Schritt für Schritt Winterwanderungen werden immer beliebter. Kein Wunder! Denn Winterwanderwege haben viel fürs Auge zu bieten und Sportler kommen dabei auch nicht zu kurz. Unterschätzen sollte man so eine Wanderung im Schnee keinesfalls – sie fordert einen, hat aber auch sehr viel zu bieten.
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chnee bedeckt die Hänge und liegt schwer auf den Ästen der Bäume. Sein frischer, klarer Geruch erfüllt die Luft. Auf der blossen Haut gelandet, kann man beobachten, wie der Kristall immer nackter und blosser wird, über den Handrücken rollt und als Tropfen im Weiss verschwindet. Schnee knirscht, wenn man Schritte macht und Spuren hinterlässt. Einerseits scheint er das Gehen ein bisschen schwerer zu machen, andererseits fühlt man sich beim Stapfen erst sicher, wenn der Fuss möglichst tief versunken ist. Ist es anfangs noch kalt, spürt man irgendwann, dass der Weg einem einiges abverlangt. Der Atem wird lauter, schwerer und auch immer sichtbarer. Die Schritte bringen das Blut in Wallung und man fühlt sein eigenes Gesicht immer röter werden. Die Gedanken verlieren sich zwischen den Berggipfeln, bleiben zusammen mit dem Schnee an den Ästen hängen oder sind unter dem dicken Schnee verborgen, der die Schritte schwerer macht, den Ausblick aber, den man, oben angekommen, geniessen kann, umso prachtvoller erscheinen lässt.
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Winterwandern
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