Anzeiger für das Nordquartier 2026/01

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da steht,was geht

Quartierzeitung für

haben wir viel mehr Tore kassiert Aber im Gegenzug auch weniger erzielt und sieben Mal mit nur einem Tor Unterschied verloren.» Schwerwiegend war der Abgang von LigaTopscorer Robin Golliard, der alleine 26 Treffer erzielte «Ihn konnten wir nicht halten. Robin hat bei Yverdon einen Profi-

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tet (siehe Text unten) Doch er benennt auch andere Baustellen «Ein Problem haben wir bei Cornern und Freistössen. Mehr als die Hälf te der 25 Gegentreffer haben wir nach Standards kassiert Man kann viel über Mannund Zonendeckung reden. Schlussendlich geht es vor allem um Mentalität und Konzentration.» Die ak tuelle Tabelle möge leicht frustrierend sein Doch es brauche wenig, um aus den hinteren Regionen wegzukommen «Es ist zurzeit eng in der Liga Wer zweimal gewinnt, macht einen Sprung nach vorne, umgekehrt fällt man rasch zurück.» Chatton erinnert an Delémont oder Baden, stabile Vereine, die am letzten Spieltag der vergangenen Saison abgestiegen sind «Damit hat niemand gerechnet. -

Wenn die Rückrunde beginnt, wird ein bekanntes Gesicht fehlen auf dem «Spitz». Pesche Moser, langjähriger Kassier der ersten Mannschaft wurde an der Hauptversammlung nach weit über zehnjähriger Tätigkeit mit grossem Applaus verabschiedet Das eine oder andere Spiel wird er aber auch in Zukunf t besuchen.

FÜR DAS NORDQUARTIER

Auf dem Areal des ehemaligen Eidgenössischen Zeughauses beim Guisanplatz entstand in mehreren Etappen ein Verwaltungszentrum mit rund 4700 Arbeitsplätzen für die Eidgenössische Bundesverwaltung

Ein Faktum für moderne, teamorientierte Arbeitswelten

Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) baut seit 2013 am Guisanplatz ein Verwaltungszentrum, in dem bald gegen 4700 Arbeitsplätze verschiedener Bundesämter konzentriert sein werden. Es entstand ein durchlässiger, urbaner Stadtbaustein, welcher die um das Areal liegenden verschiedenartigen Quartierstrukturen gut zusammenfügt.

Gebäude D, die zweite und abschliessende Etappe des Bauprojekts, ist ein sechsgeschossiger Neubau mit Lichthof. Alle Büroräume werden nach dem Multi­Space­Konzept geplant, das teamorientiertes Arbeiten fördert, aber auch zurückgezogenes, individuelles

Arbeiten ermöglicht. Die Nutzungsdauer von Verwaltungsbauten beträgt 40 Jahre. Daher müssen Raumstrukturen so konzipiert werden, dass sie mit einfachsten Mitteln an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden können. Damit dies möglich ist, verantwortet eine Projektorganisation die Umsetzung. Deren Arbeitsgrundlage ist ein gemeinsam entwickeltes Handlungs­ und Werteverständnis, das sich durch alle Prozesse zieht. Mehr über die Erfolgsfaktoren in kollektiven Prozessen im Interview. AB SEITE 8

Mark Marleku (li.) und Timo Sollberger (re.)
Bild: Rolf Siegenthaler / Bundesamt für Bauten und Logistik BBL

Alle Heimspiele finden auf dem Spor tplatz Spit alacker Bern st at t www.fcbreitenrain.ch

PROMOTION LE AGUE

SA 21.2 .2026, 15.00 UHR

NEUORDNUNG ALLMENDEN

Mitwirkung zur künftigen Gestaltung gestartet

Die Stadt Bern startet die öffentliche Partizipation zur künftigen Nutzung und Gestaltung der Allmenden. Bis Ende Februar zeigt eine Ausstellung im Messezentrum BERNEXPO Vorschläge von Fachleuten, wie die vielfältigen Aktivitäten auf der Grossen und der Kleinen Allmend besser koordiniert werden könnten. Das Partizipationsangebot umfasst unter anderem auch eine Online-Umfrage sowie Anlässe spezifisch für Kids und Jugendliche. mgt/cae

Die Grosse und die Kleine Allmend – getrennt durch die Autobahn – lassen (fast) niemanden kalt. Dies auch, weil sie wertvolle gemeinschaftlich genutzte Grünräume im dicht besiedelten Nordosten Berns darstellen. Gleichzeitig kollidieren die historisch gewachsenen Nutzungen teilweise miteinander. Nun tritt die Auseinandersetzung um den öffentlichen Freiraum in eine neue Phase. In den vergangenen Monaten haben deshalb drei Teams mit Fachleuten verschiedener Planungsdisziplinen Varianten zur Neuordnung der Grossen und der Kleinen Allmend erarbeitet. Zentrale Themen der Testplanung sind die Verlagerung der oberirdischen Parkplätze, die Koordination der Nutzungen sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Der Blick zurück

Vor rund 150 Jahren hatte die Stadt die Allmend der Burgergemeinde abgekauft, weil sie militärisches Übungsgelände brauchte. 1933 entwarf die Stadtregierung den ersten Grünraumplan und belegte die Allmend mit einem Überbauungsverbot. In den letzten Jahrzehnten wurde die öffentliche Freifläche trotzdem sukzessive angeknabbert – auch weil die Allmend zum brummenden Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf (ESP) gehört, einem der wirtschaftlich dynamischsten Orte des ganzen Kantons. Es entstanden etwa vielfältige Sportinfrastruktur oder Messegebäude der BERNEXPO. Während Grossanlässen dienen Teile der Allmend zudem jeweils als Parkplatz.

Breitgefächerte Mitwirkung

Mitte Januar haben Matthias Aebischer, Direktor für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, und die Projektver­

antwortlichen sieben Varianten (siehe Box) für die künftige Nutzung und Gestaltung der Allmenden präsentiert. «Die Vorschläge der Fachteams sind die ideale Basis für den Austausch mit der Bevölkerung, den Quartieren und Vereinen», sagte Matthias Aebischer. «Wir wollen die Ideen breit spiegeln und daraus gemeinsam ein Bild für die künftige Entwicklung der Allmenden formen.» Und Noémie Augustin, zuständige Projektleiterin bei Stadtgrün, ergänzt: «Wir möchten die Allmenden einladender gestalten, und sie sollen auch ihre Leistung für das Stadtklima besser erfüllen.» Eine erste Grundlage bilde daher die von den drei Teams erarbeiteten sieben Varianten, welche eine Art Auslegeordnung dafür bilden, wohin es mit den Allmenden künftig gehen könnte.

Verschiedene Formate Bereits stattgefunden hat ein sogenannter Mitwirkungstag, an dem, wer wollte, die Varianten mit den Planungsteams und Jurymitgliedern diskutieren konnte. Die Ausstellung ist darüber hinaus bis Ende Februar jeweils am Montagnachmittag und am Freitagnachmittag zugänglich. Auf Wunsch sind individuelle, fachlich begleitete Führungen für Gruppen möglich. Am Mittwoch, 11. Februar 2026, wird die Ausstellung im Kompaktformat im Berner Generationenhaus gezeigt. Rückmeldungen können vor Ort abgegeben werden. Begleitend dazu kann die Bevölkerung ihre Erwartungen an die künftige Entwicklung der Allmenden in einer Online­Umfrage (Link siehe kundtun.

Das Stimmvolk hat das letzte Wort Nach Abschluss der öffentlichen Partizipation werden zuhanden des

Sport-/Naturallmenden: eine der sieben Varianten.

Stadtrats die Eckwerte für die weiteren Planungsschritte ausgearbeitet. Anschliessend wird die Testplanung konkretisiert, wobei der Austausch mit der interessierten Bevölkerung aufrechterhalten bleibt. Nach Abschluss der Testplanung folgt das Planerlassverfahren für die Anpassung der Nutzungsplanung sowie die öffentliche Auflage. Das letzte Wort wird die Stimmbevölkerung in einer Volksabstimmung, frühestens 2027, haben.

Pro und Kontra

Hitzige Debatten und Diskussionen dürften die Neuordnung der Allmenden so oder so über den Mitwirkungsprozess hinaus begleiten. Zeitgleich mit dem Start der Bevölkerungsmitwirkung meldete sich denn auch das neu gegründete Komitee «Allmenden für alle». Es setzt sich aus verschiedenen grünen Parteien und diversen Bewegungen zusammen. Das Komitee begrüsst in einem Manifest die Weiterentwicklung der Allmenden, verwahrt sich

die Grosse und die Kleine Allmend.

aber gegen jegliche Kommerzialisierung. Demgegenüber setzt sich die Stadtbernische Vereinigung für Sport für eine breiter abgestützte Nutzung der Allmendflächen für den Breitensport ein. Dies sieht auch YB so: Auf Nachfrage wird etwa mit Vehemenz darauf hingewiesen, dass nicht angedacht sei, die dringend benötigten Trainingsfelder ausschliesslich durch YB ­Teams zu nutzen, sondern dass auch andere Vereine darauf trainieren könnten.

www.bern.ch/allmenden Online-Umfrage: https://map.bern.ch/survey123/share/ b302296270064e7c8bedee7f06aad706 Schwarzbuch Allmenden: www.sp-bern-nord.ch/sektion/ag-qvw/ schwarzbuch/; https://allmenden.ch/; https://www.svs-bern.ch/

VARIANTEN & VIDEO

Sämtliche Informationen zu den Varianten, zur Mitwirkung sowie ein Video zur künftigen Gestaltung der Allmenden sind unter diesem Link zu finden: https://www.bern.ch/themen/ planen-und-bauen/stadtentwicklung/ freiraumentwicklung/neuordnungallmenden

Bild: zVg
Grossflächig:

BSC YB

Mit Bankenpower zu Yuh-Boys…

Yuh wird ab Sommer Hauptpartner von YB – mit Trikotpräsenz bei den nationalen Wettbewerben. Bei den internationalen Spielen wird die Muttergesellschaft Swissquote ihren Schriftzug präsentieren. mgt/cae

Der BSC Young Boys freut sich, im Hinblick auf die nächste Saison mit Yuh, der beliebtesten Schweizer Finanz­App, einen neuen, starken Hauptpartner präsentieren zu können. Die Parteien haben einen Vierjahresvertrag bis Sommer 2030 abgeschlossen und damit ein klares, langfristiges Zeichen für eine gemeinsame Zukunft gesetzt. Mit dem neuen Engagement wird Yuh ab der Saison 2026/27 auf den YB ­Trikots der ersten Mannschaft in der Brack Super League sowie im Schweizer Cup präsent sein. Bei den internationalen Auftritten der Young Boys wird die Muttergesellschaft Swissquote die Trikotpräsenz übernehmen.

Innovative Finanz-App Yuh ist eine innovative Schweizer Finanz­App und eine Tochtergesellschaft von Swissquote. Die App vereint rund um Finanzen alles an einem Ort und zählt bereits über 350 000 «Yuhser». Seit der laufenden Saison engagiert sich Yuh ausserdem als Premium­Partner der YBFrauen. Die Rolle als Hauptpartner des BSC Young Boys markiert eine Ausweitung der bestehenden Partnerschaft.

SC BERN

«Für Zukunft gerüstet sein» YB ­Verwaltungsratspräsident Marcel Brülhart sagt: «Wir wollen uns bei YB in allen Belangen weiterentwickeln und für die Zukunft gerüstet sein. Da passt die Zusammenarbeit mit Yuh als neuem Hauptpartner perfekt. Dass sich Yuh als modernes, dynamisches und zukunftsorientiertes Unternehmen in diesem Umfang zu YB bekennt, erfüllt uns mit Stolz und ist ein starkes Zeichen des Vertrauens. Wir freuen uns sehr auf eine langfristige und erfolgreiche Partnerschaft.»

Jan De Schepper, CEO von Yuh, sagt: «Wir freuen uns sehr, unsere bereits bestehende Partnerschaft mit YB auszuweiten.» YB stehe für Leidenschaft, Ambitionen, Nähe zu den Menschen und kontinuierliche Weiterentwicklung – «diese Werte treiben auch Yuh als innovatives Unternehmen an. Unser Engagement ist ein klares Bekenntnis zum Schweizer Fussball und zur YB ­Kultur. Es passt zu unserer Vision, Banking einfach, zugänglich und inspirierend zu gestalten.» www.bscyb.ch, www.yuh.com/de/

Marc Lüthi: Eine Legende tritt zurück

Beim Schlittschuhclub Bern geht eine prägende Ära zu Ende: Nach insgesamt 28 Jahren an der operativen Spitze des Clubs tritt Marc Lüthi per 30. April 2026 von all seinen Funktionen innerhalb der SCB-Gruppe zurück. Der Verwaltungsrat ernennt Jürg Fuhrer per 1. Mai 2026 zum neuen Chief Executive Officer (CEO). mgt/cae

Seit 1998 ist Marc Lüthi als Geschäftsführer das Gesicht und der Motor des Schlittschuhclubs Bern. Ab 2012 übernahm er zusätzlich die Funktion als Delegierter des Verwaltungsrates. In dieser Zeit prägte er den SCB wie kaum ein anderer: Unter seiner Führung gewann der Club sieben Meistertitel und drei Cupsiege und etablierte sich nachhaltig als sportliches wie wirtschaftliches Aushängeschild des Schweizer Eishockeys. Mit seinem Rücktritt verkauft Marc Lüthi auch seine Beteiligung am SCB und zieht sich vollständig aus dem operativen Geschäft zurück.

Das Ende einer Ära – Danke, Marc Lüthi!

«Es war alles in allem eine ‹geile› Zeit mit vielen Hochs, aber auch immer wieder mit Tiefs. Das gehört im Sport einfach dazu. Ich möchte trotz allem keinen Tag missen und werde diese Zeit immer in bester Erinnerung behalten. Nach dieser langen Zeit fühlt es sich für mich richtig an, den Stab weiterzugeben», sagt Marc Lüthi. «Ich wünsche dem SCB für die Zu­

CARTE BLANCHE FÜR…

RÖFES BUNTE WELT

TOM - MEIN LIEBLINGSWIRT

In unserem Wohnblock im Quartier gibt es praktischerweise ein Restaurant im Parterre. Das hat Vor- und Nachteile, wie man sich vorstellen kann. Aber ich will jetzt gar nicht über grölende Besoffene spätnachts lästern, gehört halt zum urbanen Grundton. Wenden wir uns dem Angenehmen zu: Der Kaffee dort ist lecker, das Personal herrlich engagiert und erfrischend unprofessionell! Der Chef ist quirlig, putzfidel und meist etwas rotköpfig (Koch). Sein Blick hat - bei wohlwollender Betrachtung - etwas Gutmütiges, Verspieltes, aber mit einem Hauch List. Und wenn wir uns begegnen - und das kommt häufig vor - wirds immer lustig: Es ist ein Wettbewerb um den jeweils besten (doofen) Spruch. Die Wortgefechte sind legendär - und ich habe den Verdacht, dass er die Küche mit dem Risotto schon mal ein paar Minuten unplanmässig verlässt, um sich rasch mit mir ein kurzes, aber äusserst belebendes Wortgefecht zu liefern! Immerhin darf ich ihm zugutehalten, dass er nicht völlig unsensibel ist: Frühmorgens, d. h. ca 10 Uhr bin ich noch in der Aufwachphase und nicht in Plauderlaune, böse Zungen würden behaupten, ich sei dann «grantig». Egal, Tom jedenfalls fragt nicht, Tom sagt nichts, Tom macht mir einen Kaffee und fertig! Er lässt mich in Ruhe. Und allein dafür hat er sich einen festen Platz in meinem Herzen verdient.

Und ein Trinkgeld.

Ein kleines.

kunft alles Gute.» Verwaltungsratspräsident Carlo Bommes würdigt Lüthis ausserordentlichen Verdienste: «28 Jahre Vereinstreue – das ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit etwas Herausragendes. Marc Lüthi hat den SCB mit grosser Leidenschaft, Mut und Weitsicht geführt und entscheidend geprägt. Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank und grosser Respekt.»

Jürg Fuhrer übernimmt Mit Jürg Fuhrer übernimmt ab dem 1. Mai 2026 eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit die operative Leitung des SCB. Fuhrer ist seit 2024 Mitglied des Verwaltungsrates der SCB ­ Gruppe. «Wir sind sehr erfreut, mit Jürg Fuhrer den Schritt in die Zukunft zu machen. Mit seiner Erfahrung und Vision ist er genau die richtige Person, um dem SCB neue

Man soll ja nicht übertreiben.

Rolf Julmy lebt seit 25 Jahren im Nordquartier, ist Fussballfan, besucht regelmässig die Heimspiele des FC Breitenrain sowie zwecks Erfrischung diverse favorisierte Gaststätten. Zudem staunt er immer wieder über die stetig auftretenden Banalitäten des Alltags, die er zuweilen in Worte fasst: https://röfesblog.my.canva.site/

Impulse zu geben und den Club erfolgreich weiterzuentwickeln», sagt Carlo Bommes. Auch bezüglich der von Marc Lüthi seit geraumer Zeit immer wieder angedeuteten Pläne zu einem Umbau der PostFinanceArena gibt es erste vage Neuigkeiten, doch dazu mehr in einer der kommenden AfN­Ausgaben. www.scb.ch

Jan De Schepper (CEO von Yuh), Marc Bürki (Verwaltungsratspräsident Yuh und CEO Swissquote) und Marcel Brülhart (YB-Verwaltungsratspräsident). Bild: zVg
Mit Marc Lüthi geht eine schillernde Ära zu Ende. Bild: cae

SPITZ-Fussball im Mittagsnebel. Samstag, 24. Januar 2026, 12.25 Uhr.

Bild: cae

LINIE 9

Haltestellen-Umbau beginnt

Die Stadt Bern will den vielbefahrenen Guisanplatz entlasten und umgestalten. Erste Bauarbeiten starteten nun Anfang Jahr. Zunächst geht es um den Ersatz der Wasserleitungen im Boden. Im Sommer 2027 werden die Tram­ und Bushaltestellen an die Papiermühlestras se verlegt. Zunächst werden die rund hundertjährigen Wasserleitungen in der Papiermühle ­ und Tschäppätstrasse erneuert. Eine ferngesteuerte Bohrmaschine erstellt die unterirdischen Leitungen. Nur die Start­ und Zielgruben sind laut Mitteilung an der Oberfläche sichtbar. Entsprechend wird der Verkehr nur minimal tangiert. Im Sommer 2027 verlagern sich die Arbeiten an die Strassenoberfläche. Die Bus­ und Tramhaltestellen werden an die Papiermühlestrasse verlegt und barrierefrei ausgestaltet – mit direkten Zugängen zum Bundesverwaltungszentrum und zur neuen Festhalle. Die Trams der Linie 9 werden künftig die Wendeschlaufe vor dem Messegelände nur noch bei Grossveranstaltungen nutzen und im Normalbetrieb direkt in die Papiermühlestrasse einbiegen. (aus BZ vom 6. Januar 2026)

LINIE 10

Bus statt Tram gefordert Der öffentliche Verkehr zwischen Ostermundigen und Köniz wurde bereits mehrmals neu angedacht. Die Linie 10, die zwischen den beiden Orten fährt, sollte erst ganzheitlich mit einer Tramverbindung er­

FC BREITENRAIN

setzt werden. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der Urne. Danach wurde eine Tramverbindung für Ostermundigen vorgesehen, was die Stimmbevölkerung knapp annahm.

Bisher wurde das Projekt jedoch durch diverse Einsprachen erschwert und verzögert sich um Jahre. Zuletzt sprachen die Verantwortlichen davon, dass die Trams frühestens Anfang der 2030er­Jahre losfahren können. Auch dies ist eine optimistische Einschätzung. Angesichts dieser Verzögerungen fordert die Volksinitiative «Bus 10 –Macht vorwärts mit dem ÖV!» einen Richtungswechsel. Sie wollen, dass die Behörden auf die Erschliessung von Ostermundigen mit Doppelgelenk­Elektrobussen umschwenken. Diese Initiative wurde nun vom Initiativkomitee zur Vorprüfung eingereicht. Mitinitiant Jorgo Ananiadis wird im Initiativtext wie folgt zitiert: «Vor 10 Jahren lag mit der Sanierung der Bernstrasse und gleichzeitigem Trambau eine plausible Idee auf dem Tisch. (…) Es ist Zeit, die Reissleine zu ziehen und auf Doppelgelenk­Elektrobus umzustellen.»

(aus BZ vom 16. Januar 2026)

BÜNER

Zehn Jahre Member-Genuss

Zehn Jahre, 58 Mitglieder, ein Ort der Beständigkeit: Der Büner Member­ Club feierte Jubiläum. Was klein begann, ist heute ein verlässliches Netzwerk, getragen von Vertrauen, persönlicher Nähe und kulinarischer Konstanz. Vor zehn Jahren ins Leben gerufen, ist der Büner Mem­

Frisch gestärkt in die Rückrunde

ber­ Club kontinuierlich gewachsen. Am Anfang waren es eine Handvoll, heute zählt der Club stolze 58 Mitglieder. Mit einem jährlichen Mitgliederbeitrag sichern sie sich einen festen Platz für Genuss und Austausch im Büner. Als Zeichen der Wertschätzung lädt das Haus traditionell zum gemeinsamen MemberEssen. Der Büner unter Gastgeber Julio Da Silva steht denn für kulinarischen Genuss und Konstanz. (aus Bärnerbär, 21. Januar 2026)

KREDIT

31 weitere Abfallboxen Seit 2017 ist die Abfalltrennung in der Stadt Bern auch im öffentlichen Raum möglich. Aktuell stehen in der Innenstadt insgesamt 26 Abfalltrennboxen mit bis zu vier Behältern – PET, Alu, Papier und Restabfall – zur Verfügung, welche rege und überwiegend korrekt genutzt werden. Zwischen dem Bahnhof und dem Bärengraben gibt es aber noch Lücken: Hier besteht gemäss den Erfahrungen der Strassenreinigung Potenzial für weitere Abfalltrennboxen. Der Gemeinderat hat für die Beschaffung von 31 zusätzlichen Boxen einen Kredit von 150 000 Franken genehmigt. Mit deren Installation wird auch einem Bedürfnis der Bürger*innen entsprochen: In der Bevölkerungsbefragung zum städtischen Entsorgungssystem von 2025 haben 95 Prozent der Befragten den Abfalltrennboxen eine wichtige Bedeutung zugeschrieben, eine Mehrheit nutzt sie mehrmals wöchentlich oder sogar täglich.

(aus Gemeinderats-Info vom 22. Januar 2026)

Januar

DAS GAB ZU REDEN

Berner Polit-Promis fanen für Breitsch

Am letzten Freitag stieg im Hotel Bern die Hauptversammlung der Donatoren­Vereinigung des FC Breitenrain. Bei aller Sympathie für einen der besten Quartiervereine des Schweizer Fussballs: Das ist eigentlich ein eher unbedeutendes Ereignis. Aber eben doch nicht, meint der Flüsterer. Wenn zwei ehemalige höchste Stadtberner im Vorstand mitwirken, ist für den Promi­Faktor gesorgt. Tom Berger (FDP) und Manuel C. Widmer (GFL) waren nämlich beide einmal Stadtratspräsident und sind jetzt im Donatoren­Vorstand – zusammen mit Su Elsener (alt­Stadträtin), Hansueli von Gunten und Priska Rüdisühli. Alle fünf sind natürlich regelmässig auf dem «SPITZ» beim Fanen anzutreffen und kennen den mittlerweile stadtbekannten Schlachtruf «Hopp Breiterain Hu!», lanciert von Max Haller. (aus Bärnerbär-Online vom 24. Januar 2026)

Nach einem durchzogenen Herbst bereitet sich die erste Mannschaft des FC Breitenrain auf eine anspruchsvolle Rückrunde vor. Das erste Heimspiel folgt am 21. Februar gegen Biel. Jean-Claude Galli Licht und Schatten lagen in der Vorrunde der Promotion League für das Team von Alain Villard nahe beieinander. Lanciert wurde die Saison am 17. August 2025 mit einem Ereignis, das in der Vereinsgeschichte ab sofort einen der wichtigsten Plätze einnimmt. Durch einen Elfmeter von Neto Gomes da Silva in der 63. Minute warf «Breitsch» den FC Thun aus dem Schweizer Cup – jenen SuperLigisten, der nun nach dem erstmaligen Meistertitel greift. In der Liga lief es weniger rund. Auch wenn das aktuelle Bild – 13. Zwischenrang mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – täuscht. «Wer nur die Tabelle anschaut und nicht im Sta­

dion war, glaubt, wir seien schlechter geworden. Doch in vielen Punkten haben wir uns verbessert, gerade in der Abwehr», sagt Sportchef Loïc Chatton gegenüber dem Anzeiger für das Nordquartier. Tatsächlich gingen nicht weniger als sieben Partien mit nur einem Treffer Unterschied verloren. Auf die mit 20 Treffern bescheidene Torausbeute wurde reagiert. Von Schaffhausen kam die neue Nummer 28 Mark Marleku, von Kriens Timo Sollberger, der fortan die Nummer 29 trägt. Beide sind Mittelstürmer. Der länger verletzte Emmanuel Mast ist zurück, das Jungtalent Francisco Bessa Pinto wird an den FC Muri­Gümligen ausgeliehen.

Auch hinter den Kulissen gab es Bewegung. Mit Olaf Pilleri und dem «Eins»­Spieler Christoph Schneuwly sind zwei neue Verantwortliche für den Bereich Sponsoring im Einsatz. Ihre Aufgabe beinhaltet auch die Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Der langjährige Partner Migros wendet sich künftig von den Mannschaftssportarten ab. Aktuell läuft das Wintertraining auf Hochtouren. Heute Mittwochabend, 28. Januar, findet auf dem «Spitz» ein Testspiel gegen Münsingen statt (20.15 Uhr). Am Samstag, 7. Februar, folgt zu Hause das fünfte und letzte gegen den FC Sion U21 (15 Uhr). Richtig los geht es eine

Woche später auswärts gegen den FC Bavois. Beim Hinspiel siegte «Breitsch» Anfangs August 2025 durch einen Treffer von Tim Frey 1:0. Im ersten Rückrunden­Heimspiel empfängt Breitenrain am Samstag, 21. Februar, ab 15 Uhr den Kantonsrivalen FC Biel, der zurzeit auf dem fünften Rang liegt.

Im Bestreben nach noch mehr Sichtbarkeit für den Kultverein erscheint ab dieser Ausgabe des Anzeigers für das Nordquartier die neu konzipierte offizielle Clubseite (Seite 13). Sie widmet sich allen Facetten – vom Fanionteam der Frauen und Männer über die Juniorenbewegung bis hin zu jenen Menschen, die den Spielbetrieb überhaupt erst möglich machen.

www.fcbreitenrain.ch

«HU!»

VERWALTUNGSGEBÄUDE GUISANPLATZ, GEBÄUDE D

Zusammenarbeitskultur

In der bisherigen Berichterstattung über Gebäude D standen die Handwerker im Vordergrund. Doch wie wird ein solches Grossprojekt eigentlich gesteuert? Ein Gespräch über die Erfolgsfaktoren in kollektiven Prozessen und was gute Kommunikation damit zu tun hat.

Interview: sr/cae, Bilder: @Rolf Siegenthaler / Bundesamt für Bauten und Logistik BBL

Stabile Führung, starkes Team: Seit 10 Jahren leitet Hanspeter Winkler (Mitte) das Grossprojekt Gebäude D. Er strukturiert und koordiniert als Bauherrenvertreter und Projektleiter Gebäude D zusammen mit Philipp Schild (Armeestab, Projektleiter HQ BE+), Dieter Buri, Nadja Kristina Bützer (Gesamtleiter und stellvertretende Gesamtleiterin A&V Architekten.), Stefan Wyler (Berater Nutzerorganisationen) (v.r.n.l.) und Patrick Vogel (fehlt auf dem Bild, Risk-Management).

Hanspeter Winkler, was sind aus Ihrer Sicht Aspekte guter Projektorganisation?

Winkler: Bei so einem Gebäude sind Tausende von Vorgängen zu besprechen, zu entscheiden und umzusetzen. Als ich beim Bundesamt für Bauten und Logistik zu arbeiten anfing – und damit auf die Bauherrenseite gewechselt bin –, war mir von Anfang an wichtig, klare Projektorganisationen aufzubauen, in denen möglichst alle Betroffenen zu Beteiligten werden. Ich war einer der Ersten, der nicht nur den Planer, den Fachplaner und den Bauleiter am Tisch hatte. Sondern immer, sobald klar war, wer am Ende das Gebäude nutzen wird, auch diese Nutzerschaft dabeihaben wollte. Ausserdem den Gebäudebetreiber – mit technischem und kaufmännischem Betriebsleiter. Dazu braucht es noch jemanden, dessen Aufgabe es ist, ins Projekt zu schauen und das Risikomanagement für uns mit Aussensicht zu führen.

Was bedeutet dieser ganzheitliche Ansatz für die beteiligten Menschen?

Winkler: Welche Persönlichkeiten zusammen kommen, ist bis zu einem gewissen Grad grosser Zufall. Wir wissen in anonymen Architektur­Wettbewerben nicht, mit wem wir am Schluss zusammenarbeiten werden. Dieses Projekt begann vor achtzehn Jahren, als wir im BBL das Wettbewerbsprogramm schreiben durften, und geht über die Bauwerksübergabe im Sommer 2026 hinaus. Die Leute in einzelnen Funktionen können wechseln. Wir sprechen, auf ein menschliches Leben gerechnet, über eine grosse Zeitspanne.

Dennoch, das Projekt kennzeichnet grosse Stabilität. Dieter Buri, Sie sind seit 2019 dabei, Nadja Kristina Bützer war schon an der ersten Bauetappe beteiligt. Was ist für Sie wichtig?

Buri: Klare Verantwortungsaufteilung. Die Aufgaben müssen den

HINTERGRUND

richtigen Parteien zugewiesen sein, und die Arbeitswege müssen untereinander klar sein. Genauso wichtig – vielleicht fast wichtiger – ist die persönliche Ebene. Was wir tun, ist ganz viel People ­Business. Nach meiner Erfahrung ist die Konstellation der verantwortlichen Leute ein Schlüsselfaktor.

Bützer: Wichtig ist, dass alle die gleiche Vision haben, dass man zusammen über Ziele spricht und darüber, wie man sie erreichen möchte. Für Projektanforderungen gibt es verschiedene Lösungen. Wir wägen ab; wir konkretisieren. Dieser Prozess stärkt das Miteinander.

Was ist das Projektziel?

Winkler: Wir haben das Ziel in einem Workshop gemeinsam definiert. Mir war wichtig, das Gewinnerteam, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Aebi & Vincent Architekten, die federführend die Planer koordinieren, an zwei Schlüsseldokumenten teilhaben zu lassen. Das eine ist das Projekthandbuch, in dem die Zusammenarbeit, die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen geregelt sind. Und das andere ist das Projektpflichtenheft, in dem die Anforderungen ans Bauprojekt beschrieben sind. Wir haben als professionelle Bauherrschaft beim BBL eine strukturierte Vorlage. In Kapitel eins steht jeweils ganz zuoberst ein kurzes, straffes Projektziel. Aus dem Kopf zitiert, lautet es für Gebäude D: «Alles was in der ersten Etappe bei Gebäude B gut ge ­

raten ist, wird wiederholt; was nicht so gut geraten ist, machen wir besser.»

Philipp Schild, Stefan Wyler, die zukünftigen Nutzer kommen aus drei Organisationen. Wie wirkt sich das auf die Projektorganisation aus?

Schild: Unser Ziel war, die Gruppe Verteidigung zuhanden des BBL mit einer einzigen Stimme zu vertreten. Als entschieden war, dass die drei Bundesämter Armeestab, Kdo Ausbildung und Logistikbasis der Armee an diesem Standort arbeiten werden, fokussierten wir unsere Projektarbeit gezielt auf deren arbeitsspezifische Bedürfnisse. Wir haben das Projektteam, das ich führen darf, mit Nutzervertretern der drei Organisationen zusammengestellt. Unsere Aufgabe war es, die unterschiedlichen Interessen, Bedürfnisse und Kompetenzen aller Beteiligten in diesem Projektvorhaben zu berücksichtigen.

Wyler: Diese Projektorganisation hat zweifellos zum erfolgreichen Gelingen des Bauvorhabens beigetragen. Die ersten Bedarfserhebungen und Flächenkalkulationen wurden bereits vor einigen Jahren durchgeführt. Seitdem erlebten die Organisationseinheiten teilweise eine Neustrukturierung. Es war erforderlich, diesen dynamischen Entwicklungsprozess in unsere Vorgehensplanung zu integrieren und in der Flächenzuweisung, in der Raumorganisation sowie der Ausstattung des Gebäudes zu beachten.

Dieter Buri, Sie koordinieren federführend die Planer…

Buri: Ich bin übergeordneter Dienstleister. Wir haben eine ideale Konstellation, weil wir im Büro Architektur und Generalplanung vereinen. Das bedeutet für mich, dass ich mich auch für die Architektur einsetze. Wenn ich nur Generalplaner wäre und aus einer externen Position aufs Projekt schauen würde, gäbe es viele Zusammenarbeitsstufen nicht.

Bützer: Unsere Auffassung von Architektur beginnt mit Städtebau und geht bis in die Nachhaltigkeit der Produkte, die verwendet und verbaut werden. Wir überdenken, vom Material bis zur Anpassungsfähigkeit des Gebäudes durch Nutzungsänderung, einen Zeitraum von zwei Gebäudelebenszyklen – sprich 60 Jahre. In der Hoffnung, dass unser Gebäude dann noch steht und funktioniert.

Buri: Und deshalb vereint dieses Projekt für uns städtebauliche, architektonische und nachhaltige Ziele.

Statt 60 Jahre nach vorne zu schauen, würde ich gern kurz zurückblicken. Der Baubeginn fiel 2021 in eine Weltkrise.

Patrick Vogel: Wegen der Pandemie standen Bestellungs­ und Planungsrisiken im Vordergrund. Dann folgte im Frühjahr 2022 der UkraineKrieg. Wir konnten über das Instrument Risikomanagement die Risiken benennen und überwachen. Ziel ist dann, Lösungen zu entwi­

Im Fokus: Gebäude D aus nordöstlicher Perspektive – gerahmt von zwei Gebäuden der ersten Etappe, der Papiermühlestrasse mit geschütztem Baumbestand und dem Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung BWD auf dem Wankdorfareal.
Ein Händchen für Kleinteiliges: Daniel Werner (r.) und Mergim Seferaj haben die Sprinkleranlage montiert.

HINTERGRUND

Samir Hachem, Systemtechniker Rauchwärmeabzugsanlage, testet die Meldung auf dem Display.

Zeitreise: Der Betonabbruch vom zurückgebauten Garagengebäude bildet als recycelter Magerbeton das Fundament für die neue Bodenplatte von Gebäude D (2022).

Claudia Moser (stellv. Bauleiterin) und Christophe Sion (Bauleiter) haben als Ingenieure in der Tiefbauphase vor Ort die Arbeit zwischen Planungsbüro und ausführenden Firmen koordiniert. (2021)

Eisenleger/-innen sind auf das Verlegen von Armierungseisen spezialisiert. Diese Einlagen geben dem Beton die notwendige Stabilität. (2023)

Doris Däpp, Bauingenieurin und Verkehrsplanerin, hat die Baustellenerschliessung von Gebäude D entwickelt. (2021)

Herausforderung für die Maurer: Im Rohbau entstehen die Sichtbetonoberflächen. (2023)

Peter Siegenthaler (56, Bauleiter) und Severin Maibach (24, Junior-Bauleiter in Ausbildung) während der Hochbauphase. (2024)

Ramona Hirschi (li.) hat Schreinerin EFZ gelernt, 2024 abgeschlossen und arbeitet gern auf Montage. (2025)

Reto Schärer, Kranführer, hat alles bewegt, was die anderen zum Arbeiten brauchen –Beton, Eisen, Schaltafeln, Geräte. (2022)

ckeln. Gebäude D ist ein grosses Projekt. Mein Verständnis von Grossprojekten ist, dass sie wie ein «Unternehmen auf Zeit» geführt werden müssen, in dem alle Interessengruppen ihre Aufgaben wahrnehmen. Ich als Externer, der die von Hanspeter Winkler angesprochene Aussensicht ins Projekt bringt, schäle die Nuancen der unterschiedlichen Projektziele heraus und arbeite damit – denn sie bergen Konfliktpotenzial. Meistens wird Risikomanagement als Alibiübung genutzt, nach dem Motto: Okay, jetzt müssen wir das halt auch noch machen.

Hier war es offensichtlich nicht so? Winkler: Risikomanagement ist eine Vorgabe der Bauherrschaft. Die Frage ist, wie man es umsetzt, denn Vorgaben sind manchmal sehr abstrakt. Ich denke im Wort «Risiko» immer Chance mit. Das wird zu wenig angesprochen. Patrick Vogel hat für uns das Risiko so gut moderiert und gemanagt. Das hat uns in den Meetings zusammengeschweisst. Jedes noch so kleine Statement ist wertvoll.

Vogel: Risikomanagement bedeutet ja konkret, dass man Problemstellungen, die jeder Partner im Projekt sieht, in einem Gefäss offen diskutieren kann. In den Projektsitzungen ist man manchmal zu schnell unterwegs, um über diese Problemstellungen vertieft und in Ruhe sprechen zu können. Ausserdem ist die Schweiz ein wenig risikoavers. Die Führung vom Projekt muss daher vorleben, dass man Risikomanagement als kreativen Prozess anschaut. Das ist ein sehr kraftvolles Instrument, um ausserhalb von or­

HINTERGRUND

dentlichen Sitzungen über Probleme zu reden. Hier hat das gut funktioniert, weil auf allen Ebenen konstruktiv damit gearbeitet worden war.

Winkler: Wir haben in der Gruppe diskutiert, wie hoch ein Schadensausmass sein könnte, wie man dem begegnen könnte und ob man dem überhaupt begegnen will. Oder ob man es in Kauf nimmt. Klar ist…

…dass alle das ernst nehmen müssen und machen wollen?

Winkler: Genau, sonst bringt es nichts.

Buri: Wenn Patrick Vogel zu mir kommt und fragt: «Was läuft im Moment und was steht an?» Dann überlege ich nicht, wie es mir gelingt, ihm möglichst nicht zu sagen, was mich beschäftigt. Wir haben stattdessen ein offenes Gespräch über Mitarbeitende, über unser Umfeld. Er ordnet, was er gehört hat, und übersetzt das in seine Risikomatrix. Diese Arbeit bringt uns nur ehrlichen Überblick, wenn ich nicht versuche, seinen Prozess zu kontrollieren.

Winkler: Das wäre auf die Dauer auch anstrengend. Mein Betrachtungszeitraum beginnt weit vor 2021 und hat so viele Facetten. Wir befinden uns hier in einem Entwicklungsschwerpunkt des Kantons und der Stadt Bern. Also eingebettet in andere Interessen. Dazu kommen das Quartier und die Nachbarschaft. Innerhalb dieses ganzen Konstrukts durfte ich den Gesamtleistungswettbewerb leiten und wesentliche Teile des Programms mitgestalten, das bis heute trägt. Für eine Projektorganisation ist es ein Glücksfall, wenn ein Büro gewinnt, das personelle und wirtschaftliche Stabilität

Zusammen gehts leichter: Montage der Holzlamellen-Decken durch die Brüder Robert und Silvester Navara.

sichert. Nadja war damals schon dabei. Mitarbeitende werden pensioniert. Andere haben gewechselt. Zehn Jahre projektieren und bauleiten ist eine lange Zeit. Man möchte ja vielleicht auch mal etwas anderes machen. Wir haben zu Beginn – Dieter, du erinnerst dich – viel Zeit investiert in die Auswahl der Fachplaner. Wir haben Präsentationen durchgeführt, weil wir die Schlüsselpersonen persönlich kennen wollten. Es kommt dem Projekt zugute, wenn man sich persönlich einbringt. Ich empfinde Projektorganisation als etwas Partnerschaftliches.

Kommt Ihnen dabei das Bild vom «Unternehmen auf Zeit» entgegen?

Winkler: Sehr. Wir verbauen 140 Millionen Franken und erbringen über rund zehn Jahre Leistung, damit am Ende die angestrebte Qualität stimmt. Dass das Gebäude noch so aussieht wie das Wettbewerbsresultat. Dass bei den politischen Vertretern Verständnis da ist und die Finanzen zur Verfügung gestellt werden. Dass im Umfeld anerkannt und geschätzt wird, was wir bauen. Ich glaube, das sind die Ergebnisse dieser Projektorganisation.

Wie wichtig ist Vertrauen?

Vogel: Ein Swissair­Manager hat mir mal gesagt, dass eine Handvoll Leute ausreichen, um ein Projekt voranzutreiben. (Ende Teil 1)

Weiterlesen Teil 2:  www.verwaltungszentrum-guisanplatz.ch > D-Bulletin 10 (ab 29. Januar 2026 aufgeschaltet)

DAS VZG IM AFDN

Der Anzeiger Nordquartier begleitet das Projekt «Verwaltungszentrum Guisanplatz». Er hat 2020 (Ausgaben 13 und 22), 2021 (Ausgaben 2, 4, 21 und 22), 2022 (Ausgaben 9, 11, 17 und 22), 2023 (Ausgabe 14), 2024 (Ausgabe 5) sowie 2025 (Ausgaben 8 und 11) ausführlich darüber berichtet und wird seine Leser:innen auch weiterhin stets über den aktuellen Stand des Projekts informieren. Sie finden alle bisherigen Beiträge im AfdN- Archiv in den angegebenen Ausgaben.

www.afdn.ch > Archiv

hat

diaconis

Diaconis Wohnen & Pflege

Einladung zur öffentlichen Besichtigung

Donnerstag, 19. Februar 2026, 16.30 – 18.00 Uhr

Treffpunkt: Oranienburg, Schänzlistrasse 15, Bern

Werfen Sie einen Blick in unsere Häuser Belvoir, Oranienburg und Villa Sarepta an der Schänzlistrasse und lernen Sie unser Angebot kennen.

Bitte melden Sie sich bis am 13. Februar 2026 per Telefon 031 337 72 06 oder unter www.diaconis.ch/besichtigung an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Diaconis Wohnen & Pflege Schänzlistrasse 15 3013 Bern 031 337 72 06 cm@diaconis.ch www.diaconis.ch

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«Eine grosse Baustelle sind die Standards»

Am 14. Februar beginnt für das «Eis» die Rückrunde. Es gibt Luft nach oben.

Auch Spor tchef Loïc Chatton hat sich die Tabelle zur Winterpause anders vorgestellt. Zurzeit rangiert das «Eins» auf dem 13 Rang, vier Punk te vor einem Abstiegsplat z. «Grundsätzlich kann ich aber feststellen, dass dieses Bild nicht der Realität

Mark Marleku und Timo Sollberger neu im Kader

Zwei O ffensiv-Verstärkungen

Sp or tchef Loïc Chat ton hat auf die Torflaute reagiert (siehe Text ob en). Vom FC Schaff hausen kommt der beim FC Luzern ausgebildete Mark Marleku, ein 25 -jähriger Mittelstürmer. «Mark is t athletisch , kr äf tig und kann den Ball gut halten Die Er fahrung, die er mitbringt , haben wir lange ge sucht», sagt Chat ton.

Auch Timo Sollberger is t Mittels türmer Der 19 -Jährige durchlief die Ausbildung beim FC Thun und spielte zuletz t für den SC Kriens Chat ton sagt : «T imo war schon letz ten Sommer ein Thema. Nun is t der richtige Zeitpunk t, um zu uns zu kommen , zumal er in der Re gion wohnt.»

entspricht », sagt Chatton. «Wer nur auf die Tabelle schaut und nie im Stadion war, erhält einen falschen Eindruck. Und die Vorrunde ändert nichts an den Saisonzielen.» Am Ende will «Breitsch» unter den Top 7 sein, was die direkte Cup- Qualifikation bedeuten würde. «Ich bin fast täglich beim Team und kann eine positive Entwicklung feststellen Wir haben die drittbeste Abwehr der Promotion League Letzte Saisons haben wir viel mehr Tore kassiert Aber im Gegenzug auch weniger erzielt und sieben Mal mit nur einem Tor Unterschied verloren.» Schwer wiegend war der Abgang von LigaTopscorer Robin Golliard, der alleine 26 Treffer erzielte «Ihn konnten wir nicht halten. Robin hat bei Yverdon einen Profivertrag bekommen Was aber auch ein gutes Zeichen dafür ist, wie sich hier Junge entwickeln können.» Chatton hat nun reagiert und zwei neue Mittelstürmer verpflich-

Burkhalter

tet (siehe Text unten) Doch er benennt auch andere Baustellen «Ein Problem haben wir bei Cornern und Freistössen. Mehr als die Hälf te der 25 Gegentreffer haben wir nach Standards kassiert Man kann viel über Mannund Zonendeckung reden. Schlussendlich geht es vor allem um Mentalität und Konzentration.» Die ak tuelle Tabelle möge leicht frustrierend sein Doch es brauche wenig, um aus den hinteren Regionen wegzukommen «Es ist zurzeit eng in der Liga Wer zweimal gewinnt, macht einen Sprung nach vorne, umgekehrt fällt man rasch zurück.» Chatton erinnert an Delémont oder Baden, stabile Vereine, die am letzten Spieltag der vergangenen Saison abgestiegen sind «Damit hat niemand gerechnet. Man muss sich immer bewusst sein, wie schnell es im Fussball gehen kann.»

Bye, bye, Pesche Moser

Wenn die Rückrunde beginnt, wird ein bekanntes Gesicht fehlen auf dem «Spitz». Pesche Moser, langjähriger Kassier der ersten Mannschaft , wurde an der Hauptversammlung nach weit über zehnjähriger Tätigkeit mit grossem Applaus verabschiedet Das eine oder andere Spiel wird er aber auch in Zukunf t besuchen.

Das «Eins» im Einsatz

Mi, 28 Januar, Test gegen den FC Münsingen (20. 30 Uhr, home); Sa, 7. Februar, Test gegen den FC Sion U21 (15 Uhr, home); Sa, 14 Februar, Ligaspiel gegen den FC Bavois (15 Uhr, away); Sa, 21 Februar, Ligaspiel gegen den FC Biel (15 Uhr, home).

Temporäre Rückkehr

Gegen Biel gibt es übrigens ein Wiedersehen mit einem guten alten Bekannten. Beim Kantonsrivalen steht neu Felix Hornung im Tor, der zwischen 2018 bis 2024 für «Breitsch» spielte.

FUSSBALLCLUB BREITENRAIN

Mehr News und Infos auf fcbreitenrain.ch

Loïc Chatton
Mark Marleku (li.) und Timo Sollberger (re.)

SHIRLEY GRIMES

Musik und Kunst als Lebenselixier zur Freude der Menschen

Shirley Grimes (53) erfreut Menschen mit Musik und verschiedenen Kunstprojekten. Die Powerfrau ist Musikerin und Künstlerin aus Leidenschaft und wurde für ihr Projekt «Kultur am Bettrand» 2024 zur Bernerin des Jahres gekürt. Sie gab uns Einblicke in ihr interessantes Leben und faszinierendes Schaffen.

Liebe Shirley, erzähl uns doch etwas über dich und dein bisheriges Leben!

Ich wurde 1972 in Killaloe, einem kleinen Dorf im Südwesten Irlands, geboren und wuchs dort mit meinen beiden Schwestern auf. Wir waren keine klassische Musikerfamilie, aber es gab die Tradition, immer am Sonntag nach der Kirche mit anderen spontan im Pub gemeinsam zu singen.

Die Musik liegt den Menschen in Irland im Blut: Es wird nicht viel nach dem «Warum» oder «Wie» gefragt –das gemeinsame Musizieren gehört einfach dazu. Schon als kleines Mädchen träumte ich davon, Sängerin zu werden und entdeckte mit 14 Jahren die Gitarre als Instrument für mich. Nach einigen Einstiegslektionen brachte ich mir das Weitere autodidaktisch bei und merkte schon damals, dass dieses Instrument zusammen mit dem Singen etwas sehr Zentrales in meinem Leben werden würde – praktisch ein Ticket für viele weitere grosse Chancen.

Schon früh hatte ich den Wunsch, Irland zu verlassen. Ich schloss die Schule und Ende Mai 1991 auf den Druck meiner Eltern hin eine seinerzeit einjährige (es gab ja noch keine PCs) KV­Ausbildung ab. Am 2. Juli 1991 begab ich mich mit 18 Jahren mit Rucksack und Gitarre gemeinsam mit einer Freundin aus Irland auf den Weg in Richtung «Festland Europa»: Per Autostopp reisten wir quer durch Frankreich, nach Holland und nahmen schliesslich den Nachtzug nach Bern.

Hier angekommen, traf ich am ersten Abend am damaligen «Altstadt­Sommer» durch den Kontakt meiner Kollegin auf Gilbert Paeffigen und lernte durch ihn Bänz Oester kennen. Zu dritt traten wir fortan gemeinsam in Konzerten auf und nahmen meine erste CD auf. Während dieser Zeit kam an einem Anlass eine Australierin auf mich zu, mit der ich fortan Strassenmusik machte und dadurch meinen Lebensunterhalt verdiente. Eines meiner Schlüsselerlebnisse seinerzeit war die Visitenkarte von Philipp Cornu, dem damaligen Chef des Gurten­Festivals, in meinem Gitarren­Koffer: Darauf bat er mich um einen Anruf, und ca. ein Jahr später stand ich für ein Konzert auf der Gurten­Hauptbühne.

«Musik und Kunst sind mein Leben.» Als junge Frau war ich in der anfänglich oft auch recht einsamen Zeit

blauäugig genug, um meine Träume zu leben und mutig genug, weiterzugehen, wenn es nicht geklappt hätte. Die Musik öffnet immer neue Türen. Glücklichen Fügungen und ca. 100 Schutzengeln um mich herum (lacht) verdanke ich, dass alles recht gut verlief. Wie wohl viele andere auch, machte ich die Not zur Tugend: Es hätte viel mehr Mut gebraucht, zurückzugehen, als hier etwas aufzubauen.

Seitdem konnte ich verschiedene Projekte aufbauen und acht Alben in verschiedener Besetzung produzieren – das letzte vor ca. fünf Jahren. Seinerzeit brachte der Tinnitus eine wahnsinnig prägende Wendung in mein Leben: Von jetzt auf gleich musste ich überlegen, wie und was ich weitermachen sollte. Noch heute ist der Tinnitus mein ständiger Begleiter, mit dem ich aber zu leben gelernt habe.

Gemeinsam mit meinem Mann, einem Bassisten und Vollblut­Musiker, und unserer Hündin lebe ich heute glücklich und zufrieden im schönen Bern. Wir haben zwei erwachsene Kinder.

«Singer’s Choice» als Chance, den Menschen das Singen als Erlebnis zu vermitteln

Obwohl das Singen eine wunderschöne Erfahrung sein kann, ist der Gedanke daran für viele beängstigend. Mit meinem Programm «Singer’s Choice» möchte ich Menschen helfen, ihre Stimme zu finden, damit sie erleben und geniessen können, was das Singen für sie tun kann. Als Autodidaktin gebe ich keine regulären Gesangsstunden und habe die professionellen Tricks und Tipps selbst nie gelernt. Meiner Erfahrung nach ist die Art, wie man singt, häufig ein Spiegel davon, wie man im Leben ist: Viele singen sehr leise und wagen es nicht, lauter zu sein. Mit null Theorie und 100% Enthusiasmus vermittle ich den Menschen den Zugang zur eigenen Stimme und die Freude am Singen als etwas unglaublich Erfüllendes. Ich gehe auf sie ein und führe sie an Songs und Texte heran, die sie gerade brauchen – all das, was mir persönlich am Singen wichtig ist. Für mich funktioniert das Singen übrigens zu 70 bis 80% über das Gehör. Mein Mann hat bereits mehrfach versucht, mir das Notenlesen beizubringen – ohne Erfolg (lächelt). Das ist so, weil es wohl für mich irgendwie nicht relevant ist und anders besser funktioniert.

Seit März 2023 gibt es das Projekt «Kultur am Bettrand» Nachdem ich während Corona gemerkt hatte, wie viele Menschen einsam sind, gründete ich 2023 diesen durch Spenden finanzierten Verein. Zusammen mit Künstler:innen vieler unterschiedlicher Bereiche vermitteln wir Kulturerlebnisse für Menschen jeden Alters, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, die Schönheit und Heilkraft von Kultur an einem Veranstaltungsort zu erleben. Kostenlos und unkompliziert bringen wir Kultur an den Bettrand, zur gesundheitsbeeinträchtigten Person nach Hause oder in die Gesundheitseinrichtung, wo die Person dann privat im engsten Kreis etwas Besonderes erleben kann. Neugierig geworden? Weitere Informationen findet ihr auf der Website.

«Kleine Dinge wie diese»: Buchlesungen mit musikalischer Untermalung

Aktuell sind wir in den Wintermonaten vor allem mit Lesungen aus dem Buch «Kleine Dinge wie diese» der irischen Autorin Claire Keegan unterwegs. Dabei liest meine Kollegin Sonja Riesen vor, Wolfgang Zwiauer untermalt die Texte mit diversen Sounds und ich singe insgesamt acht Songs mit einem Bezug zum Thema und den jeweiligen Stimmungen.

«Ich habe das grosse Glück, genau das machen zu können, was mir im Leben wichtig ist.»

Viele andere geraten an Wendepunkten in eine Lebenskrise, beispielsweise beim Auszug der eigenen Kinder. Bei mir passierte das pure Gegenteil: Ich hatte immer das Glück, genau das machen zu können, was mir im Leben wichtig war/ist. Nachdem ich jahrelang der Kindererziehung den Vorrang gegeben hatte, spürte ich, sobald sie grösser und selbstständig waren, die Chance, die unglaublich vielen Dinge in Angriff zu nehmen, die im Leben noch auf mich warten. Aktuell bin ich mit vielen verschiedenen Projekten gleichzeitig beschäftigt und werde aus zeitlichen Gründen bald eine sechsmonatige Pause bei «Singer’s Choice» einlegen, um mich weiter der Vorproduktion meines 2026 erscheinenden neuen Albums zu widmen, meine neuen Songs voraussichtlich schon bald zu finalisieren und gemeinsam mit einer anderen Person meine Autobiografie zu verfassen.

So wie ich lebe, bedingt auch, die eigenen Stärken und Schwächen gut zu kennen und immer wieder zu reflektieren. Mir ist es wichtig, den Menschen das, was ich im bisherigen Leben gelernt und erfahren habe, weiterzugeben.

Was sind deine Pläne und Wünsche für die Zukunft?

Für die Zukunft möchte ich vor allem drei grosse Herzensprojekte weiter vorantreiben:

1. Die Gründung von «Kultur am Bettrand» jährt sich im März 2026 zum dritten Mal. Unser aller Wunsch ist es, dass sich das Projekt etabliert –vor allem auch, weil alle Beteiligten immer wieder Faszinierendes erleben – und es weiterhin einem breiten Zielpublikum zugänglich zu machen.

2. Aktuell wohl mein wichtigster Zukunftswunsch: In den nächsten Jahren möchte ich ein Album herauszubringen, das meiner Lebensphilosophie entspricht und die Basis einer wunderbaren Tournee wird.

3. Meine Autobiografie soll veröffentlicht werden, wenn es sich für mich offen, ehrlich und zeitlich gut anfühlt. Ich denke, sie ist fast fertig, und ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn meine Leser:innen darin stöbern können.

Liebe Shirley, vielen Dank für dieses Interview! Wir wünschen dir alles Gute!

www.shirleygrimes.com/singerschoice www.kulturambettrand.ch/

Bianka Balmer
Shirley Grimes.
Bild: zVg

CURLING BERN

Runde Steine, Besen, glattes Eis und soziales Miteinander

In der Curlingbahn Allmend AG wird Curling in allen denkbaren Varianten angeboten; der Bogen reicht von Curling für Kinder über Elitesport, von Curling im Rollstuhl bis Plausch-Curling für Gruppen sowie Kurse für jede Stufe. Daneben gibt es viel Platz und Möglichkeiten für Events, Seminare, Bankette und Gastronomie. Martin Jost

Isabel Kleemans sagt: «Es ist eine tolle Kombination aus Sport und sozialem Leben», und meint damit Curling, also jene Sportart auf Eis, bei der zwei Teams mit je vier Mitgliedern versuchen, mehr Steine möglichst nahe der Zielmarke zu platzieren als das gegnerische Team. Sie muss es wissen; nicht zur, weil sie Geschäftsführerin von Curling Bern ist, sondern auch, weil sie eine sehr erfolgreiche Juniorin war mit mehreren Teilnahmen an Schweizer­ und Weltmeisterschaften mit dem Höhepunkt einer WM­Bronzemedaille. Die erwähnte Kombination mache sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass ständig ein Austausch stattfinde, sei es auf oder neben dem Eis. Isabel Kleemans spricht damit jenen «Spirit of Curling» an, der einige der Besonderheiten dieses Sportes mit Ursprung in Schottland beinhaltet. Fairplay ist dabei zentral; so wird Curling ohne Schiedsrichter gespielt, bei Meinungsverschiedenheiten müssen sich die Teams während des Spiels einigen. Der Austausch geht auch nach dem Spiel weiter: «Es ist bis heute so, dass die beiden Teams nach dem Match in das Restaurant gehen, wo das Siegerteam den Verlierern ein Apéro offeriert.»

«Einfach mal ausprobieren»

Toleranz und Respekt gehören ebenfalls zu jenem Ehren­ und Verhaltenskodex, in dem auch festgehalten ist, dass alle Standesunterschiede auf und neben dem Eis aufgehoben sind. Die meisten Curler seien sehr offene Menschen, kommunikativ, mit einer Vorliebe für Geselligkeit und Gemeinschaftssinn, weiss die Geschäftsführerin, und: «Trotz allem: Es ist und bleibt ein Sport. Vor allem das Wischen, das ‹Bäsele›, ist ein Ganzkörpertraining und kann physisch richtig anstrengend sein; dazu kommt eine anspruchsvolle Technik und man muss mitdenken.»

Am besten, findet sie, soll man es doch einfach mal ausprobieren.

Sie leitet seit 5 Jahren die grösste Curlinganlage der Schweiz: Isabel Kleemans.

Möglichkeiten dazu gibt es viele, beispielsweise bei einem Schnupper­Kurs oder einen Grundkurs zum ernsthaften Einstieg in den Curlingsport. Um sich einfach mal mit Besen und Stein auf glattem Eis zu bewegen, gibt es das Plausch­ Curling als betreuten Team­Event oder die «Open­Ice­Fridays», wo Einzelpersonen oder Paare Curling ausprobieren können.

Kein Zwang, viel Freiraum

Dass Kindern schon sehr früh die Möglichkeit gegeben wird, den Curlingsport kennenzulernen, ist für Isabel Kleemans als zweifacher Mutter von besonderer Wichtigkeit. Dafür hat

Curling Bern das Nachwuchszenter aufgebaut: «Jeweils am Mittwochnachmittag bieten wir Kindern ab sechs Jahren die Möglichkeit eines Trainings an, betreut von ausgebildeten J+S­Leiterinnen und ­Leitern. Dabei ist Curling nur ein Teil davon. Es geht vor allem um Bewegung, es ist einfach ein sehr abwechslungsreiches Programm auf dem Eis für Kinder während eineinhalb Stunden.» Im sehr moderaten Preis für die ganze Saison sei das Material enthalten, ergänzt die Geschäftsführerin mit dem Hinweis, dass die ersten drei Trainings kostenlos sind, damit die Kinder ohne Zwang einfach mal schnuppern können. Überhaupt fällt auf, dass die Curling­Szene stark von Individualität geprägt ist und dass dieses typische Merkmal von Curling Bern gelebt wird. So auch bei der Zusammensetzung eines Teams für die Teilnahme an einem Turnier.

Schweizer Meisterschaften statt, zum zweiten Mal hintereinander und zum zweiten Mal unter Einbezug des Rollstuhlsports. «Das Nebeneinander von Elite­ und Rollstuhlsport war ein so schöner Anlass, dass wir diesen wiederum so durchführen werden.» Es sei für alle eine Bereicherung gewesen, blickt die Chefin von Curling Bern zurück, nicht nur für die Aktiven; auch die Breite habe dadurch Einblick erhalten in den Behindertensport und dass die Finals beider Kategorien parallel gespielt wurden, habe ebenfalls zur Sensibilisierung beigetragen.

«Toleranz und Respekt gehören zum Ehrenund Verhaltenskodex.»

«Das geschieht auf Eigeninitiative der Spielerinnen und Spieler», so Isabel Kleemans, «die Teams bilden sich selbst und bestehen oft nur kurz in derselben Zusammensetzung, beispielsweise eben nur für ein Turnier.» Ob jung oder alt, männlich oder weiblich oder als gemischtes Team aus Menschen ohne Beeinträchtigung und solchen im Rollstuhl, der Gestaltung der Teams sind keine Grenzen gesetzt; was wiederum ein Indiz ist für die Kultur der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen innerhalb der Curling­Szene.

Inklusive Meisterschaften Im kommenden Februar finden in der Curlingbahn Allmend AG die

Dass die Curlingbahn Allmend AG als grösste Anlage der Schweiz prädestiniert ist für die Ausrichtung grosser Anlässe, ist naheliegend. Ebenso wichtig wie die Grösse ist die ideale Erreichbarkeit mit öffentlichem und privatem Verkehr. Und natürlich die Infrastruktur nebst den 8 Spielbahnen. Dazu gehören in der Anlage, die seit 25 Jahren besteht und finanziell selbsttragend ist, mehrere Seminar­ und Banketträume sowie ein öffentliches Restaurant. Trotz aller positiven Auswirkungen dieses soliden Fundamentes, zentral ist und bleibt das Curling als Sportart, die heute, so Isabel Kleemans, im Gegensatz zu vergangenen Zeiten ganz ohne elitäres Drumherum auskommt und einen sehr niederschwelligen Zugang bietet. «Idealerweise beginnt man mit einem Grundkurs; dafür ist keine Zugehörigkeit zu einem Club nötig.»

www.curlingbern.ch

Einschliesslich der Eishalle mit Zuschauertribüne sind im Gebäude der Curlingbahn Allmend ein Restaurant und mehrere Seminar-, Bankett- und Kongressräume integriert. Bilder: mj
Die Curlingbahn Allmend verfügt über 8 Rinks (Spielbahnen) und ist die grösste Curlinghalle der Schweiz.

ZUM TOD VON FRITZ KOBI

Das letzte Glas getrunken, die letzte Zigarette geraucht

QUARTIER-MAGAZIN NACHRUF

Fritz Kobi (1938–2025) war einer der kreativsten Werber der Schweiz und setzte mit dem «Lorenzini» auch in der Gastronomie Akzente. Er lebte während Jahrzehnten in der Lorraine.

Donnerstag, 15. Januar 2026, Münster, Bern, aus der Orgel erklingt die Toccata D ­Moll von Johann Sebastian Bach. Viele Weggefährten und Bekannte sind gekommen, um von Fritz Kobi Abschied zu nehmen, der am 14. Dezember 87­jährig gestorben ist. WerberLegende, Contexta­ Gründer, Buchautor, Gastro ­Unternehmer und vor allem ein «grossartiger und grosszügiger Mensch. Fritz hätte zur Begrüssung gesagt: Geliebte Herren und geschätzte Damen», beginnt sein langjähriger Partner und Freund Marcel Winkelmann den berührenden Nachruf in der Kirche. Die beiden lernen sich vor 40 Jahren an einem «feuchtfröhlichen» Firmenanlass der Contexta kennen. Winkelmann serviert, Kobi ist Gastgeber. Daraus entwickelt sich eine «tiefe Freundschaft mit Liebe und Respekt».

Fast zwei Jahrzehnte lang leben sie zusammen in der Lorraine, im Frühling 2025 zügelt Kobi ins Alterszentrum Alenia, Gümligen, wo er schliesslich «friedlich einschlief. Sein letzter Wunsch wurde so erfüllt. Fritz war ein Macher, ein Meister seines Fachs», so Winkelmann. «Wir hatten eine funkensprühende, dynamisch­donnernde Beziehung. Mit vielen gemeinsamen Reisen, ge­

fühlt zum Mond und zurück. Nun ist das letzte Glas getrunken und die letzte Zigarette geraucht. Fritz, du fehlst!» Auf dem Leidzirkular steht ein Zitat von Kobi: «Als Ego sind wir vergänglich, als Teil des Ganzen jedoch unsterblich.»

«Er versuchte stets, alle zu fördern und untereinander zu befreunden», beschreibt Winkelmann Kobis Qualitäten als Mentor. Das kann auch ich als Verfasser dieses Textes bestätigen. Per handgeschriebener Karte kam von Kobi regelmässig eine Einladung zum Apero. Es wurden jeweils lange Abende in der Lorraine, der Springbrunnen im Hof plätscherte, die Geschichten flossen und irgendwo versteckte sich die Katze Alisha. Als ich beruflich einmal vor einem Wendepunkt stand, organisierte er von sich aus gleich mehrere Vorstellungstermine für mich.

Galli

handgeschriebenen Abenteuerromanen in Atem hielt. Die Lehrer der Sekundarschule Bümpliz fanden aber meine wilden Geschichten nicht als empfehlenswerten Lesestoff für Kinder und zogen sie ein. Ich war enttäuscht, empört, erzürnt», beschreibt er seinen Werdegang.

Über die Reisebranche kommt Kobi in die Werbung und startet bei Orell Füssli Annoncen als Berater. 1968 gründet er mit Alex Milani –sein früherer Geschäftspartner stirbt nur einen Monat früher 90 ­jährig – die Firma Milani & Kobi. Mit Heinz Hersberger entsteht 1972 die Contexta AG. Die Agentur zieht 1980 in die Matte und trägt entscheidend zum Boom des früheren Arbeiterquartiers bei.

Das Trio bewegt bald auch die Berner Gastro ­Szene. Von ihrer ItalienLeidenschaft inspiriert, gründen sie 1973 das Ristorante «Lorenzini» und übernehmen auch die «Quick­Bar», zuerst noch am alten Standort in der Marktgass­Passage. Im Castello di Buggiano in der Toscana richtet Kobi einen Rückzugsort ein. Gemeinsames Essen und Trinken sind ihm wichtig, weil sich so die unterschiedlichsten Menschen lebenswichtigen Tätigkeiten widmen, die gleichzeitig ihre Fantasie anregen. Die Tischrunde als Lebensgemeinschaft.

«Fast zwei Jahrzehnte lebte Fritz Kobi in der Lorraine.»

Fritz Kobi kommt im November 1938 zur Welt. «Als Sprössling einer Eisenbahnerfamilie kam ich nicht darum herum, meine berufliche Laufbahn bei den SBB als Stationsvorstand zu beginnen, obwohl ich schon in der fünften Klasse die Mitschüler mit

Was macht ein Werber in der Nacht? Bei Fritz Kobi ist es klar: Er malt leidenschaftlich gern. Und er verfasst Bücher. «Ich schreibe Romane, damit ich ab und zu schreiben kann, was ich will, ohne Auftrag, frei und ungebunden. Und damit ich meine aufgestaute Fantasie loswerden kann», erklärt er. 1978 erscheint als erstes Werk der Krimi «Mama, entweder du oder ich», 1979 «Die Entdeckung des Ebrozyms», 1983 «McAbers Märchen», 1986 die Zukunftsvision «Alpina 2020» und 1988 «Krieg der Schwestern». Damals lernen sich auch Kobi und die Verlegerin Rosmarie Bernasconi kennen, die sich an ihn als «hervorragender Geschichtenerzähler» erinnert. Drei Bücher kommen in ihrem Verlag Einfach Lesen heraus, eins seiner besten, «Der Katzechismus», 2004. «Es war eine lustige Zusammenarbeit und wir haben viel gelacht. Manchmal gingen unsere

FRITZ KOBI

Meinungen auch auseinander, doch fanden wir immer wieder zusammen», erinnert sie sich. Kobis letztes Werk, der Satire­Thriller «Schweinheim – ein Dorf dreht durch», erscheint 2020 beim Weber Verlag. Autobiografien langweilen ihn. «Das tun nur Egozentriker», sagt er.

Unter den vielen Trauergästen im Münster ist auch Remo Neuhaus, der 2000 als Turnaround­Manager ins «Lorenzini» kommt, das damals vorübergehend rote Zahlen schreibt. «Fritz brachte als Verwaltungsrat viele erfrischende Ideen ein. Und mit den Jahren wurde er zu einem Freund der Familie. An der Hochzeit von mir und meiner Frau Sarah hielt er spontan eine fantastische Rede. Auch an meinem 40. Geburtstag sprach er ohne Vorbereitung druckreif», so Neuhaus. «Vor 15 Jahren setzte ich ihn für die Schlussarbeit meiner Fotografen­Ausbildung als Model ein und er posierte als Rambo, als Priester und als Gentleman. Als ich ihn zwei Wochen vor seinem Tod ein letztes Mal im Altersheim besuchte, lag das Buch mit diesen Fotografien in seinem Zimmer. Das hat mich unglaublich berührt.»

So haben alle, die im Münster sitzen, eine Erinnerung an ihn, die bleibt. Nun ertönt ein letztes Mal die Orgel. Und Pfarrerin Joanna Mühlemann lädt zum anschliessenden Beisammensein ins «Lorenzini». Es gibt Antipasti und Wein, später Kobis Lieblingsgerichte Cappelletti und Spaghetti aglio. Marcel Winkelmann sagt: «Fritz, du bleibst für immer in meinem Herzen. Und in jenen von all deinen Freunden. Prost, Fritz, und gute Reise!»

Jean-Claude

EINKEHR

HOTEL & BISTRO «PÊLE-MÊLE»

Bleibt alles anders und genussvoll gut

Das Hotel Landhaus «by Albert & Frida» am Altenberg heisst jetzt neu «Pêle-Mêle», französisch für Durcheinander. Geblieben sind der Charme und das seelenvolle Interieur des Hauses.

Wahrscheinlich liegt es an der Nähe zum Wasser, dass wir bei jedem Aarespaziergang sehr rasch Durst bekommen. Am Altenberg kommt der Fluss dem Nordquartier besonders nahe. Und weil das frühere «Albert & Frida» seit September 2025 verheissungsvoll «Pêle ­Mêle heisst, kehren wir am Ende eines morgendlichen Bummels nicht nur auf einen wärmenden Kaffee, sondern gleich zum Lunch im Bistro ein. Keine Angst, derart gross ist das Durcheinander auf der Karte nicht, dass die Übersicht verloren ginge. Der Charakter des Angebotes lässt schon beim Lesen ein ebenso kreatives wie wohlschmeckendes Resultat mit Brasserie ­ Charakter erahnen, noch ehe ein erstes Muster auf dem Tisch ist. Am Mittag gibt es drei wechselnde Menüvorschläge, die mit Suppe oder Salat auch den hungrigen Handwerker neben uns befriedigen. Und selbst wenn der Ritter Nimmersatt vorbeikäme, bliebe alles im Lot. «Wir möchten möglichst Food Waste verhindern. Sollte dir eine Portion nicht ausreichen, kein Ding… Wir bringen dir von Herzen gerne einen Nachschlag», heisst

es im Kleingedruckten des Küchenzettels, der stilvoll in einer Kartonmappe daherkommt, wie wir sie früher zur Aufbewahrung unserer Schülerzeichnungen verwendeten.

«Fätze u Bitze vo geschter u jitze» Während wir bei einem Glas «Mini Strix» (Chardonnay, HerterWein Winterthur) und einem vollmundigen «Märzen» der Berner Lohnbrauerei die Möglichkeiten studieren, wühlen wir ganz leicht im Gedankensatz der Vergangenheit und erinnern uns kurz an das frühere Restaurant «Altenberg» von Bernhard Schwenter im vorderen Teil dieser Liegenschaft – bis 2011 eine Top­Adresse für Berner Gourmets. Das Hotel im Anbau des Hauses mit neun Betten ist seit 2010 in Betrieb und aus dem Lobby­Café entwickelte sich im Lauf der Zeit wieder ein echtes Speiselokal. Während das langjährige Betreiberpaar Angie und Paddy Stadelmann nun an den Hagneck­Kanal weitergezogen und seit Dezember 2025 mit dem «Bistro Hagneck­surMer» am Start ist, ging es am Altenberg mit dem «Pêle­Mêle» bereits im September wieder los. Mit zum Teil

Jean-Claude Galli

schon vertrauten Gesichtern der Belegschaft von früher und neuen, aber aus der Berner Gastro­ und Kulturszene bereits bekannten Figuren vor und hinter den Kulissen wie Flo Eichenberger, Bene Jordi, Adelmo Lanzi oder Sascha Pauli («Sous­Soul», «Trallala» usw.). Der Name «PêleMêle» umfasst strukturmässig also nicht nur das Angebot. Ohne dass auch nur einen Augenblick lang das Chaos ausbrechen würde. Nur damit wir uns richtig verstehen.

EINKEH R

BEIZEN IM QUARTIER

Durst kennt keine Jahreszeiten Wir entscheiden uns schliesslich für Cannelloni mit Spinat­Ricotta­Füllung und den Pouletschenkel mit Salzkartoffeln und Sauerkraut und gegen das Chili sin carne. Aus der aktuellen Abendkarte erwähnen wir gerne die mit Käse überbackene Zwiebelsuppe oder das Rinds­Tatar als Vorspeise. Und in den Hauptgängen geschmorten Fenchel mit Beurre Blanc oder Ossobuco mit Cremolata. Unaufgeregte, «ehrliche», aber keineswegs triviale Gerichte unter Verwendung von regionalen und nachhaltig erzeugten Produkten. Und weil wir den «Dry January» gerne den Modefans überlassen, empfehlen wir Ihnen von den Rotweinen im Offenausschank das höchst erfreuliche Erzeugnis «Tu m’intéresses!» des Bio­Weinguts «Le Mas de mon Père» in Arzens in der Nähe von Carcassone. Ein leicht bekömmliches Fruchtspektakel, welches Cabernet Sauvignon, Merlot, Malbec, Grenache und Cinsault vereint und sicher auch munden wird, wenn der Garten vor dem Haus wieder zu einem längeren Aufenthalt einlädt. Zudem ist der Name auch eine glasklare Ansage an das Gegenüber.

Clowns und Kalorien

Zwei Fehler sollten Sie beim Besuch im «Pêle­Mêle» unbedingt vermeiden. Vergessen Sie erstens nie den Blick in die Glasvitrine mit den frischen Desserts von verschiedenen lokalen Anbietern wie Backbord, Chez Esther, Sicula oder Bakery Bakery. Wir liessen uns für Vermicelles und eine vegane Cremeschnitte begeistern. Und werfen Sie zweitens einen Blick in das «chambre séparée», selbst wenn dort schon jemand sitzen sollte. Studieren Sie kurz die umfangreiche Figurensammlung auf den Wandsimsen inklusive Clown, Schlumpf und Knorrli sowie das auffällige Gemälde über dem Tisch und entziffern Sie die Signatur, die Ihnen ziemlich sicher etwas

sagen wird. Sie finden dort übrigens auch eine Auswahl an aktuellen Tageszeitungen. Wir persönlich finden den täglichen News­Wahnsinn einen Tick erträglicher, wenn er sich wegblättern lässt und uns nicht durchs Smartphone anschreit. Aber das ist Geschmacksache. In jedem Fall freuen wir uns auf ein neues, möglichst genussreiches Jahr mit vielen gastronomischen Höhenflügen im Nordquartier. Das «PêleMêle» war ein gelungener Auftakt.

INFOS

Küche: «Plötzlech schmöckts wieder wi deheim»

Service: Freundlich, aufmerksam, unkompliziert

Ambiente: Wohnzimmer-Dépendance

Preise: Preiswert

Adresse: Altenbergstrasse 4, 3013 Bern, Telefon 031 348 03 05, Bistro offen von Dienstag bis Samstag, jeweils 7.00 bis 22.00 Uhr, Hotel durchgehend offen (Self Check-in)  www.pelemele.ch

Bilder: jc

Gross und Klein. Unsere Allmend — deine Meinung zählt

Von Bümpliz bis ins Burgfeld: Die Berner Allmenden sind für alle da Hilf mit, die Allmenden der Zukunf t zu gestalten.

Mitwirkungstage sei dabei!

Öffentliche Ausstellung: 12 Januar – 28. Februar, BERNEXPO / Tschäppätstrasse

Blick in die Werkstatt: Samstag, 17 Januar 2026 BERNEXPO / Tschäppätstrasse

Mitwirkungsfenster im Generationenhaus: Mittwoch, 11. Februar 2026

Kinder- und Jugendmitwirkung: Diverse Daten

Mehr Informationen auf: www.bern.ch/allmenden

«Ich denke immer an die Menschen in Palästina» (Teil 1)

Täglich geschieht Schreckliches in Palästina. Doch der Krieg ist in den medialen Hintergrund gerückt. Unser neuer Quartierchopf stammt aus Jerusalem, Palästina. Um sie in ihrem Herkunftsland nicht in Schwierigkeiten zu bringen, haben wir ihren Namen geändert. Layla Gala weiss ein Lied zu singen über ihr Land. Ein trauriges, schreckliches Lied. Und doch wollen wir auch an den Olivenzweig denken und die Hoffnung nicht aufgeben. – Wir führen das Gespräch halb auf Englisch, halb auf Deutsch.

Ich bin in Jerusalem in Palästina geboren. Nach meiner Schulzeit habe ich geheiratet und bin nach Jordanien gezogen, für fünfundzwanzig Jahre. Vor neun Jahren kam ich mit meinem zweiten Ehemann in die Schweiz. Ich habe einen jordanischen Pass. Und ein Aufenthaltsrecht für Jerusalem. Aber wenn ich meine Heimatstadt drei Jahre nicht besuche, verliere ich das Aufenthaltsrecht.

Der Schulbesuch in Jerusalem war nicht einfach. Ich ging in eine arabische Schule. Wegen der israelischen Besatzung wurden wir streng kontrolliert. Es gibt viele Checkpoints, sie zu passieren, kostet viel Zeit und manchmal durften wir nicht hindurch. Wir haben immer gehofft, dass es besser wird. Aber es ist schlimmer geworden. Ich schloss die Schule nach zwölf Jahren mit guten Noten ab, sie reichten für die Universität. Aber ich heiratete und machte erst später mein Diplom als Lehrerin.

Ich habe sechs Brüder und drei Schwestern. Mein Vater hatte einen Uhrenladen. Vor der israelischen

Okkupation kam er in die Schweiz und kaufte Uhren. Er war in Jerusalem der offizielle Vertreter für Atlantic. Er liebte die Schweiz sehr und wir hatten immer Agenden und Wandkalender von dort. Ich sah diese Bilder und fragte mich: «Gibt es auf der Welt einen solchen Ort?» Und dann hatte ich die Chance, hierher zu kommen und zu sehen: Es gibt! Vater verkaufte auch Longines und Bucherer und er wusste, wie die Uhren geflickt werden konnten. Die Leute waren nicht sehr reich, sie liessen ihre Uhren reparieren. 1966 besuchten uns Leute aus der Schweizer Fabrik. Sie waren sehr happy, weil Mutter für sie kochte. Mutter kam aus Syrien, aber sie kochte palästinensisches Essen. – Nach 1967 war das alles vorbei. Stopped.

Ich habe das Hotel in Grenchen gesehen, in dem mein Vater wohnte, als er in der Schweiz war. – Ich bin stolz auf die Schweiz, weil sie ihre Geschichte nicht löscht. Sie renovieren, aber sie canceln nicht. They don’t crash or damage the history. Neu war für mich, dass nicht nur die Regierung, sondern auch Stiftungen und Organisationen zu den Gebäu­

den Sorge tragen, zur Natur, zu den Menschen – auch zu den Tieren. Hier kannst du die Vergangenheit und die Zukunft gleichzeitig sehen, in gutem Zustand.

Mit neunzehn heiratete ich zum ersten Mal und zügelte nach Jordanien. Ich bekam zwei Söhne und eine Tochter. Ich hatte zuerst einen Shop mit selbst genähten Kleidern, später machte ich mein Diplom als Lehrerin. Meiner Meinung nach ist es das Wichtigste in der Welt, dass Kinder eine gute Ausbildung und gute Manieren haben. Ein Zertifikat ist sehr wichtig. Du kannst in Palästina Eltern sehen, die ihre Möbel verkaufen, um den Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Diese ist so wichtig wie Essen. In unserer Kultur ist die Heirat wichtig, aber meine Meinung, meine Erfahrung ist, dass du zuerst eine Ausbildung machen solltest. Danke Gott, ich hatte Erfolg, meine Kinder sind unabhängig, sie können selber zu sich schauen. Ein Sohn ist Rechtsanwalt, einer arbeitet im KI­Bereich. Meine Tochter studierte Computer Science.

Als ich in die Schweiz kam, war es nicht einfach. Weil die Leute in der Schweiz sich von den Fremden distanzieren, insbesondere von Frauen, die das Kopftuch tragen. Jetzt ist das besser, vielleicht seit viele Geflüchtete aus Syrien kamen. Mein zweiter Mann riet mir dann, stattdessen einen Hut zu tragen. Jetzt, da ich fünfzig gewesen bin, ist es nicht mehr so wichtig.

Nach fünfundzwanzig Ehejahren liess ich mich von meinem ersten Mann scheiden. Ich war dann in einem «stylish shop» angestellt. Jordanien ist teuer wie die Schweiz, nur das Essen kostet weniger.

Mein zweiter Ehemann stammte auch aus Palästina, war Schweizer und ebenfalls geschieden. Wir lebten zuerst in Akaba, Jordanien, wo es die meiste Zeit fünfundzwanzig Grad warm ist. Als er Krebs bekam, wollte er zur Behandlung zurück in die Schweiz. Aber Krebs ist Krebs. In der Schweiz oder anderswo. Er ist nach eineinhalb Jahren gestorben. Meine Kinder luden mich dann zu sich ein, aber sie haben ihr eigenes Leben und ich habe mich entschieden, hier zu bleiben.

Obwohl das Leben in der Schweiz schwierig ist. So viel Papier! Ich bin siebenundsechzig Jahre alt, es gibt keine Arbeit mehr für mich, aber ich will etwas Gutes tun. Ich unterrichte Kinder in Arabisch. Gute Kenntnis der Muttersprache ist wichtig, weil die Kinder sonst die Eltern nicht verstehen. Und muslimische Menschen sollten Arabisch kennen, um den Koran lesen zu können. Nicht alle Kinder sind motiviert für die Arabischschule. Weil schon die Deutschschule viel Arbeit bedeutet.

Ich versuche, Deutsch zu sprechen. Ich kann lesen, aber nicht so gut sprechen. Ich habe mir für 2026 vorgenommen, besser Deutsch zu sprechen. Reden können ist sehr wichtig, wenn ich hier leben will. Mindestens Hochdeutsch.

Ich höre immer Nachrichten über Gaza und Palästina. Wir alle wünschen, dass wir etwas tun können, aber wir können nicht. Mein grosses Anliegen ist es, zu helfen. Wir haben Freunde, Freundinnen und Familie dort. Ich denke immer an die Menschen in Palästina. Wenn es sehr kalt ist, wenn ich esse, wenn ich etwas kaufe. Ich könnte eine von ihnen sein. Und frage mich: «Auf welche Weise kann ich helfen?» Alle Leute, die ich frage, sagen, es gibt keinen Weg. Ich fühle mich so traurig, hilflos, ich möchte etwas machen, aber niemand weiss, wie. Sie sagen: «Die Regierungen wissen nicht wie, wie sollten wir es können?» Aber wir glauben, die Zeit wird kommen, wo wir etwas machen können. Meine Meinung ist, es ist eine Ungerechtigkeit, dass Menschen unter solchen Bedingungen leben müssen. Schon mehr als zwei Jahre. Aber das Leben geht weiter. Ich kann nur zusehen und sagen, es tut mir so leid. Wir sagen «free Gaza», «free Palästina», aber wir reden nur und reden.

Aufgezeichnet von Katrin Bärtschi.

Teil 2 des Porträts folgt in der nächsten Ausgabe.

BILDUNGSLANDSCHAFT WANKDORF

Gemeinsam Übergänge gestalten im Nordquartier

Die Bildungslandschaft Wankdorf (BILA) ist ein Netzwerk aus schulischen und ausserschulischen Akteur*innen im Nordquartier der Stadt Bern. Gemeinsam engagieren sie sich dafür, Jugendliche der Schule Wankdorf beim Übergang von der Schule in die Berufs­ und Erwachsenenwelt zu begleiten. Im Fokus steht die Zusammenarbeit im Quartier: Schule, Gewerbe, Vereine und Organisationen tragen gemeinsam dazu bei, Jugendlichen Orientierung zu geben und ihre Chancen zu stärken. Ein zentrales Anliegen der Bildungslandschaft ist es, Bildung ganzheitlich zu denken – nicht nur im schulischen Kontext, sondern auch im Sozialraum. Gerade Jugendliche aus sozioökonomisch herausfordernden Lebenslagen profitieren davon, wenn sie früh Einblicke in verschiedene Berufs­ und Lebenswelten erhalten und lokale Bezugspersonen kennenlernen.

«Übergänge gelingen besser, wenn Schule, Eltern und Quartier an einem Strang ziehen. Die Bildungslandschaft Wankdorf trägt genau dazu bei und das spüren unsere Jugendlichen deutlich.»

Rachel Weber, Schulleiterin Schule Wankdorf

Schnupperfestival 2026

Ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft ist das Schnupperfestival, das den Auftakt in den Berufswahlprozess bildet. Das Angebot richtet sich an alle Schüler*innen

der 7. Klassen der Schule Wankdorf. Vom 23. bis 26. Februar 2026 besuchen die Jugendlichen in Kleingruppen Betriebe, Organisationen und Institutionen im Nordquartier. Ziel ist es, einen möglichst breiten und konkreten Einblick in unterschiedliche Berufe und Tätigkeitsfelder im eigenen Quartier zu ermöglichen. Ergänzt wird das Schnupperfestival durch einen gemeinsamen Auftakt mit Schule, Eltern und unterstützenden Organisationen.

«Für uns als Schule Wankdorf ist es zentral, Jugendliche nicht nur schulisch gut vorzubereiten, sondern ihnen auch reale Begegnungen mit der Arbeitswelt zu ermöglichen. Das Schnupperfestival zeigt, wie kraftvoll das Quartier sein kann, wenn wir uns gemeinsam engagieren.»

Rachel Weber, Schulleiterin Schule Wankdorf

Für die Schule Wankdorf ist das Schnupperfestival ein wertvoller Start in den Berufswahlprozess: Die Jugendlichen werden neugierig, motiviert und bringen konkrete Eindrücke mit in den Unterricht zurück. Damit das Schnupperfestival eine Vielfalt an Berufen abbilden kann, ist die Bildungslandschaft Wankdorf auf die Mitwirkung des lokalen Gewerbes angewiesen. Betriebe erhalten die Möglichkeit, ihren Berufsalltag vorzustellen und Jugendlichen erste Orientierung im Berufswahlprozess zu geben.

Interessierte Betriebe können sich unter folgendem Link anmelden und ihre Zeitfenster angeben: https://form.typeform.com/to/Io7xm1zW

Weitere Informationen sind erhältlich unter:  info@bila-wankdorf.ch

Neues Projekt «in Entwicklung?» Neben dem Schnupperfestival plant die Bildungslandschaft Wankdorf aktuell ein neues Teilprojekt mit dem Arbeitstitel «in Entwicklung?». Das Projekt ist im Freizeitbereich angesiedelt und richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren, die die obligatorische Schule bereits abgeschlossen haben.

Ziel ist es, gemeinsam mit Jugendlichen ein bedarfsorientiertes Angebot zu entwickeln, das Übergänge nach der Schulzeit aufgreift und Orientierung im Jugend­ und Freizeitbereich bietet. Wenn Sie Interesse haben, sich auch zu engagieren, melden Sie sich bei uns.

Text: Lisa Pfaffen, Projektleiterin Bildungslandschaft Wankdorf

 https://www.bila-wankdorf.ch/

Der DIALOG ist die offizielle Quartierkommission des Stadtteils V, Breitenrain-Lorraine. Er ist Bindeglied zum Gemeinderat und zu den Ämtern der Stadt. Die Kommission vertritt gegenüber der Verwaltung und Verantwortlichen von Grossprojekten die Anliegen der ansässigen Bevölkerung und Betriebe.

Mit dieser Aufgabe sind wir dieses Jahr stark gefordert! Im Zentrum steht die Neugestaltung der Allmenden Mitte Januar hat die Stadt die sieben Projekte erstmals öffentlich präsentiert und zu einer breiten Diskussion eingeladen. Vielleicht waren einige von euch ja bereits am Mitwirkungstag vor Ort dabei?

Die Fragen der Behörden haben es in sich : Wollt ihr mehr Sportplätze, speziell auch für YB, ein unterirdisches Parkhaus oder ein überirdisches mit mehrfach nutzbaren Einheiten, und könnten die grossen Grasflächen klimafreundlicher umgestaltet werden ohne an Weite zu verlieren? Diskutiert wurde und wird sehr kontrovers Da prallen viele Begehrlichkeiten mit Schutzbedürfnissen aufeinander! Besonders die kantonale Forderung nach 1’200 Parkplätzen sorgt für rote Köpfe

Der DIALOG hat sich im Grundsatz bereits festgelegt : wir wollen die Allmenden in ihrer heutigen Form bewahren – sie sollen weiterhin für alle zugänglich sein Ein unterirdisches Parkhaus erachten wir als wenig nachhaltig Trotzdem sind wir natürlich offen für neue Ideen. In einer Spezialführung haben wir uns die Vorschläge von der Projektleitung erläutern lassen und werden sie in einer Arbeitsgruppe überprüfen. An der nächsten Versammlung des DIALOG werden dafür erste Weichen gestellt Sie findet am 11. Februar, um 19.45 Uhr im Pfarreisaal St Marien an der Wylerstrasse 24 statt und ist öffentlich. Wie immer sind interessierte Gäste herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Anregungen und Feedbacks!

Kontakt : info@dialognord.ch ww w.dialognord.ch

KIRCHGEMEINDE BERN-NORD

Solidarisch miteinander: Support-Schrank

Seit zwei Jahren gibt es bei der Kirchgemeinde Bern-Nord im Foyer des Kirchgemeindehauses Johannes den SupportSchrank. Entstanden ist das Angebot, weil wir Sozialarbeitende immer öfters nach Lebensmitteln gefragt wurden und Angebote wie Tischlein-deck-dich keine Lebensmittelkarten mehr ausstellen konnten, weil ihr Kontingent erschöpft war.

Mandana Trucco

Im Support­Schrank finden Menschen in Not haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zur kostenlosen Mitnahme. Pro Haushalt können jede Woche bis zu fünf Produkte wie beispielsweise Shampoo, Zahnpasta, Kichererbsen, Reis oder Mehl bezogen werden. Der Bezug ist anonym, es braucht keinen Nachweis und ist daher unkompliziert und niederschwellig. Damit das möglich ist, braucht es engagierte Menschen und lokale Unternehmen, die mit Produkt­ oder

DIGITAL

Geldspenden helfen, den Schrank zu füllen. Wir erhalten immer wieder Sachspenden von Einzelpersonen, Geldspenden aus Kollekten von Abdankungen oder Anlässen und ab und an auch grössere Sachspenden von Firmen. Ausserdem unterstützt auch unsere Kirchgemeinde BernNord das Angebot finanziell. Die Nachfrage ist gross, denn auch in Bern gibt es viele Menschen, die von Armut betroffen sind. Unser Ad­

YB-FREIKARTE GEGEN SPENDE

Verlosung dank Unterstützung von YB Unter allen Spender:innen im Februar 2026 verlosen wir 9 YB-Freikarten für ein YB-Heimspiel, welche wir im Rahmen einer Spende von YB erhalten haben (Freikarte für ein YB-Heimspiel deiner Wahl der Brack Super League 2025/2026, exkl. Family Corner, Gästesektor, VIP). Wenn du Interesse an einer Freikarte hast, darfst du während der Zeit vom 1. bis 28. Februar 2026 deine Kontaktdaten beim Abgeben deiner Sachspende von uns aufnehmen lassen. Am 1. März werden wir neun Spender:innen auslosen, welche danach per Post eine Freikarte erhalten.

gebot ergänzt bestehende Unterstützungsangebote vor Ort, die teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen stossen oder andere Bedürfnisse abdecken. Was unser Projekt besonders macht, ist der kurze und direkte Weg von der Spende zur beziehenden Person. Unser Projekt ist lokal verankert und fördert Solidarität in der Nachbarschaft. Wichtig ist uns auch, dass die Menschen selbst entscheiden können, welche Produkte sie mitnehmen. Ob einmalig oder regelmässig: Deine Unterstützung macht den Unterschied und hilft, mehr Menschen den Zugang zu Hygieneprodukten und haltbaren Lebensmitteln zu erleichtern.

Sachspenden können jeweils von Dienstag bis Donnerstag, 9–12 Uhr und 13–16 Uhr im Kirchgemeindehaus Johannes an der Wylerstrasse 5 abgegeben werden. Entweder bei eine:r Mitarbeiter:in oder, wenn niemand vor Ort ist, im Bistro Johannes, beim Tisch neben dem Eingang.

Kontakt:

Zoe Merz, Sozialarbeiterin i.A. zoe.merz@refbern.ch Tel. 031 332 74 26

 www.bern-nord.refbern.ch/

Gemeinderat verabschiedet neue Strategie

Der Gemeinderat hat eine neue Digitalstrategie verabschiedet. Diese zeigt auf, wie die Stadt Bern den digitalen Wandel in den kommenden Jahren verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet gestaltet. mgt

Die Digitalstrategie basiert auf fünf strategischen Stossrichtungen: Wandel aktiv gestalten, Inklusive Gemeinschaft, Digitale Infrastruktur für den Service public, Digitale Nachhaltigkeit sowie Digitale Kompetenzen. Diese Stossrichtungen bilden den Rahmen für die Weiterentwicklung der digitalen Angebote und stellen sicher, dass Digitalisierung wirkungsorientiert, koordiniert und nachhaltig umgesetzt wird. Die Digitalstrategie verfolgt einen dynamischen Ansatz und wird regelmässig überprüft.

Digitalisierung für einen modernen Service public

Die Digitalisierung bietet grosse Chancen für eine leistungsfähige, bürgernahe Verwaltung. Die Stadt Bern nutzt diese Möglichkeiten, um ihre

Dienstleistungen einfacher, verständlicher und effizienter zu gestalten. Ziel ist, dass digitale Angebote rund um die Uhr verfügbar, barrierefrei zugänglich und an den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Menschen ausgerichtet sind. Dabei ergänzen digitale Lösungen den persönlichen Kontakt –sie ersetzen ihn nicht.

Inklusion und Teilhabe als Leitgedanken

Ein zentrales Ziel der neuen Digitalstrategie ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen sollen unabhängig von Alter, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen Zugang zu den städtischen Dienstleistungen haben. Die Stadt Bern setzt deshalb auf barrierefreie digitale Angebote und stellt dort Unterstützung bereit, wo sie benötigt

DIE GELBE

wird. So will sie die digitale Spaltung verringern und Chancengleichheit stärken.

Mitarbeitende als Erfolgsschlüssel Der digitale Wandel gelingt nur mit den Menschen, die ihn umsetzen. Die Stadt Bern fördert ihre Mitarbeitenden gezielt in ihren digitalen Kompetenzen und versteht sich als lernende Organisation. Moderne Arbeitsmittel, neue Arbeitsformen und kontinuierliche Weiterbildung schaffen die Voraussetzungen für eine zeitgemässe, agile Verwaltung.

Verantwortungsvoller Datenumgang Datenschutz, Datensicherheit und Transparenz haben für die Stadt Bern höchste Priorität.

 www.bern.ch > Digitalstrategie

RÄTSEL-SPASS

Sudoku leicht

Sudoku mittel

Sudoku schwer

Auflösungen der letzten Ausgabe Sudoku

So lösen Sie Sudoku: Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3 ­Blöcke nur ein Mal vorkommen.

GEWINNEN SIE

Senden Sie das Lösungswort an wettbewerb@afdn.ch oder per Postkarte an Anzeiger Nordquartier, Postfach, 3001 Bern. Die Gewinner:innen eines der 5 Einkaufsgutscheide à 20 Franken vom Wankdorf Center werden persönlich benachrichtigt. Es wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schwedenrätsel

Schwedenrätsel: Kerzenlicht

DIES&DAS

FASTEN

Ein Mix zwischen Spiritualität und Berufsalltag

Zum zweiten Mal lädt Pfarrerin Mirjam Wey in der Fastenzeit zu einer begleiteten Fastenwoche ein. Das Angebot verbindet körperlichen Verzicht mit spiritueller Vertiefung und gemeinschaftlichem Austausch. Dank kompakter Einheiten können auch berufstätige Menschen teilnehmen. Karin Meier

Als Pfarrerin Mirjam Wey von der Kirchgemeinde Bern­Nord die Fastenwoche vor einem Jahr erstmals leitete, bedeutete dies für sie einen Perspektivenwechsel. Zuvor hatte sie selbst an begleiteten Fastenwochen teilgenommen, nun trug sie gemeinsam mit der Co ­Leiterin und ärztlich geprüften Fastenleiterin Dorothea Loosli­Amstutz die Mitverantwortung für eine Gruppe. Ihr Fazit fällt positiv aus: «Die Form mit einem freiwilligen Beisammensein bei einem Tee und einem 60 ­minütigen Dreitakt aus Austausch, Bewegungseinheit und Meditation kam gut an.» Gerade die zeitliche Kürze der abendlichen Zusammenkünfte habe es auch berufstätigen Menschen ermöglicht, an der Fastenwoche teilzunehmen. Aus diesem Grund bieten sie und Dorothea Loosli­Amstutz die Fastenwoche 2026 nahezu unverändert an. Lediglich die inhaltliche Grundlage der Meditationen wechselt.

Offen für viele Formen des Verzichts

An der ersten Durchführung nahmen zwölf Personen teil, mit einer Ausnahme alles Frauen. Die Altersspanne reichte von 46 bis 80 Jahren. Ebenso unterschiedlich wie das Alter war die Kirchenverbundenheit der Teilnehmenden. «Es haben Menschen gefastet, die regelmässig unsere Gottesdienste besuchen, und solche, die erstmals ein Angebot von uns genutzt haben», sagt Mirjam Wey. Vielfältig war auch die Art des Fastens. Möglich sind ein Vollfasten, ein Basenfasten mit geringer Nahrungsaufnahme oder ein Verzichtfasten, bei dem etwa Alkohol, Süssigkeiten oder soziale Medien ausgelassen werden. «Die Teilnehmen­

den wählen die Form aus, die am besten zu ihnen passt», so Mirjam Wey.

Die Fastenarten werden am obligatorischen Infoabend detailliert vorgestellt, danach können sich Interessierte anmelden. Angaben zu Grösse, Gewicht, Motivation sowie eine Gesundheitserklärung gehören dazu. Mirjam Wey und Dorothea Loosli­Amstutz prüfen jede Anmeldung sorgfältig. «Falls wir Zweifel haben, ob Fasten für eine Person aktuell passt, haken wir nach», sagt Mirjam Wey. Denn beim Fasten gehe es nicht um eine Diät bzw. eine Gewichtsabnahme, betont sie: «Fasten ist ein tiefer Prozess, der Körper, Geist und Seele umfasst und uns eine bewusste Pause von unseren täglichen Gewohnheiten ermöglicht. Durch das Innehalten werden wir aufmerksamer auf das, was uns wirklich nährt. Im besten Fall können wir sogar neue Gewohnheiten für die Zeit nach dem Fasten entwickeln.»

Vielfalt ohne Vergleich

Das Fasten beginnt mit individuellen Entlastungstagen und einem Abführen mit Glaubersalz. Den Beginn der eigentlichen Fastenwoche gestalten Mirjam Wey und Dorothea Loosli­Amstutz feierlich in der Johanneskirche. «Dieses erste Treffen ist freiwillig. Beim letzten Mal haben jedoch alle teilgenommen. Auch am Tee ­Treff vor dem abendlichen Gruppentreffen fanden sich alle ein», sagt Mirjam Wey. Die Atmosphäre beschreibt sie als offen und wohlwollend. «Es spielte keine Rolle, ob jemand vollgefastet hat oder nicht, und es machte auch keinen Unterschied, ob jemand in der Kirche verankert ist oder kaum Bezug

zu unseren Angeboten hatte. Alle Personen waren gleichberechtigt in die Gruppe integriert», erklärt sie.

Besonders eindrücklich erlebte Mirjam Wey das gemeinsame Fastenbrechen am Ende der Woche. «Es herrschte eine schöne, dichte Atmosphäre. Man spürte, dass alle das Fasten für sich, aber auch gemeinsam in der Gruppe erlebt hatten.» Nach dem Übergang in den Essensalltag und einem Austausch löste sich die Fastengruppe wieder auf –mit der Bitte, die Woche erneut anzubieten.

Gut eingebettet in die Fastenzeit Fasten als spirituelle Praxis ist in vielen Religionen verbreitet – neben dem Christentum etwa im Islam und im Judentum. Im Christentum erstreckt sich die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag. Die Fastenwoche der Kirchgemeinde Bern­Nord ist in diese Zeit inte­

Ausstellung Sandra Sasdi

FASTEN IM ALLTAG

innehalten – durchatmen – neu ausrichten

Informationsabend

Dienstag, 10. Februar, 19.30 Uhr, Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5 Der Besuch des Informationsabends ist für die Teilnahme verbindlich. Wer verhindert ist, wird gebeten, mit Dorothea Loosli-Amstutz Kontakt aufzunehmen.

Feierlicher Auftakt der Fastenwoche

Sonntag, 1. März, 19 Uhr, Johanneskirche, Breitenrainstrasse 26 Wort – Stille – Musik

Fastengruppen-Abende

Montag, 2. bis Freitag, 6. März, 19.30–20.30 Uhr, Kirchgemeindehaus Johannes Ab 19 Uhr Austausch an der Tee-Bar im Bistro Johannes

Besinnliches Fastenbrechen

Samstag, 7. März, 10 Uhr, Kirchgemeindehaus Johannes

Leitung/Informationen

Mirjam Wey, Pfarrerin, 031 331 34 70, mirjam.wey@refbern.ch

Dorothea Loosli-Amstutz, ärztlich geprüfte Fastenleiterin dfa, 079 377 84 73, mail@dorothealoosli.ch

griert. Falls auch Sie die Möglichkeit nutzen möchten, bewusst innezuhalten, Traditionen zu erleben und sich auf die spirituelle Dimension des Fastens einzulassen, so sind Sie herzlich willkommen.

https://www.bern-nord.refbern.ch/

Vom 13.Februar bis Ende März im «Zum goldenen Kamm» Talweg 1 3013 Bern Vernissage Freitag 13.2.2026 mit Apero ab 18h bis ca 21h https://www.sandrasasdi.com/

Fasten durchbricht alte Gewohnheiten und lenkt das Auge auf die kleinen Dinge, die man im Alltag oft übersieht. Bild: Beat Loosli

kirchen bern nord

mitten im Leben Gottesdienste feier n

Sonntag, 1. Februar

Marienkirche Ökumenischer Gottesdienst mit Kommunion

9.30 Uhr Herbert Knecht, Josef Willa, Jürg Bernet (Musik)

Sonntag, 8. Februar

Johanneskirche Tobias Rentsch, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr

Marienkirche Josef Willa, Marc Fitze (Orgel) 9.30 Uhr

Samstag, 14. Februar – Valentinstag

Marienkirche «herzwärts – Segensfeier für mancherlei Liebende.»

18.30 Uhr Angela Büchel Sladkovic, Peter Sladkovic-Büchel, Judith Suter, Simon Vögeli (Saxofon), Peter Anderhalden (Piano). Apéro Veranstalterin: Katholischen Kirche Region Bern.

Sonntag, 15. Februar

Johanneskirche Andreas Abebe, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr

Marienkirche Michal Kromer, Hyunjoo Kim (Musik). Pfarreikaffee 9.30 Uhr

Mittwoch, 18. Februar – Aschermittwoch

Marienkirche Aschermittwoch-Gottesdienst. Mihaela Apothéloz, 15 Uhr André Flury, Michal Kromer, Kinder der 3./4. Klasse, Jürg Bernet (Piano)

Samstag, 21. Februar

Marienkirche Fiire mit de Chliine – «Sternenhimmel». Herbert Knecht, 17 Uhr Jürg Bernet (Klavier)

Sonntag, 22. Februar

Johanneskirche Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl zum 9.30 Uhr Auftakt der Fastenzeit. André Flury, Sonja Gerber, Brigitte Kunz-Burkhalter (Klarinette), Vera Friedli (Orgel). Apéro

Reformierte Kirchgemeinde Bern-Nord Wylerstrasse 5, 3014 Bern, 031 331 40 37, bern-nord.refbern.ch

Katholische Pfarrei St. Marien Wylerstrasse 24, 3014 Bern, 031 330 89 89, marienbern.ch

FEBRUAR

Sonntag, 1. Februar, ab 12.30 Uhr

Kutüsch (Kurdisch Türkisch Schweizerischer Kulturverein)

Montag, 2. Februar, ab 18.30 Uhr Frauenbeiz, Anmeldung: info@frauenbeiz.ch

Dienstag, 3. Februar, ab 19 Uhr Bistro-Club, politische Diskussion mit Prof. Beat Schneider

Mittwoch, 4. Februar, ab 19 Uhr Veganes Mittwuch-Znacht

Samstag, 7. Februar, 10–12 Uhr

Märitkafi

Samstag, 7. Februar, 9–13 Uhr Libera-Terra-Markt, ab 10.30 Uhr: MusikMatinée mit «Blues for your Pocket»

Sonntag, 8. Februar, ab 12.30 Uhr Kutüsch

Montag, 9. Februar, 19–21 Uhr Stricken für alle Mittwoch, 11. Februar, ab 19 Uhr

Mittwuch-Znacht

Donnerstag, 12. Februar, 20 Uhr Jazz im Breitsch: «jazzabientot», zeitgenössischer Jazz mit J. Burkhart (Sax), J. Kithier (Piano), S. Lüthi (Bass), UP. Messerli (Drums), Bar ab 19 Uhr Freitag, 13. Februar, 19 Uhr Äthiopisches Essen, Anmeldung: 076 457 72 43

Samstag, 14. Februar, 10–12 Uhr Märitkafi

Samstag, 14. Februar, 19 Uhr Tangoabend mit Konzert

Sonntag, 15. Februar, ab 12.30 Uhr Kutüsch

Dienstag, 17. Februar, ab 17–18.45 Uhr Bücher bringen, tauschen, kaufen, Kollekte Mittwoch, 18. Februar, ab 19 Uhr Mittwuch-Znacht

Samstag, 21. Februar, 10–12 Uhr Märitkafi

Sonntag, 22. Februar, ab 12.30 Uhr Kutüsch

Montag, 23. Februar, 19–21 Uhr Stricken für alle

Mittwoch, 25. Februar, ab 19 Uhr Indisches Mittwuch-Znacht mit Singh Pal Freitag, 27. Februar, ab 19 Uhr Äthiopisches Essen, Anmeldung: 076 457 72 43

Samstag, 28. Februar, 10–12 Uhr

Märitkafi

Samstag, 28. Februar, 17–22 Uhr Fineboy-Fest represents Afro-Buffet-Party

Deine Anmeldung fürs Essen erleichtert unsere Planung. Infos: www.breitsch-traeff.ch

VERANSTALTUNGEN

Quartierzentrum 5, getragen vom Verein

Wylerhuus | Flurstrasse 26b, 3014 Bern www.qznord.ch | info@qznord.ch

Liebe Besucher*innen

Am Standort Flurstrasse 26b betreibt der Verein Wylerhuus das Quartierzentrum 5. Raumvermietungen, Verkauf Tageskarten, Nähatelier sowie Information und Beratung gehören zu unseren Dienstleistungen fürs

Quartier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Quartierzentrum 5 Sekretariat | 031 331 59 55

C. Portner| Hausverwaltung und Raumvermietung

Öffnungszeiten Sekretariat und Information

Montag und Freitag: 13–17 Uhr

SBB-Tageskarten Gemeinde | 031 331 59 55

Verkauf direkt vor Ort und Bezahlung in bar oder mit TWINT oder Karte

Montag und Freitag: 13–17 Uhr

Aufgrund des administrativen Aufwands wird eine Servicegebühr von Fr. 2.– pro Tageskarte erhoben.

Nähatelier | 076 367 77 61

S. Salvati | Leitung

Freitag: 9–12 und 14–17 Uhr

Quartierarbeit Bern Nord | 078 208 92 59

N. Müller | Leitung Quartierzentrum und Quartierarbeiterin nina.mueller@vbgbern.ch

Hotel Jardin, Bern

Militärstrasse 38, 3014 Bern Telefon 031 333 01 17, www.hotel-jardin.ch

BoGa

Botanischer Garten Bern, Altenbergrain 21, 3013 Bern, Telefon 031 684 49 45, www.boga.unibe.ch

Hirslanden Bern

Hirslanden Bern AG, Salem-Spital Schänzlistrasse 39, 3013 Bern Telefon 031 337 60 00, salem-spital@hirslanden.ch

La Cappella

Allmendstrasse 24, 3014 Bern Telefon 031 332 80 22, www.la-cappella.ch

cinedolcevita

Seniorenkino Bern, CINEABC, Moserstrasse 24, Tram 9, Haltestelle Breitenrain- oder Viktoriaplatz, Eintritt Fr. 13.–. BEKB|BCBE-Kunden erhalten eine Vergünstigung von Fr. 5.– gegen Vorweisung des Kinogutscheines. Gutscheine erhältlich bei den BEKB|BCBE-Niederlassungen Bundesplatz und Breitenrain Kulturmuseum Bern

Schützenweg 22, 3014 Bern Telefon 079 357 95 08, www.kulturmuseum.ch

Kirchenkino im Nordquartier

Markuskirche, Tellstrasse 33, 3014 Bern www.refbern.ch

Bernerin feiert 20 Jahre Solokabarett!

Sa 30. Jan.2026, 20:00 Uhr, Theater Casino Burgdorf Fr 13. Feb2026, 20:00 Uhr, Kino Meiringen Fr 13. März 2026,20:00 Uhr, KreuzNidau

Sa 14.März2026,20:00 Uhr, Kellertheater Langnau

Traumtänzerisches Tastentheater.Das 7. Soloprogrammvon undmit Esther Hasler

Fliegen fürden Frieden. Über den Röstigraben und um dieganzeWelt. Ein funkelndes Feuerwerkvoller Pianopoesie. Sophiephilosophiert, Marie-Chantal findet dieLiebe und der Bio-Zuchtlachs sein Glück. Es istnie zu spät zum Träumen. Lassensie sich überraschen! Betörendes Klavierkabarett, frechund schwarzhumorig.EineHommage an dasLeben, dieLiebe und dieFreiheit. FürLeute, diehintergründigenHumor dem Schenkelklopfen vorziehen, dielachenmögen,auchübersichselbst.

Musik& Text:Esther Hasler Regie: Didi Sommer/Comedia Zap «Menschen gleichzeitig zumNachdenken, Träumen und Lachen zu bringen, istgrosseBühnenkunst»A argauer Zeitung

«Weibliche Satire»OltnerTagblatt «Charme desScharfsinns»BaslerZeitung

Kontakt:077 4618121/ info@estherhasler.ch Datenund Infos: www.estherhasler.ch

Ausstellung

14.Januarbis 10.April2026

ÖffnungszeitenBernapark Museum

Mi –So, 14 –17Uhr «Papiers dorés»

Ausstellung

Papiersdorés nach neuenEntwürfen vonChristian Beck, Marie-Ulrike Callenius,Béatrice Gysin,Heiko Hillig Martin Kaufmann,Lucien Rod undJulia Steiner treffen aufDruckenachhistorischenVorbildern.

DiePrägedruckverfahren (papiers dorés, Brokatpapiere) feierten in derZeitdes Barock undRokokos Höhepunkte Siesindheute gesuchte Sammlerstücke

Michael Rothe hatdiese faszinierenden und aufwendigenVerfahren erforschtund ihre Technik wiederbelebt

Siesindjetzt im BernaparkMuseumzubewundern

KommenSie vorbei undentdecken Siedie faszinierenden Werkediesertalentierten Künstler:innen!

BernaparkMuseum– KunstraumThomasDemarmels,Bernapark 23,3066Stettlen

Esther Hasler «7 aufeinen Streich!»

geht

nzeiger

FÜR DAS NORDQUARTIER

IMPRESSUM

Herausgeber: blickpunktNord GmbH

Postfach 9314, 3001 Bern

Auflage: 16 600 Ex., WEMF beglaubigt

Kontaktkoordinaten: Anzeiger für das Nordquartier, Postfach, 3001 Bern Telefon 031 351 35 13, www.afdn.ch, info@afdn.ch

Verlagsleitung: Claudio A. Engeloch

Redaktion: Claudio A. Engeloch (engeloch@a-fdn.ch)

Corinna Elena Marti (cem1@bluewin.ch)

Freelance-Mitarbeit: Bianka Balmer (bianka.balmer@gmx.ch)

Katrin Bärtschi (katrin.baertschi@bluewin.ch)

Urs Frieden, Journal B (frieden@halbzeit.ch)

Jean-Claude Galli (jean-claude.galli@fluestertuete.ch)

Martin Jost (martin_jost6@bluewin.ch)

Claudia Langenegger (info@reporterin.ch)

Gerne bin ich nach Vereinbarung jederzeit für Hör termine verfügbar unter: ulrich.steiner@revolutionaudiopure.com oder

revolutionaudiopure.com |

Cartoons: Heinz «Pfuschi» Pfister

Redaktionsschluss: Montag, 17.00 Uhr

Die nächste AfdNAusgabe erscheint am 27. März 2024 DAS QUARTIER-PORTAL www.afdn.ch

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Wir stehen Ihnen bei

Sacha Hänni | Gyan Härri | Alessandro Ardu

Ihre Unterstützung ist uns wichtig

Liebe Leserinnen und Leser

Schön, dass Sie den Anzeiger für das Nordquartier in Händen halten. Dieser feiert 2026 seinen 100. Geburtstag! Mittlerweile sind zudem 11 Jahre vergangen, seit wir ihn übernommen und vor dem Konkurs gerettet haben. Seither wird der AfdN von einem kleinen Team mit viel Herzblut und Engagement realisiert. Als Quartierzeitung, die in alle Haushalte des Nordquartiers verteilt wird, leben wir zu 100 % von den Werbeeinnahmen (Anzeigen) und freiwilligen Beiträgen. Wichtig ist uns, der Leserschaft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen redaktionellem Inhalt und Reklame zu bieten. Natürlich hat dies seinen Preis: Mit Ihrem freiwilligen Abonnementsbeitrag helfen Sie mit, die hohen Fixkosten für Aufbereitung, Produktion, Druck und Verteilung Ih res Quartierleibblattes mitzutragen. Sie unterstützen unsere Arbeit und ermöglichen es uns, in die Zukunft zu investieren und das Angebot weiter zu optimieren und den sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen.

Fakt ist ferner, dass das für uns zentrale Inseratengeschäft sich nach der Pandemie nie mehr so richtig erholt hat. Auch bewegen sich die Papierpreise auf hohem Niveau. Höhere Kosten generiert letztendlich auch der Vertrieb, da für die Vertragung in alle Briefkästen nur noch ein Anbieter, also faktisch ein Monopol, zur Verfügung steht.

Ihre Unterstützung ist für uns ein grosser Vertrauensbeweis sowie zugleich ein wichtiger Motivator, mit dem Anzeiger für das Nordquartier eine Art Bühne zu sein, welche Menschen mit dem Quartier verbindet und zum Dialog anregt. Damit wir Sie auch künftig mit interessantem, spannendem, hintergründigem sowie zuweilen auch überraschendem Lesestoff unterhalten können, zählen wir auf Sie und danken für Ihren wertvollen Beitrag.

Quartiernachbarlich grüssen Claudio A. Engeloch, Verleger, und das ganze AfdN­Team.

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