Nr. 6 I 7. Februar 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68
Der Faschingskrapfen lässt auch über die Gestaltung von Kirche nachdenken. FOTOLIA
4 Diözese. Bereits 100 Pfarren von Laien mitgeleitet. 5 Oberösterreich. Inklusion: Alle voll dabei. 6 Nachruf.
Bischof Reinhold Stecher.
Vanille oder Marmelade? Auf den Inhalt kommt es an. Beim Faschingskrapfen fängt es an. Die Kirche könnte sich bei Krapfenbäckern ein Vorbild nehmen. Mit Vanille oder mit Marmelade? Unter Faschingskrapfen-Liebhabern lässt diese Frage keinen kalt. Es gibt sie: die ausgesprochenen Fans des Marillemarmelade-Krapfens, die um nichts in der Welt in einen Vanillekrapfen beißen würden – und eben die Vanillefans. Die Enttäuschung ist unbeschreiblich, spüren sie statt der erwarteten Vanille Marmelade am Gaumen. Es ist eben, sagt man, Geschmackssache. Wie gut, dass es zwei Sorten gibt. Beim Faschingskrapfen wird es deutlich: Der „Einheitskrapfen“ lässt die halbe Menschheit unberücksichtigt. Sortenvielfalt ist gut. Nicht
zu viel – das wäre Luxus –, aber doch auch immer eine andere Möglichkeit. Die Kirche könnte sich bei Krapfenbäckern ein Vorbild nehmen – in der Angebots-Vielfalt nämlich. Zu oft läuft das Gebotene auf dieselbe Geschmacksvariante hinaus: Nur für Frühaufsteher. Nur für die Älteren. Nur für die Traditionsbewussten. Doch es gibt auch die Langschläfer, die Jungen, die Zukunftsoffenen. In einer lebendigen Pfarre gibt es für jede Geschmacksrichtung etwas, denn man weiß: Man darf nicht nur vom eigenen Geschmacksempfinden ausgehen. Dort ist auch klar: Wo es viele Bäckerinnen und Bäcker gibt – ist Vielfalt fast naturgegeben. Also: Selber backen und die anderen kosten lassen. So ist es am besten in der kirchlichen Faschings-Bäckerei. Zum Fasching: Seite 27.
10 Thema. Welttag der Kranken. 14 Glaube. Im Haus des Lukas. 19 Bewusst leben. Neues zum Spielen. 29 Kultur. Der gefaltete Altar von St. Stefan. 22 Impressum.