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E-Health: Big Brother oder doch Big Chance? INHALT
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prime news & market watch
> EuGH-Urteil bringt Austrian in schwere Turbulenzen 3 > Feature: Doomsday – der Kollaps der Zivilisation 4/5
> Das neue ORF-Programm im Lichte des Song Contest 8 > CAWI Print zeigt, wie sich Print beim Leser macht 9 retail
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marketing & media
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> Frischeranking: Merkur vor Interspar und Maximarkt 16 > Biofach NĂźrnberg: Vorschau 2015 und RĂźckblick 2014 17
Connected Life: Digitales Verhalten verstehen
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business weekend
> Graphen: „Super-Werkstoff“ revolutioniert E-Autos 28 > EZB-Zinsentscheidung wirft bange Fragen auf 36
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C OV E R
Freitag, 12. September 2014
Medienvertreter beim Launch der Apple Watch in Cupertino. Flexibles Retinadisplay, etliche Sensoren … nicht nur eine „smarte Uhr“, sondern ein „Computer am Handgelenk“. Allzu schön ist sie nicht, bemängeln Kritiker. Dafür sammelt sie Gesundheitsdaten. Und auch diese Tatsache ruft Kritiker auf den Plan.
Analyse Mobile Gesundheitsfeatures für Smartphones und Haustechnik bieten enorme Vorteile für Betreuung von chronisch Kranken
100.000 Gesundheits-Apps sammeln bereits fleißig Daten EU-Kommission und Datenschützer warnen vor Missbrauch von Gesundheitsdaten, die von über 100.000 Apps gesammelt werden. MARTIN RÜMMELE
Wien/Los Angeles. Der IT-Gigant Apple setzt auf einen sich bisher langsam entwickelnden Trend und könnte ihm damit wirklich zum Durchbruch verhelfen: E-Health für Endkunden via Smartphone und vor allem über die neue AppleWatch. Denn die neue Uhr hat neben allen anderen Möglichkeiten vor allem Features für Gesundheit, die auch das Herz von Präventionsexperten höher schlagen lassen: Zwei Apps für Gesundheit, Pulsmesser und digitales „Healthbook“ bietet die Apple Watch allen, die täglich Aktivität und Fitness messen sowie dokumentieren lassen wollen. Genau das ruft allerdings Datenschützer auf den Plan, denn nichts ist heikler als Gesundheitsdaten …
Streng nach „Healthbook“ Dabei klingt alles harmlos und wird wohl gerade Fitnessfans locken, die schon jetzt mit speziellen Apps etwa Schrittzähler installiert haben, um den täglichen Kalorienverbrauch zu messen. Die Apple Watch verfügt über Stoppuhr und Pulsmesser-Sensoren auf der Rückseite. Damit kann sich jeder sein individuelles Sportprogramm zusammenstellen, je nach Kondition und persönlichen Voraussetzungen. Die Apps kontrollieren und
messen die Aktivitäten. Die Daten werden im sogenannten Healthbook gesammelt und ausgewertet. Damit wird die Apple Watch zu einem digitalen Personal-Trainer. Sie erinnert den Träger, wenn er oder sie zu lange körperlich inaktiv war. Theoretisch können Nutzer die von der Uhr gesammelten Daten auch auf andere Fitness-Apps transferieren. Was auf den ersten Blick nach ungeahnten Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge klingt, weckt auch Skepsis. Selbst die EU-Kommission hat zuletzt gewarnt. Mehr als 100.000 Gesundheits-Apps gibt es derzeit, die Daten sammeln. Was damit passiert, ist unklar.
Woche vorgestellt worden ist, damit kombiniert: die Verwendung des Smartphones als Kreditkarte. Und welche Krankenversicherung wüsste nicht gern, was Versicherte so einkaufen und essen – und
Unterstützung chronisch Kranker geht. Dieser Tage wurden beim Europäischen Herzkongress in Barcelona Studien zur technischen Überwachung von Herzpatienten
Erfolge made in Österreich
Sag mir, was du isst … Wie sie ausgewertet werden, zeigte zuletzt eine deutsche Studie zum Thema Übergewicht. Da wurde bekannt, dass die Österreicher hinter den Deutschen und Niederländern bereits die drittschwersten EU-Bewohner sind. Knapp 80 kg bringen wir im Durchschnitt auf die Waage; die Daten dazu stammten nicht von Ärzten, Krankenkassen oder aus einer Umfrage, sondern waren Ergebnisse der Auswertung von Abnehm-Apps. Welche Dimension diese Szenarien annehmen könnten, offenbart sich, wenn man die zweite neue Apple-Entwicklung, die diese
ob und wie sie Fitness betreiben? Technisch stellt die Verknüpfung dieser Daten kein Problem dar. Umgekehrt bieten die neuen technischen Möglichkeiten auch Chancen – etwa, wenn es um die
Entwicklung Vom Start-up zur „Killerapplikation“: mySugr und Runtastic
© mySugr
© APA/EPA/Monica Davey
2 – medianet
Wien/Linz. Das oberösterreichische Start-up Runtastic punktet im Bereich ‚Mobile Fitnesshilfen‘: Dieser Tage präsentierte die Firma mit dem „Orbit“ einen Aktivitäts-Tracker, der Bewegungen, Fitnessaktivitäten und Schlafzeiten seiner Träger rund um die Uhr aufzeichnen kann. Mit der ebenfalls erhältlichen „Runtastic Me“-App (iOS und Android) wertet der Anwender diese Daten aus. Er erhält wertvolle Informationen, wie er sein Leben besser, gesünder und aktiver gestalten kann und, ganz generell, fitter wird. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2009 ist Runtastic kontinuierlich gewachsen; bis Juli 2014 wurden über 85 Mio. Runtastic-Apps heruntergeladen und 40 Mio. mySugr registrierte Nutzer generiert. hilft 90.000 Die mySugr GmbH, ein Wiener Start-up, das von zwei Diabetikern Typ-1-Diabetikern mitbegründet wurde, hat wiederum weltweit, ihre eine App entwickelt, die es für Diabetiker besonders Krankheit zu meistern. schnell und einfach macht, ihre diabetesrelevanten Daten zu notieren. Die Nutzer werden zusätzlich motiviert, diese dauerhaft in die App einzutragen. Dafür erhält man Punkte und wird im Programm von einem Avatar begleitet. Das Unternehmen kooperiert in der Zwischenzeit mit dem Pharmariesen Sanofi und Mobilfunkern wie T-Mobile. Produkte und Angebot wurden in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Mit einem innovativen Spielekonzept hilft mySugr mittlerweile über 90.000 Diabetikern weltweit dabei, den aufwendigen Diabetesalltag zu meistern und die Therapie zu optimieren.
C OV ER/ P R I M E NE W S
Freitag, 12. September 2014
medianet – 3
Austrian Airlines/Tyrolean Umstrittener „BetriebsĂźbergang“ am EuGH geplatzt
Teurer Tiefschlag
werden weniger Spitals-
Das Management hatte sich im Vorfeld auf Nachzahlungen eingestellt.
aufenthalte nĂśtig.“
Wien/Schwechat. Allzu lang konnte das Management der ehemals rot-weiĂ&#x;-roten Airline nicht durchatmen: Mit Stichtag gestern ist der Kern des Sparprogramms, das den Carrier wieder in die schwarzen Zahlen bringen sollte, wieder ernsthaft gefährdet: Auch bei einem BetriebsĂźbergang wirkt ein alter Kollektivvertrag nach, erklärte der EuGH am Donnerstag in einer Vorabentscheidung zum Streit zwischen Ă–GB und Wirtschaftskammer. Es ging um den umstrittenen Ăœbergang des fliegenden Personals von der AUA auf die kostengĂźnstigere Tyrolean von Mitte 2012. Nach dem Urteil des europäischen Gerichtshofs muss der Oberste Gerichtshof in Ă–sterreich die Letztentscheidung treffen. In der EuGH-Vorabentscheidung heiĂ&#x;t es: „Nach dem Ăœbergang erhält der Erwerber die in einem Kollektivvertrag vereinbarten Arbeitsbedingungen bis zur KĂźndigung oder zum Ablauf des Kollektivvertrags bzw. bis zum Inkrafttreten oder bis zur Anwendung eines anderen Kollektivvertrags in dem gleichen MaĂ&#x;e aufrecht, wie sie in dem Kollektivvertrag fĂźr den VeräuĂ&#x;erer vorgesehen waren. Die Mitgliedsstaaten kĂśnnen den Zeitraum der Aufrechterhaltung der Arbeitsbedingungen begrenzen, allerdings darf dieser nicht weniger als ein Jahr betragen.“ Ab den Mittagsstunden (und bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe)
Š Olivier Hoslet/EPA/picturedesk.com
NEELIE KROES, SCHEIDENDE EUKOMMISSARIN FĂœR GESUNDHEIT
zu Hause vorgestellt. Eine ähnliche Studie gibt es auch an der Uni Graz. Die spezielle Haustechnik kann beispielsweise ermĂśglichen, einen Herzschrittmacher zu prĂźfen; damit lieĂ&#x;en sich Kontrolluntersuchungen in Krankenhäusern deutlich reduzieren.
Smarte Spargedanken Auch Diabetiker kĂśnnen ihre Blutwerte mittels spezieller Ana-
lysefeatures fßr ihr Smartphone an den behandelnden Arzt schicken. Andere Apps etwa erinnern an die Einnahme von Medikamenten. Die EU hofft durch solche Entwicklungen in den kommenden Jahren bis zu 99 Mrd. ₏ in den Gesundheitssystemen einsparen zu kÜnnen (siehe unten). Offen sind allerdings Datenschutzbestimmungen, die helfen, die technischen MÜglichkeiten auch in geordnete Bahnen zu lenken.
ACHTUNG, DATENSCHUTZ! Die EU-Kommission ortet Verbesserungsbedarf bei Gesundheits-Apps, besonders in Sachen Datenschutz, und hat aus diesem Grund eine Ăśffentliche Befragung gestartet. Sie schätzt nämlich, dass weltweit bereits 100.000 Gesundheits-Apps im Einsatz sind, darunter Programme, die den Blutdruck messen oder Diabetiker bei der Dosierung ihres Insulins unterstĂźtzen, bis hin zu Apps, die Nutzern helfen sollen, ihr tägliches Sportprogramm durchzuhalten. Die EU ortet hier Vor- und Nachteile. Gerade Informationen zum kĂśrperlichen und geistigen Wohlbefinden seien sehr sensibel, und viele Apps sammeln und verarbeiten groĂ&#x;e Mengen
an eben jenen Daten. Und diese werden dann zu Geld gemacht. Denn die Daten lassen leicht RĂźckschlĂźsse auf die Gesundheit der User zu und sind damit heiĂ&#x; begehrt. Umgekehrt ist sich die Kommission auch der zahlreichen Vorteile der Apps durchaus bewusst; sie hofft, damit in den kommenden Jahren bis zu 99 Mrd. ₏ im Gesundheitswesen einzusparen. „Durch die mobile Gesundheitsversorgung werden weniger teure Krankenhausaufenthalte erforderlich“, erklärt die scheidende EUKommissarin fĂźr Digitales, Neelie Kroes. AuĂ&#x;erdem wĂźrden die Apps Nutzer sensibilieren und dazu bringen, stärker auf ihre Gesundheit zu achten.
Š APA/Robert Parigger
Gesundheitsversorgung
„Durch die mobile
Nach dem EuGH-Urteil hat in Sachen AUA/Tyrolean der OGH in Wien das letzte Wort.
tagte der Austrian-Aufsichtsrat. Den Bordbeschäftigten soll ein Vergleich abgerungen werden, um den mittlerweile bei den HÜchstrichtern angesiedelten millionenschweren Arbeitskonflikt beizulegen.
Es wird jedenfalls teuer Piloten und Flugbegleiter der AUA jedenfalls wurden am Donnerstag durch den EuGH-Spruch gestärkt. Die Arbeitnehmervertreter attackierten AUA-Konzernchef
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Jaan Albrecht scharf, sprachen sich aber zugleich dafßr aus, die Turbulenzen am Verhandlungstisch zu lÜsen. Von den rund 6.300 Beschäftigten der AUA (Stand Ende August) zählen rund 3.000 zum fliegenden Personal; das sind ca. 900 Piloten und Pilotinnen sowie 2.050 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen. Nach dem EuGH-Urteil hat der OGH in Wien das letzte Wort. Es gilt als sicher, dass der AUA hohe Nachzahlungen blßhen. (APA/red)
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Freitag, 12. September 2014
Š Panthermedia.net/Fernando Gregory
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F E ATUR E
Doomsday
Freitag, 12. September 2014
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Der Kollaps der Zivilisation Mathematiker errechnen die Möglichkeit für den Zusammenbruch der Gesellschaft. Die Han-Dynastie, das Römische Reich, Mesopotamien und das Alte Ägypten – hochkomplexe Gesellschaftsformen, deren Überreste heute hauptsächlich noch im Museum bewundert werden können. Wenn es nach einer US-Studie geht, wird auch der heutigen Gesellschaft in den kommenden Generationen ein ähnliches Szenario drohen.
D
Nachhaltigkeit der Neuzeit
Das unabhängige Forschungsprojekt basiert auf einem interdisziplinären „Human and Nature Dynamical“-Modell, das von einem Team, angeführt vom Mathematiker Safa Motesharrei von der US National Science Foundation, erarbeitet wurde. Das Modell wurde mit einem geringfügigen Zuschuss der US-Raumfahrtbehörde NASA geschaffen, aber die Studie wurde unabhängig durchgeführt. Die Aufzeichnungen sollen Motesharrei zufolge belegen, dass sogar fortgeschrittene, hochkomplexe Zivilisationen zusammenbrechen können, was natürlich auch Fragen über die Nachhaltigkeit der Neuzeit nach sich zieht: „Der Untergang des Römischen Reiches, der Han-Dynastie und des Gupta- und Maurya-Reiches zeugt von der Tatsache, dass hoch entwickelte, fortschrittliche, komplexe und kreative Zivilisationen sowohl zerbrechlich wie auch vergänglich sind“, so Motesharrei. Fünf Risiko-Faktoren für den Kollaps der menschlichen Zivilisation haben die Wissenschafter ausgemacht: Die Analyse der Entwicklung von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung
und Energieverbrauch ermöglicht Rückschlüsse auf die Stabilität des Wohlstands.
Die Anfänge Wenn diese fünf Faktoren so zusammenwirken, dass dabei zwei bestimmte Entwicklungen einsetzen, ist der Kollaps unausweichlich. Und diese beiden Entwicklungen sehen die Forscher in der heutigen Zeit als bereits eingetreten an: eine Überlastung der Ökosysteme durch zu hohen Verbrauch der globalen Ressourcen – bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beim Untergang aller großen Hochkulturen in den letzten 5.000 Jahren haben diese beiden Dynamiken eine zentrale Rolle gespielt. „Der kumulierte Überschuss ist nicht gleichmäßig in der gesamten Gesellschaft verbreitet, sondern wird von einer Elite kontrolliert. Die Masse der Bevölkerung, die einen Großteil des Reichtums herstellt, wird von dieser Elite in der Regel bei oder knapp über dem Existenzminimum gehalten“, schreibt Motesharrei. Und wer glaubt, eine Effizienzsteigerung der Ressourcennutzung würde das Wohl der heutigen Gesellschaft bedeuten, irrt: Der technologische Wandel – Stichwort Fracking – könne zwar die Effizienz bei der Ausbeutung natürlich vorkommender Bodenschätze steigern, so Motesharrei, gleichzeitig steigert er „die Ressourcennutzung durch diejenigen, die Kapital besitzen und erhöht damit wieder den Verbrauch durch diese Elite.“ Grundlage für die Studie war das vor knapp hundert Jahren erarbeitete Räuber-BeuteModell, die nach den beiden Urhebern sogenannte LotkaVolterra-Regel: Es beschreibt die Beziehungen zwischen der Population von Raub- und Beutetieren bei unbegrenztem Nahrungsangebot für die Beutetiere. Wenn die Anzahl der Beutetiere zunimmt, wird das Nahrungsangebot für die Jäger umfangreicher. Also werden mehr Raubtiere geboren, die wiederum so viel Beute schlagen, dass deren Anzahl abnimmt. Motesharrei und seine Kollegen haben die Raubtiere also durch Menschen ersetzt, die Beute ist der Verbrauch natürlicher Ressourcen. Es würde also je nach Anzahl der Raubtiere und Ressourcen zu einem ständigen Auf und Ab in der jeweiligen Dichte kommen. So wurde das Modell um zwei Punkte erweitert: Erstens führt die Ausbeutung der Natur nicht mehr unmittelbar zu einem Mangel, da die Menschheit heute in der Lage ist, Vorräte anzulegen; zweitens spalten sie die Bevölkerung Volk und Elite. Das gemeine Volk verbraucht
natürliche Ressourcen und produziert auf diese Weise Reichtum. Die Elite produziert nichts, konsumiert jedoch deutlich mehr Reichtum als das Volk. Da beide Gruppen hauptsächlich vom Reichtum leben, können beide Teile auch nach einem etwaigen Zusammenbruch der Natur noch eine gewisse Zeit weitermachen – bis es dann zum „Big Bang“ kommt. Motesharrei und seine Kollegen schließen daraus, dass unter den aktuellen Bedingungen „der Zusammenbruch schwer zu vermeiden“ ist. Ausgehend von ihrer pessimistischen Prognose, heißt es seitens der Forscher, dass alles unternommen werden müsse, um den Kollaps zumindest hinauszuzögern. Das Rezept dafür geben die Wissenschafter auch gleich mit: sparsamer mit den natürlichen Ressourcen umgehen, alternative Quellen suchen und, vor allem, auf eine faire Verteilung unter allen gesellschaftlichen Schichten achten.
weshalb nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, um ihre möglichen Szenarien zu entschlüsseln, und der Politik nicht zugetraut werden könne, dann auch die richtigen Entscheidungen zu treffen. David Spiegelhalter, Statistiker des Wissenschafterteams: „Ein Asteroiden-Einschlag ist eine existenzielle Gefahr für die Erde. Aber es gibt kaum etwas, was wir dagegen tun können. Diese Gefahren jedoch, die erst mit den neuesten Techno-
MA R TI N R EE S Astrophysiker und federführend bei der Erstellung der Doomsday-Liste
© Institute of Astronomy
CHRISTIAN HORVATH
ie industrielle Zivilisation steht vor dem Aus. Davon wird zumindest in einer teilweise auf Daten des NASA Goddard Space Flight Center beruhenden Studie ausgegangen. Demnach wird die Welt, wie wir sie kennen, in den kommenden Jahrzehnten aufgrund nicht nachhaltiger Ressourcennutzung und zunehmend ungleicher Vermögensverteilung zusammenbrechen. Und es ist nicht das Fehlverhalten einiger Personengruppen, das zu diesem Untergang führt – es liegt in der Natur unserer Gesellschaft. Unter der Prämisse, dass jener „Zusammenbruch“, vor dem schon so oft gewarnt wurde, dann meistens nicht eintrifft, und die Warnungen selbst ohnehin zumeist umstritten sind, hat die Studie versucht, überzeugende historische Daten zusammenzustellen, die zeigen, dass der Prozess von Aufstieg und Zusammenbruch ein immer wiederkehrender Zyklus in der Geschichte ist. Und, wie jeder, der in der Schule aufgepasst hat, weiß, sind die Fälle von schweren zivilisatorischen Unruhen aufgrund von jähen Zusammenbrüchen im Laufe der Jahrtausende durchaus üblich. Man denke an den Hellenismus, an die mesopotamischen Hochkulturen oder an das antike Rom – Hochkulturen, deren Reste heute nur noch im Museum zu bestaunen sind.
Doomsday List Während also in den USA die Apokalypse modelliert wird, haben sich in Großbritannien einige der besten Köpfe zusammengeschlossen, um die Menschen mit etwas Handfesterem zu konfrontieren: einer sogenannten „Doomsday-Liste“. Die Ende-der-Welt-Szenarien: Cyberattacken, Bioterrorismus, Nahrungsmittelknappheit, Pandemien und der Klimawandel. Die Liste kommt aus dem Studiencenter für existenzielle Risiken (Centre for the Study of Existential Risk), wie sich die Gruppe unter der Führung des ehemaligen Präsidenten der Royal Society, Martin Rees, nennt, der u.a. auch der bekannte Physiker Stephen Hawking angehört. Rees erklärte anlässlich der Vorstellung der Liste im September 2013, dass die jüngsten technologischen Fortschritte die Menschheit auf ganz neue Art anfällig machten. Die moderne Welt sei abhängig von Stromnetzen, Flugsicherung und internationalen Finanznetzwerken, die durch einzelne Pannen komplett zusammenbrechen können. „Eine Pandemie könnte sich mit der Geschwindigkeit eines Passagierjets verbreiten und würde für einen maximalen Effekt in den wachsenden Megastädten der Entwicklungsländer sorgen“, warnt der Astrophysiker. Soziale Medien könnten durch die Verbreitung von Gerüchten zu einer unmittelbaren Panik beitragen, „buchstäblich in Lichtgeschwindigkeit“, so Rees, der Kritikern auch gleich entgegentritt: „Einige werden diese Bedenken als übertrieben abtun; immerhin haben die Menschen seit Jahrtausenden trotz Stürmen, Erdbeben und der Pest überlebt.“ Aber die heutigen Bedrohungen sind gänzlich andere: Sie sind durchwegs neu,
„Die moderne Existenz ist gekennzeichnet von neuen Technologien, die uns auf vielerlei Art hilflos machen könnten. Diese Technologien können durch außergewöhnliche und umwälzende Ereignisse zum Stillstand gebracht werden und in einer Art Domino-Effekt das komplette moderne System beeinträchtigen.“ logien entstanden sind, sind um ein Vielfaches realer und uns wesentlich weniger bewusst.“ Natur- und Sozialwissenschafter in Cambridge arbeiten bereits mit Kollegen aus Oxford zusammen, um ein Forschungsprogramm auf die Beine zu stellen, das einen Querschnitt über diese existenziellen Bedrohungen geben soll, und um Möglichkeiten zu erarbeiten, diesen Bedrohungen allenfalls auch widerstehen zu können.
THE OP I NI ON
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Ein Jubiläum „Aber die nahezu allgemeine Verbreitung eines Glaubens beweist nicht, daĂ&#x; er gĂźltig oder auch nur sinnvoll ist, so wenig wie der allgemeine Glaube an Hexen oder Gespenster die GĂźltigkeit dieser Begriffe bewiesen hat. Womit wir es im Falle der ‚sozialen Gerechtigkeit‘ zu tun haben, ist einfach ein quasi-religiĂśser Aberglaube von der Art, daĂ&#x; wir ihn respektvoll in Frieden lassen sollten, solange er lediglich seine Anhänger glĂźcklich macht, den wir aber bekämpfen mĂźssen, wenn er zum Vorwand wird, gegen andere Menschen Zwang anzuwenden.“ Friedrich August von Hayek (Nobelpreis 1974) wusste, wie man Sozialromantikern jeglicher Couleur die Flausen austreibt ‌ Dass Ronald Reagan und dessen britisches Pendant, die Eiserne Lady, seine Thesen in einem gewagten Sozialexperiment als wirtschaftstheoretische Grundlage verwendeten, ist in diesen Ländern bis heute deutlich spĂźrbar. „Dass in die Ordnung einer Marktwirtschaft viel mehr Wissen von Tatsachen eingeht, als irgendein einzelner Mensch oder selbst irgendeine Orga-
MA KE R S NE TW O R K
medianet LEITARTIKEL
Treibt ihnen die Flausen aus! Der begnadete NationalÜkonom Friedrich August von Hayek im Spiegel der Spieltheorie – und boykottiert von der menschlichen Natur. SABINE BRETSCHNEIDER
nisation wissen kann, ist der entscheidende Grund, weshalb die Marktwirtschaft mehr leistet als irgendeine andere Wirtschaftsform.“ Auch der schĂśnste Finanzminister in rot-weiĂ&#x;-rot nahm gern Anleihen bei der Ikone der Neoliberalen – wobei Hayek sich selbst in dieser Beschreibung nicht erkannt hätte
– und erlÜste uns mittels eines Nulldefizits, dessen Nachbeben auch die Alpenrepublik immer noch erzittern lassen. Das Deutschlandradio bemßhte zu Anlass des Jubeljahrs kßrzlich den NoTrade-Lehrsatz: Wenn sich Preise entsprechend Angebot und Nachfrage frei bilden kÜnnen, und alle Verzerrungen
und Eingriffe von auĂ&#x;en unterbleiben, kann sich der Markt selbst regulieren – und sorgt fĂźr optimale Ressourcenverteilung (Hayek). Aber: Unter der Bedingung, dass alle Händler rational handeln und der Markt transparent ist, findet Ăźberhaupt kein Handel statt (Spieltheorie, angewendet auf den Kapitalmarkt).
Die Menschen, der Markt In der Praxis stimmt weder das eine noch das andere. Die handelnden Akteure sind Menschen, ergo sind sie nicht rational – und der Markt, unabhängig von diesen Akteuren, existiert nicht. Egal. Dass der Mensch dazu tendiert, auch das edelste Konzept zu zerstÜren, ändert nichts an dessen Qualität. Alles Gute, Friedrich August von Hayek!
Gastkommentar BÜrsengang des chinesischen Onlinehändlers Alibaba
Ultimative Wette auf China und eCommerce
ZI TAT D ES TA GES Hans-Werner Sinn, deutscher Ökonom, Präsident des Ifo-Instituts
GrĂśĂ&#x;er geht es kaum Der BĂśrsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba wird alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Die GrĂśĂ&#x;e, die Markenbekanntheit unter institutionellen Investoren, die Wachstumsraten und Profitabilität sind atemberaubend. GrĂśĂ&#x;er geht es kaum. Nach Monaten des Stillstandes auf dem IPO-Markt wird es ein gewaltiger BĂśrsengang sein. Investoren werden bei Chinas Transformation zu einer Konsumgesellschaft in den nächsten drei Dekaden unbedingt dabei sein wollen. Was ist nun das Besondere an dieser Mischung aus „Was ist das Besondere Amazon und eBay? Es ist das alles dominierende chinesische E-Commerce-Unternehmen, das mit seinen zwei an dieser Mischung grĂśĂ&#x;ten Webseiten Taobao und Tmall fĂźr mehr als die Hälfte der Paketzustellungen in China verantwortlich aus Amazon und eBay? ist – und das mit einem grĂśĂ&#x;eren Transaktionsvolumen als Amazon und eBay zusammen. Der Umsatz ist in dem Es ist das alles domiEnde Juni 2014 abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 46 Prozent gestiegen; die EBITDA-Marge ist von nierende chinesische 21 Prozent im Geschäftsjahr 2010 auf aktuell 58 Prozent geklettert.
Die EntrĂźstung Ăźber die Gesetze des Kapitalismus ist mĂźĂ&#x;ig. Auch wenn diese EntrĂźstung die Fallgesetze beträfe, hätte Gott dafĂźr nur ein mĂźdes Lächeln Ăźbrig.
E-Commerce-Unterneh-
Zweischneidige Bewertungen
Š Kapsch/APA-Fotoservice/Juhasz
„Es gibt heutzutage kein Unternehmen, das ohne ICT auskommt.“
Peter Garnry, Aktienstratege bei der Saxo Bank; www.saxobank.com
JO HN BR I S C O E , HA RVA R D S CHO O L OF P UBLI C HE A LTH, S . 60
Auf der Suche nach der ‚dritten Dimension‘ Viele Investoren sagten, dass Google, Facebook oder LinkedIn bei ihren BĂśrsengängen Ăźberteuert gewesen seien, doch am meisten hätten sie die ‚dritte Dimension‘ vermisst: die zukĂźnftige Wachstumsrate. Aus unserer Sicht sollten Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont Alibaba-Aktien mit der aktuellen Bewertung kaufen und somit auf China und den weltweiten E-Commerce in den nächsten Jahrzehnten setzen.
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„Es gibt keine LĂśsung der Wasserkrise fĂźr alle Ewigkeit.“
men, das (‌) fßr mehr
Aktienkäufe von Alibaba werden die ultimative Wette als die Hälfte der Paketauf Chinas Zukunft sein. 2013 hat die chinesische Internet-Nutzerzahl bei 618 Millionen gelegen und bis 2016 zustellungen in China wird ein Anstieg auf 790 Millionen erwartet. Die aktuelle Internetverbreitung in China liegt gerade einmal bei 46 verantwortlich ist.“ Prozent, im Vergleich zu 88 Prozent in den USA; auch hier liegen noch groĂ&#x;e WachstumsmĂśglichkeiten fĂźr Alibaba. PETER GARNRY, SAXO BANK Wir rechnen damit, dass die meisten groĂ&#x;en institutionellen Investoren mit globalen Aktienprodukten bei Alibaba einsteigen werden, aber es wird auch einige Debatten Ăźber die Bewertung des Unternehmens geben, und einige ‚Bären‘ werden den BĂśrsengang als einen Beweis fĂźr eine Blasenbildung in China und auf den Aktienmärkten werten. Auch ValueInvestoren werden wahrscheinlich dem IPO fernbleiben und auf die zu hohen Erwartungen und Vorabbewertungen verweisen.
HEUTE IM BUSINESS WEEKEND
Freitag, 12. September 2014
Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschlieĂ&#x;lich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf KĂźrzung vor.
Medienbeobachtung ,QIRV ZZZ FOLS DW ‡
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 7
PRINT-REICHWEITE
Aktuelle CAWI-Print-Zahlen von Genussmagazin bis Mitteilungsheft Seite 9
© Screenshot krone.at
© Panthermedia/Simanzik
marketing & media SPORT-KOOPERATION
GUTER ZWECK
Fußball-Highlights von Sky sind künftig auch auf krone.at abrufbar Seite 12
MCÖ im Dienste der Make A Wish-Foundation Seite 14 © Michael Jeuter
Das ORF-Programm im Lichte des Song Contest
© Wien Nord Werbeagentur
SHORT
© Fotostudio Michael Schuster
Eduard Böhler, Geschäftsführer der Agentur Wien Nord, verspürt aktuell vermehrte Neukundenanfragen und beobachtet verstärkte Aktivitäten in puncto Ausschreibungen. Diese Entwicklung untermauert auch Focus. So wird bis Jahresende ein Wachstum prognostiziert. Seite 12
© APA/EPA/Joerg Carstensen
Thomas Urban, Digital Manager MediaCom, launcht ein neues Produkt namens „Multiscreen“. Basierend auf einer eigenen Video-Player-Technologie, bietet man damit mobile BewegtbildWerbung an, die auch geräteübergreifend an die jeweiligen Zielgruppen ausgespielt werden kann. Seite 12
Der Sieg von Conchita Wurst beim Song Contest bringt den Event nächstes Jahr nach Wien – und prägt somit auch das Programm des ORF.
© Wundermann Frankfurt
ORF-Programmhighlights Als „Architektin des Fernsehens“ präsentiert ORFFernsehdirektorin Kathrin Zechner die kommenden programmlichen Highlights des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Im Fokus steht dabei natürlich der Eurovision Song Contest, für den nun weitere Details bekannt gegeben wurden. Seite 8
Ricardo-José Vybiral, CEO Wunderman Germany & Austria, sieht im Gastbeitrag die Digitalität als „Game Changer“. Die Herausforderung liege vor allem in kultureller Veränderung: „Kunden erwarten Dialogfähigkeit in erster Linie hinsichtlich der Geisteshaltung.“ Seite 13
Personalia Agiert als Head of Editorial Development
Florian Janousek verstärkt oe24
Lowe GGK führt die im Frühjahr gestartete kika Leiner-Kampagne fort. Seite 12
© oe24
© Lowe GGK
MEDIANET TV HEUTE
Florian Janousek war zuletzt als stv. Chefredakteur bei der News Networld.
Wien. Das oe24-Netzwerk verstärkt sich mit Florian Janousek als neuen Head of Editorial Development. Damit wird Janousek ab sofort die Weiterentwicklung der bestehenden Portale des oe24-Netzwerks vorantreiben sowie an der Konzeption neuer Online-Angebote – speziell auch im Mobile-Bereich – arbeiten. Angekündigt wurde eine große Entwicklungs-Offensive. Nach dem Studium der Publizistik startete Florian Janousek seine berufliche Laufbahn bei Pro7 in München. Seit 2003 war er bei der News Networld tätig, zuletzt in der Funktion als stellvertretender Chefredakteur. (red)
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C OV ER S TORY
8 – medianet
Freitag, 12. September 2014
ORF-Programmpräsentation Programmierung im Zeichen des Song Contests; Moderation wird Mitte Dezember verkündet
„Architektin des Fernsehens“ skizziert ihre Programmpläne Schwerpunkte zu historischen Jubiläen; dazu sportliche Großereignisse, jede Menge Kultur und multinationales Fiction-Angebot. JÜRGEN HOFER
Wien. Als „Architektin des Fernsehens und der Bilder“ bezeichnete sich ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner bei der Vorabpräsentation für Pressevertreter der kommenden TV-Highlights des öffentlich-rechtlichen Senders. Es gelte, wie beim Hausbau, die Bedürfnisse aller Beteiligten auszuloten und im finanziellen Rahmen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
„Ich wäre fehl am Platz, wenn ich nicht mehr keiten hätte.“ KATHRIN ZECHNER ORF-FERNSEHDIREKTORIN
© APA/Herbert Neubauer
Ideen als Möglich-
ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zeigt sich optimistisch, einen Großteil ihrer Vorstellungen umsetzen zu können.
Wie jedes Jahr hätten Zechner und ihr Team „zahllose Vorschläge“, wie man Fernsehbilder gestalten könne; „wie wir diese Ideen priorisieren, richtet sich natürlich nach dem Finanzplan“, führte Zechner weiter aus. „Es sind mehr Ideen da, als wir finanzielle Möglichkeiten haben, und mir blutet das Herz, weil es noch mehr an tollem Programm geben könnte“, gestand sich Zechner als Fernsehdirektorin auch ein, stets „alles probieren zu wollen; ich wäre fehl am Platz, wenn ich nicht mehr Ideen als Möglichkeiten hätte.“ Die Priorisierung und Realisierung der programmlichen Inhalte sei stets eine Auseinandersetzung mit dem Finanzdirektor, aber ebenso auch stets hochprofessionell.
Für die aktuellen Planungen des Programms zeigte sich Zechner zuversichtlich, „mehr als das Ihnen heute Gezeigte“ auch tatsächlich realisieren und on air bringen zu können; die Vorstellungen und Vorgaben von Generaldirektor Alexander Wrabetz, Finanzdirektor Richard Grasl und eben Zechner selbst lägen „machbar“ auseinander. Ein gewichtiger Posten enftällt dabei auf den Mega-Event Eurovision Song Contest, den der ORF ja 2015 ausrichtet. „Der Song Contest ist keine Last, sondern ein Geschenk“, blickt Zechner freudvoll auf die größte Unterhaltungsshow im TV-Business und betont erneut, dass dieser nicht in den Rest des Budgets eingreife. Die Kosten für
Sonderausgabe Zum vierten Mal auf über 90 Seiten
Olympia in Sotschi im Vorjahr, ebenso ein Sonderprojekt und -posten wie der Song Contest, würden eben diesen abdecken.
lingual. Ihre innere Stimme habe bereits eine konkrete Vorstellung, präsentiert werden die Moderatoren am 15. Dezember. Als Warm-up zum Song Contest ersetzt die österreichische Vorausscheidung zur Bestimmung der Nachfolge von Conchita Wurst an acht bis zehn Hauptabenden die Frühjahrsausgabe von „Dancing Stars“, zum Mega-Event kommen neben vier Hauptabenden mit Semifinali und Finale begleitende Programme auf allen Sendern.
Das Land erhebt die Stimme Hierbei laufen die Vorbereitungen; nach der Nominierung des Kernteams werde man noch diesen Monat weitere Punkte wie die Story des Song Contests fixieren. „Dieses Land erhebt die Stimme“, nennt Zechner als Motto; man wolle die Geschichte erzählen, „dass unser Land seine Stimme erhebt – musikalisch wie gesellschaftlich“. Aus diesen Erzählbögen würde sich dann auch die Moderation ergeben. Bedingung Zechners: österreichische Nationalität und multi-
Neues ORFeins-Dokuformat Weitere Pläne der Architektin zum kommenden TV-Jahr: Im Bereich der Information stehen Schwerpunkte zu den fünf Land-
Video on Demand Neues Design und neue Welten
tagswahlen an, zudem zelebriert man programmlich Jubiläen wie 70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg, 60 Jahre Staatsvertrag oder 20 Jahre EU-Beitritt. Neue Akzente setzt der ORF mit dok.eins als Dokuschiene auf ORF Eins; pilotiert wurden zwei 90minütige Reportagen mit Ex-Wahlfahrer Hanno Settele – eine Weiterführung sei laut Zechner bei Finanzierbarkeit möglich. Sportlich gibt sich der öffentlich-rechtliche Sender nicht nur bei der Nordischen und Alpinen Ski-Weltmeiterschaft sowie der Snowboard- und Freestyle-WM am Kreischberg, sondern auch mit der gewohnten Coverage der Motorsport-Königsklasse Formel 1 und den Spielen des österreichischen Nationalteams. Neu im Kader ist dann ab Sommer die UEFA-Champions League, deren Rechte nach dreijähriger Absenz von Puls 4 wieder zum ORF wandern. Im Segment der Fiction basiert das ORF-Programm-Haus auf internationalen Blockbustern und Top-Serien wie „House of Cards“; ebenso wie auf heimischen Produktionen wie „Das finstere Tal“ oder Ulrich Seidls „Paradies“-Trilogie. Dazu gibt es viel Humor mit „Bad Fucking“ und mächtig Gas in der Niki Lauda-Verfilmung „Rush“. Im Bereich der Serien sind die desperaten „Vorstadtweiber“ ebenso geplant wie die bereits angelaufene Verfilmung von David Schalkos „Braunschlag“-Nachfolger „Altes Geld“ mit Nicholas Ofczarek.
Von Bregenz bis Wien Schwerpunkte setzt der ORF erneut in der Kultur und wartet mit Klassikern wie Salzburger und Bregenzer Festspielen über Neujahrskonzert und Opernball bis hin zu „Christmas in Vienna“ auf.
Förderung Kunst
„Schaufenster“: Lebensart & Mode maxdome: neues Erscheinungsbild Ö1-Stipendium
Das Schaufenster der Tageszeitung Presse als 90seitige Sonderausgabe.
Wien. „Familiärer, übersichtlicher und mit deutlich mehr Inhalten“, so präsentiert sich laut Aussendung das neue maxdome. Bei der Umsetzung des Video on DemandAngebots der ProSiebenSat.1Puls4Gruppe standen ein neues Design sowie die neue Angebotsgestaltung im Vordergrund. Damit stellt sich die OnlineVideothek jetzt in drei verschiedenen Erlebniswelten dar. Zudem hat man über 80 Staffeln von TopUS-Serien neu im Portfolio. maxdome trennt ab sofort sein Angebot in die Bereiche „maxdome Monatspaket“, „maxdome Store“ und „maxdome Live“. „maxdome Monatspaket“ steht für über 50.000 Inhalte, die für 7,99 € inklusive HD im Monatspaket enthalten sind. Im maxdome Store finden Abonnenten darüber hinaus die neusten Spielfilme und Serien, die aus lizenzrechtlichen Gründen noch nicht im Monatspaket zur Verfügung stehen. Kunden, die ohne Abonnement Video-on-Demand nutzen möchten, finden im maxdome Store eine Auswahl von über 60.000 Inhalten, die als Einzelabruf angeboten werden.
„Wir haben uns in den vergangenen Monaten noch einmal intensiv mit dem Produkt auseinandergesetzt und eine hohe Summe in Marktforschung und Testing investiert“, so Andreas Heyden, Geschäftsführer von maxdome. „Nie war maxdome familienfreundlicher als heute. Wir haben unseren Kunden sehr gut zugehört und die gewonnenen Erkenntnisse direkt in die neue Generation maxdome einfließen lassen.“ (red)
© Screenshots www.maxdome.at
Handschrift in den Bereichen Mode, Kultur, Design, Gourmet und Kosmetik wendet sich das Schaufenster auch mit seinem Trendheft an eine breite Leserschaft. „Das Schaufenster bleibt seiner Identität als Kultur- und Lifestylemagazin treu. Die Balance von Inhalten aus allen Bereichen der gehobenen Lebensart ist unsere Mission“, unterstreicht der verantwortliche Schaufenster-Chefredakteur Daniel Kalt. (red)
© Die Presse
Wien. Das Schaufenster-Trendheft der Tageszeitung Die Presse erscheint am 12. September, die Redaktion präsentiert damit bereits zum vierten Mal in einer Sonderausgabe Highlights aus Mode, Design, Gourmet und Kultur. Das neue Schaufenster-Trendheft widmet sich wieder ganz der Mode und der gehobenen Lebensart. Auf über 90 Seiten warten außergewöhnliche Modestrecken, exklusive Interviews und ausführlich recherchierte Artikel auf die Leser. „Das Schaufenster ist die schönste und vor allem inhaltsstärkste Beilage einer Tageszeitung in Österreich“, sagt Presse-Chefredakteur Rainer Nowak. „Dass wir mit so gelungenen Schwerpunktausgaben unser Angebot an die Leser weiter vergrößern, zeugt von der hohen Kompetenz der Redaktion im Magazinbereich.“ „Aus Liebe zum Lifestyle und Leidenschaft für das Handwerk Journalismus“ entstand laut Aussendung die neueste Ausgabe des Schaufenster-Trendhefts, das sich einem breiten thematischen Spektrum widmet. Als MultipleInterest-Magazin mit einer klaren
Die Video on Demand-Plattform maxdome präsentiert sich rundum erneuert.
Wien. Hannah Lisa Kunyik ist die heurige Siegerin des mit 10.000 € dotierten Ö1 Talentestipendiums für bildende Kunst. Die Wienerin studiert an der Akademie der Bildenden Künste Wien Video und Videoinstallation.
Hoch dotierte Unterstützung Neben dem mit 5.000 € dotierten Förderpreis, den heuer Daniela Zeilinger erhält, wurde erstmals ein undotierter Publikumspreis vergeben, für den Hörer per OnlineVoting abstimmen konnten; dabei setzte sich die Linzerin Corinna Rudlstorfer durch. Sie studiert Bildhauerei an der Kunstuniverität Linz und erhält somit – neben den anderen beiden Gewinnerinnen – die Möglichkeit, ihre Werke in der Wiener Galerie Hilger Next zu präsentieren. Die Linzerin Zeilinger, die den Förderpreis der Karl-Anton-WolfStiftung erhält, studiert Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Die Nachwuchs-Förderung wurde mit Unterstützung der Bank Austria zum siebenten Mal vergeben. (APA)
Freitag, 12. September 2014
MAR K E TI NG & ME D I EN
medianet – 9
Studie Ein Reichweiteninstrument nimmt die österreichische Special Interest-Printlandschaft bereits zum neunten Mal unter die Lupe
Status quo: Print-Reichweite Vom Genussmagazin bis zum „Mitteilungsheft“: CAWI Print zeigt, wie sich Print beim Leser macht. Wien. Magazine und „Mitteilungshefte“ haben eines gemeinsam: Sie werden beide in der CAWI PrintStudie unter den 29 teilnehmenden Special Interest-Medien, Kundenund Mitgliederzeitschriften sowie speziellen Printprodukten erfasst. Wie viele der 14- bis 65-jährigen Österreicher lesen momentan ein bestimmtes Magazin? Was sind die besonderen Interessensgebiete dieser Leserschaft? Fragen wie diesen geht das seit 2006 jährlich durchgeführte Reichweiteninstrument CAWI-Print nach und kann nun zum neunten Mal auf Initiative von GfK Austria und TMC nationale wie regionale Reichweitenergebnisse präsentieren.
samtbevölkerung zwischen 14 und 65 Jahren, was annähernd 5,9 Mio. Personen entspricht. Einspurig fährt die Erhebung dabei nicht: Anhand des RecentReading-Modells wurde die Bekanntheit einer Zeitschrift durch Vorlage ihres Logos gestützt abgefragt und daraufhin der Leser pro Ausgabe (LPA) errechnet. Zusätzlich wurde Gebrauch vom Specific Issue-Modell gemacht und die Titelblätter der letzten zwei Ausgaben vorgezeigt. Die Ergebnisse können ab Oktober in einem Kundenbericht zum Nachschlagen unter media@tmc.at angefordert werden.
HAUPTE R GE BNI S SE P R I NTM E D I E N: KOMBI W E RTE
Genuss Magazin/wein.pur Land der Berge/Universum Mediamagazin/Saturn Magazin happy baby guide „Baby’s 1. Jahr“/„Meine Schwangerschaft“ Mein Mitteilungsheft Volksschule/Mitteilungsheft Hauptschule
in % 3,0 4,9 6,7 3,8 4,4
in 1.000 175 286 393 222 256
in % 36,5 6,9 2,6 2,2 2,6 2,2 1,8
in 1.000 2.139 403 151 126 150 130 103
S PE Z I E LL E P R I NT P ROD UK TE
kuvert (2x/Woche) ballguide (1x/Jahr) happy baby guide „Baby’s 1. Jahr“ (1x/Jahr) happy baby guide „Meine Schwangerschaft“ (1x/Jahr) Mein Mitteilungsheft Volksschule (2x/Jahr) Mein Mitteilungsheft Hauptschule (1x/Jahr) Sunny Familien – Freizeitplaner (2x/Jahr)
© Panthermedia.net/Jacky Simanzik
DANIELA LINDNER
Den Print-Medienkonsum in Österreich erhebt die aktuelle CAWI Print.
Doppelt hält besser Als erste österreichische Printstudie, die auf Basis von OnlineInterviews erstellt wird, wurden Anfang März bis Ende Juni diesen Jahres 5.000 Interviews durchgeführt, repräsentativ für die GePR I NT NATI O NA L
active beauty Bühne fratz&co friends Frisch gekocht Garten + Haus Genuss Magazin wein.pur Golfrevue Ikea Family live Land der Berge Libro Magazin Mediamagazin Reise aktuell Saturn Magazin Skip c.l.a.s.s. Spar Mahlzeit! Sport aktiv !ticket Universum Volume
in % 15,5 1,5 2,1 12,3 18,2 2,1 1,8 1,6 1,1 2,5 1,3 12,0 4,2 1,6 3,2 2,9 22,1 1,9 1,4 3,8 1,5
in 1.000 907 91 122 724 1.065 124 104 94 65 149 75 703 246 91 188 168 1.298 113 82 224 86
PR Meinungsforschung
Etatvergabe Wien. Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien vergibt einen Etat für die Befragung von Auftraggebern von PR-Dienstleistungen an ein Meinungsforschungsinstitut. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 19. September. „Wir möchten durch die Befragung Trends und Erwartungshaltungen in Unternehmen zeitgerecht erkennen und Unternehmer hinsichtlich ihrer Einschätzung der Bedeutung von PR befragen“, so Birgit KraftKinz, Fachgruppen-Obfrau. Masters of Sex 2. Staffel ab September
Boardwalk Empire 5. Staffel ab September
The Walking Dead 5. Staffel ab Oktober
Ob unterwegs oder gemütlich auf der Couch, nur mit Sky Go haben Sie die größte Auswahl preisgekrönter Serien, zeitgleich mit dem US-Start. Und das nicht nur auf Ihrem Fernseher, sondern auch im Web, auf Ihrem Computer, am iPad, iPhone, iPod touch oder auf der Xbox 360. © FG Werbung/Peter Svec
Infos auf sky.at/skygo oder im Fachhandel. *Mit Sky Go können Kunden bei Abschluss eines Sky Abonnements einzelne Inhalte des Abonnements über Web, iPad, iPhone oder Xbox 360 empfangen. Die sichtbaren Inhalte richten sich nach den abonnierten Paketen und der Verfügbarkeit auf dem Gerät. Für Xbox 360 und Geräte mit iOS5 oder älter steht nur ein eingeschränkter Funktionsumfang zur Verfügung. (Weitere Infos: http://www.sky.at/web/cms/de/sky-go-faq.jsp ). Für iPad und iPhone ist WiFi oder 3G erforderlich. Abonnementverträge über UPC sind ausgenommen. Empfang nur in Österreich und Deutschland. Stand: August 2014. Sky Österreich Fernsehen GmbH, Schönbrunner Straße 297/2, 1120 Wien. © AMC Film Holdings LLC., © 2014 Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc., © Showtime, LLC. © move121
Kraft-Kinz, WKW-Obfrau der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation.
BUS I NE S S P R OMOTI ON
10 – medianet
Freitag, 12. September 2014
Entertainmentsender weiter auf Erfolgskurs Starke Charaktere in Show und Serie; Qualität bringt Quote
Mit neuen Formaten unverkennbar Flagge zeigen VOX schärft sein Profil und baut seine Programmsäulen aus: Hochwertige Fiction, VOX-Fernsehikonen und aufwendige Fernseh-Features warten auf die österreichische Fernsehgemeinde – und natürlich die heimische Werbewirtschaft. Kommentar Mut zu neuen Formaten, frische Programmvielfalt
2. STAFFEL: SING MEINEN SONG – DAS TAUSCHKONZERT
Bernd Reichart, VOX-Geschäftsführer. Bern
Kommentar Qualität als Basis nachhaltigen Wachstums
„Beste Unterhaltung“ Unterh
© IP Österreich
Wien. Wir als Vermarkter haben große Freude mit VOX. V Der Sender steigert jährlich seinen sei Marktanteil und gewinnt dabei kontinuierlich kontin an Stärke. Basis dieses nachhaltigen Wachstums ist die hohe Qualität des Programms. Für den wachsend wachsenden Erfolg spielt aber sicher immer wiederkehrende Österauch der imm reich-Bezug, etwa mit Andreas Gabalier als Teilnehmer in „Sing meinen Song – D Das Tauschkonzert“ oder die „Shopping Queen“ in Wien, eine „Shoppin Rolle. V VOX stärkt kontinuierlich seine Ko Kompetenzen und liefert ein interess interessantes und überzeugendes Prog Programm. VOX ist beste Unterhaltung auf hohem Niveau. Wir freuen uns u auf die gemeinsame TV-Saison 2014/2015. TV-S
Interpretationsgeschick, viel Gefühl und Gesang, der unter die Haut geht: Mit dem frischen, mehrteiligen Musik-Format Sing meinen Song – Das Tauschkonzert bat Xavier Naidoo in der letzten VOX-Saison sechs deutschsprachige Künstler zum ultimativen Gipfeltreffen in den Süden Afrikas! Im Reisegepäck hatten die Stars unterschiedlichster Musikgenres ihre Geschichten, Anekdoten und persönlichen Erlebnisse – und natürlich ihre allergrößten Hits. Die musikalische Reisegruppe lockte ein Millionenpublikum vor die Fernsehschirme und sorgte auch in den Charts für Furore. Das gleichnamige Album der bunten Truppe – mit dabei waren Sarah Connor, Andreas Gabalier, Sasha, Roger Cicero, Sandra Nasic und Gregor Meyle – errang Platinstatus. Kein Wunder also, dass mit Sing meinen Song – Das Tauschkonzert 2015 die musikalische Event-Reihe schon im nächsten Jahr fortgesetzt wird. © VOX/Naidoo Records/Alexander Laljak
© VOX/Guido Lange
Köln. Ich fre freue mich sehr, dass die Zuschauer zuletzt unseren Mut bei neuen Formaten wie unse „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ belohnt haben. habe Gestärkt durch diese Erfahrung, wollen wir diesen Weg in der neuen Season d weitergehen. Neben den bereits etablierten Qualitätsprogrammen werden wir mit Qualitätsprogram international internationa erfolgreichen Show-Formaten wie „Die Höhle der Löwen“ oder „Game of Chefs“ u und neuen Serien-Genres wie der Highland-Saga „Outlander“ auch weiter Highland wagen, um den Zuschauern ein Neues wa noch vielfältigeres Entertainmentvie Prog Programm anbieten zu können.
© VOX
„Wagen „Wag gen wied wieder Neues“
„Volume 2“ orientiert sich eng am Original: Während sich die Musiker tagsüber sportlich auspowern oder beim gemeinsamen Kochen relaxen, werden abends die Songs eines Musikkollegen gecovert. Jeden Abend steht ein anderer Künstler mit seinen größten Hits im Mittelpunkt; er kürt auch die Coverversion, die ihm am besten gefallen hat. Als Gastgeber erneut mit an Bord ist Sänger und Produzent Xavier Naidoo. Auch Moderatorin Jeannine Michaelsen geht wieder mit auf die musikalische Reise. In der Dokumentationsreihe zum Musik-Event begleitet sie die Stars auf ihren Lebensstationen und führt sie zurück zu beruflichen Weggabelungen. Bevor die nächste Generation startet, gibts ein Wiedersehen mit den Stars der ersten Staffel – und zwar in Österreich: In der einmaligen Ausgabe Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert interpretieren die Künstler ihre ganz persönlichen LieblingsWeihnachtslieder vor romantischer Kulisse.
Walter Zinggl, Geschäftsführer IP Österreich.
DANIELA KATZENBERGER – NATÜRLICH SCHÖN
SECRET DANCER
GRILL DEN HENSSLER
© VOX/Timmo Schreiber
© VOX/Bernd-Michael Maurer
2 PROFIS FÜR 4 RÄDER Frischer Blick unter die Motorhaube: Diesen Herbst kommen die Auto-Profis Sidney Hoffmann und Jean Pierre Kraemer bei VOX voll auf Touren. In der Gebrauchtwagen-Doku 2 Profis für 4 Räder suchen die Top-Tuner nach passende Gebrauchtwagen für die TV-Community. Einziger Bremsklotz: die begrenzten Budgets. Die Automaniacs verraten dabei Tipps und Tricks, enttarnen so manchen „Verkäuferschmäh“ und zeigen, dass man auch für weniger Geld gute Gebrauchte finden kann.
Zwei linke Füße, kein Taktgefühl und auch sonst am Parkett auf verlorenem Posten? Wäre eigentlich kein Problem, würde man nicht unbedingt für seine Liebsten zum „Dancing Star“ mutieren wollen: Für alle Unverbesserlichen ist jetzt Star-Choreograf und Streetdance-Coach Dennis Jauch zur Stelle. In Secret Dancer, dem neuen Erfolgsformat aus England, trainiert er mit viel Herzblut Groß und Klein für den bewegenden Auftritt. Resultat: Moves und Momente der Leidenschaft.
© VOX
© VOX/99pro Media/schoko auge
Dass blond nicht gleich blöd ist, hat die Katze längst unter Beweis gestellt. Mit neuem Format forscht der strahlende Fixstern am VOX-Himmel nun weltweit nach regionalen Beauty-Rezepten: In Daniela Katzenberger – natürlich schön lässt sich die schlagfertige Pfälzerin jenseits von Rhein und Malle in Sachen Anmut und Liebreiz schulen. Dabei scheut sie keine Eigenexperimente und wird feststellen, dass selbst sie ihr Know-how noch auffrischen kann.
Weiterhin keine Weit Jausenge Jausengegner für den Starkoch, viel viele rauchende Töpf davor Töpfe, motivierte Promis, die darin ihr ganz eigenes Süppchen koch kochen – und ein frisch geba-
ckenes Jury-Mitglied. Grill den Henssler meldet sich mit einer heißen Küchenmannschaft zurück. Den Löffel schwingen u.a. die ehemalige First Lady Bettina Wulff, Eisschnellläuferin Anni Friesinger, Moderatorin Verona Pooth oder Musiker Thomas Anders. Neben Manager und Genießer Reiner Calmund sowie Hotel- und Gastrokritiker Heinz Horrmann entscheidet erstmals Profi-Sommelière Natalie Lumpp, wer auf den Punkt garen oder braten kann – oder einfach den Mund zu voll genommen hat.
BUS I NE S S P R OMOTI ON
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Klar positioniert Der Qualitätssender drückt dem deutschsprachigen TV seinen eigenen Stempel auf
Stars, Staffelstarts und aktuelle Serienhighlights
Künstler, Köche, Kenner
Die VOX-Serien bekommen Verstärkung durch spektakuläre USProduktionen. Am Start sind die Highland-Saga Outlander, Perception und Dracula. Außerdem stehen neue Staffeln von Grimm, Rizzoli & Isles und Suits am Programm. Auch Musik-History wird geschrieben; vierstündige Dokumentationen für den Samstagabend sind wieder fest eingeplant. Mit Spielfilm-Doku-Kombinationen rund um Erfolgsautor Stephen King und Hollywoodstar Marilyn Monroe geht man unter die TV-Biografen. Zeitgeschichte steht beim großen Thementag zum Ende des Zweiten Weltkriegs am Programm: Im Mai 2015 erzählt VOX private Geschichten und ganz persönliche Schicksale aus den letzten Kriegsmonaten und zeigt spektakuläres, amerikanisches Farbfilmmaterial.
Serienstart, Doku-Schmiede
Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, der Überraschungserfolg aus dem letzten Frühjahr, startet mit neuen Stimmen und frischer Performance-Power in die zweite Runde. Auch in der Show-Küche wird das Feuer neu entfacht: TV-Kost vom Feinsten serviert der Sender mit Grill den Henssler. Game of Chefs – das neue Kulinarik-Casting – lässt nichts anbrennen; VOX verspricht schon jetzt: So emotional und authentisch wurde im deutschsprachigen Fernsehen noch nie gekocht! Zudem entführt VOX in Die Höhle der Löwen: Angehenden Jungunternehmern wird die Chance geboten, ihre beruflichen Ideen in klingende Münze umzusetzen – vorausgesetzt, die Investoren stimmen zu.
Mythen, Mirakel und Magie: Marilyn Monroe bewegte ein Millionenpublikum. VOX zeigt die wahre Norma Jeane Mortenson.
70 Jahre Kriegsende: Zeitzeuge, Bundesminister und Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher zu Gast im großen VOX-Special.
Fünf Frauen, fünf Tage, fünfmal mal die Suche nach dem optima-len Outfit – Glückwunsch zur 500. Folge! Diese Woche feiert das freche Fashion-Format Shopping ping Queen sein rundes Jubiläum. m. Unter den strengen Blicken, teils humorvollen, zuweilen aber auch spritzigen zigen Kommentaren von Designer Guido Maria Kretschmer tritt auch zum Special ein Damenquintett nquintett an, um nach Herzenslust zu shoppen en – und sich gegenseitig die Show zu stehlen. Diesmal ist der Tross in Düsseldorf zu Gast – Motto: to: „Jubel, Trubel, Designerstück! Kreiere den perfekten erfekten Look zur Lederder jacke aus meiner Kollektion!“ ion!“ Ehrensache, dass
Mister Mode bei seiner Eigenkreation M die Latte besonders hoch legt. Das ahnen auch die mehr oder weniger stilsicheren Damen, deren Shopping-Eifer kaum zu bremsen ist. Doch der Einsatz in den Modeboutiquen und am Catwalk zahlt sich wirklich aus: Die glückliche Gewinnerin kassiert natürlich Gewi ihre 1.000 € Shopping-Geld, darf sich über einen Trip in eine europäische Metropole für zwei Personen freuen und nimmt als ganz großes Dankeschön die maßgeschneiderte Lederjacke von Guido gesc gleich mit m nach Hause.
PERCEPTION
© VOX/ABC Studios
zerreißende Spezialfälle“ hinzugezogen wird. Der C Dozent der Chicago Lake Michigan University, der selb von paranoiselbst den Schüben und Halluzinationen geplagt wird, wandelt dabei auf schmalem Grat zwischen Wahn und Sinn. s An seiner Seite: die imaginär imaginäre Freundin „Natalie „Natalie“, die ihn feinsinnig uunterstützt.
Eine Wanderin zwischen den Welten, den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs und des Zweiten Jakobitenaufstands, erobert den Fantasy-Fernsehglobus: Erst Anfang August feierte die Serie um die junge Engländerin Claire Randall und den schottischen Freiheitskämpfer Jamie Fraser in den USA ihre Weltpremiere. Im Frühjahr 2015 steht die Verfilmung der Highlandsaga Outlander aus der Feder von Kultautorin Diana Gabaldon bereits als deutschsprachige Premiere bei VOX am Programm.
DRACULA
© VOX/NBC Universal
VOX-Serienstart für ein nicht erikanisches alltägliches, amerikanisches Crime-Format:: Ab 8. Oktober schlüpft Eric McCormack Cormack in Perception in die Rolle des talentierten, ten, ch aber psychisch kranken Neuropsychologen Dr. Daniel Pierce, der von seiner ehemaligen Schülerin Kate Morettiti ook), (Rachael Leigh Cook), die nun im Dienstt des nervenFBI steht, für „nerven-
OUTLANDER
© VOX/Benno Kraehahn, VOX/Constantin Ent.
SHOPPING QUEEN
Übernatürlich, unsterblich, britisch-bissig: Noch in diesem TV-Jahr startet das bildgewaltige Serien-Event Dracula, eine Gemeinschaftsproduktion von NBC und Sky Living, mit dem charismatischen Golden-Globe-Gewinner Jonathan Rhys Meyers in der Hauptrolle. Die Produzenten der preisgekrönten TV-Serie Downton Abbey versetzen dabei Bram Stokers düstere Ikone ins späte 19. Jahrhundert. Im viktorianischen London übt sich der König der Vampire als Alexander Grayson in der Rolle eines amerikanischen Unternehmers und Vertreters der modernen Wissenschaften. Doch nicht der Fortschrittsglaube, sondern der Wunsch nach Vergeltung für sein verfluchtes Dasein treibt ihn in die feine Gesellschaft. Sein blutiges Ziel: der Orden des Drachen.
© VOX/Sony Pictures Television Inc.
Fortgesetzt wird die erfolgreiche Doku-Soap mit Designer Guido Maria Kretschmer. Die beliebte, ewig junge und quotenstarke Shopping Queen feiert ihr „Golden Jubilee“ – und dankt auch 2015 nicht ab. Hunde-Profi Martin Rütter bleibt den Fans treu, die neue Staffel startet schon morgen. Tierische News ganz anderer Art liefert die Katze; Kultblondine Daniela geht auf globale Beauty-Tour. Auch die Autoliebhaber sind am VOX-Radar: Gas geben will man mit 2 Profis für 4 Räder.
© VOX
Köln/Wien. Unique Formate mit einer klaren Handschrift – ehrlich, konsequent und hochqualitativ umgesetzt –, das Beste vom internationalen Serienmarkt und VOX-Stars, die Charakter und Profil zeigen: Der breit aufgestellte Entertainment-Sender entwickelt seinen Markenkern weiter, schlägt dabei alte wie neue Töne an und tanzt sich 2014/2015 abseits des klischeebeladenen TVBallrooms warm. Detailverliebte Dokus und Themenabende komplettieren die neue Programmperiode. VOX verspricht einmal mehr „hintergründige Hingucker“.
© VOX/Ascot Elite Filmverleih
Eigenproduktionen machen mittlerweile rund 70 Prozent der Programminhalte aus – Tendenz steigend. VOX präsentiert neues aus der Showküche, frische Farbtupfer am Doku-Soap-Himmel und Dokumentationen mit Tiefgang.
MA R K ETI NG & MED I E N
12 – medianet
© AUVA/Nesvadba
Unique für die neue AUVA-Kampagne
AUVA- und Unique-Verantwortliche präsentieren die aktuellen Sujets.
Wien. Über 41% aller Arbeitsunfälle haben laut AUVA eine Handverletzung zur Folge. Die Hand sei aber das wichtigste Werkzeug des Menschen. Ziel der neuen AUVA-Kampagne „Hände gut, alles gut“ – realisiert von der Werbeagentur Unique – ist es daher, die Zahl der Handverletzungen dauerhaft zu senken und – sollte dennoch ein Unfall geschehen – das Wissen über die Erste-HilfeMaßnahmen zu verbessern. Mit der Kampagne will die AUVA Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Schüler gezielt erreichen, aber auch die breite Öffentlichkeit soll angesprochen werden.
© Lowe GGK
Lowe GGK führen kika Leiner-Kampagne fort
Thomas Stipsits und Andreas Kiendl erneut als Kampagnen-Testimonial.
Wien. Nach dem erfolgreichen Kampagnenstart im Frühjahr mit laut Aussendung „exzellenten Testergebnissen“ der neuen Kampagne setzt kika Leiner seine TV-Offensive im Herbst fort. Thomas Stipsits und Andreas Kiendl stehen weiterhin im Zentrum des neuen, impactstarken Werbeformats von Lowe GGK und erfüllen Wohnwünsche der Österreicher. (red)
Werber optimistisch bei Neukunden-Geschäft Focus-Prognose: Maximal zwei Prozent Wachstum bis Jahresende bei den Werbespendings. ERIKA HOFBAUER
Wien. Die heimische Werbebranche ist unerschütterlich optimistisch, obwohl die Zahlen eine eher durchwachsene Bilanz zeigen. Zunächst die optimistischen Wortmeldungen: Laut aktuellem Wifo-Werbeklimaindex stieg der in Punkten gemessene Wert im zweiten Quartal auf plus 28 Punkte von zuvor plus 23 Punkten im ersten Quartal. Vor allem die Geschäftslageentwicklung verbesserte sich gegen Ende des Halbjahrs, kommentiert Wifo-Werbeexperte Gerhard Schwarz die Zahlen. Bei den Spendings hingegen diagnostizierte Werbemarktforscher Focus in den ersten sechs Werbemonaten ein leichtes Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 2,1 Prozent betrug der Rückgang bei den Bruttowerbewerten. Dennoch kamen rund 1,6 Mrd. Werbe-Euros in den Monaten Jänner bis Juni zusammen. Für das zweite Halbjahr 2014 erwarten sich die Marktforscher kaum mehr deutliche Steigerungen. Die Werbeausgaben, erläutert Focus-Geschäftsführer Klaus Fessel die Prognosedaten, werden sich demnach „im selben Ausmaß wie bis jetzt weiterentwickeln“. Soll heißen: 2 Prozent Steigerung bei den Spendings sind maximal drinnen. Wobei die werbetreibende Wirtschaft mit 1,5 Prozent Ausgabenprognose noch einen Deut pessimistischer ist als die Agenturen, die immerhin von einem Werbeplus bis Jahresende von 4,3 Prozent ausgehen.
Rainer Reichl, Geschäftsführer Reichl und Partner, und Eduard Böhler, Geschäftsführer Wien Nord, mit optimistischem Ausblick.
Wirtschaftskammer sieht auch Probleme: „Bürokratische Hürden sowie die steigende Belastung durch Steuern und Abgaben bremsen eine dynamischere Entwicklung der österreichischen Werbe- und Kommunikationswirtschaft aus“, beschreibt etwa Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), die Stimmungslage. SeryFroschauer erwartet dennoch aufgrund der Wifo-Zahlen, dass die österreichische Werbewirtschaft in den nächsten Quartalen zu etwas höheren Wachstumsraten zurückkehren werde, weil auch die Gesamtwirtschaft in Österreich wieder leicht anziehe. Vor allem
Gebremste Dynamik Auch wenn die Branche laut Wifo-Index eine gute Geschäftslage für Werber feststellt – die
die Indikatoren Auftragseingänge und Auftragsbestände würden sich günstig entwickeln.
es in schwierigen Zeiten zu seinen Kunden.“ Eduard Böhler, Geschäftsführer der Wiener Agentur Wien Nord, schätzt die aktuelle Werbesituation ähnlich ein: „Wir verzeichnen zurzeit vermehrte Neukundenanfragen und sehen auch verstärkte Aktivitäten, was Ausschreibungen betrifft. Ob man daraus aber einen generellen Aufwärtstrend ableiten kann, ist fraglich; bestehende Budgets werden nach wie vor eher knapp gehalten.“ Teilt die Branche auch die seitens der WKO formulierten Probleme? Agenturchef Reichl: „Wir sind mit unserem derzeitigen Erfolg sehr zufrieden.“ Auch Werber Böhler kann nicht klagen, dennoch „wäre mehr Transparenz in den Honorarsystemen nötig“.
Verstärkte Nachfrage Eine Tendenz, die die heimischen Werber ebenfalls identifizieren können: „Ja, es geht tatsächlich aufwärts; wir verspüren verstärkte Anfragen aus der Markenartikelindustrie und dem Handel“, erzählt Rainer Reichl, Geschäftsführer von Reichl & Partner. Auch im Bereich Industriemarketing, also Business to Business, tue sich einiges auf, so Reichl. Der Optimismus sei allerdings auf einige Branchen begrenzt, räumt der Werber ein: „Je klarer ein Unternehmen positioniert ist, desto leichter findet
Kooperation Highlights aus Österreich & Deutschland
Mobile Mobile Bewegtbildwerbung geräteübergreifend
Sky-Fußball auf krone.at abrufbar
MediaCom launcht „Multiscreen“
Wien. Eine Kooperation zwischen dem Pay TV-Sender Sky und Österreichs größter Tageszeitung, der Krone: Ab sofort kommen die User von krone.at in den Genuss des Fußball-Angebots des Fernsehsenders. Sky Österreich zeigt die Highlight-Clips der tipico Bundesliga, der Sky Go Ersten Liga sowie alle Tore und Highlights der deutschen Bundesliga auf krone.at sowie über die „Krone“ Sport-App. Kai Mitterlechner, Geschäftsführer Sky Österreich: „Die Partnerschaft mit der Kronen Zeitung ist für uns ein hervorragender Weg, die User von krone.at und der Krone Sport-App von unserem Produkt zu überzeugen. Beide Medienhäuser teilen die Leidenschaft für Fußball, daher lag die Zusammenarbeit auf der Hand.“ Gerhard Riedler, Geschäftsführer Krone Multimedia, ergänzt: „Der große Erfolg unserer ausführlichen Bewegtbild-Berichterstattung zur Fußball-WM bestätigt unsere Strategie, die Kompetenz der Krone-Digitalmarken in diesem Segment zu stärken. Die Kooperation mit Sky eröffnet uns die Möglichkeit, das Bewegtbild-
Angebot von krone.at und der Krone Sport-App – auf hohem Niveau – auszubauen. Unseren Lesern bieten wir damit noch mehr spannenden Sport-Content und unseren Werbekunden das beste PreRollUmfeld.“ Die zwei- bis vierminütigen Clips der Ersten Liga stehen am Spieltag ab 24 Uhr, die vier bis acht Minuten langen HighlightVideos der Bundesliga ab 23 Uhr zur Verfügung. (red)
Die Partnerschaft zwischen Sky und der Krone umfasst Highlights des Fußballs.
Wien. Onlinenutzung ist mobil, wie nicht nur ÖWA-Zahlen laufend untermauern – und Bewegtbild ist im Trend. Um darauf zu reagieren, hat MediaCom unter Digital Manager Thomas Urban das neue Produkt „Multiscreen“ eingeführt. Basierend auf einer eigenen Video-Player-Technologie, bietet die Mediaagentur damit laut Eigenangaben als erste heimische Agentur mobile Bewegtbild-Werbung an, die auch geräteübergreifend an Zielgruppen ausgeliefert werden kann. Werbespots können damit ab sofort medienübergreifend in einem breiten Portfolio von PremiumApps und mobilen Webangeboten für Smartphones, Tablets sowie SmartTVs geschaltet werden. Darüber hinaus bietet die TargetingTechnologie von Multiscreen für Werbetreibende individuelle Möglichkeiten zur Ansprache von Zielgruppen auf Basis von Soziodemografie, Interessen, Channels, etc. First-Mover-Kunde für dieses Produkt war Ikea, ganz gemäß seiner digitalen Strategie. „Wir erwarten nicht mehr, alle Zielgruppen bei Lagerfeuer-Atmosphäre um 20:15 Uhr im TV zu erreichen. Mit
der Entscheidung, Bewegtbild kontinuierlich auf allen vier Screens einzusetzen, werden wir den wandelnden Medien-Nutzungsgewohnheiten unserer Zielgruppe, welche zunehmend on demand und zeitversetzt stattfinden, gerecht; Mobile spielt hier eine wesentliche Rolle, in Zeiten von Tablets, Smartphones und Flatrates“, so Corinna Wascher, External Communication and Media Specialist AT bei Ikea Austria GmbH. (red)
© Fotostudio Michael Schuster
St. Pölten. Personelle Umstrukturierungen im NÖ Pressehaus: Nachdem der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Josef Eichinger und das Mitglied des Aufsichtsrats, Peter Schnaubelt, erklärt hatten, für eine weitere Funktionsperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen, hatte eine Neubesetzung zu erfolgen. Für die Diözese St. Pölten werden künftig Johann Hörndl, Wolfgang Habermayer und Johannes Schrems im Aufsichtsrat vertreten sein. Den Gesellschafter Pressverein in der Diözese St. Pölten wird wie bisher Walter Hagel vertreten. In der nach der Generalversammlung stattgefundenen konstituierenden AufsichtsratsSitzung wurden Johann Hörndl zum Vorsitzenden und Walter Hagel zu dessen Stellvertreter gewählt. Von der Generalversammlung beschlossen wurde auch die Investition in eine neue 16-Seiten-Druckmaschine mit einem Investitionsvolumen von mehr als 10 Mio. €.
© Reichl und Partner/W. Heinrich; Wien Nord Werbeagentur
NÖ Pressehaus: neues Personal & Investitionen
Werbeklima Bürokratie und Steuerbelastungen verhindern dynamischere Entwicklung der Werbebranche
© Screenshot krone.at
SHORT
Freitag, 12. September 2014
Thomas Urban, Digital Manager bei MediaCom, launcht „Multiscreen“.
MA R KE TI N G
Freitag, 12. September 2014
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Gastbeitrag Dialog finde nicht mehr nur an wenigen Touchpoints statt, sondern müsse ubiquitär stattfinden und nach innen wie außen gelebt werden
Digitalität als „Game Changer“ Wien. Die Digitale Transformation hat unser Verhalten und die gesamte Gesellschaft nachhaltig verändert, und Digitalität wurde auf Kunden- sowie auf Unternehmensseite zum umfassenden „Game Changer“. Wenn heute ein Unternehmen beschließt, Facebook zu nutzen, bedeutet dies keinen einfachen Wechsel des Kommunikationskanals, sondern erfordert völlig neue Strukturen auf unterschiedlichen Ebenen. Die Klärung von Zuständigkeitsbereichen und Kernkompetenzen muss erfolgen, der klassische „MarketingabteilungsAnsatz“ fällt weg. Darüber hinaus sollten Reaktionszeit und Verantwortlichkeiten auf positives sowie auf negatives Feedback bestimmt werden. Denn moderne Kunden erwarten, dass Unternehmen und Marken heutzutage dialogfähig sind – nicht nur auf technologischer Ebene, sondern in erster Linie hinsichtlich ihrer Geisteshaltung.
zeigen, dass Dialog heute nicht mehr nur an wenigen Touchpoints, sondern ubiquitär stattfindet und „social“ geführt wird. Eine schnelle Reaktionszeit stellt keine besondere Leistung mehr da, sondern ist zu einer Mindestanforderung geworden. Marken müssen den Dialog nach innen wie nach außen leben und ihr Dialogtalent finden und pflegen, um mit der digitalen Transformation nicht nur Schritt halten zu können, sondern ihre Potenziale aktiv zu nutzen.
„Dialog findet heute nicht mehr nur an wenigen Touchpoints statt, sondern wird ubiquitär und ‚social‘ geführt.“ RICARDO-JOSÉ VYBIRAL CEO WUNDERMAN
Ricardo-José Vybiral ist CEO von Wunderman Germany & Austria sowie DMVÖ-Vorstandsmitglied.
© Wundermann Frankfurt
Digitale Transformation: von der technologischen zur kulturellen Veränderung.
Ricardo-José Vybiral, CEO bei Wunderman Germany & Austria, im Gastbeitrag.
Zusammenhänge verstehen. etro Dome OR Film/P Foto: ORF/D
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Wertschätzung des Kunden Die digitale Transformation ändert auch die Wertschöpfungskette. Denn selbstbestimmte Kunden wollen am Gestaltungsprozess teilhaben und sich einbringen. Das erfordert ein Omni-Channel-Marketing sowie die Bereitschaft und Kapazität zu Real-Time-Communication. Darüber hinaus wirft die digitale Transformation aber auch die Frage auf, wer das Gesicht einer Marke heutzutage überhaupt bestimmt.
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Novemb der Sektion riums n sind bezug mindes Nr. 85/1989 ssa (Zahlst für 1808 erstmals n und heiten)Friedensjahr werbun § 6 Absatz 1 tens brutto beträgt bei I, Herreng samt Lebens er 2013 gelangt im Bundes Bewert elle).“ in der € 3.003,60 Beamtinnen asse ministe eignet gsgesuch die des Ausschreibung bei der oben lauf daher ungsgru geltend die „Schicksalssymphonie“ erschein gesetzli Gründe ppe en Fassung zur Aussch rium für oder Beamte und bei angefüh7, 1014 Wien“an „das Bundes chen Vorschr en lassen. anzufüh sgesetzes Inneres Gemäß reibung rten Stelle des Meisters auf (Adresse (rechts Stubenbrücke) auf VorstadtArbeits Landstraße (links4 monatli Invalidenhaus). Repros: T. Sternisa (8)/S. Koch zu richten ministe 1989 ch mindesVertrag “ ist mit ren, die sbedien n in der Verwen. im platzes iften durch lifiziert § 5 Absatz 2a und gelten rium für sie für haben die Bewerb eingelangt tens steten verbund nun: Rasumofskyg. 23-25).Sinne des Ausen Tätigke des dungsg die Bekleid beträgt sind. anreche brutto € als fristdie Betrauu ene ruppe das iten oderAusschreibung nbare wir, 3.710,70 ung der erinnen oder ngeboten wird in der eider können wir nachEntlohn etzt wissen was es. 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Oktobe Besetzung dieserdie ausgesc s 1989 sowie on) wirksam des folgend gkeit,zum Sprung bereit. (Am 13.e Erforde te sich im Biedermeier zum nen Stallungen, und sehr nahedung anpersönl der iche Artillerieka§ 7 Absatz werden soll,telle, in derenaus quaFunktio hriebene Funktio r 2013 verbund und fachlich Bereich erwüns rnisse n besonde 3 B-GBG zuder d) abgesch en sind, Mai 1809 nahm er die Stadt Tanzlokal Tanzlokale. grossem Garten. Zur Ge- serne nicht einfach fragen, e Eignun erfüllen rs berücksn besonders wird darauf cht sind. elektron : g für die erwüns ichtigt ein.) Wir dürfen also anneh- Sein ins Nachbarhaus hingend erfährt man: Auf der was ihn zu lossene der ungewöhnlihingew s Hochsc isch gefertig cht sind Erfüllu Darübe werden Für die iesen. r hinaus hulstud und bei . der Aufgab t Bundes men, dass sich der ng Besitzer eingebauter Saal heißt „AnAnnonce veranlasste. 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1. FRAGE: Welcher öst.-ung. Thronfolger residierte im Belvedere in Wien-Landstraße? Für Tüftler: Wann war das? Renovierte er das Gebäude? Wo stand er politisch? Hatte er Demokratie-Pläne? Schätzte er die Ungarn/die Slawen? War er für Frieden? Wen heiratete er? 2. FRAGE: Welcher türkische Sultan siegte im 16. Jh. in der Schlacht von Mohács? Für Tüftler: Wann wurde gekämpft? Was bedeutete 3 Jahre später der Name des Sultans für Wien? Welcher König fiel bei Mohács? Was gewann Habsburg dadurch? Auf welche Weise? 3. (ORCHIDEEN-)FRAGE: Führte Sehnsucht nach der Donaumetropole den Literaten Balzac anno 1835 nach Wien bzw. in die Vorstadt Landstraße? Besaß Balzac damals viel Ansehen als Romanautor? Welche Brotberufe hatte er ursprünglich ausgeübt? Wie und wann gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller? Wie gestaltete sich sein Privatleben? Welche Bedeutung hatten Frauen in seinem Leben? Heiratete er jemals? ZUSATZORCHIDEE zum Thema Literaten und Vorstadt Landstraße: Wann lebte Robert Musil wo im 3. Wiener Gemeindebezirk? Zu welcher eher wenig bekannten Novelle inspirierte ihn seine Wohnumgebung? Welchem berühmten Gasthof ist das kleine Werk gewidmet? ZEITREISENLOTTO: Nussknackern winkt ein Buchpreis. (Teil-)Antworten zu Nuss Nro. 334 sollen bis M o n t a g , d e m 2 . J u n i , einlangen. Kennwort: ZEITREISEN. Post: „Wiener Zeitung“/Prof. Alfred Schiemer, MQM 3.3, Maria-Jacobi-Gasse 1, 1030 Wien. Fax: (01) 206 99-433. E-Mail: alfred.schiemer@wienerzeitung.at ■
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Annonce in der „Wiener Zeitung“ vom 8. April 1809 mit eher ungewöhnlichem Angebot. Bilder: Archiv/J. Blümel, ...Wiener Vorstädte ..., Bd. B. Die Landstraße, Wien 1885/M. Girardi, Das Palais Rasumofsky, Wien 1937/Stiche der Zeit
Nächste Zeitreisen-Nummer am 2. Mai; Hauptthema: Wie es die „Wiener Zeitung“ 1848 den Habsburgern zeigte.
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Die Welle der Individualisierung durch persönliche Kundenprofile und aktive Partizipation bewirkt eine Entwicklung des Consumers zum „Prosumer“. Für die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Produktentwicklung gibt es einige Beispiele namhafter Unternehmen: Microsoft holte sich vor der Einführung der Windows 7-Software Ideen aus der Community und ließ das Feedback in die Endabstimmung einfließen.
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ZEITREISEN-NUSS NUMERO 334
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Dreifach-Nuss; zur Zeitreisenlotto-Teilnahme genügt eine richtige (Teil-)Antwort.
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14 – medianet
Freitag, 12. September 2014
FÜR DEN „URBANEN MENSCHEN“ MAKE A WISH
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© Maximilian Rosenberger (3)
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1. Birgit Pasching (Make-A-Wish), Judith Löffler und Georg Wiedenhofer (beide MCÖ), Doris Regele (Make-AWish), Eugen Schmidt (AboutMedia); 2. Yvonne Zeltner, Johanna Roxendal (beide Mondelez); 3. Aigner-PR-Chef Peter Aigner, Christina Raunegger (laola1 multimedia); 4. Katrin Dollenz (Aigner PR), Daniela Lindner (medianet).
1. Alexander Tichy, Mateusz Baranowski, Rainer Bracharz (Radix), Sebastian Frutschnigg, Michael Eberdorfer (GfK – SMI Center); 2. Franziska Zhuber, Maja Gajic (Schönherr); 3. Michael Dörflinger, Barbora Maresova (Nespresso), Andreas Rothe, Mateusz Baranowski (Radix).
MCÖ meldet sich zurück aus der Sommerpause
Radix lud Partner und Freunde zur SummerLounge
Saisonauftakt
Urban Summer
Wunscherfüller Was passiert, wenn Emotion auf Marketing trifft, zeigte der erste Club-Abend des Marketing Clubs Österreich (MCÖ) nach der Sommerpause im Wiener Aux Gazelles unter dem Titel „Emotion meets Marketing”, bei dem Make-A-Wish Österreich-Präsidentin Doris Regele ans Rednerpult gebeten wurde. Was es bedeutet, die Herzenswünsche schwerkranker Kinder zu erfüllen, brachte sie auf den Punkt und ließ in die Aufgabe blicken, Lebensfreude zu schenken. Die CSR-Zusammenarbeit mit Milka wurde dabei nicht nur aufgezeigt, sondern war auch verkostbar: Schokolade für die Anwesenden gab es von Yvonne Zeltner und Johanna Roxendal von Mondelez Österreich, die Milka Weihnachtssterne unter dem Motto „Genießen und Gutes tun” verteilten. Das orientalische Flair des Aux Gazelles bei Wiener Geselligkeit genossen mitunter die MAW-Vorstände Birgit Pasching, Eugen Schmidt sowie Dale Carnegie Österreich-Chef Clemens Widhalm, Franz Marksteiner von Puls4 sowie das Aigner PR-Team mit Peter Aigner, Ursula Resch und Katrin Dollenz. (red)
Sommergenuss „Den Sommer genießt man längst nicht mehr nur am Strand oder am Badesee draußen am Land“, erklärt Alexander Tichy (42), Managing Director von Radix. „Der urbane Mensch hat sich in der Stadt selbst Wege und Orte geschaffen, um es sich in der warmen Jahreszeit gut gehen zu lassen: Partys auf der Terrasse, After-Work-Drinks am Donaukanal oder Picknick im Burggarten; unsere diesjährige SummerLounge knüpft genau da an.“ Das Fest der Marktforschungs-, Marketing- und PR-Agentur stand diesmal ganz im Zeichen des Urban Summer, also des Sommers in der Metropole Wien. Die Kunden, Partner und Freunde des Unternehmens wurden mit Urban Food & Drinks verwöhnt, konnten sich an Graffiti-Walls austoben und erhielten zum Abschluss ein Urban Gardening Give-away. Diesen Event ließen sich die DPD Austria-Geschäftsführer Georg Karoh und Rainer Schwarz, Schönherr RechtsDer „future.talk 2014 – Brave anwälte-Marketing Director News World“ von der Telekom Gina-Maria Tondolo, Roland Austria findet am 23.9. ab 18:30 Strilka von Eurotax sowie Uhr statt. Geladen wird in das Michael Dörflinger, Nespresso Atelierhaus, Lehargasse 6–8, Österreich-Marketing SpeciaWien. Anmeldung erforderlich! list Digital Acquisition, nicht entgehen. (red)
MCÖ-Präsident Georg Wiedenhofer mit dem Make-A-WishBären „Hope”.
MEDIANET FUNDSTÜCK DES TAGES
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„Kurier“ Schildertausch
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Verwechslungsgefahr Leopold Unger war bis zu seinem Tod 2012 der älteste beruflich aktive Journalist Polens und kürzlich auf einem Straßenschild am Platz vor dem neuen Standort der Kurier-Redaktion benannt – fälschlicherweise, hätte doch sein „Namensvetter“ Leopold Ungar, ehemaliger Präsident der Caritas der Erzdiözese Wien, darauf zu sehen sein sollen. Als diese Woche bei der Benennung der Verkehrsfläche die falsche Aufschrift enthüllt wurde, war das auf Social Media ein gefundenes Fressen. Getweetet wurde auch von Kurier-Business Ressortleiterin Sandra Baierl, die es wie der gesamte Kurier mit Humor nahm. Kurier: „Oh! Naja, zumindest liegt die Schuld nicht beim Kurier – weil am Eingang steht‘s richtig.“ Der Fehler wurde bereits behoben und: Es gilt die Unschuldsvermutung. (dl)
© Screenshot www.twitter.com
© Michael Jeuter (5)
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medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 15
ITALIEN-DEAL
Trotz missgestimmter Werbetrommel ist die Alibaba-Aktie dreifach überzeichnet Seite 18
Der italienische Händler Conad kauft 50 Billa-Filialen von der Rewe Seite 18
© Schlumberger
ONLINE-GIGANT
© Conad
© APA/EPA
retail
©R Rauch auch
FORMSCHÖN
Gekühlte Rauch Säfte in formschöner Karaffe, SalzburgMilch Käsesorten, Corny SchokoApfel-Riegel. Seite 19
SEKT-GESCHÄFTE
Florian Czink wird Marketingdirektor bei Schlumberger Seite 20
Frischeranking: Merkur vor Interspar, Maximarkt
HOT SPOTS +43 (0)1 535 53 05 oder info@colliers.at colliers.com/austria
Accelerating success.
© Pfeiffer Handelsgruppe/Schramm; Spar/Helge Kirchberger; Rewe International
© NuernbergMesse/Thomas Geiger
SHORT
Bio & Wellness Bio-Produkte im Handel nehmen zu, zwar langsam, aber stetig. Die „Biofach“, Weltleitmesse für Bioprodukte, die jährlich im Februar im Nürnberg stattfindet, setzt 2015 vor allem auf gesunde Ernährung und auf das „Frei von“ diversen Zusatzstoffen, da immer mehr Konsumenten Intoleranzen gegenüber diversen Lebenmitteln entwickeln. Auch der bioveganen Ernährung wird eine eigene Erlebniswelt gewidmet sein. Seite 17
Unternehmenssprecherinnen: Martina Macho (Pfeiffer Handelsgruppe), Nicole Berkmann (Spar AG), Ines Schurin (Rewe International AG)
Studie Wo der Konsument einkauft, hängt von der Frische ab. Eine Studie von Handelsverband und Oliver Wyman zeigt aber, dass die Händler den Frischesortimenten noch einiges abverlangen können. Seite 16 Karstadt Arbeitnehmer wollen Beschäftigungssicherheit
Paketbutler Geht es nach dem Chef der Deutschen Post Frank Appel (Bild), hat der richtige eCommerce-Boom noch gar nicht angefangen. Aufgabe der Post sei es, die logistische Infrastruktur an künftige Herausforderungen anzupassen. „Wenn wir nicht in der Lage sind, dauerhaft zu investieren, wird Deutschland nicht Schritt halten mit vielen anderen Ländern, in welchen diese Transformation stattfindet“, warnt Appel. Seite 18
© APA/dpa
© dpa/Nicolas Armer
Erstsitzung des neuen Aufsichtsrats
Wie wird es mit Karstadt weitergehen? Voerst gibt es keine Lösung.
Essen. Standort- und Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter des angeschlagenen Warenhauskonzerns – darauf pocht das Arbeitnehmerlager im KarstadtAufsichtsrat. Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Helmut Patzelt beklagt die seit Jahren andauernde Unsicherheit um die Zukunft des mit Verlusten und Umsatzrückgängen kämpfenden Konzerns. Nun müsse sich zeigen, ob das Thema Warenhaus für den neuen Eigner Benko interessant sei. Endgültige Entscheidungen über Filial-Schließungen (bis zu 30 Häuser könnten betroffen sein) seien noch nicht zu erwarten, so ein Insider. (APA)
Das größte Außenwerbenetz Österreichs:
Plakat, Citylight, Posterlight, Bigboard Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014
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TI TELSTORY
16 – medianet retail
Freitag, 12. September 2014
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Einzelhändler Merkur Maximarkt Interspar Lidl Spar Gourmet MPreis Hofer Eurospar Unimarkt Spar Billa Penny Nah&Frisch Zielpunkt Adeg
TOP 3 BE I OB ST & G EM ÜSE
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Einzelhändler Maximarkt Merkur Interspar
TOP 3 BE I B R O T
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Einzelhändler Maximarkt Lild Merkur
© Panthermedia.net/Viktor Cap
TOP 3 BE I M OPR O
Platz 1 2 3
Einzelhändler Merkur Interspar MPreis
Quelle: Oliver Wyman/Handelsveband; Skala 1 (total zufrieden) bis 5 (total unzufrieden)
Studie Eine Befragung unter 2.000 Konsumenten zeigt: Wo eingekauft wird, hängt vom Frischesortiment ab
Frische. Dann klappt’s auch mit den Kunden
KUN D E N ZUFR I E DEN HE I T Merkur, Maximarkt und Interspar schneiden laut der Studie „Wie frisch is(s)t Österreich?“ am besten in Sachen Frische ab. Im internationalen Vergleich fällt es den 2.000 Befragten aber schwer, einen klaren Spitzenreiter zu identifizieren.
Wenn die Frischeleistung mangelhaft ist würden 64 Prozent der Befragten woanders einkaufen. „Herzstück“ der Märkte, und sie ergänzt: „Alles konzentriert sich auf die Inszenierung der Frische.“ Prinzipiell habe dieser Sortimentsbereich in den vergangenen Jahren in allen Vertriebslinien zugenommen. Das Kriterium Frische schlägt sich auch auf die Entscheidung der Konsumenten nieder, wo die Einkäufe getätigt werden sollen. 44% der 2.000 Befragten schreiben dem Markt, in dem sie hauptsächlich einkaufen, die beste Frischeleistung zu – ein Umstand, der die evidente wirtschaftliche Bedeutung der Frische für den Lebensmitteleinzelhandel hervorhebt. Klar wird auch: Konsumenten, die ihren Hauptmarkt nicht als führend in der Frischeleistung sehen, tätigen ihren Einkauf mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ganz schnell woanders. Loyalität
DANIELA PRUGGER
Wien. Über ihre Leistung versuchen sich Rewe, Spar und Co. nun schon seit Jahren voneinander abzuheben. Mit neuen Marktkonzepten, Sortimentserweiterungen, Nachhaltigkeitskampagnen, Preisanpassungen, Rabattaktionen und Eigenmarken buhlen sie um die Aufmerksamkeit der Kunden. Eine Expansion der Verkaufsfläche wird zunehmend schwierig. Wie die meisten westeuropäischen Märkte ist auch der österreichische Markt ein gesättigter. Doch ein Bereich, der noch ausbaufähig wäre, ist: die Frische. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wie frisch is(s)t Österreich?“, durchgeführt von der Oliver Wyman GmbH gemeinsam mit dem Österreichischen Handelsverband. Wie ernst es die Konsumenten mit der Frische meinen, zeigt besonders ein Ergebnis der Befragung: 64% geben an, dass sie bei einem Anbieter dann nicht mehr einkaufen würden, wenn die Leistung in der Frische nicht zufriedenstellend ist.
geht also verloren – Hand in Hand mit der Einkaufsfrequenz der Konsumenten. „Der Frischebereich hat bei MPreis einen zentralen Stellenwert“, pflichtet Ingrid Heinz, Unternehmenssprecherin von MPreis, bei. Damit versuche man sich von den Mitbewerbern abzuheben. Dass MPreis auch besonders in „kompetentes Beratungspersonal“ investiert, würde sich positiv rechnen und das Angebot von den Konsumenten gern in Anspruch genommen.
Kein klarer Frische-Sieger Bei Rewe setzt man sich zusätzlich das Ziel, den Konsumenten für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse eine Vielfalt einwandfreier, frischer Ware anzubieten. „Und zwar bis zum Ende des Ta-
„Wir investieren in Beratungspersonal im Frischebereich – ein Angebot, das Konsu-
Der Stellenwert des Frischesortiments bei Interspar und den Maximärkten sei unglaublich wichtig, betont Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann mit Nachdruck. Die Frischesortimente seien sowohl Umsatzmotor als auch das
menten gern in An© MPREIS/Florian Schršter
Prinzip: Geben und Nehmen
spruch nehmen.“ INGRID HEINZ, MPREIS
ges“, sagt Pressesprecherin Ines Schurin. Wenn es um das Thema Frischesortiment geht, kommt man auch schnell auf die Verderblichkeit vieler Lebensmittel zu sprechen. Um der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken zu können, will Rewe „den Bedarf so gründlich und vorausschauend wie möglich planen“, so Schurin. Sie nennt Brot, Backwaren sowie Obst, Gemüse und Fleisch. „In den 2.500 Filialen der Handelsfirmen Billa, Merkur, Bipa, Penny und Adeg fallen übers Jahr gesehen rund 1-1,5% des Gesamtumsatzes an Lebensmittelabfällen an“, so Schurin. Diese Menge versuche man mit Verkaufsaktionen von bald ablaufenden Produkten und einer gut abgestimmten Logistik gering zu halten. Im internationalen Vergleich fällt an der Studie aber vor allem eines auf: Den Österreichern fällt es schlichtweg schwer, einen klaren Spitzenreiter in der Frischeleistung zu identifizieren. Die nüchterne Wahrheit ist nämlich, dass 47% der Befragten angeben, überhaupt keine Qualitätsunterschiede im Frischesortiment der verschiedenen Anbieter feststellen zu können. Ihren Händler wählen sie deshalb hauptsächlich nach dem günstigsten Preis aus. In der Wahrnehmung der Konsumenten sind laut der Studie Verbrauchermärkte (Großmarkt) bei der Frische stärker als Supermärkte: Merkur, Maximarkt und Inter-
spar schneiden im Ranking (siehe Tabelle) am besten ab, liegen in der Bewertung aber dicht beieinander. Die Größe des Frischesortiments richtet sich aber klarerweise auch nach der Größe des Markts.
Erfolgskonzept: Großmarkt „Die Unterschiede im Sortiment zwischen Einzel- und Großhandel liegen im Bereich Angebotstiefe, Verpackungsgrößen und der verfügbaren Fläche zur Warenpräsentation. Die Angebotstiefe im Großhandel ist naturgemäß größer“, kommentiert Martina Macho, die frischgebackene Unternehmenssprecherin der Pfeiffer Handelsgruppe. Da C+C Pfeiffer verschiedene Branchen bedient, müssen auch die Waren vielfältiger sein. „50% des Umsatzes werden bei C+C Pfeiffer mit Frische-Produkten getätigt“, so Macho. Veränderungen gibt es aber trotzdem: Die Unterschiede zwischen dem Großmarkt und dem klassischen Supermarkt werden immer kleiner. Macho: „Unimarkt bietet mittlerweile etwa in der Feinkost ebenso italienische Spezialitäten an, wie man sie früher nur in Großmärkten bekam.“ Auch Macho weiß, dass das Frischesortiment darüber entscheidet, ob ein Kunde überhaupt in den Markt kommt: „Eine ansprechend gestaltete Obst-, Gemüse und Feinkostabteilung machen den Konsumenten zum Stammkunden.“
Freitag, 12. September 2014
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Biofach Nürnberg Vorschau 2015 und Rückblick 2014: Der Anteil an Bio-Lebensmitteln im Handel steigt langsam, aber kontinuierlich an
Auf die richtige Zutat kommt’s an Wien/Nürnberg. Bio ist in aller Munde – und das schon seit Jahren. Der Bio-Anteil in den heimischen Supermärkten steigt langsam, aber stetig. Über alle Warengruppen betrug der Anteil im Vorjahr 6,7 Prozent, nach 6,5 Prozent im Jahr 2012. Ebenso steigt kontinuierlich die Zahl derer, die bewusst auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten möchten.
Alltag ist „Frei von“ In diesem Sinn setzt die „Biofach“, die Weltleitmesse für BioLebensmittel, die bereits seit 25 Jahren besteht, bei ihrer nächsten Auflage vom 11. bis 14. Februar 2015 auf genau diesen Schwerpunkt unter dem Titel „Frei von“. Experten schätzen, dass in Deutschland jeder fünfte Verbraucher an Laktoseintoleranz leidet. Bis zu drei Prozent vertragen kein Histamin und bis zu sieben Prozent
keinen Fruchtzucker. Etwa ein Prozent der Konsumenten leidet unter Zöliakie. Daher wird bei immer mehr Produkten gezielt auf Weizen, Soja, Milch, Nuss, Ei oder Hefe verzichtet. Um ihre speziellen Ernährungsbedürfnisse abzudecken, bevorzugen viele Konsumenten Naturkostläden und Reformhäuser als Einkaufsstätte. „Hier finden sie die größte Auswahl, und das Vertrauen in die Deklaration ist größer“, so Liana Maxion, Marketingleiterin bei Naturata. Darüber hinaus sei das Zutatenverzeichnis bei BioProdukten detaillierter und liefere dem Verbraucher damit eine bessere Auskunft über die Inhaltsstoffe.
Während aber Glutenfreiheit noch immer ein Problem darstellt, wird der Alltag vieler Menschen mit Laktoseintoleranz durch eine Vielzahl neuer regelmäßig Milchprodukte erleichtert.
Vegane Erlebniswelten Weiter aktuell im Sinne einer guten Ernährung ist die vegane Ernährung. Vegan und Bio, also biovegan, steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber bei der heurigen Messe im Februar waren bereits 100 der 500 Innovationen aus dem Bereich vegan, 2015 wird ihnen eine eigene Erlebnis-
welt gewidmet. Felix Löwenstein, Vorstandsvorsitzener von BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) steht dem Trend äußerst positiv gegenüber, aber: „Nicht nur wer vegan leben möchte, sollte die Tiere und die eigene Gesundheit, sondern auch die Art und Weise der Produktion im Blick behalten. Denn auch die Produktion von Obst, Gemüse, Getreide, Nüssen oder anderen Pflanzen ist für Artenvielfalt, Klima und die Landwirte besser, wenn sie ökologisch betrieben wird. Ob Bio und Vegan ein perfektes Paar sind, sollen die Kunden dann für sich entscheiden.“ (red)
© NuernbergMesse/Thomas Geiger
Lebensmittelunverträglichkeiten nehmen zu, gepaart mit dem Trend zu veganen Ernährungsweisen.
Die Auswahl an verfügbaren, biologisch angebauten Lebensmitteln steigt jährlich.
Rewe Da komm’ ich her
Rückverfolgung Wiener Neudorf. Rewe-International brachte kürzlich bei Billa, Merkur und Adeg mit „Da komm‘ ich her“ eine Regional-Eigenmarke für knapp 40 saisonale Obst- und Gemüseprodukte auf den Markt, die nach den Pro Planet-Richtlinien erzeugt werden. 1 Cent pro verkauftem Da komm‘ ich her-Produkt fließt an das Projekt „Blühendes Österreich“, bei dem österreichische Landwirte unter anderem beim Erhalt artenreicher Blumenwiesen unterstützt werden. „Woher aus Österreich – konkret aus welchem Bundesland – ein Produkt stammt, war bisher zu wenig deutlich sichtbar für unsere Kunden; das ändern wir nun“, sagt ReweVorstand Frank Hensel anlässlich der Vorstellung diesen neuen Projekts. (red)
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Teekanne Wellness zieht
Gesund trinken Salzburg. Laut ACNielsen hat Kräutertee mit 41,7% den höchsten Marktanteil. Top-Produkt ist Willi Dungel Magenfreund aus dem Hause Teekanne. Überhaupt dominiert dieser Teeproduzent mit Wellness Willi Dungel (Marktanteil: 58%) und Wellness Teekanne (25,3%) den Markt. Und unter dem Titel „Harmonie für Körper und Seele“ hat das Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt gebracht, nämlich die Kräuterteemischung „Detox“. (red)
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18 – medianet retail
Freitag, 12. September 2014
Online-Boom Die Deutsche Post rüstet für den zunehmenden Onlinehandel auf und testet Zustellmöglichkeiten
SHORT
Der Paketbutler bringt’s
Italiens Mode verbucht Umsatzplus von 4,2% Mailand. Die italienische Modeindustrie trotzt der Krise in der Heimat Italien und wächst kräftig. Bis Ende dieses Jahres wird laut der italienischen Modekammer mit einem Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 61,9 Mrd. € gerechnet. Dieses Plus wird vom starken Export angetrieben, der seit Anfang 2014 um 4,8 Prozent auf 47,3 Mrd. € gewachsen ist. In Italien gibt es 60.000 Modefirmen, die insgesamt 610.000 Personen beschäftigen. (red)
Frank Appel, Chef der Deutschen Post, erwägt Zustellsysteme wie Paketbutler oder Paketkopter. ren medienwirksamster ist die Erprobung des Paketkopters, der Paketzustellung per Drohne. Weiters ließen sich für die Paketzustellung interessierte Kunden per App und über Soziale Netzwerke einbinden.
Bonn. Der Deutsche Post-Chef Frank Appel stellt sich auf „dramatische“ Veränderungen im weltweiten Online-Handel ein. „Wir können uns noch gar keine Vorstellungen davon machen, wie sich eCommerce in den kommenden Jahren entwickeln wird“, beschreibt Appel gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Appels Meinung nach sei eCommerce noch nicht einmal richtig gestartet. Aufgabe der Post sei es, die logistische Infrastruktur an künftige Herausforderungen anzupassen. „Wenn wir nicht in der Lage sind, dauerhaft zu investieren, wird Deutschland nicht Schritt halten mit vielen anderen Ländern, in welchen diese Transformation stattfindet“, warnt der deutsche Post-Chef. Deutschland sei für das eCommerce-Geschäft eines der spannendsten Länder Europas. Ergo setzt die Post auf neue Wege. De-
Neben Paketkästen vor der Haustür, die die Post seit einigen Monaten vermarktet, soll eine „mobile Variante“ erprobt werden; die Idee stammt von der Deutschen Telekom. In ihren Innovationslaboren wurde ein „Paketbutler“ entwickelt; dabei platziert der Empfänger bei Abwesenheit an der Wohnungstür eine gegen Diebstahl gesicherte Box, worin der Zusteller die Pakete deponiert. Das wäre gleichsam das Ende der verpassten Lieferung. 2013 stellte die deutsche Post im Weihnachtsgeschäft übrigens mehr als 1 Mrd. Pakete zu. (APA)
© dpa/Nicolas Armer
© APA/EPA/Andrew Gombert
US-Diskonter im Fight um Family Dollar Deal
Keine verpasste Lieferung
Frank Appel, Chef der Deutschen Post, rüstet sich für den eCommerce-Boom.
Die US-Diskontkette Family Dollar steht vor der Übernahme.
Die Gesundschrumpfung von Martin Essls bauMax-Reich schreitet voran.
Wien/Klosterneuburg. Die sich in Restrukturierung befindende, angeschlagene Baumarktkette bauMax wird nach Rumänien und teilweise der Türkei auch ihre Tochter in Bulgarien los. Alle acht Standorte in Bulgarien seien an den lokalen Investor Haedus JSC verkauft worden. Dieser werde die Baumärkte weiterführen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörde werde der Verkauf in der Form eines „Share Deal“ stattfinden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. (APA)
Personalia Ex-Metro-Mann
Conad kauft 50 Billas in Italien
Hofer bekommt Dreier-Vorstand
Die italienische Supermarktkette Conad verstärkt sich im Veneto mit Billa-Märkten.
Wr. Neudorf/Bologna. Der Handelskonzern Rewe hat der italienischen Supermarktkette Conad 50 BillaSupermärkte in Italien verkauft. Die Märkte liegen mehrheitlich in der norditalienischen Region Veneto. Dieser Dealmuss von den italienischen Kartellbehörden noch genehmigt werden. Conad hatte bereits im Jahr 2011 43 Billa-Supermärkte in Italien erworben. Conad übernimmt gleichsam 1.220 Mitarbeiter der Billa-Supermärkte. Der Verkauf ist Teil einer umfangreichen Operation, mit der sich Rewe mit Billa komplett aus Italien zurückziehen will. Im Juni hatte Rewe bereits 53 Billa-Märkte an die italienische Tochterfirma des französischen Handelsunternehmens Carrefour verkauft. (red)
Wien. Der Ex-Metro-CFO Thomas Ziegler, der Aldi Süd als Finanzmanager berät, steigt bei Hofer in der Vorstandsetage ein. Wie die deutsche „LZnet“ berichtet, wird es somit beim Österreich-Ableger des Diskonters Aldi einen Dreiervorstand geben. Thomas Ziegler war bis Februar dieses Jahres als CFO des Medienkonzerns WAZ tätig. Zuvor war er in der gleichen Rolle bei der Immobiliensparte Metro Properties der Metro Group beschäftigt. Seine Aufgabe bei Hofer beschreibt LZnet so: Ziegler soll von Salzburg aus den Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf den nationalen und internationalen Beteiligungsbesitz von Hofer legen. (red)
Börsengang Onlinehändler Alibaba startete seine Werbetour für den Börsegang, viele Fragen blieben aber offen
Alibabas Werbetrommel mit etwas Missklang New York/Bangalore. Chinas führender Online-Händler Alibaba startete am vergangenen Montag die Werbetour für den MilliardenBörsengang in den USA. Die Investoren reagierten verhalten: „Habe ich was Neues erfahren? Ein klares Nein“, wird etwa von Akram Yosri, Finanzmanager bei der 3iCapital Group, kolportiert. Und dennoch: Obwohl die Werbetour erst begonnen hat, ist die Aktie dreifach überzeichnet. Laut eigenen Angaben macht Alibaba mehr Umsatz, als Amazon und eBay zusammen. Die Geschäftsmodelle sind aber nur begrenzt vergleichbar. Auf mehr als 23 Mrd. USD (17,77 Mrd. €) lautet die maximale Summe dessen, was die Chinesen zu lukrieren gedenken. Der außerhalb Chinas bis vor Kurzem weitgehend unbekannte Amazon-Konkurrent hatte am Freitag die Endphase seines US-Börsengangs eingeläutet. Die Preisspanne für die Aktien wurde auf 60 bis 66 USD (46 bis 51 €) festgesetzt. Das würde letztlich für einen Börsewert von bis zu 163 Mrd. USD (126 Mrd. €) stehen. Was nun die meisten Investoren
anlässlich der Alibaba-Werbetour gar nicht goutieren, ist das völlige Offenlassen der Alibaba-Strategie bezüglich weltweiten Wachstums.
Antreten gegen Amazon Wie will der Onlinehändler gegen Rivalen wie Amazon und eBay in den USA antreten? Anleger, mit denen die Nachrichtenagentur Reuters sprach, äußerten sich
demgemäß, aber auch durchaus konkret: Sie hätten gern gewusst, wie Alibaba zu dem Bedenken steht, bei der Besetzung des Managements zu undurchsichtig zu sein. So habe Firmengründer Jack Ma noch immer sehr großen Einfluss darauf, wer die Schlüsselpositionen im Konzern erhält. Anleger sehen darin einen Konflikt zwischen den Interessen des Geschäftsmannes und denen des
© APA/EPA/XU Kangping
© medianet/Philipp Hutter
bauMax verkauft die Bulgarien-Tochter
Rückzug aus Italien Rewe will sich mit der Supermarktkette Billa komplett verabschieden
© Conad
New York/Bangalore. In der milliardenschweren Bieterschlacht um den US-Diskonter Family Dollar zieht Konkurrent Dollar General alle Register. Der Billig-Einzelhändler macht die Drohung der unfreundlichen Übernahme wahr: Er will den Eignern auf direktem Weg sämtliche Aktien abkaufen. Wie Dollar General am Mittwoch mitteilte, werden 80 USD (62 €) je Anteilsschein geboten. Zuvor war der Marktführer mit seinem (bereits zweiten) 9,1 Mrd. USD (7 Mrd. €)-Offert beim Management von Family Dollar abgeblitzt. Family Dollar verwies auf die drohende Ablehnung der Wettbewerbsbehörden und erklärte, lieber mit Konkurrenten Dollar Tree zusammengehen zu wollen. Dollar Tree biete mit 8,5 Mrd. USD (6,6 Mrd. €) zwar weniger, Family-Dollar-Chef Howard Levine würde bei diesem Plan aber seinen Posten behalten; Levine ist mit acht Prozent selbst größter Anteilseigner der Schnäppchen-Ladenkette. (APA)
Jack Ma beeindruckt Investoren, lässt sich aber ungern in die Karten schauen.
Konzern. Ma besitzt acht Prozent an Alibaba, aber auch Anteile an vielen anderen Unternehmen. Bis heute nicht vergessen sei etwa Alibabas Entscheidung aus dem Jahr 2010, seinen Bezahldienst Alipay an eine von Ma kontrollierte Gesellschaft auszugliedern. Überraschend sprach Ma diesen Punkt an. „Er sagte, es sei eine schwere Entscheidung gewesen, aber mit der Zeit werde sich zeigen, dass es eine gute Entscheidung war“, berichtet ein Investor. Insgesamt sei Alibaba bei dem Treffen nicht ans Eingemachte gegangen; das Management habe Fragen der Anleger gesammelt, nicht alle seien beantwortet worden. Ganz kalt ließ die Veranstaltung die Investoren aber nicht: Jack Mas Auftritt sei schon beeindruckend gewesen, sagten mehrere Fondsmanager. Einige nannten ihn sogar „charismatisch“. Der frühere Englisch-Lehrer gründete Alibaba im Jahr 1999 mit 17 Mitstreitern in seiner Wohnung. Inzwischen laufen über die Plattform rund 80% des Internet-Handels in China. (red)
Freitag, 12. September 2014
P R OD UC T NEW S
medianet retail – 19
Frucht mit Form und Käse aus Salzburg im roten Design Product News Gekühlte Rauch Säfte in formschöner Karaffe, SalzburgMilch Käsesorten, Corny Schoko-Apfel-Riegel. Seit Kurzem werden die verschiedenen SalzburgMilch-Käsesorten im neuen, modernen Werk in Lamprechtshausen produziert. Passend zur verbesserten Produktion, kommt der Relaunch im neuen, unübersehbaren, roten oten Design. Trotz Modernität werden weiterhin traditionelle Werte groß geschrieben. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Info
Relaunch SalzburgMilch Käsesorten SalzburgMilch GmbH LEH www.milch.com
Das Vorarlberger Familienunternehmen Rauch verpackt in diesem Herbst die Fruchtsaftqualität ins neue Kleid: Mit der eigens entwickelten eleganten Karaffe, die in der Form an klassische italienische Wasserkaraffen erinnert, setzt Rauch einen Akzent im Markt der gekühlten Fruchtsäfte. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info
Launch Rauch Orange/Apfel-Beeren/Blutorange 800 ml-Karaffe Rauch LEH www.rauch.cc
SalzburgMilch/Wildbild ildbild;; Darbo ildbild © Rauch (3); SalzburgMilch/Wildbild;
Alles boco für mein Team Für Corny-Fans, die ebenso Freunde an der Abwechslung haben, gibt es seit September die Sorte Corny Schoko-Apfel. Saftige Apfelstückchen und Milchschokolade sind seine ins Auge stechenden Hauptmerkmale; weniger augenfällig, aber löblich: Der Riegel wird frei von Konservierungs- und Farbstoffen hergestellt. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info
Line Extension Corny Schoko-Apfel-Riegel 150 g Darbo LEH www.darbo.at
dm 130.000 m² Natur erlöst
Natur freikaufen Salzburg. In Kooperation mit dem Naturschutzbund Österreich bewahrt dm drogerie markt bedrohte Naturgebiete. Die Initiative „Natur freikaufen“ brachte seit ihrem Start 2011 (zum 35jährigen Bestehen der Drogeriemarktkette) mehr als 130.000 m2 Fläche der Natur zurück. „Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt dm-GF Harald Bauer die trotz Aktionsende unveränderte Haltung. (red)
Berufskleidung im Mietservice – individuell, sauber und zuverlässig.
© dm/Michael Preschl
Hier trage ich die Verantwortung. Mein Team soll sich in qualitativ hochwertiger Berufskleidung wohl fühlen und mit einem professionellen, einheitlichen Auftritt überzeugen. Da verlasse ich mich ganz auf boco. Die große Auswahl an Farben und Varianten sind aufeinander abgestimmt und frei kombinierbar – vom modernen Klassiker bis zum funktionellen Allrounder. Für mich die perfekte Lösung – sauber vorausgedacht.
Telefon: (0 22 36) 67 03-0 Birgit Mair-Markart (GF Naturschutzbund) und Harald Bauer (GF dm).
www.cws-boco.at
S HOP TA LK
20 – medianet retail
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ERNTEDANKFEST ERÖFFNUNG EL GAUCHO
© Jungbauern/Klemm (3)
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1. Johannes Wolf, Michael Leitner-Fidler, Norbert Walter, Conrad Seidl, Elisabeth Köstinger, Stefan Kast , Johannes Huem 2. Andrä Rupprechter, Hans Jörg Schelling, Johanna Mikl-Leitner, Reinhold Mitterlehner; 3. Organisator Stefan Kast.
© Werner Krug (5)
Heimische Produkte treffen auf heimische Prominenz 2
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1. Johann Seitinger, Waltraud Hutter, Franz Grossauer, Dieter Hardt-Stremayr; 2. Shirley und Gerd Schmitz; 3. Mike und Peter Kraus; 4. Christof Widakovich, Roberto Blanco, Michael Grossauer.
Argentinisches Steak & Familie Grossauer in München
El Gaucho Steaks
Steakexperte Daniel aus Argentinien.
Genussvoll Vor wenigen Tagen fand die große VIP-Eröffnungsfeier des „el Gaucho“ am Viktualienmarkt in München statt. Über 400 Gäste – darunter Wirtschaft und Prominenz aus Österreich und Deutschland – feierten mit der Familie Grossauer diesen nächsten Meilenstein der el Gaucho-Erfolgsstory. Nach Baden, Graz und Wien ist dies das 4. el Gaucho des steirischen Familienunternehmens. Küchenchef des el Gaucho am Viktualienmarkt ist Dominik Connerth. Zum VIP-Opening sind u.a. gekommen: Schauspieler & Sänger Roberto Blanco, Schauspieler Peter Kraus mit Sohn & Fotograf Mike Kraus, Schauspieler Otto Retzer, Designerin Lola Paltinger, Entertainer Harry Prünster, Landesrat Johann Seitinger, Graz Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr, Genuss HaupstadtChefin Waltraud Hutter, die Steirer-Winzer Gerhard Wohlmuth & Philipp Hack-Gebell, Josef Schellnegger (Chef Landesberufsschule für Tourismus Bad Gleichenberg), Josef Schiffer (Trachten Hiebaum), Andreas Cretnik (Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A), Christian Übeleis (Zum Forsthaus), Patrick Spenger (Genusswerk Pur). (red)
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DIE FINSTERE BRILLE
Die Verschwörung der Glühbirnen CHRISTIAN NOVACEK
© Dyson
© Schlumberger
Top-Schauplatz Das Erntedankfest der Österreichischen Jungbauern findet bereits seit 14 Jahren in Wien statt. Heuer wurde mit 340.000 Besuchern ein Besucherrekord erzielt. Unter dem Motto „Regional. Saisonal. Genial!“ präsentierten die Bauern und Forstwirte aus allen Regionen Österreichs am Wiener Heldenplatz die kulturelle und vor allem kulinarische Vielfalt der heimischen Landwirtschaft. Die Genuss Region Österreich war ebenso vertreten wie die Murauer Brauerei, Handl Tyrol, die ARGE Heumilch, Schärdinger oder LGV Frischgemüse. Organisator an vorderster Front war der Obmann der Jungbauern, Stefan Kast. Gekommen waren unter anderem von der Murauer Brauerei Johannes Wolf und Michael Leitner-Fidler, ebenso Bierpapst Conrad Seidl; der Bauernbund war durch Norbert Walter vertreten und durch EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger. Auch die heimische 10. Retail Expertenforum. Politik ließ sich das Spektakel Programm & Anmeldung: nicht entgehen. Die Minister www.retail-expertenforum. Andrä Rupprechter, Hans com; Termin: 23. Oktober, Jörg Schelling, Johanna 13:30–20:00 im Odeon Theater, Mikl-Leitner und Vizekanzler Taborstraße 10, 1020 Wien Reinhold Mitterlehner wurden vor Ort gesichtet. (jm)
PRODUKT DE DES TAGES
KOPF DES TAGES
Florian Czink (34) übernimmt als Marketingdirektor und Mitglied der Geschäftsführung gemeinsam mit seinem Team die Marketingagenden des Gesamtportfolios im Hause Schlumberger. Damit zeichnet er zusätzlich zu den Vertriebsmarken des Hauses künftig auch für das Marketing der bekannten heimischen Sektmarken verantwortlich. Karin Trimmel – bislang für die Eigenmarken des Hauses Schlumberger verantwortlich – wechselt zur Underberg Gruppe und wird zusätzlich zu ihrer Verantwortung für die Exportagenden als Mitglied der Geschäftsführung die gesamten Marketingagenden übernehmen.
Festival: „Regional. Saisonal. Genial!“
Top-Putz Der Dyson 360 Eye-Staubsauger ist ein intelligenter Roboter, der in der Lage ist, wirklich zu reinigen. Angetrieben von dem energieeffizienten, digitalen Dyson Motor V2, setzt der Dyson 360 Eye-Staubsauger auf die Root Cyclone-Technologie zur effizienten Trennung von Staub und Schmutz, mit deren Hilfe Partikel bis zu einer Größe von 0,5 Mikrometer aufgenommen werden. Das Gerät erkennt seine Umgebung mithilfe eines einzigartigen 360° Vision-Systems, entwirft anschließend einen detaillierten Grundrissplan zur systematischen Navigation und protokolliert seine Position. Infrarotsensoren arbeiten zusammen mit einem Objektiv oben auf dem Gerät, das eine 360°-Panoramakamera beinhaltet. Die Elektrobürste des 360 Eye-Staubsaugers verläuft über die volle Breite des Geräts und verlässt sich daher nicht auf Kehrvorrichtungen an der Seite, um die Ecken und Kanten eines Raumes zu reinigen. Verfügbar ab 2015. #DysonRobot. www.facebook.com/DysonDE
A
lso die Situation ist die: Die alte Glühbirne in meiner Gerümpelkammer glüht bereits das 15. Jahr. Und das nicht nur, wenn ich mich nachdenklich der Betrachtung meines Gerümpels hingebe. Nein, sie glüht auch gern beim nächtlichen Toilettengang. Da nutze ich nämlich geschickt ihr indirektes Licht, denn dieses regt mich nächtens weniger auf als das grelle. Außerdem rattert beim Licht am Klo automatisch immer der Entlüfter mit. Das wiederum weckt lautstärketechnisch meine Nachbarn auf, weil mitten in der Nacht klingen so kleine rotierende Propeller ein wenig nach großen Flugzeugen. So, damit wollte ich sagen: Super Glühbirne in der Gerümpelkammer! Zu kaufen gibt es die lang nicht mehr. Üble Energiebilanz. Vergleichsweise kaufe ich fürs Wohnzimmer Energiesparlampen. Bei denen steht „10 Jahre“ auf der Packung. Keine Ahnung, warum da „10 Jahre“ steht, vielleicht hat die Entwicklung der Lampe 10 Jahre gedauert. Weil 10 Jahre halten tun die mitnichten. Ich benötige im Wohnzimmer sechs Lampen für den Luster; vier von sechs gehen jährlich kaputt. Ich tausche die jetzt mal vorsichtshalber nicht mehr aus, weil vielleicht hab ich was grundsätzlich falsch verstanden und die restlichen beiden halten jetzt 10 Jahre? c.novacek@medianet.at
D I E ZA HL MI T DEM A HA - EF F EK T zum Weitererzählen
Offliner In Rumänien, Griechenland und Bulgarien waren jeweils rund 40 Prozent der Bevölkerung noch nie im Internet.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER S 2014 – 21
healtheconomy TELEMEDIZIN
EU-Projekt mit heimischer Beteiligung entwickelt neues „Health-Brot“ Seite 26
© Biotronic
© WKNÖ
GESUNDE ERNÄHRUNG
Elektronische Überwachung zu Hause kann kranken Menschen helfen Seite 25
OBER-HAUPT PT DEBATTE ÜBER KASSENCHEF © SVA/APA-Fotoservice/Juhasz
Ordensspitäler bündeln in Wien ihre Kräfte
© www.bigshot.at/Christian Jungwirth
SHORT
© sanofi/krischanz.zeiller
Interview I Ein Umsatz von 13 Mio. € mit 40 Beschäftigten, ein Wachstum von 30% und eine Kooperation mit dem Phrmariesen Abbott: Das Grazer Unternehmen Institut Allergosan wächst entgegen den Branchentrend dynamisch und lehrt im OTC-Segment selbst große Pharmaunternehmen das Fürchten. Firmenchefin Anita Frauwallner (Bild) führt das Wachstum auf konsequente Fokussierung auf qualitätsvolle Produkte und Forschung zurück. Die Firma entwickelt Probiotika, die zunehmend auch im medizinischen Bereich eingesetzt werden. Seite 23
© B&K; Montage: B. Schmid
Interview II Sanofi ÖsterreichGeschäftsführerin Sabine Radl (Bild) ist mit dem heurigen Geschäftsverlauf bisher zufrieden. Das erste Halbjahr sei vor allem in den wichtigen Kernbereichen Diabetes und Onkologie gut gelaufen. „Wir konnten wichtige Akzente setzen und denken gleichzeitig weiter. Die Frage ist, was kann man dem Arzt und dem Gesundheitswesen über reine Medikamente hinaus zur Verfügung stellen.“ Dazu gehören etwa die Möglichkeit der Blutzuckermessung über 24 Stunden und die Einbindung der Patienten über die App „mySugr“. Seite 24
Die Spitalsmanager Peter Hajek, Manfred Greher, Andreas Achrainer und Brigitte Thalhammer (v.li.n.re.) wünschen sich in Reformen eingebunden zu werden.
Gesundheitsreform Rund 20% der Wiener Patienten werden in den acht Ordensspitälern der Stadt behandelt; diese bündeln nun die Kräfte. Neben der Vinzenz Gruppe entsteht mit dem Franziskusverbund eine zweite Gruppe. Seite 22
INHALT
ratioDolor® akut
Healthcare > PemiQaMed-Gruppe legt Qualitätsbericht vor 22 > Unfallversicherung startet Präventionskampagne 23
myOrgan
Pharmareport und Lifescience > Start-up: Allergien als Wachstumsmarkt 24 > Biocrates punktet mit neuem Analysetool 24 > Novartis, Boehringer und Roche auf Wachstumskurs 24 Medizintechnik und eHealth > Niederösterreich fordert Studie zu Radioonkologie 25 > Umfrage zeigt großes Vertrauen in Sonnenbrillen 25
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22 – healtheconomy
Freitag, 12. September 2014
Spitalsbereich Acht Wiener Ordensspitäler betreuen beinahe 20% aller Patienten in der Bundeshauptstadt
KOMMENTAR
Konzentration bei Wiens Ordens-Krankenhäusern
Ein paar Gedanken zum Rauchen
Gesundheitsreform und Wiener Spitalskonzept bringt Orden dazu, sich zu spezialisieren. Wien. Die acht Wiener Ordensspitäler, die fast jeden fünften Spitalspatienten betreuen, wollen sich nach eigenen Angaben fit für die Zukunft machen und reagieren damit auch auf die Herausforderungen durch immer mehr ältere Menschen, aber auch mehr Geburten. „Gegenwärtig reagieren die Ordensspitäler konsequent auf die Anforderungen der Gesundheitsreform, des Regionalen Strukturplans Gesundheit und des Wiener Spitalskonzepts 2030“, sagt der Sprecher der Wiener Ordensspitäler und ärztliche Direktor desHerzJesu-Krankenhauses, Manfred Greher. „Wir entwickeln unser Angebot in Kooperation mit der Stadt kontinuierlich weiter, sehr zum Nutzen der Wienerinnen und Wiener.“ Derzeit seien in sämtlichen Wiener Ordensspitälern Projekte, insbesondere die Bildung von medizinischen Schwerpunktzentren, in Vorbereitung oder Umsetzung.
MARTIN RÜMMELE
D
ie Gesundheitsministerin macht sich Gedanken übers Rauchen. Auch über die E-Zigarette. Und über Wasserpfeifen. Und über ein Rauchverbot in der Gastronomie. Alles miteinander heikle Themen. Wirklich beliebt macht sich da kein Ressortchef im Gesundheitsministerium: Zu emotional ist das Thema. Dabei sollte man emotionslos außer Streit stellen: Rauchen macht in den meisten Fällen abhängig und es ist definitiv ungesund. Nun geht es mir wie der Gesundheitsministerin: Ich bin Ex-Raucher. Seit 14 Jahren. Davor: Kette. Hat geschmeckt, soweit ich mich erinnere. Eh klar: in einer Zigarette sind Hunderte Zusatzstoffe, die vor allem eines sollen: das Ganze verträglich machen. Also: Ich bin keiner der militanten Nichtraucher, die die ganze Welt bekehren müssen. Es gibt viele Gründe, warum Menschen rauchen. Soll sein... Wer aber als Gesundheitsminister nicht vor den Folgen warnt, hat den falschen Job – ähnlich wie ein Finanzminister, dem die Zinsen für Staatsschulden egal sind. Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Es gibt Länder, wo Rauchen erst mit 18 erlaubt ist, wie Australien; dort kostet eine Packung 12 Euro. Dafür gibts die niedrigste Raucherquote. Wenn die Gesundheitsministerin DAS fordert, da wär erst was los ... Also: Cool bleiben und mal tief durchatmen.
© B&K; Montage: B. Schmid
MARTIN RÜMMELE
Die Spitzen der Wiener Ordenskrankenhäuser wünschen sich mehr Mitsprachemöglichkeiten bei den Reformen in Wien.
zeit nicht gleichberechtigt in die Gesundheitsplanung eingeschlossen seien, vermehrte Kooperation und Berücksichtigung im Spitalskonzept der Stadt Wien, sagt Greher. Es gebe zwar gelegentlich Abstimmungsgespräche, doch in den Zielsteuerungskommissionen dürfen zwar die Bundesländer als Spitalshalter über die Zukunft ihrer Häuser mitentscheiden, die Orden jedoch nicht.
außerdem Ordensspitäler gibt, die in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Patienten versorgen, ist in dieser Formel gar nicht ausgewiesen“, kritisiert Greher. „Hier unterstreichen wir erneut unsere Bereitschaft zu einer Kooperation, die auch unseren Beiträgen zur Gesundheitsversorgung angemessen ist.“
Konzentration in Wien Im Wiener Spitalskonzept kommen Ordensspitäler gleich gar nicht vor. Nach der Formel „6 plus 1“ sieht es, wie berichtet, bis zum Jahr 2030 sechs KAV-Spitäler und das AKH Wien vor – statt der bisher 12 Häuser. „Dass es in Wien
Dass die Wiener ihre Ordensspitäler allerdings sehr positiv sehen, zeigt eine neue Umfrage von Peter Hajek Public Opinion Strategies: 77% stimmen der Aussage zu, dass „Ordensspitäler aus dem Wiener Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken sind“, nur 10% finden das weniger oder nicht zutreffend.
Versorgung Privatkliniken-Gruppe erntet Anerkennung
Hilfe Joint Commission
Konzentration „Franziskusverbund“ bündelt Kräfte
„PremiQaMed“ bewertet Qualität
Spitalsportal
Neuer Spitalsverbund in Wien
Illionois/wien. Joint Commission International (JCI) gibt den Start eines globalen Verzeichnisses JCI-akkreditierter Krankenhäuser bekannt, das Anwohnern und Reisenden bei der Auswahl einer Gesundheitsversorgungseinrichtung außerhalb der Vereinigten Staaten behilflich sein soll. Dazu gehören auch zertifizierte Kliniken in Österreich. Das Verzeichnis WorldHospitalSearch.org ist frei zugänglich und in 80 Sprachen verfügbar.
Wien. Aus dem Krankenhaus St. Elisabeth im dritten Wiener Bezirk und dem Hartmannspital im fünften Wiener Bezirk wird unter dem Namen „Franziskusverbund“ bis zum Jahr 2020 eine neue Krankenanstalt an zwei Standorten entstehen. Im aktuellen Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG 2020) der Stadt Wien für das Jahr 2020 ist diese Kooperation der beiden Ordensspitäler mit 234 Akutbetten verankert, die sich auf beide Standorte verteilen werden. „Von diesem Franziskusverbund wird die Gesundheitslandschaft in Wien in vielfältiger Weise profitieren, weil die beiden Häuser den Patienten ein noch größeres und zukunftsweisendes medizinisches Gesamtangebot bieten können“, sagt Andreas Achrainer, Geschäftsführer des Hartmannspitals. Der Franziskusverbund als „Integratives Krankenhaus“ beruht auf den Säulen „Innere Medizin“, „Mensch im Alter“ und „Chirurgie“. „Durch Spezialisierungen an beiden Standorten entstehen Kompetenzzentren, die bei wachsendem Leistungsspektrum eine ausgezeichnete Versorgungsqualität garantieren.“
© PremiQaMed Holding
Wien. Die Gesamtzufriedenheit mit den Leistungen der Privatkliniken Confraternität-Josefstadt (Wien), Döbling (Wien), Graz Ragnitz (Steiermark) und Wehrle (Salzburg) sowie des Ambulatorium Döbling (Wien) liegt bei 96,5%, die Weiterempfehlungsrate bei 97%. Diese hohen Werte gehen aus dem dritten Qualitätsbericht der PremiQaMed Gruppe hervor. Die Geschäftsführung führt die Ergebnisse einerseits auf individualisierte und
Die PremiQaMed-Gruppe setzt bewusst auf Qualität in ihren Kliniken.
qualitätsgesicherte Medizin sowie andererseits auf den „Faktor Mensch“ in der Erbringung der Gesundheitsdienstleistung zurück. Besonders gut bewertet wurden 2013 bei der standardisiert und kontinuierlich erhobenen Zufriedenheit der Patienten die Betreuung durch die behandelnden Ärzten, die Stationsärzte und die Pflegemitarbeiter. Auch die Terminvereinbarung und Reservierung sowie das Patientenservice fanden sehr positive Resonanz. „Wir haben uns im Konzern zu kontinuierlicher Weiterentwicklung der Qualität verpflichtet und TopQualität entsprechend in unserer Unternehmensstrategie verankert. Dabei sind wir uns bewusst, dass Qualitätsarbeit – insbesondere im sensiblen Bereich der Gesundheitsdienstleistung – ganz wesentlich im direkten und persönlichen Kontakt wahr wahrgenommen wird“, sagt PremiQaMed Group CEO Julian Hadschieff. Er sieht Qualitätsarbeit als niemals endenden Prozess und als Voraussetzung, dass ein hohes Qualitätsniveau weiter gesteigert sowie optimale Behandlungsergebnisse erreicht werden können. (iks)
© panthermedia.net/Alexander Raths
Als Beispiele nennt er: Das Hartmannspital und das Krankenhaus St. Elisabeth werden an zwei Standorten mit definiertem Schwerpunkt in der Altersmedizin als „Franziskusverbund“ zusammengeführt (siehe unten). Im St. Josef-Krankenhaus wird die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe vergrößert und zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit Kinderabteilung und Neonatologie ausgebaut. Im Krankenhaus St. Elisabeth und im Orthopädischen Spital Speising werden die Bettenkapazitäten in den Bereichen Geriatrie und Remobilisation ausgeweitet. Von der Politik wünschen sich die Wiener Ordensspitäler, die der-
Der US-Spitalszertifizierer JCI veröffentlicht die Qualität von Krankenhäusern.
Signifikant stärker als noch vor zwei Jahren wird Wiens Ordensspitälern heute zugeschrieben, „mehr Zeit für Patienten“ zu haben, erläuterte Hajek bei einer Pressekonferenz: „In Kombination mit der verbreiteten (62%) Einschätzung, dass sie die ‚ganzheitliche Betreuung der Patienten im Blick haben‘, und der von 72% gesehenen familiären Atmosphäre, wird deutlich, dass den Wiener Ordensspitälern von der Bevölkerung Qualitäten zugeschrieben werden, deren Bedeutung für die Patienten besonders wichtig sind. Dass außerdem 61% der Befragten finden, dass Ordensspitäler Spitzenmedizin liefern – nur 15% sehen das explizit anders –, stellt der Leistungsfähigkeit der Wiener Ordensspitäler ein sehr gutes Zeugnis aus.“
Positives Image
Der Standort St. Elisabeth wird zu einem Kompetenzzentrum für Menschen im Alter mit integriertem Gesundheitszentrum. Durch den Ausbau der Palliativbetten entsteht Österreichs größte Palliativstation. Die basis- und intensivmedizinische Versorgung mit den chirurgischen Schwerpunkten wird im Hartmannspital etabliert; dort werden die bestehenden chirurgischen Abteilungen beider Spitäler zusammengeführt. (iks)
© Foto Wilke
Neuer Verbund
Andreas Achrainer, Geschäftsführer des Hartmannspitals, sieht Spezialisierung.
HEALTH: C A R E
Freitag, 12. September 2014
healtheconomy – 23
Portrait Grazer „Institut Allergosan“ wächst kräftig und fokussiert sich auf die Erforschung von Probiotika und deren Einsatzbereiche
Erfolg mit Forschung und Qualität CHRIS RADDA
Graz/Wien. Ein Umsatz von 13 Mio. € mit 40 Beschäftigten, ein Wachstum von 30% und eine Kooperation mit dem Pharmariesen Abbott: Das Grazer Unternehmen Institut Allergosan wächst entgegen den Branchentrend seit Jahren dynamisch und lehrt im OTC-Segment selbst große Pharmaunternehmen das Fürchten. Firmenchefin und Eigentümerin Anita Frauwallner führt das Wachstum auf die konsequente Fokussierung auf qualitätsvolle Produkte und intensive Forschung zurück. Das Unternehmen entwickelt Probiotika, die zunehmend im medizinischen Bereich und sogar in Spitälern eingesetzt werden. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang bei Probiotika in den Lebensmitteln gesehen. Der Grund: Sie halten nicht, was sie versprechen. Bei den
Studie Österreich schwach
Burnout wächst Linz. Die Arbeiterkammer sieht sich durch eine Studie der OECD in ihrer Kritik bestätigt, dass Leiharbeit, Zeitdruck und lange Arbeitszeiten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich massiv belasten. Das deckt sich auch mit den aktuellen Erhebungen der AK Oberösterreich zur Krankenstandsentwicklung. AK-Präsident Johann Kalliauer: „In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Krankenstandstage wegen psychischer Beschwerden fast verdreifacht – dieser Trend muss gestoppt werden.“ Eine Studie beleuchtet Arbeitsmarkt und Arbeitsbedingungen in 32 OECD-Ländern. In Sachen Arbeitsumfeld hängt Österriech nach. Das zeige, wie wenig Bedeutung die Unternehmen der Qualität der Arbeitsplätze zumessen.
Kampagne AUVA sorgt vor
„Hände gut“ Wien. Über 41% aller Arbeitsunfälle haben eine Handverletzung zur Folge. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten von Handverletzungen in Österreich machen jährlich ein Volumen von 309 Mio. € aus. Davon entfallen auf die Unfallversicherung 146 Mio. €, den Rest tragen die Unternehmen und der öffentliche Bereich – Grund genug für die AUVA, nun eine Präventionskampagne zu starten. Die Hand sei das wichtigste Werkzeug des Menschen. Ziel der Kampagne „Hände gut, alles gut“ ist, die Zahl der Handverletzungen dauerhaft zu senken und – sollte dennoch ein Unfall geschehen – das Wissen über die Erste-HilfeMaßnahmen zu verbessern, teilte die Versicherung nun mit. Mit der Kampagne will die AUVA Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Schüler gezielt erreichen, und die breite Öffentlichkeit soll angesprochen werden. V.a. jugendliche Arbeitnehmer sind eine wichtige Zielgruppe – da sie ein dreimal höheres Unfallrisiko für Handverletzungen haben. Insgesamt ereigneten sich 2013 rund 39.000 Arbeitsunfälle mit Handverletzungen.
medizinisch relevanten Probiotika, mit denen wir arbeiten, ist das anders. Wir suchen uns humane Stämme, die etwas ganz Bestimmtes können. Dementsprechend kombinieren wir die optimalen Stämme um einen klar definierten Nutzen zu erzielen“, erkärt Frauwallner. Produkte also, von denen man wisse, dass sie eine physiologische Wirkung haben. „Wir wollen keine arzneiliche Wirkung. Aber der Erfolg der Produkte soll für die Konsumenten spürbar sein. Etwa 80 bis 90% der Anwender spüren eine Wirkung im Laufe des ersten Monats. Solche Produkte finden auch einen Wachstumsmarkt.“
Was das Unternehmen nach der Ansicht Frauwallners auszeichnet, ist die starke Arbeit mit Wissenschaftern und hier nicht zuletzt der Fokus auf die Kernmärkte Österreich und Deutschland. „80% der Studien laufen heute im deutschsprachigen Raum.“ Dazu komme, dass das Thema zunehmend in der Medizin Beachtung finde: Es gebe viele Wissenschafter, die sich damit beschäftigen. „Wir haben einen enormen Anstieg an Studien; das gibt auch eine entsprechende Evidenz.“ Nicht zuletzt deshalb gibt es ein steigendes Interesse anderer Unternehmen, mit dem Institut Allergosan zusammenarbeiten
zu wollen. „Wir möchten unsere hochwertigen Produkte möglichst vielen Kunden anbieten, die an hochwertigen Probiotika interessiert sind.“ Man habe viele Anfragen und suche die Partner sehr genau aus. Es brauche ein Interesse an probiotischen Produkten und müsse auch die Philosophie der hochwertigen Qualität passen. Gefunden hat man, wie berichtet, so einen Partner in Abbott, der die Omnibiotic-Produkte im ärztlichen Vertrieb mitbetreut. „Es zeigt sich zunehmend, dass große Unternehmen sich probiotische Partner suchen; und sie suchen sich qualitativ hochwertige Partner wie uns.“
HEALTHCARE IT. ONLINE NEWS. AUSTRIA. Der neue News-Channel von CGM in Österreich. Der österreichische eHealth-Marktführer zeigt ab à v ÀÌ *À w ° Tauchen Sie ein in die Welt von CGM Õ ` iÀ i - i Õ Ã LiÃÃiÀ i i ° Tagesaktuelle Branchennews sowie Innovatives und Wissenswertes rund um IT-Lösungen für Kranken BÕÃiÀ Õ ` ƂÀâÌ«À>Ýi w `i - i >L à v ÀÌ >Õv\
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Rolle von Probiotika und Darmgesundheit im Hinblick auf das Immunsystem wird immer klarer.
Anita Frauwallner will auch international wachsen und setzt auf Partner.
24 – healtheconomy
SHORT
© Irene Schanda/Boehringer Ingelheim
Böhringer bekennt sich zu Standort Wien
P HA R MA R E POR T: LI F E S C I E NCE
Freitag, 12. September 2014
Interview Österreich-Managerin Sabine Radl sieht die Forschungspipeline gut gefüllt und kündigt Innovationen an
Sanofi will Ärzten mehr als Medikamente bieten Forderung an Krankenversicherungen, Prävention auszubauen und Erstattung zu erleichtern. INA SCHRIEBL
Barcelona/Zürich/Basel. Angesichts der neuen Studiendaten zum neuen Herzmedikament LCZ696 des Schweizer Pharmakonzerns Novartis – ein Fünftel weniger Todesfälle bei Patienten mit chronischer Herzschwäche und keinen ernsten Nebenwirkungen – gibt es berechtigte Erwartungen, dass das Medikament die seit mehr als 20 Jahren üblichen Standardtherapien ersetzen könnte; dem Medikament wird ein jährlicher Umsatz von mehr als 3,79 Mrd. € zugetraut.
© Nabriva
Tochterfirma für Nabriva Therapeutics
Nabriva startet US-Tochterfirma und holt neuen Chef Colin Broom.
Wien/Philadelphia. Seit August 2014 hat die Nabriva Therapeutics AG, ein Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Pleuromutilinen, eine neue Klasse von Antibiotika zur Behandlung schwerer Infektionen, spezialisiert hat, mit Colin Broom einen neuen Chief Executive Officer. Der Pharmazeut und Mediziner ist mit dem Aufbau eines Entwicklungsteams in der Nähe von Philadelphia betraut.
Kleinere Zukäufe und Personalwechsel Basel. Trotz der Übernahme der US-Biotechfirma Intermune hat der Schweizer Pharmakonzern Roche die finanziellen Kapazitäten, nach Kooperationen und Akquisitionen Ausschau zu halten. Roche kündigte weitere Übernahmen kleinerer Firmen an; zuletzt wurde um mehr als acht Mrd. USD eingekauft.
Förderung von Forschern Die unternehmenseigene „GertiReiss-Fonds“ wiederum – benannt nach einer ehemaligen Mitarbeiterin mit Diabetes – fördert Patientenorganisationen, die sich für die Schulung von Patienten organisieren. An den Medizinunis werden auch jährlich junge Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet. „Wir machen das seit 50 Jahren und werden viele der ehemaligen Preisträger, die heute in führenden Positionen weltweit aktiv sind, wieder treffen“, sagt Radl. Zu vielen dieser Forscher habe man auch über die Jahre Kontakt gehalten. Für das kommende Jahr kündigt die Pharmamanagerin den Start eines neuen Diabetes-Medikaments an, das die nächtliche Unterzuckerung minimieren soll. Insgesamt sei die Pipeline des Konzerns gut gefüllt, sagt sie; man bringe im Durchschnitt weltweit alle sechs Monate ein neues Medikament auf den Markt. 2016 werde das eine neue Generation von Lipidsenkern sein – „eine Sprunginnovation, die
Sanofi-Österreich-Managerin Sabine Radl ist mit dem ersten Halbjahr zufrieden – und kündigt neue Produkte an.
im Vergleich zu Statinen deutliche Reduktionen der LDL-C-Werte bringt“. Zuletzt wurden hier neue Studien beim Herzkongress in Barcelona vorgestellt. In der Entwicklung befinden sich auch neue Produkte in der Onkologie.
Hilfe für Innovationen Im Zusammenhang mit der Entwicklung appelliert Radl auch an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen und bei den Krankenversicherungen, innovative Therapien den Patienten zur Verfügung zu stellen und zu erstatten. Hier würden die Prozesse teilweise noch zu lange dauern, um sicher- zustel-
len, dass Patienten auch die besten und neuesten Produkte bekommen. Dass neue Produkte zuletzt deutlich teurer waren als alte, führt Radl darauf zurück, dass Innovationen und die Forschung immer schwerer und damit teurer würden. „Die zahlreichen Patentabläufe in den vergangenen Jahren haben bei vielen Unternehmen zu Preisrückgängen bei den betroffenen Produkten von 60 bis 70 Prozent geführt; damit aber neue Medikamente entwickelt werden und auf den Markt kommen, braucht man Investitionen.“ Und die würden nur getätigt, wenn klar sei, dass sie sich auch rechnen und bezahlt würden. Trotz der hohen
Investionen in die Forschung und Entwicklung erlangen am Ende nicht alle Prdukte Marktreife.
Prävention wichtig Statt steigende Kostensteigerungen im Arzneimittelbereich zu kritisieren, sollten die Kassen auch in Prävention investieren. Radl: „Es gibt Staaten, wo deutlich mehr in diesem Bereich passiert.“ Sanofi bringe sich hier gerade bei Diabetikern ein – etwa wenn es um die Schulung von Diabetikern im Umgang mit der Krankheit gehe. Wichtig sei aber vor allem die Früherkennung, um Folgeprobleme möglichst gering halten zu können.
Kooperation Allergopharma und S-TARget therapeutics
Biotechnologie Bestimmung endogener Gallensäuren
Allergien als Wachstumsmarkt
Biocrates bringt effizienten Kit
Wien/Reinbeck. Der Markt für Allergietherapeutika ist aufgrund der steigenden Anzahl an Allergikern und Verbreitung der Spezifischen Immuntherapie in vielen Schwellenländern ein globaler Wachstumsmarkt. Allergopharma, der Geschäftsbereich Allergie von Merck, ist nun eine Kooperation mit S-TARget therapeutics (S-TARget), einem heimischen biotechnologischen Entwickler von therapeutischen Allergie-Präparaten, eingegangen. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung erhält Allergopharma die weltweiten Rechte für die Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika zur Spezifischen Immuntherapie bei der Typ-1-Allergie wie Heuschnupfen oder allergischem Asthma auf Basis der S-TIR(TM Technologieplattform.
Wien. In Kürze wird das österreichische Biotech-Unternehmen Biocrates Life Sciences das erste standardisierte, Metabolomik-basierte Kit zur Bestimmung von bis zu 19 endogenen Gallensäuren auf den Markt bringen. Gallensäuren gelten als endogene Marker der Leberfunktion und sind in der Fettverdauung und -resorption maßgeblich beteiligt. Zudem fungieren sie als Signalmoleküle in Stoffwechselprozessen und stehen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen in Zusammenhang, etwa mit der Insulinexpression und -sekretion, mit kardiovaskulären Erkrankungen, mit Entzündungen und Sepsis. Aus diesem Grund lassen sich Signalfunktionen der Gallensäuren in der Entwicklung von Arzneimitteln für die Behandlung chronischer Erkrankungen wie
Innovation ausgerichteten Strategie. Mit der Technologieplattform von S-TARget können wir ein großes Potenzial nutzen, um neuartige Therapieformen für die wichtigsten Allergene wie Hausstaubmilben und Pollen weltweit zu entwickeln. Über die Vereinbarung mit S-TARget investiert Merck weiter in das Indikationsgebiet Allergie und fokussiert sich auf Innovation und die nächste Generation der Allergietherapie. (um)
Neue Therapieformen „Wir freuen uns, dass wir S-TARget als Partner gewonnen haben“, erklärt Marco Linari, CEO Allergopharma/Business Unit Allergy von Merck. „Für Allergopharma ist dies ein wichtiger Baustein unserer auf
Allergopharma will die Entwicklung von innovativen Technologien vorantreiben.
Adipositas, Diabetes mellitus Typ2 oder Atheriosklerose nutzen.
Hohe Effizienz Der Biocrates „Bile Acids Kit“, ein Massenspektrometrie-basierter Forschungs-Kit, kommt mit kleinsten Probengrößen von 10 µL aus, um Cholsäure, Desoxycholsäure, Chenodesoxycholsäure, Ursodesoxycholsäure, Hyodesoxycholsäure, Muricholsäuren und deren Glycinund Taurin-Konjugate in nur einem Arbeitsschritt zu bestimmen. Der neue Kit basiert auf HochleistungsFlüssigkeitschromatografie mit Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie, ist einfach zu handhaben und bekam von zehn testenden Laboratorien eine ausgezeichnete Genauigkeit. (um) Metabolomik-Lösungen setzen neue Standards in Datenverarbeitung.
© Biocrates
Mega-Blockbuster Herzmedikament
Wien. Sanofi Österreich-Geschäftsführerin Sabine Radl ist mit dem heurigen Geschäftsverlauf bisher zufrieden, sagt sie im Interview. Das erste Halbjahr sei vor allem in den wichtigen Kernbereichen Diabetes und Onkologie gut gelaufen. „Wir konnten wichtige Akzente setzen und denken gleichzeitig weiter. Die Frage ist, was kann man dem Arzt und dem Gesundheitswesen über reine Medikamente hinaus zur Verfügung stellen.“ Dazu gehören etwa die Möglichkeit der Blutzuckermessung über 24 Stunden und die Einbindung der Patienten über die App „mySugr“.
© sanofi/krischanz.zeiller
Wien/Ingelheim. Hohe Lohnnebenkosten machen der Österreich- und CEE-Tochter des deutschen Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim zu schaffen. Dennoch soll in Wien investiert werden, bis die voraussichtliche Schmerzgrenze in drei bis fünf Jahren erreicht ist. Unangetastet soll die Position als Wiener Forschungszentrum für Krebsmedikamente bleiben, da die Resultate gut seien, und der Konzern von der Forschungsförderung profitiere. 1.400 Mitarbeiter, davon 250 in der Forschung und Entwicklung, sind aktuell in Wien beschäftigt.
© Allergopharma
Die Rekrutierung internationaler Experten ist dem Konzern zu teuer.
MED I ZI NTEC HNI K : E- HEA LTH
Freitag, 12. September 2014
SHORT
Sonnenbrillen: großes Vertrauen in Optiker
healtheconomy – 25
Telemedizin Fernnachsorge von Herzpatienten bringt Vorteile und spart Kosten ein
SHORT
„Das ist Zukunft“
NÖ fordert Studie zur Radioonkologie St. Pölten. Das Bundesland Niederösterreich fordert eine österreichweite Bedarfsstudie für die Strahlentherapie (Radioonkologie), erklärten Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka (ÖVP) und der NÖ-Patientenanwalt Gerald Bachinger. Hintergrund: Die Richtwerte des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) liegen laut Ärztekammer bei einem strahlentherapeutischen Großgerät pro 100.000 bis 140.000 Bewohner; demnach müsste es laut Radioonkologen in Österreich mindestens 64 Linearbeschleuniger für die Therapie geben, tatsächlich gibt es 43. Besonders arg sei der Mangel in Ostösterreich. Es gebe laut Erhebung TherapieWartezeiten für das dritte und vierte Quartal 2013 aus sieben Krankenhäusern in Wien und Niederösterreich von zum Teil mehr als zwei Monaten. Um diese ernüchternen Zahlen zu prüfen, soll nun die Studie durchgeführt werden.
© shutterstock/Augenoptikermeister
Europäischer Herzkongress: Studie überrascht mit deutlichen Ergebnissen. ANDREAS FEIERTAG
Deutliche Verbesserung Die Untersuchung ist die erste randomisierte kontrollierte Studie zur Abschätzung der finanziellen Auswirkung einer telemedizinischen Fernnachsorge von Herzpatienten aus Sicht der Krankenhäuser. „Sowohl Patienten als auch Ärzte ziehen eindeutig eine telemedizinische Fernnachsorge der Präsenznachsorge vor, da sie nachweislich zu einer Verbesserung der Patientengesundheit beiträgt und den Fokus der Ärzte auf diejenigen Patienten richtet, die Hilfe am dringendsten benötigen. Eine Reduktion der Präsenznachsorgen setzt wiederum Ressourcen frei, sodass sich Ärzte zeitnah um die Patienten kümmern können, die tatsächlich ärztlicher Betreuung bedürfen“, erklärte Heidbuchel.
Beim Herzkongress in Barcelona wurde Studie zu Telemedizin vorgestellt.
„Zudem unterstreichen die EuroEco-Ergebnisse, dass eine Home Monitoring-gestützte Nachsorge von Herzpatienten auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll ist. Denn das ist die Zukunft der Medizin: die Behandlung von Patienten auf die effizienteste Art und Weise bei gleichzeitiger Beibehaltung eines hohen Qualitätsstandards.“ Über einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren bestand im Hinblick auf die gesamten Nach-
sorgekosten der Krankenhäuser kein signifikanter Unterschied zwischen der Home Monitoring-Gruppe (204 € pro Patient) und der Kontrollgruppe (213 € pro Patient). Bei den Krankenkassen beziehungsweise nationalen Gesundheitssystemen wurde jedoch ein Trend zu einer Kostenreduktion in der Home Monitoring-Gruppe beobachtet (4.881 € versus 4.307 € in der Home Monitoring Gruppe), berichtete Heidbuchel.
© Wikimedia Commons/Rhoda Baer
Wien. Wenn es um die Augen geht, vertrauen die Österreicher auf die Auswahl und die Qualität der Augenoptiker beziehungsweise Optometristen. Das zeigt eine Umfrage von meinungsraum.at. Die gute Sicht bei Sonnenschein und der Schutz der Augen sind die Hauptgründe für das Tragen einer Sonnenbrille. Der Sommer ist vorbei und die Bilanz zeigt: Die 10 €-Supermarkt-Sonnenbrille kann die Österreicher nicht überzeugen. Der Großteil geht für den Sonnenbrillenkauf zum Augenoptiker, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage von meinungsraum.at. Die Fachoptiker liegen dabei mit insgesamt 28% noch vor den Optikerketten mit 21%. „Ein überaus erfreuliches Ergebnis, das uns bestätigt, wie sehr die Österreicher die persönliche Beratung und die hohe Qualität der Brillen schätzen“, freut sich Peter Gumpelmayer, Bundesinnungsmeister der Augenoptiker in der WKO.
© Biotronic
Gut beraten, gut geschützt: Österreicher vertrauen auf Augenoptiker.
Barcelona. Ergebnisse einer auf dem ESC Kongress 2014 in Barcelona vorgestellten Studie zeigen, dass eine Home Monitoring-gestützte Nachsorge Ärzten Zeit spart, und Krankenhäuser und Krankenkassen keine zusätzlichen Kosten haben. Die von Biotronic gesponserte EuroEco-Studie (European Health Economic Trial on Home Monitoring in ICD Therapy) wurde vom leitenden Prüfarzt Hein Heidbuchel vom Herzzentrum Hasselt in Belgien präsentiert.
Der Bedarf an Radioonkologie ist in Niederösterreich unklar.
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26 – healtheconomy
SHORT
Wiener Stadtlauf für Diabetes-Bewusstsein
Freitag, 12. September 2014
EU-Forschungsprojekt Heimische Bäcker vereinen Eigenschaften von Weißbrot und Vollkornbrot in einer neuen Kreation
Das Brot der Zukunft „HealthBread ist für die traditionellen Bäckermeister eine große Chance, denn das Brot der Zukunft ist insbesondere für Handwerksbäcker eine Profilierungsmöglichkeit“, betonte Johann Ehrenberger, Landesinnungsmeister der Bäcker. So könnten sich die österreichischen Bäckerbetriebe noch mehr als Qualitätsproduzenten mit innovativen, schmackhaften und gesunden Produkten positionieren. Denn Brot und Gebäck aus den heimischen Backstuben sei keine Massenware, sondern Semmel für Semmel und Brot für Brot ein kleines Meisterwerk. „HealthBread erfüllt die Absicht der Europäischen Kommission, KMUs zu fördern und neue Märkte – auch Nischenmärkte – zu erschließen, indem Forschungsprojekte tatsächlich bis zur Marktreife geführt werden“, bekräftigte auch EU-Förderexperte Stephen Webb das einzigartige Projekt.
© Schiffl
ANDREAS FEIERTAG
Laufen, um das Thema Diabetes breiter zu diskutieren.
Wien. Am 14. September findet zum neunten Mal der Nordic City Walk der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) statt. „Face Diabete“ ist das diesjährige Motto des City Walk, der um 10 Uhr am Wiener Stadionbadparkplatz startet. Damit soll die Wahrnehmung von Diabetes und seiner Prävention in der Öffentlichkeit geschärft werden. Die Veranstaltung sichtet sich an die breite Öffentlichkeit. Alle Infos unter www.oedg.at
Umbau: Spital Bludenz wurde runderneuert
Wien. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „HealthBread“, an dem auch die Bäckerei Lasser aus Schladming und die Bäckerei Erich Kasses in Thaya beteilitgt waren, wurde das Brot der Zukunft entwickelt: Es vereint die Eigenschaften von Weißbrot und Vollkornbrot und soll nicht nur gesünder sein, sondern auch mit einzigartigem Geschmack punkten. Zum Einsatz kommen dabei besondere Bestandteile des Weizenkorns sowie eine optimierte Fermentation der Getreidemehle, durch die der menschliche Körper Nährstoffe besser aufnehmen kann. Außerdem stärkt HealthBread die heimischen Bäckermeister, denn das Brot der Zukunft ist insbesondere für das Bäckerhandwerk eine Profilierungsmöglichkeit. Präsentiert wurde es nun im Meinl am Graben in Wien.
© WKNÖ Innungsgruppe Dienstleister-Nahrung/APA-Fotoservice/Tanzer
Studienergebnis: „HealthBread“ ist gesünder, schmackhaft und eine Chance für heimische Bäcker.
© Vbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H/Mathis
FH Burgenland Ausbildungsangebot wird nun erweitert
Ehrenberger, Kasses, Udo Kaubek (Geschäftsführer Meinl) und Webb mit dem Brot.
Uni Wien etabliert „Gerontologie und soziale Innovation“
Vier neue Studiengänge angeboten Neues Masterprogramm in Wien
Das Team der FH Burgenland will mit den Studiengängen voll durchstarten.
Pflege-Management-Award startet in sein zweites Jahr
Wien. In einer immer älter werdenden Gesellschaft wird das soziale System vor neue Herausforderungen gestellt; Stichworte sind Kompression der Morbidität, Längere Lebensarbeitszeit, Solidarität und Produktivität im Gesundheitsund Sozialsektor. Die Erarbeitung neuer Lösungskonzepte für eine alternde Gesellschaft hat sich der postgraduale Universitätslehrgang „Gerontologie und soziale Innovation“ zum Thema gemacht. Die Universität Wien bietet ab Oktober 2014 in Kooperation mit der FH Campus Wien diesen Universitätslehrgang erstmalig an und stellt mit Universitätsprofessor Franz Kolland einen ausgewiesenen Experten als Lehrgangsleiter. Als Stichtag für Bewerbungen für das Masterpro-
gramm „Gerontologie und soziale Innovation“ wurde der 17. September festgelegt. Infos: www.postgraduatecenter.at/gerontologie (fei)
© Universität Wien
Bludenz. Zahlreiche Gäste sind diese Woche ins LKH Bludenz gekommen, um das Ergebnis der Umbauarbeiten zu begutachten. Mit 34,3 Mio. € an Investitionen in das Landeskrankenhaus in Vorarlberg ist der Standort gesichert. Insgesamt fünf Fachabteilungen mit 154 Betten und zugehörigen Ambulanzen versorgen Patienten in der Region, teilte die landeseigene Spitalsgesellschaft mit.
belegt“, so FH-Geschäftsführer Georg Pehm. Im Vollausbau werden 356 junge Menschen zusätzlich an der FH studieren. (fei)
© Fachhochschule Burgenland
34,3 Mio. € wurden in das Vorarlberger Krankenhaus investiert.
Pinkafeld. Fachlich kompetente Personen, die in unserer immer älter werdenden Gesellschaft die Zukunftsthemen „Soziales“ und „Gesundheit“ anpacken können, werden an der FH Burgenland künftig in vier neuen Studiengängen ausgebildet: Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Soziale Arbeit und Integriertes Versorgungsmanagement. „Diese neuen Ausbildungswege öffnen jungen Menschen die Türen zu aussichtsreichen Arbeitsplätzen, die wiederum für eine optimale Gesundheitsversorgung im Land dringend gebraucht werden“, betont Wissenschafts-Landesrat Helmut Bieler. Wie sehr das Angebot der FH geschätzt wird, zeigt die Resonanz: „Alle neuen Studiengänge sind bis auf den letzten Platz
Franz Kolland wird den neuen Masterlehrgang an der Uni Wien leiten.
MENSCHEN, ÜBER DIE MAN SPRICHT MENSCH
„Cure 2015“: Die Einreichfrist läuft Peter Mc McDonald als Schelling-Nachfolger so gut wie fix Wien. Peter M McDonald ist als neuer Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger und damit Nachfolger des zum Finanzminister alve aufgestiegenen Hans Jörg Schelling (ÖVP) so gut wie fix. Der Wirtaufg schaftsbund nominierte McDonald für das freigewordene Mandat scha jetzt im Verbandsvorstand. Nach Ausscheiden des Wirtschaftsjetz bündlers Schelling muss vor der Wahl eines neuen Vorsitzenden bünd zunächst der zwölfköpfige Verbandsvorstand personell aufgestockt werden; der ÖVP-Wirtschaftsbund hat hierfür McDonald vorgeschlagen. Die Wahl dazu findet am 7. Oktober statt. Am 21. Oktober wählt der Vorstand dann einen neuen Vorsitzenden.McDonald ist derzeit stellvertretender Obmann der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA). (fei)
Heuer wurde Pflege-Award „Cure“ erstmals verliehen, jetzt startet die Suche für 2015.
Beim Jahrestreffen des AuslandsösterreicherWeltbunds in der niederösterreichische Kurstadt Baden wurde der „Auslandsösterreicher des Jahres 2014“ geehrt: Die diesjährige Auszeichnung ging an den in Vorarlberg geborenen und nun in den USA lebenden Norbert Bischofberger, der unter anderem das Grippe-Medikament „Tamiflu“ entwickelt hat. Die Zeremonie fand in Anwesenheit von Landeshauptmann Erwin Pröll und Außenminister Sebastian Kurz in der Vorwoche statt.
JA MI E OL IVE R , S TA R KOC H I N LO NDON
Dem britischen Starkoch Jamie Oliver (39) macht sein stressiges Berufsleben zu schaffen. „Ich will es jetzt langsamer angehen – ich habe vier Kinder und gehe auf die 40 zu“, sagte der Fernsehkoch. „Ich schlafe so dreieinhalb Stunden pro Nacht, und das wird nicht gerade leichter. Ich muss meiner Gesundheit zuliebe runterfahren.“ Oliver betreibt mehrere Restaurants, hat viele Bücher herausgegeben, tritt regelmäßig in TV-Shows auf und setzt sich dafür ein, dass Kinder gesünder essen.
JO S E F PEN N I NG E R , GEN E TI K E R IN WIEN © BMWFW
© Alexander Wieselthaler/www.stephanrauch.com
© Wikimedia
N OR BE R T BIS C H OF B E RG E R F O R S C HT I N US A
© R. Schlesinger/EPA
Die Einreichung ist in den Kategorien Akutpflege und Langzeitpflege möglich. Cura wird am 26. Februar 2015 beim Pflege-ManagementForum in Wien vergeben. Die Einreichungsfrist für den Preis endet am 12. Dezember 2014. Initiator Gerhard Pichler: „Der Pflege-Management-Award hat in seinem Premierenjahr mit insgesamt 35 Einreichungen die Erwartungen aller Branchenvertreter übertroffen. Nun starten wir mit der zweiten Auflage des Preises.“ (rüm)
© SVA/APA-Fotoservice/Juhasz
Wien. Das Konferenzunternehmen Business Circle schreibt in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und dem Ministerium für Gesundheit den PflegeManagement-Award 2015 aus. Der Preis wurde im Jahr 2014 erstmals ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen und innovative Management-Projekte der intra- und extramuralen Gesundheits- und Krankenpflege zu identifizieren und auszuzeichnen.
Mitte Juni erhielt der aus Oberösterreich stammende Genetiker Josef Penninger den mit 1,5 Mrd. € dotierten Wittgenstein-Preis 2014. Und vergangene Woche beging der Chef des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) seinen 50. Geburtstag. In der wissenschaftlichen Szene wurde Penninger international speziell durch die Klärung der Funktionen des körpereigenen Proteins RANKL in Gesundheit und Krankheit bekannt.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 27
Alfa will einer Modelloffensive seine Verkaufszahlen mehr als verfünffachen Seite 29
CARAVAN-NEUHEITEN
Am Düsseldorfer Caravan-Salon waren auch zahlreiche Autohersteller vertreten Seite 34
HYUNDAI iX35 GO! SÜDKOREANISCHER R SONDER-SUV
Neuer Super-Werkstoff soll alte Probleme lösen
© Panthermedia.net/Blasbike
SHORT
© Volkswagen
Wien. Im August wurden in Österreich laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria 28.463 Kraftfahrzeuge (Kfz) neu zum Verkehr zugelassen, um 10,3 Prozent weniger als im August des Vorjahres und um 18,1 Prozent weniger als zuletzt im Juli. Bei den Pkw gab es gegenüber August 2013 einen Rückgang von 8,4 Prozent, im Gesamtjahr liegt das Minus in diesem Bereich aktuell bei 4,6 Prozent. Ein Zulassungsplus gab es nur bei den Lkw der Kl. N1 (2,5 Prozent) und Kl. N3 (5,3 Prozent). www.statistik.at
© panthermedia.net/NitzmanDesign
Wolfsberg/Kaluga. Volkswagen fährt einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Schwäche des Rubels und der Auswirkungen der Ukraine-Krise seine Produktion in Russland zurück. Im Werk in Kaluga sollen 2014 nur noch 120.000 Fahrzeuge statt der ursprünglich geplanten 150.000 vom Band rollen, wie die Branchen-und Wirtschaftszeitung Automobilwoche berichtet. In dem Werk werden aktuell die Modelle Polo, Tiguan, Skoda Fabia und Octavia gebaut. www.volkswagen.de
© APA/EPA/Andrew Gombert
Fraunhofer IPA Unter Anleitung des Forschungsinstituts wollen zehn Partner mit dem Nanomaterial Graphen die Speicherfähigkeit von Superkondensatoren verbessern und damit dem E-Auto zum endgültigen Durchbruch verhelfen. Seite 28 GM Autonomes Fahren zum Teil bereits ab 2017 möglich
Mercedes-Benz Erfolgreichster August aller Zeiten
In den ersten acht Monaten 2014 konnte Mercedes 1,032 Mio. Autos verkaufen.
Stuttgart. Mercedes-Benz fährt weiter auf der Überholspur. Im vergangenen Monat hat der deutsche Autohersteller so viele Fahrzeuge verkauft, wie in keinem August zuvor. Mit einem Plus von 9,7 Prozent gingen 118.887 Neufahrzeuge an Kunden in aller Welt. Seit Jahresbeginn steigerte der Stuttgarter Premiumhersteller damit seinen Absatz auf eine neue Bestmarke von 1.032.410 Einheiten (plus 12,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres). Damit erreichte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr bereits einen Monat früher die Millionenmarke beim Absatz. www.daimler.com
© APA/EPA/Rena Laverty
London. Schon im vergangenen November hat sich Firmenchef Ulrich Bez bei Aston Martin in den Ruhestand verabschiedet, nun hat der britische Sportwagenbauer endlich einen Nachfolger gefunden: Laut Reuters soll der frühere Nissan-Manager Andy Palmer (Foto) das Ruder bei Aston Martin übernehmen und den Premiumhersteller, der 2013 insgesamt 4.200 Fahrzeuge verkaufen konnte, in die Zukunft führen. Nachfolger von Palmer bei Nissan wird Philippe Klein vom französischen Partner Renault. www.astonmartin.com
© APA/dpa/Bernd Weissbrod
Millionenmarke schon überschritten Super Cruiser kommt in drei Jahren
GM-Chefin Mary Barra verspricht sich viel von den autonomen Fahrfunktionen.
Detroit. General Motors will ab 2017 Autos bauen, die unterwegs zeitweise ohne Eingriffe des Fahrers auskommen. Ein System mit dem Namen „Super Cruiser“ soll es ermöglichen, dass bestimmte Modelle der Cadillac-Reihe im Stau oder bei langen Autobahnfahrten selbst die Geschwindigkeit anpassen und die Spur halten können, sagte GMChefin Mary Barra. Ebenfalls ab 2017 will GM demnach eine Technik für die Kommunikation zwischen Autos einführen. So sollen die Wagen Informationen über ihre genaue Position, ihre Geschwindigkeit und ihre Fahrtrichtung austauschen können. www.gm.com
©H Hyundai yundai
AMBITIONIERTE ZIELSETZUNG
© Mercedes-Benz
© Alfa Romeo
automotivebusiness
C OV E R
28 – automotivebusiness
KOMMENTAR
Ist das Auto doch noch Statussymbol?
Freitag, 12. September 2014
Fraunhofer IPA Forschungseinrichtung koordiniert EU-Projekt „ElectroGraph“ zur Verbesserung von Superkondensatoren
Superkondensatoren verleihen E-Autos Flügel Dadurch soll die Energiespeicherkapazität erhöht und die Technologie massentauglich werden. MORITZ KOLAR
JÜRGEN ZACHARIAS
Z
Wien. In Norwegen gehören Elektroautos mittlerweile zum Alltag, dort stand schon mehrfach ein Stromer an der Spitze der PkwNeuzulassungen. Hierzulande ist der Anteil von Elektrofahrzeugen aber nach wie vor gering. Von den etwas mehr als 7,09 Mio. Ende 2013 zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeugen fuhren nur knapp mehr als 2.000 mit Strom. Hohe Preise, geringe Reichweiten und fehlende Stromtankstellen halten viele Österreicher vom Kauf ab. Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum Massenmarkt sind die langen Ladezeiten der Batterien, die mit einem üblichen Tankvorgang nicht vergleichbar sind. Neuartige Superkondensatoren, die mit Batterien gekoppelt sind und aktuell im EUProjekt „ElectroGraph“ gemeinsam von zehn Partnern aus Forschung und Industrie entwickelt werden, könnten den Ladevorgang künftig aber erheblich verkürzen.
Graphenbasierte Elektroden in Kombination mit ionischen Elektrolyten sind die ideale Materialkombination“, sagt Glanz. Indem die Forscher die Graphen-Schichten so zueinander anordneten, dass zwischen den einzelnen Lagen ein Abstand besteht, konnten sie ein Herstellungsverfahren etablieren, durch das die theoretisch verfügbare Oberfläche des Nanomaterials auch tatsächlich nutzbar wird. Es verhindert, dass sich die einzelnen Graphen-Schichten verbinden. Denn das hätte zur Folge, dass sich die Speicherfläche verringern würde und damit auch die speicherbare Energiemenge. „Die entwickelten Elektroden besitzen bereits heute eine um 75 Prozent höhere Speicherkapazität im Vergleich zu kommerziell verfügbaren Elektroden, die bisher in Superkondensatoren eingesetzt werden“, betont der Ingenieur. „Ich gehe davon aus, dass im Auto der Zukunft eine Batterie mit vielen, räumlich verteilten Kondensatoren gekoppelt sein wird, die etwa die Steuerung von Klimaanlage, Navigationssystem und Spiegeln übernehmen, sodass die Batterie entlastet und Spannungsspitzen beim Anlassen des Autos abgefangen werden können. Die Batterie ließe sich somit auch kleiner bauen.“
Saab 44 Mio. Schulden
Neue Werke Kia, Peugeot und Volkswagen kündigten in den vergangenen Tagen neue Produktionsstätten an
Das Aus droht
Investiert wird am liebsten in neue Werke
Stockholm. Mit Saab ringt eine Ikone der schwedischen Wirtschaft seit Jahren ums Überleben. Der Autobauer schreibt schon lange keine schwarzen Zahlen mehr, wurde mehrmals verkauft, eine nachhaltige Sanierung ist bisher gescheitert. Nun ist es wieder so weit: Das Amtsgericht Vänersborg hat den Weg frei gemacht für ein weiteres Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz. Das gibt den chinesischen Saab-Eignern erneut etwas Luft, damit die Zulieferer sie nicht mit ihren Forderungen in die Pleite treiben. Saab steht mit knapp 44 Mio. € in der Kreide. www.saab.com
Am Fraunhofer IPA entwickelte Graphen-Elektrode für Einsatz in Superkondensatoren.
und Leistungsdichte – also Energie, beziehungsweise Leistung pro Masse. Und hier liegt auch die Herausforderung: Superkondensatoren verfügen zwar über eine hohe Leistungsdichte, ihre Energiedichte muss jedoch optimiert werden. Hier sind sie bestehenden Batterietechnologien unterlegen, ihre Energiespeicherkapazität ist geringer, und genau da setzt auch das EUProjekt – das vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart koordiniert wird – an: Die Speicherfähigkeit soll erhöht werden. „Beim Speichervorgang wird die elektrische Energie in den Elektroden aufgenommen. Je größer die nutzbare Fläche der Elektroden entwickelt wird, desto mehr Energie kann gespeichert werden“, erläutert Carsten Glanz, Projektleiter und Gruppenleiter am IPA.
Extrem kurze Ladezeiten
tanburg im Bundesstaat South Carolina von zuletzt 300.000 bis 2016 auf rund 450.000 Fahrzeuge jährlich erhöhen.
Alabama/Spartanburg/Chengdu/Monterrey/Bangkok. Investitionen sind bekantlich das A und O eines auch in Zukunft erfolgreichen Betriebs. Nur wer zeitgerecht in neue Anlagen, Kapazitäten, Produkte, Ideen, Innovationen und Absatzmärkte investiert, wird auch morgen und erst recht übermorgen Geld verdienen und gegen die Konkurrenz bestehen können. Getreu diesem Motto überschlagen sich aktuell die Automobilhersteller mit Investitionsankündigungen, besonders gern wird das Geld zurzeit für neue Werke ausgegeben.
Peugeot hat China im Fokus Am neu bauen ist im Gegensatz dazu der französische Automobilhersteller Peugeot, der in Chengdu
In zahlreichen Tests untersuchten der Forscher und sein Team das Nanomaterial Graphen; mit seiner extrem hohen spezifischen, sprich der messbaren inneren Oberfläche von bis zu 2.600 m2/g und seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit bietet es sich als Elektrodenmaterial geradezu an.
Material mit vielen Vorteilen Dem bislang verwendeten Werkstoff Aktivkohle mit einer spezifischen Oberfläche zwischen 100 und 800 m2/g ist es deutlich überlegen. Graphen besteht aus einem ultradünnen, einlagigen Netz von Kohlenstoffatomen. Es vergrößert die Oberfläche der Elektroden erheblich. „Der Raum zwischen den Elektroden ist mit einem flüssigen Elektrolyt gefüllt; hierbei setzen wir auf ionische Flüssigkeiten.
in der Provinz Sichuan in China ein neues Werk errichten möchte. PSA und sein chinesischer Partner Dongfeng produzieren bereits in drei Werken in der zentralchinesischen Provinz Wuhan bis zu 750.000 Autos pro Jahr. Ende des Jahres soll der Bau des vierten Werks beginnen, die Produktion soll dann Ende 2016 starten und
Daimler und BMW bauen aus So hat Tesla zuletzt etwa angekündigt, eine Mega-Batteriefabrik errichten (siehe auch kurzen Bericht auf Seite 33) zu wollen, und gab Daimler eine Kapazitätsaufstockung in seinem Werk in Alabama, wo 2015 auch das geplante SUV-Coupe vom Band laufen soll, bekannt. Auch Premium-Rivale BMW expandiert am lukrativen US-Markt und will die Produktionskapazität am Standort Spar-
© BMW
Aktuell weist Saab Verbindlichkeiten von rund 44 Mio. Euro auf.
© Fraunhofer IPA
Diese alternativen Stromspeicher laden und entladen schnell und unterstützen den sparsamen Umgang mit Energie im Elektroauto. Beim Bremsen wird bisher bei Verbrennungsmotoren Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt, die jedoch ungenutzt verpufft. In Stromern dagegen wandeln Generatoren die Bewegungs- in elektrische Energie um, die von Superkondensatoren blitzschnell aufgenommen und gespeichert werden kann. Im Gegensatz zu Batterien sind sie in Sekunden geladen und liefern den elektrischen Strom bei Bedarf zurück an Klimaanlage, Radio und Co. Wichtige Eigenschaften der schnellen Speicher sind Energie-
© Robin Utrecht/EPA/picturedesk.com
ahlreiche Studien kamen in den vergangenen Jahren zum gleichen Ergebnis: Die Jungen – vor allem in urbanen Gebieten – scheren sich immer weniger um das Auto. Sie fahren lieber öffentlich, leihen sich bei Bedarf ein Fahrzeug aus oder setzen lieber ganz auf Fahrrad und Fußmaschine, als sich eine vierrädrige Kostenstelle in die Garage oder auf den Parkplatz vor das Haus zu stellen. Das Auto als Statussymbol schien ausgedient zu haben. Nun kommt eine aktuelle Untersuchung von CosmosDirekt und dem Meinungsforschungsinstitut forsa in Deutschland aber zu einem gegenteiligen Ergebnis. Demnach sieht mehr als ein Drittel der deutschen Autofahrer (genau genommen sind es 35 Prozent) den Nobelhobel als Statussymbol, wichtiger ist ihnen nur ihr Haus oder ihre Wohnung (38 Prozent). Besonders hoch ist dieser Wert – und da widerspricht die Studie jetzt den vielen anderen der vergangenen Jahre – bei den Befragten zwischen 18 und 29 Jahren: Für 64 Prozent von ihnen liegt das Auto auf Platz eins der Liste der persönlichen Statussymbole. Und dabei setzen sie – das ist wieder wenig überraschend und in Österreich wohl nicht viel anders – auf die deutschen Marken: 18 Prozent sehen in einem Audi ihren Traumwagen, 15 Prozent hätten lieber gern einen BMW, und je elf Prozent wünschen sich einen Mercedes oder Porsche.
BMW will die Produktion im Werk Spartanburg auf 450.000 Autos jährlich ausbauen.
Demonstrator vorgestellt Um die neue Technologie präsentieren zu können, hat das Projektkonsortium einen Demonstrator des Energiespeichers entwickelt; er ist im Autospiegel angebracht und sorgt für die richtige Einstellung desselben. Das energieautarke System wird über eine Solarzelle geladen und wurde erstmals Ende Mai auf einem Workshop am IPA vorgestellt. www.fraunhofer.de
jährlich rund 320.000 Fahrzeuge umfassen.
Kia baut Werk in Mexiko Ebenfalls 2016 soll auch die Produktion im neuen Werk von Kia in Mexiko anlaufen. Der südkoreanische Hersteller hofft, in seiner neuen Produktionsstätte in Monterrey im Nordosten des Landes bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr zu fertigen. Das Unternehmen investiert dort laut eigenen Angaben mehr als 1 Mrd. USD (758,90 Mio. €). Zudem würden weitere Investitionen in Höhe von 1,5 Mrd. USD (1,13 Mrd. €) von Zulieferern erwartet. In ähnlichen Dimensionen bewegt sich der Investitionsrahmen von Volkswagens neuem Werk in Thailand: Rund eineinhalb Autostunden südlich der Hauptstadt Bangkok soll eine Fertigungsstätte für Kleinwagen entstehen, die 2019 in Betrieb gehen und eine Kapazität von 300.000 Autos im Jahr umfassen soll. www.kia.com www.volkswagen.com www.psa-peugeot-citroen.com
Freitag, 12. September 2014
HER STE LLER & ZULI EF ER E R
automotivebusiness – 29
Alfa Die Traditionsmarke will mit einer Milliardeninvestition ihr Modellangebot ausbauen und in der Oberklasse an Terrain gewinnen
Produktoffensive startet 2016 Oberklasse-Limo und SUV kommen zum Auftakt. Turin. Bereits im Mai kündigte FiatChrysler-Chef Sergio Marchionne im Rahmen einer Strategiekonferenz ein milliardenschweres Investitionsprogramm für die FiatTochter Alfa Romeo an. Mit fünf Mrd. € sollten in den kommenden Jahren insgesamt acht neue Modelle finanziert werden, um in der Oberklasse den deutschen Platzhirschen BMW, Mercedes und Audi Konkurrenz zu machen. Die Zielsetzung ist auch jetzt noch dieselbe, allerdings gab das Unternehmen nun laut einem Bericht der „Automotive News Europe“ weitere Details zu seinem Investitionsprogramm bekannt. Demnach sollen in einem ersten Schritt drei neue Baureihen das aktuelle Modellprogramm rund um den Kompaktwagen Giulietta, den Kleinwagen MiTo und den Sportwagen 4C nach oben und unten hin abrunden:
Eine Oberklasse-Limousine, die Mitte 2016 auf den Markt kommen soll, ein SUV, das Ende desselben Jahres sein Debüt feiern soll, und eine große Limousine.
Absatzsprung geplant Laut Alfa-Chef Harald Wester sollen die neuen Baureihen mit Heck- oder Allradantrieb ausgestattet werden und den Absatz von aktuell 74.000 auf 400.000 Fahrzeuge pro Jahr steigern. Zudem sind laut dem Bericht noch ein Roadster, ein Coupé, ein Kompaktmodell und ein großes SUV in Planung. www.alfaromeo.com
© Alfa Romeo (3)
MORITZ KOLAR
Aktuell hat Alfa Romeo nur drei Modelle im Portfolio: Den Kompaktenwagen Giulietta, den kleinen MiTo und den Sportwagen 4C.
KTM Rekordergebnis
Deutliches Plus Mattighofen. Die KTM AG erzielte im ersten Halbjahr 2014 mit ihren beiden Marken KTM und Husqvarna den höchsten Absatz und Umsatz der Unternehmensgeschichte in diesem Zeitraum. Weltweit wurden 70.469 Motorräder abgesetzt. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 27,8 Prozent. KTM hat damit im ersten Halbjahr einen Umsatz von 410,3 Mio. € erzielt, um 17,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; ausschlaggebend dafür waren unter anderem die erfolgreiche Markteinführung der neuen 1290 SuperDuke sowie der Verkaufsstart der neuen Husqvarna-Modellpalette; KTM erreichte damit einen Anteil von 7,7 Prozent am europäischen Gesamtmarkt.
Deutlicher Gewinnsprung Im ersten Halbjahr 2014 wurde ein EBIT von 33,6 Mio. € erzielt, welches somit mit 82,6 Prozent deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt; dies führte zu einer starken Steigerung der EBIT-Marge auf 8,2 Prozent gegenüber 5,3 Prozent im ersten Halbjahr 2013. Für das gesamte Geschäftsjahr 2014 erwartet KTM nun eine weitere Ergebnis- und Umsatzsteigerung sowie eine Erhöhung der Marktanteile. Mittelfristig sieht KTM das Potenzial, die Absatzzahlen in den nächsten fünf Jahren deutlich zu steigern. Dafür notwendige Investitionen in die bestehende Infrastruktur am Standort Mattighofen sowie Kapazitätserweiterungsmaßnahmen sind umgesetzt bzw. in Planung. www.ktm.com
ERFOLGREICHE B2B!KOMMUNIKATION IST MANCHMAL EIN SCHMUTZIGES GESCHÄFT Gerhard Preslmayer
Geschäftsführender Gesellschafter
© KTM
Wissen, Begeisterung und Komplettservice sind für uns die Basis herausragender B2B-Kommunikation. Um alles über Ihre Marke zu erfahren, gehen wir tief rein: in Ihre Produktion, in Ihre Reinräume und Labore oder auf Ihre Teststrecke und in Ihren Windkanal. So wird Komplexes einfach. So wird ein Versprechen für die Zielgruppe relevant. So wird B2B-Kommunikation überraschend und aufmerksamkeitsstark. Das alles macht uns zu dem, was wir für unsere Kunden sind: Die treibende Kra! der B2B-Kommunikation. Weltweit konnte die KTM AG im ersten Halbjahr 70.469 Zweiräder verkaufen.
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MO D ELL & HA ND EL
32 – automotivebusiness
Freitag, 12. September 2014
Hyundai ix35 Go! Mit dem Einstiegsdiesel und Frontantrieb überzeugt das Sondermodell des koreanischen SUV
SHORT
Der Einstiegsdiesel trifft auf das Sondermodell
Conceptcar als Einstand zur Marken-Gründung
© Citroen
Den ix35 gibt es auch als Go!-Sondermodell. Wir fuhren den 116 PS starken Einstiegsdiesel ohne Allrad. GREGOR JOSEL
Das Concept-Car „DS Divine“ birgt die Genetik der neuen DS-Marke.
Wien. Der ix35 avancierte in den letzten Jahren zu einem echten Topseller von Hyundai. Das erklärt sich von selbst, denn einerseits sieht er verdammt gut aus und bietet viel Komfort und Platz, andererseits ist der ix35 auch eine günstige SUV-Alternative im Vergleich zu den europäischen Konkurrenten. Aktuell gibt es den ix35 auch als Go! Sondermodell, das in der Variante mit Einstiegsdiesel um 24.490 € ziemlich viel Auto fürs Geld bietet.
Paris. Gestärkt durch den Erfolg von über 500.000 verkauften Fahrzeugen weltweit innerhalb von vier Jahren, wird DS im Jahr 2014 zu einer eigenständigen Marke und koppelt sich von Citroën ab. Ihre jüngste Kreation: das Concept Car „Divine DS“, mit dem man die Genetik der „neuen“ Marke veranschaulichen möchte. Zwar ist das Showcar nur gut 4,20 m lang und deshalb alles andere als eine luxuriöse Limousine. Doch dafür funkelt das Design-modell – der tatkräftigen Unterstützung von Swarovski sei Dank –, als würde es beim Juwelier und auf einem Autosalon präsentiert. Und als wären die Edelsteine in den Scheinwerfern und auf den Charakterlinien des Coupés noch nicht genug, trägt das Coupé einen schwarz abgesetzten Streifen längs übers Heck, der wahlweise an den Rückenpanzer eines Gürteltiers oder an das Gliederarmband einer Uhr erinnert. Im Innenraum geht es prunkvoll weiter: Vier Schalensitze wie Designersessel, ein Cockpit wie ein Schmuckkästchen und eine Mittelkonsole, die sich wie ein Kunstwerk längs durchs ganze Auto zieht. Das Leder kommt vom Luxus-Sattler, in den Stoffen funkeln Hunderte eingenähter Kristalle, auf den Schaltern und um sie herum haben die Designer mit Marmor und Granit gespielt, und die riesige Mittelkonsole wurde kurzerhand mit Weißgold belegt. www.citroen.at
Wesentlichen Anteil am Erfolg des kompakten Huyndai-SUV hat natürlich das Design. Die weichen Linien, die abgerundeten Flächen, die wohlgeformten Heckleuchten und die gut proportionierten Räder stehen dem ix35 hervorragend zu Gesicht. Der Testwagen ist überdies im edlen Hazel Brown lackiert, das mit 550 € extra zu Buche schlägt. Die Dach- und Fensterlinie fallen nach hinten hin ab, das SUV wirkt dadurch durchwegs coupéartig.
Umfangreiche Ausstattung Das Go!-Sondermodell des ix35 bietet folgende äußerliche Ausstattungsdetails: 17 Zoll LM-Felgen 225/60 R17, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel mit integrierter Blinkereinheit, Dachreling, Dachspoiler mit Bremsleuchte, getönte Scheiben mit UV-Schutz, Heckleuchten in LED-Optik, Nebelscheinwerfer vorn, Nebelschlussleuchten hinten, Steinschlagschutz schwarz, Stoßfänger in Wagenfarbe und das Tagfahrlicht in LED- Optik. Der Innenraum ver-
Spanier-Kombi jetzt mit Erdgas-Antrieb
© Hyundai
Gefälliges Design
Der Hyundai ix35 Go! ist mit dem 116 PS starken Einstiegsdiesel ab 24.490 Euro zu haben. Testwagenpreis: 25.040 Euro.
fügt unter anderem über eine ZweiZonen-Klimaautomatik, ein Audiosystem mit Tuner und CD-Player/ Zeitanzeige, eine Bluetootheinheit mit Spracherkennung, einen Bordcomputer, Chromapplikationen für Türgriffe außen und innen, eine Einparkhilfe hinten, manuell höhenverstellbaren Fahrersitz, vier Fensterheber, Gepäcksnetz, ein kühlbares Handschuhfach, Kartenleselampen vorn, eine Laderaumabdeckung, verstellbares Lederlenkrad, Lederschaltknauf, Mittelarmlehne hinten mit Getränkehalter, eine Mittelarmlehne vorn mit Staufach, elektrische Servolenkung, Radiofernbedienung am Lenkrad, eine 60:40 teilbare Rücksitzlehne, Schaltpunktanzei-
ge in den Armaturen, Sitzbezüge in Stoff/Leder-Kombination, eine Sitzheizung vorn und hinten, Sonnenblende mit Make-up-Spiegel für Fahrer und Beifahrer, einen Tempomat, USB und AUX-Anschluss in der Mittelkonsole oder auch eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. ABS, ESP, Berganfahrhilfe und Isofix-Kindersitzvorbereitung verstehen sich von selbst.
Agil auf der Straße Das umfangreichste Ausstattungspaket hilft nichts, wenn der Antrieb nicht zum Fahrzeug passt. Und man könnte vorab meinen, dass der ix35 in der Einstiegsvari-
ante mit 116 PS leicht untermotorisiert sei. Dies ist allerdings nicht der Fall, denn das manuelle Getriebe ist gut abgestuft, man kann den kleinen SUV durchaus agil bewegen und forsch rannehmen. Auch auf der Autobahn macht diese Antriebskombination eine gute Figur. In der Stadt überzeugt der Motor vor allem durch sein Drehmoment, das den ix35 schon im unteren Drehzahlbereich nachhaltig beschleunigt. Den Allradantrieb vermisst man vielleicht erst im nächsten Winter. Unterm Strich gibt sich der Einstiegsdiesel aber durch seinen Frontantrieb recht sparsam und begnügt sich mit 6,2 l Diesel auf 100 km. www.hyundai.at
Renault Zoe-Dauertest Im täglichen Pendlerbetrieb spielt der elektrische Zoe seine Trümpfe vollends aus
Der große Schwindel mit der Reichweite © Seat
Wien. Was wurde und wird Elektromobilität nicht immer und immer wieder zerrissen. Das Problem mit der Reichweite sei das No-go der emissionsfreien Fortbewegung, im Winter wie auch im Sommer verbrauche man zu viel Strom für Heizung und Klimaanlage, als dass so ein Stromer wirklich Sinn machte. Soweit die Theorie in so mancher Gazette. Doch die Wirklichkeit stellt sich abermals ganz
Salzburg. Ab sofort bietet Seat neben dem fünftürigen Leon auch den Leon ST mit der 1.4 TGI Motorisierung (81 kW/110 PS) an: Mit einem CO2-Wert von 96 g/km und einem Verbrauch im Erdgasbetrieb von 3,5 kg/ 100 km schont er Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen. Umgerechnet belaufen sich die Kraftstoffkosten im Erdgasbetrieb aktuell auf 3,50 €/100 km Fahrstrecke. Der bivalente Motor bietet ein maximales Drehmoment von 200 Nm, das bereits bei 1.500 U/min anliegt. Vollgetankt mit 15 kg Erdgas, die in zwei Tanks unter dem Fahrzeugboden lagern, sowie 50 l Benzin fährt der Leon ST TGI über 1.300 km weit. Allein der Erdgasvorrat reicht im durchschnittlichen Fahrzyklus für gut 420 km . www.seat.at
Zum Pendeln geschaffen Im Dauertestfuhrpark ist der Renault Zoe ja bereits seit einiger Zeit. Doch so richtig auf den Zahn fühlen konnte ich dem kleinen Franzosen-Stromer erst seit dem
© Stockwerk Racing Team
Seat bietet nun auch den Leon ST mit sparsamen CNG-Antrieb an.
anders und vor allem sehr positiv dar. Der Reichweitenschwindel sie somit aufgedeckt. Und zwar in umgekehrter Richtung.
60 Tage im täglichen Pendler-Einsatz: Der emissionfreie Zoe brilliert vollends.
Umzug ins Wiener Umland: Täglich Wien und retour stehen seither am Programm und auch die gefürchtete, weil sehr steile A21 ist Teil der Wegstrecke und nach knapp 60 Pendeltagen kann ich behaupten, dass der Zoe zu diesem Zweck die perfekte Alternative ist. Rund 22 km in eine Richtung sind tagtäglich zu absolvieren und nein, ich habe auch keine Schnellladestation im Eigenheim einbauen lassen – eine stinknormale Haushaltssteckdose in der Garage genügt im Alltag vollends. Bei größter Hitze ist der tägliche Weg von insgesamt 44 km mit dem Zoe zwei Tage lang ohne Aufladen zu schaffen. Dann ist die Batterie immerhin noch für eine Restreichweite von rund 40 km geladen. Die Klimaanlage war an allen Tagen eingeschaltet, die Aufladung des Zoe an der Standard-Steckdose dauert dann zwar rund 10-11 Stunden, doch für den normalen Alltag ist das durchaus verkraftbar. Die Mär von der ach so geringen Reichweite ist also schlicht und ergreifend falsch. Klar, man bewegt den Zoe hier-
bei hauptsächlich im sparsamen Eco-Modus, doch steht bei diesem Fahrzeugkonzept ja nun mal nicht der absolute Fahrspaß, sondern das emissionsfreie Fortkommen im Fokus.
Spaß an der Ampel So unterschätzt wie seine effektive Reichweite, ist auch die Performance des kleinen ElektroFranzosen, denn schaltet man bei Bedarf den Eco-Modus wieder aus, dann macht der kleine Zoe an der Ampel kaum Gefangene. Der große Vorteil des elektrischen Antriebs ist jedenfalls das volle Drehmoment ab dem ersten „Gas“-Stoß. Zu schätzen lernt man jedenfalls die umfangreiche Ausstattung des Zoe, die elektrische Fensterheber, eine Infotainment-Einheit mit TomTom-Navigationssystem, Sprachsteuerung, USB-Schnittstelle, Tempomat, Licht- und Regensensor sowie eine Berganfahrhilfe beinhaltet. Nebst Batterieleasing (ab 79 € im Monat) kostet ein Mal Volltanken gerade mal ein paar Euro. www.renault.at
I NNOVAT ION & UMW E LT
Freitag, 12. September 2014
automotivebusiness – 33
Continental Der Zulieferer präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) seine neuesten Produkte
Im Fokus stehen u.a. die neue Reifengeneration Conti EcoPlus und das ContiPressureCheck-System. MORITZ KOLAR
Tesla liefert seine Limousine Model S auch in Peking und Shanghai aus.
© Continental (2)
Conti EcoPlus im Messefokus
Conti Hybrid und Conti EcoPlus sind die neuen Reifenlinien der Generation 3 für den Güterverkehr, die Conti auf der IAA vorstellt.
so innerhalb kurzer Einsatzzeit bezahlt. Einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Optimierung der Gesamteinsatzkosten stellt das Premium-Angebot runderneuerter Reifen aus dem ContiLifeCycle-Werk Stöcken dar. In der modernen Heißrunderneuerung werden hochwertige Karkassen für ihr zweites Leben auf dem Lkw aufbereitet. Der Kunde kann dabei wählen zwischen heißrunderneuten Pneus der Marke ContiRe – nun auch mit den ersten Reifen der Generation 3 – und einem umfassenden Angebot von ContiTread-Laufstreifenprofilen für die Kaltrunderneuerung. www.conti-online.com
Überwachung des Reifendrucks. Das System arbeitet mit kombinierten Druck- und Temperatursensoren im Reifeninneren, die Sollabweichungen über ein Display am Fahrerplatz anzeigen. Als IAA-Neuheit zeigt Continental die Automatic Trailer Learning-Funktion, eine smarte Koppelung des selbstlernenden Systems für wechselnden Trailer-Einsatz. Bei Aufliegerwechsel kann das System die Sensordaten der Aufliegerreifen automatisch erkennen. Mit ContiPressureCheck können Kraftstoffmehrverbrauch und Schadenanfälligkeit durch zu niedrigen Luftdruck effektiv vermieden werden; das intelligente Überwachungssystem macht sich
Reifendruck-Überwachung Seine Rolle als führender Systemlieferant unterstreicht Continental mit dem ContiPressureCheck-System zur kontinuierlichen Die heißrunderneuerten Trailerreifen Conti EcoPlus HT3 werden in Stöcken produziert.
Shanghai/Carson City. Der USElektrofahrzeugbauer Tesla will den Absatz auf dem weltgrößten Automarkt China steigern und dafür sein Netz von Ladestationen ausbauen; dabei solle der zweitgrößte Mobilfunker des Landes, China Unicom, helfen, sagte eine Tesla-Sprecherin vor wenigen Tagen. Autofahrer könnten künftig ihre Fahrzeuge landesweit an 400 Geschäften in 120 Städten aufladen. Das Angebot sei kostenlos und stehe nur TeslaKunden zur Verfügung. Unabhängig davon will Tesla mit dem Bau einer Mega-Batterie-Fabrik auch die Produktion von Batterien für Elektroautos quantitativ wie wirtschaftlich auf neue Füße stellen; wie CEO Elon Musk nun bestätigte, soll das Werk in Nevada errichtet werden. „Die Gigafactory ist ein wichtiger Schritt und wird die Massenproduktion elektrischer Fahrzeuge für Jahrzehnte ermöglichen“, kommentierte Tesla-Chef Musk die Entscheidung. www.teslamotors.com
Toyota: neuer Schub für Wasserstoff-Entwicklung
© Toyota
Hannover. „Zukunft bewegen“. Passend zum diesjährigen Leitmotto der weltgrößten Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover, stellt der deutsche Autozulieferer Continental seine Messeneuheiten unter dem Motto „The Future in Motion“ vor. Erstmals gezeigt wird dabei die gesamte Conti Hybrid-Reifenlinie für den Einsatz an schweren Lkw in der Größe 22.5“. Zusätzlich zum Lenkachsreifen Conti Hybrid HS3, der eben neu auf den Markt kommt, werden der Conti Hybrid HD3 Antriebsachsreifen und der Conti Hybrid HT3 für Trailer- und Anhängerreifen präsentiert, deren Markteinführung 2015 erfolgt.
Daneben präsentiert Continental auf der IAA die neue HightechReifengeneration Conti EcoPlus, die ihre Vorteile laut dem Zulieferer vor allem auf Autobahnen und Schnellstraßen ausspielen kann. Der gezielt auf den Gesamtzugeinsatz abgestimmte Hochleistungsreifen punktet im Vergleich zur Vorgängergeneration mit einem um bis zu 1,9 l geringeren Kraftstoffverbrauch auf 100 km bei gleichzeitig hoher Kilometerlaufleistung. Die neuen Conti EcoPlus-Reifen sollen so maßgeblich zur Reduzierung der laufenden Fahrzeugkosten beitragen.
Tesla trifft gleich zwei Zukunftsentscheidungen
© APA/EPA/Erik S. Lesser
Einige Produktpremieren für die größte Nutzmesse
SHORT
Erstes Toyota-Serienmodell mit Brennstoffzellenantrieb kommt 2015.
Voith Getriebemonitoring und Tauschkomponenten erhöhen Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit von Bussen und Lkw
Neues System soll Betriebskosten senken Hannover. Mit dem Service- und Beratungsprogramm DIWA Excellence von Voith können Busbetreiber Betriebskosten senken und die Verfügbarkeit erhöhen. Grund dafür sind Optimierungen im Kraftstoffverbrauch sowie präventive Maßnahmen in der Wartung und Instandsetzung. Dafür stellt Voith auf der IAA Nutzfahrzeuge das Telemetriesystem DIWA SmartNet in der zweiten Generation vor, das nun auch per WLAN Daten überträgt.
dig. Voith unterstützt diese Anforderung durch die individuelle Auslegung des Antriebsstrangs und eine Betriebsdatenerfassung mit Auswertung. Das Getriebemonitoring per DIWA SmartNet erhöht die Verfügbarkeit des Fahrzeugs. In mehr als 1.500 Fahrzeugen weltweit hat sich das Voith Telemetriesystem DIWA SmartNet als automatisches Überwachungssystem für das DIWA-Getriebe in
dann überprüft werden, welche Getriebe bald repariert bzw. ausgetauscht werden müssen.
den letzten vier Jahren bewährt. Voith zeigt auf der IAA, wie mit DIWA SmartNet Betriebs- und Wartungsdaten der Getriebe ausgelesen und bewertet werden. Auf der Messe wird die DIWA SmartCase, ein WLAN-Modul, an ein E300.1-Steuergerät angesteckt. Die im Steuergerät enthaltenen Daten der Fahrzeuge werden auf ein Tablet heruntergeladen; anhand der daraus übertragenen Daten kann
Automatische Störmeldung
DIWA Excellence beginnt bei der Auslegung des Antriebsstrangs und erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus. Die Ziele für Busbetreiber sind bei allen Maßnahmen des Service- und Beratungsprogramms: Kosten reduzieren, Überholungen planbar machen, Reparaturzeiten kurz halten und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherstellen. Um Busse wirtschaftlicher und nachhaltiger zu betreiben, ist auch ein geringerer Kraftstoffverbrauch notwen-
© Voith
Gestiegene Verfügbarkeit
Mithilfe des neuen Systems sollen Nutzfahrzeugflotten effizienter betrieben werden.
Mit dieser neuen Generation wird somit die Nutzung der Getriebedaten für die Optimierung des Fahrzeugeinsatzes und der Werkstattplanung noch einfacher und kostengünstiger. Die Daten können auf verschiedene Weise übermittelt werden: Einerseits kann dies per WLAN und App auf einem Smartphone geschehen, wodurch Kosten für die Übertragung per Mobilfunk der Vergangenheit angehören; andererseits existiert die Lösung per Anbindung an einen vorhandenen Bordcomputer eines Flottenmanagementsystems. Im Ernstfall erhält der Betreiber sofort eine automatisch generierte Störmeldung per E-Mail und kann den Werkstattaufenthalt planen, bevor ein Fahrzeug auf der Strecke ungeplant liegen bleibt; das reduziert die Kosten und erhöht die Verfügbarkeit der Fahrzeuge. www.voith.com
Tokio. Toyota darf künftig Hochdruck-Wasserstofftanks für Brennstoffzellenfahrzeuge produzieren und die notwendigen Sicherheitsprüfungen selbst durchführen; eine entsprechende Genehmigung wurde jetzt durch das japanische Wirtschafts- und Industrieministerium erteilt. Toyota ist somit der erste zertifizierte Hersteller von 700-bar-Wasserstofftanks nach der 1997 vom Ministerium überarbeiteten HochdruckgasSicherheitsverordnung. Nach dieser Verordnung müssen alle Behälter zur Speicherung von Gasen mit einem Druck größer 10 bar vom Ministerium zertifiziert werden. Zudem unterliegt auch der gesamte Herstellungsprozess besonderen Richtlinien des japanischen Instituts für HochdruckGassicherheit. Aktuell laufen die Produktionsvorbereitungen für die Serienfertigung der Brennstoffzellenlimousine; sie wird im kommenden Frühjahr zunächst in Japan und im weiteren Verlauf des Jahres auch auf anderen Märkten angeboten werden. www.toyota.com
R UND UMS AUTO
34 – automotivebusiness
US-Fahrdienst Uber laut AK „zulässig“ Wien. Die Arbeiterkammer hat den kürzlich auch in Österreich gestarteten US-Fahrdienst Uber unter die Lupe genommen und eine erste Einschätzung gegenüber der APA abgegeben. Demnach scheine aus derzeitiger Sicht und auf Basis der vorliegenden Infos die Fahrtenvermittlung von Uber grundsätzlich zulässig, da in Österreich offenbar nur an konzessionierte Mietwagenunternehmen vermittelt werde. Als Fahrer kämen somit nur Beschäftigte bereits bestehender konzessionierter Mietwagenfirmen zum Einsatz, die wie die Taxilenker dem Kollektivvertrag für das Personenbeförderungsgewerbe mit Pkw unterliegen. Damit unterliegen sowohl die Lenker als auch die über Uber vermittelten Mietwagenunternehmen den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen. In Deutschland hingegen wurden die Fahrten an Privatpersonen vermittelt; das wurde gerichtlich untersagt. www.uber.com
car2go nun auch neu in Kopenhagen
Caravan Salon Auf der Branchenschau zeigten auch Hersteller wie Mercedes & Volkswagen ihre Campingmodelle
Premieren & Neuheiten der Düsseldorfer Messe Zahlreiche Neuheiten – wie u.a. den Nexxo time – präsentierte auch der Caravan-Experte Bürstner. MORITZ KOLAR
Düsseldorf. Nach insgesamt zehn Messetagen war die Stimmung auf dem Düsseldorfer Messegelände am vergangenen Sonntag ausgezeichnet. Veranstalter und Aussteller zeigten sich gleichermaßen zufrieden mit dem Verlauf des diesjährigen Caravan Salon und der zeitgleich stattfindenden Tour Natur. Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH, zog für die beiden Freizeitmessen eine überaus positive Bilanz: „Mit äußerst zufriedenen Ausstellern und 192.000 Besuchern hat der ‚Caravan Salon‘ unsere Erwartungen weit übertroffen und wir freuen uns, in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verkünden zu können. Auch die ‚Tour Natur‘ war mit 36.000 Besuchern im Aufwärtstrend.“ Caravaning als auch Wandern und Trekking erfreuen sich demnach weiter steigender Beliebtheit. „Der Besuch unserer beiden Düsseldorfer Freizeitmessen ist der einfachste Weg, sich über spannende Destinationen, Neuheiten und Innovationen zu informieren.“
© Mercedes-Benz
SHORT
Der Name ist Programm: Mit dem Marco Polo kommt eines der Messehighlighs von Automobilhersteller Mercedes-Benz.
burger zeigte ihren 50.000sten T5 California – einen California Comfortline, der Ende Juli in Hannover vom Band rollte – sowie den Caddy Tramper und einige weitere campingtaugliche Modelle.
Stuttgart. Daimlers CarsharingTochter car2go ist weiter auf der Erfolgsschiene unterwegs. Nachdem das Unternehmen Anfang September ankündige, die Miete via Smartphone möglich zu machen, wurde nun auch der Marktstart in Kopenhagen publik: Ab 17. September sollen in einem ersten Schritt 200 smart fortwo in der dänischen Hauptstadt unterwegs sein. www.car2go.com
© dpa/Jochen Lübke
KVP-Branchentreff am 14. Oktober in Linz
VW hat die Ideen seiner Mitarbeiter mit 11 Mio. Euro Prämien belohnt.
Linz. Verbesserungsideen von Mitarbeitern können Unternehmen viel Geld sparen. Bei Volkswagen summierten sich die 35.000 Verbesserungsvorschläge seiner Mitarbeiter im Vorjahr auf Einsaprungen von 56 Mio. €. Einen Einblick, wie das System bei VW im Detail funktioniert, bekommen Teilnehmer des KVP-Branchentreffs des Automobil-Clusters Oberösterreich am 14. Oktober in Linz/Hörsching, wo der Hersteller seinen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) vorstellen wird. www.automobil-cluster.at
Und dazu zählten auch einige automotive Highlights wie Reisemobile, Caravans sowie Basisfahrzeuge. So präsentierte MercedesBenz seinen neuen Marco Polo in einer Weltpremiere; die Stuttgarter unterscheiden dabei zwischen dem Marco Polo für den anspruchsvollen Nutzer beziehungsweise Reisenden und dem Marco Polo Activity als Freizeitmobil; beide können im Alltag von bis zu fünf Personen genutzt werden. Ebenfalls am Caravan Salon präsent: Volkswagen. Die Wolfs-
Bürstner zeigt Neuheiten Ein regelrechtes Produktfeuerwerk gab es von der Bürstner GmbH, die u.a. vier teilintegrierte Reisemobile auf Basis des Fiat Ducato präsentierte. Rundum erneuert zeigte Bürstner außerdem sein Flaggschiff in diesem Segment, den Nexxo, der in Zukunft sieben unterschiedliche Grundrisse ermöglicht. Die entstandene Lücke im Portfolio schließt der Nexxo
time, der in allen Varianten unter einer Gesamtlänge von sieben Metern bleiben wird. Das Quartett wird komplettiert durch den Travel Van und den Ixeo time. In diesem wird eine neue Generation von Bürstner-Hubbetten eingebaut; sie können nun von dem Niveau eines normalen Betts bis auf eine lichte Stehhöhe von 197 cm unter dem Bett angehoben werden. Alle neuen Bürstner-Modelle verfügen über einen neuen verwindungssteifen Aufbau in holzfreier XPS-Bauweise. Mit Ausnahme des Ixeo besitzen alle einen GFKLeichtbauboden. Neu ist auch die Service-Unit als zentrale Versorgungs- und Wartungsstation. Die XL-Eingangstür mit 70 cm Breite
ermöglicht einen einladenden Eintritt in die neue Generation teilintegrierter Reisemobile; ein 145 lHochkühlschrank mit Frosterfach rundet das neue Bürstner-Portfolio ab.
Innovation Award Im Rahmen der Messe wurden außerdem einige Preise vergeben: Der Caravan Eriba Nova aus dem Hause Hymer wurde mit dem „European Innovation Award 2014“ der Caravaning-Industrie ausgezeichnet. In der Kategorie Reisemobile sicherte sich MercedesBenz mit seinem Sprinter den Titel als innovativstes Chassis. www.caravan-salon.de
ÖAMTC Der Autofahrerclub hat in einem aktuellen Test fünf Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit untersucht
Nur der mit dem Stern bekommt fünf Sterne Wien. Im aktuellen ÖAMTC-Crashtest wurden fünf Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. Sicherstes Auto (und als einziger Testkandidat mit fünf Sternen bewertet) wurde diesmal mit dem Mercedes GLA ein SUV. Renault Twingo und Toyota Aygo erreichten vier Sterne und übertrafen damit Citroen Berlingo und den elektrogetriebenen Nissan e-NV200 Evalia, die jeweils nur mit drei Sternen bewertet wurden.
sistenten. Erwachsene Insassen sitzen im Mercedes GLA sehr sicher, das Fahrzeug erreicht hier einen Wert von 96%. „Viel besser kann man es eigentlich nicht machen. Lediglich beim Frontalcrash und beim Seitenaufprall gegen einen Baum oder Lichtmasten waren an Teilen der Dummies leicht erhöhte Belastungen messbar“, so der ÖAMTC-Experte. Das Gegenteil ist beim Citroen Berlingo der Fall, der bei der Erwachsenensicherheit nur 55% erreicht. Beim ÖAMTC-
Crashtest zeigten sich speziell bei den Varianten Frontalaufprall und Heckaufprall erhöhte Werte. Der Pfahltest, der einen seitlichen Aufprall gegen einen Baum oder Laternenmasten simuliert, wurde mit dem Berlingo nicht durchgeführt, weil ein Kopfairbag nicht europaweit zur Serienausstattung gehört (in Österreich wird der Berlingo serienmäßig mit Kopfairbag ausgeliefert). Auch im Bereich der Assistenzsysteme hat der Mercedes GLA im
Minus Fußgängersicherheit „Generell kann man bei allen getesteten Fahrzeugen deutliche Schwächen in der Fußgängersicherheit erkennen“, erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. „Keines der Autos schafft es in diesem Teilbereich, die 70%-Marke zu übertreffen.“ Wesentlich besser sieht es mit der Kindersicherheit aus, wo Werte von knapp unter bis deutlich über 80% erzielt wurden. Die größten Unterschiede zwischen den Fahrzeugen zeigen sich in den Bereichen Erwachsenensicherheit und Sicherheitsas-
© ÖAMTC
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Auch VW im Rampenlicht
Erster Standort in Skandinavien: car2go startet in Kopenhagen durch.
Freitag, 12. September 2014
Der Mercedes GLA ging aus der aktuellen Untersuchung als Testsieger hervor.
aktuellen ÖAMTC-Crashtest die Nase deutlich vorn. „Der größte Vorteil des Fahrzeugs ist das serienmäßige Kollisions-Warnsystem, das automatisch Zusammenstöße verhindern oder zumindest ihre Folgen mindern kann“, erläutert der ÖAMTC-Cheftechniker. Zusätzlich ist der Mercedes mit ESP, Speed-Limiter und SeatbeltRemindern ausgestattet.
Sicherheits-Assistenten Die anderen getesteten Fahrzeuge sind ebenfalls mit wichtigen Sicherheits-Assistenten ausgestattet. ESP ist überall serienmäßig vorhanden, und auch SeatbeltReminder sind teilweise eingebaut. Am schwächsten schneidet in puncto Assistenzsysteme der Nissan e-NV200 Evalia ab (38%). „Gründe für die schwache Wertung sind die fehlenden Seatbelt-Reminder für die Rücksitze und der zwar vorhandene, aber nicht die Mindeststandards erfüllende Speed-Limiter“, erklärt der ÖAMTC-Experte. www.oeamtc.at
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 35
© panthermedia
NEUER LAUFZEITENFONDS
Pioneer Investments lanciert einen neuen Fonds, der auf Nachhaltigkeit setzt Seite 37
© J. G. Mabanglo
financenet LANGWEILIGE TECH-AKTIEN
DNB Asset Management sieht Aufholpotenial, aber nicht bei den Highflyern Seite 38
LÄNGER OFFEN ERSTE UND BANK AUSTRIA © Erste Bank/David Sailer
EZB-Zinsentscheidung wirft bange Fragen auf
ATX 3.–10. September 2014
ATX (Schluss 10.9.) Wochentop Wochenflop
2.326,07 0,05% FKA SBO
7,03% -4,58%
Top 5 ATX Prime Frauenthal Valneva KapschTrafficcom Lenzing Raiffeisen Bank International Flop 5 ATX Prime Schoeller-Bleckmann Polytec Holding AMAG Austria Metall Flughafen Wien Wienerberger
7,03% 6,01% 4,35% 3,92% 3,25%
-4,58% -3,82% -3,18% -2,93% -2,74%
DAX 3.–10. September 2014
Wochentop Wochenflop
9.700,17 0,77%
CBK BEI
7,84% -2,41%
Top 5 DAX Commerzbank Fresenius Thyssen Krupp Lanxess Fresenius Medical Care Flop 5 DAX Beiersdorf BASF Adidas Deutsche Börse Münchner Rückversicherung
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DAX (Schluss 10.9.)
7,84% 4,71% 2,78% 2,62% 2,22%
Zinssenkung Die Entscheidung durch EZB-Chef Mario Draghi (im Bild) lässt viele Fragen aufkommen: Welche Handhabe hat die EZB noch, kommt als Nächstes das „Quantitative Easing“, das die USA soeben auslaufen lassen? Fondsmanager sind sicher: Auch die EZB wird bald Bonds kaufen müssen. Seite 36
-2,41% -2,25% -2,18% -1,78% -1,45%
Kreditversicherung Aktives Management unterwegs
INHALT
Fonds:Park > Bellevue übernimmt Adamant > Austro-Fonds mit positiver August-Bilanz > Fidlity: Chancen in Chinas neuer Welt Banking/Insurance:Watch > Bank Austria: Zuckerl für Studenten > Coface: Rumänien entwickelt sich positiv
Coface bietet Gratis-App CofaMove 36 36 36
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© Panthermedia.net/Rangizzz
Capital:Markets > Die Performance-Kaiser an der Börse Wien > Aval geht an die Börse > ABB kauft Aktien zuück
Coface will die Funktionen der mehrsprachigen App noch heuer erweitern.
Wien. Coface bietet eine neue Smartphone-App: Mit CofaMove haben Kunden überall und jederzeit mobilen Zugriff auf Cofanet, die Online-Plattform für das aktive Management von Kreditversicherungsverträgen. Die App ist gratis im iOS App Store oder Google Play erhältlich. Damit können CofanetNutzer jederzeit die Coface-Kreditlimit-Information unterwegs abrufen. Bereits in der Akquisephase können so potenzielle Neukunden eingeschätzt werden. Die aktuellen Funktionen von CofaMove sind z.B. Identifizierung der Betriebe, Übersicht über aktuelle Kreditlimits, Online-Beantragung uvm. (lk)
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36 – financenet
Freitag, 12. September 2014
EZB-Zinsentscheid Die Senkung des Leitzinssatzes auf unglaubliche 0,05 Prozent lässt viele bange fragen:
KOLUMNE
Was kommt jetzt noch?
„Make Trade, not War!“
„Quantitative Easing“ läuft an – Experte: Auch die EZB wird sehr bald Staatsanleihen kaufen müssen. Frankfurt/Wien. Die EZB-Zinsentscheidung, den Leitzinssatz auf 0,05 Prozent zu atomisieren, traf die Märkte völlig unerwartet. Während alle Börsen in Euroland – auch der ATX – ordentlich zulegten, ging der Euro zum US-Dollar sofort auf Tauchfahrt. Seither verlor die europäische Einheitswährung zum „Greenback“ zwei Prozent – Balsam für die auch durch die Russlandkrise schwer gebeutelte Exportwirtschaft. Wenig überrascht gaben sich allerdings die Anleihenmärkte: Das Rendite-Radar für September 2014 der Erste Sparinvest zeigt, dass die Märkte die vorwöchige Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits vorweggenommen hatten. Euro-Staatsanleihenfonds haben seit Jahresbeginn bereits rund zehn Prozent an Wert zugelegt. Die Frage, die sich jetzt viele Analysten und Marktteilnehmer stellen, ist: Was kommt als Nächstes? Drohen den Sparern Negativzinsen wie in der Schweiz in den 60er-Jahren, als man bei Spareinlagen und Kontoguthaben draufzahlen musste, damit die Bank das Geld überhaupt nahm? Die Banken müssen ja bereits (mit der Zinssenkung auf 0,2 Prozent verdoppelte) Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB „parken“.
REINHARD KRÉMER
D
Carney, signalisierte. Und so will jetzt auch die EZB solche Anleihen kaufen. „Ein Ankaufprogramm für Asset Backed Securities und Covered Bonds könnte zwar große Auswirkungen haben. Aber niemand weiß wirklich, ob ausreichend Papiere auf dem Markt verfügbar sind, um den gewünschten Effekt zu erzielen“, merkt Luke Bartholomew an. Diese Maßnahmen entsprechen jedenfalls einer abgespeckten Variante des „Quantitative Easing“ der US-Notenbank. Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, der auch EZB-Ratsmitglied ist, will Befürchtungen den Wind aus den Segeln nehmen, dass mit dem geplanten Kaufprogramm für Kreditverbriefungen die Europäische Zentralbank (EZB) mit minderwertigen Kreditinstrumenten belastet werde: „Qualität ist wichtiger als Quantität“, meinte Novotny. Vergleichsweise klein werde daher zunächst auch der Konjunkturimpuls des Kaufprogramms ausfallen, so der OeNB-Gouverneur; Marktinsider sprechen jedoch von einem Ankaufsprogramm in der Höhe von 500 Mrd. €.
Sparen wurde abgeschafft
Stefan Isaacs, M&G Investments: Die EZB wird Anleihen auf breiter Basis kaufen.
Möglicherweise bleibt dieses Szenario, als das Sparen in der Schweiz abgeschafft worden war, eine dunkle Erinnerung: „Jahrelang hat die EZB nur langsam reagiert und die Märkte dadurch oft enttäuscht. Aber angesichts düsterer und deutlich schlechter werdender Konjunkturindikatoren hat EZB-Präsident Mario Draghi nun die Erwartungen der Märkte tatsächlich mehr als erfüllt“, meint Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management. „Das Versprechen, dass
diese Zinssenkung die letzte sei, wird unterlaufen durch die Tatsache, dass er das gleiche Versprechen nach der letzten Zinssenkung gemacht hat“, meint Bartholomew. „Ein schwacherer Euro ist sein eigentliches Ziel.“
Kolumbien Börsegang
Wertung „Strategic Performance Test“ unter heimischen, börsenotierten Unternehmen
ABB Aktienrückkauf
Milliarden von der Wallstreet
Die Börse-Performancekaiser
Ein Zuckerl für die Aktionäre
Wien. Der steirische Maschinenund Anlagenbauer Binder+Co, das Wiener Catering-Unternehmen Do&Co und der steirische Industrieanlagen-Konzern Andritz sind die Sieger der heurigen 3-JahresWertung des „Strategic Performance Test“ unter heimischen börsenotierten Unternehmen. Punkten konnten die Drei bei der jährlichen Bewertung durch die Strategieberater der Contrast-
Das letzte Mittel
EZB-Quantitative Easing? Es zeigt sich jedenfalls, dass die Maßnahmen der US-Notenbank zur Krisenbewältigung, nämlich auch Kreditverbriefungen (Asset backed Securities oder ABS; Anm.)
Management Consulting mit ihrem profitablen Wachstum und der erfolgreichen Besetzung von „Nischen“ durch Innovationen und Internationalisierung, sagte Werner Hoffmann, Contrast-Geschäftsführer und Professor für Unternehmensführung an der Wirtschaftsuni Wien. „Diese Firmen exerzieren vor, dass ich zur Internationalisierung gezwungen bin, wenn ich eine
© APA/Harald Schneider
Bogota/New York. Die größte Bank Kolumbiens peilt einen milliardenschweren Börsengang in den USA an: Die Grupo Aval will bei ihrer Neuemission an der New Yorker Börse 1,1 Mrd. USD einnehmen, wie das Geldhaus jetzt mitteilte. Das Finanzinstitut wird von Luis Carlos Sarmiento Angulo, mit 12,4 Mrd. USD (rund 9,6 Mrd. €) Kolumbiens reichster Mann, kontrolliert. Der 82-Jährige Milliardär besitzt auch Kolumbiens größte Zeitung El Tiempo. Die Bank, die bereits in Bogota notiert ist und auf eine Marktkapitalisierung von rund 15 Mrd. USD kommt, will bei ihrem Börsengang an der Wall Street 73,5 Mio. Aktien ausgeben. Die bereits in Bogota notierte Bank will 73,5 Mio. Aktien zu einem Preis von je 14,96 € ausgeben. Mit der Erstnotiz wird in der Branche für den 24. September gerechnet. Konsortialführer sind JPMorgan und Goldman Sachs. (APA/red)
© M&G Investments/Justin Canning
er Schlachtruf der Hippie- und Flower-PowerBewegung der 70er-Jahre war: „Make Love, not War!“ In wirtschaftlicher Hinsicht gesehen hätte das heuzutage bestenfalls Auswirkungen auf die Kondomindustrie. Aber angesichts der entnervenden Machtspielchen in der Ukraine, könnte man ihn – etwas hatschert, zugegeben – abwandeln auf „Make Trade, not War!“ Denn das sinnlose Gerangel kostet nicht nur Menschenleben, sondern durch die virulent um sich greifende Sanktionitis inzwischen auch Arbeitsplätze bei uns und in der ganzen EU. Beispiel gefällig? Der Nutzfahrzeughersteller MAN in Steyr musste 2.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, weil ein Russland-Auftrag weggebrochen war. Österreichweit sind 11.000 Jobs gefährdet. Volkswirtschaftlichen Schaden: 775 Mio. Euro. Und auch der in Österreich lebenswichtige Tourismus leidet bereits: Allein in Wien zwischen Jänner und Mai ging die Zahl der Nächtigungen von Russen in Wien um 13 Prozent auf 278.000 zurück. Beim Nachbarn im Norden, weil größer, sind die Zahlen noch höher: Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft fürchtet nämlich einen Einbruch der Exporte nach Russland um bis zu 25 Prozent. Die Folge könnte ein möglicher Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen sein.
Attila Dogudans Do & Co gehört zu den Siegern des Strategic Performance Tests.
von Banken zu kaufen – was Vielen als Tabubruch galt –, offenbar effizienter waren als die Navigationsversuche der EZB in schwerer See: „Die EZB-Maßnahmen bisher zeigten erheblich weniger Wirkung als die lockere Geldpolitik der amerikanischen, britischen oder japanischen Notenbanken“, ist Stefan Isaacs, Fondsmanager Anleihen bei M&G Investments, überzeugt. In Großbritannien könnte die erste Zinsanhebung schon im Frühjahr 2015 kommen, wie der Chef der Bank of England, Mark
Nische besetzen möchte. Das ist das attraktivste Strategiemuster für ‚erfolgreiche‘ heimische Unternehmen; die EU ist dafür vielfach zu klein“, so Hoffmann.
Manche haben’s schwerer Gewisse „Paradeunternehmen“ wie Energieversorger oder auch die OMV sowie etliche Banken und Versicherungen hätten es aktuell schwer, sich in solchen Rankings zu behaupten. Gemessen wird die „Strategic Performance“ unter den heimischen börsenotierten Unternehmen an drei Kriterien: dem Total Shareholder Return, also der Summe aus Aktienkursentwicklung und ausgeschütteten Dividenden, dem Wachstum der Assets und des Umsatzes sowie der Rentabilität. „Profitable Expansion ist der Kern“, so Hoffmann. Untersucht wurden für die 3-Jahres-Wertung 55 an der Wiener Börse gelistete Firmen. CoAutoren waren Thomas Maidorfer von der WU und Patrick Schwarzl von Contrast. (APA/red)
Ein Pfeil, den die Europäische Zentralbank dann noch im Köcher hat, um die Wirtschaft und die Inflation anzukurbeln, ist der Kauf von Staatsanleihen. Doch dagegen wehrt sich vor allem Deutschland mit Händen und Füßen. Aber diese Maßnahme wird wahrscheinlich schneller kommen als gedacht, denn die Eurozone kämpft mit schwachen Konjunkturdaten, extrem niedriger Inflation und hoher Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern, so M&GFondsmanager Stefan Isaacs. „Die EZB muss deshalb den anderen Notenbanken folgen und selbst Anleihenkäufe auf breiter Basis durchführen.“ (rk)
Zürich/London. Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB versüßt seinen Aktionären eine gesenkte Umsatzprognose mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf. Das Unternehmen aus Zürich will ab Mitte September eigene Aktien im Wert von 4 Mrd. USD (rund 3 Mrd. €) zurückkaufen. Etwa drei Viertel der erworbenen Anteilsscheine sollen eingezogen werden, teilte der Konzern am Dienstag vor einer Investorenveranstaltung in London mit. Dadurch sinkt die Zahl der Aktien, der Gewinn je Aktie würde auch bei einem stagnierenden Ergebnis steigen. Rund ein Viertel der zurückgekauften Aktien will ABB für Mitarbeiteraktienprogramme verwenden. Das ABB-Management will den operativen Gewinn pro Aktie von 2015 bis 2020 um 10 bis 15% anheben; der Umsatz soll um 4 bis 7% pro Jahr wachsen und damit das vorhergesagte Marktwachstum übertreffen. Bis einschließlich 2015 hatte ABB jedoch noch ein Umsatzplus von bis zu 8,5% versprochen. (APA/red)
F O ND S : PA R K
Freitag, 12. September 2014
financenet – 37
Neuer Laufzeitenfonds Investment in Aktien ökologisch und nachhaltig orientierter Unternehmen – Zeichnung des Fonds bis 17. Oktober möglich
Anlegen in unumkehrbare Trends
Adamant Mit Bellevue
Übernahme Zürich. Die Bellevue Group plant, die Adamant Biomedical Investments AG (Adamant) per 30. September 2014 vollständig zu übernehmen, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen schweizerischen Finanzmarktaufsicht Finma. Die Akquisition von der Zürcher Kantonalbank umfasst die gesamte Fondspalette und das Mandatsgeschäft von Adamant im Healthcare-Bereich mit betreuten Kundenvermögen in Höhe von 831 Mio. CHF (688,8 Mio. €). Die neun Mitarbeitenden von Adamant werden ins Bellevue Asset Management wechseln. Adamant fungiert beispielsweise für die Lacuna AG als Portfolio Advisor. „Das internationale Geschäftsmodell von Bellevue Asset Management eröffnet uns neue, interessante Geschäftsperspektiven, die wir in einem unternehmerischen Umfeld nutzen wollen“, erklärt Cyrill Zimmermann, CEO von Adamant.
ternehmen veranlagt, die diesen Trends entsprechen. „Allerdings dürfen die Risiken von Kursschwankungen gerade bei Aktien aus diesen Bereichen nicht übersehen werden“, wird eingeräumt. Der Anleihenteil wiederum soll für Stabilität sorgen; deshalb werde in Anleihen guter Bonität (MindestRating von A-) veranlagt, die auf Euro lauten.
Ohne Kapitalgarantie Für beide Assetklassen greift man sowohl auf Fonds als auch Einzelwertpapiere zurück. Das Anlageziel ist eine „attrak-
tive Rendite, zumindest aber – auch bei ungünstiger Entwicklung der Kapitalmärkte – der Kapitalerhalt“. Einen Garantieanspruch darauf gebe es aber nicht. Die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen innerhalb des Fondsvermögens erfolgt mittels dynamischer Portfolio-Absicherungsstrategie. Die Aktienquote kann sich zwischen 0% und 50% bewegen; zum Start des Fonds werde sie bei rund 25% liegen. Die Laufzeit des Fonds geht vom 20.10.2014 bis zum 19.10.2022, der Ausgabeaufschlag beträgt 3%, die Managementgebühr maximal 1,2% p.a. des Fondsvolumens. (lk)
Der Fonds kombiniert nachhaltige Anlage mit dynamischer Portfolio-Absicherung.
Demner, Merlicek & Bergmann
Wien. Veranlagungen in den Bereichen Ökologie und Nachhaltigkeit haben großes Zukunftspotenzial. Davon ist man auch bei der Fondstochter der UniCredit, Pioneer Investments Austria (PIA), überzeugt: „Der Trend zu ökologischem Wirtschaften ist unumkehrbar und wird immer stärker. Langfristig gesehen haben nachhaltig wirtschaftende Unternehmen Kostenvorteile, etwa durch den geringeren Ressourcenverbrauch. ,Grüne‘ Unternehmen profitieren auch von einem immer besseren Image, das sie in der Gesellschaft genießen“, heißt es. Interessante Themen seien etwa „Alternative Energien”, „Energieeffizienz“, „Grüne Gebäude”, „Nachhaltige Mobilität” und „Wasserwirtschaft”. Beim PIA Flex React Evergreen 10/2022 mit der ISIN: AT0000A19130 (T) wird der Aktienteil des Fonds in solche Un-
© panthermedia.net/weerapat
Pioneer Funds Austria; Flex React Evergreen mit Laufzeit bis Oktober 2022.
R Ü F E B A G ZU N E S S O R G BEI DER Z N E I Z I F F E ENERGIE . E V I S N E F OF
Organisatorisch per 1.1.2015 Der organisatorische Zusammenschluss ist per 1. Jänner 2015 angestrebt. Das Adamant-Team unter der Leitung von Zimmermann werde neben den bisher von Adamant betreuten Produkten auch die Verantwortung für das durch Bellevue betriebene Fonds- und Mandatsgeschäft im Healthcare-Bereich übernehmen; die Marke Adamant wird dabei auf der Produktstufe weitergeführt. (lk)
Die große Energieeffizienzoffensive wird verlängert – jetzt bis Ende Dezember bares Geld zurückholen. © panthermedia.net/anyaivanova
4 beim Kauf energieeffizienter Geräte 4 bei Inanspruchnahme von Energieeffizienz-Dienstleistungen 4 bis zu 100 Euro* direkt aufs Bankkonto * Im Rahmen dieser Energieeffizienz-Offensive können pro Kunde maximal 100 Euro Förderbeitrag bei Kauf von energieeffizienten Geräten (pro Elektrogerät 50 Euro) in Anspruch genommen werden. Der Fördertopf steht Wien Energie Vertrieb-Kunden seit 1. Oktober 2013 bis zur Ausschöpfung, jedoch längstens bis 31. Dezember 2014, zur Verfügung. Die Gutscheine sind bei den teilnehmenden Partnern erhältlich.
Team unter Daniel Koller betreut weiter den Bellevue-Vorzeigefonds BB Biotech.
www.wienenergie.at
Wien Energie, ein Partner der EnergieAllianz Austria.
F OND S : PA R K
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SHORT
© APA/EPA/Andrew Gombert
Vanguard: makabre Empfehlung von Buffett
Freitag, 12. September 2014
3. Österreichisches Fondsforum Cash ist in den meisten Währungen derzeit für Anleger definitiv keine Option
Aufholpotenzial bei TechAktien, aber nicht wahllos
© Pimco
Pimco Total Return leidet unter Abflüssen
Manager Bill Gross macht zwar ein Plus, aber Anleger ziehen Geld ab.
Newport Beach. Das Flaggschiff des US-Investmenthauses Pimco, der Total Return Fund, musste im August nach Daten des Fondsresearch-Unternehmens Morningstar massive Mittelabflüsse in Höhe von drei Mrd. Euro hinnehmen. Der von Bill Gross verwaltete Fonds hatte im August zwar einen Performance-Zuwachs von 1,1% registriert, aber der Anlageerfolg dürfte gleichzeitig auch zu den massiven Entnahmen geführt haben. Der August war der 16. Monat in Folge, in dem aus dem Fonds hohe Mittel abgezogen wurden. (red)
9 Jahre Haft für USHedgefonds-Manager New York. Nach Haftstrafen für den Ex-Goldman-Sachs-Verwaltungsrat Rajat Gupta und Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam hat die amerikanische Justiz nun ein weiteres hartes Urteil wegen Insiderhandels gefällt. Der ehemalige HedgefondsManager Mathew Martoma muss wegen illegaler Absprachen bei Finanzgeschäften für neun Jahre hinter Gitter. Er arbeitete für SAC Capital Advisors, seine Deals sollen der Firma eine Viertelmilliarde USD (193 Mio. €) und ihm selbst einen Bonus von neun Mio. eingebracht haben. (ag)
Judith: „Von einer Bubble im Gesamt-Technologiemarkt kann man nicht sprechen, der Sektor bietet eine große Vielfalt.“
kaum profitable Kurznachrichtendienst wird erstmals Wandelanleihen auflegen; dies teilte er am Mittwoch mit. Auf diese Weise sollen 1,3 Mrd. USD eingesammelt werden. Wenn die als Partner der Platzierung beteiligten Banken mitziehen, könnte das Volumen auf 1,5 Mrd. USD steigen. Es dürfen aber nur institutionelle Investoren zeichnen. Die Papiere laufen bis 2019 und 2021. Bei gutem Börsenverlauf können sie in TwitterAktien umgewandelt werden.
Infrastruktur-Investitionen Technologiewerte profitieren vom konjunkturellen Aufschwung, denn je stärker sich die Ertragslage und die Gewinne entwickeln, umso mehr investieren Unternehmen in die technologische Infrastruktur, erklärt Mike Judith von DNB Asset Management. Highflyer der Branche wie LinkedIn und Twitter haben im vergangenen Jahr jedoch enorme Kurssprünge und Gewinne verzeichnet – deshalb muten die Kurse einzelner Technologie-Unternehmen teils recht abenteuerlich an. Heuer enttäuschen die Überflieger Groupon und Amazon eher. Apropos Twitter: Der bis dato
„Die eigentlichen Top-Unternehmen sind tief bewertet.“ Solidität und Wachstumsstärke finden sich in seinen Augen bei Branchengrößen wie Google, Apple oder Oracle. Diese hätten fast schon defensiven Charakter; als defensiv werden gemeinhin Papiere von Unternehmen erachtet, deren Einkünfte stabil sind, da die Waren oder Dienstleistungen immer nachgefragt werden. Sie unterscheiden sich nicht durch die Wachstumsdynamik von den Highflyern, sondern vor allem durch ihr wesentlich günstigeres Bewertungsniveau. „Von einer Bubble im gesamten Markt kann man nicht sprechen – im Gegenteil. Der Sektor bewegte sich sowohl im letzten als auch in diesem Jahr mit dem breiten Markt.“ (lk)
ger des Unternehmens Großanleger für das Börsedebüt überzeugen wollen, hat gerade erst begonnen – und schon seien die Papiere dreifach überzeichnet, berichtete das Hong Kong Economic Journal am Mittwochabend. Alibaba plant das größte IPO bisher – bis zu 24,3 Mrd. USD (18,8 Mrd. €) will man an der New Yorker Börse einsammeln. Laut Eigenangaben macht Alibaba mehr Umsatz als Amazon und eBay zusammen, die Geschäftsmodelle sind aber nur begrenzt vergleichbar.
Dreifach überzechnet Weiteres zuletzt von sich reden machte der chinesische Onlinehändler Alibaba: Die zehntägige Werbetour, auf der die Top-Mana-
Fast schon defensiv „Im Vergleich zum breiten Markt bietet der Sektor Aufholpotenzial“, sagt DNB-Experte Judith. Aber:
Jahresperformance Im Mittel per August bei 9 Prozent
Fidelity Branchen mit 20 bis 40 Prozent Gewinnplus
Austro-Fonds großteils im Plus
Chancen mit dem „Neuen China“
Wien. Die heimischen Investmentfonds haben im August aufgeholt und weisen auf Jahressicht mit großer Mehrheit eine positive Performance aus. Von insgesamt 1.599 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr verbuchen 1.522 (Juli: 1.513) Fonds eine positive Performance. Nur mehr für 77 Fonds weist die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) in ihrer Monatsstatistik ein Minus aus. Im Vergleich zum Vormonat konnten die Fonds auch bei der Performance Boden gut machen. Die durchschnittliche Einjahresperformance lag per Ende August im arithmetischen Mittel – also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien – bei einem Plus von 9,03 (Juli: 7,17) Prozent.
Wien. Unternehmen des Neuen China, also aus Branchen, die am meisten von der Ablösung des Exports durch den Binnenkonsum als wichtigsten Treiber der Wirtschaft profitieren, werden gute Perspektiven bescheinigt. Zwar seien die Bewertungsniveaus dieser Konzerne hoch, doch das ist fundamental gerechtfertigt, meint Raymond Ma, Manager des Fidelity China Consumer Fund (ISIN: LU0594300096): „Sie weisen eine deutlich bessere Ertragskraft auf und sind hinsichtlich Margen, Profitabilität, Cashflow und Verschuldung Firmen des Alten China überlegen.“ Zum Vergleich: Das jährliche Gewinnwachstum der Unternehmen des Neuen China beträgt 20 bis 40%, Unternehmen des Alten China kamen in den letzten Jahren auf unter 10%. Ma: „Unter Berücksichtigung des Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnisses sind die Bewertungen der Betriebe des Neuen China daher absolut angemessen.“ Ma konzentriert sich auf die Branchen Versicherungen, Internet, Broker, Umweltschutz und pharmazeutische Industrie sowie Bildung und Tourismus und belegt
Fondstochter Sparinvest mit seinen plus 39,92 Prozent (ausschüttend) auf Platz zwei verdrängt. Auf den dritten Platz kommt im August der „Espa Stock Biotec“ aus dem selben Haus (plus 38,67 Prozent). Schlusslichter sind der „Alternative Selection 2“ der Volksbank Invest (-16,36%), der „Espa Alternative Global Markets“ (-10,12%) und der „APM Gold&Resources Fund“ der Semper Constantia Invest (-9,76%). (ag)
Starker Indien-Fonds Die beste Performance mit einem Jahresplus von 51,99 Prozent wies per Ende August der „Meinl India Growth“ der Julius Meinl Investment Gesellschaft aus. Der Fonds hat damit den „Erste WWF Stock Climate Change“ der Erste-Group-
Wachablöse im Ranking: Meinl-IndienFonds verdrängte Erste WWF-Fonds.
dies mit guten Argumenten: Die E-Commerce-Transaktionen sind in China so hoch wie nirgendwo sonst. Versicherungen profitieren von der geplanten Reform des Pensionssystems, Broker sind weitere Profiteure der Finanzreform, das Potenzial bei grünen Energien und Firmen aus dem Umweltschutz erklärt sich von selbst. Die beiden letzten Branchen profitieren von der alternden Bevölkerung sowie der Änderung des Lebensstils. (lk)
© Fidelity/Lawrence Yu
Omaha. Star-Investor Warren Buffett soll in einem Geschäftsbericht seiner Firma Berkshire Hathaway aus dem Vorjahr vermerkt haben, dass seine Frau Astrid nach seinem Tod 90% des Bargeldes in den S&P500-Indexfonds von Vanguard investieren soll. Er sei der Ansicht, dass dieser Fonds langfristig höhere Renditen erzielen würde, als andere Anlageprodukte von Pensionskassen oder Vorsorgeinstituten, „die von teuren Managern verwaltet” würden. Die übrigen zehn Prozent sollen in kurzfristigen Staatsanleihen angelegt werden, so seine Anweisung, die in Medien verbreitet wurde. Vanguard-Gründer Jack Bogle freut‘s. (red)
© APA/EPA/Divyakant Solanki
Buffett: Weiß auch, wie nach seinem Ableben angelegt werden soll.
Wien. Die Weltwirtschaft erholt sich, allmählich auch in Europa. Die Inflation bleibt verhalten und die Zinsen befinden sich weiter nahe an Rekordtiefs. Cash bietet Anlegern in den meisten Währungen derzeit keine besonders attraktive Option. Die historisch niedrigen Zinssätze sorgen vor allem bei Sparguthaben für nur äußerst geringe oder sogar negative reale Renditen. Aktien dürften graduell vom globalen Wirtschaftsaufschwung profitieren, bei Anleihen bieten sich abseits von Papieren mit hoher Qualität interessante Anlagemöglichkeiten, und auch Investments in Immobilien bieten Investoren reichlich Chancen. Diese Meinungen vertraten beim 3. Österreichischen Fondsforum die referierenden Experten der Fondsgesellschaften Axa Investment Manager, Credit Suisse, M&G Investments und DNB Asset Management sowie des Vermögensverwalters trivium (siehe dazu auch Seite 44) vor Kurzem in Wien.
© John G. Mabanglo/EPA/picturedesk.com
DNB: „IT-Papiere sind mit fast 20 Prozent Anteil am S&P 500 längst kein Nischeninvestment mehr.“
Ma: „Sparten Bildung und Tourismus wachsen derzeit in China sehr stark.“
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Freitag, 12. September 2014
Neue Filialkonzepte Erste Bank und Bank Austria dehnen Öffnungszeiten in ausgesuchten Filialen in Wien aus
SHORT
Längere Öffnungszeiten für mehr Kundennähe
Erweiterung des Vorstandsteams Wien. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2014 werden Helene Kanta und Hans Bichler in den Vorstand des Wiener Städtische Versicherungsverein berufen. Kanta trat im Jahr 1997 in die Wiener Städtische Versicherung ein und leitet seit dem Jahr 2001 die Rechtsabteilung des Unternehmens, Bichler ist seit dem Jahr 1980 selbstständiger Rechtsanwalt und außerdem Geschäftsführer der Kanzlei Bichler Zrzavy Rechtsanwälte. (red)
Nach positiven Kundenbefragungen bleiben manche Filialen für persönliche Beratung länger offen. Wien. Ab 1. November 2014 verlängert die Erste Bank ihre Öffnungszeiten von 9.00 bis 18.00 Uhr in jeweils einer Filiale pro Wiener Gemeindebezirk. In den restlichen Wiener Filialen werden die Öffnungszeiten vereinheitlicht; auf täglich 9:00 bis 15:00, Donnerstag 9:00 bis 18:00 Uhr.
US-Großbanken drohen strengere Vorschriften
„Die neuen, erwei© APA/EPA/Matthew Cavanaugh
terten Öffnungszeiten sind ein wichtiger Schritt für ein modernes Filialkonzept.“ Eccles Building, Hauptsitz der Federal Reserve in Washington, D.C.
Schon bisher konnten Kunden Beratungstermine außerhalb der Öffnungszeiten zwischen 7.00 Uhr und 19.00 Uhr vereinbaren und am Wiener Graben sich auch Samstag von 10.00 bis 13.00 Uhr beraten lassen. Die erweiterten Öffnungszeiten sind ein wichtiger Schritt für ein modernes Filialkonzept. „Das Kundenverhalten hat sich durch den technologischen Fortschritt stark verändert“, erklärt Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank. Jedoch bedeute Fortschritt im Bankgeschäft nicht nur die bloße Digitalisierung der Produkte, sondern auch „massive Änderungen bei der Qualität der Filialen“, so Bosek. Die Erste Bank hat dafür ein neues Modell für die Zukunft entwickelt: In jedem Bezirk in Wien sollen jeweils große Beratungszentren mit bis zu 50 Mitarbeitern an
Wien. Das Privatärzteservice Mediclass in Wien kooperiert jetzt auch mit der Generali Versicherung. Für eine monatliche Mitgliedsgebühr können Patienten im Ärztezentrum Mediclass 60 Fachärzte und Therapeuten aufsuchen. Mit der Rückvergütung durch die Krankenkassen soll das Privatmedizin „fast zum Nulltarif“ ermöglichen, so MediclassGründer Christoph Sauermann.
Bank Austria: GratiseReader für Studenten
© Bank Austria
30 BA-Filialen ab Oktober Zusätzlich soll es kleinere Filialen mit den wichtigsten Services wie die Bargeldversorgung via SBGeräte und Informationsaustausch bis hin zur Kontoeröffnung geben. Bosek: „Wir wollen die Bank umdenken und dem Kunden das Bankgeschäft so angenehm, zugänglich und einfach wie möglich machen.” Auch die Bank Austria (BA) setzt auf längere Öffnungszeiten: Nach
festigen“, erklärt Willibald Cernko, Chef der Bank Austria. „Damit geben wir auch der Filiale neben der Verfügbarkeit von Bankdienstleistungen über neue Medien einen neuen, erweiterten Stellenwert.” Der Einsatz des neuen Öffnungszeitenmodells ist in einem ersten Schritt auf den Kernmarkt Wien fokussiert. Letztlich sollen die Ergebnisse aus insgesamt ca. 35.000 Kundenbefragungen um das neue Öffnungszeitenmodell in der Pilotfiliale Wieden den Ausschlag gegeben haben, weitere Filialen diesem Beispiel folgen zu lassen, heißt es.
dem erfolgreichen Piloteinsatz des neuen Öffnungszeitenmodells in der ersten Filiale neuen Zuschnitts in der Wiedner Hauptstraße werden ab 1. bzw. 31. Oktober 2014 insgesamt 30 Filialen in Wien wochentags durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet halten. „Die Verlängerung der Öffnungszeiten ist eine weitere strategische Weichenstellung auf dem Weg zur Bank der Zukunft und ein wichtiger Schritt beim laufenden Umbau des Geschäftsmodells der Bank Austria mit dem Ziel, unsere führende Position als moderne Universalbank zu
Retour 750 Millionen Euro
Rumänien als Wachstumssieger
RBI zahlt private Investoren aus
allem für Agrarprodukte und Autos, trugen maßgeblich zu der positiven Entwicklung bei. Innerhalb der Europäischen Union ist Rumänien am stärksten vom landwirtschaftlichen Sektor abhängig. Die Produktion landwirtschaftlicher Güter in Rumänien betrug 17 Mrd. Euro (+ 25%), das sind cirka 5% der gesamten landwirtschaftlichen Produktion der EU28. Rumäniens Außenhandel war
© Panthermedia.net/Olimpiu Alexa-Pop
Wien. Die ersten 4.000 Studierenden, die bis zum 30.11.2014 ein Studenten-Konto bei der Bank Austria eröffnen, bekommen einen eReader „tolino shine” mit Tasche im Gesamtwert von 128,99 Euro als Willkommensgeschenk. Das „smarte“ StudentenKonto der Bank Austria bietet kostenlose Kontoführung, Betreuung über Video-Telefonie und ermäßigte Tickets für Veranstaltungen. „Studierende sind für uns eine ganz wichtige Zielgruppe“, so Bank AustriaVorstand Helmut Bernkopf.
zentralen Punkten mit verlängerten Öffnungszeiten entstehen.
Starkes BIP-Wachstum Nach Rekordjahr könnte Rumänien heuer 2,5 Prozent erzielen
Bukarest. Rumäniens Wirtschaftsleistung hat mit seinem BIP-Wachstum im Jahr 2013 alle Erwartungen übertroffen. Das Wachstum von 3,5% übertraf den zentraleuropäischen Durchschnittswert von 1,2% deutlich. Rumäniens Wirtschaft konnte besonders im letzten Quartal des vergangenen Jahres ein starkes Wachstum von 5,1% erzielen. Die hohen Exportraten (+13,5%), vor
Bernkopf: „Gratis-Kontoführung, Betreuung über Video-Telefonie etc.“
Erste Bank-Vorstand Peter Bosek: „Das Kundenverhalten hat sich durch den technologischen Fortschritt stark verändert.“
Rumänien erzielte im Jahr 2013 ein starkes BIP-Wachstum von 3,5 Prozent.
2013 von der Automobilproduktion bestimmt. Neben Ford nutzte auch Renault die vergleichsweisen niedrigen Löhne und hauchte der rumänischen Marke Dacia neues Leben ein.
Wien. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat nun auch das von privaten Investoren gehaltene Partizipationskapital in Höhe von 750 Mio. Euro zur Gänze zurückbezahlt. Die privaten Zeichner erhielten bisher 300 Mio. Euro Dividende. Das staatliche PS-Kapital in Höhe von 1,75 Mrd. Euro hat die RBI bereits im Juni des heurigen Jahres zurückgezahlt. (APA)
Automobilsparte blüht auf „Beide Haupttreiber des Wachstums, die gute Ernte und die hohen Exportraten, sind jedoch keine nachhaltigen Faktoren. Die langsame, aber stetige Erholung der Industrieländer im Jahr 2014 wird den rumänischen Außenhandel, vor allem den Automobilbereich, anheizen“, erklärt Grzegorz Sielewicz, Economist Central Europe des Kreditversicherers Coface. Obwohl Rumänien das Wachstumstempo 2014 voraussichtlich nicht halten kann, bleiben die Aussichten positiv. Rumänien könnte nämlich Vorteile aus den Unruhen in der Ukraine ziehen und zu einem Hauptakteur am Getreidemarkt im Schwarzmeerbecken werden. Das BIP Wachstum für 2014 schätzt Coface auf 2,5%. (ast)
© K. Keinrath
Generali kooperiert mit Privatärztezentrum
© Erste Bank/Daniel Hinterramskogler
PETER BOSEK, ERSTE BANK
Washington. Die Notenbank Fed will die Kapitalvorgaben für die größten Geldhäuser der USA noch einmal verschärfen. Institute, die besonders stark auf eine kurzfristige Finanzierung setzen, sollen zusätzliche Kapitalpuffer aufbauen. Über die genaue Höhe des zusätzlichen Kapitalpuffers und die Berechnungsmethode des Risikos gibt es noch keine Entscheidung. (APA/dpa)
Raiffeisen Bank International zahlt 750 Mio. Euro an private Investoren zurück.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 41
© trivium
VIER STRATEGIEN FÜR ANLEGER
trivium hat vier Varianten für Anleger parat: Abverkauf, Abschichtung, Veranlagung und Vorsorge Seite 44
© Engel & Völkers
real:estate
Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at
DAS ST. TROPEZ LATEINAMERIKAS
Uruguay, vor allem entlang der Küste, entwickelt sich zum begehrten Wohnimmobilien-Standort Seite 45
Wir leben Immobilien.
Immobilien: das gute Geschäft mit den Daten IMMO-AGS 3.–10. September 2014
201,86 -1,34%
Wochentop CAI Wochenflop BWO CA Immobilien Anlagen S Immo Atrium Warimpex conwert Immofinanz Buwog
0,73% -2,52% 0,73% 0,22% -0,47% -1,23% -2,11% -2,39% -2,52%
IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 10.9.) Monatstop Parvest R.Est.Secur.7,48% Monatsflop DWS Immoflex -0,52% Top 5 Immofonds Parvest R.Est.Secur.Pacific I 7,48% First State Gl.Prop. Sec. B GBP 7,16% Lacuna US REIT 6,98% ESPA Stock Asia-Pacific Prop. T 6,84% Meinl Global Property 6,84% Flop 5 Immofonds DWS Immoflex Vermögensm. -0,52% Morgan Stanley Global Property 0,62% Henders. Asia-Pac.Prop.Equ.X2 0,95% Morgan Stanley Asian Property 0,95% Invesco Glob.Inc.Real Est.Sec.A 1,11% 3.–10. September 2014
CERX (Schluss 10.9.)
© EHL Immobilien; medianet; Screenshots: willhaben.at; wohnnet.at; findmyhome.at; immodirekt.at
IATX (Schluss 10.9.)
Welche Immo-Plattformen gefallen Die Ansprüche der Makler (im Bild Michael Ehlmaier und Georg Muzicant), die sie an Betreiber von Immobilien-Plattformen stellen, unterscheiden sich gar nicht so sehr von jenen der Käufer und Verkäufer: u.a. Richtigkeit, Optik, gute Suchfeatures, Marktdurchdringung. Seite 42
359,94 -0,25%
INHALT
Immo:Capital > Deutsche Bank legt Offenen Immobilienfonds auf 43 > Drei neue Wohnbauanleihen von Raiffeisen 44 Immo:Markets > Spanien: besser, aber noch keine echte Trendwende 44 People&Dates > aspern: erste Schlüsselübergaben an Mieter
WESTLIFE Missindorfstraße 5, 1140 Wien www.buwog.at/projekt/westlife
46
www.buwog.com
IMMO: C OV E R
42 – financenetreal:estate
SHORT
Millionendeal der UBM in Deutschland
Freitag, 12. September 2014
Immobilien-Plattformen Die Datamining-Firma Imabis verknüpft wichtige Immobiliendaten zu Marktanalysen
Immobilienobjekte auf Knopfdruck analysieren
© UBM
Der Markt mit und über Immobiliendaten hat sich zu einem Milliardenmarkt entwickelt. ERIKA HOFBAUER
Wien/München. Die UBM Realitätenentwicklung AG hat nun die Münchner Büroimmobilie Concor verkauft. Der in Singapur gemeldete Fonds IREIT Global übernahm das Objekt um knapp 60 Mio. Euro. Die 31.216 m2 vermietbare Fläche von Concor befindet sich im Gewerbegebiet Dornach nordöstlich von München und liegt gegenüber der neuen Messe München/Riem. Das Gebäude wurde 2007 aus der Masse der ehemaligen Dywidag erworben. Nach einem Refurbishment wurde Concor als das erste Altobjekt in Deutschland nachträglich von DGNB mit „Silber“ ausgezeichnet. (eh)
© Zentralbild/Patrick Pleul
Milliardenverluste durch privaten Pfusch
Wien. Nicht nur für Wohnungsinteressenten sind die Online-Suchhilfen wie willhaben.at, immobilienscout24.at oder FindMyHome.at ein großer Vorteil, auch Makler nutzen die Web-Welt, um ihre Objekte anzupreisen. Was aber müssen diese Plattformen alles bieten, damit Makler gut mit ihnen arbeiten können?
US-Vorbilder „Die üblichen größeren Plattformen wie etwa willhaben.at, Immobilien.net, standard.at, immowelt.at sind relevant insbesondere für den Wohnungs- und Bürobereich; die Hauptkriterien sind hier die kritische Masse an Objekten und die Kunden, die diese Plattformen nützen“, erklärt ColliersGeschäftsführer Georg Muzicant seine Kriterien. Die Tiefe der Angebotsvielfalt und die technische Ausstattung der Plattformen („Userfriendlyness“) seien ganz wichtige Kriterien, die in Österreich zwar ganz gut umgesetzt werden: „Wenn man jedoch mit Zillow.com oder Trulia.com in den USA vergleicht, besteht noch einiges an Aufholbedarf.“
© Udo Titz, Manfred Burger
UBM hat Büroimmobilie in München an Singapur-Fonds verkauft.
Anforderungen an eine Immo-Plattform: Für Fichtinger (re.) ist Qualität der Bilder wichtig, für Buxbaum die Nutzerfreundlichkeit.
Pfusch ist nicht aufzuhalten, dabei sind 20.000 Baurbeiter arbeitslos.
Wien. Der Pfusch am Bau wächst heuer um 4,4 Prozent, rechnet das Beratungsunternehmen Kreutzer Fischer & Partner vor. Die gewerbliche „Nachbarschaftshilfe“ stagniert laut Untersuchung, während der private Pfusch stark zunimmt. Heuer würden rund 8 Mrd. Euro an der Steuer vorbei erwirtschaftet. Gleichzeitig waren zuletzt mehr als 20.000 Bauarbeiter arbeitslos. Der größte Teil des Schwarzgeldes floss laut Studie im Bauhauptgewerbe mit 3,05 Mrd. Euro; dahinter folgen Haustechnik mit 2,05 Mrd. Euro und der Innenausbau (Boden, Wand, Decke) mit 1,85 Mrd. Euro. Deutlich kleiner sind die Segmente Dach mit 600 Mio. Euro, Garten mit 350 Mio. Euro und Einrichtung mit 100 Mio. Euro. (ag)
Vergaberecht neu: weg vom Billigstbieter Wien. Gewerkschaft und Wirtschaftskammer ziehen am selben Strang: Sie treten für eine baldige Änderung des Vergaberechts ein, um bei öffentlichen Aufträgen verstärkt heimische Firmen zum Zug kommen zu lassen. SP-Sozialsprecher Beppo Muchitsch wünscht sich, dass Aufträge ab einer Mio. Euro an den Bestbieter gehen müssen. Für Aufträge darunter sollen „Eignungskriterien“ gelten.VP-Budgetsprecherin Gabriele Tamandl schwebt das Vorhandensein von ausreichend Stammpersonal vor, damit Aufträge nicht ausgelagert werden müssen. (red)
breite Streuung auf
und bekommt man dann automatisch die neuesten Angebote zugesendet. „Die Marktdurchdringung, aber auch die Menge und Qualität der Anfragen, die von dieser Plattform zu uns kommen, sind ein guter Indikator für die Qualität der Plattform.“
allen relevanten
Aufrechter Auftrag?
Plattformen.“
Ein guter Marktüberblick ist auch etwas, worauf Ehlmaier Wert legt: „Schwierig wird es, wenn ein Objekt mehrfach im Angebot zu finden ist – hier wäre es überlegenswert, dass die Plattformen einen Nachweis verlangen, ob überhaupt ein Vermittlungsauftrag des Maklers vorliegt.“ Auf die Optik setzt man bei der zu den Volksbanken gehörenden Immo-Contract: „Wichtig ist uns einerseits die perfekte Abbildung unser 3.000 aktuellen Immobilien auf den Plattformen, sprich die Qualität der Bilder, die Abbildung des Inserats an sich und natürlich die Ausweisung des richtigen Kauf- bzw. Mietpreises inkl. aller Nebenkosten“, geht Geschäftsführer Karl Fichtinger ins Detail. Dass die Inserate im Idealfall mehrmals täglich „abgeholt“ bzw. aktualisiert werden, spiele eine wesentliche Rolle. „Weiters soll eine gute Immobilienplattform softwareunterstützt perfekt mit unserer Maklersoftware – EDIReal – zusammenarbeiten“, so Fichtinger weiter. Auf der anderen Seite steht der Kunde im Vordergrund; auch hier
„Um eine gute Marktabdeckung zu erreichen, zählt die
S. PASQUALI, IMMO-CONTRACT
Im Wohnungs- und Bürobereich, insbesondere bei Mietobjekten, sind die Plattformen ein mittlerweile essenzieller Teil der Geschäftsgebarung, meint Muzicant.
Richtig muss es sein Für den EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Plattform „natürlich die Richtigkeit der Datenübertragung – was leider manchmal nicht gegeben ist“. Weiters überprüfe man die Kundenorientierung der Plattform: Gibt es Newsletter oder kann man sich mit seinem Suchwunsch registrieren
ERHEBUNG Imabis GmbH Imabis durchsucht aktuelle Immobilieninserate auf Onlineplattformen. Für die Daten rechts wurde auf folgende Art und Weise erhoben: Nach Analyse der einzelnen Angebote werden nicht verwertbare oder den definierten Qualitätsstandards ungenügende Inserate ausgefiltert. Es kann aufgrund von technischen und manuellen Prozessen zu einer geringen Unschärfe kommen. Imabis erfasst die Anzahl der ausgefilterten Inserate und berücksichtigt diese auf Basis statistischer Berechnungen bei der Darstellung der Gesamtanzahl der Inserate von den Portalen.
I NSE R ATE NACH I MMOB IL IE N- PL AT TF OR MEN
Plattform Österreich willhaben.at 75.942 immobilienScout.at 45.184 wohnnet.at 46.345 immodirekt.at 37.362 FindMyHome.at 19.779 Quelle: Imabis, Erhebung per 20.8.2014
Wien 23.158 14.553 15.931 11.748 9.966
stark im Fokus: die Nutzerfreundlichkeit. Dasselbe Stichwort und auch die regelmäßigen Anfragen greift Richard Buxbaum, Leiter der Abteilung für Wohnimmobilien und Zinshäuser bei Otto Immobilien, auf. Die derzeit interessantesten Plattformen für ihn: willhaben, derstandard, immobilienscout, immowelt und FindMyHome.
„Marktdurchdringung, Menge und Qualität der Anfragen sind ein guter Indikator für die Qualität der Immobilienplattformen“ M. EHLMAIER, EHL IMMOBILIEN
Stephan Pasquali, Verkaufsleiter Österreich bei Immo-Contract, favorisiert derzeit willhaben.at: „Ohne Zweifel eine der erfolgreichsten Plattformen Österreichs. Aber auch kleinere, deutlich günstigere Plattformen wie immoads sind wichtige Partner bei der Vermarktung unserer Immobilien.“
Permanente Innovation Um eine 100%ige Marktabdeckung bei der Vermarktung einer Immobilie erreichen zu können, zähle die breite Streuung auf allen namhaften Online-Plattformen, so Pasquali weiter. Aktuell inseriere man auf 40 deutschsprachigen Immobilienplattformen. Die einfache Bedienbarkeit des Suchmodus sei entscheidend, führt Buxbaum weiter ins Tref-
fen, „da sich ein Immobiliensuchender nach dem Test mehrerer Plattformen dann meistens für eine oder zwei entscheidet, wo er gern sucht. Wir merken dies dann an den qualifizierten Anfragen, die auch zu Abschlüssen führen.“ Es werden jene Immobilienplattformen in der Zukunft das Rennen machen, die durch ständige Verbesserungen und innovative Ideen die Immobilienanbieter an sich binden können, ist er überzeugt.
Relevante Daten Ein Anspruch, den sich ein findiger Datenexperte seit einiger Zeit zunutze macht: Roland Schmid, Gründer des DataminingUnternehmens Imabis, verknüpft seit 2012 geschickt alle relevanten Daten bezüglich transaktionsbereiter Objekte zu einer umfassenden Online-Plattform. Die Daten dazu holt er sich – natürlich – aus dem Netz, sprich den gängigen Immobilienplattformen. Ab einer monatlichen Grundgebühr von 150 € können sich Makler bei Imabis registrieren und erhalten Zugang zu einem riesigen Datenfundus: Anzahl der Objekte, Verweildauer im Verkaufsstadium oder Preisniveau sind nur einige der statistischen Kriterien, die den Maklern ihre Arbeit erleichtern sollen. Darüber hinaus können die Kunden die Datenbank zur Marktund Konkurrenzbeobachtung nutzen und entsprechend reagieren – in einer Welt voller Daten wohl ein echtes Asset. GES A M TA NZA HL D ER V E R F ÜGBAR E N O B JEKTE
Österreich Miete 41,4% 57.547 Kauf 58,6% 81.550
Wien 59,2% 23.607 40,8% 16.275
Quelle: Imabis, Erhebung per 20.8.2014, das Volumen statistisch auswertbarer Objekte liegt in Österreich gesamt bei Kaufobjekten bei 96,04%, bei Mietobjekten bei 3,96%, bei jenen in Wien gilt ein Prozentsatz von 99,03 (Kaufobjekte), bei Mietobjekten von 0,97%
I MMO: C A P I TA L
Freitag, 12. September 2014
financenetreal:estate – 43
„Offener“ „Grundbesitz Fokus Deutschland“ wird in Gewerbeimmobilien investieren – viele Immo-Fonds sind jedoch noch in Abwicklung
Revival der Immobilienfonds? Frankfurt am Main. 15 Offene Immobilienfonds mit einem Anlagevermögen von gut 15 Mrd. € werden in Deutschland aktuell abgewickelt – sprich zugesperrt. Das ist etwa ein Fünftel der Branche, wie aus Zahlen des deutschen Fondsverbands BVI hervorgeht. Doch es zeigt sich wieder Leben in den Ruinen: Die Deutsche Bank wagt sich erstmals seit 14 Jahren wieder mit einem Offenen Immobilienfonds an den Start. Der „Grundbesitz Fokus Deutschland“, der ab Oktober vermarktet wird, soll breit gestreut in Gewerbeimmobilien auf dem Heimatmarkt investieren.
alte Produkte in der Abwicklung hat. Beim Fonds „Leading Cities Invest“, der in Büro-Immobilien in europäischen Metropolen investiert, wirbt die Gesellschaft mit einem sogenannten Cash Call immer nur so viel Geld ein, wie sie gerade für neue Zukäufe braucht; bisher kamen Finanzkreisen zufolge gut 20 Mio. € zusammen. Fremdkapital wird im Moment nicht gebraucht. An neuen Produktmodellen aus dem Immobilien-Bereich soll auch die von der Fondskrise getroffene SEB arbeiten, wie ein Insider berichtet. (red/APA)
en Gesetzgebung, die nach den Umwälzungen der Finanzkrise eine Mindesthaltedauer der Anteile von zwei Jahren und eine Kündigungsfrist von einem Jahr vorsieht. So sollen Liquiditätsengpässe, die manchen Produkten in der Krise den Garaus gemacht haben, künftig verhindert werden.
Geld nach Bedarf sammeln Den ersten Offenen Immobilienfonds der neuen Generation brachte allerdings nicht die Deutsche Bank auf den Markt, sondern vor einigen Monaten bereits die Fondsgesellschaft KanAm, die noch zwei
© sxc/Ilya Klimanov
Deutsche Bank und KanAm bringen neue Produkte auf den Markt.
In Büro-Immobilien in „Leading Cities“ wie New York investiert der KanAm-Fonds.
Fonds nach neuem Gesetz Es ist das dritte Produkt dieser Art bei der Deutschen Bank – die beiden anderen Offenen Fonds investieren global beziehungsweise europaweit. Und es ist der erste Fonds des Instituts nach der neu-
Bewegung
China Immobilienmarkt
Bank-Risiken Wien. Manche Marktteilnehmer befürchten, der chinesische Immobilienmarkt könnte zusammenbrechen; dies könnte sich auch negativ auf den Finanzsektor auswirken. „Wir glauben jedoch an eine positive Entwicklung“, so Hayden Briscoe, Director of Asia-Pacific Fixed Income bei AB. „Sofern die Banken genug Zeit bekommen, mit den Problemkrediten fertig zu werden und ihnen der Staat bei Bedarf hilft, wird das Finanzsystem gut durch den neuen Kreditzyklus kommen.“ Banken sind nicht die wichtigste Finanzierungsquelle der Developer: Fast 70% ihres Kapitals stammen aus anderen Quellen, darunter 39% Eigenmittel, 28% Anzahlungen von Kunden – eine Überschuldung liegt nicht vor.
25. 09. 2014 Baden bei Wien Stärken und Potenziale identifizieren > Standortanalyse victor zeigt mit dem 360º Feedback (Führungskräfte-, Mitarbeiter- und Kundenbefragung) die Stärken und Potenziale von Banken. Dabei werden Strategie, Führung, Mitarbeiter, Kunden und Unternehmenskultur analysiert. Ergebnis: klare Handlungsfelder für das Management.
Fortschritte erkennen > Banksteuerung victor zeigt die Dynamik der Weiterentwicklung von Banken und ist eine profunde Basis für das Steigern betrieblicher Performances.
Immofinanz Buwog
Anleihe bepreist Wien. Die Immofinanz AG hat die angekündigte Umtauschanleihe auf Aktien der Buwog AG (financenetreal:estate berichtete) erfolgreich bepreist. Das Volumen beläuft sich auf 375 Mio. €. Die Umtauschanleihe weist einen Kupon von 1,5% p.a. sowie eine Umtauschprämie von 15% auf den Referenzpreis auf. Die durch die Emission generierten Mittel sollen auch zur Rückführung von bestehenden Finanzierungen verwendet werden. (red)
Kongress für exzellentes Banking & Prämierung der erfolgreichsten Banken im deutschsprachigen Raum
victor bewegt
victor bietet ein internationales Benchmarking und eröffnet die Chance auf den begehrten Titel „Bank des Jahres“. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer glamourösen Gala am 25.09.2014.
Zeigen, was gut ist > Qualitätssiegel victor ist ein objektives Qualitätssiegel, das an Banken mit heraus-ragender Leistung verliehen wird und vom Mitbewerb differenziert.
Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------10:30
Welcome & Registrierung, Brunch, Besuch der Partnerstände
11:15
Begrüßung und Speed Networking
11:45
Best practice Erfahrungen von internationalen Vorständen
ɻ Dr. Christian Rauscher, GF emotion banking & victor, AUT ɻ Univ. Prof. DDr. Bernadette Kamleitner, WU Wien, AUT
13:00
Kaffeepause
13:30
World Café: interaktive Beiträge von innovativen Banken: Österreichische Volksbanken-AG, Volksbank Offenburg, Akademie Deutscher Genossenschaften, AEK BANK 1826, CPB Software AG, CRIF Austria, Amrop Jenewein, SANISTRA GmbH, European Systemic Business Competences GmbH
15:00
World Buffet - genießen Sie Köstlichkeiten aus aller Welt
16:00
Best practice Erfahrungen Fortsetzung
ɻ Franz Sebastian Welter, Volksbank Bühl eG, DE ɻ Dr. Josef Mantl, Al Gore Climate Leader, AUT
victor Gala
Bewegung Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, AUT ----------17:30
Cocktailempfang & come together
Sichern Sie sich Ihren Platz am Kongress & auf der Gala! Anmeldung und weiterführende Infos:
19:00
victor Gala – Prämierung der erfolgreichsten Banken
21:00
Aftershow & Galabuffet
www.victorgala.com/anmeldung +43 2252 25 48 45 - 17 andrea.weiss@emotion-banking.at
23:00
Aftershowparty im „At the Park Hotel“
Veranstalter
Partner ®
ANALYTIK. BERATUNG. INNOVATIVES MARKETING.
Medienpartner
© APA/Georg Hochmuth
Konzepte für Banking Exzellenz
Mit den Besten messen > Wettbewerb
emotion banking
CEO Eduard Zehetner: „Deutliche Senkung der Finanzierungskosten“.
victor Kongress & Brunch
Inside Your Business. Today.
Showact: Maya Hakvoort, internationaler Musicalstar
Die Teilnahme ist für Banker kostenlos. Erkundigen Sie sich nach unserem Begleitprogramm für Ihren Partner.
I MMO: C APITAL / IMMO: S E RV ICE
44 – financenetreal:estate
Freitag, 12. September 2014
Nischenstrategie Vom Abschichtungsmodell über das Abverkaufs- und Veranlagungsmodell bis zum Vorsorgeobjekt
SHORT
trivium: vier Strategien für Immobilien-Investoren
© Wikimedia/Joergsam/CC BY-SA 4.0
Montenegro: Ausländer stoßen Objekte ab
Wien. Österreichs Immobilienmarkt gilt nach wie vor als stabiler Markt, in dem Anleger mit Rechtssicherheit rechnen können und zuverlässige Renditen möglich sind. „Im Wohnimmobilienbereich sind realistisch Erträge zwischen vier und sechs Prozent erzielbar, vor allem die Wiener Außenbezirke und die Landes- und Bezirkshauptstädte sind solide, langfristige Immobilieninvestments“, sagt Gerhard Mittelbach, der seit heuer bei trivium als Leiter für Vertrieb und Marketing fungiert. Durch die krisenbedingte steigende Nachfrage kam es zudem zu einem kräftigen Preisanstieg – vor allem in den Wiener Innenbezirken –, und aufgrund der aktuell sehr niedrigen Zinssätze steigt die Nachfrage nach Immobilienkrediten weiter. „Zusätzlich bieten auch Gewerbeimmobilien in den österreichischen Regionen interessante Anlagemöglichkeiten für langfristig orientierte Investoren“, meint Mittelbach. Die Grundlage für den stabilen Immobilienmarkt bildeten die gut verwertbaren Bestandsimmobilien, aber auch eine Unternehmensneugründungsrate von ca. 6%.
Ausländische Besitzer verkauften Immobilien im Wert von 19,1 Mio. €
Podgorica. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben ausländische Investoren 70 Mio. € aus Montenegro abgezogen, um fast ein Viertel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Großteil des Geldabflusses – gut 29 Mio. € – entfiel auf die Rückzahlung von Schulden zwischen Unternehmen. 19,1 Mio. € gehen auf das Konto „Verkauf von Immobilien in Montenegro durch ausländische Besitzer“. (APA)
Erstarkte Stein- und keramische Industrie
© Trivium GmbH
„Im Wohnimmobilienbereich in Österreich realistisch Erträge zwischen vier und sechs Prozent erzielbar“.
Wien. Die Stein- und keramische Industrie verzeichnete laut einer Branchenumfrage im ersten Halbjahr 2014 ein Umsatzwachstum von 4,95% gegenüber den Vorjahreszeitraum. Die Umsätze stiegen auf 1,575 Mrd. €. Die Zahl der Beschäftigten ist mit 14.129 nahezu konstant geblieben. Das Umsatzwachstum wird unter anderem auf den milden Winter zurückgeführt. Für eine gute Auslastung hätten daneben aber auch die Infrastrukturinvestitionen gemäß Rahmenplänen von ÖBB und Asfinag und die hohe Nachfrage nach Wohnraumschaffung gesorgt, erklärt der Fachverbands-Geschäftsführer Andreas Pfeiler. Seitdem habe die Nachfrage aber deutlich nachgelassen, für das Gesamtjahr wird dennoch ein Plus gesehen. (ag)
Immobilien in den „Entwicklungsgebieten“ wiesen deutlich bessere Renditen und Wertsteigerungsoptionen auf, Investmentopportunities seien aber auf normalem Niveau in ganz Österreich vorhanden. Ein starker Trend im Wohnimmobilienbereich sei das Thema „leistbares Wohnen“. Dies umfasst Kleinwohnungen (30 bis 50 m2), die eine Monatsmiete von 500 bis 600 € nicht übersteigen. Mittelbach dazu: „Wohnungen zur Selbstnut-
Spanien: erstmals seit 2008 höhere Preise
ÖNORM Bauarbeitenkoordinationsgesetz ist überarbeitet
„Opportunities” überall
Mittelbach: „Solange es bei Neuverschuldung und Staatsschuldenquote keine Trendumkehr gibt, werden die Preise von Sachwerten nicht fallen – es wird weiter zu einem Geldabzug aus Schuldtiteln, also aus Geld & Staatsanleihen, kommen.“
ments in Immobilien in Höhe von 50 Mio. € geplant. Als neuer Standort soll kommendes Jahr Linz hinzukommen. „trivium bietet Investments an, die nach kaufmännischen Grundsätzen wirtschaftlich sinnvoll und verständlich sind“, betont Mittelbach. Der Fokus bei trivium liege auf dem Rendite/Risikoverhältnis sowie auf überschaubaren und kontrollierbaren Einzelinvestments. Die Nischenstrategie bestehe darin, in Bestandsimmobilien zu investieren mit Gesamtinvestmentkosten pro Projekt zwischen 1 Mio. bis 6 Mio. €. Hier herrsche geringer Mitbewerb, denn diese Summen seien zu groß für Privatinvestoren, aber zu klein für Fonds.
zung werden nicht billiger werden – es gibt schlicht zu wenige davon.“ Rückenwind gebe es durch den deutlichen Trend zu ein- bis zwei-Personenhaushalten in ganz Österreich.
Wenig Mitbewerb Das eigenständige Unternehmen trivium wurde 2008 von Walter Gartlgruber gegründet. Mit den drei Niederlassungen in Wien, Bregenz und Klagenfurt sei man in Österreich und den Nachbarstaaten Deutschland und Tschechische Republik mit einer Nischenstrategie tätig. Das verwaltete Volumen beträgt den Angaben zufolge 250 Mio. €, für heuer sind Neuinvest-
Durch starke regionale Netzwerke habe man Zugang zu werthaltigen Immobilien, könne günstig einkaufen und optimiert verwerten, heißt es bei trivium. trivium bietet Investmentstrategien an, die parallel oder singulär eingesetzt werden können, heißt es. Dazu zählen z.B. das „Abverkaufsmodell“ (Kauf, Neu-Organisation des Objekts, Sanierung, Parifizierung, Abverkauf), das „Veranlagungsmodell” (Kauf, Sanierung, Vermietung, laufende Optimierung), das „Abschichtungsmodell“ (Kauf eines sanierten Objekts mit hohem Grad an unbefristet vermieteten Wohnungen, Ausmietung, Verkauf der leeren Wohnungen) und „Anlegerwohnungen“. (lk)
Raiffeisen Fixverzinsung, Stufenzins und Vario-Variante
Für eine perfekte Zusammenarbeit Drei neue Wohnbauanleihen © Mg Handout/EPA/picturedesk.com
Wien. Vor Kurzem ist die überarbeitete Version der ÖNORM B 2107 „Umsetzung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes“ (BauKG) erschienen. Die nunmehr zweiteilige ÖNORM präzisiert das Zusammenwirken mehrerer Bauherren und inkludiert die Leitlinie des Zentralen Arbeitsinspektorats (ZAI) für ortsveränderliche Arbeitsplätze. Ein Beispiel für die Wichtigkeit der Überarbeitung durch das Dienstleistungszentrum für Stan-
Experten für Spaniens Markt wollen noch nicht von Trendumkehr reden.
Wien. Die Raiffeisen Wohnbaubank AG (RWBB) begibt drei neue Wohnbauanleihen: Die Wohnbauanleihe 2014-2029 Serie 4 (ISIN AT000B020979) hat eine fixe Nominalverzinsung für die gesamte Laufzeit von 2% p.a., diese wird jährlich ausbezahlt. Gesamtfällig ist die Anleihe am 19. September 2029 zum Nennwert. Als zweites wurde die Stufenzins-Wohnbauanleihe 2014-2028 Serie 5 (ISIN AT000B020987) be-
Anfang August erschien die Neufassung der ÖNORM B 2107.
Nicht zuletzt durch die Mitwirkung von Experten aus AUVA sowie Zentral- und Bauarbeitsinspektoraten sei eine praxisgerechte Handlungsanleitung zum Gesetz gelungen. Vorlagen gibt es hier: http://bit.ly/1qcD2oH. (lk)
© APA/Helmut Fohringer
Mitarbeit von AUVA und ZAI © APA/Herbert Neubauer
Madrid. Die Immobilienpreise in Spanien sind erstmals seit Beginn der Krise im Jahr 2008 wieder gestiegen. Laut Statistikbehörde INE kletterte der Preisindex IPV im zweiten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8%; verantwortlich dafür sei in erster Linie der Neubausektor mit einem Preiszuwachs von 1,9% gewesen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres seien die Immobilienpreise sogar um 1,7% gestiegen. Von Medien befragte Beobachter des spanischen Immobilienmarkts betonten jedoch, man könne noch nicht von einer Tendenzumkehr sprechen.
dards, Austrian Standards: Ab Dezember 2014 halten am Wiener Hauptbahnhof die ersten Fernverkehrszüge. Bis dahin wurden 100 Kilometer Gleise verlegt, fünf Kilometer Straße gebaut und ein neuer Stadtteil für 33.000 Einwohner errichtet. Auf einer derartigen MegaBaustelle ist Koordination oberstes Gebot. Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer müssen gewährleistet sein. Das BauKG gilt für alle Baustellen, auf denen gleichzeitig oder aufeinanderfolgend mehrere Arbeitgeber Personen beschäftigen, und regelt die entsprechende Koordination bei der Vorbereitung und Durchführung der Bauarbeiten; davon unberührt gelten auch die Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes.
Wohnbauanleihen: anrechenbar beim investitionsbedingten Gewinnfreibetrag.
geben, mit einer fixen, in Stufen ansteigenden jährlichen Nominalverzinsung, die in den ersten vier Laufzeitjahren 1,5% p.a. beträgt. In den vier Folgejahren wird eine Fix-Verzinsung von 1,75% ausbezahlt, danach weitere vier Jahre eine jährliche Fix-Verzinsung von 2% und in den letzten zwei Jahren 2,5%. Die Kupons werden auch hier jährlich ausbezahlt. Gesamtfällig ist die Anleihe am 19. September 2028 zum Nennwert. Die Vario-Wandelschuldverschreibungen 2014-2026 Serie 6 (ISIN AT000B020995) verfügt über eine fixe Nominalverzinsung von 2% p.a. bis zum 28. September 2015. Ab dem zweiten Laufzeitjahr bis inkl. 28. September 2026 erfolgt die Festsetzung des Zinssatzes für die jährlichen Zinsperioden jeweils zwei Bankarbeitstage vor Beginn der jeweiligen Zinsenperiode in Abhängigkeit des 12-Monats-Euribors. Der Mindestzinssatz liegt bei 1% p.a., der Maximalzinssatz bei 4%. Gesamtfällig ist diese Anleihe am 29. September 2026 zum Nennwert. Für Privatanleger sind die Zinsen aus Wohnbauanleihen weiterhin bis zu 4% p.a. KEst-befreit.
I MMO:MAR KE TS
Freitag, 12. September 2014
financenetreal:estate – 45
Uruguay Hauptsächlich Deutsche und Italiener investieren in Punta del Este in hochwertige Objekte mit Meeresblick
SHORT
Latino-Wohnziel am Meer
Schlüsselübergabe von room4rent-Einheiten Wien. Die ÖSW-Gruppe nimmt sich derzeit in mehreren Projekten einer neuen Wohnform an: dem möblierten Kurzzeitwohnen. Unter dem Namen room4rent bieten die neuen Apartments temporären Wohnkomfort. Anfang September wurde das zweite room4rentHaus im Messecarrée Nord, direkt bei der U-Bahn-Station Krieau, offiziell eröffnet und ist seit dem ein Zuhause auf Zeit für die unterschiedlichsten Bewohner und ihre Bedürfnisse.
Mehrheit der Käufer sucht Immobilien als Zweitwohnsitz beziehungsweise als Kapitalanlage. wohnungen in erster Meereslinie reichen die Preise je nach Ausstattung von 1.900 € bis zu 5.300 €/ m2. Zweitwohnsitze werden auch am Playa Mansa auf der südwestlichen Seite von Punta del Este am Ufer des Río de la Plata stark nachgefragt; Einfamilienhäuser sind hier für rund 1.500 €/m2 zu haben.
FRITZ HASLINGER
Hamburg/Punte del Este/Wien. „In den bevorzugten Lagen von Punta del Este in Uruguay registrieren wir ein verstärktes Interesse an hochwertigen Objekten in direkter Meereslage hauptsächlich von deutschen und italienischen Käufern. Neben Europa kommen die ausländischen Interessenten überwiegend aus Argentinien, Brasilien und aus den USA“, sagt Sandra Sofio, Geschäftsführende Gesellschafterin von Engel & Völkers in Punta del Este.
Küstennähe weitaus teurer
Einer der teuersten Plätze Punta del Este ist eine der teuersten Wohngegenden Uruguays. Für Villen am Playa Brava, direkt an der Atlantikküste im Osten von Punta del Este gelegen, zahlen Käufer Top-Quadratmeterpreise von circa 3.000 €. Bei Eigentums-
Volkswagen will in Thailand investieren Wolfsburg. Volkswagen will Medienberichten zufolge eine Mrd. € in den Bau eines neuen Werks in Thailand investieren. Die Behörden in Thailand wollen die Errichtung einer VW-Fabrik rund eineinhalb Autostunden südlich der Hauptstadt Bangkok genehmigen. In dem Werk sollen spätestens ab 2019 Kleinwagen von den Fertigungsbändern rollen. VW hatte im Frühjahr Fördermittel für ein neues Werk in Thailand beantragt. (ag)
© Engel&Völkers
Die Mehrheit der Käufer sucht erstklassige Immobilien als Zweitwohnsitz und Kapitalanlage im oberen Marktsegment in den Ferienorten am Atlantik oder an der Mündung des Río de la Plata. „Für erstklassige Anwesen in Küstennähe mit direktem Meerzugang oder einzigartigem Blick zahlen Käufer in Punta del Este im Schnitt rund 35 Prozent mehr als für Objekte im Inland“, weiß die Uruguay-Expertin.
Punta del Este: Südamerikas „St. Tropez“ ist Heimat für Stars aus Sport und Mode.
Grand Immobilien Mit dem Verkauf der 18 hochwertigen Wohnungen wurde EHL Immobilien beauftragt
Wohnen in Speising – Verkauf hat begonnen
Gute Verkehrsanbindung Die Feldkellergasse liegt im Hietzinger Bezirksteil Speising in unmittelbarer Nähe zum Hietzin-
Das Schloss Hetzendorf mit der dort ansässigen Modeschule ist nicht weit.
OMK 35% des Auftragsvolumens an voestalpine-Partner
Triest Hafenausbau
Automic Im Euro Plaza
Dritter Großauftrag für voestalpine 132 Mio. Euro Linz/Wien. Der voestalpine-Konzern kann nach dem ersten – bereits ausgelieferten – Auftrag für das russisch-europäische Pipelinevorhaben South Stream und „Rota 3“, einem Pipelineprojekt in Brasilien, heuer bereits den dritten Großauftrag im Pipelinegeschäft verbuchen. 120.000 t sauergasbeständige, hochfeste Röhrenbleche werden für die zweite Röhre von South Stream bis Frühjahr 2015 geliefert. Der South Stream-Auftrag ist von
Sanktionen nicht betroffen. Darüber hinaus laufen aktuell weitere Gespräche für anspruchsvollste Pipelineprojekte. Der Auftrag unterstreiche einmal mehr die seit vielen Jahren bestehende professionelle Partnerschaft von voestalpine Grobblech mit dem russischen Rohrwerk OMK, heißt es seitens voestalpine. Der Lieferzeitraum erstreckt sich von Dezember 2014 bis voraussichtlich Frühjahr 2015. (fh)
Neuer Firmensitz
Triest/Wien. Der Hafen Triest wird um einen dreistelligen Millionenbetrag ausgebaut; dabei geht es nicht nur um moderne Infrastruktur für den Warenumschlag. Der Hafen will auch attraktiver werden für große Kreuzfahrtschiffe, die nicht mehr nach Venedig dürfen. Triest rückte 2013 zum größten Hafen Italiens nach dem Gesamtvolumen der umgeschlagenen Waren auf; 56 Mio. t wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen, dies ist ein Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr. Triest überholte damit Genua und ist der zehntgrößte europäische Hafen.
Wien. Ab Herbst wird der europäische Firmensitz des internationalen Softwareunternehmens Automic Software im Euro Plaza zu finden sein. Derzeit befindet er sich noch in Wolfsgraben in NÖ, im Euro Plaza 3 gibt es ein Wiener Büro. Nun werden beide Standorte auf 3.300 m2, die sich über die oberen Stockwerke des Euro Plaza 1 erstrecken, zusammengefasst. Beraten hat den Umzug Patrick Schild, Senior Consultant, CBRE Österreich.
voestalpine liefert Röhrenbleche für die zweite Röhre von South Stream.
Die Hafenbehörde hat ein Abkommen mit einem Unternehmenskonsortium für den Bau einer logistischen Plattform im Wert von 132 Mio. € abgeschlossen. Die Plattform wird sich auf 125.000 m2 erstrecken, berichteten italienische Medien. Außerdem soll die Mole VII erweitert und das Terminal „Molo Bersaglieri“ verlängert werden. (APA/fh)
© CBRE
© voestalpine
Logistische Plattform
Patrick Schild, Senior Consultant CBRE Österreich, stand als Berater zur Seite.
Alexandra Grimm ist ÖWD-Marketingleiterin
© ÖWD
ger Bad, an „Öffis” stehen die Straßenbahnlinien 60 und 62 sowie die Schnellbahn zur Verfügung. Die U4-Station Hietzing ist in unmittelbarer Nähe, mit den Schnellbahnlinien ist der künftige Hauptbahnhof erreichbar. Zahlreiche Nahversorger, Restaurants, Ärztezentren sowie Kindergärten und Schulen befinden sich auf der Speisinger Straße und im nahe gelegenen AltHietzing. Bekannt ist der Bezirk auch für das Krankenhaus Speising sowie das Schloss Hetzendorf mit seiner Modeschule. Der Immobilienentwickler Grand Immobilien hat exklusiv EHL Immobilien mit dem Verkauf beauftragt. Zusätzlich wird EHL Immobilien Management auch die Verwaltung dafür übernehmen. (fh)
© Wikimedia/Robert Schediwy
Wien. Das Projekt Feldkellergasse im 13. Wiener Gemeindebezirk besteht aus zwei Baukörpern mit insgesamt 18 Wohneinheiten, die sowohl zur Eigennutzung als auch zur Vorsorge erworben werden können. Großteils handelt es sich um 1- bis 3-Zimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 37 bis 136 m2. Die meisten Wohnungen verfügen über einen Balkon, eine Terrasse oder einen eigenen Garten. Zusätzlich zeichnet sich die Anlage durch großzügige allgemeine Grünflächen aus.
Die Bad Reichenhallerin verfügt über jahrelange Erfahrung im Marketing.
Salzburg/Wien. Alexandra Grimm hat in der Unternehmensgruppe ÖWD Security & Services die Marketingleitung übernommen. Sie zeichnet in dieser Position für alle Vertriebs-, Werbe- und Medienaktivitäten sowie Sponsoring und Event Planung des Familienunternehmens verantwortlich. Vor ihrem Wechsel zum ÖWD war sie im bayerischen Laufen als Marketingleiterin in einem Industriebetrieb tätig, wo sie für das gesamte Marketing sowie Webdesign, PR und Mediaplanung verantwortlich war.
Immobilien-IPO steht in Deutschland bevor Frankfurt. Die TLG Immobilien steht laut Kapitalmarkt-Insidern in den Startlöchern für einen Börsengang. Das Unternehmen werde seine Pläne wohl nächste Woche offiziell machen. Der Eigner der ostdeutschen Gewerbeimmobilienfirma, der Finanzinvestor Lone Star, werde zunächst Aktien im Volumen von rund 500 Mio. € platzieren, heißt es. Inklusive Schulden liegt der Wert der Immobiliengesellschaft bei etwa 1,5 Mrd. €. Lone Star hatte TLG vor knapp zwei Jahren vom deutschen Bund gekauft. Zum gewerblichen TLG-Portfolio, das Lone Star geschluckt hat, gehören rund 800 Büros, Einzelhandelsobjekte und Hotels in Städten wie Berlin und Dresden. (ag)
PE OP LE & DAT E S
46 – financenetreal:estate
Freitag, 12. September 2014
Neubau Im Erdberger Mais entstehen 1.030 Wohneinheiten, 800 davon als Wohnbauinitiative 2011 der Stadt Wien
SHORT
MGC Plaza: drei mal drei
Scope Ratings: neuer Chief Executive Officer
Runde Zahl: Drei Architekten planen drei Wohnhochhäuser im dritten Wiener Gemeindebezirk.
Berlin. Scope Ratings ernennt Torsten Hinrichs zum neuen Chief Executive Officer (CEO). Florian Schoeller, Unternehmensgründer und bisheriger CEO, wird Vorsitzender des Aufsichtsrats. Vor seinem Wechsel zu Scope Ratings war Hinrichs 15 Jahre als Geschäftsführer von Standard & Poor’s (S&P) für das deutschsprachige Europa, Skandinavien und Osteuropa verantwortlich. „Ich bin sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit dem bestehenden Management und unseren Investoren. Wir wollen Scope gemeinsam als die europäische Ratingagentur erster Wahl und als echte Alternative zur USamerikanischen Konkurrenz etablieren”, so Hinrichs zu seiner Ernennung. (hk)
1.030 Einheiten in 1030 Wien Die MGC Plaza wird auf einem 14.600 m2 großen Grundstück stehen, ihre Nutzfläche von 84.300 m2 wird – passend zur Postleitzahl – 1.030 Wohneinheiten beinhalten: 230 frei finanzierte Wohnungen und 800 Wohnungen der Wohnbauinitiative 2011. Mit dieser Initiative hat die Stadt Wien ein zusätzliches, den geförderten Wohnbau ergänzendes Neubauprogramm ins Leben gerufen; es handelt sich dabei um eine besondere Variante des frei finanzierten Wohnbaus, die – durch günstige Darlehen der Stadt Wien – ähnlich vorteilhafte Konditionen für die Mieter wie der geförderte Wohnbau bietet. (hk)
© MGC Wien
© Christina Häusler
Torsten Hinrichs wurde zum neuen CEO von Scope Ratings bestellt.
Die MCG Plaza: drei Türme von drei Architekten im dritten Bezirk in Wien.
Subvention Für das künftige Allianz-Stadion wird der SK Rapid von der Stadt Wien mit 26,4 Mio. Euro unterstützt
20 Millionen für den Fußballstadion-Neubau einstimmig im Wohnbauausschuss der Stadt Wien beschlossen. Somit wird die SK Rapid Sportstättenbetrieb GmbH nicht mehr Pächter, sondern Eigentümer des Stadions, Grundbesitzer bleibt die Stadt.
Wien. „Letzte Woche wurden zwei weitere wichtige Beschlüsse für den SK Rapid gefasst: Wir konnten uns die Unterstützung der Stadt Wien in Sachen Finanzierung, und das neue künftige Allianz Stadion als unser Eigentum sichern“, freut sich Rapid-Präsident Michael Krammer.
In Tulln ensteht NÖs größte Messehalle Tulln. Die Messe Tulln bekommt eine neue Messehalle: Mit 6.500 m2 wird sie die größte Messehalle Niederösterreichs und soll bis zu 200 Ausstellern Platz bieten. Im März 2015 soll die neue Halle im Rahmen der Boot-Tulln eröffnet werden. Die Gesamtprojektkosten von insgesamt 15 Mio. € unterstützt das Land Niederösterreich aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung. (red)
Informationsabend geplant
Derweil noch als Rendering: das neu zu bauende Allianz-Stadion in Wien-Penzing.
„Die Stadt Wien unterstützt den Rekordmeister bei seinem großen, modernen und wichtigen Bauvorhaben. Uns freut es sehr, dass alle im Gemeinderat vertretenen Parteien diesen wichtigen Beschlüssen geeint zugestimmt haben“, meint Rapid-Vizepräsident Christoph Peschek. In den kommenden Wochen ist ein Informationsabend für die direkten Anrainer geplant. (red)
Seestadt Erste Mieter
Projektentwicklung Top-Lage und Top-Infrastruktur
Eröffnung Donaubase
Aspern-Kick-off
Gartenpark am kleinen Anninger
Studentenheim
Wien. In der Seestadt Aspern wurden diese Woche im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung die ersten Wohnungen feierlich an die ersten Mieter übergeben. Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Bank, Wiener Städtische Versicherungsverein-Vorstandsvorsitzender Günter Geyer sowie Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Herbert Ludl, Vorstandsvorsitzender Sozialbau, hielten die Festreden. (red)
Mödling. Am Rande des Wienerwalds, genauer in Vorderbrühl bei Mödling, entstehen auf einer Gesamtfläche von etwa 13.000 m2 inmitten einer Parklandschaft sieben Wohnhäuser der Architektengruppe BEHF: der Gartenpark am kleinen Anninger.
© Elke Mayr/Wiener Städtische
Wr. Städtische General Robert Lasshofer, und Mieterin Marion Schweitzer.
Top-Lage und Naturnähe Das Projekt der IES ImmobilienProjektentwicklung GmbH zeichnet
Wien. Vizebürgermeisterin Renate Brauner eröffnete gestern gemeinsam mit Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt, das neue Gebäude der „base – homes for students GmbH“, einem Unternehmen der Wien Holding. Das Studierendenheim Donaubase im 22. Bezirk befindet sich in der Nähe der U2-Station Donaustadtbrücke und ist nur ein paar Gehminuten von der Alten Donau und der Donauinsel entfernt. (red)
© David Bohmann
© SG&CO/Photo Simonis Wien
Stefan Gruze, Investmentbanker und SG & CO Capital Markets-Gründer.
sich durch seine einmalige Lage, Naturnähe und nahezu perfekte Infrastruktur aus. Jedes Gebäude soll neun bis zwölf Wohnungen – jede mit Autostellplatz sowie Terrasse, Balkon oder Eigengarten – in den Größen 50 bis 155 m2 bieten. Der Vertrieb der 29 Eigentumswohnungen hat bereits Anfang September begonnen, die Vermarktung weiterer 48 Mietwohnungen soll 2015 durch IG Immobilien Management folgen. (ag/hk)
© Ludwig Schedl
Damit ist es beschlossene Sache, dass die Stadt Wien – wie schon per Grundsatzbeschluss geplant – den Verein mit insgesamt 26,4 Mio. € subventioniert. Knapp 20 Mio. € sind für den Neubau vorgesehen, der Rest fließt in das Trainingszentrum und in die Akademie. Auch der Baurechtsvertrag wurde
© Allianz
26,4 Millionen von der Stadt
Gruze gründet neues Finanzinstitut SG & CO
Wien. Investmentbanker Stefan Gruze hat gemeinsam mit institutionellen Investoren aus Österreich das Finanzinstitut SG & CO Capital Markets GmbH (SG & CO) mit Sitz in Wien gegründet. SG & CO verfüge über ein internationales Netzwerk aus führenden Investmentbanken und Rechtsanwaltsgesellschaften sowie Rating- und Investor RelationsAgenturen; man wolle österreichische mittelständische Unternehmen vor allem im Rahmen von Börsengängen, Kapitalerhöhungen und Unternehmensanleihen beraten, heißt aus dem Unternehmen. Im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeiten hat Gruze mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Europa bei der erfolgreichen Durchführung von Kapitalmarkttransaktionen beraten. (hk)
häuser werden auf dem Dach des Sockels – dem grünen Deck – platziert. Mit begrünten Terrassen auf diesem Sockel werden die Türme miteinander verbunden.
Wi en. In der Entwicklungszone „Erdberger Mais”, genauer im Bereich Döblerhofstraße/AnneFrank-Gasse/Leopold-Böhm-Straße/Modecenterstraße sollen drei Wohnhochhäuser entstehen: auf urbaner Sockelbebauung mit großzügigen quartiersübergreifenden Durchgängen über grüne Höfe und einen zentralen Festplatz. Basis für die Planung der MGC Plaza ist das Siegerprojekt von studiovlay . streeruwitz gemeinsam mit den zweitund drittplatzierten Rüdiger Lainer + Partner und BEHF Architekten. Die drei Hochhäuser werden so angeordnet, dass sich Durchblicke sowohl auf Straßenniveau als auch aus den Türmen öffnen: Ein Trio unterschiedlicher Häuser, die dasselbe „Kleid“ tragen werden: den Freiraum-Mantel aus Loggien, Balkonen und Wintergärten. Punkt, Scheibe, Stein sind die spezifischen „Charaktere“ der Türme. Die Gemeinschaftsflächen der Hoch-
In Top-Lage bei Mödling entsteht das Wohnprojekt Gartenpark am kleinen Anninger.
Wiens Vize Renate Brauner eröffnete das Studierendenheim Donaubase.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 47
NEUE GRUPPENBESTEUERUNG
Abgabenänderungsgesetz bringt eine Ausdünnung der Gruppenbesteuerung Seite 51
EIN FLUGHAFEN WIRD PRIVAT © Schönherr
© SOT Treuhand
advisory Schönherr hat bei der Privatisierung des Flughafens Ljubljana beraten Seite 52
TOP-JOB B ANNA HAMMERSCHMIDT © Wirtschaftsuniversität Wien
Selbstanzeige: nur noch ein paar Tage …
SHORT
© RAK Wien (2)
Kostenlose App für die Anwaltssuche
Hier gibt’s ein Suchverzeichnis aller in Wien tätigen Rechtsanwälte.
Wien. Die Rechtsanwaltskammer Wien hat für iPhone und Android eine kostenlose Smartphone-App für die Anwaltssuche mit einer Liste aller in Wien tätigen Rechtsanwälte veröffentlicht. Es kann zudem der Link zu GoogleMaps für den Weg zur jeweiligen Kanzlei abgerufen werden. Außerdem sind per App auch die Daten der kostenlosen Ersten Rechtsanwaltlichen Auskunft, des Klientenservices und die Telefonnummer des rechtsanwaltlichen Notrufs abrufbar. (pj) www.rakwien.at
ZVR Verkehrsrechtstag am 18.9. an der WU
© APA/Barbara Gindl; TPA Horwath
Wien. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen des Verwaltungsrechts, des Schadenersatzrechts und des Verkehrsrechts auszutauschen. Dabei stehen auch die Erfahrungen mit den neuen Verwaltungsgerichten im Blickpunkt. www.verkehrsrechtstag.at
Das Neue Arbeiten (DNA) in der Praxis
Veronika Seitweger von TPA Horwath: „Ab 1. Oktober werden die Regelungen zur strafaufhebenden Selbstanzeige in zwei wesentlichen Punkten verschärft.“
Wien. Mit dem Thema des Neuen Arbeitens – kurz „DNA“ – beschäftigt sich der von Marcus Izmir und Christiane Bertolini organisierte Smart Afternoon am 2.10. von 14 bis 20 Uhr in der Ottakringer Brauerei (1160 Wien). „Fakt ist: Gerade Alleinerzieher sind oft auf einen Job angewiesen und wären sehr gute Mitarbeiter, doch um ihren Job machen zu können, braucht es flexible Arbeitsmodelle“, sagt die auf Familienrecht spezialisierte Rechtsanwältin Katharina Braun. „Das Absitzen von starren Zeitvorgaben sollte immer mehr der Vergangenheit angehören.“ (pj) rechtsanwaeltin-braun.at
Öffentliches Auftragswesen Fokus auf BBG-Projekte
Superlative Es geht um den größten Flughafen der Welt
Bechtle setzt auf die Verwaltung
Technologie-Consulting für Dubai
© Bechtle/Nils Heller
K. Braun ist beim Smart Afternoon am 2.10. als Rechtsexpertin präsent.
Bechtle-GF Robert Absenger leitet 6 Standorte mit rund 130 Mitarbeitern.
Wien. Ein halbes Jahr nach der Verschmelzung der Bechtle GmbH, der Sitexs-Databusiness IT-Solutions GmbH und der HTH Consulting GmbH zu einem österreichweit tätigen Systemhaus ist die praktische Umsetzung abgeschlossen. Bechtle ist bereit für kräftiges Wachstum und weitere Expansion. Im Blickpunkt stehen insbesondere Projekte der Bundesbeschaffungsgesellschaft BBG. Im Geschäftskundensegment adressiert das Systemhaus neben mittelständischen Unternehmen verstärkt internationale Konzerne, die von den europaweiten Logistikprozessen von Bechtle profitieren. Seite 49
© EPA/Ali Haider
© Foto Mitterer
Zeitdruck Wer gerade eine Selbstanzeige vorbereitet, sollte ohnehin – nämlich vor Entdeckung der Tat – handeln. Wer aber noch keine Entscheidung getroffen hat, sollte sich dafür nicht zu lang Zeit lassen. Die Steuerberater-Branche erwartet eine wahre „Anzeigenwelle“ vor dem Inkrafttreten der Novelle am 1. Oktober. Seite 52
Das „Beratungsobjekt“ ist der in einigen Jahren weltweit größte Flughafen.
Frankfurt am Main. Die Altran Group berät seit 2013 den künftig größten Flughafen der Welt, „Dubai World Central“ (DWC), in allen Fragen neuester Technologien und unterstützt das Luftverkehrszentrum des Flughafens bei der Entwicklung von Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsdiensten (MRO-Services). Zudem ist Altran für die Qualifikation von Ingenieuren, Technikern und Managern verantwortlich und vertritt den Flughafen gegenüber Mietern. Für angehende Infrastrukturplaner ist das 10 km2 große Areal des künftigen „Drehkreuzes der Welt“ von höchstem Interesse. Seite 50
A DV I S ORY: TOP TR E ND S
48 – advisory
Freitag, 12. September 2014
Service für Schuldbewusste Die Verschärfung der Regeln für reuige Steuersünder tritt am 1. Oktober in Kraft
SHORT
Steuer: Die Selbstanzeige wird (deutlich) teurer
© Wolf Theiss/Michael Himml
Wolf Theiss berät I & T beim China-Deal
Wien. Reuige Steuersünder, die sich selbst anzeigen, kommen bald nicht mehr so leicht ganz ungeschoren davon: Ab dem 1.10. wird das Finanzstrafgesetz verschärft. Bisher war es in bestimmten Fällen möglich, im Zusammenhang mit einer Abgabenart (zB USt oder KöSt) auch mehrmals Selbstanzeige zu erstatten. Das Finanzstrafgesetz stellte die strafaufhebende Wirkung dieser wiederholten Selbstanzeigen grundsätzlich nicht infrage, schrieb jedoch einen 25%igen „Abgabenzuschlag“ vor. Diese Möglichkeit wurde durch die Neuregelung nunmehr ersatzlos gestrichen: Eine strafbefreiende Selbstanzeige ist ab dem 1. Oktober nur mehr dann möglich, wenn nicht schon einmal eine Selbstanzeige hinsichtlich desselben Abgabenanspruchs erstattet wurde.
Chinaspezialistin Alice Meissner hat Investor Xingyu Automotive beraten.
Wien. Der österreichische Automobilzulieferer I & T GmbH in Siegendorf, Burgenland, hat im Rahmen des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung einen starken strategischen Partner gefunden: die für Automobilbeleuchtung bekannte und an der Börse Shanghai gelistete Changzhou Xingyu Automotive Lighting Systems Co. Ltd, die mit I & T große Pläne hat. Als österreichischen Rechtsberater für die Transaktion wählte Xingyu dabei Wolf Theiss. Die Kanzlei hat in den vergangenen Jahren im Rahmen ihrer „China-Initiative“ mehrere chinesische Klienten bei Akquisitionen in Österreich und im CEE/SEE-Raum vertreten. Wolf Theiss Partner Christian Hoenig hat die Transaktion gemeinsam mit Rechtsanwältin Alice Meissner, einer Chinaspezialistin, betreut. (pj)
Ab dem 1. 10. wird bis 33.000 € ein fünfprozentiger Strafzuschlag fällig, bis zu 100.000 € sind es 15 und bis zu 250.000 € 20%.
Die Gangart wird schärfer Auf den ersten Blick erscheint die Neuregelung wenig dramatisch. Überlegt man jedoch, wie komplex und dadurch fehleranfällig betriebliche Rechnungswesen oft sind und wie leicht es dadurch zu versehentlichen Abgabenverkürzungen kommt, stellt sich die Situation anders dar. Denn aus welchem Grund auch immer: Eine weitere (nachträgliche) Selbstanzeige ist nicht mehr strafbefreiend. Wird sie dennoch erstattet, stellt sie lediglich einen Milderungsgrund dar. Die aktuelle Novelle des Finanzstrafgesetzes muss daher zu einem Umdenken führen. Ist eine Selbstanzeige hinsichtlich einer Abgabenart erforderlich, ist eine umfassende Vorbereitung sowie eine vollständige Aufarbeitung sämtlicher Sachverhaltselemente unumgänglich. Künftig wird bei
© Mazda Rainer/www.lukasbeck.com
Dienstwagen: FahrzeugHandel wehrt sich
Burkhard Ernst, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels.
Selbstanzeigen im Zusammenhang mit vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Finanzvergehen, die erst nach Ankündigung bzw Bekanntgabe z.B. einer Außenprüfung oder Nachschau erstattet werden, nur dann eine strafaufhebende Wirkung zuerkannt, wenn ein Zuschlag zu den verkürzten Abgaben entrichtet wird. Bis zu einem Betrag von 33.000 € wird ab Oktober ein fünfprozentiger Strafzuschlag fällig, bis zu 100.000 € sind es 15 und bis zu 250.000 € 20%. Wer noch höhere Steuerschulden hat, muss davon zusätzlich 30% Strafe zahlen. „Wird im Rahmen einer Selbstanzeige lediglich ein fahrlässig begangenes Delikt angezeigt, kommt der dargestellte Strafzuschlag nicht zur Anwendung“, sagt Veronika Seitweger von TPA Horwath: „Es wird daher zukünftig in diesem Bereich vermehrt auf die Formulierung in der Selbstanzeige ankom-
men, um einen allfälligen Strafzuschlag zu vermeiden.“ Leichte Fahrlässigkeit liegt etwa bei Buchungsfehlern vor. Die gute Nachricht: Ins Gefängnis müssen erstmalige Selbstanzeiger weiterhin nicht. Durch die Eigenanklage ersparen sie sich ein Finanzstrafverfahren mit möglichen Haftstrafen bis zu 10 Jahren.
150 Mio. € fürs Budget? Dieser Tage könnte es daher zu einer „Anzeigenwelle“ kommen, wird in der Branche erwartet. Die Steuerberater informieren derzeit ihre Kunden dringend über die anstehenden Änderungen bzw. laden zu einschlägigen Veranstaltungen ein. Das Finanzministerium rechnet mit „Vorzieheffekten“ von zusätzlichen rund 150 Mio. € für das heurige Budget. Ab 2015 sollen die strengeren Regeln dem Fiskus
dann Jahr für Jahr 30 Mio. € mehr bescheren.
Kurzer Blick zum Nachbarn Selbstanzeigen sind spätestens seit Uli Hoeneß auch in Deutschland ein großes Thema, und die Wirtschaft fürchtet negative Folgen der auch beim Nachbarn geplanten Verschärfungen bei der strafbefreienden Selbstanzeige von Steuerhinterziehern. „Das geht an der Unternehmenspraxis vorbei“, bemängelt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Markus Kerber. Fast jede Korrektur werde aber automatisch als Selbstanzeige gewertet. „Dadurch werden Unternehmen bereits heute unnötig kriminalisiert“, beklagt Kerber. Durch schärfere Voraussetzungen für die Selbstanzeige drohe sich das Problem weiter zu verschärfen. (pj)
Ausschreibungen CMS realisiert neuen e-Guide zum öffentlichen Vergabewesen
Service Buchtipp
Europa regelt die Beschaffung
Ingenieur ist nichts zu schwör
Wien. Im öffentlichen Beschaffungswesen steckt viel Geld: Direkte Aufträge durch Regierungen und staatliche Unternehmen machen in denn OECD-Ländern durchschnittlich 12% des BIP aus, in manchen Staaten ist dieser Anteil durch die Ausgaben der staatseigenen Versorgungsbetriebe sogar doppelt so hoch. Für die Sicherstellung von Qualität und Fairness im Wettbewerb
um öffentliche Ausschreibungen sowie bei der Lieferung von Leistungen im Dienste von Regierungen und Steuerzahlern spielen daher die rechtlichen Rahmenbedingungen eine große Rolle. Im April 2014 traten neue EURichtlinien zum Vergabewesen in Kraft. Manche Länder haben diese teilweise bereits – noch lange vor der Frist April 2016 – in ihrer nationalen Gesetzgebung antizipiert.
© CMS
Wien. Der österreichische Fahrzeughandel spricht sich gegen den von Wifo-Chef Karl Aiginger vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung aufs Tapet gebrachten Vorschlag zur Streichung der steuerlichen Begünstigung bei Dienstwagen aus. Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer, warnt: „Das hätte nämlich zur Folge, dass Arbeitnehmer vermehrt ihre privaten Fahrzeuge nutzen würden. Das brächte erhebliche ökologische Nachteile, da diese Fahrzeuge erfahrungsgemäß überwiegend älter sind als meist neue Dienstwagen. Dabei spielt auch der Sicherheitsfaktor eine wesentliche Rolle.“ Derzeit sind für Arbeitgeber in Österreich Fahrzeugkosten für Pkws und Kombis (aus Anschaffung, Ausstattung, Betrieb) laut Steuerrecht bis maximal 40.000 € absetzbar. „Des Weiteren wird durch den Ankauf neuer Dienstwägen die Konjunktur angekurbelt“, bringt Ernst ein weiteres Argument aus der Wirtschaftspraxis vor. „Dieser Konjunkturimpuls würde dann wegfallen.“ (pj)
© dpa/Armin Weigel
Die Selbstanzeigen„welle“ der Steuersünder läuft schon – denn am 31. September ist es zu spät …
Bernt Elsner, Leiter der CMS Procurement Group, hat einen neuen e-Guide ediert.
Während innerhalb Europas also eine Harmonisierung der Vergaberegelungen zu beobachten ist, gibt es nach wie vor große Unterschiede in den einzelnen Ländern.
Der e-Guide zum Thema CMS hat vor Kurzem zu Ausschreibungsverfahren und -wettbewerben, Schwellenwerten, etc. einen (englischsprachigen) Public Procurement Guide ediert. Herausgeber Bernt Elsner, Leiter der CMS Procurement Group: „Das öffentliche Vergabewesen prägt Wirtschaftsaktivitäten und öffentliche Dienstleistungen in und außerhalb der EU. Unser Guide beschreibt die wichtigsten Regelungen und Verfahren für öffentliche Auftraggeber und Anbieter. Die Vergabespezialisten beschreiben die Rahmenbedingungen, unter denen der Wettbewerb um öffentliche Vergaben stattfindet. Insbesondere wurden auffallende Ähnlichkeiten und wichtige Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern herausgearbeitet.“ (pj) http://bit.ly/WMxtjI
Wien. Trotz bester Ausbildung, umfassendem Expertenwissen und besonderen Fähigkeiten hinsichtlich des Verstehens und Lösens vielschichtiger Probleme sind Ingenieure in Führungspositionen eine Rarität. In seinem neuen Buch „Ingenieure an die Schalthebel“ (Linde Verlag, ISBN 978-3-7093-0558-4, 24,90 €) zeigt Gerfried Zeichen auf, warum eine technische Ausbildung besonders für Unternehmensführung qualifiziert. Denn gerade in Industrieunternehmen oder Firmen mit unterschiedlichsten internationalen Standorten müssen Führungskräfte nicht nur über Kennzahlen und Businesspläne Bescheid wissen, immer öfter werden technische Zusammenhänge und nachhaltige Denkansätze in Entscheidungen miteinbezogen. Und hier punkten Führungsingenieure: Ihre analytische Arbeitsweise lässt sie mit komplexen Fragestellungen, Unsicherheiten und Zielkonflikten unter schwierigen Rahmenbedingungen methodisch umgehen. (pj) www.lindeverlag.at
A DV I S ORY: I T
Freitag, 12. September 2014
advisory – 49
Erfolgsstrategie Bechtle setzt nach der Fusion auf die effiziente Vernetzung der sechs heimischen Systemhäuser als Geschäftsmodell
Öffentliche Verwaltung im Fokus Die praktische Umsetzung der Verschmelzung dreier Firmen zu einem Üsterreichweit tätigen Systemhaus ist abgeschlossen. Wien. Ein knappes halbes Jahr nach dem Zusammenschluss der Bechtle GmbH, der Sitexs-Databusiness IT-Solutions GmbH und der HTH Consulting GmbH ist das Unternehmen fßr kräftiges Wachstum und weitere Expansion bereit. „Uns ist bewusst, dass wir die Latte hoch legen, aber unser Ziel,
„Das positive Feedback unserer Kunden und Partner bestätigt den eingeschlagenen Weg.“ ROBERT ABSENGER
unter die drei grĂśĂ&#x;ten Systemhäuser in Ă–sterreich aufzusteigen, ist durchaus realistisch“, sagt BechtleGeschäftsfĂźhrer Robert Absenger. Weder die Marktbedingungen noch die Aufstellung des Unternehmens seien vergleichbar mit dem Start von Bechtle in Ă–sterreich vor rund fĂźnf Jahren. „Wir haben aufgrund unseres Expertenwissens, unserer strategischen Herstellerallianzen, der aktuellen Marktlage und der
Finanzkraft der Bechtle AG beste Voraussetzungen, um sowohl organisch als auch durch Ăœbernahmen von Marktbegleitern zu wachsen.“ Damit folgt Ă–sterreich dem strategischen Wachstumskurs der Bechtle AG, die sich seit der GrĂźndung im Jahr 1983 zu einem der grĂśĂ&#x;ten IT-Dienstleistungs- und Handelsunternehmen Europas mit Ăźber 6.200 Mitarbeitern und rund 2,3 Mrd. ₏ Umsatz entwickelt hat.
vitale Bedeutung ausreichender Liquidität fĂźr die Bewältigung eines oder mehrerer paralleler GroĂ&#x;projekte heraus. „Finanzengpässe zwingen viele kleine und mittlere Systemintegratoren trotz guter Mitarbeiter und interessanter Kunden in die Knie. Wir sind offen fĂźr weitere Akquisitionen und fĂźhren laufend Gespräche, denn viele Unternehmen kĂśnnten sich eine Zukunft im BechtleVerbund durchaus vorstellen.“
Fokus auf BBG-Projekte Mit Ăśsterreichweit sechs Standorten und rund 130 Mitarbeitern, darunter Ăźber 70 zertifizierte System Engineers, ist das Bechtle ITSystemhaus Ă–sterreich seit dem Merger gut aufgestellt, und es bestehen enge Allianzpartnerschaften mit allen groĂ&#x;en IT-Herstellern. Neben dem umfangreichen Produkt- und Serviceportfolio bietet das Unternehmen feines ExpertenKnow-how in den Bereichen Security, Virtualisierung, Storage & Backup sowie Lizenzconsulting. So verfĂźgt das Ăśsterreichische Bechtle IT-Systemhaus z.B. Ăźber den hĂśchsten Partnerstatus bei allen Virtualisierungspartnern wie VMware, Veeam, Citrix, DataCore und Microsoft. Durch den Fokus auf Dienstleistungen erreicht Bechtle einen Ăźberdurchschnittlich hohen WertschĂśpfungsanteil. Im Bereich des Ăśffentlichen Auftragswesens ist das Bechtle IT-
Ein kurzer Blick voraus
Š Bechtle/Nils Heller
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Bechtle-GF Robert Absenger: in Österreich mit 130 Mitarbeitern flächendeckend.
Systemhaus mit einer 40-kĂśpfigen Spezialisteneinheit in der Neckarsulmer Konzernzentrale und einem eigenen Team vor Ort in Ă–sterreich hervorragend positioniert. „Wir kĂśnnen jedes Projekt planen, implementieren und supporten. Es gibt nur eine Handvoll Anbieter, die Vergleichbares leisten kĂśnnen“, ist Robert Absenger Ăźberzeugt. Im Blickpunkt stehen insbesondere Projekte der Bundesbeschaffungsgesellschaft BBG.
Im Geschäftskundensegment adressiert das Systemhaus neben mittelständischen Unternehmen verstärkt internationale Konzerne, die von den europaweiten Logistikprozessen von Bechtle profitieren.
Liquidität wird wichtiger „Durch unsere finanzielle Solidität sind wir in der Lage, kapitalintensive Projekte durchzufĂźhren“, streicht der GeschäftsfĂźhrer die
Bechtle ist grundsätzlich mit einem dichten Netz an IT-Systemhäusern aktiv. „Durch das Geschäftsmodell der effektiven Vernetzung der Systemhäuser kĂśnnen wir auf die Infrastruktur und ergänzendes Know-how der Bechtle Gruppe sowie ihrer Competence Center zugreifen und unsere Schlagkraft noch weiter erhĂśhen“, erklärt Absenger. „So haben wir bereits kurz nach der Neuaufstellung gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland wie etwa mit den SharePoint-Spezialisten des ITSystemhauses Weimar oder im Bereich Managed Cloud Services mit dem Bechtle Rechenzentrum in Friedrichshafen wichtige Kundenprojekte realisiert.“ Und in Zukunft? „Mit dem RĂźckenwind des Mutterkonzerns und lokalen Teams werden wir unsere Ziele sicher erreichen.“ www.bechtle.at
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PROMOTION
Ăœber BMD
Wenn Zeit Geld ist Die jahrzehntelange Erfahrung und eine ausgereifte Software bilden die Grundlage fßr das flexible Effizienztool aus der Schmiede des heimischen Marktfßhrers, das jede Art der papierlosen Belegverarbeitung unterstßtzt. Die bei jedem Buchungsvorgang automatisch archivierten, digitalen Belege kÜnnen dabei aus jedem Element – gleich ob nun Konto, Journal, Kostenstelle oder Anlagegut – in der Steuerberatungskanzlei des Unternehmens direkt abgerufen werden. Auch der Mandant hat Zugriff, sowohl chronologisch nach der Belegart, als auch einzeln ßber die Volltextsuche – oder ganz einfach ßber die Positionen des Kontoblatts.
So einfach wie nur mĂśglich
Ferdinand Wieser, GF BMD: „Digitale Belegverarbeitung bringt Steuerberatern Kosteneinsparung.“
INFORMATION
Weiterer Vorteil: Ein eigenes Scanprogramm vereinfacht die Erfassung. „Uns war es wichtig, den Kunden ein Werkzeug zur VerfĂźgung zu stellen, das alle Datenaufbereitungsformen inkludiert“, erzählt Wieser. Alles kĂśnne erledigt werden, „von der lernfähigen OCR-Datenauslesung
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Steyr. „Gegenwärtig erleben wir auch im bisher sehr traditionellen Arbeitsbereich der Buchhaltung aufgrund der digitalen und damit papierlosen Belegverarbeitung einen rapiden Wandel“, konstatiert BMD Systemhaus-Chef Ferdinand Wieser. Ein Traditionswechsel, der dem Softwareprofi beweist, dass sich der technologische Fortschritt in keinem Bereich aufhalten lässt und die Veränderungen vieler Arbeitswelten, die vor rund vierzig Jahren begonnen haben, ungebremst voranschreiten. „Unternehmen, die noch nicht auf die MĂśglichkeiten setzen, die die papierlose Belegverarbeitung bietet, verlieren so einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil.“ Von den Entwicklungen
Papierloses Buchen und Auswerten ist eine Win-win-Situation fĂźr alle Beteiligten.
Ăźber die automatische QR-CodeĂœbersetzung nach der Stuzza-Norm bis hin zum automatischen Import von vollelektronischen Rechnungen im EB-Interface-Format in den Verbuchungsstapel“. Somit stehen alle derzeit mĂśglichen Optimierungsinstrumentarien zur VerfĂźgung. PDF-Rechnungen, die Ăźber E-Mail eingegangen sind, werden darĂźber hinaus direkt Ăźber Drag & Drop in den Buchungsstapel eingespeist.
Mailgesteuerte BWA-Analyse Doch das Steyrer System kann noch mehr: Mit der webbasierenden Mandanten-Kommunikationsplattform BMD.com kĂśnnen
Steuerberater ihre Klienten schnell informieren; auch die Kommunikation läuft Ăźber das neue Tool. „Nachdem der Mandant seine digitalen Belege in die Databox des Kanzleiservers Ăźbertragen hat, und diese verbucht worden sind, stehen ihm seine Daten Ăźber die Kommunikationsplattform direkt zur VerfĂźgung“, so Wieser. „Mit einem Touch auf den Link, der im Fertigstellungsmail der Monatsbuchhaltung enthalten ist, kann dieser auf seinem Tablet oder Smartphone seine Betriebszahlen – von der kumulierten Ăœbersicht bis zur einzelnen Belegzeile – analysieren.“ Top: Bei papierloser Buchhaltung kann bis zum Originalbeleg Einsicht genommen werden.
BMD wurde 1972 gegrĂźndet. Das Unternehmen hat sich in den letzten vier Jahrzehnten vom universellen EDV-Anbieter zu einem fĂźhrenden Ăśsterreichischen Hersteller von hochwertiger Business-Software fĂźr die Bereiche Buchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Lohn & HRM, ERP und CRM weiterentwickelt. Ăœber 25.000 Kunden in A, CH, D, CZ, H und SLO verlassen sich auf BMDLĂśsungen fĂźr Unternehmen, Steuerberater und WirtschaftsprĂźfer. Die BMD Business Software zeichnet sich besonders durch ihre Komplexität und einfache Anpassbarkeit an unterschiedlichste Kundenanforderungen aus. Im IKT-Branchenranking der &RPSXWHUZHOW erreicht BMD (Basis: Jahresumsatz 2013) den 9. Platz. Kontakt Wenn Sie mehr Ăźber die papierlose Buchhaltung der BMD wissen wollen, besuchen Sie uns auf www.bmd.com oder vereinbaren Sie einfach einen Termin: BMD Verkauf, Tel: +43 50883-1272 Wir freuen uns, Ihnen die Vorteile der neuen BMD-LĂśsung bei Ihnen vor Ort ganz unverbindlich präsentieren zu kĂśnnen. BMD SYSTEMHAUS GESMBH Sierninger StraĂ&#x;e 190 A-4400 Steyr Tel: +43 50 883-0 Fax: +43 50 883-66 Mail: bmd@bmd.com Web: www.bmd.com
A DV I S ORY: I NTE R NATI ON A L
50 – advisory
Freitag, 12. September 2014
Studienobjekt Infrastruktur, Hightech, Engineering, Consulting: Der bald global größte Flughafen der Welt hält zahlreiche Herausforderungen parat
Dubai World Central: „Schiere Ballung von Technologien“ Das Top-Beratungsunternehmen für Innovation und High-Tech-Engineering-Services Altran hat sich am DWC umgesehen. MARKUS ROSS
Der Zeitraffer-Effekt Herr Professor Gaspers, warum ist Dubai interessant für angehende Infrastrukturplaner? Lutz Gaspers: Meine Studenten interessieren sich weniger für Details von Konstruktion und Engineering, sondern für die wirtschaftliche Planung einer Infrastruktur. Man kann dem, was wir an der Hochschule theoretisch vermitteln, in Dubai förmlich dabei zusehen, wie es Realität wird. Kommt man alle paar Wochen nach Dubai, stellt sich fast schon der Zeitraffereffekt ein. Wo heute noch Wüste ist, werden im Expo-Jahr 2020 moderne Stadtteile das Bild prägen. Für uns Infrastrukturplaner ist es dabei spannend, zu sehen, wie einzelne Elemente, darunter Kanalisationen, Straßen, Start- und Landebahnen oder Einkaufszonen mit unzähligen Hallen für Passagierabfertigung und Flugzeugwartung, zusammenwachsen. Das gesamte Areal des Flughafens hat etwa die sechsfache Größe des größten deutschen Flughafens in Frankfurt. Sehen Sie am DWC Vorteile gegenüber europäischen Drehkreuzen? Gaspers: Wer das Glück hat, auf der ‚grünen Wiese‘ bauen zu kön-
© EPA/Ali Haider
Frankfurt am Main. Die Altran Group berät seit 2013 den künftig größten Flughafen der Welt, „Dubai World Central“ (DWC), in allen Fragen neuester Technologien und unterstützt das Luftverkehrszentrum des Flughafens bei der Entwicklung von Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsdiensten (MRO-Services). Zudem ist Altran für die Qualifikation von Ingenieuren, Technikern und Managern verantwortlich und vertritt den Flughafen gegenüber Mietern. Dieses Engagement weckt auch das Interesse von Universitäten: Kürzlich ermöglichte Altran 40 Studierenden der Studiengänge Bauingenieurwesen und Infrastrukturmanagement der Stuttgarter Hochschule für Technik einen Besuch des 140 km2 großen Areals des künftigen „Drehkreuzes der Welt“. Über seine Exkursion mit den Studierenden sprach der AltranMarketingverantwortliche Markus Ross mit Prof. Lutz Gaspers, Studiendekan des Masterstudiengangs Verkehrsinfrastrukturmanagement.
Nach endgültiger Fertigstellung (ca. 2025) soll der dann weltweit größte Flughafen jährlich 160 Millionen Passagiere abfertigen sowie rund 12 Millionen t Luftfracht umschlagen.
dass große Fluggesellschaften zum DWC umziehen. Allerdings dürfte der Flughafen als zentraler Umschlagplatz an Bedeutung gewinnen, vor allem wegen der günstigeren Gebühren, die die dortigen Lohnstrukturen ermöglichen, und des billigeren Kerosins.
nen, kann die Abläufe am Flughafen von Anfang an optimal auf heutige technologische und regulatorische Bedingungen ausrichten. Gegenüber den älteren Umschlagplätzen in Europa werden dort die Übergangszeiten kürzer ausfallen, und auch Güter schneller umgeschlagen werden können. Insbesondere der Gütertransfer vom Schiff ins Flugzeug soll sich von einigen Tagen auf vier Stunden reduzieren. Trotz der Vorteile haben die Wüstenstaaten aber auch mit widrigen Rahmenbedingungen zu kämpfen; dort müssen Hallen permanent gekühlt und Begrünungen täglich bewässert werden. Außerdem erhöhen Staub und Sand die Kosten für zusätzlich erforderliche Reinigungsarbeiten.
„Man kann dem, was wir theoretisch vermitteln, in Dubai förmlich dabei zusehen, wie es Realität wird.“
Drohen europäische Flughäfen dadurch ins Hintertreffen zu geraten? Gaspers: Ich rechne mit keinen direkten negativen Auswirkungen für europäische Flughäfen. Wenn kein Bedarf da ist, nützt auch das größte Drehkreuz nichts – derzeit warten die Dubaier noch darauf,
LUTZ GASPERS DEKAN HOCHSCHULE FÜR TECHNIK STUTTGART
Spricht das nicht für einen Umzug der Airlines nach Dubai? Gaspers: Prinzipiell schon, allerdings sieht man ja auch an China,
DER FLUGHAFEN DWC 2014 – UND WIE ER 2025 AUSSEHEN SOLL eigentlichen innenliegenden Flughafen DWC auch satellitenartige Einrichtungen für Logistik (Dubai Logistics City, 25 km2), Luftfahrtforschung und -entwicklung, Luftfahrtindustrie sowie Luftfahrtservice- und Wartungsfirmen (Aviation City, rund 12 km2), dazu Residential City und Golf City sowie eine gemischte Commercial City (mit bis zu 800 möglichen Hochhäusern) umfassen. Der Flughafenstandort ist projektiert als Arbeits- und Wohnstätte für mehr als 800.000 Menschen. Nach endgültiger Fertigstellung (ca. im Jahr 2025) soll der Flughafen nach der neuesten Berechnung jährlich 160 Mio. Passagiere abfertigen sowie rund 12 Mio. t Luftfracht umschlagen.
Wie bewerten Sie die Geschwindigkeit, mit der Staaten wie Dubai derzeit aufholen? Gaspers: Wie auch in China werden in Dubai Infrastrukturprojekte bereits eröffnet, wenn in Deutschland noch diskutiert wird. Das liegt auch an der dortigen Rechtsform, die weniger Bürgerbeteiligung vorsieht. Natürlich stellt sich hier die Frage, ob Schnelligkeit überhaupt ein Ziel sein kann, wenn Rechte Einzelner beschränkt werden. An der Hochschule für Technik in Stuttgart lehren wir jedenfalls, die Menschen zu beteiligen, um die Vorteile zu verbinden – das dauert naturgemäß länger, fördert aber auch eine breitere Akzeptanz.
Jede Menge Innovationen
© EPA/Ali Haider
Dubai World Central Airport ist ein Flughafen im Stadtteil Jebel Ali Village von Dschabal Ali in der Wüstenstadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der seit Juni 2010 für Frachtflüge und seit Oktober 2013 für Passagierflüge geöffnet ist. Nach seinem Endausbau soll er der kapazitätsmäßig größte Flughafen der Welt werden. Am 23. Februar 2011 hat er die offizielle Zulassung als Flughafen auch für die allgemeine Luftfahrt erhalten; er liegt 45 km südwestlich des bisherigen Flughafens Dubai. Das Gesamtprojekt Dubai World Central soll eine Gesamtfläche von 140 km2 Wüstengeländes südlich der Dschabal-AliFreihandelszone bedecken und neben dem
dass Unternehmen nicht all ihre Ressourcen nach China verlagern, nur weil es dort billiger ist. Noch wichtiger sind vielen Unternehmen Aspekte wie Zuverlässigkeit und Qualität. Ich sehe im DWC vielmehr Chancen, den Wettbewerb zum Wohle aller zu beleben. Zudem bieten sich insbesondere mit den modernen Flugzeugwartungsund Reparatur-Einrichtungen, die Altran dort ja entwickelt, Möglichkeiten für Kooperationen mit deutschen Unternehmen; deutsche Player haben hier einen soliden Technologiezugang bei schlanken Kosten.
Wie innovativ sind die Technologien am DWC? Gaspers: In Sachen Technologie werden dort tatsächlich die effizientesten Logistikkonzepte verbaut. Diverse einzelne Technologien kennt man natürlich auch hier in Deutschland. Besonders hingegen
ist die schiere Ballung moderner Technologien. In Deutschland werden Innovationen häufiger in traditionelle Funktionen integriert; in Dubai hingegen kommen die Innovationen stärker zur Geltung, da sie nicht in eine bestehende Infrastruktur integriert werden müssen. Was hat Sie noch am DWC begeistert? Gaspers: Dubai ist voll von Superlativen: Ob es Gebäude, Einkaufszonen oder Fontänen sind: Ingenieure aus aller Welt zeigen dort wegweisende Leistungen. Dies ist besonders bemerkenswert, weil sich Regierung und Wirtschaft in Dubai mit solchen Projekten nicht mehr nur auf Ölquellen verlassen, sondern Menschen mit den entstehenden Arbeitsplätzen auch Perspektive bieten. So ist das Land nachhaltig für die Zeit nach dem Öl gewappnet. www.altran.de
DAS UNTERNEHMEN Altran wurde 1982 in Paris gegründet und ist mit über 21.000 Mitarbeitern sowie 1,63 Mrd. € Umsatz das global führende Beratungsunternehmen für Innovation und Hightech-Engineering-Services. Seit 30 Jahren sind Altrans Innovation Makers für die wichtigsten Akteure im Luftfahrt-, Fahrzeug-, Energie-, Bahn-, Finanz-, Gesundheits- und Telekommunikationssektor tätig. Altrans’ Angebote decken alle Stufen der Projektentwicklung, von der strategischen Planung bis zur Fertigung, ab und nutzen dazu das technologische Know-how der vier Schlüsselbereiche der Gruppe: Intelligent Systems, Lifecycle Experience, Mechanical Engineering und Information Systems. Die Aktie von Altran ist an der Euronext-Börse in Paris gelistet. In Deutschland, mit Unternehmenssitz in Frankfurt am Main, zählt das Beratungsunternehmen rund 3.000 Mitarbeiter.
A DV I S ORY: JUDGEMENT
Freitag, 12. September 2014
advisory – 51
Abgabenänderungsgesetz Abschaffung der Firmenwertabschreibung, Einschränkung der Verwertung von ausländischen Verlusten
DĂźnnere Gruppenbesteuerung PETER KRIST
Wien. Seit dem Jahr 2005 besteht die MĂśglichkeit, steuerliche Unternehmensgruppen zu bilden und damit positive und negative Ergebnisse innerhalb des Konzerns bzw. zwischen mehreren Unternehmen auszugleichen. „Seit damals gab es zahlreiche Anpassungen – vor allem Einschränkungen, welche die Anwendbarkeit der Gruppenbesteuerung bzw. die Verlustverwertung im Ausland eingeschränkt und damit die Attraktivität der Gruppenbesteuerung reduziert haben. Der aktuellste Schritt ist mit dem Abgabenänderungsgesetz 2014 erfolgt“, sagt Markus BrĂźnner von der SOT SĂźd-Ost Treuhand/ Libertas Intercount. Mit der Firmenwertabschreibung sollte die Gleichbehandlung des Erwerbs einer Beteiligung (Share Deal) mit einem Betriebserwerb (Asset Deal) erreicht werden. FĂźr alle neu angeschafften Beteiligungen ab 1.3.2014 besteht diese MĂśglichkeit nicht mehr. FĂźr frĂźhere Anschaffungen besteht die MĂśglichkeit der FortfĂźhrung, „allerdings nur fĂźr inländische Gesellschaften und wenn sie bis spätestens 2015 in die Gruppe aufgenommen werden“, so BrĂźnner.
KĂźrzlich ergangene Entscheidungen des EuGH, betreffend den Regelungen der Niederlande, kĂśnnten Effekte auf „unsere“ Gruppenbesteuerung haben. So kĂśnnte auch die Einbeziehung von inländischen Konzerngesellschaften, die durch ausländische Gesellschaften gehalten werden, mĂśglich sein. Bisher ist das laut Gesetz nicht mĂśglich, wird aber fĂźr Enkelgesellschaften von der Finanzverwaltung akzeptiert. BezĂźglich einer mĂśglichen Bildung einer Firmengruppe von Schwesterngesellschaften mit ausländischer Muttergesellschaft entschied der EuGH, dass eine Einschränkung im Sinne der Nie-
derlassungsfreiheit gegeben ist. Es bleibt abzuwarten, ob hier Gesetzesänderungen zur Umsetzung der Rechtsprechung kommen werden, oder ob die Anwendung der EU-Rechtsprechung aufgrund des Anwendungsvorrangs des EURechts gilt. Daneben gibt es auch noch einen Vorlageantrag des VwGH an den EuGH im Zusammenhang mit der Firmenwertabschreibung mit zwei Fragen: „Ist die Firmenwertabschreibung eine verbotene Beihilfe, da nur inländischen Gesellschaften gewährt? Widerspricht die Regelung der Niederlassungsfreiheit?“ www.sot.co.at
Š SOT Sßd Ost Treuhand
Ab 1. Jänner 2015: Wie die Gruppenmitgliedschaft eingeschränkt wird.
Markus BrĂźnner von der SOT SĂźd-Ost Treuhand/Libertas Intercount: „Aktuelle EuGHEntscheidungen kĂśnnten bald die Gruppenbesteuerung in Ă–sterreich beeinflussen.“
Die Einschränkung der Firmenwertabschreibung fßr ausländische Gruppenmitglieder wird gerade auf dem Verfahrensweg durchzusetzen versucht. Hierzu gibt es bereits ein UFS(BFG)-Erkenntnis aus dem Jahr 2013, das die Firmenwertabschreibung fßr EU/EWR Gesellschaften fßr zulässig erachtet – das ist aber ab 1.3.2014 wieder obsolet. Dagegen ist auch eine Amtsbeschwerde beim VwGH anhängig. Nachdem bereits die Deckelung der ausländischen Verluste mit dem Betrag des ausländischen Ergebnisses mit dem Stabilitätsgesetz 2012 erfolgte, kam es nunmehr zu einer weiteren Einschränkung. Ausländische Verluste kÜnnen ab der Veranlagung 2015 nur mehr mit 75% des Gruppeneinkommens verrechnet werden; der verbleibende Teil bleibt als Verlustvortrag bestehen.
2014
VwGH-Amtsbeschwerde
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Corporate Social Responsibility
Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung V
Amtshilfe muss sein
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Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung
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Brßnner erläutert weiters, dass zukßnftig nur mehr EU/EWR-Gesellschaften oder Gesellschaften in Staaten mit umfassender Amtshilfe im DBA oder Staaten, die ein OECD-Abkommen (TIEA) zum Informationsaustausch abgeschlossen haben, als Gruppenmitglieder aufgenommen werden kÜnnen. Dazu gibt es eine Liste des BMF mit Ländern, auf die diese Voraussetzung zutrifft. Gesellschaften aus Ländern ohne Amtshilfeabkommen scheiden ab 1.1.2015 ex lege aus der Gruppe aus, und es ist eine Nachversteuerung bisher verwerteter Verluste ßber drei Jahre (2015 – 2017) durchzufßhren. Sollte die dreijährige Behaltefrist noch nicht abgelaufen sein, kommt es zur Rßckabwicklung. Eine Verlustverwertung im Ausland kÜnnte eventuell ßber Betriebsstätten oder transparente Personengesellschaften anstatt von Beteiligungen erfolgen; diesbezßglich mßssten aber Änderungen der Struktur angedacht werden.
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A DV I S ORY: TALK
52 – advisory
SHORT
Rechtsanspruch auf das Girokonto für alle
Freitag, 12. September 2014
Big Deal Größenordnung 177 Millionen € – Schönherr berät bei Privatisierung des Flughafens Ljubljana
Ein Flughafen wird privat
Auf freiwilliger Basis gibt es bereits Girokonten ohne Bonitätshürden.
Wien. Die neue BankkontenRichtlinie wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht und ist damit amtlich: Sie bringt einige Verbesserungen für Konsumenten, darunter einen Rechtsanspruch auf ein Girokonto. Die Richtlinie muss binnen zwei Jahren in österreichisches Recht umgesetzt werden. Die AK fordert nun allerdings einen deutlich rascheren Zeitplan und will auch Direkt- und Onlinebanken in das Modell einbeziehen. (red)
Was sich für GmbHs alles ändern wird
und wird daher den verbleibenden Aktionären nach Abschluss der Transaktion ein entsprechendes Übernahmeangebot unterbreiten.
Wien/Laibach. Schönherr hat eine Aktionärsgemeinschaft des Aerodrom Ljubljana – unter der Leitung der Republik und der Staatsholding Slovenian Sovereign Holding (SDH) – bei der Privatisierung von Sloweniens führendem Flughafen beraten. Am 5.9. unterzeichnete das Verkäuferkonsortium den entsprechenden Aktienkaufvertrag mit der Fraport AG. Mit dem Kauf hat der an der Frankfurter Börse notierte Flughafeneigentümer und -betreiber 75,5% der Anteile an der Flughafenbetreiber-Gesellschaft Aerodrom Ljubljana d.d. erworben. Der Kaufpreis für den 75,5%Anteil hat 177,1 Mio. € betragen. Der Abschluss der Transaktion unterliegt noch der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die slowenische Wettbewerbsbehörde. Im Zuge des Privatisierungsprozesses beabsichtigt Fraport einen vollständigen Erwerb der Flughafenbetreiber-Gesellschaft
Privatisierungspezialisten Auch bekannt als Joze Pucnik Airport, ist der Flughafen Ljubljana (IATA-Code: LJU) Sloweniens nationaler Luftverkehrsknoten und ein wichtiger Infrastrukturmotor für die vielfältige und wachsende Exportwirtschaft des Landes. Der Flughafen verzeichnete 2013 ein Passagiervolumen von rund 1,3 Mio. Fluggästen – im Jahr zuvor waren es rund 1,2 Mio. Das Schönherr Büro in Ljubljana hatte zuletzt auch bei der Abwicklung einer anderen bedeutenden Privatisierung in Slowenien beraten: dem 106 Mio. €-Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am Lackhersteller Helios Domzale an die Ring International Holding. (red)
© Schönherr
© panthermedia.net/Anatolii Babii
Wenn die slowenische Wettbewerbsbehörde zustimmt, gehören der Fraport AG 75,5% am LJU.
DLA Piper Weiss-Tessbach Internationale Anerkennung
Schönherr-Team M. Prusnik und R. Perner (Partner), Eva Skufca (Rechtsanwältin).
Branchengipfel Libro-Urteil und die Folgen, Basel III
DLA-Piper-Partner Franz Althuber wird international empfohlen.
CMS HAT (WIEDER) EINEN NEUEN PARTNER
© APA/Roland Schlager
Juristen-Gesprächsstoff in Rust: Ex-Libro-Chef André Rettberg.
MENSCHEN, ÜBER DIE MAN SPRICHT
Anna Hammerschmidt ist neue Wettbewerbskommission-Chefin
© pixelkinder.com/P. Kollroß
Wien. Die Wettbewerbskommission hat für ihre neue Funktionsperiode bis Juni 2018 aus ihren Mitgliedern Anna Hammerschmidt zur neuen Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Klaus Wejwoda gewählt. Hauptberuflich ist Hammerschmidt Senior Lecturer am Department Volkswirtschaft der Wiener WU. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Rosemarie Schön, Leiterin der Abteilung Rechtspolitik der Wirtschaftskammer Österreich, gewählt. Die Wettbewerbskommission ist ein beratendes Gremium im Bereich der Wettbewerbspolitik und dabei sowohl für die Bundeswettbewerbsbehörde als auch für das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) tätig; sie besteht aus acht Mitgliedern und Ersatzmitgliedern, die je zur Hälfte vom BMWFW und zur Hälfte von den Sozialpartnern für jeweils vier Jahre nominiert werden. (pj)
© CMS Reich-Rohrwig Hainz
Clemens Grossmayer (33) ist seit dem 1. September Partner bei CMS ReichRohrwig Hainz, wo er bereits seit 2005 tätig ist. Er promovierte 2009 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien mit einer mehrfach prämierten Arbeit über ein umgründungsrechtliches Thema. 2009/2010 absolvierte er ein Secondment bei CMS London, seit 2010 ist er als Rechtsanwalt in Österreich zugelassen. Grossmayer berät nationale und internationale Unternehmen bei M&A-Transaktionen, Umstrukturierungen, Corporate Finance- und Corporate GovernanceFragen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Beratung in insolvenz-nahen Situationen. Darüber hinaus hält er Vorlesungen am Juridicum Wien über die Vertragsgestaltung von M&A-Verträgen. Zu diesem Thema hat er gemeinsam mit CMS-Partner Günther Hanslik das Praktikerhandbuch „Big Deal? M&A Verträge richtig verhandeln!“ verfasst (medianet berichtete). Er publiziert laufend zu unternehmens- und gesellschaftsrechtlichen Themen.
dungen, Marktmanipulation, Prospekthaftung, Basel III und zur „streitigen“ GmbH-Generalversammlung. (pj)
KA RR IE R E BEI P W C OÖ
Peter Draxler (39) ist neuer Partner bei PwC am Linzer Standort. Nach seinem Doktoratsstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Kepler-Uni Linz sowie Wirtschaftsuniversität Prag begann Draxler seine Karriere bei KMPG Alpentreuhand und begann anschließend im Beteiligungscontrolling bei VAI GmbH & Co., wo er zum Schluss auch für den Bereich Accounting/Tax verantwortlich war. Seit 2005 ist er bei PwC Oberösterreich beschäftigt und als Leiter der Steuerabteilung für rund 20 Mitarbeiter verantwortlich.
KARR I ER E B EI NAVAX
Daniel Scherling (33) hat die Leitung des MarketingTeams beim unabhängigen IT-Systemhaus zur Optimierung von Unternehmensprozessen, Navax, übernommen. Der gebürtige Wiener und Hobbyfotograf ist bereits seit 2009 in den verschiedensten Funktionen bei der Navax-Gruppe tätig gewesen. Bevor der zweifache Familienvater seine Karriere bei Navax startete, war er in der Wirtschaftsforschung tätig. Den Einstieg in die IT-Beratungsbranche fand er ab 2002 bei den Unternehmen it20one und xyzmo.
© wikopreventk.com
Wien. Die aktuellen Änderungen im Konsumentenschutzgesetz bringen umfangreiche Informationspflichten für Unternehmer und ein erleichtertes Rücktrittsrecht für Konsumenten. Bei der Fachtagung „GbmH 2014“ am 29.9. in Wien referieren darüber u.a. Alexander Schopper (DBJ), Monika Kunesch (LeitnerLeitner), Franz Althuber (DLA Piper) und Verena Cap (Justizministerium). (pj) http://bit.ly/1sptwhm
Rust. Unter der fachlichen Leitung von Univ. Prof. Hanns F. Hügel findet am 9. und 10.10. das Jahresforum „Recht und Steuern 2014“ am Neusiedler See statt. An aktuellen Entwicklungen bietet das RuSt-Programm das strafrechtliche Libro-Urteil des OGH und seine Auswirkungen auf die Organuntreue in Gesellschafts- und Konzernstrukturen, die Auswirkungen des automatischen Informationsaustauschs auf internationale Kreditverträge, Rechts- und Steuerfragen von Alternativen Investmentfonds sowie eine Fallstudie zur Börseneinführung durch Spin-off von einer börsenotierten Aktiengesellschaft aus Anlass einer diesjährigen Transaktion. Dazu kommen Updates zu den Schwerpunktthemen Umgrün-
© Navax
Fachtagung GmbH 2014: Montag, 29. 9., 8.45 bis 17 Uhr, WIFI Wien
Ranking umfasst 51 Jurisdiktionen und basiert auf der Grundlage von Nominierungen durch Mandanten und Mitbewerber. (pj)
© DLA Piper
© Panthermedia.net/Therenderfish
Top-Expertise bei Steuerverfahren Jahresforum Recht+Steuern 2014 Wien. Die international renommierte Fachzeitschrift International Tax Review hat Anfang September den Tax Controversy Leaders Guide 2014 – das jährliche Ranking der führenden Rechtsanwälte und Steuerberater in den Bereichen Steuerverfahren und Steuerstrafverfahren – veröffentlicht. DLA Piper Weiss-Tessbach wird darin als eine der renommiertesten Kanzleien in Österreich empfohlen, Partner Franz Althuber sowie die Rechtsanwälte Matthias Baritsch und Johannes Kautz werden namentlich als führende Experten genannt. „Das zeigt, dass wir uns mit der Beratung zu Fragen der steuerrechtlichen Haftungsprävention und im Bereich Managerhaftung ganz oben am Markt positioniert haben“, sagt Althuber dazu. Das
© Wirtschaftsuniversität Wien
KAR R I E R E B E I W I KO PR E V E N TK
Natascha Soursos (30) verstärkt das Team der Kommunikationsberatung wikopreventk am Standort Bregenz, wo sie insbesondere für die Kundenbetreuung im Bereich der Unternehmens- und Projektkommunikation tätig sein wird. wikopreventk ist ein Beratungsunternehmen für strategische Kommunikation, Prozessgestaltung und Krisenbewältigung. An den Standorten Innsbruck, Bregenz und Wien arbeiten 20 Mitarbeiter für nationale und internationale Kunden aus Wirtschaft und öffentlicher Hand.
medianet
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FREITAG, 12. SEPTEMBER SEP S EPT EP T EMBE EMBER 2014 – 53
TRAGBARE TECHNIK
Epson konzentriert sich verstärkt auf das Wearables-Marktsegment Seite 57
GELUNGEN SURFACE 3 PRO IM PRAXISTEST
© Microsoft
SMARTES EIGENHEIM SMA
LG hat im Rahmen der Berliner IFA sein Smart Home-Konzept vorgestellt Seite 55
© Epson
© LG Electronics
technology Neue ICT-Initiative soll Wertschöpfung sichern
© Open Knowledge Foundation Austria
SHORT
Wien. Alle zwei Jahre findet in Deutschland die photokina statt. Oki wird vom 16. bis 21. September in Köln aktuelle Entwicklungen für den grafischen Markt präsentieren. Zu den vorgestellten Highlights zählen der A4-Weißtonerdrucker Oki ES7411WT und der Fünf-Farbdrucker Oki ES9541. Beide Maschinen stehen für Live-Demonstrationen zur Verfügung und werden von den Oki-Spezialisten ausführlich erklärt. Außerdem stellt Oki mit dem Partner Forever die neue Software-Anwendung „TransferRIP“ vor, die der optimalen Ansteuerung von Oki Weißtoner-Drucksystemen dient. www.oki.at
© Kapsch AG/APA-Fotoservice/Juhasz
© Oki
Wien. Bereits zum 10. Mal findet die internationale Semantic Media Wiki-Konferenz statt. Diesen Herbst kommt sie nach Wien und lädt alle Entwickler, Anwender und Interessierte von 1. bis 3. Oktober ins Stadt- und Landesarchiv im Gasometer D. Als Anlass dient auch der Start von Wiens neuem Stadtgeschichte-Wiki. Die Konferenz wird von der Open Knowledge Foundation Austria in Kooperation mit dem KDZ und der Open Semantic Data Association sowie dem Wiener Stadt- und Landesarchiv veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. okfn.at/
Das Geld soll im Land bleiben Fünf Unternehmen haben sich zur ICT Austria zusammengeschlossen, um die Wertschöpfung in Österreich zu fördern und um in die ICT-Zukunft der Alpenrepublik zu investieren. Seite 54 Apple Das Unternehmen hat zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt und will nun auch in den Wearables-Markt einsteigen
Wien. Das Prolexic Security Engineering & Response Team von Akamai hat ein Botnetz aus Linux-Servern entdeckt, von dem aus gezielt DDoSAttacken unter anderem gegen die Unterhaltungsindustrie ausgeführt werden. Die infizierten Server befinden sich hauptsächlich in Asien und vereinzelt auch in den USA, eine Ausbreitung der Malware wird von Akamai aber nicht ausgeschlossen. www.akamai.de
Cupertino/Wien. Einen „Big Bang“ haben sich die Apple-Fans erwartet – ein Theaterdonner ist es letztlich geworden. Dienstag präsentierte Apple-Chef Tim Cook mit einer Kaskade von Superlativen das aktuelle Produkt-Lineup des Unternehmens, bestehend aus dem (noch heuer in den Handel kommenden) iPhone 6 (699 € bis 899 €) und iPhone 6 Plus (799 € bis 999 €), sowie der nächstes Jahr erhältlichen Armbanduhr Apple Watch. „iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind die bedeutendsten Weiterentwicklungen in der Geschichte des iPhones“, sagt Cook,. Tatsächlich handelt es sich bei beiden Ge-
räten eher um eine natürliche Produkt-Evolution als um eine Revolution: größere Displays (4,7“/5,5“, schnellere Chips, dünneres Design sowie iOS 8 als Betriebssystem, das Features wie Apple Pay als neues Bezahlsystem etablieren will. Dementsprechend ist auch NFC an Bord, was beim Mitbewerb Standard ist. Mit der Apple Watch (siehe auch Seite 2 dieser Ausgabe), die mit einem Pulssensor, Gyroskop und Beschleunigungssensor ausgestattet ist und drahtlos mit einem iPhone (ab Version 5 und iOS 8) gekoppelt wird, will Apple in den Wearables-Markt einsteigen. Die
Uhr ist mit einem Touchscreen ausgestattet, der durch Saphierglas geschützt ist, und verfügt neben einer Home-Taste über ein drehbares Rad („Digital Crown“) zur Steuerung und zum Zoomen in Menüs. Via „Siri“ nimmt die Uhr auch Sprachbefehle entgegen, sie benötigt aber speziell auf sie zugeschnittene Apps, die vornehmlich aus dem Fitnessbereich stammen. Auch Organisations-Apps (Terminkalender, etc.) sind vorhanden. Apples tragbarer Erstversuch soll um etwa 270 € zu haben sein und in mehreren Designvarianten angeboten werden. www.apple.com
© APA/EPA/Monica Davey
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Neues Produkt-Lineup ohne Sensationen
Apple-Chef Tim Cook präsentiert zwei neue iPhone-Modelle für Apple-Fans.
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54 – medianet technology
Freitag, 12. September 2014
KOMMENTAR
ICT Austria Fünf österreichische Unternehmen haben eine Initiative gegründet, um Wertschöpfung im Land zu behalten
Ein geeintes ICTEuropa gibt es nicht
Gemeinsame Investition in die heimische ICT-Zukunft Die Gründungsmitglieder der ICT-Austria fahren einen Umsatz von insgesamt 415,6 Mio. Euro ein. CHRISTOPH FELLMER
Wien. Wertschöpfung ist nicht nur im ICT-Bereich (steht für Informations- und Kommunikationstechnologie) ein heißes Thema – allerdings ist es gerade diese „Zukunftsbranche“, die aktuell mit einigen Aktionen von sich reden macht, die das Abwandern von Technologie und Know-how verhindern sollen. „Der ICT-Sektor gewinnt laufend an strategischer und wirtschaftlicher Relevanz. Österreich hat alle Voraussetzungen, selbstbewusst und selbstbestimmt an dieser Entwicklung teilzuhaben; ICT Austria ist ein starkes Signal dafür“, meint Jochen Borenich, Präsident der neu gegründeten Initiative ICT Austria und Vorstand von Kapsch BusinessCom. In der ICT-Austria sind aktuell fünf Unternehmen vertreten, die das Bewusstsein über die Bedeutung von ICT für den Wirtschaftsstandort Österreich schärfen wollen.
CHRIS HADERER
Z
„Es gibt heutzutage kein Unternehmen, das ohne ICT auskommt“, bekräftigt auch Wolfgang Horak, Geschäftsführer der ICT Austria, Center for Business Technology. „ICT-Lösungen werden für den Betrieb und die Steuerung von Energie- und Verkehrsinfrastruktur, in der Verwaltung und im Gesundheitsbereich eingesetzt. Österreich ist im internationalen Vergleich ein relativ kleiner Markt. Wir wollen mit unserer Initiative zeigen, wie es gelingen kann, von internationalen Entwicklungen zu profitieren und dabei Abhängigkeiten zu vermeiden.“ Die Gründungsmitglieder von ICT Austria sind der IT-Personalexperte APC Business Services, bit group (ein Wissenstransforma-
Atos Social Collaboration
Bitkom Laut einer aktuellen Umfrage verzichten viele Onliner aus Angst vor Cyberkrime auf die Nutzung von Diensten
Differenzierung
Sicherheitsbedenken führen zum Verzicht
Abhängigkeiten vermeiden
© atos.net
Wien. Das Internet, so scheint es, ist kein besonders sicherer Ort – und laut deutschem Branchenverbandes Bitkom steigt die Angst vor Cyberkriminalität. Hatten beispielsweise 2011 noch 39% der Onliner Bedenken, vertrauliche Informationen per E-Mail zu verschicken, so waren es 2014 bereits 47%. Auch bei Banktransaktionen wächst das Misstrauen: 2011 hatten 24% der User keine Bedenken, Bankgeschäfte per Internet durch-
Wien. Der internationale ITDienstleister Atos hat für sein Programm Zero Email den Forrester Groundswell Award for Excellence in Social Collaboration in der Kategorie „Business-toEmployee: Employee Collaboration“ erhalten. „Wir haben erneut viele herausragende Beispiele dafür erhalten, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter mit SocialBusiness-Programmen voranbringen“, sagt Ted Schadler, Vice President and Principal Analyst bei Forrester. „Die diesjährigen Einsendungen in den Kategorien ‚Employee Collaboration‘ und ‚Employee Empowerment‘ zeigen, dass Unternehmen bei der Anwendung dieser Technologien immer differenzierter werden.“ www.atos.net
© Datev
Prämiertes Zero-Email-Programm.
Bitkom-Präsident Dieter Kempf.
© Kapsch
ugegeben, es klingt vielversprechend, wenn Telekommunikationsanbieter und Serviceprovider von den Vorzügen von Cloud- und anderen Diensten philosophieren. Überall auf seine Daten zugreifen zu können, mit jedem jederzeit in Kontakt zu stehen, ständig alle Adressen parat zu haben und sich dank Online-Landkarten nie wieder verlaufen – eine sehr nette Idee, die in der Praxis leider an einem winzigen Detail scheitert: Verlässt man sein Heimatland, braucht man einen gut gefüllten Geldbeutel, um gut vernetzt zu bleiben. Zwar versucht die EU bei den Roaming-Gebühren regulierend einzugreifen – allerdings stößt sie dabei auf heftigen Widerstand der Provider, die sich durch die Kostenreduzierung essenziell gefährdet fühlen. Braucht man eine Datenverbindung, so ist diese auch im EURaum unverhältnismäßig teuer – und richtig viel Geld wird fällig, wenn man beispielsweise in der Türkei unterwegs ist und dringend eine E-Mail lesen will. Selbst das Abrufen einer GoogleMaps-Karte außerhalb der EU treibt sensiblen Rechnungsformularen die Schamesröte ins Gesicht. Wenig Scham kennen die Provider: Versucht die EU im Sinne der Konsumenten zu regulieren, stellen sie Preiserhöhungen im Inland in den Raum – trotz der Breitbandfördermilliarden. Im ICT-Bereich bleibt ein geeintes Europa offenbar eine Illusion.
V.l.n.r.: Manfred Brandner (bit group), Horst Ortmann (bit group), Eva Puscha (scc EDV-Beratung), Wolfgang Horak (Geschäftsführer ICT Austria), Stefan Ebner (Braintribe IT-Technologies), Jochen Borenich (Kapsch BusinessCom, Präsident ICT Austria), Wolfgang Puscha (scc EDV-Beratung), Horst Suntych (APC Business Services).
tor im IT-Bereich), Braintribe ITTechnologies (Technologiehersteller für agile IT-Systeme), Kapsch BusinessCom (ICT-Servicepartner) und scc EDV-Beratung (SAP Systemintegrator). Gemeinsam repräsentieren sie mehr als 2.342 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 1.863 in Österreich), 415,6 Mio. € Umsatz (davon 329,9 Mio. in Österreich) und eine Kundenbasis von 11.000 Unternehmen (ca. 9.500 davon in Österreich). Das Angebotsportfolio der einzelnen Mitglieder deckt alle Elemente der Wertschöpfungskette ab und bietet die Möglichkeit, neue Angebote und Services zu entwickeln; die Schwerpunkte dabei liegen in strategisch wichtigen Zukunftsfeldern. Dazu zählen: Smart City und E-Government,
E-Health und Telemedizin, Industrie 4.0, Vernetzung von Start-ups mit potenziellen Kunden sowie Ausbildung und Nachwuchsförderung.
Gezielte Förderungen Die Mitglieder von ICT Austria investieren etwa 10% ihres Umsatzes in die Zukunft; rund 7% gehen in Innovationen beziehungsweise F & E, und etwa 3% in Ausund Weiterbildung. In Zukunft will sich ICT Austria als Plattform etablieren, die das Wissen der eigenen Experten zur Verfügung stellt, junge Talente fördert und Start-ups mit potenziellen Kunden zusammenbringt; ICT Austria versteht sich dabei als „Missing Link“ zwischen den IT-Lösungen
internationaler Anbieter und dem konkreten Einsatz dieser Lösungen bei (österreichischen) Kunden. „Um die Vorteile von ICT voll nutzen zu können, braucht es nicht nur die Technologien, sondern auch umfassendes Know-how, wie diese optimal eingesetzt werden können“, sagt Jochen Borenich. „Darin liegt der große Vorteil von Unternehmen mit einer starken Verankerung in Österreich. Dieser zeigt sich nicht nur in Projekten, sondern auch bei Infrastrukturthemen. Je mehr Unternehmensprozesse digitalisiert werden, desto wesentlicher ist es, strategisch wichtige IT-Anwendungen im eigenen Land zu behalten und die Daten auch in heimischen Rechenzentren zu halten.“ www.ictaustria.com
zuführen – heuer nur noch 14%. Fast ein Drittel (29%) verzichtet auf Online-Banking und ein Viertel (24%) aufs Einkaufen im Internet.
Illegale Aktivitäten Die Ängste der Onliner sind nicht unbegründet: Nach einer repräsentativen Bitkom-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern in Deutschland sind mehr als die Hälfte (55%) in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cybercrime geworden. Das entspricht rund 29 Mio. Betroffenen. „Cyberkriminalität kann jeden treffen“, sagte BitkomPräsident Dieter Kempf. „Dagegen müssten Staat und Internetwirtschaft gemeinsam vorgehen. Internetnutzer können sich gut schützen, wenn sie die Gefahren kennen und sich achtsam verhalten.“ Nach den Ergebnissen der Bitkom-Umfrage wurden bei 40% der befragten Internetnutzer in den letzten zwölf Monaten die Computer mit Schadprogrammen infiziert. Knapp ein Fünftel (19%) gibt an, dass ihre Zugangsdaten zu Internetdiensten ausspioniert wurden.
Bei 16% sind im Namen der Nutzer bzw. von ihrem Account illegal E-Mails versendet worden. 14% wurden von einem Geschäftspartner betrogen, zum Beispiel beim Online-Shopping. „Die Sorge vor
Cyberkriminalität führt dazu, dass viele Verbraucher auf die Nutzung bestimmter Online-Dienste verzichten“, sagt Kempf. „Alarmierend, weil dieser Trend die digitale Entwicklung bremst.“ wien.bitkom.org
Freitag, 12. September 2014
I D EE & S TR ATEG I E
medianet technology – 55
LG Das südkoreanische Unternehmen hat auf der IFA seine Version eines Smart Home vorgestellt, in dem die Haushaltsgeräte vernetzt agieren
Waschmaschine an Kühlschrank Basis für die Geräteintegration ist die selbstentwickelte Smart Home-Plattform, rm, Berlin/Wien. Über Smart Homes, also „intelligente“ Wohnungen oder Häuser, wird seit gut einem Jahrzehnt gesprochen und philosophiert. Eine wirklich „smarte“ Umsetzung der angedachten Konzepte hat es bislang allerdings mangels Standards und – daraus resultierend – einem dementsprechenden Geräteportfolio bislang jedoch nur in Ansätzen gegeben. Jetzt hat LG Electronics allerdings das Umfeld der am Mittwoch in Berlin zu Ende gegangenen IFA genutzt, um seine Vision eines Smart Homes vorzustellen, in dem tatsächlich eine größere Palette von Haushaltsgeräten miteinander kommunizieren und auch via Smartphone gesteuert werden kann. Basis des intelligenten LG-Hauses ist die Smart Home-Plattform des Südkoreaners, die auch Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Saugroboter und Ähnliches einbezieht. „Die nahtlose Integration unserer Smart Home-Plattform macht das Leben nicht nur smarter, sondern auch bequemer und spart obendrein Zeit und Energie“, sagte Seong-jin Jo, Präsident und CEO von LG Electronics Home Appliance, anlässlich der Produktpräsentation in Berlin. „LG Smart Home arbeitet wie ein Assistent in den eigenen vier Wänden, gibt den Usern intelligente Empfehlungen und führt ihre Befehle aus.“
Auch die vernetzte Waschmaschine ist im LG-Konzept von der Vision zur Realität geronnen: Dank des TurboWash-Systems führen LG-Geräte einen kompletten Waschgang in 49 Minuten durch und unterbieten somit die Anforderungen für die Effizienzklasse A+++ um 55%. Über Wifi-Netzwerk und NFC-Verbindung können die Hausbewohner ihre Waschmaschine von jedem Ort aus starten, sodass die Wäsche genau dann fertig ist, wenn man nach Hause kommt. Auch den Status der laufenden Maschine kann man per SMS in Echtzeit über den Befehl „was machst du gerade?“ abfragen.
„LGs Smart Home verfolgt die Idee, mehrere smarte Haushaltsgeräte miteinander zu vernetzen, um das tägliche Leben bequemer und einfacher zu machen“, sagt Seongjin Jo. Dazu gehört unter anderem auch „HomeChat“, über den das Zuhause zeit- und energiesparend gesteuert werden kann. Wird etwa der Befehl „Leaving Home“ in den Mobile Messenger eingegeben, setzt sich der Kühlschrank automatisch in den Energiesparmodus, wird der Staubsaugerroboter HomBot gestartet und die Waschmaschine in Betrieb genommen. Der Anwender muss nur noch pünktlich heimkommen. www.lg.com
ECM 2014 Leichtigkeit für Ihr Business
Moderne Küchenhilfe Drei große Säulen machen das Zuhause zu dem, was der Hersteller unter smart versteht: „Supreme Trust“ ist für Heimüberwachung, Energiemanagement und SmartDiagnose verantwortlich; „Thrilling Burst“ bezieht sich auf LGs Hi-Fi Audio- sowie Multi-Room-System, und „Home Conversation“ umfasst an die Hausbewohner angepasste Empfehlungen und einfache OneTouch-Steuerungen. Mit dem „Smart Manager“ verfügen die neuen LG Kühlschränke außerdem über ein komplettes Lebensmittelmanagement-System, das, basierend auf den vorhandenen Lebensmitteln, Rezepte vorschlägt. Sobald der User aus den empfohlenen Gerichten eine Auswahl getroffen hat, wird der LG „Smart Lightwave Oven“ auf die benötigte Temperatur und Kochzeit für das Gericht vorgeheizt. Außerdem kann man sich über den Status des Kochvorgangs via Smartphone informieren lassen.
Sauberkeit & Sicherheit Für Sauberkeit im Haushalt soll eine Reihe von kabellosen Staubsaugern sorgen, bestehend aus dem „CordZero“, dem „CordZero 2 in 1“, dem „CordZero Bedding Cleaner“ und dem „HomBot Square“ – wobei vor allem Letzterer mit durchaus interessanten Features aufwartet. Dank der Lernfunktion merkt sich der HomBot Square Bereiche, die zuvor bereits gereinigt wurden, und ist mit nur 60 dB zusätzlich auch recht leise. Mit der neuen „Guard-Funktion“ ist der HomBot außerdem in der Lage, das Haus zu überwachen, während der Bewohner unterwegs ist. Über die integrierte Kamera zeichnet das Gerät jede Bewegung in seinem Umfeld auf und kann Fotos der Zimmer direkt auf ein Smartphone senden.
Ein Haushalt, viele Geräte – und alle kommunizieren miteinander.
© LG Electronics
CHRIS HADERER
Besuchen Sie uns am
30. September in Wien Vienna Marriott Hotel Parkring 12A 1010 Wien
Melden Sie sich an unter www.elo.com/kongress-at
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Auszeichnung für FarbProduktionsdrucksystem
Freitag, 12. September 2014
Morawa Pressevertrieb bietet in Zukunft individualisierbare Schulbücher an – gedruckt wird mit Canon Inkjet-Technologie
Nun geht es dem 08/15Schulbuch an den Kragen Kooperationspartner sind der Bildungsverlag Lemberger & der Österreichische Bundesverlag Schulbuch. JÜRGEN ZACHARIAS
Datenverlust-Risiken werden ernst genommen Wien. Wie eine Umfrage der Fachgruppe UBIT Wien in Kooperation mit FirstProtect und der Computerwelt unter 110 IT-Managern ergeben hat, wird die Bedrohung durch Hackerangriffe, Datenlecks und Spionage ernst genommen. Obwohl zwei Drittel der Befragten der Meinung sind, gut geschützt zu sein, sind trotzdem rund 50% der Ansicht, dass ihre Daten bei einem externen IT-Dienstleister sicherer aufgehoben sind als im eigenen Haus. Das größte Bedrohungspotenzial geht von externen Hackerangriffen (74%) und von Sabotage durch unzufriedene Mitarbeiter (72%) aus, aber auch die Nachlässigkeit in der Betreuung der Systeme (64%) stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Vor allem F&E-Abteilungen und Unternehmen in Zukunftsbranchen (67%), Banken/ Versicherungen (63%) sowie öffentliche Institutionen (62%) sind besonders gefährdet. www.ubit.at/wien
© ingrammicro.com
Ingram Micro erweitert sein Produktportfolio
Ingram Micro vertreibt seit Längerem Produkte von Honeywell.
Wien. Ab sofort vertreibt Ingram Micro die BarcodeScanner und Mobile-Computing-Produkte von Honeywell Scanning & Mobility auch in Österreich. Ingram Micro ergänzt mit der neuen Kooperation das Produktportfolio im Bereich Data Capture/Point of Sale). Ingram Micro ist seit 2009 Distributor für das Unternehmen „Intermec“, das von Honeywell aufgekauft wurde. www.ingrammicro.com
Wien. Es klingt wie der Traum vieler Bildungsexperten: Auf Knopfdruck können sich Lehrer individuell ihre Schulbücher zusammenstellen. Sie können neben den Basisaufgaben vertiefende Beispiele hinzufügen, Kapitel, die sie ihren Schülern bereits vermittelt haben, weglassen oder auch erklärende Grafiken, Tabellen und Zeichnungen in ihr Buch aufnehmen. Möglich wird all das durch eine Kooperation des heimischen Pressevertriebs Morawa mit dem Bildungsverlag Lemberger sowie dem Österreichischen Bundesverlag Schulbuch. Im neuen, innovativen Bereich „myMorawa“ werden die Bücher von den Lehrern zuerst nach ihren Wünschen und Anforderungen zusammengestellt und dann digital in einer Canon CS 3700 Vollfarb-Inkjet-Druckstraße produziert. Und das innerhalb weniger Tage: Laut Patrick André, CEO von myMorawa, können die Bücher „innerhalb von vier Tagen beim Lehrer“ sein.
Lehrer können mit dem neuen System in Zukunft ihre Schulbücher online nach ihren individuellen Wünschen zusammenstellen.
in diesem Bereich.“ Und das über die Landesgrenzen hinaus. „Ein vergleichbares Angebot ist mir ein ganz Europa nicht bekannt“, antwortete André auf eine entsprechende Frage von medianet.
Schulbuch-Revolution Begeistert vom neuen Angebot zeigte sich vor wenigen Tagen bei der Präsentation in Wien naturgemäß auch Jens Kapitzky, Geschäftsführer des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch: „Mit dem neuen Angebot können wir aus einem Buch 1.000 verschiedene Bücher machen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass Lehrer im Bezug auf ein einzelnes Werk eine Auswahl von einzelnen Kapiteln oder Teilkapiteln treffen, das heißt sie könnten dann Kapitel ein- bzw. ausblenden und erhielten so genau das Werk, das sie mit ihren Schülern bearbeiten wollen. In Summe ist das also eine Revolution
Mathematikbuch umgesetzt Greifbar wurde die von Jens Kapitzky titulierte „Revolution“ im Rahmen der Präsentation anhand eines Mathematik-Schulbuchs, das in Zusammenarbeit mit dem Bildungsverlag Lemberger bereits umgesetzt wurde. „Die zusätzlichen Seiten wurden auf Basis des gültigen Lehrplans von einem weiteren, externen Autorenteam zusammengestellt. So kann das Niveau differenzier werden, von leicht bis schwierig“, so Micha-
el Lemberger, CEO Bildungsverlag Lemberger. Optisch sieht das Schulbuch wie jedes Großserienbuch aus. „Das Einbauen von Übungen und besonderen Themen in einem Schulbuch dient nicht nur der individuellen Leistungsverbesserung, sondern weist auch organisatorische Vorteile auf. So müssen nicht immer etliche Extrablätter kopiert werden, die früher oder später meist von den Schülern verlegt werden.“
Kleine Mindestbestellmenge Apropos Kopien: Erstellt werden die Schulbücher wie eingangs bereits erwähnt auf einer Canon CS 3700 Vollfarbe-Inkjet-Druckstraße. Pro Minute können darauf 1.700 A4 Seiten produziert werden – im Fal-
le des zuvor erwähnten Mathematik-Buchs wären das rund sieben Schulbücher pro Minute oder 420 Schulbücher pro Stunde. Geliefert wird aber auch schon in deutlich kleineren Serien: Die Mindestbestellmenge liegt bei 15 Stück. Dabei besteht jedoch die Option, das individuell zusammengestellte Buch als Vorlage zu speichern und jederzeit auch geringere Stückzahlen – wenn beispielsweise neue Schüler in die Klasse kommen – nachzubestellen. Die Preise für die Bücher würden laut Patrick André etwas über denen klassischer Offset-Druckwerke liegen, „die Unterschiede werden aber immer kleiner“. www.canon.at www.mymorawa.at www.bildungsverlag-lemberger.at www.oebv.at
future.talk Laut einer Studie des Zukunftsinstituts haben Internet und Smartphone das Fernsehen als Leitmedium abgelöst
Der Moment entscheidet über das Medium Wien. „Es gibt wohl kaum einen Bereich, der stärker von der digitalen Revolution betroffen ist, als die Medienwelt“, fasst Telekom Austria Group-General Hannes Ametsreiter die Ergebnisse einer Analyse zusammen, die das Zukunftsinstitut im Auftrag des Kommunikationsproviders im Vorfeld des diesjährigen future.talks durchgeführt hat. „Die Zeit, die wir mit Medien verbringen, steigt stetig an, auch wenn traditionelle Medien wie Zeitungen, TV und Radio stark an Anteilen am Gesamtmarkt verlieren. Das Internet ist damit der Haupttreiber für diese Zuwächse. Durch die Digitalisierung ergeben sich interessante Fragestellungen für die Medienproduktion, die Mediennutzung und auch für die Verbreitung von Inhalten.“
Prognose für die Zukunft Insgesamt fünf Kernsätze sind es, die laut dem Zukunftsinstitut den Wandel der Medienwelt beschreiben. Das Fernsehen wird als Leitmedium mehrheitlich abgelöst und was vom Publikum wahrge-
© Telekom Austria Group/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Wien. Bereits das zweite Jahr in Folge ist Konica Minolta mit einem Preis der European Digital Press Association (EDP) ausgezeichnet worden: Der bizhub Press C1070 ist zum besten Farb-Produktionsdrucksystem im Segment Light Production Printing gekürt worden („Best Cut Sheet Colour Printer Light Production“). „Die Auszeichnung ist ein Beleg der internationalen Anerkennung für unsere fortwährende Zielsetzung, unseren Anwendern außergewöhnliche Produkte mit umfangreichem Mehrwert zu bieten“, kommentiert Peter Karasegh, Produktmanager Production Printing bei Konica Minolta Austria. www.konicaminolta.at
© panthermedia.net/Durakovic
Prämiert: bizhub Press C1070.
Medien- und Zukunftsforscher unter sich: Hannes Ametsreiter (li.) und Matthias Horx.
nommen wird, entscheidet der Moment und nicht das Bildungsniveau: Laut der A1 Privatkundenstudie verbringen die Österreicher pro Tag im Schnitt etwas über drei Stunden mit dem Internet (11% davon am Handy). Vor allem jüngere Menschen ziehen Handy und Internet dem klassischen Fernsehen vor; das belegen auch
die Spitzenwerte bei den „Digital Champions“ (im Schnitt 29 Jahre alt, männlich, ca. sechs Prozent der erwachsenen Gesamtbevölkerung), die 7,3 Stunden pro Tag mit dem Internet verbringen und dort auch ihre primäre Informationsquelle sehen. Die Inhalte sollen „flüssig“ werden, also sich vom Publikations-
medium lösen. Journalisten, so eine von Horx‘ Thesen, werden zu „Content-Kuratoren“, während sich aktive Mediennutzer selbst am „Geschichtenerzählen“ beteiligen. Aus diesen Thesen leitet Matthias Horx, Gründer des Zukunftsinstituts, eine Prognose für die Zukunft der Medien ab und meint: „Die primäre Ressource in der Evolution der Medien ist die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer“, kommentiert Horx. „Den Medien muss es gelingen, ihre Nutzer auf allen Kanälen zu fesseln. Medienunternehmen, die unter dem Dach einer starken Marke beides schaffen – Zerstreuung bieten und spannenden Content für die fokussierte Nutzung liefern –, werden in der Medienwelt der Zukunft erfolgreich sein.“ Die Thesen des Zukunftsinstituts werden am 23. September beim future.talk 2014 „Brave News World. Why Newsmakers and Newstakers change“ mit Arianna Huffington, Präsidentin und Chefredakteurin von The Huffington Post, diskutiert. www.futuretalk.com
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lookout Neue Studie
Verstärkte Konzentration auf tragbare Technologien
Telefon-Diebe
Im Jahr 1982 brachte Epson die erste TV-Armbanduhr auf den Markt, die auch James Bond trug.
© panthermedia.net/Phanuwatnandee
Epson Das japanische Unternehmen setzt bei Wearable-Produktion vor allem auf Sensoren aus eigener Entwicklung
Diebe entfernen meist sofort die SIM-Karte aus dem Smartphone.
CHRIS HADERER
Wien. Laut einer Studie von Frost & Sullivan wird dem Markt für Quantified-Self-Technologien – also elektronische Kleingeräte und Apps, die es ermöglichen, Daten zu persönlichen Aspekten des Lebens zu messen und auszuwerten – ein explosionsartiges Wachstum in den nächsten Jahren vorausgesagt (medianet technology berichtete). In diesem Bereich der „Wearables“ ist der IT-Hersteller Epson seit geraumer Zeit aktiv – nicht zuletzt mit seinen neuen „Runsense“ und „Pulsense“-Produktlinien. „Obwohl unser Name im Segment der Wearable Technologies im Moment vielleicht noch kein Begriff ist, verfügen wir in diesem Berich über mehr technische Expertise als die meisten anderen Unternehmen“, sagt Schahin Elahinija, Marketingleiter Epson Deutschland GmbH. In der Entwicklung und Fertigung von Produkten setzt Epson dabei auf drei eigene Kerntechnologien, die auch die Unternehmensbereiche bestimmen: die MicroPiezo-Technologie für den Druck, die 3LCD-Technologie für die Projektion und die Sensoren-Technologie als Komponenten für Industrieroboter und Aktivitätstracker sowie GPS-Sportuhren.
Portfolioerweiterung im Bereich der Wearable-Technologies: die neuen Runsense- und Pulsense-Produktlinien von Epson.
Computer ein, der sich durch programmierbare Anwendungen, PCKonnektivität und einen Touchscreen auszeichnete. Epson war auch eines der ersten Unternehmen, das 2011 mit der Epson Moverio eine eigene 3DMultimedia-Brille vorgestellt hat. Anfang dieses Jahres präsentierte Epson auf der CES in Las Vegas die
Smart-Brille Moverio BT-200. Die Brille ist die zweite Generation der transparenten Smart-Brillen von Epson und hierzulande seit Mai 2014 erhältlich. Entwicklern von Apps bietet die transparente und binokulare Brille gute Voraussetzungen, zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für „Augmented Reality“ zu erschließen. Mithilfe
© Epson (4)
Neue Formfaktoren Epson ist seit längerer Zeit im Segment tragbarer Technologien beheimatet: 1969 brachte das Unternehmen mit der Astron die weltweit erste Quarz-Armbanduhr auf den Markt, 1982 folgten der weltweit erste Handheld-Computer und die erste TV-Armbanduhr, die auch im James Bond-Film „Octopussy“ zu sehen war. 1985 führte Epson mit dem RC-20 den ersten
Wien. In Deutschland werden immer mehr Smartphone-Besitzer Opfer von Diebstählen. Laut offiziellen Zahlen von INPOL (Informationssystem der deutschen Polizei) nehmen die gemeldeten Vorfälle jedes Jahr weiter zu und erreichten 2013 einen neuen, traurigen Rekord von 236.500 gestohlenen Modellen; 2012 waren es noch 166.274 dokumentierte Fälle. Laut einer Studie des Security-Lösungsanbieters lookout und der Deutschen Telekom werden die meisten Geräte zwischen 12:00 und 17:00 Uhr gestohlen (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) Allerdings wird der Diebstahl oft nicht sofort bemerkt: In Deutschland fiel er immerhin 86% der Befragten nicht sofort auf.
Der weltweit erste tragbare Computer: der HX-20 von Epson aus dem Jahr 1982.
der integrierten Sensoren-Technologie einschließlich Kamera, GPSSystem, Kompass und Beschleunigungsmesser erkennt die Brille zum Beispiel die Bewegungen des Nutzers.
Die ersten 60 Minuten 74% der französischen Befragten meldeten den Diebstahl bei ihren Mobilfunkanbietern (verglichen mit 58% der deutschen Befragten), und 71% der örtlichen Polizei (in Deutschland nur 63%). Dagegen griffen 22% der Deutschen bei einem Smartphone-Diebstahl zu einer App, mit der sich das Smartphone orten lässt (17% in Frankreich, 19% in Großbritannien). „Die ersten 60 Minuten nach dem Diebstahl sind entscheidend“, sagt Thomas Labarthe, Managing Director Europe bei Lookout. „Diebe schalten meist sofort die Smartphones aus, wechseln in den Flugmodus oder entfernen die SIM-Karte. Dadurch kann der Besitzer das Smartphone nicht mehr anrufen oder zurückverfolgen.“ www.lookout.com
Tragbare Produkte „Kleine tragbare Geräte sind in vielen Märkten seit geraumer Zeit ein wichtiges Thema“, sagt Schahin Elahinija. „Kunden erwarten fortwährend bessere und leistungsfähigere Produkte, die ihnen den Alltag erleichtern und sie bei ihren Aktivitäten unterstützen; hier fällt ein besonders starker Fokus auf die Themen Sport und Gesundheit, weil kompakte und stromsparende Geräte vielen Menschen helfen, gesünder und bewusster zu leben.“ Die neue Runsense-Serie, die noch im September auf den Markt kommen soll, wird mit vier Produkten an den Start gehen – der Runsense SF-310, der Runsense SF-510, der Runsense SF-710 und der Runsense SF-810. www.epson.com
Samsung Neue Partner
E-Paper-App bietet interaktive Funktionen
Mehr UHD-TV
Graz/Wien. Wenn E-Paper-Anwendungen stur den Gesetzmäßigkeiten der Printwelt folgen, dann „ist das ein rudimentärer Denkfehler“, sagt Craig Matthews, Manager der in Graz ansässigen Publiss GmbH. „Die digitale Welt ist nicht nur viel bunter, sondern bietet auch weitaus mehr Möglichkeiten als nur einfaches Umblättern.“ Mit der gleichnamigen Kiosk-App Publiss sowie einer speziellen Webviewer-Variante für DesktopBrowser will das Unternehmen diesen Denkfehler überwinden und „den internationalen Markt von Grund auf revolutionieren“. Laut Matthews sind in den letzten zwei Jahren über 2.000 Entwicklungsstunden in das Produkt eingeflossen, das nun seit Kurzem verfügbar ist.
angereichert und bearbeitet werden. „Für den Medienkonsumenten entsteht so eine reiche Vielfalt an individuellen Features, die über das normale Printmedium weit hinausgehen“, erklärt Matthews. „Anstatt statischer Bilder können ganze Fotogalerien und Videos eingebettet werden und bieten dem Nutzer damit einen wesentlichen
Mehrwert gegenüber dem klassischen Print-Produkt.“ Aktive Seitenverlinkungen erleichtern die Navigation im Dokument, Markierungs-, Kommentar- und Lesezeichen-Funktion runden das Multimedia-Portfolio ab. Eine Besonderheit stellt auch der integrierte Webbrowser dar, mit dem Webseiten nicht wie bei anderen
Publiss verbindet klassisches EPaper-Know-how mit multimedialen Inhalten und passt Dokumente individuell auf den jeweiligen Anwender an. Jedes Dokument kann mit Video-, Audio- und Bilddateien
© Publiss
Vorteile für Inserenten
Die Publiss Kiosk-App bietet Features, die sie klar von Printmedien unterscheiden.
Anwendungen extern, sondern direkt innerhalb der App aufgerufen werden. „Auch für Inserenten bietet Publiss zahlreiche neue Möglichkeiten“, sagt Matthews: Durch Location Based Services können Inserate je nach Aufenthaltsort des Users angepasst werden, Verlinkungen und interaktive Features sorgen dabei auch für eine bessere Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit. „Wir füllen mit Publiss eine Marktlücke; Medieninhalte, aber auch Inserate werden durch uns nicht nur lebendig, sondern schaffen ein bis dato nicht dagewesenes Leseerlebnis beim Konsumenten.“ Hinter dem App-Anbieter Publiss steht u.a. das Grazer Unternehmen Bytepoets, das in den Bereichen App-, Website- und Mobile-Entwicklung zu den internationalen Branchenpionieren zählt und die Mehrheit der Anteile von Publiss hält. Das Unternehmen versteht „Technologie als Kunstform“ und verbindet dadurch kreative Ansätze mit Technik. Bytepoets betreut derzeit über 75 Kunden. www.publiss.com
© Samsung
Publiss Das Grazer Unternehmen will mit einer neuen App den internationalen Markt „grundlegend revolutionieren“
Zugriff auf UHD-Inhalte mit Samsung.
Wien. Mit neuen internationalen Kooperationen vergrößert Samsung sein Angebot an UHDContent. „Eine neue Fernseh-Ära hat begonnen“, sagt Won Jin Lee, Executive Vice President Visual Display. „Um den Vormarsch der UHD-Technologie zu unterstützen, vergrößern wir unsere Auswahl an UHD-Content.“ Bereits ab Oktober 2014 wird Amazons UHD Video-onDemand-Service (VOD) weltweit verfügbar sein, ebenso kommt das Netflix UHD VOD-Service nach Europa. Zusätzlich erweiterte Samsung seine Kooperationen mit großen europäischen Content Anbietern wie zum Beispiel maxdome und Chili. www.samsung.com
TOOLS & S E RV I C ES
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Freitag, 12. September 2014
Test Mit dem Surface 3 Pro hat Microsoft eine sehr überzeugende Interpretation seines Mobilitätskonzepts abgeliefert
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Tablet/Notebook-Hybride in gelungener Neuauflage
© Hama
Schnelle SD-Karten für professionelle 4K-Filme
Kein Ersatz für ein „echtes“ Notebook, aber ein sehr gut ausgestattetes Arbeitstier für unterwegs.
Die microSDHC/XC-Karten sind mit 16, 32 und 64 Gigabyte erhältlich.
Wien. Kapsch BusinessCom bietet Unternehmen mit Kapsch DataDepot as a Service eine neue Plattform für den sicheren Austausch von Daten und vertraulichen Dokumenten. Der zentrale Dienst in der Private Cloud „hosted in Austria“ ermöglicht den Datentransfer zwischen eigenen Mitarbeitern ebenso wie die Einbindung von Kunden oder Partnern und funktioniert auch mobil. Alle Daten liegen im earthDATAsafe, dem unterirdischen Hochsicherheits-Rechenzentrum, das Kapsch in Österreich betreibt. Der Zugriff erfolgt von jedem Gerät aus über eine End-2-End verschlüsselte Verbindung. So erfüllt Kapsch DataDepot die höchsten Sicherheitsanforderungen von Unternehmen. www.kapschbusiness.com
© sageerpx3.com
Mittelstandslösung auf dem Weg in die Cloud
MIt Sage kann nun auch der Mittelstand bequem in die Cloud.
Wien. Die Sage Group plc hat ihre betriebswirtschaftliche Lösung für den internationalen Mittelstand um eine cloudfähige Version erweitert. Die neue Version mit dem Namen Sage ERP X3 Online bietet mittelständischen Kunden dank Web-Technologie eine schnellere Einführung, einen mobilen Zugriff und optimierte Bedienkonzepte. Die komplett neu entwickelte Web-Schnittstelle basiert auf HTML 5, ist intuitiv bedienbar, unterstützt verschiedene Browser und ermöglicht auch eine Personalisierung des Nutzers. www.sageERPX3.com
© Chris Haderer
Als Betriebssystem kommt Windows 8.1 zum Einsatz, die Bildschärfe ist mit einer Auflösung von 2.160x1.440 Pixel bei einer Dichte von 216 ppi hervorragend.
lassen – was beim Surface nicht der Fall ist. Möchte man anstelle der Bildschirmtastatur lieber das Surface Pro 3 Type-Cover verwenden, erhöht sich der Anschaffungspreis nochmals um 129,99 €; der Surface Pen, der einzeln mit 49,99 € zu Buche schlägt, ist im Lieferumfang bereits enthalten. Neben einem MiniDisplay-Prot ist auch eine USB 3.0-Schnittstelle vorhanden, was den Anschluss von externen Geräten erlaubt – ein Feature, auf das Apple-Jünger beim iPad bis heute vergeblich gewartet haben. Ein microSD-Kartenleser ist ebenfalls vorhanden, wenn auch nicht auf den ersten Blick sichtbar: Microsoft hat ihn unter dem Standfuß auf der Rückseite des Geräts gut versteckt.
CHRIS HADERER
Wien. Mit dem in gleich fünf Variationen erhältlichen „Surface 3 Pro“ hat Microsoft die bisher überzeugendste Version seines Notebook/ Tablet-Hybriden abgeliefert. Ausgestattet mit einem 12“-Display mit einer Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixel, eignet er sich zwar nicht als Ersatz für einen „echten“ Desktop-Rechner – er ist allerdings mit einem Gewicht von nur 798 g ein hervorragendes Arbeitstier für unterwegs. Das definiert sich auch in der Prozessorleistung: Die kleinste Tablet-Version ist mit einem Intel Core i3 mit 4 Gigabyte RAM ausgestattet (64 GB Festplattenkapazität) und kostet 799 €. Das größte Modell mit Intel Core i7-CPU und 8 Gigabyte RAM (512 GB-Platte) bringt es auf stolze 1.949 €, was den Käuferkreis vermutlich ein wenig einschränken wird. Um diesen Preis bekommt man immerhin einen Desktop-Rechner der Premiumklasse, auf dem sich auch Full-HD-Videos bequem bearbeiten
Gutes Arbeitsfeeling Das Handling des Tablets ist hervorragend: Das Type-Cover dockt magnetisch auf der Unterseite des Geräts an und bietet einen stabileren Kontakt als bei den Vorgän-
germodellen. Hat man den Surface auf den Knien liegen, fühlt er sich zwar immer noch nicht wie ein echtes Notebook an – das Arbeiten ist aber um einiges komfortabler als beim Surface 2; einziges Manko: Die Tastatur muss bei Gebrauch angedockt sein und kann nicht beliebig positioniert werden. Auch am Eingabestift hat Microsoft gebastelt: Braucht man ihn nicht, wird er seitlich am Gerät mit einem Magnetverschluss befestigt (der zugleich auch der Anschluss für das Ladegerät ist). Er lässt sich nun komfortabler bedienen als die Vorgänger und eignet sich auch für kreative Zeichenaufgaben. Drückt man auf die kugelschreiberartige Taste am Stift, öffnet sich automatisch eine neue Seite in OneNote, der Notizenverwaltung von Microsoft. Ein nach Belieben frei verstellbarer Standfuß auf der Rückseite sorgt außerdem für einen guten Blickwinkel auf den Schirm – und auch für einen guten Aufnahmewinkel bei Video-Anwendungen wie etwa Skype. Leider bringen es
Front- und Rückkamera jeweils nur auf fünf Megapixel; hier wäre zumindest eine Full-HD-Kamera für Videokonferenzen angenehm gewesen. Die Bildqualität des Geräts ist dank der hohen Pixeldichte von 216 ppi hervorragend – allerdings sind viele Anwendungen noch nicht an diese Auflösung angepasst, was manchmal zu unscharfen Darstellungen führt. Die Schriftgrößen können in gewissem Rahmen variiert werden, woran vor allem die Generation 50+ ihre Freude haben wird. Microsoft hat beim Surface 3 Pro außerdem das Seitenverhältnis von 16:9 auf 3:2 umgestellt, was ebenfalls zu einer angenehmeren Darstellung führt. Ausgestattet mit Windows 8.1, ist Microsoft mit dem Surface 3 Pro ein sehr feines (wenn auch etwas überteuertes) Gerät gelungen, das einem den Arbeitstag wirklich erleichtert – so er nicht mehr als acht Stunden dauert. Denn dann sind Akku und Anwender erschöpft. www.microsoft.at
VMware Der Virtualisierungslösungs-Anbieter hat einen neuen Baustein für das Software-Defined Data Center vorgestellt
Schnelles Roll-out für Infrastruktur-Dienste macht. Mithilfe unserer Partner machen wir die IT-Infrastruktur so einfach wie Consumer-Geräte.“ Basierend auf VMware-Software, sollen Anwender mit dem neuen Produkt in der Lage sein, innerhalb von Minuten nach der Inbetrieb-
Wien. Eines der Hauptprobleme von IT-Abteilungen ist die schnelle Bereitstellung von gewünschten Diensten und Anwendungen. Um dem Wunsch nach einem effizienten Roll-out gerecht zu werden, hat der Virtualisierungs- und Cloud-Anbieter VMware nun „VMware Evo: Rail“ vorgestellt, das die Bereitstellung von software-definierten Infrastruktur-Diensten beschleunigen soll und zugleich den Auftakt für eine neue Produktreihe für hyper-konvergente Infrastrukturen darstellt.
nahme virtuelle Maschinen zu erzeugen. Für den Vertrieb der neuen hyperkonvergenten InfrastrukturLösung arbeitet VMware mit Dell, EMC, Fujitsu, Inspur, NetOne und Supermicro zusammen. Die Partner bieten VMware Evo: Rail in
Intuitiv selbsterklärend „Anwender erwarten von ihren IT-Lösungen einen unmittelbaren Mehrwert – nicht erst nach Tagen, Wochen oder Monaten“, sagt Raghu Raghuram, Executive Vice President, Software-Defined Data Center Division bei VMware. „VMware Evo: Rail ist ein neuer Baustein für das Software-Defined Datacenter, der die Entwicklung, Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von software-definierten Infrastrukturservices zum Kinderspiel
Form einer einzelnen Bestellnummer inklusive Hardware, Software, Support sowie Services an und fungieren als single-point of contact Support. Durch die umfassende Unterstützung zahlreicher Partner zum Launch von VMware Evo: Rail sollen die Kunden eine große Auswahl an Herstellern zur Verfügung haben.
Angenehme Oberfläche
© panthermedia.net/Oleksiy Mark
Neue Plattform für sicheren Datentransfer
Der Standfuß auf der Geräterückseite ist frei verstellbar, was gute Blickwinkel erlaubt. Auch das Type-Cover dockt nun stabiler an der Unterseite an.
© Microsoft
Wien. Im Rahmen der IFA hat Hama eine Reihe von neuen Speicherkarten für 4K-Aufnahmen vorgestellt. Die neuen UHS Speed Class 3 UHS-I Speicherkarten bieten eine dauerhafte Schreibgeschwindigkeit von mindestens 30 MB/s sowie eine Übertragungsgeschwindigkeit von 85 MB/s. Die SDHC/XCKarten sind mit 16, 32, 64 und 128 GB Speicherkapazität erhältlich. Da auch die Kameras von Smartphones immer leistungsstärker werden, werden auch microSDHC/XC-Karten mit UHS-Speed Class 3 UHS-IStandard mit 16, 32, und 64 GB angeboten. www.hama.de
VMware Evo: Rail vereinfacht die Implementierung und Wartung von Software.
Die VMware Evo: Rail Software schließt VMware vSphere, VMware Virtual SAN, VMware vCenter Log Insight und die neue Evo: Rail Engine mit ein – integriert in die bevorzugte Hardware des Kunden. VMware Evo: Rail vereinfacht die Implementierung, Konfiguration sowie die laufende Verwaltung, Patching und Upgrade der Software. Die Lösung verfügt über eine neue intuitive Benutzeroberfläche, die bisher manuelle Prozesse wie die Erstellung und Verwaltung von virtuellen Maschinen zusammen mit den zugehörigen Netzwerken und Datenspeichern optimiert. www.vmware.com
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 59
SALZBURG RESEARCH
Aktuelle Studie zeigt, dass Industrie 4.0 nur langsam in die Gänge kommt Seite 61
NEUER GROSSAUFTRAG
Getzner Werkstoffe stattet britische Intercitys mit Vibrationsdämmung aus Seite 62
BANNER LOGISTIK WIRD AUSGEBAUT © Banner
Enge Verbindung von Wasser und Energie
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© C. Stummer Photogr.
industrialtechnology Konzeption
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World Water Week Sowohl der Bedarf an Wasser als auch Energie steigt in den nächsten Jahren dramatisch; das macht neue Lösungen zur Versorgungssicherheit notwendig, über die 3.000 Experten in Stockholm diskutierten. Seite 60
www. pilz.at
SHORT
Siemens Mehr Kapazität und weniger Emissionen
B&R ist jetzt auch „big in Japan“
Werksausbau bei Baku Steel
Masashi Ono leitet als GF die neue B&R-Tochtergesellschaft in Japan.
Eggelsberg/Yokohama. Der Automatisierungsanbieter B&R hat jetzt seine 24. Tochtergesellschaft gegründet. Geleitet wird B&R Japan von Masashi Ono, der sein Heimatland für einen der anspruchsvollsten Märkte weltweit hält. „Wir sind bereit, uns dort erfolgreich zu positionieren“, sagt er. „Wir setzen auf offene Technologien und internationale Standards sowie auf ein Netzwerk von Tochtergesellschaften und Partnern in über 70 Ländern. Damit ist B&R ein solider Partner für japanische Unternehmen, die es im globalen Maßstab mit den Top Playern aufnehmen.“ www.br-automation.com
© Baku Steel Company
Wels. Über ein halbes Jahr hat man sich mit dem umfassenden Responsible Care-Fragenkatalog, der die Bereiche Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutz beinhaltet, für die Zertifizierung befasst. Ein Aufwand, der sich nach Meinung von Wolfgang Panholzer, GF von Avenarius Agro, aber auf jeden Fall in mehrfacher Hinsicht lohnt: „Unternehmen, die freiwillig an der Initiative des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs teilnehmen, können beispielsweise Wasserverbrauch, flüchtige organische Verbindungen und gefährliche Abfälle reduzieren.“ www.avenarius-agro.at
Expansion Neue Auslandstochter gegründet
© B&R
© FV d.Chem.Ind.Österr./APA-Fotoservice/Hartl
© APA/EPA/Jon Chasee/Harvard University/Handout
Brünn. Die internationale Bedeutung der Maschinenbaumesse Brünn (MSV) zeigt sich daran, dass gut die Hälfte der rund 1.600 Aussteller aus dem Ausland kommt. Traditionell stark vertreten ist Österreich, das 2010 offizielles Partnerland war. Seither organisiert die Österreichische Außenhandelsstelle in der Tschechischen Republik regelmäßig einen Gemeinschaftsstand, auf dem heuer unter anderem Antriebshersteller Watt Drive, Automatisierungsspezialist Keba, Maschinenbauer IWZ, Zerkleinerungstechniker UNTHA shredding technology oder Industrie- und Förderkettenproduzent Pewag ihre Produkte präsentieren. www.bvv.cz/msv
Elektrolichtbogenofen und Abgasreinigung gehen bei Baku Steel in Betrieb
Wien/Baku. Bei dem aserbaidschanischen Stahlproduzenten Baku Steel ist ein Elektrolichtbogenofen von Siemens Metals Technologies in Betrieb gegangen. Er ist Teil einer Erweiterung, mit dem die Produktionskapazität auf rund 1,1 Mio. t p.a. erhöht werden soll. Zudem wurde das Stahlwerk mit einem Abgasreinigungssystem ausgerüstet, mit dem die Staubemissionen auf maximal 10 mg pro Normkubikmeter reduziert werden. Kürzlich hatte Siemens bereits den Pfannenofen erneuert und eine dynamische Kompensationsanlage installiert. www.siemens.at
C OV E R
60 – industrialtechnology
Freitag, 12. September 2014
World Water Week Internationale Experten sehen wachsenden Zusammenhang zwischen Wasser und Energie
KOMMENTAR
Wasser und Energie sind die bewegenden Themen
Ein Schritt vor und zwei zurĂźck
Unterschiedliche Situationen in den einzelnen Ländern erfordern verschiedene MaĂ&#x;nahmen. BRITTA BIRON
Wien. Ob in Fluss- und Speicherkraftwerken, als Dampf, der Turbinen antreibt, oder beim umstrittenen Fracking – Wasser spielt in der Energieerzeugung eine wesentliche Rolle. Und von beiden wird immer mehr gebraucht. „Da der Anstieg des weltweiten Wasserbedarfs zwischen 2000 und 2050 mit 55% prognostiziert wird, und der Strombedarf in den nächsten zwei Jahrzehnten nach Schätzungen um 50% steigen wird, be-
BRITTA BIRON
P
etticoat, Karottenhose, 80er-Schulterpolster oder Plateausohlen – während in der Mode solche RĂźckschritte in die Vergangenheit keinen sonderlichen Schaden anrichten (auĂ&#x;er dass sie gelegentlich das Auge beleidigen), hĂśrt sich der SpaĂ&#x; mit Retro bei der Energiegewinnung aber auf. Sollte man glauben. Tatsächlich aber sind Politik und Energieerzeuger zumindest in Deutschland, wo man in den letzten Jahren den Ausbau der Alternativen Energien ja besonders engagiert vorangetrieben hat, mittlerweile anderer Meinung. Vor einem Monat hat RWE die ErĂśffnung seines neuen BoA-Kraftwerks, dem weltgrĂśĂ&#x;ten Braunkohlekraftwerk, mit viel Pomp gefeiert, und der Energieriese Vattenfall arbeitet mit Hochdruck an der Erweiterung des Braunkohle-Tagbaus. Die Kumpels freuen sich natĂźrlich Ăźber die langfristige Sicherung ihrer Arbeitsplätze, Politik und Betreiber betonen, dass das alles fĂźr die Sicherung der kĂźnftigen Stromversorgung notwendig sei, und die EU schafft den Spagat, einerseits hohe Klimaziele einzufordern und andererseits mit gĂźnstigen CO2 ;FSUJĂŒLBUFO EFO energetischen Schritt zurĂźck BVDI OPDI ĂŒOBO[JFMM zu unterstĂźtzen. FĂźr mich stellt sich jetzt die Frage, ob die Energiewende vielleicht eine 360 Grad-Kehrtwendung wird.
„Alle Richtlinien werden, ob sie einen positiven Effekt vor Ort und in der Praxis zeigen.“ JOHN BRISCOE
steht ein dringender Bedarf fĂźr eine engere Beziehung zwischen beiden Bereichenâ€?, so Torgny Holmgren, Executive Director des Stockholm International Water Instituts, im Rahmen der Weltwasserwoche, die kĂźrzlich in der Schwedischen Haptstadt unter dem Motto „Wasser und Energie“ stattfand. Insgesamt diskutierten 3.000 Experten aus Ăźber 140 Ländern in mehr als 100 Seminaren, Workshops und Veranstaltungen die brisante Problematik. „Es gibt keine LĂśsung der Wasserkrise fĂźr alle Ewigkeit; stattdessen einen Kreislauf von He-
Š Panthermedia.net/Josef Mßllek
mĂźssen daran beurteilt
Professor John Briscoe wurde fĂźr seine umfassende Arbeit heuer mit dem Stockholmer Wasserpreis ausgezeichnet.
rausforderungen und LĂśsungen“, so Professor John Briscoe, der in diesem Jahr mit dem Stockholmer Wasserpreis geehrt wurde.
„In Deutschland werden gerade einmal 17% der verfßgbaren Wasserressourcen genutzt. Bereits heute gehÜren wir im internationalen Vergleich mit 120 Liter durchschnittlichem Verbrauch pro Kopf und Tag zur Spitze der Wassersparnationen.�
Steigender Bedarf Auch Industrievertreter, wie Wolfgang Burchard, GF des deutschen VDMA Fachverbands Armaturen, sind der Ăœberzeugung, dass der Versuch einer allumfassenden LĂśsung der falsche Ansatz ist; in diesem Zusammenhang kritisierte Burchard auch die Bestrebungen der EU, die europäische Wasserwirtschaft unter einen Hut zu bekommen. Zu unterschiedlich seien die jeweiligen länderspezifischen Gegebenheiten.
Nationale Unterschiede Daher sollte der Fokus hier weniger auf Einsparungen, sondern vielmehr auf dem Erhalt der Trinkwasserqualität liegen, die aber durch eine Reduzierung der Durchflussmengen oder eine niedrigeren Temperatur in Warmwasserleitungen gefährdet wäre. Ganz anders sieht die Sache dort
aus, wo Wasser Mangelware und mehr Effizienz nach einhelliger Meinung der Konferenzteilnehmer eines der besten Instrumente im Kampf gegen Armut und Hunger darstellt. Neil Macleod von eThekwini Water and Sanitation (der sĂźdafrikanische Wasserversorger erhielt den Stockholm Industry Water Award) nannte als Beispiel dafĂźr die wasserlose Toilette: „Jene mit WasserspĂźlung sollten der Geschichte angehĂśren.â€? „Alle Richtlinien mĂźssen daran beurteilt werden, ob sie einen positiven Effekt vor Ort und in der Praxis zeigenâ€?, so Briscoe zur Wichtigkeit gezielter und individueller MaĂ&#x;nahmen. www.siwi.org
Konferenz Hamburg
SW Umwelttechnik Gutes Ergebnis im 1. Halbjahr
LĂśffler STeP-Zertifikat fĂźr nachhaltige Produktion
Windenergie
Plus bei Umsatz und Ergebnis
Vorreiter in der Textilindustrie
Hamburg. Die Speicherung von Windstrom ist auf der WindEnergy Hamburg (23. bis 26. September) ein wichtiges Thema, schlieĂ&#x;lich ist dies ein wesentlicher Punkt fĂźr den Erfolg der Energiewende. Verschiedene Windenergie-Unternehmen zeigen auch Komponenten und LĂśsungen fĂźr das Speicherthema, so etwa General Electric (GE) die Turbine „Brilliant“, ein 2,5MWModell fĂźr Standorte mit niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten. Weitere Messe-Schwerpunkte sind Elektromobilität, Wasserstoff und Brennstoffzellen. www.windenergyhamburg.com
Š SW Umwelttechnik
Unternehmen präsentieren technischen Stand der Windenergie.
Bernd Wolschner, Vorst. SW Umwelttechnik, rechnet mit weiterem Plus.
gern. Die Betriebsleistung liegt mit 23,5 Mio. ₏ deutlich ßber dem Vorjahreswert (19,5 Mio. ₏), und sowohl EBITDA (2,2 Mio. ₏ gegenßber 1,1 Mio. ₏) als auch EBIT (0,6 Mio. ₏ gegenßber -0,6 Mio. ₏) konnten um jeweils mehr als 1 Mio. ₏ zum Vorjahr gesteigert werden.
Ried/Zßrich. Als erstes Unternehmen in Österreich wurde der Premium Sportswear-Anbieter LÜffler mit dem STeP by Oeko-Tex-Zertifikat fßr seine nachhaltige Textilproduktion ausgezeichnet. „Damit kÜnnen wir einen durchgängigen transparenten Produktionsprozess gewährleisten – inklusive der zertifizierten vor- und nachgelagerten Stellen. Das wird beispielsweise bei der Auswahl naturnaher Grundmaterialien, beim
Positive Aussichten In Ungarn wird im Bereich Wasserschutz mit einer gleichbleibend guten Bautätigkeit gerechnet, in der Infrastruktur mit einem leichter RĂźckgang. In Rumänien geht man, trotz der Unsicherheiten, die aufgrund der Wahlen im Herbst mĂśglich sind, von einem kleinen Plus bei Umsatz und Ergebnis aus. In Ă–sterreich hat sich das Unternehmen auf das rezessive Marktumfeld eingestellt und erwartet nur einen leichten RĂźckgang gegenĂźber dem guten zweiten Halbjahr des Vorjahrs. „FĂźr das Gesamtjahr erwarten wir bei einer leichten Umsatzsteigerung ein verbessertes Betriebsergebnis“, so Vorstand Bernd Wolschner. www.sw-umwelttechnik.com
minimierten Energieverbrauch und der umweltgerechten Abfallentsorgung deutlich“, so GF Otto Leodolter, und Helene Melnitzky, Bereichsleiterin Ă–kologie am Ă–TI ergänzt: „LĂśffler hat in Ă–sterreich eine Vorreiterrolle Ăźbernommen. Besonders hervorzuheben ist die innovative, soziale und nachhaltige Firmenkultur. Durch die Zertifizierung kann das glaubwĂźrdig nach auĂ&#x;en dokumentiert werden.“ XXX MPFGĂ?FS BU
Š Oeko-Tex International
Š HMC/H.G. Esch, Ingenhoven Architects
Klagenfurt. Die SW Umwelttechnik konnte die positive Entwicklung vom Jahresbeginn auch im zweiten Quartal halten. Die Entwicklung der Märkte in CEE hat sich besonders im Bereich Wasserschutz weiter stabilisiert. Der Umsatz mit Industriekunden ist gestiegen, bleibt aber auf niedrigem Niveau, der Wohnbau ist nach wie vor extrem schwach. Insgesamt konnte man den Umsatz im 1. Hj auf 22,4 Mio. ₏ stei-
Helene Melnitzky (Bereichsleitung Ă–kologie beim Ă–TI), Robert LĂścker (CEO Ă–TI) Ăźberreichen die Auszeichnung an LĂśffler-GF Otto Leodolter (links im Bild).
I NNOVATI ON & UNTE R NEHME N
Freitag, 12. September 2014
industrialtechnology – 61
Industrie 4.0 Die Erwartungen und technischen Fortschritte sind hoch, Umsetzung kommt nur langsam in Schwung
Katalog Quality Austria
Anlaufschwierigkeiten
Programm für nächstes Jahr
Behäbiger Start Und bei nicht wenigen Industriebetrieben, die die ersten Initiativen im Bereich der Visualisierung und Vernetzung gesetzt haben, war die anfängliche Euphorie rasch vorbei und die ersten Gehversuche bald auch wieder beendet. Der Grund: Die Kostensenkungen und Arbeitserleichterungen waren größtenteils nicht eindeutig nachweisbar.
Projektleiter Georg Güntner präsentierte die Studie von Salzburg Research.
Für Günter Loidl, Instandhaltungsexperte bei dankl+partner consulting, nicht verwunderlich: „Die Herausforderung sind nicht die technischen Lösungen, sondern die Einbindung und Qualifizierung der beteiligten Personen. Abteilungsübergreifendes, vernetztes Arbeiten fordert vermehrt Kommunikationskompetenzen ein; diese entstehen nicht einfach so, sie müssen professionell trainiert werden.“ Und Industrie 4.0 scheint, so die Ergebnisse der Unternsuchung, ein Thema zu sein, bei dem nicht Größe, sondern Tempo zählt. Kleine, innovative Unternehmen werden die Gewinner dieser Entwicklung sein. So geben etwa 35% der Studienteilnehmer aus Unternehmen mit
weniger als 500 Mitarbeitern an, mobile Endgeräte bereits in ihrer Instandhaltung zu nützen, mehr
© Quality Austria
als 60% nützen zentrale Datenspeicherung in der Instandhaltung, und etwa die Hälfte plant in den kommenden fünf Jahren die Einführung einer sensorischen Überwachung ihrer Anlagen. Große, internationale Konzerne könnten hier also langfristig das Nachsehen haben. In den kommenden Monaten werden die Forscher untersuchen, wie sich der Trend zur Virtualisierung und Vernetzung auf die Industrie und konkret auf die Instandhaltung auswirkt; erhoben werden Chancen, Gefahren und Möglichkeiten, die sich aus dem Einsatz von Internet-Technologien ergeben und daraus dann eine Forschungs-Road Map für Österreich erstellt. http://instandhaltung40. salzburgresearch.at
Das Ausbildungsprogramm wurde für das nächste Jahr erweitert.
„Oftmals wird die technische Realisierbarkeit mit der tatsächlichen Umsetzung gleichgesetzt; das ist aber ein © IV Salzburg/Neumayr
Salzburg. Spätestens seit dem diesjährigen Forum Alpbach ist jedem klar: Die Zukunft liegt in der intelligenten, total vernetzten Produktion. Zwar ist klar, dass man davon noch ein Stück weit entfernt ist, aber die Präsentationen der dafür notwendigen Anwendungen und Produkte häufen sich. Doch was technisch grundsätzlich schon möglich ist, hat mit der Praxis in den Unternehmen oft wenig gemeinsam, wie jetzt eine Studie von Salzburg Research für die Instandhaltungsbranche herausgefunden hat. Projektleiter Georg Güntner von Salzburg Research dazu: „Nach wie vor haben nur wenige Unternehmen innerbetriebliche Visualisierungsmaßnahmen in Pilotprojekten umgesetzt. Die von uns befragten Experten schätzen, dass erst in etwa 5 bis 20 Prozent der Unternehmen erste Initiativen gesetzt wurden.“
© C. Stummer Photography
Salzburg Research hat untersucht, inwieweit die 4. industrielle Revolution schon Realität ist.
fataler Irrtum.“ GÜNTER LOIDL
Wien. Die bewährten Angebote im Bereich Integrierte Management-Systeme wurden weiterentwickelt und dazu neue Schwerpunkte ins Programm aufgenommen. Klar im Fokus liegt das Qualitätsmanagement, darüber hinaus werden auch Themen wie Energiemanagement, Lebensmittelsicherheit, Bauwesen, Sicherheit, Umwelt, Konsumgüter, Non Food und CSR angeboten. „In letzter Zeit häufen sich die Anforderungen für Unternehmen im Qualitätsmanagement, etwa durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Aber auch durch wirtschaftlich bedingte Einflüsse, wie zum Beispiel Einsparungen durch effizienteres Energiemanagement, gibt es Handlungsbedarf“, weiß Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria. www.qualityaustria.com
Wirtschaftsfachberichterstattung bis zu 4x pro Woche. Auch über Ihre Branche. Werden Sie Teil der medianet b2b Community mit über 100.000 Entscheidungsträgern, die bereits medianet digitalpapers lesen. Kostenlos.
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Muskeln hatte ich keine. Und ich war ein eher kleiner Bub. Trotzdem habe ich es beim Judo bis in die Nationalmannschaft geschafft. Meine Spezialität war der „Selbstfaller rückwärts“. Dabei nutzt man den Schwung des Gegners aus. Bringt sich selbst zu Fall – und katapultiert damit den Angreifer über sich hinweg. Das braucht nicht viel Kraft, der Gegner besiegt am Ende sich selbst. Der Trick gelingt natürlich nur mit viel Einfühlungsvermögen, taktischer Voraussicht und Könnerschaft. Judo ist eine Haltung, die mich heute noch stärkt, in der Prozessführung wie im Schiedsverfahren. Höhepunkt dieser Disziplin ist das Auseinandergehen, das gesichtswahrende… Dr. Christoph Leon . Prozessführung und Schiedsverfahren, Collaborative Law
W W W . F P L P. A T
A-1060 Wien, Am Getreidemarkt 1 Tel: +43 1 58258 . fplp@fplp.at www.fplp-bloggt.at
I NNOVATION & UNTER NE HMEN
62 – industrialtechnology
Freitag, 12. September 2014
AMB 2014 Nächste Woche geht eine der wichtigsten Messen der Metallbearbeitungsbranche über die Bühne
SHORT
Kollege Roboter hilft an der Werkzeugmaschine
© Lenzing/Stefan Soeser
Plus bei Mengen, aber Minus beim Umsatz
Im Fokus stehen heuer Facharbeitermangel, Verbundstoffe und das Trendthema Industrie 4.0. BRITTA BIRON
Peter Untersperger, Vorsitzender des Vorstands der Lenzing AG.
„Höhere Effizienz und Produktivität stehen in direkter Verbindung mit
Gerüstet für Industrie 4.0: Die CELOS-Apps von DMG Mori für durchgängige Verwaltung, Dokumentation und Visualisierung.
der Automatisierung
Im Fokus der heurigen Messe steht neben dem Facharbeitermangel in MINT-Berufen sowie den Verbundstoffen aber ganz klar das alles beherrschende Thema Industrie 4.0. „Mit den Lösungen der Vision Industrie 4.0 wird software- und informationstechnisch die mechanische Integration weiterer Bearbeitungstechnologien in der spanenden Werkzeugmaschine unterstützt. Das beste Beispiel ist die Integration generativer Fertigungsverfahren in Form von Hybridmaschinen, mit denen das Auftragen von Material und die spätere spanende Nachbearbeitung zur kostengünstigen Herstellung beliebiger Formen und Konturen in einer Maschine möglich ist”,
rund um die Werkzeugmaschine.“
Vetropack punktet mit glasklaren Vorteilen
THOMAS BAUERNHANSL LEITER DES FRAUNHOFER-IPA
© Vetropack
Noch spürt die Branche davon aber nichts und freut sich auf die AMB, die wichtigste Fachmesse des heurigen Jahres, auf der sich nächste Woche rund 1.300 Aussteller aus 27 Nationen (stärkste Ausstellerländer neben Deutschland sind Schweiz, Italien, Japan, Spanien, Taiwan und Österreich) präsentieren.
4,7 Mio Euro wurde in die Entwicklung der neuen Flasche investiert.
Pöchlarn. In Kürze wird Vetropack Austria eine neuartige Mehrwegflasche aus Sicherheitsglas auf den Markt bringen. Sie ist leichter und auch stabiler als herkömmliche Mehrwegflaschen, was sich einerseits positiv auf den Transport auswirken wird, andererseits aber auch in der Herstellung Rohstoff, Energie und CO2 spart. Zudem reduziert die Wiederverwendbarkeit auch die Müllmenge. „Mit dieser Hardglass-Entwicklung für Flaschen, die wir zusammen mit Emhart Glass durchführen, leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz“, so Marketingleiterin Andrea Petrasch gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. www.vetropack.at
© DMG Mori/Kuhnle+Knoedler
Stuttgart. Der Werkzeugmaschinenund Präzisionswerkzeugindustrie geht es derzeit gut. Die Prognosen für heuer sind durchweg positiv, es wird mit Zuwächsen auf breiter Basis gerechnet. Allerdings ist man sich durchaus bewusst, dass sich die Lage auch rasch ändern kann. „Es darf bei allen Erfolgsmeldungen nicht vergessen werden, dass der schwelende RusslandKonflikt der Branche nachhaltig Probleme bereiten kann, deren Ausmaß wir heute noch nicht beurteilen können“, sagt Wilfried Schäfer, GF des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW).
Lenzing. Trotz des Rekordabsatzes von Faserprodukten und den positiven Auswirkungen des seit 2013 laufenden Kosteneinsparungsprogramms excelLENZ musste Lenzing im hersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 9,1% auf 900 Mio. € verbuchen. „Angesichts des anhaltend schwachen Markts schärfen wir die bis 2016 angepeilten Kosteneinsparungen von 160 Mio. jährlich nochmals nach“, erklärt Lenzing-Vorstandsvorsitzender Peter Untersperger. Gleichzeitig werden Investitionen auf ein Mindestmaß reduziert und als Gegenstrategie zum anhaltend starken Preisverfall der Fokus noch stärker auf Spezialfasern (mit der Inbetriebnahme des neuen Tencel-Werks steigt die Produktionskapazität von bisher 155.000 auf rund 220.000 t p.a.) und den stabileren NonwovensSektor gelegt. www.lenzing.com
sagt Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-IPA. Dass Google mittlerweile acht Roboterhersteller gekauft hat, darunter Boston Dynamics, Deepmind Technologies und Redwood Robotics, sei ein Indiz und ein deutliches Zeichen, dass es von der Vision zu Realität nicht mehr weit ist. Bei der digitalen Vernetzung der Produktion sind im Fertigungsbereich nicht nur die Hersteller von Werkzeugmaschinen gefordert. Vielmehr sind sie darauf angewiesen, dass ihre Komponentenlieferanten „mitspielen“. Werkzeugmaschinenbauer wünschen sich vor allem offene, standardisierte Schnittstellen. „Von industrieller Anwendungsreife sind viele Systeme aber noch
weit entfernt; zudem dürften die neuen System auch teurer als erprobte „dumme“ Bauteile sein, daher muss der Mehrpreis durch einen direkten Mehrwert gerechtfertigt werden”, so Alexander Broos, GF des VDW-Forschungsinstituts. Allerdings weist er auf eine noch zu lösende Problematik abseits aller technischen Machbarkeit hin: „Die Praxis scheitert oft an Detailfragen, die in der Gesamtvision leider untergehen: Kann eine Maschine jahrelang ohne Updates betrieben werden? Wie sicher sind die Daten? Wer haftet für Gefährdungen durch selbstvernetzte Systeme, wenn kein menschlicher Einfluss mehr gewünscht oder möglich ist?“ www.messe-stuttgart.de
Getzner Werkstoffe Britisches Verkehrsministerium setzt auf innovativen Schwingungsschutz aus Vorarlberg
Weniger Lärm, Verschleiß und Vibrationen Bürs. Der Schienenfahrzeughersteller Hitachi hat im Rahmen des „Intercity Express Programme” des britischen Verkehrsministeriums Getzner Werkstoffe als Exklusivlieferanten für Waggonbodenlagerungen ausgewählt. „Wir haben den Auftrag erhalten, weil unsere Werkstoffe die beste Performance aufweisen, wir bereits einschlägige Erfahrung bei
der Ausstattung von Schienenfahrzeugen haben und unsere Lösung die wirtschaftlichste war. Entscheidend waren aber auch unsere internationalen Referenzen auf diesem Gebiet und die externen Gutachten, die die hohe Wirksamkeit und das ausgezeichnete Langzeitverhalten unserer Werkstoffe belegen”, so Lukas Tschann, Projektmanager bei Getzner.
Der Vertrag wurde für vier Jahre geschlossen – in diesem Zeitraum werden die Böden aller für das Programm gefertigten Züge von Getzner ausgestattet – und hat einen Wert von einer Mio. €. Die elastischen schwingungsisolierenden Lager in den Waggonböden bestehen aus dem jüngst von Getzner auf den Markt gebrachten feuerabweisenden Werkstoff Sylomer FR; er entspricht den Anforderungen der Brandschutznorm DIN 45545-2 für Schienenfahrzeuge.
© Getzner Werkstoffe
Viele Vorteile
L. Tschann (Project Manager Getzner), J. Freitag (Hitachi Rail Europe Ltd), T. Dorfner, Head of Sales Getzner), J. Foster, Procurement Director, Hitachi Rail Europe Ltd.
„Unsere Hightech-Elastomere sind trotz der geringen Bauhöhe hochwirksam und sichern so die Einhaltung des vom britischen Verkehrsministerium geforderten Geräuschpegels im Fahrgastraum. Ihr Einsatz verringert die Übertragung von Vibrationen auf die Inneneinrichtung, die Konstruktion und die elektronischen Komponenten. Aber auch Lärm und Verschleiß nehmen ab. Eine elastische Lagerung senkt die Instandhaltungskosten für Hersteller von
Schienenfahrzeugen und ist für Bahnbetreiber ein entscheidendes Verkaufsargument“, fasst Winfried Ries, GF von Getzner Japan, zusammen.
„Entscheidend waren auch unsere internationalen Referenzen auf diesem Gebiet und die externen Gutachten für unsere Werkstoffe.“ LUKAS TSCHANN, PROJEKTMANAGER GETZNER WERKSTOFFE
Zum Einsatz kommen Schwingungsisolierungen aber nicht nur im Bahn- und Baubereich, sondern auch bei Maschinen und anderen technischen Anlagen sowie in der Industrie. www,getzner.com
I NNOVATI ON & UNTE R NEHME N
IV & WKNÖ Investitionsbereischaft der Industrie
Guter Wille und Hürden
© IV/Josef Bollwein/www.flashface.com
Hohe Bereitschaft, aber wenig Spielräume.
industrialtechnology – 63
| BS12-02G |
Freitag, 12. September 2014
Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren
IPC WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und IV-NÖ-Präsident Johann Marihart. HERBERT STRASSER
St. Pölten. 70% der niederösterreichischen Industriebetriebe werden, einer aktuellen Studie der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) zufolge, ihre Investitionen in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich steigern oder ausbauen. Mehr als die Hälfte betreffen Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen-(29 bzw. 25%), 30% betreffen wachstumsfördernde Erweiterungen. „Die Investitionsbereitschaft unserer Industrie ist hoch“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. „Aber die Spielräume sind enger geworden.“ So ist etwa der Anteil jener Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre Investitionen
reduziert haben, von 21% im Jahr 2013 auf 29% gestiegen. 40% der befragten Unternehmen der Industriebetriebe orten ein schlechteres oder viel schlechteres Investitionsklima im Vergleich zu den vergangenen Jahren. „Das ist nicht zuletzt auch als Ausdruck sinkenden Vertrauens in die Reformfähigkeit des heimischen Standorts zu werten“, so IV-NÖPräsident Johann Marihart. Investitionsbremsen sind vor allem hohe Personal- und Lohnkosten an der Spitze, gefolgt von zu hohen Steuern und Abgaben, fehlenden Fachkräften, mangelnder Flexibilität bei Arbeitsregelungen und Lohnkomponenten, mangelhafter Bürokratieeffizienz sowie zu hohen Energie- und Rohstoffkosten. www.iv-net.at
Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards
I/O
Automation
EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module
Software-SPS Software-NC/CNC Safety
Volles Rohr Neuer Großauftrag für China-Tochter
Fokussierung auf Marktbedürfnisse Foshan. Der Auftrag über 25 Extruder für das neue chinesische Werk eines großen Rohrherstellers bestätigt einmal mehr die Erfolgsstory der battenfeld-cincinnati Extrusion Systems Ltd in China. Maßgeblich für den Erfolg im Reich der Mitte sind die drei Extrudertypen solEX-C, conEX-C und twinEX-C, die mit den gleichen Kernkomponenten ausgerüstet sind wie die europäischen Model-
le, durch die Produktion vor Ort in China aber den dortigen Anforderungen sowie Preisvorstellungen der Kunden entsprechen. Seit der Gründung vor 18 Jahren ist die chinesische Tochter kontinuierlich gewachsen, beschäftigt bereits 180 Mitarbeiter auf einem 17.800 m2 großen Areal und erwirtschaftet immerhin schon gut ein Viertel des Umsatzes der gesamten Gruppe. www.battenfeld-cincinnati.com
www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.
IPC I/O Motion
© Battenfeld-Cincinnati
Automation
Vakuumtank für eine Großrohr-Extrusionslinie von battenfeld-cincinnati China.
TR ANS P OR T & LO G I S TI K
64 – industrialtechnology
Freitag, 12. September 2014
Weitere Zuwächse Boomender Online-Handel beflügelt den Paketmarkt, Kundenservice wird immer wichtiger
SHORT
Online-Shopper wollen kostenlose Retouren
© Simon Winnall Photography
Zwei-Mann-Service für schwere Lieferungen
Innovative Lösungen verbessern die hohe Quote der Post bei der Erstzustellung noch weiter. BRITTA BIRON
Kurze Laufzeiten und Lieferung zum Wunschtermin bis in die Wohnung
„Die vielfach diskutierte Einführung eines Portos für Retouren
An die kostenlosen Retouren haben sich die Konsumenten gewöhnt und wollen darauf auch nicht verzichten.
hätte auf das Einkaufs-
gen stellen Paketdienstleister hinsichtlich der Erstzustellquote und Retourenabwicklung vor entsprechend große Herausforderungen. Eine probate Gegenstrategie ist eine möglichst hohe Quote bei der Erstzustellung; hier kommt die Österreichische Post auf 71%, wobei drei Viertel direkt an den Empfänger zugestellt, 9% beim Nachbarn hinterlegt und 14% in der Filiale abgeholt werden. Um die Erstzustellquote weiter zu erhöhen, weitet die Post ihren Service aus und hat bereits rund 7.300 Empfangsboxen in Wohnanlagen installiert. Geöffnet werden können diese nur vom Empfänger mittels RFID-Chip. Per Post-App kann der Empfänger die Lieferung auch an eine andere Adresse umleiten. Und auch der Gelbe Zettel hat den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft: Er kommt nun als E-Mail-Benachrichtigung auf das Smartphone oder Tablet.
verhalten einen signifi-
DB Schenker startet neue Bahnverbindung
kanten Einfluss.“
Wien/Zhengzhou. Schneller als per Schiff, günstiger als mit dem Flugzeug ist die neue Bahnverbindung zwischen Hamburg und China, die DB Schenker seit Kurzem anbietet. Am 1. September ist ein von DB Schenker zusammen mit der Stadt- und Hafenverwaltung von Zhengzhou organisierter Containerzug von Hamburg in die zentralchinesische Metropole Zhengzhou gestartet. Logistikvorstand Karl-Friedrich Rausch: „Der zunehmende Warenverkehr mit China bietet viel Potenzial; auch die Nachfrage für Transporte in Richtung China auf der Schiene wächst.“ www.dbschenker.at
© Österreichische Post
Wien. Dass die Paketdienstleister vom wachsenden Online-Handel profitieren, ist eine Tatsache. Wie die Trends da im Details für Österreich aussehen, hat die Österreichische Post von Kreutzer Fischer & Partner untersuchen lassen; die Ergebnisse liegen jetzt vor. In der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen kaufen bereits mehr als 90% zumindest einmal im Halbjahr online ein. Für alle Altersgruppen beträgt die Quote knapp 70%.
Bonn. Online werden längst nicht mehr nur Bücher, CDs und Mode bestellt, sondern zunehmend auch Möbel. Daher hat DHL für Sendungen bis vier Kubikmetern und einem Gewicht von bis zu 100 kg in Deutschland und Österreich jetzt das neue Servicepaket „2-Mann-Handling“ eingeführt. Der DHL-Kundenservice stimmt den genauen Zustelltermin bereits im Vorfeld mit dem Empfänger ab und meldet sich noch einmal kurz vor dem Eintreffen; der Transport endet zudem nicht an der Bordsteinkante, sondern die DHL-Zusteller bringen die neuen Möbel oder Elektrogeräte direkt ins Haus. www.dhl.de
ANDREAS KREUTZER, GF KREUTZER, FISCHER & PARTNER
Bestellt werden im Wesentlichen Bekleidung, Schuhe, Lederwaren mit 41% aller Bestellungen; Medien wie Bücher, CDs, Videos und Software kommen auf 31%, und Elektrogeräte und Computer auf 19% . Insgesamt hat der heimische B2C-Paketmarkt ein Volumen von 42 Mio. Paketen und wächst kontinuierlich, zuletzt um 1,5%. Steigende Bestellmengen erhöhen aber auch die Retouren. Rund 9 Mio. Pakete schicken die heimischen Konsumenten jedes Jahr zurück, und die steigenden Men-
„Die Post arbeitet laufend an Innovationen, wie zum Beispiel an Same-Day-Delivery oder der Abendzustellung. Wir sehen uns als Innovator und Treiber im Paketgeschäft“, sagt Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post AG.
40% der Besteller selektiver auswählen, um Retouren und damit Kosten zu vermeiden“, so Andreas Kreutzer, GF Gesellschafter von Kreutzer, Fischer & Partner. www.post.at
Laufende Innovationen Auch bei der Retourenabwicklung hat die Österreichische Post die Nase vorn: Über 95% der Retouren werden über die Post abgewickelt und der Service wird weiter ausgebaut. In über 200 SBZonen können Pakete einfach und ohne Wartezeiten rund um die Uhr aufgegeben werden. „Die vielfach diskutierte Einführung eines Retourportos hätte auf das Einkaufsverhalten von 80% der Konsumenten einen signifikanten Einfluss. So würden 60% weniger oft bestellen sowie
Weiterer Ausbau Batteriehersteller Banner investiert sieben Millionen Euro in neues, innovatives Hochregallager
© Deutsche Bahn
Die Grundlage für das weitere Wachstum Linz. Vor rund einem Jahr hat der Batteriehersteller Banner eine eigene Supply Chain eingerichtet. Ziel des zugrundeliegenden Prozessmodels ist die optimale Organisation der Versorgungskette, um einerseits die Kundenzufriedenheit zu steigern und andererseits eine niedrigere Bindung von Betriebsmitteln zu erzielen.
Karl-Friedrich Rausch (re.) und Xie Fuzhan (Gouverneur von Henan).
Neue Software für Transdata-Nutzer
hen und die Produktion daher deutlich flexibler an die Saisonalitäten des Batterieverkaufs ausgerichtet werden. Errichtet wurde das automatisierte Hochregallager in Silobauweise auf einer Fläche von rund 1.750 m2 mit einer Gebäudehöhe von 20 m. Als Brandschutz wird anstelle einer klassischen Sprinkleranlage eine Sauerstoffreduktion implementiert. Dank einer vollautomatischen Übergabestation und Regalbestückung können pro Stunde bis zu 60 Paletten ein- oder 90 Paletten ausgelagert werden. Das Investitionsvolumen des Projekts, mit dem der OÖ Intralogistiker TGW beauftragt wurde, beträgt insgesamt rund 7 Mio. €.
primäres Ziel ist und bleibt eine nachhaltige, wirtschaftlich gesunde Unternehmensausrichtung. 2014 wollen wir die Absatzmenge
„Durch die zusätzlichen 10.000 Palettenplätze kann die Produktion flexibler auf die Nachfrage ausgerichtet werden.“ ANDREAS BAWART, GF BANNER
Investition in Zukunft
© Banner
Bielefeld/Berlin. Transdata Softund Hardware und Optimal Systems haben eine Kooperation vereinbart. Dadurch können Anwender der Transdata-Speditionssoftware Komalog eine neue Integration des Enterprise-Content-Management (ECM) Systems „enaio“ nutzen, die sämtliche geschäftsrelevante Daten und Dokumente zentral in einheitlichen digitalen Akten verwaltet. Nutzer können direkt aus Komalog auf die archivierten Dokumente und Informationen zugreifen. Darüber hinaus unterstützt enaio Unternehmen auch bei der revisionssicheren Dokumentation aller Vorgänge. www.transdata.ne
Vor diesem Hintergrund ist der Bau eines vollautomatischen Hochregallagers im Werk Linz-Leonding zu sehen, mit dessen Errichtung im Oktober des Vorjahres begonnen wurde. Nach der Fertigstellung, die laut Plan im Dezember dieses Jahres erfolgen wird, werden dem Unternehmen zusätzlich rund 10.000 Palettenplätze zur Verfügung ste-
Das automatisierte, 20 Meter hohe Hochregallager wurde in Silobauweise errichtet.
Seit 2010 hat sich Banner die Modernisierung und Erweiterung seiner Produktionsanlagen 40 Mio. € kosten lassen. Dies sei eine wichtige Grundlage für das weitere Wachstum des Unternehmens, so Banner GF Andreas Bawart; er führt weiter aus: „Unser
im europäischen Nachrüstmarkt mit den Marken Banner und Duracell wieder steigern. In der Erstausstattung werden mit einer zusätzlichen Produktlinie einer Start/ Stopp-Batterie unsere Position in diesem Zukunftsmarkt stärken.“ www.bannerbatterien.com
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 65
STARKE TOURISMUSANLEIHE
Strategie gegen die Kreditklemme und für Investitionen in Tourismusbranche Seite 66
ABENTEUER YUCATÁN © Wikimedia
© Prodinger/GFB
destination Meier’s Weltreisen bietet abenteuerliche Rundreise durch das Maya-Land Seite 68
ALLES BIO! O! ND SALZBURGERLAND NEN KOOPERATIONEN © SalzburgerLand
Top-Profis positionieren Detur nun in Österreich
© Dertour
SHORT
Wien. Im neuen Look präsenWien präsen tiert sich die gratis Dertour „easy2book“-Buchungshilfe GscheitDER, die jetzt, abgesehen von den Schritt-fürSchritt-Anleitungen, auch Crew-Tipps von Austrian Airlines und zusätzlichen Amadeus-Infos enthält. „Wir hoffen, mit der neuen Buchungsanleitung den Geschmack der Reisebürokollegen getroffen zu haben; ich denke, dass wir nun eine praxisnahe, realistische Anleitung haben“, so Jörg Fermüller, Leitung Verkaufsförderung bei Dertour Austria. Bestellungen: vertrieb@dertour.at
© Incert
Sena Uzgören Der ehemalige COO der TUI Austria Holding ist jetzt seinen ExKollegen Philipp Schauer und Affan Kay beim Aufbau des neuen Veranstalters Detur Austria behilflich und hat ehrgeizige Pläne für Deutschland. Seite 66
© Detur Austria/Richard Tanzer
Wien. Günther Praher, GF von Incert und Spezialist bei der Umsetzung von Gutscheinsystemen für Vertrieb, Marketing und Gästebindung im Tourismus (Bild), bietet der Hotellerie für das Weihnachtsgeschäft eine Verkaufslösung für alle Kommunikationskanäle mit mobiler Darstellung, Facebook-Integration, Incert-App oder Passbook-Anbindung. „Mit dem Incert Multichannel-Paket haben wir unsere Reichweite beim Gutscheinund Geschenkkartenverkauf deutlich erhöht“, so Franz Gmachl vom Wellnesshotel Gmachl in Salzburg-Bergheim. www.incert.at
Arcotel Hotel AG Leitung österreichische Hotelgruppe
Wien. In St. Johann in Tirol können Wintersportfreunde im lti alpenhotel Kaiserfels ihren Urlaub direkt an der Skipiste genießen. Die Skischule mit Skiverleih ist im Haus. Das neu eröffnete Vier Sterne-Hotel ist exklusiv bei Rewe Austria Touristik (ITS Billa oder Jahn Reisen) buchbar. Drei Nächte mit Halbpension bei eigener Anreise sind p.P. ab 168 € buchbar. www.itsbilla.at
© Arcotel Hotels
© Rewe Austria Touristik
Martin Lachout ist neuer Vorstand
Martin Lachout: Impulse im Hotelmanagement und der Produktentwicklung.
Wien. Martin Lachout wechselt nach 23 Jahren bei Vienna International zur österreichischen Hotelgruppe Arcotel Hotels. Der 53-jährige wird in seiner neuen Funktion als Vorstand für zehn Arcotel Hotels mit derzeit 810 Mitarbeitern verantwortlich sein. Dazu Lachout: „Die Eckpfeiler für den zukünftigen Erfolg stehen bereits. Gemeinsam mit dem Team werden wir den Herausforderungen mit Veränderungsbereitschaft und Umsetzungsstärke begegnen, um die Arcotel Hotels in Österreich, Deutschland und Kroatien weiter auszubauen.“ www.arcotelhotels.com
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Freitag, 12. September 2014
Detur Austria Veranstalter bietet gemeinsam mit renommierten Airlines und ausgewählten Hotels Pauschalreisen
KOMMENTAR
Ehemalige TUI-Elite mit neuen Strategien im Spiel
LOT ist finanziell im Steigflug
Sena Uzgören, Affan Kay, Philipp Schauer und Ursula Wejrowsky bieten österreichische Packages. GEORG BIRON
Wien. Der All-inclusive-Markt in Österreich „ist noch lange nicht ausgereizt, für Qualität ist immer Platz“, sagt Sena Uzgören, einer der erfahrensten Touristiker des Landes und von 2007 bis 2013 COO (Chief Operations Officer) der TUI Austria Holding. Seit April 2014 fungiert Uzgören als COO von Detur International, der türkischen Muttergesellschaft des neu gegründeten österreichischen Reiseveranstalters Detur Austria, der von Affan Kay (früher Markenverantwortlicher bei Gulet Touristik) und Philipp Schauer (früher Controller bei der TUI Austria Holding) geführt wird.
GEORG BIRON
G
Den Detur International-Gründer und CEO Firuz B. Baglikaya kennt Uzgören schon lange. „Nach meinem Abgang von der TUI haben wir Gespräche geführt, und ich habe erkannt, dass unsere Ziele die gleichen sind. Bei Detur International geht es ja nicht nur um Österreich; die gesamte Gruppe bietet Möglichkeiten zur Expansion und ist eine Herausforderung für mich“, so Uzgören. Derzeit geht es darum, Detur in Österreich zu etablieren. Ab 2016 wollen die Türken in Deutschland an den Start gehen – mit einer exklusiven Hotelmarke. Uzgören pendelt mittlerweile zwischen drei Büros hin und her: Da gibt es die Detur-Zentrale in Antalya, ein Büro in Wien, wo seine Familie lebt, und in Istanbul nützt er das Büro von Firuz Baglikaya. 25.000 österreichische Urlauber will Detur nächstes Jahr ans Meer bringen – mit speziellen Angebo-
ReiseSalon Hofburg
Erfolgsprodukt für tourismusnahe Betriebe Von GFB & Partner Unternehmensberatung und Hypo entwickelt
Reisen wird zur Passion
Tourismusanleihe als Finanzierungschance
Expansionsmöglichkeiten
Perchtoldsdorf. Vom 17. bis 19. Oktober präsentiert sich der ReiseSalon zum dritten Mal in Folge in der Wiener Hofburg. Kulinarisch wird die Messe von kleinen Köstlichkeiten begleitet, dem sogenannten GenussReiseSalon, der sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung ziehen wird. www.reisesalon.at
© Detur/ATR Productions Werbeagentur
ute Nachrichten sind selten geworden, aber wenn sie dann doch daherkommen, freuen sie uns doppelt: Die Fluggesellschaft LOT Polish Airlines ist finanziell weiter im Aufwind. Nach den ersten acht Monaten des Jahres 2014 ist das polnische Star Alliance-Mitglied im Kerngeschäft zurück in den schwarzen Zahlen. Somit verdient die LOT nach mehreren Jahren des Verlusts erstmals wieder Geld in ihrem Kerngeschäft, dem kommerziellen Flugverkehr. Das Erreichen des Break-even ist ausschließlich auf unternehmenseigene Aktivitäten zurückzuführen. In diesem Jahr gab es keine marktspezifischen Faktoren wie Treibstoffpreise oder Wechselkurse, die das Ergebnis begünstigt hätten, so wie dies teilweise im vergangenen Jahr der Fall gewesen ist. Dank der positiven Entwicklung der Finanzzahlen hat LOT die geplante zweite Tranche staatlicher Unterstützung nicht in Anspruch genommen. 2014 wird außerdem der „Dreamliner-Effekt“ erstmals in die Bilanz einfließen; LOT hatte die Umstellung der Langstreckenflotte auf Boeing 787 im Jahr 2013 abgeschlossen. Die Flugzeuge tragen zu einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs bei und sind gemäß dem Restruktierungsplan von LOT Polish Airlines teilweise im Auftrag anderer Fluggesellschaften im Einsatz.
Detur Austria hat soeben das Winterprogramm präsentiert (von li.): Philipp Schauer, UrsulaWejrowsky und Affan Kay.
ten. Unterstützung hat er dabei von „Freunden in der österreichischen Branche, die Detur vom Start weg Vertrauen entgegenbrachten“. „Die österreichischen Urlauber sind anders als andere Urlauber“, glaubt Uzgören, „die fühlen sich im Urlaub gern wie zu Hause.“ Deshalb war er bei TUI mit den „Blue Collection“-Cluburlauben in der Türkei so erfolgreich, denn dort servierte man den Feriengästen Meinl Kaffee, und zur Geisterstunde um Mitternacht gab es OriginalKäsekrainer. Das war ein Hit. Deshalb will er jetzt bei Detur auch rot-weiß-rote Pakete schnüren: „In Skandinavien bucht man für einen Urlaub im Süden am liebsten Apartments und will jeden Tag woanders essen. Solche Reisen könnten wir hier in Öster-
Zell am See. Bei den Tourismusbetrieben gehen die Erträge – und in der Folge die Investitionen – seit 2007 zurück. Trotz der massiven Zinssenkungen der EZB kam es zu einem deutlichen Rückgang der betrieblichen Ertragskraft (EGT). Der aktuelle Bericht der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) konstatiert eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, auf Branchenebene ebenso wie auf Ebene der einzelnen Betriebe.
Die Anleihe stellt für die Betriebe eine attraktive Alternative zu den schwer zu bekommenden Bankkrediten dar, den Investoren bietet sie attraktive und gesicherte Erträge aus der regionalen Realwirtschaft.
Potenzielle Anleger Die Situation in den öffentlichen Haushalten ist angespannt, die Fremdfinanzierung schwierig.
reich nicht verkaufen“, so Uzgören. Mit NIKI, Austrian Airlines, Sunexpress, Tunisair, Turkish Airlines und deren Tochter AnadoluJet hat Detur Flüge ab Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck angeboten. Knapp mehr als die Hälfte der Hotels sind im Fünf-Sterne-Bereich (in der Türkei sind es sogar 80%).
Österreichische Identität Detur wurde 1993 als Incomingagentur in der Türkei gegründet, zählte dort bald zu den Marktführern und eröffnete im Rahmen einer Wachstumsstrategie im Jahr 1998 einige Auslandsbüros in Skandinavien, in denen man heute nicht nur Urlaubsziele in der Türkei im Programm hat, sondern auch Destinationen in Griechenland, Tunesien,
„Die Betriebe müssen sich auf die neue Situation einstellen. Sie müssen Angebot und Kostenstruktur anpassen und brauchen alternative Finanzierungsmöglichkeiten; mit der Tourismusanleihe können potenzielle Anleger optimal angesprochen werden“, so Roland Haslauer, GF Gesellschafter der GFB & Partner. „Mit der vierten Tranche können wir das Angebot kräftig auswei-
Der Tourismus-Event mit Niveau bedient außergewöhnliche Ansprüche.
Die von der GFB & Partner Unternehmensberatung und der Hypo Salzburg entwickelte Tourismusanleihe wird noch in diesem Jahr ausgeweitet. Die ersten drei Tranchen brachten bei einem Anleihevolumen von 40 Mio. € bereits ein Investitionsvolumen von 130 Mio. €. Nun folgen die vierte Tranche und die Ausweitung auf tourismusnahe Betriebe. Das Konzept der Tourismusanleihe stößt auf große Nachfrage.
© Prodinger/GFB
© ReiseSalon
Alternative zu Krediten
Roland Haslauer, GFB & Partner Unternehmensberatung: „Angespannte Situation“.
Ägypten und Thailand. Nun gibt es auch in Österreich ein Büro. Mit dem Ägypten-Winterprogramm ist man soeben an den Start gegangen. 18 Hurghada-Hotels und eine Nilkreuzfahrt auf Fünf Sterne-Niveau ab Luxor hat man im Portfolio. Außerdem sind noch Restplätze für die Türkei und Griechenland verfügbar. Eine Woche Antalya (Abflüge 13. und 20. September ab Wien, Salzburg, Graz, Linz) ist ab 349 € buchbar, und Rhodos (Abflüge 18. und 25. September ab Wien) gibt’s bereits ab 429 €. „Und bei den Detur-RouletteAngeboten sparen Urlauber viel Geld, wenn sie nur die Destination und die Kategorie bestimmen und sich überraschen lassen“, ergänzt Marketing-Profi Ursula Wejrowsky. www.detur.at
ten“, so Haslauer. Die Emission ist noch für dieses Jahr geplant und wird dieses Mal auch Betriebe wie z.B. den Sportartikelhandel einschließen. „Es ist wichtig, diese Finanzierungsmöglichkeit auf eine noch breitere Basis zu stellen“, ist Haslauer überzeugt.
Für Tourismusbetriebe Durch die Tourismusanleihe erlangen die Betriebe eine neue Unabhängigkeit. Die Bonität orientiert sich am Unternehmer und seinem Geschäftskonzept. Traditionelle Sicherheiten, wie Grundbucheintrag, werden nicht gefordert. Die Liquidität erhöht sich substanziell, da die Rückzahlung erst zum Ende der Laufzeit, d.h. nach acht Jahren, erfolgt. Zusätzlich sind auch Förderungen möglich, da das Fördersystem an Fremdfinanzierungen und neuen Investitionsvorhaben anknüpft; der Anleger kauft hier nicht eine Stückzahl einer Anleihe, sondern einen bestimmten Nominalbetrag. www.prodinger-gfb.at
KOMM & BLE I B
Freitag, 12. September 2014
medianet destination – 67
SalzburgerLand 29 engagierte regionale Gastgeber haben sich „mit Herz & Seele“ dem Thema „Bio“ verschrieben
„Bio Austria“ ist größter Verband der Biobauern und sorgt für große Erfolge der Biolandwirtschaft. linien, die wesentlich über den Standard der EU-Bio-Richtlinie hinausgehen. Man betreut und berät die Biobauern und vertritt deren Interessen bei Politik und Wirtschaft. Diese Initiativen hatten unabhängig voneinander ein gemeinsames Ziel: die regionalen BioProduzenten und den Tourismus im SalzburgerLand zu verknüpfen, auf einem hohen Qualitätsniveau zu arbeiten und den Gästen einen naturnahen und unverfälschten Urlaub zu garantieren.
DINO SILVESTRE
Salzburg. Die Gründungsväter des „BioParadies SalzburgerLand“ werden gern als Vordenker bezeichnet. Sie selbst sehen sich eher in der Tradition von Menschen, die den Kontakt zur Natur nicht verloren und deren Wert nie unterschätzt haben. Sie haben bodenständige Wurzeln, stammen teilweise selbst aus der Landwirtschaft oder sind Touristiker und Hoteliers aus Leidenschaft.
1,75 Mio. € wurden in Loipersdorf investiert © Thermalquelle Loipersdorf/APA-Fotoservice
„Bioniere“ bei der Arbeit
SHORT
Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zum Sonnensauna-Start.
Loipersdorf. Mit der Eröffnung der Sonnensauna ist nun die Neupositionierung der Therme Loipersdorf abgeschlossen. „Wir sind sehr stolz darauf, was wir in den letzten Jahren geschaffen haben. Neben ‚mein Schaffelbad‘, dem Marktrestaurant, dem Fun Park, ‚mein Gesundheitszentrum‘ und neuem Leitsystem ist die Sonnensauna der letzte Puzzlestein, der noch gefehlt hat, um unsere Philosophie in der Therme sichtbar zu machen“, so Wolfgang Wieser, GF Therme Loipersdorf. www.therme.at
Bio-Frühstücksbetriebe Einzigartige Kooperation
Das SalzburgerLand ist europaweit ein echter Vorreiter in Sachen „Bio“.
sam mit Peter Hecht von „BioAustria“ das „Salzburger Bio-Frühstück“. So ist sichergestellt, dass zertifizierte Betriebe und deren Produkte Bestandteil des Salzburger Bio-Frühstücks sind. Die Bio Austria hat wesentlichen Anteil am Erfolg der österreichischen Biolandwirtschaft; knapp zwei Drittel der Biobetriebe sind in diesem Verein organisiert und wirtschaften nach dessen Richt-
nier bezeichnet werden darf. Der vierfache Familienvater trägt für mehrere Bio-Marken und -Projekte die Verantwortung. Geprägt wurde er – wie auch sein Bruder Hermann Rosenstatter vom Bio-Hotel Schiessentobel – durch die Philosophie seines Vaters, der als Landwirt und Obmann der Salzburger Agrarmarketing bereits 1994 seinen Betrieb bio-zertifizieren ließ. Rosenstatter gründete gemein-
Es galt also, weitere starke Partner zu finden, die an die Idee einer touristischen Vermarktungsgruppe, die sich auf biologisches und sehr naturnahes Angebot spezialisiert, glaubten. Fündig wurde man bei SalzburgerLand Tourismus sowie der Vermarkungsplattform „Urlaub am Bauernhof“. Im Frühjahr 1999 wurde der Verein „BioParadies SalzburgerLand“ gegründet. In enger Koop mit dem SalzburgerLand Tourismus werden die Gastgeber des BioParadies SalzburgerLand europaweit bei bioaffinen Zielgruppen vorgestellt. „Das ‚BioParadies SalzburgerLand‘ bedankt sich auch sehr bei einem stillen Förderer: ‚Schützenwirt‘ Daniel Prosche“, so Jäger. www.bioparadies. salzburgerland.com
Ein erfreuliches Sommerergebnis
Blaguss-Thermenshuttle ab Wien
Kitzbühel entwickelte sich auch im Sommer 2014 zu einer gefragten Adresse.
Kitzbühel. Trotz des nicht gerade erhofften sommerlichen Wetters und der Wirtschaftskrise in diversen wichtigen Kernmärkten ist es Kitzbühel Tourismus gelungen, in der Sommersaison 2014 ein positives Nächtigungsergebnis zu erzielen. Im Monat August zählte man 134.951 Nächtigungen und damit 5.022 bzw. 3,87 % mehr als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. Damit legte Kitzbühel das beste Sommer- sowie August-Ergebnis in den vergangenen Jahren hin. „Highlights wie das Tennisturnier lockten die Massen auch im Sommer zu uns“, so Gerhard Walter, GF Kitzbühel Tourismus. www.kitzbuehel.com
© Maxum/Heiltherme Bad Waltersdorf
Heiltherme Bad Waltersdorf Spezialangebot im Herbst
© Medialounge
Kitzbühel Tourismus Sommersaison 2014 war positiv
Viele Herbst-Events im Quellenhotel & Spa in der Heiltherme Bad Waltersdorf.
Bad Waltersdorf. Gäste fahren jetzt mit dem Thermenshuttle der Firma Blaguss direkt von Wien in die Heiltherme Bad Waltersdorf – um 41 € p.P. inklusive Tageseintritt und Sauna ist man dabei. Oder man gönnt sich eine Auszeit von Donnerstag bis Sonntag: Die Übernachtungem im Quellenhotel & Spa**** mit Top-Inklusivleistungen, vier Tage/drei Nächte (Donnerstag bis Sonntag) gibt es ab 357 € p.P. im DZ inklusive Busfahrt. Einzelzimmer-Zuschlag 10 € pro Nacht. Abfahrt ist am Schwedenplatz um 8:00 Uhr. Anmeldung bei Blaguss Reisen unter der Telefonnummer 01/61090-266. www.heiltherme.at
Genussvoller Herbst am Wörthersee Velden. In Velden findet von 12. bis 14. September das 30. Weinfest am Wörthersee statt. Außerdem ist der Wörthersee am 14. September autofrei; da findet nämlich der 18. UPS Radler-SkaterErlebnistag statt. Start ist um 10:00 Uhr bei Minimundus in Klagenfurt. herbst.woerthersee.com
Kooperationsangebot für naturnahe Hotels © Naturidyll Hotel Landhofmühle/Horvath
© SalzburgerLand
So auch Franz Widauer vom Holzhotel Forsthofalm in Leogang, das nun mit dem Staatspreis für Tourismus ausgezeichnet wurde. Er war 1993 Initiator des Vermarktungsvereins Saalachtaler Bauernprodukte, eröffnete als Obmann den Bauernladen in Saalfelden und gründete die Bio-Frühstücksbetriebe „Gruppe Saalachtal“. „Besonders zu erwähnen ist hier auch Marianne Brettermeier vom Gartenhotel Theresia in Saalbach Hinterglemm, die eine der ersten war, die das Salzburger Bio-Frühstück anbot und an der Entstehung der Marke ‚BioParadies SalzburgerLand‘ beteiligt war“, so Projektleiterin Daniela Jäger. Ebenfalls federführend war Robert Rosenstatter, Vorstand der BioArt AG aus Seeham, der seit 1996 als österreichischer Bio-Pio-
Koop Naturidyll Hotels: Auch im Urlaub ist Platz für Nachhaltigkeit.
Perchtoldsdorf. 14 Hotels haben sich bisher dazu entschlossen, der Gruppe beizutreten. Die jährliche Koop-Gebühr liegt bei 3.900 € und ist somit auch für kleine Häuser leistbar. www.naturidyll.com
,05A0.(9;0., -,:;, -l9 ,05A0.(9;0., .f:;, Ob Firmenevent, Jubiläum, Hochzeit oder Geburtstagsfest – das Schick-Cateringteam bietet für jeden Anlass für bis zu 200 Personen das passende Angebot. Ihre individuellen Wünsche liegen uns dabei ganz besonders am Herzen.
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68 – medianet destination
Freitag, 12. September 2014
Inselparadiese Region im Atlantik hält aufgrund ihrer kulturellen Vielfältigkeit für jeden Urlauber Spannendes bereit
SHORT
Karibik ist wieder Hotspot
© Palladium Hotel Group/robertocastano.com
Ushuaia Ibiza Beach Hotel beendet Saison
Europäische Airlines bieten jetzt wieder bessere Flugverbindungen von Europa z.B. auf die Antillen. Eine Kooperation zwischen Air France/KLM und der karibischen WinAir erleichtert die Anreise.
MICHAEL BÄR
Wien. „Gefragt sind derzeit nicht nur die klassischen Karibik-Destinationen, sondern durchaus auch unbekanntere Inseln“, meint Alexander Gessl, GF vom Reiseveranstalter FTI Österreich. Daher habe er als Veranstalter ein breites Angebotsspektrum: „Damit wollen wir für jeden Kunden das Passende anbieten – von AI bis zum Wanderurlaub.“ In der kommenden Wintersaison ist die Karibik übrigens von Mitteleuropa aus noch bequemer zu erreichen. Zahlreiche Airlines haben ihre Flugpläne verdichtet, außerdem sind neue Kooperationen hinzugekommen. Somit rücken auch eher unbekannte Inseln wie z.B. Dominica (dominica.dm) – seit einigen Jahren als top-ethisches Reiseziel gehandelt – damit noch näher an Mitteleuropa heran.
Playa d’en Bossa. Mit einer spektakulären Closing Party bringt das Ushuaia Ibiza Beach Hotel am 4. Oktober seine vierte Ibiza-Saison zum krönenden Abschluss. DJ und Produzent Marco Carola wird die Decks als Headliner übernehmen und die Besucher des Grand Finale mit zwölf Stunden NonstopMusik begeistern. Ebenfalls mit von der Partie ist Ushuaia-Stammgast und ANTS-Frontmann Andrea Oliva, der die Partygäste während des ganztägigen Closing Events mit seinen innovativen Underground Vibes begeistern will. Derzeit zählt Oliva zu den bekanntesten DJs und den begehrtesten Produzenten der Ibiza-Szene. Tickets für die Party sind ab 40 € pro Person im Internet erhältlich. ushuaiabeachhotel.com
„Leider wird unsere Insel sehr oft mit der Dominikanischen Republik verwechselt“, so Tour-Guide Peter „Bushman“ Green. „Dabei ist unsere Heimatinsel viel kleiner. Was Dominica so besonders macht, ist die üppige Natur – der Regenwald, steile Berge, ein kochender See, von Vulkanen gespeiste heiße Quellen und eine vor der Küste lebende Pottwal-Kolonie.“ Wer das Air France-KLM/WinAirAngebot annimmt, sollte sich einen Aufenthalt auf St. Maarten gönnen. Der „karibische Ballermann“ ist schrill und laut, mit internationalen Hotel-Resorts, Luxusvillen, Spielcasinos und allem, was zum Massenferienziel dazugehört. www.fti.at
Aktivrundreise durch das Land der Maya Salzburg. Die Welt der Maya und die Natur stehen im Mittelpunkt der siebentägigen Aktivrundreise „Abenteuer durch den Süden Yucatáns“ von Meier’s Weltreisen. Wer sich lieber frei in der Natur bewegt, statt im Reisebus zu sitzen, der ist hier genau richtig.
Eine Woche in der Villa mit VP und Flug ab Wien gibt’s ab 2.818 € p.P.
Wien. TUI baut das Angebot in der Ferne aus und eröffnet am 1. November das erste Sensimar Resort auf den Malediven. Das Viereinhalb Sterne-Haus auf der 350 m langen Barfußinsel hat 50 Beach- und Wasserbungalows, einen kleinen Spa-Bereich an der Inselspitze sowie einen Fitnessraum. Lonubo, die „Picknickinsel“, die zu Maafushivaru gehört, ist im kleinen Boot in wenigen Minuten zu erreichen und ideal für Paare, die eine romantische Nacht genießen möchten. www.tui.at
© Wikimedia/PhilippN/CC BY-SA 3.0
Lagerfeuer im Dschungel
Tulum liegt als einzige Maya-Stätte direkt an der mexikanischen Karibikküste.
Die Gäste übernachten u.a. in einem Zelt mitten im Dschungel, entdecken im Kajak die Flusslandschaften in ruhigen und auch etwas schnelleren Gewässern und genießen eine Floßfahrt in einer Lagune, deren kristallklares Wasser in verschiedenen Blautönen schimmert. Beim Wandern durch den Buschwald oder einem Abend
am Lagerfeuer spüren die Abenteurer die energiegeladene Atmosphäre des Dschungels. Wer durch Yucatán reist, taucht automatisch ein in die vergangene Welt der Maya. Ihre einmaligen Zeugnisse wie die Pyramide in Chichén Itzá oder die am Meer gelegenen Tempelanlagen von Tulum beeindrucken jeden Besucher – und man kann gleich daneben baden. Die achttägige Rundreise mit Flug ab/bis Deutschland nach/ von Cancun inklusive sechs Übernachtungen (vier Nächte in Hotels, zwei Nächte im Zelt), verschiedene Mahlzeiten, Fahrten im klimatisierten Minivan, mit Deutsch und Englisch sprechender Reiseleitung ist ab 1.779 € p.P. buchbar. www.meiers-weltreisen.at
Reisebuchungen Nicht nur in den USA, auch in Österreich gehen viele Urlauber wegen der Beratung ins Reisebüro
Reisebüros sind trotz Internet sehr gefragt „Reisebüros können mit Spezialisierung auftrumpfen – vor allem in puncto Beratungsleistung und Know-how oder was bestimmte Länder oder Zusatzpakete angeht“, so Walter Straßer, Sprecher des Wiener Tourismusverbands wien. info. „Zum Beispiel dann, wenn neben Hotel und Flug auch diverse Konzertkarten, bestimmte Aktivitäten wie Ausflüge und dergleichen gefragt sind, die bei der Online-
Wien. Reisebüros erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsverbands American Society of Travel Agents hervor, der rund 6.000 verschiedene Reisevermittler in den USA repräsentiert. Demnach ist die Summe der Einnahmen sowie die Anzahl der Buchungen und Kunden in der ersten Hälfte 2014 gestiegen.
Buchung oftmals nicht angeboten werden“, fügt Straßer hinzu. Ein Trend, der beobachtet werden könne, sei das Buchen direkt über die Fluglinien.
Junge buchen im Internet „Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Online-Buchung eher von der jüngeren, internetaffinen Generation bevorzugt wird,
während Reisebüros von älteren Kunden mit stärkerem Wunsch nach Beratung nachgefragt werden“, so Straßer. Laut dem Experten ist das florierende Geschäft ein Zeichen dafür, dass sich die Amerikaner vermehrt an Reisemittler wenden, um komplexere Urlaube zu planen. Zudem leiste auch die bessere Wirtschaftslage einen Beitrag für diese Entwicklung.
Höhere Umsätze in 2014
Die Beratung ist wichtig
Den Ergebnissen der Erhebung zufolge haben 47% der befragten Reisebüros im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr einen erheblich höheren Umsatz verzeichnet. 27% berichten hingegen von stagnierenden Einnahmen. Darüber hinaus geben 45% an, dass die Transaktionen in diesem Jahr gegenüber 2013 deutlich zugenommen haben. Nur bei 30% der US-Reisemittler ist die Nachfrage 2014 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Auch in Österreich sind Reisebüros nach wie vor angesagt.
Trotz allem spielen Online-Reisebüros wie orbitz.com und travelocity.com bei 70% der Buchungen eine wichtige Rolle. „Flugtickets und Hotels werden online gebucht“, so Jay Johnson, Besitzer von Coastline Travel Advisors. „Wenn es sich jedoch um exotischere Reiseziele handelt, wird oft das Gespräch mit einem Experten bevorzugt“, schildert Johnson. Die wachsende Nachfrage hat den Profi in den vergangenen zwei Wochen dazu veranlasst, zwei neue Mitarbeiter aufzunehmen. www.oerv.at
© Panthermedia.net/Alfred Hofer
© TUI/Maafushivaru
Die neue Trauminsel im Indischen Ozean
Bei Insidern ist Dominica als eines der besten Wanderreviere in der Karibik gefragt.
Abenteuer Yucatán Ein erfrischendes Bad im Schatten alter Kulturen ist ein Erlebnis, an das man sich gern erinnert
Jumeirah lanciert die Lifestyle-Marke Venu Dubai. Jumeirah Group, die Luxushotel-Gruppe und Mitglied der Dubai Holding, führt eine neue Lifestyle-Marke ein. Unter dem Namen Venu richtet sie sich an die Bedürfnisse moderner Reisender und deren Lebensstil: zeitgemäß, cool und ungezwungen. Zum Start stellt das Unternehmen den visuellen Auftritt der Marke vor und ernennt den Hotelier Matt Balcik zum GF, der die Entwicklung verantworten wird. Das erste Hotel soll auf Bluewaters Island in Dubai entstehen; Gespräche dazu hat die Jumeirah Group mit dem Projektentwickler Meraas Holding aufgenommen. www.jumeirah.com
© Wolfgang Weitlaner
Das Ushuaia Ibiza Beach Hotel ist eine beliebte Party-Location.
Ein Kleinod der Karibik
Das persönliche Gespräch im Reisebüro ist vielen Menschen auch mehr Geld wert.
AUF & DAV ON
Freitag, 12. September 2014
medianet destination – 69
Airline Services Viele Fluggesellschaften außerhalb von Europa schränken ihre Entertainment-Angebote drastisch ein oder streichen sie sogar
Passagiere fordern Vergütungen Mehr als ein Viertel der US-amerikanischen Befragten fordert eine generelle Senkung der Flugtarife. Los Angeles. Flugpassagiere, die ihre eigenen Entertainment-Geräte für die Dauer des Fluges mit an Bord nehmen, wollen für dieses Entgegenkommen eine Entschädigung von der jeweiligen Airline haben. Zu diesem Fazit kommt das Unternehmen osurv.com nach einer Umfrage. Danach finden 94% der 1.300 Befragten, dass sie ein Anrecht auf Entschädigung haben.
WLAN an Board beliebt „Das ganze Unterhaltungssystem ist im Umbruch. Ich glaube kaum, dass ein Passagier entschädigt wird, wenn er sein eigenes Gerät mitnimmt. Gebühren für Entertainment-Systeme können sich viele Fluglinien nicht mehr erlauben, wegen des harten Konkurrenzkampfs. Auch etwa bei WLAN an Bord wird es verschiedene
Anbieter geben; manche werden Geld dafür verlangen, manche nicht“, so Luftfahrt-Journalist Kurt Hofmann (hofmann-aviation. com) gegenüber dem Online-Branchendienst Pressetext.
Eigene Geräte benützen Die Aufforderung, dass Fluggäste ihre eigenen Geräte während des Flugs nutzen sollen, sehen die Befragten als Hinweis auf eine Sparmaßnahme der Airlines. 87% der Befragten glauben, dass das Mitbringen von eigenen Geräten höhere Einnahmen für die Fluggesellschaften bedeutet.
„Immer mehr Airlines werden Inflight-Entertainment so anbieten, dass der Passagier seinen eigenen Computer mitbringen muss; dabei werden sämtliche Bildschirme in den Kabinen ausgebaut. Das reduziert Gewicht und spart Treibstoff“, so Hofmann.
Gepäckgebühren zu hoch Mehr als ein Viertel der Befragten fordert auch eine generelle Senkung der Flugtarife; weitere Fluggäste finden, dass die Gepäckgebühren deutlich zu hoch sind und schnellstens reduziert werden sollten.
Etwa die Hälfte der Befragten möchte sogar gänzlich kostenloses Entertainment an Board zur Verfügung gestellt bekommen.
Passagiere profitieren Die US-amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines geht mittlerweile auf die Wünsche der Passagiere ein. So bekommen diejenigen, die ihre eigenes Gerät an Bord mitbringen, freien Zugriff auf 20 TV-Kanäle. Grundsätzlich müssen die internationalen Fluggesellschaften ihre Gürtel enger schnallen. www.luftfahrtexperte.de
© Panthermedia.net/Kurhan
ALICE HEFNER
Die meisten Airlines sparen deutlich Kosten ein – auch beim Entertainment.
EuGH Rechtssicherheit
Flugreisende München/Wien. Der Europäische Gerichtshof schafft Klarheit über die Ankunftszeiten bei Flügen: Passagieren, die mehr als drei Stunden verspätet am Zielort ankommen, steht nach EU-Recht eine Entschädigung bis zu 600 € zu. Doch was genau als Ankunft zählt, wurde bisher nicht definiert. Nun hat der Europäische Gerichtshof entschieden (Aktenzeichen: C-452/13), dass das Öffnen von mindestens einer Tür als Ankunft zu zählen ist, wenn Passagiere die Möglichkeit zum Verlassen des Flugzeugs haben. Die Richter argumentierten, dass sich Passagiere bis zum Öffnen der Türen unter Kontrolle des jeweiligen Luftfahrtunternehmens stünden und diversen Einschränkungen unterworfen seien. www.FairPlane.de
Bereits zum 18. Mal wird heuer der renommierte Preis der österreichischen Eventbranche verliehen. Der Award präsentiert sich in einem neuen und sehr modernen Gewand. Beginnend vom Logo, über das erstmalige Online Einreichtool (presented by screenteam) bis hin zur Location und dem Galaprogramm wurde einiges überarbeitet und neu gestaltet. Außerdem wird der Pokal heuer in
checkfelix Früh buchen
Zur „Wies’n“ München. Am 20. September heißt es wieder „O‘zapft is“. Im Vorfeld des Oktoberfests hat checkfelix die Preise für Hotelzimmer in München verglichen. Während des Oktoberfests werden pro DZ zwischen 205 und 245 € fällig – das ist mehr als drei Mal so viel wie die günstigsten Zimmer an einem „normalen“ Oktoberwochenende kosten. „Früh buchen lohnt sich also diesmal nicht“, so John-Lee Saez, Managing Director von checkfelix. www.checkfelix.com
GOLD, SILBER und BRONZE vergeben!
Kategorien:
Gesamtkommunikation Kongresse Corporate Events Corporate Public Events &RUSRUDWH (IÀFLHQF\ (YHQWV Mitarbeiter Events Consumer Events Exhibition Events Public Events Charity / Social / Cultural Public Events Sports Sonderpreis Green Events
Verleihung: 04. Dezember 2014 Nordlicht, Wien
© grafikplusfoto – Fotolia
Online-Anmeldung: www.eventaward.at
Ein teurer Spaß: Die Münchner Hotelpreise zu „Wies’n“-Zeiten sind hoch.
Einreichfrist: 12. September 2014
GA S T & W I RT
70 – medianet destination
Freitag, 12. September 2014
Reiter Hotels Fünf Sterne Supremehotel zählt zu den besten Häusern im Osten Österreichs und bietet feine Küche
SHORT
Drei Hauben & fünf Sterne
Hotel Tandler bietet Fliegenfischer-Paket
Golfspielende Familien können mit günstigen Greenfees rechnen, unter 12-Jährige spielen gratis.
© Naturhotel Tandler
Bad Tatzmannsdorf. Feinschmecker können sich im Drei Hauben-Restaurant „Traube“ auf große Gaumenfreuden einstellen. Gault Millau bedachte die Kreationen von Küchenchef Helmuth Gangl mit 17 Punkten. Denn laut Gourmetkritiker gibt es „nur wenige Hotels, die so konsequent auf die Verwendung von Produkten aus der Umgebung setzen und dies derart stimmig umsetzen … Küchenchef Helmuth Gangl liebt es ganz offensichtlich, möglichst viel Geschmack in kleine Einheiten zu packen.“
Im Revier des Naturhotels Tandler finden passionierte Angler ihr Glück.
Wien. Im Naturhotel Tandler in St. Jakob im Defereggental finden Fliegenfischer optimale Bedingungen vor. Der Hauptfluss, die Schwarzach, und ihre wildromantischen Seitenadern, der Troyeralm- und der Bruggeralmbach, plätschern durch ruhige, natürliche Fließzonen, die Bachforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Äschen beherbergen. Sieben Nächte im DZ mit Panoramablick, Sechs-TagesKarte zum Fliegenfischen im hauseigenen Revier, fünfgängiges Abendmenü, Frühstücksbuffet, herzhafte Nachmittagsjause, freie Benützung des „Alpinariums“ mit vier Saunen, großer Dachterrasse und Fitnessraum, gratis WLAN zum „Fiegenfischer“-Paketpreis ab 599 € p.P. www.tandler.at
© Supremehotel – Reiters Reserve Südburgenland
MICHAEL BÄR
„Golf unlimited“ und leistbaren Allegria-Luxus finden die Hotelgäste in Stegersbach.
umfangreiches flaschenweises Angebot. Großzügigkeit ist ein Attribut, das auch auf die Natur-Idylle rings um das Hotel zutrifft. Auf den Weiden leben Pferde wie Isländer, Huzulen, Amercian Miniature Horses sowie Wasserbüffel, Yaks, Galloways, Mangalitzaschweine und weiße Esel.
Raffinierte Gaumenfreuden Der Service bewegt sich laut Testermeinung auf ähnlich hohem Niveau wie die Küche. Auch die Weinkarte lässt keine Wünsche offen: Es gibt je zehn offene Weiß- und Rotweine und ein
roomz budget design hotel vienna „Vier Sterne-Komfort zum Preis von drei Sternen!“, heißt die erfolgreiche Devise
Special Package „Wien in 72 Stunden“ Wien. „Wien in 72 Stunden“ ist der aktuellste Hit im roomz budget design hotel vienna bei der Gasometer City. In kurzer Zeit entdecken Städte- und Businessreisende mit diesem flotten Package die Vielfalt der österreichischen Hauptstadt.
Kulinarische Golfwoche mit Yoga & Tim Mälzer
Viele Vergünstigungen
© roomz
Wien. Im Rahmen der „Kulinarischen Golfwoche“ (vom 14. bis 21. September) verbessern Gäste des Wellness- und Golfhotels ihr Handicap bei Spielen auf drei Golfplätzen in der Umgebung des Hotels. Für die Entspannung zwischen den Spielen sorgt ein „Yoga für Golfer“-Kurs. Highlight der Woche ist eine LiveKochshow von Tim Mälzer (17. September) in exklusivem Rahmen. www.alpina-zillertal.at
Cooles Design und guter Hotelservice im roomz vienna: ideal für dynamische Gäste.
Der Wirtshausführer Österreich 2015 ist da
Hausherr Karl J. Reiter macht sich für alte Tierrassen stark und ist stolz auf das größte private Lipizzanergestüt Europas. Hotelgäste können Reitstunden nehmen oder auf dem 450 km langen Reitwegenetz des Burgenlands ausreiten. Oder sie entschließen sich zu einer Runde Golf im Reiters Golf
& Country Club Bad Tatzmannsdorf; dieser ist Teil der Golfworld Alliance, dem ersten weltumspannenden Golf-Mitgliedschaftsprogramm, dem derzeit sieben der größten Golfnationen angehören. Übrigens: Reiters Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal ist Österreichs größte Golfanlage mit 50 Holes. Auf den etwa 190 ha schlagen sich Golfer durch zwei 18-Loch-Plätze, einen 9-Loch-Platz sowie einen 5-Loch-Fun-Parcours, der für alle auch ohne Platzreife zu spielen ist. Die Anlage ist Teil des Allegria Spa Resort Stegersbach – ebenso wie die Allegriatherme und das Allegriahotel, das mit drei Lilien/17 Punkten zu den drei besten burgenländischen Familienund Wellnessadressen im „Relax Guide“ zählt und Golf für die ganze Familie, den Damen Wellnessgenuss und den Kids Action in der Kinder- & Jugendwelt garantiert. www.reiters-hotels.com
In einem günstigen Paketpreis für zwei Nächte ist die 72-Stunden-Wienkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gleich inkludiert. Dazu kommen viele Vergünstigungen in den Wiener Museen, bei Ausstellungen, im Theater und diversen Restaurants (ab 159 € im EZ und ab 225 € im DZ). Im Zwei-Nächte-Package ist eine Stadtrundfahrt zu den historischen
Sehenswüridkeiten inkludiert (ab 169 € im EZ und ab 255 € im DZ). Aktuell wurden beinahe alle Zimmer des Hauses mit größere Flatscreens und integriertem WLAN ausgestattet. Mit dem Motto „for people in motion“ meint es das roomz budget design hotel vienna ernst: Zwei pfiffige Renault Twizys stellt das trendige Stadthotel seinen Gästen zur Verfügung, um schnell und umweltfreundlich in Bewegung zu kommen. Die Innenstadtflitzer sind moderne Elektrozweisitzer, handlich wie ein Motorroller, emissionsfrei, leise und so einfach zu fahren wie ein Pkw. Für nur 29,50 € pro Tag erkunden Gäste die Stadt auf eigene Faust die Stadt. www.roomz-hotels.com
Day-Spa-Angebote Inspirierende Ruhe, großzügige Saunalandschaft, Dampfbäder, Peeling-Station, Whirlpool …
Elisabeth Egle (ganz li.), Herausgeberin Wirtshausführer Österreich, mit Geehrten und Verlagskollegen.
Leogang/Salzburg. 104 neue Lokalentdeckungen, 300 beste Wirtshaus-Weine, 500 x glutenund laktosefreie Küche, 24 neue „Wirtshäuser mit Herz“, erstmals mit Adria-Badeorten und einer großen Österreich-Karte: Mit diesen Neuerungen stellte sich der Wirtshausführer Österreich 2015 mit seinen 1.200 Wirtshäusern und 300 besten Winzern vor. „Einer der auffälligsten kulinarischen Trends ist die Rückbesinnung auf archaische Zubereitungsformen“, so Herausgeberin Elisabeth Egle zum „Feuer und Flamme-Trend“. Der Wirtshausführer Österreich 2015 ist im Buchhandel um 24,90 € erhältlich.
Stans. In rund einem Vierteljahrhundert entwickelte sich das Hotel Schwarzbrunn von einer kleinen Pension mit 17 Zimmern und zwei Bädern zu einem luxuriösen Viersternsuperior-Haus mit einem topmodernen, 3.000 m2 großen Spa. Denn in der Silberregion Karwendel erleben nicht „nur“ Übernachtungsgäste den Gipfel der Erholung – auch Tagesgäste können im neuen Wellnessbereich entspannen und Behandlungen genießen. Egal ob Kurzaufenthalt, Relaxtag oder entschleunigendes Abendvergnügen: Das Tiroler Hotel schnürt für jeden ein passendes Paket.
Eine anschließende „Dusche“ im Wasserfall massiert bürogeplagte Schultern und erfrischt. Der „Bergsee“, ein 80 m2 großer, ganzjährig beheizter Outdoor-Pool, eröffnet einen atemberaubenden Blick auf das Karwendelgebirge und die Tuxer Voralpen des Zillertals. Abends genießen Erholungsuchende und Romantiker ein Bad unter dem leuchtenden Sternenhimmel. Für besondere Anlässe kann der
Bergsee inklusive Ruheraum auch gemietet werden; hier und in der eleganten Private Spa Suite ist Entspannung in absoluter Privatsphäre garantiert. Das „Gletscherwasser“, ein kaltes Outdoor-Becken, ist an heißen Tagen eine prickelnde Erfrischung und weckt alle Lebensgeister. Inspirierende Ruhe genießen Gäste des Schwarzbrunn Spa am Brunnenplatz direkt an der Schwarzbrunn-Quelle.
Zentrales Thema H2O Das Schwarzbrunn Spa wird nämlich aus einer eigenen Quelle, die über Stans entspringt, gespeist. Deshalb ist Wasser im gesamten Wellnessbereich das zentrale Thema und wird in all seinen natürlichen Facetten in Szene gesetzt. Im 180 m2 großen, mystisch beleuchteten Felsenbecken sorgen Massagedüsen und Wasserrelaxliegen für Erholung pur.
© Hotel Schwarzbrunn
© Wirtshausführer/APA-Fotoservice/JFK
Entspannung in Tirol nicht nur „über Nacht“
Der Spa- bzw. Saunabereich im Hotel Schwarzbrunn in der Silberregion Karwendel.
Und wer gern schwitzt, kommt in der großzügigen Saunalandschaft voll auf seine Kosten. Von Finnischer Sauna über Bio- und Dampfsauna bis zu Infrarotkabinen, einer Peeling-Station, einem Whirlpool und Dampfbädern bietet sie alles, was das Herz begehrt.
International ausgezeichnet Der beste Beweis für die Qualität des Schwarzbrunn Spa ist, dass sein Leiter Sven Greie vor Kurzem von internationalen Experten zu einem der besten Spa-Manager der Welt gekürt wurde: Der Sportwissenschafter und Präventionsexperte wurde bei den Black Diamond Awards mit dem Blue Diamond ausgezeichnet. Greie hat einen besonderen Tipp parat: Er empfiehlt Erholung suchenden Gästen Haki-Anwendungen, bei denen mit sanften Druck-, Streich- und Schwingbewegungen das Nerven- und Muskelsystem wieder harmonisiert wird. Entspannung pur eben – nicht nur über Nacht ... (pj) www.schwarzbrunn.at
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 12. SEPTEMBER 2014 – 71
KREMS: ENERGY INNOVATION
An der Donau-Uni startet im Oktober ein neues Energie-Master-Programm Seite 73
GEHÄLTER STEIGEN WEITER © Aon Hewitt
© Suzy Stöckl
careernetwork Eine Studie von Aon Hewitt dokumentiert Lohnsteigerungen von rund 3% Seite 75
UMSTIEG IEG EVELIN HORVÁTH H KOMMT ZUR S IMMO © Christina Häusler
Profil IT-Experte Stefan Trondl hat seit ein paar Monaten als neuer EMCÖsterreich-Chef Big Data und die Cloud im Griff. Seite 72 Konfliktmoderation Was tun, wenn die Fetzen fliegen oder wenn es so richtig Seite 74 kracht?
© Manpower Group/Heinz S. Tesarek
„Die Zukunft liegt in einer beweglichen IT-Infrastruktur“
MEHR ZU TUN
Laut aktuellem ManpowerBeschäftigungsausblick sind die Arbeitgeber vorsichtig optimistisch und stellen wieder ein. Seite 73
© EMC
Positive Signale Fachkräfteausbildung bleibt beliebt
People Management Circle am 15.10. Die Verführungen des 21. Jahrhunderts
Leadership im digitalen Zeitalter Mehr Lehrstellen und Forschung – allen voran eine Keynote von Universitätsprofessor und Buchautor, Hans Wüthrich („Musterbrecher“) – geben inspirierende Ideen und entführen in die Welt des „virtuellen Führens, Managens und Lernens“.
Frequentis-Vorstand Rolf Unterberger referiert über wirksame Führung.
Ab 14 Uhr findet dann die interaktive Vertiefung von „Leadership im digitalen Zeitalter“ im Rahmen des Investors in People Clubs zum Thema „Die Lust am neuen Lernen und Arbeiten“ statt. www.peoplemanagementcircle.at
© Michele Pauty
Neues Lernen und Arbeiten
© Frequentis
Wien. Was sind die Chancen und Risiken einer virtuellen Lern- und Arbeitswelt? Wie funktioniert wirksame Führung im 21. Jahrhundert in Firmen wie Frequentis, Kapsch oder T-Systems? Wir leben in einem Jahrhundert der sich rasend schnell entwickelnden, technologischen Innovationen. Virtuelles Arbeiten wird immer wichtiger, um Kosten zu sparen und Life-BalanceBedürfnissen zu entsprechen. Am 15.10. findet zu diesen Fragen im UniCredit Center Am Kaiserwasser ab 9 Uhr der 3. People Management Circle statt. Zahlreiche Impulsgeber aus Wirtschaft
Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der Wirtschaftskammer.
Wien. Besser als der Arbeitsmarkt entwickelt sich der Lehrstellenmarkt: Während die Zahl der offenen Stellen am allgemeinen Arbeitsmarkt die verhaltene Stimmung widergibt, ist die Anzahl der gemeldeten offenen Lehrstellen per Ende August um 0,5% gestiegen. 118.000 Personen, hauptsächlich Jugendliche, absolvierten 2013 eine Lehrausbildung, davon waren 110.000 Lehrlinge in Betrieben beschäftigt. „Das zeigt ganz klar, dass sich die Betriebe von der Lehrausbildung ganz und gar nicht zurückziehen wollen“, sagt WKO-Experte Martin Gleitsmann. www.wko.at
C A R EE R P OR TR A I T
72 – careernetwork
Freitag, 12. September 2014
Wolkig, mit Aussicht auf Big Data Stefan Trondl (42) ist seit einem Quartal neuer Country Manager fĂźr den Standort Ă–sterreich beim Cloud- und Big Data-MarktfĂźhrer EMC. PAUL CHRISTIAN JEZEK
Wien. Stefan Trondl ist beeindruckend fleiĂ&#x;ig. Und er lebt Informationstechnologie. Schon als Jugendlicher heuerte er bei verschiedenen Firmen als Ferialpraktikant an, und mit den Unternehmen, in denen er in den Sommermonaten der späten 80er- und frĂźhen 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts einschlägig aktiv war, fĂźllen andere ihre kompletten Lebensläufe. Bei Stastnik sammelte Trondl Berufserfahrung, bei ISS Marischka, bei der bĂśrsenotierten Semperit, bei Siemens Nixdorf ‌ „Halt, das war schon während der Uni-Sommerpause“, ergänzt Trondl lächelnd.
10 Fragen A N STE FA N T R O ND L
Als Kind wollte ich immer schon ‌  6SD‰ JHSDDUW PLW (UIROJ KDEHQ EHL DOOHP ZDV LFK WXH Erfolg ist ‌ ‌ seine eigenen und auch die vorgesteckten Ziele zu erreichen, und sich dabei selbst in GLH $XJHQ VFKDXHQ ]X N|QQHQ Fßr die Karriere ist wichtig ‌  VWD\ KXQJU\ VWD\ IRROLVK &RS\ULJKW 6WHYH -REV
„Die globale Daten-
Mein Lebensmotto: 'LH :HOW OLHJW XQV ]X ) ‰HQ GHQQ ZLU VWHKHQ GUDXI &RS\ULJKW 'LH )DQWDVWLVFKHQ 9LHU
explosion erĂśffnet die Chance, neue Wert-
Jungen Menschen wßrde ich raten ‌  ILQGH ZDV GLU ZLUNOLFK 6SD‰ PDFKW XQG GLFK erfßllt, und mach genau das. Wenn du es noch QLFKW JHIXQGHQ KDVW VXFK ZHLWHU
strĂśme zu schaffen.“ STEFAN TRONDL
Wenn der MarktfĂźhrer ruft Ein Jahr später motivierte die groĂ&#x;e Herausforderung, beim weltweiten MarktfĂźhrer fĂźr Cloud, Big Data und Trusted-IT-LĂśsungen das
BIOGRAFISCHES geb. am 20.2.1972 in St. PÜlten, verheiratet, eine Tochter (8), ein Sohn (5) Berufslaufbahn ‡ ² ,%0 $XVWULD ‡ VHLW &RPSXWHU $VVRFLDWHV ,QWHUQDWLRQDO *HV P E + MHW]W &$ 6RIWZDUH gVWHUreich GmbH) ‡ VHLW &RXQWU\ 0DQDJHU EHL (0& Leidenschaften Der passionierte Golfer und Skifahrer ist VHKU PXVLNDOLVFK XQG ]XGHP HLQ JUR‰HU (LV KRFNH\ XQG 9HVSD )DQ
Ein Buch, das mich berßhrt hat ‌ Die Biografie von Steve Jobs. Wohin ich unbedingt reisen mÜchte ‌ 0|JOLFKVW DOOHV DXI GLHVHU :HOW VHKHQ VRZHLW HV QXU JHKW Woran ich glaube ‌ (KUOLFKH XQG KDUWH $UEHLW I KUW ]XP (UIROJ In 20 Jahren werde ich ‌  NXU] YRU PHLQHU 3HQVLRQ DXI PHLQ /HEHQ ]XU FNEOLFNHQ ² XQG PLFK JO FNOLFK VFKlW]HQ I U GDV ZDV LFK HUOHEW KDEH GDQNEDU VHLQ HV PLW PHLQHU )DPLOLH HUOHEW ]X KDEHQ XQG VWRO] GDUDXI VHLQ ZDV LFK HUUHLFKW KDEH
Š EMC
Wirtschaftsinformatik und Informatik hat der Vater zweier Kinder studiert, beides an der Wiener Uni – und es ist „unvollendet“ geblieben: Der Job – bei IBM – war stärker. Immerhin ist die Pädagogik dann doch noch fĂźr einige Monate in Trondls Leben zurĂźckgekehrt, als er während des Militärdiensts 1998 an der Volkshochschule Spengergasse seine umfangreichen EDV-Kenntnisse weitergab. Im Jahr der letzten FuĂ&#x;ballWM-Teilnahme Ă–sterreichs – 1998 – kam dann auch der Wechsel von IBM (wo er zuletzt Head of Sales and Marketing at PC-Services war) zur CA Software Ă–sterreich, die damals noch als Computer Associates International GmbH firmierte. Er begann dort als Account Manager und arbeitete sich sukzessive nach oben. Von 2007 bis 2008 war er bereits Country Manager, bevor er ab 2008 die damalige „Alps“-Region leitete, die zusätzlich zu Ă–sterreich auch die Schweiz umfasste. 2010 Ăźbernahm er als Vice President Solution Sales den Vertrieb der Enterprise Management-LĂśsungen von CA Technologies in der D-A-CH-Region, um im April 2013 erneut zum GeschäftsfĂźhrer von CA Technologies zu avancieren.
Die Bedeutung von Geld ist:   EHUEHZHUWHW ² *HOG PDFKW GDV /HEHQ vielleicht einfacher und angenehmer, aber Geld allein macht nicht glßcklich.
umfassende kaufmännische und technische Know-how zu erproben, zum erst zweiten „echten“ JobWechsel. „Stefan Trondl bringt fĂźr seine neue Rolle einen beachtlichen Erfahrungsschatz mit, verstärkt im Bereich Software Automation“, hieĂ&#x; Brad Amico, Regional Director Eastern Europe, den neuen Country Manager Austria im Juni dieses Jahres bei EMC willkommen. „Ich bin vollends Ăźberzeugt, dass EMC richtig aufgestellt ist, um den aktuellen Herausforderungen des Markts entsprechend zu begegnen“, erklärt der gebĂźrtige NiederĂśsterreicher Trondl. „Ich freue mich sehr, unsere Kunden und Partner in der Entwicklung zur dritten Plattform zu begleiten. Die Zukunft liegt in einer beweglichen IT-Infrastruktur betreffend Zeit, Ort und GeräteunterstĂźtzung.“
Globale Datenexplosionen Was genau damit gemeint ist, zeigt ein Blick auf die aktuelle EMC Digital Universe-Studie 2014. Demnach „explodiert“ das weltweite Datenvolumen fĂśrmlich und wird bis 2020 bereits um das rund Zehnfache angewachsen sein – von derzeit 4,4 auf dann 44 Billionen Gigabyte. „Vor allem das ‚Internet der Dinge‘ und die damit verbundene zunehmende Verbreitung von Funktechniken, intelligenten Pro-
„Schon heute produziert ein Durchschnittshaushalt jährlich genug Daten, um 65 Smartphones mit 32 GB im Jahr zu befĂźllen.“ STEFAN TRONDL
dukten und softwarebasierten Geschäftsmodellen tragen dazu bei, dass sich das Digitale Universum kĂźnftig alle zwei Jahre verdoppelt“, erklärt Trondl. „Daraus ergeben sich einige hĂśchst beachtliche Trends, die uns alle betreffen und die das Business von EMC beflĂźgeln werden.“ + Der weltweit auf allen Speichermedien verfĂźgbare Speicherplatz wächst langsamer, als das Digitale Universum: 2013 reichte die verfĂźgbare Speicherkapazität noch fĂźr 33% des Digitalen Universums. 2020 wird die verfĂźgbare Speichermenge nur noch fĂźr 15% aller Daten reichen. Trondl: „Die gute Nachricht: Die Ăźberwiegende Menge aller weltweiten Daten muss
nicht dauerhaft gespeichert werden, weil sie flĂźchtig ist – wie z.B. Videostreams, interaktive Onlinespiele oder digitales Fernsehen.“ + 2013 hatten weniger als 20% aller Daten im Digitalen Universum Verbindung zur Cloud; 2020 wird sich dieser Prozentsatz auf 40 verdoppeln – „was dieser Trend fĂźr den weltweiten MarktfĂźhrer bedeutet, ist evident“, schmunzelt Trondl. + Ebenfalls relevant: Zwei Drittel der Informationen im Digitalen Universum werden von Verbrauchern und Angestellten erzeugt oder gespeichert. Trondl: „Die Unternehmen haften jedoch fĂźr 85% dieser Daten oder sind anderweitig fĂźr sie verantwortlich â€Śâ€œ
SchĂźtzt eure Daten! FĂźr EMC sind solche Erkenntnisse von eminenter Bedeutung – wie auch der Faktor, wie es global um den Datenschutz bestellt ist. Auch in diesem Bereich beobachtet und scannt das Unternehmen regelmäĂ&#x;ig die Märkte. Trondl: „Der EMC-Datenschutzindex belegt eindrucksvoll die verschiedenen Auffassungen, die weltweit zu den Themen Datenschutz und Privatsphäre existieren. Fast drei Viertel der Verbraucher ändern nicht regelmäĂ&#x;ig ihre PasswĂśrter, ein Drittel passt die Datenschutz-
optionen in den Sozialen Netzwerken nicht an und gibt so unnĂśtige Daten preis.“ Zu denken gibt dem neuen EMC-Ă–sterreich-Boss auch die pessimistische Einschätzung der Ăźberwiegenden Mehrheit der Menschen, dass der Datenschutz weiter abnehmen wird. „Hier sind Gesellschaft und Wirtschaft gefragt, Verbraucher besser aufzuklären und LĂśsungen aufzuzeigen; sonst wird das Vertrauen in die digitale Wirtschaft langfristig erodieren“, lautet seine abschlieĂ&#x;ende Warnung. www.emc2.at
DAS UNTERNEHMEN EMC LVW HLQ ZHOWZHLW I KUHQGHU ,7 .RQ]HUQ der es Unternehmen und Service Providern ermÜglicht, ihre Geschäftsabläufe zu transIRUPLHUHQ XQG ,7 DV D 6HUYLFH EHUHLW]XVWHOlen; Cloud Computing ist die Basis fßr diese Transformation. Das Unternehmen befindet VLFK DXI 5DQJ GHU ZHOWZHLWHQ Fortune /LVWH XQG HU]LHOWH HLQHQ 8PVDW] YRQ 0UG 86' 0LR Ą GHU K|FKVWH Jahresumsatz in der 35-jährigen Geschichte. (0& EHVFKlIWLJW ZHOWZHLW HWZD 0LWDUEHLWHU XQG LVW PLW UXQG 9HUWULHEV niederlassungen und zahlreichen Partnern in /lQGHUQ DXI GHU JDQ]HQ :HOW YHUWUHWHQ Seit 1997 LVW (0& DXFK LQ gVWHUUHLFK HUfolgreich aktiv. Die Niederlassung in Wien DP (XURSDSODW] LQ 0HLGOLQJ PLW PHKU DOV 0LWDUEHLWHUQ ELHWHW HLQ LQWHUQDWLRQDOHV .XQdenzentrum auch fßr den Bereich Osteuropa.
P ER S O NA L & MANA GEMENT
Freitag, 12. September 2014
careernetwork – 73
Job-Möglichkeiten Beste Chancen im Finanz- und Dienstleistungssektor, Großkonzerne weiterhin in Führung
Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck
Wieder etwas mehr zu tun Manpower-Beschäftigungsausblick für das Q4: Österreichs Arbeitgeber sind vorsichtig optimistisch. 2013 zu 2014 werden aus 6 Sektoren positive Ergebnisse geliefert. Am aussichtsreichsten erscheinen die Chancen auf einen neuen Job im Finanz- und Dienstleistungssektor mit +14%. Dies bedeutet einen beachtlichen Anstieg von +9% im Vergleich zu Q3 2014 bzw. +5% im Vergleich zu Q4 2013. Der Sektor Öffentliche Hand & Soziales steigt von +/–0% in Q3 2014 auf +8% in Q4 2014. Vorsichtig optimistisch zeigen sich Österreichs HR-Verantwortliche für die Sektoren Verkehr & Telekommunikation mit +7% sowie Produktion mit +6%. Am schwächsten schneidet Gastronomie & Hotellerie mit –6% im letzten Quartal 2014 ab: eine Verschlechterung um –14% zum letzten Quartal, jedoch eine stabile Entwicklung von +/–0% im Jahresvergleich. Auch die Energieversorgung enttäuscht mit einer Verschlechterung um –14% im Vergleich zu Q3 2014; der Ausblick auf das 4. Quartal liegt jedoch im positiven Bereich mit +5%. Wie in Q3 2014 erwarten Österreichs Personalverantwortliche die besten Chancen für Bewerber in Großkonzernen (ab 250 Mitarbeiter und mehr); die Prognose für die Monate Oktober bis Dezember 2014 liegt bei +14%. Danach folgen kleine Unternehmen (10–49 Mitarbeiter) mit +10% bzw. mittlere Unternehmen (50249 Mitarbeiter) mit +7%. Weniger rosig sind die Jobaussichten in Kleinstunternehmen (bis 10 Mitarbeiter) mit einem Ausblick von +3%. www.manpowergroup.at
Wien. Die heimischen Personalverantwortlichen sehen einen leicht positiven Trend am Arbeitsmarkt für das letzte Quartal. Bereinigt um saisonal bedingte Schwankungen, weist der Beschäftigungsausblick +5% auf. Im Vergleich zum Q3 2014 steigen die Aussichten um +3% und zum Q4 2013 um +4%. Von den 751 telefonisch befragten Personalisten planen 9%, ihren Personalstand im Q4 = heuer noch aufzustocken, 4% wollen ihn reduzieren.
„Der Beschäftigungsausblick von +5% im Q4 2014 stimmt vorsichtig optimistisch und lässt auf eine leichte Erholung des Arbeitsmarkts hoffen“, meint Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower Group Österreich. Der Studie nach erwarten zwei Drittel aller Arbeitgeber einen Anstieg des Beschäftigungsausblicks auf Bundesländerebene – allen voran in Wien. Arbeitgeber aus 6 Bundesländern melden positive Ergebnisse, während der Ausblick aus 3 Bundesländern negativ ausfällt. Im Jahresvergleich Q4 2013 zu Q4 2014 verbessert sich der Ausblick für 5 Bundesländer. Wien schneidet mit einem respektablen Plus von +13% am besten ab. Dies ist der stärkste Anstieg seit dem 3. Quartal 2010 und bedeutet eine Verbesserung von +7% im Vergleich zu Q3 2014 bzw. +14% im Vergleich zum Vorjahr Q4 2013. An zweiter Stelle folgt Salzburg
© Manpower Group/Heinz S. Tesarek
Wien liegt voran
Manpower-GF Erich Pichorner: „Österreichs Arbeitsgeber vorsichtig optimistisch“
Die Situation ist dort jedoch sowohl im Quartals- als auch im Vorjahresvergleich relativ stabil.
mit einer Steigerung von +/– 0% in Q3 2014 auf +9% in Q4 2014. Der Beschäftigungsausblick für Niederösterreich und Vorarlberg liegt bei +6%; beide Regionen geben im Vergleich zum Vorquartal ein unverändertes Bild ab. Der Blick auf Burgenland und Oberösterreich zeigt eine leichte Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation. Im 4. Quartal ist nur mehr ein Bundesland negativ, nämlich die Steiermark mit –2%.
Die Sektoren im Vergleich Der Blick auf die Wirtschaftssektoren zeigt ein geteiltes Bild. Personalverantwortliche in 7 der 10 Industriesektoren erwarten im Quartalsvergleich Q3 zu Q4 2014 eine Verbesserung des Beschäftigungsausblicks. Im Jahresvergleich Q4
Peace, Kollege!
Donau-Universität Krems Smart Grids & Co: Das Master-Programm „Energy Innovation“ startet im Oktober neu
börse
Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.
Evelin Horváth
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Jörg Lange
Die an der Wiener Börse notierte Bene Gruppe beruft Jörg Lange (53) zum neuen Geschäftsführer von Bene Russland. Sein umfassendes Know-how konnte er u.a. als Vertriebsdirektor der Knauf Gruppe GUS und bei der Rehau AG aufbauen.
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Lukas Poiss D.A.S.
© D.A.S./Foto Wilke
Evelin Horváth (26) ergänzt das IR-Team der börsenotierten S Immo. Ihre bisherige Berufserfahrung sammelte Horváth bei der Austria Presse Agentur, dem ORF und zuletzt in der Kommunikationsabteilung der Telekom Austria.
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Bene Russland
© Bene
S Immo © Christina Häusler
job
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novation“ der Donau-Universität Krems vermittelt. „Engagierte Fachleute wie etwa Ingenieure oder Consultants und Mitarbeiter aus Energieversorgungsunternehmen erhalten bei uns neben dem Fachwissen die Kompetenz, Projekte von der Planung bis zum Abschluss der Umsetzung und bei Bedarf auch darüber hinaus zu managen“, sagt Lehrgangsleiterin Andrea Höltl vom Department für Wirtschafts- und Managementwissenschaften. Neben dem Fokus auf innovative Energietechnologien legt der Universitätslehrgang besonderes Augenmerk auf die Erfordernisse von nachhaltigen Organisations- und Wirtschaftsformen. www.donau-uni.ac.at/energy
PROMOTION
An der Donau-Universität wird das Neueste zu energieeffizienter Mobilität vermittelt.
Krems. Bildung, Innovation und Strukturwandel sind laut der Studie „Visionen 2050 – Chancen für Österreich“ des Instituts für Höhere Studien die zentralen Voraussetzungen, um kommende Herausforderungen zu bewältigen. Neue Energiemodelle zählen dabei zu den zentralen Faktoren, um sowohl wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu sein, als auch gesellschaftlich nachhaltig zu agieren. Inzwischen hat die Wissenschaft die zentralen Themen aufgegriffen: Erneuerbare Energien, Smart Grids, energieeffiziente Mobilität, Gebäude, die Energie erzeugen statt zu verbrauchen. Wie sich das nachhaltig planen und in die Praxis umsetzen lässt, wird im Universitätslehrgang „Energy In-
Lukas Poiss (44) übernimmt die Vertriebsleitung des angestellten Außendiensts der D.A.S. Rechtsschutz AG. Poiss verfügt über langjährige Erfahrung im Versicherungsvertrieb und war zuletzt Leiter der Landesdirektion OÖ der Allianz.
Michaela Reda Bayer Austria
© Michaela Reda
© Suzy Stöckl
Das neue Energiezeitalter mitgestalten
Mikrokosmos Arbeitsplatz: Menschen, die sich meist im wirklichen Leben nie kennengelernt hätten, teilen sich für einen großen Teil des Tages einen Raum. Sie arbeiten gemeinsam an Projekten, gehen miteinander essen und haben oft dieselben Sorgen. Stimmt die Mischung, schweißen Probleme Teams zusammen und machen aus Kollegen sogar Freunde. Doch auch das Gegenteil gibt es: Sitznachbarn, die sich überhaupt nicht ausstehen können. Eine repräsentative Studie von karriere.at, durchgeführt von Marketagent.com, ging diesem Phänomen auf den Grund. Das Ergebnis, für das 509 Arbeitnehmer befragt wurden, ist einigermaßen überraschend und zeigt auf, dass es sich bei den Konflikten an heimischen Arbeitsplätzen wohl meist um kleinere Scharmützel handeln dürfte. Denn insgesamt acht von zehn Österreichern, die in Büros arbeiten, bewerten ihr Verhältnis zu Kollegen als positiv. Beachtenswert ist darüber hinaus, dass sogar das Verhältnis der Studienteilnehmer zu ihren unmittelbaren Vorgesetzten gut ist. Knapp drei Viertel berichten von einer positiven Grundstimmung, 16 Prozent sehen die Beziehung zum Chef als durchwachsen, und weniger als zehn Prozent beurteilen diese als „schlecht“. Geht man noch stärker ins Detail, zeigt sich: Die große Euphorie dem Vorgesetzten gegenüber nimmt dann mit dem Alter ab. So bewertet noch knapp jeder zweite 30bis 39-Jährige das Verhältnis zum Chef als „sehr positiv“. Bei jenen, die ihren Fünfziger hinter sich haben, kann sich dann nur mehr ein Drittel zu dieser Einschätzung durchringen …
Michaela Reda verantwortet ab sofort das Qualitätsmanagement bei Bayer Austria und folgt damit Manfred Köhl. Seit 1999 ist Reda in unterschiedlichen Funktionen und Ländern im pharmazeutischen Qualitätsmanagement tätig.
P ER S ONA L & MA NA GEMENT
74 – careernetwork
Freitag, 12. September 2014
Konfliktmoderation Arbeitsbeziehungen neu aushandeln, gemeinsam LÜsungen suchen, Absprachen treffen – und diese auch einhalten
Was tun, wenn die Fetzen fliegen, oder wenn es so richtig kracht? Soll ich in diesen Konflikt eingreifen? Das fragen sich FĂźhrungskräfte oft, wenn zwischen zwei Mitarbeitern dicke Luft herrscht. Wien. Sollen FĂźhrungskräfte bei jedem Konflikt eingreifen? Nein! Denn sie mĂźssen primär dafĂźr sorgen, dass die Leistung ihrer Mitarbeiter stimmt. Also sollten sie vor allem bei Konflikten intervenieren, welche die Leistung schmälern. Doch wie? Zuweilen kĂśnnen FĂźhrungskräfte Konflikte entkräften, indem sie die Abhängigkeit zwischen den Beteiligten lĂśsen – z.B. indem sie Arbeitsgebiete stärker voneinander abgrenzen. Das ist aber oft nicht mĂśglich. Dann liegt der KĂśnigsweg im AuflĂśsen der Blockaden, die die „Kontrahenten“ am Erreichen ihrer Ziele hindern – zum Beispiel im Rahmen einer Konfliktmoderation. Doch Vorsicht! Eine FĂźhrungskraft kann nicht jeden Konflikt moderieren. Ist sie emotional beteiligt, dann sollte eine neutrale Person die Moderation Ăźbernehmen. Dasselbe gilt, wenn sie eine bestimmte LĂśsung erwartet – z.B., um Ăźbergeordnete Ziele zu erreichen. Dann ist keine Konfliktmoderation angesagt, sondern ein Anwenden der klassischen FĂźhrungsinstrumente wie Anweisung oder Leistungsvereinbarung.
Zustimmung einholen Angenommen, Sie erwägen eine Konfliktmoderation. Dann sollten Sie vorab das Problembewusstsein der Beteiligten klären. Denn zuweilen reagieren Mitarbeiter verwundert, wenn man sie auf Konflikte anspricht: „Wie kommen Sie darauf?“ Also sollten Sie zunächst klären: Ist den Beteiligten der Konflikt bewusst? Und: Ist ihr Leidensdruck so groĂ&#x;, dass sie bereit sind, Zeit und Energie in eine LĂśsung zu investieren? Holen Sie erst danach die Zustimmung zu einer Konfliktmoderation ein.
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Lassen Sie sich dafĂźr z.B. den Konfliktverlauf schildern – verzichten Sie aber auf eine Wertung. Fragen Sie vielmehr nach den Auswirkungen und ob die Situation fĂźr die Beteiligten zufriedenstellend ist. Antworten die Konfliktparteien „Nein“, sind sie vermutlich bereit, einen neuen Weg zu gehen. Dann kĂśnnen Sie eine Konfliktmoderation vorschlagen. Stellen Sie es den Konfliktbeteiligten frei, sich den Moderator selbst zu suchen. Bieten Sie sich erst als Moderator an, wenn die Mitarbeiter dies wĂźnschen. Und erläutern Sie ihnen, warum Sie bereit sind, den Konflikt zu moderieren – zum Beispiel weil Sie mĂśchten, dass beide wieder in einer entspannten Atmosphäre effektiver arbeiten.
Š Panthermedia.net/Geo Martinez
VERA PETERSEN
Angenommen, die Konfliktbeteiligten wählen Sie als Moderator. Dann sollten Sie ihnen zunächst den Ablauf der Moderation schildern. Bitten Sie beide Konfliktparteien auĂ&#x;erdem, sich vorab zu Ăźberlegen, welche Verhaltensweisen sie sich vom jeweils anderen wĂźnschen, um besser arbeiten zu kĂśnnen.
Konflikte moderieren Eine Konfliktmoderation zwischen zwei Mitarbeitern besteht aus mehreren Schritten: 1. Schritt: Das Ziel klären Die Mitarbeiter kommen oft voller Emotionen zur Konfliktmoderation und zuweilen ist ihnen die Situation peinlich. Sagen Sie deshalb zu Beginn einige Worte zum Thema Konflikte. Zum Beispiel: Konflikte gibt es Ăźberall – nicht nur im Betrieb. AuĂ&#x;erdem: Konflikte entstehen stets aufs Neue, zum Beispiel, weil Aufgaben anders gelĂśst werden mĂźssen. Deshalb sind Konflikte oft AuslĂśser von Innovationen. Erklären Sie den Konfliktparteien nochmals, worum es bei der Konfliktmoderation geht: um ein LĂśsen des Konflikts. Jedoch nicht in der Form, dass alle Emotionen und Erfahrungen in der Vergangenheit aufgearbeitet werden. Nein, die Arbeitsbeziehung soll neu ausgehandelt und so geregelt werden, dass beide Mitarbeiter gut damit leben und ihren Job besser machen kĂśnnen. 2. Schritt: Regeln festlegen Definieren Sie mit den Konfliktpartnern Regeln fĂźr die Moderation, wie zum Beispiel: Â… #FJEF TUFMMFO 'PSEFSVOHFO BO EBT Verhalten des jeweils anderen. Â… %JFTF XFSEFO OBDI EFN 1SJO[JQ „Geben und Nehmen“ ausgehandelt.
Â… %JF "CTQSBDIFO XFSEFO TDISJGUlich fixiert. Vereinbaren Sie mit den Konfliktpartnern auch, worĂźber Vertraulichkeit gewahrt und worĂźber mit Dritten gesprochen werden darf. Klären Sie zudem Ihre Aufgaben als Moderator. Zum Beispiel: Â… *DI WFSIBMUF NJDI OFVUSBM VOE achte auf das Einhalten der Regeln. Â… *DI TDISFJUF FJO XFOO FJOFS EFN anderen „schlechte“ Absichten unterstellt. Â… *DI WFSIJOEFSF EBTT CFS 6OEJTkutierbares, also zum Beispiel die Unternehmensziele, verhandelt wird.
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3. Schritt: WĂźnsche und BedĂźrfnisse sammeln Sind die Formalien geklärt, kĂśnnen Sie die Beteiligten bitten, auf einem Formblatt folgende Fragen zu beantworten: Â… °&T X SEF NJS IFMGFO FGGFLUJWFS zu arbeiten, wenn Sie Folgendes häufiger/anders tun wĂźrden: ‌, weilâ€Śâ€œ Â… °&T X SEF NJS IFMGFO FGGFLUJWFS zu arbeiten, wenn Sie Folgendes seltener/nicht mehr tun wĂźrden: ‌, weil...“ Â… °#FIBMUFO 4JF GPMHFOEF "LUJWJtäten bei, die mir helfen, effektiv zu arbeiten: â€Śâ€œ 4. Schritt: Verständnis klären Die ausgefĂźllten Formblätter kĂśn-
nen Sie entweder kopieren oder so aufhängen, dass sie jeder lesen kann. Bitten Sie die Konfliktpartner, die Forderungen/WĂźnsche des jeweils anderen mit eigenen Worten laut zu formulieren. „Sie wollen, dass ich â€Śâ€œ Der andere soll die Aussage entweder bestätigen oder korrigieren. Bitten Sie als Moderator, sofern nĂśtig, um Beispiele fĂźr das gewĂźnschte Verhalten, um das Verständnis sicherzustellen. 5. Schritt: gemeinsam LĂśsungen suchen Hier empfiehlt sich ein Brainstorming. Denn es ermĂśglicht allen Beteiligten, Vorschläge zur KonfliktlĂśsung beizutragen. Das Suchen und Sammeln der mĂśglichen Elemente einer LĂśsung sollte frei von (vorschnellen) Bewertungen erfolgen. 6. LĂśsungen bewerten und aushandeln Nach dem Sammeln kĂśnnen beide Konfliktparteien anhand ihrer Forderungen die LĂśsungsvorschläge markieren, die ihnen am geeignetsten erscheinen. Bitten Sie die Konfliktparteien anschlieĂ&#x;end, sich wechselseitig Angebote zu machen. Z.B: „Wenn Sie mich detaillierter informieren, wĂźrde ich â€Śâ€œ Achten Sie als Moderator darauf, dass das Aushandeln ein wirkliches Geben und Nehmen ist. Die Erfahrung zeigt: Oft gehen die so ausgehandelten LĂśsungen weit Ăźber die vorangegangenen Streitpunkte hinaus und schaffen so eine echte Win-Win-Situation. 7. Schritt: Absprachen treffen und Protokoll erstellen Notieren Sie alle Absprachen. Zuweilen kochen beim Aushandeln der kĂźnftigen Arbeitsbeziehung die Emotionen hoch, und es werden schmerzhafte Erlebnisse geschildert. Das sollten Sie zulassen, damit der Druck aus dem Kessel
weicht. Dabei mĂźssen Sie aber FingerspitzengefĂźhl zeigen und darauf achten, dass sich kein zusätzlicher Druck aufbaut. Konstatieren Sie nach dem GefĂźhlsausbruch z.B. ruhig, dass dieser zeigt, wie viele Emotionen im Spiel sind und solche Verletzungen sicher auf beiden Seiten existieren. Und schlagen Sie danach vor: „Lassen Sie uns jetzt wieder zu den Verhaltensweisen zurĂźckkehren, die Sie sich wĂźnschen.“ 8. Schritt: AbschlieĂ&#x;en und Folgetermin vereinbaren Die bei Konfliktmoderationen getroffenen Vereinbarungen erscheinen AuĂ&#x;enstehenden oft als unbedeutend; fĂźr die Beteiligten sind sie aber wichtig, weil Emotionen daran hängen. Deshalb muss das Umsetzen der Abmachungen sichergestellt werden, damit alte Wunden nicht erneut aufreiĂ&#x;en. Vereinbart werden sollte auch, was geschieht, wenn Absprachen nicht eingehalten werden. Das mĂźssen keine Sanktionen sein; eine Vereinbarung kann lauten: „Dann sprechen wir uns kĂźnftig darauf an, statt den Ă„rger hinunterzuschlucken.“ Vereinbaren Sie aber auf alle Fälle einen gemeinsamen Folgetermin, um zu ĂźberprĂźfen, ob die Absprachen eingehalten wurden und eventuell neue Konfliktpunkte entstanden sind! www.voss-training.de
FRĂœHERKENNUNG Einen Konflikt kennzeichnen drei Elemente: ‡ 1LFKWEHDFKWXQJ JHJHQVHLWLJHU ,QWHUHVVHQ ‡ ZHFKVHOVHLWLJH $EKlQJLJNHLW GHU %HWHLOLJ WHQ XQG ‡ 9HUOHW]XQJHQ DXI GHU %H]LHKXQJVHEHQH +LHU OLHJW DXFK GHU $QVDW]SXQNW I U ) KUXQJV NUlIWH ]XU )U KHUNHQQXQJ YRQ .RQIOLNWHQ =XP %HLVSLHO LQGHP VLH DQDO\VLHUHQ :HU LVW YRQ ZHP ZLH DEKlQJLJ" 8QG *LEW HV 6LJQDOH I U HLQH PDQJHOQGH :HUWVFKlW]XQJ"
Freitag, 12. September 2014
P ER S O NA L & MANA GEMENT
careernetwork – 75
Lohn-Wachstum Die heimischen Unternehmen beurteilen ihre Lage positiv und sind weiterhin bereit, LÜhne und Gehälter zu erhÜhen
Die Gehälter steigen konstant Eine Studie von Aon Hewitt dokumentiert Lohnsteigerungen von durchschnittlich 3% fĂźr Ă–sterreich. Trend nach BetriebsgrĂśĂ&#x;e ist nicht erkennbar. Nur eine verschwindende Anzahl von 0,8% der Firmen will eine Nullrunde einlegen.
Die Leistung zählt wirklich Die Leistung eines Mitarbeiters spielt eine entscheidende Rolle bei der HĂśhe der Entlohnung. 37,1% der Mitarbeiter Ăźberschreiten die erwarteten Leistungen (Vorjahr: 29,4%) und werden hierfĂźr mit 3,5% Lohnsteigerung belohnt. Der grĂśĂ&#x;te Teil (58 %) der Mitarbeiter erfĂźllt die gesetzten Ziele und kann mit einer Steigerung der VergĂźtung von 2,4% rechnen. 10,4% haben ih-
re Ziele nicht erreicht, was zu einer nur sehr geringen GehaltserhÜhung von durchschnittlich 0,5% fßhrt. Gemessen wird an der tatsächlichen oder kßnftig erwarteten Performance. Und: Es ist immer weniger entscheidend, ob es sich bei den Mitarbeitern um Mitglieder des Top-Managements, mittleren Managements, der Administrative oder der Produktion handelt. „Wenn die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter steigt, wirkt sich das nachweislich positiv auf den Geschäftserfolg aus. Leistungsorientierte Vergßtung ist nur einer der Steuerungshebel fßr das Engagement der Mitarbeiter. Unterneh-
men sind zudem gefordert, im Arbeitsumfeld Anerkennung und EntwicklungsmĂśglichkeiten zu bieten“, rät Bernhard Stieger, GeschäftsfĂźhrer von Aon Hewitt Ă–sterreich.
Bekannte Leistungsträger 91% der Unternehmen kÜnnen ihre Top-Performer identifizieren, 10% halten ein besonderes Budget fßr Leistungszulagen bereit. 7,9% der Üsterreichischen Arbeitnehmer zählen zu den Top-Performern; diese kÜnnen mit einer Steigerung ihres Verdiensts um durchschnittlich 3,9% rechnen. (pj) www.aonhewitt.at
Š Aon Hewitt
Wien. Hoffentlich bemerken Sie es auch auf Ihrem Konto: 2015 werden die LĂśhne und Gehälter in Ă–sterreich laut „Global Salary Increase Survey 2014-2015“ von Aon Hewitt im Schnitt um 3,0% steigen. „Die Arbeitnehmer profitieren von den positiven Wirtschaftsaussichten“, erklärt Gregor LĂśtsch, VergĂźtungsberater bei Aon Hewitt. „Denn fĂźr 2015 erwarten Ă–konomen, dass das BIP in Ă–sterreich sogar um 1,8% anzieht.“ Da aktuell jedoch mit einer Inflationsrate von 2,1% gerechnet wird, ergibt sich in den meisten Branchen eine ReallohnerhĂśhung von durchschnittlich 0,9%. Spitzenreiter bei den Branchen sind Automobilhersteller und -zulieferer mit durchschnittlich 3,6% Gehaltssteigerungen im aktuellen Jahr (3,7% als Prognose fĂźr 2015); im nächsten Jahr liegt dann die pharmazeutische Industrie mit 3,5% ebenfalls Ăźber dem Ăśsterreichischen Schnitt. Ein
Bernhard Stieger, GF von Aon Hewitt Ă–sterreich: „Gehälter steigen um 3%.“
BILDUNG. FREUDE INKLUSIVE.
Techniker 500 ₏ im Monat
TĂœV-Stipendium Wien. Das TĂœV Austria Wissenschaftsstipendium richtet sich an Studierende an Technischen Hochschulen, die eine Forschungsarbeit, Diplomarbeit oder Dissertation im Bereich der Technischen Wissenschaften durchfĂźhren. Die FĂśrderung im AusmaĂ&#x; von 500 ₏ pro Monat kann fĂźr einen Zeitraum von sechs bis 36 Monaten bezogen werden (Semester-, Jahres- oder Forschungsstipendium). Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. Februar 2015. Die Entscheidung Ăźber die Zuerkennung trifft eine Auswahlkommission mithilfe von externen Fachgutachten binnen drei Monaten.
Was verlangt wird 1. Darstellung des Vorhabens: Beschreibung und BegrĂźndung der beantragten FĂśrderung inklusive Problemstellung (2-5 Seiten), methodische Ăœberlegungen (1-2 Seiten), Zeitplan (1 Seite) und Literaturverzeichnis (insgesamt maximal 10 Seiten) 2. Abstract des Vorhabens (maximal eine Seite) 3. Lebenslauf 4. Eventuelle DiplomprĂźfungszeugnisse, Diplomzeugnisse bzw. Sammelzeugnis Ăźber das Diplom- bzw. Masterstudium (Diplom, Bakkalaureat, Master) 5. Inskriptionsbestätigung 6. Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrenden mit Stempel der Institution und Unterschrift des Empfehlenden. Anträge inkl. der erforderlichen Unterlagen an: stipendium@tuv.at www.tuv.at
TAG DER OFFENEN TĂœR 12. September 2014, 14.00 – 20.00 Uhr Gratis Kinderbetreuung! „Mutig neue Wege beschreiten!“ q #FSBUVOH *OGP 7FSBOTUBMUVOHFO q 1FSTĂ?OMJDILFJUFO JN (FTQSžDI q #VTJOFTT 5BML
Š TĂœV Austria
BFI Wien, 1030 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1 U3 Schlachthausgasse Die Bewerbungsfrist fĂźr das TĂœVStipendium läuft bis 1. Februar 2015.
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