

![]()


Ob das sanfte Summen eines Elektromotors oder das Crescendo im Konzertsaal – Klänge sind Schlüssel zu unseren Emotionen.
Geschätztes Publikum
Es ist mir eine grosse Freude, mich an dieser Stelle erstmals persönlich an Sie wenden zu dürfen. Mit Beginn dieser Saison wurde ich überaus herzlich als neue Künstlerische Geschäftsführerin empfangen, und nun kann ich bereits auf die zweite Saisonhälfte vorausblicken, die ein ebenso dichtes wie vielfältiges Programm bereithält:
Im Januar macht sich unser Music Director Daniel Hope in der Tonhalle mit «Mozart:Passion» auf die Spuren des schillernden Mozart-Zeitgenossen Joseph Bologne, der sowohl virtuoser Geiger und Komponist als auch ein ausgezeichneter Fechter war. Dieses Projekt führt das ZKO im Februar auf eine ausgedehnte Deutschland-Tournee.
Danach können wir in unseren Tonhallekonzerten eine ganze Reihe spannender und charismatischer Gäste begrüssen: die Schlagzeugerin Vivi Vassileva, die Klarinettistin Annelien Van Wauwe, die Pianisten Lucas Debargue und Jan Lisiecki und die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann sowie die Dirigentinnen Stephanie Childress und Marzena Diakun.
Wir sind ausserdem stolz, in dieser Saison ein Jubiläum feiern zu können. Zehn Jahre verbindet das ZKO nunmehr mit Music Director Daniel Hope, der aus diesem Anlass das bereits zum fünften Mal stattfindende ZKO-Festival Anfang Juni künstlerisch gestalten wird.
Besonders gespannt blicken wir auf die neue Kooperation mit der Oper Zürich im Rahmen des erstmals stattfindenden Barockfestivals, wo wir zusammen mit dem Sibelius-Preisträger Inmo Yang und Werken der «Teufelsgeiger» Jean-Marie Leclair und Pietro Locatelli zu Gast sind.

Die zweite Saisonhälfte erfüllt uns aber auch mit Wehmut, denn wir müssen uns von unserem langjährigen Konzertmeister Willi Zimmermann verabschieden, der Ende der Saison das Pensionsalter erreicht und somit kürzer treten wird. Unserer Wertschätzung für Willi Zimmermann und unserem grossen Dank für seine prägende Arbeit verleihen wir mit einem ganz besonderen Abschiedsgeschenk Ausdruck: einer Auftragskomposition seines Freundes und Weggefährten David Philipp Hefti, die am 5. Mai in der Tonhalle zur Uraufführung kommt.
Wir wünschen Ihnen viele bereichernde Konzerterlebnisse mit dem ZKO und grüssen Sie herzlich,
Franziska Frey Geschäftsführung/Künstlerische Leitung
Hauptpartnerinnen
Subventionsgeber:innen und Freundeskreis
6 Auf eine Tasse Kaffee mit Franziska Frey
8 Vom Teufelswerk zum Rhythmus des Universums Vivi Vassileva und die bunte Welt der Perkussion
10 Eintauchen in eine Welt aus Farben und Klängen
12 «Zürich Barock» mit Inmo Yang Ein musikalisches Portrait des französischen Violinisten und Komponisten Jean-Marie Leclair
14 Vorhang auf für die Klarinette Freuen Sie sich auf Aaron Coplands expressives Klarinettenkonzert
16 Pianist Lucas Debargue präsentiert den polnischen Komponisten Miłosz Magin
18 Trendsetter Streichquintett
20 Hoffnung, Freundschaft und Passion Jan Lisiecki interpretiert Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll
22 Der Schweizer Komponist David Hefti im Interview
24 Marisol Gesprächskonzert zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich
26 Ich will nichts werden, ich will einfach nur sein Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser in unserer Reihe «Feder und Bogen»
28 ZKO-Festival mit Music Director Daniel Hope
32 Eine Stimme aus Silber und Gold Saisonabschluss mit Regula Mühlemann
34 Familienkonzerte
37 3… 2… 1… Abflug! Das Junge ZKO auf Erkundungsflug in den Weltraum
38 Abschied von Willi Zimmermann
42 ZKO on tour
44 ZKO-Freundeskreis
46 Kalendarium
49 Tickets und Impressum



8
Vivi Vassileva
Sie ist ein wahres Feuerwerk am Schlagwerk: unfassbar virtuos, quicklebendig und erfrischend vielseitig.
20 Jan Lisiecki
Der junge kanadische Pianist beweist, dass in Bezug auf Beethoven-Konzerte noch lange nicht alles gesagt ist.

28
ZKO-Festival mit Daniel Hope
Mit Werken für die Ewigkeit feiern wir in der fünften Ausgabe des ZKO-Festivals das 10. Jahr an der Seite unseres Music Directors Daniel Hope.

32
Saisonabschluss mit Regula Mühlemann
Mit einer Stimme aus Silber und Gold verabschiedet sich das ZKO unter der Leitung von Music Director Daniel Hope in die Sommerpause.
Auf eine Tasse Kaffee mit Franziska Frey
Seit dem 1. Oktober ist Franziska Frey neue Künstlerische Geschäftsführerin des Zürcher Kammerorchesters. Die studierte Musikwissenschaftlerin, Philosophin und Kulturmanagerin bringt zehn Jahre Berufserfahrung als Konzertdramaturgin und im Orchestermanagement mit. Die Sprache hat es ihr aber genauso angetan wie die Musik, weshalb sie auch lange in den Bereichen Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als freie Kulturjournalistin tätig war. Welche Eigenschaften und Vorlieben sie sonst noch auszeichnen, verrät sie in folgendem Steckbrief:
Welches ist deine liebste Jahreszeit und warum?
Frühling und Herbst – es sind die Jahreszeiten der Veränderung, des Abschieds vom Sommer, wenn das Licht schwindet, und des Aufbruchs in eben jenen, wenn die Tage wieder länger werden. Es sind die Jahreszeiten der Wehmut und der Hoffnung und damit für mich die «musikalischsten», da auch Musik oft diese Spannung zwischen hell und dunkel und allen emotionalen Schattierungen dazwischen kennt.
Was würdest du tun, wenn du einen Tag unsichtbar wärst?
Mich unbemerkt in die Rakete der nächsten Mondmission schleichen!
Wie sieht ein gelungener Arbeitstag für dich aus?
Kaum ein Arbeitstag sieht bei mir aus wie der andere. Wenn ich am Ende des Tages jedoch nicht nur vor dem Bildschirm gesessen habe, sondern mir auch konzentriert ein paar Musikstücke anhören konnte, dann war er ausgesprochen gut. Wenn mir eine Probe oder ein Konzert sogar noch ein Live-Erlebnis beschert, dann kann ich es manchmal kaum fassen, das Privileg zu haben, diesen wunderbaren Beruf ausüben zu dürfen.
Wie würdest du dich anhand von drei Emojis selbst beschreiben?
Sie war während vieler Jahre meines Lebens mein leidenschaftlichstes Hobby. Ich habe durch das Musikmachen so viel Unvergessliches erleben dürfen und Menschen kennengelernt, die mich noch heute durch mein Leben begleiten, dass ich sagen kann: Dieses Instrument lernen zu dürfen, war etwas vom Besten, was mir im Leben passieren konnte.
Kaffee ist mein Wachmacher und Stimmungsaufheller und das Kaffeetrinken oft ein willkommener Moment des Austausches mit Kolleg:innen, Freund:innen und all jenen, denen ich auf dem Gang so begegne.
Für das Schwedische hege ich eine familiär bedingte Faszination, besonders für die Sprachmelodie.

Vivi Vassileva & Stephanie Childress

Laut und hölzern, eher Geräusch als Musik – obwohl Becken, Trommel und Co. zu den ältesten und vielfältigsten Instrumenten unserer Kultur gehören, gibt es bis heute viele Vorbehalte gegenüber dem Schlagwerk. Doch der Imagewandel ist längst im Gang. Und das hat viel mit zeitgenössischen Komponisten wie John Corigliano zu tun –und mit jungen Interpretinnen wie Vivi Vassileva.
Text Marvin Josef Deitz
Als Schlagzeuger:in hat man es oft nicht leicht: Man beherrscht unendlich viele Instrumente, übt sich einen Wolf und legt in jedem Konzert ein GanzkörperWorkout hin. Und was bekommt man am Ende zu hören? Ein Lob? Nein, einen schlechten Witz. Beispiel gefällig? «Wie nennt man eine Person, die ständig mit Musiker:innen herumhängt? Schlagzeuger:in!» So wird man belächelt und aus dem Kreis der «richtigen» Musiker:innen vielleicht nicht ausgeschlossen, doch aber an dessen Rand gedrängt. Das war schon vor 500 Jahren so, als der Musiktheoretiker Sebastian Virdung die Pauken als «Teufelszeug» diffamiert und sein Kollege Michael Praetorius alle Schlaginstrumente als «Lumpen Instrumenta» abtut, über die es nicht lohnt, «etwas zu schreiben, oder zu erinnern.»
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzt eine Entwicklung ein: Nach Jahrhunderten im Abseits stehen Schlagzeuger:innen immer häufiger im Zentrum des musikalischen Geschehens. Komponisten wie Igor Strawinsky bringen ihre Liebe für das Schlagwerk in Werken wie dem Sacre du printemps zum Ausdruck. Pierre Boulez erkennt im Schlagwerk den «Rhythmus des Universums», von «Teufelszeug» ist da längst keine Rede mehr. Und schliesslich machen Interpret:innen wie Vivi Vassileva beste Werbung für ihr Instrument: jung, dynamisch, mitreissend.
Als Tochter einer Musikerfamilie wird Vassileva im bayrischen Hof geboren und erlernt zunächst das Instrument ihrer Eltern: Geige. Sie ist durchaus talentiert, doch will der Funke nicht so recht überspringen. Als sie dann während eines Urlaubs an der bulgarischen Schwarzmeerküste – der Heimat ihrer Familie – eine folkloristische Trommlergruppe sieht, ist sie hin und weg: Das ist ihr Instrument!
Mit zehn Jahren wechselt sie zum Schlagzeug, mit dreizehn Jahren belegt sie den ersten Platz bei «Jugend musiziert» und wird prompt als jüngstes Mitglied ins Bundesjugendorchester aufgenommen –der Beginn einer steilen Karriere. Geschätzt wird sie nicht nur für ihre unfassbare Virtuosität und ihre lebhaften Interpretationen, sondern auch für ihre Vielseitigkeit, sowohl in der Programm- als auch in der Instrumentenauswahl. Sie spielt Solostücke, Duette oder Kammermusik aus unterschiedlichen Epochen und demonstriert ihr perkussives Können auch schon mal auf zwei Plastikflaschen, wie in Gregor Mayrhofers Recycling Concerto.
Vassileva sieht in der Vielfalt und Offenheit für Neues eine Vorbildfunktion für unsere Gesellschaft. Für den Komponisten John Corigliano hingegen birgt die Vielfalt des Schlagwerkes bei der Komposition eines Schlagzeugkonzertes eine grosse Herausforderung: Wie lässt sich bei all den verschiedenen Stimmen und Farben der Schlaginstrumente hörbar machen, dass es sich um einen Solopart handelt? Doch es ist sein kompositorisches Prinzip, von einem Problem auszugehen, um mit der fertigen Komposition die Lösung zu liefern: Im Schlagzeugkonzert Conjurer sortiert er die Instrumente nach Klangfarben und behandelt in jedem der drei Sätze eine davon. Im ersten Satz ist es das Holz: Marimba, Claves (Holzstäbe) oder Holzbocktrommeln. Im zweiten Satz dann die metallenen Instrumente wie Becken, Glocken und das Tamtam. Und schliesslich im dritten Satz die Trommeln als Fellinstrumente.
Di | 24. Februar 2026 | 19.30 Uhr
Tonhalle Zürich
Stephanie Childress Leitung
Vivi Vassileva Perkussion
Zürcher Kammerorchester
John Corigliano
Conjurer. Konzert für Perkussion und Streichorchester
Jean Françaix
Ode sur «La Naissance de Vénus»
Igor Strawinsky
Apollon musagète, K048
Ticketpreise
CHF 115 / 105 / 90 / 65 / 40
Beim Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich verschmelzen Farben, Formen, Klänge und Kompositionen zu einem faszinierenden Erlebnis für alle Sinne. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich ausserhalb der regulären Öffnungszeiten auf eine inspirierende Entdeckungsreise zwischen Kunst und Musik zu begeben.
Bei diesem exklusiven Konzert im Kunsthaus Zürich bewegen sich die Besucher:innen durch die Ausstellungsräume des ChipperfieldAnbaus. In den grosszügigen Räumen sind u. a. die Sammlungen von Werner Merzbacher und Hubert Looser sowie die Werke von Grössen wie Cézanne, Monet und van Gogh zu sehen. In unterschiedlichen Formationen präsentiert das Zürcher Kammerorchester ein ausgewähltes Programm, welches musikalisch zwischen den Kunstepochen wandelt und mit den gezeigten Werken eine Verbindung eingeht. Das Publikum ist eingeladen, sich frei zu bewegen, solange es den gebührenden Abstand zu den Kunstwerken einhält.



Fr | 13. März 2026 | 19.30 Uhr
Kunsthaus Zürich, Chipperfield
Willi Zimmermann Violine und Leitung
Zürcher Kammerorchester
Konzertprogramm nach Ansage
Ticketpreis CHF 75
In Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich
Im Rahmen der ersten Ausgabe des Festivals «Zürich Barock» des Opernhauses Zürich präsentieren Inmo Yang und das ZKO ein musikalisches Portrait des französischen Violinisten und Komponisten Jean-Marie Leclair –dessen Musik es zu entdecken gilt!
Text Lion Gallusser
In dem Gedicht La Musique des Musikliebhabers Jean de Serré de Rieux aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kann man lesen, dass JeanMarie Leclair der erste Komponist gewesen sei, der Neues und Schönes geschaffen habe – ohne irgendetwas dafür «imitieren» zu müssen. Dieses Lob gilt einer besonderen, tatsächlich hervorzuhebenden Eigenschaft von Leclairs Musik, und zwar jene der «goûts réunis». Damit gemeint ist nichts weniger als die kunstvolle Zusammenführung der französischen und der italienischen Musik.
Was heute harmlos klingt, war in Frankreich ein regelrechtes Politikum. Besonders um 1700, also zu der Zeit, in der Leclair geboren wurde und in der immer mehr französische Komponisten italienische Elemente in ihre Musik aufnahmen, entstanden zum Teil erbitterte Debatten darüber, ob man die Vorzüge der französischen Musik vor italienischen Einflüssen zu schützen habe –oder ob man sie damit bereichern solle. Ein wesentlicher Grund für die Diskussionen war, dass die französische Musik mit dem Nationalstolz verbunden war, gerade weil Ludwig XIV. sie seit Mitte des 17. Jahrhunderts als fester Bestandteil seiner Machtpolitik verstand.

Natürlichkeit und Virtuosität
Dies hielt die Menschen – insbesondere in den späten, von grossen Schwierigkeiten geprägten Jahren des «Sonnenkönigs» und im Weiteren im von der (Früh-)Aufklärung geprägten 18. Jahrhundert – aber nicht davon ab, mit italienischer Musik angereicherte französische Musik zu hören. Und hier kommt nun Jean-Marie Leclair ins Spiel, der zwar nicht der erste war, der die beiden Stile miteinander verband, dem dies aber doch auf eine sehr geglückte Art und Weise gelang. Leclair verstand es, beliebte italienische Stilmerkmale wie den «gelehrten» Kontrapunkt oder die «packende» Virtuosität in eine Musik zu integrieren, die – typisch französisch – stets natürlich bleibt, nie überbordet und von der Schönheit und Anmut der Melodie und der Verzierung bestimmt ist.
Im Gegensatz zu Frankreich war die Violine in Italien schon länger bekannt und beliebt. Leclair, der ein ausgezeichneter Violinist war, verankerte das Streichinstrument nun auch in Frankreich – mit grossem Erfolg! Zudem hielt er sich selbst verschiedentlich in Italien auf und lernte dort direkt von den erfolgreichsten Musikern, die gewissermassen als Ausgangspunkt für Leclairs «goûts réunis» gelten können. Zwei davon stehen auf dem Programm. Zum einen handelt es sich um Arcangelo Corelli, dessen Concerti grossi und Violinsonaten damals in weiten Teilen Europas ungeheuer beliebt waren und den Komponisten zum «Klassiker» und grossen Vorbild machten –besonders auch für Leclair, der Unterricht bei Giovanni Battista Somis, einem Schüler Corellis, nahm. Zum anderen ist dies Pietro Antonio Locatelli, mit dem sich Leclair persönlich austauschte und ihn gar zur Veröffentlichung seines Opus 3 in Paris überzeugte. Aus dieser Sammlung von zwölf Violinkonzerten mit dem sprechenden Titel L’arte del violino steht das elfte Konzert auf dem Konzertprogramm mit dem ZKO.
Schliesslich erklingen auch zwei Tänze aus Leclairs einziger Oper Scylla et Glaucus . Sie stehen für Leclairs ausgezeichnete Kenntnisse des Tanzes, die er schon in jungen Jahren selbst als
Zürich Barock – Inmo Yang
Balletttänzer und -meister gesammelt hatte. Der italienische Einfluss weicht hier, in der Paradegattung Oper mit verschiedenen standardisierten Szenetypen, zugunsten der reineren französischen Musiksprache zurück.
Jean-Marie Leclair war eine zentrale Musikerpersönlichkeit im 18. Jahrhundert, die mit Übernamen wie «Corelly de la France» (schon zu Lebzeiten) oder «französischer Bach» geehrt wurde. Sein Ende fand Leclair allerdings auf der Strasse – ermordet von einem Täter, der nie ermittelt werden konnte.
Sa | 21. März 2026 | 15.00 Uhr
ZKO-Haus
Inmo Yang Violine Willi Zimmermann Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester
Arcangelo Corelli
Concerto grosso F-Dur, op. 6/2
Pietro Antonio Locatelli Concerto grosso c-Moll, op. 1/11
Pietro Antonio Locatelli Konzert für Violine und Streichorchester A-Dur, op. 3/11
Jean-Marie Leclair
Premier Air des Démons, aus: Scylla et Glaucus, op. 11
Jean-Marie Leclair
Deuxième Air des Démons, aus: Scylla et Glaucus, op. 11
Jean-Marie Leclair
Konzert für Violine und Streichorchester a-Moll, op. 7/5
Ticketpreis
CHF 75
In Kooperation mit dem Opernhaus Zürich
Unter der Leitung der polnischen Dirigentin Marzena Diakun und mit solistischen Einsätzen der belgischflämischen Klarinettistin Annelien Van Wauwe erklingt ein vielschichtiges, modernes Konzertprogramm mit Werken aus der «Boulangerie».
Text Mara-Sarina Eberhard

Bis auf Bach stammen alle Kompositionen in diesem Konzertprogramm aus der Feder von Studierenden Nadia Boulangers, einer äusserst einflussreichen Musikpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Scherzhaft auch «Boulangerie» genannt, war ihr Wohnzimmer für die Musikwelt regelrecht eine «Backstube», aus der einige der grössten Meister:innen der Moderne hervorgingen. Sie war nicht nur eine der bedeutendsten französischen Komponistinnen, sondern auch die erste Kompositionsprofessorin an der Pariser École Normale de Musique, dazu eine der ersten Frauen am Dirigierpult grosser Orchester und unbestritten die prägendste Pädagogin des letzten Jahrhunderts.
Zur Eröffnung des Abends erklingt Grażyna Bacewiczs neoklassizistisch angehauchtes Konzert für Streichorchester aus dem Jahr 1948. Auf diesen kraftvollen Auftakt folgt Krzysztof Pendereckis Ciaccona, 2005 zum Tod von Papst Johannes Paul II. komponiert. Danach schlägt das Programm eine historische Brücke zu Bachs berühmter Chaconne aus der zweiten Partita für Solovioline – hier in einer Fassung für Streichorchester.
Und dann: Vorhang auf für die Klarinette! In ihrem ersten solistischen Auftritt des Abends interpretiert Annelien Van Wauwe Leonard Bernsteins 1941 entstandene zweisätzige Klarinettensonate. Dieses kontrastreiche Frühwerk vereint vielfältige Einflüsse – von lyrischen Melodiebögen über rhythmisch-jazzige Passagen bis hin zu einem Intervallmotiv, das bereits auf die West Side Story vorausweist. Zwischen den beiden Klarinettenwerken steht Philip Glass’ zweites Streichquartett. Als Begleitmusik für eine Solo-Bühnenperformance von Samuel Becketts Kurzgeschichte Company 1983 in Auftrag gegeben, wurde es im selben Jahr noch für Streichorchester umgeschrieben. Lyrisch, fast romantisch, entfalten sich die repetitiven Muster, die Glass’ minimalistische Klangsprache prägen.
Den Abschluss bildet Aaron Coplands berühmtes Klarinettenkonzert. Für den Jazz-Klarinettisten Benny Goodman komponiert, gehört es seit der Uraufführung im Jahr 1950 zum Standardrepertoire des Instruments. Es fasziniert durch seine zwei kontrastreichen Sätze, die klassische Eleganz mit swingender Freiheit verschmelzen – verbunden durch eine virtuose Kadenz. Vom schwebenden
Annelien Van Wauwe & Marzena Diakun
Beginn bis zum schwungvoll-jazzigen Finale entfaltet Copland eine farbenreiche Hommage an die amerikanische Musiktradition.
Die musikalische Leitung des Abends liegt dabei in den besten Händen: Marzena Diakun vereint Energie, Präzision und ein feines Gespür für klangliche Nuancen. Die Solistin in diesem Programm, Annelien Van Wauwe, ist bekannt für ihr expressives, lyrisches und technisch brillantes Spiel.
So schliesst sich der Kreis: Die klangliche und stilistische Vielfalt, die einst in Madame Boulangers «Backstube» entstand, entfaltet sich nun – in den Händen zweier herausragender Musikerinnen –zu einer wahren «Boulangerie» des Klangs.
Di | 24. März 2026 | 19.30 Uhr
Tonhalle Zürich
Marzena Diakun Leitung
Annelien Van Wauwe Klarinette Zürcher Kammerorchester
Grażyna Bacewicz Konzert für Streichorchester
Krzysztof Penderecki Ciaccona in memoria Giovanni Paolo II für Streichorchester
Johann Sebastian Bach
V. Chaconne, aus: Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll, BWV 1004, bearbeitet für Streichorchester
Leonard Bernstein
Sonate für Klarinette und Klavier, bearbeitet für Klarinette, Streichorchester, Klavier und Perkussion von Sid Ramin
Philip Glass
Company für Streichorchester
Aaron Copland
Konzert für Klarinette, Streichorchester, Harfe und Klavier
Ticketpreise
CHF 115 / 105 / 90 / 65 / 40
Mitfinanziert von Ministry of Culture and National Heritage, Republic of Poland
Ob es sie wirklich gibt, diese steilen Bilderbuchkarrieren? Immer nur bergauf und ohne Umwege vom Wunderkind zum Weltstar? Vielleicht. Häufiger sind es jedoch Talente, die es trotz einiger Hürden und Hindernisse nach ganz oben schaffen. Und dann gibt es diejenigen, die gerade durch ihre Umwege zu dem werden, was sie ausmacht. So ist es bei den Protagonist:innen dieses Programms.
Text Marvin Josef Deitz
Es ist verblüffend, wie sehr sich zwei Lebenswege ähneln können: Grażyna Bacewicz und Miłosz Magin werden beide in Łódź geboren, beide am Ende eines Jahrzehnts: sie 1909, er 1929. Ähnlich ihr Todesjahr: Sie stirbt 1969, er 1999. Todesursache Herzinfarkt. Sowohl Bacewicz als auch Magin studieren Komposition bei Kazimierz Sikorski in Warschau. Von dort aus verschlägt es sie nach Paris. Magin bleibt für immer, Bacewicz nur einige Jahre. Beide sind mehrfach begabt, streben zunächst eine Solokarriere an: sie als Violinistin, er als Pianist. Doch ein schwerer Autounfall zwingt beide dazu, einen neuen Weg einzuschlagen. Fortan konzentrieren sie sich auf Komposition und Unterricht. Dabei entwickeln sie einen retrospektiven Stil, berufen sich auf klassische Formen und Strukturen, testen zwar die Grenzen der Tonalität aus, überschreiten sie aber nicht, und suchen doch stets nach neuen musikalischen Ausdrucksformen. Bacewiczs Stil wird häufig als neoklassizistisch beschrieben, der die Kompositionsprinzipien à la Mozart und Beethoven weiterdenkt. Magin beruft sich dagegen eher auf die polnische Musiktradition mit ihren Volksliedern und -tänzen. Chopin ist so etwas wie sein Bruder im Geiste.
Diese Rolle scheint Magin im Leben von Lucas Debargue einzunehmen. Über seine Klavierlehrerin – eine ehemalige Magin-Schülerin – kommt er mit dessen Werk in Kontakt. Ein persönliches Treffen kommt nicht mehr zustande: Kurz vor der ersten Unterrichtsstunde stirbt Magin. Trösten kann sich Debargue nur mit Magins Musik, die ihn seither nicht mehr loslässt: «Ich habe seine Musik seit 20 Jahren in den Ohren, und sie spielt in meinem Leben als Interpret und Komponist eine entscheidende Rolle.» Nach vier Jahren bricht er den Klavierunterricht ab, studiert Philosophie und Literatur, spielt E-Bass in einer Rockband. Den Begriff «Abweg» würde Debargue wohl ablehnen, weil diese Zeit ihn zu dem macht, was er heute ist: ein ganz besonderer Mensch und Musiker mit einer einzigartigen Herangehensweise. Bis heute zieht er seine Inspiration nicht allein aus dem Notentext, sondern auch aus Filmen, Büchern und Gemälden. Am Klavier sucht er nach der Poesie eines Stückes –nicht zwingend nach Perfektion. Der Weg zu dieser Erkenntnis führt über Magin: «Wenn ich Magin höre, höre ich kein Klavier, sondern Musik. Er war frei. Ihm verdanke ich, dass ich mich schon sehr früh bemüht habe, mein Instrument zum Singen zu bringen.»

So passt es zu Debargue, dass mit der Sinfonie Nr. 17 und dem Klavierkonzert Nr. 14 zwei ungewohnte Werke eines Komponisten auf dem Programm stehen, von dem man doch alles zu kennen meint: Wolfgang Amadeus Mozart. Das Klavierkonzert zeigt den Komponisten am Scheideweg: Er möchte das enge Korsett eines erzbischöflichen Kapellmeisters am Salzburger Hof abstreifen; streikt, quittiert den Dienst und wird mit dem legendären «Tritt in den Hintern» hinausgeworfen. Jetzt will er es allen zeigen, das hören wir dem Klavierkonzert an.
Aufbau und Instrumentation blicken zwar noch zurück, doch Anspruch und Ausdruck richten den Blick nach vorn: zahlreiche unterschiedliche Motive, dramatische Stimmungsschwankungen und pianistisch unangenehme Oktavpassagen. Plötzlich klingt nicht mehr alles leicht und gefällig: Mozart macht ernst!
Di | 21. April 2026 | 19.30 Uhr
Tonhalle Zürich
Lucas Debargue Klavier
Willi Zimmermann Violine und Leitung
Zürcher Kammerorchester
Grażyna Bacewicz
Sinfonietta für Streichorchester
Miłosz Magin
Konzert für Klavier, Streichorchester und Pauken Nr. 4 (Schweizerische Erstaufführung)
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 17 G-Dur, KV 129
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 14 Es-Dur, KV 449
Ticketpreise
CHF 115 / 105 / 90 / 65 / 40

Ein Quintett ist, wenn eine Person mehr da ist als im Quartett. Klingt logisch, aber welche musikalischen Konsequenzen folgen daraus? Das Streichquintett fügt ein weiteres Instrument, häufig eine zweite Bratsche oder ein zweites Cello, hinzu, um die Klangvielfalt und Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.
Text Sophia Gustorff
Warum eigentlich fünf? Diese Frage stellte sich schon Joseph Haydn. Er hatte die Form des klassischen Streichquartetts mitbegründet. Und vier Streicher:innen genügten ihm auch. Damit könne er alles ausdrücken, soll er gesagt haben. Unnötige Spielerei? Nicht mit Haydn. In diesem Fall zumindest.
Bei Mozart sah das schon anders aus. Auch er war, nach Haydns Vorbild, ein eifriger Quartettschreiber. Trotzdem sprang er auf den Quintett-Trend auf, der sich im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts verbreitet hatte. Entwickelt wurde das Quintett unter anderem durch den Italiener Luigi Boccherini. Er war als Kammerkomponist bei einem Sohn des spanischen Königs angestellt und damit Spezialist im Entwickeln von Kleinbesetzungen. Das Quartett stockte Boccherini im Bass auf, durch ein zweites Cello. Boccherini war Cellist und die Vermutung liegt nahe: Er wirkte selbst beim Quintett mit. Mozart hingegen ergänzte das Quartett um eine weitere Bratsche –fertig war das klassische Quintett, und Mozart um eine Gattung reicher.
Quintette zu schreiben, muss Mozart besonderen Spass gemacht haben. Immer wieder schob er zwischen seine Streichquartettkompositionen ein Werk der neuen Gattung. Sechs Quintette sind es geworden, Expert:innen würdigen sie heute gar als «seine grösste Leistung in der Kammermusik». Sein berühmtestes Quintett KV 516 in g-Moll entstand in seiner berüchtigten letzten Lebensphase, im unmittelbaren Umfeld zur Oper Don Giovanni und ein Jahr vor der berühmten g-Moll-Sinfonie Nr. 40. Nicht, dass ein gewisser Trübsinn hier automatisch dazugehörte. Das zeigen auch die beiden Schwestern der g-Moll-Werke, das Quartett KV 515 und die Jupiter-Sinfonie. Beide stehen in C-Dur und lassen den Kopf überhaupt nicht hängen. Mit zunehmender Reife jedoch wurde die Tragik im Werk intensiver, von tiefem Ernst gestützt. Dieser steckt dem g-MollQuintett in den Gliedern. Im Kopfsatz nimmt das schwerwiegende Grübeln seinen Anfang, später öffnet sich der Blick direkt ins Herz der Schmerzerfüllten. Umso bedeutungsvoller, tröstender wirken die Aufhellungen, auch ganz am Ende. Zur tieferen Wahrheit des Werks gehört, dass es vermutlich nicht rein aus künstlerischem Experimentierwillen entstanden ist, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen: Mit den beiden grossen Quintetten KV 406 und 516 versuchte Mozart in seinem Pleitejahr 1788 womöglich ein Finanzloch zu stopfen.
Was aber war nun mit dem Quintett hinzugewonnen?
Mit fünfen war mehr Variation möglich und mehr Grüppchenbildung unter den Spieler:innen. Ausserdem verschob sich der Gesamtklang hin zum Mittelfeld. Mit zwei Bratschen wurde er nicht nur satter, noch orchestraler, sondern auch wärmer, geerdeter, wunderbar rund. Bei einem privaten Quintettkonzert spielte Mozart selbst die erste Bratsche – im Wechsel mit Joseph Haydn, der immer versöhnlich war und selbstverständlich offen für Neues. Kammermusik@ZKO:
So | 26. April 2026 | 11.00 Uhr ZKO-Haus
Willi Zimmermann Violine Jana Karsko Violine Ryszard Groblewski Viola Manuel Nägeli Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Ludwig van Beethoven
IV. Presto, aus: Streichquintett C-Dur, op. 29
Antonín Dvořák
III. Larghetto, aus: Streichquartett Nr. 3 Es-Dur, op. 97
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquintett Nr. 4 g-Moll, KV 516
Ticketpreis CHF 50
«Ich glaube fest daran […], dass jede wahre Kunst sich durch die von uns aufgenommenen Impressionen aus der Aussenwelt – unter dem Eindruck der ‹Erlebnisse› – offenbart. […] Früher glaubte ich es nicht, bis ich selbst feststellte, dass es eigentlich die Werke eines Menschen sind, die die bedeutsamen Ereignisse und die sein Leben bestimmenden Passionen genauer vermitteln als die Biographien selbst.» (Béla Bartók)
Text Anna Maria Hausmann
Béla Bartók schrieb 1909, dass Kunst einen weitaus tieferen Einblick in die Leidenschaften und Erlebnisse der Menschen bieten könne, als jedwede biografische Schilderung. Sicher war er davon auch noch überzeugt, als er 30 Jahre später sein Divertimento für Streichorchester komponierte. Das Werk entstand kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und ein Jahr vor Bartóks Flucht nach Amerika. Doch im August 1939 waren Bartóks «Impressionen aus der Aussenwelt» noch geprägt von der idyllischen Bergkulisse des schweizerischen Saanen. Dort weilte er im Auftrag seines Freundes Paul Sacher, der ein Stück für das Basler Kammerorchester wünschte.
Ebenfalls mit einem Auftragswerk bedacht wurde der Schweizer Komponist David Philip Hefti (*1975). Auch für ihn ist «das Leben in all seinen Facetten die wichtigste Inspirationsquelle». Natur, Literatur, Museen und fremde Kompositionen ebenso wie die Begegnungen mit Menschen spiegeln sich in seinen atmosphärischen Werken wider. So kann sogar eine langjährige Freundschaft zweier Künstler zu
einem musikalischen Erlebnis werden! Eine solche Freundschaft besteht zwischen dem Konzertmeister Willi Zimmermann und David Philip Hefti; die beiden verbindet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Ihre Begegnungen integriert Hefti nun in das Auftragswerk des ZKO, das sowohl als Würdigung als auch als grosses Dankeschön an Willi Zimmermann zu verstehen ist. Nach 18 gemeinsamen Jahren mit dem ZKO übernimmt Zimmermann bei diesem Konzert zum letzten Mal die musikalische Leitung, bevor er sich dann beim Saison-Abschlusskonzert am 23. Juni gänzlich von unserem Publikum verabschieden wird. Für Willi Zimmermann ist Musik ein Lebenselixier – ebenso wie für David Philip Hefti, der in ihr eine der stärksten positiven Kräfte der Menschheit sieht, welche Grenzen überwindet, Hoffnung weckt und unmittelbar berührt. Das verbindet ihn nicht nur mit Béla Bartók, der die direkte Vermittlung von Passionen durch Musik hervorhebt, sondern auch mit noch viel weiter zurückreichenden Generationen an Komponierenden, wie zum Beispiel mit Ludwig van Beethoven.
Um 1800 begann Beethovens Ertaubung. Er begab sich zu mehreren Ärzten, fühlte sich aber immer mehr «in der Hofnung, gebessert zu werden, betrogen», wie er 1802 im Heiligenstädter Testament schreibt. Konnte ihm die Medizin in seinem «heillosen Zustand» keinen Trost spenden, so vermochte dies wohl die Musik umso mehr –er war gerade in seiner produktivsten Schaffensphase und führte im Rahmen seiner Akademie am 5. April 1803 neben dem dritten Klavierkonzert auch die zweite Sinfonie und das Oratorium

Christus am Ölberge erstmals öffentlich auf.
Dies war auch der Grund für Beethovens Zeitmangel bei der Niederschrift des Klavierkonzerts, von dem zwar die Orchesterstimmen rechtzeitig fertig wurden, der Solopart aber laut Ignaz von Seyfried eher an «unverständliche ägyptische Hieroglyphen» erinnerte. Für Beethoven, der an diesem Konzert selbst als Solist auftrat, war dies jedoch kein Problem. Mit Bravour interpretierte er sein revolutionäres Werk, das erstmals ein konzertierendes Klavier mit sinfonischem Gestus verband und somit den Weg für die weitere Entwicklung der Gattung bereitete.
Alle drei Werke – Bartóks Divertimento, Heftis Neukomposition und Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll – offenbaren einen Blick in lebensbestimmende Passionen, bedeutsame Freundschaften und Hoffnungen: unmittelbarer und berührender als Worte es je vermögen würden.
Di | 5. Mai 2026 | 19.30 Uhr
Tonhalle Zürich
Jan Lisiecki Klavier
Willi Zimmermann Violine und Leitung
Zürcher Kammerorchester
Béla Bartók
Divertimento für Streichorchester, Sz. 113
David Philip Hefti
Neues Werk für Kammerorchester (Uraufführung)
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll, op. 37
Ticketpreise
CHF 115 / 105 / 90 / 65 / 40
Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia und UBS Kulturstiftung
Der Schweizer Komponist David Philip Hefti im Interview mit Anna Maria Hausmann.

Wie sind Sie zur Komposition gekommen? Wann wussten Sie, dass Sie Komponist werden wollen?
Einen klaren Startpunkt gab es nicht – vielmehr wuchs alles organisch zusammen. Nach ersten Versuchen auf der Blockflöte wurde die Klarinette mein eigentliches Instrument. Schon in der Primarschule verspürte ich den Drang, nicht nur die Musik anderer zu spielen, sondern eigene Klänge zu erfinden. Im Gymnasium erweiterte ich meinen Blick auf Kammermusik-Ensembles und schliesslich auch auf das Orchester. Besonders eindrücklich war für mich die Erfahrung, dass Mitschülerinnen und Mitschüler meine Stücke aufführten – dieses unmittelbare Erleben meiner Musik im Konzert hat mich so tief berührt, dass seitdem kein Tag vergeht, an dem ich nicht komponiere.
Sie hatten u. a. Unterricht bei Wolfgang Rihm: Wie lernt man eigentlich etwas so Individuelles und Persönliches wie das Komponieren?
Die handwerkliche Seite des Komponierens – also wie man eine Idee so notiert, dass Interpretinnen und Interpreten sie klar erfassen können – lässt sich erlernen. Doch Komponieren ist weit mehr als Technik. Als ich zu Wolfgang Rihm kam, hatte ich bereits eine lange Ausbildung hinter mir; er war mein letzter Lehrer und öffnete mir noch einmal ganz neue Horizonte. Sein Unterricht war weniger praktisch-technisch, sondern stark philosophisch geprägt: Wir führten lange Gespräche über Musik, Kunst, Literatur und das Leben an sich. Er war ein wandelndes Lexikon, das mit Leichtigkeit unerwartete Querverbindungen zwischen Kunst, Gesellschaft und Geschichte herstellte.
Besonders wertvoll war, dass er sofort erkannte, was meinen eigenen Stil damals ausmachte, und mich ermutigte, meinen Weg weiterzugehen und zugleich stets offen zu bleiben für Neues. Diese Haltung prägt mich bis heute. Und auch heute lerne ich ununterbrochen – vor allem von den Musikerinnen und Musikern, die meine Stücke interpretieren. Sie inspirieren mich, lassen meine Musik in einem neuen Licht erscheinen und treiben mich weiter an.
Was inspiriert Sie? Was gibt Ihnen den Anstoss, ein neues Werk zu komponieren?
Für mich ist das Leben in all seinen Facetten die wichtigste Inspirationsquelle. Begegnungen mit Menschen spielen dabei oft die grösste Rolle, doch auch Natur, Literatur, Museen oder fremde Musik regen meine Fantasie an. Häufig entstehen in meinen Werken atmosphärische Brücken zu solchen Eindrücken. In diesem Fall war es meine langjährige Freundschaft mit Willi Zimmermann, die den Impuls für mein neues Stück für das ZKO gegeben hat. Wir kennen uns seit vielen Jahren und haben in unterschiedlichsten Zusammenhängen zusammengearbeitet – sei es bei Uraufführungen meiner Kammermusik, bei Konzerten oder bei CD-Aufnahmen mit den Berliner Barock Solisten und dem ZKO. Seine ausserordentliche Musikalität, seine Virtuosität, aber auch sein detailreiches Wissen um Partituren und sein Sinn für dramaturgische Strukturen haben mich immer wieder beeindruckt und sind für mich eine anhaltende Quelle der Inspiration.
Wie komponieren Sie? Am Instrument, am Schreibtisch, eher langsam, schnell?
Ich bleibe trotz aller technischen Möglichkeiten unserer Zeit beim traditionellen Vorgehen: Ich schreibe mit Bleistift und Papier am Schreibtisch. Erst wenn ein Werk vollendet oder zumindest in Skizzen festgehalten ist, übertrage ich es in den Computer. Früher habe ich mir mit dem Komponieren viel Zeit gelassen, doch seit ich eine Familie habe und mir wie Thomas Mann feste «Bürozeiten» auferlege, bin ich erstaunlicherweise produktiver geworden. Dennoch halte ich die Geschwindigkeit für nebensächlich – entscheidend ist einzig, dass am Ende ein Werk entsteht, das künstlerisch trägt und Bestand hat.
Wie würden Sie selbst Ihre Musik beschreiben?
Meine Klangsprache ist in der europäischen Avantgarde verwurzelt. Sie baut auf der Tradition auf, nutzt zeitgenössische Spieltechniken und zielt zugleich darauf, Hörerinnen und Hörer sinnlich zu berühren. Ich wünsche mir, dass meine Musik sowohl auf der intellektuellen Ebene als auch im Innersten des Gefühls ankommt – dieser doppelte Anspruch begleitet mich bei jedem neuen Werk.
Haben Sie einen Lieblingskomponisten / eine Lieblingskomponistin?
Das wechselt glücklicherweise immer wieder, und gerade das empfinde ich als bereichernd. Jede Schaffensphase bringt ihre eigenen künstlerischen Begleiter. Im Moment sähe meine – bewusst unvollständige – «Perlenkette» etwa so aus: Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Gustav Mahler, Alban Berg und György Ligeti. Jeder von ihnen bedeutet mir etwas anderes: Ausdruckskraft, harmonische Sprache, dramaturgische Dichte oder pure Schönheit. Und schon morgen könnte die Liste wieder ganz anders aussehen.
Marisol – Gesprächskonzert zur Sonderausstellung
Im Gesprächskonzert zur Sonderausstellung zu der Bildhauerin Marisol treffen bildende Kunst, Folklore und moderne Streicherklänge aufeinander – und zeigen so, was Kunst bewirken kann.
Text Silvio Badolato
Was ist die Aufgabe von Kunst? Ist sie ein Spiegel der Gesellschaft, Kommentatorin einer kritisch zu hinterfragenden Lebensrealität? Oder ist sie ganz einfach Zeitvertreib und Abendunterhaltung?
Die Antwort auf diese Frage hängt sicherlich zu einem beachtlichen Teil vom Publikum ab. Doch ist es nicht zu verleugnen, dass Kunst, gerade die bildende Kunst, sich oft mit einem Anspruch auf gesellschaftliche Relevanz, zum Beispiel eben durch Gesellschaftskritik, legitimieren will.
Im Gegensatz zu Literatur und den bildenden Künsten kann Instrumentalmusik als abstrakte, auditive Kunstform die dafür notwendige Bedeutung, die intendierte Botschaft, nur viel indirekter mitteilen.
Doch bereits die Lebensumstände der Kunstschaffenden sagen viel über eine Gesellschaft aus. Besonders deutlich wird dies in der Realität von Schwarzen Frauen im Amerika des 20. Jahrhunderts. Die Komponistin Florence Price schrieb 1943 an den Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra
in einem (erfolglosen) Versuch, ihn davon zu überzeugen, ihre dritte Sinfonie aufzuführen:
«I have two handicaps – those of sex and race. I am a woman; and I have some Negro blood in my veins.» Und auch Musikverlage zögerten, die Musik einer Schwarzen Komponistin zu veröffentlichen. Dennoch erreichte sie mit ihrer Kunst Meilensteile in einer segregierten Gesellschaft: Ihre erste Sinfonie war das erste Werk einer afroamerikanischen Frau, das von einem der grossen US-Orchester aufgeführt wurde. Ihre Vertonung von My Soul’s Been Anchored in de Lord wurde im nationalen Rundfunk übertragen, als sie im Lincoln Memorial in Washington, D. C. vor einem Publikum von 75 000 Menschen durch Marian Anderson interpretiert wurde; zuvor war Anderson aufgrund ihrer Hautfarbe der Zugang zur Bühne der Constitution Hall in Philadelphia, die nur Weissen vorbehalten war, verwehrt worden. In zahlreichen Werken kombinierte Price afroamerikanische und volkstümliche Stilelemente mit postromantischer und später auch moderner Schreibweise. In ihrer dritten Sinfonie, und zu einem gewissen Grad auch im zweiten Streichquartett, liess sie die beiden Idiome geradezu aufeinanderprallen, sicherlich im Bewusstsein der sozialen Implikationen eines solchen interkulturellen Aufeinandertreffens.
Was hat es nun mit der schrägen Krawatte von Charles de Gaulle aus dem Titel auf sich? Diese ist Teil einer lebensgrossen Holzskulptur der USamerikanischen Künstlerin Maria Sol Escobar, bekannt als Marisol (1930–2016). Die Bildhauerin venezolanischer Herkunft avancierte in den 1960erJahren zu einer der gefeiertsten Künstlerinnen –geriet dann aber fast vollständig in Vergessenheit. Ihre Werke lassen sich nicht einer einzigen Richtung zuordnen, Marisol verband Elemente des Pop Art

mit südamerikanischer Folkloristik, Dada und Surrealismus. Durch Manipulation der Charakterzüge de Gaulles, übergrosse Backen, auseinanderstehende Augen und verschmälerten Mund, schuf sie eine Karikatur und liess den Präsidenten in einer Position der Verletzlichkeit erscheinen. Marisol nutzte diese Methode der ironischen Nachahmung oft, um mit traditionellen Rollenverteilungen in einer patriarchalen Gesellschaft zu spielen. Sie entlarvte die Weiblichkeit als eine Konstruktion aus Mode, Haltung, Gestik und Rollen, als eine künstlich erzeugte Identität in einer patriarchalen Gesellschaft, so etwa in der Skulpturengruppe The Party Die 15 lebensgrossen Figuren tragen jeweils die neueste Mode. Auf den ersten Blick echt wirkend, entpuppen sich Kleider, Schuhe und Schmuckstücke als billige Imitationen und demaskieren die Idee einer authentischen Weiblichkeit als Fiktion.
Kunst muss nicht laut sein. Ob mit subtiler Ironie, wie bei Marisol, oder mit der Eigenständigkeit einer Florence Price, die trotz gesellschaftlicher Grenzen ihre künstlerische Unabhängigkeit wahrte – Kunst kann gesellschaftliche Missstände sichtbar machen und damit Impulse zur Veränderung geben.
Do | 14. Mai 2026 | 19.30 Uhr
Kunsthaus Zürich, Chipperfield
Willi Zimmermann Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester
Gabriela Lena Frank I. Toyos, III. Himno de Zampoñas und VI. Coqueteos, aus: Leyendas: An Andean Walkabout für Streichorchester
Florence Price Streichquartett Nr. 2 a-Moll
Jessie Montgomery Strum
Gabriela Lena Frank II. Seguidilla, aus: Quijotadas für Streichquartett
Jessie Montgomery Starburst für Streichorchester
Diana Arismendi Las aguas lustrales
Ticketpreis CHF 75*
*Im Ticket enthalten ist der Zutritt zur Sonderausstellung Marisol am Konzerttag (ab 10 Uhr bis Konzertbeginn)
In Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich
Feder und Bogen: Robert Walser
Robert Walser (1878–1956) war ein Schweizer Schriftsteller, der zu den eigenwilligsten und zugleich einflussreichsten Autoren der modernen Literatur zählt. Seine Werke – feinsinnig, poetisch, humorvoll und oft melancholisch –haben zahlreiche Schriftsteller inspiriert, darunter Franz Kafka, Hermann Hesse, Robert Musil und Kurt Tucholsky.
Text Petra Meyer
Geboren in Biel, wuchs Walser in einer kinderreichen Familie auf. Seine Jugend war geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit und frühen Verlusten. Der Vater, Adolf Walser, war Buchbinder, die Mutter, Elise Walser-Steiner, stammte aus einer Lehrerfamilie. Sie litt unter psychischen Problemen und starb früh. Erfahrungen, die zusammen mit dem frühen Tod des ältesten Bruders als Auslöser für Walsers spätere Empfindsamkeit gesehen werden und die in den leisen, melancholischen Tönen seiner Werke nachklingen.
Nach einer Banklehre und verschiedenen Gelegenheitsarbeiten in Basel, Stuttgart, Zürich und Winterthur übersiedelte Walser nach Berlin zu seinem Bruder Karl, der dort bereits erfolgreich als Maler und Bühnenbildner lebte. Walser erhoffte sich in der aufstrebenden Metropole den literarischen Durchbruch. Tatsächlich erlebte er in Berlin eine seiner produktivsten Zeiten. Es entstanden drei seiner vier Romane – Geschwister Tanner (1907), Der Gehülfe (1908) und Jakob von Gunten (1909) – sowie über hundert Prosastücke. Hermann Hesse und Robert

Musil schrieben begeisterte Kritiken und Franz Kafka amüsierte sich prächtig über Walsers Texte, in denen er das Leben in der «Weltstadt» feinsinnig und humorvoll, aber messerscharf porträtierte. Doch letztlich blieb ihm die Metropole und das gesellschaftliche Streben nach Erfolg und Anerkennung fremd. Im Gefühl gescheitert zu sein, kehrte er 1913 zurück in seine Heimatstadt Biel, wo er hoffte, Einfachheit, Stille und innere Harmonie zu finden. Im Hotel Blaues Kreuz mietete er sich eine Mansarde und schuf dort eine grosse Zahl von Kurzprosatexten.
Ein immer wiederkehrendes Motiv darin ist seine Liebe zur Musik, die in vielen seiner Zeilen durchschimmert, ebenso wie die Verehrung für die Kompositionen von Mozart oder Chopin. Schon in seiner ersten Buchpublikation Fritz Kochers Aufsätze (Insel Verlag, 1904) schreibt er:
«Musik ist mir das Süsseste auf der Welt. Ich liebe Töne unaussprechlich.»
Musik ist Walsers ständige Begleiterin. Bereits als Kind kommt er mit ihr in Berührung. Sein geliebter Bruder Ernst ist musikalisch hochbegabt, zerbricht allerdings an der Unmöglichkeit, Pianist zu werden. Dazu Walser: «Musik ist etwas überirdisch Schönes, aber wer sich der Musik hingibt, der mag zwar alle Paradiese des Empfindens und des Phantastischen gewinnen, aber der droht auch abzustürzen wie ein Ikarus.» Robert Walser begreift Musik als Himmelsmacht: überwältigend, seelenvoll, aber auch aufrührend und schmerzlich.
«Musik ist ein Weinen in Melodien, ein Erinnern in Tönen, ein Gemälde in Klängen.»
Es ist genau diese seelische Zartheit des Autors, seine Fähigkeit, Freude und Trauer gleichzeitig zu empfinden, welche auch in der Stimmung seiner Werke zu finden ist. So ist Musik bei Robert Walser weit mehr als ein Thema – sie ist Ausdruck seines ganzen Lebensgefühls. In ihr spiegelt sich seine Sehnsucht nach Sanftheit, seine Liebe zum Schönen und seine poetische Haltung zur Welt. «Musik», so schreibt er, «ist die gedankenloseste und deshalb süsseste Kunst. Rein verständige Menschen werden sie nie schätzen, aber sie wird gerade ihnen in Augenblicken, wo sie sie hören, am innigsten wohltun.»
Robert Walser war kein Musiker, aber ein musikalischer Schriftsteller: Rhythmus, Klang und Melodie prägen seine Sprache.
Walsers Schreiben selbst ist musikalisch. Seine Prosa hat Rhythmus und Melodie, sie lebt von Wiederholungen, Schleifen und leisen Variationen. In Der Spaziergang folgt der Rhythmus des Gehens einer Art Komposition – ein harmonisches Wechselspiel von Beobachtung, Erinnerung und Gedanken und in seinem Gedicht Chopin vermeint man beinahe perlende, zarte Töne auf dem Klavier zu hören.
Nach 1929 zog sich Walser zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurück und lebte über Jahrzehnte hinweg in psychiatrischen Kliniken, zuletzt in Herisau, wo er 1956 auf einem Spaziergang im Schnee starb. Doch gerade in seiner stillen Existenz bleibt das Musikalische lebendig: das aufmerksame Hinhören und das zarte, rhythmische Denken, das seine Texte wie eine Melodie durchzieht.
In Laute (1901) heisst es: «Ich bin nur noch Ohr, unsäglich ergriffenes Ohr.»
Do | 28. Mai 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Thomas Douglas Erzählung
Anina La Roche Konzept und Dramaturgie Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters
Werke von Frédéric Chopin und Weiteren
Ticketpreis CHF 50

In der fünften Ausgabe des ZKO-Festivals widmen wir uns den Wurzeln des ZKO und präsentieren gemeinsam mit Music Director Daniel Hope ein Programm mit Werken für die Ewigkeit. Vivaldis Vier Jahreszeiten sind ebenso dabei wie Elgars Serenade oder Virgil Thomsons Cantabile für Streichorchester. Aber das ZKO hat sich nicht nur der Bewahrung klassischer Musiktradition verschrieben, es waren und sind Pionier:innen, die mit ihrer Kreativität und Schaffenskraft neue Erfahrungswelten kreieren. Dazu gehören die Komponist:innen wie Florence Price, Duke Ellington und Adolphus Hailstork, die afroamerikanische musikalische Elemente in die westeuropäische klassische Tradition zu integrieren wussten.
Oder die Schwestern Nadia und Lili Boulanger, die in einer von Männern dominierten Musikwelt zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem ausserordentlichen Talent und Können brillierten und Geschichte schrieben.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Stargeiger Daniel Hope in seinem zehnten Jahr als Music Director des Zürcher Kammerorchesters live und hautnah zu erleben, und entdecken Sie dabei unser schmuckes Stammhaus im Zürcher Seefeld. Wir werden es während des viertägigen ZKO-Festivals nur ein einziges Mal verlassen – für ein Programm, das Klassik und Jazz zu einem funkensprühenden Klangerlebnis im Konzertlokal Moods verbindet.

Do | 4. Juni 2026 | 19.30 Uhr
ZKO-Haus
Ob Antonio Vivaldi zu seinen Lebzeiten je daran gedacht hat, dass seine Vier Jahreszeiten dereinst grenzenlose Berühmtheit erlangen, dass die Stücke in Telefonschleifen, Hotelliften und Autowerbungen zu hören sein oder gar zu den bekanntesten Werken des klassischen Genres überhaupt zählen werden? Er mag ein Visionär gewesen sein, doch die Annahme bleibt zu bezweifeln. Die Kollektion von vier Violinkonzerten zählt heute zum Kernrepertoire eines jeden Kammerorchesters. So auch des ZKO, welches Vivaldis Werk mit Elgars Serenade ein «Signature Piece» – ein Markenzeichen des eigenen Repertoires – und mit Virgil Thomsons kaum gehörtem Cantabile einen unaufgeregten Gegenpol voransetzt.
Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester
Edward Elgar Serenade für Streichorchester e-Moll, op. 20
Virgil Thomson Cantabile für Streichorchester
Antonio Vivaldi
Die vier Jahreszeiten, op. 8

Fr | 5. Juni 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Als «schwarzen Mozart» hat man Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges vereinzelt bezeichnet. Eigentlich sollte es umgekehrt sein: Mozart müsste man den «weissen Chevalier» nennen. Schliesslich feierte Bologne seine ersten Erfolge noch vor seinem Wiener Zeitgenossen. Er legte den Grundstein für die Erfolge weiterer Komponist:innen dunkler Hautfarbe – auch wenn diese vor allem in Amerika auf der Bildfläche erschienen. Dazu zählen Florence Price, die als erste afroamerikanische Komponistin Anerkennung fand, William Grant Still, dessen Oper Troubled Island die erste aus afroamerikanischer Feder war, die an grossen Opernhäusern inszeniert wurde, George Walker, der erste afroamerikanische Komponist, der den Pulitzer-Preis erhielt, oder Boulanger-Schüler Adolphus Hailstork, der dieses musikalische Erbe in der Gegenwart weiterführt.
Daniel Hope Music Director
Raphael Nussbaumer Violine Zürcher Kammerorchester
William Grant Still
Mother and Child für Streichorchester
George Walker
Lyric für Streichorchester
Joseph Bologne
Symphonie concertante G-Dur, op. 13/2
Florence Price
Adoration, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Paul Bateman
Duke Ellington
Come Sunday, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Paul Bateman
Adolphus Hailstork
Sonata da Chiesa für Streichorchester

Sa | 6. Juni 2026 | 11/14 Uhr ZKO-Haus
Über dem Dorf, da thront Rosanui, ein Gebirge, dessen Formen am Tag ganz leblos, starr und stumm wirken. Aber wenn es Nacht wird, dann reckt sich Rosanui, atmet und beobachtet, wie die Dunkelheit sich füllt mit ungeahnten Wundern. Eine zarte und spielerische Sinneserfahrung nach dem Buch von Emma Robert und Romain Lubière mit Musik von Johann Sebastian Bach und den subtilen Illuminationen von Marion Frini und ihrem Ensemble Conte en Ombres.
Conte en Ombres Konzept und Schattenspiel Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters ab 5 Jahren

Sa | 6. Juni 2026 | 19.30 Uhr Moods, Zürich
Erstmals verschlägt es das Zürcher Kammerorchester quer durch die Stadt ins Moods, wo normalerweise Jazz, World, Funk oder Soul zu hören sind. So auch an diesem Konzertabend, denn in George Gershwins Song-Suite wechseln sich seine für klassisches Orchester komponierten Melodien mit Solo-Einlagen eines Jazz-Trios ab. Johannes von Ballestrem, Joscho Stephan und Dimitri Monstein sind langjährige
Weggefährten des Orchesters – eingespielter Groove ist vorprogrammiert. Ein Schlagwort, das auch Leonard Bernstein umtrieb, der die amerikanische Musikwelt einige Jahre nach Gershwin aufgemischt hat. In seiner West Side Story kombiniert er Jazz-Einflüsse mit lateinamerikanischen Tanzrhythmen und schuf so einen Welthit.
Daniel Hope Music Director Johannes von Ballestrem Klavier
Joscho Stephan Gitarre
Dimitri Monstein Schlagzeug
Zürcher Kammerorchester
Leonard Bernstein
Suite aus West Side Story, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Paul Bateman
Kurt Weill
Song-Suite, bearbeitet von Paul Bateman
George Gershwin
Song-Suite, bearbeitet für Violine, Jazz-Trio und Streichorchester von Paul Bateman
So | 7. Juni 2026 | 11.00 Uhr
ZKO-Haus
Gabriel Fauré, der Erstgeborene, wurde 1896 Professor für Komposition am Pariser Konservatorium. Ein Jahr später trat der Zweitgeborene, Maurice Ravel, in seine Klasse ein und schrieb kurz nach der Jahrhundertwende sein einziges Streichquartett. Er selbst unterrichtete nie an einer öffentlichen Institution und hatte kaum Schüler:innen. Eine der wenigen Ausnahmen war Germaine Tailleferre, Letztgeborene und Mitglied des Komponist:innen-Kollektivs Groupe des Six, die 1917 mit nur 25 Jahren ihr ebenfalls einziges

Streichquartett komponierte. Fauré wiederum schrieb sein einziges Streichquartett erst im Alter von 79 Jahren; es war die letzte Komposition vor seinem Tod im November 1924.
Inès Morin Violine
Daria Zappa Matesic Violine
Ryszard Groblewski Viola
Guillermo Ortega Santos Violoncello
Gabriel Fauré
Streichquartett e-Moll, op. 121
Germaine Tailleferre
Streichquartett
Maurice Ravel
Streichquartett F-Dur, M. 35
So | 7. Juni 2026 | 14.30 Uhr ZKO-Haus
Berühmte Geschwisterpaare gibt es in der klassischen Musikwelt das eine oder andere: Fanny und Felix Mendelssohn, Wolfgang Amadeus und Anna Maria Mozart, Renaud und Gautier Capuçon oder Nadia und Lili Boulanger. Letzteres steht beim Abschluss des ZKO-Festivals im Fokus. Während Nadia als herausragende Pädagogin eine ganze Generation von Komponist:innen geprägt hat, ist es Lili durch ihren frühen Tod verweigert geblieben, einen ähnlich gewichtigen Fussabdruck zu hinterlassen. 1918 starb sie im Alter von nur 24 Jahren, nachdem sie bereits fünf Jahre zuvor den Prix de Rome, den damals wichtigsten Kompositionspreis, gewonnen hat.
Mit welchen Meisterleistungen sie die Musikwelt noch beschenkt hätte, bleibt eine ehrfürchtige Vorstellung.
Tanja Kuhn Sopran
Daniel Hope Violine und Moderation
Anna Tyka Nyffenegger Violoncello
Marie Sophie Hauzel Klavier
Lili Boulanger
Nocturne für Violine und Klavier
Nadia Boulanger
Prière
Lili Boulanger
D’un soir triste für Klaviertrio
Nadia Boulanger
Versailles
Nadia Boulanger Élégie
Nadia Boulanger
La mer est plus belle
Nadia Boulanger
Drei Stücke für Violoncello und Klavier
Lili Boulanger
Cortège für Violine und Klavier
Lili Boulanger
D’un matin de printemps für Klaviertrio
Nadia Boulanger
Cantique
Jedes Konzert im ZKO-Festival: CHF 75 Kinderkonzert: Kinder CHF 17 | Erwachsene CHF 42

2016 gewann sie mit dem Debütalbum «Mozart Arias» den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Jetzt tritt die Weltklassesopranistin Regula Mühlemann zum ersten Mal mit dem ZKO auf.
Text Corinne Holtz
Mit Barbarina, der Gärtnerstochter, fing es an. Sie ist jung und melancholisch. Sie glaubt an das Gute und die Liebe. Und sie versinkt in f-Moll, als sie in Mozarts Le Nozze di Figaro die Nadel verliert. Diese hätte sie im Auftrag des Grafen Susanna zurückgeben sollen. Nun steht Barbarina mit einem Picknick-Korb im Arm auf der Bühne und beklagt mit einer anrührenden Arie ihr Unglück: L’ho perduta gleicht einem traurigen Wiegenlied, begleitet nur von Streichinstrumenten.
«Das war ein Schlüsselmoment», sagt Regula Mühlemann. Sie war damals ein Teenager und sang in der Luzerner Mädchenkantorei. Dann sass sie zum ersten Mal in einem Opernhaus. «Das hat mich so berührt, dass ich das unbedingt auch wollte. Auf die Bühne und singen.»
Der Weg dahin ist ein Umweg. Anders als die meisten ihrer Schulkamerad:innen im Gymnasium stammt Mühlemann nämlich nicht aus einem gutbürgerlichen Haus. Ihre Mutter ist Damenschneiderin, der Vater Cheminéebauer.
Zuhause wird Musik gehört, auch Ländler und Schlager, sowie Popsongs, komponiert und gesungen von Regula. Dass sie dereinst klassischen Gesang studieren wird, steht auch nach der Matura noch nicht fest.
Regula Mühlemann lässt sich und ihrer Stimme Zeit. Anfangs singt sie kleine Rollen wie Despina in Mozarts Così fan tutte und Giannetta in Donizettis L’elisir d’amore. 2011 ist ein Wendepunkt. Sie verkörpert mit 26 Jahren Ännchen in einer FreischützVerfilmung, an der Seite von Stars wie Michael Volle und Juliane Banse. Seither wird die Sopranistin international wahrgenommen.
Wie viel Druck lastet auf einer Sängerin, die als stimmliche und technische Hochbegabung gefeiert wird? «Bisher hatte ich für jede Entwicklungsstufe genügend Zeit», entgegnet Regula Mühlemann. Sie ist anfangs für ihren leichtfüssigen Glanz bekannt, mit dem sie Rollen wie diejenige der Barbarina ausfüllte. Dann gewinnt ihre Stimme an Durchsetzungskraft. Sie weiss mühelos von der dramatischen Mittellage in silberne Spitzentöne zu wechseln. Exemplarisch liess sich das in ihrem Rollendebüt als Juliette in Gounods Roméo et Juliette nachvollziehen, einem Heimspiel am Luzerner Theater im Jahr 2018. Hier war eine Schweizer Sängerin dabei, auch szenisch in der ersten Liga mitzuspielen.
Ein Alleinstellungsmerkmal sind ihre leisen Töne, reich an Farben. Was sie im Lied sowie bei Händel und Mozart gelernt hat, könnte ihr in der französischen Musik zugute kommen. Dort, im Repertoire von Rameau bis Debussy, ist Regula Mühlemann bisher nicht anzutreffen. Ihr Gespür für dieses Repertoire hat sie jedoch 2020 mit der Arie Ah! Douce Enfant aus Massenets Märchenoper Cendrillon bewiesen. Und jetzt also, zum Saisonabschluss 2026, singt sie Musik der Schwestern Nadia und Lili Boulanger, in der Bearbeitung für Sopran und Streichorchester.
Beide verwenden Textfragmente aus dem Requiem, der Totenmesse. Lili diktiert ihre letzte Komposition Pié Jesu (Gütiger Jesus, gib ihnen Ruhe) im Frühjahr 1918 vom Krankenbett aus, Nadia notiert. Sie wiederum kommt nach dem Tod Lilis auf ihre eigene Musik Cantique zurück und komponiert ein Lux aeterna (Das ewige Licht leuchte ihnen).
Saisonabschluss mit Regula Mühlemann & Daniel Hope
Die beiden Stücke sollten jeweils in der Gedenkmesse für Lili Boulanger in der Kirche La Trinité in Paris erklingen. Dort, in der Kirche mit der romantischen Orgel von Aristide Cavaillé-Coll, nahm die Musikwelt von bedeutenden Persönlichkeiten Abschied: so von Hector Berlioz (1869), Lili Boulanger (1918), Nadia Boulanger (1979) und Olivier Messiaen (1992).
Di | 23. Juni 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
Daniel Hope Music Director Regula Mühlemann Sopran Zürcher Kammerorchester
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 36 C-Dur, Linzer, KV 425
Wolfgang Amadeus Mozart
Arie «S’altro che lacrime», aus: La clemenza di Tito, KV 621
Wolfgang Amadeus Mozart Voi avete un cor fedele, KV 217
Wolfgang Amadeus Mozart
Arie «L’amerò, sarò costante», aus: Il re pastore, KV 208
Lili Boulanger
Pie Jesu, bearbeitet für Sopran und Streichorchester
Lili Boulanger
Nocturne, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Matthias Spindler
Nadia Boulanger
Lux Aeterna, bearbeitet für Sopran und Streichorchester
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 44 e-Moll, Trauersinfonie, Hob. I:44
Ticketpreise
CHF 115 / 105 / 90 / 65 / 40
Familienkonzerte


Kinderkonzert
Vo de Quälle bis zum Meer
So | 8. März 2026 | 11.00 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen
Andrew Bond Konzept, Gesang und Erzählung Zürcher Kammerorchester
Andrew Bond folgt einem Regentropfen auf dem weiten Weg von der Wolke zur Quelle, vom Bach zum Teich, vom See zum Fluss und zu guter Letzt hinein ins grosse, weite Meer. Unterwegs trifft so ein Regentropfen allerhand: Insekten, Tiere – und vielleicht sogar Piraten!
ab 5 Jahren / Kinder CHF 25 | Erwachsene CHF 48 / 38
Purzelkonzert
So | 15. März 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
Evamaria Felder Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
Die Maus Lou lebt im Traumgarten von Claude Monet und wünscht sich sehnlichst einen Freund zum Spielen. Eines Tages findet sie auf einem ihrer Spaziergänge eine Feder. Wem die wohl gehören mag?
ab 3 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

ABC-Konzert
So | 12. April 2026 | 11/14/16 Uhr
ZKO-Haus
Jolanda Steiner Konzept und Erzählung
Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
«Sieben auf einen Streich» hat der kleine, schmächtige Schneider auf seinen Gürtel gestickt, um aller Welt zu zeigen, dass er ein Held ist. Davon erfährt sogar der König und verspricht: «Wenn der Schneider das Land von den wütenden Riesen befreit, bekommt er die Prinzessin zur Frau und das halbe Königreich dazu.» Doch als die Riesen besiegt sind, stellt ihm der König immer neue Aufgaben. Das tapfere Schneiderlein besteht jedoch dank seiner Klugheit und seinem Mut alle diese Proben.
ab 5 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

Nuggikonzert
So | 26. April 2026 | 14.00 Uhr
ZKO-Haus
Willi Zimmermann Violine
Jana Karsko Violine
Ryszard Groblewski Viola
Manuel Nägeli Viola
Anna Tyka Nyffenegger Violoncello
Werke von Ludwig van Beethoven, Antonín Dvořák und Wolfgang Amadeus Mozart
0–1 Jahr / Babys gratis* | Erwachsene CHF 35
*
Krabbelkonzert
So | 10. Mai 2026 | 11/14/16 Uhr
ZKO-Haus
Renata Blum Konzept und Erzählung
Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
«Hopp und los, die Welt ist schön, die Welt ist gross!» Eine Reise auf dem Hexenbesen ist lustig, vor allem, wenn noch Platz ist für Hund und Katz und Frosch und Vogel. Doch auch für eine Hexe ist das Leben voller Gefahren. Besonders, wenn sie einem gefrässigen Drachen vor die Füsse fällt. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einem aus der Patsche helfen.
ab 1 Jahr / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35
Kinderkonzert
So | 17. Mai 2026 | 11.00 Uhr
Schauspielhaus Zürich, Pfauen
Silberbüx Konzept, Musik und Erzählung
Zürcher Kammerorchester
Dachs Schorsch hat schlechte Laune. Kein Wunder, denn da liegt ein Ei mitten in seinem Garten, und das kurz vor dem Winterschlaf! Das zerbrechliche Ding muss schleunigst zurück in sein Nest, sonst erfriert es im Schnee. Dank der Hilfe vieler gelingt das kleine Wunder, und der ganze Wald feiert ein grosses Nest-Fest.
ab 5 Jahren / Kinder CHF 25 | Erwachsene CHF 48 / 38

Kinderkonzert Rosanui
Sa | 6. Juni 2026 | 11/14 Uhr
ZKO-Haus
Conte en Ombres Konzept und Schattenspiel Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
Über dem Dorf, da thront Rosanui, ein Gebirge, dessen Formen am Tag ganz leblos, starr und stumm wirken. Aber wenn es Nacht wird, dann reckt sich Rosanui, atmet und beobachtet, wie die Dunkelheit sich füllt mit ungeahnten Wundern.
ab 5 Jahren / Kinder CHF 17 | Erwachsene CHF 42

Purzelkonzert
So | 14. Juni 2026 | 11/14/16 Uhr
ZKO-Haus
Evamaria Felder Konzept und Erzählung
Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
In den Ferien besucht Maus Lou ihre Freundin Georgia, die in der Wüste wohnt. Dort gibt es einen besonderen Garten mit riesengrossen Blumen. Schon immer wollte Lou im Blütenduft schwelgen und sich auf den riesigen Blütenblättern vom Wind tragen lassen. Doch aufgepasst, nicht alles ist schön und harmlos. Im Blumenreich von Georgia O’Keeffe gibt es viel zu entdecken.
ab 3 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35
Purzelkonzert
So | 28. Juni 2026 | 11/14/16 Uhr
ZKO-Haus
Jolanda Steiner Konzept und Erzählung
Musikerinnen und Musiker des Zürcher Kammerorchesters
Zilly liebt Schwarz. Ihr ganzes Haus hat sie in Schwarz eingerichtet, und auch ihr Kater Zingaro ist schwarz. Und wenn Zingaros Augen geschlossen sind, kann man schon mal schnell über ihn stolpern oder sich auf ihn setzen. Aber auch als Zilly ihn grasgrün zaubert, gibt es Probleme …

Unsere Erde birgt die schönsten Orte – doch perfekt ist sie sicherlich nicht. Wie würde wohl ein Planet aussehen, auf dem der Spass regiert? Wie wäre es wohl auf einem Nachtplaneten, auf dem ständig geschlafen wird? Oder noch besser: Wie könnte ein Leben auf einem Planeten aussehen, auf dem Kinder nicht zur Schule gehen müssten?
Die jungen ZKO-Klassen der Schulen Hürstholz und Chriesiweg reisen gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester ins Weltall. Die Schülerinnen und Schüler hinterfragen unseren Planeten und erkunden, wie andere Welten aussehen könnten. Mit Unterstützung der Musikvermittlerin Evamaria Felder, des Theaterpädagogen Laurin Moor und des Komponisten Stefan Koch verwandeln sie die Bühne im ZKO-Haus in eine neue Galaxie.
Für die 5. Klasse der Schule Hürstholz ist die Mitgestaltung an diesem Musiktheater der Höhepunkt ihrer Zeit als Junges ZKO, die mit den beiden Abschlusskonzerten zu Ende geht. Sie sind nun bereit zum Abheben, neue Welten zu entdecken, und wer weiss, vielleicht kehrt nicht jeder und jede von ihnen zurück auf die Erde.
Mi, 17. Juni 2026, 19.30 Uhr Do, 18. Juni 2026, 19.30 Uhr
ZKO-Haus
Junges ZKO
– 5. Klasse, Schule Hürstholz
– 4. Klasse, Schulhaus Chriesiweg Zürcher Kammerorchester
Ticketpreise Kinder (bis 16 Jahre) CHF 10 | Erwachsene CHF 20
Mit freundlicher Unterstützung durch



Konzertmeister Willi Zimmermann verabschiedet sich nach 18 Jahren als Konzertmeister des Zürcher Kammerorchesters in den Teilruhestand.
Seit 18 Jahren prägt Willi Zimmermann mit seinem tiefen Musikverständnis, seinen ausgeprägten Führungsqualitäten und seiner technischen Exzellenz das ZKO. Als Konzertmeister hat er das Orchester in unzähligen Konzerten, Tourneen, und Kammermusikprogrammen gestützt, gefordert und geleitet. Er hat mit den unterschiedlichsten Dirigent:innen zusammengearbeitet und war selbst jederzeit in der Lage, die Leitung des Orchesters zu übernehmen. Beim Saisonabschlusskonzert am 23. Juni verabschiedet sich unser beliebter Erster Geiger von seinem Publikum in der Zürcher Tonhalle.
Interview
Petra Meyer
Seit 2008 bist du als Konzertmeister im ZKO angestellt. Aber auch schon davor warst du gelegentlich im Einsatz. Kannst du dich noch an deine erste Begegnung mit dem ZKO erinnern?
Das muss im Jahr 2002 gewesen sein. Ich war zu der damaligen Zeit als Konzertmeister beim Musikkollegium Winterthur mit einer halben Stelle beschäftigt und konnte kurzfristig wegen eines Besetzungsausfalles beim ZKO einspringen. Irgendwie muss ich damals wohl alles richtig gemacht haben, denn kurz darauf wurde mir die Stelle als fester Konzertmeister angeboten. Das Orchester hatte sich hinter meinem Rücken einstimmig für mich ausgesprochen. Ein grosser Vertrauensbeweis über den ich mich sehr gefreut habe. Aber ich hatte bereits eine Anstellung und dazu kam dann noch das Spiel im Amati Quartett mit 50 bis 70 Konzerten im Jahr. Da war kein Freiraum mehr. Aber für einzelne Konzertprojekte habe ich mich danach immer wieder gerne zur Verfügung gestellt.
Du hast das Orchester also schon recht gut gekannt, als du dann doch im Jahr 2008 die Stelle als Konzertmeister übernommen hast?
Die Zusammenarbeit mit dem ZKO hat mir in den Jahren davor tatsächlich immer viel Freude bereitet. Was mich überzeugt hat, war das grosse Interesse aller Beteiligten an der Sache. Diese akribische Suche nach dem eigentlichen Klang, der Seele die in jedem Werk zu finden ist, das habe ich in dieser intensiven Form in anderen Orchestern so nicht erlebt.
Vom Vierergespann zum Kapitän der
Ein Konzertmeister zeichnet sich nicht nur durch seine musikalischen Fähigkeiten aus, er benötigt eine grosse Portion Führungsqualität und soziale Kompetenz. Wie hast du es geschafft, in diese anspruchsvolle Rolle hineinzuwachsen?
Das weiss ich doch nicht (lacht). Es gibt da tatsächlich eine kleine Geschichte. Ich war noch sehr jung, gerade 16 oder 17 Jahre alt, als ich mein Instrument studiert habe. Damals haben wir Student:innen drei- oder viermal im Jahr kleine Konzerte gegeben. Ich bin bei diesen Gelegenheiten immer wieder als Konzertmeister angefragt worden. Warum? Das habe ich nicht wirklich nachvollziehen können. Aber ich hatte Freude daran. Einer der Dirigenten damals war Armin Jordan. Er galt als einer der bedeutendsten Schweizer Dirigenten. Er sagte zu mir: «Es gibt Leute, die sind einfach zum Konzertmeister geboren, das kann man nicht lernen.» Ich habe darauf nur gelacht. Zu dieser Zeit lag der Gedanke an eine Karriere in einem Orchester für mich noch in weiter Ferne.

Wie sah deine berufliche Wunschvorstellung damals aus?
Ich wollte unabhängig und frei sein. Als Berufsmusiker in einem Orchester unterzukommen, hat mich nicht interessiert. Aber das war natürlich mit Konsequenzen verbunden. Bei jedem Engagement, bei jedem Projekt musste ich mich neu beweisen, ich wollte ja schliesslich wieder eingeladen werden. Das war anspruchsvoll. Ich musste immer in Höchstform sein.
In welcher Form hat dich deine Zeit beim mehrfach ausgezeichneten Amati Quartett auf die Rolle als Konzertmeister vorbereitet?
Das war auf jeden Fall ein gutes Fundament, was Führung und Literatur anbelangt. Im Scherz sage ich gerne: Ein Kammerorchester ist wie ein Quartett mit 20 Musikern. Man kann musikalisch zwar nicht so ins Detail gehen, aber dafür ist der Klang ganz wunderbar.
Was hast du in deiner Zeit beim ZKO als besonders erfüllend erlebt?
Ich habe immer versucht, möglichst alle Steine aus dem Weg zu räumen, damit sich das Orchester voll und ganz auf das konzentrieren kann, was wirklich wichtig ist: die Musik! Wenn alles stimmt, die Vorbereitung und das Ergebnis, dann ist das herrlich. Die grösste Befriedigung erleben wir Musiker:innen im Konzert gemeinsam mit dem Publikum.
Gibt es ein bestimmtes Ereignis als Konzertmeister beim ZKO, an das du dich zeitlebens gerne erinnern wirst?
Es gibt für mich nicht das eine besondere Ereignis. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich es immer als besonders erfüllend empfunden habe, mit Solistinnen und Solisten auf einem musikalisch freundschaftlichen Niveau zusammenzuarbeiten. Respekt gehört für mich dazu und sehr viel Einfühlungsvermögen. Unsere Gastsolist:innen kommen zwei bis drei Tage vor dem Konzert für eine kurze, aber intensive Probenphase nach Zürich. Diese kurze Zeit kann dann enorm fruchtbar sein, wenn es gelingt, eine musikalische Beziehung miteinander einzugehen. Diese Art der Verbindung ist nicht vorhersehbar, aber wenn die Chemie

zwischen Solist:in und Orchester stimmt, dann ist das Ergebnis einfach grandios. Das sind meine Highlights. Ein grosses Glück!
Wird man dich in Zukunft noch als Musiker hören können oder hast du den Nagel für dein Instrument bereits eingeschlagen?
Ganz bestimmt nicht. Ich bin seit 2016 Teil der Berliner Barock Solisten, ein Ableger der Berliner Philharmoniker. Das Ensemble ist weltweit unterwegs und dort würde ich gerne noch einige Zeit mitspielen dürfen.
Wie sind deine Pläne für die kommenden Jahre? Hast du bereits über dein künftiges Leben als Rentner nachgedacht?
Nicht wirklich - denn es wird kein typisches Rentnerleben sein. Ich habe drei Kinder, der Jüngste ist gerade vier Jahre alt. Meine Freizeit wird also noch viele Jahre von Sommer-, Herbst- und Skiferien bestimmt sein. Das Wichtigste ist auf jeden Fall, gesund zu bleiben.

Daniel Hope – Mozart:Passion
Di | 3. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Konzerthaus Berlin
Mi | 4. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Köln Philharmonie
Fr | 6. Februar 2026 | 19.30 Uhr
Grosser Sendesaal im NDR Landesfunkhaus Hannover
Sa | 7. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Alte Oper Frankfurt, Frankfurt am Main
So | 8. Februar 2026 | 17 Uhr
Grosser Sendesaal im NDR Landesfunkhaus Hannover
Mo | 9. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg
Di | 10. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg
Sa | 14. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Kultur- und Kongresszentrum
Liederhalle, Stuttgart
So | 15. Februar 2026 | 15.30 Uhr
Prinzregententheater, München
Daniel Hope, Johannes von Ballestrem & Joscho Stephan,
Dimitri Monstein – America
Do | 12. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Konzerthaus Freiburg
Fr | 13. Februar 2026 | 20.00 Uhr
Congress Center Rosengarten, Mannheim
Barockfestival Oper Zürich
Inmo Yang
Sa | 21. März 2026 | 15.00 Uhr
ZKO-Haus


Annelien Van Wauwe & Marzena Diakun
So | 29. März 2026 | 11.00 Uhr Brucknerhaus Linz
Lucas Debargue
Sa | 18. April 2026 | 19.30 Uhr
Frauenkirche Dresden
Klassik Forum Chur
Jan Lisiecki
Mi | 6. Mai 2026 | 19.30 Uhr
Theater Chur
Daniel Hope – Dance
Mi | 20. Mai 2026 | 19.30 Uhr
Stadttheater Olten
Willi Zimmermann
Fr | 26. Juni 2026 | 18.30 Uhr
Kirche St. Martin, Zillis
Galakonzert Internationales Opernstudio
Mo | 6. Juli 2026 | 19.00 Uhr Opernhaus Zürich
Mehta – Hope - Zukerman
Sa | 11. Juli 2026 | 19.00 Uhr
Frauenkirche Dresden
So | 12. Juli 2026 | 18.00 Uhr Festspielhaus Baden-Baden
Do | 16. Juli 2026 | 19.30 Uhr
Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen
Fr | 17. Juli 2026 | 19.30 Uhr
Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen
Regula Mühlemann
Sa | 18. Juli 2026 | 19.30 Uhr
Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen
Wir reisen!
Das haben wir uns nicht vorstellen können: Die Plätze für unsere ZKO-Reisen, die wir seit drei Jahren für unsere Mitglieder organisieren, sind innerhalb von 24 Stunden ausgebucht. Dabei folgen wir, wie bei Orchesterreisen üblich, den Spielorten unseres Orchesters, profitieren von viel Kultur, machen Wanderungen und Sightseeing, lernen neue Freundinnen und Freunde kennen. Wir speisen fein und lassen es uns gut gehen.
So auch letzten Sommer. Bisher fuhr ich immer geradewegs nach Travemünde und mit dem Boot weiter in den hohen Norden. Aber jetzt endlich: Zeit, um Lübeck zu entdecken, mit und ohne Führung. Lübeck hat eine tolle Altstadt, und nicht nur das Buddenbrookhaus! Wunderbare alte Kirchenräume, versteckte Gärten hinter engen Eingängen. Lena-Catharina Schneider, zu der Zeit noch künstlerische Leiterin des ZKO, liess alle ihre gesellschaftlichen Fäden spannen, um uns ihre Heimat zu zeigen. Das Schleswig-Holstein Musik Festival natürlich, wo sie früher tätig war und wo auch diesen

Sommer das Zürcher Kammerorchester spielte: Das beliebte Kulturfestival findet über die Sommermonate auf verschiedensten grossen und kleinen Plätzen in Schleswig-Holstein statt, in Konzerthallen, Kirchen, in Scheunen, mit einem ganz vielfältigen Programm. Es hätte keine Überlebenschancen, wenn sich da nicht unendlich viele junge und alte begeisterte Freiwillige um die Organisation kümmerten.
Auch im grossen Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle Lübeck, der 2000 Plätze fasst, war die Begeisterung des Publikums sicht- und hörbar. Viele waren von weither angereist, um das Zürcher Kammerorchester, Daniel Hope und «Dance» zu hören; meine Sitznachbarin etwa kam von einem Campingplatz irgendwo am Meer und wollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Unser Orchester spielte toll (wie immer) und das Publikum klatschte und rief, polterte und winkte, für eine Zürcherin mit Tonhalle-Erfahrung wirklich ungewohnt. Gesittet ging es dann zu in der Petruskirche in Kiel, mit Music Director Joshua Bell und der Academy of St Martin in the Fields; ein wunderbarer, stiller Abend.
In Zürich war es im Juli nass, wir waren alle mit Regenmänteln angereist. Im freundlichen Schleswig-Holstein konnten wir unsere Schirme wegstecken. Eingebettet in sanfte Hügel und Seen liegt das Gut Panker bei Lütjenburg (Plön), ein beliebtes Ausflugsziel in der Holsteinischen Schweiz, wo auch wir Halt machten – ein imposantes Herrenhaus mit ausgedehntem Gutshof und Pferdezucht. Auf einer langen Bootsfahrt fuhren wir traveabwärts zu spektakulärer Rast an der Küste. Überall wurden wir fantastisch verköstigt. Besonders in Erinnerung bleibt der Abend im alten Gildehaus in der Lübecker Altstadt und das Abschiedsmahl im «Miera», einem der beliebtesten Lübecker Restaurants. Es gab ausgiebig Zeit, sich zu unterhalten und kennenzulernen. Kein Wunder, war das Wiedersehen in Zürich erinnerungsreich und fröhlich.
Für den Vorstand des Freundeskreises
Helen Oplatka
Der Freundeskreis unterstützt das Zürcher Kammerorchester.
Förderbetrag bereits ab CHF 100.
Detaillierte Infos zur Mitgliedschaft beim ZKO-Freundeskreis unter zko.ch/zko-freundeskreis
Gern nimmt Alexandra Steiner Ihre Anmeldung entgegen. Wir freuen uns über Ihr Interesse. +41 44 552 59 12 | info@zko-freunde.ch
Generalprobe
Sa | 21. März 2026 | 11.00 Uhr
ZKO-Haus
Inmo Yang Violine
Willi Zimmermann Leitung Zürcher Kammerorchester
Arbeitsprobe
Fr | 17. April 2026 | 14.00 Uhr
ZKO-Haus
Lucas Debargue Klavier
Willi Zimmermann Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester
Generalprobe
Di | 5. Mai 2026 | 10.00 Uhr ZKO-Haus
Jan Lisiecki Klavier
Willi Zimmermann Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester
Arbeitsprobe
Mo | 22. Juni 2026 | 10.00 Uhr
ZKO-Haus
Daniel Hope Music Director Regula Mühlemann Sopran Zürcher Kammerorchester

Februar
Di | 24. Februar 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
März
So | 8. März 2026 | 11.00 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen
MAGISCHER KLANGZAUBER Vivi Vassileva & Stephanie Childress
KINDERKONZERT Vo de Quälle bis zum Meer
Fr | 13. März 2026 | 19.30 Uhr Kunsthaus Zürich, Chipperfield Wandelkonzert
So | 15. März 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
Sa | 21. März 2026 | 15.00 Uhr ZKO-Haus
Di | 24. März 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
Sa | 28. März 2026 | 15.00 Uhr ZKO-Haus
April
So | 12. April 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
Di | 21. April 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
So | 26. April 2026 | 11.00 Uhr ZKO-Haus
So | 26. April 2026 | 14.00 Uhr ZKO-Haus
Mai
Di | 5. Mai 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
So | 10. Mai 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
Do | 14. Mai 2026 | 19.30 Uhr Kunsthaus Zürich, Chipperfield
PURZELKONZERT Die Abenteuer der Maus Lou: Im Garten von Claude Monet
ZÜRICH BAROCK Inmo Yang
BOULANGERIE Annelien Van Wauwe & Marzena Diakun
ZÜRICH BAROCK Konzert mit Le Concert d’Astrée
ABC-KONZERT Das tapfere Schneiderlein
DIE KUNST DER SCHÖNEN MELODIEN Lucas Debargue
KAMMERMUSK@ZKO Take Five
NUGGIKONZERT Take Five
KECKE TÖNE
Jan Lisiecki
KRABBELKONZERT Für Hund und Katz ist auch noch Platz
GESPRÄCHSKONZERT ZUR SONDERAUSSTELLUNG Marisol
So | 17. Mai 2026 | 11.00 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen
Do | 28. Mai 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Juni
Do | 4. Juni 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Fr | 5. Juni 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Sa | 6. Juni 2026 | 11/14 Uhr ZKO-Haus
Sa | 6. Juni 2026 | 19.30 Uhr Moods, Zürich
So | 7. Juni 2026 | 11.00 Uhr ZKO-Haus
So | 7. Juni 2026 | 14.30 Uhr ZKO-Haus
So | 14. Juni 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
Mi | 17. Juni 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Do | 18. Juni 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus
Di | 23. Juni 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
So | 28. Juni 2026 | 11/14/16 Uhr ZKO-Haus
KINDERKONZERT Hoppla Schorsch
FEDER UND BOGEN Robert Walser
ZKO-FESTIVAL Für die Ewigkeit
ZKO-FESTIVAL Pioniere
KINDERKONZERT / ZKO-FESTIVAL Rosanui
ZKO-FESTIVAL In the Mood for Jazz
ZKO-FESTIVAL French Connection
ZKO-FESTIVAL Geschwisterliebe
PURZELKONZERT Die Abenteuer der Maus Lou: Im Blumenreich von Georgia O’Keeffe
Abschlusskonzert Junges ZKO
Abschlusskonzert Junges ZKO
SPANNUNG UND LEIDENSCHAFT Saisonabschluss mit Regula Mühlemann & Daniel Hope
PURZELKONZERT Zilly, die Zauberin



Die Kraft von 13 Schweizer Alpenkräutern.
ZKO BERATUNG UND VERKAUF
Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich tickets@zko.ch, Tel. 044 552 59 00 Mo–Fr, 11.00 bis 16.00 Uhr
BILLETTKASSE TONHALLE ZÜRICH
Claridenstrasse 7, 8002 Zürich
Tel. 044 206 34 34
SCHAUSPIELHAUS PFAUEN (für Konzerte im Schauspielhaus) Rämistrasse 34, 8001 Zürich Tel. 044 258 77 77
PRODUKTION
Multicolor
AUFLAGE UND ERSCHEINUNGSDATUM
10 500 Ex., erscheint zweimal jährlich Januar 2026
HERAUSGEBER
Zürcher Kammerorchester-Verein
Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich
REDAKTION
Petra Meyer
MITARBEIT
Cinzia Caracciolo, Franziska Frey, Thomas Hunziker, Robin Keller, Alexandra Steiner
AUTOR:INNEN
Silvio Badolato, Marvin Josef Deitz, Mara-Sarina Eberhard, Dr. Lion Gallusser, Sophia Gustorff, Anna Maria Hausmann, Dr. Corinne Holtz (www.corinneholtz.ch),
Petra Meyer
BILDNACHWEIS
Covergestaltung © Glück Berlin
S. 3: Franziska Frey © Nikolaj Lund
S. 4, 5: Vivi Vassileva © Adriana Yankulova; Jan Lisiecki © Christoph Köstlin; Daniel Hope © Daniel Waldhecker; Regula Mühlemann © Shirley Suarez
S. 7: Franziska Frey © Linda Schürmann/ZKO
S. 8: Vivi Vassileva © Adriana Yankulova
S. 10, 11: Wandelkonzert © Michel Bumann/ZKO
S. 12: Inmo Yang © Sangwook Lee
S. 14: Annelien Van Wauwe © Joëlle Van Autreve
S. 16: Lucas Debargue © Tim Cavadini
S. 18: Jana Karsko © Michel Bumann/ZKO
S. 20: Jan Lisiecki © Christoph Köstlin
S. 22: Daniel Philip Hefti © Manu Theobald, 2012
S. 24: Marisol, The Party, 1965–66 © Toledo Museum of Art
S. 26: Robert Walser um 1907 © Keystone Robert Walser-Stiftung Bern
S. 28–31: Daniel Hope; Daria Zappa Matesic; Kio Seiler und Tanja Sonc im Casino Basel © FOTOMAN
S. 32: Regula Mühlemann © Guido Werner Photography
S. 38: Willi Zimmermann, Theater Odessa 2019 © Nikolai Vdovenko
S. 39: Willi Zimmermann, Proms 2014 © Chris Christodoulou
S. 40: Willi Zimmermann und Daniel Hope, Menuhin Festival Gstaad, 2018 © Raphael Faux
S. 42/43: Zürcher Kammerorchester © Sebastian Madej
S. 44: Lena Catharina Schneider © LCS
S. 45: Lübeck © Philipp Heuer
ILLUSTRATIONEN
S. 34, 35: Alle Illustrationen © Michel Bumann/ZKO
S. 36: Rosanui © Romain Lubière
Besuchen Sie uns auf
S. 36: Zilli, die Zauberin © Michel Bumann/ZKO
GESTALTUNG UND LAYOUT
Michel Bumann

24 – 26 APRIL, 11 – 13 SEPT & 4 – 6 DEZ 2026
6 – 12 APRIL 2026
Kammermusikkonzerte, „Irish Roots“ & Late Night Jazz mit Daniel Hope & Friends
18 – 22 MAI 2026
KLAVIERGIPFEL MIT YUJA WANG

sowie Mao Fujita, Fabian Müller, Lucas Debargue et al.

21 – 28 JUNI 2026
mit Grigory Sokolov, Leif Ove Andsnes, Hanna-Elisabeth Müller, Belcea Quartet et al. IGOR LEVIT · ARTIST IN RESIDENCE 2026
Hotelaufenthalt ab 325 € p. P./Nacht im DZ inkl. Konzerttickets, Frühstück, Sportprogramm, Yoga, Spa u. v. m. Jetzt buchen: reservations@schloss-elmau.de | +49 (0) 8823 18 170 | www.schloss-elmau.de












• Opern & Konzerte an 10 Tagen opernhaus.ch

Das neue Festival für alte Musik
20 – 29 Mär 2026
