271831

Page 1


die Bibel entdecken

ein mitarbeiterhandbuch

schwerpunkt markus

Anleitung

Lekt. Bibeltext

Inhalt

Inhalt Lernvers

V 1 Mk 2,1-12 Heilung eines GelÀhmten

V 2 Mk 2,13-17 Berufung des Levi Mk 2,17

V 3 Mk 4,35-41 Sturmstillung Hebr 13,6

V 4 Mk 5,21-24.35-43 Auferweckung d. Tochter d. Jairus Jer 17,7

V 5 Mk 7,31-37 Heilung eines Taubstummen Mk 7,37 .

V 6 Mk 10,13-16 Der Herr Jesus und die Kinder Mk 10,14

V 7 Mk 10,46-52 BartimÀus

V 8 Mk 14,32-65 Gethsemane, Gefangennahme

V 9 Mk 15,42–16,8 Grablegung und Auferstehung Joh 11,25

V 10 Mk 12,41-44 Gabe der armen Witwe

V 11 Apg 1,1-14 Himmelfahrt

V 12 Apg 3 Heilung eines Lahmgeborenen Apg 4,12

V 13 1Mo 1–2 Gott schuf Himmel und Erde 1Mo 1,31

V 14 1Mo 3 SĂŒndenfall

V 15 1Mo 6,1–9,19 Sintflut 1Mo 8,22

V 16 1Mo 11,1-9 Turmbau zu Babel Mt 23,12. .

V 17 Jos 2 Rahabs Glaube Jak 1,22 . . . . . 126

V 18 Jos 6 Einnahme Jerichos 1Kor 15,57

V 19 Ri 6 Gideons Berufung

V 20 Ri 7 Gideons Kampf Ps 27,14 .

V 21 1Sam 1,1–3,21 Samuels Geburt und Berufung 1Sam 2,30 .

145

V 22 Dan 1 Daniel und seine Freunde Mt 10,32 . . . . 163

V 23 Dan 3 Drei MĂ€nner im Feuerofen Dan 11,32. . . . 169

V 24 Dan 6 Daniel in der Löwengrube

V 25 Lk 1,5-25.57-80 Geburt Johannes‘ des TĂ€ufers Jes 41,3

V 26 Lk 2,1-20 Geburt des Herrn Jesus Jes 9,5

Anhang

Entwicklungspsychologische Grundlagen des Vorschulkindes

Weihnachtsanspiel „WeihnachtsbĂ€ckerei“

Tabelle aller Lektionen nach der Chronologie der biblischen BĂŒcher

Anleitung

Anleitung fĂŒr Mitarbeiter

Das Programm „Mit Kindern die Bibel entdecken“

Das vorliegende Buch gehört zu diesem Gesamtprogramm und ist eine ĂŒberarbeitete Neuauflage des bisherigen Bandes 1 „Mit Vorschulkindern die Bibel entdecken“. Das Programm umfasst insgesamt vier BĂ€nde, die ursprĂŒnglich von Hartmut Jaeger und Margitta Paul herausgegeben wurden. Der Buchreihe liegt ein vierjĂ€hriger Textplan zugrunde, der jĂ€hrlich aktualisiert wird, da er sich an den beweglichen Festen (Ostern und Weihnachten) orientiert. Der Textplan kann von folgender Internetseite heruntergeladen werden: www.zeit-fuer-kids.de

Da Jesus Christus das Zentrum der biblischen Botschaft ist, wird jedes Jahr neben den alttestamentlichen Texten auch das Leben Jesu aus der Sicht eines der vier Evangelisten behandelt.

Anliegen

Jedes Buch enthĂ€lt 26 Lektionen nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“ (die BĂŒcher fĂŒr die Schulkinder enthalten 52 Lektionen). Die Vorschulgruppe beschĂ€ftigt sich in zwei Kinderstunden nacheinander intensiv mit einer Geschichte. Die „Kleinen“ werden nicht ĂŒberfordert, sondern lernen die Geschichte durch die Wiederholungs- und Vertiefungsmöglichkeit besser kennen und behalten sie leichter.

Aufbau der Lektionen

1. Zum TextverstÀndnis

Die Textanalyse ist ausschließlich fĂŒr die Mitarbeiter und deren Vorbereitung gedacht, damit sie die ZusammenhĂ€nge, HintergrĂŒnde und Bedeutung der Geschichte kennen.

2. Ziele

Es sind immer mehrere Ziele formuliert, damit die Mitarbeiter auswĂ€hlen können, welches fĂŒr ihre Gruppe am hilfreichsten ist.

3. VorschlĂ€ge zur DurchfĂŒhrung

Hier finden sich VorĂŒberlegungen zur Situation des Kindes, Einstiegs- und Darbietungsmöglichkeiten sowie Ideen zur Festigung. Unter dem Punkt „DurchfĂŒhrung“ wird in der Regel aufgezeigt, in welchen Schritten und mit welchen Schwerpunkten die Geschichte erzĂ€hlt werden kann. Es wurde meist auf ausformulierte ErzĂ€hlvorschlĂ€ge verzichtet, da jeder Mitarbeiter die Geschichte individuell fĂŒr „seine“ Kinder vorbereiten sollte.

4. Vorschlag zum Bibelverslernen

Jeder Lektion ist ein Bibelvers vorangestellt, der den Kerngedanken der Lektion unterstĂŒtzt. Er ist nach der Elberfelder Übersetzung zitiert. Zum besseren VerstĂ€ndnis wird in einigen FĂ€llen der Vers zusĂ€tzlich nach der NeÜ bibel. heute zitiert. Unter Punkt 4 gibt es Anregungen, wie man den Vers mit den Kindern einĂŒben kann. Es empfiehlt sich, den Vers schon in der ersten Stunde einzufĂŒhren und in der zweiten Stunde zu festigen.

In der Zeitschrift „Kinder Entdeckerheft“ sind die Lernverse ebenfalls abgedruckt, sodass sie mit UnterstĂŒtzung der Eltern gelernt werden können.

Illustrationen/Bildmaterial

FĂŒr jede Lektion gibt es Illustrationen. Die Vorlagen werden im Text erwĂ€hnt und sind als Miniatur am Rand abgebildet. Alle Bilder und Vorlagen befinden sich in einer ZIPDatei und können mithilfe des Download-Codes (s. Impressum) heruntergeladen werden. Die Lektionen stehen jeweils in einem Ordner mit der entsprechenden Lektionsnummer. Die Vorlagen sind in der Regel als JPG-Dateien im A4-Format angelegt und können ausgedruckt oder weiterverarbeitet werden. Auch wenn Vorschulkinder BestĂ€ndigkeit lieben, sollte immer wieder die Darbietungsmethode gewechselt werden. Nach wie vor mögen die Kleinen Bilder an einer Flanelltafel. Etliche Bilder eignen sich gut fĂŒr diese Methode: auf festeres Papier (Kopierkarton mit 160 g) ausdrucken, ggf. anmalen, ausschneiden und mit Haftpapier oder Klettpunkten hinterkleben.

Auf der Homepage www.zeit-fuer-kids.de befinden sich im Downloadbereich „Bildmaterial“ zu vielen biblischen Geschichten farbige Bilder, die kostenlos heruntergeladen werden dĂŒrfen. Diese Bilder sind nach den Lektionsnummern der BĂŒcher fĂŒr die Schulkinder aufgelistet. Kostenlose Bilder finden sich unter www.freebibleimages.org und dĂŒrfen zu Lehrzwecken verwendet werden.

Lieder

Singen mit Kindern ist wichtig und sollte nicht vernachlĂ€ssigt werden. Aus rechtlichen GrĂŒnden ist es jedoch nicht möglich, Lieder mit Text und Noten abzudrucken. Deshalb sollte in vorhandenen LiederbĂŒchern nach den vorgeschlagenen Liedern gesucht werden.

Anhang

Im Anhang befinden sich diverse VorschlĂ€ge, die ergĂ€nzend in den Kinderstunden verwendet werden können. Außerdem gibt es eine GesamtĂŒbersicht ĂŒber alle 104 Lektionen. Sie ist in der Chronologie der biblischen BĂŒcher geordnet.

Noch ein Hinweis

Wir haben in dem Buch aus praktischen ErwĂ€gungen auf eine doppelte Anredeform verzichtet. Wenn vom „Mitarbeiter“ die Rede ist, sind selbstverstĂ€ndlich immer weibliche und mĂ€nnliche Personen gemeint, denn wir verstehen uns alle als Mitarbeiter Gottes.

Downloads zum Buch

Der Kauf des Buches berechtigt zum Downloaden und Verwenden dieser Daten, sofern sie zur Unterweisung von Kindern genutzt werden. Eine Verwendung oder Weitergabe darĂŒber hinaus ist ohne Erlaubnis nicht gestattet.

LERNVERS

Markus 2,1-12

Heilung eines GelÀhmten

Preise den HERRN, meine Seele!

Der da vergibt alle deine SĂŒnde.

Psalm 103,1.3

FÜR DIE ERSTE STUNDE

1. Zum TextverstÀndnis

1.1 Zusammenhang/Inhalt

Jesus beginnt, sich als der Sohn Gottes zu offenbaren. Er lehrt und tut Wunder. Gleichzeitig wĂ€chst die Feindschaft der PharisĂ€er und Schriftgelehrten ihm gegenĂŒber.

Der Text berichtet von vier MĂ€nnern, deren Glaube und Handeln fĂŒr ihren gelĂ€hmten Freund beispielhaft sind.

Jesus heilt den Kranken und zeigt damit, dass er, der Sohn Gottes, Vollmacht hat, SĂŒnden zu vergeben.

1.2 Personen

der Herr Jesus: Er vergibt SĂŒnden (das Kernproblem wird zuerst gelöst!), er kennt die Gedanken der Schriftgelehrten, er heilt den GelĂ€hmten, er handelt sofort und unerwartet.

die Schriftgelehrten: Sie haben das AT studiert und sind die damaligen Lehrer der Heiligen Schrift. Sie legen das Gesetz in vielen Einzelvorschriften aus und wenden es auf die FÀlle des Alltags an. Jesus achtet ihre Schriftkenntnis, tadelt aber, dass Lehre und Leben sich bei ihnen nicht decken. Scharf beobachtend und kritisierend sitzen sie unter den Zuhörern Jesu. Sie klammem sich zwar an die Buchstaben des Gesetzes, aber die Botschaft des Herrn Jesus erreicht ihre Herzen nicht. Jesu Handeln ist in ihren Augen GotteslÀsterung. Sie stellen die Göttlichkeit Jesu infrage (V. 7).

die vier MĂ€nner: Sie haben von Jesus gehört und vertrauen ihm grenzenlos. Ihr Glaube zeigt sich in der gemeinsamen Tat. Sie bringen einen Kraft- und Hilflosen zum Herrn Jesus. Trotz Schwierigkeiten und Hindernissen geben sie nicht auf. W. MacDonald schreibt in seinem Kommentar zum NT: „Jemand hat den vieren einmal die charakteristischen Namen MitgefĂŒhl, Zusammenarbeit, Ideenreichtum und Ausdauer gegeben.“

der GelĂ€hmte: Um zu Jesus zu kommen, ist er auf die Hilfe anderer angewiesen. Durch die Begegnung mit ihm empfĂ€ngt er Vergebung seiner SĂŒnden

und wird geheilt. Der Herr Jesus schickt ihn nach Hause. Dort soll er nicht lĂ€nger eine Last, sondern ein Segen fĂŒr andere sein. die Volksmenge: Viele Menschen kommen, um das Wort Gottes zu hören. Sie werden Augenzeugen des Wunders, begreifen aber wohl dessen eigentlichen Sinn nicht. Das Erlebte versetzt sie in großes Staunen, und sie verherrlichen Gott (vgl. Mt 9,8).

1.3 Orte/Gegend

Kapernaum: Der Ort lag am Nordwestufer des Sees Genezareth in GalilĂ€a. Diese Gegend zĂ€hlte zu den fruchtbarsten und am dichtesten besiedelten des Landes. Der Herr Jesus wohnte dort („seine Stadt“, Mt 9,1) und vollbrachte viele Wunder (Mt 11,23). Heute ist Kapernaum ein TrĂŒmmerhaufen; nur die Reste einer Synagoge erinnern an die einst so bedeutende Stadt.

HĂ€user in PalĂ€stina zur Zeit Jesu: Die HĂ€user waren sehr einfach gebaut. Meist bestanden sie nur aus einem Raum, der durch ein flaches Dach abgedeckt war. Dieses bestand aus festgestampftem Lehm und Reisig. Über eine Außentreppe gelangte man auf das Dach. Es wurde zum Trocknen von FrĂŒchten, zur Ausreife des Obstes, zum Beten und auch zum geselligen Zusammensein in den kĂŒhlen Stunden des Abends genutzt.

Bett: Zum Schlafen breitete jeder seine Matte auf dem Boden des Hauses aus. TagsĂŒber wurde sie zusammengerollt.

1.4 Zeit

Anfang der Wirksamkeit Jesu.

1.5 BegriffserklÀrungen

V. 5: „
 deine SĂŒnden sind vergeben“ = Jesus sieht mehr als die Symptome, nĂ€mlich die Ursache. Er will nicht den Körper heilen und die Seele vernachlĂ€ssigen. Er will nicht nur den zeitlichen Zustand erleichtern, ohne den ewigen Zustand zu verĂ€ndern.

V. 6.7: Die Schriftgelehrten erfassen sofort, dass Jesus mit seinem Anspruch, SĂŒnden vergeben zu können, zugleich beansprucht, Gott zu sein.

V. 8.9: „Was ist leichter ...?“ = Als Schöpfer des Himmels und der Erde fĂ€llt es Jesus „leicht“, durch sein Wort etwas zu tun. Aber um SĂŒnden vergeben zu können, wird er sein Leben opfern. Es ist sehr einfach, sowohl das eine als auch das andere zu sagen, aber es ist fĂŒr einen Menschen unmöglich, beides dann auch zu tun.

V. 10-12: Die Heilung des GelĂ€hmten ist der sichtbare Beweis fĂŒr die unsichtbare SĂŒndenvergebung. Damit ist klargestellt, dass Jesus tatsĂ€chlich Gott gleich ist und seine Worte keine leeren Worte sind.

2. Ziele

Der Herr Jesus kann alles. Gemeinsam helfen ist schön. Sei ein Freund der Schwachen!

3. VorschlĂ€ge zur DurchfĂŒhrung

3.1 VorĂŒberlegungen zur Situation des Kindes

Im Denken der Vorschulkinder sind Wirklichkeit und Fantasie noch sehr stark miteinander verbunden, deshalb sollten wir immer eine Abgrenzung zum MĂ€rchen herstellen. In der Regel haben die Kinder ein uneingeschrĂ€nktes Vertrauen zu dem Herrn Jesus. Wir mĂŒssen ihnen behutsam deutlich machen, dass er heute nicht jede Krankheit heilt, uns aber trotzdem lieb hat. Des Weiteren können wir den Kindern den Wert von Freundschaft nahebringen. Gerade im Vorschulalter sind Freundschaften oft etwas Variables, heute der und morgen jemand anderes. Echte Freunde jedoch wissen, was den anderen belastet und sie ĂŒberlegen, wie man ihm helfen kann. Außerdem werden echte Freunde tĂ€tig und helfen praktisch mit.

b d d

3.2 Einstiegsmöglichkeiten (1)

3.2.1 Wir erklĂ€ren den Kindern mithilfe der Abbildung V 01-01.jpg, wie ein Haus zur Zeit Jesu ausgesehen hat. Die HĂ€user damals waren typischerweise mit einem Flachdach und einer Außentreppe versehen, damit die DachflĂ€che mitgenutzt werden konnte. Außerdem bestanden die HĂ€user zumeist aus einem großen Raum, der gemeinschaftlich genutzt wurde. Erst wenn die Kinder davon eine Vorstellung haben, können sie die ganze Geschichte verstehen.

3.2.2 Wir gestalten eine kleine Landschaft: Steinchen, etwas Sand, kleine Äste als GebĂŒsch in Knetmasse stecken, Haus oder HĂ€user aus Schuhkarton (Deckel als abnehmbares Dach).

3.3 DurchfĂŒhrung (1)

Wir erzÀhlen die Geschichte mit Lego- oder Playmobilfiguren. Alternativ können die Figurenvorlagen verwendet werden (V 1-02 bis 08.jpg).

1.Schritt: Die Situation des GelĂ€hmten Jesus ist in Kapernaum unterwegs und macht in einem Haus einen Besuch. Schnell spricht sich das herum, und viele MĂ€nner, Frauen und Kinder wollen hören, was Jesus zu sagen hat. Die Nachricht, dass Jesus in der Stadt ist, erreicht auch vier Freunde. Gemeinsam ĂŒberlegen sie, wie sie ihren Freund zu Jesus bringen können. Dieser Freund ist gelĂ€hmt und kann nicht allein gehen. Aber nicht nur das. Er kann auch vieles andere nicht. (GesprĂ€ch mit den Kindern, wie sie sich das Leben eines GelĂ€hmten vorstellen. Ggf. Fakten ergĂ€nzen, damit die hoffnungslose Situation bewusst wird.) Den vier MĂ€nnern ist es ganz wichtig, dass ihr Freund zu Jesus kommt, denn sie haben erfahren, dass er Menschen gesund machen kann.

2. Schritt: Die Freunde bringen den GelÀhmten zum Haus

Die MÀnner werden ihrem Freund erklÀrt haben, was sie vorhaben. Dann heben sie die Schlafmatte, auf der ihr Freund liegt, hoch und tragen ihn zum Haus hinaus. (Betten

wie wir hatten die Menschen damals nicht.) Als die MĂ€nner das Haus erreichen, in dem Jesus von Gott spricht, sehen sie ganz viele Menschen. Im Haus ist schon alles voll, sodass viele draußen bleiben mĂŒssen. (BemĂŒhungen beschreiben, wie die Freunde versuchen, ins Haus zu kommen.) Auf dem normalen Weg kommen sie mit dem GelĂ€hmten nicht zu Jesus. Was sollen sie nur machen? Da kommen sie auf die Idee, auf das Dach des Hauses zu steigen.

3.Schritt: Der Weg ĂŒbers Dach Kurz entschlossen steigen die vier MĂ€nner mit ihrem gelĂ€hmten Freund ĂŒber die Außentreppe des Hauses aufs Dach. Sie wollen ihn unbedingt zu Jesus bringen. Oben angekommen fangen sie an, den Lehm, das GeĂ€st und das Stroh zu entfernen, und brechen so ein Loch in die Decke. Die Leute unten im Raum merken erst mal noch nicht, was ĂŒber ihnen vor sich geht. Aber auf einmal rieselt etwas auf ihre Köpfe. Schnell schauen alle nach oben und erblicken ein Loch in der Decke, das immer grĂ¶ĂŸer wird.

4.Schritt: Der Glaube der Freunde und das Wunder, das Jesus wirkt Durch diese Öffnung lassen die vier MĂ€nner ihren Freund auf seiner Schlafmatte nach unten. Schnell rĂŒcken im Haus alle zusammen und machen Platz. Jesus freut sich, als er den Glauben der Freunde sieht, und kĂŒmmert sich um den gelĂ€hmten Mann. Aber Jesus macht den Mann nicht sofort gesund, sondern sagt ihm zuerst, dass seine SĂŒnden vergeben sind. Das löst ablehnende Gedanken bei den MĂ€nnern aus, die meinen, Gott zu kennen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass Jesus Gottes Sohn ist und die Macht hat, SĂŒnden zu vergeben. Jesus weiß das und zeigt seine Macht dadurch, dass er zu dem GelĂ€hmten sagt: „Steh auf, nimm deine Schlafmatte und geh in dein Haus.“ Sofort steht der Mann auf, rollte seine Matte zusammen und geht nach Hause. Er hat Vergebung seiner SĂŒnden bekommen und ist geheilt worden. Die MĂ€nner, Frauen und Kinder staunen nur und loben Gott fĂŒr das, was sie gerade miterlebt haben.

3.4 Zur Festigung (1)

3.4.1 Bewegungen nachmachen

Wir freuen uns mit dem GelĂ€hmten und wollen seine Bewegungsmöglichkeiten etwas nachvollziehen. Die Vorlage mit den StrichmĂ€nnchen (V 1-09.pdf) ausdrucken (beugen, HĂ€nde in Seite, HĂ€nde ĂŒber Kopf, hocken, krabbeln, liegen, schwimmen, sitzen, springen – Reihenfolge beliebig). Der Mitarbeiter stellt sich vor die Kinder, zeigt ein Blatt, und die Kinder ahmen die Bewegung nach. Dann zeigt er das nĂ€chste Blatt usw. Nachdem die Kinder alle Bewegungen gemacht haben, darf ein Freiwilliger Bewegungen vormachen, die von den anderen Kindern nachgeahmt werden.

3.4.2 Bastelarbeit Haus (fĂŒr Ă€ltere Kinder)

Die Vorlage (V 1-10.jpg) auf Kopierkarton (160 g) ausdrucken. Die Kinder können das Haus anmalen und in der zweiten Stunde ausschneiden und zusammenkleben.

3.4.3 Malbild (V 1-11.jpg) beginnen (fĂŒr jĂŒngere Kinder)

3.4.4 Grußkarte gestalten

Wir ĂŒberlegen mit den Kindern, ob wir jemanden aus der Gemeinde kennen, der gerade krank ist. Wie können wir in dieser Situation gute Freunde sein und ermutigen? Beispielsweise indem wir eine Grußkarte schön gestalten: Jeder malt eine Kleinigkeit darauf und schreibt ggf. seinen Namen dazu. Als Mitarbeiter sollten wir noch eine Botschaft fĂŒr die betreffende Person beilegen und den Zusammenhang erklĂ€ren und dass wir uns ĂŒber eine Reaktion freuen wĂŒrden, da wir mit den Kindern das Thema Freundschaft vertiefen möchten.

FÜR DIE ZWEITE STUNDE

3.2 Einstiegsmöglichkeiten (2)

3.2.1 Wir bringen eine Decke mit, und jeweils vier Kinder tragen ein Kind ein kleines StĂŒck. Damit können wir gut verdeutlichen, wie schwer es ist, einen anderen zu tragen.

3.2.2 Wir sprechen mit den Kindern ĂŒber Freundschaft. Was sind gute Freunde, was macht Freundschaft aus, wofĂŒr brauchen wir Freunde, wie können wir gute Freunde sein?

3.3 DurchfĂŒhrung (2)

Mithilfe der Landschaft und der Playmobil- oder Legofiguren lassen wir die Kinder die Geschichte erzÀhlen. Alternativ können wir mit den Kindern die Geschichte nachspielen. Dazu eine Decke mitbringen, auf der ein Kind als GelÀhmter liegt. Die Szene, wenn der GelÀhmte durchs Dach gelassen wird, erzÀhlt der Mitarbeiter, und dann geht das Nachspielen im Haus weiter.

3.4 Zur Festigung (2)

3.4.1 Wenn wir Reaktionen auf unsere Karten fĂŒr kranke Geschwister bekommen haben, bringen wir sie mit und lesen sie den Kindern vor. Dann sprechen wir darĂŒber, wie gut es sich anfĂŒhlt, wenn wir gute Freunde sind.

3.4.2 Wir basteln das angemalte Haus aus der ersten Stunde fertig. Da die Treppe fĂŒr viele Kinder schwierig auszuschneiden ist, könnte der Mitarbeiter das vorbereiten. Die jĂŒngeren Kinder malen ihr Bild fertig aus.

3.4.3 Platzwechselspiel

Einen Stuhlkreis bilden, der einen Stuhl weniger hat als Kinder da sind. Ein Freiwilliger geht nun von Kind zu Kind und sagt: „Ich brauche einen Platz (Haus, Zimmer o. Ä.). Ist bei

dir was frei?“ Gefragtes Kind antwortet mit JA oder NEIN. Bei JA mĂŒssen alle Kinder ihren Platz wechseln, und jeder versucht, einen Stuhl zu erwischen. Wer keinen abbekommt, geht nun von Kind zu Kind. Wurde die Frage mit NEIN beantwortet, geht das Kind weiter.

4. Vorschlag zum Bibelverslernen

ErklÀrung:

Preise = Aufruf zum Loben; jemandem sagen, dass er etwas sehr gut gemacht hat

Seele = steht fĂŒr ICH

SĂŒnde vergibt

= Nur Gott kann die SĂŒnde, das Böse, in unseren Herzen vergeben.

Wir lernen den Bibelvers mit Bewegungen:

Preise

= Wir falten die HĂ€nde (Ausdruck des Dankens)

den Herrn = Der rechte Zeigefinger zeigt nach oben

meine Seele

= Der rechte Zeigefinger zeigt auf das Herz

Der da vergibt alle deine SĂŒnde = Der rechte und der linke Zeigefinger bilden ein Kreuz

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.