VOLK S K R A N K H EITEN
HERZERKRANKUNGEN Wenn dem Herzschlag die nötige Energie fehlt 5
SCHLAFSTÖRUNGEN Wer dauerhaft schlecht schläft, wird krank 8
DIABETES TYP 2
Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung 10
ÜBERGEWICHT
Warum das Bauchfett so gefährlich ist 13
Volkskrankheiten
VOLK SKR ANKHEITEN
Mehr Prävention erforderlich Volkskrankheiten betreffen Millionen von Menschen, verursachen den Grossteil der Todesfälle und verschlingen einen erheblichen Teil der Gesundheitskosten. Damit rückt die Prävention verstärkt in den Fokus. TE X T: M ARK KRÜGER
Bei wem erzeugen folgende Meldungen keine Aufmerksamkeit? «Neuer Therapieansatz revolutioniert Behandlung von Typ-2-Diabetes», «Meilenstein durch KI in der Herzdiagnostik» oder «Krebs bald heilbar?». Meldungen, in denen es um medizinische Durchbrüche gehen könnte, sind vor allem bei den nichtübertragbaren Volkskrankheiten, von denen viele Menschen betroffen sind, von enormer Relevanz – und zwar nicht nur, weil sie in der Regel nicht vollständig geheilt werden können und den Alltag der Betroffenen teils stark einschränken. Auch wenn es keine einheitliche Definition des Begriffs «Volkskrankheiten» gibt, werden darunter Krankheiten zusammengefasst, die aufgrund ihrer grossen Verbreitung und wirtschaftlichen Auswirkungen von hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung sind. Ökonomischer Druck
Volkskrankheiten verursachen eine hohe Krankheitslast in Form von Arbeitsunfähigkeit, krankheitsbedingten Fehlzeiten und Pflegebedürftigkeit. Die Kosten für das Gesundheitssystem sind immens: Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) belaufen sich die direkten medizinischen Kosten auf 65,7 Milliarden Franken, was 72 Prozent der gesamten Gesundheitskosten entspricht. Zu den prominentesten Vertretern zählen Diabetes Typ 2, Krebs, Herz-KreislaufErkrankungen, Rückenschmerzen beziehungsweise Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rheuma, aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen. Heute leidet ein Viertel der Schweizer Bevölkerung an einer solchen nichtübertragbaren Krankheit. Mit Abstand führen
Ein gesunder Lebensstil bewirkt mehr, als viele Menschen denken. 2
Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Liste an. In der Schweiz sind sie – vor Krebs – zudem die häufigste Todesursache. Angesichts der hohen Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheitssystem hat der Bundesrat die «Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten» zu einer der Prioritäten seiner Agenda «Gesundheit2030» erklärt. Risikofaktoren im Blick
Gut so, denn ein Blick auf die Statistiken zeigt: Bei vielen Erkrankungen nehmen die Zahlen merklich zu. So wird zum Beispiel bis zum Jahr 2050 ein Anstieg der Anzahl an Schlaganfall-Fällen um rund 62 Prozent erwartet, für Demenzerkrankungen von 64 Prozent. Was im ersten Moment besorgniserregend erscheint, muss nicht zwingend eine schlechte Nachricht sein. Ein wesentlicher Risikofaktor ist nämlich in vielen Fällen das Alter. Dank verbesserter Lebensbedingungen und medizinischen Fortschritten steigt die Lebenserwartung kontinuierlich. Im Jahr 2050, so Schätzungen, wird jede vierte Person in der Schweiz 65 oder älter sein. Das entspricht rund 2,7 Millionen Menschen. Mit höherem Lebensalter steigt auch die Zahl der Menschen, die an Volkskrankheiten leiden. Dem Alter oder einer genetischen Veranlagung können wir uns nicht entziehen, aber letztendlich trägt auch jeder Einzelne Verantwortung, denn die meisten gesundheitlichen Probleme sind hausgemacht. Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Stress und Tabakkonsum erhöhen das Krankheitsrisiko drastisch. Prävention nicht unterschätzen
Schätzungen zufolge beruht die Hälfte aller Todesfälle in der Schweiz auf vermeidbaren Risiken. Eine aktuelle internationale Studie aus 204 Ländern zeigt, dass Alkoholkonsum weltweit für rund neun Prozent der Krankheitslast bei Brustkrebs und für rund acht Prozent bei Herzrhythmusstörungen mitverantwortlich ist. Und eine Analyse der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) brachte zutage, dass fast 40 Prozent aller Krebserkrankungen weltweit auf vermeidbare Ursachen zurückgehen. Dies sind nur zwei Beispiele, die zeigen, wie wichtig Prävention und die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen sind. Denn je früher eine Krankheit entdeckt wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen und Behandlungsmöglichkeiten.
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V E R BA N DSBE I T R AG
Ressourcen stärken und Lebensqualität gewinnen Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall hilft Komplementärtherapie, wieder Vertrauen in den Körper zu gewinnen. Eine schwere Erkrankung verändert das Leben oft einschneidend: Nach einem Herzinfarkt kann der Herzschlag zur Quelle von Sorge werden, nach einem Schlaganfall fühlen sich Bewegungen oft unsicher an. Chronische Erkrankungen erfordern eine Anpassung des Lebensstils und Alltags. In dieser Lebenssituation bietet die Komplementärtherapie wertvolle Unterstützung. Komplementärtherapeutinnen und -therapeuten betrachten den Menschen ganzheitlich und arbeiten körper- und prozessorientiert. Sie beziehen neben den körperlichen Beschwerden auch Gefühle, Gedanken, persönliche Ressourcen und die individuelle Lebenssituation mit ein. Im Zentrum steht die Frage: Was braucht dieser Mensch, um mit seiner Situation besser zurechtzukommen? Komplementärtherapie arbeitet mit achtsamer Berührung, Bewegung, Atem, Körperwahrnehmung und Gespräch, je nach Methode mit unterschiedlichen Herangehensweisen.
einzusetzen. Komplementärtherapie stärkt die Ressourcen und die Selbstbestimmung der Betroffenen. So können Sicherheit, Wohlbefinden und Lebensqualität wachsen. Komplementärtherapeutinnen und -therapeuten sind qualifizierte Gesundheitsfachpersonen. Seit zehn Jahren steht das eidgenössische Diplom für hohe berufliche Kompetenz. Entdecken Sie auf mehr rund um die Komplementärtherapie auf www.kt-schweiz.ch Selbstregulation stärken
Ein zentrales Ziel ist die Selbstregulation. Die Komplementärtherapie hilft, Körpersignale bewusster wahrzunehmen: Wie reagiert mein Körper auf Stress? Was tut mir gut? Wann brauche ich eine Pause? Wer beispielsweise bemerkt, wie sich unter Stress die Atmung verändert oder die Muskulatur anspannt, kann lernen, frühzeitig gegenzusteuern. Übungen können helfen, zur Ruhe zu kommen und die eigenen Kräfte gezielter
KONTAKT Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie www.kt-schweiz.ch
U N T E R N E H M E NSBE I T R AG
Dänische Hagebutte erfolgreich untersucht Der Bund ruft die Erwachsenen zu mindestens zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche auf. Nun empfiehlt das Institut «NICE» (UK) das dänische Hagebuttenpulver zur Steigerung der Beweglichkeit und der Lebensqualität. An den Küsten Dänemarks wachsen besonders robuste Hagebutten. Sie haben etwas in sich, wovon andere Hagebutten nur träumen können: einen hohen Gehalt an gesunden Galactolipiden. Diese Hagebutten unterstützen unsere Beweglichkeit, indem sie die Knorpelfunktion in den Gelenken erhalten.1 Die Lito®-Hagebutten enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Die höchste Vielfalt haben Pulver aus Samen und Schalen. Um die wertvollen Inhaltstoffe der Hagebutte zu schützen, werden die Hagebutten in einem patentierten Verfahren getrocknet und gemahlen, wobei die Temperatur 40° C nie übersteigen darf. Analysen zeigen: LitoFlex® besitzt den weitaus höchsten Gehalt an Galactolipiden. 1 Health Claim: Das hagebutteneigene Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Knorpelfunktion und eine normale Funktion der Knochen bei.
Bessere Lebensqualität
Die dänische Hagebutte wurde diesbezüglich als einzige Hagebutte mehrfach erfolgreich wissenschaftlich untersucht. Dabei hat man unter anderem festgestellt, dass sich die Beweglichkeit der Teilnehmer erhöht und Tätigkeiten im Alltag leichter von der Hand gingen. Dazu gehören Bewegungsabläufe wie zum Beispiel spazieren oder wandern, aber auch einfache Alltagstätigkeiten wie einkaufen, Strümpfe anziehen, ins Auto ein- und wieder aussteigen. Es wurde nachgewiesen, dass sich das allgemeine Wohlbefinden steigert. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Konsumenten auf die Hagebutte setzen und sich namhafte Spezialisten wie Frau Prof. Dr. med. Sigrun Chrubasik, Dr. med Kai Winther oder Prof. M. Cohen den Einsatz der dänischen Hagebutte aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen empfehlen. Lassen
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Volkskrankheiten I M GE SPR ÄC H
«Das wird die Herzmedizin auf den Kopf stellen» Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Medizin grundlegend zu verändern. Doch was bedeutet dies für die Kardiologie und die Diagnose von Erkrankungen? Und kann sie Ärztinnen und Ärzte ersetzen? Herr Prof. Lüscher, welche Rolle spielt KI bereits in der Kardiologie? Schon heute können KI-Systeme Echokardiografie-, CT- und MRI-Bilder analysieren. Auch EKGs lassen sich mithilfe von KI auswerten. Der grosse Vorteil besteht darin, dass Algorithmen aus immensen Datenmengen Muster erkennen können, die wir Menschen nicht ohne Weiteres sehen. Ein Algorithmus kann etwa aus einem EKG typische Veränderungen herauslesen und Hinweise auf eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens oder ein zurückliegendes Vorhofflimmern erkennen.
Was bedeutet das für die Patienten? Die Behandlungszeit ist deutlich kürzer. Dadurch verkürzt sich auch die Dauer des Eingriffs und gegebenenfalls der Narkose. Zudem könnte die Methode bei bestimmten Komplikationen Vorteile bieten. Grundsätzlich gilt bei Vorhofflimmern: Je früher geeignete Patienten behandelt werden, desto besser sind häufig die Erfolgsaussichten. Wird KI Ärzte irgendwann ersetzen? Das sehe ich nicht so. KI ist vor allem ein Hilfsmittel. Sie kann uns helfen, schneller und präziser zu diagnostizieren und grosse Mengen an Informationen miteinander zu verknüpfen. Dadurch kann auch ein weniger erfahrener Arzt bei bestimmten Entscheidungen unterstützt werden. Die eigentliche medizinische Behandlung bleibt aber eine ärztliche Aufgabe. KI kann die Medizin verändern – sie macht uns schneller, präziser und besser und gibt uns mehr Zeit, mit den Patienten zu sprechen. Die Verantwortung für den Patienten nimmt uns die KI aber nicht ab.
Und dieser Algorithmus kann zudem in die Zukunft sehen … Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Besonders interessant ist die Vorhersage von Risiken. Hier können Algorithmen aus einer Vielzahl von Informationen eine Wahrscheinlichkeit ableiten, welche Patientinnen und Patienten womöglich ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen haben. Das eröffnet langfristig ganz neue Möglichkeiten in der personalisierten Prävention und Behandlung. Und was ist therapeutisch möglich?
Ein gutes Beispiel ist ein sogenannter KI-Chat, der auf den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie basiert. Wir können dort etwa einen konkreten Fall schildern und fragen, was die aktuellen Leitlinien therapeutisch empfehlen. Das kann eine zusätzliche Unterstützung bei der Entscheidungsfindung sein. Klar ist jedoch auch: KI ersetzt weder die medizinische Erfahrung noch die Entscheidung des Arztes. Wie können Ärzte sicher sein, dass KI-Systeme zuverlässig sind? Das ist die zentrale Frage. KI-Systeme lassen sich heute mit den Daten von Hunderttausenden Patienten trainieren. Entscheidend ist aber nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Daten. Ausserdem muss ein Algorithmus unabhängig überprüft werden und sich bei unterschiedlichen Patientengruppen und in verschiedenen Ländern bewähren. Auch die Europäische Union stellt mit dem AI Act hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen an medizinische KI-Systeme.
Welches Potenzial sehen Sie noch in der KI? Wir stehen noch am Anfang, aber in bestimmten Bereichen ist die Technologie bereits sehr weit. In Zukunft wird KI noch stärker verschiedene Informationen miteinander verbinden: Bildgebung, EKG, Laborwerte und die Symptome eines Patienten. Dadurch kann die Diagnostik noch umfassender und präziser werden und dazu beitragen, Krankheiten früher zu erkennen und die Behandlung individuell auf den Patienten auszurichten. Neben der KI gibt es auch in der Therapie neue Entwicklungen. Was tut sich bei Vorhofflimmern? Eine wichtige neue Technologie ist die sogenannte Pulsed Field Ablation. Dabei werden kurze elektrische Impulse eingesetzt, die gezielt bestimmte Herzmuskelzellen verändern. Das Verfahren ist deutlich schneller als die klassische Radiofrequenzablation. Möglicherweise bietet die neue Methode aber auch Vorteile bei der Sicherheit.
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ZUR PERSON Prof. Dr. med. Thomas F. Lüscher ist Director for Research, Education and Development und Consultant für Kardiologie am Royal Brompton & am Harefield Hospital GSTT. Zudem ist er Professor am King’s College und Imperial College in London sowie Vorsitzender des Centers for Molecular Cardiology an der Universität Zürich.
Volkskrankheiten
HER ZERKR ANKUNGEN
HCM: Unterschiedliche Genaktivität Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine chronische Herzmuskelerkrankung, die unbehandelt ernsthafte Folgen haben kann. Forschende sind nun den molekularen Ursachen auf die Spur gekommen. TE X T: M ARK KRÜGER
Häufiger als angenommen, oft erst spät entdeckt: die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Bei dieser Erkrankung verdickt und versteift sich der Herzmuskel, wodurch das Herz das Blut nur erschwert durch den Körper pumpen kann. Mögliche Folgen sind Vorhofflimmern, Schlaganfall oder Herzschwäche. Fachleute gehen davon aus, dass bei 85 Prozent der Betroffenen die HCM nicht diagnostiziert ist. Der Grund: Hinter dieser komplexen kardialen Erkrankung stecken viele unspezifische Symptome wie beispielsweise Kurzatmigkeit, Müdigkeit oder Schmerzen in der Brust. Viele Betroffene haben vor einer Zufallsdiagnose keinerlei Symptome. Als mögliche Ursachen für eine HCM können beispielsweise Speicherkrankheiten wie Morbus Fabry, Hypertonie, Adipositas oder bestimmte Medikamente infrage kommen. In 40 bis 60 Prozent der Fälle ist eine HCM genetisch bedingt. Gibt es Fälle in der Familie, sind regelmässige Kontrolluntersuchungen zur Früherkennung wichtig.
Molekulare Karte
Welche detaillierten molekularen Vorgänge einer HCM zugrunde liegen, das haben Forschende des Max-Delbrück-Center für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin und des Brigham and Women’s Hospital in Boston durch die Sequenzierung von RNA einzelner Zellkerne aus dem Herzgewebe von 47 Patienten und mithilfe einer KI-unterstützten Datenanalyse herausgefunden. Die Ergebnisse wurden Ende September 2026 in der Fachzeitschrift « Science Translational Medicine» veröffentlicht. «Wir haben die Genexpression mit Einzelzellauflösung über alle Krankheitsstadien und genetischen Subtypen hinweg kartiert. So konnten wir eine molekulare Signatur des gesamten klinischen Spektrums der HCM erstellen», so Professor Norbert Hübner vom MDC. D ies sei eine gute Grundlage für gezieltere Therapien.
U N T E R N E H M E NSBE I T R AG – I N T E RV I E W
«Ein verdickter Herzmuskel bleibt oft unbemerkt» Atemnot oder Herzrasen können Alarmzeichen einer hypertrophen Kardiomyopathie sein. Zum Weltherztag erklärt PD Dr. Annina Vischer, warum sie oft lange unbemerkt bleibt und wann eine Abklärung wichtig ist. Frau Dr. Vischer, was ist eine hypertrophe Kardiomyopathie? Bei der hypertrophen Kardiomyopathie, kurz HCM, ist der Herzmuskel krankhaft verdickt. Dadurch kann das Herz steifer werden oder der Ausflusstrakt, also der Weg des Blutes aus dem Herzen, verengt sein. Die Herzfunktion kann beeinträchtigt werden. Mögliche Folgen sind Brustschmerzen, Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Selten kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen wie dem plötzlichen Herztod. Wen kann die Erkrankung treffen? Eine HCM kann Menschen jeden Alters treffen. Häufig ist sie genetisch bedingt und kann innerhalb einer Familie weitergegeben werden. Wird sie festgestellt, kann deshalb eine Untersuchung naher Familienangehöriger sinnvoll sein. Die Erkrankung kann zudem lange ohne Beschwerden bleiben.
Welche Beschwerden sollte man ernst nehmen? Alarmzeichen sind Atemnot oder Brustschmerzen bei Belastung, Herzrasen, Schwindel oder eine kurze Bewusstlosigkeit. Solche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei einer Ohnmacht, besonders nach körperlicher Belastung, oder bei neu aufgetretenen Brustschmerzen ist eine sofortige, notfallmässige Abklärung wichtig.
IM INTERVIEW
Wie wird die HCM erkannt und wie geht es weiter? Zu den ersten Abklärungen gehören ein Elektrokardiogramm und ein Herzul traschall. Je nach Situation folgen weitere Untersuchungen, zum Beispiel ein HerzMRI oder eine genetische Abklärung. Wird eine HCM diagnostiziert, werden Behandlung und Verlaufskontrollen individuell auf Beschwerden und persönliches Risiko abgestimmt.
QR-Code scannen und mehr über die hypertrophe Kardiomyopathie erfahren:
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PD Dr. Annina Vischer Kaderärztin mit Forschungsschwerpunkt u. a. in Kardio myopathien Universitätsspital Basel
Dieser Beitrag wurde finanziert von: Bristol Myers Squibb SA, Hinterbergstrasse 36, 6312 Steinhausen. CV-CH-2600069, 9/26
Volkskrankheiten FA C H B E I T R A G
Vorhofflimmern: Die unterschätzte Volkskrankheit Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung überhaupt und längst zu einer echten Volkskrankheit geworden. Eine Katheterablation mit Pulsed Field Ablation (PFA) bietet eine sehr effektive, sichere und schonende Behandlungsmethode. In der Schweiz sind bereits Hunderttausende Menschen betroffen, Tendenz deutlich steigend. Einerseits liegt der Grund in der alternden Bevölkerung, andererseits wird die Erkrankung heute dank besserer Diagnostik häufiger und früher erkannt. Vorhofflimmern geht oft mit Symptomen wie Herzrasen, Herzstolpern oder Unwohlsein einher. Was viele jedoch nicht wissen: Vorhofflimmern verläuft häufig auch schleichend und wird zufällig bei einer Routinekontrolle entdeckt – manchmal sogar erst, nachdem bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist oder eine Herzschwäche vorliegt. Herzrhythmus ausser Takt
Normalerweise gibt der Sinusknoten als natürlicher Taktgeber des Herzens den Rhythmus vor. Bei Vorhofflimmern entstehen stattdessen chaotische elektrische Impulse im linken Vorhof, häufig ausgehend von den Lungenvenen. Die Folge: Das Herz schlägt unregelmässig und ineffizient, im linken Vorhof kann sich Blut stauen und Gerinnsel bilden. Gelangt ein solches Gerinnsel ins Gehirn, droht ein Schlaganfall. Vorhofflimmern ist also nicht nur lästig, sondern auch potenziell gefährlich und zählt zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinsuffizienz.
Im Operationssaal: Ein Katheter wird über die Leiste bis ins Herz vorgeschoben. An der betroffenen Stelle wird dann die sogenannte Katheterablation durchgeführt.
Vorhofflimmern deutlich an, wobei auch jüngere Menschen zunehmend betroffen sind. Symptome wie Herzstolpern, Atemnot, Druckgefühl in der Brust oder unerklärliche Leistungsschwäche werden oft lange bagatellisiert. Gerade weil die Erkrankung so weit verbreitet ist und so unterschiedlich in Erscheinung tritt, braucht es spezialisierte Zentren, die sowohl die Diagnostik als auch die gesamte Bandbreite moderner Therapien aus einer Hand anbieten. Referenzzentrum für Vorhofflimmern
Vorhofflimmern betrifft uns alle
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für
Einblick in die Elektrophysiologie Suite. An diesem Arbeitsplatz kann der Elektrophysiologe über die Leiste einen Katheter ins Herzinnere schieben, von dort die Strombahnen 3D ausmessen (Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) und Mapping) und die Therapie verabreichern – Veröden mit Strom (RF) oder Gefrieren mit Kälte (Cryo).
Genau hier setzt Swiss Ablation an. Als spezialisiertes Herz- und Rhythmuszen trum in Zürich fokussieren wir uns auf die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen und haben uns in den letzten Jahren als eines der führenden Referenzzentren für Vorhofflimmern in der Schweiz etabliert. Unser Team vereint chirurgische und kardiologische Expertise unter einem Dach – von der ersten Abklärung über die medikamentöse Therapie bis hin zur modernen Katheterablation. Besonders im Bereich der Ablation setzen wir auf die neuesten technologischen Entwicklungen. Mit der Pulsed Field Ablation (PFA) bieten wir seit über zwei Jahren ein besonders gewebeschonendes, schnelles und sicheres Verfahren an, das im Gegensatz zu klassischen thermischen Methoden nicht mit Hitze oder Kälte, sondern mit gezielten elektrischen Impulsen arbeitet. Das Ergebnis: kürzere Eingriffszeiten, ein
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verbessertes Sicherheitsprofil und eine raschere Erholung für unsere Patientinnen und Patienten. Eine Ablation ist jedoch kein Standardprodukt. Ob und welche Therapie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von individuellen Faktoren wie Krankheitsdauer, Vorhofgrösse, Begleiterkrankungen und persönlichen Therapiezielen ab. Deshalb legen wir grossen Wert darauf, jeden Fall im Team zu beurteilen und eine Behandlung anzubieten, die den ganzen Menschen im Blick behält. Fazit: Vorhofflimmern betrifft in der Schweiz immer mehr Menschen, doch die Erkrankung ist heute so gut behandelbar wie nie zuvor. Als Referenzzentrum steht Swiss Ablation für modernste Diagnostik, innovative Therapien wie die Pulsed Field Ablation und eine ganzheitliche, individuelle Betreuung.
ZU DEN AUTOREN Prof. Dr. med. Sacha Salzberg Facharzt Herzchirurgie Dr. med. Thomas Zerm Facharzt Innere Medizin und Kardiologie Die Gründer von Swiss Ablation stehen für herausragende medizinische Expertise und patientenorientierte Versorgung. Swiss Ablation Praxis im Puls 5 Giessereistrasse 18 · 8005 Zürich T: +41 (0)44 999 18 88 E: swiss-ablation@hin.ch www.swiss-ablation.com
Volkskrankheiten
KREBS
Brustkrebs: Früherkennung im Fokus Der Oktober ist Brustkrebsmonat – ein Anlass, um das Bewusstsein für eine Erkrankung zu stärken, die etwa jede achte Frau im Laufe ihres Lebens betrifft. TE X T: LENA WINTHER
Mit rund 6’800 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Die Erkrankung hat weitreichende Folgen – für den Körper, aber auch für die Seele. Die meisten Frauen erkranken im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, wobei die Zahl der Diagnosen bei jüngeren Frauen zunimmt. Das Gute: Laut der Krebsliga Schweiz leben 89 Prozent der Frauen fünf Jahre nach der Diagnose noch. Das zeigt, dass Brustkrebs häufig gut behandelbar ist – vorausgesetzt, der Tumor wird früh entdeckt. Brustkrebs im Anfangsstadium ist heute in der grossen Mehrzahl der Fälle heilbar – auch dank der sich in den letzten Jahren weiterentwickelten Therapieverfahren. Je nach Beschaffenheit des Tumors können heute oft zielgerichtete und immunonkologische Therapien eingesetzt werden – ergänzend zu
Standardbehandlungen wie Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie. Screening-Lücken schliessen
Eine Auswertung der Nationalen Krebsregistrierungsstelle (NKRS) zeigt, dass Brustkrebs in der Schweiz meist früh erkannt und leitliniengerecht behandelt wird. Es gibt jedoch Handlungsbedarf bei den gesetzlichen Screening-Programmen, im Rahmen derer Frauen ab 50 alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen werden. Die Kosten für die Untersuchung werden von den Krankenkassen übernommen. Aktuell wird das Brustkrebs-Screening jedoch nur in 15 Regionen und Kantonen systematisch angeboten. Dabei zeigt die NKRS-Studie einen klaren Nutzen: 64 Prozent der Diagnosen innerhalb der kantonalen Programme erfolgen im frühesten Stadium, ausserhalb der Programme sind es nur 44 Prozent. Es wäre laut Fachleuten daher wünschenswert, dass in Zukunft alle Frauen in der Schweiz Zugang zu einer strukturierten, kostenlosen Früherkennung hätten. Informationen zu Brustkrebs und Früherkennung: www.krebsliga.ch/brustkrebs
Mehr als 100’000 Frauen in der Schweiz sind von Brustkrebs betroffen.
U N T E R N E H M E NSBE I T R AG
Die optimale Behandlung von Brustkrebs Das zertifizierte Brustzentrum des Kantonsspitals St.Gallen behandelt interdisziplinär und bietet alles «unter einem Dach» an. und die Gewebeentnahme. Anschliessend werden Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose zu sichern, das Rückfallrisiko abzuschätzen und die Möglichkeit individueller Therapien zu klären. Alle Ergebnisse werden an einem Tumorboard mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen besprochen. Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Frauen in der Schweiz. Auch wenn die Erkrankung hauptsächlich im höheren Alter vorkommt, können auch in seltenen Fällen sehr junge Patientinnen betroffen sein. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Für die optimale Behandlung ist eine enge Zusammenarbeit von vielen unterschiedlichen Fachdisziplinen und Berufsgruppen wichtig. Exakte Diagnostik
Erste Schritte in der Abklärung einer verdächtigen Veränderung sind die Bildgebung
Moderne Behandlung
In den meisten Fällen ist eine brusterhaltende Operation möglich. Für ein optimales kosmetisches Ergebnis verfügen unsere Brustchirurginnen und -chirurgen über das gesamte Spektrum modernster onkoplastischer Massnahmen. Die Teams aus den Fachbereichen Senologie und Plastische Chirurgie arbeiten eng zusammen und beraten die Patientinnen individuell in der Sprechstunde. Im postoperativen Tumorboard geht es um die weitere Behandlung. Dabei kann es sich um eine Strahlentherapie, eine Chemothe
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rapie, eine Hormontherapie, eine Antikörpertherapie oder eine Immuntherapie handeln. Umfassende Betreuung
Bei Verdacht auf eine genetische Veranlagung bieten wir die Möglichkeit der Beratung in einer Spezialsprechstunde. Speziell geschulte Pflegefachkräfte (Breast Care Nurses) begleiten die Patientinnen über die gesamte Behandlung. Zusätzlich helfen psychoonkologische und integrativmedizinische Angebote um den persönlichen Weg zur Bewältigung der Erkrankung zu finden. KONTAKT Prof. Dr. med. Jens Huober Chefarzt · HOCH Health Ostschweiz Kantonsspital St.Gallen · Brustzentrum St.Gallen T: +41 (0)71 494 11 77 · www.h-och.ch
Volkskrankheiten
SCHL AFSTÖRUNGEN
Erschöpft trotz ausreichender Nachtruhe Schlechter Schlaf ist weit verbreitet, wird aber häufig unterschätzt. Denn auch wer ausreichend schläft, ist nicht automatisch erholt. Doch wie lässt sich eine schlechte Schlafqualität erkennen?
Damit weist die Schweiz die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa auf. Die direkten und indirekten Kosten belaufen sich auf rund 1’730 Franken pro Person.
TE X T: LENA S TUDER
Was häufig unterschätzt wird, ist die Schlafqualität. Man kann zwar ausreichend lange schlafen, sich am nächsten Morgen aber trotzdem nicht erholt fühlen. Tina Meyer, Geschäftsführerin der Lungenliga Zentralschweiz, beobachtet: «Viele Menschen halten schlechten Schlaf für normal oder nehmen ihn lange nicht ernst.» Hinzu kommt, dass Betroffene häufig über längere Zeit nicht erkennen, dass sie an einer Schlafstörung leiden. Eine einfache Messung kann dabei helfen, erste Hinweise auf Atemstörungen während des Schlafs zu erkennen und die nächsten Schritte für eine medizinische Abklärung zu planen. Eine erste Einschätzung ist heute auch zu Hause möglich – beispielsweise mithilfe des Schlaf-Checks der Lungenliga Zentralschweiz.
Ob Geldsorgen, Ängste, Trauer oder Liebeskummer: Es gibt unzählige Gründe, die uns den Schlaf rauben können. Während die einen Schwierigkeiten beim Einschlafen haben, wachen andere mitten in der Nacht auf und beginnen zu grübeln, sodass an Weiterschlafen kaum zu denken ist. Manche erleben sogar beides. 1,7 Millionen Betroffene
Treten Schlafprobleme nur gelegentlich auf, bleiben sie meist ohne grössere Folgen. Problematisch wird es jedoch, wenn sie sich – etwa aufgrund von Schmerzen oder anderen nicht beeinflussbaren Faktoren wie Schichtarbeit oder hormonellen Veränderungen – chronifizieren und die Gesundheit beeinträchtigen. Denn lang anhaltende Ein- und Durchschlafstörungen können das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen, Fakten über unseren Schlaf darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Demenz • Träume dauern zwischen 5 und und Depressionen. 40 Minuten. Laut dem «Netzwerk Schlaf • Beim Schlafen verbrauchen wir Schweiz» leiden in der Schweiz 60 Kalorien pro Stunde. rund 1,7 Millionen Menschen un• Schnarchen und Träumen ist ter Ein- und Durchschlafproblemen. gleichzeitig nicht möglich. Besonders betroffen sind Frauen • Zusammengenommen träumen und ältere Menschen, jedoch zuMenschen rund sechs Jahre am Stück. nehmend auch jüngere. • Ein Schlafdefizit von 24 Stunden ist Neben den gesundheitlichen vergleichbar mit einem Alkoholpegel Problemen sind auch die finanzivon 1,0 Promille. ellen Folgen erheblich: Wie die im Februar 2026 veröffentlichte Studie • Der Rekord für die längste Zeit «Epidemiology and Economic Burohne Schlaf liegt bei elf Tagen. den of Sleep Disorders in Europe» • Die Rückenlage wird als die beste zeigt, verursachen Schlafstörungen Schlafposition angesehen, da sie im Schweizer Gesundheitswesen Nacken- und Rückenschmerzen und in der Wirtschaft jährlich Kosverhindert. ten von rund 15 Milliarden Franken.
Nicht nur die Schlafdauer zählt
Pneumologische Abklärung
Dabei messen die Betroffenen über ein Screening-Gerät zwei Nächte lang verschiedene für die Beurteilung des Schlafs relevante Vitalwerte. Anschliessend werden die Daten von Schlaf-Pflegefachpersonen ausgewertet. Wichtig zu wissen: Der Schlaf-Check ist zwar ein Screening, ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose. Er liefert aber wertvolle Hinweise darauf, ob weitere Abklärungen, beispielsweise in einer pneumologischen Facharztpraxis, sinnvoll sind. Denn fest steht: Erholsamer Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für körperliche und psychische Gesundheit. Er unterstützt unter anderem das Immunsystem, die Lernfähigkeit und die Konzentration und trägt somit zu unserer Sicherheit und Leistungsfähigkeit im Alltag bei.
Nicht nur wie lange, sondern wie gut wir schlafen, ist entscheidend.
IMPRESSUM Projektleitung: Jens Aagaard, ja@xm-solutions.com Redaktion: Mark Krüger, Tobias Lemser, Lena Winther V.i.s.d.P.: Nadine Effert Chief Operating Officer: Oscar Nyberg, on@xm-solutions.com Fotos: depositfotos, Adobe Stock und die beteiligten Unternehmen
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Volkskrankheiten U N T E R N E H M E NSBE I T R AG
Wenn die Nacht den Tag belastet Schlaflose Nächte kennt jeder. Werden sie zur Regel, kann chronische Insomnie dahinterstecken und Körper wie Psyche belasten. Doch es gibt Wege zurück zu einem erholsamen Schlaf. Eine schlechte Nacht ist noch keine Schlafstörung. Kritisch wird es, wenn die Erholung dauerhaft ausbleibt und die Müdigkeit den Alltag bestimmt. Betroffene fühlen sich häufig gereizt, erschöpft und weniger leistungsfähig. Bei anhaltenden Beschwerden ist es deshalb sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen1. Wenn Schlaf zum Problem wird
Laut dem renommierten Neurologen und Schlafforscher Prof. Dr. med. Ramin Khatami spricht man von chronischen Schlafstörungen (chronischer Insomnie), wenn Einschlaf- und Durchschlafprobleme sowie zu frühes Aufwachen mehrmals pro Woche über mindestens drei Monate auftreten, obwohl es ausreichend Möglichkeiten zum Schlafen gab.2 Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit von chronischen Schlafstörungen zu3, wobei Frauen fast doppelt so häufig betroffen sind wie Männer.4 Dies liegt unter anderem an Schwankungen im Hormonhaushalt, sei es aufgrund des Menstrua tionszyklus, einer Schwangerschaft oder der Menopause. Dies kann sich stark auf die Schlafqualität auswirken.5 Unbehandelt kann chronische Insomnie die Lebensqualität stark beeinträchtigen und langfristig mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Depressionen und Demenz einhergehen.2,3 Guter Schlaf ist deshalb eine wichtige Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Zurück zum erholsamen Schlaf
In der Forschung wird vermutet, dass das Gehirn von Betroffenen nachts überaktiv ist. In Hirnregionen, die eigentlich im Schlafmodus wären, findet stattdessen ein Gedankenkarussell statt, wodurch das Ein- und/ oder Durchschlafen beeinträchtigt wird.6,7
Chronische Schlafprobleme können die Lebensqualität beeinträchtigen.1,2 (Foto: iStock)
Patientinnen und nicht nur die SchlafGuter Schlaf ist lung Patienten werden mit dauer, sondern auch die dem Ziel behandelt, eine wichtige Basis Schlafqualität und die Tanicht nur länger, sonzu verbessern. für Gesundheit und gesaktivität dern auch besser zu Deshalb gibt es inzwischen schlafen. Ein Weg zu Wohlbefinden. moderne verschreibungsbesserem Schlaf kann pflichtige Therapieoptionen die kognitive Verhaltenstherapie (KVT-I) zur Langzeitbehandlung. sein.8 Sie kann helfen, wieder eine positive Erste Anlaufstelle ist meist die HausärzVerbindung zum Schlaf aufzubauen und tin oder der Hausarzt. Bei Bedarf erfolgt eine das Schlafzimmer als beruhigenden Ort Überweisung an Fachpersonen der Schlafwahrzunehmen. Dafür braucht es neben medizin, Neurologie oder Psychiatrie.11 Zeit, Geduld und eigenem Engagement auch Prof. Dr. med. eine verfügbare Therapeutin oder einen Ramin Khatami, verfügbaren Therapeuten.9 Klinik Barmelweid, Verschreibungspflichtige Medikamente berät das Netzwerk können eine weitere Option sein, wobei Schlaf als Experte. auf die unterschiedliche Wirkungsweise Foto: Klinik Barmelweid zu achten ist. Herkömmliche Medikamente sind oft nur für die Kurzzeitbehandlung geeignet, da Abhängigkeit und erhebliche KONTAKT Nebenwirkungen möglich sind.10 Wichtig ist Idorsia Pharmaceuticals Ltd jedoch, mit einer medikamentösen Behand- idorsia.ch
1 APA (American Psychiatric Association). (2013). Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5th edition: DSM-5). In American Psychiatric Association (editor). DC. 2 Vgl. Roth T. J Clin Sleep Med 2007; 3(5 Suppl): 7–10. 3 Vgl. Riemann D. Ars Medici 2022; 7: 252–255. 4 Vgl. https://www.frauengesundheitsportal.de/themen/gesunder-schlaf/schlafstoerungen/chronische-insomnie/ 5 Vgl. https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/insomnie/hintergrund 6 Vgl. Riemann D et al. Sleep Med Rev 2010; 14(1): 19–31 7 Vgl. https://www.frauengesundheitsportal.de/themen/gesunder-schlaf/schlafstoerungen/chronische-insomnie/ 8 Vgl. Killgore WDS et al. Neuroreport 2013; 24(5): 233–240. 9 Vgl. Anderson K. J Thorac Dis. 2018; 10(Suppl 1): 94–102. 10 Vgl. Madari S et al. Neurotherapeutics. 2021; 18(1): 44–52. CH-DSA-00023 11 Vgl. Heidbreder A. InFo Neurologie + Psychiat rie 2023; 25(5).
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Volkskrankheiten
DIABE TES T YP 2
Auf die richtige Einstellung kommt es an Typ-2-Diabetes und seine Folgeerkrankungen gehören zu den grössten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Einfache Test geben Aufschluss, und moderne Technologien helfen beim Umgang mit der Krankheit. TE X T: M ARK KRÜGER
In der Schweiz leben rund 450’000 Menschen mit einem Typ-2-Diabetes, bei dem die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert oder der Körper es nicht mehr wirksam verwenden kann, um Blutzucker in Energie umzuwandeln. Die Folge ist ein erhöhter Zuckerspiegel. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Übergewicht, Rauchen, Fehlernährung, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie eine genetische Veranlagung. Früher trat dieser Diabetestyp meist erst im fortgeschrittenen Alter auf, heutzutage findet sich die chronisch gestörte Regulation des Insulinspiegels jedoch zunehmend auch bei Jüngeren. Keine Symptome zu Beginn
Diagnostiziert wird der Typ-2-Diabetes zumeist anhand erhöhter Blutzuckerwerte (HbA1c-Wert) – allerdings häufig erst, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Das Problem: Viele Betroffene, genauer gesagt ein Drittel, wissen nichts von ihrer Erkrankung, da sie sich über viele Jahre entwickelt und oftmals lange unerkannt bleibt. Die Folgen einer Nichtbehandlung von dauerhaft erhöhten Zuckerwerten können schwerwiegend sein und reichen von Schäden an Nieren, Nerven und Augen bis hin zu einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in den Füssen. Die diabetische Retinopathie etwa ist die häufigste Ursache für neue Erblindungsfälle bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 74 Jahren in Industrieländern. Das Gute: Folgeerkrankungen lassen sich oft vermeiden, verzögern oder zumindest gut therapieren, wenn sie rechtzeitig behandelt werden. Mehr Lebensqualität dank Innovationen
Trockene Haut, gesteigerter Durst, starker Harndrang – ein Diabetes kann sich mit verschiedenen Symp tomen bemerkbar machen. Wer ein erhöhtes Risiko hat, etwa aufgrund von starkem Übergewicht, sollte seinen Zuckerwert ohnehin regelmässig bestimmen lassen – auch, um bei Vorliegen einer Diabetesvorstufe (Prädiabetes) umgehend gegenzusteuern. Wie hoch das eigene Risiko ist, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken, lässt sich ganz einfach anhand weniger additiv wirkender Routineparameter wie
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Nüchternblutzucker, Alter, Geschlecht und BodyMass-Index (BMI) ermitteln. Das geht aus der im September 2025 im Fachjournal JAMA Network Open publizierten Rochester Epidemiology Project-Studie hervor. Die Untersuchungen von fast 45’000 USamerikanischen Erwachsenen zeigte, dass bereits Nüchternblutzucker-Werte im oberen Normbereich das Diabetesrisiko erhöhen. Kombiniert sich dieser Befund mit Übergewicht, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit. Moderne Therapien
Menschen mit Diabetes leben länger als früher, verbringen dadurch aber mehr Lebenszeit mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Trotz der besseren Behandlungserfolge bleibt die Beeinträchtigung durch Diabetes hoch. Unabhängig vom Diabetestyp setzen derzeitige Therapien die Fähigkeit und Bereitschaft zum kontinuierlichen Selbstmanagement voraus. Vielen Betroffenen eröffnen moderne Technologien wie kontinuierliche Echtzeit-Zuckermessgeräte (rtCGM) und spezielle Apps neue Chancen auf ein selbstbestimmteres Leben. Technische Innovationen und die fortschreitende Digitalisierung bieten ihnen eine individualisierte Therapiemöglichkeit je nach Lebenssituation und können auch zu mehr Bewegung und gesünderem Essen motivieren – neben neuen Erkenntnissen aus der Diabetes-Forschung eine wichtige zusätzliche Unterstützung, vor allem mit Blick auf die zunehmende Verbreitung von Diabetes Typ 2.
HbA1c-Wert: Schon gewusst? • Der HbA1c-Wert gibt Auskunft über den langfristigen Zuckerspiegel, genauer gesagt über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten acht bis zwölf Wochen. • Als Zielwert gelten oft Werte unter 7 Prozent (53 mmol/mol), während Werte über 6,5 Prozent (48 mmol/mol) auf Diabetes hindeuten. • Eine bewusste Ernährung und ausreichend Bewegung können helfen, den HbA1c-Wert zu senken. • Ein regelmässiger Test kann helfen, Diabetes frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Sprechen Sie über Diabetes! Stellen Sie Ihre Fragen beim nächsten Hausarzttermin oder auch in der Apotheke, klären Sie allfällige Symptome ab und handeln Sie frühzeitig.
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Volkskrankheiten U N T E R N E H M E NSBE I T R AG
Diabetes und Augen: Warum Kontrollen so wichtig sind Diabetes kann die Netzhaut schädigen, lange bevor man etwas bemerkt. Worauf Betroffene achten sollten und warum der regelmässige Blick ins Auge bei Diabetes besonders ratsam ist. Dass Diabetes mellitus den Blutzucker beeinflusst, ist bekannt. An die Augen denken dabei aber nur wenige. «Dabei gehört die Zuckerkrankheit zu den häufigsten Ursachen für eine Sehverschlechterung im Erwachsenenalter», sagt PD Dr. med. Andreas Weinberger, Facharzt für Augenheilkunde, spez. Ophthalmochirurgie, FEBO, Leitender Arzt Netzhautchirurgie bei den Pallas Kliniken. Schleichend und lange unbemerkt
Ist der Blutzucker dauerhaft erhöht, verändern sich die feinen Blutgefässe im Körper, auch jene der Netzhaut, die das einfallende Licht in unser Sehen umwandelt. Werden die Gefässe der Netzhaut undicht oder verschliessen sie sich, entstehen Durchblutungsstörungen, die das Sehen auf Dauer bedrohen können. Man spricht dann von diabetischer Retinopathie. «Das Tückische ist: Anfangs spürt man nichts», so Weinberger. Die Erkrankung entwickelt sich oft über Jahre. Zuerst treten winzige Blutungen oder Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut auf, später können Gefässneubildungen, Vernarbungen und Netzhautablösungen folgen – ohne Behandlung bis hin zur Erblindung. «Bei einer Augenkontrolle können wir die Veränderungen aber frühzeitig entdecken.» Nicht nur die Netzhaut
Bei Diabetes kann auch der Graue Star, die Trübung der Augenlinse, früher auftreten. Das Risiko für einen Grünen Star, eine Schädigung des Sehnervs, ist ebenfalls erhöht. Weitere mögliche Folgen der Diabetes-Erkrankung sind trockene Augen, verschwommenes Sehen und wechselnde Brillenwerte aufgrund schwankender Blutzuckerwerte. Behandlungsmöglichkeiten
Die diabetischen Augenveränderungen können in vielen Fällen behandelt werden. Damit es gar nicht erst dazu kommt, ist es sehr wichtig, den Blutzucker gut einzustellen, kombiniert mit regelmässigen Kontrollen von Blutdruck und Cholesterinwerten beim Hausarzt oder Diabetologen. Bei Netzhautveränderungen wie Durchblutungsstörungen oder Wassereinlagerungen (Ödem)
Augen auf bei Diabetes – ohne Kontrolle können mögliche Schädigungen oder Erkrankungen lange unbemerkt bleiben
AUGENKONTROLLE BEI DIABETES
• Neu diagnostizierter Diabetes: sofort zur ersten augenärztlichen Untersuchung • Stabiler Diabetes: jährliche Kontrolle • Typ-1-Diabetes oder schwankende Werte: zunächst halbjährliche Kontrolle • Schwangerschaft: engmaschig, da hormonelle Schwankungen die Gefässe zusätzlich belasten können • Warnsignale: Verschwommene Sicht, plötzliche Flecken, Blitze oder schwarze Schatten sofort abklären lassen
können Laserverfahren oder Medikamente (Anti-VEGF-Therapie) eingesetzt werden. Beeinträchtigen Blutungen oder Narbenzüge das Sehen stark oder ziehen sie an der Netzhaut, wird der Glaskörper teilweise oder vollständig entfernt und durch eine klare Flüssigkeit oder ein Gas ersetzt (Vi trektomie). «Viele dieser Eingriffe sind heute schmerzarm und ambulant möglich», sagt Weinberger. «Entscheidend ist aber, regelmässig zur Augenärztin oder zum Augenarzt zu gehen. Leider sehen wir oft Menschen, die erst kommen, wenn das Sehen schon deutlich eingeschränkt ist.» Mit guter Stoffwechseleinstellung, regelmässigen Kontrollen und rechtzeitiger Behandlung lässt sich das Sehvermögen in vielen Fällen schützen.
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ZUR PERSON PD Dr. med. Andreas Weinberger Facharzt für Augenheilkunde, spez. Ophthalmochirurgie, FEBO Leitender Arzt Netzhautchirurgie Pallas Kliniken T: +41 (0)58 335 00 00 www.pallas-kliniken.ch MEHR INFORMATION Die Pallas Kliniken sind in der Deutschschweiz seit über 30 Jahren auf Augenheilkunde und ästhetische Medizin spezialisiert. Von der ersten Abklärung über die Behandlung bis zur Nachkontrolle begleitet das Familienunternehmen an 17 Standorten jährlich über 150’000 Patientinnen und Patienten in der Schweiz mit unterschiedlichsten Sehbedürfnissen – und mit Fachexpertinnen und -experten für die verschiedensten Gebiete der Augenheilkunde.
Volkskrankheiten
ÜBERGEWICHT
Ein unterschätzter Risikofaktor Immer mehr Menschen haben zu viel auf den Rippen – mit gesundheitlichen Folgen und damit verbundenen hohen volkswirtschaftlichen Kosten. Die neuen Adipositas-Leitlinien empfehlen eine individualisierte Betreuung. TE X T: LENA WINTHER
Die Zahlen sind besorgniserregend: Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) bringen 31 Prozent der Schweizer Bevölkerung über 15 Jahren zu viel auf die Waage, zwölf Prozent leiden an Adipositas, also Fettleibigkeit, die bei einem Body-Mass-Index über 30 vorliegt. Der Anteil adipöser Menschen erhöhte sich in der Schweiz innerhalb von 30 Jahren von fünf Prozent im Jahr 1992 auf zwölf Prozent im Jahr 2022. Ungesunde Ernährung, Überernährung und zu wenig Bewegung gelten als klassische Ursachen für Übergewicht, greifen bei Adipositas jedoch zu kurz. Denn auch die Einnahme bestimmter Medikamente, Grunderkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, eine genetische Veranlagung oder Stress können Auslöser sein. In den neuen Schweizer Leitlinien wird Adipositas daher als chronische, komplexe Erkrankung anerkannt und nicht als Folge mangelnder Disziplin oder falscher Lebensstilentscheidungen. «Die Richtlinien fordern explizit einen empathischen, nicht-stigmatisierenden Ansatz», betont Erstautor Prof. Dr. Philipp Gerber von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung des Universitätsspitals Zürich. Bauchfett im Fokus
Fest steht: Mit jedem Kilo zu viel steigt langfristig das Risiko für zahlreiche Folge- und Begleitkrankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt, bestimmte Tumorerkrankungen wie Brust- und Darmkrebs, Depressionen, Leberverfettung, Arthrose sowie Diabetes mellitus Typ 2. Verheerend ist, dass Übergewicht von vielen Menschen als Risikofaktor unterschätzt wird – etwa im Fall von Krebs. Eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt, dass bis zu 11,5 Prozent aller Krebserkrankungen auf Übergewicht zurückzuführen sind – vor allem das Risiko für Darm-, Brust- und Leberkrebs sei erhöht. Ältere Studien gingen von zwei bis acht Prozent aus. Besonders gefährlich ist das Viszeralfett, also das zwischen den Organen liegende Fettgewebe im freien Bauchraum. Die dort angesammelten Fettzellen sind mehr als ein passiver Speicher für überschüssige Kalorien wie an anderen Körperstellen. Überschüssiges Bauchfett funktioniert wie eine Drüse, die verschiedene Signalmoleküle, sogenannte Adipokine, freisetzt. Diese gelangen über den Blutkreislauf an unterschiedliche Orte im Körper, wo sie andere Stoffwechselprozesse beeinflussen – unter anderem das
Wachstum und die Teilung von Zellen und die Hemmung des programmierten Zelltodes. Die Erkenntnisse aus der Studie böten jedoch auch eine Chance: Mit der Prävention von Adipositas kann somit ein grösserer Beitrag zur Krebsprävention geleistet werden als bislang angenommen. Individuelle Beurteilung wichtig
Zwölf Prozent der Schweizer Bevölkerung sind adipös.
Auch die neuen Schweizer Leitlinien für Adipositas empfehlen, zusätzlich den Taillenumfang und die Körperzusammensetzung zu berücksichtigen, da der BMI allein das Gesundheitsrisiko nicht ausreichend widerspiegelt. Darüber hinaus sollen auch Begleiterkrankungen, die psychische Gesundheit, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität systematisch erfasst werden. Ein reiner Gewichtsverlust ist nicht mehr zentral. Die Leitlinien betonen zudem die Notwendigkeit einer individualisierten Betreuung bestimmter Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise älterer Erwachsener, Kinder oder Schwangerer. Apropos Kinder: Übergewicht sollte von vornherein vermieden werden. Diese Botschaft richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Denn Fakt ist: Neben einer genetischen Veranlagung haben dabei auch Erziehung und erlernte Essgewohnheiten einen Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht. Aktuell ist in der Schweiz jedes zehnte Schulkind übergewichtig.
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Volkskrankheiten I N T E RV I E W
«Es braucht eine langfristige Therapie, die zum Alltag passt» Medikamente können beim Abnehmen helfen, doch nach dem Absetzen kehrt das Gewicht oft zurück. Wann eine Operation sinnvoll ist und was sie langfristig bewirken kann, erläutern Dr. Natascha Potoczna, PD Dr. Tarik Delko und PD Dr. Marko Kraljević. Frau Dr. Potoczna, Claudia M. steht als fiktives Fallbeispiel für viele Menschen mit Adipositas. Können Sie uns diese Patientin kurz vorstellen? Dr. Potoczna: Claudia M. ist 48 Jahre alt, 1,65 Meter gross und wiegt 107 Kilogramm. Ihr Body-Mass-Index, kurz BMI, also das Verhältnis von Gewicht zu Körpergrösse, liegt bei 39. Sie hat Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, eine Fettleber und eine obstruktive Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern. Nach vielen Diäten nimmt sie mit einem Medikament und begleitender Beratung 15 Kilogramm ab. Doch nach drei Jahren endet die Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Sie setzt das Medikament ab und nimmt 13 Kilogramm wieder zu. Mit 105 Kilogramm und einem BMI von knapp 39 sucht sie einen Chirurgen auf. Gemeinsam mit dem Behandlungsteam prüft sie, welcher Weg ihre Gesundheit langfristig verbessern kann.
Hunger und senkt seinen Energieverbrauch. Wird ein wirksames Medikament abgesetzt, fällt dessen Unterstützung weg. Die erneute Zunahme ist deshalb kein Beweis für mangelnde Disziplin. Betroffene brauchen eine langfristige Behandlung, die zu ihrem Alltag passt, und eine Begleitung ohne Schuldzuweisungen. Was gehört zu einer Behandlung ohne Operation? Dr. Potoczna: Die Basis sind eine angepasste Ernährung, Bewegung und die Arbeit an Gewohnheiten. Während Ernährungsberatung hilft, sättigende Mahlzeiten zusammenzustellen, unterstützt Krafttraining den Erhalt der Muskulatur. Bei emotionalem Essen kann dagegen eine Verhaltenstherapie helfen. Diese Massnahmen können durch Medikamente ergänzt werden.
Warum nehmen viele Menschen nach einer erfolgreichen Behandlung wieder zu? Dr. Potoczna: Adipositas ist eine chronische Erkrankung. Veranlagung, Hormone, Stoffwechsel und Lebensumstände spielen zusammen. Auch Schlafmangel, Stress und das ständig verfügbare Nahrungsangebot beeinflussen das Gewicht. Nach einer Gewichtsabnahme verstärkt der Körper häufig den
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Wie wirken diese Medikamente? Dr. Potoczna: Die Wirkstoffe Semaglutid und Tirzepatid ahmen körpereigene Hormonsignale nach. Sie vermindern Hunger, fördern die Sättigung und unterstützen die Blutzuckerkontrolle. Semaglutid wirkt über den Signalweg des Darmhormons GLP-1, Tirzepatid zusätzlich über GIP. In einer Vergleichsstudie verloren Erwachsene ohne Diabetes nach 72 Wochen im Mittel rund 14 beziehungsweise 20 Prozent ihres Ausgangsgewichts. Einzelne Menschen nehmen weniger oder mehr ab. Auch Blutdruck, Blutfette und Blutzucker können sich bessern. Wo liegen die Grenzen einer Behandlung mit diesen Medikamenten? Dr. Potoczna: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung können auftreten und zum Therapieabbruch führen. Deshalb steigern wir die Dosis schrittweise und überprüfen Wirkung und Verträglichkeit regelmässig. Eine Spritze ersetzt weder die begleitende Beratung noch Bewegung. Häufig braucht es eine langfristige Behandlung, denn nach dem Absetzen nimmt das Gewicht in vielen Fällen wieder zu. Die reguläre Kostenübernahme für Medikamente zur Gewichtsregulierung ist in der Schweiz unter festgelegten Voraussetzungen auf insgesamt maximal drei Jahre begrenzt. Die weitere Behandlung und ihre Finanzierung sollten deshalb rechtzeitig besprochen werden.
Volkskrankheiten
Ist bei Claudia M. eine chirurgische Beratung sinnvoll? Dr. Delko: Bei ihrem BMI und den Begleiterkrankungen auf jeden Fall. Sie wäre auch früher möglich gewesen. Entscheidend sind der bisherige Verlauf, die gesundheitlichen Risiken und die Einschränkungen im Alltag. Ein Medikament kann helfen, ohne langfristig eine ausreichende Lösung zu bieten. Dass die Vergütung endet, ist allein aber kein Grund für eine Operation. Wir prüfen die medizinische Indikation, besprechen Alternativen und wägen Nutzen und Risiken gemeinsam ab. Die Beratung verpflichtet zu keinem Eingriff. Niemand muss vorher jede verfügbare Spritze ausprobieren. Welche Operationsverfahren gibt es? Dr. Delko: Am häufigsten führen wir einen Schlauchmagen oder einen Roux-enY-Magenbypass durch. Beim Schlauchmagen wird ein grosser Teil des Magens entfernt. Zurück bleibt ein schmaler Magen, der weniger Nahrung aufnehmen kann. Beim Magenbypass bilden wir eine kleine Magentasche und verbinden sie direkt mit dem Dünndarm. Die Nahrung umgeht den übrigen Magen und den ersten Dünndarmabschnitt. Der Restmagen bleibt im Körper. Was bewirkt eine solche Operation über die Gewichtsabnahme hinaus? Dr. Kraljevic’: Eine solche Operation beeinflusst auch den Stoffwechsel. Deshalb sprechen wir von metabolischer Chirurgie. Beim Schlauchmagen wird unter anderem Gewebe entfernt, das das Hungerhormon Ghrelin bildet. Beim Bypass gelangt die Nahrung rascher in weiter unten liegende Darmabschnitte. Bestimmte Darmhormone wie GLP-1 werden dadurch stärker ausgeschüttet. Ein Typ-2-Diabetes kann sich deshalb schon bessern, bevor viel Gewicht verloren wurde. Die Wirkung geht über kleinere Portionen hinaus. Claudia entscheidet sich nach der Abklärung und Beratung für einen Roux-en-Y-Magenbypass. Welche Operation geeignet ist, wird für jede Person individuell beurteilt. Wie dauerhaft ist der Gewichtsverlust? Dr. Kraljevic’: Für die Operation liegen Erfahrungen über Jahrzehnte vor. In einer Langzeitstudie lag das Gewicht zehn Jahre nach einem Schlauchmagen im Mittel rund 23 Prozent und nach einem Magenbypass rund 27 Prozent unter dem Ausgangswert. Ein Teil des verlorenen Gewichts kann dennoch zurückkehren. Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Schlafapnoe und Fettleber können sich deutlich bessern oder
in Remission gehen. Eine lebenslange Heilung ist damit nicht garantiert.
IM INTERVIEW
Wie sicher sind die Eingriffe? Dr. Delko: Wir operieren zumeist über kleine Hautschnitte, teilweise mit robotischer Unterstützung. Risiken bleiben: Blutungen, undichte Nahtstellen und Thrombosen sind möglich, schwere Verläufe jedoch selten. Später können beispielsweise Reflux, Darmprobleme oder Nährstoffmängel auftreten. Diese Risiken gehören in jedes Aufklärungsgespräch. Was braucht es nach der Operation? Dr. Potoczna: Eine lebenslange Nachsorge mit regelmässigen Blutkontrollen, ausreichend Eiweiss und passenden Vita min- und Mineralstoffpräparaten. Auch Bewegung, Essverhalten und seelisches Wohlbefinden bleiben wichtig. Medikamente und eine nächtliche Atemtherapie werden erst nach ärztlicher Kontrolle reduziert oder abgesetzt. Spritze oder Operation – wie wird die Entscheidung getroffen? Dr. Kraljevic’: Neben dem BMI zählen Begleiterkrankungen, bisherige Therapien und persönliche Wünsche. Bei starkem Reflux, also dem Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, bevorzugen wir häufig einen Magenbypass. Ein Schlauchmagen kann den Reflux verstärken. Auch ein Diabetes beeinflusst die Wahl. Dr. Delko: Nicht jede Adipositas muss operiert werden. Bei schwerer Adipositas sollte eine metabolische Operation aber frühzeitig mitgedacht werden. Dr. Potoczna: Medikamente und Operation können sich ergänzen, etwa bei erneuter Gewichtszunahme nach einem Eingriff. Die Kostenübernahme muss dabei gesondert geklärt werden. Ernährung, Bewegung und Nachsorge bleiben die Basis. Internistische und chirurgische Betreuung greifen ineinander, denn unser Ziel ist, die Gesundheit langfristig zu verbessern. Und wie geht es Claudia M. nach ihrer OP? Dr. Potoczna: Nach dem Roux-en-YMagenbypass erreicht sie ein Gewicht von 71 Kilogramm, entsprechend einem BMI von 26. Nicht nur ihr Gewicht bleibt im weiteren Verlauf stabil, auch Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Fettleber und Schlafapnoe sind in Remission. Dennoch bleibt sie in regelmässiger Nachsorge.
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PD Dr. med. Tarik Delko Facharzt für Chirurgie spez. Viszeralchirurgie, EBSQ Endokrine Chirurgie Chirurgie Zentrum St. Anna
PD Dr. med. Marko Kraljevic Facharzt für Chirurgie spez. Viszeralchirurgie Chirurgie Zentrum St. Anna Chirurgie Zentrum St. Anna Ärztehaus Lützelmatt 1 Lützelmattstrasse 1 · 6006 Luzern www.chirurgie-stanna.ch
Dr. med. Natascha Potoczna Europäisch zertifizierte Adipositas-Spezialistin (SCOPE) Stoffwechselpraxis Zentralschweiz AG www.stoffwechselpraxis.ch
Volkskrankheiten
REHABILITATION
Strukturelle Verankerung wichtig Rehabilitation soll helfen, die Folgen einer Erkrankung im Alltag möglichst abzumildern und eine Pflegebedürftigkeit abzuwenden. Ein aktueller Policy Brief der Universität Luzern zeigt Lücken auf. TE X T: M ARK KRÜGER
Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Rehabilitation ein zentraler Bestandteil eines leistungsfähigen Gesundheitssystems. Sie trägt dazu bei, die Funktionsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe von Menschen zu erhalten oder zu verbessern – sei es nach einem Unfall, nach einer Krankheit oder aufgrund einer chronischen Erkrankung. Gut koordinierte Rehabilitationsangebote reduzieren Pflegebedürftigkeit, unterstützen die Rückkehr in die Arbeitswelt und senken langfristig die Gesundheitskosten. Chancen nutzen
Reha ist weit mehr als Kranken gymnastik.
Zwar hat die Schweiz mit der Annahme der Resolution zur Stärkung der Rehabilitation im Rahmen der World Health Assembly im Jahr 2023 die Bedeutung der Reha offiziell anerkannt. Dennoch ist sie in der Gesundheitspolitik und in nationalen Gesundheitsstrategien
bislang nicht ausreichend verankert. Eine aktuelle Stakeholder-Umfrage der Universität Luzern, die im September 2026 veröffentlicht wurde, zeigt: Es fehlt an politischer Sichtbarkeit und Priorisierung, das System ist stark fragmentiert, und es bestehen deutliche Kapazitätsengpässe, etwa durch Fachkräftemangel, fehlende gemeindenahe Angebote und unzureichend koordinierte Versorgungsketten. Auf diesen Aspekten basierend haben die Forschenden 22 Handlungsempfehlungen für die Gesundheitspolitik erarbeitet. Der Policy Brief soll den Dialog über die Weiterentwicklung der Rehabilitation in der Schweiz fördern. Das ist auch notwendig, denn der Bedarf an Rehabilitation wird in Zukunft aufgrund einer alternden Bevölkerung, der wachsenden Belastung durch chronische Erkrankungen und zunehmenden Lebensjahren mit gesundheitlichen Einschränkungen erwartungsgemäss weiter ansteigen. Bereits heute lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung mit mindestens einer chronischen Erkrankung.
U N T E R N E H M E NSBE I T R AG
Mit starkem Herzen zurück ins Leben Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten der Schweiz. Nach Herzinfarkt oder Operation entscheidet die Rehabilitation mit, wie gut der Weg zurück in den Alltag gelingt. Ereignisses zu senken. Direkt am Untersee begleitet ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Kardiologie, Pflege, Physio- und Sporttherapie sowie Ernährungsberatung die Patientinnen und Patienten. Nach der Diagnostik entsteht ein individuelles Reha bilitationsprogramm. Drei Säulen
Ein Herzinfarkt, eine Bypass-Operation oder eine neue Herzklappe können das Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Plötzlich ist vieles nicht mehr selbstverständlich. Wie viel darf ich meinem Herzen zumuten? Was muss ich verändern? Kann ich meinem Körper wieder vertrauen? Hier setzt die kardiale Rehabilitation der Klinik Schloss Mammern an. Ziel ist es, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, die Leistungsfähigkeit zurückzugewinnen und das Risiko eines erneuten
Im Mittelpunkt stehen drei Säulen. Das körperliche Aufbautraining umfasst Ergometertraining, Wassergymnastik, medizinische Trainingstherapie und überwachte Spaziergänge. Dazu kommen Beratung und Unterstützung bei Lebensstil und Risikofaktoren – etwa bei Blutdruck, Diabetes, Ernährung, Rauchstopp und Medikamenteneinstellung. Die psychosoziale Unterstützung hilft, Ängste und Verunsicherung abzubauen, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen und wieder Sicherheit zu finden.
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«Wir wollen nicht nur das Herz stabilisieren, sondern unseren Patienten das Vertrauen in den eigenen Körper zurückgeben», sagt Chefarzt PD Dr. med. Holger Hass. «Wer versteht, was sein Herz braucht, kann einem erneuten Ereignis aktiv vorbeugen.» In einer einzigartigen Kombination aus medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Fachkompetenz gewährleistet die Klinik Schloss Mammern die bestmögliche Genesung mit dem Ziel: «Zurück zur Gesundheit». KONTAKT Klinik Schloss Mammern Dr. A. O. Fleisch-Strasse 3 · 8265 Mammern T: +41 (0)52 742 11 11 E: mail@klinik-schloss-mammern.ch www.klinik-schloss-mammern.ch
Volkskrankheiten I M GE SPR ÄC H
«Wichtig ist, dass man überhaupt anfängt» Stillstand ist nicht ihr Ding: Monika Fasnacht liebt Bewegung. Die Schweizer Moderatorin erzählt, welche kleinen Routinen sie im Alltag fit und aktiv halten. Frau Fasnacht, was bedeutet «aktiv sein» für Sie persönlich? Das ist für mich eine Lebenseinstellung. Ich bin ein absoluter Bewegungsmensch und muss immer ein bisschen auf den Beinen sein. Wenn ich zu viel herumsitze, fühle ich mich nicht wohl. Ich bin nicht der Typ, der gerne den ganzen Tag auf dem Sofa liegt. Was tun Sie ganz konkret, um sich fit und wohlzufühlen? Ich bin viel mit meinem Hund unterwegs. Zudem habe ich einen Schrittzähler und achte darauf, mindestens 10’000 Schritte am Tag zu machen. Im September waren es sogar rund 14’500. Wenn ich abends merke, dass ich noch nicht am Ziel bin, gehe ich eben noch eine Runde. Was ist Ihnen heute für ein gesundes Leben wichtiger als früher? Ich habe mich schon immer gerne bewegt. Früher ist das oft ganz selbstver-
ständlich passiert. Heute mache ich das bewusster und denke mehr darüber nach, wie ich möglichst lange fit bleiben kann. Gerade wenn man älter wird, ist es wichtig, nicht bequem zu werden.
überhaupt anfängt. Danach darf man sich etwas Gutes tun – einen Kaffee trinken oder in Ruhe die Zeitung lesen. Wenn man sich diese kleine Belohnung vorher vornimmt, fällt es leichter, dranzubleiben.
Auf welche kleine Alltagsgewohnheit möchten Sie nicht mehr verzichten? Jeden Morgen nehme ich mir zehn bis zwanzig Minuten für einfache Übungen. Ich mache etwas für Bauch und Beine. Es geht nicht darum, ein grosses Trainingsprogramm zu absolvieren, sondern den Körper nach der Nacht wieder in Schwung zu bringen. Das tut mir körperlich und mental gut. Was hilft Ihnen, auch bei fehlender Motivation dranzubleiben? Ich mache die Übungen bewusst am Morgen. Wenn der Alltag begonnen hat, kommt schnell der Gedanke: «Das mache ich später.» Und plötzlich ist Abend. Morgens ist man noch frisch. Wichtig ist, dass man
ZUR PERSON Monika Fasnacht ist ehemalige Sportmoderatorin und heute als TV-Jasserin bei Tele Top aktiv. Seit 2010 verbindet sie ihre Leidenschaft für Hunde mit ihrer Arbeit als ausgebildete D.O.G.S. Coach I.
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konnte mit meinen lockeren Zähnen kaum Leute und fühlte mich zunehmend isoliert bereut. Mit meinen festen, schönen Zähnen noch essen. Die Entzündungen bereiteten mir und depressiv. Als ich dann durch meine habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl, chronische Schmerzen und ich musste regelTochter von der Esther All-On-Four-Methode er-aus Thun: fühle mich viel jünger und selbstbewusster. Ein Fall aus unserer Praxis – Frau Burckhardt, 68 Jahre, mässig starke Schmerztabletten nehmen. Aus fuhr, schöpfte Zähne Undabstosich kann wieder unbeschwert „Ich litt an fortgeschrittener Parodontitisich und Hoffnung. immer vor mirFeste hergeschoben. Mit meinen raffte ich mich dann zur Totalsanierungessen, in Vollkonnte mitund meinen lockeren Zähnen kaumbisher noch senden Zähnen traute ich mich am Ende garich nichtwill.» narkose auf. Ich habe meinen Entschluss, mein Angst vor schmerzhaften Operationen sofort, das war nur ein Wunschtraum was essen. Die Entzündungen bereiteten mir chro- mehr unter die Leute und fühlte mich zunehmend Zahnproblem ein für alle Mal zu lösen, nicht eine nische Schmerzen und ich musste regelmässig starke Schmerztabletten nehmen. Aus Angst vor schmerzhaften Operationen und langwierigen Behandlungen hatte ich das Thema Implantate
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Vorträge von Dr.Thema Markus Schulte Themaan„Feste Zähne an einem Tag” Öffentliche Vorträge von Dr.Öffentliche Markus Schulte zum «Festezum Zähne einem Tag» in Luzern: Ort: Luzern 37, 6003 Montag, 26. Oktober 2020, 19.00 Uhr Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse Luzern
Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern
Luzern Termine: Montag, 19. Oktober 2026, 19.00 Uhr Montag, 30. November 2026, 19.00 Uhr
Montag, 23. November 2020, 19.00 Uhr Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern
Aufgrund unseres Corona-Schutzkonzeptes ist die Anzahl der verfügbaren Plätze beschränkt. Bitte bringen Sie zum Vortrag Ihre Schutzmaske mit.
Anmeldung erbeten unter T: +41 (0)41 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch
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Dr. med. dent. Markus Schulte Autor: med.Spezialist dent. Markus Schulte ist Zahnarzt Dr. und für Oralchirurgie ist Zahnarzt und Spezialist Praxisklinik: für Oralchirurgie. Zahnarzt Team Luzern Praxisklinik: Zahnarzt Team Winkelriedstrasse 37 Luzern Winkelriedstrasse 37 6003 Luzern6003 Luzern Tel.: 041 21058 58 58 T: +41 (0)41 210 58 Ausführliche Ausführliche Informationen: Informationen www.ztlu.chunter www.ztlu.ch