81. Jahrgang
www.lvh.it
01 2026
I. R.– Poste Italiane SpA | Spedizione in Abbonamento Postale D. L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 no 46) | art.1, comma 1 CNS Bolzano Tassa Pagata – Taxe Percue | mensile, edizione nr° 03
manufakt Die Fachzeitschrift für die Südtiroler Generation Handwerk +
NEUER NAME FÜR DIE SENIORENGRUPPE
Seniorenbeirat Bozen
INHALT
ROBERT EGGER WURDE IN DEN BOZNER SENIORENBEIRAT BERUFEN
Liebe Leserin, lieber Leser,
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Mit großer Wertschätzung für Ihre stetige Unterstützung möchten wir Sie mit dieser Zeitschrift über Entwicklungen im Handwerk, wichtige Termine und gesellschaftliche Themen informieren. Unser Leitmotiv für das kommende Jahr lautet: „Senioren im Handwerk – Wissen, das bleibt.“ Auch 2026 werden wir wieder besondere Projekte und schöne Reisen gestalten. Vom Fest der Hoffnung zu Weihnachten nehmen wir ein Stück Zuversicht und Frieden mit ins neue Jahr und starten mit Leidenschaft erneut durch. Ich wünsche Ihnen allen ein wunderschönes und erfolgreiches neues Jahr 2026.
01|2026
Johann Zöggeler Landesobmann
Inhalt 03
NEWS Generation Handwerk+
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BADEURLAUB ...diesmal auf Sardinien
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ES STELLT SICH VOR Oswald Erlacher Vizebezirksobmann Unterpustertal
Layout: Longo AG Druck: Lanarepro
Mit klarer Stimme und viel Herz für die Gemeinschaft: Als Vizeobmann der Generation Handwerk+ bringt Egger nicht nur jahrzehntelange Erfahrung aus dem Handwerk mit, sondern auch ein feines Gespür dafür, was Menschen bewegt und verbindet. Für ihn steht fest: Alter bedeutet nicht Rückzug, sondern Mitgestaltung. Diese Haltung will er nun auch in der Stadtpolitik verankern. Die erste Sitzung des neuen Beirats setzte den Ton für die Zukunft: Austausch, Mitbestimmung, Respekt – und vor allem das Versprechen, aktiv zuzuhören. Egger und seine Mitstreiter/innen wollen sich dafür einsetzen, dass Senior/innen in Bozen nicht nur repräsentiert, sondern ernst genommen und eingebunden werden. Für viele ist seine Ernennung mehr als symbolisch: Ein erfahrener Handwerker, der seine Stimme einer Generation gibt, die mitten im Leben steht und befürwortet, dass Erfahrung und Engagement auch im Alter ihre Resonanz finden. Ein neues Kapitel – für Bozen, für die Generation Handwerk+ und für Robert Egger selbst.
Stimmen der Generation Handwerk+ ANMERKUNGEN, KRITIK UND WÜNSCHE DER GENERATION HANDWERK PLUS ZUM ALTHANDWERKER-FEST 2025. Andreas Tscholl | Bezirksobmann Burggrafenamt „Die Stimmung war gut, aber die Raumakustik und die Akustikanlage müssen beim nächsten Althandwerker-Fest deutlich verbessert werden – sonst geht zu viel von dem verloren, was gesagt und gewürdigt werden soll.“ Otto Kager | Bezirksobmann Bozen Land „Der Aperitif kam deutlich zu spät, die hygienischen Anlagen waren zu wenige. Auch die Beschallung war sehr schlecht, was sich sehr negativ auf die Ehrungen ausgewirkt hat.“
NEWS - GENERATION HANDWERK+
Aus „Alt“ wird „Plus“! IM JAHR 2026 HEISST DIE BISHERIGE GRUPPE DER „ALTHANDWERKER/INNEN“ IM LVH KÜNFTIG „GENERATION HANDWERK+“ – EIN SCHRITT, DER VIEL MEHR SIGNALISIERT ALS NUR EINEN NEUEN NAMEN. Wenn das Handwerk umbenannt wird, dann nicht aus Eitelkeit, sondern aus Haltung. Genau das geschieht jetzt im lvh: Die bisherige Gruppe der Althandwerker/innen tritt ab 2026 unter einem neuen Namen auf – Generation Handwerk+. Und plötzlich passt alles viel besser zu dem, was diese Menschen wirklich sind: aktiv, engagiert, neugierig, mitten im Leben. Nicht „alt“ – sondern voller Erfahrung, voller Herz, voller Plus. Landesobmann Johann Zöggeler bringt es mit feinem Understatement auf den Punkt: „Im Jahr 2026 gehen wir mit einem neuen Namen: ‚Generation Handwerk+‘ ins Rennen. Es ist sicher eine Umstellung, aber das Wort ‚Alt‘ war nicht mehr erwünscht und nicht mehr zeitgemäß.“ Diese Veränderung ist mehr als Kosmetik. Sie ist das Ergebnis eines Gefühls, das viele teilen: Mit 65+ beginnt heute kein Ausklang, sondern ein neuer Aufbruch. Menschen sind gesünder, aktiver und gestaltungsfreudiger als je zuvor. Und genau diese Lebendigkeit findet nun endlich ihren Platz im Namen. Die „Generation Handwerk+“ steht für Menschen, die ihr Leben lang angepackt haben – und es weiterhin tun. Für diejenigen, die frühmorgens als Erste in der Werkstatt standen, Lehrlinge begleitet haben, Betriebe aufgebaut, Familien durch Herausforderungen geführt und Generationen geprägt haben. Und die heute neue Wege gehen: Reisen, Singen, Kultur erleben, Weiterbildung, soziale Projekte – und natürlich das Weitergeben ihres Wissens an die nächste Handwerksgeneration. Der neue Name zeigt diese Haltung ganz selbstverständlich: Das Plus steht für das Mehr, das diese Menschen mitbringen. Mehr Erfahrung. Mehr Lebensfreude. Mehr Gemeinschaft. manufakt senior
Auch innerhalb des lvh hat dieser Schritt viel bewegt. Die Gruppe selbst hat intensiv darüber gesprochen, diskutiert, abgewogen – und schließlich mutig entschieden. Ein Modernisierungsschritt, der zeigt: Wer ein Leben lang am Puls der Zeit gearbeitet hat, verliert das nicht mit dem Pensionsantritt. Zöggeler findet dafür die richtigen Worte: „Ein großes Dankeschön an alle, die die Seniorengruppen mit Wort und Tat bei dieser Umstellung unterstützt haben.“ Denn hinter einem neuen Namen steht immer auch ein Team – engagierte Ausschussmitglieder, Organisator/innen, Begleiter/innen und unzählige Ehrenamtliche, die Begegnungen, Reisen und Veranstaltungen erst möglich machen. Die „Generation Handwerk+“ beginnt damit eine neue Ära: stilvoll, selbstbewusst und mit viel Herz. Ein Name, der verbindet, wertschätzt und stärkt. Ein Name, der zeigt: Erfahrung ist keine Vergangenheit, sie ist Zukunft – ganz einfach mit einem Plus.
3 01|2026
BADEURLAUB SARDINIEN
Sardinien, Sonne und ein stiller Abschied MANCHE REISEN SCHENKEN SONNE, ANDERE SCHENKEN NÄHE – UND MANCHMAL SCHENKT EINE REISE BEIDES, WENN AUCH AUF UNERWARTETE, ZUTIEFST BEWEGENDE WEISE.
4 01|2026
Es war als unbeschwerter Badeurlaub geplant: zehn Tage Sardinien, türkisfarbenes Meer, mediterrane Küche und ein Clubhotel, das mit seinem weitläufigen Park und der Eleganz des Marina Beach alle Erwartungen übertraf. Doch die Reise der 37 Südtiroler Seniorinnen und Senioren zur „Festa Nazionale del Socio 2025“ wurde zu weit mehr als einem sonnigen Ausflug – sie wurde eine Reise, die tief berührte. Über 900 pensionierte Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Italien kamen in Orosei zusammen, um Lebensfreude, Erholung und das Miteinander einer starken Gemeinschaft zu feiern. Und tatsächlich: Schon die ersten Stunden fühlten sich nach Sommerpostkarte an – warme Brise, sardische Herzlichkeit, ein Gefühl von „Wir sind angekommen“. Doch dann geschah das Unfassbare: Am Strand verstarb völlig unerwartet Robert Pellegrini, ein geschätztes Mitglied der Südtiroler Delegation. Ein Moment, der die fröhliche Leichtigkeit jäh unterbrach und die Reisegruppe in tiefe Betroffenheit versetzte. „Es war ein Schock, der uns alle tief getroffen Die Reisegruppe auf Sardinien © lvh.apa
hat“, sagt Gruppenleiter Angelo Angerami, der in dieser schweren Situation bemerkenswerte Ruhe, Empathie und Stärke bewies. „Aber wir haben erlebt, wie viel Mitgefühl in unserer Gemeinschaft steckt – und wie sehr wir auch in dunklen Momenten füreinander da sind.“ Und genau das geschah: Sardinien wurde für die Gruppe zum Ort der stillen Gespräche, der gemeinsamen Spaziergänge und der gegenseitigen Stütze. Die Trauer wurde getragen – und gleichzeitig war Raum für all das Schöne, das diese Insel zu bieten hat. Die Althandwerker/innen reisten in die Barbagia, tauchten ein in Musik, Kultur und die uralte Handwerkskunst des sardischen Hinterlandes. Die Freude war leiser – aber sie war da. Am Ende dieser besonderen Reise wurde klar: Diese Tage auf Sardinien erzählten von Zusammenhalt, von Freundschaft und von einer Gemeinschaft, die auch im Schmerz ihre Stärke findet. Ein herzlicher Dank gilt ANAP, ArtQuick, Primus und Angelo Angerami – für Organisation, Feingefühl und die Fähigkeit, selbst schwere Momente in würdige Erinnerungen zu verwandeln.
TÖRGGELEN
Törggelen mit Tradition und Ton – Ein Abend, der bleibt
WENN DER LANDESAUSSCHUSS FEIERT, WIRD AUS EINEM HERBSTTAG EIN KLEINES GESELLSCHAFTSEREIGNIS UND EIN ABEND VOLLER NÄHE, TRADITION UND GEMEINSCHAFT.
5 01|2026
Die Gruppe beim Törggelen © lvh.apa
Es gibt Orte, die wirken wie aus der Zeit gefallen – und einer davon ist der Buschenschank Grafhof. Seit 1596 im Besitz der Familie Staffler, liegt er nur wenige Minuten von Bozen entfernt und doch in einer Welt, in der Kastanien knistern, Wein duftet und die Zeit ein bisschen langsamer vergeht. Genau hier traf sich der Landesausschuss zum traditionellen Törggelen – und verwandelte einen Oktoberabend in ein kleines Fest der besonderen Art. Schon beim Ankommen spürte man die Stimmung: warm, herzlich, vertraut. Und für den Ausschuss war es eine besondere Ehre, zwei prominente Gäste zu begrüßen – lvh-Präsident Martin Haller und lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, die den Abend mit viel Nähe und Wertschätzung begleiteten. Doch damit nicht genug: Die Sängergruppe der Generation Handwerk+ sorgte für musikalische manufakt senior
Die Singgruppe der Generation Handwerk+ mit Landesobmann Johann Zöggeler (1. v.l.) © lvh.apa
Gänsehautmomente. Zwischen traditionellen Liedern, humorvollen Zwischentönen und dem sanften Klang mehrstimmiger Harmonien entstand eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Volkskultur und feinster Geselligkeit schwebte. Es wurde gelacht, erzählt, erinnert – und natürlich genossen. Törggelen, wie man es kennt: herzhaft, bodenständig, voller Geschichten. Aber dieser Abend war mehr als ein Brauch. Er war ein Zeichen dafür, wie stark Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen zusammenkommen, die im Alltag Verantwortung tragen – und sich dennoch die Zeit nehmen, miteinander zu feiern. Ein Abend, der bleibt. Nicht wegen der Kastanien. Nicht wegen des Weins. Sondern wegen der Menschen, die ihn geteilt haben.
BEZIRKE
Wir stellen vor
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OSWALD ERLACHER Vizebezirksobmann Unterpustertal
Wie leben Sie den dritten Lebensabschnitt? Bei uns in Südtirol kann man das ganze Jahr schöne Wanderungen unternehmen. Im Sommer mache ich einige Touren mit dem E-Bike, geniesse auch die Fahrten mit dem Oldtimer und bei schlechtem Wetter ist immer daran was zu basteln und zu pflegen. Langweilig war es bis jetzt noch nie, ich bin sehr zufrieden. Was hat Sie dazu bewogen, sich in der Gruppe zu engagieren? Der Beruf als Handwerker bzw. Bau- und Maschinenschlosser war meine Leidenschaft. Die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft war mir immer ein Anliege, so war ich auch mehrere Jahre im lvh-Ortsausschuss tätig. Im Jahr 2023 wurde ich für die Gruppe der Generation Handwerk+ als Unterpustertaler Bezirksobmann Stellvertreter gewählt. Diese Tätigkeit macht mir weiterhin viel Freude.
01|2026
Ein Herbsttag, der im Herzen bleibt TÖRGGELEN IM EISACKTAL: DIE HANDWERKERINNEN UND HANDWERKER DER GENERATION HANDWERK+ AUS DEM UNTERPUSTERTAL UND GADERTAL TRAFEN SICH – WIE JEDES JAHR – ZU IHREM TRADITIONELLEN HERBSTAUSFLUG. Beim traditionellen Herbstausflug der Generation Handwerk+ aus dem Unterpustertal und Gadertal zeigte sich das Wetter von seiner strahlendsten Seite: Sonnenschein, klare Luft, goldene Hänge. Der gemeinsame Weg führte die 49 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Unterfinserhof in Lajen – ein Ort, an dem Südtiroler Tradition nicht erzählt, sondern gelebt wird. In der warm getäfelten Bauernstube wartete ein Törggele-Menü, das kaum herbstlicher hätte sein können: würzige Hauswurst, kräftige Schlachtplatte, frisch geröstete Kastanien, süße Krapfen und der neue Wein, dessen Farbe schon vom nächsten Jahr träumen ließ. Es wurde gelacht, erinnert, erzählt und angestoßen. Kleine Gesten der Freundschaft, große Freude über das Wiedersehen, Geschichten, die man nur in dieser Runde erzählt. Und immer wieder dieses Gefühl: Hier
gehört man dazu. Zum Abschied war klar: Der nächste Ausflug darf gerne bald kommen – gesund, zahlreich und mit genauso viel Herz wie diesmal. Die Gruppe bei ihrem Herbstausflug © Generation Handwerk+ Unterpustertal
BEZIRKE
Ein Ausflug voller Geschichten DIE SENIORINNEN UND SENIOREN DER BEZIRKE BRIXEN UND KLAUSEN MACHTEN SICH ZU EINEM BESONDEREN AUSFLUG INS PUSTERTAL AUF – UND VERWANDELTEN IHN IN EIN KLEINES FEST DER GEMEINSCHAFT.
Der Festwagen beim Umzug in Klausen © Franz Torggler
Es war ein Ausflug wie aus einem Bilderbuch: In Dietenheim tauchten die Althandwerker im Volkskundemuseum in vergangene Lebenswelten ein – vertraut, berührend, fast magisch. Anschließend führte die Reise hinauf nach Amaten, wo ein Mittagessen mit Blick über Bruneck zu einem warmen Miteinander wurde, voller Geschichten, Lachen und leiser Erinnerungen. Zurück fuhren alle erfüllt – doch der Höhepunkt folgte in Klausen: Beim Gassltörggelen präsentierten die Seniorinnen und Senioren der Generation Handwerk+ mit einem liebevoll geschmückten Wagen, wie lebendig Tradition heute sein kann. Ein Tag, zwei Orte, ein Gefühl: Gemeinschaft, die man spürt.
Genuss und Gemeinschaftssinn erleben WENN DIE GENERATION HANDWERK+ DES BURGGRAFENAMTS AUF REISEN GEHT, DANN WIRD DARAUS KEIN GEWÖHNLICHER AUSFLUG – SONDERN EIN TAG, DER SICH ANFÜHLT WIE EIN KLEINER FEIERTAG. 50 gelaunte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Herbstausflugs der Generation Handwerk+ aus dem Burggrafenamt tauchten in Salurn in die Welt der traditionsreichen Lederhosen-Manufaktur Pernter ein – mit Weißwein, Häppchen und Geschichten aus vier Generationen echter Handwerkskunst. Danach verwandelte Karl Kosta, mit seiner Dorfführung den Ort in eine Bühne voller Humor und lebendiger Anekdoten. Beim anschließenden Mittagessen in einem historischen Weinkeller in Kaltern wurde geschlemmt, gelacht und gespielt. Ein Tag voller Wärme, Gemeinschaft und guter Geschichten – und ein großes Dankeschön an den Ausschuss, der dieses Erlebnis möglich machte. manufakt senior
Die Gruppe in Salurn © Generation Handwerk+ Burggrafenamt
7 01|2026
Reisen 2026
PRIMUS TOURISTIK OHG Luis-Zuegg-Str. 4/8 - 39100 Bozen www.primus.bz Anmeldungen & Informationen: E-Mail: jonas.werth@primus.bz, Tel. +39 0471 059910
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05.12.2025 11:41:46