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Donnerstag, 5. Februar 2026 | Nr. 6 | 86. Jahrgang
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Handwerk: Beruf mit Zukunft Für einen handwerklichen Beruf entscheiden sich immer mehr auch Frauen.
«Handwerk hat goldenen Boden» – ein Sprichwort, das in der Schweiz heute mehr Gewicht hat denn je. Denn trotz eines massiven Fachkräftemangels fehlen die gut ausgebildeten Handwerkerinnen und Handwerker dringend. Gleichzeitig stehen handwerkliche Berufe bei jungen Berufseinsteigenden nicht unbedingt an erster Stelle. In unserer Serie rücken wir daher die handwerklichen Gewerbebetriebe der Region ins Rampenlicht.
Bild: Freepik
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JOSEPH WEIBEL
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Zu den typischen Handwerksberufen zählen beispielsweise Sattler, Tapezierer, Dekorateure, Maler, Gipser, Gärtner oder Dachdecker. Das sind Beispiele für typische Handwerksberufe. Es sind anspruchsvolle und zugleich attraktive Berufe für die Zukunft. Auf der anderen Seite schreitet die Akademisierung munter voran. In der Schweiz haben mehr Erwachsene einen Hochschulabschluss als im Durchschnitt der übrigen Länder. 21 Prozent haben einen Bachelor- und 19 Prozent einen Masterabschluss. Dabei zeichnet sich unser Land seit Jahrzehnten durch das duale Berufsausbildungssystem aus, um das uns die übrige Welt beneidet. Die Grundlage dieser Ausbildung ist eine zwei- bis vierjährige Berufslehre in
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einem Betrieb in Kombination mit theoretischem Unterricht in der Schule. Für die Ausbildungsbetriebe ist nicht nur der mangelnde Nachwuchs eine Herausforderung, sondern auch die Ausbildung der angehenden Berufsleute, die mit viel zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist. Im Kanton Solothurn begannen letztes Jahr 2000 Jugendliche eine neue Berufslehre. Anfang August 2025 waren noch rund 345 Lehrstellen unbesetzt. Besonders im Handwerk und im Gastgewerbe gibt es viele freie Lehrstellen. Erfreulicherweise bleibt die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe trotz demografisch
bedingter niedrigerer Schülerzahlen hoch. Zudem dürfte sich bis Ende 2027 noch ein erhöhter Bedarf bei Wohneigentümern einstellen, die vor dem Wegfall des Eigenmietwerts und der damit verbundenen Möglichkeit steuerlicher Abzüge ihr Haus oder ihre Wohnung sanieren wollen. Das wird zu einer noch nicht abschätzbaren Herausforderung. In unserer Handwerker-Serie geben wir Einblick in regionale Betriebe und ihre Zukunftsperspektiven und Chancen. Den Anfang macht das Lengnauer Maler- und Gipserunternehmen Lanz AG (Seite 5).
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