Nr. 2 I 10. Jänner 2013 I Tel. 0732/76 10-39 44 I www.kirchenzeitung.at Einzelpreis: € 0,95 I 4020 Linz, Kapuzinerstraße 84 I Jg. 68
Die Votivkirche in Wien war Österreichs „Hauptkirche“ in den letzten Wochen. In ihr suchen Asylwerbende Zuflucht.
3 Interview. Franz Kehrer, Oberösterreichs neuer CaritasChef. 5 Oberösterreich. Auf der Sonnenseite. 6 Bewusst leben. Tee von seiner neuen Seite. Reuters
Asylwerber in Votivkirche zeigen: Flüchtlingsthemen sind noch nicht ideal gelöst
Die Asylampel steht auf Rot In der Wiener Votivkirche spielt sich derzeit ein Drama ab. Der Hungerstreik von Asylwerbenden zeigt, wie schwer sich die Öffentlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen nach wie vor tut. Die Situation erinnert an die Besetzung der Hainburger Au in der Weihnachtszeit 1984. Damals versuchten Aktivisten den Kraftwerksbau zu verhindern. Diesmal geht es um Rechte von Asylwerbenden, vor allem um die Möglichkeit zu arbeiten sowie um zumutbare Wohnbedingungen. Damals lenkte die Politik ein. Diesmal spitzt sich die Situation zu. Es geht nichts weiter, die Asylampel steht auf Rot. Am 28. Dezember in den frühen Morgen-
stunden wurde das Flüchtlingscamp von der Wiener Polizei eher zerstört als geräumt, Zelte und Tische mit Baggerschaufeln „abgebaut“. Ein Teil der Asylwerbenden befindet sich seither in der Votivkirche im Hungerstreik. Das macht die Situation brisant. Österreichs Politik zeigt sich gespalten. Caritas, Kirchenvertreter, auch besonnene Politiker/innen bemühen sich um Vermittlung. Die Caritas unterstützt zum Teil die Forderungen der Streikenden, vor allem sollten sie Arbeitsmöglichkeiten bekommen. Es ist dringend, dass die Ampel auf Grün geschaltet wird – für menschliche Lösungen in der Flüchtlingsthematik. Seite 8 und 10
7 Film. „Tabu.“ – Vergangenheit ist das beste Land. 10 Panorama. Weniger Kirchenaustritte. 14 Glaube. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn. 17 For You. Der Weg zum Führerschein. 22 Impressum.