www.kirchenzeitung.at | 6. Juni 2024 | info.post.classic
Gott und die Kinder
Von Jesus selbst ist überliefert, dass er Kinder in die Mitte stellte. Wie sich die Pfarre Meggenhofen und das ganze Dekanat daran orientieren. Seite 5
Grenzenlose Musik
Musik macht das Leben schön. Das Beispiel des „Boundless-Chors“ zeigt, wie umfassend das gemeint sein kann. Seite 6
Das Dekanat baut
Brücken_
Wie das Dekanat Gaspoltshofen zusammenwächst und Brücken baut, steht bei der bischöflichen Visitation vom 16. bis 22. Juni im Mittelpunkt. Im Interview erklärt die Dekanatsleitung, was sie sich für die Kirche in der Region wünscht. Seite 2
Adobe/Wolfgang
Ein herzliches Grüß Gott!
Die Kirche lebt – und sie ist vielfältig! Das nehme ich ganz stark bei meinen Besuchen in den Pfarren und Dekanaten unserer Diözese wahr. Die Kirche ist auch im Hausruckviertel ein wesentlicher Teil der Gesellschaft und hat Bedeutung für viele Menschen.
Eine Visitation ist eine gute Gelegenheit, dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben im Dekanat Gaspoltshofen tiefer nachzuspüren. Nur durch unmittelbaren Kontakt in den Pfarren und den kirchlichen Knotenpunkten ist es möglich zu sehen und zu hören, wie sich die Situation der Menschen tatsächlich darstellt. Was funktioniert gut, wo sind die Kraftquellen, wie wird der Glaube gelebt? Wo hapert es, welche Sorgen sind da? Welche Erwartungen gibt es an die Diözese bzw. an die kirchlichen Strukturen vor Ort? Wie können wir als Kirche in Oberösterreich gemeinsam gut unterwegs sein?
Die Kirche steht angesichts der sich rasch ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor vielen Herausforderungen. Sie hat in der Spur Jesu immer wieder passende Wege gefunden, indem sie Bewährtes weitergeführt und Neues aufgegriffen hat. Ich möchte auch im Dekanat Gaspoltshofen dafür werben, das Gemeinsame in den Pfarrgemeinden zu sehen, die Zusammenarbeit im Sinne des diözesanen Zukunftsweges zu stärken und dabei in allem zuversichtlich auf den Geist Gottes zu vertrauen.
Ich und mein Visitationsteam freuen uns schon sehr auf viele Begegnungen!
„Wir haben so viele Freiheiten“
Im Interview sprechen Johannes Blaschek und Fritz Klinglmair, Dechant und Dekanatsassistent in Gaspoltshofen, über Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement in der Kirche und ihre Wünsche.
Zuerst: Was ist denn charakteristisch für das Dekanat Gaspoltshofen?
Blaschek: Also grundsätzlich einmal ist das Dekanat relativ groß, es umfasst doch insgesamt 15 Pfarren und vom Norden bis Süden fährt man mehr als eine halbe Stunde. Klinglmair: Im Dekanat geht alles in verschiedene Richtungen. Das betrifft die unterschiedlichen Zentren, wo die Leute zur Arbeit pendeln, aber auch den Umstand, dass es im Umkreis vier verschiedene Spitäler gibt, die in Anspruch genommen werden.
Blaschek: Der Ort Gaspoltshofen ist ziemlich in der geografischen Mitte des Dekanats. Ob es ein Zentrum der neuen Pfarre wird, ist ja noch offen. In
einigen Orten im Dekanat gibt es viele Zuzüge und die alte gesellschaftliche Struktur, wie es sie früher gab, wo jeder jeden kennt, existiert dort kaum noch. Da ist es auch unsere Aufgabe, Menschen zusammenzubringen.
Wie ist die Verbindung zwischen Bevölkerung und Kirche?
Klinglmair: Von der Struktur her ist das Dekanat auf jeden Fall ländlich. Man erlebt die Kirche noch vor Ort. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man Kirche erleben kann, getragen durch die vielen Gruppierungen in den Pfarren, die sehr aktiv sind. Wie man die Jugend erreichen kann, ist natürlich wie überall auch bei uns Thema. Bei den jungen Familien, glaube ich,
+ BISCHOF MANFRED SCHEUER
Wakolbinger
BISCHOFSWORT _
Kiz/ps 2 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
Ein Teil des Dekanatsteams von Gaspoltshofen (v.l.): Andreas Hagler, Martina Salfinger, Fritz Klinglmair, Brigitte Aigner, Ingrid Mayr und Johannes Blaschek.
sind wir dagegen noch ganz gut aufgestellt.
Blaschek: Kirche ist schon ein integrativer Teil in der Bevölkerung. Die meisten fühlen sich zugehörig zur Kirche und Kirche ist der Ort, wo alle gleich sind, wo man Gemeinschaft so richtig leben kann. Und es gibt grundsätzlich das große Bedürfnis, dass der Glaube weitergegeben werden soll. Deshalb engagieren sich bei uns sehr viele Ehrenamtliche in der Kinderliturgie.
Wo ist die katholische Kirche in der Region dann gemeinschaftsstiftend über den Kirchenbesuch hinaus?
Klinglmair: Wesentlicher Punkt sind die Spiegeltreffpunkte, die Spielrunden für Kleinkinder in den Pfarren. Weil sich dort Mütter und ersatzweise manchmal auch Väter zusammenfinden. Sie finden eine neue Heimat in der Pfarre. In diesen Spielgruppen sind aus der Kirche ausgetretene Eltern genauso anzutreffen.
Blaschek: Die Pfarrheime sind in vielen Fällen offene Gebäude, wo viele Veranstaltungen stattfinden, die außerhalb vom Kirchenraum Gemeinschaft stiften.
Was ist Ihnen wichtig in der Seelsorge?
Blaschek: Du kannst als Seelsorger den Leuten was mitgeben oder in einer Art helfen, wo sie nachher wieder glücklicher weggehen.
Klinglmair: Man hat mit so vielen Leuten in verschiedensten Bereichen zu tun, die Seelsorge bietet einem einfach sehr viele Möglichkeiten.
Wir haben in der Kirche so viele Freiheiten, das sind sich die Leute oft gar nicht richtig bewusst. Ich muss nicht den Bischof fragen, ob ich dieses oder jenes darf. Was für mich immer wertvoller geworden ist, ist außerdem die Arbeit im Team, denn gemeinsam kannst du kreativer arbeiten und da entsteht teilweise ganz was Neues.
Die ehrenamtliche Beteiligung in der Kirche wird immer wichtiger, vor allem durch die Seelsorgeteams, die die Pfarrgemeinde leiten sollen. Wie ist da die Lage im Dekanat?
Blaschek: Die Ungleichzeitigkeit bei der Findung von Seelsorgeteams in den Pfarrgemeinden im Dekanat ist schon ein Thema. Grundsätzlich ist sich aber auf jeden Fall jede Pfarrgemeinde be-
wusst, dass es Seelsorgeteams braucht.
Klinglmair: Was aber schon ein Thema ist, dass viele Leute, die in der Pfarre ehrenamtlich mitarbeiten, auch woanders aktiv sind.
Blaschek: Ja, das ist überhaupt am Land und in unserem Dekanat speziell, dass man Multifunktionäre hat, die in mehreren Vereinen aktiv sind und auch bei der Kirche. Wenn jemand überall drinnen ist, dann hast du dann schon einmal automatisch eine Vernetzung mit den Vereinen, da brauchst du dich nicht mehr extra bemühen. Das ist positiv, aber natürlich kommen die Menschen zeitlich an ihre Grenzen. Klinglmair: Man muss froh sein, wenn jemand sagt, mir ist die Pfarre so wichtig, dass ich hier mitarbeite. Das war früher leichter und wird wirklich schwieriger.
Was kann motivierend sein, in der Kirche ehrenamtlich mitzuarbeiten?
Klinglmair: Ganz wichtig ist natürlich die Wertschätzung. Wenn zum Beispiel die Leute am Schluss eines mit viel Engagement musikalisch oder sängerisch gestalteten Gottesdienstes klatschen.
Blaschek: Übrigens sehe ich auch die Dekanatsvisitation als Motivation, wenn die Kirchenspitze sieht und würdigt, was vor Ort alles Gutes geschieht.
Blicken wir am Schluss auf die Zukunft der Kirche. Wenn die gute Fee einen Wunsch erfüllen könnte ...
Blaschek: Da sind wir wenig überraschend bei den Zulassungsbedingungen zu den Ämtern in der Kirche. Mir fällt als Priester auf, dass es genug andere Leute gibt, die eigentlich den Priestern vorbehaltene Aufgaben genauso gut machen könnten, also Gemeinde leiten und vor allem das Brot in der Messe wandeln, nicht nur reichen. Die Kirche soll ihre Kraft nie verlieren, die Menschen am Rande der Gesellschaft zu hören, zu sehen, mit ihnen mitzuleben und ihnen nahe zu sein. Ich würde mir wünschen, dass Frauen in der Kirche auf Augenhöhe mit ihren Fähigkeiten wahrgenommen werden und eingesetzt werden, unabhängig von Zugangsbeschränkungen.
Klinglmair: Dem kann ich voll zustimmen, vor allem nach 27 Jahren leitender Seelsorge als Pfarrassistent.
DAS INTERVIEW FÜHRTE PAUL STÜTZ
3 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Mit Weitblick die eigenen Freiheiten nutzen. Das hilft die Kirche lebendig zu gestalten. Adobe/Алекс Ренко
Ein Gästehaus lebt vor, wie Kirche im Miteinander geht
Das KIM-Zentrum in Weibern hat sich als kirchliches Gästehaus längst gut etabliert. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Zentrums wollen für die Sorgen Jugendlicher ein offenes Ohr haben.
Seit 40 Jahren gibt es das KIM-Zentrum in Weibern im Hausruckviertel. KIM steht dabei für Kirche im Miteinander. Mit der umsichtigen Renovierung eines alten Bauernhofs wurde in den 1970ern der Grundstein gelegt für eine Erfolgsgeschichte als kirchliches Gästehaus. Wie beliebt das KIM-Zentrum ist, zeigen allein die nüchternen Zahlen: 4.479 Nächtigungen und 2.291 Teilnehmer:innen gab es im Jahr 2023. Pfarren, die ihr Sommer-Jungscharlager hier verbringen wollen, müssen lange im Voraus buchen. Die nächsten vier Jahre ist die Ferienzeit fast ausgebucht. Kinderlager, Firmgruppen und Schulklassen bevölkern das lebendige Haus. „Wir machen keine spezielle Werbung, die Leute kommen durch Mundpropaganda zu uns“, sagt Hermann Angermayr, Leiter des KIM-Zentrums. Er sorgt für einen freund-
lichen Empfang aller Gruppen und ein angenehmes Klima im Haus. Die Lage mitten im Grünen bietet den Kindern und Jugendlichen viel Platz, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen, und ein Biotop samt Meditationsteich. Außerdem gibt es mit einem großen Stadel, in dem unter anderem Volleyballnetze aufgespannt sind, eine ordentliche Schlechtwetter-Alternative. Ein eigener großer Gottesdienstraum steht ebenfalls zur Verfügung.
FÖRDERUNG VON BERUFUNGEN
Die Spiritualität junger Menschen zu fördern, ist bis heute ein großer Schwerpunkt des KIM-Zentrums, das eben noch mehr sein will als „nur“ ein kirchliches Gästehaus. Das ist eng mit der Gründungsidee verwoben. KIM stand ursprünglich für „Kreis junger Missionare“. Der mittlerweile in Brasilien lebende Pater Hubert Leeb hat diese Jugendaktion zur Förderung von Priester- und Ordensberufen gegründet. Noch immer ist KIM eine Bewegung für Berufungen, fasst diesen Begriff aber weiter: etwa auch auf Diakone, Pastoralas-
sistent:innen, ehrenamtliche Pfarrmitarbeiter:innen oder Eltern, denen religiöse Erziehung wichtig ist. „Wir wollen eine berührende Spiritualität vermitteln, die etwas für das Leben bringt“, formuliert es der geistliche Assistent von KIM, Erwin Wiesinger.
Seelsorge
im AssistaDorf Altenhof
Das Assista-Dorf in Altenhof am Hausruck wurde im Jahr 1978 von Pater Anton Gots gegründet. Dort leben derzeit 145 Menschen mit körperlichen und/ oder neurologisch bedingten Beeinträchtigungen in sechs Häusern und zwölf Wohngruppen. Es steht ein breites Angebot bereit, im Fall der Assista Soziale Dienste GmbH in den Bereichen Wohnen und Betreuung über fähigkeitsorientierte Aktivitäten bis hin zu Therapie.
Die Bewohner:innen können sich frei bewegen, alles ist barrierefrei und es gibt auch einen Fahrtendienst, der die Bewohner:innen zu Ausflügen, Terminen, Besuchen und so weiter bringt. Über zum Teil viele Jahre begleitet das Seelsorgeteam im Assista-Dorf Altenhof die dort lebenden Menschen mit Beeinträchtigung: ob auf ihrem spirituellen Weg oder zum Plaudern bei einem Kaffee.
Das KIM-Zentrum in Weibern ist ein beliebtes Gästehaus. KIZ/PS
Den Bewohner:innen des Assista-Dorfs in Altenhof steht ein breites Angebot offen. Gerne genutzt wird unter anderem jenes der Seelsorge. MirjaGeh.com 4 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Bei kindgerechten Gottesdiensten erleben die Jüngsten eine aktive kirchliche Gemeinschaft. Pfarre Meggenhofen/Hannes Aichmair
„So wird Gott für Kinder spürbar“
Von Jesus selbst ist überliefert, dass er Kinder in die Mitte stellte. Zahlreiche Angebote für die Jüngsten gibt es im Dekanat Gaspoltshofen. Die Kirchenzeitung sprach exemplarisch mit dem Meggenhofner Florian Kirchberger, der sich ehrenamtlich dafür engagiert, dass Kinder Kirche als Ort positiver Gemeinschaft erleben können.
Ab der Taufe sind Kinder in der Pfarre Meggenhofen zum alle Monate stattfindenden Familiengottesdienst eingeladen. Ostern und Weihnachten, Nikolaus und Fasching, Muttertag und Erntedank werden in der Kirche gefeiert. Einmal im Jahr wird eine Kindersegnung angeboten und
Florian Kirchberger
Anfang des Jahres steht traditionell Sternsingen auf dem Programm. „In Meggenhofen sind es jedes Jahr 12 bis 14 Sternsingergruppen“, berichtet Florian Kirchberger stolz. Gemeinsam mit vier Frauen organisiert und leitet Florian Kirchberger kindgerechte Gottesdienste. Wo es geht, werden Kinder direkt in die Planung eingebunden. Sie suchen die Musik aus oder lesen kurze Texte in der Feier vor. „Kinder sollen Kirche so erfahren, wie ich sie erfahren habe – als Ort der Gemeinschaft. So wird Gott spürbar“, beschreibt der 32-Jährige seine Motivation. Die Zusammenarbeit in einem „frauenlastigen“ Team ist Florian Kirchberger gewohnt, denn er kennt sie schon seit seiner Ausbildung als Lehrer. Der Vater eines 2-jährigen Sohnes unterrichtet Religion und Primarstufe in der Volksschule Stadl-Paura.
HINEINWACHSEN
Kontakt mit der Pfarre hatte Florian Kirchberger schon
als Kind in einer Jungschargruppe und als Ministrant. Später wurde er erst Jungscharleiter, dann Religionslehrer und ehrenamtlicher Wortgottesfeier-Leiter. Seine Frau motivierte ihn für das Kinderliturgie-Team. Die Jungschar kann Florian Kirchberger auch nicht ganz lassen. Einmal im Jahr gestaltet er im Jungscharlager mit fast 60 Kindern den Gottesdienst. „Gemeinsam feiern ist wirklich etwas Schönes“, sagt er. Der Pädagoge unterstützt auch Jungscharleiter:innen, ihre kreativen Ideen für die Arbeit mit Kindern umzusetzen, und engagiert sich in der Firmvorbereitung. „Heute passiert viel ehrenamtlich, was früher jemand hauptamtlich gemacht hat“, erzählt er.
POSITIVES MITEINANDER
Energie für sein vielfältiges Engagement gewinnt Florian Kirchberger durch Rückhalt und Rückmeldungen von Menschen, die er begleitet. Immer wieder sind das auch Menschen, die nicht jeden Sonntag in die
Kirche gehen. Wenn er jemandem erzählt, dass er am Sonntag den Gottesdienst leitet, und jemand sagt: „Dann komme ich auch wieder mal“, freut ihn das sehr. Durch die intensive Kinder- und Jugendarbeit gelängen der Pfarre Meggenhofen auch viele gute Kontakte mit Eltern und Großeltern.
VERNETZUNG IM DEKANAT Florian Kirchberger erlebt Nachbargemeinden von Meggenhofen sehr engagiert im Bereich Kinderliturgie und anderen kirchlichen Angeboten für Kinder. Er freut sich auf die Reform der kirchlichen Strukturen im Dekanat und eine verstärkte Zusammenarbeit unter den Pfarrgemeinden. Sich gegenseitig einzuladen, sei ein erster Schritt – so gerade geschehen bei einer Jugendmaiandacht. Er wünscht sich Reformen: „Wir glauben an einen Gott, der alle Menschen liebt. Das Positive soll im Mittelpunkt von Kirche stehen, nicht Angst oder festgefahrene Regeln.“ ANDREA MAYER-EDOLOEYI
Privat 5 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Die Chormitglieder haben sichtlich ihre
Ein Chor ohne Grenzen
Musik macht das Leben schön. Das Beispiel des „Boundless-Chors“ aus Gaspoltshofen zeigt, wie umfassend das gemeint sein kann.
„Boundless“ – grenzenlos: So heißt ein Chor in Gaspoltshofen. Dabei bezieht sich der Titel gleich auf mehrere Grenzen, welche die Sänger:innen überwinden, wie Chorleiterin Andrea Hirsch berichtet: „Vor 25 Jahren entstand unsere Gemeinschaft als Jugendchor, doch mit der Zeit hat sie die Altersgrenzen überwunden. Heute ist von den 15- bis zu den 60-Jährigen jede Generation bei uns vertreten.“
Auch musikalisch kennt das als Verein organisierte Vokalensemble kaum Grenzen: „Wir haben ein sehr breites Repertoire. Durch unsere kirchenmusikalische Tätigkeit können wir eine Messe quasi aus dem Stegreif singen. Aber wir singen auch Lieder, die aktuell im Radio laufen, weil wir bei Hochzeiten zum Beispiel versuchen, auf Wünsche einzugehen, und stets Neues dazulernen“, sagt Hirsch.
Im heurigen Jahr darf selbstverständlich Anton Bruckner nicht fehlen, aber auch beispielsweise Mozart oder Vivaldi gehören zu Komponisten, deren Werke der Chor einstudiert und vorträgt. „Ich selbst
mag ja den schwierigeren A-cappella-Gesang besonders, aber die Vorlieben unserer Mitglieder sind sehr weit gestreut. Deshalb haben wir auch eine Wünschebox, wo die Sängerinnen und Sänger ihre Lieblingswerke zum Singen deponieren können.“
SINGEN UND MEHR
Grenzenlos ist der Chor in Gaspoltshofen auch, weil er nicht an der Kirchentür haltmacht. Er ist kein reiner Kirchenchor, wie die seit 2015 amtierende Chorleiterin sagt. Und es wird auch nicht nur gesungen: Soziales Engagement verschiedenster Art gehört auch zu den Aktivitäten, bis hin zu einer Müllsammelaktion im Gemeindegebiet.
Apropos: Auch wenn der Großteil der Sängerschaft aus Gaspoltshofen kommt, ist der Chor auch bei den Gemeindegrenzen „boundless“ und hat auch Mitglieder aus der Nachbarschaft. Zu den eigenen Veranstaltungen des Chors gehört traditionell der Liebstattsonntag.
Kreativität ist gefragt, wenn es gilt, Männer zum Singen zu motivieren. Also hat sich der Chor für die sozialen Medien eine lustige, auf „männliche“ Vorlieben zugeschnittene Kampagne ausgedacht: „Zu wenig Beifall unter der Dusche? – Bei uns erlebst Du mehr!“ oder „Lust auf einen neuen Stammtisch? – Nach der Probe gerne!“ heißen zwei der mit entsprechenden Bildern versehenen Sprüche.
ZUSAMMENARBEIT
Kooperation mit anderen Vereinen ist sehr gewünscht: vom Musikverein bis hin zur Kulturinitiative Spielraum Gaspoltshofen – und natürlich auch mit anderen Chören. Bei der Gründonnerstagmesse, die die umliegenden Pfarren gemeinsam gefeiert haben, wurde ein gemeinsamer Chor aus verschiedenen Vereinen gebildet. Solche Kooperationen kann sich Andrea Hirsch durchaus für die Zukunft vorstellen, in welcher auch die liturgische Zusammenarbeit der einzelnen Pfarrgemeinden immer wichtiger wird. HEINZ NIEDERLEITNER
Freude. Boundless Chor
6 DEKANAT GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
„Sich die Freude am Tun bewahren“
Weibern und Offenhausen sind zwei lebendige Pfarren mit jeweils einem Seelsorgeteam, das seine Verantwortung sehr ernst nimmt und trotzdem die Freude am Tun nicht vergisst.
Verantwortung übernehmen, aktiv mitgestalten, Gemeinschaft durch Beziehung schaffen – so ließe sich in Schlagworten zusammenfassen, worin die Seelsorgeteams der Pfarren Weibern (aktiv seit 2011) und Offenhausen (aktiv seit 2021) ihren Auftrag sehen. Für Ersteres war die Umstellung auf die neue Struktur kein Problem, für Letzteres durchaus herausfordernd.
Ulrike Minihuber ist in der Pfarre Offenhausen Pfarrkoordinatorin und im Seelsorgeteam für den Bereich Caritas zuständig. „Teammitglieder zu finden war nicht schwierig. Die größte Herausforderung war die Kompetenzverteilung, also wer wofür zuständig ist, und die Frage, an wen sich die Leute wenden sollen“, schildert sie. Was sehr geholfen habe, sei die Begleitung durch eine Supervisorin, was auf eigene
Rechnung geschah. „Das habe ich schön öfter bei der Diözese angesprochen. Ich würde es schön finden, wenn die Teams am Anfang begleitet werden, denn auf ihnen liegt eine große Verantwortung“, sagt Minihuber. Im Fall von Offenhausen ist das Seelsorgeteam für 1.400 Katholik:innen bei 1.700 Einwohner:innen da.
GEGENSEITIG STÄRKEN
Aufgaben zu delegieren und auf sich zu schauen, sodass es nicht zu viel wird, falle dem Team immer noch schwer, sagt Minihuber, die unter anderem auch delegiertes Mitglied der Katholischen Frauenbewegung im Pfarrgemeinderat, und im Kirchenchor ist.
Im Team selbst fühlen sich die Mitglieder sehr wohl: „Wir unterstützen, stärken und motivieren uns gegenseitig – das finde ich wichtig.“ Dafür treffe man sich auch mal abseits von den zweiwöchigen Seelsorgeteam-Sitzungen in entspannter Atmosphäre, etwa „für einen Grillabend, eine Jause, wenn jemand Geburtstag hat. Wo wir einfach wir selbst sein können
Seelsorgeteam Pfarre Offenhausen (v. l.): Astrid Eymannsberger (PGR-Obfrau), Eva u. Josef Bichlmann (Gemeinschaft), Ulrike Minihuber (Caritas u. Pfarrkoordinatorin), Roland Mayr (Verkündigung), Franz Wild (Pfarrprovisor). Roland Mayr
und erzählen, wie es uns geht“, sagt Minihuber. Die Pfarrkoordinatorin möchte anderen, bereits bestehenden oder zukünftigen Seelsorgeteams Folgendes mitgeben: „Verliert nicht die Freude am Tun und habt auch den Mut, mal Nein zu sagen. Vergesst den Glauben nicht, der uns stärkt und immer begleitet. Und nehmt euch Zeit zum Feiern, legt mal eine Pause ein und horcht gut auf das Team.“
BEZIEHUNG ZU DEN MENSCHEN
Da 2011 in der Pfarre Weibern die Pastoralassistentin nicht mehr nachbesetzt wurde, bildete sich schon damals ein Seelsorgeteam. Mitglied Stefanie Eibelhuber: „Schon über lange Zeit waren Laien bei uns recht aktiv in der Pfarre. Außerdem haben wir uns damals auch schon den Pfarrer mit anderen Pfarren geteilt. Deshalb war es für uns keine schwierige Umstellung.“ Entsprechend trifft sich das Seelsorgeteam auch nur alle zwei Monate zu einer Sitzung, „da wir gut eingearbeitet sind“. Eibelhuber ist
für den Bereich Verkündigung zuständig. Für sie geht es nicht nur ums Mitarbeiten, „sondern auch darum, Verantwortung zu übernehmen“. Dafür ist auch der nahe Kontakt zu den Menschen notwendig, da „Gemeinschaft Beziehung braucht“. Mit der neuen Struktur sei die Arbeit der Laien sichtbarer geworden und den Betroffenen selbst sei die Wichtigkeit ihrer Arbeit ebenso bewusster geworden.
POSITIVES KIRCHENBILD
Eibelhubers Ziel ist es, „die Menschen erahnen zu lassen, was die Kirche alles Positives zu bieten hat – Nächstenliebe, Solidarität – und dass wir das in unserer Pfarre leben“. Die Arbeit eines Seelsorgeteams mag zeitintensiv sein und vielleicht nicht jedes Projekt (sofort) umgesetzt werden können, wichtig sei einfach, „nach seinen Möglichkeiten mitzugestalten. Macht das, was ihr macht, mit Freude, dann ist es auch nicht nur Arbeit, sondern Bereicherung.“
LISA-MARIA HAMMERL
7 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Seelsorgeteam-Mitglieder in Weibern: v.l. Elisabeth Reitböck, Renate Rebhan, Annemarie Mielinger, Josef Oberndorfer, Pfarrer Johannes Blaschek, Stefanie Eibelhuber, Gertraud Hiegelsberger. Pfarre
Die 15 Pfarren des Dekanats
Das Dekanat Gaspoltshofen umfasst 15 Pfarren, die vielfältige Aspekte des kirchlichen Lebens zeigen. Wir stellen die Pfarren in kurzen Porträts vor.
Haag am Hausruck
Die Pfarrkirche von Haag am Hausruck wurde im Jahre 1697 fertiggestellt und liegt am Fuße des Marktplatzes, der die wohl stärkste Neigung Oberösterreichs aufweist. Die Kirche ist dem hl. Vitus geweiht. Bei der letzten großen Renovierung unter Pfarrer Rupert Rosner (Pfarrer in Haag von 1977 bis 1999) hat die Pfarrgemeinde als Besonderheit die Orgel im Seitenschiff der Kirche platziert. Die Ursprungskirche (nun Friedhofskirche, erste Dokumentation aus dem Jahr 1298) liegt außerhalb des Ortszentrums und ist dem hl. Ägidius geweiht. Das Pfarrzentrum umfasst einen großen, ebenerdigen Saal samt Foyer, den Pfarre, Gemeinde, Vereine für Veranstaltungen nutzen. Lebendig ist die Pfarre unter anderem durch regelmäßige Familiengottesdienste, eine große Ministrantenschar, sehr aktive Mitglieder der Frauenbewegung und des Bildungswerkes. Der Kirchenchor umrahmt die Hochfeste wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten. Zur Feierkultur gehört zudem das jährliche Pfarrfest mit den Jubilar:innen, das die Haager im Pfarrhofgarten seit über 40 Jahren ausrichten.
Altenhof am Hausruck
Einen Teil des Gemeindegebietes von Gaspoltshofen bildet der etwa 700 Katholik:innen zählende Marienwallfahrtsort Altenhof, dessen Pfarrpatron der hl. Koloman ist. Nachdem die Kirche 1728 vollständig abgebrannt war, betrieb Pfarrer Sepp von Seppenburg ein Jahr später den Neubau und stiftete dafür auf eigene Kosten den Altar, der noch heute das Schmuckstück der Kirche ist. Gottesdienstbesucher:innen freuen sich stets über die feierliche Gestaltung durch den Kirchen- und Kinderchor, sie schätzen die persönliche und familiäre Atmosphäre in der Kirche. Die örtlichen Vereine engagieren sich bei den verschiedenen Festen und Aktivitäten im Kirchenjahr und gestalten diese. Auch für Kinder gibt es immer wieder Angebote zum Mitmachen. Außerdem ist die Kirche seit der letzten Renovierung nun auch barrierefrei zugänglich.
8 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
Pfarrkirche Haag am Hausruck
Pfarre
Pfarrkirche Altenhof am Hausruck: Pfarre
Pfarrkirche Geboltskirchen: Pfarre
Geboltskirchen
Am nördlichen Ausläufer des Hausrucks befindet sich die Pfarre Geboltskirchen in wunderschöner Landschaft. Sie lockt speziell im Sommer zu zahlreichen Gottesdiensten in freier Natur. In der Mitte ist die Kirche eingebettet, die Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Ein Ablassbrief vom 18.11.1300 ist das älteste Dokument im Diözesanarchiv. Das neue Pfarrheim wird unter anderem von Jugend, Jungschar, Kirchenkino, Yogakursen und der adventlichen Krippenausstellung mit viel Leben erfüllt. Pfarrgemeinderatssitzungen enden immer mit geselligem „Sitzenbleiben“, im Sommer findet für alle pfarrlichen Mitarbeiter:innen ein Danke-Fest statt. Während des Syrienkrieges wohnten syrische Flüchtlinge im Pfarrhof mit dem Pfarrer, den sich Geboltskirchen mit fünf weiteren Pfarren und dem ganzen Dekanat teilt, Tür an Tür. Integrativ sind alle Bewohner:innen, so haben Menschen mit unterschiedlicher Glaubenspraxis hier ihren festen Platz. Der ganze Stolz der Pfarre ist der neue Verabschiedungsraum direkt zwischen Kirche und Friedhof, der für einen barrierefreien Zugang zu beiden sorgt. Auch die jüngsten Pfarrmitglieder sind laut dem vom Pfarrgemeinderat beschlossenen Leitbild stets herzlich willkommen.
Weibern
Die spätgotische Pfarrkirche Weibern wurde um 1500 gebaut und ist dem hl. Stephanus geweiht. Ein vielfältiges spirituelles Angebot steht im Vordergrund, damit die Menschen ihren persönlichen Glauben leben und feiern können. Zurzeit prägt der Neubau des Pfarrzentrums das Pfarrleben. Hier soll ein zeitgemäßer Ort der Begegnung für alle entstehen. Bemerkenswert ist dabei das Engagement der ehrenamtlichen Helfer:innen, was den Zusammenhalt in der Gemeinde zeigt. Die Lösung für das Fehlen eines Kirchenchors sind Projektchöre, die für die musikalische Untermalung bei kirchlichen Festen sorgen und besonders bei Jugendlichen beliebt sind. So entsteht eine große Bandbreite an Kirchenmusik. Das KIMZentrum (Kirche im Miteinander) ist ein wichtiger Ort für Gemeinschaft und Spiritualität. Eine weitere Gemeinschaftserfahrung ist das Pfarrfest, das immer im Rahmen des Jubelsonntags stattfindet und besonders jungen Familien gefällt.
Aistersheim
Die Pfarre Aistersheim liegt in der geografischen Mitte der Diözese Linz. Egal aus welcher Richtung man kommt, die Kirche ist stets das Erste, was man sieht. Aistersheim ist eine beschauliche Dorfgemeinde, die kürzlich ihren 1.000. Einwohner begrüßte. Bereits seit 1979 ist kein Priester mehr im Ort wohnhaft bzw. der ausschließlich für die Pfarre zuständig ist. Daher musste sich die Pfarre schon sehr früh selbstständig organisieren, verwalten und aktiv werden. Der Ortsplatz direkt bei der Kirche lädt dazu ein, Gottesdienste im Freien zu beginnen oder im Anschluss an die Feier eine Agape abzuhalten. Die Pfarrkirche ist eine der schönsten Kirchen der Region. Ein einheitlicher barocker Saalbau, der um 1700 unter Einbeziehung der gotischen Vorgängerkirche entstanden ist. In den letzten 25 Jahren wurde die Kirche innen und außen umfassend renoviert. In der Kirche gibt es einige sehenswerte Besonderheiten: etwa den Hochaltar, der 1744 von Tischlermeister Gregor Derschl aus Aistersheim gestaltet wurde. Auf der Empore befindet sich die Orgel, die ein Schmuckstück an Orgelbaukunst ist und mit ihrem imposanten Klang den Kirchenraum in besonderer Weise erfüllt. Ein besonderer Ort, an dem die Pfarre Aistersheim gerne ihre Bergmesse abhält, ist die Stritzmannhöhe, wo man auf ca. 500 m Seehöhe einen wunderschönen Ausblick genießen kann. Zu dieser Bergmesse kommen auch gerne Besucher:innen aus den Nachbarpfarren sowie Familien mit Kindern.
9 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DIE PFARREN
Pfarrkirche Weibern. Pfarre
Pfarre
Pfarrkirche Aistersheim.
Meggenhofen
Die Pfarrgemeinde Meggenhofen zählt knapp über 1.600 Einwohner:innen und liegt im Herzen Oberösterreichs. Die spätgotische Pfarrkirche zum hl. Martin stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und steht gemeinsam mit dem Friedhof unter Denkmalschutz. Ein erwähnenswertes Werk ist die Orgel der Pfarrkirche, welche 1759 von Lorenz Franz Richter gebaut wurde. Diese ist heute eine besondere Rarität, da nur noch wenige dieser Orgeln erhalten sind. Besonders freut sich die Pfarre über die aktiven Jugend- und Jungschargruppen, auch für Kinder gibt es bereits viele Möglichkeiten wie den „Zwergerltreff“, der speziell bei Jungfamilien beliebt ist. Das Pfarr- und Gemeindezentrum bietet ideale Räumlichkeiten, um Treffen und Sitzungen abzuhalten. In diesem
Pennewang
Die Pfarre Pennewang ist 1355 erstmals urkundlich erwähnt und wurde 1595 selbstständig. Das Hauptaltarbild der spätgotischen Kirche zeigt den Pfarrpatron hl. Bartholomäus nach seinem Martyrium im Himmel. Die Pfarrgemeinde hat ihre Kirche 2005 außen und 2009 innen ansprechend renoviert. Der in die Ortschaft Felling führende Kreuzweg ist mit neu geschnitzten Bildtafeln und Holzfiguren geschmückt, auch der Friedhof und die Friedhofskapelle wurden zeitgemäß und künstlerisch wertvoll gestaltet. Der knapp über 1.000 Einwohner zählenden Pfarrgemeinde gelingen viele integrative und verbindende Angebote, speziell im Kinderbereich.
Dazu zählen Eltern-Kind- und Jungschargruppen und der große Kinderchor sowie die monatlich gefeierte Kinderkirche. Verschiedenste Musikund Gesangsgruppen und der Kirchenchor bringen eine sehr
Gemeinschaftsprojekt spiegelt sich die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarre wider. Über die Grenzen hinaus bekannt ist das von der Pfarre veranstaltete Oldtimertreffen „Landl-Rallye“, das von Meggenhofen aus startet und endet.
Innenraum Pfarrkirche Pennewang. Pfarre
geschätzte Vielfalt in die Gottesdienste, wovon einige mit der Nachbarpfarre Offenhausen gefeiert werden.
Auch die gemeinsame Wallfahrt oder Pfarrreisen führen die beiden Gemeinden zusammen und die Verbundenheit zwischen Pfarre und Vereinen wird als sehr bereichernd erlebt.
Offenhausen
Die Pfarrkirche der Marktgemeinde Offenhausen im Bezirk Wels-Land ist dem heiligen Stephanus geweiht. In der österreichischen Kunsttopografie wird St. Stephanus als die „vielleicht bedeutendste in Renaissanceformen gehaltene Marktkirche Oberösterreichs“ bezeichnet.
Im Zuge der Innenrenovierungen im letzten Jahr wurde in der Seitenkapelle ein Kunstprojekt des aus Offenhausen stammenden Künstlers Arnold Reinthaler umgesetzt. Künstlerisch orientiert sich die Gestaltung am Symbol Wasser, um die Kapelle zu einem Ort der Klarheit und Stille zu machen. Für eine abwechslungsreiche Gottesdienstgestaltung sorgen vier verschiedene Chöre sowie eine Musikgruppe als Alternative zum sonntäglichen Orgelspiel. Darüber hinaus zeigt sich die Pfarre äußerst lebendig: Es
Bachmanning
Bachmanning ist eine mönchische Missionsgründung zum hl. Erasmus vom Stift St. Peter in Salzburg. Bereits 927 ist eine „capella ad Pahmannon“ erwähnt. Es ist bewiesen, dass der vordere Teil der Kirche, das Presbyterium, seit dem Jahre 1203 besteht.
Ein Teil des Fensters (oberer Teil) an der rechten Seite des Chorraumes erinnert an den ursprünglichen Kapellenbau von 1203. Das Presbyterium wurde 1489 durch das Langhaus mit dem bereits bestehenden Turm, der ursprünglich ein Wehrturm war, verbunden. Unter den Reformen des Kaisers Josef II. wurde Bachmanning am 6. März 1784 eine eigene Pfarre. Bis dahin war sie eine Filiale von Pichl bei Wels. In der Pfarre Bachmanning finden zusätzlich zu den Gottesdiensten Seniorenmessen mit anschließendem Frühstück im Pfarrhof, Kindergottesdienste, vom Kirchenchor gestaltete
gibt Meditationsabende, eine Nähwerkstatt, einen Kinderliturgie-Kreis, regelmäßige Pilgerreisen und einen Geburtstags-Besuchsdienst für ältere Menschen im Ort. So trägt die Pfarre schon lange dazu bei, dass Offenhausen eine lebenswerte Gemeinde ist.
Pfarrkirche Bachmanning. Pfarre
Festgottesdienste und verschiedenste Andachten statt. Möglich ist dieses vielfältige Angebot in der kleinen Pfarre auch durch die hervorragende Zusammenarbeit mit den Vereinen und Institutionen im Ort. Besonders schätzt die Pfarrbevölkerung das gemütliche Beisammensein nach Festgottesdiensten.
10 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
Pfarrkirche Meggenhofen. Pfarre
Pfarrkirche Offenhausen. Pfarre
Aichkirchen
Die den Aposteln Petrus und Paulus geweihte Pfarrkirche Aichkirchen wird bereits im Jahr 1136 urkundlich genannt, seit 1771 ist die Pfarre selbstständig.
Das kleine spätgotische Gotteshaus hat mehrere Anbauten und bildet mit dem grünen Friedhof und den umliegenden naturdenkmalgeschützten Lindenbäumen ein besonderes Ensemble. Ein bemerkenswerter Sohn der Pfarre und Namenspatron der hiesigen Volksschule ist P. Koloman Fellner, der im 18. Jahrhundert als bedeutender Grafiker, Kupferstecher und Lithograf wirkte. Zu wichtigsten Stützen der Pfarrgemeinde zählen das Pfarrblatt- und Mesnerteam, der Kirchenchor und Gruppierungen der Katholischen Aktion, die sich in das Pfarrleben einbringen. Die aktuelle Sanierung des Jugendstil-Pfarrhofes
ist eine unausweichliche Reaktion auf die sich stark verändernde Situation in Pfarre und Gemeinde. Schon seit vielen Jahren wählt der Pfarrgemeinderat ein biblisches Thema für das Kirchenjahr. Heuer lautet es: „Alles kann, wer glaubt!“ (Mk 9,23)
Steinerkirchen am Innbach
In der Marktgemeinde Kematen am Innbach liegt die Pfarrgemeinde Steinerkirchen am Innbach. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria Rast“ wurde um 1188 urkundlich erwähnt und ist wunderschön auf einer kleinen Anhöhe im Ortsteil Steinerkirchen positioniert. Von Mai bis Oktober finden am 13. des Monats die Fatimafeiern statt. Der Kirchturm beherbergt ein wahrhaft sehenswertes Turmmuseum, das nach Voranmeldung gerne zusammen mit einer Kirchenführung besichtigt werden kann. Das berühmte „Turm-Achterl“ darf dabei natürlich nicht fehlen. Im Ortszentrum von Kematen am Innbach, wo sich auch das Pfarrheim befindet, wurde im 17. bis 18. Jahrhundert die Marktkirche zum hl. Josef als Filialkirche von Steinerkirchen erbaut.
Das Pfarrleben ist von vielen Festen, beispielsweise dem Pfarrfest Anfang Juli,
Pfarrkirche Steinerkirchen. Pfarre
dem Kirchenchor mit den Organist:innen, einer sehr aktiven Ministrantenschar, einer Kinderliturgie-Gruppe, der Katholischen Jungschar, dem Katholischen Bildungswerk und vielen weiteren ehrenamtlichen Diensten und Aktivitäten im Hintergrund geprägt, die das Pfarrleben tragen und lebendig halten.
Neukirchen
Die Pfarre Neukirchen bei Lambach und die politische Gemeinde tragen ihren Namen durch die „neue“ Kirche, obwohl diese schon um 1342 errichtet wurde. Die heutige Innengestaltung der gotischen Kirche, die dem Hl. Stephanus geweiht ist, ist das Ergebnis der 1960er Jahre. Der dazugehörende mächtige Pfarrhof mit den gepflegten Grünflächen bildet ein Pendant und schenkt dem Ortsbild eine historischnatürliche Prägung. Weit über die Pfarr- und Landesgrenzen hinaus bedeutsam ist das Leben und Wirken des gebürtigen Neukirchners P. Maurus Lindemayr, der als Begründer der oberösterreichischen Mundartdichtung gilt.
Besondere Liedtexte zum Klingen bringen, Gott und Menschen zu erfreuen, das ist auch eine besondere Fähigkeit des
Gaspoltshofen
Von Weitem schon kann man den „Dom vom Landl“, die Pfarrkirche Gaspoltshofen, bewundern. In der Marktgemeinde ist die barocke Kirche, umgeben vom vielfältig gestalteten Friedhof, ein zentrales Bauwerk. Zwei Highlights im Inneren der Kirche sind die neue Altarraumgestaltung und die 1995 errichtete PirchnerOrgel. Die beiden Filialkirchen Affnang und Höft werden für Taufen, Hochzeiten, Gebetsgruppen und andere besondere Veranstaltungen gern genutzt. Kirchenmusik hat in Gaspoltshofen einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition. Die vielen verschiedenen Chöre und Musikgruppen erfreuen sich der hervorragenden Akustik und es ist stets eine Freude, ihnen beim Musizieren zuzuhören.
Kirchenchores. Die Klänge der Trachtenmusikkapelle bereichern und verbinden auch etliche Kirchenfeste in Neu- und Aichkirchen. Eine gemeinsame Gottesdienstordnung dieser beiden Pfarren ermöglicht Eigenständigkeit und ein bemühtes Miteinander.
Pfarrkirche Gaspoltshofen. Pfarre
Gemeinsam mit der vielfältig gestalteten Liturgie wird dadurch Gemeinschaft und Kirche erlebbar. Auch die Jüngeren in der Pfarre werden bei der Kinderkirche, bei Schülerund Familiengottesdiensten und bei den Ministrantenstunden in das Pfarrleben mit eingebunden. Der PfarrcaritasKindergarten und das sind genauso Teil der Pfarrgemeinschaft, wie auch das jährliche Pfarrfest, das immer im Herbst zum Erntedankfest stattfindet.
11 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DIE PFARREN
Pfarrkirche Aichkirchen. Pfarre
Pfarrkirche Neukirchen. Pfarre
Stadl-Paura
Die Pfarre StadlPaura liegt am Traunufer und fällt besonders durch die Lage und das außerordentliche Gotteshaus auf: die barocke Dreifaltigkeitskirche, die auf dem Paurahügel willkommen heißt. Ein Kunstwerk von internationalem Rang, das auf Abt Maximilian Pagl zurückgeht, der den Bau während einer Pestepidemie gelobte. Mit drei Toren, Türmen, Orgeln, Altären, ja sogar drei Wand und Bodenfarben wird hier das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit dargestellt.
Vereint wird alles in der Kuppel, sodass sich alle Kirchgänger:innen von Gott umschlossen fühlen können.
Vor allem ist die Pfarre aber von den Menschen, die sie bilden, geprägt. StadlPaura ist durch die Flüchtlingsbewegungen seit Ende des Zweiten Weltkriegs fast um das Doppelte gewachsen. Jahrzehnte darauf ist
Lambach
Die Pfarre Lambach kann man aus vielen Blickwinkeln porträtieren: Flüsse und Verkehrswege verbinden und führen durch die Pfarre. Da sind Gebäude, die ins Auge stechen: Stift, Kapellen, Marktplatz, Betriebe. Gewohnt wird als Familie oder allein, im Eigentum oder in Miete. Viele Menschen sind hier: tagsüber mehr als hier wohnen. Viele gehen zur Schule oder arbeiten. Wenige sind seit Generationen hier, mehr sind zugezogen. Bunt sind mittlerweile die Staatsbürgerschaften, Kulturen und Religionen.
Neben der klassischen Seelsorge ist auch jene für Kinder und Familien wichtig. Ziel ist es, die Jugend zu erreichen und zu versuchen, auch Menschen in anderen Orten anzusprechen, zu denen kaum oder kein Kontakt besteht. Das Café zwischen den Gräbern, der lebendige Adventkalender sind Beispiele. Besonders fallen
es allen gelungen, Heimat zu finden. Besonders stolz ist die Pfarrgemeinde auf das gute Gemeinschaftsleben, die vielen Gruppierungen und die vielen auswärtigen Gäste, die Sonntag für Sonntag die schöne Pfarrkirche besuchen.
Innenansicht Stifts- und Pfarrkirche Lambach. Stift Lambach
auch das Engagement für aus der Ukraine geflüchtete Menschen und karitative Initiativen auf. Prägend sind nicht nur die Mönche des Klosters und dessen Spiritualität und Geschichte, sondern auch die vielen Menschen, die sich in der Pfarrgemeinde mit Herz, Hand und Hirn engagieren.
Samstag, 8. Juni 2024, ab 10.00
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Foto: Diözese Linz, Kienberger
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12 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
100jahremariendom.at
Pfarrkirche Stadl-Paura. Pfarre
MARIENDOM LINZ
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Das Stift Lambach und sein benediktinisches Kerngeschäft
Im Süden des Dekanates Gaspoltshofen bildet das Stift Lambach ein kirchliches Zentrum. Die Benediktinermönche betreuen fünf Pfarren im Dekanat, sind auch in der überregionalen Seelsorge tätig und Schulerhalter zweier Schulen.
Die Pfarren Lambach, Neukirchen, Aichkirchen und Stadl-Paura sind „Stiftspfarren“ und werden wie Bachmanning, das seit 1784 vom Kloster „dauerbetreut“ ist, von einem Pater aus Lambach geleitet. Weiters sind zwei Mönche als Kuraten im Dekanat Gmunden und Schwanenstadt tätig. Die Pfarrpastoral bildet somit für das Stift Lambach, dem zehn Mönche angehören, einen Schwerpunkt – und das seit Jahrhunderten.
PFARREN MIT BINDUNG ZUM STIFT
„Die Stiftspfarren stellen einen eigenen Typ von Pfarren dar“, erklärt Abt Maximilian Neulinger: „Das hat einmal mit dem Personal zu tun, das immer verlässlich vom Kloster geschickt wurde und bis heute wird. Die Gläubigen in unseren Pfarren haben damit das Bewusstsein ‚Stiftspfarre‘ zu sein, was bei vielen auch eine gefühlsmäßige Bindung zum Kloster bedeutet.“ Unter diesen Vorzeichen wird der Weg zur neuen Pfarre Gaspoltshofen (Genaueres siehe Seite 14) für die Stiftspfarren besonders spannend. „Uns wird diese Umstellung sehr be-
treffen“, sagt Abt Maximilian. Denn auch aus den Stiftspfarren werden dann Pfarrteilgemeinden, die von einem Seelsorgeteam geleitet werden – in das ein Priester als Vikar einbezogen, aber nicht mehr alleiniger Leiter ist. Diese grundlegende Veränderung betrifft natürlich alle Stiftspfarren aller Klöster der Diözese. Da sich aber sämtliche „Stiftspfarren“ erst in Umstellung befinden, gibt es noch wenig Erfahrungswerte. „Wie ich meine Mitbrüder kenne, werden wir die Präsenz in den Pfarren nicht aufgeben. Das wäre nämlich schade. Aber die Seelsorgeteams können sicherlich eine Chance für unsere Gemeinschaft im Kloster sein“, betont der Abt.
KLOSTER ALS ORT DER GOTTSUCHE Nicht nur in den Stiftspfarren, auch darüber hinaus sind Lambacher Benediktiner in der Seelsorge tätig. So kommt der Pfarrer der Militärpfarre Oberösterreich aus dem Stift und mit einer halbe Stelle ist ein Lambacher Benediktiner im Institut Hartheim tätig. „Zusätzlich begleiten Mitbrüder auch noch Gruppen oder kommen Anfragen nach Gottesdiensten von Organisationen oder Vereinen nach“, ergänzt der Abt. Er hält dieses Engagement grundsätzlich für gut, sieht aber, dass es immer mehr wird. „Wir dürfen in all den gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüchen unser Kerngeschäft nicht vergessen. Als Benedik-
tiner bemühen wir uns – so wie es in der Regel des heiligen Benedikt heißt – Gott zu suchen und Eifer für den Gottesdienst zu haben.“ Die Klostergemeinschaft will das nicht nur für sich selbst leben, sondern auch verstärkt auf Menschen zugehen, die für das benediktinische Kerngeschäft der Gottsuche, des Gebets und des Gottesdienstes ansprechbar sind. In einem begleiteten Prozess bearbeiten die Lambacher Mönche die Frage: Wohin müssen wir gehen, damit wir interessierte Leute treffen? „Der Prozess ist schon weit gediehen, aber noch sind die geplanten Maßnahmen nicht reif für die Veröffentlichung“, erklärt der Abt, der das Projekt so zusammenfasst: „Es muss uns in hundert Jahren als Kloster Lambach nicht mehr geben, wir möchten aber alles tun, dass es uns in hundert Jahren noch geben kann .“
DIE SCHULEN DES STIFTES Für Leben im Hof und in den Räumen des weitläufigen Stiftsgebäudes sorgen –im heurigen Schuljahr – 501 Schüler:innen des Realgymnasiums und der HAK mit dem Aufbaulehrgang Horse Management and Economis. Das Stift ist für beide Einrichtungen Schulerhalter. Abt Maximilian hebt den familiären Charakter der Schule hervor und sagt zum religiösen Angebot: „Wir leben mit den Jugendlichen das Kirchenjahr mit.“ JOSEF WALLNER
13 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Das Stift Lambach wurde 1056 gegründet. In der Kunstgeschichte ist das Stift für seine romanischen Fresken bekannt. Stift Lambach
Der Zukunftsweg der Diözese Linz
Die Diözese Linz hat eine Reform der Pfarrstrukturen beschlossen. Aus den bisherigen Pfarren werden Pfarrgemeinden, die sich zu einer neuen Pfarre zusammenschließen.
Konkret heißt das, dass die einzelnen Pfarren eines Dekanats sich in einem zweijährigen Prozess zu einer neuen Pfarre vereinen. Die neue Pfarre wird rechtlich das gemeinsame Dach, auch wenn die jetzigen Pfarren als Pfarrgemeinden in vielen Bereichen ihre Selbstständigkeit behalten. Die neue Pfarre wird von einem Pfarrer geleitet, ihm zur Seite stehen ein Pastoralvorstand und ein Verwaltungsvorstand oder eine Verwaltungsvorständin. Ein pfarrlicher Pastoralrat und ein pfarrlicher Wirtschaftsrat treffen die großen Entscheidungen.
In der Diözese Linz wird es künftig statt 486 nur mehr 39 Pfarren geben, die aus den jeweiligen Pfarrgemeinden bestehen. Die 15 Pfarren des Dekanats Gaspoltshofen werden sich ab dem Arbeitsjahr 2024/2025 darauf vorbereiten, eine gemeinsame neue Pfarre zu bilden. In jeder Pfarrgemeinde wird ein Seelsorgeteam aus überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen entstehen. Das Team trägt dafür Sorge, dass die vier Grundfunktionen von Kirche (Gottesdienst, Verkündigung, Caritas-Diakonie und Gemeinschaft) lebendig bleiben. Jedes Seelsorgeteam wird auch von einer durch die Diözese beauftragten Person begleitet.
Gelebte Altenpastoral im Dekanat
In den drei Altenheimen Gaspoltshofen, Lambach sowie Stadl-Paura feiern Priester und die Seelsorgeteams mit den Bewohner:innen die heilige Messe und Andachten. In der Krankensalbung erfahren die Mitfeiernden Stärkung, Kraft und Trost. Viele verschiedene Ehrenamtliche schenken mit ihren Besuchen Freude, Vertrauen sowie Abwechslung und begleiten die Bewohner:innen auch auf ihrem letzten Weg zu Gott.
In Gaspoltshofen gibt es in der Pfarrkirche eine Maiandacht für ältere Menschen. Das Rollstuhlausfahrtsteam ermöglicht auch Bewohner:innen des Altenheimes das Mitfeiern. Bei der Fronleichnamsprozession wird vorm Altenheim gemeinsam mit der Pfarre, den Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen für die Anliegen der älteren und kranken Menschen sowie aller Pflege- und Betreuungspersonen gebetet.
Im Advent werden Weihnachtswünsche zu den Menschen gebracht, die in der Pfarrkirche nicht mehr mitfeiern können. Dabei wird
auch ihren Angehörigen und Pflegenden gedankt. Eine „stade Stund“ mit adventlicher Musik, Gebeten und Texten lädt am Marienfeiertagsnachmittag in der Pfarrkirche zum Innehalten ein. Wenn Mitarbeiter:innen der Pfarre einsamen, kranken und alten Pfarrangehörigen daheim die heilige Kommunion bringen, mit ihnen das Wort Gottes hören und gemeinsam beten, wird viel Freude geschenkt. „Dadurch wollen wir möglichst alle Menschen in unserer Pfarre, ob mobil oder zu Hause, miteinbeziehen“, sagt Martina Salfinger vom Fachausschuss Soziales der Pfarre Gaspoltshofen.
Altenpastoral ist Beziehungsarbeit. Salfinger
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG 14 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024
Weg in die Zukunft. Adobe/ Screeny
Wer visitiert das Dekanat?
Eine Frau und zwei Männer unterstützen Bischof Manfred Scheuer bei der Visitation
Brigitte GruberAichberger
Brigitte Gruber-Aichberger war bis 2022 Direktorin für „Pastorale Berufe“ in der Diözese Linz. Sie ist Vorsitzende des Pastoralrats. Neben ihrem Ehrenamt in verschiedenen Pfarren ist sie weiterhin als Visitatorin bei den Dekanatsvisitationen engagiert. Kiz/Nie
Severin Lederhilger
Visitator Severin Lederhilger ist Prämonstratenser des Stiftes Schlägl. Er war Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Privat-Universität Linz (Emeritierung im September). Seit 2005 ist er Generalvikar der Diözese Linz, seit 2006 zudem Ehrenkanonikus des Linzer Domkapitels. Appenzeller
Willi Vieböck
Willi Vieböck zählt als Bischofsvikar für pastorale Aufgaben zum Visitationsteam im Dekanat Gaspoltshofen. In einer anderen Funktion ist er langjähriger Herausgeber der Kirchenzeitung der Diözese Linz. Er war 25 Jahre lang Direktor des Pastoralamts der Diözese Linz. Kiz/Archiv
Impressum
Kirchenzeitung Diözese Linz. Sonderausgabe in Zusammenarbeit mit der Leitung des Dekanats Gaspoltshofen
Medieninhaberin: Diözese Linz
Herausgeber: Willi Vieböck
Geschäftsführer: Reinhold Hofstetter
Chefredakteur: Heinz Niederleitner
Redaktion der Sonderausgabe: Paul Stütz, Josef Wallner
Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz Tel. 0732 76 10-39 44, Fax: 0732 76 10-39 39
E-Mail: office@kirchenzeitung.at
DVR: 0029874/10770
Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching
Verlagsort: Linz ART COPYRIGHT © BILDRECHT, WIEN
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Pfarrkirche Gaspoltshofen | Foto: Pfarre Gaspoltshofen ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
15 Kirchenzeitung Diözese Linz | 6. Juni 2024 DEKANAT_GASPOLTSHOFEN
Programm der Visitation
Bischof Manfred Scheuer, Generalvikar Severin Lederhilger, Bischofsvikar Willi Vieböck und Brigitte Gruber-Aichberger besuchen das Dekanat Gaspoltshofen. Hier finden Sie die öffentlichen Termine der Visitation.
Sonntag, 16. Juni
10 Uhr: Firmung in der Pfarrkirche Steinerkirchen/Innbach mit Bischof Manfred Scheuer
10 Uhr: Patrozinium mit Feier der Jubelpaare in der Pfarrkirche Haag/Hausr., danach Pfarrfest. Mit Generalvikar Severin Lederhilger
10 Uhr: Pfarrfest und Feier der Jubelpaare in Weibern mit Bischofsvikar Willi Vieböck
10 Uhr: Familiengottesdienst mit Kinderchor in Altenhof/ Hausruck mit Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger
16 Uhr: Fußwallfahrt nach Gaubing mit allen Visitator:in-
17 Uhr: Andacht im Haus der Besinnung in Gaubing
19 Uhr: Treffen mit Jugendlichen des Dekanats im Pfarrheim Haag/Hausruck
Montag, 17. Juni
19 Uhr: Treffen im abz Lambach zum Thema Zukunft der Landwirtschaft mit Schuldirektor Karl Kronberger und Landtagspräsident Max Hiegelsberger. Mit Bischof Scheuer
19 Uhr: Gottesdienst der Pfarre Neukirchen/Lambach mit Bischofsvikar Willi Vieböck
Dienstag, 18. Juni
19 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Pennewang mit GV Lederhilger
Mittwoch, 19. Juni
8:30 Uhr: Seniorenmesse mit anschließendem Seniorenfrühstück in der Pfarrkirche Bachmanning. Mit Bischofsvikar Willi Vieböck
9:30 Uhr: Gottesdienst im Sozialzentr. Kloster Nazareth in Stadl-Paura mit GV Lederhilger 16 Uhr: Krankensalbungsgottesdienst im Assista in Altenhof/Hausruck mit Bischof Manfred Scheuer
18 Uhr: Gottesdienst der Pfarren Aistersheim und Meggenhofen in der Pfarrkirche Meggenhofen mit GV Lederhilger
19 Uhr: Diskussionsabend im Hofbaursaal in der Pfarre Meggenhofen mit Bischof Manfred Scheuer, Generalvikar Lederhilger und Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger
Freitag, 21. Juni
15 Uhr: Friedensgebet in der Pfarrkirche Geboltskirchen mit Bischofsvikar Willi Vieböck
19 Uhr: Sonnwendfeuer im KIMZentrum (Weibern) mit Bischof Manfred Scheuer
19 Uhr: Gottesdienst der Pfarre Stadl-Paura mit Bischofsvikar Willi Vieböck
19:30 Uhr: Gottesdienst der Pfarre Aichkirchen mit Generalvikar Severin Lederhilger 20 Uhr: Wortgottesdienst und Petersfeuer der Kath. Jungschar in Pennewang (Mitterfils)
Samstag, 22. Juni
10 Uhr: Firmung in Offenhausen mit Bischofsvikar Willi Vieböck
18 Uhr: Gemeinsamer Abschlussgottesdienst der Visitationswoche in der Stiftskirche Lambach mit anschließender Agape
Samstag, 22. Juni ab 9 Uhr: Sprechstunden mit den Visitator:innen Bischof Manfred Scheuer in der Pfarre Neukirchen/Lambach; Generalvikar Severin Lederhilger in der Pfarre Altenhof; Brigitte Gruber-Aichberger in der Pfarre Meggenhofen; Anmeldung zu den Sprechstunden unter dekanat.gaspoltshofen@ dioezese-linz.at
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© Anita Ledersberger