Responsability Investments (D)

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Investieren, wo die Zukunft entsteht

Während Industrieländer stagnieren, entstehen in Schwellenländern robuste Modelle für Kapital, Energie oder Ernährung. Impact-Investitionen erweisen sich dabei als stabiler Gegenpol zur Marktvolatilität – ein wirtschaftlich begründeter Ansatz.

Die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse verschieben sich gegenwärtig spürbar: Während die grossen Industrieländer mit moderatem Wachstum, geopolitischen Spannungen und immer wieder aufflammenden Inflationssorgen ringen, gewinnen Schwellenländer an struktureller Bedeutung. Gleichzeitig nimmt die Volatilität an den Finanzmärkten zu –nicht zuletzt, weil Kapitalströme stärker auf politische Ereignisse reagieren und ESG-Debatten die Bewertung klassischer Anlageklassen verändern.

Prognosen von S&P Global zufolge werden Schwellenländer bis 2035 rund zwei Drittel des weltweiten Wachstums liefern. «Schwellenländer sind nicht das Risiko, sie sind die Zukunft», sagt Stephanie Bilo, Chief Client and Investment Solutions Officer und Mitglied der Geschäftsleitung von Responsability. «Die wirtschaftliche Schwerkraft der Welt verlagert sich seit Jahrzehnten weg von den traditionellen Zentren hin zu dynamischen Volkswirtschaften in Asien, Afrika und Lateinamerika. Wer ausschliesslich auf klassische Märkte wie die USA, Europa oder Japan setzt, verpasst einen zentralen Teil dieser Entwicklung.»

Strukturelle Lücken als Investitionschance

Vor diesem Hintergrund wird eine Frage drängender: Wo entstehen heute jene realwirtschaftlichen Modelle, die unabhängig von Marktstimmung, Zinsen und geopolitischen Ausschlägen funktionieren? Genau dort, wo grundlegende Bedürfnisse gedeckt werden müssen: Zugang zu Kapital, Energie, Mobilität und Lebensmitteln. Die Responsability Investments AG mit Sitz in Zürich investiert seit mehr als zwei Jahrzehnten gezielt in diese Bereiche und zeigt, wie solche Modelle wirtschaftliche Stabilität, gesellschaftliche Wirkung und geringe Marktanfälligkeit verbinden. In vielen Regionen Lateinamerikas, Asiens und Afrikas fehlt es an verlässlicher Grundinfrastruktur: Kreditangebote für kleine Firmen, Zugang zu erneuerbarer Energie und effiziente Nahrungsmittelsysteme. Die Fonds von Responsability konzentrieren sich auf Unternehmen, die diese Lücken schliessen. Dabei orientieren sich die Investitionen strikt an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und an der messbaren Wirkung.

Während liquide Kapitalmärkte zunehmend schwanken, basieren die Erträge dieser Firmen auf realwirtschaftlicher Nachfrage: Stromverkäufe, Kreditzinsen, Abonnements für Mobilitätslösungen oder landwirtschaftliche Produktion. Das führt zu Cashflows, die ge -

Responsability

Die Responsability Investments AG mit Sitz in Zürich ist ein weltweit führender Schweizer Impact Asset Manager, spezialisiert auf private ImpactAnlagen in die drei spezifischen Themenbereiche finanzielle Inklusion, Klimafinanzierung und nachhaltige Ernährung. Responsability bietet darüber hinaus massgeschneiderte sowie Fonds-Investmentlösungen für institutionelle Anleger an. Alle Investmentansätze von Responsability zielen auf messbaren Impact und eine attraktive Rendite ab. Seit der Gründung 2003 hat der Impact Asset Manager mehr als 17,1 Milliarden US-Dollar mit messbarer Wirkung investiert.

Im Energiebereich sind Technologien und Geschäftsmodelle gefragt, die sich rasch amortisieren und unmittelbaren Nutzen stiften.

ring mit globalen Börsenbewegungen korrelieren – ein Vorteil, der im aktuellen Marktumfeld an Bedeutung gewinnt. Rund ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen in Schwellenländern hat keinen Zugang zu Bankkrediten. Der Global Micro and SME Finance Fund von Responsability arbeitet mit Finanzinstituten zusammen, die solche Kredite vergeben. Die Rückzahlungsquoten sind hoch, die Laufzeiten kurz, das Risiko breit verteilt über Millionen Kreditnehmer. Eine typische Kreditnehmerin ist zum Beispiel eine Schneiderin, die sich eine zusätzliche Nähmaschine finanziert, mehr Aufträge annehmen kann und eine weitere Person beschäftigt.

Investitionsmodelle mit unmittelbarem Nutzen

Analysen zeigen, dass dieses Segment seit Jahren eine geringe Volatilität und ein robustes Renditeprofil aufweist. Die Kreditportfolios reagieren kaum auf globale Marktschwankungen, weil sie auf lokalen Einkommen und realer Geschäftstätigkeit basieren. Neben der wirtschaftlichen Wirkung entstehen auch soziale Impulse durch finanzielle Inklusion: Klein- und Kleinstbetriebe erhalten leichter Zugang zu Kapital, darunter viele bislang unterversorgte Unternehmerinnen. Die lokale Wertschöpfung steigt, und die wirtschaftliche Eigenständigkeit nimmt zu. Das Modell schafft damit nicht nur Entwicklungsmöglichkeiten, sondern auch makroökonomische Resilienz.

«Wir verfolgen im Kern dieselbe Logik, die Warren Buffett gross gemacht hat», sagt Bilo. «Wir investieren nicht in Trends oder Story-Stocks-Aktien, son-

Schwellenländer sind nicht das Risiko, sie sind die Zukunft.

dern in Unternehmen mit klar verständlichem Geschäftsmodell, realer Nachfrage und nachvollziehbarer Ertragslogik. Der Unterschied ist lediglich der Markt: Bei uns stehen Indien, Vietnam oder Kolumbien im Fokus, nicht die Wall Street.»

liegt bei rund 40 Millionen Kilogramm Beeren – ein Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur wirtschaftlichen Entwicklung ganzer Regionen.

Überprüfung als Qualitätskriterium

Ein zentraler Bestandteil des Ansatzes von Responsability ist die systematische Überprüfung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken, kurz ESG. Externe Fachleute führen regelmässige Audits und Monitoring-Besuche durch. Wo Verbesserungsbedarf besteht, werden Aktionspläne vereinbart, deren Umsetzung direkt an die Finanzierungskonditionen geknüpft ist. So wurde bei Agrovision nach erfolgreicher Umsetzung der vereinbarten Massnahmen die Zinsmarge reduziert. Bei einem anderen Unternehmen dagegen führte die verzögerte Umsetzung zu einer Erhöhung der Kosten. Die Mechanismen schaffen Transparenz, Anreize und eine klare Linie zwischen Anspruch und tatsächlicher Wirkung. Gemeinsam ist all diesen Strategien, dass sie auf realen Geschäftsmodellen beruhen, die unabhängig von globalen Marktzyklen funktionieren. Finanzielle Inklusion, klimafreundliche Energie und nachhaltige Ernährungssysteme decken Grundbedürfnisse ab – und sind damit langfristig weniger konjunkturabhängig. «Wir kennen diese Märkte nicht aus der Distanz, sondern aus der täglichen Arbeit vor Ort», sagt Bilo. «Dadurch können wir Chancen identifizieren, lange bevor sie im westlichen Kapitalmarkt sichtbar sind. Erfolgreich ist nicht, wer Risiken einfach meidet, sondern wer sie versteht und aktiv managt.» Responsability verwaltet heute rund 5,4 Milliarden US-Dollar und ist in mehr als 300 Unternehmen engagiert. Die Kombination aus langjähriger Expertise, strenger Analyse und konsequenter Wirkungsmessung prägt die Position als führender ImpactInvestor.

Im Energiebereich setzt Responsability auf Technologien und Geschäftsmodelle, die sich rasch amortisieren und unmittelbaren Nutzen stiften. Ein Beispiel ist CME Solar in Vietnam, das Unternehmen langfristig planbare Strompreise aus dezentralen Photovoltaikanlagen garantiert. In Indien betreibt Battery Smart ein dichtes Netz von Batterietauschstationen für elektrische Zweiräder und Tuk-Tuks. Der Ansatz reduziert die Betriebskosten der Fahrer, schafft konstante Nachfrage und generiert für die Firma wiederkehrende Einnahmen. Ein weiteres Beispiel ist Ampin, eine Plattform für kommerzielle Solarstromlösungen. Dies zeigt, wie PowerPurchase-Agreements refinanzierbare und langfristig kalkulierbare Ertragsstrukturen ermöglichen. Das reduziert Emissionen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden und liefert den Anlegern gut abgestützte Cashflows. Eine zunehmende Weltbevölkerung, degradiertes Ackerland und Klimarisiken stellen die Landwirtschaft vor grundlegende Herausforderungen. Responsability investiert auch in Unternehmen, die regenerative Methoden einsetzen und gleichzeitig marktwirtschaftlich erfolgreich sind. Zum Beispiel Agrovision: Die Firma bewirtschaftet in Peru und Mexiko über 3000 Hektaren mit Tropfbewässerung, Humusaufbau, integrierten Pflanzensystemen und Aufforstungsprojekten. Die jährliche Produktion

Globale Kapitalanlagen verschieben sich Mit wachsender Weltbevölkerung und zunehmendem Ressourcenverbrauch, aber auch mit steigenden Klimarisiken verschieben sich die Prioritäten globaler Kapitalanlagen. Impact-Investitionen sind dabei weniger ein moralischer Zusatz, sondern zunehmend ein wirtschaftlich begründeter Ansatz. Die Beispiele aus Finanzinfrastruktur, Energie und Landwirtschaft zeigen, dass Investitionen in reale, funktionale Systeme Stabilität, Wirkung und sogar planbare Erträge verbinden können. In einem volatilen Umfeld gewinnt diese Kombination an Relevanz – für Anleger ebenso wie für die Gesellschaften, in denen das Kapital wirkt. Trotzdem wird Impact Investing immer noch mit Entwicklungshilfe verwechselt. Tatsächlich werden die Mittel heute in wirtschaftlich tragfähige Strukturen investiert. Während noch vor 40 Jahren etwa 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus den USA und Europa kamen, sind es mittlerweile nur noch etwa 60 Prozent. Das hauptsächliche Wachstum findet inzwischen in Asien, Afrika und Lateinamerika statt – also dort, wo Impact-Kapital aktiv ist. Folglich ist das grösste Risiko heute nicht, in Impact zu investieren, sondern es nicht zu tun.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Content Creation im Auftrag von Responsability Investments erstellt.

Stephanie Bilo, Chief Client and Investment Solutions Officer bei Responsability Investments

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