CRIF (D)

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Bonität mit Nachhaltigkeitsfaktor

Bei Kreditentscheiden reicht der Blick auf klassische Finanzkennzahlen immer weniger. Die Wirtschaftsauskunftei CRIF lässt Umwelt-, Sozial- und Governance-Daten in die Risikoprüfung einfliessen – und zeigt, welche Geschäftspartner langfristig stabil sind.

Firmen sind auf verlässliche Informationen über ihre Geschäftspartner angewiesen. Diese bilden die Grundlage für fundierte Entscheidungen, stabile Beziehungen und kalkulierbare Risiken. Um zu beurteilen, ob ein potenzielles Partnerunternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann, müssen dessen Bonität und Zuverlässigkeit geprüft werden. Für Risikoentscheide steht dabei in der Regel die Kreditrisikoanalyse im Vordergrund. Die in Zürich ansässige Wirtschaftsauskunftei CRIF bietet Lösungen in den Bereichen Kreditrisikomanagement, Betrugsprävention, Identitätsprüfung und Bonitätsbewertung von Firmen und Privatpersonen an. Für Unternehmen stellt CRIF eine umfassende Kreditrisikoanalyse bereit, die auf die Bonität und Ausfallwahrscheinlichkeit von Geschäftspartnern, Kunden oder Lieferanten zugeschnitten ist. Ziel ist, die finanzielle Stabilität und das Zahlungsverhalten eines Unternehmens möglichst präzise zu beurteilen. Die Analyse basiert auf einem algorithmisch berechneten Score, der die Ausfallwahrscheinlichkeit in den kommenden zwölf Monaten prognostiziert. Dieser Credit Score wird laufend aktualisiert und beruht auf quantitativen sowie qualitativen Merkmalen, die unterschiedlich gewichtet werden, um eine möglichst realistische Risikoeinschätzung zu ermöglichen.

Kreditrisiko und Bonität CRIF berücksichtigt bei der Bonitätsbewertung eine Vielzahl finanzieller und struktureller Kennzahlen, die zusammen ein aussagekräftiges Bild der Bonität ergeben. Diese Kennzahlen sind darauf ausgelegt, einen Überblick über das Ausfallrisiko im Firmenbereich zu vermitteln. Zu den zentralen Faktoren im CRIFFirmenrating zählen die Rechtsform, das Haftungskapital, Negativmerkmale wie Betreibungen, Inkassofälle oder Konkurse, Zahlungserfahrungen, das Unternehmensalter, der Jahresumsatz, die Zahl der Mitarbeitenden, personelle Verflechtungen sowie branchenspezifische und regionale Gegebenheiten. Zusätzlich bezieht CRIF die branchenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit ein. Der Credit Score wird laufend aktualisiert und beruht auf einer algorithmischen Gewichtung dieser Kennzahlen und Erfahrungswerte. Dabei spielt das Zahlungsverhalten – insbesondere pünktliche oder verspätete Zahlungen – eine zentrale Rolle, da es die unmittelbare Zahlungsfähigkeit widerspiegelt. In den vergangenen Jahren haben ESG ­ Faktoren (Environment, Social, Governance) sowohl regulatorisch als auch reputationsbezogen an Bedeutung gewonnen. Deshalb stellt CRIF neu auch ESG ­Kennzahlen zur Verfügung, die zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte bei der Bewertung berücksichtigen. «Die Kreditrisikoanalyse bildet hauptsächlich die finanzielle Situation eines Unternehmens ab. Bei der ESG ­Bewertung werden Aspekte wie Umwelteinflüsse, Zusammensetzung des Verwaltungsrats, Chancengleichheit oder soziales Engagement berücksichtigt – «so entsteht ein «ganzheitliches Bild, sagt Stefanie Egger, Leiterin ESG ­ Consulting bei CRIF Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung.

Der ESG ­Score von CRIF basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf unternehmenseigenen Daten und ermöglicht einen ersten Überblick über die Lieferkette. Er dient als Grundlage für die Risikobewertung und die Wesentlichkeitsschätzung und liefert relevante Informationen für die eigene

Bei Kreditentscheiden rücken für Schweizer Unternehmen neben der Bonität zunehmend auch ESG-Kriterien ins Blickfeld.

CO2­Bilanz im Rahmen von Scope 3 – also jene indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, die in vielen Branchen den grössten Teil der Treibhausgase ausmachen. Nach dem Greenhouse­ Gas(GHG)­Protocol werden Emissionen in drei Kategorien gegliedert: Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, Scope 2 indirekte Emissionen aus zugekaufter Energie, und Scope 3 alle übrigen indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. In der Schweiz steht der ESG ­Score von CRIF für über 500 000 im Handelsregister eingetragene Kapitalgesellschaften zur Verfügung. Neben ESG ­ Informationen enthält er auch geschätzte CO2­Äquivalente für Scope 1 und Scope 2. Ergänzend sind ESG ­Scores zusammen mit Angaben zu physischen Risiken, Transitionsrisiken und Biodiversitätsdaten auch für Unternehmen in EUStaaten und darüber hinaus verfügbar.

ESG als Risikodimension

Bonität und ESG beantworten unterschiedliche Fragen, stehen jedoch in einem gewissen Zusammenhang. Richtig

Regionale Unterschiede

Der Ansatz von CRIF trägt zu einer verlässlichen Prognose der Ausfallwahrscheinlichkeit im B2B- Geschäft bei.

Durchschnittlicher ESG-Score nach Kanton, basierend auf über 500 000 im Handelsregister eingetragenen Firmen. Je dunkler das Grün, desto höher der ESG-Score.

Quelle: CRIF

eingesetzt, verbessern ESG ­Bewertungen und Bonitätsmodelle gemeinsam die Entscheidungsgrundlagen – vorausgesetzt, ihre Rollen werden nicht vermischt: «ESG ­Scores und Credit Scores sind unterschiedliche, aber komplementäre Instrumente zur Risikobewertung. Der ESG ­ Score ersetzt keine Kreditrisikoanalyse, sondern liefert zusätzliche nichtfinanzielle Risikosignale. In der Breitenanalyse zeigt sich eine Korrelation: Unternehmen mit besseren ESGWerten weisen tendenziell geringere kommerzielle Risiken auf», sagt Stefanie Egger. Wie die Expertin erläutert, besteht ein Zusammenhang zwischen der Unternehmensgrösse und dem ESG ­Score. In der Regel fallen die ESG ­Werte grösserer Unternehmen höher aus als jene kleinerer Betriebe. Ab einer Grösse von 20 bis 50 Mitarbeitenden steigen die ESGScores häufiger an. Eine mögliche Erklärung sieht Egger darin, dass grössere Unternehmen über mehr Ressourcen für Nachhaltigkeitsmassnahmen verfügen. Solche Betriebe hätten meist auch bessere Voraussetzungen, etwa zur Bildung eines diversifizierten Verwaltungsrats. CRIF beobachtet zudem markante Unterschiede bei den ESG ­Werten zwischen einzelnen Branchen. So schneidet etwa das industriell und landwirtschaftlich geprägte Wallis schlechter ab als der Kanton Zug, in dem viele Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor tätig sind. Auch die Zusammensetzung von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat ist ein relevanter Einflussfaktor: Berücksichtigt werden unter anderem die Zahl der Einzelmandate eines Verwaltungsrats, Altersdurchschnitt, Herkunft und der Frauenanteil.

Laut Egger sind ESG ­Faktoren aus dem heutigen Risikomanagement nicht mehr wegzudenken. «Der Ansatz von CRIF, der sowohl Bonitäts­ als auch ESGScores für sämtliche Kapitalgesellschaften in der Schweiz umfasst, trägt zu einer möglichst verlässlichen Prognose der Ausfall wahrscheinlichkeit im B2BGeschäft bei.»

Methodik von CRIF

Credit Score: CRIF entwickelt Score-Karten auf Basis etablierter statistischer Verfahren. Der Score des «CRIF Credit Check Business» beruht auf linearer Regression, bei der Variablenauswahl und deren Gewichtung so optimiert werden, dass positive und negative Fälle möglichst präzise getrennt werden können. Neben einer hohen, durch mehrere unabhängige Stichproben überprüften Trennschärfe legt CRIF besonderen Wert auf Stabilität und Validität.

ESG-Score: Der ESG-Score basiert auf unternehmenseigenen und öffentlichen Daten und wird mittels Advanced-AnalyticsModellen anhand einer Vielzahl von Indikatoren berechnet. Die Methodik orientiert sich an den Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) und CRIFRatings, deckt die Dimensionen Umwelt, Soziales sowie Unternehmensführung ab und wird auf einer Skala von A (sehr hoch) bis E (sehr niedrig) ausgewiesen. Geschätzte CO2-Äquivalente der Scopes 1 und 2 fliessen in die Bewertung ein; zusätzlich können Firmen an internationalen Standards ausgerichtete Scope-3Daten liefern und ein ESG-Zertifikat erhalten.

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Dieser Inhalt wurde von NZZ Content Creation im Auftrag von CRIF erstellt.

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