TYPISCH INNSCHBRUCK
Alltagsphänomene, die es so nur hier gibt

GUT GELIEHEN Carsharing in Innsbruck
ZUCKERSCHOCK
Der große Kaugummi-Test
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Alltagsphänomene, die es so nur hier gibt

GUT GELIEHEN Carsharing in Innsbruck
ZUCKERSCHOCK
Der große Kaugummi-Test

Michael Steinlechner
1. GUT DING BRAUCHT WEILE
Politisches Hickhack verzögerte das Projekt „Bozner Platz neu“ um Jahre und sorgte für mühsame und lange Baustellen und daraus resultierendes Verkehrschaos. Viele Streits um die Kosten, Verwunderung ob der blendenden Pflastersteinwahl (siehe auch Landhausplatz) und eine Portion Unverständnis, warum keine der rund 60 Tiroler Baumarten gut genug für den neuen Platz war, später, ist er jetzt endlich fertig: der neue Bozner Platz. Und er ist sehr schön geworden, besser als der alte allemal.
Egal ob das Verkehrskonzept so bleibt oder noch verbessert wird: Der neue Platz ist eine echte Bereicherung für Innsbruck und wird gemeinsam mit dem im Mai eröffnenden RaiffeisenQuartier so etwas wie einen neuen, modernen Stadtteil bilden. Mit einem guten Gastro- und Eventkonzept kann hier endlich wieder Leben in die Stadt einkehren, auf das wir uns alle freuen.
2. AUTOFAHRER:INNEN UND FUSSGÄNGER:INNEN
KÖNNEN KEINE FREUND:INNEN SEIN
Die Idee der Begegnungszone mag in der Theorie vielleicht funktionieren, in der Praxis ist sie ein Desaster. Autofahrer:innen wollen viel zu schnell von A nach B und sind von den Fußgänger:innen, die diesen Plan gekonnt vereiteln oder zumindest verzögern, genervt. Die Fußgänger:innen wissen sich im Recht des Schwächeren und zelebrieren dieses teils sehr provokativ. Sie überqueren den Bozner Platz an allen möglichen und unmöglichen Stellen, teilweise gefährlich gemütlich. Wir lernen: Entweder Straße oder Fußgängerzone – Mischen impossible!
Die Einheimischen sind irritiert, Gäste (mit ILKennzeichen) schwer überfordert. Sie wissen oder wollen nicht so recht wissen, was am neuen Bozner Platz erlaubt ist und vor allem was nicht. Es wird geparkt, falsch abgebogen und sogar gegen die Einbahn gefahren. Anarchie am Platz, die vermutlich besser werden wird, wenn die Gastgärten endlich stehen und für ein wenig Orientierung sorgen. Wer lernen will: Man darf nicht über die Wilhelm-Greil-Straße zufahren und von der Adamgasse kommend nicht nach links in die Innenstadt abbiegen. Profiautofahrer:innen meiden den Platz überhaupt.
JEDEM ANFANG WOHNT EIN ZAUBER INNE
Wenn man so über den neuen Platz spaziert, erahnt man plötzlich eine Chance für visionäre Stadtentwicklung. Es ist nicht die Herkunft der Bäume und auch nicht der Umstand, dass man bei Sonnenschein nicht nur von der Schönheit des Platzes, sondern vor allem von den weißen Pflastersteinen geblendet wird. Nein, man kann sich eine autofreie Innenstadt plötzlich wirklich gut vorstellen. Wie schön wäre eine Fußgängerzone vom Bahnhof bis in die Maria-Theresien-Straße? Eine Begegnungszone für Stadtbenutzer:innen ganz ohne Auto sozusagen.
Die besten Events im März auf einen Blick
Seite 48
An diese Alltagsphänomene muss man sich in Innsbruck gewöhnen.
Seite 12


Welche CarsharingMöglichkeiten gibt es in der Stadt?
Seite 20

Welche absurden USI-Kurse gibt es wirklich?
Seite 28

Autorin und Aktivistin Barbara Blaha im Interview.
Seite 60

Machen Hubba Bubba, Kaugummizigaretten & Co immer noch Spaß?
Seite 42
MundArt zaubert Beuschel mit Gemüse.
Seite 46

Wir testen die Innsbrucker Weinwanderung.


IMPRESSUM
Herausgeber: Michael Steinlechner Medieninhaber & Verleger: target group publishing gmbh Chefredaktion: Lisa-Maria Schwarzenauer und Haris Kovacevic Redaktion: Barbara Kluibenschädl, Flo Seidl, Klaus Erler, Christiane Fasching, Markus Wechner, Michaela Ehammer, Rebecca Müller und Verena Zankl (Lektorat) Fotos: Franz Oss, Cover: Monika Cichoń Grafik: Katharina Angerer, Thomas Bucher, Sebastian Platzer Illustration: Monika Cichoń Anzeigenverkauf: Carmen Larch (verkauf@6020stadtmagazin.at) Anschrift, alle: Brunecker Straße 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/58 6020, E-Mail: redaktion@6020stadtmagazin.at Geschäftsführung Verlag: Michael Steinlechner, Silvia Lieb Druck: Intergraphik GmbH, Innsbruck Hinweis: Für eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 MedienG können unter www.target-group.at/offenlegungen abgerufen werden.
im Wert von je € 24,90 nur einmalig p.P. ab 16 Jahren einlösbar, wenn innerhalb der letzten 12 Monate kein Gutschein eingelöst wurde, mit Lichtbildausweis und Wohnadresse IBK/WGL und Umgebung, nach Beratungs-Info/ Besichtigung ohne Terminvereinbarung:


Die österreichischen Olympiamedaillen-Gewinner:innen wurden am 23. Feber am Landestheater-Vorplatz feierlich empfangen und geehrt.
Insgesamt holten Österreichs Olympionik:innen 18 Medaillen bei den Spielen in Mailand und Cortina, 10 davon gab es für Tirol.
10. TOURENGEHEN TROTZ LAWINENGEFAHR
9.
Menschen, die mit den Füßen schleifen
8.
KOTZE AM GEHSTEIG
7.
NasennebenhöhlenEntzündung
1. Schädlinge auf Pflanzen
2.
5. TECHNISCHE PROBLEME JEDER ART KINOSTERBEN

3.
4.
6. AggroSprüche auf T-Shirts
Nachbar:innen, die um 3.20 Uhr klingeln
FILMFORTSETZUNGEN NACH JAHRZEHNTEN
SONNTAG 01.03.
BIS INKL. 17.30

G.O.A.T. - BOCK AUF GROSSE SPRÜNGE

CHARLIEDER SUPERHUND

ALLE INFOS AUF CINEPLEXX.AT

DER LETZTE WALSÄNGER

DIE DREI ??? - TOTENINSEL


ALLE FAMILY-FILME AB NUR € 6* +GRATIS DRINK & SNACK KIDS **



WOODWALKERS 2

CHECKER TOBI 3DIE HEIMLICHE HERRSCHERIN DER ERDE
* * SOLANGE DER VORRAT REICHT ... UND VIELE FILME MEHR



* AUSGENOMMEN „HOPPERS“-PREVIEWS, ZUZÜGLICH MÖGLICHER AUFSCHLÄGE

Neues, Wichtiges und Kurioses aus der Stadt (für das wir sonst keinen Platz haben)

Das Cineplexx in der Tschamlerstraße ist schon seit Jahren angezählt, jetzt scheint das Ende tatsächlich besiegelt: Der Mietvertrag des Kinos läuft Ende des Jahres aus und der Eigentümer des Gebäudes plant, die Immobilie im ersten oder zweiten Quartal 2027 abzureißen – sofern es bis dahin eine Einigung mit der Stadt gibt, die sich noch nicht von den Plänen überzeugt zeigt. Im Neubau sollen statt Kinosälen ein Hotel, Wohnungen, ein Spa und eine Veranstaltungs- oder Multisporthalle untergebracht werden.
Ausschreibung Streetart-Stipendium
Streetart-Künstler:innen, aufgepasst: Die Stadt hat gerade ein mit 7.000 Euro dotiertes StreetartStipendium für die Gestaltung eines Murals auf der nach Südosten gerichteten Wand des Turnsaals der HTL Bau Informatik Design ausgeschrieben. Die einzige Vorgabe: Die Einreichungen sollen „alpin-urbane Lebensfreude“ darstellen und keine Klischees bedienen.
Künstler:innen können sich bis 30. April hier bewerben: kultur-innsbruck.vemap.com


Monat der Entscheidungen
Im März stehen gleich zwei wegweisende Entscheidungen für die Innsbrucker Kulturszene an: Nach dem Ablaufen der Einreichungsfrist am 9. Feber sind vier Konzepte im Rennen um den Zuschlag für den Kubus. Wer das Gebäude nach der notwendigen Sanierung bespielen darf, wird in der Gemeinderatssitzung am 26. März entschieden – und dort sollte auch endlich das von der Stadt bis März versprochene Sanierungskonzept für die Talstation präsentiert werden.
Innsbruck hat mit dem Anime Café seit Jänner ein neues Angebot für AnimeFans von 10 bis 17 Jahren
Die von Inn’sAnime initiierte Veranstaltungsreihe plant regelmäßige Events zur japanischen Jugendkultur, zum Beispiel am 8. März mit Ju-Jutsu-Vorführung und Manga-Tauschmarkt und in den Osterferien einen Cosplay-Nähworkshop.
Mehr Infos dazu gibt es hier: innsanime.com

Zeig mir, dass du in Innsbruck lebst, ohne Innsbruck in den Mund zu nehmen: 6020 hat sich auf die Suche nach ikonischen Bildern gemacht, die man aktuell wirklich nur im Herzen der Alpen findet. Und musste dafür nicht einmal das Goldene Dachl bemühen.
Text: Christiane Fasching
Illustrationen: Monika Cichoń
Downtown läuft der Restschnee den Gulli hinunter. Die Wintersonne kitzelt erste Frühlingsgefühle wach. Doch auf den Bergen rund um Innsbruck stehen noch alle Zeichen auf ein g’führiges Alpinvergnügen. Genau das sind die Idealbedingungen für eine besondere Spezies, die österreichweit einzigartig ist: Vorhang auf für den gemeinen Brettl-
radelt das innsbruckspezifische Phänomen, das gern in Kleingruppen auftritt, frohen Mutes Richtung Nordkettenbahnen – und beglückt damit Tagesgäste und frisch Zuagroaste, die meist erst dann das Handy gezückt haben, wenn dieses urban-alpine Sportblitzlicht schon wieder außer Sicht ist. Notabene: Wirklich wahre Brettl-Biker:innen lassen die Skihose


Als dereinst Corona die Welt lahmlegte, fiel erst richtig auf, wie still Innsbruck sein kann, wenn einem nicht ständig Tiefstflieger im Nacken sitzen. Und zwar buchstäblich. Selbst wer hier sozialisiert wurde, fragt sich regelmäßig, wie es die zum Greifen nahen Flugzeuge tatsächlich bis nach Kranebitten schaffen und wann die erste Maschine in die Annasäule kracht oder im GeiWi-Turm hängen bleibt. Innsbruckneulinge kann man dabei zusehen, wie sie angesichts der waghalsigen Landemanöver kreidebleich mit ihrem Leben abschließen. Aber don’t panic: Bislang hat ja alles
geklappt. Dennoch zählt der Landeanflug auf den Innsbrucker Flughafen laut einschlägiger Webseiten zu den zehn gefährlichsten respektive anspruchsvollsten der Welt. Im Herzen der Alpen positioniert zu sein, klingt zwar markig, macht die Alpen aber auch nicht kleiner. Good to know: Pilot:innen, die in Innsbruck landen wollen, müssen zuvor zusätzliche Stunden am Flugsimulator absolvieren. Mit der Binsenweisheit, dass eh alle Flieger irgendwann mal runterkommen, sollte man dabei eher zurückhaltend umgehen.


Ein saisonales Innsbruck-Spezifikum hat schon bei so manchem 6020-Neuling für einen morgendlichen Schockzustand gesorgt. Ist ja auch nur mittellustig, wenn man noch im Tiefschlaf im Bett liegt und plötzlich von lauten Sprenggeräuschen geweckt wird. Während sich gelernte Innsbrucker:innen davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, glaubt sich der Rest schon in einem apokalyptischen Kriegsszenario gefangen. Bis er oder sie checkt, dass keine feindlichen Truppen einmarschiert sind, sondern nur gezielte Sprengungen auf Lawinenhängen durchgeführt werden. Ergo: Dieses Kawumm gibt’s nur dann, wenn Schnee liegt. Also mittlerweile höchst selten. Einheimische finden das schade. Sie schätzen die „hoamelige“ Tschinderei.












































































































































































































































Täglich von 27.März bis 12. April 2026
kristallwelten.com/ostern


















„Gschpiar’sch in Föhn?!“, ist eine Frage, die in Innsbruck auch dann gern gestellt wird, wenn gar kein Föhn – also trockener Fallwind – weht. Wer mit ebenjener Teufelsbrise aufgewachsen ist, der versteht die eingangs formulierte Frage durchaus und zu Recht als Beleidigung, verbindet man mit dem Gespür für den Föhn doch durchwegs negative Assoziationen. Kurz zusammengefasst: Der Föhn macht einen spinnert, fahrig, launisch, aggressiv und lässt einen nicht nur seine Autofahrfähigkeiten, sondern auch allerlei anerzogene Manieren vergessen. Manch eine:r kugelt sogar um, wenn der Föhn das Kommando hat. Aber was soll man machen? Er gehört halt mal zu Innsbruck und ist so störrisch, dass er sich nicht mal gscheit übersetzen lässt. Auf Englisch heißt er nämlich foehn. Auf Italienisch und Französisch auch.


Wasserdichte Trekkingschuhe, atmungsaktive Laufhosen, Hybrid-Hoodies und kunterbunte Softshelljacken: Herr und Frau Innsbrucker tragen für ihr Leben gern sportliche Funktionskleidung. Nicht nur zum Sporteln, sondern auch zum Arbeiten. Selbst wenn sie nicht aus Branchen sind, in denen man nur mit Funktionskleidung funktioniert. So entsteht rasch der Eindruck, als wäre Innsbruck 24/7 aktiv. Selbst zum After-Work-Drink gewandet man sich innerstädtisch ungeniert in Outfits, die andernorts nur dann getragen werden, wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, ins Schwitzen zu geraten. Ergo: Der so gern zitierte Weltstadt-Stempel ist in Wahrheit ein Etikettenschwindel. Innsbruck ist und bleibt Sportstadt. Oder will zumindest nach außen hin so wirken.
Es ist Sonntag und der Kühlschrank ist leer. Nudeln sind auch keine mehr im Haus. Und das Klopapier – eh schon wissen. Unter der Woche war einfach zu viel zu tun und bis Samstagabend war die Lage ja auch nicht sooo prekär. Also jetzt bitte keine Vorwürfe! Die bringen einen in dieser Situation nämlich auch nicht weiter. Außerdem ist man sowieso gestraft genug. Weil es jetzt nichts nützt. Wer keine vorratsstarken Verwandten um sich und/oder kein Geld für Lieferservice parat hat, muss sich nun in eine etwas andere Schlangengrube begeben – den MPreis am Innsbrucker Bahnhof. Hier staut sich die Kassa-Schlange an einem Sonntag zurück bis zur Wurst. Weil es offenbar echt noch viele andere Deppen gibt, die am Sonntag lieber im Supermarkt anstehen als das Leben sinnvoll zu nutzen.

Treue 6020-Leser:innen wissen es aus Erfahrung: Wer sich Anfang des Monats nicht rasch zu einer der 200 6020-Taschen in der Stadt begibt und sich das neueste Exemplar rausfischt, steht bald mal blöd da. Nämlich ohne neues Heftl. Fakt ist: Innsbruck liest gern analog und hält sich mit Vorliebe an der 6020-Druckversion fest. Was uns sehr freut! Ein Hoch auf haptische Leseratten. Wir stehen aber natürlich auch auf alle Menschen, die sich unsere Geschichten online einverleiben. Und zwar hier:




In Innsbruck braucht man kein Auto, um mobil zu sein. Aber für einen spontanen Ausflug in die Natur? Oder um mal Familie und Freund:innen außerhalb zu besuchen? Da kann ein Auto doch praktisch sein. Wir haben uns deshalb ein paar Carsharing-Anbieter angeschaut, die flexibel und auch leistbar sind.
Samstag, 9 bis 17 Uhr
Normaler Pkw, ohne Premium-Features
Das dänische Unternehmen bietet eine Plattform, bei der Privatpersonen ihre Autos zur Miete anbieten und auch andere Autos mieten können. Wie Airbnb, aber mit Lenkrad.
WIE FUNKTIONIERT’S?
Zuerst muss man sich über die Website oder App registrieren. Das dauert ein paar Minuten, denn der Führerschein muss fotografiert werden und es braucht einen Face-ID-Check übers Handy. Die Freischaltung bei der Erstregistrierung kann schon ein bis zwei Stunden dauern. Dann geht’s aber los. Bei GoMore gibt’s zwei Varianten: Einmal klassisch mit Schlüsselübergabe und einmal „Keyless“ mit der App. Autos stehen in Innsbruck viele zur Verfügung, deshalb gibt’s auch eine große Auswahl an verfügbaren Standorten.
SCHLÜSSELÜBERGABE.
Hierzu einfach über die App eine Anfrage an den Besitzer oder die Besitzerin senden und
Übergabe ausmachen. Wie schnell das funktioniert, ist individuell. Am Start wird das Fahrzeug noch kurz gecheckt, auch auf Tankfüllung und Kilometerstand. Nach der Fahrt wieder bis zum Füllstand auftanken und Schlüssel zurückgeben, wie vereinbart.
„KEYLESS“. Hier können die verfügbaren Autos direkt gebucht werden. Der genaue Standort des Autos ist 30 Minuten vor Beginn der Ausleihdauer sichtbar. Hier läuft alles digital, kein Warten, kein Smalltalk. Das Fahrzeug lässt sich per App öffnen. Wichtig: Fotos vom Zustand des Autos machen. Der Schlüssel liegt im Auto. Nach der Fahrt das Auto wieder am Abholort zurückgeben, Fotos hochladen und per App zusperren.
Antalya, Kalabrien, Kalamata, Karpathos, Kefalonia, Korsika, Kos, Kreta, Mallorca, Preveza, Rhodos, Sardinien, Thessaloniki und NEU: Korfu
sowie: Birmingham, Manchester GANZJÄHRIGE
Amsterdam, London, Wien transavia.com, easyjet.com, austrian.com
WAS KOSTET’S?
Wir haben Autos ab 38 Euro gefunden. Die Preise sind variabel. Meistens ist eine gewisse Kilometerzahl inkludiert, bei vielen 175 Kilometer. Jeder Kilometer mehr kostet extra, und zwar 0,25 Euro. Versicherung mit Selbstbehalt bis zu 1.000 Euro ist Standard, gegen Aufpreis lässt sich der Betrag reduzieren.
UNSER FAZIT
• günstige Option
• große Auswahl in Innsbruck
• Rezensionen lesen, Überraschungen vermeiden
Auch Getaround ist ein internationales Unternehmen, das Carsharing anbietet. Der größte Unterschied zu GoMore: weniger Angebot in Innsbruck.
WIE FUNKTIONIERT’S?
Mit der Anmeldung beginnt’s: Zuerst online registrieren, Profil mit Fotos von Führerschein, Ausweis und Selfie-Video verifizieren. Auch hier kann die Erstregistrierung etwas länger dauern.
Wenn das erledigt ist, startet die Autoauswahl. Hier gilt wieder: Zu den Fahrzeugschlüsseln kommt man entweder face to face mit den Vermieter:innen oder über die „Connect“-Option, indem man das Auto mit der App entsperrt. Die Auswahl an Fahrzeugen ist in Innsbruck eher begrenzt, dennoch findet man Brauchbares.
SCHLÜSSELÜBERGABE.
Einfach eine Anfrage senden und warten, bis einem zurückgeschrieben wird – das kann
von Person zu Person unterschiedlich lang dauern. Bei der Übergabe Führerschein vorzeigen und gemeinsam das Auto kontrollieren. Das Auto wieder mit gleicher Tankfüllung zurückbringen. Zur Sicherheit noch Fotos von außen und von innen machen.
„CONNECT“. Hier einfach direkt buchen und bezahlen. Die Wartezeit auf etwaige Schlüsselübergaben fällt weg. Der genaue Standort ist eine Stunde vor dem Ausleihstart sichtbar. Auto per App aufsperren, der Schlüssel liegt im Auto. Dann noch zehn Außenfotos und zwei Innenfotos machen und los geht’s. Beim Zurückbringen Tankfüllung angeben und wieder Fotos machen.
WAS KOSTET’S?
Die Preise schwanken. 64 Euro kostet die billigste Variante in unserem Suchzeitraum. Auch hier sind in unserem Beispiel 180 Kilometer inklusive, jeder weitere kostet 0,36 Euro. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall beträgt 900 Euro, lässt sich aber finanziell anpassen.
UNSER FAZIT
• Angebot in Innsbruck ist relativ klein
• deshalb wahrscheinlich auch nicht ganz so günstig
• auch hier: Rezensionen lesen, Qualität hängt von Vermieter:innen ab
Was es sonst noch gibt, wir aber nicht berucksichtigt haben:
• Tyroldrive – ziemlich nobel und unter anderem auf Business-Trips ausgerichtet
• Family of Power – Genossenschaftsmodell, das sich für einzelne Fahrten kaum rentiert
• Klassische bekannte Anbieter am Flughafen – Zielgruppe ist touristisch, für Tagesausflüge eher ungeeignet
März • 10-16 Uhr
Zukunft entdecken.
Dinge ausprobieren.
Neues verstehen.


Das Carsharing-Angebot der ÖBB gibt es österreichweit, speziell in Innsbruck am Hauptbahnhof sowohl in der Tiefgarage als auch am Frachtenbahnhof.
WIE FUNKTIONIERT’S?
Ob über die Wegfinder-App oder direkt bei ÖBB Rail&Drive: Einfach online registrieren, Führerschein hochladen und ein passendes Zahlungsmittel hinterlegen. Die Registrierung kostet einmalig 19,90 Euro, mit ÖBB-Vorteilscard oder Klimaticket ist sie gratis.
Laut Website kann die erstmalige Freischaltung sogar ein paar Tage dauern, die Praxis zeigt, dass es auch schnell und spontan in wenigen Stunden funktionieren kann.
Wenn diese Hürde genommen ist, geht’s zur Autoauswahl. Einfach passendes wählen, zum Hauptbahnhof kommen und Fahrzeug mit der App öffnen. Der Schlüssel liegt im Auto. Kurze Fahrzeugkontrolle und los geht’s. Die Tankkosten sind im Kilometerpreis eingerechnet, trotzdem sollte man das Auto mindestens zu einem Viertel voll zurückbringen – eine Tankkarte ist im Auto.
Am Ende der Leihfrist muss das Auto wieder am dafür zugewiesenen Parkplatz abgestellt werden.
WAS KOSTET’S?
Ab 2,20 Euro pro Stunde kann man bei den ÖBB ein Auto mieten. In unserem Fall kommen so 17,60 Euro zusammen. Hinzu kommen noch Kosten für jeden gefahrenen Kilometer ab 0,24 Euro. Die Autos sind versichert, der Selbstbehalt liegt bei bis zu 2.000 Euro.
UNSER FAZIT
• Grundbetrag ist günstig, Langstrecken können durch Kilometergeld aber teuer werden
• Autos parken zentral, Ablauf ist unkompliziert, Autos in gutem Zustand
• Gebührenliste genau lesen: Rauchen im Auto und Verspätungen beim Zurückbringen werden teuer
Ja, vor allem, wenn man sich die Kosten teilt, ist man mit vielen Anbietern recht günstig unterwegs. Dazu kommt die hohe Flexibilität, gerade für spontane Ausflüge ins Hinterland. Braucht man ein eigenes Auto in Innsbruck? Nein. Ist es manchmal doch ziemlich praktisch, eines zur Hand zu haben? Absolut.
Was der Osterhase heuer wohl bringt?
Vielleicht das eine oder andere Buch –in der Tyrolia wird er garantiert fündig.
Isabel Pin

Mit feinen Tuschestrichen, klaren Farbakzenten und großer Warmherzigkeit zeigt die französisch-deutsche Künstlerin Isabel Pin in diesem Bilderbuch, was Familie alles ausmacht, worin sie bestehen kann, wie verschiedene Beziehungen sind und wie Persönlichkeiten mit all ihren Eigenheiten eine besondere Gemeinschaft bilden. Das Paar gelber Gummistiefel wird dabei zum Symbol des Zusammenhalts durch alle Lebenssituationen.
26 Seiten, 18 € (Hardcover, ab 4 Jahren)

Stephan & Simon Rasch
Im illustrierten Abenteuerroman betreiben der schüchterne Hase Hollywood und seine Freund:innen ein kleines Gasthaus in einer einsamen Bucht am Ende der Welt. Als ein gefürchteter Piratenkapitän bei ihnen auftaucht und eine alte Karte und einen geheimnisvollen rosa Glitzerball vergisst, beginnt eine fantastische Reise mit Drachen, Hexen, einem LokomotiveDampfschiff-Rennauto und einem halben Einhorn.
208 Seiten, 30,70 € (Hardcover, von 4 bis 9 Jahren)

Martina Enthammer
Vertraute Aromen, echte Hausmannskost und viel Gefühl für Tradition – ganz ohne Fleisch: Im am 11. März erscheinenden Kochbuch werden Klassiker behutsam neu gedacht und mit raffinierten vegetarischen Zutaten wie Pilzen oder Tofu interpretiert, während ursprünglich vegetarische Gerichte ihren festen Platz behalten.
184 Seiten, 29 € (Hardcover)


Buchpräsentation mit Marc Elsberg: „Eden“ 10. März 2026, 19.30 Uhr, Filiale Maria-Theresien-Straße 15 Bestsellerautor Marc Elsberg präsentiert seinen neuen Thriller „Eden“: Darin prognostiziert ein neu entwickeltes KI-Programm eine globale Superkrise, die die Welt innerhalb kürzester Zeit ins Chaos stürzen wird. IT-Experte Piero, Influencer Linus und Meeresbiologin Sarah machen die Warnungen öffentlich und sich damit mächtige Feinde, während sich am Horizont buchstäblich ein Sturm zusammenbraut.
Eintritt: 11 €/9 € mit Tyrolia-Vorteilscard Anmeldung: ursula.bair@tyrolia.at www.tyrolia.at/events
Marco Balzano

Triest, 1920. Mattia ist ein Faschist der ersten Stunde. Sein Gesicht ist noch bartlos, weshalb man ihn Bambino nennt, aber seine Schläge sind so hart, dass die halbe Stadt sich vor ihm fürchtet. Er weiß nicht, wer seine Mutter ist – sein Vater, ein Antifaschist und Uhrmacher, will es ihm nicht verraten. Im Schlamm und Schmutz des Zweiten Weltkriegs verliert Mattia schließlich alle Gewissheiten, und er muss erfahren, dass der Gewinner von heute der Verlierer von morgen sein kann. 256 Seiten, 26,70 € (Hardcover)
TYROLIA BUCH · PAPIER INNSBRUCK Maria-Theresien-Straße 15 & TYROLIA BUCH im DEZ
Online bestellen unter www.tyrolia.at Per Whatsapp bestellen unter 0664/9279589
tyrolia_buchhandlung tyroliabuch @tyroliabuch
Das Universitäts-Sportinstitut Innsbruck (USI) bietet jedes Semester eine Vielzahl von Kursen für Studierende, Mitarbeitende und alle anderen, die sich gerne bewegen. Zwischen Basketball, Yoga und Fußball finden sich auch Kurse, die entweder durch kuriose Namen oder besondere Inhalte auffallen. Einige davon verstecken sich zwischen unseren frei erfundenen Kursen.
1.
Funktionelles Krafttraining für alle Frühaufsteher:innen: Hier erlebst du die pure Abwechslung und den ultimativen Start in den Tag! Zwischen „A“ wie „All out“ und „Z“ wie „Zirkeltraining“ liegen Burpees, BattleRopes, Bodyweight-Übungen, CoreSessions, Kettlebell-Swings, Muskelkatzen, Schweiß und Spaß.
3.
In diesem Kurs erwartet dich ein einstündiges All-inclusiveKomplett-Work-out mit einem anschließenden kurzen Cooldown und einer kleinen Meditation – danach schwebst du nach Hause.
2.
Wir starten mit einem knackigen Work-out, das dich so richtig ins Schwitzen bringt, in den Morgen: Nach einer kurzen AufwärmSession gehen wir voll rein mit einer Kombination aus Cardio- und Krafttraining. Achtung: Nichts für Leute, die gerne sanft in den Tag starten – dafür bist du danach garantiert bereit für alles, was der Tag für dich in petto hält.
4.
6-Pack Express
Hier geht es um mehr als nur Ästhetik: Ein starker Core ist ein Muss für jede:n und ermöglicht uns, verletzungsfrei durch den Alltag zu kommen und im Sport mehr zu leisten. Bei diesem abwechslungsreichen, intensiven und funktionellen Rumpf(„Core“)-Training kräftigen wir auf unterschiedlichste Art und Weise alle Muskeln zwischen Knie und Brust.
Bei Buhurt wird mit gepolsterten Schwertern in Gruppen von fünf gegen fünf gekämpft. Ziel dabei ist es, das gegnerische Team mit Schwertschlägen, JudoWurftechniken oder auch Taktik zu Boden zu bringen. Zum Schutz trägt man dabei einen Boxhelm, Handschuhe und bei Bedarf auch Körperschutz. Die Schwerter bestehen aus Schaumstoff und sind relativ weich. Die Ausrüstung wird gestellt, Zahn- und Tiefschutz sind empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. Die Intensität des Trainings wird an euren Stand angepasst, deshalb ist jede:r willkommen.
Titel: 5 (Historisches Tanzen)
Gibt es, aber mit anderem
Gibt es (noch) nicht: 2, 7
Gibt es wirklich: 1, 3, 4, 6
LÖSUNG:
Tauche ein in die eleganten Bewegungen und die kulturellen Traditionen vergangener Epochen und entdecke die faszinierende Welt des historischen Tanzens. Ob Barock, Renaissance oder Tanzen wie bei Jane Austen – hier lernst du die Schritte und die Geschichten hinter den Tänzen kennen. Auch für Anfänger:innen geeignet.
Egal ob du dich auf den Kampf gegen feindliche Ritter, White Walker und andere unangenehme Gesellen aus der Welt von „Game of Thrones“ vorbereiten oder einfach nur mit viel Spaß fit werden willst: Dieser Kurs führt dich in die Grundzüge der Selbstverteidigung, des klassischen Kampfsports und des Schwertkampfs – aber natürlich nicht mit echten Waffen, keine Sorge. Zum Semesterende veranstalten wir ein Kurs-internes Turnier, wo ihr euer Können unter Beweis stellen könnt.









JETZT ENTDECKEN:

Unsere neue Marke «M» für dich und deine Liebsten.
6020 isst sich einmal quer durch die Stadt, verrät, was schmeckt, was nicht und was es Neues zu entdecken gibt.
In den letzten Tagen wurde in der Altstadt eifrig getuschelt: Steht bei den Franzosen in der Herzog-Friedrich-Straße 33 etwa eine große Veränderung an oder ziehen sie gar um? Keine Panik! Niemand packt die Kisten, es wird lediglich die Treppe im Lokal umgebaut – und zwar in die Breite. Mehr Platz für entspanntes Auf und Ab beim Raclette-Abend also
Und damit ist noch nicht Schluss aus der französischen Gastronomieecke: In der Anichstraße 5 , auf der ehemaligen Fläche des Schmuckhandels Feichtinger, entsteht ein neuer französischer Feinkostladen . Die Schlüsselübergabe ist bereits erfolgt. Vorgesehen sind acht Sitzplätze.

Das Café in der KreidPassage am Bozner Platz wird am 2. März neu eröffnet . Täglich zwischen 10 und 22 Uhr wird es hier klassische Gerichte mit saisonalem Gemüse und Wildkräutern geben, ein täglich wechselndes Mittagsmenü
sowie Kuchen am Nachmittag Abends können Gäste zwischen verschiedenen Brotspezialitäten und Snacks wählen. Ansonsten gibt es guten Wein, regionales Bier, selbst gemachte Limonaden und (auch) alkoholfreie Cocktails.


Die softe Variante der Berliner Spätis sind in Wien bereits etabliert. Jener in Wilten, der vor einigen Jahren aufgesperrt hat, war damals ein bunter Hund in Innsbruck. Man bekommt rund um die Uhr Getränke, Snacks und Tampons und sogar ein paar einfache Speisen kann man erstehen. Smile 24/7 in der Amraser Straße hat sich seit geraumer Zeit dazugesellt. Auch in der Ursulinenpassage gibt es einen. Die Produktpalette hier ist ziemlich breit. Neben Snacks, Drinks und Co. gibt es auch Rauchutensilien, eine breite Auswahl an Energydrinks und einen Kaffeeautomaten
Am alten Kapuziner-Standort in der Kaiserjägerstraße 4a eröffnet am 13. April das Bottega Urbana . Das italienische Lokal wird täglich von 7 bis 22 Uhr von Frühstück über Mittagessen bis hin zu italienischen Snacks , Süßspeisen und Aperitivo alles anbieten, was italienische Kulinarik so ausmacht. Einmal monatlich wird es auch Events geben.

Lange wurde es wie ein Geheimnis gehütet, wer die Gastronomie im Moments Tirol übernehmen wird. Aufmerksame Leser:innen von Essen und Trinken im 6020 wissen es aber schon länger: Sonja Schütz und Tomas Raska , beide von der Umbrüggler Alm bekannt, werden ab 19. März dort ihre Gäste bewirten. Etwa 40 haben im Innenbereich Platz, im dazugehörigen Gastgarten sogar bis zu 100 Talks, Themenveranstaltungen und andere Events sollen es zu mehr als nur einem Café oder Restaurant machen. Es soll ein Treffpunkt mit Community-Charakter werden. Wir sind gespannt.

Freund:innen der Vogelperspektive dürfen sich freuen: Ab Mitte April eröffnet im neuen RAIQAQuartier in der Adamgasse das Rooftop-Lokal Loft9 und vervollständigt zusammen mit Adlers Hotel und Motel One das Rooftopbar-Dreieck am Hauptbahnhof. Ein Direktlift führt von der Straße ins Foyer im 9. Stock, von dort geht es ostseitig in den Restaurantbereich und westseitig zur Bar mit großer Terrasse , die sich um das ganze Lokal spannt. Geöffnet wird um 7 Uhr, Schluss ist gegen Mitternacht.
Kulinarisch kann man die Öffnungszeiten theore -
tisch komplett ausnutzen: Es gibt Frühstück , täglich drei Mittagsmenüs mit Salatbuffet sowie À-la-carte-Gerichte mittags und abends. In der offenen Showküche steht der ganze Stolz des Inhabers Hannes Gomig : ein Josper-Grill. Der Holzkohlegrill soll für eine leichte Rauchnote sorgen – bei Fleisch, aber auch vegetarischen Gerichten. Auf der Karte stehen vor allem regionale Produkte und urbane Küche . Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf SharedGerichten wie Platten zum Teilen und Dippen. Die Preise sollen im moderaten Bereich bleiben.

Das Burgerrestaurant in der Museumstraße darf sich als erstes und bisher einziges Restaurant Innsbrucks mit dem Bio-Prädikat von Bio Austria schmücken. Die Ansprüche und Standards gehen dabei über jene der EU-Bio-Verordnung hinaus. Neben artgerechter Tierhaltung und jeglichem Verzicht auf Gentechnik spielt auch der Anteil an Biozutaten eine wichtige Rolle.


Das Hao Wei Dao beerbte vor einigen Monaten das l’Arc in der Leopoldstraße 7. Ist es einfach nur eine weitere asiatische Neuheit der Stadt? Wir haben vorbeigeschaut.
Montag Ruhetag, ansonsten täglich geöffnet
Reservierung ist unkompliziert, der Empfang freundlich und der Wohlfühlfaktor gegeben. Das Hao Wei Dao hat noch vor seiner Eröffnung vor einigen Monaten von sich reden gemacht: Asiate, aber diesmal in authentisch, hieß es.
Der Blick auf die umfangreiche Speisekarte nährt die Zuversicht weiter. Neben einer großen Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten gibt es auch eine lange Liste an veganen und vegetarischen Optionen. Als Vorspeise wählen wir gedämpfte Teigtaschen (in Bambusschalen serviert für 6,90 Euro), Kokosgarnelen (6,90 Euro) und einen Salat mit frischer Mango (8,90 Euro). Diese Pflichtaufgabe wird ohne Probleme gemeistert. Wobei: Die Teigtaschen sind würzig und gut in der Konsistenz. Die Kokosgarnelen sind unspektakulär: Riesengarnelen im Kokosmantel. Und der Salat mit frischer Mango schmeckt zwar
sehr gut, ist aber nicht das, was sich ein:e Asienkenner:in unter authentisch vorstellt.
ENTE GUT, NICHT ALLES GUT. Beim Hauptgang entscheiden wir uns für den „Glückspilz“ (knusprige Aubergine in süßsäuerlicher Sauce) und „Aus flug in die Tropen“ (knusprige Ente mit Gemüse für 24,90 Euro). Die Ente kommt auf einer heißen Platte daher. Sie ist knusprig gebraten und das Ge müse frisch und knackig. Alles, was man erwarten kann. Die Aubergine hingegen ist weder crispy noch „mild spicy“. Das Gericht könnte eher eine Nach speise ersetzen, da aufgrund der fehlenden Säure nur das Süße übrig geblieben ist. 17,90 Euro sind außerdem sogar bei einer gelungenen Komposition eine eher stolze Bepreisung. Die Klebreisbällchen mit schwarzer Sesamfüllung (8,90 Euro), die wir als Nach speise wählen, rundet den an sich gelungenen Abend ab.






Moments Tirol
Store, Genuss, Events
Museumstraße 1, 6020 Innsbruck
AB 19. MÄRZ GEÖFFNET
Bunt sticht das kleine Restaurant aus dem Höttinger-Au’schen
Brutalismus heraus – und macht neugierig .

ETäglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet, Samstags zwischen 16 und 23 Uhr, montags geschlossen
s ist ein ganz kleiner Raum in der Höttinger Au 40b, in dem das erste äthiopische Restaurant Innsbrucks letztes Jahr eingezogen ist. Nur wenige Tische warten dort mittags auf (noch weniger) Gäste. Das nur rudimentär geschmückte Innere deutet eine gewisse Authentizität an, die sich auch durchs Menü und den Service zieht. So dauert es in dem eigentlich komplett leeren Restaurant ganze zehn Minuten, bis die zugegeben sehr freundliche Bedienung uns begrüßt. Wir lernen recht schnell: Zeit sollte man jedenfalls für dieses zweifelsohne besondere Restauranterlebnis mitnehmen. Als Vorspeisen werden Sambusas wahlweise vegan (6,50 Euro) oder mit Lammfleischfüllung (7,50 Euro) angeboten. Geschmacklich gibt es absolut nichts auszusetzen: Die frittierten Teig -


taschen sind knusprig, aber nicht bröselig. Die Füllung ist warm und cremig. In der Qualität wird man sie in Innsbruck vermutlich kein zweites Mal finden, auch wenn sie in anderen Restaurants der zentralasiatischen Küche gern feilgeboten werden.
ZWISCHEN UNGEWÖHNLICH UND BESONDERS.
Bei den Hauptspeisen entscheiden wir uns für Key Wot (12 Euro) – das äthiopische Nationalgericht mit Rindstücken in scharfer Tomatensauße – und, da Doro Wot nicht vorrätig war, für Shakilabits (20 Euro). Letzteres wird mit den Worten „Gebratene Rindfleischwürfel“ beschrieben, was es ziemlich genau trifft. Serviert wird jedes Gericht mit einem zarten Fladenbrot, das traditionell auch als Besteck dient. Die Rinderstücke werden eindrucksvoll serviert, und zwar in einem erhobenen,
von einer Kerze gewärmten Tellerbehälter. Kulinarisch können sie aber kein ganzes Konzert durchspielen. Das Fleisch ist auf Dauer zu zäh, und das Fladenbrot, das sich eigentlich mit einer Sauce vollsaugen sollte, bleibt auf seiner Eintönigkeit sitzen.
Das Gericht mit Tomatensauce hingegen hebt sich umso positiver hervor: nicht zu opulent, gut gewürzt und außergewöhnlich in der Komposition. Ein weich gekochtes Ei gibt es inklusive.
Und zum Schluss: Ist man beim Äthiopier und leidenschaftliche:r Kaffeetrinker:in, sollte man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einen äthiopischen Kaffee zu bestellen. Die Bohnen werden frisch geröstet, der Raum füllt sich mit Kaffeeduft, die Köchin dreht mit dem kleinen Topf eine Runde und jeder Gast darf einmal riechen – wie uns erklärt wird, eine alte äthiopische Tradition. Ein gelungener Abschluss eines ungewöhnlichen, aber besonderen kulinarischen Erlebnisses.

Die Sambusas war mit das Highlight des Restaurantbesuchs.
Wer Menschen mit dem Handy in der einen und einem Glas Wein in der anderen Hand durch Innsbruck schlendern sieht, fragt sich: Was ist hier los? 6020 ist der Sache nachgegangen und hat die „MyWeinwanderung“ getestet.
Text: Michaela Ehammer

Zwischen Smartphone und Weinglas entsteht in Innsbruck ein neues Freizeitformat: eine App-gesteuerte Weinwanderung mit Spielen und Challenges rund um das Thema Wein –quer durch die Stadt. Vom Rebensaft über Becher und Spielmaterial bis hin zum digitalen Zugangscode liefert das zugehörige Paket alles Nötige und verspricht Genuss, Spaß und Abenteuer. Online stehen derzeit sieben verschiedene Pakete zur Wahl, die zwischen zwei und vier Flaschen Wein beinhalten. Wir haben uns für das „2er-Set – Juwelen einer Rheinhessin“ entschieden. Die Tour ist in wenigen Klicks online gebucht, der Wein innerhalb von zehn Tagen geliefert und die App problemlos installiert –bis hierhin läuft alles bestens.
WACKELIGER START. Bewaffnet mit Mütze, warmer Jacke, Handschuhen und Weinglas-Bags zum Umhängen, machen wir uns auf den
Weg – durch tief verschneite Landschaft und eisige Kälte. Laut Website soll der Start am Westbahnhof sein, tatsächlich geht es aber an der Talstation der Hungerburgbahn los. Ein wichtiges Detail, wenn man nicht auf Irrwege geschickt werden möchte. Überraschung Nummer zwei: Der Ausflug ist nicht fünf Kilometer lang, sondern knapp drei – und führt entgegen der Beschreibung nicht über 14 Stationen über den Bergisel, sondern umfasst acht Stopps ausschließlich in der Stadt.
Und weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, noch ein Extraärgernis: Der versprochene kleine Snack und der Kühlrucksack bleiben leider aus. Immerhin sind zwei Weine – ein Cuvée Rosé und ein Sauvignon Blanc vom deutschen Weingut Becker – sowie das Spielmaterial dabei. Vielleicht bietet eine der 4er-Touren das volle Programm, eine entsprechende Info dazu wäre allerdings nett gewesen.


„MyWeinwanderung“ ist derzeit in über 50 europäischen Städten verfügbar, darunter Hamburg, Mainz, Prag, Straßburg und Graz. Bald soll das Angebot auch um Schaumweine erweitert werden.
WEIN UND WAHNSINN.
Die markierte Route führt über Rennweg, Hofgarten, Altstadt und Markthalle bis zur Annasäule, Endpunkt ist der Landhausplatz. Unterwegs laden verschiedene Spiele –darunter Weinquartett, Boule und ein Weinfakten-Quiz – zum Mitmachen ein. Diese sind in der App hinterlegt und für jede einzelne Station fix festgelegt. Um zur nächsten Station zu kommen, müssen die Spiele absolviert und ein Beweisfoto/video hochgeladen werden –Handy voll aufladen daher nicht vergessen.
Höhe- bzw. Tiefpunkt – je nach Sichtweise – ist definitiv der Weinkorken-Staffellauf. Klingt peinlich? Ist es auch ein bisschen. Wer selbst schon mal mitten in der Stadt Korken zwischen die Beine geklemmt hat und wie verrückt losgehumpelt ist, weiß: Ein bisschen Mut, Hu-
Strecke: knapp 3 Kilometer
Stationen: 8
Spaßfaktor: 3 von 5
Genussfaktor: 4 von 5
Gebuchtes Paket: „2er-Set –Juwelen einer Rheinhessin“, bestehend aus 1 Roséwein der Rebsorten Dornfelder und St. Laurent sowie 1 Weißwein der Rebsorte Sauvignon Blanc
Preis: insgesamt 114 Euro
mor und ein paar Gläser Wein gehören da schon dazu.
AM ENDE DES WEGES. Geschmacklich können die durchaus süffigen Weine definitiv mehr überzeugen als die Tour selbst. Ein kleiner Wermutstropfen sind die Verkaufsvideos der beiden Weine: Sie starten jeweils beim Öffnen einer neuen Flasche, ersetzen die Spiele und wirken langatmig sowie werblich. Positiv anzumerken: Die App ist flexibel – Tempo, Pausen und Startzeit können selbst gewählt werden. Und die Weine werden vorab bequem nach Hause geliefert (allerdings aus Deutschland, daher Lieferzeit beachten). Ein echter Minuspunkt ist das fehlende Lokalkolorit: Ein bisschen Innsbruck-Bezug würde der Tour auf jeden Fall guttun.
Die Weinwanderung eignet sich besonders für Kleingruppen mit Grund zum Feiern –ob runder Geburtstag, Bachelorabschluss oder Polterabend, für Neuzugänge in Innsbruck, die die Stadt erkunden möchten, Arbeitsteams – oder einfach für alle, die mal raus wollen, aber nicht genau wissen, wohin. Wiederholungstäter:innen wird es allerdings wohl selten geben.
Kaugummi mit Pfefferminzgeschmack?
Praktisch, erwachsen – und ziemlich langweilig. Wir haben uns auf der Suche nach etwas mehr Spaß an die knallbunten, zuckersüßen Kaugummis, die eigentlich nur Kinder essen, gewagt und getestet, ob Hubba Bubba und Co. auch Erwachsene überzeugen.


1,99 Euro pro Packung, Interspar
Die Erwartungen an den Klassiker in Rollenform waren groß – was sich „Bubble Tape“ nennt, sollte wirklich großartige Kaugummiblasen produzieren. Die erste Schwierigkeit: die richtige Menge wählen – es braucht ein recht großes Stück, um die erhofften Bubbles zu kreieren. Das funktioniert dann auch wirklich erstaunlich gut, was Punkte einbringt, der Geschmack – extrem süß und alles andere als berauschend – ist aber sofort weg und der Gummi wird schnell sehr zäh. Das Kauen fühlt sich dadurch bald mehr nach einem Work-out fürs Kiefer als nach Spaß an.
Kaugummiblasen:
180 cm lang(weilig)




0,79 Euro pro Packung, Müller
Die größte Überraschung des Tests: Es gibt immer noch Kaugummizigaretten, hier sogar mit „extra Raucheffekt“ – wir wollen niemandem unterstellen, dass damit die Raucher:innen von morgen erzogen werden sollen, aber bei unserem Test fielen die Worte: „So bin ich zum Rauchen gekommen!“ Die Sticks in der grünen Packung fühlen sich an wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, der Raucheffekt macht aber (leider) immer noch Spaß. Der Kaugummi selbst ist sehr süß und extrem weich, zerfällt fast im Mund – man muss einiges an Kauarbeit investieren, um eine etwas festere Konsistenz zu erreichen, aber auch dann klappt es nicht mit den Kaugummiblasen. Als Gag nett, aber nicht mehr.
Kaugummiblasen:

Der Lutscher mit Kaugummi-Innenleben ist erstaunlich schwer zu öffnen (großes Frustrationspotenzial), man wird aber für die Mühen doppelt belohnt: Zuerst mit dem fruchtigen, knallroten Lutscher, dann mit einem großen Kaugummi, der zwar wesentlich fader als seine Hülle schmeckt, aber dafür lange geschmeidig und perfekt für Kaugummiblasen bleibt. Auch die Liste der Inhaltsstoffe ist mit natürlichen Aromen und wenig anderem Schnickschnack für so ein Produkt absolut okay.
Kaugummiblasen:


0,59 Euro pro Packung, Müller
„Brauchen wir da Löffel und Feuerzeug?“ „Sieht aus wie Weihrauch!“ Das waren die ersten Reaktionen auf das Gemisch aus Kaugummistücken und Knisterzucker, das man sich direkt in den Mund schütten kann. Dort knistert es dann zur Freude der Testenden auch richtig laut – sobald das Knistern vorbei ist, ist der Kaugummi aber nicht mehr besonders spannend: Der Geschmack erinnert ein wenig nach Vodka Bull und bleibt auch eine Weile, die Konsistenz ist angenehm, aber etwas zu weich für Bubbles.
Kaugummiblasen:
1,49 Euro pro Packung, Interspar
Ja, die kleinen, gefüllten Quadrate sind immer noch echt sauer, auch wenn der Säuregrad je nach Sorte ein wenig variiert. Nach dem ersten Geschmacksschock entwickelt der Kaugummi einen absolut okayen, ebenfalls variierenden Geschmack von Cola bis Beere, der sich allerdings nicht lange hält. Er lässt sich auch angenehm kauen, Kaugummiblasen bekommen wir aber nicht hin.
Kaugummiblasen:








1,99 Euro pro Packung, Müller


Wer einen ganzen Glubscher in den Mund steckt, hat zwei Probleme: Man sieht die rote, nach künstlicher Erdbeere schmeckende Flüssigkeit im Zentrum nicht – und man hat den Mund so voll, dass man kaum kauen kann. Dafür überzeugt der Geschmack, weil er durch die Flüssigkeit mehr als einfach undefinierbar süß ist und sich ewig hält. Auch die Konsistenz passt –nicht zu zäh, aber trotzdem gut zu kauen – und eignet sich wunderbar für Kaugummiblasen. Alles in allem ein Spaßkaugummi, wie man ihn sich vorstellt.
Kaugummiblasen:
1,59 Euro pro Packung, Müller
DDie Kaugummi-Pommes schauen extrem witzig aus und sind ebenfalls sehr süß, aber haben zumindest eine leichte Zimt-Note, die sie geschmacklich etwas interessanter machen als den Großteil der Konkurrenz. Auch dieser Kaugummi ist anfangs sehr weich, mit etwas Geduld erreicht man aber irgendwann eine Konsistenz, die sich für (kleine) Kaugummiblasen eignet – und die sehen dank der gelben Farbe auch super aus.
Kaugummiblasen:


Wenn die Tage heller werden, verändert sich auch der Geschmack. Kräftige Aromen dürfen bleiben, doch sie gewinnen an Leichtigkeit. MundArt interpretiert mit einem Gemüsebeuschel einen Wirtshausklassiker neu: mit gebratenen Kräuterseitlingen, feinem Wurzelgemüse und einer klaren Zitronennote, die Frische ins Cremige bringt. Ein Gericht zwischen Winterwärme und Frühlingsauftakt.
von Flo Seidl



Zutaten (für 3–4 Portionen)
• 2–4 Karotten
• 1 gelbe Rübe
• 1 Pastinake
• ¼ Sellerieknolle
• 2 Stangen Staudensellerie
• 1 rote Zwiebel
• 3 Frühlingszwiebeln
• 4 Kräuterseitlinge
• 5 braune Champignons
• 3 Essiggurkerl
• 1 EL Kapern
• ½ Biozitrone (Abrieb und etwas Saft)
• 75 ml Olivenöl
• 1 EL Dijon-Senf
• etwas Weizenmehl zum Binden
• ½ l Gemüsefond
• 60 g Sauerrahm
• gehackte Petersilie
• Salz, Pfeffer



Zubereitung
Karotten, gelbe Rübe, Pastinake und Sellerie in feine Julienne schneiden. Zwiebel fein würfeln, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Pilze längs in Streifen schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel glasig anschwitzen. Die Pilze zugeben und kräftig anrösten, bis sie Farbe annehmen. Gurkerl klein würfeln, mit Kapern und Senf unterrühren. Mit Mehl stauben, kurz durchrösten und mit Gemüsefond aufgießen. Das Wurzelgemüse und den Staudensellerie zugeben und einige Minuten sanft köcheln lassen, bis alles weich, aber noch bissfest ist. Sauerrahm, Zitronenabrieb und etwas Zitronensaft einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Petersilie unterheben.
Mit Semmelknödel, Kartoffeln oder frischem Brot servieren.
Wein empfehl u gn

Der Nero d’Avola Vanita 2024 BIO bringt eine wunderbar saftige Fruchtigkeit mit, die die erdigen Aromen der Kräuterseitlinge und des Wurzelgemüses unterstreicht. Seine feine Würze und geschmeidigen Tannine harmonieren mit der cremigen Zitronennote und dem Sauerrahm des Gemüsebeuschels. So entsteht ein ausgewogenes Zusammenspiel: das Gericht wirkt leicht und frisch, der Wein gibt Tiefe und Charakter – ein Frühlingsgruß für den Gaumen.


6020 und Gottardi Feine Weine verlosen 3 x 2 FLASCHEN
NERO D’AVOLA VANITA 2024 BIO
SCANNEN UND MITMACHEN


Tanz
„Schwanensee“ im Tiroler Landestheater
Zusammen mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck bringt die Tanzcompany des Landestheaters mit Tschaikowskis „Schwanensee“ einen echten Klassiker auf die Bühne: Die Geschichte über die Fragilität und Kraft der Liebe in einem verzauberten Umfeld zieht das Publikum weltweit seit nahezu 150 Jahren in seinen Bann.

Performance
15. März
20 Uhr
Selbstbewusst
„Hochmair, wo bist du?“ in St. Bartlmä
Jedermann Philipp Hochmair kommt mit einer Buchvorstellung der etwas anderen Art nach Innsbruck: Gemeinsam mit seiner Band Die Elektrohand Gottes performt der Schauspieler seine 2025 erschienene Biografie „Hochmair, wo bist du?“ als extravaganten, radikalen Rückblick auf sein Leben.
Konzert
28. März
20.30 Uhr
Spiral Drive im Treibhaus
Die Band rund um den Tiroler Sänger und Multiinstrumentalisten Raphaël
Neikes liefert einen genreübergreifenden Mix aus Psychedelic Rock, Indie und Alternative, der die Band bereits quer durch Europa geführt hat. Support kommt von der Mannheimer Psychedelic-Band KALK¥L.


Konzert
Ab 21. März
Osterfestival Tirol an verschiedenen Locations


Das 38. Osterfestival Tirol widmet sich mit Performances, Theater, Musik, Tanz und Gesprächen dem Motto „un_endlich“: Im Zentrum stehen unter anderem das Spiel mit vermeintlich unüberwindbaren Gegensätzen und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Zu den Highlights zählen das Tanzstück „Unfolding an Archive“ (1. April) von Zoë Demoustier, die sich über das Archiv ihres als Fotoreporter in Kriegs- und Katastrophengebieten tätigen Vaters mit Erinnerung, Gewalt und Nähe auseinandersetzt, die Performance „Come Back Again“ über die Neuentdeckung des (alternden) Körpers (25. März) und die Gespräche „Feminismus im Rückwärtsgang“ (23. März) und „Mächtig?!“ (24. März). CHRISTINA

Diametrale an verschiedenen Locations
Die 10. Ausgabe des Filmfestivals Diametrale widmet sich mit rund 60 Filmen, immersiven Experiences, Talks, Konzerten und einer Lecture auf gewohnt unkonventionelle, charmante und witzige Weise dem Weltuntergang: Das Motto „Apokalypse LOL“ bringt queere Prinzessinnen, Kindheitsmonster, Zeitreisen und mehr auf die Leinwand und darüber hinaus.
Konzert
7. März
19.30 Uhr
„Komponist:innen unserer Zeit“ im Haus der Musik
Das Tiroler Kammerorchester Innstrumenti widmet sich zum 25. Mal Musik der Gegenwart und legt dabei den Fokus auf Werke von etablierten und jungen Tiroler Komponist:innen, darunter vier Uraufführungen.

7.MÄRZ2026(SA) 19.30UHRINNSBRUCK, HAUSDERMUSIK
Konzert
28. März
20 Uhr
Gig mit Hut
Dekker in der Bäckerei
Der amerikanische Singer-Songwriter Brookln Dekker präsentiert sein aktuelles, bislang persönlichstes Album „Neither Up Nor Down“ über Liebe, Verlust und kleine Momente zwischen den großen Gefühlen. Mit dabei ist neben melancholischem Indie-Folk auch der inzwischen charakteristische große Hut.


Ausstellung
11. bis 19. März
Vom Baum zum Berg
„David Steinbacher: Studiofotografien 2012–2024“ im Weissraum
In seinem neuen Buch und der zugehörigen Ausstellung widmet sich David Steinbacher fotografisch drei Themen: Bonsais, Origamis und den höchsten Gipfeln der Welt – quasi Landschaftsfotografie mit Bäumen, Objekten und Bergen im Studio.



Konzert
26. März
20 Uhr
Sanft
Ian Fisher in der Bäckerei
Der amerikanische Singer-Songwriter, der inzwischen eine zweite Heimat in Wien gefunden hat, tourt seit mehr als 15 Jahren mit seiner Musik – einer Mischung aus poppigem Country, Americana und Folk – durch die Welt. In seinem aktuellen Album „Go Gentle“ thematisiert er den Tod seiner Mutter.





-40 % AUF KARTEN FÜR ALLE UNTER 27










TANZSTÜCK MIT MUSIK VON PJOTR I. TSCHAIKOWSKI



Tanz & TSOI Ab 7.3.26




20 Uhr
Tutti Frutti Feminist Club im Stromboli
Tutti Frutti lädt im März zu einer Spezialausgabe mit aufstrebenden DJs der Berliner und internationalen QueerHouse-Szene: Katy De Jesus kombiniert mit Kühnheit Underground-House-Perlen aus den 1980er- und 1990erJahren, Masha Mar verbindet Cosmic Disco, Tribal-Rhythmen, Deep House und ausgefallene Geheimwaffen zu elektrisierenden Sets.


Wir verlosen 2 x 2 TAGESSKIPÄSSE
für das Skigebiet Ski Arlberg (einzulösen zwischen 4. und 19. April 2026), die gleichzeitig als Eintrittskarten für das Musikfestival Tanzcafé Arlberg mit Konzerten von MILOW, Julian le Play Unplugged, Chris Steger, LEMO Unplugged, Esther Graf, Eli Preiss, Avec und mehr gelten.
Kennwort: Tanzen
Teilnahmeschluss: 26. März 2026
SCANNEN UND MITMACHEN
01099 in der Music Hall
Die Dresdner Rap-Crew 01099 – benannt nach der Postleitzahl ihrer Heimat – macht lockeren, lebensfrohen Hip-Hop mit Pop- und Jazz-Einflüssen. Mit dem aktuellen Album „orange“ und der „Extra aus Dresden angereist“-Tour sind sie gerade quer durch Europa unterwegs.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
Kostenlos, sicher, verantwortungsvoll
Die Kontoführung sowie Online- und Mobile-Banking sind beim Jugendkonto gratis – bis zum 24. Geburtstag. Mit „Mein ELBA“ lernen Jugendliche, ihre Finanzen zu managen – transparent, übersichtlich und sicher.
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liche automatisch vom Raiffeisen Club Tirol – mit exklusiven Rabatten, Vorteilen und Ermäßigungen auf Events, Festivals und Konzerten. So verbindet Raiffeisen finanzielle Bildung mit Erlebnissen, die Jugendlichen wichtig sind.
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Zur Kontoeröffnung gibt es jetzt den neuen JBL Tune 520BT Bluetooth-Kopfhörer gratis dazu – solange der Vorrat reicht und in allen teilnehmenden Raiffeisenbanken. Der leichte Kopfhörer überzeugt mit kraftvollem JBL Pure Bass Sound, bis zu 57 Stunden Akkulaufzeit und individuellen Einstellungsmöglichkeiten über die JBL Headphones App. Als Nachfolger des meistverkauften JBL-Kopfhörers sorgt er für ungetrübten Musikgenuss – überall und jederzeit.
Konzert
20 Uhr
Ketekalles in der Bäckerei

Die Veranstalter:innen des Rising Baba Yaga Festivals bringen Ketekalles – fünf Musikerinnen aus Chile, Venezuela, Argentinien und Spanien, die mittlerweile ihre Homebase in Barcelona haben – und ihren energetischen Sound irgendwo zwischen Rumba, Punk, Flamenco und Hip-Hop zurück nach Innsbruck.




















Konzert
28. März
20 Uhr
Zart und laut














SPANNUNG SO WEIT DAS AUGE REICHT? FASZINIERENDE






Sodl in der p.m.k
Die österreichische Musikerin Sodl zählt aktuell zu den spannendsten Stimmen der heimischen Szene: Mit ihrem Debütalbum „Sheepman“ hat sie eine Verbindung aus Indie-Folk, 90s-Texturen und feministischer Direktheit etabliert, die 2025 mit dem FM4-Award bei den Amadeus Austrian Music Awards ausgezeichnet wurde und auch live bestens funktioniert.

Konzert
8. März
17 und 19.30 Uhr
Film-Klassiker
Candlelight: 25 Jahre „Herr der Ringe“ im Haus der Musik
Zum 25. Jubiläum der „Herr der Ringe“-Filmtrilogie bringt die Candlelight-Konzertreihe die epische Musik der Filme in Konzerthäuser auf der ganzen Welt – darunter auch das Haus der Musik in Innsbruck.

HERZLICH WILLKOMMEN BEI TIROLS GRÖSSTEN EVENTS ALLE EVENTS AUF

07.03.2026


04.04.2026
OLYMPIAHALLE
Der “Freestyle Firestorm” zieht auf – denn die spektakulärste Freestyle Show Masters of Dirt kehrt zurück! Die weltbesten Freestyle Athleten bieten Actionsport-Family-Entertainment vom Feinsten und verwandeln die Olympiahalle in eine Welt des Unfassbaren! Das Publikum erwartet eine mitreißende Show mit spektakulären Tricks.
OLYMPIAHALLE
Mit der Konzertreihe „The World of Hans Zimmer“ hat der mehrfache Academy Award® - und Grammy-Gewinner Hans Zimmer Live-Erlebnisse geschaffen, die Fans weltweit auf individuelle und beeindruckende Weise durch seine Filmmusik führen. Fans haben im Frühjahr 2026 die einmalige Gelegenheit, in diese facettenreiche und magische Welt einzutauchen.
11.04.2026 PENTATONIX TOUR 2026
OLYMPIAHALLE
Die mit drei Grammys ausgezeichnete Gesangsgruppe wird durch Städte in Großbritannien und Europa touren und ihre üppigen Harmonien, umwerfenden A-cappella-Arrangements und unvergessliche Bühnenpräsenz präsentieren. Die Tour bringt ihre preisgekrönten A-cappella-Harmonien erstmals seit 2023 wieder live auf den Kontinent.
Literatur
20. März
18 Uhr
Lange Nacht der Tiroler Literatur im Literaturhaus am Inn
Im Rahmen der Woche der Tiroler Literatur präsentiert das Literaturhaus am Inn die Lange Nacht der Tiroler Literatur mit Lesungen von Barbara Tilg, Margit Weiss, Daniel Weissenbach, Emil Kaschka, Michèle Yves Pauty und Martin Mader.

Bunt
Kunst & Design Markt in der Messe
Der Kunst & Design Markt schlägt seine Zelte wieder in Innsbruck auf. Neben den Ständen mit Handgemachtem und anderen hübschen Dingen werden auch Workshops angeboten, bei denen man selbst kreativ werden kann.


Theater
8. März
18 Uhr
FLINTA*-Kampftag im Theater praesent
Am Frauenkampftag zeigt das Theater praesent das Stück „Radikal Alt“ über das Altern von Frauen in einer Gesellschaft, die Jugend als Kapital handhabt und weibliche Körper permanent bewertet. Zusätzlich gibt es ein Rahmenprogramm, Details werden am Termin bekanntgegeben.
Konzert
6. März
20 Uhr
Lucy Kruger & The Lost Boys & Rosa Anschütz in der p.m.k
Ein Abend, drei Headliner und Musik zwischen Art-Pop, PostPunk und Cold Wave: In der p.m.k sorgen Lucy Kruger, The Lost Boys und Rosa Anschütz für Intensive Liveperformances, die Intimität und rohe Energie verbinden.


Theater
6. bis 20. März

„Taxi Infernale“ im Theater Innstanz
Die Theatergruppe Grenzenlos gastiert mit „Taxi Infernale“ und weiteren Einaktern – manchmal schräg, manchmal überraschend tiefgründig, immer pointiert – aus der Feder von Thorsten Böhner im Theater Innstanz.

Wo stehen wir in Sachen Gleichstellung? Die Antwort auf diese Frage liefert Barbara Blaha mit ihrem Buch „Funkenschwestern“. 6020 hat mit ihr über Fort- und Rückschritte gesprochen, wie oft sie „alles anzünden will“ und wie sie trotzdem motiviert bleibt weiterzukämpfen.
Interview: Rebecca Müller
Frau Blaha, wie oft wollten Sie diese Woche schon alles anzünden? Barbara Blaha: Mehrmals! Und dabei ist erst Mittwoch. Wer sich mit Gleichstellung beschäftigt, liest täglich Schlagzeilen, Studien und Kommentare, die zeigen: Wir treten auf der Stelle oder gehen sogar rückwärts. Das erzeugt Wut. Aber Wut ist eine Form von Energie. Entscheidend ist, was man damit macht. Ich versuche, sie in Analyse, Aufklärung und politischen Druck zu übersetzen.
Warum dieses Buch – und wer sind die „Funkenschwestern“? Weil die Gleichstellungsdebatte entweder verharmlost oder polemisch verzerrt wird. Mir ging es um eine faktenbasierte, zugängliche Bestandsaufnahme: Wo stehen wir wirklich? Was sagen die Daten? Wo übersehen wir strukturelle Zusammenhänge? Die Funkenschwestern sind all jene Frauen, historisch wie gegenwärtig, die Funken schlagen: in Wissenschaft, Politik, Betrieben, Familien. Keine Heldinneninszenierung, sondern re-



„Wir treten auf der Stelle oder gehen sogar rückwärts. Das erzeugt Wut.“
Barbara Blaha

„Funkenschwestern –Wie Feminismus alles besser macht“ erschien am 12. Feber im Molden-Verlag.
Barbara Blaha ist unter anderem Mitbegründerin und Leiterin des Thinktanks Momentum Institut. Sie hält Vorträge und Workshops, arbeitete zuvor jahrelang im Verlagswesen und brachte mit „Funkenschwestern“ nun ihr neues Buch heraus.
ale Menschen, die Veränderung anstoßen. Wichtig ist mir aber: Eine allein kann man ignorieren oder verlachen. Gemeinsam setzen wir etwas in Bewegung.
Das Buch beginnt mit einer Anekdote Ihres tobenden Vaters, Sie verbinden eine breite Aufstellung des Feminismus immer wieder mit Persönlichem. Warum? Das Patriarchat ist eben kein abstraktes Theoriegebäude, sondern schreibt sich in unser aller Leben ein. Es prägt, wie wir aufwachsen, welche Hobbys wir wählen, welchen Beruf. Wenn ich über Rollenbilder, Macht oder Klassenherkunft spreche, dann immer auch aus einer Erfahrung heraus. Der persönliche Blick ist aber kein Selbstzweck. Er macht sichtbar, wie politisch unser Leben tatsächlich ist. Wer so tut, als wäre das Private unpolitisch, übersieht, wo und wie Ungleichheit konkret wirkt.
Sie erzählten online einmal, wie fremd Ihnen als Kind einer Arbeiterfamilie die akademische Welt war – und ernteten dafür auch Spott und Häme. Trifft Klassismus Frauen noch härter? Diskriminierung wirkt selten eindimensional. Wer aus einer Arbeiterfamilie kommt, startet mit weni-
ger kulturellem Kapital, weniger Netzwerken, weniger Selbstverständlichkeit. Wenn dazu noch Geschlecht kommt, überlagern sich Erwartungen und Zuschreibungen. Klassismus trifft Männer ebenso, aber Frauen erleben zusätzlich strukturelle Benachteiligung in Einkommen, Vermögensaufbau und Care-Arbeit. Diese Verschränkung verschärft die Wirkung.
Sie zitieren in „Funkenschwestern“ über 400 Studien und Quellen. Welche Fakten überraschen das Publikum bei Ihren Auftritten am meisten? Viele sind erstaunt, wie massiv unbezahlte Arbeit volkswirtschaftlich ins Gewicht fällt und wie systematisch sie von Frauen geleistet wird, wie früh sich Einkommensunterschiede entwickeln und wie stark sie sich über das Leben kumulieren bis hin zur Pension. Und nicht zuletzt: Wie eindeutig und konsistent die Studienlage ist. Die Zahlen sprechen eine sehr klare Sprache.
Wie begegnen Sie Menschen, die meinen: Das Patriarchat gibt es nicht, an einem Pay-Gap sind Frauen selbst schuld und außerdem geht es ihnen eh so gut heute? Mit Fakten. Wenn weltweit ähnliche

„Die Debatte wird entweder verharmlost oder polemisch verzerrt.“
Barbara Blaha
Muster auftreten – geringere Bezahlung, ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, Unterrepräsentation in Macht- und Führungspositionen –, ist das kein Zufall und kein persönliches Versagen. Individuelle Entscheidungen entstehen in einem Rahmen aus Anreizen, Normen und ökonomischen Zwängen. Wer nur auf die angeblich „freie Wahl“ verweist, aber zum Beispiel nicht sagt, dass es nicht ausreichend Kinderbetreuungsplätze gibt, blendet diese Rahmenbedingungen aus. Genau darüber muss man sprechen.
Sie schreiben in Bezug auf Rollenbilder, wie wichtig es ist, Gleichstellung vorzuleben und nicht nur davon zu reden. Wie viel ist individuelle Verantwortung und was Aufgabe der Politik? Individuelles Handeln ist wichtig, weil es verschiebt,
was wir für richtig und normal halten. Aber strukturelle Probleme löst man nicht durch private Heldentaten. Wenn Väterkarenz nicht verpflichtend ist, wenn Kinderbetreuung fehlt oder unsere Arbeitszeiten immer noch auf ein Ernährermodell der 1950er-Jahre zugeschnitten sind, reicht gutes Zureden nicht. Gleichstellung braucht politische Rahmenbedingungen. Da geht es um Infrastruktur, aber auch um Gesetzgebung.
Ist es in Zeiten von Kulturkampf, Tradwives und Anti-Wokeness schwieriger geworden, über Feminismus zu sprechen? Der Ton ist rauer geworden. Gleichstellung wird bewusst als Bedrohung inszeniert, traditionelle Rollenbilder romantisiert, „woke“ als Abwertung benutzt. Das passiert auch nicht zufällig, und die treibende Kraft dahinter sind rechte und rechtsextreme Parteien auf der ganzen Welt. Aber Polarisierung bedeutet auch: Das Thema ist relevant. Niemand führt Kulturkampf gegen Irrelevantes. Die Gegenreaktion zeigt, dass Machtfragen berührt werden.
Sie sprechen online auch darüber, dass und warum Sie auf Ihr Äußeres achten, und bei ihren Auftritten geht es auch lustig zu. Muss man Feminismus verkaufen?
Man muss ihn nicht verkaufen, als wäre er ein Lifestyle-Produkt. Aber man muss ihn verständlich und zugänglich machen. Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Man kann analytisch scharf argumentieren und trotzdem präsent, pointiert und auch selbstironisch auftreten. Entscheidend ist nicht die Verpackung, sondern die Substanz. Nur, ohne Verständlichkeit
Am 18. März präsentiert Blaha ihr Programm „Funken- schwestern – Wie Feminis- mus alles besser macht“ um 20 Uhr im Treibhaus.
bleibt selbst die beste Substanz wirkungslos. Das heißt nicht, Inhalte zu verwässern. Es heißt, sie so zu vermitteln, dass sie ankommen.
Für Gleichstellung zu kämpfen, scheint eine tägliche Schlacht an multiplen Fronten zu sein. Kämpfen Sie auch mit Zuversicht? Wer sich nur an Rückschritten orientiert, brennt aus. Fortschritt ist selten linear, aber er existiert. Viele Rechte, die uns heute selbstverständlich erscheinen, wurden hart erkämpft. Zuversicht speist sich nicht aus dem naiven Glauben, die Welt würde eh von allein besser, sondern aus der Analyse, dass Gesellschaften sich verändern, wenn man Veränderung anstößt. Das geht nur langsam voran, ist konfliktreich, aber zeigt nachhaltig Wirkung. Und solange Ungleichheit messbar ist, gibt es für mich eine gute Grundlage, um weiterzumachen.
Danke für das Gespräch.
„Fortschritt ist selten linear, aber er existiert.“
Barbara
Blaha
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Mit „Nouvelle Vague“ bringt Regisseur Richard Linklater eine in nostalgischem Schwarz-Weiß gedrehte Liebeserklärung an Jean-Luc Godard und das französische Kino der späten Fünfzigerjahre auf die Leinwand.
Text: Klaus Erler
Paris 1959: Der 28-jährige Jean-Luc Godard ist der Letzte in seinem engen Freundeskreis an Filmemachern (Truffaut, Rohmer, Chabrol …), der noch keinen eigenen Spielfilm realisiert hat.
CINEASTISCHER MEILENSTEIN.
Mit einer improvisationsfreudigen und charismatischen Crew, dem amerikanischen Leinwandstar Jean Seberg und mehr als überschaubaren finanziellen Mitteln realisiert Godard unter chaotischen Bedingungen schließlich sein Debüt: „À bout de souffle“, auf Deutsch „Außer Atem“. Das Ergebnis wird zum cineastischen Meilenstein – ein Werk, das Filmgeschichte schreibt und das Kino nachhaltig verändern wird. Die cineastische Bewegung „Nouvelle Vague“ ist geboren und schafft mit Improvisation, Coolness, Wagemut und dem fast schon messianischen Wunsch nach Erneuerung des Kinos Großes.
„SO ETWAS IST MÖGLICH?“
Den Weg dorthin beschreibt Regisseur Richard Linklater (Boyhood, Before Sunrise) in seinem neuesten Film „Nouvelle Vague“. Linklater über seine Motivation, den Film zu drehen: „Was mich betrifft, so hat die
französische Nouvelle Vague mein Leben verändert … als ich ‚Außer Atem‘ und andere Filme der Nouvelle Vague sah, dachte ich: ‚So etwas ist möglich?‘ Diese Freiheit faszinierte mich … ich konnte spüren, wie cool, freudig und revolutionär der Film war … Er (Godard, Anm.) folgt keinen Regeln außer seinem eigenen filmischen Bewusstsein.“
IN DER TRADITION GODARDS.
Der Casting-Prozess zu Linklaters Film dauerte sechs Monate, mussten doch Schauspieler:innen gefunden werden, die den Originalen möglichst ähnlich schauen. Mit ihnen (an vorderster Front die großartige Zoey Deutch als Jean Seberg) drehte der Regisseur einen Film ganz in der Tradition Godards. Linklater hatte – so wie Godard damals – während des Drehs keine Ahnung, ob das, woran er gerade arbeitet, gut wird oder nicht. Und auch wenn es Linklater mit „Nouvelle Vague“ wahrscheinlich nicht gelingen wird, wie Godard Filmgeschichte zu schreiben, schafft sein Film das, was der heimische Filmverleih als Wunsch so definiert: „Er bringt einen dazu, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben.“ Übung meisterhaft gelungen!

„NOUVELLE VAGUE“ FR 2025, 105 min
Regie: Richard Linklater
Mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch
Kinostart: 12. 3. 2026


1 Total besiegt? So haben sich Nicht-Nimmersatte den Bauch (1–2 W.)
1 Geschwungene Überführungen (?) sind in Innsbruck von Lokal(!)er Bedeutung
2 Kontinental zu sehen: War lange Teil von 1 und ist bezeichnenderweise nicht über dem Äquator zu finden (2 W.)
3 Strenger Pfarrer: „Wenn sie noch einmal sündigen, / muss ich den Glauben …!“
4 Das leichte Beinkleid kann schneidern, wer verrückt Eisen holen geht
5 Urbane Plauderei als aufregende KlatschAttraktion
6 Baustoff aus verrückten Boten muss hier von rechts (!) gegossen werden
7 Knäulige Kopfsache: Wer ihn hier zusammenbindet, darf ver-Dutt-zt dreinschauen
8 Damit laufen Rädel unrund: Als Weinportiönchen in vieler Munde
9 Verschnupfter Ornithologe: „Wenn ich niese und mich schnäuze, / verfliegen alle Eulen und …!“
10
Kontra zu widehr: Dahinter wird er erst zum Guide
10 Anfangs f(!)alsche Strophenzeile ist der Deutschen Hacke
11 Mit Aufsicht (!) zu sehen: Vornämlich männlich ist er sowohl mit dem Wolf als auch mit Heidi unterwegs
12 Launemäßig positiv: Top das Telefongespräch beendet? (2 W.)
13 Wenn’s wo brennt, ist der verrückte Elchsupport gefragt

6020 und HNRX verlosen
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31. März 2026
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Gut trainiert in den Wohnungsmarkt

Klaustrophobie-auslösende Wohnungsbesichtigung

100-Bewerber:innen-Massenstart

Miete erraten, ohne zu weinen

Kautions-Hochsprung
Was Sie schon immer zu fragen gewagt haben, aber nie wissen wollten.
Dass mir das passieren kann
von Johannes F. Park
Von Betrugsopfern hört man ja oft folgenden Satz: Also ich hätte mir nie gedacht, dass mir das passieren kann. Gut möglich, dass das auch Mordopfer sagen. Aber hier gibt es Probleme mit der Datenübertragung.
Jedenfalls. Die besonders oft für das Nachmittagsfernsehen öffentlich-rechtlicher deutscher Fernsehanstalten in der schon leicht angeranzten Wohnküche nacherzählte Geschichte geht so:
1. Eben mal schnell in einem vermeintlichen E-Mail der Hausbank die sieben Rechtschreibfehler plus das verzerrte Logo ignoriert,
2. die hanebüchene Begründung, weshalb man sein Passwort bestätigen solle, für plausibel befunden,
3. auf den Link mit der Domain nberihklds.ru geklickt,
4. in einem windschiefen Formular Zugangsdaten eingegeben,
5. und schon geht ein weißrussischer Jusstudent im 34. Semester auf Einkaufstour.
Danach ganz viel Scherereien. Interpol. Die Enkelin muss extra aus Brunsbüttel anreisen und den Code beim Garagentor ändern. Und Karl-Friedrich seitdem immer so: Ich hab’s dir ja gesagt, Else, das Internet ist an allem schuld.
Mein Anwalt und meine Social-MediaAgentur haben mich zur Vermeidung allfälliger Gerichtsverfahren, Shitstorms und
sonstiger Protestaktionen dazu genötigt, an dieser Stelle folgende Hinweise anzuführen:
1. Die meisten Weißrussen sind keine Hacker.
2. Die meisten weißrussischen Jusstudenten sind nicht im 34. Semester.
3. Es gibt auch Hackerinnen.
4. Sehr viele Frauen studieren Jus. In Weißrussland, aber auch auf der ganzen Welt.
5. Wenn man was Geisteswissenschaftliches studiert, ist das auch okay.
6. Oder gerne auch einen Lehrberuf.
7. Es gibt Phishing-Mails, die täuschend echt wirken.
8. Hausbanken machen oft keine Fehler.
9. Manche Betrugsopfer sind keine leichtgläubigen Idioten.
10. Bei Filmaufnahmen kann in Wohnküchen schon einmal das Licht blöd fallen, und der Kameramann hat ja vielleicht auch einfach zu wenig Platz gehabt, um den überhaupt nicht angeranzten Zustand angemessen einzufangen.
So.
Ich wünsche schon mal ein schönes Wochenende, und für den Fall, dass für Sie schön schlecht ist oder Sie das Konzept Wochenende rundheraus ablehnen, was Leuten gut steht, die entweder wahnsinnig viel oder fürchterlich wenig zu tun haben, wünsche ich Ihnen einfach, was Sie sich wünschen.
Ach ja, und es gibt auch Kamerafrauen.
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