Am Montag stellen sich die Kandidierenden für den Stadtrat in Affoltern vor. Eine Kandidatin ist nicht eingeladen. Seite 3
Er war der schnellste Ämtler am Reppischtallauf
Am Sonntag war wieder der Reppischtallauf in Stallikon angesagt. Zahlreiche Gäste nutzten den Event zum Sehen und Gesehen-Werden. Der schnellste Ämtler am Lauf war der Aeugster Adrian Brennwald, und dies mit 50 Jahren, drei Jahre nach einem schweren Unfall. (red) Seite
Aeugster Auswanderer erzählen
Wie geht die Geschichte von Michi und Priska Bauer, die 2022 ihre Sachen packten und nach Andalusien übersiedelten, weiter? Seite 8
Nahezu ganz Kappel unter kantonalem Ortsbildschutz
Infoabend zur Bau-
und Zonenordnung
Daniel Vaia
In welcher Zone steht mein Haus? Kann ich dort überhaupt noch bauen? Und können Gemeinde, Kanton und Denkmalschutz mitbestimmen? In jeder Gemeinde stellen sich Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer verständlicherweise dieselben Fragen, wenn eine Revision der Bau- und Zonenordnung ansteht. So auch in Kappel. Gegen 60 Interessierte wollten am Montag an einem Informationsanlass der Gemeinde Details zu den geplanten Änderungen erfahren.
Schutzwürdige Ortsbilder
Einige von ihnen dürften dabei erstmals erstaunt festgestellt haben, dass nicht nur einige Häusergruppen unter kantonalem Ortsbildschutz stehen (Kernzonen), sondern nahezu alle Ortsteile der drei Dörfer der Gemeinde Kappel. Es sind dies: Lierenhof, Näfenhäuser, Hauptikon, Uerzlikon und natürlich die Region ums Kloster Kappel; sie alle sind im Kantonalen Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder (Kobi) eingetragen.
Die Ortsbilder von Kappel/Näfenhäuser und Hauptikon sind überdies im Inventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung (Isos) registriert. Das grossflächige kantonale beziehungsweise nationale «Schönheitszertifikat» ist einerseits Anlass zu Stolz, auf der anderen Seite sind Um- und Neubauten in solchen Zonen für Bauherren aufwendiger (kantonale Baubewilligungen) und oft teurer (Auflagen). Im Zen-
Live bei der MastMontage mit dabei
Bei einer Besichtigungstour einiger Baustellen des Netzprojektes Obfelden–Samstagern konnte live mitverfolgt werden, wie das ungefähr acht Tonnen schwere Rohrelement von «Mast Nummer 61» montiert wurde. Von diesem Spektakel wurde auch so manch ein sich zufällig in der Nähe befindlicher Spaziergänger in den Bann gezogen. Es handelt sich bei der Konstruktion um einen sogenannten Stahlvollwandmast, der nach Fertigstellung zwischen 50 und 60 Meter hoch sein und vier Auslegerebenen für die Stromleitungen beinhalten wird. Marcus Weiss hielt den eindrucksvollen Moment fotografisch fest. (red)
Seite 5
trum der Kappeler Teilrevision stehen die erwähnten Kernzonen. «Ziel ist es», so Gemeinderätin Liselotte Steinmann, «dass die Bau- und Zonenordnung bauherrenfreundlicher wird, damit schnell klar wird: Wer spricht bei einem Bauvorhaben mit?» Ist es nur die Gemeinde? Oder auch der Kanton und/oder der Denkmalschutz? Die dazu notwendigen Informationen seien im geltenden Kappeler Zonenplan aus dem Jahr 2018 nur zum Teil ersichtlich. Nur wer zusätzlich im Internet das GIS-Portal (Geografisches Informations-Portal) des Kantons Zürich konsultiere, erhalte derzeit ein verlässliches Bild.
Was ist gut fürs Ortsbild?
Mit dem nun von der Gemeinde vorgeschlagenen revidierten Zonenplan soll sich das ändern. Die bisherige Kernzonen-Unterteilung soll ersetzt werden durch eine Kernzone K und eine Kernzone G: In den K-Zonen bestimmt der Kanton, was gut oder schlecht fürs Ortsbild ist, in den G-Zonen die (wohl etwas weniger strenge) Gemeinde. Laut Steinmann ändert sich gegenüber der bestehenden Zonenordnung praktisch nichts, ausser, dass eben alles transparenter wird. Auch habe es schon vorher volumengeschützte Gebäude gegeben, Fassaden, die geschützt waren, oder festgelegte Firstrichtungen. «Der Kanton redet heute schon mit», präzisierte Olaf Wolter, der raumplanerische Berater der Gemeinde.
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Lichtsteiner verlässt den FCWB
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Jahre alt ist das Unternehmernetzwerk BNI. Es wurde 2010 in Hausen gegründet. Seite 17
«Die Erfolge machen Lust auf weitere Entwicklung.»
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37 Mal hat es 2025 im Amt gebrannt
Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich blickt auf ein gutes Schadenjahr zurück. Grössere Naturereignisse blieben 2025 glücklicherweise aus. Für den Bezirk Affoltern wurden 37 Fälle von Feuerschäden gezählt. Die Gesamtschadensumme beläuft sich auf 1.1 Millionen Franken. In der Sparte Elementarschäden gab es 148 Schadensfälle mit einer Gesamtsumme von 856000 Franken. (red)
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Knonau wählt
Die Gemeinde Knonau hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bevölkerungszahl um 1000 Einwohnerinnen und Einwohner erhöht. Im Rahmen der Wahl-Serie blickt der «Anzeiger» dieses Mal auf die südlichste Gemeinde im Bezirk. Die langjährige Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser tritt nicht mehr zur Wahl an. Die bisherige Gemeinderätin Brigitta Trinkler sowie der neu antretende Roland Buchmann möchten beide das Amt übernehmen. (red)
Seiten 9 bis 12
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vor Saison-Start bestellen:
Stephan Lichtsteiner, seit Sommer 2024 Trainer des FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga), hat per sofort zum FC Basel gewechselt. «Ich will die Chance packen und bin bereit für die grosse Aufgabe», so der 108-fache Schweizer Nationalspieler. Das Engagement am Rheinknie wird die erste Station im Profi-Bereich für Lichtsteiner. (kakö)
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AUS
Stefan Müller, Garagist, Obfelden. (Bild Regula Zellweger)
Ärztlicher Notfalldienst
InNotfällenwendemansich zuer stimmerüberdiePraxisnumm er andenHausarzt,beiAbwesen heit erhä lt manüberden Te lefonbea ntworterdieNummerdesAERZTEFON: 0800336655
Te lefon14 4f ürSanitäts-Notr uf NotfallzentrumSpitalAffolt ern T elefon0447143300 für ALLE Notfälle
Teilrevision der Nutzungsplanung – Änderung der Bau- und Zonenordnung (BZO) Verzicht auf die Einführung einer kommunalen Mehrwertabgabe
Der Gemeinderat Aeugst hat den Verzicht auf die Einführung der kommunalen Mehrwertabgabe im Sinne von § 7 PBG zur Vorprüfung, öffentlichen Auflage und Anhörung verabschiedet.Das Dossier besteht aus folgenden Unterlagen:
• Entwurf Teilrevision Nutzungsplanung: Änderung der Bau- und Zonenordnung: Mehrwertausgleich
• Erläuternder Bericht gemäss Art. 47 RPV Auflage
Die Unterlagen liegen während 30 Tagen ab dem 30. Januar 2026 in der Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 22, 8914 Aeugst am Albis öffentlich auf. Ergänzende rechtliche Hinweise Einwendungen sind innerhalb der Frist schriftlich an die Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 22, 8914 Aeugst am Albis zu richten. Sie müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Es werden nur Einwendungen behandelt, die sich auf Gegenstände der Vorlage beziehen.
Nutzungsplanung:
Teilrevision der Bauund Zonenordnung, Kappel am Albis Öffentliche Auflage Der Gemeinderat Kappel am Albis hat am 6. Oktober 2025 die Teilrevision der Bauund Zonenordnung zuhanden der öffentlichen Auflage und Anhörung gemäss § 7 Planungs- und Baugesetz (PBG) verabschiedet.
Beschluss/Verfügungsnummer: 2025-134
Beschluss/Verfügungsdatum: 2025-10-06
Rechtliche Hinweise und Fristen
Die öffentliche Auflage dauert vom 30. Januar – 31. März 2026. Die Unterlagen liegen während dieser Zeit bei der Gemeindeverwaltung, Lindenfeld 2a, öffentlich auf. Zudem stehen die Unterlagen auf der Website der Gemeinde zur Einsicht zur Verfügung.
Während der Auflagefrist können sich alle interessierten Personen schriftlich zu den aufliegenden Unterlagen äussern. Die Einwendungen müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Einwendungen sind bis spätestens am 31. März 2026 (Poststempel) schriftlich an den Gemeinderat,Lindenfeld 2a,8926 Kappel am Albis, zu richten
Rechtsmittelfrist
Frist: 60 Tage
Ablauf der Frist: 31. März 2026
Kontaktstelle
Bauamt Kappel am Albis
Nutzungsplanung:
Aufhebung Gewässerabstandslinien, Öffentliche Auflage und Anhörung nach § 7 PBG, Stallikon
Öffentliche Auflage
Der Gemeinderat Stallikon hat mit Beschluss vom 26. Januar 2026 die Aufhebung der Gewässerabstandslinien, zuhanden der öffentlichen Auflage und der Anhörung gemäss § 7 Planungs- und Baugesetz (PBG,LS 700.1) verabschiedet.
Beschluss/Verfügungsnummer: 15
Beschluss/Verfügungsdatum: 2026-01-26
Rechtliche Hinweise und Fristen
Die Unterlagen liegen vom 30. Januar bis 31. März 2026 während 60 Tagen von der Publikation an gerechnet, in der Gemeindeverwaltung Stallikon, Schalter Einwohnerkontrolle, Reppischtalstrasse 53, Stallikon während den SchalteröffnungszeitenzurEinsichtauf.Zudemsind die Unterlagen auf der E-Mitwirkungsplattform www.mitwirken-stallikon.ch aufgeschaltet.
Während der Auflagefrist können sich alle interessierten Personen schriftlich zu den aufliegenden Unterlagen äussern. Die Einwendungen müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die Eingaben sind schriftlich bis am 31.März 2026 via E-Mitwirkungsplattform www. mitwirkenstallikon.ch zu erfassen oder dem Bauamt,Reppischtalstrasse 53,8143 Stallikon, einzureichen. Über die nicht berücksichtigten Einwendungen wird gesamthaft bei der Festsetzung der Vorlage durch die Gemeindeversammlung entschieden.
Am 23. Januar 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Adelheid Peter geb. Döbeli geboren am 15. Oktober 1929, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. 30. Januar 2026
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Obfelden
Am 20. Januar 2026 ist in Zürich ZH gestorben:
Walter Blaser geboren am 27. März 1931, wohnhaft gewesen in Obfelden.
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Obfelden
Zewo-Gütesiegel
HERZLICHEN DANK
für die vielen Zeichen der Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserer lieben
Hanna Zemp-Treuthardt
24. September 1948 – 10. Dezember 2025
erfahren durften.
Ein besonderes Dankeschön:
– Dem Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten für den letzten Fahnengruss.
– Herrn PfarrerAndreas Fritz für den schön gestaltetenAbschiedsgottesdienst und die tröstenden Worte.
– Sigrist Ernst Suter und die musikalische Begleitung und das schöne Orgelspiel von Daniel Rüegg
– Für die herzliche Gastfreundschaft des Rest. «Zum Weissen Rössli» und dem Personal, das uns trotz Ruhetag bewirtet hat.
–Allen Einsatz- und Rettungskräften, die am 10. Dezember beteiligt waren.
–Allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten, die uns auf diesem schweren Weg begleiten.
Danke für die Spenden und Zuwendungen an die Schweizer Berghilfe oder andere Institutionen.
Jede liebevoll geschriebene Karte, jeder Gruss tröstet uns in unserem Leid.
Mettmenstetten, Januar 2026 Die Trauerfamilie
Friederike Huter
17. April 1942 – 20. Januar 2026
In stiller Trauer nehmen wir Abschied von dir – unserer geliebten Nana. Nach einem erfüllten Leben durftest du im Kreise deiner Familie ruhig und in Frieden einschlafen.
Du fehlst, bleibst aber immer bei uns. In Liebe und Dankbarkeit
Patrick und Irene
Tim, Nico und Mike Katja und Gerry Marc und Michela Maurice und Patrizia
DerAbschiedsgottesdienstfindetam12. Februar2026 um 15:00Uhr in derkatholischen Kirche in Bonstetten statt.
As long as you remember me, I’ll be alive — Eminem
Wir nehmen Abschied von Yann
Zumbühl
Nach langer Krankheit hat ihn die Kraft verlassen. Er hinterlässt eine grosse Lücke und wir sind unendlich traurig.
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Zur Abdankung sind alle herzlich willkommen. Sie findet am Freitag, 20. Februar 2026, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt.
Frieda Rapold in Obfelden feiert heute Freitag, 30. Januar, ihren 98. Geburtstag. Was für ein stolzes Jubiläum darf sie heute begehen! Bestimmt kann sie viel über ihr langes Leben erzählen. Herzliche Gratulation und viel Freude und Gesundheit.
Zum 97. Geburtstag
Am Montag, 2. Februar, feiert Ida Auchli-Truffer in Affoltern, wohnhaft gewesen in Ebertswil, ihren 97. Geburtstag. Zu diesem hohen Freudentag gratulieren wir herzlich und wünschen ihr einen wunderschönen Tag. Sicher warten einige Überraschung auf die Jubilarin, so kann dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben. Fürs neue Lebensjahr alles Gute.
Zum 90. Geburtstag
Modestino Zeni in Affoltern, geboren am 31. Januar 1936, feiert morgen Samstag seinen 90. Geburtstag. Mit Liebe gratulieren ihm seine Frau Carmina, seine Töchter Loredana und Nadia und sein Enkel Luca. Wir wünschen ihm viel Gesundheit, Glück und noch viele schöne gemeinsame Jahre mit seiner Familie. Ernst Althaus in Affoltern feiert seinen grandiosen 90. Geburtstag am Sonntag, 1. Februar. Seine Familie gratuliert ihm von Herzen, wünscht viel Freude, tolles Jassen, schöne Spaziergänge, gute Gesundheit und einen wunderbaren Geburtstag! Sie lassen ihn auch wissen: «Schön, dass es dich gibt!» Dem allen schliessen wir uns gerne an.
Vorgeschlagene Änderungen liegen bis Ende März öffentlich auf
Fortsetzung von Seite 1: Bei Bauvorhaben Kontakt mit der Gemeinde aufnehmen
Daniel Vaia
Von der Revision ausgenommen ist die Kleinsiedlung Allenwinden, die provisorisch der kantonalen Weilerzone (Kernzone W) zugeordnet ist. Hier will man zuerst die Überarbeitung des kantonalen Richtplans abwarten.
Wie die geplante Teilrevision bei den Kappeler Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ankommt, lässt sich nach dem Informationsabend nicht abschätzen. Fragen aus dem Publikum gaben es nur wenige, sie betrafen meist Details zu einzelnen Liegenschaften.
Verbot von Windkraftanlagen Sogar nur zwei Fragen gab es zu den vorgeschlagenen Änderungen der Bau-
«Mein Tipp: Bei Bauvorhaben frühzeitig mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen.»
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Dominik Stierli (dst) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
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ordnung. Die für manche wahrscheinlich mit den meisten Emotionen verbundene Neuerung betrifft das Thema Windräder: In der neuen Bauordnung soll festgeschrieben werden, dass der Mindestabstand von Windturbinen zu
Unter kantonalem Ortsbildschutz – und wenn es nach der neuen Bau- und Zonenordnung geht, weit weg von möglichen industriellen Windenergieanlagen: der Kappeler Dorfteil Uerzlikon. (Bild Daniel Vaia)
bewohnten Gebäuden mindestens ein Kilometer betragen muss; die Kappeler Bauordnung verbietet damit faktisch den Bau grösserer Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet. Mit der Neuerung wird ein entsprechender Beschluss der Gemeindeversammlung vom Sommer 2024 umgesetzt. Er geht auf eine Einzelinitiative zurück und in eine Phase, als der Kanton Zürich Kappel als möglichen Standort für Windräder auserkoren hat-
te. Dieses Vorhaben ist inzwischen aus den kantonalen Plänen gestrichen worden. Die vorgeschlagenen Änderungen der Bau- und Zonenordnung liegen vom 30. Januar bis am 31. März öffentlich auf. In dieser Zeit können Einwendungen eingereicht werden. Die Gemeindeversammlung soll im November 2027 über das Planwerk abstimmen können. Inkrafttreten werden die neuen Bestimmungen voraussichtlich im Herbst
Eine Person darf nicht aufs Podium
Vorstellung der Stadtratskandidaten ohne Yvonne Accorinti
Die Interparteiliche Konferenz Affoltern (IPK) hat für Montag, 2. Februar, eine grosse Veranstaltung zur Vorstellung der Stadtratskandidierenden im Kasinosaal geplant (Beginn ist um 19.30 Uhr). Eingeladen sind neun der zehn Stadtratskandidaten und -kandidatinnen.
Bildung und Primarschule
Die zehnte Person ist Yvonne Accorinti.
Die parteilose Kandidatin strebt ein Amt als Stadträtin Bildung und Präsidium Primarschulpflege an. Von der NichtEinladung ist sie gar nicht erfreut: «Ich hätte mir gewünscht, dass bei einer Vorstellungsrunde alle Kandidierenden im Sinne der Meinungsbildung eingeladen
worden wären», sagt sie gegenüber dem «Anzeiger». Der Mitte-Politiker Orlando Rabaglio ist Sprecher der IPK. Er begründet den Entscheid mit der Tatsache, dass Accorinti bei keiner Partei ist: «Die IPK veranstaltet das Podium (und auch den gemeinsamen Wahlflyer-Versand) als gemeinsame Veranstaltung für die von den Parteien portierten Kandidierenden. Frau Accorinti wird von keiner Partei portiert, weshalb sie weder am Versand noch am Podium dabei ist. Das ist ständige Praxis der IPK und wurde auch in vergangenen Jahren so gehandhabt. Parteilose, die von Parteien portiert werden, gelten hier aber als Parteikandidaten», so Rabaglio. Das sei zum Beispiel bei Galina Bruder der Fall. Sie läuft – ob-
wohl parteilos – unter SP. Nicht in der Ankündigung der IPK aufgeführt ist auch Stadträtin Claudia Ledermann. Sie ist jedoch eingeladen, an besagtem Abend aber verhindert.
Zweite Podiumsdiskussion
Wer Accorinti live erleben will, kann das aber trotzdem kurz nach dem 2. Februar tun. Sie hat eine eigene Veranstaltung geplant mit dem Titel «Wie machen wir unsere Schulen fit für morgen?». Sie findet in der Aula Ennetgraben am Donnerstag, 5. Februar, um 19.30 Uhr statt. Mit ihr auf dem Podium sitzen der HR-Spezialist Gregor Bruhin aus dem Kanton Zug sowie der KI-Experte Andreas Käser. (fh)
37 Feuerschäden im Bezirk im 2025
Gebäudeversicherung Kanton Zürich: Es war ein gutes Jahr
Die GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich blickt auf ein gutes Schadenjahr zurück. Zwar lag die Schadensumme der Feuerschäden über dem Niveau des Vorjahres, grössere Naturereignisse blieben jedoch glücklicherweise aus. Mit 49.6 Millionen Franken ist die geschätzte Gesamtschadensumme leicht gesunken (Vorjahr: 51.4 Millionen Franken).
Gebäude für 21 Milliarden Franken Für den Bezirk Affoltern wurden 37 Fälle von Feuerschäden gezählt. Die Gesamtschadensumme beläuft sich auf 1.1 Millionen Franken. In der Sparte Elementarschäden gab es 148 Schadensfälle mit einer Gesamtsumme von 856000 Franken. Versichert sind im Bezirk Affoltern 17112 Gebäude mit einem Versicherungswert von rund 21 Milliarden Franken. Insgesamt bearbeitete die GVZ im Jahr 2025 1834 Schadenfälle (Vorjahr: 2666), davon 903 Feuer- und 931 Elementarschäden. Die geschätzte Schadensumme der Feuerschäden erhöhte sich zum Vorjahr um rund 7 Millionen Franken auf 44.5 Millionen Franken (Vorjahr: 37.3 Millionen Franken). Bedingt durch mehrere grössere und kostenintensive Brandfälle liegt die Schadensumme über dem Niveau des Vorjahres, obwohl die Gesamtzahl der Brände zurückgegangen ist. Da im Jahr 2025 grössere Unwetter ausblieben, fiel die geschätzte Schadensumme bei den Elementarschäden mit 5.1 Millionen Franken vergleichsweise tief aus (Vorjahr: 14.2 Millionen Franken). Die Gebäudeversicherung versichert die Gebäude im Kanton Zürich gegen Feuer- und Elementarschäden und engagiert sich zum Schutz von Personen und Sachwerten in der Prävention. Im gesetzlichen Auftrag erfüllt sie in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden den Brandschutz und das Feuerwehrwesen. Die GVZ ist ein selbstständiges öffentliches Unternehmen und beschäftigt rund 140 hauptberufliche und 250 nebenberufliche Mitarbeitende.
Gebäudeversicherung Kanton Zürich
2028 – vorausgesetzt, der Kanton sagt Ja zu den Vorschlägen aus Kappel. Tipp von Gemeinderätin Steinmann an alle Bauherrinnen und Bauherren: «Bei Bauvorhaben frühzeitig mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen. Diese koordiniert die Anfrage mit dem Kanton und gegebenenfalls mit der kommunalen Denkmalpflege und gibt eine gesammelte Einschätzung über die Machbarkeit.»
Falsche Polizisten verhaftet
Die Kantonspolizei Zürich hat zwei mutmassliche «falsche Polizisten» identifiziert und verhaftet. Ein Vorfall in diesem Zusammenhang hat sich in Affoltern bei der Autobahnraststätte MyStop Süd ereignet. Wie die Polizei berichtet, hatten sich im April 2025 Personen mitten in der Nacht auf einer anderen Raststätte gegenüber einem bulgarischen Autohändler als Polizisten ausgegeben. Während der vorgetäuschten Polizeikontrolle liessen sich die Täter das mitgeführte Bargeld zeigen und flüchteten anschliessend mit dem Geld. Anfang Mai 2025 kam es zu einem gleichartigen Vorfall, ebenfalls mitten in der Nacht, auf der Raststätte MyStop Süd. Opfer waren diesmal drei ukrainische Autohändler. Als die Täter in ihr Fluchtfahrzeug stiegen und davonfuhren, versuchte eines der Opfer, sie festzuhalten. Die Täter schlugen das Opfer und schleiften es über mehrere Meter mit. Dadurch erlitt es Verletzungen. Die beiden Täter sind in Untersuchungshaft. (red)
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Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage:
20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert
20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Affoltern am Albis
Bauherrschaft: BeatNegri,6318Walchwil Vertretung der Bauherrschaft: DG 5AG, Lagerstrasse 11, 8910 Affoltern am Albis
Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage (https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise:
Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB): Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden.Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (Zustellbegehren) müssen ab 1. November 2025 zwingend über die kantonale Plattform eAuflage angefordert werden. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden.
Rechtsmittelfrist:
Frist: 20 Tage
Ablauf der Frist: 19. Februar 2026
Auflagefrist
Affoltern am Albis
Bauherrschaft: Julia Kottmann und Silvan Brusch, Schlossmattstrasse 6, 8934 Knonau
Projekt: Umbau EFH Vers.-Nr. 720, Im Feld 5, 8910 Affoltern am Albis
Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3810, Zone: W3b Rechtliche Hinweise und Fristen: Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage (https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise: Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB): Die Pläne sindwährendderAuflagefristindereAuflage einsehbar.Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (Zustellbegehren) müssen ab 1. November 2025 zwingend über die kantonalePlattformeAuflageangefordert werden. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden.
Rechtsmittelfrist:
Frist: 20 Tage
Ablauf der Frist: 19. Februar 2026
Auflagefrist
Affoltern am Albis
Bauherrschaft: Ewelina und Nils
Dorband, Stallikerstrasse 18, 8906
Bonstetten
Projekt: Neubau EFH, Rinderweidstrasse, 8910 Affoltern am Albis
Katasterinformationen: GrundstückNr.: 5276 Zone: W2, GP Sonnenberg
Rechtliche Hinweise und Fristen:
Ort der Planauflage:
Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage (https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden. Rechtliche Hinweise:
Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB): Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können
Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (Zustellbegehren) müssen ab 1. November 2025 zwingend über die kantonale Plattform eAuflage angefordert werden. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden.
Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage, https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage/ wettswilamalbis, während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise:
Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 19. Februar 2026 20 Tage öffentliche Auflage (§ 314 PBG)
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage, https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage/ wettswilamalbis, während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen,so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 19. Februar 2026 20 Tage öffentliche Auflage (§ 314 PBG)
Die Regionalbibliothek Affoltern am Albis ist eine gut verankerte, stark frequentierte öffentliche Bibliothek mit vielfältigem Medienangebot. Sie engagiert sich in der frühkindlichen Sprach- und Leseförderung, bietet kulturelle und integrative Veranstaltungen an und ist ein offener Treffpunkt in der Stadt.
Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir per 1. Mai 2026 eine/n
Bibliothekarin/Bibliothekar (30 %)
Ihre Aufgaben:
• Ausleihe und Kundenbetreuung
• Einkauf und Katalogisierung Sachbuch Erwachsene
• Mitarbeit bei der Betreuung von Social Media und Homepage
• Ferienvertretung für «Buchstart» und «Gschichte-Samschtig»
Wir erwarten:
• Ausbildung als Bibliothekar/in oder Bereitschaft zum Absolvieren des Grundkurses
• Gute EDV-, Internet- und Recherchekenntnisse
• Sicherer Umgang mit digitalen Medien und Social Media
• Sehr gute Deutschkenntnisse, gute Englischkenntnisse
• Hohe Flexibilität und Bereitschaft zu Stellvertretungen, Samstags- und Abenddiensten
• Selbständige, kundenorientierte und zuverlässige Arbeitsweise
Wir bieten:
• Eine vielseitige, herausfordernde Tätigkeit mit Kundenkontakt
• Angenehmes Arbeitsklima in einem motivierten, wertschätzenden Team
• Zeitgemässe, sehr gute Anstellungsbedingungen wie z.B. 6 Wochen Ferien bzw. ab 50 Jahren 7 Wochen
• Weiterbildungsmöglichkeiten
Auskunft und Bewerbung
Für Fragen steht Ihnen Ursula Schiesser, Leiterin Regionalbibliothek, Tel. 044 760 18 35 (Mo - Do, 10 - 19 Uhr), gerne zur Verfügung.
Sind Sie an dieser spannenden Herausforderung interessiert?
Dann senden Sie uns Ihre Bewerbung sowie die üblichen Bewerbungsunterlagen bis 28. Februar 2026 mit dem elektronischen Bewerbungsformular (auffindbar online unter www.stadtaffoltern.ch/offenestellen) oder per E-Mail an personalamt@stadtaffoltern.ch.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Regionalbibliothek und der Stadt Affoltern am Albis.
DieAlternative dazu:Bücherin Grossdruck.
Unter dem Dach des Schweizerischen Nationalmuseums sind das LandesmuseumZürich,dasChâteaudePrangins,dasForumSchweizer Geschichte Schwyz und das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis vereint.
Wir suchen per 1. März 2026 eine/n
Mitarbeiter/in Betriebstechnik 80% (befristet mit Option auf Festanstellung)
Das Sammlungszentrum wird in den nächsten Jahren baulich erweitert. Aufgrund des anstehenden Bauprojektes suchen wir Unterstützung für unsere Betriebstechnik. Sie sind für den Betrieb, die wiederkehrendenWartungs-undServicemassnahmendertechnischen und sicherheitstechnischen Anlagen im Sammlungszentrum sowie für die elektronische Systemüberwachung zuständig.
Die Stelle ist bis zum 31. Dezember 2030 befristet. Optionen zur unbefristeten Fortsetzung des Anstellungsverhältnisses können vor Ablauf der Befristung beziehungsweise vor Projektende frühzeitig geprüft werden.
Ein detailliertes Inserat finden Sie auf unserer Homepage unter www.sammlungszentrum.ch/Stellen. Fachliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne Peter Weber, Leiter Betriebstechnik, Tel. 044 762 13 43.
Saisonstelle 20–80 %
Einfach mal verschnaufen. Wir machen’s möglich.
Olympiasiegerin Wendy Holdener setzt sich als Botschafterin ein, damit unsere Entlastungsangebote
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Wendy
Der Sunnehof ist ein innovativer Landwirtschaftsbetrieb in Mettmenstetten. Nebst der landwirtschaftlichen Produktion von Milch, Fleisch, Ackerfrüchten und Obst, produzieren wir Beeren zum Selberpflücken. Das Selberpflücken besteht seit 25 Jahren und wurde stetig etwas weiter ausgebaut. Für die Hauptsaisonzeit der Erdbeeren (Mai-Juni und August-September) suchen wir Unterstützung auf dem Feld und im Hofladen. Du magst es unkompliziert, gibst gerne Gas und schätzt ein kollegiales Arbeitsklima im Team? Dann bist du bei uns richtig.
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Die Stromversorgung der Zukunft nimmt Formen an
Auf einer Besichtigungstour im Raum Adliswil wurde den Medienvertretern ein Einblick gegeben
Marcus Weiss
Das Netzprojekt Obfelden-Samstagern (Zürich Süd) von Swissgrid ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Stromversorgung im Raum Zürich. Die Arbeiten, die unter anderem zum
Abbau der sogenannten Albisleitung in wenigen Jahren führen werden, haben nun ein Stadium erreicht, wo sie vor allem in Gattikon (Gemeinde Thalwil), Rüschlikon und Kilchberg für alle sichtbar werden. «Es entsteht etwas hier am linken Zürichseeufer, und es wird noch
viel mehr werden», erklärte Jan Schenk, Mediensprecher der Stromnetzbetreiberin Swissgrid, an der Medienorientierung vergangenen Dienstag im Stadthaus Adliswil. «Die Stadt Zürich ist heute nur von einer Seite her, nämlich von Nordosten, ans nationale Höchstspannungsnetz angeschlossen. Das Netzprojekt Obfelden-Samstagern ermöglicht eine zukünftige Anbindung auch von Süden her, was für die Versorgungssicherheit entscheidend ist», so Schenk. Gleichzeitig gehe es darum, heutige 150 Kilovolt-Leitungen von ewz durch solche mit einer Spannung von 220 Kilovolt zu ersetzen, was die Leistungsfähigkeit wesentlich erhöht. «Eine 150-Kilovolt-Verbindung hat eine Übertragungsleistung, die beispielsweise für ein Wasserkraftwerk an der Aare ausreicht, die neuen Leitungen mit der höheren Spannung hingegen sind kapazitätsmässig in der Lage, sogar die in einem Atomkraftwerk produzierte Energie zu transportieren», erfuhren die eingeladenen Medienvertreterinnen und -vertreter. Das Schweizer Übertragungsnetz stehe vor wesentlichen Herausforderungen, so müsse einerseits ein Grossteil der bestehenden Infrastruktur altersbedingt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erneuert werden, andererseits führe der Ausbau von erneuerbaren Energien sowie fehlende Stromabkommen zu Engpässen im Netz. Ein rechtzeitiger und bedarfsorientierter Ausbau des Netzes sei unerlässlich, um die Versorgungssicherheit der Schweiz langfristig zu gewährleisten; dieser Ausbau gerate aber zunehmend in Verzug, unter anderem, weil die Bewilligungsverfahren in diesem Bereich im Durchschnitt rund 15 Jahre, in Einzelfällen sogar über 30 Jahre dauern.
Albisleitung wird durch die neue Höchstspannungsleitung überflüssig Im Netzprojekt Obfelden-Samstagern, für das Gesamtkosten von rund 170 Millionen Franken veranschlagt sind, geht es um den etappenweisen Ausbau und eine Spannungserhöhung der 150-kVLeitung von Axpo zwischen Samstagern, Thalwil, Waldegg (Zürich) und Obfelden auf 220 Kilovolt. Das Projekt macht unter anderem die Albisleitung überflüssig, die heute prominent sichtbar den Albisgrat auf der Höhe von Langnau am Albis/Aeugstertal überquert und in ihrem weiteren Verlauf zum Unterwerk Obfelden den Süden der Stadt Affoltern passiert. Der Verzicht auf diese Leitung
Dieser aus dem Jahr 1956 stammende Freileitungsmast der sogenannten Albisleitung steht heute weithin sichtbar auf dem Albisgrat südöstlich des Radarturms. Er wird voraussichtlich im Jahr 2033 zusammen mit der gesamten Freileitung aus dem Landschaftsbild verschwinden. (Archivbild Marcus Weiss)
wird möglich, weil bereits beim Bau des Uetlibergtunnels parallel Kabelkanäle für eine künftige Nutzung als Strom-
Millionen Franken kostet das Netzprojekt ObfeldenSamstagern.
trasse erstellt wurden und der Strom künftig entlang dieser Verkehrsachse im Berg zwischen dem linken Zürichseeufer und dem Knonauer Amt fliessen wird.
nannten Übergabebauwerks besucht, an dem die neue Freileitung über grosse Gittermastportale in den insgesamt 12 Kilometer langen Erdkabel-Abschnitt eingeleitet wird. Auch hier beeindruckte die schiere Grösse der erforderlichen Anlagen. Das Abspanngerüst, das in den nächsten Wochen entsteht, wird rund 22 Meter hoch sein.
Leitungsbau ist ein eng getaktetes Zusammenspiel vieler Akteure Bei der Baustellenbesichtigung im Grenzgebiet der Gemeinden Adliswil/ Rüschlikon/Kilchberg wurde dann auf eindrucksvolle Weise sichtbar, welchen Aufwand die Erstellung einer neuen Höchstspannungsleitung bedeutet. So konnten die anwesenden Medienleute live mitverfolgen, wie ein ungefähr acht Tonnen schweres Rohrelement von «Mast Nummer 61» montiert wurde, ein Spektakel, das auch so manchen zufällig in der Nähe befindlichen Spaziergänger in den Bann zog. Es handelt sich bei der Konstruktion um einen sogenannten Stahlvollwandmast, der nach Fertigstellung zwischen 50 und 60 Meter hoch sein und vier Auslegerebenen für die Stromleitungen beinhalten wird. Diese Bauweise ermöglicht laut den SwissgridVertretern ein schlankes Erscheinungsbild der Masten bei gleichzeitiger Einhaltung der bei Höchstspannungsleitungen erforderlichen Abstände zwischen den Leitungsdrähten und zum Boden. «Die Teile werden vom Fabrikationswerk in der Türkei per Lastwagen direkt auf die Baustelle geliefert, es darf dabei zu keinen grösseren Verzögerungen kommen, damit der Zeitplan bei der Montage eingehalten werden kann», erklärte Bauleiter Alfred Blank. Auch Rafael Martín Roso, Projektleiter Grid Infrastructure bei Swissgrid, berichtete von den zahlreichen Herausforderungen, die ein solcher Leitungsbau mit sich bringt. «Es braucht zahlreiche spezialisierte Fachkräfte, wir haben jeweils fünf bis zehn Firmen parallel vor Ort», führte er aus. Nach kurzer Weiterfahrt wurde auch noch die Baustelle des soge-
Die Montagecrew beim Aufsetzen eines um die acht Tonnen schweren Mastelements bei Mast Nummer 61. (Bilder Marcus Weiss)
Nächste Erscheinung dieser Spezialseite ist am 27. Februar 2026.
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Individualbesteuerung: Bern verteilt Geschenke – Familien und der Mittelstand zahlen die Rechnung
Am 8. März stimmt die Schweiz über die Individualbesteuerung ab. Was Bundesbern als «gerecht», «modern» und «alternativlos» verkauft, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als ideologischer Systemwechsel mit erheblichen Kollateralschäden. Die Budgetdebatten im Bundesparlament haben in den letzten Jahren eindrücklich gezeigt: Eine Mehrheit ist weder bereit noch fähig, ernsthaft zu sparen. Statt Ausgaben zu priorisieren, wird munter weiterverteilt. Mit der Individualbesteuerung reisst Bern nun die nächste Milliardenlücke – ohne jede Gegenfinanzierung.
Rund eine Milliarde Franken pro Jahr fehlen künftig bei Bund und Kantonen. Und wieder sagt niemand ehrlich, wo gespart werden soll. Die Erfahrung zeigt: Es wird nicht gespart. Am Ende zahlen die Steuerzahler – direkt oder
indirekt. Besonders betroffen sind Familien und die Kantone, deren Steuerhoheit mit diesem Bundesgesetz massiv eingeschränkt wird.
Konkret will der Bund den Wechsel von der bewährten Gemeinschaftsbesteuerung zur Individualbesteuerung erzwingen – nicht nur bei der direkten Bundessteuer, sondern auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern. Ehepaare werden steuerlich auseinanderdividiert, obwohl sie im Alltag eine wirtschaftliche Einheit bilden. Zwei Steuererklärungen statt einer, geteilte Kinderabzüge, neue Tarife, neue Regeln: mehr Bürokratie, mehr Komplexität, mehr Staat.
Dabei zeigt der Blick in die Kantone, dass es längst bessere Lösungen gibt. Die Kantone Schwyz, Nidwalden, Glarus, Freiburg, Solothurn, Basel-Land-
schaft, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, St.Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Neuenburg und Genf wenden heute ein Voll- oder Teilsplitting an – mit dem jeweils kantonal festgelegten Satz. Diese Modelle sind erprobt und funktionieren.
Beim Ehegattensplitting werden die steuerlichen Schranken innerhalb der Familie aufgehoben. Einkommen, Vermögen sowie Schulden der Ehegatten werden nur einmal im Familienverband besteuert. Damit wird die gemeinsame Haushaltsführung realistisch abgebildet und die Steuerprogression wirksam abgefedert. Ein
Beispiel: Im Kanton Nidwalden werden beim Teilsplitting 54 Prozent des Gesamteinkommens besteuert. Ein Ehepaar mit 120000 Franken Einkommen wird steuerlich so behandelt, als hätte es 64800 Franken Einkommen –
einfach, transparent und familiengerecht. Hinzu kommt ein entscheidender verwaltungsökonomischer Vorteil: eine einzige Steuererklärung für alle Mitglieder der Familie, eine Veranlagung, eine Verfügung. Bürgernah, effizient und kostengünstig – im Gegensatz zur Individualbesteuerung mit 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen.
Die Individualbesteuerung bevorzugt klar Doppelverdiener mit ähnlichen Einkommen. Benachteiligt werden Einverdiener-Haushalte und Familien mit Kindern, bei denen ein Elternteil bewusst Betreuungsarbeit leistet. Kinderabzüge können ins Leere fallen, die Progression greift voll. Gleiche Einkommen werden je nach Lebensmodell unterschiedlich besteuert. Das ist keine Steuergerechtigkeit, sondern staatliche Umerziehung.
Gerade deshalb ist klar: Auch im Kanton Zürich müssen wir handeln. Die Heiratsstrafe lässt sich gezielt und fair beseitigen – ohne ideologischen Systemwechsel und ohne Milliardenkosten. Ich werde mich im Zürcher Kantonsrat dafür einsetzen, dass wir Lösungen wie das Ehegattensplitting ernsthaft prüfen und vorantreiben – im Rahmen unserer kantonalen Steuerhoheit und mit Respekt vor den Familien. Gleichstellung bedeutet Wahlfreiheit, nicht Bevormundung. Der Staat hat nicht zu entscheiden, welches Familienmodell «richtig» ist.
Darum sage ich klar: Diese Vorlage ist teuer, bürokratisch und familienfeindlich. Wer Föderalismus, Familien und gesunde Staatsfinanzen ernst nimmt, sagt am 8. März Nein zur Individualbesteuerung.
Aeugster Auswanderer im Fernsehen
Priska und Michi Bauer verlegten 2022 ihren
Regula ZellwegeR
In der Menschheitsgeschichte verliessen ganze Völker und viele Menschen ihre Heimat. Es war meist eine Bewegung von etwas weg, aus Leidensdruck. Immer gab und gibt es aber auch Menschen, die zu neuen Ufern aufbrechen, aus Neugier, aus Unternehmenslust, um bewusst und eigenverantwortlich ihr Leben neu zu gestalten. Dies ist eine freiwillige Bewegung auf etwas zu – und diese beinhaltet meist positive Energie. So auch das Auswandern von Priska und Michi Bauer aus Aeugst. Sie übersiedelten 2022 nach Andalusien und betreiben dort in einem Bergdorf das kleine Hotel Olive & Ivy. Sie entschieden sich für ein Ziel, einen Lebenstraum, den sie verwirklichen wollten. «Wir erfüllten uns den Traum von einem eigenen kleinen Hotel im Süden», erzählt Priska Bauer. «Wir sind gern Gastgeber und verwöhnen Gäste kulinarisch und mehr. Ich bin gerne kreativ und Malen ist meine Leidenschaft. Dies hatte in unserem Leben in der Schweiz leider keinen Platz gehabt. Mein Mann kann sich hier kulina-
risch ausleben mit guten, lokalen und frischen Produkten. Dazu gehören Fisch, Wein, Avocados, Mangos, Oliven, Ziegenprodukte und vieles mehr.»
Neustart in Südspanien
Die Suche nach einem passenden Hotel verlief gut organisiert. Nach intensiver Suche in anderen Mittelmeerländern entschieden sie sich für Südspanien. Anfang Februar 2022, die Coronazeit hatte sie in ihrer Entscheidung zum Auswandern bestärkt, flogen sie nach Málaga. «Wir buchten eine Suite im kleinen Hotel Olive & Ivy. Es war Liebe auf den ersten Blick.»
Und nun kam die grosse Arbeit. Mit Unterstützung eines AuswanderungsConsultants ging der Kauf der Immobilie in Spanien gut vonstatten, Steuerfallen oder andere Probleme konnten so vermieden werden. Zudem musste das Eigenheim in Aeugst verkauft werden. Möbel und Hausrat liessen sie durch ein Transportunternehmen nach Málaga bringen. Am 21. August 2022 verliessen sie die Schweiz mit dem Auto – der ers-
Lebensmittelpunkt nach Andalusien
te, grosse Schritt war geschafft. Sie konnten einen funktionierenden Betrieb übernehmen und der Vorbesitzer unterstützte sie in der ersten Zeit.
Motivation zum Aufbruch
Hier leben Spanier, aber auch Menschen aus der ganzen Welt. «Viele Spanier aus unserem Dorf haben früher in Schaffhausen gearbeitet, sind wieder heimgekehrt und haben einen Bezug zur Schweiz, was es uns einfacher macht», so Priska Bauer.
Die Gästebewertungen sprechen für sich. Hier ein Beispiel: «Entzückendes, kleines Guesthouse mit 5 Zimmern. Die Zimmer sind klein, modern eingerichtet und haben alles, was man benötigt. Die Gastgeber sind klasse, jederzeit ansprechbar und stehen mit Rat und Tat zur Seite.»
«Wir durften vier Jahre im schönen Aeugst im Beckenhof zu Hause sein», erinnert sich Priska Bauer. Sie arbeitete als Innenarchitektin und CEO einer kleinen Büroeinrichtungsfirma, Michi Bauer als Buchhalter und Bierbrauer, «Eichhörnli-Bier», in Aeugst. «Aber das Wetter in der Schweiz entspricht nicht unseren Vorstellungen. Am liebsten hätten wir nur einen Monat Winter und den Rest Sonne. Dies haben wir nun erreicht, da wir immer im Januar für vier Wochen die Schweiz besuchen.»
Motiviert fürs Auswandern hat sie neben dem Wetter ihr Hotel-Projekt. «Das Besondere an unserem Konzept ist, dass sich unsere Gäste wie zu Hause fühlen können. Unser Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, wie wir sie selbst in den Ferien suchen. Dazu gehören ein köstliches Frühstück, ästhetisch gestaltete Einrichtung und Umgebung, angenehme Düfte sowie herzliche persönliche Betreuung unserer Gäste. Zudem gehören nützliche Tipps zu Ausflügen: Wanderungen, geheime Strände, gute Restaurants, kulturelle Attraktionen und Sportmöglichkeiten.» Und nun leben Priska und Michi Bauer in einem Bergdorf in Andalusien, das etwa gleich gross wie Aeugst ist. Sie wurden von den Einwohnerinnen und Einwohnern herzlich aufgenommen.
Zukunftspläne und Zeitdruck Gern möchten sie abends ab und zu ihre Gäste kulinarisch verwöhnen. Dazu brauchen sie mehr Raum, ihnen schwebt auch ein schöner Patio und ein weiteres Zimmer mit zwei privaten Dachterrassen vor. Und vor allem eine kleine, aber funktionale Gastroküche. Ein Nachbargrundstück haben sie bereits erworben. Und nun sehen sie sich vor zahlreichen Herausforderungen. Doch bevor gebaut werden kann, muss eine alte Ruine weichen. Der Zeitdruck ist enorm: Bis zur Sommersaison muss alles stehen. «Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche, spannende Jahre mit unseren interessanten Gästen. Für die Zukunft haben wir einige Pläne in petto wie Leadership-Retreats, kreative Workshops oder Wine-Tasting mit kulinarischer Begleitung», erzählt Priska Bauer begeistert. Dazu haben sie Ausdauer und Willen. Doch: «Es würde uns helfen, in der Schweiz ein bisschen bekannter zu werden.»
Geografisch liegt das Hotel idyllisch. Man sieht die Berge, deren Gipfel bis 2062 Meter hoch sind. In 25 Autominuten erreicht man das Meer, man kann es vom Hotel aus sehen. Die Sicht reicht an klaren Tagen bis zur Küste Marokkos.
Und voll des Lobes heisst es noch weiter: «Besonders Michis Frühstück ist eine 12 von 10. Wir haben uns hier mehr als wohlgefühlt. Die Bewertung ‹aussergewöhnlich› trifft den Nagel auf den Kopf. Abseits des Massentourismus in einem Bergdorf gelegen, ideal für Wanderer. Gleichzeitig aber auch nur 20 Minuten vom Strand entfernt und so eine gute Base für alle Arten von Urlaub. Wir kommen gerne wieder.»
«Adieu Heimat –Schweizer wandern aus»
Auch in der 12. Staffel der 3+-Serie werden spannende Geschichten und aussergewöhnliche Lebenswege von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland erzählt – in den Folgen 4 bis 6 Priska und Michi Bauer.
Ausstrahlungsdaten:
Folge 4: Montag, 2. Februar, 20.15 Uhr Folge 5: Montag, 9. Februar, 20.15 Uhr Folge6:Montag,16.Februar,20.15Uhr
Priska und Michi Bauer betreiben seit 2022 in einem Bergdorf in Südspanien das Hotel Olive & Ivy. (Bild zvg)
Eine Gemeinde als Brückenbauerin zwischen den Kantonen
Knonau hat seine Randlage in einen Vorteil umgemünzt
Marcus Weiss
Wer Knonau hört, der denkt wohl in den meisten Fällen automatisch an den gesamten Bezirk, der heute zwar offiziell Bezirk Affoltern heisst, aber im alltäglichen Umgang noch immer als Knonauer Amt bezeichnet wird. Dieser Name rührt von der einst herausragenden Bedeutung der im Jahr 1045 erstmals urkundlich erwähnten Gemeinde her, die als Hauptort des früher auch als Zürcher Freiamt bezeichneten Gebiets fungierte,
«Unsere finanzielle Situation ist sehr gut im Moment.»
Sven Alini, Gemeindeschreiber
zuerst als Verwaltungssitz eines von der Stadt Zürich eingesetzten Landvogts, später als erster Hauptort des neu gegründeten Bezirks unter liberaler Verfassung. Dass heute Affoltern diesen Status innehat, geht auf praktische Überlegungen aufgrund von dessen zentraler Lage zurück. Doch wie verhält es sich heute, empfindet man sich in Knonau aktuell noch im Nachteil durch die Platzierung in der südwestlichen Ecke des Kantons Zürich, oder bietet die besondere geografische Situation sogar ungeahnte Chancen? «Es ist ganz klar Letzteres der Fall», antwortet Gemeindeschreiber Sven Alini auf diese Frage. «Wir haben einen sehr guten Kontakt mit den angrenzenden Gemeinden im Kanton Zug und verstehen uns auch mit
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.). (red)
den dortigen Behörden, was eine ausserordentlich erfreuliche Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze hinweg ermöglicht.» Ein Resultat dieser Kooperation sei beispielsweise die seit zwei Jahren im regulären Betrieb verkehrende Buslinie der Zugerland Verkehrsbetriebe von Rotkreuz über Cham nach Knonau, die für Pendler ganz neue Mobilitätsperspektiven eröffnet hat. Zusammen mit den halbstündlich verkehrenden S-Bahnverbindungen in die Richtungen Zürich und Zug kann man damit von einer erfreulichen ÖV-Situation sprechen, wenngleich es Herausforderungen durch die zerstreut liegenden Gemeindeteile gibt.
«Die Schulen sind für den Kinderreichtum gewappnet»
Ähnlich wie im benachbarten Mettmenstetten ist auch in Knonau der Zuzug von Familien aus dem Kanton Zug ein Thema, sicherlich einer der Faktoren für den ausserordentlich grossen Kinderreichtum der Gemeinde. Dieser sei von den Schulen aber gut zu bewältigen, Knonau sehe sich sowohl von den Anlagen her als auch personell dafür gewappnet. «Der Umgang im Dorf ist immer noch verbindlich und persönlich», betont der Gemeindeschreiber, wenn auch aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl (tausend Personen mehr seit dem Jahr 2000) mentalitätsmässig eine leichte Tendenz hin zu mehr Anonymität festzustellen sei. Auf die Frage nach den Baulandreserven antwortet Sven Alini, dass diese in genügender Menge vorhanden seien und auch genutzt würden. So entstehe demnächst eine neue Überbauung im Dorfkern, und auch im Einzugsgebiet der Schule sowie an der Chamstrasse gebe es grössere Bauprojekte. Ein besonderes Augenmerk richte man auf das Ortsbild. So sei im Dorfkern ein Masterplan über das gesamte Gebiet erstellt worden, und Neubauten unter-
lägen dort strengen Gestaltungsvorgaben (beispielsweise Satteldächer statt Flachdächer). Ebenfalls in diesem Bestreben wird ein denkmalgeschütztes, einst von der Ehefrau Huldrych Zwinglis bewohntes Gebäude, das durch einen Brand zerstört wurde, in Form eines Neubaus in Anlehnung an die historische Architektur wieder errichtet.
Grosse Infrastrukturprojekte stehen bevor
Auch in Sachen Infrastruktur bewegt sich einiges in Knonau. So ist die Gemeinde an die ARA Schönau im Kanton Zug angeschlossen worden, «eine der modernsten Anlagen weit und breit», wie Sven Alini betont. Dies ist ein weiteres Exempel für die enge Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg, werden in der Anlage doch Abwässer aus drei Kantonen (ZG/ZH/SZ) gereinigt. Die gemeindeeigene Kläranlage in Knonau konnte daraufhin zurückgebaut werden. Demnächst werde auch der durch das Dorfzentrum führende Sammelkanal umgelegt, um Raum für eine zukünftige Tiefgarage zu schaffen. Im Zuge dieses Projekts soll auch der angrenzende Haselbach revitalisiert werden. Auch an anderer Stelle sind am genannten Bach Massnahmen zur Verbesserung der Biodiversität geplant, inklusive eines Zugangs zum Wasser. Grosse Bauprojekte der Gemeinde in der nächsten Zeit umfassen etwa eine neue Sporthalle sowie einen neuen Werkhof, ebenso wird eine Erweiterung des Trinkwasserreservoirs ins Auge gefasst. «Unsere finanzielle Situation ist sehr gut im Moment, dies braucht es aber auch, um die geplanten Projekte überhaupt stemmen zu können», meint hierzu der Gemeindeschreiber.
Im Bereich des Sozialen sieht sich Knonau durch die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Bezirk Affoltern gut aufgestellt. Um genügend Wohnraum
für Asylsuchende zu finden, habe die Sozialvorsteherin in letzter Zeit viel Aufwand betrieben. Bis jetzt habe man es dadurch immer geschafft, zu Lösungen zu kommen.
Das Kulturleben in Knonau profitiert in erfreulicher Weise vom grossen Engagement, das eine Vielzahl von Vereinen leistet. Unterstützt wird dieses reiche Vereinsleben unter anderem durch das grosszügige Raumangebot im Mehrzweckgebäude Stampfi, das fast immer ausgebucht ist.
Knonauer Gremien werden durch die Wahlen aufgemischt
Einige Veränderungen wird es nach diesen Wahlen in den verschiedenen Gremien von Knonau geben: Neben der Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser, die aktuell dem Ressort Präsidiales, Hochbau und Liegenschaften vorsteht, wird auch Claudia Bickel (Ressort Soziales/Gesundheit/Gesellschaft) nicht zu einer erneuten Kandidatur im Gemeinderat antreten. Neben den bisherigen Ratsmitgliedern Christian Albrecht, Marcel Bosshart, Brigitta Trinkler und Nathanaël Wenger gehen nicht weniger als vier neue Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen um die sechs Sitze. Es sind dies Christoph Bickel, Sarah Brunelli, Roland Buchmann und Sandra Casartelli. Als Gemeindepräsidentin respektive -präsident kandidieren die bisherige Gemeinderätin Brigitta Trinkler sowie der neu antretende Roland Buchmann. «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Präsidentin oder dem neuen Präsidenten. Es wird für viele von uns aber auch etwas Wehmut im Spiel sein, wenn wir Esther Breitenmoser nach all den Jahren ziehen lassen müssen», bringt Sven Alini die Stimmungslage im Gemeindehaus auf den Punkt. Bei der fünfköpfigen Rechnungsprüfungskommission wird personell
Die grossen Bauvorhaben im Dorfkern von
ebenfalls ein neues Kapitel aufgeschlagen: Drei Neukandidatinnen und -kandidaten stehen bei der Wahl nur zwei bisherige Mitglieder gegenüber. Dagegen sind bei der Primarschulpflege nach der Erneuerungswahl vom März nur begrenzte Änderungen zu erwarten, mit Ausnahme von Christoph Zeberli (aktuell Ressortleiter Schulentwicklung und Personelles) werden alle bisherigen Mitglieder wieder kandidieren. Für den frei werdenden Platz stellt sich Lydia Amato als Neumitglied des Gremiums zur Wahl.
Ein ähnliches Bild wie bei der Gemeinderatswahl bietet sich bei der Erneuerungswahl der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege Knonau: Hier stellen sich zwei bisherige und zwei Neumitglieder zur Wahl, wobei für das Präsidium der Neukandidat Walter Grimmer antritt.
Knonau
Gemeindefläche: 6,49 km2 Anzahl Einwohner: 2457 (per Ende 2024)
Besonderheit: Knonau bildet geografisch die südlichste Spitze des Bezirks Affoltern, sie ist eine von vier Ämtler Gemeinden, die an den Kanton Zug grenzen.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat: 6 Mitglieder, inklusive Präsidium (Person für Primarschulpräsidium ist von Amtes wegen Mitglied im Gemeinderat)
Moderne Architektur in harmonischer Koexistenz mit bewahrter Technikgeschichte an der Uttenbergstrasse.
Das sehenswerte Knonauer Schloss erinnert an die herausragende Stellung in der Vergangenheit. (Bilder Marcus Weiss)
Die stattliche reformierte Kirche markiert das Zentrum der Gemeinde.
Knonau unterliegen einem Masterplan.
Knonau
Die Kandidierenden für die Wahlen
In Knonau treten acht Kandidierende für sechs Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
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«Entscheidungen
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
nahe bei den Menschen treffen»
Sarah Brunelli (33), parteilos, neu
Ich bringe viel Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Offenheit mit. Als jüngere Kandidatin habe ich einen frischen Blick auf die Anliegen von Familien und kommenden Generationen. Ich lebe seit jeher in Knonau und führe hier meine Spielgruppe, wodurch ich den Alltag von Familien gut kenne. Mir ist es wichtig zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und Entscheidungen nahe bei den Menschen zu treffen. Besonders Familien sowie Seniorinnen und Senioren liegen mir sehr am Herzen.
Ich wünsche mir ein Knonau, in dem sich alle Generationen wohl und ernst genommen fühlen. Mir sind familienfreundliche Lösungen im Alltag wichtig sowie ein Umfeld, in dem Senioren dazugehören, sich sicher fühlen und Wertschätzung erfahren.
Ich sehe Entwicklungsbedarf bei Angeboten für Jugendliche, damit sie in Knonau Raum für Begegnung, Freizeit und Mitgestaltung haben. Zudem fehlt ein eingezäunter Spielplatz, der Familien mit kleinen Kindern Sicherheit bietet. Wichtig ist mir
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auch, dass bezahlbarer Wohnraum erhalten und gefördert wird, damit Knonau für verschiedene Lebensphasen und Generationen lebenswert bleibt.
Knonau soll ein familiäres Dorf bleiben, in dem man sich kennt, grüsst und füreinander da ist. Unsere gute Schule und die vielen engagierten Vereine prägen das Zusammenleben und geben dem Dorf seine Identität. Diese Nähe, das Miteinander und der starke Gemeinschaftssinn dürfen in Knonau auf keinen Fall verloren gehen.
«Ich bin sehr gut in der Region vernetzt»
Nathanaël Wenger (53), EVP, bisher
Ich bin Familienvater und Unternehmer und übernehme deshalb gerne Verantwortung. Als Gewerbler kenne ich die Bedürfnisse der KMUs und kann deren Interessen kompetent in den Gemeinderat einbringen. Menschen, die mich kennen, beschreiben mich als visionär, dynamisch und
teamfähig. Ich kann Anliegen überzeugend vertreten, aber auch Kompromisse eingehen. Nach acht Jahren im Gemeinderat bin ich mit den Themen meines Ressorts bestens vertraut und sehr gut in der Region vernetzt.
Wir sind dabei, das Abfallreglement zu überarbeiten und verursachergerechte Gebühren, auch für das Grüngut, einzuführen. Das Naturschutzinventar wird aktualisiert, um unsere Landschaft sowie die Artenvielfalt gezielter schützen und fördern zu können. Knonauerinnen und Kno-
nauer produzieren rekordverdächtige 35 Prozent Solarenergie, im Vergleich zum gesamten Stromverbrauch. Ich möchte eine lokale Energiegemeinschaft (LEG) initiieren, damit diese Solarenergie auch effektiv vor Ort genutzt werden kann. Zusätzlich setze ich mich dafür ein, dass die Schule und die neue Turnhalle an den regionalen Wärmeverbund HGK angeschlossen werden.
Durch das starke Wachstum besteht Nachholbedarf bei der Infrastruktur. Der neue Werkhof sowie die neue Turnhalle sind bereits aufgegleist und sollten zügig fertiggestellt werden. Durch die demografische Entwicklung wird altersgerechtes Wohnen immer drängender. Wir müssen dafür sorgen, dass Knonau trotz intensiver Bautätigkeit für junge Familien attraktiv bleibt. Ein neuer Jugendtreff ist ebenfalls nötig, damit unsere Jugendlichen einen geeigneten Ort für Freizeit und Begegnung haben.
Knonau ist ein Dorf, in dem man sich noch kennt und füreinander interessiert. Das Miteinander, die Freundlichkeit und der Respekt, die unser Dorf auszeichnen, dürfen nicht verloren gehen. Die herrliche Landschaft muss erhalten bleiben.
Unsere Landwirte leisten hierfür einen wertvollen Beitrag, der mehr geschätzt werden sollte. Der innovative Geist der Knonauerinnen und Knonauer – den ich in meiner Arbeit als Gemeinderat immer wieder erleben durfte – bildet die Grundlage für die weitere nachhaltige Entwicklung unseres Dorfes.
2
Welche Ziele möchten
Sie in der kommenden Amtszeit für Knonau erreichen?
Kinder integrieren und fördern
Christian Albrecht (58), parteilos, bisher
Meine Freunde würden mich als engagiert, authentisch und kommunikativ beschreiben. Meine Führungserfahrung und mein Organisationstalent haben mir als Schulpräsident geholfen, ein starkes Team aufzubauen und die Schulleitung gut zu unterstützen. Durch viele initiierte Angebote wie das Coop-GemeindeDuell, das Unicef-Familienfest oder eine kulturelle Veranstaltung habe ich den Kindern und Jugendlichen, aber auch der Bevölkerung viel Spass, aber auch ein soziales Zusammenkommen ermöglicht.
2
Der Bildungsbereich steht vor vielen Herausforderungen. Die gesellschaftliche Entwicklung spürt man auch bei uns an der Schule, und ich möchte gemeinsam mit meinem Team sicherstellen, dass wir in Knonau weiterhin eine angesehene Primarschule haben, die alle Kinder integriert und fördert. Ganz konkret setzte ich alles daran, dass vor der nächsten Legislatur die Kinder und Sportvereine in einer
neuen modernen Sporthalle trainieren können und wir in der neuen Tagesbetreuung alle Kinder aufnehmen und begleiten können.
3
Wie schon angesprochen, sind die vielen LiegenschaftsProjekte eine grosse, aber auch spannende Herausforderung. Auch die Schulraumplanung ist nicht einfach, da
rückläufige Jahrgänge mehreren Bauvorhaben gegenüberstehen und neuer Schulraum nicht auszuschliessen ist. Und damit nicht genug, sondern meine Vision ist, in der gleichen Zeitperiode einen neuen Jugendtreff zu planen und umzusetzen. Auch in der Kommunikation möchte ich aktiv bleiben, da eine gute Kommunikation zu den Eltern, aber auch zu allen Knonauerinnen und Knonauern wichtig ist.
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Wir sind ein sehr aktives Dorf. Die vielen gut besuchten Anlässe der Kulturkommission müssen wir weiterführen und gezielt auf die Bedürfnisse eingehen. Dass man in Knonau ins Kino oder ins Theater gehen kann oder auch Lotto spielen und nicht immer nach Zürich muss, finde ich super. Auch sportlich ist durch das Coop-GemeindeDuell ein gemeinsames Bewegen entstanden und mit zweimal dem 3. Platz belohnt worden. Zudem hoffe ich, dass wir weiterhin direkt miteinander das Gespräch suchen und optimistisch gute Lösungen für unser Dorf finden.
«Ich bin bestens gerüstet»
Christoph Bickel (59), parteilos, neu
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit beim Kanton, meiner Behördentätigkeit, meines umfassenden Wissens und Netzwerks bin ich bestens gerüstet und die richtige Person, um die grössten Herausforderungen bzw. Ziele der Gemeinde in der nächsten Legislatur anzugehen und mitzutragen. Ich besitze zudem die Fähigkeit, fair und kollegial im Team gemeinsam Ziele zu definieren und zu erreichen. Dies alles im Sinne der Bevölkerung und des sorgfältigen Umgangs mit Steuergeldern. Des Weiteren kann ich als Behördenmitglied in der Gemeinde meine eigenen Fähigkeiten konstruktiv einbringen, insbesondere in den komplexen Vorhaben der nächsten Jahre.
Als Hauptziel bzw. Herausforderung sehe ich den gesellschaftlichen und politischen Wandel. Dieser verursacht in den Gemeinden nicht nur immer mehr zusätzliche, sondern auch immer anspruchsvollere Aufgaben, die vom Gemeinderat und von der Verwaltung bewältigt werden müssen. So entwickelt die wachsen-
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de Bevölkerung laufend neue Bedürfnisse und erwartet zu Recht, dass diesen mit massgeschneiderten Angeboten
entsprochen wird. Doch nicht nur die Bedürfnisse der Menschen verursachen täglich neue Aufgaben, auch Bund und Kanton warten stets mit neuen Herausforderungen auf, denen entsprochen werden muss. Diese Aufgaben würde ich mit grosser Freude angehen.
Neben der Stärkung von Gewerbe und Landwirtschaft ist
als Beispiel das Ortszentrum zu nennen. Die Gemeinde muss Stärken und Schwächen des Ortszentrums sorgfältig analysieren und zusammen mit der Bevölkerung, den Ladenbesitzern und Grundeigentümern eine Strategie erarbeiten, welche die verschiedenen Funktionen eines Ortskernes wie das Wohnen, das Arbeiten, den Verkehrsfluss, die Begegnung und die Identifikation mit dem Ort in ein neues Gleichgewicht bringt.
Die Wege sind buchstäblich kurz in Knonau, das gilt insbesondere für den Austausch zwischen den einzelnen Behörden, aber auch zwischen Behörden, Verwaltung und Bevölkerung. Die politische Anteilnahme der Bevölkerung in Knonau ist erfreulicherweise gross. Ein Gespräch zum Beispiel auf der Strasse erspart so manchen Behördengang oder Verwaltungsaufwand und verschont beide Seiten vor Missverständnissen. Dies gilt es unbedingt zu bewahren. Ansonsten darf sich auf jeden Fall einiges ändern.
Christian Albrecht, parteilos, kandidiert fürs Primarschulpräsidium
Christoph Bickel, parteilos
Nathanaël Wenger, EVP
Sarah Brunelli, parteilos
in Knonau stellen sich vor
Neben vier neuen Kandidierenden, treten auch drei Bisherige an
In welchem Bereich hat Knonau besonderen Entwicklungsbedarf?
«Ich arbeite sach- und zielorientiert»
Marcel Bosshart (61), parteilos, bisher
Als langjähriger Schulpfleger vor der Tätigkeit als Gemeinderat sowie durch meine beruflichen Stationen im Bau-, Industrie- und im Sicherheitsbereich eines grossen Transportunternehmens verfüge ich über ein breites Fachwissen. Ich arbeite sach- und zielorientiert, kenne Steue-
rungs- und Entscheidungsprozesse und übernehme gerne Verantwortung. Meine analytische und vernetzte Denkweise hilft mir, auch komplexe Sachverhalte zu überblicken, Informationen zu strukturieren und Prioritäten abzuleiten. Für eine strategische und umsichtige Planung für die Erhaltung und Erneuerung der Infrastrukturen bringe ich mein Wissen in das Team ein, um die notwendigen Schwerpunkte im Sinne der Knonauerinnen und Knonauer zu setzen.
Im Projekt «Neuer Werkhof» möchte ich die bauliche Umsetzung weiter begleiten und zum Abschluss bringen. Die Erweiterung des Reservoirs Knonau hat hohe Priorität und soll weiterentwickelt und realisiert werden, da eine ausreichende Trinkwasserversorgung ein fundamentales Grundbedürfnis ist und langfristig gesichert werden muss. Zudem sind der systematische Unterhalt sowie der Werterhalt der Abwasserkanalisation und der Strassen weiterhin konsequent fortzuführen.
Knonau wächst weiter und damit steigen die Anforderungen an Leistungen, Ressourcen und Infrastruktur. Deshalb braucht es dort, wo notwendig, eine sorgfältige und angemessene Anpassung. Die Weiterentwicklung muss auf allen Ebenen geplant und aktiv gestaltet werden, um hektisches Handeln und Fehlentwicklungen zu vermeiden. Entscheidungsgrundlage sollen belastbare Zahlen, Daten und Fakten sein und ja, gute und tragbare Lösungen zu erarbeiten, erfordert oft auch Mut, Vertrauen und Flexibilität, um etwas zu bewegen.
Meine Frau und ich sind vor 20 Jahren vom Kanton Zug nach Knonau gezogen und merkten bald, Knonauerinnen und Knonauer sind engagierte Einwohnerinnen und Einwohner! Das aktive Dorfleben mit verschiedensten Anlässen wird getragen und organisiert durch Vereine und Einwohnende. Die Direktheit und der wohlwollende Umgang untereinander sollen erhalten bleiben.
Was darf sich in Knonau auf keinen Fall ändern?
«Gemeinsam
tragfähige Lösungen erarbeiten»
Sandra Casartelli (53), parteilos, neu
Meine langjährige berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen hat meine Haltung geprägt: zuhören, unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten. Ich bin es gewohnt, mit verschiedenen Inter-
essen, Persönlichkeiten und Rahmenbedingungen umzugehen. Ich arbeite verantwortungsbewusst und teamorientiert und lege grossen Wert auf eine respektvolle, transparente Kommunikation auf Augenhöhe. Zudem bringe ich Erfahrung in Führung, Projektarbeit und Kostenverantwortung mit. Diese Kombination aus fachlicher Kompetenz, sozialer Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein möchte ich zum Wohl der Gemeinde einsetzen.
Kaffee und spannende Mediendiskussion in Affoltern
Wieso sind unabhängige Medien für die Demokratie wichtig?
Bei einem feinen Kaffee über die Aufgaben der Medien für die Demokratie und gegen Fake News zu diskutieren –das ist am Samstag an der Bahnhofstrasse in Affoltern möglich gewesen. Der Verein Souveräne Medien Schweiz hat einen Informationsstand eingerichtet. Es gab aber nicht nur Informationen und Gespräche, sondern auch einen feinen Kaffee oder Tee vom Coffee-Bike und ein Schöggeli dazu. Das interessierte Publikum hat die Gelegenheit genutzt, sich über die Halbierungsinitiative und deren Bedeutung zu unterhalten. Gerade in den Tagen nach dem WEF in Davos hat sich gezeigt, dass vielen in der Bevölkerung vor allem die Wichtigkeit der unabhängigen Medien für die Demokratie bewusst geworden ist.
Jemand war sehr in Eile, rief aber kurz rüber: «Es ist weniger als ein Franken, den wir für dieses Angebot bezahlen! Das muss es uns wert sein!»
Vor allem jüngere Standbesucher haben angemerkt, dass sie weniger Radio und Fernsehen nutzen, aber sich auch in den sozialen Medien unabhän-
gig informieren wollen. Das Thema «Fake News» spielt hier eine sehr grosse Rolle. Es ist den Leuten wichtig, dass sie sich auf den Wahrheitsgehalt einer Medienmitteilung verlassen können.
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Ich möchte dazu beitragen, dass Knonau ein lebenswertes Dorf für alle Generationen bleibt. Mir ist wichtig, den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich die Menschen gehört und ernst genommen fühlen. Ich setze mich dafür ein, dass unterschiedliche Interessen sorgfältig abgewogen und gemeinsam konstruktive Lösungen erarbeitet werden. Ein zentrales Anliegen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Ressourcen sowie eine sachliche, transparente Entscheidungsfindung. Ziel ist eine Gemeindearbeit, die nachhaltig, vorausschauend und am Wohl der Bevölkerung orientiert ist.
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Aus meiner Sicht ist die Gemeinde sehr gut aufgestellt, es kommen aber verschiedene Herausforderungen auf sie zu. Zum Beispiel ist aufgrund der erwarteten Bautätigkeit bis 2030 nochmals mit einem deutlichen Wachstumsschub zu rechnen und der Ausbau des im Kanton Zug gelegenen angrenzenden Kieswerks steht bevor. Eine transparente Kommunikation und der frühzeitige Einbezug der Bevölkerung können dabei helfen, gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Zukunft unserer Gemeinde zu finden und die Lebensqualität zu erhalten.
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Knonau hat die Labels kinderfreundliche Gemeinde von Unicef Schweiz und Energiestadt erhalten, darauf dürfen wir stolz sein und sollten uns weiterhin dafür einsetzen, dass wir diesen Auszeichnungen gerecht werden. Zudem sind der Zusammenhalt in der Gemeinde, die
Überschaubarkeit und die Nähe zur Natur ein grosses Plus in Knonau. Das lokale Gewerbe, die Vereine, die initiati-
«Knonau hat die Labels kinderfreundliche Gemeinde von Unicef Schweiz und Energiestadt erhalten, darauf dürfen wir stolz sein und sollten uns weiterhin dafür einsetzen.»
ven und kreativen Einwohnerinnen und Einwohner sowie der bunte Strauss an Veranstaltungen bereichern das Dorfleben auf vielfältige Weise.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.). (red)
Affoltern führt VoteInfo
ein
Abstimmungs- und Wahlergebnisse per App
den Anschluss an «VoteInfo» entstehen einmalige Kosten von 650 Franken. Die App «VoteInfo» ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store erhältlich.
Neben Abstimmungen können neu auch kommunale Wahlen, einschliesslich der bevorstehenden kommunalen Gesamterneuerungswahlen, digital dargestellt werden. Dadurch wird die Transparenz erhöht und der Zugang zu politischen Informationen deutlich vereinfacht. Die neue Lösung leistet damit einen Beitrag zur Förderung der politischen Partizipation und zur Weiterentwicklung der städtischen Kommunikation, was den strategischen Zielen des Stadtrates entspricht.
Einige Kulturinteressierte bemerkten ausserdem, dass ihnen auch die Unterstützung der SRG für den Schweizer Film und interessante Fernsehproduktionen sehr am Herzen liegt.
Manche mussten sich dann schnell auf den Heimweg machen – die Übertragung der Hahnenkamm-Abfahrt stand auf dem Fernsehprogramm.
Nicole Bertsch
Die Stadt Affoltern modernisiert die Präsentation ihrer Abstimmungs- und Wahlergebnisse. Der Stadtrat hat beschlossen, die kantonale Lösung «VoteInfo» einzuführen. Damit werden die Resultate kommunaler Abstimmungen und Wahlen künftig zeitgemäss, übersichtlich und zentral digital zur Verfügung gestellt. Bislang informierte die Stadt die Bevölkerung am Abstimmungssonntag über die Website mittels hochgeladener Wahlbüroprotokolle. Mit «VoteInfo» steht nun eine benutzerfreundliche Plattform zur Verfügung, die vom Statistischen Amt des Kantons Zürich betrieben wird und bereits in verschiedenen Zürcher Gemeinden im Einsatz ist. Die Anwendung bereitet die Ergebnisse grafisch auf und macht sie sowohl für politisch Interessierte als auch für eine breite Öffentlichkeit leicht verständlich zugänglich. Die Resultate werden neu gleichzeitig über die kantonale Webseite, über eine in die Website der Stadt Affoltern eingebettete Ansicht sowie über die mobile App «VoteInfo» veröffentlicht. Für
Die Einführung von «VoteInfo» erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich. Die Stadtkanzlei wird die notwendigen organisatorischen und technischen Schritte rechtzeitig umsetzen, sodass die neue Ergebnisdarstellung ab dem nächsten Urnengang am 8. März 2026 zur Verfügung steht. Stadt Affoltern
Sandra Casartelli, parteilos
Am Infostand des Vereins Souveräne Medien Schweiz. (Bild Carmen Bertsch)
Marcel Bosshart, parteilos
Umkämpftes Präsidium in Knonau
Brigitta Trinkler und Roland Buchmann möchten das Gemeindepräsidium übernehmen
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Knonau die Autonomie bewahren?
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Knonau erreichen?
In welchem Bereich hat Knonau besonderen Entwicklungsbedarf?
Was darf sich in Knonau auf keinen Fall ändern? 5 6 7 8 1 2 3 4
Wie stellen Sie als Gemeindepräsidentin bzw. -präsident sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
Welches ist die grösste Herausforderung für Knonau und wie ist sie zu lösen?
«Ich weiss, wie wichtig gemeinsame Lösungen sind»
Brigitta Trinkler (66), parteilos, bisher, kandidiert neu fürs Präsidium
Durch meine zehnjährige Erfahrung als Schulpflegerin, davon acht Jahre als Schulpräsidentin, sowie sechs Jahre als Gemeinderätin bringe ich ein breites Wissen in der Behördenarbeit sowie in der Leitung von Gemeindeversammlungen mit. Ich kenne die Strukturen und Abläufe der Gemeindepolitik und weiss, wie wichtig sorgfältige Abwägungen und gemeinsame Lösungen sind. In meiner Tätigkeit als Erwachsenenbildnerin und Coach in der Arbeitsintegration habe ich gelernt, zuzuhören, lösungsorientiert zu handeln und unterschiedliche Sichtweisen zu berücksichtigen. Ich vertrete meine Meinung, respektiere jedoch auch andere Standpunkte. Dies ermöglicht eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit.
Als Finanzvorsteherin und mögliche Gemeindepräsidentin setze ich mich für gesunde Gemeindefinanzen und einen stabilen Steuerfuss ein. In den kommenden Jahren stehen mit dem Werkhof, der Sporthalle und dem Wasserreservoir wichtige Projekte an. Ebenso ist der Werterhalt der bestehenden Infrastruktur zentral. All dies erfordert eine vorausschauende Planung, klare
Prioritäten und eine verantwortungsvolle Finanzführung.
Knonau ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Viele Familien mit Kindern sind zugezogen, und weitere Überbauungen
Welche Akzente möchten Sie als neue Gemeindepräsidentin bzw. neuer -präsident setzen?
Brigitta Trinkler, parteilos 1 2 3 4
Alt. Eine langfristige, koordinierte Planung ist entscheidend, um Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen.
Knonau ist ein lebendiges Dorf mit einem aktiven kulturellen Leben. Alteingesessene und Neuzugezogene begegnen sich, lernen sich kennen und feiern miteinander. Das aktive Vereinswesen und der starke Zusammenhalt prägen unsere Dorfgemeinschaft. In Knonau grüssen sich die Menschen noch auf der Strasse und nehmen sich Zeit für ein Gespräch. Dieses Miteinander und die gelebte Nähe sollen erhalten bleiben.
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sind geplant. Damit Knonau lebenswert bleibt, braucht es neben der Infrastruktur auch genügend Erholungsund Begegnungsräume für Jung und
Knonau soll seinen dörflichen Charakter und seine Eigenständigkeit bewahren. Gleichzeitig gilt es, angesichts komplexerer Aufgaben und des Fachkräftemangels sorgfältig abzuwägen, was auf Gemeindeebene und was in regionaler Zusammenarbeit besser gelöst wird. Im Säuliamt bestehen bereits bewährte Kooperationen, etwa im Schulzweckverband, im Sozialdienst, bei der Dileca, der Spitex oder im Sicherheitszweckverband. Solche Partnerschaften stärken unsere Region und entlasten die Gemeinden.
«Ich setze das Gemeinwohl ins Zentrum»
Roland Buchmann (47), parteilos, neu
Ich bin in Knonau aufgewachsen und stark mit dem Dorf verbunden. Gute Gemeindepolitik braucht Nähe zu den Menschen, Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und Verständnis für unterschiedliche Anliegen. Neben meiner guten Vernetzung im Dorf verfüge ich über ein breites schweizweites Netzwerk aus verschiedenen Branchen, welches ich gezielt und verantwortungsvoll für Knonau einsetzen möchte. Seit vielen Jahren übernehme ich Führungsverantwortung – im Militär als Offizier, bei der Feuerwehr sowie in meinem beruflichen Umfeld. Ich bin es gewohnt, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu tragen und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Dabei setze ich das Gemeinwohl ins Zentrum, hinterfrage Bestehendes kritisch und bin bereit, eigene Interessen zurückzustellen. Ebenso wichtig ist mir, zu Fehlern zu stehen, Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen.
Mir ist wichtig, dass Knonau seine Entscheidungen selbstbewusst trifft und eigenständig gute Lösungen für das Dorf erarbeitet. Konkret möchte ich unsere Infrastruktur sinnvoll und kosteneffizient erneuern. Notwendige Investitionen sollen nicht aufgeschoben werden, gleichzeitig ist jeder Franken verantwortungsvoll einzusetzen. Gezielte Massnahmen sollen Firmen und gute
Steuerzahler anziehen und so Handlungsspielraum schaffen. Dieser soll genutzt werden, um für Familien at
traktiven Wohnraum und ausreichende Betreuungsangebote sicherzustellen. Mir ist bewusst, dass nicht alles in vier Jahren erreicht werden kann –entscheidend ist die klare Richtung.
Ein besonderer Entwicklungsbedarf besteht im Umgang mit Wachstum und Wohnraumentwicklung. Es geht darum, genügend und bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, ohne den Dorfcharakter von Knonau zu verlieren. Gleichzeitig müssen Themen wie Raumplanung, Infrastruktur und Finanzen aufeinan
der abgestimmt werden. Klare Zielbilder und realistische Prioritäten helfen, Entwicklungen vorausschauend zu steuern und tragfähige Entscheide zu treffen.
Knonau soll ein Dorf bleiben. Das lebendige Vereinsleben, die Arbeit der Kulturkommission und das Engagement vieler Initiantinnen und Initianten prägen den Charakter unserer Gemeinde. Dieses aktive Miteinander und die gelebte Dorfgemeinschaft dürfen nicht verloren gehen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden bietet Chancen, Effizienz zu steigern und Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Wichtig ist dabei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der Nutzen und Kosten fair verteilt sind. Knonau soll sich dort Autonomie bewahren, wo es um die konkrete Ausgestaltung geht. Was für andere Gemeinden sinnvoll ist, passt nicht automatisch auch für Knonau. Hier braucht es den Mut, eigenständig zu entscheiden und auch einmal Nein zu sagen.
Als Gemeindepräsident ist es meine Aufgabe, die Stärken jedes einzelnen Gemeinderatsmitglieds zu erkennen und gezielt einzusetzen. Dazu gehört, Verantwortung zu übertragen, Freiräume zu gewähren und gleichzeitig zu unterstützen. Ich sehe mich als jemand, der eine klare
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Mir sind eine wertschätzende Haltung sowie ein respektund vertrauensvoller Umgang im Gemeinderat sehr wichtig. Zu Beginn der Legislatur soll ein gemeinsames Kennenlernen stattfinden, an dem die Regeln der Zusammenarbeit und die Legislaturziele festgelegt werden. Klare Strukturen, gute Organisation und offene Kommunikation helfen, Sitzungen effizient und lösungsorientiert zu gestalten. So werden unterschiedliche Meinungen gehört und tragfähige Lösungen gemeinsam entwickelt. Meine bisherigen Jahre im Gemeinderat haben mir gezeigt, wie
«Eine langfristige, koordinierte Planung ist entscheidend, um Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen.»
wichtig gegenseitiges Vertrauen und klare Rollenverständnisse sind, um erfolgreich zusammenzuarbeiten.
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Die grösste Herausforderung für Knonau besteht darin, das weitere Wachstum aktiv zu gestalten. Es gilt, eine gemeinsame Vision für die Zukunft zu entwickeln und die daraus entstehenden Projekte sorgfältig zu planen, zu priorisieren und umzusetzen. Dabei soll die Bevölkerung von Anfang an mit einbezogen werden. Entscheidend ist, dass sich alle Knonauerinnen und Knonauer hier zu Hause fühlen und ihr Wohnund Lebensumfeld ihren Bedürfnissen entspricht.
Richtung vorgibt, vorangeht und das Gremium mitnimmt. Erfolge gehören den zuständigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, bei Schwierigkeiten trage ich als Präsident die Verantwortung.
«Mir ist wichtig, dass Knonau seine Entscheidungen selbstbewusst trifft und eigenständig gute Lösungen für das Dorf erarbeitet.»
Eine der grössten Herausforderungen für Knonau ist der knappe und teure Wohnraum, insbesondere für Familien. Ich habe selbst miterlebt, wie schwierig es ist, in Knonau eine passende Wohnung zu finden. Mein Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die qualitativ guten und bezahlbaren Wohnraum fördern. Dazu gehört der Dialog mit Baugenossenschaften und anderen Akteuren. Komplexe Fragestellungen müssen
Ein zentraler Akzent ist für mich der persönliche Austausch mit der Bevölkerung. Im Gespräch zu bleiben, Bedürfnisse aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, ist mir ein grosses Anliegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung der Bachaufweitung beim Dorfbrunnen, die einen neuen Ort der Begegnung schaffen soll. Die weitere Gestaltung des Dorfkerns hängt von der Instandsetzung der Kantonsstrasse ab, bei der der Kanton die Federführung hat.
rasch geklärt und Lösungen schrittweise umgesetzt werden.
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Ich möchte die Einwohnerinnen und Einwohner ermutigen, sich aktiv am Dorfleben und an politischen Prozessen zu beteiligen. Knonau profitiert davon, wenn Engagement, Wissen und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Als Gemeindepräsident möchte ich eine sachliche, konstruktive Zusammenarbeit fördern, bei der unterschiedliche Meinungen Platz haben und tragfähige Lösungen entstehen.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.). (red)
WAHLEMPFEHLUNGEN
Starkes Gewerbe – engagierte Mitglieder
Für die Behördenwahlen vom 8. März 2026 tritt der Gewerbeverein Oberamt mit einem starken Team an. Mit unseren Empfehlungen setzen wir uns für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Gemeindepolitik ein, welche die Bedürfnisse der Bevölkerung ebenso berücksichtigt wie jene des lokalen Gewerbes.
Wahlempfehlungen GV Oberamt
Für den Gemeinderat Hausen empfehlen wir Olivier Hofmann und Toni Schönbächler. Olivier Hofmann kandidiert zudem für das Amt des Gemeindepräsidenten. Er lebt seit 2007 mit seiner Frau in Hausen und ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern. In seiner Freizeit spielt er Curling, geht gerne spazieren und geniesst gute Gespräche mit Familie und Freunden. Als promovierter Betriebswirtschafter hat er in verschiedensten Funktionen gelernt, wie man Menschen und Projekte erfolgreich führt.
Toni Schönbächler konnte in den letzten vier Jahren seine Stärken wie Vielseitigkeit, Engagement und Konsensorientierung als Gemeinderat bereits unter Beweis stellen. Die laufenden Projekte möchte er erfolgreich abschliessen. Als Teamplayer sucht er konstruktive
Lösungen zum Wohle aller und setzt sich für eine stabile Finanzstruktur, einen ökologischen und nachhaltigen Einsatz der Ressourcen und ein lebenswertes Hausen ein. Seine Freizeit verbringt er mit Skifahren, Wandern und Kochen. Darüber hinaus empfehlen wir Christoph Gut für die RPK Hausen, für die er ausserdem als Präsident kandidiert. Christoph Gut ist in Hausen aufgewachsen und seit vier Jahren Mitglied der RPK. Als Dipl. Treuhandexperte und Inhaber einer Treuhandgesellschaft, möchte er sich für gesunde Finanzen und kompromissorientierte Lösungen für die Gemeinde einsetzen. Seine Leidenschaft ist das Musizieren in einer Brassband.
In Kappel sprechen wir uns für Armin Vollenweider aus. Er ist Inhaber einer Kaffeerösterei in Hausen, welche er zusammen mit zwei Söhnen betreibt. Armin Vollenweider ist seit mehreren Generationen in Hauptikon verwurzelt und lebt dort mit seiner Partnerin. Der 60-Jährige überzeugt durch Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Seine Leidenschaft ist das Handwerken rund um sein Haus. Für den Gemeinderat Rifferswil empfehlen wir Christoph Lüthi und Yves Haller. Christoph Lüthi stellt sich als
Diese Mitglieder empfielt der Gewerbeverein Oberamt zur Wahl (von links): Armin Vollenweider, Christoph Gut, Christoph
amtierender Gemeindepräsident zur Wiederwahl. Nach acht Jahren als Gemeindepräsident sind ihm die Umsetzung der Liegenschaftsstrategie, ein gesunder Finanzhaushalt und eine positive Wachstums-Entwicklung wichtig. Er ist Informatiker und seit 2005 als Unternehmer tätig. Ausserdem ist Christoph Vater von zwei erwachsenen Kindern. Seine Freizeit verbringt er im Gar-
ten, in der Garage oder auf Reisen mit oder ohne Vespa. Yves ergänzt in Rifferswil das Team im Gemeinderat. Der Inhaber einer Kaminfegerei und Feuerungs- und Heiztechnik-Gesellschaft setzt sich im Gemeinderat für die Wahrung des aktiven Dorflebens mit einem qualitativ moderaten Wachstum ein. Yves ist 48-jährig, verheiratet und Vater von zwei Kindern. In der Freizeit geht er gerne Mountainbiken und widmet sich seiner Leidenschaft, der Aviatik. Mit unseren Wahlempfehlungen leistet der Gewerbeverein Oberamt einen aktiven Beitrag zu einer verantwortungsvollen und lösungsorientierten Gemeindepolitik.
Sekundarschule, die allen Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Erziehungsberechtigten gerecht wird, mit Barbara Kaiser als Schulpflegerin
Warum denke ich, für das Amt als Schulpflegerin geeignet zu sein?
Seit 2014 unterrichte ich an der Berufsfachschule Winterthur angehende Fachpersonen Betreuung, die in Kitas und Horten arbeiten.
Zuvor war ich sechs Jahre als Schulsozialarbeiterin in Langnau angestellt. Ich weiss deshalb, was junge Menschen beschäftigt, und kenne Strategien, wie man Lernende unterstützen und motivieren kann.
Ich erlebe in meinem Berufsalltag, welche schulischen und sozialen Erfahrungen den heutigen Lernenden fehlen. Mir ist es ein Anliegen, dass die Sekundarschule unsere Lernenden gut auf die Lehre oder das Gymnasium vorbereitet. In der heutigen Welt bedeutet dies insbesondere, dass die Schülerschaft den Umgang mit digitalen Medien kennenlernen und kreatives, selbstständiges Denken gefördert wird.
Worin liegt meine Motivation, mich für dieses Amt zu bewerben?
Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem viel Wert auf Chancengerechtigkeit gelegt wurde, weshalb mir der Ansatz einer integrativen Schule, in der jeder und jede seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert und unterstützt wird, entspricht. Ich möchte mich deshalb für die nötigen Ressourcen einset-
zen, die benötigt werden, um allen, sowohl den schwächeren als auch den
stärkeren Schülerinnen und Schülern und den Lehrpersonen, gerecht zu werden.
Welche weiteren Erfahrungen bringe ich mit?
Nach meinem abgeschlossenen Studium der Rechtswissenschaft an der Uni Zürich habe ich berufsbegleitend das Fachhochschulstudium zur Sozialpädagogin in Brugg absolviert. Während dieser Zeit habe ich in Kriseninterventionsheimen und im Massnahmevollzug für straffällige Jugendliche gearbeitet. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen bin ich es gewohnt, herausfordernde Situationen gemeinsam mit allen Beteiligten zu lösen. Dabei wünsche ich mir natürlich eine Schule, in der es aufgrund einer guten Zusammenarbeit erst gar nicht zu Konflikten kommt. Schliesslich bringe ich eigene Erfahrungen als Mutter von zwei unterdessen volljährigen Kindern mit und weiss, was es bedeutet, wenn Kinder unter- oder überfordert sind.
Ich würde mich freuen, am 8. März Ihre Stimme zu erhalten, um mit allen an der Schule Beteiligten in einen offenen Dialog treten zu dürfen.
In den kommenden Gemeindewahlen steht eine zentrale Frage im Raum: Wer ist bereit und fähig, die Verantwortung für das Gemeindepräsidium Hausen mit Augenmass und Sachverstand zu übernehmen? Aus meiner Sicht ist Olivier Hofmann dafür die richtige Wahl. Ein solches Amt verlangt mehr als Bekanntheit. Es braucht Führungserfahrung, finanzielle Kompetenz und die Fähigkeit, komplexe Dossiers sorgfältig zu beurteilen. Entscheide müssen nachvollziehbar, ausgewogen und langfristig tragfähig sein. Ich kenne Olivier Hofmann seit bald zwanzig Jahren. In dieser Zeit habe ich
ihn als verlässliche, sachliche und lösungsorientierte Persönlichkeit erlebt. Er hört zu, prüft Argumente gründlich und entscheidet nicht aus dem Moment heraus, sondern mit Blick auf das Ganze. Gerade in Zeiten knapper finanzieller Spielräume und steigender Anforderungen an die Gemeinden ist eine ruhige und verantwortungsbewusste Führung entscheidend. Für Stabilität, Kontinuität und eine solide Weiterentwicklung unserer Gemeinde empfehle ich Olivier Hofmann zur Wahl als Gemeindepräsident.
Ich habe Simone Hoffmann vor mehreren Jahren als Arbeitskollegin kennengelernt und verfolge ihre Kandidatur für das Präsidium der Primarschulpflege Wettswil mit grossem Interesse. Ihren Arbeitsstil habe ich als sehr zuverlässig und gut organisiert erlebt. Simone versteht es, Sitzungen zielgerichtet zu moderieren und Diskussionen so zu strukturieren, dass konstruk-
tive Ergebnisse entstehen. Auch in hektischen Situationen bewahrte sie stets einen kühlen Kopf. Sie coachte neue Teammitglieder mit Engagement und hatte immer ein offenes Ohr für Anliegen. Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell und selbstverständlich sie sich innerhalb der Organisation vernetzte – eine Fähigkeit, die in einem öffent-
lichen Amt von grosser Bedeutung ist. In ihrem Arbeitsalltag setzt sie auf kooperative Führung, klare Kommunikation und transparente Entscheidungsfindung. Diese Fähigkeiten sind aus meiner Sicht sehr wertvoll für das Präsidium der Primarschulpflege Wettswil. Neben Organisation, strategischem Denken und Moderationskompetenz sind auch
Vertrauensaufbau und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessensgruppen zentral. In diesen Bereichen sehe ich bei Simone grosse Stärken. Ich schätze sowohl ihre professionelle Arbeitsweise als auch ihre Persönlichkeit sehr: stets optimistisch und mit einer guten Prise Humor. Lily Meder, Bassersdorf
Gewerbeverein Oberamt
Doppelter Gewinn
Bei den kommenden Wahlen in Obfelden haben wir die Möglichkeit, zwei Persönlichkeiten zu wählen, die sich mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Nähe zur Bevölkerung für unsere Gemeinde einsetzen. Mit Sarah Birolini für die Primarschulpflege und Philipp Schwendimann für den Gemeinderat stehen zwei Kandidierende zur Wahl, die genau diese Eigenschaften mitbringen.
Sarah Birolini überzeugt durch ihre offene Art, ihre Bereitschaft zuzuhören und ihr Interesse an nachhaltigen Lösungen für Obfelden. Sie steht für einen konstruktiven Dialog und setzt sich dafür ein, dass unterschiedliche Anliegen ernst genommen und gemeinsam weiterentwickelt werden. Philipp Schwendimann bringt ebenfalls wertvolle Kompetenzen und ein grosses Engagement für das Gemeinwohl mit. Er denkt lösungsorientiert, hat immer ein offenes Ohr für seine Mitmenschen, handelt verantwortungsvoll und zeigt eine hohe Verbundenheit mit den Bedürfnissen der Bewohner von Obfelden.
Beide Kandidierenden stehen für eine sachliche, respektvolle und zukunftsgerichtete Politik, welche notwendig ist, um Obfelden positiv mitzugestalten. Aus diesen Gründen empfehle ich Sarah Birolini und Philipp Schwendimann zur Wahl und bin überzeugt, dass sie einen wertvollen Beitrag für Obfelden leisten werden.
Milan Pechous, Obfelden
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Lüthi, Yves Haller, Toni Schönbächler und Olivier Hofmann.) (Bild zvg)
Barbara Kaiser kandidiert als Schulpflegerin für Affoltern. (Bild zvg)
Fasnacht?
Wem gehören wohl alle diese Fasnachtsartikel? (Bild Sonja Moser)
Zwischen Obfelden und Ottenbach entlang des Veloweges wurde eine Tüte voller Fasnachtsartikel verloren/fallen gelassen. Die Kinder vermissen ihre Spielutensilien bestimmt und sind beim Aufräumen wohl tatkräftig dabei.
Sonja Moser, Obfelden
Der Visionäre
Replik auf den Leserbrief von Jonas Gross mit dem Titel «SVP – die Hunde bellen mal wieder» im «Anzeiger» vom 27. Januar.
Offensichtlich war der Leserbrief der SVP, den Herr Gross zu einer Antwort im «Anzeiger» verleitete, nicht so schwach, wie er schreibt, sonst hätte er wohl nicht mit einer Replik reagiert. Wir erwarten von einer Gemeinde-Exekutive zuverlässige und effiziente Führung der Verwaltung. Das beinhaltet nicht wie in Affoltern kürzere Arbeitszeiten und mehr Ferien als alle anderen Gemeindeverwaltungen im Kanton Zürich. Dazu ein in eigener Kompetenz gesteigertes Kostenwachstum beim Personal innert der Amtsdauer um jährlich 50 Prozent von
26 auf 39 Millionen. Wenn das Ergebnis einer Volksabstimmung wie bei der Sportplatz-Erneuerung nach einem Rekurs vom Bezirksrat ausgesetzt wird, wirft das kein gutes Licht auf den dafür verantwortlichen Stadtrat. Auch die SVP-Ortsektion hat eine Vision für unsere Gemeinde. Allerdings sieht die etwas anders aus als die Ergebnisse der vergangenen Amtsdauer. Mehr Bodenhaftung und Realitätssinn und weniger Luftschlösser zulasten der Steuerzahler. Darum braucht es eine Wende in der Zusammensetzung des Stadtrates. Die Namen: Beeler, Santi, Spörri, Wipfli!
SVP Affoltern a. A.
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken.
Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln:
Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren.
Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne
Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Vermeiden Sie bitte Abkürzungen.
Redaktionsschluss beachten
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/mitmachen/leserbrief-einreichen.
Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. (red)
«Trotz gratis Entsorgungskarte wird Müll einfach an die Strasse gestellt»
Replik auf den Leserbrief von Nadja Frank mit dem Titel «Schrecklich viel Müll an dieser Strasse» im «Anzeiger» vom 23. Januar.
Abgestellten Müll am Strassenrand...
Bürgerliches 4er-Ticket in den Stadtrat
Am 22. Januar fand in der «MeetingCocktailbar» eine Vorstellung der vier bürgerlichen Kandidaten statt. Es war interessant zu erfahren, wie sie sich im Stadtrat einbringen möchten. Am meisten hat mich der Auftritt von Pascal Santi überzeugt. Sein Leistungsausweis ist für das Stadtratsamt bestens geeignet. Er verfügt über ein grosses Fachwissen und setzt sich für die Probleme aller Generationen ein. Er sieht die Probleme in unserer Stadt wie folgt: Die Stadt steht finanziell schlecht da. Ungesteuerte Investitionen können wir uns nicht länger leisten. Der neue Stadtrat muss zwingend die Verwaltung und Funktionen analysieren und die Zuständigkeiten unmissverständlich festlegen. Unausgereifte und sehr kostenintensive Nachhaltigkeitsprojekte wie die Schwammstadt-Idee dürfen nicht ohne Rücksicht auf gehbehinderte Menschen umgesetzt werden. Auch die Zentrallasten dürfen nicht länger hingenommen werden. Gemeinden und Mitgliedern von Sportvereinen, die von der Infrastruktur des Bezirkshauptorts
profitieren, müssen ebenfalls ihren finanziellen Beitrag leisten. Die heutige Kommunikation des Stadtrats ist ungenügend. Fälle wie die Sportplatzanlage Moos oder die 38-Stunden-Woche zeigen, dass der fehlende Dialog am Ende unnötige Kosten verursacht. Ich bin zuversichtlich, dass Pascal Santi unsere Anliegen im Stadtrat ernst nehmen wird. Er ist ein Kandidat, der auch für das Stadtpräsidium bestens geeignet wäre. Ein weiterer Kandidat hat mit seinem Hinweis, dass die Beschäftigten der Stadtverwaltung heute zu wenig verdienen, verdutzte Gesichter ausgelöst. Tatsache ist, dass das Stadtpersonal einen sehr hohen Lohn mit grosszügigen Nebenleistungen bezieht. Bei dieser Ausgangslage erwarte ich, dass sich die bürgerlichen Kandidaten dafür einsetzen, dass das nach Adliswil ausgelagerte Zivilstandswesen wieder für den ganzen Bezirk nach Affoltern kommt und die Stadtpolizei primär in unserer Stadt und nicht in anderen Gemeinden eingesetzt wird.
Peter Ackermann, Affoltern
Mit Klarheit und Offenheit in die neue Legislatur
Der aktuelle Stadtrat von Affoltern verliert zunehmend das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger. Statt verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umzugehen, wird Geld ausgegeben, als gäbe es keine Prioritäten – und offenbar auch keinen Plan.
Teure Einzelprojekte ersetzen eine übergeordnete Strategie. Langfristige Ziele sind nicht erkennbar. Was fehlt, ist ein roter Faden, der Entscheidungen nachvollziehbar macht und Investitionen sinnvoll bündelt. Ebenso problematisch ist die mangelhafte Kommunikation. Bürgerinnen und Bürger fühlen sich nicht mitgenommen, Fragen bleiben unbeantwortet, Kritik wird ignoriert. Transparente Kommunikation
sieht anders aus. Unsere Stadt braucht Führung, klare Prioritäten und einen offenen Dialog mit der Bevölkerung. Der jetzige Stadtrat bleibt vieles davon schuldig. Wir brauchen im Stadtrat neue Vertreter, die das verlorene Vertrauen zurückgewinnen können. Deshalb ist der Kurswechsel zu einer bürgerlich dominierten Stadtregierung so wichtig wie noch nie. Ich empfehle den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern deshalb die Wahl des bürgerlichen Vierer-Tickets Claudia Spörri (SVP), Ernst Beeler (Gewerbe), Pascal Santi (FDP) und Franz Wipfli (Die Mitte).
Andreas Haldemann, Affoltern
In der «Anzeiger»-Ausgabe vom Freitag, 23. Januar, hat sich eine Einwohnerin von Affoltern über Abfall an der Alten Hedingerstrasse aufgeregt. Dieser Person kann ich mich nur anschliessen.
«Wirklich eine Schweinerei» Beim Spazieren habe ich ebenfalls an zwei Orten Müllablagen gesehen. Trotz einer gratis Entsorgungskarte von der Gemeinde wird der Müll einfach an die Strasse gestellt. Wer räumt diese Plätze (Stadt?), und werden die Verwaltungen auch angeschrieben?
Denn es sind immer wieder die gleichen Plätze, wo der Müll platziert wird! Das ist wirklich eine Schweinerei, anders kann man das nicht nennen.
Hans Berger, Affoltern
...empfinden mehrere Affoltemer Leserinnen und Leser als stossend. (Bild zvg)
«Könnte ich SRF abbestellen, würde ich es noch heute tun»
Replik auf den Leserbrief von Alessandro Ghisletta mit dem Titel «Ein klares Nein zur AntiSRG-Initiative» im «Anzeiger» vom 23. Januar.
Ich möchte Herrn Alessandro Ghisletta widersprechen. Das rechtlich/öffentliche Fernsehen hat die Aufgabe, die Bürger über neue Gesetze, Gesetzesänderungen, den Stand der Schweizer Wirtschaft, wichtiges Sozialgeschehen etc. zu informieren. Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr die Aufgabe, die Bürger mit irgendwelchem Mischmasch zu unterhalten. 200 Franken sind genug, um diese Aufgabe in allen Landessprachen zu erfüllen. Ich finde es fraglich, wenn die Initianten der Nein-Kampagne uns warnen, dass bei Annahme die Demokratie in der Schweiz stirbt und der Zusammenhalt der Bevölkerung auf dem Spiel steht, aber zum Beispiel mit keinem Wort erwähnen, dass die SRG ein guter Kunde von der Werbeagentur David Schärer ist. Zufällig ist das auch der Arbeitgeber
von Laura Zimmermann, der Initiantin der Nein-Kampagne. Könnte es sein, dass die Nein-Aktivisten (Laura Zimmermann, Mark Balsiger) nicht so sehr um die Demokratie in der Schweiz besorgt sind, sondern eher befürchten, dass bei der Annahme weniger «Fränkli» in ihre Kasse fliessen? Ich zahle freiwillig meinem Provider monatlich 35 Franken, weil ich unbedingt gewisse inländische und ausländische TV-Sender empfangen will. Könnte ich SRF abbestellen, würde ich es noch heute tun.
Krankenkassenprämien steigen, das Wohnen ist teurer geworden, Lebensmittelpreise schnellen in die Höhe, warum also sollen wir der SRG 135 Franken schenken? Die SRG wird bei der Annahme der Initiative nicht untergehen, wie von den Nein-Initianten behauptet wird. Also ein Ja zur Initiative am 8. März –«200 Franken sind genug»! Brigitte Caldwell, Obfelden
Wie erkenne ich für mich wählbare
Kandidaten?
Die Behördenwahlen stehen vor der Tür und den Kandidierenden wird von dieser Zeitung die Möglichkeit gegeben, sich persönlich vorzustellen und Fragen zu verschiedenen Themen zu beantworten. Eine gute Gelegenheit für die Wahlberechtigten, sich von den Kandidatinnen und Kandidaten ein Bild zu machen. Leider beinhalten diese banalen Fragen immer nur Themen, die elegant umschifft werden können, ohne dass man hinterher weiss, wessen Geistes Kind sie sind. Gleichzeitig bezeichnen sich die meisten der Kandidierenden als parteilos, was die Entscheidung auch nicht erleichtert.
Die Aussagen der Kandidatinnen und Kandidaten aus meiner Wohngemeinde haben mich jedenfalls weder überzeugt noch weitergebracht. Warum
werden nicht Fragen gestellt, bei denen Farbe bekannt werden muss? Ein gutes Beispiel für unsere Region wäre zum Beispiel: Wie steht ihr zu den geplanten Windparks? Ist ein Verbot für lautes Feuerwerk anzustreben? Wie kann in meiner Gemeinde bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? Soll die Schweiz die teuren Kampfjets aus den USA beschaffen oder doch besser nach einer Alternative suchen? Die Fragen müssten von den Kandidierenden klar mit Ja oder Nein beantwortet werden. Egal, wie die Kandidierenden diese Fragen beantworten, ich kann daraus schliessen, ob sie meine Stimme erhalten oder nicht, denn ich kaufe nicht gerne eine Katze im Sack. René Berner, Mettmenstetten
«Einbürgerung ernst nehmen»
Replik auf den Artikel von Florian Hofer mit dem Titel «Eine Kuhglocke zur Einbürgerung» im «Anzeiger» vom 27. Januar. Mit Interesse habe ich den Artikel über die geplanten Änderungen bei Einbürgerungsverfahren gelesen, wonach künftig stärker auf Motivationsschreiben und weniger auf persönliche Gespräche gesetzt werden soll. Diesen Ansatz halte ich für falsch und auch nicht mehr zeitgemäss.
Persönliche Gespräche wichtig Wir leben in einer Zeit, in der Motivationsschreiben längst nicht mehr zwingend die Gedanken, Werte oder die Haltung eines Menschen widerspiegeln. KI-Tools erstellen innert Sekunden perfekt formulierte Texte, die genau das schreiben, was man lesen möchte. Das Resultat: sprachlich brillante, aber oft inhaltsleere und austauschbare Schreiben, die kaum Rückschlüsse auf die echte Motivation, die Integration oder die Persönlichkeit eines Kandidaten zulassen. Ein persönliches Gespräch hingegen lässt sich nicht automatisieren. Dort zeigen sich Sprache, Haltung, Werte, Interesse, Widersprüche, Unsicherheiten und Authentizität. Genau das sind aber die entscheidenden Faktoren, wenn es um eine Einbürgerung geht. Staatsbürgerschaft ist kein administrativer Akt, sondern eine bewusste Entscheidung auf beiden Seiten. Sie sollte auf Begegnung, Dialog und echtem Eindruck beruhen – nicht auf formvollendeten Texten. Persönliche Gespräche sind nicht nur aussagekräftiger, sondern am Ende oft sogar effizienter: Missverständnisse können sofort geklärt, Motive hinterfragt und Eindrücke ganzheitlich gewonnen werden. Ein Motivationsschreiben kann vorbereiten – aber es darf niemals das Gespräch ersetzen. Wenn wir Einbürgerung ernst nehmen, müssen wir den Menschen sehen, nicht nur seine Worte.
Die Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten gingen aufs Eisfeld zum Curling nach Urdorf. Seite 19
Auslöser gedrückt
Mehrere Fotografen aus dem Bezirk nehmen an der Photo Schweiz in Zürich teil. Seite 19
Im totalen Umbruch «Anzeiger»-Kolumnist Urs Habegger macht sich Gedanken über die heutige Jugend. Seite 28
Stefan Müller übernahm den elterlichen Betrieb sehr früh
Regula ZellwegeR
Stefan Müller ist einerseits ein Automechaniker der alten Schule: ein Tüftler, der gern repariert, technische Herausforderungen liebt und keine Angst hat vor schmutzigen Händen. Andererseits ist er ein neugieriger, wissensdurstiger Mensch, offen für Neues und sprudelnd vor Ideen. Aus eigener Erfahrung kann er von der Entwicklung der Motorfahrzeuge der letzten Jahrzehnte erzählen. Sein Grossvater war Velomechaniker in Obfelden. Sein Vater Ernst Müller wechselte später zum Automobilbereich, damals waren Marken wie der englische Vauxhall in der Schweiz noch vertreten. Die Automarkenlandschaft wandelte sich und Ernst Müller übernahm 1973 die offizielle Vertretung von Datsun. Datsun war eine Tochtergesellschaft von Nissan und wurde 1981 in Nissan umbenannt. In den besten Zeiten in den 1980er-Jahren erreichte Nissan einen Marktanteil von 5,5 Prozent, heute sind es nur noch 1,1 Prozent. Bis 2025 blieb die Garage Müller offizielle Vertreterin der Marke Nissan.
Familienunternehmen
Ernst Müller verstarb 1986 früh, sein Sohn war noch in der Oberstufe. Seine Mutter Johanna übernahm daraufhin die Leitung der Garage; die drei Schwestern waren zu diesem Zeitpunkt bereits in der Lehre und im Beruf. Nesthäkchen Stefan schnupperte zwar in anderen technischen Berufen, doch für ihn war früh klar, dass er den elterlichen Betrieb übernehmen würde. 1988 begann er seine vierjährige Lehre im Betrieb, den seine Mutter führte; ein langjähriger Mitarbeitender fungierte als Lehrmeister. Später absolvierte er die anspruchsvolle Weiterbildung zum Automobildiagnostiker mit eidgenössischem Fachausweis. Damit optimierte er sein Wissen zu mechanischen, hydraulischen, pneumatischen und elektronischen Kompo-
Stefan Müller führt seine freie Multimarkengarage erfolgreich in Zusammenarbeit mit AutoFit, einem Garagenkonzept, das es ermöglicht, als Garagist ein optimaler Dienstleister zu sein. (Bild Regula Zellweger)
nenten und Systemen an Fahrzeugen. Er lernte, Fehler an Benzin-, Diesel- oder Hybridmotoren, an Antriebssystemen wie Kupplung oder Getriebe sowie an Federung, Bremsen oder Fahrerassis-
«Grössere Batterien erhöhen das Gewicht, das ständig mitgeführt werden muss.»
Stefan Müller, Inhaber Garage Müller Obfelden
tenzsystemen zu diagnostizieren. Zudem befasste er sich intensiv mit den wirtschaftlichen Aspekten der Betriebsführung und mit Mitarbeiterführung.
Heute arbeiten neben ihm zwei Mechaniker, eine Person in der Administration und eine im Rechnungswesen
im Unternehmen. Johanna Müller engagiert sich mit 80 Jahren noch immer im Unternehmen. Stefan Müller ist seinen Eltern dankbar, insbesondere seiner Mutter, die es schaffte, nach dem Tod ihres Mannes als vierfache Mutter den Betrieb erfolgreich weiterzuführen, bis der Sohn übernehmen konnte.
Nase vorn
Stefan Müller bildete sich stetig weiter, nicht weil er musste, sondern weil ihn interessierte, wie sich die Automobilbranche weiterentwickelt. Viel Wissen eignete er sich über das Internet an. Heute arbeitet die Garage Müller als selbstständiges Unternehmen, angeschlossen an AutoFit.
AutoFit bietet freien Multimarkengaragen umfassende Unterstützung von Technik über Marketing bis hin zu umfangreichem betriebswirtschaftlichem Support an. «Es ist eine Win-win-Situa-
tion», erklärt Stefan Müller. «Der Betrieb bleibt unabhängig und wird nicht eingeschränkt, sondern Teil eines familiären Netzwerks. Das bedeutet beispielsweise, dass ich markenübergreifend Zugriff auf Diagnosegeräte, Ersatzteile und Zubehör habe. Zudem kann ich bei komplexen Fragen Spezialisten von AutoFit beiziehen.»
Stefan Müller ist stolz auf das Multimarkenkonzept. Es entspricht seinen eigenen Präferenzen und Kompetenzen: ganzheitlich denkend, unabhängig, nahe an den mechanischen Aspekten seines Berufs und der Fähigkeit, zu reparieren, was kostengünstig repariert werden kann. Er ist kein Befürworter jährlich neu angeschaffter Neuwagen – aus Umweltschutzgründen, denn jedes zu früh verschrottete Auto bedeutet einen unnötigen Energieverlust. Er plädiert für Elektroautos, jedoch für kleine Modelle mit vernünftiger Leistung und Reichweite. «Grössere Batte-
Optimierung von Wirtschaftlichkeit und Sicherheit
Mit gezielten Innovationen reagiert der Schweizer Pionier für Solarsysteme auf den Markttrend zu Grossmodulen und
erhöht die Montagegeschwindigkeit und Sicherheit deutlich. Das modulare System wurde in enger Zusammenarbeit mit Fachpartnern weiterentwickelt, um maximale Betriebssicherheit bei signifikant reduziertem Installationsaufwand zu garantieren.
Die neu entwickelten Stützen wurden speziell für PV-Module mit Breiten bis zu 1134 Millimeter optimiert. Ein breiterer Firstspalt verbessert die Aerodynamik und erhöht die Standsicherheit der Gesamtanlage massiv. Die mittige Stütze SMH90 fängt zudem Biegekräfte ab, die bei längeren Modulen und Extremwetterereignissen entstehen und sichert so die Langlebigkeit der Investition.
Werkzeuglose Montage als Effizienztreiber
Ein wesentlicher Fokus der Weiterentwicklung liegt auf der weiteren Reduk-
tion von Montagezeit und -kosten. Das neue, direkt in die Stützen integrierbare Kabelmanagement ermöglicht eine sau-
bere Kabelführung per Clip-System ohne zusätzliches Werkzeug. Ebenfalls neu ist die werkzeuglose Optimizer-Klammer: Sie ersetzt die langwierige Kleinteilmontage und eliminiert das Risiko von schädlichen Bohrspänen auf der Dachhaut, da sie einfach an die Modul-Stützen geklemmt wird.
Sicherheit durch intelligente Ballastierung
Für exponierte Lagen bietet die Ernst Schweizer AG eine neu definierte Ballastfixierung an. Dank flexibel positionierbarer, vorgestanzter Laschen lassen sich Ballaststeine präzise und lückenlos fixieren – exakt abgestimmt auf die statisch berechnete Ballastmenge. Dies verhindert ein Verrutschen in Längs- und Querrichtung durch Windlasten. Abgerundet wird das Upgrade durch optimierte Windabweiser. Dank eines neuen Klick-Adapters und der Redukti-
Von Kindsbeinen an in der Autogarage
rien erhöhen das Gewicht, das ständig mitgeführt werden muss.» Auch hier gehe es um Vernunft und um das Bewusstsein für graue Energie. Graue Energie bezeichnet die gesamte indirekt eingesetzte Energie, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produkts benötigt wird.
Sich selbst treu
Stefan Müller ist heute 53 Jahre alt und gedenkt, seine Autogarage in Obfelden noch lange zu führen. Da er neugierig und vielseitig ist und sich gern in neue Wissensgebiete einarbeitet, hat er zusammen mit seiner Frau Selesia die Brennerei «zum Tröpfli» übernommen. Mit Herzblut ist er Brennmeister und sieht sich an der Schnittstelle von Technik und regionaler Obstverwertung. Nicht nur technisch ist er ein Tüftler – auch als Brennmeister experimentiert er mit unterschiedlichsten «Tröpfli» und konnte bereits Erfolge an der nationalen Spirituosenprämierung erzielen. «Die Erfolge machen Lust auf weitere Entwicklung», sagt er. Dies gilt sowohl für die Brennerei als auch für die Garage. Ausgleich findet er im Sport, beim Laufen und seit 20 Jahren in der chinesischen Kampfkunst. Das Geheimnis seines Erfolgs besteht darin, dass er sich mit Begeisterung und Wissensdurst einer Sache widmet, zuverlässig ist, viele Ideen und Visionen hat – und dabei bodenständig bleibt.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Die Ernst Schweizer AG führt ein umfassendes Upgrade ihres etablierten PV-Flachdach-Montagesystems MSP ein
on auf nur zwei Verschraubungen pro Abweiser wird wertvolle Zeit auf dem Dach gewonnen. In Kombination mit dem Planungstool Solar.Pro.Tool (SPT) lassen sich nun auch halbe Giebelreihen realisieren, was die wirtschaftliche Ausnutzung komplexer Dachflächen mit Störfaktoren deutlich erhöht.
Verkürzung der Montagezeiten und tiefere Montagekosten
Das Montagesystem-Upgrade führt insgesamt zu einer spürbaren Verkürzung der Montagezeiten. Der reduzierte Installationsaufwand senkt die Montagekosten und trägt damit wesentlich zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern bei. Besonders bei Grossanlagen werden zeitaufwendige Montageschritte deutlich beschleunigt.
Victor Stenz, Produktmanager Solarsysteme
Schnellere Montage. (Bilder zvg)
Neu entwickelte Stützen.
Ref. Kirchgemeinde
Knonauer Amt
Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal
Freitag, 30. Januar
19.00 Kirche Bonstetten
Fyrabig-Gottesdienst
Pfrn. Susanne Sauder
Musik: Casey Jason Crosby
Samstag, 31. Januar
10.00 AffolternWöschhüsli
Trauer-Treff «Liechtblick»
10.30 Affoltern Seewadel
Gottesdienst
Pfr. Matthias Ruff
Sonntag, 1. Februar
10.00 Kirche Maschwanden
Musik am Morgen mit Marianne Rutscho
10.00 Kirche Mettmenstetten
Gottesdienst
Pfr. Andreas Fritz
Musik: Daniel Rüegg
17.00 Kirche Affoltern
Bistro-Gottesdienst mit Konfirmand:innen
Pfr.Werner Schneebeli
Musik: Antonia Nardone
19.00 Kirche Rifferswil
Abendgottesdienst Gedanken zur Jahreslosung
«Siehe, ich mache alles neu»
Pfrn. Elisabeth Armingeon
Musik: Daniel Rüegg
Anschliessend Apéro
19.30 Kirche Maschwanden
Gospel-Gottesdienst mit dem Gospelchor Affoltern
18.30: Offenes Einsingen der Lieder
Pfrn. Claudia Mehl
Musik: Anette Bodenhöfer
Anschliessend Apéro
20.00 Kirche Rifferswil
FreieVersammlung Kirchenort
Rifferswil
Montag, 2. Februar
10.00 Hausen Pfarrhaus
Lese- und Gesprächskreis
Pfrn. Irene Girardet
19.30 Kirche Aeugst
Offenes Singen Aeugst
Donnerstag, 5. Februar
14.00 Affoltern Kasino
Senioren-Treff
«Gfiiret wird im Sääli»
Theateraufführung der Seniorenbühne Zürich im Kasino Affoltern.
20.15 katholische Kirche Mettmenstetten
OffenesTaizésingen
Meditatives Singerlebnis mit Liedern ausTaizé und ähnlichen Gesängen
Mitwirkung: Sing mit-Chor, Sascha Emanuel Kramer (Tenor), José Sifontes (Flöte)
Musik: Anette Bodenhöfer
Ref. Kirche Kappel
Sonntag, 1. Februar
10.00 Gottesdienst im Zwinglisaal mit Pfarrer Andreas Nufer und Hiromi Ikei (Orgel) anschliessend Chilekafi www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis
Tagzeitengebet
Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal
Donnerstag, 5. Februar
13.30 –
14.30 Führung durch die Klosteranlage
Treffpunkt: Amtshausplatz Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau
Sonntag, 1. Februar
10.00 Gottesdienst in Mettmenstetten mit Pfarrer Andreas Fritz
Ref. Kirche Obfelden
Sonntag, 1. Februar
10.00 Gottesdienst mit Bewerber für die Pfarrstelle Musik: Erich Eder www.kircheobfelden.ch
Ref. Kirche Stallikon Wettswil
Sonntag, 1. Februar
10:00 Kirche Wettswil, Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Musik: Viktoryia Haveinovich, Orgel Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Samstag, 31. Januar
17.30 Eucharistiefeier mit Kerzen-, Brotund Blasiussegen
Sonntag, 1. Februar
10.30 Gottesdienst mit Kerzen-, Brot- und Blasiussegen
17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten 18.30 Santa Messa, anschl. Apéro www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten
Samstag, 31. Januar
18.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 1. Februar
9.30 KafiundBegegnung
10.30 Eucharistiefeier www.kath-bonstetten.ch
Kath. Kirche Hausen am Albis Wir freuen uns, mit Euch folgende Gottesdienste zu feiern:
Samstag, 31. Januar
17.00 Wortgottesfeier zu Lichtmess mit Blasiussegen mit Matthias Musik: Anette und Tauffamilien
Donnerstag, 5 . Februar
8.15 Wortgottesdienst mit Matthias www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Obfelden
Sonntag, 1. Februar
9.00 Gottesdienst mit Kerzen-, Brot- und Blasiussegen, anschl. Chilekafi www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten
Sonntag, 1. Februar
11.00 Familiengottesdienst mit BlasiusKerzen- und AgathabrötchenSegnung und Sunntigsfiir Musik: Anette Bodenhöfer Anschliessend Mittagessen
Donnerstag, 5. Februar
9.30 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi 20.15 Offenes Singen mit meditativen Gesänge aus Taizé www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Die Vereinigung war 2010 in Hausen gegründet worden
Mitgliederkoordinator, Mike Burri, Gebietsdirektor, Patricia Schönenberger, Vertreterin Führungsteam, und Michael Sommer, Chapter-Direktor). (Bild Anita Troller, Perspektiven unlimited)
Das Unternehmerteam BNI Albis blickt auf 15 erfolgreiche Jahre zurück. Gegründet wurde das Chapter am 4. November 2010 in Hausen. Heute ist es in Uitikon verankert und zählt über 20 regionale KMU aus unterschiedlichsten Branchen.
Unternehmerinnen und Unternehmer verschiedenster Fachgebiete schliessen sich bei Business Network International (BNI) in regionalen Teams zusammen, um nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen und messbaren Mehrwert zu schaffen. Ein zentrales Merkmal des weltweit grössten Unternehmernetzwerks ist die konsequente Ausrichtung auf konkrete Ergebnisse.
Der Erfolg der Mitglieder wird anhand klarer Kriterien gemessen: Qualifizierte
«Wer sich bei BNI aktiv und ambitioniert einbringt, steigert automatisch den eigenen Kundenstamm und den Umsatz.»
Michael Sommer, Chapter-Director
Empfehlungen innerhalb des Teams führen zu neuen Geschäftskontakten,
Kundenbeziehungen und letztlich zu zusätzlichem Umsatz.
Das 15-jährige Bestehen wurde im Rahmen des Weihnachtsevents am 16. Dezember 2025 in der Waldhütte Aesch gefeiert. Die feierliche Zeremonie wurde von Mike Burri, Gebietsdirektor von BNI, begleitet und bot bei feinem Essen und gemütlichem Beisammensein Gelegenheit für Austausch und Rückblick.
Dieser Rückblick fiel eindrücklich aus: In den Anfangsjahren traf sich das Unternehmerteam in der Raststätte My Stop, wechselte 2020 nach Hedingen und ist seit April 2022 im Restaurant Leuen in Uitikon zu Hause. Über die vergangenen 15 Jahre hinweg konnten die
Mitglieder gemeinsam einen Umsatz von über 35 Millionen Franken generieren.
Chapter-Direktor Michael Sommer wird sein Amt um ein weiteres Jahr verlängern, um die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerks weiterzuführen. Die
aktive Mitglieder will das Unternehmernetzwerk BNI bald zählen.
Ziele bleiben ambitioniert: «Wir wollen bald 50 aktive Mitglieder zählen», so Sommer. Der eingeschlagene Wachstumskurs soll dabei konsequent fortgesetzt werden.
Was es braucht, um bei BNI erfolgreich zu sein? Laut den Mitgliedern vor allem Freude am Netzwerken, Inspiration und persönliches Engagement. Michael Sommer ist überzeugt: «Wer sich bei BNI aktiv und ambitioniert einbringt, steigert automatisch den eigenen Kundenstamm und den Umsatz.»
BNI Albis
Über BNI
BNI (Business Network International) ist die weltweit grösste und erfolgreichste Netzwerkorganisation für Unternehmerinnen und Unternehmer. BNI ist auf allen Kontinenten präsent und seit 2005 in der Schweiz aktiv. Die BNI-Unternehmergruppen treffen sich jede Woche persönlich, online oder in hybrider Form. Mehr über BNI zu erfahren, gibt es auf der Website: www.bni. swiss. Dort können sich Interessierte auch für den Besuch einer der Unternehmergruppen in der eigenen Region anmelden. Die Philosophie von BNI basiert auf «Wer gibt, gewinnt®», und das Motto von BNI lautet «Changing the Way the World Does Business®».
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Hotz Technik gewinnt Schweizer Solarpreis 2025 für Casa Tscharva
PlusEnergie-Vorzeigeprojekt in Andiast
Wer die kurvenreiche Strasse nach Andiast hinauffährt, rechnet kaum damit, hier eines der bemerkenswertesten
PlusEnergie-Projekte der Schweiz zu finden. Und doch wurde genau dieses Bergdorf zum Schauplatz eines ausgezeichneten Erfolgs: Das Casa Tscharva wurde mit dem Schweizer Solarpreis 2025 prämiert.
Vom verschatteten Haus zum Energievorbild
Dank der Arbeit der Hotz Technik GmbH aus Mettmenstetten produziert das Wohnhaus heute mehr Strom, als es verbraucht – mit einer Eigenversorgung von 1050 Prozent, inklusive EAuto-Ladung. Dabei war die Ausgangslage anspruchsvoll: Teile des Dachs sind regelmässig verschattet. Statt auf eine Standardlösung zu setzen, installierte Hotz Technik auf 120 m² Dachfläche 26,1 kWp Photovoltaikmodule, jedes einzelne mit Optimierer. So wird die
Verschattung gezielt ausgeglichen. In Kombination mit Effizienzverbesserungen im Gebäude und einem intelligenten Ladesystem für Elektromobilität erzeugt die Anlage heute über 22000 kWh Strom pro Jahr – weit mehr als für den Eigenbedarf nötig. Das Projekt begann im September 2023. Obwohl Andiast ausserhalb des üblichen Einsatzgebiets liegt, entschied sich Hotz Technik bewusst dafür. Die Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft, Familie Ottiger, ging dabei weit über das Technische hinaus. Während der Montage im Frühling 2024 wurde das Team herzlich empfangen und bestens unterstützt. «Solche Begegnungen bleiben uns lange in Erinnerung», sagt Geschäftsführer Benjamin Hotz. Nach dem Solarpreis 2024 ist dies bereits die zweite Auszeichnung in Folge. Trotz aktuell rückläufiger Nachfrage blickt Hotz optimistisch nach vorne. Besonders die Verbindung von Solarenergie und Elektromobilität sieht er als Schlüssel für wirtschaftliche und zukunftsfähige Anlagen.
arbeitet das Installationsteam zügig voran. (Bild zvg)
Hotz Technik dankt der Familie Ottiger sowie dem gesamten Team für den gemeinsamen Projekterfolg.
Cheyenne Wyss
Weitere Informationen: info@hotz-technik.ch www.hotz-technik.ch
Neue Formate und beliebte Klassiker
Die nationalen TV-Sender von CH Media verzeichneten auch im zweiten Halbjahr 2025 ein starkes Publikumsinteresse. 3+, 4+, 5+, 6+, 7+, TV24, TV25 und S1 erreichten täglich 911000 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Gesteigerte Marktanteile in der Hauptsendezeit
Eine erfreuliche Entwicklung zeigt auch der Blick auf die Marktanteile des zurückliegenden Halbjahres. So verzeichnete die CH-Media-Sendergruppe abends zwischen 19 und 1 Uhr einen Marktanteil von 10,4 Prozent in der Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen. Dieser Wert entspricht einer Steigerung um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahressemester. «Wir freuen uns sehr, dass unsere TV-Programme beim Schweizer Publikum ankommen. Wir investieren jedes Jahr stark in Schweizer Inhalte. Und der Erfolg gibt uns recht», sagt Wolfgang Elsässer, Leiter TV National von CH Media.
Junges Publikum begeistert von «Wer will Wochenende?»
Zum erfolgreichen Halbjahresergebnis trugen insbesondere die Eigenproduktionen bei. Die neue Freitagabendshow «Wer will Wochenende?» auf 3+ mit dem Entertainer-Duo Moser & Schelker punktete vor allem beim jungen Publikum. In der Zielgruppe der 15- bis 39-Jährigen erzielte die fünfteilige Premierenstaffel einen durchschnittlichen Marktanteil von 12,8 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen erreichte die vierte Folge vom 14. November 2025 mit 11,8 Prozent den höchsten Marktanteil.
«Bauer, ledig, sucht...» mit Quotenhoch in der 21. Staffel Neben neuen Formaten überzeugten die CH-Media-Sender das TV-Publikum auch mit dem TV-Klassiker «Bauer, ledig, sucht...». In der 21. Staffel der CH-MediaEigenproduktion suchten Bäuerinnen und Bauern vom 17. August bis 21. Dezember 2025 jeweils sonntags auf 3+ die grosse Liebe. In der Zielgruppe der 15bis 49-Jährigen erreichte die dritte Folge mit 17,1 Prozent den höchsten Marktanteil. Über alle 19 Folgen hinweg lag der durchschnittliche Marktanteil bei 10,2 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresstaffel entspricht dieser Wert einer Steigerung um 20 Prozent. (red)
Winterschlussverkauf bei Hanna Lukes
Die neue Saison beginnt mit einem Paukenschlag
Nach einem erfolgreichen Start von Hanna Lukes Fashion am neuen Standort an der Albisstrasse 26 in Hausen mit vielen begeisterten Kundinnen und Kunden beginnt die neue Saison mit einem Paukenschlag. Pullover, Shirts,
Jacken und Hosen mit einer Reduktion von 30 Prozent bis 70 Prozent sind im Angebot des grossen Winterschlussverkaufs. Auf der regulären Kollektion wartet ein Rabatt von 15 Prozent. Und aufgepasst: Die beliebten Kinderhosen aus Baumwolle oder wasserabweisendem Softshell sind in vielen Farben und Grössen wieder erhältlich. Ebenso sind die ersten Prototypen der Frühlings- und Sommerkollektion bereits produziert, wie immer direkt im Atelier in Hausen. Vorbeikommen und von dieser Gelegenheit profitieren. Der Winterschlussverkauf bei Hanna Lukes Fashion findet am 5./6./7. und am 12./13./14. Februar statt. Donnerstags und freitags jeweils von 11 bis 17.30 Uhr und am Samstag jeweils von 10 bis 15 Uhr.
15 Jahre sind ein Grund zum Feiern. (Von links: Gary Hiris,
Abstimmung vom 8. März zum Projekt
Dorfzentrum Stallikon Landgarten
Infoveranstaltung zur wichtigen kommunalen Vorlage am kommenden Mittwoch, 4. Februar
Der Gemeinderat Stallikon unterbreitet den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern am 8. März eine wichtige kommunale Vorlage: Es geht um die Anpassung des «Letter of Intent» (LOI) mit der Genossenschaft Hofgarten, Zürich, zum Projekt Dorfzentrum Stallikon sowie um die Bewilligung eines Verpflichtungskredites von 1.89 Millionen Franken als Kostenbeteiligung der Gemeinde. Mit dem Projekt Landgarten will der Gemeinderat im Dorfzentrum Stallikon einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen schaffen. Entstehen sollen 75 Wohnungen, davon 39 Familienwohnungen und 36 Alterswohnungen, ergänzt durch einen grosszügigen Gemeinschaftsraum, kleinere Gewerbeflächen und einen neu gestalteten Dorfplatz. Das Projekt wird von der Genossenschaft Hofgarten (geho) getragen, die als gemeinnütziger Bauträger bezahlbaren Wohnraum in hoher architektonischer Qualität anbietet.
Der bestehende Letter of Intent «LOI» (eine Absichtserklärung zwischen der Gemeinde Stallikon und der Genossenschaft Hofgarten) wurde im Dezember 2020 von der Gemeindeversammlung genehmigt. Nach vier Jahren intensiver Planungsarbeit sind nun Anpassungen nötig, um dem heutigen Stand des Projekts Rechnung zu tragen. Diese betreffen insbesondere die Erweiterung des Bereichs «Wohnen im Alter» und die Integration zusätzlicher Grundstücke; die Festlegung der Grundstücke zum Verkauf (Kernzone) und zur Abgabe im Baurecht (Zone für öffentliche Bauten) mit Präzisierung der Berechnungsgrundlagen für Landpreis und Baurechtszins mittels einer aktualisierten Berechnungsmethodik; die Regelung des Umgangs mit bestehenden Gebäuden sowie die Präzisierung des Zeitpunkts der Eigentumsübertragung und des Inkrafttretens des Baurechtsvertrags. Ziel dieser Änderungen ist es, die Planungssicherheit für beide Parteien zu gewährleisten und die Grundlage für den späteren Abschluss der Kauf und Baurechtsverträge zu schaffen.
Die geplante Kostenbeteiligung der Gemeinde von 1.89 Millionen Franken dient der Mitfinanzierung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Projektumsetzung anfallen. Dazu gehören unter anderem die Entsorgungskosten von Bodenmaterial, die
Pfählungsarbeiten aufgrund der Bodenverhältnisse, die Verlegung der EKZTrafostation, der Neubau des Dorfplatzes
Schäden an der öffentlichen Infrastruktur können online erfasst werden. (Bild rbi)
sowie der Rückbau eines Gebäudeteils des alten Schulhauses Dorf. Diese Investitionen erfolgen ab 2030 und sind im Finanz und Aufgabenplan der Gemeinde berücksichtigt. Mit der Realisierung des LandgartenProjekts wird das Dorfzentrum Stallikon wesentlich aufgewertet. Es entsteht nicht nur neuer Wohnraum, sondern auch ein Ort der Begegnung mit gemeinschaftlich nutzbaren Räumen und einem attraktiven öffentlichen Platz. Die Nähe zur Bushaltestelle sorgt zudem für eine barrierefreie Erschliessung, insbesondere für ältere Bewohnerinnen und Bewohner. Der Gemeinderat betont, dass die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Hofgarten bewusst gewählt wurde: Gemeinnützige Bauträger garantieren langfristig faire Mietzinse und sichern, dass die Gemeinde ihren sozialen Auftrag erfüllen kann.
Nach Annahme der Vorlage durch die Stimmberechtigten wird die Genossenschaft Hofgarten mit der Erarbeitung des Gestaltungsplanes auf Basis des Richtprojektes beginnen. Über den Gestaltungsplan soll die Gemeindeversammlung voraussichtlich im 4. Quartal 2027 Beschluss fassen. Die Abstimmungsunterlagen sind auf www.stallikon.ch/urnenabstimmung sowie in der App VoteInfo abrufbar. Die gedruckte Weisung und der Stimmzettel werden den Stimmberechtigten zusammen mit den eidgenössischen Abstimmungs und den kommunalen Wahlunterlagen vom 8. März zugestellt.
Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. Februar
lichen Grundlagen der Gemeinde aktualisiert. Die Weisung mit den Unterlagen wird zusammen mit der amtlichen Publikation Mitte März auf www.stallikon. ch/gemeindeversammlung geschaltet.
Stille Wahl Gemeinderat, Schulpflege und RPK: Feststellung der Rechtskraft Mit Zirkularbeschlüssen vom 24. November 2025 hat der Gemeinderat die Mitglieder und das Präsidium des Gemeinderates, der Schulpflege und der Rechnungsprüfungskommission (RPK) in stiller Wahl als gewählt erklärt. Gemäss Rechtskraftbescheinigung des Bezirksrat Affoltern sind keine Rekurse erhoben worden. Überdies konnte festgestellt werden, dass auch keine Wahlablehnungen eingereicht worden sind. Somit sind die Wahlbeschlüsse rechtskräftig. Am 8. März findet die Wahl von vier Mitgliedern der Baukommission statt. Für die vier Sitze stellen sich eine Kandidatin und vier Kandidaten zur Wahl. Das Präsidium der Baukommission wird durch den Gemeinderat anlässlich der Konstituierungssitzung vom 1. Juli bestimmt.
Submission für die Sammlung und Verwertung von Wertstoffen
Die Gemeinde Stallikon betreibt drei Sammelstellen im Gemeindegebiet. Der Abtransport der gesammelten Wertstoffe mit anschliessender Verwertung erfolgt durch die Peter Schmid Baudienstleistungen AG; die HolSammlungen für Papier und Karton durch die Obrist Transporte AG.
Die Dileca führt ebenfalls Separatsammlungen im Auftrag der Trägergemeinden durch. Die Submission erfolgte im Jahr 2018 ohne Beteiligung der Gemeinde Stallikon. Die Dileca hat beschlossen, den bestehenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis 31. Dezember 2026 zu verlängern. Eine Verlängerung darüber hinaus ist nicht möglich, sodass der Auftrag neu im Rahmen eines Submissionsverfahrens vergeben werden muss. Zur Submissionsvorbereitung werden die Träger und Vertragsgemeinden ersucht, der Dileca mitzuteilen, ob sie weiterhin oder neu daran teilnehmen möchten.
Transporte AG erfolgten bewusst ohne Mindestvertragsdauer und im Wissen, dass die Durchführung der Separatsammlungen in der Gemeinde Stallikon zukünftig ebenfalls über die Dileca erfolgen soll. Der Gemeinderat hat deshalb der Teilnahme an der Submission für die koordinierte Sammlung und Verwertung von Wertstoffen in den Trägerund Verbandsgemeinden der Dileca zugestimmt und die Abteilung Tiefbau und Umwelt beauftragt, das entsprechende Leistungsverzeichnis zu erstellen. Die bisherigen Auftragsverhältnisse betreffend Separatsammlungen mit der Peter Schmid Baudienstleistungen AG, Affoltern, sowie der Obrist Transporte AG, Neuenhof, werden per 31. Dezember 2026 beendet.
Einwendungen zu den Richtplaneinträgen der Stadt Zürich
Die Stadt Zürich revidiert ihre regionalen und kommunalen Richtpläne, Teil Fuss und Veloverkehr, und hat die Nachbargemeinden zur Anhörung eingeladen. Normalerweise sind solche Anhörungen eher Routine und werden vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen und die Informationen dem Stadtrat verdankt. Dieses Mal jedoch nicht: In beiden Richtplänen ist die Gratstrasse von der Station SZU bis zur Höcklerstrasse unter anderem als Fuss/Wanderweg sowie als Reitweg eingetragen. Kurz vor dem Hotel Uto Kulm verläuft die Gratstrasse jedoch über Stalliker Gemeindegebiet (Grundstücke Kat. Nrn. 1106, 1107 und 1108). Damit enthalten die Zürcher Richtpläne Einträge ausserhalb des Stadtgebiets, was aus Sicht des Gemeinderates unzulässig ist, insbesondere wenn diese als Festsetzungen erscheinen und damit Vorentscheide für die spätere Planung beeinflussen könnten. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die betreffenden Einträge auf Stalliker Gemeindegebiet löschen zu lassen und das Bauamt beauftragt, die entsprechenden Einwendungen bei der Stadt Zürich einzureichen.
Plattform www.amtlichenachrichten.ch
festgestellte Abweichungen zwischen den von der Gemeinde freigegebenen Originaldokumenten und der gedruckten Veröffentlichung im Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern. Da die Druckvorlagen extern manuell aufbereitet werden, können Übertragungs oder Satzfehler entstehen, ohne dass die Gemeinde die Endfassung vor der Publikation nochmals prüfen kann. Die Plattform der CH Regionalmedien AG (Herausgeberin des Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern) erfüllt die gesetzlichen Vorgaben: Die Texte werden wortgetreu veröffentlicht und elektronisch signiert. Zudem können Interessierte Publikationen kostenlos abonnieren und werden bei neuen Mitteilungen automatisch per EMail informiert. Die amtlichen Publikationen erscheinen weiterhin in der Regel dienstags und freitags. Ausserdem werden Inhalte auch im gedruckten Anzeiger, im Amtsblatt des Kantons Zürich (wo gesetzlich vorgeschrieben) sowie auf www.stallikon.ch zugänglich gemacht. Nachdem der Beschluss rechtskräftig geworden ist, soll die Plattform www. amtlichenachrichten.ch im 1. Quartal 2026 in die Gemeindewebsite www.stallikon.ch implementiert werden.
Neues Tool auf www.stallikon.ch: Der Schadenmelder Schäden an der öffentlichen Infrastruktur der Gemeinde Stallikon können ab sofort online gemeldet werden, und zwar rund um die Uhr, bequem vom Computer oder direkt vor Ort (dank der adaptiven Darstellung) mit dem Smartphone. Der neue Schadenmelder auf www.stallikon.ch/schadenmelder macht es möglich.
Ob überfüllte Abfallkübel, ein beschädigtes Verkehrsschild, ein über Nacht aufgetauchtes Graffiti oder eine defekte Sitzbank bei der Bushaltestelle: Schäden können einfach und intuitiv über den Schadenmelder gemeldet werden. Dazu wird die passende Kategorie ausgewählt, der Schaden kurz beschrieben und wenn möglich mit einem Foto ergänzt. Abschliessend sind Name, Vorname und EMailAdresse anzugeben und die Meldung kann abgesendet werden. Wer unterwegs via Smartphone meldet, kann den Standort gleich vor Ort übermitteln. Dabei ist die Standortfreigabe zu aktivieren.
Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 4. Februar 2026, 19 Uhr, in der Turnhalle Loomatt statt. Dabei werden Vorstandsmitglieder und Projektbeteiligten der Genossenschaft Hofgarten zusammen mit dem Gemeinderat die Abstimmungsvorlage erläutern und Fragen beantworten.
Gemeindeversammlung vom 15. April ist der Nutzungsplanung gewidmet
Die Gemeinde überprüft und aktualisiert ihre planungsrechtlichen Grundlagen. Im Jahr 2017 traten die Gesetzesänderungen zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) auf kantonaler Ebene in Kraft. Die Änderungen werden in den einzelnen Gemeinden jedoch erst wirksam, wenn diese ihre Bau und Zonenordnungen (BZO) ebenfalls harmonisiert haben. Aufgrund dieser geänderten übergeordneten planerischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie aufgrund von Erfahrungen aus dem Vollzug möchte die Gemeinde die Nutzungsplanung einer Teiländerung unterziehen. Die Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 15. April, ist deshalb dem Thema Nutzungsplanung gewidmet. Im Zentrum stehen die Harmonisierung der Baubegriffe in der Bau und Zonenordnung (BZO) sowie die Festsetzung der Kernzonenpläne. Mit diesen Anpassungen werden die planungs und baurecht
Seit dem 1. April 2024 ist die Gemeinde Stallikon ebenfalls Trägergemeinde der Dileca. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gemeinsame Submissionen im Bereich der Abfallentsorgung zu tieferen Preisen führen. Zudem können Fahrten für die Leerung und Verwertung reduziert beziehungsweise optimiert werden, weil diese im ganzen Bezirk koordiniert erfolgen. Die damaligen Vergaben an die Peter Schmid Baudienstleistungen AG sowie die Obrist
Der Gemeinderat hat Ende November 2025 beschlossen, das rechtsverbindliche Publikationsorgan der Gemeinde per 1. Februar 2026 umzustellen. Künftig sind amtliche Erlasse, allgemeinverbindliche Beschlüsse und Wahlergebnisse rechtlich massgebend in elektronischer Form auf der Plattform www.amtlichenachrichten.ch veröffentlicht. Damit wird festgelegt, dass insbesondere Fristen (z.B. Rekurse) neu durch die digitale Publikation ausgelöst werden. Hintergrund des Entscheids sind wiederholt
Der digitale Schadenmelder erleichtert nicht nur den Einwohnerinnen und Einwohnern die Meldung, sondern vereinfacht auch die Bearbeitung innerhalb der Gemeindeverwaltung und der Werkdienste. So können Schäden schneller behoben werden.
Roberto Brunelli, Gemeindeschreiber Stallikon
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Curling-Plausch des Ski-Clubs Bonstetten
Die Ü60er gingen aufs Eisfeld zum Curling nach Urdorf
Die Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten, Heidi und Emil, ehemalige Vize-CurlingSchweizer-Meister bei den Veteranen, führten die interessierte und motivierte Gruppe in die Materie Curling ein. Der Anlass fand in der Curlinghalle in Urdorf Weihermatt statt. Ihr Ziel war, dass alle die einmalige Gelegenheit nutzen, um eine neue Sportart kennenzulernen. Die Chance für alle, einen gemütlichen Curling-Plausch-Nachmittag zu verbringen. Für Einsteiger und körperlich nicht mehr so Fitte standen spezielle Wischbesen und Stick-Abgabestöcke zur Verfügung. Mit diesen konnte man die notwendige Beweglichkeit zum grössten Teil kompensieren. Ziel war, dass jeder beim Erlernen einer neuen Sportart mitmachen kann und soll.
Rundum gelungener Anlass
Bei winterlichem, kühlem Ambiente boten die Organisatoren eine abwechslungsreiche kurze Einführung in die grundlegenden Regeln des Curlings. Nachdem die motivierte Truppe über die wichtigsten Sicherheitsaspekte informiert wurde, ging es für die Anfängerinnen und Anfänger direkt aufs Eis. Unter der geduldigen Anleitung der Vize-Curling-Schweizer-Meister wurden erste Versuche im Abgeben der Steine, im Wischen und im taktischen Spielaufbau unternommen. Einführung in die grundlegenden Techniken, vom richtigen Ausstoss der Steine über das präzise Sweeping bis hin zu taktischen Elementen des Spiels. Mit viel Geduld und Humor gelang es den Coaches, die Sportart den Ü60ern verständlich und spielerisch näherzubringen. Schon nach kurzer Zeit konnten die Teilnehmenden Fortschrit-
te erkennen und die frisch erworbenen Fähigkeiten in kleinen, spielerischen Wettkämpfen ausprobieren, wobei der Spass klar im Vordergrund stand. Immer wieder waren Gelächter, Jubelrufe und erstaunte «Aha»-Momente zu hören, wenn ein Stein besonders gelungen platziert wurde. Die Mischung aus sportlicher Aktivität, Teamgeist und Spass kam bei allen Beteiligten hervorragend an. Besonders gelobt wurde die lockere Stimmung, die es auch Anfängerinnen und Anfängern leicht machte, innerhalb kurzer Zeit Freude am Curling zu finden.
Mitreissende Musik und ausgelassene Stimmung
Jukebox-Band begeisterte Publikum
Ein Abend voller Energie, Lebensfreude und musikalischer Höhepunkte: Das Konzert der Jukebox-Band erwies sich als voller Erfolg. Mit einem grossen und vielseitigen Repertoire aus Rock’n’Roll, Pop, Funk und Soul überzeugte die Band das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute.
Starke Stimmen, ein perfekt abgestimmter Sound und spürbare Spielfreude sorgten für eine ausgelassene Atmosphäre. Die Gäste dankten es mit Mitsingen, Tanzen und begeistertem Applaus. Der Konzertabend entwickelte sich rasch zu einem gemeinsamen Erlebnis, bei dem Musik, Gemeinschaft
und Lebensfreude im Mittelpunkt standen.
Der organisierende Verein Kultur8907.ch stellte einmal mehr einen Anlass auf die Beine, der Menschen bewegte und zusammenbrachte. Solche Veranstaltungen zeigen eindrücklich, wie wichtig kulturelle Angebote für das gesellschaftliche Leben in den Gemeinden sind. Trotz der hervorragenden Stimmung und der hohen musikalischen Qualität blieb die Besucherzahl mit rund 100 Gästen unter den Erwartungen. Dies stellt für den Verein eine grosse Herausforderung dar, da bei kleineren Besucherzahlen das Risiko eines
finanziellen Fehlbetrags steigt – trotz grossem ehrenamtlichem Einsatz und sorgfältiger Planung.
Kulturarbeit braucht Rückhalt aus der Bevölkerung
Gerade hier zeigt sich die Bedeutung kleiner Kulturvereine. Sie leisten mit viel Engagement, meist ehrenamtlich, einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben – in den Gemeinden, der Region und darüber hinaus. Angesichts des vielfältigen Freizeitangebots entscheiden sich viele Menschen heute sehr kurzfristig für oder gegen einen Ver-
anstaltungsbesuch. Für ein lebendiges Dorf- und Stadtleben ist die Vereinsarbeit jedoch zentral: Sie schafft Begegnungen, fördert den Austausch und stärkt das gesellschaftliche Miteinander. Während grössere Institutionen teilweise von staatlichen Beiträgen profitieren, sind kleine Kulturvereine besonders auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen – durch Veranstaltungsbesuche, Sponsoring oder freiwillige Mitarbeit. Damit Gemeinden lebendig bleiben und nicht zu reinen «Schlafgemeinden» werden, braucht es engagierte Vereine ebenso wie ein interessiertes Publikum. Ein grosser Dank gilt auch den lokalen
Photo Schweiz in Zürich mit Ämtler Beteiligung
Liebeserklärung an den öffentlichen Verkehr, Strandgeschichten und stille Bäume
Florian HoFer
In der kommenden Woche findet in Zürich die 26. Photo Schweiz statt. Auch in diesem Jahr sind wieder mehrere Fotokünstler aus dem Säuliamt vertreten. Darunter Johannes Paula aus Wettswil, Jean-David Jamet aus Hausen oder Beat Gauderon aus Obfelden.
Paula zeigt Bilder aus der Serie «Zürich Bewegt». «Das ist ist eine Liebeserklärung an den öffentlichen Verkehr und alle Menschen rundherum. Nächtlicher Verkehr, Plätze, Haltestellen, Kreuzungen, laufende Veränderungen, Menschen
warten, gehen, rennen, tauchen auf, verschwinden, und gleichzeitig wie Lebewesen, Trams, Trams mit verschiedenen Farben und Nummern. Kurven quietschen, es bremst, bimmelt, blinkt. Und langsam kriechen sie wieder los. Bis zur nächsten Haltestelle», so Paula.
«Stille Bäume – Studien über Einsamkeit und Form» ist das Thema von Jean-David Jamet. Er schreibt dazu: «Aus dem Ungefähren treten Figuren der Stille hervor, halten Präsenz mit leiser Intensität. In ihrer Einsamkeit wirken sie zugleich verletzlich und ewig. Jede von ihnen sammelt Jahre in einem einzigen
Moment des Erscheinens. Was sich zeigt, ist kein Spektakel, sondern eine Intimität mit der Zeit, eine Weisheit, die im Schweigen entsteht und sich ohne Anspruch offenbart.»
Beat Gauderon ist mit einer Werkserie vertreten, die aus dem Projekt «Sprache der Leere – Strandgeschichten» stammt. «Bei der Bildserie mit vier Fotografien geht es nicht um das perfekte Bild, sondern um das einfache, nicht um Inszenierung, sondern um das Wesentliche. In einer Zeit, in der Fotografie nahezu grenzenlos perfektioniert ist, richtet diese Arbeit den Blick bewusst
in die entgegengesetzte Richtung: Reduktion, Stille und Raum werden zu zentralen Elementen», so Gauderon.
Die Photo Schweiz findet statt vom Freitag, 6., bis Dienstag, 10. Februar, im Kongresshaus Zürich. Öffnungszeiten: Täglich 11 bis 20 Uhr
Alle freuen sich auf die nächsten interessanten und spannenden Anlässe mit den Ü60ern. Im März geht es nach Malters Luzern in die Skifabrik Stöckli. Wie werden die Olympia- und WeltmeisterSki von Marco Odermatt hergestellt?
Walti Mätzler, Ü60 Ski-Club Bonstetten
Besonders geschätzt wurde die ungezwungene Atmosphäre, die es allen unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen leicht machte, sich auf das neue Erlebnis einzulassen. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete ein gemütliches gemeinsames Fondue. Alle konnten sich in entspannter Runde stärken, zusammen ins Gespräch kommen und ihre Erlebnisse teilen. Die herzliche Stimmung setzte sich dabei fort. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich näher über den Verein und Trainingsmöglichkeiten zu informieren. Als Überraschung kam der Schweizer Curling-Cupsieger und Vize-Schweizer-Meister, Skip Andrin Schnider aus Bonstetten, zu einem Schwatz vorbei. Anschliessend konnten die Ü60er seine Trainingseinheiten mit grossem Interesse bestaunen. Damit hat der Anlass nicht nur für einen gelungenen Abschluss gesorgt, sondern auch das Interesse am Curling spürbar gestärkt.
Weiteres wie das Jahresprogramm, Infos und tolle Fotos der Anlässe auf der Homepage: www.skiclub-bonstetten.ch
Medien wie dem Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, die mit ihrer Berichterstattung zur Sichtbarkeit der Anlässe beitragen. Dennoch bleiben die Kosten für Werbung, Räumlichkeiten und Organisation hoch.
Diese Zeilen sollen daher auch als Aufruf verstanden werden: Kultur- und Vereinsarbeit lebt vom Mitmachen. Wer Veranstaltungen besucht, trägt dazu bei, dass das kulturelle und gesellschaftliche Leben in den Gemeinden auch künftig lebendig und vielfältig bleibt.
Remo Harley Buob, Präsident Kultur8907.ch
Zentrumsplanung Hedingen: Alternative Lösung erforderlich
Die vom Gemeinderat präsentierte Variante des neuen Dorfzentrums stösst in weiten Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung. Was sind die Gründe dagegen?
Gründe gegen die präsentierte Variante des neuen Dorfzentrums Die wichtigsten Gründe sind der Abriss alter Häuser in Bahnhofsnähe, welche ortsprägend sind, der Verlust des gemeindeeigenen Juventusplatzes infolge der neuen Bahnhofstrasse, welche das Zentrum erschliessen soll, und die sich markant verschlimmernde Verkehrstausituation am Kreisel durch die ungenügende Anschliessung des Zentrums an die umliegenden Strassen. Die Gruppe «Dorfzentrum mit Mass» veranstaltet in der Besenbeiz der Familie Suter am Montag, 2. Februar, um 20 Uhr eine Informationsveranstaltung, an welcher alternative Pläne zur Zentrumsplanung vorgestellt werden. Alle an der Zentrumsplanung interessierten Personen sind herzlich eingeladen.
Enrico Meuli und Ernst Riederer für die Gruppe «Dorfzentrum mit Mass»
Ziel des Anlasses der Ü60er war, dass jeder beim Erlernen einer neuen Sportart mitmachen kann und soll. (Bild zvg)
Aus der Serie «Zürich Bewegt» - eine Liebeserklärung an den öffentlichen Verkehr. (Bild Johannes Paula)
Diese Fotografie stammt aus der Serie «Stille Bäume». (Bild Jean-David Jamet)
Aufnahme aus der Serie «Sprache der Leere - Strandgeschichten». (Bild Beat Gauderon)
Mo–Frtäglich4Mittagsmenüs mit Salat oder Suppe+Dessert abFr.18.IlTiglio,Zürcherstrasse4,8908Hedingen Tel.0447616424 iltiglio.ch@gmail.com www.il-tiglio.ch Mo–Fr10–14,17–23,Sa17–23Uhr,SoRuhe
Gabeln
Start der Talentbühne
Erstes Konzert des Förderprogramms Knonauer Amt und Limmattal
Die Musikschule Knonauer Amt lädt herzlich ein zur ersten Talentbühne dieses Schuljahres im Rahmen des Förderprogramms Knonauer Amt und Limmattal.
Am Samstag, 31. Januar, um 17 Uhr präsentieren 13 talentierte Nachwuchsmusikerinnen und -musiker ihr Können mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm auf ho-
hem Niveau auf der Talentbühne. Es wird eine grosse stilistische Vielfalt von Werken zu hören sein. Beginnend bei barocken Melodien von Bach oder Vivaldi, über die Klassik und Romantik, bis zu Stücken aus dem 20. Jahrhundert von Ernest Bloch oder Béla Bartók. Auch moderne Hits wie «I Wish» von Stevie Wonder und «Skyfall» von Adele werden neu interpretiert. Ein Konzert, welches für alle Konzertbesucher und -besucherinnen einen Leckerbissen bietet. Eintritt frei, Kollekte.
Helga Schnurrenberger
Samstag, 31. Januar, 17 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern. Vollständiges Konzertprogramm sowie weitere Informationen auf der Website der Musikschule Knonauer Amt: www.mska.ch
Die Welt der Pflanzen entdecken
Botanik-Grundkurs
des NVBA
Wie heisst die Blume, die am Wegrand blüht? Woran erkennt und unterscheidet man Holunder und Schneeball? Welche Orchideenarten wachsen bei uns in der Nähe, und wo kann man sie finden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Interessierte im Botanik-Grundkurs, den der Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern (NVBA) dieses Jahr durchführt. Der Kurs vermittelt auf verständliche Weise botanische Grundkenntnisse und führt in die wichtigsten Pflanzenfamilien und Lebensräume ein. Neben vier Theorieabenden werden auf vier Exkursionen in der Umgebung rund 60 bis 80 der häufigsten Blütenpflanzen, Sträucher und Bäume bestimmt. So lernen die Teilnehmenden die Pflanzenwelt direkt vor der Haustüre kennen –praxisnah, lebendig und ohne dass Vorkenntnisse nötig sind. Von März bis Juni finden die Theorieabende jeweils am Donnerstagabend im Vereinslokal des NVBA an der Giessenstrasse 18 in Affoltern statt. Die Exkursionen passend zur Theorie folgen jeweils am darauffolgenden Samstagmorgen und führen zu verschiedenen
Nebst Lesestoff noch einiges mehr zu bieten
Ämtler Bibliotheken im Februar
Auch im Februar warten die Ämtler Bibliotheken wieder mit einem spannenden Programm auf – ein Überblick:
Bibliothek Aeugst
Mittwoch, 4. Februar, 15 bis 15.30 Uhr:
Kasperlitheater – Tri tra trulala de Kasperli isch wiede da. Eine spannende Geschichte für Kinder ab 3 bis 4 Jahren.
Mittwoch, 11. Februar, 19 Uhr: Filmabend für die Jugend. Es wird der Film «Die Schule der magischen Tiere, Teil 1» gezeigt. Für Jugendliche ab 10 Jahren. Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar ist die Bibliothek am Montag, 16. und 23. Februar, von 18 bis 20 Uhr, und am Samstag, 21. und 28 Februar, von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Regionalbibliothek Affoltern
Dienstag, 3. Februar, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern ab 9 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten.
Freitag, 6. Februar, 19 bis 22 Uhr: Brettspiel-Abend in der Bibliothek. Erwachsene sind eingeladen, ihre eigenen Lieblingsspiele mitzubringen oder diejenigen der Bibliothek auszuprobieren und einen gemütlichen Abend miteinander zu verbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Samstag, 7. Februar, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind herzlich eingeladen zu einer halbstündigen Reise in die Welt der Geschichten.
Dienstag, 10. Februar, 16.30 bis 18 Uhr: Treffpunkt Digital. Fragen zu Smartphones, Tablets, Internet und den Angeboten der digitalen Bibliothek? Ohne Voranmeldung mit Geräten vorbeikommen.
Mittwoch, 11. Februar, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Graue Bienen» von Andrej Kurkow diskutiert.
Donnerstag, 19. Februar, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff.
Freitag, 20. Februar, 19 bis 22 Uhr: Brettspiel-Abend für Erwachsene.
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar gelten die normalen Öffnungszeiten.
Bibliothek Bonstetten
Dienstag, 3. Februar, 19 bis 21 Uhr: Spieleabend in der Bibliothek. Die Teilneh-
menden können ihr Lieblingsspiel mitbringen oder die Spiele der Bibliothek ausprobieren.
Mittwoch, 11. Februar, 15 bis 17 Uhr: Spielenachmittag für Kids von der 1. bis 6. Klasse, ohne Anmeldung.
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar ist die Bibliothek montags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Bibliothek Hausen
Während der Sportferien vom 9. bis 21. Februar ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Am Fastnachtsmontag, 23. Februar, bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Hedingen
Mittwoch, 4. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Verse und Reime für Kleinkinder von zirka 9 bis 36 Monaten in Begleitung eines Erwachsenen. Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
Bibliothek Kappel
Während der Sportferien vom 9. bis 21. Februar bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Knonau
Die Bibliothek bleibt vom 9. bis 21. Februar geschlossen. Ab Dienstag, 24. Februar (2. Schulferienwoche), ist sie zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Während dieser drei Wochen werden keine Rückrufe versandt.
Samstag, 28. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Gschichte-Ziit für Kinder zwischen 3 und ca. 6 Jahren – zuhören, staunen und verweilen. Ohne Anmeldung.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Homepage https://knonau.biblioweb.ch/ zu finden.
Bibliothek Maschwanden
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar bleibt die Bibliothek geschlossen. Ab dem 2. März gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.
Bibliothek Mettmenstetten
Bis Samstag, 14. Februar: Ausstellung 200 Jahre Braille. In die Welt von blinden und sehbehinderten Menschen eintauchen. Es ist diverses Material zur Veranschaulichung vorhanden. Die Besuchenden können ihren eigenen Namen in Brailleschrift stanzen.
Mittwoch, 4. Februar, 14 bis 16 Uhr: Strick-Treff. Gemeinsam stricken und häkeln in gemütlicher Runde in der Bibliothek. Auch für Anfänger geeignet.
Freitag, 6. Februar, 9 bis 11.30 Uhr: Krabbel-Kafi für die ganz Kleinen und ihre Mamis und Papis, Grosis und Grossväter.
Sonntag, 8. Februar, 9 bis 12 Uhr: Offener Sonntag in der Bibliothek. Um 10 Uhr wird das Kamishibai (japanisches Bildertheater) mit dem Titel «Seepferdchen sind ausverkauft» erzählt. Geeignet für Kinder ab 2½ Jahren. Den letzten offenen Sonntagmorgen in diesem Halbjahr in der Bibliothek geniessen. In Medien stöbern, Zeitung lesen oder ein Spiel spielen. Die Bibliothek und das Bibliotheks-Café sind von 9 bis 12 Uhr geöffnet.
Montag, 9. Februar, 19 bis 22 Uhr: Spiel-Treff Mettmenstetten. Gleichge-
Hundsrose
Standorten im Knonauer Amt, die alle gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind.
Geleitet wird der Kurs von Flo Klausberger aus Winterthur und Malin Budak aus Hausen, beide begeisterte Pflanzenfreunde mit grossem Fachwissen. Sie haben das Zertifikat 400 («Iris») von Info Flora mit Auszeichnung abgeschlossen und haben auch bereits viel Erfahrung als Kursleitende gesammelt.
Andreas Gürtler, Vorstand NVBA
Detaillierte Informationen und Anmeldung auf www.nvba.ch
sinnte treffen sich zu einem gemütlichen Spiel-Treff.
Mittwoch, 11. Februar, 15 bis 16 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen vom Wöschli erzählen Geschichten für die Kleinen.
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar sind die Bibliothek und das Bibliotheks-Café jeweils mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Mittwoch, 18. Februar, 14 bis 16 Uhr: Strick-Treff. Gemeinsam stricken und häkeln in gemütlicher Runde in der Bibliothek. Auch für Anfänger geeignet.
Bibliothek Obfelden
Während der Sportferien vom 2. bis 14. Februar ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Mittwoch, 25. Februar: GschichteZiit. Gabi Baumer macht den Kamishibai-Koffer auf und erzählt die Geschichte «Die Prinzessin, die sich den Mond wünscht». Um 15 Uhr für Kinder ab ca. 4 Jahren und ein zweites Mal um 15.45 Uhr für Kinder ab zirka 6 Jahren.
Mittwoch, 25. Februar, 19.30 Uhr: 1. Lesekreis. Diskutiert wird über die Bücher «Das dritte Licht» und «Kleine Dinge wie diese» von Claire Keegan.
Bibliothek Ottenbach
Während der Sportferien vom 2. bis 14. Februar ist die Bibliothek jeweils donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Samstag, 21. Februar, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli» für Eltern und Kinder von 1½ Jahren bis zum Kindergarteneintritt. Gemeinsam mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Ohne Anmeldung.
Mittwoch, 25. Februar, 14.30 bis 14.50 Uhr: Kamishibai – Bilderbuchtheater für Kinder ab 3 Jahren. Ohne Anmeldung. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind unter www.bibliothek-ottenbach.ch zu finden.
Bibliothek Rifferswil
Während der Sportferien vom 9. bis 21. Februar ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Mittwoch, 4. und 25. Februar: Zäme lisme. Gemeinsam statt einsam – gemütlicher Treffpunkt in der Bibliothek, um zusammen zu stricken, häkeln, sticken, nähen. Eintritt frei. Am 4. Februar von 15.30 bis 17.30 Uhr, am 25. Februar von 19 bis 21 Uhr.
Mittwoch, 25. Februar, 16 bis ca. 16.20 Uhr: «Gschichtli-Ziit». Zauberhafte Geschichten für Kinder ab vier Jahren. Eintritt frei. Die Ausleihtheke ist während dieser Zeit geschlossen, Bücher bitte vorher retournieren respektive ausleihen.
Bibliothek Stallikon
Freitag, 6. Februar, 17 bis 21 Uhr: Spieleabend. Kinder und Erwachsene spielen gemeinsam Brett- und Kartenspiele. Anmeldung direkt in der Bibliothek oder per E-Mail bibi.stallikon@bluewin.ch. Montag, 9. Februar, 19.15 bis 21.30 Uhr: Lesekreis. Die Teilnehmenden tauschen sich über den Roman «Das Ende von Eddy» von Édouard Louis aus. Anmeldung direkt in der Bibliothek oder per E-Mail bibi.stallikon@ bluewin.ch.
Mittwoch, 11. Februar, 15.30 Uhr: Geschichtenkoffer für alle Kinder ab 4 Jahren, die gerne zuhören und Geschichten erleben.
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar ist die Bibliothek dienstags von 15 bis 18 Uhr und geöffnet.
Bibliothek Wettswil
Dienstag, 3. Februar, 14 bis 16.30 Uhr: Jass-Nachmittag. Jassbegeisterte treffen sich in der Bibliothek für eine gemütliche Jassrunde bei Kaffee und Kuchen. Anmeldung bis am Vorabend um 18 Uhr. Mittwoch,4.Februar,19bis19.45Uhr: Yoga zwischen Büchern. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Bitte eigene Yogamatte mitbringen. Keine Anmeldung. Mittwoch, 11. Februar, 15 bis 17 Uhr: Kinderflohmarkt für Medien und Spielsachen. Im Foyer vor der Bibliothek. Mittwoch, 11. Februar, 19.30 bis 21.30 Uhr: Spielabend. Es wird Brändi Dog & Rummikub gespielt. Leitung Daniela Favero & Nicole Böhm. Anmeldung bis am Vorabend.
Während der Sportferien vom 16. bis 28. Februar ist die Bibliothek am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
Irene Scheurer, Regionalbibliothek
(Rosa Canina). (Bild zvg)
Lesen und vieles mehr in den Ämtler Bibliotheken. (Bild Gerd Altmann/Pixabay)
Allerlei
Familiengeschichten
Das aktuelle Kino-Mansarde-Programm
In «Father Mother Sister Brother» zu Besuch bei der Mutter (Charlotte Rampling, links): Ob die Schwestern Timothea (Cate Blanchett, MItte) und Lilith (Vicky Krieps) dieses Kaffee-und-Kuchen-Kränzchen geniessen? (Bild zvg)
Der zwölfjährige Georg will mit seinem Bruder über den Grossen St.Bernhard nach Italien und bleibt auf dem Hospiz hängen, wo er seinen «Freund Barry» trifft – ein US-Army-Veteran bricht nachts als «Roofman» in McDonald’sFilialen ein, um seiner Tochter deren grössten Wunsch zu erfüllen. Und Jim Jarmuschs neuster Streich «Father Mother Sister Brother» beleuchtet die Verhältnisse erwachsener Kinder zu ihren Eltern und untereinander.
«Father Mother Sister Brother» Jim Jarmusch wartet in seinem neuen Film mit einem grossen Staraufgebot auf und kommt inhaltlich noch subtiler daher, als man es vom Altmeister gewohnt ist: Ein Vater (Tom Waits) bekommt Besuch von seinen beiden Kindern (Adam Driver und Mayim Bialik), die sich um seinen Gesundheitszustand sorgen. Dann sind wir zu Gast bei einem leicht unangenehmen Kaffeekränzchen zwischen einer Mutter (Charlotte Rampling) und ihren Töchtern (Cate Blanchett und
Vicky Krieps). Und zuletzt durchforstet ein Zwillingspaar die Wohnung der verstorbenen Eltern nach Erinnerungen. Drei unaufgeregte, inhaltlich nicht verbundene Kurzgeschichten über komplizierte Familienverhältnisse. Dabei wird in allen Episoden schnell klar: Diese Figuren kennen ihre Beziehungsmuster seit Jahrzehnten. Ihr Verhalten ist entsprechend geprägt von Enttäuschungen, Ressentiments, aber auch von Liebe, Vertrautheit und einer nicht lösbaren Verbundenheit. Angereichert ist das – in gewohnter Jarmusch-Manier – mit Dialogen über alles und nichts. Subtil, lakonisch, beiläufig, aber eben immer präzise beobachtet. Der Film wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und läuft in Muri am Donnerstag, 5. Februar, um 18 Uhr und am Freitag, 6. Februar, um 20.30 Uhr.
Ladendieb mit Oscar-Chance «Roofman» erzählt die Geschichte eines Veteranen der US-Armee und alleiner-
ziehenden Vaters, der beginnt, McDonald’s-Filialen auszurauben, indem er durch die Dächer einsteigt – eine Methode, die ihm den Spitznamen «Roofman» einbringt. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis lebt er monatelang unentdeckt in einer Kinderladen-Filiale und plant seinen nächsten Schritt.
Channing Tatum ist die Idealbesetzung für diesen Kriminellen, dem man nicht wirklich böse sein kann. Mit seinem überaus charmanten Charisma stiehlt er nicht nur M&M’s und Videogames, sondern auch die Herzen des Publikums. Ein charmantes True-CrimeAbenteuer mit einem brillanten Channing Tatum in der Hauptrolle. Eine wahre Film-Überraschung, in Muri zu sehen am Donnerstag, 5. Februar, um 20.30 Uhr.
Schweizer Familienfilm fürs Gemüt
Inmitten der malerischen Schweizer Berge strandet der 12-jährige Georg bei den Mönchen auf dem Grosser-SanktBernhard-Pass. Alles ist neu für ihn: die Kälte, die Stille und das ungewohnte Klosterleben. Doch schon bald entdeckt Georg, dass dieser besondere Ort voller kleiner Wunder steckt. Als er einen hilflosen Welpen findet, entsteht zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Heimlich zieht Georg seinen Barry gross und erlebt mit ihm unvergessliche Momente. Doch als Georg seinen treuen Gefährten zu verlieren droht, nimmt er all seinen Mut zusammen und macht sich auf den Weg in ein riesiges Abenteuer.
«Mein Freund Barry» basiert auf den wahren Begebenheiten rund um den legendären Rettungshund Barry mit seinem Fässli. Diese berührende Geschichte läuft nach zwei voll besetzten Vorstellungen im Kino Mansarde noch ein drittes Mal am Freitag, 6. Februar, um 18 Uhr (mit Pause).
Reto Holzgang, Kino Mansarde, Muri AG
Spielfreudiger Jazz und Schweizer Mundart
Wochenvorschau des Kulturkellers
Für einmal können im Kulturkeller lamarotte die Darbietungen einheimischer Künstlerinnen und Künstler mit groovigem Jazz und Mundart-Pop genossen werden.
Wylroots Garden
Ein äusserst spielfreudiges Jazztrio, bestehend aus drei begeisterten Aargauer Instrumentalisten, welche schon zahlreiche Bühnen bespielt haben und jetzt, nach einer Pause, wieder gemeinsam groovige, bluesige oder einfach schöne Jazztunes einmal quer durch den Garten zum Blühen bringen. Grooviger Jazz aus dem Aargau – frisch, bluesig, lebendig. Markus Roth, Gitarre; André Gärtner, Bass; Bruno Huwyler, Schlagzeug.
Donnerstag, 5. Februar, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19 Uhr, 20 Franken
Jura Süd
Jura Süd ist ein energiegeladenes, kreatives Mundart-Pop-Trio aus der Schweiz.
Vorstellung der Stadtratskandidierenden
Spannende Ausgangslage bei den Stadtratswahlen in Affoltern
Die Interparteiliche Konferenz (IPK) führt am Montag, 2. Februar, um 19.30 Uhr im Kasinosaal in Affoltern ein Vorstellungspodium durch. Unter der Moderation von Bernhard Schneider
AGENDA
Freitag, 30. Januar
Affoltern
◴ 19:30: Film «The Penguin Lessons» Herzerwärmende Komödie. Ein unorthodoxer Lehrer und ein liebenswerter Pinguin als Hauptdarsteller.
● Aula Ennetgraben
Veranstalter: Kinofoyer Lux. Eintritt 16 Franken, unter 20 Jahren 8 Franken. Kasse und Bar geöffnet ab 19 Uhr. Website: kinolux.ch
Samstag, 31. Januar
Hausen
◴ 08:30–11:30: Begegnung
Persönliche Begegnung mit den Kandidierenden der SP Hausen für die Gemeindewahlen bei einem Morgenkaffee.
● Café Pfyl am Postplatz
Veranstalter: SP Hausen
Website: www.sp-bezirk-affoltern.ch/hausen
stellen sich die Kandidierenden zuerst persönlich vor. Dann werden sie zu wichtigen Themen befragt und beziehen Stellung. Im Anschluss daran können die Stimmbür-
Hedingen
◴ 13:00–17:00: Fasnacht Kinderumzug mit Begleitmusik für Gross und Klein vom Oberdorf bis zum Festgelände auf dem Schulhaus Schachen. Musik, Tanz, Spass und Animation für Kinder.
Veranstalter: OK Kinderfastnacht Hedingen. Freier Eintritt, Verkleidung erwünscht, Festwirtschaft vor Ort. Website: www.familienforum-hedingen.ch/anlaesse/
Sonntag, 1. Februar
Affoltern
◴ 17:00–18:30: Kabarett Kabarettisten Gunkl und Gerhard aus Wien mit «Herz & Hirn». ● Kulturkeller lamarotte, Centralweg 10
Veranstalter: Kulturkeller lamarotte.
gerinnen und Stimmbürger den Kandidierenden ihre Fragen stellen.
Nach dem Ende des Podiums haben alle Besuchenden die Gelegenheit, mit den Kandidierenden sich auch persön-
Bar ab 16 Uhr. Eintritt 45 Franken, Mitglieder 35 Franken, Kulturlegi 20 Franken. Website: www.lamarotte.ch
Montag, 2. Februar
Hausen
◴ 13:30–17:00: Café Palaver Begegnungs-Café offen für alle Bewohnenden von Hausen und Umgebung. Um 14 Uhr wird das
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
lich auszutauschen. Interessierte sollten diese einmalige Gelegenheit unbedingt nutzen, um die von den Parteien portierten Kandidierenden besser kennenzulernen.
Zentrum für Psychosoziale Pflege der Spitex Knonaueramt vorgestellt.
● Zwinglistube hinter der reformierten Kirche, Schulhausstrasse 1 Veranstalter: Spitex Knonaueramt, Psychosoziale Pflege. Kaffee und Kuchen zu gänstigen Preisen. Website: spitexka.ch/aktuelles/ Donnerstag, 5. Februar
Kappel
◴ 13:30–14:30: Klosterführung Öffentliche Führung durch die Klosteranlage. Treffpunkt Amtshausplatz.
● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Veranstalter: Kloster Kappel. Ohne Anmeldung, kostenlos.
Website: www.klosterkappel.ch
Hedingen
◴ 19:30: Wahlpodium Der Verein Hedingen-engagiert
Mit viel Herzblut und Spielfreude schreiben die drei Bandmitglieder eigene Songs, die eingängig und zugleich tiefgründig sind. Ihre Musik erzählt Geschichten aus dem Leben – mal nachdenklich, mal verspielt – immer echt und mitten aus dem Alltag. Eigentlich stammt nur Marion tatsächlich aus der Region südlich des Jura, aber mit Monika aus dem Züribiet und Simon aus dem Luzernischen erweitert sich das «Süd» musikalisch wie geografisch mit einem Augenzwinkern. Mundart-Pop mit Herz: kreativ – verspielt – authentisch. Marion Zollinger, Gesang, Songwriting, Cajon; Monika Tiken, Saxofon, Klavier, Songwriting, Gesang; Simon Bächinger, Klavier, Songwriting, Basedrum, Producing.
Freitag, 6. Februar, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 45, Mitglieder 35, Kulturlegi 20 Franken
Hans-Ruedi Widmer, lamarotte
Reservation: www.lamarotte.ch oder Telefon: 044 760 52 62
organisiert zu den Gemeinderatswahlen vom 8. März 2026 ein Wahlpodium mit Moderatorin Bettina Dieterle. Die zukünftigen Gemeinderäte stellen sich vor, die Bevölkerung kann Fragen stellen.
Nachtessen ab 19 Uhr, 20 Franken. Website: www.lamarotte.ch
Das energiegeladene und kreative Mundart-Pop-Trio Jura Süd ist am Freitag, 6. Februar, zu Gast im Kulturkeller lamarotte in Affoltern. (Bild zvg)
BEZAHLBARE MIETEN
EI? IN HEDINGEN–
Dienstag, 3 Februar, 19 30 Uhr
d von der SP Hedingen organisiert BALD VORB , I W k n o a r
Vortrag: «Die Herausforderung eines assistierten Suizids für das soziale Umfeld»
Saal Werkgebäude Zwillikerstrasse 26 Hedingen –
mit Apéro
Referat zur W Jacqueline B
Auswertung
Gmeinderats
Debora Sen
Moderation:
Eva Torp
Der Abend wi
MEHR
so,01.02. 17.00uhr gunkl &gerhardwalter theater gesellschaft
do,05.02. 20.15uhr wylroots garden musik jazzamdo
fr, 06.02. 20.15uhr jura süd mundart-popmi herz musik
do,12.02. 20.15uhr lamarotteswingtett musik jazz am do
sa,14.02. 19.30uhr oliverschnydertrio mozart, schubertund brahms musik weltklasse im säuliamt
do,19.02
20.15uhr blaser-baumann quartett feat.brunospoerri musik jazzamdo
fr, 20.02.
20.15uhr triopoetico musik &lyrik musik
sa,21.02
20.15uhr dermonatlichetreffpunktfürjazzfans musik jam session
mi,25.02
20.15uhr talentissimo musik
hnpolitik: dran
NFOS: ohnumfrage: andidatin Mohanathas
Wie gehen Mitmenschen aus dem sozialen Umfeld damit um, wenn jemand den persönlichen Wunsch nach einem assistierten Suizid äussert und sogar umsetzt. Wir suchen nach einer Klärung und Unterstützung im Umgang mit diesem Phänomen.
Referent: Dr. theol. Heinz Rüegger MAE, Theologe, Ethiker und Gerontologe
Senevita Obstgarten, Obstgartenstrasse 9, 8910 Affoltern am Albis
Dienstag, 24. Februar 2026, 18.00 Uhr
Vortrag mit anschliessender Diskussion und Apéro (offeriert von der Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis. Anmeldung bis 6. Februar 2026 erforderlich, Teilnehmerzahl beschränkt.
E-Mail: obstgarten@senevita.ch, Telefon 043 322 69 69. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Senevita AG, Senevita Obstgarten
Obstgartenstrasse 9, CH-8910 Affoltern am Albis Telefon +41 43 322 69 69, Fax +41 43 322 69 90 obstgarten@senevita.ch, www.obstgarten.senevita.ch
Samstag, 7. Februar 2026, 20.15 Uhr, Rösslisaal, Mettmenstetten
do,26.02
20.15uhr dürstplizga dürst«düplidü» musik jazz am do
fr,27.02
20.15uhr freundin, wenn du nicht einengelbist… musik theater
Ticket-Reservationen: www.bieus.ch oder Tel. 077 488 00 89
Abendkasse und Bistro offen ab 19.15 Uhr
Jahreskonzert
Musikverein Harmonie Hausen am Albis «Best of»
Rägle’s Abschiedskonzert mit Dudelsack, Gesang und Streicher-Ensemble im Gemeindesaal Hausen am Albis Musikalische Leitung: Rägle Brawand Samstag, 31. Januar 2026, 14 Uhr Mittwoch, 4. Februar 2026, 20 Uhr Freitag, 6. Februar 2025, 20 Uhr Samstag, 7. Februar 2025, 20 Uhr (Türöffnung/Nachtessen 13.00Uhr, Mittwoch 19.00 Uhr, Freitag und Samstag 18.30 Uhr) Platzreservationen für Freitag- und Samstagabend (Mittwochabend ohne Reservation): online unter www.mvhausen.ch oder telefonisch unter 079 753 48 89 am Dienstag, 3. Februar 2026, von 19.00 bis 20.00Uhr Eintritt frei – Kollekte www.mvhausen.ch
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5/6/7&12/13/14Februar
Albisstr.26,8915Hausena.A.
Do&Fr11:00-17:30Uhr
SA10:00-15:00Uhr hannalukes.ch
Machen Sie Träume wahr! ! e
MitIhrer Spendeunterstützen Siedie Förderung der Natur.Herzlichen Dank! Gemeinsamfürdie Biodiversität: birdlife.ch/engagement
FC Wettswil-Bonstetten auf Trainersuche
Überraschender Wechsel von Stephan Lichtsteiner zum FC Basel
Am vergangenen Montagabend wurde bekannt, dass WB-Trainer Stephan Lichtsteiner per sofort zum FC Basel
wechselt. Das Engagement am Rheinknie wird die erste Station im Profi-Bereich für Lichtsteiner, der die Situation
offen mit Sportchef Stephan Zollinger besprochen hatte und die Verantwortlichen des FC Wettswil-Bonstetten stets
Duo des TTC Affoltern am Albis siegt in der Ostschweizer Qualifikation
Swiss Junior Challenge: Ungeschlagen zum CH-Final
Mit einer starken Leistung haben sich Daniel Groblewski und Remo Brigmann vom Tischtennisclub Affoltern am Albis (TTCAA) für den Schweizer Final der Swiss Junior Challenge, eines U14Mannschaftswettkampfs in 2er-Teams, qualifiziert.
Am vergangenen Sonntag in Chur blieben die beiden auch in der zweiten Ostschweizer Qualifikationsrunde ungeschlagen. Mit insgesamt zehn Siegen aus ebenso vielen Begegnungen sicherten sie sich souverän das Ticket für den nationalen Final in der Vaudoise Aréna in Prilly (Lausanne).
Eine starke Reaktion nach Rückstand
Der Spieltag begann jedoch gleich mit einem kleinen Dämpfer gegen das Team aus Steckborn-Homburg: In der Startpartie geriet der TTCAA schnell mit 0:1 in Rückstand. Doch Daniel Groblewski
blieb davon unbeeindruckt und gewann seine beiden Einzel souverän. Gemeinsam holten die beiden zudem das Doppel. So drehte der TTCAA die Partie und gewann am Ende verdient mit 4:1. Die zweite Begegnung und gleichzeitig das Schlüsselspiel gegen Verfolger und Gastgeber Chur verlief zunächst ebenfalls spannend und ausgeglichen. Nach den ersten Einzeln stand es wiederum 1:1. Dieses Mal konnte Remo Brigmann den ersten wichtigen Einzelsieg für den TTCAA sichern. Der wohl entscheidende Moment für die erfolgreiche Quali folgte im Doppel: Im zweiten Satz lag das Duo bereits mit 5:9 zurück, ehe ihnen eine beeindruckende Serie von sechs Punkten in Folge zum 11:9-Satzgewinn gelang. Mit dieser Aufholjagd und der 2:0-Satzführung im Rücken war das Momentum endgültig aufseiten der Affoltemer. Nach dem mit 3:0-Sätzen gewonnenen Doppel entschieden beide
transparent informierte. «Dass bei einem passenden Angebot ein schneller Wechsel möglich ist, war allen bewusst», kommentiert Zollinger den Wechsel.
Trainersuche gestartet
Der bestehende Staff führt das Fanionteam der Ämtler vorerst weiter, weshalb die Vorbereitung planmässig fortgesetzt werden kann. Im Februar startet die Rückrunde mit den Partien gegen Freienbach und Collina d’Oro. Der FCWB liegt auf Rang vier in Lauerstellung auf die Plätze, welche zu den Aufstiegsspielen berechtigen. Zudem ist man auch in der Cup-Qualifikation noch im Rennen –Mitte März spielt man gegen den SC Buochs um den Einzug in die erste Hauptrunde. Die Suche nach einem Nachfolger hat bei den Ämtlern indes begonnen.
Erfolgreiche Monate
Unter der Leitung des früheren NatiCaptains Stephan Lichtsteiner erlebte der FCWB tolle Erfolge. Nach der Übernahme des Teams im Sommer 2024 ging das Cup-Spiel gegen die Profis des FC Winterthur nur knapp verloren. In der vergangenen Saison erreichte man die Aufstiegsspiele und verpasste ein Weiterkommen gegen den Nachwuchs von
Lausanne Sport. Das Highlight folgte dann im letzten Sommer mit dem CupKnaller gegen den FC Zürich – und beinahe gelang dem Underdog damals die Überraschung, denn bis kurz vor Schluss hielt man gut mit, verlor aber dennoch. Und auch in der laufenden Saison hat
«Dass bei einem passenden Angebot ein schneller Wechsel möglich ist, war allen bewusst.»
Stephan Zollinger, Sportchef FCWB
sich das Team nach mässigem Start gefangen und ist mitten unter den Verfolgern im Kampf um die Spitzenplätze dabei.
Vielen Dank und alles Gute
So sind denn auch die Stimmen aus dem Verein sehr positiv. Man dankt Stephan Lichtsteiner für die grossartige Arbeit, die er im FCWB geleistet hat, und wünscht ihm alles Gute für die neue
Aufgabe beim grossen FCB.
Oliver Hedinger, FCWB
98 Spiele am grossen Handballwochenende
Nachwuchs des HSV Säuliamt zeigte Können
auch ihre Einzel für sich und stellten den 4:1-Endstand sicher.
In den weiteren drei Begegnungen liessen Remo und Daniel nichts mehr anbrennen. Alle restlichen Partien wurden klar mit 5:0 gewonnen. Somit beendeten beide den Turniertag mit nur einer einzigen Einzel-Niederlage. Insbesondere ihre Konstanz und gute Harmonie im Doppel mit einer makellosen 10:0-Bilanz an beiden Wettkampftagen erwies sich als entscheidender Faktor auf dem Weg zur Finalqualifikation der Swiss Junior Challenge.
Nationalliga C: Mit dem achten Sieg weiter auf Aufstiegskurs
Im ersten Heimspiel der Rückrunde in der Nationalliga C trafen Markus Bott, Dominik Moser sowie Adrian Raschle auf die Spieler aus Muolen (SG) mit Fabian Kull, Kyriakos Pentarakis und Manuel Graf und waren leicht zu favorisieren.
Markus gewann sein Spiel gegen Kyriakos 3:1, verlor allerdings wieder einmal einen Satz. Dominik schliesslich kämpfte nach gewonnenem Startsatz glücklos und verlor die restlichen Sätze. Adrian startete mit mehr Glück, lag mit zwei Sätzen gegen Fabian vorne, doch dann verlor er die nächsten allesamt knapp. Somit stand es auf einmal 2:1 für Muolen. Nach Adrians 3:2 gegen Kyriakos kam der grosse Auftritt von Markus Bott, dem gegen seinen Gegner alles gelang. Beim Stand von 11:0, 11:0 sowie 5:0 machte er den ersten Fehler und zum Schluss stand es dann 11:3! Ein Spiel mit nur gerade 36 Punkten gibt es wirklich nicht alle Tage auf diesem Niveau.
Das umkämpfte Doppel und anschliessend alle drei Einzel konnten noch gewonnen werden, was letztlich doch noch zu einem klaren 7:3-Erfolg führte. Mit dem achten Sieg im neunten Spiel verteidigte man die Führung in der Gruppe 4 der Nationalliga C. Das Ziel, Aufstieg in die Nationalliga B, kann also weiterverfolgt werden.
Daniel Raschle, Präsident Tischtennisclub Affoltern a. A.
Am Wochenende vom 24./25. Januar fand im Stigeli der jährliche Spieltag des HSV Säuliamt statt. Zahlreiche Spielerinnen und Spieler der Kategorien U7, U9 und U11 nutzten die Gelegenheit, ihr handballerisches Können zu zeigen und sich mit Teams aus anderen Vereinen zu messen. Insgesamt waren acht Vereine mit mehreren Mannschaften vertreten, und es wurden beeindruckende 98 Spiele ausgetragen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der HC Einsiedeln, der mit dem Postauto anreiste – eine originelle und umweltfreundliche Idee.
Erste Wettkampferfahrungen sammeln Der Spieltag bot den jungen Handballerinnen und Handballern eine ideale Plattform, um erste Wettkampferfahrungen zu sammeln und sich optimal auf spätere Meisterschaften vorzubereiten. Die Stimmung in der Halle war hervorragend: Überall sah man strahlende Kinderaugen, hörte fröhliches Lachen und spürte die grosse Freude am Handballsport. Fair geführte Spiele, viel Begeisterung auf dem Feld und lautstarke Unterstützung von den Zuschauerrängen sorgten für eine rundum positive Atmosphäre. Auch abseits des Spielfelds
wurde einiges geboten: Der Kiosk überzeugte mit einer grossen Auswahl an Speisen und Getränken. Kulinarische Highlights waren das feine Raclette vom Chäs Stöckli sowie die beliebte Zuckerwatte für die süssen Gelüste. Damit der Anlass reibungslos über die Bühne ging, standen über 50 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz – sei es bei der Verpflegung oder im Spielbetrieb. Ihnen gilt ein grosses Dankeschön, denn ohne ihr Engagement wäre ein solcher Anlass nicht möglich gewesen. Gerade im internationalen Jahr der Freiwilligenarbeit verdient dieser Einsatz besondere Anerkennung.
Siegreiche Herren
Neben dem Nachwuchsturnier fanden am Samstag auch zwei Meisterschaftsspiele statt. Die Herren 1 (3. Liga) des HSV Säuliamt besiegten den HC Glarus mit 35:29 Toren. Ebenfalls erfolgreich waren die Herren 2 (4. Liga), die sich gegen die SG Albis Foxes Handball mit 30:20 durchsetzten.
Ein rundum gelungenes Wochenende und ein sportliches Highlight für den Nachwuchs des HSV Säuliamt. Therese Bommel
Die Ex-Nati-Legende Stephan Lichtsteiner verrichtete beim FCWB grossartige Arbeit und begeisterte Jung und Alt. (Archivbild Kaspar Köchli)
Remo Brigmann (links) und Daniel Groblewski freuen sich. (Bild zvg)
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Fünf Generationen am Reppischtallauf
Viel Publikum am Stalliker Sportanlass für alle
Bernhard Schneider
Der Reppischtallauf vom vergangenen Sonntag fand bei viel besseren Bedingungen statt, als es der Wetterbericht im Voraus hatte vermuten lassen. Der ganze Anlass blieb niederschlagsfrei, teilweise schaute gar die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Für diese 36. Ausgabe des Laufs hatte Kurt Müller mit seinem Team Koach das OK neu von der Familie Kälin übernommen, ansonsten blieben sowohl die Laufstrecken als auch das Rahmenprogramm im gewohnten Rahmen.
Attraktive Strecke
Die attraktive Strecke begann beim Schulhaus Loomatt in Sellenbüren, führte zur Büelstrasse am Ofengüpf vorbei, wo vor 900 Jahren die Burg Sellenbüren hoch über dem Dorf thronte. Auf den steilen Anstieg folgte ein knackiger Downhill-Abschnitt zur Rainstrasse. Bis nach Stallikon ging die Strecke nun auf weitgehend geteerten Strassen durch den Start-Ziel-Bereich und anschliessend auf dem Radweg nach Stallikon. Bereits um die Kirche herum wurde es steiler. Auf den folgenden Passagen auf Kieswegen zum Waldrand hoch war vor dem Start ausgezeichnete Arbeit geleistet worden: Der vom Schnee durchnässte Boden war zwar tief, doch die eisigen Abschnitte waren gekiest und so aufgebrochen, dass die Gefahr, auszurutschen, weitgehend gebannt war. Nach der Passage der Loomatt-Anlage folgte zum Abschluss nochmals die Startrunde am Ofengüpf vorbei, bevor im Ziel ein
warmer Tee auf alle wartete. Für viele war es ein Dorffest, denn nicht weniger als 93 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammten aus Stallikon. Dies erklärt wohl den überraschend grossen Publikumsaufmarsch zumindest teilweise. Vom ersten Start um 10 Uhr bis zum Ende der Rangverkündigung und der Verlosung der Tombola-Preise um 15.30 Uhr war der Gemeindesaal stets vollbesetzt, wozu auch die Festwirtschaft mit warmen und kalten, salzigen und süssen Speisen einen grossen Beitrag leistete.
Cracks an der Spitze
Gleichzeitig waren am Reppischtallauf auch einige Topleute zu sehen, namentlich der Overall-Sieger, Vitaliy Shafar aus Kiew, der die acht Kilometer mit 135 Höhenmetern in beachtlichen 25 Minuten zurücklegte und überlegen siegte. Er vertrat die Ukraine 2012 an den Olympischen Spielen in London, wo er das Ziel des Marathons knapp vier Minuten hinter dem Schweizer Viktor Röthlin erreichte. Bis heute zählt der 44-Jährige vor allem auf kürzeren Läufen wie dem Reppischtallauf zur erweiterten Weltspitze – bei der Course de l’Escalade vom vergangenen Dezember in Genf war keiner der vor ihm Klassierten weniger als elf Jahre jünger als er. Keine Unbekannte im Laufsport ist auch die Siegerin bei den Damen, Samira Schnüriger aus Einsiedeln, die Schweizer Marathonmeisterin von 2023. Aus der näheren Umgebung stammt die drittklassierte Frau, die 19-jährige Ma-
turandin Mila Messer aus Urdorf. Sie gehört dem Team Koach des OK-Präsidenten des Reppischtallaufs, Kurt Müller, an, das nicht weniger als 27 Finisherinnen und Finisher stellte.
Von Jahrgang 1937 bis 2024 Eine Besonderheit des Reppischtallaufs ist die Altersdurchmischung. Der jüngste Finisher, John Moser aus Horgen, ist 2024 geboren worden. Die Kleinsten durften sich auf der 500 Meter langen Strecke von ihren Eltern begleiten lassen. Ganz anders die Spitze bei Piccolo 1 mit Jahrgang 2018 oder 2019. Die klare Siegerin, die auch deutlich vor dem ersten Jungen das Ziel erreichte, war Malea Fontanive aus Meilen. Sie ist beim Zeitmesser Datasport bereits 21-mal als Finisherin aufgeführt, gewann unter anderem ihre Kategorie letztes Jahr beim Zytturm-Triathlon in Zug und gratulierte der Zweit- und Drittklassierten bei der Siegerehrung ebenso souverän, wie man es von Profiathleten gewohnt ist. Vom Alter her der Urgrossvater des jüngsten Finishers könnte der Zweitplatzierte der neuen Kategorie 80+ sein, Gregorio Sablone aus Zürich, Jahrgang 1937, der die acht Kilometer des Hauptlaufs in 54 Minuten bewältigte. Insgesamt finishten vier Männer und eine Frau über 80 den Reppischtallauf. Der Sieger dieser Kategorie, Armin Schibli, war eigens aus Steg VS angereist. Der längste Wettkampf des 80-Jährigen im letzten Jahr: 28 Kilometer beim GondoMarathon Berglauf. Bemerkenswert auch der schnellste Ämtler, der einmal mehr zeigte, dass
sich auch mit einigen Jahrringen und gesundheitlichen Rückschlägen noch einiges erreichen lässt: Der Aeugster Adrian Brennwald, der im letzten Jahr den 50. Geburtstag gefeiert hat, erlitt 2022 einen schweren Unfall. Der Weltmeister im DreifachIronman von 2010 kämpfte sich zurück. Mit der angesichts des stark coupierten Parcours mit schweren Böden umso beachtlicheren durchschnittlichen Kilometerzeit von 3:36 Minuten gewann er seine Altersklasse standesgemäss mit grossem Vorsprung. Das Fazit von OK-Präsident Kurt Müller fällt sehr positiv aus: «Wir wurden von der Gemeinde Stallikon und vom bisherigen OK von Anfang an unterstützt. Die Feedbacks, die wir von den Läuferinnen und Läufern erhalten haben, sind durchwegs positiv, und wir werden den Anlass nächstes Jahr im selben Stil weiterführen. Erfreulich wäre es, wenn sich noch mehr Klassen beteiligen würden, idealerweise zusammen mit ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer.»
Ausgewählte Ämtler Resultate
Den Klassenwettkampf gewann die 3. Klasse der Primarschule Stallikon von Patrick Rogg. Sie stellte am meisten Finisherinnen und Finisher, gemessen an der Klassengrösse. In der Kategorie Piccolo 1 Knaben siegte Magnus Nitzsche aus Stallikon, bei Piccolo 2 stand Seán Kerins, Mettmenstetten, zuoberst auf dem Podest. Einen Kategoriensieg erreichte sodann Mei Blättler, Stallikon, bei Jogging Damen. Kurt Müller konnte
mehrere von ihm gecoachte Rennradfahrerinnen und -fahrer zum Start am Reppischtallauf motivieren.
Am erfolgreichsten unter ihnen war Aline Graf aus Ottenbach als Zweite der Kategorie U18, die für den Säuliämtler Sportsaward in der Kategorie Newcomer Frauen nominiert ist. Den zweiten Rang erreichte auch Léon Huggler aus Stallikon bei Piccolo 1. Dritte Ränge erzielten Leonie Bollier, Hedingen, Hauptlauf F20, Sven Weyer-
«Wir wurden von der Gemeinde Stallikon und vom bisherigen OK von Anfang an unterstützt.»
Kurt Müller, OK-Präsident
mann, Stallikon, Jogging Herren, Til Bezgovsek, Stallikon, Schüler, Gianna Cacciapaglia, Ottenbach, Piccolo 1, und Sven Michel, Affoltern, Piccolo 2. Wie sehr der Reppischtallauf auch ein Familienanlass ist, zeigte sich daran, dass teilweise sowohl Eltern als auch Kinder starteten. Drei Familien erscheinen gleich viermal in der Rangliste, nämlich Daniel, Maël, Sibylle und Yven Joller sowie Andrei, Blagoja, Joanna und Milena Stojanovski aus Stallikon und Andrin, Leonie, Manuel und Milena Schönbächler aus Mettmenstetten.
Auch bei den Jüngsten ist von Beginn weg klar, wer vorne mit dabei sein will. Beim Start-Ziel-Sieg von Malea Fontanive (429) wird Gianna Cacciapaglia aus Ottenbach (430) Dritte. Der Laufstil der beiden 7-Jährigen ist vielversprechend. (Bilder zvg)
Zwei Mettmenstetter gleichauf beim ersten Zieldurchlauf nach zwei Kilometern: Moritz Schmid vom RRC Amt (180) und Manuel Schönbächler vom Team Koach (130).
Viel Publikum auch bei den Rangverkündigungen, wie hier bei der Ehrung der Schulklassen mit den meisten Finisherinnen und Finishern.
Start des Hauptlaufs: Die Topläufer liegen von Beginn weg vorne. Der Sieger, Vitaliy Shafar (1034) führt das Feld an, zwei Reihen weiter hinten links läuft der schnellste Ämtler, Adrian Brennwald (1039).
ZEIT-VERS
Ein besonderes Quartett
Wo sitzen diese vier Gesellen? Vielleicht im Wirtshaus beim Bestellen? Aus welchem Grunde sind es vier? Lies weiter, ich erzähl’ es dir.
Es war vor fünfzig Jahren schon, als dieses Werk in Produktion. Und jede dieser Kunstfiguren hat eigenständige Strukturen.
Da lässt mit Hut und dickem Stumpen der Banker sich von gar nichts lumpen. Mit scharfem Sinn und starker Brille liebt der Professor mehr die Stille.
Der Typ, der eine Mütze trägt, ist mehr von Handarbeit geprägt. Und schliesslich mit dem Blick nach oben der Denker – etwas abgehoben.
Doch eines haben sie gemein. Sie stammen aus dem Jassverein. Und Jassen hat in Stallikon jahrzehntelang schon Tradition.
Thomas Gilg
Auf Spaziergängen weckt vieles seine Neugier, was er als Bild festhält, um es dann mit einem Vers zu pointieren.
Diese vier Gesellen haben es dem Poeten Thomas Gilg angetan. (Bild Thomas Gilg)
ZUR SACHE
Etwas geknipst?
Sie fotografieren gern? Und Sie möchten Ihre Aufnahmen der Öffentlichkeit zugänglich machen? Der «Anzeiger» freut sich über Fotos mit Bezug zur Region, unbearbeitet und hochaufgelöst im JPG-Format an redaktion@affolteranzeiger.ch. (red)
Gymi-Filiale in Affoltern
Gedanken zur Jugend von heute von «Surprise»-Verkäufer Urs Habegger
Urs Habegger
Wir haben viele gute junge Leute! Unsere Jugend. Welch ungeheures Potenzial. Doch gar manchen Erwachsenen sind Jugendliche ein Dorn im Auge, wenn nicht gar ein Gräuel. Sie sind so anders, so fremd, weit weg von der «Normalität». Kinder sind herzig und süss. Heranwachsende dagegen fallen aus Rang und Traktanden. So die Sicht von vielen.
Wandel braucht Zeit
Ja, sie sind im totalen Umbruch, im Wandel begriffen, innerlich und äusserlich. Jeder Wandel braucht seine Zeit. Der lange Weg vom Kind zum Erwachsenen beginnt. Und da gibt es nichts zu beschönigen. Natürlich läuft da nicht alles rund. Natürlich gerät da auch mal was ausser Kontrolle. Es sind Jahre zwischen Stuhl und Bank; nicht mehr Kind und noch lange nicht erwachsen. Es sind Jahre im Nirgendwo, auf der Suche nach der eigenen Identität. Auf der Suche nach dem eigenen Platz in der Familie, in der Gesellschaft, im Leben. Das geht nicht geräuschlos. Da verrennt man sich schon mal. Da eckt man schon mal an. Es sind Jahre der Suche, der Auflehnung, der Rebellion. Ich vergesse nie die Mutter, die mir gesagt hat: Mein Sohn ist jetzt 16, aber er braucht mehr Nestwärme als je zuvor. Andere Mütter haben mir das so oder ähnlich auch schon gesagt. Und ich lese, Kinder- und Jugendpsychologinnen und -psychologen sind ausgebucht.
«Es sind Jahre zwischen Stuhl und Bank; nicht mehr Kind und noch lange nicht erwachsen.»
Jugendliche sind keine Ungeheuer
Merke: Jugendliche sind keine Ungeheuer. Man braucht keinen Umweg um sie zu machen. Man braucht sie nicht zu meiden. Der meiste Unfug, den sie treiben, geschieht im Gruppenzwang, dem sind sie ausgeliefert. Wer nicht
mitmacht, der steht abseits. Während meiner Arbeit als «Surprise»-Verkäufer in der Bahnhofunterführung zu Rapperswil habe ich nicht wenige Real-, Sekundar-, Kanti-, Gymi- und Berufsschülerinnen und -schüler kennengelernt. Ich habe sie alle gefragt. Und sie alle bestätigen mir; ja, wir haben viele gute junge Leute. Und sie müssen es ja wissen; sie arbeiten schier tagtäglich mit unserer Jugend. In Affoltern ist im Jahre 2028, dem Bevölkerungswachstum auch im Säuliamt geschuldet, die Eröffnung eines Gymischulhauses geplant. Ich zitiere aus der Medienmit-
teilung vom Zürcher Regierungsrat:
«Die Kantonsschule Limmattal in Urdorf und die Mittelschulen in der Stadt Zürich stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Zu deren Entlastung wird in Affoltern am Albis eine Filiale der Kantonsschule Limmattal errichtet.»
In die Filiale statt ins Gymnasium
Das Säuliamt erhält, mit Standort Affoltern, also ein Gymnasium, eine Lernstätte der Jugend. Das ist super. Und wir freuen uns auf die jungen Leute. Was mich in der zitierten Medienmitteilung
aber wahnsinnig stört, ist das Wort «Filiale». Lieber Regierungsrat: Kann man die «Filiale» nicht bitte streichen? Sonst müssen dereinst die Säuliämtler Eltern sagen: Unser Kind geht ins Gymi, also in die Filiale.
Urs Habegger, wohnhaft in Affoltern, musste nach einer missglückten Augenoperation seine Arbeitsstelle aufgeben. Eine IV-Rente zu beziehen, kam für ihn nicht infrage. Mittlerweile verkauft er seit über 15 Jahren das Strassenmagazin «Surprise» in Rapperswil. Man nennt ihn auch den «‹Surprise›-Verkäufer von Rapperswil.
So könnte das Gymnasium, Pardon, die Filiale, in Affoltern einmal aussehen. (Bild Bauart Architekten und Planer AG)