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Nr. 4 27. Jahrgang Donnerstag, 22. Januar 2026

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Lausen Kulturell

Rocknight im Marabu

«Touche ma bouche» zeigten in Lausen ihr Abschiedsprogramm.

Rabbit Hill und die Lucky Jam Gang hauchten alten Rock-Hits neues Leben ein.

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Dr ChuefladePrinz Das Seniorentheater Sissach führte eine chaotisch-lustige Land-Komödie voller Verwirrungen auf. Seite 10

Wie werden wir bloss die Geister los? Theatergruppe Holderbank Eine turbulente Geisterkomödie mit Spukeffekten

Kolumne

432 Gründe zu staunen

Brigitte Reinhard

Lustspiel, Komödie, Schwank – und auch mal ein Krimi: Seit ihrer ersten Aufführung bewegt sich die Theatergruppe Holderbank konstant im Bereich der leichten Muse des Volkstheaters. Ihrem angestammten Repertoire ist das Theaterensemble auch in ihrer neuesten Produktion treu geblieben. Am vergangenen Freitag feierten die Laienschauspieler/ -innen in der voll besetzten Mehrzweckhalle – mit viel Stammpublikum – eine unterhaltsame Premiere. Mit dem Stück «Drei Geister für Charlène» brachten die Schauspielenden einen wahren Bestseller auf die Bühne. Die Villa, um die sich die Handlung dreht, ist zwar keine Bruchbude, doch man sieht ihr an, dass sie schon bessere Zeiten erlebt hat: Tapeten und Möbel wirken abgenutzt und in die Jahre gekommen. Reinigungskraft Frau Zollberger – das «Mädchen für alles», gespielt von Lucia Stingelin – ging lustlos ihrer Arbeit nach und versuchte, die Wohnstube notdürftig auf Vordermann zu bringen. Denn ein Kaufinteressent hatte sich angekündigt. Doch plötzlich geschahen seltsame Dinge: Eine Kerze auf der Kommode flammte wie von Geisterhand auf und erlosch wieder, das Glasfenster einer alten Standuhr schlug unkontrolliert auf und zu. Schnell war klar: In den alten Gemäuern treiben Geister ihr Unwesen. Spielerisch eine grosse Herausforderung Ein stimmiger Einstieg in diese wunderbare Komödie, die von der Theaterkommission ausgewählt wurde. Für die Schauspielerinnen und Schauspieler stellte das Stück – gerade wegen der Geister – eine besondere Herausforderung dar. Denn Geister kann man weder

Die beiden Geister (Hans Probst, Waldenburg, und Jörg Meier) besprechen das weitere Vorgehen.

Ein heikler Immobilienfall wird zum Katz-und-Maus-Spiel.

sehen noch hören, weshalb auf der Bühne nicht auf sie reagiert werden durfte. «Es ist gar nicht so einfach, jemanden zu ignorieren, der nur zehn Zentimeter neben einem steht», erklärte Hans Probst aus Waldenburg mit einem Schmunzeln. Genau von dieser Besonderheit lebt das Stück: Sie macht es einzigartig und sorgte für zahlreiche überraschende und komische Momente. Die drei humorvollen Geister – Franky (Jörg Meier), ein Filmstar aus den 1950er-Jahren, Anna (Caroline Käser), eine Edeldame aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Feldmarschall aus dem 19. Jahrhundert (Hans Probst) – wirbelten die Stimmung im schönen Wohnzimmer der alten, verlassenen Villa von Beginn weg kräftig durcheinander. Katz-und-Maus-Spiel um eine unverkäufliche Villa Charlène Meier, gespielt von Monika Stohler, ist bankrott und sieht sich gezwungen, ihre geliebte Villa zu verkaufen. Wie schon viele Male zuvor meldete sich ein potenzieller Käufer (Dani Gisin). Doch die drei Geister setzten alles daran, ihn mit ihren Spukkünsten in die Flucht zu schlagen. Kurzerhand erhielten die Geschwister Fabienne (Ronja Ruckstuhl, die hier erstmals auf der Theaterbühne stand) und Tobias (Georg Staller) den Auftrag, als vermeintliche Geisterjäger das ehr-

Fotos: B. Reinhard

würdige Haus von seinen ungebetenen Bewohnern zu befreien. Wie zu erwarten, gestaltete sich dieses Unterfangen alles andere als einfach. Am Ende jedoch durften – zur Freude aller – sämtliche Beteiligten in der Villa wohnen bleiben. Dem zahlreich erschienenen Publikum aus nah und fern wurden wie gewohnt einige äusserst unterhaltsame Stunden geboten: mit überzeugenden schauspielerischen Leistungen, einem gelungenen Bühnenbild, erstklassiger Technik und spukigen Showeffekten.

Marion Ernst, Zentrums-Managerin Liestal

Charlène Meier (Monika Stohler) hat Schulden und muss die Villa verkaufen.

Die beiden Geisterjäger malen sich eine sorgenfreie Zukunft aus.

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Regisseur Christoph Borer, der bereits seine dritte Produktion leitete, verlieh den schrägen Figuren mit präzisem Timing ihre verrückte Identität. Entstanden ist eine turbulente Komödie, die eindrücklich zeigte: Auch Geister können für ordentliches Lachmuskeltraining sorgen. Weitere Aufführungen finden statt am Donnerstag, 22. Januar, bis Samstag, 24. Januar, jeweils um 20 Uhr. Vorverkauf: 079 830 19 89, www.theatergruppe-holderbank.ch

Es gibt Momente, in denen eine Stadt spürbar näher zusammenrückt. Der Latärnliweg in Liestal, als Verbindung vom Bahnhof ins Stedtli, ist genauso ein Moment. Man geht los und merkt nach ein paar Schritten, dass etwas anders ist. Das Licht macht den Weg freundlicher, fast vertraut. Man wird langsamer, hebt den Blick und schaut genauer hin. 432 Kinder aus 26 Schulklassen haben ihre Laternen gestaltet. Jede einzelne ist einzigartig, jede ein kleines Kunstwerk. In Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben ist etwas entstanden, das weit über eine Lichtinstallation hinausgeht. Es sind viele kleine Zeichen von Kreativität und Gemeinschaft, die mehr wärmen als jede Heizung. Wer seit November Richtung Stedtli unterwegs ist – entlang der Poststrasse, über die Allee, vorbei am Regierungsgebäude, erlebt, wie lebendig Licht sein kann. Die Laternen erhellen nicht nur den Weg, sie erzählen Geschichten. Kinder bleiben stehen und suchen ihre Laterne, Erwachsene verweilen, fotografieren oder lassen sich von den Symbolen und Gedanken auf den Latärnli inspirieren. Der Weg wird zum Ort des Innehaltens. Der Latärnliweg zeigt eindrücklich, was möglich wird, wenn Schule, Stadt und Zentrum zusammenspielen. Dass die Lichter noch bis zum 9. Februar leuchten dürfen, macht das Erlebnis umso besonderer – ein kleines, aber wertvolles Stück Wärme in den dunklen Monaten. Und vielleicht sind es genau diese vielen Kinderlichter, die diesen Weg zu dem machen, was er ist: 432 Gründe zu staunen.

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