Kandidierende bei den Hedinger Gemeinderatswahlen stellen sich und ihre Positionen vor. Ein Thema: die Zentrumsplanung. Seiten 9 bis 11
Interesse an der Zukunft
Maschwanden steht vor einigen Herausforderungen. Gemeinderatskandidaten erklären, was ihnen dabei am Herzen liegt. Seiten 16 und 17 21
Ein «Säuli» für die besten Sportlerinnen und Sportler
Drei der fünf Säuliämtler Sports Awards gehen an Bisherige
Daniel Vaia
Flurina Rigling (Rad), Noé Roth (Freestyle Arials) und das Duo Maja Kucharczyk/Davide Corrodi (Tanzsport), das sind die Hauptgewinner der Säuliämtler Sports Awards 2025. Alle drei haben den Preis bereits in früheren Jahren schon mal erhalten – 2023 sogar in derselben Zusammensetzung wie jetzt. Bei den Newcomern gehen die Preise an Elea Peter (Rhönrad) und Dario Schuler (Rudern), für beide eine Premiere. Alle sechs wurden für ihre herausragenden sport-
Was der ZwingliStein erzählt
Der Zwingli-Stein in Kappel von 1838 zeugt vom jahrhundertelangen Kampf zwischen den Konfessionen. Der Autor der Serie Denkmäler im Bezirk Affoltern, Bernhard Schneider, geht in seinem Artikel dieser Frage nach. Zwingli sollte mit dem Denkmal als Held präsentiert werden, schreibt der Autor. In Latein und Deutsch ist auf dem Denkmal zu lesen: «Den Leib können sie tödten, nicht aber die Seele, so sprach an dieser Stätte Ulrich Zwingli, für Wahrheit und der Christlichen Kirche Freiheit den Heldentod sterbend, den 11. Oktober 1531.» Es gibt aber auch differenziertere Sichtweisen. (red)
lichen Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene im letzten Jahr gefeiert. Speziell geehrt wurde daneben Mountainbiker Urs Huber, der seine Profikarriere nach 19 Jahren beendet.
Die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner und die Preisübergabe erfolgten am frühen Sonntagabend im Rahmen eines festlich gestalteten Sport-Events im Kasinosaal in Affoltern vor 140 Gästen, darunter Sponsoren und Gemeindevertretern. Für Unterhaltung sorgte unter anderem Fussballmanager Fredy Bickel (u.a. ex GC, FCZ und YB).
Als Talk-Gast berichtete der Mettmenstetter Gastwirt über seinen Frust als Junior, der ihn fast dazu brachte, das «Tschutten» für immer aufzugeben. «Dies ist die 18. Ausgabe des Säuliämtler Sports Awards, er ist jetzt volljährig: Lassen wir die Sau raus!», stimmte Moderator und Sportprojektmanager Philippe Bandi das Publikum auf den fast dreistündigen Anlass ein. Gemeint war von Bandi natürlich nicht die sprichwörtliche Sau, sondern die kleine Trophäe, welche die Gewinner traditionsgemäss erhalten: ein von Oski Studer
handgeschnitztes Säuli – nebst einem Früchtekorb und einer Prämie von 300 Franken. Die Wahl der Säuliämtler Sportlerinnen und Sportler des Jahres basierte heuer auf 6000 Stimmen, welche die Bevölkerung in den letzten Wochen für insgesamt 15 Nominierte abgeben konnte (drei Nominationen in fünf Kategorien). Das Ergebnis der Umfrage wurde am Schluss mit 70 Prozent gewichtet, das der Award-Jury mit 30 Prozent.
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Gäste legten sich ins Zeug
Unter dem Motto «Ob Himmel oder Höll – Hauptsach, du chunsch...!» feierten am Samstag Fasnachtsfreunde in Hedingen. Organisatorin und Ballchefin Michelle Stolz zeigt sich zufrieden, aber in Bezug auf die Besucherzahl meint sie: «Da viel los ist dieses Jahr, gab es auch schon bessere Bälle.» Dafür legten sich die Gäste umso mehr ins Zeug. Die Verkleidungen hätten auch in diesem Jahr nicht kreativer sein können. Und auch die Guggenmusiken einschliesslich der Gastgebergugge Vollgashöckler gaben alles. So wurde bis tief in die Nacht ausgelassen gefeiert. (red)
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Meter Höhe erreicht das neue Primarschulhaus Wolhusen in Affoltern. Seite 6
28 Monate Gefängnis für einen 24-jährigen Schweizer. Das ist das Verdikt des Bezirksgerichts Affoltern. Dem Mann wird vorgeworfen, im März vergangenen Jahres in einem Hotelzimmer seine ExFreundin vergewaltigt zu haben. Doch nicht nur das. Er beleidigte sein Opfer in einer widerlichen Fäkalsprache und bedrohte es mehrfach mit dem Tod. «Ebe wie gseit, pass uf dich uf, wenn ich in… ume bin. Dich schlah ich z’tod.» Dafür fand der Gerichtspräsident drastische Worte und bezeichnete die Verfehlungen als «unter aller Sau». Die Ex-Freundin war nicht einziges Opfer seiner verbalen Attacken. Im Mai 2025 deckte der Mann eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes mit nicht zitierbaren Beleidigungen ein. Laut Anklage tat er dies, um die Frau damit unter Druck zu setzen und sie dazu zu zwingen, für ihn noch eine Übernachtungsmöglichkeit zu organisieren. (red)
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National und international erfolgreich: die Gewinner und alle Nominierten der Säuliämtler Sports Awards 2025. (Bild Dani Vaia)
Der Höckler Ball war gut besucht und es herrschte gute Laune. (Bild Nico Ilic)
Politische Gemeinde Hausen am Albis Gemeindeversammlung
Die Stimmberechtigten der Gemeinde Hausen am Albis werden auf Mittwoch, 11. März 2026, um 19.30 Uhr in den Gemeindesaal im Schulhaus Weid, Hausen am Albis, zur Behandlung der folgenden Anträge des Gemeinderates eingeladen:
2. Teilrevision Bau- und Zonenordnung (BZO), Genehmigung
3. Neuerlass Reglement zum kommunalen Mehrwertausgleich, Genehmigung
4. Informationen des Gemeinderats (keine Beschlussfassung)
Der Beleuchtende Bericht inklusive Antrag liegt den Stimmberechtigten mit den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, Einwohnerkontrolle (1. Obergeschoss, links), ab Montag, 23. Februar 2026, zur Einsicht auf.
Sämtliche Dokumente können ebenfalls ab diesem Zeitpunkt auf der Webseite www.hausen.ch abgerufen werden.
Die Stimmberechtigten können den Beleuchtenden Bericht zudem bestellen, indem sie sich für den Versand bei der Gemeindekanzlei, Tel. 044 764 80 28, oder E-Mail: stefanie.moser@hausen.ch einmalig anmelden.
Hausen am Albis, 3. Februar 2026
Der Gemeinderat
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Kinder-Fasnachtsumzug vom 7. Februar 2026
Sellenbüren: Sperrung der Rainstrasse/Loomattstasse (via Massholderenstrasse) bis Schulhaus Loomatt
Am Samstag, 7. Februar 2026, zwischen 14.45 und 15.45 Uhr, werden die Rainstrasse und die Loomattstrasse (via Massholderenstrasse) bis Schulhaus Loomatt in Sellenbüren wegen eines Anlasses des Familienclubs Stallikon (KinderFasnachtsumzug) für den Fahrzeugverkehr teilweise gesperrt. Für die Anwohner ist die Zufahrt teilweise möglich.
3. Februar 2026
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Affoltern am Albis
Am 26. Januar 2026 ist in Zürich ZH gestorben:
Rolf Weiss
geboren am 31. Juli 1939, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.
3. Februar 2026
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Affoltern am Albis
Am 23. Januar 2026 ist in Affoltren am Albis ZH gestorben:
Yann Zumbühl
geboren am 9. Juni 1991, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.
Um Amphibien wie Kreuzkröten, Gelbbauchunken, Laubfrösche und Molche während ihrer Frühjahrswanderung zu schützen, werden die Tambrig- und Wolserstrasse in Obfelden ab Februar bis zirka April 2026, jeweils ab 18.30 bis 5.30 Uhr, gesperrt. Eine Umfahrung via Dachlissen und Mettmenstetten wird täglich entsprechend signalisiert. (red)
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der Goldenen Hochzeit (50 Jahre).
Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Aus Namen werden Gesichter
In Aeugst stellten sich die Kandidierenden vor
Marianne Voss
Für den Gemeinderat in Aeugst stehen gleich viele Kandidierende zur Verfügung wie Sitze. In den anderen Behörden – Primarschulpflege, Oberstufenschulpflege und Rechnungsprüfungskommission (RPK) – kommt es zur Kampfwahl. Es kandidieren jeweils sechs Personen für die fünf Sitze. In allen Behörden stehen Wechsel bevor, es werden auch Aufgaben und Ressorts für neue Personen frei. Die Stimmberechtigten haben also die Wahl.
Plenum Aeugst organisierte
Am vergangenen Donnerstag präsentierten sich die Kandidierenden im Rahmen eines Vorstellungspodiums. Gegen 80 Interessierte kamen zu der Veranstaltung, die vom politisch neutralen «Plenum Aeugst» organisiert wurde. Johannes Bartels führte kompetent und neutral durch den Abend und bat schon zu Beginn um einen Applaus für diese Menschen, die bereit sind, eine Aufgabe für die Dorfgemeinschaft zu übernehmen.
Möglichkeit, die Gesichter und Persönlichkeiten kennenzulernen, die zu den Namen auf dem Wahlzettel gehören.
Kompetente Kandidierende
In der RPK stellt sich der bisherige Präsident, Stephan Schaub, wieder zur Verfügung. In den anderen Behörden wird es im Präsidium zu einem Wechsel kommen. Für das Primarschulpräsidium kandidiert Corinne Erb-Schärer. Sie war bisher nicht in der Schulpflege und würde als Präsidentin automatisch auch im Gemeinderat einen Sitz einnehmen. Für das Präsidium in der Sekundarschulpflege steht Christoph Waldmeier zur Verfügung. Er ist bereits seit einem Jahr in der Behörde engagiert. Gisèle Stoller Laubi bewirbt sich als Gemeindepräsidentin. Sie war bereits während zweier Amtsperioden als Gemeinderätin tätig.
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Dominik Stierli (dst) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
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Er gab den Kandidierenden je maximal drei Minuten Zeit, um sich vorzustellen. Es war beeindruckend, wie engagiert, überzeugend und professionell die Frauen und Männer auftraten, die Bisherigen wie auch die Neuen. Sie gaben Einblick in ihr privates Leben, ihren beruflichen Werdegang, ihr Anliegen fürs Dorf und ihre Motivation für die Kandidatur. Sie taten dies humorvoll, locker, originell, begeistert oder auch ruhig und besonnen. Alle betonten natürlich, dass ihnen das Dorf am Herzen liegt und sie sich gerne dafür einsetzen möchten, und fast alle hielten sich an die vorgegebenen drei Minuten. Während dieser eineinhalb Stunden hatten die Stimmberechtigten wirklich die
Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wurde erst am Schluss und nur von einem Anwesenden genutzt. Dieser betonte sein Anliegen, dass Aeugst nicht im Bewahren erstarren dürfe, und fragte die Kandidierenden des Gemeinderats nach einer Vision für die Zukunft. «Wie gehen wir weiter?» In den Antworten wurde betont, dass der Gemeinderat immer offene Ohren habe und dass alle eingeladen seien, sich zu engagieren. Die gemeinschaftliche Kultur könne jedoch nicht der Gemeinderat alleine erschaffen. Es war klar, dass das umfassende Thema an diesem Abend nicht abschliessend behandelt werden kann.
Nach einem weiteren Applaus für die Kandidierenden und den Moderator standen die Aeugsterinnen und Aeugster mit dem Glas in der Hand beim Apéro. Viele äusserten sich begeistert vom Anlass und von den zahlreichen kompetenten Kandidierenden, unter denen keine und keiner abfiel.
«Unter aller Sau» – die Ex-Freundin vergewaltigt, genötigt und mit dem Tod bedroht
28 Monate Gefängnis für 24-jährigen Schweizer – 12 Monate unbedingt
Werner schneiter
Er hat die Ex-Freundin vergewaltigt, genötigt, sogar mit dem Tod bedroht und sie via Kommentarfunktion der TwintApp mit den übelsten Beschimpfungen eingedeckt – und dazu auch eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes verbal attackiert. Das Bezirksgericht Affoltern hat den 24-jährigen Schweizer wegen mehrfacher Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt, wovon er 12 Monate im Gefängnis absitzen muss. Vor Gericht kam das abgekürzte Verfahren zur Anwendung, nachdem der Pflichtverteidiger zusammen mit dem Beschuldigten einen Urteilsvorschlag formuliert hatte. Das Gericht war einverstanden und verurteilte den Mann antragsgemäss. Er befindet sich seit Oktober 2025 im vorzeitigen Strafvollzug.
«Unter aller Sau»
Der Gerichtspräsident fand drastische Worte und bezeichnete die Verfehlungen «unter aller Sau». Den schwersten Straftatbestand stellt die Vergewaltigung dar. In einem Zimmer eines nicht näher bezeichneten Hotels vollzog der Beschuldigte im März 2025 den Geschlechtsverkehr gegen den Willen der Frau.
In der 27 Seiten umfassenden Anklageschrift sind Dutzende von Textnachrichten aufgeführt, in denen der Mann sein Opfer in einer widerlichen Fäkalsprache beleidigte und sie auch bedrohte, mehrfach mit dem Tod. «Ebe wie gseit, pass uf dich uf, wenn ich in… ume bin. Dich schlah ich z’tod.» Dann schrieb er: «Schad, dass mir d’Bulle da-
mals de Schlagstock gno händ… de wär parat gsi für dis Gsicht…» Er drohte, ihr die Nase zu brechen, nannte sie Nutte, Schlampe und deckte sie auch mit anderen Fäkalwörtern ein. Nötigung und Drohungen erzeugten beim Opfer grosse Angst. Nach vielen weiteren Entgleisungen rang sich die Frau schliesslich im Juni 2025 zu einer Anzeige bei der Polizei durch. Unklar, wie es zu diesem Zerwürfnis kam – das kam im abgekürzten Verfahren nicht zur Sprache.
Weitere Opfer verbaler Attacken
Die Ex-Freundin war nicht einziges Opfer von verbalen Attacken. Im Mai 2025 deckte der Mann eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes mit nicht zitierbaren Beleidigungen ein. Laut Anklage tat er dies, um die Frau damit unter Druck zu setzen und sie dazu zu zwingen, für ihn diese Nacht noch eine Übernachtungsmöglichkeit zu organisieren. Das machte sie auch, aber nicht wegen seiner
Seiten umfasst die Anklageschrift mit Dutzenden vulgärer Textnachrichten.
Drohungen, sondern aufgrund ihres Arbeitsbereichs als zuständige Sachbearbeiterin des Sozialdienstes. Ein anderes Mal drohte er ihr: «Machen Sie ruhig eine Anzeige gegen mich, dann habe ich wenigstens einen Schlafplatz für den Rest des Jahres… du scheiss dummi…» Zwischen Herbst 2024 und Sommer 2025 gab er mehrere Male Marihuana in unbekannter Menge an unbekannte Drittpersonen und die Ex-Freundin, das
Opfer, ab – teilweise gegen Geld. In seiner Wohnung fand man 400 Gramm getrocknetes Marihuana. Laut Anklage hatte das einen Verkaufswert von 4000 Franken. Er kaufte die Drogen zuvor für 1000 Franken und konsumierte auch selbst, wodurch ihm Übertretung und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Last gelegt werden. Im Rahmen einer kurzen Befragung machte der Beschuldigte mit leiser Stimme in knapper Form Angaben zu seiner Person und verzichtete auf ein Schlusswort. Er ist ohne Beruf und erwerbslos, möchte aber nach Verbüssung der Gefängnisstrafe eine Lehre beginnen – wohl kein einfacher Weg, auch angesichts seiner drei Vorstrafen: unter anderem wegen Betäubungsmittelvergehen und Vergehen gegen das Waffengesetz. Nicht näher zu Sprache kam der Umstand, dass der Mann nach Verbüssung der Strafe eine IV-Rente beziehen kann.
Ein Rayonverbot
Das Bezirksgericht akzeptierte den Urteilsvorschlag. Wegen Vergewaltigung, mehrfacher und versuchter Nötigung, mehrfacher Drohung und Beschimpfung, der versuchten Gewalt oder Drohung gegen Behörden und Beamte sowie wegen mehrfachen Vergehens und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes resultieren 28 Monate Gefängnis. 12 Monate werden vollzogen, für 16 Monate gilt eine vierjährige Bewährungsfrist. 170 Tage hat er durch U-Haft und vorzeitigen Vollzug erstanden. Die Busse beträgt 300 Franken. Eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 30 Franken wird widerrufen. So werden für ihn
5400 Franken fällig. Für die Dauer von vier Jahren gilt ein absolutes Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin, und er darf das Gebiet ihrer Wohngemeinde –Ausnahmen: Durchfahrt und ÖV – für vier Jahre nicht betreten (Rayonverbot). Zudem muss er dem Opfer 7500 Franken Genugtuung leisten. Die Zivilforderung der Sozialdienst-Mitarbeiterin wird auf den Zivilweg verwiesen. Mit Ausnahme der Kosten für den Pflichtverteidiger (knapp 16000 Franken) muss er die Verfahrenskosten von gut 5000 Franken übernehmen. Die Kosten der Vertreterin der Privatklägerin (5000 Franken) werden – wie beim Anwalt – auf die Staatskasse genommen. Letztlich wird dem Verurteilten die Weisung erteilt, im Rahmen einer Eignungsabklärung beim Amt für Justizvollzug das Lernprogramm (DoLaS) für angepasstes Sexualverhalten zu absolvieren.
Urteil DH 250 005 vom 30. Januar 2026, abgekürztes Verfahren
Die motivierten Kandidierenden für die Aeugster Behörden. (Marianne Voss)
War Zwingli Held oder Ketzer?
Denkmäler im Bezirk Affoltern (5): Der Zwingli-Stein in Kappel
Bernhard Schneider
300 Jahre nach der Schlacht bei Kappel, im Jahr 1831, führte die liberale Verfassung im reformierten Kanton Zürich nicht nur die Gleichstellung von Stadt und Land ein, sondern unternahm auch erste Schritte in Richtung Religionsfreiheit. Dies führte in den katholischen Teilen des 1815 gegründeten Schweizer Staatenbunds zu heftigen Gegenreaktionen. Sie feierten den Sieg über Zürich von 1531 unter anderem mit dem Deckengemälde der Kirche auf dem Gubel, wo sie im Anschluss an den Sieg in der Schlacht bei Kappel auch die Entscheidungsschlacht zu ihren Gunsten entschieden hatten. Zürichs Versuch, die Reformation auch in den Waldstätten durchzuführen und sie in den Aufbau staatlicher Strukturen miteinzubeziehen, war gescheitert.
Zwingli als Held
Die Errichtung des Zwingli-Steins 1838 symbolisiert, dass die konfessionellen Gegensätze auch in Zürich betont wurden. Zwingli sollte mit dem Denkmal als Held präsentiert werden. In Latein und Deutsch ist darauf zu lesen: «Den Leib können sie tödten, nicht aber die Seele, so sprach an dieser Stätte Ulrich Zwingli, für Wahrheit und der Christlichen Kirche Freiheit den Heldentod sterbend, den 11. Oktober 1531.» Der Text lehnt sich an die Biografie an, die Zwinglis Wegbegleiter und Freund Oswald Myconius 1536 veröffentlicht hatte. Bei der Darstellung des Todes des Reformators ging es ihm nicht um die Darstellung realer Vorgänge. Er ordnete den Reformator in verschiedene biblische Darstellungen ein, indem er in seiner Erzählung beispielsweise den tödlich getroffenen Zwingli dreimal zu Boden stürzen liess, analog Christus auf dem Kreuzweg.
Hinrichtung der Leiche
Andere zeitgenössische Quellen schildern Zwinglis Tod realitätsnäher, aber mit grundlegend unterschiedlichen Wertungen. Der Luzerner Chronist Johannes Salat nahm als Feldschreiber ab 1522 an mehreren Kriegen teil, auch an den beiden Kappeler Kriegen. Von ihm stammt eine ausführliche Reformationschronik aus katholischer Sicht.
Laut Salat suchten die Soldaten der «Fünf Orte» nach der Schlacht bei Kap-
Der Zwingli-Stein in Kappel von 1838 zeugt vom jahrhundertelangen Kampf zwischen den Konfessionen. Zu diesem Zeitpunkt hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass zehn Jahre später die erste Bundesverfassung katholische und reformierte Kantone zu einem Bundesstaat zusammenschloss. (Bilder Bernhard Schneider)
pel unter den Leichen nach lebenden Zürchern. Diesen hätten sie angeboten, sie zu schonen, falls sie sich zur katholischen Kirche bekennen würden, «das auch by ettlichen angenommen ward».
Dabei wurde auch Zwingli gefunden, «ligend uff sym Angesicht». Er sei nicht schwer verletzt gewesen und hätte sich noch selbst fortbewegen können, hätte er noch über genügend Kraft verfügt. Einer der Eidgenossen fragte ihn, ob er beichten wolle, worauf Zwingli den Kopf schüttelte und das Angebot ablehnte, worauf «ein redlicher alter Christ mit eynem Schlachtschwert Zwingli under dem Kiny in Hals hout, des streychs er starb».
Während des ganzen Abends seien zahlreiche «alte Christen», also Katholiken, gekommen, «den toten Kadaver zu beschauen», der viel mehr Unfriede, Unruhe, Angst und Not verursacht habe als alle Fürsten zusammen. Drei Tage lang seien eidgenössische Truppen kampfbereit vor Kappel aufgestellt geblieben für den Fall, dass die Reformierten einen erneuten Angriff wagten. Dann wurde entschieden, dass Zwingli als «ein dermassen grosser, schäntlicher, ketzerischer Verräter und Bösewicht» bei totem Leib hingerichtet werde. Zur Strafe sei der Leichnam vor Ort gevierteilt und verbrannt worden.
Die Zug zugewandte lateinische Inschrift des Zwingli-Steins ist bemerkenswert. In der Sprache der katholischen Kirche wurde ein aggressiverer Wortlaut gewählt: «Ulrich Zwingli, der im 16. Jahrhundert nach Christi Geburt gemeinsam mit Martin Luther die freie christliche Kirche gründete, starb für die Freiheit und das Vaterland, gemeinsam mit seinen Brüdern, in tapferem Kampf, der Unsterblichkeit gewiss.»
Opfer eines Verrats
Der Zürcher Chronist Johannes Stumpf, der möglicherweise ebenfalls selbst an der Schlacht teilgenommen hatte, betrachtete den Zürcher Hanns Andress, «ein Verräter syns eignen Vaterlands», als Verantwortlichen für die Zürcher Niederlage, weil er für eine Goldkrone dem Heyni Schönbrunner aus Zug schlachtentscheidende Informationen geliefert habe.
In der Schlacht habe dann Zwingli «im dritten Glied» mit der Hellebarde gekämpft. Stumpf zählte alle ihm bekannten Toten auf der Zürcher Seite namentlich, nach Wohnort gegliedert, auf. Die Eidgenossen hätten die transportfähigen Zürcher, deren sie habhaft wurden, gefangen nach Zug und Luzern geführt. Die Toten hätten sie geplündert und ausgezogen, dann aber nackt liegen lassen, weil sie «die Ketzer nit wollten begraben».
Gemäss Stumpfs Darstellung fiel Zwingli in der Schlacht. Als seine Leiche von den Feinden entdeckt worden sei, hätten sie sehr bedauert, dass sie ihn nicht lebend gefunden hätten, um ihn zu malträtieren. Sie hätten Frauen und Kinder zusammengerufen, um einen sogenannten Gottesbeweis durchzuführen. Dazu hätten sie den Leichnam aufgestellt und gesagt, falls Zwingli ein gläubiger Christ gewesen sei, sorge Gott dafür, dass er stehen bleibe. Sei er hingegen ein Ketzer gewesen, werde Gott dafür sorgen, dass er hinfalle. Als sie ihn losliessen, sackte er zu Boden. Sie betrachteten den Gottesbeweis als hiermit erbracht, worauf sie Zwinglis Leiche ge-
vierteilt und die Teile einzeln verbrannt hätten.
Beim Plündern entdeckt
Zwinglis Nachfolger als Vorsteher der reformierten Zürcher Kirche, Heinrich Bullinger, hielt sich während der Schlacht in Bremgarten auf. Er folgte bei der Darstellung von Zwinglis Tod den Erzählungen von Salat und Stumpf, mit gewissen literarischen Freiheiten. Zwingli habe mit einer Hellebarde gekämpft, habe «wohl vorn» in der Schlachtreihe gestanden und neben ihm kämpfende Zürcher Soldaten zum Kämpfen ermuntert: «Seid getrost und fürchtet euch nicht. Müssen wir gleich leiden, so ist die Sache gut.» Als die plündernden Eidgenossen die Toten und Verwundeten nach Wertgegenständen untersuchten, hätten sie Zwingli noch lebend entdeckt: «Er lag auf dem Rücken und hatte seine beiden Hände zusammengetan, wie die Betenden, sah mit seinen Augen aufwärts gen Himmel. Da liefen etliche zu, die ihn aber nicht kannten, und fragten, dieweil er doch so schwach und dem Tode nahe wäre, da er in der Schlacht getroffen und tödlich verwundet niedergelegt worden war, ob man ihm nicht sollte bringen einen Priester, der seine Beichte hörte. Darauf schüttelte Zwingli sein Haupt, redete nichts und sah aufwärts gen Himmel.» Auch die Aufforderung, die Muttergottes und die Heiligen anzurufen, beantwortete er mit Kopfschütteln, worauf sie ungeduldig wurden und als störrischen Ketzer bezeichneten, «und wie Hauptmann Bolinger von Unterwalden auch herzukam, ward er erzürnt, nahme sein Schwert und gab Zwingli eine Wunde, dass er bald unter den Toten gefunden ward.» Als die Feinde schliesslich Zwingli erkannt hätten, hätten sie seine Leiche gevierteilt und verbrannt.
Ein historisches Ereignis Beide Seiten betrachteten Zwinglis Tod als historisches Ereignis. Von verschiedenen reformierten Fürsten trafen Beileidsbekundungen in Zürich ein. Demgegenüber beglückwünschten der Habsburger Karl V. als römisch-deut-
«Er war zwar nicht Zürichs Diktator, aber doch ein Motor gewesen.»
Helmut Meyer, Zürcher Historiker
scher Kaiser und Papst Clemens VII. die Eidgenossen zu ihrem Sieg über den Ketzer Zwingli. Differenzierter war die Sicht des Humanisten Erasmus von Rotterdam, der trotz seines freundschaftlichen Kontakts zum Reformator beim katholischen Glauben verblieben war: «Es ist gut, dass die beiden Koryphäen umgekommen sind, Zwingli in der Schlacht, Ökolampad (der Basler Reformator) bald darauf am Fieber und an einem Geschwür. Hätte der Kriegsgott zu ihnen gehalten, so wäre es um uns geschehen gewesen.» Differenziert ist auch die Sichtweise des Zürcher Historikers Helmut Meyer, der 1981 zum Schluss kam, dass erst Zwinglis Tod die Fortsetzung der Zürcher Reformation ermöglicht habe: «Er war zwar nicht Zürichs Diktator, aber doch ein Motor gewesen, der ständig zum Handeln angetrieben hatte. Ob er nach dem militärischen Debakel seine Stellung hätte behaupten können, ist zu bezweifeln. Die allgemeine Wut auf die Geistlichkeit, die man beschuldigte, zum Krieg getrieben und die Katastrophe heraufbeschworen zu haben, hätte sich zweifellos über ihm entladen und möglicherweise zur Verurteilung oder zum Exil geführt.» Dank seines Todes in der Schlacht sei er als Held, nicht als Gescheiterter in die Geschichte eingegangen.
In dieser Serie stellt der «Anzeiger» Denkmäler aus der Region vor und erklärt ihre Bedeutung. (red)
«Nahe bei Gott und den Menschen»
Pfarrer Andreas Nufer wirkt
IntervIew MarIanne voss
Andreas Nufer, vor einem Jahr haben Sie im Seminarhotel Kloster Kappel Ihre neue Tätigkeit als Theologischer Leiter begonnen. Wie geht es Ihnen heute?
Andreas Nufer: Gut, sehr gut. Es ist unglaublich spannend, herausfordernd und schön, hier zu arbeiten. Es ist noch viel interessanter, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin hier am richtigen Ort angekommen.
Im Interview vor einem Jahr sagten Sie, dass Sie weder das Kloster noch das Säuliamt und die Menschen hier kennen. Wie ist das jetzt nach einem Jahr?
Ich habe inzwischen viele Menschen und auch die Region kennengelernt. Oftmals gehe ich bewusst auf Menschen zu, andere kommen hierher – viel mehr, als ich erwartet habe. Das freut mich.
Sie sprachen auch von Ihrer Vision, ein Netzwerk aufzubauen mit der Region, der Kirchgemeinde, den Institutionen und Vereinen. Was ist daraus geworden?
Es ist eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit entstanden in diesem ersten Jahr. Mit dem Dorf, der Kirchgemeinde, den Kirchen im Oberamt und auch in der Region. Ich möchte betonen: Ich wurde überall wohlwollend und gut aufgenommen. Aber da ist noch Luft nach oben, zum Beispiel hinsichtlich der institutionellen Zusammenarbeit.
In der Region wurde hingeschaut, was der «Neue» nun tun oder verändern wird. Und die Menschen haben positiv wahrgenommen, dass – symbolisch gesprochen – die Türen und Fenster des Klosters weit offen sind.
Es war für mich von Anfang an klar, dass das Kloster nicht ausserhalb des täglichen Lebens der Region, sondern mittendrin stehen soll. Ich habe aber eigentlich nichts Besonderes getan, als das Motto «Nahe bei Gott und nahe bei den Menschen» gelebt. Ich habe die Leute eingeladen mitzumachen, und es sind viele gekommen.
Es gab einige Highlights, wo die Zusammenarbeit zwischen dem Kloster und der Region sichtbar wurde und die Leute mitgemacht haben.
Ja. Ich denke an die Gründung des TagzeitenTeams mit fast 20 Personen. Die Tagzeitengebete finden nun wieder
seit einem Jahr als Theologischer Leiter im Kloster Kappel
dreimal täglich statt und werden auch von Laien geleitet. Ein besonderer Anlass war zum Beispiel die Tagung «Schule des Friedens» mit der interreligiösen Bettagsfeier. Zudem initiierten wir in der Adventszeit den musikalischen Tannenwald und das Lichtermeer.
Was waren für Sie persönlich die grössten Bereicherungen?
Das Mitarbeiten in allen Abteilungen. Ich habe in diesem Jahr Essen serviert, Bettwäsche gebügelt, den Hühnerstall gemistet, im Garten gejätet oder Zimmer geputzt. Dadurch habe ich alle Mitarbeitenden und ihre Aufgaben kennengelernt.
Auch das umfangreiche Kursprogramm und die Gäste von nah und fern waren für mich sehr bereichernd.
Wo steht das Kloster mit dem Strategieprozess? Wir sind mittendrin und beschäftigen uns mit der Frage, wie die Zukunft des Klosters aussehen soll. Es geht nicht darum, alles zu ändern. Vieles bewährt sich. Als Team sind wir gut aufgestellt.
Wir haben 75 Prozent Stammgäste. Dennoch müssen wir uns überlegen, wie wir auch in den kommenden Jahren attraktiv bleiben. Dazu gehören zum Beispiel eine neue Website, neue Kursangebote und eine neue Marketingstrategie.
Was ist für Sie die grösste Herausforderung? Das ist für mich die Frage: Wie kann mantheologischundspirituellrelevantsein?
Bitte erklären Sie, was damit gemeint ist.
Die Gäste kommen hierher, sie sollen etwas mitnehmen und persönliche Erfahrungen machen. Ob das eine Erleuchtung ist, neues Wissen oder einfach ein gutes Gefühl, das spielt keine Rolle. Aber es soll etwas Relevantes, etwas Wesentliches, Bedeutungsvolles geschehen.
Was macht Ihnen bei Ihrer Tätigkeit am meisten Freude?
Der Mix aus allem und die grosse Vielfalt machen mir Freude. Ich beschäftige mich mit der Gastfreundschaft, der
Spiritualität, der Seelsorge, der Theologie, aber auch mit organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Zudem bin ich dauernd im Kontakt mit Menschen.
Werden Sie manchmal als Abt des Klosters angesehen? (Er lacht.) Ja, doch meistens im humorvollen Sinn. Ab und zu gibt es jedoch Leute, die denken, dass hier noch Mönche leben.
Wo ist Ihr Lieblingsort?
Die Treppe, welche direkt vom ehemaligen Schlafraum der Mönche in die Kirche führt. Die Mönche gingen über diese Treppe zum regelmässigen Gebet. Sie stellt symbolisch den direkten Weg vom Leben zu Gott dar. Diese direkte Verbindung zum Göttlichen war sowohl den Zisterziensern wie auch den Reformatoren wichtig. Das Tagzeitengebet hat für mich einen festen Platz im Alltag. Wenn das Glöcklein läutet, lasse ich alles liegen und gehe zum Gebet.
Das Orchester musizierte mit sichtbarer Freude
Die Orchestergesellschaft Affoltern am Albis spielte in der reformierten Kirche
Der Dirigentenstab schwebt in der Luft, das Publikum sitzt in den gut gefüllten Reihen der reformierten Kirche Affoltern. Mit dem nächsten Atemzug tragen die Celli der Orchestergesellschaft Affoltern am Albis das Publikum in die Ouvertüre von Emilie Mayer. Das pompös angerichtete Stück ist in der Konzertgeschichte des Orchesters das erste von einer Frau geschriebene – und ein gelungener Auftakt ins diesjährige Winterkonzert. Der junge
Dirigent Romain Gili führt die zum Teil langjährigen Spieler und Spielerinnen zu Höhenflügen, das Orchester musiziert mit sichtbarer Freude und Engagement auf einem beachtlichen Niveau.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist der Solist Barnabás Völgyesi. Im zweiten Programmpunkt begeistert er am Bassetthorn in einem Konzert von Alessandro Rolla. Die darauffolgenden sphärischen Orchesterstücke «Summer Evening» und «Sleigh Ride» von Frederick Delius muten magisch an. Danach fasziniert Barnabás Völgyesi auch in der Romanze von Strauss durch sein technisches und musikalisches Können, diesmal auf der Klarinette. Der schöne und ausgewogene Klang, sowohl bei satten, tiefen Tönen als auch in klaren hohen Lagen, fügt sich harmonisch in das Gesamtklangbild des Orchesters ein. Den krönenden Abschluss bildet das bekann
te BallettStück «Danza delle Ore» von Amilcare Ponchielli. Die Zuhörer und Zuhörerinnen verfolgen gebannt das Spiel und lassen sich mit wippendem Kopf und im Takt schlagenden Füssen von der Musik mitreissen. Zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht verlassen sie die Kirche.
RATGEBER BEZIEHUNG Viktor Arheit, Paarberater/ Mediator, Affoltern
Durchhalten
Wie steht es um den Durchhaltewillen in Beziehungen?
Mein subjektiver Eindruck ist, dass heute Beziehungen zu oft zu früh aufgegeben werden. Früher war dies kaum möglich – aus wirtschaftlichen, religiösen und gesellschaftlichen Gründen. Diese Gründe sind heute kaum mehr relevant.
Wann ist das Durchhalten besonders angesagt?
Dann, wenn Kinder im Spiel sind. Kinder sind das grösste Geschenk des Lebens, und sie tragen Mama und Papa und die ganzen Ahnenlinien in sich, ein Leben lang. Da kommen viele Schicksale und Energieströme zusammen. Das Leben wird unglaublich intensiv und kräfteraubend. Da bleibt keine Zeit mehr für ausschweifende Hobbys oder Abenteuerreisen. Kommen in dieser Situation Paare an ihre Grenzen?
Ja. Alle Eltern kommen irgendwann in die Überforderung und reagieren so, wie sie es eigentlich nie wollten. Kinder bringen einen auch an die eigenen inneren unerlösten Themen, wo wir in emotionale Not geraten. Und an dieser Stelle wird oft der Partner/die Partnerin als Problem gesehen, weil man nicht die gewünschte Unterstützung oder zu wenig Verständnis, Nähe oder Sex erhält.
Wie kann man gut damit umgehen? Im besten Falle beginnen beide Partner, sich mit der eigenen Entwicklung auseinanderzusetzen. Damit, was sie in die Beziehung hineingeben und was funktioniert und was nicht. Da braucht es eine gute Portion Durchhaltewillen, bis man die eigenen eingeprägten Muster etwas gelöst hat und sich auf neue Wege wagt.
Wie kann man das Durchhalten praktizieren?
Ich spreche nicht um ein Durchhalten um jeden Preis. Wer zum Beispiel in Abhängigkeit oder einer gewalttätigen Beziehung feststeckt, sollte nicht durchhalten, sondern aussteigen. In jedem Fall beginnt die Arbeit am eigenen Bewusstsein und im eigenen emotionalen Feld. Wer sich da wirklich weiterentwickelt, kann positive Wunder erleben. Es ist eine Investition nach innen zum wirklichen Glücklichsein, ohne Verantwortung des Partners/der Partnerin.
Kann das Durchhalten ein Gewinn sein für die Beziehung?
Natürlich, und wie! Der gemeinsame Liebesweg beginnt eigentlich erst richtig bei den ersten Steigungen und Kurven. Dann ist die Liebe und nicht mehr das Verliebtsein gefragt. Dann geht es darum, einander zu unterstützen und miteinander durchzuhalten. So entstehen echte Tiefe und Stärke in der Partnerschaft.
Kontakt: viktor.arheit@paarberatung-mediation.ch
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Die Orchestergesellschaft Affoltern am Albis mit Solist Barnabás Völgyesi. (Bild zvg)
Pfarrer Andreas Nufer an seinem Lieblingsort. Über diese Treppe in der Kirche gingen die Mönche zum Tagzeitengebet.
(Bild Marianne Voss)
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Roger Schmutz, SP, Wettswil
Das Medium ist die Botschaft
Diese Aussage stammt vom kanadischen Philosophen und Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan. Gemeint ist damit, dass die Art und Weise, wie eine Nachricht transportiert wird, selbst eine Bedeutung hat. Und diese hat ihrerseits einen eigenen Einfluss aufs menschliche Leben.
Es lässt sich argumentieren, dass in Zeiten vor der Erfindung des Buchdrucks die Regime langlebiger waren, da es lange dauerte, bis Gesetze auf Steintafeln in die Peripherie eines Reiches transportiert werden konnten. Mit dem Buchdruck ging das schneller und auch revolutionäre Ideen verbreiteten sich schneller. Kino, Radio, Fernsehen und zuletzt Internet und
Social Media haben ebenfalls grosse gesellschaftliche Veränderungen ausgelöst.
Die Entwicklungen der (Massen-) Medien sind untrennbar mit der Geschichte moderner Demokratien verknüpft. Eine funktionierende Medienlandschaft ist sogar eine Voraussetzung für eine freiheitliche Demokratie. Denn nur so ist gewährleistet, dass sich die Bürgerinnen und Bürger eine fundierte Meinung bilden und selbstbestimmt wählen und abstimmen können.
Am 8. März steht mit der Halbierungsinitiative die Zukunft der SRG auf dem Spiel. Es geht nicht darum, die
Gebühren ein bisschen zu senken. Mit dieser einschneidenden Kürzung der Einnahmen droht die SRG als Ganzes unterzugehen. Und auch hier gibt es einen interessanten Zusammenhang: Dass wir uns bisher gemeinsam, über alle Sprachregionen hinweg, ein verbindendes Medienhaus leisteten, zeugt mehr von der so oft kolportierten «Willensnation» als die Siegel unter dem Bundesbrief. Mit einer Annahme der Halbierungsinitiative würde der Zusammenhalt der Nation geschwächt.
Denn die SRG könnte dann ihr qualitativ hochstehendes Angebot von Informations-, Kultur-, Sport- und Unterhaltungsinhalten auf Deutsch,
Französisch, Italienisch und Rätoromanisch nicht mehr aufrechterhalten. Und private Medienunternehmen können diese Lücke aus finanziellen und infrastrukturellen Gründen nicht schliessen, da der Markt zu klein und fragmentiert ist.
Im digitalen Zeitalter nehmen die Bedrohungen durch Fehl- und Desinformation immer stärker zu. Vor allem die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz macht es einfacher denn je, Inhalte zu fälschen und die politische Meinungsbildung zu beeinflussen. Fehlinformationen und Desinformationen gelten global als grösste gesellschaftliche Risiken.
Die SRG ist unsere Speerspitze im Kampf gegen Fake News. Sie steht für geprüfte Fakten und ein Netz an Korrespondentinnen und Korrespondenten, die Informationen vor Ort überprüfen. Gerade als Demokratie brauchen wir auch in Zukunft eine starke, glaubwürdige Berichterstattung.
Während kommerzielle Anbieter oft unter dem Druck stehen, durch emotionalisierte oder polarisierende Inhalte möglichst viele Klicks und Reichweite zu generieren, kann die SRG auf Vielfalt und Qualität setzen. Die Angebote der SRG geniessen in allen Sprachregionen ein grosses Vertrauen. Umso wichtiger ist es, diese Institution zu erhalten.
Primarschulhaus Wolhusen in Affoltern wird sichtbar
Bauprofile zeigen ab Mitte Februar die Dimensionen des Neubaus
Nach der Zustimmung der Stimmberechtigten zum Projektierungskredit für das neue Primarschulhaus Wolhusen im November 2024 wurde das Projekt weiterentwickelt. Nun steht der nächste sichtbare Schritt an: Mitte Februar 2026 werden auf dem Areal Chilefeld/Stigeli in Affoltern am Albis die Bauprofile erstellt. Damit erhält die Bevölkerung erstmals einen konkreten Eindruck von Lage, Ausdehnung und Höhe des geplanten Schulhauses.
Warum ein neues Schulhaus nötig ist Die Stadt Affoltern am Albis verzeichnet seit Jahren steigende Schülerzahlen. Prognosen zeigen, dass bis zum Schuljahr 2030/2031 sieben bis acht zusätzliche Primarklassen benötigt werden. Hauptgründe dafür sind nebst den Geburtenzahlen insbesondere auch neue Wohnüberbauungen in Affoltern am Albis. Um den Kindern auch künftig ausreichend und zeitgemässen Schulraum anbieten zu können, ist der Neubau eines zusätzlichen Primarschulhauses notwendig.
Geplant ist ein neues Schulhaus mit neun Normklassenzimmern und den dazugehörigen Gruppenräumen. Ergänzt wird das Gebäude durch einen grossen Mehrzwecksaal sowie eine unterirdische Einfachturnhalle. Zudem sind Räume für das Textile und Technische Gestalten (TTG) vorgese-
hen. Damit entsteht auf dem Campus zusätzlicher Raum, damit die bestehenden Pavillons entfernt werden können. Das Projekt geht auf den Wettbewerbssieger «Zweimal zwei Zwillinge» zurück und wurde seither weiterentwickelt. Während der ursprüngliche Entwurf zwei separate Baukörper vorsah, wurden diese zu einem einzigen Gebäude zusammengefasst. Diese Lö-
sung benötigt weniger Land, ist betrieblich effizienter und schafft mehr zusammenhängende Freiflächen für den Schulbetrieb.
Das Gebäude wird eine Höhe von rund 21 Metern erreichen. Diese Höhe ergibt sich aus dem umfangreichen Raumprogramm und der kompakten Bauweise. Sie ermöglicht es, das Schulhaus auf dem bestehenden Areal unterzubringen und gleichzeitig möglichst
viel Aussenraum für Pausen- und Aufenthaltsflächen zu erhalten.
Wie geht es weiter?
Mit dem Setzen der Bauprofile während der Sportferien wird das Projekt im Ortsbild erstmals sichtbar. Die Bauprofile dienen der Information der Bevölkerung und zeigen die geplanten Dimensionen des Neubaus auf. Im Anschluss daran
startet das ordentliche Baubewilligungsverfahren. Bis Mitte 2026 wird das Bauprojekt weiter konkretisiert und ein Kostenvoranschlag erarbeitet. Auf dieser Grundlage soll den Stimmberechtigten Anfang 2027 der Objektkredit für die Realisierung vorgelegt werden. Bei Zustimmung ist die Bauphase von Frühling 2027 bis Sommer 2029 vorgesehen. Stadt Affoltern
Im Januar wurde in 13 Bibliotheken im Säuliamt um die Wette gelesen, nun ist die Siegerin gekürt
Inspiriert von den Olympischen Spielen veranstalteten 13 Säuliämtler Bibliotheken einen Lesewettbewerb. Dabei spielte es keine Rolle, ob Krimi, Comic oder Bilderbuch – jeder gelesene oder vorgelesene Titel zählte. Da die Bibliothek mit den meisten gelesenen Titeln pro Nutzer gewinnen würde, hatten alle Bibliotheken unabhängig von ihrer Grösse die gleichen Gewinnchancen.
Viele Lesepässe
Anfangs füllten sich die Briefkästen in den Bibliotheken zögerlich, obwohl bereits viele Lesepässe abgeholt worden waren. Ungewiss war, ob diese in einer Tasche über die Abgabefrist hinaus gehortet werden oder ob sie fleissig mit Titeln gefüllt würden. Tatsächlich zeig-
te sich beim Zusammenzählen nach Wettbewerbsende, dass von den über 8200 Kunden der teilnehmenden Bibliotheken insgesamt über 6200 Titel gelesen wurden.
Gewinner beim Endspurt
Den Endspurt gewann die Bibliothek Hedingen. Jeder ihrer Nutzer hatte in diesen drei Wochen pro Person fast 1,9 Bücher gelesen. Am Mittwoch, 28. Januar, wurden in der Regionalbibliothek Affoltern unter allen Teilnehmenden Gutscheine verlost. Zudem wurde natürlich die Bibliothek Hedingen zur Siegerin gekürt sowie bei einem Apéro gebührend gefeiert.
Regionalbibliothek Affoltern
Visualisierung des neuen Primarschulhauses Wolhusen. Im Bild links vom Standpunkt Butzenstrasse aus gesehen. Rechts: Blick vom Standpunkt Schulhaus Chilefeld. (Bilder Thomas De Geeter Architektur GmbH)
Ottenbach soll nur mässig wachsen
Über 250 Personen an der Info-Veranstaltung zum räumlichen Entwicklungskonzept
Werner Schneiter
220 am Neujahrsanlass, drei ausverkaufte Chränzli-Aufführungen, 170 am Wahlpodium und am letzten Mittwoch über 250 an der Info-Veranstaltung: Ottenbach ist unter grosser Publikumsbeteiligung ins neue Jahr gestartet –auch zur Freude von Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger, die für den InfoAbend drei Themen ankündigte: das Räumliche Entwicklungskonzept (REK), das Projekt WohnenPlus und das Projekt einer Familienpraxis. Das 2024 gestartete und nun per Gemeinderatsbeschluss abgeschlossene REK dient als Grundlage für kommunale Planungen und koordiniert Entwicklungen mit räumlichem Bezug – Rah-
«Freiräume, Landschaft, Klima und Biodiversität sind integrale Bestandteile der räumlichen Entwicklung.»
Gaby Noser Fanger, Gemeindepräsidentin Ottenbach
menbedingungen, vorgegeben vom Kanton. Das REK ist Leitbild für die räumliche Entwicklung bis 2040, Steuerungsinstrument für den Gemeinderat, Orientierungshilfe für die Bevölkerung, aber nicht eigentümerverbindlich. Und letztlich: eine Grundlage für nachgela-
gerte, nicht parzellenscharfe Planung. Im Vordergrund steht die räumliche Entwicklung der nächsten 15 Jahre. Die Resultate fussen auch auf Bevölkerungsumfragen, Online-Umfrage und Workshops, flankiert von einer Begleitgruppe, vom Gemeinderat und vom Büro GPW, Affoltern. Berücksichtigt werden mussten Rahmenbedingungen von Bund, Kanton und Region.
Das REK zeigt hinsichtlich Bevölkerungsentwicklung ein klares Resultat:
Eine grosse Mehrheit wünscht sich ein mässiges Wachstum – mit einer Bevölkerungszunahme von heute 3000 um maximal 400 Personen bis 2040. In der Kern-/Wohnzone ist laut Büro GPW theoretisch Potenzial für weitere 850 Personen vorhanden, ein Plus von über 400 wäre ohne Einzonungen möglich. Fast 80 Prozent sprechen sich hinsichtlich Veränderung der Landschaft/Naherholung für den Status quo aus. Für 53 Prozent ist das Wohnraumangebot für Senioren ungenügend. Das REK enthält ein Zielbild 2040, wonach Ottenbach unter anderem «ein schönes, wohnliches, ländliches und gut erreichbares Dorf» ist.
Sechs Leitsätze
Die Vision 2040 wurde ausserdem in sechs Leitsätze gegossen. Darin ist von geringem bis mässigem Wachstum die Rede, von gezielter Entwicklung in Schwerpunktgebieten, von der Förderung preisgünstigen Wohnraums. Freiräume sollen gesichert und weiterentwickelt werden, innerhalb und ausserhalb des Siedlungsgebietes. Unterstützung eines aktiven Dorflebens und ein abgestimmtes Strassen-, Weg- und ÖV-Angebot für die künftige Entwicklung runden die Leitsätze ab. Als vorrangiges Entwicklungsgebiet wird der Bründler sein, für den dereinst eine Testplanung vorgesehen ist. Poten-
Ottenbach: «WohnenPlus» mit der «guten Seele»
Projekt für betreutes Wohnen im Alter
Vor allem durch Verdichtung entsteht in Ottenbach viel Wohnraum mit Zweieinhalb- und Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen – auch für ältere Menschen. Das von einer grossen Projektgruppe begleitete Vorhaben WohnenPlus ist mehr als nur ein Angebot an Wohnraum, sondern beinhaltet Unterstützungsangebote im nicht pflegerischen Bereich. Auch in Ottenbach wächst der Anteil an über 65-Jährigen; bis 2045 wird eine Zunahme von 53,5 Prozent prognostiziert, bei den 80-Jährigen um 25,6 Prozent. Möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben gilt natürlich nach
Der Parkplatz des Restaurants Post: Dort könnte ein Standort für begleitetes Wohnen entstehen. (Bild zvg)
wie vor und wird in Ottenbach laut
Gemeinderat Ronald Alder, zuständig für Gesundheit und Soziales, auch durch die Spitex sichergestellt. Es gibt aber zunehmend Unterstützungsbedarf, der darüber hinausgeht. Das Projekt WohnenPlus fokussiert sich auf nicht pflegerische Unterstützungsangebote: unter anderem bei Administration, Alltagsorganisation, Digitalisierung, allgemeinen Dienstleistungen und Einkäufen. Hilfe könnte hier eine im Haus
zial ist ausserdem im Sandbüel, und im Unterdorf vorhanden. «In den Quartieren geht es nicht um grosse Umwälzungen, sondern um schrittweise Erneuerung und um Qualität im Bestand», erläuterte Gaby Noser Fanger. Was passiert mit dem Restaurant Post, mit der alten Post? Die Entwicklung von Liegenschaften soll einhergehen mit Strassenumgestaltungen. Dorfzentrum und Affolternstrasse, das Gebiet Lanzen und das Haas-Areal bilden Schwerpunktgebiete. Letzteres soll in eine Quartiererhaltungszone umgezont werden, womit im denkmalgeschützten Gebäude Wohnanteil möglich ist. Bauzonenreserven gibt es im Schmittenacher, wo eine Gestaltungsplanpflicht geprüft wird, und im Fuessmättli, die als Schulraumreserve dient. All dies bedarf indessen mehrerer Schritte, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen: unter anderem Zonenplanänderungen, Quartier- oder Gestaltungspläne, Testplanungen. Nicht
ganz einfach wird auch die Neuansiedlung von Gewerbe. Es gibt Widerstand wegen Nutzungskonflikten gegen neues, mässig störendes Gewerbe entlang der Jonenstrasse. Geeigneter erscheint eine Gewerbezonenfläche im Bereich des Zubringers an der Rickenbacherstrasse. Die damit verbundene Änderung im Richtplan stellt laut Gaby Noser jedoch eine hohe Hürde dar. Priorität hat aber offenbar der Erhalt der heute bestehenden Gewerbezonenflächen. Für eine Verlagerung innerhalb des Siedlungsgebietes käme aus Sicht des Gewerbes eine teilweise Verlagerung ins Sandbüel infrage, womit dort eine Vergrösserung des bestehenden Garagenbetriebs möglich würde. Die Förderung preisgünstiger Wohnungen ist ebenfalls REK-Bestandteil. Möglich sind Nutzungsstudien auf gemeindeeigenen Grundstücken sowie die Unterstützung privater Initiativen für Wohnraum für Ältere. Ein Kapitel ist auch der Weiterentwicklung und
Sicherung von Freiräumen gewidmet. «Freiräume, Landschaft, Klima und Biodiversität sind integrale Bestandteile der räumlichen Entwicklung», so Gaby Noser, die ihre Freude auch über das gut ausgebaute Fusswegnetz zum Ausdruck bringt. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit privaten Initiativen. Ein attraktives Dorfleben unterstützt die Gemeinde unter anderem mit dem Bau eines öffentlichen Spielplatzes. Wichtig zu erwähnen ist, dass das REK lediglich Stossrichtungen aufzeigt und keine formellen Planungsverfahren ersetzt. In diesem Rahmen sind Mitwirkung und Rekurse weiter möglich. Das REK legt auch im Verkehrsbereich keine Massnahmen fest. Es schafft aber eine Grundlage für den Verkehrsrichtplan. Und da werden die Themen vertieft und konkret weiterbearbeitet.
Die Präsentation zur Veranstaltung und das REK sind unter www.ottenbach.ch einsehbar
Eine Familienpraxis für Ottenbach
Ambitionierte Pläne eines Teams von jungen Ärzten
verantwortliche Ansprechperson sein, eine «gute Seele» im Anstellungsverhältnis. Damit wird Selbstständigkeit gefördert und der Überforderung begegnet, ohne dass die Betagten wegziehen müssen. Im vertrauten Umfeld hindernisfrei leben, Gemeinschaftsangebote und Begegnungsorte nutzen, die auch «Medizin» gegen Vereinsamung sind. «Dieses Wohnangebot soll also mehr können, als nur Wohnraum anbieten», so Ronald Alder. Er nennt das Wohnhaus «Hardware», die Unterstützung im Alltag die dazugehörende «Software».
Zwei mögliche Standorte Mögliche Standorte, gemeindeeigene Parzellen, für das Modell WohnenPlus befinden sich beim Restaurant Post und in der Klosterwiese. Im Vordergrund stehen hindernisfreie, altersgerechte und preiswerte Eineinhalb-, Zweieinhalb- und Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen mit Garten und Begegnungsorten. Klar ist: Es sind ausschliesslich Wohnungen mit Zusatzleistungen. Und private Anbieter sollen nicht konkurrenziert werden. Gemäss neuem und erweitertem Richtwert bedarf es pro 1000 Einwohner 30 solcher Wohnungen für Personen ab 65 Jahren.
Gemäss Ronald Alder sind für dieses Jahr eine Machbarkeitsstudie, Potenzialstudien und ein Realisierungsmodell mit Trägerschaft und Finanzierung geplant. In den Jahren 2027 bis 2029 ist dann die Realisierung inklusive Projektwettbewerb vorgesehen, eventuell mit Gestaltungsplan. Der Einzug wird für 2030 prognostiziert. (-ter.)
Ein Team von jungen Ärzten will in Ottenbach eine Familienpraxis eröffnen. Die Pläne stiessen an der Informationsveranstaltung auf grosses Interesse. Sie sollen mit Crowdfunding und der Suche nach lokalen Investoren bis 2029 realisiert werden.
Gemeinderat und Gesundheitsvorstand Ronald Alder freut sich auf die Praxiseröffnung im Dorf – auf ein Team von Hausärzten, das auch Hausbesuche mache, wie das im gut laufenden Ärztehaus in Obfelden bereits der Fall sei. Er unterstrich die Dringlichkeit einer solchen Praxis mit dem Hinweis auf den gravierenden Ärztemangel. In der Schweiz geht ein Viertel der Hausärzte in Rente, in zehn Jahren werden es 40 Prozent sein.
Zwei des Ärzteteams – Dr. Rolf Pachlatko und dipl. Arzt Jawid Jalal – stellten
Prozent der Hausärzte werden in zehn Jahren in Pension gehen.
ihre Pläne für eine Familienpraxis vor. Zu diesem Team gehört auch die diplomierte Ärztin Samantha Dervichian, die für Projekt- und Qualitätsmanagement zuständig ist. Geplant sind 400 Stellenprozente Hausärzte und 200 Stellenprozente Kinderärzte.
Hausarztmedizin, Prävention, Psycho- und Physiotherapie, Pädiatrie, einschliesslich schulmedizinischer Untersuchungen, werden unter einem Dach angeboten. Das Team will damit nicht nur für die Versorgung in der Region sorgen, sondern auch die Weiterbetreuung der bisherigen Patientinnen und Patienten sicherstellen. «Wir wollen die Gelegenheit mit einem Neu-
Stellten an der Informationsveranstaltung die Pläne für eine Familienpraxis vor: Jawid Jalal (am Mikrofon) und Rolf Pachlatko. Rechts die scheidende Gemeindeschreiberin Jasmin Malis. (Bild zvg)
bau nutzen, um unsere Visionen innovativ umzusetzen», fügte Rolf Pachlatko an.
Grundstück im Hobacher Umsetzen lassen sich diese Pläne, wenn die Finanzierung gesichert ist. Nächste Schritte sind eine Machbarkeitsstudie des Architekten und die Verhandlungen mit der Gemeinde für ein Grundstück. Im Vordergrund steht ein Areal im Hobacher. Ein weiterer Schritt stellt die Finanzierung des Baus und die Gründung einer Bau AG dar. Die nötigen Mit-
tel sollen per Crowdfunding zusammenkommen – und mit der Suche nach Geldgebern, die bereit sind, Kapital in die Gebäude AG zu investieren. Ziel ist, die Finanzierung in diesem Jahr zu sichern und Baubewilligungen zu erlangen. 2027/28 soll mit dem Bau gestartet und die Rekrutierung des Teams weitergeführt werden. Ende 2028 soll dies abgeschlossen und mit der Einrichtung der Praxisräumlichkeiten begonnen werden. Die Eröffnung der Familienpraxis ist für Anfang 2029 geplant. (-ter.) Mehr unter www.praxisottenbach.ch
Das Haas-Areal soll in eine Quartiererhaltungszone umgezont werden, womit im denkmalgeschützten Gebäude Wohnanteil möglich ist. (Bilder Werner Schneiter)
«Ob Himmel oder Höll – Hauptsach, du chunsch...!»
Am vergangenen Samstag fand der Höckler Ball in Hedingen statt
Nico ilic
Unter diesem Motto luden die Vollgashöckler letzten Samstag zur Fasnacht in die Schule Hedingen ein. Als Gastgeber prägten sie den Anlass nicht nur organisatorisch, sondern auch atmosphärisch entscheidend mit und wurden entsprechend als eines der Highlights des Abends wahrgenommen. Unterstützt wurden sie von weiteren Guggenmusiken, unter anderem den Säuliguggern aus Affoltern, die ebenfalls vor Ort spielten und zur ausgelassenen Stimmung beitrugen. In der Turnhalle und im Festzelt sorgten die Guggenmusiken abwechselnd für musikalische Höhepunkte. Wenn an einem der beiden Orte gerade keine Gugge spielte, übernahm jeweils ein DJ mit Partymusik. Dadurch blieb der Abend durchgehend in Bewegung und bot den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Zwar waren viele Gäste verkleidet erschienen, insgesamt prägten jedoch vor allem die zahlreichen anwesenden Guggenleute das Bild der Veranstaltung. Sie bestimmten das farbenfrohe Erscheinungsbild und unterstrichen den klaren fasnächtlichen Charakter des Anlasses.
Organisiert wurde der Ball von Ballchefin Michelle Stolz, die insgesamt zufrieden Bilanz zieht, den Abend jedoch realistisch einordnet. «Ich bin zufrieden, aber da viel los ist dieses Jahr, gab es auch schon bessere Bälle», sagt sie. Eine konkrete Besucherzahl könne sie nicht nennen, klar sei jedoch, dass viele Menschen den Weg nach Hedingen gefunden hätten. Besonders freue sie sich darüber: «Ich bin froh, sind so viele Leute gekom-
men, und ich danke allen, dass es stattfinden kann.»
Die Organisation bringe jedes Jahr Herausforderungen mit sich. «Es ist immer schwierig, Helfer zu finden», so Stolz. Unterstützung komme vor allem aus dem Umfeld der Kinderfasnacht. Einen besonderen Dank richtet sie an die Gugge Vollgashöckler, die sich stark einbringt und nach dem Fest die gesamte Nacht mit dem Abbau beschäftigt ist. Für einen besonderen visuellen Akzent sorgte eine der auftretenden Guggen: Die Uzeapatscher aus Uzwil traten in eigens gestalteten LED-Gewändern auf, deren Lichteffekte auf die Musik abgestimmt waren. «Das ist einzigartig», sagt Stolz. Zudem feierten auffallend viele Guggen in diesem Jahr ein Jubiläum. Finanziell bleibe ein solcher Anlass stets von den Besucherzahlen abhängig. «Dieses Jahr könnte es kritisch werden mit der Finanzierung», erklärt die Ballchefin. In Sachen Sicherheit halte man sich an bewährte Abläufe: Besonders nach den Ereignissen in Crans-Montana
Turbulentes Turnerchränzli
Farbenfrohe Weltreise des TV Ottenbach Schwups, Sicherheitsgurt gelöst und schon ist der Höhenflug wieder vorbei! Das Turnerchränzli 2026 des Turnvereins Ottenbach gehört der Vergangenheit an – und bleibt doch garantiert noch lange in bester Erinnerung. Gemeinsam mit der Jugendriege, dem Männerturnverein und dem Frauenturnverein hob der TV Ottenbach im Januar unter dem Motto «Around the world» gleich dreimal ab und entführte das Publikum auf eine turbulente und farbenfrohe Weltreise. Ganz ohne Jetlag, dafür mit ordentlich Muskelkater auf und neben der Bühne. Von schwungvollen Zwischenstopps über akrobatische Höhenflüge bis zu punktgenauen Landungen bewiesen die verschiedenen Riegen ihr Können und sorgten für beste Unterhaltung.
Während auf der Bühne Kontinent für Kontinent bereist wurde, sorgte die Festwirtschaft dafür, dass niemand mit knurrendem Magen auf Weltreise gehen musste. Die «Bordküche» am Boden lief auf Hochtouren und verwöhnte die Gäste kulinarisch – ganz ohne Turbulenzen beim Service. Nach der offiziellen Landung war allerdings noch lange nicht
Schluss. Die Sicherheitsbeleuchtung wich bunten Lichtern, und in der legendären Turnerbar wurde an zwei Abenden bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, getanzt und vermutlich der eine oder andere neue «internationale» Tanzstil erfunden. Gerüchten zufolge orientierten sich einige Gäste beim Heimweg bereits am morgendlichen Vogelgezwitscher. Dreimal gestartet, dreimal sicher gelandet – und jedes Mal vor vollen Reihen, mit begeistertem Applaus und
spürbarer Freude am Turnen, Tanzen und Mitfiebern. Der Turnverein Ottenbach, die Jugendriege sowie der Männerund Frauenturnverein blicken auf ein rundum gelungenes Turnerchränzli zurück und sagen herzlich Danke – an alle Mitwirkenden, Helfenden, Sponsorinnen und Sponsoren sowie an das grossartige Publikum. Ohne sie alle wäre diese Weltreise kaum über die Turnhallen-Grenze hinausgekommen.
Turnverein Ottenbach
lasse man – wie seit Jahren – alles durch die Feuerpolizei abnehmen.
Trotz organisatorischer und finanzieller Herausforderungen zeigte die Fasnacht der Vollgashöckler in Hedingen eindrücklich, wie viel Engagement nötig ist, um einen solchen Anlass erfolgreich durchzuführen – ganz nach dem Motto: Hauptsache, man kommt.
Gemeindeschreiber von Bonstetten neu gewählt
Stephan Sandhofer tritt Amt am 1. Mai an
Durch den Weggang des bisherigen Gemeindeschreibers Christof Wicky stand die Nachfolgeregelung an. Während der zweiten Ausschreibung haben sich mehrere Kandidaten für die Stelle als Leiter der Abteilung Präsidiales (Gemeindeschreiber) und Mitglied der Geschäftsleitung beworben. Unter anderem hat sich auch Stephan Sandhofer, der die vakante Stelle aktuell als Springer von Steinmann & Partner GmbH besetzt, offiziell beworben. Mit Stephan Sandhofer wurden sowohl die formalen Bewerbungsgespräche wie auch das Online-Assessement durchgeführt.
Der Gemeinderat hat sich mit Stephan Sandhofer für einen bestens qualifizierten Fachexperten als Leiter der Abteilung Präsidiales (Gemeindeschrei-
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ber) entschieden. Er ist im Bezirk Affoltern verwurzelt und hier aufgewachsen, wodurch er mit der Region schon heute bestens vertraut ist. Der Gemeinderat und Stephan Sandhofer freuen sich auf die gemeinsame Zukunft.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Diverse Einbürgerungsgesuche bewilligt
• Den Massnahmenplan für die Legislaturziele 2022–2026 aktualisiert
• Für die Sportanlage Moos, Wettswil, dem Ersatz der Beleuchtung der Fussballtrainingsplätze zugestimmt (neu LED)
Many Malis, Vorsitzender der Geschäftsleitung Gemeinde Bonstetten
Schlussbild des Turnerchänzlis des TV Ottenbach. (Bild zvg)
Die Gäste übertrafen sich mit aufwendigen Verkleidungen, und auch die Guggen überraschten mit einzigartigen Gewändern. (Bild zvg)
Am Höckler Ball in Hedingen herrschte ausgelassene Stimmung, und die Guggen spielten fetzige Musik. (Bilder Nico Ilic)
Hedingen vor den Wahlen
Neue Zusammensetzung der Behörden und grosse Aufgaben für die nächste Legislatur
Sandra ISabél ClauS
Seit den letzten Wahlen im Jahr 2022 zählt der Gemeinderat in Hedingen sieben Sitze, zwei mehr als zuvor. Nun neigt sich die erste Legislaturperiode des siebenköpfigen Gremiums langsam dem Ende zu. Ruedi Fornaro verabschiedet sich nach 20 Jahren im Gemeinderat, davon acht Jahre als Präsident, aus der Behörde. Und auch Christine Erni, die seit acht Jahren dem Gemeinderat angehört und zuletzt das Ressort «Alter und Gesundheit» leitete, tritt bei den kommenden Wahlen nicht mehr an. Für die Wahlen am 8. März treten sieben Kandidatinnen und Kandidaten für die sechs Sitze im Gemeinderat an. Den siebten Sitz übernimmt automatisch die Schulpräsidentin respektive der Schulpräsident. Für die Schulpflege stellen sich sieben Mitglieder für ebenso viele Sitze zur Verfügung. Für die übrigen Behörden bietet sich dem Hedinger Volk ebenfalls eine echte Wahl: Für die Baukommission bewerben sich fünf Kandidierende um vier Sitze, bei
der Rechnungsprüfungskommission sind fünf Anwärter für vier Sitze im Rennen.
Zentrum neu gestalten
Auf die neukonstituierten Behörden warten grosse Herausforderungen. Ein wichtiges Mammutprojekt ist die Zentrumsplanung, die nicht unumstritten ist. Bereits seit den 1960er-Jahren existieren Ideen für eine Neuplanung des Dorfzentrums. Die aktuelle Projektvorlage der Gemeinde wird von rund 25 Grundeigentümern unterstützt. Ziel ist es, an zentraler Lage attraktiven Wohn-, Lebens- und Begegnungsraum für verschiedene Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Dazu zählen unter anderem altersgerechte und bezahlbare Wohnungen sowie neue Flächen für Gewerbe und Dienstleistungen. Der Dorfplatz soll autofrei werden und verkehrsberuhigende Massnahmen sollen die Dorfmitte zusätzlich aufwerten.
Das komplexe Projekt wird von externen Fachfirmen begleitet und muss
schliesslich an der Gemeindeversammlung beziehungsweise durch eine Urnenabstimmung endgültig verabschiedet werden. Bis zur Realisierung wird es voraussichtlich noch mehrere Jahre dauern und viel Diskussionsstoff liefern.
Infrastruktur ausbauen
Die Gemeindeverwaltung weiter auf Trab halten wird auch die Schulraumplanung. Insbesondere schwankende Schülerzahlen und sich ständig verändernde pädagogische Anforderungen verlangen flexible und kreative Ansätze. Derzeit werden im Untergeschoss des Sekundarschulhauses wenig genutzte Schulräume umgebaut, um bestehende Flächen effizient zu nutzen und finanzielle Ressourcen bewusst zu schonen. Kosten verursachen wird das geplante Hochwasser-Rückhaltebecken im Feldenmas, das Schäden am Siedlungsgebiet und an der Infrastruktur verhindern und die Sicherheit langfristig erhöhen soll. Für die Umsetzung dieses
Projektes ist eine enge Koordination mit verschiedenen übergeordneten kantonalen Stellen erforderlich. Auch der Ersatzneubau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Zwillikon wird für Hedingen als Anschlussgemeinde Mehrkosten generieren.
Wohn- und Arbeitsort Angesichts knapper Bauzonenreserven und einer wachsenden Bevölkerung lautet das Zauberwort in Hedingen ebenfalls: Verdichtung. Sie ist der Schlüssel, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und gleichzeitig den Charakter des Dorfes zu bewahren.
Im Unterschied zu anderen Gemeinden im Bezirk punktet Hedingen nicht nur als attraktiver Wohnort, sondern auch als wichtiger Industriestandort. Allein bei den vier Firmen Ernst Schweizer AG, Schmiedewerk Stooss AG, Kolb Distribution Ltd und Zingg Transporte AG sind rund 700 Mitarbeitende in Hedingen tätig – das entspricht im Vergleich zur aktuellen Bevölkerungszahl
Hedingen
Gemeindefläche: 6,59 km2
Anzahl Einwohner: 4004 (per Ende 2025)
Besonderheit: Der idyllisch gelegene Hedinger Weiher wurde im 19. Jahrhundert oberhalb des Dorfes als Wasserspeicher für die nahe Mühle angelegt. Im Winter holte die Brauerei Hürlimann aus dem Weiher jeweils Eisblöcke für die Lagerung ihres Biers.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
6 Mitglieder, inklusive Präsidium (Primarschulpräsidium als 7. Mitglied)
von 4004 Einwohnerinnen und Einwohnern fast 18 Prozent. In Hedingen wird also nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet. Alles andere als ein Schlafdorf.
Verwaltung und Asylwesen Auf Zack zu sein gilt es laut der Hedinger Gemeindeschreiberin Suzana Sturzenegger weiter beim Thema Digitalisierung der Verwaltung. «Wir möchten sämtliche Verwaltungsprozesse effizienter, schneller und bürgernäher gestalten. Behördengänge wollen wir vereinfachen und die Erreichbarkeit der Verwaltung steigern», erklärt sie. Das Thema Asyl beschäftigt Hedingen genauso wie die anderen Gemeinden im Bezirk. Seit dem 1. Januar 2026 liegt die vom Bund festgelegte Asylquote bei 1,5 Prozent der Bevölkerung – statt wie bisher 1,6 Prozent. Suzana Sturzenegger sagt dazu: «Für Hedingen bedeutet das, dass wir 60 Menschen neu aufnehmen müssen. Dafür benötigen wir günstigen Wohnraum und sind gemäss Bund und Kanton verpflichtet, die Integration sowie Betreuung sicherzustellen.» Ein anspruchsvolles Unterfangen, das die Gemeinde auch in Zukunft weiter fordern wird.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.). (red)
Auf dem ehemaligen Burghügel steht die Kirche Hedingens und zu ihren Füssen der alte Dorfkern. (Bilder: Sandra Isabél Claus)
Hedinger Weiher: Im Winter verlassenes Kleinod, im Sommer der «place to be». Zentrumsplanung: Hier soll der neue Dorfteil von Hedingen entstehen.
Hedingen
«Mein
Die Kandidierenden für die Wahlen
In Hedingen treten acht Kandidierende für sieben Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Hedingen erreichen?
In welchem Bereich hat Hedingen besonderen Entwicklungsbedarf?
Was darf sich in Hedingen auf keinen Fall ändern?
Ziel ist eine zukunftsorientierte, tragfähige Schule»
Esther Nievergelt (52), parteilos, bisher
Als Schulpräsidentin bin ich es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Diese Erfahrung hat meine Fähigkeit gestärkt, komplexe Themen ganzheitlich zu betrachten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Durch meine Vernetzung im Dorf stehe ich in engem Austausch mit Familien, Vereinen und Behörden. Zudem bringe ich den Mut mit, neue Wege zu gehen und Veränderungen anzustossen. Dabei ist mir ein respektvoller,
verbindlicher Umgang ebenso wichtig wie eine Politik mit Herz.
Mein Ziel ist eine zukunftsorientierte, tragfähige Schule im Dorf mit stabilen Rahmenbedingungen und der nötigen Flexibilität für gesellschaftliche Veränderungen. Motivierte, gesunde Mitarbeitende bilden dafür das Fundament. Ebenso wichtig ist eine vorausschauende, bedarfsgerechte Schulraumplanung, die gut auf die Zentrumsplanung abgestimmt ist. Kinder und Jugendliche und deren Be-
zugspersonen sollen sich in Hedingen sicher und zu Hause fühlen.
Ich wohne seit 13 Jahren in Hedingen und bin seit drei Amtsperioden Mitglied des Wahlbüros. Mich für die Wohngemeinde bzw. ganz generell die öffentliche Hand einzusetzen, war mir schon immer ein An-
Franziska Bossert, parteilos
liegen. Daher arbeite ich seit dem dritten Lehrjahr für die öffentliche Verwaltung; zuerst knapp 20 Jahre für die Stadt Zürich und nun seit drei Jahren für den Kanton Luzern. Nebst einer modernen Verwaltung (u.a. Ausbau digitaler und zeitunabhängiger Angebote) liegen mir das Wohl der Bevölkerung (z.B. Sicher-
heit) sowie ein gesunder Finanzhaushalt am Herzen. Als Expertin in Rechnungslegung und Controlling befasse ich mich täglich mit Zahlen rund um den Staatshaushalt. Nebst dem Zahlenflair zeichnen mich Zielstrebigkeit, Genauigkeit, Belastbarkeit, Empathie und Verhandlungsgeschick aus.
Die Zentrumsplanung ist mir ein grosses Anliegen. Sie ist eine echte Chance für Hedingen, an Attraktivität dazuzugewinnen. Mit ihr verbunden ist, die Situation rund um den Kreisel und Bahnübergang nochmals eingehend zu analysieren. Die Sicherstellung eines optimalen Verkehrsregimes ist essenziell. Lieber länger in die Planung investieren, um das optimale Konzept zu erarbeiten. Der neue Dorfkern soll in einer Win-win-Situation resultieren. Hierbei sind die Bedürfnisse der Dorfgemeinschaft, sprich aller Altersgruppen, entsprechend zu berücksichtigen.
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Da Hedingen nahe an den Kanton Zug grenzt, haben wir bzgl. Standortattraktivität sicherlich
Optimierungspotenzial. Leere Wohnungen gibt es an beiden Orten nicht im Überfluss, jedoch können wir dem Nachbarkanton infolge seiner tiefen Steuern das Wasser nicht reichen. Ich setze mich daher für bezahlbaren Wohnraum, einen gesunden Finanzhaushalt sowie eine attraktive Steuerpolitik ein. Es ist wichtig, dass Politik und Gesellschaft auch in wirtschaftlich guten Zeiten für gesunde und widerstandsfähige Finanzen sensibilisiert sind.
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Die Mischung aus Wohnraum, Gewerbe und Landschaft. Des Öfteren mache ich Spaziergänge durch die Wälder und Felder. Dabei geniesse ich es sehr, dass ich hierfür nicht extra zuerst irgendwo hinfahren muss. Dennoch ist Hedingen unweit von Zug und Zürich entfernt, was die Gemeinde attraktiv für Pendler macht. Daher ist die gute ÖV-Verbindung unbedingt beizubehalten, wenn nicht noch auszubauen. Ich wünsche mir für Hedingen, dass es weiterhin ein Dorf bleibt und seinen Charakter entsprechend beibehält. Daher ist ein Bevölkerungswachstum nur begrenzt anzustreben.
«Politische Erfahrung und voller Einsatz»
Fabian Kraxner (33), GLP, bisher
Politische Erfahrung, Freude und voller Einsatz – dafür stehe ich heute sowie in Zukunft. Als leitender Arzt und Brückenbauer kann ich aktiv zuhören und verantwortungsvoll handeln. Ich treffe klare Entscheidungen, bin neugierig und gehe umsichtig mit öffentlichen Mitteln um. Durchhaltevermögen und Humor helfen mir, anspruchsvolle Situationen souverän zu meistern. Als jüngster Kandidat und Familienvater möchte ich mich für die heutigen und zukünftigen Generationen engagieren. Mit einem generationenübergreifenden Gemeinderat gestaltet Hedingen seine Zukunft vorausschauend.
«Liefere statt Lafere» – pragmatische Politik heisst konkret:
1. Familien- und Standortattraktivität stärken – für zufriedene
Einwohnende
2. Erholungs- und Naturräume bewahren – für Lebensqualität und Klima
3. Zentrumsplanung im Dialog voranbringen – für ein lebendiges Dorfzentrum zum Verweilen
4. Solide Finanzen gewährleisten –für einen attraktiven Steuerfuss
5. Eine Behördensprechstunde anbieten – für den direkten Austausch
6. Vereins- und Dorfleben pflegen –für gelebten Zusammenhalt Packen wir es gemeinsam an!
Fabian Kraxner, GLP
Mit über 75 neuen Wohnungen im Jahr 2025 wächst Hedingen stetig. Um den dörflichen Cha-
rakter zu bewahren, braucht es eine zukunftstaugliche Siedlungsplanung. Die laufende Zentrumsentwicklung ist unsere Möglichkeit, gemeinsam attraktive Wohn-, Gewerbe- und Begegnungsräume zu gestalten. Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage soll die Zufriedenheit und Lebensqualität in der Gemeinde erfassen. Ebenso darf das Freizeitangebot für Jung und Alt weiter ausgebaut werden, um Abwechslung und Gesundheit zu fördern.
Hedingen soll eine engagierte Dorfgemeinschaft bleiben, in der man sich kennt und wohlfühlt. Die aktive Vereins- und Freiwilligenarbeit sowie gelebte Traditionen schaffen Nähe und Identität. Im schweizweiten Gemeinderanking 2025 wurde Platz 22 erreicht, im Säuliamt der erste Rang. Die Bereiche Wohnen, Steuern und Ökologie schnitten besonders gut ab. Tragen wir gemeinsam Sorge zu diesen Qualitäten – und stärken unser Hedingen mit Augenmass und Mut.
Hedingen hat aus meiner Sicht Entwicklungspotenzial im gelebten Verständnis der Einheitsgemeinde, insbesondere in der Zusammenarbeit und im gemeinsamen Denken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die proaktive Kommunikation und Information gegenüber der Bevölkerung. Es wäre wünschenswert, dass wir als serviceorientierte Partner und nicht nur als Verwaltung wahrgenommen werden.
Hedingen soll seine überschaubare Grösse bewahren und so seinen dörflichen Charakter erhalten. Gleichzeitig denken wir über regionale Themen aktiv mit, etwa in der frühen Kindheit oder bei Sonderschulplätzen. Durch den Austausch und die gemeinsame Planung werden Ressourcen effizient genutzt und die Qualität der Angebote gesteigert. Wichtig ist zu erkennen, wo überregionale Zusammenarbeit Sinn macht und wo die Lösung direkt im eigenen Dorf zu finden ist.
«Mit der Zentrumsplanung bieten sich Chancen»
Rolf Schilliger (58), parteilos, bisher
Erste Erfahrungen in einem Behördenamt sammelte ich als Schulpfleger von 2011 bis 2018. Bereits damals war ich im Ressort Liegenschaften, Bau und Infrastruktur mit dem Bau in Kontakt. 2022 wählte mich die Hedinger Bevölkerung in den Ge-
meinderat, und ich durfte das Ressort Hochbau und Energie übernehmen. Beruflich beschäftige ich mich mit Bauprojekten und in einer Familien-AG mit Liegenschaftsverwaltung. Es dreht sich in Beruf und Freizeit vieles um Immobilien. Ich fühle mich im Ressort Hochbau und Energie wohl und verfüge über Weiterbildungen im Bauprojektund Immobilienmanagement.
Meine Hauptziele für die neue Legislatur bei Wiederwahl sind, im Gemeinderat ein starkes Team zu sein und im Hochbau sich weiterhin zusammen mit der Baukommission für ein gesetzeskonformes Bauen zu engagieren. Ein Ziel ist es auch, möglichst noch in dieser Legislatur im Hochbau eine geeignete Person für die Sachbearbeitung und Stellvertretung der
ZUR SACHE
Wahlpodium am 5. Februar
Die aktuellen Herausforderungen sind Thema des Wahlpodiums des Vereins Hedingen-engagiert. Die acht Kandidatinnen und Kandidaten für die sieben Sitze im Gemeinderat stellen sich dabei vor und
Bereichsleiterin zu finden. Dies würde ermöglichen, mehr Arbeiten zu erledigen, bei denen wir zu wenig oder noch nicht dazu gekommen sind, zum Beispiel die Überarbeitung des kommunalen Bauinventars. Ein weiteres Hauptziel ist, zusammen mit der Energiekommission die Energiewende weiter voranzutreiben.
Die Lage zwischen Zürich und Zug, die ÖV-Anbindungen, die Nähe der Autobahn und das Naherholungsgebiet machen Hedingen attraktiv, was auch zu steigenden Preisen auf dem Wohnungsmarkt führt. Bezahlbarer Wohnraum und Wohnen im Alter sind ein immer wieder genanntes Bedürfnis. Die Gemeinde verfügt über wenig Nutzungsreserven, um dies aktiv steuern zu können, und private Bauherren agieren in der Regel renditeorientiert. Mit der Zentrumsplanung bieten sich Chancen nicht nur für bezahlbaren Wohnraum und Wohnen im Alter, sondern auch für ein attraktiveres Dorfzentrum.
Es gäbe vieles zu erwähnen und ich beschränke mich auf das für mich wichtigste Hedinger Aushängeschild. Wenn sich nach getaner Arbeit die verschiedenen Vereine, Kommissionen und auch der Gemeinderat im Restaurant treffen, ist die Stärke Hedingens spürbar: das Dorfleben und seine Vereine. Der Gemeinderat unterstützt das Vereinsleben bewusst und trägt aktiv dazu bei, indem u.a. die Gemeindeliegenschaften gratis benutzt werden dürfen. Das grosse Engagement all dieser Vereins-, Kommissions- und Ratsmitglieder soll noch lange andauern. Es gibt Hedingen einen besonderen Zusammenhalt und Wert.
beantworten Fragen. Im Fokus stehen dabei die Zentrumsplanung, Biodiversität sowie bezahlbarer und altersdurchmischter Wohnraum. Die Veranstaltung findet am 5. Februar um 19.30 Uhr in der Turnhalle Schachen statt. (red)
Rolf Schilliger, parteilos
in Hedingen stellen sich vor
Remo Perret (SP) hat die Kandidatur zurückgezogen. Nicole Doppler möchte neu das Gemeindepräsidium übernehmen
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Hedingen die Autonomie bewahren?
«Hedingen hat Qualität!»
Debora Senn Mohanathas (46), SP, neu
Meine breite Projekt- und Führungserfahrung aus der Privatwirtschaft und ehrenamtlichen Tätigkeiten für Gesellschaft und Kultur. Zudem meine Fähigkeit, zuzuhören, in Konflikten zu vermitteln und komplexe Aufgaben gemeinsam im Team ans Ziel zu bringen. Ich bin vorausschauend, mu-
tig und beharrlich. Besonnenheit und ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen sind mir ebenso wichtig. Als Mutter schulpflichtiger Kinder und Mediatorin erlebe ich, wie Dialog und eine konstruktive Konfliktkultur Beziehungen stärken, Ressourcen freilegen und Motivation fördern. In diesem Sinne setze ich mich für tatkräftige Behörden und eine starke Dorfgemeinschaft ein.
1. Das Gemeinschaftsgefühl durch den direkten Austausch zwischen Behörden und Bevölkerung stärken, denn gemeinsam vorwärtsgehen hat mehr Kraft.
Wie stellen Sie als Gemeindepräsidentin sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
Welches ist die grösste Herausforderung für Hedingen und wie ist sie zu lösen?
Was sind Ihre Vorstellungen zur Zentrumsplanung? Und wie geht es dort weiter? 5 6 7 8
«Entscheidungen rasch vorantreiben»
Nicole Doppler (49), FDP, bisher, kandidiert neu fürs Präsidium
3. Attraktiven Wohnraum für alle Generationen sicherstellen. Bezahlbaren Familienwohnraum fördern und Wohnen im Alter konkret projektieren.
4. Nebst der langfristigen Zentrumsplanung das Ortsbild mittels kurzfristig umsetzbarer Massnahmen pflegen und modernisieren. Vom einladenden und begrünten Strassenbild bis zur Sanierung des Weihers.
5. Ein ausreichendes Budget zur StärkungvonSchuleundBildungbereitstellen.
Gerade im Hinblick auf grosse Themen wie die Zentrumsplanung gilt es, wertvolle Ressourcen in der Bevölkerung besser zu nutzen. Hedingen verfügt über äusserst breit aufgestellte Fähigkeiten, grosses Engagement und viele gute Ideen. Wollen wir zum grösstmöglichen Gewinn für alle auf dieses Potenzial zurückgreifen, müssen wir auf Augenhöhe miteinander in Dialog treten und die wahren Bedürfnisse neugierig erfahren wollen. So vergrössern wir den Raum für innovative und tragfähige Lösungen mit breiter Abstützung und steigern die Handlungsfähigkeit.
Hedingen hat Qualität! Eine attraktive Lage mit wunderbaren Naherholungsgebieten vor der Haustür und guter ÖV-Anbindung, engagierte Menschen, eine starke Schule, aktive Vereine und einen schönen historischen Dorfkern. So wichtig wie Visionen, Vernetzung über Grenzen hinweg und Mut zu Innovation und Entwicklung sind, so wichtig sind Bewusstsein und Pflege unserer vielfältigen Stärken. Sie tragen unser Dorf nachhaltig.
2. Hedingen in Bewegung setzen. Durch mehr Angebote im öffentlichen Raum wie z.B. Pumptrack, Street-Workout- oder Bouleanlage Gesundheit und Begegnung im Dorf fördern.
«Meinen Beitrag leisten»
Dr. Jürg Werner (69), SVP, neu Ich habe über 20 Jahre vom Engagement anderer im Dorf profitiert. Als Pensionierter möchte ich nun meinen Beitrag leisten. Als Mann der mittelständischen Wirtschaft bin ich mit Strategie, Finanzen, Organisation und Führung vertraut. Mir ist wichtig, Menschen einzubinden und mit Einsatz, Effi-
zienz und Freude Erfolge zu erzielen –dabei stets bescheiden und bodenständig zu bleiben. Diese Kompetenzen, Erfahrungen und Werte möchte ich einbringen.
Ich wünsche mir für die Dorfplanung einen intensiveren Dialog mit der Bevölkerung und echte Transparenz. Wir müssen die Auswirkungen auf Finanzen, Verkehr, Infrastruktur, Dienstleistungen und das Dorfleben ganzheitlich betrachten. Vielleicht braucht es einen Schritt zurück – zu dem
Punkt, an dem die Öffentlichkeit abgehängt und eine falsche Abzweigung genommen wurde.
Unser Dorf steht an einem schwierigen Scheideweg. Ausgehend von einem Punkt, an dem wir auf hohem Niveau klagen – wir vermissen ein Begegnungszentrum, machen vielleicht zu wenig für unsere Jugend und beklagen einen zu hohen Steuerfuss –verlangt der Kanton signifikante Verdichtung, Landbesitzer freuen sich über potenzielle Aufwertungsgewinne, und die Industrie liebäugelt mit Wohnumwandlungen. Nur, wenn wir nicht aufpassen, geht der ländliche Charme verloren, verschwinden die historischen Zeitzeugen unseres Dorfes und geraten die finanziellen Konsequenzen ausser Kontrolle. Unser Dorf braucht mehr Kompetenz, um mit solchen Fragen umzugehen und Themen gesamtheitlich mit Überblick anzugehen.
Mit acht Jahren Erfahrung im Gemeinderat sowie Führungsund Wirtschaftserfahrung bringe ich das Rüstzeug für das Amt der Gemeindepräsidentin mit. Ich bin im Dorf gut verankert, kenne die politischen Abläufe und viele komplexe Dossiers, was mir ermöglicht, Entscheidungen rasch voranzutreiben. Als Macherin übernehme ich Verantwortung und setze mich mit Engagement, Augenmass sowie offener, transparenter Kommunikation für den Dialog mit der Bevölkerung und eine nachhaltige Entwicklung Hedingen ein.
Ich möchte Hedingen verantwortungsvoll weiterentwickeln: hohe Lebensqualität, nachhaltige Orts- und Infrastrukturentwicklung, solide Finanzen sowie gute Rahmenbedingungen für Familien, Vereine und das Gewerbe. Als Gemeindepräsidentin setze ich mich dafür ein, dass Gemeinderat und Verwaltung eng zusammenarbeiten, die Verwaltung agil und bürgernah agiert, Entscheidungen klar getroffen und Projekte konsequent umgesetzt werden. Transparente Kommunikation und frühzeitige Einbindung der Bevölkerung sorgen dafür, dass alle spüren, dass in Hedingen aktiv etwas vorangeht.
Hedingen steht vor anspruchsvollen Aufgaben in der Ortsund Infrastrukturentwicklung, die sorgfältig geplant und konsequent umgesetzt werden müssen. Dabei muss der demografische Wandel berücksichtigt werden, damit alle Altersgruppen von passenden Lebens- und Freizeitangeboten profitieren. Gleichzeitig gilt es, Entscheidungs- und Verwaltungsabläufe zu optimieren und die Bevölkerung frühzeitig transparent einzubeziehen, damit Entwicklungen nachvollziehbar sind und breit mitgetragen werden.
Hedingen zeichnet sich durch eine starke Verbundenheit der Bevölkerung aus, insbesondere über die Vereine. Das Dorf ist sehr aktiv. Das zeigte sich auch am Hedinger Fest letztes Jahr, wo an der Klassenzusammenkunft über 1000 Hedingerinnen und Hedinger teilnahmen, teils von weit her. Ich setze mich dafür ein, dass die
Natur und die dörfliche Identität erhalten und weiter gefördert werden.
Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden funktioniert in vielen Bereichen bereits gut. Chancen sehe ich besonders in innovativen Kooperationen, etwa bei Beschaffungen, IT, Fachkräfteaustausch oder gemeinsamen Dienstleistungen. So lassen sich Fachkräftemangel und komplexe Aufgaben besser bewältigen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Hedingen dort autonom bleibt, wo es um Dorfidentität, Ortsentwicklung und politische Entscheidungen geht. Eigenständigkeit schafft Identität und Heimat; Zusammenarbeit soll dort stattfinden, wo sie echten Mehrwert bringt.
Dr. Jürg Werner, SVP 4 3 2 8 4
Der dörfliche Charme in Hedingen darf nicht verschwinden. Familien sollen sich hier wohlfühlen, getragen von einer lebendigen Vereinskultur. Dabei muss die finanzielle Belastung im Griff bleiben. Wir sollten darauf achten, dass die durchschnittliche Steuerkraft bei gleichbleibendem Steuerfuss nicht sinkt, damit Investitionen in die Zukunft ohne neue Schulden tragbar sind.
Ich werde den Gemeinderat inter Pares führen – also auf Augenhöhe und im Team, mit Klarheit, Respekt und Zielorientierung. Nur wenn der Rat als Team funktioniert, kann auch die Verwaltung erfolgreich arbeiten, und nur so können Projekte vorangetrieben werden. Offene Diskussionen und das Ernstnehmen unterschiedlicher Meinungen sorgen dafür, dass wir gemeinsam Lösungen finden und diese geschlossen vertreten.
Wichtig ist, das weitere Wachstum so zu gestalten, dass die hohe Lebensqualität erhalten bleibt. Es gilt, Wohnraum zu schaffen, ohne den dörflichen Charakter, die Natur und den sozialen Zusammenhalt zu verlieren. Gleichzeitig stehen grosse Investitionen an, etwa in Infrastruktur, Schulraum und die Weiterentwicklung des Zentrums. Die Lösung liegt in vorausschauender Planung, transparenten Prioritäten, enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und mutigen, verantwortungsvollen Entscheidungen, um Hedingen nachhaltig für die nächste Generation zu entwickeln.
Die Zentrumsplanung ist ein zentrales Zukunftsprojekt für Hedingen. Ziel ist ein lebendiges Dorfzentrum, in dem Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Begegnung sinnvoll zusammenkommen. Das Projekt ist weit fortgeschritten. Viele Anliegen der Bevölkerung wie verkehrsfreier Dorfplatz, Grünflächen und bezahlbarer Wohnraum sind bereits berücksichtigt. Nun geht es darum, die Bevölkerung vom Mehrwert der Lösung zu überzeugen und offene Fragen zu klären. Finanzielle Verantwortung und Mut sind entscheidend, damit diese Chance für Hedingen, und vor allem für kommende Generationen, genutzt werden kann.
Für eine konstruktive Zusammenarbeit
Marco Vanetta (59), FDP, bisher
Ein erfolgreiches Gemeinderatsmitglied braucht Integrität, Teamfähigkeit, strategisches Denken und Kommunikationskompetenz. Diese Stärken habe ich in den letzten vier Jahren unter Beweis gestellt. Mein beruflicher Werdegang als Führungsperson und Projektleiter bietet mir fundiertes Fachwissen, das ich bei erfolgreich umgesetzten Projekten in der Gemeinde eingebracht habe. Meine Kenntnisse konnte ich in meiner ersten Legislatur vertiefen und in tragfähige Lösungen umwandeln. Ich stehe für eine konstruktive Zusammenarbeit, transparente Entscheidungen und eine konsequente Orientierung am Gemeinwohl. Dass ich im Dorf bestens vernetzt bin, hilft mir bei meiner Arbeit als Gemeinderat enorm.
In der nächsten Legislatur setze ich erneut bedarfsgerechte Lösungen für unsere Gemeinde um. Gerne packe ich bei den laufenden Projekten mit an: der Erneuerung vom Abwassernetz, Beachvolleyball- und Pumptrackanlage, der Förderung der Biodiversität, der digitale Transformation der Verwaltung, dem Strassenunterhalt, energieeffizienter LED-Strassen-
beleuchtung sowie neuen Standorten für Unterflurcontainer. Zudem gehe ich zentrale Zukunftsthemen an wie den Hochwasserschutz, die Aufwertung des Kirchen- und Friedhofsareals sowie des Weiherufers.
Ein zentraler Schwerpunkt sind die Organisationsentwicklung und die digitale Transformation der Gemeinde. Der Abbau analoger
Prozesse, der Ausbau digitaler Kompetenzen sowie gezielte Schulungen sollen Effizienz und Service noch verbessern. Mit der Zentrumsplanung eröffnet sich zudem eine einmalige Chance, die wir unbedingt nutzen müssen, um das Dorfzentrum attraktiv und für viele weitere Generationen zu gestalten. Ergänzend ist die Erneuerung der Abwasserinfrastruktur inklusive Leitungsnetz und ARA Zwillikon entscheidend, um die Wasserabfuhr dauerhaft sicherzustellen.
Das gelungene Dorffest 2025 zeigt eindrücklich, wie stark unsere Gemeinschaft ist, wenn Vereine, Gewerbe, Verwaltung und Bevölkerung zusammenarbeiten. Diese Verbundenheit ist das Fundament unserer Gemeinde, und wir dürfen sie nicht verlieren. Stillstand bedeutet Rückschritt. Unsere Gemeinde muss anpassungsfähig bleiben und neue Herausforderungen aktiv angehen, dabei aber die Balance wahren zwischen Tradition und Fortschritt, Wirtschaftlichkeit und Solidarität sowie Infrastruktur und Umwelt. Kompromissbereitschaft und der Verzicht auf rein politisch-dogmatisches Handeln sind zentrale Voraussetzungen.
Die kommenden Wahlen stehen für eine richtungsweisende Weichenstellung für die politische Zukunft von Hausen. Seitens SP und der Bürgerlichen stehen je vier Kandidierende zur Wahl und für das Gemeindepräsidium fordert die SP mit einer Kandidatur den bisherigen Sitz der Bürgerlichen heraus.
Hausen darf auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückschauen. Verlässlichkeit, Augenmass und Verantwortung gegenüber den finanziellen und strukturellen Grundlagen unserer Gemeinde waren Werte, die bisher gelebt und erfolgreich umgesetzt wurden. Unsere Gemeinde steht vor anspruchsvollen
Aufgaben: steigende Anforderungen an Infrastruktur, Schule und Verwaltung, begrenzte finanzielle Mittel sowie der Erhalt der hohen Lebens und Wohnqualität. Gerade in solchen Zeiten braucht es eine Politik, die Prioritäten setzt, sorgfältig mit Steuergeldern umgeht und Projekte realistisch plant und konsequent umsetzt. Werte, die seit
Jahrzehnten von der bürgerlichen Mehrheit im Gemeinderat und jeweils einem bürgerlichen Gemeindepräsidenten hochgehalten wurden. Für Hausen ist entscheidend, dass die bürgerlichen Kräfte im Gemeinderat weiterhin die Mehrheit stellen, so lassen sich finanzielle Stabilität, eine massvolle Entwicklung und eine verlässliche Führung der Gemeinde sicherstellen – im Interesse der gesamten Bevölkerung und des lokalen Gewerbes. Wer sich ein eigenes Bild von den bürgerlichen Behördenkandidatinnen und kandidaten aus Hausen machen möchte, hat dazu am 9. Februar von 18 bis 20 Uhr in der LöwenBar Gelegenheit. In ungezwungenem Rahmen ist ein persönliches Kennenlernen möglich. Anwesend sind unter anderem Esther Lendenmann (FDP), Toni Schönbächler (parteilos) sowie Olivier Hofmann (FDP). Bürgerliche Politik ist bewährt, verantwortungsbewusst und zukunftssichernd.
Vorstand der FDP Hausen
Peter Bühler wieder in die RPK Affoltern
Ich heisse Peter Bühler und stelle mich zur Wiederwahl in die Rechnungsprüfungskommission RPK in Affoltern. Ich bin 48 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei schulpflichtigen Kindern. Nach einem Informatikstudium arbeite ich seit über 15 Jahren als ITBerater in einer Grossbank. Zahlen, Analysen und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen gehören zu meinem Berufsalltag. Am 9. Februar 2025 hat mir die Stimmbevölkerung das Vertrauen ausgesprochen und mich in die RPK gewählt. Seither habe ich mich rasch eingearbeitet und bei der Prüfung von Budget und Jahresrechnung mitgewirkt. Dabei habe ich mich vertieft mit einem
grossen Ausgabenblock im Bereich Bildung, konkret der Oberstufe OSA, befasst. Wichtig ist mir, Risiken früh zu erkennen, Fragen verständlich zu stellen und Verbesserungen im Controlling anzuregen. Die Arbeit der RPK untersteht dem Amtsgeheimnis, Details zu einzelnen Geschäften kann ich deshalb nicht öffentlich darlegen. Umso wichtiger ist mir eine Finanzaufsicht, die methodisch klar, faktenbasiert und fair ist, rechtlich korrekt, wirtschaftlich sinnvoll und nachvollziehbar dokumentiert. Ich achte auf Tragbarkeit, Zweckmässigkeit und eine sorgfältige Abwägung der Auswirkungen für die Bevölkerung. Unterschiede in der Kommission sehe ich als Chance. Mit strukturierter Zusammenarbeit und respektvollem Dialog entstehen tragfähige Empfehlungen. Zuvor war ich politisch in Adliswil engagiert. Von 2008 bis 2016 war ich in der SP aktiv, unter anderem als Kassier. Als Mitglied des Grossen Gemeinderats arbeitete ich in der Sachkommission und im Büro des Gemeinderats. Nach unserem Umzug nach Affoltern stellte ich dieses Engagement zugunsten von Familie und Beruf zurück. Ich bitte Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, am 8. März 2026 um Ihre Stimme für die Wiederwahl in die RPK. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen.
Bühler, Affoltern
Der Türlersee mit einer speziellen Eisspiegelung
Die tiefen Temperaturen der vergangenen Tage sorgten auch auf dem Türlesee für schöne Naturerlebnisse. «Diese spezielle Eisspiegelung war sehr schön», schreibt uns Martine Widmer aus Hausen. (red) Bild Martine Widmer
Wahlcafé im Quartier und am Arbeitsort
Im Rahmen der Wahlkampagne von Galina Bruder, Kandidatin Stadtrat und Präsidium der Primarschulpflege, hat am vergangenen Samstag das «Wahlcafé im Quartier» stattgefunden. Bei Kaffee und Gipfeli hatten die Gäste die Möglichkeit, Galina Bruder Fragen zu stellen und sich einen Überblick über die Beweggründe ihrer Kandidatur zu verschaffen. Wie erwartet war das Hauptthema Bildung und Schule. An der spannenden Diskussion hatten auch einige weitere Aspekte, welche die Einwohnerinnen und Einwohner von Affoltern beschäftigen, Platz gefunden. So wurden das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, die Finanzen, die Herausforde
rungen der heutigen Zeit, die Bautätigkeit in der Stadt, das Erhalten von Grünflächen und Bäumen, Spielplätzen und Begegnungsorten diskutiert. Mitdiskutiert haben auch die Stadtratskandidaten Stefan Kessler und Markus Gasser und RPKKandidat Peter Bühler. Wer diese Veranstaltung verpasst hat, bekommt am Samstag, 7. Februar, die Möglichkeit, im «Wahlcafé am Arbeitsort» von Galina Bruder dabei zu sein.
Galina Bruder «Wahlcafé am Arbeitsort», Samstag, 7. Februar, 10 Uhr, Zürichstrasse 96, Affoltern
Yves Dietre: Mit Kompetenz und Weitsicht für Obfelden
Wer sich für ein Amt als Gemeinderat zur Verfügung stellt, muss mehr mitbringen als gute Absichten. Gefragt sind Lösungsorientierung, Teamfähigkeit und politisches Gespür. Gerade auf Gemeindeebene braucht es Persönlichkeiten, die zuhören, Interessen zusammenführen und auch bei Gegenwind sachlich bleiben. Mit diesen Anforderungen im Blick empfehle ich Yves Dietre
zur Wahl. Er bringt wertvolle Erfahrung aus der Privatwirtschaft sowie dem öffentlichen Dienst mit. Diese Kombination, ergänzt durch sein Engagement in politischen Organisationen, verleiht ihm einen tiefen Einblick in komplexe Entscheidungsprozesse. Besonders hervorheben möchte ich seine konzeptionellen Fähigkeiten und seine hohe Leistungsbereitschaft. Yves Dietre verfügt zudem
über einen Masterabschluss in Management mit Schwerpunkt öffentliche Organisationen – eine Qualifikation, die für die strategischen Aufgaben in unserem Gemeinderat von grossem Nutzen ist. Wichtig ist ihm stets der Blick nach vorne: Er setzt sich für eine gezielte Standortförderung ein, die Obfelden langfristig stärkt, ohne die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner aus den Augen zu verlieren. Seine Expertise hilft zudem, wichtige Infrastrukturprojekte zügig und verantwortungsvoll voranzutreiben. Es würde mich sehr freuen, Yves Dietre als kompetente und respektvolle Persönlichkeit in unserem Gemeinderat zu wissen.
Benno Steinmann, Obfelden
Ein politisches Dream-Team
Wenn wir am 8. März auch in Hedingen einen neuen Gemeinderat wählen, gebe ich meine Stimme Debora Senn und Fabian Kraxner. Für mich sind die beiden «Debian» – ein politisches DreamTeam. Gemeinsam können sie Miteinander, Courage und Pfupf nach Hedingen bringen. Täte das dem Dorf nicht ausgesprochen gut? In diesem Sinne: Debian for Gemeinderat!
Eva Wirth, Hedingen
Ernst Beeler –«eine vo eus»
Als Einwohner von Zwillikon/Affoltern und Vereinsmitglied erlebe ich täglich, wie wichtig Menschen sind, die sich mit Herzblut für unser Dorf und seine Vereine engagieren. Mit viel freiwilligem Einsatz packen sie an und suchen gemeinsam Lösungen. Ernst Beeler trägt seit vielen Jahren verlässlich und grosszügig zum Vereins und Dorfleben bei. Ernst zeichnet sich durch Ruhe, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein aus. Er ist geradlinig, konstruktiv, korrekt und kompromissfähig. Deshalb empfehle ich ihn für den Stadtrat. Ein starkes Dorf entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – im Verein wie im Alltag. Jimmy Nievergelt, Zwillikon
Joel Zürcher: Die idealeNeubesetzung
Im März stehen unsere Gemeinderatswahlen an, und ich wünsche mir auch für die kommenden vier Jahre einen konstruktiven Gemeinderat für Bonstetten. Joel Zürcher wäre aus meiner Sicht eine ideale Neubesetzung. Wir kennen ihn inzwischen sehr gut, unsere Kinder sind im ähnlichen Alter. Joel ist echt engagiert, das merkt man gleich, wenn man mit ihm zu tun hat. Mit seiner bodenständigen Art geht er gerne auf Menschen zu – seien das Nachbarn, Eltern von Gleichaltrigen oder andere Menschen. Ich erlebe ihn als einen guten Zuhörer und er sucht auch immer das Gespräch wenn nötig. Joel ist sehr lösungsorientiert, er bleibt dran und hat einen langen Atem: Das ist ja besonders in seinem beruflichen Metier wichtig, wo wir wirklich Lösungen brauchen: Nachhaltigkeit im Zementsektor in der Schweiz. Als Kandidat für den Gemeinderat hat er jedenfalls mein volles Vertrauen, und ich hoffe, auch viele andere Bonstetter werden ihn bei der Gemeinderatswahl unterstützen.
Kunal Talwar, Bonstetten
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Peter
Peter Bühler. (Bild zvg)
Von links: Olivier Hofmann, Esther Lindenmann und Toni Schönbächler. (Bild zvg)
Wahlcafe im Quartier. (Bild zvg)
Father Mother Sister Brother StarbesetzterEpisodenfilm
Do,05. Feb. -18.00 Uhr Fr,06. Feb. –20.30 Uhr
Roofman
Alles Velo oder was?
UnterhaltsameThriller-Romanze
In ihrem Comedy-Programm teilt
Monika Romer die witzigen Erfahrungen ihrer Radreise. Seite 19
Sommerlager für Kids
Mit Sola 2026 reisen Abenteuerlustige in den Sommerferien einmal quer durch die Schweiz. Seite 19
31 Vereine zu Gast
Trotz anspruchsvoller Bedingungen gab es gute Resultate beim Bezirkswinterschiessen. Seite 22
Marco Fetz über den Aufbau eines Sicherheitsunternehmens mit Verantwortung und Vertrauen
DeviprasaD rao
VertrauendrängtsichseltenindenVordergrund. Es bewährt sich in Momenten der Unsicherheit, bei Entscheidungen unter Druck und in Arbeit, die funktionieren soll, ohne aufzufallen. Dort, wo Verantwortung gross ist und Fehler Konsequenzen haben, wird Glaubwürdigkeit nicht eingefordert – sie entsteht über die Zeit. Marco Fetz, wohnhaft in Wettswil und Geschäftsführer der Starco Security AG, arbeitet seit über drei Jahrzehnten in diesem Umfeld. Sein beruflicher Werdegang spiegelt nicht nur die Entwicklung des erfolgreichen Unternehmens wider, sondern auch die veränderten
«Abläufe kann man vermitteln, aber Werte und Vertrauen sind grundlegend.»
Marco Fetz, Geschäftsführer Starco Security AG
Erwartungen an private Sicherheitsdienstleistungen in der Schweiz – in denen Disziplin, menschliches Urteilsvermögen und Verlässlichkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Der Sprung ins Ungewisse Gegründet wurde das Unternehmen 1994, zu einer Zeit, als Marco Fetz seine Berufslehre noch absolvierte. Der Schritt in die Selbstständigkeit erfolgte früh und ohne finanzielle Absicherung. Das Startkapital belief sich auf rund zehntausend Schweizer Franken und wurde von sei-
nen Eltern bereitgestellt. Es war ein bescheidener Anfang, verbunden mit langen Arbeitszeiten und einer vorsichtigen Wachstumsstrategie. «Am Anfang musste alles sehr sorgfältig geplant werden», erinnert sich Marco Fetz. «Es gab keinen grossen Spielraum für Fehler.»
Die frühen beruflichen Erfahrungen stammten weniger aus klassischen Büroumgebungen als aus dem Eventund Veranstaltungsbereich. Als technischer Leiter und DJ im Disco Club Tabango in Wettswil und bei öffentlichen Anlässen war er nicht nur für Ton und Licht verantwortlich, sondern auch für Sicherheit und Besucherlenkung. «Ich war immer derjenige, der auf den Sicherheitsaspekt geachtet hat», sagt er. «Diese Verantwortung gehörte schon damals einfach dazu.»
Qualität vor Grösse
Die ersten Jahre waren von parallelen Wegen geprägt. Die Starco Security wurde zunächst im Teilzeitbetrieb neben einer regulären Anstellung geführt, bis eine stabile operative Basis aufgebaut war. Finanzielle Disziplin war ebenso entscheidend wie die Suche nach verlässlichen Mitarbeitenden. Die richtigen Mitarbeitenden zu finden, erwies sich als eine der zentralen Herausforderungen. «Abläufe kann man vermitteln», hält Marco fest, «aber Werte und Vertrauen sind grundlegend.»
Eine frühe strategische Entscheidung prägt die Ausrichtung des Unternehmens bis heute: Qualität vor Grösse. In einem stark fragmentierten Schweizer Sicherheitsmarkt verzichtete Marco bewusst darauf, über Volumen oder Preis zu konkurrieren. «Wir wollen nicht die Grössten sein – sondern die
Besten», sagt er. «Wir wollen unsere Arbeit richtig machen.» Damit positioniert er die Starco im Qualitätssegment
wurde Starco Security gegründet.
der Branche. Heute arbeitet das Unternehmen in den Bereichen Sicherheitsdienst, Sicherheitsmanagement und Sicherheitsausbildungen für verschiedene Gemeinden, Unternehmen und private Auftraggeber, die hohe Anforderungen an Diskretion, Kontinuität und professionelle Standards stellen.
Wenn der Ernstfall Spuren hinterlässt Sicherheitsarbeit geht jedoch über Planung und Prävention hinaus. Im Laufe der Jahre gehörten auch Notfallevakuierungen, Gewaltvorfälle und medizinische Einsätze zu den Aufgaben. Solche Situationen gelangen selten an die Öffentlichkeit, hinterlassen jedoch bei den Beteiligten Spuren. «Es gibt Erlebnisse, wie beispielsweise Messerangriffe auf Kunden oder Reanimationen, die bleiben», sagt Marco. «Entscheidend ist zu wissen, dass man in diesem Moment verantwortungsvoll gehandelt und alles Mögliche getan hat.»
Die Führung im Unternehmen beruht auf Vertrauen, Respekt und Verantwortung. Viele Mitarbeitende arbeiten direkt bei den Kunden, was einen Führungsstil erfordert, der auf guter Ausbildung, klar definierten Prozessen und individuellem Urteilsvermögen statt auf ständiger Kontrolle basiert. Entsprechend kommt der Aus- und Weiter-
bildung eine zentrale Rolle. Die interne Grundausbildung liegt nach Angaben des Unternehmens über den branchenüblichen Mindestanforderungen; regelmässige Weiterbildungen sind obligatorisch. «Technologie unterstützt unsere Arbeit», betont Marco, «doch der menschliche Faktor bleibt entscheidend.»
Menschliches Urteil in digitaler Welt Der technologische Wandel verändert die Branche dennoch spürbar. Digitale Überwachungssysteme, KI-gestützte Erkennung und Automatisierung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Während gewisse Routinetätigkeiten in Zukunft wegfallen können, bleiben Beurteilung und Intervention bei besonderen Vorkommnissen menschliche Aufgaben. Gleichzeitig entstehen neue Risiken, etwa durch manipulierte digitale Inhalte oder falsche Kommunikationsmittel. «Sicherheit bedeutet heute, wachsam zu bleiben», sagt Marco. «Man muss immer einen Schritt vorausdenken.» Über das Tagesgeschäft hinaus engagiert sich Marco seit 2009 im Vorstand des Verbandes Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU). Er wirkt aktiv an Gesamtarbeitsverträgen, Ausbildungsstandards und Regulierungen mit. Private Sicherheit sieht er dabei als Ergänzung zum Staat: «Die Zusammenarbeit in Form von Public-Private-Partnerships funktioniert in der Schweiz gut», betont er. «Das ist eine Stärke unseres Systems.»
Tief verwurzelt im Säuliamt
Marco Fetz hat starke Wurzeln in der Region Säuliamt. Die Starco Security AG
erhielt ihren ersten Auftrag als Gemeindesicherheitsdienst in der Gemeinde Wettswil; heute betreut sie mehrere Gemeinden und Gemeindepolizeien in der Region. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf vertragliche Leistungen, sondern umfasst auch Ausbildungen und lokales Engagement. «Hier liegen unsere Wurzeln», sagt Marco. «Das schafft Verantwortung.»
Vor Kurzem bezog die Starco Security AG ihr neues Büro mit Schulungsräumen in der «Alten Post» in Wettswil. Marco führt das Unternehmen gemeinsam mit Andreas Hungerbühler, der seit 1998 im Betrieb und seit 2012 Partner ist. Mit Blick auf die Zukunft erwartet
«Es gibt Erlebnisse, wie beispielsweise Messerangriffe auf Kunden oder Reanimationen, die bleiben.»
Marco Fetz, Geschäftsführer Starco Security AG
Marco eine wachsende Bedeutung privater Sicherheit in der Schweiz. Starcos Fokus bleibt dabei unverändert: klare Nischen, Investitionen in Ausbildung sowie die Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden.
Nach über 30 Jahren ist die Starco Security weiterhin präsent, mit einem Fokus auf Qualität, Ausbildung, klaren Prozessen und Einsätzen, die oft im Hintergrund bleiben. Für Fetz ist genau das Teil des Berufs: Sichtbar wird Sicherheitsarbeit meist erst dann, wenn etwas nicht funktioniert.
Die Starco Security AG leistet eine Sicherheitsarbeit, die man oft erst bemerkt, wenn sie fehlt. (Bilder Deviprasad Rao)
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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis Telefon 058 200 57 00, inserat@affolteranzeiger ch
Buchungfür 12 Publikationen, Fr.240.–Erscheintwöchentlich am Dienstag
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8500 Tonnen Lebensmittel gerettet
Schweizer Tafel hilft Menschen in Not und sammelt
Die Schweizer Tafel sammelt täglich überschüssige Lebensmittel bei Detailhandelsfilialen und Partnern aus der Lebensmittelindustrie ein und verteilt sie kostenlos an soziale Einrichtungen in der ganzen Schweiz. Ein zentraler Pfeiler dieser Arbeit ist der Einsatz von Freiwilligen und Zivildienstleistenden, die massgeblich dazu beitragen, dass Lebensmittel dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.
Im Jahr 2025 hat die Stiftung Schweizer Tafel rund 8500 Tonnen einwandfreie, aber überschüssige Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt und an soziale Einrichtungen in der Schweiz verteilt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von gut 11 Prozent. Damit konnte die Schweizer Tafel ihre Wirkung erneut deutlich stei-
gern – sowohl im sozialen als auch im ökologischen Bereich. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung waren Produkte aus der Lebensmittelindustrie. In diesem Zusammenhang hat auch die im August 2025 lancierte Tiefkühllogistik, mit der erstmals tiefgefrorene Produkte systematisch gerettet und verteilt werden können, zum gesteigerten Volumen beigetragen. Gleichzeitig gelang es der Schweizer Tafel, ihre Abhol- und Verteiltouren weiter zu optimieren, was zu einer effizienteren Logistik führte.
Die Wirkung 2025 der Stiftung Schweizer Tafel in Zahlen:
• Gerettete Lebensmittel: 8506 Tonnen
• Warenwert: 61781000 Franken
täglich überschüssige Lebensmittel
• Einkaufstaschen à 5 kg: 1701200 Stück
• Vermiedene CO2-Emissionen: 14205 Tonnen CO2eq
Die geretteten Lebensmittel kamen armutsbetroffenen Menschen in der ganzen Schweiz zugute – über soziale Institutionen wie Gassenküchen, Notschlafstellen, Frauenhäuser, Obdachlosenheime sowie Lebensmittelabgabestellen. Dort entstehen aus den Lebensmitteln Mahlzeiten oder konkrete Entlastung im Alltag für Menschen mit nachweislich geringem Einkommen.
Mehr Effizienz, mehr Nutzen wurden erreicht
Die positive Entwicklung im Jahr 2025 zeigt, dass gezielte Investitionen in Lo-
gistik und Infrastruktur einen direkten Einfluss auf den gesellschaftlichen Nutzen haben. Durch die Kombination aus neuen Kühl- und Tiefkühlkapazitäten, effizienteren Touren und der engen Zusammenarbeit mit Detailhandel und Lebensmittelindustrie konnte die Schweizer Tafel deutlich mehr Lebensmittel retten. Gerade im Rahmen des Nationalen Aktionsplans gegen Lebensmittelverschwendung zeigt sich aber, dass trotz messbarer Fortschritte weiterhin grosser Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig wird deutlich, dass nachhaltige Lösungen nur im gemeinsamen Zusammenspiel aller Akteure entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette möglich sind. Marc Ingold, Geschäftsleiter der Schweizer Tafel, sagt: «Jede Tonne Lebensmittel, die wir retten,
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Blumenboutique Rosa mit neuem Selbstbedienungskonzept
Produkte unabhängig von klassischen Öffnungszeiten auswählen
Manchmal entstehen neue Projekte aus einem spontanen Gedanken. So war es auch bei Karin Strübin, Floristin und Mutter von drei Mädchen.
Die Idee, einen alten Bauwagen in einen kleinen Blumenladen umzubau-
en, liess sie nicht mehr los. Zum Muttertag wagte sie ein erstes Experiment und bot ihre Blumen in einem Festzelt in Wettswil an. Die positive Resonanz bestätigte den eingeschlagenen Weg. Wenig später fiel Karin Strübin bei ei-
ner Joggingrunde erneut das kleine Lädeli an der Poststrasse 6 in Wettswil ins Auge, das sie schon lange bewundert hatte. Der Blumenladen gehörte seit Jahren Annegret Hansen. Kurz darauf folgte ein unerwarteter Anruf mit der Frage, ob eine Übernahme des Ladens infrage komme. Obwohl dies ursprünglich nie geplant war, entwickelte sich daraus die Blumenboutique Rosa.
Der Name steht für die Blume Rose, für die Lieblingsfarbe der Gründerin sowie für ihre Grossmutter Rosa, die ihr viel bedeutete und in diesem Projekt weiterlebt.
Heute bietet Rosa individuell gestaltete Sträusse und florale Arbeiten für unterschiedlichste Anlässe an. Ergänzt wird das Sortiment durch ausgewählte Gefässe, Trockenblumen, Dekorationen und saisonale Besonderheiten. Der Fokus liegt auf Qualität, persönlicher Gestaltung und einer ruhigen Boutique-Atmosphäre.
Neu setzt die Blumenboutique zudem auf ein Selbstbedienungskonzept, das den Zugang zum Angebot auch ausserhalb der bedienten Zeiten ermöglicht. Kundinnen und Kunden können Blumen und ausgewählte Produkte flexibel und unabhängig von klassischen Öffnungszeiten auswählen. Damit verbindet Rosa traditionelle Floristik mit einem zeitgemässen, unkomplizierten Einkaufserlebnis.
Karin Strübin, Floristin, Blumenboutique Rosa, Wettswil
wirkt doppelt: Sie unterstützt Menschen in Not und verhindert gleichzeitig unnötige CO2-Emissionen. Das Wachstum im Jahr 2025 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gemeinsam mit den Akteuren der Lebensmittelbranche wollen wir Foodwaste weiter reduzieren und nachhaltig gesellschaftlichen Mehrwert in der Schweiz schaffen.»
Auch im kommenden Jahr wird die Schweizer Tafel gezielt in den Ausbau der Tiefkühllogistik sowie in weitere Optimierungen der Transport- und Verteilprozesse investieren. Ziel ist es, den Nutzen für Mensch und Umwelt weiter zu steigern und gleichzeitig die Logistik noch effizienter und emissionsärmer zu gestalten.
Roger Biedermann, Schweizer Tafel
Vom Vater zum Sohn
Bedeutende personelle Veränderungen
von angehenden Metallbauerinnen und Metallbauern. (Bild zvg)
Der seit 53 Jahren bestehende Familienbetrieb Rusterholz + Lanz AG aus Affoltern steht vor bedeutenden personellen Veränderungen, die von handwerklicher Tradition und Weiterentwicklung geprägt sind. In diesem Jahr verabschiedet sich der langjährige Mitarbeiter Zijadin Ukshini nach über 34 Jahren engagierter Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Über Jahrzehnte hinweg hat er mit Präzision, Zuverlässigkeit und grossem Fachwissen massgeblich zur Umsetzung zahlreicher Projekte beigetragen – von Türen und Fenstern über Verglasungen bis hin zu Treppen, Geländern, Handläufen, Balkonen sowie Eingangs- und Schaufensterfronten. Für seinen langjährigen Einsatz und seine Verbundenheit mit dem Betrieb gilt ihm besonderer Dank.
Die Rusterholz + Lanz AG beschäftigt derzeit zehn Mitarbeitende, darunter zwei Lernende, und legt seit jeher grossen Wert auf die Ausbildung von
Bonstetter Mittagstisch mit Rima Nader
Er findet jeweils dienstags um 12 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus statt
Geniessen Sie gerne ein gutes Essen und möchten es jedoch nicht immer selber kochen? Schätzen Sie es, dass es neben Restaurants in dem einen oder anderen Kirchenort auch Mittagessen gibt? Haben Sie beim Essen manchmal gerne Gesellschaft, ohne dass Sie dafür allzu viel selber organisieren möchten?
Dann sind Sie beim Bonstetter Mittagstisch herzlich willkommen. Er ist für Erwachsene und findet dienstags um 12 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus in Bonstetten, Chilestrasse 7, statt.
Seit gut einem halben Jahr kocht
Rima Nader und prägt mit ihrer fröhlichen und einladenden Art die Atmo-
sphäre am Mittagstisch. Sie absolviert zurzeit eine Kochlehre im Restaurant
Löwen in Hausen und betreibt ein Catering mit syrischen Spezialitäten. Für den Bonstetter Mittagstisch bereitet sie einerseits bekannte und beliebte
Schweizer Menüs vor, andrerseits ist ihre Küche auch vom östlichen Mittelmeerraum, aus dem sie ursprünglich stammt, inspiriert. Rima Nader kocht sehr abwechslungsreich und achtet auf saisonale und hochwertige Lebensmittel. Unterstützt wird sie von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die den Saal entsprechend vorbereiten, die Gäste herzlich empfangen und sie freundlich bedienen. Besonders er-
wähnt sei Erika Umiker, die als «Chef de Service» jeweils die Tische entsprechend der Jahreszeit liebevoll dekoriert. Das Team geht gerne auf die Wünsche der Gäste ein und verbreitet eine sehr gastfreundliche Stimmung.
Zum Menü gehören eine Suppe (im Frühling und Sommer ein Salat), ein Hauptgang und ein Dessert mit Kaffee. Es kostet 17 Franken.
Um Anmeldung wird jeweils bis Sonntagabend vorab gebeten, an susanne.sauder@gmx.ch oder per SMS/ WhatsApp auf 079 460 31 67. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Kirchenkommission Bonstetten
angehenden Metallbauerinnen und Metallbauern. Die Qualifikation von Fachkräften bildet eine zentrale Grundlage für die Qualität und Beständigkeit der ausgeführten Metallbauarbeiten. Im kommenden Jahr wird zudem der derzeitige Geschäftsführer Felix Rusterholz in den Ruhestand treten. Mit seinem Abschied endet eine prägende Phase der Unternehmensgeschichte. Die Geschäftsführung geht anschliessend an seinen Sohn Florian Rusterholz über. Damit bleibt das Unternehmen auch künftig in Familienhand und verbindet bewährte Qualität mit neuen Impulsen für die Zukunft. Der anstehende Übergang steht für die Verbindung von über Jahrzehnte gewachsener Handwerkskunst und moderner Ausrichtung.
Köchin Rima Nader (3. von links) mit motivierten Freiwilligen. (Bild Pascale Righetti)
Die Rusterholz + Lanz AG legt seit jeher grossen Wert auf die Ausbildung
Karin Strübin ist Floristin aus Leidenschaft. (Bild zvg)
Die Gemeinde Maschwanden ringt um ihre Zukunft
Gemeindeporträt Maschwanden: Überblick über die vier Jahre der letzten Legislatur und Ausblick auf die Zukunft
Werner Schneiter
Er ist derzeit etwas hindernisreich, der Weg durch Maschwanden. Die Instandstellung der Dorfstrasse ist für Ende Februar angekündigt, aber mit den baulichen Massnahmen am Kreuzrai werden Baumaschinen weiter präsent sein. Während bei solcherlei Baustellen das Ende absehbar ist, bleiben Fragen zur Zukunft der kleinsten Ämtler Gemeinde weiter bestehen – Fragen, die man mit den derzeit laufenden drei Workshops zusammen mit der Bevölkerung zumindest teilweise zu klären versucht: mit drei Fokusthemen und begleitet vom Stadtzürcher Büro Avventuris (ehemalige Stadträtin Esther Maurer, Andreas Hurter) und den lokalen Projektleiterinnen Chantal Nitschké und Sonja Rothert. Dabei geht es unter anderem um Lebensqualität und Teilhabe an der
Einwohnerinnen und Einwohner mehr gibt es seit 2015.
Dorfgemeinschaft, um die Optimierung von Infrastruktur und gemeindeeigenen Aufgaben – und letztlich um Perspektiven durch Veränderungen. «Wir haben pro Workshop gegen 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer», sagt Gemeindepräsident Ernst Humbel. Bei 670 Einwohnerinnen und Einwohnern kleine schlechte Quote; es widerspiegelt das Interesse an Maschwandens Zukunft. Es ist offen, was dabei herauskommt. Im März findet dann eine Grossgruppenkonferenz statt – und im Sommer folgt ein Masterplan mit konkreten Umsetzungsmöglichkeiten. «Wir müssen etwas unternehmen, agieren. Und wir können nicht einfach abwarten», hält der Gemeindepräsident fest. Sein Wunsch: Klarheit darüber, was der Bevölkerung wichtig ist und was nicht, um ein lebenswertes Dorf zu erhalten.
Düstere finanzielle Lage
Dass dabei nicht alle Wünsche Realität werden, ist wohl allen klar. Denn über der Frage der Zukunft schwebt ein Damoklesschwert, die finanzielle Lage der Gemeinde. Seit es kein gemeindeeigenes Kieswerk mehr gibt, ist eine wichtige finanzielle Quelle versiegt. Maschwanden ist seit Jahren auf individuellen Sonderlastenausgleich des Kantons angewiesen. Zwischen 2026 und 2029 jährlich auf 900 000 bis 12 Millionen Franken. Ins Gewicht fallen die künftigen hohen Investitionen in die kommunale Infrastruktur, bei der bis 2029 Ausgaben von über 8 Millionen Franken anfallen – Vorhaben, die lediglich zu 21 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert
Baustellen verschwinden, aber die Zukunft von Maschwanden beschäftigt die Bevölkerung weiter: Eigenständig bleiben ist auch das Ziel von Gemeindepräsident
werden können. So steigen die Darlehen von 4 Millionen Franken (Ende 2024) auf 7,4 Millionen Franken im Jahr 2029. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf 10000 Franken – weit über dem kantonalen Schnitt. «Das ist nicht so entscheidend. Das Problem sind die laufen-
«Unsere Einwohnerinnen und Einwohner sind engagiert, interessieren sich stark für die Zukunft der Gemeinde.»
Ernst Humbel, Gemeindepräsident Maschwanden
den Kosten. Wir wollen unsere Zukunft im Dorf selbst bestimmen. Aber sie muss finanzierbar sein», so Ernst Humbel, für den ein weiteres Ziel gilt: weg von Isola. Eine Gemeindefusion ist nach
dem Nein von Mettmenstetten vorläufig vom Tisch, aber in Maschwanden nicht ganz von der Traktandenliste: «Wir wollen das in der kommenden Legislatur nochmals thematisieren», so Humbel, der – wie die Mitglieder des Gemeinderates – bereits in stiller Wahl wiedergewählt ist. Andere Massnahmen, die mit Einsparungen einhergehen, sind bereits in Kraft: So hat Maschwanden das Bausekretariat ans Büro GPW in Affoltern ausgelagert, das Steueramt vor ein paar Jahren nach Mettmenstetten. Dazu kommt der Wechsel des Sozialdienstes vom Bezirk Affoltern zur Stadt Affoltern. «Unter dem Strich sparen wir damit Geld», so der Gemeindepräsident.
Naturbad droht Schliessung
Vor dem Hintergrund eines düsteren Finanzhimmels sind aber auch schmerzhafte Einschnitte nicht auszuschliessen. Die Bevölkerung «hängt» zwar am Naturbad, aber dessen Schliessung ist kei-
neswegs ausgeschlossen. Nicht nur, weil der Kanton über 300 000 Franken IsolaBeitrag (grösster Teil Bad) gestrichen hat. Eine soeben publizierte Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass der Weiterbetrieb des Bades ohne grundlegende Sanierung der Wasseraufbereitung nicht möglich ist. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 2,22 Millionen Franken – wohl ein zu hoher Brocken für die Gemeinde. Schon vor dieser Hiobsbotschaft hat sich der Gemeinderat angesichts der jährlichen Betriebskosten von 240 000 Franken für Schliessung des Naturbades ausgesprochen. 240 000 Franken – das entspricht laut Ernst Humbel 20 Steuerprozenten. Wohl nur die grössten Optimisten mögen hier wohl auf einen «Volg-Effekt» hoffen: Für dessen Rettung kamen vor knapp zwei Jahren innerhalb von neun Wochen gut 230 000 Franken zusammen. Das Bad ist für eine Spendenaktion mindestens eine Nummer grösser. Ob sich mit Wachstum die finanzielle Lage
Maschwanden
Gemeindefläche: 4,67 km2
Anzahl Einwohner: 667 (per Ende 2025)
Besonderheit: Frühgeläut um 4.45 Uhr
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium (bereits in stiller Wahl gewählt)
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder (bereits in stiller Wahl gewählt)
Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten:
5 Mitglieder, (4 bereits in stiller Wahl gewählt, das 5. Mitglied wird am 8.März an der Urne gewählt)
der Gemeinde verbessern lässt, ist ungewiss: Seit 2015 ist die Einwohnerzahl um gerade mal 30 Personen auf derzeit rund 670 gestiegen. Laut Ernst Humbel sind zwar Bauzonen (Maschwanden kennt nur die Kernzone) und leerstehende Gebäude vorhanden, aber potenzielle Bauherrschaften haben wohl – zurückhaltend ausgedrückt – grossen Respekt, weil Maschwanden Isos-Gebiet ist, stark beäugt von Natur- und Heimatschutz. Eine Industriezone als Lösung? Ernst Humbel zeigt dem Chronisten ein anonymes Schreiben, das er per Post erhalten hat: Darin wird die Schaffung einer Industriezone entlang der Tambrigstrasse vorgeschlagen. Ideen sind auch in den kommenden Wochen gefragt, auch wenn die vorliegende eher als Scherz daherkommt. «Die gute Beteiligung an den Workshops macht Hoffnung. Unsere Einwohnerinnen und Einwohner sind engagiert, interessieren sich stark für die Zukunft der Gemeinde. Die Dorfgemeinschaft lebt», so der Gemeindepräsident erfreut. Der für diesen Sommer angekündigte Masterplan – ein erster konkreter Schritt in Maschwandens Zukunft, die nur ein Ziel kennt: eigenständig bleiben.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.). (red)
Ernst Humbel. (Bilder Werner Schneiter)
Maschwanden
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium
Die bereits gewählten Gemeinderäte
In Maschwanden sind Gemeinderat und RPK bereits in stiller Wahl gewählt
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Maschwanden die Autonomie bewahren?
«Einfach ein Ort, an dem man gerne ist und bleibt»
Michael Schüpbach (49), parteilos, bisher
Ich lebe seit bald 18 Jahren in Maschwanden. Meine beruflichen Erfahrungen, die ich im Baunebengewerbe sammeln durfte, helfen mir, die entsprechenden Projekte anzupacken und umzusetzen. In der aktuellen Legislatur konnte ich mich
Michael Schüpbach, parteilos
zudem vertieft mit der Infrastruktur unserer Gemeinde auseinandersetzen. Dies hilft mir, in der nächsten Amtsperiode richtig zu priorisieren.
Bei der Wasserversorgung steht der Ersatz des Reservoirs Uttenberg an. Ein grösseres Projekt, welches die Trink- und Löschwasserreserven von Maschwanden nachhaltig sichern soll. Bei der Infrastruktur des Werkhofes gibt es ebenfalls Handlungsbedarf. In diesem Jahr möchten wir unse-
ren Werktraktor ersetzen. Ziel ist, dass wir in Maschwanden eine funktionierende Infrastruktur haben. Bereichsübergreifend beschäftigen wir uns vor allem mit dem bereits gestarteten Projekt Maschwanden 2030, bei dem die Einwohner von Maschwanden natürlich herzlich eingeladen sind, aktiv mitzuwirken.
Luft nach oben hat bestimmt der Erhalt der Infrastruktur. Hierbei spielen vor allem die gemeindeeigenen Liegenschaften eine grosse Rolle. Dabei ist es besonders wichtig, die finanziellen Ressourcen im Blick zu behalten. Ich hoffe, die Einwohner von Maschwanden sind ebenfalls bereit und offen für Veränderungen, welche sich aus dem Projekt Maschwanden 2030 ergeben könnten. Maschwanden ist und soll auch in Zukunft eine attraktive Gemeinde bleiben – einfach ein Ort, an dem man gerne ist und bleibt.
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Maschwanden erreichen?
Wie stellen Sie als Gemeindepräsident sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
In welchem Bereich hat Maschwanden besonderen Entwicklungsbedarf?
Wie kann die finanzielle Lage von Maschwanden verbessert werden? 1 2 3 4
Welches ist die grösste Herausforderung für Maschwanden und wie ist sie zu lösen?
Ist eine Fusion mit einer anderen Gemeinde weiterhin ein Thema? Welche Möglichkeiten gibt es? 5 6 7 8 3
Vieles kann und wird sich allenfalls aus unserem Projekt Maschwanden 2030 ergeben. In meinem Ressort gilt es, haushälterisch zu budgetieren. Die Planung und Priorisierung der in Zukunft anfallenden Investitionen soll mit Weitsicht erfolgen, dabei darf aber der Werterhalt der Infrastruktur auf keinen Fall zu kurz kommen. Dies ist Herausforderung und Motivation zugleich.
«Ich kenne die Wünsche und Bedürfnisse»
Sven Syz (28), parteilos, neu
Dank meiner offenen, fröhlichen und positiven Art sowie meinem bisherigen Engagement in der Feuerwehr, im FasnachtsOK und als Samichlaus bin ich gut im Dorf vernetzt. Zudem lebe ich, seit ich
denken kann, in Maschwanden und kenne die Wünsche und Bedürfnisse der Dorfbewohner.
Ich möchte zusammen mit den anderen Gemeinderatsmitgliedern daran arbeiten, dass noch viele weitere Generationen so schön wie ich hier im Dorf aufwachsen und leben können. Die dorfinterne Infrastruktur
soll erhalten bleiben, damit auch weiterhin ein «Wir-Gefühl» innerhalb des Dorfes bestehen bleibt.
«Für mich steht Maschwanden als
Dorf im Fokus»
Ernst Humbel (59), parteilos, bisher
Da ich ja schon gewählt bin, müsste diese Frage die Stimmbevölkerung von Maschwanden beantworten. Meine Fähigkeit, die anstehenden Themen sachlich und nicht persönlich aufzunehmen, hilft mir bei der Arbeit als Gemeindepräsident. Die Suche nach Lösungen im Austausch mit der Bevölkerung ist mir ein grosses Anliegen.
Nach dem Start des Projekts Maschwanden 2030 ist es mir wichtig, die anschliessende Masterplanung voranzutreiben. In der kommenden Legislatur werden wir erste Projekte und Massnahmen aus dem Projekt 2030 umsetzen. Spannend und herausfordernd wird es sein, das zusammen mit der Bevölkerung von Maschwanden zu erreichen.
Die Gemeinde besitzt einige Liegenschaften, die viel Aufwand, aber wenig Ertrag erzielen. Wie können wir diese Situation verbessern? Das werden wir sicher auch im Projekt Maschwanden 2030 beleuchten.
Der Steuerertrag kann nur mit mehr Einwohnern erhöht werden. Alternative Finanzerträge sind sehr schwierig zu realisieren. Auf der Aufwandseite werden wir gewisse Einsparungen machen müssen.
Ernst Humbel, parteilos, Gemeindepräsident
Die Gemeinde Maschwanden ist offen für verschiedene Zusammenarbeitsformen. Eine Herausforderung ist, andere Gemeinden zu
finden, die an einer vertieften Zusammenarbeit interessiert sind. Die Balance zwischen der Einschränkung der Autonomie und dem Vorteil der professionelleren und günstigeren Aufgabenerledigung ist anspruchsvoll.
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Im Gemeinderat Maschwanden sind alle Personen motiviert und engagiert. Durch die wertschätzende, offene und ehrliche Kommunikation wird das weiterhin so bleiben.
Wie Maschwanden den Finanzhaushalt sanieren kann, ist ein grosses Thema. Wir erhoffen uns aus dem Projekt Maschwanden 2030 Lösungsansätze.
Für mich steht Maschwanden als Dorf im Fokus. Die Dorfgemeinschaft mit ihren Aktivitäten, die schöne Umgebung von Maschwanden, das Zusammenleben im Dorf sind für mich zentral und erhaltenswert. Ob Maschwanden mit einer anderen Gemeinde fusioniert, ist eine Frage, die ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht stelle.
«Die Sicherheit liegt mir sehr am Herzen»
Priska Dosch (48), parteilos, bisher
Verwaltungsaufgaben. Diese Woche startet unser Projekt Maschwanden 2030 mit dem ersten von drei Workshops. Maschwanderinnen und Ma-
3 4
Meiner Meinung nach hat Maschwanden keinen direkten Entwicklungsbedarf. Vielmehr müssen wir unsere bestehende Infrastruktur aufrechterhalten. Dadurch bleibt das Dorf für Familien attraktiv und das aktuell in der ganzen Bevölkerung geschätzte Dorfleben bleibt weiterhin erhalten.
Wie in den letzten Jahren an vielen Veranstaltungen der Gemeinde schon angesprochen wurde, müssen wir unsere Ausgaben in den Griff bekommen. Wir müssen einen Weg finden, um die anfallenden Kosten auf mehr Schultern zu verteilen und unsere Strukturen möglichst effizient und ressourcenschonend zu erhalten.
HINWEIS
Christian Künzi ist ebenfalls als Gemeinderat gewählt. Er verzichtet auf einen Beitrag im «Anzeiger».
Als ich im Juli 2018 in den Gemeinderat Maschwanden eintrat, musste ich mir erst ein Bild davon machen, wie ich meine Fähigkeiten und Eigenschaften einbringen kann. Das Wichtigste ist, interessiert zu sein. Als Polizistin liegt mir die Sicherheit sehr am Herzen und dies sehe ich als mein Steckenpferd. Als Vorstandsmitglied des Sicherheitszweckverbands Albis bin ich verantwortlich für den Regionalen Krisenstab, wo wir jährlich mehrere ausserordentliche Lagen mit kompetenten Fachbereichsleitern aus dem Säuliamt trainieren. Wir vermitteln unser Fachwissen in Form von Schulungen an zuständige Entscheidungsträger. Das ist sehr gewinnbringend für unseren Bezirk.
Die globale und regionale Sicherheitslage und deren Auswirkungen stellen eine zunehmende Herausforderung dar, deren Dynamik laufend beurteilt werden muss. Mit wirkungsvollen Konzepten, operativer Vorsorge zur Ereignisbewältigung, effizienter Koordination im Krisenfall sowie technischem Know-how möchte ich das Fachwissen in unserem Bezirk steigern.
Bekannterweise sind die Finanzen unser Sorgenkind. Wie viele kleine Gemeinden haben auch wir Schwierigkeiten mit der Bewältigung steigender und komplexer
schwander treffen sich, um Ideen und Möglichkeiten zur Optimierung unseres Dorfes in verschiedenen Bereichen zu erhöhen. Interessierte konnten sich in Themen wie Lebensqualität, Infrastruktur und Perspektiven einbringen. Maschwanden kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten. Durch den früheren Kiesabbau waren wir gut betucht und konnten vieles bauen und kaufen. Heu-
te wird bei uns kein Kies mehr abgebaut. Die Kosten für den Unterhalt all dieser früheren Anschaffungen stellen uns heute vor grosse Herausforderungen. Wir beantragen seit einigen Jahren individuellen Sonderlastenausgleich. Dadurch sind wir bereits in einem engen Finanzkorsett. Der Kanton hat uns nun erstmals Gelder für unser Naturbad und die Bibliothek gestrichen und uns Auflagen gemacht. Das Korsett wird immer enger. Ich erhoffe mir aus den Workshops gute Inputs für die Erarbeitung eines Massnahmeplans, welcher Maschwanden auf einen guten Weg bringt.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.). (red)
Die Inserenten bedanken sich bei ihren Kundinnen und Kunden für das Vertrauen.
Interesse, zu werben? Nächste Erscheinung dieser Spezialseite ist am 3 März 2026
Buchvorstellung und Lesung in Wettswil
«Verschollen am Kap» von Werner Adams
Was geschieht mit Menschen, die aus den Archiven verschwinden – und doch Spuren hinterlassen, die Jahrhunderte später wieder auftauchen?
Der historische Roman «Verschollen am Kap» geht genau dieser Frage nach und nimmt Sie mit auf eine faszinierende Spurensuche zwischen Fakten, Vermutungen und literarischer Fantasie.
Hineinlesen in die Welt bedeutender Zürcher Familien
Ausgangspunkt ist ein reales Familienrätsel: Der Urururgrossvater des Autors, 1781 in Haltingen in der Markgrafschaft Baden geboren, verschwindet spurlos aus den Akten – nur ein letzter Eintrag als Grenadier in Karlsruhe im Jahr 1786 zeugt von seiner Existenz. Alle weiteren Nachforschungen verlaufen im Nichts.
Doch dann der Zufall: In den Dokumenten des württembergischen Kapregiments im Hauptstaatsarchiv Stuttgart taucht ein Name auf, der elektrisiert –Leonhard Lavater, geboren 1772 in Zürich, gestorben 1791 in Samarang auf Java. Lavater! Wer denkt da nicht an Johann Caspar Lavater, den berühmten Zürcher Pfarrer und Philosophen? Und tatsächlich: In der Familie Lavater galt Leonhard über 200 Jahre lang als «Verschollen am Kap». Noch spannender wird es, als auf derselben Liste ein weiterer Schweizer erscheint: Rudolf von Dach, geboren
1769 in Lyss im Kanton Bern, ebenfalls 1791 in Samarang verstorben. Zwei junge Männer, zwei Lebenswege – und ein gemeinsames, fernes Ende.
Ergebnis ausgiebiger, mehrjähriger Recherche
Während dreier Jahre recherchierte Werner Adams in Archiven in Zürich, Bern, Stuttgart und bei der HolländischOstindischen Kompanie (VOC) in Holland. Aus den gesicherten Fakten und den feinen Zwischentönen dazwischen entstand ein historischer Roman, der Geschichte lebendig macht.
«Verschollen am Kap» entführt in die Welt bedeutender Zürcher Familien, ins ländliche Berner Seeland, den Rhein hinab nach Holland – und schliesslich um die halbe Welt bis tief in den Dschungel von Java.
Ein Abend für Geschichtsinteressierte, Literaturliebhaber und alle, die gern entdecken, was hinter dem Schweigen der Archive verborgen liegt. Die FDP Wettswil freut sich auf viele Interessierte und den gemeinsamen Apéro. Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.fdp-wettswil.ch/agenda.
In der ersten Sommerferienwoche von Samstag,11.Julibis18.Juli,wirdeinunvergessliches Lager in Sedrun stattfinden. In diesemJahrreisenabenteuerlustigeKinder thematischeinmalquerdurchdieSchweiz und versuchen, Verlorenes wiederzufinden. Die Anreise erfolgt mit dem Reisecar. Bereits zum vierten Mal findet das Lager in Zusammenarbeit der beiden katholischenPfarreienausHausenundMettmenstetten statt. Das Lager steht allen Kindern unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit offen. Das engagierte und erfahrene Leitungsteam hat ein spannendes und abwechslungsreiches Programm für die Kinder zusammengestellt. Tolle Aus-
flüge,kreativeAktionen,sportlicheAktivitäten, lustige Spiele sowie gemeinsames Essen und Beisammensein gehören zum Lager. Teilnehmen können alle Kinder von der 3. bis zur 7. Klasse. Die Kosten für das Lager belaufen sich auf 300 Franken pro Kind und für jedes weitere Kind der gleichen Familie 250 Franken. Interessiert? Dann einfach melden unter jugendarbeit@kath-hausen.ch. Die Anmeldefrist läuft bis am 15. Mai. Das Lagerteam freut sich auf ein Lager voller Erlebnisse mit vielen Kindern aus dem Knonauer Amt. Lukas Frank
Zeit schenken und Sinn finden
Freiwilliges Engagement entdecken
Zeit und Fähigkeiten sind ein wertvolles Gut. Wer diese gerne einbringen möchte, jedoch nicht genau weiss, wie und wo, der kommt am besten zum nächsten «meet&greet» für freiwilliges Engagement. Der Anlass findet am Mittwoch,
Freiwilligenarbeit ist ein wertvolles Gut. (Bild zvg)
18. Februar, von 19.45 bis 21 Uhr statt an der Zürichstrasse 94 in Affoltern. Es präsentieren sich regionale Organisationen und Programme, die vielfältige soziale und kulturelle Engagements anbieten für verschiedene zeitliche Ressourcen. Vorbeikommen, sich beim Apéro vernetzen und das Herzensprojekt finden. Dazu ist keine Anmeldung nötig.
Falls interessiert, aber an diesem Abend verhindert, dann besteht die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren, um weitere Auskünfte zur Freiwilligenarbeit in der Region zu erhalten.
und Frankreich und gibt augenzwinkernde «Radschläge». Monika sprüht vor Lebensfreude und hilft bei «Radlosigkeit»: Wo ein Velo, da ein Weg. Udo Henneberg, Kulturverein Bi eus z’Mättmistette
Samstag, 7. Februar, 20.15 Uhr im Rösslisaal, Mettmenstetten
www.youtube.com/watch?v=8S51ZKcxt48
Von Nahidioterfahrungen und bewegenden Momenten zu Velo Monika Romer präsentiert in einem Mix aus gesungenen und gesprochenen Comedynummern ihren neuen «Radgeber». Sie berichtet von bewegenden Momenten sowie diversen Nahidioterfahrungen auf ihrer zweimonatigen Radreise quer durch Österreich, Italien
Ticket-Reservationen: www.bieus.ch/tickets oder Telefon: 077 488 00 89
Vorstellungsabend im Café Casino
Morgen Mittwochabend, 4. Februar, ab 19 Uhr, stehen die kandidierenden Frauen und Männer der SVP Affoltern am Albis im Café Casino, Obere Bahnhofstrasse 8, Affoltern, zum Gespräch bereit.
Die Gelegenheit wahrnehmen, um die verschiedenen von der SVP vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat, die Rechnungsprüfungskommission sowie die beiden Schulpflegen persönlich kennenzulernen. Nebst der bisher im Amt stehenden Stadträtin Claudia Spörri sowie dem aktuellen RPK-Präsidenten Urs Gmür und Schulpflege-Mitglied Beat Kalt geht es vor allem auch darum, die noch weniger bekannten «Neuen» vorzustellen und kennenzulernen. Mit dem Stadtratkandidaten Ernst Beeler, Gewerbler aus Zwillikon, Emrah Kilic für die Rechnungsprüfungskommission und Sarah Müller als Mitglied der Sekundarschulpflege ist es uns gelungen, zusammen mit den Bisherigen, aktive Personen mit Fachkompetenz aus der bürgerlichen Gesellschaft zur Wahl vorzuschlagen. Es wird zweifellos ein interessanter Abend im Vorfeld spannender Gemeindewahlen werden. Die Ortspartei freut sich auf eine grosse Zahl interessierter Besucher.
Erneuerungswahlen Schulpflege der Sekundarschule Bonstetten
Drei Kandidaten stellen sich vor
Bruno Rüegsegger, Sandro Venetz und Claude Wuillemin laden am Montag, 9. Februar, zu einem öffentlichen Informationsanlass ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Clubhaus beim Sportplatz Moos in Wettswil. Die drei neuen Kandidaten für die Schulpflege der Sekundarschule Bonstetten nutzen den Anlass, um sich der Bevölkerung zu präsentieren, ihre Beweggründe zu erläutern und ihre Vorstellungen zur zukünftigen Entwicklung der Schule darzulegen. Nach einer kurzen Präsentation können individuelle Fragen gestellt werden. Beim anschlies-
senden Apéro bietet sich zudem die Gelegenheit, mit Bruno Rüegsegger, Sandro Venetz und Claude Wuillemin persönlich ins Gespräch zu kommen. Die drei Kandidaten haben im Herbst 2025 frühzeitig ihre Kandidatur bekannt gegeben. Anlass für die frühe Kommunikation waren die im «Anzeiger» thematisierten Unruhen rund um die Sekundarschule Bonstetten. Bruno Rüegsegger, Sandro Venetz und Claude Wuillemin freuen sich am 9. Februar auf eine grosse Beteiligung und anregende Gespräche. Claude Wuillemin
Wo ein Velo, da ein Weg, gilt für Monika Romer und ihr neues Comedy-Programm. (Bild zvg)
Buchautor Werner Adams.
Historischer Roman. (Bilder zvg)
Affoltemer Chilbi und Frühlingsmarkt
Frühlingsmarkt, 15. März 2026, Untere Bahnhofstrasse/Areal HEA
Sonntag, 10.00 – max. 18.00 Uhr
Chilbi und Festwirtschaft, 13. – 15. März 2026, auf dem Kronenplatz
Freitag, 18.00 – max. 23.00 Uhr (von 18.00 – 18.20 Uhr sind alle Bahnen gratis)
Samstag, 13.00 – max. 23.00 Uhr
Sonntag, 11.00 – max. 20.00 Uhr
Chilbi und Festwirtschaft, 20. – 22. März 2026, auf dem Kronenplatz
Freitag, 18.00 – max. 23.00 Uhr
Samstag, 13.00 – max. 23.00 Uhr
Sonntag, 11.00 – max. 20.00 Uhr
Die Schaustellende, die Markthändlerinnen und Markthändler sowie die Stadt Affoltern am Albis laden herzlich zu diesem Frühlingsfest ein.
Die Untere Bahnhofstrasse ist am Sonntag, 15. März 2026, 6.00 – ca. 21.00 Uhr, zwischen Kronenplatz-Kreis bis zur Verzweigung Zwillikerstrasse gesperrt.
3. Februar 2026
Stadtrat Affoltern am Albis
Botanik-Grundkurs
An vier Theorieabenden und vier Exkursionen in der Umgebung vermittelt der Kurs auf verständliche Weise botanische Grundkenntnisse. Die Teilnehmenden lernen die wichtigsten Pflanzenfamilien kennen und können danach die häufigsten einheimischen Blütenpflanzen, Sträucher und Bäume bestimmen. Vorkenntnisse sind keine nötig.
Theorieabende: 19. März, 7. Mai, 28. Mai, 4. Juni 2026
Exkursionen: 21. März, 9. Mai, 30. Mai, 6. Juni 2026
Kosten: 290.– (250.– für BirdLife-Mitglieder)
Weitere Infos und Anmeldung: www.nvba.ch
GasthauszumRössli
Albisstrasse1 8932Mettmenstetten
Tel.0447670201
AusserMoundDi täglichgeöffnet
FCZFANLIGA Livepodcast
SchimmelKeller
Gäste:DavidDaCosta & DJK-Rim 19.30Uhr
Sa 28 Februar Sa28.Februar
JuliaSteiner
Warumdumorgen nochlebenkönntest
Comedy,PoetrySlam,Kabarett 20.00Uhr
Fr
Wine & Dine
MitJuliaSchittler WinzerinausRheinhessen 19.00Uhr
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Menschen
Solidaritätsstiftung des
Siegerin in der Kategorie Frauen – zum dritten Mal in Folge: Die Hedinger Para-Radrennfahrerin Flurina Ringling (Mitte) – mit den ebenfalls nominierten Jenny Dürst (Tennis, links) und Nora Gautschi (rechts), die ihre Schwester Eva Gautschi (Springreiten) vertrat.
Die strahlenden Gewinner der Säuliämtler Sports Awards 2025 mit ihren Auszeichnungen: (von links) Elea Peter (Rhönrad, Newcomerin), Dario Schuler (Rudern, Newcomer), Flurina Rigling (Rad, Frauen), Davide Corrodi (Tanzsport, Team) und Colette Roth, Mutter des nicht anwesenden Noé Roth (Freestyle Arials, Männer). (Bilder Daniel Vaia)
Weil in wenigen Tagen die Olympischen Winterspiele beginnen, nicht persönlich anwesend: Der Sieger in der Kategorie Männer, Noé Roth (im Bild im Hintergrund), er wurde von seiner Mutter Colette (rechts) vertreten. Daneben die mit nominierten Nino Leutert (Mitte) und René Täuscher (links).
Unterhaltsame und festliche Verleihung
Am Sonntagabend wurden die Säuliämtler Sports Awards in Affoltern vergeben
Daniel Vaia
Bereits zum 18. Mal wurden die Säuliämtler Sports Awards verliehen:
Para-Radrennfahrerin Flurina Rigling gewinnt nach 2023 und 2024 erneut Eher keine Überraschung ist der diesjährige Preis in der Kategorie Frauen für die Para-Radrennfahrerin und Seriensiegerin Flurina Rigling aus Hedingen. 2025 holte sie nicht weniger als fünf Weltmeistertitel – auf der Strasse (Titelverteidigung), im Zeitfahren (Titelverteidigung), im Scratch (Bahn), in der Elimination (Bahn) und im Sprintformat (Bahn). Für Rigling ist es der dritte Award in Folge, nach 2023 und 2024. Überraschend war eher, dass die 29-Jährige persönlich in Affoltern anwesend war. Sie hatte für den Anlass in ihrer Heimat extra ihr Trainingslager auf Mallorca unterbrochen. Gefragt, welche Ziele sie überhaupt noch habe, erklärte Rigling: «Wenn ich auf einem Gipfel bin, frage ich: Welche Gipfel gibt es sonst noch?» Es gebe immer etwas zu verbessern, etwa neues Material zu testen oder, wie kürzlich, an Aerodynamik zu arbeiten – auch im Hinblick auf die Paralympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.
Mit Flurina Rigling nominiert waren die Springreiterin Eva Gautschi aus Aeugst (2025 u.a. Schweizer Meisterin bei der Elite) und die Wettswiler Tennisspielerin Jenny Dürst (Top Ten in der Schweiz, Award-Gewinnerin 2022).
Drittes Säuli auch für Freestyle-Skier Noé Roth
Bei den Männern erhielt Freestyle-Skier Noé Roth das begehrte Säuli. Auch er hat jetzt ein Trio beisammen, nach 2023 und 2018 (Newcomer-Award). Für ihn
Fieberten in der Kategorie Team mit für ihren RRC Amt: (von links) Jano Schaub, Eva Kübler, Aline Graf (nominiert als Newcomerin), Thiemo Schaub, Nico Schenk
Wurde zum Abschluss seiner langen Karriere speziell geehrt: der Mountainbiker Urs Huber (rechts) mit Moreno Gava, Mitglied IG Säuliämtler
nahm seine Mutter Colette den Preis entgegen, da Roth noch mitten in der Wettkampfsaison steckt. Der Baarer, der Mitglied des FC Jumpin Mettmenstetten ist, wurde 2025 Weltmeister (in St. Moritz) und Zweiter im Gesamtweltcup. Sein nächstes grosses Ziel: Gold an den Olympischen Winterspielen in Mailand/ Cortina, wie er kürzlich in einem Interview erklärte. Dieses Ziel geht er offenbar relativ entspannt an, «jedenfalls entspannter als ich», verriet seine Mutter am Sonntag im Gespräch mit Moderator Bandi.
Neben Roth waren der Ottenbacher Ringer Nino Leutert nominiert (2025 3. Platz Militär-Weltmeisterschaften, Schweizer Meister) und der Judoka und Judolehrer René Täuscher, der für den Judoclub Wettswil antritt. Mit Jahrgang 1976 dürfte der gebürtige Deutsche einer der ältesten Nominierten in der Geschichte des Säuliämtler Sports Awards sein. 2025 wurde er in der Wettkampfkategorie Veterans/Masterclass +100kg Schwergewicht unter anderem Deutscher Meister im Einzel (zum 7. Mal!).
Auch den Schweizer Meistertitel hat er schon vier Mal gewonnen. Das hat allerdings seinen Preis, wie der hauptberuflich als Bäcker arbeitende Sportler freimütig erzählte. Er leide unter Arthrose im Sprunggelenk, müsse immer wieder mal Tabletten schlucken und noch dieses Jahr operiert werden.
Vierter Award für Tanzpaar Kucharczyk/Corrodi
Auch in der Kategorie Team haben die diesjährigen Gewinner bereits einen Säuliämtler Award zu Hause stehen, beziehungsweise sogar deren drei. Es ist das Tanzpaar Maja Kucharczyk und Davide Corrodi aus Hausen, die bereits 2018, 2021 und 2023 gewählt wurden.
Ihr Palmares im letzten Jahr: 4. Platz
Europameisterschaft 10-Tanz, 7. Platz
Weltmeisterschaft 10-Tanz, Schweizer Meister Standard, Latein und 10-Tanz.
Den Preis nahm Davide Corrodi alleine entgegen, da seine Tanzpartnerin im Rahmen ihres Studiums gerade in Rumänien weilt.
In derselben Kategorie nominiert waren der Reitverein Birkenhof Affoltern (2025 Schweizer Meister in der Kategorie Vierkampf, Sieg in allen Qualifikationsturnieren) und der Radsportclub RRC Amt (div. Spitzenplatzierungen von Einzelsportlern und als Club).
Newcomer aus den Sportarten Rhönrad und Rudern
Bei den Newcomerinnen machte die Bonstetter Rhönradsportlerin Elea Peter das Rennen (2025 holte sie u.a. Gold an den Team-U19-Weltmeisterschaften mit dem Schweizer Junioren-Nationalteam). Mit ihr nominiert waren die Radrennfahrerin Aline Graf aus Ottenbach und Sportklettererin Meike van der Aar aus Bonstetten.
Bei den Newcomern durfte der Mettmenstetter Ruderer Dario Schuler ein Säuli entgegennehmen (2025 3. Platz U19-Schweizer-Meisterschaften Freiluft/ Doppelzweier, 3. Platz U19-SchweizerMeisterschaften Freiluft/Doppelvierer, 1. und 3. Platz Internationale Juniorenregatta München Freiluft/1er Skiff). Mit ihm zur Auswahl standen der Bonstetter Rhönradsportler Timon Peter (Bruder von Elea Peter) und der Ottenbacher Kartfahrer Tino Sidler; da er sich in Italien im Training befindet, wurde er von seinem Manager Christian Häusler vertreten.
Tipp an den Nachwuchs: «Train hard, win easy»
Speziell geehrt wurde der Mountainbiker Urs Huber. Er beendete 2025 seine Profikarriere nach 19 Jahren und Siegen bei den härtesten Langdistanz-Mountainbike-Rennen der Welt. Im Gespräch mit Sports-Awards-OK-Mitglied Moreno Gava räumte er ein, dass er ein paar Trä-
nen verdrückt habe, als unmittelbar vor der Ehrung ein kurzes Video von einem seiner Rennen gezeigt wurde. Dennoch sei er froh, dass sein Leben nun «vielleicht etwas normaler» werde; Huber hat vor vier Jahren den elterlichen Hof im Freiamt übernommen. Sein Tipp an den Nachwuchs: «Train hard, win easy» – trainiere hart, dann hast du im Wettkampf leichtes Spiel.
Trotz «brutaler Desillusionen» den Traum nicht aufgeben
Alle, sowohl die Award-Gewinner als auch die Nominierten, kennen das Gefühl des Erfolgs, des Siegs. Doch wie geht man mit Niederlagen um, wie mit brutalen Desillusionen? Wichtig sei, dass man seine Träume nicht aufgebe, riet Fussballmanager Fredy Bickel in einer lockeren Gesprächsrunde mit Moderator Bandi. Und dass man realisiere, dass der Sport ganz viele Facetten habe. Bickel, der unter anderem für GC, YB und den FC Zürich tätig war, sprach aus eigener Erfahrung. Der gebürtige
Mettmenstetter und Präsident des FC Affoltern stiess als fussballbegeisterter 16-Jähriger zum SC Zug und wurde dort vom damaligen Trainer Otto Luttrop für die 1. Mannschaft aufgeboten. Gleichzeitig gab Luttrop (Spitzname: «AtomOtto») Bickel den Rat, sich in erster Linie um eine gute Berufsausbildung zu bemühen: Arbeit vor Fussball. Für Bickel («Ich wollte schon als kleiner Bub Profi werden») platzte damals ein Traum. Und zwar so nachhaltig, dass er das Fussballspielen sofort aufgab und zwei Jahre lang keinen Ball mehr anrührte, wie er in Affoltern erzählte. Es sei der legendäre SRF-Sportreporter Hans Jucker aus Affoltern gewesen, der ihn wieder für den Sport begeisterte – als Reporter. 1992 sei er, Bickel, schliesslich als Pressechef und Buchhalter zum Fussballclub GC gestossen (später war er Assistent des Sportchefs). Von dort zog er als Manager zu YB (2 x), zum FC Zürich, Rapid Wien und wieder GC. Als Fussballer holte er selber keine Titel, aber als Manager war er beteiligt an sechs Schweizer-MeisterTiteln und zwei Cupsiegen.
Sieger Kategorie Team: Davide Corrodi (links), Sporttanz – seine Tanzpartnerin Maja Kucharczyk ist im Ausland – mit mitnominierten Vertretern des Reitvereins Birkenhof Affoltern (2. und 3. von links) und vom Radsportclub RRC Amt
Sieger Kategorie Newcomer: Dario Schuler (Mitte) – mit Christian Häusler (links), Vertreter des nominierten Tino
und Timon Peter (rechts).
Siegerin Kategorie Newcomerin: Elea Peter (Rhönrad, Mitte) - mit Meike van der Aar (Sportklettern, links) und Aline Graf (Rad, rechts).
Sidler,
Sports Awards.
130 Schützinnen und Schützen aus 31 Vereinen trafen sich
Bezirkswinterschiessen 2026: Anspruchsvolle Bedingungen und ausgeglichene Resultate
Der Schützenverein Obfelden-Maschwanden führte im Jahr 2026 erneut das Bezirkswinterschiessen des Bezirksschützenvereins Affoltern durch. Insgesamt nahmen 130 Schützinnen und Schützen aus 31 verschiedenen Vereinen am Anlass teil. Da der Feldschützenverein Bonstetten 2025 das Nachtschiessen übernommen hatte und für 2026 einen Verein suchte, der das Bezirkswinterschiessen organisiert, übernahm erneut das eingespielte Team des SV Obfelden-Maschwanden diese Aufgabe.
Am zweiten Schiesstag führten die morgendlichen Nebelverhältnisse zeitweise zu erschwerten Sichtbedingungen, was sich auch auf die Resultate auswirkte. Da sich der Nebel erst gegen Mittag lichtete, kam es anschliessend zu einem regen Andrang. In der Folge konnten nicht mehr alle Schützen, die gerne teilgenommen hätten, ihr Programm absolvieren. Sportlich zeigte sich ein äusserst ausgeglichenes Teilnehmerfeld. Gleich fünf Schützen erzielten das Topresultat
von 96 Punkten. Wie bereits im Vorjahr mussten die Ränge eins bis drei anhand des Tiefschusses in der Serie ermittelt werden. Dabei setzte sich Herbert Fankhauser vom Feldschützenverein Wettswil durch und sicherte sich den Sieg. Auf Rang zwei folgte Ernst Ruf von der Schützengesellschaft Steinen. Den dritten Platz belegte Gion Kuster vom Schützenverein Obfelden-Maschwanden. Die weiteren Ränge vier und fünf mit ebenfalls 96 Punkten gingen an Hans Lüthi (FSV Kappel a.A.) und Peter Hürlimann (SV Wädenswil).
Die vollständigen Ranglisten sind auf der Website des Bezirksschützenvereins Affoltern unter www.bsva.ch aufgeschaltet.
Der Vorstand des Bezirksschützenvereins bedankt sich beim Schützenverein Obfelden-Maschwanden für die einwandfreie Durchführung des Anlasses sowie bei allen Schützen für ihr Engagement und die sportlich faire Atmosphäre.
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