CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 75 I 179. Jahrgang I Dienstag, 14. Oktober 2025
Ausbau der E-Mobilität
Nächste Generation übernimmt
Seit Kurzem stehen in der Gemeinde Bonstetten zwei neue öffentliche E-Ladestationen zur Verfügung. Seite 3
Die Garage Perin in Affoltern wird ab Januar 2026 von Simon Perin und Cedric Frey geführt. Seite 9
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Kinder aus der Region nahmen am Sportcamp in Mettmenstetten teil. Seite 11
Ortsbild und Klima im Zentrum
«Wenn wir KI fragen, wissen wir noch viel weniger.»
Gemeindeversammlung in Mettmenstetten zu einer Revision der Bau- und Zonenordnung
Seite 3 Professor Mathias Binswanger.
Florian HoFer
(Bild Marcus Weiss)
Nur vier Jahre nach der letzten Teilrevision der Bau- und Zonenordnung im Mai 2021 ist Mettmenstetten gezwungen, seine Regeln an neue kantonale Vorgaben anzupassen, die sich seitdem ergeben haben. Dabei gibt es drei Punkte, die besonders hervorzuheben sind: • Die Umsetzung einer interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe und Messweisen. • Eine Überprüfung und teilweise Neugestaltung der Kernzonenpläne. • Eine Konkretisierung der vom Kanton erlassenen Planungs- und Baugesetze unter dem Titel «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung». Das Harmonisierungsprojekt läuft schon seit 2017 und hätte im Februar dieses Jahres abgeschlossen sein sollen. Die Frist wurde kürzlich bis Februar 2028 verlängert. Im Bezirk haben fünf Orte die Regeln bereits in Kraft gesetzt. Mit Mettmenstetten wären es sechs. Die anderen Gemeinden sind derzeit am Ausarbeiten. Aeugst hat laut dem kantonalen Kartenportal GIS noch gar nicht damit angefangen. Während die Harmonisierung der Bauzonenbegriffe mehr ein technischer Akt ist, hat die Neugestaltung der Kernzonenpläne konkrete Bedeutung für das Dorf. Die historischen Ortsteile im Oberdorf zwischen Grossholzer- und
Hedingen vorne im Gemeinderating
Der Mettmenstetter Gemeinderat Lukas Stucky erläutert die Themen der Gemeindeversammlung am Montag. (Bild fh) der Wissenbacherstrasse und in Rossau wurden vom Kanton als überkommunal schützenswertes Ortsbild eingestuft und sollen deswegen in eine neue Kernzone D überführt werden. «Das bedeutet, dass diese Gebäude als Ensemble sehr wichtig sind», so Stucky. «Sie können zwar weitergebaut und sogar ersetzt werden, müssen aber weitgehend in der gleichen Form wiederaufgebaut
Zone Erspach steht vor grundlegendem Wandel Die Weisbrod-Zürrer AG beabsichtigt, das rund 1,97 Hektaren grosse Grundstück gegenüber dem Bahnhof von Mettmenstetten weiterzuentwickeln. Im Areal Erspach befinden sich neben einer Liegenschaft der Firma Weisbrod unter anderem die Hawa, das Steakhaus Bahnhof oder die Landi. Um eine passende Weiterentwicklung vorantreiben zu können, haben sich acht Eigentümer mit der Gemeinde zusammengesetzt, um die Weiterentwicklung des ganzen Quartiers zu planen. «Das ist angesichts der verschiedenen Interessen ziemlich anspruchsvoll», erzählt Bauchef Lukas Stucky. Ziel ist, ein attraktives Zentrum als Begegnungsort mitten in Mettmenstetten zu schaffen. «Wir möchten dort
ein ausgewogenes Miteinander von Gewerbe und Wohnen erreichen», erklärt Lukas Stucky. Mit einer breit angelegten Umfrage hat die Gemeinde die Prioritäten der Bevölkerung bereits erhoben. Die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass insbesondere attraktive Grün- und Aufenthaltsbereiche, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, die Förderung von Arbeitsplätzen sowie innovative Wohnkonzepte für unterschiedliche Generationen in Mettmenstetten im Mittelpunkt stehen. Drei Architekturteams arbeiten an möglichen Lösungen. «Das wird noch ein langer Weg, und auch wenn nicht sofort die Bagger auffahren, meinen wir es mit diesem ersten Schritt ernst», so Stucky. (fh)
oder erhalten werden.» Grosse Bauvorhaben sind dort dann nicht mehr möglich. Unter dem Titel «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung» erliess der Kanton Zürich eine weitreichende Änderung des Planungs- und Baugesetzes nach dem Motto: «Je mehr Grün, desto besser das Klima.» Sogenannte Schotterflächen sind zum Beispiel nicht mehr erlaubt respektive müssen auf das Minimum begrenzt werden. Mettmenstetten ist eine der ersten Gemeinden, die mit ihrer Bauordnung vor dem Entscheid steht, wie sie dieses Gesetz umsetzen will. Letztlich geht es darum, entweder das Gesetz direkt anzuwenden und damit viel Ermessensspielraum der Baubehörde zu übertragen, oder dann mit kommunalen Grünflächenziffern das erforderliche Grün auf und um die Grundstücke in der Bauordnung klar zu definieren. Die neuen Anforderungen würden dann für alle Gebäude in den Wohnzonen gelten. «Was aber bereits heute besteht, ist als Bestand garantiert», sagt Stucky. Gegen die Pläne sind 20 Einwendungen mit zehn Anträgen eingegangen, die in einem 15-seitigen Bericht nachzulesen sind. Einige wurden nicht berücksichtigt, andere dagegen schon. Grundsätzlich wolle man der Bevölkerung das
Bauen möglichst leicht machen: «Wir sind eine Baubewilligungsbehörde, keine Bauverhinderungsbehörde», so Stucky. Mit den speziell für Mettmenstetten ausgearbeiteten Regeln erhielten die Bürgerinnen und Bürger mehr Rechtssicherheit. Ohne diese neuen Bestimmungen liege die Ausgestaltung und Auslegung der kantonalen Mindestvorgaben im Ermessen der kantonalen Behörden, im Streitfall letztlich bei den Gerichten. Die Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter haben nun an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am kommenden Montag Gelegenheit, sich über die neuen Bestimmungen zu informieren und die Bestimmungen der Teilrevision entweder anzunehmen oder abzulehnen.
Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» setzt beim diesjährigen Gemeinderating Hedingen auf Rang 22 von 960 bewerteten Schweizer Gemeinden. In die Rangliste flossen Orte mit über 2000 Bewohnerinnen und Bewohnern ein. Fürs Rating werden gemäss dem verantwortlichen Zürcher Beratungsunternehmen verschiedene Immobilienmarktdaten und öffentliche Statistiken berücksichtigt. Die Gemeinden selbst werden nicht besucht und auch keine Personen befragt. Die im letzten Jahr bestbewertete Säuliämtler Gemeinde Mettmenstetten kommt dieses Jahr auf Rang 4. Die Podestplätze gingen dank einem Sprung nach vorne neu an Bonstetten und Wettswil. Über alle Gemeinden gesehen, hat das Säuliamt 78 Rangpunkte verloren. Schlusslichter bilden Ottenbach und Obfelden. (dst)
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Weilerzonen kommen später In der Revisionsvorlage noch nicht enthalten sind die Bestimmungen, die sich aus der vom Kanton geplanten Einführung einer Weilerzone ergeben. Dafür wird ein rechtsgültiger Beschluss auf kantonaler Ebene abgewartet. Gemeindeversammlung Mettmenstetten am Montag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr in der
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Ein Pionierprojekt feiert Wie politisch ist Kunst? 30 Jahre Holzwärmeverbund in Affoltern
Polit-Stamm der Grünen in Affoltern
Der Startschuss für die heutige HEA Holzenergie AG erfolgte an der Gemeindeversammlung im Jahr 1993. Im Herbst 1995 wurde die Heizzentrale am Kronenplatz mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. «Die Realisierung hat viel Mut, Kraft und Energie gefordert», sagte der damalige Präsident der Heizgenossenschaft (HGA), Kurt Dennler, im Rahmen der Feier. Stolz schwang mit, weil es sich um ein schweizweites Pilot- und Demonstrationsobjekt mit 6,6 Megawatt Gesamtleistung handelte. Doch nicht alles lief
Von kulturpolitischen Fragen, von Fragen der Rolle der Kunst in einer Demokratie oder auch Diktatur bis hin zur gesellschaftlichen Wirkung künstlerischer Ausdrucksformen reichte die Palette der Themen an einem Diskussionsabend am vergangenen Mittwoch in Affoltern. Geladen hatten die Grünen Bezirk Affoltern. Sie veranstalten seit ein paar Monaten regelmässig einen PolitStamm, zu dem nach Angaben von Kantonsrat Thomas Schweizer jeweils bis zu
hinterher so reibungslos wie gedacht: Nach Betriebsaufnahme im Jahr 1995 kam es zu finanziellen Verwerfungen; die Gemeindeversammlung «musste» Geld nachschiessen, rund 2,4 Millionen Franken. Die HGA wurde 1999 saniert und unter Beteiligung der Gemeinde in eine AG überführt, die sich heute HEA Holzenergie AG nennt. Inzwischen sind im Bezirkshauptort 253 Grundstücke ans Netz angeschlossen. (red)
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20 Personen kommen. Am Mittwoch jedenfalls wurde über die «politische Kraft der Kunst» diskutiert. Gesprächsleiter Stefan Kessler hatte die beiden Bonstetter Künstlerinnen Marlies Achermann-Gisinger und Carmen Cabert Steiner geladen. Sie sowie die anwesenden Gäste diskutierten ausgiebig über den politischen Gehalt von Kunst, der viele Länder und Zeiten und auch sehr unterschiedliche Ansichten umfasste. (fh)
Infoabend Küchenumbau Mittwoch, 22. Oktober 18.30 – 21 Uhr, Cham
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