Die zehn Pfarren des Dekanats Altenfelden stellen sich vor: ihre Geschichte, ihre Kirchen und ihre Schwerpunkte in der Seelsorge.
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Buntes Dekanat
Das Dekanat ist vielfältig. Was die Kirche in der Region ausmacht, erklärt die Dekanatsleitung.
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Besinnung und Begegnung_
Der Granitpilgerweg verbindet die Orte des Dekanats Altenfelden, wie etwa Neufelden (im Bild die Große Mühl). Die Region steht im Mittelpunkt, wenn Bischof Manfred Scheuer und sein Team die Pfarren visitieren und zu Begegnungen einladen. Seite 8
Ein herzliches Grüß Gott!
Die Kirche lebt – und sie ist vielfältig! Das nehme ich ganz stark bei meinen Besuchen in den Pfarren und Dekanaten unserer Diözese wahr. Die Kirche ist auch im Oberen Mühlviertel ein wesentlicher Teil der Gesellschaft und hat Bedeutung für viele Menschen.
Unser Besuch im Rahmen der Visitation ist eine gute Gelegenheit, das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Ihrem Dekanat, dem Dekanat Altenfelden, besser wahrzunehmen. Nur durch unmittelbaren Kontakt in den Pfarren und den kirchlichen Knotenpunkten ist es möglich zu sehen und zu hören, wie sich die Situation der Menschen tatsächlich darstellt. Was funktioniert gut, wo sind die Kraftquellen, wie wird der Glaube gelebt? Wo hapert es, welche Sorgen sind da? Welche Erwartungen gibt es an die Diözese bzw. an die kirchlichen Strukturen vor Ort? Wie können wir als Kirche in Oberösterreich gemeinsam gut unterwegs sein?
Die Kirche steht angesichts der sich rasch ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor vielen Herausforderungen. Sie hat in der Spur Jesu immer wieder passende Wege gefunden, indem sie Bewährtes weitergeführt und Neues aufgegriffen hat. Ich möchte auch im Dekanat Altenfelden dafür werben, das Gemeinsame in den Pfarrgemeinden zu sehen, die Zusammenarbeit im Sinne des diözesanen Zukunftsweges zu stärken und dabei in allem zuversichtlich auf den Geist Gottes zu vertrauen.
Ich und mein Visitationsteam freuen uns schon sehr auf viele Begegnungen!
Positives Erbe der Volkskirche
Die zehn Pfarren des Dekanats Altenfelden sind im Prozess des Zusammenwachsens. Im Herbst werden die einzelnen Pfarrgemeinden beginnen, sich schrittweise unter dem Dach der einzigen Pfarre zu organisieren.
Das Dekanat Altenfelden in seinen heutigen Grenzen ist erst vor einem Jahr im Hinblick auf die Reform der Pfarrstrukturen entstanden. Die zehn Pfarren des Dekanates werden als Pfarrteilgemeinden bestehen bleiben, sich aber zu einer einzigen Pfarre vereinen.
Offiziell beginnt der Start in die neue Pfarre im Herbst 2025, aber die Pfarren nutzen schon die Visitation durch Bischof Manfred Scheuer und sein Team, um Schritte des Aufeinander-Zugehens zu gehen. „Es ist eine große Bereitschaft da, miteinander etwas zu tun“, sagen Dechant Rupert Granegger und Dekanatsassistent Helmut Außerwöger. Das Programm der Visitation (letzte Seite dieser Zeitung) gibt Zeugnis davon. „Wir sehen, dass die Bewohner:innen der Region den starken Willen haben, als Gottesdienstgemeinde und Pfarrgemeinde bestehen bleiben zu wollen“, analysieren Außerwöger und Granegger. Das umzusetzen – darin besteht die aktuelle Herausforderung für die Pastoral. Der nördliche Teil des Dekanats Altenfelden ist stärker von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Sämtliche Gemeinden weisen einen hohen Anteil an Pendlern auf, die täglich in die Landeshauptstadt Linz unterwegs sind. Man sollte aber die Anzahl der Betriebe im Gebiet des Dekanates nicht unterschätzen. Als Beispiel führt Pfarrassistent Außer-
Dekanatsassistent Helmut Außerwöger und Dechant Rupert Granegger. KIZ/JW
wöger St. Martin an, wo er tätig ist. In der 4.000 Einwohner zählenden Gemeinde gibt es etwa 1.700 bis 1.800 Arbeitsplätze. Zum besonderen Charakter des Dekanats Altenfelden tragen auch die Einrichtungen des Sozialnetzwerkes ARCUS bei, das Niederlassungen in Altenfelden und Neufelden hat.
STARKES VEREINSLEBEN
Die einzelnen Gemeinden des Dekanats sind durch ein starkes Vereinsleben geprägt. „Wir sind für das unkomplizierte Miteinander von Vereinen und Pfarren sehr dankbar“, sagen Dechant Granegger und Dekanatsassistent Außerwöger, die in das Miteinander ausdrücklich auch die politischen Gemeinden einbeziehen: „Das ist ein ganz positives Erbe der Volkskirche.“ Erwähnen möchten die beiden die aktive Kulturszene der Region und die vielen Wanderwege, zu denen auch der Granitpilgerweg gehört. JOSEF WALLNER
Wakolbinger
Zugwallfahrt nach Lacken
Gleich am Beginn der Visitationswoche steht eine gemeinsame Zugfahrt mit Bischof Manfred Scheuer durch das Dekanat. Abfahrt ist am Sonntag, 9. März, um 14:21 Uhr beim Bahnhof Neufelden, von wo es zum Ziel nach
Lacken geht. Dort findet dann eine Andacht statt. Rückkehr ist um 16:20 Uhr am Bahnhof Neufelden.
Diese besondere Form der Wallfahrt macht klar, welch bedeutende Rolle die Mühlkreisbahn für die Kirche hat.
Kraft schöpfen am
Vor sechs Jahren eröffnet ist der Granitpilgerweg zu einem Angebot für Körper, Seele und Geist geworden, das zu jeder Jahreszeit alle bereichert, die sich auf den Weg machen.
Der Granitpilgern-Wanderweg führt durch die südöstliche Region des Bezirkes Rohrbach. Wenn der Weg auch nicht alle Pfarren des Dekanats Altenfelden verbindet, so sehen Dechant Rupert Granegger und Dekanatsassistent Helmut Außerwöger diesen – vor allem wegen derselben Landschaft – doch als einigendes Band. „Es ist beeindruckend wie viele Menschen der Pilgerweg anzieht“, sagt Außerwöger, der Pfarrassistent von St. Martin im Mühlkreis ist, dem vorgesehenen Startpunkt des Pilgerweges. Der Granit, der
Angebote der RegionalCaritas
Das kirchliche Engagement ist ein Bekenntnis für den Zug und die Nachhaltigkeit und soll die Menschen ermutigen, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Nicht zuletzt dient die Fahrt der Förderung der Gemeinschaft.
Granitpilgerweg
dem Weg seinen Namen gibt, ist im Mühlviertel allgegenwärtig. Unverrückbar die Landschaft prägend, steht er für die Kraft, die aus der Ruhe kommt. Granit und Wasser als die Grundelemente des Mühlviertels stehen deshalb auch im Mittelpunkt des neuen GranitpilgernWanderweges. Ein 96 Seiten umfassender Wegbegleiter –
In einer Reihe von Pfarren sorgen Caritas- oder Sozialausschüsse der Pfarrgemeinderäte dafür, dass Menschen, die in Not geraten sind und Hilfe brauchen, ein offenes Ohr für ihre Anliegen, direkte Unterstützung oder Hinweise bekommen, wohin sie sich wenden können. Die Einrichtung RegionalCaritas nimmt in der Hilfe vor Ort dabei oft eine wichtige Brückenfunktion wahr. Sie begleitet einerseits Pfarren in ihren sozialen Herausforderungen, kann aber auch auf ein Netzwerk an Hilfsangeboten verweisen, das die einzelnen Pfarren nicht bieten können. Für die Pfarren des Dekanats Altenfelden hat die RegionalCaritas ihren Sitz in Rohrbach: Caritas-Kompetenzzentrum, Gerberweg 6, 4150 Rohrbach-Berg. Neben der RegionalCaritas für den Bezirk Rohrbach finden sich im Caritas-Kompetenzzentrum folgende Angebote: Servicestelle pflegende Angehörige; mobile Pflegedienste; Besuchsdienst; Familiendienste; mobiles Hospiz Palliativ Care; Caritas-Sozialberatung; betreubare Wohnformen. Weitere Auskunft über: regionalcaritasrohrbach@caritas-ooe.at
Die Kirchenzeitung in jedem Haus
verfasst von Christian Huber –macht auf die vielen Marterl, Kreuze und Kirchen entlang des Weges aufmerksam. Aber ebenso wie die Kulturdenkmäler beeindruckt der Weg durch seine Landschaft, die Bäche, die Gesteinsformationen und Aussichtsplätze.
Weiterführende Informationen unter www.granitpilgern.at
Als Vorbereitung auf den Besuch von Bischof Manfred Scheuer im Dekanat Altenfelden erhält jeder Haushalt in der Region kostenlos diese Sonderausgabe der Kirchenzeitung der Diözese Linz. Der Bischof und sein Team sind vom 9. bis 15. März 2025 in den Pfarren des Dekanates unterwegs. Mehr dazu siehe auch Seite 8 und 9.
Mit der Mühlkreisbahn pilgern. KIZ/PS
Am Granitpilgerweg stößt man immer wieder auf Kraftplätze. Gemeinde St. Martin
Die zehn Pfarren des
Das Dekanat Altenfelden umfasst zehn Pfarren, die vielfältige
Aspekte des kirchlichen Lebens zeigen. Wir stellen die Pfarren in kurzen Porträts vor.
Altenfelden
Die Gründung der Pfarre ist um 1100 anzusetzen. Bereits 1370 scheint in den Urkunden eine Pfarrschule auf; diese zählt somit zu den ältesten Schulen des Landes. Die Kirche in ihrer heutigen Größe wurde von 1495 bis 1532 im spätgotischen Stil erbaut. Aus dieser Zeit stammen unter anderem das reich verstäbte Nordtor und der Taufstein.
Die Kirche, die dem hl. Sixtus II. geweiht ist, bildet das spirituelle Zentrum der Gemeinde. Sie ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Raum für Begegnung und Gemeinschaft. Pfarradministrator Rupert Granegger kann sich über ein reges kirchliches Leben freuen. Die
Kleinzell
Die Pfarre Kleinzell ist eine dem Stift St. Florian inkorporierte Pfarre, wird aber von Pfarradministrator Rupert Granegger, einem Weltpriester, betreut. Die Pfarre blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Kleinzeller Pfarrkirche entstand wohl im 11. Jahrhundert, da noch romanische Bauelemente vorhanden sind, und ist dem heiligen Laurentius geweiht. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz wurde die Kirche in den letzten beiden Jahren grundsaniert und bildet heute als Juwel die Mitte des Pfarrlebens. Ebenso geschichtsträchtig ist der Pfarrhof, der bereits 1434
Auslastung des Pfarrsaales ist nicht zuletzt in der guten Zusammenarbeit zwischen Pfarre und Gemeinde begründet. Der Pfarrcaritas-Kindergarten wurde zu klein und betreibt seit einigen Jahren eine Expositur im Pfarrheim.
Malerisch im Feuchtenbachtal gelegen ist die Wallfahrtskirche Maria Pötsch, die ebenfalls zur Pfarre gehört. Sie ist von Mai bis Oktober geöffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Wallfahrt reicht bis in das Jahr 1793 zurück. Was die Gesundheit betrifft, kommt der „heiligen Quelle“ direkt neben der Kirche eine besondere Bedeutung zu. Die Einheimischen sprechen dem Wasser Heilkraft zu.
urkundlich erwähnt wird. Die Pfarre Kleinzell hat ca. 1.200 Katholiken und ist von bäuerlichem Umfeld geprägt. Eine rege Vereinstätigkeit und das gute Miteinander von Pfarre und Gemeinde prägen den Ort. Mit dem Pfarrcaritas-Kindergarten und dem Bezirksaltenheim ist die ganze Bandbreite des Lebens verortet. Zur Pfarre gehört auch die Wallfahrtskirche Ramersberg, die sich südwestlich der Ortschaft Ramersberg auf einem Hügel befindet. Im Herbst 2024 konnte das 150-Jahr-Jubiläum der Wallfahrt zu „Maria zur immerwährenden Hilfe“ gefeiert werden.
Pfarrkirche Altenfelden. Wikipedia/Kranewitter
Pfarrkirche Kleinnzell.
Dekanats
Kirchberg ob der Donau
Die Pfarrgemeinde existiert seit 1411 und zählt zum jetzigen Zeitpunkt 841 Katholiken. In der dem hl. Othmar geweihten Pfarrkirche befindet sich auch eine Lourdeskapelle, die im Zuge von zwei Pfarrwallfahrten Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Jeden Sonntag findet eine Messe oder ein Wortgottesdienst statt. Den Priester teilt sich die Pfarre mit der Pfarrexpositur Obermühl. Verschiedene Fachteams kümmern sich um die Gestaltung des Pfarrlebens. Besonderes Augenmerk liegt auf der Arbeit für die Jüngsten: Für sie gibt es Familiengottesdienste, einen Adventweg durch den Ort, eine Kindermette und in der Karwoche einen eigenen Kinderkreuzweg. In der Pfarre werden insbesondere das Fronleichnamsund das Erntedankfest gefeiert, mit reger Beteiligung aller kirchlichen und weltlichen Gruppierungen. Seit Anfang der 90erJahre gibt es ein Pfarrheim. Es
Obermühl
Die Geschichte der Kirche in Obermühl reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Zwischen 1770 und 1772 wurde hier eine Kirche errichtet, die Mariä Geburt geweiht ist. Obermühl dient als Filialkirche der Pfarrkirche Kirchberg ob der Donau und ist für die Gläubigen in der Region ein wichtiger Ort, wo Gottesdienste und Gemeinschaft gefeiert werden. Im Zuge des Baus des Donaukraftwerks Aschach, dessen Staugebiet bis nach Obermühl reicht, wurde der alte Ort umgesiedelt. Die ursprüngliche Kirche wurde abgetragen und an einem höher gelegenen Standort entstand 1964 ein moderner Kirchenbau. Das Gnadenbild Mariens wurde in die neue Kirche übertragen. Im Jahr 2007 erfuhr die Kirche eine umfassende Modernisierung und Neugestaltung, die auf die Bedürfnisse einer zeitgemäßen Pfarre ausgerichtet war.
Ein fester Bestandteil des religiösen Lebens in Obermühl ist die jährlich am ersten Sonntag nach Allerheiligen stattfindende Donauprozession. Diese besondere Veranstaltung umfasst eine
beherbergt nicht nur die gemeinsame Bücherei von Gemeinde und Pfarre, sondern wird auch für Pfarrcafés, Proben, Besprechungen, Vorträge, Gruppenstunden, Suppentage, Literaturcafés und das Fairtrade-Frühstück genutzt. Ebenso finden alljährlich die Buchausstellung und das Binden der Erntekrone in den Räumen des Pfarrheims statt.
Kirche Obermühl. Pfarre
Prozession mit Zillenfahrt und die feierliche Kranzversenkung in die Donau, zum Gedenken an alle ertrunkenen Personen in der Donau.
Seit Dezember 2024 erfüllt eine neue elektronische Orgel die Kirche mit ihrem vielseitigen Klang und bereichert alle kirchlichen Feste und Feiern.
Pfarrkirche Kirchberg. Pfarre
Lacken
Lacken wird seit 20 Jahren von einem Seelsorgeteam in Zusammenarbeit mit einem Priester, der nicht am Ort ist, geleitet. Der derzeitige kirchenrechtliche Leiter ist Propst Johannes Holzinger vom Stift St. Florian. Es gibt rund 120 Ehrenamtliche in allen vier Grundaufträgen der Kirche (Liturgie, Verkündigung, Caritas, Gemeinschaft). Sehr lebendig werden vom KinderliturgieTeam übers Jahr verteilt kindgerechte Gottesdienste vorbereitet und gefeiert. Die Pfarrgemeinde freut sich über zwei Chöre: die Chorgemeinschaft sowie den Kirchenchor. Beide gestalten musikalisch die Feste im Kirchenjahr mit. Die Gemeinschaft pflegt die Pfarre speziell durch regelmäßige Pfarrcafés sowie monatliche Senioren-Nachmittage.
2017 wurde das neue Pfarrheim unter großer Beteiligung
Pfarre/Alberer
der Bevölkerung eingeweiht. Es wird vielseitig genützt, auch für private Feiern und als Standesamt. Lacken ist somit eine Pfarrgemeinde, die den christlichen Glauben in vielen Facetten lebt und weiterträgt. Dazu zählt auch, dass Lacken seit dem Jahr 2023 Klimabündnis-Pfarre ist.
St. Peter am Wimberg
1107 übertrug Graf Eppo von Windberg seinen Besitz dem Stift St. Florian. 1122 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Pfarrkirche St. Peter durch Angriffe zerstört. Daraufhin baute man die heutige Kirche, die am 25. Juni 1490 geweiht wurde. 1708 wurde der Turm umgebaut, die gotischen Fenster entfernt und die Kirche neu gestaltet. Später erhielten der Marienaltar, der Herz-JesuAltar und die Kanzel einen neugotischen Stil. Der Hochaltar und der Sebastianaltar von 1773 sind bis heute erhalten. Von 2000 bis 2002 wurde die Pfarrkirche St. Peter umfassend restauriert. Die Inneneinrichtung und die Kunstwerke wurden erneuert, der Altarraum neu gestaltet und ein moderner Kreuzweg ergänzt. Die Pfarre St. Peter/Wbg. hat zwei sehr schön gelegene Filialkirchen –St. Georg am Hollerberg und St. Anna in Steinbruch.
Das Pfarrleben in St. Peter ist lebendig und vielseitig. Kirchliche Feste werden gemeinsam mit den pfarrlichen Gruppen und Vereinen feierlich gestaltet. Vorträge und Angebote für jedes Alter bereichern das Zusammenleben. Die Pfarrhomepage und das Pfarrblatt gewähren einen Einblick in die Lebendigkeit und Aktivitäten in der Pfarre.
Neufelden
Über einem Steilhang zur großen Mühl thront die gotische Pfarrkirche Neufelden, geweiht dem hl. Philippus und hl. Jakobus. Die denkmalgeschützte einstige Filialkirche von Altenfelden wurde 1891 zur Pfarrkirche erhoben. Der Kirchturm mit 2,4 Meter dicken Mauern diente im Mittelalter als Wehrturm. Der Innenbereich, geprägt durch gotische und barocke Elemente, sowie die restaurierte barocke Seitenkapelle sind sehenswert. Ebenso beachtenswert sind die Häuserfassaden des historischen Marktes. Nicht nur die reiche Geschichte, sondern auch die Gegenwart zeigt ein gutes Miteinander von Glauben, Kultur und Wirtschaft. Verschiedene Vereine innerhalb der Pfarre, wie z. B. Katholische Frauenbewegung, Mütterrunde, Pater-Pio-Gebetsgruppe, sowie Vereine der Gemeinde tragen auf dem Weg durch das Kirchenjahr dazu bei, dass das Pfarrleben lebendig bleibt. Die Pfarrgemeinde als Standort für Betriebe, Schulen und soziale Einrichtungen ist aber auch gefordert. Im Bemühen um Zusammenarbeit und Mitgestaltung des Pfarrlebens sind dabei die „Jungen“ sehr gefragt.
Pfarrkirche Neufelden.
Wikipedia / C. Stadler / Bwag
Niederwaldkirchen
Pfarrkirche Niederwaldkirchen. Wikipedia / Christoph Waghubinger
Niederwaldkirchen ist eine der drei Urpfarren im oberen Mühlviertel. 1111 wird die Siedlung „Cella St. Mariae“ (Mariazell) genannt, ein Hinweis darauf, dass Niederwaldkirchen als Marienwallfahrtsort große Bedeutung hatte. Da Niederwaldkirchen ursprünglich als Filialkirche des Stifts St. Florian geplant war, fiel der Bau entsprechend erhaben aus. Im Pfarrleben hervorheben muss man, neben dem Engagement der Seelsorger, das der vielen Frauen und Männer, die Wortgottesdienstleitung, liturgische Dienste, Kinderkirche, Ministrantenbegleitung übernehmen. Eine große Anzahl von Ministrant:innen, fünf Chöre und immer wieder auch die Musikkapelle stehen für feierliche Gottesdienste zur Verfügung. Feste und Feiern werden organisiert, die Bibliothek der Pfarre und Gemeinde betreut. Nicht zuletzt tragen Religionslehrer:innen und Pfarrgemeinderät:innen zu einem funktionierenden Pfarrleben bei. Am 8. Dezember findet immer der Weihnachtsmarkt statt und am 15. August – zum Pfarrpatrozinium – eine Wallfahrt gemeinsam mit den Nachbarspfarren. Auf dem Granitpilgerweg liegend, ist die Kirche von Niederwaldkirchen ein guter Ort zum Innehalten.
Pfarrkirche St. Peter. Pfarre
Pfarrkirche Lacken.
Herzogsdorf
Die Pfarrkirche ist dem heiligen Pankratius von Rom geweiht und dem Chorherrenstift St. Florian inkorporiert. Die Pfarre ist stolz auf ihre Gemeinschaft, die nicht zuletzt beim gemeinsamen Musizieren und Singen spürbar wird – und wenn es darum geht, sich Mut zuzusprechen. Die Kinder- und Jugendarbeit ist in den Spiegel-Spielgruppen, Ministrantengruppen und in der Landjugend organisiert. Auch die katholische Frauenbewegung trägt wesentlich zum Pfarrleben bei. Aber auch Vereine wie der Musikverein, die GoldhaubenGruppe oder die Jägerschaft unterstützen und gestalten mit. Das Pfarrheim dient als spiritueller Nahversorger bei Dekanatsveranstaltungen, Klausuren der Pfarrgemeinderäte und Meditationen. Die Herausforderungen der
Pfarre werden durch die rasanten Veränderungen in der Gesellschaft genährt. Das Spannungsfeld zwischen Priestermangel und Entwicklung von Seelsorgeteams sowie zwischen Social Media und der Bibel spiegelt die Arbeit der Pfarre in den unterschiedlichen Bereichen wider.
St. Martin im Mühlkreis
Der Ort St. Martin im Mühlkreis ist geprägt von einem starken Zuzug seit den 1970erJahren. Dadurch ist hier Traditionelles und Modernes zu finden und Zugezogene wie Alteingesessene harmonieren miteinander. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Pfarre und Gemeinde wird durch das neue Pfarrzentrum repräsentiert. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das gemeinsam von Pfarre, Gemeinde, Raiffeisenkasse und Musikverein errichtet wurde und in dem auch Bank und Musik untergebracht sind. In St. Martin gibt es viele sehenswerte Orte und Plätze. Dazu zählen etwa das Schloss Neuhaus mit seinem fünfeckigen Turm, die schönen Wanderwege (z. B. Granitpilgerweg) oder der Domsteinbruch Plöcking. Stolz ist man in der Pfarre St. Martin auf die gemeinsame Gestaltung der Kirchenfeste mit den verschiedenen Vereinen. Basis für die gute Pfarrarbeit sind der tüchtige Pfarrgemeinderat und die vielen fleißigen Mitarbeiter:innen für Liturgie, Totengebet, Krankenkommunion, Erstkommunionvorbereitung, Firmvorbereitung, Mesnerdienst und Finanzen.
Oberösterreich hat mehr als
2500
Kirchen und pfarrliche Bauten.
Wir sorgen für den Erhalt dieser Glaubensorte und Kulturdenkmäler. Danke für Ihren Kirchenbeitrag!
Pfarrkirche von St. Martin. Wikipedia/Isiwal
Pfarrkirche Herzogsdorf. Pfarre
Pfarrkirche Lacken | Foto: Markowetz
Programm der Visitation
Bischof Manfred Scheuer, Generalvikar Severin Lederhilger, Bischofsvikar Christoph Baumgartinger und Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger besuchen das Dekanat Altenfelden. Hier finden Sie alle öffentlichen Termine der Visitation.
Sonntag, 9. März
8 Uhr: Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche Kleinzell mit Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger
8 Uhr: Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter mit Bischofsvikar Christoph Baumgartinger
9 Uhr: Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche Lacken mit Generalvikar Severin Lederhilger
9:30 Uhr: Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche Herzogsdorf mit Bischof Scheuer
Zugfahrt mit der Mühlkreisbahn entlang der Pfarren im Dekanat Altenfelden
14:21 Uhr: Abfahrt Bahnhof Neufelden
14:43 Uhr: Ankunft Bahnhof Lacken
Spiritueller Impuls in der Pfarrkirche Lacken
15:59 Uhr: Abfahrt Bahnhof
Lacken
16:20 Uhr: Ankunft Bahnhof
Neufelden
Abschließend Agape im Pfarrheim Neufelden mit allen Visitierenden
Montag, 10. März
19 Uhr: Gottesdienst in Neufelden mit Bischof Manfred Scheuer
Dienstag, 11. März
19 Uhr: Fastenbesinnung der Katholischen Frauenbewegung in Obermühl mit Visitatorin
Brigitte Gruber-Aichberger
Mittwoch, 12. März
7:30 Uhr: Gottesdienst in St. Ulrich (Pfarre Niederwaldkirchen) mit Generalvikar Severin Lederhilger, anschließend
Frühstück im ehemaligen Gasthaus St. Ura
8 Uhr: Gottesdienst in Kleinzell mit Bischof Manfred Scheuer, anschließend Frühstück im Pfarrheim
8 Uhr: Gottesdienst und Vormittag der Begegnung in der Pfarre St. Martin mit Bischofsvikar Christoph Baumgartinger, anschließend Frühstück und Fastenimpuls im Pfarrheim
Donnerstag, 13. März
8 Uhr: Gottesdienst in Altenfelden mit Bischof Manfred Scheuer, anschließend Frühstück im Pfarrheim
15:30 Uhr: Gottesdienst im Altenheim Kleinzell mit Generalvikar Severin Lederhilger
Freitag, 14. März
8 Uhr: Gottesdienst in Kirchberg mit Generalvikar Severin Lederhilger
8 Uhr: Frauengottesdienst in St. Peter mit Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger, anschließend Frühstück im Pfarrheim
16 Uhr: Bibel- und Glaubensgespräch im Pfarrheim Herzogsdorf mit Bischofsvikar Christoph Baumgartinger
„Kirche mit allen Sinnen erleben“ in der Pfarrkirche Niederwaldkirchen, Veranstaltungsabend mit mehreren Programmpunkten
17 Uhr: Kinderkirche unter dem Motto „Kehrt ein“ mit Kuscheltiersegnun in Niederwaldkirchen
18:30 Uhr: Klangreise und Meditation mit Karl Fiedler (Isomatte, Decke, Polster mitnehmen)
19:30 Uhr: Gottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer
20:30 Uhr: Konzert der Florianer Sängerknaben
21:30 Uhr: Orgelkonzert mit Olga Tarasevich (St. Florian) und Katharina Zauner (Kleinzell), mit Texten von Karin Grössenbrunner
22:30 Uhr: Frau Karl mit Band
Samstag, 15. März
19 Uhr: Abschlussgottesdienst in St. Peter mit allen Visitierenden und abschließender Agape
9:30 bis 10:30 Uhr: Sprechstunden mit den Visitator:innen:
Bischof Manfred Scheuer im Pfarrbüro St. Martin; Generalvikar Severin Lederhilger im Pfarrheim Altenfelden; Vorsitzende des Pastoralrates Brigitte Gruber-Aichberger im Pfarrheim Neufelden; Bischofsvikar Christoph Baumgartinger im Pfarrheim Kirchberg
Anmeldung zu den Sprechstunden bei Dekanatsassistent Helmut Außerwöger erforderlich!