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Jahresbericht 2025

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Jahresbericht 2025

Katholische Kirche im Kanton Züric h

1 Vorwort

Synodalrat

2 Präsidiales

12 Ökumenische Seelsorge

20 Bildung und Kultur

26 Soziales und Ökologie

34 Migrantenseelsorge

42 Seelsorge Gesundheitswesen und Inklusion

48 Seelsorge Jugend und junge Erwachsene

56 Personal

64 Finanzen und Infrastruktur

Statistik

73 Mitgliedschaft

74 Die römisch-katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zürich 2025

77 Kirchliches Personal, Kirchliche Handlungen, Territoriale Struktur

80 Generalvikariat

Organe der Körperschaft

86 Synode

87 Rekurskommission

92 Adressverzeichnis

Zum Coverbild und den grossformatigen Fotos

Mit sieben grossflächigen Plakaten an rund 500 Plakatstellen im ganzen Kanton Zürich zeigt die katholische Kirche ihr vielfältiges Wirken.

Geschätzte Leserinnen und Leser

Mit welchen Bildern verbinden wir heute «Kirche»?

Mit einer festlichen Messe in einer Kathedrale? Mit einem stillen Gebet in einer Kapelle am Wanderweg oder dem Tischgebet in der Familie? Mit Seelsorgegesprächen in Pfarreien, Spitälern oder in Notfällen? Vielleicht aber auch mit dem Apéro nach dem Gottesdienst, dem Zeltlager von Jungwacht / Blauring oder dem Wirken von Caritas, Fastenaktion und anderen karitativen Organisationen?

Kirchliches Leben und Wirken hat viele Facetten. Und doch werden diese oft zu wenig wahrgenommen. Die christliche Botschaft lebt aber davon, dass sie weitergegeben wird. Am Ende des Markusevangeliums steht der Auftrag: «Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen». Dieser Auftrag gilt bis heute. Die Weitergabe geschieht seit mehr als zwei Jahrtausenden mit Bildern und Worten. Die heutige Welt verlangt von uns, die frohe Botschaft so zu vermitteln, dass sie ankommt – in einer Sprache und in Bildern, die Menschen heute erreichen. Mit der Kampagne «miteinander – füreinander», deren Motive diesen Jahresbericht prägen, unternehmen wir einen solchen Versuch.

Die Kampagne erzählt keine neue Geschichte. Sie macht sichtbar, was Kirche jeden Tag tut: Seelsorge, soziales Engagement, gelebte Tradition und Spiritualität. Sie verwendet bewusst eine Bildsprache, die auch ausserhalb kirchlicher Räume verstanden wird.

Viele Menschen verbinden mit Kirche kritische Erfahrungen und Erwartungen. Eine Kampagne ersetzt keine konkreten Schritte, um dem zu begegnen oder Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu stärken. Aber sie kann dazu beitragen, das kirchliche Wirken im Alltag sichtbar zu machen. Die Bilder dieses Jahresberichts laden dazu ein, genauer hinzuschauen – und vielleicht neu zu entdecken, was Kirche heute ist und sein kann. Mit dem vorliegenden Jahresbericht geben wir Einblick in dieses vielfältige Wirken der Katholischen Kirche im Kanton Zürich: in die Arbeit der Dienststellen und Organisationen, in das Engagement der Gläubigen und in den verantwortungsvollen Einsatz der uns anvertrauten Mittel.

Kirche lebt dort, wo Menschen füreinander da sind.

Wir möchten die Freude der frohen Botschaft weitergeben – und sie sichtbar machen.

Miteinander – füreinander.

Raphael Meyer Luis Varandas, Generalvikar für Präsident des Synodalrats die Bistumsregion Zürich-Glarus

Generalvikar Luis Varandas und Synodalratspräsident Raphael Meyer engagieren sich gemeinsam für die Katholische Kirche im Kanton Zürich. Foto: Sibylle Ratz

«Wir alle gehören zur Schweiz»: Ein starkes Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus setzten Vertreterinnen und Vertreter aus allen grossen Religionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Politik auf dem Zürcher Lindenhof. Foto: VIOZ

Kirchen im Dienst der gesamten Gesellschaft

Die Rolle der Kirchen und der Religionsgemeinschaften generell in unserer zunehmend säkularen Gesellschaft, ihr heutiges und ihr zukünftiges Verhältnis zum Staat und die staatlichen Gelder für gesamtgesellschaftliche Leistungen der anerkannten Religionsgemeinschaften waren zentrale Themenfelder auch für die Körperschaft der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Der Kantonsrat nahm an zwei Sitzungen die Jahresberichte 2024 der anerkannten Religionsgemeinschaften, den ökumenischen Tätigkeitsbericht über die vergangenen vier Jahre sowie das Tätigkeitsprogramm für die Jahre 2026 – 2031 zur Kenntnis. Dabei folgte er dem Antrag des Regierungsrats, die anerkannten Religionsgemeinschaften für die kommenden sechs Jahre mit jährlich 50 Millionen Franken zu unterstützen.

Die Leistungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung wurden von allen Parteien sehr wohlwollend gewürdigt. Das Engagement ist unbestritten und erwähnte Beispiele verdeutlichten die Notwendigkeit dieser Angebote der anerkannten Religionsgemeinschaften. Intensiv debattiert wurde hingegen darüber, ob staatliche Gelder auch für Projekte von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung anderer, nicht anerkannter Religionsgemeinschaften verwendet werden dürfen. Ein vom Kanton in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigte die Rechtmässigkeit dieser Projektfinanzierung.

Bereits in den vergangenen Jahren finanzierten die Evangelisch-reformierte Landeskirche, die Katholische Kirche im Kanton Zürich und der Kanton Zürich erfolgreich initiale Projekte nicht anerkannter Religionsgemeinschaften, zum Beispiel im Bereich der Spital-, der Klinik- oder der Gefängnisseelsorge. Der Erfolg bestätigt dieses gemeinsame Engagement, der Bedarf wurde ausgewiesen, die Nachfrage war aber grösser als die Möglichkeiten des Kantons Zürich, hier mehr Geld zu investieren.

Kantonale Gesetzesgrundlage

Ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende und wenn die Finanzierung darüber hinausgehen soll, benötigt der Kanton Zürich hierfür eine gesetzliche Grundlage. Eine solche rechtliche Grundlage will die Direktion der Justiz und des Innern nun erarbeiten, damit ab dem Jahr 2032 der Kanton Zürich diese gesamtgesellschaftlichen Leistungen nicht anerkannter Religionsgemeinschaften selbst finanzieren kann. Bis es so weit ist, haben sich die Evangelisch-reformierte Landeskirche und die Katholische Kirche im Kanton Zürich bereit erklärt, mit einem Betrag von je einer Million Franken pro Jahr die Finanzierung von Projekten nicht anerkannter Religionsgemeinschaften von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung als Übergangslösung zu übernehmen. Mit der Fortsetzung der bewährten interreligiösen Zusammenarbeit trägt die Katholische Kirche im Kanton Zürich zu einem friedlichen Miteinander im gesellschaftlich und religiös vielfältigen Kanton Zürich bei. Kirchenentwicklung

Selbst eine 2 000 Jahre alte Institution muss sich weiterentwickeln. Auch wenn das oft nicht so direkt von aussen wahrgenommen wird: Es tut sich was bei der katholischen Kirche und es ist auch nötig. Wie bereits im Jahresbericht 2024 erwähnt, wird in den nächsten zehn Jahren ein Grossteil der Seelsorgenden in Pension gehen, und die Bildungsinstitute haben aktuell zu wenig Absolventinnen und Absolventen, um diese Lücken zu füllen. Eine Befragung hat aber ergeben, dass viele Seelsorgerinnen und Seelsorger bereit wären, über den Zeitpunkt der Pensionierung hinaus zu arbeiten oder zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Der Synodalrat bewilligte deshalb eine zusätzliche Stelle im Generalvikariat, um diesen Angestellten Ausund Weiterbildungen oder andere Förderung zu ermöglichen. Wie gleichzeitig die pastorale Entwicklung vorangebracht werden kann, war Gegenstand mehrerer Workshops. Gemeinsam mit dem Generalvikariat will der Synodalrat dieses Thema verstärkt angehen und hat zu diesem Zweck eine dual zusammengesetzte Kommission eingesetzt, die ihre Arbeit im Jahr 2026 aufnimmt.

Kirchgemeindefusionen

Fusionen von Kirchgemeinden können aus unterschiedlichen Gründen angestossen werden. So kann etwa die Zusammenlegung politischer Gemeinden die Frage aufwerfen, ob auch die kirchlichen Strukturen parallel weiterentwickelt werden sollen. Am häufigsten liegt der Auslöser jedoch darin, dass die Suche nach Behördenmitgliedern aufgrund gestiegener fachlicher und zeitlicher Anforderungen zunehmend schwieriger wird.

Eine Fusion von Kirchgemeinden muss von der Bevölkerung mitgetragen werden. Entsprechend ist darauf zu achten, dass das pfarreiliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt wird. Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern sind die Vorteile einer Fusion – namentlich die Reduktion von Behörden- und Infrastrukturkosten sowie eine effizientere Organisation administrativer Aufgaben – klar und nachvollziehbar aufzuzeigen. Transparenz im Prozess trägt wesentlich dazu bei, Ängste und Vorbehalte abzubauen.

Langfristig wird sich die Katholische Kirche im Kanton Zürich der Frage nicht entziehen können, wie Kirchgemeindestrukturen zukunftsfähig gestaltet werden sollen. Fusionen werden dabei – je nach regionaler Situation – ein Thema bleiben, mit dem sich die verantwortlichen Gremien auseinandersetzen müssen.

Sachwaltungen

Auf Ende des Berichtsjahrs waren knapp vier Prozent der Sitze in den Kirchenpflegen vakant. Eine unterbesetzte Behörde führt in erster Linie zu einer Mehrbelastung der amtierenden Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger. Solange diese zusätzliche Arbeit aufgefangen werden kann und das Gremium beschlussfähig bleibt, lässt sich die Situation in der Regel bewältigen.

Gefährden Vakanzen jedoch die Handlungsfähigkeit der Kirchenpflege – etwa, weil das Präsidium nicht besetzt werden kann oder weniger als drei gewählte Mitglieder im Amt sind –, setzt der Synodalrat eine sogenannte Sachwaltung ein. Diese unterstützt die Kirchenpflege bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben, steht

Milizsystem unter Druck – auch im dualen System

Das Zusammenspiel von staatskirchenrechtlichen und pastoralen Verantwortungsträgern –das duale System der Kirche in der Schweiz –lebt vom Engagement der Kirchenmitglieder. Aber es wird zunehmend schwieriger, Personen zu finden, die bereit und geeignet sind, ein Behördenamt zu übernehmen. Die katholische Kirche steht damit nicht allein: Auch Vereine, politische Gemeinden und gemeinnützige Organisationen sind von dieser Entwicklung betroffen.

Die Ursachen orte ich weniger in einer nachlassenden Solidarität als in veränderten Rahmenbedingungen. Behördenarbeit ist fachlich und zeitlich anspruchsvoller geworden, das Bedürfnis nach Ausgleich und Erholung hat an Bedeutung gewonnen, während die gesellschaftliche Anerkennung ehrenamtlichen Engagements abgenommen hat. So ist nachvollziehbar, dass selbst sehr motivierte Männer und Frauen an ihre Grenzen gelangen.

Wenn wir am dualen System und am Milizprinzip festhalten wollen, müssen wir handeln. Neben einer gezielten Aus- und Weiterbildung von Behördenmitgliedern sind auch strukturelle Anpassungen – etwa eine stärkere Koordination einzelner Aufgaben durch die Kantonalkirche oder die Zusammenlegung von Kirchgemeinden – zu prüfen. Engagement darf jedoch nicht nur eingefordert, sondern muss aktiv unterstützt und mitgetragen werden. Nur so kann Verantwortung auch künftig auf mehrere Schultern verteilt werden.

Synodalratspräsident Raphael Meyer Ressort Präsidiales

«Die Fremdverwaltung der Kirchgemeinde darf kein

Dauerzustand

sein.»

insbesondere unerfahrenen Gremien beratend zur Seite und hilft dem Präsidium bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung von Geschäften und Sitzungen. Dadurch können Überlastungssituationen vermieden werden, was sich positiv auf Motivation und Kontinuität der Behördenarbeit auswirkt.

Die Fremdverwaltung der Kirchgemeinde darf aber kein Dauerzustand sein. Neben der interimistischen Wahrnehmung der Kirchenpflegeaufgaben gehört insbesondere die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Behörden zu den zentralen Aufgaben der Sachwalterin oder des Sachwalters. Ziel ist es stets, die Handlungsfähigkeit der Kirchenpflege wieder vollständig herzustellen.

Ende des Jahres stand noch eine Kirchgemeinde unter Sachwaltung. Es besteht berechtigte Zuversicht, dass sie im Verlauf des Jahres 2026 aufgehoben werden kann.

Aus dem Gesamtprojekt «Mariastein 2025» unterstützt die Synode die Neugestaltung des Klosterplatzes. Ziel des Projekts ist der Erhalt des religiösen und kulturellen Erbes.

Unterstützung von Klostergemeinschaften

Die Klöster in der Schweiz bewegen sich ausserhalb staatskirchenrechtlicher Strukturen. Sie erhalten keine direkten Kirchensteuern von Mitgliedern und sind somit auf Einnahmen aus ihrer Geschäftstätigkeit, auf Pilgerinnen und Pilger sowie auf Spenden angewiesen. Eine traditionelle Verbundenheit pflegt die Katholische Kirche im Kanton Zürich mit den Klöstern Einsiedeln und Disentis, die beide im Gebiet des Bistums Chur liegen. Während Einsiedeln als bedeutendster Pilgerort der Schweiz weniger auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, stellt sich die Situation in Disentis anders dar. Das Kloster investiert derzeit gezielt in Nachhaltigkeit und strebt eine Reduktion der laufenden Energiekosten an. Die Klostergemeinschaft plant den Bau einer weiteren Photovoltaikanlage mit Südausrichtung. Die vielen Sonnentage in der oberen Surselva lassen eine rasche Amortisation der Investition erwarten. Der Synodalrat beantragte deshalb der Synode, dieses Vorzeigeprojekt mit 150 000 Franken zu unterstützen.

Ausserhalb unseres Bistums befindet sich das Kloster Mariastein, das mit seiner Gnadenkapelle jährlich von rund einer Viertelmillion Pilgerinnen und Pilgern besucht wird. Mit dem Projekt «Mariastein 2025» richtet sich das Kloster strategisch auf die Zukunft aus. Ziel ist es, das religiöse und kulturelle Erbe weiterhin zugänglich zu machen, selbst wenn die Mönchsgemeinschaft dazu nicht mehr in vollem Umfang in der Lage sein sollte. Aus diesem Gesamtprojekt beantragte der Synodalrat der Synode, die Neugestaltung des Klosterplatzes mit 150 000 Franken zu unterstützen.

Foto: Kloster Mariastein

Beide Anträge zu den Klöstern Disentis und Mariastein hiess die Synode an ihrer Sitzung vom 4. Dezember gut, was die anwesenden Äbte Vigeli Monn OSB (Disentis) und Ludwig Ziegerer OSB (Mariastein) herzlich verdankten.

An den Synodalrat überwiesene Postulate

Das Postulat von Myriam Barzotto (Bruder Klaus, Zürich) betreffend Einbezug katholischer Migrantinnen und Migranten in die Legislative der Katholischen Kirche im Kanton Zürich vom 29. Januar wurde von der Synode an ihrer Sitzung vom 10. April mit 48 Ja gegen 40 Nein und 6 Enthaltungen dem Synodalrat überwiesen.

Mit diesem Postulat wird der Synodalrat aufgefordert, in Zusammenarbeit mit dem Generalvikar und dem Bischof zu prüfen, ob der Synode eine Vorlage für eine Rechtsänderung unterbreitet werden soll, damit künftig eine angemessene Vertretung der Missionen in der Synode sichergestellt ist.

Das Postulat von Francesco Papagni (St. Peter und Paul, Zürich) betreffend Unterstützung der Jesuitenbibliothek Zürich vom 30. Juli wurde von der Synode an ihrer Sitzung vom 6. November mit 41 Ja gegen 32 Nein und 9 Enthaltungen dem Synodalrat überwiesen.

Dieses Postulat verpflichtet den Synodalrat, eine jährliche finanzielle Unterstützung der Jesuitenbibliothek Zürich zu prüfen.

Sitzungen und Klausuren

Der Synodalrat hielt 18 Sitzungen ab und behandelte dabei 245 Traktanden. Zudem trat er an zwei Klausuren zusammen.

An der Frühjahrsklausur in Disentis zog der Synodalrat eine Halbzeitbilanz, setzte sich mit dem eigenen Selbstverständnis auseinander, überprüfte seine Geschäftsordnung und besprach die künftige strukturelle Ausgestaltung der Kommunikation der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Auch an der Herbstklausur in Mariastein setzte sich der Synodalrat mit dem eigenen Selbstverständnis auseinander, diskutierte weiter über seine Geschäftsordnung und befasste sich mit einem Handlungsplan bei gesellschaftlichen Krisen.

Mönche im Kloster Disentis beim Chorgebet. Foto: Henning Angerer

Einblick in die Dreharbeiten zur Reputationskampagne. Mitarbeitende von Verwaltung und Seelsorge wirken aktiv als Statisten mit.

Foto: Sibylle Ratz

«miteinander –füreinander»

Reputation und Image der katholischen Kirche zu pflegen und nach Kräften zu verbessern, ist einerseits Daueraufgabe der kirchlichen Kommunikation, andererseits eine gewaltige Herausforderung. Dies vor allem im Nachgang zur Publikation von 2023 über Missbrauch im kirchlichen Umfeld und im Vorfeld der für 2027 erwarteten Hauptstudie zu diesem dunklen Kapitel Schweizer Kirchengeschichte.

Schonungslose Aufklärung und Anerkennung des Leids der Betroffenen, Transparenz auf allen Ebenen kirchlichen Lebens und eine deutlich gestärkte Prävention sind die eine Seite der nötigen Massnahmen, von denen bereits viele umgesetzt wurden, einige noch in Vorbereitung sind.

Auf der anderen Seite ist es aber auch ein wesentliches Anliegen kirchlicher Kommunikation, die Öffentlichkeit über den wertvollen Beitrag kirchlichen Wirkens in verschiedensten Tätigkeitsfeldern zu informieren. Schwerpunkt der Arbeit der Kommunikationsstelle war darum die Vorbereitung einer breiten Reputationskampagne «miteinander – füreinander», die Ostern 2026 startet und auch von Bischof Joseph Maria Bonnemain und dem Bistum Chur mitgetragen wird.

Im Spätherbst fanden die Dreharbeiten für einen Imagefilm statt, der in Kinos und auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen die Menschen ansprechen will. Mitarbeitende und Profi-Schauspielerinnen und -Schauspieler wirkten mit. Herzlichen Dank allen Beteiligten vor und hinter der Kamera, die dazu beigetragen haben, dass ein professioneller Spot Zuschauende zum Nachdenken anregt. Neben dem Spot sollen Plakate zum gemeinsamen Slogan «miteinander – füreinander» und grossflächige Blachen an Kirchtürmen und anderen kirchlichen Gebäuden das Interesse der Menschen wecken. Die Plakatentwürfe der Kampagne liefern auch die grossflächigen Bilder zu diesem Jahresbericht.

Kirche wirkt!

Zu Beginn des Jahres wurden die Kirchgemeinden und Pfarreien wiederum mit Flyern und Plakaten ausgerüstet, um ihre Mitglieder zu informieren, für welche Aufgaben die Kirche ihre Gelder verwendet. Gleichzeitig wurden grossflächige Plakatwände mit den auffällig roten Sujets bespielt, die Aufmerksamkeit erregten Dazu passend wurde eine entsprechende Website aktualisiert und mit vertiefenden Informationen aus dem Wirkungskreis der Kirche versehen.

Hochzeitsmesse

Der markante Rückgang kirchlicher Trauungen fordert die Kirchen verstärkt heraus. Der neu gestaltete Stand für den ökumenischen Auftritt der reformierten und der katholischen Kirche an der Hochzeitsmesse jeweils zu Beginn des Jahres kam beim Publikum wie den Betreuerinnen und Betreuern des Stands sehr gut an. Es wird für die Zukunft ein Auftritt an der zweiten Hochzeitsmesse «Trau dich» geprüft, die jeweils im Herbst stattfindet.

Giardina

Zum ersten Mal waren die katholische und die reformierte Kirche an der grössten Gartenmesse der Schweiz, der Giardina in Zürich, mit einem Stand präsent. Dies unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und dem Motto «gemeinsam wachsen». Im Nachhinein kann man sich fragen, wieso die Kirchen nicht schon früher ihr Engagement im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit an dieser Messe vorgestellt haben. Fragen zur Umwelt und unserer gemeinsamen Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung führten zum Teil zu tiefgehenden Gesprächen mit Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen, aber auch mit solchen, die der Kirche kritisch gegenüberstehen. Die Präsenz an der Giardina soll künftig zum festen Repertoire kirchlicher Präsenz in der Zürcher Öffentlichkeit werden.

Der gemeinsame Auftritt der katholischen und der reformierten Kirche an der Giardina zeigt, wie Kirche zwischen Gurken, Bohnen und Blumen erlebbar wird. Foto: Kommunikation

«La vie après Siham» von Regisseur Namir Abdel Messeeh wurde mit dem Filmpreis der Zürcher Kirchen ausgezeichnet: ein Familienporträt voller Humor über den Lauf der Zeit und die heilende Kraft des Kinos. Foto: Gina Held

Filmpreis der Zürcher Kirchen «La vie après Siham» des Regisseurs Namir Abdel Messeeh wurde im Rahmen des Zurich Film Festival (ZFF) mit dem Filmpreis der Kirchen ausgezeichnet. Der französisch-ägyptische Filmemacher überzeugte mit seiner filmischen Trauerbewältigung die Jury des Filmpreises der Kirchen. Am Anfang stand die Idee, die Beerdigung seiner Mutter zu filmen. Was als Versuch begann, Erinnerungen festzuhalten, entwickelte sich zu einem «Trauerfilm, der sich durch Leichtigkeit und Einfachheit, Tiefe und Experimentierfreudigkeit auszeichnet», heisst es in der Laudatio der Jury.

Magazin für Mitarbeitende «Credo»

In vier Ausgaben vertiefte das Kommunikationsteam die Ergebnisse der SotomoUmfrage zur Reputation der Kirche, zu Palliative und Spiritual Care bei der Klinikund Spitalseelsorge sowie zu Chancen und Risiken der KI-Technologie. In der Weihnachtsausgabe fühlte «Credo» Bischof Joseph Maria Bonnemain in einem sehr persönlichen Gespräch über seine Zukunftsvorstellungen für das Bistum Chur und seine Erwartungen an das von ihm ausgerufene «Bistumsjahr» auf den Zahn.

Forum

Was anfangs des Jahres ein Abenteuer war, hat sich innerhalb kurzer Zeit durchgesetzt: Das neue Forum wird geschätzt und gelesen. Es verfolgt noch konsequenter sein Ziel, ein «Forum für alle» zu sein: ein attraktives Magazin für alle Mitglieder der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Alle sollen angesprochen sein, gleichgültig, wie nah oder distanziert sie zur Kirche stehen. Die vielen Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern zeigen, dass diese Ausrichtung stimmt.

Zum Grundsatz «Forum für alle» gehört auch der Aufbau einer hybriden Strategie, in der sich Print und Web optimal ergänzen. Das Forum öffnet sich dadurch über die Kirchenmitgliedschaft hinaus. Ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Gestaltung des Printmagazins gilt deshalb dem Aufbau einer leistungsstarken Online-Plattform. Aus den vielen neuen Features sticht vor allem die Online-Agenda heraus, die kantonsweit, nutzungsfreundlich, umfassend und tagesaktuell auf Veranstaltungen aus Pfarreien, Missionen und Institutionen hinweist. Die Agenda ist auch über die zentrale Website www.zhkath.ch zugänglich und soll möglichst die ganze Vielfalt des katholischen Lebens in unserem Kanton abbilden.

Hinter den Kulissen pulsiert der digitale Hub «Forum+» als Herz der Strategie. Dank ihm können die Abläufe weiter digitalisiert und optimiert werden. Bereits im ersten Betriebsjahr wurde sichtbar, wie dynamisch sich der Hub weiterentwickeln lässt. Es zahlt sich aus, dass dafür neben der Implementierung neuer Features auch das Supportangebot ausgebaut wurde.

Lange nacht der Kirchen

Im Kanton Zürich stellten fast 70 katholische, christkatholische und reformierte Kirchgemeinden im Rahmen der fünften Ausgabe der Langen Nacht der Kirchen im Mai gemeinsam ein Programm mit über 280 Veranstaltungen auf die Beine und machten für einmal Kirche anders erlebbar.

Personelles

Im Sommer kam mit Manuela Moser als Informationsbeauftragte des Generalvikars eine neue Person ins Team der Kommunikationsstelle. Ende Jahr schied dafür die stellvertretende Bereichsleiterin Sibylle Ratz aus, die eine neue Aufgabe in der Körperschaft als Bereichsleiterin Jugend, Ökologie, Bildung übernimmt. Die Wiederbesetzung ihrer Stelle sowie die bevorstehende Pensionierung des Bereichsleiters Simon Spengler führen in naher Zukunft zu einer weitgehenden Erneuerung des Teams.

Lange Nacht der Kirchen – Der Multiinstrumentalist Yves Neuhaus verspricht mit seiner Musik: Wo die Reise auch hingeht, da ist es schön. Foto: Sabine Zgraggen

Der Sommergottesdienst der SPuR war eine Einladung: innezuhalten, Kraft zu schöpfen – und all jene zu würdigen, die täglich für andere da sind. Foto: SPuR

Gemeinsam sind wir stärker

Die ökumenische Zusammenarbeit verbindet unterschiedliche Konfessionen und Religionsgemeinschaften. Sie betont das Gemeinsame, zieht an einem Strang und stärkt die Bedeutung der Kirchen und Religionsgemeinschaften für die Gesamtgesellschaft. Dass die Ökumene trägt, beweisen auch die zahlreichen Jubiläen von Seelsorgestellen in ökumenischer Trägerschaft, die die Kirchen feiern durften. Dabei wird deutlich: «Gemeinsam sind wir stärker.»

Für das Ressort war das Berichtsjahr durchaus historisch. Die Synode der Körperschaft beschloss im November, für Tätigkeiten von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung die VIOZ (Vereinigung Islamischer Organisationen Zürich) mit einem jährlichen Beitrag in Höhe von rund 800 000 Franken zu unterstützen. Dies ist Vertrauensbeweis und Resultat jahrelanger tragfähiger Zusammenarbeit der Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kanton Zürich.

Seelsorge Polizei und Rettungskräfte (SPuR)

Am 7. Mai konnte die SPuR in Kooperation mit der Paulus Akademie unter dem Motto «Vielfalt in den Blaulichtorganisationen» ihr 25-jähriges Bestehen feiern: ein Abend mit Kurzreferaten und Podium, bei dem Menschen der Kantonspolizei, der Stadtpolizei und von Schutz & Rettung zu Wort kamen. Die Verantwortlichen und viele Netzwerkpartner der SPuR würdigten in ihren Grussworten die Seelsorge in den Blaulichtorganisationen als einen wichtigen und konkreten Beitrag der Kirchen für die Gesellschaft. Die Idee, eine eigene Seelsorge für Einsatzkräfte anzubieten, entstand schon Mitte der 1990er-Jahre. Damals war Pfarrer Patrice de Mestral Seelsorger in den Zürcher Polizeigefängnissen und kam dort immer wieder in Kontakt mit den Einsatzkräften selbst. Dabei erkannte er, dass Belastungen und trau-

matische Erlebnisse bei Einsatzkräften langfristige Folgen haben, ihre seelische und psychische Gesundheit beeinträchtigen und sogar ihr Menschenbild massiv beeinflussen können. So entstand die Seelsorge Polizei und Rettungskräfte. Sie wird seitdem organisatorisch und finanziell von der Stadt- und Kantonspolizei, von Schutz & Rettung Zürich sowie den vier kirchlichen Trägerschaften auf städtischer und kantonaler Ebene getragen. Ein Vierteljahrhundert ökumenische, städtische und kantonale Zusammenarbeit, die bis heute trägt und ein wirkungsvolles Beispiel für das gesamtgesellschaftliche Miteinander darstellt.

Personalwechsel und neue Arbeitshilfe

Der langjährige Seelsorger für Rettungskräfte, Stefan Keilwerth, verliess Anfang des Jahres die SPuR. Als Nachfolgerin hat die Trägerschaftskommission im Sommer die reformierte Pfarrerin Susanna Klöti angestellt.

Mit dem Druck und dem Inkrafttreten des neuen SPI-Lehrmittels «Menschenrechte und Berufsethik» ging ein langer und intensiver Prozess zu Ende. Erfreulich ist, dass das entstandene Werk für die Grundausbildung in allen Polizeischulen der Schweiz einheitlich Verwendung findet, da es auch in französischer und italienischer Sprache erschienen ist.

Gefängnisseelsorge

Das katholische Seelsorgeteam besteht zurzeit aus 13 Mitarbeitenden, die in insgesamt 14 Gefängnissen des Kantons Zürich tätig sind. Diese umfassen unterschiedliche Haftformen – vorläufige Festnahme, Untersuchungs-, Kurz- und Langzeithaft – sowie Einrichtungen des Straf- und Massnahmenvollzugs. Diese Vielfalt der Institutionen stellt hohe Anforderungen an Flexibilität, Fachkompetenz und Präsenz der Seelsorgenden.

Seelsorgerische Begleitung

Insgesamt zählten die Seelsorgenden über 3 000 vertiefte Begegnungen. Diese Gespräche reichten von kurzfristigen Kriseninterventionen über längerfristige Begleitungen bis hin zu Gesprächen in besonderen Lebenssituationen wie Haftantritt, Gerichtsverfahren, Krankheit, Abschied oder Trauer. Die Seelsorgenden boten Raum für existenzielle Fragen, Schuld- und Sinnfragen sowie für spirituelle Anliegen – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit oder Weltanschauung.

Religiöse Feiern

Neben der Einzelbegleitung wurden rund 40 religiöse Feiern durchgeführt. Dazu gehörten katholische Gottesdienste ebenso wie interreligiöse Feiern, die der religiösen Vielfalt innerhalb der Gefängnisse Rechnung tragen. Diese Feiern boten den Teilnehmenden Momente der Gemeinschaft, der Besinnung und der Hoffnung. Solche interreligiösen Formate werden jeweils als wertvolles Zeichen des gegenseitigen Respekts und des friedlichen Zusammenlebens wahrgenommen.

Internationaler Austausch

Ein besonderer Höhepunkt war die Alpenländertagung der Gefängnisseelsorge, die im Juni im Kloster Bethanien in St. Niklausen (OW) stattfand. An der Tagung nahmen neben über 40 Seelsorgenden aus der Schweiz auch Kolleginnen und Kollegen aus Österreich und Bayern teil. Von allen wurde die Anwesenheit des Diözesanbischofs Joseph Maria Bonnemain sehr geschätzt. Thematisch befassten sich die Teilnehmenden mit Macht und Machtstrukturen und konnten dafür ausgewiesene Spezialisten willkommen heissen. Der länderübergreifende Austausch bot einen wertvollen Einblick in unterschiedliche Vollzugssysteme, seelsorgerische Ansätze und gemeinsame Herausforderungen. Die Tagung stärkte die fachliche Vernetzung und setzte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Gefängnisseelsorge.

Vielfalt im «Gemischtwarenladen»

Wenn ich kirchenfernen Bekannten meine Tätigkeit als Synodalrätin erklären möchte, dann komme ich nach den allgemeinen Erläuterungen, was der Synodalrat ist und wie wir als Gesamtgremium funktionieren und arbeiten, auf mein eigenes Ressort zu sprechen.

Hier fällt mir dann meist der Vergleich zu einem «Gemischtwarenladen» ein – nicht im despektierlichen Sinn, sondern als Hinweis auf die Vielfältigkeit: hier Seelsorge im Gefängnis, dort im Bundesasylzentrum, hier die Bahnhofkirche, dort die Flughafenkirche und der Raum der Stille im Einkaufszentrum, Seelsorge in und für die Blaulichtorganisationen und die Notfallseelsorge und schlussendlich die Hilfe über die digitalen Wege des Internets bei seelsorge.net – um nur die grossen ökumenischen Seelsorgeangebote zu nennen.

Doch auch wenn die «Verpackung» bei all diesen Seelsorgestellen variiert, so ist der Inhalt, das Essenzielle, überall dasselbe: Es geht um Menschen in einer Ausnahmesituation oder in einer persönlichen Not und um Seelsorgende, die sich der Sorgen dieser Menschen annehmen und mit ihrem Dasein deren Verzweiflung und gefühlte Ausweglosigkeit mittragen und zu lindern versuchen. Hier möchte ich meinen herzlichen Dank an alle – katholischen, reformierten, muslimischen und orthodoxen – Seelsorgenden für ihre unermüdliche Arbeit für Menschen in schwierigen Situationen und am Rande der Gesellschaft aussprechen.

Synodalrätin Barbara Winter-Werner Ressort Ökumenische Seelsorge

Mit vier altersgerechten Kurzfilmen vermittelt ExtraMural Einblick in den Alltag hinter Gefängnismauern und baut so Berührungsängste bei Kindern und Jugendlichen ab. Bild: ExtraMural

QR-Code zu den Videos

ExtraMural

Die «Fachstelle für Beratung und Begleitung für Angehörige von Inhaftierten» ExtraMural wurde von 127 Angehörigen aufgesucht. Pro Person fanden im Schnitt ein bis drei Beratungstermine statt. Die Begleitungen erfolgten grösstenteils telefonisch, aber auch per E-Mail, Chat oder in einem persönlichen Gespräch vor Ort auf der Fachstelle. Die Beratungsthemen waren breit gefächert. Meist ging es um Informationen über das Justizvollzugssystem, psychosoziale Unterstützung zur Bewältigung der individuellen Situation, Erziehungsfragen (z.B. Was sage ich den Kindern?), Unterstützung im Umgang mit Ämtern und um rechtliche Anliegen.

infoBUS – mobiles Angebot

Der infoBUS ist ein dreijähriges Pilotprojekt (2025 – 2027), das von ExtraMural in Kooperation mit der Organisation «team72» und einer Gruppe von 16 Freiwilligen durchgeführt wird. Zwischen Mai und Oktober war der infoBUS an zwei Halbtagen pro Woche vor dem Untersuchungsgefängnis Zürich-West und der Justizvollzugsanstalt Pöschwies im Einsatz. 86 Angehörige haben das Angebot in Anspruch genommen. Finanziell wird das Projekt von Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) Kanton Zürich unterstützt.

Erklärfilme für Kinder

Das Projekt «Erklärfilme für Kinder und Jugendliche mit einem inhaftierten Elternteil» wurde erfolgreich abgeschlossen. Es stehen vier Kurzfilme mit unterschiedlichen Themen zur Verfügung. Die Filme «Warum kommt man ins Gefängnis», «Mein Vater ist im Gefängnis. Was hilft mir, mit dieser Situation klarzukommen?», «Mein Vater ist im Gefängnis. Kann ich ihn besuchen?» und «Wie sieht ein Alltag im Gefängnis aus?» können mittels aufgeführtem QR-Code abgerufen und angesehen werden. Die Erklärfilme geben betroffenen Kindern Orientierung und Sicherheit und tragen dazu bei, dass sie einen Umgang mit negativen Gefühlen wie Angst oder Überforderung finden. Die Filme eignen sich auch als Instrument, um Besuche beim inhaftierten Elternteil im Gefängnis vorzubereiten, damit die Kinder solche Treffen als positives Erlebnis wahrnehmen.

Notfallseelsorge Kanton Zürich (NFSZH)

Ab Mitte der 1990er-Jahre entstanden in verschiedenen Bezirken des Kantons Notfallseelsorge-Piketts von Pfarrpersonen. 2005 beschloss der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche Zürich, und kurze Zeit später auch die Synode der Römisch-katholischen Körperschaft, die Notfallseelsorge kantonal einzurichten. Am 20. Juni fand ein Jubiläumsakt mit aktiven und ehemaligen Notfallseelsorgenden sowie Verantwortlichen der beiden Kirchen und Partnerorganisationen statt.

Einsätze

Betreffend Einsätze war es etwas ruhiger als die Jahre zuvor: 2025 verzeichnete die NFSZH insgesamt 240 Einsätze (2024: 331), davon waren 215 von Notfallseelsorgenden (2024: 252), die sich direkt um Betroffene kümmerten, die restlichen 25 waren koordinative und unterstützende Einsätze von Teamleitenden. Während 600 Einsatzstunden wurden 935 betroffene Personen betreut. Dies waren rund 30 Prozent weniger Einsätze und Einsatzstunden als im Jahr zuvor.

Bestand an Notfallseelsorgenden geht zurück

Eine Notfallseelsorgerin und sieben Notfallseelsorger traten aus der Notfallseelsorge Kanton Zürich aus, drei kamen neu hinzu. Damit zählte die Notfallseelsorge Kanton Zürich Ende Jahr total 54 aktive Seelsorgende, davon sind 42 evangelisch-reformiert und 12 römisch-katholisch. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden vier weitere Personen mit einem kirchlichen Hintergrund als Care-Giver ausgebildet. Sie unterstützen die Notfallseelsorgenden bei ihren Einsätzen.

Bahnhofkirche Zürich

Die Erarbeitung der Strategie konnte zum Abschluss gebracht werden. Sie basiert auf dem 2024 in Kraft gesetzten Leitbild und sieht bis 2030 verschiedene Entwicklungen und Massnahmen vor. Unter anderem die Sanierung der Räumlichkeiten der Bahnhofkirche (Mietvertrag mit der SBB bis 2036 zugesichert), wirkungsvolle Wege der Angebotskommunikation, die Überprüfung und Schärfung des spirituellen sowie des Gesprächsangebots und eine Überarbeitung der Rolle der freiwilligen Mitarbeitenden, um nur einige Massnahmen zu nennen.

Leitungswechsel

Die leitende katholische Seelsorgerin Katrin Blome verliess die Bahnhofkirche im November und Jürgen Rotner übernahm ihre Funktion. Zu Beginn des Jahres verliess der langjährige reformierte Leiter Theo Handschin die Bahnhofkirche. Für ihn übernahm der erfahrene Seelsorger Matthias Berger.

«Während 600 Einsatzstunden wurden 935 betroffene Personen betreut.»

Eine philippinische Krippe in der Bahnhofkirche. Kinder und Jugendliche aus einem Slum in Manila haben im Rahmen eines kirchlichen Beschäftigungsprogramms aus Zeitungspapier und Holz eine Krippe gefaltet.

Foto: Bahnhofkirche

Interesse an «Weg-Worten» nimmt zu Mit 1 180 E-Mail-Abonnenten und rund 20 000 gedruckten Exemplaren erfuhren die «Weg-Worte» der Bahnhofkirche grosses Interesse. Es wurden 1 871 Seelsorgegespräche geführt. Hier ist gegenüber den Vorjahren ein Rückgang zu verzeichnen. Die Seelsorgenden empfingen 38 Gruppen und berichteten von ihrer Tätigkeit und ihren Erfahrungen.

Die Gruppe der Freiwilligen bestand Ende Jahr aus 24 Personen, drei von ihnen sind neu dabei. Am 18. Januar erhielt die Gruppe zusammen mit den Seelsorgenden interessante Einblicke in das Fachspital «Sunne-Egge» des Sozialwerks Pfarrer Sieber. Am 19. September führte der jährliche Ausflug per Schiff nach Rapperswil.

Grosse Freude und strahlende Kinderaugen bei der Übergabe der Kuscheltiere zu Weihnachten in den drei grossen Bundesasylzentren Duttweiler, Embrach und Dübendorf. Foto: freepik

Bundesasylzentren (BAZ)

Mit dem BAZ Landhus in Seebach wurde ein eigenes Zentrum für UMAs (unbegleitete Minderjährige) und junge Frauen geschaffen. Die verantwortlichen Behörden erhoffen sich dadurch einen besseren Schutz und mehr Unterstützung für diese besonders vulnerablen Gruppen.

Das BAZ Dübendorf (selbst ein Provisorium) musste wegen erhöhtem Bedarf die Turnhalle wiedereröffnen. Hier werden nur allein reisende Männer untergebracht, die in dieser Halle essen, schlafen und die meiste Zeit ihres Tages verbringen. Wegen sehr knapper Mittel können hier weder Animation noch Arbeitsmöglichkeiten angeboten werden, weshalb die Seelsorgenden mit Aktivitäten etwas Abwechslung in den tristen Alltag bringen. Es ist positiv zu erwähnen, dass das gesamte interreligiöse Seelsorgeteam sich diesen Veränderungen gestellt und sich immer wieder angepasst hat – zum Wohl der Gesuchstellenden.

Weihnachten als besonderer Höhepunkt

Den Höhepunkt des zweiten Halbjahrs bildete Weihnachten, das in allen BAZ mit einer interreligiösen oder ökumenischen Feier begangen wurde. In Embrach organisierten die Seelsorgenden am Weihnachtstag eine Feier in der katholischen Kirche. In Dübendorf konnte die Seelsorgerin gemeinsam mit ihrem reformierten Kollegen am zweiten Weihnachtstag eine ökumenische Feier in der katholischen Kirche Maria Frieden gestalten.

Die Seelsorgenden sammelten über 200 gebrauchte Kuscheltiere, sodass jedes Kind unter 16 Jahren in den drei grossen Zentren Duttweiler, Embrach und Dübendorf an Weihnachten ein Stofftierchen erhielt. Dies gelang dank der äusserst grosszügigen Unterstützung des Blauen Kreuzes Bülach.

neue Leiterin treibt Vernetzung voran Im Spätsommer startete die neue katholische Leiterin der Seelsorge, Nathalie Jossen, an den Bundesasylzentren im Kanton Zürich ihre Tätigkeit. In dieser ersten Zeit vernetzte sie sich bereits mit vielen Partnern und Stakeholdern.

Flughafenkirche

Erfreulich war die Rekrutierung neuer Freiwilliger. Zehn neue Interessierte konnten aufgenommen werden und bringen frischen Wind ins Team. Es ist eine sehr diverse Gruppe von Menschen. Nur wenige haben Flughafen-Background. Daher ist eine sorgfältige Einführung und Ausbildung nötig.

Die Friedensfeier «Dem Licht entgegen» und die Weihnachtsvesper waren gut besucht, das Mittagsgebet wurde vor allem ab der zweiten Jahreshälfte reger genutzt.

Tragischer Todesfall

Das Seelsorgeteam war in eine herausfordernde Betreuungsaufgabe bei der SWISS involviert: den Todesfall eines Kindes. Die Begleitung zog sich über mehrere Tage hin, die Familie wurde sehr eng betreut. Die Seelsorgenden organisierten die Aufbahrung des Kindes auf dem Friedhof in Kloten. Es war der Wunsch der Familie, ihr Kind vor der Überführung in die Heimat noch sehen zu können.

Die Seelsorgenden betreuten zudem Menschen, die Zeugen eines Suizids geworden waren. Die Anfragen an das Seelsorgeteam zeigen, wie weitreichend die Erfahrungen und Kompetenzen der Seelsorgenden der Flughafenkirche sind. So konnten sie auch in vier Weiterbildungen von Senior Cabin Crew Members zum Thema «Aussergewöhnliche Situationen im Flugzeug» mitwirken. Dort gaben sie ihre Erfahrungen an die Mitarbeitenden weiter, damit diese auf schwierige oder traumatisierende Situationen im Umgang mit Flight Attendants vorbereitet sind.

seelsorge.net

Weiterhin bestätigt sich die grosse Bedeutung von seelsorge.net als verlässliche Anlaufstelle für Menschen in einer belastenden Lebenssituation. Die Nachfrage blieb auf einem stabilen, dauerhaft hohen Niveau: Durchschnittlich rund 120 Neuanfragen sowie etwa 550 beantwortete E-Mails pro Monat verdeutlichen den anhaltenden Bedarf an professioneller, qualitätsgesicherter Online-Seelsorge. seelsorge.net leistet damit einen wichtigen seelsorgerischen Dienst im digitalen Raum, der vielen Menschen Halt, Orientierung und Begleitung bietet.

Der Weiterbildungs- und Vernetzungsanlass zum 30-jährigen Bestehen von seelsorge.net im Juni bot neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit auch Raum für Rückblick, Dankbarkeit und Würdigung der langjährigen Entwicklung.

farbenspiel.family

Das ökumenisch getragene Projekt farbenspiel.family, das Familien inspirieren will, eine spirituelle Dimension und den christlichen Glauben ins Leben mit Kindern zu integrieren, wurde erfolgreich in eine dauerhafte Zusammenarbeit überführt. 10 636 Exemplare der Broschüren (neun verschiedene Themenbereiche) konnten abgesetzt werden. Neben den Printprodukten und der Website wurden Inhalte und Beiträge für zwei Newsletter sowie für den Facebook- und Instagram-Kanal erstellt. Die beiden Newsletter erreichen zusammen 518 Abonnentinnen und Abonnenten, auf Facebook folgen uns 257 Profile und auf Instagram sind es 541 Follower. Die Website verzeichnete zudem 41 698 aktive Nutzerinnen und Nutzer, die Beiträge, Broschüren und Hörgeschichten verfolgt haben.

farbenspiel.family ist nur eines von vielen Projekten, das durch ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit im Alltag den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, Vorurteile abbaut und das gegenseitige Vertrauen durch gelebte Begegnung stärkt.

Was bedeutet Frieden? Gedanken von Besucherinnen und Besuchern in der Flughafenkirche. Foto: Flughafenkirche

Von der Begegnung zur Verständigung

Ein Kernauftrag der Kirche ist es, Begegnungen zu ermöglichen: mit Menschen, mit Ideen, mit Kulturen – und mit dem Göttlichen. Die verschiedenen Institutionen des Ressorts Bildung und Kultur bieten solche Begegnungen auf je eigene Art und oft in Kooperation mit staatlichen Stellen oder anderen Religionsgemeinschaften. Evidenzbasiertes Wissen über die Zusammenhänge der Welt und über den christlichen Glauben – Bildung im umfassenden Sinn – sind dabei die Grundlage jedes Austauschs und jeder Verständigung.

Kirche ist Begegnung – und findet in Räumen statt. Im Berichtsjahr wurde immer wieder über Räume nachgedacht, von der Tagung «Kirche im Quartier» bis zum Podium «Barrierefreiheit von Sakralräumen». «KirchenRaum – Begegnung neu denken» ist auch der Titel des dritten Zürcher Zeitzeichens, mit dem der Synodalrat das Nachdenken über Kirchenräume und deren zukünftige Nutzung anregt. Das Buch gehört zu den von der katholischen Kirche geförderten Erscheinungen der «Edition NZN bei TVZ» und wurde von Ann-Kathrin Gässlein herausgegeben. Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen loten Möglichkeiten aus, ob und wie ästhetische, diakonische und kulturelle Aufgaben in einem Raum stattfinden können, der auch für Gottesdienste vorgesehen ist.

Paulus Akademie

Die Paulus Akademie arbeitete mit 75 Kooperationspartnerinnen und -partnern bei 115 Veranstaltungen zusammen. Dank intensivem Marketing verzeichnete sie insgesamt rund 5 000 Teilnehmende an den eigenen Veranstaltungen sowie rund 20 000 Gäste im Rahmen der Raumvermietung. Mit einem Eigenfinanzierungsgrad von 90 Prozent wurde im Veranstaltungszentrum der bislang höchste Wert erzielt. Das vergangene Jahr hat aber auch gezeigt, dass ein kostendeckender Betrieb des Veranstaltungszentrums mittelfristig nicht realisierbar ist.

Kirche und Staat seit Nicäa - Worum ging es damals und mit welchen Folgen? Felix Reich moderiert die Diskussionsrunde mit Harald Rein, Franziska DriessenReding und Esther Straub in der Paulus Akademie. Foto: Paulus Akademie

Im Winter prüfte die Paulus Akademie interne Prozesse und Strukturen, schärfte die Profile der Fachbereiche, optimierte ihren Webauftritt und lancierte mit «paarbildung» ein Kooperationsformat in Zusammenarbeit mit der Paarberatung im Kanton Zürich und dem Katholischen Eheseminar Zürich. Im Frühling verliess Veronika Bachmann, die Fachbereichsleiterin «Theologie und Religion», die Paulus Akademie. Das Veranstaltungszentrum musste sich auf das Ende der Kooperation mit dem exklusiven Cateringpartner Lilly Jo einstellen. Der damit verbundene Wegfall von Einnahmen (Administrationsgebühr) konnte mit eigenen Catering-Dienstleistungen bereits innert sechs Monaten kompensiert werden. Im Sommer übergab die langjährige Buchhalterin Gabriela Hauser die Finanzbuchhaltung an das DLZ (Genossenschaft «Dienstleistungszentrum für Kirchgemeinden»). Anfang September brachten Adrienne Hochuli als Fachbereichsleiterin «Theologie und Religion» sowie Caroline Krüger als Fachbereichsleiterin «Diversität und Teilhabe» frischen Wind ins Team. Ab Herbst konnten sich alle Kräfte wieder auf den laufenden Betrieb fokussieren, was in einer hohen Zahl von Raumvermietungen und Veranstaltungen sichtbar wurde.

Zu den herausragenden und erfolgreichsten Veranstaltungen gehörten die Tagung «Kirche im Quartier – Kirchenraum und Sozialraum» in Kooperation mit der Lukasgesellschaft, das Podium «Wie will ich einmal sterben? Nachdenken über ein würdevolles Lebensende» in Kooperation mit der Spital- und Klinikseelsorge und der Film «Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp. Über den Kraken, der alles sehen und nicht gesehen werden will» im Rahmen von «Films for future».

Freie Katholische Schulen Zürich (FKSZ)

Nicht zuletzt dank engagierter Lehrpersonen und Mitarbeitenden sind die Freien Katholischen Schulen Zürich eine unverzichtbare Alternative zur öffentlichen Schule für viele Eltern, die ihre Kinder in einer Privatschule mit christlichen Werten den Weg Gottes im Alltag erleben lassen möchten. Dazu wurden zahlreiche bewährte religiöse und besinnliche Aktivitäten wie Schulgottesdienste, Solidaritätstage und Reisen mit Klosterbesuchen durchgeführt. Zunehmend schwierig wird die Finanzierung defizitärer Angebote. Dazu gehört einerseits die selbstständige «Sek Beruf», die sich an schwächere Sek-Schüler richtet und sie in kleineren Klassen individuell auf die Lehrstellensuche vorbereitet. Andererseits ist auch die Primarschule ab der 4. Klasse an zwei Standorten kritisch. Wer in diesem Alter aufgrund von Problemen an der öffentlichen Schule zur FKSZ wechselt, benötigt eine enge Begleitung in einer überschaubaren Klassengrösse, um stabilisiert und auf den Übertritt vorbereitet zu werden. Beide Angebote haben seitens FKSZ einen besonderen Status als defizitäre Formate mit sozialem Auftrag.

Ein Provisorium auf dem Pausenplatz der FKSZ Wiedikon überbrückt die Zeit bis zum Wiedereinzug in das umgebaute, moderne Schulgebäude im Sommer 2026. Foto: FKSZ

Interreligiöse Dialogpraxis

Zum ersten Mal fand im August ein interreligiöses Tischtennisturnier statt, zu dem das Zürcher Forum der Religionen seine Mitgliedsorganisationen eingeladen hatte. Die mehr oder weniger geübten Spielerinnen und Spieler aus den verschiedenen Religionsgemeinschaften standen sich nicht nur an der Tischtennisplatte gegenüber, sie feuerten sich auch gegenseitig an, spielten neben dem Turnier den einen oder anderen Rundlauf und nutzten die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung. Als Leiter des römisch-katholischen Teams durfte ich selber zum Schläger greifen und sogar ein paar Punkte erzielen. Ein herzlicher Dank geht an das ganze spontan gebildete katholische Team mit Zeno Cavigelli, Veronika Jehle, Csongor Kozma und Cornelia Metzler, das es mit zwei Spielenden ins Viertelfinale geschafft und uns somit würdig vertreten hat. Persönlich finde ich solche interreligiöse Dialogpraxis – Dialog durch gemeinsames Handeln – besonders wertvoll, weil wir uns nicht zuerst als Vertreterinnen und Vertreter unserer Religion, sondern als Menschen mit verschiedenen Interessen und Talenten erleben können. In diesem Fall als Menschen, die mehr oder weniger gut Tischtennis spielen. Darum freue ich mich auch schon auf die zweite Auflage des Turniers im Sommer 2026.

Synodalrat und Vizepräsident

Tobias Grimbacher

Ressort Bildung und Kultur

Externe Evaluation und Schülerbefragung

Synodalrat, Generalvikar und Katholisch Stadt Zürich haben eine Evaluation durchführen lassen mit der Frage, wie die FKSZ wahrgenommen werden. Das Resultat ist mehr als zufriedenstellend. Die externe Evaluation verweist auf eine Bildungsinstitution, die sich erfolgreich im Spannungsfeld zwischen katholischer Identität und gesellschaftlicher Offenheit positioniert. Die Schulen erfüllen 9,5 von elf Kriterien. Das Entwicklungspotenzial wird nun im Schulrat analysiert. Nachdem bereits im Herbst 2024 eine Elternumfrage gezeigt hat, dass 98 Prozent die FKSZ als gewaltfreie Schule erleben, 94 Prozent sie weiterempfehlen und 93 Prozent von ihren Kindern erfahren, dass sie gerne zur Schule gehen, interessierte im Juni die Meinung der Schülerinnen und Schüler. Auch hier gab es Grund zur Freude: 91 Prozent fühlen sich wohl, für 90 Prozent sind die Leistungsbeurteilungen nachvollziehbar und 89 Prozent erleben die Regeln konsequent umgesetzt.

Rege Bautätigkeit

Seit Februar findet der Unterricht in Wiedikon in einem Provisorium auf dem Pausenareal statt. Der Wiedereinzug ins moderne Schulhaus ist für August 2026 geplant. Modern eingerichtete Schulhäuser sind im Verdrängungskampf unter den Privatschulen überlebenswichtig.

Darum ist auch für das Areal Sumatra eine Gesamterneuerung der Bausubstanz geplant. Die Synode hat für dieses sehr umfangreiche Bauprojekt einen ausserordentlichen Beitrag von fünf Millionen Franken bewilligt.

Unterstützung durch die Pfarreien und Kirchgemeinden

Die FKSZ haben im vergangenen Jahr bewusst den Kontakt zu Pfarreien und Kirchgemeinden gesucht, um zu erfahren, wie sie wahrgenommen werden und die Kommunikation verbessern können. Dieser wertvolle Austausch fliesst in die Massnahmenplanung ein.

Theologische Hochschule Chur und Priesterseminar

Im Studienjahr 2024 / 25 waren 45 Studierende und fünf Gasthörende an der Theologischen Hochschule Chur (TH Chur) eingeschrieben, von denen zwölf einen Abschluss erlangten. Die Entwicklung neuer Ausbildungsformen für den kirchlichen Dienst wird nun konkret. Im Oktober wurde an einer Kick-off-Veranstaltung in der Paulus Akademie das Konzept der «Kirchlichen Studiengänge Seelsorge» präsentiert, die neben dem akademischen Vollstudium für eine Tätigkeit in der Seelsorge qualifizieren. Der neue «Duale Studiengang Seelsorge» wird auch an der TH Chur eingerichtet.

Im Juni veranstaltete die TH Chur zusammen mit Kooperationspartnern in der Paulus Akademie die internationale Tourismustagung «Touristifizierung der Religion oder Spiritualisierung des Tourismus» (50 Teilnehmende aus fünf europäischen Ländern sowie circa 70 Teilnehmende per Livestream).

Anlässlich des Dies academicus wurde wiederum eine Maturarbeit aus dem Kanton Zürich mit dem Churer Maturapreis für Religion ausgezeichnet; sie ist vom Co-Leiter der Ökumenischen Mittelschularbeit betreut worden.

Auf Ende des Frühjahrsemesters wurde Professorin Birgit Jeggle-Merz emeritiert, die 19 Jahre lang den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft innehatte. Im Herbstsemester übernahm Professorin Lisa Kühn diesen Lehrstuhl.

Kirchenmusik

Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

«Tobe, Welt, und springe – ich steh hier und singe in gar sich’rer Ruh.» Die Gewissheit, die in Johann Francks Kirchenliedzeile aufschimmert – entstanden im Nachgang zu den Katastrophen des Dreissigjährigen Krieges –, legt auch 370 Jahre später und gerade in unserer krisengeschüttelten Welt ein eindrückliches Zeugnis ab für den Halt und Trost, den viele Menschen im gemeinsamen Musizieren finden. Sensibilität zu wecken für diese wichtige, stärkende Rolle der Kirchenmusik gehört zu den schönsten Aufgaben der kirchenmusikalischen Studiengänge an der ZHdK, für deren Unterstützung die beiden Landeskirchen mit einem erneuerten Zusammenarbeitsvertrag wiederum in ökumenischer Harmonie ein starkes Zeichen gesetzt haben. Im Berichtsjahr nahmen 20 Studierende an den verschiedenen Studiengängen teil.

Kirchenmusikverband (KMV)

Im November wurde bereits zum dritten Mal zusammen mit der TH Chur der Kirchenmusiktag durchgeführt. Rund 40 Personen aus den Bereichen Kirchenmusik, Liturgie und Pastoral haben sich in verschiedenen Workshops und Referaten weitergebildet.

Die Fachexpertise der regionalen Kirchenmusikerin Kristina Kuzminskaite wurde wiederum mehrfach in Anspruch genommen, unter anderem für Kurse wie «Psalmensingen heute» und Beratungen von Kirchgemeinden und deren Chören Das Projekt «Jubilate» erforderte auch im letzten Jahr die fachliche Mitarbeit des Vorstands. Zahlreiche Sitzungen des KMV und des Schweizerischen katholischen Kirchenmusikverbands (SKMV) sowie Kontakte zur ZHdK, den kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten und dem Liturgischen Institut der deutschsprachigen Schweiz rundeten die vielfältige Arbeit ab.

Katholischer Frauenbund Zürich (KFB)

Das anspruchsvolle Programm reichte von historischen Rückblicken auf die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche über interessante Führungen durch Ausstellungen und Museen bis zu spirituellen Anlässen, an denen die Frauen Impulse für die Entwicklung ihrer persönlichen Spiritualität bekommen haben. Ein besonderer Höhepunkt war dabei der gut besuchte Vortrag über das Kloster Oetenbach, das im Spätmittelalter als kulturelles Zentrum berühmt war. Eine konstant hohe Nachfrage besteht nach den Angeboten der Beratungsstelle tandem. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten braucht manche Familie eine persönliche und auch monetäre Unterstützung, um Krisensituationen zu überbrücken.

Verein Katholisches Eheseminar Zürich

Die Ehevorbereitung versteht sich nicht als formale Voraussetzung, sondern als Einladung. Paare erhalten Zeit, Impulse und einen geschützten Rahmen, um sich mit ihrer Beziehung, mit Erwartungen, Werten und Verantwortung auseinanderzusetzen. In diesem Sinne leisten die Angebote des katholischen Eheseminars Zürich einen wichtigen Beitrag auf dem gemeinsamen Weg in die Ehe.

«Wir sagen JA»

Der Verein führte insgesamt sechs eintägige Ehevorbereitungsseminare unter dem Titel «Wir sagen JA» durch. Daran nahmen insgesamt 65 Paare teil, sodass rund jede sechste kirchliche Trauung mit dem Besuch eines Ehevorbereitungskurses verbunden war. Die Tagesseminare fanden in verschiedenen Pfarreizentren im Kan-

Reflexion, Inspiration und Weiterbildung - Die Zürcher Hochschule der Künste und der Kirchenmusikverband des Bistums Chur zeigen, dass Liturgie und Kirchenmusik eng verbunden sind.

Foto: Udo Zimmermann

ton Zürich sowie in der Paulus Akademie statt. Sie beleuchten zentrale theologische, rechtliche und psychologische Aspekte des Ehelebens und sind so gestaltet, dass Paare konkrete Anregungen für ihre Partnerschaft mitnehmen können.

Beziehung pflegen über die Hochzeit hinaus

Mit dem neu entwickelten Format «paarbildung» sollen Paare auch über die Hochzeit hinaus Impulse für eine lebendige und tragfähige Beziehung im Alltag erhalten. Ziel ist es, die Paarbeziehung auch in späteren Lebensphasen zu stärken und ihre Resilienz zu fördern. Die Workshops und Seminare richten sich an Paare in unterschiedlichen Lebensphasen und greifen Themen auf, die im gemeinsamen Leben immer wieder neu herausfordern.

Es fanden drei Workshops sowie ein grösserer Hauptanlass in der Paulus Akademie statt. Die Veranstaltungen kombinierten fachliche Impulse mit vertiefenden Workshops und boten Raum für Austausch und persönliche Reflexion. Insgesamt wurden diese Angebote von 53 Paaren und acht Einzelpersonen besucht und stiessen auf grosses Interesse.

Relimedia

Im Hinblick auf die Nutzungszahlen bei Relimedia öffnet sich die Schere zwischen Ausleihe und Online-Nutzung weiter. Immer weniger Printmedien werden vor Ort ausgeliehen, dafür steigerte sich die Online-Nutzung über den Medienkatalog um rund elf Prozent. Ebenso nimmt die Beratung einen immer grösseren Raum ein –hauptsächlich via Telefon und Mail. Entsprechend diesem Trend wurden Strukturen überarbeitet und in IT investiert – ein Prozess, der sich auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. Das Online-Angebot wurde um zahlreiche eJournals erweitert, die Filme und Bilder per Download beziehungsweise Streaming ergänzen. Insgesamt stehen nun knapp 1 500 Medien online zur Verfügung.

Die Highlights des Jahres bildeten wiederum die vielen Kurse und Medienpräsentationen, die Relimedia für Fach- und Medienstellen ausrichtete. In einer Kirchgemeinde konnte Rebecca Forster, die seit diesem Jahr offizielle Godly-Play-Fortbildnerin ist, einen dreitägigen Kurs in Godly Play durchführen. Diese moderne religionspädagogische Methode will weniger über Gott «lehren», als Glauben und Religion erfahrbar machen. Der Jahreskreis begann und schloss sich mit übergreifenden Veranstaltungen, bei denen sich die Deutschschweizer kirchlichen Medienstellen gemeinsam präsentierten – zum einen auf der Religionspädagogischen Tagung in Luzern, zum anderen beim Treffen des Verleihstellenforums bei Relimedia.

Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID)

Mit Klarheit, Haltung und einem vielfältigen Programm bot das ZIID Räume für Reflexion, Dialog und differenzierte Perspektiven. An 43 Veranstaltungen nahmen knapp 2 000 Personen teil. Zu den Höhepunkten zählt die ausgebuchte 48. Hebräischwoche im Kloster Kappel zum Thema «Esau und Jakob – eine Geschichte von Konflikt und Bruderschaft». Die Woche bot intensive Beschäftigung mit der Sprache sowie ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops. Sie ermöglichte eine vielstimmige Auseinandersetzung mit Geschwisterdynamiken, Konflikten und Versöhnung aus jüdischer und christlicher Perspektive. Mit rund 70 Teilnehmenden war auch die Veranstaltung «Wie verstehen Sie den Koran, Herr Imam?» ein starker Moment interreligiöser Begegnung: Lesung, Iftar und Austausch mit Imam Benjamin Idriz machten deutlich, wie wertvoll persönliche Gespräche gerade in angespannten Zeiten sind. Die szenische Lesung «echo92 – dreissig Jahre nach dem Genozid von Srebrenica» war innert zwei Tagen ausver-

Human Rights Film Festival im Kino Riffraff in Zürich. Foto: Jonathan Labusch

kauft. Sie setzte einen künstlerisch-poetischen Akzent in der pluralen Erinnerungskultur.

Ab 2026 wird Dina Wyler neu den Bereich Judentum und Antisemitismus mit 70 Stellenprozenten verantworten.

Kultursponsoring

Zahlreiche Anlässe und Projekte wurden mit kleineren Beträgen unterstützt. Neben den verschiedenen Filmfestivals (yesh!, Human Rights Film Festival, Orient Express Film Festival, Black Film Festival) bildeten diesmal die Bücher aus verschiedenen Verlagen einen Schwerpunkt. Beispielhaft genannt werden sollen hier Isabelle Flükiger «Gloria. Mohammed» (Rotpunktverlag) und Leonhard Ragaz «Nur in Zelten wohnt Gott» (herausgegeben von Manfred Böhm im Exodus-Verlag). Dazu kommen verschiedene Theater- und Filmprojekte, Ausstellungen sowie das Festival «Stilles Zürich» im Februar 2026. Von 43 eingegangenen Gesuchen entsprachen 33 den Kriterien des Kultursponsorings, was sich auf dem hohen Niveau der Vorjahre bewegt.

Zürcher Forum der Religionen (ZFR)

Im Podiumsgespräch «Hürden und Hindernisse hinterfragen. Barrierefreiheit von Sakralräumen» wurde diskutiert, welche Barrieren Menschen mit einer Behinderung in Sakralräumen erleben und welche strukturellen, baulichen oder kommunikativen Hürden im Zusammenhang mit ihrer Religionspraxis bestehen. Die Mitwirkenden beleuchteten Fragen der Barrierefreiheit, der Teilhabe und der Verantwortung aus unterschiedlichen religiösen Perspektiven und zeigten auf, dass Sensibilisierung, kleine Anpassungen und interreligiöser Austausch zentrale Hebel für mehr Inklusion sind. Das Podium verfolgten 23 Personen.

Die Veranstaltungsreihe «Bewahrung der Schöpfung. Religionsgemeinschaften und Umweltschutz», die im ersten Halbjahr stattfand, gab praxisnah und niederschwellig Auskunft über Nachhaltigkeit und Umweltschutz und darüber, was ein achtsamer Umgang mit der Schöpfung in ihrer jeweiligen Religionstradition bedeutet.

Humor in der Religion

Das ZFR organisierte und koordinierte die Veranstaltungen der «Woche der Religionen» in Zürich. Zu den 20 Anlässen gab es viele positive Rückmeldungen.

Die Abschlussveranstaltung, das vom ZFR gestaltete und durchgeführte «Mosaik der Religionen» unter dem Titel «Humor und Religion» wurde von 43 Personen besucht. Der Slam-Poet Etrit Hasler eröffnete den Abend mit pointierten Texten zu Herkunft, Identität und religiösen Zuschreibungen. In moderierten Gesprächsrunden diskutierten die Teilnehmenden über Humor als Mittel der Begegnung und über Grenzen des Witzes im religiösen Kontext.

Während des ganzen Jahres bearbeitete die Geschäftsstelle des ZFR unterschiedlichste Anfragen von staatlichen Stellen, Medien, Schulen, zivilgesellschaftlichen Institutionen und Privatpersonen.

Interreligiöses Tischtennisturnier fördert Austausch und Vernetzung.
Foto: zVg

Erinnerung an alle Menschen auf der Flucht, die gestorben sind und nirgends beerdigt wurden. In den Aktionswochen werden ihre Namen geschrieben und verlesen.

Foto: Christopher Kriese

Der Bedarf wächst

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich setzte klare Zeichen der Solidarität mit von Armut und Krieg betroffenen Menschen und stärkte die gesellschaftliche Teilhabe: Die Synode bewilligte 300 000 Franken für Nothilfe in Gaza und im Westjordanland, die über Caritas Schweiz und das lateinische Patriarchat von Jerusalem geleistet wird.

Sprache ist der Schlüssel zur Integration: Darum fördert die Katholische Kirche im Kanton Zürich die Deutschintensivkurse von Solinetz Winterthur für geflüchtete Menschen. Zudem wird Incontro in der kirchlichen Gassenarbeit unterstützt: Neben warmen Mahlzeiten bieten Freiwillige Begleitung in schwierigen Lebensphasen im Geist der Gemeinschaft Sant’Egidio an.

Caritas Zürich

Die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit spiegeln sich deutlich in der Arbeit von Caritas Zürich wider. Steigende Lebenshaltungskosten, prekäre Arbeits- und Wohnverhältnisse sowie die fortschreitende Digitalisierung verschärfen soziale Ungleichheiten und erhöhen den Unterstützungsbedarf spürbar. Diesen Entwicklungen begegnen die Mitarbeitenden und Freiwilligen mit fachlicher Kompetenz, grossem Engagement und innovativen Ansätzen.

Grosser Beratungsbedarf

Die Anfragen bei der telefonischen Kurzberatung nahmen um elf Prozent zu. Finanzielle Probleme und weitere Fragen waren die Treiber zur Kontaktaufnahme. Die Nachfrage nach Schuldenberatung blieb weiterhin hoch und es wurden auch deutlich mehr Termine für eine Beratung angeboten. In der Sozialberatung prägten vor allem knappe Einkommen aus prekären Arbeitsverhältnissen sowie der äusserst schwierige Wohnungsmarkt den Alltag der Klientinnen und Klienten. Am Armutsforum «Wer ist schuld an Schulden?» wurden aus der Beratungspraxis abgeleitete mögliche strukturelle Anpassungen vorgestellt, um die Situation von überschuldeten Haushalten zu entlasten.

Zugang zur digitalen Welt

Immer mehr Lebensbereiche sind ausschliesslich digital zugänglich. Dadurch werden Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln benachteiligt. Hier setzen die Projekte von Caritas Zürich an: Die KulturLegi startete im Auftrag der Stadt Zürich das dreijährige Pilotprojekt «Digitale Teilhabe für alle». 766 KulturLegi-Nutzerinnen und -Nutzer im Kanton Zürich erhielten ein stark vergünstigtes oder kostenloses Notebook von «Wir lernen weiter» – dank Finanzierungsbeiträgen der katholischen Körperschaft, der Stadt und der Winterhilfe Zürich. Auch die Angebote von LernLokal sind auf digitale Teilhabe und Stärkung von Grundkompetenzen ausgerichtet. 60 Personen belegten die PC-Kurse für Einsteigerinnen und Einsteiger, der Digi-Treff verzeichnete 255 Besuche und die Lernstube wurde 1 707 Mal aufgesucht – so oft wie noch nie.

Die Abteilung Diakonie ist Ansprechpartnerin für Pfarreien, Organisationen und Institutionen. Sie begleitete diese beratend, bot praxisnahe Weiterbildungen an und brachte ihr Fachwissen in unterschiedlichen Gremien ein. Im Rahmen der Caritas-Woche waren Mitarbeitende der Caritas Zürich in fünfzehn Pfarreien als Gäste in Gottesdiensten präsent. youngCaritas Zürich feierte ihr zehnjähriges Bestehen und erweiterte ihr Engagement erstmals um ein halbjähriges Praktikum. Mehr als 70 junge Freiwillige setzten sich für Menschen in schwierigen Lebenslagen ein oder engagierten sich in der Aktionsgruppe Armut. Mit einem neuen Workshop zur Schuldenprävention für Jugendliche wurde das Angebot für Schulen weiter ausgebaut.

Die Grundkurse zur Sterbebegleitung der Fachstelle «Begleitung in der letzten Lebensphase» stiessen erneut auf erfreuliche Resonanz und wurden äusserst positiv bewertet.

Fachstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit (PFASOZ)

Neues Leitbild, bewährte Wirkung: Die Fachstelle PFASOZ bleibt gefragt. Mit dem Leitbild schärft sie ihr Profil. Fachberatung und Coaching werden konstant stark nachgefragt. Vernetzungstreffen und ein berufsspezifisches Seminar gaben den Sozialarbeitenden praxisnahe Impulse. Zugleich nimmt das Interesse an diakonischer Begleitung in den Pfarreien spürbar zu. Über die Sozialarbeitenden wurden 42 armutsbetroffene Kinder mit rund 25 000 Franken unterstützt.

Fachstelle Flüchtlinge

Die Fachstelle informiert mit Bildungsveranstaltungen wie mit dem Fokusabend zu Syrien das kirchliche Umfeld sowie die Öffentlichkeit über das Thema Flucht. Mit dem Kurs «Flucht und Asyl in der Schweiz» werden die Teilnehmenden sensibilisiert, sie lernen aktuelle Zahlen einzuordnen und wissen über das Asylverfahren Bescheid. Im Tandemprogramm bilden sich die Freiwilligen in ihrer transkulturellen Kompetenz weiter. Mit diesem Wissensrucksack begleiteten sie 113 Geflüchtete bei der sozialen Integration oder engagierten sich bei der Aktion «Beim Namen nennen».

Secondhand-Läden

Die Läden entwickelten sich wiederum sehr gut: Mit insgesamt 30 Mitarbeitenden, 30 Freiwilligen, drei Lernenden sowie Personen im Integrationsprogramm wurden rund drei Millionen Franken erwirtschaftet. Das Team hat auch am Literaturparcours teilgenommen und damit neue Kundinnen und Kunden gewonnen. Die vielbeachtete Reportage im Kassensturz hat nicht nur schönes Feedback gebracht, sondern alle auch in ihrer wichtigen Arbeit bestärkt. Die Schaufenster der Läden wurden InArtes, einer Ausbildungsstätte für intermediale Kunsttherapeutinnen und -therapeuten in Winterthur, zur Verfügung gestellt, um psychische Gesundheit künstlerisch ins Bewusstsein zu rücken.

Trotz wachsender Konkurrenz von privaten Anbietern, die in der Summe eine Bereicherung im nachhaltigen Umgang mit Gebrauchtkleidern sind, blicken die CaritasSecondhand-Läden optimistisch in die Zukunft.

Reportage Kassensturz

Die Soziale Arbeit in den Pfarreien ist ein wichtiger Teil der Diakonie.

Tandemprojekt «zäme da»: Eine Freiwillige unterstützt eine geflüchtete Person beim Einleben in der Schweiz. Beide lernen von- und miteinander.

Foto: Franziska Martin

Weiterbildung fördern

Caritas Zürich fördert die Personalentwicklung durch die finanzielle wie zeitliche (Teil-)Unterstützung von externen Weiterbildungen. Zudem finden für alle Mitarbeitenden interne Fachkolloquien statt. Im Herbst wurde eine Veranstaltung zum Thema «Nähe und Distanz» in Zusammenarbeit mit Dolores Waser Balmer von der Präventionsstelle des Bistums Chur durchgeführt.

Weiterbildungen sind auch ein wichtiges Thema in der Freiwilligenarbeit. Nebst fachspezifischen in den verschiedenen Projekten werden auch abteilungsübergreifende Weiterbildungen für Freiwillige angeboten, in diesem Jahr zu den Themen «Transkulturelle Kompetenz» und «Wie funktioniert die Sozialhilfe?»

kabel – Kirchliche Fachstelle für Berufslehre

kabel unterstützt Lernende an Berufsfachschulen im Kanton Zürich – niederschwellig, vertraulich und im Dialog mit den Berufsfachschulen. Das vergangene Jahr stand im Zeichen der kantonalen Einführung der Schulsozialarbeit an Berufsfachschulen. Nach dem Kantonsratsbeschluss vom 27. Januar blieb jedoch der Zeitpunkt der Inkraftsetzung offen; in dieser Übergangsphase wurde deshalb weiter an Grundlagen, Abläufen und Qualität gearbeitet. Das Konzept Berufsschulsozialarbeit (BSSA) ist ein Resultat dieser Arbeit. Gleichzeitig wurde in die Sichtbarkeit investiert: Konzept und Flyer wurden an 24 Berufsfachschulen verschickt.

Kennzahlen Schuljahr 2024/25

In 3 470 Sitzungen (+17 Prozent) wurden Klientinnen und Klienten betreut; im Schnitt 2,3 Sitzungen pro Fall. Die Anliegen betrafen vor allem den Lehrbetrieb (53 Prozent), daneben persönliche (26 Prozent) und schulische Themen (21 Prozent). Auffällig ist der Anstieg bei Frauen (+37 Prozent) sowie bei Lernenden über 25 (+38 Prozent). Die 14 Mitarbeitenden von kabel sind an 15 Standorten präsent, wobei einzelne Standorte (Zürich, BFS Winterthur) stark gewachsen sind. Als Erfolg sind die steigende Nutzung, die Klärung zentraler Grundlagen sowie die Ausbauentscheidungen für 2026 (Careum Zürich, Berufsfachschulen Rüti und Bülach) zu nennen.

Herausforderungen und Trends

Die unklare kantonale Timeline erforderte flexible Planung und klare Kommunikation gegenüber Trägerschaft und Schulen. Gleichzeitig blieb die Standortstabilität

ein Thema (insbesondere dort, wo Vertragsfragen oder Rollenverständnis mit der Schulleitung noch zu klären waren). In der Praxis verdichteten sich zudem Hinweise auf eine wachsende Belastung im Lehrbetriebskontext (Lehrabbrüche, knappe Ressourcen für Berufsbildende).

2026 stehen die Umsetzung der neuen Verträge, die weitere Operationalisierung des Fachkonzepts sowie die Stabilisierung der Standorte im Zentrum – mit dem Ziel, die kantonale Einführung der BSSA qualitätsgesichert zu tragen.

DFA – Die kirchliche Fachstelle bei Arbeitslosigkeit

Die Nachfrage nach den Angeboten der DFA an den Standorten Uster, Winterthur und Zürich hielt sich auf konstant hohem Niveau. Insgesamt wurden 5 289 Beratungen für 2 418 Personen in den Bereichen Sozialberatung, Rechtsberatung und Stellensuche durchgeführt. Besonders hoch war erneut die Inanspruchnahme der Rechtsberatung mit 2 785 arbeitsrechtlichen Beratungen. Gleichzeitig blieb auch der Bedarf an Unterstützung bei der Erstellung von Lebensläufen und Bewerbungsschreiben sowie in psychosozialen Fragen hoch. Zunehmende Anforderungen an die IT-Kompetenzen der Stellensuchenden, etwa im Umgang mit RAV und ALV oder bei der digitalen Einreichung von Bewerbungen, überfordern viele Klientinnen und Klienten und geben Anlass zur Sorge. Im Januar übernahm Katharina Engeler die Gesamtleitung der DFA von Martin Mennen. Auf veränderte Bedürfnisse reagierte die DFA Winterthur per 1. September mit einer Angebotsanpassung: Das bisherige Walk-in-Atelier wurde durch ein terminbasiertes Job-Coaching und eine gezielte Bewerbungsunterstützung ersetzt. Ziel ist die Erstellung professioneller Bewerbungsdossiers zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen.

In der DFA Uster wurde aufgrund anhaltender Nachfrage ab Juli eine zusätzliche, befristete Stelle im Umfang von 30 Prozent geschaffen. Die Situation wird von einer externen Fachstelle analysiert.

Paarberatung im Kanton Zürich

Der ökumenische Verein Paarberatung im Kanton Zürich ist das öffentliche Kompetenzzentrum für Paarbeziehungen. Es setzt sich zum Ziel, Paare, Familien und Einzelpersonen in ihrer Beziehungsgestaltung zu unterstützen – unabhängig von Konfessions- und Religionszugehörigkeit, von Geschlecht, Alter oder Rechtsform ihrer Beziehung.

Das Angebot erfüllt einen gesetzlichen Auftrag des Bundes, wird getragen von der Reformierten und der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und vom Kanton subventioniert. 20 Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialarbeitende beraten an zehn Standorten und führen gemeinsam mit beauftragten Juristinnen und Juristen Trennungsmediationen durch. Sie partizipieren an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Organisation zusammen mit den vier Mitarbeitenden auf der Geschäftsstelle, von der sie in administrativen Prozessen und im Marketing unterstützt werden. Das Angebot besteht aus Paar- und Einzelberatung, Trennungsmediation sowie präventiven Angeboten. Letztere wurden im Berichtsjahr unter anderem zusammen mit der Initiative «paarbildung» des Katholischen Eheseminars und der Paulus Akademie durchgeführt. Rund 2 500 Personen liessen sich beraten, ungezählte mehr wurden mit den präventiven Veranstaltungen sowie dem Podcast und über Social Media erreicht.

Jahresbericht Paarberatung

Grosszügige Synode

Am 17. Juli beschoss die israelische Armee –nach Militärangaben irrtümlicherweise – die Kirche der «Heiligen Familie» im Zentrum von Gaza Stadt. Drei Menschen fanden den Tod. Weltweit sorgte dieser tragische Vorfall für Empörung und Bedauern. Papst Leo XIV. forderte wiederholt einen sofortigen Waffenstillstand und ermahnte 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken, sich für «Dialog, Versöhnung und dauerhaften Frieden» einzusetzen. Auch mich hat dieses Ereignis sehr aufgewühlt, ebenso den gesamten Synodalrat, der im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten wollte. Nach intensiver Recherche bei kirchlichen Verantwortlichen in Jerusalem sowie Fachleuten in der Schweiz durfte ich dem Synodalrat zuhanden der Synode eine Anfrage von 300 000 Franken unterbreiten, die über die Caritas Schweiz sowie das lateinische Patriarchat von Jerusalem den Betroffenen aller Religionen und Konfessionen im Krisengebiet zugeführt werden soll.

Zwar wurde seitens einzelner Synodalen hinterfragt, weshalb andere Krisenregionen, von denen es derzeit leider genügend gibt, nicht in ähnlichem Ausmass unterstützt werden. Diese Frage ist berechtigt. Im Gespräch wies ich aber darauf hin, dass wir uns in der Gaza- und Westjordanregion auf gut vernetzte Institutionen abstützen können, die strengen Auswahlkriterien entsprechen und das Vertrauen der Synode verdienen.

In der Sitzung vom 11. Dezember wurde diesem Antrag mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Ich bin dankbar und stolz auf die grosszügige Synode der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Synodalrat Daniel Otth Ressort Soziales und Ökologie

143.ch – Die Dargebotene Hand

Während in Zürich die Zahl der Gespräche um knapp zehn Prozent auf 28 172 abgenommen hat, ist sie bei der Regionalstelle Winterthur-Schaffhausen-Frauenfeld um gut zehn Prozent auf 13 794 gestiegen. Auffallend ist, dass mit 45 Prozent fast die Hälfte der Anrufenden unter einer schwierigen psychischen Situation leidet. Diese Schwierigkeiten haben im vergangenen Jahr nochmals zugenommen. Umso wichtiger ist das niederschwellige Gesprächsangebot für die Betroffenen. Die Mitgliederversammlung des Vereins «143.ch – Die Dargebotene Hand Zürich» hat am 12. Juni Barbara Schmid-Federer zur Präsidentin gewählt. Sie löst Bruno Hohl ab, der seit 2016 den Verein geführt hat.

Überlastung bei Online-Anfragen

Die Online-Beratung ist stark gefragt. Dank zusätzlichen Schichten in der Chat-Beratung beantworteten die beiden Regionalstellen 3 624 Chat-Anfragen. Die Nachfrage ist allerdings noch viel höher. 69 Prozent der Anfragen können wegen bereits besetzter Chaträume nicht beantwortet werden.

Mit einem Plus von 42 Prozent auf 1 509 Gespräche zugelegt haben die Anfragen auf der englischen Linie «Heart2Heart», die von Zürich aus für die ganze Schweiz geführt wird.

Die grosse Arbeit bei 143.ch wäre nicht möglich ohne den engagierten Einsatz von freiwilligen Mitarbeitenden. In Zürich decken die Schichten rund um die Uhr 124, in Winterthur 42 freiwillige Mitarbeitende ab.

ZBA – Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende

Die Entwicklungen in verschiedenen Ländern wirkten sich unmittelbar auf die Asylpraxis und somit auf die Arbeit der ZBA aus. Beispielsweise passte das Staatssekretariat für Migration (SEM) die Wegweisungspraxis in Bezug auf Afghanistan an, da sich die Sicherheitslage für bestimmte Personengruppen deutlich verbessert haben soll. Bisher erhielten sämtliche Geflüchtete aus Afghanistan eine vorläufige Aufnahme. Weitere Praxisänderungen gab es in Bezug auf die Geflüchteten aus der Türkei und Syrien.

Die Zahl der neu gestellten Asylgesuche war gegenüber dem Vorjahr tiefer. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Afghanistan, Eritrea und die Türkei. Die offene Beratung, jeweils am Mittwochnachmittag an der Flurstrasse 50 in Zürich, wurde von vielen im Kanton Zürich wohnhaften Geflüchteten aufgesucht. Sie wandten sich unter anderem mit Fragen zum Familiennachzug, zum S-Status und zu Härtefallgesuchen an die Juristinnen und Juristen der ZBA. Die ZBA berät vorläufig Aufgenommene, anerkannte Flüchtlinge und Personen mit Schutzstatus S mit Wohnsitz im Kanton Zürich. Ausserdem vertritt sie Asylsuchende im erweiterten Verfahren, die den Kantonen Zürich und Glarus zugewiesen wurden. Da die Asylzahlen weiterhin rückläufig sind, hat sich das ZBA-Team verkleinert auf elf Juristinnen und Juristen und vier Sekretariatsmitarbeiterinnen. Die ZBA wird von der Caritas Zürich und der HEKS-Geschäftsstelle Zürich/Schaffhausen im Auftrag beider Landeskirchen getragen.

Pro Filia

Bis zu drei junge Menschen in einer problematischen Lebenssituation finden im Hotel Hottingen eine Ausbildungsstätte. Etwa eine junge Ukrainerin mit schwieriger Jugend, die in die Schweiz geflüchtet ist und da zusammen mit ihrem Bruder zurückgelassen wurde, als die Eltern in die Ukraine zurückkehrten. Nach einem Integrationsjahr absolvierte sie ein sechsmonatiges Praktikum im Hotel Hottingen und begann danach die Ausbildung zur Praktikerin Hauswirtschaft Hotellerie. Dank intensiver Be-

Lichtkunst für die Seele: Gerry Hofstetter macht stille Not und 143.ch, die Dargebotene Hand, sichtbar. Foto: Frank Schwarzbach

treuung im Hotel – beruflich wie privat – und mittlerweile medizinischer Begleitung, wurde aus der scheuen, introvertierten Praktikantin eine selbstbewusste Frau mit sehr guten Noten, die im Team integriert ist, grosse Fortschritte in der deutschen Sprache gemacht hat und selbstständig arbeitet.

Um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen, bietet PRO FILIA Zürich nebst Ausbildungsplätzen günstigen Wohnraum für Studentinnen und Hilfeleistungen an den Bahnhöfen in Zürich und Luzern an.

Ethikpreis

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich prämierte mit dem «Ethikpreis 2024» vier Abschlussarbeiten von Studierenden. Sie fördert damit ethische Überlegungen in Praxis- und Arbeitsfeldern. Verantwortlich für die Preisvergabe ist die Fachkommission Ethikbeiträge.

1. Céline Mach: «Ethik in der KI: Vermeidung von Vorurteilen und Diskriminierung in den Bewerbungsprozessen internationaler Unternehmen», Hochschule für Wirtschaft Zürich

2. Lioba Wachter: «Weitertragen: textile memories – Der Ausdruck von Trauer und Erinnerung im Quilt», Hochschule Luzern – Design Film Kunst

3. Seraina Keller: «Schön daneben/Lichtpost – Ein szenografischer Liebesbrief an die Gemeinschaft», Fachhochschule Nordwestschweiz und Hochschule für Gestaltung Basel

4. Tim Eimecke: «Das Gegenleistungsprinzip der Sozialhilfe», Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften – Soziale Arbeit

Nachhaltigkeit in den Kirchgemeinden

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Anliegen der Kirche. In den vergangenen Jahren wurden dafür wichtige strategische Grundlagen geschaffen. Das Berichtsjahr stand im Zeichen des Übergangs von der Planung zur konkreten Umsetzung in den Kirchgemeinden.

Mit dem Projekt «Nachhaltigkeit in Kirchgemeinden verankern» startete ein Beratungsangebot für Kirchgemeinden, das auf persönliche Gespräche und den direkten Dialog setzt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort zu klären, wo eine Kirchgemeinde heute steht und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Grundlage dafür bilden die Ergebnisse des Nachhaltigkeitsmonitorings, das als individuelle Standortbestimmung genutzt wird. Darauf aufbauend werden bei einem zweiten Besuch thematische Schwerpunkte gesetzt, etwa zu Energieeffizienz, Biodiversität oder Kommunikation und Engagement, die durch entsprechende Workshops vertieft werden. Dabei hat sich gezeigt: Persönliche Gespräche stossen auf grosses Interesse und schaffen Vertrauen. Nachhaltigkeit entfaltet dort Wirkung, wo sie freiwillig angegangen und durch fachliche Begleitung unterstützt wird. Bis Ende 2027 sollen alle Kirchgemeinden im Kanton persönlich vom Beauftragten für Nachhaltigkeit besucht werden.

Parallel dazu wurde im Februar die Körperschaft mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» zertifiziert. Mit dem Umweltprogramm 2024 – 2027 verpflichtet sich die Kantonalkirche, die definierten Massnahmen systematisch umzusetzen und ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Umweltbericht und Umweltprogramm sind öffentlich zugänglich.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Biodiversität. Mit dem nationalen Gemeinschaftsprojekt «Aufleben – mit mehr Natur» engagiert sich die Kantonalkirche gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen für mehr Natur im Siedlungsraum. Kirchliche Areale bieten hier grosses Potenzial. Kirchgemeinden erhalten eine kostenlose Grünraumberatung mit konkreten Empfehlungen, über die Umsetzung entscheiden sie selbst.

Die Körperschaft wurde mit dem grünen Güggel zertifiziert.
Foto: Gabi Dudler

Garanten einer kirchlichen Diversität

Der Begriff Diversität ist im Trend, auch in der Kirche. Sie müsse divers und offen sein. Vielfach sollen aber zuerst die anderen den ersten Schritt auf einen zu machen. Diese Erfahrung prägt auch den Alltag von Gemeinschaften in der Migrantenseelsorge: Unterschwellige Vorurteile, Unkenntnis, Desinteresse und falsche Erwartungen erschweren zuweilen einen echten Dialog auf Augenhöhe. Echte Diversität wird oft verschmäht. Dabei engagieren sich in der Migrantenseelsorge Gläubige – von den Laien bis hin zu den Seelsorgenden – für einen fruchtbaren Austausch in der Kirche für und mit allen. Alle sind kleine «Pontifices» – Brückenbauer.

Immer wieder wird die Meinung vertreten, dass Missionen provisorische Einrichtungen seien und, wenn mal «alle» integriert sind, wieder abgeschafft werden könnten. Dass die Migrantenseelsorge aber im Gegenteil ein ständiges Phänomen ist und eine «permanente und strukturelle» Dimension hat, steht bereits in der römischen Instruktion «Erga migrantes caritas Christi» des heutigen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen aus dem Jahr 2004. Dass eine permanente Struktur Sinn macht, ist besonders hier in Zürich augenfällig: Menschen kommen und gehen. Es gibt migrantische Gemeinschaften in der Kirche mit einer hohen Fluktuation, deren Seelsorgende und freiwillig Engagierte flexibel sein müssen, um die Menschen aufzunehmen, zu betreuen und auch wieder ziehen zu lassen. Dies bedingt nicht nur eine bewegliche Basis, sondern auch eine dynamische Administration auf der Ebene von Körperschaft und Bistum, um veränderte Bedürfnisse aktiv zu erkennen und darauf reagieren zu können. Die nötige Flexibilität wird aber immer wieder gebremst und durch allzu strukturelles Denken und Handeln gehemmt. Es gibt Missionen, Gemeinschaften und Personalpfarreien, die zu kleine Kirchen und zu wenig Platz haben für Feiern und auf grosszügigere Platzverhältnisse angewiesen wären. Wünsche, die sich bislang leider nur selten und zäh umsetzen lassen. Miteinander Kirche sein heisst, paternalistische Haltungen aufzugeben und Möglichkeiten für Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen, damit ein fruchtbarer Austausch möglich wird.

Der Chor der bulgarisch-orthodoxen Kirche
Hl. Georg bereichert die österliche Begegnung. Foto: Saskia Richter

Muttersprache ist Herzenssprache

Auf die Frage, warum es überhaupt muttersprachliche Gemeinden brauche, antwortet Valentina Sudi , Delegierte im deutschen Synodalen Ausschuss: «Weil wir in unserer Herzenssprache beten.» Die Herzenssprache ist die Sprache des Glaubens, des fruchtbaren Gebets. Diese Sprache beherrschen alle Gläubigen, egal ob migrantisch geprägt oder nicht, und bilden so eine Kirche. Konkrete Aktionen und Projekte begleiten das Wirken der Migrantenseelsorge, darunter auch die adressatengerechte Kommunikation gegen aussen: Dank einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Pfarrblatt Forum sind die Missionen besser sichtbar. Dieses Projekt ergänzt die erneuerten Websites und Social-Media-Beiträge im Rahmen der Kommunikation der Körperschaft. Ebenso wurde die Arbeit zur Gesamterneuerung der vergriffenen Broschüre «Menschen. Heimat. Kirche» gestartet.

Katholische Missionen und Seelsorgestellen

«This year, we did flourish in many ways: Increase in the congregation; Religious Education and the work of volunteers Catechists, the Choir, Sacristans, Lectors, and so on. Our community is lively, and growing, and offers prayer and widening faith to us.» (In diesem Jahr haben wir in vielerlei Hinsicht einen Aufschwung erlebt: So verzeichnet die Kirchgemeinde einen Zuwachs, ebenso der Religionsunterricht und der Einsatz von ehrenamtlichen Katechetinnen und Katecheten. Die Anzahl der Mitglieder von Chor, Sakristei, Lektorendienst und weiteren Bereichen ist steigend. Unsere Gemeinde ist damit lebendig, wachsend – sie bietet uns Halt im Gebet und erweitert gleichzeitig stetig unseren Glauben.)

Dieses Statement von Andras Bence, einem Freiwilligen in der Englischsprachigen Mission (ESCM), spricht für viele Missionen und Gemeinschaften in diesem Ressort: die Vielfalt der kirchlichen und migrantischen Arbeit unter dem Gesichtspunkt von wachsenden Gemeinschaften. Gerade die ESCM ist von einem «fluiden Wachstum» geprägt, es herrscht quasi ein Kommen und Gehen. Dies zeigt auch eine Statistik der Stadtentwicklung Zürich: Rund zehn Prozent der Stadtbevölkerung verlässt Zürich pro Jahr, das sind etwa 40 000 Menschen. 32 Prozent der Stadtzürcher Bevölkerung sind ausländischer Herkunft. Katholische Expats mit ihren Familien sind oft nur für kurze Zeit hier, suchen aber dennoch den Kontakt zur ESCM, damit sie und ihre Kinder die Gottesdienstangebote und den freiwilligen Katecheseunterricht in der modernen lingua franca besuchen können. Dies macht die Arbeit für den Missionsleiter vielfältig, aber auch anspruchsvoll.

Ein Jahr – drei Weihesakramente

Es ist wohl noch nie vorgekommen, dass Seelsorgern in diesem Ressort innerhalb eines Jahres die Diakonen-, die Priester- und die Bischofsweihe gespendet wurde. Dies ist ein Anlass grosser Freude. Mit P. Salvador Ferrandis Belvis wissen wir in der spanischsprachigen Mission (MCLE) einen jungen und motivierten Seelsorger bei uns, der in Zürich und in seiner Heimat Valencia die beiden Weihesakramente empfangen durfte und als Priester weiterhin in Zürich wirkt. Der ehemalige Leiter der slowakischsprachigen Mission, Pavol Šajgalík, wurde Ende Jahr zum Bischof geweiht und leitet seither die Militärdiözese in seiner Heimat. Für seinen langjährigen seelsorgerischen Dienst in Zürich und der ganzen Schweiz gebührt ihm grosser Dank.

Ökumenisches Engagement der Missionen

Als Christinnen und Christen sind wir in der heutigen säkularisierten Welt in der Regel gemeinsam unterwegs. Diese Haltung wird auch in der Migrantenseelsorge konkret gelebt. Mit dem Projekt «Die Welt zu Gast im Prediger» engagierten sich verschiedene Missionen in der Predigerkirche und organisierten einen lebendigen Wortgottesdienst. Auch gibt es ein Zusammenwirken zwischen den einzelnen Missionen, und das in Partnerschaften, an die man zuerst nicht denkt: Die spanisch-

«Die Herzenssprache ist die Sprache des Glaubens, des fruchtbaren Gebets. Diese Sprache beherrschen alle Gläubigen, egal ob migrantisch geprägt oder nicht.»

«Die Vernetzung mit der Legislative der Körperschaft gewinnt zu Recht an Bedeutung.»

sprachige und die kroatischsprachige Mission feierten zum Beispiel zusammen mit der Ortspfarrei ein «internationales Abendlob» in der Kirche St. Peter und Paul.

Vielfältige Vernetzungsprojekte

Neben dem «Alltagsleben» in den Missionen forderten verschiedene grössere Projekte eine vielfältige Zusammenarbeit: An einem Informationsabend für die Synodalen im Herbst beteiligten sich mehrere Personen aus den Missionen und informierten über Sinn, Leben und Struktur der Migrantenseelsorge im Kanton Zürich. Die Vernetzung mit der Legislative der Körperschaft gewinnt zu Recht an Bedeutung, dies zeigte sich auch in einem politischen Vorstoss in der Synode, der eine bessere Einbindung der Mitglieder der Missionen in die Legislative fordert. Im Rahmen des Projekts der beiden grossen Zürcher Landeskirchen für «Beiträge für nicht anerkannte Religionsgemeinschaften» unterstützte das Ressort den Verband Orthodoxer Kirchen bei der Gesuchseingabe für die erste Beitragsrunde.

Missionen und Sprachgemeinschaften im Fokus

Die nachfolgenden Berichte zeigen beispielhaft auf, dass sich die Sprachgemeinschaften und Missionen nicht auf der Vergangenheit ausruhen, sondern sich mit einer fruchtbaren Kinder- und Jugendarbeit vor allem an der Zukunft ausrichten. Ausserdem zeigt sich klar, dass Migration kein vorübergehender Zustand, sondern eine bleibende und vor allem lebendige kirchliche Realität ist.

Ein Schwerpunkt der Personalpfarrei Don Bosco (MCLI) war die Suche nach Wegen, Kinder vermehrt in pfarreiliche Aktivitäten einzubinden. So wurde ein kleiner Chor gegründet, zudem wurden Kinder nach der Erstkommunion zum Ministrantendienst motiviert. Für Kinder, die während den Sommerferien zu Hause blieben, wurde mit den Mutter-Theresa-Schwestern eine Spielwoche durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt war die fruchtbare Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen. Mit ihnen wurden Kurse angeboten zum Gehirntraining, ElternAnlässe zum zürcherischen Schulsystem organisiert und mit Migrantinnen und der Stadt der Frauentag begangen. Zudem wurden verschiedene Anlässe zum Heiligen Jahr angeboten und eine Romreise unternommen.

Die ungarischsprachige Mission initiierte zwei Familienprogramme: Im Rahmen eines Familientags verbrachten die Angehörigen der Mission einen fröhlichen Tag mit Spielen und einem Feldgottesdienst und es wurde ein neuer Kindergottesdienst geschaffen. Darüber hinaus erscheint eine grundlegende Neuausrichtung des Pfarreilebens notwendig: Dafür wurde eine Gebetsgruppe mit zweiwöchentlichen Treffen ins Leben gerufen. Seit Anfang Jahr unterstützt ein Laienseelsorger den Missionsleiter, der gleichzeitig in der Seelsorge der Ortspfarrei wirkt.

Die MCLI Amt-Limmattal feierte das 50-Jahr-Jubiläum des «Oratorio». Dies ist eine Freizeiteinrichtung der MCLI für Kinder und Jugendliche. Das Oratorio bringt jeden Samstag alle Kinder der Mission in Schlieren zusammen, um gemeinsam zu beten und zu spielen. Drei Generationen versammelten sich zum Fest: diejenigen, die als Kinder das Oratorio besucht haben und heute Eltern sind, die heutigen Jugendlichen und die Kleinsten, die gerade erst ihren Weg beginnen. Dieses Treffen war ein starkes Zeichen der Kontinuität und zeigte, dass heute, genauso wie vor 50 Jahren, ein Ort der «Italianità» erwünscht ist, an dem Kinder zusammenkommen, Freundschaften erleben und den Glauben entdecken können.

Mit dem Projekt «Bist du neu? Brauchst du Informationen oder Unterstützung?» will die MCLI Zürichsee-Oberland gezielt neu ankommende Migrantinnen und Migranten ansprechen, um sie ins Leben von Kirche, Pfarrei und Mission zu integrieren. Zusätzlich nutzen die Verantwortlichen den Webauftritt und auch Social Media, um in einen besseren Kommunikationsprozess mit den verschiedenen Gruppen und Personen zu treten.

Fr. Didier Boillat OP stand der französischsprachigen Personalpfarrei Sainte Famille (MCLF) für fast 30 Jahre als Pfarrer und Missionsleiter vor und wurde im Sommer verabschiedet. Sein Nachfolger, Fr. Joseph de Almeida, wirkte lange Jahre in Paris, bevor er von seinem Orden nach Zürich entsandt wurde. Somit ist die dominikanische Präsenz in der Pastoral in Zürich für die nächsten Jahre gesichert. Fr. Joseph möchte den Gläubigen die Freude und Schönheit des Evangeliums vermitteln und in diesem Sinne vor allem die Familien einladen, über die Bedeutung der Berufung, die durch die Taufe jedem Menschen gegeben ist, nachzudenken. In der MCLF können jährlich steigende Zahlen in der freiwilligen Katechese registriert werden, was ein Segen ist.

Ein weiteres Jubiläum konnte die portugiesischsprachige Mission begehen: ihr 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurden Statuen der Muttergottes von Fatima gesegnet, die in den Kirchen, in denen sich die portugiesischsprachigen Gemeinschaften versammeln, aufgestellt werden. Der Bezug zu Fatima ist für die Gläubigen wichtig und eine Bereicherung des örtlichen kirchlichen Lebens.

Ein Höhepunkt der kroatischsprachigen Mission war der Besuch von Bischof Joseph Maria Bonnemain zur Feier des Christkönigsonntags. In seiner Predigt in der vollbesetzten Kirche St. Josef betonte der Bischof die Botschaft des Heiligen

Kinderfasnacht der MCLI Limmattal.

Foto: MCLI

Tanzaufführung der tamilsprachigen Mission.

Foto: zVg

Jahres in den Schlagworten von Hoffnung und Barmherzigkeit: «Christus hat durch sein Engagement und die Hingabe seines Lebens die Erlösung ermöglicht.» Weiterhin pflegt die Mission ein vielfältiges musikalisches Leben, das sich in zahlreichen Chören zeigt.

Zentral für die national organisierte tamilsprachige Mission mit Sitz in Zürich war die Wallfahrt im August nach Einsiedeln, an der Bischof Ganapragasam von Mannar aus Sri Lanka als Ehrengast teilnahm.

Die Vielfalt der Migrantenseelsorge und das Wirken in Kirche und Gesellschaft verdeutlichen die Bemühungen der Mission, den Glauben an die junge Generation weiterzugeben. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Pfarreien. Ziel ist es, mehr Gläubige zu erreichen und ihre Teilnahme an den kirchlichen Aktivitäten zu steigern.

Orthodoxe Kirchen im Kanton Zürich

Seit 2014 sind die im Kanton Zürich beheimateten orthodoxen Kirchen und Gemeinden in einem Verband organisiert, der inzwischen paritätisch sechs byzantinisch- und sechs altorientalisch-orthodoxe Kirchen und Kirchgemeinden umfasst. Zweck des Verbands sind nach Art. 2 der Statuten die Pflege der Freundschaft und die Zusammenarbeit unter den Mitgliedergemeinden, das Sichtbarmachen und die Interessenvertretung der Ostkirchen in Staat und Gesellschaft, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordination von Diakonie und Seelsorge in Schulen, Spitälern und Strafanstalten. Mit dem von den verschiedenen Gremien bewilligten Beitragsgesuch des Verbands im Rahmen des Projekts «Beiträge an nicht anerkannte Religionsgemeinschaften» wurde der Fokus im Berichtsjahr gesetzt und eine neue Ära eingeläutet.

Neben der reinen Vorstandsarbeit konzentrierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem auf die detaillierte Vorbereitung der jährlich stattfindenden Anlässe «Felix und Regula» und «Österliche Begegnung». Zahlreiche orthodoxe Gläubige, geladene Gäste aus den Schwesterkirchen und interessierte Besucherinnen und Besucher erlebten im Mai und im September zwei lebensfrohe und spirituell berührende Veranstaltungen. Als Nachfolger von Pfarrer René Berchtold wurde Pfarrer Audrius Micka als Vertreter des Generalvikars im Beirat begrüsst.

Im Zentrum stand in den letzten Monaten vor allem das Projekt der Finanzierung von nicht anerkannten Religionsgemeinschaften im Kanton Zürich. In diversen Treffen wurde das Gesuch des Verbandes über eine mögliche Finanzierung von 2026 bis 2031 zuhanden des Kantons und der beiden Landeskirchen erarbeitet.

Nach Vorprüfung durch den Verantwortlichen des Fachbereichs Religion der Justizdirektion des Kantons Zürichs wurde es in der Synode vom 6. November mit respektabler Mehrheit verabschiedet.

Anfang September hat eine Vertretung von Vorstand und Priesterkonvent den seit 1964 amtierenden Erzpriester Emanuel Simandirakis verabschiedet. Nach Jahrzehnten des Dienstes in der griechisch-orthodoxen Kirche Hl. Dimitrios in Zürich kehrte er zurück an seinen kretischen Geburtsort, wo er nach kurzer Krankheit am 12. Februar 2026 verstarb.

Die in den Schulungsräumen am Hirschengraben in Zürich regelmässig stattfindenden Ikonenmalkurse von Pfarrer Yordan Pashev sind zum beliebten Kulturangebot geworden und erfreuen sich grosser Beliebtheit bei Christinnen und Christen aller Denominationen. Die Kursdaten für 2026 sind auf der Verbands-Website ersichtlich.

Hoffnung trotz Flammen

Die durch ein Teilzeitpensum von Erzpriester Branimir Petkovic gesicherte Gefängnisseelsorge ist sehr gefragt; sie wird von den Insassen der verschiedenen Vollzugsanstalten geschätzt und stark frequentiert.

Netzwerk Migration und Integration

Die «Fachgruppe 4» der Römisch-katholischen Zentralkonferenz und der Bischofskonferenz ist zuständig für die Finanzierung gesamtschweizerischer Aufgaben in der Migrantenpastoral. Das Ressort Migrantenseelsorge hat ein reichhaltiges Know-how, das im Auftrag der RKZ in diese Fachgruppe eingebracht wird. Die Sitzungen finden jeweils in Bern statt und sind ein wertvolles Gefäss des fachlichen Austauschs über die Bistums- und Kantonsgrenzen hinweg.

Kirche und Asyl

In dieser ökumenischen Arbeitsgruppe treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der Caritas und der Seelsorgenden der Bundesasylzentren in Zürich zweimal jährlich zu einem Austausch über Fragen zu Migration und Seelsorge. Die christlichen Kirchen und Institutionen sind aufgerufen, zum Wohl der schwächsten Glieder unserer Gesellschaft zusammenzuarbeiten. Einer der konkreten Beiträge aus der Migrantenseelsorge ist das Bekanntmachen und Vernetzen der vielfältigen Sprachangebote der Missionen, um Migrantinnen und Migranten aufzunehmen und ihnen konkrete Unterstützung anzubieten.

Austausch- und Netzwerkgruppen Neben Kontakten mit der Geschäftsstelle des Forums der Religionen sind auch Kontakte mit den kantonalen Behörden von grosser Wichtigkeit. Hierzu dient das zweimal pro Jahr stattfindende Austauschtreffen der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften mit der Sicherheitsdirektion, an dem jeweils die aktuelle Situation im Asyl- und Sozialwesen erörtert wird und pragmatische Lösungen gesucht werden. Hier zeigt sich, dass die Kirche für den Staat eine kompetente Partnerin ist und konkrete «gesamtgesellschaftliche Leistungen» erbringt für alle Menschen, egal welcher Herkunft, Sprache oder Religion.

Anfang März hatte ich Freunde zum Essen eingeladen, aber es hat nicht so richtig geschmeckt: Seit den Morgenstunden beschossen sich in einer grossangelegten Offensive der USA die Nahoststaaten Israel und Iran, um schon kurz danach etliche Golfanrainer-Länder in diese Katastrophe mithineinzuziehen. Ein Ort, Abu Dhabi, war einst mein Lebensmittelpunkt. So stand ich mehr mittendrin, als mir lieb war. Aus vielen Nachrichten und Postings wurde mir klar, wie sich Krieg anfühlt. An Plätzen, wo Raketen niedergingen, bin ich selbst schon gestanden.

Katastrophen spielen sich heute nicht mehr irgendwo auf der Welt ab, wo nur das geübte Medienauge Notiz davon nimmt, sondern Kriegsnot entsteht nun auch da, wo wir selbst leben, Ferien machen oder sonstwie Lebenszeit verbringen. Nicht nur der Ukrainekrieg macht uns das schon länger deutlich. Und inmitten dieses Leids machen sich Menschen auf den Weg, um Ausschau nach einem besseren, einem friedlicheren Leben zu halten. Diese Globalisierung der Not ist nicht nur eine politische Frage: Sie stellt auch unsere Kirche vor Herausforderungen – sie ist Thema für unsere Migrantenseelsorge. Menschen, die sich – vielleicht schon vor einigen Generationen – im Kanton Zürich niedergelassen haben, treffen heute auf jene, die jetzt vor den aktuellen Themen der Migration stehen. Miteinander baut man hier in Zürich an einer neuen Heimat. «Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen» (Matthäus-Evangelium, Kapitel 25,35) –als Ressort sind wir nicht einfach Zuschauende, sondern wir gestalten mit.

Während anderenorts die Welt in Flammen aufgeht, wird sie bei uns ein Stück besser. Das macht mir Hoffnung.

Synodalrat Martin Stewen Ressort Migrantenseelsorge

Handreichung der Spitalseelsorge zur Sterbehilfe:

«Ich kann nicht mehr».

Foto: Magdalena Thiele

Seelsorge im Wandel der Zeit

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel. Selbstverständlichkeiten früherer Jahrzehnte – etwa ein unhinterfragtes Vertrauen in die Medizin und auch in die Kirche – werden heute differenzierter betrachtet. Medizinische Fortschritte ermöglichen zum Beispiel ein höheres Lebensalter, zugleich rücken Hochaltrigkeit und die damit verbundenen Einschränkungen stärker ins Zentrum der Frage nach Lebensqualität und Autonomie.

Die Seelsorgenden in den Spitälern, in der Behindertenseelsorge und der hiv-aidsseelsorge tragen mit ihrer täglichen Arbeit zu einer konstruktiven Begleitung bei und unterstützen Patientinnen und Patienten und Zielgruppen in ihren Lebensfragen auf einfühlsame Art und Weise. Mit ihrer Arbeit sind die Dienststellen und die Seelsorgenden in ihrem Netzwerk anerkannt und sehr geschätzt.

Spital- und Klinikseelsorge

Gestorben wird längst nicht mehr «einfach so»; das «Wie» des Sterbens ist Teil individueller Vorstellungen geworden. Auch wenn das Thema Tod und die Frage nach einem «Danach» vielfach tabuisiert bleiben, beschäftigen sich viele Menschen intensiv mit ihrem Lebensende.

In der Spitalseelsorge begegnen den Seelsorgenden immer wieder Menschen, die Fragen rund um Sterbewünsche bewegen – sei es in Bezug auf sich selbst oder auf nahestehende Personen wie Eltern, Grosseltern, Geschwister oder Kinder. «Wie möchte ich einmal sterben? Was kann oder muss ich tun, damit dies – soweit möglich – meinem Verständnis von Würde entspricht?»: Patientenverfügungen, informierte Angehörige oder auch die Anmeldung bei einer Sterbehilfeorganisation sind Ausdruck dieser Auseinandersetzung.

Auch in den christlichen Kirchen findet eine differenzierte Debatte zu diesem Thema statt. Der Wunsch nach einem würdevollen Sterben ist zutiefst menschlich und eng mit der eigenen Biografie, den Lebensumständen und Erfahrungen verbunden. Einsamkeit, finanzielle Belastungen oder unerträgliche Schmerzen können verständliche Fragen nach einer Verkürzung des Leidens aufwerfen.

Handreichung zum Umgang mit Sterbewünschen erschienen

Die 42 Seelsorgenden, die an über 30 Spital- und Klinikstandorten im Kanton Zürich tätig sind, setzen sich bewusst und professionell mit diesem Thema auseinander. Die Seelsorgenden Silke Winkler und André Böhning haben im Auftrag der Spitalseelsorge und des Bistums St. Gallen eine Handreichung zum Umgang mit Sterbewünschen herausgegeben.

Im Rahmen einer Vernissage wurde die Publikation am 7. April einer interessierten Öffentlichkeit in der Kapelle des Universitätsspitals Zürich vorgestellt. Die Handreichung mit dem Titel «Ich kann nicht mehr» widmet sich dem sensiblen Thema des Umgangs mit Sterbewünschen in der Seelsorge. Die Seelsorgenden sehen sich in ihrem beruflichen Alltag immer wieder mit solchen Wünschen konfrontiert, die jedoch selten direkt geäussert, sondern meist nur angedeutet oder umschrieben werden. Die Erfahrung zeigt, dass hinter solchen Äusserungen selten ein eindeutiger Sterbewunsch steht. Vielmehr sind sie Ausdruck von Leid wie Erschöpfung, Schmerzen, Abhängigkeit oder Einsamkeit.

Die Publikation basiert auf der Erkenntnis, dass der Umgang mit Sterbewünschen besondere Empathie und Achtsamkeit erfordert. Es geht nicht um die Suche nach schnellen Lösungen, sondern um eine respektvolle und wertschätzende Haltung gegenüber den Betroffenen. Mit dieser Arbeitshilfe erhalten Seelsorgende praxisorientierte Unterstützung, um mit Offenheit und ohne voreilige Bewertung Gespräche zu führen und die eigenen Grenzen wahrzunehmen. Im Fokus steht die Anerkennung der Autonomie der betroffenen Person sowie das Zulassen von Ambivalenzen in dieser schwierigen Lebensphase.

900 Exemplare der Handreichung wurden bereits verteilt (Bezug unter spitalseelsorge@zhkath.ch – für 10 Franken) und im Rahmen der Publikation einige Veranstaltungen durchgeführt. Dazu gehörten eine Fortbildung und eine Diskussionsrunde. Auch die diözesanen Räte haben sich intensiv mit der Broschüre befasst. Für 2026 sind zwei Fachkonferenzen geplant.

Palliativseelsorge. Begleitung daheim

Die Arbeit der ökumenisch getragenen «Palliativseelsorge. Begleitung daheim» ging ins achte Jahr. Mittlerweile ist diese Dienstleistung gut im Kanton Zürich etabliert. Die positive Entwicklung lässt sich mit folgender Abbildung illustrieren:

Total der direkten Seelsorgekontakte

«Ich kann nicht mehr»

«Ich kann nicht mehr» beschreibt nicht meine Stimmung als Synodalrat zur Halbzeit der Legislatur, sondern den Titel einer im letzten Jahr angekündigten Handreichung zum Umgang mit Sterbewünschen in der Seelsorge. Ich durfte das Büchlein gemeinsam mit den Autoren veröffentlichen und einem Fachkreis zugänglich machen. Es bietet Hintergrundwissen und praktische Hinweise. Obwohl von katholischer Seite verfasst, findet es hoffentlich auch Resonanz bei Kolleginnen und Kollegen anderer Konfessionen und Religionen.

Prävention ist im Gesundheitsbereich zentral. Deshalb konnten wir gemeinsam mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich ein dreijähriges Pilotprojekt starten: die «Sprechstunde für psychische und sexuelle Gesundheit» für kirchliche Mitarbeitende, finanziert von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Das in der Schweiz einzigartige Projekt wurde im September öffentlich vorgestellt und stiess auf grosse Resonanz. Kurz darauf präsentierten wir es auch der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern im Sinne von «lessons learned & best practices».

Zudem befasste sich das Leitungsgremium intensiv mit neuen Strategien und Massnahmen zur Qualitätsentwicklung. Schon heute zeigt sich: Patientinnen und Patienten in Kliniken und Spitälern schätzen die Präsenz der Seelsorgenden sehr. Den Mitarbeitenden wünsche ich nebst der Büroarbeit ausreichend Zeit, um vielfältige und spannende Aufgaben an der Basis wahrzunehmen.

Synodalrat Andreas Kopp

Ressort Seelsorge Gesundheitswesen und Inklusion

Wanderausstellung zum 20. Todestag von Cicely Saunders, Begründerin der modernen Hospizbewegung. Sie gilt als Pionierin der Palliativmedizin.

Foto: Sibylle Ratz

Insgesamt konnten 326 Personen seelsorgerisch begleitet werden. Darunter waren 146 Menschen ohne Konfession bzw. mit unbekannter Konfession, 96 evangelischreformiert, 70 römisch-katholisch. 14 Personen gehörten anderen christlichen Kirchen oder anderen Religionen an. Die Zahlen zeigen, wie anerkannt und wertvoll diese Dienstleistung ist.

Dauer und Form der Begleitung sind dabei sehr unterschiedlich. Manchmal genügt ein einziger Hausbesuch. Und manchmal ist die Begleitung über einen längeren Zeitraum angelegt.

Cicely Saunders

Anlässlich des 20. Todestags der britischen Ärztin, Pflegefachfrau und Sozialarbeiterin Cicely Saunders fand eine Wanderausstellung in der Predigerkirche statt, die an ihr Leben und Wirken erinnerte. Saunders gilt als Pionierin der modernen Hospizbewegung und hat Massstäbe in der palliativen Begleitung gesetzt. Über 350 Personen besuchten die Ausstellung in Zürich oder eine der drei Begleitveranstaltungen und konnten so die Grande Dame der Palliative Care, ihre Geschichte und die Gegenwart von Palliative Care in Zürich kennenlernen.

Zusammenarbeit mit muslimischer Seelsorge

In den Spitälern hat sich die konfessionelle und interreligiöse Zusammenarbeit positiv entwickelt. Am Universitätsspital Zürich zum Beispiel kooperieren die Seelsorgenden bereits seit 2018 mit der muslimischen Seelsorge. Das Zusammenspiel ist nicht immer einfach, da jede Religionsgemeinschaft andere Glaubensschwerpunkte und unterschiedliche Strukturen mitbringt. Aber die positiven Aspekte wie die gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Ziel, für die Patientinnen und Patienten da zu sein, überwiegen deutlich.

Der Verein QuaMS (Qualitätssicherung der muslimischen Seelsorge in öffentlichen Institutionen im Kanton Zürich) initiierte für die Jahre 2023 – 2025 ein Pilotprojekt zur Integration muslimischer Seelsorgender in Zürcher Gesundheitseinrichtungen. Dies geschah in Absprache mit den Kirchen und der Direktion der Justiz und des Innern. Die Auswertung des Projekts zeigt einen deutlichen Bedarf für muslimische Seelsorge auf.

Ab 2026 wird sich die muslimische Seelsorge noch stärker an den Spitälern im Kanton Zürich etablieren. Dies wird möglich, da die Synoden der katholischen Körperschaft und der reformierten Landeskirche im November jeweils einen Beitrag an die muslimische Seelsorge für die Jahre 2026 – 2028 gutheissen.

Spiritual Care im Spital

Ein Grundgedanke der Spiritual Care lautet, dass nicht nur die Mitarbeitenden der Spitalseelsorge für die spirituell-religiöse Begleitung von Patienten zuständig sind, sondern letztlich alle, die im Gesundheitswesen mit kranken Menschen zu tun haben. Die Verantwortung für die spirituelle Begleitung wird so verbreitert und von mehr Menschen mitgetragen. Damit wurde einem Anspruch der Weltgesundheitsorganisation WHO Rechnung getragen, die schon vor Jahrzehnten betonte, dass sich die Frage der Gesundheit nicht auf eine physische oder psychische Ebene reduzieren lasse, sondern jeder Mensch auch soziale und spirituelle Bedürfnisse habe.

Im Kantonsspital Winterthur begannen die Seelsorgenden, diese Idee in Teilen umzusetzen. Zunächst ging es darum, Pflegefachleute darüber zu informieren und zu sensibilisieren, was überhaupt eine spirituelle Fragestellung bei Patientinnen und Patienten ist. Es wird in Zukunft auch darum gehen, wie spirituelle Bedürfnisse bei der Aufnahme oder während des Aufenthalts konkret erkenn- oder erfragbar sind. Es hilft zuweilen die schlichte Frage: «Woran leiden Patientinnen und Patienten neben oder durch die Erkrankung zusätzlich?»

Spital- und Klinikseelsorge setzt Verhaltenskodex um

Der Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht in der Kirche ist für die Spital- und Klinikseelsorge von grosser Bedeutung, da die Seelsorgearbeit oft emotionale und körperliche Nähe erfordert. Deshalb hat sich eine Projektgruppe mit den Vorgaben des Kodex auseinandergesetzt und sie für die Seelsorgearbeit im Spital konkretisiert. Es ist ein praktisches Arbeitsinstrument geworden, das konkrete Situationen im Umgang mit vulnerablen Menschen thematisiert. Es dient der Reflexion des eigenen Verhaltens und sensibilisiert für bewusstes Handeln.

Entstanden sind eine Broschüre und ein Kartenspiel, das relevante Aspekte des Kodex aufgreift und mit spezifischen Standards für die Spitalseelsorge ergänzt. Teams vor Ort sind eingeladen, sich regelmässig inhaltlich darüber auszutauschen. Es geht darum, Achtsamkeit, Reflexion und Transparenz im Umgang miteinander zu fördern.

hiv-aidsseelsorge: gegen Einsamkeit, für Gemeinschaft

Die hiv-aidsseelsorge stand im Zeichen von Nähe, Begegnung und Empowerment. Der Fokus lag auf Menschen mit HIV, die häufig von Einsamkeit betroffen sind, sowie auf queeren Geflüchteten, die nach Flucht und Verfolgung Gemeinschaft erleben. Rund 75 Prozent der Arbeit der hiv-aidsseelsorge entfielen auf Einzelseelsorge, Sozialberatung und gemeinschaftliche Angebote – dort, wo Einsamkeit, Angst und Ausgrenzung den Menschen prägen. Ganz im Sinne von «gegen Einsamkeit – für Gemeinschaft und ein offenes Leben».

Begleitung in Isolation und Krisen Trotz grosser medizinischer Fortschritte erleben viele Menschen mit HIV weiterhin soziale Isolation. HIV ist gesellschaftlich kaum noch sichtbar; diese vermeintliche Normalisierung verstärkt jedoch oft das Alleinsein. Betroffene ziehen sich zurück, schützen ihre Anonymität und fühlen sich mit Armut, Alter, Krankheit oder Sterben alleingelassen. Die Einzelseelsorge begegnet diesen Realitäten mit Zeit, Verlässlichkeit und der Bereitschaft, Schmerz, Angst und Hoffnungslosigkeit auszuhalten. Dies gilt insbesondere für Menschen mit belastenden Fluchtgeschichten und vor allem nach negativen Asylentscheiden. Die Kirche übernimmt hier eine zentrale Aufgabe: Sie bietet Schutzräume, hält den «Schatten» aus und bleibt an der Seite der Menschen, wenn andere Strukturen nicht (mehr) greifen.

Zugehörigkeit und Empowerment

Als bewusster Gegenpol zur Einsamkeit wurden die gemeinschaftlichen Angebote weiter ausgebaut. Für queere Geflüchtete sind diese Räume oft lebensverändernd: Nach Jahren der Ausgrenzung erfahren sie Zugehörigkeit, Anerkennung und die Freiheit, ihre Identität offen zu leben. Regelmässige Treffen, gemeinsame Mahlzeiten, Feiern und Workshops schaffen Stabilität und Solidarität über kulturelle und biografische Grenzen hinweg. Die Teilnehmenden gestalten die Angebote aktiv mit – etwa in Kochteams, bei Veranstaltungen oder in der Planung – und erleben dadurch Selbstwirksamkeit und Empowerment.

Sozialberatung und Vernetzung

Die wöchentliche Sozialberatung im Regenbogenhaus erreichte eine vielfältige Klientel (59 Prozent Männer, 33 Prozent Frauen, 8 Prozent nonbinäre Personen; insgesamt 53 Prozent Menschen mit HIV). Medizinische Partner wie CheckIn oder das USZ würdigen diese Arbeit als unverzichtbare Ergänzung zur medizinischen Versorgung besonders schutzbedürftiger Menschen. Die verstärkte, enge Vernetzung mit Organisationen wie Queer Amnesty, Queer Zürich, Transgender Network Switzerland (TGNS), queerAltern, HAZ queer Zürich oder der Aidshilfe Schweiz ist von grosser Akzeptanz und gegenseitiger Wertschätzung getragen und erweist sich als zentral für die Wirksamkeit der Arbeit.

Goldene Momente bei den Special Olympics World Winter Games 2025. Silja Horber, Mitarbeiterin der Behindertenseelsorge, glänzt mit einer Goldmedaille im Eiskunstlauf. Foto: Candido Castanon

Gedenkkultur

Gemeinsame Projekte wie die stark genutzte Rainbow Lounge für Geflüchtete, interreligiöse Feiern sowie Gedenkveranstaltungen zum Welt-Aids-Tag oder am Regenbogengrabfeld Sihlfeld schaffen Räume für Erinnerung, Verbundenheit und gesellschaftliche Teilhabe. Hier zeigt sich die Weltoffenheit der Kirche. Ökumenisch konnte der Pride-Gottesdienst gefeiert werden, der von queeren Menschen sehr geschätzt wird und ein Zeichen der Offenheit aller Kirchen in Zürich darstellt.

Behindertenseelsorge: Mut tut gut!

Das Motto der Behindertenseelsorge «Mut tut gut!» war das ganze Jahr über spürbar: im gemeinsamen Erleben, im Glauben, im Vertrauen aufeinander und im offenen Austausch.

In 121 Veranstaltungen mit über 2 500 Teilnehmenden wurde deutlich, wie sehr Menschen mit einer Behinderung in der Behindertenseelsorge Raum finden, um sich einzubringen, zu entfalten und echte Gemeinschaft zu erleben. Über 1 000 Stunden freiwilliges Engagement machten die vielfältigen Begegnungen überhaupt erst möglich – ein sichtbares Zeichen gelebter Solidarität.

Begegnung, Glaube und Gemeinschaft Für Menschen mit Lernschwierigkeiten und motorischen Beeinträchtigungen war das Projekt «Zäme sii» ein zentraler Treffpunkt. Hier begegnen sich Menschen mit Offenheit und Respekt, entdecken Talente, musizieren, kochen miteinander und teilen, was sie bewegt. Diese Begegnungen festigten ein spürbares Miteinander und stärkten das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ein besonders bewegender Moment war das «Fest des Lebens», das den Verstorbenen gewidmet war. Poesie, Musik, ein feines Festmenü und selbst gestaltete Erinnerungsgegenstände schufen einen Raum des Gedenkens, der Trost und Hoffnung schenkte. In der Gemeinschaft wurde erfahrbar: Trauer wird leichter, wenn sie geteilt wird.

Kreative Spiritualität und gelebte Inklusion

Der Workshop «Kraft schöpfen – Trauer kreativ gestalten» führte das Trauermodell von Chris Paul ein und eröffnete neue Wege, um mit Verlust und Abschied umzugehen. Die kreative Herangehensweise fand grossen Anklang und brachte erstmals Fachpersonen aus Pfarrei, Sozialarbeit, Diakonie und Institutionen zusammen –ein bereichernder Austausch über alle Grenzen hinweg.

Pilgerreise nach Rom

Ein Höhepunkt war die Pilgerreise der Behindertenseelsorge nach Rom. 36 Menschen – darunter Rollstuhlfahrende, blinde und sehbehinderte Personen, Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Begleitpersonen, Seelsorgende und Freiwillige – machten sich im November gemeinsam auf den Weg. Trotz Hindernissen, Treppen und Kopfsteinpflaster konnten sie alle bedeutenden Orte besuchen. Die Romreise war mehr als ein Pilgerweg: Sie war gelebte Inklusion, geteilte Spiritualität und ein starkes Zeichen für das Miteinander in Vielfalt.

Kommunikation und Beziehungspflege

Eine neue Blog-Rubrik auf der Website, Beiträge im Forum sowie eine stärkere Präsenz auf Instagram und Facebook machten die Arbeit der Behindertenseelsorge sichtbarer und zugänglicher. Ziel war es, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen aufzubauen. Wichtige Meilensteine waren die Teilnahme an einer Tagung der Fachhochschule Ost in St. Gallen, die Begleitung zahlreicher Veranstaltungen mit persönlichem Austausch sowie der Aufbau eines aktuellen Kontaktverzeichnisses. Kleinere Aktionen wie Dankeskarten oder T-Shirts bei Anlässen stärkten zusätzlich die Bindung zu Partnerinnen, Freiwilligen und Freunden der Behindertenseelsorge.

Professur für Spiritual Care

Durch die Professur konnten einige Weichenstellungen vorgenommen werden. Im Kontext der gesamtuniversitären Entwicklung fand eine Kick-off-Veranstaltung zum Aufbau eines Forschungsnetzwerks «interdisziplinäre Palliativversorgung Zürich» statt.

In der Lehre beteiligte sich die Professur an der Vorlesung «Mentale Gesundheit stärken». Im Herbstsemester fand zudem ein Forschungskolloquium Spiritual Care statt.

Im Bereich der Forschung wurde eine vielbeachtete Bevölkerungsumfrage im Kanton Zürich zu Erfahrungen mit Seelsorge im Gesundheitswesen veröffentlicht. Der Bericht enthält verlässliche empirische Grundlagen für eine strategische (Weiter-) Entwicklung der Seelsorge im Gesundheitswesen. Darüber hinaus hielt der Lehrstuhlinhaber im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit zehn Vorträge. Ebenso gab er einige Interviews, unter anderem zu oben erwähnter Bevölkerungsumfrage. Nebenstehend der Link zum Interview mit dem SRF-Regionaljournal vom 28. Oktober 2025.

Die Pilgerreise der Behindertenseelsorge war mehr als ein Besuch in Rom: gelebte Inklusion, geteilte Spiritualität –und ein gemeinsamer Weg, der Mut gemacht hat. Foto: Katholische Behindertenseelsorge Zürich

Ob im Spital, im Heim, in der Arbeit mit HIV-Betroffenen oder mit Menschen mit Behinderung: Die Seelsorge hat sich in den letzten Jahren von einer rein versorgenden Betreuung hin zu einer begleitenden Unterstützung gewandelt, die Autonomie und individuelle Lebensbiografien ins Zentrum rückt.

Am dritten Adventssonntag kam das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem unter dem Motto: «Frieden leben – einander Licht sein» in der Schweiz an. Foto: Jugendseelsorge

Zugehörigkeit bieten

Jugendliche und junge Erwachsene suchen Sinn, Beziehung und Zugehörigkeit – und finden diese in glaubwürdig gestalteten kirchlichen Kontexten. Solche Räume und Erfahrungen zu ermöglichen, prägt die täglichen Bemühungen der Jugendseelsorge wie auch der anderen Fach- und Dienststellen sowie Organisationen im Ressort Jugend und junge Erwachsene.

Jugendseelsorge

Jugendseelsorge wirkt dort nachhaltig, wo sie Gemeinschaft ermöglicht, Verantwortung teilt und spirituelle Erfahrungsräume öffnet. Aber wie viel auch geplant wird: Manchmal kommt alles ganz anders.

Einzigartige Romreise

Im April war eine kantonale Jugendreise nach Rom mit etwa 100 Jugendlichen aus sieben Pfarreien vorgesehen. Ursprünglich war sie, partizipativ organisiert, als Teilnahme an der Pilgerwoche für Jugendliche nach Ostern geplant, zu der Papst Franziskus eingeladen hatte. Zwei Tage vor der Abreise verstarb der Papst. Dadurch ergab sich für die Jugendlichen die besondere Situation, dass sie während ihres Aufenthalts in Rom im Petersdom Abschied nehmen und an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen konnten. Diese unerwartete Konstellation machte die Reise besonders eindrücklich.

Kompetenzen stärken

Im Bereich Aus- und Weiterbildung war die Jugendseelsorge breit und wirksam engagiert. Insgesamt nahmen rund 450 Personen an 23 Aus- und Weiterbildungsangeboten teil. Die Formate reichten von modularen Weiterbildungen über thematische Studientage bis hin zu internationalen Reisen. Ziel aller Angebote war es, Fachpersonen in der kirchlichen Jugendarbeit in ihrer Kompetenz zu stärken. Im Rahmen der offenen kirchlichen Jugendarbeit wurden erneut in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-reformierten Landeskirche und der «okaj» Zürich mehrere

Weiterbildungen angeboten, die aktuelle und herausfordernde Themen der Jugendarbeit behandelt haben: «Wie spreche ich mit Jugendlichen über die Klimakrise?», «Mobbing – No blame», «Beratung zwischen Tür und Angel» und «Radikalisierung und Extremismus».

Mit den neu eingeführten «Holkursen» für Firmanden vollzog sich ein struktureller Wandel: Statt zentraler Schulungen bot die Jugendseelsorge massgeschneiderte Weiterbildungen direkt in den Pfarreien an.

Im Ressort Spiritualität entstand in Kooperation mit Daju (Fachstelle Kirchliche Jugendarbeit des Bistums St. Gallen) sowie der evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen ein Projekt, das die Fastenzeit als lebendige, alltagsnahe und spirituell vertiefende Erfahrung spürbar macht. Die Aktion «40 Tage ohne» setzte einen bewussten Kontrapunkt zum Alltag junger Erwachsener. Menschen zwischen 16 und 35 Jahren waren eingeladen, sich für vierzig Tage freiwillig von gewohnten Konsum- und Verhaltensmustern zu lösen. Im Zentrum stand dabei nicht der Verzicht an sich, sondern die Frage, was entsteht, wenn Raum frei wird.

Die jährliche Reise nach Taizé über Auffahrt bot fast hundert Jugendlichen die Möglichkeit, Spiritualität in Gemeinschaft und internationalem Kontext zu erleben. Im Advent wurde das Friedenslicht auf dem Zürcher Bürkliplatz empfangen und weitergegeben. Die Flamme wurde von einer Schweizer Delegation in Linz (A) übernommen und nach Zürich gebracht. Über 2 000 Menschen erlebten einen Ort der Begegnung und des Innehaltens mit Marroni, Waffeln, Glühwein und weihnachtlichen Liedern.

Mit der Impulstagung «Rituale» zum Thema «Begegnung am Abgrund – Umgang mit persönlichen Schicksalsschlägen» wurde der Frage nachgegangen, wie Menschen nach einschneidenden Ereignissen wie Verlust, Krankheit oder traumatischen Erlebnissen Halt und Orientierung finden können.

Animationsstellen kirchliche Jugendarbeit (AKJ)

Die AKJs haben unterschiedliche Schwerpunkte, da sie auf die verschiedenen Bedürfnisse der regionalen Pfarreien und Jugendarbeitenden reagieren.

Das AKJ Zürich-Stadt konnte einem langersehnten Wunsch der städtischen Jugendarbeitenden nachkommen und im Juni mit Bischof Joseph Maria Bonnemain feierlich einen neuen Standort an der Birmensdorferstrasse 13 mit rund 50 Personen einweihen.

Da im AKJ Oberland das Coworking-Büro in Wetzikon weniger genutzt wurde, konzentrierte sich die Arbeit wieder stärker vor Ort. Im Dekanat Oberland standen Beziehungspflege, Partizipation und soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, unterstützt durch Workshops zum Aufbau von Jugendgruppen.

Im AKJ Winterthur traf die Jugendarbeiterrunde mehrmals zusammen, wobei jeweils zwischen 10 und 15 verantwortliche Personen teilnahmen, die von verschiedenen Fachinputs profitieren konnten. So war zum Beispiel die Dargebotene Hand zu Gast. Im Januar wurde ein gemeinsames Coworking gestartet.

Der Schwerpunkt im AKJ Albis lag auf der Vernetzung der kirchlichen Jugendarbeitenden. Regelmässige Austauschrunden stärkten den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit.

An der kantonalen Retraite für kirchliche Jugendarbeitende stand das Thema «Leadership in der Jugendpastoral» im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde erkundet, was es bedeutet, wenn Führung sich als Dienst an der Gemeinschaft versteht.

Jugendrat des Bistums

Der Jugendrat des Bistums wurde Ende 2024 offiziell installiert. Er ist als Netzwerk junger Erwachsener zwischen 18 und 30 Jahren konzipiert und steht dem Bischof als beratendes Gremium zur Verfügung. Anfang Dezember fand die zweite Plenarversammlung des Jugendrats in Chur mit 27 Teilnehmenden statt. Unter dem Titel «Was (mir) heilig ist» setzten sich die jungen Erwachsenen vertieft mit dem Sakrament der Firmung auseinander.

Jugendreise nach Rom zum «Jubiläum der Teenager». Foto: Jugendseelsorge

netzwerk

Jugend

Auf Deutschschweizer Ebene engagierte sich die Jugendseelsorge im Rahmen des Juseso-Vorstands im Aufbau des Netzwerks Jugend der katholischen Kirche der Deutschschweiz. Zweck des Netzwerks ist das Erkennen gemeinsamer Ziele für Fachstellen, Bewegungen und weitere Akteure der kirchlichen Jugendarbeit.

FreshX

In Zusammenarbeit mit dem Reuss-Institut Luzern soll ein Kurs entstehen, der Gruppen befähigt, sich als «Gemeinschaft» im Sinne der Fresh Expressions of Church zu entwickeln (FreshX). Es wurde deutlich, wie die anglikanische Kirche Englands neue Formen von Kirche ermöglicht – getragen von lokalen Initiativen. Die Weiterbildung vermittelte grundlegende Prinzipien von FreshX, verortete diese biblisch-theologisch und diskutierte Chancen sowie Herausforderungen einer Umsetzung im katholischen Kontext der Schweiz. Ein Höhepunkt war die Studienreise nach England.

Jubla Zürich

Jungwacht Blauring Kanton Zürich konnte erneut Leitende ausbilden und die Präsenz der Marke Jubla stärken. Über Pfingsten fand der nationale Grossanlass «Jublasurium» in Wettingen (AG) statt. Unter den über 10 000 Teilnehmenden waren auch Mitglieder der Jubla Zürich zu finden – als Teilnehmende und Leitende der Scharen, als Helfende oder in der Organisation. In fünf Jugend+Sport-Ausbildungskursen wurden 125 Jugendliche zu J+S-anerkannten Leitenden ausgebildet. Um die Marke Jubla verbandsextern zu stärken, unterstützte der Kantonalverband wiederum den «Jubla-Tag», einen Schnuppernachmittag im September, mit diversen Werbemassnahmen. Die Jubla Zürich verzeichnete einen leichten Rückgang der Mitglieder um 0,67 Prozent auf 1 780 Mitglieder, davon 628 Leitende und 1 152 Kinder in insgesamt 25 Scharen im Kanton Zürich.

In der Kantonsleitung fand ein Generationenwechsel statt. Fünf langjährige Mitglieder verliessen im Laufe des Jahres die Kantonsleitung. Es konnten jedoch sechs neue, motivierte Personen gefunden werden, die sich tatkräftig für die Jubla engagieren.

Roundabout

Tanzen ist mehr als Bewegung. Tanzen fördert die psychische Gesundheit und Inklusion wie auch ein positives Körper- und Selbstbild. Pünktlich zum 25-Jahr-Jubiläum von roundabout wurden die Ergebnisse einer entsprechenden Evaluation veröffentlicht. Die Resultate sind sehr erfreulich. 26 roundabout-Gruppen (15 Youthund 11 Kids-Gruppen) trainieren jede Woche bis zu 1,5 Stunden, im ganzen Jahr gut 1 500 Stunden. Rund 300 Mädchen und junge Frauen erleben jede Woche eine sinnvolle Freizeitgestaltung an zahlreichen Standorten im Kanton Zürich. Rund 65 Leiterinnen haben sich für roundabout engagiert, fünf Nachwuchsleiterinnen sind im Einsatz, zwei ausgebildete Nachwuchsleiterinnen haben Gruppen übernommen. Hier gehts zur Evaluation

Ein Ausschnitt aus dem YouTube-Video von roundabout Schweiz.

aki – Hochschulseelsorge

Unter dem Thema «Lebensglauben. Glaubensleben» wurden anthropologische, neurologische, ästhetische, liturgische, historische und ganz praktische Aspekte erkundet wie auch der Akt des Glaubens und einzelne Glaubensinhalte. Angesichts der zahlreichen gesellschaftlichen, politischen, aber auch individuellen Herausforderungen, vor denen die junge Generation steht, stellte sich die Frage: Wie gelingt es, nicht zu resignieren, nicht zynisch zu werden, kritisch zu bleiben und dennoch zu hoffen und den Glauben an eine neue Welt zu bewahren?

Bei den Vorträgen von Johanna di Blasi über ästhetische Wege zum Glauben und von Joachim Negel über die Bedeutung von Glaubensbekenntnissen im Anschluss an dasjenige des Konzils von Nicäa sowie der Veranstaltung zum Thema «Glauben im Alltag» tauschten sich die Studierenden untereinander über eigene Erfahrungen aus.

Vielfältiges Angebot

Im Herbst begeisterten Claudia Paganinis Vortrag über «KI als neue Gottheit?» und das Podiumsgespräch über «Demokratie und Druck – Wie Techkonzerne Europas Öffentlichkeit verändern».

In den wichtigen liturgischen Zeiten organisierte das aki Angebote wie Gründonnerstagsfeier, Film am Karfreitag, Karfreitagsfeier, Osternachtswanderung, RorateFeiern und Waldweihnacht. Rachel Philipona prägte die Wochen der Fastenzeit im Innern des aki mit sinnigen Installationen zum Thema «Mehr Zeit».

Ein Gewinn waren die Reisen und Wanderungen. Erstere führten, geleitet von Valerio Ciriello, nach Sizilien und Assisi, letztere vor allem nach Graubünden. Jedes Mal waren junge Leute dabei, die zuvor noch nie ins aki gekommen waren.

Die Studierenden sollen die Veranstaltungen gemeinsam planen, durchführen und evaluieren, damit sie aktiv partizipieren. Während der intensiven Lernzeiten im Mai und Juni und vor allem im November und Dezember waren die Lernräume des aki voll besetzt.

Kennzahlen

– 19 Mitarbeitende im aki – circa 170 Veranstaltungen (gleich wie im Vorjahr), davon 40 Foodsave-Lunchs mit durchschnittlich 45 Personen

– 42 Hochschulgottesdienste mit je 80 bis 120 Personen

35 aki-Gottesdienste jeweils am Donnerstagabend mit durchschnittlich 50 Personen

– Der aki-Newsletter wird an circa 390 Personen versandt (letztes Jahr 370).

– Die Adressdatenbank des aki umfasst zurzeit etwa 1 040 aktive Adressen von Studierenden (letztes Jahr 980).

jenseits IM VIADUKT

Trotz personeller Veränderungen entwickelt sich das jenseits weiter als offener Ort für Kultur, Spiritualität und Quartierleben. Die Zeit wurde genutzt, um unter grosser Beteiligung verschiedener Anspruchsgruppen ein tragfähiges Rahmenkonzept zu erstellen, das den Bögen 11 und 12 im Viadukt als «Impulsort» eine visionäre Zukunft erlauben soll.

Personell ist das Team im Verlauf des Jahres kleiner geworden. Die Zusammenarbeit mit freischaffenden Kreativen erwies sich als grosse Bereicherung und eröffnete zusätzliche Perspektiven sowie inhaltliche Vielfalt im Programm.

Es summt und brummt am Jublasurium. Foto: Alain Sethmacher

Die Ökumenische Mittelschularbeit auf Entdeckungsreise zum tibetischen Buddhismus im klösterlichen Tibet-Institut Rikon. Foto: KZU Vivarium

Von Jazz bis Ecstatic Dance

Das Veranstaltungsjahr zeichnete sich durch eine breite musikalische und kulturelle Spannweite aus. Konzerte reichten von Jazz über Cello und meditative Klavierklänge bis zu Ecstatic Dance. Ein besonderer Akzent lag auf der Verbindung von Tradition und Gegenwart, etwa bei mittelalterlichen Marienliedern, die mit modernen Grooves neu interpretiert wurden. Dank der guten Vernetzung in der Stadt kam ein vielfältiges Publikum.

Der Bogen 12 wurde durch regelmässige Formate kontinuierlich belebt. Taizé-Gebete mit Gesängen und Kerzenlicht schufen Räume der Stille und der Gemeinschaft. An Storyteller-Abenden erzählten Menschen in Slam-Art ihre ganz persönliche Geschichte. Farbenfrohe senegalesische Tänze brachten Bewegung und Lebensfreude in den Raum, während Centering-Prayer-Abende die Möglichkeit boten, gemeinsam in Stille vor Gott zu verweilen. Konstant präsent war das Kafi – offen, warm und einladend. Als zentraler Ort ist es das verbindende Herz des jenseits-Alltags. Im Laufe des Jahres wurde die Atmosphäre durch eine kleine Umgestaltung optimiert.

Ökumenische Mittelschularbeit

Mit 24 Teilzeitangestellten (inkl. studentische Mitarbeitende) ist die Ökumenische Mittelschularbeit derzeit an elf Standorten für circa 20 000 Mittelschülerinnen und -schüler und circa 3 500 Schulangehörige (Schulleitung, Lehrpersonen, Mitarbeitende) an den Kantonsschulen vertreten. Teilweise sind die Räumlichkeiten und Angebote für mehrere Kantonsschulen gleichzeitig offen. Sie haben sich vielerorts als Rückzugs-, Lern- und Begegnungsraum mitten im Trubel des Schulbetriebs etabliert. In Anlehnung an das ökumenische Konzept der Foyerarbeit bildet dabei das modulare Drei-Säulen-Modell den Rahmen der Angebote: Moderation und Belebung von Foyerräumlichkeiten vor Ort, Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen und Mitarbeitenden der Kantonsschulen sowie Veranstaltungen – von Exkursionen über Projekttage bis zu Reisen und Weekends

Neben mehreren Klassenabenden und Exkursionen wurden zahlreiche Beratungen für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrpersonen durchgeführt. Schuleigene Treffpunkte wurden sehr stark genutzt.

Mehrtägige Reisen in europäische Städte, (Schneesport-)Lager, Ausflüge an historische Erinnerungsorte, Segeltörns und Studienreisen in aussereuropäische Gebiete oder auch in die Schweizer Berge förderten Gemeinschaft, Perspektivenwechsel

und verantwortungsbewusstes Erinnern. Insgesamt wurden Lernen, Beziehung und Lebenskompetenzen in unterschiedlichen Formaten eng verbunden und im Schulalltag verlässlich verankert.

Zugleich blieb der Alltag im Foyer zentral: Mittagstische, Spiel- und Kochabende, offene Räume zum Lernen und Erholen sowie Gesprächsangebote. Gerade in diesen wiederkehrenden Gefässen entstehen Beziehungen – und damit die Grundlage, um Jugendliche in Fragen der Lebensgestaltung, in Konflikten oder Krisen situationsgerecht zu begleiten.

Fachstelle für Religionspädagogik (FaRP)

Das Team FaRP setzt sich derzeit aus vier Modulleiterinnen, der Stellenleitung sowie einer Sekretärin zusammen, was einem Stellenvolumen von 490 Prozent entspricht. Die Praxiserfahrung sowie die durch kontinuierliche Fortbildung erworbenen Kompetenzen des Teams sind entscheidend für die Planung und Gestaltung der neuen Ausbildung nach dem ForModula-Bausatz. Die Stellenleiterin Gertrud Schuster wird nach vierzehn Jahren Tätigkeit an der FaRP Ende Juli 2026 in Pension gehen.

Ausbildung nach ForModula

Die neue Ausbildung nach ForModula stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Religionspädagogik und Katechese dar. Mit einem klaren Fokus auf Praxisorientierung und schrittweiser Kompetenzentwicklung wird sie den aktuellen Bedürfnissen der Pfarreien gerecht und bereitet die zukünftigen Katechetinnen und Katecheten optimal auf ihre Aufgabe vor. Das Angebot wurde 2024 eingeführt. Es stellt eine wesentliche Weiterentwicklung der bisherigen Ausbildung dar, die bis im Sommer 2026 sukzessive ausläuft. Die neue modulare Ausbildung bringt mehrere signifikante Änderungen mit sich. Sie fokussiert stärker auf die praktische Anwendung und ist so strukturiert, dass die Teilnehmenden ihre Kompetenzen über mehrere Module hinweg kontinuierlich erweitern können. Ein zentraler Aspekt der Ausbildung liegt darin, den Teilnehmenden bei der Umsetzung des Gelernten in ihrer eigenen Pfarrei zu helfen. Das notwendige theologische Wissen wird parallel zu den didaktischen, methodischen und spirituellen Fachkompetenzen innerhalb der drei Ausbildungsjahre vermittelt.

Es ist zunehmend schwierig, Kinder und Jugendliche in den Pfarreien im Rahmen von Einzel- oder Doppellektionen zu unterrichten. Die Ausbildung wird daher so gestaltet, dass die Teilnehmenden an Projekten arbeiten, die auf die Bedürfnisse der Pfarreien abgestimmt sind.

Zwei Teilnehmende des ersten Jahrgangs, der 2024 begann, haben sich für den verkürzten Bildungsgang «Assistenz-Katechetin / -Katechet» entschieden. Dieser verkürzte Bildungsgang ist lediglich im Kanton Zürich anerkannt. Ende August haben zwölf Frauen ihren Fachausweis Katechetin nach ForModula erhalten. Die Fachstellenleiterin Gertrud Schuster und Generalvikar Luis Varandas bezeichneten sie als «wertvolle Perlen» für die Pfarreien im Kanton Zürich.

Heimgruppen

Die Anmeldungen zum Heimgruppen-Unterricht (HGU) sind schwankend: Manche Pfarreien verzeichnen einen Rückgang der Anmeldungen, während es bei anderen viele angemeldete Kinder gibt oder sogar nach einer «HGU-Pause» der Unterricht erneut aufgenommen wird.

Ausblick

Die letzte Gruppe nach bisherigem Ausbildungsmodell schliesst im Mai / Juni 2026 ab. Während der Berufseinführung werden die Katechetinnen und Katecheten neu von den Modulleitungen der Fachstelle Zürich begleitet. Dadurch gehen ihre Praxiserfahrungen nicht verloren. 2026 werden das erste Mal die Aufbaumodule des neuen Ausbildungsbausatzes angeboten.

Im Kleinen fängt es an

Erneuerung und Weiterentwicklung ist zum Glück auch in der Kirche im Kanton Zürich sehr wichtig. Strategien und Personalförderung nehmen diese Begriffe immer mit auf und akzentuieren sie. Ich möchte von einem Erlebnis im vergangenen Jahr berichten, das mich sehr berührt hat. Es war das Jublasurium, das am Pfingstwochenende anfangs Juni stattfand. Auf einer grossen Wiese in Wettingen war ein Zeltlager der Superlative errichtet worden. Zehntausend Kinder und Jugendliche aus 235 Jungwacht- und Blauringscharen aus der Deutschschweiz trafen zusammen. Jubla ist keine Neuerung, es gibt sie schon seit über 90 Jahren in der Schweiz. Wir waren am Sponsorenanlass mit dabei, in Gummistiefeln und mit Schlamm bespritzten Jeans, nass bis zu den Knien. Ein Bundesrat, Regierungs- und Wirtschaftsprominenz waren auch da. Alle Redner hatten es weit gebracht im Leben und berichteten von ihren Jugenderfahrungen, die sie in Pfadi, Cevi oder Jubla gemacht hatten. In der Jugend aktiv zu sein in einem Verein, in dem Toleranz, Freundschaft, gemeinsames Erleben und Gestalten zentral ist, fördert die Dialogund Demokratiefähigkeit auch in späteren Jahren. Wenn wir es als Kirche schaffen, in unserer Weiterentwicklung diese Eigenschaften zu fördern, haben wir viel erreicht.

Synodalrätin Vera newec Frigerio Ressort Jugend und junge Erwachsene

Die Angebote der Personalförderung sind auf der Website verfügbar.

Anstellungsordnung auf dem Prüfstand

Im Zentrum des Ressorts Personal stand im vergangenen Jahr die Ausarbeitung einer Revision der Anstellungsordnung (AO). Mit der Teilrevision erfüllte der Synodalrat das Anliegen der Motion der Synodalen Monika Zimmerli: Der Kernbereich privater Lebensgestaltung, insbesondere das Beziehungsleben und die Intimsphäre, bleiben künftig auch bei Angestellten im Verkündigungsdienst sowohl bei der Anstellung als auch bei der Kündigung rechtlichen Bewertungen entzogen. Ausgenommen sind besondere kirchliche Anforderungen an Priester, Diakone und Ordensangehörige.

«Motion Zimmerli» setzt Zeichen

Bei einem Entzug der kirchlichen Ernennung (Missio) durch die kirchliche Instanz muss das Arbeitsverhältnis nicht mehr zwingend gekündigt werden. Die zuständige kirchliche Instanz kann aber die Kündigung des Arbeitsverhältnisses beantragen. Die Anstellungsbehörde prüft in diesem Fall die sachlichen Kündigungsgründe. Sämtliche Mitarbeitenden, die nicht im Verkündigungsdienst arbeiten, sind nicht Gegenstand der Teilrevision. Bei ihnen darf schon jetzt die private Lebensgestaltung und sexuelle Orientierung weder ein Anstellungskriterium noch ein Kündigungsgrund sein.

Mit dieser Teilrevision setzt der Synodalrat ein wichtiges kirchenpolitisches Anliegen um.

Totalrevision der Anstellungsordnung

Um die vom Synodalrat beschlossene Totalrevision der Anstellungsordnung speditiv umzusetzen, hat der Synodalrat einen Juristen in einem Teilzeitpensum als Projektleiter angestellt. Dieser hat bereits einen Projektplan aufgesetzt und zahlreiche Anregungen für die neue Anstellungsordnung entgegengenommen.

Strategiewechsel bei der Personalombudsstelle

Im Sommer wurde Helmut Steindl als Personalombudsmann verabschiedet. Er führte diese Aufgabe während vieler Jahre aus und erwarb sich grosse Verdienste,

wenn es darum ging, im Umgang mit Konflikten in Kirchgemeinden, Pfarreien und in der kirchlichen Verwaltung faire Lösungsansätze zu finden. Das Ressort Personal wurde beauftragt, die notwendigen Schritte zur Nachfolge von Helmut Steindl zu planen, damit die Wahlvorschläge von Generalvikar und Synodalrat rechtzeitig bei der Geschäftsleitung der Synode eintreffen. Im Rahmen eines Strategiewechsels wurde beschlossen, die Personalombudsstelle künftig mit drei Personen zu besetzen. Damit wird eine erhöhte Flexibilität, eine raschere Bearbeitung der Fälle sowie eine verstärkte Weiterentwicklung der Ombudsstelle bezweckt.

Als Personalombudsleute wurden vorgeschlagen und von der Synode gewählt: Barbara Umbricht (bisher) sowie Cornelia Hotz und Luc Humbel. Aufgrund ihrer Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen ergänzen sich die drei auf ideale Weise und schaffen die besten Voraussetzungen, um die neue Strategie umzusetzen. Weitere Informationen zur Arbeit der Personalombudsstelle finden Sie auf Seite 60.

Chance Kirchenberufe

Die weiterhin tiefen Abschlusszahlen in Theologie und Religionspädagogik machen die Personalsuche für die Kirche zu einer Schlüsselaufgabe. Die Körperschaft unterstützt deshalb die Kampagne «Chance Kirchenberufe» massgeblich. Sie will einerseits die Vielfalt der Berufsbilder der katholischen Kirche bekannter machen –namentlich in der Seelsorge –, die Anfragen bei der Informationsstelle kirchliche Berufe (IKB) erhöhen und darüber hinaus einen Beitrag zur positiven Wahrnehmung der katholischen Kirche in der Schweiz leisten.

Primäres Zielpublikum der Kampagne sind Akademikerinnen und Akademiker im Alter zwischen 20 und 35 Jahren, die sich beruflich neu orientieren wollen. Der Fokus liegt deshalb auf digitalen Kanälen. Inhaltlich arbeitet die Kampagne stark mit Testimonials von aktiven Seelsorgenden. Die entsprechenden Videos wurden 40 532 Mal angeklickt, die Website 35 211 Mal besucht. Interessanterweise lag das Durchschnittsalter der Besuchenden zwischen 40 und 50 Jahren. Die Anfragen bei der IKB nahmen mit 139 leicht zu im Vergleich zum Vorjahr (124). Im Jahr 2022 lagen sie bei 145, 2023 (Publikation der Missbrauchsstudie) waren sie auf nur 94 gesunken. Das Interesse an Beratungen durch die IKB konnte also wieder stabilisiert werden.

Schwerpunkte der Beratungstätigkeit

Zu den Hauptaufgaben des Bereichs Personal zählt die Beratung von Kirchgemeinden und Pfarreien sowie der Mitarbeitenden in Fragen der Anstellungsordnung. Circa zwei Drittel der Anfragen kamen von Arbeitgebern, ein Drittel von Mitarbeitenden.

Auch dieses Jahr wurden wiederum viele Anfragen zum Thema Kündigung eingereicht. Erwähnenswert sind zudem zahlreiche Lohneinreihungsfragen und überdurchschnittlich viele Kurzanfragen von neuen Personalverantwortlichen der Kirchenpflege.

Treffen der Personalverantwortlichen

Die Zusammenkunft mit den Personalverantwortlichen der Kirchenpflegen erfreute sich wiederum einer grossen Beteiligung. Schwerpunkte der Information bildeten die geplanten Massnahmen von Generalvikariat und Synodalrat aufgrund der Ergebnisse des Personalmonitorings 2024. Es sind dies insbesondere eine engere Kooperation mit den Bildungseinrichtungen, um vermehrt Ausbildungsgänge für Quereinsteiger zu ermöglichen, der geplante Ausbau der Lohnkostenbeiträge für

«Tiefe Abschlusszahlen in Theologie und Religionspädagogik machen die Personalsuche für die Kirche zu einer Schlüsselaufgabe.»

Privates bleibt Privat

Im vergangenen Jahr waren die Erarbeitung der Antwort auf die Motion Zimmerli und die Ausarbeitung der Änderung der Anstellungsordnung für mich ein besonderes Highlight. Monika Zimmerli hat mit ihrer Motion, wonach private Lebens- und Beziehungsverhältnisse weder für eine Anstellung noch für eine Kündigung eine Rolle spielen sollen, einen Nerv getroffen. Die Beantwortung und deren Ausarbeitung hat mir deutlich gemacht, wo wir gesellschaftlich an die für unsere Kirche typischen Grenzen stossen.

Eine der Grenzen ist die Schnittstelle zwischen staatlicher und kirchlicher Gesetzgebung. Ein Kommissionsmitglied war der Meinung, dass die grossen Änderungen auf innerkirchlicher Seite sowohl im Gesetz als auch in Handlungsweisen erfolgen sollten. Dies vor allem, weil unsere staatlichen Gesetze das alles ja bereits ohne die Änderung garantieren. Ich bin der gleichen Meinung. Aber manchmal sollte man einen Kreisel, der zu langsam läuft, nochmals anstossen. Und als solches sehe ich die gesetzliche Änderung, die uns die Motion gebracht hat.

Die unterschiedlichen Interpretationen des Ergebnisses haben gezeigt, dass die juristische Beurteilung der Änderung als «marginal» zu bezeichnen ist. Die Änderung wurde aber in der politischen und in der innerkirchlichen Beurteilung komplett anders wahrgenommen: Innerkirchlich stiess zum Teil auf massive Kritik, wie diese Änderung überhaupt möglich werden konnte. Bei allen Unterstützern dafür ein erleichtertes Aufatmen wegen des gesetzten Zeichens, das anzeigt, in welche Richtung sich unsere Kirchenmitglieder einen Wandel vorstellen.

An dieser Stelle ein grosser Dank an alle, die im Parlament mitgedacht und mitgearbeitet haben!

Synodalrätin Petra Zermin Ressort Personal

Kirchgemeinden, die Seelsorgende während der Berufseinführung anstellen, sowie ein Ausbau des internen Schulungsangebots rund um die Personalarbeit (Kompaktschulungen).

Einführung des Facility Managements Im Zusammenhang mit der Auswertung der Umfrage bei den Kirchgemeinden wurden das Pflichtenheft für Hauswarte und Sakristane aktualisiert und insbesondere die umfangreichen technischen Zusatzaufgaben ergänzt. Falls alle wichtigen Aufgaben wahrgenommen werden, steht für die Lohneinreihung künftig eine zusätzliche, höhere Lohnklasse zur Verfügung. Ausserdem wurde ein Musterpflichtenheft für das Facility Management erstellt und in die Anstellungsordnung aufgenommen. Bei den Pfarreisekretariaten wurde kein grösserer Handlungsbedarf festgestellt, weil hier bei zusätzlichen Aufgaben bereits weitere Funktionsbezeichnungen und Lohnklassen zur Verfügung stehen.

Personal- und Freiwilligenförderung

In der Personalförderungsbroschüre 2025 waren für Angestellte, Freiwillige und Behördenmitglieder 50 Angebote des Synodalrats und anderer kirchlicher Institutionen aufgeführt. Insgesamt profitierten 977 Teilnehmende davon. Während die Nutzung der Angebote des Synodalrats im Vergleich zum Vorjahr stieg, reduzierte sich das Total der Teilnehmenden, dies insbesondere aufgrund einer Reduktion der externen Angebote.

Einen besonderen Schwerpunkt der Personalförderung bildeten wiederum die Kurse zur Missbrauchsprävention und zur Einführung des «Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht im Bistum Chur». Weiterhin angeboten wurden Kurse mit Nachhaltigkeitsthemen, für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und den knapper werdenden Ressourcen in kirchlichen Institutionen.

Die Nutzung der Personalförderungsangebote ergibt folgendes Bild:

zusätzliche Angebote)

Abgesagte Kurse (mangels Anmeldungen) 25 19

Anzahl Teilnehmende (Total)*

– davon Teilnehmende an Angeboten des Synodalrats

– davon Pastoraljahrabsolvierende und Studierende

im Kanton Zürich

– davon Zürcher Absolvierende des Kurses

* Kurse teilweise mehrfach durchgeführt (z.B. Präventionskurse) ** bei diözesanen und interdiözesanen Kursen teilweise inkl. Teilnehmende aus anderen Kantonen

2026 beginnt in der Personalförderung ein neues Zeitalter. Erstmals wurden die Personalförderungsangebote nicht mehr in einer Broschüre, sondern in einem Leporello aufgelistet und mittels eines Links oder QR-Codes näher vorgestellt. Die Anmeldung erfolgt anschliessend über ein Online-Tool. Der Bereich Personal widmete sich im Berichtsjahr mit grossem Elan den Vorbereitungsaufgaben zu diesem zukunftsgerichteten Projekt.

Personelles

Da Angestellte in seelsorgerischer, erzieherischer oder betreuender Funktion spätestens alle fünf Jahre dem Arbeitgeber aktualisierte Strafregisterauszüge übermitteln müssen, haben im Berichtsjahr alle betroffenen Angestellten der Körperschaft neue, aktualisierte Strafregisterauszüge eingereicht.

Anlässlich des Heiligen Jahres wurde den Angestellten der Körperschaft die Möglichkeit geboten, eine Pilgerreise nach Rom zu unternehmen. Von diesem Angebot machten 54 Angestellte Gebrauch und erlebten dort fünf eindrückliche und unvergessliche Tage.

Ende September verabschiedete sich der langjährige Personalassistent Chris Frei, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. An seiner Stelle konnte Tobias Kucera im HR-Team begrüsst werden.

Teuerungsausgleich und Stufenanstieg

Die Synode hat im Sommer beschlossen, dass per 1. Januar 2026 kein Teuerungsausgleich gewährt wird, da im Vorjahr eine zu hohe Teuerung ausgeglichen wurde. Hingegen erhielten alle dazu Berechtigten, gestützt auf die Mitarbeiterqualifikation, einen Stufenanstieg.

Der Bundesrat hat den Mindestsatz für die Verzinsung der obligatorischen BVGAltersguthaben für das Jahr 2025 auf 1,25 Prozent festgesetzt. Aufgrund der guten Finanzlage der Pensionskasse beschloss der Stiftungsrat, das gesamte Altersguthaben im Jahr 2025 darüber hinaus umhüllend mit 2 Prozent zu verzinsen.

Weitere Informationen zur Pensionskasse der Mitarbeitenden der Katholischen Kirche im Kanton Zürich finden Sie auf Seite 62 sowie auf der neuen Website www.pk-rka.ch.

Die Pensionskasse für die Angestellten der Katholischen Kirche im Kanton Zürich ist über eine neue Website erreichbar.

Personalombudsstelle

Im Juni verabschiedete die Synode den langjährigen Ombudsmann Helmut Steindl. Ihm gebührt ein herzliches Dankeschön für seinen grossen Einsatz beim Aufbau und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Ombudsstelle über 18 Jahre hinweg. Mit seiner grossen Fachkompetenz, seiner sorgfältigen und konstruktiven Arbeitsweise und seiner Beharrlichkeit beim Vermitteln in verfahrenen Situationen hat er entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Personalombudsstelle als wichtige Anlaufstelle für Anliegen von Mitarbeitenden, Leitungspersonen und Behördenmitgliedern etablieren konnte.

Details zu den im vergangenen Jahr bearbeiteten Themen:

Zu bearbeitende Themenbereiche 2025 2024 Veränderung gegenüber Vorjahr

Anstellungsordnung

Anstellungsverfügung

Arbeitszeit / Überstunden / Stellenprozente

Arbeitsunfähigkeit (arbeitsplatzbedingt)

/ Datenschutz / Personaldossier

/ Besoldung

/ Führungskompetenzen

/ sexuelle Übergriffe

Kündigung / Auflösung des Arbeitsverhältnisses / Folgen der Beendigung

Mitarbeiterbeurteilung

Teamkonflikte (Mitarbeitende und / oder Behördenmitglieder untereinander) 10,2 % 10,9 %

Zusammenarbeit mit Kirchenpflege 8,9 % 9,9 %

Zusammenarbeit mit Vorgesetzten / Leitungspersonen

Im Juni erweiterte die Synode das Team der Ombudspersonen auf ein Dreiergremium. Gewählt wurden nebst der langjährigen Ombudsfrau Rechtsanwältin Barbara Umbricht Lukas auch Rechtsanwalt Luc Humbel aus Brugg und Mediatorin Cornelia Hotz aus Zug. In dieser neuen Zusammensetzung vereint die Personalombudsstelle breites juristisches Fachwissen mit fundierter Erfahrung in den Bereichen Kirchenorganisation und Konfliktvermittlung. Damit sind beste Voraussetzungen geschaffen, um Mitarbeitende, Leitungspersonen und Behördenmitglieder weiterhin kompetent, unabhängig und lösungsorientiert zu unterstützen. Die Personalombudspersonen befassten sich mit 94 Neueingängen und bearbeiteten 14 Anfragen aus dem vergangenen Jahr. Die Beratungsstelle mitten in der Stadt Zürich sichert eine zeitnahe Verfügbarkeit der Ombudspersonen und bietet einen geschützten Rahmen, der Diskretion garantiert. Nebst ihrer Beratungstätig-

keit vermittelt die Stelle zwischen den Konfliktparteien und trägt dazu bei, Unstimmigkeiten möglichst zeitnah zu klären und praxistaugliche Wege zur Lösung zu finden. Sie setzt sich für eine proaktive und konstruktive Konfliktkultur ein, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit und ein gesundes Arbeitsklima in der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zu gewährleisten.

Barbara Umbricht Lukas, Luc Humbel, Cornelia Hotz

Präventionsstelle

An fünf Tischen sitzen freiwillig Engagierte im Pfarreiheim und diskutieren über Fallsituationen. Sie halten laminierte Karten in der Hand mit einer roten und einer grünen Seite. Eine Freiwillige liest vor: «Du besuchst eine Frau an ihrem achtzigsten Geburtstag zu Hause und bringst ihr Honig. Sie beginnt zu weinen. Du nimmst sie in die Arme.» Vier Freiwillige legen schnell und bestimmt die rote Seite auf den Tisch, zwei ebenso bestimmt die grüne, eine Freiwillige weiss nicht so recht. Und schon beginnt eine heftige Diskussion.

So oder ähnlich wurde an den rund 70 Kursen und den vielen Workshops diskutiert, die an verschiedenen Orten im Bistum Chur durchgeführt wurden. Im Berichtsjahr standen Kurse für die verschiedenen Berufsgruppen ausserhalb der Seelsorge und die freiwillig Engagierten im Zentrum. Es zeigt sich immer wieder, dass die Thematik einer gesunden Nähe und der nötigen Distanz, verbunden mit dem eigenen Umgang mit Macht, für die meisten Menschen im Arbeitsalltag oder im freiwilligen Engagement eine Relevanz hat und sich eine Auseinandersetzung damit lohnt.

Ebenso waren die Präventionsbeauftragten an den beiden Bistumstagen, die bisher in Chur und Ingenbohl stattgefunden haben, und am nationalen Minifest in St. Gallen mit einem Glücksrad vor Ort. Dank verschiedenen Fallsituationen entstanden jeweils gute Gespräche, die mit Traubenzucker oder Gummibärli belohnt wurden.

Dank immer besserer Vernetzung werden oft Fragen zu Risikosituationen bei einem kurzen Telefongespräch angetippt und können so bereits im Vorfeld entschärft werden – Prävention ist Alltag!

Dolores Waser Balmer

«Die Thematik einer gesunden Nähe und der nötigen Distanz hat im Arbeitsalltag Relevanz.»
Das neue Team der Ombudsstelle: Rechtsanwältin
Barbara Umbricht Lukas, Rechtsanwalt Luc Humbel und Mediatorin Cornelia Hotz.
Foto: Sibylle Ratz

Pensionskasse

Das Anlagejahr war von einem insgesamt positiven, jedoch volatilen Marktumfeld geprägt. Zu Jahresbeginn verzeichneten die Aktienmärkte eine deutliche Aufwärtsbewegung, getragen insbesondere vom US-Technologiesektor. Im Verlauf des ersten Quartals führten zunehmende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der US-Handelspolitik sowie geopolitische Spannungen zu erhöhter Volatilität. Neue Zollankündigungen im April lösten eine temporäre Marktkorrektur aus. In der Folge stabilisierte sich das Umfeld schrittweise. Ab dem zweiten Quartal setzte eine Erholung ein, unterstützt durch robuste Unternehmensgewinne, anhaltende Investitionen im Technologiesektor sowie eine weniger restriktive Geldpolitik.

Anleihen entwickelten sich uneinheitlich und blieben in einem volatilen Zinsumfeld herausfordernd. Fremdwährungsanlagen wurden durch die Stärke des Schweizer Frankens belastet. Die Inflation blieb moderat, aber ein zentraler Einflussfaktor für die Geldpolitik. Insgesamt wirkten geldpolitische Lockerungserwartungen stützend, während politische und geopolitische Risiken bestehen blieben.

Der Jahresabschluss der Pensionskasse lag bei Drucklegung noch nicht vor. Gemäss provisorischen Zahlen per 31.12.2025 beträgt der Deckungsgrad rund 109 Prozent (Vorjahr: 105,71 Prozent). Damit konnte die finanzielle Lage im Berichtsjahr substanziell gestärkt werden.

Treiber dieser Entwicklung sind eine überzeugende Anlagerendite sowie der konsequente Aufbau der finanziellen Reserven. Der Deckungsgrad bewegt sich damit auf einem stabilen und belastbaren Niveau. Parallel dazu wurden die Wertschwankungsreserven weiter ausgebaut, um die Risikotragfähigkeit gezielt zu erhöhen und die langfristige Stabilität sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund hat der Stiftungsrat entschieden, das Altersguthaben der aktiv Versicherten für das Jahr 2025 mit 2 Prozent zu verzinsen. Dies entspricht einer Mehrverzinsung von 0,75 Prozent gegenüber dem gesetzlichen Mindestzins von 1,25 Prozent.

Kennzahlen im Überblick

in CHF

31.12.2025

PK RKA

Bilanzsumme 530 374 653

31.12.2024

PK RKA

484 970 539

Verfügbares Vorsorgevermögen 519 381 466 474 761 195

Versicherungstechnisch notwendiges Vorsorgekapital 476 787 612

Deckungsgrad nach Art. 44, BVV 2

Vermögensstruktur per 31. Dezember 2025

Forderungen 0,18 %

Immobilien Ausland 3,79 %

Immobilien

%

Aktien

3,24 %

Aktien Global 23,82 %

3,03 %

Obligationen CHF 11,40 %

Obligationen FW (hgd*) 8,84 %

Obligationen EMMA (hgd*) 1,88 %

Hypotheken 7,31 %

14,88 %

* Fremdwährung abgesichert (hedged) EMMA: Schwellenländer

Die Revision wurde in der Woche vom 20. bis 24. April 2026 durchgeführt. Die finalen Zahlen werden nach der Stiftungsratssitzung im Juni 2026 auf der neuen Website www.pk-rka.ch publiziert.

Der paritätisch zusammengesetzte Stiftungsrat (sechs Arbeitgeber- und sechs Arbeitnehmervertretungen sowie ein unabhängiger Präsident) hat im Berichtsjahr vier Sitzungen abgehalten. Der Ausschuss (Büro) tagte ebenfalls viermal und stellte die Überwachung des operativen Geschäfts und der Vermögensanlagen sicher.

Falls Sie Fragen oder Anregungen zur Pensionskasse haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Stephan Hegner, Stiftungsratspräsident

Besuchen Sie die neu gestaltete Website www.pk-rka.ch für Informationen zu unserer Pensionskasse.

Aktien Schweiz

Eine Investition in die junge Generation

Ein hoher Investitionsbeitrag an die Freien Katholischen Schulen Zürich prägt die Jahresrechnung.

Erfolgsrechnung

Das Budget 2025 der Körperschaft sah bei der Verabschiedung durch die Synode im Dezember 2024 einen Gewinn von 413 750 Franken vor. Die Jahresrechnung 2025 der Römisch-katholischen Körperschaft weist nun bei einem Ertrag von 70 359 239.45 Franken sowie einem Aufwand von 73 863 124.98 Franken einen Verlust von über 3,5 Millionen Franken aus.

Neben den um 483 000 Franken tiefer als budgetiert ausgefallenen Beiträgen der Kirchgemeinden an die Körperschaft haben die nicht budgetierten Ausgabenbeschlüsse der Synode über 5,6 Millionen Franken zu diesem negativen Jahresergebnis geführt. Davon wurden 5 Millionen Franken für die Sanierung des Schulhauses «Sumatra» der Freien Katholischen Schulen Zürich gesprochen. Andererseits haben einige Positionen die Jahresrechnung entlastet, wie zum Beispiel die Korrektur der Rückstellungsbeiträge an die Pensionskasse mit einer Verbesserung über 707 000 Franken. Basis der Rückstellung ist der von der Synode am 4. November 2021 beschlossene Beitrag zur sozialen Abfederung der Senkung des Umwandlungssatzes für Angestellte sämtlicher römisch-katholischer Kirchgemeinden und der Körperschaft von 8 Millionen Franken. Die Höhe dieser Rückstellung wurde wie in den Vorjahren von der Pensionskasse neu berechnet und aufgrund der aktuellen Zahlen und der Vorjahreswerte angepasst. Die Kostenstelle 9953 (Beiträge an die Pensionskasse) wurde in der Folge entlastet.

Leicht rückgängige Steuereinnahmen bei den juristischen Personen Die Beiträge der Kirchgemeinden an die Körperschaft fielen um 483 000 Franken tiefer aus als budgetiert. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr und zum Budget ist nicht gravierend, unterliegen die Beiträge doch auch konjunkturellen und wirtschaftlichen Schwankungen. Zum Zeitpunkt der Schätzung ging man von einer positiveren Entwicklung der Fiskalerträge aus, die sich nun aber wider Erwarten leicht rückläufig entwickelt haben. Das für die Beitragsbemessung 2025 massgebliche Nettosteueraufkommen 2024 der Kirchgemeinden hat gegenüber dem Vorjahr um 1,76 Prozent abgenommen. Der Rückgang begründet sich durch die Abnahme bei den juristischen Personen von über 5,16 Prozent. Bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen hingegen wurde kein Rückgang, sondern eine leichte Zunahme von 0,66 Prozent ausgewiesen, wobei die Prognosen von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen waren.

Bei der Budgetierung der Baubeiträge an die Kirchgemeinden wird unter anderem auf die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre abgestellt. Die Baubeiträge an die Kirchgemeinden überschreiten den Schätzwert des Budgets 2025 um 124 000 Franken

Wie in den Vorjahren steht dem Jahresabschluss die Tatsache gegenüber, dass verschiedene Vorhaben zu ambitioniert geplant waren und nicht wie vorgesehen durchgeführt werden konnten. Die positiven finanziellen Effekte hieraus zeigen sich in der Erfolgsrechnung der Körperschaft mit einer Entlastung von über 3 Millionen Franken, wovon eine Million auf vakante Stellen und Lücken bei der Stellenbesetzung zurückzuführen ist.

Beim Personalaufwand wird durchgängig die Summe budgetiert, die unter Berücksichtigung des Stellenplans benötigt wird, um die Vollbesetzung sämtlicher Stellen der Missionen, der Dienststellen und der Verwaltung zu gewährleisten. Zusätzlich wird nach dem Bruttoprinzip budgetiert, dass sämtliche Stellen – auch diejenigen, die weiterverrechnet werden – in die Planung aufgenommen werden. So ist sichergestellt, dass den Bestimmungen zur Rechnungslegung Genüge getan wird. Vakanzen und Rückerstattungen entlasten daher die Rechnung.

Gestufter Erfolgsausweis

Erfolgsentwicklung

Erfolgsrechnung nach Ressort

Die Struktur der Körperschaft ist nach Ressorts gegliedert. Jeder Synodalrätin und jedem Synodalrat sind verschiedene Aufgabenbereiche zugeteilt, die in Ressorts zusammengefasst sind. Die folgende Tabelle zeigt die Nettoaufwendungen bzw. Nettoerträge der einzelnen Ressorts.

Seelsorge Gesundheitswesen

Seelsorge Jugend und junge

– Beiträge der Kirchgemeinden

– Staatsbeitrag

– Übriges Finanzen, – Liegenschaften und ICT

Investitionsrechnungen

Die Investitionsrechnung zeigt die Investitionen oder Anschaffungen, die bilanziert werden sowie über der Aktivierungsgrenze von 50 000 Franken liegen (§ 62 Abs. 1 FO). Baubeiträge und Investitionsbeiträge an Dritte sind davon ausgenommen und werden direkt der Erfolgsrechnung belastet (§ 40 Abs. 2 FO). Die Investitionen ins Verwaltungs- oder Finanzvermögen werden gesondert in einer eigenen

dargestellt.

Erfolg (Gewinn / Verlust) 2016 - 2025 in TCHF.

Im Berichtsjahr wurden nur Investitionen ins Verwaltungsvermögen getätigt. In der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens sind die Kosten für den Ersatz von Hardware ausgewiesen, die Beschaffung der budgetierten Software verschiebt sich ins Folgejahr. Auch die Sanierung der Bederstrasse verzögert sich erneut, da die Überarbeitung und Aktualisierung des Projekts mehr zeitliche Ressourcen benötigt. Zudem konnte der Ersatz der Heizung an der Schrennengasse nicht wie gewünscht vorangetrieben werden. Die Umsetzung der Sanierung der Anlage erfolgt im Jahr 2026.

Investitionsrechnung Finanzvermögen

Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen

Wann

sind die Scheunen

voll genug?

An dieser Stelle soll ich etwas Persönliches mit Ihnen teilen. Darunter fallen sicher Ängste und Befürchtungen. Vor einem Jahr habe ich über die Angst vor einem Cyberangriff, der uns lahmlegen könnte, geschrieben. Dieses Mal möchte ich die Angst vor dem finanziellen Ruin ansprechen. Der demografisch und gesellschaftlich begründete Mitgliederschwund bedroht unsere Gemeinschaft und auch unsere finanzielle Zukunft. Und so sind verantwortungsvolle Stimmen zu vernehmen, die zum Sparen aufrufen.

Das biblische Bild der vollen Scheunen erinnert uns daran: Reichtum allein schafft keinen Sinn. Entscheidend ist, was wir damit bewirken. Unsere Körperschaft steht finanziell stabil da, schuldenfrei und mit freiem Eigenkapital – so stabil, dass wir uns nicht von Worst-Case-Szenarien treiben lassen müssen. Rücklagen sollen uns schützen, nicht blockieren.

Darum braucht es vor allem Mut, Chancen zu nutzen, die unserer Gesellschaft langfristig dienen und die Voraussetzungen schaffen, dass wir weiterhin als sinnstiftend, wertvoll und einzigartig wahrgenommen werden. Investitionen sind so gesehen kein Wagnis, sondern Ausdruck von Vertrauen in die Zukunft und Verantwortung. Eine Politik, die nur hortet, verliert an Gestaltungskraft.

Unser Auftrag ist klar: mit Augenmass wirtschaften, aber ohne Angst. Verantwortlich, sparsam – und dennoch zuversichtlich und handlungsbereit.

Synodalrat Thomas Schwyzer Ressort Finanzen und Infrastruktur

Bilanz

Trotz negativem Jahresergebnis sehr gute Eigenkapitalstruktur

Auf der Aktivseite der Bilanz hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln und kurzfristigen Geldmarktanlagen kaum verändert. Sie belaufen sich auf knapp 19,653 Millionen Franken. Darüber hinaus bestehen weiterhin kurzfristige Finanzanlagen in der Höhe von 25 Millionen Franken.

Die aktive Rechnungsabgrenzung hat sich um 504 000 Franken erhöht, begründet durch nicht eingegangene Zahlungen auf das Jahresende. Die langfristigen Finanzanlagen bleiben unverändert und zeigen zudem die Bilanzierung einer geschuldeten Heimfallentschädigung (Grundstück Carl-Spitteler-Strasse).

Der Wert der Grundstücke und Gebäude des Finanzvermögens, die Pachtzinsen und Mieteinnahmen generieren, hat keine Änderung erfahren und ist deshalb in gleicher Höhe wie im Vorjahr bilanziert. Gebäude und Grundstücke des Finanzvermögens werden nicht abgeschrieben, sondern in regelmässigen Abständen neu bewertet (einmal während jeder Legislatur).

Der Wert des Verwaltungsvermögens hat sich vorwiegend um das Total der Abschreibungen reduziert. Diese Wertminderung von 637 000 Franken wurde auf Gebäuden, Mobilien und immateriellen Anlagen vorgenommen. Bilanziert und somit aktiviert wurden nur Investitionen in Hardware, weder in Software noch in Liegenschaften oder Mobilien. Der Wert des Verwaltungsvermögens per 31.12.2025 beläuft sich auf 13,186 Millionen Franken.

Bei den Passiven haben die laufenden Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen. Die Abnahme des Kreditorenbestands beträgt per Ende 2025 198 000 Franken und liegt im normalen Rahmen des Geschäftsbetriebs. Die Kontokorrentschuld gegenüber der Stiftung Pfarrblatt wurde ausgeglichen.

Bei den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden die Rückstellungen aus Mehrleistungen des Personals um 70 000 Franken erhöht. Sie betreffen die Gleitzeit- und Feriensaldi sowie die entsprechenden Beiträge an die Pensionskasse. Die Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen belaufen sich per Ende Berichtsjahr auf 5,393 Millionen Franken.

Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2025 um 625 000 Franken auf 86,263 Millionen Franken reduziert. Der Bestand in den diversen Fonds des Fremdkapitals hat sich aufgrund reglementarischer Auszahlungen um 53 000 Franken reduziert. Der Finanzausgleichsfonds beläuft sich nach der Auszahlung des Normaufwandausgleichs und dem Eingang der Beiträge der Gebergemeinden (Steuerkraftabschöpfung) auf 671 000 Franken. Das Eigenkapital der Römisch-katholischen Körperschaft beträgt nach Verbuchung des Verlusts nun 68,473 Millionen Franken.

Beteiligungen

Bilanz (Fortsetzung)

Verbindlichkeiten gegenüber Fonds

Verbindlichkeiten gegenüber Fonds im FK

Verbindlichkeiten gegenüber Legaten und Stiftungen im FK

Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung (GFR) informiert über die Ursache einer bestimmten Liquiditätssituation, indem sie die Herkunft und die Verwendung der flüssigen Mittel und der kurzfristigen Geldanlagen aufzeigt. Die Zunahme von 403 000 Franken unterliegt den Schwankungen, deren Ursachen im üblichen Geschäftsverlauf begründet sind. Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit ist gering, die Zunahme des Geldflusses aus betrieblicher Tätigkeit ist trotz des Verlustes positiv, weil die gesprochenen Gelder über 5 Millionen Franken an die Freien Katholischen Schulen Zürich noch nicht zur Auszahlung gelangt sind. Zudem wurden im Berichtsjahr keine Investitionen ins Finanzvermögen getätigt.

Geldflussrechnung

Betriebliche Tätigkeit (operative Tätigkeit)

Jahresergebnis Erfolgsrechnung:

Ertragsüberschuss (+), Aufwandüberschuss (-)

/ Zunahme Aktive Rechnungsabgrenzungen

Verluste / Gewinne auf Finanzanlagen

Zunahme / Abnahme Laufende Verbindlichkeiten

Einlagen / Entnahmen Fonds / Spezialfinanzierungen FK u. EK

aus betrieblicher Tätigkeit (Cashflow)

Investitionstätigkeit ins Verwaltungsvermögen

aus Investitionstätigkeit ins Verwaltungsvermögen

/ Verluste auf Finanzanlagen (realisiert)

aus Investitions- und Anlagentätigkeit

Zunahme / Abnahme Kontokorrente mit Dritten (Kontokorrentschulden)

Ausbezahlte Baubeiträge an die Kirchgemeinden 2012 bis 2025 in CHF

Baubeiträge an die Kirchgemeinden

Im Berichtsjahr wurden für eine grössere Zahl von Bauprojekten insgesamt höhere Beiträge gesprochen als im Jahr zuvor. Die Projekte waren oftmals kostenintensiver als in der Vorperiode. Die Vorhaben der Kirchgemeinden dauern häufig mehrere Jahre und Beiträge und Akontozahlungen werden nicht in regelmässigen Abständen bei der Körperschaft beantragt. Im Gegensatz zu den gesprochenen Projekten bewegen sich die ausbezahlten Beiträge auf tieferem Niveau und betragen knapp 800 000 Franken. Die Tabelle zeigt, in welcher Höhe Baubeiträge im Vergleich zu den Vorjahren bezahlt wurden. Subventioniert wurden gemäss Reglement zwischen drei und zwanzig Prozent der beitragsberechtigten Kosten – abhängig von Steuerfuss und Art des Projekts.

Eine detaillierte Übersicht zu den Finanzen der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich bietet der elektronische Finanzbericht.

Austrittszahlen sind deutlich gesunken

Mit aktuell 5 400 Austritten liegt das Spitzenjahr 2023 (knapp 14 000 Austritte) definitiv hinter uns. Damit haben weniger Menschen die Kirche verlassen, als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Ob der positive Trend anhält, bleibt aber noch abzuwarten.

Sinkender Anteil an der Gesamtbevölkerung

Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung im Kanton Zürich sehen die Zahlen der Kirchenmitglieder weniger rosig aus. Während die Kantonsbevölkerung weiter gewachsen ist, ging der Anteil der Mitglieder der beiden Landeskirchen zurück. 2025 waren 20,3 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch und 21,6 Prozent reformiert. In totalen Zahlen schrumpften die Kirchen zusammen um rund 17 200 Personen. Neben Austritten spielen natürlich auch Übersterblichkeit und nachlassende Migration aus katholischen Ländern eine Rolle.

Mitgliederentwicklung seit

Anteil Bevölkerung

Anzahl Katholikinnen und Katholiken

Die Spitze der Austritte wird jeweils auf den Jahreswechsel hin bzw. Anfang Jahr erreicht. Altersmässig gibt’s die meisten Austritte zwischen 30 und 35 Jahren, nachdem die Ausbildung abgeschlossen, oft eine Familie gegründet und ein stabiles Einkommen erreicht ist. Ein zweiter, allerdings geringerer Peak ist auf die Pensionierung hin festzustellen, wenn die Altersrente zu finanziellen Einbussen führt. Anteilsmässig gesehen treten ungefähr gleich viele Bürger ohne Schweizer Pass wie Schweizer Bürgerinnen und Bürger aus. Auch bestätigt sich der Trend der letzten Jahre, dass mehr Frauen als Männer die katholische Kirche verlassen.

Die römisch-katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zürich 2025

Prozentanteil der Bevölkerung < 17,0 % 17,0 – 19,9 %

12 866 2 863 22,3

Hedingen 3 972 827 20,8

Obfelden 6 066 1 407 23,2

Ottenbach 3 026 637 21,1

AndelfingenFeuerthalen 24 417 3 622 14,8 14

Andelfingen 3 702 534 14,4

Benken 894 125 14,0

Dachsen 1 898 339 17,9

Feuerthalen 3 883 768 19,8

Flurlingen 1 492 221 14,8

Kleinandelfingen 2 270 341 15,0

Laufen-Uhwiesen 1 839 295 16,0

Marthalen 2 027 212 10,5

Ossingen 1 845 258 14,0

Kirchgemeinde Politische Gemeinde Total Wohnbevölkerung Anzahl Katholiken Anteil Steuerfuss % %

Stammheim 2 967 345 11,6

Truttikon 468 48 10,3

Trüllikon 1 132 136 12,0

Bauma 12 908 2 037 15,8 13

Bauma 5 090 779 15,3

Bäretswil 5 132 799 15,6

Fischenthal 2 686 459 17,1

Birmensdorf 14 942 3 035 20,3 10

Aesch 1 643 342 20,8

Birmensdorf 7 561 1 587 21,0

Dielsdorf 6 799 1 561 23,0

Neerach 3 348 486 14,5

Niederglatt 5 506 1 233 22,4

Niederhasli

Oberweningen 1 896 356 18,8

Regensberg 481 54 11,2

Schleinikon

Fällanden 9 604 2 005 20,9

Mönchaltorf

Hagenbuch 1 163 180 15,5

Kirchgemeinde Politische Gemeinde

Wohnbevölkerung Anzahl Katholiken Anteil Steuerfuss % %

Geroldswil 13 177 3 225 24,5 9

Geroldswil 5 384 1 419 26,4

Oetwil a.d.L. 2 603 605 23,2

Weiningen 5 190 1 201 23,1

GlattfeldenEglisau-Rafz 24 038 3 907 16,3 13

Eglisau 5 771 1 023 17,7

Glattfelden 5 548 1 066 19,2

Hüntwangen 1 141 166 14,5

Rafz 4 784 806 16,8

Stadel 2 494 334 13,4

Wasterkingen 584 82 14,0

Weiach 2 119 246 11,6

Wil 1 597 184 11,5

HausenMettmenstetten 15 560 3 375 21,7 14

Hausen a.A. 3 951 904 22,9

Kappel a.A. 1 376 253 18,4

Knonau 2 514 603 24,0

Maschwanden 669 128 19,1

Mettmenstetten 5 837 1 302 22,3

Rifferswil 1 213 185 15,3

Herrliberg 6 785 1 363 20,1 8

Hinwil 11 923 2 430 20,4 16

Hombrechtikon 16 823 3 603 21,4 13

Bubikon1 3 662 728 19,9

Grüningen 3 926 726 18,5

Hombrechtikon 9 235 2 149 23,3

Horgen 24 572 5 599 22,8 7

Illnau-Effretikon 29 540 5 387 18,2 13

Brütten 2 275 353 15,5

Illnau-Effretikon 17 923 3 372 18,8 Lindau 5 881 1 198 20,4

Weisslingen 3 461 464 13,4

Kirchgemeinde Politische Gemeinde Total Wohnbevölkerung Anzahl Katholiken Anteil Steuerfuss

Kilchberg 9 528 1 770 18,6 6 Kloten 40 114 8 489 21,2 9 Bassersdorf 12 317 2 522 20,5 Kloten 21 971 4 770 21,7 Nürensdorf 5 826 1 197

20 887 4

7 Erlenbach 5 745 1 193 20,8 Küsnacht 15 142 3 130 20,7 Langnau a.A. 8 085

1 Gemeindeteil Wolfhausen 2 einschl. der zur römisch-katholischen Kirchgemeinde Gachnang (TG) gehörenden Siedlungen von Bertschikon

Kirchgemeinde

Politische Gemeinde

8 355 1 876 22,5 14 Rüti 25 146 5 490 21,8 12

Bubikon 3 4 010 759 18,9

Dürnten 8 021 1 726 21,5 Rüti 13 115 3 005

Schlieren 20 421 5 582

Petrus Embrachertal 19 789 3 867 19,5 13 Embrach 10 408 2 091 20,1 Freienstein-Teufen 2 360 424 18,0 Lufingen 2 862 575 20,1 Oberembrach 1 088 162 14,9 Rorbas 3 071 615 20,0 St. Pirminius

843 105 12,5

1 564 206 13,2 Henggart 2 361 368 15,6 Neftenbach 5 773 909 15,7 Pfungen 4 166 729 17,5

Volken 386 42 10,9

Stäfa 15 211 2 882 18,9 11

Thalwil-Rüschlikon 25 255 5 425 21,5 10

Rüschlikon 6 450 1 214 18,8

Thalwil 18 805 4 211 22,4 Turbenthal 8 575 1 227 14,3 13

Turbenthal 5 359 785 14,6

Wila 2 201 337 15,3

Wildberg 1 015 105 10,3

Urdorf 10 465 2 902 27,7 11

Uster 62 244 12 977 20,8 10

Greifensee 5 397 1 105 20,5

Uster 36 941 7 757 21,0

Volketswil 19 906 4 115 20,7

Wädenswil 25 956 5 774 22,2 13 Wald 10 663 2 664 25,0 12

Wallisellen 34 026 7 655 22,5 8

Dietlikon 8 014 1 857 23,2

Wallisellen 17 756 3 948 22,2

Wangen-Brüttisellen 8 256 1 850 22,4

Wetzikon 39 315 8 553 21,8 14

Gossau 10 598 2 116 20,0

Seegräben 1 467 238 16,2

Wetzikon 27 250 6 199 22,7

Kirchgemeinde Politische Gemeinde Total Wohnbevölkerung Anzahl Katholiken Anteil Steuerfuss % %

Winterthur 12 0491 20 812 17,3 17

Zell 7 633 1 302 17,1 12

Schlatt 787 79 10,0

Zell 6 846 1 223 17,9

Zollikon-Zumikon 19 479 3 906 20,1 8 Zollikon 13 704 2 758 20,1

Zumikon 5 775 1 148 19,9

Zürich 439 039 87 122 19,8 10

Allerheiligen 14 487 3 048 21,0

Bruder Klaus 15 769 3 125 19,8

Dreikönigen 10 883 1 807 16,6

Erlöser 11 901 2 261 19,0

Guthirt 18 256 3 512 19,2

Heilig Geist 24 383 5 035

Felix und Regula 12 408 2 738 22,1 St. Franziskus 18 324 3 480 19,0

St. Gallus 23 228 5 168 22,2

St.

Konrad

St. Martin 6 668 1 201 18,0

St. Peter und Paul 17 690 3 048 17,2 St. Theresia 14 233 2 720 19,1 Wiedikon 33 802 6 097 18,0 Witikon 11 783 2 446 20,8 Kanton Zürich 1628081 330400 20,3

3 Gemeindeteil Bubikon © Statistisches Amt des Kantons Zürich

Kirchliches Personal

Kirchliche Handlungen

Territoriale Struktur

Die grüne Bistumsbrille sorgt für gute Laune und stiftet Identität: Auftakt des Bistumsjahres

Im Zeichen des Bistumsjahrs

Im Team des Generalvikariats ging es feierlich zu und her: Zusammen mit dem ganzen Bistum feierte es den ersten Teil des Bistumsjahrs. Den Auftakt unter dem Motto «Hören – Handeln – Hoffen» machte das Fest im Juni in Chur, im Herbst folgte die Bistumsregion Urschweiz, und im Mai 2026 wird das Jahr mit dem feierlichen Abschluss im Zürcher Hauptbahnhof enden. Anlässlich des Heiligen Jahres 2025 regte Bischof Joseph Maria Bonnemain dazu an eine Dynamik im Bistum zu entfachen, die wie Sauerteig und Katalysator mitten in der Gesellschaft wirken soll.

Die Grundlagen zur Kirchenentwicklung im Bistum Chur sind gelegt: Mit einem Impulsund Arbeitspapier und diversen Workshops unterstrich Guido Estermann, der Verantwortliche für Pastoral, die Absicht des Bischofsrates, die zukünftige Personalentwicklung auf den Grundlagen der drei Paradigmen «Vielfalt als Reichtum», «Innovation trotz Reduktion» und «Vernetzung nach innen und aussen» zu gestalten. Im Januar fand im Rahmen eines Synodenstamms ein Austausch mit den Synodalen der Körperschaft der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zum Thema Kirchenentwicklung statt. Mit diesem prozesshaften Vorgehen in Bezug auf die Kirchenentwicklung setzt der Bischof mit dem Bischofsrat die Handreichung zu einer synodalen Kirche im Bistum Chur und die weltkirchliche Synodalität konkret um.

Personalentwicklung

Das Personalmonitoring des Bistums Chur hat gezeigt, dass 43 Prozent des pastoralen Personals in den nächsten zehn Jahren in Pension gehen werden. Beim verbleibenden Personal sind jedoch viele bereit, sich weiterzubilden und zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Urs Länzlinger, der Bereichsleiter Personal im Generalvikariat und Co-Leiter der Stabsstelle Personal des Bistums Chur, hat sich von der externen HR-Firma Avenir beraten lassen. Mithilfe einer professionellen HR-Flexworkerin sind dabei kleinere und grössere Massnahmen ausgearbeitet wor-

in Chur. Foto: Bistum Chur

den, von denen sieben gemeinsam mit dem Personalbereich der Körperschaft umgesetzt wurden. Beispielsweise erhalten Personalverantwortliche der Kirchenpflegen, Pfarrer, Pfarreiadministratoren, Pfarreibeauftragte und Stellenleitende ein neues Angebot an sogenannten Kompaktschulungen, also Weiterbildungen zu spezifischen Themen, jeweils während zwei Stunden am Abend. Gemeinsam mit den anderen Bistümern läuft zudem der «Studiengang Seelsorge» an. Für Quereinsteiger soll es einfacher werden, das notwendige Studium auch berufsbegleitend zu absolvieren. Gemäss dem Bistumsparadigma der «vernetzten Kollaboration» arbeiten die Bereiche Personal und Pastoral eng zusammen mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem Regens, dem Ausbildungsleiter des Bistums Chur, den entsprechenden Ausbildungs- und Fachstellen und dem Theologisch-pastoralen Bildungsinstitut (TBI) sowie dem Personalbereich des Synodalrats.

Seelsorgekapitel

Am 2. April fand in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon die Jahresversammlung der Seelsorgerinnen und Seelsorger der Kantone Zürich und Glarus statt. Helena Jeppesen war als Gast eingeladen und brachte ihre Erfahrungen aus den Synodenversammlungen in Rom in die Schweiz mit. Unerschrocken und mit einer beflügelnden Energie verbreitete sie echte Hoffnung auf einen Wandel in der Kirche. Sie betonte, dass auch im Vatikan die Uhr nicht stillstehe: Die Erde drehe sich, und aus der neuen Praxis eines echten gegenseitigen Zuhörens bei der Weltsynode vollziehe sich bereits in wenigen Jahren eine Transformation. In den zwei Synodenversammlungen habe eine neue Kultur des echten Zuhörens begonnen, es würden polarisierte Positionen aufgebrochen. «Alle Glieder der Kirche müssen sich gemeinsam auf den Weg machen», zitierte sie den Weg der Synodalität, wie ihn Papst Franziskus vorgegeben hatte. Ein weiteres Thema war die Partizipation der Frauen an den Ämtern in der Kirche. Aufgrund ihrer Taufe hätten sie die gleiche Würde wie Männer, meinte Jeppesen. In Bezug auf die Frage des Diakonats für Frauen sei es notwendig, den Unterscheidungsprozess weiterzuführen.

Bistumsjahr

Bischof Joseph Maria Bonnemain hat für 2025/26 ein Bistumsjahr ausgerufen. Er will sichtbar machen, wie die Kirche im Bistum Chur in die Gesellschaft hineinwirkt. Aus den Stichworten Synodalität, Diakonie und Evangelisierung ging das Motto «Hören – Handeln – Hoffen» hervor. In jeder der drei Bistumsregionen soll ein besonderer Anlass stattfinden. Den Auftakt machte Chur am 15. Juni. Bei schönstem Wetter traf man sich zu einem Gottesdienst auf dem Arcas-Platz. Am 27. September folgte die Urschweiz auf dem Klosterhügel Ingenbohl mit verschiedenen Begegnungsmöglichkeiten und einem Gottesdienst in der Klosterkirche. Den Abschluss bildet Zürich mit einem Glaubensfest am 31. Mai 2026, bei dem ein Gottesdienst gefeiert und ein Bühnenprogramm aufgeführt wird. Die Dienststellenleitenden können an rund 30 Ständen zeigen, was Kirche leistet und wofür die Steuergelder verwendet werden. Eine ökumenische Vesper im Grossmünster rundet den Bistumstag in Zürich ab.

Wallfahrt nach Einsiedeln

Die Zürcher Wallfahrt fand am 5. Juli unter dem Motto des Heiligen Jahres «Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung» statt. Auf verschiedenen Wegen wanderten die Teilnehmenden nach Einsiedeln, das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, und die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach dem Gottesdienst versammelte sich, wie jedes Jahr, eine grosse Gruppe beim Klosterhof und wurde mit Würsten und Getränken verpflegt. Zum ersten Mal wurde ein Weg unter dem Motto «Ökumene» angeboten.

Romreise

Die Heiligen Pforten Roms wurden wiederum weit geöffnet. Eine Gruppe von Angestellten des Generalvikariats und der Körperschaft reiste im Herbst in die Ewige Stadt. Bei der Papstaudienz hatte die Belegschaft aus dem C66 hervorragende Plätze in den ersten Reihen, was ihr einen nahen Blick auf den Papst ermöglichte.

Kreativität am Klostermarkt im Hauptbahnhof. Foto: Nikolai Püllen

Der Regierungsrat des Kantons Zürich mit Bischof Joseph Maria Bonnemain im bischöflichen Schloss in Chur. Foto: zVg

Besuch des Zürcher Regierungsrats in Chur Am 9. April folgte der Regierungsrat des Kantons Zürich der Einladung von Bischof Joseph Maria Bonnemain und traf im bischöflichen Schloss in Chur zu einem Besuch ein. Zuerst stand eine fachkundige Führung im Domschatzmuseum mit der Kuratorin Anna Barbara Müller an. Darauf folgte eine kurze Besichtigung im bischöflichen Schloss und anschliessend ein festliches Mittagessen mit regem Austausch im Restaurant Hofkellerei. Für die Ratssitzung am Nachmittag war der Regierungsrat bei der kantonalen Regierung Graubündens zu Gast.

Personelles

Guido Estermann, der Beauftragte des Generalvikars für Pastoral, hat das Generalvikariat verlassen. Er hat die Kirchenentwicklung im Bistum Chur entscheidend mitgeprägt und wechselt als Leiter der Fachstelle Bildung und Propstei zur katholischen Kirche Aargau. Als neue Verantwortliche übernimmt Judith Weber. Sie ist Theologin und promovierte Pädagogin und begann ihre Arbeit im Januar 2026. Die neue Infobeauftragte des Generalvikars heisst Manuela Moser. Die studierte Anglistin und Germanistin wechselt nach 25 Jahren im Journalismus in die Kommunikationsstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich und verstärkt das Team rund um Generalvikar Luis Varandas. Der alt Generalvikar der Bistumsregion Zürich-Glarus, Josef Annen, feierte am 25. Juli seinen 80. Geburtstag. Von 2009 bis 2020 war er in spannungsvollen Jahren im Amt. Der aus Küssnacht am Rigi stammende Annen widmete sein ganzes Leben der Kirche im Bistum Chur. Mit einem Fest im C66, zu dem der amtierende Generalvikar Luis Varandas eingeladen hatte, wurde der Jubilar gebührend gefeiert.

Ernennung zum Pfarrer

Wojciech Kaszczyc als Pfarrer in solidum (St. Anton und Maria Krönung, Zürich), Audrius Micka (St. Mauritius, Bonstetten)

Ernennung zum Pfarradministrator

Patrick Lier (St. Marien, Wädenswil, Heilige Familie, Schönenberg-Hütten), Mike Qerkini (St. Felix und Regula, Thalwil), Francis S. Venmenikattayil (St. Josef, Glattfelden, Judas Thaddäus, Eglisau, Hl. Maria Magdalena, Rafz)

Ernennung zu Pfarreibeauftragten

Diakon Manfred Kulla (Bruder Klaus, Zürich), Roger Oesch (St. Franziskus, Bassersdorf), Christopher Zintel (St. Martin, Zürich), Ute van Appeldorn als Pfarreibeauftragte ad interim (Dreikönigen, Zürich), Antonius Gerarts als Pfarreibeauftragter ad interim (St. Nikolaus, Hombrechtikon), Ingrid Bolliger und Marianne Pleines als Pfarreibeauftragte ad interim und in Co-Leitung (St. Marien, Winterthur)

Weihen

Beat Wiederkehr wurde am 8. Februar in der Pfarrei St. Marien, Wädenswil, zum ständigen Diakon geweiht. Matteo Tuena erlebte seine Priesterweihe am 24. Mai in der Kathedrale in Chur, er ist Vikar in der Pfarrei St. Georg in Küsnacht-Erlenbach. Salvador Luis Ferrandis Bellvis CMF wurde am 1. Februar zum Diakon in Zürich und am 30. Juni in Valencia zum Priester geweiht. Sven Probst erhielt am 25. November in der Pfarrei St. Leonhard in Brunnen die Weihe zum Diakon.

Theologinnen und Theologen in der Berufseinführung (Pastoralkurs) im Jahr 2025/26

Bernarda Brunovic (Spitalseelsorge, Stadtspital Zürich), Martin Schacher (Liebfrauen, Zürich), Silke Weinig (Herz Jesu, Wiedikon), Norbert Nagy (St. Franziskus, Zürich), Igor Lukenda (Behindertenseelsorge), Salvador Luis Ferrandis Bellvis (spanischsprachige Mission)

RPI-Aufbaustudium

Oliver Gitzelmann absolviert als Religionspädagoge RPI ein Praktikum in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Adliswil.

Bischöfliche Beauftragung «Missio»

Am 4. Oktober fand in der Kirche St. Martin in Birmensdorf die Missio-Feier für die Absolventinnen und den Absolventen des Berufseinführungsjahrs 2024/25 (ehemals Pastoraljahr) statt, der Luis Varandas, der Generalvikar für die Bistumsregion Zürich-Glarus, vorstand.

Das Berufseinführungsjahr 2024/25 des Bistums Chur haben erfolgreich abgeschlossen:

Kristina Crvenkovic (Hl. Georg, Elgg, Hl. Martin, Seuzach, Hl. Stefan, Wiesendangen), Diya Moosariparambil (Maria Krönung, Gossau), Marta Novak (St. Martin, Birmensdorf), Dominic Pampuch (St. Josef, Schlieren), Theresa Strobel (St. Agatha und St. Josef, Dietikon), Anika Trütsch (St. Verena, Stäfa)

Gemeindeberatung, Coaching und Supervision

Das Wirken im kirchlichen Umfeld ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sehr oft wird es als Privileg angesehen, Menschen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg zu begleiten. Neben den vielen Sonnenstunden gibt es aber auch herausfordernde Zeiten. Gerade hier will die Stelle für Coaching, Supervision und Organisationsberatung den nötigen Support anbieten. Die Nachfrage steigt. Im vergangenen Jahr konnte Andreas Beerli in über 60 Mandaten auf diversen Ebenen Unterstützung und Begleitung bieten. Besondere Aufmerksamkeit lässt man den Berufseinsteigenden zukommen. In mehreren Gruppen- und Einzelsupervisionen werden die ersten Erfahrungen professionell reflektiert und es wird nach geeigneten Lösungsmöglichkeiten gesucht. Gelingt der Einstieg, ist die Basis für ein segensreiches, langjähriges Wirken gelegt. Hoffnung wecken die diversen Pfarreiteams, Pfarreiräte und Kirchenpflegen, die sich Gedanken zu ihrem Wirken, ihrem Zusammenspiel, ihrer Ausrichtung und Zukunft machen. Schon heute muss man mit personellen und finanziellen Engpässen rechnen und Optionen entwickeln, wie man diese Herausforderungen in Zukunft meistern kann.

Weisser Rauch

Das Jahr 2025 war ein Heiliges Jahr, das der Papst unter das Motto «Pilger der Hoffnung» gestellt hatte. Am Ostermontag verstarb Papst Franziskus nach langer Krankheit. Darauf folgte die Zeit der Sedisvakanz mit der Vorbereitung auf die Beerdigung des Papstes und das Konklave. Aus diesem Grund wurde die Vereidigung der Schweizergarde verschoben. Da ich die Reise schon geplant hatte, flog ich unmittelbar vor dem Konklave nach Rom. Es herrschte eine ganz besondere Stimmung. Überall waren Kamerateams anzutreffen, denn die ganze Welt schaute nach Rom beziehungsweise zum Vatikan. Am Mittwoch, dem 7. Mai, war es dann soweit: Das Konklave wurde mit einer heiligen Messe im Petersdom mit allen Kardinälen eröffnet. Mit Unterstützung des Gardekaplans konnte ich an dieser Eucharistiefeier teilnehmen. Am Nachmittag begann das Konklave. Auf den grossen Bildschirmen auf dem Petersplatz konnte man mitverfolgen, wie die wahlberechtigten Kardinäle in die Sixtinische Kapelle einzogen und ihren Eid ablegten. Der erste Rauch war für 19 Uhr angekündigt. Der Petersplatz war sehr gut gefüllt, als ich kurz vor sieben dort eintraf. Auf der Strasse waren alle Kameras auf den kleinen Kamin gerichtet. Auch ich hatte einen guten Blick darauf. Bis um 21 Uhr mussten die Menschen ausharren, dann war der erste Rauch zu sehen – er war schwarz. Der weisse Rauch folgte einen Tag später, da sass ich schon im Flugzeug Richtung Zürich.

Luis Varandas

Generalvikar für die Bistumsregion Zürich-Glarus

Das duale System ermöglicht viel Gutes, kann aber auch Nährboden für Konflikte sein, vor allem wenn es um Kompetenzen und Verantwortlichkeiten geht. Aus Erfahrung ruft Stellenleiter Andreas Beerli auf, so frühzeitig wie möglich eine professionelle Konfliktklärung vorzunehmen, «nicht erst, wenn das kostbare Porzellan bereits im freien Fall und kurz vor dem Aufschlagen ist».

Da die Anfragen zunehmen, haben Synodalrat und Generalvikar beschlossen, dieser Stelle zusätzliche Stellenprozente einzuräumen. 2026 sollen eine oder zwei weitere Fachpersonen dazukommen, damit dieses wichtige Angebot ausgebaut werden kann.

60 Jahre AGCK Zürich

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Zürich (AGCK) wurde 1965 gegründet; die Sektion in Zürich (AGCK ZH) ist die grösste ökumenische Plattform im Kanton. Unter ihrem Dach sind 22 unterschiedliche Kirchen vertreten, zwei davon haben Gaststatus. Zuletzt wurde die Neuapostolische Kirche als Vollmitglied aufgenommen. Die AGCK versteht sich als Plattform für den ökumenischen Dialog und will die Einheit der Christen innerhalb der konfessionellen Vielfalt stärken. Dies geschieht durch Vernetzung und gemeinsam verantwortete Veranstaltungen und Feiern. Alle Mitgliedskirchen haben am 23. Januar 2005 in St. Ursanne die Charta Oecumenica unterzeichnet. Der Festakt zum 60-Jahr-Jubiläum wurde im Rahmen einer ökumenischen Gebetsfeier gestaltet. Die anwesenden Bischöfe, darunter auch Joseph Maria Bonnemain und die reformierte Zürcher Kirchenratspräsidentin Esther Straub, formulierten ihre Visionen für die Ökumene.

Ein Weihbischof für das Bistum?

85 Prozent der 346 Teilnehmenden der Umfrage des Bistums Chur bezüglich eines neuen Weihbischofs befürworten den Vorschlag des Bischofs. Meistgenannter Grund für einen Weihbischof war die Entlastung des Diözesanbischofs. Immerhin ist das Bistum Chur flächenmässig das grösste in der Deutschschweiz und weist eine grosse sprachliche sowie kulturelle Vielfalt auf. Die mögliche Aufteilung einzelner Zuständigkeiten, insbesondere als künftiges Mitglied der Schweizerischen Bischofskonferenz, spreche zudem für einen Weihbischof. Bedenken, dass damit

Bischof Joseph Maria Bonnemain mit Sibylle Ratz im Interview für das Mitarbeitenden-Magazin Credo. Foto: Linda Pollari

ein fähiger Priester von der Basis abgezogen, der Verwaltungsapparat und damit die Kosten zusätzlich belastet werden, griffen nicht. Die Erwartungen an einen allfälligen Weihbischof sind ebenso klar: ein bewährter Priester mit Erfahrung in Seelsorge und Leitung und mit einem theologischen und geistlichen Profil. Offenheit für die kirchliche Entwicklung und die Stärkung der Frauen in der Kirche wurde ebenfalls mehrfach genannt, gleichzeitig soll er ein Begleiter für Priester sein und loyal in seiner Haltung gegenüber dem Diözesanbischof.

Die neugewählte Geschäftsleitung der Synode (von links): Markus Streule, Madeleine Kuster, Guido Egli (Präsident), Gaby Pandiani (Vizepräsidentin), Peter Schnider, Marie-Thérèse Frommenwiler, Myriam Barzotto

Foto: Sibylle Ratz

Synode

Die Synode hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Es wurden Geschäfte behandelt, die den gesamten Wirkungskreis der Katholischen Kirche im Kanton Zürich betreffen. Nach eingehenden Vorbereitungsarbeiten in den Kommissionen waren für die November-Synode die Beiträge an die nicht anerkannten Religionsgemeinschaften traktandiert. Nach teils kontroverser, dabei stets sachlich geführter Diskussion sprach die Synode mit grosser Mehrheit Beiträge an den Verband Orthodoxer Kirchen (VOK) sowie an die Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich (VIOZ).

Aber auch die weiteren Geschäfte waren von Interesse. So wurde an der AprilSynode das von Myriam Barzotto (Bruder Klaus, Zürich) eingereichte Postulat «Einbezug katholischer Migrantinnen und Migranten in die Legislative der Römischkatholischen Körperschaft» an den Synodalrat überwiesen. Seine Antwort wird mit Spannung erwartet.

An der Juni-Synode werden traditionell der Jahresbericht und die Jahresrechnung der Körperschaft behandelt. Zur Mitte der Legislatur standen zusätzlich die Wahlgeschäfte für die Mitglieder der Rekurskommission, der Aufsichtskommission und der Personalombudsstelle an. Aufgrund der Vielzahl der traktandierten Geschäfte wurde zusätzlich der Ersatztermin in Anspruch genommen. Im Rahmen der intensiven «Sommersession» wurde unter anderem den Freien Katholischen Schulen Zürich ein Kostenbeitrag in der Höhe von fünf Millionen Franken für das Neubauprojekt am Standort Sumatra gesprochen und die Ethik-Preise vergeben.

Am 1. September fand die Begegnungssynode in der Paulus Akademie statt. Dieser informelle Informations- und Diskussionsabend für die Mitglieder der Synoden beider Landeskirchen findet einmal pro Legislatur statt. Unter dem Motto «Mut zur Veränderung» wurde in kollegialer Atmosphäre – ausgehend von den beeindruckenden Impulsreferaten von Prof. Johannes Stückelberger und Martin Werlen, dem emeritierten Abt von Einsiedeln – bis in die frühen Abendstunden debattiert.

An der Dezember-Synode stand das Budget der Römisch-katholischen Körperschaft im Fokus. Mit grosser medialer Aufmerksamkeit wurde der Entscheid der Synode betreffend Teilrevision der Anstellungsordnung, das heisst die Antwort des Synodalrats auf die Motion «Partnerschaftliches Leben der Angestellten ist Privatsache» von

Monika Zimmerli (Illnau-Effretikon) erwartet. Mit einem klaren Ergebnis sprach sich die Synode dafür aus, dass die sexuelle Orientierung künftig keinen Grund mehr für eine Kündigung der Anstellung bei der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich darstellen kann. Darüber hinaus wurden Beiträge an Bauprojekte der Benediktinerklöster Disentis und Mariastein gesprochen.

Und zu guter Letzt: Die Synode zieht um! Bisher fanden die Sitzungen im Rathaus am Limmatquai statt. Wegen Umbauarbeiten an der Rathausbrücke nimmt die Synode Abschied von den altehrwürdigen Räumlichkeiten und verschiebt ihren Sitzungsbetrieb 2026 ins Rathaus «Hard».

Rekurskommission

Die Rekurskommission verzeichnete im vergangenen Jahr den Eingang von neun Rekursen. Ein Verfahren war aus dem Vorjahr pendent, da es erst im November 2024 eingegangen war. Im Berichtsjahr wurden acht Fälle erledigt. Dabei handelte es sich in fünf Fällen um Rekurse in Stimmrechtssachen respektive um Fragen rund um die Wahl- und Abstimmungsfreiheit. In je einem Fall ging es um ein Verfahren betreffend Kirchenaustritt, Zugehörigkeit zur Kirche, Kündigung des Arbeitsverhältnisses sowie um einen Rechtsverweigerungsrekurs.

Von den bearbeiteten Verfahren wurden drei mit Gutheissung, eines mit Abweisung, zwei mit Nichteintreten und zwei mit Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit oder Rückzug erledigt.

Die Synode tagt ab 2026 in der zum «Rathaus Hard» umgebauten Bullingerkirche.

Foto: Christoph Wider

Die Rekurskommission für die Amtsdauer 2025-2029 (von links): Jörg Ganster, Astrid Hirzel, Silvia Eggenschwiler Suppan (Präsidentin), Davide Loss, David Henseler.

Foto: Patrick Hofmann

Silvia Eggenschwiler Suppan, Präsidentin

Tätigkeitsprogramm 2020–2025 Zum Wohle aller

Das Einstehen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Seelsorge in Notlagen oder die Förderung von Kunst und Kultur: Diese und weitere Themen setzen die Kirchen gemäss dem Tätigkeitsprogramm um – im Dienst an der ganzen Gesellschaft. Die Verordnung zum Kirchengesetz und zum Gesetz über die anerkannten jüdischen Gemeinden legt fest: «Die Jahresberichte der anspruchsberechtigten Körperschaften nehmen Bezug auf die Tätigkeitsprogramme der laufenden Beitragsperiode und deren Umsetzung» (§ 24 Abs. 1). Die Mehrzahl der in diesem Jahresbericht referierten Themen und Projekte bildet die Aktivitäten ab, die die Katholische Körperschaft gemeinsam mit der Evangelisch-reformierten Landeskirche im ökumenisch getragenen Tätigkeitsprogramm 2020–2025 angekündigt hat, sodass der Jahresbericht integral der Erfüllung dieser Norm dient. Ergänzend seien an dieser Stelle einige Schwerpunkte, strategische Aspekte und Beispiele aus dem vergangenen Jahr in den Bereichen Bildung, Soziales, Kultur und weitere Tätigkeiten hervorgehoben.

Bildung

Im Tätigkeitsbereich «Bildung» wurden 2025 insgesamt 33,6 Millionen Franken investiert. Darin enthalten ist ein Investitionsbeitrag von 5 Millionen Franken für die Freien Katholischen Schulen für den Neubau des Schulhauses Sumatra gemäss Beschluss der Synode. Beispielhaft seien folgende Themen genannt:

Räume für Begegnung

Ein Kernauftrag der Kirche ist es, Begegnungen zu ermöglichen: mit Menschen, mit Ideen, mit Kulturen – und mit dem Göttlichen. Die verschiedenen Institutionen des Ressorts Bildung und Kultur bieten solche Begegnungen auf je eigene Art und oft in Kooperation miteinander, mit staatlichen Stellen oder anderen Religionsgemeinschaften. Evidenzbasiertes Wissen über die Zusammenhänge der Welt und über den christlichen Glauben – Bildung im umfassenden Sinn – sind dabei die Grundlage jedes Austauschs und jeder Verständigung.

Kirche ist Begegnung – und findet in Räumen statt. Im Berichtsjahr wurde immer wieder über Räume nachgedacht, von der Tagung «Kirche im Quartier» bis zum Podium «Barrierefreiheit von Sakralräumen». «KirchenRaum – Begegnung neu denken» ist auch der Titel des dritten Zürcher Zeitzeichens, mit dem der Synodalrat das Nachdenken über Kirchenräume und deren zukünftige Nutzung anregt. Das Buch gehört zu den von der katholischen Kirche geförderten Erscheinungen der «Edition NZN bei TVZ». Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen loten Möglichkeiten aus, ob und wie ästhetische, diakonische und kulturelle Aufgaben in einem Raum stattfinden können, der auch für Gottesdienste vorgesehen ist.

Paulus Akademie

Die Paulus Akademie ist im Kanton Zürich ein zentraler Ort katholischer Bildungsarbeit. Dialogfördernd, ökumenisch wie interreligiös offen und gesellschaftlich engagiert arbeitete die Akademie im Berichtsjahr mit 75 Kooperationspartnerinnen und -partnern bei 115 Veranstaltungen zusammen. Dank intensivem Marketing

verzeichnete sie insgesamt rund 5 000 Teilnehmende an den eigenen Veranstaltungen sowie rund 20 000 Gäste im Rahmen der Raumvermietung.

Freie katholische Schulen

Die Freien Katholischen Schulen Zürich sind eine wertvolle Alternative zur öffentlichen Schule für viele Eltern, die ihre Kinder in einer Privatschule mit christlichen Werten den Weg Gottes im Alltag erleben lassen möchten. Zunehmend schwierig wird die Finanzierung defizitärer Angebote. Dazu gehört einerseits die selbständige «Sek Beruf», die sich an schwächere Sek-Schüler richtet und sie in kleineren Klassen individuell auf die Lehrstellensuche vorbereitet. Andererseits ist auch die Primarschule ab der 4. Klasse an zwei Standorten kritisch. Wer in diesem Alter aufgrund von Problemen an der öffentlichen Schule zur FKSZ wechselt, benötigt eine enge Begleitung in einer überschaubaren Klassengrösse, um stabilisiert und auf den Übertritt vorbereitet zu werden. Beide Angebote haben seitens FKSZ einen besonderen Status als defizitäre Formate mit sozialem Auftrag.

Eine im Berichtsjahr durchgeführte externe Evaluation verweist auf eine Bildungsinstitution, die sich erfolgreich im Spannungsfeld zwischen katholischer Identität und gesellschaftlicher Offenheit positioniert. Das Entwicklungspotenzial wird nun im Schulrat analysiert. Nachdem bereits im Herbst 2024 eine Elternumfrage gezeigt hat, dass 98 Prozent die FKSZ als gewaltfreie Schule erleben, 94 Prozent sie weiterempfehlen und 93 Prozent von ihren Kindern erfahren, dass sie gerne zur Schule gehen, interessierte im Juni die Meinung der Schülerinnen und Schüler. Auch hier gab es Grund zur Freude: 91 Prozent fühlen sich wohl, für 90 Prozent sind die Leistungsbeurteilungen nachvollziehbar und 89 Prozent erleben die Regeln konsequent umgesetzt.

Die katholische Kirche unterstützt die Schulen massgeblich beim Erhalt sowie dem Aus- und Neubau zeitgemäss eingerichteter Schulhäuser. Seit Februar findet der Unterricht in Wiedikon in einem Provisorium auf dem Pausenareal statt. Der Wiedereinzug ins moderne Schulhaus ist für August 2026 geplant. Auch für das Areal Sumatra ist eine Gesamterneuerung der Bausubstanz geplant. Die Synode hat für dieses sehr umfangreiche Bauprojekt einen ausserordentlichen Beitrag von fünf Millionen Franken bewilligt.

Soziales

Im Tätigkeitsbereich «Soziales» wurden insgesamt 59,3 Millionen Franken investiert.

Seelsorge in besonderen Lagen

Auch in aussergewöhnlichen Situationen ist die Kirche für die Menschen da: Die Notfallseelsorge ist für Blaulichtorganisationen rund um die Uhr abrufbar. Sie konnte 2025 ihr 20-jähriges Bestehen feiern und verzeichnet laufend mehr Einsätze. Die Polizeiseelsorge steht Polizistinnen und Polizisten sowie den Rettungskräften zur Verfügung – als Unterstützungsangebot und als Hilfestellung bei der Verarbeitung von Erlebnissen im Einsatz. Eine aussergewöhnliche Situation ergab sich zum Jahreswechsel auch für die Spitalseelsorgenden durch den Brand in einem Club in Crans-Montana. Da etliche der schwerverletzten Brandopfer ins Zürcher Universitätsspital und ins Kinderspital verlegt wurden, waren die dortigen Seelsorgerinnen und Seelsorger wie auch das medizinische Personal rund um die Uhr im Einsatz und stark gefordert, insbesondere bei den Kontakten mit den Angehörigen.

Hilfe für Angehörige von Inhaftierten 2025 hat der Synodalrat beschlossen, das Gefängnisseelsorge-Projekt «ExtraMural» definitiv fortzuführen und die damit verbundene Stelle aufzustocken. Das von der Katholischen und der Reformierten Kirche gemeinsam getragene Projekt war 2022 für drei Jahre als Pilotversuch lanciert worden. «ExtraMural» ist eine ambulante Beratungsstelle für Angehörige von Inhaftierten, die mit ihren emotionalen und sozialen

sowie finanziellen Sorgen und Nöten allein zurückbleiben und oftmals mit niemandem darüber reden können. In der Literatur werden sie als vergessene Opfer des Justizvollzugs bezeichnet. Der Kreis der Angehörigen von Inhaftierten wird im Kanton Zürich auf rund 11 000 Personen geschätzt.

Paarberatung und Mediation

Mit neun Beratungsstellen im Kanton finden Menschen bei der «Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich» rasch und unkompliziert Unterstützung in ihren Beziehungsfragen. Getragen von der Reformierten und der Katholischen Kirche und subventioniert vom Kanton Zürich bieten die Ratgebenden allen Menschen ihre Dienstleistungen an. Ziel ist es, lebendige Beziehungen zu unterstützen und zu stabilisieren sowie Familien-, Eltern- und Lebenskompetenzen zu verbessern. Kommt es zu einer Trennung oder Scheidung, unterstützt die Fachstelle ein Auseinandergehen in Würde.

Flüchtlingsintegration

Die weltweiten Kriege und Konflikte, die Menschen zur Flucht zwingen, beschäftigen die Kirchgemeinden, die Pfarreien und kirchliche Initiativen. Ihre Integrationsarbeit und Unterstützungsangebote für Geflüchtete sind nach wie vor gefragt. So ist das seit 2021 laufende und gemeinsam mit Caritas Zürich lancierte «Tandem»Projekt weiterhin ein wichtiger Faktor in der Integration von Flüchtlingen im Kanton. Es bringt Personen aus der lokalen Bevölkerung mit Geflüchteten zusammen, um ihnen das Einleben in der Schweiz zu erleichtern.

Nothilfe rund um die Welt

Die katholische Körperschaft spricht regelmässig Beiträge an die Nothilfe, die von verschiedenen kirchlichen Hilfswerken geleistet wird. Im vergangenen Jahr erfolgten solche Beiträge für humanitäre Hilfe in Syrien und im Kongo sowie Nothilfe nach Erdbeben und Taifunen in Myanmar, Afghanistan und auf den Philippinen. Insgesamt betrug die geleistete Nothilfe 100 000 Franken, im Einzelfall zwischen 5 000 und 30 000 Franken. Ein besonderer Fokus lag auf der Unterstützung der notleidenden Zivilbevölkerung im Gazastreifen und im Westjordanland mit zusätzlichen 300 000 Franken zu Gunsten von Caritas Schweiz und des lateinischen Patriarchats von Jerusalem.

Einmalige soziale Beiträge innerhalb der Schweiz wurden in der Höhe von insgesamt 166 600 Franken gesprochen.

Kultur

Im Tätigkeitsbereich «Kultur» wurden insgesamt 13,4 Millionen Franken investiert. Akzente auf der Kinoleinwand «La vie après Siham» von Namir Abdel Messeeh erhielt 2025 den mit 10 000 Franken dotierten ökumenischen «Filmpreis der Zürcher Kirchen». Der französisch-ägyptische Filmemacher überzeugte die Jury mit seiner filmischen Trauerbewältigung und dem Einsatz einfacher, aber effektvoller Mittel. Am Beginn stand die Idee, die Beerdigung seiner Mutter zu filmen. Daraus erwuchs eine mehrjährige filmische Auseinandersetzung mit Verlust und Erinnerung. Der Preis fördert seit bald zehn Jahren das Filmschaffen und den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen. Daneben unterstützt die Katholische Kirche das hiesige Filmschaffen durch Beiträge an verschiedene Festivals wie yesh!, Human Rights Film Festival, Black Film Festival oder Orient Express Film Festival.

Kulturförderbeiträge

Zahlreiche Anlässe und Projekte wurden mit kleineren Beträgen unterstützt. Neben den verschiedenen Filmfestivals bildeten Bücher aus verschiedenen Verlagen einen Schwerpunkt. Beispielhaft genannt werden sollen hier Isabelle Flükiger «Gloria. Mohammed» (Rotpunktverlag) und Leonhard Ragaz «Nur in Zelten wohnt Gott»

(herausgegeben von Manfred Böhm im Exodus-Verlag). Dazu kommen verschiedene Theater- und Filmprojekte, Ausstellungen sowie das Festival «Stilles Zürich» im Februar 2026.

Lange Nacht der Kirchen Über 60 000 Besucherinnen und Besucher liessen sich an der fünften «Langen Nacht der Kirchen» vom bunten und vielfältigen Programm überraschen. Am Freitagabend, 23. Mai, feierten Jung und Alt in 18 Kantonen der Schweiz ökumenisch gemeinsam diese besondere Nacht und erlebten, dass Kirche anders ist, als viele glauben: bunt, kreativ und originell. Jede der 1 200 teilnehmenden Kirchgemeinden organisierte mit vielen Freiwilligen ein vielfältiges kulturelles Programm für alle Generationen. Kirchennahe und kirchenferne Menschen jeden Alters waren eingeladen, sich an Musik, Kunst und Tanz und gutem Essen zu erfreuen, fröhlich mitzufeiern oder Licht und Stille auf sich wirken zu lassen.

Weitere Tätigkeiten

Im Bereich «Weitere Tätigkeiten» wurden insgesamt 99,2 Millionen Franken investiert. Sie beinhalten den Mitteleinsatz für Gemeindeaufbau und -Leitung (z.B. direktdemokratische Funktionen) und für die kirchlichen Liegenschaften, unter anderem auch den Erhalt von Kulturgütern.

Unterstützung nicht anerkannter Religionsgemeinschaften Bereits seit mehreren Jahren finanzieren die Evangelisch-reformierte Landeskirche, die Katholische Kirche im Kanton Zürich und der Kanton Zürich erfolgreich initiale Projekte nicht anerkannter Religionsgemeinschaften, zum Beispiel im Bereich der Spital-, der Klinik- und der Gefängnisseelsorge. Der Erfolg bestätigt dieses gemeinsame Engagement, der Bedarf wurde ausgewiesen, die Nachfrage ist aber grösser als die Möglichkeiten des Kantons Zürich, hier mehr Geld zu investieren. Die Rolle der Kirchen und der Religionsgemeinschaften generell in unserer zunehmend säkularen Gesellschaft, ihr heutiges und ihr zukünftiges Verhältnis zum Staat und die staatlichen Gelder für gesamtgesellschaftliche Leistungen der anerkannten Religionsgemeinschaften sind zentrale Themenfelder für die Körperschaft der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.

Ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende, und wenn die Finanzierung darüber hinausgehen soll, benötigt der Kanton Zürich hierfür eine gesetzliche Grundlage. Eine solche rechtliche Grundlage will die Direktion der Justiz und des Innern nun erarbeiten, damit ab dem Jahr 2032 der Kanton Zürich diese gesamtgesellschaftlichen Leistungen nicht anerkannter Religionsgemeinschaften selbst finanzieren kann. Bis es so weit ist, haben sich die Evangelisch-reformierte Landeskirche und die Katholische Kirche im Kanton Zürich bereit erklärt, mit einem Betrag von je einer Million Franken pro Jahr die Finanzierung von Projekten nicht anerkannter Religionsgemeinschaften von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung als Übergangslösung zu übernehmen. Mit der Fortsetzung der bewährten interreligiösen Zusammenarbeit trägt die Katholische Kirche im Kanton Zürich zu einem friedlichen Miteinander im gesellschaftlich und religiös vielfältigen Kanton Zürich bei.

Schutz vor Grenzverletzung Prävention ist für die katholische Kirche eine zentrale und prioritäre Aufgabe. Neben den schon seit einigen Jahren durchgeführten Präventionskursen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche konnte im Berichtsjahr neu ein gemeinsam mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich entwickeltes dreijähriges Pilotprojekt starten: die «Sprechstunde für psychische und sexuelle Gesundheit» für kirchliche Mitarbeitende, finanziert durch die Katholische Kirche im Kanton Zürich. Das in der Schweiz einzigartige Projekt wurde im September öffentlich vorgestellt und stiess auf grosse Resonanz.

Kirchliche Gremien, Fachstellen

und Institutionen

Synode www.zhkath.ch/synode

Synodalrat

www.zhkath.ch/synodalrat

Aufsichtskommission

über Kirchgemeinden und Zweckverbände 1

Telefon 044 266 12 46 aufsichtskommission@zhkath.ch

Rekurskommission 1 www.zhkath.ch/rekurskommission

Katholisch Stadt Zürich 1 www.katholisch-zuerich.ch

Bahnhofkirche 1, 2 www.bahnhofkirche.ch

Caritas Zürich 1 www.caritas-zuerich.ch

DFA – Die kirchliche Fachstelle bei Arbeitslosigkeit 1, 2 www.dfa.ch (Anlaufstellen in Winterthur, Uster und Zürich)

ExtraMural 2 www.extramural.ch

Fachstelle für Religionspädagogik im Kanton Zürich www.religionspaedagogikzh.ch

Fachstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit c/o Caritas Zürich, www.pfasoz.ch

Flughafenkirche 2 Check-in 2 www.flughafenkirche.ch

Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) 1 www.rkz.ch

Jahresbericht der RKZ

Generalvikariat für die Kantone Zürich und Glarus www.zhkath.ch/gv

Seelsorgerat des Kantons Zürich www.zhkath.ch/seelsorgerat

FORUM – Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich www.forum-magazin.ch Gefängnisseelsorge andreas.beerli@zhkath.ch hiv-aidsseelsorge www.hiv-aidsseelsorge.ch

jenseits IM VIADUKT, Bogen 11/12 www.jenseitsimviadukt.ch

Jugendseelsorge Zürich www.jugendseelsorge.ch

kabel – Kirchliche Anlauf- und Beratungsstelle für Lehrlingsfragen 2 www.kabel-berufslehre.ch

Katholische Behindertenseelsorge des Kantons Zürich www.behindertenseelsorge.ch

Ökumenische Mittelschularbeit 2 www.mittelschularbeit.ch

Kirchliche Stelle für Gemeindeberatung, Coaching und Supervision 1 www.pfarreiberatung.ch

Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich 2 www.paarberatung-mediation.ch

Missionen www.zhkath.ch/migrantenseelsorge Paulus Akademie Zürich 1 www.paulusakademie.ch

Pensionskasse für Angestellte der Römisch-katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zürich 1 c/o Allvisa Services AG www.pk-rka.ch

Personalombudsstelle der Römischkatholischen Körperschaft des Kantons Zürich 1 www.zhkath.ch/ombudsstelle

Präventionsbeauftragte im Bistum Chur c/o Katholische Kirche im Kanton Zürich

Dolores Waser Balmer, Telefon 044 559 55 09 praevention@bistum-chur.ch

Polizeiseelsorge Zürich 2 www.spur-zh.ch

PRO FILIA Kantonalverein Zürich 1 www.profilia-zuerich.ch

Spital- und Klinikseelsorge 1 www.spitalseelsorgezh.ch

Verein Freie Katholische Schulen 1 www.fksz.ch

Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende 1, 2 www.zbasyl.ch

1 Diese kirchlichen Stellen und Institutionen geben einen eigenen Jahresbericht heraus.

2 Diese kirchlichen Stellen und Institutionen werden ökumenisch getragen.

Jahresbericht von Katholisch Stadt Zürich

IMPRESSUM

Katholische Kirche im Kanton Zürich

Jahresbericht 2025

Herausgeber

Synodalrat der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich

Koordination und Redaktion

Kommunikationsstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

Redaktion

Simon Spengler

Kontakt

Kommunikation Synodalrat

Hirschengraben 66, 8001 Zürich

044 266 12 32, info@zhkath.ch www.zhkath.ch

Korrektorat

Andrea Linsmayer, Zürich

Gestaltung

Liz Ammann Grafik Design, Zürich

Druck fürschi GmbH, Uster

Papier

NAUTILUS®, hergestellt aus 100 % Recyclingfasern und mit dem Umweltlabel «Blauer Engel» zertifiziert.

Auflage

1 700 Exemplare

Finanzbericht

Eine detaillierte Übersicht zu den Finanzen der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich bietet der digitale Finanzbericht.

Katholische Kirche im Kanton Zürich

Synodalrat

Hirschengraben 66

8001 Zürich

www.zhkath.ch

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