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youandme-Magazin_04-2026

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JOhanneS OerDInG: Ich will auf die bühne. Das wusste er bereits

FRÜH

LINkS

VerlOSunG: Daran teilzunehmen, das schaffen Sie mit SChuMannFeST: lasst die Klassik in Düsseldorf

ERWACHEN

APRIL 2026

unbezahlbar! www.youandme.de

Schumannfest

Düsseldorf

6. - 26. Juni

u.a. mit Gülru Ensari www.tonhalle.de/schumannfest

HAMILTON TRIOC WDR BIGBAND meets JIMMY GREENEC KINGA GŁYK & BAND | NRW JAZZ-SPECIALC u. v. m.

KINGOFSWINGORC H ESTRA imweltberühmten

Sponsoren & Förderer

WERL ·22. 05. 26

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Eine musikalische Entdeckungsreise in die Heimat

Das Schumannfest zeigt vom 6. Juni bis 26. Juni seine unkonventionelle Seite von Marcus Nowotzin

Die Musikstadt Düsseldorf sieht sich in der Tradition von Robert und Clara Schumann. Aus guten Gründen wird das Künstlerpaar für seine Verdienste um die herausragende Musik und für den Einfluss auf das Renommee der Rheinmetropole mit dem Schumannfest geehrt. Zum ersten Mal präsentiert sich das bedeutende Festival der Öffentlichkeit auch außerhalb der Konzertsäle. Wenn die Musik der Schumanns und ihrer Erben auf den Straßen, Brücken, Plätzen und am Rheinufer erklingt, wird Düsseldorf zur Klassik-Oase. Die Präsentation von klassischer Livemusik im öffentlichen Raum wird beim Mozartfest Würzburg oder beim Kissinger Sommer längst praktiziert. Somit öffnet sich das Schumannfest vom 6. bis 26. Juni mitten in der belebten Altstadt. Die diesjährige Ausgabe ergründet und hinterfragt die Vorstellung von Heimat und wie die Musik zu ihrer Bewahrung beitragen oder wie eine neue Vorstellung von Heimat entwickelt werden kann. Neben intimen Liederabenden und großen Symphoniekonzerten erwartet das Publikum Pop-upKonzerte in der Altstadt, Sessions im Jazzclub, eine Gruselnacht in der Kirche und die beliebten Skyline-Konzerte. Außerdem wird das Schumannfest in der ersten Ausgabe des Art:walk Festivals präsent sein mit einem neuen Format namens ‚Mood Walk‘. Festivalleiterin Maja Plüddemann, Intendant Michael Becker und Hans-Georg Lohe von der Schumann-Gesellschaft haben ein Programm zwischen Tradition und Moderne zusammengestellt. Die romantische Note wird wie in jeder Ausgabe hervorgehoben. Das große Eröffnungskonzert am 6. Juni in der Tonhalle verspricht ein familiäres Gipfeltreffen mit den beiden Tenören Christoph und Julian Prégardien. Der Vater und sein Sohn singen solistisch oder im Duett eine Auswahl von HeineVertonungen von Robert und Clara Schumann sowie ihre Lieblingslieder von Schubert zum Thema ‚Heimat‘ in Begleitung des Pianisten Michael Gees. Spannende Kammerkonzerte im Palais Wittgenstein Das Palais Wittgenstein wird an verschiedenen Tagen zum Anziehungspunkt für Freunde der Kammermusik. Das Gewandhausquartett spielt am 7. Juni um 19 Uhr zwei Werke von Beethoven sowie Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44, ein Schlüsselwerk der romantischen Klaviermusik aus der Entstehungszeit 1843 in Leipzig. Das Kebyart Saxofonquartett erzeugt am folgenden Tag um 19 Uhr mit Werken von Bach, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy und Clara Schumann bis zu zeitgenössischen Kompositionen von Jörg Widmann bis Dani López faszinierende Klangfarben. Acht Ensembles der Düsseldorfer Symphoniker gestalten am 13. Juni eine Matinee mit Werken u.a. von Robert Schumann, Poulenc, Mozart, Richard Strauss, Dvorák bis zu brasilianischen Bossa Novas und Choros. Das Morgenstern Trio widmet sich am 16. Juni um 19 Uhr u.a.

dem ‚Jupiter‘ aus Gustav Holts ‚Die Planeten‘. Heike-Angela Moser, Urururenkelin von Clara Schumann, stellt auf dem Hammerklavier am 15. Juni um 19 Uhr einen künstlerischen Dialog zwischen Herkunft und Gegenwart her. Die Konzerte der Düsseldorfer Symphoniker unter Leitung von David Reiland und mit Pianist Alexander Gadjiev richten ihren Fokus auf Peter Tschaikowsky (12., 14. & 15. Juni in der Tonhalle). Obwohl keine Tschaikowsky-Werke erklingen, wurden Stücke wie ‚Tapiola‘ und ‚Feuervogel‘ von ihm inspiriert. Auch Schumanns tief romantisches Klavierkonzert in a-Moll wird zu hören sein. Saxofonist Jörg Kaufmann, Vibrafonist Mathias Haus und Bassist Conrad Noll übertragen Schumanns ‚Kinderszenen‘ am 13. Juni um 20.30 Uhr in der Jazz-Schmiede in eine kammermusikalische Klangwelt des Jazz. neu: das liedstadt-Wochenende vom 19. bis 21. Juni Das Festival wartet in diesem Jahr mit einer Neuheit auf. Das Projekt mit Schumanns Eichendorff-Liederkreis im musikalischen Mittelpunkt wird aus der Taufe gehoben. Daran sind die Sopranistin Valerie Eickhoff, die Pianistinnen Anna Gebhardt und Elenora Pertz, das Wiener Ensemble The Erlkings und Julian Prégardien als künstlerischer Leiter beteiligt. Das Kollektiv lebt für mehrere Tage in einer WG zusammen und teilt sich künstlerische und alltägliche Aufgaben. Sie entwickeln Konzerte, Workshops mit Schülern sowie ein interaktives Format. So ist es per Live-Schalte möglich, einen kreativen Einfluss auf die Projektgestaltung in der Wohngemeinschaft zu nehmen. Die Musiker sind bei Pop-up-Konzerten am 20. Juni ab 11 Uhr in der Fußgängerzone in der Altstadt anzutreffen. Außerdem finden weitere Konzerte im Rahmen des Liedstadt-Wochenendes in der Tonhalle sowie im Kai 10 im Medienhafen statt. Die Liedstadt-Mordnacht am 20. Juni ab 22 Uhr in der Berger Kirche verbindet Literatur bekannter Autoren mit Musik. Moderatorin und Podcast-Host Mona Ameziane sowie Tenor Julian Prégardien und Pianistin Anna Gebhardt erzeugen einen Gruselfaktor.

Der ‚Mood Walk‘ in der Rotunde der Tonhalle eröffnet die Möglichkeit, über einen QR-Code bestimmte Gefühlszustände auszuwählen, auf die Pianistin Gülru Ensari spontan musikalisch etwa mit Werken von Fazil Say, Schumann, Brahms, Cage oder Schubert reagiert. Zum Ausklang beschließen die Skyline-Konzerte das Schumannfest. Weltklasse-Violinist Benjamin Schmid tritt als Solist oder an der Seite von verschiedenen Künstlern wie Pianistin Ariane Haering im Duo, im Klavierquartett oder im Jazzquartett vom 23. bis 26. Juni mit Werken von Bach, Mozart bis Cole Porter auf.

Intendant Michael Becker, Festivalleiterin Maja Plüddemann und Hans-Georg Lohe von der Schumann-Gesellschaft bei der Pressekonferenz

Das vollständige Programm unter www.schumannfest.de. Karten sind über tonhalle.de, telefonisch unter 0211-91387538 oder vor Ort an der Konzertkasse erhältlich.

Gülru Ensari by Felix Broede
Benjamin Schmid by Wolfgang Lienbacher
Christoph & Julian Prégardien by Marco Borggreve

Freikarten fürs Pokalfinale in Köln zu gewinnen

Das DFB-Pokalfinale der Frauen wird am 14. Mai, an Christi Himmelfahrt, bereits zum 17. Mal in Köln im RheinEnergieSTADION ausgetragen. Welche Teams dieses Jahr im Finale aufeinandertreffen, entscheidet sich in den Halbfinalbegegnungen vom 4. bis 6. April. Während der Titelverteidiger FC Bayern München auf die SGS Essen trifft, empfängt der FC Carl Zeiss Jena den Rekordpokalsieger VfL Wolfsburg. Nachdem die letzten drei Endspiele vor ausverkauften Rängen stattfanden, werden auch in diesem Jahr wieder rund 45.000 Fans und eine einzigartige Atmosphäre erwartet. Bereits am Morgen des Finaltages starten die Fußballturniere des FußballVerbands Mittelrhein, an denen über tausend Mädchen der C- bis F-Jugend teilnehmen. Um 11.11 Uhr fällt auf den Stadionvorwiesen der Startschuss für das traditionelle Fan- und Familienfest, welches mit einem bunten Unterhaltungsprogramm, Mitmachaktionen und den kölschen Bands Marie Band, Scharmöör und Stadtrand einen einzigartigen Tag für die ganze Familie verspricht. Der Anstoß des Finales ist um 16 Uhr. 4 verlost 5x2 Freikarten. Wer gewinnen möchte, sendet eine Mail mit Name, Adresse & TelNummer an verlosung@youandme.de, Betreff: Pokalfinale.

Ein Pferdeabenteuer mit Magie

In seiner aktuellen Show ‚Tor zur Anderswelt‘ nimmt Cavalluna die Zuschauer mit auf eine spannende Reise. Europas größte Pferdeshow entführt das Publikum am 2. und 3. Mai in der Kölnarena sowie am 9. und 10. Mai im PSD Bank Dome in eine zauberhafte Welt. Die Show paart die Reitkunst von internationaler Klasse mit besonderen Licht- und Spezialeffekten. Das neue Programm bringt kleine und große Zuschauer mit seinen Publikumslieblingen und dem Ausnahmetalent Rudj Bellini aus Italien zum Staunen. 56 Pferde wie Friesen, Miniponys oder Lusitanos, exzellente Reiter aus neun Ländern sowie eine ausgezeichnete Tanzkompanie präsentieren beeindruckende Szenen. Die Shownummern aus Trickreiten, Freiheitsdressur oder ungarischer Post werden mit einer Fantasiegeschichte verwoben. In dieser gerät die junge Zauberin Meerin nach der Flucht aus ihrer Heimat in das Reich des Hexenmeisters Röndrup und dessen Nichte und wird dort festgehalten. An der Seite ihrer neuen Freunde will die junge Frau für das Gute kämpfen und stellt sich den dunklen Mächten entgegen. Doch dafür muss sie das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zurückerlangen, um ihre Magie zu entfalten. So kann sie das ‚Tor zur Anderswelt‘ hinter sich lassen. [MN]

Was ist der Unterschied zwischen Benzin und Schokolade?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, bitte gestatten Sie mir zu Beginn dieses Vorwortes eine persönliche Bitte. Seit über 50 Jahren war ich aus Überzeugung ein Langhaariger. Die Uppercut-Frisur, die Sie auch auf dem Foto sehen, war kein freier Entschluss. Sondern ist das Ergebnis einer verlorenen Wette. Sollten wir uns die nächste Zeit persönlich begegnen: Bitte keine Kommentare. Ich leide genug!!! Soweit zu diesem Thema. Kommen wir jetzt zum eigentlichen Vorwort: Was ist der Unterschied zwischen Benzin und Schokolade? Schokolade schmeckt besser, wäre jetzt eine dämlich gute Antwort... :-)))

Aber das meine ich natürlich nicht. Worauf ich hinaus will: Der Benzin-Preis reagiert ruckzuck, während Preisänderungen bei der Schokolade sich erst ganz langsam bemerkbar machen. Oder genauer formuliert: Der Iran-Krieg hatte gerade erst begonnen, da schossen bei uns die Benzin-Preise an den Tankstellen direkt massiv nach oben. Sie werden sich vermutlich auch gewundert haben, denn für das Benzin in den Tanksäulen war doch noch das preiswerte Roh-Öl verarbeitet worden. Warum also jetzt schon dieser Preissprung?

Und jetzt geht es von den Tankstellen weiter in den Supermarkt. Dort verstellen seit Wochen die Schokohasen die Gänge. Besonders penetrant sind hierbei die Lindt-Schokohasen-Türme. Die Produkte dieser Firma waren schon immer - nennen wir es hochpreisig - um das Wort schweineteuer zu vermeiden... ;-)

Da kostet der 200g-Schoko-Hasi inzwischen schon mal bis zu 8,99 Euro – was einen Kilopreis von über 40 Euro ergibt. Der Grund: Der Schokoladen-Preis auf dem Welthandel ist in den letzten Jahren tatsächlich massiv gestiegen. Eine Tonne Schokolade kostete vor circa einem Jahr in der Spitze bis zu circa 10.000 Euro. Inzwischen ist dieser Preis aber längst rasant gesunken und liegt nur noch bei ca. 2.500 Euro pro Tonne. Auf die Preise der Schokohasen in diesem Jahr hat dies jedoch keine Auswirkung. Grund dafür seien die längerfristigen Einkaufsverträge der Industrie, erklärte Lindt-Chef Adalbert Lechner im Schweizer Fernsehen. Wir lernen also: Benzin wird schnell teurer, Schokolade aber nur langsam preiswerter... ;-)

Apropos teures Benzin. Jetzt muss ich Ihnen noch etwas von meinem Kumpel Willi erzählen. Er hat vor knapp drei Wochen getankt und per Karte bezahlt. Da er oft etwas zerstreut ist, hat er versehentlich dreimal die falsche Geheimzahl eingegeben. Beim 4. Versuch hat es schließlich geklappt. Erst später ist ihm aufgefallen, dass der Rechnungsbetrag 40% zu niedrig war. Da er über den Benzin-Wucher verärgert war, hat er diesen Bonus gerne genutzt. Als der Tank dann wieder leer war, hat er diesmal – bei einer anderen Tankstelle – beim Bezahlen bewusst dreimal die falsche Pin-Nummer eingeben. Und siehe da: Beim vierten Versuch gab es auch dort 40% Rabatt. Und jetzt kommt der Ober-Hit: Auch im Supermarkt gab es mit diesem Geheimzahl-Trick die Schokohasen 40% preiswerter!!! Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe und haben noch einen weiteren Tipp: Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen in diesem Monat erzählt. Es könnte ein April-Scherz sein... :-)))

Marcuß Westphal & das 4 -Team

Impressum

erscheinungsweise:

Monatlich jeweils zum Ende des Vormonats

herausgeber und Verlag: you+me-Verlag Marcuß Westphal

Stintenberger Straße 52

40822 Mettmann

Tel.: 02104 - 12345

e-Mail: hallo@youandme.de

Internet-Adresse: www.youandme.de

Chef-Redakteur & Verlagsleiter (V.i.S.d.P.):

Marcuß Westphal

Anzeigen: uschi Schumacher

hall of Fame: Andreas Ebeling (R.I.P.), Uwe Rauen

Mitarbeiter dieser ausgabe: Marcus Nowotzin (Redaktion), Jürgen Tauchert (DTP), Monika Guschmann, Oscar Böttinger.

bildnachweis: Alle Fotos ohne nähere Angaben sind dem Verlag zur Verfügung gestellte Pressefotos. Die Mai-ausgabe erscheint am 30. april

Fantastic Blues Brothers auf Mission

Als im Jahr 1980 der Film ‚Blues Brothers‘ in die Kinos kam, war ein neuer Kultstreifen geboren. John Belushi als ‚Jake Blues‘ und Dan Akroyd als ‚Elwood Blues‘ in ihren schwarzen Anzügen, Krawatten, Hüten und mit Sonnenbrille waren in dem Roadmovie in göttlicher Mission unterwegs. Im Auftrag des Herrn mischten sie gemeinsam mit ihrer wiedervereinten Band die Clubs mit Rock‘n‘Roll, Blues, Soul & Gospel auf. Die Fantastic Blues Brothers schicken sich mit ihrer Show ‚On A Mission From God‘ an, den Charme des Films und den Spirit der beiden Hauptfiguren einzufangen. Die originalgetreue Rhythm’n’Blues-Revue wird mit aufwendig inszenierten Szenen aus dem Filmklassiker angereichert. So bekommt das Publikum live einen Eindruck von der kultigen Aufmachung – so wie in der berühmten Szene aus ‚Bob‘s Country Bunker‘. Die 14-köpfige Formation serviert die Filmhits wie ‚Soul Man‘, ‚Sweet Home Chicago‘ oder ‚Everybody Needs Somebody to Love‘. In der Setlist finden sich gleichfalls die Songs von Soulsängern wie Otis Redding, Wilson Pickett oder Booker T. & The M.G.‘s. Die Tickets für das Konzert am 18. April in der Wuppertaler Börse sind zu 60 Prozent verkauft. Insofern sollte man sich mit dem Kartenkauf beeilen. [MN]

Auch nach 55 Jahren immer noch großartig

‚The Sound of Silence‘, ‚Mrs. Robinson‘, ‚The Boxer‘ und ‚Bridge over Troubled Water‘ sind alles Songs, die schon über 55 Jahre auf dem Buckel haben. Und da man sie heute noch liebend gerne hört, zeigt das nicht nur die Klasse dieser Kompositionen, sondern unterstreicht auch, was für ein außergewöhnliches Duo Simon & Garfunkel waren.

Seit 15 Jahren spürt das Duo Graceland mit ‚A Tribute to Simon and Garfunkel‘ intensiv den musikalischen Geist seiner Vorbilder nach. Immer mit dem nötigen Respekt vor den großen Kompositionen und dem Anspruch, musikalisch hochwertige Interpretationen der Welthits von Simon & Garfunkel zu bieten. Dabei ist den beiden Musikern aus Bretten eines besonders wichtig: „Wir wollen keine Kopie sein, nicht visuell, auch nicht stimmlich. Wir bleiben stets nahe am Original, geben den Kompositionen aber auch eine eigene Note.“ Die Zahl der Konzertbesucher spricht für sich: Seit Jahren touren die beiden Musiker erfolgreich durch Europa. Ein Abend mit Graceland ist daher nicht nur etwas für Nostalgiker, die gerne ihre alten Platten oder CDs aus dem Regal holen. Die zeitlos gute Musik von Simon & Garfunkel, interpretiert von hervorragenden Musikern mit ganz eigenem Sound, spricht Musikliebhaber aller Altersklassen an. Am 8. Mai gastiert das Duo Graceland mit Streichquartett & Band in der Hildener Stadthalle. Alle weiteren Infos & Tickets unter www.graceland-online.de. [MW]

Gitte feiert ein besonderes Jubiläum

Wenn man das Liedgut des deutschen Schlagers der 60er bis 80er-Jahre betrachtet, befinden sich darunter Klassiker und Kult-Hits von Gitte Hænning, wie ‚Ich will ’nen Cowboy als Mann‘, ‚Ich hab die Liebe verspielt in Monte Carlo‘, ‚Vom Stadtpark die Laternen‘ (mit Rex Gildo), ‚So schön kann doch kein Mann sein‘, ‚Lass mich heute nicht allein‘ oder ‚Ich will alles‘. Doch abseits der Schlagerwelt hat sich die Künstlerin mit Vorliebe dem Jazz zugewandt. Auch das Musicalfach und der Rock‘n‘Roll haben in ihrer künstlerischen Vita einen bedeutenden Platz eingenommen. Diese Vielseitigkeit zeugt von der außerordentlichen Bandbreite ihres Schaffens. Bereits als Achtjährige stand die gebürtige Künstlerin aus Aarhus mit ihrem Vater auf der Bühne. Inzwischen blickt die Dänin auf eine 70-jährige Bühnenkarriere zurück. In wenigen Monaten feiert die Sängerin ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass präsentiert Gitte Hænning unter dem Motto ‚Ich bin Stark“ – 80 Jahre Gitte Hænning‘ ihre größten und zeitlosen Hits am 5. Juni im Oberhausener Ebertbad. [MN]

Spiel doch einfach mit!

Gesellschaftsspiele sind bei Jung und Alt beliebt. Die ungebrochene Lust am gemeinsamen Spiel zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wenn sich die Türen für die Messe ‚Spiel Doch‘ vom 24. bis 26. April in der Dortmunder Westfalenhalle öffnen. Davon zeugt auch, dass die Ausstellungsflächen schon drei Monate vor der 7. Ausgabe der beliebten Spielemesse ausverkauft sind. Es wird in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord gerechnet. Für die erfolgreiche Entwicklung zeichnen Tim Nostheide und sein Team verantwortlich. Auf einer Fläche von 8.300 qm in Halle 4 können die Besucher jetzt eine noch größere Spielfläche nutzen.

Mit einer gut sortierten Spieleausleihe stehen Familien und Neueinsteigern eine große Auswahl an Brett- & Kartenspielen zum Ausprobieren zur Verfügung. Zu den Ausstellern zählen bekannte Spieleverlage wie Hans im Glück, Kosmos, Amigo, Pegasus, Asmodee, Schmidt Spiele und vielversprechende Kleinverlage als auch Spiele-Autoren. Eine große Künstlerallee sowie Flohmarktstände dürfen genauso wenig fehlen. Ein Eventprogramm mit Turnieren, Spielen, Podcast und ein Gewinnspiel rundet das Angebot ab. Weitere Infos unter www.spieldoch-messe.com. [MN]

Mit Miss California in den Mai tanzen Zweimal im Jahr findet in der prunkvollen historischen Stadthalle Wuppertal die große Ü30-Party statt. Für viele Stammgäste ist dies mit Vorfreude verbunden. Denn die Bandbreite an musikalischen Stilrichtungen und auch das Ambiente sind in der Region einzigartig. Beim ‚Ü30 Exklusiv – Tanz in den Mai Special‘ am 30. April erwartet die Besucher dieses Mal ein Auftritt des US-amerikanischen R&B-Sängers Dante Thomas. Mit seiner Hitsingle ‚Miss California‘ stürmte er vor 25 Jahren die Spitze der deutschen Charts und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Auch in weiteren Ländern erhielt der gebürtige Kalifornier Auszeichnungen. Der Sänger arbeitete mit Revolverheld, DJ Tomekk und den Rappern Eko Fresh oder Kay One zusammen. Zum Line-Up der Party zählen wieder angesagte DJs und weitere Künstler. Auf vier Floors animiert Partymusik von Schlager, Oldies, Pop, Rock, 80er- und 90er-Discosound, Soul, Salsa, ‚R‘n‘B bis zu House und Electro zum Tanzen. Außerhalb der Dancefloors ziehen extravagante Drag Queens, SalsaLive-Acts und Showtänzer die Blicke auf sich. Discofox-Tanzkurse können Anfänger zum Mitmachen verleiten. Das gesamte Programm sorgt für eine stimmungsvolle und feierfreudige Atmosphäre. [MN]

Wenn Träume in Erfüllung gehen

Als Teenager wurde Paul Potts in der Schule gehänselt. Er fand Anerkennung im örtlichen Kirchenchor. Als er die Oper ‚La Bohème‘ hörte, war es um ihn geschehen. Die Kraft dieser Musik beeindruckte ihn zutiefst. Seit seiner Jugend träumte Paul Potts von einer Karriere als Sänger. Als er im Jahr 2007 die erste Staffel von Britain‘s Got Talent mit der Interpretation von Puccinis ‚Nessun Dorma‘ gewann, öffneten sich die Türen für eine Bühnenkarriere. Trotz einiger Widrigkeiten hat es Paul Potts zu einer respektablen internationalen Bekanntheit gebracht. Der britische Tenor feierte in Großbritannien, Deutschland, Skandinavien, Japan und Südkorea beachtliche Erfolge. Im April 2022 war er als ‚Koala‘ verkleidet in der deutschen Version von ‚The Masked Singer‘ mit Songs von Elton John, A-Ha, Toto und Dua Lipa aufgetreten. Derzeit tourt Paul Potts mit seinem Programm ‚Unforgettable Moments‘ und kommt am 5. Juni in das Stadttheater Euskirchen. In Begleitung von Klavier singt der Brite unvergessliche Klassiker wie ‚Time To Say Goodbye‘, ‚Nessun Dorma‘, ‚Caruso‘ und spannt den Bogen bis zu Popsongs wie ‚Blinding Lights‘ von The Weeknd, ‚Joker And The Queen‘ von Ed Sheeran und ‚All by Myself‘ von Céline Dion. [MN]

Hommage an Luciano Pavarotti

Im vergangenen Oktober wäre Luciano Pavarotti 90 Jahre alt geworden. In Erinnerung an den 2007 verstorbenen Opernsänger erweisen drei Tenöre aus Deutschland, Spanien und Italien ihrem Vorbild mit dem Programm ‚Luciano: 3 Tenöre feiern eine Legende‘ am 2. Mai in der Essener Philharmonie ihre Ehre. Die Sängerriege besteht aus Johannes Groß, der als Gründer der German Tenors und als einer der letzten Heldentenöre gilt. Der aus Barcelona stammende Oscar Marin ist im Opernfach ‚Lirico spinto‘ ein Meister seines Fachs. Er wurde von der weltberühmten Operndiva Montserrat Caballé ausgebildet. Ricardo Marinello zeigte bereits als Kind eine tiefe Verehrung für Pavarotti. Er wurde durch die Casting-Show ‚Das Supertalent‘ bekannt und erhielt eine klassische Tenorausbildung. Sie interpretieren die großartigen Arien und Lieder, mit denen der Opernstar berühmt wurde. Dazu zählen ‚O sole mio‘, ‚Nessun dorma‘, ‚La donna è mobile‘, ‚Caruso‘, ‚E lucevan le stelle‘, ‚Torna a Surriento‘, ‚Vesti la giubba‘ und viele weitere Stücke. Claudia Hirschfeld wird als Tastenvirtuosin den Auftritt orchestral begleiten. Moderator Thomas Gerres unterhält das Publikum mit Geschichten und Anekdoten aus dem Leben von Luciano Pavarotti. Die Ticket-Hotline lautet 0201/8122-200. [MN]

Vier Jahreszeiten im Frühling

Die Blumenknospen erblühen, die Vögel zwitschern und mittendrin die Musik von Vivaldi – schöner kann ein Frühlingstag kaum sein. Antonio Vivaldi hat in seinem berühmten Violinkonzert ‚Die vier Jahreszeiten‘ den prägenden Charakter dieser Zeitabschnitte in wunderschöne musikalische Harmonien übertragen. Wechselseitige Stimmungen und bestimmte Szenen sowie das Wetter haben seine Kompositionen beeinflusst. Die Bandbreite dieser Motive und die vielen Facetten seines weltberühmten Klassikwerks haben nichts von ihrer Faszination verloren.

Die Philharmonie der Solisten geht mit dem Programm ‚Die Vier Jahreszeiten‘ auf Tour. Das Orchester unter Leitung von Vladik Otaryan ergänzt den Auftritt mit Werken von Brahms, Mozart und Bach. Die Philharmonie der Solisten wurde im Jahr 2018 in Hamburg gegründet. Sie musizieren solistisch in der Besetzung eines Kammerorchesters. Das Repertoire des Ensembles reicht von der Barockmusik, der Klassik bis zur Musik des 20. Jh. von Fritz Kreisler bis Astor Piazolla. Das Programm mit Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten‘ ist live zu erleben am 10.4., 2.5. (jeweils 19.30 Uhr) und 31.5. (17 Uhr) in der Kölner Trinitatiskirche, am 3. Mai (17 Uhr) in der Bonner Kreuzkirche und am 25. Mai (17 Uhr) in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Nähere Infos unter www.philharmonie-der-solisten.de. [MN]

Tanz in den Mai mit Pop-Schlager

Die ‚Pop-Schlager-Tour‘, die in diesem Jahr durch zahlreiche Städte in NRW tourt, feiert am 30. April im Forum Velbert das ‚Tanz in den Mai‘-Special. Bei diesem Event präsentieren sich Top-Künstler wie Olaf Henning (Cowboy und Indianer), Tim Peters (Barcelona), Jörg Bausch (Dieser Flug), Norman Langen (Nichtmal eine Stunde), Marc Koch (Schall & Rauch), Mia Weber (Ich liebe das Leben) und Julia Bender (Taxi nach Paris) hautnah ihren Fans.

„Der Schlager lebt! Das verpacken wir in eine wunderbare Hülle mit dem Leitsatz unserer Tour ‚Lebe jetzt‘. Bei unserer Tour ist das Mitfeiern und Mittanzen Programm“, sagt Veranstalterin Ines Naskrent, Geschäftsführerin der Beat Connect Events aus Essen.

Neben den oben genannten Künstlern sorgen die DJs Jens Naujokat & Hans Röber für einen ganz besonderen Party-Marathon im Forum Velbert,

der insgesamt über sechs Stunden dauert (Einlass: 21 Uhr, Beginn: 22 Uhr). Und das Besondere: Die Gäste & Fans erhalten die Möglichkeit, einzigartige Erinnerungen in Form von Fotos und Momentaufnahmen mit den auftretenden Künstlern zu erhalten.

Der Vorverkauf ist gestartet. Tickets gibt es an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen und unter https://beatconnectevents.ditix.shop. Wer am 30. April den ‚Tanz in den Mai‘ im Forum Velbert in einem ganz besonderen Rahmen erleben möchte, dem empfiehlt Veranstalterin Ines Naskrent die limitierten VIP-Karten zum Preis von 119 Euro zzgl. Gebühren. Bei bester Sicht zur Bühne, sind in dem Kartenpreis ein umfangreiches Buffet, sowie eine reichhaltige Getränkeauswahl an Softdrinks und alkoholischen Getränken enthalten. Die VIP-Tickets können ausschließlich unter https://beatconnectevents.ditix.shop geordert werden. [MW]

Mario Barth: lustig & clever

Mario Barth ist nicht nur lustig, sondern auch clever. Das kann man erneut erkennen, wenn man seine Homepage besucht: www.mario-barth.de. Dort gibt es auch sogenannte Surprise-Tickets, die nur 20 Euro kosten. Die Story dahinter: Veranstalter ärgern sich seit Jahrzehnten, wenn die Halle eigentlich ausverkauft ist, aber z.B. noch 70 einzelne Plätze frei bleiben, die dadurch entstanden sind, dass die Ticketkäufer im Online-Sitzplan ihre Plätze selber auswählen konnten und somit einzelne Sitze frei geblieben sind. 70 Tickets zu 50 Euro sind 3.500 Euro. Da kommt man bei 60 Shows auf über 200.000 Euro. Diese Surprise-Tickets sind Gutscheine, die man an der Abendkasse eintauschen kann. Das können durchaus Plätze ganz vorne sein, sind aber höchstwahrscheinlich Einzel-Plätze. Für Paare eher ungeeignet - außer Mann will mal herzhaft über Mario lachen - ohne strengen Blick der Frau nebenan... ;-)

Die nächsten Shows: 25.4. Köln (Arena), 1.5. Oberhausen (Rudolf Weber-Arena), 2.5. Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle). [MW]

Ein Hüftschwung für die Ewigkeit

Vor 70 Jahren feierte Elvis Presley seinen Durchbruch. ‚Elvis – Das Musical‘ feiert ‚The King‘ mit einer Tournee. Die Musikrevue blickt auf die verschiedensten Lebensstationen des Künstlers zurück. Beginnend mit der ersten Studioaufnahme bis zum legendären Konzert ‚Aloha from Hawaii‘ 1973 in Honolulu. Dabei kommt sein musikalisches Repertoire von Rock‘n‘Roll, Blues bis Gospel zur Geltung, während im Hintergrund Original-Spiel- und Filmszenen laufen. Ed Enoch unterstützte mit seinem legendären Gospel-Quartett ‚The Stamps‘ bereits die Auftritte von Elvis Presley. Er bildet mit seiner Formation und Grahame Patrick als weltweit bestem Elvis-Darsteller sowie der siebenköpfigen ‚Las Vegas Showband‘ das Grundgerüst der Besetzung. Diese wird von Sängern, Schauspielern und Showgirls ergänzt. Termine am 12.4. Bonn (Beethovenhalle), 15.4. Mülheim (Stadthalle), 16.4. Mönchengladbach (Kaiser-Friedrich-Halle). [MN]

Newcomer auf Solo-Tour

Rasmus Syman kommt zwar aus dem Ruhrpott, lebt aber seit mehreren Jahren in Berlin, wo er sich auch schon einen Namen in der Comedy-Szene gemacht hat. Eigentlich ist er eher ein Durchschnittstyp, der immer wieder peinliche Geschichten erlebt oder sich über nervige Dinge & Mitmenschen aufregt. Mit seinem authentischen, selbstironischen und manchmal zynischen Humor kann er ein Publikum prima unterhalten. Das will er jetzt auf seiner ersten Solo-Tour ‚Alles Ego‘ unter Beweis stellen. Ob Rasmus Syman ihren Humor trifft? Einfach mal bei YouTube seinen Night-Wash-Auftritt anschauen. Uns hat es gefallen. Seine Gigs in unserer Region: 21. Mai Mönchengladbach (Projekt42), 27.5. Düsseldorf (Savoy-Theater) 24.6. Köln (Gloria), 17.9. Essen (Stratmann), 20.9. Bonn (Springmaus). [MW]

Unterhaltsame

Musik-Biografie

Es wird wohl niemanden geben, der nicht Tina Turners Mega-Hit ‚Simply The Best‘ kennt. Und auch die interessante Lebensgeschichte der Sängerin dürfte vielen bekannt sein. Denkste! Wenn man die Show ‚Die Tina Turner Story: Simply The Best‘ besucht, werden selbst Fans einiges von Tina Turner erfahren, das man noch nicht wusste oder inzwischen wieder vergessen hatte - und das auf höchst unterhaltsame Weise. In dieser zweistündigen Produktion wird eine Menge geboten: erstklassige Sängerinnen mit einer Top-Tina-Turner-Imitatorin (Dorothea ‚Coco‘ Fletcher), tolle Kostüme, gute Live-Musik, einen Moderator, der durch das Leben des verstorbenen Superstars führt, und natürlich werden alle großen Tina TurnerHits live performt. Und auf der Video-Wall im Bühnen-Hintergrund sind sogar Original-Film-Sequenzen von Tina zu sehen. Toll! Besonders amüsant: Was die Medien damals über sie veröffentlicht haben. Denn in den Siebzigern waren schwarze Künstler im Fernsehen höchst selten gesehene Exoten und die Presse erschuf Kuriositäten, wie ‚Oberschenkel, die ein Autochassis zermalmen könnten‘, ‚ein Leder-Minirock, der die Wimpern des Publikums versengt‘ oder die ‚Marika Rökk aus Tennessee‘... :-))) Die nächste Show: am 10. April in Dortmund (Westfalenhalle2). [MW]

Frappierende Ähnlichkeit

Amy Winehouse war in jeder Hinsicht eine Ausnahmekünstlerin. Vor zwanzig Jahren gelang ihr mit dem Top-Album ‚Black To Black‘ der internationale Durchbruch. Das Erscheinungsbild mit Beehive-Frisur, Tattoos und Lidstrich und die außergewöhnlich jazzig-soulige Stimme waren ihr Erkennungsmerkmal. Nach dem grandiosen Erfolg kam der Abstieg durch Drogeneskapaden und psychische Probleme. Ihr früher Tod schockte ihre Fans. Die Produktion ‚Always Amy – A Tribute to Amy Winehouse‘ erweist ihr die Ehre. Rachel Hiew besetzt ihren Part. Sie wuchs in der gleichen Gegend wie ihr Idol auf. Die frappierende Ähnlichkeit und Stimme machen die Sängerin zur Idealbesetzung. Sie wird von der siebenköpfigen Berliner Band ‚Disco Inferno‘ unterstützt. Die erfolgreichste Amy-Tribute-Show kommt am 27. April ins Kölner Carlswerk Victoria. [MN]

INTERVIEW

Johannes Oerding singt mit ausdrucksstarker Stimme lieder, in denen er nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesellschaft analysiert. Sein achtes Studioalbum heißt „hotel“ und wurde von einer Weltreise inspiriert. es enthält Duette mit Sarah Connor, Michael Patrick Kelly und Peter Maffay. Oerding ist dieses Jahr auch wieder Gastgeber in der populären TVShow „Sing meinen Song“. Von dem 44-jährigen Sänger und Gitarristen aus hamburg erfuhr Olaf neumann, wie er über die Musik wieder zu sich selbst fand, warum er seiner Oma bis heute dankbar ist und wie udo lindenberg ihn anfangs ermutigt hat 5 2024 haben Sie sich ein Sabbathjahr genommen und sind einmal um die Welt gereist. Haben Sie in den USA die berühmten Musikstädte besucht?

Johannes Oerding: Ich habe insgesamt 26 uS-Staaten mit dem auto bereist, ich war in Minneapolis in Princes ehemaligem Studio und bin von Chicago über Memphis und nashville bis nach new Orleans gefahren. Das war so inspirierend, dass man es auch auf meiner Platte hört. Ich habe da den nashville-Sound mit eingearbeitet, aber auch Gospelelemente. als Musiker muss man das alles einmal gesehen haben, denn in den uSa liegen die Wurzeln unserer Popmusik. Wenn ich den Sound einer gut gespielten Pedal- oder lapsteelGitarre höre, muss ich weinen, weil es so berührend ist. Man nennt das die „Cry Machine“. Das wollte ich ganz behutsam in meine eigenen Songs einarbeiten. Ich habe auch

Johannes Oerding:

Wie dumm ist der Mensch eigentlich?

jemanden, der die „Cry Machine“ für mich spielt und mich auf meiner Tour begleitet.

5 In dem euphorischen Lied „Hier gehör ich hin“ singen Sie, dass Sie nicht fühlen konnten, wer Sie sind. Woran lag das?

nach über 20 Jahren im Musikgeschäft hatte sich bei mir das erste Mal r outine eingeschlichen. Sie hat mich müde gemacht. bei meinem letzten Open-air-Konzert in 2023 habe ich nicht mehr an den jeweiligen Song gedacht, sondern daran, dass ich morgen in hamburg noch einkaufen gehen muss. Diese r outine hat dazu geführt, dass ich keine lust mehr hatte, Songs zu schreiben. Da habe ich gemerkt, das wird weder mir noch dem Publikum gerecht, und dass ich einfach mal eine Pause einle-

gen sollte.

5 Was haben Sie dann getan?

Ich habe in meinem Schädel die Festplatte formatiert, und das hat ganz gut funktioniert. nach drei, vier Monaten auf Weltreise habe ich „hier gehör ich hin“ geschrieben. Das war in Chicago. Ich hatte keine Gitarre dabei, weil ich unterwegs eigentlich keine Musik machen wollte, aber auf einmal spürte ich körperlich, dass ich jetzt eine brauche. also kaufte ich mir eine kleine Taylor Traveller und schrieb darauf „hier gehör ich hin“. In dem Song werden alle Themen angesprochen, die ich in den weiteren elf Stücken bearbeite.

5 „Ich kann ganz gut allein sein, zumindest für einen Tag. Denn sonst krieg ich das Gefühl, dass man mich vergisst und nicht mehr

mag“, singen Sie im Titelsong „Hotel“. Es heißt, man müsse es mit sich selbst aushalten können, um innerlich zu wachsen. Funktioniert das bei Ihnen?

ein schöner Satz. und heiner Geißler (ehem. CDu-Politiker) hat mal gesagt: „Man muss von sich selbst begeistert sein, um andere zu begeistern“. es gibt viele Momente, in denen ich an mir selbst zweifele, auch als Musiker. lustigerweise war die Weltreise für mich entscheidend, weil mir in Chicago jede Faser meines Körpers sagte, dass ich mir jetzt eine Gitarre kaufen soll. Ich konnte einfach nicht ohne. Die erkenntnis, dass es aus mir selber kommt, war sehr schön. Ich tue das alles nicht, weil ich jemand beeindrucken möchte oder berühmt sein will, nein. es geht mir einfach besser, wenn ich Songs schreibe und Musik mache. Das war die zentrale erkenntnis dieser Pause.

5 Ihr „Halleluja“ ist ein Dankbarkeitslied: Sie singen ein Halleluja auf die Kindheit ohne Sorgen auf dem Dorf, auf die Oma, die Ihnen die Musik beigebracht hat, auf die alten Freunde, auf den Rotwein und den Döner. Ist Dankbarkeit bei Ihnen eine Lebenseinstellung? absolut. Ich schreibe solche Songs, damit ich mich selbst daran erinnere, dass mein erfolg nicht selbstverständlich ist. Ich vergesse manchmal, dass ich mit leuten im rücken aufgewachsen bin, die mir bis heute das Gefühl geben, dass es für mich ein auffangnetz gibt. „halleluja“ ist ein augenzwinkernder Song, der Spaß machen soll. aber wer weiß, was gewesen wäre, wenn meine Oma Trudi in Datteln bei r ecklinghausen nicht gewesen wäre. Immer wenn wir bei ihr waren, sagte sie nur zu mir und nicht zu meinen anderen vier Geschwistern, Johannes, komm mal her, du bist musikalisch. Setz dich zu mir, ich spiele dir mal etwas auf dem Klavier vor. Ich finde es spannend, darüber nachzudenken, welche kleinen entscheidungen dazu geführt haben, dass ich jetzt hier sitze und mit ihnen ein Interview machen darf.

5 Wer talentiert ist, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein. Stimmt dieser Satz bezogen aufs Musikgeschäft?

Ich würde nicht sagen, dass Talent das a und O ist. Talent ist eine zutat in einem großen Mix, um wirklich seinen Weg zu gehen. Ich glaube, die größte zutat ist Glück. Man

kann das Glück aber forcieren.

5 Auf welche Weise? Mit 13, 14 war ich in einer Schülerband. Die anderen Gruppen haben zehn CDs gepresst und verteilt, ich aber habe 400 CDs gepresst und verteilt. am ende ist ein Musikproduzent neugierig auf uns geworden, auf die anderen nicht. Für mich ist Glück die erhöhung von Wahrscheinlichkeiten. Ich habe nicht viel gelernt in meinem bWlStudium, aber im berechnen von Wahrscheinlichkeiten war ich am stärksten. es gibt viele Menschen, die singen und die Töne treffen können, man muss sich nur einmal „The Voice of Germany“ angucken. aber das ist nicht das Ding. es geht eher darum, sein Talent in ehrgeiz umzusetzen und zu zeigen, dass man auch etwas zu sagen hat. Ob in einem etwas ist, was Menschen berührt. es scheint so zu sein, dass ich mit meiner Stimme über ein Transportmittel verfüge, dass mir einen zugang zu anderen Menschen verschafft.

5 Weltstar Michael Bolton sagt: „Es gibt immer Erfolgsdruck - aber dadurch entstehen Diamanten!“ Hat er recht?

Ja, total. Meine besten leistungen sind passiert, als ich das Gefühl hatte, jetzt wird es mir zu viel. Wenn ich mir meinen Kalender angucke, denke ich immer, wie soll ich das nur alles schaffen? Ich muss noch bis morgen drei Songs auswendig lernen, dann muss ich in eine TV-Show, habe ein Treffen mit Maffay und muss auch noch Interviews geben. aber am ende geht man raus mit dem Gefühl, dass es besser war, als man es sich vorgestellt hatte. Ich brauche diesen Druck auch ein bisschen, um wirklich abliefern zu können. nach all den Jahren kann ich damit entspannter umgehen, flippe nicht mehr aus und kriege auch keine Panikattacke mehr. Ich weiß einfach, dass ich es immer hingekriegt habe.

5 Zu Ihren besten Freunden im Musikgeschäft gehört der Sänger Max Giesinger. Lassen Sie bei Ihrer Freundschaft das Business außen vor?

nein, wir sprechen genau über diese Dinge. In dem Moment ist das für uns auch kein Gespräch übers business, sondern über die Dinge, die uns von morgens bis abends beschäftigen: erfolgsdruck, Konzerte, Ticketverkäufe. Wir tauschen uns aus. Wir Künstler und Künstlerinnen können diese The-

men nur unter uns besprechen, weil es niemand sonst nachempfinden kann. Wer nicht in der Branche ist, weiß nicht, was es bedeutet, angst davor zu haben, an r elevanz zu verlieren. Max und ich reden da ganz viel drüber und machen uns gegenseitig Mut.

5 Gemeinsam mit Ihrem Künstlerfreund Peter Maffay haben Sie dessen Klassiker „Eiszeit“ aus der Ära des Kalten Krieges aktualisiert. Welches konkrete Ereignis hat die Neufassung „Eiszeit 2.0“ ausgelöst? Der neuerliche Ostwest-Konflikt und der Krieg in der Ukraine, aber es kommt ja tagtäglich etwas Schreckliches hinzu. Das ist der Wahnsinn. Wie dumm ist der Mensch eigentlich, dass er 40 Jahre später wieder das Gleiche macht, nur weil ein paar alte weiße Männer Öl und Geld hin- und herschieben. Man darf sich nicht wundern, wenn da viele junge Menschen keinen bock mehr haben, etwas aufzubauen.

5 Die letzten Jahre haben die Welt in ein Chaos aus Krieg, Autokraten und Ökokollaps verwandelt. Wie wirkt sich das auf Ihre Kunst aus?

Die Realität beeinflusst natürlich nicht nur mein Privatleben, sondern auch mein Songwriting. In „eiszeit“ beschäftige ich mich ja mit genau diesen Fragen. aber ich habe gemerkt, dass ich auch

Club auf der r eeperbahn war ich 19 oder 20 Jahre alt. und da war auch udo mit seiner entourage und hörte sich meine ersten eigenen Songs an. nach dem Konzert kam er zu mir und sagte: „Du hast eine goldene Kugel im hals! Du wirst deinen Weg gehen“. Diese Sätze hallen in mir bis heute nach und motivieren mich. also bin ich da richtig, wo ich bin. Ich passe heute genau darauf auf, was ich jungen Künstlerinnen und Künstlern sage, weil man sich das einfach merkt. 5 Auf der neuen Cover-Platte „We love Udo – Das Udo Lindenberg Tribute Album” interpretieren Sie „Wenn du durchhängst“, ein Lied über Freundschaft. Sind Udo und Sie echte Freunde?

gern über hoffnung und zwischenmenschliches singen möchte. In dem lied „Jahreszeiten“ etwa sage ich, dass wir all diese Turbulenzen überleben werden.

5 In „Niemals zu spät“ singen Sie die Zeile „Hinterm Horizont geht’s weiter“. Eine kleine Hommage an Udo Lindenberg?

Ja. Ich bin ein großer Fan von udo und hoffe, er verzeiht es mir, dass ich diese zeile von ihm gesungen habe. Wenn man es schon macht, dann muss man es auch richtig machen. Ich könnte aus so viele Sätzen, die udo schon zu mir gesagt hat, Songs machen. Wahnsinn, was dem manchmal aus dem Kopf kullert. bei meinem ersten auftritt in hamburg im hörsaal-

Ich glaube, wir würden beide sagen, ja, wir sind Freunde. Wir können uns leider nicht so oft sehen. aber immer, wenn es passiert, haben wir eine große Wertschätzung füreinander und tauchen sehr schnell in Themen ab, die nicht oberflächlich sind. Das macht ja eine Freundschaft aus. Für das Tribute-album gab es eine liste von 50 Songs. Ich wusste ziemlich schnell, dass ich „Wenn du durchhängst“ aufnehmen wollte, weil ich diesen Titel einfach mag.

5 Am 17. Mai wird Udo Lindenberg 80 Jahre alt. Könnten Sie sich vorstellen, in dem Alter noch auf der Bühne zu stehen?

Das hoffe ich doch. es ist für mich auch ein Vergnügen, mit Peter Maffay zusammenzuarbeiten, und der ist auch schon 78. Diese Jungs haben immer noch glänzende augen, wenn sie auf die bühne gehen und Musik machen. Ich hoffe, dass das dann auch bei mir noch der Fall ist. Ich wüsste auch nicht, was ich sonst machen sollte. Ich habe zwei linke hände, ich muss auf die bühne.

Bülent Ceylan: immer ein Vergnügen!

Das Schöne an Bülent Ceylan ist unter anderem, dass man ihm meist ansieht, dass er selber großen Spaß auf der Bühne hat. Das gilt vor allem bei den Show-Passagen, wenn Heavy Metal-Musik erklingt, er zum Sänger wird und seine langen Haare durch die Lüfte fliegen. Dann wirkt er wie ein freundliches Raubtier, das endlich aus dem Käfig gelassen wird.

Und Bülent Ceylan ist mutig. Ein weiteres Kriterium, das ihn auszeichnet. Er ist kein Erdogan-Fan, daraus macht er zwischendurch kein Geheimnis und das wird sicherlich nicht bei allen Türken gut ankommen. Wenn ihm etwas auffällt, gefällt oder missfällt, dann spricht er es an. Egal ob es rechte Tendenzen oder auch nur belanglose Alltäglichkeiten sind. Humorvoll und nie belehrend, hält er uns den Narren-Spiegel vor.

Zwar haben wir noch nicht seine neue Show Diktatürk erleben dürfen, aber es gehört nicht viel Fantasie dazu, um zu vermuten, dass der Mannheimer hier auch seinen Unmut über diverse Staatsmänner zum Ausdruck bringen wird. Aber der Comedian wertet diesen Begriff nicht nur politisch, er bemängelt: „Überall Diktatoren! Egal ob Politik, Mode, Beziehung oder Ernährung - ständig will Dir einer sagen, was Du zu tun hast.“ Da geht der Langhaarige auf die Comedy-Barrikaden.

Bülent Ceylan sorgt immer für prima Unterhaltung und deshalb freuen wir uns schon darauf, wenn er bald in unsere Region kommt: 9. Mai Oberhausen (Rudolf Weber-Arena), 26.11. Wuppertal (Stadthalle), 27.11. Düren (Arena), 28.11. Hagen (Stadthalle), 11.12. Duisburg (Mercatorhalle), 12.12. Dortmund (Westfalenhalle2). Und in 2027 gibt es dann noch: 20.2. Köln (E-Werk), 13.3. Bochum (RuhrCongress) und 20.3. Düsseldorf (Mitsubishi Electric-Halle). Nicht zu vergessen, den 24. September 2026, wenn Bülent mit seiner Band es in der Weststadthalle Essen musikalisch krachen lässt.

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