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LBA 3 / 2026 vom 22. Januar

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LENZBURGER WOCHE

DONNERSTAG, 22. JANUAR 2026

Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.

PP 5600 Lenzburg · Nummer 4 · Post CH AG

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Der neu gewählte Vizepräsident Ueli Haller aus Meisterschwanden (li) und der neue Präsident Andreas Schmid aus Lenzburg. In der Mitte steht der scheidende Präsident Daniel Mosimann aus Lenzburg. Foto: Rinaldo Feusi

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Auf Mosimann und Bruder folgen Schmid und Haller Lenzburg In der Januarsitzung von Lebensraum Lenzburg Seetal wurden die neuen Verantwortungsträger vereidigt oder gewählt. ■

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Wir wollen schnell durch sein. Denn der Apéro wird um 19.30 Uhr geliefert», begann Daniel Mosimann seine letzte Sitzung der Standortförderung Lebensraum Lenzburg Seetal. Die Sitzung im Alten Gemeindesaal begann um 19 Uhr. Gesagt, getan: Die Wahlen des Präsidenten fanden offen statt. Die Kerngremien wurden in globo gewählt. Man begann mit den Wahlen der Ausschuss-Mitglieder. Es kandidierten Andreas Schmid

für die Vertretung Regionalzentrum. Ueli Haller als Vertretung Seetal, Patrick Braun für das Aabachtal, Katharina Engeler für Maiengrün und Urs Wiederkehr als Vertretung Lotten. Alle wurden einstimmig gewählt. Ebenfalls kandidierte Andreas Schmid als Präsident für die Standortförderung. Auch für ihn gab es keine Überraschungen. Der Drang fürs Präsidium war, wie erwartet, gemächlicher Natur. Als neuer Vizepräsident kandidierte Ueli Haller. Auch er gewann die Wahl ohne weitere Vorkommnisse.

Dankende Worte und ein Abschied Nun kam der Abschied vom Gründungsmitglied und langjährigen Verbandspräsidenten: Daniel Mosimann bedankte sich bei den Kandidaten für die Bereitschaft, sich dem Mehraufwand anzunehmen. Mosimann übergab schliesslich an

Andreas Schmid und widmet sich nun seinem Ruhestand. Schmid bedankte sich im Anschluss für das Vertrauen und wollte auf eine lange Rede verzichten. Auch ihn plagte das Verlangen nach dem Apéro. Doch versicherte er den Anwesenden, das Amt säuberlich und mit Elan führen zu wollen.

Die Kerngruppen sind neu bestückt An der konstituierenden Vorstandssitzung wählte der Vorstand zudem die Mitglieder der verschiedenen Gremien für die kommende Amtsperiode. Dazu zählen die Begleitgruppe des kantonsübergreifenden Entwicklungskonzepts (KEK) Seetal, der Beirat Standortförderung sowie die Kerngruppen für Regionalplanung, Wirtschaft und Politik. Einige der Posten konnten noch nicht besetzt werden. Sie werden später nachziehen.

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Es geht wild zu und her auf der Weltbühne. Globale Politik gleicht immer mehr Texten von Schweizer Liedermachern. Ich schätze Mundart sehr. Doch könnte ich Rinaldo Feusi sie eher geniessen, wenn mich die Texte nicht so mulmig machen würden. Parlamente mutieren zum «Leue» in Nottwil, wie es Mani Matter in «Si hei de Wilhelm Tell ufgfüert» zu singen wusste. Das Theater um die Freiheit der Schweiz verkommt zu einer Geschichtslektion. Das Lied beschreibt, wie die Aufführung wegen eines dummen Kommentars in eine Massenschlägerei umschlug. Matter beschreibt es mit «Jede stillt si gheimi Wuet. Es chrose Tisch u Bänk und ’s Bier vermischt sech mit em Bluet». In einem anderen Lied besingt er, was passieren kann, wenn man unvorsichtig mit Feuer ist. «I han es Zündhölzli azündt» beschreibt den Untergang der Menschheit, nachdem ein Zündholz einen Teppichbrand verursachte. Dieser breitet sich so weit aus, dass es zum 3. Weltkrieg kommt. Momentan werden die Demokratien von Strömungen geplagt, die viel geheime Wut in sich tragen. Und mit reichlich «Zündhölzli» schmeissen. Klare Worte für solche Menschen findet man in der «Tubel Trophy» der Zürcher Band «Baby Jail». Sie besingen einen «Tubel, e richtig miisi Fläsche». An miesen Flaschen mangelt es nicht im Moment. Doch Mundart bringt nicht nur mahnende Worte, sondern auch Versöhnung. So schreiben «Sektion Chuchichästli» über die Welt: «Für mi isch viles unbegriiflich. Aber wenn i irgendwenn gohn, würd mer viillicht au mol no zeigt, was alles hinter däm stoht.» Aus Rücksicht will ich lieber nicht bis zu meinem Lebensende warten, um auf einen Sinn zu hoffen. Diesen gibt es nicht in Krieg und Verwüstung. So endet Mani Matters «Si hei de Wilhelm Tell ufgfüert» mit vielen Verletzten und dem zerstörten Leue-Inventar, ohne Gewinner und den Worten: «D’ Versicherig het zahlt – hingäge eis weiss ig sithär: Si würde d’ Freiheit gwinne, wenn si däwäg z’ gwinne wär!» Vielleicht sollte man am WEF den anwesenden Damen und Herren ein paar Schweizer Klassiker vorspielen. Einen Versuch wäre es Wert. Rinaldo Feusi, Redaktionsleiter

v.l.n.r. Roman Kuster, Günther Schatz, Felix Hochstrasser


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