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KiZ Spezial Enns 45/2023

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Kiz/JW

Zum Glauben stehen_ www.kirchenzeitung.at | 9. November 2023 | info.post.classic

Jugend und Kirche

Pfarren im Porträt

Bernhard Birklbauer ist Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich. Er erklärt, was sich junge Menschen von der Kirche erwarten. Seite 14

Die zehn Pfarren des Dekanats Enns-Lorch stellen sich vor: mit ihrer Geschichte und pastoralen Schwerpunkten. Seiten 8–11

Der heilige Florian ­gehört zu den ­ersten Glaubenszeugen der Heimat. Eine Darstellung seines Märtyrer­todes – der Sturz von der Enns­ brücke – findet sich auf einem Deckenfresko in der Stiftskirche St. Florian (im Bild). Seiten 6 und 7


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Wie Pfarren Brücken bauen

Ein herzliches Grüß Gott!

Der heilige Florian und seine Gefährtinnen und Gefährten haben große Bedeutung für die Kirche in Oberösterreich. Sie haben im römischen Lauriacum ihren Glauben als eine der ersten Christ:innen bezeugt und wurden früh in St. Florian verehrt. Die Gegend um Enns kann man durchaus als „Wiege des Christentums in Oberösterreich“ bezeichnen. Und auch heute ist die Kirche bei euch im Dekanat Enns-Lorch ein wesentlicher Teil der Gesellschaft und viele Menschen sind mit ihr verbunden. Unser Besuch – die Visitation – ist nun eine gute Gelegenheit, dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben im Dekanat EnnsLorch gemeinsam mit den Menschen, die hier leben und sich einbringen, unmittelbarer nachzuspüren. Was funktioniert gut, wo sind die Kraftquellen, wie wird der Glaube gelebt? Welche Sorgen sind da? Welche Erwartungen gibt es an die Diözese beziehungsweise an die kirchlichen Strukturen vor Ort? Wie können wir als Kirche in Oberösterreich gemeinsam gut unterwegs sein? Die Kirche steht angesichts der sich rasch ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor vielen Herausforderungen. Sie hat in der Spur Jesu immer wieder passende Wege gefunden, indem sie Bewährtes weitergeführt und Neues aufgegriffen hat. Ich möchte auch im Dekanat Enns-Lorch dafür werben, das Gemeinsame in den Pfarrgemeinden zu sehen, die Zusammenarbeit im Sinne des diözesanen Zukunftsweges zu stärken und dabei in allem zuversichtlich auf den Geist Gottes zu vertrauen. Ich und mein Visitationsteam freuen uns schon sehr auf die vielen Begegnungen!

Durch die Reform in der Diözese Linz rücken die Pfarren enger zusammen. Die Dekanatsleitung sieht Enns-St. Laurenz dabei gut gerüstet für die anstehenden Herausforderungen. Auf Veränderungen der Zeit wie die sinkende Zahl der Priester reagieren, damit die Kirche vor Ort erlebbar bleibt: Das ist die Devise der Pfarrstukturreform der Diözese Linz, die sich mitten auf dem Weg befindet (siehe auch Spalte rechts). Für das Dekanat Enns-Lorch heißt das: Ab dem Jahr 2024 sollen die zehn Pfarren schrittweise eine gemeinsame, große Pfarre werden. Für dieses Zusammenwachsen besteht schon jetzt eine gute Grundlage, wie Dekanatsassistent Harald Prinz im Gespräch mit der Kirchenzeitung betont: „Wir sind Kooperationen schon ein Stück weit gewohnt.“ Insbesondere die Ennser Pfar-

ren St. Marien und St. Laurenz arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen, etwa beim gemeinsamen Pfarrblatt oder dem sozial-caritativen Fachausschuss, der für beide Ennser Pfarren zuständig ist. GASTFREUNDLICHE PFARREN Aber auch jenseits des städtischen Gebiets werden zwischen den einzelnen eher ländlich geprägten Pfarren Brücken gebaut. Hilfreich ist dabei, dass die Pfarren durchwegs offen sind, mit ihren jeweiligen Nachbarn in Kontakt zu treten und über den Tellerrand hinauszuschauen. „Es gibt im Dekanat ein gutes Miteinander“, betont Dechant Werner Grad. In den zehn

Wakolbinger

BISCHOFSWORT _

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+ BISCHOF MANFRED SCHEUER

Von links: Dechant Werner Grad, Maria Birklbauer, ehrenamtliche Vertreterin in der Dekanatsleitung, und Harald Prinz, Dekanatsassistent. Kiz/ps


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Blick von der Ennsbrücke auf die Stadt Enns; ganz in der Nähe wurde der Heilige Florian mit einem Mühlstein um den Hals ertränkt.

Pfarren des Dekanats engagieren sich viele Ehrenamtliche. „Gerade die Familien tragen das Pfarrleben mit“, sagt Maria Birklbauer, ehrenamtliche Vertreterin in der Dekanatsleitung. Wobei sich im Dekanat eine große Bandbreite an Strömungen des katholischen Glaubens wiederfindet, von konservativ bis liberal. „Diese Vielfalt ist grundsätzlich positiv, denn damit sprechen wir auch viele Menschen an“, sagt Harald Prinz, der in seiner Funktion als Pfarrassistent Enns-St. Laurenz und Kronstorf leitet. REFORMEN IN DER KIRCHE Die geplante Reform und Neuordnung der Pfarren wird im Dekanat überwiegend positiv gesehen. „Die derzeitige Struktur hat uns an die Grenzen der Belastbarkeit geführt“, sagt Dechant Werner Grad, der mit dem neuen Modell auch eine Chance und Möglichkeit sieht, dass die einzelnen Pfarrgemeinden lebendig bleiben sollen. Einig ist die Dekanatsleitung jedoch, dass es über die geplante Reform hinausgehend noch mehr Veränderungen braucht. Die Frage des Zugangs zum Weihesakrament müsse geklärt werden. „Zumindest sollte es möglich sein, dass das

Diakonat der Frauen möglichst rasch eingeführt wird“, betont Maria Birklbauer. Darüber hinaus hofft sie genauso wie Dechant und Dekanatsassistent, dass eines Tages Frauen als Priesterinnen am Altar stehen und Rom vom Pflichtzölibat abrückt. Harald Prinz: „Wenigstens gibt es in der Weltkirche nun einen etwas offeneren Austausch über dieses Thema“, sieht er in der Bischofssynode in Rom einen guten Ansatz. Dennoch gelte: „Veränderungen in der Kirche sind bisher fast immer von unten angestoßen worden“, wie Harald Prinz sagt. PAUL STÜTZ

Die Kirchenzeitung in jedem Haus Als Vorbereitung des Besuchs von Bischof Manfred Scheuer im Dekanat Enns erhält jeder Haushalt kostenlos eine Sonderausgabe der Kirchenzeitung der Diözese Linz. Der Bischof und sein Team sind von 19. bis 25. November in den Pfarren des Dekanats unterwegs.

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Der Zukunftsweg der Diözese Linz Die Diözese Linz hat eine Reform der Pfarrstrukturen beschlossen. Aus den bisherigen Pfarren werden Pfarrgemeinden, die sich zu einer neuen Pfarre zusammenschließen. Elisabeth Hötzmanseder-Sommer ist Pfarrassistentin in Niederneukirchen, Weichstetten und St.Marien sowie Mitglied der Dekanatsleitung: „Ich finde, wir wachsen im Dekanat in eine sehr gute Form der Zusammenarbeit hinein und bereiten uns damit schon vor für die Pfarrreform der Diö­ zese.“ EHS

Konkret heißt das, dass die einzelnen Pfarren eines Dekanats sich in einem zweijährigen Prozess zu einer neuen Pfarre vereinen. Die neue Pfarre wird rechtlich das gemeinsame Dach, auch wenn die jetzigen Pfarren als Pfarrgemeinden in vielen Bereichen ihre Selbstständigkeit behalten. Die neue Pfarre wird von einem Pfarrer geleitet, ihm zur Seite stehen ein Pastoralvorstand und ein Verwaltungsvorstand oder eine Verwaltungsvorständin. Ein pfarrlicher Pastoralrat und ein pfarrlicher Wirtschaftsrat treffen die großen Entscheidungen. In der Diözese Linz wird es künftig statt 486 nur mehr 39 Pfarren geben, die aus den jeweiligen Pfarrgemeinden bestehen. Die zehn Pfarren des Dekanats Enns-Lorch werden sich ab dem Arbeitsjahr 2024/2025 darauf vorbereiten, eine gemeinsame neue Pfarre zu bilden. In jeder Pfarrgemeinde wird ein Seelsorgeteam aus überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen entstehen. Das Team trägt dafür Sorge, dass die vier Grundfunktionen von Kirche (Gottesdienst, Verkündigung, Caritas-Diakonie und Gemeinschaft) lebendig bleiben. Jedes Seelsorgeteam wird auch von einer durch die Diözese beauftragten Person begleitet.


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BEGEGNUNG IM PANEUM Im Rahmen der Bischofsvisitation lädt die Katholische Männerbewegung (KMB) zu Gebet und Begegnung mit Bischof Manfred Scheuer ins Paneum. Das Treffen in der „Wunderkammer des Brotes“ (Kornspitzstraße 1, Asten) findet am Donnerstag, 23. November 2023 statt und steht unter dem Generalthema „Geteiltes Brot“. Um 17 Uhr besteht die Möglichkeit, die Ausstellung über die vielen Facetten des Brots zu besichtigen, um 18 Uhr präsentiert die KMB ihre Wanderausstellung „Der Weg aus der Krise – Katastrophe oder Chance auf einen Neubeginn?“. Einzelne Pfarren präsentieren konkret, was sie gegen die Umweltkrise tun.

Das Paneum ist auch eine architektonische Entdeckungsreise. Das Gebäude trägt die Handschrift von Wolf D. Prix, COOP HIMMELB(L)AU. Sergio Pirrone

Anschließend um 19 Uhr ist Wortgottesfeier mit dem Bischof im Paneum, die um die Themen „Verteilungsgerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung“ kreist. Verbunden ist damit eine Spendenaktion: Die KMB will Geld für ein Brunnenprojekt von Sei So Frei in Tansania aufbringen. Nach der Segensfeier folgen vier Statements von Biobauer Christoph Stadler, Karl Dietachmair von der OÖ Landwirtschaftskammer, Franz Forstner von der Forstner Mühle sowie Gastgeber und Kornspitz-Erfinder Peter Augendopler von der Firma Backaldrin. Im Anschluss bietet sich bei einer Agape Gelegenheit zum Plaudern bei Wein und Kornspitz.

Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Die Lebenswelt der Männer Die Katholische Männerbewegung im Dekanat Enns-Lorch Alles, was Männer freut oder belastet, zum Engagement motiviert oder die Kraft raubt, ist der Stoff, aus dem die Veranstaltungen der Katholischen Männerbewegung (KMB) gestaltet sind. Die KMB zählt im gesamten Dekanat Enns-Lorch 500 Mitglieder. Darüber hinaus machen viele Männer und natürlich auch Frauen bei einzelnen Aktivitäten der KMB des Dekanats mit: bei der Nachtdurchwanderung von Karfreitag auf Karsamstag, bei Maiandachten oder der Florianiwallfahrt. Bei Pfarrfesten sind Männer besonders gefragt, wenn es darum geht, kräftig anzupacken und zu organisieren. Eine Veranstaltung, die Männer und Frauen begeisterte, haben die KMB St. Florian und Stiftspfarrer Werner Grad in Kooperation mit der Gemeinde mit dem „Seelenmarathon“ geschaffen. Dabei wurde ein Laufereignis mit Besinnungstexten und mit einer Labstelle als Genussoase verbunden. Beliebt sind auch die von der

Beim Start des „Seelenmarathons“ und der Eröffnung der „Werner Grad Laufstrecke“ im Stiftshof von St. Florian privat

KMB organisierten Vater-KindWochenenden, die zum Beispiel unter dem Thema „Marsreise“ oder „Burgenrallye“ stehen. Alles, was die Vater-Kind-Beziehung fördert, macht den großen und kleinen Teilnehmer:innen Freude – ob es das gemeinsame Krippen bauen ist

oder Führungen durch das Stift St. Florian für „Neugierdsnasen“. Selbstverständlich kommen Fragen des Glaubens und der Gesellschaftspolitik und das Engagement für eine gerechtere Welt nicht zu kurz. Der Einsatz für die Aktion Sei So Frei ist jährlich ein Fixpunkt im gesamten Dekanat.

Bürgermeister am JS-Lager Als begeisterter Hobbykoch unterstützte St. Florians Bürgermeister Bernd Schützeneder die Jungschar der Pfarre St. Florian bei ihrem Sommerlager 2023. Er kochte als Teil des Küchenteams von Sonntag bis Mittwoch der diesjährigen Lagerwoche. Sie verpflegten mehr als siebzig Kinder und deren Betreuer:innen. Von Schnitzel über Marillenknödel bis Spaghetti kam alles auf den Tisch, was Kindern schmeckt. Schützeneder legte auch auf eine tägliche fleischlose Alternative wert. Die Tage in der Küche waren sehr entspannend, erzählt der Bürgermeister. Er freut sich, dass er von den Kindern nur positive Rückmeldungen erhalten hat: „Wenn sie mich brauchen, fahre ich wieder mit.“

Bernd Schützeneder schwingt den Kochlöffel. Stiftspfarre St. Florian


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Wie die Ennser Pfarren Not lindern Die beiden Ennser Pfarren St. Laurenz und St. Marien helfen Menschen in Notlagen schnell und unkompliziert. Dabei ist die Zahl der Hilfesuchenden vor allem in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Als die junge Frau in die Pfarre Enns-St. Laurenz kam, um Hilfe zu suchen, brannte der Hut schon ordentlich. „Sie stand gemeinsam mit ihren beiden Kindern kurz vor der Delogierung“, erzählt Christine Steinbauer, Leiterin des sozial-karitativen Fachausschusses der Ennser Pfarren: „Für uns war klar, dass wir sofort handeln müssen, damit sie ihre Wohnung behält. Mit der Überweisung des fehlenden Geldbetrags an den Vermieter konnten wir das Unheil gerade noch abwenden.“ Es ist einer der jüngeren Fälle, der Christine Steinbauer besonders nahegegangen ist. Seit der Gründung des sozial-karitativen Fachausschusses im Jahr 2012 ist sie mit von der Partie. Damals riefen engagierte Mitglieder der beiden katholischen Pfarren in Enns den Ausschuss als einen pfarrverbindenden, ehrenamtlichen Arbeitskreis ins Leben. SPRECHSTUNDE IN DER PFARRE Zehn Frauen und drei Männer kümmern sich seither darum, dass in Not geratene Menschen, die in Enns leben, rasch Unterstützung bekommen. Im Zentrum des Angebots steht eine wöchentliche Sprech-

stunde im Pfarrzentrum Enns-St. Laurenz, bei der als „erste Hilfe“ immer wieder Gutscheine ausgegeben werden. „Der Andrang bei unserer Sprechstunde ist in den vergangenen Monaten nochmals deutlich gestiegen“, berichtet Steinbauer. So kann es schon vorkommen, dass sich bis zu 20 Personen beim Pfarrzentrum anstellen. In die Sprechstunden kommen Alleinerziehende, Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, und Menschen mit Migrationshintergrund, für die es schwer ist, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Häufig werden die Hilfesuchenden mit ihren Anliegen auch über einen längeren Zeitraum begleitet. Mitglieder des Arbeitskreises sind bereits in der Kinderbetreuung eingesprungen, haben mit Schüler:innen gelernt oder Asylsuchenden Deutsch beigebracht. Ihre ehrenamtlich geleisteten Stunden zählt Christine Steinbauer dabei nicht. Nur so viel: „Wenn ich noch erwerbstätig wäre, würde es sich zeitlich nicht ausgehen“, sagt die engagierte Pensionistin: „Das hier im Sozialausschuss ist fast ein eigener Beruf.“ Zum hohen Arbeitspensum trägt auch bei, dass der Fachausschuss ausschließlich auf Spendenbasis organisiert ist. Geldspenden sammeln die Ehrenamtlichen beim Flohmarkt oder mit dem Verkauf von selbst gebackenen Kuchen. Zudem gibt es immer wieder Sammelaktionen vor Supermärkten oder über private Netzwerke. PAUL STÜTZ

2012 gründeten Mitglieder der zwei Ennser Pfarren den sozial-karitativen Fachausschuss. 2023 zeichnete die Diözese Linz den sozial-karitativen Fachausschuss mit dem Solidaritätspreis aus. privat

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Veranstaltungstipps DIE WEGE DER KIRCHE „Nur Mut: Kirche kann neue Wege gehen!“ Unter diesem Titel findet am Mittwoch, 22.11. um 19 Uhr im Pfarrsaal Enns-St. Laurenz eine Veranstaltung statt. Fünf Personen aus der Pfarre St. Laurenz werden dabei die eigene Pfarre genauer in den Blick nehmen und vorstellen, was sie freut und was sie sorgt. Im Gespräch mit dem Bischof soll auf diese Weise klarer werden, wohin die Wege der Kirche führen können. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an die Pfarrmitglieder von St. Laurenz, sondern an alle, die den Blick in die nähere Zukunft der katholischen Kirche richten wollen. STERNWALLFAHRT Am Sonntag, 19.11. findet die Sternwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung mit dem Ziel Pfarrkirche Niederneukirchen statt. Sie beginnt um 15 Uhr bei der HLBLA St. Florian, bei der Kirche von Hofkirchen und der Kirche von St. Marien und trifft sich um 17 Uhr zum Pilgersegen in der Pfarrkirche Niederneukirchen. Im Pfarrheim von Niederneukirchen beschließt eine Jause die dekanatsübergreifende Begegnung. GUT UND BÖSE Am Freitag, 24.11. findet um 17 Uhr in der Pfarrkirche Weichstetten ein spezieller Impulsgottesdienst statt. Die Zerrissenheit zwischen Gut und Böse sowie Hass und Liebe steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes mit Generalvikar Severin Lederhilger. Um 18:30 Uhr wechselt das Geschehen in den Ortskern zum 1. Weichstettner Perchtenlauf, gefolgt von Begegnungsmöglichkeit um den Pfarrhof Laurentius mit Schmankerln und Getränken. Das detaillierte Programm zur ­Visitation findet sich auf der Rückseite dieser Zeitung.


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Gerhard Trumler/brandstaetter images/picturedesk.com (2)

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Das Stift soll auf dem ursprünglichen Grab des heiligen Florian stehen. Niederleitner

Diözesanpatrone Florian (links) und Severin

Anfänge: von Florian Kein Dekanat ist so eng mit den Diözesanpatronen Florian und Severin verbunden wie das Dekanat Enns. Es waren römische Soldaten, die bereits im zweiten Jahrhundert als Christen ins heutige Oberösterreich, die damalige Provinz Noricum, kamen. Das frühere keltische Königreich, das weitgehend kampflos zur römischen Provinz geworden war, lag direkt an der Grenze zu den germanischen Stämmen jenseits der Donau. Als Grenzbefestigung diente der Limes, ein Grenzwall entlang der Donau, an dessen Ufer heute noch nachweisbare Kastelle und Zivilstädte lagen. Eine davon war ab der Wende vom zweiten ins dritte Jahrhundert das Lager Lauriacum (heute Enns-Lorch), dem sich mit der Zeit auch eine zivile Siedlung anschloss. Nach Meinung mancher Forscher erlangte diese Siedlung schon bald unter Kaiser Caracalla (Regierungszeit 211–217) das sogenannte kleine Stadtrecht.

Wir wissen nicht genau, ab wann genau richtige christliche Gemeinden in Oberösterreich entstanden sind – sicher ist nur: Zu Beginn des vierten Jahrhunderts gab es sie bereits. Als Beweis dafür kann die Geschichte des heiligen Florian gelten. HISTORISCHE PERSON Florian ist – im Gegensatz zu manchen anderen Märtyrerheiligen – keine rein legendenhafte Figur: Dass es einen pensionierten Kanzleivorstand der Statthalterei namens Florianus gegeben hat, der als Christ den Tod fand, ist historisch weitgehend unstrittig. Auch wenn dieser Kern durch allerlei Legenden „angereichert“ worden ist, war Florian also eine historische Person – was dazu führte, dass er 1971 erster Diözesanpatron wurde. Oberösterreichs Landespatron ist er seit 2004.

Florians Leben lässt sich zeitlich einordnen: Kaiser Diokletian organisierte an der Wende vom dritten ins vierte Jahrhundert das römische Reich neu. Dazu gehörte auch das Ende einer gewissen religiösen Toleranz: Der Kaiserkult galt als eine Art „Staatsbürgernachweis“, die Behörden bestanden darauf. Christ:innen sahen darin freilich einen Verstoß gegen ihre religiösen Pflichten. 303 verschärfte sich ihre Verfolgung – auch in Ufernoricum, das eben erst durch Zweiteilung der Provinz Noricum entstanden war. Unter dem Statthalter Aquilinus wurden in Lauriacum 40 Christinnen und Christen festgenommen und gefoltert. Florian, früher ein wichtiger Zivilbeamter, eilte aus Cetium (St. Pölten) herbei, um seinen Glaubensgeschwistern beizustehen. Doch seine frühere hohe Stellung nützte ihm nichts: Sein Bekenntnis, Christ zu sein, führte zu seiner Hinrichtung durch Ertränken. Daran schließt die Legende von der Überführung seines Leichnams ins heutige St. Florian an.

Als Tag der Hinrichtung gilt der 4. Mai 304.

GEMEINDEN ENTSTEHEN Bekannterweise lag das antike Lauriacum in etwa rund um die heutige Basilika in Lorch. In der Kirche selbst sind die Ausgrabungen eines Hauses und der mehrmals erweiterten frühchristlichen Kirche zu sehen. Im Altar ruhen die Gebeine der knapp 40 Christ:innen, denen Florian zu Hilfe kommen wollte. Die erste Kirche an dieser Stelle enstand um 370 – also weniger als 100 Jahre nach dem Tod Florians und seiner Glaubensgeschwister. Das vierte Jahrhundert war die Zeit, in der sich das Christentum im heutigen Oberösterreich nachhaltig verankerte, was vor allem auch mit der Konstantinischen Wende zu tun hat: Seit 313 tolerierte Rom das Christentum, 393 wurde es sogar Staatsreligion, andere Kulte wurden bekämpft. Doch in der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts brach das, was wir heute etwas irreführend als Völkerwanderung


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Blick auf den Klostertrakt von Enns-St. Marien.

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Ordensgemeinschaften im Dekanat Die Gebeine der Lorcher Märtyrer ruhen im Altar der Basilika. Wallner/Kiz

bis Severin bezeichnen, über die römische Welt herein, vor allem auch über Ufernoricum, dessen befestigte Grenze: Das römische Staatswesen wurde instabil und war schließlich in Auflösung begriffen. Über die Donau füllten germanische Horden das Herrschaftsvakuum. Besonders betroffen von dieser Entwicklung war die romanische Bevölkerung. Da trat ein Landsmann auf, der offenbar aus Italien stammende Severinus. In seiner 511 entstandenen Lebensbeschreibung (Vita Sancti Severini) ist er bereits ein „Mann Gottes“. Die Forschung geht davon aus, dass er zuvor politisch tätig gewesen sein muss: Sein Auftreten zeugt von diplomatischem Geschick, einem guten Informantennetz und persönlicher Autorität. In seiner Lebensbeschreibung tritt Severin vor allem als Helfer und Vermittler für die ansässige romanische Bevölkerung auf. Lauriacum taucht gleich mehrmals auf. So versorgte er die Menschen dort mit wertvollem Öl, das durch die Wirren der Zeit schwer zu beschaffen war.

Etwas später warnte Severin den Bischof von Lauriacum, Constantius, vor einem Einfall der Germanen.

„VÖLKERWANDERUNG“ Insgesamt zeigt die Vita Sancti Severini, dass die Zeiten so unsicher wurden, dass die romanische Bevölkerung sich nicht halten konnte. Severin organisierte die Flucht aus Quintanis (Künzing nahe Deggendorf) über Batavis (Passau) nach Lauriacum, wo ein Flüchtlingslager entstand. Als auch Lauriacum nicht mehr zu halten war, brachte Severin die Menschen nach Favianis (vermutlich Mautern an der Donau), wo er selbst 482 starb. Seine Anhänger mussten Noricum gänzlich verlassen. Sie zogen nach Süditalien und nahmen die Gebeine Severins mit. Seit 1935 ist er zweiter Diözesanpatron.

Wenn die Kirche gefragt ist, denkt man in erster Linie an die Pfarre, aber es gibt eine Reihe von Einrichtungen über die Pfarrgemeinden hinaus. Zwei dieser Orte im Dekanat EnnsLorch sind nicht nur weithin sichtbar, sondern auch weithin bekannt: die Gemeinschaft der Franziskaner in der Altstadt von Enns und die Augustiner Chorherren im Stift St. Florian. Zur Zeit leben vier Franziskaner Brüder in ihrem Kloster in Enns, das mit der gotischen Pfarrkirche St. Marien und einem 2013 neu erbauten Trakt für Pfarrarbeit einen einzigen Baukörper bildet. Die Franziskaner leiten die Pfarre Enns-St. Marien und machen Seelsorgsaushilfen. Die Florianer Chorherren verstehen ihr Kloster als Ort der Begegnung und der Andacht. Das Barockstift St. Florian, eines der größten und bekanntesten Klöster Österreichs, ist auch ein Ort zum Staunen: angefangen von der Stiftsbasilika über die Bibliothek und den Marmorsaal bis hin zu den Kunstsammlungen. Zum Stift gehört auch die Erinnerung an Anton Bruckner, dessen Schaffen eng mit St. Florian verbunden ist und der unter der Orgel in der Krypta der Basilika begraben liegt. Seit 2005 steht Johannes Holzinger als 57. Propst von Sankt Florian dem Kloster vor. Aktuell gehören dem Stift, das im Dekanat vier Pfarren betreut, 23 Chorherren an.

HEINZ NIEDERLEITNER Quellen: Rudolf Zinnhobler, Kirche in Oberösterreich 1: Von den Anfängen bis zur Wende des 1. Jahrtausends. Straßburg 1992; Eugippius, Vita Sancti Severini (lat./ dt.), Stuttgart 1986 (Reclambüchlein)

Der Marmorsaal des Stifts St. Florian

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Die zehn Pfarren des Dekanats

Das Dekanat Enns-Lorch umfasst zehn Pfarren, die vielfältige Aspekte des kirchlichen Lebens zeigen. Wir stellen die Pfarren in kurzen Porträts vor.

Enns-St. Marien

Pfarrkirche Enns-St. Marien: Pfarradministrator P. Alexander Puchberger, Kooperator P. Czesław Sikora Pfarre/Christoph Huemer

Die Pfarre Enns-St. Marien beherbergt die Stätte des Martyriums des hl. Florian. Er wurde im Jahr 304 an der Enns von der Brücke gestürzt. Teile der Bevölkerung von Enns und von Ennsdorf in Niederösterreich bilden heute die Pfarre Enns-St. Marien. Die alte Minoritenkirche, um 1300 erbaut, ist die heutige Stadtpfarrkirche. Ihre Größe und bauliche Gediegenheit sowie der Kreuzgang beeindrucken die Eintretenden. Die „Sonnengesangsfenster““ von Marcus Prachensky (1974) geben der Kirche ein warmes Licht und die neue Orgel bereichert jede Sonntagsmesse

mit einem klanglichen Erlebnis. Das neue Pfarrzentrum, eröffnet im Jahr 2014, mit den Jungscharräumen wird mit viel Freude genützt. Die Franziskaner sind seit 1968 in der Pfarre seelsorglich tätig. Zahlreiche Ehrenamtliche ermöglichen ein vielfältiges Pfarrleben (siehe www. pfarre-­enns-stmarien.at). Die Zusammenarbeit mit der Pfarre Enns-St. Laurenz ist selbstverständlich. Die Pfarrzeitung „Der Ennser Turm“ wird gemeinsam erstellt und der „Sozialausschuss“ beider Pfarren wurde erst vor kurzem mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet. (siehe auch Seite 5)

und Jetzt. Die Liturgie in der Basi-

Enns-St. Laurenz lika wird seit Jahren von Laiinnen

Pfarrkirche Enns-St. Laurenz: Pfarrassistent Harald Prinz, Pfarrmoderator Werner Grad, Pastoralassistentin Eva-Maria Hinterplattner Pfarre/Maleninsky

Die Pfarre Enns-St. Laurenz steht auf römischem und frühchristlichem Boden. Die Botschaft des heiligen Florian und der Märtyrer:innen von Lorch wirkt hier ebenso nach wie das Lebenszeugnis des heiligen Severin. Die gotische Basilika, die kurz nach dem Konzil ganz im Sinne der Liturgiereform neu eingerichtet wurde, zieht heute noch viele Tourist:innen und Wallfahrer:innen aus dem In- und Ausland an. Die Kirche ist aber kein Museum, sondern in erster Linie Raum für gottesdienstliches Feiern im Hier

und Laien getragen und bemüht sich um gottesdienstliches Feiern in heutiger Sprache und Form. Das Pfarrleben von St. Laurenz spielt sich wesentlich auch im umfassend renovierten Pfarrzentrum ab, welches Tag für Tag von pfarrlichen, aber auch vielen anderen Gruppen genützt wird. In den letzten Jahren ergaben sich auch Kooperationen über Pfarrgrenzen hinweg: Während die Zusammenarbeit mit Enns-St. Marien schon seit Jahrzehnten wichtig ist, entstand die zunehmende Vernetzung mit der Nachbarpfarre Kronstorf erst in jüngerer Zeit.

Das weit über das Dekanat hinaus


DIE PFARREN

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Asten

Landkarte des Dekanats Enns-Lorch

Asten liegt am Jakobsweg, der von Mauthausen über Enns durch Asten in Richtung St. Florian führt. In Asten gibt es neben der neuen Pfarrkirche eine etwas kleinere alte Pfarrkirche, die bis heute eine beliebte Hochzeitskirche ist. 1982 weihte Bischof Maximilian Aichern das neue Pfarrzentrum Asten mit der großen Kirche ein. Der Grund für den Neubau war das starke Anwachsen der Bevölkerung seit 1965 von 1700 auf 7000 Einwohner in den 1980er Jahren. Drei künstlerisch wertvolle Altarbilder vom libanesischen Mönch, Uni-Professor und Ikonenmaler Abdo Badwi Erntedank in Asten: Pfarrer Franz Spaller Pfarre wurden in den vergangenen Jahren angeschafft und steigern die Sakralität des Gotteshauses. Die Pfarre ist multikulturell und am Sonntag kommen Gläubige aus vielen Nationen. Die Gemeinde ist geprägt von vielen Gruppierungen: regelmäßig stattfindender Männer- und Frauenbibelkreis, mehrere Gebetsgemeinschaften – um hier nur einige aufzuzählen. Der Alphakurs bietet die Möglichkeit, Fragen über Gott und die Welt zu diskutieren. Einmal im Monat gibt es in Asten außerdem eine 24 h-Anbetung. Alle zwei Wochen wird die Pfarre durch die Familiensonntage mit moderner Musik, Kinderkirche, Pfarrkaffee und christlichem Bücherstand belebt. Schöne Feste prägen das Pfarrleben in Asten, besonders das Jakobusfest Ende Juli.

St. Florian

bekannte Wahrzeichen ist der Ennser Stadtturm. Adobe/Wolfgang

Die Marktgemende Sankt Florian ist in besonderer Weise vom Stift der Augustiner Chorherren geprägt. Hier wirkte Anton Bruckner als Organist, hier ist er auch bestattet. Das Spezielle der Stiftspfarre ist, dass die Stiftsbasilika zugleich Pfarrkirche ist. In der Basilika, im Stift und rundherum spielt sich all das ab, was zu einer Pfarre gehört: Gottesdienste, Treffen der verschiedenen Gruppen und Runden im Pfarreck, Pfarrheim und Pfarrsaal, Probearbeiten der fünf Chöre (Stiftschor, Schola Floriana, Chor „Anklang“, Kinderchor Pappalatur und die St. Florianer Sängerknaben), Pfarrbücherei, Friedhöfe und die Arbeit im Pfarrbüro. Die hohen Feste feiert der Propst des Stifts mit der Stiftspfarre, für die musikalische Gestaltung sind die Stiftsorganisten, der Regens chori und die Chöre zuständig. Einmal im Monat feiert die Pfarre Familiengottesdienst und lädt die Bevölkerung von St. Florian zur „Kinderkirche“, wobei die Gottesdienste und nicht zuletzt das Gotteshaus selbst viele Mitfeiernde anziehen, die nicht im Pfarrgebiet wohnen.

Pfarrkirche und Stiftsbasilika St. Florian: Pfarrer Werner Grad Pfarre


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St. Marien

Weichstetten

Die Pfarre St. Marien zählt 2500 Katholik:innen und ist durch das Engagement vieler Ehren­ amtlicher sehr lebendig. Zu den aktiven Gruppierungen zählen unter anderem etwa die Frau­ en- und Männerbewegung. In St. Marien gibt es nicht weni­ ger als drei bemerkenswerte Kirchen. Die erste ist die Pfarr­ kirche St. Marien. Die erste Nennung dieser „Mariä-NamenKirche“ erfolgte um 1340. Sie war wahrscheinlich Ziel zahl­ reicher Pilger:innen. Man ver­ mutet, dass das Kreuz auf der Evangelienseite der Gegenstand der Verehrung war. Bemerkens­ wert ist auf dem Hochaltar die spätgotische Muttergottesstatue mit Kind. Das zweite Gotteshaus in St. Marien ist die Baracken­ kirche Nöstlbach. Ursprünglich für die Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet, sollte sie nur als Übergangs­ kirche dienen. Doch sie steht

Die Kirche von Weichstetten ist dem heiligen Laurentius ge­ weiht und auch der Pfarrhof trägt den Namen „Laurentius“. Vor einigen Jahren haben die Weichstettner:innen tatkräftig mitgeholfen, um ihn von Grund auf zu restaurieren. Durch die Neugestaltung und dem nun öffentlich zugänglichen Garten ist der Pfarrhof zu einem Haus der Gemeinschaft geworden. Schön ist, dass sich besonders auch die Jugend wohl fühlt und sich eine große Jungschargrup­ pe gebildet hat. Zu Ehren des Pfarrpatrons fei­ ert Weichstetten alljährlich am 1. Augustwochenende das Patrozinium mit dem Laurenti­ kirtag. Im Jahr 2024 gibt es noch mehr Grund zum Feiern, wenn Weichstetten das 225-jäh­ rige Pfarrjubiläum begeht. Weichstetten hat als erste Pfar­ re im Dekanat bereits seit 2005 ein ehrenamtliches Seelsorge­

Pfarrkirche St. Marien: Pfarrassistentin Elisabeth HötzmansederSommer, Pfarrmoderator Friedrich Traunwieser, Pastoralassistent Johannes Holzinger Pfarre

immer noch und ist damit die letzte noch als Kirche genutzte Baracke in Österreich. Die drit­ te Kirche ist die Filialkirche St. Michael. Errichtet um das Jahr 800 als Taufkapelle, wurde sie später zur Kirche erweitert.

Pfarrkirche Weichstetten: Seelsorgeteam (Sprecherin Veronika Zahedi-Birner), Pfarrassistentin Elisabeth Hötzmanseder-Sommer, Pfarrmoderator Friedrich Traunwieser Pfarre

team in der Pfarrleitung. Ob­ wohl kein Priester mehr vor Ort ist, gibt es zahlreiche litur­ gische Feiern, was auch am ehrenamtlichen Engagement vieler Wortgottesfeierleiter:in­ nen liegt.

Hofkirchen im Traunkreis

Niederneukirchen

Hofkirchen wurde erstmals 1272 urkundlich erwähnt, ge­ hörte zur Stiftspfarre St. Flo­ rian und ist seit 1326 eine eigen­ ständige Pfarre. Pfarrpatron ist der heilige Nikolaus. Beim Betreten der Kirche fällt das fast lebensgroße Kreuz des Ennser Bildhauers Wil­ helm Gönner auf, das über dem Altarraum hängt. Die 2003 ein­ geweihte Orgel der Florianer Orgelbauanstalt Kögler hat 24 Register und wird auch als Konzertorgel verwendet. Pfarrlich aktive Gruppen in Hofkirchen sind die Fach­ teams Jugend, Schöpfungsver­ antwortung, Feste und Feiern, die Katholische Aktion und das Bildungswerk. Es gibt 22 Ministrant:innen, vier Organist:innen, andere Musiker:innen. Ein wechseln­ des Kinderkirchenteam lädt zu Feiern für jüngere Kinder ein. Familienmessen, teilweise mitgestaltet vom seit einem Jahr bestehenden Kinderchor,

Im südlichen Speckgürtel von Linz lebt es sich in der Pfar­ re Niederneukirchen ländlich geprägt und umweltbewusst. Die Pfarre Niederneukirchen – ein Ort zum Wohlfühlen, Ent­ decken und Verweilen! Es wird besonderer Wert darauf gelegt, die Pfarrgemeinschaft lebendig zu halten – mit regelmäßigen Gottesdiensten, Festen und ak­ tiven Gruppen. Engagierte Frau­ en, Männer und Jugendliche bringen ihre Ideen und Fähig­ keiten ein. Im Pfarrheim finden Treffen der unterschiedlichsten Pfarrgruppierungen sowie Pfarrcafés und -feste statt. Das Sich-Austauschen-und-Treffen nach den Sonntagsgottes­ diensten auf dem Kirchenvor­ platz trägt ebenfalls zu einem guten Miteinander bei. Die spätgotische Pfarrkirche, 1488 der hl. Margaretha ge­ weiht, umgeben von einem blü­ henden Friedhof, ist ein weit­ hin sichtbares Baujuwel der Gemeinde. Sie ist die dem Ort

Pfarrkirche Hofkirchen: Pfarrer Franz Pühringer Pfarre

haben speziell Familien mit Volksschulkindern im Fokus. Häufig findet im Anschluss daran ein Pfarrkaffee statt. Das fünfmal jährlich erscheinende Pfarrblatt informiert die Be­ völkerung über das pfarrliche Leben und gibt religiöse und spirituelle Impulse. Der Kreis der Leser:innen geht weit über die regelmäßigen Kirchenbesu­ cher:innen hinaus.

Pfarrkirche Niederneukirchen: Pfarrassistentin Elisabeth HötzmansederSommer, Pfarrmoderator Friedrich Traunwieser, Pastoralassistent Mario Szigmund Pfarre

namensgebende neue Kirche. In der urkundlich bereits 1075 erwähnten Wallfahrtskirche Ruprechtshofen, der Hl. Maria Mutter Gottes sowie den Apos­ teln Petrus und Paulus geweiht, finden in den Sommermonaten regelmäßig Gottesdienste und Wallfahrtsprozessionen statt.


DIE PFARREN

Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Hargelsberg

Kronstorf

Die gotische, dem hl. Andreas geweihte Pfarrkirche bildet mit dem Friedhof und dem barocken Pfarrhof das Zentrum von Hargelsberg. Der früher von der Landwirtschaft geprägte Ort hat sich durch großen Zuzug zu einer Wohngemeinde entwickelt, der Großteil der Bewohner:innen pendelt zur Arbeit in die umliegenden Städte. Eine Herausforderung ist es, die neuzugezogenen Hargelsberger:innen und die Jugend in das Pfarrleben zu integrieren. Die Kleinkinder-Spielgruppe, der pfarrliche Besuchsdienst, Veranstaltungen wie Pfarrkaffee und Agape und vieles mehr finden im Pfarrheim einen Platz. Ein besonderer Ort ist in Hargelsberg zudem die Kapelle „Maria an der Straße“, die 2018 restauriert wurde. Sie ist Begegnungsort bei Prozessionen und Maiandachten. Erfreu-

Über weite Strecken seiner Geschichte ländlich geprägt, ist das Pfarrgebiet von Kronstorf heute Wohn- und Arbeitsort zahlreicher Menschen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten neu zugezogen sind. Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten 60 Jahren verdoppelt. Auch das kirchliche Leben ist Veränderungen unterworfen: Seit drei Jahren gibt es keinen aktiven Pfarrer mehr in Kronstorf, stattdessen besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Seelsorge der Nachbarpfarre St. Laurenz. Entsprechend gibt es auch in der Liturgie neue Formate und Feierformen. Eine Besonderheit von Kronstorf ist der Bezug zu Anton Bruckner, der in der Pfarrkirche, die heute für ihre blauen Fenster bekannt ist, die Orgel spielte und seine Zeit in Kronstorf „wie im Himmel“

Pfarrkirche Hargelsberg: Pfarrer Ferdinand Reisinger Pfarre

lich ist, dass sich noch immer viele Menschen finden, die sich selbstlos in den Dienst der Pfarre stellen, sei es als Ministrant:innen, Mesner:innen, Wortgottesdienstleiter:innen oder Pfarrgemeinderät:innen und ein vielfältiges religiöses Leben in Hargelsberg überhaupt erst möglich machen.

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Pfarrkirche Kronstorf: Pfarrassistent Harald Prinz, Pfarrmoderator Werner Grad, Pastoralassistentin Eva-Maria Hinterplattner Pfarre/Schrack

empfand. Zudem hat der frühere Bundespräsident Rudolf Kirchschläger (1974 bis 1986) seine Kindheit in Kronstorf verbracht. Sein Vater Johann Kirchschläger war als Organist in der Pfarre auf Anton Bruckners Spuren unterwegs.


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Was die Kirchen für das Klima tun Nachhaltiges Wirtschaften auf Festen, Fahrradständer neben der Kirche oder Photovoltaikanlagen, die die Pfarre mit Ökostrom versorgen: Die Bewahrung der Schöpfung ist ein Schwerpunkt in der Pfarre Enns-St. Laurenz und im gesamten Dekanat. Das Dach der Pfarrkirche ist zwar aufgrund des Denkmalschutzes nicht geeignet für eine Photovoltaikanlage. Dafür bieten die anderen pfarrlichen Flächen und Gebäude gute Voraussetzungen für Sonnenstrom. So betreibt die Pfarre Enns-St. Laurenz aktuell zwei Photovoltaikanlagen mit insgesamt 13 Kilowattpeak. Weitere Anlagen mit Kollektoren sind bereits in Planung, die diese Leistung mehr als verdreifachen werden. INSEKTENHOTELS Der Ökostrom ist dabei aber nur eine von vielen Maßnahmen, die in der Klimabündnispfarre Enns-St. Laurenz gesetzt werden. Gut für die Umwelt und das Klima ist etwa auch, dass die Pfarrgemeinde ihr Pfarrzentrum auf einen guten Niedrigenergiestandard saniert hat und es mit klimaneutraler Fernwärme beheizt. Drei große Insektenhotels auf dem Pfarrgrund und die durchdachte Pflanzung von Bäumen und Sträuchern sorgen für mehr Biodiversität. „Wir fördern den Fahrradverkehr außerdem durch optimale Fahrradständer“, sagt Georg

Spiekermann, der ehrenamtlich in der Pfarre St. Laurenz engagiert ist und für das Klimabündnis Oberösterreich arbeitet. „Bewusstseinsbildung und einen tiefen Gemeinschaftsgeist im Handeln entwickeln, das sind für mich die wichtigsten Aufgaben der Pfarre“, betont Spiekermann. Das sei genau das, was die Kirche seit 2000 Jahren mache und gelernt habe. Dieses besondere Talent der Herzensbildung könne jetzt großen Nutzen bringen. „Das ist aber nur möglich, wenn die Pfarren sichtbar und authentisch mit guten Beispielen vorangehen. Wenn sie zeigen und erleben lassen, was heute

Fahrradständer bei der Pfarrkirche Enns-St. Laurenz privat

Die Sonnenkollektoren vor der Pfarrkirche Enns-St. Laurenz

gutes Leben ausmacht“, sagt Spiekermann. ÖKO-FRIEDHOF Er führt dazu mehrere inspirierende Beispiele an. Dazu zählt, dass die Schöpfungsverantwortung immer wieder Thema in der Liturgie sein kann. Oder dass es bei Pfarrfesten zunehmend weniger Fleischprodukte bei Festen gibt, dafür aber schmackhafte vegetarische und vegane Alternativen. „Pfarren können auch darauf achten, den Friedhof und die Pfarrwiese nach und nach zu einer naturnahen, ökologischen Oase zu verwandeln. Die Versiegelung von Grünflächen sollte auf jeden Fall vermieden werden“, sagt Spiekermann. Regelmäßige Motivations- und Informationsveranstaltungen im Pfarrheim und eine Rubrik zur Schöpfungsarbeit im Pfarrblatt hält er ebenso für erstrebenswert. KLIMASCHUTZ IM DEKANAT Bei all dem großen Engagement hat Enns-St. Laurenz zwar eine Vorreiterrolle im Dekanat, steht aber mit dem

Schwerpunkt auf Schöpfungsverantwortung nicht alleine da. In vielen Pfarren ist es längst selbstverständlich, dass bei Veranstaltungen auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Die Pfarre Niederneukirchen hat etwa für ihr ökofaires Pfarrfest den allerersten Laudato-siPreis der Diözese Linz im Jahr 2019 erhalten. Und in der Pfarre Asten versorgt beispielsweise eine Photovoltaikanlage Pfarrheim, Pfarrhof und Pfarrbüros mit Strom. Seit zweieinhalb Jahren gibt es in Asten außerdem einen Stromspeicher, der den Ökostrom noch besser nutzbar macht, als weiteren Beitrag zum Umweltschutz. PAUL STÜTZ

KLIMABÜNDNIS Die Diözese Linz lädt alle Pfarren zu einer sehr gut geförderten Beratung durch das Klimabündnis Oberösterreich ein. Mehr als 50 oö. Pfarren sind bereits Klimabündnispfarren. www.klimabuendnis.at


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

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Im ZeitgeschichteMUSEUM erinnert die voestalpine an die NSZwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der Reichswerke ­Hermann Göring in Linz. Das Museum liefert aber nicht nur eine umfassende und verantwortungsbewusste Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Es thematisiert auch anschaulich einen wichtigen Teil der Geschichte der Stadt Linz in den Jahren 1938 bis 1945.

In vier Bereichen werden die Themen Nationalsozialismus und Linz, Zwangsarbeit und ihre Erscheinungsbilder, das menschliche Schicksal und die Zerstörung und der Wiederaufbau behandelt. Mittels Audiodokumenten erhalten die Opfer des Systems der NS-Zwangsarbeit eine Stimme, begleitet von umfangreichen Erläuterungen, Bildmaterial und multimedialen Stationen. Basis dafür sind 38.000 NS-Lohnakten und Personalbögen der Linzer Betriebe der Reichswerke Hermann Göring aus den Jahren 1938 bis 1945.

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Das Museum hat von Mittwoch bis Samstag geöffnet. Führungen buchen Für Gruppen ab 15 Personen werden eigene Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten

angeboten. Die Besucherinnen und Besucher werden dabei von einem Guide durch die vier Bereiche des Museums begleitet. Außerdem gibt es jeden Samstag und in den Ferien für interessierte Besucher offene Führungen durch das Museum. Der Eintritt in das Museum ist frei, die Führungsteilnahme kostet 2 Euro. Führungen können ganz einfach über das Online-­ Buchungstool reserviert werden. Natürlich steht für eine Buchung aber auch das Besucherservice zur Verfügung. Kontakt: Zeitgeschichte MUSEUM voestalpine-Straße 1 4020 Linz www.voestalpine.com/ zeitgeschichte


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Bernhard Birklbauer (21) aus Hofkirchen im Traunkreis macht derzeit seinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik. In der Katholischen Jugend (KJ) engagiert er sich in der Pfarre und auf Bundesebene.

Sie gehören dem ehrenamtlichen Bundesvorsitzteam der KJ an – wie kam es dazu? Bernhard Birklbauer: Das hat seinen Ursprung in den „Trau di leb’n“-Wochen der KJ, an denen ich teilgenommen habe. Da wurde ich angesprochen, ob ich mir den Bundesvorsitz vorstellen könnte. In gewisser Weise bin ich auf Bundesebene also ein Quereinsteiger. Was kann die Kirche heute Jugendlichen und jungen Erwachsenen bieten? Birklbauer: Ich würde sagen, genau das, was ich auf den „Trau di leb’n“-Wochen selbst erfahren habe: ein spirituelles Angebot, aber auch viel Gruppendynamik. Das ist eine sehr intensive Woche, man wächst schnell zusammen und findet – obwohl es unrealistisch klingt – innerhalb einer Woche sehr gute Freunde. Außerdem bietet die KJ einen geschützten Rahmen, in dem man sich weiterentwickeln kann. Heute, da ich selbst als Leiter von Gruppen engagiert bin, sehe ich immer wieder, wie junge Menschen lernen, Mut zu fassen und ihre Sache in Schule und Alltag zu vertreten. Die KJ bietet eine Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Und was bekommt die Kirche? Papst Franziskus zum Beispiel spricht oft von den großen Hoffnungen, die er in die Jugend setzt. Birklbauer: Junge Menschen tragen einen ganz anderen Schwung in die Kirche hinein. Die Jugend lebt jetzt schon viele Veränderungen vor, die für die Kirche wichtig wären. Mit diesen Wertvorstellungen will

Katholische Jugend Österreich

Die Jugend ist ein bisschen schneller Bernhard Birklbauer aus Hofkirchen/Traunkreis hat gemeinsam mit Marika Schneider und Tobias Kirschner den ehrenamtlichen Vorsitz der Katholischen Jugend Österreich inne.

sie in der Kirche mitgestalten. Insgesamt würde ich sagen: Die Jugend ist einfach ein bisschen schneller und das kann sich die Kirche zunutze machen. Können Sie mir Beispiele nennen? Birklbauer: Klar: Die Gleichstellung der Geschlechter ist nichts mehr, worüber die Jugend diskutiert, sondern davon geht sie grundsätzlich aus. Als KJ sind wir es gewohnt, partizipativ, demokratisch und mit möglichst offener Kommunikation zu arbeiten. Manche kirchlichen Institutionen haben da Aufholbedarf. Sie waren Mitte Oktober in Rom. Was war der Anlass dieser Reise? Birklbauer: Wir wollten mit den deutschsprachigen Bischöfen bei der Bischofssynode ins Gespräch kommen und unsere Anliegen deponieren. Bei der Bischofssynode mag es zwar vor allem um die Methode des Zusammenwirkens in der Kirche gehen, aber es war uns wichtig zu sagen, was unserer Meinung nach verändert gehört – damit die Bischöfe das mit ins Synodenplenum nehmen konnten. Nur über notwendige Veränderungen zu schreiben, reicht nicht aus. Es ist wichtig, immer wieder auch persönlich auf die Anliegen aufmerksam zu machen und solche Möglichkeiten zu nutzen. Weil bei der Synode fast keine jungen Menschen vertreten waren, fordern wir, dass bei der Synode 2024 explizit Jugendvertreter:innen dabei sind, um die Anliegen ganz konkret und persönlich einbringen zu können.

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Kirche schwertut, viele junge Menschen zu erreichen. Wie erleben Sie als kirchlich engagierter junger Mensch das Umfeld? Birklbauer: Ob im Privatleben oder auf der Universität: Überall treffe ich auf junge Menschen, die die Kirche verlassen haben. Aber ich erlebe heute nicht mehr die starke Ablehnung, die es früher gegeben haben mag. Nicht wenige sagen: Mit der Institution Kirche kann ich nichts anfangen, aber die Glaubensbotschaften finde ich interessant. Die Selbstverständlichkeit, mit der der Kirchenbezug von den Eltern auf die Kinder weitergegeben wurde, gibt es oft nicht mehr. Auch die kirchliche Sprache ist jungen Menschen oft nicht verständlich: Da werden Worte vorausgesetzt, die ihnen nichts sagen. Das bedeutet aber nicht, dass man stets auf taube Ohren stoßen würde, wenn man vom christlichen Glauben erzählt. Es kommt darauf an, wie man es sagt. INTERVIEW: HEINZ NIEDERLEITNER

ZUKUNFT DER KIRCHE? Am Fr., 24. November findet um 17:30 Uhr im Pfarrsaal Hofkirchen die Veranstaltung „Zukunft der Kirche?“ statt. Jugendvertreter:innen aus mehreren Pfarren sitzen gemeinsam mit Bischof Manfred Scheuer am Podium und sprechen darüber wie Mitgestaltung in der Kirche aussehen kann.


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Kirchenzeitung Diözese Linz | 9. November 2023

Wer visitiert das Dekanat? Eine Frau und zwei Männer unterstützen Bischof Manfred Scheuer bei der Visitation

Brigitte GruberAichberger

Severin Lederhilger

Willi Vieböck

Brigitte Gruber-­Aichberger war von 1999 bis 2022 ­Direktorin für „Pastorale Berufe“ in der Diözese Linz. Neben ihrem Ehrenamt in verschiedenen Pfarren ist sie in der Diözese weiterhin als Visitatorin bei den Dekanatsvisitationen engagiert.

Visitator Severin Lederhilger ist Prämonstratenser des Stiftes Schlägl. Er war Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Privat-Universität Linz (Emeritierung im September). Seit 2005 ist er Generalvikar der Diözese Linz, seit 2006 zudem Ehrenkanonikus des Linzer Domkapitels. Appenzeller

Willi Vieböck zählt als Bischofsvikar für pastorale Aufgaben zum Visitationsteam im ­Dekanat Enns-Lorch. In einer anderen Funktion ist er langjähriger Herausgeber der Kirchenzeitung der Diözese Linz. Er war 25 Jahre lang Direktor des Pastoralamts der Diözese Linz. Kiz/Archiv

Kiz/Nie

Impressum _ Kirchenzeitung Diözese Linz. Sonderausgabe in Zusammenarbeit mit der Leitung des Dekanats Enns-Lorch Medieninhaberin: Diözese Linz Herausgeber: Willi Vieböck Geschäftsführer: Reinhold Hofstetter Chefredakteur: Heinz Niederleitner Redaktion der Sonderausgabe: Paul Stütz, Josef Wallner Adresse: Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz Tel. 0732 76 10-39 44, Fax: 0732 76 10-39 39 E-Mail: office@kirchenzeitung.at DVR: 0029874/10770 Hersteller: OÖN Druckzentrum GesmbH & Co KG, Medienpark 1, 4061 Pasching Verlagsort: Linz ART COPYRIGHT © BILDRECHT, WIEN

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Programm der Visitation Bischof Manfred ­ Scheuer, Generalvikar Severin Lederhilger, Bischofsvikar Willi Vieböck und Visitatorin Brigitte ­Gruber-Aichberger besuchen im November das Dekanat Enns-Lorch. Hier finden Sie ausgewählte öffentliche Termine des Programms.

(c)stock.adobe.com/ Brian Jackson

Sonntag, 19. November 9 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Kronstorf mit anschließender Begegnungsmöglichkeit bei Wildragout, Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal, mit Generalvikar Severin Lederhilger 9 Uhr: Cäcilienmesse in der Pfarrkirche Hargelsberg mit Bischof Manfred Scheuer 9:30 Uhr: Cäcilienmesse in der Pfarrkirche St. Marien mit Bischofsvikar Willi Vieböck 9:30 Uhr: Familienmesse in der Pfarrkirche Asten mit Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger 15 Uhr: Sternwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung mit dem Ziel Pfarrkirche Niederneukirchen, Beginn ist um 15 Uhr jeweils bei der HLBLA St. Florian, bei der Kirche in Hofkirchen und der Kirche in St. Marien; um 17 Uhr Pilgersegen in der Pfarrkirche Niederneukirchen. Im Pfarrheim von Niederneukirchen beschließt eine Jause die Begegnung mit allen Visitator:innen.

Wir laden ein, die ADVENTSERIE zu lesen!

18 Uhr: Orgelkonzert in der Pfarrkirche Hofkirchen mit den jungen Musiker:innen Stefanie Arbeithuber (Gesang und Flöte) und Florian Birklbauer (Orgel), Anlass ist das 20-jährige Bestehen der Orgel in Hofkirchen; mit Bischofsvikar Willi Vieböck. Mittwoch, 22. November 14:30 Uhr: Begegnung im Pfarrheim Kronstorf: Der Sozialkreis Kronstorf lädt zu Kaffee und Kuchen, um den Kontakt zwischen Menschen in gemütlicher Runde zu ermöglichen; mit Bischof Manfred Scheuer 19 Uhr: Vortrag und Diskussion im Pfarrsaal Enns-St. Laurenz: Fünf Personen aus der Pfarre St. Laurenz werden die eigene Pfarre genauer in den Blick nehmen und vorstellen, was sie freut, was sie sorgt und darüber mit Bischof Manfred Scheuer sprechen. 19 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Hofkirchen mit anschließender Agape im Pfarrsaal; mit Generalvikar Severin Lederhilger Donnerstag, 23. November 8.30 Uhr: Gottesdienst für die ältere Generation in der Pfarrkirche Niederneukirchen mit anschließender Begegnung und Bewirtung im Pfarrheim; mit Bischofsvikar Willi Vieböck

16 Uhr: Gottesdienst in der Basilika Enns-St. Laurenz mit den Mesnerinnen und Mesnern des Dekanats; mit Generalvikar Severin Lederhilger 17 Uhr: Veranstaltung der Katholischen Männerbewegung zum Thema „Geteiltes Brot“ im Paneum in Asten, um 17 Uhr Besichtigung des Paneums, um 18 Uhr Begegnung mit dem Bischof und um 19 Uhr Gottesdienst, danach Agape Freitag, 24. November 17 Uhr: Impulsgottesdienst zu „Gut und Böse“ sowie „Hass und Liebe“ in der Pfarrkirche Weichstetten; mit Generalvikar Severin Lederhilger. Um 18.30 wechselt das Geschehen in den Ortskern zum 1. Weichstettner Perchtenlauf, gefolgt von Begegnungsmöglichkeit um den Pfarrhof Laurentius mit Schmankerl und Getränken. 17.30 Uhr: Jugend im Gespräch mit Bischof Scheuer im Pfarrsaal Hofkirchen: Thema der Diskussionsveranstaltung ist die „Zukunft der Kirche“. 19 Uhr: Gottesdienst in EnnsSt. Marien mit Bischofsvikar Willi Vieböck; parallel zur anschließenden Agape im Pfarrsaal und darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur (nächtlichen) Anbetung in der Wallseerkapelle.

Samstag, 25. November 15 Uhr: Ministrant:innen-Nachmittag im Stift St. Florian. Spielen und Kennenlernen anderer Ministrant:innen im Dekanat steht dabei auf dem Programm. Mit Visitatorin Brigitte GruberAichberger 18 Uhr: Abschlussgottesdienst in der Basilika St. Florian, der die Visitationswoche feierlich beendet, mit allen Visitatoren.

Sprechstunden Die Visitatorin und die Visitatoren stehen für Sprechstunden zur Verfügung. Es gibt am Samstag, 25. November jeweils um 9 Uhr Sprechstunden. Jene von Visitatorin Brigitte Gruber-Aichberger ist um 9 Uhr in der Pfarre Niederneukirchen. Bischof Manfred Scheuer ist im Stift St. Florian zu sprechen und Generalvikar Severin Lederhilger in Enns-St. Laurenz. Terminvereinbarung bei Dekanatssekretärin Sigrid Buchinger: pfarre.stlaurenz. enns@dioezese-linz.at

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