HGZ No 7
NÄCHSTE AUSGABE 23. MÄRZ
Die Bra nchenzeit ung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXVII. Jahrgang
Luzern, den 16. März 2022
Ausgabe: Deutsche Schweiz / Tessin
Kulinarik
Die Lernenden der Insel-Gruppe stellen ihre Kreativität unter Beweis.
Blüten: mehr als nur Deko auf dem Teller
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Schwerpunkt
Hoffen und Bangen Olga Smyrnova trat ihre Rückreise in die Schweiz an, als Putin die Ukraine angriff. Die Praktikantin des Bürgenstock Resorts bangt um ihre Familie, die zurückbleiben musste. Seite 19
Überblick im CookiesDschungel
Wieso Fruchtsalat bei Mary Miso nicht auf den Tisch kommt.
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Solidarität mit Verstand
Die glücklichen Sieger: Tiana Ward wird Junior-Servicemeisterin, Marc Gay Servicemeister 2022.
Q U EN TI N J U V E T
DIE BESTEN IM SERVICE
E
igentlich hätte die Servicemeisterin oder der Servicemeister bereits an der Igeho im vergangenen Herbst gekrönt werden sollen. Doch die Pandemie hat ihre eigenen Regeln. So fanden nicht nur die Igeho und die damit verbundene Meisterschaft nicht statt, sondern auch die Ersatzmeisterschaft, die im vergangenen Januar geplant war. Der Initiative des Berufsverbandes Service/Restauration war es zu verdanken, dass die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
in den Kategorien Ausgelernt und dem Pendant der Junioren bei den Lernenden dann doch noch ihr Können zeigen konnten. Zwar ohne Publikum und einzeln in Blöcken nacheinander, nicht aber unter Ausschluss der virtuellen Öffentlichkeit. «Wir entschieden uns für einen zweigeteilten Wettbewerb, der sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Westschweiz stattfand und welcher fast in Echtzeit über verschiedene soziale Medien und einen Live stream übertragen wurde», sagt dazu
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Christoph Muggli, Präsident des Berufsverbandes. Die Anzahl der Disziplinen wurde von acht auf sechs reduziert, der Inhalt und das Anforderungsniveau blieben unverändert. Sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten wurden in drei der insgesamt sechs Disziplinen gefilmt und online übertragen. «Jedes Mal schauten ein paar Dutzend Interessierte zu», freut sich Muggli. Noch mehr freute er sich am vergangenen Sonntag, als er – dieses Mal mit Publikum – alle Teilneh-
merinnen und Teilnehmer im Hotel Schweizerhof in Bern zur Preisverleihung treffen konnte. Dort wurden unter der Moderation von Daniela Jaun, Weko-Präsidentin des Berufsverbands, die Siegerinnen und Sieger prämiert. Zum einen gab es einen Servicemeister und eine Junior-Servicemeisterin zu feiern. Zum anderen wurden insgesamt elf Medaillen vergeben. Zudem gab es erstmals vier Spezialpreise. Seite 16
Die Gastronomie, Hotellerie und Zulieferindustrie setzen ein starkes Zeichen der Solidarität mit der kriegsgeplagten Ukraine. Mitarbeitende des Luzerner Art Deco Hotels Montana sammelten 3100 Franken. Die Direktion verdoppelte den Betrag und stockte die Spende nochmals um 10 000 Franken auf. Tausendsassa Michel Péclard organisierte in Zürich ein Benefiz-Food-Event und spendete 9000 Franken. Im thurgauischen Lommis kochten die Betreiber der «Krone» die ukrainisch-russische Nationalsuppe Borschtsch und spendeten fünf Franken von jedem verkauften Teller. Der Krieg im Osten Europas ist nicht der Krieg der Russen gegen die Ukraine. Es ist Putins Krieg. Nicht begriffen hat das ein Gastgeber in BadenWürttemberg, der Gäste mit russischem Pass zu unerwünschten Personen erklärte. Nach massiven Protesten auf Social Media ruderte der Wirt mittlerweile zurück. Der Wettbewerb um die originellste Solidaritätsbekundung und selbstloseste Absicht treibt zuweilen seltsame Blüten. Die Verantwortlichen einer Filiale der Supermarktkette Edeka posaunten stolz, man habe Wladimir Putin Hausverbot erteilt. Als ob Russlands Präsident dort einkaufen würde! Bei aller Wut im Bauch: Öffentliche Solidarität sollte immer mit Bedacht und Verstand gewählt sein. J Ö RG R U P P ELT
Erscheint jeweils mittwochs
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