TOM Gaebel: er liefert immer eine tolle Show. Darauf ist Ver-
LASS
uSa-bOYKOTT: Ist das was für

rOnCallI: Seit 50 Jahren kann bernhard Paul uns
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FEBRuAR 2026
unbezahlbar! www.youandme.de

Die Jubiläums-Tournee
12.3. - 6.4. Recklinghausen
10.4. - 25.5. Köln
30.5. - 28.6. Düsseldorf
Infos & Tickets: www.roncalli.de









50 Jahre: Circus Roncalli
Im März startet die Jubiläums-Tournee mit Gastspielen in Recklinghausen, Köln & Düsseldorf von Marcuß Westphal
Der Circus Roncalli feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Ohne Leidenschaft würde es dieses Jubiläum niemals geben: Im Jahr 1975 kündigt der Art Director Bernhard Paul in Wien seinen gut bezahlten Job bei einem Magazin und wird Zirkus-Direktor. Er besinnt sich auf seinen Jugendtraum und gründet in Wien den Circus Roncalli. Ein ausrangierter alter Zirkus-Wohnwagen bildet den ‚Grundstock‘. In der Anfangsphase stößt André Heller für einige Zeit zum Projekt und am 18. Mai 1976 feiert Roncalli mit dem Programm ‚Die größte Poesie des Universums‘ seine Welturaufführung in Bonn. „Was Woodstock für die 70er Jahre war, könnte Circus Roncalli für unser Jahrzehnt werden“, schreibt der „Stern“. Doch der Erfolg bleibt zunächst aus. Nach einem Streit in München verlässt Heller das Projekt und verkündet: „Die Poesie ist tot“.
Beinahe hätte sich dieses Statement bewahrheitet. Doch Bernhard Paul gibt nicht auf. Er siedelt mit den Resten von Roncalli nach Köln um und baut ein historisches Panoptikum. Damit reist er über die Jahrmärkte. Mit einer handvoll Idealisten beginnt er auf dem Stollwerck-Gelände alte Zirkus-Wagen herzurichten für den ‚schönsten Circus der Welt‘. 1979 wird zu einem der härtesten Jahre im Leben des Bernhard Paul. Ohne Geld und Reputation entsteht Roncalli aufs Neue.
Im Folgejahr kam die Wende, mit der kaum jemand mehr gerechnet hatte. Während früher in den Zirkus-Zelten Tiger durch Feuerreifen sprangen oder ein Elefant einen ‚Handstand‘ vorführte oder auf großen Bällen balancierte,
präsentiert Bernhard Paul am 4. Juni 1980 auf dem Platz am Josef-HaubrichHof in Köln ‚Die Reise zum Regenbogen‘. DIE Revolution des Zirkus-Genres, bei der z.B. der Pantomime Pic das Publikum mit seinen gigantischen Seifenblasen auf ganz stille Art & Weise verzaubert.
In den Folgejahren kann sich Roncalli vor Besuchern kaum retten. Bernhard Paul wird als der Erneuerer der Zirkuskunst gefeiert und ihm gelingt mit seinem Roncalli auch international der große Durchbruch. Als Kulturbotschafter des Landes NRW reist Roncalli 1986 als erster deutscher Circus nach Moskau. Dies ist gleichzeitig der Startschuss für viele unzählige neue Projekte, wie Ausstellungen, Konzerte, Dinner-Spektakel oder 1997 die Eröffnung von Roncalli‘s Apollo Varieté in Düsseldorf.
Mit Beginn der Tournee ‚Storyteller‘ im Jahr 2018 setzt Roncalli weitere Zeichen und Maßstäbe. Der Circus heißt jetzt ‚Circus-Theater‘ und ist komplett tierfrei. Zudem wird Nachhaltigkeit großgeschrieben und das ambitionierte Ziel verfolgt, der erste komplett plastikfreie Circus zu sein.
Im März startet nun die 50-Jahre-Jubiläums-Tournee und man darf gespannt sein, mit was uns Bernhard Paul diesmal überrascht. Die Gastspiele in unserer Region: 12. März bis 6. April: Recklinghausen (Konrad-Adenauer-Platz), 10. April bis 25. Mai: Köln (Neumarkt) und 30. Mai bis 28. Juni: Düsseldorf (Rheinpark). Alle weiteren Infos & Tickets unter www.roncalli.de oder Tel. 0221-96494260. Happy Birthday, Circus Roncalli - und Dankeschön für all die wundervollen Momente in den letzten fünf Jahrzehnten!


Ein Mammutwerk der Weltliteratur Lew Tolstoi gilt als einer der größten Schriftsteller der Literaturgeschichte. Der russische Autor hat mit seinem Roman ‚Krieg und Frieden‘ ein epochales Meisterwerk geschrieben. Das Düsseldorfer Schauspielhaus bringt die Literaturvorlage in einer Premiere am 21. Februar im Central in einer Inszenierung von Tilmann Köhler zur Aufführung. Angesichts der Spiellänge von ca. 5 Stunden stellt die Umsetzung des Stoffs sowohl für die Schauspieler als auch für das Publikum eine Herausforderung dar. 13 Ensemblemitglieder schlüpfen dabei in die Rollen von 35 Figuren. Armin Petras hat auf Basis des Originaltextes ein verdichtetes Theaterstück geschrieben. Er zeichnet darin das Gesellschaftspanorama während der Wirren der Napoleonischen Kriege am Anfang des 19. Jahrhunderts. Exemplarisch stehen dafür drei hochrangige Familien und ein vornehmer Mann, der in deren Kreisen verkehrt und an den Weggabelungen des Lebens scheitert. Der Stoff hinterfragt die Auswirkungen eines Kriegs auf die politische Stimmung und den Alltag der Menschen bis ins Private. Damit hat die Aussagekraft des Werkes aktuelle Bezüge. Nähere Infos unter dhaus.de. Weitere Termine am 27. Februar, 14. und 29. März sowie von April bis Juli. Foto: Thomas Rabsch [MN]

Der Swing von Glenn Miller Vor rund 100 Jahren feierte der Swing seine ersten Erfolge. Er hat das USamerikanische Entertainment der 20er- bis 40er-Jahre geprägt wie keine andere Stilrichtung. Mit ihm wurde der tanzbare Big Band-Sound in den Clubs und Sälen salonfähig. Neben Benny Goodman, Count Basie, Lionel Hampton und Duke Ellington zählt zweifelsohne Glenn Miller zu den populärsten Vertretern. The World Famous Glenn Miller Orchestra bringt seit 40 Jahren den originalgetreuen Sound des großen Arrangeurs, Komponisten, Musikers und Bandleaders auf die europäischen Bühnen. Die Shows reißen die Zuschauer von ihren Sitzen. Neben den großen Hits wie ‚Moonlight Serenade‘, ‚Tuxedo Junction‘, ‚In The Mood‘ oder ‚Chattanooga Choo Choo‘ kommt das Publikum in den Genuss des umfassenden Repertoires der viel zu früh gestorbenen Musiklegende. Im vergangenen Jahr beerbte Uli Plettendorff den Bandgründer Wil Salden. Er führt die Big Band als musikalischer Leiter in der Musiktradition fort. Nach der ausgedehnten Europatournee ‚Swing Forever‘ mit Stationen in Polen und in Tschechien kommt The World Famous Glenn Miller Orchestra in diese Städte unserer Region: 9.2.26 Essen (Philharmonie), 11.3. Dortmund (Konzerthaus), 15.3. Köln (Gürzenich), 23.4. Bonn (Beethovenhalle). Infos unter www.glenn-miller.de. [MN]

Schluss mit dem Donsens!
Liebe Leserinnen & liebe Leser, eigentlich schreibe ich hier ungern über Politik, aber es gibt Dinge, die man meiner Meinung nach anprangern muss – und inzwischen ist die Zeit hierfür überreif.

Ich habe in der Schule zwar vieles über Hitler und das 3. Reich gelernt, aber ich habe nie so richtig verstanden, wie es dazu kommen konnte, ohne dass sich andere Parteien, Politiker oder die Bevölkerung dem in den Weg gestellt haben. Seit Donald Trump kann ich mir dies leider wesentlich besser vorstellen. Nun möchte ich (noch) nicht Trump mit Hitler gleichstellen, aber da gibt es schon erschreckende Parallelen. Zum Beispiel lehrt uns das Internet: Hitlers Diktatur beruhte auf seiner Position als Reichspräsident (Staatsoberhaupt), Reichskanzler (Regierungschef) und Führer (Chef der NSDAP). Gemäß dem ‚Führerprinzip‘ stand Hitler außerhalb des Rechtsstaats und bestimmte politische Angelegenheiten selbst.
Hätte ich Sie zu Anfang dieses Vorworts gefragt, nennen Sie mir einen Politiker, der anscheinend außerhalb des Rechtsstaats steht und bestimmte politische Angelegenheit einfach selbst bestimmt, wäre vermutlich sehr oft der Name Trump genannt worden.
Der Kerl ist extrem selbstverliebt, macht, was er will, und keiner stellt sich ihm entgegen. Wobei ich dies bei den Staatsleuten der anderen Nationen sogar noch teilweise nachvollziehen kann. Die USA sind militärisch & wirtschaftlich extrem stark, und wenn diese Stärke bedingungslos ausgenutzt wird, wird ein Miteinander schwer bis unmöglich.
ABER: Trump kann zwar einzelne Staatsführer erpressen, aber gegen jeden einzelnen Max Mustermann in dieser Welt hat er keinerlei Zugriffspunkte. Und so wundert es mich, warum es in den sozialen Medien nicht längst Anti-Trump-Aktionen, bzw. einen Boykott von Waren aus den USA gibt. Erinnern Sie sich noch an diese dämliche Ice-Bucket-Challenge vor gut zehn Jahren? Plötzlich kippten sich überall auf der Welt Menschen Eiswasser über den Schädel. Warum also nicht mal einen Hype erzeugen, um den bekloppten Trump zu zügeln?
Trump sind nur Macht & Deals, bzw. Geld wichtig. Also packt man ihn an dieser Stelle. Und spätestens, wenn weltweit die Firmen seiner reichen Freunde starke Umsatzverluste verzeichnen, werden sie ihm schon ihre Unzufriedenheit mitteilen.
Natürlich sind in einigen Bereichen, wie z.B. im digitalen Sektor, US-Anbieter fast unumgänglich. Aber statt bei Amazon kann man auch bei Otto bestellen. Und beim Einkauf im Supermarkt gibt es fast immer Alternativen. Man muss sich durch diesen Boykott ja auch nicht komplett geißeln. Aber ein etwas sorgsamer Konsum kann schon viel bewirken, vor allem, wenn dies viele auf der Welt tun.
Einschub: Die Grund-Idee zu diesem Vorwort entstand vor 1-2 Monaten. Inzwischen gibt es bereits zahlreiche Apps & Internet-Seiten, die einen solchen USA-Boykott erleichtern. Diese Apps stammen meist aus Dänemark oder Kanada. Einfach mal ‚USA-Boykott‘ googeln - wobei Google natürlich auch aus den USA stammt... :-)))
Das Wort ‚Donsens‘ stammt übrigens von Trump-Gegnern und steht für den Nonsens, den der Donald ständig verzapft. Wir wünschen Ihnen einen schönen Februar & viel Spaß mit dieser Ausgabe! Marcuß Westphal & das 4 -Team
Impressum
erscheinungsweise:
Monatlich jeweils zum Ende des Vormonats herausgeber und Verlag: you+me-Verlag Marcuß Westphal
Stintenberger Straße 52
40822 Mettmann
Tel.: 02104 - 12345
e-Mail: hallo@youandme.de
Internet-Adresse: www.youandme.de
SCHÜTZT DIE ARKTIS
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Chef-Redakteur & Verlagsleiter (V.i.S.d.P.):
Marcuß Westphal
Anzeigen: uschi Schumacher hall of Fame: Andreas Ebeling (R.I.P.), Uwe Rauen
Mitarbeiter dieser ausgabe: Marcus Nowotzin (Redaktion), Jürgen Tauchert (DTP), Monika Guschmann, Oscar Böttinger.
bildnachweis: Alle Fotos ohne nähere Angaben sind dem Verlag zur Verfügung gestellte Pressefotos.
Die März-ausgabe erscheint am 26. Februar


Eine Ikone der Hippie-Ära
Cat Stevens zählte einst als musikalisches Aushängeschild der Hippie-Bewegung. Der Singer/Songwriter verarbeitete spirituelle Themen und sang Songs über die Liebe, den Frieden, die Menschlichkeit und die Natur. Bis heute hat der britische Künstler mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft. Nach seiner Hinwendung zum Islam und Umbenennung in Yusuf Islam machte er zwischen 1975 und 1995 eine musikalische Pause. Die Konzerte des 77-Jährigen sind rar gesät. In diese Lücke stößt der junge Sänger Patrick Snow. Bisher hat sich noch kein Künstler mit einer Tribute-Show an dessen Songs gewagt. Die Ähnlichkeit seiner Stimme mit dem markanten Timbre von Cat Stevens ist beeindruckend. So kommen die Zuschauer in unserer Region in den Genuss von so wunderbaren Songs wie ‚Morning Has Broken‘, ‚Father And Son‘, ‚Peace Train‘, ‚Wild World‘, ‚Lady D’Arbanville‘, ‚Moonshadow‘ oder ‚The First Cut Is The Deepest‘. Aber auch unbekanntere Songs stehen auf der Setlist. The Cat Stevens Tribute tritt am 24. Februar im Savoy Theater als Trio auf. Weitere Termine: 26.2. in Herten, 27.2. in Bonn, 28.2. in Krefeld und am 1. März in Mönchengladbach. Infos unter www.cat-stevens-tribute.com. [MN]
Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten feiert im Februar in Dortmund Premiere. Das Musical „Judith“ wird am 21. Februar in der Westfalenhalle uraufgeführt. Ein musikalisches Großereignis mit 3000 Sängerinnen und Sängern aus ganz NRW im Mega-Chor. Und zugleich ein bewegender Appell für die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen, den Zusammenhalt der Gesellschaft und für eine neue Hoffnung, die trägt. Mit einer impulsiven Entscheidung bringt Judith ihre Welt ins Wanken. Während sich die Spannungen in ihrer Familie zuspitzen und die Spaltung der Gesellschaft sich verschärft, stellt sie alles in Frage: Beziehungen, Überzeugungen – und die Hoffnung auf das Miteinander von morgen. Doch inmitten von Zukunftsängsten, Streit und moralischen Zweifeln entdeckt sie das größte Wunder.

Hinter jeder Tür eine Überraschung
Der Besuch von kulturellen Veranstaltungen ist zuweilen unberechenbar. In der Reihe ‚Four Rooms‘ lassen sich die Zuschauer überraschen. Die Ausgabe im „b’mine Hotel Düsseldorf‘ lädt am 28. Februar um 19 Uhr zu einem weiteren ungewöhnlichen Kulturabend ein. Hinter vier Türen erwartet das Publikum vier verschiedene Performances. In den jeweiligen Räumen öffnet sich ein anderes Ambiente, eine andere Atmosphäre und ein bestimmtes Genre. Das kann Musik, Theater, Tanz, Lesungen etc. sein. Die Teilnehmer werden in vier Gruppen eingeteilt und begehen die Räumlichkeiten in einer festgelegten Reihenfolge. Nicht selten werden die Gäste in die Darbietungen einbezogen. Nähere Infos unter www.goldmucke.de. [MN]

Judith: das Musical mit 3.000 Darstellern
Pinter (Songwriting). Entstanden ist ein stimmgewaltiges Musical über das Ringen um Zusammenhalt in einer zerrissenen Zeit. „Es geht um Austausch, um Miteinander, trotz aller Konflikte. Jeder Einzelne kann etwas beitragen –aber nur gemeinsam können wir wirklich etwas verändern“, sagt Michael Herberger.
Entwickelt wurde das Musical von einem erfahrenen Kreativteam bestehend aus Kevin Schroeder (Drehbuch & Libretto), Michael Herberger (Musikproduktion) sowie Laura Diederich, Ilja Krut und Johannes

Das Herzstück von „Judith“ ist die Gemeinschaft: Menschen aller Generationen und Bevölkerungsschichten machen mit, um sich mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen und das Wunder des Lebens zu feiern. Bewegend, aktuell und mit kraftvollen Pop-Melodien erzählt das Musical von der Suche nach Orientierung und dem Mut, die eigene Stimme zu erheben. Die Konflikte eskalieren, bis Judith erkennt, dass Wut keine Zukunft baut und Veränderung nur gemeinsam möglich ist. Tickets für die beiden Vorstellungen um 14 und 19 Uhr gibt es bereits ab 29.90 Euro. Zusätzlich gilt nur für kurze Zeit der Rabattcode JUDITH25 für alle Normalpreistickets. Infos unter www.chormusicals.de.

Musikalischer Brückenbauer
Er gilt als König des Klezmer. Doch Giora Feidman ist viel mehr. Der in Buenos Aires geborene Künstler sieht sich als musikalischer Botschafter für den Frieden und die Verständigung. Der in Tel Aviv lebende Klarinettist feiert am 25. März seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass geht der immer noch vitale Musiker auf große Tour. Die neue 90th Birthday Tour ‚For A Better World‘ basiert auf der Zusammenarbeit mit dem iranischen Komponisten Majid Montazer. Dessen Werke bestehen aus klassischen Tönen und persischen Klangfarben, spiritueller Tiefe und kultureller Offenheit. Die beiden Künstler haben bereits 2022 und 2024 gemeinsam die Alben und Erfolgsprogramme ‚Friendship‘ und ‚Revolution Of Love‘ herausgebracht. Damit setzen sie die überaus erfolgreiche Arbeit und ihre musikalische Mission für Frieden, Menschlichkeit und Hoffnung fort. Die Programme bilden ein Zeugnis von der musikalischen Energie dieser Auftritte. Montazers Partituren erhalten durch die Interpretation von Feidmans Klarinette ihre berührende Strahlkraft. Termine am 16. März in Essen (Kreuzeskirche) und am 18.3. in Düsseldorf (Johanneskirche). [MN]

Tango zwischen den Welten
Nicole Nau zählt gemeinsam mit ihrem Mann Luis Pereyra weltweit zu den renommiertesten Tangotanz-Vertretern. Die gebürtige Düsseldorferin kehrte ihrer Heimatstadt bereits 1989 den Rücken und lebt seitdem in Argentinien und zeitweise in Deutschland. Das Ehepaar gehört längst zum Kulturgut des Landes.
In ihrer neuen Show ‚VIDA - Siga el baile‘ tanzt das Künstlerpaar in Begleitung von ausgezeichneten internationalen Musikern zwischen den Welten. Der Tanzabend trägt Bezüge zu dem Buch ‚Der Klang der Erde‘, das die Kultur des südamerikanischen Landes im Tanz zum Ausdruck bringt. Neben Eigenkompositionen von Luis Pereyra fließen auch Texte von Astor Piazzolla und Luis Borges mit ein. Sie beschreiben die Kultur sowie die Tradition der Gauchos durch Wort und Tanz. Nicole Nau und Luis Pereyra und Company & Musica Y Danza gastieren am 20. Februar im Langenfelder Schauplatz. [MN]


Keine Lust auf schlechte Nachrichten
Angesichts der vielen Krisenherde (die es schon immer gab) wenden sich etliche Leute von den Medien ab. So auch Malte, der genug von Kriegen und Katastrophen hat. Er zieht sich zurück und will ein paar entspannte Tage zu Hause verbringen, auch um sein ungewöhnliches Hobby zu pflegen. Nachdem seine speziellen Freunde kein Lebenszeichen von ihm vernehmen, sind sie in Sorge. Vorbei ist es mit der Ruhe. Das neue Stück des Kom(m)ödchenEnsembles ‚Nö. Eine Entgleisung‘ unternimmt am 20. Februar in der Ratinger Stadthalle eine pointierte Betrachtung unserer Gefühlswelt in aufgewühlten Zeiten. Die Darsteller Heiko Seidel, Martin Maier-Bode, Susanne Pätzold und Massimo Tuveri schlüpfen in 21 Rollen und schräge Charaktere. Der kabarettistische Schlagabtausch ist mit Parodien und Songs versetzt. Das satirische Theaterstück wurde von Dietmar Jacobs, Martin Maier-Bode und Christian Ehring geschrieben. Foto: Christian Rolfes [MN]

Eine unerfüllte
Liebe
Übereinstimmende Einstellungen und Lebensvorstellungen bilden mitunter den Ausschlag für eine dauerhafte Verbindung. Doch Melissa und Andy ticken sehr unterschiedlich. Während sie aus einer wohlhabenden Familie stammt und an der Rücksichtslosigkeit und dem Egoismus ihrer Umwelt leidet, strebt ihr einstiger Schulfreund nach Ruhm und Wohlstand. Trotzdem kommen die beiden nicht voneinander los. Schon während der Schulzeit schreiben sie sich Notizen. Das Buch 'Love Letters' von Albert Ramsdell Gurney erzählt die Geschichte von zwei Menschen mit unterschiedlichen Prägungen. Über die Jahre tauschen sich die beiden über gewöhnliche Themen und Erfahrungen aus. Erst im letzten Brief offenbaren die Vertrauten ihre Sehnsüchte und verborgenen Wünsche. Sie bleiben stets miteinander verbunden, doch ihre Liebe bleibt unerfüllt. Das Schauspielerpaar Leslie Malton und Felix von Manteuffel liest in einer deutschen Übersetzung am 8. Februar um 17 Uhr im Robert-Schumann-Saal aus dem berührenden Briefwechsel. Die Texte sind gespickt von klugen, komischen und frechen Gedanken sowie mit melancholischen Momenten. [MN]

Punk mit Pop-Vibes
Nach ihrem Erstling ‚Ashamed‘ haben Mad Foxes es sogar in die Jimmy Fallons Tonight Show geschafft. Die Post-Punk-Band tastet sich auf dem dritten Player ‚Inner Battles‘ an den 80erPop heran. Dazu kommen rohe Noise-Ausbrüche, und fertig ist die musikalische Mixtur. Dem Album gingen eine persönliche Aufarbeitung, die mentale Gesundheit und ein intensiver kreativer Prozess voraus. Die Bandmitglieder spürten ihren Emotionen, ihrem Leben und ihren Beziehungen nach. Daraus entstand ein Gefühlschaos, das sich auf dem Werk Bahn bricht. Die Songs handeln von inneren Kämpfen und der Reflexion wiederkehrender Emotionen. Das Trio tritt am 26. Februar im Pitcher auf. [MN]

Musik in Zeiten des Krieges
Während der verheerenden Kriege im 20. Jahrhundert haben bestimmte Komponisten ihre Erlebnisse oder die Auswirkungen musikalisch verarbeitet. Die waren ein musikalisches Zeugnis dieser entsetzlichen Auseinandersetzungen. Geprägt vom Ersten Weltkrieg hatte Igor Strawinsky in ‚L’Histoire du Soldat‘ ein musikalisches Märchen geschaffen, das auf Texten von Alexander Afanassjew basiert, und für Geige, Klarinette und Klavier bearbeitet wurde. Bela Bartók schuf sein Werk ‚Kontraste‘ kurz vor der Emigration in die USA. Die beiden jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg und Erich Wolfgang Korngold haben sich in die Sowjetunion bzw. in die USA abgesetzt. In der Reihe ‚Symphonisches Palais‘ im Palais Wittgenstein werden ihre Sonaten sowie die anderen Werke am 15. Februar um 11 Uhr aufgeführt. [MN]

Moderner Tanz aus Wales
Die Neusser Tanzwochen setzen ihr Programm im neuen Jahr mit dem Gastspiel der National Dance Company Wales am 4. und 5. Februar um 19.30 Uhr im Rheinischen Landestheater fort. Im ersten Teil des Abends kommen in ‚Waltz‘ die Walzerfragmente von Jean Sibelius sowie glitzernde Figuren zum Vorschein. Die Bewegungen entwickeln sich zu einem Muster von wellenförmigem Ausdruck. Mal bleiben diese in ihren Strukturen bestehen, dann entstehen plötzlich andere Ausdrucksformen. Das Stück ‚Mabon‘ von Osian Meilir wurde im Herbst 2025 erstmals aufgeführt. Dieses Werk verbindet fantastische Kostüme und rebellischen Tanz mit Tradition und Folklore. Es entführt das Publikum, beeinflusst von der walisischen Mythologie, und vertont von Cerys Hafana auf der walisischen Tripelharfem in das Wales früherer Zeiten. Foto: Kirsten McTernan [MN]

Moderation: Thomas Gerres
Musikalische Leitung: Claudia Hirschfeld Samstag
3 Tenöre feiern eine Legende
Die Hommage für einen Jahrhundert-Tenor
INTERVIEW
Ina Müller: Jede Frau bräuchte 13 Männer!
Ihre rauchig-soulige Stimme klingt nach lebenserfahrung und wärmt wie Kuscheltuch und rheumadecke: Ina Müller. In ihren liedern über die boomer-Generation stellt die norddeutsche Sängerin, Kabarettistin und Fernsehmoderatorin („Inas nacht“) mit der großen Klappe gern die Stereotypen über Frau und Mann auf den Kopf. In ihrem neuen album „6.0“ dreht sich alles um das Thema liebe. Müller will es 2026 und 2027 auf einer großen Tournee vorstellen. Olaf neumann trank mit ihr in hamburgs beliebtem Viertel St. Georg einen Kaffee. eine erkältung lässt Ina Müllers Stimme etwas heiser und tiefer klingen, das kann sie aber nicht vom Sabbeln abhalten. ein Gespräch über das Singlesein, Feminismus, Tabubrüche und ‚boomer-Trutschen‘.
5 Im Mittelpunkt Ihres neuen Albums „6.0“ steht das Thema Liebe. Warum schreiben Sie Lieder über die Liebe?
Ina Müller: es geht nicht nur um die liebe zum Mann oder zum Menschen, es geht auch um die liebe zu Freundinnen, zu verstorbenen Freunden, zum leben. um die liebe zum neuen Freund, der aber gar kein Mensch ist. um die liebe zum Staubsauger-r oboter. es geht im allgemeinen um die liebe zur Kindheitszeit.
5 Wie autobiografisch ist die Platte? auf diesem album geht es viel um aktuelles aus meinem leben oder um meine erinnerungen. Der Song „Mixkassettentage“ zum beispiel: nach meinen nacht-Sendungen bekomme ich mittlerweile von vielen Musikern ihre aktuelle Vinylplatte geschenkt. neulich sogar eine Musikkassette. Die werden grad’ wieder groß. als ich dann noch Musikkassetten als Pfannenwischer gesehen hab’, war der Text da und alle erinnerungen auch: wie man da noch per hand alles draufschreiben musste, und wenn man ein Mixtape geschenkt bekam, das war doch so romantisch! Dann hatte der Junge vielleicht mit einem buntstift das Weiße rot gemalt und da etwas in Schönschrift draufgeschrieben und mit blümchen ausgeschmückt. Wie bewegend! Manchmal kriege ich so r etroanfälle, und die lasse ich auch zu. So langlebige bands wie abba, bowie, Kiss und The Sweet entstehen ja heute gar nicht mehr. Wenn ich

mir damals für viel Geld ein Vinylalbum von Queen gekauft hatte, habe ich das ein halbes Jahr lang nur gehört, bis ich alles komplett mitsingen konnte. Solche alben, die einen über Jahrzehnte begleiten, sowas entsteht ja heute gar nicht mehr. Dafür ist unsere Welt einfach zu schnelllebig, und es gibt zu viel neue Musik. Die aufgebaute Fangemeinde findet ganz schnell jemand neues, der vielleicht ähnliche Musik macht, aber den zeitgeist auf andere Weise trifft.
5 Verstehen Sie humorvolle Lieder wie jenes über einen StaubsaugerRoboter auch als Kritik an der heutigen Gesellschaft?
Über einsamkeit zu singen ist doch gesellschaftskritisch. Dass man so einsam sein kann im leben, dass man nach hause kommt, wo kein hund, kein Mensch, keine Katze auf einen wartet, also nichts lebendiges. Sondern man sich dabei ertappt, wie man seinem Staubsauger-r oboter zuruft, ich bin wieder da, Schatz! Vielleicht aus Spaß, aber doch mit einem hauch Tragik, Wahrheit und einsamkeit. Ist mir auf jeden Fall schon passiert. Dabei wäre ich auch gerne jemand, der sich in einer riesenWG wohlfühlen würde. Das bin ich aber nicht. Ich glaube generell, das Thema einsamkeit wird in unserer Gesellschaft noch sehr groß werden. einsamkeit und altersarmut.
5 In „Mit der stimmt doch was nicht“ beschreiben Sie eine Frau, die
allein, aber gewiss nicht einsam ist. Ein autobiografischer Song? Ja, immer mal wieder. Immer wenn ich in meinem leben Single war, war die Schwierigkeit nicht das Singlesein, sondern dieses schräg angegucktwerden, dieses sich selber dabei ertappen, wie man nicht alleine essen gehen mag, nicht alleine ins Theater geht. Man muss dann immer erst mal jemanden finden, der mit in die Oper geht. zum ehemann könnte ich sagen, ist mir jetzt egal, r alf, du ziehst dich jetzt an und gehst mit mir in die Oper! Ich gehe dann Sonntag mit dir zur harley-Davidson-ausstellung. Das kann man bei seinen Freunden natürlich so nicht sagen. auf jeden Fall muss man als Single in unserer Gesellschaft immer noch diese mitleidigen blicke aushalten, lustigerweise oft von Pärchen, die selber in einer unglücklichen beziehung stecken. Ich las neulich einen sehr schönen artikel über Frauen, die eigentlich nur deshalb mit einem Mann zusammen sind, weil dann endlich die Fragerei von Tante helga und Mama aufhört.
5 Kann man auch als Single ein erfülltes Leben führen?
Ja, pfff, natürlich! Kann man denn in einer beziehung ein erfülltes leben führen? Jede zweite ehe wird geschieden. Scheint ja auch nicht nur gut zu laufen. Ich bin aber jetzt auch nicht die Spezialistin fürs Singlesein. Ich habe kein Problem damit, wäre aber genauso gerne in ei-
ner beziehung, nur nicht um jeden Preis. und das unterscheidet mich vielleicht von vielen Frauen. Ich mag es, nicht jeden Tag tausend Kompromisse eingehen zu müssen: was essen wir heute abend, welchen Film gucken wir, machst Du bitte das licht aus und und und. natürlich ist da auch viel egoismus dabei, weil ich einfach den ganzen Tag tun und lassen kann, was ich möchte. es gibt doch eigentlich keine attraktivere lebensform. Ich muss dann aber auch damit leben, dass in dem Moment, wenn ich nachts Schmerzen kriege und glaube, ich habe einen blinddarmdurchbruch, wahrscheinlich niemanden bei mir habe, der mich ins Krankenhaus fährt. Ich habe niemanden zuhause, auf den ich etwas abwälzen kann. Die Steuern machen, das auto in die Werkstatt bringen, einkaufen. lustigerweise reagieren Frauen anders auf mich, wenn ich Single bin, sie haben dann irgendwie angst, ich könnte ihnen den Mann klauen. Was mich immer zutiefst beleidigt, denn ich denke dann, guck dir doch deinen Mann mal an! Wieso denkst du denn, dass ich scharf auf den wäre? unverschämt!
5 13 Männer bräuchte jede Frau, singen Sie augenzwinkernd. Macht ein Mann allein keinen Sinn? Sie sind der erste, der sagt: „augenzwinkernd“. Viele denken: Ich musste mir gerade das neue Männerhasser-lied von Ina Müller anhören! Können Männer denn nur noch eine Sache? nein, es ist wirklich nur ein kleiner Seufzer, während ute mit dem vollen Wäschekorb durch die bude läuft, dabei über die Mülltüte stolpert und zwischendurch mal träumt: einen zum Küssen, einen zum lachen, einen zum nichts mehr selber machen! und es ist ein richtiger Ohrwurm, fast eine Kindermelodie. es könnte eine neue Frauenhymne werden.
5 Welche Eigenschaften müsste ein Mann haben, um Sie zu beeindrucken?
es müsste eine gute Mischung sein aus humor, Intelligenz und Selbstbewusstsein, und mir sollte sein aussehen ein bisschen gefallen. aber welche Frau sitzt schon da und sagt, ja, er sollte ein bisschen blöd und möglichst unattraktiv sein. und gerne auch mal lügen, wenn es passt. nein, aber mal ehrlich, Jungs, es ist doch nicht so
schwer, seid einfach humorvoll, klug, höflich und geht duschen!
5 Sie sind im Juli 60 geworden. Man sagt, alt werden ist nichts für Feiglinge. Gilt das auch für Sie?
Ja, was soll ich sagen, ich fand 40 werden auch toller als 60 werden. und 60 werde ich wahrscheinlich toller finden als 70 werden. Andererseits darf man mit 60 auch mal anfangen, morgens aufzuwachen, sich zu bewegen, zu denken, super, es tut einfach noch gar nichts weh. Ich kann alles schmerzfrei bewegen, zum Sport gehen. also freu dich doch einfach, dass du noch da bist, Ina! Wir können doch die zeit nicht zurückdrehen. Das kann nicht mal die KI. es wird uns allen passieren, auch denen, die jetzt noch jung sind. Ich nehme mich ja selber noch gar nicht als älteren Menschen wahr, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich natürlich einer. 5 Wie gehen Sie damit um? es hört sich jetzt irgendwie beleidigt an, aber ich würde mir wieder ein bisschen mehr gesellschaftliche akzeptanz für das Älterwerden wünschen. Ich finde es schade, dass ich zum ersten Mal das Gefühl habe, meine Generation wird grad von den jungen Generationen gehasst. Das versetzt mir einen richtigen Stich ins herz. Das tut weh, mir tut sonst wirklich noch nichts weh, aber dieses generelle uncool finden der älteren Leute, das ist hart. als ich jung war fand ich Oma und Opa auch nicht cool, aber ich hab sie respektiert. heute heißt es oft, so, die sind jetzt über 60, das sind jetzt die schrecklichen alten, die verbohrten mit haaren auf den zähnen, die alles kaputt gemacht haben. Das geht mir richtig nah. 5 Umfragen haben ergeben, dass das traditionelle Rollenverständnis zwischen Mann und Frau in weiten


Teilen der jungen Generation tief verwurzelt ist. Viele Junge haben bei der letzten Bundestagswahl zudem auf die AfD gesetzt. Das passt aber ja dann zu dem Phänomen der “Trad Wives“, das gerade aus amerika zu uns rüberschwappt. Dass Frauen wieder zurück möchten in die traditionelle Frauenrolle der 50er Jahre. Kochen, putzen, Kinder kriegen und ihrem Mann gehorchen. Da kommt mir wirklich nicht nur die Galle hoch. unsere schöne hart erkämpfte emanzipation, das größte Gut für uns Frauen, wird jetzt von ihnen selber mit Füßen getreten und sie wollen zurück an den herd. Der schöne Feminismus, für den wir so gekämpft haben. Der doch grad anfängt zu funktionieren. Obwohl, ich habe neulich das buch „Pick me Girls“ von Sophie Passmann gelesen, tolles buch und ich war sehr begeistert. Aber mir fiel auf, dass all die Probleme, über die Sophie schreibt, also Probleme beim Frauwerden, sich verlieben, sich anpassen, dem Schönheitsideal hinterherrennen, dünn sein wollen, dass sich da in den 30 Jahren, die zwischen uns liegen, fast

nichts verändert hat. heute gibt es die gleichen Probleme wie damals, von wegen Feminismus. Oder body Positivity, wo ist die denn hin? Seit Jahren waren die Models auf den laufstegen nicht so dünn wie im Moment.
5 Gibt es auch Entwicklungen, die Sie begrüßen?
Ganz spannend finde ich grad die r apperin Ikkimel. Die macht ihre Musik ja nicht für meine Generation, aber sie will genau mich damit treffen. am anfang hat es bei mir auch funktioniert. Ich hab’ gedacht, ist das schrecklich, die singt ja nur „Titten“ und „Fotze“, das ist ja ekelhaft! Was soll denn das? Der arme Feminismus, der muss aber auch für jeden Mist herhalten. Fällt der denn nichts anderes ein?
Ich habe mich echt aufgeregt, also hat es geklappt. bis ich endlich geschnallt habe: Wie soll sich eine junge Frau denn heute sonst von ihrer Mutter abgrenzen, die wahrscheinlich die gleichen Klamotten trägt wie sie, die gleiche Frisur hat und dann auch noch halbwegs dieselbe Musik hört? außer mit so ekligen Texten am r ande der Provokation, dass sogar Mami sagt, die

ja auch noch irgendwie ihre beste Freundin ist, ach mein Kleines, muss das wirklich sein? Das ist ja ekelhaft! es geht also darum, dass sie sich endlich mal nicht einig sind. Dass wir boomer-Trutschen es ganz eklig finden und uns aufregen. Ich weiß jetzt, warum Ikkimel es singt und warum es funktioniert. Tabubruch ist die einzige Chance, sich von den so jung gebliebenen alten noch abzugrenzen. 5 Sie sind auf einem Bauernhof bei Bremerhaven aufgewachsen. Wie haben Sie sich da von Ihren Eltern abgegrenzt? ach, mit fast allem. Meine Mama hat mich als Kind schon immer Sonderling genannt. Gar nicht negativ gemeint, eher verwundert. Ich lief mit zwei verschiedenen Schuhen und Socken rum, trug Stirnbänder und hatte Federn in den haaren. Meine eltern hatten aber kein Problem damit, ich musste mich von ihnen auch nicht abnabeln oder abgrenzen, weil wir nie so aneinander interessiert waren oder gleich waren. Meine Mama hat sich auch nie in unser leben eingemischt. Das einzige, was meine eltern mitbekamen, war, wenn wir mal sitzengeblieben waren. Dann gab es ein bisschen unruhe, aber das ging schnell vorbei. es gab wichtigeres zu tun, wie Stroh pressen oder zum Melken da sein. und das meine ich alles nicht vorwurfsvoll, sondern es war einfach eine andere zeit. Kinder, die zog man auf und die verließen möglichst mit 18 Jahren das haus und gingen arbeiten. Ich finde es schon gut, dass sich Eltern heute viel mehr und viel liebevoller und mit viel mehr aufwand um ihre Kinder kümmern. aber meine eltern wussten es nicht besser und wir kannten es nicht anders.


Älterwerden
ist kein Zuckerschlecken
Die Jahre ziehen ins Land. Die Kinder sind aus dem Haus. Schwupps, ist man der jungen Generation entwachsen. Als Best Ager genießt Mischa sein Leben. Doch als er an seinem 55. Geburtstag von seinem Chef das Angebot erhält, in Altersteilzeit zu gehen oder gar die Kündigung entgegenzunehmen, fühlt sich der Jubilar vor den Kopf gestoßen. Er fühlt sich auf einmal alt und nicht wertgeschätzt. Währenddessen hat seine Frau Christiane eine Überraschungsparty organisiert. Zu Hause angekommen, entbrennt ein Streit zwischen dem Paar. Als dann noch seine besten Freunde vor der Tür stehen, zieht ein emotionales Gewitter auf. Die Komödie ‚Es ist nur eine Phase, Hase‘ in Besetzung u.a. mit Ingolf Lück, Tanja Haller und Sebastian Goder behandelt die Themen Älterwerden, Liebe und Trennung bis zum 8. März im Theater an der Kö. Wie geht man mit dem Jobverlust um? Ist dieser Umstand eine Chance für einen Neuanfang und ein Impulsgeber für eine Veränderung, die man bisher vermieden hat? Die Aufführung beleuchtet humorvoll die Aspekte des Älterwerdens. [MN]


Markttreiben wie im Mittelalter
Die Reformationskirche und der Markt bilden das historische Zentrum von Hilden. Bereits im 13. Jahrhundert kamen hier die Bewohner und Händler zusammen. Das Kulturamt veranstaltet an dieser Stelle vom 28. Februar bis zum 1. März erstmals den ersten mittelalterischen Wintermarkt. Vor dieser Kulisse regt ein vielseitiges Programm mit Gauklern, historischem Handel, traditionellem Handwerk sowie herzhaften und süßen Speisen, Eintopf, Gebäck, Glühwein oder Met zum Verweilen an. Öffnungszeiten am Samstag von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. [MN]

Ein Markt für Vinylliebhaber
Über die Jahre sammeln Musikfreunde eine große Auswahl an Tonträgern. Manche sind auf der Suche nach ihren Lieblingen oder nach Raritäten. Egal welcher Musikstil – ob CD, Vinyl, Kassette oder auch Fan-Souvenirs, Autogrammkarten, Zeitschriften, Kalender, Poster, Shirts - alles das gibt es zwischen 11 und 16 Uhr bei der Düsseldorfer Schallplattenbörse am 22. Februar im Boston Club. [MN]

Sonntag 11-16h

Scheitern und Aufbrechen
Die weniger Privilegierten in unserer Gesellschaft haben kaum eine Lobby. Es sind etwa Geringverdiener, die Gescheiterten oder die Abgehängten. Laura Braun hat als Tochter einer Alleinerziehenden – mit wenig Zeit und Einkommen – diese Entbehrungen hautnah erlebt und dazu das Lied ‚Nullsummenspiel‘ veröffentlicht. Diese Erfahrungen haben ihre Sinne und ein besonderes Gespür für das Textschreiben geschärft. Geprägt von der Isolation während der Coronapandemie veröffentlichte die preisgekrönte Künstlerin das Debütalbum ‚Vom Weg ab‘. Die Freiburger Liedermacherin und Musikkabarettistin verwebt in ihren Texten persönliche Erzählungen und Gesellschaftskritik. In den Songs betrachtet die 33-Jährige die Schattenseiten, aber auch Lichtblicke. So behalten die Lieder das Gleichgewicht zwischen Melancholie, Reflexion, Rebellion, Witz und Hoffnung. Lisa Braun kommt am 25. Februar in den Heiligenhauser Club. [MN]

Tom Gaebel:
‚Kleiner
Junge, Große Reise-Tour‘
Das letzte Jahr markierte einen besonderen Meilenstein für Tom Gaebel: Der charismatische Entertainer feierte nicht nur seinen 50. Geburtstag, sondern veröffentlichte mit „Kleiner Junge, Große Reise“ auch sein erstes autobiografisches Album in deutscher Sprache – eine emotionale und musikalische Rückschau auf ein außergewöhnliches Künstlerleben. In diesem Jahr bringt Tom Gaebel seine persönliche Geschichte nun auch live auf die Bühne: Die große Deutschlandtournee ‚Kleiner Junge, Große Reise-Tour‘ führt ihn durch über 40 Städte im ganzen Land und ist ein musikalisches Fest nicht nur für alle Swing- und Sinatra-Fans, sondern für alle, die Toms Leidenschaft für handgemachte Musik aus der ‚Guten Alten Zeit‘ teilen.
Die Besucher dürfen sich auf spektakuläre Konzerte freuen, in denen er neben dem neuen Album auch eine extra bunte Mischung präsentiert, aus echten Klassikern und solchen, die es noch werden wollen: Da treffen Songs von Sinatra & Co auf Popsongs der 80er Jahre und sogar auf ganz aktuelle Hits - Lieder, die Tom Gaebel sein Leben lang begleitet haben, die ihm wichtig waren und sind.
Immer natürlich locker lässig im typischen Gaebel-Stil arrangiert mit viel Swing und Augenzwinkern. So hat man diese Lieder noch nie gehört, aber so will man sie ab sofort hören.

Dazu gibt es die großen Emotionen und persönlichen Geschichten, wie es sich zum runden Geburtstag des mehrfach ausgezeichneten Künstlers auch gehört. Das Publikum darf sich also auf eine Show voller Herz, Charme und musikalischer Vielfalt freuen. Immer begleitet von Gaebels exzellentem ‚Orchestra‘ – der Band, mit der er gerade sein zwanzigjähriges Bühnen-Jubiläum feiert. Seit 2005 begeistert Tom Gaebel mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Big Band Power und Easy Listening Eleganz. Mit zwölf veröffentlichten Alben und unzähligen Auftritten im In- und Ausland zählt er zu den versiertesten Entertainern Deutschlands. Charmant und humorvoll versorgt ‚Dr. Swing‘, wie seine Fans ihn nennen, das Publikum mit der Extra-Portion guter Laune. Die Konzerte in unserer Region: 10.3. Dortmund (Konzerthaus), 12.3. Oberhausen (Luise-Albertz-Halle), 21.4. Köln (Theater am Tanzbrunnen), 25.4. Euskirchen (Stadttheater) und 27. + 28.4. Düsseldorf (Savoy-Theater). Außerdem stehen bereits die Termine für Gaebels alljährliche und sehr beliebte ‚A Swinging Christmas Tour‘ fest: 27.11. Troisdorf (Stadthalle), 28.+29.11. Düsseldorf (SavoyTheater), 11.+12.12. Köln (Theater am Tanzbrunnen) und 20.12. Wuppertal (Stadthalle). Alle weiteren Infos & Tickets gibt es unter www.tomgaebel.live.



Einfach mal ein gutes Team sein.






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TruMP: Protestieren, solange bis

rOnCallI: bald baut der Circus wieder seine zelte
TOM Gaebel: Die neue Tour lautet ‚Kleiner Junge, ER GEHT
GROSSE REISE
FEBRuAR 2026
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TOM Gaebel
Kleiner Junge, Große Reise - Tour 2026
10.3. Dortmund
12.3. Oberhausen
21.4. Köln
27. + 28.4. Düsseldorf Infos & Tickets: www.tomgaebel.live