Eine unabhängige Kampagne von Contentway Welt | Januar 2026
ALLES FÜR DIE GESUNDHEIT
Von innerer Stärke bis zur äußeren Schönheit



Großes Interview | Stefanie Stahl
MENTALE GESUNDHEIT
BETRIFFT UNS ALLE
„Psychologische Aufklärung ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit.“
Stefanie Stahl, eine der bekanntesten Psychologinnen Deutschlands, im Interview.
Partner Content | DrAnsay
VERTRAUEN PER KLICK
Digitale Medizin ist ein Markt mit Tempo – und mit Verantwortung. Gerade bei sensiblen Therapien entscheidet sich, ob Effizienz Vertrauen schafft oder verspielt.
GUTE NÄHRSTOFFE – ENERGIE FÜR GESUNDE ZELLEN
Felix M. Berndt alias doc.felix erklärt, wie ausgewogene Nährstoffversorgung und Bewegung gemeinsam zu einem gesunden Leben von Männern beitragen.
ERSTE HILFE FÜR DIE SEELE
Prof. Ulrich Hegerl ist Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Deutschland. Der Psychiater weiß, warum Wartezeiten gefährlich sind und welche Hilfe wirklich wirkt.
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Schönheit

AUSGABE #203
Senior Account Manager: Tasja Jauns
Account Manager: Onur Sahin
Geschäftsführung: Nicole Bitkin, Fredrik Thorsson
Creative Director: Franziska Bredehorn
Redaktion und Grafik:
Franziska Bredehorn, Nadine Wagner, Caroline Strauß, Negin Tayari
Text:
Pia Rische, Silja Ahlemeyer, Kirsten Schwieger, Hauke Brost, Thomas Soltau, Julia Butz, Andreas Schack
Coverfoto: Natalie Behn/unsplash, Susanne Wysocki, Cherie Birkner
Distribution & Druck:
Die Welt, 2025, Axel Springer SE Contentway
Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund. Die Inhalte des „Partner Content“ und „Hotspot Highlight“ in dieser Kampagne wurden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen.
Für die Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Die Formulierungen sprechen alle Geschlechter gleichberechtigt an.
Herausgegeben von: Contentway GmbH Neue Burg 1 | DE-20457 Hamburg
Tel.: +49 40 85 539 750
E-Mail: info@contentway.de Web: www.contentway.de
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Physische Gesundheit
06. Superfoods 07. Supplementierung 08. Ballaststoffe
Mentale Gesundheit
16. Prof. Dr. Ulrich Hegert 18. Stefanie Stahl 20. Regeneration
24. Lipödem 27. Krissi van der Viven 28. Haarausfall
Gesund leben. Stark fühlen. Schön sein.
Gesundheit ist vielschichtig. Sie beginnt im Inneren, zeigt sich im täglichen Wohlbefinden und spiegelt sich schließlich auch im äußeren Erscheinungsbild wider. Sie entsteht aus bewusster Ernährung, Bewegung und mentaler Balance und wird zugleich geprägt von gesellschaftlichen Trends, neuen medizinischen Möglichkeiten und dem Einfluss digitaler Bilderwelten. „Alles für die Gesundheit“ widmet sich diesem ganzheitlichen Verständnis und zeigt, wie eng innere Stärke, Lebensqualität und äußere Schönheit miteinander verbunden sind.
Ein zentraler Schwerpunkt der Kampagne liegt auf Ernährung und Nahrungsergänzung als Basis körperlicher Gesundheit. Ausgewogene Nährstoffzufuhr, ausreichend Ballaststoffe, eine funktionierende Verdauung sowie essenzielle Mikronährstoffe wie Vitamin D spielen eine entscheidende Rolle für Energie, Leistungsfähigkeit und Immunsystem. Mediziner, Sportler und Med-Influencer Dr. Felix Berndt alias doc.felix erklärt, wie gesunde Ernährung alltagstauglich gelingt –ohne Verzicht, dafür mit Wissen, Genuss und kreativen Lösungen. Dabei wird auch deutlich: Superfoods müssen nicht aus Übersee stammen, denn viele heimische Lebensmittel liefern wertvolle Inhaltsstoffe für Körper und Stoffwechsel. Darauf aufbauend richtet sich der Blick auf Bewegung, Sport und Longevity. Der Wunsch, nicht nur länger, sondern vor allem gesünder zu leben, rückt immer stärker in den Fokus. Regelmäßige Bewegung, gezieltes Training und moderne Longevity-Ansätze zeigen, wie sich Vitalität, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität langfristig erhalten lassen.
Doch selbst ein gesunder, trainierter Körper braucht mentale Stabilität. Psychische Gesundheit ist keine Ergänzung, sondern eine tragende Säule ganzheitlichen Wohlbefindens. Themen wie Therapie, Selbstreflexion und emotionale Prägungen werden in „Alles für die Gesundheit“ offen und differenziert betrachtet. Im Interview mit Stefanie Stahl geht es um Selbstwert, innere Muster und die Frage, wie mentale Stärke entstehen kann – nicht durch Verdrängung, sondern durch bewusste Auseinandersetzung. Ergänzend rücken Erholung und Auszeiten in den Fokus: als notwendige Gegenpole zu Leistungsdruck, Dauererreichbarkeit und mentaler Über forderung. Denn mentale Gesundheit braucht Raum, Pausen und die Erlaubnis, sich selbst ernst zu nehmen.
Den Abschluss bildet das Thema Schönheit im Kontext moderner Gesundheitsfragen. Themen wie Lipödem, Haarausfall oder der Einsatz von Abnehmspritzen zeigen, wie eng körperliche Gesundheit, medizinische Entwicklungen und ästhetische Wahrnehmung miteinander verknüpft sind. Gleichzeitig beleuchtet die Kampagne Schönheitsideale, Trends und den Einfluss von Social Media – zwischen Inspiration, Vergleich und Erwartungsdruck.
Die Kampagne „Alles für die Gesundheit“ lädt dazu ein, hinzuschauen, zu hinterfragen und neue Wege zu entdecken – für mehr Wohlbefinden, mehr Selbstbestimmung und ein gesundes Leben in Balance. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende und erkenntnisreiche Lektüre.
CONTENTWAY.DE
Gut ins Bett
Guter und erholsamer Schlaf ist Gold wert und enorm wichtig, um gut durch den Tag zu kommen, leistungsfähig für Arbeit oder Sport zu sein, und natürlich auch für die allgemeine Gesundheit. Was aber, wenn man einfach nicht gut schläft?
Auch in dieser Ausgabe:

Seite 12

Seite 13

Natascha Ochsenknecht, Unternehmerin, Designerin, Autorin
Seite 26
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Gutes Bauchgefühl
DARMGESUNDHEIT
Der Darm hat weitaus mehr Funktionen als nur zu verdauen. Als wichtiger Trainingspartner des Immunsystems kann er Schlüssel zu vielen Erkrankungen sein.
Text: Julia Butz Foto: Cecilia Par/unsplash
In unserer Darmflora, dem sogenannten Mikrobiom, ist ziemlich viel los: Billionen von mikroskopisch kleinen Lebewesen wie Bakterien und Pilze regeln unsere Verdauung und den Stoffwechsel. Jedes der Mikroorganismen hat dabei unterschiedliche Aufgaben. Sie scheiden Substanzen aus, mit denen unerwünschte Keime verdrängt werden, sind an der Bildung von Vitaminen und Botenstoffen beteiligt und interagieren miteinander. Genau dieses Zusammenspiel stärkt die Barrierefunktion des Darms und hält Krankheitserreger in Schach. Damit die Bakteriengemeinschaft als ImmunsystemBooster wirken kann, muss das Mikrobiom natürlich richtig gefüttert werden:
In Gemüse wie Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Artischocken und Hülsenfrüchten sind sogenannte Präbiotika enthalten. Ballaststoffe, die mit ihren Substanzen dabei helfen, dass sich nützliche Darmbakterien gut vermehren können. Probiotischer Joghurt und fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Kimchi enthalten noch dazu lebende Mikroorganismen wie Hefepilze, die die Darmbakterien unterstützen. Mit viel frischem Obst und Gemüse nimmt man so eine Vielzahl unterschiedlicher Nährstoffe zu sich – und gleichzeitig Millionen von Mikroorganismen des Lebensmittels. Ein Apfel hat dabei ein ganz anderes Mikrobiom als etwa eine Johannisbeere. Daher gilt auch hier wie so oft: Je größer die Vielfalt und Anzahl an frischen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, umso besser. Denn das bringt ebenso mehr Vielfalt in unser Darm-Mikrobiom – und

damit viele kleine Kolonien mit unterschiedlichen Fähigkeiten, um Krankheitserreger fernzuhalten.
Dazu hilft es ausreichend zu trinken. Denn mehr Flüssigkeit kann mehr Schadstoffe aus dem Körper spülen. Neben zu viel Zucker und Fett gelten Medikamente und Hormonpräparate als die größten Feinde des Darms. Antibiotika killen beispielsweise nicht nur die schädlichen, sondern gleichzeitig die guten Bakterien im Darm. Mit der Folge, dass wir anfälliger für Krankheiten werden. Daher sollte man Antibiotika nur dann einnehmen, wenn es wirklich nötig ist. Antibabypillen, insbesondere mit hohen Östrogendosen, können entzündliche Darmerkrankungen hervorrufen.
Chill mal! Das freut den Darm. Denn auch er hat seinen eigenen Biorhythmus und braucht zwischendurch mehrstündige Essenspausen, um sein Selbstreinigungs -
programm ablaufen zu lassen. Zu viel Stress tut unserem Bauchgehirn, den Nervenzellen, die im Magen-Darm-Trakt sitzen, gar nicht gut. Bauchdrücken oder Durchfall können die Folge sein. Spezielles Reizdarm-Yoga und mentale Entspannungstechniken entlasten. Sollten die Darmkontraktionen eher träge laufen und sich innen gefühlt so gar nichts mehr bewegen, bringt Bewegung selbst die schlappsten Bakterien wieder in Schwung. Laufen, Schwimmen oder Radfahren wirken sich noch dazu positiv auf das Herz-Kreislauf-System und den gesamten Organismus aus.
Unbestritten ist inzwischen auch, dass zwischen Darm und Gehirn ein direkter Draht besteht und eine gestörte Darmflora psychische Krankheiten begünstigen kann. Ein gesundes Mikrobiom hingegen hilft dabei unsere Stimmung zu heben und das allgemeine Wohlbefinden zu
steigern. Noch ein Grund mehr, um unseren Darm als Dr. Feelgood zu bezeichnen.
Je größer die Vielfalt und Anzahl an frischen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, umso besser.
Fakten
Der weltweite Umsatz des Verdauungsmittelmarktes von 19,12 Mrd. US-Dollar 2024 wird voraussichtlich bis 2029 auf 22,16 Mrd. US-Dollar ansteigen. Insbesondere bei natürlichen und pflanzlichen Produkten verzeichnet der Verdauungsmittelmarkt eine steigende Nachfrage.
Quelle: Statistisches Bundesamt 6/24

Gute Nährstoffe – Energie für gesunde Zellen
ERNÄHRUNG
Felix M. Berndt alias doc.felix erklärt, wie ausgewogene Nährstoffversorgung und Bewegung gemeinsam zu einem gesunden Leben von Männern beitragen.
Text: Pia Rische
Foto: Johannes Krahforst, Ivana Cajina/unsplash
Was macht für Sie eine gesunde Ernährung bei Männern aus?
Viele Männer essen genug, aber oft nicht so, wie es ihr Stoffwechsel bräuchte.
Durch mehr Muskelmasse und höheren Grundumsatz arbeitet der Körper im „High-Performance-Modus“. Wenn zu wenig hochwertiges Protein, zu viele schnelle Kohlenhydrate oder entzündungsfördernde Fette im Spiel sind, re -
Ernährung liefert Bausteine, Bewegung entscheidet, wie sie genutzt werden.

agieren Muskelzellen mit einer sinkenden Insulinsensitivität – ein Mechanismus, der in Studien immer wieder als Ausgangspunkt für Bauchfett, Müdigkeit und Stoffwechselprobleme auftaucht. Auch zu wenig Omega-3 und Ballaststoffe fördern stille Entzündungen und erhöhen HerzKreislauf-Risiken.
Kurz: Der Körper bekommt Kalorien, aber nicht die nötigen Bausteine. Die Lösung ist eine Ernährung, die Zellen versorgt: hochwertiges Protein für Muskelregeneration und stabile Blutzuckerreaktionen, pflanzliche Lebensmittel voller Antioxidantien und Ballaststoffe zur Entlastung von Darm und Immunsystem sowie gesunde Fette für Hormone und Zellmembranen. Männer profitieren besonders, weil ihre Muskelzellen extrem stoffwechselaktiv sind und auf gute Nährstoffversorgung reagieren wie ein Motor auf hochwertigen Treibstoff. Wenn Proteinbiosynthese, Fettstoffwechsel und Hormonbalance auf Zellebene funktionieren, fühlt man sich nicht nur leistungsfähiger – der Körper läuft insgesamt ruhiger, stabiler und energieeffizienter.
Sollten Männer auf bestimmte Lebensmittel achten?
Viele typische „Männer-Ernährungsweisen“ wie verarbeitetes Fleisch, wenig Gemüse und Alkohol fördern Entzündungen, verschlechtern Gefäßfunktionen und lassen Testosteron sinken. Gleichzeitig fehlen oft Omega-3, Zink, Magnesium und ausreichend Protein. Die Lösung: mehr Lebensmittel, die den Stoffwechsel schützen – Fisch oder
Vielen Deutschen ist nicht bewusst, wie einfach gesunde Ernährung sein kann. Zespri™ zeigt gemeinsam mit Svenja Ostwald, zertifizierter Health Coach, wie Kiwis täglich zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung beitragen können: als Power-Snack oder als Zutat beim Meal Prep. Gemeinsam machen sie deutlich, wie wertvoll die Wirkung nährsto reicher Ernährung für unser Wohlbefinden ist.


Viele typische „Männer-Ernährungsweisen“ wie verarbeitetes Fleisch, wenig Gemüse und Alkohol fördern Entzündungen, verschlechtern Gefäßfunktionen und lassen Testosteron sinken.
Algenöl für Omega-3, Hülsenfrüchte und Eier für Protein, Nüsse und Vollkorn für Mineralstoffe, mehr Gemüse. Und weniger verarbeitetes Fleisch und Alkohol. So bleiben Muskeln leistungsfähig, Hormone stabil und Gefäße gesund.
Inwiefern spielt Bewegung eine Rolle? Ernährung liefert Bausteine, Bewegung entscheidet, wie sie genutzt werden. Jede Muskelkontraktion aktiviert das Enzym AMPK, das den Fettstoffwechsel ankurbelt. Außerdem öffnen sich GLUT-4-Trans-
ZESPRI™ KIWIS DEN ALLTAG STÄRKEN
Die süße und besonders saftige SunGold™ Kiwi ist ein echter Power-Snack, vollgepackt mit 4 essentiellen Nährsto en.* Durch ihren hohen Vitamin C- und Folatgehalt* stärkt sie das Immunsystem und unterstützt die mentale Leistungsfähigkeit für einen ausgeglichenen Körper und Geist. Bereits eine einzige Frucht deckt 100 % des täglichen Vitamin C Bedarfs.**
Vor allem die Darmgesundheit spielt eine wichtige Rolle nicht nur für das Immunsystem, sondern unser gesamtes Wohlbefinden. Diese kann durch die erfrischend-spritzigen Zespri™ Green Kiwis unterstützt werden, denn der regelmäßige Verzehr von Zespri™ Green Kiwis kann die Verdauung auf natürliche Weise fördern. Grüne Kiwis sind nun o iziell ein „natürlicher Verdauungs-Booster“. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat bestätigt, dass der Verzehr grüner Kiwis zu einer normalen Darmfunktion beiträgt – basierend auf dem täglichen Verzehr von zwei frischen Green Kiwis (Actinidia deliciosa var. Hayward) mit mindestens 200 g Fruchtfleisch.
Ob unterwegs, nach dem Workout oder in der Snackbox: Die nährsto reichen Kiwis passen in jeden Alltag und zu jedem Geschmack. Mit ihrem niedrigen glykämischen Index halten sie lange satt und helfen,
den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Auch beim Meal Prep können Kiwis vielseitig eingesetzt werden. Meal Prep ist hierbei längst mehr als nur ein Trend: Wer Mahlzeiten plant und vorkocht, spart nicht nur Zeit und Geld, sondern ernährt sich automatisch auch bewusster. Vorausgesetzt, die Zutaten stimmen. „Gerade im hektischen Alltag brauchen wir einfache Lösungen“, sagt Svenja Ostwald. Dabei erweisen sich Kiwis als perfekter Begleiter: schnell einsatzbereit und reich an wertvollen Nährsto en.*
Eine einfache Möglichkeit mehr Nährsto e in die tägliche Ernährung zu integrieren ist dieser SunGold™ Kiwi Ingwer-Shot. Schnell zusammengemixt, hält er sich über mehrere Tage im Kühlschrank frisch und kann so täglich dein Immunsystem unterstützen. Mehr Kiwi-Inspirationen: www.zespri.com
porter in der Muskulatur, welche Zucker unabhängig von Insulin aufnehmen. Schon ein Spaziergang nach dem Essen senkt Blutzuckeranstiege und reduziert Fetteinlagerungen. Krafttraining erhöht die Muskelmasse und damit den Grundumsatz.
Welche Ernährungsroutine empfehlen Sie für Männer?
Viele Männer essen unregelmäßig und snacken viel – das überfordert Blutzucker und Darm. Besser: drei strukturierte Mahlzeiten jeweils mit Protein für Sättigung, Gemüse und Ballaststoffe für den Darm und gesunde Fette für Hormone.
Haben Sie einen Geheimtipp?
Viele sehen Gesundheit als Verzicht. Doch der Körper funktioniert besser, wenn man überlegt, was er braucht – nicht, was man
weglassen muss. Darmbakterien brauchen Ballaststoffe, Hormone brauchen Fette, Muskeln brauchen Protein. Die Lösung ist also, Ernährung positiv zu denken, sich zu fragen: „Was stärkt meinen Körper heute?“ Dieser Mindshift macht Entscheidungen leichter, nachhaltiger und gesünder – ohne Druck, sondern mit echtem Mehrwert für Energie, Stimmung und Stoffwechsel.
Fakten
Einfaches Beispiel für drei strukturierte Mahlzeiten am Tag: Zum Frühstück Skyr mit Beeren, mittags Gemüse plus Linsen oder Fisch, abends etwas Leichtes mit Omega-3. Diese Routine gibt dem Stoffwechsel Ruhe und verhindert unnötige Spitzen.
Genuss mit Köpfchen: Mango Cheesecake
REZEPTIDEE
Cheesecake darf nicht nur lecker sein, sondern kann auch etwas für die Gesundheit tun. Das folgende Rezept, das Doc Felix auf seinem Instagram-Profil zubereitet hat, zeigt, wie sich wenige, nährstoffreiche Zutaten zu einem Dessert mit echtem Mehrwert kombinieren lassen.
Rezept: Inspiration für das Rezept kam von @tastyiri_en
Foto: Olivie Strauss/unsplash

Zutaten
• 250 g Griechischer Joghurt
• 250 g Frischkäse
• 5 Eier
• 1 reife Mango (ca. 280 g geschält) oder tiefgekühlte, portionierte Mango
Zubereitung
1. Mango schälen und pürieren, bis eine glatte Masse entsteht.
2. Joghurt, Frischkäse, Eier und Mangopüree in einer Schüssel verrühren.
3. Die Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Form füllen.
4. Bei 170 °C etwa 40 Minuten backen.
5. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – in den Kühlschrank stellen.
Wie kann Cheesecake medizinisch wirken?
Unter anderem liefert die enthaltene Mango Vitamin C, Beta-Carotin und Polyphenole, die antioxidativ wirken. Studien zeigen, dass Mango-Konsum oxidativen Stress senken und die Glukosetoleranz leicht verbessern kann. Griechischer Joghurt bringt Protein und probiotische Kulturen. Eine Meta-Analyse zeigt, dass fermentierte Milchprodukte mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind. Frischkäse liefert gut verwertbares Protein und Kalzium. In Beobachtungsstudien schneiden fermentierte Milchprodukte im Hinblick auf Entzündungsmarker und metabolische Gesundheit tendenziell günstiger ab als andere tierische Fette. Eier sind reich an hochwertigem Protein, Cholin und fettlöslichen Vitaminen. Eine große MetaAnalyse zeigt, dass moderater Eierkonsum nicht mit einem erhöhten Risiko für HerzKreislauf-Erkrankungen verbunden ist.
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Zutaten
Für 4 Shots à ca. 50 ml
Zubereitungsdauer: 10 Min. Schwierigkeitsgrad: leicht
1. Kiwis, Ingwer und Kurkuma waschen und grob zerkleinern. Orange schälen. Alle Zutaten bis auf den Cayennepfe er in den Entsafter geben. Den SunGold™ Kiwi Ingwer-Shot mit Cayennepfe er würzen.
2. Bis zum Verzehr in eine verschließbare Flasche geben und kaltstellen. Hält sich ca. 3 Tage.


Nährstoffbomben aus Nah und Fern
SUPERFOODS
Chiasamen, Açaí-Beeren oder Avocados sind beliebte „Superfoods“. Dabei liefern ihre heimischen Pendants vergleichbare Nährstoffe. Diese können aber oft nicht mit dem Image der Exoten mithalten.
Text: Silja Ahlemeyer Foto: Monika Grabkowska/unsplash
Ballaststoffhaltige Chiasamen aus Mittelamerika, energiereiche Avocados aus Afrika, zellschützende
Açaí-Beeren aus dem Amazonasgebiet:
Sogenannte Superfoods sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Bezeichnung steht für Lebensmittel, die eine hohe Dichte an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen oder auch Proteinen aufweisen. Doch der Begriff ist nicht rechtlich definiert, sondern stammt ursprünglich aus der Feder findiger Lebensmittelvermarkter. Dass die exotischen Nährstoffbomben zu einem gesunden Lebensstil beitragen können, ist nicht falsch. Doch gute Ernährung gelingt auch mit heimischen Produkten.
Die ballaststoffreichen Chiasamen beispielsweise, die aus Mittelamerika nach Deutschland importiert werden, sind die Stars in der modernen Superfood-Küche. Der Markt für Chiasamen in Deutschland hatte laut dem Marktforschungsunternehmen Grand View Research 2023 den größten Umsatzanteil in Europa. Die regionalen Pendants - Leinsamen - scheinen weniger attraktiv zu sein. Branchenreports schätzen den Wert des deutschen Leinsamenmarkts auf etwa 51 Mio. USD im Jahr 2024. Obwohl beide Samen ähnliche Nährstoffe liefern, entscheidet oft nicht die ernährungsphysiologische Zusammensetzung, sondern die Erzählung dahinter über die Beliebtheit der Produkte bei den Verbrauchern. Was exotisch ist, verspricht mehr – zumindest gefühlt.
Auch die asiatischen Goji-Beeren erzählen von fernöstlicher Heilkunst und
jahrtausendealter Weisheit. Die ähnlich nährstoffreichen, heimischen Schwarzen Johannisbeeren dagegen sind Teil vieler Kindheitserinnerungen, im Garten gepflückt und oft zu Marmelade eingekocht. Gerade diese Vertrautheit scheint ihren Reiz zu schmälern. Was alltäglich ist, wird seltener als besonders wahrgenommen. Ähnlich verhält es sich mit der Avocado, die reich an gesunden, ungesättigten Fettsäuren ist. Nach Angaben der World Avocado Organisation (WAO) steigerte Deutschland seinen Konsum von 110.000 Tonnen im Jahr 2023 auf 120.000 Tonnen im Jahr 2024. Die Frucht steht für Weltoffenheit und globale Esskultur. Die heimische Walnuss bleibt im Schatten dieses Images, obwohl sie mit ihren Inhaltsstoffen vergleichbar und ebenfalls sehr reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist.
Doch nicht alles Exotisch-Gesunde fällt automatisch unter den Begriff Superfoods. Quallen etwa, ein möglicherweise neu aufkommender Ernährungstrend, sind ein Grenzfall. „Es gibt weltweit etwa 30 Quallenarten, die für den Verzehr geeignet sind“, informiert Manon Struck-Pacyna vom Lebensmittelverband Deutschland. Die Lebewesen aus dem Meer bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser, 100 Gramm enthalten je nach Art durchschnittlich vier Gramm Kohlenhydrate und vier Gramm Eiweiß bei nur zehn Kilokalorien. „Quallen als Superfood zu bezeichnen, ist allerdings insofern schwierig, als dass sie ein Novel Food sind und noch keine Zulassung in Europa haben“, so Struck-Pacyna.

Fakten
Novel Foods sind rechtlich definiert in der Verordnung über neuartige Lebensmittel. Es handelt sich dabei um Lebensmittel, die vor 1997 noch nicht in Europa verzehrt wurden und bestimmten Kategorien zugeordnet werden können, etwa solche mit neuer oder gezielt veränderter Molekularstruktur, aus Zell- oder Gewebekulturen, oder Lebensmittel, die durch ein neuartiges, nicht übliches Verfahren hergestellt wurden.
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CELLSPA® steht für Medizin 3.0 – präventiv, personalisiert und regenerativ
Unser Ansatz folgt dem Prinzip Health Care statt Sick Care: Gesundheit erhalten, bevor Krankheit entsteht. Statt Symptome zu verwalten, identifizieren wir individuelle Risiken, stärken biologische Reserven und fördern Leistungsfähigkeit auf zellulärer, struktureller und mentaler Ebene.
Jeder Mensch ist einzigartig – genetisch, epigenetisch und lebensstilbedingt. Deshalb basiert unser Konzept auf personalisierter Prävention. Mithilfe moderner Diagnostik analysieren wir u. a. biologisches Alter, genetische Varianten (SNPs), Entzündungsstatus, kardiovaskuläre Risiken, mitochondriale Funktion, Entgiftungs- und Methylierungsprozesse sowie relevante epigenetische Einflussfaktoren. Ergänzt durch umfassende Blut- und Speichelanalysen entsteht ein ganzheitliches Bild des Organismus.
Auf dieser Grundlage entwickeln wir individuelle Präventions- und Regenerationsstrategien – kein Schema F, sondern maßgeschneiderte Medizin. Unser Leitsatz
lautet: „Präventiv wo möglich, regenerativ wo nötig.“ Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der orthobiologischen Regeneration. Durch frühzeitige biologische Interventionen, Reduktion chronischer Entzündungen, gezielte Gewebeernährung und Optimierung der zellulären Energieversorgung lassen sich operative Eingriffe häufig vermeiden oder hinauszögern. Regeneration beginnt dabei in den Mitochondrien – ohne funktionierende Energieproduktion keine nachhaltige Heilung.
Genetik ist kein Schicksal: Durch epigenetische Maßnahmen, gezielte Supplement- und Infusionskonzepte sowie individuelle Lebensstil-, Ernährungs- und Trainingsstrategien lassen sich Risiken aktiv beeinflussen.
Auch für Unternehmen bietet CELLSPA® strukturierte Präventionskonzepte zur Erhaltung von Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Gesundheit wird so zum strategischen Erfolgsfaktor. CELLSPA® – personalisierte Prävention für Menschen und Unternehmen. Für ein leistungsfähiges, bewegliches Leben.


CELLSPA® Longevity
Dr. Carl Peter Meschede & Michela Guerrisi Theatinerstr. 36, 80333 München www.cellspa.de Tel.: 089 2111 3628






Nährstoffe für seelische Balance
SUPPLEMENTIERUNG
Beeinflussen Mikronährstoffe auch unser seelisches Wohlbefinden? Im Gespräch mit Arzt und Medfluencer Dr. med. Dr. rer. pol. Tobias Weigl.
Text: Julia Butz
Foto: Presse, Cphotos/unsplash
Ein Mangel an Vitamin D wird oft mit depressiven Stimmungen in Verbindung gebracht, B-Vitamine sind an der Bildung von Glückshormonen wie Serotonin beteiligt, Magnesium soll zum Stressabbau beitragen.
Herr Dr. Weigl, ist es richtig, dass Mikronährstoffe unser seelisches Wohlbefinden beeinflussen?
Ja, Eisenmangel zum Beispiel macht viele Menschen müde und antriebslos, das drückt schnell auf die Stimmung. Ein zu niedriger Vitamin-B12-Spiegel kann unter anderem zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und depressiver Stimmung beitragen. Auch zu wenig Vitamin D und Magnesium können die Stressanfälligkeit erhöhen und Schlafprobleme begünstigen. Solche Mängel bleiben im Alltag leicht unbemerkt, es gibt ja genug andere Faktoren, die uns stressen und belasten können, ob Job, Kinderbetreuung, Haushalt, etc. Wichtig ist: Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann psychische Belastungen verstärken –

Dr. Dr. Tobias Weigl, Arzt & Medfluencer
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann psychische Belastungen verstärken.
es ist aber fast nie die einzige Ursache und man sollte den Blick auf das große Ganze nicht verlieren: Gibt es eine Vorgeschichte mit psychischen Belastungen, gibt es andere Erkrankungen oder starke Belastungen wie z. B. die Pflege Angehöriger?
Wie können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll in die Förderung der mentalen Gesundheit integriert werden?
Ich würde Nahrungsergänzungsmittel immer nur als gezielte Ergänzung sehen. Sinnvoll sind sie vor allem dann, wenn ein Mangel nachgewiesen ist, zum Beispiel bei Vitamin B12, Vitamin D oder Magnesium. In solchen Fällen kann ein

Supplementieren kann sinnvoll sein, aber kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt eine Psychotherapie.
passendes Präparat Müdigkeit, schlechte Stimmung oder Stressanfälligkeit vielleicht abmildern. Wer sich wegen seiner Nährstoffversorgung unsicher ist, sollte Bluttests machen und dann ganz gezielt supplementieren. Pflanzliche Mittel wie Ashwagandha oder Rhodiola können kleine Helferlein bei akuten Beschwerden sein, aber sind keine Dauerlösung. Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt eine Psychotherapie, Medikamente oder eine Veränderung im eigenen Lebensstil.
Worauf sollten Verbraucher achten, um im großen Supplement-Markt die Produkte zu finden, die wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passen?
Ich würde mich zuerst fragen: Brauche ich dieses Präparat wirklich? Habe ich einen nachgewiesenen Mangel, eine besondere Lebenssituation oder eine Ernährungsweise, bei der eine Ergänzung sinnvoll oder sogar nötig ist? Beim Produkt selbst sollten Sie zunächst die Herkunft prüfen und ob eine Registrierung des Anbieters bei den Lebensmittelbehörden besteht. Dann die Inhaltsstoffe genau lesen, auf mögliche Allergien und Wechselwirkungen achten und die Dosis mit offiziellen Empfehlungen vergleichen, wie sie z. B. das BfR*, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder die EFSA* ausgeben. Das ist wichtig, da viele Präparate zu hoch dosiert sind. Auch würde ich nicht nur auf Empfehlung einzelner hören, sondern auf Gütesiegel achten und auf die Qualitätschecks der Verbraucherzentrale oder Stiftung Warentest schauen.
Fakten
* Das BfR ist eine wissenschaftlich unabhängige Bundeseinrichtung, die potenzielle Gesundheitsrisiken in Lebensmitteln, Produkten und Chemikalien bewertet. Ebenso wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA, die eine sichere Ernährung durch wissenschaftliche Analysen und Gutachten unterstützt.
Ursprünglich: »Für unsere Eltern«, heute für alle
Die Langlebigkeitsforschung boomt. An renommierten Instituten, von Harvard über Stanford bis hin zum Max-PlanckInstitut hierzulande, arbeiten zahlreiche Forschungsgruppen an den Mechanismen des Alterns. Schlagzeilen über extreme Methoden von Tech-Milliardären verzerren allerdings dieses Wissen und machen es für viele unzugänglich. Hier setzt das frauengeführte Berliner Unternehmen epigenics neue Standards mit der Vision, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Langlebigkeitsforschung für alle nutzbar zu machen.

Die Gründerinnen Dr. Maria von der Wettern und Rebecca Atzenweiler entwickelten die Produkte ursprünglich für ihre Eltern. „Uns fehlten sichere, evidenzbasierte Produkte, die nicht nur 30-jährige Biohacker ansprechen“, so Dr. von der Wettern. Ihr Anspruch: komplexe Longevity-Forschung verantwortungsvoll und unkompliziert in
den Alltag zu übersetzen. Das beliebteste Produkt, „Zell Boost“, vereint zehn Mikronährstoffe zur Zellregeneration und ist auch als spezielle Formel für Männer erhältlich. Eine Case Study untermauert den Ansatz eindrucksvoll: Neun Teilnehmer:innen, die Zell Boost sechs Monate lang einnahmen, reduzierten ihr biologisches Alter um durchschnittlich 2,84 Jahre. Dieses Ergebnis wird aktuell in einer laufenden, placebokontrollierten klinischen Studie wissenschaftlich validiert.
Produziert werden die Produkte von epigenics in der EU und in Deutschland laufend von unabhängigen Laboren geprüft. Damit positioniert sich epigenics als seriöser Anbieter alltagstauglicher Longevity-Routinen. Die Marke hat bereits tausende Kund:innen überzeugt und verbindet Generationen. „Es geht nicht darum, ewig zu leben, sondern darum, die Jahre, die wir haben, mit maximaler Vitalität und Lebensfreude zu füllen. Dieses Gefühl wollen wir für unsere Generation und die unserer Eltern einfach und sicher zugänglich machen.“
FRAGEN AN DR. DINU SHIVARAMAN KUMAR
Ayurveda –Personalisierte Prävention

Dr. Dinu Shivaraman Kumar, Bachelor of Ayurvedic Medicine and Sciences
Was verrät die Konstitutionsbestimmung?
Die Konstitutionsbestimmung zeigt das individuelle Zusammenspiel von Vata, Pitta und Kapha – die ganz persönliche energetische Landkarte eines Menschen. Sie gibt Aufschluss über körperliche und mentale Stärken und Schwächen sowie über typische Reaktionen auf Stress, Ernährung und Lebensweise. Auf dieser Grundlage wählen Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten den Heilungsansatz individuell – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die persönlichen Eigenschaften der behandelten Person.
Warum ist es wichtig zu wissen, welchem Dosha-Typ man angehört?
Dieses Wissen ist die Grundlage jeder ayurvedischen Empfehlung. Nur so können Ernährung, Tagesrhythmus, Anwendungen und Lebensstil wirklich individuell abgestimmt werden – für Balance, Gesundheit und inneren Frieden.
Wie fühlen Sie die Beschwerden der Behandelten?
Ich spüre mit den Händen, sehe mit den Augen – aber vor allem höre ich zu. Durch Pulsdiagnose, Gespräch und Beobachtung erfasse ich nicht nur Symptome, sondern erkenne auch die tieferen Zusammenhänge.
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Alles andere als Ballast
BALLASTSTOFFE
Was Ballaststoffe im Körper alles bewegen, warum sie so wichtig sind und welcher lösliche Ballaststoff den Quellrekord hält.
Text: Kirsten Schwieger
Foto: Susan Wilkonson/unsplash
Wer sich gesund ernähren möchte, kommt an Ballaststoffen nicht vorbei. So sind sich Ernährungswissenschaftler einig: 30 Gramm sollten Erwachsene täglich zu sich nehmen, um den Stoffwechsel in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Diese Menge mit der täglichen Ernährung aufzunehmen, ist gar nicht so einfach.
Lösliche Ballaststoffe sind seltener. Sie kommen vor allem in Hafer, Gerste und einigen Hülsenfrüchten und Obstsorten, wie beispielsweise Äpfeln, vor. Ihre hervorstechende Eigenschaft ist ihr hohes Quellvermögen mit dem Vorteil einer langanhaltenden Sättigung und einem verzögerten Aufschluss der Nahrung im Magen-Darmtrakt. Blutzuckerspiegel und Insulin steigen langsamer an – besonders vorteilhaft für Menschen mit Diabetes. Einige lösliche Ballaststoffe, wie Beta-Glucane aus Gerste und Hafer, binden zusätzlich Gallensäuren im Darm. Da Gallensäuren aus Cholesterin gebildet werden, stellt der Körper nach deren Ausscheidung neues Gallensäurematerial her, wodurch der LDL-Cholesterinspiegel im Blut sinkt.
Im Dickdarm angekommen dienen die löslichen Ballaststoffe nützlichen Darmbakterien als Energiequelle – ein natürlicher präbiotischer Effekt für mehr Vitalität und Lebensenergie. Laktobazillen und Bifidobakterien fermentieren die Beta-Glucane, Pektine & Co. und setzen bei diesem Prozess wertvolle kurzkettige Fettsäuren frei, die vielfältige Funktionen im Stoffwechsel übernehmen. So wird beispielsweise dem Butyrat eine entzündungshemmende
Wirkung im Körper attestiert. Gleichzeit regt das vergrößerte Nahrungsvolumen die Darmtätigkeit an, die Transitzeit der Nahrung verkürzt sich und der Stuhl wird geschmeidiger. In der Nahrung enthaltene Schadstoffe gelangen weniger ins Blut und die Darmzotten verkleben nicht mit Nahrungsresten, was ebenso zu mehr Wohlbefinden beitragen kann.
Ein Rekordmeister in punkto Quellvermögen ist der lösliche Ballaststoff BetaGlucan. Er kommt vor allem in Gerste und Hafer vor, wobei der Gersten-Ballaststoff stärker löslich ist als Hafer-Beta-Glucan und im Verdauungstrakt kein Eisen bindet. Ein Beta-Glucan-Molekül aus Gerste kann bis zum 40fachen seines Eigengewichts an

Urig einzigartig
Eine spezielle Gerste ermöglicht die Herstellung besonders ballaststoffreicher und geschmackvoller Gersten-Produkte.
Sie gilt als das älteste Getreide, das die Menschen kultivieren: Gerste. Schon 7.000 vor Christus wurde das Urgetreide im vorderasiatischen Raum kultiviert. Über Jahrtausende diente es den Menschen in weiten Teilen der Welt als Grundnahrungsmittel, zumeist für Brote und zur Zubereitung von Getreidebreien. Mit steigendem Wohlstand wurde die Gerste dann mehr und mehr vom volumiger backenden Weizen und später auch vom Reis verdrängt. Das hinderte einen deutschen Pflanzenzüchter vor rund 30 Jahren nicht daran, seine ganze Aufmerksamkeit einer besonderen Gersten-
sorte zu widmen. Ihm gefiel nicht nur ihr Geschmack, sondern auch ihre besonderen Inhaltsstoffe und Eigenschaften.
Diese faszinierten auch die Ökotrophologin Karin Dieckmann von der Pflanzenzüchtung Dieckmann. Denn diese Gerstensorte beeindruckte nicht nur mit einem mild-nussigen Geschmack, sie enthielt auch außergewöhnlich hohe Anteile an Beta-Glucan, einem löslichen Ballaststoff, der auch in Hafer vorkommt. Die Ernährungsexpertin erkannte schnell, dass diese Gerste ein idealer Baustein für eine gesunde Ernährung bot. Sie initiierte gleich mehrere

Katrin Dieckmann, Gründerin und Geschäftsführerin Dieckmann Cereals GmbH
Forschungsprojekte und war begeistert von den gefundenen Erkenntnissen. „Unsere Gerste ist besonders – bereits bei der Entwicklung des Saatguts achten wir auf hohe Beta-Glucangehalte. Es braucht jedes Jahr viel liebevolle Handarbeit, um in unserem Zuchtgarten im Schaumburger Land das Saatgut für unsere Gourmet-Gerste herzustellen. Nur so ist es möglich, dass unsere Gerstoni-Produkte mehr als 12 Prozent Ballaststoffe liefern, davon stolze fünf Prozent Beta-Glucan“, erläutert Dieckmann.
Dieckmann begann mit Schälversuchen, kochte, probierte die Gerste für Mittagsgerichte, Gerstenmehl zum Backen und die Gerstenflocken als Hauptbestandteil für Müslis aus. 2019 brachte ihre zuvor gegründete Dieckmann Cereals GmbH dann erstmals Gersten-Müslis auf den Markt. Doch dabei blieb es nicht. Unter der Marke Gerstoni entstand ein ganzes Sortiment an leckeren Gerstenprodukten für Frühstück, Kochen und Backen. Die vielseitigen Genussmöglichkeiten für die
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Flüssigkeit binden. Allerdings ist BetaGlucan heutzutage nicht mehr in allen Gerstenprodukten enthalten, da viele Gersten für die Herstellung von Malz oder zum Füttern angebaut und züchterisch darauf entwickelt wurden. Auch in einigen Pilzen, Algen und in Hefe ist Beta-Glucan enthalten, allerdings in einer anderen Struktur und dadurch wenig quellend.
30 Gramm sollten Erwachsene täglich zu sich nehmen, um den Stoffwechsel in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.
Fakten
Die cholesterin- und blutzuckerregulierende Wirkung von BetaGlucan ist umfassend wissenschaftlich erforscht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt den cholesterinsenkenden Effekt bei einer täglichen Aufnahme von mindestens 3 Gramm BetaGlucan aus Gerste oder Hafer. Bei der Auswahl von Produkten geben die Nährwertangaben auf den Packungen Auskunft.



Beta-Glucan-Gerste sind faszinierend. „Als Mutter von vier Kindern ist es mir immer wichtig, dass es allen am Tisch schmeckt und die Zubereitung einfach ist“. So lassen sich die mild-nussigen Gerstoni ganz ohne Einweichen, Abspülen und langen Kochzeiten im Handumdrehen auch als Salat-Zutat, cremiges Gersten-Risotto oder als Beilage wie Reis oder Couscous zubereiten. „Das ist nicht nur lecker, sondern auch nachhaltig, denn beim Anbau von Gerstoni auf unseren heimischen Äckern entsteht viel weniger CO2 als bei Reis“, schwärmt die Ökotrophologin und fügt hinzu: „Beta-Glucan hat viele positive Effekte im Körper, beispielsweise auf den Cholesterinspiegel sowie für die Darmgesundheit, mit der richtigen Ernährung kann man viel bewirken.“ On top liefert die Gourmet-Gerste wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Feelbeta mit Beta-Glucan!
100 Rezeptideen auf www.gerstoni.de
Bereits 20 g Gerstoni Gerstenflocken Fitness oder Gourmet-Gerste (Trockenprodukt) in einer Mahlzeit liefern 1 g Beta-Glucan und können zu einem normalen Blutcholesterinspiegel beitragen. Ein erhöhter Cholesterinwert ist ein Risikofaktor für die Koronare Herzerkrankung. Die tägliche Aufnahme von 3 g Gersten-BetaGlucan trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutcholesterinspiegels bei. Achten Sie auch auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.


Das Wohlfühlvitamin im Winter
Wie Vitamin D Immunsystem, Zellen, Knochen und Muskeln unterstützen kann.
Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich nicht nur das Licht – auch unser Körper stellt sich um. Das macht sich bei vielen Menschen im Wohlbefinden bemerkbar. Gerade in der dunkleren Jahreszeit rückt Vitamin D deshalb stärker in den Fokus.
Zwar kann das sogenannte Sonnenvitamin vom Körper selbst gebildet werden, dafür ist jedoch ausreichend UV-Strahlung notwendig – im Herbst und Winter ist das in unseren Breiten leider kaum möglich.
Viele Menschen nehmen in dieser Zeit Veränderungen im Alltag wahr. In solchen Phasen kann es sinnvoll sein, die eigene Nährstoffversorgung im Blick zu behalten. Ein Bluttest bei der Hausärztin oder dem Hausarzt kann dabei helfen, den individuellen Versorgungsstatus zu überprüfen.
Die gute Nachricht: Wer seinen VitaminD-Status kennt, kann den Körper gezielt unterstützen, statt mögliche Warnsignale zu ignorieren. Übrigens: Selbst im Sommer ist eine optimale Versorgung mit dem wertvollen Vitamin keine Selbstverständlichkeit. Der absolut wichtige Sonnenschutz durch Cremes mit LSF sowie Kleidung, die viel Haut bedeckt, kann die Aufnahme ausreichender UVB-Strahlung einschränken. Und – sagen wir, wie es ist – in Städten wie Hamburg sind sonnige Tage selbst im Hochsommer nicht garantiert …
Doch warum ist eine ausreichende VitaminD-Versorgung so wichtig? Die Antwort wird schnell deutlich, wenn man sich die vielfältigen Funktionen anschaut, die Vitamin D im Körper erfüllt: Es trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium bei und unterstützt so die Erhaltung normaler Knochen und Zähne sowie die Muskelfunktion.* Zudem trägt Vitamin D zu einer nor-
* Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, der Erhaltung normaler Knochen, der Erhaltung einer normalen Muskelfunktion, sowie zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.
** Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
*** EPA und DHA tragen bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg zu einer normalen Herzfunktion bei.
malen Funktion des Immunsystems bei und ist wichtig für die Zellteilung.* Ein echtes Multitalent also.
Wer seinen Vitamin-D-Haushalt optimieren möchte, kann neben Vitamin-D-reichen Lebensmitteln wie fettreichem Fisch (z. B. Lachs, Hering oder Makrele), Eiern und Leber auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Ideal ist dabei eine Kombination mit Vitamin K2, das eng mit Vitamin D zusammenarbeitet und ebenfalls essenziell für die Erhaltung normaler Knochen ist.**
Beim Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, auf hochwertige Inhaltsstoffe zu achten – wie zum Beispiel bei Vitamin D3/K2 von natural elements® mit hochwertigem MK-7 und einem laborgeprüften All-trans-Gehalt von mindestens 99,7 Prozent für eine optimale Bioverfügbarkeit. Bei natural elements finden sich verschiedene Darreichungsformen – von Tropfen über Tabletten bis hin zu fruchtigen Gummies –



ganz so, wie es für einen selbst am besten in den Alltag und die eigene Routine passt.
Eine sinnvolle Kombination für Menschen mit einem aktiven Lebensstil ist außerdem D3/K2 als Dreamteam mit Omega 3, da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren DHA und EPA zu einer normalen Herzfunktion beitragen.*** Von natural elements gibt es hierfür ein Kombi-Präparat mit K2VITAL® vom Markenhersteller Kappa sowie Fischöl vom Premiumhersteller Golden Omega®
Gut zu wissen: Bei natural elements werden alle Rezepturen von Wissenschaftler:innen entwickelt. Die Produkte enthalten ausschließlich hochwertige Inhaltsstoffe, sind auf das Wesentliche reduziert und optimal dosiert. Umfassende Schadstoffkontrollen gehören zum Standard, und jede Produktcharge wird von unabhängigen, akkreditierten Laboren geprüft. Die große Produktauswahl ist unter anderem im eigenen Onlineshop my-ne.com sowie auf amazon.de erhältlich.
Weitere Infos unter: www.my-ne.com

Heilung auf dem Teller
ERNÄHRUNG
Mit bewusster Ernährung die Gesundheit fördern, Krankheiten vorbeugen und den Heilungsprozess unterstützen.
Text: Julia Butz
Foto: Svitlana/unsplash
Ernährung ist so viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme – sie kann unser Leben auf ganz erstaunliche Weise beeinflussen, uns fit halten, das Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen. Denn wer abwechslungsreich isst, unterstützt seinen Körper auf ganz natürliche Weise und schafft beste Voraussetzungen für mehr Vitalität und ein rundum gutes Lebensgefühl.
Diabetes Typ 2 ist ein Paradebeispiel dafür, wie Ernährung die Vorbeugung, den Krankheitsverlauf und auch die Heilung beeinflussen kann. Wer auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Vollkornbrot, Linsen und jede Menge Gemüse setzt, sorgt dafür, dass der Blutzucker langsamer und gleichmäßiger ansteigt. Ein Müsli aus Haferflocken mit Beeren zum Frühstück, ein Salat mit Kichererbsen und Olivenöl zum Mittag und eine Portion Fisch oder helles Fleisch mit gedünstetem Gemüse am Abend – so sieht ein Tag aus, der den Blutzucker im Zaum hält. Fischsorten wie Lachs und Makrele auf dem Speiseplan liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Zucker und Weißmehlprodukte sollten dagegen möglichst selten auf dem Teller landen.
Auch bei Herzerkrankungen spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Die sogenannte Mittelmeerdiät mit gutem Olivenöl, Blattsalaten und Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Zucchini und reichlich Fisch ist ein echter Herzschutz. Wer dazu noch regelmäßig Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen isst, tut seinen Gefäßen einen großen Gefallen. Auch ein
kleiner Snack aus Mandeln oder Walnüssen zwischendurch ist erlaubt. Rote Bete, Knoblauch und dunkle Schokolade (aus mindestens 70 Prozent Kakao), Haferflocken und die kaliumreichen Bananen helfen dabei, den Blutdruck zu senken.
Da der Großteil unserer Immunabwehr im Darm sitzt, fördert ballaststoffreiche Ernährung eine gesunde Darmflora und stärkt so die Abwehrkräfte gegen Infektionen und chronische Krankheiten. Probiotika aus fermentierten Lebensmitteln wie Naturjoghurt, Sauerkraut oder einem würzigen Kimchi unterstützen die Darmgesundheit zusätzlich. Auch die bunte Gewürze-Vielfalt von Zimt bis Kurkuma und Muskat bringt eine gute Prise Heilkraft auf den Teller: Zimt ist besonders hilfreich bei Diabetes, Bluthochdruck und zur Unterstützung des Immunsystems. Kurkuma wirkt antioxidativ und entzündungshemmend, schützt das Gehirn und
Die Weichen für eine gesunde Ernährung werden bereits in der frühen Kindheit gestellt. Ernährungsgewohnheiten, die in den ersten Lebensjahren erlernt werden, prägen das spätere Essverhalten und beeinflussen das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

lindert Magen-Darm-Beschwerden. Auch Muskat unterstützt bei der Behandlung entzündlicher Erkrankungen, wirkt noch dazu positiv auf die Gelenkschmiere und schützt den Knorpel.
Die Weichen für eine gesunde Ernährung werden bereits in der frühen Kindheit gestellt. Ernährungsgewohnheiten, die in den ersten Lebensjahren erlernt werden, prägen das spätere Essverhalten und beeinflussen das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine positive Esskultur in der Familie, mit gemeinsamen Mahlzeiten und einem entspannten Essverhalten helfen, ungesunde Essgewohnheiten zu vermeiden. Natürlich kennen viele Eltern das Naserümpfen der Kleinen beim Anblick von Brokkoli oder Karotten.


Hier hilft es, cool zu bleiben und nicht gleich aufzugeben. Denn am Ende lohnt sich jede Mühe: Kinder, die früh lernen, Gemüse zu mögen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsene gesünder essen und leben.
Fakten
2024 hatten rund 24,3 Millionen Personen ab 14 Jahren in Deutschland ein besonderes Interesse an gesunder Ernährung. Viele beschränken ihren Fleischkonsum und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe. Allerdings gibt auch etwa ein Viertel an, dass Lebensmittel möglichst schnell und bequem sein sollten.
Quelle: Statista Veröffentlichung vom 15.10.2024 und 05.11.2024 (nach AWA)



„Longevity ist wissenschaftlich bewiesen“
SPORT & BEWEGUNG
Stephan Pütz ist „die“ deutsche Legende im Kampfsport MMA (Mixed Martial Arts). Hier verrät er seine Fitness-Rezepte für ein langes, gesundes Leben.
Text: Hauke Brost Foto: Getty Images/unsplash
Wie erklärst du einer Fitness-Niete, warum sie z. B. Eisbaden und Sellerie entsaften sollte?
Eisbaden kann kurzfristig Entzündungen reduzieren und die Stress-Resilienz trainieren. Selleriesaft wird täglich auf nüchternen Magen getrunken, um den Körper zu entgiften, die Verdauung zu fördern, Entzündungen zu reduzieren und die geistige Klarheit zu steigern.
Leben Männer länger, wenn sie körperlich gut in Schuss sind?
Ja. Fitness senkt das Sterberisiko signifikant, unabhängig von Gewicht oder genetischer Veranlagung.
Stichwort Longevity: Ist das nur ein Modetrend, oder steckt mehr dahinter?
Der Kern ist evidenzbasierte Wissenschaft: Bewegung, Muskelmasse, stabile Blutzuckerwerte, Schlaf und soziale Beziehungen. Der Hype beginnt dort, wo teure Biohacks Grundlagen ersetzen sollen, für die es keine Langzeitdaten gibt.
Was ist anders, wenn man –so wie du – streng vegan lebt? Vegan lebende Menschen haben im Schnitt niedrigere Cholesterinwerte und ein geringeres Risiko für HerzKreislauf-Erkrankungen.
Was rätst du Männern, die die 30 hinter sich haben und für die Fitness bisher nicht so ein Riesenthema war?
Starte mit Krafttraining – zwei Einheiten pro Woche reichen, um Muskelabbau zu stoppen. Dazu tägliche Bewegung, wenig/kein Alkohol und das Schlafpensum ernst nehmen.
Wie wichtig ist heute, nach deinem Karriereende, Sport noch für dich?
Tägliches schweres Training ist ein essenzieller Faktor für mein Wohlbefinden und verbessert meine Lebensqualität.
Wie kam es zu deiner Kreuzbandverletzung und wie hast du sie kuriert? Und warum ohne OP?
Meinen ersten Kreuzbandriss hatte ich 2019. Ich bestritt den Kampf mit der Verletzung. Glücklicherweise konnte ich gewinnen, musste mich aber einer OP aufgrund von Knorpelfragmenten im Kniespalt unterziehen. Meinen zweiten
hatte ich 2022. Ich entschloss mich nach ärztlicher Absprache gegen eine OP und für eine konservative Rehabilitation. 2023 dann der dritte durch einen Unfall auf Skiern. Auch diesen Kreuzbandriss konnte ich nach Absprache mit Experten konservativ ohne OP auskurieren und erfreue mich heute bester Gesundheit.
Du hattest eine Haartransplantation. Warum, und was hat sich dadurch geändert, was Selbstbewusstsein und Wohlbefinden angeht?
Meine Haartransplantation ist einer Wette mit meinem Freund Max Coga geschuldet. Gegenstand der Wette war Max Cogas schmerzhaftestes Ereignis (eine Haartransplantation mit etlichen Betäubungsspritzen in den Kopf bei vollem Bewusstsein). Bedingung für meine Teilnahme an seinem Leid (seine 2. Haartransplantation) war der vorzeitige Sieg von Max Coga bei seinem nächsten Kampf gegen einen sehr starken Gegner. Ergebnis des Ganzen war ein Sieg in der 2. Runde. Gemäß des Mottos „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ absolvierten wir gemeinsam eine Haartransplantation und mir wurden neue Haare, entnommen aus Bart und Hinterkopf, verpflanzt. Wenn man kosmetische Eingriffe wie eine Haartransplantation

Stephan Pütz, ehem. MMA-Kämpfer im Halbschwergewicht
medizinisch/wissenschaftlich betrachtet, gilt: Medizinisch sind moderne Verfahren sicher und effektiv. Psychologisch zeigen Studien, dass sich Selbstbild und Lebenszufriedenheit häufig verbessern.
Was sind für dich die gesundheitsförderndsten Lebensmittel und warum? Hülsenfrüchte, grünes Gemüse, Süßkartoffel, Beeren und Nüsse. Diese Grundnahrungsmittel liefern Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und gesunde Fette. Das ist entscheidend für die Darm-, Herz- und Entzündungsregulation.
Vermisst du den MMA-Zirkus?
Tägliches schweres Training ist




























































Ich vermisse das Wettkampfgeschehen tatsächlich. Ich habe mir zu dem psychologischen Hintergrund sehr viele Gedanken gemacht. Viele Athleten vermissen eher Struktur und Identität als den Sport selbst. Das trifft bei mir leider nicht zu. Mir fehlt die extreme Auslastung, das tägliche Erreichen der physischen und mentalen Kapazitäten.
Fakten
Der ehemalige MMA-Kämpfer im Halbschwergewicht Stephan Pütz bestritt zwischen 2012 und 2022 27 Profikämpfe, von denen er 22 gewann. 2024 verkündete er seinen Rücktritt vom Profisport und ist heute erfolgreicher Ernäh -














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Lang lebe die Selbstwirksamkeit
LONGEVITY
Longevity-Experte Michael Altewischer über Biomarker, Autophagie und Kryotherapie und warum Spieleabende auch als Relaxation durchgehen.
Text: Kirsten Schwieger Foto: Presse, Getty Images/unsplash
Was sagt das biologische Alter aus und verraten Sie Ihres?
Das biologische Alter beschreibt, wie belastbar und funktional der Körper im Vergleich zu statistischen Altersnormen ist. Es ist kein fest definierter Wert, sondern ein Modell, das auf verschiedenen medizinischen, funktionellen und molekularen Messgrößen basiert. Dazu zählen die Themen Kraft, Ausdauer und, ganz wichtig, soziale Kontakte. Je nach Lebensstil und äußeren Einflüssen kann es sich vom chronologischen Alter deutlich unterscheiden. Mein derzeitiges biologisches Alter ist 57, obwohl ich schon 64 mal Geburtstag hatte.
Welche Rolle spielen Biomarker bei der Ermittlung des biologischen Alters?
Für die Ermittlung des biologischen Alters werden verschiedene sogenannte Biomarker analysiert. Dazu zählen unter anderem Blutdruck, Herz-KreislaufFitness, Cholesterin, Leberwerte sowie Nieren- und Lungenfunktion. Aber auch Entzündungsmarker, epigenetische Muster und die Länge der Telomere gehören dazu. Telomere sind die Schutzkappen an den Enden unserer Chromosomen und
verhindern den Verlust wichtiger genetischer Informationen bei Zellteilungen. Wichtig ist: Erst die Gesamtschau mehrerer Marker, nicht ein einzelner Wert, ergibt eine sinnvolle Einschätzung über das biologische Alter eines Menschen.
Kann Kryotherapie helfen, das biologische Alter zu senken? Kälteanwendungen gehören zu den sogenannten hormetischen Reizen, also moderaten Stressfaktoren, die Anpassungsprozesse im Körper auslösen können. In der Sportmedizin ist gut belegt, dass Ganzkörperkälte die Regeneration unterstützen und Entzündungsprozesse positiv beeinflussen kann, insbesondere bei Leistungssportlern. Für den allgemeinen Zusammenhang mit biologischem Altern gilt jedoch: Kryotherapie ist kein belegtes Instrument zur direkten „Verjüngung“– kann aber, verantwortungsvoll und individuell eingesetzt, regenerative Prozesse unterstützen.
Worauf muss Otto Normalverbraucher dabei achten?
Grundsätzlich gilt: Kälte ist kein Wellness-Spielzeug. Menschen mit Herz-

Michael
Altewischer, Vorsitzender Deutsche Longevity Gesellschaft e. V. (DLGeV)
Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder bestimmten Vorerkrankungen sollten vorab ärztlich Rücksprache halten. Seriöse Anbieter erfassen zumindest Basisparameter wie Gewicht, Körperzusammensetzung und gesundheitliche Vorgeschichte. Kurze, kontrollierte Anwendungen sind sinnvoller als extreme Reize. Mehr ist hier nicht automatisch besser.
Welche Stellschrauben sind für eine lange Healthspan besonders relevant? Es gibt diverse Stellschrauben, die nicht erst durch die Longevity-Bewegung „erfunden“ wurden: Ernährung, Bewegung, Relaxation, Schlaf und psychisches Wohlbefinden. Der Vorteil: Für nahezu jede Lebenssituation gibt es passende Ansätze. Alle Maßnahmen können nur nachhaltig wirksam sein, wenn sie ohne großen Frust in den Alltag integriert werden. Ein zentrales Prinzip ist die Hormesis: Moderate Belastungen wie Bewegung, zeitlich begrenztes Essen, Sauna

Erst die Gesamtschau mehrerer Marker, nicht ein einzelner Wert, ergibt eine sinnvolle Einschätzung über das biologische Alter eines Menschen.
oder Kälte können Anpassungsmechanismen stärken. Voraussetzung: Sie sind gut dosiert und individuell verträglich.
Welche Wirkung hat Fasten denn außer Gewichtsreduktion? Zeitweise reduzierte Nährstoffverfügbarkeit, ebenso wie Bewegung oder andere moderate Stressreize, kann einen zellulären Recyclingprozess aktivieren, die sogenannte Autophagie. Dieser Mechanismus unterstützt die Zellregeneration und gilt als wichtiger Prozess für gesundes Altern. Fasten ist kein Allheilmittel, kann aber – richtig angewendet und ärztlich begleitet – Teil eines gesundheitsfördernden Lebensstils sein. Ausreichender, erholsamer Schlaf ist ebenfalls wichtig für Regenerations prozesse, einschließlich der Autophagie.
Wie wichtig ist Relaxation in diesem Zusammenhang?
Chronischer Stress beschleunigt Alterungsprozesse, unter anderem über Entzündungsmechanismen. Entspannung ist daher kein Luxus, sondern eine biologische Notwendigkeit. Dabei geht es nicht um starre Methoden. Meditation, Yoga, Achtsamkeit und gezielte Pausen reduzieren Stress und unterstützen die Autophagie. Relaxation ist wichtig, muss aber auch Spaß machen und praktikabel sein. Wer mit Progressiver Muskelentspannung überhaupt nichts anfangen kann, für den sind auch entspannte Radtouren, Spieleabende mit Freunden oder Spielen mit Kindern und Enkeln prima. Entscheidend ist, dass Erholung emotional wirksam und regelmäßig ist.
Was haben die wenigsten LongevityAnhänger auf dem Schirm?
Die Mundgesundheit. Chronische Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis gelten als relevanter Risikofaktor für systemische Entzündungen und stehen in Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz oder Parkinson. Eine konsequente Zahnhygiene und regelmäßige, über die reine professionelle Zahnreinigung hinausgehende Parodontalbehandlung sind daher wichtige Bausteine präventiver Gesundheit.
Fakten
Genetische Faktoren beeinflussen die Gesundheit nur um 20 Prozent, der Rest wird durch Umwelteinflüsse und Lebensstil beeinflusst. Die Epigenetik beschreibt, wie diese die Aktivität unserer Gene regulieren, ohne die DNA selbst zu verändern. Sie bestimmt sozusagen, welche Gene ein- oder ausgeschaltet werden.
Warum wir über Mentale Gesundheit sprechen müssen
EINLEITUNG
„Wer über Suizid spricht, tut es nicht.“
„Wenn ich jemanden darauf anspreche, bringe ich ihn erst auf die Idee.“
„Im Winter ist das Suizidrisiko am höchsten.“
Foto: Benno Kraehahn
Diese Sätze hören wir oft – und sie sind alle falsch. 80 Prozent aller Suizide werden angekündigt. Ein offenes Gespräch hilft Betroffenen, es schadet ihnen nicht. Und die meisten Suizide passieren nicht im Winter, sondern im späten Frühling, wenn das helle Außen mit der eigenen Dunkelheit schmerzhaft kollidiert. Diese Mythen sind gefährlich. Ihr Gegenteil rettet Leben.
Die Fakten sind eindeutig: Über 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland durch Suizid – mehr als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen, AIDS und Gewalttaten zusammen. Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen zwischen 10 und 25 Jahren. 2024 stieg die Zahl in der Altersgruppe unter 30 Jahren erneut um neun Prozent. Rund 9,5 Millionen Menschen leben mit Depressionen, die Zahl junger Betroffener wuchs in fünf Jahren um fast 30 Prozent. Diese Zahlen beschreiben keine Randerscheinung – sie beschreiben eine Realität, die wir verändern können.
Gleichzeitig wandelt sich die Art, wie wir über mentale Gesundheit sprechen. Begriffe wie Depression oder Angststörung sind allgegenwärtig; in sozialen Medien wird offen über Belastungen gesprochen. Und doch bleibt das Schweigen im entscheidenden Moment bestehen. In Schule, Studium, Ausbildung, Beruf herrscht oft die Erwartung „zu funktionieren.“ Wer kämpft, fürchtet Stigmatisierung. Angehö -
rige ahnen, dass etwas nicht stimmt– und wissen nicht, wie man das Gespräch beginnt. Depression ist eine Krankheit, kein persönliches Versagen. Aber solange wir sie tabuisieren, verhindern wir, dass Menschen rechtzeitig Hilfe suchen. Hinzu kommt ein neues Spannungsfeld: Während psychische Themen sichtbarer werden, verschwimmen die Grenzen zwischen alltäglichen Stimmungsschwankungen und behandlungsbedürftigen Erkrankungen.
Auch Kl trägt dazu bei – sie bietet Orientierung und Wissen, aber sie verstärkt zugleich die Flut an Informationen, Selbsttests und Diagnosen aus dem Netz. Was fehlt, sind klare Einordnungen und niedrigschwellige Angebote, die jungen Menschen helfen, Belastungen realistisch einzuschätzen und im Ernstfall professionelle Hilfe zu finden.
Genau hier setzt Aufklärung an. Sie muss dorthin, wo junge Menschen sind: Social Media, Podcasts, Bildungsorte. Die Kampagne „Darüber reden“ von Freunde fürs Leben e. V. zeigt, wie das gelingen kann. Sie schafft Gesprächsanlässe, die nah an der Lebenswelt sind, räumt mit Mythen auf und vermittelt Wissen so, dass es ankommt. Denn ein Gespräch kann ein Wendepunkt sein – für Betroffene, die sich zum ersten Mal mitteilen, und für Angehörige, die verstehen, wie sie helfen können.
Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der psychische Krisen nicht versteckt werden, sondern besprechbar sind. In der
Winterdepression:

Gerald Schömbs, Co-Initiator & stellvertretender Vorstandsvorsitzender Freunde fürs Leben e. V.
2024 stieg die Zahl in der Altersgruppe unter 30 Jahren erneut um neun Prozent. Rund 9,5 Millionen Menschen leben mit Depressionen, die Zahl junger Betroffener wuchs in fünf Jahren um fast 30 Prozent. Diese Zahlen beschreiben keine Randerscheinung – sie beschreiben eine Realität, die wir verändern können.
Betroffene schneller Unterstützung finden. In der junge Menschen lernen, ihre mentale Gesundheit ernst zu nehmen – und die der anderen auch.
deprexis – Partner Content
Dieses Magazin will Wissen teilen, Tabus brechen und Mut machen. Vor allem ist es eine Einladung: Fangen wir an, darüber zu reden.
Fachleute warnen vor Verharmlosung
Warum frühes Handeln bei depressiven Episoden entscheidend ist
Wenn in der kalten Jahreszeit dunkle Gedanken die Seele belasten, scheint die Erklärung schnell gefunden: Winterdepression. Doch Fachleute warnen davor, depressive Symptome als „Winterblues“ zu verharmlosen oder falsch einzuordnen.
Denn nach aktuellem Forschungsstand handelt es sich bei der sogenannten Winterdepression in den meisten Fällen nicht um eine eigene Erkrankung, sondern um eine „normale“ depressive Episode, die zufällig im Winter auftritt.
„Wer über Wochen anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Interessenverlust erlebt, sollte dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und bis zur nächsten Jahreszeit aussitzen“, warnt die Psychologische Psychotherapeutin
Dr. Gitta Jacob. Ihr Appell: „Depressionen sind gut behandelbar – je früher man mit einer Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose!“
Soforthilfe auf Rezept Betroffene, die nach Hilfe suchen, sind oft mit langen Wartezeiten auf Therapieplätze konfrontiert. So können sich depressive Symptome verfestigen, Rückfälle werden wahrscheinlicher und die Lebensqualität sinkt. Hier setzt deprexis an, eine etablierte digitale Therapie, die sofortigen Zugang zu wirksamer, leitlinienkonformer
Behandlung bietet. Als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist sie vom Hausarzt auf Rezept verordnungsfähig. Seit ihrer Zulassung durch das zuständige Bundesinstitut im Jahr 2021 hat sich deprexis zur meist verordneten digitalen Gesundheitsanwendung bei Depressionen entwickelt. Dr. Gitta Jacob erklärt: „deprexis funktioniert wie ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten und hilft dabei, negative Denkmuster zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln.“ Das Programm führt interaktiv durch Themen wie Achtsamkeit, Akzeptanz und Problemlösung. So wirkt deprexis wie ein empathisches, digitales Gegenüber. Über 16 klinische Studien belegen die Wirksamkeit von deprexis.

Dr. Gitta Jacob, Psychologische Psychotherapeutin bei GAIA
Depressionen sind gut behandelbar – je früher man mit einer Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose.

Gamechanger Mental Health
ARBEITSGESUNDHEIT
Beim sensiblen Thema psychische Gesundheit hapert es nicht selten an strategischen, unternehmerischen Konzepten für eine nachhaltige Gesundheitskultur.
Text: Kirsten Schwieger Foto: Seema Miah/unsplash
Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, technologischer Wandel und ständige Erreichbarkeit: Die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt werden immer komplexer und belastender. Nicht selten fühlen sich Beschäftigte großem Stress ausgesetzt, überfordert und ausgebrannt. Die Forschung geht davon aus, dass die heutige Arbeitswelt in vielen Fällen die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigt. So zählen Burn-out, Depressionen oder Angststörungen zu den häufigsten Ursachen für Frühverrentungen und krankheitsbedingten Fehlzeiten. Laut Deutscher Rentenversicherung beträgt ihr Anteil an den krankheitsbedingten Frühverrentungen 41,5 Prozent. Und jeder zehnte Krankheitstag entfällt mittlerweile auf psychische Belastungen, wie sich im DAK Psychreport 2024 lesen lässt. Mit jährlichen 56,4 Milliarden Euro sind die wirtschaftlichen Kosten immens.
So nimmt das Thema mentale Gesundheit in Unternehmen an Relevanz zu.
38,5 Prozent der befragten Personalverantwortlichen einer TK-Studie gaben an, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz bereits jetzt eine große Bedeutung in ihren Unternehmen haben. Für die nächsten drei Jahre prognostizieren sogar 70 Prozent der befragten Unternehmen, dass die psychischen Belastungen ansteigen und in vielen Branchen die körperlichen Belastungen überholen werden. Dennoch wird das sensible Thema in vielen Unternehmensstrategien oft stiefmütterlich behandelt oder verdrängt und in die Verantwortung der Einzelnen gelegt. Während physischer Arbeitsschutz klar geregelt ist, fehlen systematische Konzepte und langfristige Strategien zur Prävention psychischer Belastungen. Häufig wird das Thema erst angegangen, wenn Probleme bereits eskaliert sind.
Anstatt nur auf Probleme zu reagieren, sollten Unternehmen mentale Gesundheit als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor begreifen und gezielt in das psychische Wohlergehen der Mitarbeitenden investieren. Damit stärken sie nicht nur deren Resilienz, sondern auch ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit. Stellschrauben gibt es genug: Neben der Arbeitsintensität spielt auch die Gestaltung der Arbeitszeit und Arbeitsumgebung eine wichtige Rolle. Auch kompetente Führung und ausreichende Handlungs- und Entscheidungsspielraum sind für die mentale Gesundheit der Belegschaft ein bedeutender Faktor. Die Crux: Obwohl Führungskräfte meist die erste Anlaufstelle bei Belastungen im Team sind, verfügen sie oft nicht über die nötige Unterstützung oder Ressourcen. Zudem kämpfen sie selbst mit zunehmendem Stress.
Geht es an die praktische Umsetzung, stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, geeignete Maßnahmen zu identifizieren und nachhaltig einzuführen. Dabei sollte es nicht nur um Einzelinitiativen handeln. Vielmehr gilt es, psychisches Wohlbefinden als Gesundheitskultur fest im Unternehmen zu verankern. Gefragt sind ganzheitliche Ansätze, die strukturelle Anpassungen, digitale Lösungen und individuelle Beratung miteinander kombinieren.
Fakten
Ein Beispiel für personalisierte Unterstützung sind Employee Assistance Programs (EAP). Sie bieten Mitarbeitenden und Führungskräften anonyme, niedrigschwellige Beratung: analog oder digital, von akuten Krisensituationen bis zur langfristigen Prävention.

Psychische Störungen sind die zweithäufigste Diagnose bei Arbeitsunfähigkeit, nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sind noch öfter die Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit.

Dem Stress keine Chance geben
MORGENROUTINE
Mit einer guten Auswahl an Klamotten und Utensilien sowie vorausschauender Planung lässt sich ein entspannter Start in den Tag realisieren.
Text: Kirsten Schwieger Foto: The 5th/unsplash
Keine Sorge, man muss nicht um 5 Uhr morgens aufstehen und eine halbe Stunde meditieren, um die nötige Klarheit für den Tag bzw. die Wahl des passenden Outfits zu haben. Laut einer amerikanischen Studie nimmt es aber erheblichen morgendlichen Stress, den Wecker zehn Minuten früher zu stellen. Eine gut durchdachte Morgenroutine und Vorbereitung braucht es dennoch, um stressfrei in den Tag zu starten.
Der größte Gamechanger (für alle die nicht im Homeoffice arbeiten) ist dabei eine gut geplante Kleiderauswahl. Wer erinnert sich nicht daran, wie erholsam die Pandemie in puncto morgendlicher Klamottenwahl war. Damit sich auch in Zeiten von Präsenzpflicht keine zermürbende „Decision Fatigue“ einstellt, empfiehlt es sich, bereits am Vorabend ein Outfit auszuwählen und herauszulegen – inklusive Schuhe und Accessoires. Natürlich nach Konsultation der Wettervorhersage. Auch ein Blick in den Terminplaner ist sinnvoll. Nicht nur das wichtige Kundenmeeting sollte bei der Outfitauswahl berücksichtigt werden, sondern auch eventuelle Pläne für den Feierabend.
Um das Tagesoutfit variabel an die Happy Hour mit Kollegen oder die Vernissage mit Freunden anzupassen, ist eine guter Fundus flexibel kombinierbarer Pieces von Vorteil. Eine gute Auswahl von Klassikern in hochwertiger Qualität stellt sicher, dass immer genügend kombinierbare Kleidungsstücke vorhanden sind. Flugs den Blazer gegen Bolero getauscht und schon kann die „zweite Schicht“ stilecht beginnen. Manchmal reicht schon ein neues Accessoire wie ein edler Seidenschal oder ein hipper Gürtel, um das Tagesoutfit für den Abend abzuwandeln.
Ein gut ausgestatteter wie sortierter Kleiderschrank ist auch von Vorteil bei bspw.
Auch eine eingespielte Routine für die morgendlichen Abläufe reduziert Chaos und ist Balsam für die Nerven.
morgendlichen Überraschungen durch einen Wetterumschwung oder einem Malheur beim Kaffeetrinken oder Zähneputzen. Mit einem Griff eine andere Bluse parat zu haben und nicht gleich das ganze Outfit austauschen zu müssen, kann den ganzen Tag retten. Auch eine eingespielte Routine für die morgendlichen Abläufe reduziert Chaos und ist Balsam für die Nerven. Also zum Beispiel: Duschen, Anziehen, Frühstücken, Zähneputzen, Schminken. Je simpler der Ablauf, desto ruhiger der Start. Automatisierung hilft dabei, nicht jeden Tag aufs Neue Überlegungen anstellen oder Entscheidungen treffen zu müssen. Je weniger morgendliche Entscheidungen, desto weniger Stress.
So lässt sich auch bei den anderen morgendlichen Tätigkeiten durch abendliche Vorbereitung nicht nur Zeit, sondern auch mögliches Stresspotenzial einsparen. Also Duschutensilien bereitlegen, Frühstücks-Müsli wie Mittagssnack schon vorbereitet im Kühlschrank deponieren, Bürotasche packen, Auto- oder Fahrradschlüssel bereitlegen. Auch eine unkomplizierte wie erprobte Schminkund Hairstyle-Routine ist von Vorteil. Selbstredend, dass sich auch nicht erst morgens auf die Suche nach der genialen Haarspange oder dem perfekt zum Kleid passenden Lippenstift gemacht wird. Eine Routine gibt dem Tag eine Struktur und verringert Überforderung, da wichtige Dinge bereits geplant sind.
Fakten
Studien belegen, dass Menschen morgens anfälliger für Stress sind. So ist das Stresshormon Cortisol nach dem Aufwachen am höchsten. Bewältigungsmechanismen für die morgendliche Hektik in Form einer individuellen Morgenroutine zu entwickeln, ergibt also besonders Sinn.
Erste Hilfe für die Seele
PSYCHOTHERAPIE
Prof. Dr. Ulrich Hegerl ist Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Deutschland. Der Psychiater weiß, warum Wartezeiten gefährlich sind und welche Hilfe wirklich wirkt.
Text: Thomas
Soltau Foto: Katrin Lorenz, Towfiqu Barbhuiya/unsplash

Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Psychiater & Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Wie beurteilen Sie die Versorgungslage? Inakzeptabel ist, dass Menschen mit schweren Depressionen oder Suizidgedanken oft wochenlang auf einen Facharzttermin warten müssen. Dabei ist Depression keine verstärkte Traurigkeit, sondern eine eigenständige, oft lebensbedrohliche, körperliche Erkrankung: Betroffene verlieren im Schnitt rund zehn Lebensjahre. Sie ist schwerer als Diabetes oder viele andere Erkrankungen.
Woran erkennen Betroffene und Angehörige eine Depression? Typisch ist das „Gefühl der Gefühllosigkeit“: Die Betroffenen können keine Gefühle mehr wahrnehmen, auch keine negativen wie Trauer. Sie sind innerlich wie versteinert. Weiter sprechen verstärkte Schuldgefühle für eine depressive Erkrankung, auch Tagesschwankungen mit besonders tiefer Depression am Morgen (Morgentief), oder frühere, ähnlich verlaufene Episoden. Häufig sind auch An-

gehörige erkrankt; die Veranlagung spielt eine große Rolle. Das alles unterscheidet Depression von einer nachvollziehbaren Reaktion auf die Bitternisse des Lebens.
Haben wir zu wenig Psychotherapie?
Wenn wir die Versorgungsengpässe für depressiv Erkrankte verringern wollen, dann bräuchten wir vor allem mehr Psychiater. Dieser kann 800 oder mehr psychisch Erkrankte im Jahr behandeln, ein Psychologischer Psychotherapeut mit Einzelbehandlungen vielleicht 50. Deutschland hat im internationalen Vergleich übrigens viele Psychologische Psychotherapeuten. Die Kunst ist, diese Psychotherapieangebote so zu steuern, dass die Behandlungen noch gezielter denen zugutekommen, die sie am dringendsten benötigen.
Wie wählen Ärzte zwischen Psychotherapie und Antidepressiva?
Bei leichten Depressionen empfehlen Leitlinien zunächst unterstützendes Abwarten oder das Angebot digitaler psychotherapieartiger Programme. Wir bieten das kosten-
freie iFightDepression-Tool an. Der Zugang erfolgt über Ärzte oder Psychotherapeuten, die die Nutzer begleiten. Bessert sich bei leichten Depressionen der Zustand in zwei bis drei Wochen nicht oder liegt eine schwerere Depression vor, dann soll eine Behandlung mit Antidepressiva und/oder Psychotherapie begonnen werden. In Metaanalysen zeigen Antidepressiva übrigens eine etwas bessere antidepressive Wirksamkeit als Psychotherapie.
Viele Menschen haben Angst vor Antidepressiva.
Häufig ist die Sorge da vor Abhängigkeit – oder, dass die Persönlichkeit verändert wird. Beides ist unbegründet. Ein wichtiger Grund für die zunächst ablehnende Haltung ist auch, dass Depressionen nicht als eigenständige Erkrankung, sondern als Reaktion auf schwierige Lebensumstände aufgefasst werden. Bei diesem falschen Krankheitsverständnis erscheinen Antidepressiva nicht zielführend. Auch, wenn etwas Geduld nötig ist, für die meisten Betroffenen findet man
ein Antidepressivum, das wirkt und verträglich ist. Antidepressiva bringen nicht nur depressive Krankheitsphasen zum Abklingen, sondern reduzieren auch das Rückfallrisiko um etwa 70 Prozent. Wer Antidepressiva grundsätzlich ablehnt, verzichtet auf eine der beiden zentralen, evidenzbasierten Behandlungssäulen.
Welche Rolle spielen digitale Programme und KI in der Therapie?
Digitale Programme können eine wertvolle Ergänzung sein, wenn sie in eine leitliniengerechte Behandlung eingebettet sind. Es gibt Digitale Gesundheitsanwendungen, die von Ärzten oder Psychologischen Psychotherapeuten wie Medikamente verschrieben werden können. Solche Angebote können beim Hausarzt die Pharmakotherapie ergänzen oder Wartezeiten überbrücken. Sorgen bereitet die wachsende Nutzung von ChatGPT, Grok und anderer KI-Programme als PsychoCoach. Die Vor- und Nachteile dieser rasanten Entwicklung sind ein Forschungsschwerpunkt unseres Forschungszentrums.

„Kliniken müssen von der lähmenden Bürokratie befreit werden“
Die psychiatrische Versorgung steht unter Druck – fehlendes Fachpersonal, komplexe Vorgaben stellen Kliniken bundesweit vor große Herausforderungen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich gesetzliche Rahmenbedingungen dramatisch verschärft, Nachweispflichten und Auseinandersetzungen mit Krankenkassen vervielfacht – ohne nennenswerte Qualitätsgewinne. Wie sich das auf die psychiatrische Versorgung auswirkt, darüber sprechen wir mit Thomas Zauritz, Geschäftsführer des AWO Psychiatriezentrum Königslutter, und Prof. Dr. Helge Frieling, Ärztliche Direktor.
Was ist die Richtlinie für Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik (PPPRL) und wie bewerten Sie die Vorgaben?
Zauritz: Sie legt für jede klinische Berufsgruppe eine Personaluntergrenze im Verhältnis zu den anwesenden Patienten pro Quartal fest – leider oft rückwirkend. Wird sie unterschritten, drohen hohe Strafzahlungen an die Krankenkassen. Angeblich soll das die Behandlungsqualität steigern. Dem ist nicht so! Tatsächlich ist sie für Kliniken ein Bürokratiemoloch und faktisch ein Rabattmodell zugunsten der Kassen für erfolgte Behandlung. Die Vorgaben sind eine Katastrophe: mehr Personal, ja, aber paradoxerweise können weniger Patienten behandelt werden. Viele bleiben ohne Versorgung, trotz gleichbleibend guter Betreuung für Aufgenommene – plus enormer Bürokratiebelastung.
Prof. Dr. Frieling: PPP-RL basiert auf der 40 Jahre alten Psychiatrie-Personalverordnung, die die moderne, aktivierende psychiatrischpsychotherapeutische Versorgung nicht abbildet. Bestimmte Berufsgruppen werden überbetont, andere ignoriert. Und die Patientenkategorisierung passt weder zur modernen psychiatrischen Versorgung noch zur leitliniengerechten Therapie.
Wie wirkt sich das auf die Zufriedenheit im Team aus?
Zauritz: Schlecht! Wir sind einer der TopArbeitgeber im Gesundheitsbereich in unserer Region und tun seit Jahren viel für die Mitarbeitendenzufriedenheit. Nun müssen wir eine extrem restriktive Personal- und Urlaubsplanung durchsetzen. Versuchen Sie mal einer jungen Mutter zu erklären, dass der Familienurlaub wegen PPP-RL nur im Februar oder November möglich ist – extrem unbefriedigend. Alle, die diesen bürokratischen Wahnsinn verwalten müssen, sind von Beifallstürmen auch weit entfernt.
Wie wirkt sich PPP-RL auf die Behandlungsqualität und auf die Patienten aus?
Prof. Dr. Frieling: Bisher konnten sich Patienten auf eine stationäre Aufnahme bei

uns verlassen. Künftig müssen wir stärker auswählen – die Vorgaben schränken die Kapazitäten ein. Ambulante Angebote können das nicht auffangen.
Zauritz: Uns muss auch niemand erklären, wie wir qualitativ hochwertig arbeiten sollen. Wir arbeiten seit Jahren mit international anerkannten Standards und setzen leitliniengerechte Behandlungen systematisch um – Qualität ist nicht nur bei uns keine Frage der Vorgaben.
Sehen Sie Anpassungsbedarf?
Zauritz: PPP-RL sollte abgeschafft werden – sie funktioniert nicht und wird durch Bürokratie verteuert. Alle wissen, dass sie Quatsch ist. Trotzdem bringt die Politik die Kraft nicht auf, der Realität ist Auge zu sehen. Sie müsste mindestens massiv entbürokratisiert werden: Quartalsbezogenheit abschaffen, Nachweise verringern, Berufsgruppen flexibler einsetzen, evtl. reduzieren. Die ganze Kleinteiligkeit muss deutlich runter. Der Aufwand für Personalpla-
nung und Stundenabrechnung gehört massiv vereinfacht und praxistauglicher.
Prof. Dr. Frieling: Bei der Berechnung des Personalbedarfs sollten die Leitlinien berücksichtigt werden und keine Fantasiezahlen.
Zauritz: Diese müssten sich dann in den Budgetverhandlungen parallel wiederfinden.
Gibt es Schritte, die in der angespannten Versorgungslage verbessern könnten?
Zauritz: Gibt es. Beginnend damit, die Kliniken von der lähmenden Bürokratie zu befreien. Anderes Beispiel PEPP: Bei dem Abrechnungssystem für Psychiatrien müssen wir jede Handlung am Patienten sehr kleinteilig dokumentieren – ohne Einfluss auf unsere Einnahmen, die budgetseitig verhandelt werden. Zurzeit gehen 40 Prozent der Arbeitszeit für die Dokumentation drauf. Ein aufwandarmes System würde 18.000 Vollkräfte freisetzen –weg vom Computer, hin zu den Patienten. Das würde die Qualität wirklich steigern, anders als die PPP-RL-Vorgaben.
Das AWO Psychiatriezentrum (APZ) Königslutter ist das größte psychiatrische Fachkrankenhaus in Niedersachsen. Es umfasst fünf Kliniken: Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Gerontopsychiatrie und Forensische Medizin.

Mit über 700 Betten und rund 1.400 Mitarbeitenden behandelt das APZ das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Das APZ sichert die regionale psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung in den Städten Braunschweig und Wolfsburg sowie in den Landkreisen Gifhorn, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel. Patienten finden hier ein umfassendes, störungsspezifisches und individuell ausgerichtetes Behandlungsangebot. AWO Psychiatriezentrum

GROSSES INTERVIEW
„Psychologische Aufklärung ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit.“
Stefanie Stahl, eine der bekanntesten Psychologinnen Deutschlands, im Interview.
Text: Julia Butz
Foto: Susanne Wysocki
Mit ihrem Erfolgsbuch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ hat Stefanie Stahl das Thema Selbstreflexion vor zehn Jahren in die Mitte der Gesellschaft gebracht und Millionen Leser erreicht. Klar, empathisch und ohne Fachchinesisch zeigt sie, warum wir fühlen und handeln, wie wir es tun und wie echte Veränderung möglich wird.
Frau Stahl, warum ist emotionale Selbstreflexion so wichtig?
Viele unserer Entscheidungen, Reaktionen und Beziehungsmuster entstehen aus alten inneren Prägungen, oft unbewusst. Wenn ich mich selbst besser verstehe, kann ich mich fragen: Reagiere ich gerade aus der Situation heraus oder aus einem alten inneren Muster? Diese Selbstreflexion schafft Wahlfreiheit. Ich bin meinen Gefühlen dann nicht mehr ausgeliefert, sondern kann lernen, konstruktiver mit ihnen umzugehen. Das ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Voraussetzungen für psychische Gesundheit.
Wahrscheinlich hat jeder Mensch negative Glaubenssätze, die er mit sich trägt, oder?
Fast jeder Mensch trägt innere Überzeugungen in sich wie „Ich genüge nicht“ oder „Ich werde nicht wirklich geliebt“. Das ist nichts Krankhaftes, sondern Teil
menschlicher Entwicklung und nicht jeder muss deshalb eine Psychotherapie machen. Für viele Menschen reichen schon Aufklärung, Selbstreflexion und einfache psychologische Übungen, um sich besser zu verstehen und stabiler zu werden. Aber Therapie ist sinnvoll, wenn der Leidensdruck groß ist oder man immer wieder in dieselben destruktiven Muster gerät. Mir ist es wichtig, psychische Themen zu entdramatisieren, ohne sie zu bagatellisieren. Ein zentrales Warnsignal ist beispielsweise, wenn wir dauerhaft gegen uns selbst leben: ständig über unsere Grenzen gehen, unsere Bedürfnisse ignorieren oder uns innerlich unter Druck setzen. Auch Reizbarkeit, Erschöpfung, Rückzug oder das Gefühl von innerer Leere sollten wir ernst nehmen.
Welche Empfehlungen geben Sie in einer solchen Situation?
Wichtig ist, diese Signale nicht sofort zu bewerten oder zu dramatisieren, sondern neugierig zu betrachten: Was brauche
Psychologisches Grundwissen muss so selbstverständlich sein wie körperliche Vorsorge.
ich gerade? Was kommt zu kurz? Denn, wenn wir selbst innerlich aus der Balance geraten, bleibt das selten ohne Folgen für andere. Wir reagieren schärfer, ziehen uns zurück oder verletzen Menschen, die uns eigentlich nahestehen. Psychische Selbstfürsorge ist deshalb keine egoistische Angelegenheit, sondern auch eine Form von Verantwortung gegenüber unserem Umfeld.
Also gilt: Je früher wir hinschauen, desto leichter können wir gegensteuern?
Ja, psychische Stabilität entsteht aber weniger durch große Maßnahmen, sondern durch kleine, regelmäßige Gewohnheiten. Dazu gehören ein liebevoller Umgang mit sich selbst, realistische Erwartungen, gute soziale Kontakte und ausreichend Erholung. Auch das bewusste Wahrnehmen von Gefühlen, statt sie wegzudrücken, ist zentral. Ich empfehle außerdem, immer wieder aus dem „Autopiloten“ auszusteigen und sich zu fragen: Ist das, was ich gerade denke oder tue, wirklich hilfreich für mich und meine Umgebung?
Wie können wir als Gesellschaft besser vermitteln, dass mentale Gesundheit ebenso wichtig ist wie körperliche? Ich bin überzeugt, dass psychologisches Grundwissen so selbstverständlich sein muss wie körperliche Vorsorge. Ich glaube, wir unterschätzen massiv, welches Unrecht Menschen einander antun, wenn sie sich selbst nicht reflektieren. Ein großer Teil von Gewalt, Machtmissbrauch, Ausgrenzung und Grausamkeit in der Menschheitsgeschichte ist nicht aus Stärke entstanden, sondern aus innerer
Unreife, aus Angst, Kränkung und ungeheilten inneren Konflikten. Menschen, die ihre eigenen Schatten nicht kennen, projizieren sie nach außen; auf andere Gruppen, andere Meinungen, andere Lebensentwürfe. Psychologische Aufklärung bedeutet deshalb nicht nur individuelles Wohlbefinden, sondern ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Wer gelernt hat, die eigenen Gefühle einzuordnen, Verantwortung für das eigene Innenleben zu übernehmen und Kränkungen zu regulieren, ist weniger anfällig für Radikalisierung, Feindbilder und Machtfantasien. Mentale Gesundheit ist halt auch Gewaltprävention. Natürlich ist eine reflektierte Gesellschaft nicht konfliktfrei, aber sie ist deutlich weniger zerstörerisch. Und das halte ich für eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben überhaupt.
Viele unserer Reaktionen entstehen aus alten inneren Prägungen.
Fakten
Stefanie Stahl liebt es, mit ihrem Hund im Wald zu wandern. Die Autorin liest selbst gern und greift bevorzugt zu psychologisch fein beobachteten Geschichten.
Aktuelle Lektüre: “We Begin at the End” („Von hier bis zum Anfang“) von Chris Whitaker – ein Mix aus Krimi und Familiengeschichte.

Gesundheit beginnt mit einer Pause
REGENERATION
Erholung ist kein Luxus. Sie ist Wartung für Körper und Kopf. Wer sie auslässt, merkt das oft erst, wenn nichts mehr geht.
Text: Thomas Soltau
Foto: Andrej Lišakov
Regeneration ist in Deutschland längst ein messbares Thema. Die Techniker Krankenkasse meldete für 2024 im Schnitt 19,1 Krankheitstage je versicherter Erwerbsperson und einen Krankenstand von 5,23 Prozent. Das sind keine abstrakten Kennziffern. Dahinter stehen Menschen, die sich durch Tage schieben, obwohl der Akku längst rot blinkt. Der Körper kennt im Grunde zwei Programme: Alarm und Aufbau. Stress schaltet auf Alarm. Puls und Blutdruck steigen, die Atmung wird flacher, Muskeln spannen an. Für kurze Sprints ist das genial. Für Wochen mit Meetings, Mails und Dauerlärm ist es teuer. In Ruhe kippt das System zurück. Die Muskelspannung lässt nach, die Atmung wird ruhiger, Herzfrequenz und Blutdruck sinken. Dann investiert der Körper wieder: in Reparatur, Immunarbeit, in innere Ordnung. Genau deshalb fühlen sich zehn ruhige Minuten manchmal so an, als hätte jemand das Licht wieder richtig eingestellt. Krankenkassen und Arbeitsmediziner sehen, wie oft diese Rückkehr ausfällt. Pausen werden geschoben, gestrichen, durch „nur noch schnell“ ersetzt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat das gezählt: Bei 31 Prozent der abhängig Beschäftigten fallen Ruhepausen häufig aus, in Gesundheitsberufen erlebt das fast jede zweite Person – 49 Prozent. Der Kalender ist voll, der Kopf erst recht. Wer dann abends kurz angebunden wirkt, ist nicht unbedingt unfreundlich. Häufig ist er schlicht leer. Besonders deutlich wird es bei psychischen Erkrankungen. Sie sind nicht immer die häufigsten Diagnosen, aber sie sind oft die längsten. Das Wissenschaftliche Institut der AOK berichtet für 2024 eine durchschnittliche Falldauer von 28,5 Tagen
je Fall bei psychischen Erkrankungen. Vier Wochen sind ein ganzes kleines Leben: Termine platzen, Projekte warten, Familien improvisieren. Und für Betroffene ist es oft ein Schock, wie schnell „Ich zieh das durch“ in „Ich kann nicht“ kippt.
Schlaf ist die konsequenteste Form der Regeneration. Er ist ein biologischer Pflichttermin, kein nettes Extra. In der Nacht sortiert das Gehirn Eindrücke, stabilisiert Erinnerungen und dämpft Stressreaktionen. Der Körper reguliert Entzündungen, repariert Gewebe und schaltet in einen Modus, den man tagsüber nicht nachholen kann. Das Statistische Bundesamt ermittelte für 2022 eine durchschnittliche Schlafdauer von 8 Stunden und 37 Minuten pro Tag. Das klingt beruhigend. Gleichzeitig zeigte eine RKI-Auswertung auf Basis der Studie 2008 bis 2011, dass rund ein Drittel der Erwachsenen potenziell klinisch relevante Ein- oder Durchschlafstörungen berichtete. Man kann also lange im Bett liegen und trotzdem nicht auftanken. Länge ersetzt keine Tiefe. Wer abends nicht runterkommt, schläft oft am Körper vorbei. Was hilft, ohne das Leben neu zu erfinden?
Erstens: Bewegung, aber ohne SportPathos. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Erwachsene 150 bis 300 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche. Das ist weniger „Training“ als Grundpflege. Ein zügiger Spaziergang zählt, Radfahren ebenso. Wer regelmäßig moderat aktiv ist, schläft häufig tiefer und fühlt sich tagsüber stabiler.
Zweitens: Pausen, die wirklich Pausen sind. Fünf Minuten ohne Bildschirm sind keine Schwäche, sondern ein Reset. Wer
dabei bewusst langsam atmet, merkt oft erst dann, wie viel Spannung sich tagsüber ansammelt.
Drittens: Umgebung. Unser Nervensystem ist empfindlich für Luft, Licht und Geräusche. Besonders gut beruhigt es sich dort, wo der Wind kühl ist und die Luft einen Hauch Salz trägt. An Küsten spricht man von einem klimatischen Trainingsreiz: Der Körper wird sanft gefordert, ohne überfordert zu werden. Viele Rehabilitationskliniken nutzen diese Mischung aus Klima, Bewegung und Ruhe, weil sie im Alltag der Medizin funktioniert. Der Effekt ist oft so schlicht, dass man ihn unterschätzt: Man atmet tiefer, der Brustkorb wird weiter, der Kopf bekommt Platz. Praktisch heißt das: Draußen wird der Kopf leiser, weil nicht jeder Reiz etwas von uns will. Am Meer kommt noch etwas hinzu. Der Wind trägt fein zerstäubte Salze, die sich in den oberen Atemwegen absetzen können. Viele berichten, dass sie freier atmen und besser schlafen. Das ist nicht Magie, sondern Milieu: Luftfeuchte, Temperatur, Wind und Salz wirken zusammen und helfen dem
Körper, von Alarm auf Aufbau zu schalten. Und ohne großen Plan.
Viertens: soziale Entlastung. Erholung passiert nicht nur allein im Liegestuhl. Sie passiert auch, wenn man nicht performen muss. Ein Abendessen ohne Handy auf dem Tisch. Ein Gespräch, das nicht nach drei Minuten in eine To-do-Liste kippt. Zehn Minuten Stille nebeneinander, ohne dass es peinlich wird. Das klingt banal, ist aber für viele das Schwerste: nichts erklären, nichts optimieren, einfach da sein. Und ja, manchmal gehört auch Langeweile dazu. Sie ist der Wartesaal, in dem neue Ideen wieder auftauchen.
Erholung ist am Ende eine Entscheidung gegen die Illusion, dass Menschen Maschinen sind. Sie brauchen Pausen. Wer sie einplant, wird nicht fauler, sondern verlässlicher. Und manchmal ist das Gesündeste, was man tun kann, schlicht: heute früher Schluss, morgen besser weiter. Die Pause ist nicht das Ende des Tages. Sie ist sein Reparaturfenster – am besten mit Blick aufs Meer.

Der VITA1001 – Bio Vitalkaffee: Premium-Genuss mit Herz und Idee
Der VITA1001 – Bio Vitalkaffee ist wohl einer der geschmackvollsten PREMIUM REISHI-Kaffees in diesem Universum. Er vereint hochwertigen Kaffeegenuss mit einer klaren Idee: belebend, bekömmlich und einzigartig in seiner Zusammensetzung. Die Basis bildet 100 % feinster Hochland-Arabica-Kaffee aus West-Honduras, veredelt mit zwei ausgewählten Vitalpilzen – Ganoderma lucidum (Reishi) und Agaricus blazei Murrill (Mandelpilz) aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft aus Österreich. Diese

besondere Mischung macht den Kaffee basisch und säurearm. Ideal ist er bei Kaffeeunverträglichkeit, für Basen- und Intervallfaster, Vegetarier und Veganer sowie vor und nach dem Sport. Gesundheitsbewusste, Kaffee-Allergiker, Müdigkeits-Kandidaten und Abnehm-Interessierte schätzen ihn als sanfte Alternative zum klassischen Kaffee. Der VITA1001 – Bio Vitalkaffee ist in zwei Varianten erhältlich: als 250 g gemahlener Bio-Röstkaffee in aluminiumfreier ÖKOAroma-Schutzverpackung sowie als 100 % kompostierbare Holzfaser-Espresso-Kapseln, Nespresso-kompatibel, plastik- und aluminiumfrei. Die Kapseln bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, sind biologisch abbaubar und können in der Biotonne oder am Kompost entsorgt werden.
Die regionale Verarbeitung garantiert höchste Qualität: Schonend in Handarbeit geröstet und in einer bio-zertifizierten Kaffeerösterei in Oberösterreich (4. Generation, über 90 Jahre Tradition) abgefüllt.
Mit jeder Packung wird zudem ein soziales Kaffeebauernprojekt in West-Honduras unterstützt. Das Sortiment von VITA – Bio Lebensmittelhandel e.U., gegründet 2014 vom PREMIUM-REISHI-KaffeePionier Gerold Helmut Jernej, umfasst neben dem VITA1001 – Bio Vitalkaffee auch LAMPOCOY – Café de Mujeres, Tyroler Glückspilze – hochwertige biologische Vitalpilze sowie Organo Gold. VITA steht für Nachhaltigkeit, Fairness und Qualität und motiviert Menschen, Verantwortung zu übernehmen – mit bewusstem Genuss für Körper und Wohlbefinden.


Juist – Eine Insel für Kopf und Körper
Gesundheit kann vieles sein. An der Nordsee auf dem Töwerland Juist („Zauberland“) ist es eines: Entschleunigung. Die autofreie Insel schafft Raum für Ruhe und Langsamkeit, für Frische und Klarheit. Der einzige Verkehr: Fußgänger:innen, Radfahrer:innen oder –wortwörtlich – zwei Pferdestärken. Und das ist nebenbei noch gut für den Kopf: keine Überreizung, keine Überangebote. Einfach Abstand – vom Alltag, vom Stress, von Verpflichtungen. Alles kann, nichts muss.
Die Weite des Horizonts genießen kann man am 17 km langen naturbelassenen Strand der Insel. Hier spürt man die raue See; Wellen kommen und gehen, stetig, immer wieder. Es ist eine Aussicht, die glücklich macht, die Stress reduziert und Zufriedenheit ins Leben bringt. Die frische, salzige Meeresluft säubert
die Lungen, beruhigt die Haut und sorgt für eine bessere Kondition. Atempause für Körper und Seele. Das pure Sein auf der Insel begeistert… und heilt! Juist, das ist die Insel der natürlichen Gesundheit, der Auszeit für Kopf und Körper.
Jetzt das Töwerland Juist entdecken & Entschleunigung erleben!
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ADVERTORIAL
Fit im Job, stark im Alltag: Firmenfitness als Erfolgsfaktor
Gesunde Mitarbeitende stärken, Stress reduzieren — mit Hansefit wird es möglich!
Regelmäßige Bewegung verbessert Konzentration, reduziert Erschöpfung und stärkt die mentale Widerstandskraft. Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche, doch im Arbeitsalltag ist dieses Pensum oft schwer erreichbar.
„In einer Welt, die immer schneller wird, bieten wir Unternehmen eine Möglichkeit, ihre Teams nicht nur gesund zu halten, sondern ihnen auch die nötige Energie und Resilienz für den Arbeitsalltag zu verleihen“, sagt Roland Reinheimer, Geschäftsführer von Hansefit, einem der führenden FirmenfitnessAnbieter in Deutschland, und baut dabei auf mehr als 20 Jahre Expertise.

Roland
Reinheimer, Geschäftsführer von Hansefit
Firmenfitness von Hansefit setzt genau dort an, wo Belastungen entstehen: im Alltag. Über 13.000 Partnerstudios und mehr als 50 Sportarten – von klassischen Fitnessstudios und Schwimmen über Yoga und Wellness bis hin zu Padel, Bouldern oder Kryotherapie – die Vielfalt stellt sicher, dass jeder das findet, was der Körper und die persönliche Situation gerade braucht. Unterschiedliche Lebensrealitäten, Zeitmangel und individuelle Bedürfnisse erfordern flexible Lösungen. „Damit Bewegung langfristig wirkt, muss sie sich an den Menschen anpassen – nicht umgekehrt. Genau deshalb setzen wir bei Hansefit auf Vielfalt und individuelle Wahlfreiheit“, betont Roland Reinheimer.
Mitarbeitende können deutschlandweit rund um die Uhr etwas für ihr Wohlbefinden tun. Neben dem Studioangebot stehen mehr als 6.000 Onlinekurse, live oder on demand, zur Verfügung – ob im Büro, im Homeoffice oder remote. Bewegung ist kein „Niceto-have“, sondern ein zentraler Hebel, der Prävention, Leistungsfähigkeit, Motivation und Mitarbeiterbindung direkt stärkt. Die „Great Employee Benefits Study 2025“* ist eine europaweite Befragung zur Wirkung von Mitarbeiterbenefits. In Deutschland zeigt sie: 72 % der Beschäftigten mit Fitness - Benefits fühlen sich körperlich unterstützt, 65 % sehen eine positive Auswirkung auf ihre Work- Life - Balance. Hansefit setzt zudem gezielt auf Prävention: zerti -
fizierte Kurse, die auch mentale Gesundheit abdecken und helfen, Stress frühzeitig entgegenzuwirken.
Ziel ist, Belastungen vorzubeugen, bevor Symptome auftreten. Kooperationen mit Wellbeing -Apps wie Balloon, einem Achtsamkeitstrainer, und Ernährungs -Apps wie Yazio ergänzen das Angebot und unterstützen Mitarbeitende im Alltag.
Bewegung, mentale Gesundheit und Prävention werden zu einem ganzheitlichen Ansatz verknüpft, der sich an den realen Bedürfnissen moderner Arbeitswelten orientiert. „Firmenfitness von Hansefit ist mehr als ein Benefit. Es ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens, indem es die Basis für eine engagierte, gesunde und leistungsfähige Belegschaft schafft“, so Reinheimer. Unternehmen investieren so nicht nur in Fitnessangebote, sondern in resiliente, gesunde und leistungsfähige Mitarbeitende.
Weitere Infos unter: www.hansefit.de
* www.hansefit.de/magazin/ fitness/gebs-2025
Ästhetisch-Plastische Chirurgie –natürliche
EINLEITUNG
Nachhaltigkeit
Schönheit wird heute anders definiert als noch vor wenigen Jahren. Statt Perfektion rücken Gesundheit, Natürlichkeit und Authentizität in den Mittelpunkt. Viele Patienten wünschen sich ein frisches, vitales Aussehen – im Einklang mit ihrem Lebensstil und ihrem Körper. „Longevity“, also gesund altern und damit auch gesund aussehen, hat sich zu einem zentralen Anliegen entwickelt.
Foto: Presse
Der Fokus liegt auf nachhaltigen Ergebnissen, die das eigene Wohlbefinden stärken und die persönliche Identität respektieren sowie auch funktionelle Bereiche unseres Körpers optimieren bzw. wiederherstellen.
Die moderne Ästhetisch-Plastische Chirurgie begleitet diesen Wandel. Sie bietet evidenzbasierte Konzepte, die auf langfristige Qualität setzen. Harmonische Veränderungen, eine verbesserte Hautgesundheit und die Wiederherstellung natürlich gewachsener Konturen stehen heute weit vor kurzfristigen Effekten. Hierbei kommen nicht nur innovative Technologien zum Einsatz, sondern auch der Bereich der Biostimulation findet immer mehr Anklang. Der Wunsch nach altersgerechter Attraktivität, ohne seinen eigenen Typ dabei zu verlassen, steht mehr denn je im Mittelpunkt. Auch ein Grund, warum gerade chirurgische Maßnahmen wie Facelifts eine Renaissance erleben.
Dennoch gibt es auch immer eine Kehrseite der Medaille: Im Wachstumsmarkt der Ästhetischen Medizin drängen sich den Patienten immer mehr Anbieter ohne abgeschlossene Facharztausbildung auf. Kreative Eigenbezeichnungen wie „Beauty Doc“ oder „Schönheitschirurg“ suggerieren Kompetenz, ohne dass eine formal geregelte Qualifikation vorliegt. Für Patienten ist es schwer zu unterscheiden, wer qualifiziert ist und wer nicht – mitunter
mit gravierenden Konsequenzen: Komplikationen, unzureichende Ergebnisse und Korrektureingriffe, die dann erfahrene Fachärzte übernehmen müssen.
Die DGÄPC-Statistik 2025 zeigt deutlich: Besonders jüngere Patienten sind unsicher. Fast die Hälfte der unter 30-Jährigen kann den Unterschied zwischen einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und einem nicht regulierten Anbieter nicht sicher einschätzen. Aufklärung bleibt daher ein essenzieller Bestandteil unserer Arbeit als Fachgesellschaft.
Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Einflussfaktor, der stetig an Dynamik gewinnt: soziale Medien. Kurzlebiger, stark bearbeiteter Content erschafft unrealistische Schönheitsideale. Filter, KI-Bearbeitung und sichtbare Überbehandlungen sind vielerorts normalisiert. Die psychologische Wirkung auf junge Menschen ist erheblich –der Wunsch nach Veränderung wird in diesem Umfeld verstärkt wie nie zuvor.
Es braucht aus unserer Sicht daher einen klaren Schutzrahmen für vulnerable Zielgruppen. Transparenz über digitale Bildbearbeitung und angewandte Techniken sollte verpflichtend sein, um Vergleiche mit künstlich-optimierten Vorbildern zu vermeiden. Ziel ist es, den Blick für attraktive Natürlichkeit zu stärken und ein gesundes Selbstwertgefühl zu ermöglichen – mit oder ohne individuelle Besonderheiten.

med. Michaela Montanari, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie & Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Bochum
Kurzlebiger, stark bearbeiteter Content erschafft unrealistische Schönheitsideale. Filter, KI-Bearbeitung und sichtbare Überbehandlungen sind vielerorts normalisiert. Die psychologische Wirkung auf junge Menschen ist erheblich – der Wunsch nach Veränderung wird in diesem Umfeld verstärkt wie nie zuvor.
Die DGÄPC setzt sich zudem aktiv für eine qualitätsorientierte Weiterentwicklung unseres Fachgebietes ein. Dazu gehört unter anderem auch die Forderung nach einem verbindlichen Facharztvorbehalt in der ästhetischen Behandlung, wie es ihn z. B. in Frankreich und Österreich bereits gibt. Nur so lassen sich Patientensicherheit, fachliche Standards und verantwortungsvolle Ergebnisse nachhaltig garantieren. Denn Ästhetisch-Plastische Chirurgie bedeutet Verantwortung – für Gesundheit, für Natürlichkeit und für die Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken.

Vitalität, die man sieht. Pflege, die wirkt.
PRODUKTEMPFEHLUNGEN
Gesunde Haut, kräftiges Haar und allgemeines Wohlbefinden beginnen mit der Versorgung von innen. Mikronährstoffe, Bio-Lebensmittel und antioxidative Inhaltsstoffe unterstützen die Zellfunktionen, stärken das Gewebe und liefern Energie. In Kombination mit gezielter Haut- und Haarpflege für Hydration, Straffung und Glanz entsteht ein Zusammenspiel, das innere Vitalität und natürliche Ausstrahlung sichtbar macht – unabhängig vom Geschlecht.
Zellgesundheit neu gedacht: Zell Boost wirkt dort, wo Altern beginnt – in den Zellen. Die wirkungsvollsten Mikronährstoffe der Longevity Forschung in 2 Kapseln pro Tag vereint.
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Frizz adé: Das Lamellar Repair Spray glättet die Haarstruktur in Sekunden, spendet intensive Feuchtigkeit und verleiht geschmeidiges, glänzendes Haar mit strahlender Frische – ganz ohne zu beschweren.
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Die MON OLIVE LONGÉVITÉ Microgel Crème ist eine leichte 24-Stunden-Pflege mit MicrogelTextur. Sie spendet intensive, langanhaltende Feuchtigkeit, glättet die Haut und verleiht einen frischen, ebenmäßigen Teint. Preis: 360 € (50 ml) www.sophies-garden.beauty

Die Shilajit Plus+ Men’s Edition von peplement® vereint originales Shilajit aus dem Himalaya mit traditionellen Pflanzenextrakten, Vitaminen und Mineralstoffen – zur gezielten Unterstützung einer aktiven, leistungsorientierten Lebensweise. Preis: 28,90 € www.peplement.de

Matcha als Smoothie Bowl: Cremiger Mix aus Bio-Früchten und japanischem Grüntee mit der Matcha Bowl von Wholey.
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Der VITA1001 – Bio Vitalkaffee ist wohl einer der geschmackvollsten PREMIUM REISHI-Kaffees in diesem Universum! Mit dem Kauf einer Packung unterstützen Sie ein soziales Kaffeebauern Projekt in West-Honduras.
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Die ’OLU’OLU Collagen Mask ist eine Soforteffekt-Maske für einen frischen Glow. Algenextrakte und pflanzliches Kollagen straffen fühlbar, glätten Linien und verleihen der Haut in Minuten ein ebenmäßiges Aussehen.
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Hoffnungsschimmer bei Lipödem
BEINLEIDEN
Endlich Aufwind bei Forschung und Therapie der chronischen Krankheit.
Text: Kirsten Schwieger
Foto: Antonius Ferret/pexels
Rund vier Millionen Frauen leiden deutschlandweit unter der krankhaften Fettverteilungsstörung
Lipödem. Die Zahl der Diagnosen nimmt stark zu – auch, weil die Krankheit mittlerweile mehr Aufmerksamkeit und auch mehr Sichtbarkeit bekommt. So gingen Experten schon früher von einer viel höheren Dunkelziffer aus, da viele Betroffe -
Um Schmerzen zu lindern und eine Fortschreitung aufzuhalten, kommt hierzulande am häufigsten die konservative Therapie in Form von Kompressionstherapie und Lymphdrainage zum Einsatz.
ne nicht zum Arzt gehen. Zudem erkennt auch nicht jeder Mediziner zweifelsfrei die chronische Erkrankung, die sich durch beidseitig geschwollene Oberschenkel – und oft auch Arme – manifestiert.
Oft wird das Krankheitsbild aufgrund des ähnlichen Beschwerdebildes auch mit Adipositas (Fettleibigkeit) verwechselt. Tatsächlich hat jede zweite Betroffene einen Body-Mass-Index über 30, die offizielle Definition für adipös. Aufgrund falscher oder später Diagnosen wurden viele betroffene Frauen oft jahrelang falsch behandelt.
Unbehandelt schreitet die Krankheit immer weiter voran und durchläuft dabei drei verschiedene Stadien. Im fortgeschrittenen Stadium entstehen zusätzlich Wassereinlagerungen (Ödeme), die das Lymphgefäßsystem schädigen und zu einem Lipo-Lymphödem führen können. In diesem Stadium III verhärtet sich das Gewebe und es entstehen Fettwülste, die das Gehen stark behindern. Schmerzhaft ist das Lipödem aber in jedem Stadium.
Viele Jahre wurden Forschung, Diagnose und Therapie zum Lipödem vernachlässigt – langsam ändert sich das. Aufatmen
können die Betroffenen aber noch lange nicht. So ist die Ursache der extrem schmerzhaften Schwellungen – die weder durch Diäten noch Sport verschwinden – immer noch ungeklärt. Neben den Schmerzen und körperlichen Einschränkungen stellt das Lipödem auch eine große psychische Belastung dar. In der aktuellen S2k-Leitlinie wird betont, dass die Betroffenen häufig unter erheblichen psychosozialen Belastungen leiden, die unbedingt in die Behandlung und Betreuung einbezogen werden sollten.
Da die Ursache des Lipödems nicht bekannt ist, kann es noch nicht geheilt werden. Jedoch lässt sich der Verlauf abmildern. Um Schmerzen zu lindern und eine Fortschreitung aufzuhalten, kommt hierzulande am häufigsten die konservative Therapie in Form von Kompressionstherapie und Lymphdrainage zum Einsatz. Um einer Verschlimmerung entgegenzuwirken, ist es zudem wichtig, sein Gewicht zu reduzieren beziehungsweise zu halten –idealerweise durch sportliche Betätigung.
All diese Maßnahmen können das krankhaft vermehrte Fettgewebe jedoch nicht reduzieren. So ist eine Fettabsaugung (Liposuktion) oft die letzte Hoffnung vieler Betroffener. Hierbei handelt es sich
um einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose zur Entfernung von überschüssigen Fettansammlungen der betroffenen Körperpartien. In den meisten Fällen sind mehrere Eingriffe erforderlich. Verschiedene Studien belegen, dass der Eingriff die Symptome des Lipödems deutlich bessert, bis hin zur Beschwerdefreiheit – und das meist für viele Jahre.
Aktuell werden die ersten Daten einer klinischen Studie ausgewertet, welche die Liposuktion mit der nichtoperativen Standardbehandlung vergleicht.
Fakten
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im Juli 2025 beschlossen, die Liposuktion bei einem Lipödem als Regelleistung der GKV einzuführen – und zwar auch in den Stadien I und II.

Wenn Leichtigkeit zur Lebensqualität wird
Wie moderne Kompressionsmassage den Alltag verändert und warum Venen Engel neue Maßstäbe setzt
Schwere, müde oder geschwollene Beine gelten für viele Menschen als unangenehmes, aber oft akzeptiertes Begleitphänomen des Alltags. Langes Sitzen, wenig Bewegung, hormonelle Veränderungen oder genetische Veranlagung: Die Ursachen sind vielfältig. Was lange unterschätzt wurde, sind venöse und lymphatische Beschwerden. Sie betreffen Millionen Menschen, insbesondere Frauen, und wirken sich spürbar auf Wohlbefinden, Beweglichkeit und Lebensqualität aus. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Lösungen, die nicht nur medizinisch wirksam sind, sondern sich auch einfach in den Alltag integrieren lassen. Genau an dieser Schnittstelle setzt moderne Kompressionsmassage an.
Was Kompressionsmassage wirklich bewirkt
Die sogenannte intermittierende pneumatische Kompression (IPK) ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil medizinischer Therapien. Sie wird unter anderem bei venösen Erkrankungen sowie Lip- und Lymphödemen eingesetzt. Das Prinzip ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Mehrere Luftkammern füllen sich rhythmisch von den Füßen in Richtung Körpermitte. Der sanft aufgebaute Druck unterstützt den natürlichen Rückfluss von Blut und Lymphflüssigkeit, entlastet das Gewebe und kann Schwellungen reduzieren. Neu ist nicht die Methode, sondern ihre Alltagstauglichkeit. Was früher überwiegend in Praxen oder Kliniken stattfand, ist heute so aufbereitet, dass Menschen die Anwendung selbstbestimmt zu Hause nutzen können – ohne Termine, ohne Zeitdruck, ohne komplizierte Abläufe.
Venen Engel: MedTech aus Deutschland, gedacht für den Alltag Venen Engel ist ein deutsches Familienunternehmen mit Sitz in Schlüchtern, das sich genau dieser Aufgabe verschrieben hat: bewährte Medizintechnologie zugänglich zu machen - verständlich, ästhetisch und alltagstauglich. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Technik, sondern auf dem Menschen dahinter.
„Unser Ziel ist es, Kompressionsmassage aus dem rein therapeutischen Umfeld he -


rauszuholen und als selbstverständlichen Teil moderner Selbstfürsorge zu etablieren“, erklärt Barbara Kochniss, Marketing-Verantwortliche von Venen Engel. „Viele Betroffene bringen eine lange Leidensgeschichte mit. Wir möchten Lösungen anbieten, die wirksam sind – und zugleich empowernd.“
Dieser Ansatz zeigt sich im gesamten Portfolio: von einfach zu bedienenden Einstiegsgeräten über individualisierbare Premiumlösungen bis hin zu speziell entwickelten Lymph-Flow Pants und medizinisch zertifizierten Kompressionsstrümpfen. Alle Produkte basieren auf dem gleichen medizinischen Fundament, unterscheiden sich jedoch bewusst in Funktionsumfang und Anwendungsfokus.
30 Minuten, die den Unterschied machen Für viele Nutzerinnen und Nutzer ist es genau diese Alltagstauglichkeit, die den Unterschied macht. Eine Anwendung dauert meist rund 30 Minuten – Zeit, die sich problemlos abends auf dem Sofa, nach einem Arbeitstag oder als bewusste Me-Time integrieren lässt. Kompressionsmassage wird damit nicht zur zusätzlichen Pflicht, sondern zu einem festen Ritual der Entlastung und Selbstfürsorge.
Besonders bei chronischen Beschwerden wie Lip- oder Lymphödemen ist dieser Aspekt entscheidend: Regelmäßigkeit lässt sich nur dann erreichen, wenn eine Anwendung realistisch in den Alltag passt. Venen Engel versteht sich hier nicht als Ersatz ärztlicher Therapie, sondern als sinnvolle Ergänzung: kontrollierbar, flexibel und individuell anpassbar.
Transparenz, Service und Vertrauen Auch jenseits der Produkte setzt Venen Engel auf Klarheit. Die Geräte sind direkt über www.venenengel.de erhältlich, Preise sind transparent kommuniziert und beginnen je nach Produkt im mittleren zweistelligen bis unteren dreistelligen
Bereich. Ergänzt wird das Angebot durch persönliche Beratung, EU-weiten Versand und flexible Kombinationsmöglichkeiten.
Diese Mischung aus medizinischer Seriosität, Nutzerorientierung und Servicequalität wurde zuletzt auch extern bestätigt: Venen Engel wurde mit dem MedTech Europe Award 2026 als „Most Innovative Company“ ausgezeichnet – ein starkes Signal für die Innovationskraft eines Unternehmens, das bewusst neue Wege zwischen Therapie, Prävention und Selfcare geht.
Leichtigkeit als realistisches Ziel Gesunde Beine sind keine Frage von Perfektion. Sie sind die Grundlage für Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensfreude in jedem Alter. Moderne Kompressionsmassage kann dabei helfen, den eigenen Körper zu entlasten und die Selbstwirksamkeit für das eigene Wohlbefinden zurückzugewinnen.

Wer verstehen möchte, wie sich medizinisch fundierte Kompressionsmassage heute in den Alltag integrieren lässt, findet weiterführende Informationen unter www.venenengel.de
NATASCHA OCHSENKNECHT
Ein Leben in Farbe

GROSSES INTERVIEW
Ein Gespräch über Selbstfürsorge, Lebenslust und warum es sich lohnt, neugierig zu bleiben –in jedem Lebensalter. Natascha Ochsenknecht im Interview.
Text: Julia Butz
Foto: Presse, Fuu J/unsplash
Knallpinker Lippenstift, wechselnde Haarfarben und ein Stil, der jede Schublade sprengt: Natascha Ochsenknecht liebt das Leben bunt. „Ich bin eine alterslose Exotin“, sagt Natascha Ochsenknecht, „hatte schon immer eine Art Narrenfreiheit, kann eigentlich anziehen und machen, was ich will – dass ich im Dschungelcamp war, hat auch niemanden überrascht“, sagt sie augenzwinkernd. Spontan, humorvoll, immer offen für Neues. Für sie bedeutet Älterwerden nicht Stillstand, sondern das Bewusstsein, zu wissen, was wirklich zählt und wofür man dankbar ist.
Aufgewachsen in einem kleinen Ort in Niedersachsen, lernte sie früh, was es heißt, anders zu sein. Ihre Eltern galten als unkonventionell, auch sie selbst fiel auf, allein durch ihre Größe. „Anfangs
wurden wir im Dorf gemieden, bis wir aktiv auf die Nachbarn zugegangen sind und gemerkt haben: Hinter Ablehnung steckt oft nur Unsicherheit.“ Diese Erfahrung hat sie geprägt. Auch sie begegnet Menschen mit Offenheit statt Vorurteilen und mit der Gelassenheit, nicht allen gefallen zu müssen. „Älterwerden hieß für mich schon früh, nicht jede Meinung zu wichtig zu nehmen.“ Diesen Gedanken möchte sie besonders jungen Frauen mit auf den Weg geben: „Zehn Leute, zehn Meinungen! Hört mehr auf eure innere Stimme, auf das Bauchgefühl. Und habt den Mut, authentisch zu sein.“
Sich mit jeder Erfahrung ein Stück näherzukommen, auch darin liegt das Glück des Älterwerdens.
Ob Mode- oder Kosmetiklinie, Bücher, Fernsehshows oder neue kreative Wege: Natascha Ochsenknecht liebt es, sich auszuprobieren. „Ich werde oft gefragt: Hast du nicht Lust ...? Und dann denke ich: Warum eigentlich nicht?“ Diese Neugier führte sie auch zu ihrer farbenfrohen
Fotokunst. Ihre Werke sind so lebendig wie sie selbst und werden in limitierter Auflage in Galerien angeboten. Gerade hat sie das Schauspiel für sich entdeckt. „Ich trainiere, wieder besser auswendig zu lernen.“
Nach einer Corona-Demenz ist das eine besondere Herausforderung und zugleich ein Symbol für ihren Durchhaltewillen. Aktuell startet sie ihren eigenen Podcast: „Wonder Mom“ geht Ende Januar online und verspricht spannende Gäste und Gespräche voller Offenheit, Humor und echtem Leben. Auch künftig hat sie Pläne: singen, schreiben, Neues ausprobieren.
Farbe strukturiert dabei auch ihren Alltag – im wahrsten Sinne. Ihr Morgenritual beginnt mit Kaffee im Bett, Gedanken zum Vortag und dem Blick in den farblich markierten Kalender. „Die Farbe Pink zum Beispiel steht für Termine, bei denen ich Geld verdiene. Die Farbe Gelb, so wie wir es jetzt machen, für Interviews oder Medientermine. Wenn ich Tage freihabe, dann bekommen Sie Lila oder eine andere Markierung“, erzählt sie. „Das gibt mir Struktur, aber auch Vorfreude. Ich sehe sofort, was mich erwartet, und kann bewusst in den Tag starten.“ Farbe als Kompass und kleine Erinnerung
Hört mehr auf eure innere Stimme, auf das Bauchgefühl. Und habt den Mut, authentisch zu sein.
daran, dass Leben mehr ist als Termine. „Wir sind zu einer Stressgesellschaft geworden und viele setzen sich mit zu engen Zeitplänen selbst unter Druck. Ich finde, wir dürfen uns selbst auch mal Luft zum Atmen lassen.“ Nach vielen gesundheitlichen Herausforderungen spielt Selbstfürsorge in ihrem Leben schon lange eine zentrale Rolle. Sich mit jeder Erfahrung ein Stück näherzukommen, auch darin liegt das Glück des Älterwerdens.
Fakten
Natascha Ochsenknecht wurde als Model bekannt und hat sich seither als vielseitige Unternehmerin, Autorin und Designerin etabliert. Derzeit läuft die aktuelle Staffel der RealitySerie „Diese Ochsenknechts“. Auch ihre Kinder Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Cheyenne stehen regelmäßig in der Öffentlichkeit.
Schönheit beginnt mit dem eigenen Stil
INDIVIDUALITÄT
Krissi van der Viven prägt Looks mit Charakter – für Magazine wie die Vogue, Moderatoren, Models und zahlreiche TV-Produktionen wie Let’s Dance.
Text: Andreas Schack
Foto: Krissi van der Viven/Kasztelanos
Sie arbeiten seit über drei Jahrzehnten im Beauty-Business. Welche Erfahrungen haben Ihr Verständnis von Schönheit geprägt? Nach dreißig Jahren im Business hat mich vor allem eines geprägt: Ich finde Gesichter schön, die Charakter haben. Alles, was zu sehr gespritzt, operiert oder gemacht ist, verliert für mich an Ästhetik. Fältchen oder kleine Makel machen ein Gesicht erst interessant und lebendig. Deshalb arbeite ich lieber typgerecht und natürlich. Und nicht für gefilterte InstaLooks, bei denen man das handwerkliche Können eines Make-up-Artists kaum noch erkennt.
Sie stehen für typgerechte Looks statt Einheitsästhetik. Wie helfen Sie Menschen, ihren eigenen Stil zu finden? Indem ich den Menschen dahinter sehe. Ist jemand sportlich, elegant oder sexy? Für mich gehört eine gewisse Sexyness dazu. Aber immer mit Understatement –classy, nicht billig. Ich habe zum Beispiel einer Kundin aus meiner Celebrity-Welt mal zu einem radikalen Kurzhaarschnitt geraten. Das kam unglaublich gut an und hat ihren Typ erst richtig sichtbar
Mehr
gemacht. Uniforme Social-Media-Ideale sind nicht meins. Dafür ist die Welt zu groß, zu bunt und zu vielfältig.
Welche Entwicklungen bei Produkten und Techniken haben Ihre Arbeit verändert?
Die Produktqualität ist heute fantastisch. Hightech-Formulierungen, gute Inhaltsstoffe, viele vegane Optionen, tolle Texturen und Pigmente – sogar im Drogeriebereich. Gleichzeitig geht handwerkliches Können verloren. Viele arbeiten nur noch mit Filtern. Das ist kein Können. Können heißt, Haut und Haare wirklich zu verstehen, verschiedene Strukturen, verschiedene Typen. Filter erzeugen Vergleiche, die niemand halten kann, und setzen völlig falsche Maßstäbe.
Wie ordnen Sie die schnellen
Beauty-Hypes auf Social Media ein?
Social Media ist ein riesiger Ideenpool. Aber man muss filtern. Viele Trends funktionieren nur fürs Bild, nicht für die Realität. Tausend Punkte im Gesicht sehen im Video toll aus, lassen sich aber kaum umsetzen. Wichtig ist der gesunde Menschenverstand: Was ist echt? Was ist
gefiltert? Was passt zu mir? Trends entstehen kollektiv – früher über Magazine, heute über Plattformen. Das Prinzip hat sich nicht geändert, nur das Tempo.
Was unterscheidet ein TV-Make-up von einem Alltagslook? Diese Grenze gibt es kaum noch. Durch hochauflösende Kameras schminken wir heute genauso leicht und natürlich fürs Fernsehen wie privat. Früher musste man dick arbeiten, heute reicht eine dünne Foundation. Ob Nude oder Glam, die Technik ist dieselbe. Wir arbeiten viel feiner, ehrlicher und näher an der Haut. Insofern ist es wirklich: same, same.
Was möchten Sie Frauen mitgeben, die Make-up mit Perfektion verwechseln? Frauen sind oft unsicher. Ich habe in dreißig Jahren kaum eine kennengelernt, die komplett zufrieden mit sich war. In meinen Workshops erlebe ich immer wieder, dass Frauen vor Freude weinen, wenn sie sich plötzlich schön sehen. Make-up kann Selbstvertrauen geben. Jede Frau sieht gut aus, wenn man ihre Persönlichkeit sichtbar macht. Ein Gesicht lebt durch Mimik, kleine Fältchen, Individualität. Ein
Priorin – Partner Content
als ein Schönheitsproblem
Haarausfall bei Frauen verstehen und gezielt behandeln: Nachhaltige Unterstützung erfordert mehr als kurzfristige P� ege von außen. Haarausfall wird häufig als typisches Männerthema wahrgenommen. Dabei gehört er für viele Frauen zur Lebensrealität: Beim Duschen wirbeln mehr Haare als gewohnt um den Abfluss, der Pony wirkt lichter, das Haar dünner. Solche Veränderungen entstehen selten ohne Ursache. Der weibliche Haarzyklus reagiert äußerst sensibel auf innere und äußere Einflüsse. Hormonelle Umstellungen während Schwangerschaft, Stillzeit, nach dem Absetzen hormoneller Verhütung oder in den Wechseljahren können das natürliche Gleichgewicht des Haarzyklus stören. Haarwurzeln zählen zu den stoff wechsel-aktivsten Zellen des Körpers und reagieren daher besonders schnell auf Defi zite: Fehlen wichtige Vitamine und Nährstoffe, spart der Körper diese zuerst in „nicht lebensnotwendigen“ Strukturen wie Haut und Haaren ein. Stress, Erkrankungen oder Diäten verstärken den Effekt zusätzlich.
Haarwurzeln zählen zu den sto� wechsel-aktivsten Zellen des Körpers und reagieren daher besonders schnell auf De�zite.
Bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie, AGA), die häufi gste Ursache von Haarausfall bei Frauen, liegt eine angeborene Überempfi ndlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Stoff wechselprodukt des männlichen Hormons Testosteron, vor. Die Haarwurzeln verkümmern, die Blutgefäße, die diese mit Nährstoffen versorgen, bilden sich zurück und es kommt zu einem Nährstoffdefi zit an der Haarwurzel*1. Dies führt zu einer Verkürzung der Wachstumsphase und einer längeren Ruhephase der Haarwurzeln.
Mehr Informationen unter www.priorin.de
Nachhaltige Unterstützung bei Haarausfall erfordert daher mehr als kurzfristige Pflege von außen. Entscheidend ist die Versorgung der Haarwurzel von innen. Genau hier setzen die wissenschaftlich fundierten Priorin Kapseln an, die auf jahrzehntelanger Forschung basieren und ausgewählte Mikronährstoffe mit einem speziell hergestellten Hirseextrakt kombinieren. Als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke ist Priorin kein verschreibungspfl ichtiges Arzneimittel, sondern ein Produkt zum Diätmanagement bei hormonell erblich

Krissi van der Viven, Celebrity Hair- & Make-up-Artist
Uniforme Social-Media-Ideale sind nicht meins. Dafür ist die Welt zu groß, zu bunt und zu vielfältig.
gefiltertes Gesicht lebt nicht. Schminken gehört seit Jahrhunderten zur weiblichen Kultur. Es geht darum, sich zu zeigen, nicht, sich zu verstecken.
Fakten
Krissi van der Viven ist seit über 30 Jahren Make-up-Artist und zählt zu den erfahrensten Profis der Branche. Sie arbeitet für TV, Fotoproduktionen und Events, gibt Workshops und vermittelt ihr Wissen online. Ihr Schwerpunkt: authentische, typgerechte Schönheit.

bedingten Haarwachstumsstörungen und Haarausfall bei Frauen, das die Haarwurzeln gezielt mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Enthalten sind Hirseextrakt, LCystin (Eiweißbaustein der Haarsubstanz Keratin) und Pantothensäure (Vitamin B5) – eine Nährstoff kombination, die nachweislich zu einem verbesserten Haarwachstum beiträgt *2. In einer Studie bei Frauen mit AGA wurde belegt: Nach sechs Monaten Einnahme der Nährstoff kombination zeigte die fotografische Messung signifi kant mehr wachsendes Haar *3 sowie dichteres und kräftigeres Haar *4
Priorin verbindet als Marke von Bayer über 60 Jahre pharmazeutische Expertise mit wissenschaftlicher Evidenz und setzt dabei auf nachhaltige Ergebnisse statt
Blitzlösungen: Da die Follikelregeneration Zeit benötigt und der Haarzyklus insgesamt mehrere Jahre umfasst, sind Priorin Kapseln darauf ausgelegt, die Haarwurzel langfristig zu versorgen. Die Einnahmeempfehlung bei Haarausfall entspricht zwei Kapseln morgens und eine Kapsel abends. Die Einnahme sollte sich aufgrund des langsamen Haarwachstums mindestens über einen Zeitraum von zwölf Wochen erstrecken.
*1 Piccini, Ilaria, et al. im Rahmen der SURVIVOR-Studie der Monasterium Laboratory Skin & Hair Research Solutions GmbH: „Intermediate hair follicles from patients with female pattern hair loss are associated with nutrient insufficiency and a quiescent metabolic phenotype.“ Nutrients 14.16 (2022): 3357.
*2 Kanti V, Messenger A, DobosG, et al. Evidencebased (S3) guidelines for the treatment of androgenetic alopecia in women and men. J EurAcadDermatolVenereol. 2018; 32:11-22
*3 Steigerung des Anteils der Haare in der Wachstumsphase.
*4 Gehring W, et al: Das Phototrichogramm als Verfahren zur Beurteilung haarwachstumsfördernder Präparate. Zeitschrift für Hautkrankheiten 2000; 75.

Wenn das Haar geht, hilft die Wissenschaft
HAARAUSFALL
Haarausfall ist weit mehr als ein kosmetisches Problem. Millionen
Menschen sind betroffen – und neue immunologische Forschung stellt das bisherige Verständnis grundlegend infrage.
Text: Thomas Soltau
Foto: Mesut Cicen/unsplash
Wenn sich die Kopfhaut langsam lichtet, schwindet teilweise auch das Selbstbewusstsein der Betroffenen. Haarausfall gehört zu den sichtbarsten Veränderungen des Körpers und zu den emotional belastendsten. Was oft schleichend beginnt, wird für viele Menschen zur dauerhaften Einschränkung der Lebensqualität. Dermatologische Übersichtsarbeiten und medizinische Lehrbuchdaten zeigen: Weltweit sind mehr als 70 Prozent der Männer sowie rund 50 Prozent der Frauen jenseits der Menopause im Laufe ihres Lebens von Haarausfall betroffen. Diese konsolidierten Richtwerte werden auch von Wirtschaftsmedien wie dem Handelsblatt in der Einordnung des Themas herangezogen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellenwert des Themas ist entsprechend hoch, nicht zuletzt, weil Haarausfall häufig schon in jungen Jahren beginnt und sich über Jahrzehnte hinweg verstärkt.
Trotz dieser enormen Verbreitung bleibt die therapeutische Lage ernüchternd. Medizinisch gelten nur wenige Wirkstoffe als gesichert wirksam, ihre Effekte sind begrenzt und teils mit relevanten Nebenwirkungen verbunden. Dabei ist Haarausfall keine einheitliche Erkrankung. Die häufigste Form ist die androgenetische Alopezie, also genetisch bedingter Haarausfall. Große epidemiologische Auswertungen aus der internationalen Dermatologie zeigen, dass bis zu 50 Prozent aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens Anzeichen dieser Form entwickeln. Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Männern: Zwischen 30 und 50 Prozent weisen bis zum 50. Lebensjahr eine sichtbare Ausdünnung des Haars auf, ein Befund, der in zahlreichen Registerstudien bestätigt wurde und als medizinischer Konsens gilt.
Daneben existieren seltener auftretende, medizinisch jedoch hoch relevante Formen. Die Alopecia areata, eine autoimmune Erkrankung, betrifft laut systematischen Übersichtsarbeiten etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung im Laufe ihres
Gleichzeitig verdeutlicht die aktuelle Forschung, dass Haarausfall nicht länger ausschließlich als ästhetisches oder altersbedingtes Phänomen betrachtet werden kann.
Lebens. Global gerechnet entspricht das vielen Millionen Betroffenen. Dermatologen zählen sie zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen der Haut – häufig mit abruptem Haarverlust, starkem Leidensdruck und erheblichen psychosozialen Folgen im Alltag der Betroffenen.
Lange dominierte dennoch ein vereinfachtes Erklärungsmodell. Der Fokus lag auf Hormonen, insbesondere auf Dihydrotestosteron, das Haarfollikel schrittweise schwächt. Dieses Bild greift jedoch zu kurz. Der Haarfollikel ist kein passives Gebilde, sondern ein hochaktives Mini-Organ. Er ist eingebettet in ein fein austariertes Zusammenspiel aus Zellen, Wachstumsfaktoren und immunologischen Signalen. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, verliert das Haar seine Fähigkeit zur Regeneration – oft lange, bevor der Verlust äußerlich sichtbar wird und therapeutische Maßnahmen überhaupt greifen.
In den vergangenen Jahren rückten deshalb immunologische Prozesse stärker in den Fokus der Forschung. Studien zeigen, dass selbst beim genetisch-bedingten Haarausfall lokale Mikroentzündungen rund um den Haarfollikel auftreten können. Diese verkürzen die Wachstumsphase, schädigen Stammzellen und fördern den Übergang in Ruheund Abbauphasen. Haarausfall erscheint damit zunehmend als Störung biologischer Kommunikation im Gewebe – nicht allein als hormonelles Problem, sondern als komplexes Zusammenspiel mehrerer biologischer Ebenen.
Impulse für diesen Perspektivwechsel kommen aus der universitären Grundlagenforschung. Seit mehr als 25 Jahren untersuchen Immunologen ein körpereigenes, entzündungsregulierendes Protein, das ursprünglich wegen seiner Rolle in der Immunmodulation erforscht wurde. In präklinischen Modellen zeigte es Effekte auf Wundheilung und Geweberegeneration. Später fiel auf, dass Haarfollikel in behandelten Hautarealen ihre Aktivität steigerten: Wachstumsphasen verlängerten sich, die Regenerationsfähigkeit nahm zu. Diese Beobachtungen gelten in der Fachwelt als robust, auch wenn der Übertrag auf den Menschen weiterhin sorgfältig geprüft werden muss.
Der zugrunde liegende Mechanismus unterscheidet sich deutlich von klassischen Therapien. Statt systemisch oder hormonell einzugreifen, wirkt dieser Ansatz lokal im Gewebe. Er schützt Haarfollikelzellen vor dem programmierten Zelltod, reaktiviert ruhende Stammzellen

Zwischen 30 und 50 Prozent der Männer weisen bis zum 50. Lebensjahr eine sichtbare Ausdünnung des Haars auf.
und stabilisiert die immunologische Mikroumgebung. Entscheidend ist nicht ein einzelner Effekt, sondern das Zusammenspiel mehrerer biologischer Prozesse – Regulierung statt erzwungener Stimulation.
Die häufigste Form ist die androgenetische Alopezie, also genetisch bedingter Haarausfall.
Noch steht der klinische Realitätscheck aus. Der Weg zur Arzneimittelzulassung ist lang, streng reguliert und kostenintensiv. Gleichzeitig verdeutlicht die aktuelle Forschung, dass Haarausfall nicht länger ausschließlich als ästhetisches oder altersbedingtes Phänomen betrachtet werden kann. Vielmehr rückt er zunehmend in den Kontext chronischer biologischer Fehlsteuerungen. Für Betroffene bedeutet das vor allem eines: die begründete Hoffnung, dass ein alltägliches, oft tabuisiertes Problem künftig fundierter, differenzierter und wirksamer adressiert werden kann. Auch für das Gesundheitssystem und die dermatologische Versorgung könnte dies langfristig neue Standards setzen. Die Forschung steht dabei am Anfang. Und sie wächst!
Wenn
Ho�nung wieder Wurzeln schlägt
Haarausfall betri� t Millionen – und der Wunsch nach wirksamen Produkten ist größer denn je. Ein Immunprotein könnte die Lösung sein.
Geheimratsecken, lichter Scheitel, dünner werdendes Haar: Haarausfall ist kein kosmetisches Randthema, sondern für viele Betroffene eine Belastung. Der globale Markt ist kaum überschaubar. Shampoos, Seren und Tabletten versprechen schnelle Hilfe, doch nur wenige Ansätze halten einer wissenschaftlichen Prüfung stand. Medizinisch gelten bislang nur einzelne Wirkstoffe als belegt, sie greifen jedoch oft systemisch ein oder sind mit Nebenwirkungen verbunden. Genau hier setzt ein Perspektivwechsel an. Statt Symptome zu überdecken, rückt zunehmend die Frage in den Fokus, welche Rolle Entzündungen und das Immunsystem im Haarfollikel spielen. Ein lokaler, nichthormoneller Ansatz, der auf immunologischen Mechanismen basiert und den Körper nicht aus dem Gleichgewicht bringt, gilt als möglicher Durchbruch. Seit mehr als zwei Jahrzehnten erforscht der Immunologe Prof. Dr. Alexander Steinkasserer ein körpereigenes Protein, das dabei eine Schlüsselrolle spielen
Haarausfall ist für viele nicht Eitelkeit, sondern belastet die Lebensqualität massiv. Wenn wir daran etwas ändern, ist das mehr als Kosmetik.
könnte. Gemeinsam mit dem BiotechUnternehmer Dr. Manfred Gröppel hat er diesen Forschungsansatz in eine Vision und das Start-up Mallia geführt.
Haarausfall gilt als Milliardenmarkt – und zugleich als Feld enttäuschter Ho� nungen. Warum glauben Sie, dass sCD83 hier einen echten Durchbruch bringen kann?
Gröppel: Weil wir das Thema nicht kosmetisch angehen, sondern aus der Immunologie heraus. sCD83 basiert auf mehr als 25 Jahren Grundlagenforschung und ist ein körpereigenes, lösliches Immunprotein. Während viele Produkte kurzfristige Effekte versprechen, ohne die biologischen Ursachen zu adressieren, greifen wir gezielt in zentrale Prozesse des Haarfollikels ein. Unser Ansatz ist wissenschaftlich nachvollziehbar, reproduzierbar und sicher – das ist in diesem Markt alles andere als selbstverständlich.
Was passiert im Haarfollikel, wenn sCD83 angewendet wird?
Steinkasserer: Beim androgenetischen Haarausfall spielt Dehydrotestosteron eine Schlüsselrolle, weil es Haarfollikelzellen schädigt und ihre Wachstumsphase verkürzt. sCD83 wirkt multimodal: Es schützt die Zellen vor dem programmierten Zelltod, aktiviert ruhende Stammzellen im Follikel und erhöht die Keratinproduktion. Zusammengenommen kann das den Haarzyklus stabilisieren und Haarverlust nachhaltig bremsen – und im besten Fall neues Wachstum anstoßen.




Worin unterscheidet sich Ihr Ansatz von etablierten Wirksto� en wie Minoxidil oder Finasterid?
Gröppel: Viele etablierte Wirkstoffe greifen indirekt oder systemisch ein. sCD83 folgt einem anderen Prinzip: Es wirkt lokal dort, wo der Haarverlust entsteht, ohne den Hormonhaushalt zu beeinflussen. Als körpereigenes Protein entfaltet es seine Wirkung gezielt im Haarfollikel, ohne relevante systemische Belastung. Dieser lokale, nicht-hormonelle Ansatz ist ein wesentlicher Fortschritt in puncto Sicherheit und Verträglichkeit.
Welche Rolle spielen Entzündung und Immunsystem beim Haarausfall?
Was ist die wichtigste Botschaft für Betro� ene?
Gröppel: Dass es erstmals einen wissenschaftlich fundierten, nicht-hormonellen Ansatz gibt, der Wirksamkeit, Sicherheit und eine einfache Anwendung verbindet –nur zweimal pro Woche. Und: Haarausfall ist für viele nicht Eitelkeit, sondern belastet die Lebensqualität massiv. Wenn wir daran etwas ändern, ist das mehr als Kosmetik.








Steinkasserer: Eine deutlich größere, als lange angenommen. Auch beim genetisch bedingten Haarausfall entstehen Mikroentzündungen, die den Haarfollikel zusätzlich schädigen. sCD83 hilft, diese fehlgeleitete Immunreaktion zu regulieren und das natürliche immunologische Gleichgewicht im Haarfollikel wiederherzustellen – ein Hebel, der in vielen bisherigen Ansätzen kaum vorkommt.
Warum bringen Sie das Immunprotein zunächst als kosmetisches Produkt unter dem Markennamen 8T3 Essentials
Haar Serum auf den Markt?
Gröppel: Die klinische Entwicklung eines Medikaments ist langwierig und kostenintensiv. Mit dem kosmetischen Produkt 8T3 Essentials Haar Serum ermöglichen wir betroffenen Männern und Frauen schon heute den Zugang zu einem neuen Wirkprinzip – und schaffen gleichzeitig die wirtschaftliche Basis, um die klinische Entwicklung konsequent voranzutreiben. Die Resonanz hat uns selbst überrascht: In den ersten 30 Stunden kamen über den Webshop selbst Anfragen aus Kanada, Australien und Asien.
Mallia steht für evidenzbasierte Entwicklung, die Wirkung zeigt. Im Fokus steht die gezielte Unterstützung körpereigener Regenerationsprozesse – insbesondere im Zusammenhang mit Haarverlust und immunologischen Auslösern. www.mallia.com

Auch beim genetisch bedingten Haarausfall entstehen Mikroentzündungen, die den Haarfollikel zusätzlich schädigen.


Digitale Medizin mit Maß
TELEMEDIZIN
Die Sprechstunde wandert auf den Bildschirm. Nicht als Lifestyle-Gag, sondern als leise Antwort auf volle Praxen, lange Wartezeiten und ein Gesundheitssystem, das vielerorts am Anschlag arbeitet. Digitale Gesundheitsdienste sind heute Teil des Alltags. Ob sie helfen oder schaden, entscheidet sich an Seriosität, Regulierung und Vertrauen.
Text: Thomas Soltau
Foto: Getty Images/unsplash
Wer heute krank wird, erlebt oft zuerst Frust. Termine sind knapp, Telefonleitungen belegt, Wartezimmer voll. In ländlichen Regionen fehlt es an Ärztinnen und Ärzten, in den Städten an Zeit. Digitale Gesundheitsdienste setzen genau an diesem Punkt an. Sie versprechen keinen Ersatz für die klassische Medizin, sondern einen niedrigschwelligen Zugang: eine strukturierte Ersteinschätzung, ein ärztliches Gespräch per Video oder Telefon, eine klare Entscheidung darüber, wie es weitergeht. Im besten Fall verkürzen sie nicht die Medizin, sondern den Weg dorthin.
Wie relevant diese Angebote inzwischen sind, lässt sich mit Zahlen belegen. Nach aktuellen Erhebungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung wurden in Deutschland im Jahr 2024 rund 2,7 Millionen Videosprechstunden durchgeführt. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig bleibt Telemedizin gemessen am gesamten ambulanten Versorgungsgeschehen ein überschaubarer Anteil. Im vierten Quartal 2024 entfielen rund 0,2 Prozent aller ambulanten Behandlungsfälle auf Videosprechstunden.
Diese Relation ist wichtig, weil sie zwei Dinge zeigt: Telemedizin ist weder Randerscheinung noch Massenabfertigung. Sie ist ein gezielt eingesetztes Instrument.
Genau darin liegt ihre Stärke. Digitale Gesundheitsdienste eignen sich für klar umrissene Situationen. Dazu zählen akute, unkomplizierte Beschwerden wie Infekte, Hautprobleme oder Allergien. Auch Rückenschmerzen eignen sich häufig für eine erste ärztliche Einschätzung, damit klar ist, ob Abwarten genügt oder schnell eine Untersuchung vor Ort benötigt wird. Hinzu kommen organisatorische Leistungen, die das System belasten: Folgerezepte, Verlaufskontrollen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Vieles davon ist medizinisch relevant, aber nicht zwingend an ein Wartezimmer gebunden. Digital kann hier entlasten, wenn es richtig gemacht ist.
Richtig gemacht heißt vor allem: streng reguliert. Die Fernbehandlung ist in Deutschland berufsrechtlich erlaubt, aber an klare Regeln gebunden. Ärztinnen und Ärzte entscheiden, nicht Plattformen. Sie haften wie in der Präsenzpraxis und unterliegen dem deutschen Berufsrecht. Ebenso zentral ist der Datenschutz. Gesund-
heitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Seriöse digitale Gesundheitsdienste arbeiten DSGVO-konform, speichern Daten in Europa und legen transparent offen, wer Zugriff hat und wie Entscheidungen vorbereitet werden. Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Nachvollziehbarkeit.
Die Palette der Indikationen hat sich in den vergangenen Jahren erweitert. Neben akuten Beschwerden spielen zunehmend psychische Belastungen eine Rolle, etwa Schlafstörungen, Stresssymptome oder erste Anzeichen von Erschöpfung. Digitale Angebote ersetzen hier keine Therapie, können aber den Einstieg erleichtern und
Nach aktuellen Erhebungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung wurden in Deutschland im Jahr 2024 rund 2,7 Millionen Videosprechstunden durchgeführt.

Nach aktuellen Erhebungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung wurden in Deutschland im Jahr 2024 rund 2,7 Millionen Videosprechstunden durchgeführt.
Hemmschwellen senken. Das entlastet nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch Praxen und Notaufnahmen. Der GKV-Spitzenverband sieht in der Telemedizin deshalb einen relevanten Baustein, um Versorgungslücken zu schließen, insbesondere dort, wo Fachkräfte fehlen.
Ein besonders sensibler Bereich ist die Behandlung von Übergewicht. Mit der Einführung moderner Medikamente auf GLP-1-Basis, oft als Abnehmspritzen bezeichnet, hat sich die medizinische Diskussion deutlich verschoben. Diese Therapien gelten als wirksam, sind verschreibungspflichtig und zugleich erklärungsbedürftig. Fachgesellschaften betonen, dass sie nur bei klarer Indikation eingesetzt werden dürfen, begleitet von ärztlicher Kontrolle und eingebettet in ein Gesamtkonzept aus Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung. Digitale Gesundheitsdienste können hier eine Rolle spielen, wenn sie genau diese Standards einhalten: sorgfältige Anamnese, Prüfung von Vorerkrankungen, transparente Aufklärung über Nebenwirkungen und regelmäßige Verlaufskontrollen. Seriosität zeigt sich dabei oft nicht im schnellen Ja, sondern im begründeten Nein.
Kritiker warnen dennoch vor einer Medizin per Mausklick. Die Sorge ist nachvollziehbar, greift aber zu kurz. Gute digitale Angebote verkürzen nicht das Arztgespräch, sie strukturieren es. Standardisierte Fragebögen erfassen relevante Informationen vorab und schaffen eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Gleichzeitig bleiben klare Grenzen bestehen. Bei Warnzeichen, komplexen oder unklaren Symptomen endet der digitale Weg. Dann beginnt die Präsenzmedizin. Diese Trennlinie ist kein Makel, sondern ein Qualitätsmerkmal.
Auch volkswirtschaftlich ist der Effekt spürbar. Laut Bitkom sehen mehr als 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in der Telemedizin eine sinnvolle Ergänzung ihrer Arbeit. Krankenkassen berichten von effizienteren Abläufen, wenn unnötige Praxisbesuche vermieden werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eines: weniger Reibung im Alltag, schnellere Orientierung und das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden.
Digitale Gesundheitsdienste sind kein Allheilmittel. Sie ersetzen das bestehende System nicht. Sie wirken eher wie ein Stresstest. Sie zeigen, wo Prozesse zu langsam, Wege zu lang und Informationen zu unklar sind. Ihr Erfolg hängt nicht von Algorithmen ab, sondern von Glaubwürdigkeit. Wer Medizin digital anbietet, muss sie ernst nehmen. Dann wird aus dem Klick kein Risiko, sondern ein echter Mehrwert.
Vertrauen per Klick
Digitale Medizin ist ein Markt mit Tempo – und mit Verantwortung. Gerade bei sensiblen Therapien entscheidet sich, ob Effizienz Vertrauen schafft oder verspielt.
Digitale Gesundheitsangebote sind mehr als ein technisches Versprechen. Sie stehen für einen wachsenden Markt, in dem medizinische Sorgfalt und ökonomischer Druck aufeinandertreffen. Besonders bei langfristigen Behandlungen reicht Schnelligkeit nicht aus. Entscheidend ist, wie klar Indikationen geprüft, Risiken benannt und Grenzen gezogen werden.
Das zeigt sich deutlich beim Gewichtsmanagement. Neue Medikamente haben Erwartungen verändert und den Markt belebt. Dabei ist eines klar: Abnehmspritzen sind keine Lifestyle-Produkte – und kommen unter anderem bei Essstörungen, Schwangerschaft und Stillzeit, bestimmten Vorerkrankungen oder unrealistischen Erwartungen nicht infrage. Wer hier digital behandelt, muss Nachfrage, ärztliche Verantwortung und Haftung sauber austarieren. Der Markt sucht einfache Lösungen, die Medizin verlangt Differenzierung. Wie dieser Anspruch umgesetzt werden kann, erklärt Dr. jur. Can Ansay, Gründer und CEO von DrAnsay, im Interview.
Warum gewinnt Telemedizin beim Thema Abnehmen und Gewichtsmanagement an Bedeutung? Übergewicht und Adipositas erfordern oft eine langfristige medizinische Begleitung.
Telemedizin bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglicht einen einfachen, ortsunabhängigen Zugang zu spezialisierten Ärzt:innen. Gerade bei Folgerezepten und stabil eingestellter Medikation empfinden viele mündige Patient:innen klassische Arztbesuche als unnötig. Über DrAnsay können sie ihre Therapie effizient fortsetzen und deutschlandweit von Spezialist:innen profitieren – ein großer Vorteil für Menschen im ländlichen Raum. Smarte Software, strukturierte Aufklärung und die Organisation der Arzneimittelversorgung sorgen zusätzlich für Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
Für wen ist eine Abnehmspritze sinnvoll und wo ziehen Sie Grenzen? GLP-1-basierte Abnehmspritzen sind bei Adipositas oder starkem Übergewicht medizinisch sinnvoll, insbesondere bei bestehenden Folgeerkrankungen oder wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen. Entscheidend sind immer eine sorgfältige ärztliche Einzelfallprüfung und Aufklärung. Dabei berücksichtigen wir nicht nur das Körpergewicht, sondern auch medizinisch relevante Risikofaktoren wie die Verteilung des Körperfetts. Inneres Bauchfett kann auch bei geringerer Gesamtmasse ein relevantes Gesundheitsrisiko darstellen. In ausgewählten Fällen kann daher auch bei moderatem Übergewicht eine medizinische Indikation bestehen.

Dr. jur. Can Ansay, Gründer und CEO von DrAnsay
Der Prozess bei DrAnsay ist vollständig digital. Er beginnt mit einem smarten ärztlichen Fragebogen, der eine medizinische Anamnese ermöglicht und ungeeignete Fälle frühzeitig ausschließt.
Klare Grenzen ziehen wir dort, wo keine medizinische Indikation vorliegt.
Kritiker sagen, Abnehmspritzen seien eine schnelle Lösung ohne nachhaltigen Effekt. Wie begegnen Sie diesem Vorwurf?
Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit hormonellen und metabolischen Ursachen. GLP-1-Therapien setzen genau hier an. Bei DrAnsay sind sie immer Teil eines ganzheitlichen Konzepts. Nachhaltigkeit entsteht durch die Kombination
aus Medikation, Lebensstiländerung und digitaler Begleitung. Digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept können dabei nachweislich den Therapieerfolg verbessern, speziell durch eine höhere Therapietreue. Die Medikamente ersetzen keine Eigenverantwortung, sie erleichtern nachhaltige Veränderungen.
Wie läuft der Behandlungsprozess bei DrAnsay ab?
Der Prozess bei DrAnsay ist vollständig digital. Er beginnt mit einem smarten ärztlichen Fragebogen, der eine medizinische Anamnese ermöglicht und ungeeignete Fälle frühzeitig ausschließt. Jede Anfrage wird individuell von approbierten Ärzt:innen geprüft. Patient:innen erhalten eine umfassende schriftliche Aufklärung zu Therapieoptionen, Risiken und Nebenwirkungen. Bei positiver Entscheidung wird das Rezept direkt an die Wunschapotheke übermittelt – zur Abholung oder zum Versand.
Welche Nebenwirkungen müssen angesprochen werden und wie funktioniert die ärztliche Begleitung im digitalen Raum?
Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Übelkeit und Magen-DarmBeschwerden, insbesondere zu Beginn der Therapie. Wir legen großen Wert auf eine umfassende ärztliche Aufklärung. Patient:innen erhalten evidenzbasierte Informationen, wann ärztlicher Kontakt notwendig ist. Die digitale Begleitung ermöglicht eine sichere, informierte Anwendung im Alltag.


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