HGZ No 6
NÄCHSTE AUSGABE 16. MÄRZ
Die Bra nchenzeit ung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXXXVII. Jahrgang
Luzern, den 9. März 2022
Schwerpunkt
Mehr Komplimente verteilen – das stärkt den Teamgeist.
Die Eventbranche hat gelitten, aber nie aufgegeben
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Ausgabe: Deutsche Schweiz / Tessin
Pe r s ö n l i c h
Milena Schöni ist die Gewinnerin der Swiss Skills Hauswirtschaft 2020 sowie des Gastrosterns 2021. Und sie ist nicht aufzuhalten. Ihr Geheimnis ist Fleiss und Hingabe zum Beruf.
www.hotellerie-gastronomie.ch
Aspekte
Mit veganer Kulinarik zum Erfolg
Junge HGUMitglieder gründen Task Force für die Zukunft.
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Paradigmenwechsel
141 von 181 Ländern stimmten für Sanktionen gegen Russland. In vielen Städten, auch in Bern, gingen Menschen zu Sympathiekundgebungen für die Ukraine auf die Strasse.
N
K E YS TO N E-S DA
EINE KRISE JAGT DIE ANDERE
ach den erfreulichen Zahlen unbürokratisch stornieren. ST wird hend fehlen. Es handelt sich um rund zum Neustart im Tourismus diese Annullationen kulant behan- 360 000 Hotellogiernächte. Dies entvon vergangener Woche ziehen deln», schreibt Schweiz Tourismus in spricht einem Marktanteil von knapp mit Wladimir Putins Überfall auf die einer Medienmitteilung. «Auch wird einem Prozent. Russen sind jedoch Ukraine erneut dunkle Wolken auf. So die Kommunikation auf deren Tonali- zahlungskräftige Kunden, die oft auch hat Schweiz Tourismus (ST) per Ende tät überprüft. Botschaften, die mit der in der Nebensaison reisen. Februar alle Aktivitäten in Russland ‹sicheren Schweiz› werben, wären moAuf den Fernmärkten dürfte die und der Ukraine gestoppt. «Das be- mentan nicht angebracht.» Krise zu einer gewissen Zurückhaltrifft sämtliche Ebenen. Das Team verIm Moment lassen sich die touris- tung beim Buchen und Reisen führen. sucht laufend, aktuelle Informationen tischen Auswirkungen des Konflikts Für Gäste aus Amerika oder Asien finzu beschaffen und zu verifizieren. Die noch nicht beziffern. Sie werden aber det der Krieg in Europa statt, daher beKey-Partner des Marktes Russland spürbar sein. Gäste aus Russland wer- steht das Risiko, dass sie allenfalls auf können ihre vereinbarten Packages den dieses Jahr vermutlich weitestge- jegliche Reisen nach Europa verzich-
AZA 6002 LUZERN
ten. Dann wird der Krieg auch wirtschaftliche Auswirkungen haben. So machen steigende Rohstoffpreise das Fliegen und generell den Transport teurer. Auch die Heizkosten für Hotels und Gewächshäuser, in denen Lebensmittel produziert werden, steigen. Für alles wird tiefer in die Tasche gegriffen werden müssen. Ein Trost bleibt, dass das Erstarken des Schweizer Frankens vorerst durch eine tiefere Inflationsrate als in der EU oder in den USA kompensiert werden kann. (G A B)
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Bis anhin kostete mein Lieblingsbrot 5.20 Franken. Heute musste ich für ein «Ängeli»-Brot aus der gleichnamigen Berner Bäckerei 5.30 Franken auf den Tresen legen. Diese Preiserhöhung, so moderat sie ist, ist eine Folge des kühl-feuchten Wetters des Sommers 2021. Vermutlich wird das Brot in absehbarer Zukunft nochmals zehn Rappen teurer. Denn zwischenzeitlich sind auch die Energiepreise angestiegen. Wie entwickelt sich der Preis, wenn die Ukraine als einer der wichtigsten Getreideproduzenten Europas dieses Jahr nicht liefern kann? Kommt dann der «Plan Wahlen» wieder auf den Tisch? Zur Erinnerung: Friedrich Traugott Wahlen präsentierte 1940 einen Anbauplan zur Sicherung der Nahrungsmittelver sorgung während des Zweiten Weltkriegs. Fussballplätze und Blumenrabatten müssten nicht mehr umgepflügt werden. Wir wollen ja weniger Fleisch essen. Da könnte auf den Wiesen im Mittelland Getreide angebaut werden. Rinder fressen auch das Gras in Hanglagen, wo Mäh drescher nicht fahren können. In vieler Hinsicht bringt der Überfall Putins auf die Ukraine einen Paradigmenwechsel. Vielleicht beginnen wir uns jetzt mit Inhalten des «World Resources Report» anzufreunden. Darin wird nämlich vorgerechnet, dass die Menschheit zukünftig mit weniger Kalorien auskommen muss. G A B R I EL TI N GU ELY
Erscheint jeweils mittwochs 1
03.03.2022
09:46:18
Meh r ! ng u t h c a e B