by GMT Publishing

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Les Grandes Tables du Monde heißen Sie herzlich willkommen Unwiderstehliche Schweizer Seen und Berge 15 genussvolle Reiseziele und Erlebnisse




Brice Lechevalier Gründer und Chefredaktor
Ein Ozean voller Versuchungen, ein Berg köstlicher Erfahrungen, die es zu entdecken gilt. Ob nah oder fern – die in dieser Auswahl 2025 vorgestellten Reiseziele und Adressen sind so vielfältig wie einzigartig. Sie unterstreichen, wie sehr unser Land hervorsticht, wie herrlich unser Planet ist und wie leidenschaftliche Experten der Gastfreundschaft im Reiseuniversum traumhafte Atmosphären zu schaffen wissen. Unsere wunderbare Erde ist zu zwei Dritteln von Meeren bedeckt. Also, warum sie nicht von den Ozeanen aus erkunden? Genau das bieten – auf ihre jeweils eigene Art – Explora Journeys, die Luxus-Kreuzfahrten neu erfinden, und Grands Espaces, Pionier des Expeditions-Tourismus auf See. Wir teilen mit Ihnen ihre Visionen des Reisens, die uns wahrhaft Lust machen, an Bord zu gehen. Um die drei Kontinente und verschiedenen Inseln, die diese paradiesischen Orte beherbergen und auf unseren Seiten mit Genuss beschrieben werden, per Schiff zu verbinden, bedarf es sicherlich einiger Entscheidungen. Um diesen Entdeckerdrang zu beleben und mit den Aromen der Welt zu würzen, haben wir unseren Reportagen zahlreiche kulinarische Höhepunkte hinzugefügt – allen voran jene der Institution Les Grandes Tables du Monde, die die 200 besten Restaurants unzähliger Länder vereint.
Ganz persönlich freue ich mich sehr, in dieser Ausgabe meine Tochter Zoé, eine geborene Abenteurerin, an unserem Redaktionstisch begrüßen zu dürfen. Nehmen Sie sich Zeit, diese Ausgabe zu genießen – und werden Sie sich dabei bewusst, dass unser Schicksal untrennbar mit dem der Natur verbunden ist.


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Fast Sailing, Full Living.

Crafted for your next adventure



Die ColleMassari-Erfahrung in der Toskana ColleMassari gilt als der renommierteste toskanische Wein der Schweiz und lädt dazu ein, die Toskana in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken. An vier malerischen Standorten mit herrlichem Blick über die Weinberge erwarten Sie stilvolle Unterkünfte zum Verweilen. Die Schönheit der Landschaft lässt sich besonders eindrucksvoll bei einer Fahrt mit dem Elektrofahrrad erleben: Entlang der legendären Via di Montecucco, vorbei an uralten Olivenhainen und durch ein mittelalterliches Dorf, entfaltet sich der Zauber der Region. Kulturliebhaber können an geführten Touren durch das etruskische Sovana teilnehmen oder Pitigliano erkunden, das aus Tuffstein erbaut wurde und als „Kleines Jerusalem“ bekannt ist. Auch Santa Fiora, eines der schönsten Dörfer Italiens, begeistert mit seinem besonderen Charme. Das Erlebnis wird durch exklusive Kochkurse, entspannte Spaziergänge mit Alpakas und die Besichtigung der legendären ColleMassari-Kellerei perfekt abgerundet.


Die Schweizer Preisträger des Gault&Millau 2025 Marco Campanella, Chefkoch von La Brezza in Ascona, wird zum Koch des Jahres gekürt. Er zeichnet sich durch seine einfache, mediterran inspirierte Küche und seine veganen Optionen aus. Titouan Claudet, Chefkonditor des Zwei-Sterne-Restaurants im Hotel The Woodward in Genf, erhielt den Titel „Bester Konditor des Jahres“ – eine Auszeichnung für seine bemerkenswerte Kreativität und Präzision bei der Herstellung seiner Desserts. Bravo!

2025, das Jahr der Schweizer Sommeliers Die Schweizer Sommeliers glänzen wie nie zuvor, und das aus gutem Grund: Nicht nur eine, sondern gleich zwei aufstrebende Figuren haben sich hervorgetan. Mikael Grou, Chef-Sommelier des Hotels Beau-Rivage, wurde von der Schweizer Vereinigung professioneller Sommeliers zum besten Sommelier der Schweiz gewählt. Fabian Mennel von Christian Kuchlers Taverne zum Schäfli wurde vom renommierten Restaurantführer Gault&Millau zum Sommelier des Jahres gekürt.


Aigle: Schweizer Stadt des Geschmacks 2025. Diese Weinbauhochburg im waadtländischen Chablais wurde für ihr Engagement für regionale Produkte und kurze Transportwege ausgezeichnet und startet eine Reihe von Gourmet-Events, die das ganze Jahr über stattfinden. Die Teilnehmer – Cafés, Restaurants, Metzger, Bäcker, Konditoren, und mehr – präsentieren jeweils eine exklusive und originelle gastronomische Kreation aus lokalen Zutaten. Höhepunkt: Die Schweizer Woche des Geschmacks, die ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, findet vom 18. bis 28. September statt, um den Reichtum der Regionen und die Freude am Essen zu feiern – ganz einfach!
Vierzehn neue Mitglieder
der Grandes Tables du Monde
Von China über Thailand und die Emirate bis in die USA: Zu den neuen Botschaftern kulinarischer Exzellenz zählen unter anderem Andrea Aprea in Mailand, Es:Senz in Grassau (Deutschland), Fred & Mirjam Mustert in Rotterdam sowie eine französische Trilogie: Jean Imbert im Plaza Athénée, La Grande Vigne in Martillac und das Sylvestre in Courchevel.


Das Cheval Blanc, das weltbeste Restaurant! Eine Adresse, die man sich merken sollte: In der Rangliste 2025 von La Liste wurde das Drei-Sterne-Restaurant von Peter Knogl – gemeinsam mit acht weiteren internationalen Häusern – zum „besten Restaurant der Welt“ gekürt. Eine verdiente Auszeichnung für eine elegante, saisonale Küche, die asiatische Aromen und französische Traditionen harmonisch vereint.
Ein Walliser gewinnt die World Gin Awards!
Man muss es trinken, um es zu glauben, aber tatsächlich ist es der Gin d’Ei, der bei den World Gin Awards 2025 die Goldmedaille in der Kategorie Classic Gin sowie den Titel des besten Schweizer Gins gewonnen hat. Die Celliers de Vétroz, aus denen er stammt, sind im Besitz der Familie Fontannaz und produzieren nur 500 Flaschen pro Batch.

Text ) Brice Lechevalier

Ein smaragdgrüner Traum auf Bali
Mit sechzehn Villen, die im Herzen des Dschungels von Ubud im Blätterdach schweben, bietet das Banyan Tree Buahan ein seltenes Eintauchen in die Natur nach dem umweltfreundlichen Konzept „ohne Wände, ohne Türen». Der atemberaubende Blick auf das Buahan-Tal und die Ufer des Ayung verstärken dieses Gefühl der absoluten Harmonie mit den Elementen. Frische Bio-Produkte kommen auf den Teller, während die Bar neue Kräuterteesorten kreiert. Das OpenAir-Spa bietet von balinesischen Traditionen inspirierte Behandlungen, und verschiedene Aktivitäten laden dazu ein, sich auf den Geist des Ortes einzulassen. Ein Erlebnis, das Sie mit dem Spezialisten für maßgeschneiderte Reisen ailes-voyages.ch individuell gestalten können.
Im siebenten Himmel mit Le Negresco Dazu genügt es, im sechsten Stock des Negresco in Nizza Halt zu machen, um die neue, außergewöhnliche Suite Jeanne & Paul zu entdecken, die sich über die gesamte Etage erstreckt. Mit einer Fläche von 400 m2 bietet diese majestätische Suite einen 180°-Panoramablick auf die Baie des Anges, ergänzt durch 200 m2 Terrassen auf drei Ebenen. Als wahrer Ort der Ruhe über dem glitzernden Wasser des Mittelmeers wird hier, schwebend zwischen Himmel und Meer, der Luxus der Zeit zelebriert.


Hotelplan Suisse: Jubiläum und erweiterte Flugverbindungen ab Bern
Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens 2025 baut der Schweizer Reiseveranstalter sein Angebot an Urlaubsreisen ab dem Flughafen Bern um ein Viertel aus. Das dürfte den Urlaubern aus den Kantonen Jura, Neuenburg, Bern, Solothurn, Freiburg und Waadt Freude bereiten.
Das Mandarin Oriental Genf feiert seinen 75. Geburtstag
Das renommierte Haus mit Blick auf die Rhône im Herzen Genfs zelebriert sein Erbe mit einem erlesenen Programm, das Gourmet-Genüsse und exklusive Erlebnisse vereint. Für einen einzigartigen Aufenthalt bietet das Angebot „My Private Terrace» Suiten mit Panoramaterrasse, wo Intimität mit Lebenskunst und Gastronomie Hand in Hand geht. Um den Zauber zu verlängern, lässt sich mit einem exklusiven Montblanc-Bild eine elegante Erinnerung an die Liebsten versenden.


Explora Journeys
Explora Journeys, das jüngste Mitglied der MSC-Gruppe mit Sitz in Genf, bringt frischen Wind in die Welt der Luxuskreuzfahrten. Mit seinem Konzept eines „Zuhause auf dem Meer“ bietet das italienisch-schweizerische Unternehmen einen individuelleren, exklusiveren und bewussteren Stil des Reisens auf See. Ein elegantes, von Superyachten inspiriertes Design, geräumige Suiten mit privater Terrasse, eine außergewöhnliche Gastronomie, immersive Erlebnisse und Umweltbewusstsein sind fester Bestandteil dieser neuen Generation von Seereisen, die 2023 auf den Markt gekommen sind.
Text ) Brice Lechevalier


FÜHRENDE EXPERTEN BEGLEITEN EXKLUSIVE ENTDECKUNGSREISEN IN KLEINEN, SORGFÄLTIG ZUSAMMENGESTELLTEN GRUPPEN UND ERÖFFNEN NEUE DIMENSIONEN DES REISENS.
EXPLORA JOURNEYS WURDE VON DER FAMILIE APONTE MIT DEM ANSPRUCH GEGRÜNDET, DAS ERLEBNIS AUF SEE NEU ZU DEFINIEREN UND EINE EIGENE KATEGORIE LUXURIÖSER KREUZFAHRTEN ZU SCHAFFEN.

Eine Suite – ein unverzichtbares Erlebnis
An Bord der Schiffe von Explora Journeys ist Komfort eine Selbstverständlichkeit, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist, um den Reisenden ein echtes Gefühl vom „Zuhause auf dem Meer” zu vermitteln. Stellen Sie sich einen hochmodernen Palast vor, in dem alle Suiten über große Fensterfronten verfügen, die auf eine Terrasse mit Meerblick führen. Diese europäische Art der Gastlichkeit basiert selbstverständlich auf einer exquisiten Einrichtung, die zeitgenössisches Design und europäische Handwerkskunst vereint. Alle Räume wurden in Zusammenarbeit mit renommierten Einrichtungsmarken wie Molteni&C, Minotti oder Walter Knoll gestaltet. Die 461 Suiten sind in verschiedene Luxuskategorien unterteilt: Ocean Suites (ab 35 m²),
Ocean Penthouses (bis zu 68 m²), Ocean Residences (bis zu 149 m²) und die spektakuläre Owner’s Residence mit 280 m². Alle verfügen über einen großzügigen Ankleideraum, eine Sitzecke mit individuell ausgestatteter Minibar, eine individuelle Licht- und Temperaturregelung und sogar ein Fernglas, um den Ausblick auf den Horizont zu genießen. Das Wohlbefinden der Gäste ist ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses mit Explora Journeys. Über 700 m² sind dem „Ocean Wellness – The Spa“ gewidmet, einem Ort der inneren Ruhe. Es gibt elf Wellnesskabinen, einen Bereich mit Hammam, Sauna, Salzgrotte und Erlebnisdusche sowie zwei VIP-Suiten mit privater Terrasse. Das 270 m² große Fitnesscenter bietet modernste Geräte, Pilates-Reformer, individuelles Coaching und Kursangebote im Innen- und Außenbereich. Auf den oberen Decks setzt sich das Wohlbefinden mit über 6000 m² Außenterrassen, einem überdachten Pool mit Glasdach, drei beheizten Außenpools, fünf Whirlpools und 64 privaten Cabanas, die ohne Aufpreis genutzt werden können, fort. Ein Fitnessbereich unter freiem Himmel mit Panoramablick auf das Meer rundet das Angebot ab.



Auf zu kulinarischen Höhenflügen
Das kulinarische Erlebnis bei Explora Journeys ist vielseitig, anspruchsvoll und tief in der europäischen Lebensart verwurzelt. Schließlich sind die Eigentümer der Marke Italiener! An Bord wird die Kulinarik zu einer Reise innerhalb der Reise: eine Feier der Kulturen, der Aromen und des Wohlbefindens, serviert mit Raffinesse und Ungezwungenheit. Die Gäste haben Zugang zu elf verschiedenen kulinarischen Angeboten, darunter sechs Restaurants mit unverwechselbarem Charakter. Der „Med Yacht Club“ lässt Sie in die mediterrane Küche eintauchen, während das „Sakura“ eine elegante und immersive Auszeit in Asien bietet. Das Restaurant „Marble & Co. Grill“ interpretiert das Steakhouse mit europäischem Flair neu, und das „Fil Rouge“ verfeinert die französisch inspirierte internationale Küche. In einer ungezwungenen Atmosphäre empfängt der „Emporium Marketplace“ Reisende den ganzen Tag über an 18 kulinarischen Stationen, an denen lokale Produkte der besuchten Reiseziele im Mittelpunkt stehen.
Sie suchen das Besondere? Zwei exklusive Erlebnisse runden das Angebot ab: „Anthology“, ein Signature-Restaurant, das von Gastköchen aus aller Welt geleitet wird, und „Chef’s Kitchen“, ein intimer Ort, an dem Gäste an Kochkursen oder privaten Abendessen mit Meerblick teilnehmen können (mit Reservierung, gegen Aufpreis). Der 24-Stunden-Zimmerservice bietet die Möglichkeit, die Speisen im privaten Rahmen auf der eigenen Terrasse zu genießen.
Für Geselligkeit sorgen zwölf Bars und Lounges – im Innen- und Außenbereich – auf den Decks des Schiffes. Von der zentralen Lobby Bar bis zur eleganten „Malt Whisky Bar“ mit Humidor hat jeder Ort seine eigene Identität und Atmosphäre, wobei einige Bereiche wie die „Helios Pool & Bar“ ausschließlich Erwachsenen vorbehalten sind.
Die „Sky Bar on 14“, hoch oben auf dem Schiff, bietet einen spektakulären Rahmen, um bei Sonnenuntergang einen Cocktail zu genießen. Überall liegt der Schwerpunkt auf der Qualität der Produkte, ihrer verantwortungsvollen Erzeugung, der sorgfältig ausgewählten Weinkarte und einem aufmerksamen, aber niemals aufdringlichen Service. Die Gastronomie soll nicht beeindrucken, sondern jeden Moment der Reise in einer ebenso köstlichen wie eleganten Atmosphäre verschönern.
DIE OCEAN RESIDENCES – AB 70 QUADRATMETERN – BIETEN MIT GROSSZÜGIGEN TERRASSEN, PRIVATEN DECKS SAMT JACUZZI, WOHN- UND ESSBEREICHEN, MARMORBAD MIT FUSSBODENHEIZUNG, GERÄUMIGEM ANKLEIDEZIMMER UND PERSÖNLICHEM BUTLERSERVICE EIN ECHTES GEFÜHL VON „ZUHAUSE AUF DEM MEER“.
Eintauchen auch an Land
Von der Karibik über das Mittelmeer und den Nahen Osten bis nach Alaska sind die Zwischenstopps keine einfachen Landgänge, sondern Einladungen, die lokalen Kulturen anhand sorgfältig ausgewählter Ausflüge hautnah zu erleben. Fernab von klassischen Touristenrouten ist jeder Landgang so konzipiert, dass er ein authentisches Eintauchen in die Kultur ermöglicht, mit längeren Aufenthalten im Hafen, versetzten Abfahrten und häufig auch Übernachtungen vor Ort, sodass Sie die Atmosphäre der besuchten Orte besser erleben können.
Die Ausflüge finden in kleinen Gruppen statt und legen den Fokus auf Erlebnisse, persönliche Begegnungen sowie die Entdeckung von Handwerkskunst, Kultur und Gastronomie. Zu den
WEITLÄUFIGE
angebotenen Ausflügen gehören eine Trüffelsuche in Griechenland, die Erkundung der Weinberge von Bolgheri in der Toskana oder ein Besuch eines Raumfahrtzentrums mit Kindern in Begleitung eines Astronauten. Einige Erlebnisse werden gemeinsam mit Markenbotschaftern wie dem Entdecker Mike Horn entwickelt, um einen neuartigen und interessanten Blick auf die Reiseziele zu bieten.
Explora Journeys bietet auch immersive Erlebnisse an, also echte Verlängerungen der Kreuzfahrt vor oder nach der Reise, bei denen man mehrere Tage lang in die lokale Kultur eintauchen kann. Das Ganze wird mit logistischer Perfektion organisiert: Transfers, fachkundige Reiseleitung, Flexibilität, Komfort und Sicherheit sind garantiert.
Schließlich sind diese Abenteuer für alle Altersgruppen geeignet und bieten generationsübergreifende Aktivitäten, sodass Familien gemeinsam unvergessliche Erinnerungen schaffen können.
Ein Versprechen, das eingelöst wird: Entdeckungen der besonderen Art –mit mehr Tiefgang und Respekt für die bereisten Orte und ihre Bewohner.
Eine typische Schweizer Kultur?


AN GEWISSEN ZEITLOSEN ORTEN NIMMT DER RAUM EINE GANZ ANDERE DIMENSION AN – SOWOHL
AN BORD ALS AUCH DRAUSSEN. DIE FLOTTE VON EXPLORA JOURNEYS, DIE BIS 2028 SECHS
EINHEITEN ZU WASSER BRINGEN WIRD, IST DIE MODERNSTE DER WELT UND BIETET HÖCHSTEN
KOMFORT SOWIE DIE ANSPRUCHSVOLLSTEN SICHERHEITS- UND UMWELTSTANDARDS.

Text ) Brice Lechevalier
Château de Berne en Provence?
Anders als die Schweizer Hauptstadt handelt es sich hier tatsächlich um Berne mit „e“ im französischen Departement Var, dessen Anwesen nach umfassender Renovierung auf 515 Hektar unberührter Natur, darunter 150 Hektar biologisch bewirtschaftete Weinberge, wiedereröffnet wurde.
Eingebettet in sanfte Hügel bietet das Château de Berne 34 Zimmer und Suiten, die den provenzalischen Charakter widerspiegeln, sowie sieben private Villen (für 3 bis 20 Gäste), die exklusiven Service des Schlosses inmitten französischer Gartenanlagen genießen. Mehrere Swimmingpools, ein Cinq Mondes Spa und ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant mit 3000 m2 großem Gemüsegarten sowie weitere maßgeschneiderte Angebote runden das Bild ab.


Das Park Gstaad in Four Seasons Farben
Das Park, das erste Fünf-Sterne-Hotel in Gstaad im Jahr 1910 und im Besitz von Dona Bertarelli, wird nach zweijähriger Renovierung zum Winter 2026/27 unter der Leitung von Four Seasons seine Türen öffnen. Gäste können aus 75 Zimmern und Suiten wählen, ganz zu schweigen von den inzwischen unverzichtbaren Luxus-Penthouses, die von Four Seasons verwaltet und auch zum Kauf angeboten werden.

Zwillinge am Herd und Gastgeber bei Blancpain
Dominik und Sato Toffolon sind neu im Freundeskreis der Uhrenmarke Blancpain, die ihnen bereits den Young Chef Award des Guide Michelin Schweiz verliehen hat. Die aus Schaffhausen stammenden Zwillingsbrüder sind seit 2023 im The Chedi Andermatt tätig. Zudem wurden sie vom GaultMillau Guide 2025 dank ihrer 18 Punkte zu den „Promus de l’année“ (Aufsteiger des Jahres) gekürt. Nun streben sie ihren dritten Stern an!

La Badira in Hammamet – inspiriert von Hermès
La Badira, das als luxuriösestes Hotel Hammamets gilt, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und widmet seine neue Suite-Apartment
Leïla Menchari – der Schöpferin der legendären Schaufensterdekorationen des Pariser FlagshipStores von Hermès. Der Grand Palais ehrte sie mit der Ausstellung „Hermès à tire-d’aile – Die Welten von Leïla Menchari“. Fünf weitere exklusive große Suiten sind Persönlichkeiten gewidmet, deren Herz für Hammamet schlug: Claudia Cardinale, Jean Cocteau, Paul Klee, George Sebastian und Wallis Simpson.

Es gibt Orte, die nicht altern, sondern im Gegenteil mit Stil reifen – wie ein guter Wein, der mit den Jahren immer besser wird. Das Royal Palm Beachcomber Luxury an der Nordküste von Mauritius in Grand Baie ist einer dieser besonderen Orte. Die perfekte Gelegenheit, dort zu verweilen oder, noch besser, dort zu übernachten.
Text ) Marine Ulrich Fotos ) Beachcomber Resorts & Hotels



Das Royal Palm Beachcomber Luxury ist einer dieser magischen Orte, an denen die Zeit stillsteht. Jeden Morgen mit Blick auf eine der schönsten Lagunen von Mauritius und dem endlosen Horizont zu beginnen, ist wie eine sanfte Liebkosung, das Versprechen eines neuen Tages ... Dieses Hotel besticht durch seinen diskreten Luxus und seine Liebe zum Detail vor dem Hintergrund einer unendlichen Palette von Blautönen, unterbrochen vom Weiß des feinen Sandes. Weit entfernt von jeglicher Prahlerei ist der Empfang hier ungezwungen und der Service ideal zurückhaltend. Alles ist genau richtig! Eleganz wird als Selbstverständlichkeit gelebt, die Raffinesse wird zur Lebenskunst erhoben.
Diskretes Geheimnis
Das Geheimnis der berühmtesten Adresse auf Mauritius? Geräumige und luxuriöse Villen, zahlreiche Aktivitäten (Golf, Padel, Wassersport aller Art), Restaurants und Spas ... Aber vor allem guter Geschmack, aufrichtiger Service und die mauritische Seele, gepflegt von einem Team herzlicher und treuer Betreiber, die seit 1985 die Geschichte des Royal Palm Beachcomber Luxury begleiten und prägen. Man fühlt sich dort wie zu Hause,
weil vom weichen Kissen bis zum Gourmetgericht, von der gemütlichen Terrasse bis zur schattigen Strandhütte und zum Spa – die Oase der Ruhe – alles darauf ausgerichtet ist, jeden Moment zu einem ganz persönlichen und unvergesslichen Erlebnis zu machen. Es liegt in jedem noch so kleinen, für die Besucher vorgesehenen Detail, das den Zauber ausmacht.
2025 feiert das Royal Palm sein 40-jähriges Bestehen. Eine Gelegenheit für das Hotel, dieses Jahr für seine Gäste mit einer Reihe von Feierlichkeiten, Überraschungen und exquisiten Aufmerksamkeiten noch besonderer zu gestalten. Jetzt veraten wir Ihnen mehr ...
Das Royal Palm konnte sein 40-jähriges Jubiläum nicht begehen, ohne eine festliche Woche zu organisieren, die seinem Image entspricht: raffiniert, großzügig und unvergesslich. Vom 13. bis 19. Oktober 2025 erwartet Gäste aus aller Welt und lokale Besucher ein umfassendes Sinneserlebnis, das Mode, Musik, Gastronomie und das lokale Leben miteinander verbindet. Der 13. Oktober steht ganz im Zeichen einer Modenschau mit den Damenkreationen von Sloane Mauritius. Als Hommage an den tropischen Chic erwartet Sie am Pool bei Sonnenuntergang ein Tanz aus leichten, fließenden Kleidern. Am Mittwoch, dem 15. Oktober, können Sie im Royal Grill mit den Füßen im Sand speisen, bevor Sie bei Einbruch der Dunkelheit eine einzigartige Show erleben, die die mauritische Kultur hervorhebt. Der 13. Oktober steht ganz im Zeichen einer Modenschau mit den Damenkreationen von Sloane Mauritius. Als Hommage an den tropischen Chic erwartet Sie am Pool bei Sonnenuntergang ein Tanz aus leichten, fließenden Kleidern. Am Mittwoch, dem 15. Oktober, können Sie im Royal Grill mit den Füßen im Sand speisen, bevor Sie bei Einbruch der Dunkelheit eine einzigartige Show erleben, die die mauritische Kultur in den Mittelpunkt



stellt. Am Sonntag klingt das Fest mit einem 100 % mauritischen Abend aus, bei dem Sie ein Konzert und lokale Spezialitäten genießen können.
40 Kerzen und Tausendundeine Nacht
Als schmackhaftes Sahnehäubchen feiert das Royal Palm Beachcomber Luxury im selben Jahr wie sein Spa-Partner Valmont sein 40-jähriges Bestehen. Das Wellness-Erlebnis der Hotelgäste wird durch exklusive Beauty-Meisterkurse bereichert, die ab dem 13. Oktober die ganze Woche über angeboten werden. Expertinnen aus Europa sind vor Ort, um die neuesten Innovationen von Valmont zu präsentieren, individuelle BeautyTipps zu geben und persönliche Beratungen anzubieten. Der Höhepunkt dieses Jubiläumsjahres? Der 7. Dezember. Dann erreichen die Feierlichkeiten mit einer Wohltätigkeitsveranstaltung ihren Höhepunkt, die die Werte dieses Palasthotels auf menschlicher Ebene widerspiegelt. Ein stilvoller Cocktailempfang am Pool, ein Dinner unter dem Sternenhimmel, die Versteigerung eines unveröffentlichten Werks von Céline Le Vieux – einer mauritischen Künstlerin, die an diesem Strand aufgewachsen ist – sowie eine Zeitkapselzeremonie, bei der die Gäste eingeladen sind, in die Vergangenheit einzutauchen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie ein Brief an die Zukunft, der in zehn Jahren wieder geöffnet wird, wenn das Royal Palm sein 50-jähriges Jubiläum feiert!
Der gesamte Erlös des Abends kommt der Fondation Espoir Développement Beachcomber (FED) zugute, die sich für die sozioökonomische Entwicklung von Mauritius engagiert und zugleich das natürliche und




kulturelle Erbe der Insel bewahrt. So verbindet das Royal Palm Luxus mit Verantwortung – ein Engagement, das tief in seiner DNA verankert ist. Das mit „EarthCheck Gold“ zertifizierte Hotel verstärkt seine CSR-Initiativen: schrittweise Abschaffung von Plastik, ein Gemüsegarten mit kurzen Transportwegen, Müllsammlung und Bildungsmaßnahmen für benachteiligte Schulen in der Region. Gastfreundschaft wird hier nicht nur als Lebenskunst verstanden, sondern auch als Verpflichtung gegenüber Natur und den umliegenden Gemeinden.
Im Royal Palm kann man eine Auszeit genießen, nach der man nur noch eines möchte: wiederkommen. Immer und immer wieder.







Grands Espaces ist weit mehr als eine gewöhnliche Kreuzfahrt. Die Reisen sind Erkundungstouren in die Natur. Im Mittelpunkt steht das bewusste Erleben der Welt und ihrer Landschaften. Herzlich willkommen an Bord.
Text ) Marine Ulrich
In der Welt der Expeditionsreisen hebt sich Grands Espaces durch eine Philosophie hervor, die tief im Respekt vor der Natur und ihren Völkern verwurzelt ist. Die vor über 25 Jahren durch den Wissenschaftler und Forscher Christian Kempf gegründete Agentur hat sich auf Kreuzfahrten mit kleinen Gruppen spezialisiert. Sie ermöglichen ein authentisches Eintauchen in die entlegensten Regionen der Erde. Ihr Leitbild: erforschen, um zu erfahren, zu verstehen und nachhaltig zu bewahren.
Christian Kempf – zum Tourismus konvertierter Forscher
Die Entstehung von Grands Espaces ist untrennbar mit der außergewöhnlichen Laufbahn ihres Gründers Christian Kempf verbunden, einem Pionier der Forschungsexpeditionen in die Polargebiete. Als Kempf 1973 zum ersten Mal arktischen Boden betrat, wurde sein Forschungsdrang geweckt. Seitdem lässt ihn der hohe Norden nicht mehr los, er prägt sein gesamtes Lebenswerk. Jahrzehnte hinweg durchstreifte er unermüdlich diese zauberhaften Landschaften und studierte die Fauna, das Packeis und die Folgen des Klimawandels. Für seine Arbeiten und sein globales Engagement für fragile Ökosysteme erhielt er mehrfach französische und europäische Auszeichnungen. Darüber hinaus lag ihm immer sehr viel daran, seine Leidenschaft zu vermitteln und ein Bewusstsein für die Natur zu wecken. Also gründete er 1998 Grands Espaces, um Erkundungen zur Erkenntnisgewinnung zu nutzen und die Mitreisenden einzuladen, sich über die Fahrt hinaus für den Naturschutz einzusetzen. Sein Motto „Staunen ist der erste Schritt zur Bewahrung“ verkörpert die Philosophie der Agentur. Noch heute leitet er Grands Espaces und engagiert sich weiterhin vor Ort als Expeditionsleiter.
Eintauchen im Einklang mit der Natur
Das Reisekonzept von Grands Espaces basiert auf der Beobachtung und dem Verständnis der Natur als alleinige Herrscherin. Alles, was Sie bisher kannten, tritt in den Hintergrund: Brechen Sie in kleinen Gruppen zu Abenteuern in entlegenste Regionen der Welt auf, wo allein der Rhythmus der Elemente die Zeit bestimmt – und nicht das Hetzen von Termin zu Termin. Auf diesen Kreuzfahrten finden Sie weder Konzerte noch Abend-
programme. Für Unterhaltung sorgt einzig und allein das, was außerhalb des Schiffes passiert, denn die Landschaften sind sich selbst genug. Neben den Reisen in die Polargebiete der Arktis und der Antarktis bietet Grands Espaces auch Expeditionen in andere Regionen an, beispielsweise nach Amazonien, in den hohen Norden Kanadas, ins südliche Afrika, nach Uganda oder Norwegen. Egal, wohin die Fahrt geht, die Reisenden bewegen sich „auf Zehenspitzen“, im Einklang mit den grandiosen Landschaften, die sie umgeben.
Schon immer hat Grands Espaces auf kleinere Reisegruppen gesetzt, um die Auswirkungen auf die Umwelt der bereisten Gebiete so gering wie möglich zu halten. Die Reisen finden auf Booten und Yachten für nur 12 bis 70 Reisende statt, damit entlegene Gebiete angesteuert werden können, die für größere Schiffe nicht zugänglich sind. Dieser überschaubare Rahmen ermöglicht längere Landaufenthalte und unvergessliche Erlebnisse: Entdeckungstouren, Schlauchbootfahrten und die Beobachtung von Wildtieren. An Bord sorgen versierte und sprachgewandte Guides mit ihrer umfassenden Kenntnis der bereisten Gebiete dafür, dass jede Fahrt Gelegenheit zum Austausch und zur Wissensvermittlung bietet – und dazu einlädt, gemeinsam die Natur zu genießen.
Nachhaltiger und bewahrender
Tourismusansatz
Das Unternehmen verfolgt den Wunsch, die Reisenden für den Schutz der bereisten Regionen zu sensibilisieren. Grands Espaces engagiert sich


für einen verantwortungsvollen Tourismus, der das Verständnis für die bereisten Lebensräume und den Respekt natürlicher Gleichgewichte umfasst. Die Routen sind flexibel. Sie hängen von den Elementen ab und werden an diese angepasst. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beobachtung von Tieren gelegt, ohne sie zu stören. Reisende sind Betrachtende, die die Schönheit der Landschaften und Kulturen in sich aufnehmen und auf ihren Streifzügen Kontakt mit Flora und Fauna aufnehmen.
Dieses Engagement für einen verantwortungsvollen Tourismus wird am Beispiel der Captain Arctic greifbar. Dieses revolutionäre 70 Meter lange Schiff mit Platz für bis zu 36 Gäste vereint Komfort und technologische Innovationen und trägt erheblich zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei. Es verfügt über Flügelmasten, die mit Solarpaneelen bestückt sind, die der Polarkälte standhalten. Dank Wind- und Solarenergie kann das Schiff zu 90 % Co2-neutral fahren. Die Captain Arctic ist in der Lage, autark Süßwasser aus dem Meer zu gewinnen, ist mit einer Pellet-Heizung ausgestattet, die recycelte Holzabfälle verwendet, und besitzt innovative Ausrüstungen, die die Abfälle im Meer deutlich reduzieren sollen. Ab November 2026 wird Christian Kempf Fahrten auf der Captain Arctic zu den norwegischen Fjorden und Meereslebewesen organisieren. Ab Sommer 2027 erwarten Spitzbergen und Grönland mit ihren Eisbergen und Polarbären die Gäste.
Mit Grands Espaces unterwegs zu sein bedeutet, außerhalb des hektischen Alltags authentisch zu reisen, sich zu bilden, in die raue Schönheit der Welt einzutauchen und für die Erhaltung der unberührten, fragilen Natur einzutreten.



Weitere Informationen über



Die internationale Stadt Genf, bekannt für ihre diplomatischen Gipfeltreffen und ihr Finanzwesen, überrascht ihre Besucher immer wieder aufs Neue. Mit ihrer einzigartigen Energie bietet sie unerwartete Orte und Aktivitäten, kulinarische Genüsse, wissenschaftliche Entdeckungen und besondere Veranstaltungen. Ein Cocktail aus eindrucksvollen Erlebnissen.
Text ) Odile Habel
Bei einem Rafting-Abenteuer die Rhône hinuntertreiben, mit einem Tuk-Tuk die Weinberge erkunden, sich ins Jahr 1602 beim Klang von Pfeifen und Trommeln zurückversetzen lassen, die Geheimnisse der Wissenschaft im Stil von „Stargate“ ergründen... Genf hat Fantasie! Eine Stadt wie ein Chamäleon, in der es nie langweilig wird.
Eine Stadt der Kultur
Im 16. Jahrhundert wurde Genf unter dem Einfluss von Johannes Calvin zur Wiege der protestantischen Reformation und erhielt den Beinamen „protestantisches Rom“. Diese Vergangenheit offenbart sich an symbolträchtigen Orten. Im Herzen der Altstadt ist das Maison Tavel, das älteste Privathaus der Stadt, der ideale Ausgangspunkt für einen historischen Spaziergang, der später zum Internationalen Museum der Reformation (MIR) und zur Reformationsmauer führt.
Ganz in der Nähe der Reformationsmauer, am
Place de Neuve, steht das imposante Gebäude des Grand Théâtre im Stil der Schönen Künste und des Zweiten Kaiserreichs, das größte Baudenkmal der französischen Schweiz. Dank seines vielfältigen Programms hält das Grand Théâtre für jeden etwas bereit.
In den letzten Jahren hat sich Genf zu einer der Hauptstädte für zeitgenössische Kunst entwickelt. Das ehemalige Arbeiterviertel „La Jonction“ beherbergt heute zahlreiche Kunstgalerien und kulturelle Einrichtungen, die ihm von der New York Times den Beinamen „Genfer Soho” eingebracht haben.
In diesem Viertel mit seiner ungezwungenen Atmosphäre befinden sich unter anderem das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (MAMCO), das größte Museum der Schweiz für moderne Kunst, das Zentrum für zeitgenössische Kunst Genf (CAC) und das Völkerkundemuseum Genf (MEG), dessen innovative Architektur den Mut widerspiegelt, der die museale Arbeit dieser kulturellen Hochburg prägt.
Seit Mitte des 16. Jahrhunderts verbindet Genf und die Uhrmacherkunst eine ewige Liebe, von der das Patek-Philippe-Museum anhand von rund 2.500 Uhren, Automaten, kostbaren Kunstgegenständen und Miniaturporträts auf Emaillen berichtet.
In dieser Stadt, in der die Zeit Gestalt annimmt, ist es leicht, sich wie im 17. Jahrhundert zu fühlen.







Jedes Jahr um den 12. Dezember versetzt sich
Genf ins Jahr 1602 zurück, wenn mit der „Escalade“ an den Sieg über die Truppen des Herzogs Philipp Emmanuel von Savoyen erinnert wird. Das ganze Wochenende über ist die Altstadt Schauplatz historischer Darbietungen. Der große Umzug am Sonntag mit Pfeifen, Trommeln, Fackeln und Pferden versammelt rund 800 Teilnehmer in historischen Kostümen.
Sportbegeisterte – ob Amateure oder Profis – können am Laufwettbewerb „Course de l›Escalade“ teilnehmen, über das Kopfsteinpflaster der Altstadt laufen und sich an der gefürchteten
Treppe „Passage des Degrés-de-Poules“ aus dem Jahr 1554 versuchen.
Um von der Vergangenheit in die Zukunft zu gelangen, muss man nur den See überqueren
und in wenigen Minuten nach Meyrin fahren. Hier befindet sich die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN), die Genf zu einem bedeutenden Standort für wissenschaftliche Forschung macht. Dieses Zentrum für Spitzenphysik beherbergt den „Large Hadron Collider» (LHC), eine 27 Kilometer lange Teilchenbeschleunigungsanlage unter der französisch-schweizerischen Grenze. 2023 eröffnete das CERN das Besucherzentrum „Science Gateway». Dieses ikonische Gebäude des italienischen Architekten Renzo Piano ist ein einzigartiger Ort, um auf interaktive Weise in die Welt der Teilchen- und Kernphysik einzutauchen. Es gibt Lernlabore für praktische Experimente und Ausstellungen. So wird Wissenschaft spielerisch und vor allem für jedermann zugänglich.
Ein Hotspot für Genießer
Lust auf ein Sternerestaurant, ein gutes Bistro oder auf Streetfood? Die Auswahl ist riesig, denn Genf ist eine kulinarische Hochburg.
Um Ihnen die ganze Vielfalt näherzubringen, stellt der renommierte Gastronomieexperte Sébastien Ripari in seinem unverzichtbaren „Geneva
Food Guide“ 60 Adressen für Feinschmecker vor, von kleinen Restaurants bis hin zu Spitzenlokalen.
Eine neue Facette der Gastronomieszene ist das „F. P. Journe“, das aus der Begegnung zwischen Dominique Gauthier, dem ehemaligen Küchenchef des „Chat-Botté“ im Luxushotel Beau-Rivage, und dem Uhrmachermeister François-Paul Journe entstanden ist. Die beiden Genießer haben sich ein ungezwungenes Bistro im authentischen Stil der Belle Époque ausgedacht, das durch Anspielungen auf die Uhrmacherkunst ergänzt wird. Auf den Tellern wird eine exquisite klassische Kochkunst serviert.
Das „Gallo“ mit seinem alten Parkett und den Holzbänken strahlt mit seiner gemütlichen Atmosphäre den Charme eines Bistros aus. Die Küche ist unprätentiös und überzeugt mit herzhaften Gerichten, die mit einer modernen Note verfeinert werden.
Yotam Ottolenghi, der weltbekannte Star der levantinischen Küche, hat Genf und das „Mandarin Oriental“ für sein erstes Restaurant außerhalb Großbritanniens ausgewählt. Der anglo-israelische Küchenchef kreiert eine farbenfrohe und fröhliche Küche, in der Gemüse die Hauptrolle spielt und durch gewagte Gewürzmischungen verfeinert wird.
Die libanesisch-armenische Köchin Aline Kamakian, Gründerin der Restaurantkette „Mayrig“, hat in Genf ihr erstes Restaurant in Europa eröffnet. Im Stadtteil Carouge empfängt das „Mayrig Bistrot“ Liebhaber einer Küche „wie zu Hause“. Die Gerichte, die von Rezepten inspiriert sind, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, erzählen eine Geschichte und tragen dazu bei, das kulinarische Erbe Armeniens zu bewahren. Freunde der italienischen Küche sollten die „Trattoria l›Unico“ mit ihren luftigen Pizzen und ihrer frischen Pasta besuchen, aber auch das „Casti“, das von Sacha Nadim, einem Nachkommen einer Restaurantdynastie aus den Abruzzen, eröffnet wurde. Der Küchenchef serviert traditionelle, sommerliche und reichhaltige Gerichte. Das „Cipollino“ ist bekannt für seine hausgemachte frisch zubereitete Pasta und seine traditionellen Rezepte, die in einem schicken und dennoch ungezwungenen Ambiente serviert werden.



Im „Meltd“ interpretiert Küchenchef Ahmed Al Shorbagui den Burger mit Leidenschaft neu. Beim ersten Chef Festival, bei dem der beste Burger der Stadt gekürt wurde, gewann er den Publikumspreis und den Preis des berühmten Küchenchefs Danny Khezzar. Auf der Speisekarte stehen originelle Burger mit Trüffeln oder karamellisierten Zwiebeln und geschmolzenem Vacherin-Käse.
Fleisch oder Fisch? Beides! In einem modernen Ambiente kocht Naser Rexhepi, der autodidaktische Küchenchef des „Meat’ic Fish“, außergewöhnliche Fisch- und Fleischgerichte wie Black Angus oder Wagyu im mediterranen Stil.
Im „Stamm/Natürlich“ ist Geselligkeit eine Lebenseinstellung. Ein großer Holztisch lädt zum Plaudern ein und sorgt für gute Laune. Die Küche ist unkompliziert, um regionale und saisonale Produkte optimal zur Geltung zu bringen. Die Karte bietet eine schöne Auswahl an lokalen, natürlichen Weinen und Neuentdeckungen.
Für einen Drink empfiehlt sich das „37“, die Bar des Hotels „The Woodward“, die originelle Cocktails zu Live-Musik in einem dekorativen Ambiente serviert, das von der „Bar Bastion“ in der Lexington Avenue in New York inspiriert ist.
Im obersten Stockwerk eines Industriegebäudes mit einer riesigen Panoramaterrasse ist das „Rooftop 105“ der neue Trendtreffpunkt mit DJ, köstlichen „Signature“-Cocktails und moderner mexikanischer Küche.
Zwischen Himmel, Erde und Reben Genf – urban, kosmopolitisch, immer am Puls der Zeit. Doch nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt zeigt sich die Calvin-Stadt von einer ganz anderen Seite: Sanfte, endlose Weinberge prägen eine Landschaft voller ländlicher Ruhe.
Als drittgrößtes Weinbaugebiet der Schweiz nach dem Wallis und dem Waadtland besitzt Genf ein außergewöhnlich reiches Terroir mit rund 1.500 Hektar Rebfläche. Hier dominieren Chasselas und Chardonnay, die elegante, frische Weißweine hervorbringen – perfekte Begleiter für gesellige Sommerabende. Bei den Rotweinen sind Pinot Noir und Gamay die Klassiker, geschätzt für ihre Fülle und aromatische Komplexität. Doch auch Gamaret, eine Kreuzung aus Gamay und Reichensteiner, sowie Garanoir gewinnen dank junger, innovativer Winzerinnen und Winzer zunehmend an Bedeutung.
Die Entdeckung der Genfer Weinregion führt vor allem nach Satigny, Dardagny und Russin. Diese drei wichtigsten Weinbaugemeinden des Kantons laden zu herrlichen Spaziergängen ein – vorbei an ruhigen Dörfern, sanf-

ten Hügeln, endlosen Reben und traditionellen Weinkellern. In dieser Postkartenidylle scheint die Zeit langsamer zu vergehen.
Am besten lässt sich die Region per Fahrrad – ob elektrisch oder klassisch – erkunden. So kann man nach Lust und Laune anhalten, auf einer Dorfterrasse verweilen oder eine der vielen Kellereien besuchen. Die „Route du vignoble genevois“, die an der Bahnstation La Plaine startet, erstreckt sich über 37 Kilometer und verbindet zahlreiche Weingüter. Unterwegs bieten sich grandiose Ausblicke auf See und Alpen, charmante Dörfer wie das als eines der schönsten der Schweiz ausgezeichnete Dardagny, Begegnungen mit Winzern und Besuche in Weinkellern. Wer es ausgefallen mag, entdeckt die Weinlandschaft bei einer originellen Tuk-Tuk-Tour – eine unterhaltsame Art, das Weinbauerbe zu erkunden und edle Tropfen zu verkosten.
Jedes Weingut hat eine eigene Geschichte zu erzählen und bringt eine faszinierende Vielfalt hervor. Ein Highlight ist die 1987 gegründete Domaine du Paradis. Hier arbeitet Jérémie Burgdorfer in zweiter Generation an der Herstellung von Weiß-, Rot-, Rosé- und Schaumweinen. Besonders berühmt ist der „Pont des Soupirs“, ein würziger Rotwein, benannt nach einer markanten Eisenbahnbrücke zwischen Russin und Satigny. Früher ließen die Lokführer nach der Steigung dort Dampf ab – als würde die Lokomotive seufzen.
Weiter geht es zum Domaine Grand’Cour von Jean-Pierre Pellegrin, einer international renommierten Persönlichkeit des Genfer Weinbaus, bekannt für seine präzisen Weine. Ebenfalls ein Muss: das Domaine Le Grand Clos, wo JeanMichel Novelle, der als „Winzer-Kreateur“ gilt, die Qualitätsrevolution der Genfer Weine maßgeblich mitgestaltet.
Sind Sie also bereit, die tausend Facetten Genfs zu entdecken?






Mit Blick auf den Genfer See und umgeben von den Alpen lädt das Grand Hotel Suisse Majestic zum Durchatmen und Entspannen ein. Mit seinem diskreten Luxus, der atemberaubenden Aussicht und der ruhigen Atmosphäre verkörpert es eine Lebensart, bei der die Zeit still zu stehen scheint und man einfach loslassen kann. Die Oase der Ruhe auf den Hügeln von Montreux verspricht einen unvergesslichen Aufenthalt.


Text ) Marine Ulrich
Den Moment genießen –wie in der Belle Époque
Die Geschichte des Grand Hotel Suisse Majestic begann im Jahr 1870, als Eugène Jost ein Hotel im Stil der Belle Époque erbaute, einer Zeit voller kreativer Energie und Optimismus. Das Haus wurde schnell zu einem beliebten Urlaubsort für die neue Bourgeoisie, Künstler und Freidenker, die an der Schweizer Riviera Luxus und eine Rückkehr zum Ursprünglichen suchten. Es wurde zu einem Symbol für die Raffinesse dieser Zeit. Das Hotel hat dieses Erbe bewahrt, da seine charakteristischen architektonischen Elemente erhalten geblieben sind: geschwungene Zierformen, Jugendstildetails, originale Glasmalereien des Künstlers Eduard Diekman und eine beeindruckende, lichtdurchflutete Rezeption.
Auch heute ist das Grand Hotel Suisse Majestic von dieser Atmosphäre durchdrungen und interpretiert das positive Lebensgefühl der Belle Époque mit modernem Interieur neu. Das zeitgenössische Design spielt mit den Farben und Reflexen der umgebenden Natur. Insbesondere die Lobby und die Bar sind in Blau- und Goldtönen gehalten, die an das wechselnde Licht und die Reflexe der Sonne auf dem See und den Bergen erinnern. Die Atmosphäre ist sanft und beruhigend, sie lädt zum Nachdenken und Entspannen ein. Die mit Himmelslandschaften verzierten Decken verleihen dem Raum einen Hauch von Poesie, der die Gäste dazu einlädt, sich in ihren Gedanken zu verlieren und den Moment zu genießen.
„In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog.“ Mit diesen Worten beschreibt Marcel Proust in seinem berühmten Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit das Glücksgefühl, das ihn überkommt und ihn an seine Kindheit erinnert, als er eine kleine Köstlichkeit in Form einer Muschel, eine Madeleine, probiert. Eine Tasse Tee, ein Stück Gebäck – es sind diese kleinen Dinge, die uns den Augenblick

genießen lassen und der Inbegriff von Glück sind. Als Hommage an seine Vergangenheit und diese Lebensfreude lässt sich das Grand Hotel Suisse Majestic von diesem Hedonismus inspirieren und bietet seinen Gästen die Möglichkeit, innerhalb seiner Mauern eine zauberhafte Auszeit und wahre Momente des Genusses zu erleben, die alle Sinne wecken. Sein Leitmotiv? Genau wie Marcel Proust, der jede Madeleine genoss, möchte man jedem Gast ermöglichen, sich einfach Zeit zu nehmen und die Zwänge zu vergessen, die der Alltag oft mit sich bringt.
Ein Hotel, das auf Wohlbefinden ausgelegt ist
Im Grand Hotel Suisse Majestic ist man bestrebt, das Wohlbefinden der Gäste in all seinen Formen zu fördern. „Gut schlafen“, „ausgeglichen sein“ und „gut essen“ sind die drei Säulen, die seine Philosophie verkörpern. Von einer Schlafmaske über ätherische Öle bis hin zu einer Yogamatte ist jedes Detail darauf ausgerichtet, den Gästen dabei zu helfen, neue Energie zu tanken. Das Hotel verspricht eine perfekte Balance zwischen

Komfort, Entspannung und körperlicher Aktivität in der unvergleichlichen Natur der Schweizer Riviera. Was gibt es Schöneres, als bei einer morgendlichen Joggingrunde oder einem Spaziergang entlang des Sees den Blick schweifen zu lassen, zu meditieren und tief durchzuatmen, bevor man sich in der Sauna oder im Hammam entspannt? Die Vision des Hotels ist inspiriert vom ganzheitlichen Wohlbefinden der Belle Époque, in der es vor allem darum ging, das Leben in vollen Zügen zu genießen, aber auch wieder zu sich selbst und zur Natur zu finden. Die Gäste des Grand Hotel Suisse Majestic sind herzlich eingeladen, sich Zeit zu nehmen, um neue Energie zu tanken und sich von der Ruhe des Ortes verzaubern zu lassen.
Eine kulinarische Reise zwischen Genuss und Gesundheit
Das Restaurant „45 Grill & Health” ist das kulinarische Herzstück des Hotels. Dank einer durchgehend von 12 bis 22 Uhr geöffneten Küche und einer auf Gesundheit und Genuss ausgerichteten Speisekarte bietet der Küchenchef eine kreative Küche, bei der jedes Gericht so zubereitet wird, dass es sowohl schmackhaft als auch ausgewogen ist. Über die angebotenen Gerichte hinaus können die Gäste ihre Teller selbst zusammenstellen und dabei aus Grillgerichten, „Superfood”, lokalen und saisonalen Produkten wählen. Der Schwerpunkt liegt auf einer gesunden und schmackhaften Ernährung, die den Genuss nicht zu kurz kommen lässt. Der Raum ist klar und hell, mit großen Fenstern zum See, die eine ruhige Atmosphäre schaffen, in der man jeden einzelnen Bissen genießen kann.
Im Sommer ist die Terrasse ein beliebter Ort, um die kulinarischen Köstlichkeiten des Restaurants zu genießen oder einfach als Aperitif einen Cocktail zu schlürfen. Es ist zu jeder Tageszeit schön, hier zu verweilen, sich von der sanften Brise des Genfer Sees wiegen zu lassen und sich nie unter Zeitdruck zu fühlen. Das Ambiente ist intim und ideal für alle, die ein diskretes und gepflegtes Erlebnis suchen. Jeder Tisch bietet eine außergewöhnliche Aussicht auf den tiefblauen See und die majestätischen Berge im Hintergrund. Die Atmosphäre lädt zum Entspannen und zu ruhigen Gesprächen ein, weit weg vom Trubel der Stadt. Hier findet man den schlichten Luxus eines Ortes, an dem die Zeit still zu stehen scheint und sich die Ruhe der Umgebung in jedem gemeinsamen Moment widerspiegelt. Das Grand Hotel Suisse Majestic ist zwar ein Luxushotel, aber vor allem eine zeitlose Oase, in der man in einer weltweit einzigartigen Naturkulisse wieder zu sich selbst finden kann. Der Geist der Schweizer Riviera und der Belle Époque vereinen sich hier fernab aller Hektik und versprechen den Gästen eine Auszeit und neues Wohlbefinden.



Saas-Fee/Saastal – The Capra – Walliserhof Grand-Hotel & Spa

Eingebettet im Herzen der Schweizer Alpen und umgeben von 18 Viertausendern, verströmt Saas-Fee eine besondere Ruhe. Motorenlärm sucht man hier vergeblich – das Dorf ist autofrei, sehr zur Freude aller Besuchenden. Diese Entscheidung, die schon früh als ökologisches Statement galt, verleiht dem traditionellen Ort eine gedämpfte Atmosphäre, in der das Knirschen des Schnees unter den Schritten und das Rauschen des Windes in den Lärchen besonders zur Geltung kommen.




Text ) Marine Ulrich
Hinter dieser Stille entfalten Saas-Fee und das gesamte Saastal eine beeindruckende alpine Energie. Im Sommer wird der Ort zum XXLSpielplatz für alle, die wandern, Rad fahren oder klettern – mit mehr als 350 Kilometern markierten Wegen. Die Metro Alpin – die höchste unterirdische Standseilbahn der Welt – führt bis zum Allalingletscher auf über 3500 Metern Höhe. Wenn der Herbst Einzug hält, liegt ein goldenes, beruhigendes Licht über dem Tal. Es ist dann die Zeit für Waldspaziergänge, für Naturbeobachtungen und für alle, die frische Luft und Gelassenheit suchen. Im Winter begeistert die Destination Schneesportbegeisterte mit Schneesicherheit, einem außergewöhnlichen Skigebiet und Gletschererlebnissen.
Gäste erhalten die SaastalCard direkt in ihrer Unterkunft. Mit dieser Gästekarte haben sie bereits ab der ersten Übernachtung kostenlosen Zugang zu den Bergbahnen (ausgenommen Metro Alpin) im Sommer und Herbst sowie ganzjährig zur Nutzung des Postautos. Es ist eine unwiderstehliche
Einladung, die Höhenwege zu erkunden, in die Natur einzutauchen und atemberaubende Panoramen zu genießen.
Vor dieser Bergkulisse öffnen zwei charmante Hotels das ganze Jahr über ihre Türen.
Nur wenige Schritte vom Dorfzentrum entfernt pflegt The Capra die Kunst der Diskretion in einer authentischen, intimen Atmosphäre. Dieses Fünf-Sterne-Boutique-Hotel mit nur 38 Zimmern und Suiten scheint wie geschaffen für alle, die die Berge lieben, die die Menschenmengen meiden und Komfort sowie Ruhe inmitten einer 360°-Naturlandschaft suchen. Hier braucht es keinen Prunk – die Raffinesse zeigt sich in einer sanften Atmosphäre, viel Raum und einer makellosen Gastfreundschaft. The Capra zeigt im Sommer mit dem „Peak Health Spa“ seine ganze Stärke: ein ganzheitliches Programm zur Regeneration von Körper und Geist mit Yoga in Höhenlagen, individuell abgestimmten Behandlungen und zwei Schwimmbecken – einem Innenpool und dem einzigen Außenpool von Saas-Fee. Die Besonderheit des Hauses? Es bietet einen Luxus, der die biologischen und natürlichen Rhythmen jeder Jahreszeit respektiert und in dem alle Generationen zusammenfinden können, ohne dass die Privatsphäre darunter leidet. Das Motto: Abschalten, um regeneriert zurückzukehren!



Im Walliserhof Grand-Hotel & Spa stehen alpine Lebensart, regionale Tradition und moderner Komfort im Mittelpunkt. In diesem Fünf-Sterne-Hotel im Herzen von Saas-Fee wird man schnell die üblichen Klischees eines Palasthotels vergessen: Kein aufgesetzter Luxus, sondern Authentizität und offenherziger Service prägen das Haus. Sowohl in der Küche als auch bei den Aktivitäten liegt der Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit – von der lokalen Beschaffung bis zur aktiven Teilnahme am Dorfleben. Das Spa, eines der größten im Wallis, ist eine Ode an die Sinne und ein wahres Refugium für alle, die Entspannung suchen – mit Sauna, Innenbecken, Ruhezonen, „Body-Mind-Soul“-Programmen und natürlich einem gutbestückten Fitnessraum, auch für Sportliche im Urlaub. Doch der Walliserhof Grand-Hotel & Spa endet nicht an den Türen seines Spas. Täglich bietet ein engagierter Guide maßgeschneiderte Ausflüge an, um auf
Wanderungen die umliegende Natur zu entdecken und in die lokale Kultur einzutauchen – für Erlebnisse, die ebenso eindrucksvoll wie persönlich sind. Alle, die Genuss, ehrliche Gastlichkeit und anspruchsvolles Reisen schätzen, finden hier eine Adresse, zu der man gerne zurückkehrt.


Der Spitzenathlet und Richard Mille-Botschafter teilt seine Gefühle und seine Sicht auf die Entwicklung des Alpinismus in unseren Bergen.
Das Gespräch führte Brice Lechevalier
Was ist deine schönste Erinnerung als Bergführer?
Da würde ich ganz klar sagen: die Besteigung der Grandes Jorasses mit Arnaud, einem Kunden, der im Laufe der Jahre zu einem Freund geworden ist. Es war sein größter Traum. Dafür hatte er hart trainiert und viel Zeit und Energie investiert. Diese Tour ist extrem anspruchsvoll, selbst für einen erfahrenen Bergführer. Wir haben die Wand an einem einzigen Tag bestiegen. Normalerweise braucht man dafür zwei bis vier Tage. Wir sind um Mitternacht von der Hütte los und standen gegen 20 Uhr auf dem Gipfel. Das war ein intensiver Moment: Biwak auf dem Gipfel, die Sonne ging über den Bergen unter... Aber am meisten hat mich das Menschliche berührt – das absolute gegenseitige Vertrauen. Als Bergführer stellt man die eigene Leistung völlig hinten an. Man ist ganz für den anderen da. An diesem Tag habe ich Arnaud geholfen, sich einen Traum zu erfüllen, und genau dieses Teilen, dieses gegenseitige Vertrauen, macht das Erlebnis unvergesslich.
Und deine schönste Erinnerung an eine Expedition?
Es gibt viele, aber was mir in besonderer Erinnerung bleibt, ist die Einrichtung einer neuen Route in Nepal an der Nordwand des Chamlang auf 7319 Metern. Das war im Jahr 2021. Ich war damals mit Benjamin Védrine am Seil unterwegs. Der Aufstieg hat vier Tage gedauert, immer im eisigen Schatten und unter extremen Bedingungen. Das hat unglaubliche Erinnerungen hinterlassen. Den Gipfel zu erreichen und endlich ins Licht zu kommen, war fast unheimlich und ein krasser Gegensatz zu allem davor. Dieser Moment hat nur fünf Minuten gedauert, denn wir mussten konzentriert bleiben. Es war klar, dass es noch nicht vorbei war, denn auch der Abstieg war sehr heikel. Das ist oft so auf Expeditionen: Du

«Bergführer sind schon eine Spezies für sich: irgendwo zwischen Imagination und Reise»

erlebst einen kurzen Moment des Glücks, aber du musst einen kühlen Kopf bewahren. Dieser Gipfel war für mich ein Meilenstein, ein Baustein in einem größeren Ganzen.
Wie siehst du das Hochgebirge?
Im Hochgebirge gibt’s im Prinzip nur Eis und Felsen. Ich würde sagen, wir sind dort eigentlich nur Gäste, gerade mal geduldet. Man geht hoch, macht, was man zu tun hat und steigt wieder ab. So richtig wohl fühlt man sich unten in den Tälern und Bergen, wo es Tiere und Pflanzen gibt. Dort erst bekommt das Wort montagnard, „Bergmensch“, seine wirkliche Bedeutung: Du kannst in den Bergen bleiben, dort Zeit verbringen.
Was ist dein persönliches Revier, wo kannst du richtig Kraft tanken?
Ich fühle mich sehr mit der Aravis verbunden, diesem Gebirge oberhalb von Annecy. Ein sehr lebendiges Gebiet, mit Wäldern und einer reichen Tierwelt. Dort fühle ich mich zu Hause, genauso wie in der ganzen Gegend rund um den Lac d’Annecy, die ich wie meine Westentasche kenne. Dort gehe ich Gleitschirmfliegen, klettern – dort trainiere ich am liebsten.
Und in der Schweiz?
In der Schweiz liebe ich Grindelwald. Die Atmosphäre am Fuß der Eiger-Nordwand ist wirklich kraftvoll, auch wenn die Gegend im Winter eine gewisse Strenge hat. Und dann gibt es die Felsen des Wendenstocks, Kalkstein von seltener Reinheit, mit großartigen Kletterrouten. Auch rund um Interlaken bietet die Schweiz einen weltweit einzigartigen Sportklettergrund.
Wie hat sich der Alpinismus in den letzten Jahren verändert?
Es gab mehrere bedeutende Veränderungen. Zuerst auf rein körperlicher Ebene: Dank Kletterhallen und der Professionalisierung des Sports sind wir heute besser vorbereitet, besser trainiert. Auch technisch ist das Niveau explodiert. Im Gegensatz dazu ist unsere Generation aber weniger risikofreudig als die vorherige. Die Alten sind damals viel größere Risiken eingegangen als wir heute. Sie haben öfter alles auf eine Karte gesetzt. Wir bauen auf ihren Erfahrungen auf, wollen uns aber anders weiterentwickeln. Neu ist auch, dass wir bewusst zugeben, gezielt zu trainieren. Der erste, der diesen Weg geebnet hatte, war der Schweizer Kletterer Ueli Steck, der uns sehr inspiriert hat. Dann müssen wir uns heute vor allem mit dem Klima arrangieren. Die Jahreszeiten haben sich
verändert. Früher ist man bis in den August ins Hochgebirge gegangen. Jetzt steigen die Bergführer schon ab dem 20. Juli wieder ab – zu heiß, zu instabil, zu gefährlich. Auch die Hütten, die früher erst ab Juni geöffnet hatten, weil vorher zu viel Schnee lag, machen mittlerweile einen Monat früher auf. Die Natur gibt die Regeln vor, und man muss sich ständig anpassen.
Haben sich die Erwartungen der Kunden auch verändert?
Ja, ganz eindeutig. Die Sportkultur hat einen enormen Aufschwung erlebt und sehr bekannte Bergsteiger wie Kilian Jornet haben bei vielen Menschen die Lust geweckt, diese Räume und das Bergsteigen zu entdecken. Trailrunning hat den Anfang gemacht. Körperlich sehr fitte Kunden begannen, sich auch an technische Aufstiege heranzuwagen. Heute sorgt das Hallenklettern für eine zweite Welle: Viele Kletterer wollen nach draußen, das Hochgebirge entdecken. Manche haben ein gutes Niveau, aber wenig alpine Erfahrung. Die Rolle des Bergführers besteht darin, sie zu begleiten und sie in diesen Bereich einzuführen. Es gibt eine echte Nachfrage und eine wirkliche Entwicklung in diesem Beruf.
Was würdest du jemandem raten, der mit einem Bergführer die Berge entdecken möchte?
Für zwei oder drei Tage würde ich empfehlen, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Der Mont Blanc hat zwar eine große Anziehungskraft, aber er steht nicht für das gesamte Bergerlebnis. Es gibt so viele wunderschöne und wenig begangene Routen. Für eine Woche – vorausgesetzt, die Person hat schon etwas Erfahrung – kann man Touren in der Schweiz oder in Italien planen, im Sommer wie im Winter. Etwa im Aostatal, das voller abgelegener Täler ist, mit Übernachtungen in unbewirtschafteten Hütten. Es gibt eine immense Vielfalt an einzigartigen Gebieten. Das Entscheidende ist, sich auf die Person einzustellen: ihre Wünsche, ihr Können, ihre Neugier.
Und was denkst du von Chamonix? Chamonix ist ein außergewöhnliches Tor ins Hochgebirge. Man steigt in die Seilbahn – und nur wenige Minuten später steht man mitten in den Gipfeln. Anders als etwa im Écrins-Massiv, wo du erst mal zwei Tage zu Fuß unterwegs bist. Das ist wirklich einzigartig. Und dieser orangefarbene Granit – einfach fantastisch. Die Routen sind wie gemacht für Kletterer, die Bewegungen sind klar und sauber. Es ist ein Ort voller Geschichte und Möglichkeiten. Für mich ist es ein unglaubliches Terrain, um sich auszudrücken.

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DIE HELDENTAT, DIE WELTWEIT FÜR STAUNEN SORGTE, WAR SEINE SOLO-BESTEIGUNG DER NORDWAND DER GRANDES JORASSES MITTEN IM WINTER AUF DER ROLLING STONES ROUTE – 1200 METER FEINDLICHE
WAND BEI MINUS 20 BIS 30 GRAD, MIT BLOSSEN HÄNDEN, IN SECHS TAGEN UND SECHS NÄCHTEN. EINE ERSTBEGEHUNG, DIE IM FILM AUS DEM SCHATTEN INS LICHT („DE L’OMBRE À LA LUMIÈRE“) VEREWIGT WURDE.
Wie gehst du im Alltag mit der Gefahr um?
Das ist ein bisschen wie mit der Höhe: Man gewöhnt sich daran, und genau da wird es riskant. Man muss permanent wachsam bleiben, nie verharmlosen. Ein Gletscher, der ruhig aussieht, kann eine riesige Spalte verbergen. Ein Windstoß, ein Moment der Unaufmerksamkeit, und es kann kippen. Zum Glück ist die Natur ziemlich gut gemacht und weist einen schnell in die Schranken. Die Erfahrung hilft dabei, auch schwächste Signale wahrzunehmen.
Welche Eigenschaften sind für einen guten Bergsteiger wesentlich?
Zwei davon sind körperlicher Natur: Ausdauer und Klettern-Können. Man muss klettern können nach tagelangem Marschieren, bei Kälte, nach schwierigen Nächten, mit schweren Rucksäcken. Aber das Schwerste ist das Mentale. Oft leidest du, hast Angst und musst trotzdem eine Seillänge nach der anderen klettern, ohne Pause. Man muss imstande sein, nach einem Scheitern von vorne anzufangen, trotz Rückschlägen motiviert zu bleiben. Bergsteigen ist keine Serie von Glanzleistungen. Es ist ein Weg. Das dauert Jahre, und die, die durchhalten, sind oft die, die langsam aufbauen, geduldig, mit Bescheidenheit. Das ist ein Sport, der auf Dauer angelegt ist, kein Strohfeuer.
Hast du einen besonderen Ansatz in deinem Beruf als Bergführer?
Was ich liebe, ist die Vielfalt. Im Winter Eisfälle und Skitouren, im Sommer Alpinismus und Expeditionen – mal kurze Grate, mal ruhigere Übergangsphasen dazwischen. Ich könnte nicht fünfzig Mal dieselbe Tour machen in einer Saison. Dieser Beruf ist für mich auch ein Raum für Kreativität. Mit den richtigen Kunden, Menschen die motiviert und im Vertrauen sind, kann man wirklich wunderschöne Dinge unternehmen. Bergführer sind schon eine Spezies für sich: irgendwo zwischen Imagination und Reise. Gerade diese Seite, ein „Handwerker des Bergabenteuers“ zu sein, gefällt mir an diesem Beruf. zVg

Wenn man die Welt bereist, ist vortreffliche Kulinarik ein wichtiger Orientierungspunkt. In der lokalen Gastronomie spiegeln sich die kulturellen Feinheiten und Bräuche einer Region eindrücklich wider.
Am Firmament der besten Küchen der Welt strahlt die 71-jährige Vereinigung „Les Grandes Tables du Monde“ besonders hell.
Zu Les Grandes Tables du Monde zählen 198 Restaurants in 25 Ländern – magische Orte, an denen das Streben nach Perfektion und Extravaganz in der Küche sowie Gastfreundschaft und Großzügigkeit im Mittelpunkt stehen. Für den Vorsitzenden David Sinapian sind die dazugehörigen „Restaurants nicht nur renommierte Küchen, sondern auch Reiseziele als solche“. Im Einklang mit der Welt des Reisens und des Yachtings bringt diese Philosophie den Wunsch der Grandes Tables du Monde zum Ausdruck, bei jedem Landgang Luxus und Abenteuer auf dem Teller zu vereinen.
Les Grandes Tables du Monde – eine Reise auf alle Kontinente Philosophie und Leitlinien sind das eine; sie anhand denkwürdiger kulinarischer Erlebnisse zu veranschaulichen, ist das andere. Die Grandes Tables du Monde erlauben Einblicke in Restaurants aus allen Teilen der Welt. Sie bieten die Gelegenheit, gastronomische Diversität zu erleben, die an die kulturelle und regionale Vielfalt anknüpft.
In Europa besuchen wir das mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Jordnær in Kopenhagen, geführt von Eric Kragh und Tina Vildgaard. Der Küchenchef veredelt Meeresfrüchte und Gemüse in einer Küche, die mit braver Zurückhaltung und Detailgenauigkeit spielt. Die

Speisen vereinen nordische, französische und asiatische Einflüsse, die in bemerkenswerter Harmonie zubereitet und mit fast minimalistischer Finesse in skandinavische Sachlichkeit eingebettet werden.



RESTAURANT EMERIL’S
Nach der erfrischenden Gischt des hohen Nordens geht es gleich weiter nach New Orleans. Emeril Lagasse hat das Steuer des Restaurants Emeril’s an seinen Sohn E.J. Lagasse übergeben, damit dieser seinen Gästen die Höhepunkte der Küche Louisianas näherbringen kann. Kreolische und Cajun-Gewürze, Jazz und Gelächter tragen in diesem Restaurant zu einer herzlichen und entspannten Atmosphäre bei, die an Nachmittage am Mississippi-Ufer erinnern.



Der nächste Abstecher führt uns nach Asien, in das im Herzen von Bangkok gelegene 2-SterneRestaurant Sühring. Dort kreieren die Zwillingsbrüder und Küchenchefs Thomas und Mathias Sühring aus Familienrezepten, Kindheitserinnerungen und Reiseerlebnissen eine vollkommen neue Interpretation traditioneller Gerichte der deutschen Küche – und das mitten in Thailand. Das Ergebnis ist ein kunstvoll gestalteter Dialog zwischen zwei Kontinenten.




Das im 45. Stock des One&Only One Za›abeel in Dubai gelegene 2-SterneRestaurant Row on 45 bietet einen Moment außerhalb der Zeit, zwischen Himmel und Erde. Die Kreationen des Chefkochs Jason Atherton – eine Mischung aus internationalen Einflüssen und regionalen Anklängen –werden in dem auf eine begrenzte Gästezahl ausgelegten Penthouse serviert, das eine einmalige Aussicht auf die Skyline des Emirats mit seinem atemberaubenden Panorama bietet.
Les Grandes Tables du Monde – ein gelungener Dialog zwischen Haute Cuisine und natürlicher Umwelt Abgesehen von der Erdkarte mit ihren Kontinenten sind einige Einrichtungen perfekt auf die sie umgebende Landschaft abgestimmt, während andere ihre Gäste auf eine weite Reise mitnehmen.
Das 2-Sterne-Restaurant Atomix bietet eine willkommene Auszeit vom pulsierenden New Yorker Großstadtleben. Sein Chefkoch Junghyun Park entfaltet sein Talent in einem New-Wave-Konzept der koreanischen Küche. „Hansik“, wie die Gastronomie des Landes der Morgenröte genannt

wird, strahlt auf den Tellern, aber auch in der Einrichtung, den Stoffen, der Keramik und selbst in den Uniformen des Personals, wodurch ein ganzheitliches Eintauchen ermöglicht wird.
An der portugiesischen Algarve-Küste zelebriert das zweifach besternte Ocean in Porches die Kraft des Atlantiks. Der aus Österreich stammende Hans Neuner tischt eine Küche auf, die



alle Sinne einbezieht und die Grenzen der Gastronomie auslotet. Auf dem Menü stehen frisch gefangener Fisch und Krustentiere, die die Aromen und Texturen des Ozeans auf den Teller bringen. Hier ist das Meer nicht nur eine Dekoration, es gibt den Takt vor.
Mitten in den Schweizer Bergen wird in Schloss Schauenstein unter der Federführung von Andreas Caminada Spitzengastronomie (drei MichelinSterne) geboten. In dem wie ein Märchenschloss anmutenden Restaurant werden von Teller zu Teller Geschichten erzählt: ein Festival lokaler Produkte und Zutaten aus Betrieben der Umgebung oder direkt aus dem eigenen Anbau im Schlossgarten.



Les Grandes Tables du Monde laden dazu ein, sich kulinarisch auf eine Reise außerhalb der Zeit zu begeben. Die Vereinigung verbindet einmalige Adressen, die jedes Essen durch Gastfreundschaft und Virtuosität zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Exzellenz, Vermittlung, Gastfreundschaft und Kühnheit sind weit mehr als Konzepte: Sie prägen die Identität dieser Häuser, die zu echten Reisezielen für Höchstgenuss und Entdeckungen geworden sind. Auf dieser kulinarischen Weltreise wird der Teller zum Forschungsgebiet und zum Vorwand, den Alltag hinter sich zu lassen. Man verabschiedet sich mit einem Lächeln auf den Lippen, bereit, den Anker zu lichten, um neue Ufer zu erkunden, und mit einer Gewissheit: Kulinarische Kostbarkeiten können für die schönsten Reisen sorgen.

Ob für einen längeren Aufenthalt, einen Zwischenstopp oder eine Veranstaltung –die Domaine Perréal lädt Sie zu einem einzigartigen Erlebnis im Luberon ein, wo alles getan wird, um die Umwelt zu schützen und zu bewahren. Freuen Sie sich auf intensive Eindrücke und gemeinsame Momente.


Text ) Marie Le Berre
Das Weingut, das sich über 54 Hektar im Herzen des von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärten Regionalen Naturparks Luberon erstreckt, erlebt seit seiner Übernahme durch vier Partner, die im Jahr 2020 seinem Charme erlegen sind, einen neuen Aufschwung. Nach einem umfangreichen Renovierungs- und Erweiterungsprogramm beherbergt die Landhausvilla aus dem 19. Jahrhundert vier Ferienwohnungen und vier Gästezimmer, die gemütlich, komfortabel, elegant und exklusiv sind – Raffinesse ohne Prunk. Die mit drei Sternen ausgezeichneten Ferienwohnungen verfügen neben den Wohnräumen über zwei Schlafzimmer und eine private Terrasse. Von den vier Zimmern sind drei Suiten mit jeweils zwei Schlafzimmern. Im Außenbereich können Sie einen baumbestandenen Garten genießen, in einem der beiden Swimmingpools baden und eine atemberaubende Landschaft bewundern, die die Sandsteinfelsen von Roussillon, Gordes und die Ausläufer des Ventoux umfasst. Bei einer Kapazität von maximal 39 Personen ist die Domaine Perréal eine Oase der Ruhe auf 350 Meter Höhe am Fuße des gleichnamigen Hügels. Die kleine Kapelle Sainte-Radegonde, die 1551 auf seinem Gipfel erbaut wurde, ist ein ehemaliger Wallfahrtsort. Darüber hinaus haben die neuen Eigentümer (darunter ein Schweizer Unternehmer und Segler) Innen- und Außenbereiche für Empfänge sowie einen Verkaufs- und Verkostungsraum für die Produkte des Weinguts eingerichtet.


Zusätzlich gibt es das Bistronomie-Restaurant „La Table du Domaine Perréal», das Platz für bis zu 40 Gäste bietet. Das Chefkoch-Ehepaar Lucia Ampudia und Maxime Martinage, die beide in Sternerestaurants ausgebildet wurden, bietet eine Küche mit saisonalen Produkten aus der Region, darunter Gemüse aus dem eigenen Garten. Selbstverständlich werden Ihnen die kreativen und farbenfrohen Gerichte mit einem Wein aus eigener Erzeugung serviert.
Vom Tisch in die Weinberge
Die Domaine Perréal ist in erster Linie ein Weingut in außergewöhnlicher Lage, das nach den Prinzipien der biodynamischen Landwirtschaft Bioweine mit den Herkunftsbezeichnungen AOP Ventoux und IGP Vaucluse produziert. Um das Wurzelwerk der Reben zu schonen, wird mit Pferden gearbeitet und der Einsatz von Traktoren auf ein Minimum beschränkt. Die Trauben werden von Hand gelesen und sortiert, die Maische gelangt mithilfe der Schwerkraft in die Gärbehälter und für die Weinerzeugung kommen tulpen- oder eiförmige Betontanks, Tonamphoren und Eichenfässer zum Einsatz. Der Weinkeller und der Lagerraum sind mit Sonnenkollektoren ausgestattet, die tagsüber eine energieautarke Versorgung sicherstellen. Die Weine der Domaine



Perréal, bestehend aus vier Cuvées, sind für ihre hohe Qualität bekannt. Sie unterscheiden sich durch ihre Lagen und Ausbauarten und können bei den dreimal wöchentlich stattfindenden Führungen durch die Domaine und den Weinkeller verkostet werden. In der Domaine Perréal gibt es zudem Bienenstöcke, Steineichen, Olivenbäume, Mandelbäume, verschiedene Obstbäume und, überraschenderweise, etwa 800 Yuzu, japanische Zitrusgewächse, deren Früchte derzeit in der Küche sehr beliebt sind. Generell „verpflichtet sich die Domaine Perréal, das Land unter Schutz der Artenvielfalt und der Umwelt zu bewirtschaften und ihre Erfahrungen und ihr Anbaugebiet mit möglichst vielen Menschen zu teilen, die das

Weingut, seine Produkte und seine Innovationen entdecken können“, erklärt die Herrin des Hauses. Die Gäste der Ferienhäuser und Zimmer können die Umgebung mit den vor Ort verfügbaren Elektrofahrrädern erkunden. Auf der Domaine Perréal erwartet die Besucher von Anfang April bis Ende September ein abwechslungsreiches Programm: Führungen und Veranstaltungen im Zeichen des Öko-Weintourismus, Konzerte sowie DJ-Lounge-Abende. Ein idealer Ort, um die Lebenskunst des Luberon zu genießen.


We take care of the wealth you have built. We cherish it, preserve it, strengthen it. Ranging from investments to estate planning. In our personal way, with an eye to the future.
This is how we look after you and your family.
Okzitanien
Auf dem Weg von der Schweiz ans Mittelmeer lohnt es sich, einen Schritt zur Seite zu machen und das Land zu entdecken, in dem die Dörfer die Namen ungeahnter Heiliger tragen: das Gard. Es ist ein Land voller Geschichte und Kontraste, großzügig und karg zugleich; seine vielfältigen und urtümlichen Landschaften lassen niemanden unberührt.
Text ) Julien Beauchot


Auf der Seite der Provence
Unser Ausflug beginnt im ersten Herzogtum Frankreichs: Uzès. Über den Weinbergen der Appellation d’Origine Protégée, die den Namen des Herzogtums trägt, erscheinen in der Ferne auf einem Hügel drei Türme. Kommt man näher, sucht man den Bergfried des herzoglichen Schlosses. Weht die Fahne auf seiner Spitze, bedeutet das, dass der Herzog – der noch immer Eigentümer seines Besitzes ist – sich in seinem Domizil aufhält. Das Gebäude und seine Restaurierung gaben der Stadt, die damals in einem Dornröschenschlaf lag, neuen Schwung. Hier wurde einer der ersten „Secteurs sauvegardés“ eingerichtet – Schutzbereiche, die durch das Malraux-Gesetz von 1962 zur Erhaltung und Aufwertung des Kulturerbes geschaffen wurden. Heute schlendert man durch Straßen und Gassen, vorbei an Herrenhäusern, ehemaligen Kasernen, Kirchen und einfachen Gebäuden, die sorgfältig und mit viel Liebe restauriert wurden. Das pulsierende Herz dieses fast kreisförmigen Labyrinths ist der Place aux Herbes, umgeben von seinen charakteristischen Gewölbegängen. Seit dem



13. Jahrhundert findet hier der Wochenmarkt statt. Wer an einem Samstagmorgen in Uzès ist, taucht ein in die Farben, Düfte und Aromen eines zeitlosen Moments. Unter dem sanften, runden Klang des „gardoiser“ Akzents werden lokale Spezialitäten wie Spargel, Oliven und Olivenöl, Lavendel, Fougasse (provenzalisches Brot) oder Seifen angeboten – und natürlich darf der schwarze Diamant der Region nicht fehlen: der Trüffel, dessen Saison vom 15. Dezember bis 15. März dauert. Bevor man die Stadt und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten wieder verlässt, sollte man sich ein Glas Wein aus dem Herzogtum gönnen – und dazu ein paar Picholines (grüne Oliven) vom Markt knabbern.
Die spinnen, die Römer!
Am Fuße von Uzès bilden ein Dutzend Quellen den Brunnen von Eure. Im ersten Jahrhundert kamen die Römer, die die Region besetzten, auf die Idee, die aufstrebende Stadt Nîmes – damals

Nemausus – mit diesem Wasser zu versorgen. Die Herausforderung: 50 Kilometer Entfernung mit einem Gefälle von nur 25 Zentimetern pro Kilometer. Dazu mussten die rund 50 Meter tiefen Schluchten des Gardon überwunden werden. Doch das war für die Römer kein Hindernis! Ein Wunderwerk der Ingenieurskunst wurde entworfen und umgesetzt, dessen spektakulärster Abschnitt der Pont du Gard ist. Mitten in der Garrigue entdeckt man dieses auf wundersame Weise erhaltene Meisterwerk. Die Zeit scheint stillzustehen. Man fühlt sich klein angesichts der drei Stockwerke mit Bögen, 275 Metern Länge – und einer Bauzeit von nur fünf Jahren. Seit 20 Jahrhunderten wartet es auf unseren Besuch.


Ein Stück weiter durch die Garrigue erreichen wir das Ziel des Aquädukts. Einer der 52 Orte, die man laut der New York Times gesehen haben sollte, ist die Stadt Nîmes – stolz mit Palme und Krokodil im Wappen. Die Arena, erbaut kurz nach Ankunft des kühlen Eure-Wassers, ist ein Muss. Wunderschön erhalten, können Kinder dort in die Rollen von Gladiatoren schlüpfen. Mirmillon, Retiarius oder Secutor – Influencer gab es schon lange vor Social Media. Und wie kann man beim Anblick des Maison Carrée nicht in Ehrfurcht erstarren? Dieser prächtige römische Tempel wirkt, als sei er gestern erbaut worden, und entfaltet seine Aura von seinem Podium aus. Wer sportlich ist, sollte den Aufstieg zum Tour Magne wagen, der über den Jardins de la Fontaine thront. Die Wendeltreppe macht schwindelig – aber nicht so sehr wie der Ausblick über die Stadt. Und vor der Weiterreise lohnt ein Halt in Les Halles: Ein Brandade de Morue auf knusprigem Brot und ein Glas Costières de Nîmes sind ein echter Genuss.
Weiter südlich verschwinden die Hügel, das Meer gibt nun den Takt vor – und der Mensch versucht, sich die Natur zu eigen zu machen.


Willkommen in der Camargue. Zur Rechten: weiße Pferde und schwarze Stiere. Zur Linken erhebt sich der Tour Carbonnière, ein steinerner Zeuge des einzigen Zugangs zur königlichen Stadt Aigues-Mortes. Der heilige Ludwig wollte einen direkten Zugang zum Mittelmeer und ließ mitten im Marschland eine Stadt errichten, von der aus er zum Siebten Kreuzzug aufbrach. Zunächst ragte der Tour de Constance empor, später wurde die Stadt vollständig von einer Mauer umgeben. Heute ist diese elf Meter hohe Stadtmauer auf ihrer gesamten Länge von 1.640 Metern begehbar. Von diesem malerischen Rundweg, der seine Bewohner bis heute vor Wind und Sand schützt, sieht man zwar nicht das Meer zu Füßen – denn Aigues-Mortes (vom Okzitanischen „Aigasmòrtas“, „tote Gewässer“) ist eben nicht Aigues-Vives –, doch der Blick nach außen offenbart die Salzgärten und ihre faszinierende Vogelwelt, während nach innen eine fast militärisch wirkende Ordnung sichtbar wird. Obwohl sie aus dem 13. Jahrhundert stammt, ist Aigues-Mortes eine Planstadt, die selbst moderne Stadtplaner vor Neid erblassen lässt. Nach einem Teller Gardiane (ein traditioneller Rindfleischeintopf aus der Camargue) lohnt ein Spaziergang durch die Gassen mit ihren verschiedenen Ordenskapellen: Die Bruderschaften der Pénitents teilen sich in Blancs und Gris – je nach Gewandfarbe –, während die Capucins (Kapuzinermönche) heute Ausstellungen organisieren. Hier ist die Fougasse süß, duftet nach Orangenblüte – ein Erbe ferner Reisen, zweifellos.
Der Kanal führt uns schließlich bis zum Meer. Die Sonne sinkt hinter uns und das Gefühl bleibt: Wir haben ein Land und seine Seele entdeckt – geschmiedet von den Schichten der Zeit. Der Wunsch, den Rest des Gard zu erkunden, wächst: Auf in die Cevennen, auf den Spuren von Robert Louis Stevenson?






FÜNF KATEGORIEN FÜHRERSCHEINFREIER
Was wäre, wenn die schönste Art zu reisen darin bestünde zu entschleunigen? Und sich Raum und Zeit fernab von Zwängen und Menschenmassen zu gönnen.
Text
) Brice Lechevalier
Genau das bietet Le Boat seit über 50 Jahren in ganz Europa und Kanada. Als Marktführer im Flusstourismus (das Unternehmen gehört zur gleichen Gruppe wie Moorings und Sunsail) macht es mit seinen führerscheinfreien Booten das Bootfahren für jedermann möglich. Zu zweit, mit Freunden oder der Familie kann man sich für ein paar Tage oder eine Woche auf den schönsten Wasserstraßen völlig vom Alltag lösen.


Hier gibt es keine vorgegebene Route: Jeder bestimmt seinen Weg entlang des Wassers selbst, hält nach Belieben an, um ein Dorf zu besuchen, am Ufer zu picknicken oder einen Sonnenuntergang zu genießen. Angetrieben von der Lust auf Entdeckungen und inspiriert von den Orten, an denen man Halt macht, ist die Natur allgegenwärtig, aber nicht nur das. Mit einer Flotte von 950 Booten in fünf verschiedenen Kategorien und 33 Abfahrtsorten in neun Ländern bietet Le Boat eine einzigartige Auswahl an Reisezielen – darunter mehrere in Frankreich – wo Kulturerbe, Landschaften und Lebensfreude miteinander verschmelzen. Und das immer mit hochwertiger Betreuung, einer modernen Flotte und echtem Engagement für nachhaltigen Tourismus.
Liberty: Flusskreuzfahrten mit Le Boat
Als neuer Star der Flotte für 2025 verkörpert die Liberty einen deutlichen Aufstieg in der Produktpalette von Le Boat. Dieses Boot der neuesten Generation, das aus einer Partnerschaft mit der Bénéteau-Gruppe hervorgegangen ist, vereint höchsten Komfort, modernste Technologie und intelligentes Design. Es ist für zwei bis fünf Personen ausgelegt und richtet sich an anspruchsvolle Reisende, die nach kompromissloser Freiheit suchen. Komfort steht im Mittelpunkt des Erlebnisses: Memoryschaum-Matratzen, Klimaanlage, Smart-TV, WLAN sowie eine voll ausgestattete Küche mit Geschirrspüler und Nespresso®-Kaffeemaschine. Die Wohnbereiche sind geräumig und hell, die Ausstattung hochwertig. Das Oberdeck mit Plancha, Sonnenliegen und Kühlschrank wird zu einer schwimmenden Terrasse für Aperitifs in der Sonne oder Abendessen unter dem Sternenhimmel. Aber die Liberty steht auch für einfaches Segeln, selbst für Anfänger. Ihr intuitives Steuerungssystem und ihre Wendigkeit machen sie zu einem


zugangsfreien Boot, das perfekt für Stadtbewohner geeignet ist, die auf der Suche nach einer Auszeit in einer Zeitkapsel sind. Eine neue Art, Luxus zu erleben: in der Stille des Wassers und der Eleganz des Augenblicks.
Canal du Midi und Burgund: zwei Schätze, die es auf andere Weise zu entdecken gilt
Segeln bedeutet, ins Herz einer Region vorzudringen. Und einige Regionen eignen sich dafür besser als andere. Der Canal du Midi ist zweifellos die symbolträchtigste Wasserstraße Frankreichs. Er gehört zum UNESCOWeltkulturerbe und verbindet Toulouse mit dem Mittelmeer durch eine Reihe spektakulärer Bauwerke: Kanalbrücken, ovale Schleusen, Aquädukte, grüne Tunnel ... Dieses Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert durchquert lichtdurchflutete Landschaften zwischen den Weinbergen des Minervois, wilden Teichen und majestätischen Platanen.
Entlang des Flusses gibt es zahlreiche sehenswerte Orte: Carcassonne mit seinen mittelalterlichen Stadtmauern, Homps mit seinen Weinkellern, Narbonne mit seinem römischen Erbe und Le Somail, ein malerischer kleiner Ort wie aus einer Postkarte. Man legt an, schlendert durch die


Straßen, genießt ein Glas Wein auf der Terrasse ... Die Zeit vergeht langsam in der milden Luft des Südens.
In Burgund bietet sich ein anderes, ebenso raffiniertes Bild: Grüne Hügel, Dörfer mit flachen Ziegeldächern, Renaissance-Schlösser und Zisterzienserabteien säumen die Wasserstraße. Der Burgund-Kanal und der Nivernais-Kanal schlängeln sich durch eine reichhaltige Landschaft, die zu kulinarischen Zwischenstopps einlädt. Hier lädt jede Schleuse zum Verweilen und Entdecken ein: Chablis, Tonnerre, Auxerre, Clamecy ... An jeder Etappe sind Geschichte, Wein und Landschaften zu entdecken.
Mit Le Boat sind Flussurlaube nicht mehr nur Insidern vorbehalten und bieten einen für diese Art von Freizeitaktivität bisher unbekannten Luxus. Sie führen zu einer Lebenskunst und sind der ideale Kompromiss zwischen Aktivurlaub und wohlverdienter Erholung: frei, inspirierend und individuell.






Florenz, Siena, Pisa – natürlich! Doch abseits dieser pulsierenden TouristenHighlights zeigt sich das toskanische Hinterland noch immer von seiner ruhigen, ursprünglichen Seite. Die Maremma ist eine Region, die dem guten Leben und der Geselligkeit frönt. Außerdem verwöhnt sie ihre Besucher mit unberührter Natur und einer facettenreichen historischen Vergangenheit.
Text und Fotos ) Bernard Pichon
Stellen Sie sich einen Landstrich vor, der sich wie eine sanfte Welle entlang der tyrrhenischen Küste zieht – geprägt von Pinienwäldern, Weinbergen, Olivenhainen, trockengelegten Sümpfen und mächtigen mittelalterlichen Festungen! Diese andere Toskana ist noch sehr ursprünglich, fast archaisch. Ein Ort verkörpert den Charakter dieses kleinen Paradieses besonders eindrucksvoll: Massa Marittima, nördlich von Grosseto, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, gelegen.
Die Stadt entstand im frühen Mittelalter rund um den Monte Regio, der für seine berühmten Weine bekannt ist. Sie thront über hohen erzreichen Hügeln und bietet einen bemerkenswerten Ausblick auf rote Ziegeldächer und – in der Ferne – auf das Mittelmeer. Von Florenz aus sind es nur 116 Kilometer bis zu dieser Sehenswürdigkeit.
Dort, im Herzen der Stadt, befindet sich die theatralische Piazza Garibaldi, die von Palästen und einer imposanten romanisch-gotischen Kathedrale beherrscht wird. Darin das monolithische Taufbecken von Giraldo da Como (1267), welches biblische Motive, gleich einem in Stein gemeißelten Comic, darstellt. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Museum San Pietro all’Orto mit einer Ausstellung mittelalterlicher Kunst und einer privaten Orgelsammlung.


Wilder Westen
Das Weingut Petra (das nichts mit der UNESCOWelterbestätte in Jordanien zu tun hat) gehört Vittorio Moretti. Der lombardische Unternehmer ist in der Weinwelt vor allem für seinen Schaumwein bekannt – und dafür, dass er den Star-Architekten Mario Botta mit dem ultramodernen Entwurf seiner Kellerei beauftragt hat: „Die Umgebung ist wie eine Wildwest-Kulisse, von der die meisten Italiener nichts wissen.“
Er zählt einige sehenswerte „Adlerhorste“ der Gegend auf, die sich hervorragend fotografieren lassen – etwa das pittoreske Pitigliano, welches auf der Spitze eines Tuffstein-Berges klebt. Hier


verliert man sich gerne in einem Labyrinth gepflasterter Gassen unter dem gleichgültigen Blick träger Katzen. Die Überreste des ehemaligen jüdischen Ghettos beherbergen heute Weinkeller, die zur Degustation einladen.
Auch die Nachbarorte Sorano und Sovana, die auf ihren eigenen Felsspitzen thronen, ziehen bei Sonnenuntergang Verliebte an, wenn sich das Gestein zu zartem Rosa färbt.
Wohlhabende Florentiner und Römer, Künstler und Intellektuelle haben hier ihr Feriendomizil.
Auch Alain Ducasse entdeckte dieses unberührte Fleckchen Erde vor etwa zwanzig Jahren und eröffnete in Castiglione della Pescaia „L’Andana“. Die einstige Residenz des Großherzogs der Toskana wurde in ein Luxushotel umgewandelt und ist heute eine der gastronomischen Hochburgen des mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Spitzenkochs Enrico Bartolini.



Bewegung
Die üppige Frühlingsvegetation weicht im Sommer sonnenverbrannten Weizenfeldern. Auf der Suche nach Abkühlung erkunden begeisterte Vogelfreunde den Lago di Burano und die Lagune von Orbetello, die mehrere Hundert Vogelarten beherbergen – darunter Falken, Reiher und andere Watvögel.
Der Naturpark der Maremma erstreckt sich über mehr als 9.000 Hektar entlang der tyrrhenischen Küste und bietet die Möglichkeit Wildschweine, Füchse und Damhirsche inmitten von Steineichen, Erdbeerbäumen und Myrten zu beobachten. Diese idyllische Kulisse lädt zu Kutschfahrten, Nordic Walking, Radtouren, Ausritten sowie Kanufahrten oder Kajaktouren ein. Bevor man die Maremma verlässt, ist ein Abstecher zu den Terme di Saturnia ein absolutes Muss. Diese warmen Quellen zwischen Pitigliano und Manciano laden dazu ein, im Freien ein genüssliches Bad im fast 38-grädigen Thermalwasser zu nehmen. Der Eintritt ist frei – ein echter Geheimtipp für alle durchreisenden Kurgäste.

Köstliches
Zu den bekanntesten Gerichten der toskanischen Maremma gehören Cacciucco, eine Suppe mit Fisch und Meeresfrüchten, sowie Tortelli di patate, mit Kartoffelstampf und Käse gefüllte Nudeln. Mit Ricotta und Spinat gefüllte Tortelli werden manchmal zu einem Wildschwein-Ragù serviert. Dieses Wild wird auch als Salami oder als Hauptgericht zusammen mit frittierten Zucchiniblüten angeboten. Panzanella ist ein traditioneller toskanischer Salat, der mit in Vinaigrette eingeweichtem Brot, Tomaten, Gurken und Zwiebeln zubereitet wird (diese Zutaten können je nach Jahreszeit variieren).
Mozzarella und lokale Wurstwaren kann man überall nach Herzenslust genießen, dazu einen lokalen Wein, zum Beispiel ein Morellino di Scansano (rot).
Auch Vegetarier kommen nicht zu kurz und können beispielsweise Pfannkuchen mit frischem Gemüse (Zucchini, Paprika und Pilze) probieren.
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Kap Verde
Kurz vor dem 30. Geburtstag nehmen Herausforderungen manchmal ganz neue Formen an. Während manche den Bund fürs Leben schließen, habe ich mich auf ein ganz anderes Abenteuer eingelassen: Kitesurfen lernen! Ich suchte nach einem Ort mit guten Bedingungen im Winter, über 20 Grad und nicht allzu weit entfernt.
Text und Fotos ) Zoé Lechevalier
Und ich wurde fündig: Kap Verde, 25 Grad, Direktflüge, weniger als sechs Stunden Flugzeit. Zwischen den grünen Bergen von Santo Antão und den einsamen Stränden von Sal bietet die Inselgruppe eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften. Da ich nur eine Woche Zeit hatte, entschied ich mich für Sal, die Insel mit dem vielsagenden Namen (portugiesisch für „Salz“). Hier trifft die raue See auf trockene Ebenen und Salinen und schafft eine ebenso schroffe wie ungewöhnliche Landschaft. Ein Ort, an dem man tief durchatmen möchte, um ein wenig von seiner Magie in sich aufzunehmen. Sal ist ein Mekka für Wassersportler und vor allem für Kitesurfer: konstante und gleichmäßige Winde, besonders zwischen November und Mai, legendäre und abwechslungsreiche Spots, sonniges Klima und warmes Wasser. Ein Reiseziel, wo Sport und Entspannung aufeinandertreffen. Diese Insel ist auch die Heimat dreier Kite-Weltmeister: Airton Cozzolino, Matchu Lopes und Mitu Monteiro, denen Sie vielleicht im Wasser oder vor Mitus Kiteschule am Kite Beach begegnen werden.
Eine Schweizer Kiteschule?
Ich schreibe Ihnen aus dem Schatten der Bougainvillea-Bäume meines Urlaubsorts Surf Activity, den Odile, die Gründerin der Kiteschule Kite Cap Verde, extra für mich reserviert hat. Die Schwei-


zerin, die ursprünglich nur ein Sabbatjahr verbringen wollte, entschied sich schließlich, ihr Abenteuer zu einem Jahrzehnt voller Leidenschaft auf dieser Insel zu verlängern und eine Kiteschule zu gründen. Und wer könnte ihr das verübeln? Alles war perfekt organisiert: die Anreise, die Unterkunft und der Kitesurfunterricht mit Lehrern, die sich sowohl für ihre Schüler engagieren als auch den Respekt vor dem Meer und der kapverdischen Kultur im Blick haben. Um von all meinen Abenteuern zu berichten, bräuchte ich allerdings viel mehr als diese Zeilen. Denn Kap Verde, das kleine Land von Cesária Évora, ist auch ein idealer Ort, um neue Kontakte zu knüpfen. Ich könnte Ihnen von meiner Begegnung mit Paul erzählen, einem Fotografen und Filmemacher, den ich dank einer zwischen zwei Sitze gerutschten Notiz im Flugzeug kennengelernt habe, von den lebhaften Abendessen und den kapverdischen Fußballspielen oder von den Geschichten von Lilly und Amadu, unseren herzlichen Gastgebern. Doch diese Erlebnisse möchte ich lieber als Einladung zur Rückkehr aufheben, um erneut in die Morabeza einzutauchen: dieses kreolische Wort, das die menschliche Wärme, die Gastfreundschaft der Kapverdier und ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringt. Eines ist sicher: Das ist erst der Anfang. Bis bald, Kap Verde. Informationen auf kapverden.ch








Taipeh ist zwar als pulsierende Metropole bekannt, doch rund um die Stadt offenbart sich eine ganz andere Landschaft. Mit Farnen bewachsene Hügel, schlummernde Vulkane, subtropische Wälder und Teeplantagen, durchzogen von Wanderwegen – all das findet sich nur wenige U-Bahn-Stationen vom lebhaften Stadtzentrum entfernt. So etwas ist in Asien eine Seltenheit, die Reisende, die ihren Städtetrip mit einem besonderen Naturerlebnis kombinieren möchten, begeistert.
Text ) Marine Ulrich
Das ultimative Erlebnis: der Grand Stride Rund um die Hauptstadt erstreckt sich ein 92 km langer Wanderweg namens „Grand Stride”, dessen einzelne Abschnitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die Route beginnt im Nordwesten, führt an den rauchenden Hängen des Datun-Massivs vorbei, steigt hinauf zum „offiziellen“ Dach der Stadt, dem Berg Qixing (1120 Meter), und verläuft dann entlang der Bergketten Wuzhi, Nangang und Erge, bevor sie wieder ihren Ausgangspunkt erreicht. Wenn Sie eine Etappe pro Tag zurücklegen, benötigen Sie sieben Tage, um die gesamte Strecke zu bewältigen und sieben ungeahnte Facetten der Gegend um Taipeh zu entdecken. Keine Sorge, wenn die Zeit knapp ist: Jede Etappe kann auch unabhängig voneinander an einem Tag zurückgelegt werden.
Yangmingshan, ein Nationalpark mit vulkanischer Landschaft


Der spektakulärste Abschnitt des Grand Stride erstreckt sich im Nationalpark Yangmingshan, nur 30 Minuten mit dem Bus von der Station Jiantan entfernt. Von der Abzweigung Erziping schlängelt sich der Weg zwischen Schwarzkiefern, Farnen, Moosen und Flechten hindurch, deren Duft sich mit dem Schwefelgeruch der Umgebung vermischt. Ab März säumen Rhododendren das Unterholz, im Juni übernehmen Begonien und blühen bis zu den ersten kühlen Herbsttagen. Ab einer Höhe von 800 Metern ist die Luft angenehm kühl und bildet einen Kontrast zur Hitze der Ebene. Ein Weg führt zum Gipfel des Datun, dem einzigen aktiven Vulkan Taiwans, dessen letzter großer Ausbruch mehr als fünftausend Jahre zurückliegt. Nur wenige Serpentinen bergab bietet Xiaoyoukeng ein Lichtspiel, das von Fumarolen durchbrochen wird und den Hängen eine fast unwirkliche milchige Farbe verleiht.

Maokong, die in den Wolken schwebende Stadt des Tees Eine Seilbahn, die einen bewaldeten Hang hinaufführt und über den Kronen der Kampferbäume schwebt, bringt Sie zum Zhinan-Tempel, einer der wichtigsten taoistischen Stätten Taiwans. Der Tempel wurde vor mehr als einem Jahrhundert errichtet und ist Lü Dongbin, einem der acht Unsterblichen, gewidmet. Der Legende nach soll dieser romantische Adonis häufig zum Schwert gegriffen haben, um sich von seinen Geliebten zu trennen und dem taoistischen Gedankengut treu zu bleiben. Die Stufen dieses mythischen Tempels führen zu einer Terrasse, von der aus man die stahlgraue Spitze des Taipeh 101 sehen kann. Der nächste Stopp ist schnell erreicht: Maokong, die Stadt des Tees, wo man den Pflückerinnen bei der Ernte der Blätter zusehen kann, aus denen einer der berühmtesten Oolong-Tees Taiwans hergestellt wird. Der Weg folgt den Windungen der Parzellen und führt zum Kampferbaumweg, dessen Duft zur Erntezeit intensiv in die Nase steigt. Hier lädt einfach alles zu einer Pause ein. In den Teehäusern und Gärten können Reisende das delikate Heißgetränk probieren – der perfekte Auftakt, bevor es zum Abendessen zurück in die strahlend beleuchtete Stadt geht. Wer sich für Taipeh entscheidet, erlebt innerhalb weniger Tage schwefelhaltige Dampfquellen, Teeplantagen, Lavahochebenen, farbenfrohe Tempel, maritime Panoramen und pulsierende Nachtmärkte. Für alle, die kulturelle Entdeckungen mit Naturerlebnissen verbinden möchten, bietet die taiwanesische Hauptstadt unberührte Natur, die nie weit von der Stadt und ihren Attraktionen entfernt ist. Mit diesem Wechselspiel zweier unterschiedlicher Takte offenbart Taipeh eine überraschende Facette: die einer Hauptstadt, die immer wieder daran erinnert, dass nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt ein neues Abenteuer beginnt.

Die Erkundung Taipehs setzt sich selbstverständlich auch auf dem Speiseplan fort. Die taiwanesische Küche vereint kulinarische Einflüsse aus allen großen Städten und Provinzen Chinas. Es gibt nichts Besseres, als in die Nachtmärkte, kleinen Restaurants und Straßenlokale einzutauchen, um die lokale Kochkunst zu genießen. Beim Flanieren kann man Gemüsesuppen, Guabao mit geschmortem Fleisch, karamellisierte Eintöpfe oder Xiaolongbao, mit köstlicher Brühe gefüllte Teigtaschen, kosten. Unbedingt probieren sollte man auch Niu Rou Mian, eine köstliche Nudelsuppe mit Rindfleisch, gewürzt mit Zimt, Sternanis und Koriander, bei der jeder Löffel eine Entdeckungsreise für die Sinne ist. Wenn es um Getränke geht, so ist der Tee heilig, ebenso wie die Zeremonie, die seine Verkostung begleitet. Der Oolong aus Nantou, der Wunshan Baojhong aus Pinglin oder der Tie Guanyin aus Mujhan sind die beliebtesten Sorten.
Weitere Informationen finden Sie unter eng.taiwan.net.tw
Taipei Tourism Office : Bleichstrasse 52, 60313 Frankfurt, Germany 0049 69 61 07 43








Der Fall Saigons am 30. April 1975 markierte das Ende des Krieges zwischen Vietnam und den USA. Fünfzig Jahre später lockt der Aufschwung der Städte Hanoi und Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) Besucher aus aller Welt an.
Text und Fotos ) Bernard Pichon
Der fernöstliche Teil Asiens wird für Reisende aus der Schweiz immer attraktiver. Sie sind von der Kultur, den Landschaften und den günstigen Preisen in Vietnam fasziniert. Empfehlenswert ist eine Reise in die beiden politischen und wirtschaftlichen Zentren des Landes, die sich hervorragend ergänzen (beide Flughäfen werden von Turkish Airlines angeflogen, sodass eine Kombination beider Städte problemlos möglich ist). Hanoi ist bekannt für nostalgischen Charme und eine lebendige Atmosphäre. Künstler werden vom architektonischen Durcheinander inspiriert. Hat sich die Stadt mit ihren Garküchen auf den Bürgersteigen und den Starbucks-Cafés an jeder Straßenecke in einen Schmelztiegel verwandelt, der zu einer Hälfte postkolonial und zur anderen Hälfte globalisiert ist? Eine verwirrende Mischung aus alten Gebäuden aus der Zeit FranzösischIndochinas und zeitgenössischen Hochhäusern prägt den Charakter dieser Metropole, die nach wie vor von einem Jahrtausend unter chinesischem Einfluss geprägt ist.
Im Laufe der Zeit haben die Einwohner ihre Wohnungen nach ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten umgebaut und Balkone, Veranden, Leuchtreklamen und Klimaanlagen hinzugefügt. Dadurch entsteht ein heterogenes und unübersichtliches Stadtbild. Während Neubauten architektonischen Normen unterliegen, genießen alte Gebäude eine gewisse Freiheit bei der Renovierung.
Panorama
Wir kommen an der prestigeträchtigen Oper vorbei, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den französischen Kolonialherren im Geiste des Pariser Palais Garnier errichtet wurde. Wir spazieren durch breite Alleen, die von alten gelben Gebäuden gesäumt sind, die ebenfalls auf die Kolonialzeit zurückgehen. Je weiter wir
ins Herz von Hanoi vordringen, desto weiter reisen wir in die Vergangenheit. Kaum vorstellbar, dass in diesem altertümlichen Handelsviertel die Quadratmeterpreise mittlerweile so hoch sind wie in London oder Tokio. Kunsthandwerksläden boomen hier, ebenso wie kleine Garküchen, in denen man die traditionelle nahrhaftige Suppe mit Gemüse, Reisnudeln, Gewürzen und Schweinefleisch probieren kann.
Ab ins Grüne
Die beste Zeit für eine Wanderung in Vietnam ist die Trockenzeit von November bis April. Hanoi bietet einen hervorragenden Zugang zu atemberaubenden Naturlandschaften, die sich ideal zum Wandern eignen:
- Sapa gilt als Königin der Trekkingtouren: Berge, Reisterrassen und ethnische Dörfer in einer atemberaubenden Kulisse.
- Die grünen Täler Mai Chau und Pu Luong bieten gut markierte Wanderwege und traditionelle Unterkünfte bei Einheimischen.
- Ninh Bình wird wegen seiner spektakulären Kalksteinformationen auch als Halong-Bucht im Landesinneren bezeichnet. Die Wanderungen führen zu versteckten Pagoden, Reisfeldern und idyllischen Flüssen, auf denen man paddeln kann.


Wie viele Motorräder gibt es in Saigon, das einschließlich der Vororte so viele Einwohner hat wie die gesamte Schweiz? Schätzungen reichen von 3 bis 6 Millionen, können allerdings nicht mit Sicherheit bestätigt werden. Auf jeden Fall sind es genug, um die Konkurrentin Hanois in einen riesigen, lärmenden Bienenstock zu verwandeln. Saigon zu erleben bedeutet, sich von ungewöhnlichen Verkehrsmitteln begeistern zu lassen: beispielsweise vom Xe Lam, einer Art dreirädrigem Kleinlaster, oder der pittoresken Fahrradrikscha, die Touristen besonders exotisch anmutet. Man sieht Mo -

torräder, die mit einer ganzen Familie beladen sind und sich in das allgemeine Verkehrschaos und die berauschenden Abgase stürzen.
Die Energie des Drachen
Man merkt schnell, dass diese Metropole eine Stadt des Südens ist. Vor den Hotels aus den Goldenen Zwanzigern versammelten sich zur Aperitifzeit zahlreiche Franzosen auf den Terrassen und bestellten mit südländischem Akzent Wermut, Cassis, Byrrh oder Gin Tonic.
Aber was ist von dem Ort, der einst als das kleine Paris des Fernen Ostens bezeichnet wurde, übriggeblieben? Einige schöne Fassaden, wie der Gouverneurspalast mit seinen weißen Säulen und Stuckdecken, ein Rathaus, das manche als exquisite Konditorei bezeichnen, ein Hauptpostamt mit markanter Stahlkonstruktion, entworfen von Alfred Foulhoux und doch oft fälschlich Gustave Eiffel zugeschrieben, ein elegantes Stadttheater und eine Reihe von Villen im Kolonialstil.
Auf den Spuren von Marguerite Duras
- Weniger als 150 Kilometer vom pulsierenden Saigon entfernt liegt das beschauliche Sadec, das von den französischen Kolonialherren wegen seiner fruchtbaren Böden Garten von Cochinchina genannt wurde. In diesem abgelegenen Dorf im Mekong-Delta begann die junge Marguerite Duras die Liebesbeziehung, die sie in ihrem Roman „Der Liebhaber” beschrieb.
- Die Cu-Chi-Tunnel, Überreste des Vietnamkriegs, bieten weit mehr als nur einen Ausflug in die Geschichte. Auf angelegten Wegen kann man sich in dieses unterirdische Labyrinth wagen – ein einzigartiges Erlebnis für Geschichts- und Naturliebhaber.
- Das Mekong-Delta bietet eine Kreuzfahrt zu Fuß entlang zahlreicher Kanäle und schwimmender Dörfer in malerischer Umgebung und ist ideal für Wanderungen oder Radtouren.
- Der Berg der Schwarzen Jungfrau bietet eine Wallfahrt und Wanderung auf wunderschönen Wegen und liegt etwa 60 km von Saigon entfernt.


Eine der umweltfreundlichsten und tolerantesten Metropolen der USA ist Donald Trump ein Dorn im Auge.
Text und Fotos ) Bernard Pichon
Schon bei der Landung fällt der vorherrschende Farbton auf: Willkommen in der grünsten Stadt der Vereinigten Staaten! Der Flughafen, der mit der Ansiedlung neuer Fluggesellschaften – etwa KLM, die nun eine Direktverbindung nach Amsterdam anbietet – einen regelrechten Boom erlebt, wurde erst kürzlich renoviert. Unter einem 37.000 Quadratmeter großen Holzdach sorgen 49 Oberlichter dafür, dass Hunderte von Bäumen und Pflanzen gedeihen. In Portland braucht man kein Auto: Es ist eine der wenigen amerikanischen Städte mit einem hervorragend funktionierenden öffentlichen Nahverkehr.
Angesagt
In dieser Stadt verschmelzen urbaner Geist und ländliche Idylle: Zahlreiche Parks, eine erstklassige Gastronomieszene und Geschäfte, die ausschließlich Produkte aus Oregon anbieten. Bereits in den 1960er-Jahren war Portland eine Wiege der Gegenkultur. Unter der Führung eines visionären Gouverneurs avancierte sie zum Vorbild für Umweltpolitik und gesunde Ernährung – zumindest für jene, die es sich leisten können.




Wer mit kleinerem Budget reist, wird bei den mehr als 600 Food Trucks fündig: Von asiatischen und mexikanischen Spezialitäten bis zu Grillspeisen ist alles vertreten. Oft gruppieren sich die Wagen auf sogenannten „Pods“, begleitet von gemeinsamer Musik und stimmungsvoller Beleuchtung. Hier genießt man gerne ein Bier – immerhin gibt es laut Oregon Brewers Guild im Bundesstaat 263 Mikrobrauereien, davon über 65 allein in Portland.
Stadtbummel
Um Kalorien zu verbrennen, empfiehlt sich ein Spaziergang durch das überschaubare Zentrum – ein klarer Kontrast zu Städten wie Los Angeles. Ein Besuch im Kunstmuseum und bei „Powell’s“, der größten Buchhandlung für neue und gebrauchte Bücher weltweit, ist ein Muss. Gleich nebenan, unweit von Chinatown, laden zahlreiche Boutiquen für Mode und Accessoires zum Stöbern ein. Im Vergleich zu den pulsierenden Chinatowns New Yorks oder San Franciscos wirkt Portlands Chinatown fast verlassen – ein Rückzugsort für Obdachlose. Nachts wird von einem Besuch abgeraten; einst florierten hier Prostitution und Opiumhöhlen.


Ein starker Kontrast dazu ist der friedliche Lan Su Chinese Garden, eine grüne Oase im Herzen des Viertels. Pfade führen zu einem Teehaus. Diese typisch asiatische Ruhe findet sich auch im sorgfältig gepflegten Japanischen Garten.
Ausflüge
Portland ist wie gemacht für Stadtwanderungen. Frische Luft gibt es nicht nur in den umliegenden Bergen und Wäldern: Weitläufige Naturgebiete wie der Lower McCleay Park mit seinem über 130 Kilometer langen Wegenetz laden zum Erkunden ein. Einer der Wege führt zur Pittock Mansion, einem Herrenhaus von 1914 mit 23 Räumen, das heute als Museum mit historischen Gärten und Mobiliar dient.
Etwa 1600 Meter vom Ausgangspunkt entfernt erreicht man das Stone House, die Ruine eines „Hexenhauses“, die für einen Hauch von Spannung sorgt. Im Sommer säumen Blaubeeren und Farne den Weg, der immer wieder weite Ausblicke auf Portlands Skyline eröffnet.
Beeindruckend
Hopscotch (Hüpfspiel) war ursprünglich eine Programmiersprache für Anfänger – in Portland steht der Name heute für eine Attraktion, die man nicht verpassen sollte: ein halbes Dutzend immersiver Hightech-Installationen in einer riesigen Galerie, in der Jung und Alt atemberaubende visuelle Effekte erleben.

Hier kann man nach Herzenslust Graffiti sprühen, ohne einen Tropfen Farbe zu verbrauchen – mithilfe einer virtuellen Sprühdose, die durch Sensoren temporäre Kunstwerke erschafft.
„Keep Portland weird!“ – so lautet der inoffizielle Slogan der Stadt. Unzählige Tattoo-Studios, in denen die Haut der Kunden zur Galerie wird, prägen das Straßenbild. Ebenso zahlreich sind Stripclubs und DragqueenBars – zwielichtige Orte, die an das Ende des 19. Jahrhunderts erinnern, als Portland vom Hafen und den Goldgräbern lebte.
Während viele Akteure des Tourismus in ihrer Kommunikation nicht selten des Greenwashings verdächtigt werden, findet das brandneue Hotel Cascada bei Umweltschützern bemerkenswerte Anerkennung. Mit der Eröffnung dieses Luxushauses vollzieht sich ein seit Langem erwarteter Wendepunkt in der rasanten Gentrifizierung eines Viertels, das einst zahlreichen Schwarzen und lateinamerikanischen Familien ein Zuhause bot. Cascada betont, in sämtlichen Bereichen – von der Bauweise bis zu Wellness- und Gastronomieangeboten – konsequent den Anforderungen nachhaltigen Wirtschaftens zu entsprechen. Das Konzept stammt von SolTerra, einem lokalen Unternehmen für alternative Energien.
Gespenstisch
Reisende auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen sollten sich auf den Weg machen: Nur 45 Minuten vom Zentrum Portlands entfernt liegt ein weitläufiger Hotelkomplex, dessen Charakter mit der uniformen Welt großer Hotelketten nichts gemein hat. Die McMenamins Grand Lodge – ein Ort, der vielleicht sogar Stanley Kubrick als Kulisse für „The Shining“ inspiriert hätte – empfängt ihre Gäste hinter einem klassischen Säulenportal. Dahinter öffnen sich endlose Gänge mit nostalgischem Mobiliar und schummrigem Licht, die wie ein Gang durch die Zeit anmuten und eine geheimnisvolle Vergangenheit heraufbeschwören.
Ursprünglich 1922 als Erholungsheim für Mitglieder des Freimaurerordens eröffnet, ist das Haus heute ein lebendiger Ort voller Kunst, Livemusik und besonderer Veranstaltungen. Die Grand Lodge bietet 90 Zimmer, ein Restaurant, ein Tages-Spa, mehrere Bars und Lounges, ein beheiztes Außenschwimmbad – und ein charmantes Kino, in dem man während der Vorführung speisen kann.
Eine Erfahrung wie außerhalb der Zeit – in einem Gebäude, dessen Korridore ihre eigenen Geheimnisse zu flüstern scheinen



Patek Philippe – Calatrava Pilot Travel Time 5524G
Patek Philippe bereichert die Linie Calatrava Pilot mit einer neuen Version der Referenz 5524G im 42-mm-Weißgoldgehäuse, kombiniert mit einem elfenbeinfarbenen Zifferblatt, das einen reizvollen Kontrast zu den applizierten Ziffern aus geschwärztem Weißgold und den nachleuchtenden Schwertzeigern bildet. Der Zeitmesser steht in der großen Tradition der Fliegeruhren und betont seinen professionellen Charakter, bewahrt sich jedoch seine besondere Eignung für Fernreisen dank der Anzeige einer zweiten Zeitzone und einem auf die Ortszeit indexierten Datum. patek.com

L’Epée 1839 – Time Flies
L’Epée 1839 nimmt uns mit auf eine Reise durch die Lüfte. Mit dieser 8-Tage-Uhr in Form eines Flugzeugs aus den 1930er Jahren, die in Zusammenarbeit mit der ECAL entstanden ist, würdigt das Unternehmen die Eroberung des Himmels als eine der brillantesten Errungenschaften aller Zeiten. Die Stunden und Minuten werden über aufgedruckte Ziffern auf großen Stahlscheiben angezeigt. Die Energie für das Uhrwerk wird durch die vollständig skelettierte Krone direkt hinter dem Propeller erzeugt, die die Kühlrippen des Flugzeugmotors imitiert. lepee1839.ch

Montblanc – Mini-Tasche Montblanc 142 mit M-Lock-Schnalle 4810
Eine Mini-Version der ikonischen Montblanc 142 Tasche, deren Design von den Meisterstück-Füllfederhaltern aus den 1950er Jahren inspiriert ist. Dieses unverzichtbare Reiseaccessoire aus Cayenne-Leder mit geprägtem Extreme-3.0-Motiv kann über der Schulter getragen werden. Die Schnalle ist eine Anspielung auf die Welt des Alpinismus. Das kompakte Format bietet viel Platz für alle wichtigen Utensilien des Alltags. montblanc.com

TAG Heuer – Sonnenbrille Edition Jack Heuer
Urban Performance
Eine Sonnenbrille? Ja, selbstverständlich, aber bitte nicht irgendeine! Wenn die schönen Tage zurückkehren, greift man zu einer „Jack Heuer“-Edition mit einem in Japan gefertigten Rahmen aus mattiertem Titan, der Leichtigkeit und Langlebigkeit verspricht. Die verstellbaren Nasenpads sorgen für einen sicheren und bequemen Sitz. Übrigens: Diese Brille wird auch von Patrick Dempsey getragen! tagheuer.com

The Millennium Watch Book – Montres De Voyage GMT Publishing veröffentlicht den vierten Band seines Millennium Watch Book, der diesmal Reiseuhren mit mehreren Zeitzonen gewidmet ist. Die GMT-Funktion, auch „Worldtimer“ genannt, ist bei Uhrenkennern eine der beliebtesten Anzeige-Komplikationen. Das Werk, das von einem Team aus Journalisten und Experten zusammengetragen wurde, die sich ein ganzes Jahr lang mit diesem Thema beschäftigt haben, stellt die schönsten GMT-Uhren und die außergewöhnlichsten Weltzeituhren vor. Eine Einladung zum Reisen, nicht nur für Uhrenliebhaber. the-watch-book.com

Hermès – Reisepasshülle R.M.S
Für Reisen wählen wir gerne kleine, schicke Accessoires, die im Laufe der Jahre zu treuen Begleitern auf all unseren Touren werden. Kartenetuis, Kofferanhänger oder auch Reisepasshüllen wie diese – Hermès weiß eben, was wir uns wünschen! Bei diesem Modell ist der charakteristische „Sattlernagel“ mit farbigem Lack überzogen und dient als Druckknopf, um dieses edle Lederaccessoire sicher zu verschließen. Ein unverzichtbarer Begleiter, um stilvoll neue Horizonte zu entdecken. hermes.com
Swiza – Messer Legacy Titan
Das Haus Swiza muss man nicht mehr vorstellen. Es steht in einer langen Uhrmachertradition und pflegt überdies seit 1904 das Know-how der Messerschmie dekunst, einem der Aushän geschilder der Industrie im Schweizer Jurabogen. Das ikonische Modell Legacy ist aus Titan Grade 5 gefertigt und mit einem vertikalen Strichschliff versehen, was dieses Messer zu einem ech ten Schmuckstück macht, das bei jedem Herausnehmen aus der Tasche die Lichtreflexe einfängt. swiza.com


Matis – Werden Sie Clubmitglied Erleben Sie, wie zeitgenössische Kunst zum begehrten Anlageobjekt avanciert! Werke von Ikonen wie Warhol, Soulages oder Haring sind längst mehr als nur ästhetische Statements geworden. Sie gelten als stabile Werte in einer volatilen Welt. Wer in diesen Markt einsteigt, verbindet Leidenschaft für das Außergewöhnliche mit einer langfristigen Investmentstrategie. Unterstützt von erfahrenen Experten, öffnet sich ein exklusiver Kreis, in dem jede Erwerbung nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch einen Lebensstil prägt. Hier verschmelzen Genuss und Diversifizierung – und machen Kunstinvestments zu einer Erfahrung, die weit über den finanziellen Aspekt hinausgeht. matis.club/ch-en




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