#202 – Bildung & Business

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BILDUNG & BUSINESS

LERNFREUDE –INVESTITION IN DIE ZUKUNFT DER ARBEIT

KI hat großen Einfluss auf unser Leben. Im Interview spricht Julia Tammeveski, Expertin für Human-Centered AI, über: Arbeit neu denken, KI sinnvoll nutzen –und Lernen für die Zukunft gestalten.

BEGEISTERUNG ZU FÖRDERN IST EINE ZENTRALE FÜHRUNGSKOMPETENZ

Laura Bornmann ist HR-Expertin, systemischer Leadership-Coach, KeynoteSpeakerin, Hochschulrätin, frühere REWEPersonalmanagerin und Brückenbauerin zwischen alter und neuer Arbeitswelt. Warum Microlearnings heute genauso wichtig sind wie Neugier und Vertrauen, erläutert sie im Interview.

BEWERBUNGSTIPPS AUS ERSTER HAND

Influencerin Ivana Tadić tritt bei TikTok und Instagram als „Bewerbungsqueen“ auf und gibt vor allem jungen Menschen Tipps für den Einstieg ins Berufsleben. Im Interview beschreibt sie, worauf es bei der Bewerbung ankommt.

OHNE SOFT SKILLS GEHT IN ZUKUNFT NICHTS

Das für beruflichen Erfolg erforderliche Fachwissen verändert sich immer schneller. Doch persönliche Schlüsselkompetenzen bleiben ein Leben lang.

2026 finanziell neu aufstellen mit Finanzguru

Mehr Informationenauf Seite 07

Lesen Sie weitere interessante Artikel auf

Interview I Ivana Tadić
Schlüsselkompetenzen
Großes Interview | Julia Tammeveski
Großes Interview | Laura Bornmann

BILDUNG & BUSINESS

AUSGABE #202

Account Manager: David Willer, Frederike Hach

Geschäftsführung: Nicole Bitkin, Fredrik Thorsson

Creative Director: Franziska Bredehorn

Redaktion und Grafik:

Franziska Bredehorn, Nadine Wagner, Caroline Strauß, Negin Tayari

Text: Karin Kudla, Nadine Wagner, Luisa Riek, Christian Kolb, Gunnar von der Geest, Katja Deutsch, Pia Rische

Coverfoto:

Getty Images/unsplash, Presse, Marvin Bosch

Distribution & Druck:

Die Welt, 2026, Axel Springer SE

Contentway

Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund.

Die Inhalte des „Partner Content“ und „Hotspot Highlight“ in dieser Kampagne wurden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen.

Für die Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Die Formulierungen sprechen alle Geschlechter gleichberechtigt an.

Herausgegeben von: Contentway GmbH

Neue Burg 1

DE-20457 Hamburg

Tel.: +49 40 85 539 750

E-Mail: info@contentway.de

Web: www.contentway.de

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WEITERE INHALTE

Aus- & Weiterbildung

04. Professor Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch, Präsident des Deutschen

Hochschulverbands

08. Berufseinstieg

Personalmanagement

16. Dr. Ulrich Stadelmaier, dgp

20. Nora Dietrich

20. Joanne Glinka (@joi_bella)

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Mitarbeiterentsendung und Compliance

Die Regularien für Workations und Geschäftsvisa stellen viele Arbeitgebende aufgrund der Komplexität vor Herausforderungen.

Flexible Aus­ und Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

EINLEITUNG

Zwischen 2025 und 2029 gehen rund 5,26 Mio. Erwerbstätige in den Ruhestand. Gleichzeitig erwarten wir, dass in diesem Zeitraum nur rund 4,37 Mio. Personen aus dem Bildungssystem oder aus dem Ausland neu auf den inländischen Arbeitsmarkt kommen. Der Ersatzbedarf lässt sich mengenmäßig nicht durch dieses Neuangebot stillen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird somit zurückgehen. Zugleich braucht Deutschland dringend Erneuerungen. In unsere Sicherheit und Infrastruktur wird viel investiert werden müssen. In den Gesundheitsberufen wird die Nachfrage steigen, und auch in der IT-Entwicklung dürfen wir nicht zurückbleiben.

Foto: Gelowicz

Um unseren Wohlstand bei einer schwindenden Zahl an Erwerbstätigen auch in den kommenden Jahren zu erhalten, müssen wir technologische Entwicklungen intelligent nutzen. So können Tätigkeiten zum einen automatisiert werden, die bislang von Menschen ausgeführt wurden. Zum anderen bieten sie aber auch Raum für neue Tätigkeiten und Geschäftsmodelle. Eine jüngst veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung zeigt, dass allein die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) rund 1,6 Mio. Arbeitsplätze betreffen werden. Voraussichtlich werden rund 800.000 Arbeitsplätze in den kommenden 15 Jahren wegen der Nutzung von KI entfallen, während gleichzeitig rund 800.000 neu entstehen. Dieser Strukturwandel lässt sich nicht ohne berufliche Ausund Weiterbildung bestreiten.

Der Digitalisierung folgt der verstärkte Einsatz von KI, der abstrakte Klimawandel wird greifbar durch Flut- und Dürrekatastrophen, die demografische Entwick-

lung führt zu anderen Arbeitsmodellen und längeren Arbeitsphasen. Berufliche Qualifikationen bereiten uns im besten Fall darauf vor, auf Unvorhergesehenes zu reagieren. So eröffnen die 327 Ausbildungsberufe des dualen Systems die Möglichkeit, flexibel in einer Fülle von Erwerbsberufen tätig zu werden. Voraussetzung hierfür ist, dass exemplarisch in ausreichender fachlich-methodischer Breite und Tiefe gelernt wird und die für die Transformation notwendigen Schlüsselkompetenzen vermittelt werden. Zentral sind hier Transfer- und Problemlösefähigkeit, Kreativität sowie soziale und personale Kompetenzen. Wichtig ist aber auch, Menschen ohne Ausbildung durch die Nutzung abschlussorientierter Konzepte – wie zum Beispiel Teilqualifikationen oder Validierungsverfahren – für die Herausforderungen des Arbeitsmarkts der Zukunft zu befähigen.

Vor dem Hintergrund des beschleunigten Strukturwandels leistet vor allem auch die berufliche Weiterbildung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie schafft individuelle Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Deshalb müssen wir

CONTENTWAY.DE

Das 1x1 der Fachkräftesicherung

Weniger Bürokratie sowie eine wirtschaftsnahe, interdisziplinäre Hochschulbildung mit hohem Praxisbezug und Eingliederungshilfen für internationale Studierende kann die MINT­Lücke füllen.

Um unseren Wohlstand bei einer schwindenden Zahl an Erwerbstätigen auch in den kommenden Jahren zu erhalten, müssen wir technologische Entwicklungen intelligent nutzen.

die formale Weiterbildung durch gezielte Flexibilisierung, Modularisierung und „Dualisierung“ – also die Verknüpfung von systematischem Lernen mit praktischer Anwendung am Arbeitsplatz – attraktiver gestalten und stärker mit non-formalen Angeboten verknüpfen. So kann es gelingen, möglichst viele Menschen für Weiterbildung zu gewinnen. Denn es ist arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitisch nicht akzeptabel, große Bevölkerungsgruppen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu lassen. Die Attraktivität und Individualisierung der Weiterbildungsformate sind hier entscheidend.

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Neustart mit Erfahrung

Karrierecoach Bernd Slaghuis zeigt, warum ein Berufswechsel jenseits der fünfzig mit Klarheit, Neugier und Blick auf das Erreichte beginnt.

Text: Schrijver Foto: Presse, Getty Images/unsplash

Wer über fünfzig ist und über einen Stellenwechsel nachdenkt, begegnet immer noch demselben Reflex. Die einen warnen vor der KI, die ältere Bewerber automatisiert aussortiert, andere verweisen auf jüngere Konkurrenten, die angeblich besser, günstiger und anpassungsfähiger seien. Viele Beschäftigte in der Lebensmitte halten ihre Unzufriedenheit im Beruf lange Zeit aus, bevor sie ihre erste Bewerbung verfassen.

Bernd Slaghuis, Karrierecoach in Köln, zeichnet ein anderes Bild. In seiner Beratung sitzen häufig Menschen, die über Jahrzehnte in einem und demselben Unternehmen gearbeitet haben und nun vor der Frage stehen, ob es das gewesen ist. Seine erste Beobachtung lautet, dass deren berufliche Biografie deutlich reichhaltiger ist, als sie selbst annehmen.

Slaghuis beginnt daher selten mit dem Hinweis auf fehlende Weiterbildungen. Für ihn steht zunächst eine gründliche Rückschau auf den Berufsweg an. Welche Aufgaben waren prägend? Welche Krisen hat man überstanden? Welche Projekte hat man wesentlich mitgetragen? Welche Chefs und Strategiewechsel sind gekommen und gegangen? Aus dieser Betrachtung ergibt sich ein Muster von Fähigkeiten, das vielen erst im Gespräch bewusst wird.

Souveränität ist gefragt Was für den Betroffenen nach bloßer Routine aussieht, bildet in Wahrheit den Kern seines Profils. Souveräner Umgang mit Konflikten, Erfahrung in der Führung, Gespür für kritische Situationen im

Neuausrichtung über fünfzig beginnt mit einer ehrlichen Bilanz des Berufslebens. Weiterbildung kann hilfreich sein, ersetzt aber keine klare Erzählung des eigenen Weges. Chancen entstehen in Rollen mit Verantwortung, Überblick, Kundenkontakt und Mentorenfunktion. QUEREINSTIEG

Projektablauf, Verlässlichkeit im Kundenkontakt. Slaghuis rät dazu, diese Punkte nicht als Selbstverständlichkeit zu verbuchen, sondern sie klar zu benennen und in der Bewerbung sichtbar zu machen. Damit ist ein Irrtum angesprochen, den der Coach immer wieder beobachtet. Viele glauben, ein ernstzunehmender Neuanfang setze zwingend zusätzliche Zertifikate voraus. Weiterbildung kann sinnvoll sein, etwa um digitale Lücken zu schließen oder fachliche Themen zu vertiefen. Sie ersetzt jedoch keine klare Haltung zur eigenen beruflichen Geschichte. Häufig liegt die eigentliche Lösung bereits im vorhandenen Lebenslauf und im über die Jahre erworbenen Erfahrungswissen.

Die Frage der Verantwortung Bewerbern jenseits der fünfzig rät Slaghuis vor allem zweierlei. Erstens, ehrlich: eigene Klarheit darüber schaffen, wie die nächsten Berufsjahre aussehen sollen. Dazu gehören Vorstellungen von Arbeitszeit, Verantwortung, Führungskultur und persönlicher Entwicklung. Zweitens, eine Form der Selbstdarstellung, die das eigene Alter nicht kaschiert, sondern sachlich erklärt, welche Vorteile mit der langen Erfahrung verbunden sind. Daraus ergeben sich Chancen, die häufig unterschätzt werden. Ältere Beschäftigte können Aufgaben übernehmen, bei denen Übersicht und gelassene Urteilsfähigkeit wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit. Beratung, Schnittstellenfunktionen, der Aufbau und die Pflege tragfähiger Kundenbeziehungen sowie die Rolle als Sparringspartner für Führungskräfte oder als Mentor für jüngere Kollegen sind Bereiche, in denen ein langer Berufsweg zur Stärke wird.

Weiterbildung kann sinnvoll sein, etwa um digitale Lücken zu schließen oder fachliche Themen zu vertiefen.

Mut zur Veränderung bedeutet vor diesem Hintergrund nicht, alles Bisherige hinter sich zu lassen. Er bedeutet vielmehr, den eigenen Weg zu ordnen, ihn in eine nachvollziehbare Geschichte zu bringen und gezielt nach Arbeitgebern zu suchen, die diese Form von Erfahrung wertschätzen. Wer den Blick für die eigenen Werte und Stärken sowie den bunten Blumenstrauß an Erfahrung schärft, verschafft sich eine andere Ausgangsposition als jede spontane Fortbildung je könnte.

Bernd Slaghuis, Karriere- und Business-Coach

Fakten

Die Generation 50Plus bringt oft eine Vielzahl von Vorteilen mit.

Wie Hochschulen in Zukunft funktionieren

AKADEMISCHE AUSBILDUNG

Künstliche Intelligenz, Sparmaßnahmen und die schwierige weltpolitische Lage stellen die Hochschulen vor Herausforderungen. Doch es gibt auch Chancen.

Text: Karin Kudla

Foto: Bergische Universität, Dom Fu/unsplash

Professor Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch, Präsident des Deutschen Hochschulverbands, der Berufsvertretung der Wissenschaftler, erklärt im Interview, vor welchen Herausforderungen die deutschen Hochschulen stehen und wie sie mit neuer Stärke aus diesen hervorgehen können.

Warum sind die Hochschulen für den Standort Deutschland so wichtig? Unsere Hochschulen sichern mittels Forschung, Lehre und Transfer die Innovationskraft und damit Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Sie bilden die Fach- und Führungskräfte aus, die morgen Verantwortung in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft übernehmen. Grundlage dafür ist die Wissenschaftsfreiheit: Sie erlaubt unabhängiges Denken und begünstigt damit mutige neue Lösungen.

Was sind die künftigen Erfolgsfaktoren für Hochschulen? Hochschulen bleiben erfolgreich, wenn sie Orte intellektueller Neugier und offener Auseinandersetzung sind. Sie müssen sich flexibel auf neue wissenschaftliche Fragen,

Lernformen und Technologien einstellen. Dazu gehören gute Betreuung, internationale Vernetzung und der kluge Einsatz von KI-Werkzeugen – immer als Hilfe, nie als Ersatz für eigenes Denken.

Wie verändert KI die Lehre – und die Prüfungen?

KI-Werkzeuge bereichern Lehre und Lernen, stellen das Prüfungswesen aber vor neue Herausforderungen. Prüfungen müssen weiterhin Chancengleichheit sichern und Täuschungsversuche erschweren. Die klassische Hausarbeit etwa wird nicht verschwinden, aber stärker zu ergänzen sein durch mündliche, praxisnahe und lernbegleitende Formate.

Ist eine Zivilklausel in Zeiten wachsender Bedrohungen noch opportun?

Zivilklauseln sind gut gemeint, aber kein geeignetes Instrument. Sie beschränken Forschung und verhindern, dass sicherheitsrelevante Technologien entwickelt und zivil genutzt werden. Gerade in der sicherheitspolitischen Zeitenwende erschweren sie zudem den verfassungsrechtlich gebotenen Verteidigungsauftrag.

Wie können Hochschulen sich finanzieren, wenn staatliche Mittel knapper werden?

Die Hoffnung, dass Politik in Zeiten

knapper Kassen Prioritäten zugunsten von Bildung und Forschung setzt, haben sich bislang nicht erfüllt. Insofern müssen Hochschulen verstärkt alternative Finanzquellen einbeziehen. Dazu gehören vor allem auch Kooperationen mit der Wirtschaft, sofern sie die Freiheit und Unabhängigkeit von Forschung und Lehre respektieren.

Welche Karrierewege gibt es künftig für den wissenschaftlichen Nachwuchs?

Um sich exzellenten Nachwuchs für die Wissenschaft zu sichern, müssen wissenschaftliche Karrieren planbarer und attraktiver werden. Der Weg über Tenure-Track-Professuren, die in der Regel in eine Lebenszeitstelle münden, ist richtig und sollte ausgebaut werden. Außerdem brauchen wir lukrative Dauerstellen mit Entwicklungsoptionen auch unterhalb der Professur.

Fakten

Der Deutsche Hochschulverband feiert sein 75. Jubiläum. In der in Bonn ansässigen Organisation sind mehr als 33.900 Wissenschaftler vom Postdoc an aufwärts Mitglied. Der Verband bietet Informationen, Beratung und Fortbildungen und eine aktive Interessenvertretung gegenüber Staat und Gesellschaft.

FRAGEN AN DR. VOLKER SCHMIDT

Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH

Warum lernen junge Menschen am besten durch eigenes Erleben? Eigenes Erleben stärkt das Selbstvertrauen. Wenn junge Menschen auf Berufsfindungsformaten selbst aktiv werden, merken sie, was sie können und wofür sie sich begeistern. Dieses positive Erlebnis wirkt oft weit über den Moment hinaus und prägt Entscheidungen für die Zukunft.

Welche Fragen rund um die Berufswahl beschäftigen die Jugend?

Viele junge Menschen beschäftigt die Frage, welche Berufe wirklich zu ihren Interessen und Stärken passen. Gleichzeitig geht es um Orientierung und um die Frage, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, welche Perspektiven sie bieten und wie sich ein Beruf finden lässt, der persönlich passt und Zukunft hat.

Die Frauenquote in MINTBerufen ist noch immer niedrig. Wie begeistern Sie Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik?

Wir setzen auf Erleben statt Erklären. Die IdeenExpo schafft Räume, in denen Mädchen und junge Frauen Technik und Naturwissenschaften praktisch erfahren können. In Verbindung mit authentischen Vorbildern entsteht so Begeisterung und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Text: Nadine Wagner Foto: Presse

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Nach der Berufsausbildung: Weiterbilden mit Stipendien

Wer sich nach einer Berufsausbildung kontinuierlich weiterbildet, kann damit der beruflichen Entwicklung einen kräftigen Schub geben. Besonders leistungsfähige Fachkräfte haben dafür sogar gute Chancen auf ein Stipendium. Zwei Bundesförderungen richten sich ausdrücklich an berufliche Talente: das Weiterbildungsstipendium für Berufseinsteiger und das Aufstiegsstipendium, die Studienförderung für Berufserfahrene. In beiden Programmen zusammen gibt es aktuell rund 25.000 Geförderte. Die bundesweite Koordination der Stipendien liegt bei der SBB – Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung.

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Fachkräfte zeitnah nach dem Ausbildungsabschluss über einen Zeitraum von drei Jahren mit bis zu 9.135 € bei anspruchsvollen Fort- und Weiterbildungen. Gefördert werden etwa Lehrgänge zur Fachwirtin, zum Industriemeister oder zur Technikerin. Aber auch

fachübergreifende Maßnahmen wie IT-Schulungen oder ein Intensivsprachkurs sind förderfähig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann zudem ein berufsbegleitendes Studium unterstützt werden. In den Berufen mit einer Ausbildung in Industrie, Handel, Handwerk oder den freien Berufen ist die Bewerbung bei den jeweiligen Kammern möglich, in den Gesundheitsfachberufen direkt bei der SBB.

Das Aufstiegsstipendium unterstützt Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung bei einem ersten akademischen Studium. Eine Besonderheit unter den Studienstipendien: Auch berufsbegleitende Studiengänge können gefördert werden. Bei der Bewerbung zählen die Leistungen in Ausbildung und Beruf, der Schulabschluss spielt keine Rolle. Jährlich führt die SBB zwei Auswahlverfahren durch, der erste Schritt ist eine Online-Bewerbung.

Weitere Informationen zu den Förderungen für berufliche Talente gibt es auf den Seiten der SBB – Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung unter www.sbb-stipendien.de.

Foto:
Marcus
Gloger

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We develop leaders in dentistry and medicine!

Studieren an einer Privatuniversität im Herzen des UNESCO Weltkulturerbes Wachau, 70 km vor den Toren Wiens gelegen. Mit renommierten Professor*innen, State of the Art Wissenschaft, Lehre und Forschung auf der Grundlage innovativen Equipments in einem College-Umfeld erleben.

Konsekutives Studium

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Bachelor-/Masterstudium MEDIZINJOURNALISMUS UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT BA/MA

UNSER STUDIENANGEBOT AUF EINEN BLICK

Diplomstudium

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Start bereits ohne Berufserfahrung, direkt nach dem Zahnmedizinstudium, möglich. Anerkennung der erlangten Leistung auf einen fachlich einschlägigen Universitätslehrgang MSc (CE) statthaft.

MASTER OF SCIENCE (CONTINUING EDUCATION) Fachgebiete in der Zahnmedizin MSc (CE)

Ich will Technik – Der Weg zum Ingenieur

„Ich finde es stark, dass man an der Hochschule Magdeburg-Stendal so viel ausprobieren kann. Das ist für mich die Realität moderner Ingenieursarbeit.“

Wenn man Martin Schmidt zuhört, spürt man sofort: Hier redet jemand, der nicht nur über, sondern auch für die Technik spricht, und zwar mit Fachwissen, Bodenständigkeit und Begeisterung. Der 28-Jährige ist seit 2024 Masterstudent an der Hochschule Magdeburg-Stendal im Studiengang Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften. Vorher hat er bereits den Bachelor in Mechatronischer Systemtechnik dort gemacht.

„Meine Eltern meinten, ich soll erst eine Ausbildung absolvieren und ich wusste, bei welcher Firma ich das machen wollte“, sagt Martin rückblickend. Gemeint ist ein Hersteller für Maschinen zur Leiterplattenfertigung aus der Nähe von Halberstadt, den er auf einer Bildungsmesse entdeckt hatte. Diese Begegnung war der Startschuss für ein Schülerpraktikum, für eine Ausbildung zum Mechatroniker und für eine berufliche Leidenschaft. Nach der Ausbildung und während des Bachelorabschlusses an der Hochschule Magdeburg-Stendal war für Martin zunächst klar: zurück in die Praxis und zurück

zu seiner Ausbildungsfirma, doch kam dann alles anders. „Die Hochschule hatte gerade einen neuen Masterstudiengang entwickelt: Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften. Das Konzept hat mich sofort überzeugt, denn es gibt verschiedene Vertiefungen, neue Schwerpunkte, moderne Inhalte.“ Im Master lernt Martin gemeinsam mit Absolvent*innen der Bachelor-Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, die ebenfalls an der Hochschule Magdeburg-Stendal angeboten werden.

Die Verbindung zur Praxis ist für Martin wichtig. In den Semesterferien widmet er sich freiberuflichen Projekten oder arbeitet in Kurzzeitanstellung für seinen alten Ausbildungsbetrieb. Dort hat er auch seine Bachelorarbeit geschrieben und dorthin wird er nach dem Master zurückkehren. „Ich hatte zu Beginn des Bachelors nicht gedacht, dass ich mal zurückgehe. Aber nach all den Jahren habe ich gemerkt, dass die Industrie der ElektronikFertigung einfach mein Herz einnimmt und ich

Bachelorstudium

DENTAL HYGIENE BA

Wissenschaftliches

Doktoratsstudium

ZAHNMEDIZIN PhD

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das immer wieder vermisst habe. Die Kombination aus Studium und Praxis hat mir gezeigt, dass ich genau dort arbeiten will.“ Und das mit dem Gefühl, sowohl einen Überblick über den gesamten Produktionsprozess zu haben als auch die fachliche Tiefe, um Probleme wirklich zu lösen. Oder, wie er es zusammenfasst: „Der Mechatroniker lernt alles: mechanische und elektrische Planung, Programmierung, Wartung, Projektmanagement und jeden Aspekt einer modernen Maschine von 0 bis 100. Das Studium hat mich dabei über die Jahre gefördert und mir viele Chancen ermöglicht.“

Martins Geschichte zeigt, wie ein individueller Weg durch Ausbildung, Studium und Praxis nicht nur Fachwissen schafft, sondern auch Haltung. Er steht für eine Generation von Ingenieur*innen, die nicht nur funktionieren, sondern mitdenken, ausprobieren, Verantwortung übernehmen und andere mitreißen. Was ihn antreibt, ist der Wille, Dinge zu verstehen, weiterzuentwickeln und dabei immer offen für neue Perspektiven zu bleiben.

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DANUBE PRIVATE

Daten statt Bauchgefühl

FINANZEN & VERSICHERUNGEN

Finanzielle Freiheit ist für die meisten Menschen ein großer Traum. Finanzentscheidungen sollten daher auf Basis von Daten und Fakten erfolgen und nicht durch ein Bauchgefühl.

Text: Luisa Riek

Foto: Getty Images/unsplash

Viele Menschen treffen finanzielle Entscheidungen immer noch aus dem Bauch heraus: ein spontaner Vertragsabschluss, ein Gefühl, dass „es schon passen wird“, oder die Annahme, dass man ungefähr weiß, wie viel am Monatsende übrigbleibt. Doch dieses Bauchgefühl kann sich in der Realität häufig als trügerisch erweisen.

Auch, wenn es manchmal nervig ist und finanzielle Entscheidungen und Planung Zeit benötigen, sollte man diese nicht vernachlässigen. Viele Menschen verdrängen gern, dass sie selbst Verantwortung für finanzielles Handeln übernehmen müssen und, dass sich finanzielle Freiheit häufig nur durch Arbeit und Planung erreichen lässt. Unser Alltag ist schnell und wir müssen ständig viele Entscheidungen treffen. Dabei kann nicht jede Entscheidung in Ruhe abgewogen werden. Beim Thema Geld allerdings kann eine Entscheidung auch schnell mal teuer werden. Daher gilt es, spontane oder

emotionale Finanzentscheidungen zu vermeiden und stattdessen lieber einer übergeordneten und langfristigen Strategie zu folgen. Die meisten Menschen schätzen ihre eigenen Finanzen falsch ein. Durch eine genaue Analyse der Ein- und Ausgaben kann hierbei deutlich mehr Transparenz erzielt werden. Die Analyse ersetzt nicht das Denken, aber sie liefert Fakten, die man braucht, um langfristig gute finanzielle Entscheidungen zu treffen und sich nicht zu überschätzen. Das Tracken von Einnahmen und Ausgaben führt einerseits zu einem bewussteren Umgang mit Ausgaben und andererseits zu einer besseren Übersicht, wo unser Geld überhaupt hinfließt und was hierbei potenzielle Geldfresser sind, die wir gar nicht wirklich auf dem Schirm haben.

In einer Welt, die immer komplexer wird, sind Daten ein wichtiges Tool, um den Überblick zu behalten. Statt mühselig einzelne Kontoauszüge durchzugehen und

seine Ausgaben händisch aufzuschreiben, lassen sich hierbei auch digitale Unterstützer einsetzen, die uns diese Aufgabe abnehmen. Eine transparente und genaue Übersicht ermöglicht auch größere Ausgaben zu planen ohne finanzielle Probleme zu bekommen. Mit kleinen Kniffen lassen sich Ausgaben verringern, ohne dass man wirklich mit Einschränkungen konfrontiert ist. Für größere Anschaffungen kann man individuelle Sparpläne einrichten, die auf die eigenen Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmt sind. Durch ein kontinuierliches Ansparen lassen sich Sparziele leichter erreichen. Ein gut überdachtes Budgetmanagement ist für jede und jeden zu empfehlen, hierbei ist auch die Höhe des Einkommens egal. Wer einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben hat, ermöglicht sich selbst einen besseren Lebensstil.

Generell sollten Finanzentscheidungen nie leichtfertig getroffen werden. Und wohingegen wir bei vielen wichtigen Lebensentscheidungen auf unser Bauchgefühl hören sollten, ist es bei der Planung von Budgets eher ratsam, rationale, gut überdachte und mit Fakten hinterlegte Entscheidungen zu treffen. Wer aus dem Bauch heraus entscheidet, wählt häufig kurzfristige Finanzentscheidungen, die nicht immer auf lange Sicht gewinnbringend sind.

Am Ende ist es wie in vielen Lebensbereichen: Wer die Fakten kennt, trifft bessere Entscheidungen. Und gute Entscheidungen, sind der sicherste Weg um langfristig finanziell entspannt zu bleiben.

Fakten

Wer sein Geld für längere Zeit anlegen möchte (länger als 15 Jahre) und eher risikofreudig ist, für den gilt: 20 % kommen auf ein Tagesgeldkonto, 80 % in einen ETF-Sparplan. Für weniger Risiko sollten 60 % aufs Tagesgeldkonto und 40 % in einen weltweiten Aktien-ETF fließen.

FRAGEN AN UNIV.-PROF. DR. DR. DIETER MÜSSIG

Univ.-Prof. Dr. Dr. Dieter Müßig, Rektor der Danube Private University (DPU) und Direktor des Zentrums für Kieferorthopädie der DPU

Woran erkennt man eine zukunftsfähige Universität?

Die Zukunftstauglichkeit einer Universität erkennt man an ihrer international vernetzten, hochrangigen Forschung, dem Grad der Digitalisierung von Verwaltung, Forschung und Lehre, an der Studiennachfrage durch internationale Studierende, der Internationalität der Dozierenden und einem Konzept für postgraduales Lifelong-Learning.

Welche konkreten Vorteile bietet internationale Bildung für Studierende und Universitäten, und wie kann eine Universität diese gezielt fördern und nutzen?

Eine internationale Bildung eröffnet den Studierenden globale Chancen in Weiterbildung und Beruf und generiert der Universität eine internationale Nachfrage nach Studienplätzen. Durch Studienangebote in Englisch, internationale Dozierende und durch die Pflege einer Campuskultur können Universitäten ein globales Alumninetzwerk aufbauen, digital und real pflegen und Benchmarking betreiben.

Welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen werden insbesondere im medizinischen Bereich künftig besonders gefragt sein? In medizinischen Berufen wird Naturwissenschaftlichkeit, digitaler Workflow, KI-gestützte Analytik gepaart sein müssen mit psychisch einfühlsamem, therapeutischem Handeln. Proaktive Gesundheitsförderung sind bereits heute Kerninhalte unseres Curriculums.

Text: Nadine Wagner Foto: Presse

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Zukunft neu starten: Upskilling durch Weiterbildung, Umqualifizierung, berufliche Reha, Ausbildung, Studium und Eckert Schools Digital an mehr als 40 Standorten deutschlandweit.

Einfach nur Geld auf ein Sparbuch einzuzahlen, hilft wegen der niedrigen Zinsen kaum weiter.

Finanzen, die sich leicht anfühlen

Finanzen müssen weder kompliziert noch zeitaufwendig sein. Sie begleiten uns jeden Tag – umso wichtiger also, dass man sich dabei sicher fühlt und weiß, dass alles gut im Blick ist.

Finanzielle Entscheidungen begleiten uns jeden Tag: beim Einkaufen, beim Wohnen, im Urlaub oder wenn es darum geht, sich kleine Wünsche zu erfüllen. Trotzdem fühlt sich der Umgang mit Finanzen für viele Menschen nicht leicht an. Zwischen Arbeit, Familie und Freizeit bleibt oft nur wenig Raum, sich bewusst damit auseinanderzusetzen. Begriffe wie Budgetplanung, Altersvorsorge oder Anlagestrategie wirken schnell abstrakt oder einschüchternd.

Außerdem ist unsere fi nanzielle Realität in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden. Mehr Verträge, mehr Abos, verschiedene Konten, Karten und Zahlungsdienste. Vieles läuft im Hintergrund und wird automatisch abgebucht, kleine Beträge summieren sich, jährliche Zahlungen überraschen am Monatsende und man fragt sich wo das Geld geblieben ist. Das ist völlig normal.

Daher wünschen sich viele Menschen mehr Klarheit über ihre Finanzen, ohne sich durch Tabellen, Fachbegriffe oder komplizierte Planungen kämpfen zu müssen. Im Alltag bleibt dafür oft wenig Zeit, aber die Auseinandersetzung mit Finanzen muss nicht kompliziert sein.

Genau hier setzen digitale Helfer wie Finanzguru an. Die App wurde mit dem Ziel entwickelt, jeder und jedem einen besseren Umgang mit den eigenen Finanzen zu ermöglichen – und das so einfach wie noch nie. Als persönlicher Finanzas-

sistenz sorgt Finanzguru dafür, Einnahmen und Ausgaben sicher im Blick zu haben und mehr Zeit für Dinge aufwenden zu können, die wirklich wichtig sind. Keine Sorgen mehr im Hinterkopf, ob das Geld bis zum Monatsende reichen wird, sondern eine klare Übersicht.

Angefangen hat Finanzguru als eine Multibanking-App, also ein Dienst, der es ermöglicht verschiedene Konten übersichtlich und an einem Ort zu sehen und zu verwalten. Insbesondere durch den Auftritt der beiden Gründer Alexander und Benjamin Michel bei der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ im Jahr 2018 erfuhr die App große Aufmerksamkeit.Heute ist Finanzguru die bekannteste und hilfreichste unabhängige FinanzApp in Deutschland (repräsentative Online-Befragung durch Appinio, 2025). Über zwei Millionen Nutzer:innen vertrauen der App im Alltag. Die hohe Zahl der positiven Bewertungen zeigt, wie sehr sich viele Menschen eine einfache und verlässliche Unterstützung für den Umgang mit ihren Finanzen wünschen.

Ein wichtiger Punkt ist für viele Nutzer:innen das Thema Sicherheit. Für Finanzguru gelten die gleichen Sicherheitsstandards und Regelungen, wie für jede andere Bank in Deutschland. Die Daten sind nach höchsten Sicherheitsstandards verschlüsselt und in einem deutschen Rechenzentrum gespeichert. Auch kann die App jederzeit gelöscht und damit alle Daten dauerhaft entfernt werden. So behalten Nutzer:innen jederzeit die Kontrolle. Durch seine vielfältigen Features schaff t Finanzguru vor allem einen besseren Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben. Man muss sich nicht mehr in verschiedene Konten

Finanzen sollten sich wie von selbst erledigen. Deshalb baut Finanzguru den

einloggen, sondern kann alles in einer App sehen, egal ob Girokonto, Depot, Kredit- oder Sparkonto. Die App erkennt alle Buchungen und Abbuchungen, kategorisiert diese automatisch und hilft bei doppelten oder fehlerhaften Abbuchungen schneller zu reagieren.

Auch Verträge und Abos werden in der App übersichtlich dargestellt. Vergessene Streaming-Dienste oder FitnessstudioMitgliedschaften lassen sich mit einem Klick direkt in der App kostenlos kündigen. Einige Verträge hat man oft gar nicht auf dem Schirm, vor allem jährlich abgebuchte Kosten wie die KFZ-Versicherung oder das Amazon Prime-Abo. Dadurch verkalkuliert man sich schnell. Finanzguru erkennt solche Ausgaben automatisch anhand der Buchungshistorie und berücksichtigt diese frühzeitig in der

aller

Er übernimmt die volle Kontrolle über die eigenen Finanzen und ist ein sicherer und zuverlässiger Begleiter des Alltags. www.fi nanzguru.de

Finanzplanung. Die Plus Version zeigt individuelle Analysen, zum Beispiel wie sich die Kosten für den täglichen Coffee to go über den Monat hinweg entwickeln. Finanzen begleiten uns alle im Alltag. Mit dem passenden Wissen und Hilfsmitteln wie Finanzguru lässt sich nicht nur der Monat entspannter gestalten, sondern auch langfristig stabil und selbstbestimmt mit Geld umgehen.

Wenn wir uns mehr Zeit nehmen, um uns mit unseren Finanzen zu beschäftigen, gewinnen wir alle eine bessere Übersicht und mehr Sicherheit. Mit Finanzguru ist dieser Schritt überraschend leicht und alltagstauglich für jede:n.

Als persönlicher Finanzassistenz sorgt Finanzguru dafür, Einnahmen und Ausgaben sicher im Blick zu haben und mehr Zeit für Dinge aufwenden zu können, die wirklich wichtig sind.

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Code: WELT2026

Bewerbungstipps aus erster Hand

BERUFSEINSTIEG

Influencerin Ivana Tadić tritt bei TikTok und Instagram als „Bewerbungsqueen“ auf und gibt vor allem jungen Menschen Tipps für den Einstieg ins Berufsleben. Im Interview beschreibt sie, worauf es bei der Bewerbung ankommt.

Text: Karin Kudla

Foto: Luise Blumenstengel

Was gehört in eine überzeugende Bewerbungsmappe?

Eine Bewerbungsmappe sollte immer einen übersichtlichen, knackigen Lebenslauf enthalten. Dabei sollte der Fokus auf relevanten Erfahrungen liegen, die klar und strukturiert dargestellt werden. Ein Motivationsschreiben halte ich für sehr wertvoll – vorausgesetzt, es geht über die Standardfloskeln hinaus. Hier sollte man konkret darlegen, warum man für diese Stelle und das Unternehmen besonders gut geeignet ist. Meine Devise lautet: Im Lebenslauf steht, was du gemacht hast, im Anschreiben, warum du es gemacht hast.

Eine Absage kann oft als Signal gesehen werden, dass man noch nicht die richtige Stelle gefunden hat, und nicht als Misserfolg.

Welche Basics sollten Bewerbende vor dem Gespräch recherchieren? Es mag selbstverständlich klingen, aber es ist wichtig, sich über das Unternehmen und die Gesprächspartner gut zu informieren. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Profile der Gesprächspartner auf LinkedIn anschauen – das hilft nicht nur, sich besser vorzubereiten, sondern

zeigt auch echtes Interesse. Man sollte sich auch über die Unternehmenswerte, aktuelle Zahlen oder Projekte informieren, die für die jeweilige Stelle relevant sind. So kann man im Gespräch gezielt auf wichtige Themen eingehen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wie sollten Bewerbende beim Gespräch auftreten?

Authentizität schlägt Perfektionismus. Bewerbende sollten sich nicht verstellen, nur um zu gefallen, denn auf Dauer wird man auf dieser Stelle nur dann glücklich, wenn man sich selbst treu bleibt.

Wie bereitet man sich auf Verhandlungen vor?

Vor Verhandlungen sollte man sich unbedingt über das übliche Gehaltsniveau für die Position informieren – sowohl im Unternehmen als auch in der Branche. Man sollte sich ein absolutes Minimum setzen, unter das man nicht geht, und ein Wunschgehalt festlegen. Ebenso wichtig sind die Benefits, die das Unternehmen bietet, wie zum Beispiel eine Gym-Mitgliedschaft oder zusätzliche Urlaubstage. Auch, wenn Gehalt wichtig ist, sollte man sich nicht sofort auf das erste Angebot einlassen, sondern sich Zeit nehmen, um alles abzuwägen.

Wie geht man mit Absagen um, ohne das Selbstvertrauen zu verlieren?

Absagen sind nie eine Entscheidung gegen einen selbst, sondern immer für einen anderen Bewerbenden. Wenn man das versteht, fällt es leichter, sich nicht persönlich angegriffen zu fühlen. Es gibt viele Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen, die man als Bewerbender gar nicht kennt. Wichtig ist, den eigenen Wert zu erkennen und sich bewusst zu machen, was man zu bieten hat. Eine Absage kann oft als Signal gesehen werden, dass man noch nicht die richtige Stelle gefunden hat, und nicht als Misserfolg.

Führung neu denken

LEADERSHIP

Gemäß einer aktuellen Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung des Instituts der deutschen Wirtschaft ließen sich im vergangenen Jahr 28.180 Stellen für Führungskräfte nicht passend besetzen. Nur jede siebte befragte Fachkraft ohne Führungsverantwortung kann sich vorstellen, künftig Führungsaufgaben zu übernehmen.

Text: Christian Kolb Foto: Getty Images/unsplash

Umso wichtiger ist es, Führungskräfte auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Doch während früher in vielen Unternehmen entweder die kompetentesten Fachkräfte befördert wurden oder versucht wurde, mit mehr oder weniger ausgefeilten Kombinationen aus Belohnungen und Sanktionen für Motivation zu sorgen, stellt die moderne Arbeitswelt ganz andere Anforderungen an Führungskräfte. Dabei geht es nicht nur um einen Überblick über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken von KI-Anwendungen im Unternehmen und die damit verbundene digitale Kompetenz.

Es gilt auch in der sich immer schneller ändernden Welt flexibel zu sein, agil zu reagieren und den Wandel aktiv mit den eigenen Mitarbeitenden zu gestalten. Emotionale Intelligenz ist ein weiterer

Wer kommunikationsstark und empathisch zugleich ist, kann aufkommende Konflikte im Team klären und erkennen, wie man die Mitarbeitenden ganz individuell motiviert.

Es gilt auch in der sich immer schneller ändernden Welt flexibel zu sein, agil zu reagieren und den Wandel aktiv mit den eigenen Mitarbeitenden zu gestalten.

Erfolgsfaktor für Führungskräfte. Wer kommunikationsstark und empathisch zugleich ist, kann aufkommende Konflikte im Team klären und erkennen, wie man die Mitarbeitenden ganz individuell motiviert.

Dazu gehört auch, die jeweiligen Potenziale und Werte zu erkennen und die Entwicklung der Mitarbeitenden zum Beispiel durch Coaching und Weiterbildung zu fördern. Moderne Arbeitsformen wie Remote Work stellen Führungskräfte vor die Herausforderung, mit Vertrauen zu führen, und nicht durch Kontrolle. Wer es schafft, Teams virtuell zu vernetzen und zu motivieren, kann auch im internationalen Kontext erfolgreich sein. Die Führungstools und -philosophie für die Arbeitswelt von morgen müssen schon heute neu entwickelt werden.

Die moderne Arbeitswelt stellt ganz andere Anforderungen an Führungskräfte.
Es gibt viele Faktoren, die bei der Entscheidung
Ivana Tadić (@bewerbungsqueen), HR-Speakerin & Content Creatorin

Es gibt zu viele schlechte Führungskräfte

Viel zu oft wird die Führung von Mitarbeitenden Menschen anvertraut, denen die dafür nötigen Skills und das Mindset fehlen. Doch das kann man ändern.

Aktuell teilt sich der Arbeitsmarkt in zwei Segmente. Rezession und wirtschaftliche Herausforderungen sorgen auf der einen Seite dafür, dass der Arbeitsmarkt für Unternehmen wieder entspannter wird. Auf der anderen Seite herrscht weiterhin immenser Fachkräftemangel bei besonders gefragten Persönlichkeiten und Qualifikationen. Gerade globale Unternehmen stehen vor der Aufgabe, nicht nur die richtigen Führungskräfte auszuwählen, sondern die Potenzialträger auch mit Blick auf die Unternehmensstrategie, das Mindset und die Führungsskills auf ein einheitliches Level zu heben.

„Mit unseren Globalen Leadership Programmen können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Führungskräfte bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sind“, so Dr. Navin Lal von der TPC Leadership, eine der führenden Adressen für globale Führungskräfteprogramme. Mit Büros in 13 Ländern, darunter Schlüsselmärkten wie den USA, Indien und Brasilien, mehreren Standorten in Europa und einem Asso -

ciate Netzwerk in zahlreichen weiteren Ländern, bietet die TPC Leadership internationalen Unternehmen Training, Beratung und Coaching aus einem Guss an. Hunderte, häufig auch tausende Führungskräfte in aller Welt werden so mit einheitlichen Zielen und abgestimmter Methodik von professionellen Trainern und Trainerinnen in der jeweiligen Landessprache geschult.

Fusionen, die Integration neuer Unternehmensteile oder Strategiewechsel des Top Managements sind häufige Anlässe, eine Leadership Beratung an den Tisch zu holen. Im ersten Schritt wird bei einer umfassenden Analyse erarbeitet, welcher Weiterbildungsbedarfs vorhanden ist. Das tiefe Verständnis für die interne Perspektive gilt bei TPC Leadership als Schlüssel zum Erfolg. Anschließend wird ein Rollout-Plan für das Lernen auf globaler Ebene erstellt. Oft stehen dabei Themen wie professionelles Feedback, die Delegation von Aufgaben oder die Steigerung der Performance im Mittelpunkt. Mit Blick auf Sprache und Kultur muss man die Inhalte anpassen und teilweise anders

Die meisten globalen Leadership Programme scheitern daran, dass die Programme nicht in einheitlicher Qualität global ausgerollt werden können.

trainieren. „Die meisten globalen Leadership Programme scheitern daran, dass die Programme nicht in einheitlicher Qualität global ausgerollt werden können“, so Dr. Ulrich Schlattmann von TPC Leadership.

Passend zur Situation reichen die vorgeschlagenen Programme von einzelnen

Die Expert:innen von TPC Leadership bieten weltweit maßgeschneiderte, anpassbare und standardisierte Programme zur Unterstützung von Unternehmen an. tpcleadership.com

IdeenExpo 2026: Hier wird Zukunft greifbar!

Seit knapp 20 Jahren begeistert die IdeenExpo in Hannover junge Menschen für Technik, Naturwissenschaften und berufliche Perspektiven. Vom 20. bis 28. Juni 2026 findet auf dem Messegelände Hannover die zehnte IdeenExpo statt und setzt erneut Maßstäbe für moderne Berufsorientierung.

Was die IdeenExpo von klassischen Berufsinformationsveranstaltungen unterscheidet, ist ihr Erlebnischarakter. Statt Broschüren und Frontalvorträgen stehen Ausprobieren, Mitmachen und Entdecken im Mittelpunkt. Jugendliche löten, programmieren, experimentieren und erleben Technik und Wissenschaften als etwas, das sie selbst gestalten können. Dieser besondere Eventcharakter macht die IdeenExpo europaweit einzigartig und zog zuletzt über 430.000 Besucherinnen und Besucher an.

Dabei richtet sie sich bewusst an junge Menschen aller Schulformen ebenso wie an Eltern, Lehrkräfte und Multiplikatoren. Die Ausrichtung ist bundesweit: Besucherinnen und Besucher sowie Aussteller kommen aus ganz Deutschland nach Hannover, um Teil dieses besonderen Formats zu werden.

Ein zentrales Erfolgsrezept ist die breite Trägerstruktur. Bundesministerien, Landespolitik, Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen engagieren sich gemeinsam und machen die IdeenExpo zu einem Vorzeigemodell für gelungene Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Innerhalb der Wirtschaft bringen sich Global Player, Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen sowie Branchenverbände ein und prägen das Netzwerk maßgeblich.

Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren Studiengänge, Forschungsprojekte und Karrierewege. So entsteht ein ganzheitliches Bild moderner Bildungs- und Arbeitswelten: vom ersten Interesse über Ausbildung und Studium bis hin zu konkreten beruflichen Perspektiven. Auch für Unternehmen bietet die IdeenExpo

ein außergewöhnliches Umfeld. Sie treffen hier auf eine junge, neugierige Zielgruppe, die nicht nur zuhört, sondern aktiv mitmacht. Personalmarketing wird zum Erlebnis – authentisch, nachhaltig und auf Augenhöhe. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein entscheidender Vorteil.

Die IdeenExpo ist längst ein bundesweit beachtetes Erfolgsmodell und steht für Innovationskraft, Bildungsengagement und Zukunftsorientierung – und für die Überzeugung,

Seminaren bis hin zu einem Programm für das ganze Jahr mit verschiedenen Qualifizierungsangeboten. Um sicherzustellen, dass die Inhalte global in gleich hoher Qualität ausgerollt werden, greift TPC Leadership auf ein Netzwerk aus 400 Trainer:innen, Coaches und Consultants zu, die alle das hausinterne Development-Center zur Qualitätssicherung durchlaufen haben. Alle Associates verfügen über eine qualifizierte CoachingAusbildung und sind dank Praxiserfahrung aus der Wirtschaft mit den Herausforderungen der Kunden vertraut. Mit diesem Konzept hat sich TPC Leadership in den letzten 25 Jahren durch den globalen Ansatz einen Namen gemacht, der für Qualität und faire Preise zugleich steht.

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dass Begeisterung der Schlüssel für erfolgreiche Berufsorientierung ist. Mit neuen Exponaten, starken Partnern und einem klaren Anspruch setzt die zehnte IdeenExpo 2026 ihre Erfolgsgeschichte fort und ermutigt junge Menschen, eigene Wege zu gehen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Weitere Informationen unter: www.ideenexpo.de

Dr. Navin Lal, Managing Partner TPC Leadership
Dr. Ulrich Schlattmann, Managing Partner TPC Leadership
JULIA TAMMEVESKI
Lernfreude – Investition in die Zukunft der Arbeit

GROSSES INTERVIEW

KI hat großen Einfluss auf unser Leben. Im Interview spricht Julia Tammeveski, Expertin für HumanCentered AI, über: Arbeit neu denken, KI sinnvoll nutzen – und Lernen für die Zukunft gestalten.

Text: Gunnar von der Geest

Foto: Presse

Frau Tammeveski, Sie beschäftigen sich intensiv mit den Chancen einer humanen KI-Transformation in Organisationen und der Bedeutung von lebenslangem Lernen. Außerdem sind Sie KI-Trainerin. Welche Frage wird Ihnen in puncto KI am häufigsten gestellt?

Ganz oft kommt am Anfang die Frage: Welche drei KI-Tools sind die besten?

Dann versuche ich stets den Mythos zu entkräften, dass man möglichst viele Tools kennen muss. Würden Sie sich einen Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt anschaffen, ohne zu wissen, was Sie reparieren möchten? Zu Beginn sollte es darum gehen, eine solide KI-Kompetenz aufzubauen, die von einem grundlegenden Verständnis zu den Arbeitsweisen und Möglichkeiten von KI,

Wir dürfen Fehler machen, voneinander und miteinander lernen und gemeinsam praxisnahe Projekte mit direktem Mehrwert umsetzen.

über Risiken, Recht und Datenschutz, bis hin zu praktischer Anwendung reicht. Und um einen sicheren Zugang zu KI für alle Menschen im Unternehmen. KI ist ein holistisches Gebiet und bedeutet viel mehr als ChatGPT. KI ist kein Tool und kein technologisches Thema; sie verändert, wie wir arbeiten, entscheiden und lernen.

Viele sind fasziniert von den Möglichkeiten neuer KI-Anwendungen, andere befürchten, im Beruf von KI ersetzt zu werden. Wie gehen Sie auf diese ambivalenten Gefühle ein?

Ich nehme Ängste erst einmal ernst und höre zu. Viele kommen mit Skepsis und Befürchtungen. Entscheidend ist es, darauf einzugehen. Denn sonst scheitert jedes gut geplante KI-Projekt – in Trainings ebenso wie in Unternehmen. Ganz oft ist das Herstellen psychologischer Sicherheit die erste Aufgabe in meinen Workshops, bis hin zur Führungsebene. Es ist das wichtigste Prinzip für erfolgreiche Transformation. Niemand sollte Angst haben, eine Frage zu stellen oder einen Fehler zu machen.

Ganz im Gegenteil: Den Umgang mit KI zu lernen, lebt vom Fehler machen. Beides ist untrennbar und genauso relevant ist es, dass wir jetzt eine echte Fehlerkultur im Unternehmen etablieren. Das wirkt für viele Menschen ungewohnt. Ängste und Befürchtungen sind indes mit echtem Verständnis schnell abgebaut. Was dann folgt, sind Faszination und Neugierde. Der schönste Moment ist für mich immer wieder, wenn die härtesten Kritiker plötzlich Begeisterung entwickeln und Augen leuchten. Dann weiß ich: Jetzt kann es erfolgreich werden.

Wie sieht die Rollenverteilung denn zukünftig aus: Welche Aufgaben werden Maschinen vorrangig übernehmen, welche Menschen? Und was bedeutet das für unsere Arbeit?

KI ist einfach unschlagbar darin, große Datenmengen bei Standard- und Routinearbeiten wahnsinnig schnell zu verarbeiten. Mit dieser Effizienz können wir daher immer weniger mithalten. Die gute Nachricht ist: Wir können eine neue „Super-Power“ etablieren: regelmäßiges Lernen. Im Gegensatz zu KI sind wir Menschen in der Lage, holistisch und im Kontext zu denken und empathisch zu sein. Wir haben im Vergleich zur KI einen ganz anderen Radius der Wahrnehmung, können zuhören, zwischen den Zeilen lesen – und verfügen über individuelle Erfahrungsschätze. Das macht uns auch in der Zukunft einzigartig und genau diese Stärken gilt es auszubauen.

Sie sind also der Überzeugung, dass wir das Lernen neu lernen müssen? Ja, genau. Klassische Aus- und Weiterbildungen funktionieren heute nicht mehr. In der Vergangenheit haben wir etwas gelernt, um mit diesem Wissen zu arbeiten: zum Beispiel im Studium oder in der Lehre. Ab heute werden wir arbeiten, um zu lernen. Nicht in einer Weiterbildung einmal im Jahr, sondern jede Woche, in kleinen Happen, eng verzahnt mit konkreten Praxisbeispielen. Nicht allein, sondern im Austausch mit Anderen. Reine E-Learnings und Online-Kurse schaffen nur eines: Silowissen. Wir dürfen Fehler machen, voneinander und miteinander

lernen und gemeinsam praxisnahe Projekte mit direktem Mehrwert umsetzen. Ein neuer Prozess, zehn eingesparte Stunden pro Woche, ein Leitfaden zur Umsetzung von KI-Compliance: Daran glaube ich und so möchte ich Lernen anbieten und in Organisationen verankern.

Über:

Julia Tammeveski, zertifizierte KIManagerin, Keynote Speakerin und Trainerin für innovative Lernformate, lebt und arbeitet in Berlin. 2020 gründete sie we era – für eine humane Zukunft der Arbeit und lebenslanges Lernen. Große Affinität hat die 45-Jährige zu den nordischen Ländern. „Mein Großvater stammt aus Estland, dessen Innovationskraft in puncto Digitalisierung und KI mich inspiriert“, sagt sie.

Kurz erklärt

European AI Act

Mit dem EU AI Act führt die Europäische Union den weltweit ersten verbindlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von KI ein. Die Verordnung soll gewährleisten, dass KI-Systeme sicher, transparent und ethisch vertretbar sind. Der Nachweis von KI- Kompetenz für jeden Mitarbeitenden, der mit KI-Tools arbeitet, ist dort auch seit Februar 2025 geregelt. Der neue EU AI Act tritt im August 2026 in Kraft.

KI-Kompetenz als Wettbewerbsvorteil

KI ist mehr als ein Trend. Um langfristig am Markt eine Chance zu haben, ist Weiterbildung zum Auf- und Ausbau von KI-Kompetenzen entscheidend.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute Realität: Künstliche Intelligenz (KI) schreibt Texte, analysiert Daten, organisiert Projekte und übernimmt viele weitere Aufgabenbereiche. Damit verändert KI Berufsbilder und Prozesse in nahezu allen Branchen. Sowohl Arbeitsuchenden als auch Beschäftigten eröffnet das neue Chancen. Wer jetzt die richtigen Kompetenzen aufbaut, hat am Arbeitsmarkt langfristig die Nase vorn und kann sich eine sichere berufliche Perspektive schaffen.

Auch Arbeitgebende stehen angesichts der rasanten Entwicklung in puncto KI vor einer Schlüsselaufgabe: Sie müssen ihr Unternehmen wettbewerbsfähig halten und in die Zukunft führen. Der Hebel? Weiterbildung. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden heute gezielt weiterbilden und systematisch digitale Kompetenz aufbauen, investieren in nachhaltigen Erfolg. Attraktive staatliche Förderungen unterstützen sie dabei. Dank der Förderung über das Qualifizierungschancengesetz – kurz: QCG –haben Arbeitgebende die Möglichkeit, bis zu 100 Prozent Lehrgangskostenzuschuss sowie Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung zu erhalten.

GFN: Bildungspartner für die digitale Arbeitswelt Ob arbeitsuchend, beschäftigt oder als Unternehmen: Spezialisierte Bildungspartner helfen bei der Weiterbildungsplanung und liefern passende Lösungen. Hier kommt GFN ins Spiel. Seit fast 30 Jahren gehört das Unternehmen zu den führenden deutschen Bildungsanbietern im IT- und Digitalbereich. Es begleitet Menschen bei der beruflichen Neuorientierung

und unterstützt Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden. Das Portfolio reicht von IT- und kaufmännischen Umschulungen über kompakte Weiterbildungen bis zu individuellen Coachings – digital und an Standorten in ganz Deutschland. Alle Angebote sind staatlich förderbar, etwa über den Bildungsgutschein für Arbeitsuchende oder das QCG.

Praxisnahe KI-Skills für Kursteilnehmende KI-Inhalte sind im GFN-Kursangebot fest verankert. Ob KI-Entwicklung für angehende Programmierer und Administratoren, smarte Automatisierungen oder der Einsatz von KI im Online-Marketing: Die Kursteilnehmenden werden mit hohem Praxisbezug auf neue berufliche Aufgaben vorbereitet. Zudem haben sie kostenlosen Zugriff auf drei KISelbstlernmodule – von den Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten über rechtliche Fragen bis zum effektiven Prompten und dem Umgang mit ChatGPT oder Copilot. Wer alle Module inklusive Prüfung abschließt, erhält den KIFührerschein als aussagekräftigen Kompetenznachweis für Bewerbung und Jobsuche. „Mit den KI-Kursen möchten wir unseren Teilnehmenden einen echten Kompetenzvorteil bieten“, erklärt GFN-Geschäftsführer Nils Manegold. „Gerade im digitalen Arbeitsmarkt sind Fähigkeiten im Umgang mit KI zunehmend gefragt. Wir ermöglichen den Einstieg ganz unkompliziert.“

Weiterbildung ist mehr als bloße Wissensvermittlung. Sie braucht Orientierung, Motivation und Sicherheit.

Optimale Förderung durch Mensch und KI

Seit Januar dieses Jahres haben alle Umschulungsteilnehmenden die Möglichkeit, eine persönliche Copilot-Lizenz zu erhalten und KI direkt im Lernalltag zu nutzen. „Mit der Integration von Copilot in unsere Umschulungen setzen wir ein klares Zeichen für zukunftsorientiertes Lernen“, so Manegold. Bei GFN weiß man auch: Weiterbildung ist mehr als bloße Wissensvermittlung. Sie braucht Orientierung, Motivation und Sicherheit. Neben einem engagierten Team setzt man daher auch unterstützend auf KI. Der GFN KI-Coach, aktuell noch in der Testphase, ist als digitaler Begleiter der Teilnehmenden rund um die Uhr erreichbar. Er hilft, Gedanken zu sortieren und Klarheit zu finden, etwa bei Prüfungsangst, Bewerbung, Praktikumssuche oder beruflicher Neuorientierung. Wer mehr Unterstützung benötigt, kann in ein staatlich gefördertes, individuelles Einzelcoaching wechseln.

Unternehmen: Qualifizieren statt suchen

Auch förderfähige Unternehmen und ihre Beschäftigten können vom GFNWeiterbildungsangebot profitieren: Kurse wie „KI im Büro“ qualifizieren für den souveränen Umgang mit KI-Tools, digitalen Akten und Automatisierungslösungen. Inhalte wie Prompting, Excel-Automatisierung, digitale Zusammenarbeit über Microsoft 365 oder Dokumentenmanagement mit SharePoint sorgen für effiziente Prozesse und halten den Betrieb wettbewerbsfähig. Zusätzlich können spezielle Coachings wie das Coaching „KI & Digitalisierung“ Mitarbeitende in Veränderungsprozessen unterstützen.

KI als Teil der Unternehmenskultur Als zukunftsorientiertes Unternehmen integriert der Bildungsanbieter KI aber nicht nur in die Lernangebote, sondern auch in die eigenen Prozesse. Microsoft

Nils Manegold, Geschäftsführer GFN GmbH

Gerade im digitalen Arbeitsmarkt sind Fähigkeiten im Umgang mit KI zunehmend gefragt.

Copilot ist in die Unternehmensanwendungen integriert, zudem nutzen Teams und Mitarbeitende spezifische KI-Tools abhängig von Aufgabe und Kontext – vom Produktmanagement über das Marketing bis hin zur abteilungsübergreifenden Text- bzw. Datenarbeit und Prozessunterstützung.

Eine KI-gestützte Onboarding-Plattform erleichtert neuen Mitarbeitenden den Einstieg, weitere digitale Lösungen sind in Arbeit. So spiegelt der Arbeitsalltag bei GFN, was in den Kursen vermittelt wird: KI sinnvoll, sicher und effizient einsetzen.

Weiterbildung macht den Unterschied Künstliche Intelligenz, da ist man sich bei GFN sicher, ist Treiber einer Arbeitswelt, die sich täglich weiterentwickelt. Was Menschen und Unternehmen mit dieser Entwicklung verbindet, ist Weiterbildung. Mit sofort anwendbaren digitalen Skills bringt GFN Arbeitsuchende und Beschäftigte beruflich voran – und macht Unternehmen zukunftsfähig.

Zukunftskompetenzen jetzt trainieren

FUTURE SKILLS

Beruflich erfolgreiche Menschen verfügen über genau die Skills, die der Arbeitsmarkt heute und in Zukunft nachfragt – doch die sind ständig im Wandel.

Text: Christian Kolb Foto: Getty Images/unsplash

Nicht nur während Ausbildung und Studium, sondern auch im Berufsalltag entscheiden bestimmte Skills über den Erfolg und die Employability. Wer diese hat, hat beste Aussichten auf Beförderungen, und ist nicht nur beim eigenen Arbeitgeber ein wertvoller Mitarbeiter, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Gelingt es, diese Skills zu nutzen und sie transparent zu machen, ist man nicht nur Leistungsträger, sondern auch für Gehaltsverhandlungen in bester Position.

Soft Skills wie kritisches Mitdenken und Anpassungsfähigkeit entwickeln sich oft schon in jungen Jahren. Ein entsprechendes Umfeld, Vorbilder und eigene Erfahrungen führen dazu, dass man auch für die Herausforderungen im beruflichen Alltag gerüstet ist. Zugleich senkt ein entsprechendes Mindset die mit Alltagssituationen verbundenen, sehr individuell wahrgenommenen Belastungen. Soft Skills sind in der Regel langfristig wertvoll und in ganz verschiedenen Positionen und Branchen nutzbar.

Die Bedeutung anderer Skills unterliegt einem immer schnelleren Wandel. Noch vor wenigen Jahren konnte man ohne einen geübten Grafiker kein professionelles Logo erstellen. Und für die Übersetzung eines Textes war der Verzicht auf einen Übersetzer im Businesskontext undenkbar. Heute sind diese beiden Skills weniger gefragt, denn KI-Anwendungen machen beides auch für nicht darauf spezialisierte Anwender möglich. Umso wichtiger ist es für Unternehmen geworden, sich Gedanken über die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu

machen. Das ist nicht nur ein starkes Argument bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter, sondern bindet Talente an das Unternehmen und stärkt die Innovationsfähigkeit.

Auch in der Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Gab es einst nur die Möglichkeit zu Präsenzseminaren durchs Land zu fahren oder ein InhouseSeminar zu buchen, spielt die Digitalisierung immer dann ihre Stärken aus, wenn es um die Vermittlung von Informationen geht und das Networking nicht im Mittelpunkt steht. Hybride Formate mit digitalen Anteilen und Präsenzterminen können komplexere Themen vermitteln oder über einen längeren Zeitraum die Stärken

E-Learning, das die Mitarbeiter zeitlich unabhängig abrufen können, oder als digitaler Kurs mit gemeinsamen Lerneinheiten von Teilnehmern und Dozenten, bei denen man auf digitalen Lernplattformen mit den anderen Personen interagieren kann. Mit den technischen Möglichkeiten ist auch die Zahl der Anbieter gestiegen, sodass Unternehmen vor der Herausforderung stehen, das passende Angebot bewusst auszuwählen. Bei der Definition der persönlichen Lernpfade in Richtung Zukunftskompetenzen kommt es nicht nur auf die Vorkenntnisse der Mitarbeiter an, sondern auch auf deren digitale Kompetenz und Technikausstattung sowie die finanziellen und zeitlichen Budgets.

beider Formate verbinden. Doch bei vielen Themen lassen sich aufwändige Dienstreisen inzwischen vermeiden. Beim Microlearning bekommen die Mitarbeiter kurze Lerneinheiten auf das Smartphone oder den Computer geschickt und können anschließend bei einem Multiple-Choice-Test zeigen, dass sie die wichtigsten Botschaften verstanden haben.

Doch auch aufwändigere Themen lassen sich digital vermitteln. Sei es als

Fakten

Laut Statistischem Bundesamt boten 77,2 Prozent aller Unternehmen in Deutschland im Jahr 2020 Weiterbildungsmaßnahmen an. Je nach Branche schwankten die Quoten zwischen 60 Prozent (Verkehr/ Lagerei) und 97,1 Prozent (Finanzen/ Versicherungen). Im Informationsund Telekommunikationsbereich waren es 95 Prozent.

heise academy – Partner Content

FRAGEN AN KEVIN ZIEGLER

Meine Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung

Kevin Ziegler ist Experte für Mentoring und betont, wie wichtig die kontinuierliche Weiterentwicklung der Persönlichkeit ist.

Text: Christian Kolb Foto: wayers GmbH München

Kevin Ziegler, CEO wayers, Unternehmer und Mentor für Future Skills

Worauf kommt es in der Arbeitswelt von heute an? Sie verlangt Selbstwirksamkeit, Orientierung und Lernfähigkeit im Wandel. Titel verlieren an Bedeutung. Sinn, Erlebnis und persönliche Entwicklung entscheiden. Die Gen Z-Formel beschreibt diese Form der Persönlichkeitsentwicklung: Purpose + Experience + Authentizität – als Grundlage für wirksame Menschen im KI-Zeitalter.

Was gewinnen Unternehmen, die Persönlichkeitsentwicklung fördern? Unternehmen gewinnen Bindung statt Wechsel, Eigenverantwortung statt Dienst-nach-Vorschrift und resiliente Gen Z-Talente, die Sinn sehen, Leistung bringen und dem Unternehmen treu bleiben.

Wie setzt man das praktisch um? Sie nehmen die Bedürfnisse ernst, begeben sich in das Wertegerüst der Gen Z, und überdenken sinnlose Benefits. Tools und Incentives der Vergangenheit zeigen heute kaum Wirkung.

Zukunft sichern durch Tech-Kompetenzen

Sich wandelnde KI-Angebote und die weiter wachsende Bedeutung von Cybersecurity steigern die Relevanz von Tech-Weiterbildung für jede Branche.

Fehlende Skills sind für Unternehmen zu einem echten Wettbewerbsfaktor geworden. Laut dem Branchenverband Bitkom e. V. waren 87 Prozent der deutschen Unternehmen schon von einem Cyberangriff betroffen. Einzelne Unternehmen und auch öffentliche Verwaltungen wurden dadurch für Monate lahmgelegt oder in die Insolvenz getrieben.

Tech-Kompetenz bedeutet nicht nur mehr Sicherheit, sondern ist auch die Basis für digitale Souveränität. Wer die eingesetzten

Technologien und Anwendungen auch im Cloud-Computing wirklich versteht, trifft die richtigen Entscheidungen und ist weniger abhängig von externen Beratern und Spezialisten. Statt punktuell Dienstleistungen einzukaufen, investieren Unternehmen durch kontinuierliche Weiterbildung in die Kompetenz der eigenen Mitarbeitenden.

Seit über 40 Jahren prägt heise die deutsche Tech-Landschaft mit Wissen und fachlicher Qualität. Die heise academy führt diese Tradition fort und bietet fachlich fundierte, digitale Tech-Weiterbildung. Mit flexiblen Lernformaten, sieben Schwerpunkten und über 100 Expertinnen und Experten begleitet die heise academy Tech-Professionals dabei, ihr Know-how nachhaltig zu erweitern. Wie gut das eigene Team schon heute

Mehr Informationen über die heise academy unter: heise-academy.de

auf die Skill-Based Economy vorbereitet ist, zeigt ein Selbsttest auf der Internetseite der heise academy.

Zum Selbsttest

In sechs einfachen Multiple-Choice-Fragen wird der Status Quo erfasst. Dabei geht es unter anderem um das Vorhandensein eines Skill-Verzeichnisses und die systematische Erfassung neu hinzugewonnener Skills.

Nach der Auswertung des Tests kann ein persönlicher Beratungstermin mit der heise academy vereinbart werden, bei dem man einen kostenfreien 14-TageTestzugang für die Lernplattform erhält.

Der Wunsch nach Innovation, einer digitalen Souveränität im eigenen Unternehmen und auch die berechtigte Sorge vor immer raffinierter werdenden Cyberangriffen machen Tech-Weiterbildungen zu einem „Must Have“. Das Upskilling der eigenen Mitarbeitenden hält das Wissen im Unternehmen und stärkt es nachhaltig.

Ohne Soft Skills geht in Zukunft nichts

SCHLÜSSELKOMPETENZEN

Das für beruflichen Erfolg erforderliche Fachwissen verändert sich immer schneller. Doch persönliche Schlüsselkompetenzen bleiben für das ganze Leben.

Text: Christian Kolb Foto: This Is Engineering/unsplash

Die Arbeitswelt ist im Wandel – und das so schnell wie selten zuvor. Fast täglich verkünden Start-ups und Technologiekonzerne neue Möglichkeiten. Was heute an Fachwissen als State-of-the-Art gilt, kann morgen schon veraltet sein. Und während das Bildungssystem von den weiterführenden Schulen über die Berufsschulen bis zu den Universitäten noch damit ringt, wie man mit der rasanten Entwicklung Schritt halten kann, fragen sich viele Menschen mit welchen Kompetenzen sie auf dem Arbeitsmarkt auch in Zukunft gefragt sein werden.

Damit rücken Fähigkeiten in den Mittelpunkt, die lange Zeit als nettes Extra im Lebenslauf galten, aber in vielen Unternehmen nicht entscheidend bei der Personalauswahl waren. Soft Skills, also Schlüsselkompetenzen wie Selbstführung, Resilienz, Bereitschaft zur Eigenverantwortung, Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit werden in Zukunft der Schlüssel für langfristigen beruflichen Erfolg sein. Denn während Fachwissen immer schneller veraltet, bleiben Soft Skills ein Leben lang erhalten und können in ganz verschiedenen Situationen nützlich sein. Davon profitieren Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen.

Wer sich als Mitarbeitender selbst führen kann, erlebt nicht nur mehr Selbstwirksamkeit und größere Entscheidungsspielräume, sondern ermöglicht es Unternehmen, sich mit flachen Hierarchien und damit besonders effizient zu organisieren. Wer resilient ist, kann mit den sich ständig wandelnden Anforderungen mitgehen und ist dadurch weniger psychisch belastet. Das erhöht die Zufriedenheit und reduziert krankheitsbedingte Ausfallzeiten. Wer selbst die Verantwortung übernimmt, handelt wie ein Unternehmer im Unternehmen und agiert schneller als eine zögerlich auf Entscheidungen wartende Person. Anpassungsfähigkeit bringt Agilität mit sich und stärkt mit der Bereitschaft gewohnte Pfade zu verlassen auch

Um den Mehrwert, den die Persönlichkeit der Mitarbeitenden ausmacht, optimal zu nutzen, ist es wichtig, ein Outside-theBox-Denken als Teil der Unternehmenskultur zu definieren.

die Innovation im Unternehmen. Starke Kommunikationsfähigkeiten vermeiden Missverständnisse, helfen Konflikte zu lösen und Kunden zu überzeugen. Und das unabhängig von Branche und Fachthema.

Wer sich hingegen rein auf Fachkompetenz fokussiert, riskiert, dass Teams und Strukturen die schnellen Veränderungen der Arbeitswelt nicht mitgehen können und ungewollt auseinanderbrechen. Mangelnde Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeiten machen Teams instabil und anfällig für Konflikte. Sie senken die Motivation der Mitarbeitenden, erhöhen schon in der Ausbildung die Abbruchquote und schwächen die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen. Für langfristigen Erfolg sollten Unternehmen die Soft Skills nicht nur bei der Personalauswahl in den Mittelpunkt stellen, sondern auch bei der Unternehmensorganisation darauf achten, dass spannende Projekte, die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und Soft Skills auszubauen die Basis für stärkere Teams, höhere Mitarbeitendenbindung und langfristigen betriebswirtschaftlichen Erfolg sind. Um den Mehrwert, den die Persönlichkeit der Mitarbeitenden ausmacht, optimal zu nutzen, ist es wichtig, ein Outside-the-Box-Denken als Teil der

Unternehmenskultur zu definieren und Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben auch auf ungewohnten Lernpfaden die eigene Persönlichkeit im beruflichen Alltag weiterzuentwickeln.

Starke

Kommunikationsfähigkeiten vermeiden Missverständnisse, helfen Konflikte zu lösen und Kunden zu überzeugen. Und das unabhängig von Branche und Fachthema.

Fakten Es gibt keine einheitliche Definition, welche konkreten Fähigkeiten unter „Soft Skills“ fallen. Die „weichen Fähigkeiten“ ergänzen die Fachund Methodenkompetenz (Hard Skills) um einige über die allgemeine Sozialkompetenz hinausgehende Dimensionen, die nicht nur im Management von wachsender Bedeutung sind.

Wie Talente zu Persönlichkeiten reifen

Was eine Person fachlich kann, ist relativ einfach festzustellen. Doch woran erkennt man Persönlichkeiten, die das Unternehmen dauerhaft voranbringen?

Schulen und Hochschulen sind gut in der Vermittlung von Fachwissen, sei es durch Auswendiglernen oder ein tieferes Verständnis der Inhalte. Doch zugleich fehlen den meisten Bildungseinrichtungen die Ressourcen, um bei der Entwicklung und Stärkung von Soft Skills mitzuwirken. Ein Fokus auf den Notendurchschnitt und nicht auf die Persönlichkeit kann deshalb dazu führen, dass Arbeitgebende sich für nur auf dem Papier gut geeignete Mitarbeitende entscheiden und die Chance verpassen, Menschen für sich zu gewinnen, die durch ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse viel wertvoller für das Unternehmen wären.

So lohnt sich der Blick auf ehrenamtliches Engagement, auf nebenberufliche Erfahrungen in Unternehmen, auf geleistete Freiwilligendienste und auch auf interessante Hobbys. Wer neben der Schule erfolgreiche Projekte umsetzt und in einem Team mit anderen arbeitet, kann womöglich besser mit Leistungsdruck, Unsicherheit und einer sich kontinuierlich wandelnden Arbeitswelt umgehen. Im Berufsleben liegt es in der

Gerade kürzere Programme, die ab zwei Wochen Laufzeit angeboten werden, lassen sich gut in Ausbildungsprogramme integrieren.

Verantwortung des Unternehmens Entwicklungsräume für die Mitarbeitenden zu schaffen und diesen die organisatorische, zeitliche und finanzielle Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln.

Seit über 20 Jahren ermöglicht die wayers GmbH jungen Menschen, gezielt in ihre Persönlichkeitsentwicklung und Zukunftsfähigkeit zu investieren. Für Reisende sind die Programme von wayers eine bewusste Investition in ihre eigenen Zukunftskompetenzen und persönliches Wachstum. Bei den verschiedenen Programmen übernehmen die Teilnehmenden Verantwortung, erleben die eigene Wirksamkeit und lernen, mit Stress, Rückschlägen und Ungewissheit umzugehen. „Resilienz entsteht nicht im Seminarraum, sondern durch Erfahrung“, erklärt wayers-Geschäftsführer Kevin Ziegler. Während ein Work-and-TravelJahr vor dem Berufseinstieg interessant ist,

lassen sich andere Programme wie Freiwilligendienste oder Coaching Reisen in das Berufsleben integrieren. So tragen diese zur Persönlichkeitsentwicklung und auch zur Motivation und zum Employer-Branding bei. Während andere Unternehmen über den Fachkräftemangel klagen, können besondere Angebote dazu beitragen, für Berufseinsteiger attraktiver zu werden.

Gerade bei der Freiwilligenarbeit können Berufseinsteiger der Generationen Z und Alpha neue Erfahrungen sammeln. Während sie sich in Projekten mit Kindern, Tieren oder auch fachspezifisch als Medizinstudierende im Rahmen einer Famulatur engagieren, erleben sie Selbstwirksamkeit, Resistenz gegenüber Stress und Frust und gewinnen womöglich auch einen neuen Blick auf die eigene Heimat. Gerade kürzere Programme, die ab zwei Wochen Laufzeit angeboten werden, lassen sich

wayers ist Deutschlands führender Anbieter für junge Menschen, die ihre persönliche Reise nicht als Auszeit, sondern als Entwicklungsschritt verstehen. www.wayers.com/de

Resilienz entsteht nicht im Seminarraum, sondern durch Erfahrung.

gut in das Berufsleben integrieren. Zudem werden Coachingreisen angeboten, die persönliche Weiterentwicklung mit einer Erlebnisreise nach Spanien, Südafrika oder Bali verbinden. Personality Coaches unterstützen die Teilnehmenden, sich über ihre Ziele und Perspektiven klar zu werden.

Für Arbeitgebende ist die Gewinnung und Motivation von Mitarbeitenden längst kein Randthema mehr, sondern eine strategische Frage. Die Persönlichkeitsentwicklung systematisch in Ausbildung, Trainee- oder Nachwuchsförderung zu integrieren, stärkt die Identifikation mit dem Unternehmen. Das reduziert Ausbildungsabbrüche, erhöht die Loyalität der Mitarbeitenden und begeistert Persönlichkeiten, die vom Leben und ihrem Arbeitgeber mehr erwarten als der Durchschnitt. Und die im Gegenzug auch mehr zurückgeben und als Leistungsträger von Bedeutung sind. Die Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt grundlegend. Fachwissen ist online für jedermann abrufbar, Algorithmen ersetzen menschliche Arbeitskraft auch im akademischen Bereich. Zugleich steigt die Bedeutung der Mitarbeitenden, die mit Orientierung, innerer Stärke und Selbstvertrauen unersetzlich sind. Wer in beide Richtungen investiert – in modernste Innovation und in die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeitenden – investiert gekonnt in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens.

Personalmanagement in Zeiten des Umbruchs: Orientierung geben

EINLEITUNG

Organisationen stehen heute in einem Personalumfeld, das zugleich dynamischer und anspruchsvoller ist als je zuvor: Fachkräfteknappheit, beschleunigte Transformation durch Digitalisierung und KI sowie steigende Erwartungen an Führung und Unternehmenskultur verdichten sich zu einer zentralen

Frage: Wie gelingt es, Leistungsfähigkeit und Menschlichkeit dauerhaft in Balance zu halten?

Foto: Presse

Personalmanagement ist damit längst mehr als Administration. Es ist strategische Arbeit an Zukunftsfähigkeit – und zugleich Arbeit an Vertrauen. Denn wo Arbeitswelt komplexer wird, wächst der Bedarf an Orientierung: an nachvollziehbaren Kriterien, transparenten Entscheidungen und einer Führung, die nicht nur Ziele setzt, sondern Verantwortung übernimmt und psychologische Sicherheit stärkt.

Gerade Führung ist dabei ein Schlüsselfaktor. Der Wandel in der Führungswelt bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern höhere Professionalität: Führung muss wirksam sein – fachlich, sozial und ethisch. Diese Perspektive greift Laura Bornmann auf und zeigt, wie sich Führungsverständnis und Führungsinstrumente verändern – und welche Kompetenzen künftig entscheidend sind.

Dass zugleich destruktive Muster in Organisationen sichtbarer werden, ist kein Randthema, sondern berührt den Kern professionellen Personalmanagements: Wie schützen wir Kultur, Leistung und Menschenwürde gleichermaßen? Im Interview spricht Joi Bella über toxische Führung und macht deutlich, wie wichtig

Klarheit, Prävention und konsequentes Handeln sind. Ergänzend lenkt Nora Dietrich den Blick auf ein Thema, das inzwischen zu den zentralen Führungs- und HR-Aufgaben zählt: mentale Gesundheit am Arbeitsplatz. Ihre Impulse zeigen, warum psychologische Stabilität kein „Soft Skill“ ist, sondern Voraussetzung für nachhaltige Leistung.

In einer Zeit, in der Trends in kurzer Folge entstehen, bleibt ein verlässlicher Maßstab entscheidend: wissenschaftliche Fundierung. Die dgp steht seit ihrer Gründung im Jahr 1949 für die Verbindung von Praxisnähe mit wissenschaftlich gesicherten Verfahren – von der Eignungsdiagnostik über Auswahl- und Entwicklungsformate bis hin zur Organisationsberatung. Der Anspruch, Personalentscheidungen fair, transparent und qualitätsgesichert zu gestalten, war von Beginn an Leitmotiv –und ist es bis heute.

Diese Sonderpublikation zeigt: Zukunftsfähige Organisationen entstehen dort, wo Professionalisierung, Werteorientierung und Wirksamkeit zusammenkommen. Personalmanagement wird damit zur Gestaltungsdisziplin – und zum Kulturfaktor.

Zukunftsfähige Organisationen entstehen dort, wo Professionalisierung, Werteorientierung und Wirksamkeit zusammenkommen.

Dr. Ulrich Stadelmaier, Co-Gesamtleiter dgp – Deutsche Gesellschaft für Personalwesen e. V.

1. Jobportale auswählen: Die Rexx Vakanz Analyse identifiziert die Kanäle, die für Ihren aktuellen Personalbedarf tatsächlich wirken.

2. Stellenausschreibungen optimieren: Konkrete Impulse, um Inhalte und Performance gezielt zu verbessern.

3. Talente vorselektieren: AI Hiring unterstützt bei der fairen Auswahl der Bewerbenden – strukturiert, schnell und nachvollziehbar.

So wird Recruiting steuerbar: Weniger Streuverlust, mehr Qualität durch schnellere Entscheidungen.

LAURA BORNMANN

GROSSES INTERVIEW

Laura Bornmann ist HR-Expertin, systemischer Leadership-Coach, Keynote-Speakerin, Hochschulrätin und frühere Rewe-Personalmanagerin – und Brückenbauerin zwischen alter und neuer Arbeitswelt. Warum Microlearnings heute genauso wichtig sind wie Neugier und Vertrauen, erläutert sie im Interview.

Text: Katja Deutsch Foto: Marvin Bosch

Frau Bornmann, viele Errungenschaften der letzten Jahre – Remote Work, Diversitäts- und Frauenförderungsprogramme – scheinen plötzlich wieder in Frage zu stehen. Weshalb?

Ein zentraler Grund ist die wirtschaftliche Unsicherheit, die zu starkem Produktivitätsdruck und Überforderung führt, insbesondere bei Führungskräften. In solchen Situationen fallen viele in alte Muster und Steuerungslogiken zurück, etwa Kontrolle statt Vertrauen. Viele hoffen, dass frühere Methoden wieder wirken könnten, weil die wirtschaftliche Lage damals stabiler war. Doch alte Ansätze lösen heutige Herausforderungen nicht. Durch den ökonomischen Druck dominiert außerdem kurzfristiges Kostendenken, während langfristige Themen wie Talentbindung und Diversity ins Hintertreffen geraten. Zudem wurden Diversity oder Remote Work häufig eingeführt, ohne zuvor die nötigen kulturellen Grundlagen zu schaffen. Fehlt diese kulturelle Verankerung, bleiben solche Programme jedoch oberflächlich und halten in Krisenzeiten nicht stand. Gleichzeitig verstärken gesellschaftliche Polarisierung und politische Debatten die aktuelle Unsicherheit.

Was unterscheidet klassische Führung von modernem Leadership? Entscheidend ist das zugrunde liegende Menschenbild: Klassische Führung setzt auf Kontrolle und äußere Anreize, modernes Leadership geht davon aus, dass Menschen sich entwickeln, beitragen und Anerkennung erhalten wollen. Während traditionelle Führung auf Weisung und

dem (vermeintlichen) Wissensvorsprung der Führungskraft beruht, vertraut moderne Führung der Expertise im Team, verteilt Verantwortung und kommuniziert offen statt top-down. Nur so entsteht heute ein Umfeld, in dem Menschen ihr Potenzial entfalten können. Potenzial, das wir angesichts der aktuellen Herausforderungen dringender brauchen denn je.

Sie sprechen von Veränderungsbegeisterung in Unternehmen. Was bedeutet das? Und wie können Führungskräfte diese bei sich und bei ihrem Team richtig fördern? Heute reicht Veränderungsbereitschaft nicht mehr aus. Angesichts der schnellen Entwicklungen, etwa durch KI, brauchen wir Menschen, die Veränderung aktiv vorantreiben, Chancen erkennen und neugierig sind, Neues zu lernen. Diese Begeisterung zu fördern ist eine zentrale Führungskompetenz. Viele empfinden Veränderung als Bedrohung und klammern sich an das Vertraute. Doch je mehr Lernen zum natürlichen Teil des Arbeitsalltags wird, desto weniger fremd und bedrohlich wirkt das Neue. Regelmäßige Lernzeiten, Microlearnings, Podcasts, Austausch mit Expertinnen und kontinuierliches Feedback unterstützen dabei. Inspirationsfähigkeit wird zur zentralen Kompetenz: Führungskräfte müssen Neugier sozusagen vorleben. Da Führungskräfte stark unter Zeitdruck stehen, brauchen sie Entlastung in anderen Bereichen. Ihre zentrale Aufgabe wird zunehmend, Menschen zu begleiten, zu ermutigen und eine lernorientierte Kultur zu gestalten – ein entscheidender Schritt für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen.

Welche Erfolgsfaktoren beobachten Sie denn bei Hochleistungsteams immer wieder?

Der zentrale Erfolgsfaktor ist psychologische Sicherheit. Studien wie das GoogleProjekt „Aristoteles“ bestätigen, dass Teams am besten arbeiten, wenn sich Menschen trauen, sie selbst zu sein – ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Sie müssen Fehler zugeben können, Fragen stellen dürfen, Risiken eingehen und neue Ideen äußern, ohne belächelt oder bloßgestellt zu wer-

den. Wesentlich dafür ist eine gemeinsame Vision, in der Ziele zusammen entwickelt werden, denn das stärkt das Commitment. Viele Menschen haben durchaus Lust auf Leistung, doch sie brauchen ein Umfeld, das sie dabei unterstützt und ihnen Entwicklung ermöglicht. Kommen diese Faktoren zusammen, kann ein leistungsfähiges, engagiertes Team entstehen, das Veränderungen aktiv mitgestaltet.

Gute Führung entsteht durch eine Kombination aus Wissen, Erfahrung, persönlicher Haltung und der Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Welcher persönliche Gamechanger-Tipp hilft dabei, Führungskompetenz wirksam zu steigern?

Ein wirklicher Gamechanger ist, bewusst Fragen zu stellen und wirklich zuzuhören. Im hektischen Alltag geht das oft unter, dabei entstehen genau daraus Nähe und Vertrauen. Ebenso entscheidend ist echte Wertschätzung, denn ihr Fehlen ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen das Unternehmen verlassen. Am Ende wollen wir alle gesehen werden und Anerkennung für das erhalten, was wir beitragen.

Wo können zukünftige Führungskräfte gutes Führen lernen?

Gute Führung entsteht durch eine Kombination aus Wissen, Erfahrung, persönlicher Haltung und der Fähigkeit zur Selbstreflexion. Theorie und Weiterbildungen legen dafür eine wichtige Grundlage, doch entscheidend ist oft, dass jemand unser Potenzial erkennt und uns eine Chance gibt. Vieles lernt man erst in der Praxis: im offenen Austausch mit anderen, in Peergroups, durch Coaching, regelmäßige Reflexion und inspirierende Mentorinnen. Ebenso lehrreich sind positive wie negative Vorbilder. Am Ende braucht Führung jedoch vor allem Mut, Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen – und zu wachsen.

Sitzen und Stehen:

Schädlich ohne System

Durchschnittlich 18,6 Fehltage sind auf Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder einen Bandscheibenvorfall zurückzuführen. Damit verursachen Beschwerden des Bewegungsapparats die längsten Arbeitsausfälle, wie aus dem BKK Gesundheitsreport 2025 hervorgeht.

Text: Nadine Wagner Foto: TheStandingDesk/unsplash

Die daraus resultierenden langen Krankenstände ließen die Aufwendungen für Arbeitgeber im vergangenen Jahr auf rund 82 Milliarden Euro ansteigen. Um Ausfälle infolge von Rückenproblemen zu vermeiden, spielt Ergonomie am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle. Bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten bedeutet das vor allem: aktives Sitzen. Regelmäßige Positionswechsel sind entscheidend, denn dauerhaftes Arbeiten in derselben Haltung kann zu körperlichen Beschwerden führen. Haltungswechsel sorgen für Abwechslung und Bewegung, entlasten den Körper und helfen dabei, produktiv und energiegeladen zu bleiben.

An Steharbeitsplätzen ist es hingegen wichtig, den Körper immer wieder zu entlasten, etwa durch Anlehnen an eine Wand, das Abstützen der Arme oder den Wechsel zwischen Parallelund Schrittstellung. Zudem sollte das Arbeitsumfeld an die individuelle Körpergröße anpassbar sein, um eine entspannte, aufrechte Haltung zu ermöglichen. Trittdämpfende Bodenmatten können die Belastung der Wirbelsäule und der umgebenden Muskulatur zusätzlich reduzieren.

Future Skills: Überlebenswichtig für moderne Führung

Automatisierung, Künstliche Intelligenz und permanenter Fortschritt verändern die Anforderungen an Arbeit grundlegend. Was heute als „Future Skills“ diskutiert wird, ist schon längst Realität. Für Führungskräfte bedeutet das einen klaren Rollenwandel: weg von Kontrolle und Fachautorität, hin zu Orientierung, Beziehungsgestaltung und Verantwortung für echte Entwicklung.

Future Skills verändern, wie Führung ausgeübt wird. Selbstreflexion, emotionale Intelligenz, seine Entscheidungsfähigkeit auch unter Stress zu behalten sowie wirksame Kommunikation werden zu zentralen Führungsaufgaben. Führungskräfte müssen und können in einer immer komplexer werdenden Welt nicht alles wissen – aber sie müssen Klarheit schaffen, Vertrauen ermöglichen und Menschen befähigen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

„Unsere Expert:innen von Human Skills

Weitere Informationen über Human Skills unter: www.humanskills.com

unterstützen Unternehmen dabei, genau diese Fähigkeiten systematisch zu entwickeln“, sagt Margit Hirsch, CEO von Human Skills. „Unser Fokus liegt auf Kompetenzen, die langfristig Wirkung entfalten – und nicht automatisierbar sind.“

Human Skills versteht Führung ganzheitlich als Zusammenspiel von Selbstführung, Führung anderer und unternehmerischer Verantwortung. Auf dieser Basis entwickelt und realisiert das Unternehmen praxisnahe, skalierbare Programme für Füh-

rung, Talent- und Vertriebsentwicklung in mittelständischen und großen Unternehmen. Der Ansatz verbindet Erkenntnisse aus Psychologie und Organisationsentwicklung mit konkreten Business-Anforderungen und integriert diese zielorientiert und messbar in den Arbeitsalltag.

Margit Hirsch: „ Unsere Programme basieren auf drei klaren, praxisnahen Säulen: Developing Self, Working with Others und Communicating Effectively. Sie stärken persönliche Wirksamkeit, fördern erfolgreiche Zusammenarbeit und befähigen Führungskräfte, Veränderungen souverän zu gestalten und überzeugend aufzutreten.“ In einer Arbeitswelt, in der sich Kompetenzen schneller wandeln als Stellenprofile, wird Führung zum ent-

scheidenden Faktor für Anpassungs- und Zukunftsfähigkeit von Organisationen. Future Skills sind kein weiterer Kostenfaktor, sondern eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg.

Human Skills – Partner Content

Arbeit braucht mentale Gesundheit

ARBEITSGESUNDHEIT

Mentale Gesundheit ist entscheidend für unser Wohlbefinden. Nora Dietrich erklärt, warum sie im Arbeitsalltag mehr Aufmerksamkeit braucht.

Text: Pia Rische Foto: Presse, Getty Images/unsplash

Wie schätzen Sie die Bedeutung mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz ein?

Mentale Gesundheit ist heute hochrelevant. Sie liegt an der Schnittstelle zweier Megatrends: dem Wandel der Arbeit (Future of Work) und dem steigenden Fokus auf Gesundheit. Die Pandemie war dabei eher ein Beschleuniger als der Auslöser. Arbeit verändert sich grundlegend – mit KI noch deutlich schneller. Sie ist ein Fundament für Performance, Resilienz, Selbstwirksamkeit und gute Zusammenarbeit. Menschen bringen ihre mentale Verfassung jeden Tag mit zur Arbeit. Zudem ist mentale Gesundheit zu einem echten Talentmagneten geworden. Rund 60 Prozent der Beschäftigten würden sich eher für einen Job entscheiden, der gut zu ihnen passt und ihr Wellbeing ernst nimmt. Gesundheit ist Teil einer Lebensphilosophie geworden, die Arbeit einschließt.

Welche Verantwortung ergibt sich für Unternehmen?

Angesichts des Fachkräftemangels können Unternehmen es sich nicht leisten, mentale Gesundheit zu ignorieren. Überlastung, zu kleine Teams und ein deutlicher Anstieg psychischer Erkrankungen – mit über 52 Prozent mehr entsprechenden Krankschreibungen – sind klare Warnsignale.

Wer langfristig leistungsfähig bleiben will, braucht ein stabiles mentales Fundament. Viele Organisationen setzen bereits auf Benefits, Sportangebote oder externe Workshops. Das ist sinnvoll, reicht aber nicht aus. Workloads lassen sich nicht wegmeditieren. Wenn Ziele unrealistisch sind oder Führung nicht wertschätzend ist, stoßen individuelle Maßnahmen schnell an ihre Grenzen. Der entscheidende Hebel liegt in der Kultur. Mentale Gesundheit braucht klare Verantwortung, sichtbare Vorbilder und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Zusammenarbeit gestaltet wird. Wird das Thema ausschließlich an das Betriebliche Gesundheitsmanagement delegiert, bleibt seine Wirkung begrenzt. Wird es auf Führungsebene gelebt, hat es eine große Signalwirkung.

Was können Mitarbeitende selbst für ihre mentale Gesundheit tun?

Oft fehlt weniger das Wissen als die Erlaubnis. Pausen, klare Grenzen und bewusste Übergänge zwischen Rollen sind zentrale Ressourcen. Gerade Eltern kennen das Gefühl, innerlich noch im Arbeitsmodus zu sein, während der Alltag längst etwas anderes verlangt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Abschied vom Multitasking. Ungeteilte Aufmerksamkeit ist eine Form von Wertschätzung. Multitasking ist eine Illusion, die am Ende zu mentaler Erschöpfung führt.

Was hat Sie persönlich motiviert, ein Buch über mentale Gesundheit zu schreiben?

Im deutschsprachigen Raum gibt es viele Selbsthilferatgeber oder harte Wirtschaftsliteratur – aber wenig dazwischen. Dabei ist Gesundheit nicht nur eine Frage des Individuums. Teams, Führungskräfte und Organisationen prägen sie maßgeblich. Ich wollte meine Erfahrungen der letzten Jahre teilen und zeigen, dass man auch ohne große Budgets viel bewegen kann – vor allem mit Haltung. Dafür nutze ich mich bewusst selbst als Beispiel.

Nora Dietrich, Expertin für mentale Gesundheit, Psychotherapeutin und Speakerin Fakten

Angesichts des Fachkräftemangels können Unternehmen es sich nicht leisten, mentale Gesundheit zu ignorieren.

Die Unternehmerin und Psychotherapeutin kennt das Gefühl von „I don’t have my shit together“. Viele stecken im Chaos des Lebens und im Multitasking fest. Sie nimmt sich daher eine Minute, um in neuen Situationen anzukommen. Ungeteilte Aufmerksamkeit ist für sie eine Sprache der Liebe, die Führungskräften oft fehlt.

Workloads lassen sich nicht wegmeditieren.

Wenn das Unternehmen andere Ziele als das Team hat, erzeugt dies extremen Leistungsdruck.

Miserable

Chefs?

Zeit zu gehen!

ARBEITSKLIMA

Joanne Glinka alias Joi Bella hat in ihrem Buch „Bye Bye, Toxic Leader“ ihre Erfahrungen vom Traumjob zum Albtraum verarbeitet. Was viele nicht vermuten: Auch in super coolen Start-ups gibt es schlechte Führung.

Text: Katja Deutsch Foto: Presse, Paris Bilal/unsplash

Joanne, in einem Start-up erwartet man neben viel Enthusiasmus vor allem eine lockere Arbeitskultur mit viel Spaß – oder?

Bei vielen Start-ups ist das bestimmt auch genau so der Fall! Aber auch wenn alles so locker, jung und spaßig wirkt, gibt es immer zwei Seiten der Medaille: Neben der guten Stimmung und dem Teamspirit gehören oft auch viel Druck, Performance und ein extrem hoher Workload dazu. Der Spaß ist vordergründig durchaus vorhanden, enormer Stress aber ebenso.

Was hast du genau erfahren?

Kurz gesagt: Ich habe in einem Start-up gearbeitet und dort eine ziemlich toxische Erfahrung gemacht, vor allem mit den Führungskräften. Das Hauptproblem war die schlechte Kommunikation: Das Unternehmen hatte andere Ziele als wir im Team, was extremen Leistungsdruck erzeugt hat. Meine eigenen Ziele konnte ich so nicht erreichen. Ich habe die Herausforderungen offen angesprochen, doch anstatt das ernst zu nehmen, kam noch mehr Druck. Positives Feedback von Kollegen wurde abgetan, meine Arbeit stark kontrolliert und am Ende wurde ich sogar kurzfristig in eine andere Abteilung versetzt. Insgesamt also viel Druck, wenig Verständnis und kaum echtes Zuhören.

Warum hast du aus dieser Erfahrung ein Buch geschrieben?

Ich habe meine Erfahrung auf Instagram geteilt, weil meine Community wusste, dass ich im Influencer-Marketing arbeite. Trotz meiner Angst vor Stigmatisierung bekam ich überwältigend positives Feedback. Viele fühlten sich verstanden und weniger allein. Daraufhin teilte ich Tipps und griff das Thema öfter auf. Etliche meiner Follower hinterfragten dadurch ihren Job, etliche wechselten ihn sogar –und sind heute glücklicher. Dadurch sah ich, dass es echten Bedarf gibt. Um zu

Joanne Glinka (@joi_bella), Content Creatorin

Die Chemie sollte stimmen: Man muss keine besten Freunde sein, aber ich könnte nirgends arbeiten, wo die Chemie gar nicht stimmt.

helfen, ohne mein Privatleben komplett offenzulegen, habe ich meine Erfahrungen in einem Sachbuch niedergeschrieben.

Was hättest du dir von Vorgesetzten gewünscht, um Höchstleistungen zu bringen?

Für mich ist bei Führungskräften offene und ehrliche Kommunikation das A und O. Herausforderungen sollen angesprochen und gemeinsam lösungsorientiert angegangen werden. Vertrauen und Respekt gehören genauso dazu: ernst genommen werden, nicht nur eine Nummer sein, Gefühle äußern können. Bei Teammitgliedern ist es ähnlich: Offenheit, Austausch und ein starkes Teamgefühl stehen im Mittelpunkt. Die Chemie sollte stimmen: Man muss keine besten Freunde sein, aber ich könnte nirgends arbeiten, wo die Chemie gar nicht stimmt.

Was macht deine eigene GmbH so angenehm?

Ich bin jetzt meine eigene Chefin und habe ein Unternehmen nach meinen Werten gegründet, und das fühlt sich richtig gut an! Natürlich bringt Selbstständigkeit neue Herausforderungen und viel Lernbedarf mit sich, aber für mich überwiegt klar das Positive. Eines meiner Unternehmen ist unsere Coffeebrand CAT BEANS CLUB, die jetzt seit fast einem Jahr besteht. Ich bin sehr dankbar, meine Träume so verwirklichen zu können und freue mich auf alles, was kommt.

Hoher Krankenstand ist kein Zufall

Wie betriebliche Krankenstände enttabuisieren und reduziert werden können.

Fehlzeiten sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des beruflichen Alltags. Problematisch sind ungeplante Fehlzeiten und Krankenstände, die dauerhaft hoch bleiben. Besonders in Zeiten knapper Fachkräfte. Zwar lassen sich gesundheitliche Ausfälle nicht vollständig vermeiden, doch häufig spielen auch Arbeitsorganisation, psychosoziale Belastungen und motivationsbedingter Absentismus eine Rolle. Eine hohe Ausfallquote kann darauf hindeuten, dass Unterstützung, Entlastung oder Orientierung durch Führung erforderlich sind. Für Unternehmen bietet sich da-rin eine Chance: Wer hohe Fehlzeiten nicht als „Krank ist krank!“ akzeptiert, sondern als wertvolles Signal versteht, kann gezielt Maßnahmen entwickeln, um Gesundheit, Motivation und die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. „Fehlzeiten in Unternehmen sind durch aktives Management und Führung viel stärker beeinflussbar, als die meisten glauben“, sagt der Experte zum Thema Fehlzeiten und Geschäftsführer von ProServ, Manuel Fink.

Die ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH (Adecco Group) unterstützt mit ihren 12 Standorten und ca. 1.000 Mitarbeitenden bei individuellen Personalkonzepten, Outsourcing und Qualifizierung.

Herr Fink, in Ihrem Buch „Fehlzeiten aktiv managen“ sagen Sie, nur zwei von fünf Ursachen für ungeplante Fehlzeiten sind medizinisch bedingt. Was steckt hinter den anderen? Neben akuten oder chronischen Erkrankungen sehen wir vor allem organisatorische, psychosoziale und motivationsbedingte Auslöser: dauerhaft hohe Arbeitsverdichtung, mangelnde Wertschätzung oder Konflikte im Team oder mit Führungskräften. Hinzu kommen private Betreuungssituationen, die sich mit starren Schichtsystemen oder wenig planbaren Arbeitszeiten schlecht vereinbaren lassen. All das führt dazu, dass Mitarbeitende sich irgendwann entziehen, oft still und ohne,

dass es bewusst adressiert wurde. Wenn aber Belastungssignale oder Demotivationen im Verborgenen bleiben und keine Verbesserungen angestoßen werden, führt dies zwangsläufig zu einer hohen Ausfallquote. Ein klares Signal für ein ungesundes und unattraktives Arbeitsumfeld.

Professionelles

Fehlzeitenmanagement bedeutet nicht Kontrolle, sondern eine andere Haltung: Interesse zeigen, Ursachen verstehen wollen.

Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei?

Sie sind häufig der wichtigste Einflussfaktor, positiv wie negativ. Sie gestalten Arbeitsbelastung, Prioritäten, Feedbackkultur und den Umgang mit Fehlern und Belastungen im Team. Eine Kultur des Vertrauens, die Raum für Prävention, Austausch und gegenseitige Unterstützung bietet, trägt entscheidend dazu bei, dass beispielsweise motivationsbedingte Fehlzeiten gar nicht erst entstehen.

Sie haben mit der R.U.F.®-Methode (Reduzierung ungeplanter Fehlzeiten) bereits 2012 einen strukturierten Ansatz dazu entwickelt. Wie funktioniert R.U.F.®?

Vier klare Prozessschritte führen zum Erfolg. Im Kern geht es darum, Fehlzeiten nicht nur quantitativ zu erfassen, sondern qualitativ zu verstehen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass hohe Fehlzeiten nicht zufällig entstehen. Entscheidend ist, die unterschiedlichen Arten von Abwesenheiten zu erkennen: Geht es um einmalige, medizinisch bedingte Ausfälle oder um wiederkehrende

Muster, die auf Unzufriedenheit oder strukturelle Ursachen hindeuten? Wenn wir solche Muster identifiziert haben, stärken wir Führungskräfte darin, diese Themen offen anzusprechen. Enttabuisierung hilft dabei und meint, offen über Belastungen und Abwesenheiten sprechen zu können, ohne Stigmatisierung oder Rechtfertigungsdruck.

Mitarbeitende könnten sich dadurch kontrolliert fühlen. Professionelles Fehlzeitenmanagement bedeutet nicht Kontrolle, sondern eine andere Haltung: Interesse zeigen,

Ursachen verstehen wollen: Hatte die Abwesenheit etwas mit der Arbeit, dem Team oder der Führungskraft zu tun? Wie können wir unterstützen? Wenn Mitarbeitende erleben, dass sie Unterstützung erfahren, verändert sich auch das Gesprächsklima nachhaltig. Auch dazu gehört, dass Mitarbeitende, die auf Kosten der Kolleg:innen „Blaumachen“, ihr Verhalten verändern. In unseren R.U.F.®- Workshops, Masterclasses und Trainings zeigen wir auf, wie eine 20 bis 50 Prozent geringere Fehlzeitenquote im Vergleich zum Branchendurchschnitt erzielt werden kann.

ProServ unterstützt Unternehmen bundesweit in der Reduzierung von Fehlzeiten. Bei Mario Caleta können Beratungstermine vereinbart werden. www.proserv-dl.de/ruf-methode

Manuel Fink, Geschäftsführer ProServ
Mario Caleta, Leiter Akademie ProServ

Motivation jenseits des Gehaltszettels

In Zeiten des Fachkräftemangels hat sich das Machtgefüge in Teilen des Arbeitsmarkts verschoben.

Text: Christian Kolb Foto: Getty Images/unsplash

Der deutsche Arbeitsmarkt ist gespalten wie selten – in einigen Bereichen werden Arbeitsplätze abgebaut, doch in anderen Bereichen herrscht ungebrochen der Fachkräftemangel. Wer in diesen Bereichen Top-Talente gewinnen und langfristig binden möchte, muss nicht nur ein gutes Gehalt zahlen, sondern sich etwas einfallen lassen. Ein gut aufgesetztes strategisches Benefit-Management kann Bewerbende anziehen, die Motivation der Mitarbeitenden steigern und das Ganze für Arbeitnehmende und Arbeitgebende zudem auch steuerlich optimieren.

Die wichtigste Frage ist, welche Benefits in der einzelnen Branche und im Unternehmen besonders wirksam sind. So mag eine dynamische Event-Agentur mit Eintrittskarten für das Wacken Open Air für Begeisterung sorgen, während die Buchhaltung eines traditionellen Mittelständlers sich vielleicht mehr über geldwerte Gutscheine für die örtliche Gastronomie freuen. Und natürlich kommt es auch auf die einzelnen Menschen an: Je individueller ein Benefit-System aufge -

setzt ist, umso besser funktioniert es. Ein steuerfreier Sachbezug für Mitarbeitende ist bis 50 Euro im Monat – also 600 Euro im Jahr – möglich. Dazu können Unternehmen ihren Mitarbeitenden z. B. Gutscheine zum Tanken, zum Kauf von Waren etc. überlassen oder diesen Zuschüsse für die Kantine zahlen. Um als Sachbezug zu gelten, muss die Zahl der

Die Mobilität als Erfolgsfaktor

Die Art und Weise, wie Mitarbeitende ihren Arbeitsweg gestalten und Dienstreisen absolvieren, hat sich grundlegend gewandelt.

Text: Christian Kolb Foto: Jonas/unsplash

So bieten moderne Carsharing-Verträge Mitarbeitenden die Möglichkeit, Autos nicht nur für die nächste Dienstreise, sondern auch privat zu mieten. Auch beim Deutschland-Ticket können sich Arbeitgebende engagieren: Wenn der Arbeitgebende einen freiwilligen Zuschuss von mindestens 25 Prozent gibt, kostet das Ticket den Nutzenden ab Januar 2026 nur maximal 44,10 Euro im Monat. Und auch beim Leasing eines modernen Fahrrads oder E-Bikes können Arbeitgebende sich engagieren und Mitarbeitenden ermöglichen, ein Rad aus dem Bruttogehalt zu leasen. Wartung und Versicherung sind oft inbegriffen.

Akzeptanzstellen oder kaufbaren Waren beschränkt sein. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kommt das Geld ohne Steuerabzug bei den Mitarbeitenden an. Neben materiellen Motivatoren sollten vorausschauende Unternehmen im Blick behalten, wie Arbeitsbedingungen und Strukturen auf die Motivation der Mitarbeitenden wirken.

In einer Arbeitswelt, die zunehmend durch sitzende Tätigkeiten und psychische Belastungen geprägt ist, rückt die körperliche Gesundheit der Mitarbeitenden in das Zentrum der Unternehmens-Strategie.

Text: Christian Kolb Foto: Getty Images/unsplash

Ein modernes Gesundheitsangebot kann helfen, die krankheitsbedingten Fehlzeiten von Mitarbeitenden zu reduzieren. Aus Mitarbeitendensicht kann eine vergünstigte oder kostenlose Mitgliedschaft in einem örtlichen Fitnessstudio oder Sportverein für Motivation sorgen, in der Freizeit mehr für die eigene Gesundheit zu tun. Wer regelmäßig trainiert, tut nicht nur etwas für die eigene Gesundheit, sondern soll nach Erkenntnissen eines Trainingsanbieters auch besser mit Stress und dem im Arbeitsalltag geforderten Zeitmanagement umgehen können. Größere Firmen können natürlich auch direkt auf dem Firmengelände einen Fitnessraum einrichten. Für Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die gewisse Qualitätsanforderungen erfüllen, dürften Arbeitgebende pro Jahr und Person 600 Euro steuerfrei ausgeben.

Das Büro zieht an den Strand

Bei einer „Workation“ übt man seinen Beruf an einem Ort aus, an dem man sonst Urlaub machen würde.

Text: Christian Kolb Foto: Felipe Ditadi/unsplash

„Workation“ – eine Kombination aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) –beschreibt ein Arbeitsmodell, bei dem der bewusste Ortswechsel in eine inspirierende Umgebung im Mittelpunkt steht. Dank digitaler Systeme – von der Dateiablage bis zur Videokonferenz –ist die physische Präsenz im Büro für Wissensarbeiter immer unwichtiger geworden. Das schafft die Möglichkeit, bei einer Workation tagsüber produktiv zu arbeiten und nach Feierabend in eine entspannte und inspirierende Urlaubsatmosphäre einzutauchen.

Laut Institut der Deutschen Wirtschaft bieten aktuell 15 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, mobil im Ausland zu arbeiten. Je größer das Unternehmen, so flexibler wird das Thema gehandhabt. Der Tapetenwechsel in ein Hotel oder eine Ferienwohnung zum Beispiel im Sonnengürtel Europas zwischen den Kanarischen Inseln und Griechenland bietet Unternehmen und Mitarbeitenden Vorteile. Wer gleich nach der Arbeit zum Surfen gehen oder sich an den Strand legen kann, ist in der Regel hoch motiviert, seine Arbeit gut zu machen. Und Mitarbeitende können ihre Freizeit an ihren Lieblingsorten verbringen und so eine bessere WorkLife-Balance genießen. Kreativer Input aus der jeweiligen Region inklusive.

Damit die „Workation“ gut funktioniert, muss man nicht nur auf eine mögliche Zeitverschiebung und die Verfügbarkeit von Mobilfunk und schnellem Internet achten, sondern auch auf die Formalitäten. Nachdem man die arbeits-, sozialversicherungs-, und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen im Gastland geprüft hat, weiß man, wie lange man bleiben darf und auch, ob über eine A1-Entsendebescheinigung des deutschen Arbeitgebenden hinaus noch etwas gebraucht wird.

Was bei der Personalplanung wirklich zählt

PERSONALPLANUNG

Eine effiziente Personalplanung bietet das Rückgrat jedes Unternehmens. Sie sorgt dafür, dass die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit und am richtigen Ort eingesetzt werden.

Text: Luisa Riek

Foto: Campaign Creators/unsplash

Gute Personalplanung ist weit mehr als das Erstellen von Dienstplänen oder das Abgleichen von Stundenkonten. Sie bildet das Fundament eines funktionierenden Unternehmensalltags. Wenn Personal richtig eingesetzt wird, entstehen reibungslose Abläufe, zufriedene Teams und ein Arbeitsumfeld in welchem Leistung möglich ist – ohne dauerhaften Stress. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein junges Start-up mit einem kleinen Team oder um ein etabliertes Unternehmen mit großer Personalabteilung handelt. Personalplanung betrifft jedes Unternehmen. Oft geschieht sie im Hintergrund und wird erst dann wahrgenommen, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei ist sie einer der entscheidenden Faktoren für Erfolg, Stabilität und Wachstum. Gerade deshalb lohnt es sich, dass sich Führungskräfte, Gründer und Mitarbeitende gleichermaßen mit dem Thema auseinandersetzen.

In der Praxis liegt die Verantwortung für die Personalplanung meist bei den Führungskräften oder der Personalabtei-

lung. Abhängig von Größe, Branche und Struktur eines Unternehmens unterscheiden sich die Rahmenbedingungen. Das Ziel bleibt jedoch gleich: Arbeitskraft sinnvoll einsetzen, Ressourcen schonen und auch in intensiven Phasen handlungsfähig bleiben. Gute Planung schafft Ruhe, wo sonst Hektik entstehen würde.

Eine der größten Herausforderung dabei ist es, das Gleichgewicht zwischen unternehmerischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden zu halten. Kompetenzen, Erfahrung und Initiative spielen ebenso eine Rolle wie persönliche Lebensumstände, Verfügbarkeit und Belastungsgrenzen. Personalplanung bedeutet daher immer auch, realistische Ziele zu setzen und Erwartungen transparent zu gestalten. Im Sinne des Unternehmens und der Mitarbeitenden.

Ein zentraler Bestandteil von modernem Personalmanagement ist auch die regelmäßige Schulung und Weiterbildung des Personals. Diese stärken nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Motivation und Bindung. Ebenso wichtig ist echte Wertschätzung: faire Vergütung, Anerkennung von Leistung und eine Arbeitsgestaltung, die langfristig gesund bleibt. In einer Arbeitswelt, die von Digitalisierung, Flexibilisierung und neuen Erwartungen geprägt ist, wird Personalplanung zunehmend komplexer, aber auch chancenreicher. Unternehmen müssen betriebliche Ziele im Blick

behalten und den Mitarbeitenden gleichzeitig eine gute und gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben ermöglichen. Unterstützung bieten moderne Ansätze wie People Analytics. Durch datenbasierte Einblicke lassen sich Arbeitslasten besser verteilen. Es lässt sich nachvollziehen, wann und warum Engpässe entstehen, welche Qualifikationen im Team fehlen und wie Krankheits- und Ausfallquoten sich verändern. Die Transparenz schafft eine fundierte Grundlage für Entscheidungen. Wichtig ist hierbei jedoch auch immer ein verantwortungsbewusster Umgang mit sensiblen Personaldaten.

Am Ende ist Personalplanung kein starres Konstrukt, sonders ein dynamisches Zusammenspiel aus strategischem Denken, empathischer Führung und digitaler

Fachkräfte gewinnen und halten – mit attraktiven Benefits

Der Wettbewerb um Fachkräfte hat sich verschärft. Wer überzeugen will, punktet nicht mehr allein mit einem guten Gehalt. Talente schauen genauer hin: Wie fühlt sich der Arbeitsalltag an? Welche Wertschätzung ist spürbar? Welches Gesamtpaket bietet ein Arbeitgeber? Zusatzleistungen entwickeln sich damit vom netten Extra zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Aktuelle Studien* zeigen, dass Benefits einen zunehmenden Einfluss darauf haben, ob Mitarbeitende einem Unternehmen treu bleiben. Gerade wenn Gehaltsbudgets begrenzt sind, lohnt der Blick auf steuerlich begünstigte Benefits. Sie können für Mitarbeitende netto deutlich wirksamer sein als ein Brutto-Aufschlag und für Unternehmen kalkulierbarer als dauerhafte Lohnkostenerhöhungen. Entscheidend ist: Das Modell muss rechtssicher sein, Mitarbeitenden einen Mehrwert bieten und die Personalabteilung nicht mit Sonderfällen fluten.

Kompetenz. Unternehmen, denen es gelingt, Effizienz und Menschlichkeit miteinander zu verbinden, schaffen ein Arbeitsumfeld, das leistungsfähig und gleichzeitig nachhaltig ist.

Fakten

Trends wie die Vier-Tage-Woche und hybrides Arbeiten können gleichzeitig Herausforderungen wie Chancen sein. Studien belegen positive Effekte auf Gesundheit, Motivation und Produktivität. Ziel ist es, sowohl den Wunsch nach Flexibilität als auch nach persönlichem Austausch im Büro zu ermöglichen, während Unternehmensziele erreicht werden.

Sachbezug: kleines Extra, große Wahrnehmung

ADVERTORIAL

Der Sachbezug erlaubt Arbeitgebern, ihren Mitarbeitenden ein monatliches Gehaltsextra von bis zu 50 € steuer- und sozialabgabenfrei zu gewähren (§ 8 Abs. 2 S. 1 EStG). Jährlich summiert sich das auf bis zu 600 € netto, ein spürbares Gehaltsextra. Im Vergleich zur regulären Gehaltserhöhung spart der Arbeitgeber dabei 879 € für zusätzlichen Bruttolohn und Lohnnebenkosten (Berechnungsgrundlage Stand 01/26: 4.500 € Brutto /Steuerklasse I /ohne Kinder / ZB KV: 2,9% Kist 8% /ges. versichert). Umgesetzt wird das häufig über zweckgebundene Kartenlösungen, die die gesetzlichen Vorgaben technisch unterstützen. Eine Möglichkeit ist etwa eine Benefitkarte wie die givve Card, die Arbeitgeber digital verwalten und Mitarbeitende im Alltag flexibel nutzen können.

Essenszuschuss – ein beliebter Benefit

Ein zweiter Klassiker ist der Essenszuschuss auf Basis der amtlichen Sachbezugswerte (§ 2 SvEV). Arbeitgeber können Ihre Mitarbeitenden mit bis zu 7,67 € pro Arbeitstag und Mahlzeit unterstützen und dabei noch Steuern sparen. Moderne Lösungen setzen das ohne Papiergutscheine oder „Belegchaos” um, z.B. über die givve Card Essenszuschuss, mit der Mahlzeiten direkt im Alltag bezahlt werden können.

Die häufigste Problematik bei Benefits ist nicht die Idee, sondern die Umsetzung: Sie sind in der Handhabung für die Personalabteilung kompliziert oder werden von Mitarbeitenden nicht genutzt. Digitale Verwaltung, minimaler administrativer Aufwand und zeitgemäße Bezahlsysteme per App oder Mobile Payment machen Benefitlösungen praktikabel. Gleichzeitig senden Sie damit ein klares Signal, dass Ihr Unternehmen mitdenkt und die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeitenden ernst nimmt. So positionieren Sie sich auch in schwierigen Zeiten als attraktiver Arbeitgeber.

Weiterführende Infos und Praxisbeispiele zur passenden Benefit-Strategie finden Sie unter givve.com/welt.

Durch datenbasierte Einblicke lassen sich Arbeitslasten besser verteilen.

Welcher Beruf passt Mal

dm-jobs.de/austausch

Susanne mit Tochter Sophie

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