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Besuchen Sie uns in München: C6.328 und 329
4. - 7. Mai 2026


Patricia Pfister Chefredakteurin

Sommer, Festivals, tausende Besucher: Was nach Ausnahmezustand klingt, ist für die Infrastruktur im Hintergrund vor allem eine Belastungsprobe. Wo in kurzer Zeit große Mengen Abwasser aus Toiletten, Duschen und Gastronomie anfallen, braucht es Systeme, die auch unter Spitzenlast zuverlässig funktionieren. Wie eine Kläranlage nahe dem Wacken Open Air genau diese Herausforderung meistert, erfahren Sie ab Seite 42.
Nicht nur die Abwasserbehandlung ist ein Bereich kommunaler Infrastruktur, der meist erst dann Aufmerksamkeit bekommt, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Das gilt ebenso für die Wärmeversorgung. Wie rasch aus einer zunächst unsichtbaren Schwachstelle ein größeres Problem werden kann, zeigte sich bei der Fernwärme Nikitsch im Burgenland, wo eine große Leckage zum Wendepunkt wurde. Erst die punktgenaue Ortung machte deutlich, wie wichtig der Blick auf das gesamte Netz ist. Denn entscheidend ist nicht nur die Erzeugung der Wärme, sondern vor allem, wie viel davon tatsächlich verlustarm bei den Abnehmern ankommt. Warum gerade das Leitungsnetz besondere Aufmerksamkeit verdient und wie sehr sich Prävention wirtschaftlich auszahlen kann, lesen Sie ab Seite 32.
Dass Infrastruktur immer auch eine Frage langfristiger Planung ist, zeigt ein Blick nach Wien. Tag für Tag werden rund 400.000 Kubikmeter Trinkwasser aus den Alpen in die Stadt geleitet. Um die Versorgung auch künftig auf hohem Niveau abzusichern, investiert Wien gezielt in den Ausbau seines Netzes und schafft zusätzliche Kapazitäten sowie Redundanzen. Wie diese Strategie konkret umgesetzt wird, erfahren Sie ab Seite 37.
Trinkwasser ist dabei eigentlich zu kostbar, um es nach einmaliger Nutzung ungenützt in den Kanal abzuleiten. Grauwasser-Recycling zeigt, wie sich vorhandene Ressourcen effizienter nutzen lassen: Aufbereitetes Dusch- und Waschwasser kann als Betriebswasser wiederverwendet werden und so den Verbrauch deutlich senken – ein Ansatz, der insbesondere in kommunalen Einrichtungen an Bedeutung gewinnt (ab Seite 40).
Nicht nur Wasser als qualitativ hochwertiges Lebensmittel oder dessen Behandlung als Abwasser beschäftigen uns in dieser Ausgabe von zek KOMMUNAL. Wie gewohnt finden Sie darüber hinaus eine große Vielfalt weiterer Beiträge: vom Winterdienst im Paznaun über die Digitalisierung von Vermessungsaufgaben bis hin zu den zahlreichen Aufgaben im täglichen Einsatz im Bauhof. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre

Patricia Pfister

Neue Produktfamilie optimiert für ÖWAV-RB 45 (2.Auflage)
Behandlungsanlage ViaPure

+ Kompakte Anlage mit Sedimentationsleistung von 4,5 m/h
+ Überstausicher für Retentionsraumnutzung
+ Keine Remobilisierung abgetrennter Stoffe
CaviLine VS - der

+ einer Regenwasserbehandlung
+ Hohe Stabilität - befahrbar bis SLW 60
+ Gesamte Anlage zugänglich nach DGUV Regel 103-003




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03 Editorial 04 Inhalt
AKTUELL
06 Interessantes & Wissenswertes
07 Impressum
KOMMUNALTECHNIK
14 Bucher Citycat VR17e: elektrische Kompaktkehrmaschine Kehrtechnik
16 Stark im Steilhang: Sicher unterwegs im Paznauner Winterdienst Winterdienst
19 Abfallbehälter als Teil des Stadtbilds in Bruchsal Entsorgung
KOMMUNALTECHNIK
20 60 Jahre Kärcher Schweiz Firmenjubiläum
22 LD2 bringt Vermessung und GIS direkt in die Gemeinde Vermessung
24 Ganzjahreslösung für den Bauhof: Gosau übernimmt Multicar M29 Geräteträger
26 UNTHA setzt neue Impulse in der Zerkleinerungstechnik Abfallaufbereitung





VERANSTALTUNGEN
28 Wintershow 2026: Technik im Praxistest Nachberichtnst-Ko
mp
WÄRMEVERSORGUNG
30 Energie aus Abwasser: Tulln macht Rathaus klimafit Abwärme
32 Wärme- und Datennetze dauerhaft im Blick: Verluste vermeiden Leitungsnetzüberwachung
34 Zukunftssichere Speichertechnik für nachhaltige Energienetze Energiemanagement
36 CEBC 2026: Graz als BioenergieDrehscheibe Mitteleuropas Veranstaltung
TRINKWASSERVERSORUNG
37 Wien stärkt das Rückgrat seiner Wasserversorgung Leitungsbau
ABWASSERTECHNIK
40 Grauwasser-Recycling auf dem Weg zum Standard Recycling-System
42 Wie eine Kläranlage ein Rock-Festival übersteht Streifenbelüfter
44 Wenn der Untergrund nicht mitspielt: Kanal-auf-Pfahl in Klagenfurt Leitungsbau
LÄ RTECHNIK


Blick auf den Hydrac-Standort in Sierning: Am oberösterreichischen Produktionsstandort entwickelt und fertigt das Unternehmen Kommunal- und Landtechnik.
Die Hydrac Kommunal- und Landtechnik mit Sitz in Sierning (Oberösterreich) hat ihr Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen und ist nun wirtschaftlich stabilisiert. Mit dieser positiven Entwicklung stellt das Unternehmen die strategischen Weichen neu und richtet seinen Fokus künftig verstärkt auf den Kommunalbereich. Als eines der führenden Unternehmen im Bereich Kommunaltechnik entwickelt und produziert Hydrac hochwertige Schneepflüge und Streugeräte für den professionellen Winterdienst, ergänzt wird das Produktportfolio durch Böschungsmäher für den Traktoreinsatz. Dieses strategische Kerngeschäft wird in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickelt und ausgebaut. Der Vertrieb erfolgt weiterhin über den Fachhandel, Gemeinden und Behörden können die Produkte von Hydrac wie bisher auch über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) beziehen. Die Ersatzteilversorgung für sämtliche Hydrac-Produkte sowie sämtliche Serviceleistungen, einschließlich Wartung und Reparaturen, stehen den Kunden uneingeschränkt zur Verfügung. Ergänzend dazu bietet Hydrac in den Wintermonaten wie gewohnt eine eigene Winterdiensthotline für technische Unterstützung an. Der Produktionsstandort in Sierning bleibt erhalten und bietet der Region auch weiterhin Arbeitsplätze. Das Jahr 2026 steht bei Hydrac im Zeichen eines besonderen Meilensteins: Das Unternehmen feiert sein 60-jähriges Bestehen. Sechs Jahrzehnte Erfahrung, technische Kompetenz und enge Kundennähe bilden die solide Grundlage für die strategische Neuausrichtung und den weiteren Weg in eine erfolgreiche Zukunft.
FÜR ALLE, DIE’S RICHTEN!


Blick in die Messehallen der Suisse Public während der letzten Auflage 2023: In Bern trifft sich 2026 erneut die Schweizer Beschaffungs- und Branchenwelt des öffentlichen Sektors.
ARBEITSSICHERHEIT IM FOKUS DER SUISSE PUBLIC 2026
Mit einem Fokus auf Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz geht die Suisse Public von 16. bis 19. Juni 2026 in Bern an den Start. Auf dem BERNEXPO-Areal präsentiert sich die Schweizer Leitmesse für den öffentlichen Sektor erneut als zentrale Plattform für Fachpersonen, Beschaffungsverantwortliche und Entscheidungsträger aus Gemeinden, Städten, Kantonen sowie aus Wirtschaft und Industrie. Rund 250 Ausstellende und 13.000 Besuchende werden erwartet. Inhaltlich deckt die Messe ein breites Spektrum ab, darunter Kommunalfahrzeuge, Feuerwehr, Rettungsdienste, Straßen, Signalisation und Verkehr, Gebäudeunterhalt, Abfall und Recycling, IT und Sicherheit sowie Sport und Freizeit. Der Bereich Arbeitssicherheit und -schutz wird 2026 gezielt ausgebaut und neu platziert. Mit dem Swiss Safety Verband besteht zudem eine neue Partnerschaft.

Einhub der Fernwärme-Station am Flughafen Salzburg.

Die Schmid Mawera Group bündelt Schweizer und österreichische Biomassekompetenz unter einem gemeinsamen Dach.
UND MAWERA BÜNDELN BIOMASSEKOMPETENZ
Die Schweizer Schmid AG energy solutions und die österreichische Mawera GmbH werden zur neuen Schmid Mawera Group zusammengeführt. Mit dem Zusammenschluss entsteht nach Unternehmensangaben ein europäischer Marktführer für nachhaltige Energieerzeugung aus Biomasse im mittleren Leistungsbereich. Die neue Gruppe kommt auf rund 180 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt 680 Mitarbeitende. CEO wird Philipp Lüscher, bisheriger CEO von Schmid, CFO Christian Huber. Die Standorte Eschlikon in der Schweiz und Hard in Vorarlberg bleiben zentrale Säulen der Gruppe. Künftig soll zudem der polnische Produktionsstandort das gesamte Portfolio fertigen. Mit der Zusammenführung wollen die Unternehmen ihre Marktpräsenz ausbauen, Synergien nutzen und ihre Rolle als Systemintegrator für erneuerbare Energien stärken.
FLUGHAFEN SALZBURG WIRD ANS FERNWÄRMENETZ ANGESCHLOSSEN
Der Flughafen Salzburg wird künftig über die Süd-WestSpange mit Fernwärme aus dem Verbundnetz Salzburg-Hallein versorgt. Mit einer Anschlussleistung von 2,8 MW und einem Wärmebedarf von rund 250 Einfamilienhäusern zählt er dann zu den größten Kunden der Salzburg AG in diesem Netz. Ein technischer Meilenstein wurde im Jänner erreicht: Die Fernwärmestation wurde in den Heizraum eingebracht. Wegen des knappen Platzangebots und des laufenden Betriebs erfolgte die Lieferung in sechs Einzelteilen, die erst vor Ort montiert wurden. Die Station trennt das Kundennetz von der Zuleitung, regelt die Wassermenge und überträgt die benötigte Wärme. Durch den Anschluss sollen jährlich rund 510 Tonnen CO2 eingespart werden. Der geplante Wärmeabsatz liegt bei 3,6 GWh. Der Ausbau der Süd-West-Spange ist Teil der Dekarbonisierungsstrategie der Salzburg AG. Bis 2040 soll die Wärmeversorgung in Salzburg vollständig dekarbonisiert sein.
IMPRESSUM: Herausgeber: Mag. Roland Gruber | Verlag: Mag. Roland Gruber e.U. · zek-VERLAG · Brunnenstraße 1 · 5450 Werfen · office@zek.at · M +43 664 115 05 70 · www.zek.at | Chefredaktion: Patricia Pfister · pp@zek.at · M +43 664 214 06 14 | Anzeigenleitung & PR-Beratung: Mario Kogler, BA · mk@zek.at · M +43 664 240 67 74 | Gestaltung: Mag. Roland Gruber e.U. · zek-VERLAG · Brunnenstraße 1 · A-5450 Werfen · M +43 664 115 05 70 · office@zek.at · www.zek.at | Druck: Druckerei Roser · A-5300 Hallwang | Verlagspostamt: A-5450 Werfen | Grundlegende Richtlinien: zek KOMMUNAL ist eine parteiunabhängige Fachzeitschrift für erneuerbare Energien und zukunftsorientierte Technologien sowie Management im kommunalen Bereich | Abopreis Österreich € 83,00 · Ausland € 94,00 inklusive Mehrwertsteuer | zek KOMMUNAL erscheint viermal im Jahr · Auflage 8.000 Stück · ISSN 2791-4100 · 24. Jahrgang.

Auftakt ins Jubiläumsjahr: Die Rapid-Belegschaft stieß an den Standorten Killwangen und Mennwangen auf das 100-jährige Bestehen des Unternehmens an.
Am 16. Februar 1926 wurde die Rapid Motormäher AG im Handelsregister in Zürich eingetragen. Genau 100 Jahre später nahm das Unternehmen dieses Datum zum Anlass, intern in das Jubiläumsjahr zu starten. Am Hauptstandort im aargauischen Killwangen und im süddeutschen Mennwangen blickt die Belegschaft auf das 100-jährige Bestehen der Firma zurück. Grundlage zur Firmengründung damals bot die Idee des Bauernbuben Jakob Fahrni gepaart mit dem technischen Wissen von Ingenieur Arnold Rütishauser zum Bau des weltweit ersten Motormähers. Schon rasch wurde in Zürich industriell gefertigt und Serien von bis zu 300 Maschinen gebaut. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Rapid vom Hersteller von Einachsern zu einem breit aufgestellten Maschinenbauunternehmen. Heute gehören unter anderem der Brielmaier-Motormäher und die RoboFlail-Funkraupen zum Portfolio. Mit dem satellitengesteuerten Mähgerät Rapid Cosmos setzt das Unternehmen zudem auf neue Technologien. Parallel zur Landtechnik produziert Rapid in der Auftragsfertigung für globale industrielle Märkte auch rührreibgeschweißte Hochleistungskühler für Automobile, Schienenfahrzeuge und andere Hightech-Anwendungen. Zum Jubiläumsjahr sind verschiedene Aktivitäten geplant, etwa werden für die Öffentlichkeit am Wochenende 26. und 27. September die Werkshallen in Killwangen geöffnet.


PRÄZISE MESSTECHNIK FÜR WASSER UND ABWASSER Extreme Wetterereignisse, höhere Anforderungen an die Trinkwasserqualität und komplexere Abwasserprozesse erhöhen den Druck auf Betreiber. Für eine widerstandsfähige Wasserund Abwasserinfrastruktur sind daher verlässliche Messwerte auch unter schwierigen Bedingungen entscheidend. Wie moderne Füllstand- und Druckmesstechnik dazu beiträgt, Prozesse stabil und effizient zu halten, zeigt VEGA von 4. bis 8. Mai 2026 auf der IFAT in München. Am Stand C1.239 will das Unternehmen seine Sensorik in interaktiven Demonstrationen unter realistischen Einsatzbedingungen präsentieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abwasserbehandlung. Präzise Messwerte sind dort in allen Prozessstufen gefragt, vom Zulauf über Pumpwerke, Sedimentation und Belüftung bis zur Schlammentwässerung und Ablaufkontrolle. Auch bei Schaum, Dämpfen, Anhaftungen oder wechselnden Medienbedingungen sollen die Sensoren stabile Ergebnisse liefern. Dadurch lassen sich Überläufe vermeiden, Energieverbräuche senken und Stillstände reduzieren. Darüber hinaus präsentiert VEGA Lösungen für das Wassermanagement, etwa in der Trinkwasserversorgung, im Hochwasserschutz und bei der Überwachung kritischer Infrastrukturen. Präzise Füllstand- und Druckmesstechnik gewährleistet den sicheren Betrieb von Becken, Speichern, Rohrleitungsnetzen und offenen Gerinnen. Intelligente Grenzschalter unterstützen automatisierte Alarm- und Steuerprozesse und erhöhen die Betriebssicherheit auch unter extremen Umweltund Belastungsbedingungen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Digitalisierung: IIoT-Konnektivität erleichtert die Einbindung in bestehende Leitsysteme und die Überwachung wichtiger Prozesszustände.








Unter dem Markennamen BIBER entwickelt und erzeugt das oberösterreichische Familienunternehmen seit den 70ern Holzhackmaschinen. Hier wird die ideale Hacker-Lösung für den Kunden gefunden: kompakte, handbeschickte Maschinen ab max. 15 cm Holz ø mit hoher Robustheit und Arbeitssicherheit bis zur größten Produktpalette an Großhackern mit 147 cm Breite bzw. bis zu 95 cm Holzstärke. Mit Eschlböck kann der Kunde wachsen!


24. – 26. Juni 2026
Inspiration, Wissen und Innovation an einem Ort.
Buchen Sie Ihr Ticket online: www.oega.ch/de/besucher/ tickets
Schweizerische Fachmesse für Garten-, Obst- und Gemüsebau CH-3425 Koppigen

Begleitend zum Betreiber-Erfahrungsaustausch präsentierten Unternehmen auf der Lieferantenmesse neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen für Biomasseheizwerke.
SEEGEN: TREFFPUNKT DER NAHWÄRMEBRANCHE IN SAALFELDEN
Wenn sich Betreiberinnen und Betreiber von Biomasseheizwerken, Technik-Fachleute und Branchenpartner treffen, geht es weniger um große Schlagworte als um konkrete Lösungen für den Alltag. Genau darum drehte sich auch der 21. Betreiber-Erfahrungsaustausch, der im März in Saalfelden stattfand. Rund 250 Teilnehmende folgten der Einladung von SEEGEN sowie der Dachverbände aus Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Südtirol. Damit hat sich die zweitägige Veranstaltung als wichtiger Treffpunkt für Nahwärmebetreibende im Westen Österreichs etabliert. Die Wurzeln der Tagung reichen bis ins Jahr 2000 zurück. Was damals als kleiner Betreiber-Stammtisch begann, hat sich in 25 Jahren zu einer etablierten Fachveranstaltung entwickelt. Der Fokus blieb dabei gleich: Praxis, Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Fachvorträge zu aktuellen Entwicklungen im Nahwärmesektor, Berichte direkt aus dem Heizwerksbetrieb sowie Diskussionsrunden zu technischen und organisatorischen Fragen bildeten auch heuer das inhaltliche Rückgrat. Ergänzt wurde das Programm durch eine Lieferantenmesse, auf der Unternehmen neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen für den Heizwerksbetrieb präsentierten. Ein wichtiger organisatorischer Schritt wurde ebenfalls in Saalfelden vorgestellt: Die Verbände aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg bündeln ihre Kräfte künftig gemeinsam mit dem Südtiroler Energieverband im neuen Dachverband Biomasseheizwerke Alpenregion. Damit erhält die länderübergreifende Zusammenarbeit eine noch breitere Basis. Eine Premiere gab es heuer mit der Auszeichnung „Vom Provisorium zum Standard“. Prämiert wurden besonders kreative und praxistaugliche Lösungen aus dem Heizwerksalltag. Ausgezeichnet wurden das Heizwerk Flachau mit Lösungsansätzen zur Vermeidung von Kesselrohrkorrosion, Nahwärme Hilbe für die Restwärmenutzung aus dem Kondensatwasser der Rauchgaskondensationsanlage, das Wärmewerk Rasen AG mit einer gemeinsamen Wasseraufbereitungs- und Druckhalteanlage für zwei Netze unterschiedlicher Druckstufen sowie das Heizwerk Alpendorf mit einem einfachen Kabeltester zur Kontrolle der Klemmreihenfolge bei Datenkabeln. Auch das Rahmenprogramm war klar auf Praxisbezug ausgerichtet. So wurde Dominik Prähofer von der Bäuerlichen Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft Hofkirchen für den erfolgreichen Abschluss des KEK-Weiterbildungsprogramms ausgezeichnet. Eine Exkursion zum Biomasseheizwerk Lofer rundete den ersten Veranstaltungstag ab. Dort konnten die Teilnehmenden unter anderem eine aktive Rauchgaskondensation mit Absorptionswärmepumpe aus nächster Nähe kennenlernen.

Auf dem Dach des XXXLutz-Zentrallagers in Zurndorf entsteht mit 35.000 Modulen Österreichs größte Photovoltaikanlage.
EUROPAS ZWEITGRÖSSTE DACH-PV-ANLAGE
ENTSTEHT IN ZURNDORF/BURGENLAND
Auf dem Dach des XXXLutz-Zentrallagers in Zurndorf errichten Burgenland Energie und PÜSPÖK derzeit Österreichs größte Photovoltaikanlage auf einem Dach – und zugleich die zweitgrößte Europas. Nach Fertigstellung soll die rund 20 MW starke Anlage mit 35.000 Modulen jährlich mehr als 20 Mio. kWh sauberen Strom liefern. Damit leistet das Projekt einen zentralen Beitrag zur Energieunabhängigkeit des Burgenlands bis 2030. Für PÜSPÖK ist die Anlage Teil einer langfristigen Strategie, bis 2026 über 400 MWp Solarleistung in Betrieb zu nehmen. Die Voraussetzungen für Photovoltaik sind im Burgenland nahezu ideal: Über 2.000 Sonnenstunden jährlich bieten bestes Potenzial für solaren Strom – direkt vor Ort produziert, emissionsfrei und unabhängig von globalen Energiemärkten.

Live-Demonstrationen zum Automobilrecycling zeigen auf der IFAT praxisnah, wie sich Materialkreisläufe schließen lassen. Sie sind ein Teil des breit gefächerten Messeprogramms.
IFAT – WELTLEITMESSE FÜR UMWELTTECHNOLOGIEN
Als internationale Plattform für Wasser-, Abwasser-, Abfallund Rohstoffwirtschaft zählt die IFAT Munich zu den wichtigsten Branchentreffpunkten weltweit. Von 4. bis 7. Mai 2026 präsentiert sie auf dem Münchner Messegelände Lösungen entlang der gesamten Umwelttechnologie-Kette: von Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung über Recycling und Kreislaufwirtschaft bis hin zu kommunaler Technik und digitalen Anwendungen. Seit ihrem Start im Jahr 1966 hat sich die IFAT von einer Fachmesse für Abwassertechnik zur weltweit führenden Innovationsplattform der Branche entwickelt. Im Mittelpunkt stehen 2026 erneut Strategien, Technologien und Praxislösungen für eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Infrastruktur.












© Eberle
Mit der robusten STK-Box sind Tablets auf der Baustelle sicher geschützt und freihändig nutzbar.
TABLET-SCHUTZ FÜR SICHERHEIT
Mit der neuen Tablet-Schutz- und Tragetasche STK-Box von Eberle wird mobiles Arbeiten auf Baustellen und im Außendienst deutlich sicherer und effizienter. Die robuste AluminiumBox schützt das Tablet vor Stößen, Wetter und Schmutz und ermöglicht dank Klappmechanismus die ergonomisch beste Arbeitsposition. So können Anwender freihändig arbeiten, sich sicher bewegen und das Gerät schnell wieder verschließen. Der Universalhalter fixiert das Tablet zuverlässig, ein Stifthalter sorgt für Ordnung. Durch den verstellbaren Tragegurt lässt sich die Box individuell anpassen. Erhältlich in zwei Größen (10,5–12“ und 12–13“), bietet die STK-Box mehr Bewegungsfreiheit, Arbeitssicherheit und Produktivität – eine innovative Lösung zur Digitalisierung auf Baustellen und unterwegs.
© RMBH

Die Höhe der KSP LED Premium Akustik Sport beträgt inklusive Leuchten und Ballabweisgitter max. 200 mm. Die Register-Kopfstücke sind bereits ab Werk an die Platten geschweißt.
Im neuen Sportzentrum DinkelDuo in Neuenhaus kommen in beiden Hallen KSP LED Premium Akustik Sport-Deckenstrahlplatten von RMBH zum Einsatz. Sie vereinen Wärme und Licht in einem System, sparen Material und Montageaufwand und sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Für Kommunen bietet die Lösung gleich mehrere Vorteile: langlebige, thermisch entkoppelte LED-Leuchten, geringere Betriebs- und Wartungskosten sowie eine hohe Energieeffizienz. Die Akustiklochung verbessert zudem die Raumakustik. Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3 und zusätzliche Ballabweisgitter erfüllen wichtige Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz.


Beim Kommunalforum Alpenraum in Kundl versammelte Gastgeber Lindner Traktoren Expertinnen und Experten, um über die Zukunft des alpinen Tourismus zu sprechen. Zwischen Klimawandel, Beschneiung und Ganzjahreskonzepten wurde deutlich: Der Skitourismus bleibt stark, alternative Angebote werden aber immer wichtiger.
Geht den Tourismusgemeinden im Alpenraum der Schnee aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Kommunalforums Alpenraum im Lindner-Innovationszentrum in Kundl. Die Expertinnen und Experten zeigten auf, mit welchen Strategien die Branche auf die Herausforderungen von morgen reagiert. Die Botschaft: Skifahren ist und bleibt das Kernprodukt, alternative Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Optimistischer Blick auf den Skitourismus
„Es gab noch nie so viele Skifahrer wie heute. Die Skifahrer werden uns nicht ausgehen“, zeichnete Skitourismusforscher Günther Aigner in einem Impulsvortrag ein optimistisches Bild. „Die 366 Millionen jährlichen Erstzutritte sind weltweit seit 25 Jahren stabil, 44 Prozent davon entfallen auf den Alpenraum. Österreich und Norditalien sind Skitourismusweltmeister.“ Als wichtigsten Zukunftstrend sieht Aigner die Luxurisierung, Skifahren werde elitärer. Gleichzeitig zeige das Beispiel USA, dass selbst im teuersten Skitourismusmarkt der Welt dynamisches Wachstum und neue „All Time Highs“ möglich sind. Zum Thema Klimawandel meinte der Experte: „Wir werden 2050 noch Ski fahren, selbst im Worst-Case-Szenario. Der Skitourismus hat sich von den meteorologischen Rahmenbedingungen entkoppelt.“ Was in der öffentlichen Debatte oft untergehe, sei das Thema Nachhaltigkeit: „Skifahren ist zum Glück ökologischer als gedacht, da der CO2-Footprint von Beschneiung, Seilbahnen und Liften gering ist.“ Handlungsbedarf gebe es aber bei der Pistenpräparierung, die dekarbonisiert werden müsse. Insgesamt eröffne die Klimaerwärmung neue Chancen für den alpinen Ganzjahrestourismus, zum Beispiel mit dem Thema Wasser am Berg.

Gastgeber David Lindner (Geschäftsführer Lindner Traktoren, re.) mit Vortragenden und Teilnehmern der Diskussionsrunde: Skitourismusforscher Günther Aigner, Dominik Oberstaller (Präsident Südtiroler Gemeindenverband), Reinhard Klier (Vorstand Stubaier Gletscher) und Boris Giesen (Leiter Vertrieb & Geschäftsentwicklung bei Henne Nutzfahrzeuge) (v.l.).
Zwischen Kernprodukt und Ganzjahresangebot
Dem Wandel aktiv begegnen ist auch die Strategie der Tirol Werbung. „Im Winter setzen wir auf Skifahren plus, das heißt, Angebote wie Langlaufen und Rodeln werden immer wichtiger. Außerdem entwickeln wir gemeinsam mit den Tourismusverbänden Ganzjahresstrategien“, betonte Ilona Klingler, die den Bereich Themen und Erlebnisse bei der Tirol Werbung leitet. ,,Mit der Weiterentwicklung der Tourismusangebote sind für uns neue Geschäftsfelder entstanden. Wir haben mit unseren Traktoren und Transportern Ganzjahreslösungen entwickelt, bei denen die Fahrzeuge mit Raupenlaufwerk ausgestattet werden und so im Winter für perfekt präparierte Langlaufloipen und Rodelbahnen sorgen. Durch den Umbau auf Standardreifen können unsere Lintracs und Unitracs im Ganzjahresbetrieb eingesetzt werden. Besonders bei Seilbahnen und Tourismusregionen wie Lech am Arlberg, Ischgl, Kaprun, Sölden oder Silvretta Montafon hat sich dieses Konzept in der Praxis bereits bestens bewährt‘‘, erklärte David Lindner, Geschäftsführer bei Lindner Traktoren. Boris Giesen, Leiter Vertrieb & Geschäftsentwicklung bei Henne Nutzfahrzeuge, gab in Kundl Ein-
blicke in die Zukunft des Winterdiensts. „Nicht die Technik hat sich verändert, aber die Planbarkeit. Die Winter sind ungleichmäßiger geworden, gleichzeitig sind die Ansprüche gestiegen, dass alles sofort geräumt werden muss.“
Regionen gut gerüstet
In der abschließenden Talkrunde diskutierten Reinhard Klier (Vorstand Stubaier Gletscher), Rudolf Eberle (Geschäftsführer Hochgratbahn), Walter Osl (Bürgermeister Angerberg) und Dominik Oberstaller (Präsident Südtiroler Gemeindenverband). Das Fazit: Dank technischer Beschneiung und laufender Innovationen sind die Regionen im Alpenraum gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

Ob Loipen, Rodelbahnen oder Verkehrsflächen: Traktoren sind im alpinen Winterdienst ein zentraler Teil der Infrastruktur.

Mit der vollelektrischen CityCat VR17e präsentiert Bucher Municipal eine neue Generation kompakter Kehrfahrzeuge für den urbanen Einsatz. Dank besonders kleinem Wendekreis, leistungsstarker Batterie und digitaler Vernetzung richtet sich die Maschine gezielt an Kommunen, die ihre Stadtreinigung effizienter, leiser und emissionsfrei gestalten wollen. Hohe Nutzlast, lange Einsatzzeiten und moderne Flottenintegration machen das Fahrzeug zu einer zukunftsfähigen Lösung für innerstädtische Reinigungsaufgaben.
Die Anforderungen an Kommunen und Betreiber von Stadtreinigungsflotten steigen stetig: Enge Gassen, Fußgängerzonen, Radwege und stark frequentierte Innenstädte verlangen Fahrzeuge, die präzise und effizient arbeiten. Die Bucher CityCat VR17e verfügt über einen Wendekreis von 4.370 Millimetern von Bordstein zu Bordstein und gehört damit zu den wendigsten Fahrzeugen ihrer Klasse. Gleichzeitig bietet sie eine Nutzlast von 1.400 Kilogramm, einen großzügigen Kehrgutbehälter und ist mit einem 235-LiterFrischwassertank ausgestattet. Diese Kombination ermög-
licht längere Einsatzzeiten, ohne dass die Arbeit durch häufiges Nachfüllen oder Entladen unterbrochen werden muss.
Nachhaltigkeit als Standard
Mit der vollelektrischen Antriebstechnologie reagiert Bucher Municipal auf die zunehmende Elektrifizierung kommunaler Fahrzeugflotten. Die leistungsstarke 55-Kilowattstunden-Batterie ermöglicht mindestens zehn Stunden Dauerbetrieb, und mit der DC-Schnellladung von 45 kW ist das Fahrzeug innerhalb von nur 60 Minuten wieder für eine weitere Schicht ein-

satzbereit. Damit wird die Kehrmaschine zum idealen Begleiter auch für Mehrschichtbetriebe. Weil die Bucher CityCat VR17e im Betrieb keine Emissionen verursacht, trägt sie unmittelbar zu einer besseren Luftqualität in Städten bei. Gleichzeitig arbeitet sie mit einem besonders leisen Geräuschpegel von nur 91 Dezibel, was sie für Einsätze in lärmsensiblen Zonen wie Wohnquartieren oder historischen Altstädten prädestiniert. Auf diese Weise leistet sie nicht nur einen Beitrag zu sauberen Straßen, sondern auch zu einem angenehmeren städtischen Umfeld.
Fahrer im Mittelpunkt
Ein Kehrfahrzeug ist nur so gut wie sein Bediener. Deshalb hat Bucher Municipal die Kabine der CityCat VR17e konsequent auf Komfort und Ergonomie ausgerichtet. Ergonomische Sitze, eine intuitive Bedienoberfläche und eine gemeinsame HMI-Plattform, die in allen Kompaktkehrfahrzeugen von Bucher Municipal eingesetzt wird, erleichtern den Alltag der Fahrer. Dank der Panoramaverglasung verfügen sie über eine hervorragende Sicht, was Sicherheit und Effizienz im Einsatz zusätzlich erhöht.
Intelligente Technik für smarte Städte
Reinigung bedeutet heute mehr als nur Sauberkeit: Effizienz und Digitalisierung rücken zunehmend in den Vordergrund. Mit Bucher Connect bietet die Bucher CityCat VR17e eine moderne Lösung, die Echtzeitdaten zur gesamten Flotte liefert. Ferndiagnosen und vorausschauende Wartung tragen dazu bei, Ausfallzeiten zu reduzieren und den Betrieb reibungslos zu gestalten. Gleichzeitig sorgen Software Over-The-Air Updates dafür,
dass das Fahrzeug jederzeit auf dem neuesten Stand bleibt, ohne dass dafür ein Werkstattbesuch erforderlich ist.
Gestoßenes Kehraggregat für präzise Reinigung
Das gestoßene Kehraggregat arbeitet mit Seitenbesen vor der Vorderachse, die das Kehrgut zum Saugmund führen. Durch diese Anordnung behalten die Fahrer den Arbeitsbereich besser im Blick. So wird eine gleichmäßige Reinigung entlang von Bordsteinen, Wänden und in engen Durchgängen gewährleistet. Mit einer Kehrbreite zwischen 1.200 und 2.400 Millimetern passt sich die Bucher CityCat VR17e jeder Herausforderung an – von engen Gassen bis zu breiten Plätzen. Dank Allradlenkung bleibt die Besenausrichtung selbst in engen Kurven präzise, sodass kein Material zurückbleibt. Ob Staub, Abfall oder Schmutz: Die Bucher CityCat VR17e ist für unterschiedliche Reinigungsaufgaben im innerstädtischen Bereich ausgelegt.
Plattformstrategie für kommunale Flotten
Die Maschine punktet durch ihre lange Laufzeit, kurze Ladezeiten und reduzierte Betriebskosten: Eine gemeinsame Plattform innerhalb der gesamten Kompaktkehrfahrzeuge von Bucher Municipal erleichtert die Wartung, verkürzt die Instandhaltung und senkt den Schulungsaufwand. Gleichzeitig sorgt die digitale Vernetzung dafür, dass das Fahrzeug auch in Zukunft an neue Anforderungen angepasst werden kann. Eine gute Gelegenheit, die Kehrmaschine live zu erleben ergibt sich von 4. bis 7. Mai auf der Messe IFAT in München (Messestand C6.328 und C6.329).


Steile Bergstraßen, enge Verkehrsflächen und winterliche Verhältnisse, die volle Konzentration verlangen, prägen den Einsatzalltag von RW Bau im Paznaun. Mit einem neuen Unimog U430 von Pappas und passender Technik von Kahlbacher setzt der Tiroler Familienbetrieb auf ein vielseitiges Fahrzeugkonzept, das im Winterdienst ebenso überzeugt wie im Ganzjahreseinsatz.

Während des Vor-Ort-Termins mit Ing. Richard Waibl (re.), seinem Mitarbeiter und dem neuen Unimog U430 setzte starker Schneefall ein, der dem Paznaun über Nacht 50 Zentimeter Neuschnee bescherte.
Wenn im Tiroler Paznauntal die ersten Räumfahrzeuge ausrücken, geht es nicht um ein paar Zentimeter Neuschnee. Es geht um Sicherheit auf steilen, engen Bergstraßen. Genau hier arbeitet die RW Bau GmbH in Kappl – ein Familienbetrieb, der Tiefbau, Transporte, Recycling und Winterdienst unter einem Dach vereint. In einer alpinen Region wie dem Paznaun sind die Anforderungen an den Winterdienst besonders hoch: viele Kilometer Strecke, enge Verkehrsflächen und teils vereiste Abschnitte in Bachnähe fordern Fahrer und Technik gleichermaßen.
Verwurzelt im Tal
Geführt wird das Unternehmen heute von Ing. Richard Waibl in zweiter Generation. Gegründet wurde es 1971 von seinem Vater. „Damals hat man eigentlich nur Erdarbeiten gemacht, hauptsächlich Bau, dazu Fluss- und Wegebau“, erinnert sich Richard Waibl. Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein breit aufgestellter Infrastrukturbetrieb. Heute zählt RW Bau zu den verlässlichen Partnern im Straßen- und Dammbau, mit Erfahrung in der Wildbach- und Lawinenverbauung –Themen, die in alpinen Regionen zum Alltag gehören.
Winterdienst als Kernkompetenz
In den 1980er-Jahren kam der Winterdienst für das Land Tirol dazu. Was als zusätzliches Standbein begann, ist heute ein zentraler Bereich. „Da haben wir das ganze Tal zu betreuen gehabt“, sagt Richard Waibl. Das bedeutet viele Kilometer Strecke, unterschiedliche Höhenlagen und Bedingungen, die sich innerhalb weniger Stunden ändern können. Entsprechend vielseitig ist der Fuhrpark: Lkw, Traktoren, Radlader – und jetzt auch ein neuer Unimog. Gerade im Paznaun zeigt sich, wie wichtig dieses Zusammenspiel ist. Denn auf engen, stark verschneiten und teils vereisten Straßen zählen nicht nur Motorleistung und Räumbreite, sondern auch Wendigkeit, Traktion und die Fähigkeit, unterschiedliche Aufgaben mit einem Fahrzeug wirtschaftlich abzudecken.
Der neue Unimog U430
Mit dem Kauf eines Unimog U430 hat RW Bau gezielt in Leistungsfähigkeit investiert. Nicht aus Imagegründen, sondern weil das Fahrzeug zum Einsatzprofil passt. Der U430 ist vor allem eines: Geräteträger. Schneepflug, Salz- oder Sole-Streuer, inzwischen auch eine Schneefräse – alles lässt sich flexibel kombinieren. Gerade im alpinen Winter zählt dieses Zusammenspiel. Erst räumen, dann streuen, bei Bedarf fräsen. Ein Fahrzeug, mehrere Aufgaben. Für einen Betrieb wie RW Bau liegt genau darin der Vorteil: Der Geräteträger lässt sich an wechselnde Anforderungen anpassen, ohne dass für jede Aufgabe ein eigenes Spezialfahrzeug vorgehalten werden muss. Das schafft Flexibilität im Einsatz und erhöht zugleich die Auslastung über das gesamte Jahr. Dass das Konzept funktioniert, weiß man im Betrieb aus Erfahrung. Bereits zwischen 1985 und 2000 war ein Unimog im Einsatz, damals auch an das Land Tirol vermietet – die Rückmeldungen waren eindeutig positiv.
Räumtechnik für alpine Einsätze
Für die Schneeräumung lässt sich ein Praxos vom Kitzbüheler Winterdiensthersteller Kahlbacher schlüssig in dieses Einsatzprofil einordnen. Der mehrscharige Gleitscharschneepflug ist auf hohe Laufruhe und einen walzenförmigen Schneeaustrag ausgelegt. Der Verschwenkzylinder arbeitet unabhängig von der Hubkinematik, wodurch eine verspannungsfreie Pflugbewegung ermöglicht wird. Bei Hindernissen reagiert das Überfahrsicherungssystem automatisch, während wartungsfreie Spezial-Gummielemente den Pflug wieder in die definierte Räumposition zurückführen. Gerade auf steilen, kurvenreichen und im Winter besonders anspruchsvollen Straßen ist das ein praxisnaher Vorteil. Ergänzt wird die Räumtechnik durch Streutechnik von Kahlbacher. Solche Systeme sind für abstumpfende und auftauende Streumittel ausgelegt und ermöglichen eine präzise, an die jeweilige Situation angepasste Ausbringung. Gerade in einem Gebiet wie dem Paznaun ist das ein wichtiger Faktor für Verkehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Die engen, stark verschneiten und in Bachnähe oftmals vereisten Straßen des Paznauntals stellen hohe Anforderungen an Mensch und Maschine.
Ganzjahreseinsatz statt Saisonfahrzeug
Wichtig ist für RW Bau die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs über das ganze Jahr. Im Sommer wird der U430 in der Straßenpflege und -erhaltung eingesetzt: etwa für Bankettarbeiten, Reinigung, Randbereiche, kleinere Instandsetzungen. Aufgaben, bei denen Bau-Knowhow und Kommunaltechnik ineinandergreifen. So wird aus einem Winterdienstfahrzeug ein vielseitig nutzbares Ganzjahresgerät. Gerade diese Mehrfachnutzung macht die Investition für den Betrieb interessant. Statt eines reinen Saisonfahrzeugs steht mit dem Unimog eine Arbeitsmaschine zur Verfügung, die sich flexibel in unterschiedliche Abläufe einbinden lässt und damit auch außerhalb der Wintersaison einen klaren Nutzen bringt.
Service als entscheidender Faktor Neben Technik und Leistung spielt die Betreuung eine zentrale Rolle. RW Bau arbeitet mit Pappas Tirol zusammen. Für Richard Waibl ist die Nähe ein klares Argument: Der Servicepartner in Imst ist in maximal einer halben Stunde erreichbar. Kurze Wege zur Werkstatt und ein verlässlicher Ansprechpartner vor Ort gewinnen besonders dann an Bedeutung, wenn das Fahrzeug im Winter täglich gebraucht wird. Ausfälle lassen sich in dieser Zeit kaum kompensieren. Entsprechend wichtig ist eine Betreuung, die im Bedarfsfall rasch verfügbar ist. Gerade im anspruchsvollen Winterdienst des Paznauns zeigt sich damit, dass nicht nur die Leistungsdaten eines Fahrzeugs zählen, sondern das Zusammenspiel aus Geräteträger, Anbaugeräten und verlässlichem Service.

Maximale Vielseitigkeit. Ohne Kompromisse.
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Mit den Abfallhaien am ZOB und in der Fußgängerzone verfolgt die baden-württembergische Stadt Bruchsal einen klaren gestalterischen Anspruch: Die Behälter sollen sich an stark frequentierten und repräsentativen Standorten hochwertig ins Umfeld einfügen und zugleich im Alltag praktisch bewähren.
Wer in einer Stadt ankommt, nimmt sie zuerst über jene Orte wahr, an denen Alltag, Mobilität und öffentliches Leben besonders sichtbar werden. Busbahnhöfe gehören ebenso dazu wie Fußgängerzonen, die für Bewohner und Besucher zentrale Aufenthalts- und Begegnungsräume sind. Auch im badischen Bruchsal entsteht an solchen Punkten ein erster Eindruck davon, wie gepflegt, funktional und gestalterisch durchdacht sich eine Kommune im öffentlichen Raum präsentiert. Die Stadt mit rund 50.000 Einwohnern liegt an der Badischen Weinstraße zwischen Rheinebene und Kraichgauer Hügelland. Gerade an diesen stark frequentierten und zugleich repräsentativen Standorten setzt Bruchsal auf 24 Abfallhaie, von denen die ersten 2022 beschafft wurden. Ausschlaggebend war dabei nach Angaben der Abteilung Tiefbau, Grün, Landschaftspflege vor allem der gestalterische Aspekt: Die Abfallbehälter sollten sich an innerstädtischen Standorten stimmig in das Umfeld einfügen und dabei ein hochwertiges Erscheinungsbild vermitteln. Dass die EdelstahlBehälter in Anthrazit pulverbeschichtet wurden, unterstreicht diesen Anspruch zusätzlich. Für Bruchsal stand damit nicht allein die Abfallentsorgung im Vordergrund, sondern die Frage, wie Stadtmobiliar das Bild zentraler öffentlicher Räume mitprägt.
Praktische Vorteile im kommunalen Alltag Anstoß für die Beschaffung der Abfallhaie war ein neues, einheitliches Konzept für die Abfallbehälter in der Fußgängerzone. Gefragt war eine Lösung, die gestalterisch überzeugt, sich einfach entleeren lässt und zugleich ein großes Fassungsvermögen für stark frequentierte Bereiche mit ent-
sprechendem Müllaufkommen bietet. Positiv bewertet wird aus Sicht der Stadt zudem die robuste Ausführung der Behälter. Auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Vandalismus erweist sich als Vorteil und ergänzt das Konzept aus Gestaltung, Funktionalität und Alltagstauglichkeit.
Stimmiges Gesamtbild an zentralen Orten
Bruchsal zeigt damit, dass selbst vermeintlich unscheinbare Elemente der Stadtausstattung weit mehr sein können als reine Zweckobjekte. Gerade an Orten, die das Bild einer Stadt wesentlich prägen, sollen Abfallbehälter nicht als notwendige Ausstattung erscheinen, sondern sich selbstverständlich und qualitätsvoll in das Umfeld einfügen.
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Kärcher Schweiz feiert 2026 sein 60-jähriges Bestehen: Das Jubiläum gibt Anlass, auf die Entwicklung des Unternehmens von den Anfängen in der Dampftechnik bis zu heutigen Lösungen für Professional, Home & Garden und Kommunaltechnik zu blicken.
Im Jahr 1966 wurde mit der Gründung der Vaporapid AG in Zürich der Grundstein für Kärcher in der Schweiz gelegt. Heute, sechs Jahrzehnte später, feiert die Kärcher AG ihr 60-jähriges Bestehen. Dieser Meilenstein schließt an die 90-jährige Geschichte des Gesamtkonzerns im Vorjahr an und unterstreicht die beständige Entwicklung von Alfred Kärchers technischer Innovation bis hin zum modernen Systemanbieter.
Von der Dampftechnik zum Hochdruckreiniger
Die technologische Basis des Erfolgs legte Alfred Kärcher mit der Entwicklung des Heißdampfgeräts. Aus dieser wegweisenden Innovation heraus entwickelte sich später der Hochdruckreiniger, wie wir ihn heute kennen. In der Schweiz begann diese Reise 1966 mit der Gründung der Vaporapid AG. Über die Jahrzehnte wuchs das Unternehmen durch stetige Eigenentwicklungen sowie strategische Fusionen innerhalb des Konzerns. Ein bezeichnendes Beispiel für diese PortfolioErweiterung ist der Bereich Kommunaltechnik (Municipal), zu dem auch der kommunale Geräteträger Holder zählt und in dem Kärcher heute Lösungen für Städte und Gemeinden bietet.
Starke Marktpräsenz
Der Erfolg der vergangenen 60 Jahre gründet auf der konsequenten Nähe zum Schweizer Markt. Kärcher verbindet heute die Präsenz eigener Experten mit einem flächendeckenden Vertriebsnetz – vom spezialisierten Fachhandel über den Retail bis zum E-Commerce. Damit ist das Unternehmen sowohl im Professional-Segment als auch im Home & Garden-Bereich fest etabliert. Ein historischer Meilenstein war 1984 die Einführung des HD 555: Als weltweit erster tragbarer Hochdruckreiniger für Privathaushalte prägte er ab 1985 maßgeblich die Erfolgsgeschichte in der Schweiz.
Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Ein wichtiger Faktor in der 60-jährigen Entwicklung von Kärcher Schweiz ist die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Gemeinsam wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Projekte umgesetzt und die Position des Unternehmens im Schweizer Markt weiter ausgebaut. Das Jubiläum markiert damit nicht nur einen Rückblick auf die bisherige Entwicklung, sondern auch einen Ausblick auf die weitere Unternehmensstrategie.

Als Teil des Kärcher Municipal-Portfolios übernimmt der Holder als Geräteträger im Ganzjahreseinsatz unterschiedlichste kommunale Aufgaben. Auch in der Grünpflege spielt der kommunale Geräteträger seine Stärken aus und arbeitet präzise in anspruchsvollem Gelände.
Ganzheitliche Nachhaltigkeit und Engagement
Nachhaltigkeit ist bei Kärcher Schweiz ein fester Bestandteil der Unternehmensausrichtung. Das betrifft sowohl die Entwicklung ressourcenschonender Technik als auch das Engagement in sozialen und ökologischen Projekten. Zum Jubiläumsjahr 2026 stellt Kärcher Sondermodelle vor, die auf einen sparsamen Wasser- und Energieeinsatz ausgelegt sind und mit schwarzen Designelementen aus recycelten Materialien umgesetzt wurden. Ergänzt wird die-
ses Jubiläumsangebot durch pflanzliche Reinigungsmittel sowie Zubehörpakete für unterschiedliche Anwendungen.
Technologische Entwicklungen im Fokus
Mit dem Fokus auf Kärcher Robotics, digitale Vernetzung und eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft positioniert sich Kärcher Schweiz weiterhin als Impulsgeber im Markt. Das Unternehmen setzt dabei auf innovative Technik, um den Reinigungsalltag der Kunden heute und morgen nachhaltig zu erleichtern.

den Winterdienst in engen Ortslagen kombiniert der Holder Wendigkeit mit hoher Räumleistung.
Die Übersicht über die vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde zu bewahren, ist gar nicht so einfach. Mit Lösungen für GNSSVermessung, GIS, Wartungsmanagement und zahlreiche weitere Anwendungen bietet LD2 Werkzeuge, um Infrastruktur digital zu erfassen, zu dokumentieren und im Betrieb effizient zu verwalten. Mit einer Roadshow setzt das Kärntner Unternehmen zuletzt auf ein neues Vor-Ort-Format: Statt Interessenten in Schauraum oder Messehalle einzuladen, kommt LD2 direkt zu den Gemeinden und präsentiert seine Anwendungen dort, wo sie im kommunalen Alltag genutzt werden.
Wenn Gemeinden Leitungsnetze, Infrastruktur und Außendienstaufgaben digital erfassen und verwalten wollen, scheitert das in der Praxis oft nicht an fehlenden Daten, sondern an unübersichtlichen Systemen und komplizierten Abläufen. Genau hier setzt LD2 an: Das Kärntner Unternehmen entwickelt Lösungen für Geo-Information, Datenerfassung im Feld und Außendienstanwendungen.
Roadshow bringt Anwendungen direkt in die Gemeinde
Mit einer Roadshow setzte LD2 zuletzt auf ein neues Vor-OrtFormat für die Präsentation dieser Anwendungen. Im Frühjahr war das Unternehmen mit einem Gespann in Kärnten unterwegs und brachte seine Lösungen direkt zu interessierten Gemeinden. Statt auf Messehalle oder Schauraum zu setzen, konnten Kommunen einen Termin vereinbaren und sich Ver-

messung, GIS, Wartungsmanagement, WebGIS, Glasfaserverwaltung sowie Zählerwechsel und Zählerablesung direkt vor Ort zeigen lassen. Die Roadshow war dabei als persönliche, unverbindliche und kostenlose Live-Demo angelegt.
Von der Vermessung bis zum fertigen Plan Im Mittelpunkt stand dabei ein Angebot, dessen Ausgangspunkt die GNSS-Vermessung ist. Daten können direkt vor Ort aufgenommen und ohne aufwendige Nachbearbeitung weiterverwendet werden. LD2 stellt dabei vor allem den automatisierten Planaufbau in den Vordergrund: Während der Vermessung entsteht der fertige Plan bereits in Echtzeit. Darüber

Die LD2-Lösungen ermöglichen es, Leitungsdaten bereits bei der Erfassung im Feld digital aufzubereiten und ins GIS zu übernehmen. Ob Vermessung vor Ort, Leitungsdokumentation oder Anwendungen für den Infrastrukturausbau: LD2 zeigt digitale Werkzeuge für den kommunalen Alltag.

hinaus ist die Lösung offline-fähig und kann damit auch dort eingesetzt werden, wo keine stabile Verbindung zur Verfügung steht. Gerade für Gemeinden ist das interessant, weil sich Leitungsdaten und Objekte damit ohne komplizierte Zwischenschritte digital erfassen lassen.
GIS und Anwendungen für Gemeinden
An die Vermessung schließt das GIS an, in dem die Daten ohne komplexe Serverstrukturen für Analyse und Weiterverarbeitung bereitstehen. Ergänzt wird dieses Grundgerüst durch Anwendungen für Wartungs- und Aufgabenmanagement, mit denen sich betriebliche
Abläufe im kommunalen Alltag strukturieren lassen. Dazu kommen Lösungen für die Glasfaserverwaltung, die Verbindungen, Spleiße und weitere Netzinformationen in einem System zusammenführen. Auch Zählerwechsel und Zählerablesung gehören zum Spektrum, das LD2 im Rahmen der Roadshow präsentierte. Der eigentliche Mehrwert der LD2-Lösungen liegt damit weniger in einzelnen Modulen als im Zusammenspiel der Anwendungen. Gerade für Gemeinden ist entscheidend, dass Datenerfassung, Verwaltung und Außendienst als zusammenhängender digitaler Arbeitsablauf abgebildet werden können.
Hier können Sie LD2 einladen:



Kehren im Frühling, Grünflächenpflege im Sommer, Laubbeseitigung im Herbst, Räumen im Winter oder Transporte im ganzen Jahr: Mit dem Hako Multicar M29 setzt die Gemeinde Gosau auf einen multifunktionalen Geräteträger, der sich über das ganze Jahr hinweg für unterschiedliche kommunale Aufgaben nutzen lässt. Geliefert wurde das Fahrzeug von Stangl Reinigungs- und Kommunaltechnik, dessen Servicekonzept und guter Ruf in der Region für die Beschaffung eine wichtige Rolle spielten.
Wenn Gemeinden in ein neues Kommunalfahrzeug investieren, geht es längst nicht mehr nur um einen einzelnen Einsatzbereich. Gefragt sind Lösungen, die sich über das Jahr hinweg wirtschaftlich nutzen lassen, im Arbeitsalltag bewähren und im Bedarfsfall rasch einsatzbereit sind. Genau unter diesen Vorzeichen hat sich die oberösterreichische Gemeinde Gosau für einen neuen Hako Multicar M29 entschieden. Geliefert wurde der Multicar Geräteträger – gemeinsam mit Kahlbacher-Fräse und Streuer von Springer Kommunaltechnik – von Stangl Reinigungs- und Kommunaltechnik aus Straßwalchen. Dass die Wahl auf das Unternehmen fiel, lag nicht zuletzt an dessen Ruf in der Region und an den positiven Erfahrungen anderer Gemeinden mit dem Service.
Ganzjahreseinsatz statt Einzellösung
Der M29 soll in Gosau nicht nur in der kalten Jahreszeit überzeugen, sondern sich als vielseitiger Geräteträger im kommunalen Alltag bewähren. Er verbindet kompakte Abmessungen mit hoher Anbauflexibilität und eignet sich damit für Arbeiten auf schmalen Gehsteigen ebenso wie für Trans-
port- und Pflegeaufgaben im weiteren Gemeindegebiet, etwa als Kehrmaschine oder als Kipplader zur Wegeerhaltung.

Hako Multicar M29 mit Auslegemäher an der Fahrzeugfront: Solche Kombinationen zeigen, wie vielseitig der Geräteträger eingesetzt werden kann, etwa bei der Pflege von Wegrändern und Böschungen. Auch in Gosau ist der M29 für den Ganzjahreseinsatz vorgesehen; übergeben wurde das Fahrzeug im März (Bild oben).
Eine wesentliche Stärke des Fahrzeugs liegt in seiner Bauweise als Schmalspurgeräteträger. Mit seiner kompakten Breite und dem kleinen Wendekreis ist es besonders dort gefragt, wo der Platz knapp wird und viele Fahrzeuge an ihre Grenzen stoßen. Auf den engen Verkehrsflächen und schmalen Wegen von Gosau ist das ein entscheidender Punkt. Zwar war bereits der ausgemusterte Vorgänger mit Knicklenkung für solche Bereiche geeignet, doch zugleich war mehr Leistung gefragt. „Der Allradantrieb des M29 hat zudem den Vorteil, dass die Pritsche besser nutzbar ist als bei einem Knicklenker“, erklärt Andreas Leitner von Stangl. So konnte etwa ein Streugerät mit einem Volumen von 1,4 m³ aufgebaut werden. Gerade in schneereichen Regionen wie dem Salzkammergut macht es sich bezahlt, wenn der Winterdienst nicht laufend zum Nachladen unterbrochen werden muss.
Kompakt, wendig und leistungsstark
Auch in der täglichen Handhabung bringt der Multicar M29 vieles mit, was gut zu den Anforderungen in Gosau passt. Die Kabine wurde großzügig gestaltet und bietet viel Bewegungsfreiheit sowie optimale Sichtverhältnisse auf Arbeitsumfeld und Anbaugeräte. Dazu kommt die einfache Bedienung der Allrad- und Hydraulikfunktionen, die den Arbeitsalltag erleichtert. Der zuschaltbare Allradantrieb war für die Gemeinde ein weiterer wichtiger Punkt. Er sorgt dort für zusätzliche Traktion, wo Untergrund, Witterung oder Topografie das Fahrzeug fordern. Zusammen mit der flexiblen Geräteanbindung ergibt sich damit ein Kommunalfahrzeug, das ganzjährig sinnvoll ausgelastet werden kann.
Rückmeldungen aus der Region gaben den Ausschlag
Bei der Wahl des neuen Geräteträgers spielte für Gosau jedoch nicht nur das Fahrzeug selbst eine Rolle. Ebenso wichtig war der Service dahinter. Die Gemeinde verglich den Mitbewerb intensiv, besuchte Stangl Reinigungstechnik vor Ort und

Der zuschaltbare Allradantrieb erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Hako Multicar M29 überall dort, wo Untergrund, Witterung oder Topografie mehr Traktion verlangen.
holte zusätzlich Rückmeldungen aus Gemeinden in der Region ein, darunter Grundlsee, Bad Goisern und Bad Ischl, die bereits mit Stangl zusammenarbeiten. Diese Erfahrungen aus der Praxis gaben letztlich den Ausschlag, denn im kommunalen Alltag zeigt sich schnell, wie viel ein funktionierendes Servicekonzept wert ist. Für Gosau war besonders wichtig, dass Stangl einen mobilen Service bietet, der direkt zum Bauhof kommt, wenn Reparaturen anstehen oder ein Ersatzteil benötigt wird. Das spart Wege, Zeit und Abstimmung und reduziert Standzeiten spürbar. Hinzu kommen die verlässliche Erreichbarkeit und die 24/7-Rufbereitschaft. Am Ende fiel in Gosau damit die Wahl nicht nur auf einen vielseitigen Geräteträger, sondern auf ein Gesamtpaket, das auch im Arbeitsalltag der Gemeinde überzeugt.


Auf der IFAT Munich 2026 stellt der österreichische Hersteller industrieller Zerkleinerungstechnologie UNTHA zwei Produktneuheiten und die Weiterentwicklung des Erfolgsmodells XR mobil-e vor. Die neuen Modelle – ein Universalzerkleinerer für besonders herausfordernde Materialien und Kunststoffe sowie ein leistungsstarker Nachzerkleinerer für die Produktion hochwertiger Ersatzbrennstoffe (SRF) – werden erstmals auf der IFAT präsentiert. Der XR mobil-e – Pionier der semi-mobilen Zerkleinerer – erhielt ein umfassendes Upgrade, das ihn noch effizienter und leistungsfähiger macht. Bei den VDMA-Praxistagen auf dem IFAT-Außengelände wird ein XR3000RC mobil-e mit dem neuen UNTHA Power Core im Einsatz sein.
Mit dem Messemotto „Rethinking Innovation“ betont UNTHA die Verbindung aus Neuentwicklung und Weiterentwicklung bewährter Zerkleinerer. Dabei liegt der Fokus des F&ETeams auf den Bedürfnissen der Kund:innen und unterschiedlichen Marktanforderungen. „Unsere Entwicklungen stehen für einen echten Technologiesprung. Sie ermöglichen die wirtschaftliche Verarbeitung selbst anspruchsvoller Materialien und schaffen neue Wertschöpfungspotenziale“, sagt Stefan Scheiflinger-Ehrenwerth, Chief Innovation Officer bei UNTHA.
Highlights der IFAT 2026
Was alle diesjährigen UNTHA Messehighlights gemeinsam haben: Sie sind allesamt darauf ausgelegt, Unternehmen weltweit noch besser bei der Aufbereitung von Abfallstoffen und dem Materialrecycling zu unterstützen. Dabei stehen Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz sowie geringe Stillstandszeiten im Fokus. UNTHA setzt dabei auf höchste Zuverlässigkeit in allen Bereichen. Zu sehen sind die Neuheiten auf dem Messestand (Halle B6, Stand 127) und dem VDMA-Freigelände.
MR1800C Pro: Universalzerkleinerer für schwere Aufgaben Neu im Produktportfolio von UNTHA ist der MR1800C: ein robuster Universalzerkleinerer für die 1-stufige Aufbereitung besonders schwer zerkleinerbarer Materialien wie Holz, Kunststoffe und Müll.
SR3000XC: Nachzerkleinerer für hochwertige EBS-Produktion Die neue SR-Klasse ist für die Produktion hochwertiger Ersatzbrennstoffe (EBS) ausgelegt und verbindet hohe Durchsatzleistung mit niedrigen Betriebskosten. Der Nachzerkleinerer verarbeitet vorzerkleinertes, sortiertes und gesichtetes Material zu hochwertiger Hauptbrennerware.
XR mobil-e: Pionier der 1-stufigen Aufbereitung von Abfällen Die 1-Wellen-Zerkleinerer der XR-Klasse gelten seit vielen Jahren als die besten (Vor-)Zerkleinerer. Mit der XR3000 mobil-e brachte UNTHA außerdem vor mehr als zehn Jahren den ersten semi-mobilen Zerkleinerer auf den Markt. Auf der IFAT 2026 präsentiert UNTHA nun das neueste Upgrade dieser weltweit bekannten und vielfach eingesetzten Maschine. Neben dem bestehenden Antrieb – UNTHA Eco Power Drive – ist der XR nun auch mit asynchroner Antriebstechnologie erhältlich: ausgelegt auf besonders schwere Anwendungsbereiche und gleichzeitig gewohnt effizient. Dank der Schneidwerke C, RC und XC kann der XR für unterschiedlichste Materialien genutzt und an verschiedene Einsatzbedingungen angepasst werden. Das Upgrade der XR eignet sich u. a. für Altholz, Pulperzöpfe, Matratzen, Sperr-, Haus-, Gewerbe- und Industriemüll, Metalle, Gummi sowie Reifen. „Uns ist es wichtig, mit unseren Produkten tatsächliche Bedürfnisse am Markt zu erfüllen. Dazu gehört der Wunsch nach mehr Effizienz, breiteren Anwendungsfeldern sowie geringeren Investitions- und Betriebskosten. Die neuen Modelle MR und SR, aber auch das Upgrade der XR zielen genau auf diese Bedürfnisse ab: Sie verwerten Materialien, die bisher kaum wirtschaftlich zerkleinert werden konnten, sind auf maximale Durchsatzleistungen und höchste Ergebnisqualität ausgelegt und das bei gleichzeitig besonders attraktiven OPEX“, erläutert Stefan Scheiflinger-Ehrenwerth.
RS40: 4-Wellen-Zerkleinerer für industrielles Recycling Die 4-Wellen-Technologie wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren von UNTHA Gründer Anton Unterwurzacher erfunden. Über Jahrzehnte hinweg wurde diese Technologie beständig weiterentwickelt. Zerkleinerer der UNTHA
RS-Klasse eignen sich aufgrund ihrer robusten Bauweise und ihres speziellen Schneidwerks besonders für vielfältige Einsatzgebiete im industriellen Recycling.
Systemlösungen: ein System, viele Materialströme
Zerkleinerer von UNTHA können als eigenständige Maschinen genutzt oder in Systemlösungen eingebunden werden. Dabei werden Kund:innen von UNTHA umfassend unterstützt: Das Team kümmert sich um Engineering, Planung, Konstruktion, Herstellung, Transport und Installation einer schlüsselfertigen Gesamtlösung.
After-Sales-Service & MyUNTHA
Mit dem Kauf eines UNTHA-Zerkleinerers beginnt eine langfristige Partnerschaft. Darum betreut das UNTHA Service Competence Center Kund:innen umfassend: mit zuverlässiger Beratung, Serviceleistungen und UNTHA Original Ersatzteilen. Darüber hinaus gibt es die Kundenplattform MyUNTHA, die neben Features für Predictive Maintenance, Prozessüberwachung und -optimierung in Echtzeit auch einen Online-Shop sowie Wartungsanleitungen u. v. m. bietet.
Live-Vorführungen: XR & Power Core
Im Rahmen der VDMA-Praxistage auf dem IFAT-Außengelände wird ein UNTHA XR3000RC im Einsatz sein, um Altholz zu zerkleinern. Angetrieben wird er vom UNTHA Power Core – einem autarken Stromaggregat, das den Betrieb des Zerkleinerers effizient regelt. Neben dem XR wird auch der akkubetriebene Sennebogen Umschlagbagger 826 G Electro Battery für die Beschickung im Einsatz sein – auch er wird mittels Power Core geladen. UNTHA und Sennebogen haben zusammen eine Lö-



sung entwickelt, um Zerkleinerer und Bagger miteinander zu vernetzen. Das Ziel ist die bestmögliche Zerkleinerung durch die Optimierung einzelner Prozessschritte: „Effiziente Zerkleinerung beginnt bei der optimalen Beschickung. Entscheidend ist nicht die maximale Materialmenge, sondern die exakt abgestimmte Zuführung. Unser Anspruch war es, die Kommunikation zwischen Zerkleinerer und Bagger so zu optimieren, dass beide Systeme in Echtzeit aufeinander reagieren und Prozesse optimiert werden. Experten von UNTHA und Sennebogen ist es gelungen, diese Schnittstelle intelligent auszugestalten – für stabile Prozesse, höchste Effizienz und maximale Ergebnisqualität“, erläutern Sebastian Sennebogen, Geschäftsführer bei Sennebogen Multi Line GmbH & Co. KG, und Stefan Scheiflinger-Ehrenwerth, Chief Innovation Officer bei UNTHA.


























Bereits zum zehnten Mal luden namhafte Unternehmen unter der Flagge des Veranstalters Suisse Municipal Fachgäste aus Werkhöfen, kommunalen Dienstleistungsbetrieben und Lohnunternehmen in die Berge, um moderne Winterdiensttechnik live unter realen Bedingungen zu demonstrieren. Auf der Wintershow präsentierten die Hersteller ihre Fahrzeuge und Maschinen im anspruchsvollen Praxiseinsatz – und ermöglichten dem Publikum nach den Vorführungen, selbst Platz am Steuer zu nehmen. Dabei kamen bei den beiden Stationen der Roadshow – am 27. Januar auf der Schwägalp in der Ostschweiz und zwei Tage später am Col des Mosses in der französischsprachigen Schweiz – die unterschiedlichsten Trägerfahrzeuge zum Einsatz. Als multifunktionale Geräteträger waren sie mit den passenden Zusatzgeräten wie Frontkehrwalze, Schneefräse oder -pflug und leistungsfähiger Streueinrichtung ausgestattet. In Kombination konnten sie ihre Kompetenz beim Schneeräumen demonstrieren.
Am Fuße des Säntis wurde auch heuer wieder eindrücklich unter Beweis gestellt, was moderne Winterdiensttechnik leisten kann. Unter der Flagge von Suisse Municipal traf sich auf der Schwägalp ein breites Fachpublikum aus Werkhöfen, kommunalen Betrieben und Dienstleistungsunternehmen, um Schneeräumung live unter realen Bedingungen zu erleben. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Präsentation, sondern vor allem das praktische Erproben der unterschiedlichen Geräte- und Fahrzeugkombinationen. Wie in den vergangenen Jahren setzte die Wintershow auf das bewährte RoadshowKonzept: Nach der Demonstration der Maschinen durften die Besucher selbst Hand ans Steuer legen und die Leistungsfähigkeit von Schneefräsen, Pflügen, Kehrwalzen und Streugeräten unmittelbar testen. Das alpine Testgelände bot dafür ausreichend Platz – und winterliche Bedingungen, wie sie für die Beurteilung von Winterdiensttechnik entscheidend sind.
Geballte Winterdienstkompetenz im Praxiseinsatz
Auf der Schwägalp präsentierten Hersteller und Handelspartner eine breite Palette an Trägerfahrzeugen in Kombination mit unterschiedlichsten Anbaugeräten. Von kompakten, wendigen Geräteträgern für innerörtliche Einsätze bis hin zu leistungsstarken Lösungen für große Schneemengen in alpinen Lagen reichte das Spektrum der vorgeführten Maschinen. Gerade diese Bandbreite macht den besonderen Charakter der Wintershow
aus: Kommunale Entscheidungsträger erhalten an einem Tag einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und technische Lösungen im Winterdienst. Unterschiedliche Konzepte lassen sich direkt vergleichen, Leistungsdaten unter realen Bedingungen einschätzen und Fragen unmittelbar mit Fachspezialisten klären. Dabei zeigte sich erneut, wie stark die Effizienz moderner Winterdienstlösungen von der optimalen Kombination aus Trägerfahrzeug und Anbaugerät abhängt. Ob Schneefrässchleuder, Pflug, Bürste oder Streuautomat –erst im Zusammenspiel entfalten die Systeme ihr volles Poten-

Das Roadshow-Konzept ermöglicht es Werkhöfen und kommunalen Entscheidern, verschiedene Winterdienstlösungen an einem Tag direkt zu vergleichen und sich im persönlichen Gespräch zu informieren.

Auf der Demonstrationsfläche auf der Schwägalp zeigten unterschiedliche Trägerfahrzeuge mit Schneefräsen, Pflügen und Streugeräten ihre Leistungsfähigkeit unter realen Winterbedingungen.
zial. Die Demonstrationsfläche auf der Schwägalp bot den idealen Rahmen, um diese Kombinationen praxisnah vorzuführen.
Austausch auf Augenhöhe
Neben den Vorführungen stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Das direkte Gespräch zwischen Herstellern, Händlern und Anwendern gehört seit jeher zu den tragenden Säulen der Wintershow. Für viele Werkhöfe ist es im laufenden Betrieb kaum möglich, einzelne Hersteller vor Ort zu besuchen oder Maschinen umfassend zu testen. Die Veranstaltung bündelt diese Möglichkeiten an einem Ort und schafft damit einen deutlichen Mehrwert für die Branche. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, Details zu Technik, Wartung, Wirtschaftlichkeit und Einsatzgrenzen der Geräte zu diskutieren. Gerade im kommunalen Umfeld, in dem Investitionsentscheidungen langfristig wirken, sind praxisnahe Informationen und Erfahrungswerte von besonderer Bedeutung.
Zweite Station erweitert Einzugsgebiet
Wie in den Vorjahren blieb es nicht bei einer einzigen Station:
Neben dem Veranstaltungstag auf der Schwägalp wurde die Wintershow erneut durch einen zweiten Termin am Col des Mosses in der französischsprachigen Schweiz ergänzt, um ein breiteres Einzugsgebiet abzudecken und auch Fachbesuchern aus anderen Regionen die Teilnahme zu ermöglichen. Das Roadshow-Prinzip mit zwei Standorten hat sich damit einmal mehr als zielführend erwiesen und trägt wesentlich zur hohen Akzeptanz der Veranstaltungsreihe bei.
Roadshow als bewährtes Format
Die Wintershow bestätigte erneut ihren Stellenwert als zentrale Plattform für die Schweizer Winterdienstbranche. Die Kombination aus Live-Demonstration, Testmöglichkeit und direktem Austausch schafft Transparenz im Markt und erleichtert kommunalen Betrieben die Orientierung bei Investitionsentscheidungen. Dass das Interesse ungebrochen hoch ist, zeigt das hohe Besucheraufkommen. Mit ihrem praxisorientierten Ansatz und dem klaren Fokus auf reale Einsatzbedingungen setzt die Wintershow auch künftig Maßstäbe im kommunalen Veranstaltungskalender der Schweiz.

Nach den Vorführungen nutzten zahlreiche Fachbesucher die Möglichkeit, selbst Platz am Steuer zu nehmen und die Geräte- und Fahrzeugkombinationen praxisnah zu testen.

Mit einer neuartigen Abwasserenergie-Anlage zeigt man im niederösterreichischen Tulln, wie sich kommunale Gebäude effizient und klimafreundlich mit Wärme versorgen lassen. Das Rathaus wird nun mit erneuerbarer Energie beheizt – dank innovativer Wärmetauschertechnik und Ökostrombetrieb ergibt sich eine jährliche Einsparung von rund 80 Tonnen CO2.
Rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Österreich entfällt auf den Wärmesektor – und noch immer dominieren hier fossile Energieträger. Für eine erfolgreiche Energiewende ist deshalb vor allem eine erneuerbare Wärmewende entscheidend. Eine besonders innovative Lösung bietet die Nutzung von Abwasserenergie: Sie ermöglicht eine klimafreundliche, zuverlässige und regionale Wärme- und Kälteversorgung. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme einer Abwasserenergie-Anlage zur Beheizung des Rathauses beweist die Gartenstadt Tulln, wie eine klimafreundliche, zuverlässige und regionale Wärmeversorgung bereits heute Realität sein kann. Im Rahmen einer offiziellen Besichtigung überzeugten sich Landeshauptfrau-Stv. und Energielandesrat Stephan Pernkopf sowie Bürgermeister Peter Eisenschenk gemeinsam mit Rabmer Gruppe Chefin Ulrike Rabmer-Koller von der Leistungsfähigkeit dieser Technologie.
Energiewende aus der Kanalisation – sauber und effizient
Die Gewinnung von Abwasserenergie reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energien erheblich. Über 70 Prozent des Energieverbrauchs in Gebäuden entfällt auf Heizung, Warmwasser und zunehmend Kühlung – Bereiche, die bisher vor allem CO2-intensiv sind. Warmes Abwasser, eine erneuerbare Ressource, steht ganzjährig direkt vor Ort zur Verfügung und stammt aus Duschen, Geschirrspülern, Waschmaschinen sowie Gewerbe- und Industriebetrieben. Die konstant hohen Temperaturen im Kanalnetz – durchschnittlich 16 °C, im Winter selten unter 11 °C und nahe Gewerbebetrieben bis zu 30 °C – machen diese Energiequelle besonders attraktiv. Die Technologie ist vielseitig einsetzbar – von Wohnbauten über Veranstaltungsstätten, Schwimmbädern und Thermen sowie Gewerbe- und Industriebetrieben bis hin zu Nah- und Fernwärmenetzen. Sie deckt sowohl Wärme- als auch den wachsenden Kältebedarf zuverlässig ab. Seit 2018 ist Abwasser auf europäischer Ebene auch als erneuerbare Ener-
giequelle eingestuft. Studien der BOKU Wien belegen: Mit dieser Technologie könnten bis zu 14 Prozent der österreichischen Haushalte nachhaltig beheizt bzw. gekühlt werden.
Energie aus Abwasser: Effizient, erneuerbar und verfügbar Die Technologie zur Nutzung von Energie aus Abwasser basiert auf einem einfachen Prinzip: Das im Kanalnetz ganzjährig mit relativ hohen Temperaturen verfügbare Abwasser wird mittels innovativer Wärmetauscher thermisch erschlossen. Die innovativen Wärmetauscher können je nach Projektanforderung direkt im Gebäude, im öffentlichen Kanal oder bei größeren Anlagen als Bypass außerhalb des Kanals sowie im Kläranlagenabfluss installiert werden. Die entnommene Energie wird über einen geschlossenen Wasserkreislauf zu einer Wärmepumpe geleitet, die die Temperatur auf ein für Heizzwecke geeignetes Niveau anhebt. Die so gewonnene Wärme kann Gebäude beheizen, Warmwasser erzeugen oder – in umgekehrtem Prozess – im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden. Auch die Einspeisung in Fern- und Nahwärme- sowie Kältenetze ist möglich. Durch die konstante Verfügbarkeit und Nähe zum Ver-

© Rabmer
Thermischer Wärmetauscher im Kanal: Er entzieht dem Abwasser Wärme, die über Wärmepumpen zur klimafreundlichen Energieversorgung genutzt wird.
braucher stellt Abwasser eine verlässliche, regional verfügbare, CO2-neutrale und wirtschaftliche Energiequelle dar.
Leuchtturmprojekt für klimafreundliche Wärmeversorgung
Schon 2019 verabschiedete der Stadtrat Tulln ein einstimmiges Klima-Manifest mit dem Ziel, bis 2025 die Stadtverwaltung CO2-neutral und bis 2040 die gesamte Gartenstadt klimaneutral zu machen. Ein zentraler Meilenstein ist das Projekt „Abwasserenergie für das Rathaus“: Nach einer Machbarkeitsstudie 2023 wurde die Anlage im Sommer 2024 installiert und liefert seit der ersten Heizperiode überzeugende Ergebnisse. Die Anlage entzieht dem Abwasser über einen rund 88 Meter langen ThermLiner-Wärmetauscher in der Kanalsohle die Wärme. Diese wird mit Wärmepumpen zur Heizung des Rathauses genutzt – vollständig mit Ökostrom der TullnEnergie betrieben, mit einer Heizleistung von bis zu 110 kW sowie einer prognostizierten jährlichen CO2-Einsparung von rund 80 Tonnen. Bürgermeister Peter Eisenschenk unterstreicht: „Die Abwasserenergie-Anlage funktioniert hervorragend und erfüllt unsere Erwartungen in vollem Umfang“ Landeshauptfrau Stv. und Energielandesrat Stephan Pernkopf ergänzt: „Auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft gilt es das gesamte Spektrum an Möglichkeiten und Technologien zu nutzen – dazu gehört vor allem auch die ressourcenschonende Energiegewinnung aus Abwasser. Diese erneuerbare Energiequelle ist ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich attraktiv und regional verfügbar und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Klimaziele in Niederösterreich spielen.“
Pionier bei Energie aus Abwasser
Die Rabmer Gruppe, ein oberösterreichisches Familienunternehmen, beschäftigt sich schon seit mehr als zehn Jahren mit dem Thema Energie aus Abwasser und bie-




V. l. n. r.: Johannes Sanda (Abteilungsleiter Umwelt, Energie und Wasserwirtschaft), Ulrike Rabmer-Koller (Geschäftsführerin Rabmer Gruppe), Landeshauptfrau-Stellvertreter und Energielandesrat Stephan Pernkopf und Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk
tet von der ersten Potenzialabschätzung, über Machbarkeitsstudien bis zur Umsetzung der Projekte alles aus einer Hand. Rabmer war auch maßgeblich verantwortlich für die Umsetzung der Abwasserenergieanlage in Tulln.
Nachhaltige Zukunft dank Abwasserenergie
Abwasserenergie gilt europaweit noch als Nischenlösung –Tulln beweist, dass die Technik ausgereift ist und bereits heute eine tragfähige Alternative zu Öl- oder Gasheizungen darstellt. Gerade für Städte und Gemeinden mit dichten Siedlungsgebieten bietet sich das Konzept an: Dort fallen große Mengen an Abwasser an, die ein enormes, bisher ungenutztes Energiepotenzial bergen. Neben Tulln überzeugt die erfolgreiche Umsetzung mehrerer Leuchtturmprojekte in ganz Österreich: Energie aus Abwasser ist keine Zukunftsvision, sondern bereits heute praxistauglich, wirtschaftlich und ein bedeutender Baustein für die Dekarbonisierung des Wärmesektors.












Mehr als die Hälfte des investierten Kapitals einer Fernwärme liegt unter der Erde. Umso wichtiger ist es, Leitungsnetze nicht nach dem Prinzip „vergraben und vergessen“ zu behandeln. Wie groß der Nutzen frühzeitiger Diagnose und laufender Überwachung sein kann, zeigt das Beispiel der Fernwärme Nikitsch im Burgenland.
Aufgrabungsarbeiten, schadhafte Muffen, kleine Beschädigungen am Mantelrohr oder Feuchtigkeit, die unbemerkt in die Dämmung eindringt: Was im Fernwärmenetz zunächst harmlos erscheint, kann sich über Jahre zu einem massiven Problem entwickeln. Genau deshalb ist es bei Nah- und Fernwärmenetzen mit dem Motto „vergraben und vergessen“ nicht getan. Denn zur Instandhaltung gehört nicht nur der Kessel im Heizwerk, sondern das gesamte System samt Leitungsnetz. Und gerade dort liegt der wirtschaftlich entscheidende Bereich: Denn während der Kessel rund 26 Prozent der Investitionskosten ausmacht, entfallen auf die Leitung rund 53 Prozent. EKR-NetzManagement widmet sich genau diesem wichtigen Part der Wärmeversorgung. Das Unternehmen hat sich auf die Diagnose, Überwachung und punktgenaue Ortung von Fehlern in Nahund Fernwärmenetzen spezialisiert sowie deren raschen Sanierungen und zeigt, wie groß der wirtschaftliche Nutzen früher Eingriffe sein kann. Zum Repertoire von EKR-Netz-Management gehört auch die Diagnostik von Datenkabeln, die für die Regelsteuerung und die Zählerablesungung von Bedeutung sind.
Vom Schadensfall zur Vorsorge Wie entscheidend dieser Blick aufs Netz ist, zeigt das Beispiel der Fernwärme Nikitsch im Burgenland. Dort sorgte vor rund zwölf Jahren eine große Leckage für einen Schockmoment: Die Störung ließ sich lange nicht eindeutig orten, erst EKR-Netz-Management konnte die Schadstelle metergenau eingrenzen. Für Karl Prikoszovich, der den Anlagenbetrieb betreut und dem Vorstand der Genossenschaft Fernwärme Nikitsch angehört, war das der entscheidende Moment: Mit der Behebung des akuten Schadens war es nicht getan, unmittelbar danach wurde das gesamte Netz überprüft, um weitere Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und nicht erst auf den nächsten größeren Schaden zu warten. „Wir haben in Nikitsch 55 auffällige Stellen gefunden und repariert“, erzählt Samir Azzouzi, Geschäftsführer von EKR-Netz-Management.
Prävention statt teurer Folgeschäden
Genau darin liegt der Unterschied zwischen bloßer Schadensbehebung und vorausschauender Netzführung: Wird eine Schwachstelle früh erkannt, lässt sie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand sanieren. Bleibt sie dagegen unentdeckt, kann sich Feuchtigkeit über Jahre in der Dämmung ausbreiten, die Isolierwirkung verschlechtern und schließlich zu deutlich höheren Wärmeverlusten und aufwendigen Reparaturen führen. Regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass Fehler früh erkannt werden, solange sie noch klein sind und mit überschaubarem Aufwand behoben werden können. Das erhöht nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Versorgungssicherheit und den sicheren Energietransport. Zugleich stärkt ein gut überwachtes und instand gehaltenes Netz

Eine Leckage wie diese verursacht unmittelbare Wärme- und Wasserverluste. Frühzeitige Ortung und regelmäßige Netzüberwachung helfen, solche Schäden rasch zu beheben und größere Folgeschäden zu vermeiden.

Die Fernwärme Nikitsch zeigt, wie eng Wirtschaftlichkeit und Netzqualität zusammenhängen. Entscheidend ist nicht nur die Erzeugung der Wärme, sondern vor allem, wie verlustarm sie bei den Abnehmern ankommt.
das Image der Fernwärme insgesamt. Für Samir Azzouzi ist das der eigentliche Kern wirtschaftlicher Netzführung. „Mehr als 50 Prozent des Kapitals einer Fernwärme liegt unter der Erde.“ Wer diesen Teil des Systems vernachlässigt, riskiert hohe Verluste, unnötige Grabungen und vermeidbare Folgekosten. Eine Netzdiagnose koste oft nur einen Bruchteil dessen, was ein bereits eingetretener Schaden samt Wasserverlust und Reparatur nach sich ziehen könne. Als beispielhafte Größenordnung nennt Samir Azzouzi rund 3.000 Euro für eine Leckortung, während ein eingetretener Schaden inklusive Wasserverlust rasch mit mehreren zehntausend Euro zu Buche schlagen kann. Warnsignale aus Leckwarnsystemen dürfen deshalb nicht einfach ignoriert werden. Prävention ist daher keine Zusatzaufgabe, sondern betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.
Weniger Verluste, spürbare Einsparungen
In Nikitsch hat sich dieser Zugang messbar ausgewirkt. Die Wärmeverluste konnten von 32 auf 24 Prozent gesenkt werden. Bei rund sechs Millionen Kilowattstunden, die jährlich ins Netz geliefert werden, ist das eine Größenordnung, die sich deutlich bemerkbar macht. Laut Karl Prikoszovich beläuft sich die jährliche Ersparnis auf rund 15.000 bis 18.000 Euro. Dass das Wärmenetz in Nikitsch besonders effizient arbeitet, sieht der Anlagenbetreuer auch durch Vergleichsdaten mit anderen Heizwerken im Osten Österreichs bestätigt. Für ihn zeigt sich daran sehr klar, worauf es im Betrieb wirklich ankommt. Mit einem humorvollen Vergleich bringt er es auf den Punkt: „Viele Betreiber denken zuerst an die Leistung des Kessels. Das ist ein bisschen wie bei Männern und Autos: Hauptsache stark. Aber viel wichtiger ist, dass im Netz möglichst wenig Wärme verloren geht.“
Vielfältige Ursachen, präzise Diagnose Schäden entstehen nicht nur durch Alterung oder schadhafte Muffen. Auch Fremdeinwirkungen, etwa bei Grabungsarbeiten von Elektrizitätswerken, Wasserverbänden, Telekommunikations- oder Glasfaseranbietern, können das Netz beschädigen. Hinzu kommen Montagefehler, etwa unsauber ausgeführte Muffen oder Mängel bei Netzerweiterungen. Umso wichtiger ist eine möglichst genaue Diagnose. Als Goldstandard gilt dabei das Laufzeit- bzw. Widerstandsmessverfahren, das einen guten Überblick über den Zustand des Leitungsnetzes

ermöglicht und Fehler frühzeitig sowie mit hoher Genauigkeit eingrenzen kann, ohne das Netz entleeren zu müssen.
Das Netz als Schlüssel zur Effizienz

Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat in Nikitsch den Blick auf das Netz grundlegend verändert. Heute wird das Leitungsnetz regelmäßig überprüft, laufend überwacht und bei Auffälligkeiten sofort genauer untersucht. Und dieses konsequente Nachfassen macht den Unterschied. Denn kleine Schäden bleiben unter der Erde lange unsichtbar, wirken sich aber dennoch auf Effizienz und Betriebskosten aus. Wer nur auf den Kessel schaut, übersieht leicht, dass der eigentliche Vermögenswert des Systems im Boden liegt. Dort entscheidet sich, wie viel der erzeugten Wärme tatsächlich beim Kunden ankommt. Dass dieser Weg funktioniert, zeigt die Fernwärme Nikitsch eindrucksvoll. Für Karl Prikoszovich ist die Entwicklung des Netzes das Ergebnis eines veränderten Verständnisses: Es geht nicht nur darum, Wärme zu erzeugen, sondern vor allem darum, Verluste zu vermeiden. Genau darin liegt die eigentliche Stärke eines wirtschaftlich geführten Fernwärmenetzes.

In Amstetten wurden klassische Wasserkraft und moderne Batteriespeicherung zu einem resilienten, zukunftsorientierten Energiesystem verbunden.
Die Versorgungssicherheit der Zukunft entsteht dort, wo erneuerbare Energie intelligent gesteuert und gespeichert wird. Die EnergyOnSite GmbH mit Sitz in Sterzing (Südtirol) hat sich auf genau diesen Bereich spezialisiert – und zählt heute zu den führenden Anbietern von Energiemanagement- und Speichersystemen in Mitteleuropa. Seit über zwölf Jahren entwickelt die Unternehmensgruppe Lösungen für eine stabile, dezentrale Energieversorgung. Gemeinsam mit der italienischen Muttergesellschaft Energy S.p.A., einem börsennotierten europäischen Hersteller von Batteriespeichersystemen, bietet EnergyOnSite maßgeschneiderte, schlüsselfertige Systeme für Energieversorger, Industrie und Infrastrukturbetriebe in der Kleinwasserkraft.
Ein aktuelles Referenzprojekt, das die Leistungsfähigkeit dieser Technologie eindrucksvoll unter Beweis stellt, ist die Kooperation mit den Stadtwerken Amstetten in Niederösterreich. Ziel des Projekts ist es, die lokale Energieversorgung nachhaltiger, flexibler und krisensicherer zu gestalten – ein Schritt, der die Energiewende auf kommunaler Ebene konkret voranbringt.
Das von EnergyOnSite konzipierte System verfügt über eine Energiespeicherkapazität von 2,24 MWh, eine Wirkleistung von 1 MW sowie 480 kVar Blindleistung. Die Speicherlösung ist als Container-System ausgeführt und über einen 20-kV-Anschluss mit 1250-kVA-Transformator an das Netz der Stadtwerke angebunden.

Speichertechnologie trifft Wasserkraft Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die enge Einbindung in das bestehende Wasserkraftwerk der Stadtwerke. Diese Kombination ermöglicht nicht nur die Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung, sondern auch eine Schwarzstartfähigkeit – also die Möglichkeit, das Netz im Falle eines Blackouts autonom wieder hochzufahren. Im Notstrombetrieb kann die Anlage lokale Verbraucher und wichtige Infrastruktur, wie unter anderem das Krankenhaus in Amstetten zuverlässig versorgen.
Darüber hinaus verfügt das System über ein aktives Blindleistungsmanagement zur Netzstabilisierung sowie über eine integrierte Eigenverbrauchsoptimierung, die den Wirkungsgrad der vorhandenen Erzeugungsanlagen deutlich erhöht. Die modulare Architektur erlaubt eine kaskadierbare Erweiterung, wodurch das System langfristig an wachsende Energieanforderungen angepasst werden kann.

Intelligentes Energiemanagement als Schlüsselkomponente
Das Herzstück der Anlage bildet das von EnergyOnSite intern entwickelte Energiemanagementsystem (EMS). Die Software wird im eigenen Haus programmiert und ermöglicht eine präzise Steuerung sämtlicher Energieflüsse – von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Netzeinspeisung.
Durch die vollständige Eigenentwicklung kann EnergyOnSite auf Kundenwünsche flexibel reagieren und garantiert zugleich kurze Reaktionszeiten im Servicefall. Die direkte Kommunikation zwischen Kunden und den Entwicklern des EMS-Systems ist ein wesentlicher Qualitätsfaktor, der die Unabhängigkeit des Unternehmens stärkt. Ein technisches Alleinstellungsmerkmal ist der stufenlose Inselbetrieb: Beim Wechsel zwischen On- und Off-Grid-Betrieb erfolgt keine Unterbrechung – auch nicht im Millisekundenbereich. Gerade für Industriebetriebe und Energieversorger, die auf kontinuierliche Versorgung angewiesen sind, bedeutet dies einen erheblichen Sicherheitsgewinn.
Technologische Kompetenz „Made in Südtirol“
Mit einem Team aus 20 hochqualifizierten Fachkräften vereint EnergyOnSite Kompetenzen aus Elektrotechnik, Automatisierung und Softwareentwicklung. Als Teil der Energy-Group ist es möglich, Projekte von der technischen Planung über die Fertigung bis zum Betrieb vollständig aus einer Hand anzubieten. Das Unternehmen blickt auf über 500 MWh installierte Speicherkapazität in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz zurück – eine Bilanz, die die zunehmende Bedeutung intelligenter Speichertechnologien im Energiemarkt unterstreicht.
Blaupause für kommunale Versorgungssicherheit
Das Projekt der Stadtwerke Amstetten zeigt, wie sich klassische Wasserkraft und moderne Batteriespeicherung zu einem resilienten, zukunftsorientierten Energiesystem verbinden lassen. EnergyOnSite liefert dabei nicht nur Technologie, sondern ein Gesamtkonzept für Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit – und positioniert sich damit als einer der zentralen Player im europäischen Markt für Energiespeicherlösungen.


Drei Tage lang stand Graz im Zeichen der Bioenergie: Die CEBC 2026 brachte Fachpublikum, Wissenschaft und Praxis zusammen und setzte mit Vorträgen, Exkursionen und Workshops neue Impulse für die energetische Nutzung von Biomasse. Erstmals rückte dabei ein durchgehender Praxisschwerpunkt besonders stark in den Fokus.
Mit der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz CEBC 2026 wurde Graz zwischen 21. und 23. Jänner zum achten Mal die Biomasse-Hauptstadt Österreichs. Erstmals wurde neben einer Fülle internationaler Fachbeiträge in 29 Parallelsessions, drei Exkursionen und diversen Workshops ein durchgehender Praxis-Schwerpunkt organisiert. Die Veranstalter, der Österreichische Biomasse-Verband, die Landwirtschaftskammer Steiermark, BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH, die Universität für Bodenkultur Wien und die Montanuniversität Leoben in Kooperation mit Messe Congress Graz, konnten über 1.400 TeilnehmerInnen an den drei Veranstaltungstagen begrüßen.
CEBC-Programmauszug: Bioenergie in der Praxis
Den Auftakt bildete „Praxis trifft Innovation“, eine Session, in der konkrete Projekte, innovative Unternehmensstrategien und neue Bioenergie-Anlagen vorgestellt wurden. Die Vortragenden gaben Einblicke in technische Herausforderungen, Erfahrungen aus der Praxis sowie zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für Kohlenstoffabscheidung (BECCS) und moderne Anlagen. Die Session „Bioenergie in Europa und ihre Bedeutung für Österreich“ beleuchtete aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Schweden sowie die österreichische Biomassestra-
tegie 2025–2040. Es wurden Chancen, Trends und politische Rahmenbedingungen diskutiert, die für die Weiterentwicklung der Bioenergie in Österreich relevant sind. Bei der „Modernisierung biomassebasierter Wärmenetze“ wurden Praxislösungen aus Saalfelden, Wald im Pinzgau und Kreuzstetten vorgestellt – von der Abwärmenutzung bis zu kaskadierten Wärmepumpensystemen. Neben technischen Innovationen wurden Effizienzsteigerungen, wirtschaftliche Optimierung und neue Konzepte für flexible und nachhaltige Wärmenetze vorgestellt. In der Session „Biotreibstoffe in der Praxis“ standen Technologien, Markteinführung und praktische Erfahrungen aus Landwirtschaft und Industrie im Fokus. Diskutiert wurden Potenziale, Leistungs- und Emissionscharakteristika sowie praxisnahe Beispiele für die Integration nachhaltiger Biotreibstoffe.
Praxisfelder der Bioenergie Abschließend beleuchtete die Session „Bioenergie in der Forstwirtschaft und Praxis“ die effiziente Biomassenutzung, ökologische Fragestellungen und politische Rahmenbedingungen. Zudem wurden wirtschaftliche Perspektiven und Strategien vorgestellt, um Bioenergie sinnvoll und nachhaltig in der Forstwirtschaft einzusetzen. Mit diesen fünf Sessions wurde deutlich: Bioenergie ist keine Zukunftsmusik – sie ist bereits gelebte Praxis.
Die Schweißarbeiten an der DN800-Leitung zeigen einen jener Arbeitsschritte, auf denen die Betriebssicherheit der Transportleitung beruhen.

Mit der Strategie „Wiener Wasser 2050“ bereitet sich Wien auf wachsenden Bedarf und höhere Anforderungen an die Versorgungssicherheit vor. Damit die Trinkwasserversorgung auch künftig auf hohem Niveau gesichert bleibt, investiert die Stadt in zusätzliche Transportkapazitäten und mehr Redundanz. Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die neue 5. Hauptleitung, die vor allem den Norden und Westen Wiens zusätzlich absichern soll.
Wien ist für sein hochwertiges Hochquellwasser bekannt. Dass Tag für Tag rund 400.000 Kubikmeter Trinkwasser aus den Kalkalpen in die Stadt gelangen und dabei Strecken von teils bis zu 180 Kilometern zurücklegen, ist das Ergebnis einer Infrastruktur, die seit dem 19. Jahrhundert konsequent weitergebaut, abgesichert und an neue Anforderungen angepasst wird. Dass ein System dieser Größenordnung auch in Zukunft verlässlich funktioniert, ist eine Frage vorausschauender Planung – und genau hier setzt die Strategie „Wiener Wasser 2050“ an. Sie bündelt jene Projekte, mit denen Wien seine Wasserversorgung langfristig absichern will. Zusätzliche Transportleitungen, größere Reserven und mehr Redundanz sollen dafür sorgen, dass auch eine wachsende Stadt verlässlich versorgt werden kann. Zu den wichtigsten Vorhaben zählt dabei die neue 5. Hauptleitung: Sie verläuft künftig vom 16. bis zum 19. Bezirk, umfasst insgesamt 5,2 Kilometer und wird seit Juli 2024 in drei Bauabschnitten umgesetzt. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Über die neue Leitung können bis zu 1 m³ Wasser pro Sekunde transportiert werden. Rechnerisch lassen sich damit mehr als 600.000 Menschen versorgen,
womit sie einen wichtigen Beitrag zur zusätzlichen Absicherung der nördlichen und westlichen Stadtgebiete leistet.
Bauen im dicht verbauten Stadtraum
Innerhalb dieses Gesamtvorhabens liegt ein 3,54 Kilometer langer Bauabschnitt in den Bezirken Währing und Döbling, an dem Alpe Pipe Systems beteiligt ist. Das Unternehmen mit Sitz in Stams in Tirol ist auf metallische Rohrsysteme spezialisiert und lieferte für Wien ein DN800-Stahlrohrsystem mit PE-Außenumhüllung und Zementmörtelauskleidung. Die große Nennweite verdeutlicht, welche Rolle dieser Abschnitt im Netz einnimmt: Er ist auf den Transport großer Wassermengen ausgelegt und entsprechend bedeutend für das Gesamtsystem. Für Wien standen bei der Wahl des Rohrmaterials Langlebigkeit, Betriebssicherheit und Trinkwassertauglichkeit im Vordergrund. Alpe Pipe Systems verweist bei seinem Stahlrohrsystem auf die Dauerhaftigkeit des Werkstoffs, auf hochwertige Beschichtungssysteme und auf einen umfassenden Korrosionsschutz: Bei fachgerechter Ausführung sind damit Nutzungszeiten von bis zu 120 Jahren möglich.

Im dicht verbauten Stadtraum kam es auf präzise Einpassung an: Mit Hilfe von Stahlformteilen und deren Möglichkeit zur Abwinkelung über die Muffenverbindung wurde die Verlegung der Leitung entlang der Trasse erleichtert.
Präzision für Jahrzehnte
Die in Wien eingesetzten Rohre verfügen außen über eine dreilagige PE-Umhüllung, die sie gegen Einflüsse aus dem Erdreich schützt, und innen über eine Zementmörtelauskleidung. Letztere erfüllt nicht nur hygienische Anforderungen, sondern trägt auch zur Dauerhaftigkeit bei. Eine besondere Eigenschaft hebt Luis Kluibenschädl, Geschäftsführer von Alpe Pipe Systems, hervor: „Die Zementmörtelauskleidung verfügt über einen sogenannten ,Selbstheilungseffekt‘: Feine Risse schließen sich bei Wasserdurchfluss, wodurch ein langfristiger Betrieb ohne Nachbeschichtung möglich ist.“ Für den langfristigen und wartungsarmen Betrieb ist ebenso die Präzision in Fertigung und Verbindungstechnik entscheidend. Die Verbindungen werden verschweißt, visuell kontrolliert und zusätzlich stichprobenartig mit Farbeindringprüfung überprüft. Danach werden die Schweißstellen mit Schrumpfmanschetten umhüllt, um die durchgehende Außenbeschichtung sicherzustellen. Luis Kluibenschädl betont zudem die hohe Passgenauigkeit der Stahlrohre aufgrund von engen Produktionstoleranzen: „Gerade bei einem innerstädtischen Abschnitt mit zahlreichen Richtungsänderungen ist das ein handfester Vorteil.“
Logistik wird zum Schlüsselfaktor Wie anspruchsvoll innerstädtischer Leitungsbau ist, zeigt sich nicht zuletzt an der Logistik: Lagerflächen sind knapp, Bauabläufe eng getaktet, Anlieferungen müssen präzise abgestimmt werden. Für den Bauabschnitt wurden deshalb Teilmengen zunächst an einen Lagerplatz der Stadt Wien geliefert und von dort aus je nach Baufortschritt weitertransportiert. Die punktgenaue Anlieferung war eine wesentliche

Die neue DN800-Hauptleitung wurde im Bauabschnitt in offener Bauweise verlegt. Mit ihr schafft Wien zusätzliche Transportkapazitäten und stärkt die Versorgungssicherheit vor allem im Norden und Westen der Stadt.
Herausforderung des Projekts. Gerade bei einer Leitung dieser Größenordnung braucht es eine enge Abstimmung zwischen Produktion, Transport und Bauablauf, damit auf der Baustelle weder Material fehlt noch Flächen unnötig blockiert werden. Auch auf Seiten der Stadt war eine enge Koordination gefragt. Grundlage für einen möglichst reibungslosen Ablauf waren eine gründliche Projektplanung, die Abstimmung im Rahmen der Baustellenkoordination sowie


Die Logistik war im innerstädtischen Bauabschnitt ein Schlüsselfaktor: Wegen knapper Lagerflächen mussten Rohre und Formteile abgestimmt zwischengelagert und im Takt des Baufortschritts bereitgestellt werden.
die frühzeitige Einbindung der Bezirke. Dazu kamen Abstimmungen mit der Verkehrsbehörde, um die Auswirkungen auf Verkehr und Anrainer so gering wie möglich zu halten.
Wichtiger Baustein der Wasserstrategie 2050
Die neue 5. Hauptleitung zeigt, wie Wien seine Wasserstrategie konkret umsetzt. Das Netz wird nicht erst dann erweitert, wenn Engpässe entstehen, sondern vorausschauend ausgebaut.
Zusätzliche Transportkapazitäten erhöhen die Versorgungssicherheit und schaffen jene Redundanzen, die eine wachsende Stadt braucht. Der Abschnitt in Währing und Döbling steht exemplarisch für diesen Ansatz: groß dimensioniert, technisch präzise und unter den Bedingungen des dicht verbauten Stadtraums logistisch anspruchsvoll. So wird aus einer Strategie gebaute Infrastruktur, die die Wiener Trinkwasserversorgung langfristig absichert.

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Mit modernen Grauwasser-Recyclingsystemen lässt sich der Trinkwasserverbrauch in Gebäuden um bis zu 40 Prozent senken –unabhängig von Niederschlägen. Besonders in kommunalen Einrichtungen wie Schulen, Sportanlagen oder Hallenbädern zeigt die Technik ihre Stärken: Hier fallen große Mengen an Dusch- und Waschwasser an, die nach der Aufbereitung als hygienisches Betriebswasser für Toiletten, Waschmaschinen oder Bewässerung wiederverwendet werden können.
Seit 1993 beschäftigt sich INTEWA mit technologischen Lösungen für die wachsenden Herausforderungen durch Wassermangel und Starkregenereignisse. Trotz steigender Probleme sind Wasserwiederverwendungstechnologien wie Regenwassernutzung und Grauwasser-Recycling noch nicht Stand der Technik. Deutschland steht im internationalen Vergleich zwar noch relativ gut da, doch auch hier sinken Grundwasserstände, Nutzungen werden eingeschränkt, Überflutungen oder steigende Preise zeigen, dass der Klimawandel nicht haltmacht. INTEWA verfügt inzwischen über Erfahrungen mit mehreren tausend Regenwassernutzungsanlagen. Doch auch große Zisternen reichen nicht mehr aus, um lange Trockenperioden zu überbrücken. Eine Lösung bietet das Grauwasser-Recycling: leicht verschmutztes Abwasser wird aufbereitet und als Betriebswasser wiederverwendet. So lassen sich ca. 40 % des Wasserbedarfs unabhängig von Niederschlägen einsparen. Frühere Systeme verschiedener Hersteller konnten sich nicht behaupten, oft wegen unzureichender Aufbereitungsqualität und Geruchsproblemen. Seit rund zehn Jahren liefern Systeme mit Membranbioreak-
torverfahren eine ausgezeichnete Wasserqualität und hohe Betriebssicherheit.
Barrieren und Förderungen
Der Markt hat sich durch regulatorische Vorgaben wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie, Bauordnungen zur Begrünung, den Green Deal und die EU-TaxonomieVerordnung 2020/852 verändert. Letztere ermöglicht Zugang zu Finanzierungsmitteln bei ökologischer Nachhaltigkeit. Doch warum wird Wasserwiederverwendung nicht bei jedem Neubau eingeplant? In vielen Ländern wird Wasser stark subventioniert, wodurch sich eine Wiederverwendung wirtschaftlich nicht rechnet. Ein anderer Grund sind fehlende Regeln. In Deutschland fehlen klare Vorschriften, etwa zur Eigenversorgung mit Regenwasser. In Baunormen steht Wasser noch weit hinter Energie und CO2 zurück. Widersprüchliche Regelungen erschweren den Fortschritt: Baden in einem See ist erlaubt, Duschen mit demselben Wasser nicht. Weltweit unterscheiden sich die Anforderungen an Wasserqualität stark – von ultragefiltertem Wasser in Singapur bis zum Einsatz von Regenwasser zum Teekochen in Südafrika. Einheitliche ISO-Normen fehlen. Auch die Anforderungen an
Betriebswasser sind teils so hoch, dass sich Wiederverwendung nicht rechnet. Ein Problem für die Wirtschaftlichkeit von Regenwassernutzung ist das Gebührensplitting: Betreiber sparen nur Trinkwasserkosten, was Anlagen unattraktiv macht. Inzwischen erkennen viele Städte aber die positiven Effekte von Regenwasserzisternen wie Grundwasserschutz und Retention. In Berlin gibt es Befreiungen von der Versiegelungsgebühr, in Belgien ist der Einbau von Zisternen seit Jahrzehnten Pflicht.

Im Hallenbad Alsdorf in Nordrhein-Westfalen wird Grauwasser aus Duschen und Waschbecken aufbereitet und für elf Toiletten genutzt –bei täglich rund 350 Badegästen ein effizientes Beispiel für Ressourcenschonung.


Grauwasser-Recycling versus Regenwassernutzung
Regenwasser wird vom Dach gesammelt, gefiltert und für Garten, Toiletten oder Waschmaschinen genutzt. Es ist leicht zu erfassen und meist frei von organischen Verunreinigungen. Doch bei Gründächern sinkt die Menge stark, während der Bedarf steigt. Je nach Niederschlagsverteilung werden große Zisternen nötig. Grauwasser stammt aus Duschen, Badewannen und Waschbecken. Es enthält Seifenreste und organische Stoffe und muss intensiver aufbereitet werden. Nach Reinigung eignet es sich für Toiletten, Waschmaschinen oder Bewässerung. Im Gegensatz zur Regenwassernutzung lassen sich sowohl Trink- als auch Abwasserkosten einsparen. Grauwassersysteme sind in Deutschland anzeigepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtig. Sie sind unabhängig vom Niederschlag, benötigen nur Tagesvolumen als Speicher und können im Gebäude installiert werden. Um den Autarkiegrad zu erhöhen, ist eine Kombination mit Regenwassernutzung sinnvoll.
Wie funktioniert eine Grauwasser-Recyclinganlage? Grauwasser aus Duschen, Badewannen und Handwaschbecken wird vorgefiltert, bevor es in den Bioreaktor gelangt. Der Schmutz wird durch Rückspülung in den Kanal ausgespült. Im Bioreaktor bauen Bakterien organische Stoffe ab, unterstützt durch Sauerstoffzufuhr über Rohrdiffuser. Die Bakterien siedeln auf speziellen Schwebekörpern mit großer Oberfläche. Eine Schlammpumpe entfernt regelmäßig Sedimente. Im Bioreaktor befinden sich auch Membranstationen, die das Grauwasser mittels Ultrafiltration in den Klarwasserspeicher leiten. Porenweiten von 0,02 μm halten Partikel, Bakterien und Viren zurück. Die Membranen werden durch Rückspülung und Luftblasen gereinigt. Anlagen über 5.400 l/Tag verfügen über Fernsteuerung und automatisierte chemische Reinigung, was den Betrieb wirtschaftlicher und wartungsärmer macht. Das hygienisch aufbereitete Betriebswasser wird durch Druckerhöhungssysteme zu Toiletten, Waschmaschinen oder Bewässerung geleitet und zusätzlich per UV behandelt. Durch den Membranbioreaktor, der biologischen Abbau und Ultrafiltration kombiniert, liefern die Systeme eine hervorragende Wasserqualität. Selbst Keime und Viren werden sicher zurückgehalten. Das aufbereitete Wasser weist im Schnitt nur 1 E.coli/100 ml auf, ist geruchslos und optisch kaum von Trink-
wasser zu unterscheiden. INTEWA-Systeme sind als erste weltweit nach dem Standard NSF 350 „Class C“ zertifiziert und auch nach British Standard für Sprühbewässerung geprüft.
Dimensionierung, Planung und Installation
Grauwasser-Recyclinganlagen eignen sich besonders für Sportanlagen, Schulen, Hotels und Mehrfamilienhäuser mit hohem Wasserverbrauch durch Duschen und entsprechendem Bedarf an Betriebswasser. Da separate Grauwasser- und Betriebswasserleitungen nötig sind, sind Neubauten oder Sanierungen am sinnvollsten. Die Anlagen sollten im Gebäude platziert werden, um Zugänglichkeit und Wartung zu erleichtern. Die Dimensionierung richtet sich nach Tagesbedarf und -ertrag. Pro Person fallen 40–50 Liter Grauwasser pro Tag an. INTEWA bietet anschlussfertige Systeme von 300 (bis 6 Personen) bis 48.600 Litern (über 1.000 Personen) pro Tag. Größere Systeme können modular erweitert werden. Die vorgefertigten Systeme sind schnell zu installieren und auch von normalen Installateuren einbaubar. Als Faustregel gilt: Aufstellfläche ≈ 2 × Tagesvolumen. Eine Anlage mit 5 m³/Tag für 100 Personen benötigt ca. 10 m².
Lohnt sich Grauwasser-Recycling wirtschaftlich?
Durch die doppelte Nutzung von Wasser werden sowohl Trink- als auch Abwasserkosten eingespart. In vielen Ländern liegen die Preise bei über 6 €/m³. Je nach Wasserpreis und Systemgröße können sich kurze Amortisationszeiten ergeben. Bei Gebäuden ab etwa 100 Personen rechnet sich ein System oft in weniger als sechs Jahren.
Ausblick auf die nächsten Schritte
Die Bedeutung und das Potenzial von Grauwasser-Recycling sind inzwischen anerkannt. Zertifizierte Systeme ermöglichen einen sicheren Einsatz für Planer, Installateure und Betreiber. Viele Barrieren der Regenwassernutzung treffen hier nicht zu. Allerdings sind zusätzliche Leitungen nötig, weshalb die Technik vor allem für Neubauten oder Sanierungen infrage kommt. Wenn diese berücksichtigt werden, sind die Zusatzkosten vertretbar. Da größere Systeme nachhaltig und wirtschaftlich sind, stehen die Chancen gut, dass Grauwasser-Recycling künftig zum Stand der Technik wird. Autor: Oliver Ringelstein, INTEWA GmbH

Die Kläranlage Hanerau-Hademarschen – nahe dem Festivalgelände des Wacken Open Air gelegen – stattet ein weiteres Becken mit Aerostrip-Belüftern aus und meistert damit die große Spannbreite an Abwasserlasten vom kommunalen Alltagsbetrieb bis zum Ausnahmezustand.
Wenn im August rund 85.000 Heavy-Metal-Fans zum weltweit bekannten Wacken Open Air nach Schleswig-Holstein strömen, steigen nicht nur Lautstärke und Besucherzahlen, auch die Anforderungen an die regionale Abwasserinfrastruktur. Um diese Belastungen dauerhaft und regelkonform zu bewältigen, rüstet die Kläranlage HanerauHademarschen nun auch ihr zweites Belebungsbecken mit Aerostrip-Streifenbelüftern von Aquaconsult Anlagenbau aus Traiskirchen in Niederösterreich aus. Die vom Wasserverband Süderdithmarschen betriebene Anlage reinigt die Ab-

Schon 2013 wurden in einem Belebungsbecken der Kläranlage 50 Aerostrip-Streifenbelüfter installiert. Die erzielten Energieeffizienz- und Performancewerte überzeugten die Anlagenbetreiber auch für die Aufrüstung des zweiten Belebungsbeckens.
wässer der Gemeinden Hanerau, Hademarschen und Thaden mit insgesamt rund 3.800 Einwohnergleichwerten. Sie verfügt über zwei Belebungsbecken und das gereinigte Abwasser wird danach über den Viehbach und die Hanerau in den Nord-Ostsee-Kanal eingeleitet. Bereits 2013 wurden in einem Belebungsbecken 50 Aerostrip Type Q installiert – mit messbarem Erfolg: „Wir hatten eine enorme Energieeinsparung“, erinnert sich Dennis Behrens, Betriebsleiter der Kläranlage. Der Stromverbrauch sank nach der Umrüstung um rund 30 Prozent auf etwa 85.000 kWh pro Jahr. Gleichzeitig verbesserte sich der biologische Abbau deutlich. „Der Schlamm setzt sich besser ab, das Trübwasser lässt sich gut entfernen und die Schlammmenge hat sich nahezu halbiert“, so Dennis Behrens.
Zweite Linie für Sicherheit und Behördenauflagen
Die Entscheidung, nun auch das zweite Belebungsbecken mit weiteren 50 Aerostrip-Belüftern auszustatten, ist nicht nur eine Konsequenz aus den positiven Betriebserfahrungen, sondern auch eine behördliche Auflage. „Wir betreiben eine zweistraßige Anlage, die in beiden Linien voll leistungsfähig sein muss“, erklärt Behrens. „Gerade bei Wartungs- oder Sanierungsarbeiten brauchen wir diese Redundanz.“ Besonders im Sommer aber ist die Anlage stark gefordert: Während des Wacken Open Air fallen täglich enorme Abwassermengen aus über 1.300 mobilen Toiletten, rund 500 Duschen und der Festival-Gastronomie an. Insgesamt werden etwa 2.000 m³ hochbelastetes Abwasser innerhalb kurzer Zeit zur Kläranlage Hanerau-Hademarschen geliefert – mehrere Lkw-Ladungen täglich. „Das ist die größte Herausforderung für unsere Anlage“, so Behrens. „Wir puffern vor, dosieren gezielt und brauchen dafür beide Belebungsbecken sowie natürlich eine zuverlässige Belüftung.“


Die Kläranlage Hanerau-Hademarschen rüstet sich mit weiteren Aerostrip-Streifenbelüftern, um die Spitzenbelastungen während des sommerlichen Heavy Metal Festivals im nahe gelegenen Wacken zu bewältigen.
Effiziente Belüftung für extreme Lastspitzen
Die Aerostrip-Streifenbelüfter sorgen dabei für einen gleichbleibend hohen Sauerstoffeintrag bei geringem Energiebedarf und ermöglichen einen stabilen Betrieb auch unter stark schwankenden Lasten. „Gerade bei Anlagen mit wechselnden Belastungen zeigt sich die Stärke unserer Streifenbelüfter“, betont Rüdiger Vrabac, Niederlassungsleiter von Aquaconsult Anlagenbau in Deutschland. „Sie bieten eine hohe Sauerstoffeintragsleistung, sind langlebig und lassen sich sehr energieef-
Dafür werden die bestehenden Stahlbehälter vorbereitet, sandgestrahlt und entsprechend müssen die Belüfter- bzw. sonstige Halterungen angeschweißt werden. „Nach über 20 Jahren sehr guter Erfahrungen war für uns klar: Wenn wir aufrüsten, dann wieder mit Aerostrip“, fasst Behrens zusammen. Mit dem Folgeauftrag in Hanerau-Hademarschen unterstreicht Aquaconsult erneut, dass sich die innovative Belüftungstechnologie aus Niederösterreich nicht nur in Großstädten, sondern auch unter außergewöhnlichen Betriebsbedingungen be-

Dauerhafte Effizienz

Maximale Lebensdauer

Minimale Wartung

Einfache Montage
BesuchenSieuns gerneaufder IFAT2026inMünchen HalleA3,Stand153
Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website www.aerostrip.at oder kontaktieren Sie uns unter office@aquaconsult.at


Wo früher Moor und Feuchtflächen lagen, entsteht heute moderne Infrastruktur. Im Klagenfurter Stadtteil Viktring wird ein alter Kanal bei schwierigen Bodenverhältnissen saniert. Ein Kanal-auf-Pfahl-System der Tiroler Rohre GmbH sorgt dafür, dass Setzungen, hohes Grundwasser und minimale Gefälle dauerhaft beherrschbar bleiben.
Im Süden der Kärtner Landeshauptstadt Klagenfurt, im Stadtteil Viktring, treffen anspruchsvolle geologische Voraussetzungen auf steigende infrastrukturelle Anforderungen. Dort, wo heute dichter Wohnbau steht, befand sich einst ein weit verzweigtes Moor- und Feuchtgebiet, ein Relikt des früher wesentlich größeren Wörthersees. Diese geologischen Rahmenbedingungen bestimmen bis heute den Bau von Kanalund Wasserleitungen – und machen das Gebiet zu einem der
technisch herausforderndsten der Stadt. Genau hier entsteht derzeit ein Kanal auf Pfahl, ein System, das in Klagenfurt längst zur Standardlösung in besonders sensiblen Bereichen geworden ist. Dipl.-Ing. Daniel Seebacher, Projektleiter bei CCE Ziviltechniker GmbH und zentraler Ansprechpartner für die Klagenfurter Abwasserplanung, beschreibt die Ausgangslage: „Klagenfurt steht in diesen Bereichen auf einem alten Moorgebiet. Der Boden ist nicht standfest – und das bis in größere
Tiefen.“ Auch historische Karten zeigen, dass große Teile des heutigen Siedlungsgebiets ursprünglich Feucht- und Moorflächen waren und daher extensiv genutzt wurden. Südlich und westlich der Innenstadt dominieren sandige, grundwassernahe Böden mit uneinheitlichem Schichtenaufbau.
Anspruchsvolle Boden- und Rahmenbedingungen
Diese Rahmenbedingungen stellen den Kanalbau vor mehrere, eng miteinander verknüpfte Herausforderungen. Zum einen führen die wenig tragfähigen Bodenschichten zu erheblichen Setzungen in der Tiefe. Kunststoffrohre, die in vielen Bereichen Klagenfurts aus wirtschaftlichen Gründen eingesetzt werden, stoßen hier an ihre Grenzen. Zwischen den Auflagerpunkten würden sie sich durchbiegen und ihre Lage verändern. Erschwerend kommen die extrem geringen Längsgefälle hinzu. Während im Kanalbau üblicherweise eine Neigung von rund einem Prozent angestrebt wird, liegen die Werte im Raum Klagenfurt West und Süd stellenweise nur bei ein bis drei Promille. „Teilweise bewegen wir uns damit sogar unter den üblichen Mindestwerten“, erklärt Daniel Seebacher. Der Einsatz zusätzlicher Pumpwerke wäre zwar technisch möglich, scheitert jedoch an Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit. Als weiterer Faktor wirkt der hohe Grundwasserstand: So stand etwa 2023 das Wasser in weiten Teilen des Siedlungsgebiets nahezu flurgleich an. Doch auch in vergleichsweise trockenen Jahren bleibt Grundwasser in den Baugruben ein ständiger Begleiter. „Man arbeitet hier praktisch im Wasser – ohne laufende Grundwasserabsenkung ist ein Bauablauf nicht möglich“, fasst der Projektleiter zusammen.
Kanalbau auf Pfahl als technische Lösung
Die Stadt Klagenfurt setzt daher seit Mitte der 2000er-Jahre auf ein Pfahlsystem, das aus dem Hochbau bekannt ist und für den Leitungsbau adaptiert wurde. Der Ansatz: Duktile Gusspfähle werden mittels Rammpfahlgerät so tief eingeschlagen, bis sie in ausreichend tragfähigem Untergrund Halt finden, teils in Tiefen von bis zu 60 Metern. „Die Pfähle werden in einem Abstand von fünf Metern, also jeweils pro Rohrlänge, so weit eingetrieben, bis sie sicher in tragfähigen Schichten gründen“, erläutert Daniel Seebacher. Provisorische Rammsondierungen helfen dabei, die erwartete Tiefe abzuschätzen. Auf den Pfählen werden anschließend verstärkte duktile Gussrohre montiert. Diese kommen bei diesem Projekt in DN300 und DN400 zum Einsatz, verfügen aufgrund der Bodenverhältnisse über eine höhere Wanddickenklasse als Standardrohre und sind gezielt auf die punktuellen Belastungen an den Pfahlauflagerpunkten ausgelegt, um formstabil zu bleiben. Die Auslegung der Rohrwandstärken erfolgt durch den Rohrhersteller Tiroler Rohre (TRM) in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck. Dabei kommt ein von der Universität Innsbruck speziell für die Tiroler Rohre GmbH entwickeltes Berechnungsprogramm zum Einsatz, das unter anderem Linienlasten, Überdeckung sowie die standortspezifischen Lastannahmen berücksichtigt. „Rohre aus anderen Werkstoffen, die üblicherweise bei Abwasserprojekten eingesetzt werden, sind für punktuelle Auflagerungen nicht ausgelegt, da sie zwischen den Auflagerpunkten nachgeben. Gussrohre bleiben formstabil – die Wanddicke wird je nach Nennweite gezielt angepasst“, erklärt Mag. Dr. Igor Roblek, Vertriebsmanager bei TRM. Die Tiroler Rohre GmbH liefert nicht nur die Abwasserrohre, sondern auch das dazugehörige Pfahlsystem. Damit kommt die Gesamtlösung für die komplexe Aufgabenstellung aus einem Haus.

Ein Blick in die Baugrube verdeutlicht, warum in Viktring ein Kanal-aufPfahl-System eingesetzt wird: Der Untergrund ist wenig tragfähig, das Grundwasser ständiger Begleiter.
Komplexe Bestandssituation im Untergrund Zusätzlich zur schwierigen Bodenlage kommen bei der Baustelle enge innerstädtische Verhältnisse dazu. Mehrere Leitungen verlaufen parallel: eine alte Asbestzement-Wasserleitung, ein bestehender Hauptsammelkanal, ein Regenwasserkanal aus Beton, eine alte Bleileitung, eine 20-kV-Leitung sowie die Fernwärmeleitung. „Da darf man keiner Leitung zu nahe kommen, einige davon sind extrem sensibel“, beschreibt Daniel Seebacher. Um die Erschütterungsgefahr durch die Rammpfähle zu minimieren, wurde in diesem Fall die Wasserleitung zuerst erneuert. Eine neue DN200-Trinkwasserleitung aus duktilen Gussrohren mit VRS-T Verbindung und Standardbeschichtung Pur LL, ebenfalls aus dem Hause TRM, ersetzt nun die alte Asbestzementleitung – erst danach beginnt der eigentliche Kanalbau. „Ein Bruch der Wasserleitung hätte erhebliche Wassermengen freigesetzt – genau dieses Risiko wollten wir ausschließen“, so der Projektleiter.
Sanierung im wachsenden Stadtteil Viktring
Der Bauabschnitt ist Teil eines umfassenden Sanierungsprogramms im Ortsteil Viktring, wo der Bevölkerungsanstieg der vergangenen Jahrzehnte beträchtlich war: von rund 3.000 Einwohnern in den 1970er-Jahren auf heute etwa 10.000. Der bestehende Kanal war über 55 Jahre alt, aus PVC gefertigt, hydraulisch unterdimensioniert und durch Setzungen sowie Grundwassereintritte stark beeinträchtigt. „Fremdwasser im Kanalnetz belastet die Anlagen unnötig – ebenso kritisch ist es, wenn Abwasser in den Untergrund gelangt“, bringt der Projektleiter die Problematik auf den Punkt. Seit 2016 verfügt Klagenfurt über ein vollständiges Leitungsinformationssystem. Kanal-Inspektionen liefern die Grundlage für die Zustandsbewertung und die Priorisierung der Sanierungsabschnitte. Die Stadt setzt dabei auf die abschnittsweise Erneuerung ganzer Straßenzüge statt auf punktuelle Reparaturen.
Kurze Wege, schnelle Reaktionen, flexibles Arbeiten
Für die Umsetzung des Bauabschnitts in Viktring stellten TRM

Die in Viktring eingesetzten Gussrohre von TRM überzeugen durch hohe Formstabilität und eignen sich damit besonders für den Einsatz auf punktuellen Pfahlauflagerungen.
und der lokale Fachhändler Schmidt’s gemeinsam die Materialversorgung sicher. Die Lagerhaltung vor Ort ermöglichte kurze Reaktionszeiten – ein klarer Vorteil, wenn während der Bauphase unerwartete Einbauten auftreten oder Formstücke kurzfristig benötigt werden. „Im Bauablauf kommt es immer wieder zu Anpassungen – entscheidend ist, dass dann rasch und verlässlich reagiert werden kann“, so Igor Roblek von TRM.
Dauerhafte Lösung für anspruchsvolle Standorte

In der Baugrube werden die Pfähle für den Kanal-auf-Pfahl bis in tragfähige Schichten eingerammt, um Setzungen dauerhaft zu vermeiden. Bauausführende Firma ist die Fa. Swietelsky, die in den letzten Jahren schon mehrere Projekte im Bereich „Kanal-auf-Pfahl“ umgesetzt hat.
Ein Kanal-auf-Pfahl-System ist kostenintensiver als herkömmliche Bauweisen – doch gerade unter den geologischen Rahmenbedingungen Klagenfurts erweist sich das System als zweckmäßig. Die Bauzeit verkürzt sich gegenüber konventionellen Bauweisen im wenig tragfähigen Untergrund, da die Höhenlage millimetergenau eingestellt werden kann und die Rohre stabil auf den Pfählen aufliegen. Kamerabefahrungen früherer Projekte bestätigen die langfristige Funktionsfähigkeit der Bauweise. Im Ortsteil Viktring entsteht damit eine Lösung, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen – Moorboden, hohem Grundwasserstand und minimalem Gefälle – eine dauerhaft sichere und betrieblich stabile Ableitung des Abwassers ermöglicht.















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