Swisscom (D)

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Ein neues Verständnis unternehmerischer Verantwortung

Die Zukunft des Planeten entscheidet sich nicht morgen, sondern heute. Swisscom übernimmt daher Verantwortung für ihren eigenen Fussabdruck und engagiert sich beim Klimaschutz freiwillig über das ohnehin ambitionierte Netto-Null-Ziel 2035 hinaus.

Das Engagement kommt nicht von ungefähr: Immerhin versteht sich die Schweizer Nummer eins für Informations- und Kommunikationstechnologie als «Pionier für digitale Innovationen», der den Fortschritt des Landes in Richtung nachhaltige Zukunft mitgestalten möchte. Und dazu gehört insbesondere der Schutz des Klimas und die damit notwendige Reduktion der CO2-Emissionen. Im Rahmen ihrer Gruppen-Nachhaltigkeitsstrategie 2030 hat sich Swisscom bereits ambitionierte Klimaziele für die eigene Geschäftstätigkeit sowie für ihre Lieferketten nach den wissenschaftsbasierten Vorgaben der Science Based Targets initiative (SBTi) gesetzt. Schon im Jahr 2035 will man auf Gruppenebene bei Netto-Null der Emissionen angekommen sein. Darüber hinaus entwickelt Swisscom digitale Lösungen, die Unternehmen helfen, Emissionen zu vermeiden oder sogar zu reduzieren. In diesem Sinne geht Swisscom weiter – freiwillig und mit Blick auf die globalen Herausforderungen. Denn klar ist: Alle Bemühungen, CO2-Emissionen einzusparen, werden nicht ausreichen, um die weltweit vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Es bleiben immer Restemissionen. Zudem ist der Weg zum Netto-Null-Ziel in Unternehmen, auf nationaler und erst recht auf globaler Ebene, komplex und lang – wichtig ist aber, rasch zu handeln. «Wir verfolgen daher den sogenannten Beyond-ValueChain-Mitigation-Ansatz, kurz BVCM», erklärt Saskia Günther, Head of Sustainability bei Swisscom. Das heisst? «Wir engagieren uns neu auch ausserhalb unserer Wertschöpfung mit der Finanzierung von Lösungen, die die Welt braucht, um das Netto-Null-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.» So ist Swisscom beispielsweise seit Ende 2025 in die Förderung zweier Schweizer Forschungsprojekte zur Einspeisung von CO2 in den Untergrund beziehungsweise zur Speicherung in Asphalt eingestiegen – doch dazu später mehr.

Klimaauswirkungen verringern

BVCM ist ein zentrales Konzept im Kampf gegen die Klimakrise. Es beinhaltet Massnahmen, die Unternehmen ergreifen, um Klimaauswirkungen ausserhalb ihrer Geschäftstätigkeit zu mindern.

«Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und fördern gezielt technologische Innovationen, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen.»

Saskia Günther, Head of Sustainability bei Swisscom

Das können qualitativ hochwertige und messbare Klimaschutzprojekte in Form von CO2-Zertifikaten sein oder Aktivitäten, die technologische Innovationen, Interessenvertretung, Bildung und Verhaltensänderung ganz im Sinne der Transformation zu einer emissionsfreien Wirtschaft vorantreiben. Wichtig dabei zu unterstreichen ist, dass BVCM kein Ersatz für die Reduktion eigener Emissionen darstellt, sondern diese Bemühungen ergänzt. Der Ansatz erfüllt damit zwei Ziele: die schnelle, kurzfristige Umsetzung von Projekten zur Reduktion und Entfernung von Emissionen und eine langfristige Finanzierung von Klimalösungen bis 2050, die der gesamten Wirtschaft auf dem Weg zur Erreichung der Netto-Null-Ziele helfen.

Den CDR-Markt fördern Zu den Lösungen, die Swisscom primär fördern will, gehören Verfahren, die CO2 aktiv und dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen und speichern. Man spricht von CDR-Technologien (Carbon Dioxide Removal), die entweder technische Ansätze oder naturbasierte Methoden wie Aufforstung oder Pyrolyse von Biomasse zu Pflanzenkohle umfassen. Sogenannte NETs, die Negativemissionstechnologien, sind eine Untergruppe der CDR-Verfahren. Mit ihrer Hilfe lassen sich in den entsprechenden Verfahren mehr Treibhausgase der Atmosphäre entziehen, als ausgestossen werden, weshalb von negativen Emissionen gesprochen wird.

auf dem CDR-Markt insgesamt sind sie noch nicht ausreichend vertreten. Swisscom will einen Beitrag leisten, diese Lücke zu schliessen. «Wir unterstützen den Ausbau dieses Marktes, um nicht nur uns, sondern allen Unternehmen die benötigten Technologien in ausreichender Menge zugänglich zu machen», erläutert die Nachhaltigkeitschefin von Swisscom. Wie geht das Unternehmen konkret vor? Saskia Günther holt zunächst ein bisschen aus:«Nach wie vor hat die Reduktion unserer direkten und indirekten Emissionen erste Priorität.» In der Vergangenheit habe man zusätzlich zu den Reduktionen für sämtliche von Swisscom nicht reduzierbaren oder vermeidbaren CO2-Emissionen in einem «Ton-for-ton»-Ansatz einen Klimabeitrag geleistet. Das heisst: Für jede verbleibende produktbezogene Tonne CO2, die das Unternehmen ausgestossen und nicht reduziert hat, wurde auch eine Tonne CO2 andernorts durch verifizierte Klimaschutzprojekte verhindert oder entfernt. Jetzt erweitert man das Spektrum: Seit Ende 2025 investiert Swisscom Schweiz in einem «Money-for-ton»-Ansatz 120 Franken für jede direkt verursachte Tonne CO2 ausserhalb der Wertschöpfungskette in Unternehmen, Forschungsprojekte und in den Naturschutz. «Wir nehmen unsere Verantwortung ernst. Mit BVCM fördern wir gezielt technologische Innovationen, die das CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen und einen Beitrag zur Entwicklung von Lösungen leisten, die der ganzen Wirtschaft helfen», erklärt Saskia Günther. «In Zukunft wollen wir ebenfalls Naturprojekte unterstützen, um einen weiteren Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten.»

Ansatz mit drei Säulen Konkret basiert der BVCM-Ansatz bei Swisscom auf drei Säulen: In der ersten Säule geht es um Equity-Investments in Unternehmen des CDRMarktes, die innovative NETs entwickeln oder den Markt in der Breite fördern. Dazu gehören beispielsweise Plattformen, die den Verkauf hochwertiger CO2-Entfernungszertifikate vereinfachen. So stärkt Swisscom die Angebotsseite. Ganz aktuelles Beispiel ist das Investment Ende letzten Jahres in die Plattform Ceezer. Sie erleichtert Unternehmen den eigenständigen Einkauf von vertrauenswürdigen und wirksamen CDR-Zertifikaten. Auch Swisscom selbst setzt bei der Entwicklung des eigenen CDR-Portfolios auf den anspruchsvollen DueDiligence-Prozess und die hohe Transparenz, die Ceezer bietet.

Damit wären wir bei der zweiten Säule, der Förderung der Nachfrage nach hochwertigen CDRLösungen durch eigene Käufe gemäss der SBTiVorgaben oder die Förderung von Käufen Dritter. Saskia Günther erklärt dazu: «Im nächsten Schritt wollen wir gemeinsam mit Ceezer auch unseren Geschäftskunden den Zugang zu diesem Markt ermöglichen.»

Säule Nummer drei fokussiert auf Forschungsund Naturprojekte, die bereits heute einen wirkungsvollen Beitrag zur Entwicklung des CDRMarkts leisten und zum Erhalt der Ökosysteme beitragen. Hier geht es zum Beispiel um den Schutz von Moorlandschaften. Und damit kommen wir wieder zu den beiden NET-Vorhaben CITru und PATH. Beim CITru-Projekt unter Leitung des Seismologen Professor Stefan Wiemer von der ETH Zürich wird geprüft, ob und wenn ja, wie CO2 dauerhaft im Schweizer Untergrund gespeichert werden kann. Die Wissenschaftler wollen zudem erforschen, inwieweit eine solche Speicherung gesellschaftlich akzeptiert würde. Man muss sich diesen Feldversuch als eine gross angelegte Injektion vorstellen: Flüssiges CO2 wird über ein stillgelegtes Bohrloch in Trüllikon (ZH) in tiefe Gesteinsschichten geführt. Swisscom unterstützt das Forschungsprojekt finanziell als wichtigen Beitrag zu den nationalen Klimazielen. Denn wenn auch nur ein Teil der national entfernten Mengen an CO2 lokal in der Schweiz gespeichert werden könnte, kann der längere Weg in Länder wie Norwegen oder Island gespart werden, wo die Speicherung bereits heute praktiziert wird.

Sustainable Switzerland ist die nationale Nachhaltigkeitsplattform des Unternehmens NZZ mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam beschleunigen wir die nachhaltige Entwicklung der Schweiz. sustainableswitzerland.ch

Dieser Inhalt wurde von NZZ Content Creation und Sustainable Switzerland im Auftrag von Swisscom erstellt.

Der Weltklimarat hält solche Negativemissionstechnologien für unumgänglich, um die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Allein die Schweiz wird nach Angaben des Bundes im Jahr 2050 noch zwölf Millionen Tonnen CO2 durch NETs oder geeignete Zertifikate entfernen müssen, um im Stichjahr wirklich bei Netto-Null zu landen. Global dürften es sogar sieben Megatonnen sein, die es zu neutralisieren gilt. Diverse NET-Lösungen sind heute auch weitgehend bekannt – wie beispielsweise die Kohlendioxidabscheidung direkt aus der Luft mit anschliessender Speicherung des CO2 im Boden (Direct Air Capture and Carbon Storage, kurz DACCS). Doch

Mit PATH lanciert die Empa in Zusammenarbeit mit der Eawag einen neuen Demonstrator, welcher zum Beispiel an der Empa entwickelte, CO2-negative Strassenbeläge schneller zum Einsatz bringen soll: Dieser Asphalt verwendet abgeschiedenes CO2 als Baumaterial. Das kohlebasierte Material ist gleichzeitig in der Lage, Schmutzstoffe aus Regenwasser zu filtern und gereinigtes Wasser in den Untergrund versickern zu lassen. Damit erfüllt dieser Baustoff gleich mehrere Funktionen, wie der Projektverantwortliche und Departementsleiter «Ingenieurwissenschaften» Professor Matthias Sulzer von der Empa erklärt: «Der Asphalt entlastet die Kanalisation, schützt die Umwelt und verbessert die Klimaresilienz der Städte.» Das Pilotprojekt soll nach erfolgreichem Abschluss erstmals im Kanton Zug umgesetzt werden. Swisscom engagiert sich hier nicht zuletzt, weil beim Netzausbau immer wieder Asphalt verbaut wird und innovative Lösungen gefragt sind. Auch mit diesem Investment zeigt Swisscom, wie unternehmerische Verantwortung und Innovation Hand in Hand gehen können, um schon heute die Klimaziele von morgen voranzutreiben.

Swisscom setzt sich aktiv für eine nachhaltige Zukunft ein – und fördert innovative Lösungen, darunter die Speicherung von CO2 im Boden und im Asphalt. SHUTTERSTOCK

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