2025 FINANZBERICHT
Impressum
Herausgeberin
WWZ AG
Chollerstrasse 24 6301 Zug wwz.ch
Design/Realisation
Brand Leadership Circle
Sennweidstrasse 35 6312 Steinhausen
Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.
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Impressum
Herausgeberin
WWZ AG
Chollerstrasse 24 6301 Zug wwz.ch
Design/Realisation
Brand Leadership Circle
Sennweidstrasse 35 6312 Steinhausen
Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.
4 Kennzahlen
7 VRP und CEO im Gespräch
11 Verwaltungsräte und Geschäftsleitung
12 Das Geschäftsjahr 2025
15 Konzernrechnung
16 Konsolidierte Erfolgsrechnung
17 Konsolidierte Bilanz
18 Konsolidierte Geldflussrechnung
19 Konsolidierter Eigenkapitalnachweis
20 Anhang zur Konzernrechnung
38 Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung
45 Jahresrechnung
46 Erfolgsrechnung
47 Bilanz
48 Anhang zur Jahresrechnung
50 Erläuterungen zu Positionen der Jahresrechnung
53 Antrag zur Verwendung des Bilanzgewinns
54 Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung
in Mio. CHF 2025 2024 +/–
Erfolgsrechnung
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
312,3 299,4 4,3 %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 90,5 105,1 –13,9 %
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
31,7 45,4 –30,2 %
Finanzergebnis 8,0 12,9 –38,0 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 41,1 59,6 –31,0 %
Konzerngewinn 35,3 51,7 –31,7 %
Bilanz
Bilanzsumme 1’388,2 1’366,2 1,6 %
Umlaufvermögen 397,3 406,4 –2,2 %
Anlagevermögen 990,9 959,8 3,2 %
Fremdkapital inkl. Rückstellungen 408,2 398,8 2,4 %
Eigenkapital
Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
Geldflussrechnung
Geldfluss aus Geschäftstätigkeit 99,7
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit -22,2 80,7 -
Veränderung der flüssigen Mittel -20,3 18,2Angaben je Aktie
Nennwert per Ende Jahr 10 10 -
Aktienkurs per Ende Jahr
Gesamtrendite (Kursveränderung und Dividende)
Anzahl Mitarbeitende 564 537 27 * Dividende für das vorhergehende Geschäftsjahr
Nettoerlös nach Geschäftsbereich
Übrige und Konsolidierung 1,3 %
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen in Mio. CHF
312,3 +4,3 %
Eigenkapitalquote
70,6 %
Aktienkurs und Dividende
Dividendenempfehlung an Generalversammlung 2026: 40 Franken
Aktienkurs per Ende Jahr in CHF Dividende für das vorhergehende Geschäftsjahr in CHF
Strom
Absatz (Mio. kWh)
Verbrauch im Netzgebiet (Mio. kWh)
Energieerzeugung
Lokale Produktion (Mio. kWh)
Elektromobilität
Von WWZ betriebene Ladepunkte
Gas
Absatz (Mio. kWh)
Verbrauch im Netzgebiet (Mio. kWh)
Wärme und Kälte
Absatz (Mio. kWh)
Telekom
Anzahl Anschlüsse*
Anzahl Telekomdienste*
Wasser
–2,1 %
0,0 %
1,9 %
–4,0 %
–1,3 %
Bereitstellung (Mio. m3) 6,90 6,82 1,2 %
Abgabe (Mio. m3) 5,68 5,86 –3,1 %
* Inkl. sasag Kabelkommunikation AG
«Mit unserer Wachstumsstrategie befinden wir uns auf Kurs»
Verwaltungsratspräsident
Frank Boller und CEO Andreas Ronchetti Salomon ziehen
Bilanz: WWZ hat 2025 ein stabiles operatives Ergebnis erzielt und die Wachstumsstrategie konsequent vorangetrieben. Im Gespräch erläutern sie, wie WWZ die Energiewende mitgestaltet, wo die Gruppe investiert – und warum sie aus einer Position der Stärke heraus handelt.
Herr Ronchetti, wenn Sie auf das letzte Jahr zurückblicken: Was waren Ihre Highlights?
Ronchetti: An erster Stelle steht für mich immer die Versorgungssicherheit unserer Kundinnen und Kunden - und dass unsere Mitarbeitenden unfallfrei arbeiten. Operativ war die Lancierung unserer neuen Telekommarke «Blizz» ein Meilenstein. Die erfolgreiche Migration von 120'000 Produkten bei 45'000 Kundinnen und Kunden reduziert unsere Beschaffungskosten nachhaltig.
Sehr erfreulich sind auch die sehr tiefen Strompreise, die wir für 2026 unseren Kundinnen und Kunden anbieten können. Sie gehören schweizweit zu den tiefsten. Günstige Energie ist entscheidend für die positive Entwicklung der Volkswirtschaft.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsjahr 2025?
Ronchetti: Es freut mich, dass wir im letzten Jahr erneut ein stabiles operatives Ergebnis erzielt haben. So schreitet der Ausbau des Fernwärmenetzes planmässig voran. Die Nachfrage blieb auch 2025 hoch. Wir konnten viele neue Kundinnen und Kunden gewinnen. Der Absatz stieg um 32 Prozent und den Umsatz konnten wir markant steigern. Im vergangenen Jahr haben wir zudem neue Aktionäre und Investoren gewonnen,

«Sehr erfreulich sind die sehr tiefen Strompreise, die wir für 2026 unseren Kundinnen und Kunden anbieten können. Sie gehören schweizweit zu den tiefsten.»
Andreas Ronchetti Salomon CEO
und auch der Aktienkurs ist gestiegen. Mit unserer Wachstumsstrategie befinden wir uns auf Kurs, was sich in den nächsten Jahren weiter positiv auf das operative Ergebnis auswirken dürfte.
Die Energiebranche verändert sich rasant. Wo spüren Kundinnen und Kunden das?
Ronchetti: Der zunehmende Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion führt zu stärkeren Schwankungen bei Strom
mengen, Marktpreisen und Lastspitzen im Netz. Dadurch steigt der Bedarf an Ausgleichsmassnahmen sowie an gezielten Anreizen zur Reduktion von Spitzenlasten. Die Vergütung für die Rückspeisung von selbst produziertem Photovoltaikstrom ist neu saisonal unterschiedlich: Im Sommer fällt sie aufgrund von Stromüberschüssen tiefer aus, im Winter hingegen ist sie bei Stromknappheit höher. Wir bewegen uns also weg von fixen Jahrestarifen hin zu einem dynamischen Modell.
Reagieren Kunden auf dynamische Tarifanreize, profitieren sie von tieferen Netz- und Energiekosten. Plant WWZ die Einführung dieses Systems?
Ronchetti: Dynamische Tarife bedeuten im 15MinutenTakt an die Marktverhältnisse angepasste Kundenpreise. Sie können helfen, Schwankungen auszugleichen und Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen. Pilotprojekte anderer Energieversorgungsunternehmen (EVU) liefern hierzu wichtige Erkenntnisse. Wir bereiten uns vor, funktionierende Modelle optional anzubieten.
2025 stagnierte der Photovoltaikausbau in Europa. Gilt das auch im Versorgungsgebiet von WWZ?
Boller: Nein, 2025 wurden in unserem Versorgungsgebiet weitere Phot ovoltaikanlagen gebaut. Wir reden von einem Anstieg von rund 7 Prozent. Die Photovoltaikproduktion ist in der aktuellen Energiestrategie der Schweiz ein entscheidendes Element. Die Ausbauziele zur Deckung des Strombedarfs, insbesondere nach einem Ausstieg aus der Kernenergie, sind hoch. Denn im Winter wird die Versorgungslücke immer grösser. Gerade die Photovoltaik liefert heute schneller zusätzlichen Winterstrom als jede andere Technologie und reduziert bereits messbar die Importabhängigkeit.
Wie ist die Situation im Sommer?
Boller: Viele Kundinnen und Kunden produzieren im Sommer mehr Strom, als sie nutzen können – und die Vergütung sinkt, wenn sie diesen ins Netz einspeisen. Das hat das Bundesparlament so festgelegt. Die Auslastung der Anlagen lässt sich jedoch optimieren, zum Beispiel mit Batterielösungen und weiteren Flexibili
«Wir profitieren von einer vorausschauenden Finanzpolitik und geniessen ein hohes Vertrauen am Kapitalmarkt – mit AA-Rating, hoher Eigenkapitaldeckung und ausreichender Liquidität.»
Andreas Ronchetti Salomon CEO
tätsprodukten. Weitere Möglichkeiten sind Eigenverbrauchsmodelle wie Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV). In einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft schliessen sich Produzenten, Verbraucher und Speicherbetreiber innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde zusammen, um lokal erzeugten und erneuerbaren Strom gemeinsam zu

nutzen. Bei einem vZEV können Kundinnen und Kunden den mit ihrer Photovoltaikanlage selbst erzeugten Strom gemeinsam mit ihren Nachbarn nutzen. Bei der Wahl der richtigen Lösung unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden gerne.
Welche strategischen Prioritäten setzen Sie 2026/27?
Boller: Wir verfolgen drei strategische Stossrichtungen: Versorgungssicherheit, operationelle Effektivität und Effizienz sowie profitables Wachstum.
Die Versorgungssicherheit im WWZNetz ist heute sehr gut. Mit der fortschreitenden Elektrifizierung sowie dem weiteren Zubau von volatilem Strom aus Photovoltaikanlagen steigen die Anforderungen an das Verteilnetz. Ein Netzausbau ist unumgänglich. Wir tragen die Verantwortung gegenüber unseren Kundinnen und Kunden sowie der gesamten Region Zug, die Kosten dieses Netzausbaus unter Wahrung der Versorgungssicherheit möglichst tief zu halten. Deshalb arbeiten wir intensiv an Massnahmen zur aktiven Steuerung und Optimierung des Netzes: durch Echtzeitdaten, Batteriespeicher zum Abfedern von Spitzen sowie Preisanreize zur Nachfrage- und Rückspeisesteuerung.
Zweitens fokussieren wir stark auf effiziente Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und Kompetenzen sowie gut ausgebildete Mitarbeitende. Und drittens wollen wir profitabel wachsen und unseren Kundinnen und Kunden echten Mehrwert bieten.
Herr Boller, wo investiert WWZ in den kommenden Jahren?
Boller: Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen und müssen uns am Kapitalmarkt refinanzieren. Wir investieren in Projekte, die Nutzen und Mehrwert generieren, und wir beurteilen und gewichten sie laufend neu. In den nächsten Jahren fokussieren wir auf den Ausbau unseres Fernwärmenetzes, auf neue Energiedienstleistungen und auf das
Telekomgeschäft. Diese Bereiche sind wettbewerbsintensiv - entsprechend sorgfältig setzen wir unsere Prioritäten.
Viele Investitionen zahlen sich erst mit Verzögerung aus. Kann WWZ sich das leisten?
Boller: Ja, WWZ ist finanziell sehr gut aufgestellt. Wer Infrastruktur baut, braucht einen langen Atem. Es dauert mehrere Jahre, bis sich Investitionen auszahlen. Zudem ist dieses Geschäft per se kapitalintensiv. Das beste Beispiel ist die Fernwärme: Wir investieren über 350 Millionen Franken in den Bau neuer Netze. Diese liefern dafür über eine Laufzeit von 60 Jahren attraktive Erträge. Unsere Wärmeverbunde entwickeln sich erfreulich, und wir werden sie voraussichtlich schon in wenigen Jahren rentabel betreiben können. Mit der Einführung des Geschäftsbereichs «Markt» stärken wir zudem Kundenorientierung, Verkauf und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Energiewende stellt gewisse Energieversorger vor finanzielle Probleme. Wie ist die Lage bei WWZ? Ronchetti: Wir profitieren von einer vorausschauenden Finanzpolitik. Zudem geniessen wir ein hohes Vertrauen am Kapitalmarkt - mit AA-Rating, hoher Eigenkapitaldeckung und ausreichender Liquidität. Wichtig bleibt, dass Investitionen in die Energiewende wirtschaftlich tragfähig sind. Zu tiefe Renditen führen zu negativen Investitionsanreizen und gefährden die Versorgungssicherheit - hier ist der Gesetzgeber gefordert.
Wärmeverbunde sind ein wichtiges Element der Dekarbonisierung. Mehrere Fernwärmeprojekte wurden 2025 in anderen Kantonen gestoppt, häufig wegen hoher Infrastrukturkosten und zu geringer Rentabilität. Wie entwickeln sich die Fernwärmeverbunde von WWZ?
Ronchetti: Ich kann nicht für die Fernwärmeverbunde anderer Versorger sprechen. Wir investieren nur in Projekte

Frank Boller
mit ausreichender Kapitalrendite, und der Ausbau erfolgt etappenweise. Dabei spielen die Energiedichte und die Anschlussquote eine entscheidende Rolle, ebenso die eingesetzte Primärenergie und die topologischen Rahmenbedingungen. Unsere Fernwärmeprojekte entwickeln sich sehr gut. Sie generieren eine hohe Nachfrage und haben den Umsatz markant gesteigert. Das operative Ergebnis des Bereichs hat sich gegenüber
«Wer Infrastruktur baut, braucht einen langen Atem. Das beste Beispiel ist die Fernwärme: Wir investieren über 350 Millionen Franken über eine Laufzeit von 60 Jahren.»
Frank Boller Präsident des Verwaltungsrats
dem Vorjahr deutlich verbessert. Damit bestätigt sich für uns der eingeschlagene Weg der Wachstumsstrategie.
Wie ist der Stand bei den einzelnen Wärmeverbunden?
Ronchetti: Bis Ende 2026 schliessen wir bei «Circulago» mehrere zentrale Netzabschnitte an, erweitern die Energiezentrale Unterfeld mit einem Batteriespeicher und stärken die Versorgung durch den Vollausbau der Seewasserzentrale. Die Erschliessung der Cluster Gartenstadtplatz, Neustadt, Metalli und LGAreal kommt planmässig voran. Gleichzeitig verbessern wir Steuerung, Redundanz und Analytik des Verbunds und erreichen wichtige Verkaufs und Anschlussziele.
Im Ennetsee haben wir Transportleitungen bis Hünenberg See verlegt. Nun bauen wir das Verteilnetz in die einzelnen Quartiere aus. Ab der Heizperiode 2026/27 schliessen wir dort weitere Liegenschaften an das Fernwärmenetz an und versorgen Kundinnen und Kunden mit erneuerbarer Energie aus der Kehrrichtverbrennungsanlage in Perlen.
Beim Wärmeverbund Steinhausen schliessen wir derzeit den Bau der Energiezentrale ab und treiben die Erschliessung der Quartiere mit nachhaltiger Energie konsequent voran.
Wie kommt die E-Mobilität bei WWZ voran?
Ronchetti: Unsere intelligenten Ladelösungen mit Lademanagement und individueller Abrechnung sind stark gefragt. Der Anstieg lag 2025 bei rund 24 Prozent und wir betreuten 3591 Ladepunkte; 2026 rüsten wir weitere 150 Garagen aus und erreichen damit rund 1'000 Ladepunkte. Diese beachtliche Zahl zeigt unsere Fachexpertise in diesem Bereich.
Bidirektionales Laden von Fahrzeugbatterien gewinnt an Bedeutung. Was plant WWZ?
Boller: Für uns kann bidirektionales Laden eine vielversprechende Option für Flexibilitätsvermarktung sein. Elektrofahrzeuge könnten künftig als dezentrale Speicher dienen und in die Netzsteuerung eingebunden werdenzum Ausgleich von Lastspitzen, zur besseren Integration erneuerbarer Energien und zur Reduktion von Netzausbaukosten. Bidirektionale Ladestationen kosteten lange bis zu 15’000 Franken, doch nun sinken die Preise und immer mehr Fahrzeuge unterstützen die Technologie. Über den Innovationsverein Zug Alliance testen wir verschiedene Anwendungen an drei Arealstandorten im Kanton Zug - etwa beim Schluechthof in Cham, auf dem Papieri Areal und bei der AMAG Zug.
Batteriespeicher gelten als Gamechanger für die Versorgungssicherheit und Flexibilität. Welchen Beitrag erwarten Sie vom geplanten Batteriespeicher Unterfeld?
Ronchetti: Der 2MWBatteriespeicher in der Energiezentrale Unterfeld liefert ab Sommer 2026 einen messbaren Beitrag zur Netzflexibilität und kurzfristigen Versorgungssicherheit - durch Ausgleich von Schwankungen, Unterstützung der Netz
«Wir planen, unsere Telekomprodukte künftig auch ausserhalb unseres bisherigen Versorgungsgebiets anzubieten.»
Frank Boller Präsident des Verwaltungsrats
stabilität und die Bereitstellung systemrelevanter Dienste. Er ersetzt jedoch keine grossen Erzeugungs oder Reservekapazitäten für länger andauernde Engpässe. Seine Stärke liegt im schnellen, präzisen Ausgleich im operativen Netzbetrieb.
Hat WWZ auch Produkte für Privathaushalte?
Boller: Ja. Unsere Tochtergesellschaft Heizungsmacher AG bietet Speicherlösungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser an. Die Nachfrage steigt stetig. Viele Besitzerinnen und Besitzer von Photovoltaikanlagen möchten den erzeugten Strom speichern und später nutzen - etwa abends oder bei geringer Sonneneinstrahlung. In einem sonst stagnierenden Markt wächst die Heizungsmacher AG kontinuierlich und hat dank installierter Lösungen bereits rund 12 Millionen Liter Heizöl eingespart.
Mit Blizz positioniert sich WWZ im Telekommarkt neu. Wofür steht die Marke?
Boller: «Blizz» steht für Zuverlässigkeit, maximale Leistung, beste Unterhaltung und lokale Verbundenheit. «Blizz» ist zwar eine junge Marke, doch dahinter steht unsere Telekomorganisation mit ihrem Knowhow, ihrer Erfahrung und ihrem Enthusiasmus für hervorragende Angebote für unsere Kundinnen und Kunden. 2026 verbessern wir unsere Produkte und Dienstleistungen laufend weiter. Unser Erfolg misst sich an der Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden.
Wie hat sich die Profitabilität des Telekomgeschäfts 2025 entwickelt?
Boller: Erwartungsgemäss. Mit dem Wechsel von «Quickline» zu «Blizz» haben wir die Basis gelegt, um ab 2026 die Profitabilität zu steigern. Sinkende Beschaffungskosten sowie neue Märkte und Kundengruppen werden weiteres Wachstum ermöglichen. Wir planen, unsere Telekomprodukte künftig auch ausserhalb unseres bisherigen Versorgungsgebiets anzubieten. Der Beitrag des Telekomgeschäfts zum Gruppenresultat wird in den nächsten Jahren steigen.
Welches sind die stärksten Argumente, um bei WWZ zu arbeiten?
Ronchetti: WWZ gehört mit über 550 Mitarbeitenden zu den grössten Arbeitgeberinnen der Region. Wir bieten faire, fortschrittliche Anstellungsbedingungen und fördern Flexibilität, Eigenverantwortung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Teilzeitarbeit. Unsere Kultur basiert auf Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Anfang 2025 haben wir unser Personalreglement überarbeitet sowie Lohnsystem, Nebenleistungen und Arbeitszeitregelungen modernisiert. Mit dem «Fair-ON-Pay»-Zertifikat bekennen wir uns zur Lohngleichheit und zu einer fairen Unternehmenskultur. Zudem stärken wir mit dem Programm «Mentale Stärke» und einer anonymen Sozialberatung gezielt die Gesundheit und Resilienz unserer Mitarbeitenden.
Welches ist für Sie der wichtigste Hebel, um die Unternehmensziele 2026 zu erreichen?
Ronchetti: Für mich ist es die Kombination aus klar definierten Zielen, kompetenten Führungsleuten und einer konsequenten Delegation von Verantwortung. Klare Ziele schaffen Orientierung und Fokus, starke Führung sorgt für Umsetzungskraft und Motivation, und echte Verantwortungsdelegation ermöglicht Tempo, Eigeninitiative und unternehmerisches Denken auf allen Ebenen. An diesen Themen arbeiten wir intensiv, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.
Verwaltungsrat WWZ AG
Frank Boller
- Präsident des Verwaltungsrats WWZ AG, WWZ Telekom AG - Verwaltungsrat WWZ Energie AG
Roland Staerkle - Vizepräsident des Verwaltungsrats WWZ AG - Präsident des Verwaltungsrats WWZ Energie AG - Verwaltungsrat WWZ Telekom AG
Arno Grüter 1 - Verwaltungsrat WWZ AG
Beat Huber - Verwaltungsrat WWZ AG, WWZ Energie AG
Walter Lipp - Verwaltungsrat WWZ AG
Urs Raschle 2 - Verwaltungsrat WWZ AG, WWZ Energie AG
Dr. Simone Walther - Verwaltungsrätin WWZ AG, WWZ Telekom AG
André Wicki 2 - Verwaltungsrat WWZ AG
Andreas Widmer - Verwaltungsrat WWZ AG, WWZ Energie AG, WWZ Telekom AG
1 Wurde im Mai 2025 gewählt.
2 Vertreter der Einwohnergemeinde Zug; diese werden vom Stadtrat Zug bestimmt.
Verwaltungsräte Tochtergesellschaften
Markus Koschenz - Verwaltungsrat WWZ Energie AG
Roland Lötscher - Verwaltungsrat WWZ Telekom AG
Frank Zelger - Verwaltungsrat WWZ Telekom AG
Geschäftsleitung
Andreas Ronchetti Salomon - CEO
Philipp Holenstein - CFO
Marcel Fähndrich - Leiter Energie
Jerry Fohringer - Leiter Telekom
Philippe Gattiker - Leiter Netze
Stephanie Rielle La Bella - Leiterin Personal
Stand per 31. Dezember 2025
Stabiles operatives Geschäftsjahr 2025
Insgesamt blickt die WWZ-Gruppe auf ein stabiles operatives Geschäftsjahr zurück. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen beträgt CHF 312,3 Mio. (Vorjahr: CHF 299,4 Mio.). Zum Wachstum trugen die drei Segmente «Elektrizität», «Telekom» und «Übrige» bei. Die Beschaffungskosten erhöhten sich um 16,6 Prozent auf CHF 144,2 Mio., da diese im Vorjahr eine einmalige Kostenminderung von CHF 50,0 Mio. enthielten. Der Bruttoertrag im Geschäftsjahr beträgt CHF 168,1 Mio. Die Betriebskosten stiegen im Berichtsjahr um rund CHF 7,8 Mio. Verantwortlich sind einerseits Einmalkosten für die Umstellung der Telekomprodukte, höhere Kosten für Netze und Arbeiten Dritter, andererseits Investitionen in die ITSicherheit sowie Vorinvestitionen in die Wachstumsfelder. Die Abschreibungen sind mit CHF 58,8 Mio. leicht tiefer als im Vorjahr. Der EBIT reduzierte sich aufgrund des Wegfalls eines Sondereffekts aus dem Vorjahr von CHF 45,4 Mio. auf CHF 31,7 Mio. Der Konzerngewinn der WWZ-Gruppe beträgt CHF 35,3 Mio. (Vorjahr: CHF 51,7 Mio.). Der Beitrag aus den Beteiligungen und Kapitalanlagen führte zu einem positiven Finanzergebnis von CHF 8,0 Mio.
Der Umsatz im Segment Elektrizität war 4 Prozent höher als im Vorjahr. Der Energieabsatz lag mit 665 GWh rund 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei der Rückgang bei den Marktkunden zu verzeichnen war. Der Stromabsatz in der Grundversorgung war 2025 trotz des zunehmenden Eigenverbrauchs von dezentral produziertem Strom durch die Kunden stabil. Im Berichtsjahr entfielen im Segment Elektrizität Einmaleffekte in der Höhe von CHF 13,8 Mio. Der Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen führte zu Mehrkosten auf der Beschaffungsseite von rund CHF 1,0 Mio., regulatorische Effekte minderten das Ergebnis zusätzlich. Dies führte zu einem betrieblichen Ergebnis von CHF 14,4 Mio.
Im Segment Telekom stieg der Nettoerlös um 6 Prozent auf CHF 77,2 Mio. Die Anzahl Services liegen mit 159'751 leicht unter dem Vorjahr. Die Dienste Mobile und TV konnten gesteigert werden, während Festnetz und Internet zurückgingen. WWZ schloss im Telekomgeschäft die Umstellung von rund 120'000 Produkten bei 45'000 Kundinnen und Kunden auf die eigenen Produkte erfolgreich ab und lancierte gleichzeitig die Marke «Blizz». Mit dem Abschluss dieser Umstellung schuf WWZ die Grundlage für eine deutlich höhere Profitabilität in den kommenden Jahren. Die Umstellung der Produkte führte zu Einmalaufwand und belastet das Ergebnis 2025. Das betriebliche Ergebnis beträgt CHF 4,8 Mio. (Vorjahr: CHF 6,3 Mio.).
Im Segment Übrige werden unter anderem die Bereiche Fernwärme, Erdgas und Wasser geführt. Der Nettoerlös stieg gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf CHF 95,6 Mio. Haupttreiber für das Umsatzwachstum war der Zubau von Fernwärme. Die Erlöse aus dem Bereich Gas liegen aufgrund von Tarifsenkungen und tieferen Abgabemengen unter dem Vorjahr. Die Produktionsleistung der Energieerzeugung war aufgrund der geringen Regenfälle tiefer als 2024. Das Wachstum bei der Fernwärme wirkte sich positiv auf das operative Ergebnis aus. Dieses stieg im Segment «Übrige» um CHF 8,1 Mio. auf CHF 9,6 Mio.
Hohe Investitionen in den Fernwärmeausbau und in die Versorgungssicherheit Im Geschäftsjahr 2025 tätigte die WWZ-Gruppe Bruttoinvestitionen in der Höhe von CHF 114 Mio. CHF 15,4 Mio. haben Dritte mitfinanziert. Der überwiegende Anteil dieser Mittel wurde gezielt in die Erweiterung und den Unterhalt der Versorgungsinfrastruktur investiert: in den Ausbau der Energie und Telekommunikationsnetze, die Weiterentwicklung der Wärmeverbunde, den Aufbau des Glasfasernetzes sowie in die Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung.
In den Bereich «Wärme und Kälte» hat das Unternehmen im Berichtsjahr insgesamt CHF 43,8 Mio. investiert. Der Ausbau der Wärmeverbunde Ennetsee und Circulago wurde weiter vorangetrieben. In Steinhausen realisiert WWZ einen neuen Wärmeverbund, der 2026 den Betrieb aufnimmt. Für den Bau der neuen Energiezentrale fielen 2025 Kosten von CHF 10,4 Mio. an.
In der Sparte Elektrizität investierte WWZ CHF 19,8 Mio. in den Ausbau und den Unterhalt der Stromnetze. Aufgrund der steigenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur infolge der zunehmenden dezentralen Stromproduktion erwartet WWZ mittelfristig einen höheren Investitionsbedarf. Im Telekomgeschäft tätigte WWZ Investitionen von insgesamt CHF 26,5 Mio. In den Gemeinden Baar, Steinhausen und Cham wird in Kooperation mit Swisscom ein leistungsfähiges FTTH-Glasfasernetz erstellt und in Betrieb genommen.
Zudem investierte WWZ im Berichtsjahr CHF 9,5 Mio. in den Ausbau und den Unterhalt bestehender Wasserleitungen und damit in eine sichere Trinkwasserversorgung. Die älteren Duktilleitungen erweisen sich als wartungs und störungsanfällig, weshalb auch in diesem Bereich mittelfristig von einem erhöhten Investitionsbedarf auszugehen ist.
Der operative Geldfluss beträgt CHF 99,7 Mio. Die hohen Investitionen konnten vollständig aus den selbst erarbeiteten Mitteln finanziert werden; der Free Cashflow liegt bei CHF 1,8 Mio. Die Sachanlagen betrugen per Abschlussstichtag CHF 852,7 Mio. Die Anlagen sind vollständig mit Eigenkapital gedeckt, das auf CHF 980,0 Mio. anstieg. Die Eigenkapitalquote beträgt 70,6 Prozent. WWZ weist per Stichtag eine Nettofinanzposition von CHF 52,7 Mio. aus. Die Eigenfinanzierung bleibt weiterhin hoch.
Gesamtheitliche Energieoptimierungen
Die Heizungsmacher AG, eine Tochterfirma von WWZ, hat sich in der Schweiz als Anbieterin nachhaltiger Energielösungen etabliert und begleitet seit acht Jahren Eigentümerinnen und Eigentümer beim Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Heizsystemen. Das Unternehmen integriert in enger Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben Wärmepumpen, Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur zu durchdachten Gesamtsystemen. In einem stagnierenden Markt wächst die Heizungsmacher AG kontinuierlich. Durch die installierten Lösungen konnte das Unternehmen bereits rund 12 Millionen Liter Heizöl einsparen und damit einen substanziellen Beitrag zur Energiewende leisten.
Geschäftsbereich Markt und Stärkung der Kundenorientierung
Mit dem neuen Geschäftsbereich Markt schafft WWZ 2026 eine zentrale Schnittstelle zwischen Markt, Kunden und Organisation. WWZ stärkt so die Kundenorientierung sowie den Verkauf und baut die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig aus. Gleichzeitig fokussiert sich der Geschäftsbereich Energie auf die steigenden Anforderungen an integrierte Energielösungen und neue Produkte. Mit der Einführung des Bereichs Markt sowie der klaren Stärkung der Bereiche Energie und Markt richtet WWZ die Organisation konsequent auf Kundennähe, Effizienz und Zukunftsfähigkeit aus.
Ausblick 2026
WWZ erwartet ein stabiles Geschäftsjahr 2026. Im Segment Elektrizität wird mit einem Ergebnis gerechnet, das aufgrund der tieferen regulatorischen Verzinsung und der veränderten Berechnungsvorgaben des Stromversorgungs und Energiegesetzes unter dem Ergebnis 2025 liegen wird. Im Telekomgeschäft hingegen wird sich das Ergebnis aufgrund der Umsetzung der Beschaffungsstrategie deutlich verbessern. Bei der Fernwärme geht WWZ ebenfalls von weiterem Wachstum aus. 2026 erbringt die Energieversorgerin wiederum hohe Vorleistungen für den Wärmeverbund Steinhausen. Mit der kontinuierlich steigenden Auslastung der Energieverbunde erhöht sich die Profitabilität stetig.
Profitables Wachstum erwartet WWZ auch bei Batteriespeicherlösungen und beim Ausbau der Photovoltaikanlagen.

FINANZBERICHT 2025
DER WWZ-GRUPPE

16 Konsolidierte Erfolgsrechnung
17 Konsolidierte Bilanz
18 Konsolidierte Geldflussrechnung
19 Konsolidierter Eigenkapitalnachweis
20 Anhang zur Konzernrechnung
38 Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung
in TCHF
Anhang 2025 2024
Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen 2.1 312’333 299’437
Andere betriebliche Erträge 2.2 14'920 12’786
Aktivierte Eigenleistungen 19’977 19’404
Bestandsänderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen/unverrechnete Lieferungen und Leistungen - 670 1’315
Beschaffung 2.3 -144’195 -123’710
Material und Fremdleistungen -16’154 -13’556
Personalaufwand 5.1 -73’336 - 69’313
Andere betriebliche Aufwendungen - 22’391 - 21’258
Abschreibungen/Wertbeeinträchtigungen auf Sachanlagen 3.1 - 52’835 - 54’956
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen 3.2 - 5’932 - 4’723
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 31'717 45’427
Finanzergebnis 2.4 8'027 12’947
Ordentliches Ergebnis 39’744 58’373
Betriebsfremdes Ergebnis 2.5 1’332 1’274
Ergebnis vor Steuern (EBT) 41’076 59’648
Ertragssteuern 2.6 - 5’766 -7’955
Konzerngewinn 35’310 51’693
Zuordnung des Konzerngewinns
Eigentümer des Mutterunternehmens 30’744 47’716
Minderheiten 4’566 3’977
Gewinn pro Aktie in CHF – unverwässert und verwässert 2.7 62 96
TCHF
Aktiven
Flüssige Mittel 95’172 115’509
Wertschriften
46’761
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.4 26’157 37’964
Sonstige kurzfristige Forderungen
Vorräte und angefangene Arbeiten
Rechnungsabgrenzung
Umlaufvermögen 397’272 406’377 Sachanlagen 3.1 852’658 830’406
Immaterielle Anlagen 3.2 27’730 12’501
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven
Anlagevermögen 990’939 959’841
Total Aktiven 1’388’211 1’366’218
Passiven
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.6 34’463 37’448
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15’587 10’732
Anzahlungen Kunden 12’557 13’661
Kurzfristige Rückstellungen 3.9 19’511 566
Passive Rechnungsabgrenzung 3.8 38’756 33’805
Kurzfristiges Fremdkapital 120’874 96’212
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.2 210’000 210’000
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1’580 1’615
Langfristige Rückstellungen 3.9 75’710 90’948
Langfristiges Fremdkapital 287’290 302’562
Fremdkapital 408’164 398’775
Aktienkapital 5’000 5’000
Kapitalreserven 8’149 8’143
Eigene Kapitalanteile 4.3 -1’277 - 3’147
Gewinnreserven 937’525 927’901
Minderheitsanteile 30’650 29’546
Eigenkapital 980’047 967’443
Total Passiven 1’388’211 1’366’218
in TCHF
Konzerngewinn 35’310 51’693
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagen
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Anlagen
+/- Verluste aus Wertbeeinträchtigungen/Wegfall von Wertbeeinträchtigungen
+/- Einzahlung Arbeitgeberbeitragsreserven
+/- Zunahme/Abnahme von fondsunwirksamen Rückstellungen
14 -
+/- Sonstige fondsunwirksame Aufwendungen/Erträge 3'973 - 2’356
+/- Verluste/Gewinne aus Abgängen des Anlagevermögens
+/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
+/- Abnahme/Zunahme angefangene Arbeiten
+/- Abnahme/Zunahme sonstige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzungen 3.5 / 3.7 -13’356 - 9’250
+/- Anteilige Verluste/Gewinne aus Anwendung der EquityMethode 2.4 / 6.5 -1'717 - 2’772
+/- Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.6 - 2’985 - 6’405
+/- Zunahme/Abnahme andere kurzfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen 3.8 5’146 3’250
Geldfluss aus Geschäftstätigkeit 99'650 130’913
Investitionen Sachanlagen 3.1 -75’388 -72’732
Devestitionen Sachanlagen 3.1 - 1’322
Investitionen Finanzanlagen 3.5 / 4.1 -13’062 -127’941
Devestitionen Finanzanlagen 4.1 10’708 10’085
Investitionen immaterielle Anlagen 3.2 - 21’161 - 6’629
Netto-Mittelabfluss aus Unternehmenskäufen 1.2 / 6.5 -145 -
Erhaltene Dividenden von assoziierten Gesellschaften 2.4 / 6.5 772 2’003
Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand 3.1 379 503
Geldfluss aus Investitionstätigkeit –97'897 –193’390
Dividendenausschüttung an Aktionäre -19’906 -16’414
Dividendenausschüttung an Minderheiten - 3’430 - 3’430
Erwerb eigener Aktien 4.3 -1’619 - 521
Veräusserung eigener Aktien 4.3 2’780 497
Einzahlungen aus Aufnahme von Anleihen 4.2 - 100’552
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit –22’174 80’683
Einfluss aus Währungsumrechnungen 84 13
Veränderung Flüssige Mittel –20’337 18’220
Bestand Flüssige Mittel am 01.01. 115’509 97’289
Bestand Flüssige Mittel am 31.12. 95’172 115’509
in TCHF
Das Aktienkapital ist eingeteilt in 500'000 Namenaktien zu CHF 10 Nennwert. Die nicht ausschüttbaren, statutarischen oder gesetzlichen Reserven betragen CHF 4,207 Mio. (Vorjahr: CHF 4,207 Mio.).
1. Grundsätze der Konzernrechnungslegung / Allgemeine Informationen
1.1. Allgemeines
Die Konzernrechnung der WWZ Gruppe vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie wurde in Übereinstimmung mit dem gesamten Regelwerk der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER, inkl. FER 31 («Ergänzende Fachempfehlungen für kotierte Unternehmen»), erstellt. Die Berichtsperiode der Konzernrechnung entspricht dem Kalenderjahr. Grundsätzlich gelangt für die Bewertung der Aktiven das Anschaffungswertprinzip zur Anwendung, wonach als Bewertungsobergrenze die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder ein allenfalls tieferer Marktwert eingesetzt werden. Davon abweichend werden Wertschriften zu aktuellen Werten bewertet. Es gilt der Grundsatz der Einzelbewertung von Aktiven und Passiven. Bei allen Aktiven wird auf jeden Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen dafür bestehen, dass der Buchwert des Aktivums den erzielbaren Wert (den höheren Wert aus Nettomarktwert und Nutzwert) übersteigt. Liegt eine Wertbeeinträchtigung vor, so wird der Buchwert auf den erzielbaren Wert reduziert, die Wertbeeinträchtigung wird der Erfolgsrechnung belastet. Wenn sich die bei der Ermittlung des erzielbaren Werts berücksichtigten Faktoren massgeblich verbessert haben, wird eine in früheren Berichtsperioden erfasste Wertbeeinträchtigung teilweise oder ganz aufgehoben. Eine Zuschreibung aus (teilweisem) Wegfall einer Wertbeeinträchtigung wird im Periodenergebnis erfasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die für das Verständnis der Konzernrechnung relevant sind, werden im Rahmen der jeweiligen Anhangsangaben erläutert. Die in der Konzernrechnung erfassten Kennzahlen sind gerundet. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in der Konzernrechnung nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.
1.2. Gruppenstruktur
Die WWZ AG (WWZ) als Obergesellschaft der WWZ Gruppe ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Zug. WWZ hält als Holding die Beteiligungen, Liegenschaften und Finanzmittel. Die WWZ Energie AG ist die operative Gesellschaft, in der das Personal angestellt ist. Sie betreibt die Kraftwerke, beschafft Energie und hält die Anlagen und Netze für Energie und Wasser. Die WWZ Telekom AG versorgt verschiedene Gemeinden in den Kantonen Zug, Zürich, Aargau, Luzern, Schwyz und Bern mit Telekomdiensten über ihr eigenes Glasfaserkabelnetz sowie über Partnernetze. Das Unternehmen vertreibt Telekommunikationsprodukte. Diese umfassen digitales Kabelfernsehen, interaktives Fernsehen sowie Breitband-Internet, Festnetz- und Mobiltelefonie. Die sasag Kabelkommunikation AG betreibt das Telekomgeschäft im Kanton Schaffhausen und ist an Netzen im Kanton Thurgau beteiligt. Die Telcom Cablenet AG ist im Bau und Betrieb von Kabelnetzen tätig. Die Heizungsmacher AG ist spezialisiert auf den Ersatz alter Heizungen durch Systeme mit Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, welche digital über eine Plattform angeboten werden. Die Digital Cable Group AG wurde per 15. Dezember 2025 mit total Aktiven von CHF 1,6 Mio. und total Passiven abzüglich des Eigenkapitals von CHF 0,5 Mio. übernommen; sie ist aktiv im Bereich der Signalaufbereitung. Die WWZ Immobilien AG sowie die allthisfuture AG sind derzeit inaktiv und werden als Mantelgesellschaft weitergeführt. Die Multi Energy Zug AG ist ein Joint Venture mit der Metall Zug Gruppe für den Bau und Betrieb des Multi-Energy-Hubs des Tech-Clusters Zug.
1.3. Schlüsselereignisse in der Berichtsperiode
Die Energiemarktpreise haben sich 2025 weiter normalisiert. Durch den Ausfall des Kernkraftwerkes Gösgen musste Ersatzenergie bei Dritten beschafft werden. Das Segment Elektrizität profitierte im Vorjahr von der positiven Beilegung eines Rechtsstreits; daher liegt der Beitrag dieses Segments deutlich unter dem Vorjahr. WWZ baute im Berichtsjahr das Fernwärmenetz weiter aus. Die Nachfrage blieb hoch und es wurden zahlreiche neue Kunden an die Wärmeverbunde angeschlossen. Die Energiezentrale für den dritten grossen Wärmeverbund, jenen von Steinhausen, ist im Bau, die Inbetriebnahme ist auf Ende 2026 geplant. Die Erlöse und das operative Ergebnis konnten deutlich gesteigert werden. Im Telekomgeschäft wurde die Umstellung von rund 120'000 Produkten bei 45'000 Kundinnen und Kunden auf die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen, und gleichzeitig hat WWZ die Marke «Blizz» lanciert. Mit dem Abschluss dieser Umstellung schafft das Unternehmen die Grundlage für eine deutlich höhere Profitabilität in den kommenden Jahren. Aufgrund der Beendigung der Zusammenarbeit mit Quickline wurden die QuicklineAnteile veräussert.
1.4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wurden bis zum 7. April 2026 berücksichtigt. An diesem Datum wurde die Konzernrechnung vom Verwaltungsrat genehmigt.
2. Operative Leistungen
2.1. Segmentinformationen in TCHF Elektrizität Telekom Übrige
Eliminationen / Zentrale Dienste Total Gruppe 2025
2024
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
Betriebliches Ergebnis
Details zum Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen des Segments «Übrige»
in TCHF 2025 2024
Gas 43’074 46’311
Wärme und Kälte 36’352 29’320
Wasser 9’103 11’176
Energieerzeugung 4’220 5’112
Diverse 2’852 2’140
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen - Segment «Übrige» 95’600 94’058
Die Segmentberichterstattung der WWZ erfolgt auf Basis der konzerninternen Organisations und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an die massgebenden Führungsgremien. Die berichtspflichtigen Segmente umfassen die Geschäftsbereiche «Elektrizität», «Telekom» sowie «Übrige». Auf die detaillierte Offenlegung des Segmentergebnisses «Übrige» wird aufgrund von Wettbewerbsnachteilen verzichtet. Die Überleitung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche auf die konsolidierten Zahlen von WWZ erfolgt unter Einbezug der zentralen Dienste und der Konsolidierungseffekte des Konzerns. Die Heizungsmacher AG ist in der Position «Wärme und Kälte» enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Stromerzeugung (Einspeisevergütungssystem, EVS) von CHF 1,2 Mio. (Vorjahr: CHF 1,8 Mio.) werden unter «Energieerzeugung» ausgewiesen.
2.2. Andere betriebliche Erträge
in TCHF 2025 2024
Liegenschaftsertrag 365 319
Dienstleistungen 6’825 4’240
Gewinn aus Veräusserung Anlagevermögen - 173
Übriger betrieblicher Ertrag
7'730 8’053
Total 14'920 12’786
Ansatz und Bewertung
Umsatzerfassung
Umsätze aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn Nutzen und Gefahren aus den verkauften Gütern auf den Kunden übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werdenzu dem Zeitpunkt erfasst, in welchem die Dienstleistung erbracht wurde. Als Umsatz wird jener Betrag erfasst, welcher nach Abzug von Mehrwertsteuern und Erlösminderungen WWZ zufliesst. Für Umsatzabgrenzungen werden auf Basis des bisherigen Verbrauchsverhaltens die zu erwartenden Absatzmengen der einzelnen Kunden simuliert und mit den entsprechenden Preisen bewertet. Es betrifft teilweise Marktpreise (nicht regulierter Bereich) sowie festgesetzte Preise für die Grundversorgung. Die Umsatzerfassung für Projekte erfolgt nach der Completed-Contract-Methode.
2.3. Beschaffung
Die Beschaffungskosten wurden im Jahr 2024 durch die Vergleichszahlung von Alpiq um CHF 50 Mio. gemindert.
2.4. Finanzergebnis
in TCHF
Ertrag aus Finanzanlagen
Zins und Wertschriftenertrag
2025 2024
2’021 1’642
9’581 7’389
Auflösung Wertberichtigungen Finanzanlagen 119 5’411
Finanzertrag 11’720 14’442
Anteil am Ergebnis assoziierter Gesellschaften 1'717 2’272
Zinsaufwand -2’343 -1’412
Kursverluste und übriger Finanzaufwand - 3’067 - 2’296
Wertberichtigungen Finanzanlagen - - 59
Finanzaufwand –5’410 –3’767
Total 8'027 12’947
Aufgrund einer verbesserten Ertragslage bei den Finanzanlagen konnten Wertberichtigungen im Umfang von CHF 0,1 Mio. (Vorjahr: CHF 5,4 Mio.) aufgelöst werden. Der Beitrag der assoziierten
Gesellschaften betrug CHF 1,7 Mio. (Vorjahr: CHF 2,3 Mio.).
2.5. Betriebsfremdes Ergebnis
in TCHF
Ertrag aus Renditeliegenschaften
Betriebsfremder Ertrag
Abschreibungen auf Renditeliegenschaften
Sonstiger Aufwand im Zusammenhang mit Renditeliegenschaften
2025 2024
4’617 4’593
4’617 4’593
-1’900 -1’672
-1’385 -1’647
Betriebsfremder Aufwand –3’285 –3’319
Total 1’332 1’274
2.6. Ertragssteuern
in TCHF
Laufende Steuern
2025 2024
4’809 5’995
Latente Steuern 957 1’960
Total 5’766 7’955
Die latenten Steuern werden zum massgebenden Steuersatz von durchschnittlich 11,74 % (Vorjahr: 11,85 %) berechnet. Dieser Satz gilt nicht für die sasag Kabelkommunikation AG und die QLine Ostschweiz AG. Bei diesen Gesellschaften werden 13,5 % (Vorjahr: 14,0 %) beziehungsweise 13,6 % (Vorjahr: 13,9 %) angewendet.
Angaben zu den ausgewiesenen Ertragssteuern
in TCHF
2025 2024
Ergebnis vor Steuern (EBT) 41’076 59’648
Erwarteter Steuersatz 12,3 % 12,7 %
Erwarteter Steueraufwand 5’066 7’585
Total ausgewiesener Steueraufwand 5’766 7’955
Effektiver Steuersatz der Gruppe 14,0 % 13,3 %
Der Effekt aus der Nichtaktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen beträgt CHF 0,5 Mio. (Vorjahr: CHF 0,2 Mio.).
Ansatz und Bewertung
Laufende Steuern
Laufende Steuern sind wiederkehrende, in der Regel jährliche Gewinnsteuern. Laufende Steuern auf dem Periodenergebnis werden in Übereinstimmung mit den lokalen steuerlichen Gewinnermittlungsvorschriften berechnet und als Aufwand in der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. Der erwartete Steuersatz wird als gewichteter Durchschnitt (basierend auf dem Ergebnis vor Steuern einer jeden Konzerngesellschaft und dem lokal anwendbaren Steuersatz) jährlich neu berechnet. Aus dem laufenden Gewinn geschuldete direkte Steuern werden als passive Rechnungsabgrenzung verbucht.
Latente Steuern
Die Steuereffekte aus zeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und deren Steuerwerten werden als latente Steuern unter den Rückstellungen verbucht. Die latenten Steuern werden in jeder Geschäftsperiode und für jedes Steuersubjekt getrennt ermittelt. Die Berechnung erfolgt gemäss den bei der tatsächlichen Besteuerung anfallenden, geschätzten Steuersätzen. Sofern diese nicht bekannt sind, erfolgt die Berechnung zu den am Bilanzstichtag gültigen Steuersätzen. Die Rückstellung für latente Steuern wird erfolgswirksam geäufnet. Auf die Aktivierung von zukünftigen Steuereinsparungen aus Verlustvorträgen wird verzichtet. Die Nutzung dieser Verlustvorträge wird bei Realisierung erfasst.
2.7. Ergebnis pro Aktie
in TCHF 2025 2024
Gewinn Anteil WWZ-Aktionäre in TCHF 30’744 47’716
Durchschnittliche Anzahl ausstehende Aktien
498’473 497’290
Gewinn pro Aktie in CHF – unverwässert und verwässert 62 96
Es bestehen keine Sachverhalte, die zu einer wesentlichen Verwässerung des Gewinns je Aktie führen.
3. Operative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
3.1. Sachanlagen in TCHF Wasser
Zugänge
Planmässige Abschreibungen
Umbuchungen/ Umgliederungen
Die zu Renditezwecken gehaltenen Sachanlagen umfassen Liegenschaften mit einem Buchwert von CHF 53,2 Mio. (Vorjahr: CHF 52,4 Mio.). Im Berichtsjahr wurden Kostenbeiträge von Dritten in Höhe von CHF 15,4 Mio. (Vorjahr: CHF 15,4 Mio.) als Reduktion der Anlagenzugänge erfasst, wobei es sich bei CHF 0,4 Mio. (Vorjahr: CHF 0,5 Mio.) um Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt. Die Umgliederungen von CHF 1,7 Mio. resultieren aus dem Finanzierungsleasing an die Multi Energy Zug AG. Die Wertbeeinträchtigungen enthalten im Wesentlichen eine Abwertung beim Messwesen von CHF 0,4 Mio., eine Wertberichtigung der Hilfsbrücke im Lorzentobel von CHF 0,2 Mio. sowie eine Herabsetzung bei den Gebäuden von CHF 0,2 Mio.
Ansatz und Bewertung
Sachanlagen
Sachanlagen und Renditeliegenschaften sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmässige, lineare Abschreibungen gemäss geschätzter betriebswirtschaftlicher
Nutzungsdauer je Anlagekategorie, bewertet. Die von Dritten erhaltenen Anschluss- und Netzkostenbeiträge werden vom Anschaffungswert in Abzug gebracht. Sie beinhalten auch Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Anlagekategorie
Nutzungsdauer
Grundstücke bei Wertverminderung
Kraftwerkanlagen
Wärmeerzeugungsanlagen
Gebäude
Speicherungsanlagen (Reservoire usw.)
Transport und Übertragungsanlagen
Verteilanlagen
Fernwirk- und Steuerungsanlagen
Betriebs und Geschäftsausstattungen
Telekomanlagen
Unterhalt und Reparaturen
15 – 40 Jahre, je nach Anlageart und Konzession
25 – 40 Jahre
25 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
15 – 50 Jahre
15 – 40 Jahre
10 – 15 Jahre
3 – 30 Jahre
2 – 30 Jahre
Reparaturen, Unterhalt und die ordentliche Instandhaltung bei Gebäuden und Betriebsanlagen werden direkt über den Aufwand gebucht. Investitionen in Erneuerungen oder Verbesserungen von Anlagen werden aktiviert, wenn sie die Nutzungsdauer wesentlich verlängern oder die ursprüngliche Kapazität erhöhen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden angesetzt, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass WWZ die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und der Wert verlässlich schätzbar ist. Dabei handelt es sich vor allem um Beiträge der Gebäudeversicherung zur Sicherstellung der gesetzlich vorgegebenen Löschwasserreserve in den von WWZ betriebenen Wasserreservoiren sowie um Beiträge zum Bau von bautechnisch erforderlichen Hydranten.
Zuwendungen, welche sich auf einen Vermögenswert beziehen, werden von dessen Buchwert in Abzug gebracht.
Die GoodwillZugänge resultieren aus Käufen von Telekomnetzen. Der Buchwert der Position «EDVSoftware» enthält aktivierte Eigenleistungen mit einem anteiligen Buchwert von CHF 3,8 Mio. (Vorjahr: CHF 1,9 Mio.). Im Berichtsjahr wurden Eigenleistungen im Wert von CHF 3,1 Mio. (Vorjahr: CHF 1,0 Mio.) als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Die ausschliesslichen, uneingeschränkten und unentziehbaren Nutzungsrechte IRU stammen aus dem koordinierten Bau der Glasfasernetze (FTTH) im Telekombereich.
Ansatz und Bewertung
Immaterielle Anlagen
Immaterielle Anlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmässige, lineare Abschreibungen gemäss geschätzter betriebswirtschaftlicher Nutzungsdauer je Anlagekategorie, bewertet. Beim Goodwill liegt diese zwischen fünf und zehn Jahren, bei der EDV-Software zwischen drei und fünf Jahren, bei den Nutzungsrechten IRU entsprechend der Vertragslaufzeit bei 30 Jahren und bei den sonstigen immateriellen Anlagen bei drei bis fünf Jahren. Eigenleistungen im Rahmen von aktivierungsfähigen Software-Projekten werden als Teil der Anschaffungskosten aktiviert.
3.3. Vorräte und angefangene Arbeiten
in TCHF 2025 2024
Materialvorräte 9’070 9’107
Angefangene Arbeiten 3’008 3’816
Wertberichtigung Vorräte - 480 - 225
Total 11’598 12’697
Ansatz und Bewertung
Vorräte und angefangene Arbeiten
Das Material ist zu durchschnittlichen Einstandspreisen bilanziert. Skonti werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Die Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs beziehungsweise Herstellungskosten und Nettomarktwert bewertet. Wertberichtigungen umfassen vor allem Wertverminderungen aus der Anwendung des Niederstwertprinzips. Durch die Gängigkeitsanalysen werden Artikel, die sich über einen längeren Zeitraum nicht bewegen, wertberichtigt. Die angefangenen Arbeiten werden zu Herstellungskosten bewertet.
3.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in TCHF
Gegenüber Dritten
2025 2024
26’450 37’206
Gegenüber assoziierten Gesellschaften 648 1’703
Delkredere - 941 - 945
Total
Ansatz und Bewertung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
26’157 37’964
Forderungen sind zu Nominalwerten nach Abzug von Einzelwertberichtigungen für wahrscheinlich eintretende Debitorenverluste erfasst. Für das allgemeine Bonitätsrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden notwendige Wertberichtigungen (Delkredere) anhand statistischer Erhebungen über das Ausfallrisiko vorgenommen. Aufgrund dieser Erfahrungswerte über das bisherige Ausfallrisiko der letzten fünf Jahre wird eine pauschale Wertberichtigung in der Höhe von 0,8 % (Vorjahr: 1,0 %) für die restlichen Forderungen vorgenommen.
3.5. Sonstige kurzfristige Forderungen
in TCHF 2025 2024
Darlehen gegenüber Dritten 56 56
Darlehen gegenüber assoziierten Unternehmen 1’734 1’362
Kurzfristiges Finanzierungsleasing gegenüber Nahestehenden 422 375
Sonstige kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten 21’845 20’657
Bankguthaben mit einer Kündigungsfrist von 95 Tagen 110’000 110’000
Total 134’057 132’450
Ansatz und Bewertung
Sonstige kurzfristige Forderungen
Diese sonstigen kurzfristigen Forderungen beinhalten unter anderem Forderungen für Unterdeckungen aus dem Energiegeschäft. Bei der Netznutzung Elektrizität und Gas sowie bei der Stromgrundversorgung können regulatorische Deckungsdifferenzen entstehen. Die notwendigen Tarifeinnahmen und die Tarife werden basierend auf Plankosten und Planmengen ex ante kalkuliert. Durch Kosten- und Mengenabweichungen gegenüber der Kalkulation ergeben sich regelmässig Differenzen zwischen den IstKosten und den IstErlösen eines Jahres. Diese Differenzen werden als regulatorische Deckungsdifferenzen in den sonstigen kurzfristigen Forderungen (Unterdeckung) verbucht und sind über die Folgejahre abzubauen. Eine Unterdeckung ergibt sich, wenn die effektiven Kosten die Tarifeinnahmen (jeweils des Abschlussjahres) übersteigen. Diese Forderung wird schrittweise abgebaut, indem jeweils ein Teil davon bei der Kalkulation der Tarife für die Folgejahre kostenerhöhend angerechnet wird. Die Berechnung der Unterdeckung per Ende Jahr basiert teilweise auf Schätzungen, da noch nicht alle Einflusskomponenten vollständig vorliegen.
3.6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in TCHF
Gegenüber Dritten
Gegenüber assoziierten Unternehmen
2025 2024
30'067 29’753
4'396 7’695
Total 34’463 37’448
Ansatz und Bewertung
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind zu nominellen Werten bilanziert.
3.7. Aktive Rechnungsabgrenzung
in TCHF
2025 2024
Umsatzabgrenzungen Lieferungen und Leistungen 64’974 52’400
Diverse 7’771 8’596
Total 72’745 60’996
Diese Position beinhaltet hauptsächlich die Umsatzabgrenzungen für Lieferungen und Leistungen aller Sparten. Basierend auf den verrechneten Mengen im Januar 2026 für das Berichtsjahr 2025 werden die abzugrenzenden Werte ermittelt.
3.8. Passive Rechnungsabgrenzung
in TCHF
Ausstehende Rechnungen für Investitionsvorhaben
Ausstehende Rechnungen für Energiebeschaffungen
Personalbezogene Abgrenzungen (Ferien- und Überzeitguthaben usw.)
Laufende Ertragssteuern
Übrige passive Rechnungsabgrenzungen
Total
2025 2024
11’041 7’486
8’026 7’070
4’065 4’315
6’834 5’002
8’790 9’932
38’756 33’805
3.9. Kurzfristige / Langfristige Rückstellungen
Stand am 01.01.2024
Stand am 31.12.2024
davon kurzfristige Rückstellungen -
davon langfristige Rückstellungen
Stand am 31.12.2025
davon kurzfristige Rückstellungen - 19’150 -
davon langfristige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen eine Rückstellung für Dienstaltersgeschenke von CHF 1,02 Mio. (Vorjahr: CHF 0,94 Mio.); davon wurden CHF 0,11 Mio. gebildet und CHF 0,03 Mio. verwendet.
Ansatz und Bewertung Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen am Bilanzstichtag erkennbare Verpflichtungen aus vergangenen Geschäftsvorfällen beziehungsweise Ereignissen, deren Eintreten wahrscheinlich ist und deren Betrag zuverlässig bestimmbar sind. Neben Rückstellungen für einzelne, betraglich oder zeitlich ungewisse Verpflichtungen und Risiken enthält die Position auch Rückstellungen für latente Steuern. Weitere Angaben erfolgen in Anhang 6.4. Die Rückstellung für Energiebeschaffungsrisiken deckt die Kosten ab, welche für WWZ bei Produktionsausfällen aus den Unterbeteiligungen an den Kernkraftwerken vertraglich anfallen. Die Berechnung basiert auf Erfahrungswerten unter Einbezug der erwarteten Entwicklung der Produktion und die Marktpreise. Eine Neubeurteilung erfolgt jährlich. Bei der Netznutzung Elektrizität und Gas sowie bei der Stromgrundversorgung können regulatorische Deckungsdifferenzen entstehen. Die notwendigen Tarifeinnahmen und die Tarife werden basierend auf Plankosten und Planmengen ex ante kalkuliert. Durch Kosten- und Mengenabweichungen gegenüber der Kalkulation ergeben sich regelmässig Differenzen zwischen den IstKosten und den IstErlösen eines Jahres. Diese Differenzen werden als regulatorische Deckungsdifferenzen in den kurz- und langfristigen Rückstellungen (Überdeckung) verbucht und sind über die Folgejahre abzubauen. Sind die effektiven Kosten tiefer als die Tarifeinnahmen, entsteht eine Überdeckung, die schrittweise abgebaut wird, indem jeweils ein Teil davon bei der Kalkulation der Tarife für die Folgejahre kostenmindernd angerechnet wird. Die Berechnung der Überdeckung per Ende Jahr basiert teilweise auf Schätzungen, da noch nicht alle Einflusskomponenten vollständig vorliegen.
4. Kapital und Finanzierung
4.1. Übrige Finanzanlagen
in TCHF
Langfristige Darlehen gegenüber Dritten
Langfristige Darlehen gegenüber assoziierten Gesellschaften
Langfristiges Finanzierungsleasing gegenüber Nahestehenden
Sonstige langfristige Forderungen
Beteiligung Alpiq Holding AG
Beteiligung Repartner Produktions AG
Beteiligung Elektrizitätswerk JonaRapperswil AG
Unterbeteiligung Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen
2025 2024
3’461 3’517
4’092 1’173
10’896 9’484
5’719 9’717
29’919 29’919
11’005 10’887
1’993 1’993
4’250 4’250
Diverse kleinere Beteiligungen 455 126
Total 71’791 71’067
Auf den übrigen Finanzanlagen sind Wertberichtigungen in Höhe von CHF 19,3 Mio. (Vorjahr: CHF 18,8 Mio.) erfasst.
Ansatz und Bewertung
Finanzanlagen
Finanzanlagen umfassen Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven und übrige Finanzanlagen. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen erfasst. Weitere Angaben zu den Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven und den Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften erfolgen in Anhang 5.2 beziehungsweise 6.1.
Sonstige langfristige Forderungen
Diese sonstigen langfristigen Forderungen beinhalten unter anderem Forderungen für Unterdeckungen aus dem Energiegeschäft. Bei der Netznutzung Elektrizität und Gas sowie bei der Stromgrundversorgung können regulatorische Deckungsdifferenzen entstehen. Die notwendigen Tarifeinnahmen und die Tarife werden basierend auf Plankosten und Planmengen ex ante kalkuliert. Durch Kosten- und Mengenabweichungen gegenüber der Kalkulation ergeben sich regelmässig Differenzen zwischen den IstKosten und den IstErlösen eines Jahres. Diese Differenzen werden als regulatorische Deckungsdifferenzen in den sonstigen langfristigen Forderungen (Unterdeckung) verbucht und sind über die Folgejahre abzubauen. Eine Unterdeckung ergibt sich, wenn die effektiven Kosten die Tarifeinnahmen (jeweils des Abschlussjahres) übersteigen. Diese Forderung wird schrittweise abgebaut, indem jeweils ein Teil davon bei der Kalkulation der Tarife für die Folgejahre kostenerhöhend angerechnet wird. Die Berechnung der Unterdeckung per Ende Jahr basiert teilweise auf Schätzungen, da noch nicht alle Einflusskomponenten vollständig vorliegen.
4.2. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
in TCHF 2025 2024 Darlehen, Zins 1,81 %, Laufzeit 2023 –2032
Kotierte Anleihe SIX Swiss Exchange, Zins 0,20 %, Laufzeit 2021–2033
Kotierte Anleihe SIX Swiss Exchange, Zins 1,85 %, Laufzeit 2024–2038
Total
Ansatz und Bewertung
Anleihe
Die Bilanzierung der Anleihe und des Darlehens erfolgt zu nominellen Werten.
4.3. Eigene Aktien 2025
Anzahl
Durchschnittspreis in CHF
Anschaffungskosten in TCHF Anzahl
Durchschnittspreis in CHF
Anschaffungskosten in TCHF
Bestand per 01.01. 2’785 1’130 3’147 3’001 1’203 3’609
Käufe 1’575 1’025 1’614 527 969 511 Veräusserungen - 2’656 1’047 - 2’781 - 493 1’007 - 496
Aktienbezogene Vergütungen - 470 100 - 47 - 250 100 - 25 Bestand per 31.12. 1’234 1’035 1’277 2’785 1’130 3’147
Von der Personalfürsorgestiftung WWZ werden 750 WWZ-Namenaktien und von der Pensionskasse WWZ 6’000 WWZNamenaktien gehalten.
4.4. Derivative Absicherungsgeschäfte
Im Strom und Gasbereich bestehen langfristige Beschaffungsverträge, was in diesem Geschäft üblich ist. Insgesamt sind per Bilanzstichtag Termingeschäfte für Strombeschaffung im Umfang von CHF 44,1 Mio. (Vorjahr: CHF 67,2 Mio.) abgeschlossen.
Ansatz und Bewertung
Derivate
Bei den Derivaten handelt es sich ausschliesslich um Terminkontrakte für die Absicherung der Energiebeschaffung zur Erfüllung der mit Kunden abgeschlossenen Verkaufsverträge. Diese Kontrakte dienen der Absicherung zukünftiger Geldflüsse und werden nicht bilanziert, sondern im Anhang offengelegt.
5. Mitarbeitende
5.1. Personalaufwand
In dieser Position sind die Löhne und Gehälter, Sozialleistungen, der Personalvorsorgeaufwand und die übrigen Personalaufwendungen enthalten.
in TCHF 2025 2024 Gehälter und Zulagen 57’465 53’788
Sozialaufwendungen 6’905 6’395
Personalvorsorgeaufwand 6’729 6’446
Übriger Personalaufwand 2’237 2’684
Total 73’336 69’313
Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR)
in TCHF
Vorsorgeeinrichtungen
Wirtschaftlicher Nutzen / wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand in TCHF
Über-/Unterdeckungen
Patronale Fonds 557 -
Vorsorgepläne inkl. Zusatzplan ohne Über/Unterdeckungen
Vorsorgepläne inkl. Zusatzplan mit Überdeckungen
Vorsorgepläne inkl. Zusatzplan mit Unterdeckungen
Ergebnis aus AGBR im Personalaufwand
Wirtschaftlicher Anteil der Organisation
Veränderung zum VJ bzw. erfolgswirksam im GJ Auf die Periode abgegrenzte Beiträge Vorsorgeaufwand im Personalaufwand
Die aktuelle Finanzlage der Pensionskasse WWZ zeigt Ende 2025 einen geschätzten Deckungsgrad von 131,0 % (Vorjahr: 128,8 %). Der errechnete Deckungsgrad der Servisa Stiftungen beträgt per 31. Dezember 2025 112,0 % (Vorjahr: 108,7 %), derjenige der Sammelstiftung TRANSPARENTA beträgt per 31. Dezember 2025 109,5 % (Vorjahr: 104,3 %). Die PKG Pensionskasse weist per 31. Dezember 2024 einen Deckungsgrad von 115,6 % (Vorjahr: 111,1 %) aus
Die Berechnung des Vorsorgekapitals der Vorsorgeeinrichtungen basiert auf den technischen Grundlagen BVG 2020 als Periodentafeln (Pensionskasse WWZ, Sammelstiftung TRANSPARENTA und Servisa Stiftungen) beziehungsweise Generationentafeln (PKG Pensionskasse) sowie den folgenden technischen Zinssätzen:
– Pensionskasse WWZ: 1,25 % (Vorjahr: 1,25 %)
– Sammelstiftung TRANSPARENTA: 2,00 % (Vorjahr: 2,25 %)
– Servisa Stiftungen: 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %)
– PKG Pensionskasse: 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %)
5.3. Aktienbezogene Vergütungen
Die Aktien aus dem Vergütungsplan werden zu einem Vorzugspreis von CHF 100 an die Mitarbeitenden abgegeben. Die Differenz aus Tageswert per Zuteilung und diesem Vorzugspreis wird über den Erdienungszeitraum im Eigenkapital erfasst und bei Verkauf der Aktien ausgebucht. Im Berichtsjahr wurden gemäss dem geltenden Reglement zum Vorzugspreis von CHF 100 an Mitarbeitende 510 Namenaktien (Vorjahr: 360) abgegeben sowie 40 (Vorjahr: 110) zurückgenommen.
Der durchschnittliche Tageswert der Aktien bei Zuteilung beträgt CHF 1’028 (Vorjahr: CHF 973).
Zur Anpassung der Schätzung über die Anzahl Mitarbeitende, welche das Ende des Erdienungszeitraums erreichen, wurden 2025 bis zum Stichtag die aufgelaufenen Aufwendungen um TCHF 517 reduziert (Vorjahr: TCHF 256 erhöht).
Ansatz und Bewertung
Personalvorsorge
Die WWZ Energie AG, in welcher das Personal der WWZ Gesellschaften angestellt ist, ist bei der Pensionskasse WWZ angeschlossen. Bei dieser Vorsorgeeinrichtung handelt es sich um eine privatrechtliche Stiftung im Sinne des BVG. Der Rentenplan für die Altersleistungen ist im Beitragsprimat, der Plan für die Risikoleistungen im Leistungsprimat geführt. Die Finanzierung erfolgt durch Arbeitgeber und Arbeitnehmerbeiträge, welche sich in Prozenten des versicherten Lohnes berechnen. In der Erfolgsrechnung werden die Arbeitgeberbeiträge als Personalaufwand verbucht. Daneben besteht ein patronaler Fonds, dessen Zweck die freiwillige Vorsorge zugunsten von aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität, Tod und Notlagen ist. Das Personal der Heizungsmacher AG ist bei der Sammelstiftung TRANSPARENTA, Aesch, versichert. Das Personal der Telcom Cablenet AG ist mit der beruflichen Vorsorge (BVG) bei den Servisa Stiftungen, Basel, und dasjenige der sasag Kabelkommunikation AG bei der PKG Pensionskasse, Luzern, angeschlossen. Es wird jährlich beurteilt, ob aus den Vorsorgeeinrichtungen und dem patronalen Fonds ein wirtschaftlicher Nutzen oder eine wirtschaftliche Verpflichtung besteht. Bei einer Überdeckung besteht dann ein wirtschaftlicher Nutzen, wenn es zulässig und beabsichtigt ist, diese zur Senkung der Arbeitgeberbeiträge einzusetzen oder ausserhalb von reglementarischen Leistungen für einen anderen wirtschaftlichen Nutzen des Arbeitgebers zu verwenden. Bei einer Unterdeckung besteht dann eine wirtschaftliche Verpflichtung, wenn die Bedingungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen wird als Finanzanlage aktiviert beziehungsweise eine allfällige wirtschaftliche Verpflichtung als Rückstellung passiviert. Die Differenz zum Vorjahreswert wird erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.
Arbeitgeberbeitragsreserve
Die Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven werden zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in den Aktiven erfasst. Die Ermittlung von allfälligen Über- und Unterdeckungen erfolgt anhand der Jahresabschlüsse der entsprechenden Vorsorgeeinrichtungen. Ein sich aus Arbeitgeberbeitragsreserven ergebender Nutzen wird als Aktivum erfasst. Die Aktivierung eines weiteren wirtschaftlichen Nutzens (aus einer Überdeckung in der Vorsorgeeinrichtung) ist weder beabsichtigt, noch sind die Voraussetzungen dafür gegeben. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, wenn die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind.
Aktienbezogene Vergütungen
Die Mitarbeitenden der WWZ Energie AG haben die Möglichkeit, jeweils nach Abschluss von 3, 10 und 15 Dienstjahren 10 Aktien der WWZ AG zu Vorzugskonditionen («Abgabepreis») zu erwerben. Die so erworbenen Aktien können bis zum Ende des 15. Dienstjahres durch die Mitarbeitenden nicht veräussert werden, danach kann frei über die Aktien verfügt werden. Im Falle der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses vor Ende des 15. Dienstjahres müssen die Aktien wieder zum ursprünglichen Abgabepreis an die WWZ zurückgegeben werden. Alternativ können die Aktien durch Zahlung der Differenz aus aktuellem Wert und Abgabepreis erworben werden. Es wird periodisch geschätzt, wie viele Mitarbeitende das Ende des Erdienungszeitraums (15JahrDienstjubiläum) erreichen und wie viele Aktien sie bis dahin erwerben. Die Differenz aus Tageswert bei Zuteilung und dem Abgabepreis wird über den Erdienungszeitraum im Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst.
6.1. Konsolidierungsmethode, Kapitalkonsolidierung
Für alle Konzerngesellschaften, an denen die WWZ AG mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder durch vertragliche Vereinbarung die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt, wird die Methode der Vollkonsolidierung angewendet. Das heisst, Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag werden zu 100 % erfasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei vollkonsolidierten Gesellschaften, bei denen nicht 100 % des Kapitals gehalten werden, werden das anteilige Eigenkapital und der anteilige Konzerngewinn als Minderheitsanteile separat ausgewiesen. Assoziierte Gesellschaften, auf die der Konzern einen massgeblichen Einfluss hat, werden nach der Equity-Methode erfasst. Die von der Gruppe gehaltene Beteiligung an assoziierten Gesellschaften schliesst einen allfälligen, zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Goodwill mit ein. Ein massgeblicher Einfluss liegt in der Regel dann vor, wenn der Konzern zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte hält. Beteiligungen an Unternehmen, bei welchen WWZ über keinen massgeblichen Einfluss verfügt (in der Regel bei Beteiligungen unter 20 % Stimmrechtsanteil), werden zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig notwendiger Wertberichtigungen als übrige Finanzanlagen bilanziert. Wird aufgrund einer schrittweisen Akquisition eine bisher als Finanzanlage qualifizierte Gesellschaft neu als Beteiligung oder Konzerngesellschaft klassifiziert, so wird der Erfolg aus der Neubewertung im Eigenkapital erfasst.
6.2. Fremdwährungsumrechnung
Die Berichtswährung, welche auch der funktionalen Währung der Gesellschaft und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften entspricht, ist der Schweizer Franken. Transaktionen in Fremdwährungen werden zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Auf den Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam verbucht. Die nach der EquityMethode bilanzierten assoziierten Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Schweizer Franken ist, werden bei der Konsolidierung zum Wechselkurs am Bilanzstichtag in Schweizer Franken umgerechnet. Das Ergebnis aus der Anwendung der Equity-Methode wird in der Funktionalwährung ermittelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Daraus entstehende Umrechnungsdifferenzen werden direkt im konsolidierten Eigenkapital erfasst.
6.3. Konsolidierungsgrundsätze – Behandlung von konzerninternen Transaktionen Grundlage für die Konsolidierung bilden die Einzelabschlüsse der Gruppengesellschaften. Konzerninterne Aktiven und Passiven sowie Aufwände und Erträge aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Ebenfalls eliminiert werden Zwischengewinne, welche am Bilanzstichtag in den Vorräten oder Sachanlagen aus konzerninternen Transaktionen enthalten sind.
6.4. Angaben zum Konsolidierungskreis
Auf den Zeitpunkt der Erlangung eines massgeblichen Einflusses oder der Kontrollübernahme werden die Aktiven und Passiven der konsolidierten Gesellschaften nach konzerneinheitlichen Grundsätzen bewertet. Die sich aus dem Kaufpreis und den neu bewerteten Nettoaktiven der erworbenen Gesellschaft ergebende Differenz wird als Goodwill/negativer Goodwill (Badwill) erfasst. Der Goodwill wird als immaterielle Anlage aktiviert und über die zum Zeitpunkt der Akquisition festgelegte Nutzungsdauer erfolgswirksam amortisiert. Negativer Goodwill wird in den Rückstellungen passiviert und über maximal fünf Jahre ergebniswirksam aufgelöst. Goodwill von assoziierten Organisationen wird in der Bilanzposition «Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften» ausgewiesen.
Name und Rechtsform, Sitz
WWZ Energie AG, Zug
WWZ Telekom AG, Zug
Heizungsmacher AG, Basel
Telcom Cablenet AG, Rothenburg
WWZ Immobilien AG, Zug
allthisfuture AG, Zug
Digital Cable Group AG, Zug
sasag Kabelkommunikation AG, Schaffhausen
Multi Energy Zug AG, Zug
SuRe GmbH, Grünwald, Kreis München, Deutschland
Erdgas Zentralschweiz AG, Luzern
Qline Ostschweiz AG, Amriswil
Television Ägeri AG, Unterägeri
Glasfaserkabelnetz AG, Diessenhofen
Legende: V = vollkonsolidiert, E = EquityMethode
Im Mai 2025 hat die WWZ Telekom AG das Aktienpaket von 24 % der Quickline Holding AG erfolgsneutral verkauft und im Dezember 2025 die Mehrheitsanteile der Digital Cable Group AG übernommen. Die KARO Kabelfernsehen Romanshorn AG, die Telekabel Bischofszell AG und die QLine Ostschweiz AG wurden rückwirkend auf den 1. Oktober 2024 zur QLine Ostschweiz AG fusioniert.
6.6. Abschlussstichtag
Der Abschlussstichtag ist für alle Gesellschaften der 31. Dezember, ausser bei der sasag Kabelkommunikation AG und der Qline Ostschweiz AG, welche den 30. September als Abschlussstichtag haben.
6.7. Transaktionen mit Nahestehenden
in TCHF 2025 2024
Transaktionen mit nahestehenden Gesellschaften
Energiebeschaffung
Telekomdienstleistungen
Transaktionen mit nahestehenden Personen
22’496 30’188
6’150 14’652
Beratungsleistungen - 8
Total
28’646 44’848
Bei den Transaktionen mit nahestehenden Gesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Erträge/Aufwendungen mit assoziierten Gesellschaften. Im Berichtsjahr wurden keine Beratungsleistungen (Vorjahr: TCHF 8) von Verwaltungsräten bezogen.
WWZ gewährt als Leasinggeberin zwei langfristige Finanzleasings an eine nahestehende Gesellschaft im Betrag von insgesamt CHF 12,4 Mio. mit einer Laufzeit bis 2046/49 beziehungsweise 2071/74. Die Verzinsung ist indexiert an die 10-jährige Bundesobligation zuzüglich einer Marge.
Ansatz und Bewertung
Transaktionen mit Nahestehenden Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt. Mit Aktionären und anderen nahestehenden Personen oder Gesellschaften finden Geschäftstransaktionen im üblichen Rahmen statt.
6.8. Ausserbilanzgeschäfte Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen Gegenüber der Personalfürsorgestiftung der WWZ AG besteht eine im Stiftungsstatut verankerte Verlustdeckung durch die Stifterfirma, falls das Vermögen durch Leistungen in Notlagen unter TCHF 100 sinkt. Die WWZ Energie AG hat eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, für die von der SUVA geleistete Anzahlung an die Multi Energy Zug AG einzustehen.
Eventualverpflichtungen
in TCHF 2025 2024 Nachzahlungspflicht Erdgas Zentralschweiz AG (EGZ)
1’750 1’750
Das Aktienkapital der EGZ ist zu 50 % liberiert. Für WWZ besteht eine Nachzahlungspflicht im Umfang ihrer Beteiligung.
Für Unterbeteiligungen an den KKW Leibstadt und Gösgen ist WWZ Partnererklärungen eingegangen, die sie verpflichten, die auf ihren Beteiligungsanteil entfallenden Jahreskosten zu bezahlen (inkl. Verzinsung und Rückzahlung des Fremdkapitals). Die Unterbeteiligungen betragen 0,81 % (Leibstadt) beziehungsweise 0,25 % (Gösgen). Für die Kernkraftwerke bestehen gegenüber den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds anteilige Nachschusspflichten für den Fall, dass ein einzelner primär Leistungspflichtiger seine Zahlungen nicht leisten kann. Für WWZ beliefen sich die anteiligen ordentlichen Jahreskosten 2025 auf CHF 4,7 Mio. (Vorjahr: CHF 4,7 Mio.).
Weitere nicht zu bilanzierende Verpflichtungen
in TCHF 2025 2024
Investitionsverpflichtungen 16’597 18’280
WWZ ist im Zusammenhang mit ihren Bauprojekten verschiedene Investitionsverpflichtungen eingegangen.
in TCHF 2025 2024
Nicht bilanzierte Miet- und Leasingverpflichtungen 1 bis 2 Jahre 37 19 Nicht bilanzierte Miet- und Leasingverpflichtungen 3 bis 5 Jahre 1’034 918
Total 1’071 937
Ansatz und Bewertung Ausserbilanzgeschäfte Eventualverbindlichkeiten und weitere nicht zu bilanzierende Verpflichtungen werden auf jeden Bilanzstichtag ermittelt und offengelegt.
Bericht zur Prüfung der Konzernrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Konzernrechnung der WWZ AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der konsolidierten Erfolgsrechnung für das am 31. Dezember 202 5 endende Jahr, der konsolidierten Bilanz zum 31.Dezember 202 5, der konsolidierten Geldflussrechnung und dem konsolidierten Eigenkapitalnachweis für das dann endende Jahr sowie dem Anhang der Konzernrechnung, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung (Seiten 16 bis 37) ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der konsolidierten Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2025 sowie dessen konsolidierter Ertragslage und Cashflows für das dann endende Jahr in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichk eiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den für Abschlussprüfungen von Gesellschaften des öffentlichen Interesses relevanten Anforderungen des Berufsstands. Wir haben auch unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Unser Prüfungsansatz

Wesentlichkeit
Überblick
Gesamtwesentlichkeit Konzernrechnung: TCHF 2’500
Die durch unsere Prüfungen («full scope audit») erfassten Einheiten tragen zu 85% der Nettoerlöse des Konzerns bei.
Als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt haben wir folgendes Thema identifiziert:
Werthaltigkeit der Investitionen in «Wärme und Kälte»
Der Umfang unserer Prüfung ist durch die Anwendung des Grundsatzes der Wesentlichkeit beeinflusst. Unser Prüfungsurteil zielt darauf ab, hinreichende Sicherheit darüber zu geben, dass die Konzernrechnung keine wesentlichen falschen Darstellungen enthält. F alsche Darstellungen können beabsichtigt oder unbeabsichtigt entstehen und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieser Konzernrechnung getroffenen wirtschaftlich en Entscheidungen von Nutzern beeinflussen können.
Auf der Basis unseres pflichtgemässen Ermessens haben wir quantitative Wesentlichkeitsgrenzen festgelegt, so auch die Wesentlichkeit für die Konzernrechnung als Ganzes, wie nachstehend aufgeführt. Die Wesentlichkeitsgrenzen, unter Berücksichtigung qualitat iver Erwägungen, erlauben es uns, den Umfang der Prüfung, die Art, die zeitliche Einteilung und das Ausmass unserer Prüfungshandlungen festzulegen sowie den Einfluss wesentlicher falscher Darstellungen, einzeln und insgesamt, auf die Konzernrechnung als Ga nzes zu beurteilen.
Gesamtwesentlichkeit Konzernrechnung TCHF 2'500
Bezugsgrösse
Begründung für die Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit
Durchschnittliches Ergebnis vor Steuern der letzten 3 Jahre
Als Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit wählten wir das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern der letzten 3 Jahre, da dies aus unserer Sicht diejenige Grösse ist, an der die Erfolge des Konzerns üblicherweise gemessen werden. Zudem stellt das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern der letzten 3 Jahre eine anerkannte Bezugsgrösse für Wesentlichkeitsüberlegungen dar, welche das volatile Ergebnis der letzten 3 Jahre berücksichtigt.
Wir haben mit dem Audit Committee vereinbart, diesem im Rahmen unserer Prüfung festgestellte, falsche Darstellungen über TCHF 250 mitzuteilen; ebenso alle falschen Darstellungen unterhalb dieses Betrags, die aus unserer Sicht jedoch aus qualitativen Überlegungen eine Berichterstattung nahelegen.
Umfang der Prüfung
Unsere Prüfungsplanung basiert auf der Bestimmung der Wesentlichkeit und der Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen der Konzernrechnung. Wir haben hierbei insbesondere jene Bereiche berücksichtigt, in denen Ermessensentscheide getroffen wurden. Dies trifft zum Beispiel auf wesentliche Schätzungen in der Rechnungslegung zu, bei denen Annahmen gemacht werden und die von zukünftigen Ereignissen abhängen, die von Natur aus unsicher sind. Wie in allen Prüfungen haben wir das Risiko der Umgehung von internen Kontrollen durch die Geschäftsleitung und, neben anderen Aspekten, mögliche Hinweise auf ein Risiko für beabsichtigte falsche Darstellungen berücksichtigt.
Zur Durchführung angemessener Prüfungshandlungen haben wir den Prüfungsumfang so ausgestaltet, dass wir ein Prüfungsurteil zur Konzernrechnung als Ganzes abgeben können, unter Berücksichtigung der Konzernorganisation, der internen Kontrollen und Prozesse i m Bereich der Rechnungslegung sowie der Branche, in welcher der Konzern tätig ist.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemässen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung der Konzernrechnung des Berichtszeitraumes waren. Diese Sachverhalte wurden im Kontext unserer Prüfung der Konze rnrechnung als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu adressiert, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der Investitionen in «Wärme und Kälte»
Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt Unser Prüfungsvorgehen
Die Sachanlagen werden in der Bilanz per 31. Dezember 2025 mit CHF 853 Mio. ausgewiesen, wovon CHF 159 Mio. den Bereich «Wärme und Kälte» betreffen. Die Neuinvestitionen in diesen Bereich betrugen im geprüften Geschäftsjahr rund CHF 44 Mio. inkl. dem Anteil in «Anlagen im Bau». Der gesamte Investitionsbedarf in den Bereich «Wärme und Kälte» wird auf rund CHF 400 Mio geschätzt.
Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit im Bereich «Wärme und Kälte» vergleicht die Geschäftsleitung die aktuellen Zahlen mit dem hinterlegten Businessplan und erstellt eine Beurteilung, ob auf dieser Basis Anzeichen auf eine mögliche Wertbeeinträchtigung z u Lasten des Jahresergebnisses vorliegen. Gleichzeitig wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen und analysiert, ob nebst den quantitativen Faktoren auch andere mögliche Entwicklungen zu einer Wertbeeinträchtigung führen könnten.
Wir haben insbesondere folgende Prüfungshandlungen für die Beurteilung zur Angemessenheit der Bewertung der Investitionen in «Wärme und Kälte» vorgenommen:
Für die Beurteilung der Werthaltigkeit haben wir uns einen Überblick über die Projekte im Bereich «Wärme und Kälte» und den geplanten Investitionen in den kommenden Jahren verschafft, um ein vertieftes Verständnis zu erlangen.
Wir nahmen Einsicht in die laufende Überwachung des Projektes durch den Verwaltungsrat und das Management und plausibilisierten deren Beurteilung bezüglich Anzeichen auf mögliche Wertbeeinträchtigungen.
Wir konzentrieren uns bei den Prüfungen auf den Bereich «Wärme und Kälte» aufgrund des Umstands, dass dieser Bereich in einem kompetitiven Marktumfeld agiert, weitere wesentliche Zusatzinvestitionen geplant sind und die Werthaltigkeit vom zukünftigen Geschäftsverlauf abhängig ist. Die Bewertung dieser Investitionen unterliegt einem wesentlichen Ermessen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung.
Weiter verweisen wir auf die Ausführungen in der Konzernrechnung im Anhang Ziffer 3.1 «Sachanlagen».
Wir haben die Ergebnisse der Beurteilung und die Entwicklung der Projekte mit der Geschäftsleitung und dem Audit Committee besprochen.
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Finanzbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung, die Konzernrechnung und unsere dazugehörigen Berichte.
Unser Prüfungsurteil zur Konzernrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Konzernrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats für die Konzernrechnung
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Konzernrechnung, die in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, und für die internen Kontrollen , die der Verwaltungsrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Konzernrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der Konzernrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder den Konzern zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Konzernrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhal tet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA -CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorli egt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Konzernrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Konzernrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: http://expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht . Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.
Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
Remo Waldispühl
Zugelassener Revisionsexperte
Daniel Wyss
Zugelassener Revisionsexperte Leitender Revisor
Zug, 7. April 2026


46 Erfolgsrechnung
47 Bilanz
48 Anhang zur Jahresrechnung
50 Erläuterungen zu Positionen der Jahresrechnung
53 Antrag zur Verwendung des Bilanzgewinns
54 Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung
in TCHF 2025 2024
Ertrag aus Beteiligungen und Finanzanlagen 13'721 13’081
Immobilienertrag 14’032 14’066
Andere betriebliche Erträge 557 391
Betriebliche Gesamtleistung 28’310 27’538
Andere betriebliche Aufwendungen - 4’988 - 5’546
Abschreibungen - 3’963 -3’885
Wertberichtigung Finanzanlagen - -59
Betriebsaufwand –8’951 –9’490
Ordentliches Betriebsergebnis 19’359 18’047
Auflösung Rückstellungen 3’000 -
Finanzertrag 7’891 11’045
Finanzaufwand -3’239 - 2’042
Finanzergebnis 4’652 9’003
Jahresgewinn vor Steuern (EBT) 27’012 27’050
Direkte Steuern -1'610 -2’090
Jahresgewinn 25’402 24’960
TCHF
Aktiven
Flüssige Mittel 25’583 23’622
Wertschriften 41’524 35’019
Sonstige kurzfristige Forderungen 1
Kurzfristige Darlehen an Konzerngesellschaften 421 335
Kurzfristige Darlehen an Dritte 56 56 Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften
Aktive Rechnungsabgrenzungen 2 11’220 10’158 Umlaufvermögen
Langfristige Darlehen an Konzerngesellschaften 4’092 1’173
Langfristige Darlehen an Dritte 2’452 2’507
Sonstige langfristige Forderungen 87 87 Finanzanlagen
Anlagen in Bau 596 187
Anlagevermögen
Passiven
Kurzfristige verzinsliche konzerninterne Verbindlichkeiten 919 410
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 369 359
Passive Rechnungsabgrenzungen 4’148 3’952
Kurzfristiges Fremdkapital 5’435 4’722
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 6 210’000 210’000
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 199 215
Langfristige Rückstellungen 193’800 196’800
Langfristiges Fremdkapital 403’999 407’015
Aktienkapital 5’000 5’000
Allgemeine gesetzliche Gewinnreserven 21’605 21’605
Beschlussmässige Gewinnreserven 397’435 392’952
Bilanzgewinn 25’783 25’288
Freiwillige Gewinnreserven 423’218 418’240
Eigene Kapitalanteile 7 -1’277 –3’147
Eigenkapital 448’546 441’698
Total Passiven 857’981 853’435
Allgemeine Informationen
Rechtsform, Sitz und Stammkapital
Die WWZ AG wurde als Aktiengesellschaft in der Schweiz gegründet und ist in Zug domiziliert. Das Grundkapital beträgt CHF 5'000'000 und setzt sich aus 500'000 Namenaktien zu je CHF 10 zusammen.
Angaben zu den Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt
Die WWZ AG weist im Jahresdurchschnitt nicht über zehn Vollzeitstellen (Vorjahr: nicht über zehn Vollzeitstellen) aus.
Zusätzliche Angaben, Geldflussrechnung und Lagebericht
Auf zusätzliche Angaben, eine Geldflussrechnung und den Lagebericht wird gemäss Art. 961d Abs. 1 OR verzichtet, da die WWZ AG eine Konzernrechnung nach einem anerkannten Standard zur Rechnungslegung erstellt.
Wichtige Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Rechnungslegungsgrundsätze
Die vorliegende Jahresrechnung der WWZ AG wurde gemäss den Bestimmungen des Schweizer Rechnungslegungsrechtes erstellt. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungs und Bewertungsgrundsätze, die nicht bereits durch das Obligationenrecht vorgeschrieben sind, sind nachfolgend beschrieben.
Bewertung
Grundsätzlich gelangt für die Bewertung der Aktiven das Anschaffungswertprinzip zur Anwendung, wonach als Bewertungsobergrenze die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder ein allenfalls tieferer Marktwert eingesetzt werden. Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Bilanzwerte wird jährlich überprüft. Ist die Werthaltigkeit negativ beeinträchtigt, werden die entsprechenden Posten zusätzlich abgeschrieben. Die Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden jeweils im Rahmen der Erstellung der Jahresrechnung beurteilt und auf die Notwendigkeit von Rückstellungen überprüft.
Fremdwährungspositionen
Die funktionale Währung der WWZ AG ist der Schweizer Franken (CHF). Transaktionen in fremden Währungen werden zum jeweiligen Tageskurs der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Aktiven und Verbindlichkeiten werden per Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Fremdwährungsgewinne oder verluste werden in der Erfolgsrechnung erfasst.
Nahestehende Parteien
Zu den nahestehenden Parteien gehören die Tochtergesellschaften sowie die Mitglieder des Verwaltungsrates der WWZ AG. Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt.
Sachanlagen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der steuerlich zulässigen Abschreibungen bilanziert. Es wird das degressive Abschreibungsverfahren angewendet, bei dem die Abschreibung als konstanter Prozentsatz auf dem Buchwert berechnet wird (Restwert). Ausserplanmässige Abschreibungen bilden die Ausnahme und werden bei einem Schadenfall oder bei Wertminderungen vorgenommen.
Finanzanlagen
Unter den übrigen Finanzanlagen werden alle nicht konsolidierten, langfristig gehaltenen Beteiligungen erfasst, an denen die WWZ Gruppe keinen massgeblichen oder beherrschenden Einfluss (weniger als 20 %) ausübt, die jedoch langfristig gehalten werden. Diese Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bewertet. Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch Forderungen gegenüber Dritten.
Eigene Aktien
Diese werden im Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten als Minusposten im Eigenkapital bilanziert. Bei Veräusserung wird der Gewinn oder Verlust erfolgswirksam als Finanzertrag oder aufwand erfasst.
Rundungsdifferenzen
Die in der Jahresrechnung erfassten Kennzahlen sind gerundet. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in der Jahresrechnung nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.
1 Sonstige kurzfristige Forderungen
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen nicht kurzfristig kündbare Bankguthaben mit einer Kündigungsfrist von 95 Tagen.
2 Aktivierte Dividenden von Gruppengesellschaften
In den transitorischen Aktiven wurden folgende Dividenden aktiviert:
in TCHF 2025 2024
WWZ Energie AG 11’000 10’000
Total 11’000 10’000
Die aktivierte Dividende per 31. Dezember 2025 basiert auf dem geprüften Jahresabschluss 2025 und wurde von der Generalversammlung der Gesellschaft vom 25. März 2026 beschlossen und bei Fälligkeiten 2026 bezahlt.
3 Finanzanlagen
in TCHF
2025 2024
Beteiligung Alpiq Holding AG 12’730 12’730
Beteiligung Elektrizitätswerk Jona Rapperswil AG 1’993 1’993
Beteiligung Repartner Produktions AG 10’887 10’887
Aktionärsdarlehen 1’010 1’010
Diverse kleinere Beteiligungen
4 Beteiligungen
Name und Rechtsform, Sitz
WWZ Energie AG, Zug
WWZ Telekom AG, Zug
WWZ Immobilien AG, Zug
allthisfuture AG, Zug
SuRe GmbH, Grünwald, Kreis München, Deutschland
Kapital in % Stimmen in % Kapital in % Stimmen in %
5 Eventualverpflichtungen
in TCHF 2025 2024
Nachzahlungspflicht Erdgas Zentralschweiz AG (EGZ) 1’750 1’750
Für Unterbeteiligungen (KKW Leibstadt und KKW Gösgen) ist WWZ Partnererklärungen eingegangen, nach denen das Unternehmen verpflichtet ist, anteilsmässig allenfalls für Verzinsung und Rückzahlung des Fremdkapitals der entsprechenden Gesellschaften aufzukommen. Im Falle einer KKW-Stilllegung besteht eine Solidarhaftung für die Stilllegungs- und Entsorgungskosten. Dieses Risiko kann nicht quantifiziert werden und ist in der obigen Zahl nicht berücksichtigt.
6 Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten (> 5 Jahre)
in TCHF 2025 2024 Darlehen, Zins 1,81 %, Laufzeit 2023 –2032 10’000 10’000
Kotierte Anleihe SIX Swiss Exchange, Zins 0,20 %, Laufzeit 2021–2033 100’000 100’000
Kotierte Anleihe SIX Swiss Exchange, Zins 1,85 %, Laufzeit 2024–2038
Total
7 Eigene Aktien
Anzahl
Durchschnittspreis in CHF
Anschaffungskosten in TCHF Anzahl
Bestand per 01.01. 2’785 1’130 3’147 3’001
Durchschnittspreis in CHF
Anschaffungskosten in TCHF
Käufe 1’575 1’025 1’614 527 969 511
Veräusserungen - 2’656 1’047 - 2’781 - 493 1’007 - 496
Aktienbezogene Vergütungen - 470 100 - 47 - 250 100 - 25
Bestand per 31.12. 1’234 1’035 1’277 2’785 1’130 3’147
Stille Reserven
in TCHF 2025 2024
Nettoauflösung stiller Reserven - 421 -
Übrige ausweispflichtige Angaben
Solidarhaftung
Im Zusammenhang mit der MWST Gruppenbesteuerung nach Art. 13 des MWSTG besteht eine Solidarhaftung. Gegenüber der Personalfürsorgestiftung der WWZ AG besteht eine im Stiftungsstatut verankerte Verlustdeckung durch die Stifterfirma, falls das Vermögen durch Leistungen in Notlagen unter CHF 100'000 sinkt. Die WWZ AG hat eine Bürgschaft abgegeben, in der sie sich verpflichtet, für die WWZ Energie AG eine Zahlungsgarantie an die EDF Trading einzustehen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wurden bis zum 7. April 2026 berücksichtigt. An diesem Datum wurde die Jahresrechnung vom Verwaltungsrat der WWZ AG zuhanden der Generalversammlung verabschiedet.
in CHF
Gewinnvortrag 2024 (gemäss GVAntrag)
Betrag
399’019
Höhere Ausschüttung aus Verkauf eigener Aktien -17’280
Effektiver Gewinnvortrag 2024
Jahresgewinn 2025
Bilanzgewinn 2025
381’739
25’401’622
25’783’361
Ordentliche Dividende von CHF 40.– pro dividendenberechtigte Aktie -19’950’640
Zuweisung an die beschlussmässigen Gewinnreserven - 5’000’000
Vortrag auf neue Rechnung 832’721
Dividendenberechtigtes Aktienkapital 4’987’660
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der WWZ AG, Zug
Bericht zur Prüfung der Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung der WWZ AG (die Gesellschaft) – bestehend aus der Erfolgsrechnung für das am 31.Dezember 202 5 endende Jahr, der Bilanz zum 31. Dezember 202 5 sowie dem Anhang der Jahresrechnung, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung (Seiten 46 bis 52 ) dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichk eiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den für Abschlussprüfungen von Gesellschaften des öffentlichen Interesses relevanten Anforderungen des Berufsstands. Wir haben auch unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Unser Prüfungsansatz
Wesentlichkeit
Der Umfang unserer Prüfung ist durch die Anwendung des Grundsatzes der Wesentlichkeit beeinflusst. Unser Prüfungsurteil zielt darauf ab, hinreichende Sicherheit darüber zu geben, dass die Jahresrechnung keine wesentlichen falschen Darstellungen enthält. Fa lsche Darstellungen können beabsichtigt oder unbeabsichtigt entstehen und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen können.
Auf der Basis unseres pflichtgemässen Ermessens haben wir quantitative Wesentlichkeitsgrenzen festgelegt, so auch die Wesentlichkeit für die Jahresrechnung als Ganzes, wie nachstehend aufgeführt. Die Wesentlichkeitsgrenzen, unter Berücksichtigung qualitati ver Erwägungen, erlauben es uns, den Umfang der Prüfung, die Art, die zeitliche Einteilung und das Ausmass unserer Prüfungshandlungen festzulegen sowie den
Einfluss wesentlicher falscher Darstellungen, einzeln und insgesamt, auf die Jahresrechnung als Ganzes zu beurteilen.
Gesamtwesentlichkeit
Bezugsgrösse
TCHF 4’490
Total Eigenkapital
Begründung für die Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit Als Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit wählten wir das Total Eigenkapital, da dies aus unserer Sicht eine relevante und allgemein anerkannte Bezugsgrösse für Wesentlichkeitsüberlegungen bei Holdinggesellschaften darstellt.
Wir haben mit dem Audit Committee vereinbart, diesem im Rahmen unserer Prüfung festgestellte, falsche Darstellungen über TCHF 449 mitzuteilen; ebenso alle falschen Darstellungen unterhalb dieses Betrags, die aus unserer Sicht jedoch aus qualitativen Überlegungen eine Berichterstattung nahelegen.
Umfang der Prüfung
Unsere Prüfungsplanung basiert auf der Bestimmung der Wesentlichkeit und der Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen der Jahresrechnung. Wir haben hierbei insbesondere jene Bereiche berücksichtigt, in denen Ermessensentscheide getroffen wurden. Dies trifft zum Beispiel auf wesentliche Schätzungen in der Rechnungslegung zu, bei denen Annahmen gemacht werden und die von zukünftigen Ereignissen abhängen, die von Natur aus unsicher sind. Wie in allen Prüfungen haben wir das Risiko der Umgehung von internen Kontrollen durch die Geschäftsleitung und, neben anderen Aspekten, mögliche Hinweise auf ein Risiko für beabsichtigte falsche Darstellungen berücksichtigt.
Zur Durchführung angemessener Prüfungshandlungen haben wir den Prüfungsumfang so ausgestaltet, dass wir ein Prüfungsurteil zur Jahresrechnung als Ganzes abgeben können, unter Berücksichtigung der Organisation, der internen Kontrollen und Prozesse im Bereic h der Rechnungslegung sowie der Branche, in welcher die Gesellschaft tätig ist.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bericht mitzuteilen sind.
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Finanzbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung, die Konzernrechnung und unsere dazugehörigen Berichte.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats für die Jahresrechnung
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhalt et. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA -CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorlie gt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Jahresrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: http://expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht . Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.
Aufgrund unserer Prüfung gemäss Art. 728a Abs. 1 Ziff. 2 OR bestätigen wir, dass der Antrag des Verwaltungsrats dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
Remo Waldispühl
Daniel Wyss Zugelassener Revisionsexperte Zugelassener Revisionsexperte Leitender Revisor
Zug, 7. April 2026
WWZ schafft Mehrwert für die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft in der Region Zug – seit über 130 Jahren. Die WWZ AG hat ihren Sitz in Zug. Sie zählt über 5'000 Aktionärinnen und Aktionäre und gehört zu den 100 grössten Arbeitgebern der Zentralschweiz.
Wir denken an heute und an kommende Generationen. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch und liefern zuverlässig Energie, Wasser und Telekommunikationsdienstleistungen.
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