Skip to main content

Aargauer Wirtschaft 04/19

Page 1

s m u ä l i Jub ausgabe

AZB CH-5001 Aarau PP / Journal

Nr. 4 / 17. April 2019

Unternehmerisch.

Dr. Sara Korner-Wyss Apotheke Gränichen AG, Gränichen

Adrian Meier Hotel Restaurant zum Sternen, Würenlingen

ztprint.ch

abaclik.ch

GEMEINSAM HOCH HINAUS

Partnerschaft beruht auf gegenseitiger Wertschätzung.

Der Printbereich der ZT Medien AG

rohrag.ch

W W W . A G V . C H

Urs Baumgartner Schreinerei Müller AG, Tegerfelden


Wo man sich seit 125 Jahren engagiert, sind wir

am richtigen Ort.

Wir gratulieren dem Aargauischen Gewerbeverband zum Jubiläum!

Finale! Wer gewinnt am 25. April 2019 den 13. Aargauer Unternehmenspreis? Kategorie Kleinunternehmen:

Kategorie mittelgrosse Unternehmen:

Kategorie grosse Unternehmen:

unternehmenspreis.ch


EDITORIAL  3

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

INHALT 4 Unternehmerisch. 8 Der Regierungsrat ­gratuliert!

10 Eine verlässliche bürgerliche Kraft 12 Warum ich mich beim AGV engagiere und warum ich Mitglied bin 14 Die Vorteile des dualen Berufsbildungssystems im eigenen Betrieb 16 Aargauischer Gewerbe­ verband (AGV) 18 Gewerbevereine und Berufsverbände 20 Berufswelten entdecken 22 Erfolgreiche Mandats­ betreuung 24 Im Einsatz für das Aar­ gauer Gewerbe 26 Bezirk Zofingen startete elegant und schwung­ voll ins AGV-Jubiläums­ jahr

Thema im Mai: Sport und Wirtschaft Thema im Juni: Wasser Thema im Juli: Militär und Sicherheit

AUFFÄLLIGE ÄHNLICHKEITEN Anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums des AGV soll unter anderem im Herbst 2019 ein Zeitdokument in Form eines Buches publiziert werden. Bereits beim ersten Sichten der archivierten Dokumente fällt auf, dass sehr viele Themen, welche den AGV seit 125 Jahren immer wieder beschäftigten, auch heute noch aktuell sind. Gewerbliche Organisationen wollten für ihre Mitglieder primär gute Rahmenbedingungen sowie eine marktorientierte Berufsausbildung, welche ein angemessenes Auskommen ermöglichen. Damit eine echte Konkurrenzfähigkeit oder Chancengleichheit gegeben ist, forderte man eine Politik der «gleich langen Spiesse». Denn wenn andere Kantone und Länder ihre Märkte und Berufsleute schützten, dann musste dies auch im Kanton Aargau möglich sein. Heute längst verbotene Kartelle wurden auch positiv bewertet, denn dies war oft die einzige Möglichkeit, um sich gegen übermächtige Konzerne zu wehren, welche über marktbeherrschendes Potential und eigene politische Interessenvertreter verfügten. Auch bei den aktuellen Themen, wie STAF (Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung), BöB (Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen) oder auch dem Rahmenabkommen (institutionelles Abkommen der Schweiz mit der EU), geht es darum, dass Schweizer KMU gegenüber Konkurrenten keine Benachteiligungen erleiden. Im Bereich der Berufsbildung ist der durch die Gewerbeorganisationen erschaffene Wert wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich unermesslich gross. Die primäre Ausrichtung der Berufsbildung im qualitativen Bereich (Erhaltung der weltweiten Konkurrenzfähigkeit durch schnelle Anpassungen aber auch quantitativ (Lehrstellenanzahl passt sich schnell in jedem Beruf dem Markt an) hat sich bestens bewährt. Auch hier galt und gilt es diesem äusserst erfolgreichen System Sorge zu tragen und es vor allzu starkem staatlichen (politischen) Einfluss zu schützen. Die 125-jährige Geschichte des AGV deckt auf, dass der Zweck und Ziel, die Interessenvertretung der KMU und des dualen Berufsbildungssystems, notwendig und sinnvoll waren und weiterhin sind. Somit wird sich der AGV auch inskünftig mit vielen neuen aber auch bekannten Themen beschäftigen.

Peter Fröhlich Geschäftsleiter Aargauischer Gewerbeverband AGV

➤ BEILAGE «Swisscom»

IMPRESSUM Mitteilungsblatt für die Mitglieder des Aargauischen Gewerbeverbands, 15. Jahrgang Herausgeber AGV Aargauischer Gewerbeverband, Gewerbehaus, Entfelderstrasse 19, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062 746 20 40, Fax 062 746 20 41, E-Mail agwi@agv.ch Redaktion Peter Fröhlich, Geschäftsleiter AGV, Andreas Wagner, Geschäftsleiter-Stv. AGV, Kurt Schmid, Präsident AGV, Renate Kaufmann, Mitglied GL AGV, Eveline Frei Beiträge Michael Bösiger, Thierry Burkart, Flavio De Nando, Adrian Gaberthüel, Benjamin Giezendanner, Walter Häfeli, Anna Tina Heuss, Dr. Urs Hofmann, Jean-François Rime, Christine Wullschleger AGV ­Aargauischer Gewerbe­verband Auflage 160 000 Ex. (normal 11 000 Ex.) ­Erscheinungsort: Zofingen, E­ rscheinungsweise: 12-mal pro Jahr, ­Nachdruck unter ­Quellen­angabe gestattet, Belegsexemplare erbeten Herstellung ZT Medien AG, Henzmann­strasse 20, 4800 Zofingen, Telefon 062 745 93 93, Fax 062 745 93 49, www.ztmedien.ch A ­ nzeigenverwaltung Inweb AG, Postfach, 8153 Rümlang, Telefon 044 818 03 07, Fax 044 818 03 08, www.inwebag.ch Inserateschluss am 20. des Vormonats B ­ esuchen Sie uns auf dem Internet: www.agv.ch

Adressänderungen an agwi@agv.ch


4  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

UNTERNEHMERISCH. Die 125-jährige Geschichte des Aargauischen Gewer­ beverbandes AGV ist eine Erfolgsstory. Die Gründung erfolgte am 7. April 1894 aus dem Bedürfnis einer koor­ dinierten Berufsausbildung. Der Fortschritt in Technik, Mobilität und Kommunika­ tion war 125 Jahre lang die Triebfeder für Veränderungen. Das kollektive Engagement befasste sich vor allem mit der Berufsbildung, mit dem Verkehr, mit der Steuerbelas­ tung, mit der Bürokratie und mit der Reglementierung. Der AGV geniesst als grösster Wirtschaftsverband im Aar­ gau sowohl bei seinen rund 11 000 Mitgliedern wie auch in Politik und Wirtschaft eine hohe Akzeptanz.

1

25 Jahre haben Unternehmerinnen und Unternehmer den Zusammenhalt der Wirtschaft gesucht und gepflegt. Zusammen mit den Mitarbeitenden haben sie für den beruflichen Nachwuchs und mit geeinter Arbeitskraft für Wohlstand im Aargau gesorgt. Der Dank und der Respekt gehört deshalb insbesondere den Ausbildnerinnen und Ausbildnern, welche sich für den fortschrittlichen Berufsnachwuchs eingesetzt haben. Die Diskussionen drehen sich immer im Spannungsfeld zwischen freier Marktwirtschaft und einengender Regulierung. Mein Studium der Geschichte des AGV führt mich zum Schluss, dass sich der AGV und seine Exponentinnen und Exponenten stets unterneh-

Kurt Schmid Präsident Aargauischer Gewerbeverband AGV

merisch verhalten: Ist der Weg auch noch so beschwerlich, die Unternehmerinnen und Unternehmer orientieren sich nach vorne. Sie finden einen Weg. Optimismus und Erfindergeist treiben sie an. Die Solidarität im Unternehmerkreis spielt. Die Gewerbevereine und die Berufsverbände und somit der AGV geben den KMU Rückhalt, aber auch eine kollektive Wirkungskraft.

Handwerks- und Gewerbevereinen zur gezielten Förderung der Gesellen- und Meisterausbildung. Der Ruf nach einer kantonalen Dachorganisation fruchtete. Am 7. April 1894 wurde die Gründung angeregt, drei Monate später die Gründung beschlossen und am 20. Oktober 1895 formell vollzogen. Der Verband wuchs rasch, dank festen und zukunftstauglichen Strukturen.

Von der Zunft zum Gewerbeverein Das Zunftwesen beherrschte den kommunalen und regionalen Markt über Jahrhunderte. Die Französische Revolution wandte sich definitiv gegen das Zunftwesen. Das liberale Gedankengut verlangte die völlige Freiheit des Handels und des Gewerbes. Das städtische Handwerk mit seinen traditionellen Zunftrechten bekam Konkurrenz durch die ländlichen Handwerksleute. Das Hausiergewerbe rüttelte die traditionelle Markbestimmung zusätzlich auf. Im Aargau kam schon 1813 die erste «Gewerbeordnung» zustande. Die Handwerkgesellschaften organisierten sich neu. Die ersten Gewerbevereine im Aargau waren 1837 Zofingen, 1845 Aarau und 1865 Rheinfelden. Die ersten Berufsverbände waren 1840 der Aargauische Apothekerverein, 1884 der Verband Aargauischer Wirtevereine und 1888 der Aargauische Schreinermeisterverband. 1860 erklärte die Regierung alle Handwerke für zunftfrei. Die Entwicklung stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Veränderungen: Die industrielle Revolution stellte die Produktion von Gütern auf eine völlig neue Grundlage. Die verkehrsmässige Erschliessung unseres Landes begünstigte die Logistik. Und die Bevölkerung wuchs stark an.

Die duale Berufsbildung wurde zum Erfolgsrezept der Wirtschaft Das duale Berufsbildungssystem stand zu keinem Zeitpunkt im Zweifel. Es wurde über Jahrzehnte systematisch verankert. Die Berufsverbände halten das Zepter wohlweislich fest in der Hand. International wird unsere Berufsbildung bewundert. Sie lässt sich aber nicht einfach kopieren. Die tiefe Jugendarbeitslosigkeit haben wir dem dualen System (Praxis und Theorie werden im Einklang vermittelt) zu verdanken. Dies ist mittlerweile unbestritten. Doch die Berufslehre ist bloss der erste Schritt. Die Vorbereitungskurse zu den Meisterprüfungen sind folgewichtig. Die Komplexität in Wirtschaft und Gesellschaft verlangt ständig nach fundierten Aus- und Weiterbildungen. Die Ausbildungen an den Fachhochschulen in direkten Verbindungen mit den Unternehmen garantieren den Innovationstransfer. 1981 entstand die erste Berufsschau der Neuzeit. Vom 3. bis 8. September 2019 findet sie zum 16. Male statt. Es ist die grösste Berufsschau ihrer Art in der Schweiz. Auch in diesem Herbst erwarten wir rund 40 000 Besucherinnen und Besucher, vorallem Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit ihren Lehrpersonen und ihren Eltern.

Die Geburtsstunde vom 7. April 1894 Im föderativen Staatsaufbau ist die Berufsbildung eine kantonale Aufgabe. Die Berufsbildung gab den Anstoss für die Gründung des Aargauischen Gewerbeverbandes. Der Bedarf an Fachkräften führte bei den Berufsverbänden wie auch bei den

Nicht gegen die Politik, ­sondern mit der Politik Der AGV war sich immer bewusst, dass eine zielbewusste Gewerbepolitik nur in Zusammenarbeit mit den politischen Parteien betrieben werden könne. Über längere Zeit stand im letzten Jahrhundert die Gründung einer eigenen Mittelstandspartei zur

Diskussion. Der Gedanke wurde letztlich aber immer wieder verworfen. 1929 wurde dann zur Stärkung des politischen Einflusses die gewerbliche Grossratsgruppe gebildet. Diese direkte Verbindung in die Fraktionen wirkte sich von Beginn weg vorteilhaft aus. Sie ist auch heute noch eine wichtige Plattform. Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen Mehr als ein symbolisches Zeichen der florierenden Wirtschaft war stets der Zustrom der ausländischen Arbeitskräfte. 1948 vereinbarte die Schweiz mit Italien die ersten Gastarbeiterverträge. Die Bilder von den Strassen und Tunnel bauenden Italienern bleiben unvergesslich. Ohne sie hätten die Baufirmen die Aufträge nicht erfüllen können. Der Schriftsteller Max Frisch beschreibt die Bedeutung der «Gastarbeiter» mit dem legendären Satz «Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen». Die Überfremdung wird in den 1960er Jahren erstmals zum Reizwort. Der Bundesrat setzte 1965 Abbaumassnahmen ein, die ihre Wirkung zeigten. Die Initiativen zur Überfremdung tauchen wie Wellen immer wieder auf. Fakt war aber immer, dass die KMU auf die ausländischen Arbeitskräfte angewiesen waren und sind. Im Aargau sind auch die Grenzgänger nicht wegzudenken. Gewerbeausstellungen kontra Kantonsmesse Die Gewerbeausstellungen werden zur idealen Plattform der KMU im ganzen Kanton. Schon Mitte des letzten Jahrhunderts gab es jährlich rund zehn solcher lokaler und regionaler Veranstaltungen. 1950 fanden 18 Ausstellungen statt, aber auch 2017 gab es 17 Ausstellungen. Die Versuche, eine kantonale Wirtschaftsmesse zu organisieren, scheiterten allesamt. Die Gewerbeausstellungen geniessen trotz digitaler Vermarktungsinstrumente einen hohen Besucherstrom. Sie führen die Menschen physisch zusammen. Das regionale Treffen der Bevölkerung ist eine Attraktivität. Die Unternehmen schaffen den nützlichen Rahmen dazu.


125 JAHRE AGV  5

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Kauft einheimische Produkte Die Unternehmen tun sich mit dem veränderten Konsumentenverhalten immer schwer. Schon vor bald hundert Jahren wurde die «Schweizer Woche» lanciert, die mit Plakaten in den Verkaufsstellen darauf zielt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten doch bitte einheimische Produkte kaufen mögen.

Das Erstarken der Genossenschaften allgemein sowie der Migros und des Konsums (heute Coop) im Besonderen beschäftigte den AGV und a­ ndere

kantonale Gewerbeorganisationen fortwährend. Es wurde als Schutzmassnahme vor dieser «Gefahr» ein gesetzliches nationales ­ Verbot der fahrenden Migros-Läden angestrebt. Mit Erfolg. Im Kanton Aargau entschied 1947 der Regierungsrat, dass das Verbot für fahrende Läden in Kraft bleibe. Das Aufkommen der Grossverteiler war den Gewerbetreibenden über Jahrzehnte ein Dorn im Auge. Die Grossverteiler wurden von den Gewerbevereinen lange nicht aufgenommen. Der AGV weist im Gegenzug stets auf den Kundendienst hin: «Es ist immer wieder notwendig, darauf hinzuweisen, dass auch für das Handwerk eine intensive und systematische Werbung ein wesentlicher Faktor im allgemeinen Wettbewerb geworden ist.» Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Detaillisten und Dienstleister können im lokalen Umfeld vom Kundenstrom der Grossverteiler profitieren. Die Dorf- und Stadtkerne verkümmern. Dies bereitet den Behörden, den Unternehmen, aber auch der Bevölkerung zunehmend Sorgen. Der AGV hat im 2018 ein Thesenpapier publiziert, das eine breite Diskussion ausgelöst hat und nach Lösungen ruft. Eine Attraktivierung ist nur möglich, wenn die BauKMU-Barometer 2008–2018

100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20%

vorschriften in den Ortskernen mas- Regulierungen. Im Sorgenbarometer siv gelockert werden. der Umfragen steht die Bürokratie und Regulierung hartnäckig zuLadenschlussgesetz ein oberst. Hoffnung bringt die Digitali­Dauerbrenner sierung. Durch intelligente AuswerDas Ladenschlussgesetz von 1940 tungen und Vernetzungen gelingt es erlaubte an drei Sonntagen vor Weih- vielleicht in der Zukunft, den Zeitaufnachten die Läden offen zu halten. Es wand für die Erstellung und Erfassetzte sich nicht durch. Auf Empfeh- sung von öffentlich verlangten Inforlung der Landeskirchen unterstützte mationen zu reduzieren. Die Produkauch der AGV im Jahre 1953 das te müssen ständig höheren QualitäVerbot von Sonntagsverkäufen. Die ten, Beschreibungen und HygieneEröffnung des Shopping Centers in vorschriften genügen. Auch dies erSpreitenbach im 1970 rüttelte die fordert mehr Administration. Detaillisten auf. Das Einkaufen wurde plötzlich zur Freizeitbeschäftigung. Steuererhöhungen nein Zunehmend fielen die starren Ein- Der AGV hat sich fortwährend gegen kaufszeiten. Die Abendverkäufe wur- steigende Steuer- und Gebührenbeden zum grossen Erfolg. Das digitale lastungen gewehrt. Dies stets aus Zeitalter schüttelt nun die grossen zwei Gründen: Mit höheren SteuerEinkaufszentren durch. Die Menschen einnahmen erhält die öffentliche kaufen online ein. Sie brauchen kei- Hand zum einen vermehrte Geldmitnen Laden mehr. Während früher die tel, was zwangsläufig zu einem AusHausierer das Geschäft der Detaillis- bau des Staatsapparates (höhere ten kaputt machten, sind es heute die Staatsquote) führt, und zum anderen Online-Verkäufer. Doch viele Betriebe entziehen sie den Menschen den haben die Zeichen der Zeit erkannt ­finanziellen Spielraum, weil sie mit und haben sich dem Einkaufstrend höheren Steuern weniger Mittel für Investitionen und Konsum zur Verfüüber Internet angepasst. gung haben. Hartnäckig wehrte sich das Gewerbe gegen die Einführung Dauernder Kampf gegen die der Mehrwertsteuer anstelle der wachsende Regulierung Seit hundert Jahren ärgern sich die ­Warenumsatzsteuer. Dass die MwSt. Unternehmen über die wachsenden eine einfachere und verständlichere Steuer sei, konnte dem Gewerbe nie glaubhaft gemacht werden. Die Gründe für eine Ablehnung waren vor allem, dass die Zahl der Beamten von 320 auf bis 420 erhöht werden müsse und dass die gesamte Mehrbelastung von 580 Millionen Franken zu einem Kampf unter den einzelnen Branchen führen würde. Die Bedenken vermehrter administrativer Arbeit wurden ebenfalls eingebracht. Nach Administrativer Aufwand 1977 verwarf das Volk auch 1979 die zu wenig (qualifizierte) Einführung der MwSt.Lernende Erst im vierten zu wenig1993 Fachpersonal Anlauf erreichte sie eine zu viel Scheinselbständigkeit ­Mehrheit. Im Nachhinein behält die Befürchtung recht. Die MwSt. zu hohe Kosten im internat. Vergleichist zu ­einer komplexen Intransparenz verkommen. Eine grundlegende Vereinfachung würde nottun.

10% 0%

Administrativer Aufwand

2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. 1. 2. zu1.wenig2.(qualifizierte) 1. 2.Lernende 1. 2. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Aufwand Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. zu Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. Sem. wenig Fachpersonal Administrativer 2008 2009 2009 2010 2010 2011 2011 2012 2012 2013 2013 2014 2014 2015 2015 2016 2016 2017 2017 2018 2018 zu viel Scheinselbständigkeit zu wenig (qualifizierte) Lernende Administrativer Aufwand

zu wenig Fachpersonal

zu wenig (qualifizierte) Lernende

zu viel Scheinselbständigkeit

zu wenig Fachpersonal

zu hohe Kosten im internat. Vergleich

zu hohe Kosten im internat. Vergleich

«Zu vielzuadministrativer Aufwand» ist seit Beginn der Umfrage immer unter den grössten Sorgen der KMU im Aargau. viel Scheinselbständigkeit zu hohe Kosten im internat. Vergleich

Verkehrsanbindung und Verkehrsfluss ein entscheidender Standortfaktor Die Fahrt zur Baustelle, der Transport von Gütern und der Arbeitsweg der Mitarbeitenden sind heute entscheidende Standortfaktoren. Sie beeinflussen die Wertschöpfung. Das


6  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Funktionieren der öffentlichen Ver- der aargauischen Unternehmen. Der dürfen wir stolz sein. Der AGV wird weiterhin für eine erfolgreiche Wirtkehrsmittel und des Strassennetzes Aargau ist ein KMU-Kanton. Darauf sich als grösster Wirtschaftsverband schaftsentwicklung einsetzen. sind unabdingbare Voraussetzungen für die Leistungserbringung. Der AGV setzt sich konsequent für diese guten Rahmenbedingungen ein. Der AGV ist der grösste Wirtschaftsverband im Aargau Rund 70 Gewerbevereine und 40 Berufsverbände prägen unseren Verband. Die Entwicklung in den Gewerbevereinen und in den Berufsverbänden ist das Abbild der Unternehmen. Bei den Gewerbevereinen ist eine zunehmende Regionalisierung und bei den Berufsverbänden eine zunehmende Anpassung an die neuen Berufsfelder festzustellen. Unverändert gilt, eine geballte Ladung bewirkt mehr als eine vereinzelte Aktivität. Das gilt sowohl auf Kantonsebene als auch im Gewerbeverein oder im Branchenverband. Der Aargauische Unternehmenspreis, der jährlich verliehen wird, belegt die Qualität und Leistungskraft

Der AGV-Vorstand: hinten: Lukas Hürlimann, Peter Etterlin, Hans R. Schibli, Beat Friedrich, Paul Stalder, Christoph Vogel und Daniel Suter; Mitte: Pascal Blum, Christian Füglistaller, Alfons P. Kaufmann, Flavio de Nando, Fabian Meier, Christian Ryser und Roland Kuster; vorne: Trudy Müller, Peter Fröhlich, Walter Häfeli, Kurt Schmid, Benjamin Giezendanner, Franziska Bircher und Thierry Burkart (es fehlen: Martin Kummer und Barbara Weilenmann)

Wir gratulieren dem AGV zum Jubiläum Herzliche Gratulation zum Jubiläum! GEWERBE REGION FRICK-LAUFENBURG gratuliert dem Aargauischen Gewerbeverband zum 125 Jahre Jubiläum.

geref.ch

Windisch Hausen Habsburg Mülligen

Herzliche Gratulation und auf weitere 125 Jahre!


Aargauer Wirtschaft 125 Jahre AGV_neu.indd 1

Tüüt tüüt hurra! Der Touring Club Schweiz, Sektion Aargau, gratuliert dem AGV herzlich zum 125-Jahr-Jubiläum und dankt für die gute Zusammenarbeit. Thierry Burkart, Präsident TCS Sektion Aargau

14.02.2019 15:17:24


8  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

DER REGIERUNGSRAT GRATULIERT!

125 JAHRE EINSATZ FÜR DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT AARGAU Von der Elektrifizierung bis zur Digitalisierung: Der AGV setzt sich seit 125 Jahren für die Aargauer Wirtschaft ein. Der Regierungsrat dankt und freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

1

894, in der Geburtsstunde des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV), eröffnet Prinz Edward VII., der später als britischer König über einen Viertel der Erde herrschen wird, die Tower Bridge in London. Auch 125 Jahre später ist die Brücke noch das Wahrzeichen der Stadt. In Frankreich beginnt im gleichen Jahr die Dreyfus-Affäre – eine der schwersten innenpolitischen Krisen der dritten Republik. Gleichzeitig eröffnet in Berlin der deutsche Kaiser Wilhelm II. das Reichstagsgebäude. Ein Bauwerk, das wie kaum ein anderes Sinnbild ist für die bewegte Geschichte der deutschen Hauptstadt. Und was passiert in der Schweiz? Emil Frey wird Bundespräsident, und im Aargau wird der Aargauische Gewerbeverband gegründet. Technologie und Umbruch Mit der Gründung eines eigenen Verbandes wurde das Aargauer Gewerbe auch ein wichtiger Player auf dem politischen Parkett unseres Kantons. Damit errichteten die aargauischen Gewerbetreibenden und Unternehmer zwar nicht gerade ein so markantes Wahrzeichen, wie es der

Dr. Urs Hofmann Landammann Vorsteher Departement Volkswirtschaft und Inneres

unverändert geblieben ist die zentrale Bedeutung von Innovationen für die Wirtschaft. Dies zeigt sich gerade in Zeiten eines beschleunigten technologischen Wandels. Dann sind innovative Unternehmen besonders wichtig. Darum setzt sich auch der Aargauer Regierungsrat dafür ein, dass Firmen im Aargau gute Rahmenbedingungen für ihre Zukunft vorfinden. Mit den Dienstleistungen von Aargau Services, unserer Standortförderung, die kostenlose Beratung und Vernetzung bietet. Mit dem Hightech Zentrum Aargau, das KMU mit seiner Innovationsberatung den Zugang zu modernsten Technologien ermöglicht. Mit Genisuisse und seinem Coaching für Neugründungen. Mit dem Technopark Aargau und dem Park InnovAARE beim Paul Scherrer Institut PSI, wo Unternehmen von einem innovativen Umfeld profitieren können. Auch die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW legt an ihrem Standort in BruggWindisch einen besonderen Wert darauf, ihre Studentinnen und Studenten für das Unternehmertum zu begeistern. Bei all diesem Engagement Stabilität und Innovation Bei allen Veränderungen in der Ge- steht die Vernetzung von Wirtschaft, sellschaft und der Wirtschaftswelt: Forschung, Bildung und Politik im Über die letzten 125 Jahre hinweg Zentrum. Reichstag für Berlin oder die Tower Bridge für London sind. Aber der AGV zeigt sich ebenso beständig und er leistet für die Aargauer Wirtschaft mit ihren vielen KMU seit 125 Jahren wertvolle Arbeit. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich im Namen der Aargauer Regierung herzlich. Vor 125 Jahren standen Wirtschaft und Gesellschaft mitten in einem grossen Umbruch: Die zweite industrielle Revolution mit der Elektrifizierung und damit dem Übergang zur Massenproduktion und einer verstärkten Mechanisierung veränderte Industrie und Gewerbe grundlegend. Heute leben wir erneut in einer Umbruchszeit. Die Digitalisierung prägt je länger desto mehr fast alle unsere Lebensbereiche: angefangen bei der Freizeit mit Videogames und Smartphones über die zunehmende Bedeutung der sozialen Medien bis hin zu tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt mit neuen Organisations- und Arbeitsformen und digitalen Herausforderungen für Führungskräfte und Mitarbeitende.

Leuchtturm für die Aargauer Wirtschaft Auch die Vernetzung innerhalb des Gewerbes ist ein zentraler Faktor. Gerade in einer immer komplexeren Welt ist es wichtig, persönliche Kontakte zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen – zu den verschiedensten öffentlichen Institutionen, aber auch unter den Gewerbetreibenden selbst. Auch hier leistet der AGV unverzichtbare Dienste. Ich danke allen, die sich im AGV jahrein, jahraus mit grossem persönlichem Engagement für den Werk- und Denkplatz Aargau einsetzen. Der AGV hat zwar keine weltumspannende Ausstrahlung wie die Tower Bridge oder der Reichstag, aber für die KMU in unserem Kanton und den Wirtschaftsstandort Aargau ist er ein nicht wegzudenkender Leuchtturm.


Wir gratulieren zu 125 Jahren AGV!

Unsere Dienstleistungen • Immobilienbewertungen • Immobilienvermittlungen • Rechtsberatung • Bauberatung • Fachliteratur • Drucksachen

Hauseigentümerverband Aargau Stadtturmstrasse 19 | 5400 Baden | Telefon 056 200 50 50 | info@hev-aargau.ch

hev-aargau.ch

125 Jahre Engagement für die Aargauer Wirtschaft Wir gratulieren dem AGV zu seiner Erfolgsgeschichte

Die Mitarbeitenden von UBS wünschen alles Gute und freuen sich auf die weitere angenehme Zusammenarbeit. Ihr UBS-Team Corporate Clients Region Aargau / Solothurn

ubs.com/schweiz © UBS 2019. Alle Rechte vorbehalten.

34483-Inserat_AGV-Jubiläum_189x141_2019-03-25.indd 1

25/03/2019 11:55


10  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

EINE VERLÄSSLICHE BÜRGERLICHE KRAFT Die Schweiz ist stolz auf ih­ ren Föderalismus. Und dies völlig zu Recht. Denn ihre enorme Verschiedenheit ist das Kapital der Schweiz. Der Föderalismus verbindet individuelle Verantwortung mit bodenständiger Politik. Und was für die Schweiz gilt, ist auch im Schweizerischen Gewerbeverband sgv ein Erfolgsfaktor. Kantonale Ge­ werbeverbände machen den sgv stark.

sein – ein Land, in dem man gut und gerne lebt. Der Föderalismus transformiert Unterschiedlichkeit der Regionen in Kapital – zunächst in Humankapital und dann in Wohlstand und Lebensqualität. Ähnlich funktioniert es in der Wirtschaft. Es sind die einzelnen Unternehmen, die Wert schaffen. Im Wettbewerb zueinander – aber auch, wenn sie sich in Kooperationen zusammentun – schaffen sie Kapital. Für sich, für Eigentümer und Mitarbeiter.

D

Foto: André Albrecht

och was bedeutet der Föderalismus eigentlich genau? Es ist die geteilte Verantwortung für die politische Entscheidungsfindung. Bürgerinnen und Bürger nehmen ihr Leben in die Hand und nehmen direkt an der Entscheidungsfindung teil – jeder und jede in ihrem Kanton. Damit schafft es die Schweiz, aus 26 unterschiedlichen Landesteilen genug Kapital zu generieren, um als Ganzes stabil und wohlhabend zu

Jean-François Rime Nationalrat, Präsident Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Gemeinsame Heraus­ forderungen Lokale Unternehmensverbünde packen gemeinsame Herausforderungen an und nehmen so politische Verantwortung wahr. Das geschieht in den zahlreichen Gewerbevereinen, die wiederum in kantonalen Gewerbeverbänden gruppiert sind. Um auf schweizweite Fragen die richtigen Lösungen zu finden, gruppieren sich die kantonalen Gewerbeverbände im Schweizerischen Gewerbeverband sgv. Damit lässt sich schnell feststellen, wie wichtig die kantonalen Gewerbeverbände für den sgv sind: Sie sind unverzichtbar. Denn sie sind nicht nur das Bindeglied von den einzelnen Unternehmen zur schweizweiten Organisation, sondern sie schaffen ebenfalls Kapital – für den nationalen Verband. Aus den Regionen nach Bern und … Sie schaffen Kapital, indem sie die Diversität der Meinungen und Anlie-

Bundespolitisch verlässlich Namentlich macht es der Aargauische Gewerbeverband AGV gut. Überparteilich allein den KMU verpflichtet, schafft der AGV zusammen mit seiner Gewerbegruppe im kantonalen Parlament Mehrheiten für KMU-freundliche Rahmenbedingungen im Kanton Aargau. Im Gespräch mit der kantonalen Exekutive schafft es der AGV auch, dass sich der Aar… aus Bern in die Regionen Es gibt aber auch den umgekehrten gau bundespolitisch als verlässliche Fall. Es gibt Situationen, in denen der bürgerliche Kraft engagiert. Genau Schweizerische Gewerbeverband über die kantonalen Gewerbeverbände die Unternehmen aktivieren Der Schweizerische muss. Das ist typischerweise bei Abstimmungen der Fall. Gewerbeverband sgv ist Mit «Aktivieren» ist in diesem Fall auf die kantonalen nicht nur gemeint, die Unternehmer mit Werbung einzudecken. Es geht ­Gewerbeverbände vielmehr auch darum, herauszufinden, was ein Kanton braucht, welche angewiesen. «Köpfe» sich als glaubwürdige Absender von Botschaften eignen oder welche Argumente am besten grei- so soll es sein; nur gemeinsam lässt fen. Hier ist der nationale Dachver- sich das Erfolgsmodell Schweiz erband auf die kantonalen Gewerbe- folgreich gegen Angriffe verteidigen. verbände angewiesen. Niemand ist Es kann also sein, dass ich übertreibe – aber wenn dies der Fall sein sollte, hier näher dran als die KGV. So oder so: Für den sgv sind kanto- dann tue ich es nur ein bisschen, nale Gewerbeverbände mehr als wenn ich sage: Der sgv ist auf die «nur» wichtig. Er ist ganz direkt auf kantonalen Gewerbeverbände angesie angewiesen. Er ist auf den Infor- wiesen. Die Schweiz ist es auch. mationsfluss «von unten» angewiesen, er ist auf die Bündelung kantonaler Interessen angewiesen, und er ist auf eine erfolgreiche – bürgerliche – kantonale Politik angewiesen. Das können nur kantonale Gewerbeverbände erreichen, und sie tun dies in der Regel auch gut. gen aus den Regionen nach Bern tragen. Gerade diese Diversität muss der sgv in seiner Politik vertreten. Um dieser Diversität gerecht zu werden, setzt der sgv folgerichtig in erster ­Linie auf eines: auf die Verbesserung der allgemeinen Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Unternehmer.

«

Seit 125 Jahren für das Aargauer Gewerbe aktiv – wir gratulieren dem AGV! Hightech Zentrum Aargau AG, 5200 Brugg, www.hightechzentrum.ch

»


Der Aargauer Gewerbeverband gehört ab sofort in den Adelsstand, denn es gibt ihn nun seit 125 Jahren Wir gratulieren mit Trompeten und Fanfaren! Und wünschen ihm von Herzen alles Gute in die Zukunft schreite er mit frohem Mute

Die Aargauische Gebäudeversicherung gratuliert dem Aargauer Gewerbeverband ganz herzlich. Einerseits zum stolzen 125-Jahr-Jubiläum. Und anderseits zum vorbildlichen Engagement und Einsatz seit 1894 für das Gewerbe und das Wohl des Kantons Aargau.

AEW myHome 100 % nachhaltig – mit Ihrer Solaranlage und Ihrer Wärmepumpe.

Möchten Sie eine Solaranlage installieren, muss Ihre Heizung ersetzt werden oder wollen Sie Ihr Zuhause intelligent steuern und Ihren Eigenbedarf optimal decken? Mit dem Rundum-Sorglos-Paket AEW myHome erzeugen, speichern und nutzen Sie Ihre eigene Energie. Damit werden Sie unabhängiger, senken Ihren Energieverbrauch und Ihre Kosten. Zudem ist die von Ihnen verbrauchte Energie zu 100  % aus erneuerbaren Quellen, damit tragen Sie zum Umweltschutz bei. AEW myHome – als Gesamtpaket oder auch einzeln bestellen und jederzeit modular ergänzen: ▪ ▪ ▪ ▪ ▪ ▪

Jetzt unverbindlich den Richtpreis berechnen. www.aew.ch/myhome oder 062 834 28 00 4RZ_Inserat_Messe_Bau_Wohnen_Wettingen_189x141mm_NP.indd 1

AEW myHome Solar Photovoltaik AEW myHome Solarthermie AEW myHome Wärme AEW myHome Speicher AEW myHome Steuerung AEW myHome Ladestation

AEW Energie AG Obere Vorstadt 40 Postfach CH-5001 Aarau T +41 62 834 28 00 myhome@aew.ch

www.aew.ch/myhome

25.03.19 14:57


12  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

WARUM ICH MICH BEIM AGV ENGAGIERE UND WARUM ICH MITGLIED BIN Der wichtigste Grund, sich ­einer Gemeinschaft anzu­ schliessen und sich zu enga­ gieren, ist der Meinungsaus­ tausch unter Gleichgesinnten und die Interessen der Gemeinschaft vertreten zu können. Die wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaft­ lichen Rahmenbedingungen können so verbessert wer­ den. Man kann mitgestalten.

des Gewerbevereins Aaretal-Kirchspiel sowie seit dem 1. Oktober 1979 Mitglied des Branchenverbands ­ASTAG Aargau und damit automatisch Mitglied des Aargauischen Gewerbeverbands. Bereits meine Vorgänger haben erkannt, dass die Mitgliedschaft im Branchen- oder Gewerbeverband einen gesellschaft­ lichen wie auch wirtschaftlichen Nutzen bringt.

«

Warum bin ich Mitglied des Das Engagement im AGV? Unser Familienbetrieb Häfeli-Brügger Bereich «Berufsbildung» AG wurde vor 57 Jahren von meinen ist, mit Unterstützung Grosseltern und ihren Söhnen in Klingnau gegründet. Heute beschäfder Branchenverbände, tigen wir 70 Mitarbeiterinnen und beispielhaft. Mitarbeiter. In dritter Generation darf ich den Betrieb, zusammen mit meiner Frau und einem motivierten Führungsteam, leiten. Seit dem 27. Mai Im Gewerbeverein steht der Mei1974 ist unsere Firma auch Mitglied nungsaustausch unter den Gewerbetreibenden in der Region im Vordergrund. Sich unter Mitgliedern auszutauschen, um sich eine Meinung bilden zu können, ist wichtig. Dazu kommt natürlich die Interessensvertretung des Vorstandes in regionalen Fragen bei Behörden und kommunalen Verbänden. Lokale und regionale Themen werden durch den Vorstand aufgenommen und behandelt, mit dem Ziel, die gesellschaftlichen und Walter Häfeli wirtschaftlichen Arbeitsbedingungen Vizepräsident AGV Geschäftsführer Häfeli-Brügger AG, der Mitglieder zu verbessern. Als Mitglied im örtlichen Gewerbeverein Klingnau weiss ich aber auch die Arbeit des

»

kantonalen Gewerbeverbandes zu schätzen. Nationale und kantonale Gesetze und Vorlagen werden im Verband auf KMU-Verträglichkeit geprüft. Vorgesehene Gesetzesänderungen müssen durchleuchtet und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt oder bekämpft werden. Im politischen System tauscht man sich dabei mit den gewählten Volksvertretern und der Regierung in geeigneter Weise aus. Der AGV mit seinen über 10 000 Mitgliedern von kleinen bis mittleren Unternehmen ist eine gewichtige Stimme bei der Meinungsbildung. Eine bessere Vertretung kann ich mir nicht vorstellen. Das Engagement im Bereich «Berufsbildung» ist, mit Unterstützung der Branchenverbände, beispielhaft. Mit der alle zwei Jahre stattfindenden Berufsschau werden den zukünftigen Berufsleuten optimale Bedingungen geschaffen, ihren «Traumberuf» zu finden. Was könnte besser sein, als sich mit Gleichaltrigen über einen Beruf austauschen zu können, Fragen beantworten zu lassen, Zweifel zu beseitigen? Das Erfolgsmodell der Schweiz «die duale Berufsbildung» wird damit eins zu eins gelebt und umgesetzt. Als Arbeitgeber schätze ich es, wenn die Interessen des Gewerbes kommunal, kantonal und national bestmöglich vertreten werden. Darum ist und bleibt unser Unternehmen weiterhin Mitglied des Aargauischen Gewerbeverbandes.

Freie Lehrstellen. Jetzt bewerben! libs.ch

Weshalb engagiere ich mich im Verband? Wissen Sie, dass gemäss BFS über 40 % der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz Freiwilligenarbeit leistet? Unser Milizsystem baut auf dieser Freiwilligenarbeit und lässt es damit auch so erfolgreich sein. Ich habe mich in den vergangenen Jahrzehnten immer gerne in den verschiedenen Gremien wie Gemeinderat, Kommissionen oder Vereinsvorständen engagiert, weil ich der festen Überzeugung bin, damit einen Beitrag für die Sache leisten zu können. Seit fast 13 Jahren darf ich mein Wissen auch im Vorstand des Gewerbeverbandes einbringen. Während dieser Zeit konnte ich natürlich auch meine eigenen Erfahrungen erweitern, was ich als Bereicherung empfinde. Der Verband unter der Führung von Kurt Schmid ist dynamischer denn je und gestaltet damit aktiv unseren Wirtschaftsraum Aargau mit. Wie im ersten Teil schon erwähnt, kann ein Verband nur erfolgreich sein, wenn er auf die Unterstützung der Basis zählen kann. Ich bin überzeugt, dass diese Unterstützung im Kanton Aargau besteht. So freue ich mich, in diesem Jahr das 125-Jahr-Jubiläum des AGV mit Ihnen feiern zu können, und ich werde mich auch weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen für die Belange der KMU einsetzen.


Ein herzliches Dankeschön unseren Inserenten Transporte Lager & Logistik Entsorgung & Recycling

suissetec aargau Gebäudetechnik-Genossenschaft gratuliert dem Aargauischen Gewerbeverband zum 125-jährigen Jubiläum und dankt für die gute Zusammenarbeit.

Hausräumungen Muldenservice Regionale Sammelstelle

Der Baupartner Ihrer Region.

Andere Reden - Wir handeln Häfeli-Brügger AG · Zelgli 10a · 5313 Klingnau · Tel. 056 267 55 55 · www.haefeli-bruegger.ch

INS_AargauerWirtschaft_20190130_quer.indd 1

HOCHBAU. TIEFBAU. GIPSEREI. treier.ch

13.03.2019 08:33:02

Zum Geburtstag:

Typotorte mit Ideenüberguss

Megura AG Werbeagentur ASW Bahnhofstrasse 88 5430 Wettingen 056 269 00 00 www.megura.ch

Full-Service-Agentur für KMUs. INNOVATIONSBERATUNG

NANOTECHNOLOGIEN

ENERGIETECHNOLOGIEN

Unsere Veranstaltungen im Mai: 8. Mai 2019, 17.15 Uhr

Jahresanlass Aargau innovativ 14. Mai 2019, 13.30 Uhr

Nano & Industrie: Anwendungen in der Energie- und Elektrotechnik Hightech Zentrum Aargau AG, 5200 Brugg, www.hightechzentrum.ch /events


14  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

DIE VORTEILE DES DUALEN BERUFSBILDUNGSSYSTEMS IM EIGENEN BETRIEB Die Giezendanner Transport AG feiert zeitgleich mit dem AGV ihr 85-jähriges Bestehen. Heute beschäftigt das Unter­ nehmen mit Sitz in Rothrist über 200 Mitarbeitende und setzt in verschiedensten Berufsfeldern auf das duale Berufsbildungssystem.

D

as duale Berufsbildungssystem gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als volkswirtschaftlicher Erfolgsgarant der Schweiz. Die tiefe Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz ist wohl auf dieses Ausbildungssystem zurückzuführen. Neben dem volkswirtschaftlichen Nutzen für die Gesellschaft muss die Lehre im Kontext der betriebswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Überlegung betrachtet werden. Unternehmen tätigen Investitionen in junge Mitarbeitende, da sich diese früher oder später zurückzahlen und im Vergleich zur externen Rekrutierung lohnender sind. Andernfalls könnten sich Unternehmen auch als «Trittbrettfahrer» betätigen und Lehrabsolventen von anderen Ausbildungsbetrieben günstiger einstellen.

nischen Bereich ausbildete, dürfen wir mittlerweile über 90 erfolgreich absolvierte Lehrverhältnisse in drei Berufsfeldern ausweisen. Die Giezendanner Transport AG ist aus gesellschaftlicher, aber auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht von der dualen Berufsbildung überzeugt. Die betriebswirtschaftliche Sichtweise zeigt uns auf, dass während der Ausbildung namhafte Ausbildungsinvestitionen in die angehenden Berufsleute getätigt werden müssen, welche oftmals erst nach der Lehre zurückfliessen. Selbstverständlich sind Arbeitgeber und -nehmer frei, sich nach Ablauf des Auf Eigengewächse setzen Ausbildungsvertrages neu zu orientieAls Ausbildungsbetrieb, der im Jahre ren. Jedoch macht das breite Wissen 1985 die erste Lernende im kaufmän- betreffend betriebsspezifische Kompetenzen und ein eventueller Verlust dieses Wissens eine Weiterbeschäftigung der Lernabsolventen oftmals lohnenswert und rechtfertigt somit höhere Löhne, als der Markt sonst durchschnittlich anbieten würde.

Benjamin Giezendanner Vizepräsident Aargauischer Gewerbeverband Grossrat Geschäftsleiter Giezendanner Transport AG

Theorie und Praxis: ein viel­versprechender Mix In der Praxis dürfen wir verschiedenste Erfolgsbeispiele ausweisen, welche heute wichtige Entscheidungsträger und Stützen des Betriebes darstellen. Ein gutes Beispiel dieser betriebsinternen Erfolgsgeschichte ist der Leiter unserer grössten Sparte «Tank- und Siloverkehre».

Im Jahre 2004 hat der mittlerweile 31-jährige Mann die Lehre als kaufmännischer Angestellter begonnen und nach den drei Jahren Ausbildung sich für eine Weiterbeschäftigung im Lehrbetrieb entschieden. In einem Förderprogramm eignete sich der junge Lehrabsolvent die Fahrprüfung C/E (LKW) an und absolvierte einen Einsatz als nationaler und internationaler Fahrer während rund einem Jahr. Nach dem erfolgreichen Erwerb des Offiziersbrevets und den damit verbundenen Erfahrungen, Menschen unter erschwerten Bedingungen zu führen, absolvierte er die Ausbildung zum Disponenten mit eidgenössischem Fachausweis. Vor

einigen Jahren folgte noch die höhere Fachschule für Wirtschaft, damit neben dem Fachwissen in der Branche auch das betriebswirt­ schaftliche Fundament ausgebaut werden konnte. Das beschriebene Beispiel zeigt auf, dass insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen mit einem guten Mix aus berufspraktischen und akademisch qualifizierten Mitarbeitenden das Fundament für stetige Innovationsleistungen und Marktnähe durch eine langfristige Personalplanung selber legen können. In einer Zeit der tiefen Arbeitslosigkeit sowie des Fachkräftemangels gilt es, vermehrt gute Mitarbeitende auszubilden und womöglich auch langfristig an sich zu binden. Eine clevere und wohl unabdingbare Strategie von kleineren und mittleren Unternehmen ist es, eigene junge Nachwuchskräfte während der Lehre betrieblich auszubilden und zu sozialisieren. Die Herausforderung wird es sein, diejenigen Jugendlichen, die sich sowohl für das Gymnasium als auch für die Lehre eignen, gewinnen zu können. Mit interessanten Angeboten wie der Lehre in Kombination mit der Berufsmatura können solche Jugendliche sicherlich auch in Zukunft gewonnen werden.

Die Königsklasse der Heizungen. › nachhaltig › sparsam › leise › standfest › bequem

Matthias Glarner, Schwingerkönig 2016

Natürlich eine Wärmepumpe! www.stiebel-eltron.ch/heizkoenig


Erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt Mit den Beratungen und Kursen der ask! – Beratungsdienste

beratungsdienste.ch

u nz ! e r lie AGV u t ra ren r g Jah i W 25 1

Wir machen Ihr Unternehmen sichtbar. ztmedien.ch

Idee eine er s be s

INFORMATIONSABENDE 2. Mai 2019, 18.00 Uhr *

Gemeinsam setzen wir Impulse für das Aargauer Gewerbe.

n Haushaltleiterin,

eidg. Fachausweis

8. Mai 2019, 18.00 Uhr *

n Fachmonteur, VSSM-Diplom Für Kurzentschlossene: Start 2019 ist am 7. Mai n Fertigungsspezialist,

VSSM-Diplom eidg. Fachausweis n Holzbau-Vorarbeiter, HBCH-Diplom n Instandhaltungsfachmann, eidg. FA n Produktionsfachmann (Maschinenbau), eidg. Fachausweis n Produktionsleiter Schreinerei, eidg. FA n Projektleiter Schreinerei, eidg. FA n Techniker HF Maschinenbau, HF-Dipl. n Zertifizierte Führungskraft n Hauswart,

Wir gratulieren dem Aargauischen Gewerbeverband zum 125 Jahre Jubiläum.

V GV

Aargauischer Gewerbeverband

9. Mai 2019, 18.00 Uhr * n Automobildiagnostiker,

*

eidg. FA

Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich, eine Anmeldung erwünscht

Detaillierte Informationen: Telefon 062 885 39 02 www.wbzlenzburg.ch

Aargauer Wirtschaft 93x141,15.04.19.indd 1

07.03.2019 12:58:20


16  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

AARGAUISCHER GEWERBEVERBAND (AGV)

SEIT 125 JAHREN IM EINSATZ FÜR KMU, GUTE AUSBILDUNGSUND ARBEITSPLÄTZE Sie lesen die «Aargauer Wirtschaft», welche unsere rund 11 000 Mitglieder sowie viele weitere Interessierte monatlich kostenlos erhalten. Der AGV setzt sich seit 125 Jahren erfolgreich für die Anliegen der KMU und der Berufsbildung ein. Er nimmt Stellung zu laufenden Vernehmlassungen, beschliesst Parolen zu Abstimmungen und unterstützt KMU-freundliche

K­ andidierende bei Wahlen. Er leitet auch Abstimmungskomitees und sammelt Unterschriften für Referenden. Gerne nutzen wir die Gelegenheit, allen Lesern/-innen den AGV näher vorzustellen und den Selbständigen aufzuzeigen, welche Vorteile eine Mitgliedschaft bringt.

In Kürze der Aargauische Gewerbeverband

Aargauische Berufsschau

Der AGV wurde 1894 gegründet und zählt heute rund 70 lokale Gewerbevereine sowie 40 Berufsverbände mit 11 000 Mitgliedern. Der AGV ist somit der grösste Wirtschaftsverband im Kanton Aargau. Zu den Hauptaufgaben des AGV zählen die Interessenvertretung seiner Mitglieder auf allen politischen Ebenen und die Sicherstellung KMU-freundlicher Rahmenbedingungen im Kanton Aargau.

Der AGV engagiert sich sehr stark für das duale Berufsbildungssystem (Berufslehre) zum Wohle der Jugendlichen. Die grösste und aufwändigste Veranstaltung des AGV ist deshalb auch die Aargauische Berufsschau, welche alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden und weiteren Partnern statt­findet.

Immer bestens informiert Schule trifft Wirtschaft Zusammen mit den GewerbeverS CH U L E einen wurde das Projekt «Schule T RI F FT WIRTSCHAFT trifft Wirtschaft» lanciert. Ziel ist

die Vernetzung zwischen den Schulen und dem Gewerbe vor Ort um den Schülerinnen und Schülern die Berufswelt näher zu bringen und Unterstützung bei der Berufswahl zu bieten www.agv.ch

«Türöffner» Durch den Kontakt mit Regierung und Verwaltung seitens AGV können wichtige Mitgliederanliegen früh deponiert und Mitglieder bei schwierigen Behördengängen unterstützt werden.

Mitglieder von Gewerbevereinen und Berufsverbänden sind immer bestens informiert über lokale/regionale oder branchenspezifische Entwicklungen. Aus diesem legalen «Insiderwissen» lassen sich viele Chancen und Gefahren erkennen. Alle Mitglieder erhalten monatlich die «Aargauer Wirtschaft» kostenlos zugestellt. Diese beinhaltet:

• Aktuelles zu Wirtschaft und Politik • Einladungen zu interessanten Anlässen • Ratschläge für KMU • Aktivitäten des AGV und seiner Mitgliederverbände • u. v. m.

Weiterbildung und Expertenberatung Kostenlose juristische Erstberatung Alle Mitglieder, welche ein rechtliches Problem mit Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitenden haben, erhalten kostenlos eine Erstberatung.

Der Schweizerische Gewerbeverband ermöglicht allen AGV-Mitgliedern kostengünstige • KMU-angepasste Weiterbildungen mit Kursen des SIU, Schweizerischen Instituts für Unternehmensbildung • KMU-Expertenberatungen mit einem grossen Expertennetz für alle KMU-Bereiche • KMU-Anlässe wie die attraktive Jahresveranstaltung synergy


125 JAHRE AGV  17

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Auf allen politischen Ebenen präsent Das Gewerbe verfügt auf allen Staatsebenen über effiziente Verbandsstrukturen: •G emeinde: Gewerbevereine setzen sich kommunal und regio­nal für gute Rahmenbedingungen ein und bieten ein ­grosses Netzwerk für ihre Mitglieder. • Bezirk: Alle Gewerbevereine werden durch die elf Bezirksvertreter des AGV betreut. • Kanton: Der AGV sammelt und vertritt die Anliegen seiner Mitglieder. Der AGV legt grössten Wert auf Transparenz (s. Jahresbericht). Er pflegt intensiven Kontakt mit seinen Mitgliedern. Angeschlossene Berufsverbände setzen sich kantonal ebenfalls für ihre Branche und somit für die gesamte Wirtschaft ein. • Bund: Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) ist der grösste Dachverband der Schweizer Wirtschaft. Er vertritt die Interessen aller kantonalen Gewerbeverbände, vieler nationalen Berufsverbände und von rund 300 000 Mitgliedern.

Das grösste KMU-Netzwerk nutzen

Die Mitglieder bereichern und nutzen das grösste KMU-Netzwerk im Aargau mit ihrer Mitgliedschaft in den Gewerbevereinen und Berufsverbänden. Alle Mitglieder sind ohne Mehrkosten auch Mitglied beim Aargauischen (AGV) sowie Schweizerischen Gewerbeverband (sgv) und erhalten regelmässige Informationen und Einladungen zu interessanten Themen und Veranstaltungen. Überdies pflegt der AGV auch ein breites Netzwerk zu Bildungsinstitutionen wie Berufsfachschulen oder der FHNW, Partnerverbänden, Parteien und weiteren Akteuren der Gewerbepolitik und Berufsbildung.

Gewerbepolitisches Engagement Der AGV setzt sich an allen Fronten für die Anliegen der KMU im Kanton Aargau ein, insbesondere durch:

Mandatsbetreuung Der AGV führt gegen Entschädigung diverse Mandate von Berufsverbänden und Bildungsorganisationen. Die Auftraggeber erhalten damit ein leistungsfähiges Sekretariat. Der AGV profitiert nebst dem Deckungsbeitrag vor allem vom direkten Draht zu den Mandanten und ist auch daher immer nah am Puls der Wirtschaft und der Bildungslandschaft.

Interessante Anlässe Der AGV organisiert für seine Mitglieder während des ganzen Jahres kostenlose Anlässe, wie • Neujahrs-Apéro • Wirtschafts-Tag mit • Unternehmenspreisverleihung • Berufsbildungstag • Themenanlässe (z. B. Submission) • etc.

Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) zählt zu den kantonalen Gewerbeverbänden mit den tiefsten Mitgliederbeiträgen bei vergleichbarer Leistung. Die angeschlossenen Gewerbevereine und Berufsverbände sind selbständig und bestimmen wer eigenes Mitglied wird, welche Mitgliederbeiträge zu zahlen sind und wer dadurch auch Mitglied beim AGV (und sgv) wird. Im Weiteren bestimmen die Gewerbevereine und Berufsverbände durch ihre Delegierten,

welchen Anteil ihrer Mitgliederbeiträge an den AGV überwiesen wird. Unter Berücksichtigung von verschiedenen Doppel- und Mehrfachmitgliedschaftsanteilen sowie dass Berufsverbände zusätzlich an nationale Organisationen Beiträge zahlen, gilt aktuell, dass Gewerbevereine CHF 50.– und Berufsverbände CHF 28.– pro Aktivmitglied an den AGV überweisen, welcher von diesem Beitrag rund ¼ an den sgv weiterleitet. Die geldwertige Gegenleistung über-

• Kontakt und Dialog mit seinen Mitgliedern (u.a. mit Umfrage KMUBarometer) • S tellungnahmen zu laufenden Vernehmlassungen • Parolenfassungen zu Abstimmungen • Unterstützung KMU-freundlicher Kandidierender • Unterschriftensammlungen für Referenden • Einsitznahme in vielen kantonalen Fachkommissionen • Führung der interfraktionellen Gewerbegruppe mit Mitgliedern des Grossen Rats

Auch AGV-Mitglied werden? Durch eine Mitgliedschaft bei einem lokalen/regionalen Gewerbeverein oder Berufsverband wird man automatisch auch AGV-Mitglied. Eine Liste der Gewerbevereine oder Berufsverbände, welche gerne Auskünfte erteilen, finden sich auf Seite 18 oder unter: www.agv.ch -> Der AGV -> Mitglieder.

steigt diesen Betrag bei weitem (Vgl. oben). Mitglied bei einem Gewerbeverein oder Berufsverband (und dadurch beim AGV und sgv) wird man jedoch nicht nur wegen dem hohen Kollektiv- und Individualnutzen sondern auch aus der Überzeugung, dass die Interessen der KMU und deren Mitarbeitenden und Lernenden auch angemessen vertreten werden müssen! Das AGV-Team steht gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung und freut

sich, Sie bald in unserem Netzwerk willkommen heissen zu können!

Aargauische Gewerbeverband Gewerbehaus Entfelderstrasse 19 5001 Aarau Tel. 062 746 20 40 Fax 062 746 20 41 E-Mail: info@agv.ch www.agv.ch


18  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Nachstehende Gewerbevereine und Berufsverbände sind dem Aargauischen Gewerbeverband angeschlossen und bilden mit ihren über 10 000 Mitgliedern (KMU) das Rückgrat der aargauischen Gewerbeorganisation. Berufsverbände • 2rad mittelland • Aarg. Apothekerverband • Aarg. Ärzteverband • Aarg. Drogistenverband • Aarg. Kaminfegermeisterverband • Aarg. Metzgermeisterverband • Aargauer Bäcker-Confiseurmeister-Verband ABCV • Aargauer Hotelierverein • Agrotec Aargau • Allpura Sektion Mittelland • ASTAG Aarg. Nutzfahrzeugverband • Auto Gewerbe Verband Schweiz Sektion Aargau • baumeister verband aargau • Branchenverband Aargauer Wein • carrosserie suisse Aargau • feusuisse Sektion Aare • Floristenverein Sektion Aargau • GastroAargau • Gebäudehülle Schweiz, Sektion Aargau • Gerüstebauunternehmer AG/SO • Holzbau Schweiz Sektion Aargau • Holzindustrie Schweiz Sektion Nordwest • JardinSuisse Aargau • Metaltec Aargau • OdA Gesundheit und Soziales Aargau • Schweiz. Verband der Immobilienwirtschaft • Schweizerischer Treuhänderverband Sektion Zürich • SMGV Aargau • suissetec aargau Gebäudetechnik-Genossenschaft • SWISSMECHANIC Sektion Aargau • Swissoil Aargau • Verband Aarg. Elektroinstallationsfirmen • Verband der Kies- und Betonproduzenten Aargau • Verband der Versicherungs-Generalagenten Aargau und beider Basel • Verband Schweizerischer Papeterie Nordwestschweiz

• Verein Aargauer Geometer • Vereinigung Aarg. Strassenbauunternehmungen • VSSM Aargau

Gewerbevereine • city com baden • Gewerbe Eigenamt • Gewerbe Kulm • Gewerbe Regio Laufenburg • GEWERBE REGION FRICK-LAUFENBURG • Gewerbe- und Industrieverein Untersiggenthal • Gewerbe- und Industrieverein Würenlingen • Gewerbeverband Aarau • Gewerbeverein Aarburg • Gewerbeverein Aaretal-Kirchspiel • Gewerbeverein Birmenstorf • Gewerbeverein Brittnau • Gewerbeverein Buchs • Gewerbeverein Dintikon • Gewerbeverein Entfelden • Gewerbeverein Erlinsbach • Gewerbeverein Fislisbach • Gewerbeverein Gansingen, Mettauertal und Schwaderloch • Gewerbeverein Geissberg Remigen und ­Umgebung • Gewerbeverein Hunzenschwil • Gewerbeverein Hägglingen • Gewerbeverein Kelleramt • Gewerbeverein Küttigen • Gewerbeverein Lenzburg und Umgebung • Gewerbeverein Magden • Gewerbeverein Möriken-Wildegg • Gewerbeverein Muhen • Gewerbeverein Murgenthal und Umgebung • Gewerbeverein Muri und Umgebung • Gewerbeverein Neuenhof • Gewerbeverein Niederlenz • Gewerbeverein Obersiggenthal • Gewerbeverein Oftringen • Gewerbeverein Region Mellingen • Gewerbeverein Region Mutschellen

• Gewerbeverein Reusstal • Gewerbeverein Rheinfelden • Gewerbeverein Rheintal-Studenland • Gewerbeverein Rohrdorferberg • Gewerbeverein Rothrist • Gewerbeverein Rupperswil • Gewerbeverein Safenwil • Gewerbeverein Sarmenstorf • Gewerbeverein Schafisheim • Gewerbeverein Schenkenbergertal • Gewerbeverein Seetal • Gewerbeverein Seon • Gewerbeverein Sins und Umgebung • Gewerbeverein Staffeleggtal • Gewerbeverein Strengelbach • Gewerbeverein Suhr • Gewerbeverein Surbtal • Gewerbeverein Villmergen und Umgebung • Gewerbeverein Vordemwald • Gewerbeverein Wallbach • Gewerbeverein Wasserschloss • Gewerbeverein Windischplus • Gewerbeverein Würenlos • Gewerbeverein Zentrum Brugg • Gewerbeverein Zofingen • Gränicher Gwärb • Handels- und Gewerbeverband Wettingen • Handwerker- & Gewerbeverein Beinwil am See/Birrwil • Handwerker- und Gewerbeverein Bremgarten und Umgebung • Handwerker- und Gewerbeverein Oberwynental • Handwerker- und Gewerbeverein Schöftland und Umgebung • Handwerker- und Gewerbeverein Stein und Umgebung • Handwerker- und Gewerbeverein Wohlen • Wirtschaftsverein Dottikon

MITGLIED WERDEN? Ihr Unternehmen ist noch nicht Mitglied bei einem der Aargauer Gewerbevereine oder Berufsverbände? Dann erwarten wir gerne Ihre Anmeldung. Die Mitglieder der Verbände und Vereine, welche dem Aargauischen Gewerbeverband angeschlossen sind, sind ebenfalls Mitglieder des Aargauischen und des Schweizerischen Gewerbeverbands. Die Vorteile einer Mitgliedschaft, Details zu allen Vereinen und das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Webseite www.agv.ch. Sie können uns aber auch ein kurzes E-Mail an info@agv.ch senden. Wir werden dann gerne Ihre Anmeldung an den lokal zuständigen Gewerbeverein weiterleiten.


PUBLIREPORTAGE  19

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Daten schützen – bevor es zu spät ist Die Geschäftsdaten gehören zum Wertvollsten, was Unternehmen besitzen. Ein Daten­ verlust kann fatale Auswirkungen haben. Im schlimmsten Fall ist ein Betriebsstillstand oder gar Imageschaden zu befürchten. Deshalb gebührt dem Schutz von Geschäftsdaten höchste Priorität. Von Naturkatastrophen über Unachtsamkeit bis hin zu Cyberkriminalität – die Gefahren für einen Datenverlust sind vielschichtig. Stellen Sie sich vor, plötzlich sind alle Daten weg oder der Zugriff darauf ist blockiert. Wichtige Dokumente, sensible Kundendaten oder gar die komplette Buchhaltung oder das ERP-System sind nicht mehr verfügbar – wie lange könnte Ihr Unternehmen den Betrieb aufrechterhalten? Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Daten nicht mehr verfügbar sind. Vielleicht fehlt einfach ein Backup. Vielleicht hat aber auch ein Brand oder ein Wasserschaden Teile der IT-Infrastruktur zerstört. Es kann auch sein, dass Hacker mittels Ransomware sämtliche Daten verschlüsseln und für die Freigabe Lösegeld fordern. Treffen kann es jedes Unternehmen. Gerade KMU sind besonders gefährdet, weil ihre IT oftmals unzureichend geschützt ist. Prävention schützt Unternehmen können einem Betriebsstillstand vorbeugen, indem sie präventive Massnahmen zum Schutz der Unternehmensdaten ergreifen.

Dazu gehört, sämtliche Anwendungen, Betriebssysteme, Antivirenprogramme und Firewalls auf dem aktuellen Stand zu halten. Dies gilt für die IT-Infrastruktur im Betrieb, aber auch für alle Geräte, welche die Mitarbeitenden im Unternehmen nutzen. Regelmässige Updates sind essenziell, um die Schutzfunktion der Systeme zu gewährleisten und sich damit vor neuartigen Angriffen aus dem Netz zu schützen. Ganz zentral ist ausserdem ein professionelles Backup – am besten lokal und in der Cloud. Denn das beste Backup nützt nichts, wenn es im Büro auf dem Server oder auf dem NAS (Network Attached Storage) liegt und die Geräte bei einem Brand Opfer der Flammen werden. Mitarbeitende schulen Auch durch Unachtsamkeit können Daten verloren gehen, z.B. wenn ein Mitarbeitender irrtümlich Dokumente löscht oder einen verseuchten E-Mail-Anhang öffnet. Es ist wichtig, das Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen. Der sichere

Umgang mit Daten, E-Mail-Anhängen, Links, Login-Angaben und Webdiensten muss daher allen bekannt sein. Hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Ihre Fragen – unser Kontakt Haben Sie Fragen zum Schutz Ihrer Geschäftsdaten und welche Massnahmen für Ihr KMU geeignet sind? Hanspeter Dätwyler, Ansprechpartner für KMU im Gebiet Aarau/Olten, berät Sie gerne persönlich. Rufen Sie ihn an unter 058 221 40 70.


20  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

AARGAUISCHE BERUFSSCHAU

«BERUFSWELTEN ENTDECKEN» Das Bedürfnis nach gut aus­ gebildetem Berufsnachwuchs war eine der Triebfedern zur Gründung des Aargauischen Gewerbeverbands vor 125 Jahren. Das hat sich seither kaum geändert. Eine koordi­ nierte, marktgerechte Berufs­ bildung und ein fundierter Berufswahlprozess sind und bleiben Kernanliegen des Aargauischen Gewerbever­ bands.

E

ine erfolgreiche Berufsausbildung beginnt mit der Wahl des passenden Ausbildungswegs. Auch wenn das Bildungssystem zum Glück heute sehr durchlässig ist und verschiedenste Wege zum Um- und Aufstieg bietet, wird die gewählte

Erste Berufsschau der Schweiz Dies war dem AGV schon früh bewusst, so hat er bereits 1944 in Zofingen im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums die erste Berufsschau «vom Lehrling zum Meister» organisiert und ein Handbuch für die Berufsberatung verfasst. 1981 wurde die Berufsschau dann institutionalisiert und mit einem festen Austragungsrhythmus von drei respektive mittlerweile zwei Jahren versehen und somit dem Berufswahlprozess noch mehr Gewicht verliehen. Grösste AGV-Veranstaltung Die Aargauische Berufsschau ist die grösste Veranstaltung des Aargauischen Gewerbeverbands und lockt alle zwei Jahre rund 40 000 Besucherinnen und Besucher an. Vom 3. bis 8. September 2019 wird die Berufsschau – die ab’19 – das nächste Mal ihre Pforten öffnen und den Jugendlichen und ihren Lehrpersonen und

Eltern die vielfältige Berufswelt zeigen. Rund 65 Aussteller, vornehmlich Berufsverbände, werden ihre Lehrgänge wie gewohnt mit viel Berufsstolz anschaulich und praxisnah präsentieren. «Berufswelten entdecken» Die Jugendlichen können sich an der ab’19 auf eine informative Reise quer durch handwerkliche, technische, kaufmännische, gestalterische oder schulische Bildungsgänge machen und sich über die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten informieren. Die ab’19 steht deshalb auch unter dem Motto «Berufswelten entdecken». Die Berufsschau eignet sich hervorragend, um einen generellen Überblick über die verschiedenen Berufe mit ihren Anforderungen und Tätigkeiten, aber auch Vor- und Nachteilen zu erhalten. Die Besuche- rinnen und Besucher erhalten an den einzelnen Ständen bei Berufsleuten und bei aktuellen Lernenden Informationen aus erster Hand und können so die Vorstellung über die Wunschberufe verfeinern. Kommen Sie vorbei Wir laden alle interessierten Personen, vornehmlich Jugendliche im Berufswahlalter und ihre Angehörigen sowie Oberstufen-Schulklassen aller Leistungszüge, herzlich ein, die Be-

rufswelten an der ab’19 zu entdecken (vgl. Kasten). Die Berufsschau bietet eine grossartige Möglichkeit, sich praxisnah und aus erster Hand zu informieren. Ein gelungener Berufswahlprozess ist für die Nachwuchsgewinnung der einzelnen Branchen wichtig. Für die künftigen Lernenden aber viel wichtiger: Ein erfolgreicher Einstieg ins Berufsleben ist die Grundlage für einen sicheren und zufriedenstellenden Job, bietet Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Herausforderungen und spannende Kontakte und somit ein erfülltes Leben.

Aargauische Berufsschau ab’19 Dienstag, 3. – Sonntag, 8. Septem­ber 2019 Jeweils von 9 bis 16 Uhr Tägerhard-Areal, Wettingen Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.ab19.ch

Fotos: Trudy Müller

Andreas Wagner Geschäftsleiter-Stv. AGV, Geschäftsführer Aargauische Berufsschau ab’19

Erstausbildung immer eine Basis für das weitere berufliche Leben bleiben. Die Berufswahl ist daher sorgfältig und in Kenntnis aller möglichen Optionen zu treffen. Ein gelungener Auswahlprozess schafft für die Jugendlichen einen guten Start ins Berufsleben, verhindert Lehrabbrüche und sorgt für den passenden Berufsnachwuchs in den Branchen.

Selber Hand anlegen wie hier an der ab’17 fördert das Verständnis für den künftigen Lehrberuf. Ein Engagement des

In Partnerschaft mit

Gesponsert durch


NACHDIPLOMSTUDIENGÄNGE HF NDS HF General Management NDS HF Leadership NDS HF Entrepreneurship NDS HF Quality Management NDS HF Industrial Marketing NDS HF Supply Chain Management

Jetzt für Infoabend anmelden! Zürich: 12.06.19 Bern + Zug: 13.06.19 Aarau: 20.06.19

Anmeldung und Informationen:

ibz.ch

125 Jahre AGV.

n!

Wir gratuliere

Als lokale und unabhängige Bank sind wir selbst ein KMU. Deshalb kennen wir Ihre Herausforderungen und beraten Sie auf Augenhöhe. Reden Sie mit uns über Ihr KMU. raiffeisen.ch/kmu

Willkommen bei der Bank, die auch ein KMU ist.


22  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

ERFOLGREICHE MANDATS­BETREUUNG Nebst der gewerbepoliti­ schen Tätigkeit und dem Einsatz für die Berufsbildung zählen auch die Mandats­ betreuungen zu wichtigen Dienstleistungen des AGV (vgl. Kasten). Sie erfolgen gegen marktübliche Ent­ schädigungen, welche rund ¾ der Gesamteinnahmen des AGV ausmachen. Deshalb kann der AGV seinen Mitglie­ dern schweizweit die tiefs­ ten Mitgliederbeiträge bei vergleichbarer Leistung mit anderen kantonalen Gewer­ beverbänden anbieten. Aufgaben als Verbands­ sekretärin Verschiedene Berufsverbände haben ihre Geschäftsstellen unter dem Dach des AGV und schätzen die zuverlässige und kompetente Betreuung und die Vernetzung mit den kantonalen wie auch schweizerischen Stellen. Als Verbandssekretärin betreue ich nebst anderen die Verbände der Gebäudetechniker und Elektriker des Kantons Aargau. Die beiden Berufsverbände haben eines gemeinsam: ihre Hauptaufgabe ist die Durchführung der überbetrieblichen Kurse und der Qualifikationsverfahren für die zahlreichen Lernenden. Welche Aufgaben habe ich als Verbandssekretärin? Einerseits unterstütze ich den Vorstand bei seinen vielfältigen Aufgaben. Dazu gehört nebst der Protokollführung an den Sitzungen die anschliessende Umsetzung der zahlreichen Aufträge und Beschlüsse. Die jährlich stattfindende

suissetec aargau lädt einmal jährlich Jugendliche zum Tüftelworkshop ein. Generalversammlung will organisiert werden, damit sich die Mitglieder und Gäste auf einen interessanten, aber auch unterhaltsamen und gesellschaftlich schönen Abend freuen können. Andersseits die Ausbildung der Lernenden das Kerngeschäft des Berufsverbandes dar. Überbetriebliche Kurse und Qualifikationsverfahren werden mit tatkräftiger Unterstützung von hauptamtlichen ÜKLeitenden und zahlreichen nebenamtlichen Prüfungsexperten bewältigt. Damit die Berufsbildner/-innen in den Betrieben über Neuerungen in der Berufsbildung informiert sind, werden regelmässig Berufsbildnertagungen durchgeführt.

ändert sich der Stand der Kenntnisse mit Einführung des Lehrplans 21. Informatik steht dann auf dem Stundenplan; wir freuen uns darauf, dass die Kinder den korrekten und vernünftigen Umgang mit den elektronischen Hilfsmitteln lernen und auch fähig sein werden, sich gegen drohende Gefahren aus dem Internet abzugrenzen.

Sektion, andererseits bei schweizerischen Dachverbänden. Diese vielfältigen Aufgaben erfordern ein grosses Mass an Interesse und Wissen in der Berufsbildung, Mitgliederbetreuung und administrativen Abläufen. Meine beruflichen Erfahrungen in Handwerksbetrieben, das Studium als Betriebsökonomin und laufende Weiterbildungen helfen mir bei der täglichen Arbeit. Ich schätze den Kontakt mit den Menschen, die sich für die Aus- und Weiterbildung, die Vorstands- und Kommissionsarbeiten und die Verbandsführung einsetzen. Gemeinsam bringen wir die Verbände und Kommissionen vorwärts und bieten den Mitgliedern einen modernen und zukunftsorientierten Verband, bei dem es sich lohnt, dabei zu sein.

Weiterbildungen Im Verbandsekretariat bin ich gefordert, mit den Neuerungen Schritt zu halten oder sogar einen Schritt voraus zu sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Vorstand und die Mitglieder eine tatkräftige und zukunftsgerichtete Unterstützung erhalten. Die Verbände verfügen dazu Veränderungen Die Berufsbildung ist laufend in Be- über ein grosses Netz an Ansprech- Renate Kaufmann im Einsatz an wegung. Neue Titel für Berufe, mo- partnern, einerseits innerhalb der der VAEI-GV dernere Ausbildungsmethoden oder erweiterte Anforderungen an die Mandate des AGV Ausbildungsbewilligung halten die • Aargauische Berufsschau Bildungsverantwortlichen auf Trab. • Aargauische Verkehrskonferenz AVK Dazu kommt, dass die Schulabgän• bauenaargau gerinnen und -abgänger mehr Be- • Berufsbildnerkurse treuung und Aufmerksamkeit benöti- • KMU Frauen Aargau gen und mit viel Geduld in die Be- • Paritätische Kommission (PK) für Elektro- und Telekommunikations-­ rufswelt geführt werden müssen. Der Installationsbranche des Kantons Aargau Einsatz elektronischer Hilfsmittel wie • Paritätische Kommission (PK) Gebäudetechnik Aargau Laptop ist selbstverständlich und wir • Schweizerischer Nutzfahrzeugverband ASTAG, Sektion Aargau setzen die Anwendung als bekannt • Stützpunkt für Abstimmungen und Wahlen voraus. Dies entspricht erfahrungsge- • suissetec aargau Gebäudetechnik-Genossenschaft mäss bei den heutigen Jugendlichen • Überbetriebliche Kurse für Elektroplaner EFZ • Überbetriebliche Kurse (KV-Branche Dienstleistung und Administration, nicht den Tatsachen! Ein Handy zu EFZ, betrieblich und schulisch organisierte Ausbildungen) bedienen erfordert nicht die gleichen • Verband Aargauischer Elektroinstallationsfirmen VAEI Renate Kaufmann Kenntnisse wie ein Laptop einzurichGL-Mitglied AGV, Verbandssekretärin ten und zu bewirtschaften. Vielleicht • Vorsorgestiftung suissetec Aargau


MEHR ALS NUR HEISSE LUFT! Mit der Nutzung von Abwärme sparen Sie Energie und Kosten in Ihrem Unternehmen.

Wir helfen Ihnen dabei. Kontaktieren Sie uns.  www.enaw.ch +41 44 421 34 45

BRANDE IN EINEM TUNNEL SIND EINE GROSSE GEFAHR I II

I

ERHÖHEN SIE IHRE ÜBERLEBENSCHANCE UM 80%!

Flucht HAUBE .CH EN403:2004 M

ATEMSCHUTZGERÄT FÜR DIE SELBSTRETTUNG, SCHUTZDAUER MAX. 40 MIN

è Der sich bei einem Brand in Sekunden entwickelnde Rauch ist hochgiftig und verunmöglicht Ihre Flucht aus dem Gefahrenbereich. è Mit der ACS Fluchthaube sind Sie sicher und geschützt vor giftigen Gasen und können dem Brandherd entfliehen. è Die ACS Fluchthaube schützt Sie sicher während 40 Minuten vor Rauch und giftigen Gasen.

CHF

98.–

inkl. MwSt.

è Sichern Sie Ihr Überleben, nicht nur Ihre Wertsachen. FLUCHTHAUBE BESTELLEN

ABHOLUNG IN AARAU

LIEFERUNG (+ CHF 7.50)

NACHNAME

VORNAME

HNR.

STRASSE PLZ

ICH BIN ACS-MITGLIED

ANZAHL

ORT

Automobil Club der Schweiz Tellistrasse 55, 5000 Aarau Telefon: +41 62 836 04 04 Fax +41 62 836 04 05 E-Mail info@acs-mitte.ch

www.fluchthaube.ch

E-MAIL Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer, exkl. Lieferung


24  125 JAHRE AGV

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

IM EINSATZ FÜR DAS AARGAUER GEWERBE Der Aargauische Gewerbe­ verband (AGV) ist die Interes­ senvertretung der Aargauer KMU. Dank dem Einsatz für optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingun­ gen sollen das selbstständige Unternehmertum in Hand­ werk, Handel, Dienstleistun­ gen und Industrie gestärkt werden. Ohne eine schlag­ kräftige Interessenvertretung liefe das Gewerbe Gefahr, als «schweigende Mehrheit» benachteiligt zu werden. 125 Jahre Erfahrung und 10 000 Unternehmen als Mitglieder verleihen dem AGV die nöti­ ge politische Kraft.

D

ie kleinen und mittleren Unternehmen spielen für die Schweizer Wirtschaft eine entscheidende Rolle: 98 Prozent aller Unternehmungen sind KMU und bilden das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Sie tragen entscheidend zu einem attraktiven Arbeitsmarkt, zum Wirtschaftswachstum und zum nationalen Wohlstand bei. Vor diesem Hintergrund muss sich der Staat in seiner Wirtschaftspolitik darauf beschränken, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen möglichst grossen wirtschaftlichen Handlungsspielraum und unternehmerische Innovation eröffnen. Dazu gehört etwa, dass einengende gesetzliche Normen und Vorschriften beseitigt sowie administrative Entlastungen zugunsten der KMU vorgenommen werden. Dieses

Thierry Burkart Nationalrat, Baden, Vorstands­ mitglied und Konsulent AGV

und Gesundheitsbereich verdränGebot der liberalen Wirtschaftspolitik gen allmählich andere Aufgaben ist Voraussetzung für die Schaffung aus dem Budget. von Arbeitsplätzen, volkswirtschaftlicher Prosperität und der Konkurrenz- 2. Freies Unternehmertum: Der Staat soll nur dann gesetzgeberisch in fähigkeit unserer KMU – auch interden freien Markt eingreifen, wenn national. Umgekehrt schwächen es um den Schutz der Wirtschaftsneue Steuern und Gebühren, Staatsund Eigentumsfreiheit geht. Denn verschuldung und zunehmende ReInnovation braucht Freiräume und gelungsdichte die KonkurrenzfähigInnovation ist die Basis für erfolgkeit jedes einzelnen Gewerbetreibenreiches Unternehmertum. den und den Kanton Aargau als 3. Führender Bildungs- und Forwichtigen KMU-Standort. schungsstandort: Die Qualität unserer Bildung und Forschung ist Gemeinsames Sprachrohr herausragend und wesentlich mitEine lebendige Demokratie gibt es verantwortlich für Innovation und nur mit starken InteressenvertretunFortschritt. Das duale Bildungssysgen. Parteien und Verbände spielen tem, das den jungen Menschen eine wichtige Rolle bei der Meidie Entfaltung ihrer Talente ermögnungsbildung. Der fachliche und policht, muss daher gepflegt und litische Austausch mit nahestehenweiterentwickelt werden. Gleiches den Verbänden ist für Milizparlamengilt für die fruchtbare Zusammentarierinnen und -parlamentarier eine arbeit zwischen den öffentlichen der Grundlagen, um ihre parlamentaForschungsinstitutionen und der rische Arbeit kompetent ausüben zu Privatwirtschaft. können. Gewerbe und KMU-WirtFreie und offene Arbeitsmärkte: schaft laufen daher ohne gemeinsa- 4. Unternehmen finden die nötigen mes Sprachrohr und ohne InteressenFachkräfte, die sie für Wachstum vertretung Gefahr, als «schweigende benötigen. In Krisenzeiten können Mehrheit» nicht das nötige Gehör zu sie aber auch unbürokratisch Stelbekommen. Der AGV sieht sich als len abbauen, um ihr Überleben zu KMU-Sprachrohr im Aargau. Die polisichern. Zusammen mit einer funktische Tätigkeit des AGV ist facettentionierenden Sozialpartnerschaft reich und beinhaltet etwa die Beobverhindert der flexible Arbeitsachtung und Analyse des politischen markt hohe Arbeitslosenzahlen Geschehens, strategisches Netzwerkund gesellschaftliche Verwerfunmanagement oder das Führen einer gen. interfraktionellen Gewerbegruppe im Grossen Rat. Das Verfassen von Stellungnahmen zu Vernehmlassungen, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Empfehlungen zu Wahlen und Parolen zu Abstimmungen gehören aber ebenso dazu. Grundsätze für KMU-freund­ liche Rahmenbedingungen Der AGV orientiert sich bei seiner Politik an folgenden fünf Grundsätzen: 1. Wettbewerbsfähige Finanz- und Steuerpolitik: Gesunde Staatsfinanzen tragen massgeblich dazu bei, das Vertrauen in einen Standort zu stärken. Insbesondere die steigenden Ausgaben im Sozial-

5. Leistungsfähige Infrastrukturen: Unser Kanton braucht qualitativ hochstehende Infrastrukturen, welche die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen. Ein Ausbau der Kapazitäten bei Verkehr, Energie und Telekommunikation muss sich an den Bedürfnissen der Unternehmen und der Bevölkerung orientieren und die Versorgung sicherstellen. Einflussreicher Wirtschaftsverband mit 125 Jahren Erfahrung Fundament für die Kraft des AGV bilden die rund 10 000 Mitglieder sowie viele engagierte Vorstandsmitglieder und KMU-freundliche Politikerinnen und Politiker. Diese breite Vernetzung und die Erfahrung aus 125 Jahren politischer Arbeit verhelfen dem AGV zum heutigen Image als einflussreicher Wirtschaftsverband. Das soll auch in Zukunft so bleiben!

Heimvorteil In der Region verankert – Vorteil beim Bauen!

www.haechler.ch


IN EIGENER SACHE  25

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Herzlich willkommen Gemeinsamer Anlass von KMU Frauen Aargau und UBS Am Donnerstag, 9. Mai 2019, 8.00 – 10.45 Uhr, im Landhotel Hirschen, Erlinsbach Programm: Begrüssung durch KMU Frauen Aargau und UBS; Einblick in das Thema Chancengleichheit in Unternehmungen durch Christa Emminger, Leiterin Privatkunden UBS Aargau / Solothurn; Erläuterungen des UBS-Chefökonomen Dr. Daniel Kalt zu Kryptowährungen und Blockchain; Entdeckungsreise durch die Weinvielfalt inkl. Degustation mit Susi Steiger-Wehrli, Wehrli Weinbau AG in Küttigen. Der abschliessende Znüni bietet Zeit und Raum sich auszutauschen und Kontakte zu pflegen. Interessierte KMU Frauen schicken ihre Anmeldung bitte bis 25. April 2019 an: dana.hintermann@ubs.com. Achtung: Die Platzzahl ist beschränkt.

V GV

Aargauischer Gewerbeverband

© UBS 2019. Alle Rechte vorbehalten. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung mittels E-Mail wesentliche Risiken nach sich ziehen kann, z.B. fehlende Vertraulichkeit. UBS haftet nicht für Verluste oder Schäden, die aus der Verwendung von ungesicherten E-Mails entstehen. 34042-Inserat_KMU-Frauen-AG-189x141mm-2019-02-26-01.indd 1

26/02/2019 09:43

Die ideale Location für Sie und Ihre Kunden

www.campussaal.ch

Unbenannt-1 1

12.03.2019 11:30:27

WIR GRATULIEREN ZUM 125-JÄHRIGEN BESTEHEN!


26  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

BEZIRK ZOFINGEN STARTETE ELEGANT UND SCHWUNGVOLL INS AGV-JUBILÄUMSJAHR Der Aargauische Gewerbe­ verband (AGV) feiert seinen 125. Geburtstag. Den Reigen an verschiedenen Jubilä­ umsanlässen in den Bezirken eröffnete Zofingen nun Mitte März im Rahmen des Früh­ lingsballs im Stadtsaal. «This Masquerade» sorgten für berieselnde Töne während des viergängigen Menüs und lockten die Gäste zwischen den Gängen und nach dem Essen auf die Tanzbühne. Stéphanie Berger führte mit Witz, Charme und zwi­ schendurch auch frech durch den Abend. Den offiziellen Teil bestritten Pascal Blum, AGV-Bezirksvertreter in ­Zofingen, und AGV-Präsident Kurt Schmid mit ihren Gruss­ worten.

Gewerbevertreter unter sich: Pascal Blum, Peter Fröhlich, Kurt Schmid, Adrian Gaberthüel und Nationalrat Thierry Burkart

ADRIAN GABERTHÜEL

D

er Murgenthaler Architekt Pascal Blum hielt in seiner Ansprache fest, dass ein solches Jubiläum sehr viel Respekt einbringt. «In den letzten 125 Jahren gab es zahlreiche Kriege und Krisen. Trotzdem blickt der AGV nun in bester Verfassung auf dieses stolze Bestehen zurück», so Blum, der zum

Jubiläum herzlichst gratulierte. Anlässe wie dieser Frühlingsball seien zudem eine gute Chance, dass die regionalen Gewerbevereine näher zusammenrücken können. AGV-Präsi-

Service macht den Unterschied. Brugg · Frick · Baden · Olten · Möriken Wildegg · Lenzburg

JOST Elektro AG Wildischachenstr. 36 5201 Brugg Tel. 058 123 89 89 Fax 058 123 89 90 Pikett 058 123 88 88 brugg@jostelektro.ch www.jostelektro.ch

dekoration verschenkte er jedoch. Der Frühlingsball beeindruckte wie jedes Jahr mit einem tollen Ambiente im Stadtsaal, einem stimmigen und wirklich guten Vier-Gang-Menü und festlich gekleideten Gästen. Die ­Apéro-Häppchen offerierte der Zofinger Stadtrat, der wegen einer Terminkollision keine Vertretung entsenden konnte. Den Champagner dazu spendete die Niederhäusern Getränke AG – ein Geschenk an das Zofinger Gewerbe. Unabhängig von Rang und Namen genossen die Gäste einen ungezwungenen Abend – wie etwa Nationalrat Thierry Burkart (FDP), die aktuelle Grossratspräsidentin Renata Siegrist (GLP) oder Zofingens Einwohnerratspräsident André Kirch­ hofer (FDP). Der Frühlingsball, der aus dem Lichtmessessen hervorging, ist ein fester Bestandteil im Kalender des Zofinger Gewerbes. Es ist zu hoffen, dass die diesjährige «AGV-Sonderausgabe» nachhaltig wirkt und auch in den Folgejahren Gäste der umliegenden Gewerbevereine den Weg in den schön geschmückten Zofinger Stadtsaal finden werden. Zwar entsandten nicht alle Gewerbevereine des Bezirks Gäste an den frühlingshaften Anlass. Jene aber, die der Einladung Folge leisteten, haben den Abend genossen und merkten sich bereits das Datum der nächsten Austragung: den 14. März 2020.

dent Kurt Schmid hielt seine Ansprache mit viel Humor. Adrian Gaberthüel, Präsident des Gewerbevereins Zofingen und zusammen mit seinem Vorstand zuständig für den reibungslosen Ablauf des Abends, dankte nicht nur allen beteiligten Organisatoren, sondern hielt noch ein humorvolles Extra bereit: Impressionen des Frühlingsballs: «Jedes Jahr findet ein Run auf die www.gewerbe-zofingen.ch Tischdekorationen statt. In diesem Jahr machen wir das anders – wer einen Flyer vom Botaniqum Zofingen unter seinem Stuhl findet, darf die Deko mit nach Hause nehmen.» Diese Aufforderung sorgte nicht nur dafür, dass die Gäste eiligst ihre Stühle untersuchten, sondern auch für Freudenschreie bei den Glücklichen. Der Zufall wollte es übrigens, dass Adrian Gaberthüel selber auch einen Flyer unter seinem Stuhl fand – die Tisch-


Eine Ära ist zu Ende gegangen! Claudio Mazzei ist an der Generalversammlung vom 11. April 2019 als Präsident des SMGV Aargau zurückgetreten. Wir danken Claudio, dass er seit 2008 unseren Berufsverband mit viel Enthusiasmus, Freude, Berufsstolz und vollem Einsatz für das Maler- und Gipsergewerbe geleitet hat. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf weitere spannende Projekte mit ihm. Vorstand SMGV Aargau


28  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

V GV

Aargauischer Gewerbeverband

ierteng e l e D . 2 2 lung Versamm

V

14. Aargauer Wirtschaftstag

V GV

GV

Aargauische r Gewerbev erband

erbeverband Aargauischer Gew

Donnerstag, 25. April 2019 CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse, Brugg Windisch An unsere Ehrenmitglieder, Delegierten, Mitglieder und Gäste

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir freuen uns, mit Ihnen das 125-jährige Bestehen unseres Verbandes zu feiern. Verschiedenste Aktivitäten während des ganzen Jahres prägen das Jubiläumsjahr. Wir laden Sie herzlich zur 22. Delegiertenversammlung ein (Beginn 15.00 Uhr). Schwerpunkte dieser Versammlung bilden die statuarischen Geschäfte und die ergänzenden Informationen.

Die Aargauer Wirtschaft und Politik treffen sich zum 14. Aargauer Wirtschaftstag und zur 13. Aargauer Unternehmenspreisverleihung. Zu diesem Anlass laden wir Sie herzlich ein und versprechen Ihnen wertvolle Impulse für Ihren beruflichen Alltag (Beginn 17.00 Uhr).

Die Veranstaltung kommt einem Gewerbekongress gleich, der durch seine Aktualität allen Unternehmerinnen und Unternehmern viel Wissenswertes vermittelt. Freundliche Grüsse Aargauischer Gewerbeverband

Begrüssung Präsidialansprache Protokoll der 21. Delegiertenversammlung vom 18. Oktober 2018 4. Wahl der Stimmenzähler 5. Jahresbericht 2018 6. Jahresrechnung 2018 und Revisionsbericht 7. Budget und Mitgliederbeiträge 2019 sowie provisorisches Budget und Mitgliederbeiträge 2020 8. Ersatzwahlen Vorstand/Wahlvorschläge a. Bezirksvertreter Helen Dietsche, Bezirk Kulm b. Weitere Mitglieder Andreas Meier, CVP-Vertretung 9. Verabschiedungen/Ehrungen 10. Mitteilungen und Umfrage

Anmeldung

Ja, gerne melde ich mich an für

Speziell freuen wir uns auf die Vergabe des Aargauer Unternehmenspreises. Dieser Preis wird dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal von der Aargauischen Kantonalbank gestiftet und zusammen mit dem Aargauischen Gewerbeverband verliehen. Interessante Begegnungen und Gespräche beim anschliessenden Apéro riche runden den Anlass ab.

Traktanden 22. Delegiertenversammlung 1. 2. 3.

Wir begrüssen Prof. Dr. Stefan Felder, Gesundheitsökonom Universität Basel, als Gastreferent. Er hat die wertvolle Gesundheitskosten-Studie erstellt und spricht bei uns zum Thema «Gesundheitswesen Aargau».

Kurt Schmid Kurt Schmid Kurt Schmid

Freundliche Grüsse Aargauischer Gewerbeverband und Aargauische Kantonalbank

Kurt Schmid Kurt Schmid Peter Fröhlich Peter Fröhlich

Programm 16.30 Uhr Eintreffen der Gäste Moderation: Judith Wernli, SRF 3 Moderatorin 17.00 Uhr Begrüssung Kurt Schmid, Präsident Aargauischer Gewerbeverband Referat «Gesundheitswesen Aargau» Prof. Dr. Stefan Felder, Gesundheitsökonom Universität Basel

Kurt Schmid

Verleihung Aargauer Unternehmenspreis 2019 Dieter Widmer, Direktionspräsident Aargauische Kantonalbank Kurt Schmid Kurt Schmid

Anschliessend Apéro riche und Netzwerkpflege Aargauer Unternehmenspreis - gestiftet durch die Aargauische Kantonalbank Alle Informationen dazu finden Sie auf der Website: www.unternehmenspreis.ch

 beide Anlässe (Delegiertenversammlung und Wirtschaftstag)  die Delegiertenversammlung (15.00 Uhr)  den Wirtschaftstag und Unternehmenspreisverleihung (17.00 Uhr)

Name/Vorname

Begleitperson

Firma

Name

Funktion

Vorname

Ortschaft E-Mail  Delegierte/r *  AGV-Vorstand

* Wichtiger Hinweis: Die Delegierten erhalten am Eingang eine Stimmkarte gegen Abgabe der separat zugestellten Ausweiskarte.

Anmeldung: Bitte senden Sie uns Ihre Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 17. April 2019, per Post, Fax (062 746 20 41) oder E-Mail an Besian Ramadani: b.ramadani@agv.ch Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung auch online entgegen: www.agv.ch > Aktuell > AGV-Termine


IN EIGENER SACHE  29

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

25. BIS 28. APRIL, BERIKON

Alle fünf Jahre findet auf dem Mutschellen ein Grossereignis statt, das seinesgleichen sucht: die MEGA, die Gewerbeaus­ stellung auf dem Mutschellen. 140 Aussteller und zusätzlich 18 Beizli und Verpflegungs­ stände erwarten die Besuche­ rinnen und Besucher vom 25. bis 28. April in Berikon.

Fotos: OK MEGA19

EIN MEGA-MÄSSIGES AGV-JUBILÄUM Die Podiumsdiskussion zum Thema «Wirtschaft/Unternehmertum» ist ­hochkarätig besetzt. Moderatorin und Grossrätin Jeanine Glarner, Landammann Dr. Urs Hofmann, AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer, Senior Researcher GDI Marta Kwiatkowski sowie AGV-Präsident Kurt Schmid.

OK MEGA19

I

die Besucherinnen und Besucher richten, bevor zum Jubiläums-Apéro geladen wird. Lehrlings-Roadshow Nicht verpassen sollten die Besucherinnen und Besucher auch die Sonderausstellung Holzschiitli, die eine Plattform für die Natur-Berufe, die Non-Profit-Unternehmen des grünen Bereichs sowie die erneuerbaren Energien bietet. Oder die LehrlingsRoadshow, bei der Jugendliche sowie deren Eltern in diverse Berufe reinschnuppern können. Präsentiert werden diese gleich von den Lernenden der jeweiligen Berufe selbst. Auch die Lehrlings-Roadshow findet mit Unterstützung des AGV statt. Für den sportlichen Ausgleich sorgt der 12 Kilometer lange MEGA, Lauf und auch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Eröffnet wird die MEGA19 am Donnerstag, 25. April, um 16 Uhr mit der Podiumsdiskussion zur Politik. Der eigentliche Eröffnungsakt findet um 17 Uhr statt, ab dann ist auch die Ausstellung offen für die Besucherinnen und Besucher. Auf bald an der MEGA19!

m Mittelpunkt steht das Gewerbe der Region, das seine innovativen Produkte und Dienstleistungen präsentieren wird. Sei es an den vielen attraktiven Ständen oder während den neun Fachvorträgen in der Aula. Wer noch einen Grund benötigt, weshalb lokal und regional eingekauft und dort auch Aufträge vergeben werden sollen, findet ihn an Auch dieses Jahr werden wieder 50 000 Besucher an der MEGA19 erwartet. der MEGA garantiert. schaft, Mobilität/Verkehr sowie Alter/ lungsgelände. Als Moderatorin konnte Grossrätin Jeanine Glarner gewonGesundheit. Vielfältige Podien nen werden. Die Herausforderungen Für Unternehmen ist es enorm wichder Unternehmen werden Dr. Urs tig, immer vorauszudenken und so AGV-Jubiläum am Ball zu bleiben. Deshalb wird Auch am Puls der Zeit und der Unter- Hofmann, Landammann des Kantons auch an der Ausstellung ein Ausblick nehmen bleibt der AGV, der im Rah- Aargau, Dieter Widmer, Direktionsauf das kommende Jahrzehnt ge- men seines 125-Jahr-Jubiläums die präsident AKB, Marta Kwiatkowski, wagt. Dies geschieht mittels fünf Podiumsdiskussion «Wirtschaft/Un- Senior Researcher Gottlieb Duttweihochkarätig besetzter Podiums­ ternehmertum» als Event-Sponsor ler Insitut, sowie Kurt Schmid, Präsi- Mehr Informationen unter diskussionen zu den Themen Politik, unterstützt. Durchgeführt wird es am dent AGV, diskutieren. Anschliessend www.mega19.ch Wirtschaft/Unternehmertum, Frauen Freitag, 26. April, von 10 bis 11 Uhr an die Podiumsdiskussion wird sich in Wirtschaft, Politik und Gesell- in der Aula auf dem MEGA-Ausstel- Kurt Schmid mit einer Ansprache an

Aargauische Berufsschau ab‘19

3

Im Kalender dick rot anstreichen: Berufswelten entdecken

3. bis 8. September 2019 Tägerhard Wettingen Reservieren Sie sich das Datum für einen Besuch mit Ihrer Schulklasse an der Aargauischen Berufsschau ab‘19. Es lohnt sich! Ihre Schülerinnen und Schüler erfahren an der ab‘19 alles rund um die Berufswahl, örtlich und zeitlich kompakt mit Informati-


30  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

DIE EXPO19 STEHT VOR DER TÜRE

GROSSE BERUFSSCHAU IN RHEINFELDEN An der EXPO19, der ersten grossen Gewerbeausstellung unteres Fricktal, nehmen vom 10. bis 12. Mai über 120 Aus­ steller teil. Gleichzeitig findet im Kurbrunnensaal eine gros­se Berufsschau mit über 40 Berufen statt. ANNA TINA HEUSS

D

ies ist einer Initiative des Aargauischen Gewerbeverbandes zu verdanken, welche anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums lanciert wurde: 2019 feiert der AGV Jubiläum. Eine Arbeitsgruppe hat sich früh damit befasst, wie dieser Geburtstag auch in den Bezirken und Regionen gefeiert werden könnte.

Öffnungszeiten Berufsschau Freitag, 10. Mai 2019 von 12.00 Uhr bis 14.45 Uhr und von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr Samstag, 11. Mai 2019 von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Z wie Zukunft, I wie Innova­ tion, E wie Entwickeln und L wie Lernen «ZIEL Unternehmertum» heisst das Motto, welches die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Alfons Paul Kaufmann definierte. «Damit wurden die Bezirke aufgerufen, etwas in ihren Regionen entstehen zu lassen, was Zukunft, Innovation, Entwickeln und Lernen beinhaltet», führt Kaufmann aus. Im Bezirk Rheinfelden wird das «ZIEL» mit zwei Anlässen im Rahmen der EXPO19 umgesetzt: einerseits mit der Berufsschau und andererseits mit dem gemeinsamen Eröffnungs­apero der EXPO19. Zum Eröffnungs­apero sind alle Mitglieder der Gewerbevereine im unteren Fricktal eingeladen und viele weitere offizielle Gäste aus der Region und dem ganzen Kanton nehmen teil.

45 Berufe im Kurbrunnensaal bieten Einblicke Für den AGV und seine Ausbildungsbetriebe besteht eine der Kernaufgaben darin, genügend junge Menschen für eine Berufslehre begeistern zu können. Alfons Kaufmann, MitOrganisator der Berufsschau: «Hier in Rheinfelden werden die Oberstufenklassen des Bezirks eingeladen, die grosse Berufsschau zu besuchen. Sie bietet eine tolle Gelegenheit für alle jungen Menschen, mit Lernenden und Ausbildnerinnen und Ausbildnern ins Gespräch zu kommen und unkompliziert einen ersten praktischen und direkten Eindruck von einem Beruf zu erhalten.» In 18 Berufswelten werden gegen 50 verschiedene Berufe vorgestellt. Das «ask!» als Informationsplattform für Eltern und Jugendliche ist ebenfalls mit von der Partie.

Podiumsdiskussion «Bildungssystem Schweiz» Am Freitagabend um 19.00 Uhr findet im Jugendstilsaal des Hotels Schützen in Rheinfelden ein hochkarätiges Podium statt zum Thema «Bildungssystem Schweiz». Es diskutieren unter der Leitung von Alfons Paul Kaufmann: – Prof. Dr. Ursula Renold, Präsidentin Fachhochschulrat – Prof. Dr. Margrit Stamm, Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education (Professorin für Erziehungswissenschaften) – Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW – Kathrin Hunziker, Abteilungsleiterin Abteilung Berufsbildung und Mittelschule BKS – Martin Ziltener, ask Kanton Aargau Zu diesem Podium sind alle Interessierten, Lehrpersonen, Lehrmeister, Ausbildner und alle Eltern herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


IN EIGENER SACHE  31

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

ZIEL UNTERNEHMERTUM Früher waren Geschäfts­ modelle linear und – einmal festgelegt – recht stabil. Heute erobern neue, meist ­artfremde Anbieter die Märk­ te mit neuen Technologien,

neuen Geschäftsmodellen und neuen Vertriebssyste­ men und bedrängen die traditionellen KMUs. Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben, andere stehen vor der Herausforderung der Nachfolgeregelung.

Seit 125 Jahren setzt sich der AGV zum Wohle der Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Nebst der Erreichung von möglichst optimalen Rahmenbedingungen auf politischer, gesetzlicher und auf Verwaltungsebene setzt der AGV Impulse zur Förderung des Unternehmertums. Im Jubiläumsjahr sind vor allem die Events in den olitische, gesetzliche und ver- Bezirken unter dem Motto «ZIEL Unwaltungstechnische Abläufe ternehmertum» zusammengefasst: beeinflussen zudem die Handlungsfreiheit der Unternehmen Zukunft: Förderung und Stärkung enorm. Um weiterhin erfolgreich am des Unternehmertums Markt bestehen zu können, müssen Innovation: Förderung von Ideen die rund 38 000 Aargauer KMUs ihre und neuen Geschäftsmodellen Strategie, Organisation, ihre Prozes- Entwickeln: Förderung marktgese, ihr Personal und ihr Vertriebssys- rechter Strukturen der Gewerbeorgatem laufend auf die neuen Kunden- nisationen bedürfnisse und die künftigen Lernen: Förderung der dualen BeMarktanforderungen ausrichten. rufs- und Weiterbildung

P

Flavio De Nando Vorstand AGV Geschäftsführer Aviando Professionals AG, Wettingen

von Je t z t k tiven at tra stin Vergü n e g n u g re n! ie t fi o pr

finanzen einfach gemacht. geschäftlich und privat. Alles, was Sie benötigen: eine Bank, die Sie versteht, berät und weiss, was Sie brauchen – privat und für Ihr Geschäft. valiant.ch/kmu

Auch künftig wird das Motto «ZIEL Unternehmertum» ein Kernanliegen des AGV bleiben, damit Unternehmen und ihre Mitarbeitenden die unternehmerische Zukunft sichern und zum Wirtschaftserfolg des eigenen Unternehmens, der Regionen und des Kantons Aargau beitragen können. Wir bleiben dran.


32  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

AGV LEHNT UMGEHUNG DER SCHULDENBREMSE AB Für Investitionen bei Immobi­ lienvorhaben sollen Finanzie­ rungsregeln nicht geändert werden.

A

GV. Das Präsidium des AGV begrüsst es, wenn der Staat Eigentum an den für dauerhaft für die Erfüllung von öffentlichen

Aufgaben notwendigen Liegenschaften erwirbt. Der AGV vermisst aber eine Investitionsplanung, welche die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Damit verbunden wäre eine Verteilung der Investitionen betreffend die grosszyklischen Erneuerungsaufgaben auf eine längere Zeitperiode.

Der AGV lehnt die vollumfängliche Finanzierung von Immobilienvorhaben durch eine Erweiterung der heutigen Finanzierungsgesellschaft FHNW ab (Variante 1), ebenso die Variante 2, die nur noch die Abschreibungen der Schuldenbremse unterstellen will. Mit der Möglichkeit zur zumindest teilweisen Umgehung der

Schuldenbremse werden Anschaffungen heute getätigt und die Bezahlung in die Zukunft verlegt («auf spätere Generationen verschoben»), was der AGV ablehnt. Der AGV plädiert für eine Beibehaltung der geltenden Regeln: Mit der heutigen Rechnungslegung ist die Transparenz gewährleistet.

AGV MIT ERGÄNZUNG DES ­NORMALARBEITSVERTRAGS FÜR HAUSPERSONAL EINVERSTANDEN Arbeitsbedingungen für 24-Stunden-Betreuung regeln

der Arbeitsbedingungen in der 24-Stunden-Betreuung einverstanden. Da die Arbeitsbedingungen in der 24-Stunden-Betreuung von denGV. Das Präsidium des Aar- jenigen in den meisten anderen gauischen Gewerbeverbands Branchen abweichen und es sich zu(AGV) ist mit der Regelung meist um Abhängigkeitsverhältnisse

A

der besonderen Art handelt, ist eine Regulierung in diesem Bereich im Rahmen eines Normalarbeitsvertrags gerechtfertigt. Die vom Bundesrat in einem Modell-Normalarbeitsvertrag erlassenen Bestimmungen sollen vom Kanton Aargau weitestgehend

unverändert übernommen werden. Anstelle eines neuen kantonalen Normalarbeitsvertrags schlägt der Regierungsrat vor, dass der Normalarbeitsvertrag für Hauspersonal ergänzt wird. Dieses Vorgehen unterstützt der AGV.

BERUFSBILDNER(INNEN)-KURSE 2019 DES AARGAUISCHEN GEWERBEVERBANDS Die Daten für die Berufsbildner(innen)-Kurse 2019 des AGV finden Sie ­ unter www.agv.ch. Basierend auf dem erfolgreichen Konzept können sich ­Interessierte auch in diesem Jahr an praxisorientierten K­ ursen des Aargauischen G ­ ewerbeverbands zum Berufsbildner, zur Berufsbildnerin (früher Lehrmeister/in) weiterbilden. Der Kursort ist an der Herzog­strasse 1 in Aarau (Nähe Bahnhof und Parkhäuser).

senkt! Kurskosten ge n CHF 100.– – + Rabatt vo Neu: CHF 590. r des AGV für Mitgliede

Rückfragen und Anmeldung an: Aargauischer Gewerbeverband, Frau Heidi Humbel, Gewerbehaus, Entfelderstras­se 19, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062 746 20 40, E-Mail: h.humbel@agv.ch oder unter www.agv.ch

KURSDATEN 2019 17.06.2019 – 25.06.2019 Berufsbildnerkurs BBK 3/2019 16.09.2019 – 24.09.2019 Berufsbildnerkurs BBK 4/2019

04.11.2019 – 12.11.2019 Berufsbildnerkurs BBK 5/2019


IN EIGENER SACHE  33

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

VERTRETBARE REGELUNG BEI DER BERECHNUNG DER ERGÄNZUNGSLEISTUNGEN

AGV UNTERSTÜTZT ANHEBUNG DES VERMÖGENSVERZEHRS

A

GV. Das Präsidium des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV) begrüsst grundsätzlich die regierungsrätliche Vorlage zur Revision des Gesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV und IV im Kanton Aargau. Damit verbunden ist eine Anhebung des Vermögensverzehrs bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen. Künftig soll ab einem Freibetrag von CHF 37 500.– bei alleinstehenden Personen und ab

CHF 60 000.– bei Ehepaaren statt eines Fünfzehntels neu ein Fünftel des Reinvermögens als Einnahmen angerechnet werden. Es handelt sich um eine für die Betroffenen vertretbare Regelung, die bereits in zehn Kantonen praktiziert wird. Damit kann ein Beitrag zur Deckung des strukturellen Defizits des Kantons Aargau und zur Wiedererlangung des politischen Handlungsspielraums geleistet werden.

Vorbehalte hat der AGV allerdings in Bezug auf den regierungsrätlichen Vorschlag, wonach es der SVA Aargau erlaubt sein soll, direkt auf die benötigten Sozialversicherungs- und Steuerdaten der EL-Versicherten im Kanton Aargau zuzugreifen. Der AGV schlägt stattdessen vor, dass den Gesuchstellenden bei Einreichung des Gesuchs die Wahlmöglichkeit zwischen Einreichung sämtlicher Unterlagen durch sie selber und dem

direkten Datenzugriff durch die SVA eingeräumt wird. Beim direkten Datenzugriff durch die SVA muss den Gesuchstellenden überdies eindeutig klar sein, auf welche Daten genau zugegriffen wird.

AGV-AGENDA  / JAHRESPLANUNG Wichtige Termine – bitte in Ihren Kalendern, Outlook etc. vormerken. Weitere Details (Einladungen) werden zur gegebenen Zeit auf www.agv.ch und in einer der nächsten Ausgaben der Mitgliederzeitung publiziert. Die Gewerbevereine und Berufsverbände werden gebeten, verschiedene Termine in ihre eigene Jahresplanung aufzunehmen und bei der Planung von eigenen Anlässen mitzuberücksichtigen.

JAHRESPLANUNG 2019 April Donnerstag 25.4.2019

Frühlings-Delegiertenversammlung 2019 Aargauer Wirtschaftstag 2019

September Di. bis So. 3.–8.9.2019 Aargauische Berufsschau ab’19

GEWERBEAUSSTELLUNGEN Donnerstag, 25. April 2019 bis Sonntag, 28. April 2019 MEGA19 | Gewerbeausstellung Mutschellen 2019

Freitag, 4. Oktober 2019 bis Sonntag, 6. Oktober 2019 Gwärbi19 | Gewerbeausstellung Oftringen

Freitag, 26. April 2019 bis Sonntag, 28. April 2019 MUGA 2019 | Gewerbeausstellung Murgenthal 2019

Freitag, 4. Oktober 2019 bis Sonntag, 6. Oktober 2019 SIGA19 | Sinser Gewerbeausstellung

Donnerstag, 2. Mai 2019 bis Sonntag, 5. Mai 2019 WYNAexpo 2019, Reinach

Freitag, 11. Oktober 2019 bis Sonntag, 13. Oktober 2019 EXPO Surbtal 2019 | Gewerbeausstellung Endingen

Freitag, 10. Mai 2019 bis Sonntag, 12. Mai 2019 EXPO19 | Gewerbeausstellung unteres Fricktal

Freitag, 9. Oktober 2020 bis Sonntag, 11. Oktober 2020 Eigeschau 2020 | Gewerbeausstellung Birr

Freitag, 17. Mai 2019 bis Sonntag, 19. Mai 2019 UNDOB | Gewerbeausstellung Ober- und Untersiggenthal

Donnerstag, 29. Oktober 2020 bis Sonntag, 1. November 2020 LEGA20 | Gewerbeausstellung Lenzburg

Freitag, 17. Mai 2019 bis Sonntag, 19. Mai 2019 Gewerbearena Herznach 2019 Freitag, 24. Mai 2019 bis Sonntag, 26. Mai 2019 SUGA2019 | Gewerbeausstellung Suhr 2019 Freitag, 6. September 2019 bis Sonntag, 8. September 2019 SCHEGA 2019 | Gewerbeausstellung Schenkenbergertal Donnerstag, 26. September 2019 bis Sonntag, 29. September 2019 MAG, Markt Aarauer Gewerbetreibender

Öffnungszeiten, Kontaktpersonen usw. unter www.agv.ch Hinweise für unsere Mitglieder: Ist die Gewerbeausstellung Ihrer ­Organisation nicht aufgeführt? Dann melden Sie diese an unser Sekretariat (info@agv.ch) für kostenlose Einträge in der «Aargauer Wirtschaft» und im Internet. Gerne nimmt die Redaktion auch Berichte über Vorberei­tung und Durchführung von Gewerbeausstellungen ent­gegen.


34  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

LEHRSTELLEN ERFOLGREICH BESETZEN Lehrbetriebe sind bei der Auswahl von Berufslernenden auf verlässliche Informatio­ nen zu den Schulleistungen der Bewerberinnen und Bewerber angewiesen. Die Leistungstests Checks wie auch der Ergebnisvergleich mit den schulischen Anforde­ rungsprofilen des Schweize­ rischen Gewerbeverbands zu den Lehrberufen leisten einen wichtigen Beitrag dazu. Aus­ bildungsverantwortlichen aus Lehrbetrieben steht neu ein kostenloser Workshop zum Wo steht die Bewerberin schulisch? Check-Ergebnisse im Vergleich mit den Thema «Checks und Anforde­ schulischen Anforderungsprofilen des Schweizerischen Gewerbeverbands. rungsprofile» zur Verfügung. Das Anforderungsprofil eines Berufs der Grundbildung definiert die miniMICHAEL BÖSIGER, DEPARTEMENT BKS, ABTEILUNG VOLKSSCHULE, LEITER CHECKS/ABSCHLUSS­ ZERTIFIKAT IM KANTON AARGAU

S

eit wenigen Jahren absolvieren die Schülerinnen und Schüler der Aargauer Oberstufe obligatorisch den Check S2 und den Check S3. Die Ergebnisse dieser Leistungstests orientieren über den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler im zweitletzten Schuljahr sowie am Ende der Volksschule, und zwar unabhängig von der besuchten Klasse und Schule. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Check-Ergebnisse mit den schulischen Anfor-

von 0 bis 1200 Punkten. Die Optimierungen basieren auf Praxisrückmeldungen sowie auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Ziel der Überarbeitung war es, die Ergebnisse für die Beteiligten noch besser lesbar zu machen. Wichtig ist: Bisherige Check-Ergebnisse sind mit den Ergebnissen auf der neuen Skala nicht direkt vergleichbar. Eine Anleitung zum Profilvergleich und weitere Dokumente sind zu finden auf www.check-dein-wissen.ch > Check S2/S3.

malen schulischen Anforderungen, die beim Übertritt in die Berufslehre erwartet werden. derungsprofilen der beruflichen Grundbildung des Schweizerischen Gewerbeverbands abzugleichen. Lehrbetriebe können diesen Abgleich bei der Lehrstellenbesetzung nutzen. Sie erhalten Hinweise dazu, wo der Bewerber, die Bewerberin ein gutes Jahr vor Lehrbeginn hinsichtlich der schulischen Anforderungen des Lehrberufs steht. Neue Ergebnisrückmeldungen für Schülerinnen und Schüler Ab Mai 2019 erscheinen die Schüler­ ergebnisse der Checks in einem neuen Design und auf einer neuen Skala

Kostenloses Workshop-Angebot für Ausbildungsverant­ wortliche Neu steht Ausbildungsverantwortlichen aus Lehrbetrieben sowie weiteren interessierten Personen der Sek II ein 90-minütiger Workshop zum Thema «Checks und Anforderungsprofile» zur Verfügung. Im Workshop werden die überarbeiteten Ergebnisrückmeldungen vorgestellt, die Nutzungsmöglichkeiten der Check-Ergebnisse und des Profilvergleichs für die Lehrstellenbesetzung konkret aufgezeigt und der zielführende Umgang mit den Instrumenten praxisnah erfahren. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Datum/Zeit: Dienstag, 14. Mai 2019, 17 bis 18.30 Uhr Ort: Pädagogische Hochschule FHNW, Campus Brugg-Windisch Weitere Informationen und Anmeldung: www.fhnw.ch/de/ weiterbildung/paedagogik/kurse/9274895

Aargauer Wirtschaft

Top-Adressen-Eintrag

(Bsp.) 6 Zeilen Auto Branche gratis! (max. 40 Zeichen/Zeile) Hans Muster AG Reparaturen, Neuwagen, Occasionen Musterstrasse 33 – Postfach 4800 Zofingen www.musterag.com

Fr. 175.– pro Jahr (12 Ausgaben!)

Aargauer Wirtschaft Anzeigenverwaltung Inweb AG info@inwebag.ch – 044 818 03 07 Wir beraten Sie gerne!


VERBÄNDE  35

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

JARDINSUISSE AARGAU

Die Aargauer Gärtner blicken auf ein Jahr mit viel Arbeit zurück: Auf Hochtouren vor­ angetrieben wurde der Bau des neuen Bildungszentrums und nicht zu kurz kommen durfte die Planung des jetzi­ gen Jubiläumsjahres. 125 Jah­ re feiert die Regionalsektion.

Fotos: Christine Wullschleger,g’plus

DIE FINANZIERUNG DES NEUEN BILDUNGSZENTRUMS IST GESICHERT

CHRISTINE WULLSCHLEGER, G’PLUS

I

m beschaulichen Dorf Fisibach AG, das gerade mal etwas mehr als 500 Einwohner zählt, trafen sich die Aargauer Gärtnerinnen und Gärtner zu ihrer Generalversammlung im grossen Baggermuseum Ebianum. Die Versammlung erledigte zuerst im Saal die ordentlichen Geschäfte, um danach durch das Museum zu schlendern und eine Zeitreise durch die Geschichte der Firma Eberhard und der Baumaschinen zu erleben. Das liess das Herz vieler Anwesenden höher schlagen, sind doch die alten Maschinen für Gross und Klein imposant anzuschauen. Zuvor wurden in einem flotten Tempo die ersten elf Traktanden abgehandelt. Die Jahresrechnung 2018 und das Budget 2019 wurden nach den Erläuterungen von Kassier Stefan Oggenfuss einstimmig angenommen. Auch der Vorstand wurde in derselben Besetzung wiedergewählt. Allerdings stellte Präsident Manuel Eichenberger klar: «Wegen der Amtszeitbeschränkung auf zwölf Jahre wird das meine letzte Amtsperiode sein.» Er hoffe, bald einen willigen Nachfolger zu finden, den er in die anstehenden Geschäfte richtig einarbeiten kann. Zur Stärkung gab es eine kurze Pause, denn danach wartete mit dem nächsten Traktandum eines, bei dem einige Diskussionen und Voten erwartet wurden.

GAV FAR klar angenommen Peter Huber, Mitglied des Zentralvorstandes und selbst Aargauer Gärtner, stellte den anwesenden Mitgliedern klar und verständlich den Gesamtar-

beitsvertrag für einen flexiblen Altersrücktritt (GAV FAR) für die Grüne Branche vor. Er erklärte, warum die Finanzierung mittels eines Kapitaldeckungsverfahrens wesentlich besser ist als die mit einem Umlageverfahren: «Damit hat jeder Versicherte ein individuelles Konto und kein Arbeitnehmer muss für einen anderen etwas einzahlen», sagte Huber. «Wir sind überzeugt davon, dass wir mit dem GAV FAR einen Meilenstein für die Branche setzen können.» Mit Kostenbeispielen zeigte er auf, inwieweit Arbeitgeber und Arbeitnehmer von der neuen Regelung betroffen wären. «Der GAV FAR ist nicht sehr feudal für die Arbeitnehmer, tut aber umgekehrt auch den Arbeitgebern nicht so fest weh.» Die Diskussion in der Versammlung blieb sachlich und zielführend. Sie drehte sich vor allem um die finanziellen Aspekte des flexiblen Altersrücktritts. Bedenken äus­ serte ein Anwesender darüber, wie er denn den neuen GAV FAR seinen Mitarbeitenden erklären könne, wenn man selbst kein Experte sei auf diesem Gebiet. Peter Huber versicherte: «Wir lassen euch nicht im Regen stehen.» Rechnungsbeispiele sowie ein Informationspapier würden auf alle Fälle erarbeitet. Am Schluss folgte noch ein Votum aus der Versammlung: «Der neue GAV FAR ist auch ein Plus für unsere ganze Branche.» Somit wurde die Abstimmung eingeleitet: Der Vertrag wurde mit 59 Ja-Stimmen, 0 Nein-

Stimmen bei 13 Enthaltungen klar und die Baurechtsverträge sind parat zum Unterschreiben. Die Planung ist angenommen. ehrgeizig: Ende Juli oder Anfang ­August dieses Jahres soll der SpatenBildungszentrum stich erfolgen. auf gutem Weg Danach stand ein weiteres, wichtiges Traktandum an: das neue Bildungs- Jubiläum mit Big-Bag-Aktion zentrum Gärtner Aargau, das in Birr Cyrill Lampart informierte die Mitgebaut werden soll. Der Bau kostet glieder zudem über die Jubiläums­ rund 2,9 Millionen Franken, Ende aktion: Jedes Mitglied der RegionalOktober wurde die JSA Bildungszen- sektion Aargau erhält fünf Big Bags trum AG gegründet. Ziel war es, bis gefüllt mit Ricoter-Trogerde. Die MitEnde Februar dieses Jahres rund glieder müssen diese auf gut sicht­ 500 000 Franken in Form von Aktien baren Plätzen aufstellen und beeinzubringen. Manuel Eichenberger pflanzen. Ziel ist es, damit auf die verkündete stolz, dass das geklappt Arbeit der Gärtnerinnen und Gärtner hat und die Betriebe keine «Zwangs- aufmerksam zu machen und für das abgabe» leisten müssten. Damit und eigene Unternehmen zu werben. Die mit rund 200 000 Franken aus dem Regionalsektion Aargau wird ihr Verbandsvermögen sei die Finanzie- 125-Jahr-Jubiläum am 24. August rung des neuen Bildungszentrums auf dem Schloss Lenzburg gebührend gesichert. Die Baueingabe ist erfolgt feiern.

Mit Unternehmen in den Bereichen Treuhand, Revisionen, Immobilien und berufliche Vorsorge ist die UTA GRUPPE breit abgestützt. So erreichen unsere Dienstleistungen zielgerecht und vor Ort unsere Kunden. www.uta.ch


36  BESONDERES

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

Abstimmung vom 19. Mai 2019

EIDGENÖSSISCH • Steuerreform und die AHV-Finanzierung Bundesgesetz vom 28. September 2018 über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) JA Kurzkommentar: Am 19. Mai 2019 stimmen Volk und Stände über die sogenannte «Steuervorlage und AHV-Finanzierung» oder kurz «STAF» ab. Obwohl die ­Vorlage im Parlament eine breite Mehrheit fand, wurde dagegen das Referendum ergriffen. Nach einer kontradiktorischen Diskussion zwischen Regierungsrat und Finanzdirektor Dr. Markus Dieth (pro) sowie Nationalrat Thomas Burgherr (contra) hat der Vorstand des Aargauischen ­Gewerbeverbands (AGV) mit 9 gegen 7 Stimmen, bei 1 Enthaltung, die Ja-Parole zur Vorlage beschlossen. Eine Neuregelung der Unternehmensbesteuerung ist notwendig, weil gewisse Steuerprivilegien international nicht mehr akzeptiert werden. Passt die Schweiz ihre Steuergesetzgebung nicht bis im Frühling 2019 an, wird sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine «schwarze Liste» der OECD oder der EU gesetzt. Das brächte für Unternehmen schwerwiegende Belastungen wie z. B. Doppelbesteuerungen. Gleichzeitig vergrössert sich die Finanzierungslücke der AHV aufgrund der demografischen Entwicklung ungehindert weiter.

Verknüpfung ist «unschön» Wichtigstes Argument der Gegner der Vorlage ist die Verknüpfung zweier unabhängiger Themen. Aus staatspolitischer Sicht dürfe es nicht sein, dass die Stimmbürger nicht zum einen Teil der Vorlage Ja und zum anderen nicht Nein sagen könnten. Auch die Mehrheit des AGV-Vorstands beurteilt die Verknüpfung als «unschön», ist aber der Auffassung, dass der vorliegende AHV-/Steuerkompromiss für beide Problembereiche eine praktikable, politisch tragfähige Lösung – kurz: ein notwendiger und ausgewogener Kompromiss – sei. Rechtssicherheit herstellen Die Unternehmen erhalten damit einen sicheren, international akzeptierten und attraktiven Steuerrahmen. Es geht um rund 24 000 Unternehmen mit steuerlichem Sonderstatut. Sie beschäftigen über 150 000 Arbeitnehmende und leisten die Hälfte sämtlicher Gewinnsteuereinnahmen des Bundes (für Bund, Kantone und Gemeinden zusammen rund CHF 7 Milliarden). Bei diesen Gesellschaften handelt es sich oft um internationale Firmen, die relativ mobil sind. Sie sind auf Rechtssicherheit angewiesen. Daher, so die Mehrheit des AGV-Vorstands, sei ein Ja zu dieser Vorlage umso wichtiger. AGV trägt Umsetzungskompromiss im Aargau mit Für den Beschluss des AGV-Vorstands war die Kenntnis der geplanten Umsetzung von STAF im Kanton Aargau zentral. Bei einem Ja zur eidgenössischen Vorlage begrüsst der Vorstand des AGV die geplanten Anpassungen im Aargau. Mit diesem Kompromiss können die Bedürfnisse der Aargauer KMU bzw. der Unternehmerinnen und Unternehmer auf der einen Seite sowie die finanzpolitischen Interessen von Kanton und Gemeinden auf der anderen Seite in Einklang gebracht werden. Da im Gegensatz zur Anhörungsvorlage der Teildividendensteuersatz auf 50 Prozent festgelegt und auf die Aufhebung der 50-prozentigen Herabsetzung des Steuerwerts von Beteiligungen an inländischen nichtkotierten Gesellschaften für die Vermögenssteuer verzichtet wird, ist der AGV bereit, im Gegenzug aus finanzpolitischer Räson auf eine Senkung der Gewinn- und Kapitalsteuer zu verzichten.

Aargauer Wirtschaft Offizielles Publikationsorgan des Aargauischen Gewerbeverbands Unsere Leserinnen und Leser sind entweder Inhaber oder in der Geschäftsführung ihres Betriebes. Sie entscheiden jährlich über mehrere Milliarden Franken Investitionen! Neben unseren Mitgliedern erreichen Sie monatlich, adressiert, ohne Streuverlust alle Gemeinde- und Stadtverwaltungen sowie die politischen Entscheidungsträger. «Aargauer Wirtschaft» – die Wirtschaftszeitung für innovative Aargauer Unternehmen Anzeigenverwaltung Inweb AG info@inwebag.ch – 044 818 03 07 Nutzen Sie das OFFERT-Formular unter www.inwebag.ch – Danke!


VERBÄNDE  37

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

DAS WORT DES PRÄSIDENTEN

125 JAHRE AARGAUISCHER GEWERBEVERBAND – DANKE

Der Aargauische Gewerbeverband feiert in diesem Jahr mit Stolz sein Jubiläum. Es freut uns, dass wir im Aargau Perlen von Unternehmun-

gen haben. Sie sorgen für bleibenden Wohlstand. Die gesamte aargauische Bevölkerung profitiert davon. Wir dürfen diesen Zustand aber nicht einfach als gegeben betrachten. Die Unternehmen sind täglich neu gefordert. Der Erfolg beruht letztlich auf dem ausgezeichneten Zusammenspiel von Unternehmerinnen und Unternehmern und den Mitarbeitenden. Wir wissen auch, dass mit der internationalen und inländischen Wirtschaftsentwicklung nicht alle Unternehmen die gleichen Voraussetzungen haben. Vereinzelt leiden Traditionsbetriebe oder gar ganze

Branchen. Im Wissen, dass Ver­ änderungen der Normalzustand sind, bleiben die Unternehmerinnen und Unternehmer aber stets motiviert, mutig und zuversichtlich. Wir freuen uns auf die Zukunft und nehmen die neuen Herausforderungen an. Unser Verband stösst mit seinen Anliegen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht immer, aber oft auf Verständnis. Dies ist ein Vertrauensbeweis. Der AGV hat 125 Jahre gezeigt, dass wir uns echt um den Wohlstand unseres ganzen Kantons kümmern. Auf allen Ebenen gibt es Persönlichkeiten und Kräfte,

die unsere Anliegen mit Bedacht unterstützen. Wir setzen uns dafür ein, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Die Bevölkerung rufen wir auf, auch weiterhin die Produkte und Dienstleistungen unserer Betriebe zu nutzen. Die aargauischen Unternehmen verdienen es. Die vorliegende Ausgabe der «Aargauer Wirtschaft» wird in alle Haushalte des Kantons verteilt. So nutze ich hier die Gelegenheit, um Ihnen für Ihre Treue zu unseren aargauischen Unternehmen ganz herzlich zu danken.

Kurt Schmid

Gratulation! m läu i b Ju ion. m zu perat V AG Koo m de gute n e lier für die u t gra ken r i W dan und

Einzigartig wie Sie. FUTURA Vorsorge · Brugg · www.futura.ch · T 056 460 60 70


TOP-ADRESSEN Abdeckblachen / Hüllen / Vorhänge

Firmen-Nachfolge-Verkauf

Treuhand

Blacho-Tex AG 5607 Hägglingen Tel. 056 624 15 55 www.blacho-tex.ch, info@blacho-tex.ch

ANSATZ AG Firmen-Nachfolge-Verkauf Firmenverkauf, Bewertungen, Gutachten, Optimierung, Nachfolgersuche nat. int. 5330 Bad Zurzach – 056 265 00 58 www.firmen-nachfolge-verkauf.ch

ARBEST Treuhand AG AbschlussRevisionBeratung ExpertisenSteuernTreuhand Bahnhofstrasse 64 – 4313 Möhlin

Abfall / Räumungen / Entsorgung  Obrist Transport + Recycling AG, Neuenhof Estrich, Keller, Gewerberäume, ganze Häuser Wir räumen und entsorgen effizient und sauber www.obrist-transporte.ch, Tel. 056 416 03 00 Architektur  Buser + Partner AG – Dipl. Arch. ETH/SIA Neubau / Umbau / Restaurationen Planung / Ausführung / Bauberatung Jurastrasse 2, 5000 Aarau www.buserundpartner.ch, 062 822 72 82 Vogel Architekten AG Architektur / Planung / Bauleitung Immobilienverkauf – 061 836 11 11 mail@v-a.ch / www.vogelarchitekten.ch Beratung / Information ask! – Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, Jugendpsychologischer Dienst, Lehrpersonenberatung, Info-Zentren. Bei Fragen zu Bildung, Beruf und Arbeit: www.beratungsdienste.ch Beratung / kaufm. Unterstützung Giampà Unternehmensdienstleistungen Wiesenweg 15, 5524 Niederwil AG info@agiampa.ch, Tel. 079 418 13 20 Elektro-, Energie-Technik CAP AG Energiemanagement, Service & Wartung, Blindleistungskompensation, Netzqualität Im Wechsel 2, 5042 Hirschthal www.capag.ch, Tel. 062 724 12 48

Informatik GIS Global IT Service Seetalstrasse 2, 5703 Seon Telefon 062 775 44 11, Fax 062 775 44 12 info@gisgmbh.ch, www.gisgmbh.ch Informatik / EDV / Sicherheit we connect ag 056 437 29 00 Kunden und IT in den besten Händen Landstrasse 175, 5430 Wettingen info@wcon.ch – www.wcon.ch Lassen Sie sich begeistern! Inserate – Werbung – Beratung Inweb AG Postfach – 8153 Rümlang (Postadresse) Tel. 044 818 03 07 info@inwebag.ch – www.inwebag.ch Nutzfahrzeuge Marti Nutzfahrzeuge AG Iveco Verkauf und Reparaturen Bodenachermatte 8, 6260 Reiden info@martireiden / Tel. 062 749 00 49 www.martireiden.ch Offset- und Digitaldruck Oeschger Druck AG Ocostrasse 20, 5330 Bad Zurzach Telefon 056 249 12 22 info@oeschgerdruck.ch oeschgerdruck.ch

Sabine Hartmann Treuhand GmbH Buchhaltung, Abschluss, Steuern, Beratung Hauptstrasse 32, 5502 Hunzenschwil Tel. 062 897 31 71 – info@s-h-treuhand.ch www.s-h-treuhand.ch Schreinerei – Innenausbau F. & U. Wirz AG – Schreinerei – Küchenbau Küchen – Bad – Böden – 300 m2 Austellung 5504 Othmarsingen – 062 896 20 20 Übersetzungen / Informatikkurse /Support BBS Office GmbH

5610 Wohlen www.bbsoffice.ch / 056 610 03 93 Versicherungen / Berufliche Vorsorge INSURA Consulting Urech & Partner AG Versicherungsbroker und Vorsorgeberatung Kasinostrasse 15, 5001 Aarau www.insura.ch, Tel. 062 836 88 66 Wasserenthärtung / Schwimmbadbau CWT Culligan Wassertechnik AG Ihre Experten für Kalkprobleme im Haushalt und alles rund ums Schwimmbad Bruneggerstrasse 45, 5103 Möriken AG www.watercompany.ch, Tel. 062 893 44 44 info@watercompany.ch Zelt- und Zubehörvermietung Blacho-Tex AG 5607 Hägglingen Tel. 056 624 15 55 www.blacho-tex.ch, info@blacho-tex.ch Zimmerei – Schreinerei R. Saxer Holzbau GmbH Zimmerei – Schreinerei – Bedachungen Unterdorfstrasse 21, 5607 Hägglingen T 056 624 11 54, www.rsaxer-holzbau.ch

Total Fr. 175.– für 5 Zeilen für 12 Monate! Rubrik gratis!

Ideen. Fragen. Antworten. Brugg | 056 560 50 50 | hightechzentrum.ch

TOP-ADRESSEN Telefon 044 818 03 07, info@inwebag.ch


INTERVIEW  39

AGV NR. 4 | 17. APRIL 2019

DER AARGAU STELLT SICH VOR

GRÜNE JOBS MIT ZUKUNFT suissetec aargau ist der Be­ rufsfachverband für Gebäu­ detechniker und wurde 1907 unter dem Namen ASIV Aar­ gauischer Spenglermeisterund Installateur-Verband ge­ gründet. Heute zählt s­ uissetec aargau über 260 Mitglieder und setzt sich aus den Bran­ chen Sanitär, Heizung, Speng­ ler und Lüftung zusammen. Ihr Fachwissen in Bezug auf energieeffiziente und um­ weltfreundliche Verfahren und Techniken ist gefragt. EVELINE FREI

Herr Lenzin, Sie sind Präsident des Gebäudetechnikverbands suissetec aargau. In welchem Bereich haben Sie die Berufslehre absolviert? Ich habe die Lehre als damals noch Heizungsmonteur abgeschlossen und danach die Zusatzausbildung zum Heizungszeichner gemacht. Im Hinblick auf energieeffiziente Gebäudesanierungen habe ich 2011 noch die höhere Fachprüfung zum Energieberater Gebäude absolviert. Wie stark hat sich das ­Berufsbild seit Ihrer Lehrzeit verändert? Sehr! (lacht). Meine Lehrzeit dauerte 3½ Jahre. Im 2020 wird sie von jetzt drei auf vier Jahre verlängert, denn heute wird von den Lernenden viel mehr verlangt. Sie müssen nicht nur das praktische Handwerk beherrschen, sondern sich auch mit den

Anzahl Lernende insgesamt 2018: 254 Sanitärinstallateure/innen EFZ 146 Heizungsinstallateure/innen EFZ   93 Spengler/innen EFZ   95 Sanitär/innen EBA   20 Heizungsinstallateure/innen EBA   11 Spengler/innen EBA

Welche Unterstützung bietet Ihr Verband diesbezüglich? Als Fachverband organisieren wir die Grundausbildung und Weiterbildungskurse bis hin zu eidgenössischen Fachprüfungen. Die berufliche Grundausbildung ist dabei mit ­Abstand der grösste Aufgabenposten unseres Verbands. Nur als Beispiel: Für die Ausarbeitung der neuen Berufsbildungsverordnung für Hei­ zungsinstallateure brauchte es 23 Sitzungen. Wir finanzieren ausserdem vier Vollzeitinstruktoren in den überbetrieblichen Kursen (üK), welche in Lenzburg unterrichten. Sie bieten den Lernenden massgeschneiderte Nachhilfe und bereiten sie auf Die eigene Solaranlage vom Schnee die Abschlussprüfungen vor. Für die Ausbildungsbetriebe planen wir zubefreien: Thomas Lenzin dem ein Unterstützungsprojekt in neuen Technologien auskennen. Wur- Form eines Coachs, der sich um die de man früher vornehmlich auf Öl- Bedürfnisse der Ausbildungsbetriebe und Gasheizungen ausgebildet, ge- vor Ort bemüht. hören heute etwa Wärmepumpen, Solaranlagen, Pelletsfeuerungen, Ganz offensichtlich sind Ihre Holzschnitzelfeuerungen oder Kom- Bemühungen erfolgreich, denn fortlüftungen zum Ausbildungsprofil die Gebäudetechniker erzielen eines Heizungsinstallateurs. Nicht zu immer wieder gute Noten an vergessen die digitalen Steuerungen. den Berufsmeisterschaften. Das stimmt! (lacht) Als Kantonalverband sind wir sehr stolz auf die LeisDas ist ja praktisch ein tungen unserer Lernenden. Erst kürzneues Berufsfeld! Und genau aus diesem Grund hat der lich durften wir wieder einen Europasuissetec-Zentralverband eine Lehr- meister feiern. Der Aargauer Pascal zeitverlängerung ins Auge gefasst Gerber gewann 2018 als Spengler und die Berufsbildungsverordnung EFZ die Goldmedaille an den Berufsangepasst. Wenn man sich im Alter europameisterschaften in Budapest. von 15 Jahren bereits für eine Lehre Der Grindelwaldner Marcel Wyss entschliessen muss, ist man sich oft wurde 2017 sogar Weltmeister in nicht bewusst, wie hoch die Anforde- den Berufen Sanitär und Heizung. rungen im Bereich Schule und Ausbildungsbetrieb sind. Daher bietet das eidg. Berufsattest (EBA) einen sanftePersönlich ren Einstieg für schulisch eher schwache Schülerinnen und Schüler mit hervorragenden Aufstiegsmöglichkeiten. Persönlich finde ich die zweijährige Grundausbildung (EBA) eine gute Lösung. Manchem geht der Knopf eben erst etwas später auf. Daher werden diese Lernenden entsprechend unterstützt, damit sie sich nach der Ausbildung weiterbilden. Eine gezielte Förderung der begabten Berufsschülerinnen und Berufsschüler ist ebenfalls in Planung.

Wie finanziert sich eigentlich Ihr Verband? suissetec aargau finanziert sich ausschliesslich über Mitgliederbeiträge. Dabei handelt es sich um einen Fixbeitrag und einen prozentualen Anteil an der Lohnsumme eines Unternehmens. Unser Berufsverband koordiniert zusammen mit den Berufsleuten, Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Ämtern die zukunftsgerichtete Grund- und Weiterbildung in den verschiedenen Berufsfeldern. Attraktive Berufe für Frauen und ­ Männer! Die Aargauerin Karin ­Schaffner ist Spengler-­ Sanitärinstallateurin EFZ und führt ihr eigenes Unternehmen. Ist sie eine Ausnahme­ erscheinung? Leider gibt es nur sehr wenige Frauen, die sich für die Gebäudetechnik interessieren. Dabei hat dieses Berufsfeld so viel zu bieten. Wir setzen um, was in der Energiestrategie 2050 gefordert wird. Wir planen und installieren Anlagen, die energieeffizient und umweltschonend sind. Als Gebäudetechniker/in tragen wir aktiv zum Umweltschutz bei, denn wir sind überzeugt, dass die Umwelt stark entlastet werden kann mit modernen Gebäudetechniken. Kurz gesagt, wir arbeiten in «grünen Berufen» mit Zukunft!

Thomas Lenzin führt die Lenzin Heizungen AG in Wölflinswil, ein Traditionsunternehmen, das dieses Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum feiert und 2014 beim Aargauer Unternehmenspreis den dritten Platz in der Kategorie Kleinstunternehmen belegte. In seiner Freizeit unterrichtete Thomas Lenzin jahrelang Trompete. Heute taucht er ab und zu gerne in die Unterwasserwelt ab.


Auf Ihren langjährigen

Erfolg

Die NEUE AARGAUER BANK gratuliert dem Aargauischen Gewerbeverband herzlich zum 125. Geburtstag. Die NAB weiss, was es heisst, im Alltag Durchhaltevermögen zu beweisen. Deshalb unterstützen wir den AGV seit über 15 Jahren und freuen uns, langjährige Partnerin des Aargauer Gewerbes zu sein.

nab.ch 4RZ_NAB_Inserat_Jubilaeum_Gewerbeverein_189x282mm_NP.indd 1

28.02.19 16:48


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Aargauer Wirtschaft 04/19 by ADi AG Agentur für Digitales - Issuu