HG-Zeitung 34/2024

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«Cook & Food»:

Was und wie essen wir im Jahr 2042?

Persönlich

Markus Lindner

fĂŒhrt seit 2023 den Cercle des Chefs de Cuisine Davos. Seither macht dieser wieder von sich reden. So plant Lindner mit der Davoser Culinary Trophy einen neuen Lernenden-Wettbewerb.

Schwerpunkt WĂŒrzige Drinks fĂŒr Weihnachten

heutige Verbraucher sucht nach intensiven, umfassenden Erlebnissen. Die Cocktailkultur passt sich dem an und schafft neue, sensorische Erfahrungen.

DIESE BAR-TRENDS KOMMEN 2025

Ende Jahr blicken Spirituosen- und GetrĂ€nke-Expertinnen rund um den Globus auf die Bar-Trends, die uns 2025 erwarten. Besonders detaillierte Prognosen gibt der Spirituosenhersteller Bacardi in seinem jĂ€hrlich erscheinenden Cocktail Trends Report heraus. GemĂ€ss Befragungen von Konsumenten und Branchen-Akteuren aus der ganzen Welt wird im kommenden Jahr der Mojito die Liste der beliebtesten Cocktails anfĂŒhren. Gefolgt vom Margarita und vom Spritz. Eine der zentralen

Erkenntnisse des Berichts ist, dass sich die MentalitĂ€t der GĂ€ste verĂ€ndert. Weg vom blossen Konsum, hin zum Sammeln von bedeutsamen Erfahrungen. GetrĂ€nke werden zu einem GefĂ€ss, um Wissen zu vermitteln, Barkeeper zu den Experten, die das Wissen aufbereiten. Dieser bewusste Konsum geht auch einher mit dem Trend zu Cocktails mit wenig und gar keinem Alkohol. Dieser wird sich auch 2025 fortsetzen. Laut der Bacardi-Umfrage setzt die jĂŒngere Generation nicht mehr auf den

Dry January, sondern trinkt das ganze Jahr ĂŒber vermehrt Drinks mit reduziertem Alkoholgehalt. «Dieser Trend w ird sich durchsetzen, man sollte sich nicht dagegen wehren», findet auch Erik Koren, Barchef der Einstein-Bar in St. Gallen. FĂŒr die Barszene sieht er die Entwicklung positiv: «Sie bringt frischen Wind und fordert uns auf, k reativ zu werden.» Kreativ werden die Bars vermehrt auch mit herzhaften Komponenten. Zutaten wie Speck, Sojasauce oder Senf machen die Kategorie Seite 8

der Savoury Cocktails aus. Barkeeper orientieren sich beim Mixen vermehrt an der Kulinarik. Auch in der EinsteinBar steht ein Espresso Martini mit Parmesan auf der Karte. FĂŒr die Hotellerie Gastronomie Zeitung hat das Team aber nicht mit Herzhaftem, sondern mit GewĂŒrzen getĂŒftelt und drei besondere Cocktails entworfen, die Weihnachtsfeiern und Silvesterabende bereichern.

Inspiration fĂŒr die Festtage

Weder ein echtes Mille-feuille, noch ein echtes Filet – aber echter Genuss! Dieses knusprige Gericht sorgt fĂŒr Abwechslung, bei der Kartoffel, beim Fleisch und auf dem Teller.

Gefahrenquellen erkennen und sicher durch den Winter kommen.

Ich bin kein Avatar «Hallo, ich bin Riccarda. Ich bin ein Mensch, kein Chatbot oder Avatar.» Geht die technologische Entwicklung so rasant weiter wie bis anhin, kann es sein, dass ich mich kĂŒnftig so vorstellen werde. Bereits heute muss ich mich fĂŒr gewisse Onlineanwendungen als Mensch identifizieren. Auch gibt es schon heute virtuelle Kunstfiguren, die so real wirken, dass sie fĂŒr Menschen gehalten werden. Wie etwa das KI-Supermodel Shudu Gram, welches eine Bildstrecke in der «Vogue» hatte, oder die Influencerinnen Emily Pellegrini und Lil Miquela. Die Leute folgen Avataren nicht nur in Magazinen und auf Social Media. Einige Menschen fĂŒhren sogar Beziehungen mit virtuellen Partnern. Die Sendung «NZZ Format» hat solche Menschen im Film «Verliebt in einen KI-Avatar» portrĂ€tiert. Darunter die Barkeeperin Denise Valenciano. Mit der App Replika hat sie sich einen Freund erschaffen. Einen, der ihr zuhört, ohne zu werten, sich erkundigt, wie es ihr geht, ihr freundliche Dinge sagt, sie ermutigt und ihr sogar gute RatschlĂ€ge gibt. Alles Dinge, die tolle Arbeitskollegen und Chefs auch tun. Mit dem Unterschied, dass diese einem auch mal lobend auf die Schulter klopfen oder einen tröstend in den Arm nehmen können. Es geht eben doch nichts ĂŒber echte menschliche Kontakte, NĂ€he und WertschĂ€tzung.

Der
FILIPA PEIXEIRO
REZEPTE

GASTKOLUMNE

Mut zum Frieden

Wir Menschen können eigentlich ganz gut ohne Krieg. Denn – wie die aktuelle Forschung zeigt – wĂ€hrend der ersten 99 Prozent der menschlichen Evolution gab es ihn nicht. Der Krieg ist eine relativ junge Erfindung. Dennoch leben wir in unfriedlichen Zeiten. Der Krieg in Gaza, im Libanon und in der Ukraine haben dieses Jahr geprĂ€gt. Manchmal fragte ich mich angesichts der vielen «Bad News»: «Wie können wir das Ruder wieder herumreissen?» Dieses Jahr haben wir von Cuisine sans frontiĂšres im Libanon Nothilfe geleistet, in unserem Restaurant in Kenia stellte uns eine Ausgangssperre vor neue HĂŒrden und in Burkina Faso haben wir so viele binnenvertriebene Frauen und Kinder unterstĂŒtzt wie noch nie zuvor. Die Hauptzutaten fĂŒr den Frieden sind Demokratisierung, Gleichberechtigung und der Abbau von sozialen Ungleichheiten. Bevor sich die Menschen vor 14 000 Jahren niederliessen, galt das Sammler- und JĂ€gercredo: «Teilen macht reich». Diese Logik Ă€nderte sich in der Jungsteinzeit. Mit dem Aufkommen des Landbesitzes und grosser sozialer AbhĂ€ngigkeiten wurde es zunehmen wichtig, Besitz anzuhĂ€ufen. Vielleicht sollten wir im neuen Jahr Mut zum Frieden entwickeln und einfach wieder etwas mehr teilen. Cuisine sans frontiĂšres bringt Menschen zusammen an einen Tisch. Wir nutzen das Momentum des gemeinsamen Kochens und Essens, um einen Funken Gemeinschaft und Frieden, aber auch eine konkrete ökonomische Perspektive zu bieten. Auch in der Gastronomie und Hotellerie wird das Credo des Gastgebertums gelebt. Teilen wir gemeinsam im neuen Jahr: sei es eine feine Mahlzeit, ein nettes Wort oder eine gemeinsame Vision.

Alpendorf

Zermatt hat fĂŒr die jetzige Wintersaison aufgerĂŒstet

VisionÀre Projekte, spannende Neuerungen und frisch aufbereitete Angebote prÀgen den Zermatter Winter 2024/25.

Auf den Beginn der Wintersaison schliesst Zermatt/VS die Bauarbeiten an der Talstation Matterhorn-Express ab. Diese wurde nach ĂŒber zwei Jahren Bauzeit bei laufendem Bahnbetrieb fertiggestellt. Gebaut ist d ie Talstation mit vielen Holzelementen. Der Einstieg zu beiden Bahnanlagen ist neu ebenerdig und barrierefrei. Zudem informieren eine grosszĂŒgige LED-Wall und weitere digitale Screens im Bereich des Bahneinstiegs die GĂ€ste in Echtzeit mit wichtigen Bahn-Statusdaten. Das Parterre und der erste Stock bieten zusĂ€tzliche, neue Skilockers, welche als Materialdepot genutzt werden können. Ebenfalls befinden sich im ersten Stock grosszĂŒgige sanitĂ€re Anlagen. Das von Skidata entwickelte Zutrittssystem «sMove» mit gelbem Wave-Klappmechanismus setzt zudem im «Matterhorn Ski Paradise» neue MassstĂ€be in Sachen digitalem Kundenservice. Mit dem neuen

Gesucht

Heimeliges Hotel mit guter Entlöhnung und liebenswerten Vorgesetzten

unter: zermatt.ch

Mehr Informationen

System wird ein bedeutender Fortschritt im Bereich des barrierefreien Zugangs erzielt, da die neuen Gates flexibel als Doppel- oder Einzelsystem eingesetzt werden können. Im Doppelsystem können Bikes, Kinderwagen oder Personen mit Rollstuhl mĂŒhelos Zutritt zum Einstieg erlangen, ohne einen Spezialzugang zu erfragen.

Neuigkeiten im Hotelbereich

Im Hotel Focus erwarten die GĂ€ste neue Zwei-Zimmer-SPA-Suiten mit 75 Quadratmetern. Highlight ist der private Wellnessbereich mit einem Aussen-Jacuzzi. Zudem verfĂŒgen sie ĂŒber ein eigenes Sanarium sowie ein Badezimmer mit Regendusche und freistehender Badewanne. Auch in TĂ€sch/VS entsteht Neues. Das Hotel Porta Cervino wird auf den 9. Dezember eröffnet. Der Betrieb bietet Vier-SterneHotelservice und liegt direkt am Terminal. Das Haus verfĂŒgt ĂŒber 41 moderne Zimmer im Chalet-Stil mit Twin-Betten und Walkin-Duschen. Die Familie Aufdenblatten betreut neu das «Porta Cervino» in TĂ€sch neben den bisherigen Betrieben, dem «Alpen- Resort & Spa» in Zermatt und dem «Matterhorn Inn» in TĂ€sch. (RMA)

Cafetier Suisse: Preiserhöhungen von neun Rappen sind zu erwarten

Kaffee bleibt eines der beliebtesten GetrÀnke der Schweizerinnen und Schweizern. Allerdings werden KaffeegetrÀnke 2025 wieder teurer.

Der Verband Cafetier Suisse hat erneut die Verkaufspreise fĂŒr CafĂ© crĂšme in der deutschsprachigen Schweiz erhoben. Die Untersuchung hat ergeben, dass der Durchschnittspreis fĂŒr Kaffee im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent gestiegen ist. Damit ist der Preis im dritten Jahr in Folge um zirka zehn Rappen gestiegen. Hans-Peter Oettli, PrĂ€sident von Cafetier Suisse, prognostiziert fĂŒr 2025: «Weitere Preiserhöhung in diesem Rahmen sind

auch im kommenden Jahr zu erwarten.» Der Verband gibt keine Preisempfehlungen ab. Die Preisgestaltung liege im Ermessen der einzelnen Betriebe und mĂŒsse Faktoren wie Konkurrenzsituation, Konzept und Standort des Betriebes berĂŒcksichtigen. Neue Verbandsstruktur

An der Delegiertenversammlung wurde die Fusion der bisherigen RegionalverbĂ€nde mit dem Nationalverband einstimmig angenommen. Damit hat Cafetier Suisse die Grundlagen fĂŒr einen Generationenwechsel im Vorstand gelegt. Um das Kaffeewissen in der Gastronomie zu steigern, wird auch 2025 die Ausbildung zum KaffeeSommelier angeboten. (RIF)

SĂŒdostschweiz

Davos/Klosters fÀllt bei Hoteltest durch

Im Hotelranking der 75 besten Winterhotels der Schweiz, das Karl Wild in der «Sonntagszeitung» publizierte, war kein einziges aus Davos/Klosters gelistet. Dort fragte man sich, weshalb keines der rund 80 Ein- bis FĂŒnf-Sterne-HĂ€user zu ĂŒberzeugen vermochte. «Die BĂŒndner Hotellerie ist hervorragend, aber in Davos/ Klosters gibt es einfach zu viele 08/15-Hotels», sagte Karl Wild. Es gebe keinen Betrieb, der richtig gross investiere. Überall wĂŒrde ein bisschen PflĂ€sterlipolitik gemacht.

Luzerner Zeitung

Wo man im Kanton Luzern am besten isst

Eine Analyse der Google-Bewertungen hat ergeben: die beliebtesten Restaurants in der Schweiz gibt es in Winterthur – knapp vor St. Gallen, dem Vorjahressieger. Die Studie des Unternehmens Respondelligent, das Firmen im Umgang mit Online-Rezensionen berĂ€t, hat auch Luzern ausgewertet. Das Datenteam von CH Media wollte es allerdings noch etwas genauer wissen und verglich deshalb die acht grössten Luzerner Gemeinden miteinander. Mit 46 Prozent Spitzenbewertungen schaffte es Kriens auf den ersten Platz. Es folgen Sursee (44 %) und Willisau (42 %). Die Stadt L uzern schaffte es mit 39 Prozent Spitzenbewertungen auf Rang vier.

Der Bund

«Burrito Bandito» wird sesshaft

Bisher rollte Sam Sager seine Burritos in Pop-ups und FoodTrucks. Nun eröffnete der Quereinsteiger sein erstes Restaurant. Das «Burrito Bandito» in der Altstadt ist den Bernern als «MetzgerstĂŒbli» bekannt. FĂŒr den Kalifornier, der gerne surft und reist, soll dies eine Homebase und ein Sprungbrett fĂŒr weitere Projekte sein. Neben L.A.-Streetfood wird der 34-JĂ€hrige auch gute Cocktails servieren

Silvana Lindt, GeschÀftsleiterin von Cuisine sans frontiÚres
Das Walliser
auf 1620 Höhenmetern sorgt laufend fĂŒr einen zeitgemĂ€ssen Auftritt. SWITZERLAND TOURISM
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Anerkennung von viel Leidenschaft

Letzten Freitag erlebten 52 Studierende der SHL Schweizerischen Hotelfachschule Luzern einen bedeutenden Moment in ihren noch jungen Karrieren: Auf dem SHL-Campus in Luzern erhielten sie im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ihr Diplom zur beziehungsweise zum «Dipl. Hotelier(e)-Gastronom(in) HF». Die Diplomfeier wurde von persönlichen Reden, der offiziellen DiplomĂŒbergabe und dem gemeinsamen Feiern des erreichten Meilensteins geprĂ€gt. Ganz besonders geehrt wurden Fabiana Angelina Premezzi (3. Rang), Ramona BĂŒhlmann (1. Rang) und Julia Katharina Zenk (2. Rang), die mit herausragenden schulischen Leistungen glĂ€nzten. (GAB)

Stress erschöpft Arbeitnehmende

Mit dem «Barometer Gute Arbeit» misst Travail Suisse seit zehn Jahren die QualitĂ€t der Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Am vergangenen Freitag prĂ€sentierte Studienautor Tobias Fritschi, Dozent an der Berner Fachhochschule, die Ergebnisse. Ein positives Ergebnis: Der Stress, den die Angst vor einem Stellenverlust generiert, nimmt mit zunehmendem FachkrĂ€ftemangel ab. Schlechte Nachricht: Immer noch wechseln jĂ€hrlich 700 000 Mitarbeitende aufgrund von Stress ihre Stelle. «Die BekĂ€mpfung von Stress und der Gesundheitsschutz von Arbeitnehmenden ist aus volkswirtschaftlicher Sicht unerlĂ€sslich», sagte LĂ©onore Porchet, VizeprĂ€sidentin von Travail Suisse. (GAB)

Diskrepanzen bei Bewertungen

Eine neue Studie der Fachhochschule GraubĂŒnden zeigt auf, wie stark sich Bewertungen zu 33 Kriterien von Restaurants in der Bevölkerung unterscheiden. WĂ€hrend Sauberkeit, Preis-LeistungsVerhĂ€ltnis und ServicequalitĂ€t allgemein geschĂ€tzt werden, variieren andere Kriterien sehr stark. So sind vegane, gesunde oder ökologische Gerichte, die Barrierefreiheit oder Portionsgrössen den Frauen wichtiger als den MĂ€nnern. «Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass man die QualitĂ€t und den Vorteil von Restaurantempfehlungen fĂŒr viele Nutzerinnen und Nutzer enorm verbessern könnte, wenn man deren individuelle Anforderungen an Restaurants besser berĂŒcksichtigt», sagt Projektleiter Michael Beier. (GAB)

Partnerschaft mit Vorbildcharakter

Relais & ChĂąteaux und Unesco fördern die Nachhaltigkeit – mit Fokus auf BiodiversitĂ€t, Gastfreundschaft und Kulinarik.

Die 580 MitgliedshĂ€user der Vereinigung Relais & ChĂąteaux stehen stets im Austausch mit Menschen und profitieren vom Reichtum der Natur. Vor diesem Hintergrund entstand die Partnerschaft, welche die Verbindung zwischen ErnĂ€hrung, Gesundheit und Umwelt unterstreicht. Laurent Gardinier, PrĂ€sident von Relais & ChĂąteaux: «Wir wollen die Betriebsmodelle unserer HĂ€user weiter ĂŒberdenken. Dabei soll das Reisen mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen vereinbar sein.» Die Unesco unterstĂŒtzt die Massnahmen und hat

drei Hauptziele definiert: die Bewahrung von Gastfreundschaft u nd Kulinarik, den Schutz der BiodiversitĂ€t und tĂ€gliche Massnahmen fĂŒr eine humanere Welt. Zudem werden gemeinsame Pilotprojekte mit Unesco-StĂ€tten umgesetzt, insbesondere in BiosphĂ€renreservaten und WeltnaturerbestĂ€tten. Diese fördern nachhaltigen Schutz, Nutzung der biologischen Vielfalt und Bewahrung lokaler Kulturen.

Treibende Kraft hinter dem Projekt ist Mauro Colagreco, VizeprĂ€sident der Relais & ChĂąteaux KĂŒchenchefs und Inhaber des Drei-Sterne-Restaurants Mirazur in Menton (FR). Er wurde 2022 von der Unesco als Goodwill-Botschafter fĂŒr BiodiversitĂ€t ernannt. Mit dem Programm «Der Mensch und die BiosphĂ€re» sensibilisiert er fĂŒr Umweltthemen und weitet sein Engagement auf alle MitgliedshĂ€user aus. (ADE)

Bewerbungsphase

fĂŒr Swiss Skills gestartet

travailsuisse.ch

Junge Berufsleute aus den Bereichen Hotel-Reception, KĂŒche, Restaurant-Service und Hauswirtschaft können sich jetzt fĂŒr die Schweizer Berufsmeisterschaften 2025 bewerben.

Die Swiss Skills 2025 finden vom 17. bis 21. September 2025 in Bern statt. Sie bieten eine BĂŒhne fĂŒr junge Talente aus der HospitalityBranche, ihr Können unter Beweis zu stellen. Hotel & Gastro Formation Schweiz, Hotelleriesuisse, Ga strosuisse und die Hotel & Gastro Union suchen die Schweizer Meisterinnen und Schweizer Meister in den Bereichen Hauswirtschaft, Restaurant-Service, KĂŒche und Hotel-Reception.

Die acht besten Bewerberinnen und Bewerber aus jedem Fachgebiet werden im Finale im September 2025 gegeneinander

Marc Gay durfte die Schweiz an den World Skills vertreten. SWISS SKILLS

antreten. Die Siegerinnen und Sieger qualifizieren sich direkt fĂŒr die World Skills 2026 in Shanghai, und sie erhalten die Chance, die Schweiz auf internationaler BĂŒhne zu vertreten. Interessierte können sich jetzt unter hotelgastro.ch/swissskills bewerben. Die Teilnahme ist n icht nur eine einzigartige Gelegenheit, sich mit den Besten der Branche zu messen, sondern auch ein wertvoller Schritt zur berufliche Entwicklung. (ADE)

Hostels erhalten ihre eigene Hotelkategorie

Hotelleriesuisse hat ihr Klassifikationssystem fĂŒr die Basiskategorien mo dernisiert.

An ihrer Winter-Delegiertenversammlung stellte Hotelleriesuisse d ie neue Kategorie Hostel vor. Sie löst die bestehende Basiskategorie Swiss Lodge ab. Heute sei etwa jedes fĂŒnfte Mitglied des Branchenverbands als Swiss Lodge klassiert. «Mit der neuen Struktur im â€čHaus der Klassifikationâ€ș schaffen

wir durch die drei aussagekrĂ€ftigen Basiskategorien Hotel, Serviced Apartments und neu Hostel in Zukunft mehr Klarheit fĂŒr Betriebe und GĂ€ste», sagte laut einer Medienmitteilung Nicole BrĂ€ndle, Direktorin von Hotelleriesuisse. Ausserdem will der Branchenverband dem Thema Nachhaltigkeit in Schweizer Beherbergungsbetrieben mehr Gewicht verleihen. Darum wurde das obligatorische Messen des betriebseigenen Ressourcenverbrauchs fĂŒr alle klassierten Betriebe eingefĂŒhrt. (DOE)

KĂ€se

Der ehemalige Fussballprofi Alex Frei hat soeben die Au sbildung zum KÀsesommelier abgeschlossen. Sein Traum wÀre es, sagt er, einen KÀseladen zu eröffnen.

Mode

Muntagnard, die Schweizer Marke fĂŒr nachhaltige Premium-Mode, definiert den Begriff Markenbotschafter neu: Mit Nino Niederreiter, internationaler Eishockey-Star, und Sven Wassmer, Spitzenkoch mit drei MichelinSternen, prĂ€sentiert die Marke ihre «Squadra Muntagnard». Beide Persönlichkeiten verkörpern die Werte von Muntagnard und teilen die tiefe Verbundenheit mit den Bergen.

Bahn

Die JungfraubahnGruppe bestellt fĂŒr die Skig ebiete First und Kleine Scheidegg neue Seilbahna nlagen im Umfang von insgesamt 70 Millionen Franken. Den Zuschlag dafĂŒr haben die österreichischen Seilbahnbauer Doppelmayr/Garaventa und Leitner erh alten, wie es in einer M itteilung von Ende November hiess.

Gute Ideen retten Lebensmittel

Keine Verschwendung zeugt von Respekt gegenĂŒber Lebensmitteln. Alles zu verwerten ist zudem eine ökonomische und ökologische Notwendigkeit. Doch wie sollen gute Ideen im hektischen Alltag umgesetzt werden? Hilfe bietet das Konzept von Streamup. Dieses hat Markus Hurschler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vereins United Against Waste UAW, ins Leben gerufen. «Wir wollen Start-ups, Unternehmen und Forschende gezielt fördern, die innovative Lösungen zur Reduzierung von Food Waste entwickeln. Die Nutzung des UAW-Netzwerks soll die Umsetzung und Skalierung solcher Ideen beschleunigen», sagt Hurschler. Unternehmen, die eine k lare Lösungsidee erarbeitet haben, können sich bei UAW anmelden und erhalten einen Mentor, der bei der Umsetzung hilft. (GAB)

Neue Swiss Quality Hotels

Die Vereinigung Swiss Quality Hotels SQH wĂ€chst weiter. Neu aufgenommen wurden das VierSterne-Turmhotel Victoria in Davos/GR mit 96 Zimmern und das Drei-Sterne-Smart-Hotel Minusio bei Locarno/TI mit 24 Zimmern. Mit aktuell 55 Mitgliedshotels verfolgt die SQH das Ziel, ihre PrĂ€senz in der Schweiz auszubauen. «Wir streben an, auf rund 80 HĂ€user zu wachsen, um eine nahezu flĂ€chendeckende PrĂ€senz zu erreichen. Das ist besonders fĂŒr internationale Gruppenreisen von grosser Bedeutung und stĂ€rkt unsere Genossenschaft», erklĂ€rt Julia Geffers, Managing Director der SQH. Die Genossenschaft vereint Drei- und Vier-Sterne-Hotels, die sich höchste QualitĂ€t auf die Fahne geschrieben haben. Die Vereinigung feierte dieses Jahr ihr 20-jĂ€hriges Bestehen. (GAB)

ZAHL DER WOCHE

Schneesportlager verzeichnet die Schneesportinitiative Schweiz laut einer Mitteilung fĂŒr die kommende Saison. Es werden erstmals ĂŒber 18 000 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein ĂŒber die Plattform Gosnow.ch gebuchtes Ski-, Snowboard- oder Langlauflage r absolvieren. Der Verein Schneesportinitiative besteht seit 2014. Zu dessen GrĂŒndungsmitgliedern zĂ€hlen unter anderem der Verband Seilbahnen Schweiz sowie der Schweizer Tourismusverband.

Bierkonsum sinkt langsam

Der gesamte Biermarkt Schweiz verzeichnete im Braujahr 2023/24 im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Minus von 1,6 Prozent auf k napp 450 Millionen Liter. Nach wie vor sind die Verwerfungen durch die einschneidenden Corona-Schutzmassnahmen nicht ĂŒberwunden. Im Berichtszeitraum gestiegene Energiepreise, höhere Lebenshaltungskosten der Konsumentinnen und Konsumenten, schlechtes Wetter und die unsichere Weltsicherheitslage wirken sich negativ auf den Bierkonsum aus. Die Gewohnheiten im Konsum Ă€nderten sich ebenfalls nachhaltig. Diese werden durch die «no safe level»-Debatte zusĂ€tzlich beeinflusst. Darin wird, a llen voran von der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Konsum alkoholhaltiger GetrĂ€nke als g rosser Risikofaktor fĂŒr die globale Krankheits- und Krebslast a ngeprangert. Erfreulicherweise konnte der Ausstoss des alkoholfreien Bieres um zwölf Prozent gesteigert werden. (GAB)

Sie gibt immer Vollgas – beruflich

und privat

Elodie Schenk hat sich fĂŒr das Finale des «Goldenen Kochs» qualifiziert. Die KĂŒchenchefin des «Le Tourbillon» in Plan-lesOuates/GE im PortrĂ€t.

Abenteuer erleben und gut essen, das sei in ihrer Familie schon immer wichtig gewesen, sagt Elodie Schenk. Weil sie selbst nicht nur gerne kochte, sondern auch leidenschaftlich backte, schwankte sie bei der Berufswahl zwischen Kochund Konditorlehre. Am Ende entschied sie sich fĂŒr die KĂŒche und gab Vollgas: Sie schloss als beste Lernende ihres Kantons ab, wurde beste Schweizer und drittbeste europĂ€ische Lernende. Nach ihrer Erstausbildung absolvierte sie zusĂ€tzlich die Lehre als BĂ€ckerinKonditorin-Confiseurin.

Geduldig statt rabiat

«Als Frau in der KĂŒche musste ich von Anfang an kĂ€mpfen», sagt Elodie Schenk. Doch mit ihrer Arbeit habe sie sich ĂŒber die Jahre Respekt verschafft. Sie selbst erlebte mehrere KĂŒchenchefs, die rabiat waren. Schenk hingegen will zeigen, dass es auch anders geht. Im Restaurant Le Tourbillon, das mit dem Genfer Roten Kreuz verbunden ist, beschĂ€ftigt sie Jugendliche, die mit Schwierigkeiten zu

Medienpartner

STATISTIK DER WOCHE

SCHWEIZER ARBEITEN WIEDER ÖFTER KRANK

Weil sie fĂŒrchten, ihre Mitarbeitenden zu belasten oder dass die Arbeit liegen bleibt, gehen Schweizer Arbeitnehmende nach der Coronapandemie wieder hĂ€ufiger auch krank zur Arbeit.

Elodie Schenk will die empathische Seite des Gastgewerbes zeigen. ZVG

kÀmpfen haben. «Mein Team und ich möchten eine wohlwollendere Welt des Gastgewerbes zeigen. Wir haben mehr Geduld und sind empathischer.» Es sei magisch, zu sehen, wie sich die jungen Menschen im Laufe ihrer Praktika im Restaurant entwickeln.

Ausserhalb der Arbeit ist Schenk passionierte Salsa-TĂ€nzerin. Nicht immer nur in der KĂŒche zu stehen, hat sie wĂ€hrend der Pandemie gelernt: «Davor gab es fĂŒr mich nur Arbeit, Arbeit, Arbeit.» Heute schĂ€tzt sie den Ausgleich zum Berufsleben. Wann immer sie kann, besucht sie Masterklassen – denn sie wĂ€re nicht sie selbst, wenn sie nicht auch beim Tanzen Vollgas geben wĂŒrde. (AHÜ)

Smarter Tourismus dank kĂŒnstlicher Intelligenz

Beim Zentralschweizer Tourismustag drehte sich alles um das Thema generative KI. Praktische Beispiele zeigten, wie diese den Tourismus unterstĂŒtzen kann.

Die kĂŒnstliche Intelligenz KI ist in aller Munde – und die Meinungen gehen auseinander, ob sie nun Fluch, Segen, Gefahr oder Hype ist. Nicole Stuber-Berries, Dozentin fĂŒr Digitalisierung an der Hochschule Luzern, stellte bei ihrer EinfĂŒhrung ins Thema erst einmal die Begrifflichkeiten klar: «Wenn wir heute von KI sprechen, meinen wir meist die generative KI. Denn kĂŒnstliche Intelligenz gibt es bereits seit den 50er-Jahren.» Erst die generative KI kann selbst Inhalte erzeugen, welche auf Wahrscheinlichkeiten beruhen und sich daher bei jeder erneuten Anfrage Ă€ndern können.

Nicole Stuber-Berries rĂ€t Tourismusunternehmen, die Einsatzmöglichkeiten intern im geschĂŒtzten Rahmen auszutesten. Dazu brauche es klare Richtlinien, da-

Wo soll’s hingehen? KI-gestĂŒtzte Reiseplaner werden immer wichtiger. ADOBE-STOCK

mit beispielsweise keine firmeninternen Daten eingespeist werden. Auch eine Kontrolle der Ergebnisse sei unerlÀsslich: «Immerhin geht es um das Vertrauen der Kunden, welches sonst schnell verloren geht.» Ebenfalls wichtig sei Transparenz. Wo Inhalte mit KI erstellt

werden, sollte dies auch ausgezeichnet werden. Andreas Freimann ist Verantwortlicher der KI-Strategie von Schweiz Tourismus ST. Er zeigte auf, wo die Organisation KI bereits einsetzt. So zum Beispiel beim Projekt «hAIdi», einer

Quelle: Travail Suisse; Barometer Gute Arbeit 2024

KI-Plattform fĂŒr Datenanalysen. Der digitale Assistent nutzt gezielt strukturierte Daten von ST, um EntscheidungstrĂ€gerinnen und Tourismusmanagern faktenbasierte Handlungsempfehlungen zu liefern. Eine weitere Anwendung ist die Erstellung von digitalen Zwillingen der ST-«Personae», also der typischen GĂ€steprofile.

So lassen sich konkrete Fragestellungen fĂŒr verschiedene GĂ€stegruppen eingeben, um beispielsweise zielgruppengerechte Kampagnen zu erstellen.

«Kontrolle und Transparenz sind bei KI unerlÀsslich.»

NICOLE STUBER-BERRIES, DOZENTIN HOCHSCHULE LUZERN

Desiree Schier von Wependio zeigte auf, wie eine KI-gestĂŒtzte Reiseplanung aussehen könnte. «Bereits heute sind 32 Prozent des Umsatzes in der Reisebranche durch KI beeinflusst», sagte sie. Diese Zahl werde weiter wachsen. Ihr Tool ist ein virtueller KIbasierter Reiseplaner, der sich beispielsweise auf der Website von Destinationen einbauen lĂ€sst.

«GĂ€ste können dort alle nötigen Informationen eingeben: Reisedaten und -dauer, Interessen, welche Art von Ferien sie sich wĂŒnschen und so weiter.» Das Tool spuckt dann einen fixfertigen Reiseplan aus – zusammengestellt

aus den von der Destination zur VerfĂŒgung gestellten Daten. «So können sich GĂ€ste viele Stunden Reiseplanung sparen.» Und: je einfacher die Planung, desto eher wird gebucht. FĂŒr Schier ist klar: «Die Frage, ob man den KI-Trend mitmachen will oder nicht, stellt sich nicht.» Denn wer nicht mitmache, werde abgehĂ€ngt. Zuletzt gab Joel De Buren von Zug Tourismus einen Einblick, wie die generative KI dort bereits angewendet wird. «Wir nutzen die kĂŒnstliche Intelligenz jeden Tag», so De Buren. «Zum Beispiel beim Erstellen von Social-MediaPosts oder Newslettertexten.» Diese wĂŒrden zunĂ€chst von Menschen geschrieben und danach zur Kontrolle, Verbesserung oder Anpassung an andere KanĂ€le in die KI gespeist. Er riet den Teilnehmenden: «Probiert es einfach aus. Die KI kann noch nicht alles, aber sie kann uns in vielem stark unterstĂŒtzen.» ANGELA HÜPPI

Zentralschweizer Tourismustag

Der Tourismustag ist ein Networking- und Weiterbildungsanlass der Zentralschweizer Tourismusbranche. Die Hochschule Luzern organisiert die Veranstaltung jÀhrlich in einem der Zentralschweizer Kantone in Zusammenarbeit mit der Luzern Tourismus AG und der SHL Schweizerischen Hotelfachschule. Die nÀchste Ausgabe findet am 5. November 2025 statt.

Optimismus und Geduld

Die Vorbereitungen der Kochnationalmannschaften fĂŒr die Koch-WM 2026 haben begonnen. Wir stellen jeden Monat je ein Mitglied des Haupt- und des Juniorenteams vor.

7 FRAGEN

1

Was hat Sie motiviert, Teil der Schweizer Kochnationalmannschaften zu werden?

2

Welches ist Ihre persönliche «Superkraft», mit der Sie das Team bereichern?

3

Und welches ist Ihre grösste SchwÀche?

4 Wer ist Ihr Vorbild?

5

Welches ist das speziellste Gericht, das Sie je gegessen haben?

6

Mit welcher Persönlichkeit wĂŒrden Sie gerne einmal zusammen in der KĂŒche stehen?

7

Wo trifft man Sie an, wenn Sie nicht gerade in der KĂŒche stehen?

ALVA BRUNSCHWILER

Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaf t

Die 17-JĂ€hrige ist Lernende im dritten Lehrjahr im Hotel Schweizerhof in Luzern. Sie ist seit diesem Jahr Mitglied der neu formierten Schweizer J unioren-Kochnationalmannschaft.

1 Kochen ist fĂŒr mich mehr als nur das Zubereiten der Speisen – es ist eine Kunst, ein Ausdruck von KreativitĂ€t und eine Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen. Die Schweizer Kochnationalmannschaften verkörpern genau das, was mich antreibt: die Leidenschaft, stĂ€ndig besser zu werden und die Freude daran, gemeinsam Grosses zu erreichen.

2 Meine FĂ€higkeit, in jeder Situation positiv zu bleiben. Egal, wie herausfordernd die UmstĂ€nde sind, ich finde immer einen Lichtblick und suche nach Lösungen statt nach Problemen. Diese Einstellung inspiriert auch andere, das Beste aus jeder Situation zu machen.

3 Meine grösste SchwĂ€che ist, dass ich manchmal zu selbstkritisch bin. Ich stelle hohe AnsprĂŒche an mich selbst und hinterfrage oft, ob ich genug leiste. Doch diese Selbstkritik treibt mich auch an, mich stetig zu verbessern.

4 Mein grösstes Vorbild ist Tanja Grandits. Ihre Ruhe und Gelassenheit beeindrucken mich zutiefst. Mit ihrem einzigartigen Können inspiriert sie mich immer wieder, an meinen FĂ€higkeiten zu arbeiten. Von ihr könnte ich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich unglaublich viel lernen.

5 Das waren meine ersten Moules frites. Als kleines Kind habe ich durch dieses Gericht meine Leidenschaft fĂŒr die Vielfalt der Lebensmittel entdeckt. Es war der Auslöser dafĂŒr, meine Neugier u nd Begeisterung fĂŒr den Beruf Koch zu entwickeln. Seit diesem Moment probiere ich stĂ€ndig neue Dinge aus und entdecke neue GeschmĂ€cke.

6 Ich trĂ€ume davon, einmal mit Tanja Grandits in der KĂŒche zu stehen und ihr einfach zuzusehen. Es wĂ€re inspirierend, aus erster Hand zu erleben, wie sie mit KreativitĂ€t und Ruhe Gerichte erschafft.

7 Wenn ich nicht gerade in der KĂŒche stehe, trifft man mich oft bei meinen Pferden oder meinem Hund. Diese Zeit ist fĂŒr mich ein wertvoller Ausgleich, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.

LIVIA BUCHELI

Schweizer Kochnationalmannschaft

Die 26-JĂ€hrige ist Chef pĂątissiĂšre im Restaurant La Brezza in Ascona/TI und Arosa/GR. 2022 belegte sie beim Wettbewerb Marmite Youngster den zweiten Rang im Bereich PĂątisserie.

1 Meine Motivation war es, zusammen mit leidenschaftlichen, sehr guten Köchen aus ganz unterschiedlichen Restaurants der Schweiz auf ein Ziel hinzuarbeiten. Gemeinsam wollen wir unser Bestes geben, um an der Koch-Weltmeisterschaft in Luxemburg hoffentlich Gold zu holen.

2 Als Superkraft wĂŒrde ich das zwar nicht beschreiben, aber ich bin ziemlich geduldig. So kann ich Dinge immer wieder ausprobieren und verbessern, bis ich ein perfektes Resultat habe.

3 Das ist eine schwierige Frage – aber manchmal bin ich wahrscheinlich ein bisschen zu direkt. Es kommt nicht immer bei allen so gut an, wenn ich offen sage, was ich denke.

4 Mein Vorbild ist RenĂ© Frank vom Restaurant Coda in Berlin – ein Restaurant mit einem MenĂŒ, welches nur aus Desserts besteht. FĂŒr mich als PĂątissiĂšre ist das natĂŒrlich sehr inspirierend. «Coda» hat seine Vision einfach durchgezogen und wurde dafĂŒr sogar mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

5 Vor ein paar Jahren besuchte ich das Restaurant HiĆĄa Franko von Ana RoĆĄ in Slowenien, welches sehr abgelegen liegt. Dort gab es unter anderem einen Gang mit Gnocchi und KĂ€sesauce, der u nglaublich war. Eigentlich handelt es sich um ein sehr simples Gericht, der Geschmack war aber einfach nur bombastisch. Und natĂŒrlich ĂŒberzeugte mich nicht nur dieser eine Gang, sondern der ganze Abend mit den unterschiedlichsten GeschmĂ€cken und einem tollen Ambiente.

6 Am liebsten wĂŒrde ich einmal mit Jordi Roca oder RenĂ© Frank in der KĂŒche stehen. Beide sind sehr gute PĂątissiers, die ĂŒber den Tellerrand hinaus denken und sehr kreativ sind. Es gibt aber sehr viele gute PĂątissiers, von denen ich in der KĂŒche noch etwas lernen könnte.

7 Wenn ich nicht in der KĂŒche stehe, findet man mich vor allem draussen: im Winter beim Skifahren, und im Sommer am See oder am Fluss.

Sponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional

FROHE ADVENTSZEIT

AusrĂŒster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode

Partner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions

Partner der Schweizer Junioren-Kochnational mannschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg,

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S. Pellegrino Young Chef Academy: Jungtalente der GourmetkĂŒche

Dieses Gericht brachte Theo Kopp den Sieg: eine neu interpretierte Potée Lorraine, verfeinert mit Mirabellen-Kimchi.

Der Luxemburger

Koch Theo Kopp setzt sich gegen die Konkurrenz durch –darunter auch vier Schweizer.

Die KreativitĂ€t, das Engagement und das technische Können junger Talente ins Rampenlicht stellen und gleichzeitig Innovation und Nachhaltigkeit fördern: Das ist das Ziel des Wettbewerbs S. Pellegrino Young Chef Academy. Dessen Regionalfinale fĂŒr Westeuropa fand am 18. November in Vitznau/LU statt. Unter den zehn Finalisten waren neben Luxemburger und belgischen Kandidaten auch vier Schweizer Profis vertreten. Darunter die einzige Frau im Wettbewerb, ClĂ©mentine Perradin vom Restaurant La Pinte des Mossettes in Cerniat/FR, die von ihrem Mentor Nicolas Darnauguihem

begleitet wurde. Die weiteren Schweizer Kandidaten waren Davide Rauco vom «L’Aparté» in Genf, Tamas Czegledi vom Restaurant Olivo im Grand Casino Luzern und Emmanuel Sargenti Rojas vom «Mandarin Oriental Savoy» in ZĂŒrich. Alle vier lieferten eine tadellose Leistung ab, die von der Jury gelobt und mit zwei Sonderpreisen belohnt wurde (siehe Kasten).

VielfÀltige Signature Dishes

Bereits in den frĂŒhen Morgenstunden begaben sich die Kandidaten in die KĂŒchen des Neuro Campus Hotels Das Morgen unter der Beobachtung von mehreren Kameras sowie von Christa R igozzi, die den Wettbewerb fĂŒr die im grossen Saal versammelten GĂ€ste moderierte. Die Köche hatten fĂŒnf Stunden Zeit, um ihr Signature Dish zu kochen. Da es kein vorgeschriebenes Thema gab, wurden ganz unterschiedliche Teller zubereitet. Einige setzten auf pflanzliche Gerichte wie Ravioli mit Knollensellerie oder

ter dem Vorsitz von Franck Giovannini vom Restaurant de l’HĂŽtel de Ville in Crissier/VD – musste sie Gerichte mit ganz unterschiedlichen Merkmalen beurteilen. Eine Herausforderung? «Auch wenn jeder sein eigenes Signature Dish gekocht hat, ist es trotzdem möglich, die Kreationen anhand von Geschmack, PrĂ€sentation und Aufwand zu bewerten», sagt Manser. «Nicht zu vergessen, dass auch die Geschichte hinter dem Gericht eine SchlĂŒsselrolle spielt.»

Teller auf Gourmetniveau

In der Tat nahm das Storytelling einen wichtigen Platz im Wettbewerb ein. Unmittelbar vor der Verkostung stellte jeder Kandidat sein Gericht der Jury vor und hob dabei Aspekte wie den Zero-Waste-Ansatz (Davide Rauco), den Reichtum des hauseigenen GemĂŒsegartens (ClĂ©mentine Perradin) oder die Leidenschaft f ĂŒr die Zutat Taubenfleisch (Tamas Czegledi) hervor. Was den Wettbewerb ebenfalls auszeichnet, ist die Möglichkeit der Juroren, ihre EindrĂŒcke mit den GĂ€sten zu teilen.

ZVG

eine minimalistische Kombination aus Wurzeln, Eiern und ZitrusfrĂŒchten. Andere bewiesen ihr Können mit einer Neirivue-Forelle im BlĂ€tterteig oder einer Makrele mit Shiitake-Pilzen. Auch orientalische EinflĂŒsse und neu interpretierte Traditionen wurden prĂ€sentiert. So etwa ein gegrillter Kopfsalat mit exotischen Akzenten sowie PotĂ©e Lorraine mit Mirabellen-Kimchi, deren Duft die KĂŒche durchströmte.

«Die Geschichte hinter dem Gericht spielt eine S chlĂŒsselrolle.»

SILVIA MANSER, MITGLIED DER DEGUSTATIONSJURY

In der KĂŒche konnten neugierige Besucher auch einigen Mitgliedern der Degustationsjury begegnen, darunter Silvia Manser von der «Truube» in Gais/AR. Zusammen mit den anderen Juroren – un-

Die Jury betonte beispielsweise die perfekte Zubereitung der Forelle von ClĂ©mentine Perradin, die sorgfĂ€ltige Textur der veganen Kreation von Davide Rauco, die Feinheit der sehr umamireichen SphĂ€re von Emmanuel Sargenti Rojas oder den intensiven Geschmack der Taube von Tamas Czegledi. Ein Kriterium, welches in den Diskussionen immer wieder auftauchte, war der Gourmet-Charakter der Teller – hier wurde besonders das Siegergericht gelobt. Dieses zeichnete sich durch eine perfekte Kombination aus technischem Können, KreativitĂ€t und Emotionen aus. PATRICK CLAUDET/AHÜ

Sonderpreise

ClĂ©mentine Perradin («La Pinte des Mossettes») gewann den Acqua Panna Award «Connection in Gastronomy», der von den zehn Mentoren verliehen wurde. Davide Rauco («L’Aparté») wurde mit dem S. Pellegrino Award fĂŒr soziale Verantwortung ausgezeichnet. Und der Italiener Davide Calabrese («Le Lappe Relais») erhielt den Fine Dining Lovers Award «Food for Thought».

THEO KOPP

«MEIN GERICHT ERINNERT MICH AN MEINE KINDHEIT IN FRANKREICH»

HGH: Theo Kopp, als Sieger des Regio-Finales der S. Pellegrino Young Chef Academy werden Sie 2025 am Finale in Mailand (IT) teilnehmen. War der Sieg fĂŒr Sie eine Überraschung?

THEO KOPP: Ja, er kam ziemlich unerwartet, denn das war mein erster Wettbewerb, und es waren einige sehr gute Köche am Start. Ich bin in Frankreich geboren und aufgewachsen und es macht mich stolz, diesen Sieg fĂŒr Luxemburg zu holen. Es ist das Land meines Vaters und das Land, in dem ich mich bei meinem Mentor Cyril Molard im Zwei-Sterne-Restaurant Ma langue sourit entfalten kann.

Wieso haben Sie sich entschieden, die PotĂ©e Lorraine neu zu interpretieren? Das ist eines der ersten Gerichte, das ich kreiert habe – lange bevor ich meine Karriere als Koch begann. Das war noch wĂ€hrend meines Studiums zum Ingenieur. Meine Frau ist aus Italien, einem Land, das ich sehr liebe und in dem fast jede Region ein ikonisches Gericht hat. Ich fragte mich, ob es auch eine typische SpezialitĂ€t aus Metz gibt, der Stadt in Lothringen, in der ich geboren wurde. Meine Frau brachte mich auf die Spur der Mirabelle, und so fing alles an.

Mehrere Kandidaten prÀsentierten vegane Gerichte. Sie haben sich dazu entschieden, Schweinefleisch zu verarbeiten. Weshalb?

Schweinefleisch ist das, was meine Familie seit jeher produziert, was ich gerne esse und was mich wahrscheinlich eines Tages umbringen w ird – hoffentlich so spĂ€t wie möglich (lacht). Die Wahl dieses bescheidenen, einfachen Bauerngerichts weckt zudem Erinnerungen an Familienessen in Moselle.

Sie waren frĂŒher Ingenieur. Wie sind Sie Koch geworden? Ich war bis 2021 als Ingenieur tĂ€tig, danach ging ich auf Reisen. Meine Umschulung begann auf La RĂ©union, wo ich eine Selle als C ommis in einem Hotel antrat. Nach meiner RĂŒckkehr habe ich in Metz, Paris, Lissabon, Peru, Kolumbien, Luxemburg und zuletzt i n Les Baux-de-Provence gearbeitet. Anfang des Jahres kehrte ich nach Luxemburg zurĂŒck, in die NĂ€he meiner Heimat Lothringen. Ich tat dies fĂŒr meine Familie und Freunde – und um mich ein wenig auszuruhen.

Tamas Czegledi vom Grand Casino Luzern mit Mentor Hugues Blanchard.
Emmanuel Sargenti Rojas vom «Mandarin Oriental Savoy» mit Mentor Guy Ravet.

Sicher durch den Winter kommen

Eis, KÀlte und winterliche LichtverhÀltnisse sind Gefahrenquellen, die nicht unterschÀtzt werden sollten.

Sobald die ersten Schneeflocken rieseln, verzeichnet die Schweizer Unfallversicherungsanstalt

Suva eine Zunahme der SturzunfĂ€lle. Bei Eis- und SchneeglĂ€tte ereignen sich bis zu viermal mehr SturzunfĂ€lle als an anderen Tagen. Um den Arbeitsweg sicher hinter sich zu bringen, rĂ€t die Suva, sich frĂŒhzeitig ĂŒber die aktuellen WetterverhĂ€ltnisse zu informieren und dementsprechend genĂŒgend Zeit fĂŒr den Arbeitsweg einzuplanen. Wenn immer möglich sollte man Gehwege und Strassen

benutzen, die von Schnee und Eis befreit sind.

Zugeschneite Stolperfallen

Dass man gerade beim Gehen auf verschneitem, rutschigem Untergrund den Blick auf den Weg und nicht aufs Smartphone richtet, sollte selbstverstÀndlich sein. Auch so ist es oft schwierig genug, Tritte, Schlaglöcher, Eisblattern und andere Hindernisse unter dem Schnee zu erkennen. Dies besonders bei Nebel oder in der DÀmmerung, wenn die LichtverhÀltnisse schlecht sind. Um im Winter sicher zu gehen und zu stehen, ist gut am Fuss sitzendes Schuhwerk mit rutschfester Profilsohle ein Muss. Das nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch, wenn man im Aussenbereich, etwa auf der Sonnenterrasse, arbeitet. Eine grosse Unfallgefahr bilden ve-

reiste Treppen. Daher ist es im eigenen Interesse und dem der GĂ€ste, die Stufen und HandlĂ€ufe immer eisfrei zu halten. Die Suva empfiehlt, sich beim Treppensteigen am Handlauf festzuhalten. Das ist im Berufsalltag kaum möglich, wenn man Koffer, Teller und GetrĂ€nketabletts, Harasse oder GemĂŒsekisten trĂ€gt.

Haut und Augen schĂŒtzen

Im Weiteren ist es schwierig, die Augen mit einer Sonnenbrille vor dem gleissenden Licht des reflektierenden Schnees zu schĂŒtzen, wenn man gleichzeitig im Restaurant und auf der Terrasse bedient. Ein Visor oder ein Baseballcap –vielleicht sogar mit dem Logo des Betriebs – ist zwar kein Ersatz fĂŒr eine Sonnenbrille, aber immerhin eine nĂŒtzliche Alternative. WĂ€hrend Portiers, Chasseure oder Mitarbeitende in der Entsorgung im Aussenbereich meist g ut mit Handschuhen arbeiten können, sind diese WĂ€rmespender im Service hinderlich. Was aber jeder machen kann, der im Winter zumindest teilweise im Freien arbeitet: die HĂ€nde und das Gesicht m it einer KĂ€lteschutzcreme einreiben. Wer nicht nur der KĂ€lte, sondern auf einer Terrasse auch der Sonne ausgesetzt ist, sollte unbedingt eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Damit wird nicht nur ein u nschöner und schmerzhafter Sonnenbrand verhindert. Auch SpĂ€tfolgen, die teilweise Jahrzehnte auf sich warten lassen, werden vermieden. Zu solchen SpĂ€tfolgen zĂ€hlen weisser und schwarzer Hautkrebs sowie die vorzeitige Alterung der Haut mit Faltenbildung und Altersflecken.

Gratis PrÀventionstipps

Auf der Suva-Plattform suva.ch können verschiedene MerkblĂ€tter mit Tipps zur UnfallprĂ€vention im Winter heruntergeladen werden. Darunter auch je eines speziell fĂŒr Hausdienst-Verantwortliche und Angestellte, die oft im Freien und in der KĂ€lte arbeiten. Etwas, das in den Wintersportorten ja in vielen Berufen der Fall ist. Die Suva rĂ€t dazu, die Haut stets trocken zu halten sowie feuchte Kleidung sofort zu wechseln. RICCARDA FREI

Die Serie «Arbeitssicherheit» erscheint in loser Folge. A n dieser Stelle wird ĂŒber PrĂ€ventions ­ und Schutzmassnahmen b erichtet.

Am Tourismus Forum Schweiz setzten verschiedene Fachleute aus der B ranche Impulse fĂŒr den Tourismus der Zukunft.

Tourismusfachleute aus dem ganzen Land nahmen Ende November am 12. Tourismus Forum Schweiz TFS des Staatssekretariats fĂŒr Wirtschaft im Zentrum Paul Klee in Bern teil. Zu den Teilnehmenden gehörten Akteure aus der Tourismuswirtschaft, den Tourismusregionen und -kantonen sowie Vertreter der Bundesstellen. Ein zentrales Anliegen des Seco war, konkrete Impulse fĂŒr die bis 2026 anstehende Erneuerung der Tourismusstrategie des Bundes zu erhalten. Das Seco hat hierzu dieses Zusammentreffen als Plattform fĂŒr den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren genutzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und VorschlĂ€ge werden in die Erneuerung der zukĂŒnftigen Tourismusstrategie einfliessen.

Die Zukunftsthemen des Schweizer Tourismus leiten sich aus globalen Megatrends in den

Bereichen Gesellschaft, Umwelt, Technologie, Wirtschaft und Politik ab. Zu den Themen im Tourismus, die aus Sicht von Fachleuten in Zukunft am dringlichsten sind, gehören der Klimawandel, die Tourismusa kzeptanz, der Arbeits- und FachkrÀftemangel sowie die Digitalisierung. Dies zeigt eine vom Seco im Sommer 2024 in Auftrag gegebene Umfrage.

«Beim Reisen schÀtzen junge Menschen den Austausch.»

Zu Wort kamen auch junge Menschen. NoĂ©e Völlmin, Studentin an der UniversitĂ€t Bern, sagte zum Beispiel, dass im Tourismus mehr fĂŒr den Umweltschutz getan werden mĂŒsse, damit auch ihre Generation davon profitieren könne. In einem Video, in dem junge Menschen zum Thema befragt wurden, sagten sie, dass die Natur geschĂŒtzt werden muss, damit der Tourismus auch in Zukunft attraktiv bleibt. DANIELA OEGERLI

Im Winter ist es besonders schwer, immer standfest zu bleiben. ADOBE-STOCK
NOÉE VÖLLMIN, STUDENTIN AN DER UNIVERSITÄT BERN
Berno Stoffel, Seilbahnen Schweiz, Janine Bunte, Schweizer Jugendherbergen, Martin Nydegger, Schweiz Tourismus, und Monika Bundi, UniversitÀt Bern. ZVG

WÜRZIGE WEIHNACHTSDRINKS

Das preisgekrönte Team der Einstein Bar in St. Gallen zeigt auf kreative Weise, wie man mit winterlichen GewĂŒrzen und passenden Spirituosen Festtagsstimmung ins Glas zaubert.

Lametta und Lichterketten findet man in der Bar des Hotel Einstein in St. Gallen nicht. Aus den Lautsprechern dudeln in der Adventszeit weder «Jingle Bells» noch «Stille Nacht». Obwohl Barchef Erik Koren und sein Team die Bar als weihnachtsfreie Zone erklĂ€rt haben, spricht fĂŒr sie nichts dagegen, ein bisschen Weihnachtsstimmung ins Glas zu bringen.

FĂŒr neue Ideen ist Erik Koren stets zu haben. «Wir mĂŒssen anerkennen, dass nicht mehr alles gleich lĂ€uft wie vor 20 Jahren», so der 44-JĂ€hrige. Man mĂŒsse frischen Wind und neue Arbeitsweisen zulassen. «Wichtig ist fĂŒr mich auch der Spass bei der Arbeit.

Mit tollen Zutaten, besonderen Barwerkzeugen und guter Musik.» Wobei der Service fĂŒr die GĂ€ste an erster Stelle steht. «Mein Team erhĂ€lt viele Freiheiten und WertschĂ€tzung, ich erwarte dafĂŒr Passion und Leistungsbereitschaft», sagt Erik Koren. Eine Philosophie, die sich auszahlt: So wurde das «Einstein»-Team bei den Swiss Bar Awards 2023 zum «Best Bar Team» gekrönt.

Hip-Hop und Ledersofas

Barchef Erik Koren hat eine AtmosphĂ€re geschaffen, in der seine Mitarbeitenden gerne arbeiten. Seit er den Managerposten 2018 ĂŒbernahm, legte die Hotelbar ihr verstaubtes Image ab. Die klassische AtmosphĂ€re, geprĂ€gt durch Chesterfield-Möbel, Holz und dunkle Farben, wird durchbrochen von modernen Kunstwerken und Hip-Hop-Sound. FĂŒr Pauline Lauinger ist die Einstein Bar der beste Arbeitsort, den sie sich vorstellen kann. «Als ich zum ersten

Mal hier reinkam, war ich sofort begeistert», sagt die 19-JĂ€hrige. Sie arbeitete im Rahmen ihrer Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Hotel Einstein erstmals a n der Bar und entschied danach, in Korens Team zu bleiben. «Hier ist in mir die Freude fĂŒr den Beruf erwacht. Der Zusammenhalt im Team und die UnterstĂŒtzung, die ich erhalten habe, sind einmalig.» Lauinger tĂŒftelt gerne neue Drinks aus. FĂŒr den Festtagscocktail «Little Knight» brauchte sie einige TestlĂ€ufe mit Stammkunden und Teamkollegen. Am Ende kam die zĂŒndende Idee in Form einer Weihnachtstradition. «In SĂŒddeutschland machen wir zu Weihnachten Anis-PlĂ€tzchen, genannt Springerle. Diese wollte ich als Cocktail nachbauen.» Erreicht hat sie das mit jamaikanischem Rum, Haselnuss-Likör, Bitters und Mandelsirup. Frische bringt Eiweissschaum, versetzt mit Zitrone und Vanille. Ein Cocktail, der schon beim ersten Schluck Weihnachtsstimmung erschafft.

Pauline Lauinger gefiel es in der Einstein Bar so gut, dass sie vor zwei Jahren ihren Bruder Benedikt ĂŒberzeugte, sich ebenfalls an der Bar zu versuchen. Dieser brachte Hotel-Erfahrung aus zwei Saisons in Arosa/GR mit, allerdings noch nicht im Service-Bereich. Doch der 23-JĂ€hrige saugte alles Cocktail-Wissen in sich auf und arbeitete sich in kurzer Zeit vom SpĂŒler und Servicemitarbeiter hoch zum Head-Bartender an der Cocktail-Station.

Mehr Schwung mit Musik

Seine SpezialitĂ€t ist die Geschwindigkeit, mit der er seine Drinks zubereitet. So ist es fĂŒr ihn meist kein Problem, die Zeitvorgabe seines Chefs einzuhalten. Diese sieht vor, dass jeder Gast innerhalb von zehn Minuten nach Bestellung seinen Cocktail erhĂ€lt. Damit Lauinger im Barbetrieb noch schwungvoller abliefern kann, stimmte Barchef Erik Koren jĂŒngst zu, dass ĂŒber der Cocktail-

station ein zusĂ€tzlicher Lautsprecher fĂŒr ihn installiert wird. Benedikt Lauingers Cocktail ist ein Twist auf einen Trinidad Sour. «Ich schĂ€tze Bitternoten in Cocktails mehr als SĂŒsse», so der Barkeeper. Der Drink «Cinnamon Heaven» nimmt das GewĂŒrz Zimt einerseits in einem Zimt-infusionierten Wodka auf. Zudem lĂ€sst sich mit ĂŒber dem Cocktail angezĂŒndeten Zimt ein funkelnder Show-Effekt erzeugen. Erik Koren entschied sich fĂŒr einen Drink, der perfekt ins festliche Thema passt: Der «Fall of Alexander» ist ein Twist auf den klassischen Brandy Alexander. Den Brandy bringt Koren in seinem Cocktail zu Fall und ersetzt ihn durch einen Bourbon Whiskey. Die SĂŒsse kommt durch Schokoladenlikör und Ahornsirup dazu. Nicht fehlen darf – wie beim Klassiker – geriebene Muskatnuss. Drei GewĂŒrze, drei Cocktails –sie zeigen, dass es sich lohnt, ĂŒber die Feiertage auch mal den Shaker hervorzunehmen. ALICE GULDIMANN

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Das «Einstein» wurde in den letzten Jahren von der reinen Hotelbar zum Hotspot der Barszene in St. Gallen.
8 0 Prozent der GĂ€ste kommen heute von ausserhalb des Hotels.
BILDER FILIPA PEIXEIRO

PAULINE LAUINGER LITTLE KNIGHT

Zutaten fĂŒr 1 Cocktail

1 ,5 cl A ppleton 8 Jahre

2 c l Frangelico ­ L ikör

1 c l Orgeat

3 d s A ngostura Cocoa Bitters

1 Eiweiss

3 c l Vanillesirup

3 c l Zitronensaft E twas geriebenen Sternanis

ERIK KOREN FALL OF ALEXANDER

Zutaten fĂŒr 1 Cocktail

5 c l B ourbon Whiskey

2 c l R ahm

4 c l M ozart Chocolate Spirit

3 c l Ahornsirup Muskatnuss

Alle Zutaten in den Mixbecher geben und krĂ€ftig auf guten EiswĂŒrfeln shaken. Anschliessend in eine vorgekĂŒhlte Cocktailschale abseihen, Muskatnuss darĂŒber reiben und servieren.

FĂŒr die Basis Rum, Frangelico ­ L ikör, Orgeat und An g ostura Cocoa Bitters auf gutem Eis shaken und in ein Nick ­ & ­ N ora ­ G las ab seihen. Danach Eiweiss, Vanille sirup, Zitronensaft und geriebenen Sternanis im B lender circa  30 Sekunden mixen und auf den Drink geben. Mit S ternanis garnieren.

BENEDIKT LAUINGER CINNAMON HEAVEN

Zutaten fĂŒr 1 Cocktail

2 c l Zimtwodka (hausgemacht)

2 cl Cognac

3 cl Orgeat

1 c l C huncho Bitters

1 c l A ngostura Bitters

2 c l Apfelsaft

3,5 cl Z itronensaft

6 c l Mandeldrink

Alle Zutaten auf den Mandeldrink giessen und einige Stunden stehen lassen. Das Ergebnis durch ein feines Passiertuch sieben. Auf Eis im RĂŒhrglas kalt rĂŒhren und auf einen grossen EiswĂŒrfel abseihen. Mit Zimt bestreuen und dekorieren.

Wein-Meisterwerk aus der Zentralschweiz

den beinahe hundert Jahre brach gelegenen Rebberg hinter der Kommende in Hitzkirch/LU. Im Laufe der Jahre kam zum Weingut in Eichberg/LU eine Kollektion SchlossberggĂŒter dazu. Eines davon ist das von den Grafen von Kyburg erbaute Schloss Trostburg. Dort, oberhalb des Dorfes Teufenthal/AG auf einem steilen SĂŒdhang, wachsen die Reben unter extremen Bedingungen auf reinem Sandstein-Verwitterungsboden. Passend dazu kultivieren Brunners mit Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc die klassischen Bordeaux-Sorten. Daraus entsteht der «Unico» aus der Linie Meisterwerke.

Konzentrierte Reife im Glas

Die Reben der Brunner Weinmanufaktur gedeihen an den schönsten HÀngen in den Kantonen Luzern und Aargau.

Als sich der Reussgletscher vor etwa 18 000 Jahren zurĂŒckzog, fĂŒllte dessen Schmelzwasser den Baldegger-, Hallwiler- und Sempachersee. SeitenmorĂ€nen hĂ€uften sich auf beiden Seiten. Heute bi lden die Böden der MorĂ€nenhĂŒgel beste Voraussetzungen fĂŒr den Rebbau. Im Jahr 2008 belebten Cristina und Mathias Brunner

Der 2022er «Unico» betört mit reifen roten FrĂŒchten, Noten von schwarzen Johannisbeeren und Paprika. Am Gaumen zeigt sich die Kraft der kurzen Kaltstandzeit, der 30 Tage MaischengĂ€rung und des 18-monatigen Ausbaus in neuen Barriques. Trotz aller Kraft bietet der Wein viel FĂŒlle und die elegante SĂ€ure sorgt fĂŒr Balance. FĂŒr 44 Franken pro Flasche bietet der «Unico» viel Weingenuss. Er empfiehlt sich zu Rindfleisch vom Grill, Wildgerichten oder Schokoladendesserts. Mit einem Reifepotenzial bis 2037 lohnt es sich, ein Paar Flaschen auf die Seite zu legen. (GAB)

Die BeitrÀge auf den Produktseiten w erden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch

FĂŒr Zuschneiden von Brot und KĂ€se

Mit einer breiten Produktpalette an hochwertigen Aufschnitt-, Vakuummaschinen und Waagen bietet die Hofmann Servicetechnik AG moderne Technik, um tÀgliche ArbeitsablÀufe zu erleichtern und

TĂŒrschlösser mit hö chster Sicherheit

Die Anpassung an SicherheitsbedĂŒrfnisse war noch nie so wichtig w ie heute. HotelgĂ€ste erwarten nicht nur Komfort, sondern auch Sicherheitsschutz. Das SchliessSystem Novel bietet dem Hotelier

eine optimale Lebensmittelverarbeitung zu ermöglichen. Die prĂ€zisen Schneidemaschinen ermöglichen ein schnelles und gleichmĂ€ssiges Zuschneiden von Wurst, Brot, KĂ€se und Fleisch, was die Zubereitung von Buffets oder von A-la-carte-Gerichten effizienter gestaltet. Zeitersparnis und gleichbleibende QualitĂ€t sind dabei entscheidende Vorteile. Im Sortiment der Hofmann Servicetechnik AG finden sich auch Waagen fĂŒr jede Gewichtsklasse. Kurze Einschwingzeiten, modulare Designs und intuitive Touchscreen-Bedienung garantieren exakte Mengenangaben. Diese helfen, Prozesse effizient zu gestalten –sei es bei der Zubereitung von Speisen oder der Preiskalkulation. hofmann-servicetechnik.ch

Ein Schokodekor mit Gittermuster

jederzeit die Möglichkeit, Sicherheitsfunktionen zu aktualisieren. A lles ohne kostspieligen Hardwareaustausch und zeitaufwendige Installationen. Das System Vingcard Novel verfĂŒgt ĂŒber eine Anti-Manipulations- und VerschlĂŒsselungskommunikation, eine Notfunktion mit AndroidSmartphone sowie ImmunitĂ€t gegenĂŒber Manipulationen. ZusĂ€tzlich hat das System einen Manipulationsalarm. Zudem verfĂŒgt das Schliesssystem Vingcard Novel ĂŒber eine skalierbare GriffHardware. Es ist kompatibel mit cloud-basiertem Vostio Access Management von Vingcard sowie feuerbestĂ€ndig fĂŒr Holz- und MetalltĂŒren im Innen- und Aussenbereich von Hotels. hintigmbh.ch

Hug Food Service ist Importeur und Vertriebspartner der niederlĂ€ndischen Marke Dobla in der Schweiz und hat per November 2024 eine neue Kreation aus feinster Schokolade lanciert. Die neue, exklusive Schokoladendekoration «Lace Flower Amber» mit ihrem trendigen Gittermuster und einer edlen Farbgebung entspricht dem Zeitgeist. Ihre Optik verleiht jedem Dessert das gewisse Extra u nd ist die perfekte Wahl fĂŒr Köchinnen und Köche sowie PĂątissiers, die ihre sĂŒssen Kreationen veredeln möchten. Hergestellt aus feinster, hochwertiger weisser Schokolade, passt die Dekoration ideal zu einer Vielzahl von Desserts und ist das ganze Jahr ĂŒber v ielseitig einsetzbar. Die DoblaNeuheit ist UTZ/Rainforest-zertifiziert und sowohl im Schweizer A bhol- als auch im Belieferungsgrosshandel erhĂ€ltlich. hug-foodservice.ch

Bordeaux-Blend in saftiger italienischer Manier. ZVG

MARKUS LINDNER « DER DAVOSER CERCLE

IST FÜR ALLE OFFEN »

Seitdem Markus Lindner das Zepter des Davoser Cercles ĂŒbernommen hat, macht dieser wieder von sich reden.

HGZ: Markus Lindner, Davos stand lange fĂŒr seine Interna tional Chef Days. Dann wurde es still um den Anlass und um seinen Cercle. Warum?

MARKUS LINDNER: Ich war damals Anfang der 2000er-Jahre noch nicht dabei, aber nach meinen In formationen ging die Nachfrage nach diesem Event von Jahr zu Jahr zurĂŒck. Es gehören viel Engagement und Zeit dazu, solch eine Grossveranstaltung zu orga nisieren. Trotz allem, wenn man sich umhört und mit der Ă€lteren KochzĂŒnftlergeneration ĂŒber den Anlass redet, sehe ich immer noch glĂ€nzende Augen.

Wird es unter Ihnen zukĂŒnftig eine Neuauflage der Interna tional Chef Days geben?

Vielleicht. Mich persönlich wĂŒrde es jedenfalls freuen, Hunderte von Köchen, Jungköchen und Lernenden wieder bei uns in Davos begrĂŒssen zu dĂŒrfen.

ZVG

Sie sind seit November 2023 PrĂ€sident des Davoser Cercles. Was hat Sie bewogen, das Amt zu ĂŒbernehmen?

Davos kenne ich nun schon seit mehr als acht Jahren, und ich fĂŒhle mich als gebĂŒrtiger Bayer sehr wohl hier. Dieser Ort hat etwas Besonderes. Da ich von Natur aus ein Macher-Typ bin, habe ich vor einem Jahr zugestimmt, die Aufgabe des PrĂ€sidenten zu ĂŒbernehmen. Davos hat mehr zu bieten als «nur» das World Economic Forum WEF. Kulinarisch sind wir gut aufgestellt, das möchte ich zusammen mit meinen Kolleginnen u nd Kollegen auch zeigen. Nicht umsonst gab es durch viel Fleiss fĂŒr drei Mitgliederbetriebe Auszeichnungen im «Gault-Millau».

Was waren die Cercle-Höhepunkte in diesem Jahr? FĂŒr mich war das eigentlich jeder Anlass. Mindestens einmal im Monat organisieren wir eine AktivitĂ€t. Einmal geht es in Sachen Wein und Tischkultur zu einem unserer Winzer in der Region, ein anderes Mal zu Produzenten von Fleisch-, GemĂŒse- oder Molkereiprodukten. Der gesellschaftliche Teil soll natĂŒrlich auch nicht vergessen werden, und da gibt es mal einen Fondue-Abend oder auch mal einen «Chlaushöck», bei dem wir ĂŒber Gott und die Welt reden. Mit dabei waren wir auch in diesem Jahr beim grossen Davoser Promenadenfest anlĂ€sslich des 500-jĂ€hrigen Bestehens der drei BĂŒnde. Passend zum Thema kochten wir unter anderem Rindsvoressen mit Biorollgerste auf offenem Feuer im Kupferkessel.

Sie schickten dieses Jahr eine Lernenden-Mannschaft an den Gastro-Elite-Wettbewerb nach St. Gallen. Liegen Ihnen die Jungen besonders am Herzen?

Ja und wie! Unsere Mannschaft «Gourmet Böck», die von CercleVizeprĂ€sident Manuel ZĂŒnd gecoacht wurde, holte Silber.

«Mit der Davoser Culinary Trophy planen wir einen neuen LernendenWettbewerb.»

Sind Sie 2025 wieder dabei? Ja, die Vorbereitungen fĂŒr den nĂ€chsten Wettbewerb sind bereits in vollem Gange. Die Förderung der Jungen ist enorm wichtig, denn ohne sie wird es schwierig, in Zukunft noch FachkrĂ€fte zu finden. Wir haben im vergangenen Jahr einen «NachwuchspreisFonds» eingerichtet. Damit stellt der Davoser Cercle finanzielle Mittel zur Vergabe eines Preises zur VerfĂŒgung. Dieser ehrt Ausbildner, Lehrbetriebe und angehende Berufsleute, die zur Förderung des Berufsstandes beitragen.

Wie viele Mitglieder hat der Davoser Cercle heute? Momentan sind es 65 Mitglieder.

DĂŒrfen eigentlich nur KĂŒchenchefs mitmachen?

Bei uns ist jeder herzlich willkommen, ob KĂŒchenchef, Sous-chef, Chef de partie oder Lernender .

Wie sprechen Sie potenzielle Neumitglieder an?

Nach dem bekannten Slogan «Tue Gutes und rede darĂŒber». Wir

reden mit Köchinnen und Köchen ĂŒber Kulinarik, gemeinsame StĂ€rken, ĂŒber Möglichkeiten, auch ausserhalb des Landes erfolgreich zu sein. Und wir reden ĂŒber unsere Aufgabe, der Gesellschaft Esskultur zu vermitteln.

2025 steht vor der TĂŒr. Was hat der Davoser Cercle im kommenden Jahr vor?

Wir planen derzeit unsere Generalversammlung, bei der wir ein «Meet and Greet» mit unseren Sponsoren planen. Eingeladen sind ĂŒbrigens auch Vertreter anderer Schweizer Cercles. Und dann wollen wir einen eigenen Lernenden-Wettbewerb auf die Beine stellen. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Wie sehen Ihre ganz persönlichen WĂŒnsche fĂŒr 2025 aus?

Ich wĂŒnsche mir, dass die Gesellschaft das Essen wieder mehr zu schĂ€tzen weiss, dass die Familie einmal am Tag am Esstisch zusammenkommt und ein frisch zubereitetes Gericht geniesst. Viele h aben das in dieser hektischen Welt verlernt. JÖRG RUPPELT

Zur Person

Markus Lindner erlernte das Kochhandwerk im Hotel Öschberghof in Donaueschingen (DE). Nach verschiedenen nationalen und internationalen Stationen (darunter bei Alfons Schubeck) war er acht Jahre lang selbstĂ€ndiger Event- und Mietkoch sowie Gastronomieund Fachberater. Seit 2022 ist er Executive Chef im Congress Center Davos.

Jakub Baroƈ

KĂŒchenchef

Jakub Baroƈ ĂŒbernimmt die Leitung der KĂŒche im Walliserhof Grand Hotel & Spa in SaasFee/VS. Der Gastronom, zuvor mit 14 Gault-Millau-Punkten im Walliser Restaurant Spycher ausgezeichnet, bringt eine kreative Handschrift mit, die Tradition und Innovation vereint.

Roli

Meier

Besitzer

Die Gastro-Spezialisten Roli Meier und Urs Berger (rechts) haben am 1. September die Luzerner Genuss-Manufaktur Safra AG von den BrĂŒdern Charles und Roger Kolly ĂŒbernommen. Meier war von 2014 bis 2024 im Aussendienst von Dyhrberg tĂ€tig, davor PĂ€chter des Restaurants Bahnhöfli in Sursee/LU.

Simon

Spiller

General Manager

Am 15. MĂ€rz wird Simon Spiller General Manager des Grand Resort Bad Ragaz sowie Mitglied der GeschĂ€ftsleitung. Er tritt die Nachfolge von Milos Colovic an, der sich nach ĂŒber sechs Jahren neuen beruflichen Herausforderungen widmet. Spiller fĂŒhrt seit 2020 das Hotel Eden Roc in Ascona/TI.

MichĂšle Begert

Restaurantleiterin

MichĂšle Begert ist seit Dezember die neue Restaurationsleiterin im Casino Bern. S eit drei Jahren bringt Begert ihre Expertise ins Casino Bern ein. Seit Februar 2023 ist Bill Stooss KĂŒchenchef des Betriebs. Begert und Stooss setzen sich fĂŒr eine lebendige Gastronomie ein.

Urs Berger

Besitzer

Die neuen Besitzer der Safra AG Urs Berger und Roli Meier haben die zehn bestehenden Mitarbeitenden ĂŒbernehmen können. Berger war davor seit 2022 GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Wirtschaft zum SchĂŒtzenhaus in Luzern und von 2019 bis 2022 Gastronomieleiter der Stiftung Lebensart in BĂ€rau/BE.

Georg Lieser

KĂŒchenchef

Mit der Eröffnung der Wintersaison ĂŒbernimmt Georg Lieser die Leitung der KĂŒche im Ameron Davos Swiss Mountain Resort in Davos/GR. Bis zu seinem Wechsel war der gebĂŒrtige Deutsche in Ascona/TI stationiert, wo er zuletzt als Sous-chef im Luxushotel Castello del Sole tĂ€tig war.

LESERBRIEF

Schreiben Sie uns! Wir freuen uns ĂŒber Inputs, Lob, Ideen und natĂŒrlich auch Kritik.

oder an

Markus Lindner fĂŒhrt seit 2023 den Cercle des Chefs de Cuisine Davos.

DOMINIC MÖCKLI

« DIE MENSCHEN MACHEN DEN UNTERSCHIED»

FĂŒr den abtretenden

GeschÀftsleiter von TopCC Dominic Möckli stehen Mitarbeitende und Kunden stets im Mittelpunkt.

HGZ: Dominic Möckli, vor zwölf Jahren sagten Sie, dass es der Gastronomie in der Schweiz nicht gut gehe. Wie sieht die Situation heute aus?

DOMINIC MÖCKLI: Es gibt nach wie vor Betriebe, die kĂ€mpfen mĂŒssen, und auch solche, die gut ausgelastet sind. Der Ausserhauskonsum ist stabil geblieben, aber d ie Zahl der klassischen Familienbetriebe hat abgenommen.

Wie hat sich TopCC in dieser Zeit verÀndert?

Was uns nach wie vor auszeichnet, sind die bedienten Metzgereien mit ausgebildeten Fleischfachleuten, die fĂŒr die Kunden da sind. Damit heben wir uns deutlich von der Konkurrenz ab. Und seit MĂ€rz 2020 können auch Endverbraucher bei uns einkaufen.

Wie ist das bei den Endverbrauchern angekommen?

Wir sprechen von GeschÀftskunden, die es sehr schÀtzen und m ittlerweile einen wertvollen Anteil am Umsatz ausmachen. Das wichtigste Standbein bleiben die Gastronomen sowie WiederverkÀufer wie Tankstellenshops, BÀckereien oder Metzgereien.

Welches waren fĂŒr Sie die Highlights bei TopCC?

Sicher die Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitenden. Dabei konnte ich positiv auf die Unternehmenskultur einwirken. Ich hatte die Möglichkeit, das Unternehmen zu prÀgen. Und ich denke, viele Mitarbeitende haben wirklich Freude an dem, was sie tun.

Wie geht es TopCC wirtschaftlich?

Die TopCC AG mit Sitz in Gossau/ SG betreibt elf Cash-&-Carry-AbholmÀrkte in der Deutschschweiz

und zĂ€hlt 400 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist Teil der SparGruppe Schweiz und seit 2016 ein Tochterunternehmen der sĂŒdafrikanischen The Spar Group Ltd. Die Gruppe erwirtschaftete 2023 einen Gesamtumsatz von 7,5 Milliarden Franken.

«Nur wer neugierig ist, bringt es im Leben weiter.»

Welche Produkte sind am meisten gefragt?

25 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir mit der Kategorie Fleisch. Dann kommt die K ategorie Wein und Spirituosen, danach FrĂŒchte und GemĂŒse.

Wie sieht die Konkurrenzsituation bei TopCC aus? Konkurrenten sind nicht nur die Mitbewerber Cash and Carry. Der

Detailhandel gehört auch mittlerweile dazu. TopCC darf darum nicht nur auf den Preis setzen. Man muss den Kunden Emotionen und ein Einkaufserlebnis bieten.

Welches sind Ihre PlÀne nach dem Weggang bei TopCC? Berufliche PlÀne habe ich im Moment keine. Ich werde wieder mehr Zeit mit meiner Frau verbringen. Wir haben einen grossen Garten, den wir gemeinsam bewirtschaften und pflegen. DANIELA OEGERLI

Zur Person

Dominic Möckli (60) hat Agronomie und Wirtschaft studiert. Bis zum 12. Dezember ist er Delegierter des Verwaltungsrates von TopCC. Vom 1. Januar 2013 bis 30. September 2024 war er GeschÀftsleiter des Unternehmens.

Starke Stimme fĂŒr die BĂ€cker-Branche

Sina Plattner lebt ihre Leidenschaft fĂŒr das sĂŒsse Handwerk: In der Backstube verbindet sie KreativitĂ€t, PrĂ€zision und Tradition – und hat grosse PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft.

Schon als Kind stand fĂŒr Sina Plattner fest, dass sie einmal in der Backstube stehen möchte. Heute, mit 19 Jahren, arbeitet sie in ihrem Traumberuf in der Kunz AG Art of Sweets in Frick/AG. Die Berufsfrau ist Konditorin-Confiseurin und absolviert aktuell die Zusatzlehre zur BĂ€ckerin. «Ich fand das Backen schon im Kindergarten grossartig», erzĂ€hlt sie. Besonders das WeihnachtsgebĂ€ck habe es ihr angetan: «Meine Grossmutter bereitete jedes Jahr 20 bis 30 Sorten zu – das wollte ich auch können.» Den ersten ernsthaften Schritt in Richtung Berufswahl ebnete ihre Mutter, die im Verkauf einer BĂ€ckerei arbeitete. «In meiner Freizeit half ich dort oft und gerne mit. Die AtmosphĂ€re in der Backstube hatte es mir angetan. Zudem begeisterten mich die VielfĂ€ltigkeit und die KreativitĂ€t dieses Berufs.» Einige Jahre spĂ€ter sei fĂŒr sie klar gewesen, dass sie einmal KonditorinConfiseurin werden wollte.

Der Beruf soll Spass machen FĂŒr Sina ist ihr Beruf mehr als nur ein Job. «Die Freude an dem, was man tut, ist das Wichtigste», betont sie. Gleichzeitig seien Eigenschaften wie PrĂ€zision, Sauberkeit und KreativitĂ€t essenziell. «Man soll aber auch kritisch mit sich selbst sein und die Erwartungen an sich hoch ansetzen.» Diese Haltung zeigt sich auch beim Herstellen eines ihrer Lieblingsprodukte: den Fricktaler KirschstĂ€ngeli. «Sie werden aus wenigen Zutaten hergestellt und gelingen nur, wenn man exakt und mit FingerspitzengefĂŒhl arbeitet. Wenn die Zuckerkruste ĂŒber Nacht auskristallisiert, ist das fĂŒr mich wie Magie.» Doch auch die tĂ€glichen

Herausforderungen und das Miteinander im Team schĂ€tzt sie: «In der BĂ€ckerei klappt nichts, wenn nicht Hand in Hand gearbeitet wird.» Ihr handwerkliches Können hat sie bereits bewiesen: Sie gewann den Lernenden-Wettbewerb Brotchef 2024. Dieser Sieg sei ein Highlight ihrer noch jungen Karriere und wĂŒrde ihre Visionen fĂŒr die Zukunft weiter stĂ€rken.

«Es ist wichtig, seine eigene Arbeit immer mal wieder zu hinterfragen.»

SINA PLATTNER, KONDITORIN-CONFISEURIN

So will sich Sina Plattner weiterbilden, um spĂ€ter selbst Lehrlinge auszubilden. «Ich möchte meinen Berufsstolz an jĂŒngere Generationen weitergeben und dafĂŒr sorgen, dass unser Handwerk noch lange Bestand hat.» Interessierten rĂ€t sie: «Geht in verschiedenen Betrieben schnuppern. Es ist wichtig, die BĂ€ckerei sowie die KonditoreiConfiserie kennenzulernen.» In einer Zeit, in der vieles industriell produziert wird, sieht Sina ihren Beruf als Gegenentwurf. «Es tut gut zu wissen, dass es noch handwerkliche QualitĂ€tsarbeit gibt. Ich hoffe, die Gesellschaft lernt wieder mehr zu schĂ€tzen, wie viel Aufwand und Fachwissen in unserem tĂ€glichen Schaffen stecken.»

ANDREA DECKER

Dominic Möckli, GeschÀftsleiter von TopCC, verlÀsst das Unternehmen nach zwölf Jahren. Sein Nachfolger Roland Egli war seit Mai 2023 sein Stellvertreter. ZVG
Sina Plattner rĂŒhrt nur zu gerne die Werbetrommel fĂŒr ihren Beruf.

KRIEGSWAFFE SUPPENTOPF

Es geschah im Dezember 1602. Die Franzosen griffen Genf an. Doch dank eines Suppentopfes wurden die Angreifer gestoppt. Genf feiert den Sieg bis heute mit der FĂȘte de l’Escalade.

Es ist 422 Jahre her, doch der Sieg hallt bis heute nach und wird in Genf gross gefeiert. In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 schlug die Genfer Bevölkerung die Soldaten des Herzogs von Savoyen in die Flucht. In jener Nacht griffen 2000 Söldner, die im Dienst des Herzogs standen, die Stadt am Genfersee an. Einem harten Kern von 200 Mann gelang es, die Stadtmauern zu erklimmen. Bis sie von heisser Suppe am weiteren Angreifen gehindert wurden. Eine der grossen Symbolfiguren dieses Festes ist die MÚre Royaume, zu Deutsch Mutter

Königreich. Der Legende nach soll sie wĂ€hrend der nĂ€chtlichen Schlacht einen savoyischen Soldaten in den Gassen der Stadt erschlagen haben, indem sie ihren g usseisernen Topf voll heisser Suppe auf ihn hinunterfallen liess. Die Geschichte wird im Lied «CĂ© qu’ù lainλ, der inoffiziellen Hymne des Kantons Genf, erzĂ€hlt. Dieser nĂ€chtliche Sieg blieb fĂŒr immer in den Köpfen der Genfer Einwohnenden haften und wird seither gefeiert. Seit 1881 wird auch jedes Jahr an den Feierlichkeiten in Gedenken an Mutter Königreich ein Topf zerschlagen. Dieses Jahr fĂ€llt die FĂȘte de

l’Escalade auf das Wochenende vom 13. bis 15. Dezember. Dann befindet sich die Calvin-Stadt im Ausnahmezustand.

Historisches Festwochenende

Auf den PlĂ€tzen und in den Gassen der Altstadt gedenkt die Genfer Bevölkerung dem historischen Ereignis mit VorfĂŒhrungen von Ha ndwerkskĂŒnsten, EssstĂ€nden, patriotischen Liedern und Reden.

In der Kathedrale Saint-Pierre findet ein interreligiöser Gottesdienst statt. Am Sonntag erreichen die Festlichkeiten ihren Höhepunkt mit einem Umzug von

Hunderten von Teilnehmenden, alle in historische KostĂŒme gekleidet. Und seit 1978 wird die C ourse de l’Escalade, ein Stadtlauf durch Genf, veranstaltet. Dieser findet eine Woche vorher am 7. und 8. Dezember statt. Die Wertschöpfung der Escalade ist in Genf noch nie erhoben worden. Doch LĂ©onore Ehrsam Bimpage, Pressesprecherin vom Kanton Genf, weiss: «Es kommen mehr GĂ€ste als an einem anderen Dezemberwochenende in unsere Stadt. Gut sichtbar ist das an der erhöhten Nutzung der Geneva Transport Card.» Kulinarisch steht die traditionelle heisse

Suppe als Hommage an MĂšre Royaume im Zentrum. «Da es in jener Zeit ĂŒblich war, jeden Tag Suppe zu essen, sind keine Rezepte ĂŒberliefert», sagt Ehrsam Bimpage. «Wir wissen deshalb nur wenig ĂŒber die Essgewohnheiten jener Zeit.» Historiker gehen aber davon aus, dass es sich um eine GemĂŒsesuppe aus saisonalen Zutaten handelt und haben ein Rezept ausgearbeitet. Enthalten sind ein Kohlkopf, zwei Zwiebeln, ein Kohlrabi, vier bis fĂŒnf Lauchstangen, vier bis fĂŒnf Weisswurzeln, ein wenig Spinat, 200 Gramm Linsen, 200 Gramm Reis und 250 Gramm Speck. RUTH MARENDING

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Das Rezept: Wildentenbrust aus der Region mit herbstlichen Komponenten

Markus Furtner ist passionierter JÀger und leidenschaftlicher Koch. Diese Ente stammt aus seinem Jagdgebiet im unteren Tösstal. Die Entenbrust und die Keule werden von Quitte und Federkohl begleitet.

Es gibt keine Jahreszeit, in der wir kein Wild auf die Karte setzen», erklĂ€rt Markus Furtner. Er ist nicht nur JĂ€ger, sondern amtet an verschiedenen Orten im Kanton ZĂŒrich als Jagdaufseher. Die Ente in seinem Gericht stammt von der Töss bei Pfungen/ZH. «Wir jagen meistens Erpel, weil es davon zu viele gibt», sagt der KĂŒchenchef im Restaurant Didi’s Frieden in ZĂŒrich. Einheimisches Wildbret sei rar, das meiste gehe unter der Hand weg. Wenn er es nicht selbst verwendet, verkauft er sein selbst erlegtes Wild. Wer Interesse an heimischem Wild habe, könne bei der Jagdgesellschaft in der NĂ€he anfragen. Oder bei Alfred von Escher in ZĂŒrich, er verkaufe auch qualitativ hochstehendes Wild. An seinem Gericht schĂ€tzt Markus Furtner, dass man das ganze Tier dafĂŒr verwenden kann. Er hat nicht nur die Brust der Ente verarbeitet, aus den Schenkeln bereitet er die Tortelloni zu. Wichtig ist, eine Ente zu verwenden, die gut abgehangen ist. «Diese liess ich zwölf Tage lang im Federkleid im KĂŒhlraum hĂ€ngen.» Bei der Zubereitung der Brust ist es wichtig, dass sie nicht trocken wird. Erst zum Schluss wird diese kurz kross auf der Haut gebraten. An

diesem Gericht schĂ€tzt er auch, dass es mit der Quitte, dem Federkohl und dem Sellerie die GeschmĂ€cke des Herbstes vereint. Die Cremigkeit der TortelloniFĂŒllung mit dem Wildentenfett rundet das Gericht perfekt ab. Zum Konzept des KĂŒchenchefs und Berufsbildners gehört der sorgfĂ€ltige Umgang mit dem ganzen Tier. «Dies gebe ich meinen Mitarbeitenden und Lernenden mit auf den Weg. FĂŒr mich hat es mit Respekt gegenĂŒber dem

Tier zu tun.» Filets braten könne jeder, das Zubereiten eines gelungenen Siedfleischs oder Ragouts benötige mehr handwerkliches Geschick. Bei der Jagd, dem Zerwirken und dem Veredeln des Tieres erlange man viel wichtiges Kochwissen. Sein Team und er bereiten selbstverstÀndlich nicht nur Wild zu: «Ich arbeite sehr gerne mit allen Lebensmitteln, nur das Herstellen von Pùtisserie ist nicht so mein Ding», sagt der 46-JÀhrige. Das sei eher das Ste-

ckenpferd von Didi Bruna oder Sous-chefin MichĂšle Weber. Inspirieren lĂ€sst sich Markus Furtner fast ĂŒberall: «Ich erhalte Ideen, wenn ich draussen in der Natur bin, beim Jagen oder beim Einkaufen.» Manchmal erzĂ€hlen ihm auch Leute von kulinarischen Erlebnissen auf ihren Reisen, und diese setzt er dann auf seine Art um. FĂŒr ihn und sein Team ist es wichtig, dass alle GĂ€ste mit einem zufriedenen GefĂŒhl nach Hause gehen. DANIELA OEGERLI

REZEPT

Brust von der Pfungener Wildente auf Tortelloni mit Wildenten-FĂŒllung an Wildenten-Quittenbrandjus mit Federkohl und Quittencoulis

Zutaten fĂŒr 4 Personen Wildentenbrust sous-vide

4 S t. E ntenbrust

5 g B utter

St. Wacholderbeeren

S t. N elken

T l. H onig

Prise Z imt

S ojasauce 2 S t. T hymianzweig

Die Entenbrust mit Salz und Pfeffer wĂŒrzen, restliche Zutaten mischen und mit der Ente zusammen vakuumieren. Etwa drei Stunden bei 50 ° C ins Wasserbad geben, h erausnehmen und kaltstellen. Die Entenbrust aus dem Beutel nehmen und abtropfen lassen. Auf der Hautseite kross anbraten und an der WĂ€rme abstehen l assen, tranchieren und anrichten. Die Vorbereitung kann auch am Vortag gemacht werden.

Wildenten-TortellonifĂŒllung

450 g W ildentenfleisch, Schenkel u nd Abschnitte von zwei Enten

150 g Zwiebeln, geschĂ€lt 1 50 g K arotten, geschĂ€lt 8 0 g K nollensellerie, geschĂ€lt 3 0 g S onnenblumenöl 1 St. L orbeerblatt 50 g TomatenpĂŒree 5 g f rischer Rosmarin, gehackt 2 g g etrockneter Majoran 1 00 g G lace de Viande 5 d l Rotwein S alz und Pfeffer

Das GemĂŒse in Matignon schneiden. Entenfleisch in WĂŒrfel schneiden, mit Salz und Pfeffer wĂŒrzen, danach im Öl anbraten. GemĂŒse dazugeben und andĂŒnsten. L orbeer, Majoran und Rosmarin beigeben. TomatenpĂŒree mitdĂŒnsten und mit Rotwein ablöschen. Zudecken und etwa eine Stunde köcheln lassen. Die FlĂŒssigkeit zur Glace einkochen lassen, Glace de Viande dazugeben und kurz mitkochen. Die Masse durch den Fleischwolf (1-mm-Scheibe) drehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Rezept fĂŒr den Jus ist auf der Website der Hotellerie Gastronomie Zeitung zu finden.

BETRIEB

Didi’s Frieden

Stampfenbachstrasse 32

8006 ZĂŒrich

Tel. 044 253 18 10

Die Brust von der Pfungener Wildente auf Tortelloni mit Wildentenschenkel-FĂŒllung an Wildenten-Quittenbrandjus von Markus Furtner. BILDER: FILIPA PEIXEIRO
Der KĂŒchenchef und Berufsbildner Markus Furtner ist bereits seit 2007 im Restaurant Didi’s Frieden in ZĂŒrich tĂ€tig.

Las Parcelas Rioja DOCA 2021

«Frischer Neo-Rioja aus alten Mischsat zParzellen»

GABRIEL TINGUELY, WEINEXPERTE

Region

Die Rioja Alavesa liegt nördlich des Flusses Ebro, der sie von der Rioja Alta und der Rioja Baja trennt. Dort, in der kleinsten Unterregion des nordspanischen Weinbaugebiets, gedeihen die Reben an den SĂŒdhĂ€ngen des Kantabrischen Gebirges auf 420 bis 600 Meter ĂŒber Meer. Als Böden ĂŒberwiegen weisser Kalk sowie rotgrauer Lehm. Das Klima ist trocken mit heissen Tagestemperaturen und kĂŒhlen NĂ€chten.-

Rebsorten

Tempranillo ist die wichtigste Rebsorte der Rioja. Sie steuert Frucht, SĂ€ure und Tannine bei. Graciano ist tannin- und extraktreich. Mazuela hat Farbe und SĂ€ure. Garnacha sorgt fĂŒr ausgleichenden Schmelz.

Wein

Der Las Parcelas Rioja DOCA ist eine CuvĂ©e aus besten Parzellen. Im gemischten Satz wurden dort die meisten Reben in den 1920erbis 40er-Jahren gepflanzt. Die ErtrĂ€ge sind klein. DafĂŒr ergeben sie sehr intensive und konzentrierte Weine. ÜberschwĂ€ngliche Kirschenaromen werden im Gaumen von GewĂŒrzen ergĂ€nzt. Es empfiehlt sich, den spannungsgeladenen 2021er zu karaffieren.

Produzent

Der Name des Weinguts Bideona – vom baskischen bide ona, der gute Weg – fĂŒhrt das Erbe von ĂŒber 300 Parzellen mit alten Reben zu einem neuen Stil der RiojaWeine. Dabei stehen die Parzellen und der Jahrgang im Vordergrund.

Bezugsquelle

Terravigna die Weinhandlung aus Utzenstorf/BE, gefĂŒhrt von Thomas Steffen, seinem Sohn Raphael und Tochter Annina ist ein Familienunternehmen mit 25 Mitarbeitenden.

Adresse: Terravigna AG

Bahnhofstrasse 1, 3427 Utzenstorf

Preis: Fr. 21.00 terravigna.ch

Ein passender Ort zum ErzÀhlen von Weinvisionen

Aufbruchstimmung verbindet den «Esprit de GenĂšve» mit dem Pavillon Le Corbusier in ZĂŒrich.

Dann hatte eine Gruppe von Winzerinnen und Winzern die Idee, eine Cuvée zu kreieren, die das Terroir mit dem humanistischen Geist von Genf verbindet.

Die Formel der Erfolgsgeschichte

Spitzenklasse des Jahrgangs 2023

Mehr Informationen unter: bideona.wine

Die Wahl des Pavillon Le Corbusier im ZĂŒrcher Seefeld fĂŒr die P rĂ€sentation des 20. Jahrgangs des «Esprit de GenĂšve» war kein Zufall. So erinnert das Design der JubilĂ€umsflasche an die Ecken und Kanten der luftigen Architektur des Pavillons. Le Corbusiers Meisterwerk steht wie der «Esprit de GenĂšve» fĂŒr die Harmonie zwischen Tradition und Moderne. WofĂŒr steht «Esprit de GenĂšve»? In den 1980er-Jahren kam der Absatz traditioneller Chasselas- und Gamay-Weine ins Stocken. Obwohl Genf als erster K anton der Schweiz im Jahr 1988 die Appellation d’Origine ControlĂ©e AOC einfĂŒhrte, sorgten sich die Winzer weiterhin um den Verkauf ihres Gamay. Mit der Verbreitung der Schweizer NeuzĂŒchtungen Gamaret und Garanoir spitzte sich die Situation noch zu.

In der eigens geschaffenen Charta steht, dass ein Anteil von 50 Prozent Gamay die Basis der CuvĂ©e bilden soll. Der Anteil von Gamaret und/oder Garanoir ist mit mindestens 20 Prozent vorgeschrieben. Über die restlichen Prozente können die Winzerinnen und Winzer frei verfĂŒgen.

Mit lebendiger Geschichte die Verbindung zwischen Produzenten u nd Konsumenten stÀrken.

Auch der Ausbau in Stahltanks, in Barriques oder Amphoren steht ihnen frei. Auf den Markt kommt die Cuvée unter der Bezeichnung «Esprit de GenÚve» in einer vorge -

gebenen Flasche, mit einheitlicher Etikette und zum Verkaufspreis von 19.50 Franken. Heute, 20 Jahre spÀter, kostet eine Flasche «Esprit de GenÚve» zwischen 21.50 und 23.50 Franken.

Trotz der strengen Vorgaben der Charta bietet der «Esprit de GenĂšve» eine breite Palette spannender Weine. Gamay, angebaut m it strenger ErtragsbeschrĂ€nkung, liefert fruchtige und wĂŒrzige Noten sowie eine ĂŒberzeugende Frische. Gamaret und Garanoir verleihen dem Ganzen eine schöne Harmonie. Der Erste mit dichten Gerbstoffen und einer guten Struktur, der Zweite mit Geschmeidigkeit und Finesse. Da erstaunt es nicht, dass «Esprit de G enĂšve» rasch zum Botschafter des Genfer Weinbaus avancierte.

Bereit fĂŒr die Zukunft

Mit dem 20. Jahrgang schreibt «Esprit de GenĂšve» nun ein neues Kapitel in seiner Geschichte. So ist die JubilĂ€umsflasche, dekoriert mit roten und goldenen Dreiecken, mit einem NFC-Chip ausgestattet. Ein einfacher Scan mit dem Smartphone öffnet die TĂŒr und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen. Ein Film stellt die Winzer vor, erzĂ€hlt ihre Geschichten und zeigt, was den «Esprit de GenĂšve» so besonders macht. Weinliebhaber haben so die Möglichkeit, die Menschen und deren Leidenschaft kennenzulernen, die hinter jeder Flasche stecken. Der Geist des «Esprit de GenĂšve» hat den Weinbau im Kanton Genf beflĂŒgelt. AligotĂ©, Altesse, Kerner und Scheurebe oder Grenache, Tempranillo und Zinfandel sind Rebsorten, die fast nur in Genf angebaut werden. Auch aus Merlot und Cabernet keltern innovative Winzerinnen und Winzer Weine von internationalem Format. Selbst die einstigen MassentrĂ€ger Chasselas und Gamay sind heute gesuchte SpezialitĂ€ten. Allesamt interessant fĂŒr die Gastronomie – insbesondere auch in Bezug auf das Preis-GenussVerhĂ€ltnis. GABRIEL TINGUELY

Das gab es noch nie. Bei der diesjĂ€hrigen 16. Ausgabe der Lauriers de Platine von Terravin erreichte der Yvorne Chant des Resses den ersten Rang. Dies mit wenigen Punkten Vorsprung auf den Yvorne Tradition. Beide Weine stammen aus der Produktion der Artisans Vignerons d’Yvorne. Punktgleich mit dem «Tradition» klassierte sich der mehrfache Vorjahressieger Epesses Le Replan Lavaux AOC der Union Vinicole de Cully ebenfalls auf dem zweiten Platz. Vierter wurde der Villeneuve Chablais AOC von La Viticole de Villeneuve SA. Aus insgesamt 374 Chasselas-Weinen des Jahrgangs 2023 wĂ€hlten die Verantwortlichen des Wettbewerbs 16 aus. Journalisten, Sommeliers und Fachleute hatten die Aufgabe, in einem Cupsystem ihren bevorzugten Cru auszuwĂ€hlen. Organisiert wurden die Lauriers de Platine von Terravin, dem GĂŒtesiegel fĂŒr WaadtlĂ€nder Weine. Die Lorbeeren in Platin sind dann auch d ie höchste Auszeichnung, die der Kanton an Winzerinnen und Winzer verleiht. (GAB)

Sterne fĂŒr beste Walliser Weine

Die «SĂ©lection des Vins du Valais» ist der Referenzwettbewerb fĂŒr Walliser AOC-Weine. FĂŒr dessen Ausgabe 2024 reichten 111 Winzerinnen und Winzer 854 Weine ein. Neben Gold- und Silbermedaillen wurden zudem in Bruson, im Val de Bagnes, zum 19. Mal die «Étoiles du Valais» vergeben. Diese begehrten Sterne erhielten die höchstbewerteten Weine aus acht Kategorien. Die Kollektion mit je einer Flasche Fendant, Johannisberg, Heida, Petite Arvine, DĂŽle, Humagne Rouge, Cornalin und Syrah ist auf der Website shop. lesvinsduvalais.ch erhĂ€ltlich. Die höchste Punktezahl der «SĂ©lection» erzielte der Humagne Rouge der Cave Le Bosset – Vin de Sens in Leytron. Romaine und Christian Blaser durften dafĂŒr den Prix Swiss Wine entgegennehmen. Raclette-König Eddy Baillifard erhielt den Ehrenstern. Mit heiligem Ernst verteidigt er Walliser R aclette AOP. Immer setzt er sich auch fĂŒr die Werte der Walliser Winzerinnen und Winzer ein.

CHRISTOPHER FÖRSTEL
Seit 20 Jahren ist der «Esprit de GenÚve» ein Botschafter des Weinbaus im Kanton Genf. BILDER ZVG
Im Jahr 1967 wurde der Pavillon Corbusier in ZĂŒrich als Museum der Innenarchitektin, Galeristin und Kunstsammlerin Heidi Weber eröffnet.

Was und wie essen wir im Jahr 2042?

Die InnocuisineTagung «Cook & Food 2042» warf einen Blick in die Zukunft der Gastronomie und Hotellerie.

Wenn die Stiftung Innocuisine einlĂ€dt, kann man davon ausgehen, dass es avantgardistisch w ird. «Unser Ziel ist, die Verschmelzung von Kochkunst und W issenschaft zu fördern», sagte Max ZĂŒst, PrĂ€sident des Strategierates, bei der BegrĂŒssung der GĂ€ste im Neuro Campus Hotel Das Morgen in Vitznau/LU. Referenten aus unterschiedlichen

Bereichen waren angereist, um ihre Visionen ĂŒber die ErnĂ€hrung der Zukunft zu prĂ€sentieren.

Den Anfang machte AndrĂ© Bernard, CEO des Deeptech-Start-ups Matriq und Strategierat von Innocuisine. Er zeigte auf, wie das Jahr 2042 aussehen könnte: 9,4 Milliarden Menschen weltweit, die 50 Gigatonnen CO₂ ausstossen (heute sind es 41,6). «Zudem werden die schon heute beunruhigend hohen Zahlen von Diabetes- und Adipositas-Erkrankungen weiter ansteigen», so Bernard. Die Zahlen zeigen: Es muss sich etwas verĂ€ndern – sowohl dem Planeten wie auch unserer Gesundheit zuliebe.

Wie unsere ErnÀhrung in rund zwanzig Jahren tatsÀchlich aussehen wird, weiss niemand. Aber es zeichnen sich Entwicklungen ab, welche die Richtung vorgeben. So

könnten uns kĂŒnftig etwa digitale Helfer wie VR-Brillen Informationen ĂŒber die NĂ€hrwerte eines Tellers geben. Oder Sensoren wie Smartwatches geben uns Tipps fĂŒr eine optimale ErnĂ€hrung. «Und vielleicht kommt es ja so, wie es manche Science-Fiction-Filme voraussagen: eine Pille beinhaltet a lles, was wir fĂŒr eine optimale ErnĂ€hrung brauchen», so Bernard.

«Shrimps» aus Soja und Reis

Nach dieser EinfĂŒhrung zeigten Vertreter mehrerer Unternehmen, wie sie zum Teller der Zukunft beitragen wollen. So stellt beispielsweise die Firma Catchfree aus ZĂŒrich pflanzliche Alternativen zu Fisch und MeeresfrĂŒchten her. «Diese gehören zu den am wenigsten nachhaltigen Lebensmit teln:

RECHTSBERATUNG UND -SCHUTZ FÜR

Unkomplizierte UnterstĂŒtzung im Fall der FĂ€lle:

‱ Arbeitszeiten, freie Tage, Ferien

‱ Arbeitsvertrag

‱ KĂŒndigung und Arbeitszeugnis

‱ Lohn und Sozialversicherungen

‱ Fragen rund um die Lehre und Lernenden und weitere arbeitsrechtliche Fragen.

90 Prozent der Meere sind ĂŒberf ischt, Fischereifahrzeuge produzieren Unmengen an CO₂Emissionen, und 70 Prozent der Fische und MeeresfrĂŒchte aus Aquakulturen weisen AntibiotikarĂŒckstĂ€nde auf», erklĂ€rte CoGrĂŒnder Eduard MĂŒller. Mit den Catchfree-Produkten aus Soja und Reis wĂŒrden 90 Prozent der CO₂-Emissionen eingespart.

Gentests

können die optimale ErnĂ€hrung aufschlĂŒsseln.

zu einem Thema, das derzeit in aller Munde ist: die Longevity, also die Langlebigkeit. Wobei es seinem Unternehmen weniger um ein möglichst langes, sondern um ein möglichst gesundes Leben gehe. 12 bis 14 Jahre könne man mit einem gesunden Lebensstil rausholen – etwas, was gemĂ€ss Ting auch der Gastronomie am Herzen liegen sollte. FĂŒr experimentierfreudige Betriebe mit passendem Konzept kann er sich die Integration von NahrungsergĂ€nzungsmitteln ins Angebot vorstellen: «Wieso nicht einmal einen Mocktail oder eine Sauce mit Kollagen servieren?»

Ganz auf den Gast zugeschnitten

Mehr Informationen unter: innocuisine.ch

Journalistin und «Leaf to Root»Expertin Esther Kern stellte ihr Projekt Veg-Alp vor. Im Auftrag von GraubĂŒnden Viva bespielt sie mit Spitzenkoch Jann M. Hoffmann eine BĂŒndner Alp rein vegetarisch. So sind beispielsweise eine BĂŒndner Sojasauce aus Gerste sowie ein Randensteak als natĂŒrliche und einfache Fleisch-Alternativen fĂŒr Restaurants entstanden. Weitere Produkte sind in der Pipeline. Luya Foods, ein Spin-off der Berner Fachhochschule, stellt mithilfe von Fermentation aus dem Tofu-Nebenprodukt Okara sowie Kichererbsen eine pflanzliche und natĂŒrliche Bio-Proteinquelle her, die in der KĂŒche vielfĂ€ltig eingesetzt werden kann – zum Beispiel mariniert als Spiess, paniert als knuspriges Schnitzel oder a ls Suppeneinlage.

SĂŒsses ist Gewohnheitssache

Stefan Bischof vom CafĂ©-Restaurant G’nuss in St. Gallen zeigte auf, wie PĂątisserie ohne Zucker funktionieren kann. Er arbeitet bei seinen Kreationen unter anderem mit Inulin und Oligofruktose, welche weniger sĂŒss sind als Zucker und den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lassen. Bischof ist ĂŒberzeugt: «Weniger SĂŒsses zu mögen, ist reine Gewohnheitssache.» Anschliessend schlug Nicolas Ting von NahrungsergĂ€nzungsmittelentwickler Avea die BrĂŒcke

Wie die ErnĂ€hrung der Zukunft aussehen könnte, zeigte auch der Veranstaltungsort «Das Morgen» auf. Dort setzt man auf die personalisierte ErnĂ€hrung. So können sich GĂ€ste beispielsweise ihr Pastagericht ganz nach den eigenen Vorlieben selbst am Tisch zusammenstellen. Im Forschungszentrum arbeitet man aber an noch ganz anderen Visionen: Ziel ist, den GĂ€sten dank eines Gentests dereinst genau die Speisen zuzubereiten, welche ihrer Gesundheit am zutrĂ€glichsten sind. Was heute noch nach Zukunftsmusik klingt, könnte frĂŒher als gedacht RealitĂ€t sein. Max ZĂŒst zeigte sich am Ende der Tagung ĂŒberzeugt: «Die Entwicklung bleibt nicht stehen. Es braucht heute ein QuĂ€ntchen mehr, um erfolgreich zu sein – dafĂŒr brauchen wir mehr innovative Avantgardistinnen und Avantgardisten in unserer Branche.» ANGELA HÜPPI

Innocuisine

Die Stiftung Innocuisine hat zum Ziel, das Verstehen und Anwenden von Wissenschaft und Innovation in der KĂŒche zu fördern. Der Weiterbildungslehrgang «Avantgardistische KĂŒche 2025» findet von MĂ€rz bis November 2025 an insgesamt zehn Tagen an verschiedenen DurchfĂŒhrungsorten in der ganzen Schweiz statt. Weitere Informationen gibt es auf der Website innocuisine.ch.

Ein Produkt der vegetarisch bewirtschafteten Veg-Alp von Esther Kern und Jann M. Hoffmann: Randensteak. MUNJA HEINRICH

Die Zukunft fĂŒr schnelles, nachhaltiges Kochen

Lösung mit Potenzial: AMC entlastet KĂŒchenprofis und steigert Effizienz.

Intelligente Technologien machen das Kochen effizienter und die Ergebnisse sicherer.

Moderne Kochsysteme vereinen heute Einfachheit in der Bedienung, Geschmack der Speisen und Energieeffizienz. Inspiriert von Trends wie schneller Zubereitung, intensiven Aromen und Nachhaltigkeit stehen smarte Kochsyste-

me a n der Spitze dieser Entwicklung. Die International Alfa Metalcraft Corporation AG, kurz A MC, ist weltweite MarktfĂŒhrerin im Bereich hochwertiger Edelstahl-Kochsysteme und hat sich bereits vor 60 Jahren der Philosophie «Besser essen. Besser leben» verschrieben. AMC ist dann auch eine der fĂŒhrenden Marken, die smarte Lösungen im Bereich Kochen bieten und den digitalen Fortschritt i n die KĂŒche bringen. Mit ihren hochwertigen Kochsystemen aus

langlebigem Edelstahl und der «Guided Cooking»-App Cook & G o schafft AMC eine entspannte Kochumgebung. AMC bietet dabei nicht nur ein innovatives Kochsystem fĂŒr den privaten Haushalt, sondern ĂŒberzeugt auch durch Anwendungen, die sich fĂŒr den Profibereich im Catering oder in der Gastronomie eignen.

Gastronomielösung mit Potenzial

In professionellen KĂŒchen, die oft unter Personalmangel und hohem Zeitdruck leiden, sorgt AMC fĂŒr spĂŒrbare Entlastung. Gerichte wie Risotto oder Polenta, die traditionell eine lange Garzeit und v iel Aufmerksamkeit und Überwachung erfordern, lassen sich m it AMC deutlich schneller und nahezu automatisiert zubereiten –ohne Abstriche bei QualitĂ€t oder Geschmack. Durch die prĂ€zise Temperatur- und Zeitsteuerung wird jede Zubereitung perfekt, wobei Aromen und NĂ€hrstoffe voll erhalten bleiben.

Kombination der GerÀte

Wird beispielsweise der AMC Schnellkochdeckel Secuquick, der fĂŒr eine Vielzahl von Töpfen geeignet ist, in Kombination mit der mobilen Kochplatte Navigenio verwendet, lassen sich bis zu 80 Prozent der Kochzeit und bis zu

unter: amc.info

70 Prozent der Energiekosten einsparen. In der professionellen KĂŒche ist das besonders interessant: Die mobile Kochplatte kann kopfĂŒber genutzt werden und ermöglicht ein schnelles, energiesparendes Überbacken und Gratinieren. Sogar ein Einsatz am GĂ€stetisch ist denkbar.

Ein weiterer Vorteil: Die langlebigen Edelstahlprodukte von AMC erfĂŒllen hohe Hygieneanforderungen und sind fĂŒr die tĂ€gliche Beanspruchung in der Gastronomie bestens geeignet. AMC kann auch in der Gastronomie einen wertvollen Beitrag zu schnellem, schonendem Kochen leisten – mit FlexibilitĂ€t und Energieeinsparungen fĂŒr einen effizienteren, reibungslosen Betrieb. Nicht zuletzt ist AMC aus Rotkreuz/ZG stolzer Partner der Schweizer Junioren-Kochnatio

nalmannschaft – ein sichtbares Zeichen fĂŒr das Engagement in der SpitzenkĂŒche. (RED)

Die Vertriebsgesellschaften und -partner von AMC sind in ĂŒber 30 LĂ€ndern ansĂ€ssig und erfĂŒllen die BedĂŒrfnisse von weltweit mehr als 15 Millionen Kochbegeisterten.

Kontakt

AMC Schweiz Buonaserstrasse 30 6343 Rotkreuz/ZG Tel. 041 799 51 11 amc.info

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REINGEKLICKT

Inspiration fĂŒr den Familientisch

In ihrem Blog Foodwerk.ch bieten Caro und Tobi Thaler Rezepte fĂŒr alle Lebenslagen. Von Alltagsgerichten ĂŒber FesttagsmenĂŒs bis hin zu Brot, GebĂ€ck und kulinarischen Geschenkideen. Ausserdem legen die beiden gelernten Köche viel Wert auf FamilienkĂŒche mit Gerichten, die allen schmecken und bei denen auch Kinder problemlos mithelfen können.

Caro und Tobi Thaler lernten sich bei der Ausbildung in der KĂŒche kennen. Sie haben eine gemeinsame Tochter. foodwerk.ch

Einblicke in die orientalische KĂŒche

Kochen und Fotografieren sind die grossen Leidenschaften von Naomi Meran. In ihrem Foodblog Limon Rimon lĂ€sst sie die israelisch geprĂ€gte KĂŒche ihres Vaters, die schweizerische KĂŒche ihrer Mutter und EindrĂŒcke ihrer Reisen einfliessen. Da gibt es zum Beispiel Pilzkebab auf Tomaten-Paprika-Tahini, Sabich mit KrĂ€uterpesto oder KĂŒrbis-Linsen-Curry.

Naomi Meran ist beruflich als Beraterin und Netzwerkerin in der digitalen Welt zuhause. limonrimon.ch

Gaumenfreuden mit Mary Miso

Mary Frener alias Mary Miso hat bereits vier KochbĂŒcher veröffentlicht. Ihre Kreationen teilt die gelernte Köchin und BĂ€ckerinKonditorin aber auch gerne auf ihrem Blog. Unter den neuesten Rezepten finden sich zum Beispiel eine ChicorĂ©e-Galette mit KĂŒrbis, Salbei und BaumnĂŒssen, CurryOrzo mit Blumenkohl oder gebackener Feta mit Brombeeren und Randensirup.

Mary Frener kocht seit 2021 im Restaurant Fed in Luzern, zuvor arbeitete sie mitunter im «Bellevue Palace» in Bern. mary-miso.ch

HERAUSGEPICKT

Überbackene Zwiebelsuppe mit KĂŒmmel: ein deftiges, aber wĂ€rmendes Gericht fĂŒr kalte Wintertage.

Zehn Gebote fĂŒrs Kochen

Nichts schadet der Freude am Kochen und Essen so sehr wie Zeitmangel.

Das Buch «WÀÀrli guĂ€t» von Noah Bachofen beginnt mit zehn Geboten fĂŒr eine perfekte Mahlzeit. Dabei geht es unter anderem um Zeit und Mut. Zeit fĂŒr Vorbereitungen – zum Kochen und natĂŒrlich bei Tisch. Zu Mut rĂ€t der Influencer mit Kochstudio bei der Wahl der Zutaten. Denn Fett, Salz, SĂ€ure und Bitternoten verleihen den Rezepten Tiefe und Twist. Noah Bachofen ist in Netstal/ GL aufgewachsen. Heute lebt er

mit seiner Familie in Rapperswil/ SG. Der Kanton Glarus spielt in seinem Buch eine wichtige Rolle. So dreht sich einiges um den Klöntalersee, die Kalberwurst und natĂŒrlich den krĂ€uterwĂŒrzigen Ziger. Inhaltlich geht es um Einfaches wie Salatdressings fĂŒr alle Jahreszeiten und Pflanzenbasiertes wie Butter-Blumenkohl oder Knollensellerie-Steak. Doch Extravagantes darf nicht fehlen. Ein Beispiel: Tonkabohnen-EspressoMartini, der Drink fĂŒr den Koch.

«WÀÀrli guÀt», Rezepte mit Tiefe und Twist Noah Bachofen

ISBN 978-3-03902-263-2 Fr. 39.00

Das Standardwerk zum

Backen mit Urdinkel

Urdinkel, das einstige Schweizer Hauptbrotgetreide, hat sich seinen festen Platz in der KĂŒche zurĂŒckerobert.

Backen mit Urdinkel ist beliebt. Das Korn unserer Ahnen gilt als gesĂŒnder, bekömmlicher und nachhaltiger als andere Getreidearten. Und Urdinkelmehl in allen Ausmahlungsgraden eignet sich sowohl fĂŒr pikante als auch sĂŒsse Backrezepte.

Das Urdinkel-Backbuch bietet einen Einblick in die Geschichte des Korns und seine Verarbeitung. Vom Anbau auf dem Feld ĂŒber das Mahlen in der MĂŒhle bis zur Veredelung zu feinen Backwaren beim BĂ€cker ist darin alles nachzulesen. Darin sind 70 Rezepte enthalten: ApĂ©rogebĂ€ck, Brot und Brötchen, Zopf- und HefesĂŒss-

Stimmungsvolle Fotos und hilfreiche Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitungen. ZVG

gebĂ€ck, salzige und sĂŒsse WĂ€hen, Pizza, Focaccia, Kuchen, Cakes, Torten, Guetzli und KleingebĂ€ck.

«Urdinkel Backbuch»

Judith GmĂŒr-Stalder

ISBN 978-3-906869-47-6 Fr. 34.90

LESENSWERT

ZVG

Aufbruchstimmung in der Champagne

Die junge Generation betreibt nachhaltigen Rebbau und stellt eigenen Champagner her. Die grossen Hersteller entwickeln ihre Portfolios entsprechend dem Zeitgeist weiter. Peter Jauch vergleicht ĂŒber 200 Weine.

«Champagner – das Buch» Peter Jauch

ISBN 978-3-03902-235-9 Fr. 69.00 at-verlag.ch

ZVG

Mehr Informationen unter: noahbachofen.ch at-verlag.ch

Noch mehr Lieblingsgerichte

Im zweiten Band «Von Einfach zu Brillant» gibt die Autorin bewĂ€hrte Standardrezepte preis. Sie zeigt, wie sich diese in ĂŒberraschende und clevere Variationen umsetzen lassen. Beeindruckend ist der baskische KĂ€sekuchen.

«Von Einfach zu Brillant» Donna Hay

ISBN 978-3-03902-257-1 Fr. 42.00 at-verlag.ch

ZVG

Die 200 besten

WeingĂŒter

Etablierte Stars, unkonventionelle Newcomer – im neuen Weinguide Schweiz von «Vinum» fehlt kein Weingut von Bedeutung. Zudem gibt’s ĂŒber 400 Weinempfehlungen, ausgewĂ€hlte Tipps fĂŒr Weinreisen sowie aktuelle Entwicklungen der Weinszene Schweiz.

«Weinguide Schweiz 2025»

Thomas Vaterlaus Fr. 10.00 fĂŒr Vinum-Abonnenten, fĂŒr Nicht-Abonnenten Fr. 24.60 inkl. Versand vinum.eu

Fantasievolle Rezepte eines Spitzenkochs

In Lain – aus Holz – lautet das Credo der Familie Cadonau, die leidenschaftlich mit dem Rohstoff Holz verbunden ist. Diese Faszination prĂ€sentiert Dario Cadonau auch in seinen Kreationen, die es nun in Buchform gibt.

«Tradition, Passion, Faszination» Dario Cadonau

ISBN 978-3-03818-047-0 Fr. 69.00 weberverlag.ch

Blick in die KĂŒche der Systemgastronomie

Zum 25. JubilĂ€um gewĂ€hrt die Systemgastronomiekette L’Osteria einen Blick hinter die Kulissen. In Zusammenarbeit mit dem Callwey Verlag und der Autorin Diana Binder ist das erste Buch ĂŒber die Kette entstanden.

«L’Osteria Grande Amore» Diana Binder

ISBN 978-3-7667-2743-5 Fr. 52.90 callwey.de

Geheimnisse der persischen KĂŒche

«Entweder mit Liebe oder lieber nicht» ist das Motto der Zwillingsschwestern Forough und Sahar Sodoudi. Wer bei ihnen in Berlin zu Gast ist, taucht in die Leichtigkeit, FĂŒlle und Frische der persischen KĂŒche ein: Jeder Bissen ist ein StĂŒck Kultur.

«Hier fliesst die Liebe. Persische KĂŒche» Forough und Sahar Sodoudi

ISBN 978-3-7106-0780-6 Fr. 49.90

brandstaetterverlag.com

Die Teilnehmenden am Netzwerkanlass erfuhren viel ĂŒber das Fliegen. ZVG

Sicherheit wird grossgeschrieben

Ein Netzwerkanlass zwischen Sicherheitscheck und Startbahn auf dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein.

22 Mitglieder der Hotel & Gastro Union Region ZĂŒrich-Ostschweiz nahmen Mitte November am Netzwerkanlass auf dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein teil. Die

beiden Netzwerkleiterinnen Salome Kressibucher und Angelina K aufmann haben den Anlass organisiert. Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein existiert seit fast 100 Jahren. Seit 2010 gehört der Betrieb Markus Kopf. Im selben Jahr grĂŒndete der österreichische Unternehmer die Fluglinie People’s Viennaline, die mittlerweile nur noch People’s heisst. Insgesamt arbeiten 130 Personen fĂŒr das Unternehmen. Die Fluglinie bietet tĂ€glich vier Rotationen von Altenrhein nach Wien und retour

an. Ausserdem kommen im Sommer CharterflĂŒge zu verschiedenen Feriendestinationen in Italien oder Spanien dazu. Paul Turner, er ist fĂŒr Safety & Compliance, also fĂŒr die Sicherheit und das Einhalten sĂ€mtlicher Richtlinien auf dem Flughafen zustĂ€ndig, erzĂ€hlte auf dem zweistĂŒndigen Rundgang viel Spannendes ĂŒber seine TĂ€tigkeit und die AblĂ€ufe im Betrieb. Und Erika MĂŒggler, sie ist fĂŒr die Reinigung im Flughafen verantwortlich, berichtete ĂŒber die Herausforde-

rungen, ein Flugzeug zu reinigen. Denn einer der wichtigsten Faktoren bei der Arbeit der beiden ist die Sicherheit.

Zehn Minuten fĂŒr die Reinigung

Damit keine gefĂ€hrlichen GegenstĂ€nde ins Flugzeug gelangen, dĂŒrfen Erika MĂŒggler und ihr Team nur ganz bestimmte Reinigungsmittel verwenden, die keine SchĂ€den in der Kabine anrichten. Ausserdem mĂŒssen ihr Reinigungswagen sowie sie selber jedes

Mal durch die Sicherheitskontrolle, wenn sie ein Flugzeug betritt. Das ist jedoch nicht die einzige Herausforderung. Zwischen den Rotationen der FlĂŒge haben sie und ihr Team nur zehn Minuten Zeit, um eine Maschine zu reinigen. «Zu unseren Aufgaben gehört es, die Abfalleimer zu leeren, die Tische und Sitze abzuwischen und die Teppiche zu saugen. Zudem mĂŒssen wir die Sicherheitsgurte richtig hinlegen», erklĂ€rt die Teamleiterin Reinigung. Dies erledige jeweils eine Person, die oft von den Crewmitgliedern unterstĂŒtzt wird. Zum Reinigungsteam gehören insgesamt neun Mitarbeitende, die in drei Schichten an sieben Tagen die Woche im Dienst sind.

Auch die Snacks und Mahlzeiten fĂŒr die FluggĂ€ste, die Crews sowie die Mitarbeitenden werden direkt beim Flughafen zubereitet. Bei der Altenrhein Airport Catering GmbH sind vier Mitarbeitende fĂŒr das Essen der eigenen Fluglinie und der CharterflĂŒge verantwortlich. Der Chefkoch Gary Pettinger und sein Team bereiten auch Mahlzeiten fĂŒr die Crew und die FluggĂ€ste von Privatjets zu. Vor allem wĂ€hrend des Weltwirtschaftsforums sind sie besonders gefordert, weil zu dieser Zeit viele Privat- und Regierungsjets in Altenrhein landen.

Ein grosser Teil der Mitarbeitenden auf dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein sind Generalisten u nd können beinahe fĂŒr jede Aufgabe eingesetzt werden. So sind sie nicht nur fĂŒr die Sicherheitskontrolle, den Flugbetrieb oder das Verladen und Entladen des GepĂ€cks zustĂ€ndig, sondern auch Aktivmitglieder bei der flughafeneigenen Feuerwehr. DANIELA OEGERLI

BĂ€ckerin sucht Backstube

Die Embraer 170 der People’s Airline hat 76 SitzplĂ€tze. PEOPLE’S AIRGROUP

Bern-Nordwestschweiz besucht Winzerfamilie

Bruno Hartmann, Winzer aus Remigen/AG, fĂŒhrte die Teilnehmenden des Netzwerkes Nordwestschweiz-Bern in die Weinkunde ein.

Es ist nicht alltÀglich, dass eine Schulklasse einen Netzwerkanlass besucht. Im Falle des Weinguts

Hartmann, organisiert von Netzwerkleiterin Janine Stalder, war d ies jedoch der Fall. Pascal Trottmann, Mitglied des Zentralvorstandes und Fachlehrer in Burgdorf/BE, kam mit vier seiner SchĂŒler, die im dritten Lehrjahr Service/Restauration sind. Dies entging Winzer Bruno Hartmann nicht. Mit an die Lernenden gerichteten Worten hiess er sie besonders willkommen: «Ich werde heute Abend viel Fachwissen in meinen Rundgang einfliessen las-

sen, damit die jungen Leute möglichst viel lernen.» Und das kam bei diesen gut an. So sagte beispielsweise Lukas Kaufmann, der im Restaurant Al Ponte in Wangen an der Aare/BE arbeitet: «Ich weiss zwar bereits viel ĂŒber Wein, aber es war eine wertvolle Repetition meines Wissens.» Und seine MitschĂŒlerin Leandra KlĂ€y, die im Hotel Landgasthof Kemmeriboden-Bad in Schangnau/BE ihre Ausbildung absolviert, ergĂ€nzt: «Ich war bereits auf anderen WeingĂŒtern. Doch ĂŒberall erfĂ€hrt man Neues.»

Naturnah gefĂŒhrter Betrieb

Bruno Hartmann blickte als Erstes zurĂŒck auf die AnfĂ€nge seines Weingutes. «Als ich den Hof von meinen Eltern ĂŒbernahm, war es ein gemischter Bauernbetrieb.» Man betrieb Feldwirtschaft, hielt Vieh und hatte ein paar wenige Reben. «Meine Frau und ich wagten vor 38 Jahren den Schritt zur Neuausrichtung und grĂŒndeten das Unternehmen Weinbau Hartmann.» Die beiden tauschten LandstĂŒcke mit anderen Bauern aus, gaben Parzellen in der Ebene her fĂŒr solche in Hanglage und pflanzten Reben an. Heute wĂ€re Winzer Bruno Hartmann lĂ€ngst in Pension, doch: «Einmal Winzer, immer Winzer», sagt er mit einem Schmunzeln. Dies aber auch vor dem Hintergrund, dass ihm die

QV-VORBEREITUNGSTAG

FÜR BÄCKER/IN-KONDITOR/INCONFISEUR/IN EFZ/EBA LERNENDE

Bereite dich optimal auf dein Qualifikationsverfahren vor! Am QV-Vorbereitungstag erfĂ€hrst du, wie du dich gezielt verbessern und vorbereiten kannst. Unsere Experten geben dir Tipps und Tricks fĂŒr die praktische und theoretische PrĂŒfung mit auf den Weg und stehen dir bei Fragen zur Seite. So gehst du sicher und gut vorbereitet in deine PrĂŒfungen.

Mehr Informationen unter: weinbau-hartmann.ch

Nachfolge fehlt. «Unsere beiden Kinder haben sich beruflich anders orientiert.» Die Tochter hat eine leitende Stelle in der Psychiatrie Aargau, der Sohn, der Schauspiel studierte, eine Festanstellung am Theater Basel. «Wenn ihr jemanden kennt, der gerne ein gut aufgestelltes Weingut ĂŒbernehmen möchte, wir wĂ€ren offen», deponierte er bei den Anwesenden.

Danach ging es auf den Rundgang. Erst einen Stock tiefer in den Weinkeller und danach in den ebenerdigen Fasskeller. Insgesamt keltern Hartmanns aus 16 Hektar Rebland 22 Rot- und Weissweine sowie SpezialitĂ€ten. Acht Hektar der FlĂ€che gehören nebenberuflichen Winzern. «Unsere Reben wachsen an Jura-SĂŒdhĂ€ngen, im Gebiet, wo Aare, Reuss und Limmat zusammenfliessen»,

erklĂ€rt der Winzer. Sein Rebgebiet liegt zudem in der NĂ€he des ehemaligen Legionslagers Vindonissa bei Brugg/AG. «Wir sind dort, wohin die Römer vor 2000 Jahren den Wein in die Schweiz brachten», so Hartmann. Weinbau bedeutet fĂŒr ihn jeden Tag Herausforderung und L eidenschaft. «Erste PrioritĂ€t haben fĂŒr uns QualitĂ€t und OriginalitĂ€t, naturgerechte Anbau- und kontrollierte Kelterungsmethoden, aber auch die Pflege der Weinkultur.»

Wie die Ergebnisse schmecken, konnten die Teilnehmenden beim Abendessen degustieren, zubereitet von Ruth Hartmann und Walter Stalder, Mitglied des Schweizer Kochverbandes und Ehemann von Organisatorin Janine Stalder. RUTH MARENDING

Hier gehts zur Anmeldung

WANN & WO

Samstag, 01. Februar 2025 Berufsschule Aarau, Tellistrasse 58, 5000 Aarau

FÜR WEN

Lernende BĂ€cker/innen, Konditor/innen & Confiseur/innen EFZ/EBA im 3. Lehrjahr

KOSTEN

Mitglieder des Berufsverbands CHF 95.–Nichtmitglieder CHF 250.–

V. l.: Janine und Walter Stalder, Ruth und Bruno Hartmann. BILDER ZVG
V. l.: Die Lehrperson Pascal Trottmann mit seinen SchĂŒlern Livia Corea, Leandra KlĂ€y, Lukas Kaufmann und Sibsa Jarkas.
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RECHTSBERATUNG

Ich habe in der Probezeit gekĂŒndigt. Bekomme ich den 13. Monatslohn?

Ich habe im November eine neue Arbeitsstelle angetreten. Der Job wĂ€re gut, aber ich fĂŒhle mich in dem Team nicht wohl. Darum habe ich noch in der Probezeit auf Ende Dezember gekĂŒndigt. Wie hoch wird der Anteil am 13. Monatslohn sein? Wenn das ArbeitsverhĂ€ltnis im Rahmen der Probezeit aufgelöst wird, entfĂ€llt der Anspruch auf den 13. Monatslohn. So steht es sowohl im Landes-Gesamtarbeitsvertrag L-GAV fĂŒr das Gastgewerbe als auch im GAV der BĂ€ckerbranche.

Ich arbeite seit Juni und möchte wissen, ob ich einen 13. Monatslohn erhalte und ab wann?

Ja, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gastgewerbes und der BĂ€ckerbranche haben Anrecht auf einen 13. Monatslohn. Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen den Branchen: Wenn Sie im Gastgewerbe arbeiten, haben Sie ab Juni Anspruch auf einen 13. Monatslohn. In der BĂ€ckerbranche besteht dieser Anspruch erst nach dem Ende der P robezeit. Falls Sie drei Monate Probezeit hatten, beginnt der Anspruch ab dem 1. September. Der 13. Monatslohn wird wie folgt berechnet: Monatslohn

geteilt durch zwölf mal Anzahl der Monate Ihrer Anstellung. Sind Sie im Gastgewerbe tĂ€tig, sind es i n Ihrem Fall sieben Monate, fĂŒr die Sie Anspruch auf einen 13. Monatslohn haben. Sind Sie im BĂ€ckergewerbe tĂ€tig, sind es hingegen vier Monate.

Bis wann muss mir der Arbeitgeber den 13. Monatslohn bezahlt haben?

Der 13. Monatslohn muss spĂ€testens mit dem Dezemberlohn an Sie ĂŒberwiesen werden. Viele der Arbeitgeber zahlen den 13. Monatslohn aber schon Anfang Dezember aus.

Ich arbeite als Alleinkoch und habe viele Überstunden angesammelt, die ich nicht kompensieren kann. Gibt es bei der Auszahlung deshalb einen Zuschlag?

Ein Zuschlag wird nur fĂ€llig, wenn folgende Bedingungen nicht erfĂŒllt werden: Der Betrieb muss die Arbeitszeit erfassen und die Mitarbeitenden monatlich schriftlich ĂŒber ihre Überstundensaldo informieren. Die Auszahlung der Überstunden muss vor der letzten Lohnzahlung erfolgen. Sind diese Bedingungen erfĂŒllt, muss der Arbeitgeber keinen Zuschlag bezahlen. Ist eine dieser Bedingungen

nicht erfĂŒllt, hat der Mitarbeiter Anspruch auf einen Zuschlag in Höhe von 25 Prozent.

Ich möchte eine Stelle, bin aber aufgrund meiner Ausbildung zu teuer. Kann ich nicht einfach auf den Mindestlohn verzichten? Nein, Sie dĂŒrfen sich nicht unter den Mindestlöhnen, die im L -GAV des Gastgewerbes stehen, anstellen lassen. Dieser Vertrag ist rechtlich verbindlich. (RIF)

Rechtsauskunft

Juan Gonzalvez ist Mitarbeiter des Rechtsdienstes der Hotel & Gastro Union. Wenn Sie Fragen oder Probleme rund um die Arbeitsbedingungen haben und Mitglied der Union sind, erhalten Sie gratis Rechtsauskunft.

Tel. 041 418 22 22

Gratulation

Wir gratulieren unseren M itgliedern zum erfolgreichen P rĂŒfungsabschluss. Die H otel & Gastro Union ist stolz auf Sie.

BerufsprĂŒfung DiĂ€tkoch/DiĂ€tköchin mit eidg. FA:

Alessandro Casula

Luzern

N ils Guldimann

Luzern

Fabian KĂŒnzi

Effretikon/ZH

Mehr Informationen unter: hotela.ch gastrosocial.ch

Ferienreise trotz Krankschreibung

Eine ArbeitsunfÀhigkeit aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls bedeutet nicht, dass man stÀndig zu Hause bleiben muss.

Ob Beinbruch, BlinddarmentzĂŒndung oder Burnout, wer vom Arzt k rankgeschrieben wurde, ist verpflichtet, alles zu unternehmen, u m rasch gesund zu werden und seine Arbeit wieder aufnehmen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass man sich zu Hause einigeln und dort versauern muss. Frische Luft, Bewegung, Abwechslung und soziale Kontakte unterstĂŒtzen den Heilungsprozesses. Allerdings gilt, nicht zu ĂŒbertreiben u nd AktivitĂ€ten mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

Gesunden Menschenverstand walten lassen

An KrĂŒcken mit Gipsbein bei einer Grossveranstaltung durch die Menschenmassen zu humpeln, ist definitiv keine gute Idee. Das Risiko zu stolpern, auszurutschen oder im GedrĂ€nge umgestossen zu werden und sich weitere Verletzungen zuzuziehen, ist einfach zu gross. Es spricht aber nichts dagegen, mit dem Gipsbein auf einem Liegestuhl am See oder auf einer Bergterrasse das schöne Wetter

Krankgeschriebene mĂŒssen nicht auf frische Luft verzichten. ADOBE-STOCK

zu geniessen. Auch spricht, sofern der Behandlungsablauf und der Genesungsverlauf nicht behindert werden, nichts gegen eine Ferienreise. Allerdings muss im Vorfeld eine Ă€rztliche Bescheinigung beim Unfallversicherer eingereicht werden. Dies sollte möglichst frĂŒhzeitig erfolgen, da dieser entscheidet, ob Ferien beim jeweiligen Gesundheitszustand zulĂ€ssig sind oder nicht. BeeintrĂ€chtigt die angeschlagene Gesundheit den Ablauf der Ferien nicht grundlegend, leistet die Unfallversicherung fĂŒr die Dauer der Ferien keine EntschĂ€digung. Das heisst, die Ferientage werden ganz normal vom jĂ€hrlichen Ferienanspruch abgebucht. (RIF)

Jetzt bekommen auch die Hoko einen

Vorbereitungstag

Elisha Auf der Maur Steinhausen/ZG

S imon Martin Raguth Wollerau/SZ

Scannen und mehr erfahren: Anmeldung QV-Vorbereitungstag

Der Berufsverband Hotel, Administration & Management organisiert seit Jahren einen QV-Vorbereitungstag fĂŒr Hotelkaufleute HGT. 2025 gibt es einen solchen erstmals auch fĂŒr angehende HotelKommunikationsfachleute.

Carmen Többen (siehe Interview auf Seite 23) ist das beste Beispiel dafĂŒr, wie weit man es als HotelKommunikationsfachfrau Hoko bringen kann. Ihr Erfolgsrezept lautet: ĂŒben, ĂŒben, ĂŒben. Um HokoLernenden, die vor dem Lehrabschluss stehen, dies zu ermöglichen, organisiert der Berufsverband Hotel, Administration & Management nun erstmals einen QV-Vorbereitungstag fĂŒr sie. Auch Lernende im zweiten Lehrjahr dĂŒrfen teilnehmen und PrĂŒfungsluft schnuppern.

Teamaufgaben und individuelles Experten-Feedback

FederfĂŒhrend bei der Planung und DurchfĂŒhrung ist Vera Höhn. Sie ist unter anderem Vorstandsmitglied des Berufsverbands sowie Hoko-PrĂŒfungsexpertin. «Die Lernenden werden verschiedene

Unter anderem werden am QV-Vorbereitungstag Check-in und Check-out geĂŒbt. Anmeldeschluss fĂŒr den Tag ist am 20. Januar 2025. WORLD SKILLS

Aufgaben wie Tripadvisor-Bewertungen auf Deutsch und Englisch beantworten oder eine Offerte im Protel erstellen», erklĂ€rt Vera Höhn. In Rollenspielen werden die Lernenden Check-in, Checkout und ReklamationsgesprĂ€che in Deutsch, Englisch und Französisch trainieren. Auch das FĂŒhren von FachgesprĂ€chen wird geĂŒbt. Zu allen bewĂ€ltigten Aufgaben erhalten die Lernenden ein Feedback von PrĂŒfungsexperten.

«Dieses Jahr fĂŒhren wir den QV-Vorbereitungstag zwei Mal durch. Am 1. und 2. MĂ€rz», erklĂ€rt Vera Höhn. Da die Zahl der Hoko-

Lernenden jedoch konstant ansteigt, geht sie davon aus, dass es i n den Folgejahren mehr solcher Tage geben wird. (RIF)

Save the Date

Der QV-Vorbereitungstag Hoko 2025 findet am 1. sowie am 2. MÀrz im Campus Sur see statt. Lernende, die sich die Chance auf diese Trainingsmöglichkeit sichern wollen, können sich jetzt in die Interessentenliste eintragen.

Nuovo CCL della panetteria: piĂč s icurezza sociale rispetto alla legge

Il nuovo contratto collettivo di lavoro CCL della panetteria rafforza la protezione dei lavoratori, offrendo tutele superiori alla legge per infortuni, malattie e pensioni.

Il nuovo CCL consolida i diritti relativi ad assicurazioni e indennitĂ  salariali, rafforzando la stabilitĂ  professionale e finanziaria dei lavoratori. Roger Lang, responsabile della politica sociale e delle c ampagne presso Hotel & Gastro Union, sottolinea: «La legge prevede solo un’indennitĂ  salariale minima. Grazie alle migliori condizioni del nuovo CCL della panetteria, possiamo offrire una protezione finanziaria piĂč solida ai dipendenti del settore».

I vantaggi del nuovo CCL

I datori di lavoro sono obbligati a stipulare un’assicurazione per l’indennitĂ  giornaliera di malattia o a fornire un’alternativa equivalente. Per ogni caso di malattia, l’assicurazione deve corrispondere l’80 % del salario per 730 giorni dedotto il periodo d’attesa, e questo anche se il rapporto di lavoro Ăš stato sciolto prima della fine della malattia. Il periodo d’attesa deve essere al massimo di 90 giorni. Lang evidenzia: «Una base di reddito stabile puĂČ decisamente fare la differenza in momenti difficili». I datori di lavoro devono sostenere almeno il 50 % dei premi assicurativi. In assenza di un’assicurazione adeguata, il

datore di lavoro ù tenuto a fornire l’intera copertura Il CCL disciplina chiaramente anche la retribuzione durante il

«Gli imprevisti sono inevitabili. Per questo servono protezione e stabilità finanziaria.»

ROGER LANG, RESPONSABILE POLITICA SOCIALE E CAMPAGNE

servizio militare. Durante la scuola reclute, i dipendenti ricevono l’80 % del salario, a condizione che il lavoratore fosse impiegato per un anno di servizio,

di cui sei mesi dopo la scuola reclute. Per servizi d’istruzione e avanzamento, l’indennità ù pari al 60 %, a condizione che il lavoratore fosse impiegato per un periodo di almeno pari durata a quello del servizio di avanzamento. Per corsi di ripetizione e i corsi complementari, ù previsto l’intero salario. Anche durante il servizio civile ù garantito l’80 % del salario per la durata secondo la scala bernese, a condizione che il lavoratore fosse impiegato da almeno tre mesi prima del servizio civile.

Sicurezza per ogni situazione

L’assicurazione contro gli infortuni prevede un’indennità pari a ll’80 % del salario durante il

WETTBEWERB

primo mese. Il datore di lavoro assicura inoltre il lavoratore a partire dal 31° giorno dopo l’infortunio per un’indennitĂ  che, in caso d i incapacitĂ  lavorativa totale, corrisponde al 90 % del salario assicurato. «Questa misura offre u na sicurezza per i lavoratori in ogni circostanza», aggiunge Lang I datori di lavoro devono assicurare i dipendenti alla cassa pensione Panvica, contribuendo al 50 % dei costi previdenziali. Le aziende che dispongono giĂ  di un piano previdenziale equivalente possono mantenerlo. «Negli ultimi tre anni, Panvica ha garantito rendimenti i nteressanti, dimostrando soliditĂ  finanziaria e proteggendo le pensioni dei lavoratori», conclude Lang». (ADE/SEB)

HOTELLERIE GASTRONOMIE ZEITUNG

CXXXIX. JAHRGANG

IMPRESSUM

Herausgeberin

Hotel & Gastro Union

Adligenswilerstrasse 22

6006 Luzern

Tel. 041 418 22 22 (GeschĂ€ftsstelle Luzern)

Tel. 021 616 27 07 (GeschĂ€ftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch

Verlag

Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch

Verlagsleitung und Chefredaktion HGZ Jörg Ruppelt (rup) Andrea Decker (ade/stv.)

Redaktionsleitung HGZ

Gabriel Tinguely (gab) Angela HĂŒppi (ahĂŒ/stv.)

Rédacteur en chef Hebdo

Patrick Claudet (pcl)

Verkauf

Josef Wolf (Verkaufsleiter)

Sebastian Schmid (Sales Consultant)

Beat UnternÀhrer (Sales Consultant)

Iris Fischer (Buchhaltung)

Karin Huwyler (Kundendienst Anzeigen, Adressverwaltung)

Esther Kurmann (Produktion Anzeigen)

Redaktion

Patrick Claudet (pcl)

Andrea Decker (ade) Riccarda Frei (rif)

Alice Guldimann (agu)

Angela HĂŒppi (ahĂŒ) Ruth Marending (rma)

Daniela Oegerli (doe) Jörg Ruppelt (rup) Gabriel Tinguely (gab)

Online-Redaktion

Andrea Decker (ade/Leitung)

Alice Guldimann (agu)

Cecilia Reber (Content Manager)

Redaktionelle Mitarbeit

Selena Brusorio (seb/Pagina italiana) Alexandre Caldara (aca)

Véronique Zbinden (vzb)

Gestaltung

Pierina Bucher (Leitung)

Sonja Demarmels (Grafikerin)

Maike Luttenberger (Polygrafin)

Korrektorat

Antje Giovannini

Druck

DZB Druckzentrum Bern AG, Zentweg 7, 3006 Bern

Der Preis im Wert von 150 Franken wurde gesponsert von aeschbach-chocolatier.ch Mitmachen und

Welchen Berufswettbewerb hat Carmen Többen zuletzt gewonnen?

A) Bar Award  B) World Skills  C) Brot-Chef

Im Herzen der Schweiz kreiert Aeschbach Chocolatier mit erlesenen und natĂŒrlichen Zutaten exklusive SchokoladenspezialitĂ€ten von höchster QualitĂ€t. Alle Kreationen werden in Handarbeit und nach hauseigenen Originalrezepten hergestellt. Tauchen Sie ein in die Welt der Schokolade und erleben Sie diese mit all Ihren Sinnen. Erfahren Sie bei einem interaktiven Rundgang alles ĂŒber die Geschichte der Schokolade und die Herstellung der verfĂŒhrerischen

HausspezialitÀten von Aeschbach Chocolatier. Kreieren Sie anschliessend Ihre Lieblingsschokolade und nehmen Sie sie mit nach Hause.

Einsendeschluss ist der 16. Dez. 2024 S enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einer Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch

Die Gewinner aus Ausgabe Nr.31/24 sind Lisbeth von Arx, Nidau; Marlise Fassbind, Versoix; Fritz Brunner, Trimmis.

Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwendung der r edaktionellen Inhalte bedarf der schriftlichen Z ustimmung durch die Redaktion. Die in dieser Zeitung publizierten I nserate dĂŒrfen von Dritten w eder ganz noch teilweise k opiert, b earbeitet oder sonst wie verwertet werden.

Hotellerie Gastronomie Zeitung

Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auflagenstĂ€rkste und meistgelesene Zeitung im Schweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren a usgewiesenen Mehrfachlesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich ĂŒber 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten B ranchen. Die Druck a uflage betrĂ€gt d urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch)

Hotellerie Gastronomie Magazin Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine fĂŒr den Endkonsumenten daher, richten sich aber ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fach thema. Die Magazine werden der Hotellerie Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage betrĂ€gt durchschnittlich 3 1 500 Exemplare (deutsch/französisch).

L’entrata in vigore del nuovo Contratto Collettivo di Lavoro CCL dipende dall’approvazione del Consiglio federale, che dovrĂ  dichiararlo d’obbligatorietĂ  generale. HGU auspica che ciĂČ avvenga entro il primo semestre del 2025. PEXELS

JĂ€hrliches Treffen der Sponsoren der Union

Immer gegen Ende Jahr

lĂ€dt die Hotel & Gastro Union ihre Sponsoren als Dankeschön fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung zu einem besonderen Anlass ein.

Dieses Jahr gab es fĂŒr die Sponsoren einen Blick hinter die Kulissen des Art Deco Hotels Montana und der SHL Schweizerischen Hotelfachschule, beide in Luzern. Die z wei Betriebe sind eng mit der Hotel & Gastro Union verbunden. Der erste Stock des Hotels dient als GeschĂ€ftssitz der Union. Das Viersternehaus ist eine Aktiengesellschaft, deren Aktien vollstĂ€ndig im Besitz der Union sind.

Die Hotelfachschule wurde 1909 gegrĂŒndet und ist heute eine Kaderschmiede mit internationalem Renommee.

EindrĂŒckliche Anekdoten

Oliver SchĂ€rli, neuer GeschĂ€ftsleiter der Union, begrĂŒsste die GĂ€ste mit den Worten: «Ohne Sie wĂ€re vieles fĂŒr unsere BerufsverbĂ€nde nicht möglich.» Denn die Anwesenden unterstĂŒtzen die fĂŒnf BerufsverbĂ€nde der Union bei ihren A ktivitĂ€ten und ermöglichen so die vielen Meisterschaften, Wettbewerbe und weiteren Events. Wie umfangreich diese UnterstĂŒtzung ist, zeigt die Vielfalt der A nwesenden. Nicht nur die Zulieferbranche mit Transgourmet, Mars Schweiz, Aligro, Emmi Schweiz oder Hero war vertreten,

sondern auch die GetrĂ€nkebranche mit Nespresso, der Brauerei L ocher oder Tröpfel. Auch der Non-Food-Bereich weiss die BerufsverbĂ€nde zu unterstĂŒtzen wie Sknife, Banholzer, Diversey, Laurastar oder Oehrli Berufsmoden. Es sprengt den Rahmen, an dieser Stelle alle Sponsoren aufzufĂŒhren, doch Oliver SchĂ€rli wĂŒrdigte die UnterstĂŒtzung aller.

Über die besuchten Betriebe gab es nachmittags einige Anekdoten zu hören, die den GĂ€sten ein Schmunzeln entlockten. Eine gab Esther LĂŒscher, PrĂ€sidentin der Union, preis: «Die Hotel & Gastro Union, die zu Beginn Union Winkelried und spĂ€ter Union Helvetia hiess, kaufte das â€čMontanaâ€ș als Altersresidenz fĂŒr Köche.» Heute aber ist es das beste Viersternestadthotel der Schweiz. (RMA)

1 Blick in das im letzten Januar renovierte Restaurant Scala. FĂŒr den Umbau der gesamten ersten Etage mit dem Gastronomiebereich und der Lobby war die Innenarchitektin Ina Rinderknecht verantwortlich. Sie griff mit ihrem Team die Farbgebung des Baujahres 1910 auf.

2 Oliver SchĂ€rli, GeschĂ€ftsleiter der Union, bei seiner BegrĂŒssung.

3 Esther LĂŒscher, PrĂ€sidentin der Union, im GesprĂ€ch mit Lars Zimmermann von Zimmermann Textil.

4 In der KĂŒche der SHL, wo die Studierenden des ersten Semesters ihre Kollegen bekochen. TĂ€glich gilt es,

300 Mahlzeiten herzustellen.

BILDER ZVG

ZVG

CARMEN TÖBBEN

« ES IST ZEIT FÜR EINE AUSZEIT»

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

Sie ist knapp 22 Jahre alt und Weltklasse in ihrem Beruf. Nach einem dreijÀhrigen BerufswettbewerbsMarathon gönnt sich die World-Skills-Siegerin eine Auszeit.

HGZ: Carmen Többen. Wie ist es Ihnen seit dem Gewinn der Goldmedaille an den World Skills in Lyon (FR) ergangen? CARMEN TÖBBEN: Sehr gut. Ich habe schöne Erfahrungen machen dĂŒrfen. Zum Beispiel wurden wir, das Schweizer World-Skills-Team, zu einem ApĂ©ro mit Bundesrat Guy Parmelin im Bundeshaus empfangen. Und an der Delegiertenversammlung des Berufsverbandes Hotel, Administration & Management war ich als Gastrednerin eingeladen. Zudem geniesse ich, dass der Wettbewerbsdruck weg ist. UrsprĂŒnglich dachte ich, nach den World Skills wĂŒrde ich plötzlich viel freie Zeit haben, doch dem ist nicht so.

Wieso nicht?

Um mich auf die World Skills vorzubereiten, hatte ich mein Arbeitspensum im Hotel Baur au Lac in ZĂŒrich auf 80 Prozent reduziert. Seit dem Wettbewerb arbeite ich wieder 100 Prozent. Auch habe ich viel Zeit mit Freunden und Familie verbracht, die wegen meiner Wettbewerbsteilnahme auf mich verzichten mussten.

Lehrabschluss sowie Vorbereitung und Teilnahme an vier Berufswettbewerben und Jobwechsel – die letzten drei Jahre waren intensiv. Konnten Sie sich schon etwas erholen?

Ja, aber es ist jetzt an der Zeit, dass ich mir einmal eine lÀngere

Pause gönne. Ich habe im Hotel Baur au Lac gekĂŒndigt, um dann drei Monate lang als Backpackerin die Welt zu erkunden.

Wohin geht die Reise? Nach SĂŒdostasien. Ich habe nur Hin- und RĂŒckflug fix gebucht. Das restliche Programm lasse ich offen. Ich möchte spontan auf das reagieren können, was mir begegnet und solange an einem Ort verweilen, wie es mir gerade gefĂ€llt. Sie haben an den Euro und World Skills Freundschaften mit den Teilnehmenden aus anderen LĂ€ndern geschlossen. Werden Sie diese besuchen? Eine Konkurrentin, die zur Kollegin geworden ist, habe ich in Kopenhagen bereits besucht. Wenn ich auf meiner Reise nach Singapur komme, werde ich mich auf jeden Fall bei der dortigen WorldSkills-Teilnehmerin melden.

Wie sehen Ihre PlĂ€ne fĂŒr die Zeit nach Ihrer Reise aus? Ich werde eine neue Anstellung suchen und eventuell an den Swiss Skills in der Jury sitzen. Zudem möchte ich mich beruflich weiterbilden und eine Hotelfachschule besuchen.

Haben Sie sich schon fĂŒr eine Hotelfachschule entschieden? Nein, das habe ich noch nicht. Aber meine derzeitige Favoritin ist die SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern. RICCARDA FREI

Zur Person

Carmen Többen hat Hotel-Kommunikationsfachfrau gelernt. Sie arbeitet als Front Office Supervisor im Hotel Baur au Lac in ZĂŒrich und ist Mitglied des Berufsverbands Hotel, Administrat ion & Management.

Carmen Többen ist gelernte Hotel-Kommunikationsfachfrau. Sie plant, eine Hotelfachschule zu absolvieren, doch vorher will sie Asien erkunden.

KĂŒche Koch

FĂŒr genussvolle Beziehungen.

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