Es sprudelt, plätschert und fliesst in Zürich: Der Zürichsee im Herzen der Stadt, die Sihl, welche direkt aus den Voralpen fliesst, und die Limmat, die sich an Altstadtbauten vorbei und durch aufstrebende Quartiere schlängelt, verleihen Zürich mediterrane Frische. Aus den Wasserhähnen und in über 1'200 öffentlich zugänglichen Brunnen fliesst hochwertiges und gut schmeckendes Trinkwasser. Eine einladende Badekultur, Schifffahrten, Wassersport, Wellness oder der Rheinfall – Europas mächtigster Wasserfall: In Zürich locken unzählige Wassererlebnisse. ➡ zuerich.com/wasser
Von mediterraner Frische und Entspannung
Entwicklung der Zür cher Badekult ur
Die Geschichte der «Badis», wie die Einheimischen ihre Bäder nennen, ist eine Architektur - und damit auch eine Kulturgeschichte. Mit der Lage der Stadt ist das Wasser allgegenwärtig. Gegründet wurde die Zürcher Badekultur von den alten Römern, die vor über 2'000 Jahren beim heutigen Weinplatz das erste Bad errichteten – Überreste davon sind noch heute sichtbar. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde
Hygiene zu einem wichtigen öffentlichen Thema und die Stadt Zürich begann mit dem Bau zahlreicher
Badehäuser, da d ie Ausstattung aller Häuser mit fliessendem Wasser zu teuer gewesen wäre: 60 Prozent der Zürcher Wohnungen verfügten über kein Badezimmer. Bis 1900 wurden 20 Badehäuser errichtet – natürlich streng nach Geschlechtern getrennt und mit einer Beschränkung auf eine Stunde Badezeit pro Person. Während des folgenden Bäderbooms entwickelte sich der Besuch öffentlicher
Badeanstalten zum festen Bestandteil des Zürcher Alltags. Die zeitliche Beschränkung wurde abgeschafft und vermehrt wurde Platz für Sonnenbäder gesc haffen. Die Revolution kam 1922 mit dem Seebad Mythenquai. Die neue Körperkultur – und auch die Ansicht der Ärzte – bestand darin, sich mit Bewegung und Erholung in der Natur etwas Gutes zu tun. Kein Wunder also, dass sich das Baden für die Einheimischen l ängst zu einem regelrechten Kult entwickelt hat. Die Zürcher :innen lieben ihre Badis. Aber auch Gäste finden im grossen Angebot ihre passende Badeanstalt. In der «Frauenbadi» geniessen ausschliesslich Frauen ein Sonnenbad mit Blick aufs Grossmünster. Das ä lteste Kastenbad der Stadt wurde 1837 als kleines «Badhaus für Frauenzimmer» gebaut und ist bis heute weiblichen Gästen vorbehalten. Das Flussbad am Schanzengraben wiederum gewährt tagsüber ausschliesslich Männern Zutritt zur kleinen Badeoase. Nach Einbruc h der Dämmerung öffnen sich in beiden Bädern die Tore für alle – zum gemütlichen Ausklingen des Tages am glitzernden Wasser.
Im Überblick
Mit der grössten Bäderdichte Europas ist Zürich ein wahres Paradies für Badefreudige und keine Badi gleicht der anderen. Sie stammen aus unterschiedlichen Epochen der bewegten Geschichte der letzten 150 Jahre und stehen als Zeitzeugen über die ganze Stadt verteilt. Auf Stadtgebiet gibt es sechs Becken -Freibäder, sechs Strand - bzw. Seebäder, fünf Flussbäder und ein Thermalbad. Dazu kommen mehrere Luft - und Sonnenbäder, viele Kilometer «wilder» Badestellen rund um See und Fluss sowie sieben Hallenbäder – zum Teil mit Liegewiesen. Zu diesen 24 öffentlichen Schwimmbädern gesellen sich noch einige Schulschwimmbäder, die zu bestimmten Zeiten auch dem allgemeinen Badebetrieb offenstehen. Die meisten Freibäder öffnen jeweils von Mai bis September. Besonders im Somme r verwandelt sich Zürich in einen urbanen Wasserpark. Doch nicht nur das Baden gehört zur Kultur: Aktivitäten auf und neben dem Wasser machen Zürich zu einem erlebnisreichen Reiseziel und bieten ein vielseitiges Angebot.
Vielseitiges Angebot auf, im und neben dem Wasser «Walking on Water» – bei dieser besonderen Stadtführung auf dem Stand -Up Paddle lassen sich die geschichtsträchtigen Orte Zürichs aus einer einzigartigen Wasserperspektive entdecken. Stand -Up
Zürich Tourismus
Wasserstadt , Zürich, Schweiz.
Recherchetext
Paddles können an verschiedenen Standorten auch für den eigenen Gebrauch gemietet werden – ob für Basiskurse, Yoga -Stunden oder eine Moonlight -Session. ➡ Stand Up Paddle
Urbansurf feiert die Surfkultur mitten in Zürich – im trendigen Gerold -Quartier beim Bahnhof Hardbrücke . Hier leben Surfbegeisterte ihre Leidenschaft im urbanen Umfeld aus und auch Neulinge wagen sich erstmals aufs Board. Wer sich noch nicht auf die Outdoor -Wellenreitanlage traut, kann Wakeboarden auf dem Zürichsee ausprobieren. Auch bei dieser Wassersporta rt ist Balance gefragt: Stehend auf dem Brett hält man sich an einem Seil fest, das mit dem Boot verbunden ist, und gleitet auf dessen Wellen dahin. Eine Wakeboard -Session ist nicht nur ein sportliches Erlebnis, sondern auch ein Fitnesstraining mit traumha fter Aussicht auf die umliegende Landschaft.
➡ Urbansurf
Nebst Kursschiffen erfreuen sich Pedalos und Mietboote grosser Beliebtheit. Für private Touren empfiehlt sich die Bootsvermietung Lago am Utoquai – mit Zürichs erstem Solarboot zur Miete. Auch Motorboote, Segelyachten, Aquascooter, Elektroboote und kleinere Schiffe stehen hier zur Auswahl. Weitere Verleihstat ionen wie «Pier 7 »bei der Quaibrücke sowie die Bootsvermietungen am Bürkliplatz und in Zürich -Enge bieten Ruderboote und Pedalos an.
➡ Lago Bootsver leih
➡ Pedalo und Bootsvermietung Enge
Wer es gemütlicher mag, springt beim Platzspitz -Park hinter dem Hauptbahnhof mit einem Dry -Bag vom Drahtschmidlisteg in die Limmat und lässt sich bis nach Schlieren treiben – ganz entspannt, im Rhythmus des Flusses. Besonders beliebt bei den Zürcher:innen ist das sogenannte Floaten : In allen Farben treiben Schlauchboote, Luftmatratzen und Schwimmreifen während rund zwei Stunden gemütlich flussabwärts.
Entspannung pur findet man in den Seebadis Enge und Utoquai – mit Sauna - und Massageangeboten direkt am Wasser. Viele Mittelklassehotels verfügen über eigene Spas oder Dampfbäder, während Luxushotels grosszügige Wellnessbereiche mit Aussicht bieten. Der vielleicht heisseste Tipp: das Saunaboot auf dem Zürichsee. In aller Ruhe schwitzen, draussen oder im Ruheraum entspannen – mit atemberaubendem Panoramablick auf Stadt und Alpen. Das Angebot beinhaltet vier Stunden Saunavergnügen für zwei bis sechs Personen, Bademantel und Slippers sowie Getränke können dazu gebucht oder mitgebracht werden. Ein Schiffsführerausweis ist nicht erforderlich.
➡ Saunaboot
Für ganzheitliche Erholung sorgt das einzige Thermalbad Zürichs , das Hürlimann, mit 27 Grad warmem Thermalquellwasser. Das einzigartige Römisch -Irische Spa -Ritual verbindet antike Badekulturen zu einem besonderen Reinigungs - und Entspannungsprozess – exklusiv in der Schweiz.
➡ Thermalbad Hürlimann & Spa Zürich
Zürich Tourismus
Gessnerallee 3, CH -8001 Zürich
Wasserstadt , Zürich, Schweiz.
Recherchetext
Auch sonst hat die Stadt viel Entspannung zu bieten: Der Hammam im Stadtbad , inspiriert von traditionellen türkischen Bädern, ergänzt sein Angebot um Sauna und vielfältige Spa -Behandlungen. Eine neuartige Form von Social Wellness bietet KEEN Wellbeing – mit einer Kombination aus Sauna, Eisbädern und sogenannten Active Experiences für Körper und Geist.
➡ KEEN Wellbeing
➡ Hammam Stadtbad
Und wer denkt, dass sich Zürich nur im Sommer im Wasser erleben lässt, irrt: Kaltbaden im Zürichsee oder in der Limmat ist zur Neujahrstradition geworden. Einige Anlagen wie die Seebäder Tiefenbrunnen und Mythenquai sowie die Freibäder Letzigraben und Allenmoos bleiben auch im Winter als Parkanlagen geöffnet.
Zürich -Wasser zum Trinken: Aus über 1'200 Brunnen
Köstliches Trinkwasser fliesst in ganz Zürich aus über 1'200 Brunnen. Die meisten führen denselben Mix wie das städtische Leitungswasser: 70 Prozent Seewasser, 15 Prozent Grundwasser und 15 Prozent Quellwasser. Rund 400 Brunnen werden ausschliesslich mit Q uellwasser gespeist – einer davon ist der Brunnen am Napfplatz. Diese Quellwasserbrunnen arbeiten besonders ökologisch, da sie Wasser nutzen, das weder aufbereitet noch gepumpt werden muss. Zudem sichern sie über ein unabhängiges Netz die Wasserversorgung in Notzeiten. Rund 80 dieser sogenannten Notwasserbrunnen, die 1973 vom Innenarchitekten Alf Aebersold entworfen wurden, sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Was die Hygiene betrifft, ist das Zürcher Brunnenwasser mindestens so hochwertig wie gekauftes Mineralwasser – lediglich der Mineralstoffgehalt ist teilweise etwas niedriger. Auch ökologisch liegt das städtische Wasser im Trend: Auf dem Weg ins Haus benötigt es bis zu 1'000 -mal weniger Energie als abgefülltes Mineralwasser aus dem Handel. Die Br unnengeschichte Zürichs reicht rund 500 Jahre zurück. Anfangs dienten die einfachen Wasserspender als Orte der Geselligkeit, heute zieren kunstvoll gestaltete Brunnen Gassen und Plätze und fungieren als Kunstwerke im öffentlichen Raum. Einst wurde Zürich a ufgrund seiner vielen griechisch inspirierten Brunnen sogar als LimmatAthen bezeichnet. Der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli setzte dieser Pracht jedoch ein Ende: Er bekämpfte die prunkvollen, religiös geprägten Verzierungen katholischer Traditionen un d liess unzählige Götzenbilder, Kunstwerke – und eben auch Brunnenfiguren – entfernen oder zerstören. ➡ zuerich.com/brunnen
Schifffahrten: vom nostalgischen Dampfschiff bis zum Miet -Solarboot Wer gerne gemütlich auf dem Wasser unterwegs ist, erkundet die Natur entlang der Ufer oder die Altstadt an der Limmat am besten per Schiff. Mit einer lauwarmen Brise im Gesicht und dem Blick auf die grüne Umgebung lohnt sich eine Schifffahrt auf dem Zürich see besonders im Frühling und Sommer. Die Zürichsee -Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) bietet täglich verschiedene Rundfahrten zwischen Zürich und Rapperswil an – mit Fahrzeiten zwischen einer und sieben Stunden. Abgelegt wird jeweils an der Schifflände beim Bürkliplatz. Zum Einsatz kommen sowohl moderne Motorschiffe als auch nostalgische Dampfschiffe. Ein besonderes Highlight ist der historische Raddampfer „Stadt Rapperswil“,
Zürich Tourismus
Gessnerallee 3, CH -8001 Zürich
Wasserstadt , Zürich, Schweiz.
einer der letzten Dampfer, die von der Firma Escher Wyss in Zürich -West gebaut wurden. Sein Schwesterschiff, die „Stadt Zürich“, stammt aus dem Jahr 1909 und wurde ebenfalls dort gefertigt. Für zusätzliche Abwechslung sorgen Erlebnisfahrten – sogenannte Traumschiffe. Ob Lunch -, Brunch, BBQ - oder Fondueschiffe – hier wird die Fahrt mit kulinarischem Genuss kombiniert. Auf Partyschiffen darf zu Oldies, Schlagermusik oder Salsa getanzt und gefe iert werden
Ereignisse im Wasser
Seeüberquerung:
Einmal im Jahr schwimmen viele Zürcher:innen gemeinsam die 1'500 Meter von der Badi Mythenquai auf die gegenüberliegende Seite zur Badi Tiefenbrunnen. Rund zwei Dutzend Bojen und Ballonsäulen weisen den Schwimmenden den Weg – Schwimmhilfen sind dabei nicht erlaubt. Drei Termine stehen im Sommer für die Seeüberquerung zur Auswahl, wobei das Wasser eine Mindesttemperatur von 21 Grad aufweisen muss. Die erste Seeüberquerung fand 1985 statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 9'000 Personen begrenzt.
➡ Seeüberquerung
Limmatschwimmen:
Erstmals 1945 vom Schwimmclub Zürileu organisiert, schwimmen die Zürcher:innen jeweils am letzten Wochenende der Schulsommerferien von der Frauenbadi flussabwärts zum Oberen Letten. Diese Strecke darf nur an diesem einen Tag im Jahr offiziell geschwommen w erden.
➡ Limmatschwimmen
Samichlausschwimmen:
Beim Samichlausschwimmen wird der Winter mutig begrü ss t: 2018 wurde mit 352 Teilnehmenden ein neuer Rekord aufgestellt. Anfang Dezember, bei Wassertemperaturen von 6 bis 8 Grad, schwimmen die Teilnehmer:innen 111 Meter vom Pier 7 zur Frauenbadi. Laut Angaben der Veranstalter sind Neoprenanzüge oder Melkfett e rlaubt – allerdings gilt man dann als Warmduscher. Verkleidungen wie ein Samichlaus -Anzug sind ausdrücklich willkommen. Am Ziel warten heisser Tee und Gerstensuppe auf die tapferen Schwimmer:innen.
➡ Samichlausschwimmen
Erfrischende Ausflüge
1983 wurden unter den heutigen Häusern am Weinplatz die Überreste der römischen Bäder von Turicum entdeckt und freigelegt. Gefundene Mosaiksteinchen und Überbleibsel von Wandbemalungen lassen auf ein gehobenes Etablissement schliessen. Heute können die Übe rreste in der Thermengasse nahe der Kirche St. Peter über einen Metallgittersteg besichtigt werden. Informationstafeln und Schaukästen geben Einblick in die römische Badetradition in Zürich.
Das Alpamare in Pfäffikon SZ zelebriert hingegen modernen Badespass. Europas grösster überdachter Wasserpark bietet 11 Riesenrutschbahnen, ein Wellenbad, Aussenbecken, Thermen sowie einen Wellnessbereich – ein Paradies für Gross und Klein.
Zürich Tourismus
Gessnerallee 3, CH -8001 Zürich
Wasserstadt , Zürich, Schweiz.
Recherchetext
Unweit von Pfäffikon lädt die längste Holzbrücke der Schweiz, von Rapperswil nach Hurden, zu einem rund 20 -minütigen, romantischen Spaziergang über den Zürichsee ein. Von der Brücke aus sichtbar: die idyllischen Inseln Lützelau und Ufenau, die per Schiff e rreichbar sind und perfekte Orte für einen entspannten Tagesausflug inmitten des sanft wogenden Sees darstellen.
Für intensive Naturerlebnisse lohnen sich Ausflüge an den Zugersee, ins Neeracher Ried – eines der letzten Flachmoore der Schweiz – oder ins Seleger Moor bei Rifferswil, das mit seiner Blütenpracht begeistert.
Die enorme Kraft des Wassers zeigt sich eindrucksvoll am Rheinfall, dem mächtigsten Wasserfall Europas. Mutige Besucher:innen fahren mit dem Boot ganz nah an die tosenden Wassermassen heran –ein Naturspektakel, wenn bis zu 600'000 Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe stürzen.
Nur rund 30 Minuten vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt, erreicht man das mineralreichste Thermalwasser der Schweiz. In Baden sprudelt es mit 47 °C aus den Tiefen in die moderne Wellness -Therme „Fortyseven “, entworfen vom Stararchitekten Mario Botta direkt an der Limmat. Ein grossz ügiger Saunabereich sowie der audiovisuelle Erlebnisraum „Kosmos “ – gestaltet mit Sounddesign von Boris Blank (Yello) – sorgen f ür mentale Erholung. Erg änzt wird das Angebot durch wohltuende Massagen, Beauty -Behandlungen und exklusi ve Wohlfühl -Packages.
Kontakt
Zürich Tourismus
Media Relations
Gessnerallee 3
CH -800 1Zürich
T +41 44 215 40 96
➡ media@zuerich.com
➡ zuerich. com/medien
Bilder und Videos
In unserer Mediendatenbank haben Sie Zugang zu unserer abwechslungsreichen Bildwelt.