In Knonau und auch in Hedingen stellen sich die Kandidierenden an Wahlveranstaltungen Fragen aus dem Publikum. Seiten 5 und 9
Emotionaler Abschied
Nach 25 Jahren gibt Rägle Brawand den Taktstock weiter. Der Musikverein Harmonie Hausen gestaltete sein Jahreskonzert als «Best of». Seite 8
Markante Entwicklung steht bevor
Neugestaltung des Stalliker Dorfzentrums stösst am Infoabend auf reges Interesse
Florian HoFer
Die Aussicht, dass Stallikon einmal ein neues Dorfzentrum bekommen und sich in städtebaulicher Hinsicht markant weiterentwickeln könnte, lockte am Mittwochabend zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner in die LoomattTurnhalle. Dort standen Planerinnen und Planer sowie der Gemeinderat von Stallikon bereit, um dem Stimmvolk Red und Antwort zu stehen.
Verlässliche Einnahmequelle
Wie bereits berichtet, plant die Gemeinde auf mehreren Grundstücken rund um das Gemeindehaus Alters- und Mietwohnungen sowie eine Neugestaltung des Dorfplatzes. Das hinter dem alten Schulhaus und der Gemeindeverwaltung liegende Grundstück würde die Genossenschaft Hofgarten aus Zürich im Baurecht nutzen und dort nach neuester Berechnung 36 Alterswohnungen realisieren. Dafür erhält Stallikon einen Basislandpreis von 1.5 Millionen Franken und in der Folge einen regelmässigen Baurechtszins, der für die Gemeinde eine über die Jahre verlässliche Einnahmequelle darstellt. Im Bereich links und rechts der Dorfstrasse sollen 39 Familienwohnungen gebaut werden. Die Mieten sollten heutiges Marktniveau haben (2500 bis 2900 Franken bei einer Viereinhalb-Zimmer-Wohnung), sich dann
«Der Kostenbeitrag ist hart, aber fair verhandelt worden.»
Reto Bernhard, Gemeindepräsident Stallikon
allerdings in Zukunft nicht weiter nach oben entwickeln, sagte Eva-Maria Nufer von der Genossenschaft Hofgarten. Das Land dazu würde die Genossenschaft für
Gewerbevereine im Bezirk
In dieser Ausgabe startet der «Anzeiger» die neue Serie «Gewerbevereine im Bezirk». Brigitte Reemts Flum spricht mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Gewerbevereine, fragt sie zur Entstehungsgeschichte und über die Zukunft. Im ersten Teil stellt Dominik Stierli den Gewerbeverein Obfelden vor. Der «Ur-Obfelder», wie er sich selbst bezeichnet, ist seit letztem Jahr der Präsident und freut sich, den Gewerbeverein in die Zukunft zu führen. Der Gewerbeverein darf in diesem Jahr bereits sein 50-jähriges Bestehen feiern und er zählt aktuell über 70 Mitglieder. Wenn es nach Stierli geht, dann dürfen es aber auch ruhig noch mehr werden. Auch da liegt ein Schwerpunkt seines Wirkens. (red) Seite 13
Sie stellten dem Stalliker Publikum die Planung für die Neugestaltung des Dorfzentrums vor (von links): Gemeindepräsident Reto Bernhard, Eva-Maria Nufer von der Genossenschaft Hofgarten und Architekt Roger Ricklin. (Bild Florian Hofer)
einen Preis von 3.8 Millionen Franken von der Gemeinde kaufen. Der Dorfplatz selber bleibt aber weiterhin Gemeindeland. Über die Kosten informierte Gemeindepräsident Reto Bernhard. Insgesamt müsste das Stimmvolk am 8. März einer Kostenbeteiligung von maximal 1.9 Millionen Franken zustimmen. Darin enthalten sind der Rückbau des Schulhauses Dorf (550000 Franken), Entsorgungskosten aufgrund von Bodenbelastungen (350000 Franken) oder auch der neue Dorfplatz (350000 Franken). «Der Kostenbeitrag ist hart, aber fair verhandelt worden», versicherte Bernhard. Sein Fazit: «Der Gemeinderat
ist überzeugt, dass der Verkauf des Grundstücks in der Kernzone trotz eines tieferen Verkaufspreises im Interesse der Allgemeinheit liegt», so Bernhard. Mit dem Projekt werde dringend benötigter altersgerechter Wohnraum geschaffen. Dies entspreche einem wichtigen öffentlichen Anliegen.
Bei der Aussprache nach der Präsentation und auch beim nachfolgenden Apéro kamen zahlreiche Detailpunkte zur Sprache. Klar wurde dabei, dass die neue geplante Tiefgarage keine öffentlichen Parkplätze beinhalten wird. Auch wenn die ersten Überlegungen zur Thematik bereits 2014 gemacht wur-
den: Viel schneller wird es auch jetzt nicht gehen. Wenn das Stimmvolk am 8. März ein Ja in die Urne legt, wird erst einmal ein Gestaltungsplan erstellt. 2027 folgt eine weitere Abstimmung in der Gemeinde.
Auch die Mitglieder der Genossenschaft Hofgarten müssen dann zustimmen. 2030 könnte der Baubeginn erfolgen. Erstbezug wäre dann etwa 2032. Wer heute schon weiss, dass er einmal dort wohnen möchte, kann sich bei der Gemeinde in eine Warteliste eintragen lassen. Die liegt bereits jetzt auf. «Stalliker werden bei der Wohnungsvergabe bevorzugt», hiess es.
Zug um Zug zur geschätzten Tradition
Wieder einmal ist im Schulhaus Butzen Schachfieber ausgebrochen
Ein besonderer Tag für die Schulhäuser Butzen und Semper in Affoltern: Der Schachgrossmeister Nico Georgiadis hat die Primarschule besucht – bereits zum fünften Mal. Im Mittelpunkt standen drei 4. Klassen, mit denen Nico Georgiadis einen Schachnachmittag mit Spielanalyse durchführte. Mit viel Leidenschaft erklärte er den Schülerinnen und Schülern strategische Ideen, typische Fehler und kluge Spielzüge. Dabei ging es um vorausschauendes Denken, Konzentration und Problemlösefähigkeiten – Kompetenzen, die weit über das Schachbrett hinaus von Bedeutung sind. Dann spielte der Grossmeister simultan gegen eine Gruppe von zehn Kindern. (red)
Seite 5
Jahre alt ist der neue Trainer des FCWB, Hesam Mirzai. Er folgt auf Stephan Lichtsteiner. Seite 20
«Kein Planen, kein Arrangieren, kein Posieren.»
Seite 7
Einen Monat vor den Wahlen in Affoltern
Im Vorfeld der Erneuerungswahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» alle Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatssitze vor. Die Porträts für 13 Gemeinden im Bezirk Affoltern sind bereits erschienen. In der heutigen Ausgabe setzt die Stadt Affoltern den Schlussstrich unter die Serie. Zehn Kandidaten und Kandidatinnen bewerben sich für die sieben Sitze im Stadtrat. Auswahl gibt es also reichlich. Alleine drei Kandidaten und Kandidatinnen bewerben sich um das Amt des Primarschulpräsidiums. Ohne Gegenkandidatur verläuft die Wahl ums Stadtpräsidium. Trotz vollmundiger Ankündigung noch vor Jahresfrist haben die Bürgerlichen keinen Gegenkandidaten gefunden. Doch auch Eveline Fenner muss erst das absolute Mehr erreichen. (red)
Schuldnerin: aola food ag in Liquidation, Alte Obfelderstrasse 50, 8910 Affoltern am Albis, CHE-357.551.575
Datum der Konkurseröffnung: 5. Februar 2026 (Wiedereröffnung des am 28. August 2025 eröffneten Verfahrens, welches mit Datum vom 5. Dezember 2025 rechtskräftig mangels Aktiven eingestellt wurde)
Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG
Eingabefrist: 1 Monat
Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 10. Februar 2026 verwiesen.
Affoltern am Albis, 10. Februar 2026
Konkursamt Affoltern
Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Knonau
Am Dienstag, 3. Februar 2026 ist in Knonau gestorben:
Reiner, Werner Willy geboren am 26. März 1953, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Knonau. Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Knonau
Ottenbach
Am 3. Februar 2026 ist in Zürich gestorben: Jashari, Azbije geboren am 20. September 1960, von Kosovo, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Friedhofvorsteherin
Bauprojekte
Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Bonstetten
Bauherrschaft: Brawand Regula und Werner, Oberdorfstrasse 27, 8906 Bonstetten
Projektverfasser: Karin Eugster, Albisstrasse 37, 8915 Hausen am Albis
Projekt: Wiederaufbau der abgebrannten Scheune, Oberdorfstrasse 27, 8906 Bonstetten
Bauherrschaft: Ilona Lippai und Christian Waas, Chilestrasse 4, 8906 Bonstetten
Projekt: Ausbau best. Stall und Scheune mit einer Wohneinheit, InventarobjektNr. 17, Chilestrasse 4, 8906 Bonstetten
Katasterinformationen: GrundstückNr.: Kat.Nr. 2635, Vers.Nr. 179, Zone: Kernzone Dorf (KD)
Kappel am Albis
Bauherrschaft: Moritz Häberling, Oberdorfstrasse 20, 8926 Uerzlikon
Vertretung der Bauherrschaft: Timon Reichle, Dipl. Architekt ETH / SIA, Gablerstrasse 41, 8002 Zürich
Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser.
Projekt: Erweiterung und Neubau Metallbaubetrieb und Wohnungen – Projektänderung Parkplätze, Oberdorfstrasse, 8926 Kappel am Albis
Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1273 und 1274, Zone: Kernzone B, KB
«Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.» Joseph von Eichendorff
Traurig nehmen wirAbschied von unserem Stiefvater und Opi Christof Walter Knüsli
25. September 1962 bis 31. Januar 2026
Nach langer Krankheit durfte Christof nun nach Hause gehen, wo ihn Susanne bestimmt schon erwartet.
Auch wenn uns der Abschied schmerzt, sind wir dankbar für die gemeinsame Zeit.
Wir vermissen deinen wachen und gut informierten Geist, deine humorvolle und gesellige Art, deine Ehrlichkeit, dein liebevolles und emotionales Herz, deinen positiven und starken Charakter, mit welchem du auch die schwierigsten Situationen gemeistert hast. Du warst uns stets ein Vater, Mentor und Freund.
DieAbschiedsfeier findet im engsten Familienkreis statt.
Wir danken dem Hausarzt Dr. Herger, dem Spital Affoltern, der Spitex Knonaueramt und dem Team von Palliaviva für die liebevolle und kompetente Betreuung. Wir konnten Christof bis zum Schluss begleiten und uns würdevoll von ihm verabschieden.
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Der Schweizerische Verband alleinerziehender Mütter und Väter SVAMV engagiert sich mit Beratung und Unterstützung für Einelternfamilien und ihre Kinder.
Werner Hess in Obfelden seinen 85. Geburtstag. Dem Jubilar wünschen wir viel Freude und alles Gute und viel Erfreuliches im neuen Lebensjahr. Herzliche Gratulation!
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Dominik Stierli (dst) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
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Sorgen um die Schulen von morgen
Podiumsdiskussion in Affoltern
Florian HoFer
«Wie machen wir unsere Schulen fit für morgen?» Das war das Thema einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in der Aula Ennetgraben in Affoltern. Yvonne Accorinti-Aeberli, parteilose Kandidatin Stadträtin Bildung und Präsidium Primarschulpflege, hatte dazu geladen und gleich ein paar Experten zum Thema mitgebracht.
Künstliche Intelligenz ist überall
Eigentlich hätte die eingangs gestellte Frage auch heissen können: «Wie machen wir in den Schulen unsere Kinder fit für die Arbeitswelt von morgen?»
Denn schon zu Beginn der Diskussion wurde klar, dass die Digitalisierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz ganz besonders damit zu tun haben, wie man sich als junger Mensch im Arbeitsleben zurechtfinden kann.
Dass das auch mit dem Lehrpersonal zu tun hat, machte Accorinti bereits bei der Vorstellungsrunde deutlich. «Der Austausch der Affoltemer Schulen mit den Pädagogischen Hochschulen, insbesondere der in Zürich, ist essenziell»,
zum Thema KI und Chancengleichheit im Unterricht
sagte die Bildungspolitikerin. Nicht nur die Kinder müssten mit den notwendigen Grundkompetenzen gerüstet sein, auch die Lehrpersonen müssten angesichts der Herausforderungen unserer Zeit wie etwa der Chancengleichheit und Digitalisierung unterstützt werden. Im Plenum sassen auch der KIExperte Andreas Käser und der Personalfachmann Gregor Bruhin. Bruhin erläuterte aus Sicht von Firmen, welche
«Wenn
der Stadtrat
etwas entscheidet, trage ich diesen Beschluss mit.»
Eigenschaften Kandidaten mitbringen müssten, um eine Chance auf einen Job zu haben. Dabei nannte er die Bereitschaft zum Lernen, zum Vernetzen von Wissen und eine gute Kommunikationsfähigkeit. Und dazu eine an sich alte, aber heutzutage gelegentlich nicht mehr aktuell scheinende Tugend: «Zu-
verlässigkeit», so Bruhin. Das sei wichtig wie immer. Abgemachte Termine halte man ein. Es komme immer wieder vor, dass Bewerbende nicht zum Termin erscheinen würden. Ein No-Go. Genauso wie es ein No-Go sei, wenn Arbeitgeber nicht auf Bewerbungen antworten würden. Motivationsschreiben seien aus seiner Sicht überflüssig. Aussagekräftig ist der Lebenslauf, der müsse gut geschrieben sein. Viele Bewerbende legten darauf immer noch zu wenig Gewicht. Käser nannte als KI-Experte eine Reihe von Gefahren; etwa, dass Fähigkeiten wie verstehendes Lesen oder fehlerfreies Schreiben in Kombination mit der Fähigkeit, rechnen zu können, damals wie heute essenziell seien. Wenn KI diese Funktionen übernehme, bestehe die Gefahr, dass man es schwer habe, «Teil unserer multikulturellen Gesellschaft zu sein». Diese Grundkompetenzen seien nicht wegzudenken. Er machte aber auch deutlich, dass man eben den richtigen Umgang mit der KI lernen müsse, statt sie abzulehnen.
In Bezug auf die Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen bemerkte Accorinti, viele angehende Lehrerinnen und Lehrer würden ihren Unterricht in-
Sekundarschulpflege: Bezirksrat lockert die Zügel
Aber: Auch nach 15 Jahren akzeptiert der Lehrkörper die geleitete Schule nicht Im Sommer des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Tamara Fakhreddine, Präsidentin der Sekundarschulpflege von Bonstetten, ins Visier von Eltern, Lehrpersonen und auch des Bezirksrates geraten war. An der Schulgemeindeversammlung in Bonstetten platzte mehreren Anwesenden der Kragen, die Wogen gingen hoch. Es gab Mobbing-Vorwürfe und den Vorwurf, die Präsidentin setze sich über Führungsstrukturen hinweg. Dann wurde bekannt: 24 Lehrpersonen hatten bereits im November 2024 Aufsichtsbeschwerde gegen sie eingereicht. Der Bezirksrat war in der Folge eingeschritten und hatte im April 2025 ein aufsichtsrechtliches Verfahren gegen die Sekundarschulpflege eingeleitet. Der Bezirksrat setzte zur Kontrolle eine externe Fachperson ein und verlangte regelmässige Berichte. Es folgten weitere Bezirksratsbeschlüsse. Am 27. Januar kam der vorläufig letzte Beschluss zum Thema. Offenbar hat sich die Situation inzwischen so weit entspannt, dass es keine direkte Unterstützung durch die zwischenzeitlich zugezogene
Fachperson mehr braucht. Die Schulpflege sei nur noch – wie vorgesehen –strategisch tätig, stellt der Bezirksrat in seinem aktuellen Beschluss fest. Der Bezirksrat erwähnt in seinem Beschluss auch die Tatsache, dass sich vier Mitglieder der Schulpflege inklusive der Präsidentin nicht mehr zur Erneuerungswahl am 8.März aufgestellt haben. Die Schulpflegepräsidentin muss keine weitere Berichterstattung an den Bezirksrat leisten. Der Betriebsleiter
habe mittlerweile gekündigt, so der Bezirksrat, die Situation im Team habe sich entspannt. Zu Erkenntnissen aus der Abklärung der Fachstelle für Mobbing und Belästigung GmbH fehlt noch ein Beschluss der Schulpflege. Diesen Beschluss erwartet der Bezirksrat bis Ende März.
«Vorwürfe sind abgeschlossen» Gegenüber dem «Anzeiger» zeigt sich Tamara Fakhreddine erleichtert: «Mit seinem Beschluss vom 27. Januar attestiert der Bezirksrat der Schulpflege korrekte Amtsführung. Das bedeutet für uns, die Vorwürfe sind entkräftet und der Vorwurf der unsachgemässen Amtsführung ist für die Schulpflege abgeschlossen. Nach den vielen Monaten der Verfahrensdauer entlastet uns das. Wir schliessen damit einen Teil der Vergangenheit ab und fokussieren unsere Energie auf die Weiterführung der laufenden Projekte und Themen und natürlich auf die Übergabeplanung an unsere Nachfolgerinnen und Nachfolger.» Wie berichtet, tritt Fakhreddine am 8. März nicht
mehr zur Wahl als Sekundarschulpräsidentin an.
Anzeige beim Volksschulamt In seinem Bescheid vom 27. Januar weist der Bezirksrat noch auf einen anderen brisanten Punkt hin. Demnach ist die Funktion und Rolle der Schulleitung an der Schule auch nach 15 Jahren geleiteter Schule immer noch nicht selbstverständlich. Hauptproblem sei aktuell der Lehrkörper, der auch nach 15 Jahren die geleitete Schule immer noch nicht akzeptieren könne, zitiert der Bezirksrat in seinem Beschluss die zur Klärung der Sachlage beauftragte Fachperson, Beat Vogt. Weiter heisst es in dem Schreiben: «Die Probleme bei der Umsetzung der geleiteten Schule sind pädagogischer Natur.» Da der Bezirksrat dafür nicht zuständig sei, hat er eine aufsichtsrechtliche Anzeige an das Volksschulamt des Kantons zur Prüfung und «allfälligen Massnahmenergreifung» erstattet. In dieser Angelegenheit ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen. (fh)
zwischen mit KI vorbereiten. «Das ist dann aber auch eher oberflächlich.» Das kritische Denken und Hinterfragen gerate dabei eher in den Hintergrund. Allenfalls könne KI helfen, den Unterricht einfacher zu gestalten für Kinder, die Mühe bekundeten, mit Originaltexten zu arbeiten.
Motivation für den Stadtrat Und was ist in diesem Zusammenhang eigentlich ihre Motivation für ein Amt im Stadtrat, wollte ein Zuhörer aus dem Plenum wissen. «Für die Primarschulpflege ist meine Motivation, die strategische Ausrichtung mitgestalten zu können», sagte Accorinti. Und eher allgemein: «Wenn der Stadtrat etwas entscheidet, trage ich diesen Beschluss mit. Loyalität ist für mich etwas sehr Wichtiges.» Beim Apéro tauschten sich die Gäste noch eine ganze Weile aus, bevor sie sich in die neblige Nacht verstreuten.
Tamara Fakhreddine. (Bild zvg)
Ein reichhaltig dekoriertes Podium. Dort diskutierten (von links): Eric Schenk (Moderator), Stadtrats- und Primarschulpflegepräsidiumskandidatin
Yvonne AccorintiAeberli, Gregor Bruhin und Andreas Käser. (Bild Florian Hofer)
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Informationsveranstaltung zu den Erneuerungswahlen 2026 bis 2030 in Knonau
Regula ZellwegeR
«Knonau ist persönlich, man kennt sich», meinte die bekannte Knonauer Politikerin Lisette Müller-Jaag eingangs der perfekt organisierten Informationsveranstaltung zu den Erneuerungswahlen in Knonau am vergangenen Donnerstag im Mehrzweckgebäude Stampfi. «Es ist uns nicht egal, wer gewählt wird.»
Einzigartiger Zusammenhalt
Diese Aussagen bestätigte einerseits der grosse Andrang von interessierten Knonauerinnen und Knonauern, anderseits die Kurzvorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten, in denen alle betonten, wie einzigartig der Zusammenhalt im Dorf sei, wie hoch das allgemeine Engagement für die Gemeinde
ausfalle und dass die Lebensqualität in Knonau generell hoch sei.
Die Kandidierenden stellten sich jeweils während drei bis fünf Minuten persönlich vor und beantworteten danach die wenigen Fragen aus dem Publikum.
Gemeinderat Knonau
In Knonau sind am 8. März der Gemeinderat, die Primarschulpflege, die Rechnungsprüfungskommission und die reformierte Kirchenpflege neu zu wählen.
Die Gemeinde Mettmenstetten ist die wahlleitende Behörde für die Erneuerungswahl der Sekundarschulpflege Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten. Die reformierte Kirchgemeinde verzichtete auf eine Vorstellung ihrer Kandidierenden für die Kirchenpflege. Für den Gemeinderat stellten sich sieben, für die Primarschulpflege fünf und für die Rechnungsprüfungskommission ebenfalls fünf Personen vor, zudem sind die drei Präsidentinnen oder Präsidenten der drei Gremien zu wählen. Der Schulpflegepräsident wird in dieser Funktion gewählt und ist damit automatisch im Gemeinderat vertreten. Sieben Kandidaten stellen sich der Wahl zum Gemeinderat: Christoph Bickel, Marcel Bosshart, Sarah Brunelli, Roland Buchmann, Sandra Casartelli, Brigitta Trinkler und Nathanaël Wenger. In alphabetischer Reihenfolge nutzten die potenziellen Gemeinderäte die Gelegenheit, sich selbst, ihre Kompetenzen und ihre lokalpolitischen Ziele zu präsentieren. Auf der grossen Leinwand erschienen Porträtfoto, Name und Beruf sowie eine kurze Selbstbeschreibung unter dem Titel «Ich bin …». Mehrmals waren die Begriffe engagiert, lösungsorientiert und verantwortungsbewusst zu lesen. Die Präsentationen unterschieden sich deutlich – von sympathischbescheiden bis sehr selbstbewusst. Allen gemeinsam war der vermittelte Gestaltungswille: «Ich kann das!» Brigitta Trinkler und Roland Buchmann wollen die scheidende Gemeindepräsidentin
und Rechnungsprüfungskommission stellten sich anlässlich einer Informationsveranstaltung kurz vor und beantworteten Fragen aus dem zahlreichen Publikum.
Esther Breitenmoser ersetzen. Brigitta Trinkler führte unter anderem ihre Erfahrung als bisherige Gemeinderätin sowie als langjähriges Mitglied der Schulpflege ins Feld und betonte ihr Engagement für ein familienfreundliches Knonau, für die ältere Bevölkerung und für das Schaffen von Wohnraum für Seniorinnen und Senioren – ebenso für einen stabilen Steuerfuss und eine umsichtige Planung.
Roland Buchmann, in Knonau aufgewachsen, brachte seine Führungserfahrung im Berufsleben als Unternehmer, in der Feuerwehr und als Major im Militär ein und betonte seine gute Vernetzung mit Entscheidungsträgern, im Kanton Zürich und insbesondere im
benachbarten Kanton Zug. Auch sein erklärtes Ziel ist es, Rahmenbedingungen für qualitativ guten und bezahlbaren Wohnraum zu fördern.
Primarschulpflege und RPK Vier bisherige Schulpflegerinnen und Schulpfleger sowie eine neue Kandidatin stellen sich zur Wahl. Betont wurde die bisherige gute Zusammenarbeit im Gremium, die man gern fortsetzen wolle. Christian Albrecht möchte Präsident bleiben – und damit weiterhin Einsitz in den Gemeinderat nehmen. Fünf Personen möchten der Rechnungsprüfungskommission (RPK) angehören, neben zwei bisherigen Mitgliedern be-
Schachbegeisterung in der Schule in Affoltern
Grossmeister Nico Georgiadis zu Besuch im Schulhaus
Butzen
werben sich drei neue. Eine interessante Frage erfolgte zum Schluss aus dem Publikum: «Wenn Sie einen Nationalrat wählen müssten, welche Partei würden Sie dann bevorzugen?» Nur einer der Kandidierenden für alle Gremien gehört einer Partei, der EVP, an, alle anderen sind parteilos. Grundtenor: «Bei Entscheiden schauen wir lieber individuell auf die Sache und die Personen, statt Parteiparolen zu folgen.» Ein Zeichen der Zeit?
Der Knonauer Nicolas Gisin, bekannt aus Radio 24 und Radio Sunshine, führte professionell und mit Charme durch den Abend. Am anschliessenden Apéro wurde im kleineren Rahmen politisiert und sich vernetzt.
Das Schachfieber hat die Schule gepackt! Ein besonderer Tag für die Schulhäuser Butzen und Semper: Der Schachgrossmeister Nico Georgiadis besuchte die Schule – bereits zum fünften Mal. Damit ist aus den Besuchen längst eine schöne und geschätzte Tradition geworden, auf die sich Kinder und Lehrpersonen jedes Mal aufs Neue freuen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen drei 4. Klassen, mit denen Nico Georgiadis einen spannenden Schachnachmittag mit Spielanalyse durchführte. Geduldig, verständlich und mit viel Leidenschaft erklärte er den Schülerinnen und Schülern strategische Ideen, typi-
sche Fehler und kluge Spielzüge. Dabei ging es nicht nur um das Gewinnen einer Partie, sondern vor allem um vorausschauendes Denken, Konzentration und Problemlösefähigkeiten – Kompetenzen, die weit über das Schachbrett hinaus von Bedeutung sind. Im zweiten Teil des Anlasses wurde es besonders aufregend: Der Grossmeister spielte simultan gegen eine ausgewählte Gruppe von zehn Kindern. Dabei ging er von Tisch zu Tisch und trat gleichzeitig gegen mehrere Schülerinnen und Schüler an, die aus besonders schachbegeisterten und talentierten Kindern der Klassen ausgewählt worden
waren. Für viele war es ein unvergessliches Erlebnis, einem echten Grossmeister gegenübersitzen zu dürfen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Obwohl Nico alle Partien für sich entscheiden konnte, liess der Nachmittag nur glückliche und zufriedene Kinderherzen zurück. Dies vor allem auch, weil es Medaillen gab als Erinnerung an diesen geglückten Event. Die Begeisterung fürs Schach war schon im Vorfeld in diesen Klassen spürbar. Der Besuch zeigte eindrücklich, wie Schach als pädagogisches Werkzeug eingesetzt werden kann: Es fördert Geduld, Fairness, logisches Denken und den respektvollen Umgang miteinander. Der erneute Besuch von Nico Georgiadis in Affoltern war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Er hat nicht nur die Freude am Schach gestärkt, sondern auch bleibende Eindrücke hinterlassen. Das Schulhaus Butzen freut sich schon jetzt auf eine Fortsetzung dieser wertvollen Tradition.
Christian Berchtold, Primarlehrer Butzen
Die Kandidierenden für Gemeinderat, Primarschulpflege
(Bilder Regula Zellweger)
Der Knonauer Moderator Nicolas Gisin, bekannt aus Radio 24 und Radio Sunshine, führte professionell und mit Charme durch den Abend.
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Im Schulhaus Butzen in Affoltern wurde fleissig Schach gespielt. (Bild zvg)
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Zweisamkeit und Wolkenbruch
Die Ebbe an dem Long Rock Beach in Cornwall, Südwestengland, lädt das Paar zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Im Hintergrund erkennt man St Michael’s Mount, eine historische Festung auf einer kleinen Gezeiteninsel vor Marazion. Im Bild rechts werden am Paradeplatz in Zürich Passanten von einem stürmischen Wolkenbruch überrascht.
Auf der Suche nach dem fruchtbaren Augenblick
Hanspeter Merz aus Aeugst zeigt eine Auswahl
seiner Bilder
Ämtler Fotografinnen und Fotografen
Auf dieser Seite präsentiert der «Anzeiger» in unregelmässigen Abständen Fotos, die eine Person aus dem Säuliamt gemacht hat. Die Seite wird gemeinsam mit der Redaktion gestaltet. Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch Interesse daran, Ihre fotografischen Aufnahmen an dieser Stelle zu präsentieren – oder kennen Sie jemanden? Gerne können Sie sich bei der Redaktion melden. Man muss dazu kein Berufsfotograf sein. Schreiben Sie uns an: redaktion@affolteranzeiger.ch Wir melden uns bei Ihnen. (red)
Florian HoFer
«Mein Vater hat mir schon früh seinen Fotoapparat anvertraut und mich in die Technik und Kunst des Fotografierens eingeführt. Mit meinem ersten Zahltag leistete ich mir eine automatische Spiegelreflexkamera. Bald kamen verschiedene Objektive dazu, wobei mich vor allem das Teleobjektiv begeisterte. Es ermöglichte mir, die entfernten Motive, vor allem Personen, heranzuziehen», erzählt Hanspeter Merz aus Aeugst. Er fotografiert mit dem Handy: «Es macht mir Spass, dieses Gerät (seit Kurzem das iPhone 17 Pro) stets mit mir zu tragen, um es jederzeit zu zücken und zu ‹schiessen›.» Seit einigen Jahren hat er sich der Street-Photography verschrieben. Diese spielt im öffentlichen Raum und fokussiert auf Menschen in flüchtigen Situatio-
Gischt
Wer hier die Brücke über die Simmen an der Lenk überquert, kommt um ein paar Wasserspritzer nicht herum.
nen des Alltags. Sein Credo: «Kein Planen, kein Arrangieren, kein Posieren! Der Moment passiert, der Fotograf reagiert. Die besten Aufnahmen entstehen, wenn es gelingt, den sogenannten ‹fruchtbaren Augenblick› einzufangen, den Moment maximaler Spannung zu erwischen.» Als zweiten fotografischen Schwerpunkt hat Merz «Jazzmusiker auf der Bühne» gewählt. Dabei muss man wegen der schlechten Lichtverhältnisse oft improvisieren. «Life is a lot like jazz – it’s best when you improvise» (George Gershwin). «Gershwins Bonmot nehme ich gern auch beim Fotografieren für mich in Anspruch», sagt Merz.
Dialog
Dieses Paar scheint am Ufer des Zugersees ins Gespräch vertieft.
Leidenschaft
Diese Frau gibt sich leidenschaftlich ihrem Jazzsolo hin. Im Bild bedient sie das Sopransaxofon. Das grössere Tenorsaxofon hat sie umgehängt.
Begegnung
Das kleine Mädchen streckt sich vertrauensvoll dem Pferd entgegen, um seine Nüstern zu streicheln.
Stabübergabe: Rägle Brawand mit ihrem Nachfolger Stefan Bänziger. Links Präsident Ueli
Eine volle Bühne: Das Streicherensemble und der Musikverein Harmonie
Ciao, Rägle – Abschied nach 25 Jahren
Gut besuchte Konzerte des Musikvereins Hausen und Beginn einer neuen Ära
Marianne Voss
Viermal trat der Musikverein Harmonie Hausen mit seinem Jahreskonzert vor vollem Saal auf, jeweils mit einem bunten, abwechslungsreichen Programm unter dem Motto «Best of». Die Dirigentin Rägle Brawand hatte die Werke zusammengestellt. Es waren ihre Highlights der vergangenen 25 Jahre. So lange ist es her, seit sie das Blasorchester leitet, und die vier Konzerte waren zugleich ihr Abschied. Am Samstag fand die Dernière der Dernièren statt. Die Stimmung im vollen Gemeindesaal Hausen war schon vor Beginn aufgeladen. Das Publikum wusste: Heu-
te ist es das letzte Mal mit der beliebten rothaarigen Dirigentin. Zur Überraschung spielte das Orchester das kurze Eingangsstück ohne ihre Leitung. Doch dann trat sie wie immer mit Schwung und einem Lächeln aufs Podest, hob den Taktstock und hatte bis zum Schluss des Abends die 50 Musizierenden und ihre Töne fest im Griff. Präsident Ueli Imhof sprach in seiner Begrüssung vom Countdown. An diesem letzten Konzert mit der geschätzten Dirigentin lief der Countdown von
Stück zu Stück endgültig dem Ende einer Ära entgegen. Die «Best of»-Auswahl war beeindruckend und zeigte einmal mehr das hohe Niveau des Vereins. Mit sauberer Intonation, unterschiedlicher Dynamik, einfühlsamer Interpretation und viel Spielfreude beglückten die Musizierenden das begeisterte Publikum. Sie nahmen die Zuhörenden mit in Klanggeschichten voller Dramatik oder zarter Harmonie. Matthias Morf, alias Hobo, führte wieder humorvoll durchs Programm und gab dem Publikum interessante
«Es ist ein Lied über die Freiheit, Selbstbestimmung und das Lebensglück.»
Matthias Morf, Moderator
Hintergrundinformationen zu den Werken. So erfuhr man zum Beispiel, was im Werk «Pilatus – Mount of Dragons» oder in «Dances with Wolves» musikalisch erzählt wird oder dass die Filmmusik «The Rock» zur abtretenden Dirigentin passt. «Es ist ein Lied über die Freiheit, Selbstbestimmung und das Lebensglück», so der Moderator.
Abschied mit Fanfaren
Die Abschiedskonzerte wurden bei einigen Stücken durch Musikerinnen und Musiker unterstützt, die in den letzten Jahren bereits mit dem Musikverein Hausen aufgetreten waren. So brachte der Dudelsackspieler Imre Antalfy Tattoo-Feeling in den Saal, und die Sängerin Barbara Brawand löste mit Liedern wie «I Will Always Love You» eine gefühlvolle Atmosphäre aus. Das 15-köpfige
Streichensemble füllte die Bühne bis zum Rand und wurde zusammen mit dem Musikverein zum klangvollen Sinfonie-Blasorchester. Das Werk «Bohemian Rhapsody» war ein aussergewöhnliches Hörerlebnis mit Momenten, in denen alles rundherum vergessen ging und sich in den warmen Tönen auflöste. Gegen Ende des Programms brauten sich die Emotionen zusammen. Unter den Fanfarenklängen zum Lied «Ciao, bella ciao» wurde die Dirigentin Rägle Brawand offiziell verabschiedet und beschenkt. Die begleitenden Worte von mehreren Mitgliedern des Vereins waren von Dank geprägt: «Du hast uns animiert, mit Begeisterung zu spielen und über uns hinauszuwachsen. Du hast uns gezeigt, was es heisst, gute Musik zu machen.» Ein Abschied bedeutet aber auch die Chance für Neues. Somit wurde der neue Dirigent Stefan Bänziger herzlich begrüsst, und Rägle Brawand übergab ihm einen Dirigentenstab. Zum letzten offiziellen Stück «When the Saints Go Marching in» schwenkten die Musizierenden ihr zum Abschied violette Tücher. Sie ihrerseits brauchte in diesem Moment ein Taschentuch. Die Zugaben waren die grossen Schlussbouquets. In der ersten mit «De Heiri hät sis Chalb verchauft» trat Hobo als Heiri vo Huuse auf. Die zweite Zugabe und zugleich das allerletzte Stück musizierten alle Beteiligten zusammen, das SinfonieBlasorchester mit Gesang und Dudelsack. Ein Abschluss, der das Publikum zu den lang anhaltenden Standing Ovations von den Stühlen riss. Das letzte Wort – vor der Quizauflösung, der Bestellung von Kaffee oder dem Besuch in der Bar – hatte die Dirigentin. Sie dankte für das schöne gemeinsame Vierteljahrhundert. «Unsere Ziele waren immer, gute Musik zu machen und die Kameradschaft zu pflegen. Ich wünsche meinem Nachfolger viel Spass mit dieser tollen Bande.»
NACHGEFRAGT
«Ich nehme viel Dankbarkeit mit»
Rägle Brawand, Sie haben nach 25 Jahren den Dirigentenstab an einen Nachfolger übergeben. Warum? Ich bin jetzt noch fit und gesund. Ich möchte nun die Freiheit geniessen, ohne getakteten Terminkalender mit mehreren Proben pro Woche. Mir ist zudem bewusst, dass der Abschied so oder so irgendwann kommt.
Was war ihr erstes Erlebnis mit dem Musikverein Harmonie Hausen?
Das Schlüsselerlebnis fand 2001 statt. Da der Dirigent erkrankt war, sprang ich spontan ein und reiste mit dem Verein ans Eidgenössische Musikfest nach Fribourg. Dort lernten wir uns kennen, und ich spürte, dass ich mit diesen Musikantinnen und Musikanten gerne zusammenarbeiten würde.
Was macht für Sie den Musikverein Hausen aus? Es ist einfach ein cooler Haufen. Sie haben es gut miteinander und sie strahlen eine grosse Spielfreude aus. Alle geben ihr Bestmögliches. Zudem sind sie immer wieder offen für originelle neue Projekte.
Und wie umschreiben Sie Ihren Einsatz für das Blasorchester?
Dirigieren und Leiten, das ist meine Leidenschaft. Ich habe stets versucht, aus den Mitgliedern ihre musikalischen Fähigkeiten herauszukitzeln. Ich habe sie gefordert. Sie liessen sich auch fordern und haben enorme Fortschritte gemacht.
Das Programm dieses letzten Konzertes setzte sich aus Ihren Lieblingswerken zu-
sammen, die Sie mit dem Musikverein Harmonie Hausen während der letzten 25 Jahre einstudiert haben. Welches war besonders herausfordernd?
Das über zehn Minuten dauernde Stück «Pilatus – Mountain of Dragons» von Steven Reineke. Es beinhaltet viele Solopartien und ist für die Musizierenden durch seine Vielseitigkeit, die Einsätze und die unterschiedliche Dynamik anspruchsvoll. Aber auch das Werk «Bohemian Rhapsody» zusammen mit dem Streicherensemble stellte hohe Anforderungen.
Waren Sie zufrieden mit den Auftritten an den Konzerten?
Ja, ich war sehr glücklich und zufrieden mit den Leistungen des Orchesters, und ich habe ihnen natürlich jeweils auch ein grosses Lob ausgesprochen.
Was bleibt nun nach dem Abschied? Es bleibt natürlich etwas Wehmut. Aber ich nehme als Erinnerung grossartige musikalische Erlebnisse, langjährige Beziehungen und viel Dankbarkeit mit. Dankbarkeit von mir, aber auch Dankbarkeit, die ich erlebt habe vom Verein und immer wieder vom Publikum. (mv)
Mit viel Enthusiasmus und Singfreude wagt sich der Chor Cantalbis aus Hausen an ein neues Projekt. Zusammen mit dem Singkreis der Lukas-Kirche Luzern werden sie am 18. Oktober in Baar und am 24. Oktober in Luzern «Die Schöpfung» von Joseph Haydn aufführen. Joseph Haydns Oratorium «Die Schöpfung» (1796–1798) zählt neben den «Jahreszeiten» zu seinen bedeutendsten Werken und gehört zu den zentralen chorsymphonischen Kompositionen der Wiener Klassik. Joseph Haydn hat für dieses Werk ein grosses Klangvolumen
2026
gewählt, die Aussagen der Musik und der Texte sollten so richtig zum Tragen kommen. Auch hat er eine Serie von monumentalen Chorpassagen eingesetzt, von denen einige das Ende eines Schöpfungstages feiern. Der junge Dirigent Francis-
co Santos wird dem Chor mit viel Begeisterung diese grossartige Musik zugänglich machen. Das Projekt bietet ambitionierten Laiensängerinnen und -sängern die Möglichkeit, eines der bedeutendsten Werke der Chorliteratur auf hohem
künstlerischem Niveau zu erarbeiten und aufzuführen. Zur Verstärkung sucht der Chor darum motivierte Ad-hoc-Sängerinnen und -Sänger jeden Alters. Geprobt wird jeweils am Dienstag von 19.45 bis 21.45 Uhr im Singsaal der Sekundarschule Hausen. Anmeldungen für die Start-Probe am 24. Februar werden gerne entgegengenommen.
Elisabeth Gutzwiller
Hausen werden zum Sinfonie-Blasorchester. (Bilder Marianne Voss)
Imhof.
Rägle Brawand.
Wahlpodium Hedingen: Informativ und unterhaltsam
Wer kandidiert warum für den Gemeinderat? Das wurde am vergangenen Donnerstagabend geklärt
Sandra ISabél ClauS
Marina Gantert von «Hedingen-engagiert» begrüsste die knapp 150 Hedingerinnen und Hedinger zum Wahlpodium in der Turnhalle Schachen. Rasch übergab sie das Wort an Moderatorin Bettina Dieterle, die mit Witz und Charme – im breiten Basler Dialekt – gekonnt durch den Abend führte. «Wenn unsere Theater so gut belegt wären wie diese Turnhalle heute, dann ginge es der Kulturszene grossartig», stellte sie erfreut fest. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Erneuerungswahlen vom 8. März bewegen und das Dorfgeschehen auf breites Interesse stösst.
Effektvolle Moderation
Effektvoll machte die Moderatorin mit wenigen Sätzen auf jede einzelne Persönlichkeit neugierig. Anschliessend bat sie die Kandidatin und den Kandidaten mit Namen auf die Bühne und stellte auch gleich die ersten knackigen Fragen. Den Anfang machte Nicole Doppler, die für das Präsidium kandidiert. Auf die Frage, was ihr als Gemeindepräsidentin besonders wichtig wäre, antwortete die aktuelle Finanzvorsteherin: «Die gute Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates und mit der Verwaltung ist essenziell. Grosse Projekte möchte ich effizient vorantreiben.» Vorwärtsgehen möchte auch Marco Vanetta, derzeit im Gemeinderat zuständig für das Ressort Tiefbau, Natur und Umweltschutz. Er findet, Stillstand sei ein Rückschritt, es müsse möglich sein, Tradition und Fortschritt zu verbinden. Der Rückgang der Schülerinnen und Schüler sowie die komplexe Schulraumplanung beschäftigen Esther Nievergelt. Sie kandidiert erneut für das Amt als Schulpräsidentin, das sie im Moment innehat, und möchte die Gemeinde für Familien attraktiv halten. Auch für Fabian Kraxner stehen familienpolitische Themen im Fokus, ebenso wie psychische Gesundheit und das Gemeinwohl. Einen Psychiater brauche das Dorf Hedingen zwar nicht, doch den vielfältigen sozialen Themen müsse weiterhin ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. «Was ist für Sie in Hedin-
gen Ihr Herzensprojekt?», fragte Bettina Dieterle Rolf Schilliger, derzeitiger Vorsteher für Hochbau und Energie. «Dazu gehört sicherlich die Zentrumsplanung, für die wir bereits viel Zeit und Arbeit investiert haben», antwortete der Im-
«Die gute Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates und mit der Verwaltung ist essenziell.»
Nicole Doppler, kandidiert fürs Gemeindepräsidium in Hedingen
mobilienspezialist. Ein bemerkenswerter Aspekt in Sachen Energie sei, dass drei Windräder so viel Energie produzieren würden, wie die Gemeinde Hedingen (inklusive Industrie) in einem Jahr benötige. Nach der Vorstellung der
E-Scooter in Affoltern?
Online-Bevölkerungsumfrage vor Entscheid
Der Stadtrat Affoltern hat die Attraktivitätssteigerung der politischen Partizipation als strategisches Ziel gesetzt. Dazu wurde im vergangenen Jahr das Produkt E-Mitwirkung der Firma Konova beschafft. Mehrere Gemeinden setzen bereits erfolgreich auf diese Art der Mitwirkung. Bei der ersten Bevölkerungsumfrage geht es um E-Scooter. E-Scooter sind elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge mit Trittbrett, Lenker und zwei Rädern. Sie werden von einem Elektromotor angetrieben und eignen sich vor allem für kurze Strecken im Siedlungsgebiet. In der Schweiz gelten für E-Scooter besondere Verkehrsregeln. Bei der Stadt Affoltern ist aus der Bevölkerung heraus ein Gesuch für einen befristeten Pilotbetrieb mit EScootern eingereicht worden. Der Stadtrat prüft nun, ob ein solches Angebot als Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot grundsätzlich sinnvoll sein könnte und ob auch das Interesse aus der Bevölkerung dazu besteht. Aus diesem Grund sollen, bevor über eine allfällige Bewilligung entschieden wird, die Meinung und das Bedürfnis der Bevölkerung in die Entscheidfindung einbezogen werden. Zu diesem Zweck führt die Stadt vom Montag, 9. Februar, bis Montag, 2. März, eine anonyme OnlineBevölkerungsumfrage durch. Die Ergeb-
nisse der Umfrage fliessen in die weitere Beurteilung ein. Erst nach deren Auswertung entscheidet der Stadtrat, ob ein befristeter Pilotbetrieb mit klaren Auflagen gestartet oder darauf verzichtet wird. Die Umfrage wird über das digitale Mitwirkungs-Portal der Stadt Affoltern durchgeführt. Dieses ermöglicht es Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Personen, die sich der Stadt verbunden fühlen, sich mit Meinungen, zum Beispiel bei einer Bevölkerungsumfrage, aktiv einzubringen und so geplante Vorhaben mitzugestalten. Beim eingegangenen Gesuch für ein E-Scooter-Sharing-System geht es um einen auf zwölf Monate befristeten Pilotbetrieb mit einer kleinen Anzahl E-Scooter in Affoltern sowie Zwillikon, um Erfahrungen zu Nutzen, Akzeptanz sowie zu Fragen der Sicherheit und Ordnung zu sammeln. E-ScooterSharing bedeutet dabei, dass E-Scooter kurzfristig per App kostenpflichtig genutzt und nur an vorgesehenen Orten abgestellt werden können. Ein allfälliger Pilotbetrieb würde unter klar definierten Auflagen erfolgen und vom Anbieter betrieben werden. Für die Stadt Affoltern entstehen keine Kosten.
Stadt Affoltern
bisher amtierenden Gemeinderäte wurden die neuen Anwärterinnen und Anwärter in den Ring geholt. Wie andere Kandidierende zog auch Debora Senn Mohanathas nach Hedingen, weil in Zürich keine Wohnung zu finden war. Als Einwohnerin und unbelastete Newcomerin liegt ihr am Herzen, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung gehört und Veränderungen im Dorf sichtbar gemacht werden, nicht nur darüber gesprochen werde. Neben diversen Ämtern will sich auch Jürg Werner politisch engagieren. Auf seine Kernkompetenz angesprochen, führt er an, dass er über langjährige Führungserfahrung verfügt und in den Bereichen Finanzen, Planung und Strategie Impulse liefern kann. In die FDP-starke Gemeinde möchte er etwas SVP-Wind bringen. Last, but not least trat Franziska Bossert in die Runde. Die Steuerpolitik steht bei ihr unter anderem ganz oben auf der Liste, wie auch das Thema Sicherheit – insbesondere die Zusammenarbeit mit der Polizei reizt sie. «Wollen
Sie aus Hedingen ein kleines Zug machen – mit tiefen Steuern und Briefkastenfirmen?», erkundigte sich die Moderatorin mit einem Augenzwinkern. «Natürlich nicht. Zug ist steuerattraktiv, ja, doch habe ich kürzlich in einer neuen Statistik gelesen, dass Hedingen bereits im Begriff ist, aufzuholen», entgegnete die Expertin für Rechnungslegung und Controlling.
Grossprojekt Zentrumsplanung
Nach dieser Vorstellungsrunde lockte Bettina Dieterle mit Fragen zu möglichen, nicht gebundenen Investitionen, zu bezahlbarem Wohnraum und Alterswohnungen sowie zur Kommunikation zwischen Behörde und Bevölkerung die Kandidierenden aus der Reserve. Das Grossprojekt Zentrumsplanung kam zudem mehrfach zur Sprache. Dabei lautete die teils verhaltene Kritik, dass die Bevölkerung zu wenig oder zu spät in den Prozess eingebunden worden sei. Die Themen
Hedingen: Interesse an der Dorfentwicklung
Informationsveranstaltung vom 2. Februar
Das Ziel der Informationsveranstaltung am Montag, 2. Februar, mit dem Titel «IG Dorfzentrum mit Mass» war es, so viele Menschen wie möglich zu einer kritischen Meinungsbildung bezüglich der Zentrumsplanung zu sensibilisieren. 55 Teilnehmende und erfreulicherweise auch eine Vertretung des Gemeinderates sowie Mitglieder der Planungsgruppe diskutierten äusserst angeregt über die geplante Zentrumsentwicklung von Hedingen.
Bedenken wegen der neuen Zufahrtsstrasse
Die grössten Bedenken äusserte man an der geplanten neuen Zufahrtstrasse. Diese sei zu teuer, von geringem Nutzen und löse vorhandene Verkehrsprobleme nicht. Fehlende Parkmöglichkeiten, die bescheidene Grünfläche beim Dorfbach und der Abbruch geschichtsträchtiger Bauten wurden ebenfalls als Kritikpunkte erwähnt.
Geringe Kostentransparenz wurde kritisiert
Viele Teilnehmende störten sich auch am unverhältnismässigen Kosten-Nut-
zen-Verhältnis, einer geringen Kostentransparenz, zu vielen offenen Punkten in der Planung sowie der ungenügenden Kommunikation zwischen der Hedinger Bevölkerung und der Planungsgruppe.
Bevölkerung wünschte eine Zentrumsplanung
Das Interesse an der Dorfentwicklung ist gross. Die Diskussion wurde emotional, offen, direkt und absolut fair geführt. Es zeigte sich, dass eine Zentrumsplanung erwünscht wird, die der Gemeinde einen Nutzen bringt. Eine Planung nach dorf- und nicht nach städtebaulichen Kriterien wird gefordert. Nach so langer Planungszeit und hohen Ausgaben hätte man zudem mehrere Lösungsvorschläge erwartet. Als Empfehlung an die Planungsgruppe und den Gemeinderat resultieren eine Überarbeitung des Gesamtprojektes und intensive Kommunikation mit der Bevölkerung und deren Miteinbezug.
Enrico Meuli, Ernst Riederer, Walter Reichenbach, Dorfzentrum mit Mass
Verkehrsberuhigung und Biodiversität sorgten ebenfalls für differenzierte Anregungen.
Für Auflockerung sorgte das anschliessende Spiel «Landsgemeinde». Auf Fragen der Moderatorin antworteten die Kandidierenden mit Ja oder Nein, wobei Handheben Zustimmung bedeutete. So zeigte sich dem Publikum auf einfache Weise, wie sich die Kandidierenden zu unterschiedlichen Themen positionieren. Zum Abschluss erläuterten die acht Anwärterinnen und Anwärter kurz und prägnant, warum sie gewählt werden sollten. Einige Anwesende aus dem Publikum stellten noch letzte Fragen, die sich auf den zunehmenden Verkehr, insbesondere den stark frequentierten Kreisel, sowie auf ein allfälliges ganzheitliches Energiekonzept bezogen.
In eineinhalb kurzweiligen Stunden erhielt das Publikum nicht nur einen guten Überblick über die Kandidatenschaft, sondern wurde auch bestens unterhalten.
ZUR SACHE
Umweltfreundliche Konfetti
In einem Newsletter der Gemeinde Knonau wird darauf aufmerksam gemacht, dass man bei Fasnachtsumzügen bitte auf ökologisch abbaubare Konfetti umzusteigen solle. Diese Konfetti bestehen aus nachhaltigen Materialien, die sich schnell zersetzen und keine schädlichen Rückstände hinterlassen. (red)
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Wahlzettel Stadtrat Erneue u
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Die acht zur Auswahl stehenden Kandidierenden für den Gemeinderat Hedingen. (Bild Sandra Isabél Claus)
WAHLEMPFEHLUNGEN
Mit Erfahrung und Weitsicht
Wettswil liegt mir am Herzen – als Wohn- und Lebensort und als Lernort für unsere Kinder in der Primarschule. Seit meiner Kindheit, als ich im Schulhaus Wolfetsloh zur Schule ging, lebe ich in Wettswil und schätze die Nähe zu Zürich ebenso, wie die Nähe zur Natur. Heute bin ich verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Beruflich leite ich als stellvertretender Geschäftsführer ein Alters- und Pflegeheim in Zürich. Meine Hauptaufgaben sind dabei die Bereiche Infrastruktur und Hotellerie und die Informatik-Themen. Gerne setze ich mich weiterhin mit Erfahrung, Weitsicht und Engagement für eine tolle Schule ein. Die Primarschule Wettswil braucht bewährte Rahmenbedingungen. Als langjähriges Mitglied der Schulpflege Wettswil setze ich mich dafür ein, dass unsere Schule ein attraktiver Lern- und Arbeitsort bleibt – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für die Mitarbeitenden.
Mein Schwerpunkt liegt auf qualitativ guten Schulinfrastrukturen und
einer weitsichtigen, gesamtheitlichen Planung über alle Bereiche. Zukunftsorientierte, nachhaltige Lösungen erachte ich als zentrale Aufgabe, damit unsere Schulen heutigen und kommenden Anforderungen gerecht werden. In den vergangenen Jahren hat sich im schulischen Umfeld vieles verändert. Neue Unterrichts- und Betreuungsanforderungen, teils grosse Klassen und viele Kinder mit individuellem Betreuungsbedarf stellen Lehrpersonen und Betreuungspersonal vor grosse Herausforderungen. Mir ist es ein grosses Anliegen, dafür bestmögliche und gut überlegte Angebote und Lösungen für die Kinder und die Angestellten zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den drei weiteren bisherigen Schulpflegerinnen und unserer langjährigen Erfahrung können diese Herausforderungen gemeistert werden. Vielen Dank, dass Sie uns Bisherigen Ihre Stimme geben und uns so Ihr Vertrauen ausdrücken.
Matthias Gretler, Wettswil
Für Wettswil – bewährt und engagiert
Ich, Fränzi Bieri, GLP, kandidiere erneut für die Schulpflege, weil ich neben der Leidenschaft für die Bildung viel Fachwissen einbringe. Ich möchte mich auch in den nächsten Jahren aktiv dafür einsetzen, dass es unserer Schule so gut geht wie heute. Die hohe Qualität unserer Bildung und die grosse Zufriedenheit bei Kindern, Eltern und Mitarbeitenden sind ein zentrales Merkmal unserer Schule. Beruflich stehe ich als Medientrainerin selbst vor vielen Klassen an unterschiedlichen Schulen und weiss, was es bedeutet, in der heutigen Zeit zu unterrichten. Umso mehr schätze ich, was wir in Wettswil erreicht haben – und das soll so bleiben. Als Betriebsökonomin und ehemalige Berufsbildnerin in der Bankenausbildung bringe ich das nötige Rüstzeug für die Rolle als Finanzvorständin mit. Ob bei der Erstellung der Budgets inklusive deren Präsentation an der Gemeindeversammlung, der fairen Finanzierung bezirksweiter Projekte oder bei den aktuell laufenden Planungen für nachhaltige Energiegewinnung: Ich brin-
Kandidatur
Primarschulpflege
Wettswil –
Simone Hoffmann
Ich habe mich gefreut, als ich gelesen habe, dass Simone Hoffmann für die Schulpflege kandidiert. Simone wohnt in meiner Nachbarschaft und ich kenne sie, seit sie 2019 nach Wettswil gezogen ist. Auch in unserer Nachbarschaft organisiert sie immer wieder kleine Treffen. Ich erlebe sie privat als sehr aufgeschlossen und stets interessiert an einem Austausch. Sie hört zu und ihr ist das Wohlergehen der anderen wichtig. Zudem erlebe ich Simone als vielseitig interessiert: kreativ durch ihre Teilselbstständigkeit im Bereich der finanziellen Bildung für Kinder sowie diszipliniert und regelmässig beim Sport. Ich bin immer wieder überrascht, mit welchem Engagement sie Neues aufnimmt.
Klare Bereicherung
Aus diesen Erfahrungen heraus sehe ich Simone als eine klare Bereicherung für die Schulpflege Wettswil und besonders für das Präsidium. Ihre Offenheit für neue Themen und ihre Bereitschaft, dazuzulernen, passen aus meiner Sicht sehr gut zu dieser Aufgabe.
Karla Eberli-Mendoza, Wettswil
Die bisherigen Mitglieder der Primarschulpflege, welche sich erneut zur Wahl stellen (von links):
Mit Herz und Erfahrung für unsere Schule
ge Zahlen und Bildung zusammen. Als Medientrainerin begleite ich heute Schulklassen und Eltern im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien –ein Thema, das auch in der Primarschule zunehmend wichtiger wird. Ein attraktiver Steuerfuss bei gleichzeitig qualitativ hochstehender Bildung, das macht Wettswil als Wohnort attraktiv. In den ruhigeren Jahren punkto Kinderzahlen soll der Fokus auf unserer Infrastruktur liegen, damit diese weiterhin den aktuellen Standards entspricht. Wir vier bisherigen Schulpflegemitglieder kandidieren erneut. Unsere Zusammenarbeit ist wertschätzend, alle bringen andere Qualitäten ein. Wir arbeiten effizient und zielgerichtet zusammen. Die Arbeit macht Freude und das ist die Basis für gute Entscheidungen. Ich möchte auch weiterhin Verantwortung übernehmen, mitreden und etwas Positives bewirken. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.
Fränzi Bieri, Wettswil
Aufgewachsen in Wettswil, fühle ich mich unserem Dorf sehr verbunden. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei wunderbaren Kindern, die mir täglich zeigen, was es bedeutet, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Besonders am Herzen liegen mir die Anliegen der Kinder, weshalb ich Schule nicht nur aus der Sicht der Schulpflege erlebe, sondern ganz unmittelbar aus dem Familienalltag. Ich sehe täglich, was Kinder brauchen, um sich wohlzufühlen, neugierig zu bleiben und erfolgreich zu lernen, sei es Zeit, Geduld, Förderung oder einfach ein offenes Ohr. Beruflich bin ich in der Administration tätig und
habe mich als eidgenössische Führungsfachfrau sowie Personalassistentin weitergebildet. Diese Kenntnisse helfen mir, Aufgaben strukturiert und lösungsorientiert anzugehen. Seit einer Legislatur bin ich Mitglied der Schulpflege und dort zuständig für Sonderpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Arbeit zeigt mir deutlich, wo unsere Schule stark ist und wo wir mutig nachjustieren müssen, damit wirklich alle Kinder die Unterstützung erhalten, die sie verdienen. Ich kandidiere erneut, weil mir Stabilität und Kontinuität in der Schulpflege wichtig sind. Gemeinsam mit unserem engagierten Team arbeite ich aktiv daran,
Kinder sind unsere Zukunft
Als Schulsozialpädagogin und Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern bringe ich wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Familien und pädagogischen Systemen mit und lasse diese bewusst in mein Engagement in der Schulpflege einfliessen. Kinder lernen und entwickeln sich am besten, wenn sie sich sicher, gesehen und wohl fühlen. Diese Haltung prägt meine Arbeit in der Schulpflege seit Beginn meiner Amtszeit.
Die Schulpflege trägt die strategische Verantwortung für die langfristige Entwicklung der Schule. Auch in der kommenden Amtszeit möchte ich diese Verantwortung aktiv wahrnehmen. Dabei ist mir wichtig, gesellschaftliche Entwicklungen wie zum Beispiel Digi-
unsere Schule kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind individuell gefördert wird und alle Mitarbeitenden gut integriert sind. Eine offene und ehrliche Kommunikation mit der Bevölkerung liegt mir besonders am Herzen. Nur gemeinsam können wir unsere Schule stärken, den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden und sie fit für die Zukunft machen. Ich danke herzlich für Ihre Stimme und Ihr Vertrauen und freue mich darauf, auch weiterhin aktiv mit dem Team an der Entwicklung unserer Schule mitzuwirken.
Diana Pfister, Wettswil
talisierung, Nachhaltigkeit und Chancengleichheit bewusst in die Schulentwicklung einzubeziehen. Gemeinsam mit der Schulleitung sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, unter denen Lernen und Lehren langfristig gelingen können. Gute Schule entsteht nur dort, wo Menschen auch tragfähig arbeiten können. Für mich heisst Entwicklung, Bewährtes zu sichern und dort weiterzudenken, wo es sinnvoll ist. Meine Erfahrungen unterstützen mich dabei, vielschichtige Zusammenhänge einzuordnen und Entscheidungen umsichtig sowie lösungsorientiert zu treffen. Unverändert bleiben soll die Haltung, die den Schulalltag prägt. Sie basiert auf respektvollem Umgang, einer wertschätzenden Schulkultur und einer wachsenden Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Ebenso wichtig ist mir, dass weiterhin verantwortungsvoll und mit Weitsicht in Kinder investiert wird. Finanzielle Ressourcen sollen klug, nachhaltig und zielgerichtet eingesetzt werden. Bildung, Beziehung und Förderung sind dabei Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ich bin überzeugt, gemeinsam mit den drei weiteren bisherigen Schulpflegemitgliedern unsere Schule auch in Zukunft verantwortungsvoll, umsichtig und mit Blick auf das Wohl der Kinder und Mitarbeitenden weiterentwickeln zu können.
Jana Markworth, Wettswil
GLP empfiehlt Franz Wipfli zur Wahl als Stadtrat und Präsident der Primarschule
Die GLP unterstützt die Kandidatur von Franz Wipfli für den Stadtrat. Er ist fest in der Stadt und der Region verwurzelt, kennt die Anliegen der Bevölkerung und bringt über 20 Jahre Erfahrung aus politischen Gemeinden mit.
Verantwortung übernehmen
Franz Wipfli weiss: Eine Stadt funktioniert nur, wenn Verantwortung übernommen und Engagement gezeigt wird – genau dieses Engagement sowie die Bereitschaft und die Befähigung, Verantwortung zu übernehmen, bringt Franz Wipfli mit. Als Bereichsleiter Bau einer Zürcher Gemeinde kennt er den Verwaltungsbetrieb und die Zuständigkeiten der Gemeindekader genau. Dies ist gerade in der Stadt Affoltern wichtig, in welcher der (nicht vom Volk gewählte) Stadtschreiber – so hat man den Eindruck – scheinbar gelegentlich anstelle der demokratisch gewählten Exekutive agiert. Ein Stadtrat mit Berufserfahrung als Kadermitarbeiter einer Gemeinde
Nominationen der SVP Bonstetten
An ihrer letzten Mitgliederversammlung hat sich die SVP Bonstetten mit den bevorstehenden Gemeindewahlen vom 8. März befasst und ihre Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Für den Gemeinderat schlägt die Partei David Putnam vor. Putnam, verheiratet und Vater von drei Kindern, soll der SVP den wohlverdienten Sitz im Gemeinderat ermöglichen. Die Partei verweist darauf, dass ihr trotz eines Wähleranteils von über 30 Prozent bisher kein Sitz zugestanden wurde, und sie wiederholt von den Sympathisanten der FDP und der SP aufgefordert worden sei, einen jüngeren Kandidaten zu präsentieren. Mit David Putnam, der «mitten im Leben steht», sieht die SVP diese Forderung erfüllt. Für die Rechnungsprüfungskommission (RPK) stellt sich Bern-
hardt Rütimann zur Verfügung. Er folgt auf Edi Boxler, der aus dem Gremium ausscheidet. Rütimann bringt nach Angaben der Partei umfassende finanzielle Fachkenntnisse aus seiner Tätigkeit bei Schweizer Gross- und Privatbanken mit. Eine transparente und verantwortungsvolle Verwendung öffentlicher Mittel sei ihm ein besonderes Anliegen. Für die Primarschulpflege und das Präsidium unterstützt die SVP den Kandidaten Matthias Nufer (EDU). Sein Auftritt und seine Vorstellung an der Mitgliederversammlung hätten die Mitglieder überzeugt. Zur Wiederwahl schlägt die Partei zudem Gregor Roth, Isabella Tamas, Miriam Brawand und Natascha Tanner vor. Die vier bisherigen Mitglieder seien eine ideale Unterstützung für Nufer. Für die Sekundarschulpflege und das
weiss, wo die Verantwortung der Verwaltung endet und die des Stadtrats beginnt, und kann überbordender Einflussnahme Einhalt gebieten.
Bestmögliche Chancen
Besonders am Herzen liegt Franz Wipfli die Primarschule. Ihm ist wichtig, dass jedes Kind die bestmöglichen Chancen erhält, unabhängig von seiner Herkunft oder seinen Voraussetzungen. Bildung ist der Grundstein für ein selbstbe-
Präsidium setzt die SVP auf eine erfahrene Führungsperson. In Claude Wuillemin sieht sie diese Voraussetzung erfüllt. Er habe sich zu einer Kandidatur überzeugen lassen. Für dieses Amt seien weniger politische Positionen entscheidend, sondern die Fähigkeit, die bestehenden schulischen Strukturen zu verstehen, weiterzuentwickeln und einen reibungslosen Schulbetrieb gemäss diesen Vorgaben sicherzustellen. Gemeinsam mit Bruno Rüegsegger und Sandro Venetz, ebenfalls Kandidaten für die Sekundarschulpflege, wolle Wuillemin dazu beitragen, Ruhe, Vertrauen und Stabilität an die Sekundarschule Bonstetten zurückzubringen. Die SVP Bonstetten empfiehlt alle drei Kandidaten zur Wahl.
SVP Bonstetten
stimmtes Leben – und dafür möchte er sich starkmachen. Franz Wipflis Engagement für kindgerechte Bildung, Chancengleichheit und eine starke, praxisnahe Schule ist ein überzeugendes Argument für seine Wahl. Die GLP unterstützt seine Kandidatur und ruft alle Stimmberechtigten dazu auf, Franz Wipfli am 8. März ihr Vertrauen zu schenken.
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Matthias Gretler, Fränzi Bieri, Jana Markworth und Diana Pfister. (Bild zvg)
WAHLEMPFEHLUNGEN
«Markus Gasser hält nichts von Sparmassnahmen»
Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass die EVP mit zwei Vertretern im Stadtrat übervertreten ist.
Persönlich werde ich dem bisherigen EVP-Stadtrat Markus Gasser die Stimme nicht mehr geben. Er sitzt schon seit drei Amtsdauern – zuerst als Tiefbauvorstand und später als Vorstand von Bau und Infrastruktur – im Stadtrat und hat in diesen zwölf Jahren (zu) viele teure und teils unnötige Projekte an der Bevölkerung vorbei umgesetzt.
So unter anderem das Schwammstadt-Projekt an der Heimpelstrasse
(Kosten nicht bekannt), der viel zu hohe und fehlerhafte Kreditantrag für die Sanierung vom Sportplatz Moos (10 Millionen Franken sollten genügen), die Verbauung von Quartierstrassen mit unnötigen Schikanen, die Unterstützung der EVP-Stadtpräsidentin bei der 38-Stunden-Woche, den Zulagen von 10 Prozent oder 2.3 Millionen Franken für das gesamte Stadtpersonal (heute die höchsten Löhne im Kanton) sowie die Gewährung einer zusätzlichen Ferienwoche für alle.
Fazit: 50 Prozent höhere Personalkosten in nur vier Jahren. Markus
Eine Architektin in die Baukommission Stallikon
Sahra Khan (34), parteilos, ist Architektin ETH, verfügt über ProjektleitungsErfahrung in Entwurf und Ausführung aus ihrer beruflichen Tätigkeit bei Galli Rudolf Architekten in Zürich und früheren Funktionen. Sie sagt: «Mein erklärtes Ziel ist, in der Baukommission meine Fachkenntnisse einzubringen und mich für einen sorgsamen Umgang und eine nachhaltige Gestaltung von Landschaft und Dorfcharakter einzusetzen.» Sahra hat die Wahldelegation der FDP und SVP Stallikon im Gespräch überzeugt, dass sie eine kompetente Nachfolgerin ist für den zurücktreten-
den Architekten Hansruedi Metzger –grossen Dank ihm auch hier für seine langjährige, fachkundige Tätigkeit in der Baukommission. Somit heisst die Wahlempfehlung: Sahra Khan zusammen mit den bisherigen Fachleuten Jürg Feuz, parteilos, Brunnenmeister, Arthur Osbahr, Geschäftsführer, und Robert Jan Sidler, Projektleiter Holzbau, beide SVP, auf den Wahlzettel schreiben, damit Stallikon weiterhin über eine gestaltungsstarke Baukommission mit Architektur-Know-how verfügt.
FDP und SVP Stallikon
«Gute Führung erkennt man nicht an Worten, sondern an der Wirkung»
In einer Gemeinde ist Führung kein Auftritt, sondern eine Aufgabe. Sie gelingt Menschen, die Verantwortung nicht suchen, um gesehen zu werden, sondern weil sie verstanden haben, was sie bedeutet. Sie kennen die Abläufe, tragen ihre Dossiers, handeln überlegt und bleiben auch dann ruhig, wenn der Wind dreht. Solche Persönlichkeiten braucht eine Gemeinde: Menschen, die nicht nur da sind, wenn es leicht ist, sondern auch dann, wenn es anspruchsvoll wird.
Gasser hält nichts von Sparmassnahmen. Er vertraut auf die Einkünfte aus Handänderungen. Irgendwann haben wir aber kein Bauland mehr und dann fallen diese Einnahmen weg. Wir haben heute den vierthöchsten Steuerfuss im Kanton. Wenn wir ihn weiterhin gewähren lassen, ist die nächste Steuerfuss-Erhöhung absehbar und wir haben Verhältnisse wie in den Städten Zürich und Winterthur, wo die sonst schon knappen Parkplätze massiv abgebaut werden zugunsten von Velostreifen und -parkplätzen. Wenn ich in unserer Stadt die Fühler
ausfahre, machen wegen ihm viele Mitbewohner und Gewerbetreibende die Faust im Sack und sind mir dankbar, dass ich Klartext spreche. Die von einer grossen Mehrheit gewünschte Trendwende kann aber nur Erfolg haben, wenn am 8. März möglichst viele Stimmberechtigte an die Urne gehen und die vier bürgerlichen Kandidaten Claudia Spörri, Ernst Beeler, Pascal Santi und Franz Wipfli je zweimal auf dem Stimmzettel aufführen.
Peter Ackermann, Affoltern
Francesca Brignoli Lutz steht für Erfahrung und Verlässlichkeit
Der Schulzweckverband Bezirk Affoltern steht in den kommenden Jahren vor wichtigen Weichenstellungen. Die Totalrevision der Statuten und die Weiterentwicklung der Führungsstrukturen verlangen Erfahrung, Übersicht und eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Schulen und Fachstellen.
Francesca Brignoli Lutz bringt diese Voraussetzungen mit. Sie kennt die Strukturen, die Dossiers und die Abläufe im Verband und weiss, wie Entscheide vorbereitet werden müssen, damit sie in der Praxis tragen. Inhaltlich stehen
anspruchsvolle Aufgaben an, etwa bei der Weiterentwicklung der Sonderschulangebote, darunter auch der Heilpädagogischen Sonderschule. Diese Themen zeigen exemplarisch, wie wichtig sachorientierte Führung, klare Prioritäten und eine koordinierte Umsetzung sind. Wer im Schulzweckverband auf Kontinuität, ruhige Sacharbeit und verlässliche Führung setzt, findet in Francesca Brignoli Lutz die überzeugende Wahl.
Die Mitte Bezirk Affoltern
Ernst Beeler aus Zwillikon in den Stadtrat
SVP: «Bi de Lüt»
Am vergangenen Mittwoch konnte man im Café Casino die von der SVP Affoltern unterstützten Kandidatinnen und Kandidaten für die verschiedenen Behörden in der Stadt Affoltern kennenlernen. Die SVP-Ortspartei ist erfreut, für alle Gremien kompetente Persönlichkeiten vorzuschlagen.
Mit Claudia Spörri stellt sich eine bewährte Stadträtin zur Wiederwahl. Zudem ist es der Partei gelungen, mit Ernst Beeler neu wieder einen Vertreter aus Zwillikon für die Exekutive zu nominieren. Damit wird einerseits Erfahrung durch Claudia Spörri und andererseits mit Ernst Beeler wieder ein aktiver Vertreter des lokalen Gewerbes in den Stadtrat eingebracht. In ihren Ausführungen wurde deutlich, dass beide bereit sind, in ihrer Tätigkeit als Stadträte auch wieder den verstärkten Kontakt mit der Bevölkerung zu suchen. Neben dem erneut kandidierenden Präsidenten der RPK, Urs Gmür, kann die SVP mit Emrah Kilic, aufgewachsen in Cham, ein weiteres fachkompetentes Mitglied für die Kontrollbehörde vorschlagen. Für eine weitere Amtsdauer stellt sich Beat Kalt, der für die Immobilien der Primarschule zuständig ist, zur Verfügung. Angesichts des aktuell in Vorbereitung stehenden neuen Schulraums ist damit auch die notwendige Kontinuität gewährleistet. Besonders positiv aufgenommen wurde zudem die Kandidatur für die Sekundarschulpflege. Mit Sarah Müller konnte die SVP eine Lehrerin, derzeit Hausfrau und Mutter von vier Kindern, für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen.
Eine Gemeinde lebt von Menschen, die sich nicht in Szene setzen müssen, weil ihre Arbeit für sich spricht. Von Menschen, die bewusst handeln, klar führen und still Rückhalt geben. Es bleibt, weil es getragen ist von Erfahrung und Haltung, weil es echt ist und wirkt. Ein besseres Morgen braucht ein verlässliches Heute.
Die Mitte Ortsgruppe Obfelden empfiehlt die Wahl von Stephan Hinners zum Gemeinderat und Gemeinderatspräsidenten von Obfelden, weil er diese Werte voll und ganz verkörpert.
Wertvoll ist Führung, wenn sie Orientierung gibt. Wenn spürbar wird, dass Entscheidungen aus Erfahrung entstehen und nicht aus Übermut. Wenn ein Ressort nicht einfach verwaltet, sondern zuverlässig geführt wird. Wenn man sich darauf verlassen kann, dass jemand die Dinge zu Ende denkt und nicht bloss beginnt. Solche Menschen wirken nicht laut, aber nachhaltig. Sie schaffen Vertrauen, weil sie sich über Jahre bewährt haben und weil ihre Arbeit trägt. Führung ist kein Titel. Führung ist ein Prozess. Glaubwürdig wird dieser Prozess dann, wenn Verantwortung Schritt für Schritt getragen wurde. Wer den Alltag beherrscht, meistert auch besondere Momente. Wer immer wieder zeigt, dass das Gemeinsame über dem Persönlichen steht, bleibt verlässlich, auch wenn andere ins Schwanken geraten.
Die Mitte Ortsgruppe Obfelden
Kandidatur von Simon Gutknecht
Direkte Demokratie und das Milizsystem leben von gut ausgebildeten, verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern. Die Grundlagen dafür entstehen im Elternhaus und werden in der Grundschule fortgesetzt. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Ich bin im Schweizer Bildungssystem aufgewachsen, kenne das duale Ausbildungssystem aus eigener Erfahrung sehr gut und schloss mein Studium der Psychologie und Betriebswirtschaftslehre als Dr. phil. (PhD) an der Universität Zürich ab.
In meiner heutigen Funktion als vollamtlicher Professor an einer FH befasse ich mich intensiv mit didaktischen und bildungsbezogenen Fragestellungen und setze mich kontinuierlich damit auseinander, welche Fähigkeiten junge Menschen mitbringen müssen, um in einer sich dynamisch verändernden Zukunft erfolgreich und zufrieden zu sein. Zudem blicke ich auf rund 20 Jahre Erfahrung als Geschäftsleiter, Projekt- und Mandatsleiter im nationalen und inter-
nationalen Beratungskontext zurück und durfte Menschen in für sie passende Positionen bringen. Rund 30 Jahre lang war ich zudem als Offizier in der Schweizer Armee tätig. Diese Erfahrungen bringe ich gerne in das Gremium ein. Ich bin verheiratet und unsere beiden inzwischen erwachsenen Kinder haben die Schulen in Bonstetten besucht. Meine Frau unterrichtet zudem seit 16 Jahren an der Sekundarschule Bonstetten. Bei Angelegenheiten, die meine Gattin betreffen, würde ich dann selbstverständlich in den Ausstand treten. Die Oberstufenschule Bonstetten hat sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet, besonders bei Ausbildungsbetrieben. Diese Qualität gilt es zu erhalten. Mir ist es wichtig, dass unsere Kinder und Jugendlichen mit Optimismus und dem Vertrauen auf ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten der Welt begegnen. Dafür werde ich mich mit grossem Engagement in der Schulpflege einsetzen.
Simon Peter Gutknecht, Bonstetten
Wenn es um die Unterstützung von Gewerbe und KMU geht, also um das wirtschaftliche Rückgrat von Gemeinden, Städten, Kantonen, dann ist auf die Unternehmer und die Unternehmerinnen, welche selber in politischen Ämtern tätig sind, am meisten Verlass. Daher ist es uns, dem Gewerbeverein Affoltern, ein Anliegen, dass am 8. März mit Ernst Beeler, Zwillikon, ein innovativer und gestandener Gewerbler in den Stadtrat gewählt wird. Im Stadtrat von Affoltern braucht es Leute wie ihn. Personen, die wissen, dass das Geld, welches ausgegeben wird, zuerst einmal verdient werden muss. Die auch in ihrem Betrieb Verantwortung übernehmen, um die Zukunft für sich und die ihrer Angestellten zu sichern.
Als Handwerker setzt sich Ernst Beeler nicht nur für das eigene Unternehmen und die Arbeitsplätze im Bezirk ein, er nimmt genauso die Inte-
ressen von Bürgern und Einwohnern wahr, denn seit Jahren ist er für sein grosses Engagement für die Gesellschaft bekannt. Er ist örtlich sehr gut verankert und weiss, wo der Schuh drückt. Im Weiteren ist das einheimische Gewerbe seit Jahren im Stadtrat untervertreten. Wir ermuntern daher alle Wahlberechtigten, für welche die Sorgen und Nöte des Gewerbes und der Stadt ein Anliegen sind, Ernst Beeler die Stimme zu geben, denn wer die vollständige Verantwortung für sein eigenes Leben und seinen Betrieb trägt, ist halt doch aus anderem Holz geschnitzt. Und mit Ihrer Unterstützung des bürgerlichen 4er-Tickets mit Claudia Spörri, SVP (bisher), Pascal Santi, FDP (neu), Ernst Beeler, SVP (neu), sowie Franz Wipfli, Die Mitte (neu), gelingt die Trendwende im Stadtrat.
Gewerbeverein Affoltern
Für ein gut qualifiziertes Schulpräsidium in Affoltern
Das Präsidium der Primarschule ist ein verantwortungsvolles Führungsmandat. Als Stadtrat/Stadträtin Bildung trägt das Schulpräsidium die strategische Gesamtverantwortung für das Ressort – inklusive Zielsetzung, Priorisierung und politischer Durchsetzung. Wer dafür kandidiert, muss führen können. Die Primarschule ist geführt von einem Leiter Bildung in der Verwaltung und dann von mehreren Schulleitern, die den Berufsalltag der Lehrpersonen führen und beaufsichtigen. Diese Struktur gilt es zu respektieren und zu festigen. Neben Franz Wipfli (Die Mitte) bewerben sich Yvonne Accorinti und Galina Bruder um dieses Amt. Die beiden Letztgenannten haben hinsichtlich Behördentätigkeit, politischer Führung und Verwaltungserfahrung wenig aufzuweisen. Pädagogische Berufserfahrung reicht aber nicht aus, um das Schulpräsidium zu führen. Die Primarschulpflege braucht im Präsidium weder eine «beste Lehrerin» noch eine wohlmeinende Pädagogin. Es geht
nicht um Nähe zum operativen Alltag, sondern um politische Steuerung, strategische Planung und zukunftsfähige Entscheide. Die Aufgabe des Schulpräsidiums ist deshalb, die Schulpflege zu führen, Ziele festzulegen, Entwicklungen vorauszudenken und die Schule im Stadtrat zu vertreten. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den finanziellen Mitteln muss insbesondere bei kostspieligen Schulbauten sichergestellt sein. Das alles erfordert Erfahrung in politischen Gremien, im Umgang mit Investitionsprojekten und mit Ressourcenknappheit. Von den zur Wahl stehenden Kandidierenden erfüllt einzig Franz Wipfli (Die Mitte) die Anforderungen an das Schulpräsidium überzeugend. Sein beruflicher Werdegang und seine Erfahrung im Umgang mit Verwaltung und Behörden sind ideale Voraussetzungen für diese Führungsaufgabe.
Die Mitte Affoltern
Der gut besuchte Anlass wurde nach der Vorstellung der Kandidierenden intensiv für Fragen und den persönlichen Austausch genutzt. Dabei kam insbesondere auch die grosse Wertschätzung für die erneuerte Zusammenarbeit der bürgerlichen Parteien zum Ausdruck, namentlich für den gemeinsamen Wahlvorschlag von vier Stadträten. Die Veranstaltung wurde mit der Erkenntnis abgeschlossen, dass die SVP Affoltern mit einem überzeugenden Personaltableau in die Wahlen vom 8. März geht. SVP Affoltern
Ackermann in den Gemeinderat
Ab dieser Woche können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Wettswil unter anderem die fünf Mitglieder des Gemeinderats für die nächsten vier Jahre wählen. Ich kandidiere am 8. März für die Vakanz von alt Gemeinderat Kurt Fritz. Seit meiner Geburt 1982 lebe ich in Wettswil, bin hier tief verwurzelt und überzeugt, dass ich das nötige Rüstzeug für dieses Amt mitbringe. Beruflich bin ich Unternehmer aus Leidenschaft. Als geschäftsführender Inhaber eines Zürcher KMU mit 14 Mitarbeitenden trage ich Verantwortung, treffe täglich Entscheidungen und entwickle gemeinsam mit meinem Team zukunftsfähige Lösungen. Diese unternehmerische Denkweise, vorausschauend, lösungsorientiert und pragmatisch, möchte ich in die Gemeindearbeit einbringen. Als Juniorinnen-Trainer des FCWB erlebe ich hautnah, wie wichtig ein aktives Dorfleben für Wettswil ist. Deshalb liegt mir ein vielfältiges Vereins- und Kulturleben besonders am Herzen. Unsere Gemeinde braucht eine zukunftsgerichtete Vision, um dem anhaltenden Bevölkerungswachstum gerecht zu werden. In den kommenden Jahren stehen wichtige Entscheidungen an. Ich bin motiviert, daran mitzuwirken, Verantwortung zu übernehmen und mich aktiv einzubringen. So möchte ich mich für eine lebenswerte Gemeinde für alle Generationen einsetzen. Ich freue mich auf Ihr Vertrauen und Ihre Stimme. Roman Ackermann, Wettswil
Zerstörung der Pflanzenwelt unter Ortsbildschutz?
Am 30. Januar war im «Anzeiger» zu lesen, dass «nahezu alle Ortsteile» von Kappel «und natürlich die Region ums Kloster Kappel» unter kantonalem Ortsbildschutz stehen und von nationaler Bedeutung seien. Es ist sogar von einem nationalen «Schönheitszertifikat» die Rede. Das alles wundert mich doch sehr, denn in all den Jahren, seit ich hier wohne, beobachte ich von Jahr zu Jahr eine kontinuierliche Zerstörung und Verunstaltung des Klosterareals: Eine hässliche Betonmauer zerteilt den ehemals idyllischen Bereich beim Haus zum See. Auf der Kloster-Südseite wurde der einstige pa-
radiesische Garten restlos eliminiert. Auf der Westseite wurden alle hohen gesunden Birken gefällt. Auch heute noch werden ungehindert weiter Bäume auf dem Areal gefällt (während ich diese Zeilen schreibe). Um das ganze Kloster herum wurde das ehedem wertvolle Pflanzenleben sukzessive zunehmend vernichtet. Wird dieses traurige Zerstörungswerk weitergehen, bis der letzte Baum gefällt ist und die letzten Sträucher verschwunden? Jedenfalls scheint die Pflanzenwelt beim «Ortsbildschutz» nicht mitgemeint zu sein.
Patricia Ertl, Kappel
Wenn Vertrauen fehlt – ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit
Vor Kurzem kam es im Zusammenhang mit einem Skilager zu einem Ausschluss einer Schülerin. Ohne Namen zu nennen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen, möchte ich diesen Vorfall zum Anlass nehmen, einen Gedanken zu teilen, der mir wichtig ist.
Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum für Entwicklung, Fehler und Vertrauen. Gerade Jugendliche brauchen die Chance, aus Erfahrungen zu lernen. Umso wichtiger ist, dass Erwachsene ihnen mit Offenheit, Gesprächsbereitschaft und Menschlichkeit begegnen. In diesem Fall entstand der Eindruck, dass fehlendes Vertrauen seitens einer Lehrperson ausschlaggebend für die Entscheidung war. Ein Ausschluss vom Skilager ist mehr als eine organisatorische Massnahme, er bedeutet Ausgrenzung, Enttäuschung und oft Scham. Solche Entscheidungen hinterlassen Spuren. Natürlich tragen Schulen Ver-
antwortung für Regeln und Sicherheit. Doch ebenso entscheidend ist, wie wir mit Situationen umgehen, wenn Vertrauen erschüttert ist. Wurde das Gespräch gesucht? Gab es Raum für Erklärung oder einen zweiten Blick? Oder wurde vorschnell entschieden?
Mehr Menschlichkeit bedeutet nicht, Regeln aufzugeben. Es bedeutet, zuzuhören, abzuwägen und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Vielleicht dürfen wir uns als Gesellschaft fragen: Welche Werte wollen wir unseren Kindern vorleben? Kontrolle oder Beziehung? Sanktion oder Entwicklung? Misstrauen oder Vertrauen?
Dieser Beitrag versteht sich nicht als Kritik, sondern als Einladung zum Nachdenken, und als Wunsch, dass Schule ein Ort bleibt, an dem junge Menschen sich gesehen fühlen, auch wenn sie Fehler machen.
Rosalinda Bramante, Affoltern
«Was man bestellt, das muss man auch bezahlen»
So lautete der Spruch meines Vaters, wenn man etwas kaufen wollte. Nun stelle ich mir die Frage, warum ich etwas bezahlen soll, das ich weder bestellt habe und ich auch gar nicht will? Das gilt auch für die SRG! Ich benötige weder Radio noch TV von SRF Schweiz. Und trotzdem muss ich diese Sender bezahlen. Was liefern mir diese Journalisten des SRF ins Haus? Gemäss einer Studie der ZHAW bezeichneten sich 3/4 dieser
Journalistinnen und Journalisten als politisch links! Sie schrieben das selber bei der Umfrage. Und für einen linken, unbestellten Einheitsbrei, soll ich noch hohe Gebühren bezahlen? Nein, danke. Deshalb rufe ich alle Einwohnerinnen und Einwohner dazu auf, am 8. März 2026 ein überzeugtes Ja zur Halbierungsinitiative einzuwerfen. Danke!
Vertrauensverlust in Obfelden
Replik auf den Artikel mit dem Titel «Irritationen in Obfelden nach Caruso-Statement» im «Anzeiger» vom 6. Februar.
In «Crossiety» veröffentlichte Diana Caruso einen herablassenden, pauschalen Rundumschlag gegen ihre Kollegen und vor allem gegen den amtierenden Gemeindepräsidenten, gespickt mit Andeutungen und Anspielungen. Mit ihrem polemischen Tonfall disqualifiziert sie sich als Kandidatin für das Gemeindepräsidium selbst. Im Gemeinderat
sind Sachlichkeit und Teamgeist gefragt. Ist Frau Caruso nach diesem Vertrauensverlust auch als Gemeinderätin unwählbar?
Ich erinnere mich an die Wahlen vor zwei Jahren, als gemäss Artikel dieses «Anzeigers» betreffend Wahl von Simon Böhlen ein Mitglied der Wahlkommission mit seinem Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat vollumfänglich abgeblitzt ist. Ist die damals nicht namentlich genannte Rekurrentin vielleicht unsere Gemeinderatskandidatin Caru-
so? Vor einigen Tagen wurde ein auf privatem Grund platziertes Wahlplakat von Unbekannten entfernt. Wo bleiben die Meinungsfreiheit und unsere demokratischen Werte? Assoziationen mit Wahlen in Amerika lassen mich erschaudern. Was tut unser Gemeinderat, um uns zu überzeugen, dass keine Missstände herrschen, und um unser Vertrauen wieder zu stärken?
Myrta Zgraggen, Obfelden
Schule im Systemwandel – zum Wohle des Kindes?
Die Primarschule Bonstetten kündigte einen Systemwechsel an. Lehrpersonen sollen Lernbegleiter sein, Klassen neu Lerngruppen, Klassenzimmer Lernräume und Prüfungen werden – wenn das Kind dann bereit ist – zu Lernnachweisen. Das tönt neu, fortschrittlich und zukunftsorientiert. Ganz so neu ist dies allerdings nicht. Ich durfte ab 1991 Teil eines Lehrerteams sein, welches die Kunst- & Sportschule (K&S) in Zürich aufbaute. Jede Schülerin, jeder Schüler hatte einen individuellen Stundenplan, einen eigens auf ihn oder sie zugeschnittenen Lernplan, Lernkontrollen wurden geschrieben, wenn der Stoff erarbeitet und gefestigt war, und das Klassenzimmer war nicht zwingend der Ort, wo man sich für das Lernen aufhalten musste. Die Sache funktionierte, machte sowohl Lehrpersonen als auch Schülerinnen und Schülern sichtlich Spass und wurde von den Erziehungswissenschaften der Uni Zürich begleitet. Es
gibt allerdings einen gewichtigen Unterschied zum geplanten Schulversuch in Bonstetten. Der Ressourcenansatz. Für 20 Schülerinnen und Schüler an der K&S standen 175 Stellenprozente ausgebildete Lehrpersonen zur Verfügung mit der Handarbeitslehrerin dazu, waren es pro Klasse sogar 200 Stellenprozente, die während der gesamten Unterrichtswoche im Schulhaus anwesend und ansprechbar waren. Dies dürfte in Bonstetten kaum realisierbar sein. Später wechselte ich an die Sek-Hausen und wollte hier das individualisierte, selbstorganisierte Lernen – zumindest in den Fächern Mathematik, Geometrie und Deutsch – weiterführen. Ich scheiterte grandios. Nicht weil die Schülerinnen und Schüler «schlechter» waren. Der Grund war, dass ich nicht die individuelle Unterstützung bieten konnte, die dafür notwendig gewesen wäre. Während 15 Jahre war ich als Leiter Schulund Berufsbildung in Albisbrunn tätig
und verantwortlich für die Sonderschule des Typus A. Alle Schüler in Albisbrunn galten als «Schulversager», glänzten durch Schulabsentismus, Lernverweigerung und dissoziales Verhalten. Die Ursachen dieser Verhaltensauffälligkeiten waren sehr unterschiedlich. Allen gemeinsam war, dass sie mit Individualität, Selbstverantwortung und Selbststeuerung heillos überfordert waren. Ich bin gespannt, wie der Versuch in Bonstetten verläuft, und gleichzeitig froh, dass ich kein Kind mehr habe, welches als «Versuchskaninchen» herhalten muss. Eines ist klar: Intelligente, gute und angepasste Schülerinnen und Schüler werden mit dieser Art Schule kein Problem haben. Leiden werden die schwächeren Schülerinnen und Schüler und jene aus bildungsfernem Milieu, die keine Unterstützung von zu Hause erhalten.
Toni Schönbächler, Hausen
Vision Primarschule Bonstetten 2033: Lernen neu denken
Mit Interesse, aber auch grosser Sorge habe ich den Beitrag der Primarschulpflege zur «Vision Primarschule Bonstetten 2033» gelesen.
Als Elternteil von Kindern an der Primarschule Bonstetten begrüsse ich pädagogische Weiterentwicklung grundsätzlich. Was jedoch beunruhigt, ist das Vorgehen (fehlende Mitwirkung zentraler Anspruchsgruppen) und das Ausmass der geplanten Veränderungen (radikaler Systemwechsel).
Dass es sich dabei um weit mehr als eine blosse «Vision» handelt, geht auch aus den «FAQ» auf der Webseite der Primarschule hervor. Dort steht beispielsweise: «Erste Umsetzungsschritte sind für das Schuljahr 26/27 geplant...» und bauliche Themen sind mit «Gebäudesanierungen und Neubau ... in der Finanzplanung» verknüpft. Inhaltlich wird eine fundamentale Änderung der bestehenden Schulstrukturen angestrebt. In den FAQ steht wörtlich: «Werde ich als Lehrperson noch unterrichten? Nein, ausser Lernende melden Bedarf an.» Ebenso: «Habe ich als Lehrperson 2033 noch mein Klassenzimmer? Nein, es wird ‹Shared Working Spaces› ... geben.» Und: «Wie wird die individuelle Förderung sichergestellt? Jedes Kind wird in Zukunft seinen Lernweg selbst bestimmen ...» Gerade im Primarschulalter brauchen viele Kinder stabile Strukturen, klare Bezugspersonen und verlässliche Orientierung. Ich bin nicht gegen die Entwicklung unserer Schule – im Gegenteil, sie ist äusserst wichtig. Es braucht aber einen offenen, demokratisch legitimierten Prozess mit echter Mitwirkung von Lehrpersonen, Eltern und Kindern, schrittweiser Pilotierung, externer Evaluation und klarer Absicherung der Anschlussfähigkeit an Sekundarstufe und Gymnasium. Nur so entsteht Vertrauen und eine zukunftsfähige Lösung im Interesse unserer Kinder.
Thomas Rüegg, Bonstetten
Ansgar Gmür, Affoltern Laufend mehr Zwangsgebühren
Halbierungsinitiative: Ein gefährliches Spiel mit der Demokratie
Am 8. März stimmen wir über die sogenannte Halbierungsinitiative ab. Sie verlangt, dass das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen (SRG) künftig mit nur noch rund der Hälfte der heutigen Gebühren auskommen soll. Was zunächst nach Sparsamkeit klingt, bedeutet bei genauerem Hinsehen einen massiven Einschnitt in den Service public – mit Folgen weit über die Medienlandschaft hinaus. Ein solcher Kahlschlag wirft eine unbequeme Frage auf: Ist das nicht ein bekanntes Muster aus autoritären Systemen? Dort werden kritische Medien geschwächt, Budgets gekürzt, Journalistinnen und Journalisten unter Druck gesetzt. Häufig folgen Angriffe auf Hochschulen, Dozierende oder Kulturschaffende – auf all jene, die einordnen, hinterfragen und widersprechen. Natürlich ist die Schweiz kein autoritärer Staat. Doch auch hier gilt: Wer unabhängige Medien finanziell austrocknet, schwächt ihre kritische Funktion. Nicht durch offene Zensur, sondern durch Ressourcenentzug. Kritische Stimmen werden leiser – nicht, weil sie verboten wären, sondern weil ihnen die Mittel fehlen. Dabei erfüllen Medien in
einer Demokratie eine zentrale Aufgabe. Sie kontrollieren die Macht, decken Missstände auf und liefern verlässliche Informationen. Nicht umsonst spricht man von den Medien als «vierter Gewalt». Gerade die direkte Demokratie ist auf fundierte, unabhängige Berichterstattung angewiesen. Die Halbierungsinitiative gefährdet genau das. Sie bedroht Informations-, Kultur- und Bildungsformate, die regionale Berichterstattung sowie Tausende Arbeitsplätze. Entstehen würde ein Vakuum, das zunehmend von globalen, profitorientierten Medien- und Tech-Konzernen gefüllt wird – Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Klicks, Zuspitzung und Manipulation beruht. Die zentrale Frage lautet deshalb: Wollen wir starke, unabhängige Medien im Dienst der Öffentlichkeit –oder überlassen wir unsere Informationsversorgung den Interessen weniger Konzerne? Die Halbierungsinitiative ist keine harmlose Sparübung. Sie schwächt Medienvielfalt, demokratische Kontrolle und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Stefan Kessler, Affoltern
Die Gegner dieser sogenannten «Halbierungsinitiative» (tatsächlich ist es eine Reduktion auf zirka 61 Prozent der bisherigen Empfangssteuer) befürchten, dass bei der Annahme die SRG ihren Leistungsauftrag nicht mehr umfassend erfüllen könne.
Es wird jedoch tunlichst verschwiegen, dass durch die laufend zunehmende Bevölkerung (mehr Haushalte) automatisch mehr Zwangsgebühren in die Kasse der SRG gespült werden. Eine Reduktion auf 200 Franken wird dadurch mehr als kompensiert, ohne dass SRG deshalb ihren Grundleistungsauftrag erweitern müsste. Zudem können insbesondere beim Fernsehen SRF erhebliche Investitionen eingespart werden, wenn auf die Eigenproduktion von Tiefniveau-Sendungen wie zum Beispiel «Tschugger», «Eusi chli Botschaft» und so weiter verzichtet würde, da die Herstellung von solchem Schwachsinn kaum zum Leistungsauftrag eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders gehört. Deshalb am 8. März ein klares Ja zur Halbierungsinitiative.
Urs Gretler, Wettswil
Haushaltabgabe Rundfunk
Zurzeit erhält die SRG etwa 1.25 Milliarden Franken/Jahr aus der Haushaltsabgabe, die privaten Veranstalter 86 Millionen Franken/Jahr. Dazu kommen (schwindende) Werbeeinnahmen, wobei die SRG in ihren Fernsehprogrammen in den Unterhaltungssendungen – anders als ARD und ZDF – die ganze Nacht hindurch Unterbrecherwerbung sendet. Der Beitrag an die SRG wird ab 2027 um zirka 10 Prozent sinken, da die Haushaltsabgabe auf 312 Franken/Jahr gesenkt werden wird. Wird die Abgabe nach einer allfälligen Annahme der Initiative um 3/7 gekürzt, so wird die Zahlung an die SRG aus der Haushaltsabgabe auf zirka 710 Millionen Franken/Jahr sinken. Damit lässt sich der Kernauftrag (nicht der heutige Verfassungsauftrag)
der SRG, nämlich möglichst vielfältige Informationen über Politik und Kultur zu vermitteln, für alle vier Landessprachen immer noch erfüllen. Dazu wird eingewendet, dass der Zuschauer sich von einem Programm, das keine grossen Unterhaltungssendungen mehr enthält, abwenden wird. Das lineare Fernsehen ist aber ohnehin ein Auslaufmodell, das Durchschnittsalter der Zuschauer der SRG liegt erheblich über 60 Jahre. Das jüngere Publikum bevorzugt andere Formate (z.B. Disney oder Netflix). Zudem kann auf ARD und ZDF Unterhaltung, namentlich Krimis, Komödien und Liebesgeschichten, in Hülle und Fülle konsumiert werden. Die SRG könnte auch –wie dies der ORF schon lange tut – ihre Zusammenarbeit mit den deutschen
öffentlich-rechtlichen Sendern noch ausbauen. Summa summarum sehe ich nicht ein, weshalb wir den Moloch SRG, der mit viel Geld und hohem Produktionsaufwand viel Mittelmass für alte Menschen (zu denen auch ich gehöre) sendet, so grosszügig finanzieren sollen. Ein Programm pro Landesteil mit objektiven und möglichst vielfältigen politischen und kulturellen Inhalten (möglichst auch werbefrei wie das amerikanische Public-TV der 70er-Jahre) und 1 bis 2 Radioprogramme pro Landesteil genügen. Die linearen Fernsehprogramme werden mit der Zeit sterben, das werden sie aber auch, wenn die Haushaltsabgabe bei 350 Franken/Jahr bleibt. Hans Hegetschweiler, Hedingen
Be
Informationsabend
VertragspaketEU/
VertragspaketEU/Schweiz
NRFranzGrüter
NRGregorRutz
NRBenjaminGiezendanner
Forum in der Kafimüli
Christian Vonow erzählt von seinem freiwilligen Arbeitseinsatz in Kambodscha. Seite 14
«Wir heben ab!»
An einem Konzertabend startete der MV Hedingen zu einem musikalischen Höhenflug. Seite 14
Frischer Wind
An der GV des Frauenturnvereins Affoltern wurden neue Vorstandsmitglieder gewählt. Seite 20
Allesindherzlichwillkommen! Eine Verpflegungwirdofferiert. svp-knonau.ch
50-Jahre-Jubiläum wird angemessen gefeiert – Start der neuen Serie «Gewerbevereine im Bezirk»
Brigitte reemts Flum
Der Gewerbeverein Obfelden blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Gegründet wurde er gleich zweimal – erstmals 1934 und dann erneut im Jahr 1976, das heute als «offizielles» Gründungsjahr gilt. Dazwischen lagen Jahre, in denen weltpolitische Ereignisse den Alltag prägten. 1976 markiert somit den Neustart, weshalb der Gewerbeverein dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern darf.
Erster Präsident damals war Alfred Launer, dessen Malergeschäft seit 130 Jahren in Familienbesitz ist. Auch sein Sohn und Nachfolger Daniel prägte
«Ich bin Ur-Obfelder, Vereinsmensch und schon immer sehr engagiert im Dorf.»
Dominik Stierli, Präsident Gewerbeverein Obfelden
den Verein über mehrere Jahre als Präsident. Heute steht Dominik Stierli dem Gewerbeverein vor. Auch er ist in Obfelden geboren und aufgewachsen, führt hier eine Informatikfirma und ist ausserdem in Teilzeit als Redaktor beim «Anzeiger» tätig. Tief im Dorf verwurzelt, engagierte er sich schon früh in verschiedenen Vereinen: «Ich bin Ur-Obfelder, Vereinsmensch und schon immer sehr engagiert im Dorf», beschreibt er sich selbst.
Auf Wachstumskurs
Aktuell zählt der Gewerbeverein Obfelden über siebzig Mitglieder. Rund 70 Prozent haben auch ihren Firmensitz in Obfelden, die verbleibenden 30 Prozent setzen sich aus ehemaligen Obfeldern sowie «nur» in Obfelden wohnenden Gewerbetreibenden zusammen. Für eine Gemeinde dieser Grösse ist das eine beachtliche Zahl. Dieser Erfolg blieb auch
dem Kantonalen Gewerbeverband (KGV) nicht verborgen: 2022 wurde der Gewerbeverein Obfelden für den grössten relativen Mitglieder-Zuwachs ausgezeichnet.
Die Mitgliederstruktur ist ausgewogen – etwa zur Hälfte Handwerksbetriebe, zur anderen Hälfte Dienstleistungsbetriebe wie Treuhand-, Immobilien- oder IT-Firmen. Damit spiegelt der Gewerbeverein die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wider, in der der Tertiärsektor der am schnellsten wachsende Wirtschaftssektor ist.
Der Jahresbeitrag beträgt 190 Franken, im Jubiläumsjahr zahlen Neueintretende lediglich die Hälfte. Die Mittel fliessen in den Unterhalt des Vereins, in Veranstaltungen für die Mitglieder sowie anteilmässig an die übergeordneten Organisationen, namentlich den KMUund Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) und den KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern (KGVBA).
Vernetzung und Wissenstransfer Zentrale Aufgabe des Gewerbevereins ist die Förderung der Vernetzung des lokalen Gewerbes sowie der Austausch von Wissen und Erfahrungen. Einerseits geschieht dies über Veranstaltungen, die exklusiv den Mitgliedern offenstehen. Dazu gehört etwa ein jährlicher halbtägiger Ausflug – ein besonderes Highlight war 2025 der Besuch des Bundeshauses in Bern oder ein Abendspaziergang mit anschliessender Besichtigung eines Mitgliedbetriebs.
Andererseits engagiert sich der Verein auch öffentlich und prägt das Dorfleben aktiv mit. In Zusammenarbeit mit der Schule Obfelden/Ottenbach organisiert er beispielsweise einen Berufsinformations-Vormittag, an dem Schülerinnen und Schüler in Mitgliedbetrieben schnuppern können. Auch ist der Gewerbeverein massgeblich an der Organisation und Durchführung des «Räbeliliechtli-Umzugs» beteiligt.
Ein Höhepunkt im Vereins- und Dorfleben ist die alle vier Jahre vom Gewerbeverein organisierte Expo Obfelden
Ist schon voll dran an der Planung der Expo Obfelden, die im Juni stattfindet: Gewerbevereinspräsident Dominik
in der Mehrzweckhalle. Vom 12. bis 14. Juni ist es wieder so weit und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Gewerbeausstellung dient in erster Linie als Plattform für die Mitglieder des Gewerbevereins, auf Anfrage können aber auch Nichtmitglieder einen Ausstellungsstand mieten.
Die Expo hat in Obfelden eine lange Tradition. Präsident Dominik Stierli erinnert sich gut daran, wie er in den 1990er-Jahren seinem Vater Werner, Inhaber eines Spengler-Sanitär-Betriebs, beim Aufbau des Messestands half:
Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit
Geschäftslage wird besser beurteilt als auch schon
Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im Januar saisonbedingt leicht auf 3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig beurteilen die Zürcher Unternehmen die Geschäftslage als positiv und planen mehrheitlich, ihre Personalbestände zu halten oder auszubauen.
Anstieg der offenen Stellen durch Ausweitung der Meldepflicht
Ende Januar waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 26878 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 1131 Personen mehr als im Vormonat, was einem Anstieg der Quote von 2,9 auf 3,0 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist zum Jahresbeginn üblich und mehrheit-
lich auf saisonale Effekte zurückzuführen. Bereinigt um diese Saisoneinflüsse fiel der Anstieg mit 490 Personen deutlich moderater aus. Das Gastgewerbe verzeichnete mit einem Plus von 105 Personen den grössten absoluten Anstieg der Arbeitslosigkeit – eine für die Jahreszeit typische Entwicklung. Auch im Handel (plus 100) sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 88) nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu.
Einen deutlichen Sprung machten die bei den RAV gemeldeten offenen
Stellen: Ihre Zahl erhöhte sich im Januar um 3124 auf neu 8243, den höchsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren. Diese Zunahme ist vor allem auf die Ausweitung der Liste meldepflichtiger Be-
rufe zurückzuführen. Neu meldepflichtig sind unter anderem Reinigungspersonal und Hilfskräfte in Büros und Hotels (plus 676 neu gemeldete Stellen) sowie Köchinnen und Köche (plus 344) Die Geschäftslage hat sich im letzten Halbjahr auf einem leicht tieferen Niveau stabilisiert und zeigt seit Jahresbeginn wieder eine Aufwärtsbewegung. Die Geschäftserwartungen liegen trotz einer seit Ende 2025 beginnenden Erholung noch immer tiefer als vor der Coronapandemie. Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen in allen Branchen – mit Ausnahme des Grosshandels – ein geringes, aber positives Beschäftigungswachstum.
Kanton Zürich, Regierungskommunikation
Brigitte Reemts Flum)
«Expo in Obfelden – das war immer Ausnahmesituation!», erinnert sich Stierli.
Wirtschaftliche Herausforderungen
Der Gewerbeverein Obfelden und mit ihm die angeschlossenen Betriebe stehen vor denselben Herausforderungen wie die Schweizer Wirtschaft insgesamt: disruptive technische Entwicklungen, Nachwuchsförderung und Überalterung. Der Verein hat jedoch bereits Schritte unternommen, um zukunftsfähig zu bleiben. So befindet sich der
Vorstand in einer Erneuerungsphase, zu der an der Generalversammlung am 4. März die nächsten Schritte beschlossen werden.
Fokus auf jüngere Gewerbetreibende Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung neuer Mitglieder. Kürzlich wurde dazu eine Neumitgliederaktion lanciert, bei der rund hundert Gewerbebetriebe aktiv angeschrieben wurden. Künftig sollen insbesondere Start-ups und junge Gewerbler noch gezielter angesprochen werden, um einem möglichen Ungleichgewicht der Generationen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck werden auch die aktuellen Anlässe überdacht und es wird versucht, jüngere Mitglieder vermehrt einzubeziehen. Um die Bedeutung des Vereins weiter zu stärken und im Dorf sichtbarer zu machen, wurden zudem die Marketingmassnahmen ausgebaut. Der Gewerbeverein verfügt heute über eine moderne, aktuelle Website, einen neu gestalteten Flyer für Aktionen und Anlässe sowie eine verstärkte Präsenz auf Social Media (Instagram, Facebook). Das gerade in diesem Jubiläumsjahr auch die Expo stattfindet, ist ein zusätzlicher Schub für das lokale Gewerbe in Obfelden und die Sichtbarkeit des Gewerbevereins.
www.gewerbe-obfelden.ch
KMU prägen die Schweizer Wirtschaft: Über 99 Prozent aller Unternehmen zählen dazu, und sie schaffen mehr als zwei Drittel der Arbeitsplätze. Organisiert sind viele von ihnen in lokalen Gewerbevereinen. Die Serie «Gewerbevereine im Bezirk» stellt deren Engagement im Bezirk Affoltern vor. (red)
Begehrtes Rohholz
Umfragen zeigen positiven Trend
WaldSchweiz, der Verband der Waldeigentümer, und Holzindustrie Schweiz, der Verband der Säge- und Holzindustrie, haben Umfragen zur Wirtschaftslage der Branche ausgewertet. Das Ergebnis: Die Auftragslage in der Bauwirtschaft wird mehrheitlich als gut bis sehr gut eingeschätzt. Besonders der Holzbau weist eine hohe und stabile Auslastung auf; zahlreiche Zimmerei- und Holzbaubetriebe verfügen über gut gefüllte Auftragsbücher. In den kommenden Monaten wird mehrheitlich mit einer stabilen Auslastung der Holzindustriebetriebe gerechnet. Insgesamt wird die Nachfrage nach Schweizer Schnittholz stabil bis steigend eingeschätzt. Entsprechend ist der Schnittholz-Lagerbestand passend bis eher tief. Bei grossen Sägereien und industriel-
len Betrieben ist die Auftragslage gut bis sehr gut; traditionelle und kleinere Sägereien bewerten die Situation eher als mittel bis gut. Die Nachfrage nach Rundholz, generell bei Nadelholz und insbesondere bei Fichte/Tanne, ist hoch und übersteigt teilweise das Angebot. Fast die Hälfte der befragten Sägereien (44 Prozent) meldet einen tiefen Rundholz-Lagerbestand. Diese Situation wird sich in den kommenden Monaten bis zum Sommer 2026 kaum verändern, da wenig geschlagenes Holz im Wald vorhanden ist. Die Nachfrage und die Preise bei Industrieholz sind stabil bis zurückgehend. Die Preisdifferenz zu Energieholz ist aktuell oft so gering, sodass potenzielles Industrieholz zum Teil direkt als Energieholz verwertet wird. (red)
Stierli. (Bild
Ein musikalischer Höhenflug
Konzertabend voller Überraschungen und Emotionen mit dem Musikverein Hedingen
Seine Ankündigung, das Publikum auf einen musikalischen Höhenflug mitzunehmen, hat der Musikverein Hedingen am Konzertabend erfolgreich umgesetzt. Unter dem Motto «Wir heben ab!» präsentierte er ein abwechslungsreiches, emotionsgeladenes Programm mit Überraschungen und einer Prise Hedinger Humor.
Bereits der Einzug der Musikerinnen und Musiker war aussergewöhnlich: Eine Videoaufzeichnung zeigte sie bei ihrer Teilnahme am Umzug zu Ehren von Jeanne d’Arc in Orléans. Unter der Leitung von Monika Raschle eröffnete der Musikverein das Konzert mit dem energiegeladenen Stück «On Fire». Die fanfarenähnliche Einleitung war der perfekte Start für einen musikalisch vielfältigen Abend. Die Moderation übernahm Peter Lanzendörfer, der auf charmante Art und mit viel Fachwissen als «Flugbegleiter» durch das Konzert führte. Neben informativen Hinweisen zu den Musikstücken sorgten seine humorvollen Anekdoten für zahlreiche Schmunzler im Publikum. Der erste Aufstieg führte zum «King’s Castle»,
Präsident Thomas Graf (links) verabschiedet das langjährige Mitglied Heinz Romang.
dem sagenumwobenen Schloss Neuschwanstein. Ein besonderer Höhepunkt vor der Pause war das Tuba-Solo von Bernhard Winkenjohann und Matthias Brugger. In beeindruckender Virtuosität zeigten sie, wie vielfältig und lebendig die Tuba klingen kann – weit mehr als nur das Fundament im Orchester. Während der Pause konnten die Gäste ihr Glück bei der Tombola versuchen, sich am reichhaltigen Kuchenbuffet bedienen oder mit einem «Musikerkafi» oder kühlen Getränken stärken.
Im glitzernden Frack und mit Zylinder eröffnete die Dirigentin den zweiten Konzertteil. Inspiriert vom Stück «The greatest Show» schuf dieser Auftritt einen Hauch von Zirkusatmosphäre. Die Reise ging weiter mit «Dr Alpeflug» von Mani Matter, dem ESC-Siegertitel «The Code» von Nemo und dem fantasievollen Treffen mit «Cloud(iu)s», dem Wolkenmann. Weitere Abstecher in musikalische Höhen wie «Heaven» von Gotthard rundeten das Programm ab. Kein Wunder, dass das begeisterte Publikum mit lang anhaltendem Applaus reagierte, bevor der Musikverein mit zwei Zugaben für einen unvergesslichen Ausklang sorgte.
Im Rahmen des Konzerts wurde Heinz Romang mit grossem Applaus verabschiedet. Seit 1978 war er ein wichtiger Teil des Vereins. Als Klarinettist, im Register Percussion und mit viel Engagement im Vorstand hat er das Vereinsleben über Jahrzehnte mitgestaltet. Für 50-jähriges musikalisches Wirken wurde er im vergangenen Jahr zum Ehrenveteran ernannt.
Die nächste Gelegenheit, ein Konzert des MV Hedingen zu erleben, ist am 10. Mai, wenn das Muttertagskonzert vor der Hedinger Kirche stattfindet. Interessierte, die gerne einmal mitspielen und den Verein näher kennenlernen möchten, sind herzlich zur offenen Probe am 3. Juni eingeladen.
Maren Rühling, Musikverein Hedingen
Kino in der Kirche Bonstetten
Wem gehört unser Leben? Und wer entscheidet über unseren Tod? Im Film von Ferdinand von Schirach wird in einem fiktionalen Ethikrat über diese Fragen diskutiert. Es geht um den Fall eines 78-jährigen, kerngesunden Mannes, der sein Leben durch ein Medikament und mithilfe seiner Ärztin beenden will.
«Ihre Entscheidung – Gott» ist kein normaler Film, sondern vielmehr eine projizierte Diskussion. Diese beruht zwar auf fiktiven Personen, Motiven und Umständen, gestaltet sich im Kern jedoch als wahrhaftig. Denn das Thema des selbstbestimmten Todeszeitpunktes
ist zwar mittlerweile rechtlich verankert. Doch die Diskussion darüber und die Folgen eines solchen Todes sind nicht abschliessend diskutiert und bedürfen weiterer Erörterung.
Im Anschluss an den Film bietet sich die Möglichkeit, zum Thema bei einem von der reformierten Kirchgemeinde offerierten Apéro über das Thema auszutauschen.
Kino in der Kirche
Freitag, 13. Februar 2026, 19 Uhr in der ref. Kirche Bonstetten (Eintritt frei)
«Mein Sabbatical bei Smiling Gecko in Kambodscha»
Christian Vonow aus Stallikon erzählt davon in der Kafimüli
Im Rahmen der ersten Forum-Veranstaltung der Kafimüli Stallikon 2026 erzählt Christian Vonow am Mittwoch, 18. Februar, von seinem freiwilligen Arbeitseinsatz beim Hilfswerk Smiling Gecko in Kambodscha.
In seinem letzten Arbeitsjahr, vor gut sechs Jahren, erhielt der Stalliker Christian Vonow von seiner Arbeitgeberin Implenia die Gelegenheit, im Rahmen eines dreimonatigen Sabbaticals im Projekt «Smiling Gecko» des Schweizer Fotografen Hannes Schmid in Kambodscha, zirka 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Phnom Penh, mitzuarbeiten. Die Hauptaufgaben für den Gast aus der Schweiz bestanden darin, den lokalen Bauarbeitern (die meisten von ihnen ohne oder mit minimaler Schulbildung) fachliches Know-how zu vermitteln und ihre Arbeiten zu kontrollieren. Zudem konnte er sich als ehemaliger Maurer gut als «Handy Man» im bestehenden Schulhaus einbringen.
Entstanden ist ein spannender, eindrücklicher und unterhaltsamer Vortrag mit fantastischen Bildern voller
Emotionen: zum Aufenthalt von Christian Vonow, den vielen Begegnungen mit liebenswerten Menschen, unvergesslichen Erlebnissen und persönlichen Eindrücken, mit interessanten Informationen zum Projekt. Er erzählt auch von seinem freiwilligen Arbeitseinsatz als Bauführer auf einer der zahlreichen Baustellen auf dem inzwischen 150 ha grossen Gelände von Smiling Gecko, und den damit verbunde-
nen besonderen Herausforderungen. Christian Vonow lebt mit seiner Familie seit 1984 in Stallikon.
Hannes Schmid und Smiling Gecko
Hannes Schmid (79), Schweizer Fotokünstler, hat lange als Werbe- und Modefotograf gearbeitet. Angefangen hat Schmid seine Karriere mit Reisereportagen. Eine besondere Begegnung führte ihn nach Kambodscha und in die Slums der Hauptstadt Phnom Penh. Das Leben der vielen Kinder auf den Abfallhalden, inmitten von Gestank und von Millionen Mücken, faszinierte und schockierte Schmid zutiefst. Er wollte helfen. An-
fangs brachte er sauberes Wasser und Reis in die Slums, musste jedoch bald einsehen, dass ein Einzelner kaum Tausende von Familien und Kindern auf die Dauer retten kann. 2012 wurde deshalb der Verein Smiling Gecko Schweiz (SGS) gegründet, der sich aus Spenden finanziert. Mehr unter www.smilinggecko.ch.
Christian Vonow mit Kindern bei Smiling Gecko in Kambodscha. (Bild Christian Vonow)
«Ihre Entscheidung – Gott» ist kein normaler Film, sondern vielmehr eine projizierte Diskussion. (Bild zvg)
Die Dirigentin und das Orchester bedanken sich für den Applaus. (Bilder zvg)
Im Frack und mit Zylinder eröffnet Dirigentin Monika Raschle den zweiten Konzertteil.
Affoltern – eine Stadt im Wandel
Die Stadt steht vor grossen Herausforderungen in städtebaulicher Hinsicht – 10 Kandidierende für sieben Sitze
Diese Luftaufnahme aus dem Jahr 2023 zeigt nicht nur die schöne landschaftliche Lage, in die Affoltern eingebettet ist, sondern auch den Wandel der Stadt. Denn den Obi gibt es nicht mehr – dort soll ein Freizeitzentrum entstehen. Zwischen Pfister und Autobahnraststätte hat sich eine Firma aus den Kanton Zug angesiedelt und baut dort kräftig. Auch das Braui-Areal ist noch nicht im Bau. (Archivbild Stefan Felder)
Florian HoFer
Fragt man ChatGPT nach den wesentlichen Merkmalen von Affoltern, bekommt man bei den positiven Punkten als Erstes die schöne Lage im Knonauer Amt genannt. Dann folgen die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr (zumindest in Richtung Zürich), die Funktion als Regionalzentrum und das aktive Vereinsleben. Auch die grössten Herausforderungen kennt die künstliche Intelligenz. Die angespannte Situation am Wohnungsmarkt wird genannt, auch eine leicht über dem Durchschnitt liegende Kriminalitätsrate. Gerügt wird speziell «mangelnde politische Transparenz». Um das herauszufinden, hat ChatGPT vermutlich den «Anzeiger» konsultiert, da diese Zeitung fast das einzige Medium ist, das ausführlich über die Region berichtet und die Meinung der Bevölkerung in den Leserbriefspalten spiegelt. Das Fazit der Internetmaschine: «Affoltern steht vor typischen Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Gleichzeitig existieren langfristige Strategien, um Infrastruktur, Wohnen und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.»
Eine Vision für die Stadt
Ansiedlung einer Firma aus Zug
Affoltern
Gemeindefläche: 10,53 km2
Anzahl Einwohner: 12841 (per Ende 2024)
Besonderheit: Affoltern ist ein Ausgangspunkt des Ämtlerwegs, ein 46 Kilometer langer Wanderweg, der durch das Knonauer Amt führt. Er wurde bewusst als Identitätsprojekt der Region geschaffen.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
Tatsächlich wird in dem Papier aus dem Jahr 2023 eine Reihe von Themen angesprochen, die jetzt – zwei Jahre später – direkt spürbar ist. Stadtpräsidentin Eveline Fenner (EVP) verweist im Gespräch auf die spezielle Lage Affol-
«Ich spüre eine gewisse Staatsverdrossenheit bei der Bevölkerung.»
Eveline Fenner, Stadtpräsidentin
terns als Regionalzentrum zwischen Zug und Zürich und auf einen wirtschaftlich starken Neuzuzüger. Das Zuger Maschinenbauunternehmen Hydac Engineering AG realisiert im Gewerbegebiet Moosbachstrasse eine neue Produktionsund Lagerhalle mit Büroanbau. Ein anderes Thema aus der Vision 2023 ist die Verdichtung. Man will weiterhin eine 12-Minuten-Stadt bleiben. Das heisst, Wachstum ja, aber nicht in die Breite. Keiner soll länger als 12 Minuten brauchen, um zu Fuss oder mit dem Velo durch die Stadt zu kommen. «Verdichtung» ist das Schlagwort, das auch viele andere Schweizer Kommunen ernst nehmen. Nennenswert im Ort sind gleich mehrere grosse Überbauungen, die neu entstehen. Auf dem Schönbächler-Areal sollen an die 100 Wohnungen entstehen. Auf dem Zena-Areal wachsen
Dieses Fazit stammt wohl aus der Lektüre der «Strategie der Stadt Affoltern am Albis 2035», die eine ganze Palette an drängenden Themen zu einer Vision zusammenfasst. Darin werden Punkte angesprochen wie eine verlässliche Finanzpolitik und ein stabiler Steuerfuss, eine weitsichtige räumliche Weiterentwicklung und eine hohe Aufenthaltsqualität oder auch die Positionierung als wirtschaftsfreundlicher und innovativer Standort. Die Liste liesse sich fast beliebig lang fortsetzen.
dann einmal vier Wohnblöcke mit bis zu 25 Metern Höhe in die Luft. Das renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron ist daran beteiligt. Im BrauiAreal wächst fast ein neuer Stadtteil heran, ein Gymnasium soll kommen, und das Sammlungszentrum wird auch noch ausgebaut. Bagger und Kräne also, wohin man schaut. Und das ist nicht alles: «Es hat schon noch Potenzial», sagt Eveline Fenner. Es gäbe noch einige eher ältere und kleinere Häuser, die einst grösseren Überbauungen weichen könnten. Das bedeutet dann auch mehr Einwohnerinnen und Einwohner. Von derzeit knapp 13000 Personen könnte die Stadt auf 16000 bis ins Jahr 2040 wachsen. Die 13000er-Marke dürfte noch in diesem Jahr geknackt werden.
«Schwammstadt» sorgt für Kritik Noch ein anderer Punkt aus der Vision 2033 ist der Umgang mit dem Klimawandel. Aus den Überlegungen, wie man mit plötzlich auftretenden Starkregen umgehen könne, ist die Vision entstanden, möglichst viel Regen direkt an Ort und Stelle versickern zu lassen –auch bekannt als Schwammstadt-Prinzip. Daraus gewachsen ist das Projekt Heimpelstrasse – das allerdings umstritten ist, weil einige Personen, vor allem solche mit Rollatoren oder Rollstühlen aus dem benachbarten Seewadel, ihre Schwierigkeiten mit dem speziellen Kiesbelag haben.
Die Stadtpräsidentin nimmt die Anliegen ernst: «Wir wollen mit dem Pilotprojekt dort Erfahrungen sammeln und daraus lernen. Und was ist Ihr drängendstes Problem, Eveline Fenner? «Ich spüre eine gewisse Staatsverdrossenheit
bei der Bevölkerung. Ich möchte gerne das Vertrauen der Bevölkerung verbessern.» Ein bisschen – so scheint es –steckt ihr noch die verlorene Abstimmung zur 38,5-Stunden-Woche in den politischen Knochen.
Die Ausgangslage an der Urne
Die politische Ausgangslage vor den Wahlen am 8. März: Zur Wahl für den siebenköpfigen Stadtrat stehen 10 Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung. 6 Neue und 4 Bisherige. Nicht mehr zur Wahl stehen Felix Fürer, Markus Meier und Eliane Studer Kilchenmann. Stadtpräsidentin Eveline Fenner (EVP) tritt wieder an. Einen Gegenkandidaten haben die bürgerlichen Parteien, die an sich einen Machtwechsel im Stadthaus erreichen wollen, nicht gefunden.
Doch auch Fenner wird nicht automatisch zur Stadtpräsidentin, auch wenn sie in den Stadtrat gewählt wird. In einer sogenannten Nebenwahl muss sie auch das absolute Mehr fürs Präsidium erreichen. Das Gleiche gilt für das Präsidium der Primarschulpflege. Für dieses Amt treten gleich drei Personen an: Yvonne Accorinti-Aeberli (parteilos), Galina Bruder (parteilos, von der SP portiert) und Franz Wipfli (parteilos, von der Partei Die Mitte portiert). Die anderen zur Wahl antretenden Personen repräsentieren das ganze Parteienspektrum: Ernst Beeler (Gewerbe/SVP, neu), Markus Gasser (EVP, bisher), Stefan Kessler (Grüne, neu), Claudia Ledermann (parteilos, portiert durch die GLP), Pascal Santi (FDP, neu) und Claudia Spörri (SVP), die bisherige Primarschulpräsidentin, die dieses Amt zwar
7 Mitglieder, inklusive Stadtpräsidium und Primarschulpraäsidium
Primarschulpflege:
4 Mitglieder, inklusive Präsidium
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Sekundarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
nicht mehr will, aber dennoch als Stadträtin für ein anderes noch zu bestimmendes Ressort antritt. Für das Affoltemer Stimmvolk gibt es somit zumindest bei den Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat eine recht grosse Auswahl. Dass das Interesse an der städtischen Politik gross ist, zeigte der beachtliche Zulauf an zwei Podiumsdiskussionen, die in der vergangenen Woche stattgefunden haben.
Aber auch wenn die Stadtpräsidentin Fenner mangels Gegenkandidaten eine sehr gute Chance hat, gewählt zu werden, achten Beobachter dann wohl doch genau auf die Zahl der Stimmen, die sie zur Stadtpräsidentin machen könnten.
Zur Erinnerung: Vor vier Jahren waren drei Kandidaten fürs Stadtpräsidium gegeneinander angetreten: Der damals amtierende Stadtpräsident Clemens Grötsch, der aus dem Stadtrat als überzählig ausschied, Hermann Brütsch, der nur wenige Stimmen erhielt, und – eben Fenner. Sie erreichte 55,35 Prozent der Stimmen. Ob sie das Resultat wiederholen oder verbessern kann? Und wenn ja, wie sehr? «Auch für mich ist dann Zahltag», sagt sie.
Vor den Gemeindewahlen vom Sonntag, 8. März, stellte der «Anzeiger» vom 6. Januar an in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und liess die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.
Bisher sind erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.), Maschwanden und Hedingen (3.2.) und Kappel (6.2.).
Mit dieser Folge zu Affoltern ist die Serie beendet. (red)
in der Oberen Bahnhofstrasse fahren demnächst die Bagger auf. (Bild Florian Hofer)
Beim Spatenstich zum Braui-Park im September 2024: Stadtpräsidentin Eveline Fenner und Architekt Erich Leutwyler. (Archivbild Werner Schneiter)
Affoltern
Die Kandidierenden für die Wahlen
In Affoltern treten zehn Kandidierende für sieben Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
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Motiviert, weiter «anzupacken»
Claudia Spörri (53), SVP, bisher
Als gebürtige Affoltemerin bin ich eng mit meinem Heimatort verbunden. Affoltern ist nicht nur mein Wohnort, sondern der Ort, wo ich mich zu Hause fühle. Mir ist wichtig, nicht nur Teil dieser Stadt zu sein, son
dern das Zusammenleben aktiv mitzugestalten. In den vergangenen 16 Jahren durfte ich als Schulpflegemitglied, Schulpflegepräsidentin und Stadträtin viel Verantwortung übernehmen. Diese Erfahrungen haben meinen Blick für die Bedürfnisse unserer Stadt geschärft und mir gezeigt, wie wichtig umsichtiges, lösungsorientiertes Handeln ist. Ich kenne die Herausforderungen und bin motiviert, diese gemeinsam mit dem Stadtrat im Rahmen unserer demokratischen Prozesse weiter anzupacken.
Affoltern ist kein statisches Gebilde, sondern ein lebendiger Organismus, der sich weiterentwickeln muss, um den heutigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Diese Entwicklung soll verantwortungsvoll erfolgen – sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Blick auf langfristige Folgen. Nachhaltige Stadtentwicklung vereint ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte, um Lebensqualität für kommende Generationen zu sichern.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Wichtig ist zudem die Zusammenarbeit mit anderen Bezirksgemeinden, um Synergien zu nutzen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Eine vorausschauende Infrastrukturplanung bietet grosses Potenzial für die Entwicklung von Affoltern. Flexibel nutzbare Infrastruktur schafft die Basis, um auf künftige demografische Veränderungen zu reagieren. Die Entwicklung soll verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung der finanziellen Ressourcen erfolgen. Ziel ist es, Affoltern als attraktiven Wohn und Arbeitsstandort zu stärken sowie lokales Gewerbe und Vereine aktiv in die Planung einzubeziehen.
Eine umsichtige und vorausschauende Mehrjahresplanung in allen Bereichen ist unerlässlich. Angesichts der hohen Schuldenlast besteht kein Spielraum für «Nicetohave»Projekte. Wir tragen die Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen, ihnen keinen noch grösseren finanziellen Ballast zu hinterlassen. Unser Ziel muss es sein, bereits heute kluge und nachhaltige Entscheidungen zu treffen, die notwendiges Wachstum ermöglichen, ohne dabei einen übermässigen finanziellen Schuldenberg aufzubauen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln, gezielte Investitionen und eine vorausschauende Planung sind die zentralen Voraussetzungen dafür, dass Entwicklung nicht auf Kosten der Zukunft geht, sondern ihr dient.
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Affoltern erreichen?
In welchem Bereich hat Affoltern besonderen Entwicklungsbedarf?
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Was darf sich in Affoltern auf keinen Fall ändern?
«Entwicklung ja, Beliebigkeit nein»
Stefan Kessler (68), Grüne, neu
Das Amt des Stadtrats verlangt vor allem drei Dinge: Sachkenntnis, Dialogfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Meine Stärke ist, komplexe Situationen zu ordnen, Menschen an einen Tisch zu bringen und Entscheidungen vorzubereiten, die auch nach Jahren noch Bestand haben. Gerade in einer wachsenden Stadt brauchen wir im Stadtrat Menschen, die vermitteln können, die das Gemeinwohl über Einzelinteressen stellen – und die Verantwortung nicht scheuen. Ich bringe über 30 Jahre Erfahrung als Schlichter mit. Das heisst: zuhören, unterschiedliche Interessen ernst nehmen, Lösungen finden –auch dort, wo Fronten verhärtet sind.
Mein zentrales Ziel ist, Affoltern sozial ausgewogen und qualitativ weiterzuentwickeln. Dazu gehört erstens mehr bezahlbarer Wohnraum – insbesondere durch eine aktive Bodenpolitik und die Zusammenarbeit mit Wohnbaugenossenschaften. Zweitens möchte ich den sozialen Zusammenhalt stärken, indem Quartiere bewusst entwickelt werden und die Bevölkerung früh einbezogen wird. Und
drittens geht es darum, Affoltern klimafit zu machen: mehr Grün und Freiräume, mehr Bäume, Entsiegelung dort, wo es möglich ist. Das verbessert das
Stadtklima, schützt vor Hitze und erhöht ganz konkret die Lebensqualität. Wachstum ja – aber ökologisch verantwortungsvoll und mit Blick auf kommende Generationen.
Den grössten Entwicklungsbedarf sehe ich im Bereich Stadtentwicklung – insbesondere beim Wohnen und beim Umgang mit dem Klimawandel. Die Stadt wächst, die
Nachfrage nach Wohnraum steigt, gleichzeitig nehmen Hitzeperioden und versiegelte Flächen zu. Hier braucht es eine aktivere Rolle der Stadt: mehr bezahlbaren Wohnraum, eine vorausschauende Bodenpolitik sowie mehr Grünräume, Bäume, mehr Biodiversität und Entsiegelung, um Affoltern klimafit zu machen. Gutes Wachstum heisst nicht schneller, sondern qualitativ besser – mit Fokus auf Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt. Zudem: In Affoltern fehlt es an multifunktionalen Räumen.
«Kein Spielraum für ‹Nice-to-have›Projekte.» 3 2 4
Vor den Gemeindewahlen vom Sonntag, 8. März, stellte der «Anzeiger» vom 6. Januar an in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und liess die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher sind erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.), Maschwanden und Hedingen (3.2.) und Kappel (6.2.). Mit dieser Folge zu Affoltern ist die Serie beendet. (red)
«Wichtig ist respektvoller Umgang»
Claudia Ledermann (48), parteilos, bisher
Meine Fähigkeiten, komplexe Fragestellungen sorgfältig zu analysieren und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, sind sicher hilfreich für meine Tätigkeit im Stadtrat. Beruflich arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen und Organisationen in Veränderungsprozessen. Das hat mich gelehrt, zuzuhören, abzuwägen und auch in anspruchsvollen Situationen ruhig und lösungsorientiert zu bleiben. Wichtig ist mir ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe. Als Stadträtin verstehe ich mich als Teil eines Gremiums, in dem tragfähige Entscheide im gemeinsamen Austausch entstehen. Verantwortung zeigt sich für mich weniger im schnellen Handeln, sondern im überlegten Vorgehen.
Affoltern darf auf keinen Fall seine Überschaubarkeit und seinen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt verlieren. Die Nähe zwischen Bevölkerung, Verwaltung und Politik ist eine grosse Stärke unserer Stadt. Man kennt sich, man spricht miteinander – und Probleme werden nicht anonym, sondern gemeinsam gelöst. Ebenso wichtig ist die hohe Lebensqualität: die Nähe zur Natur, die kurzen Wege, die gute Durchmischung von Quartieren und Generationen. Wachstum ist nötig – aber nicht um den Preis, dass Affoltern seine Identität verliert. Entwicklung ja, Beliebigkeit nein.
«Stadt, in der die Menschen im Zentrum stehen»
Markus Gasser (59), EVP, bisher
Ich gestalte gerne. Sei es als Lehrperson für textiles und technisches Gestalten zusammen mit meinen Schulkindern, in meinem Hobby als Chugelibahnbauer oder eben als Stadtrat in meinem jetzigen Ressort Bau und Infrastruktur.
Als Stadträtin Finanzen sehe ich meine Aufgabe darin, meine Erfahrung einzubringen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und zu einer konstruktiven Entscheidungsfindung beizutragen. Ein bewusster Umgang mit Steuergeldern und eine sorgfältige Abwägung der Aufwandentwicklung gehören für mich ebenso dazu wie Haltung, Verlässlichkeit und Qualität.
Ich wünsche mir, dass Affoltern sich weiterhin sorgfältig und mit Augenmass entwickelt. Mir ist wichtig, dass politische Entscheide langfristig tragfähig sind, unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen und auch finanziell verantwortbar bleiben.
Stadtentwicklung bleibt eine Daueraufgabe. Dabei geht es aus meiner Sicht nicht nur um Wachstum oder Infrastruktur, sondern um das Zusammenspiel von Lebensqualität, wirtschaftlicher Entwicklung, Ressourcen und finanzieller Verantwortung. Besonders wichtig ist mir, dass Entwicklungen sorgfältig abgewogen werden und sowohl heutige Bedürfnisse als auch die Perspektive kommender Generationen einbeziehen. Qualität entsteht dort, wo unterschiedliche Aspekte zusammengedacht werden.
Affoltern soll ein Ort bleiben, an dem Menschen gerne leben, arbeiten und sich engagieren möchten. Der städtische Rahmen mit dörflichem Charakter, die Nähe zur Natur und das starke gesellschaftliche Engagement prägen unsere Stadt. Mir ist es ein Anliegen, mitzuhelfen, dass diese Qualitäten auch in Zukunft erhalten bleiben, selbst wenn sich Affoltern weiterentwickelt.
Zwei Themen werden uns ganz sicher beschäftigen: das Bevölkerungswachstum und die Auswirkungen der Klimaerwärmung. Beides können wir als Stadt nicht oder nur sehr bedingt steuern. Was wir aber sehr wohl beeinflussen können, ist der Umgang mit diesen Herausforderungen. Wir müssen das Wachstum so gestalten, dass es für alle erträglich wird. Eine
mögliche Massnahme ist ein qualitativ wertvoller Aussenraum, in dem sich Menschen gerne aufhalten. Den vermehrten Hitzeperioden und Extremwetterlagen müssen wir mit mehr Grün und weniger versiegelten Bodenflächen begegnen.
Die Stadtfinanzen mit der laufenden Rechnung standen noch nie so gut da. Es werden laufend solide Überschüsse erzielt. Die werden benötigt, um die Investitionen selber zu finanzieren und die Schulden nicht grösser werden zu lassen. Es wäre darum fatal, trotz der guten Rechnungsabschlüsse die Steuern markant zu senken. Alles in allem kann von einer stabilen und ausgewogenen Finanzentwicklung gesprochen werden. Sie muss weiterhin sorgfältig beobachtet werden. Wir müssen uns gut überlegen, wie wir unsere Investitionen tätigen.
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Unsere kleine Stadt hat vielleicht den dörflichen Charakter etwas verloren. Sie hat aber ihre Stärke von «Alles auf kleinem Raum» ausgebaut. Die vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten, die sehr gute Verkehrs
«Die Stadtfinanzen mit der laufenden Rechnung standen noch nie so gut da. Es werden laufend solide Überschüsse erzielt.»
erschliessung, das grosse Kulturangebot, die vielen Vereine und die nahe Natur als Erholungsraum schätzen die Bewohner von Affoltern und ich sehr. Affoltern soll und wird darum weiterhin eine kleine Stadt sein, in der die Menschen im Zentrum stehen.
Claudia Spörri, SVP
Claudia Ledermann, parteilos
Stefan Kessler, Grüne
Markus Gasser, EVP
in Affoltern stellen sich vor
Eveline Fenner stellt sich erneut als Gemeindepräsidentin zur Verfügung
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Affoltern die Autonomie bewahren?
Wie stellen Sie als Gemeindepräsidentin sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
«Nähe zur Bevölkerung schaffen»
Durch meine berufliche Tätigkeit als COO bringe ich Führungserfahrung, Organisationsstärke und Entscheidungsfähigkeit mit. Ich bin es gewohnt, komplexe Sachverhalte zu analysieren, tragfähige Lösungen zu entwickeln und diese gemeinsam mit verschiedenen Anspruchsgruppen umzusetzen. Teamarbeit, konstruktive Diskussionen und Kompromissfähigkeit zählen zu meinen Stärken. Mit meinen Fähigkeiten und meiner Motivation möchte ich einen wertvollen Beitrag zur Arbeit des Stadtrats in Affoltern leisten.
Neben den zentralen Themen nachhaltige Stadtentwicklung, Finanzen & Steuern, Vereine & Gemeinschaft sowie Bildung & Schulen ist es mein Ziel, Nähe zur Bevölkerung zu schaffen. Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger über alle Altersgruppen hinweg stärker einbeziehen, Interesse an stadtpolitischen Themen wecken und Vertrauen aufbauen. Eine offene und transparente Kommunikation ist mir dabei zentral. Verlässlichkeit, Dialog auf Augenhöhe und nachhaltige Entscheidungen prägen mein politisches Handeln.
Was kann die Stadt tun, um dem Siedlungsdruck standzuhalten? 5 6 7 8
Pascal Santi (47), FDP, neu
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Affoltern hat insbesondere im Bereich der Finanzen und Verwaltungsstrukturen Entwicklungsbedarf. Ziel ist es, die Finanzen nachhaltig zu stabilisieren, Verwal-
Welches ist die grösste Herausforderung für Affoltern und wie ist sie zu lösen?
«Jüngere
Menschen für lokale Politik begeistern»
tungskosten zu überprüfen und durch gezielte Digitalisierung effizienter zu werden. Gleichzeitig sehe ich grosses Potenzial in der Stärkung von Vereinen und Gemeinschaft. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit zwi-
schen Stadtrat und Bevölkerung: Mehr Nähe, Mitbestimmung und eine transparente Kommunikation stärken das Vertrauen in politische Entscheide.
«Ziel ist es, die Finanzen nachhaltig zu stabilisieren, Verwaltungskosten zu überprüfen und durch gezielte Digitalisierung effizienter zu werden.»
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Affoltern soll seinen Dorfcharakter und seine Identität bewahren, auch wenn wir uns als Stadt weiterentwickeln. Wichtig ist mir, dass Affoltern ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Firmenstandort mit hoher Lebensqualität bleibt. Unkontrollierte Steuererhöhungen und unnötige Ausgaben zulasten der Steuerzahlenden lehne ich ab. Wachstum und Entwicklung müssen mit Augenmass erfolgen, damit Infrastruktur, Finanzen und Lebensqualität im Gleichgewicht bleiben.
«Volksnahe Entscheidungen ermöglichen»
Ernst Beeler (55), Gewerbeverein (SVP), neu
Ich bin in Zwillikon / Affoltern aufgewachsen, habe in verschiedenen Vereinen mitgewirkt und war lange im Vorstand des Sportclubs Zwillikon aktiv. Seit 1999 führe ich ein KMU in Zwillikon, habe mit Mitarbei-
«Ich will meine Erfahrungen im Stadtrat einbringen und den Vereinen, KMUs und der Bevölkerung wieder mehr Gehör verschaffen.»
Ernst Beeler, SVP 2 1 2 1
tern, Privatpersonen, Gewerbebetreibenden und öffentlichen Instanzen zu tun und darf mich mit ihnen engagieren, Lösungen suchen und gemeinsame Nenner finden. Ich will meine Erfahrungen im Stadtrat einbringen und den Vereinen, KMUs und der Bevölkerung wieder mehr Gehör verschaffen.
Ich will die laufenden Geschäfte und Projekte des Stadtrates kennenlernen und so Einfluss nehmen, dass wirtschaftlich vernünftige Entscheide getroffen werden können. Ich will die Kommunikation zwischen Stadtrat und den Vereinen, dem Gewerbe und der Bevölkerung intensivieren, um so die verschiedenen Interessen im Stadtrat einzubringen und damit volksnahe Entscheidungen zu ermöglichen.
Eveline Fenner (59), EVP, bisher, kandidiert für das Gemeindepräsidium
Die Fähigkeit, Menschen aus einer natürlichen Begabung heraus zu führen. Ich kann mit wenigen Worten das Wesentliche sagen, gehe gerne auf Menschen zu und bringe ihnen Wertschätzung entgegen. Ich bin bereit, in einer sich rasch wandelnden Zeit immer wieder Neues zu lernen. Mein beruflicher Hintergrund hilft mir, Finanzzahlen schnell und kompetent zu analysieren.
Ich möchte neue Wege finden, um auch jüngere Menschen für die lokale Politik zu begeistern. Dann für die kommenden Jahre genügend Schulraum bereitzuhaben. Die Finanzen der Stadt will ich stabil halten und gleichzeitig weise für ein attraktives Affoltern investieren. Das weiter starke Wachstum der Stadt ist Segen und Fluch zugleich. Das Ziel muss es sein, trotzdem einen qualitativen, ökologischen Aussenraum bewahren zu können. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und Investoren, welche Projekte realisieren wollen.
Kompetenzzentrum. Dies hilft anderen Gemeinden, massgeschneiderte Lösungen zu erhalten. Uns hilft es, den Personaleinsatz optimal zu planen. Auch da wollen wir vertrauensvolle Partner sein.
Indem ich zuerst meine Ratsmitglieder reden lasse und ihnen Raum gebe, ihre Argumente darzulegen. Die besten Argumente sollen auf dem Tisch kommen, damit der Rat gemeinsam gut entscheiden kann. Um der Sache willen kann ich mich auch engagiert für ein Thema im Rat einbringen. Der respektvolle Umgang im Rat ist mir ebenfalls wichtig.
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Die Stadt Affoltern wächst und wächst, somit hat sie einen hohen Entwicklungsbedarf bei öffentlichen Infrastrukturen und Bauten. Keine leichte Aufgabe, um die Kosten im Griff zu behalten. Für die Zukunft muss gut überlegt und kostenfreundlich geplant werden. Bei den Bauten müssen alle involvierten Instanzen beigezogen werden, um erweiterungsund unterhaltsfreundlich bauen zu können.
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Für die älteren Menschen wird in Affoltern bereits einiges getan, dies soll sich nicht ändern. Sie sind ein wichtiger Teil der Bevölkerung und haben Anspruch auf ein gutes Leben im Alter. Dem lokalen Gewerbe muss in Affoltern ein guter Nährboden bereitet werden, sodass es für Lehrstellen und Arbeitsplätze sorgen kann. Zudem soll es die Möglichkeit haben, Vereine zu unterstützen und damit Aktivitäten für die Bevölkerung schaffen. Diese Vielfalt soll wiederbelebt und weiterhin gepflegt werden.
Im Bereich Kommunikation sind wir weiterhin stark gefordert. Damit die Bevölkerung Vertrauen in die Politik haben kann, wollen wir Wege finden, um den Austausch mit den Einwohnenden zu pflegen. Dann legen wir ein vermehrtes Augenmerk auf den Kontakt zu Gewerbe und Unternehmen. Affoltern wird in der nächsten Zukunft stark wachsen. Auch hier gilt es, die Bevölkerung mitzunehmen.
Wir haben angefangen, auf unsere Stärken als Ort zu setzen. Wir haben etwas zu bieten und wollen verlässliche Partner sein. In den Modus des Klagens und Jammens zurückzukehren, ist für mich keine Lösung. Es hilft auch nicht, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Wir wollen vorwärtsgehen, um der nächsten Generation eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen. Alle politischen Kräfte sollen sich im Stadtrat einbringen, um mehrheitsfähige Lösungen zu entwickeln.
Die Chancen der Zusammenarbeit sehe ich dort, wo Lösungen für alle Beteiligten bessere Resultate bringen. Als grösste Gemeinde im Bezirk sind wir in diversen Bereichen
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Die grösste Herausforderung bleibt das Wachstum, welches mit der Attraktivität unseres Standortes zu tun hat. Es wird uns Mehreinnahmen bringen. Die beeinflussbaren Ausgaben gilt es, immer wieder zu prüfen, damit die Steuergelder zum Wohl der Bevölkerung eingesetzt werden. Gleichzeitig gilt es, die Investitionen gut zu priorisieren, um die Schulden nicht unnötig anwachsen zu lassen. Gleichzeitig gilt es, Investitionsstaus zu verhindern, da dieser längerfristige Mehrkosten verursacht.
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Indem wir am aktuellen Siedlungsleitbild festhalten und keine Auf- oder Einzonungen vornehmen. Das bestehende Potenzial der Bau- und Zonenordnung, welches wir vor Jahren festgeschrieben haben, ist Herausforderung genug. Bei Arealüberbauungen sollten wir die höhere Qualität konsequent einfordern. Bei der Aussenraumgestaltung müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung ernst genommen werden. Die ökologisch nachhaltige Vielfalt braucht es, damit unsere Stadt lebenswert bleibt. 1 2 3 4
Die Inserenten bedanken sich bei ihren Kundinnen und Kunden für das Vertrauen.
Nächste Erscheinung dieser Spezialseite ist am 10. März 2026.
Copyr ght/Promot on/Verkauf/Layout T 058 200 57 14
Kaspar Köchli
Interesse, zu werben?
Umkämpftes Präsidium Primarschulpflege
Drei Kandidierende möchten das Präsidium der Primarschulpflege übernehmen und Stadtrat Bildung werden
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Affoltern erreichen?
«Damit Bildung Früchte trägt»
Yvonne Accorinti-Aeberli (57), parteilos, neu
In Affoltern bin ich seit 57 Jahren zu Hause. Als Parteilose erfülle ich keine parteilichen Erwartungen, sondern setze mich mit meiner persönlichen Haltung im Sinne der Stadt und unserer Schulen ein. Ich
Yvonne AccorintiAeberli, parteilos
lebe Empathie und pflege als Teamplayer einen konstruktiven Dialog im StadtratundindenGremien.Unterschiedliche Schulmodelle und die Lehrerausbildung sind mir als langjähriger Lehrerin und Praxislehrperson vertraut. Ich weiss, wie sich unsere Schulen gewinnbringend weiterentwickeln können. Meine berufsbegleitende Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin verschafft mir zusätzliche Fachkompetenz. Als Primar- und Oberstufenschulleiterin bringe ich strategische Erfahrung, beispielsweise das Ausarbeiten von Legislaturzielen, sowie Führungskompetenz und Durchsetzungsvermögen mit. Als Examinatorin der Kantonsschule Limmattal und durch die Ausbildung meiner Söhne habe ich die Volks-, Kantons- und Privatschule, die Berufslehre sowie das Studium miterlebt und einen umfangreichen Einblick in unsere Bildungslandschaft erhalten.
Als Stadtrat will ich die Vernetzung der Vereine sowie des Gewerbes mit den Schulen verstärken und im Austausch bleiben. Die Schulen sollen sich noch stärker öffnen. Als Präsidentin der Primarschulpflege pflege ich den regelmässigen Austausch mit der Leitung Bildung. Die Zukunft unserer Schulen liegt mir am Herzen. Die Eltern sollen ins Boot und in die Verantwortung genommen werden.
Die Kinder müssen mit den notwendigen Grund- und Sozialkompetenzen gerüstet sein und die Lehrpersonen bezüglich der Anforderungen unserer Zeit, wie etwa Chancengerechtigkeit und Digitalisierung, geschult werden. Für deren Ausund Weiterbildung ist die Zusammenarbeit mit der PH Zürich essenziell.
Der neu zusammengesetzte Stadtrat muss das Vertrauen in der Bevölkerung durch eine transparente Kommunikation und Achtsamkeit im Umgang mit den Finanzen aufbauen. Die Attraktivität für verschiedene Zielgruppen muss erhöht und der Standort Affoltern für das Gewerbe attraktiver werden. Ebenso soll das kulturelle Leben intensiviert werden. Beispiele sind belebtere Begegnungszonen und Anlässe wie etwa das Wiederbeleben eines Fasnachtsumzuges. Dabei müssen Jung und Alt gleichermassen gehört werden.
Wir müssen unseren Naherholungsgebieten Sorge tragen, da sie für diverse Freizeitaktivitäten wichtig sind und auch Neuzuzüger ansprechen. Teile des ursprünglichen Dorfkerns müssen trotz Wachstum und Veränderung als Charaktermerkmal unserer Stadt wertschätzend erhalten werden.
Vor den Gemeindewahlen vom Sonntag, 8. März, stellte der «Anzeiger» vom 6. Januar an in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und liess die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.
In welchem Bereich hat Affoltern besonderen Entwicklungsbedarf?
Was darf sich in Affoltern auf keinen Fall ändern? 1 2 3 4
Festigung der Neuorganisation
Franz Wipfli (55), Die Mitte, neu
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Bisher sind erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.), Maschwanden und Hedingen (3.2.) und Kappel (6.2.).
Mit dieser Folge zu Affoltern ist die Serie beendet. (red)
Affoltern ist mein Zuhause. Deshalb möchte ich meinen Teil für eine funktionierende Stadt beitragen. Ich bin ein realitätsbewusster Pragmatiker. Deshalb lege ich Wert auf professionelle und zielorientierte Lösungen. Durch meine rund 25 Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Funktionen auf Gemeindeverwaltungen verfüge ich über fundierte Kenntnisse sämtlicher Aufgaben, Prozesse und Entscheidungswege der öffentlichen Hand. Als Gründungs- und ehemaliges Vorstandsmitglied der Fachsektion Bau und Umwelt des kantonalen Gemeindeschreiberverbands und als langjähriger Fachdozent bei der beruflichen Ausbildung von Gemeindepersonal verfüge ich zudem über Erfahrungen bei der Arbeit in Gremien und im schulischen Umfeld.
Mein zentrales Anliegen ist die nachhaltige Festigung der Neuorganisation des Ressorts Bildung. Obwohl die Neuorganisation von allen Beteiligten unterstützt wird, ist deren praktische Umsetzung noch nicht abgeschlossen. Zudem möchte ich eine
qualifizierte und öffentlich kommunizierbare Schulraumplanung und Schulraum-Entwicklungsstrategie erarbeiten
lassen, damit die finanziellen Auswirkungen der Investitionen in den Schulraum weitsichtig und nachvollziehbar beurteilt werden können. Weiter möchte ich Strategien und Strukturen erarbeiten, um die Belastungen durch das integrative Schulsystem auf die Qualität des Schulunterrichts zu verringern. Die
verkraftbare Belastung der Lehrerschaft muss dabei im Fokus stehen, damit die Primarschule eine attraktive Arbeitgeberin bleibt.
Ein besonderer Entwicklungsbedarf besteht im Umgang mit den finanziellen Auswirkungen der zunehmend spürbaren Zentrumslast. Als Bezirkshauptort muss Affoltern die Auswirkungen der Zentrumslast bewältigen. Insbesondere im Bereich Freizeit sind diese Kosten bereits heute deutlich spürbar, namentlich bei Projekten wie dem Sportplatz Moos. Profitierende Gemeinden müssen in die Pflicht genommen werden und sich adäquat an Projekten mit überkommunalem Nutzen beteiligen.
Die hohe Lebensqualität in Affoltern gilt es unbedingt zu erhalten und wo möglich auszubauen. Das Bildungs- und Freizeitangebot, die Vereinsvielfalt, der öffentliche Verkehr sowie die Einkaufsmöglichkeiten sind Standortvorteile, die es zu schützen gilt.
Einsatz für erfolgreichen Bildungsweg
Galina Bruder (53), parteilos, neu
Ich arbeite seit 20 Jahren im Bereich Vorschulbildung. In meiner Tätigkeit begleite ich Kinder am Anfang ihres Bildungswegs und Eltern bei den ersten Schritten des Loslassens ihres Kindes. Das Wissen und die Erfahrung, welche ich auf meinem Berufsweg gesammelt habe, sind eine solide Basis, um die Aufgaben als Stadträtin und Schulpflegepräsidentin optimal zu erfüllen. Ich habe in verschiedenen Gremien gearbeitet, sowohl als Mitglied als auch als Präsidentin. Vor 20 Jahren habe ich ein Kleinunternehmen gegründet, welches ich bis heute erfolgreich führe. Verantwortung übernehmen, Geduld, Überblick, organisatorisches Flair, Teamführung und Teamfähigkeit sind einige meiner Stärken.
Die Bedürfnisse der Familien sollen sichtbar werden und Lösungen für ihre Probleme und Anliegen gesucht und gefunden werden. Ich möchte mich für einen gut gelungenen Schulstart und erfolgreichen Bil-
dungsweg einsetzen. Das enorme positive Potenzial, sowohl für den einzelnen Menschen als auch für die ganze Gesellschaft, welches eine gute Bildung und
Bruder, parteilos
Erziehung mit sich bringen, muss mehr Anerkennung bekommen. Sehr wichtig sind für mich eine vorausschauende Schulraumplanung, gute Arbeitsbedingungen für Lehrpersonen
und gut überlegte Inklusion von Kindern mit speziellen Bedürfnissen. Grosses Potenzial sehe ich in der Vorschulbildung, Erziehung und Betreuung. Die Umsetzung der integrativen Förderung in den Regelklassen, muss unbedingt überdacht werden.
Es gibt noch zu wenig Begegnungsraum für Jugendliche und Spielplätze für Kleinkinder. Stärkere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Privatwirtschaft sehe ich auch als Chance. An der Unterstützung von Vereinen sollte man auch weiterarbeiten.
Das gute Angebot für den alltäglichen Bedarf wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Freizeitangebote, Gesundheitsversorgung und vieles mehr macht Affoltern attraktiv. Dank ihrem geografischen Standort und der guten ÖV-Anbindung ist Affoltern ein idealer Wohnort, auch für Pendler. Die Stadt Affoltern soll wachsen, aber ihren dörflichen Charakter bewahren.
Franz Wipfli, Die Mitte
Galina
FCWB mit neuem Trainer
Speditiver Personalentscheid nach Abgang von Stephan Lichtsteiner
Der FC Wettswil-Bonstetten hat die Nachfolge von Stephan Lichtsteiner bereits regeln können. Hesam Mirzai wird per
sofort Cheftrainer des Fanionteams der Rotschwarzen. Mirzai ist im Säuliamt schon bestens bekannt, war er doch unter
Jérôme Oswald bereits Assistenztrainer beim FCWB und hat im Frühjahr 2022 das Team einige Monate ad interim geleitet.
Mirzai im Team bekannt
Mitten in der Vorbereitung war es für Sportchef Stephan Zollinger wichtig, die Lücke möglichst rasch zu schliessen, auch wenn der bestehende Staff um Irhan Abdiji und Markus Ries nahtlos übernehmen konnte. Zollinger streckte seine Fühler aus und war beim mittlerweile 31-jährigen Mirzai erfolgreich. Nach seinem Engagement beim FCWB war er zuletzt Leiter der Sportkommission beim FC Seefeld und blieb damit eng im Zürcher Fussball verknüpft. Viele aus dem Team kennen ihn noch von früher, was den Start vereinfachen dürfte.
Rückrunde steht vor der Tür
Und fürs Team geht es gleich richtig los. Das Trainingslager steht an und in zwei Wochen beginnt die mit Spannung erwartete Rückrunde auswärts gegen Freienbach und Ende Februar zu Hause gegen Collina d’Oro.
Veränderungen im Vorstand
An der 98. Generalversammlung des Frauenturnvereins Affoltern (FTVA) kam es zu zwei wichtigen Veränderungen im Vorstand. Die Mitglieder wählten Sina John neu in das Amt der Vizepräsidentin. Ebenfalls frisch in den Vorstand aufgenommen wurde Vanessa DutziWalser, die künftig als Aktuarin tätig sein wird. Beide wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt und mit grossem Applaus verdankt. Der Verein, der in zwei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern darf, blickt auf eine lange Tradition zurück und zeigt sich zugleich lebendig und zukunftsorientiert. Neben einem attraktiven Angebot an Turnstunden legt der FTVA grossen Wert auf Geselligkeit: Zahlreiche Anlässe und gemeinsame Aktivitäten stärken das Vereinsleben und fördern den Austausch unter den Mitgliedern.
Trainiert wird jeweils am Montagabend in der Butzenhalle in Affoltern, wo in drei Gruppen ein vielseitiges Fitnessprogramm angeboten wird. Interessierte Frauen sind jederzeit zu unverbindlichen Schnupperstunden eingeladen.
Um das breite Angebot weiterhin sicherzustellen, sucht der Verein derzeit neue Vorturnerinnen, die Freude an Bewegung mitbringen und das engagierte Team unterstützen möchten. Wer Lust hat, Teil dieses lebendigen Vereins zu
werden, ist jederzeit herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.FTVA.ch oder via EMail info@ftva.ch.
Frauenturnverein Affoltern
Sudokumittelschwer
Buchstabensalat
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