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054_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Marc Zimmermann Dipl. Immobilienmakler

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 54 I 177. Jahrgang I Dienstag, 18. Juli 2023

075 488 86 86 marc.zimmermann@remax.ch www.remax.ch/marc-zimmermann

Sommerserie Bauten und Menschen

KI verändert die Arbeitswelt

Markus Schnider und Jacqueline Ritler erzählen, wie sie ihr energieautarkes Traumhaus bauten. Seite 9

Bereits heute kann Künstliche Intelligenz (KI) vieles effizienter und besser als der Mensch. Seite 11

«Ja, es ist ein Versuch»

IN EIGENER SACHE

Stadtpräsidentin Eveline Fenner nimmt im Interview zur 38-Stunden-Woche Stellung livia Häberling 350 Mitarbeitende der Stadt Affoltern sollen bald weniger arbeiten. Statt 42 Stunden wird ihre Arbeitswoche ab April 2024 noch 38 Stunden betragen. Dies sieht ein Beschluss des Stadtrats vor, der vergangene Woche in einer Mitteilung kommuniziert wurde. Die Stadt begründete diesen Schritt mit fehlenden Fachkräften. Stadtpräsidentin Eveline Fenner bezeichnete den Personalmangel als «phasenweise sehr akut». Gerade in der Pflege und in der Verwaltung habe die Stadt zunehmend Mühe, Mitarbeitende zu rekrutieren. Selbst den Springerfirmen, die Mitarbei-

tende für Temporäreinsätze ausleihen, fehle passendes Personal. Qualifizierte Fachleute würden indes benötigt, argumentiert die Stadt. Dies mit Blick auf die Digitalisierung, das erwartete Bevölkerungswachstum und das immer komplexer werdende öffentliche Recht. Die Einführung der 38-Stunden-Woche bei gleichem Lohn wird die Personalkosten der Stadt Affoltern voraussichtlich um 9,5 Prozent ansteigen lassen. In der Mitteilung wurden die zusätzlichen, jährlich wiederkehrenden Brutto-Kosten auf rund 2,3 Millionen Franken beziffert. Einen Teil dieser Ausgaben wolle die Stadt durch eine höhere ArbeitgeberAttraktivität wieder einsparen, erklärte

Eveline Fenner gegenüber dem «Anzeiger»: Einerseits durch weniger Fluktuation und Folgekosten, anderseits durch weniger Springer-Personal, das bisher ausgeliehen werden musste, um Vakanzen zu überbrücken. Diese temporären Arbeitskräfte hätten allein im Jahr 2022 Kosten von rund 1,2 Millionen Franken verursacht.

Entscheid provoziert viele Reaktionen Die Reaktionen zum Beschluss des Stadtrats liessen nicht lange auf sich warten. Auf der Plattform der Pendlerzeitung «20 Minuten» wurde die 38-StundenWoche kontrovers diskutiert; mehr als

450 Kommentare entstanden zum Beitrag. Und auch auf der Facebook-Seite «Pinnwand Säuliamt» kam sie zur Sprache. Die Pläne des Stadtrats werfen Fragen auf. Wie viele zusätzliche Arbeitsstellen wird die Stadt nun schaffen müssen? Wo findet sie diese Fachkräfte – wirbt sie sie womöglich bei den umliegenden Gemeinden ab? Wer hat die Idee der 38-Stunden-Woche mitentwickelt? Und woher nimmt Affoltern das Geld, um diesen Schritt zu finanzieren? Der «Anzeiger» hat Stadtpräsidentin Eveline Fenner zum grossen Interview getroffen.

Interview Seiten 4 und 5

Fliegende Bikes und landende Fallschirmspringer

1800 Personen besuchten die Freestyle-Night 2023 in Mettmenstetten Dominik Stierli Die Freestyle-Night in Mettmenstetten lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Vom Familienanlass bis zum Rockkonzert reicht die Spannweite. Und sportlich gesehen endet eigentlich alles im Wasserbecken vor der grossen Sprungschanze. Aber der Weg dorthin könnte unterschiedlicher nicht sein. Ob mit Skis, BMX-Räder oder einfach direkt ab einem grossen Trampolin — alles ist möglich. Die Wasserschanze wird hauptsächlich von den professionellen FreestyleSkispringern fürs Sommertraining benutzt. Aktuell trainiert auch die Nationalmannschaft aus Kasachstan im Säuliamt. Diese liessen es sich nicht nehmen, auch am Fun-Wettkampf teilzunehmen. Aber auch die Besten der Schweiz waren mit von der Partie: Der aktuelle Weltmeister Noé Roth aus Baar sowie der Zürcher Pirmin Werner, Olympiavierter in Peking, liessen sich den Spass nicht entgehen.

Viel Freestyle-Nachwuchs Der Anlass begann mit dem Regio-Cup der jungen Athleten und Athletinnen. «Aktuell trainieren viele Nachwuchstalente für den Schweizer FreestyleSport bei uns», erklärt er freudig. Das sieht man auch am Engagement gewis-

Entschlacktes Layout Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Der heutige «Anzeiger» sieht ein wenig anders aus als bisher. «Entschlacken» lautete das Motto, unter dem sich die Redaktion in den letzten Wochen damit beschäftigt hat, das Erscheinungsbild der Zeitung klarer und aufgeräumter zu gestalten – und dennoch unverkennbar Ihr «Anzeiger» zu bleiben. Was die Schriften anbelangt, bleibt nämlich alles beim Bewährten. Die auffälligste Änderung findet sich ganz oben auf dieser Seite. Das «Schaufenster» mit Einblicken in die Artikel des ersten Bunds wurde von fünf Elementen auf drei reduziert. Damit will die Redaktion ihre Inhalte künftig stärker akzentuieren. Und ganz grundsätzlich wurde bei der Layout-Auffrischung das eine oder andere schwerfällige Gestaltungselement ausgemistet. Neu verzichtet der «Anzeiger» auf den «Lead», den fett gedruckten Vorspann vor dem eigentlichen Artikel. Dafür sollen vermehrt «Quotes», hervorgehobene Zitate und Zahlen, als Leseanreiz dienen – in Varianten mit Zahl oder Porträtbild. Auch mit veränderter Optik will der «Anzeiger» bleiben, was ihn stark macht: Die Zeitung, die man lesen muss, wenn man informiert sein will, was im Knonauer Amt passiert – und weshalb. (tst.) ANZEIGEN

Mit 39 auf der Schanze OK-Chef Andreas Isoz aus Mettmenstetten und langjähriger Spitzensportler war auch als Springer zu sehen. Und dies bald zehn Jahre nach seinem Rücktritt. «Dieses Jahr reichte es nur für einen Doppelsalto. Für mehr bin ich gerade zu wenig trainiert», führt er zu seinem Sprung aus und ergänzt, dass es doch einen Altersunterschied von 16 Jahren zum nächsten Teilnehmer gäbe. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» betont Isoz, dass alle Helfenden am Anlass ehrenamtlich arbeiten. Den Zuschaueraufmarsch schätzt er auf etwa 1800 Personen: «Aufgrund der schlechten Wetterprognose und den aufkommenden Gewittern war die Zahl wohl geringer als sonst».

80

Prozent der Fälle der Friedensrichterämter gehen nicht ans Gericht. Seite 3

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Das Organisationskomitee der Freestyle-Night organisierte wieder einen gelungenen Anlass: Kevin Leuthold (von links), Jonas Huber, Jonas Roth, Benjo Sutter, Andreas Isoz und Oliver Isoz. Auf dem Foto fehlt: Moritz Biel. (Bild Dominik Stierli) ser Teilnehmenden. So wird zum Beispiel die Rifferswilerin Lina Kozomara mit Jahrgang 2005 immer wieder von der Platzspeakerin angekündigt. Sie nahm zuerst am Regio-Cup teil und war danach auch in der Qualifikation der Profis zu sehen. Dabei konnten alle Teilnehmenden so viele Sprünge absolvieren wie sie wollten. Die Jury entschied dann über den Finaleinzug.

Spannender Final Die im KO-System ausgetragenen Finals konnte bei den Aerials-Männer Sherzod Khashyrbayev aus Kasachstan für sich

entscheiden. Finalgegner Noé Roth erwischte im Final einen nicht ganz perfekten Sprung. Bei den Frauen setzte sich die Zürcherin Carol Bouvard vor der deutschen Emma Weiss durch. Die Siegerin zeigte im Final als einzige Frau einen Dreifachsalto. In der Kategorie Bike gewann Vincent Mattes aus Bremgarten. Neben den sportlichen Highlights an der Schanze begeisterte die Freestyle-Night auch mit anderen Luftakrobaten: 15 Fallschirmspringer wurden über dem Festgelände abgesetzt und landeten direkt nebenan auf der Wiese. Zuvor schossen die vier besten mit gut 80 Stundenkilometern über die

Zuschauerinnen und Zuschauer hinweg und streiften dabei teils sogar die Bäume. Es herrschte eine tolle Stimmung. Ab 20 Uhr heizte die AC/DC-Cover Band «Gone Shootin» dem Publikum ein. Zu den warmen Temperaturen konnte man sich mit einem feinen Getränk etwas abkühlen. Gemäss den Organisatoren verlief der Anlass ohne grössere Zwischenfälle. Andreas Isoz freut sich bereits aufs nächste Jahr. Dann kommt es zur 20. Ausgabe des Events. «Wir haben ein paar tolle Ideen, sind aber da noch auf Sponsorensuche», sagt er dazu.

Impressionen auf Seite 18

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