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zek Kommunal - Ausgabe 3 - 2026

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1. Dezember 2026, 9:00-17:30 Uhr 2. Dezember 2026, 9:00-17:30 Uhr

Wo:

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TECHNIK ALS ANTWORT AUF NEUE ANFORDERUNGEN

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echnischer Fortschritt wird gerne an Leistungsdaten gemessen. Mehr Leistung, größere Reichweiten, zusätzliche Funktionen und immer ausgefeiltere Systeme. Doch welche Lösungen sich tatsächlich bewähren, zeigt sich erst im täglichen Einsatz. Dabei kommt es nicht allein auf die technischen Möglichkeiten an, sondern vor allem darauf, wie gut sie den jeweiligen Anforderungen gerecht werden. Wie unterschiedlich diese Anforderungen ausfallen können, zeigen mehrere Beiträge unserer aktuellen Ausgabe. Im Vorarlberger Lech etwa wird die Schneeräumung zunehmend zur logistischen Herausforderung. Wo früher ausreichend Platz war, um Schnee am Straßenrand abzulagern, muss dieser heute immer häufiger abtransportiert werden. Der Bauhof setzt deshalb auf ein speziell ausgestattetes Fahrzeug, das Fräsen, Verladen und Abtransport miteinander verbindet und damit auf die besonderen örtlichen Anforderungen zugeschnitten ist. Mehr dazu lesen Sie ab Seite 12.

Patricia Pfister Chefredakteurin

Eine ganz andere Herausforderung stellt sich bei der Wasserversorgung der Schweizer Gemeinde Neuenegg. Dort ersetzt eine digitale Instandhaltungslösung die bisherige Dokumentation mit Excel-Listen und Papierformularen. Kontrollen, Wartungen und Störungen lassen sich nun direkt vor Ort erfassen. Informationen sind jederzeit verfügbar, administrative Abläufe werden vereinfacht und die Mitarbeiter bei ihren täglichen Aufgaben entlastet. Wie das in der Praxis funktioniert, erfahren Sie ab Seite 30.

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Auch der Blick auf die Reinthalmühle im oberösterreichischen Attergau lohnt sich. Dort geht es weniger um die Vereinfachung von Arbeitsabläufen als um die wirtschaftliche Nutzung vorhandener Ressourcen. Ein Rückwärtskraftwerk macht aus bislang ungenutztem Restholz Strom, Wärme und Pflanzenkohle. Damit entstehen zusätzliche Einnahmemöglichkeiten, die den Forstbetrieb wirtschaftlich breiter aufstellen und seine Abhängigkeit vom Holzmarkt verringern. Den ausführlichen Bericht finden Sie ab Seite 44. Ob im Winterdienst, bei der Wasserversorgung oder in der Energiegewinnung: Die Einsatzbereiche und Anforderungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Entsprechend vielfältig sind die technischen Lösungen, die heute zur Verfügung stehen. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und viele Anregungen aus unserer aktuellen Ausgabe! Ihre Patricia Pfister

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I NI H NA H LT A LT

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03 Editorial

KO M M U N A LT EC H N I K

04 Inhalt

KO M M U N A LT EC H N I K

16 Unimog Tour 2026 zeigt Vielfalt im Praxiseinsatz20

24 Bewertung technischer Schmier-

18 Kärcher und STIHL setzen auf

26 Neuer Park Ranger fährt vollelektrisch20

stoffe für mehr Effizienz Hydraulikfluide

Geräteträger

A KT U E L L

06 I nteressantes & Wissenswertes 07 Impressum KO M M U N A LT EC H N I K

12 Wenn der Schnee keinen Platz mehr hat Winterdienst

15 Stadtbild im Blick: Frohnleiten setzt auf Abfallhaie Entsorgung

gemeinsames Akku-System Akku-Technologie

20 100 Jahre Rapid: Vom Motormäher zur vernetzten Kommunaltechnik Jubiläum

28 Mähtechnik im Mittelpunkt:

Kahlbacher/Dücker-Vorführtage20 Grünpflege

22 Mit dem K Trac zum Trafowechsel auf die Kuhweide Geräteträger

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Geräteträger

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WAS S E RV E RS O RG U N G

VE RA N STA LT U N G E N

30 Mehr Überblick, weniger Risiko:

38 GaLaBau 2026 setzt Impulse für

digitalisierte Wasserversorgung Digitalisierung

grüne Städte und Freiräume Nachbericht

mp KO M M U N A L E H YG I E N E

32 Rattenmanagement zwischen

Köderschutz und Digitalisierung Schädlingsbekämpfung

40 Suisse Public: Schweizer Branchen-

treffpunkt für den öffentlichen Sektor Nachbericht

WÄ R M E V E RS O RG U N G V E R A N STA LT U N G E N

35 Gemeindetag 2026: zwischen Spardruck und Reformbedarf Nachbericht

42 70 Jahre Eschlböck: Vom Land-

maschinenbau zum Hackerspezialisten Jubiläum

44 Rückwärtskraftwerk stärkt die 36 AGRAMA feiert 30. Ausgabe mit

Blick auf die Technik von morgen Messe-Vorschau

I NI H NA H LT A LT

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Reinthalmühle Holzvergasung

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ANZEIGEN O K T. | 2 6 Zaugg U1 Mauch U2 Österr. Biomasseverband U3 Kahlbacher U4

Abfallhai 15 AGRAMA 37 Bantleon 10 Egholm 27 Nabu 21 Pappas 09 Pfanzelt Maschinenbau 06 Rockstroh-Ecosmart 34 Stangl Kommunaltechnik 03 Syncraft 46 TRM Tiroler Rohre 11

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© ÖBMV

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© Energie Steiermark

Beim Österreichischen Biomassetag treffen sich Fachleute aus Bioenergie, Forstwirtschaft und Wärmeversorgung. Heuer findet die Veranstaltung am 1. und 2. Dezember in Linz statt.

V.l.: Werner Ressi (Vorstand Energie Steiermark), Josef Wallner (Bürgermeister Deutschlandsberg) und Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark) beim feierlichen Spatenstich.

ÖSTERREICHISCHER BIOMASSETAG & HEIZWERKEBETREIBERTAG IN LINZ

Wie sieht die Zukunft der Bioenergie aus – und welche Rolle spielt sie bei der regionalen Wärmeversorgung? Mit diesen Fragen beschäftigen sich der 26. Österreichische Biomassetag und der HeizwerkeBetreibertag am 1. und 2. Dezember in Linz. Am ersten Tag stehen Klimawandel, Waldbewirtschaftung, Holzenergie und die Rolle der Biomasse in der Energiewende im Mittelpunkt. Der zweite Tag widmet sich den Entwicklungen rund um Heizwerke und Nahwärme und zeigt, welche Themen die Betreiber aktuell beschäftigen und wohin sich die Branche bewegt. Neben dem Vortragsprogramm laden das Konferenzdinner am ersten Abend und die Ausstellungsstände dazu ein, Kontakte zu pflegen, neue zu knüpfen und sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. Tickets sind bereits bestellbar unter: www.biomassetag.at

NEUES BIOMASSE-HEIZWERK IN DEUTSCHLANDSBERG

Mit dem offiziellen Spatenstich startet die Energie Steiermark den Ausbau der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in Deutschlandsberg. Insgesamt werden 18 Millionen Euro in die Errichtung eines neuen Biomasseheizwerks, in den Umbau und die Modernisierung der seit 1993 bestehenden Anlage sowie in den Netzausbau investiert. Die bisherige Kapazität wird damit mehr als verdoppelt, gleichzeitig wird das Versorgungsnetz massiv erweitert. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für Herbst 2027 geplant. Nach Abschluss des Projekts können rund 610 Haushalte in etwa 400 Gebäuden sowie zahlreiche größere Kund:innen mit klimafreundlicher Fernwärme versorgt werden. Gleichzeitig steigt der Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmeaufbringung von derzeit rund 60 Prozent auf über 90 Prozent. Dadurch können jährlich rund 2.500 Tonnen CO2 eingespart werden.

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© Bobcat

Ein Bobcat T770 mit Forstschneider entfernt Unterholz und trockene Vegetation auch in schwer zugänglichen Waldbereichen.

© BBG

WALDBRANDPRÄVENTION MIT KOMPAKTER FORSTTECHNIK

Beim Forum Öffentliche Beschaffung 2026 diskutierten Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der öffentlichen Beschaffung.

FORUM ÖFFENTLICHE BESCHAFFUNG 2026

A KT U E L L

Wie kann die öffentliche Beschaffung künftig resilienter, nachhaltiger und innovativer werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Forum Öffentliche Beschaffung 2026 der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) am 17. September in Wien. Rund 850 Teilnehmer aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten dabei aktuelle Herausforderungen und langfristige Entwicklungen. Ergänzt wurde das Programm durch ein Lösungsforum mit 59 Ausstellern. Inhaltlich standen drei Zukunftsfelder im Mittelpunkt: die strategische Nutzung öffentlicher Beschaffung, eine stärkere europäische Vernetzung sowie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Beschaffung. Diskutiert wurden dabei unter anderem Versorgungssicherheit, belastbare Lieferketten, gemeinsame europäische Standards und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Gerade bei KI gehe es darum, große Datenmengen besser auszuwerten und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, ohne die menschliche Entscheidung zu ersetzen. Ein Schwerpunkt lag außerdem auf der Frage, wie gesellschaftspolitische Ziele rechtssicher und praxistauglich in konkrete Beschaffungsprozesse übersetzt werden können. Mit dem geplanten nationalen Aktionsplan zur strategischen und innovationsfördernden öffentlichen Beschaffung soll dafür in Österreich ein gemeinsamer Rahmen geschaffen werden. Erstmals war zudem die ECOVATION als eigenes Veranstaltungsformat zu nachhaltiger und innovativer Beschaffung in das Forum integriert. Für Gemeinden interessant: 2027 setzt die BBG den Austausch mit dem Öffentlichen Beschaffungskompass fort. Das gemeinsam mit VÖWG, VKÖ und Österreichischem Städtebund organisierte Format macht in Salzburg, St. Pölten und Villach Station und richtet den Fokus gezielt auf die kommunale Beschaffung.

Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit erhöhen auch in Mitteleuropa das Waldbrandrisiko. Bobcat rückt deshalb die vorbeugende Vegetationspflege in den Fokus. Entscheidend sei, brennbares Material bereits vor der Hochrisikoperiode zu reduzieren, Waldränder freizuhalten sowie Brandschneisen und Zufahrtswege anzulegen beziehungsweise dauerhaft passierbar zu halten. Für diese Arbeiten bietet der Hersteller verschiedene Kompaktmaschinen und Anbaugeräte an. Forstmulcher, Forstschneider, Fällgreifer und Stockfräsen dienen unter anderem dazu, Unterholz, Buschwerk und trockene Vegetation zu beseitigen. Ein Vorteil der kompakten Trägergeräte liegt laut Bobcat vor allem in ihrer Wendigkeit: Sie können auch zwischen Bäumen und in schwer zugänglichen Bereichen eingesetzt werden, in denen größere Forstmaschinen an Grenzen stoßen. Damit eignen sie sich ebenso für selektive Arbeiten an Waldrändern oder in der Nähe von Siedlungen. Auch für die Pflege und Anlage von Einsatzwegen und Sicherheitsstreifen kommen Lader und Minibagger zum Einsatz. Durch unterschiedliche Anbaugeräte lassen sich mit einer Trägermaschine mehrere Arbeitsschritte wie Mulchen, Abtragen oder Planieren erledigen. Bei Baggern stehen zudem Hammer- und Messermulcher zur Verfügung, die Vegetation auch an Böschungen und in Gräben bearbeiten können. Ein weiterer praktischer Aspekt betrifft den Transport: Die kompakten Maschinen lassen sich nach Herstellerangaben auf Standardanhängern zwischen verschiedenen Einsatzorten bewegen. Damit richtet sich das Konzept insbesondere an Forstbetriebe und Kommunen, die Maschinen flexibel für unterschiedliche Pflege- und Präventionsaufgaben einsetzen wollen.

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Ende Juni 2026 herrschte in weiten Teilen Deutschlands eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. Die Karte auf Basis von Daten des Deutschen Wetterdienstes verdeutlicht, wie groß der Handlungsdruck bei der vorbeugenden Vegetationspflege inzwischen ist.

I M P R E S S U M : Herausgeber: Mag. Roland Gruber | Verlag: Mag. Roland Gruber e.U. · zek-VERLAG · Brunnenstraße 1 · 5450 Werfen · office@zek.at · M +43 664 115 05 70 · www.zek.at | Chefredaktion: Patricia Pfister · pp@zek.at · M +43 664 214 06 14 | Anzeigenleitung & PR-Beratung: Mario Kogler, BA · mk@zek.at · M +43 664 240 67 74 | Gestaltung: Mag. Roland Gruber e.U. · zek-VERLAG · Brunnenstraße 1 · A-5450 Werfen · M +43 664 115 05 70 · office@zek.at · www.zek.at | Druck: Druckerei Roser · A-5300 Hallwang | Verlagspostamt: A-5450 Werfen | Grundlegende Richtlinien: zek KOMMUNAL ist eine parteiunabhängige Fachzeitschrift für erneuerbare Produziert gemäß Richtlinie Uz24 des Österreichischen Umweltzeichens, Energien und zukunftsorientierte Technologien sowie Management im kommunalen Bereich | Abopreis Druckerei Roser GmbH, Österreich € 83,00 · Ausland € 94,00 inklusive Mehrwertsteuer | zek KOMMUNAL erscheint viermal im Jahr · UW-Nr. UZ24-1037 Auflage 8.000 Stück · ISSN 2791-4100 · 24. Jahrgang.

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NEUER RATGEBER ZUR REGENWASSERBEWIRTSCHAFTUNG ERSCHIENEN

Mit der inzwischen 11. Auflage seines „Ratgebers Regenwasser“ greift Mall aktuelle Entwicklungen in der Siedlungswasserwirtschaft auf. Fachbuchautor Klaus W. König hat dafür zwölf Themen zusammengestellt, die den veränderten Umgang mit Regenwasser in Städten und Gemeinden beleuchten. Im Mittelpunkt stehen längst nicht mehr nur Nutzung und Versickerung. Auch Rückhalt, Verdunstung und Behandlung gewinnen angesichts von Klimaanpassung und veränderten Anforderungen an die Stadthydrologie an Bedeutung. Vier der zwölf Gastautoren sind erstmals vertreten, acht weitere Beiträge wurden aktualisiert. Der Ratgeber erscheint seit 2005 im Abstand von zwei bis drei Jahren und richtet sich insbesondere an Kommunen und Planungsbüros. Die aktuelle Ausgabe ist als Broschüre erhältlich und kann über Mall bezogen werden.

Die in der Fachbuchreihe „Ökologie aktuell“ erscheinende Broschüre im A4-Format kann unter www. mall.info/infomaterial zum Preis von 20 Euro inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten bestellt werden (ISBN 978-39803502-2-8).

© Lindner Traktoren

TIROLER DREIFACHSIEG BEIM LINTRAC SUPERCUP

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Mit einem Tiroler Dreifachsieg ging der Lintrac Supercup im Rahmen der Lindner-Innovationstage in Kundl zu Ende. Auf dem Parcours mussten die Teilnehmer unter anderem eine Schrägfahrt bewältigen, Ladewagen und Mähwerk an- und abhängen sowie den Lintrac auf einer Wippe mehrere Sekunden lang ausbalancieren. Rund um das Finale präsentierte Lindner bei den zweitägigen Innovationstagen auch seine aktuellen Modellneuheiten. 450 Besucherinnen und Besucher absolvierten insgesamt mehr als 1.000 Testfahrten mit dem Lintrac 160 LDrive, dem Lintrac 130 PRO, dem Unitrac 122 LDrive und dem Prototyp des vollelektrischen Unitrac 122 E. Mit dem Unitrac 122 E gab Lindner zugleich einen Ausblick auf die elektrische Zukunft. Der Prototyp arbeitet mit 800-VoltTechnologie und einer Batteriekapazität von bis zu 190 kWh. Die Markteinführung ist für 2028 geplant.

Das Finale des Lintrac Supercups – hier die Wippe – ging in Kundl über die Bühne. © Hargassner

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Im Juli 2026 starteten in Regau die Bauarbeiten für den neuen Standort von Hargassner Industry.

HARGASSNER SCHAFFT PLATZ FÜR WEITERES WACHSTUM

Mit dem Wechsel von Lenzing nach Regau stellt Hargassner Industry die Weichen für weiteres Wachstum. Rund fünf Millionen Euro investiert die Hargassner-Gruppe in einen neuen Standort, an dem ab Frühjahr 2027 Verwaltung, Projektplanung, Beratung, Lager und Montage gebündelt werden. Die Fertigung der Heizkessel bleibt am Stammsitz in Weng im Innkreis. Auf dem rund 5.700 m² großen Grundstück entstehen etwa 830 m² Bürofläche und eine 738 m² große Lager- und Montagehalle. Zusätzlich ist ein weiteres Bürogebäude mit rund 300 m² Nutzfläche zur Vermietung vorgesehen. Der Neubau schafft Platz für mehr als 60 Arbeitsplätze, derzeit beschäftigt Hargassner Industry rund 40 Mitarbeiter. Die Halle soll bereits im November 2026 fertiggestellt werden, der Abschluss des gesamten Projekts ist für Ende März 2027 geplant.

© SWM/ Matthias Rothe

MÜNCHEN TESTET WÄRMEPUMPE MIT NUR EINEM BRUNNEN

V.l.n.r.: Dr. Manuel Gossler (SWM Projektleiter), Dr. Kai Zosseder (TU München), Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Stadtschulrat Florian Kraus und Dr. Karin Thelen (SWM Geschäftsführerin Regionale Energiewende) beim Baubeginn des Wärmeprojekts.

In München wird derzeit ein Grundwasser-Wärmepumpensystem erprobt, das mit nur einem Brunnen auskommt. Normalerweise wird Grundwasser über einen Brunnen entnommen und nach der thermischen Nutzung über einen zweiten zurückgeführt. Beim von der TU München weiterentwickelten System erfolgen beide Vorgänge innerhalb einer einzigen Bohrung. Das könnte Grundwasserwärmepumpen vor allem im dicht bebauten Stadtgebiet interessanter machen: Rund ein Drittel der Münchner Grundstücke sind zu klein für die üblicherweise erforderlichen zwei Brunnen. Zudem soll die Einbrunnen-Lösung rund ein Drittel günstiger sein. Am Pilotstandort werden zwei unterschiedliche Bauweisen getestet, darunter ein Rohr-in-Rohr-System. Die Versuche laufen 2026, die gesamte Heizungsanlage soll 2027 in Betrieb gehen und anschließend bis 2029 wissenschaftlich begleitet werden.

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© Kugelmann © VEGA

V.l.n.r.: Jonas Schmid (Co-CEO akenza), Markus Kniesel (Geschäftsführer VEGA), Isabel Grieshaber (geschäftsführende Gesellschafterin VEGA) und Simon Rieser (Co-CEO akenza)

VEGA ÜBERNIMMT IOT-SPEZIALISTEN AKENZA

KUGELMANN ERWEITERT STAMMSITZ IN RETTENBACH

Mit einem neuen Betriebsgebäude erweitert Kugelmann seinen Stammsitz in Rettenbach im Allgäu deutlich. Mehr als 30 Millionen Euro hat das familiengeführte Maschinenbauunternehmen in den Neubau investiert. Damit entstehen zusätzliche Flächen für moderne Fertigung, Entwicklung und neue Technologien. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Kugelmann am Standort. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Maschinen für Winterdienst und Kommunaltechnik. Mit dem Neubau sollen Produktionsabläufe weiterentwickelt und zusätzliche Kapazitäten für künftiges Wachstum geschaffen werden. Dabei richtet Kugelmann den Blick auch auf neue Technologien. Neben stärker digitalisierten Fertigungsprozessen beschäftigt sich das Unternehmen mit Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik. Auch der Einsatz humanoider Roboter ist Teil dieser Entwicklung.

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Der Messtechnikhersteller VEGA übernimmt die Schweizer Akenza AG mit Sitz in Zürich. Damit verbindet VEGA seine Sensortechnik für Füllstand, Grenzstand und Druck mit der IoT-Plattform von akenza. Ziel sind durchgängige Lösungen, die von der Erfassung der Messdaten bis zu deren Auswertung und Nutzung reichen. Akenza ist auf IoT-Anwendungen in den Bereichen Smart Industry und Smart Commercial Real Estate spezialisiert. Die offene Plattform ermöglicht es, Geräte und Systeme unterschiedlicher Hersteller und Protokolle zentral zu vernetzen, zu verwalten und zu visualisieren. VEGA wiederum ist mit seinen Messlösungen unter anderem in der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Chemie-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie im Bergbau tätig. Mit der Übernahme baut VEGA sein Geschäftsfeld Industrial IoT weiter aus. Die akenza-Plattform soll schrittweise in das Lösungsangebot des Messtechnikherstellers integriert werden. Akenza bleibt dabei als eigenständiges Unternehmen am Markt Pappas_ZeK_186x125_Kommunal_DRUCK.pdf 1 07.07.25 09:51 bestehen und führt bestehende Kundenbeziehungen fort.

Der Neubau in Rettenbach schafft bei Kugelmann zusätzliche Flächen für Fertigung, Entwicklung und weiteres Wachstum.

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© PYD-Thermosysteme GmbH, Bischofswiesen

GEOTHERMIE FÜR DAS RATHAUS HOHENEMS

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© Godelmann

Das PYD-ALU FLOOR-System übernimmt im neuen Rathaus Hohenems die Wärme- und Kälteverteilung und unterstützt die Nutzung der geothermisch erschlossenen Energiepfähle.

Der Cascade-Pflasterstein von Godelmann verbindet wasserdurchlässige Flächenbefestigung mit einer kapillaraktiven Struktur, die Versickerung und Verdunstung unterstützt.

PFLASTERSYSTEM FÜR DIE SCHWAMMSTADT

Mit „Cascade“ hat Godelmann ein neues Pflastersystem für klimaresiliente Stadtflächen vorgestellt. Der als GDM.KLIMASTEIN ausgeführte Belag ist wasserdurchlässig und so konzipiert, dass Regenwasser direkt am Ort des Niederschlags versickern kann. Eine kapillaraktive Struktur unterstützt zusätzlich die Verdunstung und soll damit zur Kühlung urbaner Räume sowie zur Entlastung der Kanalisation beitragen. Ergänzt wird das System durch Pflanztröge, die Begrünung und Verschattung in Plätze, Wege und Promenaden integrieren. Pflaster und Tröge folgen derselben geometrischen Formensprache und verbinden damit Gestaltung mit Funktionen der blau-grünen Infrastruktur.

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© Reform

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Beim neuen Rathaus in Hohenems in Vorarlberg spielt auch die Gebäudetechnik eine zentrale Rolle im Energiekonzept. Der Holz-Hybridbau nutzt sogenannte Energiepfähle, die die statische Gründung mit geothermischer Nutzung verbinden. In die Betonpfähle integrierte Wärmetauscherrohre entziehen dem Erdreich je nach Bedarf Wärme oder führen überschüssige Energie dorthin zurück. Für die Kühlung kann die über die Energiepfähle bereitgestellte Energie direkt genutzt werden, eine aktive Kälteerzeugung ist nicht erforderlich. Die Verteilung von Wärme und Kälte übernimmt ein Fußbodensystem von PYDThermosysteme. Zum Einsatz kommt das ALU FLOOR-System mit speziell geprägten Thermoleitblechen. Es erreicht im Norm-Auslegungsfall eine spezifische Kühlleistung von mehr als 50 W/m² und soll damit insbesondere die Nutzung passiver Kühlquellen unterstützen.

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Der Reform Muli T15 V kombiniert 143 PS, stufenlosen Antrieb und hohe Nutzlast mit der für kommunale Einsätze wichtigen Wendigkeit und Vielseitigkeit.

REFORM BRINGT MULI T15 V IN SERIE

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Vom Schmierstofflieferanten zum Systempartner: Ganzheitliches Fluidmanagement für Mobile Arbeitsmaschinen

Mit dem Muli T15 V erweitert Reform seine Transporter-Baureihe um ein neues Spitzenmodell für den Ganzjahreseinsatz. Das Fahrzeug wird von einem 143 PS starken Deutz-Motor angetrieben und verfügt über ein stufenloses Getriebe. Je nach Ausführung erreicht der Transporter bis zu 60 km/h. Für kommunale Einsätze lässt sich der Muli mit unterschiedlichen Aufund Anbaugeräten ausstatten. Das Spektrum reicht von Mähund Pflegearbeiten über Gieß- und Transporteinsätze bis zum Winterdienst. Permanenter Allradantrieb und Allradlenkung sollen dabei für Traktion und Wendigkeit sorgen. In verstärkter Ausführung erreicht der T15 V ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu zehn Tonnen und eine Nutzlast von bis zu 5,7 Tonnen. Neu gestaltet wurde zudem das Bedienkonzept mit einem 12-Zoll-Farbdisplay, über das Maschineninformationen, Kamerabilder und Funktionen der Anbaugeräte gebündelt werden.

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© AS Motor

AS-MOTOR STARTET SERIE DES AS 920 ESHERPA 2WD

Der elektrische Hochgras-Aufsitzmäher AS 920 ESherpa 2WD geht in Serie. AS-Motor bringt damit als erster Hersteller einen serienreifen, akkubetriebenen Aufsitzmäher für den Hochgrasbereich mit Wechsel-Akkusystem auf den Markt. Der AS 920 ESherpa 2WD arbeitet ­mit einem leistungsstarken 56-Volt-Wechsel-Akkusystem und einer ­Gesamtkapazität von 16 kWh. Der elektrische Fahr- und Messerantrieb liefert eine Mähleistung, die das Niveau eines Verbrenners sogar übersteigt. 13 kW Peak-Leistung am Mähdeck sorgen für eine hohe Messerkraft und ein hervorragendes Mähbild. Das FusionCore-Akkusystem von Ariens kann zudem markenübergreifend genutzt werden, so kann eine optimale saisonale Nutzung und Auslastung erreicht werden.

Das 56-Volt-Wechsel-Akkusystem stellt insgesamt 16 kWh Kapazität für Fahr- und Messerantrieb bereit.

V. l. n. r.: Gerhard Joiser (Raiffeisenverband Salzburg) und Christoph Walla (Equans), beide neue Geschäftsführer der Fernwärme Salzburg Süd GmbH, sowie Siegfried Müllegger (Eigentümervertreter der Salzburg AG).

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© Salzburg AG/Neumayr

FERNWÄRMEAUSBAU IM SÜDEN SALZBURGS NIMMT FORM AN

Mit der neu gegründeten Fernwärme Salzburg Süd GmbH soll die Wärmeversorgung im Zentralraum südlich der Stadt Salzburg schrittweise dekarbonisiert werden. Bis zu 51 Millionen Euro inklusive Förderungen sind für Planung und spätere Umsetzung des neuen Fernwärmenetzes vorgesehen. Im nächsten Schritt starten die Planungen für Trassen und Bauabschnitte. Für die Versorgung in und um Grödig soll vor allem industrielle Abwärme des Zementund Betonwerks Leube genutzt werden. Hinter dem Projekt stehen die Salzburg AG, der Raiffeisenverband Salzburg und Equans Austria. Ziel ist der Aufbau einer regionalen Fernwärmeinfrastruktur, die Haushalte und Betriebe mit möglichst klimafreundlicher Wärme versorgt und gleichzeitig die Versorgungssicherheit stärkt. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

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© alle Bilder: Bauhof Lech

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WENN DER SCHNEE KEINEN PLATZ MEHR HAT: SCHILTRAC IM WINTERDIENST VON LECH Wo der Platz zum Ablagern fehlt, wird Schneeräumen zur Logistikaufgabe. In Lech übernimmt ein Schiltrac Swisstrans 6150 CVT deshalb nicht nur das Fräsen, sondern auch das Verladen und den Abtransport großer Schneemengen. Gerade in engen Straßen und Sackgassen soll das den Winterdienst effizienter machen und zusätzliche Fahrzeuge im Räumbereich vermeiden.

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er Arlberg gilt als eine der traditionsreichsten Regionen des alpinen Skisports. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts prägt der Wintersport die Entwicklung der Region; heute ist die Vorarlberger Gemeinde Lech Teil des größten zusammenhängenden Skigebiets Österreichs. Für den Bauhof beginnt ein Wintertag allerdings lange bevor die ersten Gäste auf den Pisten unterwegs sind. Fällt über Nacht kräftig Schnee, startet der Räumdienst in Lech gegen fünf Uhr morgens. Eine der wichtigsten Vorgaben: Gegen sieben Uhr soll der Ortsbus seine Strecken fahren und an den vorgesehenen Stellen auch wenden können. Bei 30 Zentimetern Neuschnee spricht Günter Schneider, Leiter des Bauhofs Lech, noch von einem normalen Schneeräumtag. Es kann aber auch deutlich intensiver werden. „Wenn es einen Meter hoch schneit, dann fährt der Winterdienst ununterbrochen“, beschreibt er solche Einsätze.

Räumen allein reicht nicht mehr Die eigentliche Herausforderung für den Bauhof liegt dabei nicht nur in der Schneemenge, entscheidend ist zunehmend die Frage, wohin mit dem geräumten Material. Denn dort, wo der Schnee früher noch seitlich abgelegt werden konnte, fehlt heute immer häufiger der Platz. „Der Platz wird einfach weniger. Und dadurch muss man immer mehr Schnee abführen“, bringt Günter Schneider die Entwicklung auf den Punkt. Straßenabschnitte seien über die Jahre stärker verbaut worden, wo Schnee früher seitlich abgelegt oder weiter in freie Flächen gefräst werden konnte, fehlen diese Möglichkeiten heute immer öfter. Das Problem verschärft sich in den zahlreichen engen Straßen und Sackgassen. Eine klassische Lösung

wäre, die Schneefräse gemeinsam mit einem Lkw oder Containerfahrzeug einzusetzen und den Schnee direkt zu verladen. Genau das schafft jedoch ein neues Hindernis: Zwei Fahrzeuge benötigen Platz, müssen rangieren und treffen gleichzeitig auf Ortsbusse, Müllabfuhr, Lieferverkehr und den übrigen Verkehr. „Wenn wir dann auch noch mit zwei Fahrzeugen die Strecken abfahren, gibt es einfach ein Verkehrsproblem“, sagt Günter Schneider. Die logische Konsequenz war ein Fahrzeug, das mehrere Arbeitsschritte in sich vereint.

Lange vor Beginn des Skibetriebs startet in Lech der Winterdienst. In den frühen Morgenstunden werden Straßen und Zufahrten für den beginnenden Verkehr freigemacht.

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Fräsen, laden und abtransportieren Seit 2025 ergänzt deshalb ein Schiltrac Swisstrans 6150 CVT des Schweizer Herstellers Schiltrac den Lecher Fuhrpark. Mit 245 PS und einer für den Einsatz entscheidenden hohen Nutzlast bringt das Fahrzeug jene Reserven mit, die beim Fräsen und Abtransportieren des Schnees benötigt werden. Zur Winterausrüstung gehören eine Schneefräse von Westa sowie ein Hakengerät mit 16-m³-Schneecontainer. Entscheidend für den Bauhof war das Zusammenspiel aus hoher Nutzlast, ausreichender Motorleistung und der Möglichkeit, Räumen, Verladen und Abtransport in einem Fahrzeug zu verbinden. Die Schneefräse wirft den Schnee über das Fahrzeugdach direkt in den Container. Ist dieser gefüllt, kann der Schiltrac das Material selbst abtransportieren, ein zweites Fahrzeug muss beim eigentlichen Verladevorgang nicht unmittelbar daneben arbeiten. Das bringt in den engen Straßen In engen Straßen fehlt oft der Platz, um Schnee seitlich abzulegen. Der Schiltrac kann ihn direkt nicht nur logistische Vorteile. Nach Günter verladen und anschließend selbst abtransportieren. Schneiders Erfahrung ist auch der relaBeweglich auf engem Raum tiv kurze Auswurfweg der Fräse günstig: Je länger der VerNeben Leistung und Nutzlast zählt im Lecher Winterdienst ladekamin ausfällt, desto eher könne feuchter oder schweauch die Beweglichkeit. Beim Fräsen muss die Hinterachrer Schnee den Auswurf behindern. Beim Schiltrac lässt sich der Container unmittelbar hinter der Kabine beladen. se möglichst exakt der Spur der Vorderachse folgen, damit Der in Lech eingesetzte Container fasst 16 m³. Bei schwerem, das Fahrzeug nicht in die bereits bearbeitete Schneekanfeuchtem Schnee rechnet der Bauhofleiter mit bis zu rund 500 te läuft. Für Einsätze in engen Straßen und Sackgassen ist Kilogramm pro Kubikmeter. Damit können schnell mehrere Tondie Allradlenkung des Schiltrac deshalb ein wesentlicher nen Schnee zusammenkommen. Die Schneefräse arbeitet zuVorteil. Davon profitiert der Bauhof auch abseits der Stradem über eine Breite von rund 2,60 Metern. „Das braucht einßen: Auf Winterwanderwegen wird der Transporter ebenfach viel PS, viel Leistung. Und eben auch die Nutzlast.“ falls eingesetzt, etwa wenn kleinere Arbeitsmaschinen

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Wo Schnee nicht seitlich liegen bleiben kann, wird er abtransportiert und an geeigneter Stelle wieder abgeladen. Der 16-m³-Container macht den Schiltrac dabei zum eigenständigen Transportfahrzeug.

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Auch auf schmalen Winterwegen ist der Schiltrac im Einsatz. Dank Hakengerät können dabei auch kleinere Arbeitsmaschinen aufgenommen und transportiert werden.

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transportiert oder geborgen werden müssen. Ist beispielsweise eine Raupe ausgefallen, kann das Hakengerät abgesetzt, die Maschine aufgenommen und anschließend wieder abtransportiert werden. Gerade auf schmalen Wegen kommt dabei neben der Geländegängigkeit auch die kompaktere Bauweise des Fahrzeugs zum Tragen. Winterdienst gibt den Takt vor Trotz der unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten bleibt der Winterdienst der Maßstab bei der Fahrzeugbeschaffung. „Der Ankauf richtet sich generell bei uns immer nach dem Winterdienst“, erklärt Günter Schneider. Erst danach werde überlegt, wie sich ein Fahrzeug über den Rest des Jahres möglichst umfassend einsetzen lässt. Beim Schiltrac gelingt das über unterschiedliche Wechselaufbauten. Auch im Winter kommen neben der Fräse weitere Geräte zum Einsatz – Schneefräse und

andere Anbaugeräte lassen sich innerhalb weniger Minuten wechseln. Für die kommunalen Aufgaben wurden außerdem die Bedienprogramme unter anderem für Hydraulikfunktionen und verschiedene Aufbauten entsprechend eingerichtet. Auch außerhalb des Winters soll der Schiltrac möglichst wenig stillstehen. Im Sommer wird er unter anderem für die Straßenreinigung mit einem rund fünf Kubikmeter fassenden Wasseraufbau eingesetzt, außerdem für Schotter- und andere Transportarbeiten. Die hohe Nutzlast, die im Winter den Abtransport großer Schneemengen ermöglicht, lässt sich damit auch außerhalb der kalten Jahreszeit nutzen. Nach der ersten Wintersaison fällt die Bilanz des Bauhofs positiv aus: Günter Schneider beschreibt die Maschine als einfach aufgebaut und bedienerfreundlich. Für Lech zählt am Ende vor allem eines: dass der Schnee dort verschwindet, wo für ihn immer weniger Platz bleibt.

Der Schiltrac wird in Lech nicht nur auf Straßen eingesetzt. Bei Arbeiten im Gewässer zeigt sich seine Geländegängigkeit auch unter schwierigen Bedingungen.

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STADTBILD IM BLICK: FROHNLEITEN SETZT AUF ABFALLHAIE Als „Stadt der Goldenen Mitte“ ist Frohnleiten für seinen historischen Ortskern und das lebendige Zentrum bekannt. Bei der neuen Abfallausstattung setzte die Stadt deshalb nicht nur auf Funktion, sondern auch auf ein stimmiges Erscheinungsbild. 17 Abfallhaie sind seit Mai im Einsatz.

Der HaiDog integriert die Ausgabe von Hundekotbeuteln direkt in den Abfallbehälter und macht einen zusätzlichen Spender überflüssig.

Hundekotbeutel direkt am Behälter Bei vier der Frohnleitner Abfallhaie ist mit dem HaiDog zugleich eine Hundekotbeutel-Ausgabe integriert. Damit übernimmt der Behälter gleich zwei Aufgaben: Neben der eigentlichen Abfallentsorgung stehen Hundebesitzern direkt vor Ort passende Beutel zur Verfügung. Ein zusätzlicher Spender ist dafür nicht erforderlich. Das System nimmt bis zu 400 Beutel auf und ist so aufgebaut, dass sie einfach entnommen und ebenso unkompliziert nachgefüllt werden können. Zudem lassen sich handelsübliche Hundekotbeutel unterschiedlicher Hersteller verwenden, was die Handhabung für die Stadt zusätzlich vereinfacht.

Positive Rückmeldung aus dem Wirtschaftshof Nach den ersten Monaten im Einsatz fällt die Rückmeldung aus dem Frohnleitner Wirtschaftshof positiv aus. Die neue Ausstattung erfüllt genau jene Anforderungen, die bei der Auswahl im Vordergrund standen: Die Behälter sollen sich in das Erscheinungsbild Frohnleitens einfügen, zugleich aber unkompliziert in der täglichen Nutzung bleiben. Gerade rund um den Hauptplatz zeigt sich, dass auch funktionale Elemente der Stadtausstattung ihren Teil zu einem stimmigen öffentlichen Raum beitragen können und sich dabei unaufdringlich in das bestehende Umfeld einfügen.

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er mehr als 700 Jahre alte Ortskern von Frohnleiten ist bis heute von historischer Bausubstanz geprägt, ohne dabei museal zu wirken: Vergangenheit und heutiges Stadtleben greifen hier unmittelbar ineinander. Besonders deutlich wird das am Hauptplatz: Er ist nicht nur Teil des gewachsenen Stadtbilds, sondern regelmäßig Schauplatz von Märkten und Veranstaltungen und damit einer jener Bereiche, die von Bewohnern wie Besuchern besonders intensiv wahrgenommen werden. Für diesen prägenden Bereich und weitere Teile des Stadtgebiets wollte die steirische Stadt auch bei der Abfallentsorgung ein möglichst einheitliches und gestalterisch stimmiges Erscheinungsbild schaffen. Insgesamt sind seit Mai 2026 in Frohnleiten 17 Abfallhaie im Einsatz. „Die Optik und Materialqualität spielen natürlich eine Rolle, die Behälter müssen aber auch praktisch für den Benutzer sein“, erklärt Frohnleitens Bürgermeister Mag. J­ohannes Wagner. Auch für die Mitarbeiter des Wirtschaftshofs ist die Konstruktion auf eine möglichst einfache Handhabung ausgelegt: Der ausschwenkbare Sackhaltering ermöglicht eine rückenschonende Entnahme des Müllbeutels. Zum Einsatz kommen 13 Abfallhaie mit 70 Litern Fassungsvermögen und Ascher sowie vier weitere Behälter mit HaiDog.

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Historische Bausubstanz prägt den Ortskern von Frohnleiten. Entsprechend wichtig ist der Stadt ein stimmiges Erscheinungsbild auch bei der Ausstattung des öffentlichen Raums.

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UNIMOG TOUR 2026 ZEIGT VIELFALT IM PRAXISEINSATZ

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ie Unimog Tour 2026 machte deutlich, worauf der Erfolg des Fahrzeugkonzepts des bewährten Geräteträgers seit Jahrzehnten basiert: seine Vielseitigkeit. Gemeinsam mit zahlreichen spezialisierten Aufbauherstellern zeigte Pappas als Unimog-Partner, welche Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten sich auf Basis der unterschiedlichen Fahrzeugmodelle realisieren lässt. Vielfalt durch Aufbauhersteller In Melk, Innsbruck und St. Veit an der Glan präsentierten im Juni Unternehmen wie Aebi-Schmidt, Allroundmaster, Ecotech, Empl, FMG, Kahlbacher, Mulag, Nusser, Reiter-Luttnig, Springer und SSF ihre Lösungen auf Basis des Unimog. Die gezeigten Fahrzeuge deckten Einsatzbereiche vom Winter- und Sommerdienst über Mäharbeiten bis hin zu Feuerwehrund Spezialanwendungen ab und verdeutlichten, wie flexibel sich der Unimog an unterschiedlichste Anforderungen anpassen lässt. Technik und Weiterentwicklungen im Fokus Ein Schwerpunkt lag dabei auch auf den technischen Weiterentwicklungen des Unimog-Geräteträgers. Der Großteil der ausgestellten Fahrzeuge war mit dem neuen UNI-TOUCH-Bediensystem ausgestattet. Der 10,5-Zoll-Touchscreen mit frei belegbaren Funktionstasten ermöglicht die schnelle Anpassung an unterschiedliche Einsätze. Ergänzt wird das System durch eine verschiebbare Mittelkonsole und den optionalen Multi-

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Von kommunalen Aufgaben über Feuerwehranwendungen bis zum Einsatz im Bergbau: Bei der Unimog Tour 2026 zeigte der Salzburger Fahrzeugspezialist Pappas gemeinsam mit zahlreichen Aufbauherstellern, wie vielseitig sich die Fahrzeugplattform an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt. Neben den Aufbaulösungen standen auch aktuelle technische Weiterentwicklungen der Geräteträger im Mittelpunkt.

Auch abseits befestigter Wege stellten die Unimog ihre Geländegängigkeit unter Beweis.

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Bei den Vorführungen konnten die Fachbesucher die unterschiedlichen Fahrzeugkonfigurationen im praktischen Einsatz erleben und anschließend selbst testen.

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Die Roadshow bot den Fachbesuchern die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrzeug- und Gerätekombinationen direkt zu vergleichen und sich bei Herstellern und Aufbaupartnern über passende Lösungen für den eigenen Einsatz zu informieren. © zek

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Spezialfahrzeuge im Einsatz Besonders sichtbar wurde die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten an zwei Fahrzeugen für Feuerwehr- und Spezialeinsätze. So zeigte FMG ein Feuerwehrfahrzeug auf Basis eines Unimog U 327. Die Ausstattung mit Hilfsladefläche, Planenaufbau und Ladebordwand folgt einem klaren Ansatz: ein robustes und langlebiges Arbeitsgerät für den täglichen Einsatz. Einen völlig anderen Schwerpunkt setzte SSF mit einem Unimog U 5023. Das nur 2,85 Meter hohe Fahrzeug wurde ursprünglich für den Untertagebau entwickelt und verfügt über einen Hiab-Kranaufbau sowie eine spezielle Kranab­ stützung für anspruchsvolles Gelände. Künftig wird es für den Reifenwechsel an Radladern im Bergbau eingesetzt. Die von Pappas präsentierte Tour zeigte damit, dass der Unimog weit mehr ist als ein Kommunalfahrzeug. Seine Stärke liegt in der Möglichkeit, unterschiedlichste Anwendungen auf einer gemeinsamen Fahrzeugbasis abzubilden – vom Freischneider bis zum Feuerwehrfahrzeug und vom kommunalen Einsatz bis zu Spezialaufgaben unter Tage.

Die Unimog Tour 2026 brachte in Melk, Innsbruck und St. Veit an der Glan zahlreiche Fahrzeug- und Aufbauvarianten zusammen – vom Kommunal- bis zum Feuerwehrfahrzeug.

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funktions-Joystick, die den Bedienkomfort erhöhen. Zur Serienausstattung zählen außerdem eine Start-/Stopp-Taste, neue Türbedienfelder und die Zentralverriegelung. Mit dem Fahrantrieb EasyDrive ist bei einer Reihe der ausgestellten Fahrzeuge ein schneller Wechsel zwischen Schaltgetriebe und hydrostatischem Fahrantrieb während der Fahrt möglich und erlaubt stufenloses Arbeiten bis 50 km/h. In Verbindung mit der Load-Sensing-Hydraulik passt der Unimog Öldruck und Fördermenge automatisch an den Leistungsbedarf der angebauten Geräte an. Komfortlenkung und Kühlerschnellreinigung gehören bei den gezeigten Geräteträgern ebenfalls zur Ausstattung. Für Arbeiten entlang von Straßen und Fahrbahnrändern wurde zudem die VarioPilot-Wechsellenkung vorgestellt. Dabei können Lenkrad und Pedalerie auf die rechte Fahrzeugseite versetzt werden. Gemeinsam mit dem kurzen Vorbaumaß verbessert dies die Sicht auf Frontanbaugeräte und den Arbeitsbereich unmittelbar neben dem Fahrzeug. Auch beim Thema Sicherheit erfüllt der Unimog aktuelle Anforderungen. Aufmerksamkeits- und Verkehrszeichen-Assis­ tent, Sideguard Assist 2, Frontguard Assist sowie die Vorrüs­ tung für ein Alkohol-Interlock-System unterstützen den Fahrer im täglichen Einsatz. Front- und Rückfahrkameras s­ orgen zusätzlich für Übersicht bei Arbeits- und Rangierfahrten.

Nicht nur anschauen, sondern auch erkunden: Das Feuerwehrfahrzeug wurde von den Besuchern bis ins Detail unter die Lupe genommen.

Vom Winterdienst über Mäh- und Pflegearbeiten bis zu Spezialanwendungen reichte das Spektrum der ausgestellten Fahrzeuge und Geräte.

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© alle Bilder: Kärcher / Stihl

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KÄRCHER UND STIHL SETZEN AUF GEMEINSAMES AKKU-SYSTEM Mit ALLPRO führen Kärcher und STIHL ihre professionellen Akku-Anwendungen auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Für Kommunen und Dienstleister liegt der Nutzen vor allem im Gerätepark: Akkus und Ladegeräte lassen sich markenübergreifend einsetzen, zugleich verspricht die neue Akku-Generation mehr Leistung, kürzere Ladezeiten und eine lange Lebensdauer.

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er professionell mit Akkugeräten arbeitet, kennt das Problem: Mit jedem System kommen eigene Akkus, eigene Ladegeräte und meist auch entsprechende Reserven hinzu. Was bei wenigen Geräten noch überschaubar bleibt, wird bei größeren Geräteparks schnell zur logistischen Aufgabe. Genau hier setzt das neue ALLPRO-System an. Kärcher und STIHL führen ihre professionellen Akku-Anwendungen auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Damit sollen sich künftig neben Motorsägen, Freischneidern und anderen Motorgeräten auch professionelle Reinigungsgeräte mit denselben Akkus betreiben lassen.

Weniger Systeme im Gerätepark Für kommunale Anwender liegt hier der praktische Nutzen der Kooperation: Wer beispielsweise Grünflächen pflegt, Wege reinigt oder unterschiedliche Arbeiten rund um Gebäude und Infrastruktur erledigt, muss nicht mehr für jede Gerätegruppe einen eigenen Akku-Bestand vorhalten. Akkupacks und Ladegeräte lassen sich zwischen den Geräten von Kärcher und STIHL einsetzen; künftig sollen weitere Anbieter hinzukommen. Das reduziert die Zahl unterschiedlicher Systeme und

Das ALLPRO-Akkusystem bietet eine neue Generation professioneller Akku-Technologie für anspruchsvolle Einsätze im Forst, GaLaBau und in Kommunen.

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erleichtert vor allem dort die Organisation, wo viele Geräte und wechselnde Einsatzteams zusammenkommen. Technische Basis ist das von STIHL entwickelte ALLPRO-Akkusystem, das künftig auch in professionellen Kärcher-Geräten verwendet wird. Für bestehende STIHL-Anwender wichtig: Das neue System bleibt mit dem bisherigen AP-System kompatibel. Vorhandene AP-Akkus können auch in den neuen Kärcher-Akkugeräten eingesetzt werden. Kärcher-Kunden wechseln dagegen auf eine neue Plattform. Geräte aus dem bisherigen „Battery Universe“ werden weiterhin mit Service sowie Ersatzteilen und Akkus unterstützt.

Michael Traub, Vorsitzender des Vorstands der STIHL AG (li.) und Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG (re.)

Kürzer laden, länger arbeiten Im Vergleich zu einem bisherigen Standard-Akku erreicht der AP 300 P laut Hersteller 60 Prozent mehr Spitzenleistung und 20 Prozent mehr Laufzeit bei gleichzeitig halbierter Ladezeit. Für die neuen Hochleistungsakkus werden außerdem bis zu 3.000 Ladezyklen ohne Leistungseinbußen angegeben. Gerade bei Geräten, die über den Arbeitstag hinweg häufig genutzt und nachgeladen werden, sind Ladezeit und Lebensdauer entscheidende Größen.

mit dem System unter anderem Anwendungen in Forst, Garten- und Landschaftsbau sowie im kommunalen Bereich ab. Die Plattform soll allerdings nicht auf die beiden Hersteller beschränkt bleiben. Weitere Unternehmen wollen das Akkusystem beispielsweise bei Forstwinden, Geräteträgern oder mobilen Tankstellensystemen einsetzen. Insgesamt nennen Kärcher und STIHL mehr als 120 Geräte, die künftig mit denselben Akkupacks betrieben werden können. ALLPRO ist damit weniger ein neuer Einzelakku als eine Plattform für einen zunehmend breiten professionellen Gerätepark. Für Kommunen und Dienstleister dürfte gerade diese Systembreite entscheidend sein: Je mehr Anwendungen mit denselben Akkus abgedeckt werden können, desto geringer wird der Aufwand für Akku-Bestand, Ladeinfrastruktur und Logistik.

Ein System für mehr als 120 Geräte Bei Kärcher soll eine breite Palette professioneller Reinigungsgeräte auf ALLPRO umgestellt werden. STIHL deckt

Die neuen ALLPRO-Akkus sind bei STIHL seit 1. August 2026 erhältlich. Kärcher will die entsprechenden Akkus und Geräte zum 1. Januar 2027 auf den Markt bringen.

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Mehr Leistung aus dem Akku Neben der markenübergreifenden Nutzung bringt ALLPRO auch technisch eine neue Akku-Generation. Angeboten werden zwei Leistungsklassen. Die Modelle AP 20.1 und AP 30.1 arbeiten mit Standardzellen, während die leistungsstärkeren Varianten AP 100 P, AP 200 P und AP 300 P auf sogenannte ­Tabless-Zellen setzen. Bei dieser Bauart wird der Strom nicht nur über eine einzelne Kontaktstelle geführt, sondern über eine größere Fläche der Zelle. Dadurch sinkt der elektrische Innenwiderstand und damit auch die Wärmeentwicklung beim Laden und Entladen. Das soll höhere Leistung und schnelleres Laden ermöglichen und zugleich die Zellalterung reduzieren.

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Eine breite Palette an Kärcher-Geräten für die professionelle Reinigung kann mit den neuen Akkus betrieben werden – ein deutlicher Vorteil hinsichtlich Effizienz, Logistik und Wirtschaftlichkeit.

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Zum Jubiläum zeigt der Schweizer Einachsspezialist, wie aus Maschinen für die Berglandwirtschaft vielseitige Lösungen für Grünflächenpflege, Böschungen und Winterdienst wurden. Neben den bewährten Einachsgeräten gehören heute auch Funkraupen und satellitengestützte Mähtechnik zum Programm.

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100 JAHRE RAPID: VOM MOTORMÄHER ZUR VERNETZTEN KOMMUNALTECHNIK

Prost auf 100 erfolgreiche Jahre Rapid (v.l.n.r.): Lukas Zumsteg (Leiter Marketing und Verkauf Schweiz), Florian Kaufmann (Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident), Charles Lüscher (Inhaber Rapid Museum) und Rolf Schaffner (ehemaliger langjähriger CEO)

schiedliche Anbaugeräte eine wichtige Rolle spielen. Ergänzt wird das Angebot durch funkferngesteuerte Mähraupen für anspruchsvolles Gelände. Mit der Integration von Brielmaier und der Übernahme von KommTek hat die Rapid Gruppe ihr Portfolio in diesem Bereich erweitert. Brielmaier steht für leistungsstarke Motormäher, während die RoboFlail-Funkraupen von KommTek

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Einachsgeräte für Landwirtschaft und Kommunen Das Spektrum des Einachsgeräteherstellers reicht von Mähtechnik und Futterernte über Mulch- und Bodenbearbeitung bis zu Winterdienst, Reinigung und Transport. Damit adressiert Rapid auch kommunale Einsatzbereiche, in denen Wendigkeit, niedriger Bodendruck und die Anpassung an unter-

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m Rapid Museum im schweizerischen Schöftland wird sichtbar, wie eng die Geschichte der Berglandwirtschaft mit der Mechanisierung verbunden ist. Rund 80 historische Rapid-Motormäher und Einachser dokumentieren dort die Entwicklung von den frühen Maschinen der 1920er-Jahre bis in die Gegenwart. Zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens lud Rapid Medienvertreter in das Museum und stellte dabei nicht nur seine Unternehmensgeschichte, sondern auch die aktuellen Entwicklungen in Landwirtschaft und Kommunaltechnik in den Mittelpunkt. Charles Lüscher, Inhaber des Rapid Museums, führte die Gäste durch die Sammlung in der umgebauten „Lüscher-Schüür“. Die Exponate zeigen, wie aus den ersten Motormähern im Lauf der Jahrzehnte vielseitige Geräteträger wurden. Rapid prägte die Mechanisierung der Berglandwirtschaft frühzeitig: Aus Maschinen für die Futterernte entwickelten sich Einachser für Mäh-, Mulch-, Transport- und Winterdienste. Gerade in Hanglagen, auf beengten Flächen oder bei wechselnden saisonalen Aufgaben sind solche flexibel einsetzbaren Maschinen bis heute gefragt.

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Charles Lüscher führt durch die Ausstellung des Rapid Museums und erläutert historische Exponate aus der rund 100-jährigen Unternehmensgeschichte.

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Das satellitengestützte Mähsystem Rapid Cosmos steht für die fortschreitende Automatisierung der Grünflächenpflege.

Satellitengestütztes Mähen als nächster Schritt Wie sich die Technik der Einachser weiterentwickelt, zeigte Rapid mit dem satellitengestützten Mähsystem „Rapid Cosmos“. Es steht beispielhaft für die Verbindung klassischer Geräteträger mit digitalen Anwendungen. Die Maschinen sollen damit nicht nur mechanisch vielseitig nutzbar sein, sondern auch bei automatisierten Arbeitsabläufen neue Möglichkeiten eröffnen. Blick auf Gegenwart und Zukunft Bei der Jubiläumsveranstaltung präsen-

tierten Florian Kaufmann, Verwaltungsratspräsident der Rapid Holding AG, und Rolf Schaffner, langjähriger ehemaliger CEO, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven des Unternehmens. Das Jubiläumsjahr wurde im September fortgesetzt: Rapid öffnete den Produktionsstandort in Killwangen für Besucher. Der Blick zurück auf ein Jahrhundert Motormäher- und Einachsergeschichte verbindet sich dabei mit einem Ausblick auf die künftige Rolle von Automatisierung, Funktechnik und digital unterstützten Arbeitsprozessen in Landwirtschaft und Kommunaltechnik.

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Entwicklung und Fertigung im eigenen Haus Die Rapid Gruppe bündelt wesentliche Kompetenzen in den eigenen Werken: Einachser entstehen im Firmensitz in Killwangen im Kanton Aargau, Raupenfahrzeuge im süddeutschen Mennwangen. Dabei reichen die Tätigkeiten von Mechanik, Hydraulik, Elektrik und Elektronik bis zur Softwareentwicklung und deren Umsetzung in den Maschinen. Auch die Fertigungstiefe ist hoch: Gehäuse und Zahnräder für die eigenen Maschinen werden in den beiden Werken selbst hergestellt. Diese Infrastruktur nutzt Rapid auch außerhalb der eigenen Produktion: Im Geschäftsbereich Contract Manufacturing übernimmt das Unternehmen Entwicklungs- und Fertigungsaufträge für Industriekunden. Mit dem Rührreibschweißen (Friction Stir Welding, FSW) verfügt Rapid über ein spezialisiertes Fertigungsverfahren für die Bearbeitung komplexer Bauteile und liefert damit einbaufertige Lösungen für Industriekunden.

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– heute Rapid Technic GmbH – insbesondere für die Pflege von Böschungen und anderen schwer zugänglichen Flächen vorgesehen sind.

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MIT DEM K TRAC ZUM TRAFOWECHSEL AUF DIE KUHWEIDE Wenn Transformatoren getauscht oder Strommasten versetzt werden müssen, führt der Weg für Badenova Netze im Schwarzwald oft über enge, unbefestigte Zufahrten – oder manches Mal gar über Kuhweiden. Gemeinsam mit Pfanzelt Maschinenbau entwickelte der Netzbetreiber daher einen K Trac, dessen Langrahmen, Ladekran, Ladefläche und Anhängelösungen gezielt auf diese Aufgaben in schwierigen Einsatzgebieten abgestimmt sind.

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ine Kuhweide ist kein klassischer Einsatzort für ein Transportfahrzeug – für den Freiburger Netzbetreiber Badenova Netze kann sie jedoch durchaus zum Arbeitsort werden. Wenn ein Trafo getauscht oder ein Strommast versetzt werden muss, führt der Weg im Schwarzwald eben nicht immer über eine befestigte Straße. Die Netzgesellschaft verantwortet innerhalb des Badenova-Konzerns Betrieb, Planung, Ausbau und Erhalt der Strom-, Erdgas- und Wassernetze. Gerade bei Störungen zählt daher nicht nur, ob Gerät und Material transportiert werden können, sondern auch, wie rasch sie den Einsatzort erreichen. Enge Zufahrten, Wiesen, Grünland und Äcker gehören zum Arbeitsalltag. Nach Regen verschlechtern sich die Bedingungen zudem rasch. Für solche anspruchsvollen Aufgaben erhielt Badenova Netze im Juni einen individuell konfigurierten K Trac von Pfanzelt Maschinenbau. Aus der Praxis geplant Der K Trac ist ein kommunaler Geräteträger, der sich mit unterschiedlichen Aufbauräumen, Allradlenkung und stufenlosem

variaDRIVE-Getriebe an verschiedene Aufgaben anpassen lässt. Für Badenova Netze war dennoch kein Modell aus dem Katalog gesucht, sondern eine Lösung für einen sehr spezifischen Einsatz. Im Zentrum stand der Transport von Transformatoren mit zwei bis zweieinhalb Tonnen Gewicht sowie von Holz- und Stahlmasten. Für Letztere erhielt Badenova Netze

Die als öldichte Wanne ausgeführte Pritsche ist für den Transport ölhaltiger Transformatoren vorgesehen: Sollte Öl austreten, bleibt es auf der Ladefläche und kann gezielt abgelassen werden.

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Sonderlösungen am Fahrzeug Auch die Anhängelösung wurde an den Kranaufbau angepasst. Weil dessen Stützen weit nach hinten ausladen, verlängerte Pfanzelt das Zugmaul. Dieses ist für bis zu 18 Tonnen Anhängelast und eine Tonne Stützlast ausgelegt. Zusätzlich wurde eine kleinere Anhängerkupplung vorgesehen, damit auch Stromaggregate transportiert werden können. „Jedes kleinste Detail, das wir wollten, wurde schlussendlich umgesetzt“, zeigt sich Hannes Kölblin zufrieden mit der Zusammenarbeit. Sicher durch schwieriges Gelände Die breite landwirtschaftliche Bereifung und die Allradlenkung sind weitere Merkmale, die den K Trac für den Einsatz auf engen und nur eingeschränkt tragfähigen Zufahrten geeignet machen. Gerade bei feuchteren Bedingungen und mit einem vier oder fünf Tonnen schweren Anhänger sieht Hannes Kölblin darin einen Vorteil. Die Allradlenkung wiederum sorgt dafür, dass sich das Fahrzeug trotz seines langen Radstands auch auf engen Zufahrten wendig bewegen lässt. Gegenüber dem zuvor genutzten Fahrzeug sieht Hannes Kölblin Vorteile vor allem bei Stabilität und Fahrverhalten. Die hydraulische Vollfederung des K Trac lässt sich für Kranarbeiten

Der speziell für Badenova Netze beschaffte Mastenanhänger transportiert Strommasten bis 16 Meter Länge – hier einen Holzmast mit beachtlicher Überlänge.

automatisch verblocken, sodass das Fahrzeug dabei ruhig und stabil steht. Auf der Straße sei es trotz des hohen Schwerpunkts durch den Ladekran besser zu fahren. Das stufenlose Getriebe erleichtert zudem das feinfühlige Arbeiten im Gelände, ohne die bei großen Fahrzeugen oder Schleppern bekannten Schaltunterbrechungen und Ruckler. Wichtig war ­Badenova Netze zudem, mit dem Fahrzeug rasch zum Einsatzort gelangen zu können. Trotz der Geländebereifung kann der K Trac Schnellstraßen und Autobahnen befahren. Damit verbindet er die erforderliche Geländegängigkeit auf unbefestigten Wegen mit der Möglichkeit, bei Störungen zügig größere Distanzen zurückzulegen. Weil der große Ladekran einen drehbaren Fahrerstand ausschließt, entschied sich Badenova Netze für die Variante mit zwei vollwertigen, gefederten Sitzen, wodurch die geräumige Kabine Platz für einen zweiten Mitarbeiter bietet. Standheizung und Schneeketten ergänzen die Ausrüstung für Einsätze bei winterlichen Bedingungen.

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einen eigenen Mastenanhänger, mit dem Masten bis 16 Meter Länge transportiert werden können. Zugleich sollte ein großer Ladekran mitgeführt werden, dessen weit ausladende Abstützung mehr Raum erforderte, als der Standardrahmen bot. Pfanzelt führte den K Trac deshalb in einer Langrahmenversion aus und integrierte den Kranaufbau entsprechend. Gerade diese Flexibilität bei der Rahmenauslegung war für Badenova Netze ein entscheidender Punkt. Die Konfiguration entstand in engem Austausch und ausgehend von den praktischen Erfahrungen des Netzbetriebs. „Anfang des Jahres habe ich mich mit dem Geschäftsführer Paul Pfanzelt zusammengesetzt und ihm anhand einer Skizze gezeigt, welche Anforderungen sich aus unserer täglichen Arbeit ergeben“, berichtet Hannes Kölblin, Product Owner Transportdienstleistungen bei Badenova Netze. Auf dieser Grundlage prüfte Pfanzelt die technische Umsetzbarkeit und stimmte die einzelnen Lösungen mit dem Netzbetreiber ab. Nicht jeder Wunsch ließ sich dabei in der ursprünglich vorgesehenen Form umsetzen: Etwa war eine zunächst angedachte Kiste zum Verladen der Trafos am Dreipunkt mit der Abstützung des Ladekrans nicht realisierbar. Stattdessen nutzte man die Fläche hinter dem Kran für eine öldichte Ladefläche mit Auslässen. Sollte beim Transport eines ölgefüllten Transformators Öl austreten, bleibt es auf der Pritsche und kann gezielt abgelassen werden.

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Maßgeschneidert bis ins Detail Bei dem individuell für Badenova Netze erstellten K Trac von Pfanzelt entstand somit kein Geräteträger, der nachträglich für den Einsatz im Netzbetrieb angepasst wurde, sondern ein Fahrzeug, dessen Konfiguration aus den Erfahrungen der Transportmannschaft heraus entwickelt wurde. Der lange Rahmen für den Ladekran, die öldichte Ladefläche und die verlängerte Anhängevorrichtung sind Antworten auf konkrete Anforderungen aus dem Netzbetrieb – auch dann, wenn der Weg zum Einsatzort über eine Kuhweide führt.

Der K Trac mit ausgefahrenem Ladekran. Dessen Abstützung erforderte die individuelle Langrahmenausführung des Fahrzeugs.

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BEWERTUNG TECHNISCHER SCHMIERSTOFFE FÜR MEHR EFFIZIENZ Leistungsstarke Hydraulikfluide haben messbare Effekte auf Standzeiten, Energieeffizienz und Wartung im Baumaschineneinsatz. Bantleon entwickelt aktuell die theoretische und praktische Grundlage, um eine objektive und ganzheitliche Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit von Schmierstoffen zu ermöglichen. Somit erhalten Maschinenhersteller und -betreiber ein Instrument zur Optimierung ihrer CO2-Bilanz und der Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO).

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ngesichts des Klimawandels und der steigenden Anforderungen an umweltgerechten Maschinenbetrieb in der Bau-, Land-, Forst- und Kommunalwirtschaft steigt die Notwendigkeit, Maschinen nachhaltiger und effizienter zu betreiben. Arbeitsabläufe und Antriebssysteme müssen optimiert werden, aber auch die verwendeten Rohstoffe sollten Teil der Prozessbetrachtung sein. Waren Schmierstoffe und Hydraulikfluide früher wenig beachtete Betriebsstoffe, entwickeln sie sich zunehmend zu einem systemrelevanten Faktor für Verfügbarkeit, Effizienz und Lifecycle-Kosten. Nachhaltigkeit systemisch bewerten Auch im Bereich Nachhaltigkeit reicht die isolierte Betrachtung einzelner Produkteigenschaften – etwa biologische Abbaubarkeit – nicht mehr aus. Entscheidend ist eine ganzheitliche Bewertung über den gesamten Lebenszyklus: technisch, ökologisch und wirtschaftlich. Leistungsstarke, umweltschonende Hydraulikfluide und Schmierstoffe können Standzeiten und Energieeffizienz verbessern und somit die Nachhaltigkeit und TCO positiv beeinflussen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Entwicklung eines einheitlichen, branchenübergreifenden Bewertungsmodells von Ölen und Schmierstoffen an Bedeutung. Ein solcher Standard muss Nachhaltigkeit vergleichbar machen, Performance und Lifecycle berücksichtigen und echte Entscheidungsgrundlagen für Maschinenhersteller (OEMs) und Betreiber liefern. Denn viele Schmierstoffhersteller verstehen unter Nachhaltigkeit bislang lediglich die biologische Abbaubarkeit, wie sie an vielen Stellen, etwa bei der Projektvergabe, gefordert wird, beispielsweise nach OECD 301 Standard. Für eine objektive Bewertung greift das jedoch zu kurz, wie Ralf Schrempp, Leiter Heavy Machinery bei Bantleon, erklärt: „Die biologische Abbaubarkeit von Schmierstoffen ist ein wichtiger Faktor für die Nachhaltigkeit, ohne Frage. Aber er ist

nicht der Einzige. Die heutige Normierung berücksichtigt die Betriebsfaktoren kaum bzw. setzt sie zu wenig in Korrelation. Wir erarbeiten gemeinsam mit Industriepartnern und führenden Forschungsinstituten einen Kriterienkatalog, der Schmierstoffe und Gesamtsystem ganzheitlich betrachtet und letztlich einen einheitlichen Nachhaltigkeitsindex bzw. CO2-Wert liefert, der sich unabhängig vergleichen lässt. Nachhaltigkeit entsteht nicht durch Produkteigenschaften allein, sondern durch die systemische Optimierung von Fluid, Sensorik, Wartungsstrategie.“ Berücksichtigt werden unter anderem Oxidations- und Alterungsverhalten, Effizienz, Werkstoffverträglichkeit und die gesamte Lebensdauer des Schmierstoffs. Ein konkretes Beispiel: - Ein Mineralöl hat einen Carbon Footprint mit einem errechneten Wert von ca. 1 kg CO2e / 1 kg Öl, da es zum Beispiel weniger Ressourcen zur Herstellung benötigt.

Technische Schmierstoffe kommen in unterschiedlichsten Maschinen und Einsatzbereichen zum Einsatz – von der Schneefräse bis zur Forstmaschine (oben). Entsprechend breit sind die Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit.

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Lebensdauer

Alterungsverhalten und Oxidationsstabilität Prozess zur Beurteilung von Risiken

Werkstoffverträglichkeit

Werkstoff- und Bauteilverträglichkeit

Qualitätsmanagement Integriertes Managementsystem

Verschleißschutz

Schulungsangebote zur Produktsicherheit

Effizienz – Kraftstoffverbrauch

Produktverantwortung und produktbezogene Ziele

Carbon Footprint

Transparenz und weitergehende Produktinformation

Effizienz

Ökobilanz (LCA) Gemäß ISO 14040/14044

Lieferantenmanagement

Transparenz und weitergehende Produktinformation

Umweltverträglichkeitet

Biologische Abbaubarkeit

CO2 Paket

Ökotoxizität und Pflanzenwachstum

Ökobilanz (LCA) Empfehlung Maschine

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Mindestanforderungen

Beispiel Hydrauliköl

Die Methodik erlaubt, Stärken und Schwächen von Fluiden über mehrere Dimensionen hinweg zu vergleichen und in Korrelation zur Applikation zu setzen (beispielhafte Darstellung).

haupt? Die entscheidendere Frage bei Ölen und Schmierstoffen ist jedoch: Was bedeuten diese Messwerte eigentlich? Wir sind seit Jahrzehnten in der Forschung und Qualifizierung von Schmierstoffen zuhause und können somit das fehlende Puzzlestück zur Bewertung des Maschinenzustands liefern.“

Vom Testaufbau ins Feld Der Testaufbau soll in naher Zukunft in erste Testmaschinen integriert werden, um Daten aus dem Feld aufzuzeichnen und zu bewerten. Denn auch das ist ein Vorteil des Bantleon-Ansatzes. Anders als bisher soll die Ölzustandsüberwachung und -bewertung künftig auch über die Cloud verfügbar sein. Nach wie vor ist es gängige Praxis, Ölproben zu ziehen und diese im Labor aufwändig analysieren zu lassen – meist über mehrere Tage. Der zeitliche und finanzielle Aufwand der Ölanalyse würde sich drastisch reduzieren, gerade wenn es um Maschinen geht, die an entlegenen Orten eingesetzt werden. Zeitbasierte Schmierstoffwechselintervalle würden damit der VergangenVon der Theorie in die Praxis heit angehören, unvorhergesehene Stillstandzeiten aufgrund Die Erkenntnisse aus der Theorie, jahrzehntelanger Erfah- von ölverschleißbedingten Schäden werden eliminiert. „Der rung des Schmierstoffverhaltens und der partnerschaftlichen Maschinenbetreiber kann seine Maschine vom Schreibtisch aus akademischen Forschung führt Bantleon in seinem B.SHERPA-­ überwachen. Er weiß genau, ob es wirklich notwendig ist, einen System (Bantleon System Competence in Hydraulic fluid Eva- Ölwechsel am anderen Ende der Welt zu organisieren, oder luation Reliability Predictive Maintenance and Analytics) ob das Öl noch bis zum Ende des Einsatzes den gewünschten zusammen. Es beschreibt den ganzheitlichen Ansatz, im Zu- Qualitätskriterien entspricht. Gerade bei zeitkritischen Einsätsammenwirken von Hydraulikfluid, Sensorik, Datenanalyse zen, etwa in der Erntezeit, ist dieses Wissen von großem Vorund Wartungsstrategie zu einem integrierten System zu kom- teil“, führt Ralf Schrempp aus. Die eingangs angesprochenen men und das Fluidmanagement zu einem aktiven Bestandteil Bewertungskriterien sollen nach und nach mit diesen Echtzeitdes Maschinenlebenszyklus zu machen. Dieses Fluidmanage- werten in Korrelation gebracht werden, um eine Beurteilung ment-System testet Bantleon aktuell in Feldversuchen. Ge- der Schmierstoffe und Fluide auch nach dieser Methodik im meinsam mit ausgewählten Projektpartnern untersucht das Feld zu ermöglichen. Ralf Schrempp schließt: „Unsere NachhalUlmer Unternehmen die Validität typischer Messwerte von tigkeitskriterien sind die theoretische Basis, die nun in die Praxis Zustandssensoren. Partikelzähler, Feuchtigkeitssensoren und Einzug halten. Perfekt durchleuchtete Hochleistungsöle können Viskositäts-Sensoren führender Sensorhersteller messen in- in Verbindung mit optimierter Sensorik und passenden Diagnerhalb eines geschlossenen Ölkreislaufs die entsprechenden nose- und Kommunikationssystemen das Condition Monitoring Werte und geben diese an eine im Markt verbreitete Mobil- der Zukunft ermöglichen. Ressourcen werden geschont und steuerung weiter. Die Werte werden über eine Visualisierungs- die Produktivität deutlich erhöht. Unsere Rolle als Schmierstoffsoftware zur Analyse dargestellt. Bantleon kann aufgrund der anbieter entwickelt sich weiter: vom reinen Produktlieferanten Erfahrung mit den Bewertungskriterien der Schmierstoffe und hin zum System- und Lösungspartner, der Maschinenbetreiber Hydraulikfluide die Messwerte beurteilen, wie Ralf Schrempp und OEMs bei der Auswertung, Interpretation und Nutzung von erläutert: „Die Frage ist einerseits, mit welchen Hilfsmitteln Zustandsdaten unterstützt.“ Weitere Infos auf der Webseite der beurteile ich den Maschinenzustand. Was messe ich über- Hermann Bantleon GmbH: www.bantleon.de

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- Ein synthetischer Schmierstoff hat einen Wert von ca. 3 kg CO2e / 1 kg Öl in dieser Kategorie. Wenn man nur diesen Wert betrachtet, ist das Mineralöl um den Faktor 3 nachhaltiger. Zieht man nun aber lediglich die Ölwechselintervalle als Bewertungsgrundlage hinzu, ändert sich das Bild. Ein hervorragender synthetischer Schmierstoff kann ein ganzes Maschinenleben überdauern und keinen einzigen Wechsel benötigen. Benötigt das Mineralöl im Vergleich mehr als drei Wechselintervalle, ist es ab dem dritten Wechsel weniger nachhaltig als der synthetische Schmierstoff. Wenn man weitere Faktoren hinzuzieht, würde die Waage noch stärker in Richtung synthetischer Schmierstoff ausschlagen. Das Bantleon Nachhaltigkeits-Bewertungssystem zieht insgesamt 14 Faktoren als Grundlage heran, um einerseits den Nachhaltigkeitswert zu ermitteln, aber andererseits die Passgenauigkeit des Schmierstoffs zu den Anforderungen von Maschinen oder sogar Anwendungen widerzuspiegeln.

Aggregiertes Bewertungsmodell mit relevanten Hauptkategorien: Empfehlung Maschinefür Maschine Empfehlungund Einsatz Beispiel Hydrauliköl Referenzbereiche EinsatzMindestanforderungen werden dem untersuchten Fluid gegenübergestellt. So lassen sich Soll- und Ist-Werte vergleichen, geeignete Fluide auswählen und gezielt weiterentwickeln.

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NEUER PARK RANGER 2155E FÄHRT VOLLELEKTRISCH Egholm elektrifiziert den Park Ranger: Der neue 2155e kombiniert einen vollelektrischen Antrieb mit dem bekannten Konzept aus kompakter Bauweise, hoher Wendigkeit und schnell wechselbaren Anbaugeräten. Damit ist der Geräteträger für unterschiedlichste Aufgaben in Grünpflege, Reinigung und Winterdienst über das ganze Jahr hinweg ausgelegt.

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enn in Parks, auf Gehwegen oder in engen Innenstadtgassen gearbeitet wird, zählt nicht nur, was eine Maschine leisten kann, sondern auch, wie leise und emissionsarm sie ihren Einsatz erledigt. Genau hier setzt Egholm mit dem Park Ranger 2155e an: Erstmals erweitert der Hersteller seine Geräteträger-Baureihe um ein vollelektrisches Modell. Die kompakte Maschine ist für Aufgaben in der Grünpflege, Reinigung und im Winterdienst ausgelegt und richtet sich an Städte, Gemeinden sowie kommunale Dienstleister. Das grundlegende Park-Ranger-Konzept bleibt erhalten, angetrieben wird der Geräteträger jedoch vollständig elektrisch.

Elektroantrieb mit LFP-Akku Zum Einsatz kommt ein 23,5-kWh-Akkusystem auf Lithium-Eisenphosphat-Basis.

Bei der Grünpflege zeigt sich die kompakte Bauweise des Park Ranger 2155e: Hier ist der vollelektrische Geräteträger mit Mähwerk im Einsatz.

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Abhängig von der verfügbaren Ladeinfrastruktur gibt Egholm eine Ladezeit von rund einer bis 14 Stunden an. Im Betrieb entstehen lokal keine Abgasemissionen, zudem arbeitet der elektrische Geräteträger deutlich leiser als vergleichbare dieselbetriebene Maschinen. Das ist insbesondere bei Einsätzen in geräuschsensiblen Arbeitsorten wie etwa Wohngebieten, Parks, Innenstädten sowie im Umfeld von Schulen oder Krankenhäusern von Vorteil.

Anbaugeräte für den Ganzjahreseinsatz Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist der schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Arbeitsgeräten. Der Park Ranger 2155e kann unter anderem mit Kehrsaugmaschine, Mähwerk, Wild-

Auch im Winterdienst lässt sich der Park Ranger 2155e einsetzen. Mit Streuer und Räumschild wird der vollelektrische Geräteträger für die Schnee- und Glättebekämpfung ausgerüstet.

krautbürste, Schneefräse oder Streuer kombiniert werden. Viele Anbaugeräte älterer Park-Ranger-Modelle können praktischerweise auch mit der elektrischen Variante weiterverwendet werden. Der Wechsel erfolgt werkzeuglos durch eine Person und dauert weniger als vier Minuten. Auch den Fahrerarbeitsplatz hat Egholm neu gestaltet: Zur Ausstattung gehören ein Touchdisplay mit zusätzlichen Funktionstasten und ergonomische Sitze. Optional sind un-

ter anderem eine Rückfahrkamera und LED-Arbeitsscheinwerfer erhältlich. Mit dem Park Ranger 2155e überträgt Egholm damit das bekannte Konzept des kompakten und vielseitig einsetzbaren Geräteträgers auf einen vollelektrischen Antrieb. Vor allem die weitgehende Kompatibilität mit bestehenden Anbaugeräten dürfte für Anwender interessant sein, die bereits Maschinen der Baureihe einsetzen und ihren Fuhrpark schrittweise elektrifizieren möchten.

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Kompakt und wendig Typische Merkmale der Baureihe wurden auch beim neuen Modell beibehalten: Das Park-Ranger-Konzept setzt auf eine kompakte Basismaschine, die sich mit unterschiedlichen, auf den Geräteträger abgestimmten Anbaugeräten für Arbeiten über das gesamte Jahr einsetzen lässt, wie etwa Grünpflege, Reinigung und Winterdienst. Knicklenkung und permanenter Allradantrieb sorgen dabei auch auf engem Raum für die nötige Wendigkeit und Traktion. Mit einer Fahrzeugbreite von 1.020 Millimetern ohne Kabine ist der Park Ranger 2155e auch für schmale Wege und beengte Arbeitsbereiche ausgelegt. Der Geräteträger erreicht einen inneren Wendekreis von 1.120 Millimetern.

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VORFÜHRTAGE VON KAHLBACHER UND DÜCKER RÜCKEN MÄHTECHNIK IN DEN MITTELPUNKT Wie lässt sich die Straßen- und Grünraumpflege für den Fahrer einfacher und zugleich präziser machen? Bei den MähgeräteVorführungen von Kahlbacher und Dücker standen nicht nur große Reichweiten und zahlreiche Anbaugeräte im Mittelpunkt, sondern vor allem Lösungen, die dem Bediener Arbeit abnehmen. In St. Georgen am Ybbsfelde in Niederösterreich und im steirischen Fohnsdorf konnten sich die Besucher davon auch selbst überzeugen.

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in Flugplatz als Schauplatz einer Maschinenvorführung ist für Kahlbacher nicht ganz ohne historische Pointe. Firmengründer Toni Kahlbacher war lange vor der Gründung seines Unternehmens im Jahr 1949 ein erfolgreicher Segelflieger – 1938 stellte er im Doppelsitzer sogar Weltrekorde im Dauersegelflug auf. Fast neun Jahrzehnte später ging es auf dem Flugplatz von St. Georgen am Ybbsfelde in Niederösterreich allerdings weniger ums Abheben als um möglichst guten Bodenkontakt. Am 22. September präsentierten Kahlbacher und die Maschinenfabrik Dücker dort gemeinsam Lösungen für die kommunale Grün- und Straßenpflege. Am Vormittag wurden die Geräte zunächst direkt an den Maschinen erläutert, anschließend konnten die Besucher selbst in die Trägerfahrzeuge steigen und die Technik ausprobieren. Zwei Tage später wurde das Programm im Fahr Aktiv Zentrum Fohnsdorf (Steiermark) ein zweites Mal gezeigt.

Langjährige Partnerschaft Die Zusammenarbeit zwischen Kahlbacher und Dücker reicht mehrere Jahrzehnte zurück: Bereits seit 1975 vertritt Kahlbacher den deutschen Hersteller in Österreich. Dabei ergänzen sich die beiden Familienunternehmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Das Kitzbüheler Unternehmen Kahlbacher ist vor allem für seine Winterdiensttechnik bekannt, Dücker hat sich auf Maschinen für die kommunale Grünpflege, Straßenunterhaltung und Reinigung spezialisiert. Für Bauhöfe oder

kommunale Dienstleister liegt darin ein praktischer Vorteil: Wer bereits Winterdiensttechnik über Kahlbacher bezieht, hat auch bei Mäh- und Pflegegeräten denselben Ansprechpartner. Beratung, Verkauf und Service kommen damit aus einer Hand. Gerade für bestehende Kunden schafft das vertraute Zuständigkeiten, unabhängig davon, ob es um Winterdienst oder die Pflege von Straßenbegleitgrün geht. Wenn der Fahrer nicht ständig nachregeln muss Wie sehr bei moderner Mähtechnik neben Reichweite und Leistung auch die Entlastung des Fahrers zählt, zeigte sich bei mehreren der vorgeführten Ausleger. Eine zentrale Rolle spielt dabei die von Dücker als Tastronik bezeichnete aktive Auflagedruckregelung. Über das Bedienterminal gibt der Fahrer den gewünschten Gesamtauflagedruck sowie den Druck an der linken und rechten Seite des Mähkopfs vor. Danach regelt das System selbstständig nach. Trifft der Mähkopf beispielsweise auf Unebenheiten im Gelände, registriert die geschützte Sensorik die Veränderung und korrigiert die Stellung automatisch. Der Fahrer muss den Kopf damit nicht bei jeder Bodenveränderung von Hand anheben oder absenken. Gleichzeitig wird der Ausleger entlastet. Gerade über mehrere Arbeitsstunden ist das mehr als eine Komfortfunktion: Statt permanent die Lage des Mähkopfes korrigieren zu müssen, kann sich der Bediener stärker auf Fahrweg, Umfeld und eigentlichen Arbeitsvorgang konzentrieren. Zudem bleibt der eingestellte Auf-

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lagedruck weitgehend konstant, was einem gleichmäßigen Arbeitsergebnis zugutekommt. Besonders anschaulich wurde das Konzept beim Tandem-Mähgerät MK25-800 auf einem Unimog U 535 demonstriert. Die Mähkombination besteht aus dem Frontausleger DUA 800 und dem Randstreifenmäher RSM13. Während der Hauptmähkopf größere Flächen übernimmt, kann der zweite Mäher beispielsweise unter Schutzplanken und um Leitpfosten arbeiten. Ein Taststab erkennt Hindernisse, worauf das Gerät automatisch ausweicht und anschließend wieder in Arbeitsposition fährt. Wird der Randstreifenmäher nicht benötigt, lässt er sich in kurzer Zeit vom Verschiebeschlitten abbauen.

Am Böschungsrand konnten die Teilnehmer die Dücker-Mähtechnik selbst ausprobieren und die Geräte unter realen Einsatzbedingungen testen.

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Mehr als Mähen Dass die gezeigten Ausleger nicht ausschließlich für einen einzigen Arbeitsgang gedacht sind, war ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation. Je nach Baureihe lassen sich unterschiedliche Arbeitsgeräte wie Heckenscheren, Schneidgeräte sowie Wasch- oder Gießeinrichtungen anbauen. Der Werkzeugwechsel erfolgt über wenige Anschlüsse; damit sind neben dem Mähen auch Schneid-, Wasch-, Gieß- oder ­Unkrautbekämpfungsarbeiten möglich. Ein Beispiel dafür war die vorgeführte Ast- und Wallheckenschere AWS 22. Sie arbeitet bewusst vergleichsweise langsam, trennt Äste bis rund 11 Zentimeter Stärke dafür mit einem sauberen Schnitt und ohne das Material wie bei schnell rotierenden Werkzeugen weit umherzuschleudern. Andere Ausleger wurden mit Gießkopf und Wassertank gezeigt. Der Ansatz dahinter ist für kommunale Fuhrparks durchaus interessant: Ein Trägerfahrzeug und ein Ausleger können über das Jahr hinweg unterschiedliche Aufgaben übernehmen, statt für jede Arbeit eine eigene Kombination vorzuhalten. Damit wurde bei den Mähgeräte-Vorführungen auch deutlich, dass die Entwicklung bei Mähgeräten nicht allein in Richtung größerer Reichweiten geht. Mindestens ebenso wichtig werden automatische Funktionen, schnelle Werkzeugwechsel und eine Bedienung, die den Fahrer möglichst wenig mit permanenten Korrekturen beschäftigt. Was am Vormittag noch an den stehenden Maschinen erklärt wurde, ließ sich nach der Mittagspause unmittelbar ausprobieren: Bis zum Veranstaltungsende standen die Geräte und ihre Vorführfahrer für praktische Testfahrten zur Verfügung.

Vom kompakten Geräteträger bis zum Traktor: Kahlbacher und Dücker präsentierten unterschiedliche Kombinationen für die kommunale Grün- und Straßenpflege.

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Zahlreiche Besucher verfolgten in St. Georgen die praktische Vorführung der Kommunaltechnik direkt auf dem Flugfeld.

Mit wechselbaren Arbeitsgeräten lassen sich die Dücker-Ausleger auch für die Gehölzpflege einsetzen. Hier kommt eine Astschere zum Einsatz.

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MEHR ÜBERBLICK, WENIGER RISIKO: NEUENEGG DIGITALISIERT SEINE WASSERVERSORGUNG Die sichere und effiziente Wasserversorgung zählt zu den zentralen Aufgaben jeder Gemeinde. Steigende Qualitätsanforderungen, wachsender Kostendruck und komplexe Infrastrukturen stellen Versorger jedoch vor große Herausforderungen. Analoge Prozesse und verstreute Informationen erschweren vielerorts die Planung, Wartung und Dokumentation der Anlagen. Immer mehr Wasserversorgungen setzen daher auf digitale Systeme, um den Überblick zu behalten und Risiken zu minimieren. Wie die Digitalisierung in der Praxis funktioniert und welchen Mehrwert sie bietet, zeigt das Beispiel der Gemeinde Neuenegg im Kanton Bern. Autorin: Natalie Weirich

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ie Wasserwirtschaft muss heute komplexe Infrastrukturen zuverlässig betreiben und gleichzeitig steigende Anforderungen erfüllen. Effiziente, rechtssichere und transparente Prozesse sind unerlässlich – klassische papierbasierte Methoden stoßen hier an ihre Grenzen. Digitale Instandhaltungssysteme bieten dagegen praxisnahe Lösungen, indem sie technische Anlagendaten mit georeferenzierten Informationen verknüpfen. Wartungen, Inspektionen und Störungsmeldungen lassen sich damit ortsgenau, standardisiert und medienbruchfrei erfassen. Das Ergebnis: weniger Aufwand, geringeres Risiko und eine deutlich höhere Qualität in der Dokumentation. Vom Excel-Ordner zur Cloud: Neuenegg digitalisiert die Instandhaltung Wie diese Transformation konkret aussieht, zeigt das Beispiel der Gemeinde Neuenegg. Der Ort mit rund 5.800 Ein-

wohnern betreibt eine eigenständige Wasserversorgung, bestehend aus mehreren Reservoirs, Pumpwerken und einem weitverzweigten Hydrantennetz. Die Aufgaben reichen von der Kontrolle der Wasserqualität über die Wartung der Anlagen bis zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung. Zur Bewältigung dieser komplexen Aufgaben führte Neuenegg die Instandhaltungssoftware Inventsys ein. „Früher arbeiteten wir mit Excel-Listen und Papierformularen“, erklärt Philipp Berger, Brunnenmeister der Wasserversorgung Neuenegg. „Das war fehleranfällig, aufwendig und nicht immer aktuell. Heute läuft alles digital und ist per Cloud von überall zugänglich.“ Brunnen- oder Wassermeister wie Philipp Berger sind in kleineren Gemeinden für die Versorgung verantwortlich und übernehmen somit viele Arbeiten direkt bei den Anlagen. Dank Inventsys kann er nun alle Inspektionen, Wartungen und Störungsmeldungen direkt vor Ort erfassen, dokumentieren

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und sofort auswerten. Denn seit der Einführung der Instandhaltungssoftware sind sämtliche Anlagendaten georeferenziert hinterlegt. Wartungen, Kontrollgänge und administrative Aufgaben werden direkt vor Ort auf mobilen Geräten erfasst. Und: Auch ohne Internetverbindung lassen sich Daten eingeben, die später automatisch synchronisiert werden. „Dass alle Informationen jederzeit und überall im Feld verfügbar sind, ist eine große Zeitersparnis“, so der Brunnenmeister. Die Umstellung auf Inventsys verlief reibungslos. Besonders geschätzt hat Berger die Benutzerfreundlichkeit der Software: „Wir konnten sofort produktiv arbeiten, haben vieles ausprobiert und falls Fragen auftauchten, wurden uns diese von einem SupportMitarbeiter schnell und einfach beantwortet“, resümiert er. Die App ist intuitiv und somit auch geeignet für Mitarbeitende ohne IT-Vorkenntnisse. Außerdem vereinfacht sie die Einhaltung von Richtlinien wie die Qualitätssicherung nach W12.

Instandhaltung und regulatorische Sicherheit Die Schweizer Wasserverordnungen und Richtlinien – etwa die SVGW-Richtlinie W12 – verlangen eine vollständige und

Digitale Instandhaltung unterstützt Wasserversorger dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Risiken wie schleichende Leckagen besser nachzuverfolgen, bevor daraus größere Schäden entstehen.

Über mobile Geräte stehen die georeferenzierten Informationen zu Anlagen, Wartungsstatus und offenen Aufgaben auch im Feld zur Verfügung. So lassen sich Kontrollgänge und Störungsmeldungen medienbruchfrei dokumentieren.

überprüfbare Dokumentation aller Wartungs- und Kontrollmaßnahmen. Ein digitales System unterstützt diese Nachweispflicht nicht nur, sondern automatisiert sie weitgehend. In Neuenegg werden heute Kontrollen, Störungen und Wartungen direkt vor Ort erfasst, inklusive Datum, verantwortlicher Person und Fotodokumentation. Bei einem Defekt oder einer Auffälligkeit kann sofort eine Maßnahme definiert und digital nachverfolgt werden. Diese lückenlose und transparente Dokumentation ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Muster in Wartungshistorien oder Verbrauchsdaten liefern wertvolle Hinweise auf bevorstehende Probleme – etwa schleichende Leckagen oder überalterte Leitungsabschnitte. Damit wird der Schritt von der reaktiven zur vorausschauenden Instandhaltung Realität.

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Mehr Übersicht dank georeferenzierter Informationen Ein zentraler Vorteil der digitalen Instandhaltung ist die Integration von Geodaten. Jede Anlage – ob Schieber, Hydrant oder Pumpe – ist mit ihrer genauen Position, ihrem Wartungsstatus und ihrer Historie verknüpft. Auf digitalen Karten sieht der Wasserversorger sofort, welche Aufgaben anstehen und wo sie sich geografisch bündeln lassen. Diese georeferenzierte Darstellung vereinfacht nicht nur die Tourenplanung, sondern erhöht auch die Betriebssicherheit. Kritische Anlagen wie Reservoire oder Pumpwerke lassen sich gezielt priorisieren. Hydrantenkontrollen können effizient durchgeführt und lückenlos dokumentiert werden – ein entscheidender Faktor für die Sicherstellung des Löschwassers in der Gemeinde. Darüber hinaus entsteht ein digitales Gedächtnis der Infrastruktur: Alle Maßnahmen, Beobachtungen und Zustände werden langfristig archiviert und sind jederzeit abrufbar. Für kleinere Gemeinden bedeutet dies eine deutliche Vereinfachung bei Inspektionen, Behördenberichten oder Investitionsentscheidungen.

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Administrative Entlastung und bessere Zusammenarbeit Neben dem technischen Mehrwert bietet die Digitalisierung auch organisatorische Vorteile. Planung oder Nachweisdokumentation lassen sich heute direkt aus dem System generieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert Fehlerquellen und Medienbrüche. Zudem erhalten politisch Verantwortliche durch die klar visualisierten Daten einen besseren Überblick über Zustand und Investitionsbedarf der Infrastruktur – ein wesentlicher Faktor für eine nachhaltige Gemeindeplanung. Digitalisierung unabhängig von der Versorgergröße Das Beispiel Neuenegg zeigt eindrücklich, dass die digitale Transformation der Wasserwirtschaft nicht nur für große Städte relevant ist. Auch kleinere Gemeinden können mit überschaubarem Aufwand ihre Prozesse modernisieren und damit langfristig von höherer Betriebssicherheit, effizienteren Abläufen und besserer Nachvollziehbarkeit profitieren. Digitale Instandhaltungssysteme wie Inventsys verbinden technische Daten, Geoinformationen und betriebliche Abläufe zu einem einheitlichen, transparenten System. Sie machen aus isolierten Arbeitsschritten einen durchgängigen Prozess – von der Kontrolle im Feld bis zur Berichterstattung. So entsteht ein stabiles Fundament für die Versorgungssicherheit von morgen.

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RATTENMANAGEMENT ZWISCHEN KÖDERSCHUTZ UND DIGITALISIERUNG Während der 1. Juli 2026 für viele Kommunen eine grundlegende Umstellung bei der Rattenbekämpfung bedeutete, war man im baden-württembergischen Markgröningen bereits einen Schritt weiter. Durch die proaktive Implementierung des Komplettsystems Ecosmart FZV30 PRO der Rockstroh-Ecosmart GmbH hat die Stadt ihr Rattenmanagement bereits vor dem Stichtag rechtssicher aufgestellt. In enger Zusammenarbeit mit Rockstroh konzipierte die Kommune ihr Rattenmanagement auf Basis einerseits der robusten Köderschutzboxen, die nach dem Tauchglockenprinzip arbeiten und Giftköder so sicher vor dem Kontakt mit Wasser schützen. Andererseits mit der Dokumentations-App CAPTIS, die die Zeit lästiger Excel-Listen und Papierberge beendet und Mitarbeiter durch effektive Digitalisierung von bürokratischem Ballast im kommunalen Umfeld entlastet. So konnten die neuen gesetzlichen Anforderungen schon erfüllt werden, bevor sie in Kraft traten.

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arkgröningen, eine geschichtsträchtige Stadt im Land­ kreis Ludwigsburg mit rund 15.000 Einwohnern, ver­ waltet ein Infrastrukturgebiet von ca. 400 Hektar. Wie in den meisten Kommunen ist die Rattenbekämpfung hier über viele Jahre ein dauerhaftes Thema. Deshalb wurden in der Ver­ gangenheit Köder präventiv und meist ungeschützt in die Schächte verbracht. Besondere Herausforderungen in der Rattenbekämpfung stellten dabei nicht nur die historische Alt­ stadt, sondern auch Industriegebiete sowie Wohngebiete mit Trennkanalisation dar, die als die neuralgischen Punkte für Rattenpopulationen galten. Mit Blick auf die anstehenden Ver­ schärfungen der Anwendungsvorschriften durch das Umwelt­ bundesamt (UBA) zum 1. Juli 2026 war man sensibilisiert. Denn in erster Linie wurde zum Schutz vor Kontamination von Ge­ wässern mit Rattengift der Einsatz zertifizierter Köderschutz­ boxen verpflichtend. Eine ungeschützte Dauerbeköderung wie in der Vergangenheit war dann nicht mehr erlaubt. Zum anderen sollten zukünftig sämtliche Schritte der Bekämpfung lückenlos dokumentiert werden. Deshalb entschied sich die Stadtverwaltung für eine grundlegende Modernisierung.

Entscheidung für Ecosmart FZV30 PRO Die Wahl fiel auf das Komplettsystem Ecosmart FZV30 PRO von Rockstroh, bestehend aus den Köderschutzboxen und der digitalen Dokumen­ tationsplattform CAP­ TIS. Ausschlaggebend waren neben den Kosten vor allem die robuste mechanische Ausführung der Kö­ derschutzboxen und die Möglichkeit, die Dokumentation digital abzuwickeln. Mark­ gröningen entschied Die Ecosmart FZV30 schützt den Giftkösich für die Kaufop­ der im Schacht nach dem Tauchglockention, da Rattenbefall prinzip vor dem Kontakt mit Abwasser. von der Verwaltung als Bild oben: Kontrolle und Bestückung erfolgen per Teleskopstange von der dauerhaftes Problem Straßenebene aus, ein Schachteinstieg ist eingestuft wird. Gegen nicht erforderlich.

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sensorgestützte Köderboxen sprachen aus Sicht der Stadt vor allem die höheren Kosten und die empfindlichere Elektronik. Robuste Technik für den Kanaleinsatz Aus Sicht der Fachabteilung in Markgröningen bietet die Eco­ smart FZV30 drei zentrale Vorteile: • Robust und wartungsarm: Die Box arbeitet nach dem physika­ lischen Tauchglockenprinzip ohne störungsanfällige Elektro­ nik oder Batterien, was sie im harten Kanaleinsatz besonders zuverlässig macht. • Gewässer- und Umweltschutz: Durch das System wird sicher verhindert, dass Giftköder mit dem Abwasser in Berührung kommen, was zum einen die Umweltbelastung, aber auch die Menge an Ködern massiv reduziert. • Arbeitssicherheit: Ein entscheidender Faktor ist, dass für die Kontrolle und Bestückung kein Schachteinstieg mehr nötig ist. Das Personal bedient die Stationen bequem per Teleskop­ stange von der Straßenebene aus, was auch zu deutlichen Zeit- und Kosteneinsparungen führt.

• Risikoanalyse: Identifikation neuralgischer Punkte wie Le­ bensmittelbetriebe, Märkte, Parkanlagen oder bekannte Be­ fallsschwerpunkte im Kanal. • Aufbau eines Grundnetzes: Einrichtung von fest installierten Köderschutzboxen (ca. 70 % des Bestandes) an diesen dauer­ haft kritischen Standorten zur Früherkennung. • Monitoring vor Bekämpfung: Einsatz von giftfreien Monito­ ring-Ködern (Non-Tox), um den tatsächlichen Befall rechtssi­ cher festzustellen, bevor Rodentizide ausgebracht werden. • Gezielte Bekämpfung (Pulsverfahren): Bei nachgewiesenem Befall erfolgt der Einsatz wirkstoffhaltiger Köder im Pulsbekö­ derungsverfahren (d.h. geringe Mengen, gezielte Nachbele­ gung). Hierbei werden oft mobile Boxen (ca. 30 % des Bestan­ des) flexibel im Umkreis von Hotspots platziert.

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Strategische Vorgehensweise in der Rattenbekämpfung Mit verpflichtender Einführung von Köderschutzboxen und dem Verbot der Dauerbeköderung ändert sich natürlich auch die kommunale Bekämpfungsstrategie grundlegend. Moderne Rattenbekämpfung setzt dabei nicht auf eine flächendecken­ de Belegung, sondern auf ein risikobasiertes, dynamisches Netz. Die Vorgehensweise gliedert sich allgemein in fünf zent­ rale Schritte:

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• Kontrolle und Tilgung: Physische Sichtkontrollen erfolgen nach 14 Tagen und anschließend alle 2–3 Wochen, bis keine Fraß­ aktivität mehr messbar ist. Den Abschluss bilden die fachge­ rechte Entsorgung aller Köderreste und die digitale Dokumen­ tation der Tilgung.

Die historische Altstadt von Markgröningen zählt zu den Bereichen, in denen die Stadt bei der Rattenbekämpfung besonders gefordert ist.

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Links: Mit CAPTIS werden Standorte und Belegungen der Köderschutzboxen digital erfasst und zentral dargestellt. Rechts: Die Ecosmart FZV30 kommt ohne elektronische Bauteile oder Batterien aus und ist für den Einsatz im Kanalschacht ausgelegt.

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Durch ein solches „wanderndes Bekämpfungsnetz“ kann im Jahresverlauf nahezu das gesamte Stadtgebiet kontrolliert werden, während der Gifteinsatz auf das absolut notwendi­ ge Minimum reduziert bleibt. Von der Papierdokumentation zu CAPTIS Ein Meilenstein für die Effizienz in Markgröningen war die Ab­ lösung der analogen Papier-Dokumentation durch die App CAPTIS. Während früher Listen händisch geführt werden mussten, bietet die App heute: • Sofortige Transparenz: Standorte, Belegungen und Resultate sind für das Team auf einen Blick in Echtzeit einsehbar. • Revisionssicherheit: Jede Maßnahme wird per QR-Code-

Scan identifiziert und mit GPS-Standortmarkierung, Zeitstem­ pel und Beweisfotos dokumentiert. • Rechtssicherheit: Die durch das UBA geforderten Kontroll­ intervalle und Monitoring-Pflichten werden digital überwacht und sind jederzeit für Behörden exportierbar. Rattenmanagement neu aufgestellt Die Stadt Markgröningen zeigt, wie Kommunen mit geeigneter Technik und digitalen Anwendungen die neuen gesetzlichen Anforderungen umsetzen und zugleich die Arbeitssicherheit erhöhen sowie den Giftködereinsatz gezielt steuern können. Vor allem die Kombination aus dem Schutz des Wasserkreis­ laufs und der digitalen Erfassung erleichtert die tägliche Arbeit im Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung.

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Mechanische Robustheit trifft digitale Präzision: Köderschutzbox Ecosmart FZV30 PRO Die Komplettlösung für rechtssicheres Rattenmanagement im harten Kanaleinsatz. DIGITALE CAPTISDOKUMENTATION

Köderschutzboxen sind seit 01. Juli 2026 Pflicht

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Auf der begleitenden Kommunalmesse präsentierten Aussteller unterschiedlichster Branchen ihre Produkte und Lösungen für den kommunalen Einsatz. Der Schwerpunkt lag auf den praktischen Anforderungen des Gemeindealltags.

GEMEINDETAG 2026: ZWISCHEN SPARDRUCK UND REFORMBEDARF

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Der 72. Österreichische Gemeindetag brachte am 1. und 2. Oktober Gemeindevertreter aus ganz Österreich nach Salzburg. Im Mittelpunkt standen die angespannte Finanzlage vieler Kommunen, notwendige Investitionen und die Frage, wie sich kommunale Aufgaben künftig effizienter bewältigen lassen.

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sterreichs Gemeinden stehen finanziell zunehmend unter Druck. Steigende Ausgaben und begrenzte Mittel erschweren notwendige Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen. Entsprechend deutlich fiel der Ruf nach mehr finanziellen Spielräumen beim 72. Österreichischen Gemeindetag aus, der unter dem Motto „Gemeinden stärken. Lebensräume sichern. Zukunft gestalten.“ im Messezentrum Salzburg stattfand. Bereits im Vorfeld hatte Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl einen Kreditrahmen von einer Milliarde Euro für kommunale Investitionen gefordert. Der Bund solle die Zinskosten übernehmen, während Gemeinden und Gemeindeverbände das Kapital zurückzahlen. Hintergrund ist eine Erhebung des Gemeindebundes, wonach seit Anfang 2025 Investitionen im Umfang von rund einer Milliarde Euro verschoben, reduziert oder abgesagt wurden. Betroffen sind unter anderem Straßen, Wasserund Abwasseranlagen sowie Schulen und Kindergärten. Reformen für die Gemeindeverwaltung Neben der Finanzierung rückte die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Gemeinden in den Fokus. Im Rahmen der Reformpartnerschaft wurde ein neun Punkte umfassendes Gemeindepaket vorgestellt. Es sieht unter anderem vor, gemeindeübergreifende Kooperationen zu erleichtern, Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und den

Datenaustausch zwischen Behörden zu verbessern. Eine gemeinsame Datenplattform und die stärkere Nutzung digitaler Lösungen sollen Verwaltungsabläufe vereinfachen. Wie sich kommunale Infrastruktur trotz knapper Budgets zukunftsfähig gestalten lässt, behandelte die Fachtagung unter dem Titel „Effizienz trifft Nachhaltigkeit: Strategien für resiliente Infrastruktur“. Fachleute diskutierten dabei Fragen der Finanzierung, Energieversorgung, des Bauens und der Kreislaufwirtschaft. Kommunalmesse als Praxisforum Parallel zum Gemeindetag bot die Kommunalmesse mit mehr als 250 Ausstellern aus über 30 kommunalrelevanten Branchen einen Überblick über Produkte und Dienstleistungen für Gemeinden. Das Angebot reichte von kommunaler Technik bis zu Lösungen für Infrastruktur und Verwaltung. Formate wie die „Platzlgespräche“ und der „Treffpunkt Gemeinde“ ermöglichten den direkten Austausch zwischen Kommunalpolitik, Verwaltung und Wirtschaft. Bei der politischen Haupttagung am Freitag waren unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker vertreten. Gemeindebund-Präsident Pressl stellte zudem die neue Initiative „Heimat.Gemeinde“ vor, die die Bedeutung der Gemeinden für das gesellschaftliche Zusammenleben stärker sichtbar machen soll.

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AGRAMA FEIERT 30. AUSGABE MIT BLICK AUF DIE TECHNIK VON MORGEN Die AGRAMA feiert Jubiläum: Vom 26. bis 30. November 2026 öffnet die wichtigste Schweizer Fachmesse für Land-, Forst- und Kommunaltechnik zum 30. Mal ihre Tore. Zum runden Geburtstag blickt die AGRAMA auf mehrere Jahrzehnte technischer Entwicklung zurück – und zugleich auf die Zukunft der Branche.

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ie AGRAMA ist ein wichtiger Treffpunkt für Vertreterinnen und Vertreter aus der Land-, Forst- und Kommunalbranche, Technik-Freaks, Spezialistinnen und Spezialisten, Interessierte und Familien. Sie bringt Anbieter und Anwender zusammen und bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Maschinen, Fahrzeuge, Geräte und Lösungen für Landwirtschaft, Forst und kommunale Anwendungen. Besucherinnen und Besucher können Neuheiten entdecken, sich mit Fachleuten austauschen, verschiedene Angebote direkt vergleichen und sich über Entwicklungen und Trends der Branche informieren. Damit ist die AGRAMA eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch, die Orientierung bei Investitionsentscheiden und den persönlichen Kontakt innerhalb der Branche.

Kommunaltechnik ist auf der AGRAMA ebenfalls ein wichtiges Thema. Das Spektrum reicht von vielseitigen Geräteträgern bis zu Lösungen für den professionellen Winterdienst.

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Technik für den kommunalen Alltag Wer im Nebenerwerb kommunale Aufgaben übernimmt, findet an der AGRAMA passende Technik für unterschiedliche Einsätze. Zu sehen gibt es unter anderem kleinere kommunale Fahrzeuge wie Kehrmaschinen, Auslegermäher, Mulchgeräte, Hochdruckreiniger und

Die AGRAMA bringt Anbieter und Anwender zusammen. Im direkten Austausch lassen sich Maschinen, Anbaugeräte und technische Lösungen detailliert vergleichen.

Reinigungssysteme. Auch für den Winterdienst finden sich zahlreiche spezialisierte Geräte wie Schneepflüge, Schneefräsen sowie Salz- und Splittstreuer. Gerade bei anstehenden Ersatz- oder Neuanschaffungen können sich Fachpersonen so einen umfassenden Überblick verschaffen, unterschiedliche Systeme beurteilen und direkt mit den jeweiligen Anbietern über Einsatzmöglichkeiten, Anforderungen und Betrieb sprechen. 30 Ausgaben Technikgeschichte Die AGRAMA findet alle zwei Jahre auf dem BERNEXPO-Gelände in Bern statt. Die 30. Ausgabe bietet neben einem

breiten branchenrelevanten Angebot auch die Gelegenheit für eine besondere Zeitreise: An der Sonderschau der Freunde alter Landmaschinen lässt sich die Entwicklung der Landtechnik über die letzten Jahrzehnte hautnah erleben. Historische Maschinen machen sichtbar, wie stark sich Technik und Arbeitsweisen verändert haben – und schlagen damit eine Brücke zu den Innovationen, die heute den nächsten Entwicklungsschritt einläuten.

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Neue Technologien für morgen Auch an der 30. AGRAMA stehen Entwicklungen im Zentrum, welche die Land-, Forst- und Kommunalbranche künftig prägen werden. Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) eröffnen neue Möglichkeiten, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, Ressourcen gezielter einzusetzen und Maschinen präziser zu steuern. Gleichzeitig gewinnen alternative Antriebe, Automatisierung und intelligente Technologien weiter an Bedeutung. Zahlreiche Aussteller zeigen, welche Innovationen bereits heute in der Praxis eingesetzt werden können und wie sich die Arbeit dadurch verändert. „Die Jubiläumsausgabe verbindet den Rückblick auf drei Jahrzehnte technischer Entwicklung mit einem Ausblick auf das, was die Branche künftig erwartet“, erklärt Pierre-Alain Rom, Geschäftsführer des Schweizerischen Landmaschinen-Verbands (SLV), der die AGRAMA seit nunmehr drei Jahrzehnten veranstaltet. „Es freut uns sehr, dass die Jubiläumsausgabe der AGRAMA bei den Ausstellenden auf sehr grosses Interesse stösst: Bereits seit Juni sind sämtliche Ausstellerplätze ausgebucht – ein starkes Zeichen für die Bedeutung der AGRAMA als Treffpunkt der Branche.“

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Weitere Informationen zum Messebesuch und Link zum Ticketshop: agrama.ch

Für Fans von Land-, Forstund Kommunaltechnik

Die AGRAMA ist die führende Schweizer Messe für Land-, Forst- und Kommunaltechnik. Entdecken, vergleichen und testen Sie die neusten Innovationen! 2026 feiert die AGRAMA ihre 30. Ausgabe. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket online – so bleibt mehr Zeit für interessante Austausche, Einblicke in Zukunftstechnologien und Investitionsentscheidungen. Wir freuen uns auf Sie!

Informationen und Tickets: agrama.ch

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© Nürnberg Messe

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Beim Landschaftsgärtner-Cup stellten elf Zweier-Teams ihr Können unter Beweis und gestalteten innerhalb von zwei Tagen einen vier mal vier Meter großen „Tiny Garden“.

GALABAU 2026 SETZT IMPULSE FÜR GRÜNE STÄDTE UND FREIRÄUME Knapp 68.000 Fachbesucher und 1.100 Aussteller aus 34 Ländern machten die GaLaBau 2026 in Nürnberg erneut zum internationalen Branchentreffpunkt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen für die Grünflächenpflege, klimaresiliente Städte und Freiräume sowie neue Technologien für den Garten- und Landschaftsbau. ach vier Messetagen ging am 18. September die 26. GaLaBau in Nürnberg zu Ende. Knapp 68.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland nutzten die internationale Leitmesse für Urbanes Grün und Freiräume, um sich über Innovationen, Trends und aktuelle Entwicklungen der Branche zu informieren. Gegenüber der Vorveranstaltung 2024 verzeichnete die Messe damit erneut ein Besucherwachstum. Mit Formaten wie dem GaLaBau Experten-Forum, den Landscape Talks, der Sonderschau „ZUKUNFTSRAUM“ sowie dem neuen Netzwerkformat women@GaLaBau griff die Messe aktuelle Herausforderungen der Branche auf. Der GRÜN-BLAUE PFAD lieferte praxisnahe Impulse für klimaresiliente Städte und Freiräume. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge, Preisverleihungen und Vorführungen im Freigelände. „Vier Tage lang war Nürnberg der zentrale Treffpunkt für alle, die lebenswerte, klimaresiliente und zukunftsfähige Freiräume gestalten“, erklärt Isabel Grundner, Head of Brand Strategy GaLaBau bei der NürnbergMesse. Auch BGL-Präsident Thomas Banzhaf verwies auf die Bedeutung grüner Infrastruk-

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Reform präsentierte auf der GaLaBau Fahrzeuge und Geräteträger für kommunale Einsätze sowie die professionelle Grünflächenpflege.

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1.100 Aussteller aus 34 Ländern Auf knapp 61.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten 1.100 Unternehmen aus 34 Ländern ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Zu den Besuchern zählten Fachkräfte aus Garten- und Landschaftsbaubetrieben, Vertreter von Kommunen, Landschaftsarchitekturbüros und dem Motorgeräte-Fachhandel. Knapp 34 Prozent der Aussteller ­kamen aus dem Ausland. Neben Deutschland waren­ ins­ besondere die Niederlande, Italien, Österreich, Frankreich und Belgien vertreten.

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tur im urbanen Raum: „Wir können Regenwasser dort halten, wo es gebraucht wird. Wir können Gebäude, Straßen und Plätze grüner, kühler und widerstandsfähiger machen.“

Mulag zeigte gemeinsam mit Mercedes-Benz Lösungen für die Straßen- und Grünflächenpflege, darunter verschiedene Ausleger- und Mähsysteme.

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Bei Ecotech war bereits der Winter Thema: Gezeigt wurden unter anderem Schneepflüge und Streutechnik für den kommunalen Winterdienst.

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Landschaftsgärtner-Cup im Messepark Beim Landschaftsgärtner-Cup traten elf Zweier-Teams gegeneinander an und gestalteten innerhalb von zwei Tagen einen vier mal vier Meter großen „Tiny Garden“. Den Titel sicherten sich Jan Ole Barth und Niklas Brehling aus Niedersachsen-Bremen. Die nächste GaLaBau findet vom 12. bis 15. September 2028 wieder im Messezentrum Nürnberg statt.

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Auszeichnungen für Projekte und Innovationen Zu den Höhepunkten zählte die Verleihung des internationalen ELCA-Trendpreises „Bauen mit Grün“. Ausgezeichnet wurden zwei Projekte aus Frankreich: das „PSG Training Center“ von Paris Saint-Germain sowie „Necker Hospital Garden – Mother and Child Centre“. Der Bundesverband Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau e. V. verlieh außerdem die GaLaBau-Innovations-Medaille 2026 an insgesamt 16 Unternehmen.­ Prämiert wurden Produkte und Lösungen, die den Arbeitsalltag erleichtern, Ressourcen schonen oder neue Potenziale für die Branche erschließen. Beim BGL-Bildungspreis wurEschlböck rückte auf seinem Messestand Maschinen für die professioden sechs Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtnelle Holzzerkleinerung in den Fokus. ner für besondere Leistungen in Ausbildung und Fortbildung geehrt. Erstmals erhielten zudem drei Ausbildungsbetriebe eine Auszeichnung für ihr Engagement in der Nachwuchsförderung. Eine Premiere feierte die Verleihung des Unternehmerpreises „Motoristin des Jahres“. Der Titel ging an Stefanie Sabel und das Team von Sabel Land- und Gartentechnik aus Dornburg-Thalheim .

Bei Rapid standen Maschinen und Anbaugeräte für die professionelle Grünpflege im Mittelpunkt des Messeauftritts.

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SUISSE PUBLIC: SCHWEIZER BRANCHENTREFFPUNKT FÜR DEN ÖFFENTLICHEN SEKTOR Mehr als 13.000 Besucher und rund 300 Aussteller kamen von 16. bis 19. Juni zur Suisse Public 2026 nach Bern. Im Mittelpunkt der Fachmesse standen aktuelle Lösungen für Städte, Gemeinden und Einsatzorganisationen, von Digitalisierung und Arbeitssicherheit bis zur Elektrifizierung kommunaler Fahrzeugflotten.

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ier Tage lang wurde das BERNEXPO-Areal zum Treffpunkt für Fachpersonen aus Gemeinden, Städten, Kantonen, Einsatzorganisationen und Industrie. Neben neuen Produkten und technischen Lösungen stand vor allem der direkte Austausch über aktuelle Herausforderungen im öffentlichen Sektor im Mittelpunkt. Besonders präsent waren dabei Themen wie Arbeitssicherheit, Digitalisierung sowie nachhaltige Beschaffungs- und Betriebslösungen.

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Arbeitssicherheit stärker im Fokus Einen wachsenden Stellenwert nahm zudem der Bereich Arbeitssicherheit und -schutz ein. Das Angebot wurde gegenüber früheren Ausgaben gezielt ausgebaut und stieß insbesondere bei Fachkräften aus Gemeinden, Werkhöfen und Einsatzorganisationen auf reges Interesse. Im Mittelpunkt standen dabei Lösungen und Ausstattungen für einen sicheren

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Kommunale Technik im Wandel Auch die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und die Digitalisierung kommunaler Prozesse spielten bei vielen Gesprächen

eine zentrale Rolle. Aussteller nutzten die Suisse Public, um neue Produkte und Dienstleistungen vorzustellen und sich mit Fachpersonen sowie Entscheidungsträgern über Anforderungen und Entwicklungen im kommunalen Alltag auszutauschen.

Kommunaltechnik zum Anfassen: Bei Bucher Municipal konnten sich die Fachbesucher unter anderem über die CityCat VR50e und ihre Einsatzmöglichkeiten informieren.

Die Zimmermann AG präsentierte als Schweizer Partner von Kugelmann gemeinsam mit diesem verschiedene Lösungen für den Winterdienst und den kommunalen Einsatz.

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Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst. Martin Moos, Geschäftsführer von swiss safety und einer der Aussteller auf der Suisse Public, verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Bedeutung persönlicher Schutzausrüstung im öffentlichen Sektor.

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Nächste Ausgabe 2029 Die nächste Suisse Public findet im Jahr 2029 erneut auf dem BERNEXPO-Areal in Bern statt. Damit setzt die Fachmesse ihren turnusmäßigen Branchentreff für Gemeinden, Städte, Einsatzorganisationen und Anbieter aus dem öffentlichen Sektor fort.

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Feuerwehr und Rettungsdienste stark vertreten Zu den stark frequentierten Bereichen zählten auch 2026 Feuerwehr- und Rettungsdienste. Gezeigt wurden unter anderem aktuelle Fahrzeuge, Ausrüstung, Sicherheitslösungen und technische Entwicklungen für den Einsatzalltag. Adrian Gutmann, stellvertretender Direktor und Fachbereichsleiter Technik des Schweizerischen Feuerwehrverbandes, hob vor allem die Kombination aus Praxisnähe, Vergleichsmöglichkeiten und

persönlichem Austausch hervor. Die Messe erfüllte damit erneut ihre Funktion als Informations- und Austauschplattform für Fachverantwortliche, Beschaffer und Anbieter aus dem öffentlichen Sektor. Besonders für kommunale Entscheidungsträger bot die Veranstaltung die Möglichkeit, unterschiedliche Lösungen direkt vor Ort zu vergleichen und sich einen Überblick über aktuelle technische Entwicklungen zu verschaffen.

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Praxisnähe und persönliche Beratung zählen zu den Stärken der Suisse Public: Fachbesucher können sich direkt bei den Ausstellern über Maschinen, Technik und aktuelle Lösungen informieren.

Auch Kärcher präsentierte in Bern Lösungen für den kommunalen Einsatz und nutzte die Messe für den direkten Austausch mit Fachbesuchern.

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© alle Bilder: Eschlböck

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70 JAHRE ESCHLBÖCK: VOM LAND­ MASCHINENBAU ZUM HACKER-SPEZIALISTEN Was 1956 mit selbst entwickelten Landmaschinen begann, hat sich über sieben Jahrzehnte zu einem international tätigen Spezialisten für Holzhacktechnik entwickelt. Beim traditionellen Biberfest am Stammsitz in Prambachkirchen feierte Eschlböck nun sein 70-jähriges Bestehen. Mehr als 1.000 Besucher aus 23 Ländern kamen nach Oberösterreich, wo neben dem Blick zurück vor allem neue Produktionskapazitäten und aktuelle Maschinentechnik im Mittelpunkt standen.

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ls Rudolf Eschlböck 1956 sein Unternehmen gründete, waren Holzhackmaschinen noch kein Thema. Der Landwirtssohn entwickelte und produzierte zunächst Maschinen für die Landwirtschaft, darunter Ladewagen, Düngerstreuer und Sämaschinen. Seit 1978 produziert Eschlböck Holzhackmaschinen und richtete den Betrieb in den folgenden Jahren zunehmend auf die Holzzerkleinerung aus.

Fokus auf Holzhackmaschinen Rudolf und Maria Eschlböck führten das Unternehmen in zweiter Generation weiter und bauten die Holzhacktechnik zum zentralen Geschäftsfeld aus. „In den 80ern wurde von Holz als Abfall gesprochen. Mit der Spezialisierung auf Holzhackmaschinen wollten wir in einem Nischenmarkt der Beste sein – mit Qualität und Technologieführerschaft“, erinnert sich Maria Eschlböck. Im Zuge der technischen Weiterentwicklung wuchs auch das Maschinenprogramm. Eschlböck entwickelte sowohl Scheibenrad- als auch Trommelhacker weiter und deckt heute ein breites Ein-

satzspektrum ab: vom handbeschickten Hacker für Landschaftspflege und Kommunaleinsatz über zapfwellengetriebene Maschinen bis hin zu Großhackern und selbstfahrenden Lösungen. Parallel dazu wurde das Unternehmen internationaler: Niederlassungen beziehungsweise Gesellschaften entstanden unter anderem in Deutschland und Tschechien. Heute beschäftigt Eschlböck 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich, weitere 20 in Tschechien und sieben in Deutschland. Seit 2023 liegt die Geschäftsführung in den Händen der dritten Generation mit Eva Eschlböck, Alexander Eschlböck-Kumschier und Reinhard Eschlböck. Jubiläumsfeier beim Biberfest Das Biberfest 2026 bot den passenden Rahmen für das 70-jährige Bestehen. Mehr als 1.000 Besucher aus 23 Ländern kamen nach Prambachkirchen. Der Vormittag war Fachthemen vorbehalten: In Vorträgen ging es unter anderem um die Wirtschaftlichkeit von Hackeinsätzen, die Zertifizierung von Hackgut und die Frage nach der künftigen Verfügbar-

keit von Wald und Biomasse. Ergänzt wurde das Programm durch Workshops, Infopoints, Werksführungen und den Erfahrungsaustausch mit Partnerunternehmen. Beim anschließenden Festakt blickten die Geschäftsführer Reinhard Eschlböck, Eva Eschlböck und Alexander Eschlböck-Kumschier auf siebzig Jahre Firmengeschichte zurück und bedankten sich bei Rudolf und Maria Eschlböck, die das Unternehmen über mehr als vier Jahrzehnte zum Spezialisten für Holzhackmaschinen aufgebaut und weiterentwickelt hatten. Landtagspräsident Max Hiegelsberger verwies in seinen Grußworten auf die Bedeutung Oberösterreichs als Biomasseregion. Mit einem Exportanteil von 85 Prozent trägt Eschlböck dazu bei, diese Kompetenz weit über Österreich hinauszutragen. Neue Hallen für mehr Kapazität Dass beim Jubiläum nicht nur zurückgeblickt wurde, zeigte sich unmittelbar am Stammsitz: Im Rahmen des Biberfests wurden auch die neuen Produktionsund Lagerhallen eröffnet und gesegnet. Auf insgesamt 4.500 m² entstand ein

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neues Montagekonzept für Lkw- und Zapfwellenhacker. Die bisherige Standplatzmontage wird dabei durch Montagelinien ersetzt. Hinzu kommt eine Lagerhalle mit 4.000 Palettenstellplätzen. Rund zehn Millionen Euro wurden in die Erweiterung investiert. Die derzeitige Produktionskapazität von rund 50 Maschinen soll durch die neuen Strukturen zunächst schrittweise um 50 Prozent steigen; darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Verdopplung.

Neuer Biber 96 feiert Premiere Erstmals vorgestellt wurde die neue Baureihe Biber 96. Mit einer Einzugsöffnung von 122 × 85 cm ist er der größte zapfwellenangetriebene Hacker von Eschlböck. Entwickelt wurde die Maschine für die laufende Leistungssteigerung moderner Traktoren. Ausgestattet mit einer Tandemachse bis 80 km/h und ohne Überbreite von maximal 2,55 m ist der kompakt gebaute Biber 96 auch für schnelle Überstellungsfahrten ausgelegt. Die neue Konstruktion des klappbaren Trommelkastens ermöglicht einen einfachen und schnellen Wechsel des Siebkorbs mit dem Kran. Biberfest als Branchentreffpunkt Nach den Vorführungen verlagerte sich der fachliche Austausch schließlich ins Festzelt. Bei Grillhendl und kühlen Getränken wurden Technikdetails diskutiert, Erfahrungen geteilt und über aktuelle Entwicklungen gefachsimpelt. Bis in die späten Abendstunden wurde gemeinsam das Biberfest 2026 gefeiert. Für Eschlböck verband die Veranstaltung den Rückblick auf sieben Jahrzehnte Unternehmensgeschichte und die Präsentation jener neuen Produktionsstrukturen und Maschinenentwicklungen, mit denen der Familienbetrieb in die nächste Phase geht.

70 Jahre Eschlböck: Die Belegschaft formierte sich passend zum Firmenjubiläum.

Ein eigener Schwerpunkt des Biberfests galt den handbeschickten Kompakthackern, die vor allem im Garten- und Landschaftsbau sowie im kommunalen Bereich eingesetzt werden.

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Vom Kompakthacker bis zum Biber 110 Ein zentraler Bestandteil des Biberfests waren auch diesmal die traditionellen Demovorführungen. Ein eigener Schwerpunkt galt Händlern und Spezialisten aus dem Garten- und Landschaftsbau. Vorgeführt wurden dort die handbeschickten Kompakthacker der Baureihen Biber 2 bis Biber 6. Bei den Großmaschinen reichte das Spektrum über sechs Baureihen vom Biber 60 bis zum Flaggschiff Biber 110. Insgesamt zeigte Eschlböck sieben Aufbauvarianten, vom zapfwellenangetriebenen Hacker bis zum Biber Powertruck.

Das Programm der handbeschickten Hacker reicht vom Biber 2 bis zum Biber 6.

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Premiere beim Biberfest: Mit dem neuen Biber 96 präsentierte Eschlböck seinen bislang größten zapfwellenangetriebenen Holzhacker.

Drei Generationen und zahlreiche Wegbegleiter feierten gemeinsam das 70-jährige Bestehen des Familienunternehmens Eschlböck.

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© alle Bilder: SYNCRAFT

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MEHR WERT AUS DEM EIGENEN HOLZ: RÜCKWÄRTSKRAFTWERK STÄRKT DIE REINTHALMÜHLE

Ein über Generationen aufgebauter Forstbetrieb steht einem zunehmend volatilen Holzmarkt gegenüber. In der Reinthalmühle in Straß im Attergau schafft ein SYNCRAFT-Rückwärtskraftwerk neue Wertschöpfung aus Restholz: Es liefert Strom, nutzbare Wärme und Pflanzenkohle und verbreitert damit die wirtschaftliche Basis des Betriebs.

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in Wald wächst nicht in Quartalen. Was heute geerntet wird, haben vielfach frühere Generationen begründet und über Jahrzehnte gepflegt; Entscheidungen, die im Forst getroffen werden, wirken oft weit über ein Menschenleben hinaus. Dem gegenüber steht ein Holzmarkt, auf dem sich Preise und Absatzbedingungen innerhalb weniger Monate verändern können. Für den Betreiber der Reinthalmühle in Straß im Attergau wurde dieser Gegensatz irgendwann zu einer ganz praktischen wirtschaftlichen Frage: Wie lässt sich ein über Generationen aufgebauter Forstbetrieb so weiterführen, dass auch künftig genügend Mittel für die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes zur Verfügung stehen? Der familiäre Forstbetrieb bewirtschaftet im Attergau rund 2.500 Hektar Wirtschaftswald, der Jahreseinschlag liegt bei etwa 23.000 Festmetern. Über Jahre war der Betrieb stark von den Bedingungen des Rundholzmarktes und den großen Abnehmern abhängig. Doch gerade deren kurzfristigere Marktlogik steht den langen Planungshorizonten der Forstwirtschaft gegenüber. „Im Forst sind die Durchrechnungszeiträume zwischen 20 und 100 Jahre“, sagt Betreiber Fritz Mayr-Melnhof. Ein Jahr mit guten Holzpreisen ändere daran wenig. Auf lange Sicht, so seine Rechnung, hätten sich die realen Erlöse wesentlich weniger positiv entwickelt, als es einzelne Hochpreisphasen vermuten lassen. Dabei profitiert der Betrieb heute noch von Arbeit, die Generationen zuvor geleistet haben. Einzelstammentnahmen, Astung und intensive Bestandspflege hätten Holzqualitäten geschaffen, von denen die Forstwirtschaft bis heute zehre. Genau diesen Aufwand unter heutigen wirtschaftlichen Bedingungen fortzuführen, werde jedoch zunehmend schwieriger. Für Fritz Mayr-Melnhof war deshalb klar: Sollte der Wald auch für die nächsten Generationen in dieser

Qualität weiterbewirtschaftet werden, musste ein größerer Teil der Wertschöpfung im eigenen Betrieb bleiben. Vom Nebenprodukt zum Energierohstoff Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Frage, was mit jenem Holz geschieht, das nicht als Schnittholz den Betrieb verlässt. Sägespäne lassen sich vergleichsweise einfach vermarkten und gehen unter anderem zur Pelletproduktion. Bei Hackschnitzeln, Waldrestholz und weiteren energetisch nutzbaren Sortimenten ist die Ausgangslage schwieriger. Der Betreiber bringt es auf den Punkt: Hackschnitzel seien kein besonders hochwertig veredeltes Produkt, das über größere Entfernungen zu transportieren wirtschaftlich wenig sinnvoll sei. Damit lag es nahe, diese Stoffströme möglichst am Standort weiterzuverarbeiten und aus einem Nebenprodukt zusätzliche Erlöse zu schaffen. Zusammen mit weiteren energetisch nutzbaren Holzsortimenten stehen dafür rund 2.800 Atrotonnen Brennstoff pro Jahr zur Verfügung. Auf diese Größenordnung wurde ein Energiekonzept abgestimmt. Das SYNCRAFT-Rückwärtskraftwerk bot dafür die Möglichkeit, aus genau diesem Material nicht nur Energie, sondern gleich mehrere vermarktbare Produkte zu erzeugen. Nicht aus Idealismus allein Seit 2023 arbeitet an der Reinthalmühle ein SYNCRAFT-Rückwärtskraftwerk des Typs CW1800-500. Die Anlage erzeugt aus dem aufbereiteten Holz gleichzeitig Strom, nutzbare Wärme und festen grünen Kohlenstoff. Für den Betreiber liegt der entscheidende Vorteil darin, dass aus einem bislang vergleichsweise niedrig bewerteten Reststoff mehrere zusätzliche Wertschöpfungsströme entstehen. Neben der wirtschaftlichen

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Mit dem nachgerüsteten Desorber Mk1 wird die Pflanzenkohle so nachbehandelt, dass sie die Anforderungen für das Qualitätslabel EBC AgroBio erfüllt.

Keine Premium-Hackschnitzel notwendig Damit die Anlage unterschiedliche Brennstoffe zuverlässig verarbeiten kann, sind vor allem Wassergehalt und Zusammensetzung entscheidend. Vor dem Eintritt in den Gaserzeuger soll der Wassergehalt des Materials bei rund zehn Prozent liegen. Hochwertiges Sägerestholz ist dafür jedoch nicht erforderlich: Auch Waldhackgut und Material mit höheren Rindenanteilen können eingesetzt werden, sofern Mischung, Stückigkeit und Schüttdichte passen. Laut Betreiber läuft die Anlage dann zuverlässig und mit gut planbaren Wartungsintervallen. Zum Einsatz kommt in der Reinthalmühle ein SYNCRAFT Typ 500 mit 500 kW elektrischer Leistung, 770 kW thermischer Leistung und einem trockenen Brennstoffbedarf von rund 362 Kilogramm pro Stunde. Im Gaserzeuger wird der getrocknete Brennstoff bei hohen Temperaturen und unter kontrollierter Luftzufuhr thermochemisch umgewandelt. Dabei entstehen ein brennbares Produktgas und fester Kohlenstoff in Form von Pflanzenkohle. Das Produktgas wird gekühlt und über keramische Filter von Kohlepartikeln gereinigt, bevor es dem Gasmotor zugeführt und dort in Strom und Wärme umgewandelt wird. Die abgeschiedene Kohle verlässt den Prozess als separates Produkt.

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Seite spielte auch die Frage eine Rolle, wie sich diese Wertschöpfung möglichst regional und mit einem zusätzlichen ökologischen Nutzen gestalten lässt. Der im Prozess abgeschiedene Kohlenstoff kann dauerhaft gebunden werden, gleichzeitig verbleiben Stromerzeugung und Wärmenutzung weitgehend am Standort bzw. in der Region. Entscheidend war jedoch von Anfang an, dass sich dieses Konzept auch wirtschaftlich tragen lässt. Nur dann wird aus einer guten Idee ein dauerhaft tragfähiger Bestandteil des Gesamtbetriebs. Genau hier unterscheidet sich das Kraftwerk vom eigentlichen Sägegeschäft. Während Forst und Holzverarbeitung von Marktpreisen, Auftragslage und saisonalen Schwankungen geprägt sind, ­kommen mit der Stromeinspeisung und der Möglichkeit zur Lohntrocknung zusätzliche Einnahmen hinzu, die sich kontinuierlicher planen lassen. SYNCRAFT-Geschäftsführer Marcel Huber stellt bei der Wirtschaftlichkeit den Strom an die erste Stelle. „Der Strom ist die Basis des Setups.“ Wärme und Kohlenstoff in Form von Pflanzenkohle ergänzen den Ertrag, machen das Geschäftsmodell aber gleichzeitig anspruchsvoller. „Unsere größte Stärke ist gleichzeitig unsere größte Schwäche: Ich muss mich um drei Produkte kümmern und nicht nur um eines.“ Gerade diese Komplexität kann jedoch zum Vorteil werden: Mit Strom, Wärme und Kohlenstoff stehen dem Betreiber drei unterschiedliche Wertschöpfungsströme zur Verfügung, die das Projekt auf mehrere wirtschaftliche Standbeine stellen. Die Wärme bleibt am Standort Für die Reinthalmühle stellte sich insbesondere die Frage, wie sich die thermische Energie sinnvoll nutzen lässt. Ein Wärmenetz in Richtung der umliegenden Siedlungsgebiete erwies sich aufgrund von Leitungslängen und Leistungsdichte aber als wenig attraktiv. Stattdessen entstanden unmittelbar am Standort drei große Trocknungsboxen. Damit bekam die Wärme eine doppelte Funktion: Einerseits müssen die Hackschnitzel für den Betrieb des Rückwärtskraftwerks ohnehin auf einen Wassergehalt von rund zehn Prozent heruntergetrocknet werden. Andererseits steht damit eine Infrastruktur zur Verfügung, die auch als Dienstleistung genutzt werden kann. In den Boxen werden deshalb nicht nur eigene Hackschnitzel getrocknet, auch andere Betriebe und Landwirte bringen Hackschnitzel ebenso wie Mais oder Soja zur Reinthalmühle. Was andernorts mitunter schwer zu vermarktende Niedertemperaturwärme wäre, wird damit zu einem zusätzlichen Geschäftsfeld des Standorts.

Die Wärme des Rückwärtskraftwerks wird in drei Trocknungsboxen genutzt – für die Aufbereitung der eigenen Hackschnitzel ebenso wie für Lohntrocknungen.

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Betreiber Fritz Mayr-Melnhof mit der in der Anlage erzeugten Pflanzenkohle. Sie erfüllt die Anforderungen der EBC-Kategorie AgroBio und kann damit auch landwirtschaftlich eingesetzt werden.

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Blick auf die Reinthalmühle in Straß im Attergau: Das Sägewerk verarbeitet Holz aus dem eigenen Forstbetrieb und der Region; energetisch nutzbare Reststoffe werden direkt am Standort im Rückwärtskraftwerk weiterverwertet.

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Strom bringt Berechenbarkeit Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und über die Plattform E-Friends vermarktet, wo Kunden Strom verschiedener regionaler Erzeuger beziehen können. Für den Betreiber passt das zum Grundgedanken des Projekts: Die größten eigenen Forstreviere liegen in der Gemeinde Straß im Attergau, ein erheblicher Teil des im Sägewerk eingesetzten Holzes kommt aus der unmittelbaren Umgebung, die Reststoffe werden am Standort genutzt und auch der erzeugte Strom geht wieder in den Markt. Wie stark dieser Stromertrag ins Gewicht fällt, beschreibt Fritz Mayr-Melnhof mit einem anschaulichen Vergleich: Der eingespeiste Strom entspreche ungefähr dem, was die Gemeinde Straß im Attergau innerhalb eines Jahres an Strom benötige. „Viel regionaler geht nicht“, fasst er den Ansatz zusammen. Auch Kohlenstoff wird zum Produkt Neben Strom und Wärme fällt im Prozess grüner Kohlenstoff an. Die Reinthalmühle wurde inzwischen technisch so erweitert, dass die produzierte Pflanzenkohle die Anforderungen der EBC-Kategorie AgroBio erfüllt. Damit kann sie auch für landwirtschaftliche Anwendungen, etwa als Bodenverbesserer, eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es für den erzeugten Kohlenstoff eine Reihe weiterer Absatzmöglichkeiten. SYNCRAFT nennt unter anderem die Metallurgie als wichtigen industriellen Abnehmer; hinzu kommen Anwen-

dungen in hochwertigen Substraten sowie als Zuschlagsstoff in Beton. Am Standort wurde beispielsweise bereits Beton eingesetzt, dem Pflanzenkohle beigemischt wurde. Die Kohle eröffnet gleichzeitig einen weiteren Aspekt des Projekts. Ein Teil des im Holz gespeicherten Kohlenstoffs wird im Prozess nicht wieder als CO2 freigesetzt, sondern bleibt in stabiler Form gebunden. Dadurch kann die Pflanzenkohle je nach zertifizierter Verwendung als Kohlenstoffsenke angerechnet werden. Breitere Basis für den Gesamtbetrieb Das Rückwärtskraftwerk löst die Volatilität des Holzmarktes nicht auf. Auch das Sägewerk bleibt davon abhängig, was Rundholz und Schnittholz am Markt wert sind. Doch aus Material, das zuvor vor allem als Reststoff anfiel, entstehen nun drei weitere Produkte: Strom wird verkauft, Wärme für die eigene Trocknung und als Dienstleistung genutzt, der erzeugte Kohlenstoff vermarktet. Damit verteilt sich die Wertschöpfung auf mehrere Bereiche und die wirtschaftliche Basis des Gesamtbetriebs wird breiter. Für den Betreiber ist genau das der entscheidende Punkt. Das Kraftwerk ist weder Demonstrationsprojekt noch Selbstzweck. „Es muss wirtschaftlich tragfähig sein.“ Erst dann kann es seinen Teil dazu beitragen, einen Wald, der über Generationen aufgebaut wurde, so weiterzuführen, dass auch die nächste Generation noch damit wirtschaften kann.

Zurück nach Vorn

Wir bauen Rückwärtskraftwerke, um eine nachhaltige Welt anzutreiben. OKTOBER | 26

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