Im Obfelder Wahlkampf ist die Kandidatin fürs Gemeindepräsidium mit markanten Aussagen auf der Plattform Crossiety aufgefallen. Seite 3
Prämierter Griff in die Tasten
Livio Kehrli aus Hedingen ist ein hoffnungsvoller Nachwuchspianist, der schon einige Auszeichnungen gewonnen hat. Seite 5
Acht Kandidatinnen und Kandidaten traten am Montag im Kasionsaal auf (von links): Claudia Spörri (SVP, bisher), Ernst Beeler (Gewerbe/SVP, neu), Pascal Santi (FDP, neu), Stefan Kessler (Grüne, neu), Moderator Bernhard Schneider, Eveline Fenner (EVP, bisher, Stadtpräsidentin), Markus Gasser (EVP, bisher), Galina Bruder (parteilos/SP, neu) und Franz Wipfli (Die Mitte, neu). (Bild Claudia Eugster)
Wer wird bald die Stadt regieren?
Im Kasinosaal stellten sich acht der zehn Personen vor, die am 8. März in Affoltern kandidieren
Florian HoFer
Mehr als 120 Personen machten sich am Montagabend in Affoltern auf den Weg, um am grossen Wahlpodium der Interparteilichen Konferenz Affoltern (IPK) teilzunehmen. Die hatte alle Stadtratskandidatinnen und -kandidaten aufs Podium geladen, die bei einer Partei oder zumindest von einer Partei portiert werden. Für neun der zehn Personen, die sich für den Stadtrat bewerben, trifft das zu. Einzig Yvonne Accorinti-Aeberli blieb wegen dieser Regel aussen vor. Während dies im Vorfeld ein wenig politisches Rumoren ausgelöst hatte, war am Abend zu diesem Thema nichts zu vernehmen. Ebenso nahm das Publikum
Schule kündigt Systemwandel an
Die Primarschulpflege Bonstetten will sich in pädagogischer Hinsicht weiterentwickeln. Sie hat deshalb die Vision Primarschule Bonstetten 2033 verabschiedet. Dabei geht es darum, Antwort auf die wachsenden Heraus- beziehungsweise Überforderungen des heutigen Schulsystems zu geben. Dafür brauche es einen grundlegenden pädagogischen Systemwandel, kündigt die Primarschulpflege Bonstetten an: «Lehrpersonen werden zu Lernbegleitenden, Klassen zu Lerngruppen, Klassenzimmer zu flexiblen Lernräumen, Prüfungen zu individuellen Lernnachweisen (Zeitpunkt individuell – dann, wenn das Kind bereit ist) und starre Lektionen werden zu selbstbestimmt organisiertem Lernalltag.» (red) Seite 3
auch zur Kenntnis, dass die bisherige GLP-Politikerin Claudia Ledermann aus terminlichen Gründen nicht anwesend sein konnte.
Mit der Stoppuhr in der Hand Aber auch mit den verbleibenden acht Personen war das Podium auf der Bühne im Kasinosaal gut gefüllt. An mehreren Stehtischchen reihten sich die Kandidatinnen und Kandidaten auf, bereit, sich den Anweisungen des Moderators Bernhard Schneider zu fügen. Der führte mit freundlich-eiserner Hand und praktisch mit der Stoppuhr durch den Abend und sagte, er freue sich auf harte Diskussionen – die es dann auch gab. Die Begrüs-
sung hatte jedoch Orlando Rabaglio übernommen. Er ist von der Partei Die Mitte und hat derzeit in dieser Funktion das
«Die vielen Besucherinnen und Besucher sind ein Zeichen dafür, dass unsere Demokratie lebt.»
Orlando Rabaglio, Präsident der IPK
Präsidium der IPK inne. «Die vielen Besucherinnen und Besucher sind ein Zeichen dafür, dass unsere Demokratie
lebt», sagte Rabaglio. Er strich die Rolle der Parteien heraus, die durch ihre Vorselektion den von ihnen portierten Personen gewissermassen einen Gütestempel verpassten. «Die sind zur Wahl geeignet», so sein Votum. Klar wurde an dem Abend, dass ein überwiegender Teil des Publikums grossen Respekt für alle Kandidierenden zeigte. Was die Kandidaten und Kandidatinnen zu sagen hatten:
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Kappel im Wandel der Epochen
Drei
eigenständige
Dörfer für eine Gemeinde
Im Gemeindeporträt von Kappel beleuchtet der einheimische Martin Platter liebevoll die verschiedenen Facetten dieser Gemeinde, die eigentlich aus den drei eigenständigen Dörfern Uerzlikon, Hauptikon und Kappel selbst besteht –eine Liebeserklärung an die 1383-SeelenGemeinde. Weiter dürfen sich die Kandidierenden vorstellen. Die fünf bisherigen treten erneut zur Wahl an, und Martin Hunkeler stellt sich wieder für das Amt des Gemeindepräsidenten zur Verfügung. Auf Seite 11 findet sich zudem die Vorstellung von Corina Venzin, einer «wilden» Kandidatin, deren Name daher nicht auf dem Wahlzettel steht, für den offenen Sitz in der Primarschulpflege. (red) Seite 19 bis 21
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Seiten mit Leserbriefen gibt es heute. Man merkt: Bald sind Wahlen. Seiten 10 bis 14
«Ich freue mich sehr, Teil dieses Teams zu sein.»
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Freestyle-Skierin Lina Kozomara nimmt an Olympia teil. (Bild zvg)
Geldsegen für die Stadt Affoltern
Freude bei der Stadtverwaltung in Affoltern: 6 Millionen Franken wurden noch vor Jahresschluss in die Kassen gespült. Der Grund: Die Stadt hatte in früheren Jahren, gestützt auf die inzwischen aufgehobene Jugendheimgesetzgebung, im Zusammenhang mit den sogenannten Versorgertaxen, das Geld bezahlen müssen und erhält jetzt einen Teil zurück. Dies weil einige Zürcher Gemeinden dagegen erfolgreich vor Gericht klagten. Insgesamt hat die Stadt Affoltern beim Kanton sogar Rückforderungen in der Höhe von insgesamt über 11 Millionen Franken geltend gemacht. Ein Teil davon wird vom Kanton bestritten. (red)
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Wirhabenden Durchblick.
Stüdlerstrasse21 8913Ottenbach T0433227777
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 10 I 179. Jahrgang I Freitag, 6. Februar 2026
Das jährliche Waldfest im Uerzliker Erdbeeriholz ist legendär. (Bild Martin Platter)
Ärztlicher Notfalldienst
InNotfällenwendemansich zuer stimmerüberdiePraxisnumm er andenHausarzt,beiAbwesen heit erhä lt manüberden Te lefonbea ntworterdieNummerdesAERZTEFON: 0800336655
Te lefon14 4f ürSanitäts-Notr uf NotfallzentrumSpitalAffolt ern T elefon0447143300 für ALLE Notfälle
Schluss des Konkursverfahrens
Das Verfahren über die Zymberi GmbH, Titlisstrasse 2, 8910 Affoltern am Albis, CHE-296.038.631, ist mit Urteil des zuständigen Gerichts vom 29. Januar 2026 als geschlossen erklärt worden.
Affoltern am Albis, 6. Februar 2026
Konkursamt Affoltern
Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Auflage des Kollokationsplanes
Im Konkurs über Nigro Salvatore Roberto, geb. 19. Oktober 1964, von Italien, Müllistrasse 3, 8915 Hausen am Albis, gest. 3. April 2025, liegt der Kollokationsplan den beteiligten Gläubigern ab dem 6. Februar 2026 beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf.
Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 6. Februar 2026 verwiesen.
Affoltern am Albis, 6. Februar 2026
Konkursamt Affoltern
Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Einstellung des Konkurses
Über Herrn Nikola Jevtic, geb. 21. Januar 1988, Bürgerort: Andwil SG, Aumülistrasse 18, 8906 Bonstetten, Inhaber der Einzelunternehmung Carrosserie IVI, Nikola Jevtic, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern vom 4. November 2025 der Konkurs angeordnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Gerichtes vom 29. Januar 2026 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger bis zum 26. Februar 2026 die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zu Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran vorläufig einen Barvorschuss von Fr. 5000.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. KONKURSAMT SCHLIEREN
Uitikonerstrasse 9/Postfach 8952 Schlieren
Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage:
20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Aeugst am Albis
Bauherrschaft: Thomas Eichin, Wigibelweg 17, 8910 Affoltern am Albis
Vertretung der Bauherrschaft: atelier fischer, Dorfstrasse 86, 8912 Obfelden, Schweiz
Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser
Projekt: Um-und Anbau Einfamilienhaus, Büelstrasse 19a, 8914 Aeugst am Albis
Am 31. Januar 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Elisabeth Weiss geb. Kälin geboren am 14. Juli 1939, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.
Die Beisetzung und Abschiedsfeier finden zu einem späteren Zeitpunkt statt. Bestattungsamt Hausen am Albis
Obfelden
Am 31. Januar 2026 ist in Obfelden gestorben:
Christof Walter Knüsli
geboren am 25. September 1962, wohnhaft gewesen in Obfelden.
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Obfelden
Obfelden
Am 2. Februar 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben: Martin Weber geboren am 11. Mai 1941, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Obfelden
Du bist nicht mehr dort, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.
In Liebe und Dankbarkeit und mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wirAbschied von meinem Ehemann, Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater
Walter Blaser
27.3.1931 – 20.1.2026
Nach einem erfüllten langen Leben bist du nach kurzem Spitalaufenthalt friedlich eingeschlafen. Wir vermissen dich.
Paula Blaser-Scheidegger
Sandra und Rolf Stähli-Blaser
Annina und Stephan Sandhofer-Stähli mit Amelie
Noel Stähli und Sarina Henggeler
Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Es werden keine Leidzirkulare versendet.
Traueradresse: Sandra Stähli-Blaser, In der Halden 12, 8909 Zwillikon
Auflage des Anzeigers aus dem Bezirk: 27 500 Exemplare
Friedhof, Grabaufhebungen
Nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist werden auf dem Friedhof Obfelden im April 2026 die Urnengräber (aus den Jahren 2003 bis 2005, 2 Grabreihen) und Erdreihengräber (aus den Jahren 1999 bis 2005, 2 Grabreihen) aufgehoben.
Die Hinterbliebenen werden gebeten, bis zum 31. März 2026 alle Gegenstände/ Pflanzen, welche nicht entsorgt werden dürfen, vom Grab zu räumen.
Bei Fragen dürfen Sie sich gerne beim Bestattungsamt der Gemeinde Obfelden melden.
Obfelden, 6. Februar 2026
Mit einer Inserierung auf unseren Spezialseiten erreichen Sie jede Haushaltung in allen 14 Gemeinden des Säuliamts.
Wahltermin: 8. März 2026 Ich taste, also spiele ich.
Spezialseiten des Anzeigers
Planen / Umbauen
Bauen / Renovieren
WIR GRATULIEREN
Drei Jubilarinnen durften in dieser Woche ihre stolzen Geburtstage feiern – wir gratulieren, wenn auch verspätet, doch von Herzen.
Zum 94. Geburtstag
Fanny Kaldis in Ottenbach feierte gestern Donnerstag, 5. Februar, ihren 94. Geburtstag. Sie bewohnt immer noch das eigene Haus praktisch ohne Hilfe, ist unternehmungslustig, politisch/gesellschaftlich sehr interessiert, macht Ausflüge mit den Senioren und dem SAC und kocht immer wieder für viele Gäste und ihre grosse Familie. Ebenso erteilt sie in der Job-Werkstatt noch DeutschUnterricht an Einzelpersonen! Wir wünschen ihr viele wunderschöne Stunden und Erlebnisse und weiterhin eine stabile Gesundheit.
Zum 90. Geburtstag
Für Agatha Kälin war der 5. Februar 1936 der Tag, an dem sie das Licht der Welt erblickte. Gestern Donnerstag feierte sie in Obfelden ihren besonderen Geburtstag. Ob sie wohl die ganzen Kerzen auch ausgepustet hat? Und sich dazu etwas gewünscht hat? Wir gratulieren herzlich und hoffen, sie hatte ein schönes Fest.
Zum 80. Geburtstag
Ruth Huwiler in Sellenbüren durfte am Dienstag, 3. Februar, ihren stolzen 80. Geburtstag feiern. Was für eine stolze Anzahl gelebter Jahre an Erfahrungen, freudigen, sicher auch dunkleren, die so ein langes Leben wohl für sie bereitgehalten hat. Wir wünschen ihr gute Gesundheit und gratulieren ganz herzlich.
KORREKT
Schulpräsidium, nicht Primarschulpräsidium
Auf S. 10 der letzten Ausgabe wurde fälschlicherweise geschrieben, Esther Nievergelt (bisher) kandidiere für das Primarschulpräsidium. Richtig wäre «Schulpräsidium». Auch in der Infobox des Gemeindeporträts auf S. 9 hätte es Schulpräsidium heissen müssen. Die Redaktion entschuldigt sich für den Fehler. (red)
Die Sirenen heulten nicht umsonst
Alle Anlagen im Kanton funktionierten
Katastrophen können sich jederzeit und ohne Vorwarnung ereignen. Im Ereignisfall ist es entscheidend, dass die zuständigen Behörden, die Führungs- und Einsatzorganisationen des Bevölkerungsschutzes sowie die Bevölkerung möglichst rasch und richtig handeln. Am Mittwochnachmittag, 4. Februar, wurde ab 13.30 Uhr die Funktionsbereitschaft der Sirenen mit einem «Allgemeinen Alarm» und einem «Wasseralarm» getestet. Die stationären Anlagen auf Zürcher Kantonsgebiet zeigten keine Funktionseinschränkungen. Sämtliche angesteuerten Sirenen konnten ausgelöst werden. Sicherheitsdirektor Mario Fehr zeigt sich zufrieden: «Der heutige Sirenentest hat gezeigt, dass unser Alarmierungssystem in sämtlichen Kantonsteilen verlässlich funktioniert.»
Um die Bevölkerung umgehend zu alarmieren, verfügt die Schweiz über ein dichtes Netz von rund 5000 stationären sowie 2200 mobilen Sirenen, davon 478 stationäre und 200 mobile im Kanton
Zürich. Zu den mobilen Sirenen liegen noch keine detaillierten Zahlen vor. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz sorgt in Zusammenarbeit mit den Kantonen, Gemeinden und Stauanlagenbetreibern dafür, dass die Alarmierungssysteme auf dem neusten technischen Stand sind und jederzeit betriebsbereit gehalten werden. (red)
Sirene auf dem Schulhausdach in Hedingen. (Bild zvg)
Irritationen in Obfelden nach Caruso-Statement
Social-Media-Vorwürfe: Parteien protestieren
Für einen kleinen Schlagabtausch im Zusammenhang mit den Erneuerungswahlen in Obfelden hat Diana Caruso, Kandidatin für das Amt des Gemeindepräsidiums, auf der Social-Media-Plattform Crossiety gesorgt. In einem Beitrag moniert sie angebliche Missstände im Gemeinderat und der Verwaltung. Die Obfelderin nennt dabei auch Namen, besonders den von Gemeindepräsident Stephan Hinners, gegen den sie kandidiert. Sie schreibt unter anderem von einem «Grünliberalen» oder vom «Ehemann der Präsidentin der Kirche». Obfelden lebe im «geordneten Durcheinander». «Zuständigkeiten verschwammen, Entscheidungen blieben flexibel, und eines war allen klar: Erlaubt war, was funktionierte – besonders dann, wenn man den Gemeindepräsidenten beim Vornamen kannte.»
Reagiert haben daraufhin die Ortsparteien EVP, GLP, Die Mitre und SP: «Wir sind sehr irritiert über den Rundumschlag der Kandidatin gegen ihre
Stadt Affoltern erhält über
Kollegen im Gemeinderat», heisst es in der Stellungnahme, die ebenfalls auf Crossiety veröffentlicht wurde. Weiter heisst es: «Wie tolerieren es nicht, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat sich so herablassend äussert.» Es sei schwer vorstellbar, dass das Vertrauensverhältnis im Gemeinderat wieder gekittet werden könne. (fh)
6 Millionen Franken zurück
Der Kanton Zürich hat die Rückerstattung von Versorgertaxen veranlasst
Die Stadt Affoltern hat im Dezember 2025 vom Kanton Zürich eine Rückerstattung von 6.02 Millionen Franken erhalten. Es handelt sich um Geld, das die Stadt in früheren Jahren, gestützt auf die inzwischen aufgehobene Jugendheimgesetzgebung, im Zusammenhang mit den sogenannten Versorgertaxen bezahlen musste.
Komplexe Rechtslage mit langer Vorgeschichte
rechtlich überhaupt leisten mussten. Klarheit in Bezug auf die beitragsberechtigten Zürcher Kinder- und Jugendheime und ausserkantonale IVSEanerkannte Kinder- und Jugendheime schufen die Gemeinden Erlenbach und Regensdorf, welche Musterprozesse führten. Das Verwaltungsgericht gab ihnen recht.
und Jugendheime aufkommen muss und ob der Kanton den Gemeinden zusätzlich einen Zins schuldet. Das war nicht Gegenstand der Urteile und wird vom Kanton Zürich bestritten.
Erheblicher Aufwand für die Stadtverwaltung
Herausgeberin: CH Regionalmedien AG
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Redaktion: Claudia Eugster (cle), Dominik Stierli (dst) Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
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Dass es überhaupt zu dieser Rückerstattung kam, hat eine lange Vorgeschichte. Bei den Versorgertaxen handelt es sich um Beiträge, welche die Gemeinden in der Vergangenheit an Kosten für die Unterbringung und Betreuung von Jugendlichen leisten mussten – beispielsweise bei Platzierungen in Heimen oder spezialisierten Institutionen. Über Jahre hinweg war umstritten, ob die Gemeinden diese Zahlungen
Koordiniert durch den Verband der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich erklärte sich der Kanton Zürich bereit, die Ergebnisse der Musterprozesse auch für die anderen Gemeinden anzuerkennen und auf die Verjährung teilweise zu verzichten. Damit wurde der Weg frei, damit auch andere Gemeinden ihre in der Vergangenheit geleisteten Zahlungen beim Kanton Zürich zurückfordern konnten. Deshalb hatte sich der Stadtrat im Jahr 2022 entschieden, vorerst keinen eigenen Prozess zu führen.
Offen ist weiterhin, wer für Zahlungen an nicht beitragsberechtigte Kinder-
Die Stadt Affoltern hatte beim Kanton Rückforderungen in der Höhe von insgesamt über 11 Millionen Franken geltend gemacht. Ein Teil davon wurde vom Kanton als unbestritten anerkannt. Es erfolgte deshalb eine Überweisung in der Höhe von 6.02 Millionen Franken. Der restliche Teil wird vom Kanton bestritten und wurde noch nicht überwiesen. Es handelt sich dabei insbesondere um die Rückforderung von übernommenen Versorgertaxen an nichtbeitragsberechtigte und ausserkantonale, nicht IVSE-anerkannte, Heime. Um die Rückforderung überhaupt belegen zu kön-
nen, mussten in der Stadtverwaltung zahlreiche Unterlagen bis ins Jahr 2006 zurück aufwendig im Archiv beschafft, geprüft und aufbereitet werden. Erst dadurch konnte die Stadt die Rückforderung gegenüber dem Kanton sauber dokumentieren.
Der Kanton hat diese erste Zahlung ohne Gegenleistung seitens der Stadt Affoltern ausbezahlt. Zuerst wollte der Kanton Zürich, dass die Stadt eine Vereinbarung per Saldo aller Ansprüche unterzeichnet. Dieses Vorgehen lehnte der Stadtrat ab, schliesslich geht es auch noch um die vom Kanton bestrittenen Forderungen.
Mit der Auszahlung des unbestrittenen Betrags ist ein erster Schritt erfolgt. Der Stadtrat wird die weiteren offenen Fragen und das weitere Vorgehen, insbesondere zu den bestrittenen Forderungen, in dieser Sache sorgfältig prüfen. Stadt Affoltern
Vision Primarschule Bonstetten 2033: Lernen neu denken
Die Primarschulpflege Bonstetten will sich in pädagogischer Hinsicht weiterentwickeln
Nach einer mehrmonatigen Phase intensiver Auseinandersetzungen (OECDLernkompass, Future Skills, 4K, Besuch innovativer Schulen u.v.m.) mit der Weiterentwicklung der Primarschule hat die Primarschulpflege Bonstetten in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung am 17. Januar 2026 ihre Vision Primarschule Bonstetten 2033 verabschiedet.
Die Vision ist eine Antwort auf die wachsenden Heraus- beziehungsweise Überforderungen des heutigen Schulsystems: überlastete Mitarbeitende, immer höhere Kosten (aufgrund von immer mehr Ressourcen im System), psychisch belastete Kinder (unter anderem gemäss Studien von Pro Juventute) und zunehmender Schulabsentismus bereits in der Primarstufe.
Unser Volksschulsystem, dessen Struktur mehrere hundert Jahre alt ist, stammt aus einer Zeit, in welcher Gleichschritt Sinn machte, jedoch mit der rasanten gesellschaftlichen Entwicklung nicht Schritt hält. Im Zentrum der Vision stehen das Kind und sein Lernen.
Der Lernort Bonstetten soll sich künftig dadurch auszeichnen, dass Lernen überall stattfindet, Kinder ihren Lernweg selbst bestimmen (kein Gleichschritt mehr), projektartiges Lernen Alltag ist und soziales, emotionales sowie kreatives Lernen gleichwertig gefördert werden. Alle Beteiligten verstehen sich als Lernende – ein Leben lang – und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Lernen bilden eine zentrale Grundlage. Dafür braucht es einen grundlegenden pädagogischen Systemwandel: Lehrpersonen
werden zu Lernbegleitenden, Klassen zu Lerngruppen, Klassenzimmer zu flexiblen Lernräumen, Prüfungen zu individuellen Lernnachweisen (Zeitpunkt individuell – dann, wenn das Kind bereit ist) und starre Lektionen werden zu selbstbestimmt organisiertem Lernalltag. Gleichschritt gehört der Vergangenheit an – jedes Kind wird auf seinem persönlichen Weg begleitet. Die Basis bildet weiterhin der Lehrplan 21. Isabella Tamas, Präsidentin Primarschulpflege Bonstetten, sagt dazu: «Mit dieser Vision nehmen wir den Weg in Angriff, unsere Kinder wirklich fit fürs Leben zu machen. Aktuell arbeiten alle gleichaltrigen Kinder zur gleichen Zeit am Gleichen und legen darüber die gleiche Prüfung ab. Dieses Denken ‹alle im Gleichschritt› wird unserer Gegenwart und Zukunft nicht mehr gerecht. Wir müssen das System neu denken. Dass Pflästerlipolitik und mehr Ressourcen nicht die gewünschte Wirkung zeigen, führen uns die letzten Jahrzehnte und die jetzigen Überforderungen täglich vor Augen. Es gibt diverse innovative Schulen, welche seit längerer Zeit erfolgreich mit neuen Lern- und Denkmodellen
arbeiten. Mit unserer Vision werden auch wir diesen Weg gehen.» Die Vision Primarschule Bonstetten 2033 markiert den Startpunkt für eine innovative und zukunftsfähige Schule. Unser Ziel ist ein Lernort, in welchem die Kinder von Bonstetten jene Kompetenzen erwerben, die sie in unserer sich schnell wandelnden Welt brauchen –heute und morgen.
Primarschulpflege Bonstetten
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Diana Caruso. (Bild zvg)
Isabella Tamas. (Bild zvg)
Affoltern auf dem Weg zur 12-Minuten-Stadt
Die Kandidierenden für den Stadtrat besprachen eine Fülle von Themen – Fortsetzung von Seite 1
Florian HoFer
Was denn eigentlich die drängendste Frage sei, die es Affoltern zu besprechen oder zu lösen gebe, fragte Moderator Bernhard Schneider ganz zu Anfang des Abends.
60 Sekunden Zeit gab er für die Antworten vor. Den Auftakt machte Galina Bruder (parteilos/SP, neu): «Jedes Problem ist wichtig», sagte sie, um dann doch noch etwas konkreter zu werden: «Der Erhalt der demokratischen Werte sowie Bildung, Erziehung und Schule.» Franz Wipfli (Die Mitte, neu) stand die nächste Minute zur Verfügung: «Mir geht es um die Art und Weise der Kommunikation zwischen dem Stadtrat und der Bevölkerung» – und er stellte noch rasch die Frage, ob alle diese Investitionen wirklich sein müssten. Stadtrat Markus Gasser (EVP) sprach das starke
«Unsere Leute in der Stadtverwaltung geben alle ihr Bestes.»
Markus Gasser, Stadtrat Affoltern
Bevölkerungswachstum an und die Klimaerwärmung, die auch vor Affoltern nicht haltmache.
Offenbar sensibilisiert auf den Vorwurf der mangelnden Kommunikation aus dem Stadthaus heraus, setzte die amtierende Stadtpräsidentin Eveline Fenner (EVP) auf Einwandvorwegbehandlung: «Mein wichtigster Punkt ist es, das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik zu stärken.» Stefan Kessler (Grüne, neu) hatte vier Punkte auf seinem Wunschzettel: «Bezahlbaren Wohnraum qualitatives Wachstum, die Stadt klimafitter machen und den sozialen Zusammenhalt fördern.» Das Wachstum war auch ein Thema, das Pascal Santi (FDP, neu) ansprach. Es brauche eine Stadtentwicklung mit Augenmass. Dito Claudia Spörri (SVP, bisher, will aber nicht mehr Schulpräsidentin werden): «Der Wandel muss mit Augenmass erfolgen.» Ernst Beeler (Gewerbe/SVP, neu) aus Zwillikon machte deutlich, dass sein Herz für das Gewerbe und die Vereine schlägt. Die Kommunikation zwischen diesen Gruppen und der Stadtregierung wolle er verbessern.
Kommunikation als Herausforderung Stichwort Kommunikation. Moderator Schneider, der genau zugehört und mitnotiert hatte, machte dieses Thema zum Auftaktthema des nachfolgenden Frage- und Antwortspiels: Was denn das konkrete Problem sei, fragte er. Wipfli: «Es wird zu spät über grosse Projekte informiert.»
Stadtpräsidentin Fenner merkte dazu an: Wir haben ein gesellschaftliches Problem, zu viele Leute würden nur noch in ihrer eigenen Blase leben: «Dabei brauchen wir mehr Dialog.» Sogleich
kamen ein paar Vorschläge, wie man das besser machen könnte, wobei sich herausstellte, dass die Stadtkommunikation eigentlich auch schon viel macht. Genannt wurden Newsletter, Social-MediaAccount, Bürgersprechstunden, 50 Medienmitteilungen pro Jahr und eine Flut von Artikeln im «Anzeiger». «Das ist ein Fass ohne Boden», sagte Stadtrat Gasser. «Tatsache ist, wir haben noch nie so viel kommuniziert wie derzeit. Aber irgendwie ist es immer zu wenig.» Gar nicht schlecht informiert fühlt sich Galina Bruder. «Es gibt doch Newsletter und auch den ‹Anzeiger›.» Aber als Bildungspolitikerin müsse sie auch darauf verweisen: «Wir müssen das eben auch schon den Kindern lehren, wie man gut kommuniziert.»
Die Finanzen waren natürlich auch ein Thema. Da wurde Santi ziemlich deutlich: «Wir sind die Gemeinde mit den vierthöchsten Steuern im Kanton Zürich. Da ist etwas nicht im Lot.» Das wollte Stadtrat Gasser nicht auf sich sitzen lassen: «Noch nie war Affoltern finanziell so gut aufgestellt wie jetzt.»
Und die Stadtpräsidentin machte deutlich, dass man gut auf die Steuergelder aufpasse: «Wir müssen ständig priorisieren. Im Budgetprozess wird jeder Posten jedes Jahr genau angeschaut.»
Auch der Personalmangel der vorangegangenen Jahre, der laut Fenner «jetzt weitgehend behoben ist», war ein Thema. Auf dem Podium wie später auch aus dem Publikum wurde bemängelt, dass die Personalkosten zu hoch seien. Bekanntlich hatte die Stadt im vergangenen Jahr nach der verlorenen Abstimmung um die 38,5-Stunden-Woche die Löhne fürs Personal erhöht. Dies habe zumindest dazu geführt, dass man jetzt gutes Personal gefunden habe, so Fenner. Das wollte Beeler nicht so stehen lassen: «Da kann man noch mal über die Bücher gehen», befand er. Gasser wob dem Personal dabei ein Kränzchen: «Es kommen ständig neue Aufgaben dazu.
Bei uns sitzt niemand herum. Unsere Leute in der Stadtverwaltung geben alle ihr Bestes.» – Was ihm einige Stimmen von Mitarbeitern der Verwaltung einbringen dürfte. Wenig Einigkeit herrscht auch bei einem anderen Thema: dem Schwammstadtkonzept und der Gestaltung der Heimpelstrasse. Santi kritisierte das Projekt als «unausgegoren». Im Winter bilde sich auf dem Kies Eis, Personen mit Rollstühlen oder Rollatoren können den Weg nicht mehr gefahrlos nutzen, die Gefahr sei hoch, dass es zu einem Unfall kommen könne. «Ich gebe zu, das ist noch nicht das Gelbe vom Ei», war die Antwort von Gasser. Es gehe beim Schwammstadtkonzept auch um nachhaltige Ziele, um den Herausforderungen des Klimawandels mit seinen unvorhersehbaren Starkregen begegnen zu können. Allerdings sei das Projekt auch bewusst als Pilotprojekt konzipiert worden. Man sei darauf angewiesen, Erfahrungen zu sammeln, um bei zukünftigen Projekten gut planen zu können.
Einschub Primarschule
Das Wahlrecht in Affoltern sieht vor, dass auch das Präsidium der Primarschule über die Stadtratswahl besetzt wird. Das heisst, wer Präsident oder Präsidentin der Primarschulpflege werden will, muss erst einmal in den Stadtrat gewählt werden. Weil die bisherige Primarschulpräsidentin Spörri das Amt nicht mehr antreten möchte («Ich habe das viele Jahre gemacht, jetzt sollten einmal frische Köpfe auf diese Position.»), bewerben sich gleich drei Personen auf das Amt. Das sind Wipfli, Bruder und die – weil parteilos – nicht geladene Yvonne Accorinti. Die beiden Erstgenannten bekamen vom Moderator eine extra Portion Zeit, um bildungspolitische Fragen zu diskutieren. Nebst einigen deckungsgleichen Ansichten traten auch deutliche Unterschiede zwischen
Wipfli und Bruder zutage. So plädierte
Bruder bei der Frage nach Inklusion und Integration von Kindern mit Sonderbedarf an Aufmerksamkeit für eine differenzierte Betrachtung jedes Einzelfalls. Ziel müsse es sein, dass für jedes Kind eine individuelle Lösung gefunden werde. Und: «Alles, was jetzt gut läuft, soll erhalten und gefestigt werden.»
Wipfli sagte, man müsse auch die enormen Kosten im Auge behalten. Sei es bei der Schulraumplanung («Man könnte vielleicht auch mit Provisorien schaffen»), aber auch bei der integrativen Schule: «Es gibt zu viele Kinder mit besonderen Bedürfnissen.»
Die Zeit im Blick
Warum wen wählen?
Zum guten Ende ging es noch mal im Stakkato. 30 Sekunden waren das Limit pro Wortmeldung. Die geforderte Antwort sollte beschreiben, warum man den jeweiligen Kandidaten oder die Kandidatin denn wählen solle. Die Voten reichen dabei von «Ich bin bodenständig» (Beeler), «Ich kenne die Herausforderungen» (Spörri), «Junge in die politischen Prozesse einbeziehen» (Santi) über «Ich bin dialogfähig» (Kessler) oder «Ich liebe die Menschen von Affoltern» (Fenner) bis hin zu «Mir ist ernst mit der nachhaltigen Entwicklung der Stadt» (Gasser), «Lust auf einen Einsatz
für die Stadt» (Wipfli) und «Ich fühle mich hier daheim» (Bruder). Und tatsächlich: Alle hielten sich an die sportliche Zeitvorgabe. Obwohl es um die Parteifinanzen offenbar nicht zum Besten steht und IPKPräsident Orlando Rabaglio die Gäste ohne Apéro in die Nacht verabschiedete, blieben zahlreiche Personen aus dem Publikum noch eine Weile, um im persönlichen Gespräch den Kontakt zu einigen Kandidierenden zu vertiefen.
Am Dienstag, 10. Februar, erscheint im «Anzeiger» ein grosses Affoltern-Special mit der Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten
Aus dem Publikum kam nebst einiger rückblickender Kritik am bisherigen Stadtrat, zum Beispiel wegen der Abstimmung für das Sportplatzgelände Im Moos, noch die spannende Frage, wie man denn gedenke, den Alltag der Menschen in der Stadt zu verbessern. Fenner nutzte die Gelegenheit, um nochmals auf ihr Schwerpunktthema Verbesserung des Dialogs hinzuweisen: «Aufeinander zugehen, zuhören, Menschen nicht verletzen, nicht diffamieren.» Gasser verwies auf die Strategie des Stadtrates in Sachen Nachhaltigkeit und verdichteter Bauweise: «Wir wollen eine Stadt der kurzen Wege – eine ZwölfMinuten-Stadt.» Wie der Moderator hatte also auch er die Zeit im Blick.
Auch aus dem Publikum kamen am Abend der Podiumsdiskussion im Kasinosaal einige Fragen. (Bilder Claudia Eugster)
Bernhard Schneider (links) führte durch den Abend, Orlando Rabaglio begrüsste und verabschiedete die Gäste.
Diese fünf Personen streben neu einen Sitz im Stadtrat von Affoltern an (von links): Ernst Beeler, Galina Bruder, Stefan Kessler, Pascal Santi und Franz Wipfli.
Mit 13 Jahren bereits eine internationale Auszeichnung gewonnen
Livio Kehrli aus Hedingen überzeugte die Jury mit zwei neoklassischen Klavierstücken
Regula ZellwegeR
Stolz zeigt Livio Kehrli seine Medaille der Global Music Awards und die beiden Urkunden. Für die Interpretation des Stückes «Run» bekam er eine Silbermedaille, und für das Stück «Waterfall» erhielt er zusammen mit seiner Klavierlehrerin und Komponistin der beiden Stücke, Marina Wehrli, ebenfalls eine Silbermedaille. Die Global Music Awards sind ein renommierter internationaler Musikwettbewerb, der herausragende Leistungen von Musikern, Komponisten und Produzenten in verschiedenen Genres würdigt. Jedes Jahr erhalten die Global Music Awards Hunderte von Beiträgen aus aller Welt. Die Awards gelten als Plattform für Künstler, die unabhängig von grossen Plattenfirmen arbeiten. Musikerinnen und Musiker sollen aufgrund der Qualität ihrer Musik – und nicht aufgrund von Plattenverkäufen oder der Grösse der Fangemeinde – Auszeichnungen erhalten.
Erlebnis Tonstudio
Livio und seine Klavierlehrerin begannen frühzeitig, sich vorzubereiten. Die Klavierlehrerin schrieb die Stücke im Stil «Neoklassik», einem Genre, das im 20. Jahrhundert beliebt war. Insbesondere Musik zu Filmen gehört oft dieser Stilrichtung an. Sie ist meist melodisch, emotional und ruhig. Das entspricht Livios Geschmack.
Marina Wehrli schlägt Stücke vor und lässt ihre Schülerinnen und Schüler die Musikstücke selbst auswählen. Sie
Stolz zeigt Livio Kehrli seine Medaille der Global Music Awards. Diese sind ein renommierter internationaler Musikwettbewerb, der herausragende Leistungen von Musikern, Komponisten und Produzenten in verschiedenen Genres würdigt.
passt die Kompositionen dem individuellen Können und den persönlichen Vorlieben an.
Livio kann zwar Noten lesen, spielt aber lieber auswendig. Er übte einzelne Elemente und setzt sie anschliessend zusammen, so ist es leicht, auswendig zu lernen, denn es gibt oft Wiederholungen. Auf diese Weise erarbeitete er
«Wenn es Freude macht, stellt sich der Fortschritt ganz automatisch ein.»
Livio Kehrli, Nachwuchstalent am Klavier und an der Orgel
sich auch die beiden Stücke, bis er sie sehr gut spielen konnte.
Auf das Tonstudio im Juni 2025 freute er sich. Ihn faszinierte der mit moderner Technik ausgestattete Raum, in dem Tonaufnahmen professionell erstellt werden, um hohe Klangqualität zu erreichen. Gleich beim ersten Spielen war das Ergebnis gut. Die Musiklehrerin sandte die Aufnahmen in die USA, wo sie von einer Jury bewertet wurden. Er war schon ein wenig aufgeregt im Tonstudio, aber seine Mutter begleitete ihn. Seine Eltern nehmen sich gern Zeit für Livio und seinen Zwillingsbruder und unterstützen beide darin, ihre Talente zu nutzen und ihre Träume zu realisieren.
Musik und Tennis
Livios Mutter spielt selbst Klavier und ist ausgebildete Turnlehrerin. Einer ihrer Söhne spielt ambitioniert Tennis, Livio ebenfalls – neben dem Klavierspiel. Mit acht Jahren begann er mit Klavierstunden und spielerisch lernt er quasi nebenher auch das Orgelspiel. Er hat Spass an den Tasteninstrumenten und übt fast jeden Tag freiwillig, ganz nach Lust und Laune. «Wenn es Freude macht, stellt sich der Fortschritt ganz automatisch ein», meint er gelassen. Im Mai spielt er an einem Konzert in Zürich mit. Er wird drei Stücke auf der Orgel spielen und drei auf dem Klavier.
In Zukunft will er weiterhin Klavier und Orgel spielen, sieht sich aber nicht
in einem Musikerberuf. «Ich sitze nicht nur am Klavier!» Er ist vielseitig interessiert. Die Probezeit im Gymnasium geht erst zu Ende, für die Studienwahl bleibt genügend Zeit. Das Umgewöhnen von der Volksschule zum Gymnasium Freudenberg in Zürich bedeutete eine Umstellung, eine erste Ablösung von zu Hause. «Mir gefällt es, und ich mag meine Klasse», erklärt er. «Wir sind 28 Schülerinnen und Schüler in der Klasse. Am Anfang musste ich noch
die Zimmer suchen, jetzt kenne ich Räumlichkeiten und die verschiedenen Fachlehrpersonen.»
Livio zeichnet und schreibt gern, schwimmt im Hedinger Weiher oder in der Badi. Fussball ist nicht so sein Ding, er ist lieber in kleineren Gruppen oder für sich allein. Er ist in diesem Sinne selbstbewusst, dass er nicht unbedingt anderen gefallen möchte. Trotzdem ist er aber bisher bei seinen Freunden und Mitschülern beliebt gewesen. Sein Auf
Himmel traf Hölle an der Hedinger Kinderfasnacht
Am 31. Januar fand im Dorf ein farbenfrohes Fasnachtsspektakel für Jung und Alt statt Schon am Nachmittag füllten sich die Strassen mit Engeln, Teufeln und allerlei himmlischen wie höllischen Gestalten. Glitzernde Flügel trafen auf rote
Hörner, dazu flog Konfetti durch die Luft und sorgte für strahlende Gesichter. Begleitet von mitreissender Guggenmusik und kreativ gestalteten Umzugswagen setzte sich die Kolonne in Bewegung –angeführt von der Spielgruppe, wo sich die Kleinsten stolz wie die Grössten fühlen durften.
Auf dem Festgelände ging das närrische Treiben weiter. Kinder präsentierten ihre Kostüme, während Erwachsene die ausgelassene Stimmung genossen. Im Festzelt wurde gelacht, getanzt, gefeiert und musiziert – ein Treffpunkt für das ganze Dorf, vom kleinsten Fasnächtler bis zur ältesten Besucherin. Die Hedinger Kinderfasnacht zeigte einmal mehr, wie lebendig das Dorfleben ist. Farben, Musik und gute Laune verbanden Himmel und Hölle zu einem gelungenen Anlass, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Am Ende des Tages waren die Taschen voller Konfetti und die Gesichter müde – aber alle waren sich einig: Diese Kinderfasnacht war einfach höllisch gut und himmlisch schön.
treten ist bescheiden und er sagt von sich: «Ich komme mit allen aus.»
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An den Global Music Awards holte sich Livio Kehrli gleich zwei Silberauszeichnungen. Silber bedeutet «hervorragende Leistung». (Bilder Regula Zellweger)
In dieser Serie stellt der «Anzeiger» junge Musikerinnen und Musiker aus der Region vor. (red)
Domenic Zembrod
Das OK (von links): Michael Grond, Josip Vidak (Hauswart), Aline Schafroth, Uwe Gneiting, Alice Schöb, Domenic Zembrod, Manuela Ackermann, Marco Valena.
Trotz bewölktem Himmel herrschte gute Stimmung, als die Kolonne sich durch das Dorf bewegte. (Bilder zvg)
Zwischen Klamauk und Wahrheit
Brief aus Indien: Familie Rexer aus dem Säuliamt lebt sich in den indischen Alltag ein (2/6)
Seit zwei Wochen sind wir in der Wärme. Kerala fühlt sich an wie Hochsommer in der Schweiz – nur intensiver. Die Luft ist feucht, die Farben satt, der Alltag reduziert. Wir reisen mit wenig Gepäck, denn viel braucht es hier nicht.
Meine Frau Chiara kennt Indien gut. Sie hat mehrere Monate am Stück hier gelebt und bei ihren Lehrern in Mysore Yoga studiert. Für sie ist vieles vertraut. Für mich und unsere Kinder wird es schnell Alltag.
Schlangen sind real
Dazu gehört auch, gewisse Dinge zu lernen, die bei uns selbstverständlich anders sind: nicht in Laubhaufen stehen bleiben, nicht in Tümpeln spielen. Schlangen sind real, nicht nur eine abstrakte Gefahr. Die Kinder verstehen das rasch. Insgesamt finden sie sich erstaunlich leicht zurecht. Bevor ich Chiara kennengelernt habe, wäre ich nie auf
die Idee gekommen, nach Indien zu reisen. Krankheiten, Armut, giftige Tiere – all das hatte ich im Kopf. Diese Realität ist nicht verschwunden, sie gehört dazu. Wichtig ist, nicht naiv oder leichtsinnig zu sein. Der nächste Arzt, der helfen kann, ist gut zwei Autostunden entfernt.
Wir leben ausserhalb von Kovalam, hier bleiben wir bis Ende Januar. Zusammen mit zwei indischen Hausfrauen, ihren Familien und einem Koch. Er sagt, er sei pensioniert und habe Zeit für uns. Er ist 40 Jahre alt. Da beginnt das Nachdenken. Er wirkt älter, hat viel erlebt, jahrelang auf Hochseeschiffen gearbeitet. Und doch liegt bei allem, was er erzählt, ein Lächeln auf seinem Gesicht.
Zeit für die Kinder?
Eines Tages schaut er mich an und fragt direkt: «Arbeitest du viel? Warum?
Hast du Zeit für deine Kinder?» Diese Frage trifft mich. Ich erinnere mich an einen Film von Wim Wenders über Papst Franziskus. Auch er blickt direkt in die Kamera und fragt: «Verschwendest du Zeit mit deinen Kindern?» Für uns war von Anfang an klar: Die drei kommen mit. Mit drei, sechs und neun Jahren ist das hier ein grosses Abenteuer. Und ein intensiver Lernort. Nirgends lernt man so viel, so unmittelbar wie hier.
Indien ist laut. Und zugleich still.
Der Ruf der Moschee mischt sich mit den Gesängen aus den Tempeln. Verschiedene Religionen existieren nebeneinander. In all dem Trubel finde ich etwas, das mir im Alltag oft fehlt: Ruhe. Zeit zum Nachdenken. Über mich, über meine Arbeit, über Comedy. Ich bringe
Menschen zum Lachen. Das konnte ich schon immer. Aber hier, in dieser direkten, ungefilterten Welt, stelle ich mir neue Fragen. Was bedeutet Lachen wirklich? Ist es Unterhaltung? Ablenkung? Oder etwas Tieferes?
«Lachen ist schön»
Neulich fragte mich ein Mann am Kokosnussstand nach meinem Beruf. Ich sagte: Schauspieler, Comedian. Er überlegte kurz und fragte dann: «Ist das lustig?» Ich konnte nicht sofort antworten. «Lachen ist schön», sagte ich schliesslich. Wenn andere lachen – und ich mitlachen kann. Indien lässt kein Auswei
chen zu. Die Menschen sind direkt. Wie der Verkehr hier: chaotisch, laut, aber erstaunlicherweise kommt jede und jeder aneinander vorbei. Vielleicht gilt das auch für das Leben. Ich habe beschlossen, genauer hinzuschauen. Weniger zu denken, mehr wahrzunehmen. Das Aussen wirken zu lassen. Ende Woche reisen wir weiter in
«Indien lässt kein Ausweichen zu. Die Menschen sind direkt.»
den Norden Keralas, nach Kollam und Marari. Heute sahen die Kinder einen Bettler mit verstümmelten Gliedmassen. Ich merkte, wie sehr sie das beschäftigte. Dann fragten sie mich: «Papa, warum hat der Mann so schön gelacht?» Ich lege den Sketch beiseite, an dem ich eben noch gearbeitet habe, er spielt im Gymfit, meinem Fitnessstudio in Affoltern. Ich schreibe ihn für Rob Spence und mich. Jetzt muss das warten. Ich denke nach.
Die Frage meiner Kinder beschäftigt und begleitet mich. Bis zum nächsten Reisebericht.
Florian Rexer
Podium zur Schulpräsidiumswahl für die Primarschule Wettswil
Am Donnerstag, 29. Januar, fand im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung eine Podiumsdiskussion zur Kandidatur für das Schulpräsidium im Mehrzwecksaal Ägerten statt. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Kandidierenden und deren Vorstellungen zu informieren. Durch den Abend führte Esther Nievergelt, Schulpräsidentin von Hedingen. Mit ruhiger und klarer Moderation sorgte sie für einen strukturierten Ablauf und stellte gezielte Fragen, die den neuen Kandidierenden Raum für persönliche Einblicke boten.
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüssung durch den zurücktretenden Schulpräsidenten Roger Schmutz. Anschliessend stellten sich die bisherigen
Schulpflegemitglieder Matthias Gretler, Fränzi Bieri, Jana Markworth und Diana Pfister kurz vor. Sie betonten die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums und brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die vier bisherigen Mitglieder erneut in die Primarschulpflege Wettswil gewählt werden.
Fokus auf neuen Kandidierenden für Präsidium
Im Mittelpunkt standen die neuen Kandidierenden für das Präsidium, Simone Hoffmann und Christian Gräub. Sie schilderten ihre Motivation, ihre bisherigen Erfahrungen und ihre Ziele für das Schulpräsidium. Die anschliessende Fragerunde durch die Moderatorin ermög
lichte dem Publikum, ein detailliertes Bild der Kandidierenden zu gewinnen. Auch das Publikum wurde aktiv in die Diskussion einbezogen. Fragen aus dem Saal wurden aufgenommen und ausführlich beantwortet, wodurch eine offene und lebendige Atmosphäre entstand.
Insgesamt bot die Podiumsdiskussion einen spannenden und informativen Abend, der es der Bevölkerung ermöglichte, die Kandidierenden besser kennenzulernen und sich eine fundierte Meinung im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen zu bilden. Im Anschluss an die Veranstaltung fand ein Apéro statt, der Raum für weiteren Austausch bot.
Diana Pfister, Primarschulpflege Wettswil
Das Publikum konnte sich ein detailliertes Bild der Kandidierenden machen und wurde aktiv in die Diskussion einbezogen. (Bild zvg)
Fürdie Trendwendeim StadtratAffolternamAlbis
Trendwende im
A4: Mutmasslicher Unfallverursacher fährt davon
Nach einem unvorsichtigen Fahrmanöver ist es am Mittwochabend gegen 18 Uhr auf der Autobahn unmittelbar vor der Ausfahrt Affoltern zu einer Kollision mit vier involvierten Fahrzeugen gekommen.
rend der Unfallaufnahme sowie der Fahrzeugbergung mussten der Normalund Überholstreifen gesperrt und der Verkehr über den Pannenstreifen geleitet werden. Dies führte im Feierabendverkehr in Fahrtrichtung Zürich zu einem längeren Rückstau. Die Polizei sucht Zeugen (0415954141). (red)
Gemäss den bisherigen Ermittlungen der Kantonspolizei Zug, die für diesen Autobahnabschnitt zuständig ist, hat ein Fahrzeuglenker/eine Fahrzeuglenkerin, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten, plötzlich vom Pannenstreifen auf den Normalstreifen gewechselt. In der Folge mussten mehrere Fahrzeuge auf dem Normal und Überholstreifen abrupt bremsen sowie ausweichen, was zu mehreren Kollisionen führte. Insgesamt wurden vier Fahrzeuge beschädigt. Zwei davon erlitten Totalschaden. Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Der oder die mutmassliche Verursacher/in entfernte sich von der Unfallstelle. Wäh
Familie Rexer aus dem Säuliamt verbringt einige Monate in Indien. (Bilder zvg)
Stella bei der Katzenwäsche.
Die Unfallstelle auf der Autobahn. (Bild Kantonspolizei Zug)
Stadtpolizei Affoltern zeigt starke Präsenz
2025 wurden rund 30000 Fahrzeuge mehr kontrolliert als im Vorjahr
Die Stadtpolizei Affoltern blickte am Jahresschlussrapport auf ein intensives und ereignisreiches Jahr mit vielfältigen Herausforderungen zurück und informierte über aktuelle Entwicklungen sowie kommende Schwerpunkte. Abteilungsleiter Tobias Brutschi und Stadtrat Markus Meier begrüssten die anwesenden Gäste. Kommandant Markus Marti würdigte den grossen Einsatz der Mitarbeitenden und konnte zwei Mitarbeitende im Dienstgrad befördern.
Umfangreiche Einsätze und gezielte Prävention
Im Jahr 2025 führte die Stadtpolizei Affoltern zahlreiche Kontrollen und Einsätze durch. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Massnahmen zur Bekämpfung der Einbruchkriminalität sowie auf verkehrspolizeilichen Schwerpunktaktionen. Neben der täglichen Polizeiarbeit engagierte sich die Stadtpolizei auch stark im Bereich Prävention und orga-
nisierte verschiedene Veranstaltungen für die Bevölkerung. Stark zugenommen, nämlich um 52 Prozent, haben auch die Einsätze wegen psychisch auffälliger Personen. Sie sind nicht nur für die Einsatzkräfte belastend, sondern auch sehr zeitintensiv. Ein einzelner Fall kann bis zu vier Stunden dauern. Ein Höhepunkt war der Erlebnisund Präventionstag «Kinder lernen retten», der am 28. August 2025 in Affoltern stattfand. Insgesamt 561 Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klassen aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden konnten dabei spielerisch grundlegende lebensrettende Massnahmen erlernen. Unter dem Leitsatz «Niemand ist zu klein, ein Lebensretter zu sein» vermittelten verschiedene Blaulichtorganisationen altersgerechte Einblicke in ihre Arbeit. Den musikalischen Abschluss bildeten Gölä und die Schwiizergoofe mit dem Lied «Lüüt im 144 a».
Ebenfalls auf grosses Interesse stiessen die E-Bike-Fahrtechnik-Kurse für
Seniorinnen und Senioren. Diese wurden Anfang 2025 in Zusammenarbeit mit der Velogruppe 60+ Mettmenstetten und dem Touring Club Schweiz durchgeführt. Über 65 Teilnehmende absolvierten Theorie, Geschicklichkeitsübungen sowie praktische Fahrtrainings und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Verkehrssicherheit.
Hohe Einsatzleistung und sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum Im Berichtsjahr leistete die Stadtpolizei Affoltern insgesamt 17465 Einsatzstunden. Davon entfielen 68 Prozent auf den Frontdienst und 32 Prozent auf administrative Tätigkeiten wie beispielsweise die Rapportierung. Rund zwei Drittel der gesamten Arbeitszeit wurden somit direkt für Patrouillendienste und die sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum eingesetzt.
Einen zusätzlichen Beitrag zur bürgernahen Polizeiarbeit leistete die Bike-
patrouille. Diese war im vergangenen Jahr während über 200 Stunden im Einsatz und trug dazu bei, die Präsenz im öffentlichen Raum weiter zu erhöhen. Gleichzeitig wurde diese Einsatzform von der Bevölkerung als besonders nahbar und positiv wahrgenommen.
Beruhigung der Jugendsituation und Fokus auf Verkehrskontrollen
Die Situation rund um Jugendgruppen hat sich in den Vertragsgemeinden im Berichtsjahr deutlich beruhigt. Gemäss Kommandant Markus Marti ist dies insbesondere auf den erhöhten Kontrolldruck sowie die regelmässige Polizeipräsenz zurückzuführen. Im Bereich Verkehrssicherheit wurden im Jahr 2025 rund 30000 Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit mehr gemessen als im Vorjahr. Der grösste Teil der festgestellten Übertretungen lag dabei im Bereich von 1 bis 5 km/h beziehungsweise 6 bis 10 km/h über der
«Kinder sprechen schon Wochen vorher darüber»
Eine Wochenendtradition, die mit dem Dorf wächst
Seit fast vier Jahrzehnten ist ein einziges Wochenende in Sellenbüren ein fester Termin im lokalen Kalender. Organisiert vom Sportclub Sellenbüren-Stallikon, verbindet der Anlass ein Dartturnier am Freitagabend, ein Schülerfussballturnier am Samstag sowie eine Familien-Lotterie. Was als kleine Sportinitiative begann, hat sich zu einer etablierten Dorftradition entwickelt.
Der Club wurde 1984 gegründet – zu einer Zeit, als Sellenbüren und Stallikon noch stärker als getrennte Orte wahrgenommen wurden als heute. Der Name Sportclub Sellenbüren-Stallikon widerspiegelt diese Entwicklung, während die Juniorenteams unter dem Namen «Sesta Kickers» antreten.
Clubpräsident Franz Beschart führt die Anfänge auf Aktivitäten im Kinderfussball zurück. «Wir wollten den Kindern von Anfang an etwas anbieten», sagt er. Früher organisierte der Verein auch Hallenfussballturniere für Aktivteams – teilweise mit bis zu 50 Mannschaften, viele davon von ausserhalb der Region. Als die Beteiligung bei den Erwachsenen über die Jahre zurückging, verlagerte sich der Fokus zunehmend auf die Schulkinder.
Im Zentrum steht bis heute das Schülerfussballturnier. Es ist bewusst als Dorfanlass konzipiert: Mitmachen
dürfen nur Kinder aus Stallikon. Laut Beschart hat dieser lokale Fokus die Identifikation mit dem Anlass gestärkt. «Die Kinder sprechen in der Schule schon Wochen vorher darüber», sagt er.
Alle Teilnehmenden erhalten unabhängig von der Platzierung einen Pokal. Vor rund sechs Jahren wurde das Programm um ein Dartturnier am Freitagabend erweitert. Die Idee war, den Fussball mit einer weniger wettkampforientierten Aktivität zu ergänzen. Das Dartturnier, das nun zum fünften Mal stattfindet, ist auf 24 Teams mit je drei Spielern begrenzt. «Diese Grösse passt gut zur Halle und ist für uns organisatorisch machbar», erklärt Beschart. Teil-
nehmen können Teams aus den Nachbargemeinden – bei der Anmeldung haben jedoch lokale Teams Priorität. «Solche Anlässe sind enorm wichtig für den Gemeinschaftsgeist in unserem Dorf. Mir gefällt besonders das Drei-Personen-Dartturnier, weil man viele Leute trifft und in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommt. Der abwechslungsreiche Turniermodus sorgt zudem dafür, dass die Spannung bis ganz zum Schluss anhält», sagt Heike Zetterström, Teilnehmerin und Trainerin einer Kinderfussballmannschaft.
Der Samstagabend endet mit einer Familien-Lotterie, die sowohl einen sozialen als auch einen finanziellen Zweck
erfüllt. «Als Jugendverein ist es wichtig, dass solche Anlässe auch zur Vereinskasse beitragen», sagt Beschart. Das Lotterieformat ermöglicht es Kindern, gemeinsam mit Erwachsenen mitzumachen – und hat sich dadurch als familienfreundlicher Bestandteil des Wochenendes etabliert.
Mit fast 70 Jahren ist Beschart weiterhin aktiv eingebunden, betont aber, dass der Erfolg des Anlasses von Teamarbeit abhängt – nicht von einzelnen Personen. «Am wichtigsten sind das OK und die Helferinnen und Helfer», sagt er. «Es ist ein jährlicher Anlass, bei dem Freunde generationenübergreifend zusammen Spass haben. Das Dorf zeigt, wie soziale Aktivitäten Menschen zusammenbringen. Alle geniessen es und helfen mit. Danke an Franz fürs Organisieren – er ist wirklich legendär», sagt Thomas Brawand, Teilnehmer und Mitglied eines siegreichen Dartteams. Nach 39 Austragungen ist das Wochenende mehr als nur ein Sportanlass geworden. Es ist ein wiederkehrender Treffpunkt für verschiedene Generationen und ein stabiler Bestandteil des Dorflebens – getragen von Kontinuität, Freiwilligenengagement und einem klaren lokalen Fokus.
Deviprasad Rao, Leiter Kultur Stallikon
zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Gleichzeitig wurde jedoch auch eine Zunahme bei schweren Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt:
Bei Überschreitungen von mehr als 15 km/h wurden 30 Fahrzeuge mehr registriert als im Jahr 2024. Diese Entwicklung zeigt, dass gezielte Kontrollen in diesem Segment weiterhin notwendig sind.
Veranstaltungen im Jahr 2026 erfordern erhöhte Präsenz
Mit Blick auf das Jahr 2026 stehen mehrere grössere Veranstaltungen an, die eine erhöhte Präsenz der Stadtpolizei Affoltern erfordern.
Dazu zählen unter anderem das Zürcher Kantonalschwingfest am 16. und 17. Mai in Mettmenstetten sowie das Pfadivolksfest vom 28. bis 30. August in Obfelden.
Stadt Affoltern
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Das Dartturnier wurde vor rund sechs Jahre Teil des Anlasses. (Bild Deviprasad Rao)
Eine Bikepatrouille der Stadtpolizei Affoltern kontrolliert den Chip eines Hundes. (Bild zvg)
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«Unbedingt probieren –es ist nie zu spät»
Im Alter musizieren oder gar ein neues Instrument lernen
Regula ZellwegeR
Es gibt Träume, die schiebt man ein Leben lang wie mit einem Schneepflug vor sich her und schafft es nicht, sie umzusetzen. Gute Gründe oder Ausreden finden sich leicht. Aber tatsächlich stellt das Spielen und sogar das Neu-Erlernen von Instrumenten auch im fortgeschrittenen Alter kein Problem dar – und ist aus gesundheitlicher Sicht sogar besonders empfehlenswert. Davon überzeugt ist die Musikgeragogin Theresa von Siebenthal aus Aeugst. Als solche unterstützt sie gezielt musikalische Aktivitäten, um das körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden älterer Menschen zu fördern.
Prozent kann aktives Musizieren das Demenzrisiko senken.
Sie hat – selbst über 70 Jahre alt – voller Begeisterung Angebote und Projekte geschaffen, die ältere Menschen zum Musizieren motivieren. Aus eigener Erfahrung weiss sie: «Musizieren ist Nahrung für Körper, Geist und Seele. Singen und Musizieren verändern den Herzschlag, den Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung und beeinflussen nachhaltig den Hormonhaushalt. Musik kann trösten, aufmuntern oder beruhigen. Sie weckt Erinnerungen und Emotionen, stärkt die Selbstwirksamkeit und hilft bei der Bewältigung des Alltags.»
Nur Vorteile
Bereits das regelmässige Hören von Musik kann physisch und psychisch positiv wirken. Wer jedoch selbst aktiv musiziert, profitiert noch stärker. Verschiedene Studien kamen zum selben Ergebnis: Aktives Musizieren im Alter fördert kognitive Fähigkeiten, kann das Demenzrisiko um bis zu 35 Prozent senken und verbessert die Gehirnleistung durch effizientere neuronale Vernetzung. Auch Motorik und Koordination profitieren, ebenso die Lebensqualität insgesamt.
Zu mehr Lebenszufriedenheit trägt dank der sozialen Kontakte das Singen in einem Chor oder das Musizieren in Ensembles oder Orchestern bei. Zudem:
«Klänge können als Schwingungen emotional berühren, Gefühle auslösen, Erinnerungen wecken und seelisches Gleichgewicht fördern», so Theresa von Siebenthal. Bei ihrer Arbeit schätzt sie besonders, dass ältere Menschen freiwillig und hoch motiviert kommen. Sie weiss, worauf bei älteren Musizierenden zu achten ist: «Ältere haben zwar mehr Musse, brauchen aber oft mehr Zeit, langsameres Tempo und kleinschrittiges Vorgehen.» Häufig stehen sich die Lernenden selbst im Weg – alte Glaubenssätze wie «Ich bin unmusikalisch» oder «Ich kann nicht singen» bremsen den Einstieg. Diese inneren Hürden gilt es zuerst abzubauen.
Worauf achten
«Ältere brauchen im Unterricht mehr Individualität, weniger Struktur. Sie müssen sich angenommen fühlen, mit all ihren individuellen Persönlichkeitsaspekten, Präferenzen oder körperlichen Herausforderungen. Es gilt, auf einer Vertrauensbasis immer wieder auf Stärken hinzuweisen und zu motivieren. Kleine Erfolge sollen nicht nur erreicht, sondern auch gefeiert werden», so die erfahrene Musikgeragogin. Mit einem Lächeln erzählt sie: «Viele ältere Menschen entschuldigen sich immer, wenn sie nicht geübt haben. Das spielt keine Rolle, sie sind hier und jetzt da, in dieser Stunde, und wir machen zusammen Musik.»
Generell meint Theresa von Siebenthal: «Unbedingt ausprobieren! Es ist nie zu spät.» Sie rät, sich Zeit zu nehmen, um sich – je nach Ziel – ein Instrument, ein Ensemble oder Orchester, einen Chor oder eine erfahrene Musiklehrerin auszuwählen. Schnupperlektionen helfen, Hemmungen abzubauen und das passende Instrument zu finden.
Möglichkeiten nutzen
Im Bezirk freuen sich zahlreiche Chöre und Musikgruppierungen über neue Mitglieder. Pro Senectute bietet in der ganzen Schweiz vielfältige Musik- und Tanzangebote für Senioren an, darunter offenes Singen, Jodeln, Trommeln, Ukulele-Kurse sowie Klavierunterricht ohne Noten. Ein aktuelles Beispiel: «Hüpfender Floh» – Liedbegleitung mit der Uku-
Ereignisreiches Vereinsjahr
145. Generalversammlung TV Obfelden
Am vergangenen Freitagabend um 20.15 Uhr eröffnete Präsident Emanuel Foster die 145. Generalversammlung des Turnvereins Obfelden. Leider musste man sich im vergangenen Turnjahr von zwei Ehrenmitgliedern verabschieden, denen mit einer Schweigeminute gedacht wurde. Doch es gab auch erfreuliche Nachrichten zu vermelden: Sechs neue Aktivmitglieder und neun neue Jungturnerinnen und Jungturner durften im Verein begrüsst werden. Die Hauptleiterinnen und Hauptleiter der Untersektionen erzählten von ihrem Turnjahr. Während die Kleinsten zu verschiedensten Themen ihre ersten Turnerfahrungen machen dürfen, sind die älteren Kinder bereits an Wettkämpfen unterwegs. In der Jugi und der Mädchenriege standen sowohl die Jahresmeisterschaft als auch verschiedene Wettkämpfe auf dem Programm. In den unterschiedlichsten Disziplinen und Spielen konnten (trotz speziell konzipierter Spielmodi) viele Auszeichnungen und mehrere Podestplätze geholt werden. Da es ein Nicht-Chränzli Jahr war, gab es für beide Riegen auch noch die Jugi- respektive Mädchenriegenreise im Herbst.
Meisterschaft. Kimo erturnte an seinen ersten Schweizer Meisterschaften den 35. Rang, Nicola holte sich als 17. eine Auszeichnung und Martin gewann die Bronzemedaille. Auch für die Aktiven gab es noch einen Jahresrückblick, der von der Skiturnfahrt über das Eidgenössische Turnfest in Lausanne bis zu den Jahresmeisterschaften ging. Bei der Jahresmeisterschaft hatte dieses Jahr Roman Niederhäuser die Nase vorne, während Rahel Moser ihren Titel bei den Frauen verteidigen konnte. Zweite wurde Aylin Wolf, während sich die letztjährigen Zweit- und Drittplatzierten – Sandra Gut und Madlen Sprenger – den dritten Rang teilten. Bei den Männern komplettierten Emanuel Foster und Noel Bläuer das Podest. CüpliQueen 2025 wurde Kira Stettler und Biermeister 2025 Simon Meili. Als neues Ehrenmitglied wurde Roger Vögtle gewählt. In seiner Laudatio wurde nicht nur an sein erstes Turnfest erinnert, sondern auch daran, wie viel er für den Verein getan hat und immer mit angepackt hat, wenn es darum ging, Ideen umzusetzen.
lele Zürich, Leitung Theresa von Siebenthal, in der Musikschule Hug in Zürich. Auch in Aeugst hat die Musikgeragogin verschiedene Angebote: EinzelInstrumentalunterricht für Ukulele, Gitarre und Blockflöte sowie einen Kurs «Grundlagen der Musiktheorie». «Ich plane für ‹Aeugst aktiv›, ein neues Gremium für Leute aus Aeugst, beispielsweise eine Ukulele-Gruppe und ein Instrumentalensemble.» Sie begleitet unter dem Label «Musik aus dem Koffer» auch Angehörige – die vielleicht selbst nicht singen möchten – bei Besuchen im Pflegeheim oder Spital und singt begleitend mit verschiedenen Instrumenten für und mit alten Menschen. Selbst wenn kognitive Fähigkeiten bereits eingeschränkt sind, lassen sich über vertraute Musik emotionale Reaktionen hervorrufen. Dadurch können alte Erlebnisse wieder erzählt und die Kommunikationsfähigkeit angeregt werden. Theresa von Siebenthal stellt mit älteren Menschen auch einfache Instrumente selbst her, beispielsweise Trommeln aus Blumentöpfen oder Kastagnetten aus Baumnüssen. Musik wird so nicht nur gespielt, sondern auch begreifbar. Ob hörend oder aktiv musizierend –Musik im Alter ist kein Luxus, sondern eine Investition in Lebensfreude und Gesundheit.
Informationen: www.musikausdemkoffer.ch
«In der Schweizer Bevölkerung wächst fast nur noch die Gruppe der Pensionäre» ist in den Bevölkerungsprognosen des Bundesamts für Statistik zu lesen. Heute altern wir gesünder als die Generationen vor uns. Den «Anzeiger» interessiert, wie Menschen es schaffen, nach der Pensionierung ein sinnvolles, zufriedenes und interessantes Leben zu gestalten. Denn es geht nicht nur um die Anzahl der Jahre, sondern um deren individuell gelebte Lebensqualität. Die Redaktion nimmt gern Input entgegen: redaktion@affolteranzeiger.ch. (red)
Für die Geräteturner war das Highlight der Heimwettkampf im Frühling, bei welchem neben zwei Siegen (K4, KH) sogar die Mannschaftswertung bei den Aktiven gewonnen werden konnte. Dazu erturnten sich die Obfelderinnen und Obfelder über die gesamte Saison hinweg wieder viele Auszeichnungen und einige Podestplätze. Für drei Turner verlängerte sich die Saison noch etwas –Kimo (K5), Nicola (K6) und Martin (KH) qualifizierten sich für die Schweizer
Um 00.06 Uhr wurde die Versammlung schliesslich geschlossen. Dank dem Kuchen konnten alle gestärkt mit dem Lotto starten, wobei verdächtig viele Preise an den gleichen Tisch wanderten. Neugierig geworden? Am Freitag, 29. Mai, geht das Showturnen (öffentliche Hauptprobe) in die zweite Runde. Dieses Mal sogar mit Grill und, wie letztes Jahr, mit geöffneter TV-Bar im Anschluss.
Tanja Bleuler
Weitere Infos: www.tvobfelden.ch
Rahel Moser und Roman Niederhäuser, die strahlenden Gewinner der Jahresmeisterschaft 2025. (Bild zvg)
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Musik im Alter ist eine Investition in Lebensfreude und Gesundheit. (Bild Regula Zellweger)
WAHLEMPFEHLUNGEN
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Jacqueline De Barro – Kandidatur Präsidium Sekundarschulpflege Bonstetten
Bereits von 2003 bis 2013 durfte ich in der Sekundarschulpflege Bonstetten als Mitglied und als Präsidentin Verantwortung übernehmen. Inzwischen bin ich pädagogisch zur Lehrperson und zur Schulleiterin ausgebildet und leite seit mehreren Jahren erfolgreich eine grössere Schule. Da mir die Sekundarschule Bonstetten besonders am Herzen liegt, möchte ich meine weitläufige Erfahrung wieder einbringen, wo sie gebraucht wird und Wirkung erzielen kann.
Als Mutter und ehemalige Präsidentin des TSV Bonstetten kenne ich zudem die Bedürfnisse von Eltern und Vereinen. Ich weiss, wie wichtig der konstruktive Dialog und die stabile Zusammenarbeit mit verschiedenen Anspruchsgruppen sind. Gerade in kom-
Stefan Kessler in den Stadtrat
Ich lebe seit rund 35 Jahren in Affoltern. Die letzten Jahre habe ich als Bewohnerin der Stadt Affoltern mehrheitlich positiv erlebt: Der politisch ausgewogene Stadtrat bezieht Bevölkerung, Vereine und weitere Gruppierungen in seine Planung ein und engagiert sich für unsere Zukunft, indem er zum Beispiel bei neuen Projekten das Prinzip Schwammstadt einbezieht und sich für naturnahe Fliessgewässer und mehr Grünflächen einsetzt. Zudem ist das Label Energiestadt er-
reicht und ein grossartiges Stadtfest gefeiert worden. Unsere Stadt wächst und wächst – ich wünsche mir, dass das Wachstum für uns Bewohnerinnen und Bewohner in allen Quartieren qualitativ und nicht nur quantitativ spürbar ist und dass wir bei der Planung auch Rücksicht auf künftige Generationen und schwindende Ressourcen nehmen. Ich wähle am 8. März Stefan Kessler als Stadtrat, da er meine Werte vertritt. Er setzt sich ein für Wohnbaugenossenschaften und innovative Projekte wie
Christian Gräub – Verantwortung für die nächste Generation
Seit 2002 lebe ich mit meiner Familie in Wettswil. Unsere vier Kinder – heute erwachsen – haben hier die Primarschule besucht. Wir durften erleben, wie eine gut geführte Schule mit engagierten Lehrpersonen den Kindern ein solides Fundament für weiterführende Schulen und die Berufsbildung vermittelt. Auf diesem Fundament konnten unsere Kinder erfolgreich aufbauen. Das Bildungswesen in der Schweiz ist ein grosses Privileg, dem wir Sorge tragen müssen. Es fördert Chancengleichheit und bietet Raum zur Entfaltung. Neben fachlichem Wissen sind Methoden- und Sozialkompetenzen zentral – ein «Bildungsrucksack», der Kinder befähigt, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln und ein erfülltes Leben zu führen.
Dabei ist mir bewusst: Nicht jedes Kind passt in ein normiertes Schema. Manche brauchen mehr Unterstützung, andere mehr Freiraum. Starre Lösungen helfen hier nicht weiter. Gefragt sind massgeschneiderte Wege, die dem Kind, der Klasse, den Lehrpersonen und den Eltern dienen. Als Schulpflegepräsident setze ich mich dafür ein, dass solche individuellen Bildungswege möglich sind. Gleichzeitig sollen sich Lehrpersonen auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können: Bildung. Der administrative Aufwand ist auf das Notwendige zu beschränken, entlastende Strukturen sollen gezielt gefördert werden. Die gut
funktionierende Schule Wettswil soll nicht durch unnötigen Aktionismus aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Neue gesellschaftliche Anforderungen sollen ruhig, besonnen und sorgfältig umgesetzt werden. Bildung ist der wichtigste Rohstoff der Schweiz. Deshalb gilt es, das hohe Niveau der Primarschule Wettswil zu erhalten, behutsam weiterzuentwickeln und Raum für Innovation auf verlässlicher Grundlage zu schaffen. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Stimme, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.
Christian Gräub, FDP, Wettswil
plexen Zeiten des Umbruchs braucht es Führung, die verbindet, Sicherheit gibt und den Blick nach vorne richtet. Ich kenne die Schule, ihre Strukturen und vor allem die Menschen, die sie tragen: Lernende, Schulpersonal, Eltern und externe Stellen. Mir ist es wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ich verstehe die Schulpflegetätigkeit sinnbildlich als «die Schule pflegen».
Wofür ich stehe
• Lernende im Mittelpunkt durch guten Unterricht und starke Lernbeziehungen
• Wertschätzender Umgang im Team durch Vertrauen, Respekt und Verlässlichkeit
auch für eine Stadt, in der sich alle Bevölkerungsgruppen zu Hause fühlen können.
Für eine zukunftsorientierte Klimapolitik
Er engagiert sich zudem für eine zukunftsorientierte Klimapolitik, das heisst mehr Bäume, entsiegelte Flächen und aufgewertete Bäche. Biodiversität sieht er nicht als Luxus, sondern als unsere Lebensgrundlage. Es ist ihm zu-
Eine starke Schule braucht gute Rahmenbedingungen. Als Mitglied der Schulpflege Wettswil setze ich mich dafür ein, dass unsere Schule ein attraktiver Lern- und Arbeitsort bleibt – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrpersonen.
Mein Schwerpunkt liegt auf qualitativ guten Schulinfrastrukturen, einer weitsichtigen Unterhaltsplanung sowie auf zukunftsorientierten, energetisch nachhaltigen Lösungen. Investitionen sollen sinnvoll, langfristig und verantwortungsvoll getätigt werden, damit unsere Schulhäuser den heutigen und kommenden Anforderungen gerecht werden. Beruflich bin ich als stellvertretender Geschäftsführer im Altersund Pflegeheim Perla Park tätig und verantworte die Bereiche Infrastruktur,
• Transparenz und Unabhängigkeit durch ausbalancierte Anliegen aller Anspruchsgruppen Als parteilose Kandidatin ist es mein Ziel, die Sekundarschule Bonstetten wieder zu einem starken Miteinander zu führen. So wird sie zu einem attraktiven Bildungsort für engagierte Lehrpersonen, motivierte Lernende und für Eltern, die ihre Kinder gut begleitet wissen. Mit Erfahrung, Augenmass und persönlichem Engagement möchte ich Verantwortung übernehmen und die Schule gemeinsam mit allen Beteiligten nachhaltig stärken.
Jacqueline De Barro, Bonstetten Mehr zu meiner Person und Haltungen: https://jacquelinedebarro.ch/ Jacqueline
dem ein Anliegen, dass städtische Sanierungen und Bauprojekte ein Schritt in Richtung Klimaneutralität und Lebensqualität sind. Einfach und sicher zu Fuss, mit dem Velo oder mit ÖV in Affoltern und Umgebung unterwegs sein zu können, ist mir ein Anliegen – wir alle profitieren von weniger Lärm, CO2Ausstoss und mehr Lebensqualität. Stefan Kessler ist vor einiger Zeit mit gutem Beispiel vorangegangen: Er hat sein Auto verkauft und ist jetzt per ÖV oder zu Fuss unterwegs. Er lebt seit vielen
Matthias Gretler. (Bild zvg)
Hotellerie und ICT. Diese Aufgabe verlangt Planungssicherheit, Organisationstalent und einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen – Kompetenzen, die ich gezielt in meine Arbeit in der Schulpflege einbringe. Als diplomierter Pflege-
Jahren in Affoltern und hat sich in dieser Zeit auf vielfältige Weise für unsere Stadt eingesetzt. Als Vorstandsmitglied einer Wohnbaugenossenschaft bringt er zudem praktische Erfahrung mit, wie Lebensräume geschaffen werden, die sozial durchmischt, tragfähig und lebenswert sind. Als Vater von erwachsenen Kindern und Grossvater von kleinen Kindern ist er zudem mit der Situation junger Familien vertraut.
Martina Heuss, Affoltern
fachmann, Rettungssanitäter und Erwachsenenbildner mit eidgenössischem Fachausweis verfüge ich über breite Erfahrung in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Führung. In der Schulpflege bin ich aktuell Vizepräsident und verantwortlich für das Ressort Liegenschaften und Gesundheit. Zusätzlich engagiere ich mich im Regionalen Krisenstab RFO.
Wettswil liegt mir als Wohn- und Lebensort für Familien sehr am Herzen. Gerne setze ich mich weiterhin mit Erfahrung, Augenmass und Engagement für eine starke und gut aufgestellte Schule ein. Besten Dank für Ihre Stimme, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.
Matthias Gretler, Wettswil
Dr. Jürg Werner in den Gemeinderat von Hedingen
Mit Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass Dr. Jürg Werner in Hedingen für den Gemeinderat kandidiert. Gerade im Gemeinderat in Hedingen ist es von immenser Bedeutung, dass wir von einem Mitglied vertreten sind, welches den richtigen Rucksack für dieses Amt mitbringt. Er ist promovierter Absolvent der ETH Zürich mit den Erfahrungen in der Forschung und Entwicklung bei der ETH sowie bei Bell Communications Research in den USA und als CEO bei der Metall Zug AG, als Verwaltungsratspräsi-
Kontinuität, Weitblick und die Menschen im Zentrum
In Affoltern leben, wohnen und arbeiten zu können, hat Qualität. Auch wenn es immer Verbesserungspotenzial gibt, stimmen die Entwicklungen zuversichtlich. Genügend Einkaufsmöglichkeiten, ein vielfältiges kulturelles Angebot, gute Verkehrsanbindungen, ein lebendiges Gewerbe und steigende Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sind nur einige der Vorzüge. Dass dem Stadtrat die Gestaltung dieses Kurses erfolgreich gelingt, basiert auf seinen strategischen Leitsätzen, die er zusammen mit der Be-
völkerung erarbeitet hat. Dazu gehören auch die Immobilien-Strategie und eine weitsichtige Finanzplanung. Wie bei Unternehmen hat der Stadtrat schon länger erkannt, dass ein zielgerichteter und dosierter Einsatz von Finanzmitteln die Grundlage für einen ausgeglichenen Haushalt darstellt. Die regelmässigen Ertragsüberschüsse in den Rechnungen der vergangenen Jahre belegen dies. Die EVP ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg für eine breite Bevölkerung den Erhalt unserer Lebensqualität sicherstellt und künftige Herausforderun-
gen lösungsorientiert anpacken lässt. Aus diesen Gründen empfehlen wir die Wiederwahl von Eveline Fenner als Stadträtin und Stadtpräsidentin. Sie hat in der zu Ende gehenden Legislatur schwierige Herausforderungen ebenso gemeistert wie schöne Erfolge gefeiert. Sie ist äusserst motiviert, sich auch in den nächsten vier Jahren nochmals mit allen Kräften zu engagieren und damit auch die Kontinuität sicherzustellen. Ebenfalls zur Wiederwahl empfehlen wir Markus Gasser, der seit drei Legislaturen Stadtrat ist. Er ist bereit, sein über
dent der V-ZUG AG (noch bis im April 2026) sowie als Verwaltungsrat bei der Komax. Nun nach dem Rückzug von diesen Mandaten hat er Zeit, seine Erfahrungen, vor allem auch im finanztechnischen Bereich, für die Gemeinde Hedingen einzubringen. Als Ingenieur und Unternehmer ist er es gewohnt, nach nachhaltigen Lösungen zu suchen und komplexe Aufgaben pragmatisch anzupacken und Verantwortung zu übernehmen. Er wird sich auch für ein gesundes Wachstum in der Gemeinde einsetzen und steht für den
Erhalt des Dorfcharakters und eine solide Infrastruktur. Dr. Jürg Werner ist Mitglied bei der SVP, im Gegensatz zu den parteilosen Kandidaten steht er zur Neutralität und auch ganz klar zum Nein zum EUUnterwerfungsvertrag. Auf sein eidgenössisches Gedankengut können Sie sich verlassen. Wir würden es sehr begrüssen, wenn Dr. Jürg Werner in der kommenden Legislaturperiode im Gemeinderat Hedingen mitwirken würde.
SVP Sektion Hedingen
die Jahre aufgebautes Wissen und die grosse Erfahrung weiter für die Stadt Affoltern gewinnbringend einzusetzen.
Konstruktives Teamwork im Stadtrat
Um wichtige Ziele zum Wohle aller zu erreichen, ist ein konstruktiv arbeitendes Team gefragt, in dem alle politischen Kräfte vertreten sind. Insbesondere empfehlen wir Galina Bruder als Stadträtin und als Präsidentin der Primarschulpflege. Mit ihrer Erfahrung aus dem pädagogischen Bereich und ihrer
kooperativen Art wird sie sowohl die Arbeit des Stadtrates als auch der Primarschule bereichern. Ebenso empfehlen wir Stefan Kessler zur Wahl als Stadtrat. Mit seinem beruflichen Hintergrund als Immobilienberater und als langjähriges Vorstandsmitglied einer Wohnbaugenossenschaft wird er einen wichtigen Beitrag in die Arbeit des Stadtrates einbringen können.
EVP Affoltern
www.evp-affolternamalbis.ch
De Barro. (Bild zvg)
Christian Gräub. (Bild zvg)
Matthias Gretler – starke Schule braucht starke Strukturen
WAHLEMPFEHLUNGEN
«Hausen ist mehr als ein
Das ländliche Leben, die Nähe zur Natur, die Vereine und die persönlichen Begegnungen auf der Strasse machen unsere Gemeinde einzigartig. Damit das so bleibt, braucht es Menschen im Gemeinderat, die Hausen kennen, hier verwurzelt sind und Verantwortung übernehmen. Deshalb kandidiere ich am 8. März für den Gemeinderat. Seit 17 Jahren lebe ich im Hinteralbis und engagiere mich mit Überzeugung für unsere Gemeinde. Als Vizepräsidentin des Verschönerungsvereins setze ich mich mit viel Herzblut für ein attraktives Dorfbild und ein lebendiges Miteinander ein. Zudem begleite ich ältere Menschen im Alltag und begeistere mich für den Schwingsport. Meine Erfahrungen zeigen mir, wie wichtig ein starkes Vereinsleben und altersgerechte Wohnformen sind – damit Hausen für alle Generationen ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt und auch im Alter bleiben kann.
Beruflich arbeite ich seit vielen Jahren als Immobilienbewirtschafterin, sowohl in der Privatwirtschaft als auch bei Baugenossenschaften. Dieses Fachwissen hilft mir, Themen rund um Finanzen und Liegenschaften fundiert
Wohnort»
einzuschätzen. Eine gesunde Finanzpolitik mit Augenmass ist für mich die Voraussetzung, um Hausen verantwortungsvoll und nachhaltig weiterzuentwickeln.
Wer mich persönlich kennenlernen möchte, hat dazu am 9. Februar von 18 bis 20 Uhr in der Löwen-Bar Gelegenheit. Neben mir sind auch Toni Schönbächler (parteilos) und Olivier Hofmann (FDP) anwesend. Ich freue mich auf viele Begegnungen.
Esther Lendenmann, FDP
Yvonne Accorinti in den Stadtrat
Ich kenne Yvonne Accorinti schon seit vielen Jahren. Sie ist natürlich und auf dem Boden geblieben. Familie, Freundschaften, die Natur und Affoltern sind ihr wichtig. Sie hat einen guten Humor, und mit ihr kann man lachen. In Gesprächen ist sie ist eine einfühlsame Zuhörerin. Mein Sohn besuchte bei ihr die Sekundarschule in Affoltern. Sie machte einen tollen Unterricht mit vielen Erlebnissen und bereitete die Jugendlichen mit ihrer grossen Erfahrung auf das Berufsleben vor. Das war für mich als Mutter sehr wertvoll.
Ich schätze ihr positives Menschenbild. Sie begegnet ihren Mitmenschen ohne Vorbehalte. Sie geht mit Interesse auf die Menschen zu und kommt mit ihnen leicht ins Gespräch. Yvonne steht
für ihre eigene Meinung ein. Wenn ihr eine Sache wichtig ist, dann geht sie sie mit Überzeugung an. Ihr ist dann kein Aufwand zu gross. Der Stadtrat braucht Personen, die für ihre persönlichen Werte einstehen und keine Parteiverpflichtung haben. Ich wähle Personen, die fachlich kompetent sind: Yvonne AccorintiAeberli hat als Lehrperson und Schulleiterin ein umfangreiches Wissen über unsere Schulen. Sie weiss, um was es geht und über was sie spricht. Bildung ist ihr ein grosses Anliegen. Sie ist die richtige Kandidatin als Stadträtin Bildung und als Präsidentin der Primarschulpflege.
Mire Sabani, Affoltern
Philipp Schwendimann in den Gemeinderat Obfelden
Ein kompetenter Gemeinderat spiegelt dann die Interessen der ganzen Bevölkerung optimal, wenn alle Bereiche professionell abgedeckt sind. Nun kandidiert mit Philipp Schwendimann ein Fachmann, der sowohl im sozialen Bereich und dem öffentlichen Verkehr ausgebildet ist. Zudem verfügt er über Führungserfahrung in einer Gemeindeverwaltung. Was kann für eine Gemeinde besser sein? Seit Jahren liegen neue Alterswohnungen in der Pipeline, und seit Jahren frieren sich Obfelderinnen und Obfelder an den meisten Bushalte-
stellen bei Schnee, Regen und Sturm den Ar… ab. Die Vollendung der Bickwilerstrasse auf dem A4-Zubringer dümpelt seit Jahren vor sich hin. Frischer Wind und mehr Power für Obfelden sind dringend nötig. Mit Philipp Schwendimann steht ein Kandidat zur Verfügung, der Obfelden sehr gut kennt und dem Familienbedürfnisse bestens vertraut sind. Deshalb empfehle ich Philipp Schwendimann als neuen Gemeinderat in Obfelden.
Peter Leemann, Obfelden
Primarschulpflege Affoltern tritt erneut an
Roger Marti, Martina Thüring und Daniel Ledermann, alle parteilos, stellen sich zur Wiederwahl. Die drei kandidieren gemeinsam für die nächste Legislaturperiode und setzen damit auf Kontinuität in der Führung der Primarschule. Die Primarschulpflege agiert heute primär strategisch und arbeitet eng mit der Leitung Bildung zusammen. Erste Herausforderungen im neuen Organisationsmodell seien überwunden, heisst es vonseiten der Kandidierenden. Nun gelte es, begonnene Prozesse weiterzuführen und die Schule nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Zentrum der kommenden Amtsperiode stehen mehrere grössere Vorhaben. Dazu zählen insbesondere die Weiterentwicklung eines digitalen Kon-
Galina Bruder und Stefan Kessler in den Stadtrat
Am Montagabend konnten sich die (meisten) Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat erfreulich vielen Interessierten im Kasinosaal präsentieren und Fragen beantworten. Sie alle verdienen Respekt für ihren Mut, sich zu exponieren, und ihre Bereitschaft, sich für unsere Stadt zu engagieren. Dies gilt nicht zuletzt für diejenigen, die sich
Dr. Corina Venzin:
erstmals zur Wahl stellen. Ich bin sehr froh über die Kandidatur von Galina Bruder und Stefan Kessler. Beide überzeugen mich mit ihrem positiven Menschenbild, ihrem Gestaltungswillen und ihrer Schaffenskraft. Ihr beruflicher und ausserberuflicher Erfahrungshintergrund gibt ihnen das nötige Rüstzeug, um in unserer Exekutive Wesentliches zu einer erfreulichen Weiterentwicklung unserer Stadt beizutragen. Ich wähle deshalb Stefan Kessler in den Stadtrat, ebenso Galina Bruder, die auch meine Stimme für das Präsidium der Primarschulpflege erhält. Peter Kubli, Affoltern
Erfahrene Bildungsfachfrau für die Kappeler Primarschulpflege
Am 28. Januar stellten sich im Kappeler Gemeindesaal die Kandidierenden für die Erneuerungswahlen am 8. März vor. Als ich vom vakanten Sitz in der Primarschulpflege erfuhr, wusste ich: Das passt. Also stellte ich mich spontan als Uerzliker Kandidatin für den noch offenen Sitz zur Verfügung. Nicht aus persönlichem Interesse – unser Sohn ist bereits in der Lehre – sondern weil ich überzeugt bin, fachlich einen sinnvollen Beitrag in diesem wichtigen Gremium leisten zu können. Im Austausch mit den anderen Kandidierenden zeigte sich: Wir ticken ähnlich. Die Schulpflege denkt pragmatisch, reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen und nutzt ihren Handlungsspielraum so, dass das Lernen für Kinder und Lehrpersonen gelingen kann. Genau diese Haltung teile ich. Mit 14 verdiente ich mein erstes Geld mit Stütz- und Förderunterricht. Dabei lernte ich früh: Gute Noten scheitern selten am fehlenden Wissen, sondern viel häufiger an Prüfungsangst, Stress oder fehlender Motivation. Inzwi-
schen arbeite ich seit über 30 Jahren im Bildungssystem: als Gymnasiallehrerin, Projektleiterin beim Lehrplan 21, auf der Bildungsdirektion, als Redaktorin in einem Lehrmittelverlag und aktuell als Expertin für Begabungsförderung und Neurodiversität an einer zweisprachigen Schule. In diesem Bereich habe ich an der Uni Freiburg 2022 den Doktortitel erlangt. Ich kenne das System, seine Vorgaben – und seine Grauzonen. Und ich
weiss: Lehrpersonen wollen gute Arbeit leisten, fühlen sich aber oft durch Regelund Materialflut eingeengt. Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern den Schulalltag rasant. Wissen vermitteln kann KI hervorragend. Was sie nicht kann, ist Beziehung, Einordnung und mentales Training. Genau dort entstehen viele Herausforderungen im Schulalltag –und genau auf diesen Bereich wird in Lehrmitteln und in der Lehrerbildung bislang kaum eingegangen. Mein Anliegen ist es, den vorhandenen Spielraum so zu nutzen, dass Lehrpersonen mit Freude unterrichten können und Kinder möglichst alters- und niveaugerecht lernen und ihr Potenzial entfalten dürfen – und Lehrpersonen im Umgang mit psychosozialen Herausforderungen gestärkt werden. Da ich als «wilde» Kandidatin nicht auf dem Wahlzettel stehe, bitte ich Sie, meinen Namen handschriftlich doppelt zu ergänzen. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. Corina Venzin, Uerzlikon
Manuel Dietrich – für die Sekundarschulpflege Bonstetten
Ich kandidiere für die Sekundarschulpflege Bonstetten, weil ich seit vielen Jahren hier lebe, unsere Gemeinde schätze und mich aktiv für ein verlässliches Umfeld für Jugendliche einsetzen möchte. Seit über zehn Jahren stehe ich der Bevölkerung als Mitglied der Feuerwehr Unteramt zur Verfügung. Unser Einsatzgebiet umfasst Bonstetten, Stallikon und Wettswil – genau die Gemeinden, für die ich mich auch in der Schulpflege einsetzen möchte. Verantwortung zu übernehmen, Ruhe zu bewahren und im entscheidenden Moment präsent zu sein, gehört für mich selbstverständlich dazu.
Auch im Turnverein Bonstetten durfte ich viele Jahre Verantwortung übernehmen – als Leiter, Hilfsleiter und immer dann, wenn kurzfristig Unterstützung gebraucht wurde. Kinder in Bewegung zu bringen, ihnen Halt zu geben und ein verlässliches Umfeld zu schaffen, war mir dabei stets wichtig.
Im Familienclub Bonstetten-Wettswil helfe ich mit, wo immer Unterstützung gebraucht wird – an Festen, an der
Chilbi und ganz besonders jedes Jahr rund um den 6. Dezember als Samichlaus, was mir grosse Freude bereitet. Als glücklich verheirateter Familienvater von drei Kindern habe ich meine älteste Tochter durch ihre Sekundarschulzeit begleitet. Dabei konnte ich aus nächster Nähe erfahren, was Jugendliche und Eltern in dieser wichtigen Lebensphase brauchen und wie wichtig die drei Jahre in der Oberstufe für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Kinder sind.
Beruflich arbeite ich als Koch und bringe Führungserfahrung als Stellvertreter mit. Daher weiss ich, wie wichtig klare Abläufe, Kostenbewusstsein und ein respektvoller Umgang sind, besonders in herausfordernden Situationen. Nach dem turbulenten Sommer 2025 ist mir eines besonders wichtig: Ruhe, Stabilität und Verlässlichkeit in der Sekundarschule Bonstetten. Ich höre zu – Lehrpersonen, Eltern und der Schulleitung. Denn gute Lösungen entstehen dort, wo Menschen ernst genommen werden, die täglich Verantwortung
tragen. Klare und transparente Kommunikation ist für mich selbstverständlich. Ich danke herzlich für Ihre Stimme am 8. März.
Manuel Dietrich, Bonstetten
zepts, die Ausarbeitung und Umsetzung eines Notfallkonzepts, der Bereich Sonderpädagogik sowie anstehende Bauprojekte. Ziel bleibe es, optimale Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie für Lehrpersonen zu schaffen. Die drei bisherigen Mitglieder betonen ihr Engagement für eine umsichtig geführte Schulpolitik und für Entscheidungen, die sowohl der Schule als auch der Bevölkerung von Affoltern gerecht werden.
Mit Zuversicht und Motivation blicken sie auf die kommende Amtszeit.
Die Wahl findet am 8. März 2026 statt – vielen Dank für Ihre Stimme!
Die Kandidierenden für die Primarschulpflege Affoltern
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Sie kandidieren wieder für die Primarschulpflege Affoltern: Roger Marti, Martina Thüring und Daniel Ledermann. (Bild zvg)
Weil ich mit dem Rollator unterwegs bin, mache ich mich früh auf den Weg. Ich bin die Erste im noch leeren Gemeindesaal. Die Gemeindepräsidentin die Zweite. Sie kommt zu mir, gibt mir die Hand und fragt: «Wie heissen sie?» «Vreni Häberling.» Aha, die Schreiberin! Ich staune, dass sie das weiss, und fühle mich sehr willkommen.
Freudiges Begrüssen
Der Saal füllt sich. Als Obfelder Bürgerin komme ich mir etwas fehl am Platz vor, doch ich staune über das Ottenbacher Publikum. Viel Lachen, freudiges Begrüssen. Es scheint mir, so wie der Gemeinderat freundlich ist, so sind es auch die Leute. Das räumliche Entwicklungskonzept wird von Frau Noser vorgestellt. Auf was alles Rücksicht genommen werden muss! So lerne ich die verschiede-
nen Ortsteile etwas kennen. Im Konzept Wohnen Plus geht es um altersgerechte Wohnungen und unterstützende Angebote. Wie vorbildlich!
Manche Hürde kommt noch Als ehemalige Baumeistersfrau weiss ich natürlich, dass von der guten Idee bis zur Realisation eines Bauprojektes noch manche Hürde genommen werden muss. Das wird besonders deutlich, als zwei Ärzte davon sprechen, in Ottenbach eine Arztpraxis zu bauen. Beim Fragestellen fällt mir auf: Die Bevölkerung ist sehr am Wohlergehen des Dorfes interessiert. Und der Gemeinderat geht auf die Meinung der Leute ein. Eine liebe Frau begleitet mich noch bis nach Hause. Ich bin froh, in Ottenbach zu wohnen.
Verena Häberling, Ottenbach
Nein zur Halbierungsinitiative – Ja zu starkem öffentlichem Rundfunk
Einen starken öffentlichen Rundfunk zu haben, ist aus meiner Sicht sehr wichtig: Der erste Grund ist die Qualität der verfügbaren Informationen. Schon heute ist es für viele Menschen nicht mehr möglich, die Echtheit von Informationen zu beurteilen. Je mehr die künstliche Intelligenz produziert, desto schwieriger wird diese Beurteilung. Am 8. November lautete eine Schlagzeile des «Tages-Anzeigers»: «Fake News: 52 Prozent aller Internetartikel sind KI-generiert.» Information, der ich vertraue, nämlich zum Beispiel vom SRF, ist zentral. Ein weiterer Grund ist die Unabhängigkeit. Während privat geführte Medien durchaus ein politisches Interesse haben (können), ist die Berichterstattung des SRF unabhängig – und das schätze ich. Als letzten
WAHLEMPFEHLUNGEN
Grund möchte ich die Verbindung der Sprachregionen anführen. Über den SRF fühle ich mich mit der ganzen Schweiz verbunden – und das ist schön. Man kann nun diskutieren, ob die 335 Franken (beziehungsweise 300 Franken im Jahr 2029) viel oder wenig sind. Fakt ist jedoch, dass in zum Beispiel Österreich und Deutschland, wo die Gebühren etwas weniger sind, die Produktionskosten (nämlich: hauptsächlich die Löhne) massiv niedriger sind und beide Länder nur eine Sprachregion haben. Ich empfehle darum ein klares Nein und fände es sehr schade, wenn die Schweiz diesen grossartigen SRF noch mehr verkleinern würde.
Stephanie Bischof, Bonstetten
Gedanken zu den Gemeindewahlen und den Kandidaten
In ziemlich genau vier Wochen stehen die Gemeindewahlen an oder sind eventuell schon entschieden. Unser «Anzeiger» ist voll mit Kandidaten, mit Vorstellungen, was für Ziele diese Leute in der nächsten Legislatur von vier Jahren erreichen wollen. So weit ist ja eigentlich noch alles im grünen Bereich. Was ich aber durchwegs, in allen Gemeinden festgestellt habe, ist, dass viele Kandidaten als «parteilos» antreten. Warum ist das so?
Die haben keine Courage mehr, hinzustehen und ihre Politik zu vertreten. Jeder Kandidat vertritt eine Richtung. Sei es politisch links oder rechts. Selbst die Mitte weiss wohin der Weg führen sollte. Das ist halt irgendwie, wie Politik ist. Nicht ehrlich!!! Nach was sollen die
Wähler entscheiden? Meistens kennt man die Kandidaten ja nicht. Ist ihr Aussehen sympathisch, oder ist sie/er ein Handwerker, oder gar mit einem Hochschulabschluss unterwegs. Mehr wissen die Wählerinnen und Wähler nicht, aber entscheiden trotzdem. Ich will doch wissen, wie die politisch unterwegs sind. Ich habe mich entschieden, nur den Kandidaten eine Stimme zu geben, die einer Partei angehören. Die werden parteilich unterstützt in entscheidenden Situationen und Entscheidungen. Liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Strategie machen Sie nichts Falsches auf dem Wahlzettel.
Fredi Steiner, Hausen
Politische Wende in Stadtregierung?
Der Stadtrat hat im Jahr 2023 seine strategische Zielsetzungen 2035 festgelegt. Stichwortartig sind folgende drei mittelfristige Finanzziele aufgeführt: jährlicher Ertragsüberschuss, Verwendung Ertragsüberschuss zum Abbau Fremdfinanzierung und Investitionen mittelfristig zu 100 Prozent eigenfinanziert. Leider ist es eine Utopie, diese selber festgelegten Ziele jemals erreichen zu können. Die grossen Investitionen (Beispiel überdimensionierte Sportanlage Moos / Objektkredit für das Primarschulhaus Schulhaus Wolhusen) können nur zu einem kleinen Teil eigenfinanziert werden (Finanzierungsfehlbetrag Budget 2026 13.5 Millionen Franken beziehungsweise 60 Prozent Fremdfinanzierung). Die kommenden Aufwendungen werden die Steuererträge (vor allem noch sprudelnde Grundstückgewinnsteuern) übersteigen. Dies vor allem wegen des Personalaufwandes (Budget 2026 39.9 Millionen Franken / 2024 32 Millionen Franken / plus 25 Prozent in zwei Jahren) und der massiven Auswei-
Finanzkompetenz und Sorgfalt für die Stadt Affoltern
Am 8. März wählen wir in Affoltern die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission für die Amtsperiode 2026–2030. Eine starke Rechnungsprüfungskommission ist zentral für das Vertrauen in die Finanzen der Stadt Affoltern – und genau hier setzt das Engagement von Monika Bieri an. Ihre Kandidatur zeigt den Willen, Verantwortung zu übernehmen, wenn qualifizierte Fachpersonen gefragt sind und eine sorgfältige, unabhängige Kontrolle besonders wichtig ist.
Monika Bieri bringt langjährige Erfahrung in der Analyse komplexer Finanzfragen mit, insbesondere im Bereich von Investitionsentscheiden und Finanzmodellen. Sie ist es gewohnt, umfangreiche Informationen zu strukturie-
ren, Risiken zu erkennen und daraus klare, verständliche Entscheidungsgrundlagen abzuleiten. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und gründliches Hinschauen stehen für sie im Zentrum –Eigenschaften, die für die Arbeit in der Rechnungsprüfungskommission unerlässlich sind. Persönlich zeichnet sich Monika Bieri durch Genauigkeit, Ausdauer und eine grosse Freude an analytischer Arbeit aus. Sie beschreibt sich selbst als jemanden, der Details prüft, komplexe Sachverhalte verständlich macht und erst dann zufrieden ist, wenn die Zahlen wirklich stimmen.
Gleichzeitig ist sie bodenständig und in der Region verankert: verheiratet, Mutter von zwei jungen Erwachse-
FDP Bonstetten empfiehlt Kontinuität
Am zweiten Märzsonntag stehen die Gesamterneuerungswahlen für die kommunalen Gremien an. Höchste Zeit also für die FDP Bonstetten, ihre Wahlempfehlungen zu definieren. Der Gemeinderat soll weiterhin durch Arianne Moser als Präsidentin geführt werden. Sie hat in der letzten Legislatur die Gemeinde umsichtig geführt und zusammen mit dem Kollegium wichtige Projekte ins Ziel gebracht oder wichtige Meilensteine erreicht. Hervorzuheben gilt es das Alterswohnprojekt Bodenfeldbach, welches Moser massgeblich vorwärtsgetrieben hat. Die FDP empfiehlt, die bisherigen Roger Schuhmacher (GLP), Bernhard Blümel und Guido Wild zu bestätigen. Das Gremium arbeitet sehr gut zusammen und soll dieses Momentum in die neue Legislatur mitnehmen. Die
beiden neuen Kandidaten für den freien Sinn haben sich der Mitgliederversammlung in einem Hearing vorgestellt. Die Mitglieder entschieden sich nach eingehender Diskussion, dass Joel Zürcher (GLP) der geeignete Kandidat ist, um den Gemeinderat zu vervollständigen. Auch in der RPK ist Kontinuität wichtig. Mit Marco Fontana steht ein bisheriges Mitglied aus der eigenen Partei bereit, das Präsidium vom zurücktretenden Thomas Fischer zu übernehmen. Dazu freut sich die FDP, mit Bruno Füllemann einen bestens mit der Gemeinde vertrauten Kandidaten als Mitglied zu empfehlen. Auch die beiden weiteren Kandidaten Isidor Hug und Bernhardt Rütimann (SVP) dürfen auf die Unterstützung der FDP zählen. Als zusätzliche Kandidatin für die RPK kann
nen und seit Kurzem Mitglied der Ploggen-Gruppe Säuliamt, wo sie Bewegung mit einem konkreten Beitrag zu einer sauberen Umwelt verbindet.
Mit dieser Kombination aus analytischer Stärke, Gewissenhaftigkeit und einem klaren Blick für langfristige Entwicklungen ist Monika Bieri eine ideale Besetzung für die Rechnungsprüfungskommission der Stadt Affoltern.
Sie wird die finanziellen Geschäfte kritisch, unabhängig und zugleich konstruktiv begleiten und damit einen wichtigen Beitrag zu einer soliden und verantwortungsvollen Finanzpolitik leisten.
Juan Carlos Conde für den Vorstand GLP Knonaueramt
die FDP Corinne Ostler dem Souverän zur Wahl vorschlagen. Die Finanzexpertin ist die ideale Ergänzung im Gremium, mit ihren fundierten Kenntnissen der Finanzen der Oberstufengemeinde, die in der nächsten Legislatur von der Bonstetter RPK begleitet wird. Schliesslich befasste sich die Mitgliederversammlung mit den Kandidierenden der Primarschulpflege. Es resultierte der Konsens, den bisherigen Isabella Tamas, Gregor Roth (SVP), Miriam Brawand und Natascha Tanner weiterhin das Vertrauen auszusprechen. Als Präsidenten empfiehlt die FDP Matthias Nufer (EDU). Auch hier ist es wichtig, dass das Gremium sein grosses Projekt, welches es initiiert hat, weiterverfolgen kann. Vorstand FDP Bonstetten
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen.
tung der Sozialhilfe in jeglicher Form. Die Rechnung des Pflegeheims Seewadel (nur 30 Prozent der Bewohnenden aus Affoltern) bleibt mit etwa 1.8 Millionen Franken negativ (siehe auch Bericht der RPK).
Anlässlich der Vorstellungsrunde der Innerparteilichen Konferenz vom 2. Februar 2026 im Kasinosaal haben sich nur vier Kandidatinnen und Kandidaten dahingehend geäussert, dass eine Verbesserung der Finanzen der finanzschwachen Gemeinde Affoltern eine hohe Priorität haben muss. Die Wählenden der Stadt Affoltern haben nun also an der kommenden Erneuerungswahl des Stadtrates die Möglichkeit, diese eine Kandidatin und diese drei Kandidaten der bürgerlichen Parteien zu wählen, um eine politische Wende einzuleiten. Es wäre doch zu schön, wenn sich irgendwann auch die Steuerzahlenden von Affoltern auf der Sonnenseite des Albis fühlen könnten.
Hugo Gut, Affoltern
Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen.
Redaktionsschluss beachten Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
Galina Bruder ist eine Führungspersönlichkeit
Mit Galina Bruder stellt sich eine Fachfrau für das Präsidium der Schulpflege zur Wahl, die idealer nicht sein könnte. Galina Bruder ist eine Führungspersönlichkeit, die tief im Bildungswesen verwurzelt und politisch bestens vernetzt ist.
Beständigkeit und Biss
Ihre berufliche Laufbahn beeindruckt durch Beständigkeit und Biss: Über 17 Jahre lang engagierte sie sich aktiv im Vorstand des Berufsverbandes SSLV und seit über zwei Jahrzehnten führt sie die Spielgruppe Spielwerkstatt. Dass sie dabei auf langjährige Mitarbeiterinnen zählen kann, spricht Bände über ihren Führungsstil und ihre sozialen Kompetenzen.
Als Selbstständige und als langjährige Revisorin beim Verein Bauspielplatz beweist sie, dass sie mit Finanzen umsichtig und verantwortungsbewusst umgehen kann – eine essenzielle Eigen-
schaft für das Haushalten mit Steuergeldern. Was sie besonders auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, Konsens zu finden. Die breite Unterstützung durch Allianzen mit der SP, den Grünen und der EVP zeigt, dass sie geschätzt wird und über Parteigrenzen hinweg lösungsorientiert arbeitet. Als engagierte Pädagogin kennt sie zudem die Anliegen von Familien aus allen sozialen Schichten, insbesondere beim wichtigen Übertritt in die Primarschule.
Pädagogik im Rucksack
Mit ihrem pädagogischen Rucksack und dem Blick über die Schule hinaus, bringt Galina Bruder als starke Teamplayerin alles mit, was unsere Schulpflege und der Stadtrat jetzt brauchen. Ich empfehle Galina Bruder mit voller Überzeugung zur Wahl.
Yvonne Schatzmann, Affoltern
Bonstetten: Never Change a Winning Team!
Als langjährige Bewohnerin von Bonstetten möchte ich dem jetzigen Gemeinderat für die geleistete Arbeit einmal danken. Mit grossem Engagement und Kompetenz setzen sie sich, gemeinsam mit der Verwaltung, kontinuierlich für das Wohl unseres Dorfes ein. Der Erfolg dieses Teams setzt sich vor allem aus gegenseitigem Respekt, vertrauensvoller Zusammenarbeit und professioneller Dossierkompetenz zusammen. Bonstetten soll für uns alle ein freundliches und lebenswertes Zuhause bleiben. Deshalb empfehle ich die erfolgreiche Konstellation des aktuellen Gemeinderats zur Wiederwahl, und um die gewinnende Serie weiterzuführen, wähle ich Joel Zürcher als perfekte Ergänzung. Theresa Nina, Bonstetten
«Die Fotografie – unser gemeinsames Hobby»
Die Fotografie verbindet uns seit vielen Jahren. Was einst in einem gemeinsamen Fotokurs begann, entwickelte sich zu einer engagierten Gruppe von Hobbyfotografinnen und -fotografen, die ihre Leidenschaft teilen und gemeinsam weiterentwickeln. Wir haben den Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie bewusst miterlebt und uns mit neuen technischen Möglichkeiten auseinandergesetzt. Dabei stehen für uns nicht die Technik allein im Vordergrund, sondern der bewusste Blick, die Bildidee sowie eine stimmige Bildgestaltung und der gezielte Einsatz von Licht.
Austausch und fotografische Weiterentwicklung
Der Austausch innerhalb der Gruppe ist zentral. In Bildbesprechungen, Workshops und bei praktischen Fototerminen entwickeln wir unsere persönliche Bildsprache weiter. Auch die Bildbearbei-
tung – von der grundlegenden Optimierung bis zu modernen digitalen Möglichkeiten – verstehen wir als kreativen Teil des fotografischen Prozesses. Ein fotografisches Grundverständnis setzen wir voraus, damit der Austausch auf Augenhöhe stattfinden kann.
Wir treffen uns monatlich an einem Samstag und ergänzen unser Jahresprogramm mit ein bis zwei gemeinsamen Reisen im In- und Ausland. Zusätzlich fotografieren wir gemeinsam oder individuell anausgewähltenAnlässenundEvents.Wir sind eine unkomplizierte, offene Gruppe von Hobbyfotografinnen und -fotografen und freuen uns über neue Mitglieder, die bereitsErfahrungmitbringenundihrefotografischen Kenntnisse vertiefen möchten.
Urs Sigg, Ottenbach
Interessiert? Dann freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme über unsere Webseite: www.das-fototeam.ch
Ist die TV-Gebühr von SRF O.K.?
Wir können froh sein, dass SRF noch eigene Korrespondenten im In- und Ausland finanzieren kann. Gerade in unruhigen Zeiten im KI-Zeitalter sind zuverlässige Informationen für uns besonders wichtig und wertvoll.
Ich finde, dass sowohl Tessiner wie Romands ein eigenes TV-Studio verdient haben. Auch sie wollen Informationen von glaubwürdigen Personen, die ihnen bekannt sind. Und da wir gerne weiterhin alle Skirennen unserer Skistars live sehen, bin ich klar gegen die Halbierungsinitiative. Diese Strafgebühr hat SRF nicht verdient. Auch
die vielfältigen Radioprogramme an sieben Tagen während 24 Stunden bieten eine gute Auswahl, inklusive Livereportagen von Sportveranstaltungen. Die geringe Gebühr von künftig weniger als einem Franken pro Tag ist eigentlich nicht der Rede wert. Wer kommt nur auf die Idee, dagegen eine Volksinitiative zu lancieren? Haben wir nicht andere Sorgen? Also stimmen Sie Nein zur «Halbierungsinitiative», wenn Sie es hoffentlich nicht schon getan haben.
Peter Leemann, Obfelden
Parteilos? Die Katze im Sack wählen
Replik auf den Leserbrief von René Berner mit dem Titel «Wie erkenne ich für mich wählbare Kandidaten?» im «Anzeiger» vom 30. Januar.
Ich höre es immer wieder von Stimmberechtigten, bei Gemeindewahlen legen sie leer ein, sie kennen die Kandidaten nicht. Das ist keine gute Entwicklung in einer Demokratie. Wenn in Kappel oder in Maschwanden Personen für ein Behördenamt vorgeschlagen werden, braucht es nicht unbedingt eine Parteizugehörigkeit. Man kennt sich im Dorf und kann die Kandidaten politisch und gesellschaftlich einordnen. Weil es in einer Gemeinde mit 3000 oder mehr Einwohnern kaum mehr möglich ist, alle an einem Mandat Interessierten persönlich zu kennen, muss sich ein Wählender auf Angaben zur Person verlassen können. Dazu ge-
hört nebst Angaben zur Person, Alter, Zivilstand usw. auch die politische Einordnung. Die Nennung «parteilos» entspricht der berühmten «Katze im Sack». Wenn ich hinter dem Namen einer Bewerbung um ein Behördenamt eine Parteibezeichnung lese, oder er oder sie von einer Partei vorgeschlagen ist, weiss ich, welche politische Richtung damit verbunden ist. Obwohl der persönliche Spielraum auch als Parteimitglied uneingeschränkt bleibt. Gerade in kommunalen Belangen spielt die Parteizugehörigkeit oftmals eine untergeordnete Rolle. Man kann aber immerhin annehmen, dass sich bürgerlich orientierte Behördenmitglieder nicht in erster Linie für ausserordentlich mehr Ferien und kürzere Arbeitszeiten in der Verwaltung einsetzen.
Toni Bortoluzzi, Affoltern
Zur Initiative «200 Franken sind genug»
Die Initiative «200 Franken sind genug» verlangt eine deutliche Senkung der Abgabe zur Finanzierung von Radio- und Fernsehprogrammen. Ihre Annahme hätte substanzielle Auswirkungen auf die Finanzierung der SRG. Damit stellt sich die Frage, ob der verfassungsmässige Service-public-Auftrag unter diesen Bedingungen weiterhin erfüllt werden kann.
Die SRG ist gesetzlich verpflichtet, die Bevölkerung umfassend, sachgerecht und vielfältig zu informieren sowie zur kulturellen und sprachlichen Kohäsion des Landes beizutragen. Dieser Auftrag umfasst insbesondere die Versorgung aller Sprachregionen, die regionale Berichterstattung und die vertiefte politische Information. Diese Leistungen sind mit Fixkosten verbunden und lassen sich nicht beliebig reduzieren, ohne das Angebot qualitativ und quantitativ einzuschränken.
Private Medien leisten einen wichtigen Beitrag zur Meinungsvielfalt, können den Service public jedoch nicht vollständig ersetzen. Sie orientieren sich
«Behörden so spät wie möglich einbeziehen»
Replik auf den Artikel mit dem Titel «Nahezu ganz Kappel unter kantonalem Ortsbildschutz» im «Anzeiger» vom 30. Januar.
Frau Steinmann möchte ich, so meine Erfahrungen bei einem Abklärungsverfahren für eine Unterschutzstellung, klar widersprechen.
Kosten vorher klären Bezieht so spät wie möglich die Behörden mit ein. Klärt vorgängig ab, was es
heisst, wenn etwas unter Schutz gestellt wird (Mehrkosten, Veränderungseinschränkungen), kann ich mit einem Unterschutzstellungsvertrag leben? Mitspracherecht (Isos, Heimat-, Denkmalschutz, Dritte) sollte es nur geben, wenn eine finanzielle Mitbeteiligung erfolgt. Im Artikel steht: «Auf der anderen Seite sind Um- und Neubauten in solchen Zonen für Bauherren aufwendiger und oft teurer.»
Markus Häusermann, Ottenbach
Fragen im Gespräch klären
Replik auf den Leserbrief von Dani Nieth mit dem Titel «Einbürgerung ernst nehmen» im «Anzeiger» vom 30. Januar.
Dani Nieth bringt es auf den Punkt: Einbürgerungen werden heute in fast allen Gemeinden auf dem administrativen Weg vorgenommen. Es genügt, wenn die Einbürgerungswilligen auf den Formularen ein Ja oder Nein ankreuzen. Der heutige Stadtrat ist einen Schritt weitergegangen, indem er die Einbürgerungen nach Adliswil ausgelagert hat. Es interessiert ihn nicht, ob die Kandidaten unsere Sprache wirklich beherrschen, wie deren berufliche, familiäre und finanzielle Verhältnisse effektiv aussehen und ob sie unseren Sozialdienst zusätzlich belasten werden. Fragen, die man nur in einem persönlichen Gespräch klären kann. Wir bezahlen heute im Kanton die höchsten Löhne und es sollte möglich sein, die Einbürgerungen wieder in unserer Stadt vorzunehmen. Personal ist ja genügend vorhanden.
meinden. Ein weiteres Beispiel ist unsere Stadtpolizei mit heute 15 Vollstellen. Eine Polizei mit Einsatzzeiten analog der Stadtverwaltung und die primär in anderen Gemeinden herumkurvt. Wenn ich in Affoltern mal Stadtpolizisten sehe, dann sind es zwei bewaffnete Polizisten, die gemeinsam Parkuhren kontrollieren.
Der gesamte Aufgabenbereich der Verwaltung und insbesondere die Aufgaben/Kompetenzen des Stadtschreibers müssen dringend von einer neutralen Stelle überprüft werden. Ansonsten bekommt der Stadtschreiber noch mehr Macht und der Verwaltungsbestand wird immer grösser. Diese Beispiele zeigen, dass der heutige, mehrheitlich linke Stadtrat die Kosten nicht im Griff hat und es eine Frage der Zeit ist, bis der Steuersatz wieder erhöht wird. Eine Trendwende kann nur herbeigeführt werden, wenn die Stimmberechtigten am 8. März die vier bürgerlichen Kandidaten, Claudia Spörri, Ernst Beeler, Pascal Santi und Franz Wipfli, je 2 x auf dem Stimmzettel aufführen.
Faktenbasierte Berichterstattung
Replik auf den Leserinnenbrief von Brigitte Caldwell mit dem Titel «Könnte ich SRF abbestellen, würde ich es noch heute tun», im «Anzeiger» vom 30. Januar.
Beim Entscheid über die SRG-Initiative sollten nicht irgendwelche nichtssagenden Unterstellungen ausschlaggebend sein, sondern unsere Vorstellungen von einer funktionierenden Demokratie. Und dazu gehört ganz wesentlich eine unabhängige, faktenbasierte Berichterstattung. Die desaströsen Konsequenzen der «Flood the zone with shit»Methode (Steve Bannon) können wir täglich in den USA verfolgen.
MarieLouise Brütsch, Knonau
Ihre Meinung ist willkommen!
primär an wirtschaftlichen Kriterien und sind daher kaum in der Lage oder bereit, insbesondere in Randregionen und für Sprachminderheiten ein umfassendes Informationsangebot bereitzustellen. Aus denselben Gründen dürfte auch die Berichterstattung über Sportarten oder kulturelle Veranstaltungen mit begrenztem Publikumsinteresse nur eine untergeordnete Rolle spielen. Eine Schwächung der SRG würde folglich nicht automatisch durch private Anbieter kompensiert.
Die Initiative ist zudem technologieund nutzungsunabhängig ausgestaltet und berücksichtigt weder die gestiegenen Anforderungen an digitale Angebote noch die veränderten Mediennutzungsgewohnheiten. Eine weitere Kürzung der Medienabgabe birgt daher das Risiko, den Service public in seinem Kern zu beeinträchtigen und das Angebot insgesamt substanziell auszudünnen. Die Initiative ist daher abzulehnen.
Rolf Kuhn, Mettmenstetten, GLP Knonaueramt
Der heutige Stadtrat lagert unangenehme Aufgaben aus und übernimmt lieber neue Aufgaben aus anderen Ge-
Peter Ackermann, Affoltern
Nein zur Halbierungsinitiative und Ja zu starkem öffentlichem Rundfunk
Einen starken öffentlichen Rundfunk zu haben, ist aus meiner Sicht sehr wichtig: Der erste Grund ist die Qualität der verfügbaren Informationen. Schon heute ist es für viele Menschen nicht mehr möglich, die Echtheit von Informationen zu beurteilen. Je mehr die künstliche Intelligenz produziert, desto schwieriger wird diese Beurteilung: Am 8. November lautete eine Schlagzeile des «Tages-Anzeigers»: «Fake News: 52 Prozent aller Internetartikel sind KI-generiert.» Information, der ich vertraue, nämlich zum Beispiel dem SRF, ist zentral. Ein weiterer Grund ist die Unabhängigkeit. Während privat geführte Medien durchaus ein politisches Interesse haben (können), ist die
Berichterstattung des SRF unabhängig –und das schätze ich. Als letzten Grund möchte ich die Verbindung der Sprachregionen anführen. Über den SRF fühle ich mich mit der ganzen Schweiz verbunden – und das ist schön! Man kann nun diskutieren, ob die 335 Franken (bzw. 300 Franken im Jahr 2029) viel oder wenig sind. Fakt ist jedoch, dass zum Beispiel in Österreich und Deutschland, wo die Gebühren etwas weniger sind, die Produktionskosten (nämlich: hauptsächlich die Löhne) massiv niedriger sind und beide Länder nur eine Sprachregion haben.
Stephanie Bischof, Bonstetten
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an PersonenenthaltenoderdasAndenkenVerstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Der Verfasser des Leserbriefes mussmitdemAbsenderidentischsein.
Redaktionsschluss beachten
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. (red)
Fotografie als Kunst: zwei spannende künstlerische Arbeiten von «Das Fototeam». (Bilder zvg)
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Brigitte reemts Flum
Es begann mit einer ‹informellen› Anfrage der amtierenden Gemeindepräsidentin von Knonau, Esther Breitenmoser: «Kannst du nicht auch mal so etwas Cooles in Knonau machen?» Die Angesprochene, Ella Vogt, musste nicht lange überlegen. Sie führt seit vielen Jahren das Strandbad in Hünenberg See, und die Anfrage aus Knonau bot ihr die Gelegenheit, während der Wintermonate ein «Pop-up-Restaurant» zu betreiben und so ihre Mitarbeitenden ganzjährig zu beschäftigen.
Thai statt Traditionsküche
Schnell war klar, dass es kein weiteres Restaurant mit klassischer schweizerischer Küche werden sollte. Gesucht war vielmehr ein Angebot mit leichter, moderner Küche, das auch heutigen Ernährungsbedürfnissen entspricht: glutenund laktosefrei, vegetarisch oder vegan. Die thailändische Küche erfüllt diese
Jahre war Ella Vogt alt, als die Familie von Kaduna in Nigeria zurück in die Schweiz nach Affoltern zog.
Anforderungen weitgehend, und ausserdem ist Ella Vogt durch zahlreiche Südostasien-Aufenthalte bestens mit ihr vertraut. Zudem arbeitet sie bereits im Strandbad Hünenberg See schon länger mit der thailändischen Köchin Oh Dallavalle zusammen. Und so eröffnete am 30. November 2025 im ehemaligen Restaurant Freihof in Knonau das «Kaeng Sup Thai/Restaurant Freihof».
Drei Frauen – ein starkes Team
Pächterin des Restaurants (ebenso wie des Strandbads Hünenberg See) ist die Elmo Gastro GmbH von Ella Vogt. Seit diesem Jahr ist Regula Strebel Teilhaberin und Co-Geschäftsführerin. Sie ist vor allem im Service tätig, die Küche verantwortet Oh Dallavalle und Ella Vogt springt ein, wo es sie braucht. Die drei
Armeechef zu Besuch
Der neue Chef der Armee Benedikt Roos hielt ein Referat über «Die Sicherheit in der Schweiz». Seite 21
Vom Thron gestossen
Die U18-Junioren vom Floorball Albis verloren die Tabellenspitze trotz guter Leistung. Seite 23
Ein wirklich «Böser» Marianne Voss sprach mit dem jungen Schwinger Diego Heimann aus Rifferswil. Seite 24
Das «Kaeng Sup Thai» belebt mit Thai-Küche den Freihof Knonau
Das «Kaeng Sup Thai/Restaurant Freihof» ist 2026 bis Ende Mai offen und geht dann bis zum 1. Oktober in die Sommerpause ins Freibad Hünenberg See (von links: Oh Dallavalle, Ella Vogt, Regula Strebel). (Bild Brigitte Reemts Flum)
Frauen verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, die im «Kaeng Sup Thai» nun kumuliert.
Von Nigeria ins Säuliamt
«Wir kamen im Februar in die Schweiz, ich musste alle meine Tiere zurücklassen und juckende Strümpfe tragen», erinnert sich Ella Vogt an ihre ersten Eindrücke von der neuen Heimat. Geboren wurde sie 1962 in Kaduna in Nigeria als drittes Kind eines Webermeisters aus Affoltern und einer italienischen Mutter aus der Cinque Terre. Sie war sieben Jahre alt, als die Familie zurück in die Schweiz nach Affoltern zog, wo auch die Grosseltern und die älteren Geschwister lebten. Die Eingewöhnung fiel nicht
leicht, auch weil sie dreisprachig aufgewachsen war und sich zwischen den Welten der Eltern bewegte. Irgendwann fiel der väterliche Entscheid: «Wir sprechen jetzt Schwyzerdütsch.»
Ella Vogt besuchte in Affoltern die Schule, begann eine Lehre als Detailhandelsverkäuferin, gründete dann aber früh eine Familie. Mit zweiundzwanzig war sie bereits dreifache Mutter und in den folgenden Jahren Hausfrau. Mit dreissig folgte der berufliche Neustart. Sie erwarb das Wirtepatent und führte verschiedene Gastrobetriebe im Raum Zürich. Mitte dreissig dann die nächste Zäsur: Sie brach aus ihrem gewohnten Leben aus, reiste durch Südostasien und absolvierte eine Ausbildung als Tauchlehrerin. Danach war klar: «Ich hasse
den Schweizer Winter!» Fortan organisierte sie ihr Leben so, dass sie im Sommer in der Schweiz arbeitete und die Winter in Südostasien, vor allem auf den Philippinen, verbrachte. Möglich wurde dies durch verschiedene Jobs und auch dadurch, dass sie 2006 mit ihrem damaligen Lebensgefährten die Badi Obfelden übernahm.
Begegnungen, die prägen
In der Badi Obfelden lernte Ella Vogt 2008 auch Regula Strebel kennen, die dort als Badewache arbeitete. 2009 bot sich Regula Strebel die Gelegenheit, das Strandbad Hünenberg See zu übernehmen. Als ihr kurz darauf der Koch absprang, fragte sie Ella Vogt, ob sie einspringen könnte. So kam Ella Vogt erstmals in das Seebad nach Hünenberg. Als dann Regula Strebel 2012 den Storchen Mühlau kaufte und betrieb, «erbte» Ella Vogt das Seebad Hünenberg See. In den folgenden Jahren wurde Regula Strebel zur bekannten «Storchen Regi» und Ella Vogt zur prägenden Figur des Standbads Hünenberg See.
Wendepunkt Pandemie
Der Beginn der Corona-Pandemie war eine grosse Zäsur für die Gastronomie. Oh Dallavalle lebte damals mit ihrem schweizerischen Ehemann, einem ITFachmann, in Thailand. Wie für viele, war dies für die Familie Dallavalle der Moment der Rückkehr in die Schweiz. Seit April 2021 arbeitet sie für Ella Vogt. Für Regula Strebel brachte die Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten. Sie entschied sich, den Storchen zu schliessen. Ella Vogt hingegen führte das Strandbad, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, weiter.
Wo alles zusammenkommt
Das «Kaeng Sup Thai» ist nun das Projekt, in dem diese Lebenswege zusammenfinden. Dass hier grosses Vertrauen und viel Sympathie im Team herrschen, spürt man als Gast sofort. Neben den
Wie aus einer Anfrage der Gemeinde ein Pop-up-Restaurant mit Herz und Geschmack entstand
In der Schweiz leben 8,1 Prozent der Bevölkerung in Armut, laut Bundesamt für Statistik ist mehr als jede sechste Person armutsgefährdet – das sind insgesamt rund 1,4 Millionen Menschen. Gleichzeitig wird hierzulande etwa ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet – das entspricht einer Menge von rund 2,8 Millionen Tonnen vermeidbaren Lebensmittelabfällen pro Jahr. Als erste karitative Foodsave-Organisation der Schweiz rettet Tischlein deck dich seit 26 Jahren Lebensmittel vor der Vernichtung und bringt diese über aktuell 168 Abgabestellen zu Menschen in Not. Die Abgabestelle Affoltern ist eine davon – sie unterstützt nun seit genau 20 Jahren Armutsbetroffene mit geretteten Lebensmitteln.
Die geretteten und gespendeten Lebensmittel gelangen über die Logistik-
plattformen von Tischlein deck dich zu den einzelnen Abgabestellen. Die Abgabestelle Affoltern wird grösstenteils vom Logistik-Standort in Winterthur beliefert. Einmal pro Woche können die Kundinnen und Kunden dort während 90 Minuten Lebensmittel für einen symbolischen Franken beziehen. Die Räumlichkeiten stellt die reformierte Kirche im Kirchengemeindehaus kostenlos zur Verfügung. Unter der gemeinsamen Leitung von Ruth Wohlwend und Silvia Fuchs kümmert sich ein 22-köpfiges Freiwilligen-Team um die Annahme der Lebensmittel, deren Portionierung nach Haushaltsgrösse und die kontrollierte Abgabe an die Kundinnen und Kunden. Dieses lokale Engagement bewirkt viel: Seit der Eröffnung vor 20 Jahren konnten mehr als 450000 Kilogramm Lebensmittel im Wert von über 2.7 Mil-
lionen Franken gerettet und verteilt werden. Im Jahr 2025 stellte das Tischlein-deck-dich-Team von der Abgabestelle Affoltern Lebensmittel für insgesamt 11580 Personen bereit – darunter Working Poor, Familien, Alleinerziehende, Pensionierte sowie Menschen, die Sozialhilfe oder eine Invalidenrente beziehen. «Meine Motivation ist die sinnvolle Arbeit gegen Foodwaste und die Hilfe an armutsbetroffenen Menschen», erzählt Ruth Wohlwend. «Wir sorgen als Team dafür, dass die geretteten Lebensmittel in einem fairen und geregelten Ablauf zu unseren Kundinnen und Kunden kommen.» Silvia Fuchs ergänzt: «Die Leitung der Abgabestelle macht uns Spass, denn wir sind ein gutes Team und alle Helferinnen und Helfer sind mit Herzblut dabei. Unser wöchentlicher Einsatz wird meist auch mit grosser
Dankbarkeit belohnt, denn für die Kundschaft bedeutet unser Freiwilligen-Engagement eine grosse Entlastung ihres Haushaltsbudget.»
Wertvolle Unterstützung im Alltag Als karitative Foodsave-Organisation verteilt Tischlein deck dich ausschliesslich gerettete Lebensmittel von nationalen, regionalen und lokalen Produktspendern. Diese Lebensmittel werden aus unterschiedlichen Gründen wie Überproduktion, Verpackungsfehler oder hohen Qualitätsstandards nicht mehr im regulären Handel verkauft, sind aber nach wie vor einwandfrei und geniessbar. Deshalb werden sie an Tischlein deck dich weitergegeben. Tischlein deck dich sortiert, triagiert und portioniert mithilfe eines engagierten Netz-
drei Hauptverantwortlichen arbeiten noch zwei weitere Aushilfen im «Kaeng Sup Thai».
Mittags wird ein Buffet mit vier verschiedenen Gerichten angeboten, die am Tisch serviert werden. Das Abendbuffet
«Ich musste alle meine Tiere zurücklassen und juckende Strümpfe tragen.»
Ella Vogt, Pächterin des Restaurants Kaeng Sup Thai
umfasst dann sechs verschiedene Speisen, zusätzlich gibt es einen Vorspeisenteller sowie ein Dessert. Natürlich kann man auch nur ein einzelnes Gericht bestellen. Alle Gerichte auf der Karte sind auch im Take-away oder im Delivery erhältlich. Neben dem Restaurant mit authentischer Thaiküche bietet das «Kaeng Sup Thai» im ersten Stock noch ein Spielzimmer mit Dartspiel, einem Töggelikasten, einem Flipper sowie einer Jukebox an. Auch ein Sitzungszimmer für bis zu acht Personen steht für Treffen zur Verfügung.
In dieser Serie berichtet der «Anzeiger» regelmässig über Wirte und Wirtinnen aus dem Säuliamt. (red)
20 Jahre Engagement gegen Armut und Foodwaste in Affoltern
werks aus Freiwilligen und Partnerorganisationen die gespendeten Produkte an seinen sieben Logistik-Standorten in Winterthur, Staufen, Grenchen, Chur, Baar, Cadenazzo und Penthalaz. Danach werden die einwandfreien Produkte über die lokalen Tischlein-deck-dichAbgabestellen an armutsbetroffene Menschen weitergegeben. Dabei variiert die Auswahl von Woche zu Woche – was in die Einkaufstaschen der Kundschaft wandert, bleibt jedes Mal eine Überraschung. Das Angebot von Tischlein deck dich ersetzt zwar keinen Wocheneinkauf, hilft aber, ein schmales Haushaltsbudget zu entlasten.
Tischlein deck dich
Ref. Kirchgemeinde
Knonauer Amt
Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal
Freitag, 6. Februar
20.00 Kirche Mettmenstetten
NAchtsamkeit
Meditationsnacht mit Andreas Fritz
Samstag, 7. Februar
10.30 Affoltern Seewadel
Gottesdienst
Pfrn. Irene Girardet
14.30 Affoltern Senevita
Gottesdienst
Pfrn. Irene Girardet
Sonntag, 8. Februar
10.00 Kirche Affoltern
Gottesdienst
Pfr.Werner Schneebeli
Musik: Antonia Nardone
Anschliessend Apéro
10.00 Kirche Hausen
Gottesdienst
Pfrn. Irene Girardet
Musik: Benjamin Kilchmann
Anschliessend Kirchenkaffee
10.00 Kirche Mettmenstetten
Gottesdienst mit minichile-Kinder
Pfr. Andreas Fritz
Musik: Katrin Müller
10.00 Kirche Ottenbach
Gottesdienst
Pfr. Stefan Becker
Musik: Jonas Herzog
Anschliessend Kirchenkaffee
19.00 Kirche Hedingen
Sing & Pray Gottesdienst mit Jugendlichen und dem Gospelchor Affoltern
Leitung: Anette Bodenhöfer
18 Uhr: Offenes Einsingen der Lieder
Pfr. Ueli Flachsmann
Anschliessend Apéro
Montag, 9. Februar
19.00 Ottenbach Chilehuus
Bibelabend mit Cornelia Lippuner
Donnerstag, 12. Februar
14.00 Hedingen Chilehuus
Gemeindenachmittag
«Bilddynamik in Hedingen und weit darüber hinaus»
Christian Rensch gibt einen Einblick in seine Arbeit hinter der Kamera und präsentiert 2 Filme, die er für das Dorffäscht gedreht hat.
19.00 Kirche Mettmenstetten
Liturgische Abendmahlsfeier
Pfr. Andreas Fritz
Ref. Kirche Kappel
Sonntag, 8. Februar
10.00 Gottesdienst in Hausen mit Pfarrerin Irene Girardet www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis
Tagzeitengebet
Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal
Donnerstag, 12. Februar
13.30 –14.30 Führung durch die Klosteranlage
Treffpunkt: Amtshausplatz
Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau
Sonntag, 8. Februar
10.00 Gottesdienst in Mettmenstetten mit Pfarrer Andreas Fritz www.kircheknonau.ch
Ref. Kirche Obfelden
Sonntag, 8. Februar
10.00 Regionalgottesdienst in der Reformierten Kirche Affoltern am Albis www.kircheobfelden.ch
Ref. Kirche Stallikon Wettswil
Sonntag, 8. Februar
10.00 Kirche Stallikon, Gottesdienst mit Pfr. Otto Kuttler Musik: Viktoryia Haveinovich, Orgel
11.15 Jugend-Gottesdienst in Stallikon
Montag, 9. Februar
16.00 Stille & Tanz in Wettswil
Dienstag, 10. Februar
9.30 Kirche Wettswil, Fiire mit de Chliine
Mittwoch, 11. Februar
15.00 Kolibri in Stallikon
Donnerstag, 12. Februar
14.00 Senioren-Nachmittag in Wettswil, Bildreise: Urwälder in der Schweiz mit Barbara Schudel
Freitag, 13. Februar
9.00 Elternkafi in Wettswil
Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Samstag, 7. Februar
17.30 Eucharistiefeier
Sonntag, 8. Februar
9.00 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi
17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten
18.30 Santa Messa www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten
Samstag, 7. Februar
18.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 8. Februar
9.30 KafiundBegegnung
10.30 Eucharistiefeier
www.kath-bonstetten.ch
Kath. Kirche Hausen am Albis
Wir freuen uns, mit Euch folgenden Gottesdienst zu feiern:
Freitag, 6. Februar
19.30 Herz Jesu Andacht
Samstag, 7. Februar
17.00 Wortgottesfeier mit Matthias Musik: José
18.30 Santa messa mit Don Pietro www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten
Sonntag, 8. Februar
9.30 Familien-Fasnachtsgottesdienst
Musik: José Sifontes und Clown Kiko
Anschl. Fasnachtschüechli und Punsch
www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Obfelden
Sonntag, 8. Februar
10.30 Eucharistiefeier www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis
Sonntag, 8. Februar
10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinderprogramm www.sunntig.ch
Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten
Sonntag, 8. Februar
10.30 Gottesdienst
Parallel Kinder-/Jugendprogramm
Donnerstag, 12. Februar
20.00 Gebetsabend
Mehr Infos: etg-mettmenstetten.ch
Region Mettmenstetten – Hausen am Albis
Einfamilienhaus gesucht
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Corinne Huss – Räume gestalten, die begeistern
Durchdachte Farbkonzepte und gezielte Lichtplanung vom Innenarchitekturbüro Huss traumraum
Ein Raum ist mehr als vier Wände – er beeinflusst unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Genau hier setzt Corinne Huss mit ihrem Inneneinrichtungsbüro «Huss traumraum» in Affoltern an. Sie gestaltet Wohn- und Arbeitsräume, in denen man sich nicht nur aufhält, sondern sich wirklich zu Hause fühlt. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und einem feinen Gespür für Menschen begleitet die diplomierte Einrichtungsgestalterin ihre Kunden von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Ob private Wohnräume oder Geschäftsräume – Corinne Huss versteht es, Atmosphäre zu schaffen und jedem Raum eine individuelle Handschrift zu verleihen. Wer den Schritt zur Veränderung wagt, wird belohnt: Zahlreiche sehr positive Rückmeldungen bestätigen ein neues Wohngefühl nach der Zusammenarbeit.
Persönliche Beratung statt Lösungen von der Stange Wer sich für eine Zusammenarbeit entscheidet, profitiert von einer persönlichen und unabhängigen Beratung. Das Erstgespräch ist kostenlos und bietet die ideale Gelegenheit, Wünsche und Bedürfnisse unverbindlich zu besprechen.
«Schön wohnen ist nicht vom Budget abhängig», betont Corinne Huss. Zwar arbeitet sie gerne mit ausgewählten Spezialisten zusammen, doch die Entscheidung, wo eingekauft wird und
Die richtige Farbwahl kann einen erheblichen Einfluss auf die Atmosphäre der Räume haben. Gemeinsam mit den Kunden findet Corinne Huss die perfekten Lösungen, welche zum Geschmack und den Räumen passen. (Bild zvg)
Raiffeisenbank
Kelleramt-Albis
erfolgreiches Jahr 2025 zurück
Stärkung regionaler Partnerschaften zum Ziel
Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis zieht eine sehr positive Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr. Neben einem erfreulichen Jahresergebnis prägten insbesondere menschliche Erfolge und wichtige Meilensteine das Jahr 2025.
Langjährige Mitarbeitende im Fokus
Ein besonderes Highlight des Jahres waren die vielen Dienstjubiläen. Bruno Hagenbuch (35 Jahre), Rolf Huber (30 Jahre), Silvia Liebhart (25 Jahre) und
Matthias Bär (20 Jahre) wurden für ihre beeindruckende Treue geehrt – ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und echte Verbundenheit. Ihre Erfahrung und ihr Herzblut prägen den Alltag der Bank und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden. Auch André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung, betont: «Unsere Mitarbeitenden sind das Herzstück unserer Bank.»
Gleichzeitig durfte die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis auch mehrere junge Talente und engagierte Quereinsteiger willkommen heissen. Das zeigt:
welcher Handwerker den Auftrag erhält, liegt stets bei den Kunden.
Mit Fein- zu neuem Raumgefühl –auch für Unternehmen Oft braucht es keine komplette Neuausstattung, um Grosses zu bewirken. Durch das geschickte Nutzen vorhandener Möbel, durchdachte Farbkonzepte und gezielte Lichtplanung entstehen Räume mit Charakter und Wohlfühlfaktor.
Besonderes Augenmerk legt Corinne Huss auf die Farbgestaltung, ein zentrales Element ihrer Arbeit. Um stets am Puls der Zeit zu bleiben, bildet sie sich regelmässig weiter und kennt aktuelle Trends sowie zeitlose Lösungen.
Neben privaten Wohnräumen gestaltet «Huss traumraum» auch Büros, Restaurants und Verkaufsflächen. Besonders geschätzt wird, dass man während des gesamten Projekts nur eine Ansprechpartnerin hat – von der ersten Skizze bis zum fertigen Raum.
So entstehen Räume, die nicht nur gut aussehen, sondern sich gut anfühlen – individuell, stimmig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die Bank vereint Erfahrung und frischen Schwung – und bleibt damit ein attraktiver Arbeitgeber für alle Generationen.
Veränderungen im Verwaltungsrat
Im Mai 2025 kam es zudem zu Veränderungen im Verwaltungsrat. Aufgrund Alters- und Amtszeitbeschränkungen haben Peter Lamprecht, Franz Odermatt und Corinne Wittenwiller ihre Sitze an Beat Neukom und Marcel Ottiger übergeben. Die Raiffeisenbank Kelleramt Albis freut sich über den frischen Wind und blickt der gemeinsamen Zukunft mit Zuversicht entgegen.
Moderne Beraterbank eröffnet
Ein weiterer Meilenstein im Jahr 2025 war der umfangreiche Umbau der Geschäftsstelle Affoltern. Die Räumlichkeiten wurden komplett modernisiert und auf die Zukunft ausgerichtet. Das Ergebnis ist eine moderne, offene und kundennahe Beraterbank, die Beratung in angenehmer Atmosphäre ins Zentrum stellt.
Neubau Hauptsitz schreitet voran Auch beim lang erwarteten Neubau des Hauptsitzes in Oberlunkhofen konnte 2025 ein wichtiger Schritt nach vorne gemacht werden. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan, und die erfreulichen Baufortschritte lassen bereits erkennen, welches architektonische und funktionale Highlight hier entsteht. Der Neubau soll im Spätsommer 2026 bezugsbereit sein und künftig als zentraler Dreh- und Angelpunkt für Kundschaft und Mitarbeitende dienen.
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Versicherungs-Ratgeber der Mobiliar
Die Generalagentur Affoltern am Albis der Mobiliar informiert.
Auto steht, Handy fehlt
Sie wollten nur kurz in der Bäckerei ein Gipfeli holen. Doch als Sie zurückkommen, liegt Ihr Handy nicht mehr –wie noch vor zwei Minuten – auf dem Beifahrersitz.
Diebstähle aus parkierten Autos kommen immer häufiger vor – besonders in der Zentralschweiz. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie Sie sich vor solchen Diebstählen schützen und versichern.
Diebstahl – mit oder ohne Aufbruch?
Diebstähle, bei denen sich die Diebe
Wurde zum Beispiel Ihr Handy aus dem Auto gestohlen, kommt es vor allem auf einen Umstand an: Hatten Sie Ihr Auto vorher verriegelt oder nicht? Diebstähle, bei denen sich die Diebe noch Zugang zum abgeschlossenen Auto verschaffen mussten, sind meistens besonders ärgerlich. Sie verlieren nicht nur wertvolle Sachen, sondern zahlen auch noch höhere Kosten für die Einbruchschäden. Mit der Fahrzeug-Kaskoversicherung bleiben Sie zumindest nicht auf diesen Kosten sitzen. Gestohlene Gegenstände aus verriegelten Autos werden Ihnen erstattet, wenn Sie in Ihrer Kaskoversicherung den Zusatz «mitgeführte Sachen» abgeschlossen haben.
Fahrzeug-Kaskoversicherung bleiben und sind nach dem Einkauf in der
Diebstahl. Erst recht, wenn sich die
Wenige Minuten reichen für einen Diebstahl Sie haben Ihr Auto nur kurz parkiert und sind nach dem Einkauf in der Bäckerei direkt zum Auto zurück? Diese paar Minuten reichen für einen Diebstahl. Erst recht, wenn sich die Kriminellen ungehindert Zugang zu Ihrem Auto verschaffen können. Das einfachste Mittel gegen solche Diebstähle: Das Auto verriegeln. Lassen Sie zudem keine Wertgegenstände sichtbar im Fahrzeug liegen. Wenn möglich, tragen Sie diese immer bei sich.
André Bächinger ist Vorsitzender der Bankleitung.
Die moderne Infrastruktur wird Beratung, Dienstleistungen und Arbeitsplätze weiter optimieren.
Ausblick auf die Zukunft
Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis blickt dank der Erfolge und Fortschritte aus dem Jahr 2025 voller Optimismus auf das neue Jahr. Auch 2026 wird geprägt sein von neuen Schritten, der Stärkung regionaler Partnerschaften und dem Fokus auf persönliche, vertrauensvolle Bankbeziehungen. Im Rahmen der bevorstehenden Orientierungsversammlungen informiert die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis ihre Genossenschafterinnen und Genossenschafter persönlich über die Entwicklung der Bank. Die Orientierungsversammlung findet am 17. April in Affoltern sowie am 23. und 25. April 2025 in Oberlunkhofen statt.
Raiffeisenbank Kelleramt-Albis
Fall der Polizei. Haben Sie in Ihrer
Was tun nach einem Diebstahl? Nun ist das Handy aber schon weg und Sie können nichts mehr tun. Melden Sie Diebstähle in jedem Fall der Polizei. Haben Sie in Ihrer Hausratversicherung die Zusatzdeckung «Einfacher Diebstahl auswärts» abgeschlossen, so kommt diese jetzt bis zur vereinbarten Versicherungssumme zum Zug. Auch gut zu wissen: Ob der Diebstahl während dem Einkaufen im Nachbarsdorf passiert oder während Sie in Südfrankreich am Strand liegen – für die Versicherungsdeckung spielt der Tatort keine Rolle.
barsdorf passiert oder während Sie in
Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter Telefon 044 762 50 60 oder via E-Mail auf: affoltern@mobiliar.ch. Im Schadenfall: 044 762 50 20
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Veronika Brandstätter-Morawietz referiert zum Thema Zivilcourage. Sie ist Lehrstuhlinhaberin am Psychologischen Institut der Universität Zürich. (Bild zvg)
Kleine Schritte statt Heldentaten
Zivilcourage – Mut, für andere einzustehen
Manchmal lassen uns die Ereignisse der Weltgeschichte oder Erlebnisse in der Gesellschaft ohnmächtig zurück. Was kann ein Einzelner schon dagegen ausrichten?
Wir alle beobachten hie und da, wie ein anderer Mensch diskriminiert, herabwürdigend behandelt oder gar tätlich angegriffen wird. Da braucht es Mut, für den anderen einzustehen, und da kann der Einzelne auch etwas bewirken. Zivilcourage braucht keine Heldentaten und doch bleibt sie häufig aus, obwohl sie ganz wesentlich dazu beiträgt, unsere Gesellschaft, unser friedvolles und respektvolles Zusammenleben zu stärken.
Orientiert an psychologischen Theorien, wird im Vortrag dargelegt, welche
persönlichen und sozialen Bedingungen Zivilcourage begünstigen und wie man sie in Trainings stärken kann. Frau Prof. Dr. Veronika Brandstätter-Morawietz hat an der Universität München promoviert und habilitiert. Seit 2003 ist sie Lehrstuhlinhaberin am Psychologischen Institut der Universität Zürich und forscht zu Themen der Motivationspsychologie und zu Persönlichkeitsmerkmalen und individuellen Werten, welche Zivilcourage fördern.
Esther Häberling Masset, Volkshochschule im Knonauer Amt
Referat am Mittwoch, 11. Februar, an der Volkshochschule im Knonauer Amt
PRAXISERGÄNZUNG
Wir freuen uns sehr, dass ab 1. März 2026 Frau Dr. med. Miriam Schelm, erfahrene Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, unser Team ergänzt.
Dr. med. Miriam Schelm bietet wie auch die anderen Fachärztinnen/-ärzte das gesamte Spektrum der Gynäkologie und Geburtshilfe an.
Termine können ab sofort telefonisch vereinbart werden:
Termine können ab sofort telefonisch vereinbart werden: Bahnhofplatz 11, 8910 Affoltern am Albis, Telefon 044 763 50 70, www.frauenpraxis-affoltern.ch
Dr. med. Danielle Schreiber, Dr. med. Karin Schmidlin-Enderli, Dr. med. Daniel Ryser, Dr. med. Miriam Schelm Fachärztinnen/-arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe FMH
Feiner Duft der Provence
Kino Kafimüli präsentiert Film «Birnenkuchen und Lavendel»
Das Kino Kafimüli in Stallikon zeigt heute Freitag, 6. Februar, den Film «Birnenkuchen mit Lavendel» (Originaltitel: Le goût des merveilles), des französischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Eric Besnard. Der Film, der 2015 in die Kinos kam, ist eine feinfühlige Romanze aus Frankreich, die auf den Frühling einstimmt.
Sommerwarme Komödie mit französischem Landhaus-Flair Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sich die junge Witwe Louise Legrand (Virginie Efira) alleine um den Hof in der Provence und um ihre beiden Kinder. Die Geschäfte mit den Birnen und dem Lavendel gehen schlecht, die Genossenschaft ist mit den Zahlungen für die gelieferte Ware im Verzug, die Schulden wachsen Louise über den Kopf, ihr Haus ist reparaturbedürftig und die Kinder sind aufsässig. Zu allem Unglück fährt Louise vor ihrem Haus auch noch einen jungen Mann an. Dieser entpuppt sich als der Sonderling Pierre (Benjamin Lavernhe). Sie nimmt ihn in ihr Haus auf und pflegt ihn. Sehr bald wird deutlich, dass Pierre kontaktgestört ist; er hat das Asperger-Syndrom und hat als Folge einen eigenen Blick auf die Welt. Er ist ordentlich, ehrlich, sensibel und lebte bisher zurückgezogen und eigenbrötlerisch. Doch er geht aus sich heraus, wann immer er Zeit mit Louise verbringt – und das tut er fortan öfter, da er sehr gut mit Zahlen umgehen und der Witwe darum mit ihrem Betrieb helfen kann. In Stress-Situationen ver-
«Le goût des merveilles»: sozialkritische Töne, romantisch inszeniert. (Bild zvg)
engt sich jedoch seine Wahrnehmung und er versucht zu fliehen. Verschiedene Dinge markiert er mit bunten Klebepunkten, weil es ihm dann besser geht, und so hat Louises Auto bereits nach kurzer Zeit zwei Punkte.
«Die sommerwarme Komödie plädiert mit unterhaltsamen Dialogen und französischem Landhaus-Flair für Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen, die ‹anders› sind. Sozialkri-
tische Töne verstecken sich in der romantischen Inszenierung freilich zugunsten des Gefühlskinos», schreibt der Filmdienst.
Marianne Egli, Kafimüli
Freitag, 6. Februar, Loomattstrasse 50, Stallikon/ Ortsteil Sellenbüren, Bushaltestelle Loomatt, Türöffnung/Barbetrieb ab 19.30 Uhr, Film 20 Uhr (100 Min. D), Eintritt gratis, Kollekte
Improvisationstheater für alle
Kursstart im März
Seit einigen Jahren finden unter dem Dach der reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt Improtheaterkurse statt. Ein neuer Kurs startet im März. Gwundrige Neulinge sind dabei ebenso willkommen wie alte Hasen und Häsinnen.
Unbeschwert drauflos mit professioneller Anleitung
Die Teilnehmenden dürfen einfach unbeschwert drauflos spielen: Sie müssen keinen Text auswendig lernen und brauchen auch kein Lampenfieber zu haben, denn etwas falsch machen können sie gar nicht. Auch scheinbar Suboptimales wird bejubelt. Improtheater schärft die Wahrnehmung, verbessert die Reaktionsfähigkeit und macht viel Spass. Irgendwelche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, etwas Spielfreude hingegen schon.
Der von der Reformierten Erwachsenenbildung im Säuliamt mitgetragene Kurs umfasst zwei Samstage à 6 Stunden
Moderiert wird der Kurs von erfahrenen Theaterprofis. (Bild anundpfirsich)
(mit Pause) und fünf Mittwochnachmittage à 2 Stunden und findet im Chilehus Hedingen statt. Er kostet 400 Franken und wird moderiert von erfahrenen Theaterprofis und Mitgliedern des Zürcher Improvisationstheaters «anundpfirsich». Wer Lust und Zeit hat, melde sich baldmöglichst bei Pfarrerin Bettina Bartels.
Reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt
Polit-Stamm von SP und Grünen:
Halbierungsinitiative
Samstag, 14. März., 10 bis 16 Uhr
Mittwoch, 18. März, 14 bis 16 Uhr
Mittwoch, 25. März, 14 bis 16 Uhr
Mittwoch, 1. April, 14 bis 16 Uhr
Mittwoch, 8. April, 14 bis 16 Uhr
Mittwoch, 15. April, 14 bis 16 Uhr
Samstag, 18. April, 10 bis 16 Uhr
Chilehuus, Oberdorfstrasse 1, Hedingen, Anmeldung via bettina.bartels@ref-knonaueramt.ch oder Tel. 044 761 60 15
– sind 200 Franken wirklich genug?
Am 8. März wird entschieden, ob die Rundfunkgebühr von heute 335 auf 200 Franken gesenkt werden soll. SVP-Bundesrat Albert Rösti hat die Gebühren für die SRG bereits einseitig von 335 auf 300 Franken reduziert. Die Halbierungsinitiative geht nun einen entscheidenden Schritt weiter – mit weitreichenden Folgen.
Diese Initiative ist ein Angriff auf die Medienvielfalt. Gerade im Zeitalter von Fake News, Desinformation und KIgenerierten Falschmeldungen sind verlässliche, unabhängige Medien wichtiger denn je.
Eine starke SRG ist Teil der demokratischen Grundversorgung – oft als «vierte Gewalt» bezeichnet. Wer sie schwächt, gefährdet die fundierte Meinungsbildung und öffnet Tür und Tor
für Desinformation. Die SRG verbindet Regionen und Sprachgemeinschaften, berichtet aus allen Landesteilen und garantiert eine qualitativ hochwertige Berichterstattung für die ganze Schweiz. Das ist kein Luxus, sondern ein Kernauftrag des Service public. Die Halbierungsinitiative bedroht zudem Serien, Kultur- und Informationsformate, Sportübertragungen sowie Tausende von Arbeitsplätzen in den Regionen. Werden Sportanlässe nicht mehr von der SRG übertragen, müssen Zuschauerinnen und Zuschauer auf teure Pay-TV- oder Streaming-Angebote ausweichen. Profitieren würden vor allem kommerzielle Anbieter. Am Ende zahlt das Publikum mehr als die 27 Rappen pro Tag, die ein Haushalt bei einer Annahme der Initiative sparen würde.
Auch die Schweizer Kulturlandschaft gerät unter Druck: Weniger Mittel bedeuten weniger Aufträge, weniger Sichtbarkeit und weniger Förderung für Kulturschaffende. Die eigentliche Bedrohung für die Medienvielfalt geht nicht vom Service public aus, sondern von den Oligopolen der globalen Digitalwirtschaft. Die Halbierungsinitiative ist keine harmlose Sparübung. Sie schwächt den Service public, gefährdet die Medienvielfalt und damit unsere Demokratie. Darüber wird am kommenden PolitStamm von SP und Grünen diskutiert. Grüne und SP
Mittwoch,
Liebesgrüsse aus Uerzlikon
Die Gemeinde Kappel im Wandel der verschiedenen Epochen
Die Parabel auf einen James-Bond-Film im Titel dieses Betrages mag auf den ersten Blick etwas melodramatisch wirken. Wenn man jedoch, wie der Schreibende, seit 1972 mit Unterbrüchen in der Gemeinde Kappel lebt, da selber zur Schule gegangen ist und während acht Jahren die Primarschulpflege geführt hat, zwei Kinder grossgezogen und zwei unter Ortsbildschutz stehende Häuser umgebaut hat, dann muss es etwas auf sich haben mit dem Dorf, in dem man
Kappel
Gemeindefläche: 7,92 km2 Anzahl Einwohner: 1382 (per Ende 2024)
Besonderheit: Zur Gemeinde Kappel gehören die Dörfer Uerzlikon und Hauptikon. Kappel bildet zusammen mit Rifferswil und Hausen die Sekundarschul-Kreisgemeinde Hausen. Dank der Grenznähe und der guten Verkehrsanbindung zum Kanton Zug dürfen Kappeler Gymischüler in Zug die Kantonsschule besuchen.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium und Primarschulpräsident (Martin Hunkeler, Renzo Küttel, Lilo Steinmann Plüss, Armin Vollenweider)
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium (Edouard Theiler, Florian Christen, Anna Marienberg, Gunnar Wehrle, Corina Venzin)
den grössten Teil seines bisherigen Lebens verbracht hat. Genau davon soll dieses Gemeindeporträt über Kappel handeln. Aber wieso steht dann Uerzlikon im Titel? Uerzlikon ist ein eigenständiges Dorf wie Hauptikon und Kappel selbst; die drei Ortschaften wurden einst zur Gemeinde Kappel zusammengefasst. Keinem Uerzliker und auch keinem Hauptiker käme es in den Sinn, ihre Dörfer als «Dorfteile von Kappel» zu bezeichnen.
Drei eigenständige Dörfer, eine Gemeinde
Dass die Dörfer sehr wohl eigenständig funktionieren und lange vor Kappel bestanden, ist Teil ihres Charmes und geschichtlich verbrieft. Die Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon, der kulturell vielleicht wichtigste Dorfverein in der Gemeinde, heisst so, weil er 1964 in Uerzlikon gegründet wurde – und nicht etwa in Kappel. Noch älter sind nur noch der 1860 gegründete Frauenverein Uerzlikon-Hauptikon (heute: Frauenverein Kappel) und der 1886 gegründete Feldschützenverein. Uerzlikon war früher das grösste und wohlhabendste der drei Dörfer, glaubt man der Gemeindechronik, die der Historiker und «Anzeiger»-Mitarbeiter Bernhard Schneider zusammengetragen hat. Dieses Gemeindeporträt soll aber nur am Rande von der grauen Vorzeit handeln, als Uerzlikon und Hauptikon noch im Einflussbereich von Blickensdorf beziehungsweise Baar und damit der Innerschweiz lagen. Dennoch muss erwähnt sein, dass in Kappel eines der ältesten Zisterzienserklöster der Welt steht, das seine Gründung im 11. Jahrhundert hatte. Die Klosteranlage ging mit der Reformation 1527 an die Stadt Zürich. Anfang der 1980er-Jahre liess die evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich die Klosteranlage, die zwischenzeitlich auch Waisen- und Armenhaus, «Korrektionsanstalt», Alters- und Krankenasyl beherbergte, in ein Seminarhotel umbauen, das heute als grösster Arbeitgeber in der 1383-Seelen-Gemeinde gilt. Mit dem Ausbau der Klosterdomäne läuft derzeit ein nächster Kommerzialisierungsschritt des geschichtsträchtigen Perimeters. Kappel stand im Einfluss der Eschenbacher und Habsburger und geriet im Mittelalter zusehends ins Spannungsfeld der Religionskriege zwischen Katholiken und Protestanten; zwischen den reformierten Zürchern und den katholischen Schwyzern. Dabei muss es zugegangen sein wie im hölzernen Himmel. Legendär ist die Geschichte vom Kappeler Milchsuppenessen im Juni 1529, als sich die beiden Antipoden im ersten Kappelerkrieg noch friedlich gegenübersassen und gemeinsam Milch-
suppe assen. Zwei Jahre später krachte es dann aber doch. Mit fatalen Auswirkungen, denn im zweiten Kappelerkrieg fiel unter anderen Zürichs Reformator Huldrych Zwingli, der die Schlacht gegen die fünf katholischen Innerschweizer Kantone anführte. Der Zwingli-Stein an der Albisstrasse beim oberen Dorfeingang von Kappel erinnert ans damalige Blutvergiessen. Auch wenn mit der Gründung der modernen Eidgenossenschaft 1848 die Religionsfreiheit ausgerufen wurde, war der Zwist der beiden Religionsgruppen bis weit ins 19. Jahrhundert hinein spürbar, wurde es zum Beispiel nicht gerne gesehen, wenn es zu Mischehen zwischen Katholiken und Protestanten kam.
Katholiken gegen Protestanten Der Glaubenskonflikt verrät die strategisch interessante geografische Lage der Gemeinde auf dem Lande, aber dennoch nahe der Zentren Zürich, Zug und Luzern. Uerzlikon und Kappel teilen die Grenze mit Baar – der steuergünstigsten Kommune der Schweiz – und damit mit dem Kanton Zug. Dazu später mehr.
An einem heissen Sommertag im Juli 1972 zog die Familie des Schreibenden nach Uerzlikon, das – wie Kappel und Hauptikon – ein reines Bauerndorf war. Die Gemeinde zählte 632 Einwohner – Tendenz bis in die 1980er-Jahre sinkend. Die Landwirtschaft wurde auch noch im Dorf betrieben. Die Bauern führten eine Sennereigenossenschaft und erzeugten bis 1989 eigenen Emmentaler Käse, desgleichen in kleinerem Umfang auch in Kappel. Heute sind die Bauernhöfe – ausser in Hauptikon – nur noch an der Peripherie der Dörfer anzutreffen. Auf dem einstigen Landwirtschaftsland in und ums Dorf stehen heute Wohnhäuser und teilweise ganze Siedlungen.
Das Schulhaus in Uerzlikon ist das älteste in der Gemeinde. 1859 erbaut, war es – neben dem inzwischen zur Schule umfunktionierten Restaurant Lindenhof – das erste Gebäude mit einem öffentlichen «Abtritt» (Wasserklosett), also keinem Plumpsklo. Möglich machte dies die 1895 gegründete Wasserversorgungsgesellschaft Uerzlikon – ebenfalls die älteste in der Gemeinde. 2018 wurde sie mit der in Hauptikon fusioniert, die seit 1940 bestand (Kappel seit 1929). Trinkfrisches Wasser, das in die Häuser gepumpt wird, gibts also noch nicht ewig. Der Bau der Kanalisation und die Organisation der Müllabfuhr (1968) wurden sogar erst etliche Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in Angriff genommen. Ab 1957 reinigte die Kläranlage in Knonau das Kappeler Abwasser, bis deren Betriebserlaubnis 2022 auslief. Inzwischen wird das gesamte Abwasser aus dem Oberamt
konnte aber nicht verhindern, dass sich 2010 mit dem Gemischten Chor zugleich der bis dato wichtigste Verein in der Gemeinde auflöste. Aber nicht dessen Hauptanlass im Sommer, das Waldfest im Uerzliker Erdbeeriholz. Dies wird seither weitergeführt von den Albis Devils, dem Unihockey-Club der Gemeinde. Die Theateraktivitäten gingen in der neugegründeten Theatergruppe Oberamt auf; die Singwilligen traten den Chören in Hausen bei.
Seit der Jahrtausendwende erlebt die Gemeinde einen Bauboom. Die Nähe zum Kanton Zug lässt die Bodenpreise in die Höhe schnellen, da für viele Erwerbstätige der Wohnraum im Nachbarkanton zu teuer geworden ist. Dass Zug ein Magnet für Expats ist, macht sich auch in der Gemeinde Kappel bemerkbar. Die Bevölkerung wird internationaler und zahlungskräftiger. Die Regulierungswut der Zürcher Bau- und Naturschutzbehörden tut ihr Übriges, dass bezahlbarer Wohnraum in Kappel immer rarer wird.
über Knonau in die moderne vierstufige Kläranlage in der Chamau bei Lindencham gepumpt und dort gereinigt.
Der Bau des Schulhauses Tömlimatt
Auch bezüglich der Organisation der Schule hat sich in der Oberämtler Gemeinde in den letzten Jahrzehnten vieles geändert. 1972 wurden in Uerzlikon die 1. und 2. Primarklasse als Doppelklasse geführt. Die 3.- bis 6.-Klässler mussten nach Kappel ins alte Schulhaus bei der Kirche, oder sogar nach Hausen. Da es noch keine Blockzeiten gab, die Primarschule also noch kindgerechter war, funktionierte das prächtig und kostengünstig ohne zusätzlichen Personalaufwand. Als Zweitklässler mussten wir in der Regel nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Nachmittag zur Schule, morgens alternierend zu den Erstklässlern – auch samstags. Dazwischen blieb genügend Zeit, um sich auszutoben, was wir auch taten. Erst mit dem Velo, später mit dem Töffli erkundeten wir die wunderbare Umgebung, fuhren nach Kappel oder Hausen in die Schule, nach Mettmenstetten, Baar oder an den Türlersee zum Baden, nach Rifferswil in die Jugi oder nach Affoltern oder Zug in den Ausgang. 1973 wurde dann das neue Schulhaus in der Tömlimatt eingeweiht, in dem alle Primarschüler der Gemeinde bis heute beschult werden und das demnächst den dritten Ausbauschritt erlebt. In Uerzlikon ist seither der Kindergarten. Hausen war und ist der Schulort für die Sekundarschule als Kreisgemeinde zusammen mit Kappel und Rifferswil organisiert. Das neue Schulhaus Tömlimatt wurde zum neuen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Kappeler Gemeindelebens. Fortan fand das «Chränzli» mit Theatervorführung des Gemischten Chors Kappel im Tömlimatt und nicht mehr im alten Schulhaus Uerzlikon statt, ebenso die Fasnachtsaktivitäten. Die Turnhalle wurde zur Festhalle; die Turnstunden fielen während dieser Zeit einfach aus, womit niemand ein Problem hatte. Die Kinder bewegten sich auch so genug und die Lehrerinnen waren in den Dorfvereinen engagiert, führten diese sogar.
Ausbau des Gemeindesaals
Mit dem Ausbau des Gemeindesaals in den 1990er-Jahren verlagerten sich die Festivitäten aus dem Schulhaus. Im Gegensatz zu Affoltern waren die Kappeler pragmatisch genug, diesen Umbau bei aller Schönheit so vorzunehmen, dass man im Gemeindesaal auch die Anlässe der Fasnachtsgesellschaft durchführen konnte. In Kappel wird also nicht nur versprochen, etwas für die Dorfvereine zu tun, man tut es tatsächlich. Das
Der Gemeinderat als Handlanger Mit dieser Unart, dass der Kanton Zürich das föderale Subsidiaritätsprinzip der Schweiz immer mehr ritzt, kämpft auch der Kappeler Gemeinderat, wie an der Wählerversammlung Ende Januar im Gemeindesaal zu vernehmen war. Zwei Tage zuvor war die Informationsveranstaltung zur Revision der Bau- und Zonenordnung. «Nahezu ganz Kappel unter kantonalem Ortsbildschutz», titelte darauf der «Anzeiger» auf der Front. Dass der Gemeinderat zum Handlanger der Zürcher Verwaltung wird und als Vollzugsbehörde den ganzen Frust der Gebäudeeigentümer zu spüren bekommt, kommt bei den Betroffenen mässig gut an. Desgleichen im Bereich «Naturschutz», wo die Vorgaben aus Zürich laufend kruder anmuten. Aufgeben ist für den Gemeinderat aber keine Option.
Dass es keine Rücktritte gibt, zeugt von Einigkeit. Gemeindepräsident Martin Hunkeler erklärt, was das Leben in Kappel ausmacht: «Wir haben eine überschaubare Grösse. Man kennt sich noch persönlich und weiss, wo beim anderen der Schuh drückt. Das erleichtert Problemlösungen.» Hochbauvorsteherin Lilo Steinmann Plüss betont den Zusammenhalt in der Gemeinde, wenn Not an Mann oder Frau ist. Hunkeler verhehlt aber nicht, dass der finanzielle Druck auf kleinen Gemeinden wie Kappel besonders stark laste. Finanzielle Unabhängigkeit sei deshalb wichtig, um autonom zu bleiben. Und, dass für die Behördentätigkeit genügend fähige Leute zur Verfügung stünden, damit die Gemeinde handlungsfähig bleibe. Der Kampfeswille und der Zusammenhalt gegen die Obrigkeit scheinen in Kappel ungebrochen und spiegeln sich oft auch in den Abstimmungsresultaten. Das macht die Gemeinde so speziell, liebens- und lebenswert – wie schon seit Jahrhunderten.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.), Maschwanden und Hedingen (3.2.) (red)
Martin Platter
Kappel mit seiner markanten Kirche in der Bildmitte und seiner Nähe zum Wirtschaftsraum Zug und zur Innerschweiz. (Bild Martin Platter)
Kappel
Die Kandidierenden für die Wahlen
In Kappel treten fünf Kandidierende für fünf Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
«Ich suche pragmatische Lösungen»
Edouard Theiler (53), parteilos, bisher
Ich bringe langjährige Führungserfahrung aus Wirtschaft mit und arbeite gerne mit Menschen. Mich motivieren komplexe Situationen, gerade dann, wenn noch nicht alles klar ist. Ich höre zu, übernehme Verantwortung und suche pragmatische Lösungen. Wichtig ist mir, ohne politische Agenda zu handeln und Entscheidungen gemeinsam mit dem Team nachvollziehbar zu treffen.
Der gesamten Schulpflege ist es wichtig, dass der zusätzliche Schulraum, der nun geschaffen wird, nicht nur gebaut, sondern gut gelebt und in den Schulalltag integriert wird. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Schule möchte ich die Chancen des digitalen Wandels bewusst und sinnvoll in den Schulalltag integrieren und gleichzeitig auf deren Schattenseiten aufmerksam machen. Zudem setzen wir uns für eine offene Fehlerkultur ein, in der Lernen aus Erfahrung möglich und inspirierend ist, sowie für eine ehrliche und mutige Kommunikation auf allen Ebenen.
Kappel steht im Bildungsbereich vor ähnlichen Fragen wie viele Gemeinden: Wie unterrichten wir Kinder so, dass sie bestmöglich profitieren? Wie gehen wir mit steigenden Anforderungen, Kosten, Di-
gitalisierung und anspruchsvollen Situationen um? Diese Themen brauchen laufende Aufmerksamkeit, Offen-
Ich glaube nicht daran, dass Stillstand etwas bewahrt. Veränderung ist normal. Was sich aber nicht ändern sollte, ist die Haltung, Entwicklungen offen zu begegnen, einander zuzuhören und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Diese Bereitschaft, mitzuwachsen, macht eine Gesellschaft für mich lebendig und zukunftsfähig.
«Gemeinderat ist eine
Dienstleistung
am Bürger»
Armin Vollenweider (60), parteilos, bisher
Die erste Priorität für mich ist, dass immer jeder Dorfteil, Kappel, Uerzlikon und Hauptikon, im Gemeinderat vertreten ist. Als einziger «Gwerbler» im Rat kann ich eine andere Meinung einbringen. Ich bin kein typischer Politiker. Gemeinderat ist für mich auch keine höhere Aufgabe, sondern eine Dienstleistung am Bürger.
Ich bin in einer Ersatzwahl gewählt worden. Daher bin ich erst zwei Jahre im Rat. Ich konnte dabei die beiden Projekte «Sanierung Gemeindesaal» und «Erweiterung Schulraum» begleiten. Beide sind nun bereits in der Umsetzung. Solche Projekte brauchen Kraft und Ausdauer. Manchmal sind die Ventile ziemlich weit offen, und der Dampf steigt von allen Seiten hoch. Auch wenn es mal kracht, das Ziel muss immer die Umsetzung im Sinne des Volkswillens sein. Der Bürger hat weiterhin oberste Priorität. Höhere Ziele müssen im Team besprochen werden.
Kappel ist ein wenig der «Ballenberg des Kantons Zürich». Mit dem Kloster, den verschiedenen geschützten Ortsteilen und den knappen Baulandreserven sind wir eingeengt. Unser Wachstum wird moderat sein. Wir können nur versuchen, unsere Infrastruktur in Schuss zu halten, und wenn möglich, die eine oder andere Liegenschaft zu erwerben oder umzunut-
zen. Das muss aber nicht in der nächsten Legislatur passieren. Aber wenn es passt, sollten wir handeln.
Armin Vollenweider, parteilos
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Kappel hat einen grossen Umbruch in der Verwaltung erlebt. Nachdem die langjährige Gemeindeschreiberin 2024 gekündigt hatte, haben verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gemeinde ebenfalls verlassen. Die neue Schreiberin musste sehr schnell ein neues Team aufbauen. Das ist nicht einfach, braucht Zeit und Vertrauen. Darum danke ich allen Personen in der Verwaltung, die kooperativ mitarbeiten. Ich hoffe, dass das Team so bleibt und noch stärker wird. Von Kontinuität profitieren alle!
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Kappel erreichen?
In welchem Bereich hat Kappel besonderen Entwicklungsbedarf?
«Lösungsorientiert
Was darf sich in Kappel auf keinen Fall ändern?
im Sinne des Ganzen handeln»
Renzo Küttel (51), parteilos, bisher
Ich bin seit dreieinhalb Jahren im Gemeinderat von Kappel tätig und verantworte die Ressorts Gesundheit, Sicherheit, ÖV/Kultur/ Sport/Vereine. Ausserdem bin ich als Finanzchef Mitglied im Vorstand des Sicherheitszweckverbands Albis, der Zivilschutzorganisation des Bezirks Affoltern. Dazu kommt meine mehrjährige Führungserfahrung in der Privatwirtschaft. Ich bin ein Teamplayer, der stets lösungsorientiert im Sinne des Ganzen handelt. Generell bin ich ein umgänglicher und hilfsbereiter Typ, der stets ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat.
Einerseits ist es mir ein Anliegen, die bereits gestarteten Projekte wie die Schulraumerweiterung, die Sanierung des Gemeindesaals sowie die Bildung des Zweckverbands Feuerwehr Oberamt zusammen mit den übrigen Mitgliedern des Gemeinderats abzuschliessen. Dann möchte ich die Krisenstabsfähigkeit sowie die Digitalisierung und Informationssicherheit der Gemeindeverwaltung weiter vorantreiben. Auch die weitere Vernet-
«Gemeinsam
zung zwischen der Gemeinde und ihren Vereinen ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Als neue Vorhaben sehe ich das
Thema Alterswohnungen und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.
Die Gemeinde hat Entwicklungsbedarf in den Bereichen Alterswohnungen und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, die mir wirklich ein Anliegen sind. In der Vergangenheit wurde in Kappel unter anderem in den Friedhof (Neugestaltung
sowie Sanierung der Mauer), Kinderspielplatz sowie in die gemeindeeigenen Immobilien sowie die Infrastruktur investiert. Das war alles auch nötig und richtig, aber wir dürfen unsere Jugendlichen und die älteren Menschen auf keinen Fall vergessen. Hier möchte ich mithelfen, in der neuen Legislatur zumindest Grundsteine für Verbesserungen zu legen.
Da gibt es einiges. Angefangen mit dem Erhalt der Charakteristik und Schönheit unserer drei Dörfer. Dann die gute und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderats, die ich sehr schätze, sowie mit der RPK und der Schulpflege. Dann steht für mich auch der verantwortungsvolle Umgang mit den Steuergeldern hoch im Kurs, wie auch das Sorgetragen zu unserer tollen Feuerwehr, die extrem viel zu unserer Sicherheit beiträgt. All das ist nicht selbstverständlich und muss gepflegt werden. Ich finde es auch wichtig, dass wir als Gemeinderat weiterhin unsere Bevölkerung mitwirken lassen und das Wohl der Gemeinde im Blick behalten.
Lösungen und Kompromisse finden»
Lilo Steinmann (58), parteilos, bisher
Als Erwachsenenbildnerin habe ich viel Erfahrung, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich weiterzugeben, Gespräche zu führen und Konflikte zu deeskalieren. Dabei ist mir wichtig, wenn immer gemeinsam Lösungen und Kompromisse zu finden. Durch meinen beruflichen Hintergrund bringe ich zudem Wissen im Sozialbereich mit. Dieses Wissen sowie meine in dieser Legislatur erworbenen Kenntnisse im Hochbau möchte ich weiterhin zielbringend im Gemeinderat einbringen.
Zunächst möchte ich in dieser Amtsperiode Begonnenes zu einem guten Ende bringen und den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen. Zudem ist es mir wichtig, weiterhin die Bedürfnisse der Bevölkerung im Zusammenleben in unserer schönen Gemeinde abzuholen und diese wenn möglich gemeinsam mit ihnen umzusetzen, um die hohe Lebensqualität in Kappel zu erhalten. Ich werde mich auch für eine nachhaltige Entwicklung, einen sorgfältigen Umgang mit der Natur sowie unseren finanziellen Ressourcen
einsetzen. Transparente Informationen und fundierte Begründungen in der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, im
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Gemeinderat und mit der Verwaltung sind für mich ebenfalls zentral.
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Wir hatten viele Wechsel in der Gemeindeverwaltung, und es ist zum Teil schwierig, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte zu
finden. Wir müssen uns deshalb überlegen, wie wir als kleine Gemeinde attraktive Arbeitsbedingungen schaffen können, sodass wir weiterhin einen guten Service public gewährleisten können. Zudem sehe ich den Wohnungsmarkt als grosse Herausforderung. Die Wohnungen sind so teuer, dass sich immer weniger Familien leisten können, nach Kappel zu ziehen und hier zu leben. Aufgrund der demografischen Entwicklung stellt sich zudem die Frage, was die ältere Bevölkerung braucht, um möglichst lange selbstständig hier wohnen zu bleiben und eine gute Gesundheitsversorgung zu haben.
Das Miteinander, nachbarschaftliche Unterstützung sowie das intakte Vereinsleben sehe ich als grosse Stärke von Kappel, Uerzlikon und Hauptikon. Diese für mich wichtigen Grundpfeiler des Zusammenlebens in einer vielfältigen Gemeinde gilt es zu erhalten sowie zu fördern. Auch die ländliche Umgebung, die für Erholung und Lebensqualität sorgt, prägt Kappel, und es gilt, achtsam damit umzugehen.
Renzo Küttel, parteilos
Lilo Steinmann, parteilos
in Kappel stellen sich vor
Martin Hunkeler stellt sich als Gemeindepräsident zur Verfügung
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Kappel die Autonomie bewahren?
Wie stellen Sie als Gemeindepräsident sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
Welches ist die grösste Herausforderung für Kappel und wie ist sie zu lösen?
Was bezweckt die Überarbeitung der BZO und was sind die nächsten Schritte? 5 6 7 8
Auf Augenhöhe kommunizieren und Lösungen finden
Martin Hunkeler (54), parteilos, bisher
Da ich bereits seit 2018 im Gemeinderat bin, konnte ich mir viel Wissen über die Funktionsweise einer Gemeinde aneignen und möchte dieses Wissen noch eine weitere Legislatur der Gemeinde zur Verfügung stellen. Ich sehe mich als umgängliche Person, die mit allen Arten von Menschenschlägen auf Augenhöhe kommunizieren und Lösungen finden kann. Ich denke, es ist auch etwas Positives, dass ich frei von Interessenskonflikten bin, da ich in der Gemeinde weder ein Gewerbe führe noch Verwandte etc. habe, ausgenommen meine eigene Familie natürlich.
Ich möchte die Eigenständigkeit der Gemeinde erhalten oder idealerweise noch stärken. Der Druck auf kleinere Gemeinden wie Kappel wird nicht weniger werden, und darauf gilt es, vorbereitet zu sein, mit intakten Strukturen und einer gut funktionierenden Verwaltung. Letzteres ist eine grosse Herausforderung, da es immer schwieriger wird, gute Verwaltungsmitarbeiter zu rekrutieren. Zielführend können diesbezüglich aber auch Kooperationen oder Auslagerungen sein.
Den sehe ich ganz klar bei den Angeboten und Strukturen für
die ältere Bevölkerung. Obwohl wir ein relativ junges Dorf sind, leben auch bei uns immer mehr ältere Menschen. Um
diesen zu ermöglichen, möglichst lange in ihrem Dorf bleiben zu können, bedarf es einiger Anstrengungen. Ein grosses Thema ist dabei natürlich das Wohnen im Alter. Nicht alles Notwendige dazu kann von der Gemeinde bereitgestellt werden, aber wir können hier bestimmt Unterstützung bieten und das Thema proaktiv adressieren.
Grundsätzlich muss man Änderungen gegenüber offen sein,
denn sie werden sowieso immer wieder eintreffen. Meist sind solche Wünsche nach dem Erhalt von etwas daher langfristig kaum realistisch. Ich hoffe aber, dass die grobe Struktur der Bebauung sowie Wohnbevölkerung noch lange möglichst in der heutigen Ausprägung Bestand haben. Dies könnte sich mit dem aktuellen Generationenwechsel ziemlich stark verändern, und da müssen wir schauen, dass das zum Guten passiert.
Wie bei Frage 2 schon angesprochen, verhalten sich für mich Kooperationen und Autonomie nicht widersprüchlich zueinander. Im Gegenteil, Kooperationen können die Eigenständigkeit der Gemeinde sogar stärken oder gar erst ermöglichen. So wird auch Kappel immer wieder Kooperationen benötigen, um politisch unabhängig zu bleiben. Auch sind wir für vieles schlicht zu klein und darum auf Zusammenarbeit angewiesen. Nebst den offensichtlichen Aufgaben wie Abwasser, Sekundarschule etc. kann das auch Verwaltungsaufgaben betreffen.
Ich sehe mich als «Primus inter Pares» und somit allen Gemeinderatsmitgliedern gleichgestellt. Entsprechend mische ich mich möglichst nicht in die anderen Ressorts
«Die Sicherheit in der Schweiz»
Der Chef der Armee Benedikt Roos besuchte den LC Knonaueramt
Im Rahmen der zweiwöchigen stattfindenden Veranstaltungen lud der LC Knonaueramt am Donnerstagabend, 29. Januar, den aktuellen Chef der Armee (CdA), KKdt Benedikt Roos, für ein Referat über «Die Sicherheit in der Schweiz» als Gastreferent ein. Der aktuelle Präsident des LC Knonaueramt, Thomas Naef, stellt das Thema «Sicherheit» während seines Präsidialjahres in den Mittelpunkt. Dies gab den Anlass dazu, den aktuellen CdA für dieses Referat im Säuliamt zu gewinnen. Die Ankündigung des Referats fand hohes Interesse, sodass sich rund 50 Lions-Mitglieder im Restaurant Central in Affoltern einfanden, um vorab ein gemeinsames Nachtessen mit dem CdA, KKdt Benedikt Roos, zu geniessen. Im Anschluss an das Nachtessen erörterte der CdA den Anwesenden die Sicht zur allgemeinen Sicherheitslage in der Schweiz sowie zu möglichen Ausprägungen der Bedrohungslage gegenüber der Schweiz und gegenüber Europa. Die damit skizzierten möglichen Bedrohungsszenarien führten den CdA zur Schlussfolgerung, dass es die Resilienz zu stärken gilt. Verwundbarkeiten und kritische Abhängigkeiten müssten, soweit möglich, reduziert werden, um mögliche Angriffsflächen gegenüber der Schweiz zu minimieren. Im Weiteren gelte es, den Schutz der Bevölkerung vor möglichen militärischen Risiken sowie die innere Sicherheit zu verbessern. Eindrücklich waren seine Erläuterungen zu möglichen militärischen Risiken, in welchem, bei weiteren militärischen Verwerfungen in Europa, die Schweiz in Bezug auf ihre Drehscheibenfunktion bei Energie, Verkehr und digitalen Daten militärisch bereit sein müsse, die damit verbundenen Einrichtungen wirk-
sam schützen zu können. Hierzu hielt der CdA unmissverständlich fest, dass es eine einsatzfähige Schweizer Armee brauche. Die zeitnahe Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit, als verfassungsmässiger Auftrag, stehe dabei zentral im Mittelpunkt. KKdt Benedikt Roos konnte mit seiner ruhigen, überlegten Art und seinen Ausführungen zum Thema «Sicherheit in der Schweiz» klar und verständlich aufzeigen, wohin sich die Schweizer Armee zwingend entwickeln muss. Ohne zusätzliche, finanzielle Mittel würde eine Umsetzung der eingeschlagenen Stossrichtung und das Erreichen der
Ziele zu einer umfassenden Sicherheit in der Schweiz nur mit erheblichen Verzögerungen und damit dem Eingehen von unnötigen Risiken erreicht werden. Thomas Naef bedankte sich herzlich bei KKdt Benedikt Roos, dass er in einem seiner ersten Auftritte nach dem Amtsantritt einen Abstecher zu den Lions im Knonaueramt machte, und schenkte ihm für das Gelingen und Umsetzen der eingeschlagenen Stossrichtung und Ziele zur Stärkung der Schweizer Armee gesunde Honigprodukte aus der Gemeinde Knonau.
Lions Club Knonaueramt
ein und lasse jedes Mitglied seine oder ihre Arbeiten weitestgehend selbstständig erledigen. Sich so mit seinen eigenen Ideen und Ansichten einbringen zu können, wirkt hoffentlich motivierend.
Wie bereits erwähnt, ist der Erhalt der politischen Unabhängigkeit eine grosse Herausforderung. Eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste, Voraussetzung zum Erhalt
«Ich möchte die Eigenständigkeit der Gemeinde erhalten oder idealerweise noch stärken.»
dieser Unabhängigkeit ist, dass wir immer wieder genügend Freiwillige finden, um die ganzen Milizämter zu besetzen. Ganz aktuell sehen wir das ja am Beispiel der Schulpflege. Die angedachte Revision der Besoldungsverordnung soll dazu einen Teil beitragen. Das ist als Ausdruck der Wertschätzung gedacht. Wegen des Geldes soll man ein solches Milizamt auch in Zukunft nicht machen.
Gewisse Anpassungen mussten wir von Gesetzes wegen ma-
Mit einem Newsletter vom 20. November 2025 auf der Website der Gemeinde Knonau wurde die Knonauer Bevölkerung über die Richtplanänderung zum Kies- und Deponiekonzept des Kantons Zug informiert.
Der Gemeinderat Knonau hat nun im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens umfassend zur geplanten Richtplanänderung Stellung genommen. Er beantragt, den vorgesehenen
ANZEIGEN
chen (Kernzonenpläne, Mehrwertausgleich) oder wurden uns vom Souverän in Auftrag gegeben (Windkraftartikel). Bei dieser Gelegenheit haben wir auch gleich noch ein paar kleine Anpassungen von Artikeln gemacht, welche sich in der Praxis als unpraktisch erwiesen haben. Der eigentliche Mehrwert liegt aber bestimmt in den jetzt übersichtlichen und transparenten Kernzonenplänen. Als nächster Schritt läuft jetzt die öffentliche Auflage noch bis Ende März.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.), Rifferswil (16.1.), Ottenbach und Aeugst (20.1.), Stallikon (23.1.), Obfelden und Hausen (27.1.), Knonau (30.1.), Maschwanden und Hedingen (3.2.). (red)
Bahnumschlagplatz Fändweid aus raumplanerischen und ökologischen Gründen sowie aufgrund der zu erwartenden Luft- und Lärmemissionen für das Dorf Knonau vollständig aus dem Richtplan des Kantons Zug zu streichen. Stattdessen empfiehlt er, den Bahnumschlagplatz Rotkreuz vorzusehen. Zudem beantragt der Gemeinderat, künftig auch die potenziell betroffenen Gemeinden ausserhalb des Kantons Zug angemessen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. (red)
8 1,Lehrerin,HausfrauundMutter(von4 l pflichtigenKindern) h entisch–empathisch–familiennah
svp-affoltern-albis.ch
Martin Hunkeler, parteilos
Thomas Naef (rechts, Präsident Lions Club Knonaueramt) durfte den Chef der Armee, KKdt Benedikt Roos, im Säuliamt begrüssen. (Bild zvg)
«La plus précieuse des marchandises» im Kino
Poetischer Animationsfilm «Das kostbarste aller Güter»
im Schnee. Das
kleine Mädchen wurde eben vom verzweifelten Vater aus dem fahrenden Zug geworfen, der die jüdische Familie
Stossschlitten-Ausstellung
ins Vernichtungslager bringen wird. Ohne über die Folgen nachzudenken, nimmt die bettelarme Frau eines Holzfällers das Baby in ihre Obhut. Es wird ihr und allen, die ihm begegnen, das Kostbarste überhaupt. Regisseur Michel Hazanavicius ist dem Kinofoyer Lux-Publikum von «The Artist» bekannt, einem Stummfilm von 2011. Wie dort, schöpft er auch bei diesem Animationsfilm die Möglichkeiten eines ungewöhnlichen Genres voll aus. Er erzählt realistisch von den Grausamkeiten des Krieges, begeistert gleichzeitig mit märchenhaft schön gezeichneten Bildern und bezaubert mit der, trotz allem Bösen, vorhandenen grossen Menschlichkeit seiner Figuren. Der Film basiert auf einer Jugendgeschichte von Jean-Claude Grumberg, der auch am Drehbuch mitgearbeitet hat. Der grossartige, 2022 verstorbene, französische Schauspieler Jean-Louis Trintignant ist ein letztes Mal als Erzähler zu hören.
Eva Göth, Kinofoyer Lux
Donnerstag, 12. Februar, 19.30 Uhr im Kinofoyer Lux. Animationsfilm von Michel Hazanavicius, F 2024, 81 Min. OV/d, ab 12 J. ab 12 J. Aula Ennetgraben, Affoltern. Kasse und Bar ab 19 Uhr. Infos und Trailer: www.kinolux.ch
Das Ortsmuseum Affoltern lädt zur Besichtigung ein
Schlitten als Transportmittel sind keine Erfindung der Neuzeit. Höhlenzeichnungen belegen, dass bereits vor vielen tausend Jahren Schlitten als Transportmittel verwendet wurden.
Verschiedene Modelle ausgestellt Das abgebildete Modell stammt sehr wahrscheinlich aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Gefunden wurde er, Tage vor dem Abbruch des Hauses Conrad Steinmann, im hintersten Winkel des Dachstockes. Ob dieser Schlitten
AGENDA
Freitag, 6. Februar
Affoltern
◴ 20:15–22:00: Konzert
Jura Süd, ein Mundart-Pop-Trio mit eigenen, tiefgründigen Songs.
● Kulturkeller lamarotte,Centralweg 10
Veranstalter: Kulturkeller lamarotte. Bar und Kasse ab 19:15. Eintritt 45 Franken, Mitglieder 35 Franken, Kulturlegi 20 Franken. Website: www.lamarotte.ch
Stallikon
◴ 19:30–22:30: Kino Kafimüli Birnenkuchen mit Lavendel –romantische Filmkomödie aus Frankreich (2014) von Éric Besnard. Riecht nach Frühling. D/100 Min.
Veranstalter: Genossenschaft Kafimüli Stallikon. Eintritt gratis, Kollekte. Barbetrieb ab 19:30, Film um 20:00. Keine Reservation. Website: www.kafimueli.com
Samstag, 7. Februar
Affoltern
◴ 10:00–16:00: Ausstellung
Die Dauerausstellung zeigt Objekte und Bilder zur Geschichte, Industrie und zum Alltagsleben in Affoltern.
Stossschlitten – auch Damen - oder Kinderschlitten genannt. (Bild zvg)
◴ 20:15–22:00: Comedy «Monika Romer – Radlosigkeit». Ein Mix aus gesungenen und gesprochenen Comedynummern.
● Rösslisaal, Albisstrasse 1
Veranstalter: Kulturverein «Bi eus z‘Mättmistette». Abendkasse und Bistro ab 19:15. Eintritt 40 Franken / 35 Franken. Tel. 0774880089. Website: www.bieus.ch/tickets
Sonntag, 8. Februar
Affoltern
◴ 12:00–16:00: Ausstellung
Kammermusik auf höchstem Niveau
Wochenvorschau des Kulturkellers
Ein besonderer Höhepunkt im Kulturkeller lamarotte in der kommenden Woche ist der Auftritt des Oliver Schnyder Trio, eines der Aushängeschilder der Schweizer Kammermusikszene.
lamarotte Swingtett
nun für die Kinder, für Kneipp-Kurgäste oder als Objekt im Fotoatelier diente, lässt sich heute nicht mehr sagen. Stossschlitten wurden häufig auf dem Eis eingesetzt und von einem Schlittschuhläufer gestossen. Dieses und weitere Modelle sind am Wochenende im Museum ausgestellt: am Samstag, 7. Februar, von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag, 8. Februar, von 12 bis 16 Uhr.
Veranstalter: Verein Ortsmuseum Affoltern. Es gibt Kaffee und Kuchen. Website: www.museum-affoltern.ch
Montag, 9. Februar
Hausen
◴ 18:00–20:00: Politik Gelegenheit, bürgerliche Behördenkandidatinnen und -kandidaten aus Hausen kennenzulernen.
● Löwen-Bar
Veranstalter: FDP Hausen. Website: https://www. fdp-hausen.ch/willkommen
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
Swingender Jazz zwischen Armstrong, Goodman, Basie, Jordan, Coltrane und eigenem. Auch 2026 unterhält unsere schlagzeuglose Hausband das zahlreiche Publikum wieder mit elegantem Swing, witzigen Bearbeitungen und fröhlichen Vocals. Wie jedes Mal natürlich mit neuem Programm und einigen Premieren. Duke Seidmann, Tenorsaxofon, Gesang; John Service, Posaune, Gesang; Peter Niederer, Piano; Pascal Ammann, Gitarre; Christoph Haefeli, Gitarre; Arno Calonder, Bass.
Donnerstag, 12. Februar, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19 Uhr, 20 Franken
Oliver Schnyder Trio
Im Jahr 2012 feierte das Oliver Schnyder Trio mit Schuberts Klaviertrio Nr. 2 in der Tonhalle Zürich sein erfolgreiches
Mittwoch, 11. Februar
Affoltern
◴ 19:30–21:00: Stamm Grüne/SP Diskussion mit Stadtratskandidat:innen und externen Gästen über die Abstimmungsvorlagen vom 8. März, insbesondere über die SRG-Halbierungsinitiative.
● Hotellobby des Prizeotel, Obstgartenstrasse 7
Veranstalter: Grüne und SP Bezirk Affoltern
◴ 19:30: Vortrag Frau Brandstätter zeigt auf, dass Zivilcourage keine Heldentaten braucht, wie wichtig sie ist und zur Stärkung unserer Gesellschaft beiträgt.
● Mehrzwecksaal Spital Affoltern
Veranstalter: Volkshochschule im Knonauer Amt.
Eintritt 25 Franken, 15 Franken für GGAMitglieder unter 30-Jährige. Website: www.orientiert.ch
Donnerstag, 12. Februar Kappel
◴ 13:30–14:30: Klosterführung Öffentliche Führung durch die Klosteranlage. Treffpunkt Amtshausplatz.
● Kloster Kappel, Kappelerhof 5
Veranstalter: Kloster Kappel. Kostenlos, ohne Anmeldung. Website: www.klosterkappel.ch
Debüt und wurde seitdem mit Preisen überhäuft. Die Aufnahme sämtlicher Brahms-Klaviertrios, die 2015 erschienene CD «Winterreise(n)» mit dem deutschen Tenor Daniel Behle, die Einspielung sämtlicher Klaviertrios von Beethoven bis hin zur SchostakowitschHommage zum 50. Todestag des Komponisten 2025 erhielten grösstes Lob der internationalen Fachwelt. Programm: Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), Klaviertrio B-Dur, KV 502; Franz Schubert (1797–1828), «Hirt auf dem Felsen» in einer Bearbeitung für das Oliver Schnyder Trio von Yi-Chen Lin; Johannes Brahms (1833–1897), Klaviertrio H-Dur, op. 8; Oliver Schnyder, Klavier; Andreas Janke, Violine; Benjamin Nyffenegger, Violoncello.
Samstag, 14. Februar, Bar & Kasse ab 18:30 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Eintritt 75, Mitglieder 65, Kulturlegi 20 Franken (regulär, Mitglieder, Kulturlegi). Veranstaltungsort: Pianohaus Schoekle, Sagistrasse 8A, Affoltern. 18.15 Uhr und 18.45 Uhr, Führung durch die Werkstatt des Pianohaus Schoekle
Hans-Ruedi Widmer
Reservation: www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62
Affoltern
◴ 19:30: Film «La plus précieuse des marchandises». Wunderschöner Animationsfilm über die Rettung eines jüdischen Babys vor dem KZ.
● Aula Ennetgraben
Veranstalter: Kinofoyer Lux. Eintritt 16 Franken, unter 20 oder Kulturlegi 8 Franken. Kasse und Bar ab 19:00. Website: www.kinolux.ch
◴ 20:15–22:00: Konzert lamarotte Swingtett mit swingendem Jazz zwischen Armstrong, Goodman, Basie, Jordan, Coltrane und eigenen Stücken.
● Kulturkeller lamarotte, Centralweg 10
Veranstalter: Kulturkeller lamarotte. Bar ab 19:30, Nachtessen ab 19:00, 20 Franken. Eintritt frei, Kollekte. Website: www.lamarotte.ch
Aeugst
◴ 20:00: Konzert
Gigi Moto & Jean-Pierre von Dach mit bluesigem Soul und Rock’n’Roll.
● Pöschtli (Restaurant Alte Post), Pöstliweg 1, Aeugstertal
Veranstalter: Pöschtli Aeugstertal. Essen um 18:45. Konzertbeginn 20:00. Reservation 0447616138.
Das Oliver Schnyder Trio wartet mit vollem Programm auf. (Bild zvg)
Polen im Winter 1943. Die kinderlose Frau eines Holzfällers findet in der Nähe der Bahngeleise ein Baby
Die Holzfällerin trägt das kostbarste Gut. (Bild zvg)
Floorball Albis U18: Tabellenspitze verloren
Ein klarer Sieg und ein Unentschieden für die U18-Junioren
Letzten Sonntag stand für das Team der U18-Junioren bereits die nächste Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Gespielt wurde dieses Mal in Eschenbach LU. In der ersten Partie hiessen die Gegner UHC Sursee. Albis war von Beginn weg tonangebend und liess dem Gegner nur wenige Chancen. Es überraschte daher nicht, dass die Säuliämtler zur Pause bereits mit 2:0 führten. Genauso fokussiert und treffsicher traten die Albis-Spieler auch in der zweiten Halbzeit auf. Sursee war meist einen Schritt zu
spät oder wurde von Albis konsequent ausgebremst. Auch das Time-out brachte für die Luzerner nicht die erhoffte Wende. Albis durfte in der zweiten Hälfte vier weitere Treffer bejubeln und gewann die Partie souverän mit 6:0. Ein besonderes Kompliment gilt dem Goalie für diesen Shutout. Bis zum nächsten Spiel hatten Spieler, Betreuerstab und Coach Paddy Eichmann eine längere Pause, ehe es gegen die Lokalmatadoren vom ESV Eschenbach ging. Beide Teams bekundeten zunächst Mühe, ins Spiel zu finden. Statt
schöner Passkombinationen und brillanter Dribblings sahen die Zuschauenden eher ein «Chrüsimüsi». Bis zur Pause blieb die Partie torlos, kurz nach Wiederanpfiff ging Eschenbach jedoch mit 1:0 in Führung. Der Albis-Trainer reagierte mit einem Time-out und fand offenbar die richtigen Worte: Nur eine Minute später gelang Albis der Ausgleich zum 1:1. Danach verlief das Spiel flüssiger und bereitete auch den mitgereisten Fans mehr Freude. Am Spielstand änderte sich – aus Albis-Sicht leider – nichts mehr. Mit dem einen Punkt
aus dem Unentschieden war Albis letztlich gut bedient. Da die direkten Verfolger aus Rotkreuz ihr anschliessendes Spiel gewinnen konnten, wurde Albis trotz gleich vieler Punkte (aber einem schlechteren Torverhältnis) vom Thron gestossen. Am 22. Februar kommt es in Arth zur Direktbegegnung zwischen Astros Rotkreuz und Albis.
Christa Hegglin
Weitere Infos und Resultate: www.floorball-albis.ch
Rifferswilerin an Olympia
Heute beginnen die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Aus dem Säuliamt mit dabei ist auch die Freestyle-Skierin Lina Kozomara aus Rifferswil.
Gerade einmal 14 Jahre alt, bestritt Lina Kozomara in Mettmenstetten ihr erstes FIS-Springen. Nach einer längeren Pause kehrte sie ebendort drei Jahre später zum internationalen Wettkampfsport zurück. Im Dezember 2022 gab sie in Ruka ihr Europacup-Debüt. Im März 2024 gelang ihr als Vierte in Airolo erstmals ein Spitzenergebnis. Bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften in Chiesa in Valmalenco belegte sie wenig später Rang elf. Bei der nächsten JWMAustragung in Almaty wurde sie Zwölfte im Einzel und Fünfte mit dem MixedTeam. Anfang März 2025 erreichte sie mit zwei dritten Rängen in Airolo ihre ersten beiden Europacup-Podestplätze. In der Disziplinenwertung wurde sie ebenfalls Dritte.
Ende März 2025 nahm Lina Kozomara, ohne zuvor im Weltcup gestartet zu sein, erstmals an Weltmeisterschaften teil. An der Seite des amtierenden Einzelweltmeisters Noé Roth und Pirmin Werner gewann die 19-Jährige hinter den USA und der Ukraine die Bronzemedaille im Mixed-Wettbewerb.
Für Lina Kozomara ist es die erste Teilnahme an Olympia, dementsprechend aufgeregt ist sie. «I‘m so excited to be part of that team», schrieb sie auf ihrem Instagram Profil, als sie ein Foto von sich von vor zehn Jahren postete. Wir drücken die Daumen. (cle)
Lina Kozomara freut sich auf die Olympiade. (Bild instagram lina.kozomara)
Ein Säuliämtler will den Schweizer Beachsoccer-Meister zur Champions-League führen
Doch bis es so weit ist, müssten erst 25000 Franken durch Spenden zusammenkommen
Florian HoFer
Der Badener Beachsoccer-Verein BSC 54 ist ein grosser Name im Schweizer Beachsoccer. Er wurde im vergangenen August zum zweiten Mal in Folge nationaler Meister. Mit dem Titelgewinn hat sich der Verein, der erst vor vier Jahren gegründet wurde, für die Beachsoccer-Champions-League qualifiziert. Das Turnier der Landesmeister findet vom 7. bis 14. Juni in Nazaré (Portugal) statt. Der Trainer, der die Mannschaft auf die Saison übernommen hat, ist im Säuliamt kein Unbe-
kannter: Urs Kammer. Der 46-Jährige ist im Säuliamt aufgewachsen (35 Jahre in Ottenbach) und hat 15 Jahre aktiv beim SC Schweizer in Hedingen Fussball gespielt. Seine ersten Erfahrungen als Spieler hat er auf dem Sand bei den Beachkings in Emmen gesammelt. Heute lebt er in Rümlang, ist aber dank seiner Säuliamt-Vergangenheit noch immer bestens vernetzt: «Meine Familie, meine Tochter so wie meine Freunde leben immer noch grösstenteils im Säuliamt», erzählt der Trainer. Doch der Mannschaft um Vereinsgründer und Nati-Star Glenn Hodel fehlt das
Geld für eine Teilnahme. Bereits im letzten Jahr liessen sie das Turnier aus. Trotz diverser internationaler Titel der Nationalmannschaft (Europameister 2022, WM-Dritter 2021) wächst Beachsoccer in der Schweiz auf Club-Ebene nur langsam. Es ist eher die Regel, denn die Ausnahme, dass der Schweizer Meister aus finanziellen Gründen das Finalturnier verpasst.
Mitspielen im Konzert der Grossen In diesem Jahr soll das anders sein. Der BSC 54 sammelt auf der CrowdfundingPlattform «I Believe In You» Geld, um im Konzert der Grossen mitzuspielen. «Unser Ziel ist es, die Schweiz auf dieser internationalen Bühne gegen die besten Beachsoccer-Teams Europas erfolgreich zu vertreten», sagt Hodel, der an der WM 2021 Torschützenkönig wurde. Hier hofft Urs Kammer auf seine alten Kollegen aus dem Säuliamt: «Da so eine Teilnahme sehr kostenintensiv ist (25000 Franken), ist es für uns als junger Klub ohne zusätzliche Sponsoren fast unmöglich, diesen Traum zu verwirklichen und die Schweiz international zu repräsentieren.» Wer weiss, vielleicht findet sich da der ein oder andere Spender auch aus der Region?
Die U18-Junioren schlugen sich tapfer, aber ihre direkten Verfolger aus Rotkreuz ebenso, weshalb Albis mit schlechterem Torverhältnis aktuell nicht mehr an der Spitze der Tabelle steht. (Bild zvg)
KRIMIZEIT – TEIL 4
«Apfelraub in Affoltern»
Viel hatte Wachtmeister Huber nicht in der Hand an diesem trüben Januarmorgen. Der Tote war abtransportiert. Die blutige Tatwaffe, das Hackebeil, war ebenfalls zur Untersuchung ins Polizeigebäude gebracht worden. Doch wer war der Tote? Huber ging erst mal die Vermisstmeldungen durch. Keine – niemand in Affoltern und Umgebung vermisste irgendjemanden. Nicht einmal eine Katze oder einen Hund. Schweigend starrte er das Beil an. Es sah ein bisschen aus wie in dem Film «Wenn die Gondeln Trauer tragen» aus den 70er-Jahren. Mit Schaudern erinnerte er sich an eine ganz besonders düstere Szene, wo ein kleines Männchen in einem roten Regenmantel im Nebel mordete. Doch genau in diesem Moment geschah etwas ganz Merkwürdiges. (red) Dieser Krimi wird laufend weitergesponnen. Der Verlauf und der Ausgang der Geschichte sind noch offen. Die Redaktion freut sich auf Input aus der Leserschaft. Wie soll es weitergehen? redaktion@affolteranzeiger.ch
BILDERRÄTSEL
Was sind das für farbige Blöcke?
Diese farbenfrohe Installation ist nur gelegentlich zu sehen. Das hängt vermutlich vom entsprechenden Wetter ab. Jedenfalls machen sich die gelben, grünen und orangenen Streifen gut – wenn sie denn mal auftauchen. Wo im Amt könnte das sein? Wer es weiss, kann ein Mail an die Redaktion schreiben: redaktion@affolteranzeiger.ch. Die Lösung wird am kommenden Freitag an dieser Stelle publiziert. (red)
«Beim Schwingen habe ich auch gelernt zu verlieren»
Diego Heimann ist begeisterter Schwinger und absolviert dieses Jahr die Matur
Mit Diego HeiMann spracH Marianne
Voss
Dass er ein «Böser» sein könnte, ist ihm nicht anzusehen. Freundlich lächelnd sitzt der 18-jährige Diego Heimann am Esstisch in seinem Elternhaus in Rifferswil und berichtet von der Familie, der Schule und von seinem Hobby, dem Schwingen. Unter den Schwingern ist er auf bestem Weg, ein wirklich «Böser» zu werden. Mit Stolz berichtet er von seinem ersten Kranz, den er letztes Jahr am Freiburger Kantonalschwingfest gewann. «Meine Gegner waren zuerst Gleichaltrige, dann in den Schlussgängen musste ich gegen zwei sogenannte Kranzer schwingen.» Jetzt ist er selbst auch ein Kranzer. Leider konnte er am Eidgenössischen Schwingfest in Glarus nicht aktiv mitmachen. «Die Selektion fand vor meinem Erfolg statt. Doch mein Ziel ist natürlich die Teilnahme am Eidgenössischen 2028 in Thun.» Ob er diesen Mai in Mettmenstetten schwingen werde, sei noch unklar. «Da ich im Schwingclub Cham bin, müssten wir als Gastclub von den Zürchern eine Einladung erhalten, es werden jedoch nur sehr wenige Plätze verfügbar sein.»
Auch mental gefordert
Diego Heimann begann im Kindergartenalter mit Schwingen. Seine Mutter schickte ihn in den Schwingclub, weil
«Ich war von Anfang an gut, dadurch machte es mir natürlich auch Spass.»
Diego Heimann, Schwinger, Rifferswil
er viel – oder manchmal eben zu viel –Energie hatte. «Ich begann als Kind mit einem Schwingtraining pro Woche, jetzt gehe ich dreimal. Zudem habe ich wöchentlich einen Termin im Krafttraining und besuche ab und zu ein Mentaltraining.» Die meisten Wochenenden im
Sommer sei er unterwegs an Schwinganlässen in der ganzen Schweiz. «Normalerweise schwinge ich selbst, nur sehr selten bin ich als Zuschauer vor Ort.»
Was hat ihn seit der Kindheit am Schwingen begeistert? «Ich war von Anfang an gut, dadurch machte es mir natürlich auch Spass.» In erster Linie fasziniere ihn die Technik der Griffe. «Beim Schwingen geht es längst nicht nur um Kraft, sondern um die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment. Ich bin also auch mental gefordert, mich zu konzentrieren und einen kühlen Kopf zu behalten.» Gut sein und gewinnen sei schön. «Doch das Unterliegen gehört ebenso dazu. Beim Schwingen habe ich viel gelernt, auch zu verlieren.»
Was ihm zudem gefalle, sei der respektvolle Umgang miteinander, der an den Wettkämpfen gepflegt werde. «Mir ist es wohl in der Schwingerwelt. Sie ist ein schönes Kontrastprogramm zur Ausbildung im städtischen Zürich.»
«Ich mache das mal»
Der Urgrossvater von Diego und seinen drei Geschwistern war Bauer in Unterrifferswil. Die Familie Heimann darf sich also alteingesessen nennen. «Es ist schön, hier so ländlich zu leben», erklärt Diego. «Der Nachteil ist der Weg in den Ausgang in die Innerschweiz oder nach Zürich. Der ist manchmal etwas kompliziert.» Er schmunzelt. Er gehe jedoch nicht häufig aus, sondern verbringe die Abende an den Wochenenden lieber bei Kollegen oder mit der Familie. Welche Musik hört er gerne? «Das kann Rock sein oder Metal. Aber ich habe auch nichts gegen einen Ländler.»
Die Schule fiel Diego Heimann immer leicht. Nach der sechsten Klasse ging er bereits nach Urdorf ins Gymnasium. Auch dort scheint er den Schulstoff relativ locker zu bewältigen. Er hat sich für die naturwissenschaftliche Richtung mit den Fächern Biologie und Chemie entschieden. Sein Leitspruch zur Schullaufbahn lautet: «Ich mache das mal.» Mit dieser Einstellung sieht er auch ohne Stress dem diesen Sommer bevorstehenden Maturabschluss entge-
Diego Heimann freut sich über seinen ersten Kranz und die Urkunde zu seinem Erfolg. (Bild Marianne Voss)
gen. Vor Weihnachten hat er bereits erfolgreich seine Maturarbeit präsentiert. «Ich habe selber ein ferngesteuertes Raupenfahrzeug gebaut und den ganzen Vorgang dokumentiert. Der Umgang mit Technik machte mir schon immer Freude.» Wie geht es diesen Sommer weiter? «Vermutlich absolviere ich zuerst die RS. Danach möchte ich an der ETH Maschinenbau studieren. Eine andere Option wäre Architektur.» Auf die letzte Frage, wie er als junger Mensch unsere Gesellschaft erlebe, antwortet er: «Ich beobachte, dass viele Menschen oft vergessen, wie schön sie es eigentlich haben. Wir sollten das schätzen, was wir haben, und nicht immer nur dem nachtrauern, was wir noch haben möchten.»
In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss in loser Folge aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder hier ihren Arbeitsplatz haben. (red)