Liebe Leserinnen, liebe Leser, Wie schnell doch ein Jahr wieder vorüber ist. Das denke ich jedes Mal wenn die neue Agenda „eingeweiht“ wird. Ja, ich bin ein Mensch der seine Termine noch von Hand in ein kleines Büchlein einträgt. Was den Vorteil hat dass ich Ihnen mit einem Griff ins Büroregal sagen kann wie ich zum Beispiel den 15. August 1998 oder den 3. Mai 2002 verbracht habe. Meine Agenden sind zu einer Art stichwortartigen Tagebüchern mutiert. Denn wenn ich ab und zu in den alten, teilweise fast schon zerfledderten, Agenden blättere kommt allerlei Lustiges, aber auch Trauriges zum Vorschein. Der oben genannte 3. Mai war nicht nur ein Datum sondern der Todestag eines lieben Bekannten. Oder der 11. Dezember vor Jahren: Da musste ich mich einer Operation unterziehen die ich, weil sie so gut verlief, fast schon vergessen hatte. Verlorene Hausschlüssel, ein abgebrochener Absatz, Geld vom Steueramt zurück, dementen Mann ins Altersheim zurückgebracht, von Fremden einfach so im Restaurant eingeladen, acht Stunden Wartezeit am Flughafen Madrid, üble MagenDarm-Grippe eingefangen, Anruf einer ausgewanderten und verschollenen Freundin aus Jugendjahren, schmerzhaftes Augenbrauen-Tattoo, entlaufenen Hund wieder gefunden, Geld und Pass auf Gran Canaria geklaut: In diesen Agenden kommt das pure Leben zum Vorschein. Viele Erinnerungen, längst vergessene Ereignisse sind plötzlich wieder präsent. Stimmungen von „Zu Tode betrübt“ oder „Himmel hoch jauchzend“ - das Leben ist, über die Jahre gesehen, eine eigentliche Wundertüte. Liebe Leserinnen und Leser: Bewahren Sie sich die Neugierde auf das, was im neuen Jahr auf Sie zukommt. Staunen Sie, ärgern oder freuen Sie sich über Ereignisse die man so nicht erwartet hat, teilen Sie ihre Erfahrungen mit anderen und vor allem: (Er)leben Sie ein spannendes 2020. Herzlich Ihre Gabriella Groppetti
iNEWS
5