KEF-Katalog-2026-DE

Page 1


TEXTILE LUFTVERTEILUNG

Zugfreie Luftverteilung mit nachhaltigen und maßgeschneiderten Textilkanälen

TEXTILE LUFTVERTEILUNG

Zugfreie Luftverteilung mit nachhaltigen und maßgeschneiderten Textilkanälen

Alle Angaben in diesem Katalog gehören KE Fibertec AS. Die Inhalte dürfen ohne die schriftliche Zustimmung von KE Fibertec AS weder kopiert noch anderweitig genutzt werden.

Herausgegeben von: KE Fibertec AS DK-6600 Vejen - Dänemark www.ke-fibertec.com

Über KE Fibertec

KE Fibertec entwickelt, produziert und vertreibt “Gutes Raumklima” mit Luftverteilsystemen aus nachhaltiger Fasertechnologie.

Unser Ziel: “Air the way you want”

Durch den fortschrittlichen Einsatz von Fasertechnologie und kompetente Beratung möchten wir unseren Kunden Vorteile aus der textilen Luftverteilung (Heizen, Lüften und Kühlen) in allen Gebäudetypen bieten.

Wir werden unsere Kernkompetenzen in der Entwicklung, Logistik und Produktion von textilen Lüftungssystemen ständig stärken und weiterentwickeln, um in ausgewählten Märkten weltweit der bevorzugte Lieferant zu sein.

Nachhaltige Technologie

KE Fibertec entwickelt, produziert und vermarktet nachhaltige Luftverteilsysteme aus nachhaltiger Fasertechnologie. Das Unternehmen wurde 1963 von Keld Ellentoft (KE) gegründet und hat sich seitdem zu einem führenden Anbieter von Raumklimalösungen entwickelt.

Innovation und Dokumentation

Seit den 1970er Jahren liefert KE Fibertec fortschrittliche TLV-Systeme. In einem eigenen Labor in Originalgröße können Lösungen getestet und visualisiert werden, und das Team steht bereit, um Lösungen zu dokumentieren – auch durch Messungen vor Ort.

Nachhaltigkeit und Umwelt

Umweltbewusstsein ist ein zentraler Wert.

KE Fibertec reduziert CO2-Emissionen durch energiesparende Maßnahmen und führt alle drei Jahre eine Umweltkartierung durch, um kontinuierliche Verbesserungen sicherzustellen.

Für KE Fibertec bedeutet „gutes Raumklima“ mehr als nur Produkte – es ist eine Kombination aus Dialog, Kompetenz und maßgeschneiderten Lösungen.

CSR - We Care

Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, indem wir die Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen zu Menschenrechten, Umwelt und Korruptionsbekämpfung befolgen.

Arbeitsumfeld

und Wohltätigkeit

Das Wohlbefinden und die Entwicklung unserer Mitarbeiter haben für uns hohe Priorität, und wir sind nach ISO 45001:2018 zertifiziert, um ein gutes Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Darüber hinaus unterstützen wir wohltätige Zwecke wie Behindertensport und lokale Vereine. (Muskelschwundstiftung) und Behindertensport.

KE Fibertec weltweit

Heute ist die KE Fibertec Gruppe überall auf der Welt vertreten und beschäftigt 160 Mitarbeiter, zum größten Teil in unseren fünf Tochtergesellschaften in Dänemark, Deutschland, dem UK, den USA sowie Euro Air A/S. Ausserdem gibt es vier Produktionsgesellschaften, KE Fibertec und KE Fibertec Væveri (Weberei), Euro Air CZ und Air Distribution Concepts (ADC) in den USA.

Durch kontrolliertes Wachstum und Ankäufe ist die KE-Gruppe zwischenzeitlich zum weltgrößten Hersteller von textilen Luftverteilsystemen aufgestiegen.

KE-Partner

KE/EA-Vertragshändler

Der erste zertifizierte Cradle-to-CradleLüftungskanal der Welt CradleVent® ist der weltweit erste Lüftungskanal, der die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung des EPEAInstituts in Hamburg erhalten hat. CradleVent® ist unser Beitrag zu einem nachhaltigen, zukunftssicheren Produkt zur Luftverteilung in Büroräumen, Schulen, Labors, Sportstätten, öffentlichen Gebäuden und anderen Komfortbereichen.

Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz wird die Verwendung der gut dokumentierten CradleVent®Gebäudekomponenten für Bauunternehmer und Architekten immer attraktiver.

Die Geschichte der textilen Luftverteilung (TLV)

Textilkanäle wurden ursprünglich verwendet, um kalte Luft in Schlachthöfen einzublasen und große Mengen gekühlter Luft mit minimalem Luftzug zu verteilen. In den 1970er Jahren lag der Fokus auf der Funktion, nicht auf dem Design.

Zunächst handelte es sich um einen einfachen Baumwollbeutel, der an einem Kühlgerät befestigt war. Im Laufe der Zeit hat sich die Luftverteilung von der einfachen Einblasung zur Regulierung von warmer und kalter Luft über Düsen und Laserlöcher weiterentwickelt, wodurch sich der Anwendungsbereich erweitert hat, da das Segment nun nicht mehr nur Kühlräume, sondern auch sehr anspruchsvolle Komfortbereiche wie Büros und Schulen umfasst.

Eigene Weberei

KE Fibertec ist der weltweit einzige Hersteller von Textilkanälen, der eine eigene Weberei besitzt:

KE Fibertec Væveri AS. Das Familienunternehmen wurde 1972 gegründet und wird heute von der dritten Generation geleitet.

KE Fibertec Væveri fertigt ausschließlich Gewebe für textile Belüftungskanäle und ist damit weltweit einzigartig. Die umfassenden Kenntnisse des Unternehmens über diese Materialien kommen Ihnen als Kunde zugute.

Mit einer eigenen Weberei auf unserem Firmengelände können wir auf einen sehr flexiblen Kooperationspartner zugreifen, der unsere Wünsche und Anforderungen insbesondere im Hinblick auf Qualitätskontrolle und Versorgungssicherheit optimal erfüllen kann.

KE Fibertec Væveri stellt sehr hohe Anforderungen an seine Garnlieferanten, und alle Rohmaterialien unterliegen umfassenden Eingangskontrollen, um sicherzustellen, dass die Permeabilität (Luftdurchlässigkeit) auch nach zahlreichen Waschgängen unverändert ist.

Anhand eines Barcodes kann das Gewebe im Hinblick auf Herstellungsdatum, Permeabilität usw. vollständig zurückverfolgt werden - von der Garnspule bis hin zum fertigen, beim Endnutzer installierten Produkt.

Darüber hinaus fertigt die Weberei auch Spezialgewebe wie Nomex, GreenWeave, MultiWeave und antistatisches GreenWeave an.

KE Fibertec Væveri stellt eine große Anzahl von “Permeabilitätsarten” in vielen verschiedenen garngefärbten Farben her, insgesamt fast 100 verschiedene Produkte. Die Mehrheit der Materialien sind Cradle to Cradle-zertifiziert.

Vorteile von Textilkanälen

• Effiziente Luftverteilung und gutes Raumklima

• Flexibilität und maßgeschneiderte Lösungen

• Einzigartige Materialien und Farben

• Feuerfeste Materialien

• Hygienisch und einfach zu warten

Warum Textilkanäle?

Textilkanäle sind runde, halbrunde oder viertelrunde Leitungskanäle zur Einbringung und Verteilung von Luft. Anders als die meisten Lüftungskanäle bestehen sie nicht aus schwerem Material wie verzinktem Stahl, Edelstahl oder Aluminium, sondern aus leichtem Textil und sind gute Alternative zu Stahlkanälen.

• Hervorragende akustische Eigenschaften

• Keine Kondensation

• Einfache Montage und Regulierung

• Ergonomisch vorteilhaft durch geringes Gewicht

Gutes Raumklima

Textilkanäle eignen sich besonders gut für eine effektive, gleichmäßige und zugfreie Verteilung von Frischluft ohne „tote Bereiche“. Schwere und stagnierende Luft kann Kopfschmerzen und Müdigkeit verursachen. Textilkanäle sind leicht, flexibel und effektiv für eine gleichmäßige und zugfreie Luftverteilung, wodurch ein gesundes Raumklima in Räumen mit vielen Menschen gewährleistet wird.

Flexibilität und maßgeschneiderte

Lösungen

Die TLV-Systeme von KE Fibertec können in Dimension, Layout, Farbe und Material individuell angepasst werden, sodass sie zur Architektur und den Anforderungen des Gebäudes passen. Das System kann passiv, hybrid oder voll-aktiv sein.

Einzigartige Materialien und Farben

Als einziger Hersteller mit eigener Weberei bietet KE Fibertec speziell entwickelte Textilien an, die hinsichtlich gleichmäßiger Luftdurchlässigkeit, Schrumpfung nach dem Waschen, Farbechtheit und nicht zuletzt größtmöglicher Staubaufnahmekapazität (Dust Holding Capacity) optimiert sind.

Wir bieten eine große Auswahl an Standardfarben an, und gegen Aufpreis können die Textilien in einer beliebigen Farbe gemäß z. B. dem RALFarbsystem eingefärbt werden.

Leicht zu transportieren und zu montieren

Unsere Materialien wiegen 260–330 g/m², sodass ein TLV-System weit weniger wiegt als Stahlkanäle und kompakt verpackt geliefert wird. Die Aufhängeschienen werden für eine einfache und schnelle Installation auf Maß gekürzt.

Hauseigene Wäscherei

Alle Lüftungskanäle müssen irgendwann gewartet werden, egal ob es sich um Niederimpulssysteme handelt, wo die Luft durch die Oberfläche diffundiert und der Staub auf der Innenseite zurückgehalten wird, oder um Hochimpulssysteme, bei denen sich Induktionsstaub auf der Oberfläche und um die Zuluftsöffnungen absetzt. Der Vorteil eines Textilkanals besteht darin, dass er leicht abgenommen und gewaschen werden kann.

Vorteile der Wartung

Ein korrekt gewartetes textiles Lüftungssystem gewährleistet einen störungsfreien Betrieb von 20 bis 25 Jahren und bietet eine Reihe von Vorteilen:

Umweltfreundlicher Waschservice

KE Fibertec bietet ein umfassendes Wartungsprogramm mit eigenem Waschservice in Dänemark und in den meisten wichtigen Märkten. Alle Waschkonzepte wurden in Zusammenarbeit mit führenden Lieferanten entwickelt und gewährleisten einen schonenden und umweltgerechten Waschprozess.

Darüber hinaus bietet KE Fibertec eine zertifizierte antibakterielle Behandlung ohne schädliche Silberionen an.

Geringerer Energieverbrauch durch korrekten Druckverlust und weniger Verstopfung im Textilkanal. KE Fibertec bietet Stressberechnungen für ein optimales Waschintervall.

Gesünderes Raumklima, weil Staub und andere Partikel in der Luft während des Waschvorgangs zurückgehalten und ausgewaschen werden.

Längere Lebensdauer - und als zusätzlicher Vorteil kann die Produktgarantie mit einem offiziellen KE Fibertec-Waschvertrag auf bis zu 15 Jahre verlängert werden.

Waschservice

Green thinking by KE Fibertec

Die Geschichte von KE Fibertec

2030

KE Fibertec wird CO2-neutral in dänischen Fabriken (Scope 1/Scope 2)

2026-2027

Neubau und Renovierung unserer Fabrik in der Czechei. Heizung und Kühlung werden künftig durch energieeffiziente Wärmepumpen gewährleistet.

2028

Die CSRD-Berichterstattung in der Eigentümergruppe wurde auf 2028 verschoben.

2024

Einführung von durch Dritte verifizierten EPDs mit vollständiger CO2-Dokumentation. Erstellung eines internen ESG-Reportings (nachhaltige Belüftung).

KE Fibertec Væveri wird zu 100 % abfallneutral.

2022

KE Fibertec beteiligt sich an Climate Ready Production Company (Scope 1, 2 und 3). Strategische Zusammenarbeit bei der Wiederverwertung von ca. 35 Tonnen Textilabfällen. 62 % geringerer CO2-Fußabdruck durch Einführung einer neuen Verpackungslinie.

2020

Alle Garnabfälle werden zu Kederschnüren für die Montage von KE Fibertec Textilkanälen recycelt.

2016-2020

Fokus auf Energieoptimierung. Wasserbasierte Kühlung und neue Lüftungsgeräte.

1999

KE Fibertec Weberei wird in Vejen, gegründet.

2021-2025

Strategie „Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell“ 1: CO2-Neutralität 2: Abfall ist eine Ressource 3: Gebäudezertifizierungen 4: Gesunde Materialien

2023

Strategische Vereinbarung über die Wiederverwertung leerer Garnkonen zu neuen Produkten bei unserem Zulieferer. Das MultiWeave-Material wird Cradle-to-Cradle-zertifiziert.

2021

Zertifizierung nach den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. Vollständige Dokumentation nach DGNB-, BREEAM- und LEED-Standards.

2016

KE Fibertec ist das erste Unternehmen in Dänemark, das nach den neuen Normen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 rezertifiziert wird.

2012-2014

Zertifizierung nach dem Cradle to CradleStandard.

1998

ISO-Zertifizierung nach 9001 und 14001, später ISO 45001 genannt.

Green Thinking

KE Fibertec konzentriert sich auf Nachhaltigkeit und darauf, wie wir zu einer geringeren Umweltbelastung beitragen können.

Nachhaltigkeit ist aufgrund globaler Umweltprobleme und Ressourcenknappheit in der Baubranche von entscheidender Bedeutung. Das Cradle-to-CradleKonzept passt perfekt zu dieser Denkweise, da hier keine neuen Materialien verwendet werden, sondern Materialien, wo immer möglich, wiederverwendet werden. CradleVent® ist unser Vorschlag für ein zukunftssicheres und nachhaltiges Produkt zur Luftverteilung in Büroräumen, Schulen, Labors, Sporthallen, öffentlichen Gebäuden und anderen Komfortumgebungen.

KE Fibertec will innovativ und kreativ sein und weltweit Maßstäbe bei textilen Lüftungsprodukten setzen, sowohl in Bezug auf die Funktion als auch auf die Auswahl nachhaltiger Materialien. Wir wollen die Umwelt sowohl bei der Produktion als auch beim Transport so wenig wie möglich belasten:

• Aufgrund des geringen Gewichts der Textilkanäle ist der Kraftstoffverbrauch (und damit der Kohlenstoffausstoß) spürbar geringer als beim Transport der herkömmlichen Stahlkanäle.

• Ein korrekt dimensioniertes Textilkanalsystem kann bei einem geringeren Druckverlust im Vergleich zu einem herkömmlichen Stahlsystem mit Gittern oder Drallauslässen optimal funktionieren.

• Die Luftverteilung mit Textilkanälen ist besser. Es ist daher möglich, eine Lösung anzubieten, die keine ”unnötige” Luft aufnimmt. Das bedeutet Energieeinsparungen - und ein besseres Raumklima.

Mit der Wahl von Textilkanälen von KE Fibertec tun Sie etwas Gutes für die Umwelt.

Leichtere Montage

KNOW-HOW

FETIMEEXTENSION

Garantie Service und Wartung (Waschen)

tation

Design und Technik

GREEN TH I N K I GN

Materialien

Gebäudezertifizierung

UN Weltziele

UmweltKartierung

Recycling

CO2Reduzierung

KNOWHOW

Wir liefern die beste Qualität auf dem Markt und pünktlich. Wir gehen keine Kompromisse bei der Qualität des Designs, der Dokumentation oder der fertigen Produkte ein. Unser Ziel ist es, ein professioneller Partner mit hohen Anforderungen an unsere Dienstleistungen, aber auch mit hohen Erwartungen und Anforderungen an unsere Lieferanten und Partner zu sein.

LÄNGERE PRODUKTLEBENSDAUER

Ein sauberer Textilkanal sorgt für ein gesundes Raumklima und kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Wirtschaftlichkeit der Anlage. Mit einem Service- und Wartungs-programm bieten wir unseren Kunden Lüftungs-lösungen mit längerer Lebensdauer.

GEBÄUDEZERTIFIZIERUNG

Mit unserer Cradle-to-Cradle-Produktzertifizierung unterstützen wir eine Reihe internationaler Gebäudezertifizierungen wie LEED Version 4 und BREEAM, NL.

RECYCLING

Das gesamte Aluminium, das in den Montageschienen verwendet wird, und alle Aufhängungswülste werden zu einem hohen Anteil aus recyceltem Material hergestellt. Für alle C2C-Produkte bieten wir ein Rückkaufprogramm an, wenn die Textilkanäle nicht mehr funktionsfähig sind.

CO2-REDUZIERUNG

Der gesamte Strom, den KE Fibertec und KE Fibertec Væveri verbrauchen, stammt aus Windkraftanlagen und ist somit CO2-neutral.

KE Fibertec hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral zu werden. Darüber hinaus ist

KE Fibertec nach ISO 14001:2015 (Umwelt-standard) zertifiziert.

UN WELTZIELE

Seit 2021 sind die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ein zentraler Bestandteil unseres Ansatzes zur Nachhaltigkeit. Wir haben vier spezifische Ziele ausgewählt, nämlich die Ziele 6, 7, 8 und 12, auf die wir uns gezielt konzentrieren.

UMWELTKARTIERUNG

Um den Ressourcenverbrauch zu begrenzen und zu überwachen, führt die KE Fibertec-Gruppe alle drei Jahre eine Umweltkartierung durch.

Cradle to Cradle

Seit KE Fibertec 2012 durch das EPEA-Institut in Hamburg Cradle to Cradle-zertifiziert wurde, hat sich viel getan. Anfangs gab es nur einen weißen CradleVent-Kanal, aber heute können wir einen Großteil unseres Materialprogramms in einer Reihe von Farben (Dope-Dyeing-gefärbtes Garn) anbieten, die gemäß dem Nachhaltigkeitsstandard zugelassen sind.

Der Cradle-to-Cradle-Standard besteht aus fünf grundlegenden Elementen (siehe unten) und geht weit über die einmalige Wiederverwertung eines Prozentsatzes von Flaschen oder anderen Abfallstoffen (von der Wiege bis zur Bahre) hinaus. Im Cradle-toCradle-Konzept wird Abfall als Rohstoff für eine neue Produktion betrachtet, wodurch ein Gleichgewicht im Kreislauf entsteht.

KE Fibertec arbeitet mit den Cradle-to-CradleElementen, wie unten beschrieben.

Cradle to Cradle Certified®

Product Scorecard

MATERIAL HEALTH

Version 3.1 BRONZE

MATERIAL REUTILIZATION

Version 3.1 GOLD

RENEWABLE ENERGY & CARBON MANAGEMENT

Version 3.1

WATER STEWARDSHIP

Version 3.1 BRONZE

SOCIAL FAIRNESS

Version 3.1

Materialgesundheit

Ziel ist es, dass die Produkte von KE Fibertec nur aus Materialien und Substanzen bestehen, die zu 99,99% für den Menschen harmlos sind.

Kreislauffähigkeit

Ziel ist es, eine möglichst hohe Recyclingquote zu erreichen. Die Quote unserer Produkte liegt im Jahr 2021 bei 18-25%. KE Fibertec bietet einen Rückkaufvertrag für alle CradleVent-Bestellungen an.

(Einsatz) Erneuerbare Energien

KE Fibertec nutzt derzeit 100% Windkraft und wir arbeiten an einer Umstellung von Gas auf eine CO2-neutrale Energiequelle zum Heizen. Ziel von KE Fibertec ist es, bis 2030 CO2-neutral zu sein.

Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

Das gesamte Abwasser wird in einer Kläranlage gesammelt und behandelt. Das Garnfärben wird anstelle des Stückfärbens verwendet, wodurch eine Abwassereinsparung von ca. 67% erreicht wird.

Soziale Gerechtigkeit

Alle Hauptlieferanten von KE Fibertec haben die 10 Grundsätze des UN Global Compact unterzeichnet.

Nachhaltigkeit in der Praxis

Unsere Weberei verwendet alle überschüssigen Kettfäden, um Kederschnüre herzustellen, die bei der Montage der Textilkanäle in den Aufhängungsschienen verwendet werden.

Das überschüssige Garn wird auf größeren Spulen zurückgespult und zu 100% recycelt.

Daher gibt es typisch einen Farbunterschied im Kern der Kederschnüre, der jedoch immer mit Material bedeckt ist, das die gleiche Farbe wie der Textilkanal hat.

Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die Keder-schnüre automatisch die gleichen Zertifikate wie die anderen Materialien von KE Fibertec haben, z. Cradle to Cradle, UL 2518, EN 13501 (B-s1-d0) Brandschutzzertifikate, und zusätzlich sind sie auf 0,5% einlaufstabilisiert.

Die überschüssigen Plastikspulen werden zum Recycling an unseren Lieferanten von DireJetDüsen geschickt. Weitere Informationen darüber, wie wir unsere Lösungen optimieren und Produktionsabfälle wiederverwerten, finden Sie in unserer Nachhaltigkeitsbroschüre.

EPD (Environmental Product Declaration)

KE Fibertec bietet bei allen Projekten die Berechnung der Umweltauswirkungen des Textilkanalsystems an.

Die Werte werden als CO2-Äquivalente angegeben, indem alle Treibhausgase umgerechnet werden, damit sie mit anderen Lösungen verglichen werden können.

Die CO2-Äquivalente werden in unserem TBV Designer-Programm dynamisch berechnet und basieren auf der LCA-Analyse (Life Cycle Assessment), die von 2.-0 LCA Consultants in Aalborg erstellt wurde.

Beispiel:

Die Umweltbelastung für einen Ø500 x 10.000 mm

Textilkanal, der in einer Safetrack-Schiene aufgehängt ist, beträgt 116 kg CO2-Äquivalent bei einer Gesamtluftmenge von 5.000 m3/h.

Wahl des Systems

Textile Luftverteil-

systeme von KE Fibertec sorgen für ein gutes Raumklima in allen Gebäudetypen.

EINZIGARTIGE MATERIALIEN

Unsere Textilien werden in unserer eigenen Weberei mit Fokus auf optimale Luftverteilung, gleichmäßige Durchlässigkeit, hohe Staub-transportfähigkeit, minimale Schrumpfung und Standardfarben ohne Aufpreis gewebt.

Wo werden die Produkte eingesetzt?

Textilkanäle können für fast alle Arten von Einsatzbereichen und Konstruktionen verwendet werden. Sie eignen sich zum Heizen, Kühlen, Lüften oder als Ersatzluftsystem. KE Fibertec und unsere Partner haben seit vielen Jahren eine große Referenzdatenbank aller denkbaren Einsatzbereichen aufgebaut. Daher können wir garantieren, dass wir auch eine Lösung für Ihre Anfrage haben. Weitere Referenzen finden Sie unter www.ke-fibertec.de.

Warum Textilkanäle?

Flexibilität und maßgeschneiderte Designs sind die Hauptmerkmale der textilen Luftverteilsysteme (TLV) von KE Fibertec. So erhalten Sie genau die Größe, die für Ihr Gebäude am besten geeignet ist.

Gleichzeitig können Sie aus einem nahezu unbegrenzten Angebot an Systemlayouts, Farben und Materialien wählen und entscheiden, ob das TLV-System passiv, hybrid oder aktiv sein soll. Kurz gesagt, die Möglichkeiten zur Erzielung einer optimalen Luftverteilung können nicht größer sein.

EFFIZIENTE LUFTVERTEILUNG

Textilkanäle eignen sich besonders gut für eine effektive, gleichmäßige und zugfreie Verteilung von Frischluft ohne „tote Zonen“. Schwere und stagnierende Luft kann Kopfschmerzen und Müdigkeit verursachen. Die Textilkanäle von KE Fibertec sorgen für einen effektiven Luftaustausch und ein gutes Raumklima in Schulen, Büros, Geschäften, Ausstellungsräumen und anderen Räumlichkeiten, in denen sich viele Menschen aufhalten.

EINFACH ZU HANDHABEN

Unsere Materialien wiegen nur 260–330 g/m², sodass ein TLV-System deutlich leichter ist als Stahlkanäle. Die Textilkanäle sind einfach zu handhaben und zu transportieren, da sie gefaltet und in Kartons mit einem Gewicht von maximal 25 kg verpackt werden können. Die Aufhängeschienen werden in angepassten Längen geliefert, was die Montage schnell und einfach macht.

HYGIENISCH UND EINFACH ZU WARTEN

Alle TLV-Systeme lassen sich leicht abnehmen und in einer normalen Waschmaschine waschen. Die Materialien nehmen nur wenig Wasser auf – selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit – und sind für den Einsatz in Lebensmittelumgebungen zugelassen. In sehr feuchten Umgebungen wird eine Antibac-Behandlung empfohlen, die vor Schimmel und Bakterien schützt. Diese wirkt jedoch nur bei einer Luftfeuchtigkeit von über 85%.

NACHHALTIGE BELÜFTUNG

Unsere Produktion ist nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001:2015 zertifiziert. Beim Transport und der Entsorgung von Textilkanälen werden weniger CO2-Emissionen erzeugt als bei konventionellen Stahlkanälen. CradleVent® ist der weltweit erste Cradle-to-Cradle-Belüftungskanal für nachhaltige Gebäude. Textilkanäle ermöglichen eine effizientere Luftverteilung als Stahlkanäle und benötigen daher weniger Energie

Richtlinien zur Wahl des optimalen Luftverteilsystems

Im folgenden Abschnitt haben wir eine Produktmatrix nach Raumtyp im Hinblick auf die beste Produktwahl ausgearbeitet. Der Grundgedanke bei der Wahl des besten Produkts ist „Investition mit Mehrwert“.

Einsatzbereich:

Komfort

Showrooms

Labore

Selbstverständlich können in einem bestimmten Anwendungsfall auch andere Produkte eingesetzt werden, wenn besondere Parameter dies erforderlich machen.

Empfohlenes System:

KE-Low Impulse System

KE-Interior System

CradleVent®

FBS Panels

KE-Inject Hybrid System

KE-DireJet System

CradleVent®

KE-Low Impulse System

KE-Interieur System

CradleVent®

FBS Panels

KE-Inject Hybrid System

KE-DireJet System

CradleVent®

KE-Low Impulse System

KE-DireJet System

KE-Inject Hybrid System

KE-Low Impulse System

KE-DireJet System

KE-Low Impulse System

Belüftungsart:

Niederimpulslüftung/ Verdrängungslüftung

Hybridlüftung

Mischlüftung

Hybridlüftung

Niederimpulslüftung/ Verdrängungslüftung

Hybridlüftung

Mischlüftung

Niederimpulslüftung/ Verdrängungslüftung

Hybridlüftung

Mischlüftung

Niederimpulslüftung/ Verdrängungslüftung

Hybridlüftung

Mischlüftung

KE-Referenzen für Komfortlüftung

Büros, Kantinen, Schulen, Kindergarten, Auditorien

Broomfield Hospital, England

Callcenter, Deutschland

Nordager Schule, Dänemark

KE-Referenzen für Showrooms/Öffentliche Gebäude

Showrooms, Supermärkte, Läden, Restaurants, Atrien, Messezentren

Restaurant, Deutschland

Nationalmuseum, Norwegen

Messe Friedrichshafen, Deutschland

KE-Referenzen für Labore Produktion, Reinraumlabore

Pfizer Research Centre, England

Techn.park Heidelberg, Deutschland

Weitere Referenzen unter www.ke-fibertec.de

MAX IV, Schweden

KE-Referenzen für industrielle Lüftung Produktionsräume, Lagerräume, Druckereien, Autowerkstätten

Deutschland

BluhmWeber, Deutschland

LM Wind Power, Dänemark

KE-Referenzen für industrielle Kühlung Ausgleichskühlräume, Verarbeitungsräume, Lagerhallen, Lebensmittelterminals

Kaffeerösterei, Deutschland

Arla Foods, Schweden

KE-Referenzen für Sport und Freizeit Hallenbäder, Sporthallen, Fitness-Studios, Eishallen

Relax Fitness, Deutschland
Basildon Sporting Village, England
Fitness B43-1, Deutschland
Edmund Münster,
Dalehead Foods, England

TLV Produkte

Unsere TLV-Lösungen zeichnen sich durch Flexibilität und die Möglichkeit einer maßgeschneiderten Gestaltung aus.

Primärprodukte

KE Fibertec entwickelt und vermarktet drei primäre Produktgruppen für die TLV, die jeweils in drei verschiedenen Geometrien erhältlich sind. Bei den passiven Niederimpulssystemen diffundiert die Luft durch ein luftdurchlässiges Material. Bei Hochimpulssystemen wird die Luft ausschließlich durch Löcher (KE-Inject System) oder Düsen (KE-DireJet System) verteilt. Die Hybridversionen sind eine Kombination aus den passiven Niederimpulssystemen und den Inject, bzw. DireJet Systemen.

Produktsortiment: Niederimpulssysteme

KE-Niederimpulssystem

Das Luftverteilprinzip von Textilkanälen

Das Luftverteilprinzip von Textilkanälen unterscheidet sich wesentlich von einem mit Stahlkanälen und herkömmlichen Luftverteilarmaturen bestückten Belüftungssystem. Die meisten Architekten, Berater und Installateure der Lüftungsbranche kennen die übergeordneten Prinzipien textiler Belüftungssysteme, nicht alle jedoch auch die neuesten Produktvarianten und Designmöglichkeiten.

KE-Interieur System (D)

KE-Interieur System (½D)

Produktsortiment: Hochimpulssysteme

KE-Inject System

KE-DireJet System

KE-Inject System (D)

KE-DireJet System (D)

Produktsortiment: Hybridsysteme

KE-Inject Hybridsystem

KE-DireJet Hybridsystem

KE-Inject Hybridsystem (D)

KE-DireJet Hybridsystem (D)

KE-Inject System (½D)

KE-DireJet System (½D)

KE-Inject Hybridsystem (½D)

KE-DireJet Hybridsystem (½D)

Niederimpulssysteme

KE Fibertec bietet KE-

Niederimpuls mit runden

Kanälen und KE-Interieur mit halb- oder viertelrunden

Kanälen an. Beide Systeme verwenden das gleiche

Aufenthaltszone bei Niederimpulssystemen

Die Aufenthaltszone ist der Bereich in einem Raum, wo Personen sich längere Zeit aufhalten. Sie ist als die Zone definiert, wo das Raumklima auf allgemeinem Niveau zu halten ist.

Die Aufenthaltszone ist kein festgelegter Bereich, sondern eine Zone, die für jedes Projekt in Absprache mit Architekten und Bauherrn definiert wird. Die Aufenthaltszone wird oft als Zone vom Boden bis 1,8 m Höhe bei stehender Tätigkeit bzw. 1,1 m bei sitzender Tätigkeit bestimmt.

Nahzone bei Niederimpulssystemen

Für horizontale Niederimpulssysteme ist die Nahzone als Zone unter dem Textilkanal definiert, wo das Risiko von „kaltem Niederschlag“ oder Zugluft am größten ist. Die Breite der Nahzone ist mit max. 3 x Kanaldurchmesser zu veranschlagen.

Für vertikale Niederimpulssysteme ist die Nahzone als die lokale Zone um den Kanal herum definiert, wo im Vergleich zu den Komfortanforderungen des Raumes hohe Luftgeschwindigkeiten (je nach Raumkategorie) auftreten können.

Horizontale Niederimpulssysteme

Das Luftverteilungsprinzip für horizontale Niederimpulssysteme beruht auf passiver thermischer Verdrängung, bei der die Luft mit einer Untertemperatur im Vergleich zur Raumtemperatur eingeblasen wird. Aufgrund des Dichteunterschiedes (die gekühlte Luft ist schwerer als die wärmere Raumluft) wird die Raumluft unter dem Kanal verdrängt, und die Einblasluft bewegt sich weiter in Richtung Fußboden. Die Strömung im Raum beruht danach auf natürlichen Luftbewegungen: Die Luft wird durch den Dichteunterschied und Konvektionsströme von wärmeerzeugenden Aktivitäten und Prozessen bewegt - daher die Bezeichnung „thermische Verdrängung“.

Eine starke Wärmequelle führt zu größeren Konvektionsströmungen und damit kräftigerem Aufsteigen und stärkerem Mitreißen der Luft um die Wärmequelle. Damit entsteht eine Schichtung in den belüfteten Räumen, wobei Wärme und Verunreinigungen aus der Aufenthaltszone weggeführt und unter der Decke abgesaugt werden sollten.

Zone 1

Die Strömungen in Zone 1 sind in hohem Maße abhängig von der Kühlleistung je laufenden Kanalmeter (W/m). Eine hohe Kühlleistung führt zu einer kräftigeren Beschleunigung der Einblasluft in Zone 1, wo die Luft herabfällt und sich mit der Umgebungsluft mischt.

Zone 2

Die wärmere Raumluft wird von der gekühlten Luft aus dem Niederimpulskanal verdrängt. In Zone 2 wird die umgebende Raumluft bei Niederimpulsströmungen so gut wie nicht mitgerissen, was die Geschwindigkeit mindern würde, bevor die Strömung die Aufenthaltszone erreicht. Daher führt ein höheres ΔT zu einer höheren Endgeschwindigkeit beim Eintritt in die Aufenthaltszone.

Zone 3

Die Breite der Nahzone ist ebenfalls überaus abhängig von der Kühlleistung je laufenden Kanalmeter. Je höher die Kühlleistung, desto schmaler die Nahzone. Beim Eintritt in die Aufenthaltszone kann die Breite max. 3 x Durchmesser des Niederimpulskanals betragen.

Ein Niederimpulssystem kann nur für Kühlzwecke oder zur Verteilung von großen Mengen isothermer Luft dienen, da warme Luft sich als Polster unter der Decke ansammeln würde. Dies hat einen Kurzschlussströmung zur Folge.

KE Fibertecs textile Luftverteilsysteme sind aus schwerentflammbaren Polyestergarnen gewebt. Die Textiloberfläche wirkt wie ein feinmaschiges Fadennetz; die Einblasluft dringt mit sehr niedriger, gleichmäßiger Geschwindigkeit (in der Regel 0,1 m/s) durch die Oberfläche. Soll die Luft nach dem Niederimpulsprinzip verteilt werden, so sollte die Ausblasgeschwindigkeit aus dem Textilkanal unter ca. 0,40-0,50 m/s gehalten werden.

Dies ist der Grenzwert für beginnendes Mitreißen und Mischung der Raumluft in der Niederimpulsströmung. Die nachstehende Abbildung zeigt das Luftverteilungsprinzip für horizontale Niederimpulssysteme.

Zone 1
Zone 2
Zone 3
Nahzone

Wie auf der vorhergehenden Seite beschrieben, ist die Kühlleistung je laufenden Kanalmeter entscheidend für den Luftstrom unter dem Kanal.

Auch die Platzierung von einer Wärmequelle im Raum hat großen Einfluss auf den Luftstrom. Folgende Parameter sind entscheidend für Luftgeschwindigkeit und Lufttemperatur unter dem Kanal:

Kühlleistung je laufenden Kanalmeter

Hoher Leistungsbedarf führt zu höheren Ausblasgeschwindigkeiten und höherer Temperaturdifferenz zwischen Raumtemperatur und Einblastemperatur (ΔT). Beide Parameter führen zu einer Erhöhung der Luftgeschwindigkeit.

Platzierung von Wärmequellen

Messungen haben ergeben, dass gleichmäßig verteilte Fußbodenwärme eine kräftigere Beschleunigung der Einblasluft mit sich führt als Wärmequellen oben (1,5 m bis 2,0 m) über Fußbodenniveau.

Im Gegensatz zur Kühlleistung je laufenden Kanalmeter hat der statische Überdruck, der den Textilkanal aufbläst, keinen besonderen Einfluss auf die Verbreitung der Strömung im Raum. Ungeachtet der Stärke des Überdrucks im Kanal reicht die Kraft (Impuls) des Strahls nicht für eine Eindringung der Luft aus, wie sie in KE Fibertecs Hochimpulssystemen möglich ist.

Wie bereits dargelegt, ist es wichtig, die Verteilung der Wärmebelastung im Raum zu klären, da es einen erheblichen Unterschied macht, ob die Wärmebelastung von Maschinen, Personen oder Beleuchtung stammt oder ob es sich überwiegend von Transmissionswärme aus angrenzenden Räumen handelt. Da Niederimpulsströmungen allein von der Thermik bestimmt werden, ist die Anordnung von Wärmequellen und wärmeerzeugenden Prozessen ein sehr wichtiger Parameter bei der Berechnung von Niederimpulsströmungen.

In KE Fibertecs Raumkategorisierung ist die normal vorkommende Wärmeverteilung in verschiedenen Typen von Räumen berücksichtigt. Die Raumkategorisierung gibt klare Richtlinien für die Höhe der Kühlleistung, die bei verschiedenen Anforderungen an das Komfortniveau eingebracht werden kann.

Der statische Überdruck, der den Textilkanal aufbläst, hat nicht genug Impuls für eine Eindringung der Luft, wie sie in KE Fibertecs Hochimpulssystemen möglich ist. Wegen des Dichteunterschieds zwischen Einblasluft und Raumluft fällt die Einblasluft unmittelbar nach dem Austritt durch die Textiloberfläche nach unten.

Befinden sich vor allem große, konzentrierte Wärmequellen im Raum, so ist es wichtig, die Niederimpulskanäle niedrig und zwischen den Wärmequellen verteilt anzubringen, so dass ein guter Verdrängungseffekt erzielt wird. Eine unnötige Mischung der verunreinigten Luft aus der oberen Zone mit dem konvektiven Wärmeauftrieb von Maschinen wird damit vermieden.

Auf diese Weise wird eine wirkungsvolle Durchlüftung der Arbeitszonen unter den Textilkanälen erzielt. Es ist wichtig, Anzahl und Platzierung der Textilkanäle genau auf die Maschinen abzustimmen und den Kanal der gesamten Länge der Wärmequelle anzupassen.

Sind die Wärmequellen gleichmäßiger verteilt - wie z. B. in einem Büro - so sollten die Niederimpulskanäle in den Gangflächen oder an den Wänden angeordnet werden, um kalten Niederschlag an festen Arbeitsplätzen zu vermeiden.

Platzierung von Wärmequellen

An Wärmequellen steigt die Konvektionswärme auf und trifft in einem bestimmten Verbreitungswinkel auf die absinkende Luft, die aus den Textilkanälen austritt. Dieses Phänomen ist auch bei großen Fensterfronten bekannt, wo die Konvektionswärme von Heizkörpern unter den Fenstern dem Herabfallen von Kälte entgegenwirkt.

Ist die Wärmequelle hoch angeordnet, so ist die resultierende Luftgeschwindigkeit um einiges niedriger, wenn die Strömung in die Aufenthaltszone gelangt. d.h., wenn die abwärts gerichtete Luftgeschwindigkeit höher als die der aufsteigenden warmen Luft ist, wird der Luftstrom weiter nach unten strömen, wenn auch mit verminderter Geschwindigkeit.

Theoretisch ist es möglich, Konvektionsgeschwindigkeiten über allen gängigen Wärmequellen zu berechnen. Ist die Luftgeschwindigkeit unter dem Niederimpulskanal bekannt, so ist es im Prinzip möglich, die resultierende Luftgeschwindigkeit zu berechnen. Dieses Verfahren ist jedoch keineswegs zu empfehlen. Aus der Praxis sind zahlreiche Beispiele bekannt, dass die kalte Strömung zur Seite „ausschlägt“, von der Mittelachse des Kanals abgelenkt wird und mit höherer als der berechneten Geschwindigkeit weiter verläuft - mit der Gefahr von Zugluft.

Wenn die aufsteigende Konvektionswärme die Niederimpulsströmung blockiert, kann eine unerwünschte Schichtung mit kalter Luft oben und warmer Luft unten entstehen. Um einen plötzlichen kalten Niederschlag zu vermeiden, ist ein ausgewogenes System wichtig.

Auch die Anordnung der Absaugung beeinflusst die Luftverteilung im Raum. Rückströmungen zu einer Absaugöffnung in Fußbodenhöhe können insbesondere in kalten Produktionsräumen als Zugluft empfunden werden. In der Regel ist zu empfehlen, Absaugöffnungen in Deckenhöhe verteilt anzuordnen. Auch große Tore oder Fenster, die häufig geöffnet werden, haben Einfluss auf die Luftverteilung, da ungleiche Druckbedingungen einen Zustrom von Außenluft und Luft aus angrenzenden Räumen verursachen können.

Die nachstehenden Abbildungen veranschaulichen das Strömungsmuster um ein vertikales KE-Niederimpulssystem beim Heizen, Belüften und in zwei

A

B

C

D

Kühlsituationen mit unterschiedlicher Kühlleistung je laufenden Kanalmeter.

∆T < 0°C

Die erwärmte Zuluft legt sich wie ein Polster unter die Decke. Daher eignen sich Niederimpulssysteme nicht für Heizzwecke.

∆T = 0°C

Das Einblasen isothermer Luft führt zu einem sehr diffusen Strömungsmuster. In der Regel wird eine abwärts gerichtete Luftbewegung angestrebt (in Richtung Aufenthaltszone). In solchen Fällen ist zu empfehlen, die Ausblasgeschwindigkeit auf 0,40-0,50 m/s zu erhöhen - der Grenzwert, wenn die Luft nach dem Niederimpulsprinzip eingeblasen werden soll. Bei Ausblasgeschwindigkeiten über 0,50 m/s ist mit einem beginnenden Mitreißen der umgebenden Raumluft zu rechnen.

∆T < 3°C

Das Einblasen von gekühlter Luft führt zu dem charakteristischen abwärts gerichteten Strömungsmuster, das Niederimpulsbelüftung mit Textilkanälen kennzeichnet. Das Einblasen mit mäßiger Kühlleistung führt unter normalen Bedingungen nicht zu Komfortproblemen in der Nahzone - auch nicht bei still sitzenden Personen. Die maximale Kühlleistung hängt natürlich vom Abstand zwischen Niederimpulskanal und Aufenthaltszone ab.

∆T > 5°C

Mit der Steigerung der Kühlleistung je Kanalmeter ändert sich das Strömungsmuster unter dem Niederimpulskanal: Die Nahzone wird schmaler, und Luftgeschwindigkeiten und Lufttemperaturen senkrecht unter dem Kanal können zu Unbehagen führen. Das Einblasen von sehr kalter Luft mit einer Kühlleistung von über 700 W/Kanalmeter sollte nur dann erfolgen, wenn der Komfort eine untergeordnete Rolle spielt. Es ist zwar möglich, sehr hohe Kühlleistungen einzubringen, zu beachten ist jedoch, dass die Luftverteilung nicht 100% optimal ist.

∆T < 0°C

∆T = 0°C

∆T < 3°C ∆T > 5°C

Vertikale Niederimpulssysteme

Das Luftverteilungsprinzip für vertikale Niederimpulssysteme beruht wie bei horizontalen Systemen auf passiver thermischer Verdrängung, bei der die Luft mit einer Untertemperatur im Vergleich zur Raumtemperatur eingeblasen wird. Die Einblasluft wird wie bei der herkömmlichen Verdrängungslüftung am Boden direkt in der Aufenthaltszone zugeführt. Damit entsteht eine geschichtete Strömung, wobei die gekühlte Einblas-luft unter der wärmeren Raumluft in den Raum strömt.

Wie auch bei horizontalen Niederimpulssystemen beruht die Strömung im Raum auf natürlichen Luftbewegungen, wobei die Luft von Dichteunterschieden und Konvektionsströmungen von Wärme abgebenden Aktivitäten und Prozessen bewegt wird. Die Konvektionsströmungen an Wärmequellen erzeugen eine vertikale Luftströmung im Raum, wodurch sich eine untere saubere Zone und eine obere verunreinigte Zone ergeben. Eine hohe Wärmeaktivität von Wärmequellen führt zu größeren Konvektionsströmungen und damit kräftigerem Aufsteigen und stärkerem Mitreißen der Luft um die Quelle.

Da die kalte Einblasluft nur in geringem Maße vermischt wird, ist es wichtig, dass die Luft mit niedriger Geschwindigkeit und geringer Temperaturdifferenz eingeblasen wird. Andernfalls besteht die Gefahr eines „kalten Niederschlags“ aus dem Kanal und damit die Gefahr von Zugluft am Boden.

Die Systeme können wie horizontale Niederimpulssysteme nur für Kühlzwecke oder zur Verteilung von isothermer Luft angewandt werden, da warme Luft sich als Polster unter der Decke ansammelt.

Vertikale Niederimpulssysteme eignen sich besonders bei hoher Deckenhöhe mit Wärmeüberschuss und Verunreinigung, da Wärme und verunreinigende Partikel unter die Decke geführt werden. Wegen der vertikalen Aufwärtsströmung im Raum gelangen Wärme und Verunreinigungen nicht in die Aufenthaltszone zurück. Die nachstehende Abbildung zeigt das Prinzip der vertikalen Niederimpulslüftung.

Zone 3

Zone 1

Zone 2 Nahzone

Zone 1

Die Strömungen in Zone 1 sind in hohem Maße abhängig von der Kühlleistung je laufenden Kanalmeter. Eine hohe Kühlleistung führt zu einer kräftigeren abwärts gerichteten Beschleunigung der Einblasluft in Zone 1.

Zone 2

Die Nahzone, in der sich keine ständigen Arbeitsplätze befinden sollten, wird als die Entfernung vom Kanal definiert, die erforderlich ist, um die Geschwindigkeit auf ein im Hinblick auf die Komfortanforderungen annehmbares Niveau zu senken. Die Länge der Nahzone ist in hohem Maße abhängig von der Kühlleistung.

Zone 3

Es ist sehr wichtig, die Luftmenge aus dem vertikalen Niederimpulssystem dem Kühlbedarf anzupassen und dafür zu sorgen, dass die zugeführte Luftmenge zumindest gleich oder größer als die von den Wärmequellen erzeugten Konvektionsströmungen ist. Dadurch wird der beste Verdrängungseffekt und eine saubere untere sowie eine verunreinigte obere Zone erzielt.

Die vertikalen Textilkanäle leiten Frischluft direkt in die Aufenthaltszone, so dass eine natürliche Schichtung im belüfteten Raum entsteht. Das führt zu einem Temperaturgradienten im Raum mit der kältesten Luft unten und der wärmsten oben. Dies lässt sich vorteilhaft für Einsparungen bei der Kühlleistung nutzen, da die dem Raum entzogene Kühlleistung direkt proportional zum Temperaturunterschied zwischen Einblasen und Absaugen ist. Erfolgt die Absaugung oben im Raum, so ist diese wärmer als die Raumluft in der Aufenthaltszone. Damit ist es möglich, dieselbe Leistung mit einer höheren Einblastemperatur aus dem Raum zu entfernen. Das führt zum einen zu Einsparungen beim Betrieb der Kühlfläche und zum anderen kann man über längere Zeiträume im Laufe des Jahres freie Kühlung anwenden.

Die erforderliche Kühlleistung bildet zusammen mit etwaigen Komfortanforderungen die Grundlage für die Bestimmung der Einblasluftmenge und Einblastemperatur. Eine genaue Bestimmung der erforderlichen Kühlleistung setzt die Berechnung interner und externer Wärmebelastungen und die Berücksichtigung der Wärmespeicherung im Gebäude voraus.

Bei der Verdrängungslüftung führen die Komfortanforderungen neben Anforderungen an Luftgeschwindigkeit und Lufttemperatur auch Anforderungen an den maximal zulässigen Temperaturgradienten in der Aufenthaltszone mit sich. KE Fibertec empfiehlt, dass der maximale Temperaturgradient in der Aufenthaltszone 1-2°C/m nicht übersteigt, da größere Unterschiede als Zug empfunden werden.

Der vertikale Temperaturgradient lässt sich näherungsweise nach der so genannten 50 %-Regel berechnen, nach der die Hälfte des Temperaturanstiegs vom Einblasen zur Absaugung am Boden erfolgt, während die andere Hälfte zwischen Boden und Decke erfolgt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an KE Fibertecs Entwicklungsabteilung.

Die Projektierung eines Lüftungssystems mit vertikalen Niederimpulskanälen erfordert umfassendes Wissen über die Wärmeverteilung im Raum.

Von entscheidender Bedeutung ist die korrekte Dimensionierung der Belüftungsanlage, um den Komfort in den Arbeitszonen des Raumes zu berücksichtigen und dafür zu sorgen, dass die warme und verunreinigte Luft nach oben aus der Aufenthaltszone abgeführt wird. Zur Verdrängung der verunreinigten Luft ist es wichtig, dass die zugeführte Luftmenge zumindest der gesamten Konvektionsströmung im Raum entspricht. Ist dies nicht der Fall, so wird die Front der verunreinigten Luft nach unten in die Aufenthaltszone verlagertmit der Folge einer geringeren Effizienz.

Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Umfang der Konvektionsströmungen im Raum, u. a. Form, Fläche und Oberflächentemperatur der Wärmequellen, aber auch Faktoren wie die Umgebungstemperatur im Raum. Daher ist es oft problematisch, die genauen Konvektionsströmungen zu bestimmen. Stattdessen müssen Tabellenwerte benutzt werden.

Raumhöhe

Die nachstehenden Abbildungen veranschaulichen das Strömungsmuster um ein vertikales KE-Niederimpulssystem beim Heizen, Belüften und in zwei

A

B

C

D

Kühlsituationen mit unterschiedlicher Kühlleistung je laufenden Kanalmeter.

∆T < 0°C

Das Einblasen erwärmter Luft führt zur Bildung eines Luftpolsters unter der Decke. Daher eignet sich das System nicht zum Heizen. Das Eindringen der erwärmten Luft erzeugt jedoch bis zu einem gewissen Maße eine Luftumwälzung in kleineren Räumen. Daher kann das System bis zu einem gewissen Grad zum Beheizen des Raumes vor der Arbeits- bzw. Nutzungszeit genutzt werden.

∆T = 0°C

Das Einblasen von isothermer Luft führt zu einem sehr diffusen Strömungsmuster, das keinen nennenswerten Verdrängungseffekt mit sich führt. Die Systeme eignen sich bis zu einem gewissen Grad für die Zufuhr von Austauschluft.

∆T < 3°C

Wird leicht gekühlte Luft eingeblasen, so fällt die Luft langsam zu Boden und verteilt sich gleichmäßig um den Kanal. Bei Wärme erzeugenden Aktivitäten und Prozessen reißen die Konvektionsströmungen die Einblasluft mit, wodurch eine Schichtung im Raum entsteht, bei der Wärme und Verunreinigungen aus der Aufenthaltszone abgeführt und unter der Decke abgesaugt werden können.

∆T > 5°C

Wird sehr kalte Luft eingeblasen, so sinkt die Luft schnell zum Boden, so dass die Gefahr von Zugluft um den Kanal steigt, da Länge und Breite der Nahzone um den Kanal sich erhöhen. Bei wärmeerzeugenden Aktivitäten und Prozessen reißen die Konvektionsströmungen die Einblasluft mit, wodurch eine Schichtung im Raum entsteht, bei der Wärme und Verunreinigungen aus der Aufenthaltszone abgeführt und unter der Decke abgesaugt werden können.

∆T < 0°C

∆T < 3°C
∆T > 5°C
∆T = 0°C

Hochimpulssysteme

KE Fibertec bietet zwei

Produkte für textile

Hochimpulslüftung an, das KE-Inject und das

KE-DireJet System. Beide Systeme können mit runden, halbrunden oder viertelrunden Kanälen ausgeführt werden.

KE-Inject System

KE-DireJet System

Aufenthaltszone

Aufenthaltszone bei Hochimpulssystemen

Wie bei der Niederimpulslüftung ist die Aufenthaltszone kein standardisierter Bereich, sondern eine Zone, die für jedes Projekt in Absprache mit Architekten und Bauherrn definiert wird. Die Aufenthaltszone wird oft als Zone vom Boden bis 1,8 m Höhe bei stehender Tätigkeit bzw. 1,1 m bei sitzender Tätigkeit bestimmt.

Arbeitszone bei Hochimpulssystemen

In Industrieräumen ist es auch bei Hochimpulssystemen oft zweckmäßig, den Raum in eine Arbeitszone zu unterteilen, da der Luftzustand wegen der industriellen Prozesse vom allgemeinen Zustand abweichen kann. Oft erfordern Wärmeund Verunreinigungsquellen besondere Maßnahmen, um ein befriedigendes Raumklima in der Arbeitszone aufrechtzuerhalten. Bei besonders verunreinigenden Prozessen sollte die textile Luftverteilung daher durch Punktabsaugungen ergänzt werden.

Luftverteilungsprinzip

Hochimpulssysteme von KE Fibertec beruhen auf Mischlüftung. Die Luft wird mit hoher Geschwindigkeit außerhalb der Aufenthaltszone eingeblasen. Durch die hohe Luftgeschwindigkeit entsteht im Außenbereich des Luftstrahls ein Unterdruck, der die Umgebungsluft mitreißt.

Im Bereich der Löcher oder Düsen ist die Luftgeschwindigkeit zunächst hoch, nimmt jedoch während der Durchmischung mit der Raumluft kontinuierlich ab. Ist das System korrekt dimensioniert, so wird die eingeblasene Luft vollständig mit Raumluft vermischt, bevor sie die Aufenthaltszone erreicht.

Die Luftgeschwindigkeit wird je nach Raumkategorie auf das gewünschte Niveau fallen. In einem mischventilierten Raum sind Luftgeschwindigkeiten, Lufttemperaturen und Feuchtigkeit gleichmäßig verteilt. Theoretisch ist die Luftqualität überall im Raum die gleiche.

Ein textiles Hochimpulssystem kann im Gegensatz zu einem textilen Niederimpulssystem für Kühlung, Belüftung und Heizung eingesetzt werden.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Hochimpulssysteme von KE Fibertec im Gegensatz zu Niederimpulssystemen in geringerem Maße von äußeren Einwirkungen wie konvektiven Wärmeströmen im Raum beeinflusst werden.

Der Einblasluft wird durch Löcher oder Düsen eine hohe Initialenergie in Form von Geschwindigkeit (Impuls) zugeführt. Damit wird erreicht, dass die Luft in den Raum geworfen wird, statt mit geringer Geschwindigkeit durch eine Textiloberfläche verteilt zu werden. Damit erzielen Hochimpulssysteme von KE Fibertec Wurflänge und Eindringtiefe, wie es in der Strömungstechnik gewünscht wird.

Gegenüber Niederimpulssystemen hat die Platzierung von Absaugöffnungen nur geringe Bedeutung für die Luftströmung im Raum. In der Praxis werden sie oft unter der Decke angeordnet. Die nachstehende Abbildung zeigt das Luftverteilungsprinzip für Hochimpulssysteme.

Zone 1

Die Luft wird mit hoher Geschwindigkeit - oft bis zu 15-18 m/s - durch Löcher (KE-Inject System) oder Düsen (KE-DireJet System) eingeblasen. Damit wird im Zentrum der Luftstrahlen ein Überdruck erzeugt, der den Zustrom und das Mitreißen von Raumluft zum eingeblasenen Luftstrahl hin bewirkt.

Zone 2

Mit der kontinuierlich zunehmenden Menge der mitgerissenen Raumluft nimmt die Luftgeschwindigkeit in der Strömung ab. Die Verminderung der Geschwindigkeit ist umgekehrt proportional zur Entfernung vom Kanal.

Zone 3

In Räumen, in denen Anforderungen an das Komfortniveau gestellt werden, ist die Luftgeschwindigkeit beim Eintritt in die Aufenthaltszone den Umständen anzupassen, die primär von Aktivitätsniveau und Kleidung der Anwesenden (Raumkategorie) abhängen. Um eine angemessene Luftgeschwindigkeit zu gewährleisten, muss der Abstand vom Kanal zur Aufenthaltszone größer als die berechnete Wurflänge sein (siehe Definition auf Seite 31).

Zone 2
Zone 3
Zone 1

Auf Kurzschlussströmung achten!

Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass wenn sich eine Absaugung im Deckenbereich befindet auch bei Mischlüftung die Gefahr besteht, dass die Einblasluft kurzgeschlossen wird (sich unter der Decke ansammelt).

Dieses Problem kann auftreten, wenn übertemperierte Luft mit zu niedriger Ausblasgeschwindigkeit eingeblasen wird oder wenn es im Raum kräftige, nach oben gerichtete Konvektionsströmungen gibt, die die Luft daran hindern, nach unten in die Aufenthaltszone zu gelangen. Das Problem macht sich besonders bemerkbar, wenn die Übertemperatur größer als 7 - 10° C ist. Bestenfalls lässt sich die schlechte Wärmeverteilung im Raum durch erhöhte Ausblasgeschwindigkeit kompensieren; reicht die Kapazität der Heizfläche jedoch nicht aus, so sinkt die Temperatur in der Aufenthaltszone.

Diese Situation ist aus Energie- wie auch Komfortgesichtpunkten äußerst unzweckmäßig.

Um eine Kurzschlussströmung zu vermeiden, muss das Einblasen von übertemperierter Luft mit angepasster Einblastemperatur und Ausblasgeschwindigkeit erfolgen. Das heißt: Je wärmer die Einblasluft, desto höher muss die Ausblasgeschwindigkeit sein, damit die Luft in die Aufenthaltszone gelangt. Bei besonders hohen Deckenhöhen (h > 8-10 m) müssen die Kanäle auf einen hohen statischen Druck ausgelegt sein, um Luft in die Aufenthaltszone zu drücken. Besteht diese Möglichkeit nicht, so können die Kanäle beispielsweise auf 5 m Höhe abgehängt werden.

Freistrahl

Wird der Luftstrahl in den freien Raum gerichtet, so entsteht strömungstechnisch ein so genannter Freistrahl. Der turbulente Luftstrahl reißt Luft aus der Umgebung mit. Der Durchmesser des Strahls nimmt proportional zur Entfernung von der Einblasöffnung zu, während gleichzeitig die Geschwindigkeit des Strahls sinkt.

Deckenstrahl

Wird der Luftstrahl gegen eine Fläche gerichtet, so entsteht strömungstechnisch ein so genannter Deckenstrahl. Die Strömung kann als halbierter Freistrahl betrachtet werden, da die Fläche als Symmetrieebene gilt. Die Höchstgeschwindigkeit tritt dicht an der Fläche auf und ist 2 mal größer als die entsprechende Geschwindigkeit eines Freistrahls im selben Abstand vom Kanal.

Aufenthaltszone

Freistrahlen und Deckenstrahlen

Ein entscheidender Faktor des Luftverteilungsprinzips von KE-Inject und KE-DireJet ist die Ausrichtung der Hauptrichtungen der Luftstrahlen.

Wird der Luftstrahl in den freien Raum gerichtet, so ergibt sich strömungstechnisch ein so genannter Freistrahl, wird der Luftstrom dagegen auf eine Fläche gerichtet, so erhält man einen Deckenstrahl.

Der Unterschied der beiden Strömungsphänomene ist ihre Fähigkeit zum Mitreißen von Luft. Gegen eine Deckenfläche gerichtet, tendiert der Strahl dazu, an der Decke zu „kleben“, da ein Unterdruck zwischen Strahl und Decke entsteht, weil keine Ersatzluft für die vom Strahl mitgerissene Menge Raumluft zugeführt werden kann.

Wurflänge

Die Wurflänge ist als der größte Abstand vom Einblaskanal zu einem bestimmten Punkt im Raum, an dem die Luftgeschwindigkeit genau die gewünschte Endgeschwindigkeit - beispielsweise viso = 0,20 m/s - hat.

Zu beachten ist, dass die Wurflänge per Definition bei isothermen Bedingungen gilt. Daher sind Berechnungen der Luftgeschwindigkeit zu korrigieren, wenn die eingeblasene Luft kälter oder wärmer ist als die umgebende Raumluft.

Dieses Phänomen, der so genannte „CoandaEffekt“, erhöht die Wurflänge um Faktor 2 im Vergleich zur Wurflänge eines Freistrahls, und die Geschwindigkeit des Strahls nimmt entsprechend langsamer ab. Um den Coanda-Effekt auszunutzen, muss die Luftgeschwindigkeit mindestens 0,35 m/s betragen.

Die Wurflänge eines Deckenstrahls ist 2 länger als die eines entsprechenden Freistrahls. Das ist darauf zurückzuführen, dass ein Deckenstrahl wegen des „Coanda-Effekts“ an der Decke „klebt“ und damit nur die halbe Menge Raumluft zur Senkung der Geschwindigkeit beiträgt.

Eindringtiefe

Die thermische Eindringtiefe ist entscheidend dafür, ob die Luftverteilung in der Praxis wie erwartet erfolgt. Der Deckenströmung zu Grunde liegenden Theorie beruht nämlich darauf, dass der Strahl nicht so „schwer“ wird, dass er die Deckenfläche vorzeitig verlässt. Geschieht dies, so wird die Luftgeschwindigkeit beim Eintritt in die Aufenthaltszone höher als vorhergesehen. Personen in der Zone, in der der Strahl auftrifft, empfinden es als unangenehm. Um dem Kälteniederschlag zu begegnen, ist zu kontrollieren, ob die thermische Eindringtiefe mindestens 75% der Waagerechten (L), die sich die Luft an der Decke entlang bewegt, ausmacht.

Anwendung von Strömungsmodellen

KE-Inject System und KE-DireJet System sind sehr flexibel. Die Hauptrichtung der Luftstrahlen kann frei gewählt werden. Natürlich ist es wichtig, die Luftstrahlen in eine Hauptrichtung auszurichten, die das gewünschte Luftströmungsmuster im Raum erfüllt. Außerdem ist es wie gesagt wichtig, dass die Luftströmung beim Heizen nach unten zur Aufenthaltszone hin gerichtet wird, um eine Kurzschlussströmung zu vermeiden. Neben der Hauptrichtung des Luftstrahls können sekundäre Düsenplatzierungen benutzt werden. Besteht beispielsweise der Bedarf, die Decke lokal zu beströmen, um Kondensbildung zu verhindern oder Teilbereiche zu heizen bzw. zu kühlen, so ist es möglich, Löcher oder Düsen auf den gewünschten Bereich auszurichten. Genauso können Düsen in Kanalsektionen, in denen keine Luftzufuhr gewünscht wird, weggelassen werden.

KE Fibertec arbeitet normalerweise mit drei Strömungsmodellen (1, 2 und 3) für textile Mischlüftung. Die korrekte Anwendung von KE Fibertecs Datenblättern setzt die Kenntnis des betreffenden Strömungsmodells voraus, da alle Daten für die Strömungsmodelle 2 und 3 - d.h. Freistrahlen - angegeben sind.

Daher ist es wichtig, dass Wünsche und Anforderungen an das System abgeklärt werden und dass Erkenntnisse über Prozesse und Aktivitäten vorliegen, bevor das Hochimpulssystem dimensioniert wird.

Strömungsmodell 1 (Deckenstrahl) lässt sich vorteilhaft anwenden, selbst wenn die Wurflänge wegen des „Coanda-Effekts“ zunimmt. Luftstrahlen tendieren dazu, beim Einblasen gekühlter Luft stabiler zu werden. Die Gefahr „kalten Niederschlags“ oder Zug in der Aufenthaltszone wird minimiert. Darüber hinaus bewirkt der „Coanda-Effekt“, dass der Luftteppich an der Decke „klebt“ und damit nicht von lokalen Wärmequellen, Hindernissen usw. abgelenkt wird. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Strömungsbild in der Praxis erreicht wird, größer als beim Einblasen eines Freistrahls. Wie bereits ausgeführt, ist es zu empfehlen, dass Strömungsmodell 2 oder 3 sowohl für das KE-DireJet System als auch für das KE-Inject System anzuwenden, wenn das System zum Heizen dienen soll. Damit wird die Gefahr der Kurzschlussströmung der Einblasluft vermieden.

100% kundenbezogene Lösungen

Alle textilen Lüftungslösungen von KE Fibertec sind 100% kundenbezogen. Die Ausrichtung der Löcher beim KE-Inject System und der Düsen beim KE-DireJet System ist frei bestimmbar. Je nach Zweck können die Löcher bzw. Düsen beliebig ausgerichtet werden, was als Winkel ausgehend von 12 Uhr (in Luftrichtung gesehen) anzugeben ist.

Strömungsmodell 1

Strömungsmodell 2

Strömungsmodell 3

KE-Inject System

Das KE-Inject System bietet große Flexibilität

Das System besteht aus Gruppen kleiner Löcher in einem luftdichten

Textilmaterial.

Vier Injectfamilien

Das Inject-System ist in vier Familien unterteilt. Das konventionelle Inject-System für Komfortlösungen besteht aus drei verschiedenen Gruppen fester Muster (LV, MV und JET), die sich durch ein patentiertes Lochdesign mit kleinen Ø4-mm-Löchern auszeichnen, die in Abschnitten in Längsrichtung des Kanals angeordnet sind.

Das spezielle Lochmuster sorgt für einen hervorragenden Induktionseffekt, bei dem die sekundäre Raumluft sehr schnell vermischt wird, wodurch die Luftgeschwindigkeit im Strahl und damit die Gefahr von Zugluft im Aufenthaltsbereich verringert wird.

KE Fibertec verfügt über gut dokumentierte Messungen von Druckverlusten, Wurfweiten und Luftdurchlässigkeit für die drei konventionellen Inject-Typen, deren endgültiges Design auf diesen Lochmustern basiert.

Wenn das Systemlayout zusätzliche Flexibilität erfordert, empfiehlt KE Fibertec das KE-Inject FlexSystem.

Die neue Inject Flex-Familie besteht aus drei verschiedenen Gruppen (S, M, XL) mit speziellen Lochgrößen:

Inject Flex S hat einen Lochdurchmesser von 4 und 6 mm. Inject M ist mit Lochgrößen von 6-25 mm erhältlich, und Inject XL mit langer Eindringtiefe ist mit Lochgrößen von 35-70 mm Durchmesser erhältlich.

Das KE-Inject System besteht aus kleinen Löchern in beschichtetem Textilmaterial (luftdicht). Das Einblasen von Luft durch die Löcher führt zu hoher Induktion von Raumluft. Daher verringert sich die Luftgeschwindigkeit im Strahl im Vergleich zum KE-DireJet System relativ schnell.

Konventionelles KE-Inject (LV, MV, JET)

Das besondere Lochmuster erzeugt eine extrem hohe Injektionswirkung - d.h., dass die Luftstrahlen wie kleine Projektile wirken. Wegen der hohen Geschwindigkeit entsteht hinter den Strahlen ein relativ hoher Unterdruck. Dieser Unterdruck ist entscheidend für den Zustrom von Raumluft aus Zonen um den KE-Inject-Kanal. Die Injektionswirkung wird weiter verbessert, wenn die Luftstrahlen zur Decke gerichtet werden, weil der natürliche Wärmeauftrieb im Raum den Zustrom von Raumluft verstärkt.

Ein weiterer Vorteil bei der Gruppierung der Löcher in einem bestimmten Muster ist die Möglichkeit, die Strömung im weiteren Verlauf zu kontrollieren. Die Luftstrahlen aus den vielen Löchern erhalten durch das Mitreißen und Beimischen von Raumluft einen immer größeren Verbreitungswinkel, so dass die Luftstrahlen sich binnen kurzer Zeit treffen und als einheitlicher Luftteppich weiterströmen.

Werden die Löcher in größerem Abstand von einander angebracht, so muss eine größere Menge Raumluft untergemischt werden, bevor die Luftstrahlen einander erreichen und einen Luftteppich bilden, als wenn die Löcher in einem Lochmuster mit geringem Abstand voneinander angeordnet sind. Da der Geschwindigkeitsabfall im Strahl primär davon abhängt, wie viel Raumluft beigemischt wird, ist KE Fibertec in der Lage, den Strömungsverlauf durch Änderung des Lochmusters sehr genau zu steuern.

Sind große Wurflängen und hohe Mischfähigkeit gefordert, so wird ein KE-Inject Low Velocity System mit großem Abstand der Löchergruppen voneinander eingesetzt. Entsprechend wird das KE-Inject JET System mit geringem Lochabstand eingesetzt, wenn der Luftteppich eine größere Strecke überwinden muss. In solchen Fällen ist das KE-DireJet System ebenfalls gut geeignet.

KE-Inject Low Velocity (LV)

• Lochgröße: Ø4 mm

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Besonders guter Induktionswirkung (bis zu 15x)

• Lochsektionen 50/50% pro Meter verteilt

• Luftmenge: 11,5 m3/h pro Meter bei 120 Pa (1 Reihe)

KE-Inject Medium Velocity (MV)

• Lochgröße: Ø4 mm

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Hohe Induktionswirkung

• Lochsektionen 75/25% pro Meter verteilt

• Luftmenge: 18 m3/h pro Meter bei 120 Pa (1 Reihe)

KE-Inject Jet (JET)

• Lochgröße: Ø4 mm

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Geeignet zur Punkt- oder Nahbelüftung

• Lochmuster 100% (wie ein linearer Schlitzauslass)

• Luftmenge: 23 m3/h pro Meter bei 120 Pa (1 Reihe)

KE-Inject Flex (S, M, XL)

KE Fibertec hat eine neue flexible Inject-Reihe namens Inject Flex eingeführt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Inject-Produktreihe, die aus Abschnitten von Lochmustern besteht, kann das Inject Flex-System mit einer nahezu unbegrenzten Konfiguration in verschiedenen Mustern und Richtungen für den Einsatz in allen Umgebungen vom Komfort bis zur Industrie hergestellt werden. Gleichzeitig kann Inject Flex aus allen speziell von KE Fibertec entwickelten Textilmaterialien hergestellt werden, sodass die Strömungsmuster unbegrenzt kombiniert werden können, einschließlich einer Cradle-toCradle-zertifizierten Lösung.

Wirkungsart

Dieses Inject-System von KE Fibertec funktioniert so, dass die Luft mit hoher Geschwindigkeit im Primärstrahl in den Raum eingeblasen wird. Die zugeführte Luft wird mit Raumluft gemischt und die Luftgeschwindigkeit wird allmählich verringert, bevor die Luft in die Aufenthaltszone gelangt.

Da die Anzahl der Löcher pro Meter variieren können, werden die Strahlen sich gegenseitig beeinflussen. Mit nur einem oder wenigen Löchern pro Meter wirkt der einzelne Strahl als kreisförmiger dreidimensionaler Strahl, jedoch mit der maximalen Anzahl von Löchern pro Meter ändert der Luftstrom den Charakter in einen zweidimensionalen Strahl. Das Inject Flex-System kann auch als linearer Schlitzauslass konfiguriert werden. Diese verschiedenen Designfaktoren werden bereits in der TBV Designer-Software von KE Fibertec berücksichtigt.

KE-Inject Flex S

• Lochgrößen: Ø4 und Ø6 mm

• 21 oder 42 Löcher pro Meter

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Luftmenge: 0,5-1 m3/h pro Loch bei 120 Pa

• Kurze Wurflängen

KE-Inject Flex M

• Lochgrössen: Ø6, Ø12 und Ø25 mm

• 1-14 Löcher pro Meter

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Luftmenge: 1-15 m3/h pfo Loch bei 120 Pa

• Mittlere Wurflängen

KE-Inject Flex XL

• Lochgrössen: Ø32, Ø50 und Ø70 mm

• 1-6 Löcher pro Meter

• Geeignet zum Heizen und Kühlen

• Luftmenge: 30-130 m³/h pro Loch bei 120 Pa

• Große Wurflängen

KE-DireJet System

Das KE-DireJet System besteht aus beschichtetem Textilmaterial mit Reihen von konischen Düsen für 100% aktives und richtungsbestimmtes Einblasen.

Die Vario-Düse für richtungsbestimmte Luftverteilung

Produkteigenschaften

Der wesentliche Unterschied zwischen dem KEInject System und dem KE-DireJet System liegt in der Fähigkeit, Raumluft mitzureißen. Das KE-DireJet System besteht aus beschichtetem Textilmaterial mit Reihen von konischen Düsen für 100% aktives und richtungsbestimmtes Einblasen.

Die konischen Düsen bewirken, dass die Induktion der Raumluft im einzelnen Luftstrahl begrenzt ist, wodurch die Geschwindigkeit des Strahls im Vergleich zum KE-Inject System verhältnismäßig langsam abnimmt. Daher steigen Wurflänge und thermische Eindringtiefe beim KE-DireJet System wesentlich.

KE Fibertec bietet als einziger Anbieter von Textilkanälen fünf Düsengrößen an: Ø12, Ø18, Ø24, Ø48 und Ø60 mm. Diese Flexibilität bei der Wahl der Düsengröße hat erhebliche Vorteile, da das KEDireJet System somit in praktisch allen Räumen mit Mischlüftungsbedarf eingesetzt werden kann - auch in extrem großen Räumen wie Hochregallager und großen Sporthallen.

Düsengröße und Strömungsmodelle hängen natürlich von den Anforderungen an das Lüftungssystem ab. KE Fibertec berät Sie gern bei der Wahl der besten Düsengröße und -richtung.

Oft werden auch Kanäle mit mehreren Düsentypen und Strömungsmodellen im selben Kanal benutzt Auf diese Weise lassen sich das gewünschte Strömungsmuster und die Luftintensität in verschiedenen Bereichen ganz nach Wunsch erzielen.

Die konischen Düsen werden in Löchern im beschichteten Polyestergewebe montiert und mit einem Schließring befestigt. Die Höchstzahl der Düsen je Reihe und Meter sind 14 Düsen für Ø12, Ø18 und Ø24 mm. Reicht dies nicht aus, so werden zwei oder mehr Düsenreihen empfohlen.

Für Ø48 mm und Ø60 mm Düsen wird empfohlen, maximal 6 Düsen pro Meter vorzusehen. Je mehr Düsen pro Meter, desto mehr beeinflussen die einzelnen Strahlen einander.

Die Luftstrahlen nehmen statt einer runden eine eher viereckige Form an. Außerdem sinkt die Geschwindigkeit im Strahl langsamer, da die Induktion der Raumluft umso mehr begrenzt wird, je dichter die Düsen sitzen. Diese Umstände sind in KE Fibertecs Datenblättern natürlich berücksichtigt.

Das KE-DireJet System wird oft in großen Räumen mit hohen Wurflängen eingesetzt. Die Wahl des Düsentyps hängt von der Leistung des Systems, dem jeweiligen Raum und den Anforderungen an das Raumklima ab.

Ø12 mm Düse

Die Ø12 mm Düse wird eingesetzt, wo richtungsbestimmtes Einblasen in Räumen mit Komfortanforderungen erforderlich ist. Jede Düse bläst 5 m3/h bei einem statischen Überdruck von 120 Pa ein.

Ø18 mm Düse

Die Ø18 mm Düse wird eingesetzt, wo richtungsbestimmtes Einblasen erforderlich ist sowie häufig bei prozessorientierten Lösungen in Räumen, in denen relativ hohe Wurflängen erforderlich sind. Jede Düse bläst 11 m3/h bei einem statischen Überdruck von 120 Pa ein.

Ø24 mm Düse

Die Ø24 mm Düse wird für richtungsbestimmtes Einblasen in Räumen mit hohen Wurflängen eingesetzt. Jede Düse bläst 20 m3/h bei einem statischen Überdruck von 120 Pa ein.

Ø48 mm Düse (DireJet Vario)

Die Ø48 mm Düse wird für richtungsbestimmtes Einblasen in Räumen mit sehr hohen Wurflängen eingesetzt. Die flexible Düse lässt sich um 30° in beliebiger Richtung um die Mittelachse der Düse drehen. Jede Düse bläst 81 m3/h bei einem statischen Überdruck von 120 Pa ein.

Ø60 mm Düse

Die Ø60 mm Düse besteht aus dem Unterteil der Ø48 mm Düse und wird für richtungsbestimmtes Einblasen in Räumen mit sehr hohen Wurflängen eingesetzt. Jede Düse bläst 139 m3/h bei einem statischen Überdruck von 120 Pa ein.

KE-DireJet Vario - die flexible Lösung

Die neueste Entwicklung des KE-DireJet Systems heißt KE-DireJet Vario: eine multijustierbare Düse, die die beliebige Einstellung der Luftrichtung um bis zu 30° in allen Richtungen um die Mittelachse der Düse erlaubt.

KE Fibertec geht bei der Dimensionierung von Einrichtung und Funktion des Raums aus, so dass die Düsen als Ausgangspunkt in der korrekten Position angeordnet werden (Düseneinstellung 0°).

Die KE-DireJet Vario-Düse ist manuell einstellbar, so dass die Hauptrichtung der Luftstrahlen um bis zu -30° im Verhältnis zur Mittelachse der Düse geändert werden kann. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn die Parameter des Raums nach Montage des Systems geändert werden. Außerdem kann diese Düseneinstellung angewandt werden, wenn die Zufuhr hoher Kühlleistung in den Raum erforderlich ist.

Durch die manuelle Einstellung kann die Hauptrichtung der Luftstrahlen ebenfalls bis zu +30° im Verhältnis zur Mittelachse der Düse geändert werden. Dies ist - wie oben dargestellt - von Bedeutung, wenn die Parameter des Raums nach Montage des Systems geändert werden. Diese Düseneinstellung ist sehr vorteilhaft, wenn dem Raum eine hohe Heizleistung zugeführt werden muss.

Hybridsysteme

KE Fibertec nutzt moderne Lasertechnologie, bei denen passive Niederimpulskanäle durch das Schneiden kleiner Löcher oder das Einsetzen von Düsen ins Material aktiver werden.

Hybridsysteme

Im vorangegangenen Kapitel wurde erläutert, dass sowohl das KE-DireJet System als auch das KE-Inject System als aktive Hochimpulssysteme eingesetzt werden können. Dies ist jedoch nicht notwendigerweise alles.

KE Fibertec setzt heute fortschrittliche Lasertechnologie ein, die die Produktion raffinierterer Produktvarianten ermöglicht, bei denen passive Niederimpulskanäle aktiver werden, indem mit dem Laser kleine Löcher geschnitten oder Düsen in das Textilmaterial eingesetzt werden. Je mehr Löcher oder Düsen, desto aktiver werden natürlich die Textilkanäle.

KE-Inject Hybridsystem

KE-DireJet Hybridsystem

Die Wirkungsweise ändert sich: aus einem passiven Niederimpulssystem wird ein aktives Mischsystem oder ein so genannter hybrider Textilkanal.

KE Fibertec bietet zwei Produkte für textile Hybridbelüftung an: das KE-Inject Hybridsystem und das KE-DireJet Hybridsystem. Auch diese Systeme können mit runden (Ø), halbrunden (D) oder viertelrunden (½D) Kanälen ausgeführt werden. Belüftungstechnisch sind das KE-Inject Hybridsystem und KE-DireJet Hybridsystem eine Kombination aus aktiver Hochimpulslüftung und passiver Niederimpulslüftung.

Aufenthaltszone bei hybriden Systemen

Wie bei der Niederimpulslüftung ist die Aufenthaltszone kein standardisierter Bereich, sondern eine Zone, die für jedes Projekt in Absprache mit Architekten und Bauherrn definiert wird. Die Aufenthaltszone wird oft als Zone vom Boden bis 1,8 m Höhe bei stehender Tätigkeit bzw. 1,1 m bei sitzender Tätigkeit bestimmt.

Luftverteilungsprinzip

Ein hybrides System ist ein Niederimpulskanal, der durch Löcher oder Düsen aktiv gemacht wird. Das bewirkt, dass das Niederimpulsprinzip mit dem Hochimpulsprinzip kombiniert wird, bei dem ein Teil der Luft in der Nahzone unter dem Kanal verteilt wird. Dies ergibt eindeutige Vorteile beim Kühlen, wenn das ΔT höher ist als 5-6°C, da dadurch ein direkter „Kälteeinbruch“ unter dem Kanal vermieden wird. Stattdessen wird die Kühlwirkung über einen größeren Bereich im Raum verteilt. Die hybriden Produktvarianten verlangen daher eine Berechnung von Luftgeschwindigkeiten u. a. für den Niederimpuls- und den Hochimpulsteil. Natürlich ist auch sicherzustellen, dass der Luftstrom aus beiden Systemen nicht zu Komforteinbußen im Raum führt.

Die Produktion von Hybridsystemen eröffnet eine ganz neue Welt von Flexibilität. Gleichzeitig ist es jedoch überaus wichtig, dass man sich die Anforderungen an das Belüftungssystem klar macht.

Zone 1

Die Luft wird mit hoher Geschwindigkeit durch die Löcher oder Düsen und gleichzeitig mit geringer Geschwindigkeit durch das Textilmaterial eingeblasen. Der Überdruck im Zentrum der Luftstrahlen führt zum Zustrom und Mitreißen der Raumluft und eines Teils der Eigenluft des Kanals. Die Beschleunigung der Luft unter dem Kanal (Niederimpulsströmung) ist überaus abhängig von der Kühlbelastung je lfd. Kanalmeter.

Zone 2

Unter dem hybriden Kanal wird die wärmere Raumluft von der abgekühlten Luft aus dem Kanal verdrängt. Ein Teil der Niederimpulsströmung wird von der Hochimpulsströmung mitgerissen. In der Hochimpulsströmung nimmt die Luftgeschwindigkeit allmählich ab. Die Verminderung der Geschwindigkeit ist umgekehrt proportional zur Entfernung vom Kanal.

Zone 3

Beim Eintritt in die Aufenthaltszone ist wichtig, dass die Luftgeschwindigkeit sowohl in der Niederimpulsströmung als auch im Strahl aus den Löchern oder Düsen den Verhältnissen angepasst ist, so dass die Komfortanforderungen des Raums berücksichtigt werden.

Einige wenige Reihen von Löchern oder Düsen in einem Textilkanal können die Strömung von einem passiven Niederimpulssystem in ein aktives Mischsystem verwandeln. Einer der großen Vorteile der neuen Technologie ist, dass man im Prinzip durchaus ein und dasselbe System so dimensionieren kann, dass es in bestimmten Zonen passiv und in anderen mehr oder weniger aktiv ist.

Hybridsysteme sind gut geeignet für eine optimale Luftverteilung bei Kühl- und Heizbedarf, da ein Textilkanal mit Löchern oder Düsen wie gesagt Energie in Form von Bewegung zuführt. Daher hängen die Luftströmungen nicht wie bei einem Niederimpulssystem nur von der Thermik ab. Die Luft, die durch das Textil dringt, trägt dagegen nicht wesentlich zur Luftverteilung in einer Heizsituation bei, geht jedoch nicht verloren oder schließt an der Decke kurz. Der größte Teil wird vielmehr von den Luftstrahlen durch die Löcher oder Düsen mitgerissen.

Zone 1

Zone 2

Zone 3

1,8 m

Hybridlösungen für mehr Komfort

Hybride Textilkanäle tragen - wie schon dargelegt - dazu bei, eine Teilluftmenge in dem Bereich unter dem Kanal zu verteilen. Verglichen mit einem Niederimpulssystem kann eine höhere Kühlbelastung je lfd. Meter zugeführt werden, ohne dass dies zu Zugluft unter dem Kanal führt.

Die nachstehenden Abbildungen zeigen einen Rauchversuch, bei dem ein Vergleich zwischen einem Niederimpulssystem und einem KEInject System mit 20% der Luft durch die Löcher vorgenommen wurde. Beide Systeme führen dieselbe Luftmenge mit einer Untertemperatur von 5°C ein.

An der Rauchdichte in der Nahzone ist deutlich zu erkennen, wie groß der Unterschied der Luftgeschwindigkeit unter dem Kanal ist. Natürlich ist zu berücksichtigen, dass die Wurflänge der Luft durch die Löcher ausreichen muss, um Probleme mit Zugluft in der Aufenthaltszone zu vermeiden.

Durch Änderung der Zahl der Löcher/Düsen im Textilmaterial werden die Hochimpulssysteme mit dem Niederimpulsprinzip kombiniert, so dass sich im Prinzip drei Typen von Strömungsbildern erzielen lassen. Bereits bei einer Verteilung durch Textilmaterial und Düsen/Löcher von 60:40% ändert sich die Wirkungsweise des Systems vollständig von einem passiven thermischen Niederimpulssystem zu einem aktiven Mischsystem.

Eine Änderung der Verteilung zwischen Textilmaterial und Löchern/Düsen von mehr als 40% ändert das Stömungsbild nicht wesentlich, erhöht jedoch den Impuls.

Rauchtest zur Vergleichung eines KE-Niederimpulssystems und eines KE-Hybridsystems. An der Rauchdichte in der Nahzone unter dem Textilkanal ist deutlich zu erkennen, wie groß der Unterschied der Luftgeschwindigkeit unter dem Kanal ist. Natürlich ist zu berücksichtigen, dass die Wurflänge der Luft durch die Löcher ausreichen muss, um Probleme mit Zugluft in der Aufenthaltszone zu vermeiden.

Niederimpulssystem 0%

Hybridsystem 5 – 10% nach oben

Hybridsystem 15 – 30% nach oben/ zur Seite

Hybridsystem > 40%

Die Luft fällt beim Kühlen direkt unter dem Textilkanal herunter

Die Luft fällt direkt unter dem Textilkanal herunter

Eine Teilluftmenge fällt herunter. Streuung 2-3 m

Die Luft wird gemäß der Hauptrichtung der Löcher verteilt

Passive thermische Verdrängung/ Niederimpuls

Bestreichen der Decke wegen Kondensproblemen

Streuung der Nahzone beim Kühlen > 5 – 6 °C

Aktives Hochimpulssystem. Zu berechnen nach dem Wurflängeprinzip

Wie aus der Tabelle auf der nebenstehenden Seite hervorgeht, hat die Zahl der Löcher oder Düsen je Kanalmeter große Bedeutung dafür, ob das Einblasen diffus oder stark richtungsbestimmt wird.

Modell A (5-10% durch Löcher/Düsen)

KE Fibertec unterscheidet daher bei hybriden Systemen nach drei Hauptprinzipien - Modell A, Modell B und Modell C.

Beim Einsatz von Modell A wird ein diffuses Einblasen ähnlich wie bei Niederimpulsströmungen erzielt. Modell A wird insbesondere in Räumen mit relativ hohen Komfortansprüchen eingesetzt, d. h. Raumkategorie A+B. Das Hochimpulsprinzip kann sehr gut in Perioden mit geringem Heizbedarf oder für eine mehr richtungsbestimmte Belüftung über einer bestimmten Maschine, bzw. Prozeß mit dem diffusen Strömungsbild von Niederimpulssystemen kombiniert werden. Außerdem lassen sich Kondensatprobleme an der Decke in feuchten Räumen beseitigen, wenn man nur einige wenige Lochreihen oder Düsen auf die Deckenfläche richtet.

Modell B (15-30% durch Löcher/Düsen)

Beim Einsatz von Modell B erzielt man in höherem Grad eine Kombination von Einblasen durch Löcher/Düsen und Textilmaterial. Eine Teilluftmenge fällt beim Kühlen nach wie vor unter dem Kanal herab, der Großteil der Luft wird jedoch gemäß der Hauptrichtung der Löcher oder Düsen verteilt. Die Kombilösung wird typisch in Räumen eingesetzt, wo sowohl Kühl- als auch Heizbedarf besteht, wo jedoch gleichzeitig relativ hohe Komfortansprüche gelten, d. h. in Räumen der Kategorie B+C.

Modell C (>40% durch Löcher/Düsen)

Modell C wird für stark richtungsbestimmtes Einblasen eingesetzt, häufig bei prozessbestimmten Lösungen oder in großen Räumen wie z. B. Sporthallen. Die Luftverteilung erfolgt ausschließlich gemäß der Hauptrichtung der Löcher oder Düsen wie auch bei KE Fibertecs herkömmlichen Hochimpulslösungen. Die richtungsbestimmte Luftverteilung durch die Löcher/Düsen ist überaus wirkungsvoll, und die flexible Anordnung von Lochreihen und Düsen kann so gut wie allen Zwecken in größeren Räumen angepasst werden.

FBS Paneele

Diffuse oder

richtungsbestimmte Luftverteilung in einer ästhetischen Lösung.

Flexible Luftverteilung

Es kann schwierig sein, in Räumen mit niedriger Deckenhöhe ein gutes Raumklima zu schaffen, ohne dabei Kompromisse bei der Ästhetik einzugehen. FBS Deckenpaneele sind eine platzsparende und diskrete Lösung, die sich in die Decke integrieren lässt und in mehreren Farben erhältlich ist.

Die Paneele sorgen für eine zugfreie Belüftung mit geringem Druckverlust und einem Geräuschpegel unter 20 dB(A). Das patentierte Lochmuster sorgt für eine gleichmäßige Luftverteilung über einen großen Bereich, wobei die gesamte Textiloberfläche aktiv genutzt wird. Die FBS Deckenpaneele wirken einem schlechten Raumklima durch diffuse oder gerichtete Belüftung entgegen.

FBS Deckenpaneele eignen sich beispielsweise für Schulen, Büros und andere Komfortumgebungen und sind für einen niedrigeren Luftdruck als Standard-Deckendiffusoren ausgelegt. Dies macht sie zu einer energieeffizienteren Lösung, die sowohl die Betriebskosten als auch die Umweltbelastung reduziert.

Die leichten Paneele lassen sich ohne Werkzeug installieren, sind leicht zu warten und erfüllen die Brandschutzanforderungen. Die Paneele können einzeln oder in einer Reihe von bis zu vier Stück miteinander verbunden werden, sodass sie eine Druckkammer ohne unnötigen Druckverlust bilden.

Warum FBS Paneele wählen?

• In abgehängten Decken integriert

• Einfache Montage und Wartung

• Flexible Lösung, die eine Lüftungskammer mit bis zu 4 Paneelen ermöglicht

• In mehreren attraktiven Standardfarben erhältlich

• Standardware mit kurzer Lieferzeit

FBS Paneele bei niedriger Deckenhöhe

Die flexible Textiloberfläche der FBS Paneele macht sie ideal für Räume mit niedriger Deckenhöhe und geringer Raumfreiheit über der Decke. Sie lassen sich leicht in Standard-Abhängdecken integrieren und wie normale Deckenplatten ohne zusätzliche Befestigung montieren. Die Paneele sind in den Größen 600 x 600 mm und 1200 x 600 mm mit einem flexiblen Stutzen (Ø 160–250 mm) erhältlich.

600 x 600 wird mit Steckverbindungen an den Enden geliefert, während 1200 x 600 mit Stutzen an den Seiten oder Enden erhältlich ist.

Alle Größen sind im Combi-Modell erhältlich, bei dem bis zu vier Paneele miteinander verbunden werden können. Das Paneel benötigt nur Platz entsprechend dem Zugangsstutzen.

Side, End und Combi sind entweder mit DFC Leitblech oder als Niederimpulslösung in drei verschiedenen Permeabilitäten erhältlich. Darüber hinaus bietet KE Fibertec auf Anfrage maßgeschneiderte Lösungen an.

Einzelteile

Die FBS Paneele bestehen aus drei leicht trennbaren Komponenten, die ohne Spezialwerkzeug ausgetauscht werden können. Dank der flexiblen Struktur lassen sich Positionen einfach anpassen. Bei Änderungen des Zuluftkanals kann das Oberteil problemlos ersetzt werden; der Boden ist abnehmbar, waschbar oder austauschbar.

Side / End / Combi

Die Paneele können auch als Lüftungsdecke dienen, wobei die Luft in die Zwischendecke eingeblasen und durch das luftdurchlässige Paneel verteilt wird – es werden nur Rahmen und Boden benötigt.

Boden Typ 1 / Typ 2

600x600 / 625x625 Rahmen Rahmen

Oberteil End / Combi Boden Typ 1 / Typ 2

Side 1200x600 End
Combi
1200x600
600x600 / 1200x600
Combi 600x600
Oberteil
1200x600

600x600

Beispiel: Typ 1 (775) - 600x600

Bei einem Druck von 35 Pa und ΔT -2°C wird eine Luftmenge von 100 m³/h, eine Geschwindigkeit in der Aufenthaltszone von 0,17 m/s und ein Schallleistungspegel von <10 dB(A) erreicht, was den Kriterien der Raumkategorie A gem. EN 1752 entspricht. Bei Typ 2 mit Leitblech wird ein Schallleistungspegel von 14 dB(A) erreicht.

[Pa]

Druck

Luftmenge [m3/h]

[Pa]

Druck

Druck [Pa]

Geschwindigkeit [m/s]

Schallleistungspegel [dB(A)] Typ 1

1200x600

Beispiel: Typ 1 (775) - 1200x600

Bei einem Druck von 40 Pa und ΔT -5°C wird eine Luftmenge von 200 m³/h, eine Geschwindigkeit in der Aufenthaltszone von 0,25 m/s und ein Schallleistungspegel von 13 dB(A) erreicht, was den Kriterien der Raumkategorie B gem. EN 1752 entspricht.

Beide Beispiele setzen eine Raumhöhe von 2,5 m sowie eine Aufenthaltszone von 1,8 m voraus, was einer stehenden Person entspricht.

Schallleistungspegel [dB(A)]

Type 1

Typ 1

Montage

Es ist wichtig, dass das FBS Paneel ungehindert auf den Deckenprofilen der abgehängten Decke gelegt werden kann. Auf diese Weise schließt das FBS Paneel bündig mit den Deckenpaneelen ab.

Verwenden Sie kein Werkzeug und keilen Sie das Paneel nicht ein.

Sehen Sie eine Übersicht der zugelassenen abgehängten Deckentypen unter ke-fibertec.de.

Waschen

Beim Waschen muss nur der sichtbare Teil (der Boden) vom übrigen Paneel abmontiert werden. Werkzeug ist nicht erforderlich. Waschen des Textilmaterials bei 40°C laut der Waschanleitung des Materials.

Komplette Cradle to Cradle-Lösung

Das FBS Paneel ist ein weiteres Cradle-toCradle-Produkt in unserem Sortiment an textilen Lüftungsprodukten, das von der EPEA Hamburg gemäß der Norm 3.1 zertifiziert wurde.

Cradle-to-Cradle-Lösung bestehend aus folgenden Komponenten:

• Boden aus GreenWeave-Material

• Kederschnur aus Restgarnen aus eigener Weberei

• Eckprofil aus recycelten Restabfällen von Garnspulen

• Oberteil aus MultiWeave-Material

Eckprofil

Oberteil

Kederschnur

Viele attraktive Farben

WEIß 11-0601-TP / 9010 / KE 0

SCHWARZ 19-5708-TP / 9005 / KE 2

HELLGRAU 12-4705-TP / 9002 / KE 3

DUNKELGRAU 17-4402-TPG / 7042 / KE 10

DUNKELBLAU 19-3864-TP / 5002 / KE 8

GELB 14-0955-TP / 1028 / KE 8

ROT 18-1655-TP / 3031 / KE 5

Garantie

Für FBS Paneele gilt eine Produktgarantie von 10 Jahren, die sowohl das Material als auch die Funktion umfaßt.

Lesen Sie die Garantiebedingungen von KE Fibertec unter ke-fibertec.de, oder kontaktieren Sie uns für weitere Infos.

TBV Designer

Mit unserem fortschrittlichen 3D-Programm

TBV Designer konzipieren wir Ihre Lösung gemäß Raum-abmessungen und gewünschter Platzierung der FBS Paneele.

Boden
PANTONE / RAL / KE-NR.

Montage

Unsere TLV-Systeme sind mit verschiedenen Aufhängungssystemen für die Montage in den meisten Deckenarten erhältlich.

1-reihige Aufhängung

3-reihige Aufhängung

2-reihige Aufhängung

1-reihige Aufhängung

Duct Arch

Safetrack
Safetrack
Safetrack
Safetrack

2-reihige Aufhängung

Safetrack Dual Arch

1-reihige Aufhängung

Stahlseil

1-reihige Aufhängung

Safetrack 360

2-reihige Aufhängung

Stahlseil

D-Lite Alu
D-Alu

Montage

Die TLV-Systeme von KE Fibertec können mit verschiedenen Aufhängesystemen geliefert werden, die in jeder Art von Decke montiert werden können. Allen Aufhängesystemen haben gemeinsam, dass sie auf die gleiche Länge wie der Textilkanal geschnitten geliefert werden. Sie sind mit den erforderlichen Befestigungskomponenten und einem Etikett verpackt, das genau angibt, wo sie montiert werden sollen. Siehe Montageanleitungen und andere Informationen unter ke-fibertec.de.

Unsere textilen Materialien wiegen 260-330 g/m² und sind damit deutlich leichter als Stahlkanäle. Darüber hinaus sind Textilkanäle einfach zu handhaben und zu transportieren, da sie gefaltet und in Kartons mit einem Maximalgewicht von 25 kg verpackt werden.

Gebogene Textilkanäle

Dank der Fortschritte bei der TLV-Produktentwicklung bieten wir nun auch gebogene Textilkanäle an, die auf einen bestimmten Radius (mind. 12 Meter) ausgerichtet sind und mit entsprechenden SafetrackSchienen geliefert werden. Selbstverständlich können diese Produkte sowohl mit traditionellen passiven Niederimpulssystemen als auch mit unserer Hybridlösung kombiniert werden, bei der das Niederimpulssystem mit lasergeschnittenen Löchern versehen wird.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das oben dargestellte System, das KE Fibertec an das Broomfield Hospital in Chelmsford, England lieferte.

Safetrack Arches

Dual Arch

Dual Arch-Aufhängungen sind dank Doppel-schienen besonders stabil und dabei schnell und einfach zu installieren. Sie bieten breiten Textilkanälen sowohl bei eingeschalteter als auch bei ausgeschalteter Lüftung sicheren Halt. Da sie nur oben einfach an der Decke befestigt werden, wird die Montagezeit deutlich verkürzt.

Duct

Arch

Duct Arch-Aufhängungen sind vorgeformte Aluminiumschienen, die in eingenähten Taschen in den TLV-Kanälen befestigt werden. Die Bögen reduzieren das Zusammenfallen bei ausgeschalteter Lüftung und verhindern ein Schlagen beim Ein- und Ausschalten. Die einzigartigen Safetrack Arches sind so konstruiert, dass die Bogenhalterungen ganz einfach und ohne Werkzeug in die Deckenschienen eingerastet werden können.

Safe 360

Das Safe 360°-System besteht aus demontierbaren Ringen, die in einem Abstand von 500 oder 1.000 mm montiert werden. Die Edelstahlringe werden mit Klettriemen in den Kanälen befestigt (auf 3, 6, 9 und 12 Uhr), sodass sie problemlos zur Reinigung entnommen werden können. Dabei bleiben die Kanäle ausgedehnt - unsere beste Lösung gegen laute Schlaggeräusche.

SafeStretch

Mit der SafeStretch®-Lösung wird der Textilkanal ständig rund und straff aussehen - mit oder ohne Luftdruck.

• 360-Ringe bewahren inwendige Struktur mit generell unbehinderter Luftströmung

• Verhindert Druckstoß beim Aufblasen

• Verhindert herabhängende Textilkanäle

• Verhindert Falten

• Einfache Installation und Wartung

Das SafeStretch®-System ist einfach zu montieren und besteht hauptsächlich aus zwei Spannvorrichtungen - einem Befestigungswinkel am Einlauf des Kanals und einer Spannvorrichtung am Endboden, die für die nötige Ausdehnung des Textilkanals sorgen.

Die Montage erfolgt auf diese Weise: Den Safebracket von oben in den Textilkanal hineinführen und in die Querstrebe, die am mitgelieferten SafeStretch®-Endbodenring montiert ist. Dann wird der Safebracket auf die SafetrackSchiene geklickt, und der Textilkanal lässt sich dann ausstrecken (typisch 3 bis 5 cm), bis er straff und faltenlos hervortritt.

Um die gewünschte Position des Safebrackets zu bewahren, muss die Schraube gegen die SafetrackSchiene gespannt werden.

Typische Layouts

KE Fibertec beginnt grundsätzlich bei den Bedürfnissen der Kunden und erarbeitet auf dieser Grundlage eine technische Lösung, um genau das richtige Raumklima zu schaffen.

Unser Motto ist: DESIGN THE WAY YOU WANT! Bei allen Systemen ist wichtig, das ideale Lösungsmodell für die jeweiligen Raumbedingungen zu finden, so dass das gewählte Systemlayout zur vorgesehenen Luftverteilung ohne unerwünschte Probleme mit Zugluft, Flattern oder Geräuschen führt.

Runde Kanäle

Ein textiles Belüftungssystem aus runden Kanälen lässt sich aus Winkeln, Bögen, Fittings und Etagen verschiedenster Art konstruieren. Allen Komponenten gemeinsam ist, dass sie mit Reißverschlüssen verbunden sind, die eine praktische, ansprechende Lösung ergeben.

Die nachstehenden Abbildungen zeigen verschiedene Komponenten, die zum endgültigen Layout zusammengesetzt werden können. Der Grad von Bögen und Winkeln können frei gewählt werden. Auch konische Übergänge und T-Stücke sind in verschiedenen Formen möglich.

Mögliche Layouts

• Runde Kanäle

• D-förmige Kanäle (halbrund)

• ½D-förmige Kanäle (viertelrund)

Versatz mit 45° Winkel
Anschluss mit Versatz nach oben durch 45° Winkel
90°-Bogen

Beispiele für Systemlayouts mit runden Kanälen

Halbrunde (D) und viertelrunde (½D) Kanäle

D-förmige und ½D-förmige KE-Interieur Systeme wurden eigens im Hinblick auf Komfortbelüftung entwickelt und stellen oft hohe Anforderungen an das Design.

Daher legt KE Fibertec großen Wert darauf, dass diese Systeme sehr flexibel sind und unzählige Layouts ermöglichen. Ein KE-Interieur System lässt sich genau wie die runden Kanäle aus Winkeln, Fittings und Etagen zusammenstellen - ebenfalls verbunden durch Reissverschlüsse, die eine praktische und ansprechende Lösung ergeben.

KE Fibertec bietet verschiedene Luftzufuhrmöglichkeiten für KE-Interieur Systeme an: runder Einlassstutzen, Einlassstutzen von oben (Top), D-förmiger Einlassstutzen und rechteckiger Einlassstutzen.

Bei abgehängten Decken ist die Luftzufuhr von oben (Top) zu empfehlen, so dass die Luftzuführung unsichtbar ist.

Der Oberteil der Kanäle (Top) wird natürlich aus leicht durchlässigem Textilmaterial ausgeführt, damit Schimmelbildung zwischen Kanal und Decke verhindert wird. D-Kanäle können ebenfalls als gebogene Kanäle ausgeführt werden und eignen sich damit als ansprechendes architektonisches Element z. B. in Bürogebäuden usw A

Runder Einlassstutzen stirnseitig

Runder Einlassstutzen oben

D-förmiger Einlassstutzen

Rechteckiger Einlassstutzen (bei Bedarf mit Metu-Rahmen)

Beispiele für Systemlayouts mit D- und ½D-förmigen Kanälen

Raumklima und Akustik

Ein gutes Raumklima mit korrekter Akustik ist der Schlüssel zum Wohlbefinden und zur Konzentration der Mitarbeiter und erfordert ein geräuscharmes Belüftungssystem.

A

C

Raumklimaparameter

Aktivitätsniveau

Kleidung

Empfohlene Luftgeschwindigkeit in der Aufenthaltszone

Vorgaben für Raumtemperatur in der Aufenthaltszone

Raumkategorien

Eine gründliche Bedarfsanalyse stellt sicher, dass die Lösung den Anforderungen des Kunden entspricht und Kosten einsparen kann.

Um den Prozess zu vereinfachen, hat KE Fibertec auf der Grundlage der Komforttheorien von Professor Fanger Raumkategorien entwickelt, die die vier wichtigsten thermischen Parameter für das Raumklima zusammenfassen.

B

D

Sitzend/stehend Stehend/zeitweise beweglich Leicht beweglich/ sehr beweglich Keine stationären Arbeitsplätze

Hemd/kurze leichte

Hose/leichte Arbeitskleidung

0,15 m/s

Einheitlich (1-2°C)

Leichte Jacke/ Pullover/Hose

Geringer Unterschied (2-3°C)

Jacke/Mantel/ Overall/Pullover/ Hemd/Hose Nach Bedarf

m/s

Größerer Unterschied (4-6°C)

Uneinheitlich (-)

Niederimpulssysteme (horizontal)

Empfohlenens DT (Rt - Et)

DT (Rt - Et)

Einblasgeschwindigkeit durch Textiloberfläche:

- KE-Niederimpulssystem

- KE-Interieur System

Temperaturunterschied: - Aufenthaltszone

- Nahzone Einheitlich

Max. Abweichung der Einblastemperatur

Max. Kühlleistung je lfd. m Textilkanal bei nom. ΔT(1)

Max. Kühlleistung je lfd. m Textilkanal bei max. ΔT(1)

Max. Kühlleistung pro m² Bodenfläche

Empfohlener max. Abstand Mitte - Mitte

(1) Montagehöhe: 4 m bis Unterkante Kanal.

Mischung

Unterschied

Mischung

Mischung

Hochimpulssysteme/Hybridsysteme

Empfohlenes ΔT - KE-Inject:

Kühlen (Rt - Et)

Empfohlenes ΔT - KE-DireJet:

Kühlen (Rt - Et) Heizen (Et - Rt)

Empf. Raumhöhe min/max

KE-Inject System

Wurflänge (ST-2)(2)

- KE-Inject LV

- KE-Inject MV

- KE-Inject JET

Empf. Raumhöhe min/max

KE-DireJet System

- Ø12, Ø18, Ø24 mm - Ø48, Ø60 mm

Wurflänge (ST-2)(2)

- KE-DireJet Ø12 mm

- KE-DireJet Ø18 mm

- KE-DireJet Ø24 mm

- KE-DireJet Ø48 mm

- KE-DireJet Ø60 mm

(2) Wurflänge berechnet für 1 Lochreihe bzw. 1 Düse bei 100 Pa statischem Druck.

Anm.: Die Tabellen geben nur Richtwerte an. Für weitere Informationen, bitte KE Fibertec kontaktieren.

Schall

Als Lärm gilt unerwünschter Schall, der unangenehm ist, stört oder schadet. Daher muss eine Belüftungsanlage geräuscharm sein. KE Fibertec legt großen Wert auf die Dokumentation der Schalldaten seiner TLVSysteme. Unten finden Sie eine kurze theoretische Beschreibung der Schallberechnung und eine Einführung in die dafür benötigten Daten.

Woher kommt der Schall?

Schall in Belüftungsanlagen kommt sowohl von den Installationen als auch von der Luftbewegung. Hauptquelle ist die Luftaufbereitungsanlage mit ihrem Gebläse. Dieser Schall muss gedämpft werden, bevor er das TLV-System erreicht, da Textilkanäle keinen Schalldämpfer ersetzen.

KE Fibertecs Angaben beziehen sich nur auf den Schall, der durch Luftbewegung im Textilkanal entsteht, also durch Druckverluste oder Schwingungen. In Niederimpulssystemen ist meist die Einblasgeschwindigkeit entscheidend, bei Hochimpulssystemen die Ausblasgeschwindigkeit durch Löcher oder Düsen.

Was ist Schall?

Schall bezeichnet die Schwingungen der Luftmoleküle in der Atmosphäre, die vom Ohr aufgenommen werden. Wenn die Luftmoleküle in Bewegung kommen, strahlen sie nach außen und kollidieren mit anderen Luftmolekülen, bis sie das Trommelfell erreichen.

Was ist Dezibel?

Dezibel (dB) ist eine logarithmische Einheit, die das Verhältnis zwischen zwei Kräften ausdrückt, und am häufigsten bei Messung des Schallleistungspegels und des Schalldruckpegels verwendet wird.

Schallleistung und Schalldruck

Die Schallleistung P beschreibt die von einer Schallquelle ausgestrahlte Leistung und wird in Watt (W) gemessen. Der Schalldruck p gibt die wahrgenommene Schallstärke in einem bestimmten Abstand wieder und hängt stark von Standort und Raumakustik ab. Er wird in Pascal (Pa) gemessen.

Schallleistungspegel / Schalldruckpegel

Da das Ohr Schall nahezu logarithmisch wahrnimmt, nutzt man für hörbare Frequenzen eine logarithmische Skala. Daher arbeitet man mit Schallleistungspegel Lw und Schalldruckpegel Lp Lw beschreibt die Schallquelle unabhängig von der Raumakustik und wird in dB angegeben.

L p hängt von Lw, der Position der Quelle und der Raumakustik ab und beschreibt die Wahrnehmung des Hörers – ebenfalls in dB.

Raumdämpfung

Die Raumdämpfung gibt den Unterschied zwischen dem abgestrahlten Schallleistungspegel und dem aufgefassten Schalldruckpegel im Raum an. Daher erhält man den Schalldruckpegel durch Subtraktion der Raumdämpfung (RD) von dem von der Quelle erzeugten Schallleistungspegel.

Der Zusammenhang zwischen der Schallleistung P und dem Schallleistungspegel LW lässt sich durch folgenden Ausdruck beschreiben:

LW = 10 x log (P/Pre) wobei:

P die abgestrahlte Schallleistung [W]

P re die Bezugsschallleistung (10-12 W) ist

Der Zusammenhang zwischen dem Schalldruck p und dem Schalldruckpegel Lp lässt sich durch folgenden Ausdruck beschreiben:

L p = 20 x log (p/pre) wobei:

p der Schalldruck [Pa]

P re der Bezugsschalldruck (20m Pa) ist

Die Raumdämpfung gibt den Unterschied zwischen dem abgestrahlten Schallleistungspegel und dem aufgefassten Schalldruckpegel im Raum an:

RD = L w - L p wobei:

RD Raumdämpfung [dB] ist.

Was beeinflusst den Schall im Raum?

Der Schallleistungspegel ist im Gegensatz zum Schalldruckpegel eine produktspezifische Größe. Daher werden die Schalleigenschaften eines TLV-Systems durch den Schallleistungspegel angegeben. Soll auch der Schalldruckpegel angegeben werden, so ist die Raumdämpfung zu berücksichtigen.

Die Raumdämpfung ist - wie auf der gegenüberliegenden Seite dargelegt - ein Ausdruck für die Differenz zwischen dem abgestrahlten Schallleistungspegel und dem Schallleistungspegel im Raum.

Naturgemäß ist es sehr kompliziert, die Raumdämpfung korrekt zu berechnen, da sie von zahlreichen Faktoren abhängt - wie z. B.:

• Geometrie und Abmessungen des Raums

• Oberflächeneigenschaften des Raums

• Anordnung der Textilkanäle

• Anzahl Textilkanäle

• Abstand Quelle - Empfänger

Schall von einer Schallquelle wird im Raum entweder als direkter oder als indirekter Schall aufgefangen. Je weiter die Quelle entfernt ist, desto weniger trägt der direkte Schall zum gesamten vom Ohr aufgenommenen Schalldruckpegel bei.

Der reflektierte Schall hat im gesamten Raum dieselbe Stärke und hängt von den schallabsorbierenden Eigenschaften ab, die sich als äquivalente Absorptionsfläche beschreiben lassen. Die Absorptionsfläche wird in m2 Sabine angegeben.

Das sicherste Verfahren zur Bestimmung der Raumdämpfung sind Messungen der Nachhallzeit im Raum. Da dies jedoch bereits in der Projektierungsphase nur selten möglich ist, lässt sich die Raumdämpfung durch Anwendung von Diagrammen veranschlagen.

Der Rauminhalt dient als Eingangsparameter für die Ermittlung der äquivalenten Schallabsorptionsfläche. Danach dienen der Abstand vom Textilkanal und der Richtungsfaktor zur Bestimmung der Raumdämpfung. Für den Richtungsfaktor kann man von nachstehender Tabelle ausgehen. KE Fibertec steht für die Bestimmung der Raumdämpfung gerne zur Verfügung.

Was ist Lärm?

Lärm ist unerwünschter Schall, der unangenehm wirkt, stört oder schadet. Die Wahrnehmung von Lärm ist individuell.

Was ist Schallleistungspegel?

Der Schallleistungspegel (Lw, in dB) beschreibt die von einer Schallquelle abgegebene akustische Energie und ist unabhängig von der Umgebung.

Was ist Schalldruckpegel?

Der Schalldruckpegel (Lp, in dB) beschreibt die wahrgenommene Schallstärke. Er hängt von der Quelle, der Umgebung und dem Abstand zum Empfänger ab.

4

An der Decke entlang der Seitenwand

Sound power level (L )

Sound pressure level (L ) w p

Schallleistungspegel (LW) Schalldruckpegel (Lp)

<0,5 m

2 1

An der Decke

Frei hängend

Die Tabelle zeigt, dass für einen D-Kanal an der Decke stets der Richtungsfaktor 2 oder 4 gilt - je nachdem, ob der Kanal mitten im Raum oder an der Wand entlang verläuft.

CASE: Walkden High School

Das neue Gebäude von Walkden High School wurde als Teil des Projekts BSF, Building Schools for the Future (Schulbau der Zukunft) errichtet. Um sicherzustellen, dass die Lehrräume keinen unerwünschten Lärm von den Luftverteilsystemen ausgesetzt werden, haben die Berater eine Schallprüfung zur Feststellung der Schalldämpfung durch die Textilkanäle beauftragt.

Die Prüfung wurde von der Universität von Southampton durchgeführt. KE Fibertec’s Entwicklungsabteilung hat ihre eigene ”äquivalente Absorptionsflächen“-Berechnung aufgestellt, basierend auf den Prüfergebnissen der Universität von Southampton.

Schalldämpfung

Terzband (1/3-Oktav) Mittenfrequenzen [Hz]

Frithængende kanal

Freihängender Kanal Kanal an der Decke montiert

Kanal monteret i loft A kanal [m 2 Sabine]

Schallanforderungen

Oft werden Anforderungen an den maximalen Lärmpegel in Aufenthaltsräumen gestellt. Diese richten sich nach Nutzung und Situation des Raums und werden meist als LpA- oder NR-Wert angegeben.

Der LpA-Wert bezeichnet den A-gewichteten, durch den A-Filter standardisierten Schalldruckpegel. Dieser Filter berücksichtigt die menschliche Hörwahrnehmung und betont hohe Frequenzen. Alle Schalldaten von KE Fibertec sind entsprechend A-gewichtet (siehe Tabelle).

Textilkanäle wirken sich wegen ihrer weichen Oberfläche positiv auf die Raumdämpfung aus, da sie als eine Art Baffeln an der Decke wirken und einen Teil des Schalls absorbieren und brechen, der in den belüfteten Raum reflektiert wird.

Wenn eine Schallwelle sich ausbreitet und auf ein Raummaterial, z.B. eine Wand trifft, wird ein Teil dieser Energie reflektiert. Einiges davon wird von der Wand weitergeleitet, und ein Teil wird absorbiert und in thermische Energie umwandelt.

Ursprünglich sollten LpA-Werte bis zu 55 dB gelten, LpB-Werte von 55 bis 85 dB, und die LpCWerte sollten über 85 dB gelten, jedoch werden überwiegend die A-Werte angegeben.

In den spezifischen Normen für Belüftungsanlagen gibt es Richtlinien mit Projektierungswerten für den maximalen A-gewichteten Schalldruckpegel in verschiedenen Räumen.

NR ist die Abkürzung von Noise Rating (Schallklassifizierung). NR-Kurven richten sich annähernd nach dem Schallempfinden des menschlichen Ohrs und sind gemäß der International Organization for Standardization (ISO) genormt. Als Faustregel gilt folgender Ausdruck:

NR = LpA - 5

Schallmessungen

Alle Schalldaten von KE Fibertec beruhen auf echten Lärmmessungen. In Zusammenarbeit mit dem Akustiklabor Peutz & Associes B.V. in Holland und HN AKUSTIK AB in Schweden haben wir Lärmtests unserer textilen Luftverteilsysteme vorgenommen. Die Lärmmessungen wurden nach den Vorschriften der ISO 3741 durchgeführt (Acoustics - Determination of sound power levels of noise sources using sound pressure - Precision methods for reverberation rooms) und ISO 5135 (Acoustics - Determination of sound power levels of noise from air-terminal devices, air-terminal units, dampers and valves by measurement in a reverberation room).

Planung

Der von Niederimpulssystemen erzeugte Schallleistungspegel ist bis zu einem gewissen Grad abhängig von der Platzierung des Einlaufes und in hohem Maße von der Eintrittsgeschwindigkeit der Luft. Bei Hochimpulssystemen von KE Fibertec ist der erzeugte Schallleistungspegel insbesondere abhängig von der Austrittsgeschwindigkeit aus den Löchern bzw. Düsen und der Zahl von Löchern bzw. Düsen pro laufenden Kanalmeter.

Es gibt sehr viele Kombinationsmöglichkeiten für KE Fibertecs textile Belüftungssysteme. Daher sind Lärmtests natürlich nicht für alle Kombinationen möglich.

Es wird empfohlen, die endgültige Schallberechnung für die jeweilige Installation von KE Fibertec vornehmen zu lassen. Die Schallberechnungen erfolgen wie für Druckverlust, Luftgeschwindigkeiten u.v.m. automatisch in unserem 3D-Dimensionierungsprogramm TBV Designer.

Hörgrenze

FLUGT Museum Fotograf: R. Hjortshøj

Berechnungsbeispiel

Ausgangspunkt ist ein auf den Seiten 98-99 berechnetes KE-Niederimpulssystem. Bei der Raumdämpfung wird von einem normal gedämpften Raum ausgegangen.

Maximaler Schalldruckpegel im Raum: 25 dB (A)

Datenblatt 21: P t = 118 Pa

Grund-Schallleistungspegel: = 28 dB(A)

Korrektur Kanallänge:

Datenblatt 24: L = 9 m

Korrektur (ca.): + 3 dB(A)

Resultierender Schallleistungspegel je Kanal: 28 dB(A) + 3 dB(A) = 31 dB(A)

Resultierender Schallleistungspegel im Raum:

31 dB(A)+3 dB(A)+2 dB(A) = 36 dB(A)*

Datenblatt 25 oben:

Rauminhalt = 825 m3, normaler Raum

Ergebnis: Äquivalente Schallabsorptionsfläche = 90 m2 Sabine

Datenblatt 25 unten: r = (4,8 m - 1,8 m) = 3 m

D = 2 (unter Decke) r / D = 3 / 2 = 2,1

Abgelesene Raumdämpfung: RD = 12 dB(A)

Resultierender Schalldruckpegel im Raum:

36 dB(A) - 12 dB(A) = 24 dB(A) < 25 dB(A)

*Logarithmische Addition der Schallleistungspegel

Design und Layout

Als einziger Hersteller weltweit bieten wir speziell angefertigte Textilien aus unserer eigenen Weberei und in vielen Farben und Layouts - für maximale Designfreiheit.

TBV Designer

Die textilen Luftverteilsysteme von KE Fibertec bieten maximale Flexibilität und maßgeschneiderte Designs. Sie erhalten die optimal passende Größe sowie eine große Auswahl an Layouts, Farben und Materialien – wahlweise als passives, hybrides oder aktives System. Auf Wunsch sind auch individuelle Sonderfarben nach Farbsystem möglich (gegen Aufpreis).

3D-Designprogramm

Zur Dimensionierung unserer textilen Luftverteillösungen nutzen wir das 3D-Programm TBV Designer, um auf Basis der gewünschten Luftgeschwindigkeiten und Raumabmessungen eine optimale Lüftungslösung zu entwickeln.

Plugin für Revit

Viele beratende Ingenieure und Installateure verwenden Revit bei der Berechnung von Lüftungslösungen. KE Fibertec hat ein Plugin für Revit entwickelt und kann eine breite Palette von Kanalsystemen als BIM-Komponenten für alle Ihre Projektbauanwendungen anbieten, sodass Sie den Entwurf direkt vom Benutzer an und von KE Fibertec senden können.

Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie die Bedienungsanleitung unter www.ke-fibertec.de finden, die den Vorgang Schritt für Schritt beschreibt. Das Plugin wird mit KE-Produktgruppen geliefert, die automatisch in Revit geladen werden.

Die Produktgruppen bieten Flexibilität bei der Gestaltung einer textilen Lüftungslösung, die nicht mit anderen Elementen im Gebäude kollidiert. Die Technik ist jedoch kein integraler Bestandteil, daher werden Druckverlust und Luftgeschwindigkeiten nicht berechnet, sondern können von KE Fibertec angegeben werden.

Beim Laden von Projektangeboten über dieses Plugin ist es möglich die zugehörige Beschreibung, technische Daten und Angebotsnummer von KE Fibertec zu sehen.

Die Produktgruppe der runden Kanäle enthält:

• Geraden Kanal

• Knie

• Bogen

• Konischen Übergang rund-rund

• Konischen Übergang til viereckig-rund

• Einlauf

Einzigartige Farben und Materialien

GreenWeave

Energieeinsparendes und nachhaltiges Textilmaterial. GreenWeave ist insbesondere für Komfortanwendungen mit hohen Anforderungen an die Raumluftqualität geeignet. Typische Anwendungen sind Büros, Schulen, Laboratorien, Konferenzräume und gekühlte Arbeitsräume in der Lebensmittelindustrie.

CRADLE TO CRADLE-MATERIALIEN / FARBEN - PANTONE / RAL / KE-NR.

WEIß

11-0601-TP / 9010 / KE 0

SCHWARZ 19-5708-TP / 9005 / KE 2

HELLGRAU 12-4705-TP / 9002 / KE 3

DUNKELGRAU 17-4402-TPG / 7042 - KE 10

DUNKELBLAU 19-3864-TP / 5002 / KE 8

GELB 14-0955-TP / 1028 / KE 6 ROT 18-1655-TP / 3031 / KE 5

• Filtert die Zuluft wie ein M6 Vorfilter gem. EN 779:2012

• Längere Waschzyklen durch Einsatz von Stapelfasergarnen

WEIß 11-0601-TP / 9010 / KE 0

ANTISTATISCH

• Staubspeicherkapazität von 25 g/m² Textiloberfläche gem. EN 779:2012

• Brandschutzzulassung B-S1-d0 gemäß EN 13501

• Zu 100% aus recycelbaren Material und ist Cradle-to-Cradle-zertifiziert

• GW-Materialien sind garngefärbt, wodurch die Abwassermenge um ca. 2/3 im Vergleich zu herkömmlichen stückgefärbten Materialien reduziert wird

MultiWeave Beständiges und vielseitiges Textilmaterial.

MultiWeave ist ein vielseitig einsetzbares Material, welches für eine Vielzahl von Anwendungsfällen sehr gut geeignet ist, wie z.B. Reinräume der ISO Klasse 4, Industriegebäude, Sporthallen oder Ausgleichsräume in der fleischverarbeitenden Industrie.

CRADLE TO CRADLE-MATERIALIEN / FARBEN - PANTONE / RAL / KE-NR.

WEIß 11-0601-TP / 9010 / KE 0

SCHWARZ 19-5708-TP / 9005 / KE 2

HELLGRAU 12-4705-TP / 9002 / KE 3

DUNKELGRAU 17-4402-TPG / 7042 / KE 10

DUNKELBLAU

19-3864-TP / 5002 / KE 8

GELB 14-0955-TP / 1028 / KE 6

HELLBLAU 16-4132-TP / N/A / KE 9

GRÜN 18-6024-TP / 6016 / KE 12

ROT 18-1655-TP / 3031 / KE 5

- PANTONE / RAL / KE-NR.

BEIGE 15-1215-TP / 1019 / KE 11

• Material aus Multifilament-garnen. Filtert die Zuluft wie ein G2-Vorfilter

• Reinraumzulassung für die Klasse 4 gemäß ISO 14644-1

• Brandschutzzulassung B-S1-d0 gemäß EN 13501

• Höchstbeständiges Material. Zugfestigkeit von 110-210 N gemäß EN ISO 13937:2

LAGERFARBEN

Nomex

Hochtemperaturbeständige aromatische Polyamidfasern.

Das Nomex-Material von KE Fibertec wird mit einer Köperbindung aus Stapelfasern gewebt, um die größtmögliche Textiloberfläche und gleichartige Permeabilität zu erlangen.

WEBEREIFARBEN - PANTONE / RAL

NATURAL 11-0701-TP / N/A

MIDNIGHT BLUE 19-4023-TP / N/A

• Feuerhemmende Eigenschaften - es schmilzt, tropft nicht oder unterstützt auf andere Weise die Verbrennung an der Luft

• Brandgeprüft nach EN13501 B-S1-d0

• Wird für Anwendungen verwendet, bei denen Materialien intensiver Hitzebelastung standhalten müssen

• Schrumpffestes und permeabilitätsstabilisiertes Material

ZeroWeave

Luftdichtes Textilmaterial.

Wartungsarmes Material mit einer Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, wie z.B. in Supermärkten, großen Multifunktionshallen, Schwimmbädern, Hochregalläger und Räumen mit sehr hoher Staubbelastung oder schlechten Wartungsmöglichkeiten.

Sonderfarben

LAGERFARBEN - PANTONE / RAL / KE-NR.

WEIß 11-0601-TP / 9010 / KE 0

HELLGRAU 14-4201-TP / 7047 / KE 910

DUNKELBLAU 19-3864-TP / 5002 / KE 8

• Luftdichtes Material ohne Filterfunktion

• Frei von PVC, Halogenen und anderen schädlichen Substanzen

• Brandschutzzulassung B-S1-d0 gemäß EN 13501-1

• Keine Kondensation unterhalb von 90% relativer Luftfeuchtigkeit

Im Einklang mit unserer Strategie, nachhaltige Lüftungslösungen anzubieten, können wir nun auch Digitaldruck als alternative Methode zum Einfärben des Textilmaterials anbieten. Mit umweltfreundlichen und wasserbasierten Druckfarben haben wir bei Transferdruck die freie Auswahl aus zahlreichen Farben. Ein Verfahren, bei dem kein Wasser verwendet wird.

Weitere Informationen erhalten Sie von der Vertriebsabteilung von KE Fibertec.

Dimensionerung von Systemen

Für die Dimensionierung eines textilen Belüftungssystems muss man bestimmte wesentliche Parameter und Begriffe kennen. Ein textiles Belüftungssystem unterscheidet sich nicht wesentlich von herkömmlichen Belüftungssystemen, allerdings gilt es wichtige Punkte besonders zu beachten.

KE-Niederimpulssystem

KE-Inject System

KE-DireJet System

Im Folgenden geben wir eine kurze Beschreibung der wesentlichen Parameter und Begriffe, die bei der Dimensionierung von KE Fibertecs textilen Belüftungssystemen benutzt werden.

Einblasflächen

Die gesamte Oberfläche des KE-Niederimpulssystems ist durchlässig (permeabel), so dass die gesamte Einblasfläche der geometrischen Oberfläche entspricht. Die geometrische Oberfläche A wird in [m2] angegeben.

KE-Niederimpulssystem: A = Durchmesser · p · Kanallänge

KE-Interieur System (D): A = (1/2) Durchmesser · p · Kanallänge

KE-Interieur System (½D): A = (1/4) Durchmesser · p · Kanallänge

Für das KE-Inject System sowie das KE-Inject Hybridsystem hat KE Fibertec im Hinblick auf die Produktionseignung die Löcher je nach gewähltem Typ in verschiedenen Mustern angeordnet - siehe Seite 34.

Ein Standardmuster besteht aus einer präzisen Anzahl von Lochschritten. Die Einblasfläche lässt sich nur durch Änderung der Zahl der Lochreihen verändern. Deshalb dient die Einheit „Anzahl Lochreihen“ als Parameter für die Einblasfläche beim KE-Inject System. Beim KE-Inject Hybridsystem wirkt die ganze Kanaloberfläche einschl. Löcher als Einblasfläche.

Beim KE-DireJet System und KE-DireJet Hybridsystem hängt die Einblasfläche davon ab, ob eine Düse von Ø12 mm, Ø18 mm, Ø24 mm, Ø48 oder Ø60 mm gewählt wird und wie viele Düsen je lfd. Kanalmeter vorhanden sind. Beim KE-DireJet Hybridsystem wirkt die ganze Kanaloberfläche einschl. Löcher als Einblasfläche.

Druckverhältnisse in Textilkanälen

Wie in jedem anderen Luftverteilungssystem treten auch in einem textilen Belüftungssystem Druckverluste auf. Eine Berechnung des Druckverlustes in einem textilen Belüftungssystem unterscheidet sich im Prinzip nicht von der allgemein bekannten Praxis. Die Strömung in einem Kanalsystem ist nur minimal davon abhängig, ob das Material Stahl oder Textil ist.

Man muss sich jedoch klarmachen, dass Textil ein sehr flexibles Material ist, das ausschließlich durch den statischen Überdruck im System aufgeblasen wird.

Deshalb können schon geringe Turbulenzen Bewegungen oder so genanntes Flattern verursachen. Daher sind Berechnungen des Druckverlustes wichtig, damit das textile Belüftungssystem wie geplant ohne Flattern arbeitet und gleichzeitig die bestmögliche Wirtschaftlichkeit erzielt.

Definitionen von Druck

Die in einem textilen Belüftungssystem auftretenden Drücke sind in der Abbildung rechts dargestellt. Der Gesamtdruck (Pt) lässt sich an einer beliebigen Stelle des textilen Belüftungssystems als Summe des statischen und des dynamischen Drucks berechnen. Es gelten folgende Ausdrücke:

P t = P s + Pd

wobei:

P t Gesamtdruck im Kanal [Pa]

P s Statischer Druck im Kanal [Pa]

Pd Dynamischer Druck im Kanal [Pa] sind

Gesamtdruck

Der Gesamtdruck ist der Druck, der vom Gebläse erzeugt werden muss, um den Gesamtwiderstand des textilen Belüftungssystems zu überwinden, d. h. den Verlust durch Einzelwiderstände wie Biegungen, Reibungsverlust und statischen Druck im System.

Statischer Druck

Der statische Druck, der im Verhältnis zum atmosphärischen Druck gemessen wird, wirkt gleichmäßig in alle Richtungen, hält den Textilkanal in Form und drückt die Luft durch die Löcher bzw. Düsen.

Dynamischer Druck

Der dynamische Druck oder Geschwindigkeitsdruck wirkt in die Richtung der Luft und transportiert die Luft von A nach B. Der dynamische Druck ist bezogen auf die mittlere Luftgeschwindigkeit und lässt sich nach folgender Formel berechnen:

wobei:

r die Dichte der Luft [kg/m3] v die mittlere Luftgeschwindigkeit im Kanalquerschnitt [m/s] ist

Einlass

Einlass

Einlass

Druckverluste in Textilkanälen

Die in einem textilen Belüftungssystem auftretenden Druckverluste stammen von:

• Druckverlust durch Querschnittsänderungen

• Druckverlust durch Abzweigungen

• Druckverlust durch Bögen

• Reibungsdruckverlust

• Druckverlust durch Strömungskomponenten

• Druckverlust durch Löcher, Düsen und Textilmaterial („Armaturenverlust“)

Die Druckverluste durch die einzelnen Komponenten sind Geschwindigkeitsverluste, die proportional zum dynamischen Druck, Pd, auftreten und von einem sogenannten Druckverlustkoeffizienten abhängen, der durch Messungen in KE Fibertecs Labor ermittelt wurde. Der Druckverlust durch eine Komponente (ΔPe ) bestimmt sich folgendermaßen: wobei:

x Druckverlustkoeffizient [Xi/Zetadimensionslos]

Pd2 Dynamischer Druck nach Komponente [Pa] sind

Ein fehlerhaft dimensioniertes textiles Belüftungssystem ist leicht zu erkennen, weil die Kanäle oval und „schlaff“ aussehen.

Der Unterschied des statischen Drucks zwischen zwei parallelen Kanälen kann sehr erheblich sein. Das hat Bedeutung für die Ästhetik und in hohem Maße für die Luftverteilung.

Ist die Druckverteilung zu ungleichmäßig, so können Probleme mit Zugluft unter dem Kanal mit dem höheren statischen Druck auftreten, während umgekehrt die Luftqualität schlecht ist in Bereichen, wo der statische Druck (und damit die Luftmenge) nicht ausreichend ist.

Wir verfügen über dokumentierte Druckverlustmessungen für alle Komponenten unserer TLV-Systemen. Bitte wenden Sie sich wegen weiterer Informationen an die Entwicklungsabteilung von KE Fibertec.

Flattern in Textilkanälen

Flattern in Textilkanälen hat meist eine der folgenden Ursachen:

Hat ein System einen unregelmäßigen Strömungsverlauf vor dem Eintritt in den Textilkanal (z.B. Bogen), so kann im Kanal ein Turbulenzfeld entstehen, das Flattern des Textils verursacht. Der unregelmäßige Strömungsverlauf kann z. B. infolge von Richtungsänderungen vor dem Textilkanal entstehen.

Deshalb ist eine Länge von mindestens dem Dreifachen des Durchmessers des Textilkanals zu empfehlen, wodurch das Strömungsprofil wieder hergestellt wird. Außerdem kann eine zu hohe Luftgeschwindigkeit in Bögen und Anschlüssen zu Flattern des Textils führen. Diese Gefahr besteht, weil aufgrund der Rückströmung im textilen Belüftungssystem örtlich Unterdruck entstehen kann.

Dies ist oft an der Innenseite eines Bogens zu beobachten, wo der Unterdruck eine Wellenbewegung an der Textiloberfläche auslöst. Bei Querschnitten mit unregelmäßigem Strömungsverlauf ist ein KE-SRD (Static Regaining Diffuser) vorteilhaft, der das Strömungsprofil wiederherstellt.

Dabei wird die Luft durch ein kegelförmiges Netz gedrückt - die dynamische Druckwelle wird in einen statischen Druck verwandelt, und Flattern im Querschnitt wird vermieden. Natürlich entsteht dadurch ein zusätzlicher Druckverlust im System, da der statische Druck vor dem SRD sich erhöht. Auch diesen Druckverlust muss das Gebläse überwinden.

Textilkanäle mit Luftzufuhr von beiden Seiten oder von oben, beispielsweise D-Kanäle mit Zugang von oben (Top), tendieren zum Flattern. Systeme dieses Typs werden natürlich auf niedrige Einblasgeschwindigkeit

ausgelegt. Eine fehlerhafter Einregelung der Belüftungsanlage kann jedoch leicht zu pulsierenden Bewegungen direkt vor dem Einlass führen. Das Problem lässt sich durch einen KE-SRD lösen.

Textilkanäle, die an Stutzen z. B. am Ende eines rechteckigen Stahlkanals montiert werden, bieten ein hohes Risiko für Flattern, da die Einblasluft sehr turbulent wird, wenn sie auf den Boden des Stahlkanals auftrifft. In solchen Fällen lässt sich Flattern vermeiden, indem im Stahlkanal Leitbleche angebracht werden (Lösung 1), ein KE-SRD eingebaut wird (Lösung 2) oder der Stahlstutzen auf mindestens 3 x D verlängert wird.

Auch ein fehlerhaftes Design bringt die Gefahr von Flattern des Textils mit sich. Ein fehlerhaftes Design rührt meist daher, dass der statische Druck im Textilsystem nicht ausreicht, um den

Druckverlust in Stutzen und Bögen, zu hohe Einblasgeschwindigkeiten, asymmetrisches Systemlayout oder fehlerhafte Durchlässigkeit des Textil zu kompensieren. Um Flattern zu vermeiden, empfiehlt KE Fibertec den „Flatterfaktor“ zu berücksichtigen, um ausreichenden statischen Druck im System zu gewährleisten. Der Flatterfaktor drückt aus, dass der statische Druck in den Ausblaskanälen höher als oder gleich der Summe des dynamischen Drucks im Ausblaskanal und dem gesamten Systemdruckverlust im textilen Belüftungssystem sein muss.

Lösung
Lösung
Lösung 1
Lösung

Druckstösse beim Anlaufen des Systems

Es wird empfohlen, in Belüftungssystemen mit Textilkanälen entweder einen Soft-Starter, einen Frequenzumwandler oder eine Reglerklappe zu benutzen, die für ein langsames Anlaufen des Systems sorgen. Ist dies nicht der Fall, so geschieht Folgendes:

Runde Textilkanäle hängen schlaff, wenn das Belüftungssystem nicht in Betrieb ist.

Bei einfachen ON/OFF-gesteuerten Anlagen erreicht das Gebläse kurz nach dem Start seine volle Leistung. Da der Kanal noch schlaff hängt, ist der Querschnitt des Kanals sehr begrenzt. Daher wird die Luftgeschwindigkeit im Kanal sehr hoch. Da noch kein statischer Druck aufgebaut wurde, führt die waagerechte Luftbewegung zu einer kräftigen Wellenbildung im Verlauf des Textilkanals.

Die kräftige waagerechte Luftbewegung erreicht das Ende des Textilkanals mit so großer Kraft, dass die Aufhängung und der Textilkanal sich losreißen und beschädigt werden können. Wenn die waagerechte Bewegung das Ende des Kanals erreicht, beginnt der statische Druck im Kanal auf die Seiten des Kanals einzuwirken. Der Kanal wird vom Ende her zum Gebläse hin aufgeblasen. Dadurch entsteht eine kräftige, rückläufige Wellenbildung durch den Textilkanal.

Wenn sich der statische Druck im Kanal aufgebaut hat, hängt das System ruhig - vorausgesetzt, der Kanal ist korrekt dimensioniert.

P s/Pd-Verhältnis

Wegen der durchlässigen Oberfläche nehmen Luftmenge und Luftgeschwindigkeit in Textilkanälen im Gegensatz zu normalen Stahlkanälen im Verlauf des Kanals kontinuierlich ab. Daher fällt der dynamische Druck im Verlauf des Kanals, während der statische Druck steigt. Das führt dazu, dass ein größerer Anteil der Luft am Ende des Kanals eingeblasen wird, wo der dynamische Druck gleich null ist. Da die Luft im Verlauf des Kanals kontinuierlich abnimmt, kann der Reibungsverlust oft vernachlässigt werden. Daher sind Gesamtdruck und statischer Druck am Ende des Kanals im Großen und Ganzen gleich.

Eine häufige Lösung, um eine einheitliche Luftverteilung in sehr langen Kanälen zu erzielen, ist die Wiederherstellung des dynamischen Drucks im System durch eine Verminderung des Kanalquerschnitts - beispielsweise in der Mitte des Kanals.

Dadurch wird der statische Druck im Kanal „gebrochen“ und eine gleichmäßigere Luftverteilung erzielt. Dies ist auch die wirtschaftlichste Lösung, falls eine Querschnittsverminderung akzeptabel ist. Um die Montage zu erleichtern, sollte die Querschnittsreduktion bei einzeln abgehängten Kanälen mit gerader Oberkante erfolgen, bei doppelt abgehängten dagegen mit mittiger Reduktion.

Um eine gleichmäßige Luftverteilung auf der gesamten Länge des Systems zu erzielen, sollte der statische Druck in der Mitte des Systems stets mindestens doppelt so hoch sein wie am Einlauf in den Kanal.

KE Fibertec empfiehlt, dass das Verhältnis zwischen statischem Druck P s und dynamischem Druck Pd zumindest der Kurve rechts entspricht. Je länger der Kanal ist, desto höher muss der statische Druck in der Mitte des Kanals im Verhältnis zum dynamischen Druck am Einlauf sein, um eine gleichmäßige Luftverteilung zu gewährleisten.

Luftdurchlässigkeit

Die Luftdurchlässigkeit der Textiloberfläche ist entscheidend für die Höhe des statischen Drucks bei einer bestimmten Luftmenge. Je dichter das Gewebe, desto höher ist der Druckanstieg als Funktion der Luftmenge.

Für alle Niederimpulsmaterialien von KE Fibertec wird der statische Druckanstieg als Funktion der Luftmenge je m2 Textiloberfläche angegeben. Die Durchlässigkeit wird als [m³/m²/h] angegeben.

Falscher Gleichlauf in Textilkanälen

Aus der Strömungstechnik ist bekannt, dass Löcher oder Düsen mit rechtwinkliger Einblasrichtung an einem langen Hauptkanal Probleme verursachen können. Das primäre Problem ist, dass die Luft dazu tendiert, abgelenkt zu werden und parallel zum Hauptkanal zu strömen - es sei denn, dass Löcher oder Düsen mit Leitplatten versehen werden.

Falscher Gleichlauf verursacht in den meisten Fällen Probleme mit der Luftverteilung im Raum. Am Anfang des Raumes (in der Nähe des Einlaufs) können Probleme mit stillstehender Luft auftreten, während am Ende erhebliche Zugbelästigungen auftreten können. Falscher Gleichlauf entsteht, wenn die Einblasgeschwindigkeit wesentlich höher ist, als die Ausblasgeschwindigkeit durch die Löcher im Textil. Um die störende Ablenkung der Strömung (falscher Gleichlauf) zu vermeiden, empfiehlt

KE Fibertec, dass die Austrittsgeschwindigkeit aus den Löchern mindestens 35% größer ist als die Eintrittsgeschwindigkeit in den Kanal.

Ein weiterer Faktor von Bedeutung für den Gleichlauf ist die Größe des Loches. Wird die Luft durch große Löcher zugeführt, so tendiert sie stets dazu, abgelenkt zu werden und am Kanal entlang zu strömen.

Beim KE-DireJet System treten nie Probleme mit falschem Gleichlauf auf. Die Länge der Düse bewirkt, dass die Luft stets rechtwinklig zum Hauptkanal eingeblasen wird. Beim KEInject System sind die Löcher direkt ins Textil geschnitten, so dass keine Leitplatten angebracht werden können. Dafür ist der Gleichlauffaktor hier nicht so relevant, was daran liegt, dass die Luftgeschwindigkeit in der Mitte des Lochs, also rechtwinklig zum Hauptkanal, normalerweise höher ist als bei herkömmlichen Systemen.

GreenWeave MultiWeave

Maximale Einblasgeschwindigkeiten

Die Einblasgeschwindigkeit ist ein kritischer Designparameter für textile Belüftungssysteme und hat große Bedeutung für Flattern, Geräuschentwicklung, Haltbarkeit des Materials und die Luftverteilung vom Kanal.

Für runde Kanäle werden je nach Art der Luftzufuhr Einblasgeschwindigkeiten von nicht mehr als 6-7 m/s empfohlen. Bei KE-Interieur Systemen sind je nach Art der Luftzufuhr Luftgeschwindigkeiten zwischen 4 und 7 m/s zulässig.

Ausblasgeschwindigkeit - Niederimpuls

Die Ausblasgeschwindigkeit bei textilen Niederimpulssystemen hängt von der geometrischen Oberfläche ab, da die Luft langsam durch die gesamte Textiloberfläche diffundiert.

Ausblasgeschwindigkeit – Hochimpuls

Der statische Druck hält das textile Belüftungssystem aufgeblasen und drückt gleichzeitig die Luft durch die Löcher bzw. Düsen und gegebenenfalls durch das Textil.

Die Ausblasgeschwindigkeit ist ein überaus wichtiger Parameter bei der Berechnung von Wurflänge, thermischer Eindringtiefe u.s.w., in der Praxis jedoch äußerst schwierig zu messen. Dagegen kann mit jedem kalibrierten Manometer der statische Druck im Kanal gemessen werden. Bei einem standardisierten Lochdesign und detailliertem Wissen über die Eigenschaften von Löchern und Düsen entspricht eine bestimmte Ausblasgeschwindigkeit stets demselben statischen Druck im Kanal.

Wie oben dargelegt, muss die Luftgeschwindigkeit beim Eintritt in das KE-Inject System der Einblasgeschwindigkeit angepasst werden. Mindestanforderung ist, dass die Ausblasgeschwindigkeit 35% höher als die Eintrittsgeschwindigkeit ist.

Dimensionerung - praktische Beispiele

Im Folgenden werden überschlägige Berechnungen eines KE-Niederimpulssystems, eines KE-Inject Systems und eines KE-DireJet Systems durchgeführt. KE Fibertec nimmt natürlich ausführliche Berechnungen für alle konkreten Installationen mit Hilfe des eigenen 3D-Dimensionierungsprogramms TBV Designer vor.

Dimensionerung: KE-Niederimpulssystem

Folgende Ausgangsdaten sind gegeben:

Es ist daher zu empfehlen, KE Fibertec die endgültige Berechnung vornehmen zu lassen, um Druckverluste, Luftgeschwindigkeiten und Schallpegel nach detaillierten Modellen zu berechnen.

Raumabmessungen: (L x B x H): 15 m x 10 m x 5,5 m

Unterkante Kanal: 4,8 m über Fußboden

Wärmeverteilung im Raum: Normal

Wärmebelastung im Raum: 17400 W

Anzahl und Platzierung der Stutzen: 3 Stutzen in Stirnwand (15 m)

Einblastemperatur und gewünschte Raumtemperatur: 16°C / 20°C

Luftmenge je Stutzen: 4300 m³/h

Maximale Luftgeschwindigkeit in der Nahzone: 0,20 m/s (Raumkategorie B)

Gesamtdruck für Textilkanäle: 130 Pa

Raumabmessungen und Layout

Rechengang

Es wird folgender Rechengang angewandt:

1. Bestimmung der maximalen Kühlleistung pro Meter Kanal

2. Bestimmung der erforderlichen Kanallänge

3. Bestimmung der Zahl der Niederimpulskanäle

4. Bestimmung des Kanaldurchmessers

5. Bestimmung des Textilmaterials

6. Kontrolle der Luftgeschwindigkeit am Eingang der Aufenthaltszone

7. Berechnung des Druckverlustes

8. Schallberechnung

Maximale Kühlleistung pro Meter Kanal

Eingabeparameter: ΔT = 4°C und Raumkategorie B

Ergebnis: F m = 500 W/m

Eingabeparameter: d = 3 m und normale Wärmeverteilung

Korrektur k für Kanalplatzierung: k = 1,31

F max = F m x k = 500 W/m x 1,31 = 655 W/m

Erforderliche Kanallänge

17400 W / 655 W/m = 27 m

Anzahl Niederimpulskanäle und Systemlayout

27 m / 10 m = 3 Stck., L = 9 m

Kanaldurchmesser

Eingabeparameter: 4300 m³/h und max. 7 m/s Einblasgeschwindigkeit

Kanaldurchmesser: D = Ø500 mm, v = 6 m/s

Wahl des Textilmaterials

Eingabeparameter:

Oberfläche je Kanal: p x D x L = p x 0,5 m x 9 m = 14,1 m²

Durchlässigkeit: 4300 m³/h / 14,1 m² = 304 m³/h/m²

Materialwahl: GW320, Ps,Mitte = 112 Pa

Kontrolle der Luftgeschwindigkeit

Maximale Kühlleistung pro Meter Kanal: F max = 655 W/m

Tatsächliche Kühlleistung pro Meter Kanal:

F tats. = Q v x r x c p x ΔT / L

F tats. = (4300 m³/h x 1/3600 s/h x 1,205 kg/m³ x 1007 J/(kg·°C) x (20°C - 16°C)) / 9 m

F tats. = 644 W/m

F tats. < F max = OK!

Berechnung des Druckverlustes

Ps,Mitte = 112 Pa

Pd,Mitte = ½ x r x (vMitte)2 = ½ x 1,205 kg/m3 x (½ x 6 m/s)2 = 6 Pa

Pt,Mitte = Ps,Mitte + Pd,Mitte = 112 Pa +6 Pa = 118 Pa

Pt,Start = 118 Pa (Reibungsverlust = 0 Pa)

Ps,Start = Pt,Start- Pd,Start = 118 Pa - ½ x r x (6 m/s)2 = 96 Pa (ESP)

Pt,Start = 118 Pa < 130 Pa OK!

Schallberechnung

Siehe Berechnung im Kapitel Raumklima und Akustik.

Dimensionierung: KE-Inject System

Folgende Ausgangsdaten sind gegeben:

Raumabmessungen (L x B x H):

36 m x 12 m x 4,5 m

Mitte Kanal: 4,1 m über Fußboden

Anzahl und Platzierung der Stutzen: 2 Stutzen in Stirnwand (12 m)

Einblastemperatur und gewünschte Raumtemperatur: 21°C / 21°C (isothermische)

Luftmenge je Stutzen: 6000 m³/h

Materialwahl: ZeroWeave (impermeabel)

Deckenstrahl erwünscht: ST-1 (Deckenstrahl)

Maximale Luftgeschwindigkeit in der Nahzone: 0,20 m/s (Raumkategorie B)

Gesamtdruck für Textilkanäle: 120 Pa

Raumabmessungen und Layout

Rechengang

Es wird folgender Rechengang angewandt:

1. Bestimmung von Zahl und Länge der KE-Inject-Kanäle

2. Bestimmung des Kanaldurchmessers

3. Bestimmung der Luftmenge je lfd. Meter Kanal

4. Bestimmung des Lochdesigns

5. Bestimmung der Zahl der Lochreihen, des statischen Drucks und der Wurflänge

6. Bestimmung der Luftgeschwindigkeit am Eingang der Aufenthaltszone

7. Berechnung des Druckverlustes

8. Schallberechnung

Anzahl und Länge der Kanäle

2 Stutzen = 2 Kanäle

Raumlänge: 36 m - Kanallänge 35 m

Kanaldurchmesser

Eingabeparameter: 6000 m³/h und max. 7 m/s Einblasgeschwindigkeit

Kanaldurchmesser: D = Ø560 mm, v = 6,8 m/s

Luftmenge pro lfd. Meter Kanal

6000 m3/h / 35 m = 171 m3/h/m

Lochdesign

Wegen Raumkategorie B wird ein LV-Lochdesign gewählt (siehe Seite 59)

Lochreihen, statischer Druck, Wurflänge

Eingabeparameter: 171 m3/h/m

Anzahl Lochreihen je Seite: 8

Statischer Druck: 105 Pa

Mind. Wurflänge l0,20 = 3,8 m

Luftgeschwindigkeit beim Eintritt zur Aufenthaltszone

Tatsächliche Wurflänge im Raum: 12 m/4 + (4,1 m - 1,8 m) = 5,3 m

Isotherm. Luftgeschwindigkeit nach 5,3 m: viso = (3,8 m/5,3 m) x 0,20 m/s = 0,14 m/s

Strömungsmodell 1 (Wandstrahl): viso = 2 x 0,14 m/s = 0,20 m/s

Berechnung des Druckverlustes

Ps,Mitte = 105 Pa

Pd,Mitte = ½ x r x (vMitte)2 = ½ x 1,205 kg/m3 x (½ x 6,8 m/s)2 = 7 Pa

Pt,Mitte = Ps,midt + Pd,Mitte = 105 Pa + 7 Pa = 112 Pa

Pt,Start = 112 Pa (Reibungsverlust = 0 Pa)

Ps,Start = Pt,Start- Pd,Start = 112 Pa - ½ x r x (6,8 m/s)2 = 85 Pa (ESP)

Pt,Start = 112 Pa < 120 Pa OK!

Schallberechnung

Eingabeparameter: Pt,Start = 112 Pa, Grund-Schallleistungspegel: @ 43 dB(A)

Korrektur für Kanallänge und Anzahl Lochreihen:

Eingabeparameter: Anzahl Lochreihen insgesamt = 16, L = 17,5 m

Korrektur: + 7,5 dB(A) + 3 dB(A)* = 10,5 dB(A)

Resultierender Schallleistungspegel je Kanal: 43 dB(A) + 10,5 dB(A) = 53,5 dB(A)

Resultierender Schallleistungspegel im Raum: 53,5 dB(A) + 3 dB(A)* = 56,5 dB(A)

*Bei Verdoppelung der Länge oder Anzahl der Kanäle kommen 3 dB(A)

Schallleistungspegel hinzu

Dimensionierung: KE-DireJet System

Folgende Ausgangsdaten sind gegeben:

Raumabmessungen (L x B x H):

26 m x 8 m x 8 m

Mitte Kanal: 7,3 m über Fußboden

Anzahl und Platzierung der Stutzen: 1 Stutzen in Stirnwand (8 m)

Einblastemperatur und gewünschte Raumtemperatur: 4°C / 4°C (isothermisch)

Luftmenge je Stutzen: 5.300 m³/h

Materialwahl: ZeroWeave (impermeabel)

Freistrahl erwünscht: ST-3 (Freistrahl)

Maximale Luftgeschwindigkeit in der Nahzone: 0,30 m/s

Gesamtdruck für Textilkanäle: 140 Pa

Raumabmessungen und Layout

Rechengang

Es wird folgender Rechengang angewandt:

1. Bestimmung von Zahl und Länge der KE-DireJet-Kanäle

2. Bestimmung des Kanaldurchmessers

3. Bestimmung der Luftmenge je lfd. Meter Kanal

4. Bestimmung des Düsentyps

5. Bestimmung der Zahl der Düsen pro Meter, des statischen Drucks und der Wurflänge

6. Bestimmung der Luftgeschwindigkeit am Eingang der Aufenthaltszone

7. Berechnung des Druckverlustes

8. Schallberechnung

Anzahl und Länge der Kanäle

1 Stutzen = 1 Kanal

Raumlänge 26 m - Kanallänge 25 m

Kanaldurchmesser

Eingabeparameter: 5300 m³/h und max. 7 m/s Einblasgeschwindigkeit

Kanaldurchmesser: D = Ø560 mm, v = 6 m/s

Luftmenge pro lfd. Meter Kanal

5300 m3/h / 25 m = 212 m3/h/m

Wahl der Düse

Ø18 mm Düse

Anzahl Düsen, statischer Druck, Wurflänge

Eingabeparameter: 212 m3/h/m

Anzahl Düsen je Seite: 10

Statischer Druck: 121 Pa

Mind. Wurflänge l0,30 = 6,0 m

Luftgeschwindigkeit beim Eintritt zur Aufenthaltszone

Tatsächliche Wurflänge im Raum: 6,0 m (150° skråt ned)

Isothermische Luftgeschwindigkeit nach 6,0 m: viso = 0,30 m/s

Berechnung des Druckverlustes

Ps,Mitte = 121 Pa

Pd,Mitte = ½ x r x (vMitte)2 = ½ x 1,205 kg/m3 x (½ x 6 m/s)2 = 6 Pa

Pt,Mitte = Ps,midt + Pd,Mitte = 121 Pa + 6 Pa = 127 Pa

Pt,Start = 127 Pa (Reibungsverlust = 0 Pa)

Ps,Start = Pt,Start- Pd,Start = 127 Pa - ½ x r x (6 m/s)2 = 106 Pa (ESP)

Pt,Start = 127 Pa < 140 Pa OK!

Schallberechnung

Eingabeparameter: Pt,Start = 127 Pa, Grund-Schallleistungspegel: = 48 dB(A)

Korrektur für Kanallänge und Anzahl Düsen:

Eingabeparameter: Anzahl Düsen pro m insgesamt = 20, L = 25 m

Korrektur: + 7 dB(A)

Resultierender Schallleistungspegel im Raum: 48 dB(A) + 7 dB(A) = 55 dB(A)

Lebensdauer und Garantie

Im Einklang mit unserem nachhaltigen Unternehmensfundament entwickeln wir Produkte und Dienstleistungen, die eine möglichst lange Lebensdauer ermöglichen.

Verlängerte Produktlebensdauer

Unsere Strategie ist die Entwicklung von Lösungen und Services zur Verlängerung der Produktlebensdauer – etwa durch Wartung, Reparatur, Energieoptimierung und Wiederverwendung. Ziel ist eine durchschnittliche Lebensdauer von 20–25 Jahren bei richtiger Pflege.

Mit Erfahrung seit 1974 liefert KE Fibertec langlebige, nachhaltige Lüftungssysteme, die Folgendes gewährleisten:

• Besseres Raumklima

• Geringere Energiekosten

• Längere Lebensdauer

• Zufriedene Kunden

• Wiederverwendung von Materialien

Darüber hinaus bieten wir:

HÖCHSTE STAUBSPEICHERKAPAZITÄT

Das GreenWeave-Material erlaubt längere Waschintervalle und bietet dank Stapelfasergarn eine große Textiloberfläche mit über 25 g/m³ Staubspeicherkapazität (EN779:2012).

GERINGERER DRUCKVERLUST

Textile Lüftungssysteme reduzieren den Systemdruckverlust gegenüber stahlbasierten Anlagen, da auf Drosselklappen verzichtet werden kann.

100% AKTIVER, GERICHTETER LUFTSTROM MIT DÜSEN

Das KE-DireJet-System arbeitet als aktives Hochimpulssystem zur Mischlüftung und erreicht rund 25% weniger Druckverlust als Lösungen mit Löchern oder Mikroperforation.

GESUNDES RAUMKLIMA MIT FBS PANEELEN

FBS-Deckenpaneele sorgen für eine effektive Belüftung auch in Räumen mit niedrigen Decken –bis hinunter zu 10 Pa.

KÜRZERE MONTAGEZEIT

TLV-Kanäle lassen sich 25–60 % schneller installieren als Stahllösungen und erfordern weniger Arbeitsstunden, nicht zuletzt, weil die Aufhängeschienen maßgeschneidert geliefert werden.

GERINGES GEWICHT UND EINFACHE HANDHABUNG

Unsere Materialien wiegen nur 260–330 g/m² und reduzieren das Kanalgewicht deutlich gegenüber Stahl. Die Textilkanäle sind faltbar, leicht zu transportieren (max. 25 kg pro Karton) und kommen mit vollständiger Dokumentation. Die Inbetriebnahme ist schnell, da keine Klappen nötig sind.

Life Cycle Cost (LCC)

Das teuerste Material ist nicht unbedingt die teuerste Lösung auf lange Sicht. KE Fibertec bietet eine LCC-Berechnung an, die die Gesamtlebenszykluskosten eines TLV-Systems aufzeigt, darunter:

• Investition und Montage

• Betrieb (Ventilatorbetrieb)

• Wartung (hauptsächlich Reinigung und Instandhaltung)

• Entsorgung nach Ablauf der Lebensdauer

Betrieb und Wartung machen in der Regel den größten Teil der Kosten im Laufe der Zeit aus.

Fakten zu den Betriebskosten

Faktoren, die die Verstopfung und die Reinigungsintervalle beeinflussen:

• Außenluftqualität (Partikelkonzentration auf der Baustelle)

• Richtiger Vorfilter (mindestens M6 / MERV 13 empfohlen)

• Jährliche Betriebszeit des Ventilators (beeinflusst Energie- und Waschverbrauch)

• Staubtransportkapazität des Textilkanals (Staubkapazität bei gegebenem Druckabfall)

Die beste Garantie auf dem Markt

Beispiel:

Kanal Ø560 mm

Länge: 35.000 mm

Installationen je Raum: 2 Kanäle

Berechnung der Montagezeit

Stahlkanal Textilkanal

Montage (Stunden) 23,6 17,5

Berechnung des Gewichts

Stahlkanal Textilkanal

Systemgewicht (kg) 789,0 102,7 Schwerste Einheit (kg) 32,6 4,7

KE Fibertec AS bietet vier verschiedene Garantiearten an. Eine Übersicht über die vollständigen Garantiebedingungen finden Sie unter ke-fibertec.de/Downloads. Die dortigen Bedingungen haben immer Vorrang.

Garantieperiode in Jahren angegeben (ab Rechnungsdatum)

Materialien 1) 2)

Reißverschlüsse/ Keder 2)

DireJet-Düsen und sonstiges 2)

MontageAufhängung 2) Design und technische Funktionalität

GreenWeave, GW-Antistatisch, Nomex und MultiWeave mit KEWartungsvertrag

GreenWeave, GW Antistatisch, Nomex und MultiWeave ohne KE-Wartungsvertrag

ZeroWeave 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 1 Jahr

FBS Deckenpaneele 10 Jahre 10 Jahre N/A 10 Jahre 1 Jahr

¹) Wir verweisen auf die allgemeinen KE-Materialspezifikationen bez. Toleranz und Eigenschaften.

²) TLV-Systeme, die in aggressiven Umgebungen, z.B. Schwimmhallen, Molkereien, Galvanisierungen usw. eingesetzt sind, werden durch die Standardgarantie von 5 Jahren gedeckt. Die erweiterte Produktgarantie von 10 Jahren gilt nur bei schriftlichem Vertrag mit KE Fibertec.

Garantie auf die technische Funktionalität 1 Jahr Garantie auf die technische Funktion (z.B. Druckverlust, Luftgeschwindigkeit) gemäß Auftragsbestätigung. Fehler sind zu dokumentieren, und KE Fibertec kann eigene Messungen durchführen.

Mängel-/Falschlieferungsgarantie

Mängel sind bis 12 Monate nach Inbetriebnahme (max. 18 Monate nach Rechnungsdatum) abgedeckt. Bei nachgewiesener korrekter Montage und Nutzung erfolgt Reparatur oder Ersatz.

Produktgarantie

Defekte werden durch Reparatur oder Austausch einschließlich Versandkosten abgedeckt. Externe Kosten werden nur nach schriftlicher Vereinbarung übernommen.

Die Garantie erlischt bei unsachgemäßer Verwendung oder Wartung. Veränderungen in Farbe, Logo und natürliche Alterung sind nicht abgedeckt.

Waschen und Wartung

Alle Lüftungskanäle müssen regelmäßig

gereinigt werden.

Textilkanäle ermöglichen eine einfache Wartung und sichern einen langfristigen Betrieb.

Gutes Raumklima für alle Ein gutes Raumklima ist wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Schlechte Luft mindert Konzentration, reizt Augen und Schleimhäute und verursacht krankheitsbedingte Ausfälle mit wirtschaftlichen Folgen - für den Betrieb und die Gesellschaft als Ganzes.

Staubspeicherkapazität und Waschintervalle

Trotz Vorfiltern gelangt immer Staub in die Räume. KE-Textilkanäle filtern einen Großteil des Reststaubs. Die Materialien MultiWeave und GreenWeave bieten hohe Staubspeicherkapazität und lange Waschintervalle.

Ersatzkanäle

Bei häufigen Reinigungen lohnt sich ein zusätzliches Kanalset: Saubere Kanäle werden montiert, während verschmutzte abgenommen werden. Das spart Zeit, senkt Kosten und verhindert Betriebsunterbrechungen.

Lange Lebensdauer

KE Fibertec-Niederimpulssysteme können bis zu 100 Waschzyklen überstehen, ohne ihre Durchlässigkeit zu verlieren, und bieten eine lange Lebensdauer bei richtiger Anwendung.

Waschservice

Green thinking by KE Fibertec

Um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen, sind folgende Vorkehrungen zu treffen:

• Die Systeme müssen frei hängen, damit das Gewebe nicht an festen Gegenständen verschleißt und dadurch zerstört wird.

• Die Systeme müssen ruhig hängen, da Pulsierungen das Textilmaterial zersetzen können. Auch heftige Druckstöße beim Anfahren des Systems sind zu vermeiden, da hierdurch das Aufhängesystem und der Textilkanal beschädigt werden können.

• Die Systeme müssen beim Auf- und Abbau geschützt werden, damit die Textilmaterialien nicht überlastet werden.

• Die durch die Systeme strömende Außenluft muss vorgefiltert werdenKlasse M6 - um ein zu schnelles Verstopfen zu vermeiden.

• Die Systeme müssen nach den Anweisungen von KE Fibertec gewaschen, zentrifugiert und getrocknet werden.

Waschservice

KE Fibertec in Dänemark und eine Reihe von KE Fibertec-Partnern haben eigene Serviceprogramme für Textilkanalsysteme eingerichtet und bieten maßgeschneiderte Waschkonzepte für ein optimales Waschergebnis. Die Waschund Wartungskonzepte bieten eine Reihe von Optionen:

Dokumentationsbericht

Das teuerste Material ist über den gesamten Produktlebenszyklus nicht immer die teuerste Lösung. Wir prüfen Textilkanäle vor dem Waschen, führen Qualitätskontrollen und ggf. Reparaturen durch und liefern nach jeder Wäsche einen vollständigen Bericht.

Durchlässigkeitsmessung

Messung der Luftdurchlässigkeit des Materials vor und nach dem Waschen zur Sicherstellung der korrekten Funktionalität.

Demontage und Montage

Wenn Sie Personalmangel haben, kann KE Fibertec beim Demontieren der Kanäle zum Waschen und anschließenden Installieren der sauberen Kanäle helfen.

Bis zu 15 Jahre Garantie

KE Fibertec bietet ein erweitertes Garantieprogramm an, das das Produkt für bis zu 15 Jahre abdeckt. Voraussetzung dafür ist die Verantwortung für die Reinigung und Pflege der Textilkanäle von KE Fibertec.

Sichere und einfache Aufbewahrung

KE Fibertec kann Ihre Ersatzkanäle aufbewahren. So bleiben sie bis zum Gebrauch garantiert trocken und sicher - einfach und günstig.

Antibakterielle Behandlung

Für die Lebensmittelindustrie bieten wir eine umweltfreundliche, antibakterielle Behandlung ohne Silberionen an. Die Antibac-E-Behandlung ist zugelassen nach EN ISO 20645:2004 und EN ISO 20743:2013 bis zu drei Waschgänge, bevor die Behandlung erneuert werden muss.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns unter info@ke-fibertec.de

KE Fibertec entwickelt, produziert und vertreibt “Gutes Raumklima” mit nachhaltigen Luftverteilsystemen aus Fasertechnologie.

Kontaktieren Sie uns noch heute für weitere Infos!

KE Fibertec Deutschland GmbH Röntgenstr. 5 30890 Barsinghausen

T: 05105 / 77931-0 info@ke-fibertec.de www.ke-fibertec.de

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.