OLYMPIA-SPECIAL: ALLES RUND UM DIE WINTERSPIELE IN MAILAND CORTINA 2026

FEUER & FLAMME FÜR OLYMPIA:
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OLYMPIA-SPECIAL: ALLES RUND UM DIE WINTERSPIELE IN MAILAND CORTINA 2026

FEUER & FLAMME FÜR OLYMPIA:
KANN IN ITALIEN GESCHICHTE SCHREIBEN


Intensive, bewegende Wochen liegen hinter uns. Wir durften herausragende Weltcupveranstaltungen erleben, die sich einmal mehr als wahre Feste des Wintersports erwiesen haben. Die alpinen Höhepunkte in Flachau, Kitzbühel und Schladming sowie die beiden Stationen der Vierschanzentournee haben eindrucksvoll gezeigt, warum Österreich seit Generationen als Wintersportnation gilt. Die starken TV-Quoten und die beeindruckenden Zuschauerzahlen vor Ort bestätigen diese besondere Stellung. Mein Dank gilt den unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft dafür sorgen, dass unsere Veranstaltungen weltweit als Vorzeigeprojekte wahrgenommen werden.
Mit großer Vorfreude richten wir nun den Blick auf die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026. Traditionsreiche WeltcupAustragungsorte wie Bormio, Antholz, Cortina oder Predazzo versprechen faire, spannende und hochklassige Wettkämpfe. Und ich bin sicher, dass viele österreichische Fans, nicht zuletzt aufgrund der Nähe zu Italien, die Medaillenentscheidungen auf der größten Bühne des Sports live miterleben werden. Auf diese besondere Atmosphäre freue ich mich sehr.
Olympische Spiele wecken auch viele persönliche Erinnerungen. Zwei vierte Plätze im Slalom – 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary –haben mir als aktive Sportlerin die Faszination, aber auch die Härte dieses Großereignisses vor Augen geführt. Vieles hat sich seither positiv entwickelt, insbesondere im Bereich der GenderGleichstellung. Während früher nur wenige Athletinnen zum Saisonhöhepunkt entsandt wurden, ist heute eine ausgewogene Teamzusammensetzung selbstverständlich. Auch meine Familie durfte bereits olympische Momente als Aktive erleben – und mit Teresas Medaille vor vier Jahren in Peking sogar unsere erste „Familien-Medaille“ feiern. Ein Augenblick, der für immer in meinem Herzen bleiben wird.
Mein Dank gilt bereits jetzt den Verantwortlichen des Österreichischen Olympischen Comités, welchem ich als Vizepräsidentin angehöre. In enger Abstimmung mit allen Fachverbänden wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit unser Team in den kommenden Wochen bestmögliche Rahmenbedingungen vorfinden wird.
Wir wissen um den hohen Stellenwert, den Wirtschaft und Sponsoren diesem Großereignis beimessen. Und wir wissen auch: Im Spitzensport zählen am Ende die Medaillen. Die zahlreichen Siege und Podestplätze in vielen unterschiedlichen Sportarten während der laufenden Weltcupsaison zeigen die Stärke des ÖSV und stimmen mich zuversichtlich, dass wir beim Saisonhöhepunkt in Italien erfolgreich auftreten und unsere Ziele erreichen werden.
Für einige Athletinnen und Athleten geht mit der Qualifikation ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich wünsche allen, den Zauber und die völkerverbindende Kraft der Olympischen Spiele zu spüren – und dass der Einsatz der vergangenen Jahre für einige von ihnen mit einer Medaille belohnt wird. Denn nirgendwo strahlt diese heller als im Scheinwerferlicht der fünf Ringe.
Ich freue mich auf Olympische Winterspiele mit vielen unvergesslichen, bewegenden Momenten.
Herzlichst

Roswitha Stadlober ÖSV-Präsidentin


50-JÄHRIGES JUBILÄUM:
Wir blicken auf die Olympischen Winterspiele Innsbruck 1976 zurück.



Wie der Spaß auf der Piste unser Gehirn positiv beeinflusst.
Anna Gasser, Stefan Kraft, Andreas Prommegger und Stefan Brennsteiner im Porträt.

IMPRESSUM:
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Genderhinweis:
Im Sinne der besseren Lesbarkeit verwenden wir bei personenbezogenen Bezeichnungen, die sich zugleich auf Frauen und Männer beziehen, zumeist nur die im Deutschen übliche männliche Form. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

In diesem Heft dreht sich alles um die Olympischen Winterspiele in Mailand Cortina. 116 Entscheidungen, unzählige Emotionen, jeder Zieleinlauf ein Triumph – manchmal über die Konkurrenz, oft über sich selbst. Auf über 50 Seiten haben wir die wichtigsten Informationen zum WintersportHighlight des Jahres für Sie zusammengefasst.
Zudem blicken wir in unserem Olympia-Special auf die Spiele vor 50 Jahren in Innsbruck zurück und zeigen, welcher Abfahrer Österreich vor 42 Jahren in Sarajevo vor einer Totalpleite bewahrt hat. Dieser nostalgische Blick in den Rückspiegel hat uns vor allem eines vor Augen geführt: Auch wenn sich die Rahmenbedingungen verändert haben, die Strahlkraft der Olympischen Spiele ist ungebrochen.
Nur alle vier Jahre messen sich die Besten der Besten aus allen Wintersportarten am selben Schauplatz. Für die einen erfüllt sich schon mit der Teilnahme ein Kindheitstraum, für die anderen zählt nur ein Sieg, denn als Sportlerin oder Sportler gibt es keinen prestigeträchtigeren Erfolg auf diesem Planeten. „Einmal Olympiasieger, immer Olympiasieger“ ist ein bekannter Spruch, der die Einzigartigkeit und den bleibenden Status einer Goldmedaille auf den Punkt bringt. Deshalb gehen wir in dieser Ausgabe auch der Frage nach, wie Spitzensportler diesem immensen Druck standhalten. Mit dem Wissen, dass der Tag X, auf den man jahrelang hinarbeitet, oft in Minuten oder wenigen Sekunden entschieden wird. Während den olympischen Protagonisten in diesen „Wochen der Wahrheit“ körperlich wie mental alles abverlangt wird, dürfen wir uns zurücklehnen, mitfiebern und staunen. Denn zum Zauber von Olympia gehören auch die Überraschung und das Unerwartete. Wenn Sportler, denen auf dem Papier kaum Chancen eingeräumt werden, auf der größten Bühne des Sports plötzlich über sich hinauswachsen, berührt uns das auf besondere Weise. Auch in Italien wird es wieder Helden geben, die jene Momente hervorbringen, bei denen uns warm ums Herz wird. Schon bald kennen wir ihre Namen.
Viel Spaß beim Lesen.
Bernhard Foidl Chefredakteur

Jubiläumssieg
Der Kronplatz zählte bis vor Kurzem definitiv nicht zu den Lieblingshängen von Österreichs Alpin-Damen, doch Julia Scheib prolongierte auch in Südtirol ihren bis dato famosen Winter und raste in unnachahmlicher Manier zu ihrem vierten Saisonsieg. Mit ihrem Triumph verschaffte sich die Steirerin nicht nur die Poleposition in Sachen RTL-Gesamtwertung, sondern sorgte zudem für ein weiteres Jubiläum: Es war der 400. Weltcupsieg in der Geschichte für die heimischen Skifahrerinnen –die „Krönung“ eines ohnehin schon perfekten Tages!













Beim Heimweltcup in Saalbach war Paraski-Ass Johannes Aigner einmal mehr das Maß aller Dinge. Der Niederösterreicher lieferte im Glemmtal eine beeindruckende Vorstellung ab, war bei allen vier Rennen eine Klasse für sich und fuhr sich damit auch für die bevorstehenden Paralympics in die Favoritenrolle. Zudem durfte sich der erst 20-Jährige über ein weiteres Jubiläum freuen: Mit seinem Abfahrtstriumph am 14. Jänner jubelte der Ausnahmeathlet über den bereits 50. Weltcupsieg seiner Karriere. „Es ist sehr toll und eine große Ehre, meinen 50. Weltcupsieg feiern zu dürfen. Es ist die Bestätigung für die harte Arbeit, die wir Jahr für Jahr in unseren Sport stecken“, meinte Aigner nach seinem Erfolg.
ENDE EINER DURSTSTRECKE


Genau ein Jahr und elf Monate nach dem bisher letzten heimischen Abfahrtspodestplatz von Vincent Kriechmayr in Kvitfjell (NOR) war es erneut der Routinier, der bei der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen als Zweiter aufs Podest fuhr und damit die lange Durststrecke der heimischen Speed-Herren beendete. Der Oberösterreicher musste sich nach einer starken Fahrt nur SaisonDominator Marco Odermatt geschlagen geben, war im Anschluss mehr als zufrieden mit seiner Leistung und zollte auch dem Sieger Respekt: „Es war eine meiner besseren Abfahrten in dieser Saison, teilweise sogar sehr gut. Ich könnte zwei, drei Zehntelsekunden finden, aber nicht acht Zehntel. Unglaublich, was der Odi da wieder abgeliefert hat.“

ALS TOUR-ZWEITE ZU DEN SPIELEN
Es war ein Moment, den Teresa Stadlober und viele heimische Langlauf-Fans so schnell nicht vergessen werden: Mit einem regelrechten Kraftakt kämpfte sich die Salzburgerin beim Finale der Tour de Ski auf den vierten Platz, jubelte damit als Gesamt-Zweite über ihr mit Abstand bestes Tour-Ergebnis und sicherte sich zudem noch den Sieg in der Kletterwertung. „Ich habe im Vorfeld ein bisschen über die Tour geschimpft, und jetzt stehe ich hier mit dem zweiten Gesamtplatz, zwei Podestplätzen und dem Climbing-Trikot – unfassbar!“, meinte die sichtlich gerührte Radstädterin. Auch nach der Tour schloss Teresa Stadlober nahtlos an ihre starken Leistungen an und verpasste als Zweite beim Weltcup in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg um lediglich 0,7 Sekunden.

Im fernen Japan, bei schwierigen Verhältnissen und nach einem Sprung auf 98 Meter, blickte Lisa Eder gespannt auf die Anzeigetafel. Den Moment, als endlich der erlösende Einser aufleuchtete, dürfte die 24-Jährige so schnell nicht vergessen und sorgte augenblicklich für Jubelstimmung im kleinen, aber schlagkräftigen Team der ÖSV-Adlerinnen. Nach fünf zweiten Plätzen in diesem Winter verwies sie Saison-Dominatorin Nika Prevc auf den zweiten Platz und durfte erstmals in ihrer Karriere endlich das oberste Podest erklimmen. „Das ist richtig schön. Ich habe gar nicht gewusst, dass so viele Emotionen in mir stecken“, meinte Eder nach ihrem Triumph, der selbst der ansonsten so cool wirkenden Überfliegerin ein paar Freudentränen ins Gesicht zauberte.


Mit den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 kehrt das größte Sportereignis der Welt nach Europa zurück. Insgesamt 116 Medaillenentscheidungen stehen in Norditalien auf dem Programm.


Nach Vancouver 2010, Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 steht heuer Italien mit Mailand Cortina als Gastgeber des prestigeträchtigsten Sportevents der Welt im Rampenlicht. Die Rückkehr nach Europa nach 20 Jahren wird vielerorts als Chance gesehen, wieder stärker auf eine glaubwürdige Wintersportkultur zu setzen. Neben der Metropole Mailand, wo die Eröffnungsfeier und ein Großteil aller Eissportarten stattfinden, lassen vor allem bekannte Wintersportorte wie Cortina d’Ampezzo, Bormio, Livigno, Antholz oder Predazzo, die auch im Weltcup eine lange Tradition aufweisen, das Herz der Ski- und Snowboardfans höherschlagen und auf besondere Winterspiele hoffen.
Bei den XXV. Olympischen Winterspielen vom 6. bis zum 22. Februar 2026 stehen insgesamt 116 Medaillenentscheidungen und damit sieben mehr als vor vier Jahren in Peking auf dem Programm. Das einzigartige Zusammenspiel zwischen urbaner und alpiner Kulisse soll nicht nur die regionale Vielfalt der drei italienischen Regionen Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol betonen, sondern auch in puncto ökologischer Verantwortung neue Akzente setzen. Durch das dezentrale Konzept und die Nutzung bereits bestehender Anlagen soll Nachhaltigkeit nicht nur versprochen, sondern auch gelebt werden. Doch keine Olympischen Spiele ohne Prestigeprojekte – so wurde mit der umstrittenen Bobbahn „Eugenio Monti“ in Cortina d’Ampezzo in Rekordzeit ein neuer Eiskanal in die Dolomitenlandschaft gesetzt, trotz immenser Baukosten und offener Fragen zur Nachnutzung.
Aus rot-weiß-roter Sicht wird das „Österreich Haus“ in Cortina, wo neben den Wettkämpfen im Bob, Skeleton und Rodeln auch die alpinen Skibewerbe der Damen stattfinden, zur zentralen Anlaufstelle für Feierlichkei-
ten oder internationale Begegnungen sein. Ein weiterer Pluspunkt von Cortina ist die Nähe zu Antholz und Val di Fiemme, wo die Medaillenentscheidungen im Biathlon bzw. Skispringen, Nordischer Kombination und Langlauf über die Bühne gehen.
Nach monatelangen, intensiven Vorbereitungen sollen in den kommenden Wochen die sportlichen Leistungen in den Mittelpunkt rücken. „Wir sind in enger Abstimmung mit allen nationalen Fachverbänden und dem Organisationskomitee vor Ort. Ich bin überzeugt, dass alle Athletinnen und Athleten sowie die Betreuerteams beste Bedingungen vorfinden werden. Die Vorfreude auf die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina ist nicht nur aufgrund der bisher gezeigten Leistungen bei allen groß“, erklärte Horst Nussbaumer, Präsident des Österreichischen Olympischen Comités, der auch in puncto Medaillenerwartungen Klartext spricht: „Peking ist die Benchmark.“
ITALIEN ALS HISTORISCHER ERFOLGSBODEN
Bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in China, die im Zeichen der Coronapandemie standen, durfte sich Österreich über 18 Medaillen freuen, womit diese als eine der erfolgreichsten Spiele in die heimische Olympia-Historie eingingen. Ein weiterer Blick in die Geschichtsbücher schürt zusätzlich die Hoffnung auf erfolgreiche Spiele, denn Italien scheint ein guter Boden für österreichische Erfolge im Zeichen der fünf Ringe zu sein. 1956 avancierte Toni Sailer mit dreimal Gold (Abfahrt, Riesenslalom und Slalom) zum herausragenden Athleten in Cortina d’Ampezzo und bei den letzten Winterspielen in Italien (Turin 2006) durfte sich Österreich über das erfolgreichste Abschneiden (23 Medaillen, davon 9 in Gold) in der über 100-jährigen ÖOC-Geschichte freuen. Wenn in den kommenden Wochen die Alpen zur olympischen Bühne werden, sollen sich weitere Kindheitsträume österreichischer Athleten in Form von olympischem Edelmetall erfüllen.
16 OLYMPISCHE DISZIPLINEN
sind vertreten
116 MEDAILLENENTSCHEIDUNGEN
finden statt:
Ski Freestyle (15), Eisschnelllauf (14), Langlauf (12), Biathlon (11), Snowboard (11), Ski Alpin (10), Shorttrack (9), Skispringen (6), Eiskunstlauf (5), Rodeln (5), Bob (4), Curling (3), Nordische Kombination (3), Skeleton (3), Skibergsteigen (3), Eishockey (2)
Von den 116 WETTKÄMPFEN
sind 54 für Männer, 50 für Frauen und 12 MixedWettbewerbe
Ca.
2.900 ATHLETEN AUS 92 NATIONEN
werden an den Olympischen Spielen teilnehmen
47 PROZENT
davon sind weiblich –das ist die höchste Frauenbeteiligung in der Geschichte der Olympischen Winterspiele

Nach 1956 (Cortina) und 2006 (Turin) finden zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Italien statt

Skibergsteigen feiert seine Olympia-Premiere (Sprint Damen und Herren sowie eine Mixed-Staffel) und ist die einzige neue Sportart im Programm.
Team-Formate:
Im Ski Alpin wurde der MixedBewerb aus dem Programm gestrichen und anstelle der Alpinen Kombination wird eine Team-Kombination (Damen und Herren) ausgetragen. Im Skispringen gibt es bei den Herren ein Super-Team mit zwei statt vier Springern. Dasselbe gibt es in der Nordischen Kombination, wo der 4-x-5-km-Bewerb durch einen Teamsprint mit nur zwei Startern pro Nation ersetzt wird.
Erstmals geht es bei den Skispringerinnen auch auf der Großschanze um Olympia-Gold. Zudem gibt es neue Wettbewerbe im Ski Freestyle (Parallel-Buckelpiste Damen und Herren), im Skeleton (Mixed-Team) und Rodeln (Doppelsitzer Frauen)

Neue Distanzen:
Im Langlauf wurden die Renndistanzen der Damen an jene der Herren angeglichen.

Hisense – offizieller Partner von Ski Austria
Jedes Rennen wird durch den 116-Zoll-RGB-MiniLED-TV zu einem Erlebnis gemacht: Lebendige Farben, beeindruckender Kontrast und eine Bildgröße, durch die man mitten ins Geschehen versetzt wird – fast so, als wäre man live auf der Piste.
Komfort und Effizienz werden durch unsere intelligenten Haushaltslösungen geboten, wobei modernste Technologie mit echter Höchstleistung verbunden wird.


Wenn Mario Stecher (48) über die Olympischen Spiele spricht, tut er das mit der Erfahrung eines Athleten, der sechs Winterspiele bestritten, vier Teammedaillen gewonnen und 2014 als Fahnenträger einmarschiert ist. Heute verantwortet er als ÖSVSportdirektor die Erfolge der neuen Generation. Im Interview sprechen wir mit ihm über den Glanz der Spiele, Erfolgsstrategien und seine Erwartungen.
Mario, welche Olympischen Spiele sind dir besonders in Erinnerung geblieben? Das waren meine ersten 1994 in Lillehammer. Warum, ist einfach: weil ich dort die Möglichkeit hatte, vor 200.000 Fans zu laufen. Die Bilder dieser Menschenmengen und diese Begeisterung bleiben ewig in Erinnerung.
Und dein schönster Moment? Da muss ich zwei nennen, denn ich durfte zweimal als Schlussläufer eines Teambewerbs als Erster die Ziellinie überqueren. Wenn dich dort drei Kollegen erwarten und eine Gaudi haben, dass wir gemeinsam Olympiasieger geworden sind – das bleibt unvergesslich.
Mario Stecher, der auch schon 2006 in Turin Schlussmann der rot-weiß-roten Mannschaft war, behielt 2010 in einem dramatischen Rennen in Vancouver gegenüber Bill Demong die Oberhand und fixierte 5,2 Sekunden vor den USA das zweite Teamgold in Folge. Entsprechend groß war die Freude bei ihm und seinen Teamkollegen (v. l.) Bernhard Gruber, David Kreiner und Felix Gottwald.

Welche Führungsprinzipien sind dir in deiner Rolle als Sportdirektor besonders wichtig? Werte wie Respekt, Leidenschaft und Empathie haben oberste Prämisse und sind die Basis dafür, dass Vertrauen entsteht. Das versuche ich auch vorzuleben. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig, Probleme schnell und direkt anzusprechen, um diese oftmals schon im Keim zu ersticken.
Wie gelingt es, viele unterschiedliche Disziplinen unter einer gemeinsamen Vision zu vereinen? Im ÖSV wurde über viele, viele Jahre gute Arbeit geleistet – das ist das Fundament. Weil der Wintersport mit Leidenschaft gelebt wird, ist es gelungen, Menschen für den Sport zu begeistern. Mittlerweile sind es zehn Sparten und wir haben die Möglichkeit, mehr oder weniger aus dem Vollen zu schöpfen. Ein weiterer Baustein des Erfolgs ist eine gute, spartenübergreifende Zusammenarbeit, um gemeinsam das Beste für jede einzelne Sportart herauszuholen.
Das Hauptziel war, in allen Sparten mit Medaillenchancen nach Italien zu reisen. Ist dem so? Im Großen und Ganzen glaube ich schon, dass es gelungen ist, in sämtlichen Sparten in der Weltspitze mitzumischen und somit auch um Medaillen mitkämpfen zu können. Im Ski-Alpin-Bereich hatten wir zuletzt leider einige schwerere Verletzungen, trotzdem glaube ich, dass wir auch dort in allen Disziplinen gut aufgestellt sind. Im Biathlon wird es bei den Herren denkbar schwierig – so ehrlich muss man sein.

Du hast die verletzungsbedingten Ausfälle von Katharina Liensberger, Magdalena Egger und Stefan Eichberger angesprochen, wie sehr schmerzt das? Das ist ein herber Verlust für uns, aber natürlich noch viel schmerzvoller für die soeben genannten Persönlichkeiten selbst. Das ist es ja, warum du den Sport betreibst, damit du im Leben einmal zu Olympia kommst. Aber mit solchen Rückschlägen muss man im Sport einfach leben.
„Wenn es uns gelingt, unsere beste Leistung abzurufen, haben wir in allen Disziplinen Medaillen-Chancen.“
Mario Stecher
Im Alpin-Bereich hat es seit Saisonbeginn viele Ups and Downs gegeben. Was traust du dem Team zu? Es ist das, was ich immer sage: Wenn es uns gelingt, dort unsere beste Leistung abzurufen, haben wir in allen Disziplinen die Möglichkeit, eine Medaille zu erringen. In manchen Bewerben ist die Chance natürlich größer. Oft ist man in der Außenseiterrolle sogar noch ein bisschen gefährlicher und bekanntlich haben Olympische Spiele ihre eigenen Gesetze.

Im Skispringen und in der Nordischen Kombi stand schon frühzeitig fest, dass Athleten mit Weltcup-Podestplätzen zu Hause bleiben müssen. Das waren extrem schwere Entscheidungen für den Betreuerstab, und ja, für manche Sportarten sind mit der momentanen Stärke des ÖSV leider Gottes zu wenig Plätze da. Die Quoten werden aber vom IOC gemacht, dem müssen wir uns fügen.
hoffe, dass dies die nötigen Impulse bringt, um 2030 auch die Damen im olympischen Programm dabei zu haben.
In der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele war man in engem Austausch mit dem ÖOC. Ich kann nur sehr positiv über diese Zusammenarbeit sprechen. Wir sind seit eineinhalb Jahren im ständigen Kontakt, um das Ganze gut aufzustellen. Die logistische Planung im Vorfeld ist, auch aufgrund der vielen unterschiedlichen Wettkampfstätten, immens. Da geht es von der richtigen Quartierwahl mit entsprechenden Gemeinschaftsräumen und Trainingsmöglichkeiten bis hin zu optimalen Wegen zu den Wettkampfstätten für unsere Serviceteams.
Welche Herausforderungen bringen die weit auseinanderliegenden Wettkampforte noch mit sich? Für unsere Athletinnen und Athleten ist es im Prinzip keine große Herausforderung, weil diese sehr, sehr kurze Wege haben. Anders ist es, wenn ich an den Betreuerstab denke. Ein Christian Mitter zum Beispiel (Sportlicher Leiter Ski Alpin, Anm.) muss ca. sechs Stunden Autofahrt in Kauf nehmen, wenn er von Bormio nach Cortina will. Das wird eine riesengroße Herausforderung.
„Ich denke nicht, dass Olympia an Strahlkraft verloren hat.“
Mario Stecher
In diesen beiden Sparten gibt es auch neue Teamformate. Wie beurteilst du diese? Dadurch, dass die Quoten in beiden Disziplinen nach unten gegangen sind, ist es mit vier Leuten pro Team gar nicht mehr möglich. Für meinen Geschmack ist das „Superteam“ im Skispringen nicht das richtige Format. Im Bereich der Nordischen Kombination finde ich es prinzipiell schade, dass man dort nur 36 Athleten vor Ort hat. Den Teamsprint sehe ich aber als Bewerb, der sehr spannend sein kann. Ich
Gibt es aufgrund der geografischen Nähe zu Italien auch Vorteile? Wir fühlen uns in diesem Gefilde, sprich Oberitalien, auf alle Fälle sehr wohl und kennen die Ortschaften wie unsere Westentasche. Die Nähe zu Österreich, die bekannte Umgebung und die Leute dort, die ähnlich ticken wie wir – da werden wir uns wie daheim fühlen.
Orte wie Bormio, Predazzo, Cortina oder Antholz sind im Wintersport klingende Namen. Deshalb freue ich mich auch extrem auf diese Spiele. Die einmalige Szenerie und die wunderschöne Landschaft – wenn man die Berge kennt und dort hoffentlich

Ehre, wem Ehre gebührt: Bei seinen sechsten und letzten Spielen 2014 in Sotschi (RUS) durfte der heutige ÖSV-Sportdirektor Österreichs Olympiamannschaft als Fahnenträger anführen.

schönes Wetter ist, dann ist das sicher etwas, was für den Gemütszustand sehr positiv ist und wir hoffentlich in gute sportliche Leistungen ummünzen können.
Skibergsteigen feiert in Bormio seine OlympiaPremiere. Auf der einen Seite finde ich es schade, dass Skibergsteigen nicht in seiner Urform, wie wir es kennen, stattfindet. Auf der anderen Seite glaube ich aber schon, dass es spannende und attraktive Sprint-Wettkämpfe werden, bei denen wir mit Johanna Hiemer und Paul Verbnjak zwei heiße Eisen im Feuer haben.
Wenn du an die Olympischen Spiele denkst: Haben diese im Vergleich zu deiner Jugend an Glanz verloren? Wenn ich mich in einen jungen Athleten reinversetze, dann glaube ich sehr wohl, dass es nach wie vor das Nonplusultra ist, bei Olympischen Spielen dabei zu sein – also denke ich nicht, dass Olympia an Strahlkraft verloren hat. Man merkt auch, dass die Stimmung pro Olympia wieder positiver wird und auch die Veranstalter den Mehrwert dieses Großereignisses erkennen. Deshalb blicke ich auch mit einem weinenden Auge über die Grenze, weil wir vor ein paar Jahren bei der Volksbefragung die Chance vergeben haben, die Spiele wieder nach
Österreich zu holen. Neben dem Imagegewinn für ein ganzes Land geht es in letzter Instanz auch um die Möglichkeit, Sportstätten wieder auf den neuesten Stand zu bringen und damit die Zukunft des Sports zu sichern.
ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer hat gemeint, Peking sei die Benchmark. Vor vier Jahren gab es 15 Medaillen für den ÖSV. Welche Erwartungen hast du? Auf die Frage habe ich gewartet (lacht) Wenn ich in Zahlen denke, wären 13 bis 15 Medaillen ein realistisches Ziel. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, wie knapp ein Olympiasieg und ein vierter Platz zusammenliegen können. Egal in welcher Sportart, am Tag X braucht man auch das nötige Quäntchen Glück. Das Wichtigste ist, in einer Form anzureisen, mit der wir Medaillen aus eigener Kraft erreichen können – dann werden es auch erfolgreiche Spiele.
So eine öffentliche Medaillenvorgabe bringt auch viel Druck. Ich glaube, es muss einfach der Anspruch des Österreichisches Skiverbandes sein, Medaillen zu holen. Wenn ich mir diese Ziele nicht stecken würde, dann wäre ich der Falsche in dieser Position. Die Ziele sind bewusst hochgesteckt, und ich bin überzeugt, dass wir diese auch erreichen können.
„Die Ziele sind bewusst hochgesteckt und ich bin überzeugt, dass wir diese auch erreichen können.“
Mario Stecher
Was gibt man jungen Athleten mit, die 2026 zum ersten Mal olympische Luft schnuppern? Letztendlich muss jede Athletin und jeder Athlet seine eigenen Eindrücke sammeln. Auf der anderen Seite ist es aber entscheidend, es als einen Wettkampf wie jeden anderen zu sehen. Das Wichtigste, um seine Bestleistung abrufen zu können, ist, mit Vorfreude an den Start zu gehen – wenn das gelingt, ist schon sehr viel passiert.
Vielen Dank für das Gespräch.




Skispringen Predazzo
Nordische Kombination Predazzo/ Tesero
Skibergsteigen Bormio


Die Olympischen Winterspiele 2026 finden dezentral in mehreren Regionen Norditaliens statt. Mailand und Cortina d’Ampezzo bilden das Herzstück, doch insgesamt verteilen sich die 116 Bewerbe auf sieben Sportstätten. So werden diese Spiele die Athleten und Fans in einige der berühmtesten Wintersportorte der Alpen führen, wie die legendäre „Stelvio-Piste“ in Bormio, die „Olympia delle Tofane“ in Cortina d’Ampezzo oder das Biathlon-Stadion in Antholz.
Hier ein Überblick, wo welche Medaillen vergeben werden.
Biathlon
Antholz zählt ohne Zweifel zu den bekanntesten und schönsten Biathlon-Stätten der Welt. Allerdings verlangt die dünne Höhenluft auf 1.600 Metern den Sportlern alles ab. Schießen und Laufen werden dort zur ultimativen Herausforderung. Die Biathlon-Arena Antholz bietet Platz für bis zu 19.000 Fans und weist damit die größte Zuschauerkapazität aller Wettkampfstätten auf, zudem ist das Stadion seit Jahrzehnten für seine einzigartige Atmosphäre bekannt.
Ski Alpin Herren, Skibergsteigen
Die „Stelvio“-Piste ist das Herzstück des Skigebiets Bormio und als eine der schwierigsten Abfahrten im Skiweltcup bekannt. Bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 wird sie die spektakuläre Bühne für die alpinen Medaillenentscheidungen der Männer sein. Darüber hinaus wird das StelvioSkizentrum Geschichte schreiben, indem hier Skibergsteigen sein Debüt als neue olympische Sportart feiert.
Ski Alpin Damen, Bob, Curling, Rodeln, Skeleton
Cortina d’Ampezzo, die „Perle der Dolomiten“, ist einer der traditionsreichsten Wintersportorte Italiens und war 1956 Ausrichter der Olympischen Winterspiele. Aus ÖSV-Sicht steht vor allem die „Tofana“, eine der schönsten und anspruchsvollsten Strecken im Skizirkus, auf der alle Medaillenentscheidungen der Damen stattfinden, im Blickpunkt. Zudem finden in Cortina die Wettkämpfe im Bob, Skeleton, Rodeln und Curling statt.
Ski Freestyle, Snowboard
Das über 1.800 Meter gelegene Livigno wird bei diesen Spielen zum Freestyle-Mekka: Im Livigno Snow Park stehen spektakuläre Snowboard- und Ski-Freestyle-Disziplinen wie Halfpipe, Slopestyle, Big Air und Ski Cross auf dem Programm. Zwei hochmoderne Venues machen den Ort inmitten einer spektakulären Naturkulisse nahe der Schweizer Grenze zu einem Highlight im Olympia-Programm.


Eiskunstlauf, Eishockey, Eisschnelllauf, Shorttrack
Mailand wird bei den Olympischen Spielen 2026 zum vielseitigen Austragungsort: Neben der mit Spannung erwarteten Eröffnungsfeier im ikonischen „Giuseppe-Meazza-Stadion“ –sonst als Fußball-Tempel bekannt – stehen in der zweitgrößten Stadt Italiens (rund 1,4 Mio. Einwohner) und weltweit bekannten Modemetropole mehrere olympische Eissportarten auf dem Programm.
Skispringen, Nordische Kombination
Die Region Val di Fiemme, insbesondere Predazzo, ist seit Jahrzehnten ein Zentrum
des nordischen Wintersports in Italien. Die Skisprung-Anlage im dreifachen WM-Ort wurde für die Olympischen Winterspiele 2026 umfassend modernisiert und ist gerüstet für sämtliche Skisprung-Entscheidungen. Zudem finden hier die Sprungbewerbe der Nordischen Kombination statt.
Langlauf, Nordische Kombination
Tesero liegt mitten im Val di Fiemme (Fleimstal), einem der traditionsreichsten nordischen Wintersportzentren Europas. Das Langlaufstadion Lago di Tesero gilt als eine der modernsten Anlagen weltweit und ist regelmäßig Etappenziel der Tour de Ski. Tesero ist Austragungsort sämtlicher olympischer Entscheidungen im Langlauf und der Laufbewerbe in der Nordischen Kombination.





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6 TEILNAHMEN

Emese Hunyady (Eisschnelllauf) 1988–2002 + 1984 für Ungarn
5 TEILNAHMEN
Alois Stadlober/Langlauf, Ludwig Gredler/Biathlon, Markus Schiegl und Tobias Schiegl/Rodeln, Felix Gottwald und Christoph Bieler/Nordische Kombination, Andreas Prommegger/Snowboard (noch aktiv)



Im Bereich Ski Alpin (im Bild Matthias Mayer) durfte Österreich bereits 40-Mal über Gold jubeln. mit freundlicher Unterstützung durch das ORF Sport Archiv/Gerald Lipp
Skoblikowa (UdSSR)
Die Maskottchen von Mailand Cortina 2026 sind zwei Hermeline namens Milo und Tina. Das Maskottchen mit dem hellen Fell heißt Tina und repräsentiert die Olympischen Winterspiele 2026. Milo, ihr kleiner Bruder mit dem braunen Fell, die Paralympischen Winterspiele 2026. Ihre Namen erinnern an zwei der Austragungsorte: Milo aus Mailand, Tina aus Cortina.

Make

JULIA SCHEIB für

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Wenn am 6. Februar der Startschuss für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo fällt, beginnt für die österreichischen Olympia-Athlet:innen der Kampf um die prestigeträchtigsten Medaillen des Wintersports. Als Premium-Partner der Olympischen Spiele 2026 und Ausstatter des Österreichischen Olympischen Comités ist der erfahrene Wintersport-Hersteller Salomon auch in Italien vertreten und präsentiert im Zuge dessen seine neue ÈQUIPE-Kollektion für Ski, Snowboard und nordische Kombination. Das Wort „Équipe“ stammt aus dem Französischen und steht für Gemeinschaft und Teamgeist. Der Name ÉQUIPE ist für die Kollektion somit nicht nur ein Label, sondern ein Symbol für gemeinsames Engagement. Durch die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven aus alpinem und nordischem Skisport sowie Snowboarden konnte eine Produktlinie für Bestleistungen im Wintersport entwickelt werden. Dabei standen auch das Feedback und die Inspiration von den Leistungen der Salomon-Athleten Alice Robinson, Jessie Diggins, Marco Odermatt im Fokus. Sie alle haben dazu beigetragen, dass Partnerschaft und Performance mit ÉQUIPE eine perfekte Symbiose eingehen.

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Olympische Spiele sind das größte und bedeutendste Sportereignis auf diesem Planeten. Eine Medaille im Zeichen der fünf Ringe ist ein Erfolg, der weltweit anerkannt und respektiert wird. Doch hinter jeder Medaille, jedem Sieg und jeder Niederlage verbirgt sich eine einzigartige Geschichte. Auf den folgenden Seiten haben wir vier exemplarische Stories ausgewählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten, allerdings den Geist von Olympia gleichermaßen repräsentieren. Geschichten von Siegern, Pechvögeln und Legenden. Geschichten, die nur die Olympischen Spiele schreiben.

Text: Bernhard Foidl
Anna Gasser und die Olympischen Winterspiele – das ist eine Erfolgsgeschichte, die, angelehnt an den Titel einer berühmten Filmtrilogie, in Italien mit einem historischen Gold-Triple ihren Höhepunkt finden könnte. Wobei der Begriff „historisch“ im Zusammenhang mit der Kärntner Ausnahmeathletin längst abgedroschen klingt, denn dieser Terminus war schon bei ihrer ersten „Goldenen“ in Pyeongchang allgegenwärtig – schließlich kürte sich die Snowboarderin vor acht Jahren zur PremierenOlympiasiegerin im Big Air, welcher 2018 erstmals im Programm aufschien.
Dieser Triumph, den Gasser mit ihrem damaligen Signature-Trick, einem Cab Double Cork 1080, im letzten Sprung fixierte, offenbarte vor allem eines: Diese Frau liefert ab, wenn es drauf ankommt. Der Druck hätte kaum größer sein können: Österreichs Sportlerin des Jahres war als WeltcupSeriensiegerin, Big-Air-Weltmeisterin und X-Games-Champion nach Südkorea gereist, alles andere als Gold wäre eine Enttäuschung gewesen.
Vier Jahre später wiederholte Gasser ihren Gold-Coup in Peking. Mit weniger Erfolgsdruck, der gewohnten Entschlossenheit und einem Trick (Cab Double Cork 1260), den sie vorher noch nie in einem Wettkampf gezeigt hatte, erklomm die Freestylerin im Big Air zum zweiten Mal den sportlichen Olymp und kürte sich damit gleichzeitig zur ersten Doppel-Olympiasiegerin Österreichs außerhalb des alpinen Skisports. Historisch also!
Freestyle-Legende
Zu ihren wohl letzten Spielen in Mailand Cortina reist die Millstätterin, die längst als Ikone ihres Sports gilt, unter veränderten Vorzeichen. Das Auskurieren einer beim Surfen erlittenen Schulterverletzung kostete wertvolle Monate in der wichtigen Vorbereitungszeit. Erst Mitte Jänner kehrte die fünffache X-Games-Siegerin in Laax auf die Weltcupbühne zurück.
„Ich bin gleichzeitig nervös und motiviert. Das Wichtigste ist, dass der Körper mitspielt. Natürlich will man am Tag X seine beste Leistung abrufen – aber ich möchte das Ganze auch genießen“, sagt Gasser mit Blick auf ihre vierten Spiele. Wer die ehrgeizige Vorzeigeathletin mit dem ständigen Drang zur Weiterentwicklung kennt, weiß: Pizza und Pasta sind nicht der einzige Beweggrund, um nach Italien zu reisen. Beim Airbag-Training am Kreischberg tastete sie sich zuletzt an 14er-Tricks (vier Umdrehungen) heran, um auf der größten Bühne des Sports mit der jungen Konkurrenz mithalten zu können. Und der „Grande Dame“ ist nicht nur im Big Air, sondern auch im Slopestyle, den sie zuletzt als „neue Lieblingsdisziplin“ auserkor, alles zuzutrauen.
Für viele Wegbegleiter ist die rot-weiß-rote Freestyle-Legende, die längst alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, schon jetzt die Beste aller Zeiten. Doch solange sie Wettkämpfe bestreitet, ist Stillstand für die 34-Jährige weiterhin ein Fremdwort. „Ich habe noch nicht alles gemacht, was ich vielleicht kann“, sagt Anna vielsagend. Um im Livigno Snow Park ihre dritte Goldmedaille in den Händen zu halten, muss sie allerdings ein kleines Wunder vollbringen. Dass sie das kann, hat sie schon bewiesen.
Text: Bernhard Foidl
Darf man jemanden, der eine olympische Goldmedaille im Wohnzimmer hängen hat, wirklich als Olympia-Pechvogel bezeichnen?
Nach kurzer, redaktionsinterner Diskussion fiel die Entscheidung einstimmig aus: Man darf – denn die Pleiten-, Pech- und Pannenserie von Stefan „Brandy“ Brennsteiner im Zeichen der fünf Ringe ist kaum zu übertreffen.
Der Riesentorlauf-Spezialist schaffte es in seiner langen Karriere zweimal nicht nur ins Aufgebot, sondern auch beide Male punktgenau in Topform zu sein. Bei seiner Premiere 2018 in Pyeongchang (KOR) war der Salzburger im zweiten Lauf auf Medaillenkurs, statt auf dem Podium landete Brandy mit einem Kreuzbandriss im Spital.
Eine Karriere voller Stolpersteine
Vier Jahre später folgte in Peking der zweite Akt dieses olympischen Dramas. Im Skigebiet Yanqing sorgte zunächst ein Wintereinbruch für grenzwertige Bedingungen. Der Salzburger meisterte den schwierigen Lauf aber bravourös und war als Halbzeit-Zweiter erneut kurz davor, sich den Traum von einer olympischen Einzelmedaille zu erfüllen. Doch wenige Tore vor dem Ziel stockte ganz Ski-Österreich der Atem: Der Pinzgauer stieg sich selbst auf den Ski – aus, vorbei, der Traum von Edelmetall im chinesischen Schnee begraben.
Eine Woche später jubelte Brennsteiner im Mannschaftswettbewerb gemeinsam mit Katharina Huber, Katharina Liensberger, Michael Matt, Johannes Strolz und Katharina Truppe über Gold im Teambewerb und damit über ein versöhnliches Ende, merkte aber auch an, „dass eine Einzelmedaille doch einen anderen Stellenwert hat“.
Die Pechserie von Brennsteiner bei Großereignissen ließe sich übrigens nahtlos fortsetzen. Bei der WM 2023 in Courchevel kam der Salzburger im Riesentorlauf und im Teambewerb zum Einsatz, musste sich aber zweimal mit „Blech“ begnügen. Und wer erinnert sich nicht an „Brandys“ Kurzauftritt bei der Heim-WM im vergangenen Februar in Saalbach, als der Lokalmatador „im wichtigsten Rennen meines Lebens“ nach wenigen Fahrsekunden einen Ski verlor und fassungslos im Schnee lag.
13 Jahre bis zum ersten Sieg Trotz all dieser Rückschläge ließ sich der Optimist nie aus der Spur werfen, und mit seinen ehrlichen, ungeschönten Interviews in Momenten größter Enttäuschung sammelte er auch abseits der Rennpiste viele Sympathiepunkte. „Was wäre, wenn. Ich hasse diesen Satz“, sagte er nach seinem Ausfall bei den letzten Spielen – ein Satz, der seine Karriere wohl treffender beschreibt als jeder andere.
Doch all das konnte „Brandy“ die Freude am Skisport nie nehmen. „Das Streben nach dem perfekten Schwung und das Gefühl, dass ich mehr draufhabe, als ich bisher gezeigt habe, haben mich immer wieder angetrieben“, erklärte er. Und tatsächlich gelang dem 34-Jährigen in dieser Saison der große Durchbruch: 13 Jahre nach seinem Weltcupdebüt feierte er in Copper Mountain (USA) seinen ersten Weltcupsieg – der bislang größte Erfolg seiner Karriere.
Wer weiß, vielleicht irrt sich der Mann, der nie aufgibt, ja auch – und das wichtigste Rennen seines Lebens liegt noch vor ihm. Und wer an Gerechtigkeit und einen SkiGott glaubt, der ahnt, wie diese olympische Geschichte von Stefan Brennsteiner am 14. Februar 2026 in Bormio enden müsste.


Text: Nils Vettori
Gesamtweltcupsieger, Weltmeister, Skiflugweltmeister und Vierschanzentourneesieger – die Liste der Erfolge von Skisprung-König Stefan Kraft lässt einen geradezu in Ehrfurcht erstarren und ließe sich sogar noch um zahlreiche Medaillen, Siege und Podestplätze erweitern. Der Salzburger hat fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und zählt seit über einem Jahrzehnt zu den besten Skispringern der Welt. Einen Makel in der Karriere des sympathischen Ausnahmeathleten zu suchen, wäre demnach einer Majestätsbeleidigung gleichzusetzen und weder angebracht noch sinnstiftend. Allerdings hat Stefan Kraft in wenigen Tagen bei den Olympischen Spielen in Italien die Chance, etwas zu erreichen, was vor ihm nur dem großen Matti Nykänen gelungen ist: jeden wichtigen Einzeltitel zu gewinnen, den es gibt – und damit Legendenstatus zu erlangen.
Die fehlende Medaille, die gar nicht fehlt
Die Olympischen Winterspiele nehmen in der Karriere von Stefan Kraft einen besonderen Stellenwert ein. Seine Reise im Zeichen der fünf Ringe begann 2018 bei den Spielen in Pyeongchang, wo sich der mittlerweile 32-Jährige erstmals in einer olympischen Ergebnisliste verewigte. Mit den Plätzen 13 (Normalschanze) und 18 (Großschanze) klassierte sich Kraft damals, wie das gesamte österreichische Team, im Mittelfeld und nach Platz vier im Teambewerb wurde es nichts mit der erhofften Medaille. Vier Jahre später war es dann allerdings so weit: Nach für ihn durchwachsenen Einzelergebnissen eroberte der Salzburger gemeinsam mit Manuel Fettner, Jan Hörl und Daniel Huber in Peking Gold im Teambewerb und krönte sich zum Olympiasieger. Genau genommen fehlt dem Parade-Springer dieser Titel also gar
nicht, Einzelgold würde die Erfolgssammlung des Überfliegers allerdings endgültig vervollständigen.
Legenden über Legenden
Im Laufe der Skisprunggeschichte gab es viele herausragende Athleten, die ihre Zeit dominierten und von Erfolg zu Erfolg flogen, doch den meisten von ihnen blieb ein Titel verwehrt. Espen Bredesen galt Anfang der 1990er als unschlagbar, gewann alles, wurde jedoch nie Skiflugweltmeister. Genauso wie die polnische Skisprung-Legende Kamil Stoch oder der große Jens Weißflog. Auch in Österreich gab es absolute Überflieger. Thomas Morgenstern ist definitiv einer der erfolgreichsten Athleten, die dieser Sport je hervorgebracht hat, Skiflugweltmeister wurde aber auch er „nur“ im Team. Gregor Schlierenzauer flog in seiner Glanzzeit ebenfalls der gesamten Welt um die Ohren. Wie Kraft fehlt dem Tiroler nur Olympiagold im Einzel. Diese Medaille hat Simon Ammann gleich viermal zu Hause hängen, nur ein Tourneesieg blieb dem Schweizer verwehrt.
Lange Rede, kurzer Sinn – es gibt nur einen, der wirklich alle Einzeltitel gewinnen konnte: Matti Nykänen.
Matti der Große
Die finnische Lichtgestalt ließ in seiner Karriere immer wieder mit Skandalen aufhorchen, auf der Schanze war der berüchtigte Draufgänger allerdings in seinem Element. In den 1980er-Jahren dominierte der 2019 verstorbene Ausnahmesportler die Konkurrenz nach Belieben und gewann alles – und zwar wirklich alles. Er führt die Liste der erfolgreichsten Skispringer seit jeher an, doch er könnte sich seinen Thron bald teilen müssen – und zwar mit niemand Geringerem als Stefan Kraft.
Text: Nils Vettori
Satte 20 Jahre ist es her, als Olympische Winterspiele zuletzt in Europa ihre Zelte aufschlugen, und die Rückkehr des Großereignisses in das Zentrum des Wintersports lässt bei vielen Sportlern und Fans große Vorfreude und eine wohltuende Euphorie entstehen. An die Spiele 2006 in Turin haben die meisten aktiven Athleten höchstens noch prägende Kindheitserinnerungen, ein paar aktuelle Olympioniken waren damals sogar noch gar nicht auf der Welt. Einen heimischen Athleten gibt es allerdings noch, der den Zauber von Winterspielen in Europa am eigenen Leib erleben durfte und der als 25-jähriger Snowboarder vor zwei Jahrzehnten auf italienischem Schnee seine Olympia-Premiere feierte: Andreas Prommegger.
Der heute 45-Jährige gab vor knapp 30 Jahren, am 11.01.1997, sein Weltcupdebüt und ist seitdem ein fixer Bestandteil des österreichischen Snowboard-Teams. Der Salzburger kann nicht nur auf eine lange, sondern vor allem erfolgreiche Karriere zurückblicken. Er krönte sich dreimal zum Weltmeister, holte unzählige Weltcupsiege und zudem gleich mehrere Kristallkugeln. Bei den Spielen in Mailand Cortina könnte Andreas Prommegger (ÖOC-Nominierung nach Redaktionsschluss, Anm.) zum insgesamt sechsten Mal bei olympischen Wettkämpfen an den Start gehen und damit mit den österreichischen Rekordteilnehmern Mario Stecher, Alfred Eder, Markus Prock und Emese Hunyady gleichziehen. Eine Medaille blieb dem Snowboard-Urgestein bislang allerdings verwehrt.
Eine olympische Zeitreise
Als sich Andreas Prommegger am 22.02.2006 in Bardonecchia erstmals aus
einem olympischen Starthaus katapultierte, galt der Salzburger schon als geheimer Medaillenkandidat. Am Ende kam das Aus im Achtelfinale und er belegte im Endklassement den beachtlichen neunten Platz, so wie auch vier Jahre später bei den Spielen in Vancouver. 2014 in Sotschi wurden es die Ränge 9 (PGS) und 13 (PSL).
Zu den Spielen in Pyeongchang 2018 reiste Prommegger dann erstmals als amtierender Weltmeister, und die Chancen auf eine Medaille schienen größer denn je, doch im Achtelfinale war erneut Endstation und am Ende wurde es der zwölfte Platz.
2022, damals bereits im zarten Alter von 41 Jahren, startete der Snowboard-Routinier seinen bislang letzten Angriff auf das ersehnte Edelmetall. Bei den Spielen in Peking schaffte es der Österreicher erstmals unter die besten acht und im Viertelfinale kam es mit dem gleichaltrigen Italiener Roland Fischnaller zu einem echten Legendenduell. Am Ende musste Prommegger seinem langjährigen Weggefährten allerdings den Vortritt lassen, durfte sich als Sechster jedoch über sein bisher bestes Ergebnis im Zeichen der fünf Ringe freuen.
In Italien könnte sich ein Kreis schließen
Jetzt, 20 Jahre nach seinem ersten Auftritt, arbeitet Andreas Prommegger in Mailand Cortina an dem sechsten Kapitel seiner beeindruckenden Olympia-Geschichte. Ob es das letzte sein wird, wird sich weisen, zuzutrauen ist der heimischen Snowboard-Legende auch ein Start bei den Spielen 2030. Eines ist hingegen unumstritten: Auch wenn es vielleicht wieder nichts mit einer Medaille werden sollte, Andreas Prommegger ist und bleibt das personifizierte Ideal eines Olympioniken: ein Athlet, der für seinen Sport brennt, Grenzen neu definiert und als Vorbild vorangeht.




In Bormio werden erstmals olympische Medaillen im Skibergsteigen vergeben. Die Fans dürfen sich auf drei spektakuläre Bewerbe freuen, bei denen sich auch ein ÖSV-Duo berechtigte MedaillenHoffnungen machen darf.
Text: Bernhard Foidl
Skibergsteigen feiert bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026 seine Feuertaufe. Das ist nicht nur spannend, sondern auch selten, denn 1998 wurde mit Snowboard letztmals eine neue Sportart in das Programm der Winterspiele aufgenommen. Möglich wurde das auch durch die „Olympische Agenda 2020“, die es Gastgeberländern erlaubt, neue Sportarten vorzuschlagen, die eine wachsende Popularität und Attraktivität für junge Zuschauer bieten. Da war es von Vorteil, dass Skibergsteigen vor allem in Italien einen Boom erlebt. Nach einer erfolgreichen Präsentation bei den Jugend-Winterspielen 2020 in Lausanne wurde im Juli 2021 die Aufnahme dieser Sportart durch das IOC bestätigt.
Seitdem fiebern die ÖSV-Skibergsteiger ihrer Olympia-Premiere, die auch den langjährigen „Wunsch nach Anerkennung“ stillt, entgegen. Wobei mit Johanna Hiemer (30) und Paul Verbnjak (24) nur zwei Aktive aus Österreich olympische Luft schnuppern werden. Das ist vor allem für die Salzburgerin Sarah Dreier (30) bitter, die in den letzten Jahren erfolgreichste ÖSV-Athletin war – allerdings in den traditionellen Disziplinen Vertical und Individual, die nicht olympisch sind.

Johanna Hiemer hat ihr Training in den letzten Jahren gänzlich dem kurzen, intensiven Sprintformat angepasst. Krafttraining, Wechseltraining und viele Intervalle standen für die zweifache Mutter seitdem an der Tagesordnung.
Mit Hiemer und Verbnjak wird voraussichtlich jenes eingespielte Duo am Start stehen, welches im Vorjahr mit Topresultaten auch die Olympia-Startplätze für Österreich sichern konnte. Der erste Olympia-Wettkampf der Geschichte (Sprint Damen und Herren) geht am 19. Februar in Bormio über die Bühne. Zwei Tage später steht der Mixed-Team-Bewerb auf dem Programm, in welchem die Medaillenchance am größten erscheint, schließlich waren Hiemer/Verbnjak in den letzten zwei Saisonen nie schlechter als Fünfte und konnten einige WeltcupPodestplätze erreichen.


Sportlicher Leiter Skibergsteigen
… „Es war ein langer Weg und wir freuen uns sehr auf die drei Olympia-Entscheidungen. Es ist schade, dass die Paradedisziplinen Individual und Vertical nicht im Programm sind, aber der Sprint ist ein attraktives Fernsehformat und hat eine besondere Dynamik.“
… „Der Rückenwind von Olympia ist immens. Er hat die Entwicklung des Skibergsteigens beschleunigt und öffnet unserem Sport den Zugang zu neuen Fördergebern. Der Sport ist dadurch noch einmal professioneller geworden und auch unsere Wertigkeit innerhalb des ÖSV gestiegen.“
… „Im Mixed-Team-Bewerb war in den letzten zwei Saisonen ein fünfter Platz das schlechteste Resultat. Das erklärte Ziel ist also eine Medaille.“

Johanna Hiemer Athletin
… „Der Gedanke von Olympia hat mich gepackt und nie mehr losgelassen. Nach Gesprächen mit meiner Familie, ich habe ja zwei Kinder, habe ich im November 2021 mit Trainer Matthias Gumpenberger dieses Projekt gestartet. Es war eine intensive Reise von über vier Jahren.“
… „Ich war nie die Sprinterin und habe in den letzten zwei Jahren das ganze Training diesem olympischen Format untergeordnet, um alle schnellen Muskelfasern in meinem Körper zu aktivieren.“
… „Mit der Qualifikation ist ein Traum in Erfüllung gegangen, denn es war immer mein großes Ziel, einmal bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Nach den Ergebnissen der letzten Jahre habe ich aber Lust auf mehr.“
Der Sprint zählt zu den spannendsten Disziplinen im Skibergsteigen. Die Strecke in Bormio, die in mehrere Abschnitte unterteilt ist, weist 80 Höhenmeter auf und ist direkt im Schlusshang des Slalomkurses angesiedelt. Nach dem Start folgt ein Fellaufstieg, der durch mehrere Hindernisse – die sogenannten Diamanten – führt. Anschließend wechselt man in die steile Tragepassage, wobei die Ski an den Rucksack geschnallt werden. Danach folgt erneut ein Fellaufstieg, was bedeutet, dass die Ski möglichst schnell vom Rücken abgenommen und wieder angeschnallt werden müssen. Last, but not least werden die Felle von den Ski gerissen, ehe es in einem Riesentorlauf ins Ziel geht, wobei die Strecke in Bormio mit Steilkurven und Sprüngen besonders anspruchsvoll ist.
Aufgrund der hohen Intensität dauert ein Lauf meist nur zwei bis drei Minuten, verlangt den Athleten aber maximale Explosivität, Ausdauer und Konzentration ab. Besonders wichtig sind schnelle und fehlerfreie Wechsel. „Das Rennen entscheidet sich oft in der Wechselzone. Für den Kopf ist das sehr zermürbend, weil man genau weiß: Jeder falsche Handgriff kostet wichtige Sekunden“, erklärt Johanna Hiemer.
Mixed-Team-Bewerb:
Die Mixed-Team-Staffel im Skibergsteigen ist ein dynamisches Wettkampfformat, bei dem je eine Frau und ein Mann als Team antreten. Beide Athleten absolvieren abwechselnd je zwei Durchgänge auf einer Strecke, die etwa der doppelten Sprintdistanz entspricht. In Bormio folgt vom Start weg eine lange, reine Aufstiegspassage, die direkt in den Wechsel zur Abfahrt führt. Im Anschluss gilt es die Felle möglichst rasch wieder an den Ski anzubringen und es folgt der Durchlauf des zuvor im Sprint beschriebenen Parcours. Nach der zweiten Abfahrt wird nochmals das Fell an die Ski angebracht, bevor die Übergabe an den Teampartner erfolgt.
Den Fortschritt spüren bei jedem neuen Produkt – mit diesem hohen Ziel hat HEAD die Kollektion für die Saison 2026/27 entwickelt. Das Ergebnis sind einzigartige, innovative Produkte, mit denen das Skifahren noch besser wird und noch mehr Spaß macht. Highlight ist der DISCOVERY, ein völlig neuer All-Mountain-Ski, der bei jeder Fahrweise und in jedem Gelände echten Fortschritt verspricht.


Der Ski ist leicht zu fahren und einfach zu kontrollieren. Je mehr man ihn pusht, desto dynamischer und sportlicher wird er. Der DISCOVERY sorgt so für eine optimale Leistung bei jedem Fahrstil und bei allen Bedingungen – auf und abseits der Piste. Möglich macht das der innovative „Progressive Flex“ mit Auxetic-Technologie und Superframe-Konstruktion. Dank dieser einzigartigen und patentierten Tech-

nologie gibt es mit der neuen All-Mountain-Linie DISCOVERY von HEAD für jede Zielgruppe den passenden Ski. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, jung oder älter, ob auf der Piste unterwegs oder abseits – der DISCOVERY unterstützt alle Fahrweisen und Bedürfnisse. Hervorzuheben ist auch seine enorme Vielseitigkeit. Der Ski ist einfach zu fahren und leicht zu drehen. Wenn man aber mehr Kraft in den Ski investiert, dann wird aus dem DISCOVERY ein besonders sportlicher, agiler Begleiter auf jedem Terrain.
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Bei der DISCOVERY-Linie kommt zudem noch eine weitere Neuheit von HEAD zum Einsatz: die PROTECTOR EVO-Bindung. Durch die Kombination der Full-Heel-Release-Technologie an der Ferse und der BTR-Kinematik an der Backe sorgt die PROTECTOR EVO für noch mehr Sicherheit. Das überarbeitete Fersendesign erleichtert das Einund Aussteigen.



Absolutes Highlight der Saison 2026/27 ist der neue Skischuh KALIBER PRO LV. Mit Dual-BOA® Fit-System, schmalerem Leisten, höherem Kantenwinkel und innovativen Technologien setzt der KALIBER PRO LV ganz neue Maßstäbe. Er ist der präziseste Skischuh, den HEAD je entwickelt hat. Dank seiner perfekten Passform bietet der KALIBER PRO LV ein völlig neues Leistungsniveau für sportliche Skifahrerinnen und Skifahrer. Das neue Design des KALIBER PRO LV hilft dabei, höhere Kantenwinkel zu erreichen. Die neue, innovative Platzierung des BOA® Fit-Systems sorgt für sicheren Halt und eine elegante, schnallenfreie Außenseite.
Die Performance beim Skifahren wird ebenso durch die neue, steife Kunststoffstruktur der Schuhschale und den schmaleren Leisten erhöht. Der Schuh wurde so konstruiert, dass er die Vorteile der BOA®-Technologie perfekt nutzt.
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Wenn am 22. Februar die letzte Medaillenentscheidung der Olympischen Winterspiele gefallen ist, geht auch für die Technologieabteilung von Ski Austria ein vier Jahre langer, intensiver Entwicklungsprozess zu Ende. Eine Zeit, in der man nichts unversucht ließ, um beim Großereignis in Italien perfekte Rahmenbedingungen zu schaffen.
Text: Nils Vettori

Unter der Leitung von Michael Gufler arbeitete die Abteilung Technologie und Race Service von Ski Austria unermüdlich, um bei den Winterspielen 2026 optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.
Vom Material über die Infrastruktur bis hin zum Datenmanagement: Der Bereich, für den die Ski Austria Technologieabteilung verantwortlich zeichnet, ist vielfältig und extrem umfangreich. Unter der Leitung von Michael Gufler wurden in den letzten vier Jahren zahlreiche Schwerpunkte gesetzt, um in den olympischen Sportarten bestmöglich bei den Spielen vorbereitet zu sein.
„Zu Beginn haben wir uns intensiv mit den jeweiligen sportlichen Leitern der einzelnen Disziplinen ausgetauscht, eruiert, wo es Verbesserungspotenzial gibt, und dann Schritt für Schritt auf diese Ziele hingearbeitet“, erklärt Gufler. Der 34-jährige Südtiroler ist seit vier Jahren für den Bereich Technologie und Race Service verantwortlich und blickt auf eine intensive Zeit zurück: „Die letzten vier Jahre waren ein kontinuierlicher Prozess, in denen wir versucht haben, in vielen Bereichen international
zum Trendsetter zu werden und dann im Weltcup bzw. auch bei den Olympischen Spielen einen Mehrwert zu generieren.“
Eine der vielen Neuerungen innerhalb der letzten Olympia-Periode war die sukzessive Erweiterung der mobilen Servicewerkstätten. Nach den Spielen in Peking 2022 konnte neben den Biathleten auch den nordischen Kombinierern und später auch der Sparte Langlauf ein eigener, hochmoderner Service-Truck zur Verfügung gestellt werden. Damit profitieren nun alle nordischen Disziplinen von einem optimalen Arbeitsumfeld. Zuletzt wurde die „Serviceflotte“ auch noch um einen neuen mobilen Schleifcontainer erweitert, der auch in Sachen Schliff und Struktur noch mehr Flexibilität garan-
tiert. „Dank einer gezielten Förderung der Sporttechnologie im Olympischen Wintersport seitens des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport war es uns möglich, diese notwendigen Investitionen zu tätigen“, erklärt Gufler.
Ein weiteres wichtiges Ziel war die Intensivierung der Zusammenarbeit der einzelnen Sparten. Gerade im nordischen Bereich profitieren mittlerweile alle Disziplinen in Sachen Skipräparierung von einer eigens entwickelten Software, die es den Teams ermöglicht, auf einen einheitlichen Test- und Datenpool zurückzugreifen. In diesem digitalen Datenbanksystem werden Skimodelle, Wachse und Schliffe sowie die jeweiligen Witterungsbedingungen gespeichert, um sportartenübergreifend einen umfangreichen Zugang zu wichtigen Informationen zu ermöglichen.
Doch nicht nur innerhalb von Ski Austria wird vermehrt auf Teamwork gesetzt, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden wurde ausgeweitet. Seit über zwei Jahren arbeitet man gemeinsam mit dem Österreichischen Rodelverband sogar Seite an Seite in der gemeinsamen Technologiezentrale im Innsbrucker Tivoli-Stadion. „Der Rodelverband wird im Bereich Sporttechnologie ebenfalls vom Bundesministerium gefördert, daher war eine Zusammenarbeit naheliegend. Durch das gemeinsame Technologiezentrum trifft man sich jeden Tag, tauscht sich aus und feilt gemeinsam an Verbesserungen.“
Ein Schwerpunkt lag auch auf der Weiterentwicklung der Softwaresysteme und Datenanalyse. Gerade im Alpin-Bereich, mit der sogenannten technischwissenschaftlichen Wettkampfbegleitung, konnte man in den letzten Jahren große Fortschritte erzielen. „Wir haben bei jedem Alpin-Weltcup zumindest einen Mitarbeiter vor Ort, um den Teams mit speziellen Videoaufnahmen detaillierte Wettkampfanalysen zu ermöglichen“, erklärt Gufler. Hier spielt auch der Zeitfaktor eine wichtige Rolle: „Wir können gezielt und schnell Analysen und Daten zu Trainingsläufen übermitteln. Bei den technischen Disziplinen können die Trainer mittlerweile sogar schon zwi-

Die hochmoderne „Serviceflotte“ von Ski Austria war eines der größten Projekte in den letzten vier Jahren.
schen den Durchgängen auf umfangreiche Analysen und Daten direkt auf ihrem Handy zugreifen. Hier geht es vor allem um Vergleiche zwischen einzelnen Athleten und die Frage, in welchen Teilpassagen Zeit gewonnen bzw. verloren wurde.“
Fragt man den Bereichsleiter nach persönlichen Highlights der letzten Jahre, so sticht unter vielen Errungenschaften ein Ereignis besonders hervor: „Die Heim-WM in Saalbach war aufgrund der vielen Erfolge und auch des im Vorfeld vorherrschenden Drucks sicher ein Höhepunkt. Aber auch die letzte Saison der Skispringer war definitiv einzigartig.“
Eines war und ist dem Südtiroler immer am wichtigsten: „Das Ziel muss es sein, dass wir in allen Sparten die bestmöglichen Voraussetzungen auf technologischer Ebene schaffen, um auch in jeder Disziplin um die Podestplätze mitkämpfen zu können.“
Die Olympischen Spiele selbst sind der vorläufige Schlusspunkt einer vierjährigen Reise, die danach mit umfassenden Analysen und neuen Zielen weitergehen wird. In Italien ist das Technologieund Service-Team von Ski Austria mit über 50 Mitarbeitern vertreten. Der anstehende Höhepunkt ist für Michael Gufler eine Art Meisterprüfung: „Es war immer unser Anspruch, im heurigen Weltcup-Winter in allen Disziplinen so aufgestellt zu sein, dass alle Abläufe bei den Spielen selbst schon Routine sind. Die Teams sollen eingespielt sein, alle sollen wissen, was sie zu tun haben, und alle sollen davon überzeugt sein, dass alle Voraussetzungen gegeben sind, um erfolgreich sein zu können.“

Am 6. März werden die XIV. Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 feierlich in der Arena von Verona eröffnet. 660 Athletinnen und Athleten werden bis 15. März in sechs Sportarten um die heiß begehrten Medaillen kämpfen.
Text: Bernhard Foidl

Die Spiele in Italien stehen ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor 50 Jahren, 1976 im schwedischen Örnsköldsvik, wurden die ersten Paralympischen Winterspiele ausgetragen. Zur 14. Auflage dieses globalen Sportereignisses entsendet Österreich ein rund 20-köpfiges Team – ein Großteil davon aus dem ÖSV-Lager.
Die Entscheidungen um Edelmetall verteilen sich auf drei Austragungsorte. Während das ParaEishockey-Turnier in der Santa Giulia Hockey Arena in Mailand stattfindet, werden in Cortina gleich drei
Die Paradedisziplin von Thomas Grochar ist zwar der Slalom, aber auch in den Speed-Bewerben will der routinierte Kärntner voll angreifen.
paralympische Sportarten ausgetragen: Ski Alpin, Snowboard und Rollstuhl-Curling. Die Langlaufund Biathlon-Bewerbe gehen in Tesero im Val di Fiemme über die Bühne.
Nach den äußerst erfolgreichen Spielen in Peking, bei denen das ÖPC-Team 13 Medaillen gewann, hofft Österreich erneut auf ein starkes Abschneiden. „Spirit in Motion“, das paralympische Motto, steht sinnbildlich für die außergewöhnlichen Leistungen der Athletinnen und Athleten – Leistungen, die nur durch Willenskraft, Motivation und absolute Fokussierung auf das bedeutendste Event im Behindertenspitzensport möglich werden. Wie bei den Olympischen Spielen zählt ein Medaillengewinn auch bei den Paralympics zu den größten Momenten einer sportlichen Karriere.
Im Para-Snowboard (u. a. Rene Eckhart) und bei den Nordischen (Stefan Egger-Riedmüller) darf man Österreich Außenseiter-Chancen einräumen. Die größten Medaillen-Hoffnungen liegen jedoch traditionell im alpinen Bereich.
aussichtsreichste Paraski-Asse vor:
Johannes Aigner:
Der Niederösterreicher carvt in der Klasse der Sehbehinderten auch in dieser Saison von Sieg zu Sieg. Der Stern des Mannes aus Gloggnitz ging vor vier bei den Paralympics in Peking auf, als der damals 16-Jährige in allen fünf Bewerben eine Medaille gewann, darunter Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom. Zum „Drüberstreuen“ holte er in dieser Traumsaison auch noch zweimal WM-Gold und den Sieg im Gesamtweltcup, was ihm die Auszeichnung „Österreichs Behindertensportler des Jahres“ einbrachte. Gemeinsam mit seinem Guide Nico Haberl will der 20-Jährige bei den Spielen in Mailand Cortina seiner paralympischen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Veronika Aigner:
Auch bei Veronika Aigner sollten die Veranstalter die österreichische Bundeshymne zur Sicherheit schon einmal vorbereiten. Vor allem in den technischen Bewerben fährt die Niederösterreicherin seit Jahren von Erfolg zu Erfolg. Seriensiege zusammen mit Schwester Elisabeth (Guide) stehen bei der dreifachen „Behindertensportlerin des Jahres“ quasi an der Tagesordnung. Auch den Traum von Paralympics-Gold hat sich die 22-Jährige in China schon in doppelter Form (Slalom und RTL) erfüllt. Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein. Vor den Rennen in Cortina untermauerte Veronika ihre großen Ziele: „Wir trainieren in allen fünf Disziplinen, um unsere Medaillenausbeute von Peking hoffentlich zu übertreffen.“
Freuen sich auf die Bewerbe in Cortina: (v. l.) Rene Eckhart

Elina Stary:
Bei den Paralympischen Winterspielen 2022 war die sehbehinderte Kärntnerin mit 15 Jahren noch das „Küken“ im österreichischen Paralympic-Team und zeigte mit den Plätzen vier (RTL) und sechs (SL) bereits ihr großes Potenzial. Vier Jahre und vier WM-Medaillen später will die formstarke 19-Jährige zusammen mit Guide Stefan Winter in Mailand Cortina erstmals auch über paralympisches Edelmetall jubeln.
Markus Salcher:
Der seit seiner Geburt halbseitig gelähmte Kärntner ist eines der Aushängeschilder im österreichischen Behindertensport und wird in Mailand Cortina seine fünften und letzten Spiele bestreiten, da er sein Karriereende nach der Saison bereits verkündet hat. In der eindrucksvollen sportlichen Vita des 34-jährigen Speed-Spezialisten sind acht Weltmeistertitel und zwei paralympische Goldmedaillen aufgelistet. Bei den Rennen in Cortina will sich der dreifache „Behindertensportler des Jahres“ mit Paralympics-Medaille Nummer acht ein würdiges Abschiedsgeschenk machen.
Thomas Grochar:
Mit zwölf Jahren stand der Kärntner, dem seit seiner Geburt der linke Oberschenkelknochen und das Wadenbein fehlen, zum ersten Mal auf Skiern – und war schnell vom Rennfieber gepackt. 2014 präsentierte sich Grochar erstmals auf der paralympischen Bühne und carvte in Sotschi mit Rang fünf knapp an einer Medaille vorbei – in Peking folgte ein sechster Platz. „Bei den Paralympics zählen nur Medaillen – und ich werde weiter hart dafür arbeiten, dieses Ziel zu erreichen“, so der 32-Jährige vor seinem vierten Anlauf.
Nico Pajantschitsch:
Der Kärntner, dem seit seiner Geburt der rechte Unterarm fehlt, war bei den Paralympics 2018 in Pyeongchang der jüngste Starter im rot-weißroten Paraski-Team. Nach drei Top-Ten-Plätzen in Peking 2022 will sich der 28-Jährige in Italien seinen großen Traum erfüllen. „Es war immer mein Ziel, einmal bei den Spielen auf dem Podest zu stehen.“
Der sehbehinderte Niederösterreicher Johannes Aigner holte vor vier Jahren in Peking Medaillen in allen fünf Disziplinen.
aus 50 Nationen
(Para-Ski, ParaBiathlon, Para-Langlaufen, Para-Eishockey, Para-Snowboard und Rollstuhl-Curling)
79 MEDAILLENENTSCHEIDUNGEN
ERÖFFNUNG:
6. März 2026 in Verona
SCHLUSSFEIER:
15. März 2026 in Cortina

Der Begriff „Paralympics“ ist auf die griechischen Worte para („neben“) und Olympics zurückzuführen, um die Nähe zur olympischen Bewegung und das Nebeneinander der Spiele auszudrücken. Der Begriff wurde zum ersten Mal 1988 in Seoul verwendet. Vorher wurden diese als „Weltspiele der Gelähmten“, „Olympiade der Behinderten“ oder „Weltspiele der Behinderten“ bezeichnet.
Nicht alle Wettbewerbe für Behinderte sind paralympisch, traditionell eigenständig agieren zum Beispiel die Deaflympics für Gehörlose und die
Special Olympics für Menschen mit kognitiver Behinderung.
Zweimal (1984 und 1988) fanden die Paralympischen Winterspiele in Innsbruck statt. Seit 1992 werden Olympische und Paralympische Spiele immer am selben Ort ausgetragen.
Wenn die erfolgreiche ParaskiFamilie Aigner ein Land wäre, hätten die vier Geschwister (Barbara hat mittlerweile die Karriere beendet) bei den Paralympics 2022 in Peking den achten Platz im Medaillenspiegel belegt.
Erfolgreichste Österreicher bei Paralympischen Winterspielen
Name Sportart Gold/gesamt von/bis
Josef Meusburger Ski Alpin 6/8 1976–1988
Reinhold Sager Ski Alpin, Nordisch 5/9 1984–1992
Elisabeth Dos-Kellner Ski Alpin 5/8 1988–1998
Danja Haslacher Ski Alpin 5/6 1998–2002


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Vom Abfahrtsstar zum Ski-Kaiser: Franz Klammers Goldfahrt am Patscherkofel ist bis heute unvergessen.
Karl Schnabl (r.) und der damals 17-jährige Toni Innauer flogen zu Gold und Silber und brachten damit den Innsbrucker Bergisel zum Beben.


Auch wenn die sportlichen Erwartungen mit sechs Medaillen – davon zwei in Gold – nicht ganz erfüllt werden konnten, haben sich die zweiten Olympischen Spiele in Innsbruck ins Gedächtnis vieler sportbegeisterter Österreicher eingebrannt.
Text: Bernhard Foidl
Der erste Eindruck der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck war für viele gleichzeitig der schönste – der Abfahrtssieg von Franz Klammer. Hunderte Geschichten ranken sich um diesen 5. Februar 1976, einen Tag nachdem das olympische Feuer zum zweiten Mal in Innsbruck entfacht wurde. Die Straßen waren leer gefegt wie später nur während der Lockdowns, und in vielen Bundesländern war sogar schulfrei, damit alle dem „Franzi Klammer“ beim Siegen zuschauen konnten. Passend zu diesem epochalen Ereignis ließ die Technik erstmals eine TV-Übertragung im „Farbfernsehen“ zu. Kurzum: Der Erwartungsdruck, der auf den Schultern des damals 22-jährigen AbfahrtsDominators lastete, war ins schier Unermessliche gestiegen. Das Drama, das sich dann am Patscherkofel vor 60.000 Fans im Zielstadion und am Streckenrand abspielte, ist bis heute unvergessen und hat längst den Weg in die Kinos gefunden. Zunächst stellte der Schweizer Bernhard Russi, Olympiasieger von 1972, eine famose Bestzeit auf. Doch Klammer bestätigte auch auf olympischer Ebene

Während die Skistars heute umgeben von großflächigen LED-Anzeigen ins Rennen gehen, entsprach das Starthaus am „Hoadl“ (Axamer Lizum) ganz dem damaligen Wunsch nach „einfachen Spielen“.
seinen Ruf als bester Abfahrer der Welt – und das in typischer Klammer-Manier. Nachdem er mit der Startnummer 15 nur die drittbeste Zwischenzeit markiert hatte, kämpfte er sich im knallgelben Rennanzug trotz immer ruppiger werdender Piste im unteren Streckenabschnitt auf die Erfolgsspur zurück und schwang im Ziel mit 0,33 sec Vorsprung als neuer Abfahrts-Champion ab. Es waren jene 1:45,73 Minuten, die aus dem Kärntner Bergbauernbub jenen „Ski-Kaiser“ machten, der er bis heute ist. Der anschließende Jubel um den Olympiasieger sprengte
alle Grenzen und ließ auch schnell vergessen, dass es bei diesem Rennen beinahe eine zweite Medaille für Österreich gegeben hätte. Wäre der damals 17-jährige Jimmy Steiner (siehe Seite 58) bei der Einfahrt in den Zielhang nicht zu Sturz gekommen, hätte es wohl eine weitere Sensation gegeben.
Mit Olympiagold auf der Großschanze sorgte Karl Schnabl für ein versöhnliches Ende dieser Spiele.

Bei den Damen wollte es die Salzburgerin Brigitte Totschnig, die sich mit einer Abfahrts-Trainingsbestzeit nach der anderen für die Goldmedaille empfohlen hatte, dem neuen Nationalhelden nachmachen. Auf dem Hoadl in der Axamer Lizum war aber eine schneller, die noch nie zuvor ein Abfahrtsrennen gewinnen konnte: Rosi Mittermaier. Mit einer weiteren Goldenen im Slalom und Silber im Riesentorlauf avancierte die Läuferin aus Garmisch-Partenkirchen zur erfolgreichsten Athletin dieser Spiele und in unserem Nachbarland zur „Gold-Rosi“, während es für Österreich in den folgenden Alpin-Bewerben viele Enttäuschungen, aber keine Medaille mehr gab.



Die „Klammer-Mania“ in Innsbruck endete mit Abfahrtsgold auf dem Patscherkofel. Es war der perfekte Auftakt für die zweiten Spiele in Innsbruck.
Österreichs erfolgsverwöhnte Skispringer wählten den umgekehrten Weg. Nach einem durchwachsenen Auftritt auf der Normalschanze in Seefeld, der zumindest eine Bronzemedaille für den Kärntner Karl Schnabl einbrachte, war beim Großschanzen-Bewerb am Bergisel Wiedergutmachung angesagt. Nach dem ersten Durchgang übernahm Toni Innauer, das 17-jährige Wunderkind aus Bezau, mit einem Traumsatz die Führung, musste sich in der Entscheidung aber noch seinem Teamkollegen Karl Schnabl geschlagen geben. Der Jubel um den rotweiß-roten Doppelsieg unserer „Adler“ ließ die große Kritik nach dem AlpinFiasko schnell verstummen und verlieh den Olympischen Spielen in der Heimat doch noch jenen sportlichen Glanz, den sich alle erhofft hatten.
„EINFACHE SPIELE“ WURDEN ZUM VOLKSFEST
Aus organisatorischer Sicht dürfen diese XII. Olympischen Spiele in Innsbruck
als riesiger Erfolg bezeichnet werden. Ursprünglich hätte das Großereignis in Denver stattfinden sollen. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado musste die Spiele aufgrund eines Bürgervotums aber wieder ans IOC zurückgeben. Innsbruck, das schon 1964 Olympische Winterspiele ausgerichtet hatte, bot eine neuerliche Austragung an. Dank der bereits vorhandenen Sport-Infrastruktur und seiner Olympia-Erfahrung erhielt Tirols Landeshauptstadt im Fe-
Gold
Franz Klammer (Ski Alpin)
Karl Schnabl (Skispringen)
Silber
Brigitte Totschnig (Ski Alpin)
Toni Innauer (Skispringen)
Bronze
Karl Schnabl (Skispringen)
Franz Schachner/Rudolf Schmid (Rodel-Doppelsitzer)
Ein absolutes Highlight dieser Spiele war die Eröffnung vor 60.000 Menschen im Bergisel-Stadion. Dabei wurden gleich zwei olympische Feuer entzündet. Das Erste für 1964 von Skirennläuferin Christl Haas, das Zweite für 1976 vom Rodler Josef Feistmantl. Beide jubelten 1964 in Innsbruck über Olympiagold.
Für tagelangen Gesprächsstoff sorgten die goldenen Anzüge der österreichischen OlympiaMannschaft, die bei der Eröffnungsfeier von Fahnenträger Franz Klammer angeführt wurde. Aufregung gab es auch angesichts strenger Ausweiskontrollen im Olympischen Dorf – diese waren aufgrund des Terroranschlags bei den Sommerspielen 1972 in München notwendig geworden.

Nachdem es 1972 in München erstmals ein Olympia-Maskottchen gegeben hatte, bekamen auch die Olympischen Winterspiele von 1976 in Innsbruck mit „Snowy“ ihr Maskottchen. Das „Schneemandl“ mit rotem Tirolerhut, schwarzen Knopfaugen und Karottennase war omnipräsent und beliebtes Fotomotiv.
betrugen für Stehplätze ca. 50 bis 200 Schilling –umgerechnet also ca. 3,50 bis 15 Euro. Eine Dauerkarte für alle AlpinBewerbe, wobei diese übertragbar war, kostete in etwa 48 Euro. Ein damaliger Rekord wurde bei den Zuschauerzahlen aufgestellt – offiziell besuchten 732.726 Fans die Wettbewerbe.
Ein überdurchschnittlich schneearmer Winter sorgte für große Bedenken. Ab Anfang Januar wurde deshalb massenhaft Schnee aus dem Wipptal nach Innsbruck transportiert Gut eine Woche vor Beginn der Spiele setzte allerdings kräftiger Schneefall in Innsbruck und Umgebung ein, sodass alle Sorgen über Schneemangel hinfällig wurden.
Brigitte Totschnig (r.) zeigte in der Abfahrt eine starke Leistung und musste sich einzig und allein Rosi Mittermaier (unten) geschlagen geben. Die Deutsche dominierte die Alpin-Bewerbe in der Axamer Lizum und avancierte mit zweimal Gold und einmal Silber zur „Gold-Rosi“.
bruar 1973 abermals den Zuschlag und sorgte trotz kurzer Vorbereitungszeit für eine reibungslose Organisation. Dank eines erfahrenen Organisationskomitees mit Weitblick und einer spürbaren Olympia-Begeisterung in der Bevölkerung (es gab rund 10.000 Freiwillige) gelang es, das vorherige Versprechen von „einfachen Spielen“ einzuhalten. 50 Jahre später bleiben die Olympischen Winterspiele 1976 nicht nur als großartiges Sportfest in Erinnerung, sondern auch als ein Ereignis, das die Stadt Innsbruck in seiner Identität und Stadtentwicklung nachhaltig geprägt hat.
Schon bei einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof zur Olympiahalle in Innsbruck wird der bleibende Wert der größten Sportveranstaltung der Welt augenscheinlich. So überquert man mitunter die Olympiabrücke, die zur Entlastung der Innenstadt als direkte Verbindung von Wilten zu den Sportanlagen am Tivoli für die ersten Olympischen Spiele 1964 errichtet wurde.
Als zwölf Jahre später zum zweiten Mal das Feuer in der einzigen österreichischen Olympiastadt brennt, ist die neue Grenobler Brücke als Verbindung zwischen der Reichenau und dem Olympischen Dorf bereits Realität. Nutzt man diese Verbindung, kommt man in den Stadtteil „Olympisches Dorf“, wo heute über 7.000 Menschen wohnen


Für die Spiele 1964 wurden acht zehngeschoßige Wohnblöcke mit insgesamt 689 Wohnungen errichtet, die nach dem Großereignis als leistbarer Wohnraum für Innsbrucker Familien genutzt wurden.
Nach dem Zuschlag für die Winterspiele 1976 wurde der neue Stadtteil mit dem „O-Dorf II“ um 642 zusätzliche Wohnungen erweitert
Der Modernisierungsschub, den die Olympischen Spiele mit sich brachten und das Stadtbild in Innsbruck bis heute prägen, ist mannigfaltig: Zahlreiche Straßenbauprojekte, neue Buslinien, das Landessportheim oder die Pädagogische Akademie, die damals als Presszentrum diente, sind nur einige Beispiele.





OLYMPIA-RÜCKBLICK
Mit seiner Bronzemedaille in der Abfahrt bewahrte
Anton „Jimmy“ Steiner (67) Österreich bei den Olympischen Winterspielen 1984 vor der totalen Blamage.
Text: Bernhard Foidl
Eisig kalt und stürmisch – die Wetterverhältnisse waren so etwas wie ein Symbolbild für Österreichs Bilanz bei den Olympischen Spielen vor 42 Jahren im früheren Jugoslawien. Dass die erfolgsverwöhnte Wintersportnation bei diesem sportlichen Desaster nur knapp der kompletten Pleite entging, war einzig und allein Anton „Jimmy“ Steiner zu verdanken. „Schon die Anreise war turbulent. Im Flieger hatten wir Treibstoffverlust und mussten wieder umkehren“, erinnert sich der gebürtige Osttiroler zurück. Nach einem Ausfall im Riesentorlauf galt die ganze Konzentration des damals 25-Jährigen der Abfahrt, wo er sich zunächst in einer internen Qualifikation knapp gegen Harti Weirather, dem amtierenden Weltmeister, durchsetzen konnte. Selbst diese Quali-Chance ergatterte „Jimmy“ mit den WeltcupRängen zwei und drei bei den kurz zuvor stattfindenden Weltcup-Klassikern von Wengen und Kitzbühel erst in letzter Minute. Am 16. Februar 1984, nach einwöchiger wetterbedingter Verschiebung, schlug dann bei der Abfahrt auf dem Bjelašnica, einem Gebirgszug im heutigen Bosnien-Herzegowina, seine große Stunde. „Ich habe gewusst, dass es vielleicht an mir hängt, ob wir eine Medaille machen oder nicht.“ Als Steiner mit Startnummer 13 an den Start geht, stehen seine ÖSV-Team-

„Ich habe gewusst, dass es vielleicht an mir hängt, ob wir eine Medaille machen oder nicht.“
Anton Steiner
kollegen Helmut Höflehner, Franz Klammer und Erwin Resch bereits geschlagen im Ziel – doch der Allrounder hält dem Druck stand. Mit Platz drei hinter dem US-Amerikaner Bill Johnson und dem Schweizer Peter Müller rast Steiner zum einzigen Edelmetall für Österreich. „Auch wenn die Favoriten schon unten waren – als Dritter musst du im Ziel immer zittern.“
Wie ihm diese Olympischen Spiele sonst in Erinnerung geblieben sind? „Die Menschen in Sarajevo haben für perfekte Spiele auf viel verzichtet. Alles war fein herausgeputzt, aber rund um die Stadt gab es kaum Strom, die ganze Energie floss sprichwörtlich in diese Spiele. Bei der Schlussfeier war ich dann der einzige österreichische Athlet. Unsere Eishockeyspieler sind bereits im Sonderzug gesessen und haben auf

Am 16. Februar 1984 raste „Jimmy“ Steiner bei der Olympiaabfahrt in Sarajevo zu einer Bronzemedaille, die für die Wintersportnation Österreich Gold wert war.
mich gewartet. Das letzte Stück von Graz nach Wien war ich mit ein paar Journalisten allein unterwegs“, erzählt der 67-Jährige und ergänzt. „Irgendwie war es komisch. Für mich war es ein irrsinniger Erfolg, gleichzeitig für Österreich die größte Niederlage aller Zeiten.“ Spätestens in der Bundeshauptstadt wird ihm der immense Wert seiner Bronzemedaille bewusst. „Eine Medaille, an die sich bis heute viele Menschen erinnern, weil es eben die einzige für uns war.“ Einem Empfang bei Wiens Bürgermeister Helmut Zilk folgten Feierlichkeiten in seinem Wohnort Amstetten, in seiner ehemaligen Schule in Waidhofen an der Ybbs und in seiner Heimatgemeinde Prägraten am Großvenediger – für jenen Mann, der Österreichs Olympia-Ehre gerettet hatte.
Dabei hätte sein Stern schon acht Jahre früher aufgehen können. Noch immer bekommen ältere Skifans Gänsehaut, wenn sie an die Olympia-Abfahrt 1976 in Innsbruck zurückdenken. In jenem Rennen, in dem sich Franz Klammer auf dem Patscherkofel den Olympiasieg schnappte und zum Nationalhelden avancierte, stürzte der damals 17 Jahre alte „Jimmy“ mit bester Zwischenzeit kurz vor dem Ziel
an einer Medaille vorbei. „Ich war ein Draufgänger – jung und unbeschwert. Der Stellenwert dieser Olympischen Spiele war mir zu dieser Zeit gar nicht bewusst, das realisiert man erst im Nachhinein“, so Steiner, der gerne an diese Zeit zurückdenkt.
„Franz Klammer und Werner Grissmann waren damals meine Chauffeure und haben mich regelmäßig aus Osttirol mitgenommen, ich hatte ja noch keinen Führerschein“, lacht er und fügt hinzu: „Innsbruck bleibt unvergesslich. Da haben auch wir Abfahrer im Olympischen Dorf gewohnt und sind alle gemeinsam vor 60.000 Zuschauern ins Bergiselstadion einmarschiert – das war schon ein einmaliges Erlebnis“, so der vierfache Olympiateilnehmer, der nach wie vor sportlich aktiv ist. „Ich fahre auch heute noch gerne Ski oder unternehme Skitouren. Im Sommer bin ich vermehrt am Golfplatz unterwegs. Nur Tennis spielen geht aufgrund einer Schulterprothese nicht mehr, aber das habe ich eh nie gscheid gekonnt“, lacht Jimmy. Woher sein Spitzname kommt, weiß er bis heute nicht. „Auf alle Fälle aus meiner Zeit in der Skihauptschule in Neustift. Vielleicht gab es da zu viele Antons. Irgendwann hat jemand ‚Jimmy‘ gesagt, das ist mir geblieben.“

Geboren 1958 in Lienz, aufgewachsen in Prägraten (Osttirol). Er besuchte die Skihauptschule Neustift im Stubaital und später die Skihandelsschule in Waidhofen an der Ybbs, wo er seine spätere Frau kennenlernte.
Größte Erfolge: Vierfacher Olympiateilnehmer, Olympia-Abfahrtsbronze 1984 in Sarajevo, WM-Kombi Bronze 1982 in Schladming, fünf Weltcupsiege (2 x Abfahrt, 3 x Kombination)
Seit 1988 ist er Inhaber der Steiner Leitschienenmontage und Sonderproduktionen in Waidhofen, wo er bis heute als Geschäftsführer tätig ist.

Olympia ist der Wettkampf, auf den Spitzensportler jahrelang hinarbeiten –und der in vielen Sportarten in wenigen Minuten entschieden wird. Der Druck ist enorm. Warum er dennoch kein Gegner, sondern ein Privileg sein kann, erklärt Sportwissenschaftler und Mentaltrainer Patrick Bernatzky.
Text: Markus Wechner

Wenige Minuten entscheiden über Sieg oder Niederlage.
Vollste Konzentration am Start, ein letzter Blick ins Gelände, ein tiefer Atemzug. Und dann kommt dieser eine Moment, der größer ist als alle zuvor: Olympia. Für viele Athleten ist es wohl der wichtigste Augenblick ihrer Karriere. „Die zeitliche Dimension ist hier
ausschlaggebend“, sagt Mentalcoach Patrick Bernatzky. Nur alle vier Jahre finden Olympische Spiele statt, viele sind nur ein- oder zweimal dabei. Diese Einzigartigkeit verleiht dem Wettkampf eine Bedeutung, die psychologisch kaum vergleichbar ist. Während ein siebter Platz im Weltcup ein Erfolg sein kann, gelten bei Olympia andere Gesetze. „Hier zählen insbesondere Medaillen“, so Bernatzky. Diese radikale Ergebnisorientierung verstärkt den inneren Druck. Der Skisport ist hierbei ein Paradebeispiel: ein oder zwei Läufe, oft unter zwei Minuten, kein Raum für Fehler. „Im Fußball oder Tennis kann es mehrere Höhen und Tiefen geben, beim Ski-

ZUR PERSON
Patrick Bernatzky ist Sportwissenschaftler und Mentaltrainer. Zudem leitet er das Österreichische Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS) als Geschäftsführer.

Was wir vom Spitzensport in den Alltag mitnehmen können:
Sechs bis acht Atemzüge pro Minute und dabei länger aus- als einatmen – das beruhigt.
Beim Ausatmen bewusst Negatives „loslassen“, beim Einatmen Energie und Ruhe „aufnehmen“.
(nach David Steindl-Rast)
Stop: Kurz innehalten, bewusst atmen und bei sich sein.
Look:
Fokus auf: „Was ist jetzt zu tun? Was brauche ich jetzt?“
Go: Entscheidung treffen und mit entschlossener Körpersprache handeln.
Es geht nicht darum, Druck oder Gedanken zu vermeiden. Entscheidend ist, sie zu erkennen, zu akzeptieren und so herauszufiltern, was es jetzt braucht.

„Druck ist wichtig.
Er reguliert das Erregungslevel.“
Patrick Bernatzky
springen oder bei der Abfahrt nicht“, erklärt Bernatzky. „Druck verschwindet nicht auf dem Weg zur Spitzenleistung – man lernt, mit ihm zu wachsen.“
Laut dem Sportwissenschaftler ist der Druck dabei sowohl von innen als auch von außen induziert. Medien, Fans und Umfeld transportieren Erwartungen. „Sportler müssen lernen, nicht mit Erwartungshaltungen zu arbeiten, sondern sich zu überlegen, mit welcher Haltung sie an die Sache herangehen wollen.“ Entscheidend sei jedoch nicht der Druck an sich, sondern die Bedeutung, die ihm zugeschrieben wird. „Druck ist wichtig.
Er reguliert das Erregungslevel. Wenn ich Druck spüre, bin ich meist auf dem richtigen Weg.“ Für Bernatzky ist dieses Gefühl kein Feind, sondern ein Signal dafür, sich diesen einen Moment erarbeitet zu haben. Und auch ein Gefühl, das eine gewisse Lust mit sich bringt. „Natürlich gehört es auch dazu, dass ein Sportler die Medaille will und sich das auch zutraut“, so Patrick Bernatzky. Man solle sich dann aber auf konkrete einzelne Schritte konzentrieren, die man selbst beeinflussen und kontrollieren kann.
Unmittelbar vor dem Start gilt es, das innere Gleichgewicht zu finden. „Manche werden zu nervös, andere fast zu ruhig.“ Gedanken spielen dabei eine zentrale Rolle. Mentale Stärke bedeute nicht, negative Gedanken zu vermeiden, sondern sie wahrzunehmen und bewusst loszulassen. „Entscheidend ist, welche Botschaft ich mit meiner Körpersprache an mein Gehirn sende. Bin ich verkrampft oder präsent?“ Das lasse sich trainieren. Viele Athleten arbeiten mit klaren Routinen, Vi-
sualisierungen und Selbstinstruktionen. Sie erkennen an kleinen Nuancen, wie Haltung, Atmung oder Körperspannung, ob sie im richtigen Zustand sind. „Die entscheidende Frage lautet: Wen schicke ich ins Rennen?“, erklärt Bernatzky. „Den Zweifelnden oder den Entschlossenen?“ Mentales Training sei keine Zauberei, betont er, sondern Arbeit an Routinen und Fokus auf die Aufgabe sowie kontinuierliche Reflexion. Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern insbesondere der nächste Schritt in der eigenen Entwicklung. Diese Haltung stärkt die Selbstwirksamkeit und ist die Basis von Selbstvertrauen.
Bernatzky nutzt auch die Metapher der Slackline. Olympia sei dabei eine hoch über dem Tal gespannte Highline. Die Aussicht spektakulär, das Gefühl einzigartig. Doch egal, ob einen oder hundert Meter über dem Boden,
„Druck verschwindet nicht auf dem Weg zur Spitzenleistung – man lernt, mit ihm zu wachsen.“
Patrick Bernatzky

Am Start geht es um den Balanceakt zwischen Anspannung und Ruhe.
jeder Schritt erfordert Fokus. Negative Gedanken dürfen aufkommen, auch die an die Tiefe. „Man darf aber nicht an ihnen festhalten.“ Der Wettkampf müsse auch als Energiequelle verstanden werden, nicht als etwas, das überstanden werden muss, sondern als Moment, der Wachstum ermöglicht und Freude bereitet. Am Ende geht es um die Erfahrung, auch unter hohem Druck handlungsfähig geblieben zu sein – eine Erfahrung, die Sportler trägt. Auch weit über Olympia hinaus.
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Ihr Peter Berger


Zwischen Weltcup, Social Media und Star-Rummel bleibt die ÖSV-Athletin bodenständig –und genießt genau das.
Julia, deine Saison liest sich wie ein modernes Märchen. Wann hast du realisiert, dass sich gerade etwas Großes entfaltet? Realisiert sicher einfach auch von Rennen zu Rennen, wo es dann auch bei weiteren Rennen gut funktioniert hat. Wenn du dann echt öfter am Stockerl bist, dann denkst du irgendwann, hey cool, jetzt passt es endlich.
Mit welchen drei Worten würdest du deine Saison bis jetzt beschreiben? Selbstvertrauen, Fokus und Spaß.
Hat sich emotional etwas daran verändert, wie du deine Siege erlebst – seit deinem ersten Weltcupsieg in Sölden? Der erste Sieg in Sölden war schon sehr speziell. Es war ein bisschen wie ein Fiebertraum. Da wusste ich nicht genau, was passiert ist. Die letzten Siege waren normaler. Am Start habe ich schon gewusst, okay, wenn ich meine Leistung bringe,
Im vergangenen Sommer hatte Julia die Möglichkeit, bei einem gemeinsamen Pressetermin den F1 Weltmeister Max Verstappen zu treffen.


dann könnte sich das wieder gut ausgehen. Und dann war das nicht mehr so eine Überraschung, sage ich mal. Und von dem her hat sich das, glaube ich, schon halbwegs eingespielt.
Apropos Emotionen: Ist deine Sektduschen-Routine auf dem Podium mittlerweile schon auf Max-Verstappen-Level? Auf Verstappen-Niveau würde ich nicht behaupten, aber da muss ich zugeben, ich habe jetzt zu Silvester noch einmal mit Freunden geübt. Da haben wir wirklich einiges an Material gebraucht. Und ich denke, jetzt beim nächsten Rennen hoffentlich geht es auch gut aus, dass ich es machen darf. Das schaut dann besser aus wie in der Vergangenheit.
Nach deinen Siegen in dieser Saison bist du definitiv einer der Stars im Skizirkus. Spürst du das selbst, nicht nur bei Ren-
nen, sondern auch im Alltag abseits der Piste? Keine Frage, die Aufmerksamkeit ist natürlich gewachsen, aber das sehe ich sehr positiv. Das ist auch was Schönes, der Lohn für die ganze Arbeit. Und von dem her, ja. Es ist jetzt sicher anders als davor, aber nach wie vor ist es trotzdem im Rahmen. Ich kann auch noch einige Sachen ganz entspannt machen und es passt sehr gut so.
Du bist aktuell auch abseits der Skipiste sehr präsent: sehr aktiv auf Social-Media, Teil von Kampagnen deines Sponsors Rauch – und im Jänner hast du von einem riesigen Plakat über Wien gestrahlt. Wie gefallen dir diese Aspekte deines Jobs? Ja, es macht mir definitiv Spaß. Es gehört dazu, und ich glaube, wenn man daran Spaß findet, dann ist alles umso schöner. Die Welt hat so viel zu bieten, und gerade jetzt, wenn sich einige Türen öffnen,
ist es schön, dass ich gewisse Sachen so machen darf. Es ist alles nicht selbstverständlich und ich genieße es sehr, und es macht mir sehr viel Spaß.
Ist Fashion ein Thema für dich? Fashion ist definitiv Thema. Ist auch ein bisschen so eine kleine Leidenschaft, würde ich behaupten. Da ein bisschen in eine andere Welt eintauchen zu dürfen. Generell mein Stil ist schon eher Street-Style, Baggy, aber sich gerade elegant anzuziehen für den passenden Zweck, ist schon etwas Schönes.
Julia Scheib in der Vogue – Fantasie oder zukünftiges Kapitel? Hoffentlich nächstes Kapitel. Wäre natürlich ein Meilenstein. Aber man darf schon träumen, und von dem her schauen wir, was noch so passiert.
Du bist aktuell sicher ein großes Vorbild für viele Kinder, die einmal bei einem Weltcuprennen auf dem Podest stehen wollen. Wer war dein erstes großes Vorbild? Und gibt es heute noch Sportler:innen oder Persönlichkeiten, die du bewunderst und von denen du dir etwas abschauen kannst? Wenn ich zurückdenke, natürlich, als ich gerade noch im Kindesalter war, Jugend, war einfach die größte Skifahrerin damals Lindsey Vonn. Das ändert sich mit der Zeit. Natürlich die letzten Jahre, Brignone, impressive. Bei jedem Rennen so abzuliefern und Skifahren zu zeigen, wahnsinnig. Mikaela Shiffrin, braucht man nicht reden. Ich glaube, wenn wer über 100 Weltcup-Rennen gewinnt, das heißt wirklich was. Und so verändert sich das auch ein bisschen mit der Zeit. Von dem her gibt es schon einige, wo man sich schon noch etwas abschauen kann.
Wenn du jungen Menschen einen einzigen Gedanken mitgeben könntest, welcher wäre das? Sich selbst treu zu bleiben. Oft verstellt man sich grundlos für andere und das braucht es überhaupt nicht. Man ist gut genug, so wie man ist.
Welche Rolle spielt Genuss in deinem Leben? Ja, schon eine große, gerade die kleinen Momente, wie man das genießen kann, gerade in einer stressigen Zeit. Es wird alles ein bisschen stressiger und da gibt mir das schon enorm viel. Das man da wieder abschalten kann mit den wirklich kleinen Dingen im Leben, und sei es ein kleines gutes Frühstück, wo man sich vielleicht ein paar Minuten mehr Zeit nimmt.
Zurück zum Skifahren: Viele Menschen sehen vor allem die Erfolge. Was ist eine unsichtbare Herausforderung im Ski-Weltcup, über die kaum jemand spricht? Ja, es ist schon einiges. Es ist einmal das ganze Reisen, die Reisestrapazen. Dann natür-

Das harte Training im vergangenen Sommer zahlt sich bislang definitiv aus.
lich sollte man sich fast das ganze Jahr fit fühlen oder fit sein, was natürlich auch eine riesige Challenge ist, dass man da gesund durch eine Wintersaison kommt.
Man hat es nicht nur selber in der Hand, es ist dann schon wichtig, ein gutes Team zu haben, wo man sich gut aufgehoben fühlt.

Julia strahlte den ganzen Januar von einer 28 x 13 m Werbefläche direkt am Donauufer in Wien.
Im Grunde sind es Punkte, wo man schon weiß, dass es wichtig ist. Aber alles zusammen macht es eigentlich so schwierig.
Was hast du über dich selbst gelernt, das dir kein Trainer hätte beibringen können? Mehr ist nicht mehr. Manchmal ist ein Schritt zurück sehr gut. Den darf jeder machen. Jeder soll sich mal Zeit nehmen. Das habe ich für mich so herausgefunden. Es schadet nie.
Gab es einen Moment in deiner Karriere, der dich emotional stärker geprägt hat als jeder Sieg? Ja, definitiv die ganzen Rückschläge. Ich denke, von einer Niederlage oder einem Rückschlag lernt man mehr als von einem Sieg. Da hat es Zeiten gegeben, die haben mich schon sehr geprägt und die haben mich sicher stärker gemacht.
Wer bringt dich zuverlässig zum Lachen? Die Haaser Ricci, die ist so lustig, Meisterin im Dialekt nachmachen. Die bringt wirklich so viel Freude ins Team, und schön, dass sie wieder mit dabei ist, von der Verletzung zurückgekommen und in jeder Hinsicht schon eine Bereicherung für das Team.
Und zum Abschluss: Welche Schlagzeile möchtest du in dieser Saison noch über dich lesen? Scheib räumt ab.
Vielen Dank für das Gespräch.
Die Schneefallgrenze sinkt, während die Vorfreude auf unverspurte Hänge steigt. Für Powder-Fans gibt es auch in der kommenden Skitouren-Saison eine Menge spannender Produkte, die mehr Spaß, Komfort und Sicherheit im Gelände versprechen.
Text: Steffen Kanduth


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Am 27. Februar wagen sich erstmals auch die weltbesten Kombinierer über den Monsterbakken in Bad Mitterndorf. Zudem bieten die „ÖSV-Adler“ in zwei Skiflug-Konkurrenzen Weitenjagd vom Feinsten.
Text: Bernhard Foidl

Heuer dürfen sich die Skiflug-Fans gleich auf drei Weltcupbewerbe am Kulm freuen. Neben den Skispringern (im Bild Jan Hörl) sind erstmals auch die Nordischen Kombinierer um Johannes Lamparter in Bad Mitterndorf dabei!

Sportgeschichte wurde am Kulm schon oft geschrieben. Ende Februar wird dieser ein weiteres Kapitel hinzugefügt. In Bad Mitterndorf wird zum ersten Mal ein SkiflugWeltcupbewerb im Rahmen der Nordischen Kombination über die Bühne gehen. Im Individual Compact werden nur die besten 40 Springer startberechtigt sein. Der Sprungsieger startet dann im Auslauf der Skiflugschanze (Start-Ziel-Bereich) als Erster in die 1,25 km lange Langlaufrunde, die es sechsmal zu absolvieren gilt. Knapp dahinter – mit fixen Zeitabständen von sechs Sekunden bis max. 1:30 Minuten – geht das Verfolgerfeld ins Rennen. „Aufgrund der kurzen, selektiven Strecke mit vielen Kurven und einem knacki-
gen Anstieg mit einer Maximalsteigung von 24 Prozent wird dieser Bewerb sehr spannend. Da gibt es nur Vollgas und volle Konzentration“, freut sich der OK-Verantwortliche Christoph Prüller auf das Premieren-Format. Tags darauf verwandeln Österreichs Top-Adler um Stefan Kraft, Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Stephan Embacher den Kulm in ein rot-weiß-rotes Fahnenmeer. Die Weitenjagd im steirischen Skiflug-Mekka steht seit Jahrzehnten für Begeisterung, Emotionen und sportliche Höchstleistungen. Wenn es Ende Februar „Schanze frei“ heißt, dürfen sich Tausende Fans aus aller Welt am legendären Kulm auf ein unvergessliches Flugfest freuen – mit Weiten jenseits der 240-Meter-Marke.
Freitag, 27.02.2026
Individual Compact Skifliegen (Start 10:00 Uhr) Langlauf (Start 16:00 Uhr)
Samstag, 28.02.2026
Weltcup Skifliegen Herren (Start 13:30 Uhr)
Sonntag, 01.03.2026
Weltcup Skifliegen Herren (Start 13:30 Uhr)
Tickets und weitere Infos:
ALDIANA Club Salzkammergut und Grimming Therme:
Während des Viessmann FIS Skisprung Weltcups Kulm 2026 in Bad Mitterndorf (27.02.-01.03.2026) ist der Aldiana Club Salzkammergut erneut das offizielle Quartier der Skispringer.
In unmittelbarer Nähe zur Skiflugschanze und mit direktem Zugang zur Grimming Therme bietet der Club ideale Voraussetzungen für Athleten und Gäste gleichermaßen. Nur wenige Autominuten vom Kulm entfernt gelegen, überzeugt der Aldiana Club Salzkammergut mit neuen stylischen Zimmern, ausgezeichneter Kulinarik und optimalen Trainings- und Regenerationsmöglichkeiten. Zwischen Wettkämpfen, Medienterminen und Trainingseinheiten finden die Sportler hier Ruhe, Komfort und professionelle Infrastruktur – von der Therme bis zum Fitnessbereich.
LANGLAUFGENUSS DIREKT VOR DER TÜR – LOIPENPASS INKLUSIVE* Langlaufbegeisterte starten direkt vom Club aus ins weitläufige Loipennetz von Bad Mitterndorf. Nach einem ausgiebigen Frühstück steht dem ersten Gleiten
Direkter Einstieg in das Langlaufnetz

Entspannen mit Blick auf den Grimming

durch die winterliche Landschaft nichts im Weg. Nach aktiven Stunden mit beeindruckendem Blick auf das Grimmingmassiv sorgt die Grimming Therme mit ihren Thermalbecken und vielfältiger Saunalandschaft für wohltuende Erholung. So beginnt jeder neue Tag entspannt und voller Energie.
STEIRALAUF PRESENTED BY GRIMMING THERME
Am 30. und 31. Jänner 2026 wurde Bad Mitterndorf erneut zum Zentrum der Langlaufszene: Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich beim größten Volkslanglauf Österreichs den Bewerben, auch der Nachwuchs zeigte beim Kids Race sein Können. Ein Highlight waren die Tipps von Skisprunglegende Andreas Goldberger. Zeitgleich fanden von 24. bis 31. Jänner 2026 die Langlauf-Tage im Aldiana Club Salzkammergut mit Erfolgstrainer Tobias Angerer und Weltcup-Gesamt-
sieger Trond Nystad statt. Sie trainierten Langlaufbegeisterte aller Leistungsstufen, ergänzt durch einen Olympia Talk mit ZDF-Sportjournalist Heiko Klasen.
ZEHN ALDIANA CLUB RESORTS
Die Aldiana Familie gibt es jedoch nicht nur in Österreich, sondern auch in Italien, Spanien, Zanzibar, Ägypten und Tunesien. Ob Strand oder Berge, Entertainment oder Entspannung - Aldiana
Andreas Goldberger, Markenbotschafter

Gemeinsam aktiv in der hauseigenen Sporthalle

ANGEBOTE
ALDIANA CLUB SALZKAMMERGUT & GRIMMING THERME
LANGLAUFEN & ENTSPANNEN
• Loipenpass inklusive*
• Halbpension PLUS
• Eintritt in die GrimmingTherme inklusive
• Direkter Zugang zum Langlaufloipennetz
• Kinderbetreuung ab 2 Jahren
Ab € 213,– pro Person/Nacht

AKTIVER URLAUB FÜR
DIE GANZE FAMILIE IN OBERÖSTERREICH
FERIEN IN OBERÖSTERREICH & DER STEIERMARK
16.–22.02.2026
• Club Ampflwang
3 Nächte, ab € 399,-
• Club Salzkammergut
3 Nächte, ab € 640,-
• Club Hochkönig
3 Nächte, ab € 810,-
• Club Schlanitzen Alm
7 Nächte, ab € 2.913,-
pro Person, 3 bzw.
7 Nächte, eigene Anreise
Kinderpreise verfügbar bei Angebotskonfiguration
bedeutet Urlaub unter Freunden, ganz gleich, wo auf der Welt. Die Marke setzt auf durchgängige Qualität und Standard für ihre langjährigen Stammgäste und auch Neukunden.
Der Aldiana Club Rocca Nettuno Calabria präsentiert sich in der kommenden Sommersaison umfassend modernisiert. Gäste dürfen sich auf renovierte Zimmer sowie zusätzliche Swim-Up-Zimmer freuen. Auch die öffentlichen Bereiche erhalten ein frisches Erscheinungsbild: Eine überdachte und neu möblierte Restaurantterrasse, eine neue ConnectBar, ein zusätzlicher Relax Pool mit Bar sowie eine neu gestaltete Piazza sorgen für noch mehr Aufenthaltsqualität. Der Beachclub wird mit neuem Design und modernem Mobiliar aufgewertet und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Stylische Clubanlage an der Küste Kalabriens
Wer sportliche Herausforderungen liebt und auch im Urlaub sein Training nicht auslassen möchte, findet im Aldiana Club Ampflwang optimale Bedingungen für die ganze Familie. Während die Kinder im 500 m² großen Indoor-Spielpark aktiv sind, nutzen die Eltern das vielfältige Sportangebot – von Basketball und Tennis über Cycling-Kurse bis hin zu Personal Training mit professioneller Betreuung. Der hauseigene Welldiana Spa-Bereich mit Angeboten wie Physiotherapie unterstützt gezielte Regeneration nach dem Sport. Kulinarische Vielfalt mit Vollpension Plus und frisch renovierte Zimmer ergänzen das sportliche Angebot.
* Reisende erhalten den Loipenpass für ihre Aufenthaltsdauer jeweils um den Anreisetag reduziert (2 Nächte = 1 Tag Pass, 5 Nächte = 4 Tage Pass, 7 Nächte = 6 Tage Pass etc.). Der Pass wird jeweils für aufeinanderfolgende Tage ausgestellt. Ein Splitten von Tagen/ Kontingenten ist nicht möglich.
ALDIANA ÖSTERREICH HOCH VIER
In Österreich gibt es aktuell vier Aldiana Club Resorts in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark, wobei jedes seine speziellen Highlights hat. Welcher Aldiana Club passt zu dir?
Aldiana Management GmbH Neuhofen 183, 8983 Bad Mitterndorf
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Skifahren macht nicht nur Spaß, es fordert und fördert auch die Koordination, Konzentration und geistige Flexibilität.


Was zunächst wie eine zugespitzte Frage klingt, lässt sich aus neurowissenschaftlicher Sicht klar beantworten. Bewegung beeinflusst nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Alterung des Gehirns. Kaum eine Sportart fordert den Kopf dabei so umfassend wie das Skifahren.
Text: Alexandra Schallhart
Die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird gesteigert, wenn Menschen regelmäßig Sport treiben“, erklärt Neurowissenschaftler Martin Korte. Bewegung verbessere nicht nur Kreislauf und Muskulatur, sondern vor allem die Durchblutung des Gehirns. Das sei entscheidend, denn obwohl das Gehirn nur rund 2 Prozent des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es etwa 20 Prozent der Energie und des Sauerstoffs im Blut. „Eine bessere Durchblutung des Gehirns hat daher unweigerlich einen enormen Effekt auf seine Leistungsfähigkeit“, führt Korte aus.
Besonders groß ist dieser Effekt in jungen Jahren. Bewegungsreize sind zugleich Entwicklungsreize für das sich formende Gehirn. Kinder und Jugendliche, die sich viel bewegen, entwickeln besser vernetzte Gehirnstrukturen und verfügen dadurch über eine höhere Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Gleichzeitig wirkt Bewegung lebenslang: Sie verlangsamt Alterungsprozesse im Gehirn und kann das Risiko neurodegenerativer Erkrankungen senken. „Man altert langsamer, wenn man sich regelmäßig bewegt“, betont Korte.

„Man altert langsamer, wenn man sich regelmäßig bewegt.“
Martin Korte ist seit 2004 Professor für zelluläre Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig. Er erforscht Mechanismen von Lernen und Gedächtnis und welche Faktoren das Lernen und den Erhalt des Gehirns besonders fördern.
EINE DER KOMPLEXESTEN BEWEGUNGSFORMEN
Nicht jede Sportart fordert das Gehirn gleichermaßen. Skifahren nimmt laut Korte eine besondere Stellung ein: „Es ist eine intensive sportliche Tätigkeit, die viele Muskeln im gesamten Körper beansprucht.“ Neben Beinen und Armen sind auch Bauch-, Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur permanent aktiv. Je mehr Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten, desto stärker ist der Effekt auf das Gehirn. Arbeitende Muskeln setzen Wachstumsfaktoren frei, die nicht nur das Muskelwachstum fördern, sondern auch im Gehirn wirken. Korte beschreibt sie als eine Art biologischen Dünger für Nervenzellen, der die Vernetzung verbessert und ihre Überlebens-

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„Skifahren ist eine freudebereitende, motivationssteigernde Tätigkeit, die Gehirne fordert, fördert und ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig erhöht.“
Martin Korte
fähigkeit erhöht. Hinzu kommt der hohe koordinative Anspruch: Schwünge müssen geplant, das Gleichgewicht gehalten und auf andere Wintersportler auf der Piste muss permanent geachtet werden. Laut Martin Korte ist der Anspruch an die Koordinationsfähigkeit beim Skifahren deutlich erhöht.
Besonders intensiv wird beim Skifahren der Stirnlappen trainiert. Das ist jener Bereich im Gehirn, der für Konzentration, Planung und geistige Flexibilität zuständig ist. „Man muss sich beim Skifahren deutlich mehr konzentrieren als etwa beim Joggen oder Radfahren“, sagt Korte. Gerade bei höherem Tempo müssen Sinneseindrücke schnell verarbeitet und in Handlungen umgesetzt werden. Das erhöht die Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, sich an neue Situationen anzupassen. Die Planung von Bewegungen und die Planung zukünftiger Handlungen finden im Gehirn in denselben Arealen statt. „Entsprechend ist Skifahren etwas, das überragend gut für das Gehirn ist“, fasst Korte zusammen.
Bewegung verändert das Gehirn nicht nur funktionell, sondern auch strukturell. Das zeigt sich speziell im Hippocampus, einer zentralen Region für Gedächtnis und Lernen. Neue Nervenzellen werden sowohl beim Lernen als auch bei Bewegungen gebildet. Beim Skifahren kommen beide Faktoren
zusammen. Zusätzlich erhöht sich die Dichte der synaptischen Verbindungen und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung nimmt zu. Das Gehirn wird somit messbar schneller.
Die Kombination aus Koordination, Geschwindigkeit und Reaktion macht laut Martin Korte Skifahren zu einem effektiven „Gehirnjogging“. Gefordert werden Konzentration, Planung, geistige Flexibilität und Selbstwirksamkeit. Also alles Fähigkeiten, die weit über den Sport hinausreichen. Besonders nachhaltig wirkt Skifahren, wenn es früh erlernt wird. Bewegungsmuster, die in der Kindheit aufgebaut werden, bleiben im Gehirn langfristig gespeichert und können auch nach langen Pausen rasch wieder aktiviert werden.
Aus neurowissenschaftlicher Sicht spricht daher vieles dafür, Skifahren nicht nur als Freizeitaktivität zu betrachten, sondern auch als Bildungsfaktor. Oder wie Martin Korte es zusammenfasst: „Skifahren ist eine freudebereitende, motivationssteigernde Tätigkeit, die Gehirne fordert, fördert und ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig erhöht.“

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Skifahren bereits im jungen Alter zu erlernen, zahlt sich besonders für die Entwicklung des Gehirns aus.

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Skifahren, Snowboarden und Spiele im Schnee standen auf dem Programm und 700 Kinder aus der Steiermark waren dabei. Herzlichen Dank an die rund 60 ehrenamtlichen Betreuer des Steirischen Skiverbandes, welche die Kinder den ganzen Tag begleiteten.
Die Kreischberg Seilbahn stellte die Liftkarten zur Verfügung, die Stadt Graz förderte den Bustransport und Verpflegung. Auch das Leihmaterial war kostenlos für alle Kinder und Lehrer. Der Steirische Skiverband und der ÖSV freuten sich, wieder Kinder für den Schnee begeistern zu können.
Prominente Besetzung beim Steirer Ski Tag 2025

Beim Steirer Ski Tag konnte wieder eine große Summe für den Nachwuchs lukriert werden.
Renate Götschl, Hans Knauß, Klaus Kröll, Lizz Görgl, Helmuth Höflehner und Mike Tritscher führten die Teilnehmer des Skitages von der Reiteralm bis zur Planai auf die legendäre Schafalm zum Einkehrschwung. Der Reinerlös der Veranstaltung geht ausschließlich in die Förderung des steirischen Skinachwuchses.

Kinderschneetag am Kreischberg hatten die Kids jede
LH Mario Kunasek besuchte das Steirische Ski Team beim Verbandssitz in Haus im Ennstal


Die steirische LSVPräsidentin Renate Götschl und Klaus Kröll (Sportkoordinator Alpin Nachwuchs) freuten sich über einen Besuch von Landehauptmann Mario Kunasek (r.)
Der Glungezer feierte Mitte Jänner eine Premiere: Zum ersten Mal machte der FIS-Weltcup der Mastersrennläufer dort Station. Unter den erfahrenen Augen des SC Volders wurden an zwei Tagen Riesenslaloms ausgetragen.
Die geballte Kraft der Tiroler FIS-Mastersrennläufer ging so gut wie geschlossen an den Start. Mit dabei die mehrfachen Weltmeister der Ü60-Klasse Josef und Paul Fuchs und Gottfried Ascher, der U60-IndoorCupsieger 2024 und 2025 Jürgen Guggenbichler sowie Tirols ältester Skirennläufer Wilfried Steiner – seines Zeichens Weltcupsieger 2024/25 der Ü90-Klasse. TSV-Mastersreferent Fritz

Tirols Mastersrennläufer überzeugten am Glungezer auf ganzer Linie.
Hell, selbstverständlich ebenso am Start, freute sich über die Erfolge des 40-köpfigen Tiroler Teams. 13 Siege, neun zweite und zehn dritte Plätze holten sich die Tiroler Masters in den Klassenwertungen. Dazu kamen in den Kategorien Über/Unter 60 m/w fünf Gesamtsiege für Anita Gstrein, Hansjörg Spitaler und Klaus Gstinig. Im März wird zudem nach längerer Zeit wieder in Österreich (Reiteralm/Stmk) eine Masters-WM über die Bühne gehen.

Fünf von sechs RSL-Podestplätzen gingen nach Tirol (v. l.): Bürgermeister von Fulpmes Johann Deutschmann, Luis Stecher und Lena Erharter, die Sieger Emilia Kirchmair und Finn Neururer, Lorena Plankensteiner und der Bayer Tobias Albl sowie LH-Stellvertreter und Sportlandesrat Philip Wohlgemuth
Spannung, Teamgeist und großartige Nachwuchsleistungen prägten das Arge Alp Skirennen Alpin 2025 im Stubaital. Rund 140 junge Athleten aus zehn Alpenregionen gingen am 13. und 14. Dezember in den Disziplinen Riesenslalom und Slalom in der Schlick 2000 an den Start. Mit einem Doppelsieg bei den Burschen (Finn Neururer vor Luis Stecher) und einem Dreifachsieg bei den Mädchen (Emilia Kirchmair vor Lena Erharter und Lorena Plankensteiner) im Riesenslalom stellten die Gastgeber ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Nach Ausfällen der Tiroler im Slalom setzte sich in der Mannschaftswertung Bayern knapp vor Tirol und Südtirol durch.


ZTrotz starkem Schneefall war das Event im Schanzenzentrum Montafon Nordic ein voller Erfolg.
um ersten Mal wurde am 10. Jänner im Schanzenzentrum Montafon Nordic ein Skispringen und Kombinationswettkampf der Löffler Mini Tournee 2025/26 in Kombination mit einem VSV Cup Skisprung ausgetragen. Bei winterlichen Bedingungen waren über 90 Athleten aus dem Allgäu, Vorarlberg und Tirol am Start und konnten sich auf drei Schanzen und im Anschluss daran auf der Langlaufloipe im Auslauf der Skisprunganlage mit ihren Konkurrenten messen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom SC Egg, alle Teilnehmer, Sportler wie Funktionäre waren begeistert. Kilian Probst, Verantwortlicher im Allgäuer Skiverband für diese Wettkampfserie, lobte die Organisation der Bewerbe sowie die perfekten Bedingungen an den Schanzen trotz starkem Schneefall: „Es war ein gelungener Auftakt dieser Kooperation unterschiedlicher Verbände und wir möchten in Zukunft die Verbindung zu Vorarlberg noch stärker forcieren.“ In den nächsten Jahren dürfen und sollen die Vorarlberger Sportler ein fixer Bestandteil der Löffler Mini Tournee werden.
Auch bei den Sportlern gab es durchwegs zufriedene Gesichter, konnten sich doch alle drei Verbände aus Tirol, Vorarlberg und dem Allgäu in den unterschiedlichen Klassen auf der Siegerliste wiederfinden.
Die oberösterreichischen Wintersporttalente konnten in allen Disziplinen überzeugen.


Bei den Alpinen waren die Bundesmeisterschaften der Ski-Mittelschulen ein Highlight. Die beiden Langlauf-Teams (Mädchen und Burschen) erreichten jeweils den hervorragenden zweiten Platz. Die alpinen Athletinnen der SkiMS Oberösterreich holten den vierten Platz, während die Burschen Vize-Bundesmeister wurden. Theresa Kefer überzeugte bei den Speed-Rennen in Hippach mit zwei Podestplätzen, Yvonne Gadola durfte über einen vierten Platz beim FISRennen Gaal jubeln und Andreas Ploier war als Elfter bei der Weltcupabfahrt in Gröden bester Österreicher.
Bei den Biathleten erreichte Rosaly Stollberger beim Juniorenweltcup in Goms im Massenstart den guten siebenten Platz. Rene Maureder wiederum sicherte sich beim Alpencup in Slowenien Platz 3 (Jugend 1). Bei den OÖ Meisterschaften gewann Marie Kniewasser im Sprint und in der Verfolgung bei den Schülern (S13).
Die Langläufer hatten in OÖ mit Schneemangel zu kämpfen, trotzdem startete Nicolas Höllwirth souverän in den Austria Cup: Sieg im Sprint und im Distanzrennen sowie Vierter in der Gesamtwertung. Matteo Schwarzinger holte einen zweiten Platz beim AC in Seefeld. Kilian Kehrer wurde beim Sprint Dritter und beeindruckte in Folge ebendort beim FESA Cup im Sprint mit Platz 14.
Bei der Snowboard Austria Challenge in Modriach gewann Niklas Graf in der Klasse Jugend 1, Schwester Elisa Graf wurde Zweite bei den Schülern I und Laurin Bäck siegte bei den Schülern I. Bei den Snowboard FIS JUN und „SBAC-Open Race“ PGS auf der Simonhöhe ging Niklas Graf erstmals auf die Jagd nach FIS-Punkten, was mit den Rängen fünf und zehn auch bestens gelang. Elisa Graf wurde beim SBAC zweimal Dritte, Laurin Bäck konnte zwei weitere Siege in der Klasse U13 einfahren.
Aushängeschild bei den Nordischen ist aktuell Kombiniererin Katharina Gruber. Die 17-Jährige kürte sich mit ihrem Triumph in Trondheim zur jüngsten Weltcupsiegerin der Geschichte und ließ noch weitere Top-10-Plätze folgen. Skispringerin Julia Mühlbacher war beim Weltcup in Villach Sechste, in Ljubno Vierte und verhalf dem MixedTeam in Lillehammer und Klingenthal zu den Rängen drei und sechs. Der Nachwuchs zeigte hingegen beim LC in Hinzenbach groß auf.
Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung wurde in einer Pressekonferenz der Plan für das „Leistungssportzentrum Spittal GoldEck“ präsentiert. Konkret entsteht am Standort der Fritz-Strobl-Skimittelschule und der Polytechnischen Schule in Spittal an der Drau ein Campus für Bildung und Spitzensport mit einem eigenen Internat und dem Schwerpunkt Skisport. Eine duale Ausbildung mit dem Schulsportleistungsmodell Kärnten und in Zusammenarbeit mit dem BORG Spittal soll den Spitzensportlern auch Perspektiven und Sicherheit für die Zeit nach der Karriere geben. Das Projekt geht jetzt in die Detailplanung, soll im Herbst starten und in eineinhalb bis zwei Jahren abgeschlossen sein.
Das Leistungssportzentrum hat auch einen guten sozialen Aspekt. Durch die Aufhebung der Schulsprengel für Mittelschulen können Familien nun auch abseits des Wohnortes eine Schule wählen, die das Talent des Kindes entsprechend fördert.

V. l.: LSVK-Generalsekretär Hanno Douschan, LSVK-Präsident Dieter Mörtl, Nachwuchstalent Paula Anderwald, UNIQA-Landesdirektor Dr. Johannes Kuschnig, LSVK Sportlicher Leiter Alpin Christian Walder
Der Kärntner Landesskiverband und UNIQA setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und verlängern ihre bestehende Partnerschaft. Mit der Vertragsverlängerung bekräftigt UNIQA ihr langfristiges Engagement für den Kärntner Skinachwuchs – insbesondere durch die weitere Unterstützung des Kärntner Kindercups.
„Die Kooperation ist ein klares Bekenntnis zur Förderung des Nachwuchses, zur Verantwortung

V. l.: Peter Petscharnig (Obmann SSLK), LR Peter Reichmann, Bgm. Dieter Mörtl (Präsident Landesskiverband), LH Peter Kaiser, Erich Huber (Direktor BORG Spittal/ Drau), LH-Stv. Martin Gruber, Reinhold Pobaschnig (UA Kommunales Facility Management), LT-Abg. Gerhard Köfer (Bgm. Spittal/Drau), Alfred Hopfgartner (Sportlicher Leiter MS Spittal), Isabella Penz (Bildungsdirektorin), Arno Arthofer (Landessportdirektor)
Meghann Wadsak zeigte mit großartigen Leistungen beim Weltcup in Ljubno (SLO) auf. Die erst 18-jährige Wiener Stadtadlerin konnte an den beiden Wettkampftagen die Plätze 26 und 25 einfliegen und damit wertvolle Weltcuppunkte mit nach Hause nehmen. Sie ist damit die erste Wiener Athletin, die sich an zwei aufeinanderfolgenden Weltcups in den Top 30 klassieren konnte.

für die Zukunft und schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, um Teamgeist zu stärken, Talente zu entwickeln und Gesundheit zu leben. Genau diese Werte bilden die Basis für eine mögliche spätere Profikarriere, wie es auch die Erfolge von unserem UNIQA-Testimonial Marco Schwarz und zahlreicher Kärntner Athleten in den letzten Jahren beweisen“, betont Dr. Hannes Kuschnig, Landesdirektor der UNIQA Insurance Group AG. Auch LSVK-Präsident Dieter Mörtl unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: „Mit der Vertragsverlängerung setzen beide Partner ein starkes Zeichen für Kontinuität, Vertrauen und die gemeinsame Vision, den Skisport in Kärnten nachhaltig zu stärken. Die Zusammenarbeit mit UNIQA geht weit über klassisches Sponsoring hinaus und soll vor allem im Nachwuchsbereich neue Akzente setzen.“

Die Wiener Boardercrosser rund um Louis und Josefine Lange sowie Samuel Gruber zeigten tolle Leistungen.
Die Pitztal Open 2025 waren nicht nur ein spannendes Event, sondern auch ein wichtiges Testfeld für die Athleten, um sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Trotz der herausfordernden Bedingungen und starker Konkurrenz konnten sich die Wiener Athleten beweisen. So kämpften sich Louis Lange und Samuel Gruber bis ins Halbfinale, Josefine Lange sogar bis ins Finale, wo sie nach einem Sturz ihre Konkurrentin nicht mehr einholen konnte. Wir gratulieren zu den tollen Leistungen!
Nach den Weihnachtsferien starteten unsere Alpinvereine wie schon im Jahr zuvor mit dem gemeinsamen Abendtraining. Die primär für Kinder- und Schülerläufer gedachten Einheiten finden wöchentlich dienstags in St. Corona in der Wexl Arena (Fokus SL) und donnerstags am Südhang am Semmering statt (Fokus RSL). Die Trainings werden dabei wechselweise von unterschiedlichen Vereinen des Wiener Skiverbands bespielt.
Zu Saisonbeginn bestätigte Thomas Volgger seine führende Position in der Stehend-Klasse der Para-Skisportler: Er belegte beim Weltcupauftakt in Steinach am Brenner die Plätze 3, 4 und 6. Beim Weltcup in Santa Caterina war er in der ersten Abfahrt Fünfter, tags darauf verdrehte er sich leider das Knie. Bei der Untersuchung in der Privatklinik Rum stellte sich die Verletzung als fatal heraus: Riss des vorderen Kreuzbandes, dazu Knorpelund Meniskusschaden. Eine Operation folgte, die Saison war damit vorbei. In der Saison 2024/25 hatte sich der gelernte Bäcker in der Elite etabliert, in Bardonecchia seinen ersten Weltcupsieg errungen und in Maribor war er WM-Vierter im Slalom geworden. Der Pinzgauer hat nun die Saison 2026/27 im Visier.

Das Finale der Vierschanzentournee brachte dem SC Bischofshofen ein Jubiläum: Zum 75. Mal wurde der traditionelle Wettbewerb ausgetragen. Zweimal musste die Pongauer Springermetropole als Ersatz für Innsbruck einspringen, einmal musste man aus Schneemangel selbst ausweichen. Das Finale der Tournee 1955/56 fand auf der Zinkenschanze in Hallein-Dürrnberg statt. In der Bilanz der Salzburger Weltcupveranstaltungen nimmt Bischofshofen mit 48 Wettkämpfen den zweiten Platz ein. Nummer 1 ist Bad Gastein mit 86 SnowboardRennen. Die eifrigsten Alpin-Veranstalter sind bisher Saalbach Hinterglemm (42 Rennen), Zauchensee (39) und Flachau (38).
Eine der stärksten Läuferinnen des SLSV in den 1960er- Jahren feierte jüngst ihren 80. Geburtstag: Traudl Eder aus Mittersill, verheiratete Reinstadler, gehörte einige Jahre der Nationalmannschaft an und schaffte es 1964 in die Olympiamannschaft, kam aber nicht zum Einsatz. In großen Rennen sammelte sie zweite Plätze, u. a. in Abetone, Crans Montana, Morzine, Zermatt und Aare. 1966 trat sie zurück. Die schwärzeste Stunde ihres Lebens erlebte sie 1991: Ihr Sohn Gernot kam im Training für die Lauberhorn-Abfahrt im Zielschuss so schwer zu Sturz, dass er später im Krankenhaus verstarb.

WDas Siegerteam der diesjährigen Promi Ski Challenge gemeinsam mit LSVNÖPräsident Wolfgang Labenbacher (l.) und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (4. v. l.)
enn Promis, Nachwuchstalente und Weltcup-Feeling aufeinandertreffen, dann ist es wieder Zeit für die Promi Ski Challenge am Semmering. Am 28. Dezember 2025 ging die Challenge im Rahmen des alpinen Damen-Skiweltcups am Hirschenkogel über die Bühne – und sorgte einmal mehr für jede Menge sportliche Highlights und gute Laune.
Am Westhang schnallten zahlreiche bekannte Persönlichkeiten gemeinsam mit Sponsoren und Partnern die Skier an. Dabei stand nicht der reine Speed im Vordergrund, sondern Teamwork: Gefahren wurde ein kurzer Riesentorlauf, gewertet wurden jene drei Teammitglieder, deren Laufzeiten am nächsten beieinanderlagen.
Mit dabei waren unter anderem Michi Dorfmeister, Marlies Schild, Marc Digruber, Toni Pfeffer, Claudia Lösch, Johannes Aigner mit Guide Nico Haberl, Manfred Stohl, Christoph Schmölzer, Matthias Göth, Nina Murn sowie zahlreiche Vertreter aus Musik, Medien und Öffentlichkeit wie Leo Aberer, Alexander Rüdiger, Georg Mayrhofer, Christopher Dengg, Heribert Kasper oder Lydia Kelovitz. Für die perfekte Moderation sorgte Franz „Franky“ Kramml. Zudem wurden Teilnehmer und Gäste mit dem Stand von Maxi Nutrition optimal versorgt.
Ein besonderes Highlight: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Landeshauptfrau-Stv. und aktiver Teilnehmer Udo Landbauer waren bei der Siegerehrung dabei. Beide nutzten die Gelegenheit, die wichtige Arbeit mit Nachwuchssportlern hervorzuheben.
Die Promi Ski Challenge steht für Begeisterung am Skisport, persönliche Begegnungen und vor allem für ein gemeinsames Ziel: die Förderung des niederösterreichischen Skinachwuchses. Nach dem Event wurde dann gemeinsam beim Damen-Nachtslalom mitgefiebert – ein perfekter Ausklang eines gelungenen Tages. Besonderen Dank möchten wir unseren Sponsoren und Unterstützern der Promi Ski Challenge aussprechen: Sportland NÖ, NV – Die Niederösterreichische Versicherung, Raiffeisen, Kronen Zeitung, Bergbahnen Semmering, Gemeinde Semmering, WSV Semmering und dem USC Lilienfeld für die Durchführung des Rennens.
Das gelungene Event sorgte bei allen Teilnehmern für eine ausgelassene Stimmung.

Olympiaort 2026 (ital.)
öst. Super-GOlympiasiegerin (Andrea)
öst. Olympiamedaillegewinner im Skispringen (Gregor)
Olympiaort v. 1984
Init. d. ehem. öst. Skirennläufers Trinkl
Abk.: Bank Identifier Code von Olympia 1972 ausgeschlossener Skifahrer (Karl)
mehrf. nord. WM-Ort in Finnland ital.: Gold
Olympiaort v. 1956
öst. SnowboardOlympiasieger (Benjamin)
kindlich, arglos
Abk.: Emergency Room
schwimmendes Signalzeichen
Veranstaltung
Vorn. d. ehem. öst. Skirennläufers Resch
Vorn. d. ehem. norw. Kombinierers Elden
Entscheidung, Endspiel
Abk.: Rechtsanwaltsordnung
Torfarbe im alpinen Skisport
Vorn. d. ehem. deut. Kombinierers Ackermann
Init. d. ital. Skirennläuferin Delago öst. AbfahrtsOlympiasieger (Egon)
Abk.: New Zealand Abk.: Luftgewehr
Init. d. ehem. öst. Skirennläuferin Eder
alpiner Weltcuport
Abk.: Landesverband
öst. SkisprungOlympiasieger (Ernst)
Vorn. d. dreifachen Olympiasiegers Sailer
Abk.: Yield Management
Länderkürzel f. Deutschland
Vorn. d. dreif. schweiz. Olympiasiegerin Schneider
Init. d. norw. LanglaufOlympiasiegers Alsgaard
mehrf. öst. Olympiamedaillengew. (Nicole) männl. Huhn
Vorn. d. mehrf. deut. Olympiamedaillengew. Ertl
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Init. d.finn. SkisprungOlympiasiegers Nieminen
Spitzn. d. OlympiaSilbermedaillengew. im Slalom Leitner
Init. d. ehem.
öst. Skirennläufers Schönfelder
Bez. eines berühmten Sportlers U.S. Super-GOlympiasiegerin (Picabo)
öst. OlympiaBronzemedaillengew. im RTL (Toni)

öst. DreifachOlympiasieger (Felix)
Material im Skispringen (Sprung …)
Vorn. d. schweiz. RTLOlympiasiegers Janka
engl.: an
norw. Skirennläufer (Atle Lie)
Vorn. d. franz. Designerin Chanel
deut. LanglaufOlympiamedaillengewinner (Tobias)
Vorn. d. öst. Biathletin Rothschopf
norw. BiathlonOlympiasieger (Tarjei)
Welle im Stadion: La …
fossiler Brennstoff
ehem. schweiz. Skirennläuferin (Corinne …-Bellet)
schwed. SlalomOlympiasieger (Andre)
franz. SlalomOlympiasieger (Clement) Abk.: Next Generation
Abk.: Olympic Games
ehem. norw. Skispringer (Björn Einar)
pol. Skispringer (Piotr) Für Ruhm und …
öst. KombiOlympiasieger (Johannes)
Abk.: Europameisterschaft schweiz. Olympiamedaillengew. (Lara Gut-...) öst. AbfahrtsOlympiasieger (Fritz) Olympiaort v. 2006
öst. DoppelOlympiasiegerin (Anna) Mannschaft
Abk.: European Economic Area engl.: Los!
Abk.: Total Return
Init. d. öst. Skirennläufers Haaser
öst. AbfahrtsOlympiasieger (Leonhard) Olympiaort v. 1998
Init. d. ehem. norw. Skispringers Ljoekelsoey
berühmter Außerirdischer engl.: Hallo (Kurzform) öst. Skiheld bei Olympia 1984 (Jimmy)
Abk.: Lipopolysaccharid
öst. AbfahrtsOlympiasiegerin 1964 (Christl)
unnützer Gewinn (Die goldene …) Olympiaort v. 1980 (…Placid)
deut. BiathlonOlympiasiegerin (Kati) Init. d. ehem. öst. Langläuferin Theurl
öst. RekordOlympionike (Alfred) Abk.: Did finish Init. d. schweiz. Skisprung-Olympiasiegers Ammann
d. öst. DamenCheftrainers Alpin (Assinger)
öst. RTL-Olympiasilbermedaillengewinnerin 1956 („Putzi“)
Olympioniken Stecher
Die Vorarlbergerin Sonja Gigler (24) und die Oberösterreicherin Christina Födermayr (24) gehen seit Jahren im Skicross-Zirkus durch dick und dünn. Wir haben die Zimmerkolleginnen und guten Freundinnen übereinander ausgefragt.
Sie würde auch als Model gute Figur machen.
Wenn sie auf meine Anrufe nicht reagiert.
Welcher Job abseits des Sports würde zu ihr passen?
Bei ihrer Ideenvielfalt wäre sie ein guter „Creative Director“.
Wenn sie mir am Morgen wieder einmal Salz in den Kaffee streut.
Was nervt dich manchmal an ihr?
Eine von den Minions, weil sie auch so sorglos durchs Leben geht.
Hat sie ein verborgenes Talent?
Sie stellt sich beim Fotografieren extrem geschickt an.
Die Social-Media-Welt von Ski Austria auf einen Blick!
Mit welchem Promi würde sie gerne auf ein Date gehen?
Folge uns!
Groot, weil sie auch so süß wie das außerirdische Baumwesen ist.



























Mehr Traktion im Winter mit quattro Allradantrieb. Der rein elektrische Audi SQ6 e-tron.

Anna Gasser, Olympiasiegerin Big Air
Stromverbrauch (kombiniert): 17,7-19,6 kWh/100 km; CO₂-Emissionen (kombiniert): 0 g/km. Symbolfoto. Stand 01/2026. Audi Vorsprung durch Technik