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OPUS - Programm-Magazin - 09/26 bis 01/27

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OP US Programm-Magazin September 2026 – Januar 2027

Hauptpartnerinnen


Klänge,

die bewegen

Ob das sanfte Summen eines Elektromotors oder das Crescendo im Konzertsaal – Klänge sind Schlüssel zu unseren Emotionen.

www.amag-group.ch


Editorial

Editorial Geschätztes Publikum Eine neue Saison beginnt immer voller gespannter Erwartungen: Welche Begegnungen entstehen? Welche Werke entdecken wir? Welche Künstler:innen prägen die kommenden Monate? Dieses erste OPUS der Saison 2026/27 öffnet den Blick auf eine Spielzeit, in der sich das ZKO in seiner ganzen Beweglichkeit zeigt – in der Tonhalle, im Kunsthaus, im Fraumünster, im KKL Luzern und immer wieder auch im ZKO-Haus in Tiefenbrunnen. Im Eröffnungskonzert widmen sich das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope jenem Werk, das unter den musikalischen Naturdarstellungen wie eine höchste Bergspitze herausragt: Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, die Pastorale. Meisterhaft verleiht Beethoven darin einem inneren Naturerleben Ausdruck, ohne blosse «Mahlerey» in Tönen zu betreiben. Von hier aus führt die erste Saisonhälfte weiter in vielfältige Klangwelten: Zusammen mit dem Tenor Ian Bostridge folgen wir Britannias Echo auf die britische Insel, Daniel Hope öffnet zum Adventsbeginn ein Tor in die festliche Klangpracht des Barock, zum Jahreswechsel erklingt der bekannte Festtagsklassiker Der Nussknacker mit jazzig-humorvollem Twist, und im Januar erleben wir Gabriela Montero und Simon Höfele mit Dmitri Schostakowitschs rasantem Klavierkonzert Nr. 1 – einem funkelnden Spiel aus Witz und Virtuosität. Neben diesen grossen Konzertabenden öffnen besondere Formate weitere Hörräume: Im Kunsthaus Zürich etwa treten Musik und Kunst in einen unmittelbaren Dialog, während die Kammermusikmatineen und musikliterarischen Abende im ZKO-Haus

Hauptpartnerinnen

uns in intimeren Formationen ganz nah an die Musiker:innen des ZKO heranführen – und an jene besondere Aufmerksamkeit, aus der jedes musikalische Zusammenspiel seine Kraft gewinnt. Ich freue mich sehr, Ihnen mit diesem Programm-Magazin einen ersten Ausblick in unsere neue Saison zu geben. Begleiten Sie uns durch die vielfältigen Programme, entdecken Sie Vertrautes neu und lassen Sie sich überraschen von den Farben, Geschichten und Klängen, die das ZKO in den kommenden Monaten bewegen. Herzlich Franziska Frey Geschäftsführung/Künstlerische Leitung

Subventionsgeber:innen und Freundeskreis

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 6

In der Natur Daniel Hope eröffnet die neue Saison

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Kammermusik@ZKO Elegien der Stille

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Kunst hören, Musik sehen Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich

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Feder und Bogen Erich Kästner

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Britannias Echo Ian Bostridge & Ben Goldscheider

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Verlockende Sirenenklänge Interview mit der Komponistin Anna Clyne

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Barocker Advent Daniel Hope präsentiert Bach und Zeitgenossen.

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Himmlische Klänge und Lobgesänge Weihnachtskonzerte im Fraumünster mit dem Zürcher Konzertchor

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Nussknacker with a Twist Jahreswechsel mit Asya Fateyeva & Tjasha Gafner

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Kammermusik@ZKO Nel profondo

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Wie das Leben die Musik zeichnet «Malfluss = Lebensfluss» – ein Ausstellungskonzert

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Wirbelndes Farbenspiel Gabriela Montero & Simon Höfele

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Feder und Bogen Olga Tokarczuk

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Familienkonzerte

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ZKO inside

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Kunst im ZKO-Haus

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ZKO-Freundeskreis

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ZKO on tour

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Kalendarium

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Tickets und Impressum


Inhaltsverzeichnis

24 NUSSKNACKER WITH A TWIST JAHRESWECHSEL MIT ASYA FATEYEVA & TJASHA GAFNER Wir feiern den Jahreswechsel mit funkelnden Farben an der Seite von Asya Fateyeva am Saxophon und Harfenistin Tjasha Gafner. Freuen Sie sich ganz besonders auf den Festtagsklassikers Der Nussknacker von Pjotr I. Tschaikowsky in einer spritzig-jazzigen Bearbeitung.

6 IN DER NATUR DANIEL HOPE ERÖFFNET DIE NEUE SAISON Was verbindet Beethovens Pastorale mit Vaughan Williams The Lark Ascending: Es ist die Musik gewordene Ergriffenheit vor den Wundern der Natur.

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BRITANNIAS ECHO IAN BOSTRIDGE & BEN GOLDSCHEIDER

WIRBELNDES FARBENSPIEL GABRIELA MONTERO & SIMON HÖFELE

Eine musikalische Entdeckungsreise zu drei der wichtigsten Stimmen des britischen Musikschaffens: Henry Purcell, Benjamin Britten und Anna Clyne.

Vorhang auf für Dmitri Schostakowitschs eigenwilliges Klavierkonzert Nr. 1, das wir Ihnen gemeinsam mit der begnadeten Pianistin und Improvisatorin Gabriela Montero und Trompeter Simon Höfele präsentieren.

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In der Natur


In der Natur

Die Biene auf der Rose Die Biene auf der Rose war für Beethoven ein Gottesbeweis. Die «Seltenheiten der Natur» hielt er für grösser als alle «Wunder der menschlichen Kunst». Text Corinne Holtz

Es beginnt mit einem Fernrohr auf dem Dachboden des Elternhauses. Stundenlang versenkt sich das Kind in die Betrachtung des Rheins, einem Vogel ähnlich, der über der Stadt Bonn kreist und schliesslich Richtung Siebengebirge fliegt. Beethovens Faszination für Naturerscheinungen hält an. Ab 1799 mündet sie in ausgedehnte Spaziergänge. Beethoven verbringt erstmals die Sommermonate «am Land», dem Lebensrhythmus des Adels nacheifernd. In Mödling bei Wien zieht es ihn mit Freund Karl in die kühlen Wälder. Der Fussgänger Beethoven entwickelt eine Naturfrömmigkeit, die mit zunehmender Gehörlosigkeit anwächst. «Allmächtiger / im Walde / ich bin selig / glücklich / im Wald / jeder Baum spricht / durch dich / o Gott», lesen wir auf einem Skizzenblatt. Das hymnengleiche Gebet schreibt Beethoven auf dem Kahlenberg nieder, dem bekannten Aussichtspunkt vor den Toren Wiens.

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In der Natur

Die Sinfonie Nr. 6, bekannt als Pastorale, soll eine Episode einer Wanderung mit Start in der Kurstadt Baden enthalten. 1805 zieht Beethoven mit einem Komponistenkollegen los, «vor sich hinstarrend und fortwährend summend». Versunken in seine innere Welt und zunehmend gehörlos. Am Rastplatz kommt ihm ein Flöte spielender Hirte entgegen, der später im Finale der Pastorale auftreten sollte: verwandelt in sangliche Dreiklangsbrechungen, der alpenländischen Volksmusik abgelauscht. Gewitter und Sturm sind beim Wandern gefürchtet – und bei Komponist:innen beliebt. Beethoven kennt die Sturmmusiken von Purcell bis Gluck und geht selbstredend darüber hinaus. Er taktet den Satz Gewitter, Sturm (als Fortsetzung des Scherzos) als Geräuschszene: angefangen beim Tremolo-Brummen der Bässe über die heulende Chromatik der Oberstimmen bis zu den beiden Blitzschlägen im Tutti. Beethoven komponiert vor der Zeit Lärm, wie ihn im 20. Jahrhundert die «Musique concrète» mittels Mikrofon und Tonaufzeichnung produzieren sollte. Beethoven distanziert sich damit von den Naturschilderungen seiner Zeitgenossen. Haydns Jahreszeiten etwa und deren Schönfärben des Landlebens kommentiert er spöttisch. Eine Arie wie «Der muntre Hirt versammelt nun die frohen Herden um sich her» ist frei von Dialektik, wie sie Beethoven in der Pastorale Takt um Takt sucht. Natur als solche müsse ernst genommen werden, statt sie zum Anlass für das Malen in Tönen zu verkleinern. Natur wirkt nämlich affektiv, das Bewusstsein wird reduziert – wie Beethoven in Jean-Jacques Rousseaus Confessions liest. Mit ihm, der auf der Petersinsel im Bielersee ekstatische Naturerfahrungen machte, teilt Beethoven die «mélancolie pastorale». Sie treibt Stadtmenschen in die Einsamkeit der Natur, auf der Suche nach dem Glück.

Ein Naturwunder anderer Art beobachtet Ralph Vaughan Williams. Als Kind streift er durch die Surrey Hills, später als Volksliedforscher durch Norfolk, Essex und Sussex. Ab April kommt sie aus dem Winterquartier zurück: die Feldlerche. Das Männchen steigt in immer kleiner werdenden Spiralen bis zu 60 Meter in die Höhe und kann fünf Minuten am Stück singen, weil es beim Ausund Einatmen nicht absetzt. Der Vogel, einst ein verbreiteter Bodenbrüter, hätte Sänger werden sollen. Immerhin beflügelt sein Singflug Dichter und Komponisten insbesondere englischer Zunge. Vaughan Williams liest George Merediths 122 Zeilen langes Gedicht The Lark Ascending, eine Ode an die Feldlerche, deren «Sternenstimme wie Wein hinunter perlt in den Kelch der Welt». Poetisch überhöhter könnte nicht sein, was der Solist an der Geige, an diesem Abend ist es Daniel Hope, leisten soll.

IN DER NATUR DANIEL HOPE ERÖFFNET DIE NEUE SAISON Di | 27. Oktober 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 8 D-Dur, MWV N8 (Fassung mit Bläsern) Ralph Vaughan Williams The Lark Ascending für Violine und kleines Orchester Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale, op. 68

Ticketpreise CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40


In der Natur

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Kammermusik@ZKO: Elegien der Stille

Wenn Worte verstummen Wo John Zorn auf ein Gebet zurückgreift, Ludwig van Beethoven einen der intimsten Sätze der Kammermusik schreibt und Dmitri Schostakowitsch mit seinem 15. Streichquartett sein letztes Werk dieser Gattung vorlegt, bedarf es keiner Worte. Eindringlich melancholisch, von tiefer Emotionalität durchzogen und wie stille Abschiedsgebete wirkend erklingen die drei Werke dieses Programms. Text Mara-Sarina Eberhard


Kammermusik@ZKO: Elegien der Stille

Den emotionalen Grundton setzt John Zorns 1996 komponiertes Quartett Kol Nidre. Wie der Titel bereits andeutet, bezieht sich das Werk auf die jüdische formelhafte Erklärung, die vor dem Abendgebet des Jom Kippur, des Versöhnungstags, gesprochen wird. Zorn komponiert jedoch weder eine Vertonung noch eine Bearbeitung der traditionellen Melodie. Vielmehr entfaltet sich eine kluge, imaginative und äusserst respektvolle Auseinandersetzung mit kaum wiedererkennbaren Fragmenten dreier Motive dieser. Mitunter beschränken sich diese Fragmente auf lediglich zwei Töne der Vorlage. So entsteht eine Atmosphäre tiefster Ehrfurcht und ernster Selbstbesinnung. Selbstbesinnung prägt auch Schostakowitschs letztes Streichquartett Nr. 15. Ein Jahr vor seinem Tod komponiert, erscheint es wie eine Verdichtung seines kompositorischen Lebens – Synthese und Rückschau zugleich. So greift er auch verschiedene musikalische Elemente aus seinen früheren Quartetten auf, besonders auffällig ist dabei der wiederholte Ton zu Beginn des Werkes, der an den Anfang des achten Streichquartetts erinnert. Das Stück ist unkonventionell: Die kompositorischen Mittel sind aufs Äusserste reduziert, die rhythmischen Strukturen schlicht, die melodischen Elemente repetitiv, und über alle sechs ineinanderfliessenden Sätze hinweg bleibt das Tempo durchgehend langsam. Bei einer Probe des ersten Satzes soll Schostakowitsch den Musikern des Beethoven-Quartetts gesagt haben, sie sollen das Werk so spielen, «dass die Fliegen in der Luft tot herunterfallen». Die Wirkung dieser hochkonzentrierten Kargheit ist aufwühlend. Doch weniger als betonte Trauer vermittelt das Werk eine überwältigende innere Leere. Das zutiefst traurige morendo am Schluss wirkt wie ein Abschied – endgültig und unerbittlich düster. Fast scheint es, als habe Schostakowitsch hier sein eigenes, reflektiertes Requiem geschrieben.

Als entrückte Kantilene von zauberhafter Innigkeit und betörend transzendenter Klangschönheit erklingt aus den Streichersaiten darauf Beethovens Cavatina aus dem 1825 entstandenen Streichquartett Nr. 13. Indem Beethoven eine Form der Vokalmusik auf die kammermusikalische Besetzung überträgt, entsteht einer der intimsten Sätze der Gattung: ein lyrischer Gesang, der als stilles, unausgesprochenes Gebet im Raum zu schweben scheint. Ausgehend von einer langsamen Melodie der ersten Violine, über der die Anweisung «beklemmt» steht, tasten die Töne nach einer Sprache, wo keine mehr ist. Der Satz wird zur Offenbarung – als reiche die Musik selbst nicht aus, um das nach Ausdruck Verlangende auszudrücken. Beethoven schrieb, er habe die Cavatina unter «Thränen der Wehmut» komponiert. Diese Tränen scheinen in die Musik eingeflossen zu sein. Zwischen Gebet, Erinnerung und Abschied entfaltet sich in diesem Programm ein Klangraum der Stille – tastend zwischen Trost und Leere, zwischen Sprachlosigkeit und Ausdruck. Wo Worte verstummen, beginnt eine andere Sprache: fragil, innig und von jener tiefen Menschlichkeit geprägt, die dem Unaussprechlichen eine Stimme verleiht, auf eine Weise, wie es letztlich nur die Musik vermag.

KAMMERMUSIK@ZKO ELEGIEN DER STILLE So | 1. November 2026 | 11.00 Uhr ZKO-Haus Daniel Bard Violine Daria Zappa Matesic Violine Ryszard Groblewski Viola Guillermo Ortega Santos Violoncello John Zorn Kol Nidre für Streichquartett d-Moll Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 15 es-Moll, op. 144 Ludwig van Beethoven V. Cavatina: Adagio molto espressivo, aus: Streichquartett Nr. 13 B-Dur, op. 130 Ticketpreis CHF 50

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Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich

Eintauchen in eine Welt aus Farben und Klängen Wenn Augen hören und Ohren sehen: Beim Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich verschmelzen Farben, Formen, Klänge und Kompositionen zu einem faszinierenden Erlebnis für alle Sinne. Das Zürcher Kammerorchester lädt ein zu einem inspirierenden musikalischen Spaziergang ausserhalb der regulären Öffnungszeiten.

Bei diesem exklusiven Konzert im Kunsthaus Zürich bewegen sich die Besucher:innen durch die Ausstellungsräume des Moser-Baus. Eröffnet im Jahr 1910, bildet er heute den historischen Kern des Museums. Bedeutende Kunstwerke aus acht Jahrhunderten warten dort auf ein kunstinteressiertes Publikum – von mittelalterlichen Ikonen über Klassiker der Moderne bis zu international bekannten Gemälden und Skulpturen, z. B. von Monet, van Gogh, Munch, Picasso, Warhol – wobei die konkrete Auswahl je nach aktueller Ausstellung variiert. Das Zürcher Kammerorchester ist beim Wandelkonzert in den unterschiedlichsten Formationen und in den verschiedensten Räumen sowohl gleichzeitig als auch versetzt zu erleben. Die gespielten Werke nehmen den visuellen Eindruck auf und spiegeln ihn musikalisch wider, während die Besucher:innen im eigenen Tempo frei zwischen den Ausstellungsräumen und Kunstepochen wandeln. Dabei erleben sie eine wunderbare und einzigartige Verbindung zwischen Musik und Kunst, die noch lange nachwirken wird.


Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich

KUNST HÖREN, MUSIK SEHEN WANDELKONZERT IM KUNSTHAUS ZÜRICH Fr | 13. November 2026 | 19.30 Uhr Kunsthaus Zürich, Moser-Bau Simon Wiener Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester Konzertprogramm folgt

Ticketpreis CHF 75

In Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich

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Feder und Bogen: Erich Kästner

Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? Bereits zur Zeit der Weimarer Republik galt Berlin als Schmelztiegel der Kulturen. Musikalisch reichte das Spektrum von populärem Revuetheater über Jazz, Chansons und Schlager bis zu Hindemiths Neuer Sachlichkeit. Mittendrin: Erich Kästner, seine Kinderbücher, seine satirische Zeitkritik und ein Hauch «Babylon Berlin». Text Corinne Holtz


Feder und Bogen: Erich Kästner

Deutschland feiert 1927 den 100. Todestag Beethovens. Auch Redakteur Erich Kästner zieht mit, angestellt bei der linksgerichteten Leipziger Zeitung und bekannt für seine spitze Feder. Der Titan Beethoven und seine grenzsprengende Neunte Sinfonie finden Eingang in Kästners Gedicht Abendlied des Kammervirtuosen, flankiert von einer anzüglichen Karikatur aus der Feder von Erich Ohlsen, später bekannt als e.o. plauen (Vater und Sohn). Du meine neunte Sinfonie! Wenn du das Hemd an hast mit rosa Streifen... Komm wie ein Cello zwischen meine Knie, Und lass mich zart in deine Seiten greifen. Drei weitere Strophen im Kreuzreim folgen – zwei Tage später wird Kästner gekündigt. Der Schreiberling verstosse gegen «Sitte und Anstand» – das behauptet das rechtsstehende Konkurrenzblatt. Glück im Unglück für den 28-jährigen Kästner: Er bekommt das Angebot, stattdessen als Theaterkritiker ins Sündenbabel Berlin zu wechseln. Kästner wird in Berlin zum Star der urbanen Gebrauchslyrik. Er schreibt für Kabaretts und füttert Glossen. Kollege Kurt Tucholsky sieht das kritisch: «K. wie Kästner. Brillant. Die Verse sind wunderbar gearbeitet, mit der Hand genäht. Kein Zweifel – aber irgend etwas ist da nicht in Ordnung. Zu glatt.» Kästners Durchbruch als Kinderbuchautor hingegen ist unbestritten. Mit Emil und die Detektive veröffentlicht er 1929 eines der ersten modernen Kinderbücher der Literaturgeschichte. Kinder treten als Subjekte auf. Emil jagt den Dieb zusammen mit anderen Stadtkindern. Der Bankräuber wird festgesetzt, Emil bekommt tausend Mark als Belohnung. Im Roman Fabian spiegelt Kästner sich selbst – und den Untergang der Weimarer Republik, getaktet in rasche Schnitte und Montagen wie im Film. Er bleibt in Deutschland. Auch nach der Bücherverbrennung auf dem Opernplatz, die er als betroffener Autor und Augenzeuge mitverfolgt.

Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen. Mich lässt die Heimat nicht fort. Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen – wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt. Kästner gilt im Propagandaministerium der Nationalsozialisten als «Asphaltliterat». Mit diesem Schlagwort werteten die Nationalsozialisten die Literatur der literarischen Moderne ab und stellten sie in Gegensatz zu ihrem eigenen ästhetischen Ideal, der national und völkisch orientierten Heimatkunst. Dennoch lässt man ihn unter Pseudonym weiterschreiben. Mit dem Segen des Propagandaministers Joseph Goebbels entsteht das Drehbuch zu Münchhausen. Kästner ist mit einer «Sondergenehmigung» ausgestattet, Goebbels bürgt für ihn. Seinen Freunden erklärt Kästner: «Der Filmauftrag kommt vom grössten Lügner der Welt. Weshalb machen wir also nicht einen Film über den Lügner, der ihm am nächsten kommt, Baron Münchhausen?» Die Zulassung hat ein Nachspiel: Hitler tobt, Goebbels entlässt den Abteilungsleiter, 1943 erhält Kästner endgültig Berufsverbot. Kästner blieb schmallippig, als man ihn in der Nachkriegszeit auf seine Rolle in der NSZeit ansprach. Er pflegte sich als Moralist im «Käfig» der NS-Diktatur darzustellen. In einem Tagebucheintrag vom Juni 1945 hingegen hatte er mehr von sich preisgegeben: «Das Gewissen ist drehbar. Wer wäre gerne ein schlechter Mensch? So schliesst der Untertan mit der herrschenden Moral, wie unmoralisch sie auch sein mag, einen Seelenfriedensvertrag.»

FEDER UND BOGEN ERICH KÄSTNER Do | 19. November 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und Dramaturgie Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters Konzertprogramm folgt

Ticketpreis CHF 50

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Britannias Echo

Britannias Echo Mit dem Briten Jonathan Bloxham am Pult führt dieses Programm auf die britische Insel. Das Programm vereint drei massgeblich prägende Kräfte der dortigen Musik: den als «Orpheus Britannicus» gefeierten Barockkomponisten Henry Purcell, den grossen Erneuerer Benjamin Britten und Anna Clyne, die wohl wichtigste Stimme des heutigen britischen Musikschaffens. Text Anna Maria Hausmann

Am 11. April 1689 beginnt für England ein neues Zeitalter. Erstmals wird in der Westminster Abbey ein Ehepaar gleichzeitig zu Königin und König gekrönt und noch im selben Jahr tritt die «Bill of Rights» – Grundlage für das heutige parlamentarische Regierungssystem Grossbritanniens – in Kraft. Zu dieser Zeit bekleidet Henry Purcell das Amt des Organisten, Komponisten und Instrumentenwartes der Chapel Royal. Weil das neue Regentenpaar William III. und Mary II. keinen aufwendigen Hof unterhält, kann sich der «Composer for the Violins» anderen Aufgaben widmen: So schreibt Purcell die wohl erste englische Oper Dido and Aeneas, die «at Mr. Josias Priest’s Boardingschool at Chelsea», dargeboten «by young Gentlewoman», zur Uraufführung kommt. Die Türen des Theatre Royal bleiben dieser bahnbrechenden Oper aber vorerst verschlossen, denn die Hauptfiguren Dido und Aeneas liessen sich allzu leicht mit den neu gekrönten Monarchen in Verbindung bringen. Erst um 1700, ein paar Jahre nach dem Tod von Mary II., wird die Oper wieder aufgenommen und publiziert. In der Suite wirkt der Lamento-Charakter der Tragödie durchdringend und führt von der Ouvertüre bis zur heute weithin bekannten Klage Didos. Als Mary II. 1694 gestorben war, komponierte Purcell nicht nur die Musik für ihre Beisetzung im Frühjahr 1695, sondern nahm seine Tätigkeit als inzwischen hochgeschätzter Theaterkomponist nach der Staatstrauer sofort wieder auf. Er vertonte das Schauspiel Abdelazer, das von Englands erster Berufsschriftstellerin Aphra Behn geschrieben wurde. Die gleichnamige Suite


Britannias Echo

fasst die Ouvertüre sowie neun Airs und Tanzsätze zusammen, darunter ein Rondeau in d-Moll. Genau dieses Rondeau sollte exakt 250 Jahre später ein Nachleben erfahren – wenn Benjamin Britten es als «Theme» für sein lehrstückartiges Werk The Young Person’s Guide to the Orchestra aufgreift.

Im Konzert des Zürcher Kammerorchesters übernimmt der britische Tenor Ian Bostridge – und damit einer der besten Britten-Interpreten der heutigen Zeit – den Part von Pears.

In seiner eigenen Jugend war Britten vor allem an den zeitgenössischen kompositorischen Entwicklungen Zentraleuropas interessiert, wie beispielsweise Schönbergs Zwölftontechnik. Dies ändert sich nach seiner Rückkehr aus Amerika postwendend: 1939 war Britten, enttäuscht von der politischen Situation in England, gemeinsam mit seinem Lebenspartner, dem Tenor Peter Pears, nach Nordamerika emigriert. Als die beiden 1942, von der Sehnsucht nach der Heimat getrieben, wieder zurückkehren, müssen sie aufgrund ihrer Verweigerung des Kriegsdienstes zahlreiche Konzerte geben – auch vor einem Publikum mit geringer musikalischer Erfahrung.

Genauso wie Britten von Brain inspiriert wurde, kommt 50 Jahre nach dem Tod Brittens der kreative Impuls für Anna Clynes Sirens vom virtuosen und feinfühligen Spiel des Hornisten Ben Goldscheider. In enger Kollaboration zwischen Solist und zeitgenössischer Komponistin entsteht ein Werk, das die Welt der Sirenen – Fabelwesen aus der griechischen Mythologie, halb Mensch, halb Vogel – heraufbeschwört. Sirenen verlockten mit ihren Gesängen einst Seemänner in ihren Bann, heute locken Anna Clyne und Ben Goldscheider mit mystischen Waldhornklängen das Publikum in den Bann ihrer Musik. Denn die englische Komponistin ist überzeugt: «Music is a language to connect with others and to express and communicate human emotions.»

Britten sucht nach neuen kompositorischen Wegen und entdeckt sein Interesse an den kulturellen Traditionen der britischen Insel. Neben der Musik seines Vorgängers Henry Purcell und Volksliedern wird auch die englische Lyrik zu seiner Inspiration. Für die Serenade op. 31 sammelt er mithilfe des Musikkritikers und Widmungsträgers Edward Sackville-West Gedichte aus dem 15. bis 19. Jahrhundert und vertont sie anschliessend als erste englische Texte seines Œuvres. Sechs dieser Lieder bilden einen Zyklus, der von pastoraler Abendstimmung, elegischer Melancholie und Grabgesängen erzählt – im Duett mit einem Horn und untermalt von poetischen Streicherklängen. Eingefangen wird das Werk von einem «Prologue» für Horn solo, der sich am Ende als «Epilogue» nochmals genau gleich wiederholt. Insbesondere in diesen beiden Rahmensätzen fällt Brittens besondere Behandlung des Horns auf: Er verwendet die Naturtonreihe, ganz im Bewusstsein, dass dadurch bestimmte Intervalle etwas tiefer klingen als gewöhnlich. Die Anregung dazu, ein Werk für die Kombination aus Gesang, Streichern und Horn zu schreiben, erhielt Britten, als er im Sommer 1942 mit dem jungen Hornisten Dennis Brain zusammenarbeitete. Brain unterstützt ihn daraufhin bei der Komposition der Serenade und bringt sie gemeinsam mit Peter Pears im Oktober 1943 zur Uraufführung.

The tradition was passed on!

BRITANNIAS ECHO IAN BOSTRIDGE & BEN GOLDSCHEIDER Di | 24. November 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich Jonathan Bloxham Leitung Ian Bostridge Tenor Ben Goldscheider Horn Zürcher Kammerorchester Henry Purcell Abdelazer, or The Moor’s Revenge. Suite, Z 570 Anna Clyne Sirens für Horn und Streichorchester (Schweizer Erstaufführung) Henry Purcell Suite aus Dido and Aeneas, Z 626 / Z 730 Benjamin Britten Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester, op. 31

Ticketpreise CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

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Verlockende Sirenenklänge

Verlockende Sirenenklänge Anna Clyne komponierte Sirens für Ben Goldscheider und sein Waldhorn Anna Clyne ist eine GRAMMY-nominierte und mit dem Ivor Novello Award ausgezeichnete englische Komponistin. Laut Bachtrack ist sie die meistgespielte lebende Komponistin der Welt. Die New York Times lobte ihre «aussergewöhnlichen Gaben und ungewöhnlichen Methoden» und das Wall Street Journal erkannte in ihr die Trägerin einer «seltenen Gabe». Am 8. Mai 2026 wurde ihr neuestes Werk Sirens in London uraufgeführt und nun erklingt das Werk erstmals in der Tonhalle Zürich. Interview Anna Maria Hausmann

Wie würden Sie Ihre jüngste Komposition Sirens charakterisieren? Sirens ist für Waldhorn und Streichorchester komponiert. Das Werk besteht aus drei fünfminütigen Sätzen und verwebt melodische Ideen inmitten der Dialoge zwischen Solist und Ensemble. Was hat Sie zu Sirens inspiriert? Der kreative Impuls für Sirens war das virtuose und feinfühlige Spiel des Musikers Ben Goldscheider, für den ich das Werk komponiert habe. Ich begann den Schaffensprozess, indem ich Goldscheiders Aufnahmen angehört habe. Im direkten Austausch demonstrierte er mir eine ganze Reihe erweiterter Spieltechniken, welche die Grenzen des Hornes ausloten, und beantwortete meine Fragen betreffend Tonumfang und möglicher Dynamiken des Instruments. Bens kollaborativer Geist während des Kompositionsprozesses von Sirens hat mich begeistert. Sirens ist aber auch von den Sirenen aus der griechischen Mythologie – Kreaturen, die halb Mensch, halb Vogel sind – inspiriert,


Verlockende Sirenenklänge

die Seemänner mit ihren verzaubernden Gesängen und unwiderstehlichen Stimmen in ihren Bann zogen und nicht mehr losliessen. Warum haben Sie das Waldhorn als Soloinstrument für Sirens gewählt? Für mich als Cellistin war das Waldhorn fremd und rätselhaft. Daher war die Zusammenarbeit mit Ben eine wunderbare Gelegenheit, mich diesem Instrument zu nähern und mein Schreiben für Blechblasinstrumente insgesamt zu verbessern. Von Dämpfern über erweiterte Spieltechniken bis hin zu Tonumfang und Klangfarben: Dieses Stück hat mich herausgefordert, Wege zu finden, das Timbre des Horns mit denen des Streichensembles zu verschmelzen. Es ist ein bewegliches Werk in zwei Fassungen geworden – eine für Waldhorn und Streichorchester und eine weitere für Waldhorn und Streichquintett. Die Zusammenarbeit mit Künstler:innen und Interdisziplinarität spielen eine wichtige Rolle in vielen Ihrer Kompositionen. Inwieweit beeinflussen solche Kollaborationen das Werk Sirens? Ich habe in letzter Zeit viele Concerti geschrieben – von Glasslands für die Saxophonistin Jess Gillam und Weathered für den Klarinettisten Martin Fröst, bis hin zu Times and Tides für den Geiger Pekka Kuusisto und Resonant Forms für den Bratschisten Lawrence Power. Diese Musikform fasziniert mich, da sie zwei meiner grossen Leidenschaften vereint: das Komponieren für Orchester und die Zusammenarbeit mit Solist:innen, um deren musikalischen Ausdruck und Persönlichkeiten zu erkunden. Wie sind Sie zum Komponieren gekommen? Ich begann zu komponieren, als ich sieben Jahre alt war. Damals gaben uns Freunde der Familie ein Klavier. Sobald ich anfing Musik zu spielen, entwarf ich auch eigene Kompositionen – zuerst für Klavier und dann für Klavier und andere Instrumente, um gemeinsam mit Freunden zu musizieren. Die Leidenschaft, etwas zu kreieren und mit anderen Musiker:innen zusammenzuarbeiten, ist bis heute Grundlage meiner Musik geblieben.

Gibt es Komponist:innen, die Sie als Vorbilder sehen? Ja, dazu gehören Bach, Strawinsky, Steve Reich, Arvo Pärt und Julia Wolfe. Sie sind überaus engagiert in der Nachwuchsförderung und haben einige Meisterklassen für junge Komponist:innen mitgegründet: Was ist die wichtigste Botschaft, die Sie jungen Komponierenden mit auf den Weg geben möchten? Den Rat zu beherzigen, den ich selbst von meinen Mentorinnen Marina Adamia und Julia Wolfe erhalten habe: Erstens, viel zu Schreiben – das Handwerk erlernt man durch das Tun – für Freunde und Enthusiasten zeitgenössischer Musik und zweitens, Lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen.

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Barocker Advent

Die Geburt des Weihnachtsklassikers Mit dem Entzünden der ersten Adventskerze beginnt eine funkelnde Zeit der Vorfreude auf das stimmungsvollste Fest des Jahres. Barocke Meister wie Bach und Corelli haben diese Sehnsucht in Töne gegossen und Werke geschaffen, die «alle Jahre wieder» in der Vorweihnachtszeit erklingen. Mit seinem Fatto per la Notte di Natale schuf Arcangelo Corelli den ersten kommerziell erfolgreichen Weihnachtsklassiker der Musikgeschichte. Text Petra Meyer

Es ist der Inbegriff barocker Festlichkeit: Das Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8, weltberühmt unter seinem Beinamen Fatto per la Notte di Natale. Neben Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium gehört dieses Meisterwerk von Arcangelo Corelli zu den populärsten klassischen Stücken, die vor allem in der Weihnachtszeit gerne auf dem Programm stehen. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit der Komposition verbirgt sich allerdings ein jahrzehntelanger Entstehungsprozess. Entgegen der damaligen Praxis, Musik schnell für den einmaligen Gebrauch zu schreiben, war Corelli ein akribischer Perfektionist. Seine berühmte Sammlung op. 6 entstand über einen Zeitraum von gut dreissig Jahren – beginnend in den 1680er-Jahren bis zur finalen Fassung im Jahr 1712. Unterstützt von einigen der einflussreichsten Mäzenen Roms – zunächst von Kardinal Benedetto Pamphili und ab 1690 dann als «Maestro di Musica» im Palast des unermesslich reichen Kardinals Pietro Ottoboni – standen ihm nahezu unbegrenzt Mittel für ein kreatives Musiklabor zur Verfügung. Gemeinsam mit einem hochkarätigen Privatorchester feilte er im Palazzo della Cancelleria unermüdlich an der Balance zwischen Solistengruppe und Gesamtorchester – eine neue Form des musikalischen Wechselspiels und die Geburtsstunde des klassischen Concerto grosso.

Formal bricht das sechssätzige Werk mit der traditionellen Struktur der Kirchensonate. Nach dramatischen Eröffnungsakkorden (Grave), kontrapunktischer Energie (Allegro) und lyrischen Dialogen in wechselndem Tempo (Adagio – Allegro – Adagio / Vivace / Allegro) folgt der berühmte wiegenliedartige Schlusssatz: das Largo. Auf der Partitur vermerkte Corelli den Zusatz «ad libitum» – nach Belieben. Denn das eigentliche Concerto grosso endet formal bereits nach dem fünften Satz. Erst durch das optionale Anfügen des sechsten Satzes in strahlendem G-Dur verwandelte Corelli das Instrumentalwerk in ein Weihnachtsstück. Ausserhalb der Feiertage konnte das Werk so problemlos als reguläre Kirchensonate aufgeführt werden. Corelli gilt nicht nur als Architekt des Concerto grosso, er schuf mit op. 6 auch die Blaupause für eine ganze Epoche, ohne die es wohl weder das Weihnachtskonzert von Francesco Manfredini noch Johann Sebastian Bachs berühmte Sinfonia aus dem Weihnachtsoratorium geben würde. Lässt sich Corellis Weihnachtskonzert mit einem Weihnachtklassiker von heute vergleichen? Hits wie Last Christmas (Wham!, 1984) oder All I Want for Christmas Is You (Mariah Carey, 1994) darf man durchaus als präzise kalkulierte Wirtschaftsgüter bezeichnen. Die Popindustrie nutzt hierfür einige geniale Kniffe, die auch schon von den barocken Meistern angewandt wurden: Da ist zum einen der Rückgriff auf das Wiegenlied gepaart mit dem nostalgischen Klang von Schlittenglöckchen und Glockenspiel. Als Arcangelo Corelli sein Weihnachtskonzert schrieb, nutzte er exakt dasselbe Prinzip: Er baute im Schlusssatz die typischen Rhythmen und Klangfarben der Hirtenpfeifen (Pifferari) ein. Sie wurden von den Hirten gespielt, die in der Weihnachtszeit in die Stadt Rom kamen, um vor den Marienbildern zu spielen. Für die Menschen im barocken Rom war dieser Klang ein akustisches Signal: Weihnachten ist da!


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BAROCKER ADVENT DANIEL HOPE Di | 1. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

Eine weitere Verbindung zu heute ist der muntere Geldregen, den ein erfolgreicher Weihnachtsklassiker auszulösen vermag. Corellis Weihnachtskonzert wurde als Teil der Sammlung von zwölf Concerti grossi op. 6 im Jahr 1714 in Amsterdam veröffentlicht und verbreitete sich rasant über den gesamten Kontinent. Corellis Kompositionen – und besonders das eingängige, hochemotionale Weihnachtskonzert – trafen exakt den Geschmack des aufstrebenden Bürgertums und sicherten seinen Verlegern bis heute einen dauerhaften wirtschaftlichen Wert. Auch wenn Arcangelo Corelli die Veröffentlich seiner Werke ein Jahr vor seinem Tod 1713 selbst nicht erleben durfte, gehörte er dennoch zu den bestbezahlten Musikern seiner Zeit und hinterliess seinen Erben ein beachtliches Vermögen. Musik zur Weihnachtszeit ist gewebte Nostalgie aus Freude, Wärme und Vertrautheit. Mehr als drei Jahrhunderte nach seiner Entstehung atmet Corellis Weihnachtskonzert noch immer die festliche Pracht des barocken Roms. Mit seiner schlichten, volkstümlichen Ausdrucksweise ist es die perfekte musikalische Einstimmung auf das grosse Fest des Jahres.

Daniel Hope Music Director Daria Zappa Matesic Violine Nicola Mosca Violoncello Zürcher Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Sinfonie e-Moll, Wq. 177 Georg Philipp Telemann Konzert für Violine und Streichorchester a-Moll, TWV 51:a1 Alessandro Marcello Konzert für Oboe und Streichorchester d-Moll (Fassung für Violine und Streichorchester) Antonio Vivaldi Konzert für zwei Violinen, Violoncello und Streichorchester d-Moll, RV 565, aus: L’Estro Armonico, op. 3 Arcangelo Corelli Concerto grosso g-Moll, Fatto per la Notte di Natale, op. 6/8 Georg Philipp Telemann Suite g-Moll, La Musette, TWV 55:g1 Francesco Saverio Geminiani Concerto grosso Nr. 5 g-Moll, H.136 Johann Sebastian Bach Konzert für Violine und Streichorchester a-Moll, BWV 1041

Ticketpreise CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40


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Himmlische Klänge und Lobgesänge

Unvergesslich Für die traditionellen Weihnachtskonzerte im Fraumünster schlagen der Zürcher Konzertchor (ZKC) und das ZKO unter der Leitung von André Fischer einen Bogen von prachtvoller Barockmusik bis zu César Francks berühmtem Panis angelicus und zeigen dabei, wie sehr geistliche Musik von Auftrag, Gebrauch und künstlerischem Ausdruck zugleich geprägt ist. Text Silvio Badolato

Bei schummrigem Kerzenlicht am Klavier sitzend, der Imagination freien Lauf lassend und schöpferische Gedanken zu Papier bringend: Dieses verklärte Bild des komponierenden Genies trifft kaum auf die Lebensrealität der meisten Musikschaffenden zu. Die Entstehung musikalischer Werke stand und steht vielmehr in einem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch, finanzieller Notwendigkeit und den Bedürfnissen der Auftraggebenden. Besonders deutlich zeigt sich dies in der geistlichen Musik.


Himmlische Klänge und Lobgesänge

Von Johann Kuhnau, dem Vorgänger Johann Sebastian Bachs als Thomaskantor in Leipzig, wurde neben der Organisation der Kirchenmusik der Leipziger Hauptkirchen erwartet, zumindest zu den hohen Festen eigene Werke beizusteuern. Doch auch darüber hinaus griff Kuhnau nur selten auf fremde Werke zurück, sodass ein umfangreiches Œuvre an Kirchenmusik entstand. Zwar sind zahlreiche Libretti erhalten, der Grossteil der Musik gilt jedoch als verschollen. Unter seinen überlieferten Werken zählt die Vertonung des Magnificat aus dem Lukasevangelium zu den prachtvollsten. Zu den vier Solostimmen und dem fünfstimmigen Chor gesellt sich ein Orchester mit Streichern, Oboen, Trompeten und Pauken. Besonders prächtig wirken die Arien mit ihrer virtuosen Gesangsführung und ihren Koloraturen. Zwar kritisierte Kuhnau den Einzug von Rezitativ und Da-capo-Arie in die Kirchenmusik als Ausdruck säkularisierender Tendenzen, zugleich war es aber gerade sein Verdienst, diese Formen in der Leipziger Kantatentradition nachhaltig etabliert zu haben. In der benachbarten Residenzstadt Dresden wirkte etwa zur gleichen Zeit der aus dem heutigen Tschechien stammende Jan Dismas Zelenka. Unter Kurfürst Friedrich August I. erlebte Dresden damals eine kulturelle Blüte, von der auch die Hofkirchenmusik profitierte. 1711 komponierte Zelenka eine erste Messe für den Dresdener Hof, 1735 wurde er schliesslich zum «KirchenCompositeur» ernannt, während der prestigeträchtige Titel des «Kapellmeisters» Johann Adolph Hasse vorbehalten blieb. Schon in den 1720er-Jahren schuf Zelenka ein umfangreiches Repertoire an Vesperpsalmen, die sich nach 1730 zunehmend einem modernen, opernhaften Stil annäherten. Seine Vertonung des Psalms 134 Ecce nunc benedicite ist Zelenkas einziger Beitrag für die Komplet, das letzte Stundengebet am Tag. Neben seinen Beiträgen zur Kirchenmusik blieb ihm kaum Zeit für ein weltliches Instrumentalwerk. Dennoch erlangte er gerade mit diesem besondere öffentliche Anerkennung, als er anlässlich der böhmischen Königskrönung 1723 in Prag das Festspiel Sub olea pacis komponierte. Während dieses Aufenthalts entstanden auch vier Orchestersuiten mit unkonventionellen Satzfolgen, darunter die ebenso eigenwillig betitelte Hipochondrie à 7 Concertanti. Der Name ist Programm: Unerwartete harmonische Wendungen und wechselnde Tempi zeichnen gleichsam unterschiedliche emotionale Zustände nach.

Trotz ihres funktionalen Rahmens blieben diese Werke künstlerisch ambitioniert. Carl Philipp Emanuel Bach schrieb über sein doppelchöriges Heilig: «Es soll mein Schwanen Lied, von dieser Art, seÿn, und dazu dienen, daß man meiner nach meinem Tode nicht zu bald vergeßen möge.» Ein Wunsch, der dem Pariser Organisten und Komponisten César Franck gut hundert Jahre später gewiss erfüllt wurde: Sein für die Messliturgie bestimmtes Panis angelicus überdauerte seinen liturgischen Ursprung und klingt bis heute weit über den Kirchenraum hinaus nach.

HIMMLISCHE KLÄNGE UND LOBGESÄNGE WEIHNACHTSKONZERTE Do | 17. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Fr | 18. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Fraumünster Zürich André Fischer Leitung Mirjam Wernli Sopran Anne Heffner Mezzosopran Andrés Montilla Acurero Tenor Markus Volpert Bassbariton Zürcher Konzertchor Zürcher Kammerorchester Jan Pieterszoon Sweelinck Hodie Christus natus est Cristòfer Taltabull Ecce panis angelorum Jan Dismas Zelenka Hipocondrie, ZWV 187 Jan Dismas Zelenka Ecce nunc benedicite, ZWV 99 Johann Kuhnau Magnificat C-Dur César Franck III. Credo, V. Panis angelicus und VI. Agnus dei, aus: Messe solennelle A-Dur, op. 12 Carl Philipp Emanuel Bach Heilig, Wq. 217

Ticketpreise CHF 95 / 85 / 65 / 40 / 25

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Nussknacker with a Twist

Kompositorische Experimentierküche Vielleicht kennen Sie das von zu Hause: Für die einen braucht es nur Salz und Pfeffer, die anderen wünschen sich eine bunte Gewürzrezeptur. Hier sollen es nur regionale Zutaten sein – und dort braucht es internationalen Pep. In der Küche wird eben häufig experimentiert. Mit ähnlichen Ansprüchen gehen auch Komponist:innen an ihre Werke heran: ein kompositorischer Kochkurs! Text Marvin Oliver Deitz

«Ein Dichter hat immer zu viele Worte in seinem Wortschatz, ein Maler zu viele Farben auf seiner Palette, ein Musiker zu viele Töne in seinem Instrumentarium», stellt die Groupe des Six um Germaine Tailleferre in den 1920ern fest. Es liesse sich hinzufügen: ein Koch zu viele Gewürze. Als das französische Kollektiv daraufhin nach einer neuen Klangrezeptur sucht, lautet sein Motto: Weniger ist mehr. Für das Kollektiv enthalten die dichten impressionistischen Werke von Chausson und Debussy so viele musikalische Gewürze, dass gar kein Geschmack mehr durchkommt.

Die «Groupe des Six» orientiert sich an alten Meistern wie Scarlatti oder Mozart und entwirft eine Musik, die wieder locker und leicht klingen soll, grazil und greifbar. Fertig ist der Neoklassizismus. Und so schmeckt auch das Concertino für Harfe von Germaine Tailleferre. Der Name der Groupe des Six in Frankreich geht auf die Gruppe der Fünf in Russland zurück, auch als das mächtige Häuflein bekannt, das einige Jahrzehnte zuvor ganz ähnliche Ziele verfolgt:

eine neue Klangästhetik. Geht es nach ihnen, verwenden die russischen Kompositionsküchen zu viele westliche Gewürze, allen voran ihre Landsleute Piotr Tschaikowsky und Anton Rubinstein. Entsprechend strebt das mächtige Häuflein eine Musik an, die sich wieder auf die guten alten russischen Rezepte beruft: Volksmusik und -tänze, garniert mit einigen exotischen Aromen, etwa aus dem Kaukasus. Unter dem Einfluss dieser Gruppe, vor allem unter dem seines Lehrers Nikolai Rimski-Korsakow, steht Alexander Glasunow. In seinem letzten Werk experimentiert er 1934 einer seltenen Zutat: dem Saxophon. Unter Saxophon-Freund:innen ist sein Solokonzert längst zu einem Standardgericht geworden. Noch während seines Studiums fragt sich Sergej Prokofjew, «wie jemand an den simplen Harmonien Mozarts noch Interesse haben könnte». Er ist viel weiter – denkt er jedenfalls. Bis Nikolai Tscherepnin in seinem Dirigierunterricht «über gewisse neue Züge älterer Musik mit solcher Begeisterung spricht», dass sein Schüler doch noch auf den Geschmack für Haydn und Mozart kommt. In seinem Klangexperiment verwendet er ähnliche Zutaten wie Tailleferre:


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NUSSKNACKER WITH A TWIST JAHRESWECHSEL MIT ASYA FATEYEVA & TJASHA GAFNER «Wäre Haydn heute noch am Leben, dachte ich, würde er seine Art zu schreiben beibehalten und dabei einiges Neues übernehmen. Solch eine Sinfonie wollte ich schreiben.» In der Rubrik Ballett darf der Nussknacker von Piotr Tschaikowsky natürlich in keiner Menükarte fehlen. Doch 134 Jahre nach der Uraufführung ist es durchaus an der Zeit, dem Dauerbrenner etwas neuen Pep zu verleihen. Das tun Wolf Kerschek und Asya Fateyeva in ihrer Version für Saxophon und Orchester: Nuts, Crackers and Borrowed Pieces. Nachgewürzt wird mit jazzigen Improvisationen und orientalischen Klangfarben. Und mit einigen «geliehenen Stücken» wie dem Boléro von Ravel oder dem Tanz der Ritter von Prokofjew legen sie neben dem klassischen Nuss-Mix noch einige andere Knabbereien auf den Partyteller.

Do | 31. Dezember 2026 | 17.00 Uhr | KKL Luzern Fr | 1. Januar 2027 | 17.00 Uhr | Tonhalle Zürich Asya Fateyeva Saxophon Tjasha Gafner Harfe Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester Germaine Tailleferre Concertino für Harfe und Orchester Alexander Glasunow Konzert für Saxophon und Streichorchester Es-Dur, op. 109 Sergei Prokofjew Sinfonie Nr. 1, Klassische, op. 25 Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Auszüge aus: Der Nussknacker, op. 71, bearbeitet für Saxophon und Orchester von Wolf Kerschek

Ticketpreise CHF 130 / 120 / 100 / 75 / 45 Silvesterkonzert: Ticketverkauf über das KKL


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Kammermusik@ZKO: Nel profondo

Schrummfidebumm war nie Der Kontrabass ist das tiefste und schwergängigste Streichinstrument. Bis in die Gegenwart halten sich die Vorurteile über den bis 190 Zentimeter hohen Riesen. Text Corinne Holtz

Er ist ein «Tutti-Schwein» am dritten Pult. Er hasst Mozart und Wagner. Dirigenten hält er für überflüssig. Gegen den Frust helfen reichlich Bier und das Sehnen nach der Sopranistin namens Sarah. Geht es nach Patrick Süskind, sieht so das Leben eines Kontrabassisten in einem namenlosen Sinfonieorchester aus. Der Einakter Der Kontrabass von 1981 war über Jahre das meistgespielte Stück auf deutschsprachigen Bühnen, Süskind ein gefeierter Autor, der mit dem Roman Das Parfum den meistverkauften deutschsprachigen Roman aller Zeiten schreiben sollte. Mit Süskinds tragikomischem Einmannstück ist der Gipfelpunkt der Legendenbildung erreicht – und Theaterbesucher:innen beginnen sich für den Aussenseiter im Orchester zu interessieren. Ein Kontrabass wiegt 10 bis 15 Kilogramm und hat Saiten, dick wie eine Gartenschnur. Schon im 17. Jahrhundert gab die pure Masse des Kontrabasses zu reden. In Rom sei ein «fünfsaitiger Bass-Violon gebaut worden, dessen grösste Saite aus 200 Därmen gemacht». Das heisst es in Musurgia universalis, dem epochalen Musiklexikon von Athanasius Kircher. Der Kontrabass stammt aus einer anderen Familie als die höheren Streichinstrumente: Er gehört zu den Gamben und nicht zur Violinfamilie. Der Unterschied ist an seinen abfallenden Schultern auszumachen sowie am flachen Boden und den Zargen ohne Randüberstand. Je nach Musikstil sind vier- oder fünfsaitige Instrumente anzutreffen. Je nach Herkunft der Spieler:innen wird der Bogen unterschiedlich gehalten: als deutsche Bogenhaltung gilt der Griff von unten, als französisch der Griff von oben – wie bei der Violinfamilie üblich.

Der Ruf des Kontrabasses und seiner Spieler leidet – und das völlig zu Unrecht. Ganz so übel wie in Bratschenwitzen wird dem Instrument zwar nicht mitgespielt, und doch hält sich das Vorurteil vom «Schrummbass». Dieses wurde erstmals 1752 schriftlich niedergelegt, im einflussreichen Versuch einer Anweisung die Flöte traversière zu spielen. Johann Joachim Quantz rät überforderten Kontrabassisten, in raschen Tempi nur die Hauptnoten der ausgesetzten Basslinie zu berücksichtigen. Somit bliebe ihnen «Nachrede einer Faulheit» und weitere «Tücke» erspart. War der Kontrabass einst ausschliesslich der Generalbasstruppe zugeordnet, zusammen etwa mit Violoncello, Cembalo und Zupfinstrumenten wie Laute und Gitarre, stiegen die Anforderungen im 18. Jahrhundert. Händel verlangt in seinen Opern furiose Läufe bis in die Violinlage. Haydn forciert in einigen seiner Sinfonien ebenfalls die Virtuosität und schrieb um 1763 eines der ersten Kontrabasskonzerte der Musikgeschichte. Es war einem der herausragenden Musiker der Esterházyschen Hofkapelle zugedacht und gilt leider als verloren. Wie brillant ein Kontrabass klingen konnte, illustriert eine Kritik von 1766 aus Salzburg: Schneller und höher als der «vornehmste Geiger auf seiner kleinen Violin», dazu Doppelgriffe und Triller, wie sie «hundert Geiger nicht zuwegebringen».


Kammermusik@ZKO: Nel profondo

Den berühmtesten Auftritt hat der Kontrabass im Klavierquintett D 667 von Franz Schubert, bekannt als Forellenquintett. Aufmerksamkeit verdienen aber auch die unterschätzten Kammermusikwerke in unserer Sonntagsmatinee. Johann Nepomuk Hummel galt als musikalisches Wunderkind. Mozarts Unterricht entlaufen, behauptete er sich als einer der besten Pianisten der Zeit. In seinem Klavierquintett es-Moll aus dem Jahr 1802 ist vor allem Beethoven zu hören. Dazu Virtuoses für die eigenen Hände sowie geisterhafte Schatten, die auf Mendelssohn verweisen. Ralph Vaughan Williams rückt in seinem Klavierquintett c-Moll die sonore Klasse des Kontrabasses ins Licht: im Einklang mit dem Cello, jeweils eine Oktave tiefer, oder im Dialog mit der Bratsche und damit in die Mittelstimme wechselnd. Der Kontrabass und sein 16-Fuss-Register verleihen dieser spätromantischen Musik orchestrale Energie.

KAMMERMUSIK@ZKO NEL PROFONDO So | 10. Januar 2027 | 11.00 Uhr ZKO-Haus Inès Morin Violine Ryszard Groblewski Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Seon-Deok Baik Kontrabass Benjamin Engeli Klavier Johann Nepomuk Hummel Klavierquintett es-Moll, op. 87 Ralph Vaughan Williams Klavierquintett c-Moll

Ticketpreis CHF 50

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Gesprächskonzert zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich

Wie das Leben die Musik zeichnet «Malfluss = Lebensfluss» – ein Ausstellungskonzert


Gesprächskonzert zur Sonderausstellung im Kunsthaus Zürich

Edvard Munch und Maria Lassnig begegneten einander nie – 56 Lebensjahre und halb Europa liegen zwischen ihnen. Doch hängen ihre Werke nebeneinander, ergeben sich erstaunliche Parallelen. Farben und Formen sind das eine, der Inhalt das andere. Beide versuchen seelische oder körperliche Zustände auf die Leinwand zu bringen. «Malfluss = Lebensfluss» lautet daher der Titel der Ausstellung, nach einem Bild von Lassnig. Passend zum dazugehörigen Konzert fragt dieser Text: Gilt das auch für die Musik? Komponierfluss = Lebensfluss?

In seinem berühmt-berüchtigten HeiligenstädterTestament klagt er seiner Umwelt das Leid seines zunehmenden Gehörverlusts und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Isolation. Es fehlt nur wenig, wie er abschliessend resümiert, «und ich endigte selbst mein Leben – nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück, ach es dünkte mir unmöglich, die Welt eher zu verlassen, bis ich das alles hervorgebracht, wozu ich mich aufgelegt fühlte, und so fristete ich dieses elende Leben». Ta-ta-ta-taaaa klopft schliesslich das Schicksal in seiner 5. Sinfonie an die Pforte, nur um am Ende mit einem strahlenden C-Dur-Finale besiegt zu werden.

Text Marvin Oliver Deitz

Was bei Beethoven noch ins Reich der Legende gehört, wird bei Robert Schumanns 2. Sinfonie ganz konkret: «Ich skizzierte sie […], als ich psychisch noch sehr leidend war», schreibt er Felix Mendelssohn. «Ja ich kann wohl sagen, es war gleichsam der Widerstand des Geistes, der hier sichtbar influiert hat und durch den ich meinen Zustand zu bekämpfen suchte. Der erste Satz ist voll dieses Kampfes und in seinem Charakter sehr launenhaft, widerspenstig.» Und einem anderen Freund offenbart er: «Die Symphonie schrieb ich im Dezember 1845 noch halb krank; mir ist’s, als müsste man ihr dies anhören.»

Während Edvard Munchs Bilder eher von seelischen Empfindungen erzählen – Angst, Wut, Liebe, Trauer –, rückt Maria Lassnig mehr den eigenen Körper ins Zentrum ihrer Bilder. Etwa: Wie fühlt sich mein linker Fuss an, während ich hier stehe? «Körperbewusstseinsmalerei» nennt sie das. Für derart enge Bezüge zwischen Leben und Werk gibt es auch in der Musik spannende Entsprechungen. In Munch’sche Gefühlswelten tauchen wir vor allem bei den Impressionisten ein. So erklärt etwa Manuel de Falla im Vorwort seiner Noches en los jardines de España, es gehe vor allem darum, Orte, Stimmungen und Gefühle zu evozieren. Seine Musik sei nicht «deskriptiv, sondern einfach expressiv». Zu hören seien also nicht die spanischen Gärten selbst, sondern allein die Gefühle, die de Falla mit ihnen verbindet, «in denen auch Schmerz und Mysterien eine Rolle spielen». So wird das Leben zu Musik. Gleiches gilt für Claude Debussy und die sinfonischen Skizzen La mer. In der Bourgogne, meilenweit entfernt von der nächsten Küste, bringt er sie zu Papier. Irrelevant, denn auch ihm geht es allein um Erinnerungen an die schönen Stunden bei seiner Patentante an der Côte d’Azur, für die er sich «eine aufrichtige Leidenschaft bewahrt» hat. Eine Erinnerung taugt ihm ohnehin mehr «als eine Wirklichkeit, deren Zauber im Allgemeinen zu schwer auf unseren Gedanken lastet». Geht es – in Anlehnung an Maria Lassnig – um Körperbewusstseinskomposition, wird gerne das Bild des Komponisten gezeichnet, der mit seinem Schicksal ringt, allen Widerständen trotzt und sich mit seiner Musik vom Dunkel ins Licht kämpft: Beethoven!

Wie kann es anders sein: Ob freiwillig oder unfreiwillig, geplant oder ungeplant: Das Leben zeichnet das Werk: Komponierfluss = Lebensfluss!

GESPRÄCHSKONZERT ZUR SONDERAUSSTELLUNG IM KUNSTHAUS ZÜRICH MARIA LASSNIG & EDVARD MUNCH Fr | 15. Januar 2027 | 18.00 Uhr Kunsthaus Zürich, Chipperfield-Bau, Festsaal Pablo Hernán Benedí Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester Konzertprogramm folgt In Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich

Ticketpreis CHF 75 | Im Ticket erhalten ist der Zutritt zur Sonderausstellung am Konzerttag (ab 10 Uhr bis Konzertbeginn)

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Wirbelndes Farbenspiel

Wirbelndes Farbenspiel Auf den Spuren der Inspiration begegnen uns an diesem Konzertabend unzählige Farben; vom Pastell der Idylle bis hin zur bunten Regenbogenpalette flüchtiger Momente voller Humor. Text Silvio Badolato


Wirbelndes Farbenspiel

Manchmal tragen sie lange Namen wie Beethovens Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande oder Delius’ On Hearing the First Cuckoo in Spring, manchmal auch ganz kurze wie Ruth Gipps’ Cringlemire Garden und Leoš Janáčeks Idylle für Streichorchester. Diese Musikstücke haben eines gemeinsam: Sie fangen das grün-blaue Pastell pastoraler Ruhe ein – eben der (romantisierten) Idylle. Die 1921 im südenglischen Seebad Bexhill-on-Sea geborene Komponistin Ruth Gipps liess sich für ihr op. 39 von den Cringlemire Gardens im hügeligen Lake District inspirieren. Als Schülerin von Ralph Vaughan Williams blieb sie – wie der Grossteil ihres Œuvres – zeitlebens der pastoralen Englischen Schule verbunden. Zeitgenössische Strömungen wie die atonale oder serielle Musik tat sie gern als «völligen Unsinn» ab. So verwundert es nicht, wenn zu Beginn dieses dreiteiligen Stückes Geigensoli das Volkslied The Raggle Taggle Gypsies umspielen. Auch der 24-jährige Janáček liess sich wohl von den Orten inspirieren, die er im Sommerurlaub 1878 im schwäbischen Oettingen besuchte, als er die Idylle komponierte. Während Janáček heute vor allem als Komponist des 20. Jahrhunderts bekannt ist, folgen die sieben Sätze dieser Idylle noch deutlich der tschechisch-nationalistischen Linie eines Smetana oder Dvořák – letzterer sass übrigens bei der Uraufführung im Dezember 1878 im Publikum. Und so ist im fünften Satz Dumka, eine Art slawische Volksballade zu hören, in der sich elegische und schnellere Tempi abwechseln.

«Alles Flüchtige lässt mich Welten sehen, voll eines wechselnden, regenbogenfarbenen Spiels.» Diese zwei Verse stammen aus einem Sonett von Konstantin Balmot, inspiriert von einer Privataufführung von Prokofjews zwanzig kurzen Klavierstücken. Die Flüchtigkeit solcher Miniaturen ist nun wahrlich kein Attribut der Idylle, und dennoch – das Symbol des Regenbogens baut gleichsam eine Brücke zu ihr. Und so kennen auch die Visions fugitives pastorale Momente. Darüber hinaus sind diese kurzen Skizzen äusserst vielfältig: Mal hört man Anklänge an Debussy oder Ravel, mal an Satie oder Cage, da ist es lyrisch-ruhig, dann wieder völlig absurd und voller Humor. Im Molto giocoso erklingen die Hochzeitsglocken für Prokofjews Freundin Lida Karneyeva, im Presto agitatissimo e molto accentuate verdichtet sich die politische Unruhe der Zeit:

«Die Februarrevolution fand mich in Petrograd, wo ich mich hinter Hausecken versteckte, wenn das Schiessen zu nahekam. Der neunzehnte Teil der Visions fugitives, der in dieser Zeit entstand, spiegelte teilweise meine Eindrücke wider – eher das Gefühl der Menge als das innere Wesen der Revolution.» Die Revolution und der Bürgerkrieg waren bereits vorbei und Stalin fest an der Macht, als Dmitri Schostakowitsch 1933 sein erstes Klavierkonzert schrieb. Zwar war die sowjetische Kulturpolitik bereits auf Linie gebracht worden, doch bestand noch ein gewisser künstlerischer Spielraum – und Stalins folgenschwerer Verriss von Lady Macbeth von Mzensk lag noch in der Zukunft. So glänzt das Werk mit unbekümmertem Humor, wenn Romantik auf Neoklassik, virtuoses Klavierspiel auf gewollte Plattheiten der Trompetenstimme und Jazzklänge auf Marschmusik trifft. Inspirationen der Idylle sucht man vergebens, vielmehr treibt Schostakowitsch die Idee der Inspiration selbst mit Parodien auf Themen von Haydn und Beethoven auf die Spitze. Und nicht zuletzt ist diese ironische Intention eine Persiflage auf die Tradition des romantischen, russischen Klavierkonzerts à la Tschaikowsky und Rachmaninow.

WIRBELNDES FARBENSPIEL GABRIELA MONTERO & SIMON HÖFELE Di | 19. Januar 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich Gabriela Montero Klavier Simon Höfele Trompete Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester Ruth Gipps Cringlemire Garden. Impressionen für Streichorchester, op. 39 Leoš Janáček Idylle für Streichorchester Sergei Prokofjew Visions fugitives, op. 22, bearbeitet für Streichorchester von Rudolf Barschai Dmitri Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll, op. 35

Ticketpreise CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

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Feder und Bogen: Olga Tokarczuk

Liebes, wie können wir das jetzt schön weiterentwickeln? Olga Tokarczuk kann sowohl Krimi und Historienroman als auch Kurzgeschichte und Jung’sche Psychologieabhandlung. Die Literaturnobelpreisträgerin scheut dabei auch vor heiklen Themen nicht zurück und löst bisweilen Kontroversen aus. Text Robin Keller

Bereits mit ihrem Romandebüt Reise der Buchmenschen (1993, bisher nicht auf Deutsch erschienen) eroberte die damals 31-jährige Olga Tokarczuk die Herzen vieler Bücherwürmer. Diesen dürfte sie mit ihrer Parabel, in der sie die Suche nach dem Geheimnis eines Buches mit der Suche nach dem Sinn des Lebens gleichsetzt, aus der Seele gesprochen haben. Das Interesse an Büchern und Literatur prägt ihr gesamtes Werk. Sei dies mit konkreten Referenzen, etwa wenn sie als Protagonistin ihres skurrilen Kriminalromans Der Gesang der Fledermäuse (2009) eine leidenschaftliche William-Blake-Übersetzerin erschafft, oder mit eher subtilen, aber gesellschaftlich relevanten Anregungen.

«Vielleicht ist es möglich, sich zu verständigen, auch wenn der eine des anderen Sprache nicht spricht, der eine mit des anderen Gebräuchen nicht vertraut ist, sein Lachen, seine Gesten, seine Zeichen nicht zu deuten versteht – vielleicht, dass es dann möglich ist, sich mithilfe von Büchern zu verständigen? Ist nicht gerade das der einzige Weg?» (Die Jakobsbücher)


Feder und Bogen: Olga Tokarczuk

Mit Die Jakobsbücher folgt 2014 ihr Opus magnum. Für ihr sich deutlich über 1000 Seiten erstreckendes Porträt des als Messias verehrten Jakob Joseph Frank erhält sie 2019 den Nobelpreis für Literatur. Im Frühjahr 2026 gerät ihr Höhenflug in gefährliche Turbulenzen. «Liebes, wie können wir das schön weiterentwickeln?», frage sie eine KI bisweilen, gibt Tokarczuk an einer Konferenz zu und sorgt so für Unmut. Nicht nur unter ihren Fans, sondern in der literarischen Welt wurden existenzielle Fragen laut: Ist es einer Literaturnobelpreisträgerin würdig, beim Schreibprozess auf künstliche Intelligenz zurückzugreifen? Ist ein literarisches Werk nach Einsatz von KI-Tools noch vollständig menschengemacht? Ihr Gesamtwerk zeigt: Sie scheut sich nicht vor existenziellen Fragen. Ihre Bücher drehen sich um menschliche Beziehungen, Neugier, Schmerz, Mobilität, Sinnsuche, Licht und Schatten, ihre Textformen reichen vom Kriminalroman über Kurzgeschichtensammlungen hin zum von ihr als «Konstellationsroman» bezeichneten Fragmentarium. Tokarczuks stilistische Bandbreite spiegelt sich in Polens Musiklandschaft wider. Spätestens seit Frédéric Chopin, bis heute als Aushängeschild und Schlüsselfigur verehrt, wächst in Polen eine diverse Szene heran, die selbst den Schrecken des Zweiten Weltkriegs trotzt. Neben dem beliebten Polski Jazz und weiteren neuzeitlichen Stilrichtungen nimmt die zeitgenössische Klassik in Polen einen gewichtigen Stellenwert ein, gefördert durch das seit 1956 jährlich stattfindende Musikfestival Warschauer Herbst. Der 1937 in Lausanne verstorbene Spätimpressionist Karol Szymanowski erlebte diese Ära nicht mehr. Grażyna Bacewicz hingegen schon, wobei sie zu dieser Zeit bereits internationale Anerkennung genoss. Andere Komponist:innen haben dem Warschauer Herbst gar ihre gesamte Karriere zu verdanken. Uraufführungen von Werken Krzysztof Pendereckis oder Witold Lutosławskis befeuerten deren internationale Präsenz und gleichzeitig die Relevanz der zeitgenössischen Musik Polens.

2017 wagte sich auch Tokarczuk in diese Sphären, indem sie ihren Mythenroman Anna In. Eine Reise zu den Katakomben der Welt (2006) in ein Opernlibretto transformierte. Kulturelle Neugier und Freude am Wandel mag sie dazu bewogen haben, ihrer Erzählung eine neue Existenz als Bühnenwerk zu schenken. In ihrem Roman Unrast (2009) schreibt sie:

«Als ich so in den Anblick der Strömung versunken auf dem Flutwall stand, wurde mir klar, dass aller Gefahren zum Trotz das, was in Bewegung ist, immer besser sein wird, als das, was ruht, dass der Wandel edler ist als die Stetigkeit, dass das Unbewegliche Zerfall und Auflösung anheimfallen muss und zu Schutt und Asche wird, während das Bewegliche sogar ewig währen kann.»

FEDER UND BOGEN OLGA TOKARCZUK Do | 28. Januar 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und Dramaturgie Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters Konzertprogramm folgt

Ticketpreis CHF 50

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Familienkonzerte

Familienkonzerte PURZELKONZERT

GUTEN TAG, KLEINES SCHWEINCHEN So | 27. September 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus Jürgen Herold Konzept und Erzählung Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters Der kleine Bär und der kleine Tiger leben gemütlich miteinander in ihrem Haus am Fluss. Doch eines Tages kommt der kleine Tiger nicht mehr nach Hause. Er hat das kleine Schweinchen getroffen und ist zu ihm in den Schweinestall gezogen. Beinahe hätte er den kleinen Bären vergessen. Aber eben nur beinahe … ab 3 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

KRABBELKONZERT

DER KLEINE IGEL UND DIE ROTE MÜTZE So | 18. Oktober 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters Ein eiskalter Wintersturm braust übers Land und weckt den kleinen Igel aus seinem Winterschlaf. Es ist so bitterkalt und der kleine Igel friert so sehr, dass er nicht mehr einschlafen kann. Da fällt ihm ein Päckchen vor die Pfoten. «Für den kleinen Igel» steht drauf und drin ist eine rote, kuschelweiche Pudelmütze. Der erstaunte kleine Igel will die Mütze überziehen, doch sie will einfach nicht über seine Stacheln rutschen. Was tun, kleiner Igel? ab 2 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

NUGGIKONZERT

ELEGIEN DER STILLE So | 1. November 2026 | 14.00 Uhr ZKO-Haus BR I YO N G OW UR N M AT

Daniel Bard Violine Daria Zappa Matesic Violine Ryszard Groblewski Viola Guillermo Ortega Santos Violoncello Werke von John Zorn, Dmitri Schostakowitsch und Ludwig van Beethoven 0–1 Jahr / Babys gratis* | Erwachsene CHF 35

* benötigen eine Freikarte


Familienkonzerte

KINDERKONZERT

NUGGIKONZERT

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN

NEL PROFONDO

So | 8. November 2026 | 11 / 14 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen

So | 10. Januar 2027 | 14.00 Uhr ZKO-Haus

Jolanda Steiner Konzept und Erzählung Zürcher Kammerorchester

Inès Morin Violine Ryszard Groblewski Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Seon-Deok Baik Kontrabass Benjamin Engeli Klavier

Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn sind alt geworden und sollen vom Hof verjagt werden. Also beschliessen die vier Tiere, sich aus dem Staub zu machen, und ziehen los Richtung Bremen. Stadtmusikanten wollen sie werden. Doch auf dem Weg nach Bremen wartet überraschend eine Bewährungsprobe auf die vier Unerschrockenen. Sie treffen auf eine gefährliche Räuberbande …

BR I YO N G OW UR N M AT

Werke von Johann Nepomuk Hummel und Ralph Vaughan Williams 0–1 Jahr / Babys gratis* | Erwachsene CHF 35 * benötigen eine Freikarte

ab 5 Jahren / Kinder CHF 25 | Erwachsene CHF 48 / 38

ABC-KONZERT

DIE SCHNEEKÖNIGIN So | 31. Januar 2027 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus Jolanda Steiner Konzept und Erzählung Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters

PURZELKONZERT DIE ABENTEUER DER MAUS LOU

WEIHNACHTEN IM BROMBEERHAG So | 6. Dezember 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus Evamaria Felder Konzept und Erzählung Musiker:innen des Zürcher Kammerorchesters Maus Lou besucht ihre Verwandten im Brombeerhag. Diese bereiten sich auf den kommenden Winter vor und haben jede Menge zu tun. Und dann passiert etwas Besonderes: Es schneit! So viel, dass sie sogar eine Eishalle für ihren Schneeball bauen können! ab 3 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

Gerda und Kay sind Nachbarskinder. Eines Tages aber dringt dem Jungen Kay ein Glassplitter ins Herz und dieses wird zu einem Klumpen Eis. Die Schneekönigin entführt ihn in ihren Eispalast. Gerda macht sich auf, um ihn zu suchen – es wird ein langer Weg voller eigenartiger Erlebnisse. Nur dank Gerdas Mut wird er vom bösen Zauber erlöst und beide können glücklich nach Hause zurückkehren. ab 5 Jahren / Kinder CHF 15 | Erwachsene CHF 35

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Davos Festival 2027 Young Artists in Concert

Sonntagsbrunch mit Musik am See. Festivalwanderung mit Perkussion und Saxofon. Tango spätabends im Kulturplatz. Klassische Konzerte in Konzertsälen, Kirchen, auf der Schatzalp, in der grossen Rathausstube, in Ställen und unter freiem Himmel. Gespielt von rund 80 jungen Musiker*innen aus aller Welt. So klingt das Davos Festival.

Klassik anders als erwartet. Im August 2027.

EMOTIONEN AU F PA P I E R Wirkungsvolle Medienprodukte: Wertigkeit spüren, Sinne berühren. Wir freuen uns darauf, Ihre Visionen umzusetzen. Die können das!


ZKO inside

ZKO inside Dürfen wir vorstellen: Daniel Bard Insgesamt acht Mal wird der israelisch-kanadische Violinist Daniel Bard das Zürcher Kammerorchester in der kommenden Saison 2026/27 leiten, darunter auch drei Konzerte in der Tonhalle Zürich. Grund genug, unserem Publikum den zweifachen Chalmers-Preisträger näherzubringen. Daniel Bard ist auf der Geige und der Bratsche gleichermassen zu Hause: Nach Stationen als Solobratschist bei der Amsterdam Sinfonietta übernahm er 2017 die Position des Konzertmeisters beim Kammerorchester Basel. Seit 2021 wirkt er zudem als Gastkonzertmeister beim Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer. Seine grossen Leidenschaften gelten dem Kammerorchester und der Kammermusik. Daniel Bard ist Mitbegründer des Piano Trio Mondrian, das den Ersten Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Triest gewann. Als Gründungsmitglied des Israeli Chamber Project ist er sowohl in Israel als auch in den USA aktiv. Wir freuen uns ausserordentlich, den vielseitigen Ausnahmemusiker Daniel Bard bei uns als Konzertmeister begrüssen zu dürfen.

25 Jahre Leidenschaft Seit 25 Jahren begeistert der charismatische Cellist und Stimmführer Nicola Mosca unser Publikum. Mit Leidenschaft, Unbeschwertheit und Spielfreude hat er sich eine treue Fangemeinde erspielt. Wenn er dann noch zur Harfe greift, wird es einfach nur herzergreifend schön. Seine Freude an der Musik ist hochgradig ansteckend und bescherte uns einige unvergessliche musikalische Sternstunden – dafür ein riesengrosses Dankeschön!

Abschied von Konzertmeister Willi Zimmermann Achtzehn Jahre lang hat Willi Zimmermann mit seinem tiefen Musikverständnis, seinen ausgeprägten Führungsqualitäten und seiner technischen Exzellenz das ZKO geprägt. Beim Saisonabschlusskonzert am 23. Juni haben wir unseren beliebten Ersten Geiger und Konzertmeister in der Zürcher Tonhalle in den Ruhestand verabschiedet.

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Kunst im ZKO-Haus

Kunst im ZKO-Haus Kunst und Musik teilen eine gemeinsame Sprache: Es geht um Farben, Klänge, Rhythmus und Komposition. In der lichtdurchfluteten, geräumigen Galerie des ZKO-Hauses bieten wir Künstler:innen aus der Region die Möglichkeit, ihre aktuellen Werke zu zeigen und unser kunstaffines Konzertpublikum beim Besuch im ZKO-Haus zu inspirieren.

Jede Ausstellung ist während unserer Konzerte im ZKO-Haus geöffnet. Der Eintritt ist frei.

MARTIN WANNER Vernissage: Do | 5. November 2026 | 18.00 Uhr Ausstellung bis 30. November 2026 Martin Wanner ist ein vielseitiger Künstler und Grafiker. Nach seinen Ausbildungen als Dekorationsgestalter und Grafiker arbeitete Wanner als freier Künstler und erhielt 1988 ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris. 1990 gründete er sein eigenes Grafikatelier in Baden. Ab 1997 gestaltete er die Album-Cover der Band Yello und präsentierte seine Werke in zahlreichen Ausstellungen. Er lebt mit seiner Familie am Zürichsee.


Kunst im ZKO-Haus

70° NORTH – THE SCENT OF ICE Fotoausstellung mit Max Roth & Jonas Kuhn Vernissage: Do | 7. Januar 2027 | 18.00 Uhr Ausstellung bis Ende März 2027 Max Roth arbeitet als freischaffender Fotograf und konzentriert sich auf nordische Landschaften. Immer wieder zieht es ihn in den hohen Norden – nach Grönland und Island. In seinen Arbeiten geht es darum, Orte festzuhalten, die sich einem flüchtigen Blick oft entziehen. Seine Bilder waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen. In Zusammenarbeit mit Jonas Kuhn entstehen Arbeiten, die in der Edition der Ausstellung «Scent Of Ice» zu sehen sind. Jonas Kuhn fotografiert seit Jahren vor allem in einem präzisen, auftragsorientierten Rahmen. Heute zieht ihn vermehrt eine freie Neugier an: Die Kamera soll mehr als blosses Werkzeug sein, damit Motive auch ohne Vorgaben entdeckt werden können. In seinem Projekt mit Max Roth sucht er einen unmittelbaren, ungefilterten Blick. Ziel ist es, seine Erfahrung mit dem offenen Moment zu verbinden und Projekte zu schaffen, die sich aus sich selbst heraus entwickeln.

ARNALDO RICCIARDI Adventsmatinee: Sa | 5. Dezember 2026 | 11.00–14.00 Uhr Arnaldo Ricciardi malt abstrakte Bilder, in denen meist eine Farbe dominiert. Es sind Farbflächen, die je nach Transparenz und Stärke unterschiedliche Wirkung entfalten. Mit dem Durchschimmern übereinander liegender Farbschichten entsteht ein diffuser, stets in Bewegung gehaltener Farbcharakter von hoher atmosphärischer Wirkung.

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ZKO-Freundeskreis

Ganz einfach, Bravo! Das war sie also, die letzte Probe mit dem ZKOFreundeskreis in der alten Saison 2025/26! Unsere ZKO-Musiker und -Musikerinnen haben mit grösster Ausdauer zwei Stunden Mozart geprobt. Mozart bleibt immer herausfordernd. Wir fanden den ersten Durchgang wunderschön und klatschten herzlich – um anschliessend bei der weiteren, anstrengenden Arbeit zu entdecken, wie und wo die Details immer noch besser, genauer, durchsichtiger werden konnten. Die Zusammenarbeit aller Musiker:innen war diesmal ganz besonders eindrücklich – sie fragten, machten Vorschläge, diskutierten, einmal, vielmals. So stelle ich mir ein wirklich gut funktionierendes Ensemble vor: kein Diktieren am Pult, sondern viel Gleichberechtigung unter den Orchestermitgliedern. Das macht zwar die Konsensfindung schwieriger und den Arbeitsprozess länger und beschwerlicher, das Resultat ist dafür umso beglückender.

Laut einer Recherche im Archiv des ZKO-Freundeskreises hatten wir Ende 1994 die ungeheure Zahl von 1603 Mitgliedern. Aber schon vier Jahre später hiess es dann: «Der Kreis der Mitglieder, der Fördermitglieder sowie der Gönner soll weiter ausgebaut, die Mitgliederwerbung verstärkt werden – aber wir wollen nicht nur mehr Mitglieder, sondern auch begeisterte Mitglieder.» Heute, also gut 30 Jahre später, melden wir nach geänderten Gewohnheiten und vielen weiteren Austritten aus der Gesellschaft der Freund:innen einen Bestand von 242 begeisterten Mitgliedern. Gern nimmt der Freundeskreis des ZKO neue Freundinnen und Freunde auf. Und was die Begeisterung angeht: Dafür können wir bürgen! Für den Vorstand des Freundeskreises Helen Oplatka

Corinne Vukotic

Kathrin Zimmermann

Dieser Montagmorgen im ZKO-Haus war ein perfekter Wochenstart! Es ist faszinierend, wie die Musiker und Musikerinnen aufeinander hören und wie sie sich besprechen. Ihre Begeisterung überträgt sich auf das Publikum.

Unglaublich spannend von Anfang bis zum Schluss! Was für ein Privileg, bei der Probe die vielen Musiker und Musikerinnen mit Augen und Ohren verfolgen zu können. Es sind Stunden, die ich immer riesig geniesse.

Manfred Geiger Sie ist so erfreulich, diese vertraute Herzlichkeit, mit der die Musiker und Musikerinnen miteinander umgehen – auch bei langen Proben. Das ist echte Spielfreude!


VERANSTALTUNGEN Konzert für den Freundeskreis Fr | 25. September 2026 | 18.00 Uhr ZKO-Haus Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester

Andreas Nett Dieses Orchester ist eine reine Freude, nicht hierarchisch organisiert, ein echtes Team. Es ist einfach immer toll, wenn man bei einer Probe dabei sein darf!

Generalprobe Mi | 16. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Fraumünster Zürich André Fischer Leitung Mirjam Wernli Sopran Anne Heffner Mezzosopran Andrés Montilla Acurero Tenor Markus Volpert Bassbariton Zürcher Konzertchor Zürcher Kammerorchester

Silvesterkonzert Do | 31. Dezember 2026 | 17.00 Uhr KKL Luzern Asya Fateyeva Saxophon Tjasha Gafner Harfe Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester

Francesca Beeindruckend, wie ernst das Zürcher Kammerorchester seine Arbeit nimmt. Alle Musiker arbeiten zusammen – das ist zwar schwierig, aber alle sind positiv gestimmt. Viele sind schon lange dabei. Es ist bei jeder Probe eine sehr bewegende Erfahrung!

Arbeitsprobe Mo | 18. Januar 2027 | 17.30 Uhr bis zur Pause ZKO-Haus Gabriela Montero Klavier Simon Höfele Trompete Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester

Arbeitsprobe Mo | 8. Februar 2027 | 14.00 Uhr bis zur Pause ZKO-Haus Alena Baeva Violine Daniel Bard Violine und Leitung Zürcher Kammerorchester

Andreas Sprung Da kann man nichts anderes sagen als ganz einfach: Bravo!


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ZKO on tour

ZKO on tour DANIEL HOPE – VIVALDI RECOMPOSED Mi | 9. September 2026 | 19.00 Uhr Kirche St. Bartholomaei, Demmin Do | 10. September 2026 | 19.00 Uhr Halle 207, Rostock

KLASSIKFESTIVAL KÜSNACHT DANIEL HOPE – VIVALDI RECOMPOSED So | 20. September 2026 | 18.00 Uhr Konzertsaal St. Georg Küsnacht ZH

FESTAKT 100 JAHRE HÖNGGER ZEITUNG ZÜRCHER KAMMERORCHESTER Fr | 6. November 2026 | 19.00 Uhr Katholische Kirche Heilig Geist Höngg, Zürich

KLASSIK FORUM CHUR DANIEL HOPE – BACH AND FRIENDS Mi | 2. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Theater Chur

DANIEL HOPE – BACH AND FRIENDS Fr | 11. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Frauenkirche Dresden Sa | 12. Dezember 2026 | 15.00 Uhr Frauenkirche Dresden

SILVESTERKONZERT ASYA FATEYEVA & TJASHA GAFNER Do | 31. Dezember 2026 | 17.00 Uhr KKL Luzern

GABRIELA MONTERO & SIMON HÖFELE Do | 21. Januar 2027 | 19.30 Uhr Theater Casino Zug Sa | 23. Januar 2027 | 19.30 Uhr Vaduzer Saal, Vaduz


Kalendarium

Kalendarium September Sa | 19. September 2026 | 13.30 Uhr Kloster Einsiedeln

EIN MUSIKALISCHER SPAZIERGANG WANDELKONZERT IM KLOSTER EINSIEDELN

So | 27. September 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

PURZELKONZERT GUTEN TAG, KLEINES SCHWEINCHEN

Oktober So | 18. Oktober 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

KRABBELKONZERT DER KLEINE IGEL UND DIE ROTE MÜTZE

Di | 27. Oktober 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

IN DER NATUR DANIEL HOPE ERÖFFNET DIE NEUE SAISON

November So | 1. November 2026 | 11.00 Uhr ZKO-Haus

KAMMERMUSIK@ZKO ELEGIEN DER STILLE

So | 1. November 2026 | 14.00 Uhr ZKO-Haus

NUGGIKONZERT ELEGIEN DER STILLE

So | 8. November 2026 | 11 / 14 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen

KINDERKONZERT DIE BREMER STADTMUSIKANTEN

Fr | 13. November 2026 | 19.30 Uhr Kunsthaus Zürich, Moser-Bau

KUNST HÖREN, MUSIK SEHEN WANDELKONZERT IM KUNSTHAUS ZÜRICH

Do | 19. November 2026 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

FEDER UND BOGEN ERICH KÄSTNER

Di | 24. November 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

BRITANNIAS ECHO BOSTRIDGE, BLOXHAM & GOLDSCHEIDER

Dezember Di | 1. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

BAROCKER ADVENT DANIEL HOPE

So | 6. Dezember 2026 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

PURZELKONZERT DIE ABENTEUER DER MAUS LOU: WEIHNACHTEN IM BROMBEERHAG

Do | 17. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Fraumünster Zürich

HIMMLISCHE KLÄNGE UND LOBGESÄNGE WEIHNACHTSKONZERT

Fr | 18. Dezember 2026 | 19.30 Uhr Fraumünster Zürich

HIMMLISCHE KLÄNGE UND LOBGESÄNGE WEIHNACHTSKONZERT

Do | 31. Dezember 2026 | 17.00 Uhr KKL Luzern

NUSSKNACKER WITH A TWIST JAHRESWECHSEL MIT ASYA FATEYEVA & TJASHA GAFNER

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Kalendarium

Januar Fr | 1. Januar 2027 | 17.00 Uhr Tonhalle Zürich

NUSSKNACKER WITH A TWIST JAHRESWECHSEL MIT ASYA FATEYEVA & TJASHA GAFNER

So | 10. Januar 2027 | 11.00 Uhr ZKO-Haus

KAMMERMUSIK@ZKO NEL PROFONDO

So | 10. Januar 2027 | 14.00 Uhr ZKO-Haus

NUGGIKONZERT NEL PROFONDO

Fr | 15. Januar 2027 | 18.00 Uhr Kunsthaus Zürich, Chipperfield-Bau, Festsaal

GESPRÄCHSKONZERT ZUR SONDERAUSSTELLUNG MARIA LASSNIG & EDVARD MUNCH

Di | 19. Januar 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

WIRBELNDES FARBENSPIEL GABRIELA MONTERO & SIMON HÖFELE

Do | 28. Januar 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

FEDER UND BOGEN OLGA TOKARCZUK

So | 31. Januar 2027 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

ABC-KONZERT DIE SCHNEEKÖNIGIN

Februar Di | 9. Februar 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

ROMANTISCHE TEMPERAMENTE ALENA BAEVA MIT SIBELIUS & MENDELSSOHN

So | 14. Februar 2027 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

KRABBELKONZERT FINDUS ZIEHT UM

So | 28. Februar 2027 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

PURZELKONZERT JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER

März So | 7. März 2027 | 15.00 Uhr ZKO-Haus

MUSIK ENTDECKEN HEREINSPAZIERT!

Di | 9. März 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

DIE VIER JAHRESZEITEN VON BUENOS AIRES DANIEL HOPE SPIELT PIAZZOLLA

So | 14. März 2027 | 15.00 Uhr ZKO-Haus

QUEEN OF THE BAROQUE VIOLIN ZÜRICH BAROCK MIT RACHEL PODGER

April So | 4. April 2027 | 11.00 Uhr Schauspielhaus Zürich, Pfauen

KINDERKONZERT EM GLOON SIIN LOHN

Di | 13. April 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

KLASSISCHE HORIZONTE JULIA HAGEN SPIELT HAYDN

So | 25. April 2027 | 11.00 Uhr ZKO-Haus

KAMMERMUSIK@ZKO LONDON CALLING

So | 25. April 2027 | 14.00 Uhr ZKO-Haus

NUGGIKONZERT LONDON CALLING


Kalendarium

Mai Do | 13. Mai 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

FEDER UND BOGEN HEINRICH HEINE

Di | 25. Mai 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

VIRTUOSE VERVE UND SINFONISCHE TIEFE CLAIRE HUANGCI & THOMAS DAUSGAARD

Juni Do | 3. Juni 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

ZKO-FESTIVAL MIT KSENIJA SIDOROVA BACHRAUSCHEN

Fr | 4. Juni 2027 | 18.00 Uhr ZKO-Haus

MUSIK ENTDECKEN NEULAND

Fr | 4. Juni 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

ZKO-FESTIVAL MIT KSENIJA SIDOROVA VON VENEDIG NACH BUENOS AIRES

Sa | 5. Juni 2027 | 11 / 14 Uhr ZKO-Haus

KINDERKONZERT / ZKO-FESTIVAL DIE ZAUBERKUGEL

Sa | 5. Juni 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

ZKO-FESTIVAL MIT KSENIJA SIDOROVA CINEMA PARADISO

So | 6. Juni 2027 | 11.00 Uhr ZKO-Haus

ZKO-FESTIVAL MIT KSENIJA SIDOROVA MEISTERWERKE

So | 6. Juni 2027 | 14.30 Uhr ZKO-Haus

ZKO-FESTIVAL MIT KSENIJA SIDOROVA TIME TO TANGO

Do | 10. Juni 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

ABSCHLUSSKONZERT JUNGES ZKO

Fr | 11. Juni 2027 | 19.30 Uhr ZKO-Haus

ABSCHLUSSKONZERT JUNGES ZKO

So | 13. Juni 2027 | 11 / 14 / 16 Uhr ZKO-Haus

ABC-KONZERT DIE ABENTEUER DER MAUS LOU: UNTERWASSERWELTEN MIT PAUL KLEE

Di | 22. Juni 2027 | 19.30 Uhr Tonhalle Zürich

GENIESTREICHE DANIEL HOPE & KRISTIAN BEZUIDENHOUT

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Tickets und Impressum

Tickets

Impressum

ZKO BERATUNG UND VERKAUF Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich tickets@zko.ch, Tel. 044 552 59 00 Mo – Fr, 11.00 – 12.30 Uhr | 13.30 – 16.00 Uhr

HERAUSGEBER Zürcher Kammerorchester-Verein Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich

BILLETTKASSE TONHALLE ZÜRICH Claridenstrasse 7, 8002 Zürich Tel. 044 206 34 34 SCHAUSPIELHAUS PFAUEN (für Konzerte im Schauspielhaus) Rämistrasse 34, 8001 Zürich Tel. 044 258 77 77

Produktion PRODUKTION Multicolor Media Luzern AUFLAGE UND ERSCHEINUNGSDATUM 10 000 Ex., erscheint zweimal jährlich September 2026

Besuchen Sie uns auf

www.zko.ch

REDAKTION Petra Meyer MITARBEIT Cinzia Caracciolo, Franziska Frey, Thomas Hunziker, Alexandra Steiner AUTOR:INNEN Silvio Badolato, Marvin Josef Deitz, Mara-Sarina Eberhard, Anna Maria Hausmann, Dr. Corinne Holtz (www.corinneholtz.ch), Robin Keller, Petra Meyer, Helen Oplatka BILDNACHWEIS Covergestaltung © Glück Berlin S. 3: Franziska Frey © Thomas Entzeroth S. 4/5: Daniel Hope © Thomas Entzeroth; Ian Bostridge © Marco Borggreve; Asya Fateyeva © Marco Borggreve; Gabriela Montero © Anders Brogaard S. 6/9: Daniel Hope & ZKO © Thomas Entzeroth S. 10: Daniel Bard © Michel Bumann/ZKO S. 12/13: Wandelkonzert © Michel Bumann/ZKO S. 14: Erich Kästner, 1931 © Nachlass-Luiselotte-Enderle-RA-Beisler-Muenchen S. 16: Benjamin Britten, 1948 © Roland Haupt S. 18/19: Anna Clyne © Victoria Stevens S. 21: Daniel Hope & ZKO © Thomas Entzeroth S. 22: Weihnachtskonzert © Michel Bumann/ZKO S. 24: Asya Fateyeva © Marco Borggreve S. 26: Seon-Deok Baik © Michel Bumann/ZKO S. 28: Maria Lassnig, Malfluss=Lebensfluss, 1996 © Maria Lassnig Stiftung / 2025, ProLitteris, Zürich S. 30: Gabriela Montero © Anders Brogaard S. 32: Olga Tokarczuk © © Łukasz Giza S. 37: Daniel Bard © Nikolaj Lund; Nikola Mosca © Michel Bumann/ZKO; Willi Zimmermann © Michel Bumann/ZKO S. 38/39: Brain Vibrator © Martin Wanner; 70° North – The Scent of Ice © Jonas Kuhn & Max Roth; Notturno © Arnaldo Ricciardi S. 40/41: ZKO-Freunde © Linda Schürmann/ZKO S. 42: ZKO in der Frauenkirche Dresden © M. Schmidt S. 47: Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich © Thomas Entzeroth ILLUSTRATIONEN S. 34: Guten Tag, kleines Schweinchen © Lizenziert durch Janosch film & medien AG, Berlin S. 34: Der kleine Igel und die rote Mütze © Tina Macnaugthon, Brunnen-Verlag S. 35: Die Abenteuer der Maus Lou: Weihnachten im Brombeerhag © Michel Bumann/ZKO S. 35: Die Schneekönigin © Bernadette, NordSüd Verlag GESTALTUNG UND LAYOUT Michel Bumann


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OPUS - Programm-Magazin - 09/26 bis 01/27 by Zürcher Kammerorchester - Issuu