manufakt 12/2025

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manufakt

Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft

ESP-Plan entlastet das Handwerk

Ein Sicherheitsplan, der Sicherheit gibt.

Seite 14

Mehr

als ein Label - eine

Haltung

Nachhaltigkeitslabel: Der lvh als Vorbild für Handwerksbetriebe.

Seite 18

Rekordhaushalt: 8,76 Milliarden

Der neue Landeshaushalt steht, was er dem Handwerk bringt.

Seite 41

Liebe Handwerkerinnen, liebe Handwerker,

auch in diesem Jahr ist wieder viel passiert, haben viele Themen das Handwerk beschäftigt und somit den Verband beschäftigt.

Das spiegelt sich auch in dieser, der letzten Ausgabe unsere Verbandszeitschrift wider.

Oftmals werden die Wirtschaftsverbände unseres Landes als Gegenspieler wahrgenommen. Tatsächlich haben lvh, HGV und Unternehmerverband sehr viele Schnittpunkte und was die Zukunft Südtirols angeht fast deckungsgleiche Themen. Dies wird in der letzten Titelgeschichte dieses Jahres deutlich.

Weiters beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe mit dem neuen lvh-Portal für den ESP-Plan den wir gestartet haben. Der lvh will vor allem nicht nur predigen, sondern ein Macher sein.

Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt das Nachhaltigkeitslabel der IDM zu erhalten. Viele unserer Mitgliedsbetriebe sind hier schon einen Schritt weiter, viele werden hoffentlich nun auch dem Beispiel des Verbands folgen.

Außerdem haben wir den Landeshaushalt für das kommende Jahr analysiert und sehen uns an, was für das Handwerk gut ist und wo noch Spielraum für Verbesserungen besteht.

Unsere Berufe und Bezirke haben ebenfalls viele Aktivitäten zu vermelden, ebenso wie die Gruppen der Frauen im Handwerk und die Junghandwerker/innen im lvh

Wir beschließen dieses Jahr mit interessanten Berichten und Neuigkeiten und halten fest, der lvh ist für 2026 gerüstet.

Als Verband, werden uns auch im neuen Jahr, auf allen Ebenen und mit viel Elan für die Interessen des Handwerks einsetzen.

Euer Präsident,

SÜDTIROLS WIRTSCHAFT: DREI SEKTOREN. EINE RICHTUNG.

IMMER FÜR SIE DA!

lvh.apa

Wirtschaftsverband

Handwerk und Dienstleister

www.lvh.it

Impressum manufakt – Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft

Auflage

10.000 Exemplare für 40.000 Leser/innen hgb. und Verwaltung

lvh.apa Bildung & Service Gen. mbH

Mitterweg 7

39100 Bozen

Tel. 0471 323 200 manufakt@lvh.it

Jährliche Abo-Gebühr

55 Euro (Inland)

65 Euro (Ausland) Leitung

Dr. Ramona Pranter, MBA

Redaktion: Leslie Wiss (lw)

Maria Vittoria Gambelli (mg)

Verantwortliche Werbung/Sponsoring Themen in Bewegung, Im Blick:

Dr. Margareth M. Bernard (mb)

Lektorat: Julia Ranigler, MBA

Presserechtlich Verantwortlicher:

Dr. Bernhard Christanell, MA

Reg. Tribunal Bozen

Nr. 24 am 11. Mai 1948. ROC 9592

Grafik und Layout: Longo AG

Druck: Athesiadruck GmbH Bozen

„STERN

Inhalt

NEWS

09 JETZT FÖRDERUNG SICHERN

Landesförderung für betriebliche Investitionen 2026 – jetzt anfordern!

FOKUS

10 EIN SCHULTERSCHLUSS, DER ZÄHLT

Südtirols Wirtschaftsverbände mit deckungsgleichen Interessen.

BETRIEB

14 LVH-ESP-PLAN

Ein Plan, der Arbeit spart – nicht schafft.

WEITERBILDUNG

20 49 MEISTERTITEL. EIN SIGNAL.

Mehr als ein Abschluss: Die neue Meistergeneration für Südtirol.

BRANCHEN & BEZIRKE

22 EMANUEL NOGLER

Wo Holz zu Haltung wird und Stille Gestalt annimmt.

36 OBER- UND UNTERVINSCHGAU

Zwei Bezirke – im Handwerk vereint.

FRAUEN & JUNGES HANDWERK

39 STARKE FRAUEN, GROSSES DANKE

Die Frauen im Handwerk trafen sich zum Jahresabschluss.

WIRTSCHAFT & POLITIK

40 8,76 MILLIARDEN

Ein Landeshaushalt voller Chancen. Wohin fließt Südtirols Zukunft?

HANDWERK & GESELLSCHAFT

44 PRÄZISION ALS PRINZIP

Die Firma METEK feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

IM BLICK

46 TRENDS UND MÄRKTE

Südtiroler Handwerksmarketing, Kostner Group, Puls-Air, IDM: Südtirol-Marke für den Holzsektor, IDM: Dienstleistungen für Betriebe.

07 WEIHNACHTSGRUSS

Vom Präsidium

16 ZUKUNFTSTRENDS und Tipps

20 KURSE

Das Angebot des lvh

41 IM GESPRÄCH MIT... Dominik Oberstaller

AKTUELLES IM ÜBERBLICK: Was bewegt die Welt des Handwerks und der Dienstleister in Südtirol?

Thomas Pardeller (links) neben Staatspräsident Sergio Mattarella © Presidenza della Repubblica

Ein Handwerker im besten Sinne

WENN ENGAGEMENT SICHTBARER WIRD ALS JEDE ZAHL, DANN WEIL JEMAND ÜBER JAHRE EIN HANDWERK STÄRKT – SO WIE THOMAS PARDELLER.

Manchmal erzählt eine Auszeichnung mehr über eine Branche als über eine einzelne Person.

Als Thomas Pardeller – langjähriger Direktor des Wirtschaftsverbands Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) – im Quirinalspalast in Rom den „Stern der Arbeit“ für das Jahr 2025 entgegennahm, ging es genau darum: um die Sichtbarkeit eines Handwerks, das nicht laut auftritt, aber Großes leistet.

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und Arbeitsministerin Elvira Calderone überreichten Pardeller die Auszeichnung persönlich.

Ein Moment, der nicht nur seine Karriere würdigt, sondern auch die Arbeit jener, die in Südtirols Betrieben täglich Verantwortung tragen – für Menschen, für Qualität, für Zukunft.

lvh-Präsident Martin Haller brachte es auf den Punkt: „Wir sind stolz, Thomas Pardeller in unseren Reihen zu haben und gratulieren ihm herzlich zu dieser mehr als verdienten Anerkennung.“

Ein Zeichen des Respekts. Und ein Ansporn, den Weg weiterzugehen.

24

24 TÜREN. 24 GESCHICHTEN. EIN HANDWERK.

Der lvh-Adventskalender erzählt keine Märchen – er erzählt Realität. Hinter jeder der 24 Türen steht ein Mensch aus dem Handwerk. Eine Stimme. Ein Beruf. Eine Erfahrung. Eine Situation, die zeigt, wie vielfältig, modern und unverzichtbar diese Branche ist.

Der Kalender macht sichtbar, was im Alltag zu oft verschwindet: Handwerk ist nicht ein Sektor – es ist ein Gefüge aus dutzenden Berufen, hunderten Spezialistinnen und Spezialisten, tausenden Entscheidungen, die Südtirol täglich am Laufen halten. Er zeigt echtes Handwerk.

Jede der 24 Geschichten ist ein kleiner Beweis dafür, dass Können nicht entsteht, indem man darüber spricht, sondern indem man es lebt. Und dass Handwerk eine kulturelle Kraft ist – wirtschaftlich stark, regional verankert, menschlich geprägt.

Den lvh-Adventskalender findet man auf Instagram: @generation.handwerk

lvh-Spitze in Rom

ROM BOT DEN RAHMEN – DAS GESPRÄCH DIE RICHTUNG: AUSTAUSCH MIT DIETER STEGER BEI DER CONFARTIGIANATO-VERSAMMLUNG.

Kürzlich war die lvh-Spitze zu Gast bei der Nationalversammlung der Confartigianato Imprese in Rom. Dort trafem lvh-Präsident Martin Haller, Vizepräsident Hannes Mussak und Direktor Walter Pöhl auch den SVP-Abgeordneten Dieter Steger. Das Gespräch zeigte schnell, wie eng nationale und regionale Realitäten miteinander verflochten sind. Wer Wettbewerbsfähigkeit stärken will, muss Bürokratie abbauen. Wer nachhaltiges Beschäftigungswachstum anstrebt, muss Rahmenbedingungen schaffen, die jungen Menschen Perspektiven bieten. Und wer Innovation fördern will, braucht Regionen, in denen Investitionen nicht an Verfahren scheitern.

Liebe Wintersportfans!

IM SARNTAL TRIFFT WINTERSPASS AUF HANDWERKSGEIST – GENAU DAS BIETET DAS LVH-WINTERSPORTFEST 2026 IN REINSWALD.

Mir Sarner Handwerker/innen im lvh, organisieren am Samstag, 7. März 2026 das lvh-Wintersportfest in Reinswald – das Highlight für alle Wintersportbegeisterten!

Skifahren, Rodeln, Snowboard und Tourenski, alles ist möglich bei uns im Sarntal.

Auch für beste Unterhaltung ist gesorgt – mit Musik, gutem Essen und jeder Menge Spaß.

Danach: Party im Zelt, richtig gute Stimmung und coole Leute. Also: nix wie hin – merkt euch den Termin jetzt schon vor. Wir freuen uns auf euch!

Im Bild: Der lvh-Ortsausschuss Sarntal © lvh-OG-Sarntal

FROHE WEIHNACHTEN!

...wünscht das lvh-Präsidium

Liebe Handwerkerinnen, liebe Handwerker,

2025 war für das Handwerk ein Jahr voller Bewegung. Neue Regeln, neue Technologien, neue Erwartungen.

Und doch: Unsere Handwerksbetriebe haben gezeigt, was sie immer ausgezeichnet hat – Klarheit im Tun, Mut im Alltag, ein beeindruckendes Maß an Ausdauer.

Als Präsidium durften wir diese Kraft erleben: in Werkstätten, auf Baustellen, in Gesprächen, in Herausforderungen, in Erfolgen. Wir haben uns eingesetzt, diskutiert, vermittelt, ermöglicht. Und wir werden das 2026 genauso tun – mit derselben Konsequenz, derselben Zuversicht und demselben Anspruch, das Handwerk in Südtirol stark und sichtbar zu halten.

Aber gerade, weil das Neue Jahr schon jetzt mit Aufgaben und Anforderungen vor der Tür steht, braucht es diesen Moment des Stillstands. Ein kurzes Innehalten, bevor es weitergeht. Nicht, um abzuschalten – sondern um Kraft zu sammeln. Denn 2026 wird wichtig: für Fachkräfte, für Betriebe, für unser Land, für all jene, die mit echter Arbeit echten Wert schaffen. Eines bleibt unverändert: Das Handwerk ist die verlässlichste Konstante in einem unbeständigen Umfeld. Resilient, bodenständig, zukunftsgewandt. Und genau deshalb werden wir auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam meistern. Wir wünschen allen Handwerkerinnen und Handwerkern – und den Menschen, die ihr Leben mit ihnen teilen – ein ruhiges, kraftvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Zeit zum Auftanken. Zeit für das Wesentliche.

Euer Präsidium,

Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl, Hannes Mussak, Dieter Steger und Martin Haller © lvh.apa

Jetzt handeln: Vergabechancen sichern!

MIT DEM NEUEN VERGABEKODEX (GVD NR. 36/2023) IST DIE DURCHGÄNGIGE DIGITALISIERUNG ÖFFENTLICHER AUFTRÄGE PFLICHT. AUSSCHREIBUNGEN LAUFEN AUSSCHLIESSLICH ÜBER DIGITALE PLATTFORMEN. FÜR HANDWERKSBETRIEBE BEDEUTET DAS: OHNE REGISTRIERUNG GEHT NICHTS!

Immer mehr öffentliche Stellen verlangen, dass Lieferanten – also sekundäre Neben- oder Hilfstätigkeiten wie etwa die Zulieferung von Material, EDV-Produkten aber auch unter bestimmte Bedingungen Anmietung von Geräten und Maschinen mit Personal – im Portal gelistet sind. Ohne Eintrag droht der Ausschluss vom Verfahren oder Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung.

Die Registrierung ist nicht nur ein Häkchen in der Bürokratie. Wer im Landesvergabeportal und in den einschlägigen Plattformen sichtbar ist, erhöht seine Reichweite und erschließt neue Auftragschancen – gerade für Betriebe, die als Zulieferer in Projekten auftreten.

Um den Einstieg zu erleichtern, bietet der lvh Mitgliedsbetrieben die als Lieferant bei Ausschreibungen Tätig sind eine Unterstützung zu einem Vorzugspreis bei der Registrierung im Landesportal an. Zusätzlich gibt es umfassende Rechtsberatung rund um öffentliche Aufträge, Hilfe bei Eintragungen und Aktualisierungen in den Portalen sowie maßgeschnei-

Wirtschaftspreis

BEWERBUNG ZUM SÜDTIROLER WIRTSCHAFTSPREIS 2026 IST GESTARTET.

Auch 2026 vergibt die Handelskammer Bozen wieder den Südtiroler Wirtschaftspreis.

Ausgezeichnet werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit außergewöhnlich langer Betriebszugehörigkeit, ebenso wie Betriebe, deren Entwicklungen stellvertretend für Südtirols wirtschaftliche Stabilität stehen. Der Wettbewerb bleibt bewusst zugänglich – kein Antragsdschungel, sondern ein einfacher Schritt zur Wertschätzung.

Mehr Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung gibt es bei der Handelskammer Bozen, unter folgendem QR-Code.

Hier geht’s zur Anmeldung zum Südtiroler Wirtschaftspreis

derte Beratungen und Workshops zu Ausschreibungen –praxisnah und auf den Betrieb zugeschnitten.

Wer sich jetzt professionell aufstellt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil – der lvh steht bereit!

E-Mail: bau@lvh.itl – Tel. 0471 323233.

Lieferanten müssen sich im Vergabeportal regisitrieren. © shutterstock

„DURCH PRAXISNAHE KURSE DAS BEWUSSTSEIN FÜR SICHERHEIT AM ARBEITSPLATZ STÄRKEN“

Arnold Villgrattner ist Betriebswirt und Leiter der lvh-Bildungswerkstatt.

Unser Ziel ist es durch praxisnahe Kurse das Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu stärken. Gesunde Mitarbeiter/innen und ein sicheres Arbeitsumfeld erhöhen die Leistungsfähigkeit, steigern Produktivität und Qualität und sind somit ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg.

ARNOLD VILLGRATTNER Koordinator Bildungswerkstatt

© Armin Huber

Schon gewusst?

LANDESFÖRDERUNG FÜR

BETRIEBLICHE INVESTITIONEN

2026 – JETZT ANFORDERN!

Unternehmen in Südtirol können auch im kommenden Jahr von einer attraktiven Landesförderung profitieren. Mit dem neuen Wettbewerbsverfahren 2026 unterstützt die Landesregierung gezielt Investitionen, die Betriebe modernisieren, digitalisieren und betrieblich stärken sollen.

WAS GEFÖRDERT WIRD

Die Förderung richtet sich an Kleinunternehmen, Freiberufler/innen und Selbstständige, die im Handelsregister der Handelskammer Bozen eingetragen sind. Unterstützt werden Investitionen in:

• Maschinen und Geräte

• Einrichtungsgegenstände

• Hardware und Software

• Arbeits- und Sonderfahrzeuge Alle Investitionen müssen betrieblich notwendig sein und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

FÖRDERHÖHE

Unternehmen können im Wettbewerbsverfahren folgende Unterstützung erhalten:

• Mindestinvestition: 15.000 Euro

• Höchstinvestition: 500.000 Euro

• Beitragssatz: 20% der anerkannten Ausgaben Wichtig zu beachten: Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Punktesystems, das die Reihenfolge der Beitragsvergabe bestimmt. Eine sorgfältige und vollständige Antragstellung ist daher entscheidend.

FRISTEN UND ANTRAGSTELLUNG

Der Wettbewerb läuft vom 1. Dezember 2025 bis 31. März 2026. In diesem Zeitraum müssen alle Beitragsgesuche eingereicht werden. Den Ansuchen dürfen ausschließlich Kostenvoranschläge beigelegt werden – Bestellungen oder Zahlungen dürfen vorab nicht erfolgen. Der lvh begleitet seine Mitglieder von der Antragseinreichung bis zur Auszahlung der Beiträge. Die zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen steht jederzeit zur Verfügung: Telefon: 0471 323 267– E-Mail: kredit@lvh.it

WILLKOMMEN IN DER GENERATION H

> Zwischenbrugger Heizung und Sanitär des Zwischenbrugger Egon | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Auer

> Mannart Unikate des Manuel Egger | Holzbildhauer/innen | Sarntal

> Proma Bau GmbH | Baumeister/innen und Maurer/innen | Blumau/Karneid

> TV-Tec des Pichler Markus | Elektrotechniker/innen | Tscherms

> P&P GmbH | Reinigungsunternehmer/innen | Bozen

> Transporte Prieth Martin | Warentransporteurinnen und -transporteure | Vintl > Tschöll Rebecca | Friseure/Friseurinnen | Lüsen

> LP Cleaning OHG des Lukas Unteregger und Philip Ebner | KFZ-Mechatroniker/innen | Eppan

> Weifner Erwin | Warentransporteurinnen und -transporteure | Jenesien

> Andergassen Klaus | Metall | Salurn

> Elektro Bampi des Dindo Martin | Elektrotechniker/innen | Neumarkt

> Seeber Felix |

Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen | Sand in Taufers

> Beauty Valky di Dealbuquerque Valquiria | Schönheitspfleger/innen | Brixen

> KL Elektro Solution SAS di Fiorencis Emanuele & Co. | Elektrotechniker/innen | Meran

> Volgger Peter | Drucker/innen und Mediengestalter/innen | St. Leonhard in Passeier

Weil Handwerk nicht nur Beruf, sondern Identität ist. Was ist deine? www.generation.h.net

Drei Stimmen, eine Richtung

HANDWERK, INDUSTRIE SOWIE DAS GASTGEWERBE UND DER TOURISMUS KOMMEN ZU ERSTAUNLICH ÄHNLICHEN SCHLUSSFOLGERUNGEN DARÜBER, WAS SÜDTIROLS WIRTSCHAFT JETZT BRAUCHT.

In der Regel sprechen Unternehmerverband, HGV und lvh aus unterschiedlichen Perspektiven: Das Handwerk – getragen von tausenden kleinen und mittleren Betrieben, spricht aus der Realität der Werkstätten, Baustellen und Studios heraus, die Industrie mit Blick auf internationale Märkte und das Gastgewerbe aus der Logik eines arbeitskräfteintensiven Dienstleistungssektors.

Aber im Gespräch mit den drei Wirtschaftsverbänden über konkrete Zukunftsthemen ergibt sich ein gemeinsames Bild, das beinahe deckungsgleich ist.

Nicht, weil man sich abgesprochen hätte, sondern weil alle drei Verbände dieselbe Entwicklung wahrnehmen, dieselben Herausforderungen sehen und dieselben Chancen erkennen.

Südtirol präsentiert sich weiterhin als wirtschaftlich starkes Land: Vollbeschäftigung, eine exportorientierte Industrie, ein international wettbewerbsfähiger Tourismus und ein flächendeckend präsentes Handwerk, das als Rückgrat der regionalen Versorgung und als bedeutender Wertschöpfungsfaktor wirkt, prägen das Bild. Gleichzeitig wird deutlicher, wo der Standort nachjustieren muss. Und genau diese einheitlichen Botschaften von lvh, Unternehmerverband und HGV machen sichtbar, dass Südtirol die Möglichkeit hat, seine Stärken gezielt auszubauen. Es geht nicht um kosmetische Anpassungen, sondern es geht um strukturelle Grundlagen, die jetzt gemeinsam weiterentwickelt werden können und müssen.

WOHNEN – DER UNTERSCHÄTZTE

STANDORTFAKTOR

Kaum ein Thema verbindet die Positionen der drei Verbände so stark wie der Wohnraum. Was früher als soziales Problem galt, hat sich zu einer wirtschaftlichen Sollbruchstelle entwickelt. Der lvh beschreibt Wohnen als Grundbedingung für jede Form von Fachkräftebindung: Junge Menschen steigen motiviert ins Handwerk ein – und scheitern daran, in Arbeitsplatznähe ein Zimmer zu finden. Wohnraummangel trifft vor allem jene, die sich das Land leisten sollten können:

Gesellen, Lehrlinge, junge Familien. lvh-Präsident Martin Haller bringt es klar auf den Punkt: „Wohnraum ist kein Nebenschauplatz – er entscheidet darüber, ob Südtirol als Wirtschaftsstandort funktioniert.“

HGV-Direktor Raffael Mooswalder formuliert es mit der Nüchternheit eines Sektorenvertreters, der täglich den Puls des Gastgewerbes fühlt: „Leistbarer Wohnraum ist eine Grundvoraussetzung für die Zukunft Südtirols. Ohne klare Regeln für touristische Vermietung privaten Wohnraums, Zweitwohnungen und wirkungsvolle Maßnahmen gegen Leerstand wird die Wohnungsnot weiter angeheizt und der Tourismuskritik Vorschub geleistet.“

Der Unternehmerverband bestätigt denselben Trend – nur aus einer anderen Flughöhe. Fachkräfte aus Italien, Österreich oder Deutschland, die Industriejobs annehmen wollen, schrecken vor Preisen zurück, die im Verhältnis zum Lohngefüge nicht tragbar sind.

Alexander Rieper

Unternehmerverbands-Präsident Alexander Rieper bringt es auf den Punkt: „Wenn wir unsere Jugend halten und neue Köpfe anziehen wollen, braucht Wohnraum Priorität – ohne diese Basis verliert Südtirol Arbeitskräfte und Innovationskraft.“

Die Pilotinitiative „Wohnen Südtirol“, von Unternehmerverband und lvh getragen, gilt als erster Versuch, gemeinnütziges Bauen zu etablieren, das mehr ist als Symbolpolitik. Ein Experiment, das beispielhaft werden könnte – wenn Gemeinden mitziehen.

Hier zeigt sich das Muster, das diese Titelgeschichte durchzieht: Drei Sektoren, drei Perspektiven – ein Problem.

ARBEITSKRÄFTE – EIN MANGEL, DER QUER DURCH ALLE BRANCHEN GEHT

Alle drei Verbände sprechen dieselbe Zahl aus: In den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren werden Südtirol rund 30.000 Menschen auf dem Arbeitsmarkt fehlen. Nicht Fachkräfte, sondern Menschen. Der Begriff „Fachkräftemangel“ wirkt hier plötzlich beinahe nostalgisch.

Unternehmerverbands-Direktor Mirco Marchiodi erklärt: „Südtirol muss Talente anziehen – und Flächen, Infrastruktur und klare Regeln bieten, damit Unternehmen wachsen können.“

Gleichzeitig müsse man jene besser einbinden, die bereits im Land leben. Frauen, ältere Beschäftigte, Menschen in Teilzeit – Potenziale, die bislang zu wenig genutzt wurden.

Der HGV wiederum arbeitet seit Jahren mit internationalen Recruiting-Mechanismen und möchte diese weiter ausbauen. Doch selbst wenn Köchinnen, Kellner und Reinigungskräfte gefunden werden, scheitert vieles am Wohnraum und an der fehlenden Mobilität. HGV-Präsident Klaus Berger sagt es schlicht: „Der Tourismus ist Motor unserer regionalen Kreisläufe. Damit das so bleibt, müssen wir Südtirol als attraktiven Arbeitsort weiterentwickeln.“

Für den lvh ist die Lage simultan operativ und kulturell. Die Branche kämpft um Nachwuchs, um die Attraktivität des Handwerks und um Ausbildungssysteme, die nicht bloß auswendig lernen, sondern Kompetenzen fördern. lvh-Präsident Martin Haller beschreibt die Herausforderung mit einer Mischung aus Ernst und Überzeugung. Man müsse zeigen, dass Handwerk Zukunft bietet – und dass Südtirol ein Ort ist, an dem man bleiben kann. Die drei Sektoren formulieren unterschiedliche Lösungswege – doch sie beschreiben dieselbe Realität: Südtirol verliert nicht an Motivation, sondern an Möglichkeiten.

FLÄCHEN & ENTWICKLUNG – EIN LAND,

DAS SICH SELBST AUSBREMST

Gewerbeflächen machen 0,3 Prozent der Landesfläche aus. Eine Zahl, die der Unternehmerverband regelmäßig wiederholt – weil sie die Absurdität der Diskussion offenlegt.

In diesem winzigen Anteil entsteht ein Großteil der Wertschöpfung des Landes. Doch wer dort investieren möchte, verliert häufig Monate oder Jahre in Verfahren, Abklärungen, Überlagerungen.

Der lvh beschreibt dieses Problem aus der Mikroperspektive: Betriebe, die eine Halle erweitern oder eine neue Werkstatt errichten wollen, werden von Gutachten und Auflagen ausgebremst. Die Raumordnung erlaubt

einiges, die Praxis verhindert vieles. Walter Pöhl fasst die Essenz in einen Satz: „Es geht nicht um mehr Fläche, sondern um klare Verfahren. Wer investieren will, braucht Planbarkeit.“

Der HGV spricht bei Entwicklung über ein heikles Gleichgewicht. Wachstum ja, aber gesteuert, generationenfreundlich, nachhaltig. Die Bettenobergrenze ist kein Wachstumsstopp, sondern ein Steuerungsinstrument, das sicherstellen soll, dass sich Wachstum und Entwicklung nicht auf wenige große Betriebe konzentriert, sondern dies insbesondere jenen vorbehalten werden soll, deren eigene Wirtschaftlichkeit und das Überleben der Betriebe davon abhängen. Präsident Klaus Berger: „Die Bettenobergrenze je Ort und Betrieb ist kein Wachstumsstopp, sondern ein Instrument für ein maßvolle, nachhaltige und generationenfreundliche Entwicklung.“ Industrie, Handwerk, Gastgewerbe – drei unterschiedliche Realitäten, aber dieselbe Diagnose: Südtirol erlaubt Entwicklung – aber hauptsächlich auf dem Papier.

REGIONALE KREISLÄUFE – DAS UNTERSCHÄTZTE RÜCKGRAT DES LANDES

Die drei Verbände verwenden denselben Begriff, meinen aber unterschiedliche Facetten davon: Regionale Kreisläufe.

Für das Handwerk bedeutet es: Versorgungsgaranten in jedem Tal. Gemeinden, die funktionieren, weil lokale Betriebe funktionieren.

Der Unternehmerverband beschreibt es wie folgt: Jeder Exportauftrag, jede industrielle Innovation stärkt lokale Dienstleistungen, Handwerk, Handel, Transport. In diesem Sinne stärken die globalen Kreisläufe die lokalen Kreisläufe.

Der HGV wiederum spricht von einem oft unterschätzten, aber enorm wichtigen Effekt: Tourismus und Gastronomie halten Dörfer und Täler lebendig, schafft Infrastrukturen und soziale Treffpunkte, sorgen für Aufträge an Tischlereien, Installateure, Bäckereien, Reinigungs-

Mirco Marchiodi
Klaus Berger

kräfte, Landwirte. Klaus Berger bringt es auf den Punkt: „Der Tourismus stärkt das Handwerk und umgekehrt. Südtirols wirtschaftliche Stärke entsteht nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel.“

In den Plänen und Strategiedokumenten liest man es selten so direkt, aber die Botschaft ist eindeutig: Südtirol wäre ohne regionale Kreisläufe nicht wohlhabend und ohne sie in Zukunft nicht überlebensfähig.

ENERGIE & MOBILITÄT – ZWEI SYSTEME

IM

STRESS

Energiepreise, 30 Prozent über EU-Niveau. Ein paradoxes Verhältnis, wenn man bedenkt, dass Südtirol mehr erneuerbare Energie produziert, als es verbraucht. Für die Industrie ist Energie nicht bloß ein Kostenpunkt, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Jeder Cent wirkt sich auf internationale Aufträge aus.

Das Gastgewerbe kämpft mit denselben Unsicherheiten: Investitionen in Photovoltaik und Wärmerückgewinnung sind Standard, aber Netzkapazitäten und Bürokratie bremsen Effizienz.

Probleme in der Mobilität verschärfen diese Lage: überlastete Achsen, teils unzureichende Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr.

Der Brennerkorridor, zentrale Lebensader für Export und Tourismus, wird zur Flaschenhals-Debatte.

Die Botschaft aller drei Verbände ist ähnlich: Infrastruktur ist nicht Geschäftsbasis, sondern Lebensader. Wenn sie knickt, knickt der Standort.

DIGITALISIERUNG – FORTSCHRITT, DER IM VERFAHREN STECKEN BLEIBT

Südtirol redet viel über Digitalisierung. Doch wenn man genauer hinhört, erzählen Gastgewerbe Industrie und Handwerk dieselbe Geschichte: Die Betriebe digitalisieren, aber die Verwaltung tut es zu langsam oder mit dem Zweck Bürokratie wieder auf die Betrieb abzuwälzen und nicht selbst zu lösen.

Im Handwerk klingt es manchmal wie Ironie: Ein Tischler kann heute mit CAD, 3D-Scanning und KI arbeiten – aber der Bauakt steckt noch immer in Prozessen fest, die zwischen analogen Vorgaben und digitalen Insellösungen pendeln.

Der Unternehmerverband und der HGV betonen beide, wie zentral Automatisierung und KI werden, nicht, um Menschen zu ersetzen, sondern Menschen zu unterstützen, gerade auch in Hinblick auf die demographische Entwicklung und die fehlenden Arbeitskräfte. Doch Digitalisierung funktioniert nur, wenn sie entlastet – nicht, wenn sie als Doppelbürokratie auftritt. Und genau das erlebt die Wirtschaft täglich.

EIN

GEMEINSAMER BEFUND

Südtirol steht heute an einem Punkt, an dem Weiterdenken wichtiger ist als Weitermachen.

Die Herausforderungen sind groß – Wohnen, Arbeitskräfte, Flächen, Energie, Mobilität, Digitalisierung – und sie betreffen alle. Doch genau darin liegt die historische Chance: Drei starke Wirtschaftssektoren – Industrie, Gastgewerbe und Handwerk – haben ihre Analysen geschärft, ihre Perspektiven geöffnet und ein gemeinsames Ziel formuliert: einen Standort zu schaffen, der wieder Zukunft ermöglicht. Martin Haller bringt es prägnant auf den Punkt: „Wir reden nicht über Details. Wir reden über Voraussetzungen. Ohne sie gibt es keine wirtschaftliche Zukunft, weder für die Wirtschaft noch fürs Land.“

Und die Wirtschaft signalisiert nicht nur, was nicht funktioniert – sie zeigt vor, was funktionieren könnte: flexiblere Ausbildung, intelligenteres Flächenmanagement, neue Wohnmodelle, leistungsfähige Netze, digitale Prozesse, die entlasten statt belasten.

Südtirol hat alles, was es braucht: starke Betriebe, engagierte Menschen, innovative Unternehmen, eine hohe Lebensqualität und drei Verbände, die bereit sind, Verantwortung zu teilen. Jetzt geht es darum, diesen Schulterschluss zu nutzen, und zwar als Startpunkt, nicht als Alarmruf.

Wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diesen Moment ernst nehmen, kann Südtirol mehr gewinnen als Stabilität: nämlich die Chance, ein modernes, lebenswertes und wirtschaftlich kraftvolles Land zu bleiben.

Die Herausforderungen sind groß.

Die Möglichkeiten sind größer.

Raffael Mooswalder

Ein Sicherheitsplan, der zur Baustelle passt

ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Mit dem richtigen Know-how in Management, Produktion, Verkauf, Marketing und Organisation zum Erfolg. 14 12|2025

WÄHREND VIELES AUF BAUSTELLEN KOMPLEX BLEIBT, PASSIERT AN EINER STELLE GERADE

DAS GEGENTEIL: MIT DEM DIGITALEN ESP-PLAN DES LVH WIRD SICHERHEIT EINFACHER, KLARER – UND ERSTMALS WIRKLICH ALLTAGSTAUGLICH.

Auf Baustellen trifft Realität auf Verantwortung. Wer baut, weiß: Hinter jedem Arbeitsgang steckt ein Risiko, hinter jedem Risiko eine Verpflichtung. Die Einsatz-Sicherheits-Pläne – kurz ESP – sind keine Erfindung der Bürokratie, sondern ein gesetzlich gefordertes Instrument, das genau diese Risiken sichtbar, dokumentierbar und kontrollierbar macht. Doch wie so oft entscheidet nicht der Zweck, sondern die Umsetzung darüber, ob ein Instrument hilft oder belastet. Genau an dieser Stelle beginnt die Geschichte des lvhESP-Plans – eines digitalen Systems, das nicht nur formale Pflichten erfüllt, sondern tägliche Arbeit erleichtert.

Und eines, das zeigt, wie stark ein Werkzeug sein kann, wenn es für jene entwickelt wird, die es tatsächlich nutzen.

WO PFLICHT BEGINNT –UND ENTLASTUNG MÖGLICH WIRD

Der ESP ist gesetzlich vorgeschrieben, sobald mehrere Firmen gleichzeitig oder nacheinander auf derselben Baustelle arbeiten. Die Erwartungen sind klar: Jeder Betrieb muss dokumentieren, welche Tätigkeiten er durchführt, welche Gefährdungen damit verbunden sind und welche technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen er trifft. Es geht um Verantwortlichkeiten, Koordination, Abstimmung. Der Plan ist damit mehr als ein Dokument – er ist ein Sicherheitskonzept.

Doch während der gesetzliche Anspruch eindeutig war, blieb die praktische Umsetzung lange eine Baustelle für sich. Viele Betriebe arbeiteten mit statischen Formularen, Excel-Listen, Kopien, Mappen. Inhalte wurden doppelt erfasst, Verantwortlichkeiten unklar eingetragen, Risiken unvollständig beschrieben. Die Folge: hoher Aufwand, geringe Effizienz, unsichere Übersicht.

Die Lösung des lvh setzt genau dort an: nicht in der Theorie, sondern im Alltag.

Martin Gebhard © lvh.apa

GEFÜHRT, DIGITAL, LOGISCH –EIN PLAN, DER MITARBEITET

Die Online-Oberfläche des ESP-Plans führt Schritt für Schritt durch die gesetzlich geforderten Inhalte. Was früher über mehrere Formulare verteilt war, wird jetzt in einem einzigen digitalen Dokument abgebildet – jederzeit aufrufbar, jederzeit aktualisierbar. Die Plattform unterstützt automatisch: Sie erkennt typische Risiken je nach Tätigkeit, schlägt passende Schutzmaßnahmen vor, strukturiert die Verantwortlichkeiten und erinnert an fehlende Einträge. So sieht ein Dachdeckerbetrieb z.B. andere Gefahrenvorschläge als ein Elektrounternehmen. Risiken müssen nicht erfunden werden – sie werden systematisch abgebildet. In der Sicherheitstechnik nennt man das: Reduktion der Fehlerquellen durch Struktur.

SICHERHEIT, DIE SICH ERKLÄRT –UND NICHT ERKLÄRT WERDEN MUSS

Je komplexer die Baustelle, desto wichtiger ist ein gemeinsames Verständnis. Der ESP-Plan des lvh schafft genau diesen gemeinsamen Bezugspunkt. Auftraggebende, Sicherheitskoordinatorinnen und -koodinatoren, Beteiligte – alle greifen auf dieselben Informationen zu. Das hat zwei Effekte:

1. Transparenz: Jeder weiß, was auf der Baustelle passiert, wer welche Tätigkeiten ausführt, wo besondere Gefahren liegen und wie sie entschärft werden.

2. Kontinuität: Informationen bleiben über Wochen und Monate stabil, auch wenn Teams wechseln, Arbeitsgänge verschoben werden, Wetter oder Materiallieferungen Planänderungen erzwingen. So entsteht ein Plan, der nicht nur abgelegt, sondern tatsächlich genutzt wird.

Für Martin Gebhard, Obmann der Baumeister/innen und Maurer/innen im lvh, zeigt der ESP-Plan des lvh, was ein gutes Werkzeug leisten muss: „Sobald alle notwendigen Dokumente hochgeladen sind, ist der ESP-Plan praxis-

nah und schnell anwendbar. Unsere Betriebe brauchen Werkzeuge, die im Alltag funktionieren – nicht zusätzliche Hürden.“

In diesem Satz steckt viel: Baustellen sind dynamisch. Zeitpläne verschieben sich, neue Firmen kommen dazu, andere sind früher fertig. Ein sicherheitsrelevantes Dokument, das sich nicht dynamisch anpassen lässt, hilft keinem Betrieb.

Ein ESP, der digital, flexibel, mit wenigen Klicks aktualisiert werden kann – der schon.

EIN WERKZEUG, DAS TYPISCHE FEHLER VERHINDERT

Die lvh-Plattform setzt dort an, wo die größten Risiken liegen: bei unklaren Verantwortlichkeiten.

Viele der Unfälle und Beinahe-Unfälle, die später analysiert werden, führen auf dieselben Ursachen zurück: Missverständnisse, fehlende Absprachen, unvollständige Informationen. Ein Polier weiß nicht, dass der Elektriker bereits im Untergeschoss arbeitet. Ein Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker geht von abgeschalteten Stromleitungen aus. Eine Firma bringt ein gefährliches Arbeitsmittel mit, das niemand eingeplant hat.

Der ESP-Plan des lvh zwingt nicht zur stundenlangen Dokumentation — er bringt Klarheit.

Und Klarheit verhindert Unfälle.

Christian Niklaus, Experte für Arbeitssicherheit und lvh-Kursreferent, begleitet die Betriebe seit Jahren.

Seine Einschätzung ist glasklar: „Der ESP-Plan des lvh ist einfach zu handhaben, online verfügbar und klar aufgebaut. Er ermöglicht eine schnellere und transparentere Ausarbeitung – und damit die rasche Erfüllung der gesetzlichen Pflichten.“

Damit benennt er das Entscheidende: Die Plattform ist nicht nur digital – sie ist zeitsparend.

Sie reduziert redundante Einträge, vermeidet fehlende Felder, führt logisch durch den Prozess und erlaubt es, frühere Pläne als Vorlage zu nutzen. Wer einmal einen ESP erstellt hat, braucht beim nächsten viel weniger Zeit. So entsteht Effizienz, nicht durch Abkürzung, sondern durch Struktur.

Jetzt fördern lassen

– und durchstarten!

DIE NEUE DIGITALISIERUNGSFÖRDERUNG DES LANDES – AUS EINER HÜRDE WIRD

EINE CHANCE – AUS EINER IDEE EIN ECHTER ENTWICKLUNGSSCHRITT. DER LVH UNTERSTÜTZT SEINE MITGLIEDSBETRIEBE VOM ANTRAG BIS ZUR AUSZAHLUNG.

Südtirols Kleinstunternehmen erhalten wieder 60

Prozent Förderung auf ihre Digitalprojekte. Ansuchen können noch bis Ende 2025 eingereicht werden.

Dann ab 2026 wieder. Begünstigt sind Betriebe bis max. 9 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente). Ob Website, Social Media, Software oder Schulung: Wer sein Unternehmen digital weiterbringen will, bekommt Unterstützung. Investitionen zwischen 2.000 und 15.000 Euro werden gefördert – unkompliziert und praxisnah. Der lvh unterstützt Sie: Wir begleiten Sie vom Antrag bis zur Auszahlung. Förderungen & Finanzierungen:

Tel. 0471 323 267 · kredit@lvh.it Innovation & Neue Märkte:

Tel. 0471 323 245 / 225 / 490 · innovation@lvh.it

Jetzt vom lvh beraten lassen und Förderungen abholen! © Pixabay

TIPP: INNOVATION FÖRDERN, ZUKUNFT SICHER - NEUE REGELN FÜR 2026

Die Autonome Provinz Bozen hat die Kriterien für Innovationsförderungen leicht überarbeitet. Die neuen Richtlinien setzen auf weniger Bürokratie, klarere Regeln und mehr Spielraum – besonders für kleine Betriebe und Start-ups. Gefördert werden Forschungsprojekte, Prozessund Organisationsinnovationen (z.B. Einführung ERP-Systeme, Innovationsberatungen, Schutzrechte und mehr. Neu sind u. a. höhere Maximalbeträge, Anpassungen zu Personalkosten und bessere Möglichkeiten für Start-ups dank Vorschüssen. Zudem können wieder Projekte mit einem Volumen ab 400.000 Euro über das Amt angesucht werden.

Wichtig bleibt: Ohne Antrag vor Projektstart keine Förderung. Zudem muss der CUP auf allen Rechnungen drauf sein. Und: Alle Ausgaben müssen vollständig bezahlt sein, bevor sie abgerechnet werden.

Ein Signal, das zählt: Südtirol setzt auch 2026 darauf, Innovation greifbar zu machen – pragmatisch, planbar, wirkungsorientiert. Sie planen ein Projekt und möchten wissen, welche Förderung zu Ihnen passt?

Das Team Innovation & Neue Märkte unterstützt Sie – direkt, verständlich und praxisnah.

> Tel.: 0471 323 245 / 225 / 490

> E-Mail: innovation@lvh.it

SMARTES HANDWERK – PRAKTISCH UMGESETZT

Aus Zahlen Qualität machen: so geht‘s!

MANCHMAL BEGINNT DIGITALISIERUNG NICHT MIT SOFTWARE, SONDERN MIT DER EHRLICHEN FRAGE, WAS EIN BETRIEB EIGENTLICH WEISS – UND WAS ER ERST SICHTBAR MACHEN MUSS, BEVOR DATEN WIRKLICH WIRKEN KÖNNEN.

Tischlermeister Mathias Piazzi (Lokhaus+ GmbH) wusste genau, was er wollte: jederzeit sehen, wo sein Betrieb steht. Die Lösung schien klar – Power BI, ein Analyse-Tool, das Daten in Echtzeit sichtbar macht. Doch bevor es Einblicke liefern konnte, musste erst etwas Grundsätzliches passieren: Ordnung. „Wir haben schnell gemerkt, dass uns die Grundlage fehlt –saubere Daten“, sagt Piazzi. Also wurde eine neue Software eingeführt, Abläufe dokumentiert, Prozesse visualisiert. Ein Kraftakt für das ganze Team. „Wir mussten erst verstehen, was wir überhaupt erfassen müssen und wie unsere Abläufe wirklich funktionieren.“

Der Aufwand zahlte sich aus. Heute laufen die Prozesse stabiler, Entscheidungen basieren auf Fakten, und alle relevanten Kennzahlen stehen per Knopfdruck bereit. „Das hat uns fachlich wie organisatorisch wachsen lassen“, so Piazzi. Seine Erfahrung teilt er inzwischen mit anderen Betrieben. Denn das Interesse ist groß. „Viele stehen genau vor demselben Punkt: Sie spüren, dass sie Daten brauchen – wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen.“

Kurz gesagt: Digitalisierung beginnt nicht mit der Software, sondern damit, den eigenen Betrieb neu zu verstehen. Im

Bild: Mathias Piazzi © Piazzi

WEITERBILDUNG

ERFOLGSFAKTOR BILDUNG: Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung des Meistertitels sind das Fundament für hochwertiges Südtiroler Handwerk.

Nachhaltigkeitslabel: Der lvh zeigt wie‘s geht

DER LVH GEHT MUTIG VORAN UND HAT AUS ÜBERZEUGUNG ENTSCHIEDEN NACHHALTIGKEIT KONSEQUENT IN SEIN HANDELN ZU INTEGRIEREN UND SICH HIERFÜR UMFANGREICH MESSEN ZU LASSEN.

Als Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister in Südtirol hat der lvh sich nicht auf große Reden verlassen. Stattdessen hat man sich einem gründlichen, messbaren Nachhaltigkeitsprozess unterzogen – mit einem klaren Ziel: das Nachhaltigkeitslabel Südtirol Level 1 zu erhalten. Und genau das ist nun gelungen. Damit übernimmt der Verband eine sichtbare Vorreiterrolle – nicht nur für sich, sondern für das ganze Handwerk.

DER PRÜFPROZESS: NICHT NUR SYMBOL, SONDERN SUBSTANZ

Im Rahmen der Bewertung wurden 23 Indikatoren analysiert – in den vier Dimensionen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Management. Parallel dazu erstellte das Ökoinstitut Südtirol den CO2-Fußabdruck nach dem GHG-Protokoll für den lvh. Gemeinsam ergibt sich ein klares Bild der Ist-Situation. Über diesen Weg ist es für

Im Bild (v.l.n.r.): Erwin Hinteregger, Martin Haller, Hannes Mussak, Hansi Pichler und Walter Pöhl © lvh.apa

den lvh möglich klare Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Nach einer externen Prüfung durch die unabhängige Stelle, der Südtiroler Qualitätskontrolle (SQK) wurde dem Verband das Level 1 verliehen – ein „erster großer Meilenstein“. Doch für den lvh bedeutet das nicht: fertig, sondern: Darauf wollen wir aufbauen. Im nächsten Schritt stehen Verbesserungsziele, mindestens drei Maßnahmen (davon mindestens eine Umweltmaßnahme) sowie zwei Reduktionsmaßnahmen beim CO2-Fußabdruck an, um auf Level 2 aufzusteigen.

WARUM ES GERADE JETZT WICHTIG IST

„Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort – sie ist ein Weg“, erklärt lvh-Vizepräsident Hannes Mussak. Für ihn und den Verband bedeutet der Schritt: Vorbild sein. Nicht nur Mitgliedsbetriebe begleiten, sondern selbst die Prinzipien leben.

lvh-Präsident Martin Haller bringt es so auf den Punkt: „Wir vertreten die Interessen kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe – und wir müssen zeigen, dass man heute nachhaltig wirtschaften kann und muss.“

Damit ist das Label keine Alibi-Zertifizierung, sondern Teil einer Haltung: Handwerk mit Blick auf die Zukunft, mit Verantwortung für Ressourcen, Mitarbeitende und gesellschaftliche Wirkung.

Das unterstreicht auch lvh-Direktor Walter Pöhl: „Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sollten nicht als Gefahr, sondern als Chancen wahrgenommen werden.“

Damit spricht er das Dilemma vieler Handwerksbetriebe an: Wie reagiert man auf steigende Anforderungen – ohne das Tagesgeschäft zu vernachlässigen?

Der Verband sagt: Mit Begleitung, mit klaren Prozessen und mit Engagement.

IDM Südtirol hat das Nachhaltigkeitslabel Südtirol ursprünglich entwickelt, vertreten durch Präsident Hansi Pichler: „Nachhaltigkeit ist die wichtigste strategische Grundlage für die künftige Entwicklung Südtirols“ und CEO Erwin Hinteregger, der den Prozess so beschreibt: „Der Prozess, wie man das Nachhaltigkeitslabel Südtirol erreichen kann, ist ähnlich wie bei anderen Zertifizierungen. Eine strenge Rechenschaftspflicht soll Greenwashing vorbeugen.“

Damit wird deutlich: Das Label ist kein Selbstzweck – es ist Teil eines Reformprojekts für eine nachhaltige Wirtschaft in Südtirol.

SO LÄUFT’S: DAS MODELL ERKLÄRT

Der Weg ist klar und strukturiert:

1. Nachhaltigkeits-Assessment: Der Betrieb – oder im Fall des lvh: der Verband – wird in allen vier Dimensionen

der Nachhaltigkeit bewertet. Mindestreifegrade müssen ebenso erreicht und die 23 Kriterien priorisiert werden.

2. Maßnahmenplan: Zu den ausgewählten Prioritäten werden darauf aufbauend konkrete Maßnahmen erarbeitet (mind. 3).

3. Externe Prüfung & Antrag: Die Unterlagen werden eingereicht, eine unabhängige Stelle prüft – anschließend kann das Label vergeben werden. (Für Level 2 kommen CO2-Bilanzierung Scope1-3 und zwei Reduktionsmaßnahmen dazu).

4. Umsetzung & Kreislauf: Label erhalten heißt nicht Pause machen – denn die Maßnahmen müssen umgesetzt und so eine Weiterentwicklung nachweislich ersichtlich sein. Ziel: ständige Verbesserung.

Für Handwerks-KMU heißt das konkret: Auch mit kleinen Mitteln kann man starten. Der lvh zeigt, wie.

DIE VORBILD-FUNKTION

Der lvh zeigt: Nachhaltigkeit ist kein Luxusprojekt für Großkonzerne, sondern machbar für Verbände ebenso wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit realem Alltag. „Wir müssen zeigen, dass man heute nachhaltig wirtschaften kann und muss“, sagt lvh-Präsident Haller. Damit wird der Verband zur Brücke: zwischen Handwerk, Wirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung.

Für jeden Handwerksbetrieb, der bisher dachte „nicht genug Ressourcen“, liefert der lvh ein Beispiel: mit Struktur, Messbarkeit und ehrlichem Anspruch.

Das Label ist dabei nicht Endpunkt, sondern Startpunkt einer kontinuierlichen Reise – auch das macht die Geschichte glaubwürdig.

Der Erhalt des Nachhaltigkeitslabels Südtirol Level 1 durch den lvh ist eine bewusste Haltungserklärung: Handwerk will nicht nur heute funktionieren – sondern sich morgen bewähren. Der lvh hat gezeigt, wie’s gehen kann – und wer möchte, kann folgen.

NACHHALTIGKEIT BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT – MACHEN SIE IHN JETZT.

Die lvh-Abteilung Innovation & Neue Märkte unterstützt Sie dabei: Einfach QR-Code scannen und Beratung anfragen.

Die neue Meistergeneration

ES GIBT MOMENTE, IN DENEN EIN BERUFSTITEL MEHR SAGT ALS JEDES ORGANIGRAMM. DIE MEISTERFEIER 2025 IM NOI TECHPARK WAR GENAU SO EIN MOMENT – EIN FEINER –MIT MENSCHEN, DIE NICHT NUR GELERNT, SONDERN KÖNNEN KULTIVIERT HABEN.

Schon beim Eintreffen bei der Südtiroler Meisterdiplomverleihung 2025 wurde klar: Die Vielfalt des Südtiroler Handwerks ist größer, als es Statistiken fassen können. Insgesamt 49 neue Meister/innen erhielten ihre Meisterdiplome. Ihre Vielfalt zeigt sich an der Liste der Berufsgemeinschaften aus dem Handwerk: Elektrotechniker/ innen, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen, Kaminkehrer/innen, Kfz-Mechatroniker/innen, Kondi-

Im Bild: Die neuen Meisterinnen und Meister © LPA / Landesamt für Lehrlings- und Meisterausbildung

torinnen und Konditoren, Maschinenbaumechaniker/ innen, Maurer/innen, Tischler/innen, Zimmerer/innen und Werkzeugmacher/innen. Sie zeigen: Handwerk ist kein Sektor. Es ist ein Ökosystem.

Landesrat Philipp Achammer würdigte die Leistungen –nicht als Abschluss, sondern als Ausgangspunkt. Denn ein Meisterbrief ist kein Endpunkt, sondern der Beginn einer anderen Verantwortung: anleiten, ausbilden, Qualität sichern.

An dieser Stelle brachte es Obermeister Horst Pichler auf den Punkt: „Ein Meistertitel ist kein Dokument für die Wand – er ist ein Versprechen. An die Kundschaft, an das eigene Team und an die Qualität, für die unser Handwerk steht.“

Sein Satz fiel leise, aber er blieb hängen: Meister/in sein heißt nicht nur mehr zu können, sondern mehr zu tragen. Was diesen Abend besonders machte, war die Stimmung. Keine Selbstinszenierung, sondern Stolz, der sich nicht vordrängt. Ein Stolz, der in Werkstätten entsteht, nicht in Sitzungen. Dazu trug auch die Anwesenheit der Junghandwerker/innen im lvh bei, welche die neuen Meister/innen würdigten.

Die neue Meistergeneration zeigt, was Südtirols Stärke ausmacht: Können, das bleibt. Verantwortung, die wächst. Und eine Wirtschaft, die gerade deshalb funktioniert, weil Menschen bereit sind, mehr zu lernen, als sie müssen.

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ANDWERK

TRIFFT SCHULE

„Treffpunkt Schule“ im BBZ Bruneck Was Schule kann. Was Handwerk braucht.

Wenn Vertreter/innen des Handwerks auf eine Berufsschule treffen, sieht das oft nach Routine aus. In Bruneck war es eher ein Reality-Check. Denn hier geht es um eine Ausbildung, die Schritt halten muss: mit neuen Arbeitswelten, neuen Erwartungen und einer Generation, die Orientierung sucht. Direktorin Edith Hochgruber beschreibt das Berufsbildungszentrum (BBZ) Bruneck als „Lern- und Begegnungsort“. Ein nüchterner Begriff – der bei über 1.000 Schüler/innen erstaunlich konkret wird. Die lvh-Delegation bringt den Blick von außen mit. Menschen, die wissen, wie nah Praxis und Zukunft inzwischen beieinanderliegen. lvh-Direktor Walter Pöhl spricht über Qualität, gemessen an Wettbewerben wie WorldSkills – aber vor allem über die Aufgabe, Ausbildung ständig weiterzudenken.

Die Junghandwerker/innen erinnern daran, worum es wirklich geht: Chancen sichtbar machen, bevor sie ungenutzt bleiben. Gleichzeitig wird klar, wie viel Potenzial im direkten Praxisbezug steckt – wenn

NICHTS MEHR VERPASSEN

Expertinnen und Experten aus Betrieben ihr Wissen in den Schulalltag bringen oder neue Wege für Quereinsteiger/innen entstehen.

Das Treffen im BBZ Bruneck zeigt, was alle bereits spüren: Ausbildung ist kein starres Modell, sondern ein Prozess. Werkstatt, Klassenzimmer, Diskussion – alles gehört zusammen und ergänzt sich.

Im Bild: Vertreter/innen des BBZ Bruneck und des lvh @ lvh.apa

@generation.handwerk / @lvh.apa

BRANCHEN & BEZIRKE

DIE VIELFALT DES HANDWERKS: Neuigkeiten, Trends, die Projekte der lvh-Berufsgemeinschaften und aktuelle Wirtschaftsthemen auf einen Blick.

Emanuel Nogler: Zwischen Tradition und Ausdruckskraft

HOLZBILDHAUER/INNEN:

DIE SKULPTUREN VON EMANUEL NOGLER ERZÄHLEN GESCHICHTEN – VON RUHE UND BEWEGUNG, VON PRÄZISION UND GEFÜHL. SIE SIND DAS ERGEBNIS EINES LEBENS, DAS SICH ZWISCHEN HANDWERK UND KUNST BEWEGT.

In seiner Werkstatt in St. Christina in Gröden duftet es nach Zirm, Spänen und Geschichte.

Hier, wo Holz unter dem Werkzeug zu leben beginnt, arbeitet Emanuel Nogler, Holzbildhauer in zweiter Generation. Sein Vater war bereits Bildhauer – und so ist

die Leidenschaft für das Material fast erblich bedingt.

„Ich habe ihm schon als Kind stundenlang zugeschaut“, erinnert sich Nogler. „Der Moment, wenn aus einem Stück Holz plötzlich ein Gesicht entsteht – das hat mich nie mehr losgelassen.“

VOM ERBE ZUR EIGENEN HANDSCHRIFT

Nach der Kunstschule in Wolkenstein und St. Ulrich trat Nogler in den väterlichen Betrieb ein – ein Ort, an dem Tradition und künstlerische Neugier täglich aufeinandertreffen.

„Mein Vater war mein erster und wichtigster Lehrer. Von ihm habe ich nicht nur das Handwerk gelernt, sondern auch den Respekt vor dem Material“, erzählt er.

Doch statt nur klassische Formen zu wiederholen, suchte Nogler früh seinen eigenen Ausdruck. Heute sind seine Werke klar, reduziert und modern.

Neben traditionellen Krippenfiguren und sakralen Motiven entstehen in seiner Werkstatt vor allem schlichte, abstrahierte Skulpturen – häufig Frauenfiguren, deren sanfte Linien Bewegung und Leichtigkeit vermitteln. Auch gedrechselte Lampen und Christbaumschmuck gehören zu seinem Repertoire – Stücke, die Wärme und

Nagler beim Schnitzen
© Silvia Nogler

ein Stück Berggefühl in jedes Zuhause bringen. „Ich komme aus der traditionellen Schnitzkunst, aber ich wollte nie nur das Alte bewahren“, erklärt Nogler. „Mich interessiert, was passiert, wenn man Formen reduziert, wenn man Raum lässt für Fantasie.“

MATERIAL – INSPIRATION – STILLE

„Holz ist lebendig“, sagt Nogler. „Manchmal zeigt es mir selbst, was in ihm steckt.“ Jede Maserung, jeder Ast, jede Unregelmäßigkeit hat für ihn Bedeutung. Er sieht Holz nicht als Rohstoff, sondern als Partner im kreativen Prozess. „Die Maserung, der Duft, die Struktur – all das inspiriert mich. Oft führt mich das Material selbst zum Ergebnis.“

Für Nogler ist das Arbeiten mit Holz eine stille Form des Dialogs – zwischen Mensch, Material und Idee. Seine Werkstatt ist ein Ort der Konzentration, der Stille, fast wie ein Rückzugsraum. „Wenn ich arbeite, bin ich ganz bei mir – im Flow. Die Zeit vergeht wie im Flug.“

Nogler steht früh auf – gegen halb sechs. „Wenn das Haus noch still ist und der Tag langsam beginnt, kann ich meine Gedanken ordnen. Dann fließen die Ideen

Werden Sie mit einer E-Mail zum Betrieb des Monats: manufakt@lvh.it

Nogler bei der Arbeit in seiner Werkstatt © Silvia Nogler

fast von selbst.“ Seine Inspiration findet er in der Natur rund um Gröden, beim Wandern oder Mountainbiken.

„Manchmal reicht ein Blick über die Berge, um zu wissen, wie die nächste Figur aussehen soll.“

Die Natur ist für ihn mehr als Kulisse – sie ist Rhythmusgeberin und Kraftquelle. „Es gibt hier Orte, an denen ich einfach stehenbleibe, tief durchatme und spüre, wie alles wieder ins Gleichgewicht kommt. Das sind meine Momente der Ruhe.“

MIT DER ZEIT – GEGEN DIE HAST

Nogler bleibt der Tradition des Grödner Holzschnitzens treu, doch auch der digitale Wandel ist für ihn ein Teil seines Alltags geworden.

„Unser Online-Shop ist eine schöne Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen“, sagt er. „Aber nichts ersetzt das Gefühl, ein Werk in den Händen zu halten und das Holz zu spüren.“

Nogler legt Wert auf Genauigkeit und Qualität: „Gutes Arbeiten beginnt mit guter Planung – und mit der Auswahl des richtigen Holzes.“

Seine größte Herausforderung besteht darin, jeden Tag etwas Neues zu schaffen, das handwerklich überzeugt und emotional berührt. „Wenn jemand stehen bleibt, hinschaut und lächelt, dann weiß ich: Es hat funktioniert.“

Für ihn ist Handwerk kein Beruf, sondern eine Lebenshaltung. „Aus einem rohen Stück Holz etwas zu schaffen, das Bestand hat, das man anfassen, spüren und erleben kann – das ist das Schönste, was es gibt.“

Das Geschäft: „La Zipla“
© Emanuel Nogler
Moderne Schnitzereien
© Emanuel Nogler

„Multitalent Beton“ kann was!

BAUMEISTER/INNEN UND MAURER/INNEN:

BETON IST GRAU? VON WEGEN. BEIM FACHTREFFEN „MULTITALENT BETON“ IN KLAUSEN

ZEIGTE SICH ZUM VIERTEN MAL, WIE VIEL ZUKUNFT IN EINEM MATERIAL STECKT, DAS OFT UNTERSCHÄTZT WIRD.

Nach der Begrüßung durch Christian Auer (Beton Eisack), Brigitte Kauntz (Arch.Academy) und Martin Gebhard (Obmann der Berufsgemeinschaft Baumeister/innen und Maurer/ innen im lvh) folgte ein spannender Vortragsblock – mit einem klaren Fokus: Nachhaltiges Bauen neu denken. Im Mittelpunkt stand Recyclingbeton – nicht als Nischenlösung, sondern als echtes Zukunftsmaterial. Werner Kusstatscher (CONCRETE) skizzierte die großen Linien des nachhaltigen Bauens, Simon Pliger (ISB Prüflabor) ordnete Normen und Rahmenbedingungen ein, und Elvis Rosset (Alpacem) zeigte, wie CO2-reduzierte Zemente Realität werden. Was Theorie versprach, bewies die Praxis: Laborvorführungen, Materialtests und die Eröffnung der neuen Ausstellung machten spürbar, wie sich Kreislaufwirtschaft und Baupraxis verbinden lassen.

Für Martin Gebhard ist klar: „Multitalent Beton ist zu ei-

ner festen Wissensplattform geworden – und wird es auch bleiben.“

Ein Nachmittag, der zeigte: Nachhaltigkeit im Bau entsteht nicht im Verzicht, sondern im besseren Machen.

Bauen beginnt bei Menschen

BAUMEISTER/INNEN UND MAURER/INNEN:

DIE DIPLOMVERLEIHUNGEN IN DEN BERUFSBILDUNGSZENTREN SCHLANDERS UND BRUNECK ZEIGTEN, WAS FACHKRÄFTEAUSBILDUNG WIRKLICH BEDEUTET: JUNGE MENSCHEN, DIE EIN HANDWERK BEHERRSCHEN – UND EINE REGION, DIE SIE DRINGEND BRAUCHT.

Bei den Diplomverleihungen an die frischgebackenen Gesellinen und Gesellen in Schlanders und Bruneck wurde deutlich, dass der Baumeister- und Maurerberuf heute weit mehr ist als Baustelle: digitale Planung, moderne Materialien, ökologisches Bauen.

Neben Landesrat Philip Achhammer, sowie Virginia Maria Tanzer, der Direktorin des BBZ Schlanders waren auch lvh-Präsident Martin Haller und Martin Gebhard, Obmann

der Baumeister/innen und Maurer/innen im lvh, anwesend, um den Absolventinnen und Absolventen zu gratulieren.

Die jungen Menschen standen hierbei klar im Mittelpunkt zweier Abende, an denen klar wurde: Ohne ihre Fähigkeiten gibt es keinen Wohnbau, keine Infrastruktur, keine Entwicklung. Zwei Orte, ein gemeinsames Signal: Südtirols Stärke beginnt dort, wo Menschen etwas können und wo sie zeigen, dass sie Lust auf Handwerk haben.

Im Bild: Die Absolventen des BBZ Schlanders mit Martin Haller (1. v. links), Virginia Maria Tanzer (2. v. links) und Martin Gebhard (3. v. links) © lvh.apa

Im Bild (v.l.n.r.): Martin Gebhard, Martin Haller, Werner Kusstatscher, Brigitte Kauntz und Walter Pöhl © lvh.apa

Mehr als ein Dach über dem Kopf

DACHDECKER/INNEN:

HANDWERK MIT AUSSICHT –SÜDTIROLER DACHDECKER/INNEN SETZEN INTERNATIONALE AKZENTE.

Wenn sich die besten Dachdecker/innen der Welt treffen, darf Südtirol nicht fehlen: Beim 73. IFD-Kongress in Bratislava zeigte die Delegation der Dachdecker/innen im lvh, dass das Handwerk am Dach längst mehr ist als Ziegel und Schiefer – es ist Innovation, Nachhaltigkeit und Teamgeist in luftiger Höhe. Zwischen Zukunftsthemen wie Klimaanpassung, energieeffizienten Dachlösungen und Nachwuchsförderung präsentierten sich die Südtiroler Vertreter/innen als Brückenbauer/innen zwischen Tradition und technologischem Fortschritt. „Das Dach ist längst zum Symbol nachhaltiger

(Riwega) © Max Čistý

Baukultur geworden“, betonte Stefan Pinter, der lvh-Obmann der Berufsgemeinschaft. „Es schützt nicht nur, es produziert Energie, speichert Wasser und gestaltet Lebensräume.“

Wenn Abschlüsse mehr sagen als Zahlen

FLIESENLEGER/INNEN:

DIPLOMVERLEIHUNG IN SCHLANDERS: ZWEI JUNGE FACHKRÄFTE NEHMEN IHREN PLATZ IN EINEM FÜR SÜDTIROL ZENTRALEN BERUFSFELD EIN.

Bei der Diplomverleihung im Berufsbildungszentrum Schlanders war sofort spürbar: Kasper Lanz und Philipp Piffrader, die neuen Fliesen-, Plattenund Mosaikleger-Gesellen stehen am Anfang eines Berufswegs, der Südtirols Baukultur sicht- und spürbar prägt.

Vertreter/innen aus Politik, Bildung und Wirtschaft gratulierten den frischgebackenen Absolventen und wünschen ihnen alles Gute auf Ihrem beruflichen Weg.

Bereit für neue

Im Bild (v.l.n.r.):

Wir öffnen Türen – zu internationalen Kunden, Messen und Geschäftspartnern. Gemeinsam bringen wir Südtirol hinaus in die Welt

Nachhaltig wirtschaften. Zukunft gestalten. IDM Südtirol – Partner für Unternehmen, die weiterdenken. Infos zu allen Services für Unternehmen unter: idm-suedtirol.com/dienstleistungen

Im Bild (v.l.n.r.): Peter Visintin (Riwega), Stefan Pinter, Renate Gamper (Vizeobfrau) und Werner Rizzi
Virginia Maria Tanzer, Harald Rainer (Berufsbeirat), Kasper Lanz, Philipp Piffrader und Landesrat Philipp Achammer. © lvh.apa

Präzisionshandwerk an der Kante

BODENLEGER/INNEN:

MANCHMAL ERZÄHLT EIN UNTERNEHMEN MEHR ÜBER EINE BRANCHE ALS JEDE STATISTIK.

DIE FIRMA PEDROSS IN LATSCH IST SO EIN BETRIEB: HOCHSPEZIALISIERT, INTERNATIONAL GEFRAGT – UND EINER DER WENIGEN REINEN LEISTENHERSTELLER EUROPAS.

Im Bild: Die Gruppe bei der Betriebsbesichtigung © lvh.apa

In Latsch, bei der Firma Pedross trafen sich kürzlich die Bodenleger/innen im lvh, um einen Blick hinter die Kulissen einer Nische zu werfen, die global mehr Bedeutung hat, als man vermuten würde. Der Besuch zeigte, wie viel Präzision, Know-how und Innovationskraft in einem Produkt stecken, das im Alltag oft übersehen wird – die Leiste als Verbindung zwischen Raum, Material und Ästhetik.

Der Austausch war nicht nur fachlich spannend, sondern auch ein Moment des Stolzes: Die drei besten Nachwuchskräfte der Landesmeisterschaft 2025 – Simon Mauroner, Jannik Messner und Leonie Zimmerhofer – wurden ausgezeichnet. Zudem erhielt EuroSkills-Sieger Jonas David Hofer gemeinsam mit Experte Andreas Holzer und dem Betrieb Bodenleger Hofer eine besondere Ehrung – ein klares Zeichen für die hohe Qualität der Ausbildung im Südtiroler Handwerk. Der Tag in Latsch machte deutlich, was das Bodenleger-Handwerk auszeichnet: Präzision, Leidenschaft – und der Blick über den eigenen Tellerrand.

Neue Köpfe für stabile Fundamente

TIEFBAUUNTERNEHMER/INNEN:

BEI DER DIPLOMVERLEIHUNG IM BBZ SCHLANDERS WURDE SICHTBAR, WIE VIEL VERANTWORTUNG IM TIEFBAU STECKT – UND WIE FRÜH SIE BEGINNT. DIE NEUEN TIEFBAUER-GESELLEN ERHIELTEN IHRE DIPLOME VON.

Ein kurzer Moment auf der Bühne, der jedoch einen langen Weg markiert: Ausbildung, Praxis, Präzision – und das Wissen, dass ohne Tiefbau kein Bau beginnt, keine Leitung liegt, keine Infrastruktur funktioniert. Vertreter/innen aus Bildung, Wirtschaft

und dem lvh würdigten die Absolventen und machten deutlich, dass dieser Beruf weit mehr ist als Arbeit im Verborgenen. Er ist Fundament – im wörtlichen wie im wirtschaftlichen Sinn.

Die Botschaft des Abends: Wer in den Tiefbau einsteigt, gestaltet die Zukunft

von unten nach oben. Mit Können, das überall spürbar ist.

Im Bild: Frischgebackene Gesellen mit Alexander Kaufmann (1. v. links, Berufsbeirat), Landesrat Philipp Achhammer (2. v. rechts) und Virginia Maria Tanzer (1. v. rechts) © lvh.apa

Ausbildung ohne Grenzen

MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN:

PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE AUS BREMEN ZU GAST BEIM HANDWERK.

Eine Delegation von Lehrkräften aus Deutschland bekam in der Landesberufsschule einen direkten Einblick in das Ausbildungsmodell der Südtiroler Maler/innen und Lackierer/innen: praxisnah, eng verzahnt mit den Betrieben und getragen von einer Berufsgemeinschaft, die Nachwuchsförderung nicht als Pflicht, sondern als Kernaufgabe versteht. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des lvh wurde

Im Bild (v.l.n.r.): Helene Thaler (lvh.apa), Michael Kleiner, Sarah Kopp, Marc Rödel, Kim Wittkuhn (Lehrkräfte an der Berufsschule Bremen) und Andreas Mair (lvh.apa) © lvh.apa

klar, warum dieses Zusammenspiel so entscheidend ist: Nur wenn Schule, Betrieb und Verband an einem Strang ziehen, gelingt es, junge Talente für das

Handwerk zu gewinnen – und zu halten. Der Besuch brachte frische Impulse und machte deutlich, dass Fachkräftesicherung nicht an Landesgrenzen endet.

Mehr als ein Anstrich – neue Maler/innen fürs Land

MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN: DIPLOMVERLEIHUNG AM BBZ SCHLANDERS, AN EINEN BERUF BEI DEM ES UM MEHR GEHT ALS FARBE UND PINSEL: ES GEHT UM GESTALTUNG.

Im BBZ Schlanders wurde sichtbar, was gute Ausbildung ausmacht: junge Malerinnen und Maler, die ihr Handwerk beherrschen – präzise, kreativ, verantwortungsvoll.

Bei der Diplomübergabe überreichte Obmann Florian Mayr die Abschlussurkunden und feierte damit eine neue Generation Maler/innen die bereit ist, Farbe zu bekennen: für ein Handwerk mit Zukunft.

Effizient handeln.

Im Bild: Neue Maler-Gesellinninen und -Gesellen mit Martin Haller (1. v. links), Florian Mayr (2. v. links) und Virginia Maria Tanzer (3. v. links) © lvh.apa

Wir helfen Ihnen, Vertrieb und Prozesse zu digitalisieren –für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Nachhaltig wirtschaften. Zukunft gestalten. IDM Südtirol – Partner für Unternehmen, die weiterdenken. Infos zu allen Services für Unternehmen unter: idm-suedtirol.com/dienstleistungen

Zukunft aus dem Werkstoff Wald

ZIMMERER/INNEN UND HOLZBAUMEISTER/INNEN:

DER AUFTRITT DER ZIMMERER/INNEN IM LVH AUF DER WOHNBAUMESSE 2025 WAR MEHR ALS EIN KLASSISCHER MESSESTAND – ER WAR EIN STATEMENT: HOLZBAU IST ZUKUNFTSMATERIAL, KLIMAFAKTOR UND GESTALTUNGSSPIELRAUM ZUGLEICH.

Der Stand war durchgehend gut besucht. Was die Menschen anzog, war nicht nur die handwerkliche Präzision, sondern die Haltung dahinter: ressourcenschonend bauen, flexibel denken, nachhaltig planen.

Das Spektrum reichte von traditionellen Holzbauweisen bis zu modernen Konstruktionen, die zeigen, wie leicht, stabil und energieeffizient Holz heute sein kann.

Private Bauinteressierte wollten wissen, wie sich ein Haus „aus Holz“ anfühlt. Architektinnen und Architekten, sowie und Planer suchten den fachlichen Austausch. Und die Zimmerer/innen? Sie erklärten, skizzierten, diskutierten – und machten sichtbar, was ihr Handwerk ausmacht: Kreativität, technisches Know-how und eine enorme Leidenschaft für den Werkstoff Holz.

Dass der Auftritt ein Erfolg wurde, ist dem Engagement vieler Beteiligter zu verdanken. Planung, Aufbau, Betreuung – alles

kam aus dem Handwerk, für das Handwerk.

Die Bilanz nach vier Messetagen fällt klar aus: Das Zimmererhandwerk ist gefragt, relevant – und bereit für die kommenden Jahre. Wer die Wohnbaumesse besucht hat, weiß: Diese Branche baut nicht nur Häuser. Sie baut Perspektiven.

Wenn Regeln ausbremsen

GEBÄUDETECHNIK:

SÜDTIROLS BETRIEBE DER GEBÄUDETECHNIK ARBEITEN AUF HOHEM NIVEAU. DOCH WER JENSEITS DER PROVINZGRENZE TÄTIG WIRD, ENTDECKT EINE UNSCHEINBARE HÜRDE: ZWEI RECHTSWELTEN, DIE NICHT ZUEINANDERPASSEN.

Manchmal scheitert Handwerk nicht an der Technik, sondern am Text. Südtirols Betriebe der Gebäudetechnik erleben das regelmäßig, wenn sie sich im Online-Kataster anderer Provinzen registrieren wollen. Fachlich qualifiziert, praktisch erfahren – aber auf dem Papier plötzlich nicht zuständig. Der Grund ist banal und komplex zugleich: Südtirol regelt die berufliche Qualifikation anders als der Rest Italiens.

Im Land gilt das Landesgesetz Nr. 1/2008. In ganz Italien gilt das Ministerialdekret DM 37/08. Zwei

Ausserhalb Südtirols ist das Arbeiten schwierig © shutterstock

Systeme, die nebeneinander existieren – aber nicht miteinander sprechen.

Das Ergebnis: Was in Südtirol vollkommen gültig ist, wirkt in Verona, Padua oder Bologna wie ein fehlender Nachweis. Nicht, weil Betriebe etwas nicht können, sondern weil der Handelskammerauszug lediglich auf das Landesgesetz verweist – ein Hinweis, der außerhalb Südtirols keine Gültigkeit besitzt. Der Lösungsvorschlag ist erstaunlich einfach: Ein expliziter Hinweis auf das nationale DM 37/08 im Handelskammerauszug. Mehr braucht es nicht, um qualifizierten Betrieben die Tätigkeit über die Landesgrenzen hinweg zu erleichtern und juristische Stolpersteine zu entfernen. Es geht dabei weniger um Bürokratie als um Realität. Denn wer Anlagen plant, installiert und verantwortet, sollte nicht durch eine Formalität ausgebremst werden. Eine klare, einheitliche Nennung der gesetzlichen Grundlagen wäre ein kleiner Schritt für ein Register – und ein großer für alle, die täglich dafür sorgen, dass Gebäude funktionieren.

Im Bild: Der Stand der Zimmerer/ innen auf der Wohnbaumesse © lvh.apa

Dächer, die Europa verbinden

BAU- UND GALANTERIESPENGLER/INNEN:

INDEPENDENT SKILLS CHAMPIONSHIP

EUROPE: ERFOLG FÜR SÜDTIROL!

Bei der Independet Skills Chamionship Europe in Österreich und der Schweiz, wurde die Präzision, Ausdauer und das Formgefühl, kurzum das Können der Bau- und Galanteriespengler/inenn im lvh unter Beweis gestellt.

Alex Wohlgemuth holte für Südtirol den 3. Platz – punktgleich mit Österreich und nur knapp hinter Deutschland und der Schweiz. Ein europäisches Podium, das zeigt, wie hoch das Niveau in diesem Handwerk ist.

Für die Berufsgemeinschaft zeigt der Podiumsplatz, dass Südtirols Handwerk im europäischen Vergleich nicht nur

Fachkraft?

mithalten kann, sondern Maßstäbe setzt. Und er zeigt, wie wichtig es ist, junge Talente zu fördern, ihnen Bühnen zu geben – und ihnen zuzutrauen, Europa zu überraschen.

Jetzt quereinsteigen! Hier geht‘s lang!

ELEKTROTECHNIKER/INNEN:

SÜDTIROL ERÖFFNET QUEREINSTEIGER/INNEN

EINEN ZUGANG ZU EINEM DER GEFRAGTESTEN TECHNISCHEN BERUFE: ELEKTROTECHNIKER/IN.

�� STARTE DURCH: DEIN SPRUNGBRETT ZUM BERUFLICHEN ERFOLG

Online-Informations-Treffen Mittwoch, 10. September 2025, 17.00 Uhr mit Voranmeldung

Die Landesberufsschule Bozen startet einen berufsbegleitenden Lehrgang, der in 2,5 Jahren zur Lehrabschlussprüfung als Elektrotechniker/ in führt – ein Angebot, das es in dieser Form bisher nicht gab. Der Lehrgang ist praxisnah, modular und realitätskompatibel.

Information und Beratung Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Weiterbildungsbüro Tel. 0471 540720 weiterbildung@berufsschule.bz www.bozen.berufsschule.it/de/lehrgang-elektrotechnik Anmeldeschluss für den Lehrgang 30.10.2025

Herbert Kasal, Obmann der Elektrotechniker/innen im lvh, bringt es auf den Punkt: „Der neue Quereinsteiger/innen-Lehrgang ist eine große Chance – von der Hilfskraft zur qualifizierten Fachkraft. Möglich wurde er nur dank der Unterstützung von Landesregierung, Berufsschule und dem Amt für Lehrlings- und Meisterausbildung.“

Von der Idee

zum Markt

ELEKTRISIEREND GUTE ZUKUNFT

Wir begleiten Sie von der Analyse des Marktpotenzials über die Entwicklung des Angebots bis hin zur Vermarktung.

Nachhaltig wirtschaften. Zukunft gestalten. IDM Südtirol – Partner für Unternehmen, die weiterdenken. Infos zu allen Services für Unternehmen unter: idm-suedtirol.com/dienstleistungen

Im Bild: Das Südtirol-Team mit Alex Wohlgemuth (1. v. rechts) © lvh.apa
Eine Chance für alle © Autonome
Provinz Bozen/ LBS

Ordnung schafft Vertrauen

HEIZUNGS-, LÜFTUNGS- UND SANITÄRTECHNIKER/INNEN:

DIE GENEHMIGUNG DES NEUEN RICHTPREISVERZEICHNISSES MAG WIE EIN TECHNISCHER FORMALAKT ERSCHEINEN – TATSÄCHLICH SETZT SIE EINEN FIXPUNKT FÜR MEHR ÜBERSICHT, WENIGER RÄTSELRATEN UND EIN BISSCHEN MEHR PLANUNGSSICHERHEIT.

Für die „installierende Zunft“ von Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/ innen im lvh markiert der 6. November 2025 einen seltenen Moment: In der Sitzung des Preisgremiums Anlagen bei der Handelskammer Bozen wurden die eingereichten Positionen für das Richtpreisverzeichnis einstimmig genehmigt. Kap. 13 mit 2.446 Positionen, davon 81 Prozent mit Preisanalysen, einen Preisabschlag von +6,39 Prozent; Kap. 14 mit 842 Positionen, davon 96 Prozent mit Analysen, Abschlag +6,84 Prozent. Warum das wichtig ist? Weil Richtpreise nicht nur Zahlen sind – sie sollen Planung ermöglichen und Ausschreibungen erleichtern. Die HLS-Techniker/ innen im lvh stehen dabei nicht am Rand, sondern haben Entwicklung aktiv begleitet. Der neue Verzeichnisbeschluss ist somit mehr als ein Fachblatt: Er sendet das Signal, dass Technik und Wirtschaft im Handwerk gemeinsam an Klarheit arbeiten. „Denn“, so Harald Kraler, Obmann der Berufsgemeinschaft, „Qualität kommt vom Können – und Planung beginnt mit Vertrauen.“

Cool bleiben heißt: gut ausbilden

KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN:

AN DER BERUFSSCHULE BOZEN IST IM HERBST 2025 DAS MODUL 2 DER AUSBILDUNG IM BERIECH KÄLTE- UND KLIMATECHNIK GESTARTET – UND OBWOHL ES UNSCHEINBAR

KLINGT, ERZÄHLT ES VIEL ÜBER EINE BRANCHE, DIE GERADE STARK WÄCHST.

In der Kälte- und Klimatechnik sind die großen Themen meist unsichtbar. Energieeffizienz, Wärmepumpen, Kühlleistung, Sicherheitstechnik – alles entscheidend, aber kaum jemand sieht es, solange es funktioniert. Umso sichtbarer ist der Aufwand, der dahintersteht. Und der wird im kommenden November in der Berufsschule Bozen konkret: Modul 2 der Ausbildung in Kälte- und Klimatechnik startet. Das Modul wirkt auf den ersten Blick wie ein weiterer Baustein im Bildungssystem. Doch wer die Branche kennt – oder sich durch die Anforderungen, Berechnungen und Normen der Kältetechnik gearbeitet hat – weiß: Hier entscheidet sich, ob moderne Gebäudetechnik mit den steigenden Ansprüchen Schritt hält.

Im Zentrum stehen praxisnahe In -

halte: Kältebedarfsrechnung, das log p-h-Diagramm (die Landkarte der Kältetechnik), Rohrleitungsberechnung, dazu Messtechnik und die Darstellung elektrischer Schaltungen aus der Elek-

Einblick in den Unterricht © Berufsgemeinschaft KKT

trotechnik. Unterrichten werden zwei, die wissen, wie viel Theorie im Alltag übrig bleibt: Klaus Donà und Günther Holzmann – beide ausgebildete Praktiker, beide nah am Betrieb. Damit ist das Modul weniger ein Kurs als ein Realitätsabgleich: Wie plant man Systeme, die zuverlässig funktionieren sollen, wenn Kältebedarfe steigen, Anlagen komplexer werden und Kunden hohe Effizienz erwarten?

Heidi Röhler, Obfrau der Kälte- und Klimatechniker/innen im lvh, bringt es auf den Punkt: „Unsere Branche verändert sich rasch – genau deshalb brauchen wir Ausbildungen, die nicht nur erklären, sondern befähigen.“ Denn Kälte- und Klimatechnik ist inzwischen wichtige Schnittstelle zwischen Energiefragen, Komfort, Sicherheit und Klimapolitik.

Im Bild: Harald Kraler © Armin Huber

Neuer Wind im Schornstein

KAMINKEHRER/INNEN: KAMINKEHRER/INNEN AUS DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND SÜDTIROL GESTALTEN DIE ENERGIEZUKUNFT.

Das Kaminkehrerhandwerk steht an einem Wendepunkt – und zeigt, dass Wandel am besten gelingt, wenn man ihn gemeinsam gestaltet. Beim diesjährigen 3-Ländertreffen in Bozen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich und Südtirol, wie ihr Beruf zwischen Klimazielen, EU-Richtlinien und Energiewende bestehen kann.

Die Themen reichten von neuen Anforderungen bei Emissionen und Energieeffizienz bis hin zu Wärmepumpen, Biomasse- und Lüftungssystemen. Einig war man sich: Die Energiewende stellt das Handwerk vor große Herausforderungen, eröffnet aber ebenso große Chancen.

„Wir stehen vor einer tiefgreifenden Transformation“, sagte Christian Resch, Obmann der Kaminkehrer/innen im lvh.

„Die Energiewende verändert unsere Arbeit grundlegend. Umso wichtiger ist der Austausch – denn die Herausforderungen machen nicht an Landesgrenzen halt.“ Heute sind

Im Bild (v.l.n.r.): Johannes Schmitzberger (Innungsmeister-Stv.), Franz Jirka (Spartenobmann und Bezirksstellenobmann), Matthias Gadenstätter (Innungsmeister), Christian Resch (Obmann Kaminkehrer/ innen im lvh) und Heinz Nether (Landesinnungsmeister) © lvh.apa

Kaminkehrer/innen weit mehr als Schornsteinfeger/innen: Sie prüfen, beraten, sichern und sorgen dafür, dass Energie sauber genutzt wird. Gleichzeitig kämpft die Branche mit Nachwuchsmangel und setzt verstärkt auf Ausbildung, Weiterbildung und internationale Kooperation. Das Treffen zeigte: Südtirol bleibt ein Vorreiter, wenn es um technische Qualität, Sicherheit und Klimaschutz geht.

Handwerk am Limit der Bürokratie

KFZ - HANDWERK AUTORIPARAZIONE - -

KFZ-MECHATRONIKER/INNEN / HAFNER/INNEN: MANCHMAL REICHT EIN GESPRÄCH: KFZ-MECHATRONIKER/INNEN UND HAFNER/ INNEN DES LVH TRAFEN LANDESRAT MARCO GALATEO – DABEI WURDE ERSICHTLICH WO REGELN UND REALITÄT AUSEINANDERLAUFEN.

Die Entsorgung der Altreifen in Südtirol funktioniert nur theoretisch. Konsortien sammeln weniger, als tatsächlich anfällt. Werkstätten stapeln Reifen, als wären sie Lagerhäuser – obwohl sie für Verkehrssicherheit zuständig sind, nicht für strukturelle Defizite.

Geeichte Ölmessgeräte sollen Ordnung schaffen, verursachen aber vor allem Aufwand, Kosten und Unsicherheit. Die Geräte messen präzise – der Verwaltungsprozess dahinter eher nicht. „Regeln ja, aber bitte praxistauglich“, lautet die Botschaft von Julia Genetti, der Obfrau der Kfz-Mechatroniker/innen im lvh.

Die Hafner/innen wiederum kämpfen mit einem Paradox: solide Ausbildung, jahrzehntelange Praxis – aber Lücken im nationalen Rechtsrahmen.

Christian Gross, Obmann der Hafner/innen im lvh, unterstreicht: „Qualität muss dort annerkennt werden wo sie gebraucht wird.“

lvh-Direktor Walter Pöhl betonte das Gemeinsame: Es geht nicht um Schuldige, sondern um funktionierende Verfahren. Galateo hörte zu – und

will Probleme lösen helfen.

Am Ende bleibt ein Moment der Klarheit: Die drängendsten Probleme des Handwerks sind nicht abstrakt. Sie stehen in Werkstätten, lagern in Containern, kleben an Messgeräten. Und sie lassen sich nur lösen, wenn Politik dort hinhört, wo Realität entsteht.

Im Bild (v.l.n.r.): Florian Hofer (lvh-Vizeobmann Hafner/innen), Christian Gross, Walter Pöhl, Hannes Mussak, Landesrat Marco Galateo, Julia Genetti, Dietmar Mock (lvh-Obmann Berufsgruppe Metall), Walter Soligo, Andreas Leitner und Alessandro Olivato (alle lvh.apa) © Autonome Provinz Bozen/CD

Wo Metall Geschichten erzählt

SCHMIEDINNEN / SCHMIEDE UND SCHLOSSER/INNEN:

DIE BERUFSGEMEINSCHAFT MACHTE SICH NACH MEHREREN JAHREN PAUSE WIEDER AUF

FACH- UND KULTURREISE UND ZEIGTEN EINDRUCKSVOLL, WIE WEIT HANDWERK DEN BLICK ÖFFNEN KANN.

Die Reise ging nach Friaul-Julisch Venetien. Bei FACS Forgia in Pavia di Udine erlebten die Teilnehmenden, wie massive Werkstücke geschmiedet werden, deren Dimensionen und Gewichte man eher aus dem Schiff- oder Maschinenbau kennt. Weiter ging es zur AFC-Stahlgießerei in Cividale, wo Gusstechnik für Bauteile bis zu 80 Tonnen zum Alltag gehört.

Zwei Unternehmen, ein Konzern – und ein Blick darauf, wie italienisches Know-how weltweit wirkt.

Doch Handwerk lebt nicht nur von Technik, sondern auch vom Kontext. Der Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Aquileia brachte Geschichte, Architektur und Handwerkskultur zusammen.

Zum Abschluss dann ein Perspektivwechsel nach unten: Die Grotta Gigante bei Triest, eine der größten begehbaren Tropfsteinhöhlen der Welt. 100 Meter in die Tiefe, eine Halle wie aus einer anderen Welt – ein Raum, der wortlos erklärt, warum Menschen seit jeher formen, bauen, verändern.

Kurz: Technik, Kultur und Gemeinschaft – verdichtet zu einer Reise, die den Schmiede- und Schlosserberuf in seiner ganzen Breite spürbar machte. Genau jene Mischung, die Handwerk lebendig hält.

Im Bild: Die Gruppe vor der AFC-Stahlgießerei © lvh.apa

Ausbildung, die Systeme am Laufen hält

KFZ - HANDWERK

AUTORIPARAZIONE - -

MASCHINENBAUMECHANIKER/INNEN UND WERKZEUGMACHER/INNEN / KFZ-MECHATRONIKER/INNEN:

AM BERUFSBILDUNGSZENTRUM LUIS ZUEGG IN MERAN ERHIELTEN DIE GESELLEN DER KFZ-MECHATRONIK UND MASCHINENBAUMECHANIK IHRE DIPLOME.

Ihre Gesellenbriefe erhielten im Bereich Maschinenbaumechanik, Elias Wallnöfer und Elias Thöni, die Stolz mit Andreas Falser, dem Obmann der Maschinenbaumechaniker/innen und Werkzeugmacher/innen im lvh, für die Kamera posierten.

Georg Preims und Jan Winding sind frischgebackene Kfz-Mechatroniker. Julia Genetti, die Obfrau der Kfz-Mechatroniker/innen im lvh gratulierte herzlich.

Die neuen Fachkräfte stehen am Anfang eines Weges, der nicht nur Motoren repariert oder Maschinen wartet - sondern dafür sorgt, dass Mobilität, Produktion und Alltag funktionieren.

Im Bild (v.l.n.r.): Georg Preims, Julia Genetti und Jan Winding © lvh.apa
Im Bild (v.l.n.r.): Elias Wallnöfer, Andreas Falser und Elias Thöni. © lvh.apa

Olympia 2026 – wer darf fahren?

MIETWAGEN- UND TAXIUNTERNEHMER/INNEN: WENN IN ANTHOLZ UND CORTINA DIE OLYMPISCHEN SPIELE STARTEN, STEHT SÜDTIROLS

MOBILITÄT AUF DEM PRÜFSTAND – UND MIT IHR JENE BETRIEBE, DIE DAS LAND IN BEWEGUNG HALTEN. JETZT BRAUCHT ES PRAGMATISMUS STATT BÜROKRATIE.

Wenn 2026 in Cortina und Antholz die olympischen Flammen brennen, wird Südtirol nicht nur sportlich, sondern auch logistisch gefordert sein – und vor einer logistischen Bewährungsprobe stehen.

Großflächige Sperrungen, Zonenregelungen und ein noch nicht freigeschaltetes digitales Genehmigungssystem machen Vorbereitung derzeit fast unmöglich. „Die Anfragen laufen längst – aber ohne klare Regeln, wer wann wohin darf, können wir nicht planen“, betonte Hansjörg Thaler, Obmann der Mietwagen- und Taxiunternehmer/innen im lvh beim Treffen mit Daniel Alfreider, dem Landesrat für Mobilität. Zwar ist ein digitales Portal für sogenannte „Car Passes“ in Arbeit, doch viele Südtiroler Betriebe warten noch auf konkrete Zusagen. „Jetzt braucht es praktikable Lösungen“, unterstrich auch lvh-Direktor Walter Pöhl. Alfreider sicherte zu, gemeinsam mit dem Handwerk an Lösungen zu arbeiten.

Im Bild (v.l.n.r.): Christian Peer (Peer Shuttle, Toblach), Hansjörg Thaler (Obmann der Mietwagen- und Taxiunternehmer/innen im lvh), Landesrat Daniel Alfreider, Martin Vallazza (Direktor Landesabteilung Mobilität) und lvh-Direktor Walter Pöhl © lvh.apa

Der Tisch, der Bewegung bringt

NAHRUNGSMITTEL:

WENN EIN SEKTOR KOMPLEX WIRD, BRAUCHT ER ORTE, DIE KLARHEIT SCHAFFEN – UND

GENAU DAS LEISTET DER STAKEHOLDERTISCH FOOD: EIN RAUM, IN DEM SÜDTIROLS

LEBENSMITTELWIRTSCHAFT NICHT WARTET, SONDERN GEMEINSAM VORANGEHT.

Eindruck des Treffens © lvh.apa

Beim Stakeholdertisch FOOD arbeiten lvh, Bauernbund, Unternehmerverband, hds, CNA und IDM gemeinsam an den Themen, die den Sektor in den kommenden Jahren prägen werden: von Nachhaltigkeit über Digitalisierung bis hin zu Diversifikation, Sichtbarkeit und der Weiterentwicklung regionaler Qualitätsmarken.

Für das Handwerk, vertreten durch Berufsgruppenobmann Klaus Kofler und Vizeobmann Alexander Holzner, ist dieses Format mehr als ein Austausch. Es macht sichtbar, was oft übersehen wird: Bäcker/innen, Konditorinnen und Konditoren, Metzger/ innen und Speiseeishersteller/innen haben mit ihren kleinen und mittleren Betrieben eine große wirtschaftliche und regionale Bedeutung haben.

Sie sichern Versorgung, Qualität und Vielfalt – und sie tun das täglich, nicht theoretisch. Genau deshalb spielt auch die Frage, wie Lebensmittelhandwerk digitaler, nachhaltiger und in neuen Absatzkanälen sichtbar bleiben kann, eine zentrale Rolle. Das nächste Treffen der Berufsgruppe findet Anfang 2026 statt.

Wenn Handwerk auf Teller und Tradition trifft

METZGER/INNEN:

WENN EIN TRADITIONELLES LEBENSMITTELHANDWERK SEINE NÄCHSTE GENERATION INS BERUFSLEBEN ENTLÄSST, WIRD SICHTBAR, WIE VIEL ZUKUNFT IN EINEM BERUF STECKT, DER SÜDTIROLS QUALITÄT TÄGLICH MITPRÄGT.

Auf der Diplomfeier im Berufsbildungszentrum

„Emma Hellenstainer“ in Brixen erhielten Lehrabsolventen – darunter auch die Metzger/innen-Klasse – ihre Gesellenbriefe.

Die Verleihung war mehr als ein formaler Akt: Sie markierte den Beginn einer beruflichen Verantwortung. In einer Zeit, in der Lebensmittelqualität und regionale Versorgung an Bedeutung gewinnen, stehen diese Fachkräfte für Rückverfolgbarkeit, und sorgfältige Verarbeitung. Denn Metzgerhandwerk heißt Wertschätzung, Verantwortung und Verlässlichkeit, für Verbraucher/innen, für Südtirol.

Im Bild: Die neuen Gesellen mit Klaus Kofler (Obmann der Metzger/innen im lvh, 2. v. rechts) und Fachlehrer Simon Staffler (1. v. rechts) © lvh.apa

Ein Beruf, der berührt

SCHÖNHEITSPFLEGER/INNEN:

Immer mehr Quereinsteiger/innen wollen in diesem Berufsfeld tätig werden. Beim Treffen mit Landesrat Philipp Achammer wurde deutlich, wie groß der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften ist – und wie wichtig flexible Ausbildungswege werden. Das Berufsbildungszentrum Bruneck reagiert darauf mit einem neuen Ausbildungsmodell für Erwachsene, das den Einstieg in die Schönheitspflege

Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Mair, Peter Prieth, Landesrat Philipp Achammer, Verena Gufler und Sylvia Federer © lvh.apa

über drei Jahre ermöglicht.

Verena Gufler, Obfrau der Schönheitspfleger/innen im lvh, betonte, dass Professionalität, fundiertes Wissen und viel

Der Schnitt, der neues Können zeigt

SCHÖNHEITSPFLEGE IM WANDEL: WARUM JETZT DIE ZEIT FÜR DEN QUEREINSTIEG IST. FRISEURINNEN / FRISEURE: IM BERUFSBILDUNGSZENTRUM „LUIS ZUEGG“ IN

mehr Praxisnähe entscheidend sind: „Wer in diesem Beruf arbeitet, trägt Verantwortung gegenüber dem Wohlbefinden der Menschen.“

Im Bild: Obmann Urban Unterweger mit der Neu-Gesellin Lisa Schwarz © lvh.apa

Handwerk, das vorangeht

BEZIRK BRIXEN:

IM BEZIRK BRIXEN ZEIGT DAS HANDWERK, WIE ZUKUNFT ENTSTEHT: DURCH KLARE HALTUNG, STARKE GEMEINSCHAFT – UND BETRIEBE, DIE VERANTWORTUNG NICHT NUR EINFORDERN, SONDERN LEBEN.

Die lvh-Bezirksversammlung Brixen hat gezeigt, was passiert, wenn Handwerksbetriebe, Politik und Verband ernsthaft ins Gespräch kommen: Es entsteht ein klarer Blick nach vorn. Im Werksgelände der Firma Dabringer wurde deutlich, wie stark der Bezirk ist – und wie entschlossen, Zukunft aktiv zu gestalten.

lvh-Bezirksobmann Siegfried Unterweger begrüßte eine außergewöhnlich große Runde. Schon der Auftakt setzte ein Zeichen: Gastgeberin Marlies Dabringer gab Einblick in ihren Betrieb und machte klar, warum Kreislaufwirtschaft und bewusster Ressourceneinsatz längst Kernbestandteil moderner Handwerksarbeit sind. Umweltdenken als Praxis, nicht als Schlagwort.

Auch Landesrat Peter Brunner stellte sich den drängenden Fragen. Er skizzierte Maßnahmen und Chancen, bei

Im Bild: Marlies Dabringer und Siegfried Unterweger © lvh.apa

Zusammenarbeit schafft Zukunft

denen das lokale Handwerk eine zentrale Rolle spielt.

lvh-Präsident Martin Haller und Direktor Walter Pöhl betonten die strategische Richtung des Verbandes: klare Strukturen, bessere Services, mehr Nähe zu den Betrieben.

Politische Vertreter/innen aus der Region – von Rodeneck bis Brixen – unterstrichen den Wert dieser Zusammenarbeit und die Bedeutung eines starken regionalen Handwerks.

Die Versammlung zeigte: Zukunft entsteht im Dialog zwischen jenen, die anpacken. Im Bezirk Brixen passiert genau das – mit der Gewissheit, dass Handwerk mehr ist als ein Wirtschaftssektor: Es ist ein Fundament.

BEZIRK OBER- UND UNTERVINSCHGAU: IM VINSCHGAU ZEIGT SICH, WAS DAS SÜDTIROLER HANDWERK AUSMACHT: ZUSAMMENARBEIT, INNOVATIONSGEIST UND DER GEMEINSAME WILLE, ZUKUNFT ZU GESTALTEN – THEMEN, DIE AUCH DIE GEMEINSAME BEZIRKSVERSAMMLUNG PRÄGTEN.

Im Vinschgau wurde deutlich, wie stark das Handwerk in Bewegung ist: Bei der gemeinsamen lvh-Bezirksversammlung von Ober- und Untervinschgau standen Zukunft, Bildung und Zusammenarbeit im Fokus.

Zum Auftakt öffnete BSV Fensterbau in

Schlanders seine Türen – ein Symbol für Innovationsgeist und regionale Stärke. Die Bezirksobleute Hermann Raffeiner Kerschbaumer und Günther Platter blickten auf erfolgreiche Gemeindewahlen, engagierte Ortsgruppen und eine inspirierende „KidsAcademy“ zurück. „Das Handwerk lebt von Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen“, erklärten die Obmänner. Prof. Gottfried Tappeiner betonte in seinem Vortrag die großen Themen der kommenden Jahre: Fachkräftemangel, Nachfolge, Digitalisierung. lvh-Präsident Martin Haller und Direktor Walter Pöhl unterstrichen den Kurs des Verbandes: Bildung fördern, Betriebe vernetzen, Perspektiven schaffen. Der Abend endete, wie er begann – im Zeichen des Miteinanders, das das Vinschger Handwerk stark macht.

Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Gottfried Tappeiner, Walter Pöhl, Hannes Pircher (JHW), Daniela Folie (Folie Metall OHG), Stefan Rechenmacher (BSV Fensterbau), Rita Egger (Frauen im Handwerk), Hermann Raffeiner Kerschbaumer, Günther Platter und Martin Haller © lvh.apa

Neuer Kopf, gleiche Handschrift

BEZIRK UNTERLAND: FRISCHER WIND IM SÜDEN:

WERNER AMEGG ZUM NEUEN BEZIRKSOBMANN GEWÄHLT.

Nach Jahren engagierter Arbeit übergab Herbert Christoforetti das Amt des Bezirksobmanns an Werner Amegg. In seinem Rückblick hob er besonders das Unterlandler Handwerkerfest in Tramin als Symbol für Zusammenhalt und Leidenschaft im Handwerk hervor. Künftig bleibt Christoforetti gemeinsam mit Johanna Santa Falser als Vizebezirksobmann aktiv. Der neue Bezirksobmann Werner Amegg, langjähriger Ortsobmann in Margreid und frisch ausgezeichnet mit der Goldenen Ehrennadel des lvh, setzte klare Akzente: „Das Handwerk im Unterland lebt von Zusammenarbeit und Praxisnähe. Wir wollen neue Ideen aufnehmen, aber immer geerdet bleiben.“

Johanna Falser (Frauen im Handwerk) und Gabriel Maier (Junghandwerker/innen im lvh) berichteten von ihren Aktivitäten, während junge Talente der WorldSkills South Tyrol, Italy für ihre Leistungen geehrt wurden – darunter Greta Marsoner (2. Platz Mediendesign, Effekt GmbH) und Felix Heiss (3. Platz Maschinenbaumechanik, Falser GmbH).

lvh-Vizepräsident Hannes Mussak und lvh-Direktor Walter Pöhl würdigten das Engagement des Bezirks.

Abschließend betonte Bürgermeister Martin Feichter: „Das Handwerk bleibt eine tragende Säule unserer Wirtschaft –regional, innovativ und voller Zukunftskraft.“

Wipptal: Die Kraft des Machens

BEZIRK WIPPTAL:

IM WIPPTAL WIRD HANDWERK NICHT NUR GEMACHT, SONDERN GELEBT. BEI DER BEZIRKSVERSAMMLUNG DES LVH WURDE DEUTLICH, WIE STARK ENGAGEMENT, GEMEINSCHAFT UND VERANTWORTUNG DIE REGION PRÄGEN.

lvh-Bezirksobfrau Petra Holzer brachte es auf den Punkt: „Das Handwerk lebt von Menschen, die sich einbringen – und im Wipptal gelingt das auf bemerkenswerte Weise.“ Das große Ziel: Handwerk als Lebensmodell sichtbar machen – als Beruf, der Sinn stiftet, Zukunft schafft und regionale Identität trägt. Vom Althandwerkertreffen bis zu Aktionen der Frauen im Handwerk oder den Projekten der Junghandwerker/innen –überall zeigt sich, wie vielfältig die Bewegung im Tal ist. Es wird gefeiert, geholfen, vermittelt, was zählt: Zusammenhalt und Begeisterung für das Tun mit den eigenen Händen. Auch die Politik zollte Respekt. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem ganzen Bezirk würdigten das Handwerk als Rückgrat der lokalen Wirtschaft. Am Ende bleibt der Eindruck einer Region, in der Handwerk mehr ist als Arbeit – es ist Haltung, Gemeinschaft und Identität. Oder, wie Petra Holzer sagt: „Zukunft entsteht, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und anpacken – genau das passiert hier im Wipptal.“

Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl, Herbert Christoforetti, Werner Amegg, Johanna Santa Falser und Hannes Mussak © lvh.apa
Im Bild (v.l.n.r.): Ehrung von Petra Holzer: Thomas Kerschbaumer (lvh-Ortsobmann Franzensfeste), Verena Staudacher, Franz Oberstaller (lvh-Ortsobmann Sterzing) und Petra Holzer © lvh.apa

FRAUEN & JUNGES HANDWERK

DIE GRUPPEN IM LVH: Frauen und Junghandwerker/innen: Ihre Initiativen, Projekte, Unternehmungen und ihr Einsatz für das Handwerk.

EuroSkills-Auszeichnung: Wenn Anerkennung Zukunft schafft

JUNGHANDWERKER/INNEN:

WENN JUNGE TALENTE ÜBER SICH HINAUSWACHSEN, BRAUCHT ES PARTNER, DIE DAS ERKENNEN – UND IHREN ERFOLG SICHTBAR MACHEN. EIN SOLCHER PARTNER IST DIE VOLKSBANK. SIE EHRTE KÜRZLICH UNSERE GEWINNER DER EUROSKILLS.

Es gibt Momente, in denen sichtbar wird, wie stark ein Netzwerk sein kann – und wie sehr junge Fachkräfte davon profitieren.

Einer dieser Momente fand heute statt: Die Volksbank, Hauptsponsor der Junghandwerker/innen im lvh, ehrte Südtirols EuroSkills-Gewinner mit Gutscheinen im Wert von jeweils 1.000 Euro, sowie 500 Euro für die Medaillon

Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl (lvh-Direktor), Mariano Paris, Franco Perchinelli, Jonas Hofer, Priska Reichhalter, Sandra Holzner und Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident) © lvh.apa

of Excellence. Eine Geste, die weit über symbolische Anerkennung hinausgeht. Denn sie zeigt: Spitzenleistungen im Handwerk brauchen starke Partner, die Talente fördern, unterstützen und sichtbar machen. Ausgezeichnet wurden die Europameister Jonas Hofer (Bodenleger/innen) sowie – in Abwesenheit – Raffael Stenico (Baumeister/innen und Maurer/innen) und der Gewinner der Medaillon of Excellence, Christoph Auer (Maler/innen). Sie alle stehen für Präzision, Leidenschaft und das Selbstverständnis einer Generation, die mit Können überzeugt.

Mit dabei waren u. a. Mariano Paris und Franco Perchinelli von der Volksbank, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, Junghandwerker-Landesobfrau Priska Reichhalter sowie lvh-Direktor Walter Pöhl. Gemeinsam setzten sie ein klares Zeichen: Wenn Wirtschaft und Handwerk zusammenstehen, entsteht Zukunft – getragen von jungen Menschen, die weit mehr können, als man ihnen zutraut.

FRAUEN IM HANDWERK

Ein Weihnachtsgruß

Wenn sich die Frauen im Handwerk trafen sich kürzlich zum Jahresabschluss: erst Bilanz des Jahres 2025, dann der Blick nach vorn. Was im kommenden Jahr ansteht, wurde nicht nur eingetragen, sondern miteinander entwickelt: neue Sitzungstermine, der Sommerausflug, der Sommerempfang, die gemeinsame Reise – und als erstes großes Signal des neuen Jahres der Neujahrsempfang am 26. Januar 2025.

Danach folgte, was den Ton dieser Gemeinschaft ausmacht: ein gemeinsames Weihnachtsessen, ohne Tagesordnung, aber mit Haltung.

Dieses Treffen war mehr als Planung. Es war ein Moment des Innehaltens – und des Dankens. Die Frauen im Handwerk wollten die Gelegenheit nutzen, um all jene Frauen sichtbar zu machen, die das Handwerk täglich tragen:

Ihr Engagement ist vieles – aber keine Selbstverständlichkeit.

Darum stand am Ende ein Satz, der so einfach wie selten ist: Danke. Für jede Stunde, für jede Idee, für jede Entscheidung, die das Handwerk stärkt.

Die Frauen im Handwerk wünschen frohe Festtage – und ein neues Jahr, in dem gegenseitige Wertschätzung nicht Ausnahme, sondern Grundlage bleibt.

Die Frauen im Handwerk wünschen frohe Festtage © lvh.apa

WIRTSCHAFT & POLITIK

HANDWERK BESTIMMT MIT: Auf lokaler, nationaler und auch internationaler politischer und wirtschaftlicher Ebene hat das Handwerk eine wichtige Stimme.

Südtirols

Haushalt 2026: Das

Handwerk schaut genau hin

BEI SÜDTIROLS HAUSHALTSVORANSCHLAG 2026 ZEIGT SICH: DIE ZAHLEN WIRKEN SOLIDE, DIE RICHTUNG STIMMT, DOCH ZWISCHEN DEN ZEILEN BLEIBEN FRAGEN OFFEN, DIE BESONDERS DAS HANDWERK BETREFFEN.

Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht von einem „soliden Haushalt“, der die LAndesregierung in die Lage versetzt, „alle notwendigen öffentlichen Leistungen weiter zu finanzieren und gleichzeitig neue Schwerpunkte zu setzen“. Das klingt nach Verlässlichkeit – und mit insgesamt 8,76 Milliarden Euro, also mehr als im Vorjahr, ist die Ausgangslage tatsächlich robust.

Gesundheit, Bildung, Gemeinden und Soziales bleiben jene Säulen, auf die das Land am stärksten setzt. Es sind Bereiche, die Stabilität schaffen und politische Angreifbarkeit reduzieren.

Bemerkenswert ist gleichzeitig, dass fast ein Fünftel des gesamten Budgets in Investitionen fließt.

Für viele Regionen Europas wäre das ein Luxus. Doch was bedeutet dieser Wert in der Praxis – und vor allem: Kommt er bei jenen an, die die Investitionen umsetzen sollen?

INVESTITIONEN, DIE VERSPRECHEN –INVESTITIONEN, DIE WIRKEN MÜSSEN

Mobilität, Energie, Umwelt: 2026 wird Südtirol in all diesen Feldern sichtbar investieren. Neue Busflotten, verbesserte Bahnverbindungen, Programme für leistbares

Wohnen und Maßnahmen für eine ressourcenschonende Zukunft prägen das Bild.

Auf dem Papier entstehen Chancen für die Gewerke im Handwerk, die die Energiewende tagtäglich praktisch realisieren. Doch die entscheidende Frage hängt nicht am Budget, sondern an der Vergabe.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, wie schnell gut gemeinte Investitionen an Formalismen scheitern. Ausschreibungen werden komplexer, Fristen enger, Anforderungen detaillierter.

Große Anbieter reagieren schneller, weil sie eigene Abteilungen dafür haben.

Kleinbetriebe, die das Rückgrat des Südtiroler Handwerks darstellen, kämpfen dagegen oft mit Ressourcenknappheit.

lvh-Präsident Martin Haller fasst diesen Punkt in einem Satz zusammen: „Für das Handwerk ist entscheidend, dass Investitionen nicht nur angekündigt, sondern so organisiert werden, dass regionale Betriebe zum Zug kommen.“

Es ist eine nüchterne, aber zentrale Feststellung. Investitionen wirken erst dort, wo sie in Aufträgen münden –und damit in Wertschöpfung, Beschäftigung, Ausbildung.

WOHNBAU – MIT FRAGEZEICHEN

Wohnraum bleibt das politische Dauerthema. Der Haushalt sieht Förderungen, zinsbegünstigte Darlehen und strukturelle Maßnahmen vor, um den angespannten Markt zu entschärfen. Für das Handwerk bedeutet dies grundsätzlich Rückenwind, denn jede Förderung bewegt Bauvorhaben – und Bauvorhaben sichern Arbeit. Doch auch hier entscheidet die Umsetzung über die Wirkung. Ob etwa die diskutierte Erleichterung der Immobiliensteuer (GIS) für Mitarbeiterwohnungen tatsächlich eine Entlastung bringt, hängt davon ab, ob Gemeinden die Kann-Bestimmung anwenden. Ohne klare Vorgaben bleibt das Instrument ein theoretisches – mit viel Potenzial.

KLEINE BETRIEBE, GROSSE LÜCKEN

Auffällig ist, was im Haushalt nicht vorkommt. Die Kleinstbetriebe – jene, die den Großteil der Südtiroler Wirtschaft tragen – erscheinen nur indirekt. Es gibt keine besondere steuerliche Entlastung, keine explizite Vereinfachung von Verfahren, keine branchenspezifischen Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerkslandschaft strategisch stärken könnten. Gerade vor dem Hintergrund von Arbeitskräftemangel, steigendem Kostendruck und zunehmender Bürokratie wäre hier ein Signal notwendig gewesen.

Ein Haushalt kann Schwerpunkte setzen – aber auch Lücken sichtbar machen.

Auch die Kritik anderer Wirtschaftsakteure zeigt: Es gibt Lücken. So vermisst etwa der Tourismus- und Handels-

sektor klare Impulse für seine Bereiche – ein Zeichen dafür, dass die Verteilung der Mittel zwar breit, aber nicht immer zielgenau wahrgenommen wird. Gewerkschaften wiederum monieren, dass die vorgesehenen Mittel zur Erneuerung der Kollektivverträge im öffentlichen Dienst nicht ausreichen.

EIN HAUSHALT MIT FUNDAMENT –UND ERWARTUNGEN

Südtirol präsentiert einen Haushalt, der Stabilität vermittelt und Zukunftsthemen adressiert. Das ist wichtig, gerade in einer Zeit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheiten. Doch ein Haushaltsplan erzählt immer auch davon, wie viel Gestaltungskraft politisch gewollt ist – und wo erwartet wird, dass andere mitdenken, mittragen, mitfinanzieren. Für das Südtiroler Handwerk bedeutet der Haushalt 2026 vor allem eines: Er öffnet Türen, aber er gibt nicht vor, wer hindurchgeht. Damit Chancen zu realen Aufträgen werden, braucht es transparente Vergaben, weniger Bürokratie und Kriterien, die lokale Wertschöpfung priorisieren. Das Handwerk wird deshalb weiter genau hinschauen –nicht misstrauisch, sondern aufmerksam. Denn am Ende entscheidet nicht der Haushaltplan über die Stärke unseres Landes, sondern seine Umsetzung im Alltag. Und dort, wo gebaut, repariert, gedämmt, erneuert und entwickelt wird, entsteht die Realität dieses Haushalts: Handgriff für Handgriff.

„2026 KÖNNEN WIR WIEDERUM AUF
EINEN SOLIDEN HAUSHALT BAUEN“
ARNO KOMPATSCHER, LANDESHAUPTMANN
Landeshauptmann Arno Kompatscher © Ivo Corrà

Reden wir drüber!

WENN GEMEINDEN UND HANDWERK INS GESPRÄCH KOMMEN, ENTSTEHT RAUM FÜR LÖSUNGEN, DIE LANGFRISTIG TRAGEN.

Wie kann das Handwerk aktiv zur Entwicklung Südtirols Gemeinden beitragen? Diese Frage stand im Zentrum zweier aktueller Treffen der lvh-Spitze mit der Politik –in Laas und in Eppan.

In Laas tauschten sich Bürgermeisterin Verena Tröger, lvh-Ortsobmann Konrad Blaas, Bezirksobmann Hermann Raffeiner Kerschbaumer, lvh-Direktor Walter Pöhl und Peter Ladurner vom lvh-Ortsausschuss über zentrale Zukunftsthemen aus.

Besonders wichtig: der Start des Gemeindeentwicklungsprogramms. Tröger lud das lokale Handwerk ausdrücklich ein, sich aktiv einzubringen – ein Signal für partnerschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsames Gestalten.

Auch in Eppan ging es um Weichenstellungen für einen starken Wirtschaftsstandort.

Beim Gespräch mit Bürgermeister Lorenz Ebner und Handwerks-Referent Martin Walcher standen faire Vergaben, Mobilität, die Rolle Eppans als unmittelbarer Nachbar von Bozen sowie die Vorbereitung der Veran-

staltung „Eppan produktiv“ im Fokus. Zudem sprach sich der lvh für die Weiterentwicklung des außerschulischen Lernorts Perdonig mit stärkerem Handwerksbezug aus.

HANDWERK IM ZUKUNFTSDIALOG

Beide Treffen zeigen: Das Handwerk ist kein Randsektor, sondern ein entscheidender Partner kommunaler Entwicklung. Wo Gemeinden und Betriebe gemeinsam denken, entstehen Lösungen, die regionalen Kreisläufen, Lebensqualität und wirtschaftlicher Stärke nützen.

Sicherheit ja – Bürokratie nein

ITALIEN VERSCHÄRFT DIE VORSCHRIFTEN FÜR ARBEITSSICHERHEIT. DAS ZIEL IST UNBESTRITTEN RICHTIG – DOCH IM SÜDTIROLER HANDWERK ZEIGT SICH SCHNELL, WO GUTE ABSICHTEN AN DER REALITÄT VORBEIGEHEN.

lvh-Präsident Martin Haller warnt, dass gesetzliche Neuerungen nur dann wirken, wenn sie „mit Augenmaß“ umgesetzt werden. Und genau daran fehlt es aus Sicht vieler Betriebe.

Herzstück der Neuerungen ist der elektronische Baustellenausweis mit Punkteführerschein – verpflichtend für alle, die auf Baustellen oder bei risikoreichen Tätigkeiten im Einsatz sind. Eine Lösung, die logisch klingt, aber in kleinen, familiengeführten Betrieben unverhältnismäßig viel Bürokratie erzeugt. lvh-Direktor Walter Pöhl betont: „Was für größere Unternehmen administrativ verkraftbar ist, wird für Kleinbetriebe schnell zur Belastung

– ohne erkennbaren Sicherheitsgewinn.“ Dazu kommt: Für mehrwöchige Baustellen mag der digitale Ausweis sinnvoll sein. Für kurze Einsätze – vom Abladen bis zur Reparatur – wirkt er eher wie ein bürokratischer Reflex als wie eine echte Schutzmaßnahme.

Positiv bewertet der Verband die geplante Ausweitung des Versicherungsschutzes sowie neue Aufklärungskampagnen zur Sicherheit an Schulen. Dass Sicherheitsbewusstsein früh beginnen muss, steht für das Handwerk außer Frage.

Die lvh-Position bleibt konsistent. Sicherheit soll gestärkt werden – nicht durch mehr Papier, sondern durch mehr Praxis.

Austausch in Laas © lvh.apa
Austausch in Eppan © lvh.apa

lvh befürwortet

Urban-Pass auf A22

LANDESREGIERUNG BESCHLIESST AUSWEITUNG DES URBAN-PASS ZWISCHEN BOZEN NORD/BOZEN SÜD UND AUER.

Der lvh begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Landesregierung, den Urban-Pass künftig auch auf den Abschnitt zwischen Bozen Nord/Bozen Süd und Auer auszudehnen.

Die Maßnahme kommt zum richtigen Zeitpunkt: Mit dem bevorstehenden Baustellenstart in der Zone Einstein in Bozen Süd sind deutliche Einschränkungen im Verkehrsfluss zu erwarten. In diesem Zusammenhang ist der Urban-Pass ein wirkungsvolles Entlastungsinstrument, das Pendlerinnen und Pendlern sowie Unternehmen die kostenlose Nutzung der Autobahn ermöglicht.

„Flüssige Verkehrswege sind für die Wirtschaft es-

senziell: Sie gewährleisten pünktliche Lieferungen, planbare Arbeitsabläufe und eine termingerechte Auftragserfüllung“, betont Hannes Mussak, Vizepräsident des lvh und lvh-Bezirksobmann von Bozen Stadt. Jede Verkehrsverzögerung wirkt sich direkt auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe aus.

Bereits die bestehende Regelung zwischen Bozen Nord und Bozen Süd hat gezeigt, dass der Verkehr durch die temporäre Mautbefreiung zu Stoßzeiten spürbar verbessert wurde. Die Ausweitung bis Auer ist daher ein logischer und notwendiger Schritt, um auch den südlichen Zugang zur Stadt zu entlasten.

Der lvh dankt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und der Autobahngesellschaft Brennerautobahn AG für die schnelle und pragmatische Umsetzung der Maßnahme.

Im Gespräch mit...

Dominik Oberstaller

Präsident Gemeindenverband

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und lokalem Handwerk weiter gestärkt werden?

Unser Ziel als Gemeindenverband ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Südtiroler Handwerk stärken.

Die Arbeitsprozesse sollen vereinfacht und bürokratische Hürden abgebaut werden. Dadurch werden lokale Handwerksbetriebe nachhaltig gestärkt.

Eine enge, kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem lvh ist dafür ein zentraler Schlüssel.

02

Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf bei lokalen Ausschreibungen und Standortentwicklung?

Großen Handlungsbedarf gibt es bei öffentlichen Ausschreibungen.

Diesem könnte man mit der der Abschaffung des Rotationsprinzips entgegenwirken.

Dieses Verfahren schränkt den Markt erheblich ein, da es den Wettbewerb begrenzt und eine faire Vergabe deutlich erschwert.

03

Wie können Gemeinden Handwerksbetriebe bürokratisch entlasten?

Prozesse sollten digitalisiert und vereinfacht werden, um Abläufe für Handwerksbetriebe effizienter zu gestalten.

Durch moderne, digitale Lösungen können Anträge und Ausschreibungen schneller bearbeitet werden, während gleichzeitig der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert wird.

Im Bild: Hannes Mussak © Harald Wisthaler

44 12|2025

HANDWERK & GESELLSCHAFT

ARBEIT ALLEIN BESTIMMT NICHT DAS LEBEN: Geselliges Beisammensein und gute Unterhaltung werden im Handwerk groß geschrieben.

50 Jahre METEK: Eleganz und Klarheit aus Erfahrung

MANCHMAL BEGINNT ZUKUNFT NICHT IM LABOR, SONDERN IN EINER GARAGE. BEI METEK WAR ES DIE VON HELMUT KOSTNER IN MARLING. FÜNFZIG JAHRE SPÄTER IST DARAUS EIN UNTERNEHMEN ENTSTANDEN, DAS FÜR PRÄZISION UND KLARE LINIEN STEHT.

Im Bild (v.l.n.r.):

Ewald Wiedenhofer, Wolfgang Passler und Georg Stampfer © METEK

Ewald Wiedenhofer bei der Laudatio auf 50 Jahre METEK © METEK

Auszeichnung langjähriger Mitarbeiter © METEK

Als Georg Stampfer METEK vor 15 Jahren übernimmt, ist vieles ungewiss. Doch genau dieses Ungewisse reizt ihn. Heute ist klar: Der Schritt hat sich gelohnt. METEK konzentriert sich auf drei Dinge – Fassaden, automatische Schiebetüren, Weinräume –und macht sie konsequent gut. Keine Breite, sondern Tiefe. Geschäftsführer Ewald Wiedenhofer beschreibt das Erfolgsprinzip so: „Eleganz entsteht aus Entscheidungen.“ Gemeint sind jene im Millimeterbereich: langlebige Materialien, Beratung auf Augenhöhe, Lösungen, die nicht lauter, sondern besser sein wollen.

Dafür steht auch der zweite Standort in Assling, Osttirol. Seit 25 Jahren produziert dort ein Team, das – so Wolfgang Passler, Geschäftsführer der Niederlassung – „echtes Handwerk lebt“. Nicht spektakulär, aber verlässlich. Und genau das ist die Basis für Wachstum: von 20 auf 65 Mitarbeitende in eineinhalb Jahrzehnten.

Das 50-Jahr-Jubiläum wurde dementsprechend gefeiert. Doch die eigentliche Botschaft liegt zwischen den Zeilen: Erfolg ist Glasarbeit. Transparent, präzise, und getragen von Menschen, die wissen, warum sie tun, was sie tun.

Über 60 Mitarbeitende aus Süd- und Osttirol feierten mit ihren Familien fünf Jahrzehnte METEK © METEK

50 Jahre Kager – Gewachsen aus Holz, geführt mit Haltung

EIN UNTERNEHMEN FEIERT NICHT NUR EIN JUBILÄUM – ES LEGT OFFEN, WIE BESTÄNDIGKEIT

ENTSTEHT: DURCH MUT, DURCH WANDEL UND DURCH MENSCHEN, DIE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN.

Die Tischlerei Kager begann 1975 in einer kleinen Mietwerkstatt in St. Pauls. Aus Fritz Kagers Arbeiten für Familie und Freunde entwickelte sich in fünf Jahrzehnten ein Familienunternehmen, das für Beständigkeit und Qualität steht. Heute führen seine Töchter Birgit und Petra den Betrieb weiter. Die Tischlerei ist zu einem modernen, von Frauen geführten Unternehmen mit 15 Mitarbeitenden geworden, das Holz nicht nur verarbeitet, sondern in individuelle Räume und Lösungen übersetzt.

EINE NEUE GENERATION ÜBERNIMMT

Die ersten Jahre waren geprägt von Handarbeit und Improvisation. Doch die Nachfrage wuchs schneller, als die Werkstatt Platz bot. 1983 übernahm die Familie eine größere Werkstätte in Girlan.

Ein Meilenstein folgte 1995: der Neubau im Pillhof in Frangart. Die heutige Firmenzentrale –großzügig, modern, funktional – markierte einen Wendepunkt.

1994 stieg Tochter Birgit in den Betrieb ein. Über die Jahre wurde aus Mitarbeit eine Richtung –und schließlich Geschäftsführung. 2004 folgte Schwester Petra. Sie übernahm das Sekretariat, später Buchhaltung und Marketing.

Die Feier zum 50-jährigen Bestehen versammelte einen großen Kreis aus Kundinnen und Kunden, Partnerbetrieben, früheren Mitarbeitenden, Freunden und Lieferanten.

Das Fest bot eine wunderbare Gelegenheit, Rückblicke zu genießen und gemeinsame Erlebnisse in entspannter Atmosphäre Revue passieren zu lassen, ganz im Zeichen der gepflegten Nostalgie.

Im Pillhof sieht man heute, was in fünf Jahrzehnten möglich ist, wenn ein Betrieb bereit ist, sich weiterzuentwickeln, ohne sich zu verlieren.

Die klare Entscheidung, Qualität über Quantität zu stellen, ein Familienbetrieb zu bleiben und Frauen in der Führung nicht nur zu erwähnen, sondern zu leben.

Fünf Jahrzehnte Entscheidungen, die heute wirken.

Im Bild (v.l.n.r.): Petra und Birgit Kager mit der lvh-Urkunde zum 50-jährigen Bestehen der Tischlerei Kager, übergeben von lvh-Funktionärin Heidi Felderer © Heidi Felderer

Eindruck der 50-Jahr-Feier © Elija Nitz Thaler

Im Bild (v.l.n.r.): Mutter Inge, Petra und Birgit Kager und Heidi Felderer © Elija Nitz Thaler
Der Firmengründer: Fritz Kager © Petra Kager

12|2025

IM BLICK

TRENDS: Marktneuheiten, Produktvorstellungen, Betriebsporträts, Public Relation, Werbung

„Wir sprechen Handwerk“

SÜDTIROLER HANDWERKSMARKETING, FELDTHURNS: MANUEL PERNTALER IST HANDWERKER UND FÜHRT NUN EINE MARKETINGAGENTUR, DIE SICH AUF DAS HANDWERK SPEZIALISIERT.

KONTAKT

Südtiroler Handwerksmarketing

St.Anton weg 2

39040 Feldthurns

Handy 328 4389407

www.suedtiroler-handwerksmarketing.com

Effiziente Lösungen für eine erfolgreiche Mitarbeiter- und Kundengewinnung im Handwerk –das verspricht Manuel Perntaler, Gründer einer Marketingagentur, die gezielt Handwerksbetriebe bei ihrer Kommunikation unterstützt.

Das Besondere dran: Manuel Perntaler ist selbst Handwerker. Mit einer klug entwickelten Werbelinie hat er seinen eigenen Betrieb erfolgreich am Markt positioniert und dadurch sowohl qualifizierte Mitarbeiter/-innen als auch die besten Kundinnen und Kunden gewinnen können. Jetzt will er sein Wissen und seine Erfahrung weitergeben Handwerksbetrieben helfen, ihre eigene Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.

PRAXISNAHE UND ZIELORIENTIERT

Viele Marketingberater/-innen kennen die tatsächlichen Bedürfnisse kleiner Handwerksbetriebe nicht immer genau, weil sie nie selbst im Handwerksalltag standen. Mit Manuel Perntaler ist eine praxisnahe und zielorientierte Strategieberatung gewährleistet. Gleichzeitig unterstützt er Betriebe bei der kontinuierlichen Pflege der Kommunikation, die viel Zeit erfordert – eine Ressource, die Handwerkerinnen und Handwerkern fehlt. Das Komplettpaket von Manuel Perntaler umfasst daher strategische Beratung, grafische Gestaltung inklusive Fotografie sowie die vollständige Umsetzung.

Verantwortliche und Unterstützer bei der Eröffnung des E-Charge-Ladeparks in Vahrn © Kostner

E-Charge-Ladepark jetzt auch in Vahrn

DAS SÜDTIROLER UNTERNEHMEN KOSTNER TREIBT DEN ELEKTROSCHWERVERKEHR WEITER VORAN.

Die kostner SERVICE STATIONS haben in Vahrn die zweite Megawatt-Ladestation des Landes eröffnet – ein wichtiger Schritt für eine moderne, emissionsfreie Logistik entlang der Brennerachse.

Die hochinnovative Anlage zählt zu den leistungsstärksten Europas. Sie kombiniert zwei CCS-Ladepunkte mit bis zu 600 kW sowie erstmals eine MCS-Ladestation mit bis zu 1000 kW, dem ab 2026 maßgeblichen internationalen Standard für E-Lkw. Dadurch können moderne E-Trucks mit Batteriekapazitäten von bis zu 600 kWh in nur 30 bis 40 Minuten Energie für mehrere hundert Kilometer aufnehmen. Die gesetzlich vorgeschriebene 45-Minuten-Pause reicht somit aus, um voll einsatzbereit weiterzufahren – ein zentraler Faktor für die Wirtschaftlichkeit im Gütertransport.

Ergänzt wird die neue Anlage durch den bereits bestehenden kostner E-CHARGE Ladepark mit 16 Ladeplätzen, Photovoltaikanlage und europaweit ausgezeichneter Infrastruktur. Nach der ersten Megawatt-Station in Bozen Süd baut Südtirol damit konsequent ein flächendeckendes Hochleistungsnetz für den elektrischen Fernverkehr auf und positioniert sich klar als Vorreiter in Norditalien.

ÜBER DIE KOSTNER GROUP 1947

Die kostner GROUP 1947 mit Sitz in Vahrn ist seit fast 80 Jahren im Energie-, Mobilitäts- und Entsorgungssektor tätig. Mit den kostner SERVICE STATIONS betreibt die Gruppe zehn Servicestationen in ganz Südtirol.

Manuel Perntaler © Michele Franciotta

Einfach und effizient

Mit Staatspreis ausgezeichnet, (v. l.) Luca, Georg und Werner Pletzer © Puls-air

PULS-AIR, NORDTIROL: DAS ZUSAMMENSPIEL AUS TECHNISCHER INNOVATION, JAHRZEHNTELANGER

FERTIGUNGSERFAHRUNG UND MESSBAREN VORTEILEN IN DER PRAXIS MACHT PULS ­ AIR ZU EINER

LANGFRISTIG TRAGFÄHIGEN LÖSUNG FÜR DIE HEIZUNG VON WERKHALLEN JEGLICHER ART.

Die Wärme bleibt bei Puls-air dort stabil, wo gearbeitet wird. © Puls-air

Einfachheit und Effizienz stehen im Zentrum des Heizsystems Puls-air, das sich seit Jahrzehnten als eines der innovativsten Hallenheizgeräte im deutschsprachigen Raum etabliert hat. Entwickelt im Tiroler Familienbetrieb in Going am Wilden Kaiser, kombiniert Puls-air technische Präzision mit einem aussergewöhnlich hohen Wirkungsgrad von bis zu 97 Prozent. Grundlage ist ein Verbrennungsprinzip, das ursprünglich aus der Luft- und Triebwerksforschung stammt und für den stationären Heizbetrieb adaptiert wurde. Dieser Technologietransfer war maßgeblich dafür verantwortlich, dass Puls-air als eines der wenigen gewerblichen Heizsysteme mit dem österreichischen Staatspreis für Innovation ausgezeichnet wurde.

PULSIERENDE VERBRENNUNG

Das Herzstück des Systems bildet die patentierte pulsierende Verbrennung: es entsteht eine schwingende Gassäule, die 62 Mal in der Sekunde die Richtung ändert. Durch diese Bewegung treffen Treibstoff- Frischluftmoleküle und Abgasmoleküle immer wieder aufeinander und es entstehen viele einzelne kleine Explosionen, durch welche eine enorme Wärme entsteht. Auf diese Weise erreicht das Gerät Energieausbeuten, die für andere Heizlösungen unerreichbar sind. Besonders wirksam wird die Technologie durch den Funktionsansatz auf Bodenniveau: Die Wärme entsteht genau dort, wo gearbeitet wird. Die Luft steigt langsam auf, verteilt sich gleichmäßig im Raum, kühlt kontrolliert ab und zirkuliert anschließend wieder nach unten. Dadurch entstehen weder Hitzestau unter dem Hallendach noch kalte Arbeitsbereiche. Viele Anwender berichten in der Praxis von Heizkosteneinsparungen bis zu 50 Prozent.

Auch ökologische und betriebliche Faktoren sprechen für das System. Die Emissionswerte liegen mit 25–30 ppm NOX, 2–5 ppm CO und einer Rußzahl von 00 deutlich unter typischen Vergleichswerten. Der Betriebsgeräuschpegel von rund 57 dB ist angenehm niedrig und sorgt selbst in lärmsensiblen Werkstätten für ein ruhiges Arbeitsumfeld. Hinzu kommt die unkomplizierte Inbetriebnahme: Pulsair benötigt keinen klassischen Kamin, sondern lediglich eine 35-mm-Edelstahlleitung ins Freie. Das Gerät wird positioniert, an eine 230-V-Stromquelle angeschlossen und ist sofort einsatzbereit. Ein externer Heizöltank kann bei Bedarf angebunden werden. Einzelgeräte beheizen Räume bis etwa 1800 Kubikmeter, größere Hallen lassen sich modular ausstatten.

PULS-AIR BEGEISTERT IN SÜDTIROL

In Südtirol bestätigen zahlreiche Anwender die Leistungsfähigkeit des Systems. Die Kfz-Werkstatt Etschside schätzt vor allem die schnelle Wärmeverteilung auf Arbeitsebene. In einem Umfeld, in dem Tore häufig geöffnet werden müssen und Temperaturverluste unvermeidlich scheinen, bleibt die Werkstatt dank Puls-air dennoch gleichmäßig warm. Die Verantwortlichen berichten, dass sich die Arbeit im Winter spürbar angenehmer gestaltet und der Energieverbrauch deutlich gesunken ist. Auch Black Mechanix, ein Betrieb mit großer Werkstattflächen, verweist auf ähnliche Erfahrungen. Besonders hervorgehoben wird die gleichmäßige Luftzirkulation ohne Hitzestau unter der Hallendecke. Während herkömmliche Heizsysteme oft viel Energie verlieren, weil die warme Luft nach oben entweicht, bleibt die Temperatur bei Puls-air stabil dort, wo gearbeitet wird.

Niedrigere Betriebskosten, bessere Raumatmosphäre © Puls-air

KONTAKT

Puls-air GmbH

Ing. Werner Pletzer Innsbrucker Straße 10 A-6353 Going am Wilden Kaiser info@pulsair.net www.pulsair.net

Tel.+ 43 5358 3600

HANSI PICHLER

PRÄSIDENT VON IDM SÜDTIROL

DIE SÜDTIROL ­ MARKE IST TEIL UNSERER GESCHICHTE UND UNSERER ZUKUNFT. SIE STÄRKT ALLE SÜDTIROLER/­ INNEN.

Herr Pichler, Sie selber sind Touristiker, waren aber immer bemüht, die Marke breiter aufzustellen… Als wir vor zwei Jahrzehnten begonnen haben, die Marke Südtirol aufzubauen, ging es darum, unserem Land ein gemeinsames Dach zu geben, um es international bekannt, begehrt und erkennbar zu machen. Heute können wir mit Stolz sagen: Südtirol ist zu einer starken Destinationsmarke und zu einer Dachmarke für Lebensmittel geworden, und auf dem besten Weg, eine Standortmarke zu werden: eine starke Regionenmarke in Europa.

Was ist das besondere an der Südtirol-Marke? Sie steht für Qualität, Herkunft, Verantwortung – und für das, was wir gemeinsam schaffen. Diese Marke ist das Ergebnis von Zusammenarbeit: Zwischen Betrieben und Produzenten, Destinationen und Sektoren, dem Land Südtirol und der Privatwirtschaft. Sie ist Ausdruck der Haltung, dass man gemeinsam stärker ist.

Hat die Marke Südtirol noch Potenzial in Südtirol selbst, bei den Einheimischen in punkto Akzeptanz? Ja, sicher. Es ist Aufgabe der IDM Südtirol, der Partner und Anwender, diese Dynamik und die Entwicklung der Marke zu begleiten. In diesem Sinne wollen wir weiterhin Brücken bauen – zwischen allen Südtirolerinnen und Südtirolern und unserer Heimat, zwischen Tradition und Innovation, zwischen Geschichte und Zukunft.

Südtirol-Marke,

Chance für Holzbetriebe

IDM SÜDTIROL: DIE REGIONALE WERTSCHÖPFUNG STÄRKEN UND SICHTBAR MACHEN, WOFÜR SÜDTIROLS HOLZHANDWERK STEHT.

Die Tischlerei Rauchenbichler gehört zu den ersten holzverarbeitenden Betrieben, die die Südtirol-Marke der IDM Südtirol tragen dürfen. Diese Regionalmarke verfolgt das Ziel, die Qualität, Authentizität und regionale Wertschöpfung des Südtiroler Holzsektors sichtbar zu machen. Sie steht für verlässliche Herkunft, nachhaltige Materialauswahl, präzises Handwerk, klare Formensprache und ein durchdachtes Zusammenspiel von Funktionalität und Design. Betriebe, die diese Auszeichnung erhalten, müssen strenge Kriterien erfüllen – und zugleich jene Werte leben, die das Südtiroler Holzhandwerk seit Generationen prägen. Die Geschichte der Tischlerei Rauchenbichler zeigt exemplarisch, wie genau diese Werte in einem traditionellen Familienbetrieb verwurzelt sind.

FORTSCHRITT HAT TRADITION

Der Ursprung des Unternehmens reicht in eine Zeit zurück, in der Handwerk nicht nur Beruf, sondern Lebensnotwendigkeit war. Franz Rauchenbichler, 1889 geboren, hielt seine Familie mit kunstvoll gefertigten Möbeln und Haustüren sogar durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs über Wasser. Sein Anspruch an Qualität, Materialbewusstsein und handwerkliche Sorgfalt legte den Grundstein für jene Prinzipien, die heute zentrale Kriterien der Südtirol-Marke darstellen: regionale Verankerung, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und ein hoher Anspruch an Beständigkeit.

VORTEILE FÜR HOLZBETRIEBE DURCH DIE SÜDTIROL-MARKE

> Starke Positionierung und Sichtbarkeit

> Vertrauens- und Imagegewinn

> Zugang zu gemeinsamen Marketingund Kommunikationsplattformen

> Differenzierung im Wettbewerb

> Mitgestaltung des zukünftigen Wirtschaftsprofils Südtirols

Südtirol-Marke: Ein treuer Wegbegleiter © Adobe Stock

INFO & KONTAKTE

IDM Südtirol

Brand Management

Evelyn Pfeifer

Tel: 0471 094 251

brandmanagement@idm-suedtirol.com www.marke-suedtirol.it

lvh.apa

Abteilung Innovation und neue Märkte Tel. 0471 323 245 / 253 innovation@lvh.it

Hansi Pichler
IDM Südtirol

Tischlerei Rauchenbichler: "Unsere Produkte vermitteln ein Lebensgefühl". © Andergassen

DER WILLE ZUM VERTRAUEN

Mit Hermann Rauchenbichler, der 1948 den Betrieb gründete, begann eine Phase des Wiederaufbaus. Sie war geprägt von Bodenständigkeit, Zuverlässigkeit und dem Willen, durch präzise Arbeit Vertrauen zu schaffen. Diese Haltung prägt bis heute die Zertifizierungskriterien der Südtirol-Marke, die auf Transparenz, Verlässlichkeit und nachweisbarer Qualität basieren. Hermann blieb dem Betrieb bis 2007 verbunden und lebte vor, was die Marke fordert: klare Prozesse, handwerkliche Tiefe und eine stabile Verbindung von Tradition und Moderne. Als ab 1982 Karl Rudolf die Werkstatt im Ahrntal übernahm, kamen weitere Elemente hinzu, die für die Südtirol-Marke im Holzsektor essenziell sind: Investitionen in technische Weiterentwicklung, kontinuierliche Qualitätssteigerung und die Fähigkeit, das Handwerk zukunftsfähig zu gestalten. Der Ausbau der Werkstätten, und die Modernisierung der Maschinen waren Meilensteine, die zeigten, wie Qualitätsbewusstsein mit Innovationsbereitschaft verschmilzt – ein Kernprinzip der heutigen Markenauszeichnung. Mit Martin Rauchenbichler, der 2010 als vierte Generation die Führung übernahm, wurde dieser Weg konsequent weitergeführt. Nach seiner Meisterprüfung mit Auszeichnung setzte er verstärkt auf Designkompetenz, feinste Verarbeitung und technische Präzision. Er verbindet das handwerkliche Erbe seiner Vorfahren mit aktuellem Know-how und einem klaren Bekenntnis zu nachhaltigen Materialien und hochwertigen regionalen Wertschöpfungsketten – Werte, die die Südtirol-Marke nicht nur einfordert, sondern aktiv stärkt.

MEISTERTISCHLEREI RAUCHENBICHLER

ÜBER DIE BEDEUTUNG DER SÜDTIROL ­

MARKE HABEN WIR MIT EINER DER ERSTEN TISCHLEREIEN GESPROCHEN, DIE SIE ERLANGT HAT.

Welche Bedeutung hat die Marke Südtirol für Sie?

Die Marke Südtirol steht für Qualität und Regionalität –genau das was wir in unserer Tischlerei täglich leben. Sie zeigt, dass wir hier verwurzelt sind und diese Werte nach außen tragen. Sie vermittelt Vertrauen.

Was erwarten Sie von der Nutzung der Marke?

Wir hoffen, damit noch klarer zeigen zu können, wofür wir stehen und neue Kundengruppen zu erreichen, die bewusst nach lokalen und nachhaltigen Produkten suchen. Außerdem sehen wir die Marke als Chance, von der Bekanntheit Südtirols zu profitieren.

Wie verwenden Sie in Ihrem Unternehmen die Marke Südtirol?

Hauptsächlich in der Kommunikation, auf unserer Website und über Social Media. Des Weiteren werden wir diese auch bei der Beschriftung unserer Firmenhalle und auf den Firmenautos verwenden. Kurz gesagt: überall dort, wo wir zeigen möchten, wo wir herkommen und wie wir arbeiten.

Die Marke Südtirol steht für uns für.... … starke Wurzeln, echtes Handwerk aus dem Ahrntal, Qualitätsgarantie durch die duale Ausbildung unseres Nachwuchses, Verantwortung für sichere Arbeitsplätze und für ein Lebensgefühl, das man in unseren Produkten spürt.

DIE BETRIEBE AUS DER HOLZBRANCHE MIT DER SÜDTIROL-MARKE

> Rubner Türen

> Ligna Construc

> Aster

> X Timber

> Damiani-Holz & Ko

> Karl Pedross

> Tischlerei Gruber (Gruber Türen)

> Prast

> Barth Innenausbau

> Intura / Martin Spechtenhauser

> SH (Südtirol Haus)

> Pitschl

> Lobis Böden

> Tischlerei Gasser

> Höller

> Tischlerei Leitner Egon

> Rier Holz

> Tischlerei Malfertheiner

> Sarner Holz

> Holzbau Lechner

> Tischlerei Nagà

> Tischlerei Rauchenbichler

> Holzius

> Tischlerei Tammerle

Martin (l.) und Karl Rudolf Rauchenbichler © Andergassen

KONTAKT

IDM Südtirol

Schlachthofstraße 73 39100 Bozen business.services@ idm-suedtirol.com www.idm-suedtirol.com/ dienstleistungen

Was macht Unternehmen fit für die Zukunft?

IDM SÜDTIROL: VOR ALLEM HANDWERKSBETRIEBE UND KLEINE UNTERNEHMEN STEHEN HEUTE VOR DER HERAUSFORDERUNG, IHRE STÄRKEN ZU BEWAHREN UND GLEICHZEITIG NEUE CHANCEN ZU NUTZEN.

Erfolg in der Zukunft ist kein Selbstläufer. Um den Wandel zu meistern, braucht es gute Marktkenntnisse, eine klare Ausrichtung und den Mut, neue Wege zu gehen. Fünf zentrale Erfolgsfaktoren zeigen, worauf es ankommt.

MARKTTRENDS ERKENNEN UND IDEEN PRÜFEN

Bevor ein Produkt entsteht, braucht es Klarheit: Welche Bedürfnisse gibt es? Welche Trends wirken auf meinen Markt? Nur wer sein Geschäftsmodell ganzheitlich betrachtet, kann Risiken minimieren und Chancen gezielt nutzen.

STRATEGISCH AM

MARKT POSITIONIEREN

Eine gute Idee trägt nur dann, wenn sie auch den richtigen Platz am Markt findet. Dazu gehören ein klar definierter Nutzen, ein stimmiges Geschäftsmodell und die passenden Partner.

DIGITALISIERUNG NUTZEN

Digitalisierung ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein echter Wettbewerbsfaktor. Eine attraktive Internetpräsenz, digitale Vertriebska-

Mobilität neu denken

näle und optimierte interne Prozesse machen Betriebe effizienter.

NACHHALTIG DENKEN

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten ökologische, ökonomische und soziale Aspekte fest in die Unternehmenspraxis integriert werden. Nachhaltiges Handeln stärkt langfristig Stabilität und Vertrauen.

ÜBER GRENZEN HINAUS WACHSEN

Wer neue Märkte prüft und verantwortungsvoll expandiert, setzt auf klare Exportstrategien, internationale Vorschriften und verlässliche Geschäftspartner. All diese Schritte müssen Unternehmen nicht allein gehen: IDM Südtirol begleitet Betriebe und macht sie stark für die Zukunft!

IDM Südtirol –Partner für Unternehmen, die weiterdenken.

© IDM Südtirol

PLATTFORM LAND: AUF DER HERBSTTAGUNG DER PLATTFORM LAND IN PFLANZEN HABEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGER NACH ANTWORTEN GESUCHT, WIE DER LÄNDLICHE RAUM AUCH IN ZUKUNFT LEBENDIG UND NACHHALTIG ERREICHBAR BLEIBT.

Mobilität ist mehr als Verkehr. Sie ist Lebensqualität, Klimaschutz, Standortfaktor und Gerechtigkeitsfrage zugleich. Sie bestimmt, wie wir unseren Alltag gestalten, ob wir zur Arbeit, in die Schule oder in den Urlaub kommen – und sie prägt die Lebensqualität in unseren Dörfern und Städten gleichermaßen. Gerade im ländlichen Raum stellt uns Mobilität vor besondere Fragen: Wie bleiben wir flexibel und gleichzeitig nachhaltig? Welche Lösungen gibt es, damit alle Menschen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Wohnort – mobil bleiben können?

KONTAKT

Plattform Land www. plattformland.org

Für Ihre gezielte Werbung im Neuen Jahr 2026

Klare Schwerpunkte, starke Aufmerksamkeit: die Rubrik THEMEN IN BEWEGUNG präsentiert 2026 wieder jene Inhalte, die für Handwerk, Dienstleister und Zulieferer am wichtigsten sind. Jede Ausgabe fokussiert auf ein präzises Thema – ideal, um Ihre Produkte und Lösungen sichtbar und wirksam zu platzieren. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Zielgruppe genau dort zu erreichen, wo Entscheidungen getroffen werden.

ENERGETISCHE SANIERUNG & KLIMAHOUSE

Start ins neue Jahr mit dem relevanten

Branchenevent und starken Förderthemen

FÜR- UND VORSORGE IM HANDWERK

Sicherheits- und Vorsorgethema mit hoher Relevanz bei den neuen Regelungen

DIE VIER ELEMENTE & DAS HANDWERK

Erde, Wasser, Luft, Feuer: eine Inspiration für das Handwerk auch heute

DIGITALISIERUNG BLEIBT TREND

Viele Firmen planen neue Tools vor Sommerbeginn

SICHERES ARBEITEN AM DACH

Sommer ist Hochsaison für Zimmerer, Dachdecker, Spengler

INNENDESIGN

Innenausbau, Bäder, Möbel, Raumausstattung im Fokus

DIE RICHTIGE VERSICHERUNG

Versicherungsabschlüsse genau angeschaut

ENERGIEKOSTEN SPAREN

Passend vor der Heizsaison achten wir auf die Energiekostenentwicklung

DRIVE TEST FÜR VAN UND TRANSPORTER

Zeit für Fahrzeugpräsentationen und Testfahrten

LEBENSMITTELBRANCHE & KÜCHENCHEFS

Für das Weihnachtsgeschäft viele Investitionen in Ausstattung und Präsentation

FINANZIERUNG FÜR BETRIEBE

Budgetfinalisierung und Vorbereitung auf 2027. Ideal, um Investitionen für das neue Jahr zu planen.

Jetzt vormerken. Frühzeitig Platz sichern. Kontaktieren Sie uns für Ihre Planung 2026.

manufakt@lvh.it

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