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Medianet1403

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36,8%

KRONEN ZEITUNG

30,2%

DER STANDARD 23,0%

23,0%

Quelle: LAE 2.0/2013, Region Ost (W/N/B) Schwankungsbreite max. +/-2,5 %, ausgewählte Tageszeitungen

DIE PRESSE

Die neue Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE 2.0/2013) zeigt abermals:

Der KURIER ist die absolute Nr.1 in der Zielgruppe der Entscheidungsträger in Wien, Niederösterreich und Burgenland (Region Ost). Wer den KURIER im Kopf hat, hat sein Business fest im Griff.

KURIER.at


Quelle: LAE 2.0 / 2013, Basis national, SB Kronen Zeitung +/- 1,4 %

Bei der LAE * ist vor allem Eins entscheidend:

* Die Kronen Zeitung ist ein unverzichtbares Informationsmedium. Das gilt besonders für Österreichs Chefetagen: Mit einer Reichweite von 31,7 % ist die „Krone“ in der Top-Zielgruppe der wirtschaftlichen Entscheidungsträger die klare Nummer Eins unter den Printmedien.

Gut fürs Geschäft.


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„Leseranalyse Entscheidungsträger“ 2013 Mehr als 4.000 Interviews wurden geführt

LAE 2.0: Die Lektüre der Leistungsträger inhalt

5

> Feature: Ein Blick in die digitale Kristallkugel

6

© Panthermedia.net /Laurentiu Iordache

prime news & market watch > Vorschau: marke[ding] & Newsweek Wien 2014

marketing & media > Maillog: Fulfillment-Bereich als Wachstumsmarkt 10 > Die neue Kampagne von Care Österreich 11

> Hugo Boss: Umsatzgrenze von drei Mrd. € sprengen 17

© Österreichischer Rechtsanwaltskammertag

business weekend > Business-Carsharing nimmt langsam Fahrt auf 22 > Versicherungen unter größten Kapitalgebern 30

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

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© APA/EPA/Sebastian Kahnert

retail > „Phantomas“: Kastner mischt den Handel auf

Präferenz Was lesen Österreichs Managerinnen und Manager? Die Reichweiten der Printmedien bei Österreichs Entscheidungsträgern sind – auch – ein Entscheidungskriterium für Werbekunden. Hier sind die Ergebnisse der aktuellen Analyse. Seite 4

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

> Aufstand der Anwälte: Das VRUG passt nicht 42 > Radiologenkongress: Es wird viel zu viel geröntgt 48

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C OV E R

4 – medianet

Freitag, 14. März 2014

v.l.n.r.: Moser Holding-Vorstandschef Hermann Petz, Michael Tillian, Geschäftsführer von Presse und WirtschaftsBlatt, und Mediaprint-Geschäftsführer Gerhard Riedler.

LAE

© Moser Holding; Clemens Fabry/Presse; Mediaprint/Foto Wilke

Die Leseranalyse Entscheidungsträger ist eine Markt-Media-Studie im Businessto-Business-Bereich, die die Nutzung von Printtiteln in der Zielgruppe der beruflichen Entscheidungsträger erhebt. Darüber hinaus liefert die LAE eine umfassende Strukturer­ hebung über die genauen Funktionen und Kompetenzen der Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung. Aufftraggeber ist die ARGE LAE, die Studie wurde vom IFES Institut für empirische Sozialforschung durchgeführt und von Till & Partner koordi­ niert. Grundgesamheit: 331.000 Entschei­ dungsträger (2011: 552.000) als Ergebnis eines telefonischen Screening-Prozesses in 5.356 Wirtschaftseinheiten in einer für die österreichische Privat- und Gemeinwirtschaft repräsentativen, nach Branchen (ÖNACE), Mitarbeiter-Kategorien und Bundesländern geschichteten Adress-Zufalls-Stichprobe. Aufgrund einer Redefinition der Grundge­ samtheit (nur mehr Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern) sind die Ergebnisse nicht mir früheren Studien vergleichbar.

LAE 2.0/2013 Im Rahmen der neuen Leseranalyse Entscheidungsträger wurden 4.000 Interviews mit heimischen Führungskräften geführt

In Österreichs Führungsetagen greift man häufig zum Boulevard Meistgelesene Zeitung ist die Krone; Akademiker greifen zum Standard, Top-Verdiener zu Presse und WirtschaftsBlatt. Lubomir Polach

Wien. Am Mittwoch präsentierte die ARGE LAE die Ergebnisse der neuen Leseranalyse Entscheidungsträger. Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt 13 österreichischer Verlage und wird vom IFES Institut für empirische Sozialforschung durchgeführt. Sie analysiert das Leseverhalten von Entscheidungsträgern bezüglich Print-Medien. Dafür führte man im Vorfeld mehr als 4.000 Interviews mit Entscheidungsträgern auf verschiedensten Führungsebenen – vom Filialleiter bis zum Konzernvorstand – und in zahlreichen Unternehmen über deren Zeitungsnutzungsverhalten. Anders als noch 2011 wurden diesmal Führungskräfte in Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitern nicht mit einbezogen. Obwohl diese Kleinstunternehmer fast die Hälfte aller österreichischen Unternehmen darstellen, stehen sie für höchstens zehn Prozent der Brutto-Investitionen in der Privatwirtschaft, argumentieren die Studienautoren. Durch diese „Zuspitzung“ der Grundgesamtheit auf

nur mehr 331.000 Entscheidungsträger ist die Leseranalyse nicht mit älteren Versionen vergleichbar, und bekam aufgrund dieser Neuerungen jetzt auch den Zusatz „2.0“. Laut LAE 2.0/2013 ist der durchschnittliche Entscheidungsträger männlich, 47 Jahre alt, seit 15 Jahren im Unternehmen, verdient 3.300 € netto im Monat – und liest die Kronen Zeitung. Fast ein Drittel (31,7%) der Entscheidungsträger gab an, „gestern“ die Krone gelesen zu haben. „Für über 30 Prozent der österreichischen Manager zählt die Lektüre der Krone ganz selbstverständlich zum Tagesgeschäft“, kommentiert MediaprintGeschäftsführer Gerhard Riedler die Ergebnisse der Analyse. „Damit ist die Kronen Zeitung nicht nur in der Gesamtbevölkerung die meistgelesene Tageszeitung, sondern auch im Premium-Segment der Wirtschaftselite die klare Nummer eins unter den Printmedien.“ An zweiter Stelle liegt mit 20,4% der Kurier, auf Platz drei mit 17,7% der Standard. Die größte Reichweite unter den regionalen Medien hat die Klei-

tagesz ei tung en

Leseranalyse Entscheidungsträger, Reichweiten in % Titel Kronen Zeitung Kurier Der Standard Kleine Zeitung Die Presse WirtschaftsBlatt OÖ Nachrichten Sbg. Nachrichten Tiroler Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Ztg. Süddeutsche Zeitung Neue Zürcher Zeitung

LAE 2013* 31,7 20,4 17,7 17,4 16,8 14,8 10,2 10,1 6,0 1,1 1,0 0,9

LAE 2011 32,6 21,8 18,8 19 17,8 15,8 10,9 9,6 6,5 1,1 1,2 1,0

LAE 2009 33,7 22,5 20,1 17,9 17,3 17,2 10,6 9,3 8,3 1,4 1,0 1,4

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2.0 2013/2011/2009; * Aufgrund einer Redefinition der Grundgesamtheit (nur mehr Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern) sind die Ergebnisse nicht mir früheren Studien vergleichbar; alle Angaben ohne Gewähr.

Österreichs Wirt­

ist. Wir sehen darin aber vor allem den klaren Auftrag, mit der Medienmarke TT den Ansprüchen und Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.“ Auch der Kurier kann sich in seinem Stammgebiet Wien, Niederösterreich und Burgenland als Nummer eins behaupten und erreicht in diesen Bundesländern insgesamt 36,8% der Führungskräfte.

schaftselite die hohe

„Standard“ für Akademiker

journalistische Kom­

Akademisch gebildete Entscheidungsträger lesen hingegen am liebsten den Standard. Mit 25,2% Prozent führt die rosa Version des Tagesgeschehens das Ranking der Führungskräfte mit Universitätsoder Fachhochschulabschluss an, dicht gefolgt von der Presse (24,7%) und dem Kurier (23,2). Die ansonsten meistgelesene Kronen Zeitung belegt unter Akademikern mit 21,4% Rang vier. Erstmals wurde in der LAE 2.0/ 2013 auch die für Werbekunden buchbare Kombination aus den zwei Tageszeitungen WirtschaftsBlatt und Presse (Die Presse/WirtschaftsBlatt-Kombi; Ringwert) ausgewiesen: Diese kommt auf eine Reichweite von 27,2%. Presse und/ oder WirtschaftsBlatt sind gerade bei den Top-Verdienern sehr beliebt. Über 40% der Entscheidungs-

ne Zeitung, die in ihrem Erscheinungsgebiet Kärnten und Steiermark von 78,5% bzw. 74,3% der Entscheidungsträger gelesen wird, gefolgt von den Salzburger Nach-

„Es freut uns, dass

petenz des Kurier zu schätzen weiß; Qualität überzeugt eben.“ „Kurier“-Geschäftsführer Thomas KralingeR

richten (71,9% in Salzburg). Über den dritten Platz der Tiroler Tageszeitung (70% in Tirol) im Regionalranking freut sich Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding AG: „Dieses Ergebnis lässt den Rückschluss zu, dass die TT für die gut informierte und damit letztlich auch für die werberelevante Zielgruppe unverzichtbar

träger mit einem monatlichen Nettoeinkommen über 4.000 €, (bzw. über 30% in der Einkommenskategorie 3.000-4.000 €) lesen zumindest eine der beiden Zeitungen. „Die Ergebnisse der neuen LAE bestätigen, dass wir mit der Kombination aus Presse und WirtschaftsBlatt ein überaus attraktives Angebot haben. Wir sind bei unserer Zielgruppe Marktführer und sehen das als starke Motivation für neue Herausforderungen“, zeigt sich Michael Tillian, Geschäftsführer von Presse und WirtschaftsBlatt von den Ergebnissen der LAE 2.0 sehr erfeut.

„profil“ knapp vor „News“ Erstmals wurden in der LAE auch die Reichweiten der Zeitungen der Wirtschaftskammer erhoben. Mit 23,8% Gesamtreichweite können sich diese in der Kategorie Wochentitel sofort an die Spitze setzen, in Vorarlberg und Kärnten werden sie sogar von mehr als 40% der Entscheidungsträger gelesen. profil besetzt mit 19,4% knapp vor News (18,3%) den zweiten Platz. Bei den Monatstiteln dominieren vor allem die zwei Magazine Gewinn und trend mit 24,5% bzw. 22,6% Österreichs Führungsetagen, TOPGewinn liegt mit 12,3% abgeschlagen dahinter.

W oche n z eit u n g e n / Zei t s c h rif t e n

monat szeit sch rif t en

Leseranalyse Entscheidungsträger, Reichweiten in %

Leseranalyse Entscheidungsträger, Reichweiten in %

Titel profil News NÖ Nachrichten Format Der Spiegel Focus Wirtschaftswoche

LAE 2013* 19,4 18,3 14,7 10,1 8,0 3,3 2,7

LAE 2011 18,2 19,1 14,5 10,9 6,7 3,7 4,3

LAE 2009 18,5 20,6 14,9 11,9 7,0 3,1 3,5

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2.0 2013/2011/2009; * Aufgrund einer Redefinition der Grundgesamtheit (nur mehr Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern) sind die Ergebnisse nicht mir früheren Studien vergleichbar; alle Angaben ohne Gewähr.

Titel Gewinn trend Top-Gewinn die wirtschaft Industriemagazin manager magazin

LAE 2013* 24,5 22,6 12,3 11,7 9,9 5,0

LAE 2011 24,5 23,1 11,8 11,1 9,1 4,0

LAE 2009 23,8 23,2 10,6 9,6 6,5 4,1

Quelle: Leseranalyse Entscheidungsträger 2.0 2013/2011/2009; * Aufgrund einer Redefinition der Grundgesamtheit (nur mehr Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern) sind die Ergebnisse nicht mir früheren Studien vergleichbar; alle Angaben ohne Gewähr.


Pr i m e N e ws

Freitag, 14. März 2014

marke[ding] & Newsweek Wien 2014 Österreichs größte Werbemittelmesse am 15. Mai in der Wiener Hofburg

SHORT

Hotspot der Werbeartikler

Neudoerfler übernimmt deutsche planmöbel Wien. Der burgenländische Büromöbelhersteller Neudoerfler übernimmt die Marke und das Produkt-Know-how des deutschen Büromöbelherstellers planmöbel. Die Produkte werden künftig im burgenländischen Neudörfl hergestellt. Dadurch werde der Produktionsstandort „enorm aufgewertet“, so Neudoerfler in einer Pressemitteilung von ­gestern, Donnerstag. Die planmöbel wird ihren Betrieb in Espelkamp per Ende August 2014 schließen. (APA)

Besucherzielgruppe sind Mitarbeiter und Entscheidungsträger aus dem Marketing- und Einkaufsbereich.

© marke[ding]

Solide Post-Bilanz bringt Staat 67 Mio. Dividende

Neu ist der Schulterschluss der marke[ding] mit der Newsweek.

© APA/Georg Hochmuth

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Wien. Schon zum vierten Mal findet in der Wiener Hofburg Österreichs wichtigste Werbemittelmesse statt: Am 15. Mai 2014 präsentieren über 100 Aussteller aus neun Nationen auf über 3.000 m2 die neuesten Trends der „haptischen Werbung“. Erwartet werden wieder rund 1.500 Fachbesucher. Neu ist heuer der Schulterschluss der marke[ding] mit dem BWL (Bundesverband der WerbeartikelLieferanten) und der Werbeartikelplattform „Newsweek“ zu einer gemeinsamen Veranstaltung. BWLGeschäftsführer Ralf Samuel: „Mit dem Werbeartikel verfügen wir über ein Marketinginstrument mo-

dernster Prägung und eine exzellente Werbeform mit außergewöhnlichem Kommunikationspotenzial.“ Das bestätige auch das Update einer Werbeartikel-Wirkungsstudie, „deren Ergebnisse den Werbeartikel messbar und damit vergleichbar“ machten. Werbeartikel erreichen laut dieser Studie an einem Durchschnittstag statistisch rund 80% der Bevölkerung ab 14 Jahren. Da könne „nur noch das Radio gleichauf mithalten, TV (72%) sowie Tageszeitung (65%) müssen sich auf hinteren Plätzen einordnen“. Martin Zettl – er organisiert die Messe bereits zum vierten Mal in Wien – freut sich

über die Weiterentwicklung der Messe: „Die marke[ding] & Newsweek hat sich bei allen marktrelevanten Teilnehmern, Herstellern, Händlern, Agenturen und der Industrie bestens etabliert. Besucherzielgruppe sind Mitarbeiter und Entscheidungsträger aus dem Marketing- und Einkaufsbereich. (red)

info & termin marke[ding] & Newsweek Wien 2014 Termin 15. Mai 2014 Ort Kongresszentrum Hofburg Wien Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr Eintritt kostenlos für Fachbesucher mit Vorregistrierung unter www.markeding-wien.at

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Nr. 1 in Lebensqualität heißt auch: Für das Jahr 2014 erwartet Postchef Georg Pölzl einen stabilen Umsatz.

Von klein auf die größten BildungsChancen!

Wien. Die teilstaatliche Österreichische Post hat im Vorjahr gut verdient, wodurch rund 67 Mio. € an Dividende an den Staat fließen. Insgesamt schüttet die Post 128 Mio. € aus – bei einem Ergebnis vor Steuern von 171,2 Mio. € (plus 12,9% gegenüber 2012). Die Mitarbeiter bekommen einen S ­ onderbonus von 811 € pro Person, die Vergütungen für das Management stiegen von 6,6 auf 7,1 Mio. €. (red)

Wirtschaftsforscher: gefährliche Krim-Krise Kiew/Moskau. Weitergehende Sanktionen im Zuge der Krim-Krise könnten aus Sicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle der Konjunktur in Westeuropa erheblichen Schaden zufügen. Risiken ergäben sich insbesondere, wenn die Strafmaßnahmen die russische Wirtschaft schwächen; sie sei schon vor der Krise in ­keinem guten Zustand gewesen. Die Ukraine habe geringeres Gewicht.

© APA/Thomas Schmidt

EU schreibt einheitliche Handy-Ladegeräte vor

Alle Infos auf www.bildung.wien.at SPÖ-Europaabgeordneter Josef Weidenholzer: „Das gilt auch für Apple.“

Brüssel. Mittels gesetzlicher Vorschriften will die EU dem Kabelsalat verschiedener HandyLadegeräte ein Ende bereiten. Das Europaparlament in Straßburg stimmte am Donnerstag mit breiter Mehrheit für ein einheitliches Ladegerät. Der EU-Ministerrat muss formal noch zustimmen. Nach einer dreijährigen Übergangsfrist sollen die Vorschriften dann tatsächlich gelten. „Die Richtlinie wird alle Hersteller – endlich auch Apple – auf Kurs zwingen und gesetzlich zu universellen und kompatiblen Steckern verpflichten“, sagte der SPÖ-Europaabgeordnete Josef Weidenholzer. (APA)

Wien bietet jungen Menschen BildungsChancen wie keine andere Stadt. Vom Gratis-Kindergarten für einen erfolgreichen Schulstart über die Wahlmöglichkeiten verschiedenster Schultypen und universitärer Einrichtungen bis hin zu den städtischen Büchereien mit virtuellen Zweigstellen im Internet. Dieses Bildungsangebot führt zu Spitzenwertungen Wiens – sei es durch die UNO Habitat Studie oder die gerade erschienene Mercer Studie, die Wien weltweit als Nr. 1 in Lebensqualität auszeichnet.

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f e atu r e

6 – medianet

Freitag, 14. März 2014

© Panthermedia.net /Laurentiu Iordache

feature@medianet.at

Kristallkugel Die Analysten von CCS Insight wagen einen Blick in die ­Zukunft und lassen mit mutigen Prognosen zur digitalen Welt aufhorchen.

Paolo Pe sc ator e CCS Insight

Sylvia Tomek

S

eit 20 Jahren beobachtet die britische Forschungsgesellschaft CCS Insight den weltweiten Technologie- und Medienmarkt. Eine turbulente Ära, wie CEO Shaun Collins im Rückblick bestätigt: „Viele große Namen der letzten beiden Dekaden haben nicht überlebt. Handy-Hersteller, die unzerstörbar schienen, müssen überdenken, welche Rolle sie in den nächsten zehn Jahren spielen.“ Nicht weiter als bis 2016 reicht CCSs aktueller Blick in die Kristallkugel, der dafür umso konkreter ausfällt. Hier die jüngsten Prognosen für die wichtigsten Trendbereiche.

© CCS Insight

Was passiert im Internet?

Das Versäumnis ergibt sich aus einer Summe von Faktoren. Dazu gehört, dass die Hersteller auf ihren eigenen AppStores bestehen und ‚walled gardens‘ errichten.“

CCS-Analyst Martin Garner geht von einer fortschreitenden Verdichtung aller Marktsegmente aus: „Am Ende wird das Web unter der Kontrolle von einem Dutzend Unternehmen stehen.“ Amazon, Google & Co werden lokale Unternehmen kaufen, deren Branding zwar beibehalten, aber in ihr aus Analyse- und Werbetools bestehendes Backend integrieren. Gefahr drohe den US-Playern dabei von den chinesischen Giganten Baidu und Tencent, aber auch vom südafrikanischen Medienkonglomerat Naspers, die auf lukrative Wachstumsmärkte in Asien, Osteuropa und Lateinamerika spitzen. Garner: „Die Amerikaner sind zu sehr damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beobachten und zu kopieren.“ Jedenfalls würden einige Hype-Services der zweiten Generation wie Pinterest, Snapchat oder Foursquare den Besitzer wechseln. Letztere seien aufgrund

der Stärke in der Lokalisierung ein besonders interessantes Übernahmeziel für Kreditkartenfirmen, die allesamt bisher eher verhalten auf der Online-Bühne agierten. Die CCS-Vorhersage legt sich aber auch auf Dinge fest, die nicht passieren. Nämlich etwa das Connected Home, das jedenfalls nicht vor 2016 breite Realität wird. Zu unterschiedlich und zu undurchschaubar seien die einzelnen Konzepte. Was nach wie vor fehlt, ist eine universelle Technologie, die nicht aus dem Hause eines Herstellers kommt. Zudem erwartet der Analyst schwere Hacker-Attacken gegen Systeme zur Heimvernetzung, was die Lust der Konsumenten darauf weiter bremsen würde.

Die Zukunft der Apps Der endgültige Durchbruch von Apps als neue Mediengattung manifestiert sich in der Ablöse etablierter Geschäftsmodelle. Wie im Fall der Musik-Labels: Um sich zu differenzieren und neue Erlösquellen zu erschließen, werden Musik-Apps wie Spotify oder Noisey Künstler direkt und exklusiv unter Vertrag nehmen. Oder bei Spielekonsolen: Nach Xbox 1 und Playstation 4 wird aus Sicht von CCS Apps-Spezialist Paolo Pescatore Schluss sein. Mit dem Versuch, die neue Gerätegeneration als Medien-Hubs zu positionieren, führt sich die gesamte Produktkategorie de facto ad absurdum. Von Nintendo ist schon gar nicht mehr die Rede. Wer es allerdings nicht schaffen wird, auf den Apps-Zug aufzuspringen, ist die Riege der Fernsehgerätehersteller. Samsung, LG & Co. werden es bis auf weiteres nicht

schaffen, ihre Smart TVs in den Wohnzimmern zu verankern. Zwar verfügen die Geräte mittlerweile fast ausnahmslos über die Möglichkeit eines Internet-Anschlusses und finden nach wie vor reißenden Absatz, doch im Haushalt werden sie nicht anders genutzt als bisher – zum Fernsehen. Pescatore: „Das Versäumnis ergibt sich aus einer Summe von Faktoren; dazu gehört, dass die Hersteller auf ihren eigenen App-Stores bestehen und ‚walled gardens“ errichten“ – statt gemeinsame Sache zu machen oder mit einem etablierten Partner wie Google zu kooperieren.

Tablets & Wearables Man könnte von einer Wachablöse sprechen – so CCS Insight im Bezug auf Tablets recht behält. Demnach würde es zunächst einen Shift innerhalb des Segments geben: von den klassischen Tablet-Formaten hin zu kleineren Geräten mit Bildschirmen unter 9 Zoll. Diese Geräte würde es nach Ansicht von CCS Analystin Marina Koytcheva sein, auf denen die meisten Menschen erstmals hochauflösende Videos in der neuen „4K“-Qualität sehen würden. „Die Entwicklung verläuft genau gegensätzlich zu jener bei HD-Bildschirmen, die zuerst in Form von TV-Geräten auf den Markt kamen.“ Die entscheidenden Treiber dafür seien kurze Austauschzyklen und hohe verfügbare Bandbreiten. Bei den Wearables würden es nur Geräte schaffen, die einen klaren Zusatznutzen versprechen. Ein Beispiel dafür sieht Koytcheva im Gesundheitsbereich, wo diese internetfähigen Geräte zur Messung wichtiger Körperfunktionen dienen könnten. Smart Watches oder

Google’s Glass würden hingegen der „Geek-Nische“ vorbehalten bleiben. Heißt: viel Hype, wenig Massenmarkt. Dazu die Analystin: „Mainstream-Konsumenten werden ihr Geld lieber für hochwertigere Smartphones ausgeben als für ein weiteres Gadget, das sie jeden Tag aufladen müssen.“

Trend bei Mobiltelefonen Smartphones werden zum Alltagsgut und die neue Übertragungstechnik LTE zum Standard. Aus Herstellersicht sind diese zentralen Aussagen zur Entwicklung im Bereich der Mobiltelefone eher beunruhigend; geht sie doch einher mit einer sich deutlich verflachenden Absatzkurve und entsprechend dünner werdenden Margen. Innovation am Telefon selbst wird immer schwieriger und letztlich wird dieses nur eines von mehreren Online-Geräten sein, die Menschen in entwickelten Ländern bei sich tragen. Das kann zu einem interessanten Problem führen, welches CCS als „Notification Overload“ beschreibt. Alarmmeldungen, wie sie von diversen Apps generiert werden, drohen in Zukunft auf diversen Endgeräten gleichzeitig zu erscheinen. Eine eher grausige Vorstellung eingedenk der meist nervigen Signaltöne, die diesen Meldungen zugeordnet sind – zumal im öffentlichen Raum. Dem würde Google allerdings begegnen, meint CCS-Chef Researche Ben Wood: „Mindestens einer der Anbieter von Betriebssystemen (das sind i.W. Google, Apple und Microsoft, Anm.d.Red.) wird Endgeräte dazu bringen, den Kontext einer Benachrichtigung zu erkennen.“ Und diese gegebenenfalls unterbinden. Was zu hoffen wäre.


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8 – medianet

Mimikry Hotellings Gesetz, das „Prinzip der minimalen Unterscheidung“, ist eine Beobachtung in der Mikroökonomie, verrät Wikipedia. Es besagt, dass rational handelnde Produzenten versuchen, ihre Produkte so ähnlich wie möglich im Vergleich zu ihren Wettbewerbern zu gestalten – und wurde als erstes von Harold Hotelling im Jahre 1929 in seinem Aufsatz im Economic Journal „Stability in Competition“ erwähnt. Interessant ist übrigens auch, dass man über die Verlinkung mit dem Begriff „Politikverdrossenheit“ an dieses Theorem gerät ... Anzufügen wäre, dass Hotellings Anleitung sich üblicherweise auf die Frage nach der optimalen Standortsuche unter marktwirtschaftlichen Bedingungen bezieht – und nicht so sehr auf das Verhalten im Wettbewerb oder im freundschaftlichen Vergleich mit dem Mitbewerb, wie man es im pazifistischen Neusprech heute formuliert. Am anderen Ende dieser ökonomischen Mimikry stünde übrigens die relativ gängige Produktvariation und -differenzierung, wobei – so merken Experten an – in der Realwirtschaft

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Zwei wie Eis und Stiel Ein Ausflug in die politische Verdrossenheit in Form einer banalen Anleihe aus der Wirtschaftstheorie – und die möglichen Konsequenzen unüberlegter Mimikry. sabine Bretschneider

meist beide Strategien gleichzeitig angewendet werden. Das darf man sich in etwa so vorstellen, dass jemand, der eine neue Gattung von Kopfhörern produziert, sein Produkt über Differenzierung vermarktet, neue Farben, neue Einsatzmöglichkeiten, besserer Klang, niedriger Preis,

„funktioniert auch unter der Dusche“ ... aber dennoch jene Eigenschaften promotet, die auch der Mitbewerb posaunt – reiche Bässe, hoher Tragekomfort oder was auch immer der moderne Kopfhörerträger heutzutage erwarten mag. Auch bei der generellen Nutzung des Produkts über das Medi-

um „Ohren“ ist man sich im Regelfall einig – wobei sich hier, das sei angemerkt, diverse Möglichkeiten reichhaltiger Nischennutzung ergäben. Wozu das Herumgereite auf Marketing by Ähnlichkeit? Weil unsere aus zwei ideologisch durchaus konträr geprägten Parteien bestehende Regierung sich derzeit im Praktizieren der „neuen Gemeinsamkeit“ übt – und auch ihre Ministerriege pärchenweise aussendet. Um dafür zu sorgen, dass sich bei den nächsten Nationalratswahlen zumindest eine „Sperrminorität“ für RotSchwarz ausgeht? Um sich weiterhin vor programmatischer Festlegung zu schützen? Das Problem ist, dass manchmal jene, die in der Nische sehr erfolgreich agieren, plötzlich ihr Territorium erweitern ... Schlag nach bei Hotellings „Eisverkäufer-am-Strand-Problem“ ...

Gastkommentar Berufsperspektive: selbstständiger Berater?

Berater gibt es wie Sand am Meer

zitat des ta ge s Ambrose Bierce („Bitter Pierce“) US-Journalist und Satiriker

Management-, Vertriebs- und IT-Berater, Stil-, Paar- und Karriereberater – Berater gibt es wie Sand am Meer. Und die Zahl wird weiter steigen. Denn viele Noch-nicht-Berater hegen die Illusion: Im Beratungsmarkt liegt das Geld auf der Straße. Und: Die Einstiegsbarrieren sind niedrig. Die Schwierigkeiten beginnen meist erst nach dem Start der Selbstständigkeit, wenn mancher „Jung-Berater“ erstaunt feststellt: Ups, es gibt ja Tausende von Mitbewerbern. Deshalb hier zehn Tipps, was Sie – neben der fachlichen Kompetenz – für eine erfolgreiche Existenz als Berater brauchen. Erstens, eine glasklare Spezialisierung: Beim Verkauf von Würstchen in einer Metzgerei sind andere Fähigkeiten gefragt als beim Verkauf von Maschinenanlagen nach Fernost. Zweitens, ein scharfes – persönliches – Profil: Denn während manche Kunden hemdsärmlige Typen bevorzugen, suchen andere professorale Eierköpfe. Drittens, eine exakt definierte Zielgruppe: Viele Berater glauben: Wenn ich meine Zielgruppe etwa mit „Führungskräfte in Unternehmen“ beschreibe, dann ist sie eindeutig definiert. Doch es gibt „Nicht nur der VorKlein- und Groß-, Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen. Und die ticken teils völlig unterschiedlich. Nicht standsvorsitzende von nur der Vorstandsvorsitzende von VW ist eine Führungskraft, sondern auch der Vorarbeiter einer Putzkolonne.

Ein konservativer Staatsmann ist einer, der in die bestehenden Mängel verliebt ist, während der Liberale sie durch neue Mängel ersetzen möchte.

VW ist eine ‚Führungs-

Katzen jagen auch keine Wildschweine

„Wahrscheinlich wurden vom einen oder anderen Versicherungsunternehmen HypoAnleihen gezeichnet, allerdings wohl in den Jahren vor 2008.“

© M. Weissbacher

Ve r sicherung sV e r b a n d s (VVO) Präsident G ü n te r Geyer , s. 30

„Das wahre Glück kennt keine monetären Werte.“ ROMAN WEIGL , Eige n tü m e r r e w Consult ing , s . 7 2

© Die PRofilBerater

© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger

heute im business weekend

Freitag, 14. März 2014

kraft‘, sondern auch

Viertens, ein Beuteschema: Eine Katze weiß: Es wäre verder Vorarbeiter einer gebliche Liebesmüh, Wildschweine zu jagen. Also fängt sie Mäuse. Ein solches Beuteschema brauchen auch Berater. Putzkolonne.“ Sonst verpuffen ihre Marketingaktivitäten wirkungslos. Fünftens, entwickelte „Produkte“: Viele Berater geraten ins Bernhard Kuntz Schwitzen, wenn ein potenzieller Kunde am Telefon sagt: „Wir haben das Problem ... Wie könnten Sie uns dabei unterstützen, ....?“ Dann antworten viele: „Da müssten wir uns erst mal treffen und analysieren ... .“ Doch die Kunden sind nicht bereit, sich einen halben Tag mit einem Kandidaten hinzusetzen und ihm ihr Herz auszuschütten. Also kontaktieren sie einen anderen. Sechstens, „Schaufensterprodukte“: Fast alle größeren Unternehmen existieren seit 10, 50 oder gar 100 Jahren. Also haben sie schon externe Unterstützer – und für Standardleistungen meist keinen Bedarf. Also braucht jeder Berater zwei, drei smarte Schaufensterprodukte, mit denen er das Interesse von Neukunden wecken kann. Siebtens, handfeste Kaufargumente: Sie haben stets Mitbewerber; also benötigen Sie Argumente, warum Ihre Zielkunden gerade Sie engagieren sollten. Achtens, eine Vertriebsstrategie: Beratungsleistungen kaufen Kunden nie so spontan wie ein Eis am Stiel. Deshalb braucht jeder Berater eine Strategie, wie er die Aufmerksamkeit von Noch-nicht-Kunden wecken und sie zur Kaufentscheidung führen kann. Neuntens, eine starke Online-Präsenz. Wer heute einen Berater sucht, gibt in Google & Co „Vertriebsberater“ oder „Personalberater“ ein. Also müssen Berater dafür sorgen, dass ihre Zielkunden im Internet auf sie stoßen und Website-Besucher rasch den Eindruck gewinnen „Das scheint ein echter ‚Spezialist für …‘ zu sein.“ Und zehntens, Ausdauer und Geduld. Oft gewinnen nicht die Besten das Rennen um die Aufträge, sondern jene, die Marathonläufer- statt Sprinterqualitäten zeigen.

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ E ­ rscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Bernhard Kuntz, Geschäftsführer der PRofilBerater GmbH; www.die-profilberater.de Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

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freitag, 14. märz 2014 – 9

© ÖBB

adgar

VÖZ verleiht zum 30. Mal den besten ­Anzeigen den Werbepreis Seite 12

© Kosmo/R. Božinović

marketing & media Ehrung

automatisierung

Savin Marketing-Gewinnspiel „Strategisch zum Erfolg“

Seite 14

FMP-Debatte zum Thema Programmatic Buying Seite 14 © leadersnet.at/Joanna Piestrzynska

Das Web als Challenge für die Versand-Logistik

© UPC/keinrath.com

short

Edmund Hochleitner, Wien Nord Geschäftsführer, stellt die neue Wien Nord & Media 1-Kampagne der international tätigen Hilfsorganisation Care Österreich vor. Hier symbolisiert der Teddybär, der im Katastrophengebiet zurückgelassen wurde, den erlebten Verlust der Kindheit und Unbeschwertheit, mit dem die Kinder dort zu kämpfen haben. Seite 11

© Christian Scharl

© Wien Nord Werbeagentur

Olivier Martens, Bereichsleiter B2B bei UPC Austria, unterstützt die Caritas mit einer Spendenaktion. Im Rahmen dieser Aktion will man Businesskunden zum Umstieg auf digitale Rechnungslegung animieren – besonders im B2B-Bereich sei der Papierverbrauch enorm. Pro Umsteiger spendet UPC Business 5 € an die Caritas Österreich. Die Aktion läuft bis Ende März. Seite 11

© medianet/Christian Mikes

Maillog Durch das Web wird jedes Unternehmen mit einem Klick international – das ist ohne größeren Aufwand möglich. Die Herausforderung ist die Logistik dahinter, so Markus Richter und Roland Weiner, die beiden Geschäftsführer des Direktmarketing-Unternehmens Maillog, im medianet-Interview. Seite 10

Thomas Kralinger, VÖZ-Präsident, spricht im großen Interview mit medianet über die Branche, Höhen und Tiefen, den Kurier, die GratisKonkurrenz im Lande und die große Konkurrenz in Übersee. Und er meint: „Zugegeben, unsere Branche hat bereits bessere Zeiten erlebt, aber ich halte nichts davon, dies zur Überlebensfrage zu stilisieren. Kaufzeitungen und -Magazine stehen im internationalen Vergleich hierzulande solid da. Das zeigen die stabilen Auflagen, die nach wie vor beachtlichen Reichweiten und die hervorragende Abo-Quote. Doch das Internet entfaltet seine disruptive Kraft.“ Seite 13

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c ov e r

10 – medianet

Freitag, 14. März 2014

Maillog Die Geschäftsführung blickt auf ein erfolgreiches 2013 zurück – für 2014 erwartet man ein Umsatzplus von 30%

randnotiz

Durch das Web sind die Unternehmen international

Lauter Sieger

Direktmarketing-Unternehmen Maillog: Fulfillment-Bereich wird als der Wachstumsmarkt identifiziert.

Dinko Fejzuli

© Christian Scharl (3)

E

s ist wie bei der ÖAK: Kaum sind die Ergebnisse veröffentlicht, jubeln die Untersuchten. So auch dieses mal nach Bekanntgabe der aktuellen LeserAnalyseEntscheidungsträger (LAE). Wohin man schaut, lauter Sieger: Die einen bei den Akademikern, die anderen bei den Besserverdienenden, die dritten in der überregionalen Betrachtung und die letzten im eigenen Bundesland. So weit die eine, (un)schöne Seite der Medaille. Die andere – und für uns Journalisten die wirklich ungute – ist, dass solche MarktUntersuchungen im längeren Zeitverlauf nicht vergleichbar sind. Einmal wird der Zeitraum, in dem untersucht wurde, einfach verändert, ein anderes Mal gibt es neue Parameter bei der jeweiligen Zielgruppe und ein drittes Mal geht es den Methoden an den Kragen. Was bleibt, ist meist eine Momentaufnahme, wenn man Glück hat eine für die jüngere Vergangenheit. Ganz blöd wird es, wenn dann auch noch die Tatsache hinzukommt, dass Marktteilnehmer, deren Daten in die jeweilige Untersuchung einflißen, nicht ganz korrekt melden – und zwar auf Jahre zurück. Da helfen dann die schönsten Statistiken, Berechnungsmethoden und Zielgruppendefinitionen auch nicht mehr wirklich viel.

Wiener Neudorf. Das Geschäftsjahr 2013 ist für das DirektmarketingUnternehmen Maillog äußerst erfolgreich verlaufen. Nicht zuletzt durch das europaweite Projekt mit dem Energy-Drink-Hersteller Monster. „Das ist genau die Richtung, wo wir die Zukunft unseres Unternehmens sehen“, erklärt MaillogGeschäftsführer Roland Weiner im Gespräch mit medianet. Als großen Wachstumsmarkt der kommenden Jahre sieht der Direktmarketer den Bereich „Fulfillment“.

„Monsterprojekt“ Monster

© Riemann Verlag

tipp des tages

Expect nothing! Die Geschichte einer ungezähmten Frau Uschi Obermaier war stets eine starke, unabhängige Frau und hat wie kaum eine andere die Ideale der 68er-Generation repräsentiert. Das erste international erfolgreiche deutsche Top-Model berichtet in ihrem Buch von luxoriösen Zeiten, Reisen, ihrer romantischen Neigung zu Musikern wie Mick Jagger und Keith Richards, bis hin zu ihrem Zusammenbruch. Sie erzählt auf witzige und ironische Weise, wie sie es geschafft hat, allein und praktisch mittellos weiterzumachen und ihre eigenen Schmucklinie zu gründen. 19,99 €, Riemann Verlag, ISBN-13: 978-3570501566.

Dann kommt Maillog ins Spiel“, so Weiner. Die automatisierte Ankoppelung eines Webshops ist heutzutage keine Herausforderung mehr. „Ich muss aber zugeben, dass viele Kunden noch mit Excel-Listen agieren, die man täglich zugeschickt bekommt.“ Zu Jahresbeginn hat Maillog daher ein eigenes EDV-Warenwirtschaftssystem entwickelt, auf das dann auch die Kunden zurückgreifen können – wenn sie wollen. Denn im Endeffekt ist der Kunde der König und im Fall des Monster-Projekts hat Maillog mit den Systemen des Kunden gearbeitet. „Egal ob so oder so: Wir wollen den Kunden bestmöglich unterstützen“, so Richter.

michael fiala

Der Deal mit Monster ist zu 100% auf das Unternehmensprofil von Monster zugeschnitten. Weiner: „Bei jeder Konsumation eines Monster Energy Drinks können die Öffnungs-‚ringpulls‘ gesammelt und dann eingeschickt werden. Auf der Website kann sich der Kunde dann ein Goodie aussuchen.“ Was hat Maillog damit zu tun? Das Unternehmen aus Wiener Neudorf hat die europaweite Abwicklung in über 20 europäischen Ländern übernommen. Maillog hat dazu in allen beteiligten europäischen Ländern Postfächer eingerichtet, deren Inhalte

„Es redet in unserer Branche fast niemand mehr über den Briefversand allein, sondern wie es online aussieht und wie der internationale Paketversand abgewickelt wird.“ Markus Richter, GF maillog

„Durch das Web wird jedes Unternehmen mit einem Klick international – es ist ohne größeren Aufwand möglich. Die Herausforderung ist die Logistik dahinter.“ Roland Weiner, GF Maillog

regelmäßig nach Österreich geschickt wurden. „Wir haben dann die einzelnen Einsendungen gezählt und auf der Website für den Kunden die entsprechenden Goodies freigeschaltet. Wenn sich der Kunde für ein Goodie entschieden hat, haben wir dieses dann europaweit versendet.“ Insgesamt hat Maillog im vergangenen Jahr allein durch dieses Projekt mehr als 10.000 Versendungen durchgeführt. „Die Zusammenarbeit mit Monster ist genau das Modell unserer Zukunft; hier wird ein Logistikunternehmen ge-

braucht, das nicht nur in einem, sondern in vielen Ländern aktiv ist.“

Portfolio-Erweiterung Für Markus Richter, zweiter Geschäftsführer von Maillog, ist der Trend auch auf den Fachmessen eindeutig zu erkennen. „Es redet in unserer Branche fast niemand mehr über den Briefversand allein, sondern wie es online aussieht und wie der internationale Paketversand abgewickelt wird. Unsere Kunden haben auch mehr Bedürfnis, die Sendungen ‚trackbar‘ zu machen. D.h. wir gehen weg vom Brief- und hin zum Paketversand. Der Kunde will wissen, ob die Sendungen auch wirklich angekommen sind. Es ist ihm nicht mehr egal, ob das eine oder andere Mal ein Brief eventuell nicht zugestellt wurde“, erläutert Richter im Gespräch mit medianet. Beide Geschäftsführer sind davon überzeugt, dass jedes Unternehmen mit einer guten Idee künftig am internationalen Markt relativ einfach agieren kann. „Durch das Web wird jedes Unternehmen mit einem Klick international – es ist ohne größeren Aufwand möglich. Die Herausforderung ist die Logistik dahinter.

Keine Zukäufe geplant Zukäufe in der Branche sind für Weiner und Richter kein Thema, wohl aber strategischer Partnerschaften. Als großer Wachstumsmarkt von Maillog gilt der Fulfillment-Bereich, also die Lagerung und Abwicklung von Werbematerial oder Waren. Das 1.000 m2 große Lager ist fast schon zu klein, daher wird mit möglichen Kooperationspartner laufend gesprochen, um die Kapazitäten zu erweitern. Generell ist Maillog für jeden Kunden offen, egal ob dieser nur 20 oder 10.000 Sendungen pro Monat abwickeln will.

Facts Versandspezialist Maillog hat im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von sieben Mio. € (Netto) erzielt, für 2014 erwartet sich das Unternehmen eine Steigerung um 30% auf rund neun Mio. ¤. 3 Säulen Das Geschäftsmodell von Maillog basiert auf drei Säulen: Auslandspostversand, Fulfillmentbereich und Lettershop. Derzeit werden 80% des Umsatzes durch den Auslandspostversand erwirtschaftet. Als großer Wachstumsmarkt der Zukunft gilt jedoch der Fulfillment-Bereich, der derzeit rund 17% des Gesamtumsatzes ausmacht.


Freitag, 14. März 2014

fa c ts & ba c k gr ou n d s

medianet – 11

Anders Von Teddybären und Stoffhasen: Die neue Kampagne von Care Österreich will weg von altbewährten Bildern und bringt frischen Wind

Für die „Kleinsten der Kleinen“ daniela lindner

Wien. Ein Teddybär liegt mit ausgestreckten Armen in einem Trümmerfeld, ein Stoffhase versinkt im Schlamm – genau das zeigt die neue Wien Nord-Kampagne der international tätigen Hilfsorganisation Care Österreich. Die in Katastrophengebieten zurückgelassenen Stofftiere stehen dabei als Symbol für den von Kindern in humanitären Krisensituationen erlebten Verlust der Kindheit und Unbeschwertheit. „Care arbeitet seit 70 Jahren für die Ärmsten der Armen; wir bekämpfen Armut“, so Care Österreich-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager; „die neue Kampagne ist den Kleinsten der Kleinen gewidmet.“ Anlass für die Kampagne geben zwei aktuelle humanitäre Katastrophenfälle: Im März jährt sich zum einen die Syrienkrise zum dritten

eRechnung Spendenaktion

UPC: Gute Tat

Wien. Papierrechnungen halten sich trotz der umweltschonenden Alternative einer digitalen Rechnung nach wie vor. UPC Business animiert jetzt mit einer neuen Spendenaktion Businesskunden zum Umstieg auf die digitale Rechnungslegung: Pro Umsteiger spendet UPC Business 5 € an die Caritas Österreich. Die Aktion läuft bis Ende März.

Mal, oder wie es Wagner-Hager auf den Punkt bringt: „Syrien hat den dritten traurigen Geburtstag.“ Grund zu feiern gibt es keinen. Der Konflikt hat nach Schätzungen bislang 9 Millionen Flüchtlinge hervorgebracht, darunter 3 Millionen Flüchtlingskinder. Ein Ende der Krise zeichnet sich nicht ab, im Gegenteil: „Das Care-Paket ist heute leider aktueller denn je.“ Nicht nur im Fall Syrien, sondern auch in der Krise rund um Taifun „Haiyan“, der im November des Vorjahrs 1,1 Millionen Kindern auf den Philipinen das Dach über dem Kopf wegriss. Mit der neuen Kampagne will Care Österreich Bewusstsein

für die Situation der Kinder schaffen, und das, ohne auf altbewährte Bilder zurückzugreifen. 95% der Kampagnen für soziale Anliegen arbeiten mit den gleichen Mitteln: Man sieht immer leidende Kinder; ist es nicht möglich, einmal etwas anderes zu machen?“, hat sich Wien Nord-Geschäftsführer Edmund Hochleitner gefragt und als Partner von Care Österreich deren neuer Kampagne in Kooperation mit Media1 frischen Wind eingehaucht, der weit weg von der klassischen Bebilderung von Social-Kampagnen weht. Plakate und deren Filmumsetzung spielen mit der Symbolik von

Stofftieren, ein Radiospot greift zu drastischeren Mitteln und lässt den personifizierten Krieg zu Wort kommen: „Ich nehm dir deinen Teddy, deine Schuhe, dein Fahrrad. Deinen Vater werde ich töten und dir deine Schwester stehlen“, dröhnt es künftig aus dem Radio. Hochleitner dazu: „Wenn man im Radio nicht besonders drastisch auftritt, dringt man nicht durch und wird überhört.“ Care Österreich konnte die Kampagne mithilfe der Media-Agentur Media 1 österreichweit 3.300 Mal in Form von 24-Bogen- und 8-BogenPlakaten sowie Rolling Boards im Gewista-Netz präsentieren.“

© Care

Ein Radiospot zeigt: Wenn der Krieg spricht, werden Kinder in humanitären Katastrophen nicht überhört.

Kreativ sein für den guten Zweck: Edmund Hoch­leitner (Wien Nord), ­Andrea Wagner-­Hager (Care).

Die Spitzenwerte* der neuen LAE in kurzen Worten:

Der Umwelt zuliebe Denn die Problematik aus Unternehmensicht ist: Jahr für Jahr schicken unzählige Unternehmen Berge an Papier in Form von Rechnungen an ihre Kundinnen und Kunden. Besonders im B2B-Bereich werden Rechnungen großteils nach wie vor gedruckt verschickt. UPC Business, Österreichs Provider mit Business Class Service, unternimmt nun einen Vorstoß, die umweltbelastenden Papierberge zu reduzieren.. Und der Umstieg der Kunden hat gleich mehrere positve Effekte, so die UPC: „Mit der Umstiegsaktion schonen wir die Umwelt, reduzieren die Papier- und Portokosten und unterstützen die Caritas Österreich in ihren vielfältigen Projekten“, freut sich Olivier Martens, Bereichsleiter B2B bei UPC Austria. Die digitalen Rechnungen von UPC Business sind signiert, werden vom Finanzamt anerkannt und jederzeit online über den SelfcareBereich abrufbar. (red)) www.upc.at

Reichweite und TKP Alle Entscheidungsträger N=331.000   Reichweite % 30

*Auswahl überregionaler Qualitäts-Tageszeitungen (Mo – Fr/Sa/So).

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Laut LAE 2013 die Nr. 1 bei Entscheidungsträgern unter den überregionalen Qualitäts-Tageszeitungen.

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Ob bei institutionellen Anlegern, Finanzberatern, Beziehern höchster persönlicher Netto-Einkommen, Großinvestitions- oder Finanzentscheidern: Die neue Kombi aus „Die Presse“ und WirtschaftsBlatt erzielt die höchste Reichweite zum

© UPC/keinrath.com

besten TKP. Mehr Infos unter DiePresse-WirtschaftsBlatt.at

„Unterstützen Caritas“: Olivier Martens ist Bereichsleiter B2B bei UPC Austria.

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224 €

207 €

Presse WirtschaftsBlatt

Kurier

Standard

Quelle: L AE 2.0 / 2013; Erhebung: 3-12/13; Netto-Reichweite in LpA; TKP: Zervice; TKP=JP-Preis (Ø Mo-So)/Bruttoreichweite (bei Kombi ohne Bereinigung um Mehrfachkontakte) in Tausend. Die Reichweiten unterliegen einer statistischen Schwankungsbreite.

TKP


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12 – medianet

Freitag, 14. März 2014

VÖZ Der Verband Österreichischer Zeitungen feierte ein Jubiläum und hat gestern zum 30. Mal seinen Werbepreis Adgar verliehen

Adgar für die besten Anzeigen Als „Printwerber des Jahres“ 2013 wurden die ÖBB, die rund 75% ihres Werbeetats in Print investieren, ausgezeichnet. Wien. Gestern Abend hat der Verband Österreichischer Zeitungen zum 30. Mal seinen Werbepreis Adgar für die besten Anzeigen verliehen. Dabei wurden die kreativen Leistungen folgender Agenturen prämiert: Demner, Merlicek & Bergmann, DDB Tribal Wien, Freie Digitale, DDB Tribal/Blackboard Berlin, Havas Worldwide Wien, Draftfcb Partners und Labstore.

ÖBB: Printwerber 2013 Als „Printwerber des Jahres“ wurden die ÖBB ausgezeichnet. „Rund zwei Drittel des Gesamt-Werbeetats der ÖBB werden in Print investiert; mit diesem hohen Print-Anteil im Mediamix sind die ÖBB der idealtypische Printwerber des Jahres“, begründete Helmut Hanusch (VGN) die Juryentscheidung. „Österreichs Zeitungen und Magazine sind der wichtigste Werbeträger für die Bahn, um mit ihren Kunden zu kommunizieren. PrintWerbung wirkt, das zeigen die steigenden Verkaufszahlen und Rekordwerte bei den Passagieren auf der Schiene“, kommentierte ÖBB-Vorstand Christian Kern die Auszeichnung. Die Agentur Demner, Merlicek & Bergmann konnte in der Kategorie „Handel“ mit dem Sujet „Tiafe Preise“ für den Kunden XXXLutz überzeugen. Die Fachjury würdigte besonders die Kombination aus amüsanter Darstellung, auffälligem Wortspiel sowie origineller Headline. „Die kreative, auf den Punkt gebrachte Umsetzung“ des Sujets „Schnürsenkel“ der Agentur DDB Tribal Wien für den Kunden McDonald’s Österreich überzeugte in der Kategorie „Dienstleistungen“. Den Sonderpreis Kreativer Einsatz von Onlinewerbung eroberte die Agentur „Freie Digitale“ für

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7 1 Printwerber 2013 sind die ÖBB; 2. Sonderpreis Printwerbung geht an Havas Worldwide Wien für Peugeot Austria; 3. BestYET sind Michael Wittmann und Stefan Kopinits mit ihrem Sujet zur Europawahl; 4. Sieger in der Kategorie AutoMotor sind DDB Tribal/Blackboard Berlin mit ihrem Kunden VW; 5. Sieg in der Kategorie Social holt sich Labstore für den Kunden Verein Projekt Integrationshaus; 6. Im Handel siegt Demner, Merlicek & Bergmann mit dem Sujet „Tiafe Preise“ für den Kunden XXXLutz; 7. Der Sonderpreis kreativer Einsatz Online geht an die Agentur „Freie Digitale“ und deren Kunden Citroen Österreich; 8. Im Bereich Konsum & Luxusgüter siegt Draftfcb Partners für den Kunden Beiersdorf mit „Fuss Frisch“; 9. In der Kategorie Dienstleistung war DDB Tribal Wien der Sieg für den Kunden McDonald’s Österreich nicht zu nehmen.

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den Kunden Citroen Österreich. Eugen Russ (russmedia) und Gerlinde Hinterleitner (derstandard. at) gratulierten den Gewinnern. Die Jury hatte das interaktive Online-Werbemittel, das den User gekonnt miteinbezieht und impactstark auf das Produkt aufmerksam macht, begeistert. Die Agentur DDB Tribal/Blackboard Berlin überzeugte in der Kategorie „Auto und Motor“ mit dem Sujet „Father and Sun“ für den Kunden Volkswagen. Die Botschaft des Sujets „Retro und trotzdem modern“ überzeugte die Fachjury. Das best young team Michael Wittmann und Stefan Kopinits entwickelte ein Sujet für die anstehende Europa-Wahl mit einer „einfachen, klaren, raffinierten und grafisch kreativ gelösten Botschaft“, wie die Jury betonte.

Ungewöhnliche Formate Der Sonderpreis Kreativer Einsatz von Printwerbung ging an die Agentur Havas Worldwide Wien für den Kunden Peugeot Austria. Es überzeugte vor allem das „ungewöhnliche Format, das durch sein haptisches Erlebnis den Konsumenten in seinen Bann zieht“, urteilte die Jury. „Stop Shoeicide!“ heißt das Sujet von der Agentur Draftfcb Partners für den Kunden Beiersdorf Fuss Frisch, das in der Kategorie Konsum- und Luxusgüter gewann. „Unspektakuläres Produkt spektakulär umgesetzt“, so begründete die Jury ihre Entscheidung. „Impactstarke Bildkomposition, die ein ernstes Thema gekonnt auf den Punkt bringt“, so bewertete die Jury die Kategorie-Sieger „Social Advertising“: Die Agentur Labstore für den Kunden Verein Projekt Integrationshaus. (red)


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medianet – 13

30 Jahre Adgar Der VÖZ-Print-Preis feiert ein rundes Jubiläum – medianet bat den Kurier-GF bzw VÖZ-Präsidenten um ein paar Antworten

Im Web kleine Brötchen backen VÖZ-Präsident Thomas Kralinger über die Branche, den Kurier, die Gratis-Konkurrenz im Lande und die große Konkurrenz in Übersee. dinko fejzuli

VÖZ-Präsident Thomas Kralinger: „Es ist einfach ein Faktum, dass österreichische Unternehmen im Web kleinere Brötchen backen. Die XXL-Brote haben sich die globalen Betreiber von Suchmaschinen oder Soziale Netzwerke unter den Nagel gerissen.“

medianet: Herr Kralinger, der Adgar wird heuer 30. Aus VÖZ-Sicht: Was waren die wesentlichen Umwälzungen in der heimischen Printbranche in diesen Jahren? Thomas Kralinger, VÖZ-Präsident & „Kurier“-GF: Die Wirtschaftskrise war sicher eine Zäsur für die Print-Werbung. Der Anzeigenumsatz der VÖZ-Medien ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent eingebrochen; eine wirkliche Erholung hat nicht mehr stattgefunden. Eine weitere Veränderung ist das Überangebot an Werbemöglichkeiten durch die weiter voranschreitende Fragmentierung des Medienmarkts. Dieses Hyperangebot drückt die Preise. Trotzdem hat Print-Werbung in Österreich eine im internationalen Vergleich herausragende Stellung am heimischen Werbemarkt. Jeder zweite Werbeeuro wird nach wie vor in Print investiert.

„Es zeigt sich, dass die Bevölkerung trotz des Gratis-Angebots auf Papier und im Web weiterhin bereit ist, für Kaufzeitungen Geld auszugeben … Thomas Kralinger …

medianet: Es gäbe ja auch noch eine Erlösquelle, Paid Content; SN-GF Max Dasch meinte kürzlich in medianet sinngemäß, man dürfte sich nicht nur auf die frei zugängliche ORF-Website als Grund für die Nicht-Vergebührung der eigenen Seiten ausreden und dafür mehr Vertrauen in die Qualität der eigenen Inhalte haben. Kralinger: Wir brauchen unsere Inhalte nicht zu verstecken und können diese – trotz wachsender Konkurrenz – erfolgreich verkaufen, insofern stimme ich zu. Die Vertriebsumsätze der VÖZ-Mitgliedsmedien steigen Jahr für Jahr. Das ist ein Indikator dafür, dass die Qualität unserer Produkte stimmt. Und ich glaube schon, dass Medien im Special-Interest-Bereich, dazu gehören auch regionale Nachrichten, sinnvolle Möglichkeiten finden werden, für ihre Inhalte im Web Geld vom Nutzer zu bekommen. medianet: … aber wie soll diese Qualität in immer ausgedünnteren Redaktionen möglich sein? Kralinger: Zugegeben, unsere Branche hat bereits bessere Zeiten erlebt, aber ich halte nichts davon, dies zur Überlebensfrage zu stilisieren. Kaufzeitungen und -Magazine stehen im internationalen Vergleich hierzulande solid da. Das zeigen die stabilen Auflagen, die nach wie vor beachtlichen Reichweiten und die hervorragende AboQuote. Doch das Internet entfaltet seine disruptive Kraft auf viele

© medianet/Christian Mikes

Wien. Der Adgar feiert seinen 30er. medianet bat aus gegebenem Anlass VÖZ-Präsident Thomas Kralinger zum Interview.

Bereiche unserer Wirtschaft wie den Einzelhandel, die Reisebüros, die Musikindustrie, und und und. Das Gleiche passiert auch in der Medienbranche. Wer über längere Zeiträume über seine Ressourcen wirtschaftet, handelt verantwortungslos. Daher muss man bei sinkenden Umsätzen leider auf die Kostenbremse steigen. Gleichzeitig dürfen Medien angesichts der Verschiebungen auf der Erlösseite nicht in einer Schockstarre verharren, sondern müssen mit den vorhandenen Ressourcen noch effizienter umgehen, dann werden auch Gestaltungsräume für neue Erlösfelder frei. Exklusivität und Qualität sind unverzichtbar für Kaufmedien. medianet: Und wie sieht es mit dem Thema Gratiszeitungen aus? Wie sehr hat dieses Phänomen den Kauftiteln zugesetzt? Kralinger: Die Konsumenten von Kaufzeitungen und -magazinen entschließen sich durch einen willentlichen Kauf-Akt, das Medium intensiver und aufmerksamer zu lesen als gedruckte bunte Blätter, die gratis verteilt und oft nur wenige Augenblicke zwischen U-Bahnstationen gelesen werden oder den Tag an einer Straßenkreuzung beginnen und auf einem Beifahrersitz verbringen. Der Kontakt zum Leser ist bei gekauften Printmedien jedenfalls hochwertiger und intensiver. Das müssen wir auch den MediaAgenturen und Werbeplanern stärker vermitteln. Die Wiedereinführung der ‚Verbreiteten Auflage‘ in der ÖAK ist uns dabei leider keine Hilfe. Das qualitative Kriterium im Vertrieb, nämlich die Kaufentscheidung, wird mit einer Entscheidung an der Druckmaschine gleichgesetzt. Wer ein paar tausend Zeitungsexemplare mehr druckt, kann sich dann auch im eigenen Blatt doppelseitig als ‚Auflagensieger‘ feiern, gewonnen hat in Wirklichkeit aber nur die Druckerei. medianet: Aber generell: Ist gelesen nicht gelesen und gesehen nicht gesehen? Kralinger: Nein. Qualität und Intensität der Leserkontakte sind für die Werbewirkung entscheidend. Wir wissen aus der Mediennutzungsstudie der Aegis Media, dass Kaufmedien deutlich aufmerksamer und interessierter gelesen werden als Gratis-Zeitungen. Dabei

gaben 39 Prozent der Befragten an, bei der Nutzung von Kaufzeitungen sehr aufmerksam zu sein; nur 22 Prozent der Gratiszeitungsleser konnten diese Fragestellung bejahen. Darüber hinaus findet nur jeder vierte Gratiszeitungsleser sein Medium interessant. medianet: Apropos Druckkosten. Gänzlich ohne diese kommen neue Player wie die Huffington Post aus. Was halten Sie von diesem Modell des sogenannten Bürger-Journalismus, und ist diese Art von Medien eine Bedrohung für die Etablierten? Kralinger: Bürger-Journalismus ist eine beachtenswerte Randerscheinung. Wir müssen User jedenfalls stärker in unsere Plattformen einbinden, um Phänomenen wie der Huffington Post aktiv zu begegnen. Klar ist aber auch: Journalismus ist eine Profession und kein Hobby. Professionellen Journalismus, bei dem Redaktionen einordnen, gewichten und analysieren, all dies abgesichert durch Redakteursstatut und Unterwerfung unter eine Selbstkontrolleinrichtung, kann vom Bürger-Journalismus nicht ersetzt werden.

„Wenn wir unsere Inhalte online aber vergebühren, wandern die User zur öffentlichrechtlichen Konkurrenz, die dort nur einen Klick entfernt ist, ab … … vöz-Präsident und …

medianet: Kommen wir zur Branche an sich zurück. Im Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich eine relativ geringe Tageszeitungsdichte. Ist dieser Umstand nur der Größe des Marktes bzw. Kleinheit geschuldet? Kralinger: Size matters, das ist wohl keine Frage. Daher wurde auch vor 40 Jahren eine Presseförderung eingeführt, um die Medien- und Titelvielfalt zu fördern. Ein internationaler Vergleich von

Presseförderungsmaßnahmen zeigt jedoch: Die Zeitungsvielfalt ist in jenen Staaten am höchsten, die hohe monetäre Ressourcen für die Presseförderung aufwenden. Dabei handelt sich um die skandinavischen Länder. Österreich ist unter den europäischen Schlusslichtern im Bezug auf Presseförderungsmaßnahmen. So ist es auch kein Zufall, dass gerade in Schweden kürzlich eine neue Zeitung gegründet wurde. Schwedens Presseförderanstrengungen sind viermal so hoch wie die heimischen Förderungen. 2012 betrug die schwedische Presseförderung knapp 60 Mio. Euro, das österreichische Pendant wurde auf 10,8 Mio. Euro gekürzt. Hinzu kommt: Wir haben unter den EU-Ländern einen der höchsten Mehrwertsteuersätze auf Print-Produkte. Nur fünf der 27 EU-Mitgliedsländer haben höhere Mehrwertsteuern auf Zeitungen als Österreich. medianet: Man könnte die Presseförderung aber auch anders verteilen. Jetzt ist es möglich, dass auch Medien mit einer Hand voll angestellter Journalisten über 800.000 Euro an Förderung erhalten ... Kralinger: ... der Medienwissenschafter Hannes Haas hat im Auftrag des Bundeskanzleramts bekannterweise die Presseförderung evaluiert. Dabei ist er zum Schluss gekommen, dass die aktuelle Presseförderung – ich zitiere – ‚in hohem Maße den richtigen Zeitungen zugute kommt‘. Diese Studie ist aus unserer Sicht eine solide Grundlage für die Reform der Presseförderung. medianet: Studien gab es auch bei einem anderen Aufreger in 2013. Wie ist der Zustand des VÖZ-Präsidenten zum heißen Eisen ‚Regierungsinserate‘? Kralinger: Es ist wichtig, dass die öffentliche Hand mit den Bürgern kommuniziert. Dazu ist vor allem das klassische Inserat gut geeignet. Das müssen wir selbstverständlich auch als Branche selbstbewusst transportieren. Doch Medien, die von der Politik und der Wirtschaft Transparenz einfordern, müssen dieselben strengen Maßstäbe auch bei sich selbst anlegen. Die Regierungsinserate haben ein Volumen erreicht, wo eine Transparenz notwendig wurde und diese ist nun mit dem Medientransparenzgesetz Realität.

medianet: Noch eine Frage zur Notwendigkeit, in den Post-Krisenzeiten sparen zu müssen. Das einzige, was den Verlegern einfällt, scheinen Sparmaßnahmen bei den Personalkosten zu sein. Ist das nicht genau der falsche Weg? Kralinger: Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns bereits in einer ‚PostPhase‘ befinden: Jedes einzelne Medienhaus prüft gerade deswegen Innovationen im digitalen Bereich und ist auf der Suche nach neuen Erlösquellen, um seine Umsätze und Mitarbeiter zu halten. Doch man muss bei allen Innovationen daran denken, wie man mit ihnen Geld verdienen kann, sonst verbrennt man nur Ressourcen. Es ist einfach ein Faktum, dass österreichische Unternehmen im Web kleinere Brötchen backen. Das ergibt sich schon allein aus den unterschiedlichen Erlösgrößen, die man als österreichisches Medienunternehmen mit Fokus auf den heimischen Markt bei Print- und Online-Werbung erzielen kann. Und die XXL-Brote haben sich bereits die globalen Betreiber von Suchmaschinen oder Soziale Netzwerke unter den Nagel gerissen.

„Aber ich glaube schon, dass Medien im Special-InterestBereich, dazu gehören auch regionale Nachrichten, sinnvolle Möglichkeiten finden werden, für ihre Inhalte im Web Geld vom Nutzer zu bekommen.“ … „Kurier“-Geschäftsführer

medianet: Sie sind ja nicht nur VÖZ-Präsident, sondern auch Kurier-GF. Wie geht es dem Kurier – auch hier dominierten eher Meldungen um Sparmaßnahmen. Kralinger: Aber nur weil Journalisten diese Frage immer in den Mittelpunkt stellen: Medienunternehmen müssen wirtschaftlich geführt werden. Auf Kostensteigerungen und gleichzeitig sinkende Umsätze muss durch höhere Effizienz reagiert werden. Die Herausforderungen der Digitalisierung unseres Lebens und disruptive Entwicklungen treffen keineswegs nur Medienunternehmen, sondern nahezu jeden Wirtschaftszweig. Es wäre völlig falsch, auf diese Entwicklung nur mit Personalkürzungen zu reagieren, Kostensenkungen betrafen nahezu alle Bereiche. Der Kurier hat wie viele andere Medienunternehmen in den letzten Jahren aber auch investiert: In neue digitale Geschäftsfelder, ePaper, Produktausstattung, und auch unsere Übersiedlung ist die Investition in eine zukunftsorientierte, crossmediale Arbeitsweise. Wie gesagt, es braucht beides – Effizienz, aber auch Investition in Marke und Markt.


Bi z-ta l k C LA S SI C

14 – medianet

Freitag, 14. März 2014

preisverleihung diskussion

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© Kosmo/Radule Božinović (2); Idea Pro

© leadersnet.at/Joanna Piestrzynska (3); Christoph H. Breneis

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1. Dragana Ilic, Vesna Zivkovic, Dragana Milinkovic, Helena Savin, Branka Cvejanovic, Katarina Stefanovic, Novak Dubravko; 2. Helena & ihr Ehemann Milovan Savin, Creative Director Savin Marketing; 3. Petra Gregorits und Darko Markovic.

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1. Frank Bachér (Rubicon Project), Thomas Peischl, Christine Antlanger-Winter, Stephan Kreissler (Vorstands­ mitglied FMP), Oliver Voigt, Joachim Schneidmadl; 2. Viele Interessierte haben den Diskussionen gelauscht; 3. Christian Moser (ATV), Sissi Blank (SN) und Peter Strutz.

Programmatic Buying: die Zukunft der Mediaplanung?

Media-Debatte

Lilian MeyerJanzek, IABGeschäfts­ führerin..

Die Macht der Maschinen Am Faschingsdienstag drehte sich im Architekturzentrum Wien alles um die Frage „Mensch vs. Maschine“. Das Forum Mediaplanung (FMP) lud zu einer spannenden Diskussion zum Thema Programmatic Buying und dessen Stellenwert in der Mediabranche. Joachim Schneidmadl (virtual minds), Christine Antlanger-Winter (Mindshare), Thomas Peischl (ING-DiBa), Oliver Voigt (Mediengruppe Österreich) und Frank Bachér (Rubicon Project) diskutierten unter der Moderation von Stephan Kreissler (MediaCom) über die Zukunft der Mediaplanung. Sämtliche unterschiedliche Definitionen haben eines gemein: die Automatisierung. Das bedeutet, dass Maschinen, bzw. Software-Systeme Arbeitsschritte komplett übernehmen und selbstständig durchführen. Die Aspekte dieser Entwicklung, ihre Relevanz und die Vor- und Nachteile wurden am FMP-Podium diskutiert. Schneidmadl hat den Talk mit einem Vergleich zwischen dem Thema des Abends und der Industrialisierung im 18. Jahrhundert initialisiert. (red)

Event Tipp

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medianet fundstück des tages

Alle Gewinner entschieden sich für Marketing statt Cash

Strategischer Erfolg Gewinnspiel Letzte Woche, am 8. März 2014, war es so weit: Die Preisträger des Savin Marketing-Gewinnspiels „Strategisch zum Erfolg” wurden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Wiener Motto am Fluss bekannt gegeben. Dragana Milinkovic, Inhaberin des Startups „Kompoint.com“, sicherte sich den 1. Platz in der Kategorie „BKSUnternehmer/Start-ups” (BKS = Bosnien, Kroatien und Serbien) und somit den Hauptpreis: 900 Euro in bar oder ein Gutschein über 50 Prozent eines Marketing-Komplettpakets von Savin Marketing. Ihr Preis wurde ihr von Petra Gregorits, die Vorsitzende Landesvorstand Wien/Frau in der Wirtschaft, überreicht. Branka Cvejanovic, Café Bar Lounge Zucchero, nahm ihren Gewinn – 500 Euro oder 30 Prozent auf die Marketingstrategie – von Gabriele Tatzberger, Mingo/Wirtschaftsagentur Wien, entgegen. Darko Markovic, Sozialdemokratischer WirtschaftsverJetzt schon vormerken: Am band Wien, überreichte den 3. Donnerstag, 10. April, lädt Preis – 300 Euro oder 20 ProKroneHit zum Radio Day ins zent auf Marketingstrategie Novomatic Forum, 1010 Wien. – an den einzigen männlichen Anmeldung bis 3. April unter Gewinner in dieser Kategorie: radioday@kronehit.at Novak Dubravko, Novak Audio.

Karriere

tipp des tages

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Wechsel Die Gründerin der Kommunikationsausbildung in Journalismus & PR an der Donau-Universität Krems leitet künftig den Master-Studiengang Information Medien Kommunikation im Burgenland.

Monitor 2014 (ECM) legt in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Themen wie mobile Kommunikation, Führung, Networking und Mentorship. Die Erhebung soll darüber hinaus Eigenschaften erfolgreicher Kommunikation identifizieren und Unterschiede innerhalb von Europa aufzeigen. Die Studie erlaubt dazu Ländervergleiche und Benchmarks verschiedener Organisationstypen. (red) communicationmonitor.eu

Der Sommer, in dem meine Mutter zum Mond fliegen wollte Schriftsteller Funder ist schon seit Langem auf der Suche nach sich selbst. Ein magischer Sommer in Oslo und ein von Selbstzweifel geplagter Aufenthalt in der US-amerikanischen Kleinstadt Karmack veranlassen Funder dazu, die Höhen und Tiefen seines Lebens als Wunder zu verstehen. 21,99 €, btb Verlag, ISBN-13: 978-3442754175.

© FH Burgenland

Diskussionsrunde Die Präsidentin des Nationalrats, Barbara Prammer, und der Verband der Regionalmedien Österreichs (VRM) laden am Donnerstag, dem 20. März, um 16 Uhr in das Palais Epstein zur Diskussionsrunde „Medien im Wandel“ ein. Hans Bürger (ORF) übernimmt bei dieser Veranstaltung die Moderation und diskutiert mit Josef Cap (SPÖ), Gernot Blümel (ÖVP), Harald Vilimsky (FPÖ), Dieter Brosz (Grüne), Nikolaus Alm (Neos) uvm.

Studie Am 1. März 2014 fiel der Startschuss für die weltweit größte Umfrage über strategische Kommunikation. Experten aus ganz Europa können sich jetzt wieder am European Communication Monitor (ECM) beteiligen. Die Teilnahme an der Online-Befragung ist noch bis Ende März möglich. An der Erhebung im Vorjahr haben mehr als 2.700 Kommunikationsfachleute aus 43 Ländern teilgenommen. Elf renommierte europäische Universitäten führen die repräsentative Umfrage in Zusammenarbeit mit der European Association of Communication Directors (EACD) und der European Public Relations Education and Research Association (EUPRERA) durch. Mit an Bord ist auch Ketchum, eine der führenden Kommunikationsagenturen in Europa und weltweit. Der European Communication

Silvia Ettl-Huber FH Burgenland

© www.ommunicationmonitor.eu

© Parlamentsdirektion/Wilke

Umfrage Kommunikation


retail Lidl gibt gas

In Österreich steht Lidl vor dem größten Investitionsprogramm

Seite 17

Rückgang bei Bier

Efes verzeichnet Rückgänge beim Bierabsatz in der Türkei

Seite 18

© Alex Halada

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© D. Roy/CC Lizenz

© Lidl Österreich

medianet

Freitag, 14. März 2014 – 15

© Bongrain

Ready to Grill

Brunch Grill und Brunch Chill, Darbo Fruchtikus Pfirsich-Mandarine und Himbeer-Rhabarber, Felix Saucen in neuer Quetschflasche. Seite 19

billa-power

Stephanie Schubert ist neue Marketingleiterin bei Billa

Seite 20

Phantomas aus Zwettl mischt den Handel auf

© APA/EPA/Sebastian Kahnert

short

© medianet/Christan Mikes

© Schärf Coffeshop GmbH

Wachstum Im vergangenen Jahr war der Umsatz von Hugo Boss um 6% auf ein Rekordhoch von 2,4 Mrd. € gestiegen. Der deutsche Modekonzern will im nächsten Jahr auf drei Mrd. € Umsatz zulegen. Auch was die Filialen angeht, soll aufgestockt werden: 50 Läden sollen zu den 1.010 bestehenden dazukommen. Seite 17

Kaffee Das österreichische Unternehmen Coffeeshop Company ist schon in 26 Ländern, auf fünf Kontinenten vertreten. Die Expansion wurde seit 2006 sukzessive weitergeführt: Im Dezember 2013 öffnete ein Coffeeshop im französischen Lille und erst im Februar dieses Jahres sperrte ein Standort in der Ukraine auf. Seite 18

Messegespräche Schritt für Schritt erobert Christof Kastner mit seinem Unternehmen neue Handelsbereiche. Derzeit ist er nicht nur bei Fisch, sondern vor allem im Tiefkühlsegment besonders erfolgreich. Seite 16

Diskonter Britische LEH-Einzelhändler, darunter Morrisons, befinden sich im Sinkflug

London. De beiden deutschen Diskonter Aldi und Lidl setzen dem britischen Lebensmittel-Einzelhandel zu. Die Supermarkt-Kette Morrisons hat nach einem verlustreichen Jahr 2013 angekündigt, die Preise für die Verbraucher deutlich zu senken. Dafür wolle man notfalls auf Gewinne verzichten. „Tatsache ist, dass es neue Marktteilnehmer gibt, man nennt sie Discounter; die Kunden kaufen dort ein und das nehmen wir zur Kenntnis“, sagte Morrisons-Vorstandschef Dalton Philips. Philips kündigte massive Preissenkungen an. „Wir haben mehr als 1,20 Mrd.

© Immanuel Giel/CC Lizenz

Lidl und Aldi traktieren Briten

Die Supermarktkette Morrisons will nun die Preise für die Verbraucher senken.

Euro identifiziert, die wir aus dem Geschäft nehmen und in die Senkung der Preise für unsere Kunden investieren können“, sagte er. Im Geschäftsjahr 2013/2014 (Februar) hatte Morrisons einen Vorsteuerverlust von 210,8 Mio. € verzeichnet. Aldi und Lidl sind in Großbritannien derzeit neben dem EdelSupermarkt Waitrose die einzigen Lebensmittel-Einzelhändler, die Marktanteile hinzugewinnen; die vier großen Supermarktketten Tesco‘s, Sainsbury‘s, ASDA und Morrisons befinden sich dagegen im Sinkflug. (APA)

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ti te l stor y

Freitag, 14. März 2014

© medianet/Christan Mikes

16 – medianet retail

Ch rist of Kast ner

Im Gespräch mit Firmenchef Christof Kastner über sein Unternehmen und dessen aktuelle Schwerpunkte

Multifach-Großhändler bietet 60.000 Artikel an

Zur Situation bei Nah&Frisch: „Ich kann meine Kollegen nicht verstehen, die nur immer über Zuwächse in diesem Bereich sprechen. Aus unserer Sicht sage ich: Das letzte Jahr war durchwachsen.“

Heimische Pizza aus Kärnten und Bioprodukte aus aller Welt liegen in der Gastronomie im Trend. Jutta Maucher

Zwettl/ Bad Vöslau. Vor wenigen Tagen hat in Bad Vöslau eine der beiden Gastro-Verkaufsmessen der Firma Kastner stattgefunden, die zweite ist im Februar in Bad Gleichenberg über die Bühne gegangen. „Da geht es um einen engen

„Wir als Firmengruppe Kastner waren die einzigen, mit denen Rudolf Haberleitner wegen dayli-Standorten direkt verhandelt hat.“ Christof Kastner

Kundenkontakt, neue Geschäfte, um Produktneuvorstellungen, Hygieneschulungen und vieles mehr – und das bei einem Messerabatt von zehn Prozent“, so Christof Kastner über Sinn und Zweck solcher Messen. Dieses Jahr standen im Fokus des Interesses das Pizzasortiment mit Verkostung, Fisch und Fleisch, in Kooperation mit Biogast sämtliche Bio-Lieferanten sowie Geschirr & Co. „Insgesamt können wir hier unsere Stärke als

Multi-Fachgroßhändler demonstrieren, der allein im Gastrobereich rund 60.000 Artikel anbietet“, meint Kastner stolz. Gleichzeitig wurde bei den aktuellen Messen der neue Auftritt präsentiert: „Die neue Werbelinie schafft klarere Strukturen, und zeitgemäße Formen sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild der einzelnen Vertriebsschienen; der Name Kastner steht im Vordergrund ebenso wie schon bislang die Äpfel. Die Kunst ist es, zu verändern und trotzdem Kontinuität zu zeigen“, so der Firmenchef.

Neuheit: O sole Mio Sein besonderer Stolz gilt der heuer erstmals auf der Messe präsentierten Pizzalinie „O sole mio“, aus heimischen Zutaten und in Kärnten hergestellt: „Die schmeckt wie hausgemacht und passt für uns und unsere Kunden optimal vom Preis-Leistungs-Angebot her.“ Die Ausweitung des Tiefkühlsortiments geht einher mit der im vorigen Herbst erfolgten Kooperation mit der Firma Knapp, einem Vertriebspartner von Eskimo: „Damit verfolgen wir eine ganz klare Expansionsstrategie in Sachen Tiefkühlung“, so Kastner, der auch sagt, dass das Volumen in diesem Segment um 30% gestiegen ist. Darüber hinaus wurde das Kernliefergebiet verdichtet, womit wiederum die Logistik optimiert worden ist. „Wir haben eine ganzjährige Auslas-

tung und unseren Kunden können wir nicht nur das Produkt Pizza anbieten, sondern ein gesamtes Konzept, etwa spezielle Öfen und eine entsprechende Schulung dazu“, so Kastner.

Bioboom ohne Ware Die zweite Erfolgsstory betrifft die Firma Biogast. Die Nachfrage nach biologischen Produkten steigt ebenso wie der Naturkostfachhandel. Insgesamt sind bereits 12.000 der 60.000 Kastner-Gastro-Artikel Bioprodukte und die Erwartungshaltung an ein reichhaltiges Sortiment steigt weiter. Diesem Erfolg versprechenden Trend steht ein gravierender Nachteil gegenüber: „Wir müssen rund 70 Prozent unserer Bio-Produkte importieren. Wir sind ein Bio-Eigenmarkenland und damit fehlt die Vielfalt von angebotenen heimischen Bio-Artikeln“, beklagt sich Kastner.

Preis ist ein Thema Erfolgreich entwickelt hat sich auch das Programm „Unser kleinster Preis“: Über 600 Artikel aus allen Sortimentsbereichen sind zum Dauertiefpreis erhältlich. In diesem Zusammenhang verweist der Firmenchef auf einzigartige Angebote in Österreich: Die Gastronomiekunden erhalten für jeden Euro Umsatz auf frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und Käse einen Frische-

punkt. Bei 1.000 Frischepunkten gibt es einen 10 Prozent-Gutschein auf eben diese Produkte. „Einzigartig ist darüber hinaus, dass wir an

„Wir müssen rund 70 Prozent unserer BioProdukte importieren. Es gibt kein Angebot, denn wir sind ein BioEigenmarkenland.“ Christof Kastner

einem bestimmten Tag pro Monat zehn Prozent auf alles anbieten. Um welchen Tag es sich hierbei genau handelt, erfahren die Kunden kurzfristig.“

Nah & Frisch statt dayli Auf einer Gastromesse spielt der Einzelhandel rund um Nah & Frisch eine geringere Rolle. Dazu Christof Kastner: „Ich kann meine Kollegen nicht verstehen, die nur immer über Zuwächse in diesem Bereich sprechen. Aus unserer Sicht sage ich: Das letzte Jahr war durchwachsen. Es gab jede Menge Pensionierungen. Demgegenüber

stehen interessierte Selbstständige, die nach ihrer Karriere als Filialleiter dann für sich arbeiten möchten.“ Insbesondere hebt Kastner hervor, dass einige ehemalige dayli-Standorte zu Nah&FrischStandorten seiner Firmengruppe wurden. Eine genau Zahl nennt er nicht, aber „es wurden genaue Standortanalysen durchgeführt, denn schließlich waren wir die einzigen, mit denen Rudolf Haberleitner damals wegen dayli-Standorten direkten verhandelt hat, auch wenn viel anderes behauptet und geschrieben worden ist“. Und: „Ich erwarte mir auch für unsere Nah & Frisch-Standorte ein leichtes Wachstum in den nächsten Jahren. Und das, obwohl die Märkte gesättigt sind und die Standortpolitik ausgereizt ist.“

kastner Gruppe Umsatz 2013 Kastner/Brückler Großhandel (netto), Nah & Frisch Großhandel, Kastner Stop+Shop, Biogast: 69,3 Mio. € Kastner Einzelhandel (brutto) Nah Frisch Filialen, Real Markt Jennersdorf: 13,5 Mio. € Kastner Abholmarkt und Gastrodienst (netto), davon Abholmärkte: 40,5 Mio. €, davon Gastrodienst inkl. Brückler 61,2 Mio. €; insgesamt: 105,6 Mio. €. Eigenkapitalquote 40% Mitarbeiter 775


Freitag, 14. März 2014

r e ta i l & p r odu c e r s

medianet retail – 17

Wachstumskaiser Hugo Boss hat ein Rekordjahr 2013 absolviert und strebt für 2015 an, die Umsatzgrenze von drei Mrd. € zu überschreiten

Boss will hohes, einstelliges Plus Metzingen. Der deutsche Modekonzern Hugo Boss will nach dem Rekordjahr 2013 bei Umsatz und Gewinn weiter zulegen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Wachstumstempo gegenüber dem Vorjahr noch erhöhen werden“, gibt Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs den Takt an. Umsatz und Ergebnis sollten 2014 währungsbereinigt um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen. Analysten trauen dem Konzern gar ein kräftigeres Wachstum um die zehn Prozent zu. Grund: Hugo Boss setzt auf den Ausbau der eigenen Geschäfte. In diesen kann er höhere Preise als im heiß umkämpften Großhandel durchsetzen. Im vergangenen Jahr war der Umsatz vor Währungseffekten um sechs Prozent auf ein Rekordhoch von 2,4 Mrd. € gestiegen. Das bereinigte Ergebnis (EBITDA) hatte sich um sieben Prozent auf 565 Mio. € erhöht. Angesichts der

schwachen Konjunktur in Europa – dem größten Luxuswarenmarkt der Welt – sei Boss mit diesem Ergebnis zufrieden, sagte Lahrs.

Besonders stark in Europa Herrenanzüge und Damenmode waren am stärksten in Europa gefragt, besonders in Frankreich und Großbritannien. In Großstädten ließen Touristen die Kassen klingeln; sie klingelten insofern kräftig, als die Rabattschlachten zuletzt eher moderat ausfielen. In Asien blieb das Wachstum mit währungsbereinigt vier Prozent schwach, der starke Euro ließ den

Umsatz um zwei Prozent sinken. Flaute herrschte in China; dort bremste die schwächere Konjunktur und das Vorgehen der Regierung gegen Korruption die Nachfrage nach Luxuswaren. 2014 sollen zu mittlerweile 1.010 eigenen Läden 50 Standorte dazukommen. Die Profitabilität verbesserte sich 2013: Die Rohertragsmarge stieg um 330 Basispunkte auf 64,9% und näherte sich dem Branchenschnitt von 67% weiter an. Mittelfristig soll die Rendite auf 25% steigen. Am Umsatzziel von drei Mrd. € im kommenden Jahr hält das Unternehmen ebenfalls fest. (APA/red)

© APA/EPA/Sebastian Kahnert

Hugo Boss-Boss Claus-Dietrich Lahrs: „Werden Wachstumstempo erhöhen.“

Hugo Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs will im nächsten Jahr drei Mrd. € Umsatz schaffen. Bereits 2014 sollen zu bestehenden 1.010 weitere 50 Läden neu dazukommen.

Stark investiert 100 Mio. €

Lidl gibt Gas

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© Lidl Österreich/Andreas Hechenberger

Demner, Merlicek & Bergmann

Salzburg. Lidl Österreich steht vor seinem größten Investitionsprogramm hierzulande: „2014 werden wir rund 20 Prozent unserer Filialen komplett modernisieren und dabei über 100 Millionen Euro in die heimische Wirtschaft investieren“, sagt Alexander Deopito, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich. Die qualitative Expansion steht im Fokus, mittelfristig sollen alle 202 Filialen modernisiert sein. Bereits 2013 wurden 70 Mio. € in die qualitative Expansion investiert. Das Resultat sollen helle, freundliche Geschäfte sein, die nach modernen Umweltstandards gebaut sind. Das Filialkonzept setzt auf effiziente Energienutzung und Schonung natürlicher Ressourcen. Bereits jetzt werden alle Lidl-Filialen in Österreich zu 100% mit Grünstrom aus Wasserkraft betrieben. Lidl Österreich hat über die Jahre das Netz zwischen Bodensee und Neusiedlersee auf 202 Filialen ausgebaut. „Wir legen auch in Zukunft höchsten Wert auf die Stärkung heimischer Unternehmen und investieren daher weiterhin aus voller Überzeugung in den Wirtschaftsstandort Österreich“, stellt Deopito klar. Dabei arbeitet Lidl mit namhaften österreichischen Unternehmen zusammen: AHT aus Rottenmann stellt steckerfertige Kühlregale und Tiefkühltruhen bereit, die Vorarlberger Firma Zumtobel stattet die Lidl-Filialen mit energiesparender LED-Beleuchtung aus. (red)

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Lidl Österreich-Chef Alexander Deopito setzt auf qualitative Expansion.

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Alkoholregelung in der Türkei schadet Efes

R e ta i l & Pr odu c e r s Kaffee Das österreichische Familienunternehmen ist mittlerweile in 26 Ländern vertreten

Schärf in aller Welt

Istanbul. Nach der Einführung umstrittener Alkoholvorschriften im September 2013 hat sich der Bierkonsum der Türken drastisch reduziert. Der nationale Bierbrauer Anadolu Efes vermeldet massive Rückgänge beim Bierabsatz. Im vergangenen Jahr ist der Bierverkauf des Bierherstellers in der Türkei um 1,2 Mio. hl auf 7,4 Mio. hl zurückgegangen. Ein Jahr zuvor hatte Anadolu Efes noch 8,6 Mio. hl Bier verkaufen können. (APA)

Mit Spar-Gutschein ins Lustschloss Hellbrunn Wörgl. Zur Saisoneröffnung der Wasserspiele am 1. April erhalten alle, die von Montag, 24., bis Samstag, 29. März, bei Spar einen Einkauf tätigen, einen 2 €-Gutschein, mit dem das ehemalige Lustschloss und das Volkskundemuseum besucht werden können. Insgesamt werden 200.000 Ermäßigungsgutscheine ausgegeben. (red)

Lemberg. Das österreichische Franchiseunternehmen Coffeeshop Company eröffnete im Februar seinen ersten Coffeeshop im ukrainischen Lemberg (Lviv). Die siebtgrößte Stadt in der Ukraine ist auch außerhalb der Grenzen bekannt: In keiner ukrainischen Stadt gibt es mehr Kaffeehäuser. Den Titel „Kaffeehauptstadt“ hat sich Lemberg also redlich verdient.

short

Reno hat Interesse am Konkurrenten Görtz Osnabrück. Die deutsche Schuhhandelskette HR Group (Reno) interessiert sich für den Konkurrenten Görtz. „Wir befinden uns in Verhandlungen mit Görtz über eine Übernahme von 75,1% der Anteile“, so GF Matthias Händle. Die Verhandlungen seien vor dem Hintergrund des immer bedeutender werdenden Online-Handels zu sehen. Die HR Group ist mit 650 Mio. € Jahresumsatz nach Deichmann die Nummer zwei bei den Schuhfilialisten. (APA)

Coffeeshops in 26 Ländern Der neue Coffeeshop befindet sich auf der pl.Soborna 2 im Zentrum Lembergs. „Die Ukraine ist ein sehr wichtiger Markt für die Zukunft und steht für stetig wachsenden Qualitätsanspruch. Darum freut es mich umso mehr, dass wir für dieses Land einen Partner gefunden haben, dem nicht nur hohe Kaffeequalität und Qualität in der Kaffeemaschinentechnologie wichtig sind, sondern der sich auch mit der Philosophie unseres Unternehmens identifiziert“, so Reinhold Schärf, Geschäftsführer der SchärfUnternehmensgruppe. Und auch in Lille in Frankreich, knapp an der Grenze zu Belgien, wurde erst im Sommer 2013 der Franchisevertrag mit den französischen Partnern unterzeichnet. Im Dezember vergangenen Jahres wurde der Shop schließlich eröffnet. „Wir freuen uns über die rasche Umsetzung und die geglückte Eröffnung im Zentrum von Lil-

Tetra Pak präsentiert „grünen“ Verschluss © Schärf Coffeshop GmbH

© Daniel Roy/CC Lizenz

Die Coffeeshop Company erschließt die Märkte Frankreich und Ukraine.

Seit September 2013 reduzierte sich der Bierkonsum in der Türkei stark.

Freitag, 14. März 2014

Im französischen Lille eröffnete die Coffeeshop Company erst im Dezember 2013.

le, am Place de la Gare. Dies war vor allem durch die starke Beziehung zwischen unseren Partnern in Frankreich und der Zentrale in Österreich möglich“, freut sich Reinhold Schärf. In Frankreich würde immer stärker auf höchste Kaffeequalität Wert gelegt werden und man „weiß die traditionelle Kaffeehauskultur zu schätzen“, erklärt Junior-Chef Marco Schärf. Der neue Markt soll nun „durch Kaffeespezialitäten aus

100% Hochland Arabica Bohnen“ sensibilisiert werden. Seit dem Jahr 2006 kann das Familienunternehmen ein Wachstum verzeichnen. Mittlerweile ist die Coffeeshop Company in 26 Ländern und auf fünf Kontinenten vertreten. Das Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit den komplexen Zusammenhängen der Espressozubereitung und der Eigenentwicklung hochwertiger Espressomaschinen. (red)

© Tetra Pak

18 – medianet retail

Der neue, bio-basierte Verschluss wird aus Zuckerrohr hergestellt.

Lausanne. Tetra Pak teilte die Einführung des weltweit ersten bio-basierten Verschlusses für Giebeldachverpackungen mit. Der „grüne“ Verschluss wird aus Zuckerrohr hergestellt. Tetra Pak verfolgt das Ziel, Verpackungen zu entwickeln, die vollständig aus nachwachsenden Materialien bestehen. (red)

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pr odu c t n e ws

Freitag, 14. März 2014

medianet retail – 19

Drück mich!, fordern die neuen Quetschflaschen von Felix Product News Brunch Grill und Brunch Chill, Darbo Fruchtikus Pfirsich-Mandarine und Himbeer-Rhabarber, Felix Saucen in neuer Quetschflasche. Ab April gibt es die Felix-Klassiker Sauce Tartare, Cocktail Sauce, Knoblauch Sauce, Chili Sauce, Salsa Sauce und die neue Sorte Curry Sauce in einer modernen und einzigartigen 250 ml-Quetschflasche. Das Packaging Design wurde überarbeitet – die neuen Felix Saucen erstrahlen nun im neuen modernen Look in der „Drück mich“-Linie.

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© Felix Austria; Darbo; Bongrain

Das neue Saisonpaar von Brunch lautet auf Brunch Grill und Brunch Chill. Die Sorten sorgen für Stimmung auf der GrillParty. Wie bereits die Vorgänger, Brunch Zuckerbrot und Peitsche, kommen die zwei neuen Geschmacksorten in streng limitierter Auflage. Übrigens auch zum Kochen geeignet.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Relaunch Felix Saucen in neuer Flasche 200 ml Felix Austria LEH www.felix.at

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Auch in diesem Sommer bringt Darbo zwei neue limitierte Fruchtikus-Sommersorten: Pfirsich-Mandarine soll sich als besonders erfrischender Snack zwischendurch etablieren. Und Himbeer-Rhabarber kombiniert das Fruchtige der Himbeeren mit dem leicht säuerlichen vom Rhabarber zum Gaumenschmaus.

CITYPARK Ljubljana

FORUM 1 Salzburg

SILLPARK Innsbruck

IPERCITY Padua

FISCHAPARK Wiener Neustadt

MAX.CENTER Wels

EUROPARK Salzburg

MURPARK Graz

ZIMBAPARK Bludenz/Bürs

Kategorie Line Extension Produkt Darbo Fruchtikus PfirsichMandarine und Himbeer-Rhabarber Packung 125 g Vertrieb Darbo Distribution LEH Info www.darbo.at EUROPARK Salzburg

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V-Label vegan, vegetarisch

Fannys Klartext

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Schwertberg. Frischteigspezialist Tante Fanny sorgt für Orientierung im Kühlregal: Als Antwort auf den wachsenden Trend hin zu vegetarischer und veganer Ernährung bekommt das gesamte Sortiment das sogenannte V-Label verpasst. Dieses wurde von der Europäischen Vegetarier Union entwickelt und steht für eine klare und einheitliche Kennzeichnung vegetarisch und vegan verarbeiteter Zutaten. Es kennzeichnet vier Kategorien von vegetarisch bis rein pflanzlich – und stellt somit eine wertvolle Orientierungshilfe dar. (red)

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20 – medianet retail

Freitag, 14. März 2014

Weinviertel DAC

© Regionales Weinkomitee Weinviertel/ R. Herbst

© Reed Exhibitions Messe Wien / www.christian-husar.com

wohnen & Interieur

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Johannes Schmuckenschlager, Ulli Hager, Karl Wilfing, Manfred Schulz.

Jahrgangspräsentation war in der Wiener Hofburg 2

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1. Georg Emprechtinger, Josef Breiter, Matthias Limbeck, Johanna Mikl-Leitner; 2. Johann Jungreithmair, ­Geschäftsführer Reed Exhibitions Messe Wien, Johanna Mikl-Leitner, Erwin Pellet; 3. Peter Lexe in der Küche.

Größte Messe für Wohnen und Inneneinrichtung

Von Tischen & Co Gastgeber Johann Jung­ reithmair.

Rundtour Mit rund 3.000 Gästen startete die traditionelle Verkostungstour des Weinviertel DAC in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg, 144 Winzer aus dem Weinviertel präsentierten den Besuchern über 300 pfeffrige Grüne Veltliner. Ein ganz besonderes Highlight waren auch heuer wieder die Reserven, die als Topweine ein kostbares Zeichen für die dynamische und qualitative Entwicklung setzen. Auch die Gäste Landesrat Karl Wilfing, Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbands und Otto Auer, Vizepräsident der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer, überzeugten sich von der hohen Qualität des neuen Jahrgangs des Paradeweins aus dem Weinviertel. Die hohe Anzahl an Gästen in den Prunksälen der Wiener Hofburg bewies einmal mehr die Beliebtheit des Grünen Veltliners aus dem größten Weinbaugebietes Österreichs. Die nächsten Stationen der Jahrgangspräsen„Das Beste aus Österreich in tation werden sein: 18. März, der Hauptstadt“ beim GenussLinz, Design Center; 7. April, Festival im Wiener Stadtpark, München (D), Alte Kongressvon Kulinarische Erbe halle, 8. April, Götzis, 9. April, Österreich und Stadt Wien. Salzburg, Amadeus Terminal Von 9. bis 11. Mai 2, Salzburg Airport W. A. Mozart. (red)

Kopf des Tages

Produkt des tages

die finstere brille

Stephanie Schubert zeichnet ab sofort als neue Marketingleiterin bei Billa verantwortlich. Schubert startete ihre Karriere 1999 als Internet & eCommerce Manager Rewe International AG, ab 2000 hatte sie die gleiche Position bei der Billa AG über. Nach zwei Jahren wurde Schubert die Leitung des Bereichs Internet & eCommerce übertragen, der 2005 zusätzlich um den Billa Kundenclub erweiterte wurde, den sie seit mehr als acht Jahren verantwortet. Nunmehr ist für die strategische Markenführung, die gesamte Werbekampagne, sämtliche Kundenbindungsprogramme, New Media und e-commerce verantwortlich.

Perfekt gestylt Mit dem neuen Syoss Keratin Hair Perfection können Frauen ihr kraftloses, trockenes Haar jetzt auch zu Hause professionell pflegen und sich das anschließende Stylen erleichtern. Die professionelle Formel mit innovativem Keratin Primer sorgt für eine tiefenwirksame Reparatur im Inneren der Haarzelle und füllt verloren gegangenes Keratin wirkungsvoll wieder auf. So auf die Pflege vorbereitet, kann die professionelle Wirkstoffkombination vom Haar besonders gut aufgenommen werden. Das Haar bekommt neue Kraft, wird in seiner Struktur wieder aufgebaut und ist geschmeidigend glänzend – eine Haarqualität wie direkt nach dem Friseurbesuch. Syoss Keratin Hair PerfectionShampoo, 500 ml, ca. 4,99 € (UVP), Syoss Keratin Hair Perfection Spülung, 500 ml, ca. 4,99 € (UVP), Syoss Keratin Serum, 50 ml, ca. 7,99 € (UVP). www.henkel.at

DiTech war ganz klar der Beste

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© Henkel

© Alex Halada

Geordnet Auf der „Wohnen & Interieur“ in der Messe Wien präsentieren derzeit mehr als 500 Aussteller aus dem In- und Ausland in allen vier Hallen der Messe Wien (Hallen A, B, C und D) auf insgesamt 55.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles rund ums Wohnen. „Aufgrund ihrer Größe und Bedeutung sowie des gewaltigen Publikumszuspruchs stellt die ‚Wohnen & Interieur‘ für die Möbelindustrie, den Möbelhandel und das Tischlerhandwerk eine unverzichtbare Präsentations- und Orderplattform dar“, beschreibt Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Reed Exhibitions Messe Wien, den Stellenwert der Messe. Und Gerhard Perschy, Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei Reed Exhibitions Messe Wien, fügt hinzu: „Der gelungene Mix aus Ausstellung, Beratung, Marktplatz, Sonderschauen und Erlebniswelten kommt hervorragend beim Messepublikum an.“ Bei der Eröffnung waren unter anderem dabei: Erwin Pellet (Obmann der Sparte Handel Wirtschaftskammer Wien), Johanna Mikl-Leitner (Bundesministerin für Inneres). (red)

Pfeffrig und beliebt: der Grüne Veltliner

Christian Novacek

M

ein PC ist von DiTech. Der vorige war vom großen Elektrodiskonter. Der neue PC ist leise, der alte war laut. So laut, dass ich mir mitunter schwer tat, zwischen World of WarcraftKampfgeräuschen und dem vermeintlich finalen Röcheln des CPUKühlsystems zu unterscheiden. Mein logischer Schluss: DiTech ist super, alle anderen sind es nicht. Nun ist ausgerechnet das kompetente Computergeschäft in Kalamitäten. Ist das ungerecht? Jedenfalls, weil es nicht sein soll, dass Konsumenten zwischen gutem und schlechten Rechner nicht mal auf Trivialebene (s.o.) unterscheiden können. Aber, und das ist die Einschränkung: DiTech ist auch selber schuld. Die erste massive Kompetenz-Verfallserscheinung war, als der PC-Specialist plötzlich zum halben Apple-Store mutierte. Apple krieg ich woanders genauso. Und: Apple ist Apple, heißt: ein in sich ruhendes, selbstzufriedenes System. Die für mich wichtigste Sache, die bei Apple Beratung bedingt, ist der „Jailbreak“. Der macht aus Apple eine Art PC-Apple. Dies ist aber eventuell gar nicht erlaubt. Meines Wissens hat das DiTech auch nicht angeboten. Ergo war DiTechs Hinwendung zu Apple eine Abwendung von der Kompetenz. Das ist halt dann der Wurm im Apfel … c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Was das Gesicht verrät 72 Muskeln benötigt ein Mensch, um die Stirn zu runzeln.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 14. märz 2014 – 21

auf der überholspur

zukunftsmusik

BMW ist drauf und dran, 2014 erstmals mehr als 2 Mio. Fahrzeuge zu verkaufen Seite 23

Goodyear präsentiert in Genf Konzeptreifen mit eingebetteten Mikrochips Seite 24

© Dunlop

© EPA/Peter Kneffel

automotivebusiness mazda 6 dauertester sagt leise servus

© Stockwerk Racing Team

Business-Carsharing nimmt langsam Fahrt auf

© APA/dpa/Roland Weihrauch

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© BP/Foto Wilke

Koblenz. Überraschung in Koblenz: Der Nürburgring gehört künftig dem TechnologieZulieferer Capricorn. Die Gläubiger der insolventen Rennstrecke gaben dem Düsseldorfer Unternehmen nach stundenlangen Verhandlungen den Vorzug vor dem Gebot des US-Finanzinvestors H.I.G. Capital. „Es war eine knappe Entscheidung“, sagte der Sachwalter der Nürburgring GmbH, Jens Lieser. Er bezifferte das Transaktionsvolumen auf mehr als 100 Mio. Euro. www.nuerburgring.com

© Panthermedia.net/Awrangler

Wien. Patrick Wendeler, zuletzt Head of Country und Fuels Operations General Manager von BP in Österreich, hat per 1. März die Leitung des Tankstellengeschäftes in Deutschland innerhalb der BP Europa SE übernommen. Seine Nachfolgerin ist Gerlinde Hofer (Bild), die ihr Amt ebenfalls mit 1. März angetreten hat. Sie übernimmt diese Funktion zusätzlich zu ihrer bestehenden Rolle als Operational Excellence & Capabilities Manager für das europäische Tankstellengeschäft der BP. www.bp.com

© Panthermedia.net/Manfred Steinbach

Trend Die Experten der Unternehmensberatung Frost & Sullivan prophezeien dem Business-Carsharing in den kommenden Jahren ein enormes Wachstumspotenzial. Als erster Hersteller plant Daimler, in diesen Markt einzusteigen. Seite 22 Daimler Februar-Geschäft neuerlich über den Erwartungen

Wien. Die Einführung der erhöhten Normverbrauchsabgabe (NoVA) mit 1. März hat im Monat davor für einen Zulassungsboom in Österreich gesorgt: Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria sind die Kfz-Neuzulassungen im Februar um fast ein Drittel gestiegen. Demnach wurden 33.080 Fahrzeuge zugelassen, um 31,3 Prozent mehr als im Februar 2013 und um 17,3 Prozent mehr als im Jänner 2014. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 30,2 Prozent auf 27.589 Fahrzeuge. www.statistik.at

© APA/dpa/Bernd Weissbrod

Mit 16,6 Prozent Plus ins neue Jahr

In den ersten beiden Monaten 2014 konnte Daimler 215.753 Pkw verkaufen.

Stuttgart. Der Autobauer Daimler gibt mit neuen Modellen beim Pkw-Absatz kräftig Gas. Im Februar seien bereits wie im Jänner rund 16,5% mehr Fahrzeuge der Marke Mercedes ausgeliefert worden als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen mit. Damit rollten im vergangenen Monat fast 105.000 Autos zu den Kunden. Seit Jahresbeginn seien es 215.753 Stück gewesen und damit 16,6% mehr als im Vorjahr. „Wir halten das hohe Tempo der Vormonate – mit einem zweistelligen Absatzplus und Wachstum in allen Regionen“, sagte Vertriebs-Chef Ola Källenius. www.daimler.com

I pack’s ned!

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C ov e r

22 – automotivebusiness

Kommentar

Wehret den ­Anfängen

Freitag, 14. März 2014

Carsharing Nach dem Privatmarkt wollen die Anbieter nun zunehmend auch Geschäftskunden ansprechen

Flexible Lösungen für den Bedarf von Unternehmen Als einer der ersten Hersteller versucht Daimler den Markt des Business-Carsharings zu erschließen. Jürgen Zacharias

Jürgen Zacharias

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Stuttgart. Mit Firmenfahrzeugen ist das so eine Sache. Während sie in großen Unternehmen oft heiß begehrt und damit kaum verfügbar sind, stehen sie in kleinen Betrieben vielfach ungenutzt auf dem Firmenparkplatz herum. Ganz auf den repräsentativen FahrzeugAuftritt verzichten möchte das Management in so einem Fall aber auch nicht, in erstem Beispiel rechnet sich wiederum die Anschaffung von weiteren Fahrzeugen für Stoßzeiten nur schwer oder gar nicht. Eine unkomplizierte Lösung für die Probleme beider Unternehmen bietet die Bereitstellung von Carsharing-Fahrzeugen für die eigennen Mitarbeiter, das sogenannte Business-Carsharing. Dieses steckt im Vergleich zum klassischen Carsharing-Angebot zwar noch in den Kinderschuhen, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung im Mobilitätsmix von Unternehmen und wird als Geschäftsmodell auch für Automobilkonzerne und Mobilitätsdienstleister immer interessanter.

Vor diesem Hintergrund ist das Thema auch einer der Hauptprogrammpunkte auf dem „Urban Mobility 3.0”-Workshop des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan am 26. Juni in London. Laut einer aktuellen Studie der Firma lag die Anzahl von CarsharingFahrzeugen in Unternehmen vergangenes Jahr bei etwa 2.000, wird aber voraussichtlich auf 75.000 bis 100.000 Fahrzeuge im Jahr 2020 ansteigen. Den Zahlen von Frost & Sullivan zufolge, gab es im vergangenen Jahr lediglich 13 Anbieter für diesen Dienst, 2020 sollen es

VW Guter Jahresauftakt

Cadillac General Motors will mit seiner Premiummarke in Europa durchstarten und die Verkaufszahlen vervielfachen

Volkswagen konnte im Jänner und Februar rund 1 Mio. Autos verkaufen.

Volkswagen. Europas größter Autobauer, Volkswagen, hat bei seiner Kernmarke VW-Pkw im Februar ein leichtes Absatzplus verzeichnet. Der merkliche Zuwachs aus dem Verkaufsmonat Jänner schrieb sich nicht fort. Das Februar-Plus liegt gegenüber dem Vorjahresmonat bei 1,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Im Jänner hatte der Zuwachs noch bei 4,8 Prozent betragen. Für die ersten zwei Monate dieses Jahres liegt das Absatzwachstum damit bei 3,3 Prozent. Nach einer guten halben Million Pkw mit VW-Logo aus dem Jänner kamen im Februar 407.600 weitere hinzu. www.volkswagenag.com

Daimler überlegt, mit einem ähnlichen Angebot wie Car2Go in Zukunft auch ganz gezielt Firmenkunden anzusprechen.

dann rund 30 sein, andere Branchenkenner gehen sogar von deutlich mehr aus. Klar scheint, wer den Markt kontrollieren und bespielen wird:

Zahl der Anbieter steigt

„Daimler Mobility Service denkt nach dem Vorbild von car2go auch über Carsharingkonzepte mit Firmenflotten nach.“ Annette winkler, smart

Neben den Automobilherstellern sollen das laut Frost & Sullivan vor allem Leasing- und Mietwagenfirmen sein, klassische CarsharingAnbieter haben entsprechende Dienste bereits im Programm oder werden ebenfalls auf den Markt drängen. Einer der ersten Hersteller, der konkrete Absichten bekundete, ist Daimler. Am Genfer Automobilsalon kündigte smartChefin Annette Winkler neue Ideen für Unternehmenskunden an und meint damit vor allem Firmenlösungen nach dem Vorbild des Carsharing-Angebots car2go.

Absatzschiene für smart „Daimler Mobility Services denkt auch über Carsharingkonzepte mit Firmenflotten nach“, sagte Winkler, ohne Details zu nennen:

„Soweit sind wir noch nicht.“ Daimlers eigenes Carsharing-Angebot car2go ist mit 10.000 Fahrzeugen bisher der größte smartKunde. Sollte der Autokonzern Firmenkunden in das Angebot einbinden, könnte das smart zu einem Schub bei den Absätzen verhelfen, die zuletzt zurückgingen. 2013 sank der Absatz um sieben Prozent auf 98.000 smarts im Vergleich zum Vorjahr. Die kleinen Autos machten zuletzt sechs Prozent der gesamten Autoverkäufe von Daimler aus. Auch 2014 werde der smart-Absatz wegen der Anlaufphase des neuen Modells und der damit verbundenen Umstellung in der Produktion zurückgehen, sagte Winkler. Im Sommer soll das neue Modell vorgestellt werden. www.frost.com www.daimler.com

GM: Ambitionierte Premium-Ziele in Europa Detroit. Nachdem General Motors (GM) seine deutsche Volumentochter Opel halbwegs auf Kurs gebracht hat, wollen die Amerikaner nun im europäischen Premiumbereich mit Cadillac nachlegen. Geht es nach Europa-Chef Thomas Sedran, dann soll die Premiummarke möglichst rasch auf das Absatzniveau von Jaguar Land Rover kommen. Während Cadillac aktuell allerdings nur vierstellige Verkaufszahlen in Europa vorweisen kann, bringt es die britische TataTochter auf immerhin 130.000 verkaufte Fahrzeuge in den Ländern der Europäischen Union.

Verlassen will GM diese Pfade auch mit Chevrolet: Zwar kündigten die Amerikaner vor einigen Monaten erst den weitgehenden Rück-

zug der Marke aus Europa an; das gelte aber nicht für die Corvette und den Camaro. Die beiden Marken sollen weiter über das Cadil-

lac-Händlernetz vertrieben werden und die Premiumstrategie von GM in Europa abrunden. www.gm.com

Breit gefächerte Strategie Sedran sieht Cadillac dementsprechend in der Außenseiterrolle: „Wir sehen uns als echter Herausforderer und haben noch jede Menge Arbeit vor uns, um für den europäischen Premiumkunden zu einer relevanten Marke zu werden. Als Nischenanbieter können wir die ausgetretenen Pfade bei Marketing und Verkauf von Premiumfahrzeugen verlassen.”

© APA/EPA/Larry W. Smith

© APA/EPA/Nigel Treblin/Handout

Moderates Plus

© Daimler

as Auto steht vor einer Ära der Digitalisierung und Vernetzung. Selbstredend wird das auch Auswirkungen auf unser Mobilitätsverhalten haben. So werden wir schon bald nicht mehr mit dem Steuer in der Hand unserem gewünschten Ziel entgegensteuern, sondern gemütlich mit den anderen Passagieren beim Karten spielen oder Kaffee trinken. Zudem wird in Autos der Zukunft Unterhaltung groß geschrieben – sei es in Form multimedial bespielbarer Bildschirme im Fonds oder durch eine permanente Onlineverbindung aller Bordsysteme. Letztere bringt viele Vorteile mit sich, ruft aber auch Datenschützer auf den Plan; schließlich lassen sich aus den gewonnenen Daten auch Bewegungsprofile der Fahrer erstellen oder andere persönliche Details ablesen. VW-Chef Martin Winterkorn forderte daher am Genfer Autosalon Sensibilität in diesem Bereich: „Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden“, sagte der VW-Manger. „Wir schützen unsere Kunden vor Gefahren wie Aquaplaning und Sekundenschlaf – mit dem gleichen Pflichtbewusstsein werden wir unsere Kunden auch vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen. Ich sage deutlich: Ja zu Big Data. Ja zu mehr Sicherheit und Komfort. Aber Nein zu Bevormundung und Big Brother. Da ist die gesamte Branche gefordert!“ Finden wir auch.

Aktuell werden pro Jahr weniger als 10.000 Cadillacs in der EU verkauft – bald schon sollen es mehr als 100.000 pro Jahr sein.


H e r ste l l e r & zu l i e f er e r

Freitag, 14. März 2014

automotivebusiness – 23

Wachstum Der deutsche Premiumhersteller BMW ist mit einem Absatzplus von 8,9 Prozent ins Jahr gestartet

Läuft es in Zukunft ähnlich gut, könnte der Autobauer erstmals mehr als 2 Mio. Autos/Jahr verkaufen. Moritz kolar

Rekordverkäufe, aber Minus beim Gewinn

© APA/dpa/Armin Weigel

BMW lässt im laufenden Jahr die Rekorde purzeln

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Audi konnte 2013 ein Plus von rund 4 Mrd. Euro erwirtschaften.

München. Für BMW läuft es derzeit wie geschmiert. Der bayerische Autohersteller konnte in den ers-ten beiden Monaten des Jahres seine weltweiten Auslieferungen um 8,9 Prozent auf 242.017 Wagen steigern und durfte sich damit sowohl im Jänner, als auch im Februar über einen neuen Auslieferungs-

Ingolstadt. Der deutsche Autohersteller Audi konnte im vergangenen Jahr weltweit insgesamt 1,57 Mio. Autos verkaufen und damit um acht Prozent mehr als noch im Jahr 2012. Trotz des Rekordabsatzes ging der Gewinn um knapp acht Prozent auf rund 4 Mrd. € zurück. Schuld daran seien laut Audi-Chef Rupert Stadler die hohen Ausgaben für neue Fabriken und den Ausbau der ­Produktion. www.audi.de

„Wir rechnen mit einem leichten Aufwärtstrend in Europa,

Continental treibt Risikostreuung voran

aber wir setzen weiter

Norbert reithofer, bmw

BMW-Chef Norbert Reithofer darf mit der Entwicklung seines Unternehmens derzeit sehr zufrieden sein. BMW legte deutlich zu …

Magische Marke soll fallen 2013 hatte der Oberklassehersteller bereits 1,96 Mio. Autos der Marken BMW, Mini und RollsRoyce an Kunden übergeben. „Für 2014 streben wir nun ein Volumen von über zwei Millionen Fahrzeugen an“, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Rande des Genfer Automobilsalons und setzt dabei auch auf den in den vergangenen Jahren schwächelnden euro-

Gerüchten zufolge plant BMW zur langfristigen Befeuerung des US-Markts auch den Bau eines neuen Werks in Mexiko, was Reithofer in Genf aber weder bestäti-

päischen Automarkt. „Wir rechnen mit einem leichten Aufwärtstrend in Europa“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende, „aber wir setzen weiter auf Wachstum in China und den USA.“

Mini soll in den USA wachsen Bei Letzteren sieht Reithofer vor allem für die zuletzt schwächelnde Marke Mini gute Chancen. „Amerika ist beim Volumen unsere Nummer eins“, erklärte Mini-Chef Jochen Goller. „Unser Anteil im Gesamtmarkt liegt bei 0,4 Prozent, da sehe ich noch ein Riesenpotenzial, auch, weil wir dort ein sehr gutes Händlernetz haben. In den USA ist eigentlich alles unterhalb von fünf Metern gar kein Auto; das ist eine super Chance für unsere Produktoffensive.“

… nun soll auch Mini nachziehen – Wachstumschancen sieht Reithofer in den USA.

Magna Der Zulieferer bilanziert ein erfolgreiches Jahr 2013 mit 13 Prozent Umsatzplus

Zuwächse bei Umsatz & Gewinn ckelten sich 2013 auch die Umsätze, die um 13 Prozent auf 34,835 Mrd. USD (25,22 Mrd. €) gestiegen sind.

Positiver Ausblick auf 2013 Verantwortlich für die gute Geschäftsentwicklung war vor allem die gute Auftragslage im Bereich Fahrzeugproduktion. Diese stieg

© Jeff Kowalsky

Oberwaltersdorf/Aurora. Gute Nachrichten für Magna International: Der austrokanadische Autozulieferer konnte im vergangenen Jahr seine Gewinne deutlich steigern. Der Nettogewinn erhöhte sich gegenüber 2012 um neun Prozent auf 1,561 Mrd. USD (1,130 Mrd. €), das Betriebsergebnis stieg von 1,66 (1,20 Mrd. €) auf 2,07 Mrd. USD (1,50 Mrd. €). Positiv entwi-

gen, noch dementieren wollte. Nur so viel: „Wenn wir weiter wachsen, können wir auch über ein weiteres Vollwerk nachdenken.“ www.bmwgroup.com

© APA/EPA/Sandro Campardo

rekord freuen. Neue Modelle, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen, sollen nun für weiteres Wachstum sorgen – läuft alles glatt, könnte das Fernziel des Konzerns von zwei Millionen verkauften Fahrzeugen pro Jahr schon in diesem Jahr erreicht werden.

Magna-Chef Don Walker ist mit der aktuellen Performance seines Konzerns zufrieden.

2013 in Nordamerika um 16,2 Mio. Stück, in Europa war die Produktion mit einem Minus von ein Prozent auf 19,3 Mio. Fahrzeuge leicht rückläufig. Davon nicht betroffen war das Werk der Konzerntochter Magna-Steyr in Graz-Thondorf, in dem die Fahrzeugproduktion im Jahresabstand um 19 Prozent auf 146.566 Einheiten kräftig zulegte. Für 2014 rechnet der Konzern mit einem geringfügigen Anstieg der nordamerikanischen Produktion auf 16,7 Mio. Stück, Europa soll seine Fertigungszahl stabil halten. „2013 war ein weiteres starkes Jahr für Magna – wir erhielten unsere solide Performance in Nordamerika und machten weitere Fortschritte bei der Verbesserung der Rentabilität in Europa“, zeigte sich Magna-Chef Don Walker mit dem Erfolg zufrieden. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet er mit Verkaufserlösen zwischen 33,8 und 35,5 Mrd. USD (24,47 bis 25,70 Mrd. €). Die operative Marge soll etwa sechs Prozent erreichen. www.magna.at

© Arne Dedert/EPA/picturedesk.com

und den USA.“

© EPA/Peter Kneffel

auf Wachstum in China

Conti-Vorstandschef Elmar Degenhart schließt weitere Zukäufe nicht aus.

Hannover. Nach der milliardenschweren Übernahme von Veyance Technologies will sich Zulieferer Continental mit Z ­ ukäufen weiter von der schwankenden Automobil­ branche abnabeln. Conti will sein Geschäft außerhalb der Autoindustrie „weiter mit Augenmaß stärken – gegebenen­ falls durch weitere Zukäufe im Industriesektor, aber auch durch den konti­nu­ier­lichen Ausbau des Reifen­ersatz­ geschäfts“, wie Vor­stands­chef Elmar Degenhart bei der Bilanzpressekonferenz betonte. www.conti-online.com

Wos is los?

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R u n d u m s au to

24 – automotivebusiness

Freitag, 14. März 2014

Goodyear Dunlop Tires Europe Der Reifenhersteller präsentiert am Genfer Autosalon u.a. einen neuen Konzeptreifen mit eingebettetem Mikrochip

Neu aus der Forschungsabteilung Dadurch soll sich das Fahrverhalten des Autos verfeinern und verbessern.

© Dunlop

Moritz Kolar

Mithilfe der Chip-in-Tire-Technologie kommuniziert der Reifen direkt mit dem Fahrzeug.

Genf. Goodyear Dunlop Tires Europe zeigt dieser Tage auf dem Genfer Automobilsalon zahlreiche Produktneuheiten und -entwicklungen, darunter auch einen gemeinsam mit Reifendruck-KontrollsystemSpezialist Huf konzipierten, neuen Konzeptreifen. In ihm eingebettet ist ein Mikrochip, der direkt mit dem Bordcomputer des Autos kommuniziert und so zur Optimierung der Fahrzeugleistung beiträgt. Das entwickelte System basiert auf einem batterielosen Mikrochip, der an der Innenseite des Reifens angebracht ist. Das System sendet

Informationen über Reifendruck, -temperatur und -identifikationsdetails an den Bordcomputer des Fahrzeugs. Unter Verwendung dieser Informationen ist das zentrale Computersystem des Fahrzeugs in der Lage, die Längs- und Querkontroll-Algorithmen des Fahrzeugs anzupassen.

jeher klar, dass wir einem Auto zu einem neuen Fahrleistungsniveau verhelfen können, wenn es uns gelänge, diese Daten zu sammeln. Nun zeigen wir einen ersten konkreten Schritt in diese Richtung, indem wir beginnen, den vom Reifen gelieferten Informationsschatz zu nutzen, um das gesamte Fahrverhalten zu verfeinern und zu verbessern.“ Durch die Übertragung der Reifendaten direkt in das Computersystem des Fahrzeugs hilft die neue Technologie dabei, die Gesamtleistung des Fahrzeugs zu verbessern. Hierzu zählen ein kürzerer Bremsweg bei ABS-Eingriff,

Neues Fahrleistungsniveau „Die heutigen, fortschrittlichen Fahrzeug-Kontrollsysteme können von reifenspezifischen Informationen stark profitieren“, sagt Marc Engel, Senior Engineer bei Goodyear Dunlop. „Uns war schon seit

„Wir nutzen den vom Reifen gelieferten Informationsschatz, um das gesamte Fahrverhalten zu verfeinern und zu verbessern.“ Marc Engel Goodyear dunlop

Harald Krassnitzer

verbessertes Ansprechverhalten in der Kurve und ein optimiertes Regeln der Stabilitätssysteme. „Die Reifeneigenschaften können sich stark verändern und Reifentyp sowie -druck und -temperatur spielen eine entscheidende Rolle“, weiß Engel. „Wenn ein Fahrzeug diese dynamischen Eigenschaften kennt, kann es sie berücksichtigen und so für eine verbesserte Gesamtleistung sorgen.“

Max

System wird derzeit getestet Da bei der neuen Technologie der Chip im Reifen eingebettet und nicht an der Felge angebracht ist, lassen sich darauf auch reifenspezifische Informationen speichern. Des Weiteren ist der im Reifen eingebettete Chip anders als am Ventilschaft angebrachte Systeme auch beim Montieren des Reifens keiner Beschädigungsgefahr ausgesetzt. Und: Wenn der Verbraucher neue Reifen mit eingebetteten Chips aufzieht, wird er weiterhin vom neuen System profitieren können. Goodyear Dunlop hat den SportMaxx RT versuchsweise mit dem System ausgerüstet und testet es derzeit auf seine Umsetzbarkeit auf dem Markt. Zum aktuellen Zeitpunkt und Entwicklungsstand ist eine Markteinführung noch nicht geplant. www.dunlop.at www.goodyear.at

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© Panthermedia.net/ Ying Feng Johansson

ERGO bietet die erste Kfz-Versicherung, bei der auch mitfahrende Haustiere versichert sind. Die gehören schließlich auch zur Familie, oder? www.ergo-austria.at

Die neuen Chips sollen u.a. für kürzere Bremswege bei ABS-Eingriff sorgen.


R u n d u ms au to

Freitag, 14. März 2014

automotivebusiness – 25

Apple & Bosch Die beiden Unternehmen wollen mit Technologien für vernetzte Fahrzeuge Geld verdienen

short

Vernetzte Fahrzeuge als neuer Milliardenmarkt

Ford Sync bringt neue Applikationen

© Ford

Schon in den kommenden Jahren verspricht der Markt große Chancen und deutliche Zuwächse. Moritz Kolar

Erfolg versprechender Markt „Diese Services sehe ich als Milliardengeschäft in den nächsten sechs bis acht Jahren“, sagte der für die Kraftfahrzeugtechnik zuständige Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider der Nachrichtenagentur dpa. Der Technikkonzern arbeitet nicht nur am automatischen Notruf, der ab 2015 in der EU zur Pflicht wird, sondern auch an Projekten wie etwa Bezahlfunktionen von Ladestationen für E-Fahrzeuge. Scheider sieht darin ein ganzes Geschäftsfeld für den Technikkonzern. „Mit Fahrerassistenz wie Parkassistenen oder Bremshilfen wollen wir 2016 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz machen“, sagte Scheider, der

Parkplatzsuche leicht gemacht: mit der neuen Parkopedia-App von Ford.

© Bosch

Cupertino/Gerlingen. Seit Jahren wird über die potenziellen Chancen und Möglichkeiten vernetzter Fahrzeuge gesprochen, nun scheint es tatsächlich zur Sache zu gehen. Nicht nur für Autofahrer, die zunehmend in den Genuss entsprechender Einrichtungen, Systeme und Services kommen, sondern auch für Internet-Konzerne und Autozulieferer, die dahinter einen Milliardenmarkt vermuten und erschließen wollen. Wichtigste Voraussetzung dafür: Ein perfekter Start, wie ihn etwa Apple erwischt haben dürfte. Der Technologieriese hat bereits mit MercedesBenz, Volvo und Ferrari Partnerschaften zur vertieften Integration seiner iPhones und Dienste geschlossen und will seine Services rasch ins Auto bringen. Auch der Autozulieferer Bosch will stark von dem Wandel der Autos zu rollenden Computern profitieren und den Markt möglichst rasch erschließen.

In den kommenden Jahren bilden unsere Fahrzeuge ein großes Netzwerk, von dem alle Verkehrsteilnehmer profitieren sollen.

vollautomatisiertes Fahren wie bei einem Autopiloten erst in der Mitte des nächsten Jahrzehnts als realistisch ansieht. „Bis 2018 kann das Auto auch bei höheren Geschwindigkeiten frei fahren, aber der Fahrer hat die Augen noch auf der Straße“, sagte Scheider. Zunächst würden im Auto Daten aus dem Internet wie Wetter, Verkehr, aber auch Musik geladen. „In der zweiten Stufe wird das Auto Teil des Internets und wir nutzen das Auto als Sensor“, sagt Scheider. Die elektronische Stabilitätskontrolle (ESP) erkennt beispielsweise eine glatte Straße und nachfolgende Fahrzeuge werden gewarnt. Man kann schon länger in vielen Fahrzeugen seine Smartphones anschließen, um Musik zu hören oder zu telefonieren. In den neuen Projekten geht es allerdings um ei-

ne tiefere Integration, bei der Apps von den mobilen Geräten die Bildschirme der Unterhaltungsanlagen übernehmen und in weiterer Folge dann Schritt für Schritt zusätzliche Funktionen.

Rahmenbedingungen klären Dadurch entstehende Haftungsfragen und rechtliche Rahmenbedingungen dürften sich in den kommenden sechs bis zehn Jahren lösen und schaffen lassen, glaubt Scheider. Auch Probleme mit dem Datenschutz sieht er nicht: „Wir müssen dem Autokäufer Funktionen anbieten, sodass der Nutzen eindeutig größer ist als das Risiko, das er sieht“, erklärt Scheider. Durch den automatischen, von einem Airbag ausgelösten Notruf könne die Rettungszeit beispiels-

weise auf dem Land halbiert werden. Andere Services und Funktionen können beispielsweise für einen höheren Unterhaltungswert sorgen oder dem Autofahrer lästige Aufgaben abnehmen. www.apple.com www.bosch.de

Detroit. Der US-Automobilhersteller Ford erweitert sein sprachgesteuertes Multimediasystem Ford Sync neuerlich um zwei neue Apps: Parkopedia und Aupeo. Erstere soll bei der Suche nach Parkplätzen helfen und aus einem Angebot von momentan 15 Millionen Parkplätzen in Europa jene ausfindig machen, die sowohl frei und vom eigenen Standort aus gesehen am leichtesten zu erreichen oder am günstigsten sind. Basis dafür ist eine ständig aktualisierte Datenbank mit den Parkplätzen von rund 3.000 Städten und Ortschaften in 20 europäischen Ländern. Mit Aupeo stärkt Ford sein Unterhaltungsangebot – die App versteht sich als RadiostationenWegweiser durch mehr als 200 Sender. Auf Wunsch sucht das Programm nach Künstlern, Musikgenres oder Musikperioden und wechselt automatisch den Sender – dadurch werden ganz individuelle Playlists aus dem verfügbaren Radioprogramm erstellt. www.ford.com

So a @‚# !

Statistik Zahl der Kfz ist in Österreich im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gestiegen

Fahrzeugparadies Österreich Wien. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren in Österreich laut Statistik Austria rund 6,38 Mio. Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, um 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf die anteilsmäßig wichtigste Fahrzeugart Pkw (72,7 Prozent) entfielen rund 4,64 Mio. Stück, um 1,2 Prozent mehr als noch zum Vorjahresstichtag; bei land- und

forstwirtschaftlichen Zugmaschinen wurden 445.660 Stück (+1,1 Prozent), bei Lastkraftwagen der Kl. N1 (bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht) 355.214 Stück (+2,5 Prozent) gemeldet. Bei Lastkraftwagen der Kl. N2 (3.501 kg bis 12.000 kg höchstzulässigem Gesamtgewicht; –2,7 Prozent) und N3 (über 12.000 kg höchstzulässigem

Gesamtgewicht; –0,3 Prozent) sowie bei Sattelzugfahrzeugen (–0,9 Prozent) waren Rückgänge zu beobachten. Unter den einspurigen Fahrzeugen waren 448.653 Motorräder (Motorräder und Leichtmotorräder; +4,5 Prozent) und 293.371 Motorfahrräder (–2,1 Prozent) zum Verkehr zugelassen. Den höchsten Motorisierungsgrad weist mit 633 Pkw je 1.000 Einwohner das Burgenland auf, gefolgt von Niederösterreich (623), Kärnten (609), Oberösterreich (604) sowie der Steiermark (582), Salzburg (543), Vorarlberg (522) und Tirol (516). In der Bundeshauptstadt lag aufgrund der guten öffentlichen Verkehrsanbindungen der Motorisierungsgrad bei 386 Pkw. Österreichweit kamen 546 Pkw auf 1.000 Einwohner. Dabei sind vor allem Fahrzeuge von VW (955.588 Stück; +1,4 Prozent), Audi (338.858 Stück; + 4,6 Prozent), Opel (333.502 Stück; –3,2 Prozent), Ford (275.376 Stück; +0,1 Prozent), BMW (233.889 Stück; +4,9 Prozent), Mercedes (231.005 Stück; +1,4 Prozent) und Skoda (221.612 Stück; +5,3 Prozent) im Umlauf. www.statistik.at 65930_Toy_Nova_Serie_Medianet_ICv2.indd 3

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M ode l l & H a n de l

26 – automotivebusiness

Freitag, 14. März 2014

Mazda6 Dauertest Ein ganzes Jahr und knapp 40.000 Kilometer hat uns der Mazda6 Sport Combi begleitet

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Ein Jahr mit dem neuen „Deutschen aus Japan“

Ultrakompakter Lader für das urbane Umfeld

© Renault

Dauertest-Ende für den Mazda6. Wir trauern um einen der treuesten und feschesten Gefährten. Wien. Mit dem neuen Mazda6 hat sich Mazda endgültig wieder zurück in die Charts der Mittelklasse buxiert. Als Mazda6 Sport Combi begleitete uns der schnittige Japaner nun über die letzten 12 Monate und über knapp 40.000 Kilometer im harten Dauertestalltag und glänzt auf der ganzen Linie. Dies hat bei Mazda lange Tradition, wie ein Blick in die Geschichte zeigt: Den Grundstein zum Siegeszug auf dem europäischen Markt legte Mazda bereits im Spätsommer des Jahres 1963. Auf der Tokyo-Motorshow zeigte Mazda den „Luce“. Mit dem neuen Modell bot Mazda eine elegante, mit luftige-leichten Linien versehene Limousine als Alternative zu den klassischen europäischen Konkurrenz-Modellen. Zuerst als extravagantes ConceptCar aus einer Kooperation mit dem italienischen Stardesigner Bertone, wenig später aber auch als erfolgreiches Serienmodell. Die große Begeisterung für den Luce beflügelte die japanische Marke. Aufbruchsstimmung vermittelte in weiterer Folge dann im März 1973 der Mazda 616. Mit dem schwungvoll gezeichneten Viertürer und einer sportlichen Coupé-Variante feierte Mazda damit seinen Start auf dem europäischen Markt. Schon damals punktete Mazda bei diversen Vergleichstests mit üppiger Serienausstattung und moderaten Preisen.

Wien. Mehr Flexibilität durch Laderaum: Mit dem neuen Twizy Cargo erweitert Renault sein Elektrofahrzeug-Angebot um eine praktische Microtransporter-Variante – ideal für urbane Lieferdienste oder Berufspendler mit erhöhtem Transportbedarf. Das 156 l fassende Ladeabteil (nach VDA-Norm) ist anstelle des Rücksitzes montiert und durch eine abschließbare Hecktür gut zugänglich. Der rein elektrisch betriebene Twizy Cargo ist in ab sofort erhältlich und wird in Österreich als 45 und 80 km/hVersion angeboten. Die Modifikationen haben keinen Einfluss auf die Reichweite. Diese beträgt im innerstädtischen Fahrzyklus ECE-15 für die 80 km/h-Version mit voll aufgeladener Batterie unverändert 100 Kilometer. Renault wendet sich mit dieser Variante unter anderem an Liefer-, Kurier-, Pflege- und Reparaturdienste, die hauptsächlich in der Innenstadt und im Kurzstreckenbetrieb unterwegs sind. Hier kann der Twizy seine Stärken – Umweltfreundlichkeit, niedrige Betriebskosten und den geräuscharmen Antrieb – optimal ausspielen. www.renault.at

Der „Deutsche aus Japan“

Kleiner Crossover nun noch frecher

Zur treibenden Kraft im MazdaModellprogramm wurde im Jahr 1978 dann der erste Mazda 626. Als viertürige Familienlimousine und als elegantes Coupé kämpfte er um die Krone des Klassenprimus, wozu die wieder europäisch inspirierten

© Stockwerk Racing Team

Beatrix Keckeis-Hiller

Neuer Twizy Cargo von Renault als 45 km/h- und 80 km/h-Variante.

Die 40.000 Kilometer im Dauertest hat der Mazda6 Sport Combi völlig problemlos abgespult. Testwagenpreis: 41.452 Euro.

Designlinien beitrugen. In den Medien wurde der Mazda 626 gern als „Der Deutsche aus Japan“ geadelt, da er im Vergleich zu den damals üblichen Neuwagen-Mätzchen – man kam als Neuwagen Kunde stets nach ein paar Tagen zurück zum Händler, um diverse Kleinigkeiten nachbessern zu lassen – keinerlei Mängel hatte und es für die Händlerschaft eine neue Erfahrung war, den Neuwagenkunden erst beim ersten Service wieder in der Werkstatt zu sehen. Im neuen Mazda6 treffen all diese Tugenden abermals aufeinander. Nicht dass die letzten Generationen des 6ers schlechte Autos gewesen wären, ganz im Gegenteil! Doch das gewisse optische Etwas fehlte der Mittelklasse-Reihe in den letzten

Jahren. Der neue Mazda6 hingegen überzeugt auch optisch auf voller Linie und darf den Kampf gegen Passat, Mondeo oder Insignia auf Augenhöhe aufnehmen.

Power mit wenig Durst Besonders ans Herz gewachsen ist uns unser Mazda6 Sport Combi durch seine Allrounderqualitäten. Egal ob 1.200 Kilometer am Stück oder dynamischer Sprint auf die Berge oder schnell zum Shoppen in die Stadt, mit dem 6er alle kein Problem. Vor allem der potente Diesel mit 175 PS in Verbindung mit dem bequemen Automatikgetriebe ist hier hervorzuheben. Über den gesamten Zeitraum von 40.000 Kilometern genehmigte sich unser

Dauertester im kompletten Schnitt 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer, ein durchaus beeindruckender Wert, wie wir meinen, denn geschont wurde das Gaspedal im täglichen Gebrauch wenig. Unterm Strich haben wir an diesem Auto nur zwei kleine Kritikpunkte finden können: Zum einen die etwas ruppige Start-StoppAutomatik der ersten Generation, die nunmehr aber bereits deutlich sanfter agiert, und andererseits der relativ geringe Bodenabstand der Schnauze, die so manche Gehsteigkante leicht ankratzte, allerdings auch für die schnittige Optik des Vorderwagens des neuen Sport Combis verantwortlich ist. Lebe wohl, guter Freund. Wir werden dich vermissen! www.mazda.at

© Nissan

Renault Zoe Schicker Urban Style mit Elektro-Motor. No complaints, wenn die Auto-Zukunft so aussieht

Zehn Monate Strom-Betrieb in der Stadt

Nochmals nachgeschärft: Nismo holt 218 PS aus dem Nissan Juke.

Wien. Die Zeiten ändern sich. Erstmals zieht mit dem Renault Zoe ein Fahrzeug mit rein elektrischem Antrieb in unserem Dauertest-Fuhrpark ein. Der Renault Zoe bringt knappe Abmessungen, gepaart mit erstaunlich viel Raum und viel Chic. Nicht nur via Social Media wird er seit seiner Niederkunft, verglichen mit anderen Stromern wie dem Konzernbruder Nissan Leaf oder auch dem Luxus-Teil

BMW i3, als einzig optisch gelungenes E-Mobil bezeichnet (VW EUp und e-Golf zählen wir hier nicht mit, die sehen ja schließlich gleich aus wie ihre benzingetriebenen Geschwister).

Effiziente Nutzung Das Outfit passt also mal, sowohl optisch wie auch in die meisten Parklücken. Dass es dem Zoe an fei-

nen elektrischen Helferleins ebensowenig mangelt wie an ausreichend Reichweite für ausgedehntere Ausflüge, liegt derzeit noch im Wesen von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Dass hier allerdings recht ungeniert mit der Tatsache kokettiert wird, sowieso nur sozusagen als Nahverkehrstransportmittel eingesetzt zu werden, steckt die Testfelder, nach denen man einen wie den Zoe bewerten muss, schon recht genau ab.

Kennzahlen

© Franz J. Sauer

Genf. Er ist das zukünftige Flaggschiff der neuen JukeBaureihe: Mit dem Juke Nismo RS, der auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, legt Nissan eine nochmals geschärfte Version des sportlichen Crossovers vor – mit noch mehr Leistung, einem modifizierten Fahrwerk, stärkeren Bremsen und neuer Zusatzausstattung. Wie schon der äußerst populäre Juke Nismo und die anderen Nismo-Modelle ist der neue Juke Nismo RS in Design, Aerodynamik und Technik vom Motorsport inspiriert und verspricht Rennstrecken-Performance und -Handling in einem Straßenfahrzeug. Mit ihrem geballten Motorsport-Know-how haben die Nismo Ingenieure dem 1,6 l-DIG-T-Turbobenziner noch einmal 18 zusätzliche PS entlockt. So stieg die Leistung auf nun 160 kW (218 PS) und das maximale Drehmoment in den Frontantriebsversionen mit Schaltgetriebe von 250 Nm auf 280 Nm. www.nissan.at

Der Zoe leistet 59 PS und kostet 21.180 Euro; die Batterie mietet man dazu.

Die Batterie etwa, in der aktuellen Konfiguration für bestenfalls 210 Kilometer Reichweite gut, kann man gar nicht kaufen. Man least sie quasi zum Fahrzeug dazu, je nach Finanzierungsmodell um 72 bis 142 €. Das Restautomobil kostet in unserer wirklich fein ausgestatteten Version 21.180 €. Dafür kriegt man 59 PS Leistung (mit kurzfristig möglichen Spitzenwerten bis zu 88 PS), der 22 kW/h-Akku ist bei einer Ladung an einer Typ2-Ladestation (43 kw) nach einer halben Stunde Ladezeit

wieder bei 80%. Damit kann man leben, falls man in der Umgebung der derzeit knapp 200 heimischen Steckdosen (eine komplette Liste derer findet sich unter anderem auf www.autonet.at) ein gemütliches Kaffeehaus findet.

Das Fahren Wie bei allen Elektrofahrzeugen fordert auch der Zoe von seinem Lenker freundlich, aber bestimmt ein, seinen Fahrstil gänzlich umzustellen. Man fährt, als läge ein rohes Ei hinterm, hm, Gaspedal, freut sich diebisch, wenn man im Hinrollen zur nächsten Kreuzung fleißig rekuperieren kann und trachtet stets nach der unmöglichen Quadratur des Kreises, beim Ankommen am Ziel mehr Reichweite übrig zu haben als bei Fahrtantritt. Auch wird man ganz automatisch zum Asketen und klickt schon beim Betreten des kleinen Wagens sämtliche elektrischen Verbraucher inklusive Heizung, Radio, Licht, etc. weg. Bleibt zu hoffen, dass es Frühling bleibt und möglichst wenig regnet. www.renault.at


I n n ovati on & U mw e lt

Freitag, 14. März 2014

automotivebusiness – 27

ITWM Fraunhofer An der Forschungseinrichtung wurde ein extrem realitätsnaher Fahrsimulator entwickelt

short

Wenn die Simulation noch realistischer wird

Nissan: ­kamerabasierte Rückspiegel in Serie

© Nissan

Das interaktive System erlaubt Rückschlüsse auf das Zusammenspiel von Mensch und Fahrzeug. Moritz Kolar

Der digitale Rückspiegel soll den Ausblick für den Fahrer verbessern.

Kaiserslautern. Simulationen sind in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ein wichtiges Entwicklungswerkzeug – denn sie erlauben einen Blick in die Zukunft: Mit ihrer Hilfe lassen sich Eigenschaften von Fahrzeugkomponenten wie etwa Unfallverhalten, Zuverlässigkeit oder Energieeffizienz un-

Genf. Nissan will nun als erster Hersteller kamerabasierte Rückspiegel in Serie bringen. Im Gehäuse des Innenspiegels ist ein LCD-Monitor integriert, der auf Knopfdruck aktiviert werden kann. Anstellte des herkömmlichen Spiegelbilds erscheint dann das Bild einer hochauflösenden Kamera, die am Heck montiert ist und sowohl Sonnenstrahlen als auch das Scheinwerferlicht nachfolgender Verkehrsteilnehmer filtert; auch Regen, Schnee oder Nebel sollen das Bild nicht trüben. Der Smart-Mirror kommt zunächst im elektrischen Nissan ZEOD RC sowie in den sportlichen Nismo-Modellen zum Einsatz. In Japan soll das System ab Frühjahr als Option angeboten werden, 2015 folgt die weltweite Markteinführung. www.nissan-global.com

„Das Fahrverhalten ist eine entscheidende Einflussgröße, die oft noch unzureichend in berücksichtigt wird.“ Klaus dreSSler, itwm

© Fraunhofer ITWM

den Rechenmodellen

Mithilfe des Simulators soll das Fahrverhalten eines Fahrzeugs erprobt werden, noch bevor dieses in Serie geht.

Komplexe Simulation „Das Fahrerverhalten ist eine entscheidende Einflussgröße, die oft noch unzureichend in den Rechenmodellen berücksichtigt wird“, so Klaus Dreßler vom ITWM. Zwar gibt es Algorithmen, die den „Faktor Mensch“ in der Simulation nachstellen sollen, doch diese werden der Komplexität

des menschlichen Verhaltens nicht gerecht. Die Forscher am ITWM setzen daher auf das Konzept der hybriden Simulation. Das bedeutet, ein realer Mensch agiert innerhalb einer Simulationsumgebung – ein bekanntes Beispiel dafür sind Flugsimulatoren, in denen Piloten regelmäßig Extremsituationen üben. In der Automobil- und Nutzfahrzeugbranche verfügen bislang nur wenige Hersteller über derartige Anlagen, deren Entwicklung sehr aufwendig und teuer ist. Der Anlagenaufbau am ITWM besteht aus einer realen Fahrzeugkabine, in der die Testperson wie gewohnt Lenkrad, Gas oder Bremse bedienen kann. Die Fahrerkabine ist mit einem 6-achsigen Robotersystem verbunden, das wie ein riesiger Greifarm aussieht und durch Kippen oder Drehen Beschleunigungen, Bremsvorgänge oder das Fahren enger Kurven simulieren kann. „Mit unserem Roboter haben wir dabei einen viel größeren Bewegungsspielraum als mit heute üblicherweise eingesetz-

ten Kinematik-Systemen; gleichzeitig ist der Platzbedarf sehr gering“, so Projektleiter Michael Kleer.

Interdisziplinäre Kooperation Damit die Testperson sich authentisch verhält, muss sie das Gefühl haben, sich tatsächlich in einem fahrenden Auto zu befinden. Passen die Bewegungen des Simulators dabei nicht mit den visuellen Eindrücken zusammen, beeinflusst das nicht nur die Reaktion, sondern kann sogar zu Symptomen wie Schwindel und Übelkeit führen: Die Simulatorkrankheit wird wie die Reise- oder Seekrankheit durch widersprüchliche Sinneswahrnehmungen ausgelöst. „Um solche unangenehmen Begleiterscheinungen zu verhindern, entwickeln wir unsere Motion-Cueing-Algorithmen, welche die Steuersignale für den Roboter generieren, zusammen mit Kognitionsforschern“, erklärt Dreßler. Auf Grundlage dieses interdisziplinären Wissens lassen sich die

Simulatorbewegungen so optimieren, dass sie von der Testperson als natürlich wahrgenommen werden. Gleichzeitig sorgt ein riesiger Projektionsdom dafür, dass auch visuell der Eindruck einer realen Fahrt entsteht. 18 Projektoren ermöglichen situationsbezogen eine optimale Rundumsicht: „Man kann sich das ungefähr vorstellen wie in einem IMAX-Kino“, so Dreßler. Fahrsimulationen, die auch menschliche Einwirkungen auf ein Fahrzeug berücksichtigen, dürften künftig an Bedeutung gewinnen: Allein durch die steigende Zahl an Assistenzsystemen wird die Mensch-Maschine-Schnittstelle im Automobil immer bedeutsamer. Die Anforderungen an eine Simulation werden dabei zusehends spezifischer. „Darin liegt ein weiterer Vorteil unseres Konzepts: Alle Algorithmen sind Eigenentwicklungen – wir können die einzelnen Parameter deshalb auch an projektspezifische Fragestellungen anpassen“, sagt Kleer. www.itwm.fraunhofer.de

Vernetzung (noch) kein großes Kaufargument

© panthermedia.net/bizoo_n

tersuchen, bevor das erste Bauteil gefertigt wird. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, müssen jedoch alle Einflüsse, denen das Fahrzeug im späteren Betrieb ausgesetzt ist, berücksichtigt werden – auch die des Menschen. Forscher am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern haben mit RODOS (Robot based driving and operation simulator) deshalb einen interaktiven Fahrsimulator entwickelt, mit dem sich auch das Zusammenspiel zwischen Mensch und Fahrzeug realitätsnah analysieren lässt.

Neben Verbrauch wichtigstes Verkaufsargument: Sicherheitsfeatures.

Frankfurt. Sprit sparende Antriebe und Sicherheitstechnologien sind die mit Abstand wichtigsten Argumente beim Autokauf – das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Unternnehmensberatung PwC zu Motiven von Autokäufern. Überraschend: Das mit dem Internet vernetzte Fahrzeug landet weit abgeschlagen in der Käufergunst. www.pwc.com

Tesla Der Elektroautohersteller plant riesiges Batteriewerk

1,46 Mrd. Euro für neue Megafabrik

© Tesla

Palo Alto. Derzeit verkauft der kalifornische Autohersteller Tesla 22.500 Fahrzeuge pro Jahr, in zehn Jahren soll die Zahl aber bei rund einer halben Million liegen. Um die

Mit Elektroautos wie dem Model S fährt Tesla derzeit auf der Erfolgsschiene.

Frechheit!

Basis für dieses ambitionierte Ziel zu legen, gab das Unternehmen nun den Bau einer gigantischen Batteriefabrik in den USA bekannt. Das Werk soll mit rund 6.500 Beschäftigten bis zum Jahr 2020 (die Produktion starten soll schon 2017) mehr der benötigten Lithium-Ionen-Akkus produzieren, als alle heutigen Fabriken zusammen. Durch die hohe Stückzahl soll auch der Preis für die Batterien und damit der Listenpreis der Fahrzeuge deutlich sinken – Tesla hält ein Minus von 30% pro Kilowattstunde für realistisch. Die K ­ osten für das Werk sollen bei 4 bis 5 Mrd. USD (2,88 bis 3,60 Mrd. €) liegen, Tesla selbst will rund 2 Mrd. USD (1,46 Mrd. €) investieren, als Partner könnte sich Panasonic am Werk beteiligen. www.teslamotors.com 65930_Toy_Nova_Serie_Medianet_ICv2.indd 4

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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 14. März 2014 – 29

ukraine- und krimkrise

wachstum über dem schnitt

Experten analysieren, welche Anlageklassen wie betroffen sind Seite 32

Helvetia ist 2013 vor allem dank ­Fondspolizzen stark gewachsen

© Helvetia

© panthermedia

financenet Seite 33

award Versicherungsschutz im fokus © leadersnet/Christian Mikes

Versicherungen unter größten Kapitalgebern

ATX 5. März–12. März 2014

ATX (Schluss 12.3.) Wochentop Wochenflop

2.452,01 -3,82%

Wolford RBI

4,10% -11,39%

Top 5 ATX Prime Wolford 4,10% Polytec 3,04% Österr. Post 2,88% Mayr-Melnhof AG 2,07% Lenzing 1,01% Flop 5 ATX Prime Raiffeisen Bank International -11,39% voestalpine -6,85% AT&S -6,36% Erste Group -6,14% Zumtobel -5,53%

DAX 5. März–12. März 2014

DAX (Schluss 12.3.) 9.188,69 -3,84%

© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger

Wochentop HeidelbergC. 2,45% Wochenflop Commerzbank -7,00% Top 5 DAX HeidelbergCement 2,45% E.ON 0,18% K+S -0,97% Fresenius Medical Care KGAA -1,79% Linde -1,93%

Stabiler Eckpfeiler Den heimischen Versicherern geht’s so schlecht nicht: 2013 haben sie in der Kranken- und Schaden-Unfallsparte zugelegt. Das Gesamtprämienaufkommen soll 2014 ansteigen. Verbandspräsident Günter Geyer hat eine Versicherungslösung für Naturgefahren auf der To-do-List für die Politik. Seite 30

Flop 5 DAX Commerzbank -7,00% Merck KGAA -6,60% ThyssenKrupp -6,15% Dt. Bank -5,73% Dt. Post -5,20%

Vorzeitige Rückzahlung Bawag zahlt gesamtes Staatskapital zurück, ein baldiger Verkauf wird vehement bestritten

inhalt

Capital:Markets > Börse Wien zeigt sich umsatzstark

Bawag: Nach Verkäufen starkes Gewinnplus 30

Banking > UniCredit und Bank Austria heben Kreditvorsorge an 33 Insurance:Watch > Raiffeisen/Uniqa mit neuem Einmalerlagsprodukt 33 > VAV: neue D&O-Absicherung für KMU-Chefs 34

© APA/Roland Schlager

Fonds:Park > Raiffeisen KAG mit zwei neuen Geschäftsführern 31 > Pioneer lanciert Garantieprodukt für „Greater Europe” 32

Haynes verkündet eine Verdoppelung des Reingewinns – auf 226 Mio. Euro.

Wien. Für den Staat, der sich diese Woche mit einem neuen Kapitalloch bei seiner Krisenbank Hypo Alpe Adria quält, gab es am Donnerstag wenigstens eine erfreuliche Nachricht: Die Bawag zahlt der Republik das ganze Staatskapital zurück. Damit füllt sich auch der Bankenhilfstopf des Bundes wieder um einige Hundert Millionen. Das Geld wird vom Bund für die Hypo dringend gebraucht. Möglich wird die vorzeitige Rückzahlung, weil die BawagAktionäre – allen voran Mehrheitsaktionär Cerberus und die USFondsfirma Golden Tree – gestern

das Aktienkapital um 125 Mio. € aufgestockt haben, sagt Bankchef Byron Haynes. Für ihn untermauert Cerberus damit, weiterhin hinter der Bawag zu stehen. Die Bawag ist in regelmäßigen Abständen mit Verkaufsgerüchten in den Schlagzeilen. Dass man sieben Jahre nach dem CerberusEinstieg aktuell vor dem Verkauf stehen soll, bestreitet Haynes: „Es gibt kein Verkaufsverfahren.“ Spekulationen um einen baldigen Cerberus-Exit halten sich dennoch weiterhin hartnäckig. Vor fünf Jahren hat der österreichische Staat der Bawag PSK 550

Mio. € Partizipationskapital gegeben. Im Juni 2013 hat die Bank mit einer ersten Rückzahlung begonnen. Jetzt waren noch 350 Mio. € offen. Auch die Zinsen für 2013 und 2014 werden morgen überwiesen. Mit dem Staatsausstieg enden für die Bawag alle Dividendenrestriktionen. Für 2013 meldete die Bank am Donnerstag einen Nettogewinn von 229 Mio. €, das war mehr als doppelt so viel wie 2012 (107 Mio. €). Massiv halfen dabei Wertpapierund Beteiligungsverkäufe. Die Vorsorgen für faule Kredite wurden um ein Drittel zurückgefahren. (ag)


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30 – financenet

Freitag, 14. März 2014

financenet@medianet.at

VVO Heimische Versicherer haben 2013 in der Krankenversicherung und in der Schaden-Unfallversicherung zugelegt

kolumne

„Sind stabiler Eckpfeiler“

Aus der Geschichte nix gelernt?

Verbandspräsident Günter Geyer: „Eine Versicherungslösung für Naturgefahren ist dringlich.“ reinhard krémer

Wien. Die heimischen Versicherer haben kein schlechtes Jahr hinter sich gebracht: „Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2013 in der Lebensversicherungssparte einen leichten Rückgang der Prämien, in der Krankenversicherung und in der Schaden-Unfallversicherung wird ein Plus verzeichnet“, berichtet Versicherungs-Verbands-(VVO) Präsident Günter Geyer. Insgesamt vermerkte die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr einen Anstieg der Prämieneinnahmen um 2,0 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Die gesamten Versicherungsleistungen des Jahres 2013 beliefen sich auf 12,9 Mrd. Euro – das ist ein Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

reinhard krémer

M

Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen 2014 um etwa 1,9 Prozent auf 16,9 Mrd. Euro ansteigen. In der Schaden/Unfallversicherung erhöhten sich die Prämieneinnahmen im Jahr 2013 um 3,4% auf 8,3 Mrd. Euro. Für das Jahr 2014 wird hier ein Zuwachs von 2,1% auf 8,5 Mrd. Euro erwartet, so Geyer. In der Sparte Leben gingen die Prämieneinnahmen um 0,3% auf 6,5 Mrd. Euro zurück. Dabei gab es bei den laufenden Prämien ein Minus von 0,1% auf 5,4 Mrd. Euro. Die Prämien gegen Einmalerlag verringerten sich um 1,0% auf 1,1 Mrd. Euro. Für 2014 wird für die gesamte Lebensversicherung aber ein Zuwachs um 1,5% auf 6,6 Mrd. Euro prognostiziert. Für 2013 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches Plus von 3,8 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 1,8 Mrd. Euro auf. Könnte die Hypo-Pleite den er-

Adria Bank Kommissär

Plus 50 Prozent Monatsumsätze im Jänner und Februar legten gegenüber 2013 zu

Günter Geyer, Präsident des Versicherungs-Verbands: Kollektivversicherung den Pensionskassen gleichstellen.

Prämien-Zuwachs erwartet

Nun unter Staats-Kuratel

folgsverwöhnten Versicheren Probleme schaffen? „Wahrscheinlich wurden vom einen oder anderen Versicherungsunternehmen HypoAnleihen gezeichnet, allerdings wohl in den Jahren vor 2008“, legt sich Günter Geyer hier nicht fest.

Staatsanleihen-Großanleger „Allgemein investiert die heimische Versicherungswirtschaft mehr als die Hälfte ihrer Kapitalanlagen in Anleihen und dies wiederum zu einem großen Teil in Staatsanleihen“, so der VVO-Präsident. Die Kapitalanlagen der österreichischen Versicherungen beliefen sich im Jahr 2013 auf rund 105,5 Mrd. Euro; davon sind ca. 75 Mrd. Euro der Lebensversicherung zuzurechnen. „Die heimische Assekuranz zählt zu den größten Kapitalgebern der Republik Österreich. Die österreichische Versicherungswirtschaft ist ein stabiler Eckpfeiler der österreichischen Wirtschaft, zudem ein wichtiger Geldgeber für Unter-

nehmen, ein sicherer Arbeitgeber und auch einer der größten Gläubiger der Republik Österreich.“ Stark macht sich der VVO-Präsident für eine „Versicherungslösung für Naturgefahren”. Die Katastrophen-Ereignisse der letzten Jahren hätten die Dringlichkeit für eine derartige Lösugn erneut drastisch vor Augen geführt, meint der VVO-Präsident. „Der Vorschlag für eine derartige Versicherungslösung sieht vor, eine Versicherung gegen Naturgefahren verpflichtend an den Abschluss einer Feuerversicherung zu koppeln – ähnlich einer Sturmschaden-Versicherung. Die zusätzliche Prämie – zum Beispiel – für ein Eigenheim im versicherten Wert von 300.000 Euro könnte sich bei einem Selbstbehalt von 2.500 Euro auf ca. fünf bis zehn Euro monatlich belaufen“, rechnet Geyer vor.

„Keine Bittsteller mehr” Mit dieser Versicherungslösung würde, so Geyer, ein Rechtsan-

Wiener Börse im Umsatzrausch Wien. Die Wiener Börse erfreut sich in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres an einem kräftigen Plus bei den Umsätzen. Ein optimistischer wirtschaftlicher Ausblick für 2014 hat der Wiener Börse nämlich einen starken Jahresanfang beschert: Im Jänner setzte die Wiener Börse bei Aktien 5,35 Mrd. Euro um – und somit um etwa 60 Prozent mehr als im Jänner 2013 (01/2013: 3,32 Mrd.

Euro). Dass dies kein Ausreißer nach oben war, hat der Februar gezeigt: Mit einem Aktienumsatz von 4,23 Mrd. Euro lag der Umsatz um 50 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (02/2013: 2,75 Mrd. Euro). Damit setzt sich der positive Trend vom zweiten Halbjahr 2013 auch zu Jahresbeginn 2014 an der Wiener Börse fort – am stärksten Handelstag des laufenden Jahres betrug der Tagesaktienumsatz

© APA/Helmut Fohringer

Wien. Die kleine Adria Bank AG mit Sitz in Wien und einer Bilanzsumme von rund 140 Millionen Euro steht ab sofort unter staatlicher Kuratel. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat dem Vorstand einen Regierungskommissär beigestellt. Das Institut betreut vornehmlich Kunden aus Kroatien und Slowenien und ist aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in den beiden Ländern ins Trudeln geraten. In Finanzkreisen wird damit gerechnet, dass die Adria Bank abgewickelt wird; sie gehört nämlich mehrheitlich zwei slowenischen Problembanken, die ihrerseits verstaatlicht werden mussten und daher ihrer Tochter in Österreich kein Geld nachschießen dürfen. Die Adria Bank AG bräuchte aber dringend eine Finanzspritze, um ihre Verluste auszugleichen und die dünne Eigenkapitaldecke zu stärken. Sparer wären von einer Abwicklung kaum betroffen, gehen doch die Einlagen gegen null. (APA/rk)

© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger

an will ja den Teufel nicht an die Wand malen, aber die Ähnlichkeiten sind frappant: Vor 100 Jahren stürzten Probleme, die in einem slawischen Land begannen und Russland involvierten, die Welt in die Katastrophe. Jetzt scheint es wieder so weit zu sein. Doch auch wenn man die Similaritäten nicht erkennt, ist die Sache, besonders für Österreich, schlimm genug. Der Bankensektor ist sowohl in der Ukraine als auch in Russland heftig engagiert und steckt in einer Lose-Lose-Falle. Raiffeisen musste den geplanten Verkauf ihrer Tochter Aval stoppen; ein Interessent wird aktuell wohl kaum zu finden sein. Die Erste Group kam 2013 mit einem blauen Auge davon und war mit 300 Millionen Euro Verlust aus der Ukraine ausgestiegen. Das Engagement in Russland galt für viele Banken bislang als Cash-Maschine – doch was, wenn nun EU-Sanktionen das Klima vergiften? Kein Wunder, dass WKO-Boss Christoph Leitl davor warnt. Wie prekär die Finanzwirtschaft die Situation bewertet, zeigt sich am deutschen Aktienindex DAX: Seit die KrimKrise schwelt, hat er in wenigen Tagen, trotz bester Konjunkturaussichten, rund fünf Prozent verloren. Was passiert, wenn die Lage militärisch eskaliert – daran will man gar nicht denken ....

Die Aktien der Erste Group waren die meistgehandelten Titel an der Wiener Börse.

knapp 625 Mio. Euro bzw. 30 Mio. Stück, der Durchschnitt liegt heuer bisher bei 234 Mio. Euro oder 14 Mio. Stück täglich.

Kapital wurde exportiert Ein Treiber war die Kapitalerhöhung der Raiffeisen Bank International (RBI), die im Februar über die Bühne gegangen ist. Fast 3 Mrd. Euro konnten bei Investoren eingesammelt werden. Die meistgehandelten Aktien waren in den ersten beiden Monaten des Jahres die Erste Group Bank vor der Raiffeisen Bank International und OMV; gemeinsam machten sie mit 4,89 Mrd. Euro (01+02/2014) über 50 Prozent des Aktienumsatzes im Prime Market, dem Qualitätssegment der Wiener Börse, aus. Die Nervosität rund um die Krim-Krise hat im März auch den Wiener Markt erreicht, nicht zuletzt aufgrund der Geschäftstätigkeit der österreichischen Unternehmen in dieser Region. Die Kursrückgänge waren auch von starken Umsätzen begleitet. (ag/rk)

spruch auf die Abdeckung ihrer Schäden für die Betroffenen geschaffen werden und sie wären keine Bittsteller mehr für Mittel aus den Katastrophenfonds. Weiters könnten die Katastrophenfonds somit bei höheren Selbstbehalten einspringen und das Geld in Schutzmaßnahmen investieren. Aber noch ein weiteres Thema liegt Geyer am Herzen: „Ein wichtiges Anliegen der österreichischen Versicherungsbranche ist es, die Gleichstellung der betrieblichen Kollektivversicherung gegenüber den Pensionskassen zu erreichen“, so sein an die Politik formulierter Wunsch. Fakt ist, stellt der VVOChef fest, dass die betriebliche Kollektivversicherung den Pensionskassen noch immer nicht gleichgestellt ist, wie etwa im Bereich der Beamten. „Die Branche verfügt über diesbezügliche Gutachten, die die aktuelle Gesetzeslage durchaus als verfassungsrechtlich bedenklich ansieht“, stellt VVO-Präsident Geyer der Politik die Rute ins Fenster.

Bitcoin Handel regulieren

Aufsicht will durchgreifen

New York. Das Desaster um einen der größten Handelsplätze für Bitcoins, Mt.Gox – die Börse war innerhalb von Stunden aus dem Internet spurlos verschwunden und ließ Tausende geprellte Anleger zurück – ruft nun die New Yorker Finanzaufsicht NYDFS auf den Plan. Sie folgt damit den lauter werdenden Rufen nach einer strengeren Regulierung der Digitalwährung. „Die jüngsten Probleme bei Mt.Gox und anderen Firmen (Anm.: Die Chefin einer Handelsplattform für Bitcoins in Singapur wurde kürzlich tot aufgefunden) zeigen den dringenden Bedarf einer stärkeren Aufsicht über virtuelle Währungen“, so New Yorks oberster Finanzaufseher Benjamin Lawsky. Um Nutzer künftig besser zu schützen und Geldwäsche zu verhindern, fordert das NYDFS Unternehmen auf, Vorschläge für einen besser regulierten Handel mit Bitcoins einzubringen. Bis Ende des zweiten Quartals 2014 will man einen fertigen Entwurf für ein Regelwerk vorlegen können. (APA/rk)


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Freitag, 14. März 2014

financenet – 31

financenet@medianet.at

Raiffeisen Capital Management Michael Höllerer neu ab April, Rainer Schnabl ab Mai; Dieter Aigner bleibt der Geschäftsführung erhalten

„Strategische Neuausrichtung“ Wien. Gesellschafter und Aufsichtsrat der Raiffeisen KAG haben eine neue Geschäftsführung berufen: Michael Höllerer wird mit April 2014 und Rainer Schnabl mit Mai 2014 die Geschäftsführung neben Dieter Aigner verstärken.

„Zukunft plus“ Hintergrund des Führungswechsels ist die strategische Neuorientierung der Raiffeisen KAG im Rahmen des sektorintern „Zukunft plus“ genannten Projekts, die in den vergangenen Monaten von Aufsichtsrat und Geschäftsführung gemeinsam erarbeitet wurde, so RZB-Sprecherin Ingrid KrennDitz zu financenet. Die bisherigen Geschäftsführer Mathias Bauer und Gerhard Aigner hätten sich entschlossen, ihre Funktionen niederzulegen, um die Neuausrichtung nach innen wie außen zu signalisieren. Sie verblei-

Fidelity 3-Jahres-Jubiläum

China-Konsum

Wien. Chinas wirtschaftliche Entwicklung wird schon seit Jahren aufmerksam beäugt. Zwar haben sich die rasanten Wachstumsraten zuletzt abgekühlt, sind aber nichtsdestotrotz weiterhin hoch, sagt Fidelity-Fondsmanager Raymond Ma. Anleger seines Fidelity China Consumer Fund, der Ende Februar 2014 seinen dritten Geburtstag feierte, konnten vom Wirtschaftswandel Chinas überdurchschnittlich profitieren: Während der MSCI China Aktienindex binnen drei Jahren nur um magere 1,3% zulegte, stieg der Fidelity China Consumer Fund um 36,1%.

ben bis 31. März 2014 in der Geschäftsführung. Die neue Strategie sieht eine Konzentration auf Kernmärkte und -produkte vor. Es sei aber noch zu früh, über Details zur Neuausrichtung bei der Fondsgesellschaft zu informieren, so Krenn-Ditz. Die Raiffeisen Zentralbank (RZB), Mutterkonzern der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), gab kürzlich bekannt, den Raiffeisenlandesbanken acht gemeinsam betriebene Tochtergesellschaften abkaufen zu wollen, um Synergien zu heben und Kosten einzusparen. Betroffen seien laut Medienbe-

richten u.a. auch die Raiffeisen Bausparkasse, die Wohnbaubank, die Valida Pensionskasse, die Raiffeisen Factor Bank und die Internetfirma e-force. Übernahmebedingte Kündigungen soll es durch die angestrebte Zentralisierung nicht geben. Die Raiffeisen KapitalanlageGesellschaft mbH tritt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften unter der Dachmarke Raiffeisen Capital Management (RCM) auf. Bauer wird gesonderte Aufgaben für die Raiffeisen Bankengruppe übernehmen; Gerhard Aigner wird sich neuen Aufgaben außerhalb des Unternehmens widmen. (lk)

© RBI

Langzeit-Geschäftsführer Mathias Bauer, Gerhard Aigner nehmen den Hut.

Höllerer (li.) war bisher und bleibt auch RZB-Generalsekretär, Schnabl war seit 1999 in der RLB OÖ tätig und seit 2006 im Produktmanagement und Konzernmarketing.

Banking einer neuen Generation.

„Neues China” Ma sei dies dank einer konsequenten Übergewichtung von Werten aus der Kategorie „Neues China“ gelungen. Ma habe den säkularen Wandel der chinesischen Wirtschaft weg von der Exportorientierung hin zu Binnenkonsum frühzeitig für Anleger genutzt. Zu den vom Binnenkonsum getriebenen Branchen gehören vor allem Nahrungsmittel und Kleidung, IT, Versicherungen und Gesundheit. Zu den stärksten Titeln im Fonds zählen etwa Casinobetreiber wie die Galaxy Entertainment Group und SJM Holdings sowie Internetund Softwarehäuser wie Kingsoft, Tencent und Qihoo 360 Technology. Viele der im Fidelity Fonds gebündelten Werte sind nicht im MSCI China enthalten, der von Branchen des „Alten China“ (Finanzen, Energie ...) geprägt sei. (lk)

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32 – financenet

Freitag, 14. März 2014

financenet@medianet.at

Krise Anleger ziehen sich aus russischen Aktien und Anleihen zurück – Gold ist wieder gefragt, auch bei Russen

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Ukraine: zusehends Unruhe an den Märkten

Legg Mason kauft New Yorker QS Investors London. Legg Mason kauft das New Yorker Spezialinvestmenthaus QS Investors; es ist auf maßgeschneiderte Anlagelösungen und quantitative Aktienstrategien spezialisiert. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet. QS Investors bringt 2,96 Mrd. USD Assets under Management mit. Die Legg Mason-Töchter Batterymarch Financial Management, bisher Plattform für quantitative Aktieninvestments, und Legg Mason Global Asset Alloction, Plattform für maßgeschneiderte Lösungen, sollen nach Abschluss der Transaktion mit QS Investors verschmolzen werden. Der Markenname QS Investors bleibe aber bestehen.

Zahlungsausfall der Ukraine mit wenig Folgen für globale Bond-Märkte, meint Swiss & Global AM.

Schlammschlacht bei US-Fondshaus Pimco

Russland-Renditen höher

© Pimco

Jedenfalls sind – wenig überraschend – die Renditen für russische 10-Jahresanleihen als Folge der anhaltenden Drohungen gegen die Ukraine neuerlich deutlich nach oben geklettert. Mit 9,25 Prozent erreichten sie ein weiteres Rekordhoch innerhalb der vergangenen viereinhalb Jahre. Auch wenig überraschend: Die drohenden westlichen Sanktionen haben die Kosten für die Versicherung russischer Kredite gegen Zahlungsausfall am Mittwoch in die Höhe getrieben. Die Absicherung eines zehn Mio. Dollar (7,22 Mio. Euro) schweren Pakets russischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich um 11.000 auf 248.000 Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit; das sei der höchste Stand seit Juni 2012. Parallel dazu trennten sich weitere Anleger von russischen Aktien. Die Leitindizes der Moskauer Börse rutschten zeitweise um jeweils mehr als zwei Prozent ab. Auch Anleihen des Landes war-

Wurde Gross (im Bild) nach seinem Abgang von El-Erian diskreditiert?

Newport Beach. Bei der AllianzTochter Pimco ist das Tuch zwischen den beiden Galionsfiguren Bill Gross und Mohamed El-Erian offenbar endgültig zerschnitten, meldet Euro am Sonntag. PimcoGründer Gross vermutet ElErian hinter einem kritischen Bericht im Wall Street Journal, der erschien, kurz nachdem der Fondsmanager gekündigt hatte. „Ich bin sehr verärgert darüber, dass Mohamed versucht hat, meine Stellung zu untergraben“, sagte Gross. Er habe Beweise, dass El-Erian den Artikel geschrieben habe; darin wurde Gross als schwieriger Charakter porträtiert. (red)

Noble Metal House: Anfragen für Gold seitens der Russen sind enorm gestiegen, sie lagern es gern in Dubai und Deutschland.

fen Investoren aus ihren Depots. „Sanktionen werden den Abfluss von Kapital noch beschleunigen“, betonte Analyst Michael Kusmin von Investcafe.

Rubel stabil Der Rubel blieb dagegen sowohl zum Dollar als auch zum Euro stabil. Offenbar scheuten Investoren Wetten auf fallende Kurse, so die Experten von VTB Capital in einem Kommentar; schließlich wolle die russische Notenbank die Währung per Interventionen stützen. Für die internationalen BondMärkte dürfte die Ukraine-KrimKrise sehr begrenzte Auswirkungen haben, beruhigen die Investment-Strategen bei Swiss &

Global Asset Management. „Da die Ukraine schon seit Längerem sehr schwache Fundamentaldaten aufweist, ist die Zahl der Investoren limitiert. Das Gewicht der Ukraine am Finanzmarkt ist relativ gering, sodass bei einem drohenden Zahlungsausfall kaum weitreichenden Folgen zu befürchten sind.“ Russlands Gewicht freilich ist größer, allerdings verfügt das Land auch über sehr gute Solvenz-Indikatoren – die Zahlungsfähigkeit des Landes dürfte nicht in Gefahr geraten. „Die Krim-Krise bereitet deshalb nicht so sehr dem globalen Bondmarkt, sondern vor allem der regionalen Wirtschaft Probleme“, heißt es. Für Wolfgang Weber, Geschäftsführer der Noble Metal House GmbH, bedeutet die Zuspitzung

der Krise in der Ukraine Aufwind für Gold. Handelssanktionen träfen gerade die deutschen Unternehmen hart. „Die Russische Föderation zählt zu den elf wichtigsten Außenhandelspartnern der Bundesrepublik“, so Weber. Dies erkläre den Druck auf die Unternehmen im deutschen Aktienindex DAX.

Goldpreis steigt wieder Und der Goldpreis steigt wieder. Vor einigen Tagen überstieg er wieder die Marke von 1.350 US-Dollar pro Feinunze – der höchste Stand seit vier Monaten. Allein seit Jahresbeginn ist er um durchschnittlich 12% gestiegen. Webers Fazit: Gold bleibt unter Anlegern ein gefragter, sicherer Hafen. (ag/lk)

Pioneer Investments Neuer Garantiefonds liegt bis 22. April zur Zeichnung auf – europäische Aktien und Anleihen

Schroders schaffte 2013 Rekordjahr

Anlegen in „Greater Europe“ mit Garantie

© Schroders Investment

Wien. Pioneer Investments Austria (PIA) legt ein neues Garantieprodukt auf: Der „Pioneer Investments Austria – Greater Europe Garantiebasket 4/2022“ ist ein gemischter Investmentfonds mit fixer Laufzeit. Dabei setzt der neue Garantiefonds ganz auf Europa: Er kann sowohl in Aktien aus dem gesamten europäischen Raum („Greater Europe“) als auch in europäischen Anleihen veranlagen. Derzeit sprechen viele

Küssner: „Erfolg beruht auf breit aufgestelltem Geschäftsmodell.“

Faktoren dafür, dass es ab 2014 in der Region wirtschaftlich wieder aufwärts geht. Von der erwarteten Wirtschaftserholung sollten auch die Länder in Zentral-, Ost- und Südosteuropa profitieren, heißt es. Trotz der aktuellen Entwicklung sei zu bedenken, dass die Anpassungs- und Reformprozesse noch keineswegs abgeschlossen seien und es auch Faktoren gebe, die sich ungünstig auf die wirtschaftliche

Entwicklung Europas auswirken können. Daher setzt der Fonds besonders auf Sicherheit für die Anleger. PIA-Vorstandsvorsitzender Werner Kretschmer: „Sowohl mit unserem bewährten Managementmodell als auch mit der doppelten Garantie am Laufzeitende achten wir besonders darauf, dem Fonds – im Rahmen der Möglichkeiten – hohe Sicherheit zu geben.“ Der Fonds ist mit 100% Kapitalgarantie und 80% Höchststandsgarantie zum Laufzeitende durch die UniCredit Bank Austria AG ausgestattet.

Stabilität durch Euro-Bonds

© Pioneer Investment Austria/Robert Herbst

London. Der britische Vermögensverwalter Schroders hat beim Vorsteuerergebnis 2013 um 41% zugelegt. Auch die Assets under Management zogen stark an (+24% auf rund 319,5 Mrd. €). Die starke Tendenz habe sich durch das gesamte Jahr gezogen, heißt es. Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroders Investment Management GmbH: „Wir verfügen über ein außergewöhnlich vielschichtiges Repertoire an Investmenttalenten – sowohl im Portfolio Management als auch im Research; hinzu kommt der disziplinierte Investmentprozess.“ (lk)

© panthermedia.net/Oleksiy Mark

Brüssel/Frankfurt/Wien. Die KrimKrise und die Lage in der Ukraine rücken unweigerlich immer mehr in den Blickpunkt der Investoren, die Meldungen der News-Ticker häufen sich dramatisch. Die Vorgänge lassen viele Marktteilnehmer sowohl menschlich als auch handelstechnisch ein wenig ratlos zurück. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble gab am Mittwoch noch die Devise aus: „Wir schätzen die finanz- und wirtschaftspolitischen Risiken der schwierigen Situation im Zusammenhang mit der Ukraine sehr ernst ein. Ich glaube aber, dass die finanzpolitischen Folgen beherrschbar sind und bleiben.“ Sein Wort in Gottes Ohr ...

Kretschmer: „Kapital- und Höchststandsgarantie am Laufzeitende des Fonds“.

Der Aktienteil des PIA Greater Europe Garantiebasket 4/2022 soll für Ertragschancen sorgen. Kretschmer: „Europäische Aktien könnten eine attraktive Möglichkeit sein, um von einer eventuellen Erholung der europäischen Wirtschaft zu profitieren. Auch die sogenannten Peripherieländer dürften auf dem Weg aus der Krise sein und von der wirtschaftlichen Erholung profitieren.“ Der Anleihenteil des Fondsvermögens soll

bestmöglich für Stabilität sorgen. Veranlagt wird in europäischen Anleihen, die auf Euro lauten. Die Bonität der Anleihen muss zum Zeitpunkt des Erwerbs ein „Investment Grade“ aufweisen (Rating von AAA bis BBB-). Die Veranlagung in Aktien und Anleihen biete unterschiedliche Chancen und Risiken. Mit dem PIA-Allokationsmodell könne das Fondsmanagement flexibel auf Marktentwicklungen reagieren, erklärt Kretschmer. Die Aktienquote kann sich mit diesem Modell sehr flexibel zwischen 0% und 50% des Fondsvolumens bewegen. Die Anleihenquote kann sich zwischen 50% und 100% des Fondsvolumens bewegen. Zum Ende der Laufzeit (22.4. 2022) bekommen die Anleger zumindest das ursprünglich eingesetzte Kapital zurück (exkl. Agio). Die Höchststandsgarantie besagt, dass zum Laufzeitende mindestens 80% des höchsten Rechenwerts, den der Fonds jemals während der Laufzeit erreicht, ausbezahlt werden. Ausschlaggebend ist zum Laufzeitende der höhere der beiden Werte. (lk)


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Freitag, 14. März 2014

financenet – 33

financenet@medianet.at

Abschreibungen Zwei-Milliarden Euro auf die Osttöchter bei der Bank Austria; weiter keine Dividende an UniCredit

UniCredit und Bank Austria hoben Kreditvorsorgen 2013 um Hälfte an – im Gesamtkonzern 13,7 Mrd.

Jetzt aber komplett

Ernst Huber: DAB Bank-Sprecher, Aufsichtsratschef direktanlage AG.

Salzburg. Die österreichische Onlinebank direktanlage.at blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2013 zurück. Das verwaltete Kundenvermögen stieg auf 4,1 Mrd. € (+9% gegenüber Vorjahr). Knapp 66.000 Kunden werden inzwischen von direktanlage.at betreut (Plus ca. 2.000 Kunden). Das Ergebnis vor Steuern (nach IFRS) betrug 4,254 Mio. Euro. Privatanleger investierten wieder vermehrt in Aktien und direktanlage.at konnte mit der Produkterweiterung um das Gratis Gehalts- und Pensionskonto eine breite Kundenzielgruppe ansprechen und weiteres Kundenwachstum generieren, werden als Gründe angeführt. Im Produkt- und Servicebereich hat der führende österreichische Online Broker Anlegern noch mehr Neues zu bieten: Mit dem „direktanlage.at Price“-Angebot können Kunden seit Sommer 2013 über den Direkt- bzw. Limithandel der Baader Bank kostengünstig alle Werte aus dem DAX, MDAX und TecDax handeln. Das sind über 2.000 Aktien weltweit, über 2.000 Anleihen und rund 500 ETFs. (lk)

© APA/Helmut Fohringer

Wien/Mailand. Der EZB-Bankenbilanzcheck zeigt vorab Wirkung: Die italienische UniCredit räumt die Bilanz auf und muss so für 2013 einen Verlust von 14 Mrd. Euro verkraften. Bei der Austro-Tochter Bank Austria sind es nach einer 2-Milliarden-Abschreibung auf die Osttöchter 1,6 Mrd. Euro Verlust. Bank Austria-Chef Willibald Cernko spricht von einem „Befreiungsschlag“ und einem „radikalen Schnitt“, mit dem man sich eines schweren Rucksacks entledigte. Er geht davon aus, dass dem Beispiel noch andere Großbanken folgen dürften. Aus Schaden wird man klug: Auch die Bank Austria hat in den 90er-Jahren und Anfang der 2000er-Jahre Banken im Osten meist um ein Mehrfaches des Buchwerts gekauft. In den letzten Jahren mussten schon öfter Firmenwerte abgeschrieben werden.

direktanlage: erstmals über vier Milliarden

© direktanlage.at/Wildbild

UniCredit: Zuversichtlich, grünes Licht zu erhalten

short

Die jetzige komplette Firmenwertabschreibung bei allen Beteiligungen spiegle die heutige Realität wider und eliminiere Korrekturen, die in Zukunft noch hätten passieren können. Man nehme Risiko aus der Bilanz, stemmte dies aber ohne Hilfe von außen, so die Bank Austria. Gleichwohl legt Cernko aber ein Bekenntnis zu Osteuropa ab. Zum Verkauf gestellt worden ist jetzt die ukrainische Tochter Ukrsotsbank. 2013 werden für die Tochter in dem Krisenland noch 256 Mio. Euro Verlust gebucht. Es gibt einen Interessenten – der nicht abgesprungen ist, wie betont wird. Der Verkauf soll binnen Jahresfrist erfolgen. Bei der Mutter sieht es für 2013 so aus: 2012 hatte UniCredit noch einen Gewinn von 865 Mio. Euro erzielt. Konzernchef Federico

Ghizzoni: „Wir hätten die Verluste über viele Jahre strecken können, haben aber entschieden, es alles in einem Jahr zu buchen.“

Ghizzoni kündigte an, bereits heuer wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. In vier Jahren soll ein Gewinn von 6 Mrd. Euro eingefahren werden. „Für 2014 gehen wir von einem Nettogewinn von 2 Milliarden Euro aus, wir beabsichtigen, dies bis auf 6,6 Milliarden Euro bis 2018 zu verdreifachen.“

Harter Sparkurs Ghizzoni will das Ruder u.a. mit einem harten Sparkurs herumreißen. Bis 2018 sollen 8.500 der zuletzt knapp 150.000 Stellen wegfallen. Die Mailänder Börse honorierte trotz des Megaverlusts die radikalen Schnitte unmittelbar nach Ankündigung mit 6 Prozent Kursplus bei UniCredit-Aktien.

ten. Auch die Bank Austria – Subholding für Österreich und Osteuropa – stockte die Kreditvorsorgen um fast die Hälfte auf. Trotz des hohen Verlusts sieht UniCredit keinen Grund für eine Kapitalerhöhung. Man sei in der Lage, die zu erwartenden strengeren Auflagen der kommenden Jahre zu erfüllen. Die Aktionäre der UniCredit sollen für 2013 dennoch keine Bar-Dividende erhalten. Es sei geplant, 10 Cent je Anteil über die Zuteilung von neuen Aktien auszuschütten. Von der Bank Austria erhält UniCredit weiterhin keine Dividende. Laut Ghizzoni ist das Management zuversichtlich, genug getan zu haben, um grünes Licht von den EZB-Aufsehern zu bekommen. (ag)

Die Wertberichtigungen wurden sowohl bei Bank Austria als auch UniCredit im vierten Quartal gebucht, sodass allein in den letzten drei Monaten in der UniCreditBilanz ein Minus von 15 Mrd. Euro entstand. In der UniCreditBilanz 2013 wurden einerseits die Firmenwerte auf Aktivitäten in Italien, Österreich und Osteuropa komplett abgeschrieben. 2005 war der italienische Bankkonzern mit der Übernahme der Münchner HVB samt ihrer Töchter wie der Bank Austria zu einer Macht in Europa geworden. Andererseits setzen den Mailändern faule Kredite zu: Die Rückstellungen für faule Kredite summierten sich 2013 auf 13,7 Mrd. Euro – mehr als drei Mal so viel, wie Analysten erwartet hat-

Uniqa/Raiffeisen 147,84 Prozent – Ablebensschutz

Helvetia 6,1 Prozent mehr Gesamtprämien in Österreich

Wien. Uniqa FinanceLife bringt einen neuen Einmalerlag mit einer Mindestauszahlung von 147,84 Prozent auf den Nettobeitrag (einbezahlter Beitrag abzgl. 4 Prozent Versicherungssteuer) am Ende der Laufzeit von 15 Jahren und drei Monaten auf den Markt. Bei Uniqa läuft dieses limitierte Produkt unter dem Namen „Wert & Wachstum II“ und bei der Raiffeisen Versicherung unter „Raiffeisen Horizont 05 2014“. Die vereinbarte Mindestauszahlung folgt aus der Veranlagung in einer Senior-Anleihe der Raiffeisen Bank International AG (RBI ist Emittentin der Anleihe mit der ISIN AT000B013222). Die neue Einmalerlagstranche federe die Auswirkungen der Inflation ab und inkludiert im Fall des Todes einen Ablebensschutz für die Hinterbliebenen. Liegt die Inflation während der gesamten Laufzeit über fünf Prozent pro Jahr (auf Basis HVPI-Index), dann erhöht sich der Auszahlungsbetrag am Laufzeitende entsprechend. Die Vorstände der FinanceLife Lebensversicherung AG, Petra Schausz und Thomas Jaklin: „Das Produkt bringt eine solide Verzin-

Wien. Das Gesamtprämienaufkommen der Helvetia in Österreich (inkl. Transportversicherung) ist in 2013 neuerlich deutlich über dem Markt gestiegen und überschreitet mit 262,9 Mio. Euro erstmals die 250 Mio. Euro-Marke (2012: 247,8 Mio. Euro). Mit diesem Plus von 6,1% liege das Wachstum der Helvetia deutlich über dem österreichischen Markt (2,0%), sagt Burkhard Gantenbein, Vorstandsvorsitzender der Helvetia Versicherung. Die Bilanzsumme stieg um 3,9% auf 1.205,6 Mio. Euro (2012: 1.160,9 Mio. Euro), die Vermögensbestände um 0,5% auf 1.086,7 Mio. Euro (2012: 1.081,7 Mio. Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag 2013 mit 6,7 Mio. Euro neuerlich auf hohem Niveau. Vor allem auch mit dem technischen Ergebnis der Schaden-Unfall-Versicherung zeigt sich Gantenbein zufrieden. 2013 erbrachte Helvetia an ihre Kunden Leistungen von rund 4,5 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung stiegen 2013 um 12% auf 105,7 Mio. Euro (2012: 94,4 Mio. Euro), der Gesamtmarkt (laut VVO9 dagegen zeigte ein

Klarna übernimmt bayerische Sofort AG Wien. Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna vollzieht die Akquisition der bayerischen Sofort AG, die auch in Österreich Marktführer ist. Die beiden Payment- Spezialisten bilden gemeinsam die Klarna Group, die damit zu den führendem Anbietern alternativer Online-Zahlungsmethoden in Europa wird. Beide Unternehmen bleiben als Teil der Klarna Group operativ eigenständig.

Einmalerlag mit Mindestauszahlung Wachstum 2013 über dem Markt

Schausz: „Das Mindestinvestment für das neue Produkt beträgt 2.000 Euro“.

FMA: Pensionskassen verwalten 17,4 Mrd. €

© FMA

kleines Minus (-0,3%). Vertriebschef Werner Panhauser: „Wesentliche Treiber des Wachstums in der Lebensversicherung waren die Fondsgebundene Lebensversicherung oder kurz FLV mit Plus 59,6 Prozent sowie das für unsere Größe starke Einmalerlagsgeschäft mit einem Volumen von 31,5 Mio. Euro.“ Ziel ist, unter die Top Ten in Österreich zu kommen, dies durch neue Produkte sowie durch Agentur- und Maklerausbau. (lk)

FMA-Vorstand Helmut Ettl: „Performance aller Kassen 2013 von 5,1%.“

© Helvetia

© Uniqa Group

sung von 2,6 Prozent pro Jahr.“ Sie entspreche der Entwicklung einer KESt-pflichtigen Veranlagung von 3,10 Prozent jährlich, bezogen auf den Gesamtbeitrag; gemessen am Bruttobeitrag (einbezahlter Beitrag), komme man auf 2,33 Prozent pro Jahr. Eine Auszahlung kann als lebenslange Pension durch die Uniqa Österreich Versicherungen AG oder die Raiffeisen Versicherung AG erfolgen. (lk)

Gantenbein: „Erstmals über 250 Millionen Euro bei den Gesamtprämien".

Wien. Die österreichischen Pensionskassen haben am Ende des 4. Quartals 2013 17,4 Mrd. Euro verwaltet (2,4% mehr als im 3. Quartal). Das Veranlagungsergebnis aller Pensionskassen zusammen betrug im Schlussquartal 1,8%, im Gesamtjahr waren es 5,1% , geht aus dem Bericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor. Die Performance der Kassen betrug in den letzten drei Jahren betrug im Schnitt 3,4%. (ag)


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Freitag, 14. März 2014

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short

© APA/Georg Hochmuth

Deutschland hilft den Lebensversicherern

12. Informationstag Optimale Deckung und Entwicklung neuer Produkte ist Maklern ein Anliegen, so FV-Vize Hemerka

Versicherungsmakler: Die Sicherheit im Mittelpunkt

© Schoellerbank/Markus Wache

Schoellerbank: neues Service für Kunden

Franz Witt-Dörring, Vorstands­ vorsitzender der Schoellerbank.

Wien. Für den Fall, dass man seine Geschäftsfähigkeit verliert, kann man – solange man noch voll geschäftsfähig ist – einer oder mehreren Personen eine Vorsorgevollmacht erteilen. Diese trifft dann die entsprechenden Entscheidungen. Trifft man dagegen keine Vorsorge, kann eine Sachwalterschaft durch das Gericht ausgesprochen werden oder es kommen die nächsten Angehörigen zum Zug. Grundsätzlich ist die Formulierung einer Vorsorgevollmacht zwar selbst möglich, aber wenig empfehlenswert, warnt die Schoellerbank AG. Diese bietet Kunden ab sofort eine eigene Beratung für die Erstellung von Vorsorgevollmachten an. (red)

HRE-Nachfolger mit gestiegenem Gewinn München. Der Aufschwung am Immobilienmarkt beschert der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) Rückenwind. Im vergangenen Jahr steigerte die Nachfolgerin der in der Finanzkrise kollabierten Hypo Real Estate (HRE) seinen Vorsteuergewinn um ein Drittel auf 165 Mio. €. Das Neugeschäft der Bank stieg dabei den Angaben zufolge konkret um knapp die Hälfte auf 8,2 Mrd. €. (APA)

Hammurabi Award 2014, überreicht von Fachgruppenobmann-Stellvertreter Hemerka (re.) an Habasche (li.) und Schoder.

Bronze an Alexander Habasche, der für seine Einreichung „Das Interesse von Konsumenten an Garantieerweiterungen – eine Analyse in Form einer empirischen Studie von Garantieerweiterungen für elektronische Konsumgüter” zusätzlich 2.000 € Preisgeld erhielt. Die Arbeit untersucht die Entscheidungsfindung von Konsumenten gegenüber Risiken, die durch vergleichsweise geringe Schadenhöhen gekennzeichnet sind. So sind etwa bei den Konsumenten derzeit relativ kleine Versicherungspakete wie etwa eine Handy-Versicherung oder eine Versicherung für die Brille durchaus gängig. „Nun sind Gefahren wie der Verlust des Handys oder eine Beschädigung der eigenen

Die neuen Trends Wie schon in den vergangenen Jahren wurde auch heuer der Hammurabi Preis als begehrte Auszeichnung verliehen. Wie die Österreicher ihren Versicherungsschutz gestalten, steht dabei im Mittelpunkt. Die Versicherungsmakler wollen dabei die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema fördern und sich auch gleichzeitig Anregungen für mögliche neue Produkte und Themen der Zukunft holen – beispielsweise wenn es darum geht, die körperliche Unversehrtheit zu bewerten und künftig in eigenen Polizzen abzudecken. Hemerka übergab diesmal die Hammurabi-Siegerstatue aus

übergreifenden Vergleich”) mit je 1.000 € prämiert.

Brille sicherlich sehr lästig, wenn sie eintreten. Sie sind aber – im Gegensatz zu mangelndem Schutz in Sachen Pension oder Gesundheitsversorgung – nicht extistenzbedrohend. Hier wollen wir Makler zur Bewusstseinsbildung beitragen, damit die Österreicher sich bei den tatsächlich existenzbedrohenden Gefahren besser absichern“, sagt Hemerka. Und die Versicherungsmakler seien dank ihrer Rolle im Zentrum der Wissensvermittlung ideal, um den Konsumenten bei der Abdeckung dieser Sicherheitsbedürfnisse zu helfen. Weiters wurden Stefan Schoder („Der Versicherungsmakler als Informationsintermediär”) und Michael Kohlmaier („Der Wert körperlicher Unversehrtheit im länder-

Prominente Speaker Auch die Keynote-Speaker beim 12. Informationstag widmeten sich einschlägigen Themen: Prof. Gerd Gigerenzer, Direktor am MaxPlanck-Institut für Bildungsforschung und Direktor des Harding Zentrum für Risikokompetenz in Berlin, behandelte die Frage: „Kopf und Bauch: Wie trifft man gute Entscheidungen?“ und Prof. Anton Zeilinger, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, Wien, sprach über die „Natur des Zufalls“. (red)

Zeitwertkonto arithmetica-Chef fordert Reformen

Directors & Officers Neuartiger Rechtsschutz der VAV

Wien. „Warum darf ein Bilanzbuchhalter in den Wochen der Bilanzerstellung nicht kurzfristig mehr als 50 Stunden arbeiten, wenn Spitalsärzte sogar 25 Stunden am Stück arbeiten dürfen“, wundert sich Christoph Krischanitz, Geschäftsführer von arithmetica. „Diese starre Regelung im Arbeitszeitgesetz behindert die Wirtschaft, ihre Arbeitnehmer und bringt letztlich den österreichischen Wirtschaftsstandort in fortwährende Schwierigkeiten“, so der Chef des versicherungsmathematischen Beratungsunternehmens.

Wien. Im Bereich „Directors & Officers“-Versicherungen (D&O) gibt es eine Neuerung: Die VAV Versicherung hat einen Rechtsschutz speziell für Geschäftsführer österreichischer KMU auf den Markt gebracht. „Wir haben den D&O-Tarif auf den österreichischen Markt abgestimmt. Bisher waren D&O-Versicherungen auf die Manager von Großunternehmen und Konzernen zugeschnitten“, so Norbert Griesmayr, der Generaldirektor der VAV Versicherung.

„Arbeitsrecht ist zu starr geregelt“ Schutz für KMU-Geschäftsführer könne noch mehr: „Eine weiterführende Idee ist auch, Geldbeträge in das Zeitwertkonto zu führen und den Genuss der angesparten Werte entweder in Zeitkonsumation oder in Geldkonsumation zu ermöglichen“, so Krischanitz. Sabbaticals, Altersteilzeit, früherer Pensionsantritt oder auch eine erhöhte Abfertigungsleistung oder Hinterbliebenenvorsorge wären mit diesem Modell „einfach zu erreichen”, meint Krischanitz. (red)

950 Euro pro Jahr

„Bald nicht mehr leistbar” „In 20 Jahren werden wir uns keine 38,5 Stunden Woche mehr leisten können“, warnt Krischanitz. Ein relativ einfach umzusetzendes Mittel, das in Deutschland schon lange existiert, sei das sogenannte Zeitwertkonto. „Die Idee besteht ganz einfach darin, Zeit zu sammeln, um sie später zu genießen“, so Krischanitz, „und zwar über einen deutlich längeren Zeitraum als das durch die Gleitzeit mögliche eine Jahr.“ Das Zeitwertkonto

bei einer Versicherungssumme von 500.000 €, beziehungsweise 1.240 € bei einer Versicherungssumme von einer Mio. €. Der Tarif gilt für Geschäftsführer von Unternehmen mit einer Bilanzsumme bis zu 100 Mio. €. Der Leistungskatalog umfasst u.a. außergerichtliche Streitigkeiten sowie die Übernahme der Kosten von Privatsachverständigen. Der Rechtsanwalt kann dabei frei gewählt werden. (red)

Krischanitz: „Pensions-, Vorsorge­ kassen, Assekuranzen als Verwalter“.

„Eine herkömmliche D&O-Versicherung konzentriere sich auf den Schadenersatzanspruch, nicht aber auf die erforderliche Deckung für Strafverfahren und Streitigkeiten aus dem Dienstverhältnis eines Managers“, so Griesmayr. Rund 90% all jener Fälle, in denen das Berufsrisiko eines Managers schlagend wird, seien daher nicht erfasst. Deswegen inkludiert der Manager-Schutz der VAV Haftpflichtund Rechtsschutzkomponenten. Die Prämie beträgt 950 € pro Jahr

© Foto Wilke

Berlin. Die tiefen Zinsen belasten viele Versicherungen. Nun plant die deutsche Regierung ein Gesetzespaket zugunsten der deutschen Lebensversicherer. Laut Süddeutsche Zeitung soll es demnächst vorgelegt werden. Das Gesetz könne Versicherte, deren Verträge in diesem Jahr auslaufen oder die kündigen, mehr als 2 Mrd. € kosten. Die seit 2008 geltende hälftige Beteiligung an den Bewertungsreserven solle abgeschafft werden. Die Bewertungsreserve wird vom Versicherer bei Beendigung der Verträge ausgezahlt. Laut Bericht will die Regierung die Aufsicht verschärfen, die höchstens erlaubte Garantieverzinsung senken und Obergrenzen für Provisionen einziehen. Auch solle die Verteilung der Gewinne zugunsten der Kunden geändert werden. (APA)

© Arithmetica

Lebensversicherung: Deutsche Regierung will helfend eingreifen.

Wien. Die Wiener Versicherungsmakler haben an ihrem 12. Informationstag am 26. Februar im Palais Ferstel entscheidende Themen für die Konsumenten in den Fokus gestellt, sagt Wilhelm Hemerka, FachgruppenobmannStv. der Versicherungsmakler in der Wirtschaftskammer: Nämlich wovor die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich Schutz benötigen – und wie sie diesen am besten gestalten. Das Sicherheitsbedürfnis steht also im Vordergrund – und zwar was die tatsächlich bedeutsamen Risiken im Leben der Menschen angeht, betont Hemerka. Den meisten Menschen vertraut und auch Gegenstand vielfältiger Absicherungen sind Gefahren wie Unfall, Feuer oder Einbruch. „Doch es gibt auch Gefahren wie Arbeitsund Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit im Alter, die den meisten Menschen weit weniger bewusst sind, und doch zu den bedeutendesten Risiken für jeden einzelnen zählen“, sagt Hemerka.

© leadersnet/Christian Mikes

Hammurabi Award der Makler für Wissenschafter, die Sicherheitsbedürfnisse unter die Lupe nehmen.

VAV-Chef Griesmayr: „D&O-Tarif auf den österreichischen Markt abgestimmt“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

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www.ehl.at

atrium schüttet mehr aus

neue immobilien-domainnamen

Trotz des Rückgangs beim Reingewinn von fast einem Viertel in 2013 wird die Dividende erhöht Seite 37

ICANN führt viele gut vermarktbare Domains ein wie z.B. .immo, .haus, .villas, .casa oder .estate Seite 39

© Secura

© APA/H. Pfarrhofer

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Hotels in Europa: mehr Auslastung, mehr Erlöse

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IMMO-AGS 5. März–12. März 2014

IATX (Schluss 12.3.) 1 92,80

-3,18%

Wochentop Eco B. 6,17% Wochenflop Warimpex -5,19% Eco Business-Immobilien AG 6,17% conwert -1,26% S Immo -2,34% Immofinanz -2,99% Atrium -4,33% CA Immobilien Anlagen -4,41% Warimpex -5,19%

1-Monats-Performance (per 12.3.) Monatstop AXA Aedif. C Cap 4,29% Monatsflop DBXT CSI 300 -6,90% Top 5 Immofonds AXA Aedificandi C Cap 4,29% EasyETF EPRA Eurozone 4,13% iShares Eur. Pr. Yield UCITS ETF 3,86% SSgA Europe ex UK Ind. R E 3,84% ABD Gl. A. Pro. Sh. I 2 USD 3,82% Flop 5 Immofonds DBXT CSI 300 R.E.1C -6,90% FF-Asia Pac. Pr. A Dis EUR -238% ESPA Stock Asia-Pac. Prop. T -1,45% Parvest Real Est. Sec. Pac. D -1,44% First State As. Prop. Sec.A EUR -1,42% 5. März–12. März 2014

© PwC/oreste.com; panthermedia.net/suchan / Montage: B. Qelaj

IMMO-FONDS

PwC-Studie Die Erholung der Wirtschaft in Europa wirkt sich mit Verzögerung auch positiv auf die Hotelmärkte aus, sagt Wolfgang Vejdovsky von PwC Österreich. Das stärkste Plus wird Dublin, London und Paris (Bild) zugetraut. Vom Positiv-Szenario könnten auch Immo-Aktien mit Fokus Hotels profitieren. Seite 36

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36 – financenetreal:estate

Freitag, 14. März 2014

financenet@medianet.at

PwC-Studie Europas Hotelmärkte profitieren von wirtschaftlicher Erholung; auf dem Weg zum Vorkrisenniveau

short

Bald wird weich liegen in Europa wieder teurer

© EPA/Roland Weihrauch

Hochtief will Anteil an Australiern erhöhen

Wien. Die Erholung der Wirtschaft in Europa wirkt sich auch positiv auf die Hotelmärkte aus, wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt: Hotels in nahezu allen untersuchten 18 Städten werden in den kommenden zwei Jahren ihre Auslastung verbessern und ihre Erlöse steigern können. Alle analysierten 18 Städte sind entweder wichtige Metropolen und/oder wirtschaftliche und touristische Zentren. Sie verfügen insgesamt über rund 680.000 Hotelzimmer und werden von über 80 Millionen Touristen jährlich besucht. PwC hat die Studie 2014 bereits zum dritten Mal erstellt. „Der Hotelmarkt holt jetzt auf, was er in der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre verloren hat“, meint Wolfgang Vejdovsky, Country Leader für den Bereich Real Estate bei PwC Österreich. Nominal hat der europäische Hotelmarkt im Jahr 2013 fast wieder seinen Höchststand aus dem Jahr 2007 erreicht. Europaweit lag der Erlös je verfügbarem Zimmer (Revenue per available room, RevPAR) 2013 bei rund 68 Euro im Durchschnitt und damit nominal 6,5 Prozent beziehungsweise real sogar 18,5 Prozent unter dem Jahr 2007.

Deutscher Baukonzern Hochtief will Leighton-Anteil auf 74% aufstocken.

Essen. Der deutsche Baukonzern Hochtief plant, seinen Anteil am australischen Bauriesen Leighton für rund 1,16 Mrd. australische Dollar (755 Mio. Euro) auf bis zu 74 Prozent von derzeit knapp 59 Prozent aufzustocken. Dementsprechend solle die Zahl der HochtiefVertreter im Leighton-Verwaltungsrat erhöht werden, heißt es bei Hochtief. Die Australier hatten 2013 einen Vorsteuergewinn von knapp 500 Mio. Euro erwirtschaftet – der Hochtief-Konzern insgesamt kam auf 800 Mio. Die Hochtief-Pläne bei Leighton blieben auch den Analysten der Ratingagentur Moody’s nicht verborgen: Sie prüfen eine Herabstufung Leightons. Dies geschehe vor dem Hintergrund der Unsicherheiten um das künftige Profil Leightons, heißt es bei Moody´s. (APA/red)

Goldman Sachs hebt Wienerberger-Kursziel Wien. Goldman Sachs hat das Kursziel für WienerbergerAktien von 17 auf 17,50 Euro erhöht und die Kaufempfehlung mit „Buy” bestätigt. Die Analysten halten Wienerberger für die beste Anlagealternative, um in eine Erholung der europäischen Bauaktivität zu investieren. Sollte sich die europäische Konjunktur schneller als erwartet erholen, so gebe es noch zusätzliches Kurspotenzial, meinen die GS-Experten. (APA)

Die Nachfrage steigt wieder „Für gewöhnlich reagiert der Hotelsektor mit einer gewissen Verzögerung auf die wirtschaftliche Erholung. Auch 2013 hat sich die Branche daher noch schwächer entwickelt als das vergleichbare Bruttoinlandsprodukt, das europaweit 2013 nur leicht unter dem Hoch von 2007 lag“, sagt Vejdovsky. Die Nachfrage steige jedoch weiter, daher sei in den kommenden zwei Jahren damit zu rechnen,

Italiener kaufen zurzeit keine Immobilien

In Dublin werden die Hotelpreise in den nächsten Jahren deutlich anziehen, prognostiziert eine aktuelle PwC-Studie.

sind die Studienautoren überzeugt. Dort wird der RevPAR gemäß den Prognosen von PwC um 5,2 Prozent zulegen auf 73,90 Euro, gefolgt von London, Paris, Edinburgh, und erst dann Berlin und Frankfurt. Dublin profitiert vor allem davon, dass es dort zu wenige Hotels gibt.

dass der Markt die Krise hinter sich lasse. Die Hoteliers in Wien profitieren weiter von der Attraktivität der österreichischen Hauptstadt für Touristen, außerdem ist Wien ein internationaler Kongress-Hotspot. Die Zimmerpreise sanken 2013 um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 94,50 Euro (2012: 96,90 Euro), auch die Auslastung ging leicht zurück. Das liegt, so die Studie, am wachsenden Angebot, immer neue Hotels kommen dazu. 2014 eröffnet etwa das Fünf-Sterne-Hotel Park Hyatt Vienna, auch Motel One plant zwei neue Hotels mit über 900 Zimmern. Im europäischen Vergleich wird 2014 wohl Dublin die Stadt mit dem stärksten Wachstum sein,

Schweiz bleibt am teuersten Am teuersten wohnen Hotelgäste nach wie vor in der Schweiz: Genf und Zürich sind weiterhin an der Spitze mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 232,10 Euro (ADR, 2013) und 193,50 Euro, gefolgt von London (159,20 Euro) und Paris (150,70 Euro). Für Spaniens Hauptstadt Madrid wird ein Rückgang prognostiziert. (hk/ag)

Stadt 2014 2015 Dublin +5,2% +3,8% London +3,8% +5,2% Paris +3,8% +2,4% Edinburg +3,4% +2,8% Berlin +3,2% +1,8% Frankfurt +2,9% +2,6% Wien +2,7% +1,2% Moskau +2,6% +2,8% Zürich +2,3% +2,7% Prag +2,1% +3,2% Mailand +1,9% +1,3% Rom +1,3% +2,0% Barcelona +1,2% +1,7% Genf +1,0% +0,4% Brüssel +0,2% +1,2% Madrid −2,8% −1,6% *Auswahl; Quelle: Econometric forecast PwC 2014

Berlin II 1.500 Gäste ließen Hotel und Betreiber hoch leben

Berlin. Im ehemaligen Ostteil der deutschen Hauptstadt, dort, wo die Kieze Pankow, FriedrichshainKreuzberg und Lichtenberg aneinandertreffen, liegt das Areal, das die österreichischen Immobilienentwickler UBM und Warimpex verwerten wollen. Klammheimlich wurde im Rahmen des Investments für das Hotel andel‘s im Jahr 2008 gemeinsam ein Teil des 1991 stillgelegten Berliner Zentralvieh- und Schlacht-

Wien/Berlin. Im Rahmen der ITB Berlin 2014 feierte Vienna International Hotelmanagement (VI) gleich zwei Jubiläen: ihr 25-jähriges Bestehen und den 5. Geburtstag des andel’s Hotel Berlin.

VI und andel’s feierten Jubiläen

hofs günstig erworben – jetzt scheint der richtige Zeitpunkt zur weiteren Entwicklung gekommen. Konkrete Pläne dazu gibt es noch keine – noch sei Brainstorming angesagt, heißt es bei der UBM. Möglich wäre ein Mix aus Handelsflächen und einer Erweiterung der Konferenzflächen des benachbarten Hotels. „Berlin hat jedenfalls den Wunsch, dass bald etwas passiert“, so Warimpex-Regionaldirektor Christoph Salzer. (ag/hk)

1 Million Gäste in 5 Jahren Seit seiner Eröffnung im März 2009 beherbergte das andel´s über eine Million Gäste. Die Besucher des Designhotels nächtigten durch-

schnittlich 2,4 Nächte und buchten insgesamt 667.857 Zimmer. Die 1989 gegründete Hotelgruppe VI betreibt und entwickelt auf Basis von Managementverträgen insgesamt 36 erstklassige Hotels & Resorts und ein Hotelprojekt. Das Portfolio besteht aus Stadt-, Resort-, Kur- und Kongresshotels. Im Jahr 2013 wurden in den von VI gemanagten Hotels 177 Mio. Euro Umsatz mit 2,4 Mio Bettennächten realisiert. (ag)

© UBM/Warimpex

© Vienna International Hotelmanagement/Dario Lehner

© Panthermedia.net/Happyalex

Wach st umsrat en erziel bare Zimmererl öse*

Berlin I Brainstorming am Zentralvieh- und Schlachthof

UBM und Warimpex entwickeln

Da kann die Immobilie noch so schön sein – Italiener kaufen kaum.

Rom. Die italienische Immobranche leidet unter der Wirtschaftskrise – die Transaktionen im Immobilienbereich sind 2013 um 8,9 Prozent auf 904.960 zurückgegangen, das sind 88.000 weniger als im Vorjahr; noch schlimmer war 2012 mit minus 24,8 Prozent. Behält die Studie des italienischen Wirtschaftsinstituts Nomisma recht, dann muss der italienische Immobilienmarkt in den nächsten Jahren weiterhin mit Schwierigkeiten rechnen. Denn dem Gesamtangebot an Immobilien würden nur wenige Haushalte mit den entsprechenden, notwendigen Ressourcen gegenüberstehen, so Nomisma. (APA/hk)

© Panthermedia.net/John-Michael Harkness

Experte: „Hotelmarkt holt jetzt auf, was er in der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre verloren hat.“

UBM-CTO Martin Löcker und Christoph Salzer, Warimpex, vor den Schlachthöfen.

Das andel’s Hotel Berlin: ein Paradebeispiel erfolgreicher Stadtentwicklung.


i m m o: ca pi ta l

Freitag, 14. März 2014

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Atrium European Real Esatate Kernmärkte zeigen „ermutigende Stimmung“, so Atrium-Chefin Rachel Lavine

short

Rückgang eingedämmt

Bilfinger bietet in China Immo-Management

Nettogewinn sank im Vorjahr um 23 Prozent auf 75,9 Mio. Euro, mehr Dividende für Aktionäre. Wien/Saint Helier. Die börsenotierte Immobilienfirma Atrium, ehemals Meinl European Land (MEL), hat 2013 unterm Strich um fast ein Viertel weniger Gewinn geschrieben als im vorvergangenen Jahr. Der Nettogewinn sank dabei konkret um 23 Prozent auf 75,9 Millionen Euro; 2012 standen hier 98,7 Mio. Euro. Die Dividende soll bei der an der Wiener Börse im Freiverkehr gelisteten Atrium heuer aber trotzdem um 14 Prozent auf „mindestens” 0,24 Euro je Aktie angehoben werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Rückgang gebremst

Start mit Service für vier SiemensStandorte in Peking, Shanghai.

Frankfurt. Der deutsche Ingenieurdienstleister Bilfinger erweitert sein Geschäft in China um das Immobilienmanagement. Zusammen mit Siemens und dem Beijing International Technology Cooperation Center (BITCC) gründete Bilfinger ein entsprechendes Joint ­Venture. Die neue Firma, an der Bilfinger 40 Prozent, Siemens 25 Prozent und BITCC 35 Prozent halten, übernehme zunächst das Immobilienmanagement von vier Siemens-Standorten in Peking und Shanghai. (ag)

„Suchen Akquisitionen“

Atrium-CEO Rachel Lavine: „Attraktive Einkaufszentren in den Kernmärkten gesucht“.

Die Netto-Mieteinnahmen stiegen 2013 von 181,3 Mio. Euro im Jahr davor auf 190,8 Mio. Euro. Die Bruttomieterlöse stiegen von 190,6 auf 196,8 Mio. Euro, unbereinigt legten sie von 193,5 auf 203 Mio. Euro zu. Der Marktwert der vermieteten Immobilien legte 2013 um 7,8 Prozent auf 2,4 (2,2) Mrd. Euro zu, vor allem wegen des Kaufs des polnischen Einkaufszentrums

Galeria Dominikanska. Das Barvermögen von 305,6 Mio. Euro und die Fremdmittel von 803,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013 zeigen den Angaben zufolge eine Brutto Loanto-Value-Ratio (LTV) von 27,3% und eine Netto LTV von 16,9% (Ende 2012: 19,7% bzw. 12,1%). Christine Reitsamer, Analystin bei der Baader Bank, sieht die Ergebnisse als durchwegs posi-

Im Ausblick sagt Vorstandsvorsitzende Rachel Lavine, Atrium sei zu Beginn des Jahres 2014 „sehr gut positioniert, und aufgrund der ermutigenden Stimmung im makroökonomischen Klima unserer Kernmärkte bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Wachstumsstrategie weiterhin umsetzen und für unsere Aktionäre einen Mehrwert schaffen können.” Lavine will weiter Ausschau nach Möglichkeiten halten, „wertschöpfende Akquisitionen von attraktiven Einkaufszentren in den bedeutenden Städten unserer Kern- und Zielmärkte zu tätigen”. (APA/gst)

S Immo-Tochter Maior Domus: neue Chefin

© Carmen Jasmyn Hoffmann

© APA/Herbert Pfarrhofer

Atrium hat den Gewinnrückgang im zweiten Halbjahr eindämmen können. Mitte 2013 lag die Immofirma beim Nettogewinn noch 32 Prozent unterhalb des Vorjahreszeitraums. Vor Steuern betrug der Verlust im Jahr 2013 den Angaben zufolge 90,6 Millionen Euro, verglichen mit 116,1 Mio. Euro im Jahr 2012. Gründe dafür seien höhere Abwertungen von 16,3 Millionen Euro, ein geringeres Ergebnis an Wechselkursdifferenzen von 13,7 Mio. Euro und höhere Zinsen von 8,5 Mio. Euro, heißt es. Diese negativen Einflussfaktoren habe ein Anstieg der Netto-Mieteinnahmen von 9,6 Mio. Euro und geringere Verwaltungskosten von 3,8 Mio. Euro im Vorjahr nur teilweise kompensieren können.

© Panthermedia.net/Chuyu

tiv an. Negativ überrascht sei sie allerdings u.a. von einer weiteren Abschreibung beim Development & Landbank (D&L)-Portfolio gewesen. Ihr Rating bleibt aber weiter ein „Buy” mit Kursziel von 4,90 Euro; in Wien notierte Atrium zuletzt um die 4,3 Euro (Stand Mittwoch). Den Aktionären stellt das Unternehmen trotz Gewinnrückgangs eine höhere Dividende in Aussicht: „Für 2014 haben die Direktoren eine Dividendenerhöhung von 14 Prozent auf mindestens 0,24 Euro je Aktie genehmigt”, so Atrium in der Pflichtmitteilung. Die erste Zahlung von 0,06 Euro soll am 31. März als Kapitalrückzahlung erfolgen. 2013 wurden 0,21 Euro pro Aktie ausgeschüttet.

Barbara Matalla verstärkt Daniel Kaboth bei Maior Domus.

Neue Deals Büroprojekte, Wohnungen, Shops entstehen in Mainz, in München ist Ambigon-Center zu 85% vermietet

Berlin. Die Maior Domus Hausverwaltungs GmbH, Schwesterunternehmen der S Immo Germany, hat ihre Geschäftsführung erweitert. Zukünftig teilt sich Barbara Matalla die Agenden mit Daniel Kaboth, seit 2009 Mitglied der Geschäftsführung der Maior Domus. (red)

CA Immo kauft, vermietet in Deutschland

© CA Immo/Gregor Ecker

Wien. Die CA Immo Deutschland GmbH, die gemeinsam mit der Stadtwerke Mainz AG das Stadtquartier Zollhafen entwickelt, wird die Baufelder „Hafenspitze“ und „Rheinallee III“ erwerben, um hier ein Büroprojekt und eine gemischt genutzte Immobilie zu realisieren. Damit macht die CA Immo von ihren vertraglichen Optionsrechten im Zollhafen-Joint-Venture Gebrauch.

Büros, Shops, Wohnungen

CA Immo-Vorstandschef Bruno Ettenauer: Joint-Venture mit Stadtwerke Mainz AG.

Auf dem Baufeld „Hafenspitze“ am Hafenbecken ist mit 12.000 m2 Geschossfläche ein Bürogebäude

mit bis zu 42 m Höhe realisierbar. Auf dem Baufeld „Rheinallee III“ (23.000 m2 Geschossfläche) entstehen unter anderem Wohnungen und Geschäfte. In München hat die CA Immo für das Büro-, Ärzte und Geschäftsgebäude Ambigon zwei Mietverträge über rund 1.500 m2 Mietfläche abgeschlossen, sagt Vorstandsvorsitzender Bruno Ettenauer. Mieter sind die Unternehmensberatung Edelweiß & Berge (680 m2) sowie die Post Immobilien GmbH (820 m2), wobei u.a. Colliers beratend tätig war. Mit diesen Vermietungen ist das Gebäude nun künftig zu rund 85 Prozent vermietet. (red)

Schroder Property kauft Europa Arkaden Frankfurt. Schroder Property hat für den Immobilien Europa Direkt, ein Investitionsvehikel der Zürich Anlagestiftung, die Europa Arkaden I in Darmstadt erworben. Das Investitionsvolumen beträgt 16,2 Millionen Euro. (red)

Gehen Sie gern über glühende Kohlen?

promotion

Wien. Wer schreibt, der bleibt – das sagt jeder Bauleiter; Gleiches gilt für Hausverwalter, Bauherren, Projektmanager und Gebäudeeigentümer. Schriftlichkeit schafft Verbindlichkeit, Planbarkeit und Vertrauen. Nach § 20 Abs. 2 WEG hat der Verwalter den Wohnungseigentümern bis spätestens zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode eine Vorausschau zur Kenntnis zu bringen. Neben der Berechnung der Betriebskostenpauschale sind auch die in absehbarer Zeit notwendigen, über die laufende Instandhaltung hinausgehenden Erhaltungsarbeiten

und die in Aussicht genommenen Verbesserungsarbeiten aufzulisten und die dafür erforderlichen Beiträge zur Rücklage entsprechend zu bemessen. Mitarbeiter von Hausverwaltungen gehen bei Hausversammlungen und Eigentümerbesprechungen oft über heiße Kohlen – ohne Rüstzeug, fundierte Unterlagen und Zahlen am Tisch. Eigentümer erwarten von ihrem Hausverwalter den „TIP“, einen technischen Investitionsplan für die nächsten 5 Jahre, der die Planbarkeit der vorhandenen und noch einzuzahlenden Mittel ermöglicht. Dazu braucht es eine fundierte Bewertung des bautechnischen

Zustands von Fassade, Dach, Fenstern, Stiegenhaus, Keller und Gebäudetechnik im Haus, mit einer richtigen und aussagekräftigen Kostenschätzung. Diese beinhaltet: • Die in den nächsten fünf Jahren notwendigen, über die laufende Instandhaltung hinausgehenden Erhaltungsarbeiten, mit Priorisierung. • Die in absehbarer Zeit sinnvollerweise durchzuführenden Verbesserungsarbeiten für eine eventuelle Beschlussfassung. • Die dafür erforderlichen Beiträge zur Rücklage über die nächsten fünf Jahre.

Kostensparend lässt sich der „TIP“ idealerweise in einem Zug, zusammen mit der Begehung im Rahmen der ON B 1300, erledigen, ebenso wie die Arbeitsplatzevaluierung für Hausbesorger und Hausbetreuer. Der „TIP“ von BLUESAVE lässt den Verwalter und seine Mitarbeiter glänzen, schafft Verbindlichkeit, Planbarkeit und Vertrauen. Der „TIP“ von BLUESAVE ist für alle da, die Verbindlichkeit und Sicherheit lieben.

© Kernthaler-Moser

Im Dialog mit Doris Wirth, Expertin für Energieeffizienz und Sanierung von Altbauten, GF BLUESAVE Ingenieure und Baumeister.

Doris Wirth BLUESAVE Ingenieure und Baumeister, Amalienstraße 3, 1130 Wien, Tel: 876 31 90, Fax: 876 31 90-90 doris.wirth@bluesave.at, www.bluesave.at


i m m o: M ä r k te

38 – financenetreal:estate

Freitag, 14. März 2014

financenet@medianet.at

Büroimmobilien in Wien Die Research-Abteilungen von CBRE und EHL orten Aufschwung am Wiener Büromarkt von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

U

rbane Nachverdichtung Wien wächst – und

zwar ziemlich schnell. Über 24.000 neue Einwohner waren im Vorjahr zu verzeichnen, da­

mit stieg in der Bundeshaupt­ stadt die Bevölkerungszahl mehr als doppelt so stark wie im Durchschnitt Österreichs. Die Frage, die sich dabei stellt : Ist für dieses Wachstum auch genügend Raum vorhanden? Stadterweiterungsgebiete und Speckgürtel alleine können hierfür nicht die Lösung sein. Wir dürfen uns nicht von gerin­ geren Errichtungskosten blen­ den lassen, denn die Schaffung der notwenigen Infrastruktur wie Verkehrswege, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten

usw.

muss erst teuerst finanziert und noch dazu muss auf die „grüne Wiese“ gebaut werden. In Wien leben derzeit rund 4.200 Menschen pro m2 , in Paris sind es auf derselben Fläche über 21.000, also fünf­ mal so viele Menschen. Auch wenn man beide Städte nicht so einfach vergleichen kann, sehen wir das enorme Poten­ tial zur sogenannten Nachver­ dichtung, das hier gegeben ist. Ein möglicher Ansatz dazu ist zB die Schließung von Baulü­ cken, besonders aber die Nutzung und der Ausbau von bestehenden Dachräumen und Aufstockungen in der Stadt. Im Zuge solcher Erweiterungen ergibt sich auch die Gelegen­ heit, den Bestand „mitzusa­

Belebte Innenstadt – aber Rekordtief bei Neuflächen Deutlicher Anstieg der Nachfrage nach prestigeträchtigen Büroimmobilien im ersten Bezirk. Wien. Die sich verbessernde gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat auch auf den Wiener Büromarkt positive Auswirkungen. Der aktuelle Wiener Büromarktbericht von EHL Immobilien prognostiziert für 2014 einen leichten Anstieg der Nachfrage auf voraussichtlich rund 280.000 m2, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Unternehmen blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Das zeigt sich nicht nur in der allgemein steigenden Nachfrage, sondern auch in der Nachfrage nach hochwertigen Flächen im gehobenen Preissegment“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. Die stärkste Nachfrage gab es in den vergangenen Monaten nach Flächen im Bereich der Innenstadt und in Randlagen, wo 37% der Vermietungsleistung realisiert werden konnten. Ebenfalls gut hat sich die Region Nord im 19. und 20. Bezirk entwickelt, die von modernen Büroobjekten, wie dem Rivergate oder space2move, und guter Verkehrsanbindung profitiert. Büroflächen in Randlagen ohne entsprechende U-Bahn-Anbindung sind laut EHL aufgrund des attraktiven Neuflächenangebots jedoch deutlich schwieriger zu vermarkten und erfordern stärkere Vermarktungsaktivitäten, heißt es dazu.

© EHL Immobilien; CBRE/Franz Pfluegl

ImmoNomade

Orten zunehmende Nachfrage nach Büros in Innenstadtlagen: Michael Ehlmaier (EHL) und Felix Zekely (CBRE Österreich).

540 m2 große Büro in den Tuchlauben wurde von Patrick Schild, Senior Consultant CBRE, vermittelt: „Wir freuen uns, dass wir den erfolgreichen Rechtsanwälten bei der Standortsuche behilflich sein konnten.“ Auch die russische PetrochemieFirma Sibur, die ihren Firmensitz derzeit am Nussdorfer Platz im 19. Bezirk hat, wird im 2. Quartal in die Innenstadt übersiedeln. Die Anmietung der 750 m2 großen Bürofläche im Bureau am Belvedere in der Prinz-Eugen Straße im 4. Bezirk wurde ebenfalls von Patrick Schild vermittelt. Das mit dem Green Building Award ausgezeichnete Bürogebäude in unmittelbarer Nähe von Schwarzenbergplatz und Unterem Belvedere ist im Besitz der Immofinanz und

CBRE: Vermietungserfolge CBRE Österreich kann diese Trends mit der Vermietung zweier Objekte in der Wiener Innenstadt bestätigen: Im Juni dieses Jahres wird die Oehner Petsche-Demmel Pollak Rechtsanwälte GmbH ihre Kanzlei in das „Goldene Quartier“ der Signa Holding verlegen. Das

dient mehreren namhaften Unternehmen als Firmenadresse. „Generell verzeichnen wir gegenüber den Vorjahren einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Büroobjekten in Innenstadtlage. Fast alle interessanten Projekte in den TopLagen der Wiener City sind bereits angefragt, bis Ende des Jahres werden voraussichtlich alle Top Objekte vermietet sein“, so Felix Zekely, Head of Global Corporate Services & Office Agency bei CBRE. Bedingt durch die „geringe Neuflächen-Produktion im Zentrum Wiens“ sind in nächster Zeit allerdings keine weiteren Projekte zu erwarten, die „ähnlich große zusammenhängende Flächen in innerstädtischer Top-Lage bieten können”, so Zekely.

Auch EHL ortet für 2014 bei der Neuflächenproduktion ein neues Rekordtief von 120.000 m 2 und auch 2015 soll mit keinen größeren Fertigstellungen zu rechnen sein, heißt es.

Erst ab 2016 neue Flächen Erst ab 2016 sei wieder eine deutliche Erweiterung des Neuflächenangebots zu erwarten, so EHL. Die geringe Neuflächenproduktion soll dazu führen, dass die Leerstandsrate auf unter 6,6 Prozent sinken wird. Zudem sollen sich dadurch neue Chancen für Objekte im Zweitbezug eröffnen, sofern diese hochwertig renoviert werden und mieterspezifische Wünsche berücksichtigt werden, heißt es bei EHL. (ast)

nieren“ und somit den Wert

Gemeinsam mit einem guten Gebäudemanagement sehe ich hier die einmalige Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Zum einen wird die Qualität des Bestandes deutlich verbessert, zum ande­ ren können durch die Moder­ nisierung die Betriebskosten optimiert werden und somit kann die Gesamtbelastung für den Nutzer gesenkt werden. Gemeinsam mit den vielen Vorteilen einer zentralen Lage – kurze Wege, ökonomischer Energie­ und Ressourcenein­ satz – verleihen wir so dem urbanen Lebensraum Attrakti­ vität und Nachhaltigkeit. Nachhaltige Grüße, Ihr Immonomade

www.ogni.at

Umfrage 64% der Österreicher befürworten Investitionen in Smart-Technologien, sagen Immobilien.Net und poolpilots

„Smart Cities“ ernten große Zustimmung Wien. Unter dem Begriff „Smart City“ werden Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität im städtischen Raum zusammengefasst. Das Thema ist auch für die Österreicher interessant: 64 Prozent der Bevölkerung möchten, dass ihr Heimatort in den Zukunftsbereich „Smart City“ investiert, so das Ergebnis einer aktuellen, österreichweiten Umfrage der Immobilienplattform Immobilien.Net und dem Marktforschungsunternehmen poolpilots.

wollten wir herausfinden, ob sich die Österreicher mit Smart City auseinandersetzen und was sie darunter verstehen. Es zeigt sich: Die Menschen werden zunehmend sensibel, was etwa Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs betrifft. Die große Zustimmung zum Thema Smart City weist eindeutig darauf hin, dass den Leuten die Bedeutung von Klimaschutz und Ressourcenschonung in

der Stadt zunehmend bewusst und wichtiger wird.“ Die Umfrage zeigt, dass in vielen Eigenheimen Energieeffizienz ein Thema ist: 40 Prozent der Befragten gaben an, in Immobilien mit Wärmedämmung oder modernen Gebäudetechnologien zu leben; 80 Prozent finden aber, dass derartige Maßnahmen in jedem Haushalt vorhanden sein sollten. Während aktuell 15 Prozent der

Zwischen Theorie & Praxis Zu den Top-Themen gehören dabei für die Befragten moderne Stadtplanungsprojekte, optimierte Verkehrslösungen und Maßnahmen des Wohnbaus wie moderne Gebäudetechnologien oder der Einsatz von Energieeffizienz und Erneuerbarer Energie. „Durch die zunehmende Ausbreitung von Ballungsgebieten wird eine nachhaltige Entwicklung im städtischen Raum immer wichtiger“, erklärt Martin Giesswein, CEO von Immobilien.Net. „Mit unserer Umfrage

Bevölkerung selbst Energieproduktionsanlagen wie Solarpaneele nützen, meinen viermal so viele Österreicher (65 Prozent), dass es wichtig für jeden Haushalt wäre, selbst Energie zu produzieren. Auch bei der zentralen Steuerung der Hauselektronik, dem sogenannten Smart Home, gebe es Aufholbedarf. Aktuell nützen laut Umfrage elf Prozent Geräte zur Steuerung von Heizung, Strom und Unterhaltung. 37 Prozent meinen aber, dass Steuerungstechnologien zur Energieeinsparung in jedem Haushalt vorhanden sein sollten.

Die Mindestausstattung

© immobilien.net

der Immobilien zu steigern.

Giesswein: „Den Städtern sind Klimaschutz und Ressourcenschonung wichtig.“

86 Prozent der Befragten geben an, dass Maßnahmen zur Energieeffizienz im Wohnbau für sie zur Mindestausstattung gehören. Für 76 Prozent der Österreicher gehören integrierte Energieerzeugungsanlagen wie Photovoltaik oder Solarthermie zur Grundausstattung von Neubauimmobilien. 72 Prozent sehen die Verfügbarkeit von schnellem Breitbandinternet als absolutes Muss. (ast)


I mm o: se r v i c e

Freitag, 14. März 2014

financenetreal:estate – 39

financenet@medianet.at

.Internet Jetzt kommen aussagekräftige Domainnamen hinter dem Punkt – bessere Vermarktung möglich

short

Immobilien-Domains: Revolution in der Branche auf spanisch und italienisch lässt viele Möglichkeiten zu und wird wohl zur ersten Wahl für Immobilienmakler, Architekten oder Bauunternehmen, die Häuser nach Spanien und/oder Italien verkaufen wollen. Interessant auch für Hausbesitzer, die ein Ferienhaus in Spanien oder Italien im Internet nicht nur vernünftig präsentieren, sondern auch leicht „findbar” machen wollen.

Helga Krémer

Köln/Wien. Im Internet, genauer bei den Domainnamen, geht es rund. Vorbei sind die Zeiten, als man mit wenig aussagekräftigen Endungen wie .at, .de oder .com das Auslangen finden musste. Was die Immobilienbranche angeht: Die sogenannte Sunrise-Period der neuen Immobilien-Domains endet am 21. April 2014. Unter „Sunrise Period“ ist eine Vorrechtphase zu verstehen, in der während der Einführung einer neuen Top-Level-Domain oder Second-Level-Domain das Registrieren von Domains ausschließlich Inhabern von eingetragenen Warenzeichen vorbehalten ist. Knapp danach, am 30. April, folgt die „Landrush Period“, dann wird die Einführung der Domain publik.

Wien. Arbeiterkammer-Chef Rudolf Kakse fordert ein Ende der befristeten Mietverträge im Altbau. Viele Vermieter würden hier keine gesetzeskonformen Abschläge für die Befristung einberechnen, wodurch Mieter im Schnitt um etwa 230 € im Monat zu viel zahlen, so die AK. Derzeit sei jede zweite AltbauMietvertrag befristet. Seit Ende Jänner bietet die Arbeiterkammer einen Mietzins-Check im Internet an. Wer in einer befristeten Altbaumietwohnung lebt, kann seinen Mietzins auf Rechtmäßigkeit prüfen lassen, so Kaske. (APA)

sie noch frei ist – registrieren lassen. Bei Immobilienunternehmen, die international unterwegs sind, herrsche ein gewisser Run auf die .estate-domains, heißt es bei domainregistry, da nun der „Seitenname“ kürzer und prägnanter

dargestellt werden könne als bisher.

www.mi casa und su.casa Auch um die Domain .casa wird ein ziemliches G´riss sein. „Haus“

Immobilienbesichtigungen im Format 1:1 Bilddaten, spezielle Software und Grafikkarten machen diese neue Art der Immobilienbesichtigung möglich.

Von 2. zur 3. Dimension

© Re/Max

„Die Rundum-Panorama-Simulation im realen Größenverhältnis ist für den Immobilienvertrieb neu und einzigartig“, sagt Andreas Hornyik, Geschäftsführer von

Re/Max Welcome. „Viele unserer Kunden haben ein nur sehr einge­ schränktes räumliches Vorstellungsvermögen; das macht den Transfer vom zweidimensionalen Plan hin zum dreidimensionalen Eindruck oft unmöglich“, meint Hornyik zu den Schwierigkeiten bei der herkömmlichen Präsentation. Im umgekehrten Fall brauchen sich all jene, die sich von ihrer Traumimmobilie trennen wollen

Geschäftsführer Re/Max Welcome, Andreas Hornyik, ist von Immomagine begeistert.

oder müssen, nicht davor fürchten, dass Krethi und Plethi ihre Wohnung besichtigen darf. Re/Max produziert geeignete Panoramafotos des betreffenden Objekts für den Showroom, präsentiert mit Immomagine, und nur wirklich interessierte Kunden dürfen dann die Immobilie auch live sehen. Weiterer Vorteil: Auch die Ansicht eines weiter entfernt gelegenen Objekts – z.B. des Feriendomizils in den USA – wird um einiges leichter. Was die Wohnkoje für das Möbelhaus oder das Musterheim für den Fertighaus­anbieter, kann das innovative Konzept künftig für Bauträger sein: Mit Immomagine können Objekte bereits während der Planungs- und Bauphase in 3D präsentiert werden. „Unser Showroom wird aber nicht nur für den eigenen Maklerbetrieb genutzt, sondern kann auch von Bauträgern und Architekten gebucht werden, um Zwi­schenergebnisse erklärungsbedürftiger Entwürfe abzustimmen oder auch Ender­gebnisse anschaulich zu präsentieren“, so Hornyik. (hk)

Hagebau hat Appetit auf noch mehr Filialen Soltau. Die deutsche Handelsgruppe Hagebau übernimmt möglicherweise weitere Filialen der insolventen Konkurrenten Max Bahr und Praktiker. „Zu weiteren Standorten laufen aktuell Gespräche”, sagte eine Hagebau-Firmensprecherin. Aktuell hat die Kooperation aus Baumarktbetreibern und Baustofffachhändlern bereits 16 Filialen übernommen. (APA)

Öko-Wasseratlas für die Steiermark © Wikimedia/M. Schneider & C. Aistleitner

© Secura

Hans-Peter Oswald, Geschäftsführer beim Registrar domainregistry.de, erwartet sich von Immobilien spezifischen Domains ein höheres Ranking in den Suchmaschinen.

Vor der Domainnamen-Revolution machten ausgefuchste Anbieter im englichsprachigen Raum vor einer Insel im indischen Ozean nicht Halt. Das Internetkürzel .re, das eigentlich La Réunion gehört, wurde kurzerhand für Real Estate quasi „missbraucht“. Mit all diesen neuen ImmobilienDomains sollte sich die Immobilienwirtschaft besser vermarkten können, denn jeder, der im Internet surfend nach einer Immobilie sucht, kann den Inhaber einer Immobilien-Domain sofort mit Immobilien in Zusammenhang bringen. Die Präsentation mit der Immobilien-Domain wird wohl auch attraktiver und leicher lesbar werden – und damit auch merkfähiger; ein entscheidender Faktor beim Marketing von Internetseiten. „Gutgemachte Webseiten mit diesen Immobilien-Domains werden ein höheres Ranking in Suchmaschinen erhalten als zum Beispiel mit einer .De-Domain, weil nun auch in der Domainendung rechts vom Punkt ein wichtiges Schlüsselwort enthalten ist. Es ist unbestritten, dass Schlüsselwörter beim Ranking durch Suchmaschinen wie Google eine große Rolle spielen”, so der Geschäftsführer von domainregistry.de.

Re/Max „Immomagine”: Ein 13 Meter langer, 2,5 Meter hoher, zudem gebogener Risenbildschirm macht’s möglich

Baden/Wien. Für all jene, die nach ihrer Traumimmobilie fast schon mehr fahnden als suchen und nicht mehr wissen, was wann wo zuerst besichtigen: Die Erlösung ist da. Geht es nach dem Maklerbüro Re/ Max, ist die Zeit des Herumrennens vorbei. Stattdessen kann nun in aller Ruhe im jüngst eröffneten Showroom in Wien gustiert werden – via Immomagine. Auf einem innovativen 300°-Bildschirm erhält der Betrachter via Projektion nahtlose und damit realitätsnahe Panorama-Eindrücke, die den Raum auf neue Art erfahrbar machen, heißt es. Auf der virtuellen Besichtigungstour können sowohl die Bestandsimmobilien als auch Planungs­objekte im Größenverhältnis 1:1 begutachet werden. Der Betrachter der so entstehenden Pano­rama-Illusion steht dabei im Zentrum einer zylinderförmigen Leinwand und erhält den realitätsnahen Eindruck, mitten in einem bis dahin ihm unbekannten Raum zu stehen. Ein 13 m langer, 2,5 m hoher und gleichzeitig um 300° gebogener Bildschirm, fünf Beamer als Projektionsfläche für

AK-Chef Rudolf Kaske fordert ein Ende der befristeten Altbaumieten.

Real Estate oder La Réunion

Vieles für Immo-Wirtschaft „Alle, die auf .Immobilien gesetzt haben, sehen sich jetzt bestätigt. Die Immobilien-Domains werden wegen der in Deutschland besonders bedeutenden Immobilienwirtschaft ein herausragender Erfolg werden”, sagt Hans-Peter Oswald, Geschäftsführer vom Registrar domainregistry.de. Aber nicht nur .Immobilien wird kommen, ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers koordiniert die Vergabe von einmaligen Namen und Adressen im Internet, Anm.) führt über 1.000 neue Domains ein, etliche sind immobilienbezogen. Hier ein kurzer Auszug: .immo, .haus, .house, .realestate, .villas, .casa oder .estate. Die .estate-Domain ist seit 5. Februar in der „General Availability”Phase, jedermann kann in dieser Phase seine Wunschdomain – so

© APA/Robert Jäger

Ab heurigem Frühjahr darf in den Marketingabteilungen an neuen Seitennamen getüftelt werden.

Befristete Altbaumieten sind AK Dorn im Auge

Die Mur ist auch im ökologischen Wasseratlas Stmk. eingezeichnet.

Graz. Einen Atlas der anderen Art legt das Land Steiermark auf – einen ökologischen Wasseratlas. Der soll im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Nutzung – v.a. durch Kraftwerke – mehr Orientierung bieten. Geplant ist, dass die Verordnung nach der Begutachtung mit Jahresende wirksam wird, erklärten die zuständigen Landesräte Hans Seitinger (ÖVP) und Gerhard Kurzmann (FPÖ) bei der Vorstellung. „Es geht einerseits um Rechtssicherheit für Investoren und andererseits darum, den Schutz ökologisch wertvoller Gewässerstrecken sicherzustellen”, so die zuständigen Regierungsmitglieder zum Ziel, das auch den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie folge. Vor allem in Anbetracht von rund 20% Planungskosten sollten Kraftwerksinteressenten wissen, woran sie sind. Die Karte sei jedoch nicht als „Blankoscheck” zu verstehen und könne auch nicht die Behörden­ verfahren ersetzen. (APA)


pe opl e &date s

40 – financenetreal:estate

Freitag, 14. März 2014

financenet@medianet.at

Jüngster Coup Googles Investment-Arm Google Capital investiert 50 Mio. Dollar in Immobilien-Auktions-Plattform

short

Google goes real estate

Arbter führt für weitere zwei Jahre das ZFA Wien. Heike Arbter wird – wie bereits in den vergangenen vier Jahren – die kommenden zwei Jahre das Zertifikate Forum Austria (ZFA) anführen. Außerdem übergibt Gründungsvater Michael Spiss, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen CentroBbank und langjähriger ZFA-Aufsichtsrat, zuletzt dessen Vorsitzender, seine ZFAAgenden an Wilhelm Celeda, ebenfalls Vorstand der RCB. (fh)

Wien. Laut Wall Street Jounal und anderen Quellen hat Google Capital – einer von Googles Investment-Armen – 50 Mio. USD in das Online-Auktionshaus Auction.com gesteckt. Die Plattform funktioniert ähnlich wie eBay und Amazon, allerdings geht es bei Auction. com nicht um Konsumgüter aller Art, sondern um Immobilien.

boten werden. 2013 wurde Besitz im Wert von 26 Mrd. USD auf der Plattform gehandelt. In Zukunft werde ein Repräsentant von Google Capital die Führungsriege von Auction.com unterstützen, berichtet das deutsche Online-Magazin www.webmagazin.de. Ähnlich wie Google Ventures arbeitet Google Capital ausschließlich mit Google-eigenem Kapital und investiert in schnell wachsende Start-ups, die in Zukunft das Unternehmensnetzwerk bereichern sollen. Auction.com wurde 2007 gegründet und hat seinen Sitz in Irvine, Kalifornien. Der jüngste Deal schließt sich nahtlos an die vor einem Monat getätigten Investitionen in Renaissance Learning und zuvor Lending Club sowie Survey Monkey an. Google Capital wird von David Lawee, der zuvor Leiter des GoogleCorporate Development Team war, gemanagt. (fh)

Nicht ohne Liquiditäts-Test

Alexandra Kummer verstärkt wohninvest

© Wohninvest/Mani Hausler

Die Objekte werden, wie bei Auktionen üblich, an den Meistbietenden verkauft. Natürlich laufen diese Transaktionen nicht über Paypal oder Ähnliches – dafür sind die Summen zu groß –, sondern über eine Bank, wobei zuvor die finanzielle Liquidität des Käufers nachgewiesen werden muss. Einzigartig an Auction.com ist, dass über die Plattform Immobilien jeglicher Art, von der Gartenlaube bis zum Luxusloft, ange-

© sxc/Dani Simmonds

Auf Auction.com gelangen nach dem Prinzip „eBay“ Immobilien jeglicher Art zur Versteigerung.

Von der Gartenlaube bis zum Luxusloft: Der Meistbietende erhält den Zuschlag.

Alexandra Kummer, 40, war zuvor bei der Bank Austria Real Invest.

Sonae Sierra Mehrheit an der Landesgesellschaft Brasilien des Centerunternehmens geht an die Familie Otto

Wien. Das Team des auf exklusive Zinshausinvestments spezialisierten Immobilien-Entwicklers wohninvest wird durch Alexandra Kummer ergänzt; die gebürtige Wienerin zeichnet für die beiden Bereiche Marketing & Investor Relations verantwortlich. Kummer studierte Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und war zuletzt bei der Bank Austria Real Invest als Produktmanagerin für mehrere Immobilienfonds tätig. (fh)

ECE-Chef Otto steigt in Brasilien ein Hamburg/Wien. Die Familie Otto beziehungsweise ECE-Chef Alexander Otto als deren Beauftragter für Immobilienangelegenheiten erwirbt vom US-Unternehmen DDR Corp. dessen 50%-Anteil an einem Joint Venture mit dem Shoppingcenter-Unternehmen Sonae Sierra. Die Familie blättert hierfür 240 Mio. € auf den Tisch und das Closing der Transaktion wird für Ende März 2014 angestrebt.

Ausbau der Beteiligungen

© CBRE Global Investors

Dem Joint Venture gehören 67% an der börsenotierten Sonae Sierra Brasil und eine bedeutende Beteiligung an einem großen Einkaufszentrum in Brasilien, dem Parque D. Pedro mit 121.000 m2 Mietfläche

Anders als in Europa gehen die Sonae Sierra-Center in Brasilien (Foto: Sao Paulo) gut.

Brasilien zählt im Moment zu den erfreulichsten Märkten für Sonae Sierra. Während der portugiesische Konzern mit seinen europäischen Center nicht sonderlich zufrieden sei, entwickle sich Brasilien gut. Die Umsätze der Mieter in den zwölf brasilianischen SonaeCenter stiegen 2013 um 5,5%, während sie in Europa um minus 1,8% zurückgingen, wird berichtet.

Doppio Office Eine Million Alarmmeldungen täglich

Baukongress 2014 Nerv der Zeit und der Baubranche

Wien. ÖWD Security & Services eröffnete im Doppio Office in Wien 1030 das neue „Notruf ServiceCenter“, die zentrale Leitstelle des österreichischen Sicherheits- und Facilityunternehmens. Das ÖWD Notruf ServiceCenter betreut derzeit rund 35.000 Alarmobjekte beziehungsweise technische Überwachungsgeräte und verfolgt täglich circa eine Mio. eingehender Alarmmeldungen, so das Unternehmen. Mit 2.500 Mitarbeitern in Öster-

Wien. Vom 3. bis zum 4. April findet im Austria Center Vienna der Baukongress 2014 (vormals Betontag) statt. Als Veranstalter bietet die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) die entsprechende Plattform für Vertreter von Bauherren, der Bau- und Baustoffindustrie sowie Ingenieurbüros.

Notruf ServiceCenter neu eröffnet reich und 15.000 Kunden konnte man zuletzt einen Jahresumsatz von 68 Mio. € erwirtschaften. Getragen wird der FacilityAnbieter von den Eigentümerfamilien Chwoyka und Hollweger. Zur Gruppe gehören ÖWD Security (Sicherheitsdienst), ÖWD Security Systems (Sicherheitstechnik), ÖWD Cleaning Services (Gebäudereinigung), ÖWD Time Access (Zutritt- und Zeiterfassung) sowie die ÖWD Insurance Services. (fh)

© ÖWD

CBRE Global Investors (Foto: Sabelko) wurde auch Company of the Year.

Wien/Prag. Das Investment Management Team von CBRE Global Investors CEE, dem der Österreicher Martin Sabelko vorsteht, wurde bei den alljährlichen EuropaProperty Retail Real Estate Awards in Warschau mit dem Titel „Investor of the Year 2013“ ausgezeichnet. Dieser Preis zolle der Stärke von CBRE Global Investors im Handelsimmobilienmarkt Zentral- und Osteuropas große Anerkennung, wie es heißt. Damit konnte CBRE Global Investors den begehrten Preis bereits zum zweiten Mal in Empfang nehmen. Sabelko: „Ich freue mich, diesen Preis im Namen unseres Teams entgegennehmen zu dürfen. Er beweist, dass wir die höchsten Standards, die für eine solche Auszeichnung erforderlich sind, erfüllen, und dass die Immobilienbranche uns als einen zuverlässigen institutionellen Langzeitinvestor in der Region anerkannt hat.“ Dazu kommt noch die Auszeichnung „Company of the Year“. (fh)

Attraktiver Markt Brasilien

© Parque D. Pedro Shopping

Sabelko-Team ist „Investor of the Year“

und rund 400 Geschäften im Großraum Sao Paulo. Für Otto beziehungsweise seine Familie ist es die dritte bedeutende Beteiligung an einem Immobilienunternehmen in Übersee, berichtete die immobilien-zeitung.de.

ÖWD Security & Services hat Ende 2013 den neuen Firmensitz bezogen.

Erneuerbare Energien im Fokus

Erneuerbare Energien Neben Fachvorträgen über technische Innovationen, Projekt- und Ausführungshighlights sowohl für Infrastruktur als auch den Hochbau werde diesmal besonderes Augenmerk den Erneuerbaren Energien gewidmet, sagt der Veranstalter ÖBV. „Die erstmals veranstaltete Session ‚Green Building‘ trifft damit den Nerv der Baubranche und bietet zahlreiche Informationen zu diesem Zukunftsthema“, freut sich Michael Pauser, Geschäftsführer der ÖBV. Zusätzlich werden im Rahmen der Session „Planen und Bauen in Nachbarländern“ und „Planen & Bauen International“ den Kongressteilnehmern interessante Einblicke in internationale Projekte

geboten. Außerdem präsentieren mehr als 90 Unternehmungen aus der heimischen Baubranche ihre Leistungen.

Europäischer Betonpreis Als eine der Besonderheiten des Kongresses gilt die Verleihung des Europäischen Betonbaupreises. Über 30 Nominierungen aus neun europäischen Ländern stellen sich einer internationalen Jury. (fh)

Mehr als 90 Unternehmungen der AustroBaubranche präsentieren sich.

© Österr. Bautechnik Vereinigung


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 14. MÄRZ 2014 – 41

PEGGAU SCHNAPPT SICH DHL

Kommunalguide: Effiziente und ressourcenschonende Sendungsbearbeitung Seite 42

© Wolf Theiss

© DHL Austria/Vidalli

advisory OPTIMISMUS FÜR M&A IN CEE

Aktueller Wolf Theiss Corporate Monitor: Polen & Tschechien hui, Ungarn pfui Seite 45

NEU BEI CMS RECHTSANWALT ALEXANDER ENDL © CMS

Aufstand der Anwälte: Das VRUG passt nicht

short

© APA/Herbert Pfarrhofer

Hartmann lässt sich von Schima helfen

M. Hartmann setzt auf Unterstützung der Kanzlei Kunz Schima Wallentin.

Wien. Burgtheater-Chef Matthias Hartmann will seine Abberufung nicht akzeptieren und hat unmittelbar nach dem Gespräch mit Kunstminister Josef Ostermayer die RAKanzlei Kunz Schima Wallentin beauftragt, Klage gegen die Entlassung einzubringen. Anwalt Georg Schima nennt die Entlassung „vorschnell“ – der Sachverhalt sei nicht einmal ansatzweise aufgearbeitet, andererseits komme es für die Berechtigung der Entlassung ausschließlich auf den Kenntnisstand des Alleineigentümervertreters an; dieser entsprach mindestens dem von Hartmann, glaubt dessen Rechtsbeistand. (red)

Quintig sorgte 2013 für neue Rekorde © Österreichischer Rechtsanwaltskammertag

Hertogenbosch. Der Anbieter von Supply-Chain-Planungs- und -Optimierungslösungen (weltweit Platz 4) hat 2013 einen Rekordumsatz (+26%) erwirtschaftet und eine Reihe von Weltrekorden gebrochen. (red)

Marks & Spencer will die CSR Company

ÖRAK-Präsident Rupert Wolff: „Der Aufwand zur Verwirklichung dieses Gesetzesvorhabens wird zu Kostenerhöhungen und Leistungsverzögerungen führen.“

© CSR Company

Sperriger Name, wilde Diskussionen Mit dem Verbraucherrechte-RichtlinieUmsetzungsgesetz (VRUG) ist hierzulande so gut wie niemand glücklich. Nach (u.a.) Finanzministerium, Mieterbund, VKI, ÖAMTC und Verbund hat auch die Rechtsanwaltskammer „erhebliche Bedenken“ gegen die EU-Richtlinie. Seite 42 Martin Neureiter, Präsident der CSR Company International.

WdF-Studie Schon 70% der heimischen Firmen „tun es“

Arthur D. Little-Studie Gutes Zeugnis für die Hauptstadt

WdF-Bundesvorsitzender Karl Javurek: „Lobbying für Führungskräfte kein Tabu“.

Wien. Lobbying stellt für die meisten heimischen Firmen bereits eine wesentliche Unternehmensfunktion dar: 80% der Großunternehmen und 60% der KMU betreiben schon Interessenvertretung. „In der Wirtschaft gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Firmen und Politik, und wir befinden uns mitten in einer Entwicklung, in der Unternehmen verstärkt als politische Akteure auftreten“, sagt Karl Javurek, Bundesvorsitzender des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, das eine entsprechende Untersuchung realisiert hat, an der sich fast 500 Personen beteiligt haben. Seite 43

Wien Top-5 im Mobilitäts-Ranking

© Arthur D. Little

Die Lobbying-Front unter der Lupe

© medianet/Christian Mikes

Wien. Marks & Spencer will seine Nachhaltigkeitsstrategie in der Lieferkette unter der Führung der CSR Company umsetzen. Dabei werden neun der größten Bekleidungslieferanten in Indien, Sri Lanka und Bangladesch bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit durch die Integration der ISO 26000 Norm für gesellschaftliche Verantwortung unterstützt. Diese Zusammenarbeit stellt für das 2004 in Österreich gegründete und heute zu den weltweit führenden CSRBeratungen zählende Unternehmen einen Meilenstein in der Entwicklung dar. (pj) www.csr-company.com

Karim Taga: „Mobilität ist eine der größten Herausforderugen überhaupt.“

Wien. In einer großen Studie der internationalen Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little und der International Association of Transport (UITP) belegt das Wiener Mobilitätssystem den fünften Rang. An der Spitze liegen Hongkong, Stockholm und Amsterdam, Schlusslichter sind Bagdad, Hanoi und einige US-Städte. Vor allem in Städten mit hohem Anteil an Individualverkehr müssen der öffentliche Nahverkehr und die Nachhaltigkeit stärker in den Mittelpunkt der politischen Agenda rücken, empfiehlt Karim Taga, Managing Director von Arthur D. Little Austria. Seite 44


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

42 – advisory

Freitag, 14. März 2014

advisory@medianet.at

Verbraucherrechte-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (VRUG) Kaum jemand ist wirklich zufrieden

short

„Unpraktisches Gesetz“: Honorare in Gefahr

Do&Co lässt sich von DLA Piper beraten

Wien. Die Umsetzung der neuen Verbraucherrechte-Richtline der EU in Österreich rollt an, ist aber alles andere als unumstritten. Sowohl Unternehmer als auch Konsumentenschützer sind mit vielen Details unzufrieden. So sieht der Mieterbund eine Verschlechterung bestehender Konsumentenrechte, während Energieversorger wie der Verbund ihre ganze Branche falsch erfasst sehen. Innerhalb von drei Wochen sind im parlamentarischen Begutachtungsprozess mehrere Dutzend (!) Stellungnahmen zum aktuellen Gesetzesentwurf eingegangen, auch nach dem Ende der offiziellen Begutachtungsfrist am 28. Februar. So hält etwa das Finanzministerium fest, dass die Ausführungen „nicht überzeugend scheinen, dass es zu keinen wesentlichen zusätzlichen Verwaltungskosten kommt“. Der ÖAMTC wiederum hält die Einführung des neuen Fernund Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG) für „entbehrlich und nicht wünschenswert”, während VKIRechtschef Peter Kolba eine allzu engherzige Umsetzung befürchtet. Weit verbreitet ist auch Kritik an der Umsetzung neuer Regeln wie der eines erkennbaren „Bezahlen”Buttons im Internet (soll Täuschungen verhindern) und der geplanten neuen Inkassoregeln für Verbraucher.

Attila Dogudan hat sich soeben 150 Millionen (Anleihen-)Euro geholt.

Wien. DLA Piper Weiss-Tessbach hat die Catering- und Hospitality-Gruppe Do&Co bei der Platzierung einer Unternehmensanleihe über 150 Mio. € beraten. Kapitalmarkt-Spezialist Christian Temmel fungierte als Transaktionsanwalt für die Joint Lead Manager und die Emittentin. Die Anleihe mit einer Laufzeit von sieben Jahren wurde privaten und institutionellen Investoren angeboten und insbesondere in Österreich und in Deutschland platziert. „Wir freuen uns sehr, dass wir Do&Co bei ihrer ersten Anleiheemission beraten durften. Die sehr erfolgreiche Transaktion, die mehrfach überzeichnet war, zeigt, dass Unternehmen mit ausgezeichneter Reputation und einer nachhaltigen Geschäftspolitik auch in volatilen Zeiten am Kapitalmarkt erfolgreich sind“, sagt Temmel. (pj)

PwC strukturiert um: auch Österreich „dabei“

Was die Anwälte kritisieren

© Björn Erik Pedersen/CC Lizenz

Konkret betroffen wären auch die Dienstleistungen von Anwälten – etwa beim Abschluss von Mietverträgen oder bei telefonischer Beratung. Die Rechtsanwaltskammer wehrt sich daher dagegen: Sie sieht nicht ein, warum zwar neben öffentlichen Stellen z.B. Finanzdienstleister von diesen In-

PwC „rührt um“ und strukturiert die Organisation in Europa neu.

UNTER ZEITDRUCK

ÖRAK-Präsident Rupert Wolff: „Die Verwirklichung dieses Gesetzesvorhabens wird für die österreichische Volkswirtschaft nicht ohne Kostenfolgen bleiben.“

formationspflichten teilweise ausgenommen sein sollen, die Anwälte mit ihren strengen Berufsregeln aber nicht. Außerdem sehen die Anwälte ihre Honorare für telefonische Beratung in Gefahr – und halten ganz allgemein das geplante Gesetz für zu unpraktisch. Konkret kritisiert werden geplante Bestimmungen zu Mietverträgen oder auch zur telefonischen Beratung; Letztere könnten im Extremfall dazu führen, dass Anwälte auf ihre Honorare für Beratung am

Telefon verzichten müssten, ebenso wie z.B. ein kostenpflichtiger EDV-Support seine telefonischen Leistungen nicht mehr verrechnen dürfte, so die Stellungnahme der Rechtsanwaltskammer (ÖRAK) in der parlamentarischen Begutachtung.

„Erhebliche Bedenken“ Darüber hinaus hegt man die Befürchtung, dass viele der Bestimmungen „zu bürokratisch

Kommunalguide Effiziente und ressourcenschonende Sendungsbearbeitung

Peggau schnappt sich DHL Peggau. Am 10.3. hat DHL Express Austria mit dem symbolischen Spatenstich den offiziellen Baubeginn des neuen Betriebsstandorts in Peggau dokumentiert. Der Expressdienstleister hatte sich 2013 für die Zusammenlegung seiner beiden steirischen Standorte Werndorf und St. Michael zu einem neuen, modernen Service Center in der Marktgemeinde entschieden. Nach Abschluss des

Neubaus ab September 2014 können durch die Standortbündelung mehr als 314 t CO2 pro Jahr eingespart werden. Das Bauvorhaben wird gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer und Investor Philipp Sager mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Mio. € realisiert. Die verkehrsgünstige Lage des Grundstücks am Knoten Peggau-Deutschfeistritz im Norden von Graz

© DHL Express Austria/Rene Vidalli

Wien/Brüssel. Neuorganisationsbedarf im eigenen Hause: Zur neuen Europa-Holding PwC Europe, zu der neben Deutschland bisher Österreich und die Niederlande dazugehört haben, soll jetzt auch PwC Belgien – konkret die bisher separate Landesgesellschaft PricewaterhouseCoopers Belgium bcvba – dazustoßen. Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat bereits grünes Licht für den Deal gegeben und nach Ablauf der vorgeschriebenen Beobachtungsfrist das im Kartellgesetz vorgesehene Durchführungsverbot zum 1. März 2014 aufgehoben. Die neue, größere PwC Europe – weiterhin mit Hauptsitz in Frankfurt – wird rund 15.000 Mitarbeiter stark sein und über 50 Standorte haben. PwC Europe erhofft sich in der neuen Aufstellung eine bessere Betreuung internationaler Unternehmen und auch eine bessere Zusammenarbeit mit den EU-Instititutionen in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Hierzulande hat PwC zuletzt (gemeinsam mit der Wiener WU) die Benchmarking-Studie „Integrated Reporting in Österreich“ herausgebracht. (red) www.pwc.com/at

ausgefallen seien“; der Gesetzgeber möge den von der EU vorgesehenen Spielraum ausnützen, appellieren die Anwälte. Wesentlich ist selbstverständlich auch der Kostenaspekt: „Der Aufwand für wechselseitige Absicherung, Versendung wechselseitiger Erklärungen und Bestätigungen auf Papier oder dauerhaften Datenträgern wird zu Kostenerhöhungen und Verzögerungen bei der Leistungserbringung führen“, warnt ÖRAK-Präsident Rupert Wolff. „Sowohl wegen den aufgezeigten verfassungsrechtlichen Bedenken gegen einzelne Bestimmungen wie auch wegen der unsachlichen Ergebnisse einer undifferenzierten Anwendbarkeit des Gesetzes auf alle Arten von Dienstleistungen hegen wir erhebliche Bedenken gegen etliche Bestimmungen des vorliegenden Entwurfs.“ (pj) © Österreichischer Rechtsanwaltskammertag

© APA/Harald Schneider

Rechtsanwälte, Unternehmen und Konsumentenschützer machen Stimmung gegen das VRUG.

Neues DHL-Service Center: Mehr als 314 t CO2 sollen jährlich eingespart werden.

ermöglicht sowohl eine schnellere Anbindung an den nationalen Umschlagplatz von DHL Express in Linz und den Flughafen Linz Hörsching als auch eine rasche Anbindung Richtung Bruck an der Mur.

Zur Standortentwicklung Country Manager Ralf Schweighöfer: „Das auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Gebäude ermöglicht uns, steigende Sendungsvolumina effizient und ressourcenschonend abzuwickeln; weitere Vorteile ergeben sich aus der Optimierung unserer Abläufe im Warehouse und auf der Straße.“ Zukünftig werden 65 Touren eingesetzt, um die Firmen in der Steiermark und darüber hinaus noch schneller an internationale Märkte anzubinden. Von den österreichweit 900 Beschäftigten bei DHL Express (Austria) werden zukünftig rund 100 ihren Arbeitsplatz am neuen Standort haben. Bürgermeister Helmut Michael Salomon: „Der Zuzug von DHL Express fördert unsere Wirtschaftskraft und Standortentwicklung.“ (pj)

Das Bundesministerium für Justiz hat den Gesetzesentwurf zum VerbraucherrechteRichtlinie-Umsetzungsgesetz (VRUG) 2014 in Begutachtung gegeben. Mit dem VRUG sollen die entsprechenden Bestimmungen der EU-Richtlinie über die Rechte der Verbraucher (2011/83/EU) innerstaatlich umgesetzt werden. Österreich ist mit der Umsetzung dieser EU-RL bereits säumig (Frist wäre Ende Dezember 2013 gewesen). Nach den Vorgaben der EU-RL haben die neuen Bestimmungen für alle betroffenen Verträge zu gelten, die nach dem 13. Juni 2014 geschlossen werden. Daher stehen die parlamentarischen und politischen Verhandlungen zum VRUG auch unter Zeitdruck. Dem neuen EU-Verbraucherrecht sollen das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB), Konsumentenschutzgesetz (KSchG) sowie das Fernabsatz- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) angepasst werden.

Buchtipp Steuerrecht

Steueroasen & Offshore-Tipps Wien. Spätestens seit den „Off­shore Leaks“ sind Steueroasen wieder in aller Munde. Aber nicht alles, was in diesem Zusammenhang erwähnt wird, ist illegal. „Steueroasen und OffshoreStrukturen – Möglichkeiten und Grenzen internationaler Steuerplanung” von Stefan Bendlinger (Linde, ISBN 978-3-7073-2213-2, 78 €) beleuchtet die Rahmenbedingungen rund um Steueroasen und zeigt die Grenzen im österreichischen und internationalen Steuerrecht auf: • Steueroasen und wie man sie nutzen kann • Steueroptimierung mit Stiftungen, Betriebsstätten und Personengesellschaften • Der Trust im internationalen Steuerrecht • Hybride Gestaltungen im Internationalen Steuerrecht • Das „Waffenarsenal” des Fiskus gegen die Steuerflucht • Maßnahmen gegen die Steuerflucht auf internationaler Ebene • Der steueroptimale Holdingstandort. (pj)


Freitag, 14. März 2014

A dv i sor y: PU BL I C A F FAIR s

advisory – 43

advisory@medianet.at

Führungskräfte-Lobbying-Studie WdF und Kovar & Partners untersuchen Interessenvertretung als wesentliche Unternehmensfunktion

Lobbying: Schon 70% „tun es“ Wien. In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Bedeutung von Lobbying und Interessenvertretung für heimische Unternehmen häufig unterschätzt. Dabei betreiben bereits nahezu drei Viertel Interessenvertretung – durch eigene Mitarbeiter, durch Verbände und Kammern oder externe Beratungsunternehmen. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage, die das Wirtschaftsforum der Führungskräfte gemeinsam mit Kovar & Partners durchführte – von den rund 2.500 Mitgliedern des WdF haben sich immerhin fast 500 Personen an dieser Studie beteiligt.

Die Wichtigkeit von Interessenvertretung für ihre Unternehmen schätzen die Befragten als hoch ein. Für 45% liefert gezielte Interessenvertretung eine wichtige Entscheidungsgrundlage, wobei die Unternehmen großen Wert auf die Gesetzeskonformität (über 70%) und auf die Integrität der eigenen Mitarbeiter (61%) legen. Dass Lobbying und Interessenvertretung auch weiterhin sehr große und sogar steigende Bedeutung haben werden, zeigen die Angaben der befragten Führungskräfte zu den Ressourcen, die künftig dafür aufgewendet werden sollen: 50% gaben an, dass diese gleich

bleiben werden, 40% gehen von einem Anstieg aus. Noch ein Nebeneffekt der Studie: Bei der Beurteilung der Regierung durch die befragten Führungskräfte sei man „auf einem ziemlichen Tiefpunkt angelangt“, so Javurek. 34% der Befragten beurteilen die Lösungskompetenz der Bundesregierung als nicht ausreichend. 33% sind der Meinung, dass sich die Regierung nicht ausreichend für eine Reform des Wirtschaftsstandorts einsetzt. Ausschlaggebend dafür ist laut Kovar, dass die Gesellschaft kritischer wird und das Hinterfragen zunimmt. (pj) www.wdf.at

© medianet/Christian Mikes

Bereits 70% der heimischen Firmen betreiben aktive Interessenvertretung.

WdF-Bundesvorsitzender Karl Javurek: „Gezieltes und im Interesse des Unternehmens betriebenes Lobbying ist für Führungskräfte kein Tabu.“

Sicher kein Tabu

„Lobbying und Interessenvertretung sind in Österreich längst Teil der täglichen Unternehmenspraxis geworden“, betont Andreas Kovar, Geschäftsführer von Kovar & Partners. „In der Wirtschaft gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Firmen und Politik, und wir befinden uns mitten in einer Entwicklung, in der Unternehmen verstärkt als politische Akteure auftreten.“ Das verstärkte Engagement stehe im Zusammenhang mit der Identitätskrise der Politik, interpretiert Karl Javurek – in letzter Zeit hätten Unternehmer wie Hannes Androsch, Hans Peter Haselsteiner und Frank Stronach versucht, in dieses Vakuum hineinzustoßen. Lobbying liefert für 40% der Befragten wichtige Entscheidungsgrundlagen und hat für 20% eine zentrale wirtschaftliche Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Größere und kleinere Firmen unterscheiden sich in zwei Punkten: Größere Unternehmen betrauen mehr externe Berater und bringen sich stärker bei der Gesetzgebung ein. Für die Geschäftsleitung sei es wichtig, das Umfeld nicht nur zu beobachten, sondern auch darauf zu reagieren. Die Firmen müssten sich fragen, was sie selbst dazu beitragen können, um für sich selbst einen breiteren Spielraum zu öffnen, so Javurek. Abgeordnete würden mit Personen aus der Wirtschaft in Kontakt stehen und diese gezielt anrufen und nach ihrer Meinung fragen.

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Absolut alltagstauglich

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„Gezieltes und im Interesse des Unternehmens betriebenes Lobbying ist für Führungskräfte kein Tabu“, betont der Bundesvorsitzende des WdF (und Gewista-Chef), Karl Javurek. Lobbying und Interessenvertretung stellen für die meisten Firmen eine wesentliche Unternehmensfunktion dar: Insgesamt 70% betreiben Interessenvertretung, 80% der Großunternehmen und 60% der kleineren Firmen. Und: Nahezu alle Firmen (85%) beobachten die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

Ein Fünftel mag’s „extern“ Doch wer betreibt für die Unternehmen Interessenvertretung? Laut Studie sind bei 30% der Firmen eigene Mitarbeiter in diesem Bereich tätig; rund 50% delegieren die Vertretung ihrer Interessen an Kammern oder Verbände. 20% bedienen sich externer Berater – wobei der Beratungsbegriff weit gefasst ist. Es ist davon auszugehen, dass nur ein Teil davon Public Affairs-Beratung umfasst.

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter) Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at


A DV I SOR Y: STU DY

44 – advisory

Freitag, 14. März 2014

advisory@medianet.at

Öffentlic h e Räume

© Stadt Wien; Arthur D. Little

In Sachen Mobilität werden Sozialraumanalysen, Evaluierungen und Beteiligungen durchgeführt. Laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little ist Wien im Mobilitäts-Ranking eine Top5-Stadt. Der öffentliche Raum wird stark genutzt: Ein differenziertes Management bestehender Freiräume kann verhindern, dass Einzelinteressen vor gemeinschaftlichen Anliegen wie der „neuen urbanen Mobilität“ stehen.

Mobilitäts-Ranking: Wien Top-5 weltweit ADL-Studie stellt Bundeshauptstadt in Sachen Verkehr ein gutes Zeugnis aus

Arthur D. Little screent mehr als 80 Big Cities in Sachen Mobilität In einer groß angelegten Studie der Strategieberatung Arthur D. Little und der International Association of Public Transport (UITP) belegt das Wiener Mobilitätssystem den fünften Rang. An der Spitze liegen Hongkong, Stockholm und Amsterdam. Paul Christian Jezek

Wien. Wie hoch ist der Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel am Personenverkehr in einer Großstadt? Wie viele Kilometer Radwege gibt es? Gibt es Angebote für Car- und Bike-Sharing und wie werden diese genutzt? Das sind drei von insgesamt 19 Kriterien, anhand derer die internationale Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little gemeinsam mit der International Association of Public Transport (UITP) insgesamt 84 Großstädte unter die Lupe genommen hat.

„Mobilität ist eine der größten Heraus­ forderungen für alle Städte – rund um den Globus.“ KARIM TAGA

„Das Thema Mobilität ist eine der größten Herausforderungen, vor der alle Städte weltweit stehen“, betont Karim Taga, Managing Director Arthur D. Little Austria. Bereits jetzt lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, im Jahr 2050 werden es zwei von drei Menschen sein. „Aber schon jetzt stehen viele Millionenstädte vor dem Verkehrskollaps“, warnt Taga.

Neue urbane Mobilität „Bis 2025 wird die Emissionsmenge in Folge globaler Transportaktivitäten 30 Prozent über

dem Niveau von 2005 liegen, die Energiekosten für Mobilität werden drastisch steigen, Staus und Verstopfungen den Verkehr in Großstädten zum Erliegen bringen und rund eine halbe Million Menschen wird jährlich bei Verkehrsunfällen sterben“, betont auch UITP-Generalsekretär Alain Flausch. „Jetzt wäre die Zeit, neue Formen urbaner Mobilität mit Innovationen voranzutreiben.“ Die neue Studie „The Future of Urban Mobility 2.0 – Imperatives to shape extended mobility ecosystems of tomorrow“ bewertet die Fortbewegungsmöglichkeiten in den wichtigsten Großstädten der Welt in puncto Reifegrad und Leistungsfähigkeit. Wien schneidet dabei mit dem fünften Rang weltweit und 56 von 100 möglichen Punkten sehr gut ab und kann sich gegenüber dem ersten UrbanMobility-Index von Arthur D. Little aus dem Jahr 2011 sogar um drei Plätze verbessern.

Weitere Ergebnisse Punkten kann die Bundeshauptstadt mit einem hohen Öffi-Anteil von 39% am gesamten Verkehrsaufkommen, einer hohen Frequenz von U-Bahn, Bus und Straßenbahn sowie einem guten Angebot von Car- und Bike-Sharing. „In Wien gibt es zudem viele Initiativen zur Lösung der Verkehrsprobleme“, lobt Studienautor Oleksii Korniichuk, „Anfang 2015 wird auch die Mobilitätskarte eingeführt, die verschiedene Mobilitätsformen verbinden wird.“ •  A ngeführt wird das Ranking von Hongkong (58,2 Punkte) vor Stockholm (57,4), Amsterdam

(57,2) und Kopenhagen (56,4). •  Als beste deutsche Stadt rangiert München auf Rang 11. •  A m Tabellenende befinden sich neben Bagdad und Hanoi auch die amerikanischen Städte Atlanta, Dallas und Houston. „Die Best-Practice-Cities zeigen einen klaren Trend zu SharingModellen bei Autos und Fahrrädern“, analysiert der Experte Korniichuk, „allerdings fehlt dahinter meist ein klares Businessmodell.“

Größtes Hindernis bei der Umsetzung zukunftsweisender Verkehrskonzepte ist die starke Fragmentierung der verschiedenen Verkehrsträger, was übergreifende, modulare Konzepte erschwert. Diese sind aber notwendig, zumal gewaltige Investments anstehen. Von den befragten Entscheidungsträgern sehen 86% das Verkehrsthema in den Städten als erste Priorität bei Investitionen, noch vor Bildung und Umweltschutz. Im Jahr 2010 wurden weltweit rund 324 Mrd. € in städtische Verkehrsinfrastruktur investiert, im Jahr 2050 dürften diese Ausgaben auf mehr als 800 Mrd. € steigen. Um die Herausforderungen der urbanen Mobilität zu bewältigen, empfehlen die Experten von Arthur D. Little eine der folgenden drei Strategien: •  Ü berdenken des bisherigen Verkehrssystems: Vor allem in Städten mit hohem Anteil an Individualverkehr müssen der öffentliche Nahverkehr und die Nachhaltigkeit stärker in

den Mittelpunkt der politischen Agenda rücken. •  Vernetzung des Systems: Für Cities mit einem bereits gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr ist der nächste Schritt die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel. Das Ziel heißt: Integrierte Mobilitätskonzepte und One face to the customer.

„Heute schon stehen viele Millionenstädte vor dem Verkehrskollaps.“ KARIM TAGA

•  Aufbau einer nachhaltigen Basis: Mega-Cities in Schwellenländern müssen eine nachhaltige Mobilitätsbasis aufbauen, um zu vernünftigen Kosten die kurzfristige Nachfrage bedienen zu können. Wichtig ist, von Anfang an spätere Erweiterungsmöglichkeiten mitzuplanen. www.adlittle.at

ZUM UNTERNEHMEn

KARIM TAGA „Die Stadt Wien rangiert in unserer Mobilitätsstudie auf Platz 5 weltweit.“

Arthur D. Little ist die älteste Unternehmensberatung der Welt (1886 gegründet) und verbindet Strategie, Technologie und Innovation, um nachhaltige Lösungen für komplexe Herausforderungen zu offerieren. Die internationale Unternehmensberatung unterhält derzeit 26 Büros weltweit und arbeitet für viele Firmen der Fortune 500Liste sowie weitere führende Unternehmen und Einrichtungen des öffent­lichen Sektors.


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 14. März 2014

advisory – 45

advisory@medianet.at

Inside Corporate Aktueller Wolf Theiss Corporate Monitor über die M&A-Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa

short

Vorsichtiger Optimismus für M&A in CEE für 2014 Wien/London. Im Vorjahr wurden in der CEE-Region insgesamt 475 Transaktionen im Gesamtwert von 27,9 Billionen Euro durchgeführt, was einem Zuwachs von 10% im Volumen und 56% im Wert gegenüber 2012 darstellt. Das geht aus einem neuen Bericht von Wolf Theiss und Mergermarket hervor.

© Binder Grösswang (2)

Aktuelle Gewinner sind vor allem Polen und Tschechien – weniger gut läuft’s z.B. in Ungarn.

Binder Grösswang berät Koninklijke Ahold NV

Großer Spar- und Interspar-Deal: Michael Kutschera und Markus Uitz.

Wien. Binder Grösswang hat die niederländische Koninklijke Ahold NV beim Erwerb von rund 50 Spar- und IntersparStandorten in der Tschechischen Republik mit etwa 4.700 Mitarbeitern beraten. Ahold NV wurde dabei von der niederländischen Kanzlei De Brauw Blackstone Westbroek als Transaction Counsel und von Binder Grösswang als Austrian Counsel begleitet. Das Signing der Transaktion fand am 10. März statt, das Closing steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Das Binder Grösswang-Team bestand aus Managing Partner Michael Kutschera und aus Markus Uitz, der erst vor Kurzem zum Partner ernannt wurde und u. a. mit der Beratung der SIX Gruppe beim Erwerb der PayLife Bank GmbH sowie mit der Beratung der Gründer von kununu GmbH beim Verkauf ihrer Beteiligung an der Xing AG auf sich aufmerksam gemacht hatte. (red)

Die Ergebnisse im Detail Über einige wesentliche Aspekte aus dem Report berichtet Elaine Green, stellvertretende Chefredakteurin von Mergermarket: „Polen und Tschechien profitieren von vorsichtigem Optimismus in der Eurozone. Ein Beispiel für eine PE–Transaktion ist etwa die tschechische T-Mobile (TMCR), die gerade durch deren Sponsor Mid Europa vorbereitet wird.“ Währungskursschwankungen bereiten dabei in einigen Märkten Bedenken, so zum Beispiel in Ungarn, wo Investoren zurzeit eher zurückhaltend agieren.

Dieter Spranz: In Tschechien und Polen soll es heuer in Sachen M&A weiter vorwärtsgehen, Ungarn hingegen sorgt die Branche.

bis 2013 für insgesamt 32,5% des gesamten Transaktionsvolumens in den CEE-Märkten verantwortlich, was einem Anstieg von 19.8% zum Zeitraum 2008 bis 2011 darstellt.

Weitere Schlussfolgerungen aus dem Bericht lassen sich wie folgt zusammenfassen: •  Im letzten Jahr hat es eine beachtliche Anzahl von bedeutenden M&A-Transaktionen gegeben, die von ausländischen Käufern betrieben wurden. Die niederländische PPF-Gruppe tätigte dabei zwei der teuersten Käufe des Jahres durch den Kauf eines 65,9%-Anteils an Telefonica O2 Tschechien um 2,5 Mrd. € und eines 25%-Anteils des tschechischen Finanzdienstleistungsanbieters Generali PPF Holding um 1,3 Mrd. €. •  Aktuelle Tendenzen nach Branchen: Der Bereich TMT (Technologie, Medien, Telekommunikation) war im Zeitraum 2012

Konsumgüter und Industrie Laut dem „Heat Chart“ von Mergermarket, das sämtliche Informationen rund um Firmenverkäufe im Laufe der letzten sechs Monate protokolliert, haben die Sektoren Konsumgüter, Industrie und Chemie im Zeitraum 2012/13 die meisten Aktivitäten gesetzt und gehen damit mit der größten Wahrscheinlichkeit für potenzielle M&A-Transaktionen ins neue Jahr 2014. (pj)

Betriebsanlageverfahren Gesetzesnovellierungen

VIELe M&A-Daten Inside Corporate ist als Studie aller M&AAktivitäten mit Blick auf makroökonomische und juristische Entwicklungen in Zentral-, Ost- und Südosteuropa vor Kurzem in der zweiten Ausgabe erschienen und wird in Kooperation mit Wolf Theiss herausgegeben. Der Bericht verarbeitet umfangreiches Datenmaterial zu M&A-Entwicklungen in CEE/SEE und bietet Einblicke in die ökonomischen, politischen und rechtlichen Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich in der Region ergeben, sowie einen Ausblick auf 2014.

Immobilien-Deal Prager City Palais in neuen Händen

Beratung durch die Ingenieurbüros Im Herzen der Goldenen Stadt Linz. Wer einen Betrieb auf der grünen Wiese errichtet oder die bestehende Produktion ausbauen möchte, muss sich erst mühsam durch den Paragrafendschungel kämpfen und eine Vielzahl an Schnittstellen managen. Weit verbreitet ist der Irrglaube, dass es ausreicht, ein paar Formulare auszufüllen. In der Realität gehen die meisten Verfahren tief hinein in die Materie – in unterschiedliche Rechtsbereiche und technische Fächer:

Prag. Das Evertree-Team rund um Managing Partner Peter Fischer hat für eine österreichische Investorengruppe die Prime Location „City Palais“ im Herzen der Prager Altstadt erworben. Die 6.100 m2 große Immobilie profitiert vom hohen Ausbau- und Sanierungsstandard – am besten spiegelt sich die Güte des Produkts darin wider, dass Julius Meinl mit seinem Wiener Premium FoodKonzept („Meinl am Graben“) als

Haustechnik, Brandschutz, Maschinensicherheit, Umweltschutz,etc. Meist wird der Aufwand unterschätzt und es scheitert am mangelnden technischen Know-how der Einreicher. „Eine gut ausgearbeitete Einreichung enthält alle Pläne und Dokumentationen und wird durch Berechnungen und Messungen gestützt“, sagt Gerhard Buchroithner, Fachgruppenobmann der oö. Ingenieurbüros.

Neue Betriebe: Wenn eine Expedition durch den Paragrafendschungel droht.

Von Schallschutz über Arbeitssicherheit bis zu immer strengeren Emissionswerten kommen immer neue Gesetze und Richtlinien dazu. Viele Aspekte müssen bereits in der Planung berücksichtigt werden. Im äußersten Fall droht eine Betriebssperre, wenn Anforderungen im Betrieb nicht erfüllt werden. Peter Baumann, Sprecher des IngenieurNetzwerks BEING: „Wir beraten unsere Auftraggeber objektiv, die hohen Anforderungen zu erfüllen. Sie haben bei uns einen Ansprechpartner mit hohem technischen Know-how, der sich um alles kümmert.“ www.ingenieurbueros.at

© Evertree

© Panthermedia.net/Therenderfish

Stolpersteine in der Praxis

Aktueller Big Deal von Evertree: City Palais im Herzen der Prager Altstadt.

Partner für die Retailflächen gewonnen werden konnte. „Deshalb reiht sich dieses High End-Produkt für unsere Investoren in die Reihe der bisherigen Core Investments ein“, meint Fischer. Nach dem Erwerb eines Objekts am Hohen Markt, einer Projektentwicklung in Wien sowie dem Ankauf eines Hotels in Berlin stellt das Team der Evertree Real Estate GmbH in der noch jungen Firmengeschichte damit sein Know-how der zentraleuropäischen Märkte erneut unter Beweis. Bei der Transaktion wurden die Investoren rechtlich von der Rechtsanwaltskanzlei SCWP Schindhelm unter der Leitung von Immanuel Gerstner (Partner) und Irene Meingast (Rechtsanwältin) betreut. Die technische Betreuung war bei den Experten der Porreal Immobilien Management GmbH angesiedelt und stand unter der Obhut von Gerhard Haumer (Geschäftsführer). Steuerlich wurde die Transaktion von TPA Horvath unter der Leitung von Karin Fuhrmann (Partnerin) und Gerald Kerbl (Senior Manager) begleitet. (pj) www.evertree.at

Liebenwein beraten Erste & JP Immobilien

© Liebenwein Rechtsanwälte

„Im Jahr 2013 haben die Aktivitäten im M&A-Bereich in Zentralund Osteuropa im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an Fahrt gewonnen – und das trotz immer noch als schwierig einzuschätzenden ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen in großen Teilen dieses Markts, vor allem innerhalb der Eurozone“, erklärt Dieter Spranz, Partner im Wiener Büro von Wolf Theiss. „Diese Entwicklung und das Auftauchen einiger typischer Wachstumsanzeichen geben uns Anlass, vorsichtig optimistisch auf die Entwicklung des M&A-Markts in dieser Region der Welt zu blicken.“

© Wolf Theiss (2), Panthermedia.net/Przemyslaw Szablowski

„Deutlich Fahrt gewonnen“

Grundbücherlich besicherte Anleihe: Peter Stiegler und Karl Liebenwein.

Wien. Karl Liebenwein und Peter Stiegler von der Anwaltskanzlei Liebenwein haben die Erste Group Bank AG als Lead Manager und die JP Immobilien Invest Zwei GmbH als Emittentin bei der Begebung einer grundbücherlich besicherten Immobilienanleihe über 61 Mio. € beraten. Im Portfolio der Anleihe finden sich fünf bebaute Liegenschaften – u.a. das „25hours Hotel“ in der Wiener Lerchenfelder Straße. „Mit der Begebung der zweiten grundbücherlich besicherten Immobilienanleihe der JP Immobilien konnte dieses erstmals in Österreich entwickelte Finanzierungskonzept erfolgreich weitergeführt werden“, sagt Gründungspartner Liebenwein. Da sowohl das eingesetzte Kapital als auch die Kuponzahlungen im ersten Geldrang grundbücherlich besichert werden, erlangen die Anleihegläubiger erstrangige Sicherheit. Das Modell wird von der Creditreform Rating AG mit dem Rating AA- bewertet und ist zum Handel im Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse zugelassen. (red) www.liebenwein.eu


A dv i sor y: ta l k

46 – advisory

Freitag, 14. März 2014

advisory@medianet.at

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© Controller Institut/APA-Fotoservice/Reither

Controlling in (sehr) unsicheren Zeiten

Große Geschäfte beim Anlagenbau DLA Piper berät die Hamburger Senvion SE beim Markteintritt in Österreich

Der Windenergie-Deal

Die Senvion SE, ein Unternehmen der Suzlon-Gruppe, zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Windenergieanlagen im Onshore- und Offshore-Bereich. Das international agierende Maschinenbauunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Windenergieanlagen für nahezu jeden Standort. Darüber hinaus

Übersiedelt Neuer Standort in der Kremser Gasse

In Linz beginnt’s Viktoria Neuner eröffnet ihre Kanzlei

Sankt Pölten. Aufgrund der anhaltenden Expansion bezog die Steuerberatungskanzlei Ecovis Scholler neue Büroräumlichkeiten und ist nun in der Kremser Gasse 20 und damit in der Fußgängerzone zu finden. „Es wurde uns in der Maximilianstraße schlichtweg zu eng“, erklärt Friedrich Hahn, Geschäftsführer von Ecovis St. Pölten. „Jetzt sind wir mit unserem neuen Büro an einem der Hotspots der Stadt und in ganz zentraler Lage.“ Für das kommende Jahr erwartet Hahn einen weiteren Aufwärtstrend. Ecovis ist in Niederösterreich mit den drei Büros in St. Pölten, Wieselburg und Scheibbs seit mehr als drei Jahrzehnten fest verwurzelt und unterstützt mittlerweile weit über den traditionell gewachsenen Ärztebereich

Linz. Viktoria Neuner (36) hat vor Kurzem ihre Rechtsanwaltskanzlei an der Adresse Spittelwiese 11 in der oberösterreichischen Landeshauptstadt aufgesperrt. Die Schwerpunkte ihrer anwaltlichen Tätigkeit liegen im Transportrecht, Liegenschaftsrecht, nationalen und internationalen Zivilprozessrecht und dem gesamten Wirtschafts- und Unternehmensrecht. Darüber hinaus gehört das Scheidungs- und Familienrecht zu ihren Spezialgebieten. „Ich setze mich engagiert für Ihre Interessen ein“, verspricht die Gattin des Leiters der Gynäkologie am LKH Freistadt, Peter Neuner. „Loyalität und Flexibilität sind dabei selbstverständlich.“ Verständnis für die individuellen Situationen ihrer Klienten sowie lei-

Wien. Georg Blumauer hat die Schweizer Montana Tech Components-Gruppe beim Erwerb der deutschen GeGa beraten. Das auf Stahlbearbeitung spezialisierte Familienunternehmen stand zuletzt unter treuhändiger Verwaltung eines von den Gläubigerbanken eingesetzten Vertreters. Blumauer: „Wir konnten diese komplexe Transaktion binnen weniger Tage vollinhaltlich zur Abschlussreife zu bringen.” (red)

hinaus viele KMUs, Freiberufler und Private in Unternehmens-, Steuerberatungs- und betriebswirtschaftlichen Fragen. (red)

Ecovis Austria berät seit mehr als 30 Jahren in Rechts- und Steuerfragen.

© CMS

VERSTÄRKUNG FÜR CMS Reich-RohrwiG HAINZ

denschaftliches Engagement sieht Viktoria Neuner als „Basis für eine vorausschauende und ergebnisoptimierte Beratung“. (pj)

Viktoria Neuners Fachgebiete sind das Vertrags-, Wirtschafts- und Zivilrecht.

Menschen, über die man spricht

© Ludwig Boltzmann Ges./R. van Bakel

Marisa Radatz kümmert sich um das Recht (in) der LBG Wien. Die Juristin und langjährige Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), Marisa Radatz, folgt Erich Heiss nach, der aufgrund seines Ruhestands aus der Organisation ausscheidet: Radatz, die schon seit einigen Jahren stellvertretende Geschäftsführerin der LBG ist, wird nun gemeinsam mit Claudia Lingner die Geschäftsführung der 100%igen Tochter LBG GmbH ausüben. Die Tochtergesellschaft wurde im Zuge der Reform der LBG gegründet, um eine moderne Trägerorganisation für die durch Ausschreibungen neu zu gründenden Ludwig Boltzmann-Institute zu schaffen. Der Wechsel steht für Kontinuität in der operativen Führung; wie auch bisher bleibt Claudia Lingner Geschäftsführerin der LBG, die als Verein organisiert ist, sowie der LBG GmbH. (red)

N E U E R L E IT E R DES DÖW

© DÖW

Alexander Endl (30) verstärkt ab sofort als Rechtsanwalt den Fachbereich Corporate Litigation von CMS Reich-Rohrwig Hainz. Endl absolvierte sowohl das Diplom- als auch das Doktorratsstudium der Rechtswissenschaften an der Uni Wien. Im Rahmen eines Auslandsaufenthalts rundete er seine Ausbildung mit einem Master of Laws mit Spezialisierung in Business Law an der University of California in Los Angeles ab. Seit Anfang 2009 ist Endl als Associate und nun als eingetragener Rechtsanwalt Teil des von CMS-Partnerin Daniela KarollusBruner geführten Corporate Litigation-Teams bei CMS in Wien. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, Private Clients sowie in Prozessführung & Schiedsverfahren. Darüber hinaus berät und vertritt Endl Klienten in wirtschaftsstrafrechtlichen Angelegenheiten, insbesondere in der zivilrechtlichen Aufarbeitung von Wirtschaftsdelikten (whitecollar crime), der Wahrnehmung von Beteiligtenoder Opferrechten sowie der strafrechtlichen Prävention (compliance).

Ganz neu im (Anwalts-)Geschäft

© Ecovis/www.foto-hoefinger.at

© b-legal.at

Ecovis St. Pölten vergrößert sich

Georg Blumauer, Gründungspartner der Wiener Anwaltskanzlei b-legal.

DLA Piper Weiss-Tessbach: Franz Althuber leitete das „Windenergie-Deal“-Team.

© cityfoto.at/Andreas Wenter

b-legal berät Montana Tech Components

5.000 Windenergieanlagen

Der Stiftungsrat des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands nominierte den Historiker Gerhard Baumgartner (57) als Nachfolger der per Ende April ausscheidenden Leiterin Brigitte Bailer. Baumgartner hat sich als Experte zur Geschichte der Verfolgung der Roma und Sinti und der nationalen Minderheiten des Burgenlands einen Namen gemacht. Mit seinen Arbeiten zu zeitgeschichtlichen Bildungsprogrammen errang er auch außerhalb Österreichs Anerkennung.

CITY-MANAGER MIST ELB ACH

Erich Fasching (45) ist Geschäftsführer der neu geschaffenen Mistelbacher Stadt-, Standort- und Tourismusmarketing (MIMA) GmbH. „Die Stadt muss sich nach außen präsentieren und ich möchte gern nach drei Jahren hören ‚Sie haben gute Arbeit geleistet‘“, zeigt sich der aus Feldbach (Stmk.) stammende, in Stockerau wohnende, verheiratete Vater einer Tochter motiviert. Zuletzt reüssierte Fasching als Stadtund Regionalentwickler u.a. in Hartberg, Bad Ischl und Purkersdorf.

FRISCH ER W IND B EI DER ÖBV

© ÖBV

Wien. Unter dem Motto „The New Normal: Controlling in Zeiten fundamentaler Unsicherheit“ fand am 6. und 7. März im Kursalon Wien unter der Leitung von Werner H. Hoffmann (WU Wien) der 34. Österreichische Controllertag statt. Zu den Top-Referenten zählten Hans Dieter Pötsch (CFO, Volkswagen AG), Zukunftswissenschaftler Horst W. Opaschowski, Gottwald Kranebitter und Hans Tschuden (CFO, Telekom Austria Group). (pj)

bietet Senvion seinen Kunden projektspezifische Lösungen aus den Bereichen Anlagenbau, Service und Wartung, Transport und Installation sowie Fundamentauslegung. Mit mehr als 3.300 Mitarbeitern weltweit kann Senvion auf die Erfahrungen aus der Fertigung und Installation von über 5.000 Windenergieanlagen zurückgreifen. Althuber: „Die integrierte Steuerund Rechtsberatung, die vor allem von international tätigen Unternehmen geschätzt wird, konnten wir auch bei dieser Transaktion gut zum Einsatz bringen.“ Mit 4.200 Juristen in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien, Australien dem Nahen Osten sowie Nordund Zentralamerika bietet DLA Piper ein umfassendes Rechtsberatungsangebot. In Österreich ist die Kanzlei durch DLA Piper WeissTessbach mit einem Büro in Wien (etwa 60 Juristen) vertreten. (pj) www.dlapiper.com/austria

© MIMA

Werner Hoffmann, Institut für Strategisches Management, WU Wien.

Wien. DLA Piper Weiss-Tessbach hat die Senvion SE mit Sitz in Hamburg im Rahmen der Erweiterung ihrer Geschäftstätigkeit – u.a. bei der Schaffung einer österreichischen Gesellschaftsstruktur – beraten. Dem Team unter der Leitung von Partner Franz Althuber (Gesellschafts- und Steuerrecht) gehörten Partner Stephan Nitzl (Arbeitsrecht, Gewerberecht) sowie Senior Associate Daniel Varro (Steuerrecht) an.

© DLA Piper

Gute Basisarbeit und Kooperation zwischen den Praxisgruppen von DLA Piper Weiss-Tessbach.

Rainer Greilberger (45) hat als Landesdirektor die Führung in der Kärntner Landesorganisation der Österreichischen Beamtenversicherung übernommen. Er ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Versicherungsbranche tätig und ein ausgewiesener Brachenkenner mit langjähriger Führungs- und Vertriebserfahrung. Für die Zürich Versicherung war er 17 Jahre lang tätig, zuletzt als Verkaufsleiter in Klagenfurt, Villach und Hermagor. Weitere Stationen waren die Donau Versicherung und die Wiener Städtische.


medianet

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Freitag, 14. März 2014 – 47

Juliäum

Barmherzige Brüder feiern heuer das 400jährige Bestehen ihrer Spitäler Seite 52

© OEGWK/S. Kirchner

© Barmherzige Brüder

healtheconomy Kongress

Spitzen der Gesundheitswirtschaft diskutierten Entwicklungen im System Seite 48

Kages-klage Streit mit Ex-Chefin geht weiter © APA/Gert Eggenberger

Radiologenkongress: Es wird viel zu viel geröntgt

© Ricardo Herrgott 2014

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Umstrukturierung Apotheker klagten zuletzt über sinkende Erträge – das Marktforschungsunternehmen IMS Health bietet nun Hintergrundinformationen. Der Retailmarkt verzeichnete im Vorjahr fast ein Null-Wachstum – konkret 0,6%, gemessen am Umsatz. Im OTC-Segment gibt es aber ein kräftiges Plus. Seite 50

© panthermedia.net/itsmejust

© IMS HEALTH

Prävention Österreichs Marktführer in der Privaten Krankenversicherung, die Uniqa, geht neue Wege im Hinblick auf Prävention. Sportliche Menschen, die eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, werden künftig belohnt. Vorstand Peter Eichler: „Gesunder Lebensstil wirkt sich eindeutig positiv aus; das wird belohnt.“ Seite 48

Expertentreffen Zum 20. Mal trafen sich Europas Radiologen in Wien: 20.000 Spitzenvertreter diskutierten über technische Entwicklungen. Kritisiert wurde aber auch, dass die Geräte viel zu oft unnötig eingesetzt werden. Seite 51

inhalt

Healthcare > Kommentar: Ärzte lehnen Reform, nicht ELGA, ab 48

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

Super immun dank Superimmun

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Medizintechnik und eHealth >N eue Krebsdatenbank geht online > Forscher analysieren Technologieeinsatz > Siemens stellt neue CT-Generation vor

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Pharmareport und Lifescience > Amerikaner kritisieren Boehringer Ingelheim 50 > Jobabbau bei IntercellNachfolgeunternehmen 50 >N ovartis sieht Potenzial mit neuem Krebsprodukt 50

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H e a lth : c a r e

48 – healtheconomy

Freitag, 14. März 2014

Private Krankenversicherung Sportliche Menschen und gesunder Lebensstil sollen belohnt werden

Kommentar

Uniqa bietet fitten Kunden Prämienreduktionen an

Kampf gegen die Reform

Vorstand Eichler: Wer fitt ist und auf Gesundheit achtet, hat geringere Krankheitsrisiken.

U

nd noch einmal ELGA an dieser Stelle, weil das Thema derzeit die Debatte nicht nur im Gesundheitswesen beherrscht. Und sie polarisiert enorm. Bei den Ärzten hat man das Gefühl, dass es nur darum geht, möglichst viele Menschen zum Austritt zu bewegen, die Verantwortlichen im System wiederum scheinen zu hoffen, dass es nicht so arg wird. Redet man mit Ärztevertretern, gewinnt man den Eindruck: Es geht gar nicht um ELGA. Vielmehr versucht man dadurch die Reform zu verhindern. Der Grund: Ärzte verlieren durch die Gesundheitsreform massiv an Einfluss. Sie können etwa nicht mehr mitreden, wenn es um Kassenverträge geht. Auch in den entscheidenden Gremien sind sie nicht mehr vertreten. Doch offen gegen die Reform und Gesundheitsminister vorzugehen, traut man sich scheinbar nicht. Denn die Gesundheitspolitiker haben gelernt. Sie suchen nicht die direkte Konfrontation zu den Ärzten, sondern versprechen den Patienten ein Gesundheitswesen, das viel mehr auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Und dagegen können auch die Ärzte wenig sagen. Also versucht man es offenbar in einem anderen Feld, das mehr Erfolg verspricht. Kippt ELGA, kippt die Reform und der Minister vielleicht mit, so die Hoffnung.

Wien. Österreichs Marktführer in der Privaten Krankenversicherung, die Uniqa, geht neue Wege im Hinblick auf Prävention. Sportliche Menschen, die bei der Uniqa eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, werden künftig belohnt. Uniqa-Vorstand Peter Eichler: „Es ist kein Geheimnis, dass Versicherungen Risiken einschätzen und davon eine Prämie ableiten. Weil sich ein gesunder Lebensstil eindeutig positiv auswirkt, haben wir einen neuen Tarif auf den Markt gebracht, der eine sportliche Lebensweise belohnt.“ Es überrascht kaum, dass Menschen mit Übergewicht und leichter Fettleibigkeit häufiger den Arzt aufsuchen und behandelt werden müssen als Normalgewichtige. Das bestätigt nun auch eine Analyse von 97 Studien, die im USFachblatt Journal of the Medical American Association veröffentlicht wurde. Ein Grund für Fettleibigkeit ist zu wenig Sport.

Zwei Monatsprämien sparen „Mit dem Tarif Sonderklasse Select Plus Optimal kann sich nun für jedermann fitsein lohnen. Wer sich dem Fitnesstest unterzieht, kann pro Jahr bis zu 200 Euro der Prämie zurückbekommen. Das zahlt sich aus. Denn beim neuen Tarif Sonderklasse Select Plus liegt die Prämie zum Beispiel für einen 30-Jährigen bei rund 100 Euro pro Monat. Wer fit ist, kann somit bis zu zwei Monatsprämien sparen“, erklärt Eichler das Prinzip. Wissenswert: Wer den Bonus in Anspruch nehmen will, kann bei einem der Vertragspartner einen Fitnesscheck durchführen. Dort werde ein Fitnessprofil erstellt,

Anteil der Personen nach Körpergewicht in Prozent ber ewicht

Adip sitas

ber ewicht Adip sitas männlich 5 4 13

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Kinder

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Senioren

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Bestandteile der Ernährung – Anteile in Prozent männlich

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15 15

Eiweiß

Kohlenhydrate

Saccharose

Quelle: APA/Gesundheitsministerium; Grafik: R. Appl

37 36

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Fett

Eiweiß

Eichler: „Wir haben uns bei diesem Tarif bewusst auf die wesentlichen Risiken beschränkt. Eine Versicherung soll ja in Extremfällen und bei echten Kostenbelastungen einspringen.“ Als Extra inkludiert der Tarif auch eine garantierte Prämienrückerstattung, wenn in einem Kalenderjahr keine Leistung der Krankenversicherung in Anspruch genommen wird.

Wien. Über 400 Unternehmer und Manager diskutierten am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verbänden die aktuellen und künftigen Herausforderungen, die auf unsere Gesellschaft zukommen. „Das meiste liegt noch vor uns. Entgegen der Meinung vieler Akteure ist das Gesundheitssystem bisher nicht im Zentrum des Wandels“, sagte Veranstalter Heinz Lohmann bei der Eröffnung. Erst, wenn in einigen Jahren der Anteil der Erwerbstätigen sinke und gleichzeitig der Anteil der älteren Menschen weiter steige, gehe der Veränderungsdruck so richtig los. „Deshalb stehen die Verantwortlichen in den Gesundheitsunternehmen jetzt vor gewaltigen Aufgaben.“

den es auch erleben. Künftig wird es darum gehen, einen politischen Rahmen als Marktordnung zu bestimmen, in dem Gesundheitsunternehmen im Wettbewerb um hervorragende Medizin zu bezahlbaren Preisen miteinander ringen“, sagte Lohmann. Von tradierten Vorstellungen Abschied zu nehmen, falle vielen Bürgern schwer. Das werde aber notwendig sein, wenn künftig das Ziel erreicht

Kohlenhydrate

9

Saccharose

Fett

Die Gesundheitswirtschaft bewege sich, mehr noch als viele andere Branchen, zwischen Plan und Markt. „Politisches und unternehmerisches Denken trifft allenthalben aufeinander. Das lässt sich nicht leugnen, und wir wer-

werden soll, allen Bürgern den Zugang zu innovativen Gesundheitsleistungen zu verschaffen. „Die Rolle des Patienten verändert sich aktuell gewaltig. Dabei geht es nicht um die Frage ‚Patient oder Kunde?‘ Patienten werden auch zu Konsumenten.“ Etwa indem sie bei der Wahl von Gesundheitseinrichtungen auch bestimmen, welche Leistungen sie bevorzugen.

Köpferollen in Chefetagen

Markt gewinnt Bedeutung

15 15

11 10

Programm für Freiberufler

Diese entspricht rund 16% der Jahresprämie. Ein Uniqa-Krankenversicherungs-Tarif, der die Geld-ZurückOption schon seit rund zwei Jahren im Programm hat, ist jener für Freiberufler. Eichler: „Von insgesamt rund 15.000 Freiberuflern, die diesen Tarif abgeschlossen haben, haben im vergangenen Jahr 1,34 Prozent den Fitnessbonus ausgenutzt. Ich wünsche mir, dass es künftig mehr werden.“ Mit dem neuen Tarif „Sonderklasse Select Plus Optimal“ soll jedenfalls das gelingen. Im Package ebenfalls enthalten sind das Erstellen eines Vitalchecks (Vorsorgeuntersuchung) und sechs Vitalcoach-Trainer-Stunden pro Kalenderjahr.

Gesundheitswirtschaft boomt

PROBLEM ÜBERGEWICHT IN ÖSTERREICH

rmal ewicht

den herkömmlichen StandardTarifen, bei denen im Schnitt Ärzterechnungen bis zu 1.500 € pro Jahr übernommen werden. Dafür deckt der Tarif keine Leistungen wie etwa Apothekenrechnungen oder Sehbehelfe ab.

das einem herkömmlichen Fitnessprofil im Fitnesscenter ähnlich ist. Eruiert werden unter anderem das Körperfett, die Beweglichkeit, die Koordination, Ausdauer, Kraft und die Haltung. „Außerdem werden die Risikofaktoren und bestehenden Krankheiten erhoben sowie ein Ruhe-EKG und ein HerzKreislauftest gemacht. Für die Berechnung der Punkte, die dann in eine Prämienreduktion umgewandelt werden, wird je nach Alter und Geschlecht ein anderer Maßstab festgelegt.“ Neu ist bei dem Tarif auch, dass neben der Sonderklasse im Spital auch automatisch ein ambulanter Tarif integriert ist. Die sogenannte Ärztekomponente liege mit maximal 10.000 € auch deutlich über

Kongress „Veränderungsdruck im Gesundheitswesen kommt erst noch“

GRAFIK DER WOCHE

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Uniqa-Vorstand Peter Eichler bietet Vorsorgechecks, Trainingsstunden und günstigere Prämien für Gesundheitsbewusste.

© OEGWK/S. Kirchner

Martin Rümmele

© Ricardo Herrgott 2014

Ina Karin Schriebl

Heinz Lohmann sieht tiefgreifende Veränderungen heraufdämmern.

Viele Manager in Gesundheitsunternehmen würden den aktuellen Wandel ganz persönlich und hautnah verspüren. „Die Verweildauer der Krankenhausverantwortlichen in ihren Positionen sei auch in Österreich seit Jahren im Sinkflug begriffen. Allerdings ist es, wenn Köpfe rollen, mit der Struktur meist nicht weit her.“ Oftmals sei die häufige Rotation der Führungskräfte ein deutlicher Hinweis auf tiefgreifende Mängel. Es sei eben leichter, „Personen auszutauschen, als grundlegende Reformen an Strukturen und Prozessen durchzusetzen.“ (rüm)


Viele Meilensteine der Medizin kommen aus dem Labor.

Aber sie beginnen mit Leidenschaft und einer Vision. Seit über 150 Jahren haben wir eine Mission: Unser Ziel ist die Entwicklung von innovativen Medikamenten, Impfstoffen und Tiergesundheitsprodukten, die das Leben von Millionen verbessern. Wir stellen uns dieser Verantwortung mit einem festen Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung. Wir wissen, es gibt noch immer eine Menge zu tun: Wir wollen den Zugang zu medizinischer Versorgung verbessern und arbeiten mit Partnern zusammen, die unsere Leidenschaft teilen. Gemeinsam werden wir eine gesündere Welt schaffen. Mit ganzem Herzen. Unter www.msd.at erfahren Sie mehr über unsere Arbeit und unser Engagement.

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H e a lth : c a r e

50 – healtheconomy

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© APA/Keystone Gaetan Bally

Krebsmedikament von Novartis hat Potenzial

Freitag, 14. März 2014

Branchenanalyse Marktforschungsunternehmen sieht in Österreich Vorteile für Originalhersteller trotz Patentabläufen

IMS Health: OTC-Markt wuchs auf 734,5 Mio. Euro Markt für rezeptfreie Produkte entwickelt sich wertmäßig gut. Bayer, Novartis und Apomedica Top 3.

Darmstadt. Der Umsatz des deutschen Pharma- und Chemiekonzerns Merck stieg 2013 um 4,2% auf 10,7 Mrd. €. Beim EBITDA vor Abschreibungen verzeichnete Merck dank Konzernumbau und Kostensenkungen einen Rekordwert von 3,25 Mrd. €.

© GlaxoSmithKline

Zulassung für neues HIV-Arzneimittel

Der Integrase-Inhibitor (INI) blockiert erfolgreich die Replikation des HIV.

Brentford (UK)/Wien. „Tivicay“ (Dolutegravir) von ViiV Healthcare, einer gemeinsamen Tochter von GlaxoSmithKline und Pfizer, wurde von der Europäischen Kommission zur Kombinationsbehandlung von HIV1-Infektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen und ist seit März auch in Österreich erhältlich.

Stada überschreitet zwei Milliarden-Hürde Bad Vilbel/Frankfurt. Der Konzernüberschuss beim deutschen Generika-Hersteller Stada ist 2013 von 40% auf rund 121,4 Mio. € gestiegen. Mit einem Umsatzplus von 10% auf 2,01 Mrd. € überschritt Stada erstmals die Schwelle von 2 Mrd. €, teilte der Konzern mit.

650 Millionen Euro Erfolgsbeteiligung Leverkusen. Rund 650 Mio. € Erfolgsbeteiligung erhalten die 113.000 Mitarbeiter des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, etwa die Hälfte davon geht an Mitarbeiter in Deutschland. Die Bonuszahlungen machen für tariflich bezahlte Mitarbeiter zwischen 70 und 130% eines Monatsgehalts aus.

IMS Health-Managerin Erika Sander sieht weitere Verluste für Originalhersteller durch Patentabläufe in den kommenden Jahren.

lion die Marken „Microlax“ (Johnson & Johnson), „Endwarts“ (Meda), „Passedan“ (Austroplant), „Basic Panaceo“ (Panaceo) sowie „Dr. Böhm Mariendistel“ (Apomedica). Auffallend dabei: Von den TopFünf sind nur die ersten beiden internationale Konzerne, die nachfolgenden Produkte stammen hingegen von heimischen, mittelständischen Arzneimittel-Herstellern.

Besonderheiten bei OTC „Österreich ist im Hinblick auf den Pharma-Markt mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert wie der internationale Markt. Was den OTC-Markt betrifft, stößt man in Österreich allerdings auf einige Besonderheiten. Als Unternehmen muss man sich nicht nur der Herausforderung stellen, dass jeder österreichische Apotheker autonom handelt, sondern auch der Tatsache, dass im österreichischen Gesundheitssystem kein besonderer Fokus auf OTC-Produkte besteht“, erörtert IMS Health-Managerin Erika Sander. Wachstumssieger sind im OTC-Segment gemessen am Umsatz von mehr als einer Mil-

Heimische Firmen stark Auch unter den Top-10 OTCHerstellern (Nummer eins ist Bayer) sind mit Apomedica (Platz 3), Kwizda (Platz 4) und Institut Allergosan (Platz 10) gleich drei Unternehmen in österreichischem Eigentum. Wertmäßig liegt überhaupt die Produktlinie Dr. Böhm

Patentverlusten frei. Andererseits wird es auch einige Launches in den Spezialmärkten geben.“ Insgesamt liegt der Generikaanteil in Österreich in der Zwischenzeit bei rund 13%; international führend hier sind die USA, Brasilien und Deutschland, berichtet Sander. Spannende Entwicklungen gibt es auch im Spitalssektor: „Parallelimporte nehmen im Spital einen immer höheren Stellenwert ein, wenngleich er vom Niveau her noch weit hinter den Marktanteilen von Deutschland liegt und derzeit noch 6,1 Prozent Marktanteil ausmacht“, rechnet die IMS Health-Managerin vor. Der Bereich ist deshalb interessant, weil Krankenhäuser zunehmend mit starkt steigendenen Ausgaben für teure Produkte wie Krebsmedikamente kämpfen.

(Apomedica) auf Platz eins. Durchaus interessant entwickelt sich auch der Markt mit rezeptpflichtigen Medikamenten, wo internationale Hersteller in den vergangenen Jahren mit massiven Patentabläufen zu kämpfen hatten. In der Folge kamen die Unternehmen durch Marktanteilszugewinne billigerer Generika massiv unter Druck. „Österreich zeichnet sich trotz der Patentverluste dadurch aus, dass Originalpräparate nach Patentablauf ihre Marktanteile gut halten können, wenngleich sich dieser Trend verlangsamt“, sagt Sander. Es zeichne sich ein Generikawachstum von 9,9 Prozent ab“, analysiert die Expertin. Ihre weitere Prognose: „Von 2014 bis 2016 werden in etwa 150 Millionen Euro aufgrund von nennenswerten

Export USA lehnen Boehringers Diabetes-Medikament ab

Biotech-Forschung Aktienkurs um 50% gestiegen

Frankfurt am Main. Das DiabetesMedikament „Empagliflozin“, das aus der Allianz zwischen Boehringer Ingelheim und Eli Lilly entstanden ist, wurde von der US-Gesundheitsbehörde (FDA) abgelehnt. Um die Zulassung zu erhalten, wurden die beiden Unternehmen aufgefordert, bereits früher festgestellte Mängel in einem Werk von Boehringer Ingelheim zu beheben. Bei einer Routineuntersuchung im Stammwerk in Ingelheim bei Mainz waren Inspektoren 2012 auf Mängel bei der Qualitätskontrolle gestoßen. Im Mai 2013 hatte die FDA den Familienkonzern erneut gerügt, weil er nicht ausreichend untersucht habe, wie bei der Produktion von Arzneimitteln im Stammwerk Fremdpartikel in Wirkstoffe gelangen konnten.

Wien. Der Biotechkonzern Valneva mit Firmensitz in Lyon, Frankreich, wurde wie berichtet 2013 aus der Fusion der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis gegründet. Das Unternehmen ist auf die Entdeckung von Antikörpern und die Entwicklung von Impfstoffen spezialisiert. Nun zeigen sich erste Folgen: Im Vorjahr wurden am Standort Wien allerdings 30 von den 160 Mitarbeitern abgebaut. „Mit Stand 1. Jänner 2014 haben wir hier 130 Mitarbeiter“, sagt Thomas Lingelbach, Chef bei Valneva.

Mängel bei der Qualitätskontrolle

zu beseitigen. Im Extremfall kann die Behörde die Einfuhr von Produkten aus dem betreffenden Werk in die USA stoppen. Boehringer Ingelheim hatte angekündigt, seine Produktionsabläufe zu verbessern. Empagliflozin kann für die Behandlung von Alters- oder Typ-II-Diabetes eingesetzt werden. Weltweit wird die Zahl der Diabetiker auf über 380 Mio. Menschen geschätzt, 90% davon vom Typ-II-Diabetes.

tungsrechte für entdeckte Antikörper zustehen. Das an der Wiener Börse notierte Valneva-Papier hat sich im laufenden Geschäftsjahr bereits um 88% verteuert, unter anderem weil der Start eines vierten Antikörper-Forschungsprogramms in Lyon bekannt gegeben wurde. Seit der Notierung an der Börse ist der Aktienkurs um 50% gestiegen. Das österreichisch/französische Unternehmen notiert bis auf Weiteres auch an der Börse in Paris.

Zusammenarbeit mit Sanofi

Regelmäige Kontrollen Seitens der USA ist es Usus, dass FDA-Inspektoren regelmäßig Produktionsanlagen von Pharmakonzernen prüfen, welche Arzneien in die USA liefern. Werden Mängel festgestellt, werden die Unternehmen aufgefordert, diese umgehend

Stellenabbau bei Valneva Wien

US-Gesundheitsbehörde verlangt Verbesserung der Produktionsabläufe.

Als Grund für den Stellenabbau gibt Lingelbach den geplanten Verkauf der Antikörper-Forschung an, weil man sich in Wien auf Impfstoffe konzentriert. Der Konzern plane, die Sparte im ersten Halbjahr 2014 zu verkaufen. Nach Angaben von Lingelbach gibt es mehrere Interessenten, eine Option sei auch ein Management-Buy-Out. Valneva arbeitet mit dem Pharmakonzern Sanofi zusammen, dem die Entwicklungs- und Vermark-

© Intercell/Nick McGowan-Lowe 2008

Rekordergebnis bei Merck Darmstadt

© Boehringer Ingelheim

Basel. Mit seinem Krebsmedikament „Jakavi“, das zur Behandlung der Knochenmarkserkrankung Myelofibrose zugelassen ist, erzielte Novartis 2013 Verkaufserlöse von umgerechnet 118,6 Mio. €. Noch dieses Jahr will der Schweizer Konzern die Zulassung von Jakavi zur Behandlung der seltenen Blutkrebsart Polycythämie beantragen. Durch den breiteren Einsatz könnte Jakavi zum Blockbuster werden.

Wien. Apotheker klagten zuletzt wie berichtet über sinkende Erträge – das Marktforschungsunternehmen IMS Health bietet dazu nun Hintergrundinformationen. Der Retailmarkt verzeichnete im vergangenen Jahr fast ein Null-Wachstum – konkret 0,6% gemessen am Umsatz. Im Segment der rezeptfreien, so genannten OTC-Produkte gibt es allerdings ein kräftiges Plus. Dieser Bereich bietet auch den Apothekern die Möglichkeit, sich aus wirtschaftlicher Sicht zu positionieren. So wuchs der Markt in diesem Bereich im Vorjahr um 9,2% auf 734,5 Mio. € – gemessen an den Apothekenverkaufspreisen. Größter Bereich ist weiterhin jener der Husten- und Erkältungsmittel mit einem Marktanteil von 21,8% und einem Wachstum von 13,3% auf knapp über 150 Mio. €. Die stärksten Zuwächse gibt es aber in Nischenbereichen wie Allergien- und Juckreizmitteln (+50%) und Rheuma- und Muskelschmerz (+27,5%).

© IMS Health

Ina Karin Schriebl

Für zwei Einsatzgebiete liegt das Umsatzpotenzial bei 500 Mio. Dollar.

An der Börsenotiz in Wien wird wohl auch in Zukunft nicht gerüttelt werden.


M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 14. März 2014

healtheconomy – 51

Tagung 20.000 europäische Radiologen tagten diese Woche beim European Congress of Radiology in Wien

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Harsche Kritik an der radiologischen Praxis

Sanochemia produziert nun für US-Markt Wien. Das in Wien und Frankfurt börsenotierte Pharmaunternehmen Sanochemia darf im burgenländischen Werk in Neufeld an der Leitha für den US-Markt sterile Injektionslösungen produzieren. Eine entsprechende Bestätigung der US-Behörde FDA sei eingegangen, teilte das Unternehmen mit. Damit seien „die Weichen für einen erfolgreichen und zeitnahen Markteintritt in das US Röntgenkontrastmittel- und Injektabiliageschäft gestellt“. Sanochemia könne nun die Vertragsproduktion hochwertiger steriler Arzneispezialitäten für internationale Kunden bieten.

Präsident der Europäischen Gesellschaft für Radiologie stellt ein Drittel der Untersuchungen infrage. andreas feiertag

Klinisch nicht nützlich „Ein Drittel der Untersuchungen ist nicht klinisch gerechtfertigt oder nicht nützlich“, sagte der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Radiologie, Guy Frija: „Es wurden Leitlinien entwickelt, aber wir müssen ihre Verwendung verbessern. Es gibt bei den Protokollen Unterschiede zwischen ‚Zentrum A‘ und ‚Zentrum B‘.“ Die Einsparung unnötiger Untersuchungen würde die vorhandenen Radiologie-Kapazitäten für sinnvolle Scans erhöhen, Kosten und Strahlenbelastungen sparen. Die Minimierung der Strahlendosis bei Untersuchungen ist aber auch eine Frage der optimalen Technik. Der französische Experte: „Bei der Computertomografie und der Angiografie kann man mit der modernsten Technik die Strahlen-

Siemens stellte neue Generation von CT vor

© Siemens

© ESR – European Society of Radiology/Harry Schiffer

Wien. Der ECR (European Congress of Radiology), mit rund 20.000 Delegierten jährlich die Topveranstaltung im österreichischen Kongresswesen, fand heuer bereits zum 20. Mal im Austria Center Vienna statt. Im Jubiläumsjahr wartete das Austria Center Vienna mit einem absoluten Novum auf: Erstmals konnte der ECR auch die UN-Konferenzräumlichkeiten in der Halle M-VIC nutzen. Ermöglicht wurde dies durch die Unterstützung der in dem VIC ansässigen Vienna Based UN-Organisationen (VBOs) und des Außenministeriums. Gemeinsam konnte ein Konzept gefunden werden, wie dies trotz aller Hochsicherheitsauflagen der Vereinten Nationen umgesetzt werden konnte. Inhaltlich jedoch startete der Kongress gleich mit einer harschen Kritik am Medizinsystem.

Siemens präsentierte einen neuen CT-Scanner für die Klinik. Jubiläumsveranstaltung: Zum 20. Mal tagten die europäischen Radiologen heuer in Wien.

zur richtigen Zeit geben“, erklärte der Präsident. Die Verlockung der „schönen Bilder“ aus dem Inneren des Körpers, je nach Finanzierungswesen im Gesundheitssystem wohl auch zu einem Teil ökonomische Triebkräfte, „Absicherungsmedizin“ und andere Rahmenbedingungen führen aber auch zu einem Gutteil an überflüssigen radiologischen Untersuchungen. Das ist besonders dann ungünstig, wenn es zu unnötiger Strahlenbelastung kommt.

dosis zumindest um die Hälfte reduzieren.“ Man fordere in diesem Aspekt auch die Europäische Kommission auf, Möglichkeiten für das Nachrüsten von Geräten oder die Finanzierung neuer Einrichtungen zu ermöglichen. Sicherheit, Wissenschaft, Ausbildung und Information nannte der französische Radiologe Frija denn auch als Schwerpunkte der Tagung. „Die Europäische Gesellschaft für Radiologie (ESR) hat eine Sicherheits-Kampagne gestartet. Das ‚Gen‘ für Sicherheit ist bei den Radiologen nicht stark ausgebildet. Wir brauchen jeweils die nützlichen und adäquaten Untersuchungen in der richtigen Durchführung und müssen den Patienten die richtige Information

Umfangreiches Programm Auf dem wissenschaftlichen Programm standen insgesamt 1.070 Beiträge. Die Veranstaltung war aber auch Schauplatz zahlreicher

Internet asoluto etabliert Krebsdatenbank in Österreich

Ausbildungs- und Fortbildungskurse, von Firmen-Satellitensymposien und einer Industrieausstellung mit den neuesten Radiologiegeräten. Durch die Vernetzung von Austria Center Vienna und VIC konnten heuer Synergien genutzt werden.. „Unser Ziel ist es, jedem Kunden den optimalen Rahmen für seine Veranstaltung zu bieten. Als einziges Kongresszentrum dieser Größenordnung, das direkt mit einem UN-Headquarter verbunden ist, war es uns ein besonderes Anliegen, dem permanent steigenden Bedürfnis des ECR nach mehr Konferenzräumen Rechnung zu tragen“, erklärte die Vorständin der IAKW, Susanne BaumannSöllner.

Wien. Siemens Healthcare präsentierte kürzlich erstmals sein neuestes Modell aus dem Einstiegssegment der 16-Schichten-Computertomografen: Somatom Scope zeichnet sich laut Hersteller über die gesamte Nutzungsdauer hinweg durch sehr günstige Betriebskosten aus, die um bis zu 35% niedriger liegen als beim Vorgängermodell. Mit diesem effizienten CT-Scanner für die klinische Routine unterstütze Siemens Healthcare seine Kunden dabei, dem gestiegenen Kostendruck in den Gesundheitssystemen zu begegnen und erleichtert Radiologiepatienten rund um den Globus den Zugang zu innovativen Technologien.

Robotik AIT-Forscher entwickeln mit Partnern Hilfstechnologie für ältere Menschen

Onkopedia ist online Evolution der Maschinen

Martin Verdino und Brigitte Mühlbauer starten medizinische Datenbank.

bank mit außerordentlicher Tiefe geschaffen. Für die Aufbereitung und Einbindung in die Website der OeGHO sorgte asoluto, ebenso für die breitenwirksame Kommunikation an die Öffentlichkeit – mit beachtlicher Wirkung: Die Medienberichte hatten eine Reichweite von über 5 Mio. Lesern. Begleitend wurde eine GoogleAdwords-Kampagne gefahren, um bei Suchanfragen den direkten Zugriff auf die Onkopedia-Datenbank der OeGHO zu erleichtern. Dies bewirkte einen Anstieg der Zugriffszahlen auf die – insbesondere für mobile Geräte optimierte – Website ums Zwanzigfache. Ein effektiver Weg, um neueste Erkenntnisse und Behandlungsempfehlungen allen interessierten Ärzten, aber auch Patienten und Angehörigen zugänglich zu machen. Daneben realisierte asoluto auch die neue Website der FH Campus Wien: asoluto setzte sich in einem mehrstufigen Pitch um die Neuentwicklung durch. Der neue Webauftritt von Österreichs größter akkreditierter Fachhochschule soll zu einer Benchmark für Hochschul-Websites werden. (fei)

Wien. Ein Roboter, der menschlich genug ist, um ältere Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen. Zukunftsillusionen oder Realität? Dieser Frage gehen AIT-Forscherinnen und Forscher in einem von der Europäischen Kommission finanziertem Projekt nach. Ziel ist es, einen virtuellen Assistenten für die Generation 65+ zu entwickeln, der die täglichen Aktivitäten unterstützt und für

mehr Sicherheit sorgt. Neun verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden, unter der Projektleitung des AIT (Austrian Institute of Technology), diese Technologie in den kommenden drei Jahren entwickeln und ausprobieren. Im Mittelpunkt der Forschung steht im ersten Schritt die Konzeption einer Avatar-Schnittstelle in Form einer digitalen Person, mit der die

© Robert Kneschke/Fotolia.com

© asoluto

Wien. Nach dem Weltkrebstag präsentierte die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) richtungsweisende Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von Krebs. Die heimischen Krebsspezialisten hatten gemeinsam mit Kollegen der deutschen und schweizerischen Fachgesellschaften nach vier Jahren intensiver Vorbereitung eine Wissensdaten-

Maschinen sollen bald in der Lage sein, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen.

Zielgruppe der Senioren jederzeit in Kontakt treten kann. In einen Bildschirm, oder auch über das Projektende hinausgehend in einen Roboter integriert, soll der Avatar zukünftig das Leben von älteren Menschen erheblich erleichtern.

100 Testpersonen „Basierend auf der Fähigkeit, den emotionalen Status des Nutzers zu erkennen und dessen Verhalten in den richtigen Kontext zu setzen, werden wir ein Dialogsystem entwickeln. Dabei kommt auch die 3DTechnik zum Einsatz, um die Ähnlichkeit mit realen Menschen zu erhöhen und das System dem Nutzer emotional zugänglicher zu machen. Auch der Avatar wird Emotionen zeigen können, die allerdings von der Gemütslage des menschlichen Partners abhängig sind“, sagt Andreas Hochgatterer, Senior Expert Advisor und Projektleiter am AIT. In Pilotversuchen werden an die 100 Personen teilnehmen und über einen Zeitraum von sechs Monaten das neue System testen. (fei)


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

52 – healtheconomy

short

Moorbad Harbach hat den 300. Lehrling

Freitag, 14. März 2014

Jubiläum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien feiert mit zahlreichen Gästen und Programmpunkten

400 Jahre Barmherzigkeit und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit unseres Ordensstifters, des hl. Johannes von Gott. Bei den Planungen für unsere Jubiläumsaktivitäten wollten wir diesen Tag und vor allem auch diesen Menschen würdigen; daher haben wir uns entschieden, rund um den 8. März mehrere Veranstaltungen anzusetzen“, erklärte Frater Paulus Kohler, Prior des Wiener Spitals. Höhepunkt war das Hochamt in der Klosterkirche der Barmherzigen Brüder. Zelebriert wurde das Hochamt von Seiner Exzellenz, Em. Weihbischof Helmut Krätzl. Zur Aufführung gelangte die „Missa brevis in B – Sancti Joannis de Deo“ von Joseph Haydn. Diese wurde von Haydn 1775 für den Orden der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt komponiert. Gestaltet wurde die Messe von Chor und Orchester der Schubertkirche Lichtental unter Leitung von Friedrich Lessky.

Moorbad Harbach hat sich zu einem Ausbildungszentrum entwickelt.

St. Pölten. Im Moorheilbad Harbach wird derzeit der insgesamt 300. Lehrling ausgebildet. Damit nimmt die Gesundheitseinrichtung die Verantwortung als Ausbildungsbetrieb sehr ernst. Im Moorheilbad Harbach werden Köche, Restaurantfachkräfte, Gastronomiefachkräfte (eine Kombilehre Koch-Restaurantfachkraft) sowie Konditoren ausgebildet. Die klassische Lehrausbildung wird durch Workshops und Schulungen ergänzt.

134 neue Pflegekräfte erhielten ihr Diplom

Wien. Der Veranstaltungsreigen begann am 4. März mit der Eröffnung der Sonderausstellung „400 Jahre Barmherzige Brüder in Wien“ im Bezirksmuseum Leopoldstadt. Am 8. März, dem Gedenktag des Ordensstifters der Barmherzigen Brüder, des hl. Johannes von Gott, folgte ein Programmpunkt dem anderen: Es gab ein Sonderpostamt zum Erstausgabetag der österreichweiten Sonderbriefmarke „400 Jahre Barmherzige Brüder Wien“. Weiters wurde die neue Johannes von Gott-Statue am gleichnamigen Platz vor dem Krankenhaus gesegnet und eine Dauerausstellung mit dem Namen „Ordensstraße“ im Krankenhaus eröffnet. Als Höhepunkt des Gedenktages fand abends in der Klosterkirche ein Hochamt statt. „Am 8. März jeden Jahres gedenken die Barmherzigen Brüder

Prior Kohler (li.) und Provizial Fischer (re.) blicken auf Ordensgeschichte zurück.

Benefiz Tanzschule unterstützt Haus der Barmherzigkeit

Grenzenlos Bilaterales Gesundheitsprojekt erfolgreich

Wien. Die traditionsreiche Wiener Tanzschule Elmayer unterstützt seit vielen Jahren das Haus der Barmherzigkeit in Wien. Nun wurde ein Spendenbetrag von 19.500 € an die Pflegeeinrichtung überreicht. Zum Elmayer-Kränzchen fanden sich rund 3.000 Gäste in der Wiener Hofburg ein, deren Spenden – wie in den vergangenen 26 Jahren – von Thomas Schäfer-Elmayer an den Leiter des Hauses der Barmherzigkeit, Christoph Gisinger, überreicht wurde. Auch abseits des Wiener Ballvergnügens unterstützt die Tanzschule Elmayer das therapeutische Demenz-Tanzcafé des Hauses der Barmherzigkeit am Standort Tokiostraße mit regelmäßigen Zeitspenden – bei jedem Termin bringt ein junges Tanzpaar Schwung in die therapeutische Ver-

St. Pölten. Das grenzüberschreitende Pilotprojekt „Healthacross in practice“ zwischen Niederösterreich und Tschechien hat es bereits 133 Patienten aus dem Ausland ermöglicht, die ambulanten Leistungen im Landesklinikum Gmünd in Anspruch zu nehmen. „Das EU-Projekt ‚Healthacross in practice – grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zwischen Niederösterreich und Südböhmen‘ ebnete den Weg zu einer langfristigen, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Das hilft einerseits den Menschen aus Tschechien, die damit eine Spitalsversorgung in ihrer Nähe haben; andererseits ist dadurch auch das Landesklinikum Gmünd noch effizienter ausgelastet“, erklärt Landeshauptmann-Stellver-

Sonja Wehsely (Mitte) gratulierte den neuen Pflegekräften in Wien.

Wien. 134 Absolventen der Wiener Gesundheits- und Krankenpflegeschulen erhielten ihre Diplome. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely: „Die Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sind ein essenzieller Bestandteil für die medizinische Versorgung in Wien.“ Mit 2.100 Ausbildungsplätzen in Pflege ist der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) österreichweit der größte Ausbildungsanbieter.

„Healthacross“ nun Regelbetrieb

anstaltung. Das Haus bietet seit mehr als 135 Jahren schwer pflegebedürftigen Menschen eine Langzeit-Betreuung. (fei)

© Haus der Barmherzigkeit/APA-Fotoservice/Kowatsch

© Alexandra Kromus/PID

Elmayer spendet 19.500 Euro

Thomas Schäfer Elmayer (li.) übergibt die Spende an Christoph Gisinger.

Uni Linz Neue Medizin-Fakultät ändert nichts am Status

treter und NÖGUS-Vorsitzender Wolfgang Sobotka. Ab sofort geht der Pilotversuch in den Regelbetrieb über. (fei)

© NÖ Landespressedienst/Reinberger

© Xundheitswelt

andreas feiertag

© Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

Konvent und Krankenhaus feierten mehrere Tage lang den Gedenktag des Ordensstifters.

Wolfgang Sobotka erwartet rund 1.000 Patienten im Jahr durch Regelbetrieb.

Menschen, über die man spricht

Medizin: Quotenregelung bleibt

Ines Manegold Ex-Kabeg-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

© APA/Barbara Gindl

Es ist vollbracht: Linz bekommt eine eigene Medizinuniversität.

Die zur Dr. Dr. WagnerGruppe gehörenden Pflegeheime Kreuzbergl, Afritz und Mühldorf luden zum Angehörigentag für pflegende Verwandte mit Waltraud Haas ein. Mit einem Medley aus Klassikern und aktuellen Hits zog die Künstlerin, bekannt geworden durch ihren Auftritt „Im weißen Rössl“, das Publikum in ihren Bann. Bei einer kostenlosen Massage, Maniküre oder Fußpflege konnten Besucher richtig abschalten, entspannen und neue Energie tanken.

Donna Ray, US fel denkrais t rainerin, bal d in wien

Donna Ray ist eine in Kalifornien lebende Psychotherapeutin und weltweit gefragte Feldenkrais-Trainerin. Das Feldenkrais Institut Wien bringt die Vortragende erstmals nach Österreich. Ray ist Mitbegründerin des Feldenkrais Institute of Southern California. In Wien bietet Ray erstmals eine Vielfalt an praktischen Seminaren an, darunter eine Fortbildung zum Thema Traumabewältigung für Menschen in therapeutischen Berufen. Infos: www.feldenkraisinstitut.at

W ol fgan g B üchel e , neuer kont rol l eur von merck © Linde

Waltraud Haas, wiener künstlerin, sang in pflegeheim

© Feldenkrais Institut Wien

Klagenfurt. Die frühere Chefin der Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg), Ines Manegold, hat sich medial zu der 71 Seiten starken Strafanzeige ihres früheren Arbeitgebers gegen sie geäußert. Sie sagte, die Vorwürfe hätten schon in zahlreichen anonymen Anzeigen gegen sie gestanden und seien „alter Tobak“. Angesprochen auf die doch recht konkret und detailliert formulierten Anschuldigungen sagte Manegold: „Vernaderung. Typisch Österreich. Aber die Indiskretion innerhalb der Kabeg werde ich aufdecken.“ Manegold werden von der Kabeg Untreue, Verletzung der Sorgfaltspflicht und weitere Straftatbestände vorgeworfen. Die frühere KabegVorständin war vergangenen Sommer, wenige Monate nach der Landtagswahl, abberufen worden. (fei)

© APA/Gert Eggenberger

EU-Bürger und fünf Prozent für Studenten aus Drittstaaten. Die EU-Kommission hat dagegen ein Vertragsverletzungsverfahren angestrengt, das vorerst bis 2016 auf Eis liegt. In dieser Zeit muss Österreich mit Fakten belegen, dass ein Wegfall der Quotenregelung negative Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung hätte. Zuletzt seien von 1.380 Absolventen eines Jahres knapp 600 nicht in Österreich tätig gewesen, so Mitterlehner. (fei)

© APA-Fotoservice/Höher

Linz. Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht die Quotenregelung für das Medizinstudium durch die beschlossene Neuschaffung einer Medizin-Fakultät an der Uni Linz nicht gefährdet: „Wenn wir eigene Anstrengungen gegen den Ärztemangel unternehmen, ist das sogar eine Unterstützung für die Quotenregelung.“ Derzeit sind an den Medizin-Unis 75% der Anfänger-Studienplätze für Personen mit österreichischem Maturazeugnis reserviert, 20% für

Der designierte LindeChef Wolfgang Büchele soll die Leitung des Merck-Kontrollgremiums übernehmen, hat der Aufsichtsrat des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns beschlossen. Büchele sitzt seit Juli 2009 im Gremium und übernimmt im Mai die Führung des Industriegasekonzerns Linde vom derzeitigen Vorstandschef Wolfgang Reitzle. Der bisherige Merck-Aufsichtsratschef Rolf Krebs habe sich entschlossen, nicht wieder zu kandidieren und schied aus.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 14. März 2014 – 53

Booz & Company: Digitalisierungsstrategie ist für Telkos unbedingt notwendig Seite 55

kaum risikobewusstsein

Fahrlässiger Umgang beim Verlust von geschäftlich genutzten Geräten Seite 56

10-Zöller gigaset QV1030 ­Tablet im praxisTest

© Gigaset

neue Digitale Wege

© Absolute Software

© Booz & Company

technology Neue Strategien für die gelebte Alltagsmobilität

© ARGE Daten

short

© wutundgut.at

Wien. Die ARGE Daten bietet eine Ausbildungsreihe in fünf Modulen zum zertifizierten Datenschutzbeauftragten. Modul 1 („Datenschutz-Grundlagen“) findet am 25. in Wien statt, Modul 2 („Datenverwendung im Unternehmen“) am 26.3., Modul 3 („Datenschutz und IT-Sicherheit“) am 8.4., Modul 4 („Datenschutz Praxis/ International“) am 27.3. sowie Modul 5 („Datenschutzfragen im Betrieb identifizieren und lösen“; Workshop) am 9. April. Die Ausbildung endet mit einer Zertifizierung, die Module sind einzeln und als Block buchbar. seminar.argedaten.at/dsb/

© Panthermedia.net/Alexraths

Wien. Österreichs erste dialogorientierte Service-Plattform für Konsumenten-Ärger und -Lob im Web ist gestartet: www.wutundgut.at. Ziel der Schlichtungsstelle des Web 2.0-Zeitalters ist es, Kunden und Firmen zusammenzubringen, um positive wie negative Erlebnisse auszutauschen. Für Beschwerden soll gemeinsam eine Lösung gefunden werden. „Im Sinne der Fairness für beide Seiten legen wir größten Wert auf Seriosität“, sagt Geschäftsführer Thomas Schwabl (im Bild rechts neben Co-Geschäftsführerin Ulli Helm). Detail am Rande: auch Lob ist auf der Plattform erlaubt. www.wutundgut.at

Mobilität braucht Strategien Einer neuen Studie von Unisys zufolge erzielen Unternehmen messbar deutlich bessere Geschäftserfolge, wenn sie ihre Mit­arbeiter mit formalen Mobilitätsstrategien und -technologien unterstützen. Seite 54 IT Experts Austria Erste IT Lounge Austria 2014 in Steyr

Wien. Der österreichische ITDienstleister Hexa Business Services GmbH wird zu einem Unternehmen der Allgeier Gruppe. Das Management hat seine Anteile Ende Februar gänzlich an die neuen Eigentümer übertragen und „damit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt“, wie die drei Geschäftsführer Paul Haberfellner, Damianos Soumelidis und Thomas Riedl die Entscheidung kommentieren (Bild v.l.n.r.). www.hexa.at

© IT Experts Austria

© Hexa Business Services

Regionaltreffen der IT-Unternehmer

Wolfgang Bräu, Organisator der ersten IT Lounge Austria im schönen Steyr.

Steyr. Am 20. März findet in der Orangerie im Schlosspark Steyr die IT Lounge Austria 2014 statt. In ihrer ersten Auflage ist die Veranstaltung ein Treffen aller IT-Unternehmer aus der Region Steyr. Neben einem Vortrag von Bruno Buchberger ist die Verleihung der IT Experts-Qualitätssiegel ein Höhepunkt des Abends. „Von der Erzeugung des ersten Bajonetts zu modernen Sicherheitsausrüstungen, vom ersten Waffenrad bis zu universellen Einsatzfahrzeugen werden wir uns von der Geschichte der Stadt inspirieren lassen“, sagt Wolfgang Bräu, Sprecher der IT Experts Austria. www.steyr.it


C ov e r

54 – medianet technology

Freitag, 14. März 2014

Unisys Mobilitätsbasierte Programme und Strategien bringen zahlreiche Vorteile für Unternehmensmitarbeiter und Kunden

kommentar

Der greifbare Nutzen von Mobilitätsstrategien

Die „Hättiwari“Festplattensteuer

53% der Unternehmen haben mit Mobilität neue Wege der Kommunikation mit Kunden gefunden. Darren McGrath, Global Director Mobility Solutions bei Unisys: „Mobilität erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise.“

chris haderer

Wien. In relativ kurzer Zeit ist „Mobility“ zu einem Kernthema der Wirtschaft avanciert. Im Handel sind es nicht zuletzt die Kunden, deren Einkaufsverhalten sich verändert und die Unternehmen zur Entwicklung mobiler Strategien treibt. Die Unternehmen sind aber noch von anderer Seite unter Zugzwang, denn nicht nur die Kunden fordern Omnichannel-Strategien – auch bei den eigenen Mitarbeitern entsteht zunehmend der Wunsch nach mobilen Arbeitsmethoden. Nicht von ungefähr: Einer neuen Studie von Unisys zufolge erzielen Unternehmen messbar bessere Geschäftserfolge, wenn sie mit formalen Mobilitätsstrategien und -technologien ihre Mitarbeiter unterstützen und damit ihre Kunden effektiver erreichen können. Die Studie zeigt erhebliche Unterschiede im Bezug auf den Erfolg von Mobilität zwischen Unternehmen, die eine umfassende Mobilitätsstrategie implementiert haben und solchen, die keine haben. „Diese Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Mobilität sorgfältige Planung, smarte Strategien und eine konsistente Ausführung erfordert”, sagt Darren McGrath, Global Director, Mobility Solutions bei Unisys. „Indem Unternehmen einen holistischen, disziplinierten Ansatz zur Mobilität einschlagen, können sie die Produktivität ihrer Mitarbeiter und ihre Umsätze erhöhen, innovativer werden und neue Wege bei der Kundenbetreuung finden.”

chris haderer

S

„Insgesamt geben die Befragten an, dass die Implementierung eines mobilitätsbasierten Programms ihrem Unternehmen Vorteile gebracht hat“, sagt Darren McGrath. Weltweit sagen immerhin 53 Prozent, dass sie mit Mobilität auch neue Wege der Kundenkommunikation geschaffen haben und die Interaktion mit Kunden verbessert haben. 51 Prozent der weltweit Befragten sagen, dass sie mit Mobilität die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsprozesse neu zu definieren, indem ihnen mobiler Zugang zu Informationen gewährt wird. Außerdem sagen weltweit 50 Prozent, dass sie Produkte mit mobilen Funktionen verbessern konnten. Hierzulande sind 36 Prozent dieser Meinung. „Unternehmen, die sich selbst als MobilitätsTrendsetter im Bereich mobiles Unternehmen bezeichnen, legen mehr Wert darauf, was aus ihrer Investition in Mobilitätsstrategien und -Programmen herauskommt.“

„Die Studie zeigt, dass der Erfolg von Mobilität eine abgestimmte und ganzheitliche Herangehensweise erfordert. Diese umfasst

Apple „CarPlay“ kommt

IDC Laut einer Studie des Marktforschers sehen die IT-Führungskräfte durchaus optimistisch auf die Marktentwicklung

Ganzheitliche Strategien

iPhone im Auto

Strategie, Anwendungen und die formelle Messung der Ergebnisse zusätzlich zur Infrastrukturentwicklung”, sagt McGrath. „Ein umfassend geplanter, kohäsiver Ansatz kann Mobilität zum wahren Business Enabler machen. Ein inkohärentes Programm schafft dagegen das Risiko einer notdürftig gestalteten Lösung mit taktischem anstatt strategischem Wert für das Unternehmen.”

Vorteile für Unternehmen Die Ergebnisse der Studie im Detail: 61 Prozent der weltweit im Rahmen der Studie Befragten sagen, dass ihre Firmen mobile Strategien eingeführt haben. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede

hinsichtlich der Bewertung des Reifegrads dieser Strategien und Richtlinien: 21 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen ein Trendsetter im Bezug auf das Thema „Mobiles Unternehmen“ ist. 40 Prozent bezeichnen ihre Organisation als „mobilitätsertüchtigt“ mit Strategien und Richtlinien, aber ohne proaktive Umsetzung/Führung. 28 Prozent nennen ihr Unternehmen „mobilitätsbewusst“ und haben mobile Initiativen und ein paar Richtlinien, jedoch ohne umfassende Strategie oder Umsetzung. 11 Prozent schließlich sagen, dass ihr Unternehmen „ohne Mobilität“ ist – sie verfügen über keine etablierten Strategien, Richtlinien oder Umsetzungen.

Große Bandbreite Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag von Unisys von IDG Connect im September und Oktober 2013. Befragt wurden 449 Business- und IT-Entscheider, die am Einkauf von mobilen Technologien beteiligt sind. Sie arbeiten auf Direktorebene oder höher in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in 13 Ländern: USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Belgien, den Niederlanden, Australien und Neuseeland. www.unisys.com

Positive Signale für den heimischen IT-Markt © Apple

Wien. Der Marktforscher IDC prognostiziert dem heimischen IT-Markt ausgesprochen positive Tendenzen. Ein von der IDC durchgeführter Survey unter 357 heimischen CIOs und IT-Managern zeigt eine positive Erwartungshaltung besonders für die zweite Jahreshälfte und steigende IT-Investitionen. Die im Jänner diesen Jahres befragten IT-Führungskräfte geben sich bezüglich

© mediendienst.com/Foto Wilke

Apple will iPhone im Auto etablieren.

Wien. Apple hat verkündet, dass mehrere Automobilhersteller „Car Play“ in ihre Gefährte integrieren wollen. CarPlay bietet iPhone-Anwendern einen intuitiven Weg, mit nur einem Wort oder einer Berührung Telefonanrufe zu tätigen, Karten zu nutzen, Musik zu hören und auf Nachrichten zuzugreifen. Anwender können CarPlay mühelos über die ursprüngliche Benutzeroberfläche des Autos steuern oder den Sprachsteuerungsknopf des Lenkrads gedrückt halten, um die Spracherkennung Siri zu aktivieren. Aktuell wird CarPlay in Fahrzeugen von Ferrari, MercedesBenz und Volvo seine Premiere erleben, weitere sind in der Pipeline. www.apple.com

© Unisys

ie ist eine dieser in Öster­reich so beliebten „Hättiwari“-Abgaben, genannt Festplattenabgabe. Geht es nach dem Willen der IG Autoren und artverwandter Institutionen, sollen Anwender zwischen Podersdorf und Bregenz in Zukunft einen Zusatzobulus für Datenspeicher entrichten – schließlich könnten sie dort urheberrechtlich geschütztes Material endlagern. Davon abgesehen, dass der Handel bereits schreit wie am Spieß, weil er seine Geschäfte ins preiswertere Ausland abwandern sieht, sind derartige Massenabgaben eine extrem undemokratische Angelegenheit: Warum sollte jemand eine Festplattenabgabe bezahlen, wenn er seine eigenen Daten auf den Speicherscheiben ablegt? Bislang ist noch nicht klar, wie die Idee beim Bundesrechenzentrum ankommt – schließlich weiß man nicht so genau, was dort gespeichert wird. Egal – die Festplattenabgabe basiert auf der Leercassettenvergütung und ist, meines Erachtens, eine alte Idee alter Männer, an denen die technische Evolution spurlos vorbeigegangen ist. Wir leben in einer Zeit der CloudSpeicher sowie globaler Marktund Handelsplätze. Was werden die Freunde der Pauschalabgabe dann fordern, wenn wir in absehbarer Zeit keine Festplatten mehr verwenden, sondern direkt in der AmazonCloud speichern? Vielleicht eine neue Luft-Steuer …?

Rainer Kaltenbrunner, Country Manager beim Marktforscher IDC Austria.

der wirtschaftlichen Einschätzung für 2014 durchaus optimistisch. 40% der befragten Unternehmen geben an, dass 2014 wirtschaftlich erfolgreicher wird als 2013; allerdings sehen 37% der befragten Unternehmen noch Auswirkungen der Wirtschaftskrise bis zumindest Ende 2014 für den Markt.

IT-Security ist wichtig „Die aktuellen Marktdaten zeigen ganz deutlich, dass 2014 für die IT-Branche ein erfreuliches Jahr werden kann“, kommentiert Rainer Kaltenbrunner, Country Manager und Senior Research Analyst bei IDC Austria: „Davon werden vor allem jene IT-Anbieter profitieren, die schon auf ausgereifte Angebote im Bereich der neuen dritten Plattform verweisen können, also im Bereich Big Data, Cloud, mobile Lösungen und Enterprise Social.“ Der Business Outlook steigt laut IDC-Zahlen im 2. Halbjahr jedenfalls erstmals wieder in den positiven Bereich. Davon ausgenommen ist nur der öffentliche Sektor, der auch 2014 mit Einsparungen

konfrontiert sein wird. Alle anderen Unternehmen haben einen positiven Ausblick. Was Investitionen in bestimmte IT-Lösungen betriff, so gaben Unternehmen am häufigsten an, in IT-Security zu investieren; dahinter folgen mobile Lösungen und Lösungen zur Geschäftsprozess-Harmonisierung. Insgesamt werden die IT-Ausgaben in Österreich 2014 ein Niveau

von 7,6 Mrd. € erreichen, 2,7 Mrd. entfallen dabei auf den HardwareBereich, rund 1,9 Mrd. auf den Software-Markt und ca. drei Mrd. auf den Services-Markt. Insgesamt wird der IT-Markt in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 2,9% wachsen. An der Spitze stehen dabei Security-Ausgaben (siehe Infografik). www.idc.com/austria


Freitag, 14. März 2014

I d e e & str ate gi e

medianet technology – 55

Booz & Company Die Strategieberatung rät europäischen Telekommunikationsunternehmen zur raschen Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle

Digitalisierung ist unvermeidbar Alfred Unegg

Wien. In der europäischen Telekommunikationsindustrie besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf: Zum einen ist der Regulierungsdruck noch immer sehr hoch, zum anderen durchläuft der Industriesektor einen fundamentalen Technologiewandel. So reduzierten sich in Österreich die Terminierungsentgelte 2009 um mehr als 80%. Dazu erfordert der Technologiewandel immense Investitionen in die Infrastruktur und in Spektrumslizenzen. Das sind einige der zentralen Ergebnisse der aktuellen Analyse „Digitization and Consolidation. The Telco Trends for 2014“ der Strategieberatung Booz & Company.

Telekommunikationsexperte bei Booz & Company in Wien. Denn: Die Netzbetreiber besitzen immer noch die Festnetz- und MobilfunkNetzwerkinfrastruktur, die für das explodierende Datenvolumen erweitert werden muss. Die Anbieter investieren dazu jährlich in Österreich mehr als 500 Mio. €. „Schon heute zeichnet sich deutlich ab, dass der Handel künftig über die gesamte Customer Journey hinweg, sowohl in Offlinewie in Onlinekanälen, maßgeblich mobil funktionieren wird“, sagt Hölbling. „Hier sind die Netzbetreiber strukturell optimal aufgestellt, um sowohl den Omnichan-

nel-Trend als auch die Notwendigkeit zur weiteren Personalisierung des Einkaufserlebnisses durch Big Data-Anwendungen sowohl für Endkunden mit eigenen Angeboten oder als Enabler für Industriekunden optimal zu bedienen. Das Telekommunikations-Geschäft beruht auf weitgehend flächendeckenden Infrastrukturen, die skaleneffizient zu bedienen sind. Eine weitere Marktkonsolidierung ist daher überfällig. Wichtig für den Erfolg der Konsolidierer ist nur, dass die M&A-Strategie von einer dedizierten Digitalisierungsstrategie flankiert wird.“ www.booz.com

© Booz & Company

Handel der Zukunft wird über die Customer Journey hinweg mobil betrieben.

Klaus Hölbling, Partner und Telekommunikationsexperte bei Booz & Company in Wien.

Rückgrat der Digitalisierung Derzeit setzt sich in immer mehr Branchen und ehemals analogen Industriezweigen die Erkenntnis durch, dass nur die konsequente Digitalisierung aller Geschäftsprozesse und die Ermöglichung von digitalen Produkten und Dienstleistungen über alle Vertriebskanäle hinweg die Zukunft eines Unternehmens sichern können. „Vor diesem Hintergrund mutet es fast schon ironisch an, dass ausgerechnet die Telekommunikationsindustrie, die durch ihre Infrastruktur das Rückgrat der Digitalisierung bildet, sich so schwer damit tut, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, um von den neuen strategischen Markterfordernissen profitieren zu können“, sagt Klaus Hölbling, Partner und

telco 2.0 Omnichannel-Commerce ist kein Konzept, sondern vielerorts bereits gelebte Wirklichkeit. So wird beispielsweise die hybris B2C Commerce-Plattform des SAP-Unternehmens hybris von der E-Plus Gruppe als Basis für das neue Omnichannel-CommerceSystem Telco 2.0 genutzt. Parallel dazu setzt E-Plus auch „hybris Telco Accelerator“ ein, eine produktionsbereite, individuell anpassbare Web Storefront, die speziell auf den Telekommunikationssektor abgestimmt ist. Mit mehr als 24 Mio. Vertragskunden ist E-Plus nach T-Mobile (38 Mio. Kunden) und Vodafone (37 Mio. Kunden) der drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland. Zu den bekannten Marken der E-PlusGruppe gehören die Flatrate-Marke BASE, die Mobile Discounter simyo und blau sowie die Eigenmarke E-Plus. Über AY Yildiz und Ortel Mobile ermöglicht E-Plus preisgünstige Telefonate in Länder wie die Türkei, Polen und Russland. Mit yourfone.de ist E-Plus auch im Postpaid-Markt für All-Net-Flats aktiv. „Als wir uns die hybris-Plattform näher angesehen haben, war der Fall ziemlich schnell klar: Mit ihrem Omnichannel-Ansatz, den maßgeschneiderten Telko-Funktionalitäten und der für uns besonders wichtigen kurzen Amortisation war sie den übrigen Lösungen weit überlegen“, sagt Volker Glaeser, Digital Platform Director bei der E-Plus-Gruppe. Begeistert zeigt sich pflichtgemäß auch hybris-CTO Moritz Zimmermann: „Die Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen wie Over-the-Top und Value Added Services, Cloud-Services und Mehrwertdiensten und der Eintritt vieler Telekommunikationsanbieter in den Streaming-, Video- und DigitalContent-Markt führen dazu, dass die Branche vermehrt mit neuen Absatzmodellen experimentiert. Als extrem agile Vertriebsplattform, die speziell für Erweiterung und Innovation entwickelt wurde, ist die hybris Commerce Suite das perfekte Fundament für derartige Bestrebungen.“ www.hybris.com

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Fa c t s & figu r e s

56 – medianet technology

FWI kooperiert mit MUM

Kernkompetenz

Freitag, 14. März 2014

celum Das Unternehmen bietet ein umfangreiches Portfolio zum Management von Band- und Software-Identitäten

Software-Management für Brands und Identities

© FWI

Anfang April findet in Wien die Marketing Technology-Konferenz „celumium“ im Schloss Schönbrunn statt. Verbündet: Dietmar Taurer (MUM), Erich Hinterndorfer (FWI).

Wien. Die FWI Gruppe und MUM Software haben eine strategische Partnerschaft abgeschlossen und stellen ab sofort ihr geballtes Know-how und die gemeinsame Lösungskompetenz den nationalen und internationalen Kunden zur Verfügung. „ERP und Business Intelligence sind schon immer Kernkompetenzen der FWI Gruppe; mit MUM suchten und fanden wir einen Partner mit zukunftssicherer Lösungsarchitektur, internationaler Ausrichtung und partnerschaftlicher Handschlagqualität“, sagt Erich Hinterndorfer, Vice President Marketing & Sales bei FWI. MUM liefert mit Master Data Management einen ganzheitlichen Blick über Unternehmen und dessen Organisation.

Gemeinsame Projekte

Michael J. Kraeftner, Geschäftsführer des in Linz beheimateten Produkt & Brand Identity-Software-Lösungsanbieters celum.

Christoph fellmer

Linz/Wien. Wenn es um die globalen Trends in Marketing und Markenmanagement geht, ist Kundenzufriedenheit einer der wichtigsten Faktoren des digitalen Zeitalters, die Marketing-Manager nicht mehr außer Acht lassen dürfen. Um diese Themen kreist „celumium“: Die vom Linzer Unternehmen celum (ein Softwareanbieter für Produkt & Brand Identity-Lösungen) veranstaltete Marketing TechnologyKonferenz konzentriert sich auf die besten Praktiken zur Gestaltung der optimalen Kundenwahrnehmung im Brand- und Product Management und findet am 8. April im Schloss Schönbrunn statt. Erfahrende Sprecher werden auf die Werte von Kundenerfahrung im Brand Management eingehen; man wird erfahren, wie globale Markenfirmen hochmoderne Technologien verwenden, um Marken und Produkte optimal an den Kunden kommunizieren zu können und das weltweit in alle Kanäle.

celum Product Media Management (PMM) ist ein zentrales System zur Verwaltung, Verteilung und Steuerung von multimedialem ProduktContent anhand von Marken, Produktlinien, Märkten sowie jeder anderen Dimension.

Portfolio-Umgestaltung Product Media Management bedeutet, dass Rich Content unabhängig von nachgelagerten Anwendungen verwaltet wird. PMM kann die Daten an jedes verwandte System wie ERP, CRM sowie PIM liefern und soll die Furcht vor Content Silo-Fallen eliminieren. celum Product Media Management kann um Social Media Content Management und Digital Asset Management erweitert werden. celum Product Media Management konsolidiert und integriert verschiedene PIM-, ERP- sowie CRMSysteme, lokalisiert und übersetzt Produkt Content und hilft bei der Verwaltung von Produktverpackungen. Seit Mitte des vergangenen Jahres betreibt celum auch ein Büro in der Innenstadt von Chicago, was die Bearbeitung des US-Markts vereinfachen soll. „Für celum ist der Weg klar: Eine noch schnellere und umfassendere Ausweitung unserer internationalen Präsenz“, kommentiert Michael J. Kraeftner, CEO von celum. „Wir wollen näher an unseren Kunden und Partnern sein, um erfolgreiche Projekte durchzuführen und die maximale Zufriedenheit unserer Kunden zu garantieren.“ www.celum.com

„Die steigende Komplexität und Internationalisierung der Kundenanforderungen erfordern konsistente Stammdaten zur Garantie der Prozess- und Informationseffizienz verschiedenster Applikationen. Mit der FWI Gruppe haben wir für den DACH-Raum einen idealen Partner mit ausgewiesener Beratungskompetenz gewonnen“, sagt Dietmar Taurer, Director Global Sales bei MUM Software. Ein gemeinsames Projekt bei einem namhaften heimischen Unternehmen wurde bereits erfolgreich umgesetzt und war der Startschuss für diese Kooperation. Die Partnerschaft wird offiziell am 18. März bei einem Business Breakfast im Hotel Sacher in Wien besiegelt. www.fwi.at

„celum hat es wie kein anderes Softwareunternehmen in den letzten Jahren geschafft, die großen Trends im Marketing wie z.B. Social Media und Customer Experience in ihren innovativen Lösungen abzubilden und so seinen Kunden einen echten Mehrwert im Bereich Brand & Digital Asset Management zu bieten“, sagt Rainer Sommer, Leiter des Bereichs Global Marketing bei celum. „Wir wollen gemeinsam vor allem außerhalb Europas wachsen und ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinem Team die Marktführerschaft von celum zu stärken und weiter auszubauen.“ Gegründet im

OpenText Führendes EIM

Absolute Software Den Unternehmen fehlt das Risikobewusstsein beim Verlust beruflich genutzer Smartphones

OpenText: beste Positionierung im aktuellen Pentatoc ECM-Radar.

Wien. OpenText, ein Anbieter von Enterprise Information Management (EIM), ist beim ECM-Radar 2013 des Beratungshauses Pentadoc Marktführer für Enterprise Content Management (ECM). Die Pentadoc AG vergleicht dabei jährlich führende SoftwareAnbieter des ECM-Markts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Laut Pentadoc resultiert die gute Position von OpenText, das sich gegen Marktbegleiter wie IBM, Alfresco, SER, ELO oder Fabasoft durchsetzen konnte, aus der hohen Marktpräsenz, den Entwicklungsressourcen sowie einem umfassenden Produktportfolio. www.opentext.de

© pixelkinder.com/Peter Kollroß

Jahr 1999, ist celum heute einer der größten und am schnellsten wachsenden Entwickler von Software für Marken- und Produktmanagement. Die celum-Gruppe mit Sitz in Linz operiert weltweit mit Zweigstellen in Wien, München, Berlin, Paris und Chicago. Mehr als 700.000 Anwender von über 700 Unternehmen in 32 Ländern arbeiten mit Softwareprodukten von

celum, darunter Marken wie 3M, Claas, Do & Co, Decathlon, Hochtief, KTM, L‘Oréal Professional, MAN, Shiseido, Silhouette, Specialized, Toshiba, Toyota, Universal Music, voestalpine und VW. Das Unternehmen hat erst vor Kurzem mit dem „celum Product Media Management“ die Umstrukturierung und Erweiterung seiner Produktpalette vollzogen.

Fahrlässiger Umgang beim Handy-Verlust Reading, GB/Wien. In der Studie „2013 Mobile Enterprise Risk Survey“ hat Absolute Software den Umgang von Unternehmen und Mitarbeitern mit den Risiken eines Verlusts von beruflich genutzten Mobiltelefonen untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Risiken auf die leichte Schulter genommen werden: „Vorschriften für den Schadensfall sind nur in wenigen Unternehmen definiert. “

men entsprechende Vorschriften bestehen, die auch allen HandyNutzern bekannt gemacht worden seien. 16% der Befragten meinen, Verfahren seien zwar festgelegt, aber nicht alle wüssten darüber Bescheid – diese Unternehmen stellen also mutmaßlich Regeln auf und kümmern sich nicht um deren Umsetzung. 8% geben an,

dass entsprechende Prozeduren in Planung seien, weitere 16%, dass dergleichen nicht einmal geplant sei. Ebenfalls bemerkenswert: 24% der Befragten antworteten hier mit „Weiß nicht“ – damit kommen also bei zwei Dritteln der Befragten keine Standardverfahren beim Verlust eines Mobiltelefons zuverlässig zur Anwendung. Die Pointe da-

Wenig Schadensbewusstsein Mobiltelefone sind zwar zum Standardwerkzeug geworden, stellen aber dennoch ein Sicherheitsrisiko dar. Die Vorkehrungen, die Unternehmen und Mitarbeiter gegen Verlust und Diebstahl (und die damit verbundenen Gefahren) treffen, sind jedoch meist unzureichend. Formelle Prozeduren beim Verlust eines Mobiltelefons sind meist nicht definiert; sind sie dennoch definiert, werden sie häufig nicht an alle Mitarbeiter kommuniziert: Nur 36% der im Rahmen der Studie befragten Personen geben an, dass in ihrem Unterneh-

© Absolute Software

© opentext.de

ECM-Wertung

Digitale Marketing-Trends

Margreet Fortuné, Regional Manager D-A-CH, Benelux & Eastern Europe.

bei: Gleichzeitig halten 70% der Befragten die Sicherheitskultur ihres Unternehmens für strikt.

Keine Prozeduren „Unternehmen und ihre Mitarbeiter nehmen die Risiken des Verlusts eines beruflich genutzten Mobiltelefons noch immer auf die leichte Schulter“, kommentiert Margreet Fortuné, Regional Manager D-A-CH, Benelux & Eastern Europe bei Absolute Software, die Ergebnisse der Studie. „Rund zwei Drittel der Unternehmen haben laut unserer Erhebung keine Verfahren für den Umgang mit Schadensfällen sicher verankert. Das ist überaus fahrlässig, denn in solchen Fällen ist eine schnelle Reaktion unerlässlich, beispielsweise durch die Remote-Sperrung eines Accounts. Wenn aber zugleich die überwiegende Zahl der Befragten der Sicherheitskultur ihres Unternehmens trotzdem ein gutes Zeugnis ausstellen, so zeigt das, wie schwach das Problembewusstsein hier ausgeprägt ist.“ www.absolute.com/de


Fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 14. März 2014

medianet technology – 57

EVOtech Mit dem EVOlizer hat das Unternehmen einen 3D-Drucker zur Modell- und Prototypenherstellung vorgestellt

Das Gerät soll die Lücke zwischen Einstiegsgeräten für Bastler und teuren Industriedruckern auffüllen.

Gute Rechnung

© usp.gv.at

Eigenentwicklung: der 3DPrinter aus Oberösterreich

USP Erfolgreicher Start

E-Rechnungslegung über das ­Unternehmensserviceportal.

Chris haderer

Wien. Der Bund freut sich über die Einführung der e-Rechnung. Seit Anfang des Jahres müssen Unternehmen, die mit dem Bund Geschäfte machen, ihre Rechnungen in strukturierter elektronischer Form stellen. Anfang März ist beim Bund die 100.000ste e-Rechnung eingegangen. Täglich werden bis zu 6.000 e-Rechnungen an Bundesdienststellen wie Polizei, Gerichte, Bundesschulen oder Ministerien übermittelt. Der Bund rechnet mit Einsparungen von 7 Mio. € jährlich; die Wirtschaft soll pro Jahr rund 15 Mio. € sparen, so die Prognose.

Seewalchen/Wien. Der Bereich des 3D-Printings hält zwar noch nicht Einzug in den Massenmarkt – er animiert die Hersteller aber bereits zu einer Reihe von neuen Produkten. Eines kommt aus Seewalchen am Attersee, nämlich der „EVOlizer“ der Firma EVOtech. Dabei handelt es sich um einen 3D-Printer, der durch sein Druckverfahren rasch und punktgenau dreidimensionale Anschauungsmodelle und Prototypen für den professionellen Einsatz erstellen kann. „Der EVOlizer hat das Potenzial, die Arbeitsabläufe insbesondere von Architektur- und Designbüros, aber auch von Produktentwicklern zu revolutionieren“, sagt Geschäftsführer Markus Kaltenbrunner über die Eigenentwicklung. „Das Interesse an den Geräten – die ersten wurden bereits ausgeliefert – ist groß.“

Einmalige Registrierung „Mit der e-Rechnung an den Bund wurde ein neues Angebot für die Unternehmen geschaffen, rascher und sicherer mit der Bundesverwaltung ihre Rechnungen abzuwickeln“, sagt Gerhard Popp, Sektionschef für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie EGovernment im Bundesministerium für Finanzen. „Mit diesem Service sollen die Unternehmen ermutigt werden, elektronische Rechnungen auch im B2B-Bereich anzuwenden, um so die Kostenvorteile der e-Rechnung lukrieren zu können.“ Um elektronische Rechnungen einbringen zu können, ist eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal (USP) erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die Anwendung „eRechnung an den Bund“ am Unternehmensserviceportal direkt online erfasst oder sofort hochgeladen werden. w ww.usp.gv.at

„Der EVOlizer ermöglicht den Einsatz im unmittelbaren Arbeitsbereich, also am Schreibtisch, im Büro, im Labor oder in der Werkstatt“, sagt Kaltenbrunner. „Die Geräusch- und Geruchsentwicklung ist durch das geschlossene Gehäuse sowie das integrierte Filtersystem vergleichbar mit herkömmlichen Laserdruckern. Ausgangsbasis für die Modellerstellung ist eine CAD-Datei im STL-Format, die aus allen gängigen CADProgrammen exportiert werden kann. Die Druckdatenaufbereitung geschieht über die im Lieferumfang enthaltene Software.“ Für Kaltenbrunner steht die einfache Bedienung und die Möglichkeit, den 3D-Drucker im unmittelbaren Arbeitsbereich einzuset-

© EVOtech

Einfache Bedienung

Markus Kaltenbrunner, Geschäftsführer der Firma EVOtech mit dem in Oberösterreich entwickelten 3D-Drucker.

zen, im Vordergrund: „Entwickelt wurde der EVOlizer mit der Motivation, die Entwicklungszyklen in Unternehmen zu beschleunigen und die Lücke zwischen den Einstiegs-3D-Druckern für die Bastlerszene und jenen der Industrieanwender, die jenseits der 20.000 Euro kosten, zu schließen.“ Der in Oberösterreich entwickelte Drucker kann Bauteile aus Kunststoff bis zu einer Breite von

270, einer Tiefe von 210 und einer Höhe von 210 Millimetern erstellen. Das macht ihn über den Bastlermarkt hinaus für kleine Betriebe zur Prototypenerstellung interessant.

Geringe Kosten Insgesamt 2.000 EVOlizer will Markus Kaltenbrunner in den ersten drei Jahren absetzen.

Die Anschaffungskosten für einen EVOlizer liegen bei etwa 8.000 €, inklusive einem ersten Satz Verbrauchsmaterialien. Ein dreidimensional ausgedrucktes Objekt kostet laut EVOtech zwischen fünf und zehn €. Als Druckmaterial für die Objekte werden Polyactide (PLA) und Acrylnitril-ButadienStyrol (ABS) eingesetzt, wobei zwischen 15 Materialfarben gewählt werden kann. www.evo-tech.eu

The Dash Crowdfunding

T-Systems Der Provider kooperiert mit dem Start-up CipherCloud hinsichtlich sicherer Datentransfers in der Cloud

Smarter Sound

Verschlüsselte Datenablage in der Wolke sind. Die Telekom unterstützt CipherCloud, das mit einem Gateway zur verschlüsselten Datenablage in der Wolke bereits 2,5 Mio. Geschäftskunden weltweit betreut, mit Kapital ihres T-Venture-Fonds. Die Beteiligung soll einerseits als Beleg für die Strategie der Telekom

dienen, gemeinsam mit Partnern innovative Lösungen schneller in den Markt zu bringen. Andererseits soll sie das Engagement für Datensicherheit und Datenschutz unterstreichen. Eine Lösung aus der Kombination von CipherCloud mit Salesforce wurde diese Woche auf der CeBit 2014 von der Deutschen Telekom präsentiert.

© T-Systems

Salesforce-Verschlüsselung

Die Deutsche Telekom und T-Systems arbeiten jetzt mit CipherCloud zusammen.

T-Systems kann in Zukunft die CipherCloud-Server für Großkunden einrichten und betreiben. Unternehmen, die bisher aus Datenschutzgründen vor der CloudNutzung zurückgeschreckt sind, soll nun ein neuer Anreiz für die Nutzung dieser Dienste geboten werden. Das CipherCloud-Gateway verschlüsselt Daten beispielsweise beim Einsatz von Salesforce so, dass sie sowohl auf dem Weg in die Cloud als auch in der Cloud selbst geschützt sind. CipherCloud ermöglicht damit die sichere Nutzung und volle Kontrolle von Daten in privaten, hybriden und öffentlichen Cloud-Applikationen und

soll Datenschutz- und Regulierungsbedenken in Luft auflösen. Das Verschlüsseln beeinflusst weder Datenstruktur noch den Betrieb.

Schützenswerte Daten Die Nutzer der CipherCloud entscheiden selbst, welche Daten für welche Anwendung schützenswert sind und verschlüsselt werden sollen. Möchte ein Unternehmen etwa seine Salesforce-Daten sichern, lässt es sie über das Gateway laufen. Dieses verschlüsselt die Daten automatisch und in Echtzeit, bevor sie in die Cloud gelangen. Das Entschlüsseln erfolgt erst, wenn ein autorisierter Mitarbeiter die Daten aus der Cloud abruft und der Rückversand abgeschlossen ist. Somit bleiben die Informationen vor fremdem Zugriff geschützt, egal, wo Unternehmen sie verarbeiten oder speichern. Die sensiblen Informationen bleiben auch den CloudAnbietern verborgen, selbst wenn diese nicht an die strengen deutschen Datenschutzbestimmungen gebunden sind. www.t-systems.at

© Bragi

Bonn/Wien. Die Deutsche Telekom und CipherCloud wollen Cloud Computing für Unternehmen jetzt sicherer machen. Das Start-up und der Cloud-Anbieter können die Daten so verschlüsseln, dass sie sowohl auf dem Weg in die Cloud als auch in der Cloud selbst geschützt

Smarter Kopfhörer bei Kickstarter.

München/Wien. Die Münchener Firma Bragi hat eine Crowdfunding-Kampagne für The ­Dash auf dem Kickstarter-Portal gestartet. Die ersten Wireless Smart Headphones der Welt haben einen eingebauten Audioplayer mit 4GB (Musik kann auch via Bluetooth vom Handy wiedergegeben werden), ein eingebautes Mikro zur Verwendung als Headset und sie messen Biowerte (Herzfrequenz, Trittfrequenz, etc.). Die Kickstarter-Kampagne spielte mehr als 100.000 USD (ca. 72.100 €) in den ersten 24 Stunden ein. Ausgeliefert werden soll das Gerät im Oktober, via Kickstarter sind Reservierungen möglich. kickstarter.bragi.com


Tool s & serv i c es

58 – medianet technology

Test Das QV1030 von Gigaset zeichnet sich durch solide Hardware und ein annehmbares Preis-/Leistungsverhältnis aus

short

© Philips

Neue Diktiergeräte mit vielen Zusatzfunktionen

Business Intelligence für Office-Anwendungen Wien. Mit Power BI für Office 365 erweitert Microsoft die Palette an Business IntelligenceTools um zahlreiche Innovationen und stellt sie erstmals über die Cloud zur Verfügung. Power BI für Office 365 sammelt und verarbeitet Daten, die anschließend in Form leistungsfähiger, interaktiver Visualisierungen dargestellt werden. Reports lassen sich binnen weniger Sekunden erstellen, mittels Geodaten in 2D und 3D darstellen und anschließend über mehrere Geräte hinweg freigeben. www.powerbi.com

Wenig Software Stichwort Praxis: Das QV1030 wird mit Android 4.2.2. (Jelly Bean) ausgeliefert – und mehr oder weniger ist es das auch, was man nach dem ersten Einschalten des Geräts vorfindet. Installiert sind eine Reihe von Standard-Apps aus dem

Schlank, ansprechende Optik und zufriedenstellende Performance-Daten: Das QV1030 ist ein 10-Zöller für die Verwendung im Alltag.

Gute Kompatibilität Von der Optik her präsentiert sich das Gerät im aloxierten Aluminium-Outfit und hinterlässt einen angenehmen Eindruck. Bluetooth 4.0 sowie USB OTG (On-the-go, erlaubt den universellen Betrieb von Peripheriegeräten) und eine integrierte GPS-Funktion sorgen für Kontakt mit der Umgebung – flankiert von einem Dualband WLAN mit 2.4Ghz oder 5Ghz (Modelle mit Mobilfunk sind vorerst noch nicht geplant – Gigaset hat allerdings vor, in Bälde auch in diesen Markt einzusteigen). Der integrierte Speicher von 16GB kann über einen microSDHC-Kartenslot um bis zu 32GB erweitert werden. Insgesamt ist das QV1030 ein solides Tablet – von den Leistungsdaten her allerdings nicht in Sphären angesiedelt, in denen Sony beispielsweise mit dem Xperia Z2-Tablet segelt. Das Preis-/Leistungsverhältnis hingegen stimmt: Das QV1030 ist ein gutes Tablet für den Alltagsgebrauch, bei dem nicht viel schiefgehen kann. Ein legitimer Wunsch ist allerdings eine etwas bessere Softwareausstattung. www.gigaset.com

© Gigaset

Wien. Der telefonierenden Menschheit ist Gigaset in erster Linie als Hersteller von DECT-basierenden Schnurlosgeräten ein Begriff. Da der Festnetztelefoniemarkt allerdings rückläufige Zahlen aufweist, hat sich das Unternehmen schon im Vorjahr einige weitere Standbeine auserkoren. Eines ist die „Gigaset Elements“-Linie, ein einfaches Hausüberwachungssystem mit DECT-Technologie. Eine weitere neue Produktlinie stellen – nach dem Android/DECTSchnurloshybriden „SL930A“ – auf dem Android-Betriebssystem aufsetzende Tablets dar. Die Krone der Gigaset-Schöpfung ist zurzeit das QV1030 (369,95 €), ein Tablet mit 10,1“-Bilddiagonale mit 2.560 x 1.600 Pixel Auflösung. Angetrieben wird es von einem Quad Core-Prozessor (1.8GHz Nvidia T40S Cortex A15). Weiters an Bord sind Stereo-Sound und eine acht Megapixel Kamera (1.080p, HD) mit Dual-LED-Flash auf der Rückseite (die Frontkamera bringt es auf 1,2 Megapixel (720p, HD). Der „Tank“ des Geräts besteht aus einem 9.000 mAh-Akku, der es laut Herstellerangabe auf 240 Stunden Standby, acht Stunden Internetsurfen, sieben Stunden Videound 65 Stunden Audiowiedergabe bringt. Die Handbuchwerte liegen recht nah bei der Wahrheit, wie der Praxistest zeigte.

Playstore von Google, aber keine eigens für das Gerät entwickelten Anwendungen. Im Vergleich zum Mitbewerb aus dem Samsung/ Sony-Lager präsentiert sich das Gigaset-Tablet softwareseitig recht nackt – spezielle Dienste und Apps für das Gerät (wie sie in Form von Hubs, Stores oder Downloaddiensten auch von Samsung, Sony, Acer und anderen betrieben werden) sind vorerst nicht geplant. Hergestellt werden die Tablets übrigens vom Taiwanesen Quanta Computer, der unter anderem auch Acer, Dell, HP und Apple beliefert.

© Chris Haderer

Chris haderer

Wien. Speech Processing Solutions hat neue digitale Sprachaufnahmegeräte der Philips Reihe Pocket Memo auf den Markt gebracht. Die Geräte der 6.000er und 7.000er-Serie sind auch als Diktier- und Transkribier-Set verfügbar. Sie besitzen zwei eingebaute Stereomikrofone, die für Spracherkennungsaufträge genutzt werden können. Der Klassik-Modus der Philips Pocket Memo 7.000-Serie vermittelt den Benutzern das „Look and Feel“ eines analogen Geräts. „Einige Benutzer ziehen analoge Diktier-Recorder, die auf Minikassetten basieren, digitalen Lösungen vor, weil sie ihnen ihrer Auffassung nach vertraut und leichter zu benutzen sind“, sagt Thomas Brauner, CEO von Speech Processing Solutions. „Deshalb entwickelten wir den Klassik -Modus, der es ihnen ermöglicht, den neuen Pocket Memo in gleicher Weise zu benutzen wie einen analogen Recorder.“ www.philips.com/dictation

Eduard Schmidhofer, Country Manager von Gigaset Österreich, bei der Vorstellung der Gigaset-Tabletlinie: „Dieses Jahr werden noch weitere Modelle kommen.“

Ricoh Drei neue mobile DLP-Systeme fetten das Ultra-Kurzdistanz-Projektoren-Portfolio des Herstellers kräftig auf

Kurzdistanz-Projektoren für kleine Räume © Hauppauge

Kleiner USB-Stick für den HD-TV-Empfang

Wien. Die Hauppauge Digital Inc-Niederlassung PCTV Systems Sarl hat das Produkt PCTV DVB-S2 Stick (461e) eingeführt, einen HD Digital-SatTV Empfänger, designed für Windows und Linux-Systeme. Der PCTV 461e kann freie (unverschlüsselte) HD Digital-SatTV-Programme in Europa und im Mittleren Osten von Astra und Eutelsat sowie FreesatDienste im Vereinigten Königreich empfangen. www.pctvsystems.com

Schlankes Android-Tablet für den täglichen Einsatz

Dieses Jahr will der durch DECT-Telefone bekannte Hersteller noch weitere Tablet-Modelle veröffentlichen.

Digitale Diktiergeräte mit analogem Look & Feel für einfaches Handling.

Kleiner Stick für große Bilder: HDFernsehen aus dem USB-Stecker.

Freitag, 14. März 2014

Wien. Mit den mobilen Ultra-Kurzdistanz-Projektoren PJ WX4141, PJ WX4141N und PJ WX4141NI präsentiert Ricoh drei neue DLPSysteme, die sich insbesondere für kleine Räume anbieten. Durch integrierte Lautsprecher und umfangreiche Konnektivität sind die 3D-fähigen Projektoren in unterschiedlichen Bereichen wie Unternehmen, Schulen und Universitäten oder in Freizeiteinrichtungen wie Museen, Restaurants und Bars einsetzbar.

Interaktives Arbeiten Die Modelle projizieren aus einer Distanz von 11,7 bis 24,9 Zentimetern ein Bild von 48 bis 80 Zoll. Mit einer WXGA-Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, einem Kontrastverhältnis von 5.000:1 und 3.300 Lumen erzeugen die Projektoren auch in hellen Räumen ein lebendiges und scharfes Bild. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise und dem geringen Gewicht von drei Kilogramm sind sie ideal für die mobile Verwendung, etwa bei Präsentationen außerhalb des Unternehmens oder

bei spontaner Zusammenarbeit in kleinen Meeting-Räumen. Für den ortsgebundenen Einsatz gibt es die Option der Wand- beziehungsweise Deckenmontage für mehr Sicherheit. Neben je einem standardmäßigen HDMI- und Audioeingang verfügen die Modelle PJ WX4141N und PJ WX4141NI über einen USB-Anschluss für das Präsentieren ohne PC, kabelgebundenes LAN und WLAN. Durch die Unterstützung von DLNA- und UPnPStandards kann der PJ WX4141N zudem Material von Smartphones und digitalen Medienservern projizieren. Eine QuickProjection-Funktion hilft zusätzlich beim unkomplizierten Aufbau Neue mobile Ultra-Kurzdistanz-Projektoren von Ricoh: handlich und energie­sparsam.

einer Verbindung mit einem LANbeziehungsweise WLAN-tauglichen Gerät. Für interaktives Arbeiten bietet der PJ WX4141NI die Möglichkeit, die Projektion als Whiteboard zu nutzen. Spontane

© Ricoh

­ eichnungen oder Notizen lassen Z sich somit schnell zu projizierten Bildern hinzufügen. Für die Nutzung der integrierten Interaktivität sind keine Einstellungen oder weitere Anschaffungen erforderlich. Zusätzlich lässt sich der PJ WX4141NI einfach mit weiteren Ricoh-Projektoren oder dem Ricoh Interactive Whiteboard an verschiedenen Standorten verbinden. Dank Energiesparfunktionen wie dem Eco-Modus werden die Lampenleistung und der Stromverbrauch der Modelle um ein Drittel reduziert; das verlängert die Lebensdauer der Lampe von 3.500 auf 5.000 Stunden. Außerdem kann mit der automatischen Ein-/ Aus-Funktion der Zeitpunkt zum Abschalten des Geräts festgelegt werden. Auch das wirkt sich positiv auf die CO2Emission aus. www.ricoh.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 14. märz 2014 – 59

Festo hat drei Supraleiter-Lösungen für die Automatisierung entwickelt Seite 61

Güter wie daten senden

Forscher der TU Graz entwickeln modularen Behälter für physikalisches Internet Seite 64

übernahme Dr. collin kommt zu NGR

© NGR

© Festo

neue möglichkeiten

© Landschützer

industrialtechnology Chemieindustrie ist in Übernahmelaune

Logistiksysteme Individuell für Sie!  Planung  Konzeption  Realisierung

www.jungheinrich.at

short

M&A-Aktivitäten steigen Vor allem US-amerikanische und asiatische Chemie­ unternehmen werden heuer verstärkt auf Einkaufstour gehen. Im Fokus stehen dabei vor allem Hersteller von Spezial- und Feinchemie. Seite 60 Jetter AG Portfolio von Servomotoren wird erweitert

TGW Group Technik aus OÖ international gefragt

Die neue Produktreihe ermöglicht ­platzsparende Maschinenkonzepte.

Ludwigsburg. Jetter erweitert sein Produktspektrum um die Servomotoren JHN. Diese zeichnen sich vor allem durch platzsparende Bauweise und Abmessungen sowie ein hohes Drehmoment aus und eignen sich daher speziell für den Einsatz in sehr kompakt konstruierten Maschinen. „Möglich ist dies durch eine automatisierte Segment-Wickeltechnik und einen optimierten Motoraufbau”, so Gunther Raila, Produktmanager bei Jetter. „Mit unseren JHNMotoren können Anlagen und Maschinen flexibler geplant und deutlich kleiner dimensioniert werden.“ www.jetter.de

Automatisches Kleinteilelager

© TGW Group

Kompakt und leistungsstark

© Jetter/Jöerg Eberl

Wien. Die jährliche Konjunkturerhebung unter den über 300 Mitgliedsunternehmen des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie zeigt eine anhaltende Stagnation des Sektors. Nach dem leichten Plus von 0,22% 2012 sank der Umsatz 2013 um 0,91% auf 3,35 Mrd. €. Lediglich in vier Branchen gab es Zuwächse, den größten mit 15,68% verzeichnete die hochspezialisierte Feinkeramische Industrie (gesamt 220 Mio. €). Die Schotterindustrie erzielte ein Plus von 7,42% (128 Mio. €), die Sand- und Kiesindustrie kam auf ein Wachstum von 4,6% (158 Mio. €) und die Transportbetonindustrie schloss das Jahr mit einem leichten Plus von 0,6% (379 Mio. €) ab. „Die ersten zwei Monate sind gut gelaufen. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen und vor allem die Infrastrukturprojekte wie geplant umgesetzt werden, hoffen wir heuer auf einen leichten Zuwachs”, so Andreas Pfeiler (Bild), GF des Fachverbands, zu den Erwartungen der Branche. www.wko.at

© Borealis

© FV d. Stein- u. Keramischen Ind./APA/Preiss

Hannover. Laut einer aktuellen Analyse der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) behält China zwar bei der Produktion Seltener Erden seine enorme Marktmacht, verliert aber langsam Anteile. Kamen 2010 noch 97,6% der Hightech-Metalle aus der Volksrepublik, so liege die Quote 2013 „nur” noch bei 92,1%. Vor allem im Zuge des starken Preisanstiegs 2011 wurde verstärkt nach Quellen außerhalb Chinas gesucht – weltweit seien dabei über 440 neue Vorkommen entdeckt worden, darunter im sibirischen Tomtor, das aktuellen Daten zufolge die derzeit weltgrößte Lagerstätte von leichten Seltenen Erden ist. www.bgr.bund.de

Automatisches Kleinteilelager von TGW für die Versorgung der Produktion.

Wels. Die französische Niederlassung des OÖ Intralogistikers TGW wurde von SEW Usocome mit der Planung und Errichtung eines automatisches Kleinteilelagers für die Produktion beauftragt. Die Anlage wird 20.000 Stellplätze umfassen und von zehn Kommissionierern mit Doppelantrieb und Kombi-Teleskop bedient. Das gesamte Materialfluss- und Lagersystem wird durchgängig mit Antrieben von SEW ausgestattet, die Steuerung der Fördertechnik kommt von TGW. Die Montage startet im Mai, der Nutzungsbeginn ist für Jänner 2015 geplant. www.tgw-group.com


c ov e r

60 – industrialtechnology

kommentar

Bühne für junge Ingenieure

Freitag, 14. März 2014

Aktuelle Umfrage Mehr als die Hälfte der Branchenexperten erwartet heuer mehr Übernahmen und Beteiligungen

Globale Chemieindustrie setzt verstärkt auf M&A Unternehmen im Bereich Spezial- und Feinchemie sind besonders beliebte Transaktionsziele. britta biron

britta biron

M

Düsseldorf/Wien. Nachdem die Zahl der Übernahmen und Beteiligungen in der Chemiebranche im Vorjahr schon gestiegen ist (zahlenmäßig um 8 Prozent, wertmäßig um 47 Prozent), ist einer aktuellen Umfrage von A.T.

echatronik ist mittlerweile als Disziplin nicht nur etabliert, sondern zu einem maßgeblichen Faktor für die Industrie geworden. Um ihren hohen Stellenwert sowie auch die beachtlichen Leistungen, die auf diesem Gebiet erbracht werden, ins Rampenlicht zu rücken, haben IV OÖ, der Österreichische Ingenieurund Architektenverein OÖ, der Mechatronik-Cluster und das Linz Center of Mechatronics den Internationalen Mechatronik Preis ins Leben gerufen. Heuer wird diese Auszeichnung bereits zum neunten Mal vergeben. Einreichen können Absolventen von Fachhochschulen, von österreichischen Universitäten sowie PartnerUniversitäten des ACCM und der ACCM Community, die ihr Studium zwischen 2012 und 2014 mit dem akademischen Grad „Dipl.-Ing./MSc“ oder „Dr. techn./PHD“ mit der Note „sehr gut” abgeschlossen haben und deren Diplom-/Masterarbeiten oder Dissertationen sich wesentlich mit mechatronischen Fragestellungen beschäftigen. Zudem sind oberösterreichische HTLs eingeladen, sich mit herausragenden Matura-/ Abschlussklassenprojekten für den MEC zu bewerben. Und die OÖ Industrie vergibt auch heuer wieder einen Sonderpreis für die Arbeit, bei der die Expertenjury den höchsten praktischen Nutzen für die Industrie sieht.

Auch die Expansionspläne vieler asiatischer Firmen, die durch Übernahmen in westlichen Ländern wachsen wollen, und das

voestalpine Neues Werk

45 Mio.-Euro-Projekt eröffnet Graz als österreichisches Best Practice-Beispiel für interdisziplinäre Forschung

Der neue Standort der Metal ­Forming Division in Südafrika.

Wien. Der voestalpine-Konzern setzt weiter auf Internationalisierung und eröffnete vor Kurzem einen neuen Standort seiner Metal Forming Division im südafrikansichen East London. In dem neuen Werk, das in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten namhafter Automobilherstellern liegt, werden hochkomplexe Karosserieteile, wie beispielsweise pressgehärtete Querträger sowie Aluminium-Komponenten für Pkw-Türen, hergestellt. Der neue Standort soll mit 30 Mitarbeitern künftig etwa 10 Mio. Euro pro Jahr erwirtschaften. www.voestalpine.com

esse im Spezialitäten­ bereich hat unweigerlich höhere tungen zur Folge.“ thomas rings partner bei a.t. kearney

© Borealis Group

Unternehmensbewer-

Der niederländische Spezialchemiehersteller DEX Plastomers gehört seit dem Vorjahr zur österreichischen Borealis-Gruppe.

Kearney zufolge heuer mit einer weiteren Steigerung zu rechnen. Mehr als die Hälfte der befragten Chemieunternehmen und Investmentbanken erwartet, dass die M&A-Aktivität 2014 zunehmen wird, nur drei Prozent der Befragten erwarten einen Rückgang. Grund dafür ist die hohe Liquidität vieler Chemieunternehmen und die neue Stärke der US-amerikanischen Chemieindustrie, die vom Zugang zu kostengünstigen Rohstoffen profitiert.

Streben westlicher Firmen nach Zugang zu Wachstumsmärkten, vor allem in Asien, werden sich positiv auswirken.

Spezial- und Feinchemie Joachim von HoyningenHuene, Partner in der Chemie und Öl Practice von A.T. Kearney und Leiter der Studie, erläutert: „Die Deal-Pipeline für 2014 ist bereits heute gut gefüllt, vor allem auch, weil einige führende Chemieunternehmen wie etwa Dow Chemical, DuPont und Ashland bereits signifikante Umstrukturierungen ihres Geschäftsportfolios angekündigt haben.“ Insgesamt wurden im Vorjahr weltweit knapp 52 Mrd. € in Fusi-

USA & Asien

onen und Übernahmen investiert, acht Prozent davon entfielen auf Zielunternehmen in Deutschland. Immer beliebter sind dabei Transaktionen im Spezialitätenund Feinchemikaliensektor geworden. So hat im Vorjahr etwa die österreichische Borealis-Gruppe die niederländische DEXPlastomers übernommen. Das globale DealVolumen hat in diesem Bereich seit 2001 um über fünf Milliarden Euro zugelegt. Thomas Rings, Partner bei A.T. Kearney und Co-Autor der Studie, erklärt: „Dies spiegelt das wachsende Interesse westlicher und asiatischer Firmen an diesen Produkten wider. Die Firmen wollen zum einen von höheren Margen und einer geringeren Zyklizität

profitieren, die für Spezialchemikalien charakteristisch sind. Zum anderen versuchen sie, in verschiedenen Spezialitätensegmenten Größenvorteile aufzubauen. Der zunehmende Wettbewerb um Akquisitionsziele im Spezialitätenbereich hat unweigerlich höhere Unternehmensbewertungen zur Folge.“ Inwiefern auch österreichische Unternehmen heuer im globalen M&A-Geschäft mitmischen, könne, so Johann Pummer vom Fachverband Chemische Industrie der Wirtschaftskammer, derzeit noch nicht gesagt werden. „Konkrete Informationen zu eventuell geplanten Maßnahmen liegen uns im Moment noch nicht vor.” www.atkearney.de

Neues Chemiegebäude an der Uni Graz Graz. Um rund 45 Mio. Euro wurden an der Universität Graz der Standort für die Chemie am Universitätsplatz 1 generalsaniert. Anfang der Woche wurde der aus zwei Gebäuden bestehende Komplex für 1.600 Studierende und 110 Forscher von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Forschungs-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und Uni GrazRektorin Christa Neuper offiziell eröffnet.

bereich und das neue ChemieGebäude ist ein sichtbares Symbol dafür“, erklärte Edlinger-Ploder.

Vorteile für Wirtschaft „Eine gemeinsam genutzte Infrastruktur bündelt Ressourcen und steigert den Austausch zwischen den Wissenschaftern dreier Universitäten. Durch die interdiszipli-

näre Zusammenarbeit werden innovative Forschungsergebnisse gefördert. Damit kann beispielsweise die Entwicklung maßgeschneiderter Medikamente vorangetrieben werden. Gleichzeitig verbessern wir die Situation für unsere Studierenden. So stehen 70 neue Lernplätze und 200 Labor-Plätze zur Verfügung“, ergänzt Neuper. „Gerade unter schwierigen bud-

In dem Gebäude ist auch das neue Central Lab for Environmental, Plant and Microbial Metabolomiks der NAWI Graz untergebracht, dem interuniversitären Zusammenschluss zwischen Uni Graz und TU Graz sowie dem Forschungsverbund „BioTechMedGraz“, der 2011 von der Uni Graz, der Medizinischen Universität und der TU Graz initiiert wurde. „Seit nunmehr zehn Jahren setzt diese Zusammenarbeit der Uni Graz und der TU Graz Maßstäbe im heimischen Wissenschafts-

getären Rahmenbedingungen können die Bündelung vorhandener Ressourcen und die gezielte Profilbildung entscheidende Wettbewerbskriterien für unsere Hochschulen sein”, so Mitterleh-

„Diese gemeinsam genutzte Infrastruktur bündelt Ressourcen

Synergien nutzen

und steigert den Austausch zwischen den Wissenschaftern.“ Christa Neuper, Karl-­ Franzens-Universität Graz © Uni Graz/Lunghammer

© voestalpine

Expansion

„Das steigende Inter-

v.r. Reinhold Mitterlehner, Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, Uni Graz-Rektorin Christa Neuper und Hans-Peter Weiss, GF der Bundesimmobiliengesellschaft.

ner, der auch ein Sonderbudget für weitere universitäre Bauvorhaben in der Steiermark in Höhe von 47,9 Mio. Euro ankündigte. www.uni-graz.at


i nn ovati on & u nte r ne h m en

Freitag, 14. März 2014

industrialtechnology – 61

No Touch Festo zeigt auf der Hannover Messe Supraleiter-Anwendungen

Schwebezustand Technologie bietet neue Möglichkeiten für Automatisierungsaufgaben. Wien. Supraleiter haben faszinierende Eigenschaften: Werden sie auf eine bestimmte Temperatur gekühlt, verlieren sie ihren elektrischen Widerstand und können das Feld eines in ihrer Nähe positionierten Permanentmagneten „einfrieren“ und ihn damit in einem bestimmten Abstand zum Supraleiter fixieren.

Der dadurch entstehende stabile Luftspalt ermöglicht die berührungslose Lagerung und Bewegung von Objekten ohne Regelungstechnik und ohne Reibungsverluste. Festo erforscht seit mehreren Jahren die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der SupraleiterTechnologie für die Automatisierungstechnik und wird auf der diesjährigen Hannover Messe drei neuartige Anwendungskonzepte vorstellen. Beim SupraHandling 2.0 bewegt sich ein schwebender Schlitten über zwei 2,5 m lange Magnetschienen, der mit drei Kryostaten mit Supraleitern versehen ist. Das komplette System kann bis zu 180 Grad um seine Längsachse gedreht werden, wodurch der Schlitten auch senkrecht oder über Kopf hängend fahren kann. Das SupraHandling 2.0 demonstriert so eine stabile, berührungslose Lagerung, die beispielsweise den schwebenden Transport von Objekten in der Produktion ermöglichen könnte.

© Festo (2)

Reibungslos

Beim SupraHandling 2.0 schwebt der Schlitten über den beiden Magnetschienen.

Zusätzlich demonstriert das Exponat, wie schwebende Objekte ganz einfach in hermetisch dichte Räume hinein und innerhalb dieser Räume bewegt werden können. Diese Funktion bietet sich etwa für Anwendungen an, in denen mit Gasen oder in einem Vakuum gearbeitet wird.

Kontrollierte Rotation Mit dem SupraChanger überträgt Festo erstmals in einer

Energieeffizient

Schweben & bewegen Mit dem SupraShuttle zeigt Festo die Bewegung eines schwebenden Objekts in alle Raumrichtungen sowie erstmals die Handhabung des SupraleiterElements selbst – der Kryostat mit dem supraleitenden Material wird von einem elektrischen Achssystem an ein zweites übergeben.

Applikation eine Rotationsbewegung kontrolliert und berührungslos auf einen Magneten, der dank Supraleitung schwebt. Das Exponat zeigt diesen Effekt an drei automatisch wechselnden, unterschiedlichen Anwendungen: einer Zentrifuge, einem Mixer und einem schwebenden Rundschalttisch. Ein künftiges Einsatzgebiet dieser Applikationen könnte die Laborautomation sein, bei der oft nacheinander mehrere Bearbeitungsschritte an einem Objekt durchgeführt werden.

SupraMotion kann bis zu 180 Grad um seine Längsachse gedreht werden.

Alle Supraleiter der neuen Exponate zu SupraMotion werden über elektrische Kompressoren mit einer langen Lebensdauer gekühlt. Diese Kühler halten die Temperatur des supraleitenden Materials konstant auf etwa 93 Kelvin (–180 Grad Celsius) bei einem Energie­ bedarf von ca. 12 Watt pro Kryostat. Dadurch können SupraHandling 2.0, SupraShuttle und SupraChanger energieeffizient und zudem auch unabhängig von Kühlmedien wie flüssigem Stickstoff betrieben werden. www.festo.at

Engel Austria Präsentation auf der Chinaplas 2014

Haidlmair Große Pläne

Schwertberg/Shanghai. Mit weiter steigendem Kostendruck rücken Innovationen, Effizienz und Automatisierung auch in Asien immer stärker in den Fokus der Spritzgießverarbeiter. „Automation ist immer häufiger ein integrativer Prozessbestandteil, der extrem wirtschaftliche Fertigungsprozesse ermöglicht und eine konstant hohe Produktqualität sicherstellt. Die Nachfrage nach automati-

Nussbach. Haidlmair, einer der weltweit führenden Hersteller von Spritzgießwerkzeugen für die Produktion von Getränkekisten sowie Lager- und Logistikcontainer, setzt die 2012 begonnene Expansion heuer fort und damit auch im Jahr des 35jährigen Bestehens des Unternehmens auf Modernisierung und Wachstum. „Wir wollen der beste Werkzeugbauer weltweit werden”, formuliert GF Mario Haidlmair kurz und knapp die ambitionierten Zielen seines Unternehmens.

Effizienz ist auch in Asien im Fokus Weiterer Ausbau sierten Systemlösungen nimmt in Asien weiter zu“, sagt Gero Willmeroth, GF Vertrieb und Service von Engel Machinery Shanghai. Wie sich den aktuellen Herausforderungen erfolgreich begegnen lässt, demonstriert der OÖ Spritzgussexperte Engel auf der diesjährigen Chinaplas vom 23. bis 26. April in Shanghai anhand von vier Fertigungszellen. www.engelglobal.com

© Engel

Kontrollierte Rotation

Gero Willmeroth, GF Vertrieb und Service von Engel Machinery Shanghai.

So werden die Produktionsräumlichkeiten modernisiert, die Arbeitsplätze in der Werkzeugmontage sowie der Eingangs- und Empfangsbereich neu gestaltet und auch die Lehrwerkstätte wird ausgebaut. Zudem wird auch der Maschinenpark vergrößert. Insgesamt wird Haidlmair heuer rund 3,5 Mio. € in Modernisierung und Ausbau investieren. Alle Projekte dazu sollen, so der Plan, zur Jubiläumsfeier im Herbst f­ ertiggestellt sein. www.haidlmair.at

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www. HARTING.at


e n e r gi e & r e s sou r c e n

62 – industrialtechnology

© Ja Solar

Neue PV-Module mit mehr Leistung

Ja Solar will mit der Massenfertigung schon im Mai starten.

Shangai. Der chinesische PVModul-Hersteller Ja Solar stellt derzeit bei diversen internationalen Messen eine neue Serie von hocheffizienten PV-Modulen vor. Die Herstellungsverfahren für das monokristalline Percium-Modul und das multikristalline Riecium-Modul wurden von PI-Berlin und Solar-IF geprüft und zertifiziert, die Module selbst sind nach TÜV, SUD und ETL zertifiziert. Das Percium-Modul eignet sich für Dächer auf kleinen und mittleren Wohn- und Geschäftsgebäuden, das RieciumModul auch für Anlagen am Boden und auf Fabrikdächern. Der Start der Massenproduktion ist für Mai geplant. www.jasolar.com

Mittels eines Self-Check-Systems können Unternehmen ihre Projekt-Performance testen. Nicht zuletzt sind die Projektbudgets in der Energiewirtschaft mit durchschnittlich 1,6 Mio. € mehr als doppelt so hoch wie in der Fertigung (650.000 €). Unterm Strich stehen Energieunternehmen also vergleichsweise gut da, nutzen ihr Potenzial aber noch zu wenig. Das könnte bei zukünftigen Entwicklungen auf dem Markt zur Gefahr werden, etwa wenn es zu einer Verschiebung weg vom aktuell günstigen Nachfragemarkt hin zu einem stark umkämpften Wettbewerb kommt.

norbert berger

Kassel. Inwieweit Projekt-Performance und Gewinn zusammenhängen, hat Techconsult in einer Studie für die D-A-CH-Region untersucht. Befragt wurden dazu 550 Personen aus Unternehmen der Branchen Fertigung, Energiewirtschaft und technische Planung und Beratung mit 50 bis 1.999 Mitarbeitern. Aus den Angaben der Teilnehmer der Studie wurden vier Indizes gebildet: Der Project Performance Index (PPI), der die Gesamtperformance in Projektarbeit und Projektmanagement widerspiegelt, der Indexwert für die SoftwareUnterstützung in der Projektarbeit, der Indexwert für den Einsatz innovativer IT-Lösungen (wie z.B. Software-as-a-Service-Einsatz [SaaS] und die Arbeit mit mobilen Endgeräten) sowie der Indexwert für die Projektzielerreichung.

Optimierung erforderlich

Energie schlägt Fertigung

Eine Verbesserung der Projektarbeit kann zum wichtigen Wettbewerbsfaktor werden.

Dabei zeigt sich, dass der PPI in der Energiebranche zwar mit 50 von 100 Punkten deutlich niedriger liegt als jener der Fertigungsindustrie (55 Punkte), dennoch liegt der Anteil der Unternehmen mit steigenden Gewinnen in der Energiewirtschaft mit 27% deutlich über jenem der Fertigungsbranche mit 21%. Dass die Projekt-Performance in der Energiewirtschaft unerheblich für die Wirtschaftlichkeit ist,

bedeute das, so die Studie, aber nicht: Die Energiewirtschaft weist bei ihren Projekten andere Charakteristika auf als die Fertigungsbranche. So ist die Anzahl interner und externer Projektmitarbeiter in der Energiewirtschaft deutlich kleiner, was unter anderem zu einem geringeren Abstimmungsbedarf führt. Auch sind die Produktpalette und der Variantenumfang in der Energiewirtschaft deutlich

© Elke A. Jung-Wolff

promotion

überschaubarer, wodurch sich die Komplexität und den Umfang des Managementprozesses verringern.

Verschenkte Gewinne Außerdem ist die Produktion mit weniger Risiko behaftet als in der Fertigung, die oftmals Hunderte Bauteile von diversen Zulieferern zu genauen Zeiten in festen Reihenfolgen verbauen muss.

3D-Simulation „Aircity“-Projekt startet in Paris

Kartografiert Mehr Planungssicherheit für Investoren

Paris. Airparif (Agentur zur Überwachung der Luftqualität in der Region Île-de-France) und ihre Partner haben im Rahmen des Projekts „Aircity” auf Basis der Zivilverteidigungs-Software PMSS einen Prototypen entwickelt, mit dem sich die Luftverschmutzung in Paris mit einer Auflösung von bis zu drei Metern berechnen lässt. Mithilfe dieses 3D-Simulationsmodells können mögliche Schadstoffbelastungen bei lokalen Bebauungsplänen und Raumplanungen für Stadtteile, die einer besonderen Verschmutzung ­a usgesetzt sind, besser veranschaulicht werden. www.airparif.asso.fr

Graz. Das Land Steiermark hat in Zusammenarbeit mit Kraftwerksbetreibern, Naturschutzorganisationen und Fischereivertretern einen ökologischen Wasseratlas erstellt, in dem insgesamt 6.400 km Fließgewässer in vier Kategorien hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Eignung für den Bau neuer Wasserkraftwerke aufgelistet sind. Damit soll – vor allem vor dem Hintergrund der hohen Planungsksoten – die Rechtssicherheit für Investoren verbessert werden. Ein Ersatz für das Behördenverfahren ist der Wasseratlas allerdings nicht. www.steiermark.at

Luftverschmutzung im Blick

System zeigt die Verteilung und ­Ausbreitung von Schadstoffen.

Markenbotschafter

GREEN BRANDS-COO Norbert Lux: „Für Umsetzung nachhaltiger Ziele“.

Dass bereits Bewegung im Energiesektor ist, zeigen Energiewende, verstärkte Nachfrage nach Erneuerbaren Energien und innovative Entwicklungen und Konzepte wie Smart Grids bereits deutlich an. Die Projekt-Performance in den Griff zu bekommen, könnte daher in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Die bis dato funktionierende, aber ineffiziente Projektarbeit und das damit verbundene Projektmanagement erst in Zukunft zu analysieren und zu verändern, könnte daher zu spät sein. Auf dem PPIPortal www.project-performanceindex.de können Unternehmen ihre Projekt-Performance mithilfe eines Self-Check-Systems berechnen. www.techconsult.de

Wien . 2012 wurden mit der Auszeichnung „GREEN BRAND“ zum ersten Mal Marken des täglichen Lebens geehrt, die auf das zunehmende Bewusstsein der Bevölkerung für mehr Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunden Lebensstil reagieren. Mit bis dato über 50 rot-weiß-roten Preisträgern hat sich das internationale Auszeichnungsverfahren – Made in Austria – in der Alpenrepublik bestens etabliert. Jetzt ging der jeweils zweijährige Validierungsprozess, der maßgeblich von SERI und ALLPLAN entwickelt wurde, mit neu zusammengesetzter Jury in die nächste Österreich-Runde.

„Die Nominierungsphase ist in vollem Gange; über 50 Marken befinden sich bereits in der Validierung“, sagt GREEN-BRANDS-COO Norbert Lux.

Fair, transparent, nachhaltig Zur Erinnerung: Für das Validierungsverfahren können Marken sich nicht selbst bewerben, sondern erst nach der Nominierung – etwa durch Marktforschungsstudien, Jury-Mitglieder, Medienpartner im Nachhaltigkeitsbereich sowie bereits ausgezeichnete GREEN BRANDS selbst – am Prozess teilnehmen. Die Validierungsfragen

Steirischer Wasseratlas

© Österreich Werbung/Udo Bernhart

Wien. Die AC-Rädler Umwelttechnik GmbH entwickelte ein innovatives Reinigungssystem zur effizienten mechanischen Entfernung von Belägen in Rohren von Wärmetauschern, wie sie in der produzierenden Industrie vielerorts im Einsatz sind. Statt Unmengen an Wasser, Hochdruck und Chemie bringt hier ein hydraulischer Bohrer die Industriemaschinen schnell wieder auf Vordermann; teure Stillstandzeiten oder Neuanschaffungen aufgrund von verstopften Rohren können so vermieden werden. Mit dieser Innovation hat es AC Rädler auf die Liste der für den Umweltpreis der Stadt Wien nominierten Unternehmen geschafft. „Umweltschutz macht erfinderisch und weckt Innovationsfreude – das zeigen uns die Einreichungen zum Umweltpreis der Stadt Wien auch dieses Jahr wieder“, so sich Umweltstadträtin Ulli Sima, die den Preis am 18.3. vergeben wird. www.ac-raedler.at

Ungenutztes Potenzial

© dpa/A3417 Ulrich Perrey

Umweltschutz macht erfinderisch

Techconsult-Studie Gewinnsteigerung in der Energiebranche trotz einer nur mäßigen Projekt-Performance

© www.aria.fr/projets/aircity

short

Freitag, 14. März 2014

6.400 Kilometer Fließgewässer wurden für den Wasseratlas analysiert.

GREEN BRANDS 2014: Über 50 Marken stellen sich in Österreich dem Validierungsverfahren. sind auf der Homepage offengelegt, alle Teilnehmer erhalten die Auswertung detailliert dargestellt. Wird die Benchmark (51%) erreicht, gehen die Unterlagen zur finalen Entscheidung an die Jury. „Wir sind gespannt, wer es diesmal schafft und welche Marken ein zweites Mal erfolgreich bestehen“, so Lux. Die grünen Neo-Botschafter werden im November ausgezeichnet und im Buch „GREEN BRANDS Austria 2014“ veröffentlicht.


e n e r gi e & r e s sou r ce n

Studie Ökoinstitut hat den 3D-Druck analysiert

Einsparung ist möglich Auswirkungen der Technik noch wenig erforscht.

industrialtechnology – 63

| BS12-02G |

Freitag, 14. März 2014

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© MakerBot

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Per 3D-Druck lassen sich neue Geometrien materialsparend realisieren.

drucken“ könnte. Dennoch kommt die Studie zu dem Schluss, dass künftig Umweltvorteile durch materialsparendes Design und ressourceneffiziente Herstellung der Produkte zu erwarten sind. So können zum Beispiel besonders leichte Fertigungsteile beispielsweise beim Flugzeugbau hergestellt werden; ihr Einsatz führt dann dazu, dass die Fahr- oder Flugzeuge weniger Treibstoff benötigen. Eine umfassende Bewertung, so die Forscher des Öko-Instituts, sei aber dringend nötig, um die Vorteile, die die 3D-Drucktechnologie für die Umwelt haben kann, besser beschreiben zu können und die Technologie entsprechend weiterzuentwickeln. Details zu einem in Österreich entwickelten 3D-Drucker zeigen wir auf Seite 37. www.oeko.de

herbert strasser

Darmstadt. „Trotz erster praktischer Anwendungen mit der Technik sehen wir heute, dass der 3D-Druck noch in den Kinderschuhen steckt“, fasst Hartmut Stahl, Experte für Stoffstromanalysen am Öko-Institut und Autor einer aktuellen Studie, zusammen. „Gerade bei der Bewertung des Umweltpotenzials für den Klima- und Ressourcenschutz sind noch viele Fragen offen.“

Leichtere Bauteile So seien ein geringerer Materialverbrauch sowie Einsparungen beim Energieaufwand zwar prinzipiell möglich, möglich wäre aber auch, dass Produkte kürzer genutzt würden, wenn man problemlos immer wieder neue Varianten „aus-

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Akquisition Next Generation Recyling & Dr. Collin

Zwei Profis werden ein Team

© NGR

NGR bietet eine breite Maschinen­ auswahl sowie individuelle ­Anpassungen.

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

© Panthermedia.net/ xxlphoto

Feldkirchen/Donau. Anfang März hat die OÖ Next Generation Recyclingmaschinen (NGR) die Mehrheitsanteile an der deutschen Dr. Collin GmbH übernommen. „Betrachtet man den Produktlebenszyklus eines Kunststoffteils, so waren wir bislang unterstützend in den Stufen Produktfertigung und Recycling tätig. Mit den Kompetenzen von Collin erweitern wir unsere Fähigkeiten im Produktdesign – eine entscheidende Stufe zur Ausschöpfung des vollen Potenzials von Kunststoffen – richtungsweisend zum sparsamen Umgang mit endlichen Ressourcen“, so Josef Hochreiter, CEO von NGR.

Kunststoffabfälle werden für die ­Wiederverwendung aufbereitet.

Die Dr. Collin GmbH wird auch innerhalb der neuen Gruppe ihre Eigenständigkeit behalten. Geleitet wird das Unternehmen von Friedrich Kastner, Verkaufsleiter ist Corne Ver­ straten. www.ngr.at

IPC I/O Motion Automation


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

64 – industrialtechnology

Optimierung Neues Analyseverfahren ermöglicht auch ein dynamisches Energieeffizienz-Ranking

short

Markante Sparpotenziale

DHL testet e-Cars für die Postzustellung Bonn. Im Zuge der Erforschung neuer Konzepte für die Stadtlogistik der Zukunft hat DHL gemeinsam mit Partnern wie etwa dem DAI-Labor der TU Berlin ein Pilotprojekt gestartet, mit dem man die Praxistauglichkeit von e-Fahrzeugen für die Postzustellung testen will. Zudem werden mit Partnern wie Mediavita Häuslicher Pflege­ dienst, Dekra oder VDTÜV elektrisch betriebene Fahrzeuge für Patienten- oder Kunden­besuche eingesetzt. www.dhl.de

Projekt „Green Warehouse“ analysierte, wie Energiekosten im Lager gesenkt werden können. Leingarten. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Green Warehouse” hat die Hochschule Mannheim gemeinsam mit der Aberle GmbH sowie Anbietern von Steuerungssystemen, Experten für Gebäudetechnik und Simulation und Betreibern von Logistikzentren an einem branchenübergreifenden Analyseinstrument für die Energieverbrauche der einzelnen intralogistischen Komponenten sowie die Gestaltung eines ganzheitlichen Energieleitstands gearbeitet und ein Demonstrator für energieeffiziente Lagerverwaltungs- und Kommissionierstrategien entwickelt. Dieser wurde kürzlich auf der LogiMat vorgestellt. „Die Energieeffizienz von Logistikzentren muss als logistische Leistung im Bezug auf den Energieeinsatz verstanden und ermittelt werden“, resümiert Achim Aberle,

Weniger Verbrauch „Wir werden die Forschungsergebnisse umgehend in unser Prozess Management-System einfließen lassen und dann einen ganzheitlichen Energieleitstand bereitstellen, mit dem der Energieverbrauch künftig proportional zur logistischen Leistung erfolgt; das senkt die Bedarfe und steigert die Energieeffizienz“, so Aberle weiter. Allein durch veränderte Betriebsstrategien, so die Ergebnisse des Forschungsprojekts, lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 35% erzielen. www.aberle-automation.com

© Nico Pudimat

© Knapp/Doris Sporer

Die stolzen Sieger des diesjährigen Coding Contests bei der Knapp AG.

Chep kann seine Marktposition steigern

Leiter Forschung und Entwicklung der Aberle GmbH. In herkömmlichen Logistikzentren sei dies nicht gegeben. Die Anlagen werden unabhängig von der logistischen Leistung morgens ein- und abends ausgeschaltet.

herbert strasser

Knapp AG erfolgreich auf Talentsuche

Andreas Ebert, Aberle-GF: Erkenntnisse fließen in neue Produkte ein.

BVL Stipendium für den Lehrgang Danube Professional MBA Logistics & Supply Chain Management

Hochkarätiges Fortbildungsprogramm

i© Stefanie J. Steindl

Hart. Der Knapp Coding Contest erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Rund 80 Schüler, Studenten und Praktiker aus unterschiedlichen Bundesländern nahmen am diesjährigen Bewerb teil, und Knapp-Personalleiter Ingo Spörk ortete viel Potenzial unter den Kandidaten: „Die Teilnehmer zeichneten sich durch eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Problemlösungskompetenz aus. Eigenschaften, die nicht nur bei unserem Programmierwettbewerb gefragt sind, sondern auch in der täglichen Praxis. Viele Teilnehmer maßen sich das erste Mal mit Gleichgesinnten außerhalb der Schule und konnten ihre theoretischen Kenntnisse bestens umsetzen.“ www.knapp.com

Freitag, 14. März 2014

Wolfgang Kubesch, GF des BVL Österreich: attraktives Weiterbildungsangebot.

Wien. Der 30. Logistik Dialog der BVL Bundesvereinigung Logistik Österreich (3. und 4. April in der Eventpyramide Wien-Vösendorf) bietet den Teilnehmern neben verschiedenen Referaten und Podiumsdiskussionen zum Leitthema „Logistik total digital – Erfolg durch Vernetzung“, der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises Logis-tik 2014, der Erstpräsentation des neuen Grünbuchs sowie zahlreichen Möglichkeiten zum Netzwerken auch eine besondere Weiterbildungmöglichkeit. Fach- und Führungskräfte können sich exklusiv für das „50 Prozent-Stipendium“ zum Lehrgang Logistics & Supply Chain Management MBA an der DonauUniversität Krems bewerben.

Damit reduzieren sich die Kosten des modularen Lehrgangs von 23.900 auf 11.950 €.

Karrieremöglichkeiten „Die Donau-Universität Krems und die Bundesvereinigung Logistik Österreich verbindet eine jahrelange Ausbildungskooperation. Zahlreiche Absolventen der BVL Logistik Akademie nutzen das Weiterbildungsangebot der Donau Universität zur Vertiefung ihrer Kenntnisse und als Sprungbrett für weitere Karriereschritte. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam diese einmalige Weiterbildungsinitiative anbieten können“, so BVL Österreich-GF Wolfgang Kubesch. www.bvl.at

Nach dem Vorbild des Internets Offene Logistiknetze für den weltweiten Gütertransport der Zukunft

Die Poolinglösung von Chep senkt Kosten und Lieferschäden.

Wien. Sowohl die Spar AG als auch Vöslauer werden ihre Zusammenarbeit mit Chep, einen international führenden Anbieter von Poolinglösungen für Paletten und Behälter, erweitern. Grund dafür sind Vorteile bei Effizienz, Nachhaltigkeit und Sicherheit gegenüber den bisher genutzten, weißen Tauschpaletten und der Umstand, dass die Kosten in der Lieferkette sowie auch die Beschädigungsquote gesenkt werden. „Unsere gepoolte Palettenlösung bietet solide Supply Chain-Vorteile für Unternehmen in ganz Österreich; das erkennen immer mehr Firmen“, freut sich Stefan Jakoby, Country General Manager bei Chep Austria. www.chep.com

Graz. Bislang sind große Warenhändler logistische Einzelkämpfer: Sie betreiben Distributionszentren nur für den eigenen Zweck, haben eine eigene Fahrzeugflotte und ein eigenes System der Warenlieferung. „Diese Individualität ist der Grund, warum das System trotz vieler Bemühungen relativ unflexibel, ineffizient und wenig umweltfreundlich ist“, so Christian Landschützer vom Institut für Technische Logistik der TU Graz. Lkw und Container reisen daher oftmals völlig leer oder nur halbvoll um die Welt. „So zielen alle Bemühungen, die CO2-Belastung im Warenverkehr durch verbesserte Transport-Technologien zu reduzieren, ins Leere.“

los, schnell und flexibel an ihren Bestimmungsort gelangen. Ein genormtes, modulares Behältersystem, synchronisierte Lieferungen, ein gemeinsames Transportnetz und die gemeinsame Nutzung von Ladekapazitäten sollen das bereits in nicht allzu ferner Zukunft wahr werden lassen. „Die physische, digitale und operative Vernetzung der weltweiten

Logistikbranche ist ein Kraftakt. Bis 2030 wollen wir das Ziel des globalen physischen Internets aber erreichen“, so Landschützer, dem mit seinem Team im Rahmen des EU-Projekts Modulushca der erste physische Beitrag auf dem Weg zum physischen Internet bereit geglückt ist: Nach umfassenden Vorentwicklungen wurde der erste Prototyp einer modularen Trans-

­digitale und operative Vernetzung der weltweiten Logistikbranche ist ein Kraftakt, aber

Christian Landschützer TU Graz

Eine Box für alle Fälle Als Lösung des Problems sieht er das „Physical Internet“. So wie im World Wide Web Informationen als Datenpakete durch weitverzweigte, offene Routen geschickt werden, sollen auch Güter in einem weltweiten Logistik-Verbund naht-

„Die physische,

bis 2030 zu schaffen.“

© Landschützer

© Chep

Grazer Forscher schaffen Voraussetzungen

Christian Landschützer, Institut für Technische Logistik an der TU Graz.

portbox im 3D-Verfahren ausgedruckt. Nach den Labortests sollen ab Ende Mai mit insgesamt bis zu 40 weiterentwickelten Prototypen in zwei verschiedenen Größen erste Tests im realen Warenumlauf stattfinden, konkret mit einem großen Konsumgüterproduzenten, der Supermärkte mit Waren wie Körperpflegeprodukte, Reinigungsmittel und Co. beliefert. www.tugraz.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 14. märz 2014 – 65

© Bgld. LMS

gesundheitsressort-paket

In Bad Tatzmannsdorf werden Kurzurlauber mit Special Packages angelockt Seite 66

© VI Hotels & Resorts

destination vienna international

VI Hotels feierten am Rand der ITB Berlin im andel’s ihr 25jähriges Bestehen Seite 68

linz ist cool georg steiner holt touristen © LinzTourismus

Ganzjahrestourismus muss forciert werden

© Lotus Travel Service

short

© Flughafen Wien/Pepo Schuster

München. Beim deutschen Asien-Reiseveranstalter Lotus Travel Service erhalten Kurzentschlossene bis zum 31. Mai zehn Prozent Preisnachlass auf alle Rundreisen, Reisebausteine und Strandhotels in Thailand. Weltenbummler haben beim Sightseeing & More-Programm z.B. die Gelegenheit, Außergewöhnliches zu erleben: „Mit dem Rad durch Bangkok“ ist eine begleitete Fahrradtour durch Gegenden, die selten ein Besucher zu Gesicht bekommt, vorbei an Obstplantagen, ThaiHäusern und Tempelanlagen. www.lotus-travel.com

© Burgenland Tourismus/Peter Burgstaller

Wien. Heute, Freitag, 14. März, eröffnet der Flughafen Wien das „Family Fun Gate“. In einem eigens eingerichteten Bereich im Check-in 3 können sich die jüngsten Passagiere die Wartezeit mit Klettergerüst, Rutschen, Kletterwand u.v.m. vertreiben. Der Eintritt ist kostenlos, der Erlebnisbereich ist 24/7 geöffnet. „Mit dem Family Fun Gate bringen wir für Kinder mehr Erlebnis in den Terminal“, so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Für die Kleinsten ist eine Wickelstation eingerichtet, für die Eltern gibt‘s Sitzgelegenheiten. www.viennaairport.com

Burgenland Intensiv wird derzeit am neuen Tourismusgesetz gearbeitet – im Sommer soll es verabschiedet werden. Aktuell hat man mit Rückgängen auf dem Inlandsmarkt und bei den deutschen Gästen zu kämpfen. Seite 66 Wanderparadies Natur pur zum Verlieben in Salzburg

ITB Wahl der besten D-A-CH Tourismus-PR-Agenturen

Erlebnispfade rund um Zell am See machen für Wanderer den Weg zum Ziel.

Zell am See. Als Sehenswürdigkeit gilt die Belle-Epoque-Fassade des Grand Hotel der Hoteliersfamilie Holleis. Das Vier Sterne Superior Hotel ist nicht nur der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungstouren zu den umliegenden Tälern und Höhen, sondern auch ein romantisches Hideaway. Die Gondelbahn führt Urlauber hinauf zur Rudolfshütte, von dort geht es weiter zu Gletscherwanderungen und zum „Little YosemiteKlettergarten“. Auf 2.315 m Seehöhe liegt das Drei Sterne Familienhotel Rudolfshütte am Tor zum Nationalpark Hohe Tauern. www.zellamsee-kaprun.com

© A.R.T. RedaktionsTeam

Frankfurt. Seit 5. März 2014 startet Icelandair bis zu fünf Mal pro Woche nonstop von Keflavik, Island, nach Edmonton in Alberta. Dank der neuen Verbindung mit günstigen Anschlusszeiten gelangen Passagiere aus Deutschland und der Schweiz bequem nach Kanada. Von Europa aus sind mit Icelandair nun zwölf Destinationen in Nordamerika erreichbar. icelandair.de

© Rudolfshütte

© Icelandair

Zeller See mit Blick & Tauerngipfel Salzburger Agentur im Spitzenfeld

A.R.T.-GF Wolfgang Neuhuber: Internationaler Erfolg für Salzburger PR-Agentur.

Salzburg. Bei der jährlichen Wahl der besten Tourismus-PR-Agenturen im gesamten deutschsprachigen Raum landete die Salzburger Agentur A.R.T. im Spitzenfeld der sonst nur deutschen Elite. Neben dem 12. Platz in der Gesamtwertung gab es in drei Spezialwertungen Top-10-Platzierungen: Kreativität, Organisation von Reisen sowie Qualität von Mailings. Dazu GF Wolfgang Neuhuber: „Umgesetzt in die Sprache unserer Kunden aus der Spitzengastronomie, entspricht diese Wertung zwei Michelin-Sternen oder drei Gault Millau-Hauben.“ www.art-redaktionsteam.at


c ov e r

66 – medianet destination

Kommentar

Casinos Austria Tourismus Talk

Freitag, 14. März 2014

Burgenland Tourismus Erstmals seit neun Jahren verzeichnete man mit 918.098 Ankünften rückläufige Zahlen

Neues Gesamtkonzept für die Profilierung gefordert „Burgenland Urlaubsshop“ im McArthurGlen Designer Outlet soll mehr internationale Gäste bringen. alice hefner

georg biron

Ö

Eisenstadt. „Nach acht Rekordjahren in Folge ist es schwierig, auf dem erreichten hohen Niveau immer neue Steigerungen zu erzielen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Investitionen in Qualität, strafferen Strukturen und noch stärkerer Marketingpräsenz auf internationalen Märkten den burgenländischen Tourismus weiter auf Erfolgskurs halten werden“, so LH Hans Niessl, der Präsident von Burgenland Tourismus. 2013 verzeichnete das Burgenland mit 918.098 Ankünften und 2,853.243 Nächtigungen rückläufige Zahlen.

Der Ganzjahrestourismus soll forciert werden und Wachstum bringen, so Tourismuslandesrätin Michaela Resetar: „Fast 50 Prozent der Übernachtungen werden durch Wellness- und Gesundheitsurlaube verzeichnet. Das zeigt, wie wichtig die Herbst- und Wintersaisonen für den Wellness, Gesundheitsund Kurtourismus im Burgenland sind und welche Rolle dieses Segment spielt. Mittlerweile entfällt mehr als die Hälfte der Betten auf das Drei-, Vier- und Fünf-SterneSegment im Wellness- und Gesundheitsbereich.“ Erfolge gab es in den östlichen Nahmärkten: Die Ankünfte für Ungarn (+5,8%), Tschechien (+9,5%) und die Slowakei (+15,5%) wuchsen 2013 gegenüber 2012 stark. Als schwierig stellt sich der deutsche Markt dar; neben einem hohen Qualitätsanspruch der Gäste aus Deutschland steht das Burgenland in einem starken Wettbewerb mit dem höchst attraktiven Angebot im alpinen Bereich.

Austria Trend Suite

GesundheitsRessort Bad Tatzmannsdorf Drei Hotels bieten stimmige Gesamtpakete – auch für Kurzurlauber

Wohnen in Schönbrunn

© Austria Trend Hotels/Jürg Christandl

Wien. Im Schloss Schönbrunn realisiert Austria Trend eine exquisite Suite. Ab 30. April steht sie auf der Liste der ungewöhnlichen Residenzen in Europa, ab sofort kann sie gebucht werden, Preis p.P. und Nacht: ab 699 €. Um den Service kümmert sich das nahegelegene Austria Trend Parkhotel Schönbrunn www.thesuite.at

Wellness und Gesundheit

© Bgld. Landesmedienservice

sterreichs Tourismus braucht neue Märkte, einen Internationalisierungsschub, bessere Rahmenbedingungen, neue Freizeitkonzepte, eine deutlich gesteigerte Pro-Kopf-Wertschöpfung, etc. etc.: Es war eine lange Liste an Ratschlägen und Forderungen, die beim Tourismus Talk von Casinos Austria am vergangenen Dienstag, dem 11. März, auf die Zuhörer im Casino Bregenz niederging. Die aktuellen Trends erfordern den Schulterschluss aller Beteiligten, betonte Casinos Austria-Vorstand Dietmar Hoscher: Ein Kulturangebot zu entwickeln oder einer Region ein Profil als Gesundheitsdestination zu geben, das kann ein Betrieb allein nicht bewältigen, da sollten „alle an einem Strang ziehen“. Hoscher hob hier die Rolle von Leitbetrieben wie z.B. Casinos Austria hervor. Für Touristen sei ein Casinobesuch eine zusätzliche Attraktion. Auch die Rolle von Casinos Austria als einem der größten Kultursponsoren (in Vorarlberg werden der Bregenzer Frühling und die Festspiele unterstützt) wirke sich positiv auf die Besucherzahlen aus. Mit der Veranstaltungsreihe Tourismus Talk soll der Dialog zwischen den Beteiligten im österreichischen Tourismus gefördert werden. Das ist diesmal sehr gut gelungen, wie die Diskussionen gezeigt haben. Der nächste Tourismus Talk soll im September 2014 stattfinden.

Innovationen für die Angebote des Burgenlands (von li.): LR Michaela Resetar, LH Hans Niessl, Tourismusdirektor Mario Baier.

Der Megatrend Wandern hat in den letzten Jahren zu einem Boom von deutschen Sommergästen in den alpinen Regionen Österreichs geführt – und steht im Wettbewerb zum Urlaub am See. Burgenland Tourismus plant gemeinsam mit Unternehmern und Betrieben ein neues Gesamtkonzept für die zukünftige Profilierung und Vermarktung des Burgenlands als „Gesundheits- und Wohlfühlland erster Klasse“, so Tourismusdirektor Mario Baier. Intensiv wird derzeit am neuen Tourismusgesetz gearbeitet – im Sommer soll es verabschiedet werden, 2015 in Kraft treten. „Wir wollen in Zukunft das ganze Burgenland als eine schlagkräftige Destination sehen; die Struk-

turen sollen vereinfacht und an die Größe des Landes angepasst werden. Weiters sollen eine klare Aufgabenteilung zwischen Burgenland Tourismus und den lokalen bzw. regionalen Strukturen verankert und der Mittelfluss neu festgesetzt werden“, so Resetar.

Natur.Erlebnis.Tage 2014 Der „Burgenland Urlaubsshop“ im McArthurGlen Designer Outlet soll, so Baier, „die burgenländischen Urlaubsangebote, vom Tagesausflug über die Weinverkostung und das Festivalticket bis hin zum Übernachtungsaufenthalt buchbar machen. Dazu initiieren und entwickeln wir gerade ein Netzwerk an heimischen Partnern,

Drei Naturtalente mit einer guten Strategie Bad Tatzmannsdorf. Die Natur hat mit dem Vorkommen von Heilmoor, Kohlensäuremineralwasser und Thermalwasser in Bad Tatzmannsdorf einen Grundstein für Gesundheit und Wohlbefinden gelegt. Dass man hier höchsten Ansprüchen gerecht wird, wissen nicht nur viele überzeugte Stammgäste. Auch der Relax-Guide zeichnet zwei der drei Hotels gleich mit drei Lilien aus. Wer das Gesundheitsressort Bad Tatzmannsdorf bereist, wird mit einem stimmigen Gesamtpaket belohnt. Sinnlicher Thermen- und Saunagenuss auf ganz außergewöhnlich inspirierende Art, kompetent durchgeführte Gesundheits-, Wellness- und Beautytreatments, erlesene Kulinarik, ehrliche Gastfreundschaft und höchster Hotelkomfort überzeugen.

die Neugier ausländischer Gäste weckt, ist die einmalige Gelegenheit, der Heilkraft der Natur zu begegnen und sie am eigenen Körper zu erfahren. Man kann spüren, wie die heilende Erde die Muskel und Gelenke regeneriert. Wie prickelndes Mineralwasser den Körper belebt und erfrischt. Wie die Wärme des Thermalwassers unter die Haut geht und Verspannungen löst. Noch bis vor Kurzem waren sol-

che wertvollen Anwendungen ausschließlich Bestandteil von klassischen Kurpaketen.

Kurzurlaub im Angebot Ab heuer können den Genuss dieser besonderen Naturelemente auch Kurzurlauber für sich entdecken und ihre wohlverdiente Auszeit mit diesen wertvollen Anwendungen bereichern.

Ganz besonders aber ist, was man jetzt darüber hinaus noch erwarten darf. Eine Eigenschaft, die diesen Ort von anderen Thermenorten abhebt und zunehmend auch

© Andi Bruckner

Die Natur bringt Profit

Sehr elitär: die neue Schloss Schönbrunn Suite der Austria Trend Hotels.

mit denen Tourismusangebote erstellt und über diverse Medien beworben werden sollen.“ Das Designer Outlet mit vier Mio. Besuchern, davon 40% aus dem Ausland, soll der Internationalisierung des touristischen Aufkommens im Burgenland dienen. Jetzt stehen einmal die Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage ins Haus, ein Drei-Tages-Event von 25. bis 27. April, bei dem Flora und Fauna im Mittelpunkt sind. Für zehn € pro Tag (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei) können jede Menge Naturerlebnisse im gesamten Bundesland erlebt werden. Die Besucher erwarten 35 Naturabenteuer an 70 Terminen. www.burgenland.at www.naturerlebnistage.at

In Bad Tatzmannsdorf werden Kur-Anwendungen zum günstigen Preis geboten.

Erst im Laufe vieler Jahrzehnte wandeln sich Pflanzenreste unter ganz besonderen Bedingungen zu wertvoller Heilerde. Das Heilmoor von Bad Tatzmannsdorf ist ein Flachmoor und entfaltet seine Wirkung über regenerierende Tiefenwärme und seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe – wohltuend für Gelenke und Wirbelsäule.

Eine gemeinsame Marke Drei Hotels in Bad Tatzmannsdorf firmieren unter der gemeinsamen Marke GesundheitsRessort: das Kur- & Thermenhotel, das Thermen- und Vitalhotel (beide sind Vier Sterne Superior-Häuser) sowie das Drei Sterne Parkhotel. Das aktuelle Kennenlernangebot „Moor & Kohlensäure“ beinhaltet drei Übernachtungen inklusive Halbpension „Plus“, ein Gespräch mit dem Kurarzt, eine Moorpackung mit Heilmoor, ein prickelndes Bad in kohlensäuehältigem Heilwasser, eine Heil- oder Spezialmassage (25 Min. „Im Reich der Sinne“) ist ab 513 € p.P. buchbar. www.GesundheitsRessort.at


kom m & bl e i b

Freitag, 14. März 2014

medianet destination – 67

Linz Tourismus Sechs Top-Veranstaltungen mit dem Anspruch, das Denken im Tourismus zu verändern, präsentierte TVB Linz bei der ITB in Berlin

Linz ist 2014 eine Kongressstadt dino silvestre

Linz/Berlin. „Die Kulturhauptstadt Europas 2009 zeichnet sich durch unkonventionelle Herangehensweisen aus. Der Tourismus brät nicht im eigenen Saft, sondern öffnet sich vielen Partnern aus Kultur, Technik, Sport“, heißt es im aktuellen Kongressfolder, der auch die Linz-Projekte vom Hotelverzeichnis, das zu einer Fibel über die „Gute Nacht“ geworden ist, über das Projekt „Blue Meeting“ bis hin zu neuen Tourismusstrukturen enthält. In einer Arbeitsgemeinschaft – bestehend aus dem blue danube aiport Linz, dem Tourismusverband Linz und Eurotours Kitzbühel – werden neue Produkte und Vertriebswege für die Europaregion Donau-Moldau realisiert. Die Tourismuskongresse widmen sich den Themen „Open Data im Tourismus“: Welche Möglichkeiten bieten offene Datenzugänge

Schifffahrt Angebote 2014

Linz und Donau

Linz. 2014 dreht sich in Linz alles um die Donau. Gäste entdecken die Stadt vom Wasser aus und entdecken neue Blickwinkel. Nostalgie bei Rundfahrten bieten das Salonschiff MS Helene oder der Raddampfer DFS Schönbrunn. Eine Donauschifffahrt mit der Siebnerin, dem europaweit größten Nachbau eines historischen Salzschiffs, bietet ein außergewöhnliches Erlebnis und eröffnet neue Perspektiven im Bezug auf die Geschichte der Schifffahrt und die Landschaft am Strom. In der kommenden Saison bietet die Reederei Wurm+Köck zwischen 1. Mai und 5. Oktober dreimal täglich (außer Montag) lehrreiche Hafenrundfahrten an. www.linz.at www.donauschiffer.at

Nike Neuer Hoteldirektor

Arcotel in Linz

Linz. Enrico Richter übernahm die Direktion des Arcotel Nike Linz. Der 41-jährige gebürtige Deutsche verfügt über langjährige Hotelerfahrungen und war zuletzt als stellvertretender Hoteldirektor für zwei Hotels in Hannover tätig. „Als ‚Gastgeber aus Leidenschaft‘ freue ich mich, die besondere Atmosphäre des Nike unseren Gästen näher bringen zu dürfen“, so Richter. Er ist für alle operativen Abläufe des Hotels verantwortlich. www.arcotelhotels.com

für neue Angebote, für die Gästebetreuung, für Apps oder Computerspiele. Die Convention4u, die vom Austrian Convention Bureau für die Player der Kongress- und Tagungsbranche veranstaltet wird, diskutiert Ansätze der Meeting Architecture und BranchenInsights.

Wichtige Diskussionen Das „Forum Tourismus & Freizeit“, das von OÖ Tourismus in Koop mit der Johannes Kepler Uni veranstaltet wird, widmet sich „Sport und Tourismus“.

Die OECD ist Partner der Tagung „Kreativität und Tourismus“. Aufbauend auf einer weltweiten Studie der OECD, wird dieses Thema im kreativen Umfeld des Ars Electronica-Festivals diskutiert. Im Rahmen des Projekts „DonauBarock“ setzt man sich mit der Produktgestaltung sowie der Vermittlung dieser Kulturepoche auseinander. Fünf Jahre nach 2009 lädt die Tourismuskonferenz die Partner aus Kultur und Tourismus zu einer Reflexion und zum Ausblick in Sachen Kultur und Tourismus ein. Linz09 gilt mittlerweile als Best Practice-Beispiel. www.linztourismus.at

© LinzTourismus

OECD ist Partner der Ars Electronica-Tagung „Kreativität und Tourismus“.

Erfolgreich (von li.): Karl Pramendorfer, GF OÖ Tourismus, Manfred Grubauer, Vorsitzender Tourismusverband Linz, und Georg Steiner, Tourismusdirektor Linz/Donau.

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Linz verändert: Enrico Richter ist neuer Resident Manager im Arcotel Nike Linz.

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68 – medianet destination

short

Noch 95 Tage bis zur Taufe bei TUI Cruises

Freitag, 14. März 2014

VI Hotels & Resort Geburtstagsfeier anlässlich „5 Jahre andel’s Hotels Berlin“ und „25 Jahre VI Hotels & Resorts“

Präsenzsteigerung auf dem Hotelmarkt geplant

© TUI

Das Vier Sterne Superior-Designhotel ist eines der attraktivsten Kongresshotels im Herzen von Berlin.

Wien/Hamburg. Der Kreuzfahrtveranstalter lässt sich den Paukenschlag, mit dem das neue Schiff auf dem Markt erscheint, etwas kosten: Helene Fischer tauft unter dem Motto „Diamant trifft Perle“ am 12. Juni in Hamburg die Mein Schiff 3. In der Schiffswerft im finnischen Turku begegnete Deutschlands erfolgreichste Sängerin ihrem „Patenkind“ zum ersten Mal und überzeugte sich persönlich vom Baufortschritt (siehe Bild). „Jetzt die Mein Schiff 3 taufen zu dürfen, ist eine besondere Ehre“, sagt Fischer. „Ich darf sogar eine eigene Suite einrichten und habe so immer ein Zuhause auf dem Meer.“ www.tui.at

Berlin/Wien. Mehr als 1.500 Gäste aus der ganzen Welt waren der Einladung zur Geburtstagsfeier in das andel´s Hotel Berlin gefolgt und erlebten einen feierlichen Abend. Grund zum Feiern war das 25-jährige Jubiläum der VI Hotels & Resorts und der fünfte Geburtstag des andel’s Berlin. Nach kurzen Ansprachen von VI Hotels-CEO Andreas Karsten, UBM-CTO Martin Löcker und Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch wurde bis in die frühen Morgenstunden mit Livemusik und Köstlichkeiten aus der Küche des andel’s Chefkochs Alexander Koppe gefeiert. Mit einer Lichtshow der Performance-Künstler Lichtfaktor, einer Geburtstagstorte sowie Lounge-Bereichen im Design der Eigenmarken andel’s, angelo und Arcadia wurde das andel’s seinem Ruf, die beste ITB-Party zu veranstalten, wieder einmal gerecht.

© VI Hotels & Resorts

georg biron

TUI holt VIP an Bord: Helene Fischer wird die Taufpatin der Mein Schiff 3.

Fröhliche ITB 2014 Party im andel’s Hotel Berlin: 1.500 Besucher feierten das 25 Jahre VI Hotels & Resorts-Jubiläum.

Wien/Genua. Die neue Costa „Slow Cruise“ wird mit einem „Festival der mediterranen Küche“ eingeführt, das von 11. April bis 25. Mai auf den Kreuzfahrten der Costa neoRiviera durch das westliche Mittelmeer stattfindet. An Bord und auch während der Landausflüge werden Seminare, Wein-Degustationen, Menüs und Exkursionen angeboten. Costa hat für die Umsetzung seines Slow Cruise-Konzepts Carlo Petrini, Begründer des „Slow Food“, einer weltweiten Gegenbewegung zu Fastfood, gewinnen können. In Zusammenarbeit mit der von ihm gegründeten Uni für Gastronomie wurde das kulinarische Angebot für Costa erarbeitet. www.unisg.it

© M.a.pushpa Kumara/EPA/picturedesk.com

SriLankan Airlines tritt der Luftfahrtallianz bei

Rumänien – und das seit 25 Jahren. Zum Jubiläum gratulieren wir herzlich und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.“ Besondere Erfolgsprojekte waren für den Hotelbetreiber insbesondere die Übernahme der Hotels bei Disneyland Paris. Innerhalb kürzester Zeit gelang es dem auf Turnaround-Lösungen spezialisierten Hotelmanager VI, das erste 400-Zimmer-Haus in der Profitabilität massiv zu steigern. Das überzeugte den Investor, und ein Jahr später wurde bereits ein weiteres Hotel dieser Größe am gleichen Standort übernommen. Die angelo Hotels sind ebenfalls eine Erfolgsstory, bei der Preis und Leistung stimmen bzw. für den Investor die Rechnung auf-

Im Jahr 1989 gegründet, etablierte sich die VI Hotelgruppe mit Sitz in Wien schnell als OsteuropaSpezialist. Heute ist VI als erfolgreicher internationaler Hotelbetreiber tätig. Der Schlüssel dieser positiven Entwicklung sind einerseits stabile Geschäftspartnerschaften mit Immobilienentwicklern wie Warimpex oder UBM, die seit 25 Jahren bestehen, sowie andererseits Investitionen in Service, Mitarbeiter und Technik. Dazu Franz Jurkowitsch, Vorstand der Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG: „VI managt einige unserer besten Immobilieninvestitionen in Polen, Tschechien, Russland, Frankreich, Deutschland und

Starke Präsenz im Osten Letzteres konnte bereits im ersten Jahr von den Eigentümern gewinnbringend verkauft werden.Ein weiterer Ausbau des angelo Hotels München Leuchtenbergring ist geplant. Insgesamt managt die Gruppe sieben angelo Hotels – viele davon mit der UBM Realitätenentwicklung AG. In der zweiten Jahreshälfte 2013 wurden sechs Hotels der Arcadia-Gruppe übernommen.

Forte Village „Bestes Resort in Europa“ auf Sardinien

Berlin. Im Rahmen der ITB in Berlin wurden zum ersten Mal die Green Luxury Awards vergeben. Die Preise für Luxus-Hotels mit besonderem Augenmerk auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit wurden vom Herausgeber des Organisators, des Travel & Lifestyle Magazin, Helmut Maurerbauer, überreicht.

Cagliari. Dem kürzlich erworbenen Titel „Bestes Resort in Europa“ wird das Forte Village im Süden Sardiniens vollends gerecht. 2014 überrascht das Resort mit etlichen Neuheiten. Der jüngste Zugewinn ist eine 272 m2-Villa mit wunderschönem Interieur und bester Lage inmitten eines Gartens voller mediterraner Düfte. Offene Räume, der direkte Kontakt mit der Natur und die zarten Farben in Sand- und Elfenbeintönen laden zum Genießen ein. Die stilvolle Einrichtung spiegelt Interpretationen sardischer Handwerkstradition wider.

„Green Luxury Awards“ für Hotels Maurerbauer: „Mit dem Green Luxury Award ist es gelungen, ein Zeichen zu setzen. Als Experten für die Luxusklasse sehen wir es als Verpflichtung an, vorauszudenken. Der Green Luxury Award wird zur Institution, und die Preisträger werden in Zukunft die Benchmarks für die nachhaltige Tourismusentwicklung im de luxe-Bereich sein.“ Alle Informationen über den Award findet man im Web unter: www.greenluxuryaward.com

Die Fachjury setzte sich zusammen aus: Gerhard Begher (GF Dertour Österreich), Martin Gross (GF Emirates Österreich), Martin Sturzlbaum (GF Europäische Reiseversicherung), Philipp Kaufmann (Präsident ÖGNI, Österreichische Gesellschaft für Nachhaltigkeit von Immobilien) sowie Doris Schenkenfelder (MK-Salzburg Tourismus PR). Die Preisträger des Green Luxury Awards 2013 sind: • www.arosea.it • www.north-island.com • www.alilahotels.com • www.uxua.com • www.longitude131.com.au • www.gradonna.at • www.hoteltopazz.com

Außergewöhnliche Hotelerlebnisse sorgen für noch mehr Geschwindigkeit, maximale Sicherheit und versprechen absoluten Spaß für die ganze Familie. Star-Trainer Matt Roberts gehört zu den weltweit besten Personal Trainern und hat bereits Persönlichkeiten wie Tom Ford, Naomi Campbell, John Galliano und Sting zum perfekten Body verholfen. Es gibt auch Boxtraining in einem eigenen Boxring. www.fortevillageresort.com/de

Sportlicher Luxus & Genuss

© medianet/Joanna Piestrzynska

Berlin. SriLankan Airlines wird am Donnerstag, 1. Mai 2014, der oneworld als Vollmitglied beitreten und damit alle Services und Vorteile der Allianz anbieten. Die Airline ist die erste Fluggesellschaft des indischen Subkontinents, die Mitglied einer globalen AirlineAllianz wird. Unter dem Airline-Code UL hat SriLankan 2013 4,7 Mio. Passagiere zwischen Colombo und 32 Zielen in 20 Ländern in Asien, Europa und dem Nahen Osten befördert. www.oneworld.com

Mit 1. März 2014 wurde das Arcadia Hotel Schloss Goldschmieding in Castrop-Rauxel erworben. Eine weitere Präsenzsteigerung auf dem deutschen Hotelmarkt (aktuell ist VI mit zehn Hotels vertreten) ist geplant. „Wir setzen neben Managementund Pachtverträgen auf Eigentum und planen, durch Übernahmen in Zentraleuropa sowie durch Neubauten auf Managementbasis im Osten zu wachsen“, so Karsten. Der Fokus liegt auf mittelgroßen Städten. 2014 werden weitere VI Hotels eröffnet; ein Fixpunkt ist das Fünf Sterne Hotel Astrum in Shelkovo, nahe Moskau, das bereits als Leading Hotel of the World zertifiziert ist. www.vi-hotels.com

ITB 2014 Österreicher ehren internationale Luxushotels

Reisen und Lifestyle SriLankan Airlines tritt am 1. Mai der Luftfahrtallianz oneworld bei.

geht. Nach dem großen Erfolg des angelo Designhotels am Münchner Leuchtenbergring (Eröffnung 2008) wurde 2013 ein weiteres angelo in München-Sendling eröffnet.

Tourismus im de luxe-Bereich: Fachjury unter Vorsitz von Helmut Maurerbauer.

Ein echter Gaumen- und Augenschmaus ist das neue „Bistrot“ in Strandnähe. Bis spät in die Nacht werden italienische Speisen serviert, die entweder im Restaurant oder im lauschigen Eckchen des Gartens bei Live-Musik und romantischem Sternenhimmel eingenommen werden können. Im Leisureland dürfen Rennsportfreunde ab sofort richtig Gas geben. Die neuen Gokart-Modelle

© Forte Village Resorts

Costa führt an Bord „Slow Cruise“ ein

Projekte mit Warimpex AG

Forte Village wartet heuer mit vielen Neuheiten auf, die Gäste begeistern.


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Freitag, 14. März 2014

medianet destination – 69

Newsreisen Frühjahr

Mövenpick Hotels & Resorts Neueröffnungen in Marokko, in der Mongolei und der Türkei zeigen Wachstumskurs

Expansion bei Mövenpick

Globale TopReisen 2014

Wien. „Es ist schön, zu sehen, wie sich Newsreisen konsequent weiterentwickelt hat. Bereits in den letzten Wochen sind unsere Buchungszahlen aufgrund der attraktiven Reisen enorm angestiegen, ebenso wie die Kundenzufriedenheit. Newsreisen steht für ein attraktives PreisLeistungsverhältnis, Flexibilität sowie hohe Servicequalität“, so Gernot Schwendtner, Leiter Newsreisen und New Business der Verlagsgruppe News. Den neuen „FrühjahrsMagalog“ gibt‘s seit 13. März – mit der Rekordauflage von 275.000 Stück, wovon 45.000 Stück im österreichweiten Einzelhandel im Bundle mit dem Magazin News erhältlich sind.

Weiters: Übernahme eines bekannten Hotels in Pakistan und Erweiterung eines Resorts in Ägypten. georg biron

Casablanca Plaza Hotel Nach dem bestehenden Hotel in Tanger eröffnet Mövenpick zwei weitere Hotels in Marokko. Bereits im Sommer erfolgt die Übernahme des operativen Managements des ersten Hotels, das momentan unter dem Namen Casablanca Plaza bekannt ist. Das 16-stöckige Gebäude mit 184 Zimmern, Swimmingpool auf dem Dach, Spa, drei Restaurants und sechs Veranstaltungsräumen wurde 2011 renoviert, die Vergrößerung der Restaurants und der Bars ist geplant. Das dritte marokkanische Haus eröffnet Ende 2014 an der exklu-

Alle Reisen sind buchbar

© Mövenpick Hotels & Resorts

Zürich. Mövenpick gibt bekannt: Neue Häuser in der Türkei, in der Mongolei und in Marokko stehen kurz vor der Eröffnung. Dazu wurde ein Hotel in Pakistan von Sheraton übernommen und die Erweiterung des Mövenpick Hotel Cairo Pyramids in Ägypten gestartet. Das angesehene Fünf Sterne Mövenpick Hotel Karachi ist das erste Haus des internationalen Hotelunternehmens in Pakistan. Zentral in der Innenstadt an der Club Road gelegen, wird das Haus mit 407 Zimmern im Laufe des Jahres renoviert: Zwei Etagen, alle Restaurants und die Lobby werden umfangreich modernisiert.

In der Frühjahrsausgabe finden sich Top-Reisen in Österreich, Stranddestination wie Sizilien, Kalabrien, Istrien, AbuDhabi oder Mallorca - bis hin zu gefragten Städtetrips. Das 68 Seiten Magazin erhalten ausgewählte Abonnenten der Magazine News, trend, Format, profil, Autorevue, Woman und erstmalig der Yachtrevue. Anett Hanck, CSO der Verlagsgruppe News: „Newsreisen ist die perfekte Mischung aus Magazin und Katalog. Die Reiseprofis in der Redaktion machen den Lesern so richtig Lust auf Urlaub – und wir haben dafür die richtigen Angebote.“ Auch telefonisch unter 0720 115 689 oder auf der Website kann das Magazin gratis angefordert und die Reisen gebucht werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Herbst. www.newsreisen.at

Dynamische Entwicklung des Schweizer Hotelunternehmens: Mövenpick Hotels & Resorts erweitert sein Portfolio in Asien.

siven Avenue Mohammed V im gepflegten Stadtteil Hivernage von Marrakesch. Im Moment noch im Bau, wird das Mövenpick Marrakesch mit 374 Zimmern eines der bedeutendsten Konferenzhotels der Stadt. Hier können die Gäste das größte öffentliche Schwimmbad der Stadt, ein Einkaufszentrum mit 88 Geschäften, Buddha Bar, Hard Rock Cafe, Kidzo Spielcenter und eine Eislaufhalle nutzen.

Mit dem Mövenpick Hotel Istanbul Golden Horn eröffnet die Gruppe jetzt das vierte Hotel in der Türkei; mit Blick über die Bucht des Golden Horns und nur zehn Minuten von der Altstadt entfernt, punktet das Haus mit 137 zeitgemäß ausgestatteten Zimmern. Ab 2016 wird Mövenpick ein erstes Hotel in der Mongolei betreiben. Das Residences Ulaanbataar im neuen Stadtteil Banyanzurh,

etwa 3,5 km vom historischen Zentrum Sukhbaatar Square entfernt, wird seinen Gästen 250 Zimmer und 124 Wohnungen bieten. Das Hotel Cairo Pyramids hat einen modernen Anbau eröffnet. Alle neuen Zimmer sind mit einer Terrasse ausgestattet, einige davon mit direktem Blick auf die Pyramiden von Gizeh. Kulinarisches Highlight ist das Restaurant Lotus. www.moevenpick-hotels.com

Connoisseur Circle Luxusreisemagazin vergibt Preise

© Christian Kielmann

Berlin. Das Luxusreisemagazin Connoisseur Circle kürte in diesem Jahr zum zweiten Mal Luxushotels aus aller Welt: Hotels, die sich durch das gewisse Extra in puncto Gastfreundschaft auszeichneten. „Die Entscheidung, aus so vielen hochwertigen Kandidaten in sieben Kategorien jeweils einen Sieger zu küren, war schwer“, so Chefredakteurin Simone Dressler.

35 Bewerber zur Wahl

Chefredakteurin Connoisseur Circle, Simone Dressler (vorn sitzend in der Mitte), und die Vertreter der ausgezeichneten Luxushotels im Berliner Restaurant Balthazar.

Rund 200 Gäste, darunter zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus der Luxushotellerie und Touristik sowie Medienvertreter aus aller

Welt, erwarteten mit Hochspannung im Rahmen eines stilvollen Get-together-Events im Restaurant Balthazar den diesjährigen Juryentscheid und die Kür der Sieger. Aus rund 1.000 Luxushotels aus aller Welt wurden insgesamt 35 Bewerber in den 7 Kategorien nominiert. Erstmals wurde mit Deutschlands Netzwerk für Kulinarik, den ChefHeads, ein Spezialpreis vergeben: Der Award für den „Connoisseur des Jahres 2014“ erhielt Dieter Müller für sein Lebenswerk. Das Magazin erscheint seit 2006 vier Mal in D-A-CH mit einer Auflage von 93.000 Exemplaren. www.ccircle.cc

© Verlagsgruppe News

Hospitality Awards

68 Seiten Reiselust: neue Top-­ Angebote in attraktivem Umfeld.

EinzigartigE FEstE Für EinzigartigE gästE! Ob Firmenevent, Jubiläum, Hochzeit oder Geburtstagsfest – das Schick-Cateringteam bietet für jeden Anlass für bis zu 200 Personen das passende Angebot. Ihre individuellen Wünsche liegen uns dabei ganz besonders am Herzen.

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70 – medianet destination

Freitag, 14. März 2014

mama thresl Im Herbst 2014 öffnet ein Hotel mit neuartigem Konzept seine Türen in Leogang im Salzburger Land

short

Lässiges Wohn-Erlebnis

Ein neuer Küchenchef werkt im Genießerhotel

Die Übernachtungspreise beginnen bei 65 € p.P. und Nacht – einschließlich reichhaltigem Frühstück. Als Highlight verwöhnt ein Zirbenholzzimmer mit freistehender Badewanne, weitläufiger, privater Dachterrasse mit 40 m2 und eigener Außensauna und Hotpot.

Leogang. Hubert Oberlader ist Landwirt aus Leidenschaft. Darüber hinaus blickt er auf eine über 25-jährige Tätigkeit in der Gastronomie zurück. Zusammen mit seiner Frau Renate setzt er seit 1989 den Berggasthof Huwi‘s Alm erfolgreich in Szene und eröffnete im Dezember 2009 das Priesteregg. Renate weiß als gelernte Heilbademeisterin, Fitnesstrainerin und Masseurin, die sogar vier Jahre lang die Nationalmannschaft des österreichischen Damen-Skiteams betreute, ganz genau, was aktive Gäste wünschen. Ihre Mutter Theresia fungiert als Namenspatronin für das neue Hotel mama thresl. Alle Zimmer verfügen über einen Balkon, haben Felsenduschen sowie eine separate Toilette. Sechs Zimmer locken mit einer Dachterrasse inklusive privatem Hotspot und Blick auf den Asitz.

Gerhard Pum kam von den Cayman Islands in der Karibik zurück.

Guntramsdorf. Heimische Kreationen mit regionalen Top-Produkten und dezent asiatischem oder Alpe-Adria-Akzenten: Im Jagdhof steht mit Gerhard Pum ein kreativer neuer Küchenchef am Herd. Mit seinem regelmäßigen Winzerstammtisch, Genießerabenden mit anwesenden Winzern und einem der vielfältigsten Weinkeller der Region gilt das Genießerhotel als weinkulinarische Topadresse nahe Wien. Die Innenstadt von Wien ist mit der nahen Badener Bahn ebenso rasch wie bequem erreichbar (12 km). Attraktives WE-Arrangement: Freitag bis Sonntag inkl. Gourmet-HP, Golf-Greenfee-Ermäßigung u.v.m. im DZ: 82,50 € p.P. und Tag. www.jagdhof.cc

„urban soul meets the alps“ Das Herz von mama thresl ist an der großzügigen Insel-Bar zu finden. Sie verschmilzt ohne klare, räumliche Trennung mit Rezeption, Lobby, Shop und Restaurant zum Zentrum im Erdgeschoß. Die Rezeption wird durch einen innovativen Terminal für den flotten, digitalen Check-In ergänzt. Von Donnerstag bis Samstag sorgt ab 21 Uhr ein Live-DJ für den Sound. Entertainment für die Augen liefert die Screenwand aus insgesamt 16 Flachbildschirmen, die Action- und Sportfilme zeigt. Die Philosophie des Hauses lautet: „urban soul meets the alps.“ www.mama-thresl.com

Businesshotel des Jahres ausgezeichnet

© Hilton Vienna Danube Waterfront

Das Hilton Vienna Danube Waterfront ist Wiens führendes Hotel direkt an der Donau.

Wien. „Wir freuen uns, dass wir schon so kurz nach der Renovierung des Hauses, der Erweiterung der Konferenzmöglichkeiten sowie der Eröffnung des Restaurants Waterfront Kitchen die Auszeichnung bekommen. Das beweist, dass wir mit neuen Konzepten und dem jungen Design am richtigen Weg sind, um das Danube Waterfront erfolgreich zu positionieren“, zeigte sich Markus Hussler, GM des Hauses, anlässlich der feierlichen Übergabe der Auszeichnung durch Wirtschaftsnachrichten Donauraum-Herausgeber Wolfgang Hasenhütl erfreut. Das Hotel verfügt über 367 komfortable Zimmer mit separatem Sitz- und Arbeitsbereich, die mit Minibar, Klimaanlage und 37-Zoll-

HD LCD TV ausgestattet sind. Das Hilton Vienna Danube Waterfront in unmittelbarer Nähe zur neuen Wirtschaftsuni bietet 13 hochmoderne, helle Tagungsräume für drei bis 350 Personen sowie ein Businesscenter und WLAN. Küchenchef Hendrik Becker serviert im puristisch-informellen Restaurant Spezialitäten aus der Alpe-Adria-Region mit Ausblick auf die Donau. In der trendigen Pier 269 Bar & Lounge mit chilliger Freiluft-Area und Pool direkt an der Donau kann man mit Geschäftspartnern ein breites Getränkeangebot sowie köstliche Snacks für einen angeregten Business- und NetzwerkAbend genießen. www.hilton.de/wiendanube

Amadeus Hotels Martin Pichler ist ab sofort Executive-Chef der Amadeus-Gruppe und startet mit neuer Strategie

Pichler mit neuem Gastronomiekonzept Salzburg. „Frisch zubereitet, hochwertig und nachhaltig!“, so Martin Pichler in seiner neuen Funktion als Executive Chef der Amadeus Gruppe über die Küchenlinie des Hotels Stein mit der Steinterrasse. Mit einem jungen, innovativen Team will er Gästen zum einzigartigen Ausblick auf die Weltkulturerbestadt das passende gastronomische Angebot kredenzen.

Klassiker wie der Big Mac sind bei McDonald’s Österreich erfolgreich.

Erwartungen erfüllen

Wien. McDonald’s Österreich hat 2013 auf Vielfalt und Expansion gesetzt. Neben neuen Burgern und Wraps wurde das Sortiment um Obst und Gemüse als Bestandteile im Happy Meal erweitert. Seit dem Start des neuen Happy Meal hat das Unternehmen 3,8 Mio. Portionen Obst und Gemüse verkauft. McDonald’s hat 2013 insgesamt 35 Mio. € in die österreichischen Standorte investiert. Das Ergebnis: 157 Mio. Gäste und eine Umsatzsteigerung um 2,2% auf 560 Mio €. www.mcdonalds.at

Auf der Steinterrasse ist Pichler momentan mit seinem internationalen Team für das Frühstücksangebot zuständig. Ab sofort wird die Steinterrasse als Ganztagesbetrieb geführt; die Gäste können von früh bis spät die Location bei hervorragenden Speisen und Getränken genießen. Der 35-jährige Kärntner ist nach Jahren in Kärnten, Lech, der Schweiz und London seit 2002 in Salzburg. Rund neun Jahre war er im Restaurant Riedenburg als Souschef und später als Küchenchef tätig. In dieser Funktion gab er auch für das damals dazugehö-

rige Gwandhaus die Küchenlinie vor. Zuletzt wirkte er im Schmederer, bevor er 2013 zur AmadeusGruppe wechselte, die neben dem Hotel Stein auch den Gasthof in der Goldgasse führt, der derzeit umgebaut wird. „Mir ist wichtig, dass unser Angebot dem Standort gerecht wird. Wer auf die Steinterrasse kommt, darf das Besondere erwarten – und wir wollen diese Erwartungen er-

füllen“, so Hoteldirektorin Margot Weindorfer. „Eine besondere Freude ist es uns, auch Salzburger Gäste wieder auf der Steinterrasse begrüßen zu dürfen.“ In Kürze wird von Montag bis Freitag auf der Steinterrasse Lunch serviert. „Frisch gekocht, gesund und abwechslungsreich lautet unsere Devise. Der Lunch besteht aus Suppe, Salat und einem Hauptgericht,

© Wildbild

© McDonald’s Österreich

McDonald’s setzt die Erfolgsstrategie fort

Das Design ist geprägt von einem Spannungsbogen zwischen Tradition und Trend.

Hilton Vienna Danube Waterfront Redaktion der Wirtschaftsnachrichten Donauraum ehrte das neue Biz-Hotel

Österreich und seine Gastgeber im Fokus Berlin. Am zweiten ITB-Tag lud die ÖW Medienvertreter zur PK: In Kaffeehausatmosphäre und unterstützt von Videozuspielungen, lieferten ÖW-GF Petra Stolba und der ÖW-MarktManager für Deutschland, Oskar Hinteregger, den großteils deutschen Reisejournalisten Ideen für Geschichten über das Urlaubsland Österreich. Mit Stephanie TscheppeEselböck und Eduard Tscheppe konnten zwei Gastgeber gewonnen werden, in deren Leben Kulinarik und Gastgebertum eine besondere Rolle spielen. Anfang 2007 entdeckten sie das Weingut Oggau im Burgenland und arbeiten seither konti­nuierlich an dessen Re­ novierung. www.austriatourism.com

© Visualisierung: www.AVISU.at

© Jagdhof Guntramsdorf

dino silvestre

Martin Winkler, Executive Chef Amadeus, und Margot Weindorfer, Hoteldirektorin.

wobei wir flexibel auf das saisonale Marktangebot eingehen werden“, so Pichler. „Wenn ich also schönen Spargel oder saftige Erdbeeren am Markt finde, dann wird es die bei uns geben.“

Vielfältiges Tee-Angebot Teegenuss wird auf der Steinterrasse besonders in den Mittelpunkt gerückt. Gemeinsam mit der Chiemgauer Teemanufaktur „BioTEAque“ bietet man eine verlockende Vielfalt an Tees in Bioqualität; rund drei Dutzend Teesorten stehen zur Auswahl. Ob mit Patisserie, Sandwiches oder saisonalen Tartes – der Nachmittagstee auf der Steinterrasse wird zur „Auszeit für Genießer“. Auch warme und kalte Desserts dürfen dabei nicht fehlen. Der Nachmittagstee geht fließend in den Barbetrieb über. Ein ständig wechselndes, aktuelles Angebot lädt auch zum leichten Dinner auf die Steinterrasse. Gedacht ist an Klassiker sowie regionale und internationale Spezialitäten. www.hotelstein.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 14. MÄRZ 2014 – 71

ZIEMLICH MODISCHE „KOMBI“

Mode-Welt-Karriere: Duales BachelorStudium bei Peek & Cloppenburg Seite 74

© Hetzmannseder

© Fotostudio Wieland

careernetwork FÜR DEN NACHBARPLANETEN

Äußerst konstruktiv: TGM-Schüler arbeiten am nächsten Mars-Rover mit Seite 75

JÜRGEN OBIEGLI DOKA/UMDASCH © Doka

Profil Ingenieur Roman Weigl agiert mit kühlem Kopf & warmem Herzen und bringt „neue Energie in die Stadt“ (Wien). Zeitwertkonto arithmetica-GF Christoph Krischanitz wünscht sich eine „große Errungenschaft für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“.

Seite 72

© Panthermedia.net/CandyBox Images

„Das Gute im Menschen wird obsiegen“

JOBS MIT PLAN

Mit einer ArchitekturAusbildung kann man in ganz unterschiedlichen Bereichen Karriere machen. Seite 74

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© M. Weissbacher

Auszeichnung Aufsichtsrätinnen-Weiterbildungsangebot

hali Büromöbel High Potentials

Zukunft.Frauen mal 7

Persönlichkeitsorientiert Das High Potential-Ausbildungsprogramm ist auf Initiative und unter Führung von HR-Managerin

© Hali Büromöbel

Eferding. hali hat ein High PotentialProgramm realisiert: Dank gezielter Verzahnung von Lern- und Praxisphasen haben fünf Absolventen ein innovatives Produkt entwickelt, das ab April in Produktion gehen und im hali-Sortiment gelistet sein wird. Die Absolventen zeichneten auch für Produktionsplanung, Businessplan und Vermarktungskonzept verantwortlich.

Fünf hali High Potentials haben ein innovatives Büroprodukt entwickelt.

Sandra Pfob zustande-gekommen. Der Ausbildungszeitraum erstreckte sich über eineinhalb Jahre, aufgeteilt auf acht Module. Fünf Mitarbeiter von 21 bis 47 aus unterschiedlichen Firmenbereichen konnten sich für das ambitionierte Programm qualifizieren. Die Ausbildungsschwerpunkte lagen neben der individuellen Persönlichkeitsentwicklung und Teamorientierung auf Produktion, Beschaffung, Logistik, Montage, Marketing, Vertrieb sowie auf betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten. (pj) www.hali.at

© WKO

Verzahnung von Lern- und Praxisphasen Mitarbeiterförderung der besonderen Art

WKO-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser: „Auf dem richtigen Weg“.

Wien. Im Rahmen eines Festakts im Wirtschaftsministerium wurden die Absolventinnen des siebten Durchgangs des Führungskräfte-Programms „Zukunft.Frauen“ ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung mit dem Ziel, den Frauenanteil in Führungs- und Entscheidungspositionen von Unternehmen weiter zu vergrößern – speziell im Aufsichtsrat. www.bmwfw.gv.at


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 14. März 2014

„Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ Demnächst feiert Roman Weigl einen durchaus „runden“ Geburtstag. Da kann man schon mal ein wenig zurückschauen. Im Falle des HTL-Ingenieurs ist es ein Blick auf eine ganze Reihe beeindruckender Erfolge.

10 Fragen

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Fünfzehn Jahre war Roman Weigl als Geschäftsfeldleiter und Verantwortlicher für das ProfitCenter im Kälte- und Anlagenbau bei Axima Anlagen- und Gebäudetechnik (früher Sulzer Infra GmbH) tätig, weitere 15 Jahre agierte er in diversen leitenden Positionen (u.a. bei der Fischbach GmbH und der Eisbär GmbH) im haustechnischen und Industrie-Anlagenbau im In- und Ausland. 2002 war dann die Zeit reif für Weigls eigenes „Ingenieurbüro für nachhaltige Energiekonzepte, Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kältetechnik und Elektroanlagenbau“,

An RO MAN W EIGL

Als Kind wollte ich immer schon … Raus in die Welt. Erfolg ist … Wenn ich etwas geschafft habe und es mir eine innere Zufriedenheit gibt. Für die Karriere ist wichtig … Vorher etwas geleistet zu haben. Jungen Menschen würde ich raten … Zu lernen und Netzwerke bilden. Ein Buch, das mich berührt hat, ist … „Mich wundert, dass ich so fröhlich bin“ von Johannes Mario Simmel. Wohin ich unbedingt reisen möchte … Es gibt unendlich viele schöne Plätze auf der Welt, die ich gern aufsuche, ob es Palmenstrände am Meer sind oder Gebirgswanderungen durch die Schönheit der Natur.

„Das wahre Glück kennt keine

Woran ich glaube (erstens): An meine Frau – sie gibt mir Kraft und Zuversicht.

monetären Werte.“ ROMAN WEIGL

Neue Energie für die Stadt Roman Weigl lässt gern Taten bzw. bestens realisierte Projekte für sich sprechen. Gleich zweimal wurde er beim Staatspreis für Consulting zum Jurypreisträger gekürt. Mit einigem Stolz berichtet er von einem herausragenden – „ge-

zuR PERSOn geb. am 4.4.1954, verheiratet mit Elisabeth, drei Söhne Ausbildung: Matura, HTL-Ingenieur („Master of Science“, Donau-Uni Krems) Eigentümer der rew consulting, 1230 Wien, Anton Baumgartnerstraße 44 roman.weigl@rewconsulting.at Funktionen: Obmann der Fachgruppe der Ingenieurbüros der WKW, Obmann-Stv. des FV der Ingenieurbüros der WKO, Vorstandsmitglied des Kuratoriums für Elektrotechnik, Vizepräsident des VÖI, Lektorentätigkeiten an der Donau-Uni Krems und FH Campus Wien Außerdem: Zweimaliger Jurypreisträger beim Staatspreis für Consulting Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger Kommerzialrat (seit 2012)

Woran ich glaube (drittens): An ein friedliches und geeinigtes Europa. In 20 Jahren … Möchte ich mit meiner Enkeltochter auf den Opernball gehen.

© M. Weissbacher

deutlich kürzer und ganz einfach: rew Consulting, beheimatet in Wien Liesing. „Unsere Schwerpunkte liegen auf dem energieoptimierten Haustechnik- und Anlagenbau für Industrie- und Komfortgebäuden, auf Masterplänen und Energiekonzepten für Regionen und Großprojekte sowie auf der Ausarbeitung von Alternativstrategien für das Projektmanagement in einer Form, dass Bau, Bauphysik und Haustechnik miteinander verknüpft werden, im Fachjargon – Integrale Planung.“

Woran ich glaube (zweitens): An das Gute im Menschen, denn es wird obsiegen.

priesenen“ – Langzeitprojekt. „Quer durch Wien verlaufen seit mehr als drei Jahrzehnten zwei 12,5 km lange, erdverlegte Hochspannungskabelsysteme (mit 380 kV).“ Nach der Modernisierung und Erweiterung eines Kraftwerks musste nahezu die doppelte elektrische Leistung transportiert werden. „Die einfallslose Lösung hätte darin bestanden, die Kabel, die an sich noch gut 20 Jahre ihren Dienst tun können, herauszureißen und um viel Geld neue zu verlegen – auf derselben Strecke oder auf einem Umweg“, geht Weigl ins „IngeniörDetail“. „Wir haben jedoch dafür ein Kühlungssystem entwickelt, das die Übertragungskapazität der Kabel nahezu verdoppelt und diese noch weitere zwei Jahrzehnte betrieben werden können.“ Rund 80 Meter Höhenunterschied mussten dafür überwunden werden. Bereits existente, parallel geführte Leerrohre wurden zum Einbau einer Kühlung genützt, wodurch sich die alte Leitung auch

bei gestiegener Belastung nicht über die vorgeschriebenen 85°C erwärmt. Bei den vier Kühlstationen gibt es Free-Cooling-Einrichtungen, die über lange Perioden des Jahresverlaufs mit natürlich vorhandener Umweltenergie die

„Sei neugierig und offen, dann kommen die Dinge zu dir.“ ROMAN WEIGL

hat „Neue Energie für die Stadt“ dank der nachhaltigen Nutzung bestehender Ressourcen der Bundeshauptstadt mindestens 80 Millionen Euro eingespart! Ganz nebenbei erwähnt Weigl, dass die erste zentrale Fernkälteanlage in Wien Spittelau von ihm mitentwickelt wurde, die im Sommer aus Müll wertvolle Kühlenergie erzeugt und damit das Wiener AKH versorgt. Überhaupt ist Kälte sein Metier, daher übernimmt er auch häufig Planungen und Projektberatung für die Errichtung von Eislaufplätzen und Eissportanlagen.

Aktiv für die Branche Kühlaufgabe bewerkstelligen. „Dadurch ist nebenbei auch eine der längsten Kühlanlagen der Welt entstanden“, schmunzelt Weigl. Kein Wunder also, dass diese Sonderlösung schon während des Baus u.a. auf Interesse aus Neuseeland stieß. Summa summarum

„Kühlen Kopf“ bewahrt Roman Weigl auch als Obmann der Fachgruppe der Ingenieurbüros der WKW, VÖI-Vizepräsident, als Obmann-Stv. des Fachverbands der Ingenieurbüros der WKO sowie als Vorstandsmitglied des Kuratoriums für Elektrotechnik. Wie

er diese Funktionen unter (s)einen „energetischen Hut“ bekommt? „Ich setze auf die permanenten aktiven Mitarbeiter unserer Mitglieder – immerhin haben sich die Ingenieurbüros als größte Berufsgruppe am österreichischen Consulting & Engineering-Markt etabliert.“ Waren es bei der Gründung des Fachverbands im Jahr 1985 noch etwa 700 Ingenieurbüros, kratzt man österreichweit derzeit bereits an der 6.000er-Marke. „Wir sind hochqualifizierte Spezialisten aus allen technischen Tätigkeitsfeldern, die in Österreich in Theorie und Praxis erlernbar sind“, sagt Weigl. Diese Tätigkeitsfelder reichen von der Haus- (Elektro- und Installationstechnik) bis zur Kulturtechnik, vom Maschinenbau bis zur technischen Chemie, von der Innenarchitektur bis zum Bergund Hüttenwesen. „Langjährige Fachpraxis sowie die erfolgreiche Ablegung einer strengen Befähigungsprüfung sind erforderlich!“ Weigls rew Consulting geht ins erste Jahrdutzend und der Gründer und Inhaber hat noch eine Menge vor: „Nutzen wir unsere Fähigkeiten dazu, die Welt durch unseren Beitrag für die nächsten Generationen lebenswert zu gestalten und vergessen wir nicht, dass wir sie von unseren Kindern lediglich geliehen bekommen haben!“ www.rewconsulting.at


pe r son a l & m a n a ge me n t

Freitag, 14. März 2014

careernetwork – 73

Arbeitszeitgesetz nicht mehr zeitgemäß Demografie erfordert flexiblere Arbeitszeiten

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Zeitwertkonto – wie wärs? Christoph Krischanitz: „Zeitwertkonto wäre große Errungenschaft für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“ Wien. „Warum darf ein Bilanzbuchhalter in den Wochen der Bilanzerstellung nicht kurzfristig mehr als 50 Stunden arbeiten, wenn Spitalsärzte sogar 25 Stunden am Stück arbeiten dürfen“, wundert sich arithmetica-Geschäftsführer Christoph Krischanitz. „Diese starre Regelung im Arbeitszeitgesetz behindert die Wirtschaft, ihre Arbeitnehmer und bringt letztlich den österreichischen Wirtschaftsstandort in fortwährende Schwierigkeiten“, stellt der Chef des versicherungsmathematischen Beratungsunternehmens fest.

schon lange existiert, ist das sogenannte Zeitwertkonto. „Die Idee besteht ganz einfach darin, Zeit zu sammeln, um sie später zu genießen“, erklärt Krischanitz, „und zwar über einen deutlich längeren Zeitraum als das durch die Gleitzeit mögliche eine Jahr.“

Das Zeitwertkonto kann aber noch mehr: „Eine weiterführende Idee ist auch, Geldbeträge in das Zeitwertkonto zu führen und den Genuss der angesparten Werte entweder in Zeitkonsumation oder in Geldkonsumation zu ermöglichen“, so Krischanitz. Sabbaticals, Altersteilzeit, früherer Pensionsantritt oder auch einfach eine erhöhte Abfertigungsleistung oder Hinterbliebenenvorsorge wären mit diesem Modell einfach zu erreichen. „Verfallene Urlaubstage, Überstunden, Boni, Diäten, etc. könnten in dieses Konto eingebracht werden und würden vor Pensionsbeginn einen schönen Zusatzpolster für eine höhere Pension oder einen früheren Pensionsantritt bringen“, zeigt Krischanitz die Möglichkeiten des Zeitwertkontos auf. „Für die Verwaltung dieses Kontos wären besonders Versicherungsgesellschaften, aber auch Pensionskassen und Vorsorgekassen geeignet, was auch ein deutlich positives Signal an die zweite Säule des Pensionssystems wäre“, fordert Krischanitz die Regierung auf, „hier endlich aktiv zu werden“. www.arithmetica.at

© arithmetica

Veraltetes Arbeitszeitgesetz In Zeiten hoher Mobilität und begleitet von mobilen Kommunikationstools ist die Arbeit nicht mehr auf den persönlichen Arbeitsplatz beschränkt. „Die Leute arbeiten im Bus, in der Bahn, zu Hause oder auf der Parkbank – teilweise ohne diese Arbeitszeiten aufzuzeichnen und sich anrechnen zu lassen, da oft die Zehn-Stunden-Grenze am Tag schon überschritten ist“, sagt Krischanitz. Zudem verlangen Kunden mehr Flexibilität in der Behandlung ihrer Anliegen und Eigentümer, bzw. Investoren möchten schnellere und genauere Informationen über die Unternehmen. Krischanitz: „Das sind alles Entwicklungen, die mit dem veralteten Arbeitszeitgesetz aus dem Jahr 1969 nicht mehr in Einklang zu bringen sind.“ Auch die Zukunft sieht nicht be-

Täglich Frauentag!

Königsidee Zeitwertkonto

arithmetica-GF Christoph Krischanitz: „Die Regierung soll endlich aktiv werden!“

sonders rosig aus, wie man leicht aus den demografischen Prognosen für Österreich ablesen kann, rechnet Krischanitz vor: „Die Menschen mit Versorgungsansprüchen werden mehr, die Menschen, die diese Versorgungsleistungen erbringen, werden weniger. Das bedeutet, dass eine überproportionale Mehrarbeitsbelastung auf die zukünftig

Erwerbstätigen zukommt.“ Die Wirtschaft müsse also effizienter, effektiver und flexibler werden, um diese Belastungen zu bewältigen. „In 20 Jahren werden wir uns keine 38,5 Stunden Woche mehr leisten können“, warnt Krischanitz. Ein relativ einfach umzusetzendes Mittel, das in Deutschland

Infotag am 15.3. Campus Eisenstadt und Pinkafeld: acht Bachelor- und zwölf Masterstudiengänge

Eisenstadt/Pinkafeld. Das Studienangebot der Fachhochschule Burgenland umfasst acht Bachelor- und zwölf Masterstudiengänge in den Bereichen Wirtschaft (mit Schwerpunkt Mittel-Osteuropa), Informationstechnologie und -management, Soziales, Energie-Umweltmanagement sowie Gesundheit.

Derzeit studieren rund 1.700 Hörer an der FH Burgenland, es gibt bereits mehr als 4.600 Absolventen in durchwegs guten Positionen. Am 15. März können Interessierte von 9 bis 16 Uhr die Studienzentren Eisenstadt und Pinkafeld kennenlernen: Schnuppern in Lehrveranstaltungen, persönliche

Beratung und eine Campustour geben Einblick ins Studentenleben: •  Praxisorientierte Studien – für Maturanten und Berufstätige •  Europaweit anerkannte Studiengänge (3-jährige Bachelor und 2-jährige Master) •  M oderne Studienzentren und Forschungslabore •  Sehr gute Berufsaussichten (98% Beschäftigungsquote). Anmeldungen zu den einzelnen Studiengängen sind über die Homepage oder persönlich am Campus möglich. Übrigens gibt es an den Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld auch ganzjährig eine eigene InfoLounge jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr. (pj) www.fh-burgenland.at

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Studieninfotag der Fachhochschule Burgenland am 15. März von 9 bis 16 Uhr.

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Johann Hagenhofer

Der Bauingenieur Hans Lun (36) verstärkt Risk Experts am Standort Kufstein in Surveying und Schadenabwicklung. Zuletzt war er vier Jahre an der Fakultät für Technische Wissenschaften der LeopoldFranzens-Uni tätig.

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Jürgen Obiegli Doka/Umdasch

© Doka

Der 46-jährige Johann Hagenhofer ist neuer Business Controller bei IT-Distributor Omega. Er verfügt über breite Branchenerfahrung in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Tourismus, Bildungsmanagement und Unternehmensberatung.

Hans Lun Risk Experts

© privat

Omega

© Omega

job

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Der Geschäftsführer der Doka Group Europe wird per 1. Mai in den Vorstand der Umdasch AG bestellt und ist in dieser Funktion nun für die Geschäftsbereiche Vertrieb und Marketing der Doka Group verantwortlich.

Max Weißensteiner Assist Notfallservice

© G. Rohrmoser

© FH Burgenland

Europaweit anerkannt

Promotion

FH Bgld. bringt Studien & Infos zusammen

Alljährlich zum Internationalen Frauentag stellt sich die Frage: Geht es den Frauen besser? Hat sich etwas verändert? Arbeitstechnisch, WorkLife-Balance-mäßig, finanziell, rechtlich, privat … ? Ehrlich? Nein. Österreich rangiert bei der Lohnschere zwischen Frauen- und Männereinkommen an vorletzter Stelle in Europa. (Die rote Laterne gebührt Estland.) Um Kindererziehung, Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bringen, landen viele Frauen in der Teilzeitfalle. Stark betroffen sind weibliche Angestellte im Handel. Dieser hat die Wirtschaftskrise unbeschadet überstanden, trotzdem fehlen Möglichkeiten für Weiterbildung oder gute Erwerbschancen für die Arbeitnehmerinnen. 47% der Stellen im Handel sind Teilzeitstellen, 90 der 100 Teilzeitangestellten sind Frauen. Viele sind unfreiwillig teilzeitbeschäftigt und „working poor” – sie können mit ihrem Gehalt nicht die Rechnungen zahlen … In den Aufsichtsräten der größten bzw. umsatzstärksten Top-200-Unternehmen in Österreich liegt der Frauenanteil laut Frauen-Management-Report 2014 der Arbeiterkammer Wien bei „heißen“ 13,9%; beispielsweise nur 34 von 606 Geschäftsführungsstellen sind mit Frauen besetzt. Die Zahlenspiele können bis ins Unendliche fortgeführt werden: Unserer Bundesregierung gehören neben elf Männern nur fünf Frauen an, in der Steiermark gehört nach dem Abgang einer Landesrätin nur mehr eine Frau der Landesregierung an, die sich neben acht Männern behaupten muss ... Dass solche Fakten vorliegen, macht deutlich, dass hier noch viel passieren muss.

Per 1.4. verstärkt Max A. Weißensteiner (50) die Geschäftsführung der Assist Notfallservice GmbH & Co KG. Der gebürtige Niederösterreicher übernimmt mit dem Prokuristen Wolfgang Kilian-Löffler die operativen Agenden.


74 – careernetwork

short

© Screenshot www.fh-campuswien.ac.at

asoluto: neue Website der FH Campus Wien

pe r son a l & m a n a ge m e n t

Freitag, 14. März 2014

Vielfalt Mit einer Architektur-Ausbildung kann man in ganz unterschiedlichen Bereichen Karriere machen

So wird in und an der Architektur gearbeitet

Die „typische Job-Description“ gibt es in der Architektur nicht – dafür besonders viel Flexibilität.

Open Days an der FH Technikum Wien Wien. Am 21. und 22.3. finden an der FH Technikum Wien die alljährlichen Open Days statt. Schüler, Maturanten & Berufstätige sind eingeladen, sich über die Ausbildungsangebote an Österreichs größter, rein technischer Fachhochschule zu informieren. Neu ab Herbst u.a.: Bachelor-Studiengang Maschinenbau, Ausbildungsschwerpunkt Smart Homes im Bachelor-Studieng. Elektronik, etc. www.technikum-wien.at

International Lectures starten nächste Woche

Nur etwa 40% der Architekturschaffenden bestreiten ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit typischen Architekturleistungen.

wa mit eigenen Ziviltechnikerbüros, oder der Anteil der Freischaffenden immer größer“, berichtet Schürer. Doch auch im ersten Jahrzehnt nach dem Studium gibt es bereits einen hohen Anteil von Selbstständigen (38%) und Freiberuflern (27%), verglichen mit dem Anteil der Angestellten (35%). Bemerkenswert ist auch der beeindruckend hohe Anteil der 65- bis 74-Jährigen unter den Befragten, die sich noch immer als berufstätig bezeichnen.

Wenig Arbeitslosigkeit Die Arbeitslosigkeit unter Architekten ist sehr gering, doch nicht alle arbeiten in Jobs, die einem klassischen Architektur-Klischee-

Peek & Cloppenburg Duales Bachelor-Studium

Insolvenz Aus für Top-Job Personalmanagement e.U.

Wien. Das Duale Bachelor Studium (DBS) bei Peek & Cloppenburg erlaubt es Maturanten, in dreieinhalb Jahren einen akademischen Grad in Business Administration zu erlangen, viel Praxiserfahrung zu sammeln – und dafür auch noch ein faires Gehalt zu bekommen. Auf ein „richtiges Studentenleben“ müssen die jungen Talente trotzdem nicht verzichten – die Phasen an der Hochschule und „on the job“ wechseln sich ab. „Nebenbei legen die Dualen Bachelor-Studierenden den Grundstein für ihre weitere Karriere in der spannenden Mode-Welt“, sagt Melisa Gibovic, Leiterin Employer Branding bei der Peek & Cloppenburg KG.

Hallwang. Am 10. März wurde über das Vermögen der Top-Job Personalmanagement e.U., Inhaber Rudolf Pugel, geb. 6.10.1955, 5300 Hallwang, Wiener Bundesstraße 23, ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht Salzburg über Eigenantrag eröffnet.

Wien. 27% „unserer“ rund 300.000 Studierenden kommen aus anderen Ländern, und Österreich liegt auf Platz 1 der beliebtesten Studiendestinationen (www.studyportals.eu). Die „International Lectures“ starten am 19.3. mit einer Podiumsdiskussion im Juridicum. Veranstalter sind die Universitätenkonferenz (uniko), die Universitäten und die OeADGmbH. Im Sommersemester 2014 ist es die Uni Wien, die mit Wissenschaftlern und Studierenden aus rund 140 Ländern internationale Vernetzung und Mobilität vorlebt. Kooperationspartner sind die ÖH (Bundesvertretung und Wien) sowie die Abteilung Gleichstellung und Diversität der Uni Wien. www.univie.ac.at

Emaad Otynski, 21, seit 2010 bei P&C, seit 2012 im DBS: „Ein akademischer Abschluss ist mir sehr wichtig. Gleichzeitig möchte ich aber finanziell unabhängig sein und auf eigenen Beinen stehen.“ Im April und im Mai lädt Peek & Cloppenburg Maturanten in Wien, Linz und Innsbruck zu einem Erlebnistag ein und gewährt dabei einen Blick hinter die Kulissen des Modeunternehmens. (pj) www.peek-cloppenburg.at/karriere

Zwei DBS-Talente im O-Ton Marie Schneider, 22, seit 2012 im DBS bei P&C: „Nach wochenlangem Lernen fürs Studium freue ich mich jedes Mal wieder riesig darauf, im Verkaufshaus zu stehen und die Theorie endlich in der Praxis anzuwenden. Der direkte Kundenkontakt und die Arbeit im Team machen mir am meisten Spaß.“

© Fotostudio Wieland

© APA/Herbert P. Oczeret

Eine ziemlich modische „Kombi“

Uni integriert: Wie willkommen sind internationale Studierende?

Lupe genommen werden wird. Sicher ist, dass auch Stressresistenz zu den unverzichtbaren persönlichen Qualitäten zählen muss. Interessant ist auch ein Blick auf Geschlechterrollen: Gibt es in der Architektur typisch männliche bzw. weibliche Tätigkeitsfelder? 44% Frauen sind dieser Ansicht, aber nur 25% der Männer sehen eine geschlechtsspezifische Aufgabenverteilung. „In manchen Büros arbeiten Frauen eher im administrativen Bereich, kreative Arbeit und Finanzielles wird tendenziell eher von Männern erledigt“, sagt Schürer. Frauen sind eher als Männer der Meinung, dass die Fähigkeiten der Geschlechter in unterschiedlichen Bereichen liegen. (pj) www.a-theory.tuwien.ac.at

bild entsprechen. „Wir sind auf Leute gestoßen, die im Sommer Architektur machen und im Winter Skilehrer sind“, meint Oliver Schürer. „In Wien gibt es z.B. das Architekturbüro Backraum, das einerseits Häuser plant und andererseits für seine Kipferln lokale Berühmtheit erlangt hat.“ Kreativität und Flexibilität sind in der Branche also unverzichtbar. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Job ist relativ hoch, allerdings hängt sie stark vom Beschäftigungsausmaß ab: Je höher die Arbeitsbelastung und damit der Stress, umso ausgeprägter ist die berufliche Zufriedenheit – ein Paradox, dass sich in der Studie als Trend zeigt und in einer nächsten Untersuchung genauer unter die

Marie Schneider: Duales BachelorStudium bei Peek & Cloppenburg.

Der Pleitegeier hat Beute erwischt Die Schuldnerin bietet den Insolvenzgläubigern eine 50%ige Sanierungsplanquote, zahlbar in 24 gleich großen Teilquoten.

Die Zahlungsmodalitäten Die erste Teilquote ist fällig innerhalb von zwei Monaten ab Annahme des Sanierungsplans, die weiteren 23 Teilquoten jeweils am 25. der Folgemonate. (pj) www.ksv.at

90 Dienstnehmer betroffen Gegenstand des Unternehmens: Überlassung von Arbeitskräften, Personalvermittlung und Personalverleih für alle Branchen. Betroffen sind 90 Dienstnehmer (fünf Angestellte und 85 Arbeiter) sowie rund ein Dutzend Gläubiger. Die Passiva betragen laut Schuldnerangaben rund 857.000 und die Aktiva rund 116.000 €. Insolvenzursache per Ende des Vorjahres laut Schuldnerangaben: Hohe Investitionen, Wirtschaftskrise im Jahr 2008, stornierte Kundenaufträge und Umsatzrückgänge. Die Restrukturierungsprozesse haben erst mittelfristig gegriffen, immerhin konnten ab 2010 tw. auch wieder Gewinne erwirtschaftet werden.

© Panthermedia.net/Jörg Hackemann

Wien. asoluto setzte sich in einem mehrstufigen Pitch um die Neuentwicklung der FH Campus Wien-Website durch: Der neue Webauftritt von Österreichs größter akkreditierter Fachhochschule soll zu einer Benchmark für Hochschul-Websites werden. Das zentrale Leitmotiv der neuen Website ist User Experience; die Besucher der Website ebenso wie die Lehrenden & Forschenden der FH Campus Wien rücken in den Fokus. Der Einsatz von Rich Media, die großzügige visuelle Aufbereitung der Inhalte und eine themenspezifische Vernetzung über alle Hierarchieebenen und Department-Grenzen hinweg sollen die Verweildauer er­höhen und die ConversionRates verbessern. www.asoluto.com www.fh-campuswien.ac.at

Wien. „Architektur ist einer der stärksten Bereiche der österreichischen Kreativwirtschaft und gleichzeitig auch Kunst und Wissenschaft“, sagt Oliver Schürer vom Fachbereich Architekturtheorie der TU Wien. Von 2004 bis 2014 untersuchte er die Alltagspraxis in der Branche. „Architektur als gesellschaftliche Sphäre ist gleichzeitig auch Szene, Branche, Lebenshaltung und Erwerbsarbeit. Es handelt sich um ein Feld, in dem viele Schichten von gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutungen verknüpft sind.“ Aufgrund der im Vergleich mit anderen Branchen sehr engen Verknüpfung zwischen Privatleben und Erwerbswelt wurden beide Bereiche gemeinsam untersucht. Dabei zeigte sich: Die „typische Job-Description“ gibt es in der Architektur nicht. Vom klassischen Planen und Entwerfen über künstlerisches Gestalten bis hin zu Tätigkeiten, die mit Architektur auf den ersten Blick wenig zu tun haben – die Bandbreite von Gebieten, auf denen die befragten Personen erfolgreich sind, ist groß. Drei Fünftel (!) der Architekturschaffenden mischen kreative Tätigkeiten unterschiedlichster Art, die meist Ähnlichkeiten mit den typischen Leistungen in der Architektur aufweisen, etwa das Erzeugen von Renderingbildern. Auch die Art der Beschäftigungsverhältnisse variiert: „Die jungen Leute, die auf den Arbeitsmarkt kommen, raufen sich um die wenigen klassischen Angestelltenverhältnisse und müssen ihre Tätigkeit oft freiberuflich ausüben. Doch wenn man ältere Personengruppen ansieht, stellt man fest: Dort wird der Anteil der Selbstständigen, et-

© Panthermedia.net/CandyBox Images

PAUL CHRISTIAN JEZEK

„Innovative Lösungen, Briefing-Übersetzung in moderne Websprache.“

Personalmanagement e.U., Hallwang: Sanierungsverf. mit Eigenverwaltung.


AU S - & WE I TE R BI L D U N G

Freitag, 14. März 2014

careernetwork – 75

Diplomprojekt Wissenschaftler Norbert Frischauf: „Eine Gelegenheit, in die Weltraumtechnik hineinzuschnuppern“

Die Konstruktion muss auf die harten Umweltbedingungen der Mars-Oberfläche Rücksicht nehmen. PAUL CHRISTIAN JEZEK

Absolventin Carolin Brewi erhielt den Wissenschaftspreis der DGT.

Die Ergebnisse der TGM-Schüler könnten einmal in eine bemannte Mars-Mission einfließen.

Nun arbeitet eine vierköpfige Schülergruppe daran, bis zum Sommer ein fahrtüchtiges Modell zu entwickeln. Die Konstruktion muss auf die harten Umweltbedingungen der Marsoberfläche Rücksicht nehmen. Deshalb hat das Modell sechs Räder statt vier – so kann es noch fahren, falls eines der

Raumfahrt interessieren können.“ Sobald das Modell funktioniert, wird das ÖWF die Entwicklungen in sein eigenes Rover-Projekt übernehmen und in der Wüste einem Härtetest unterziehen. Das ÖWF tauscht sich wissenschaftlich mit der ESA aus und so könnte die Arbeit der TGM-Schüler letztendlich in einer echten Mars-Mission Verwendung finden.

eine der ältesten Österreichs. Die Versuchsanstalt des TGM übernimmt Forschungsprojekte und Prüfaufgaben im Auftrag der Wirtschaft und arbeitet an innovativen Entwicklungen mit. Die Ausbildungen umfassen Elektronik und Technische Informatik, Elektrotechnik, IT, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieur und Kunststofftechnik sowie – seit 2010 – die neue Richtung Bio­ medizin- und Gesundheitstechnik. Absolventen sind im Verband der Technologinnen und Technologen weltweit vernetzt. www.tgm.ac.at

Blick hinter die Kulissen Die Schule der Technik ist mit rund 2.500 Schülern und 310 Lehrern die größte HTL Wiens und

Recruiting Vorstellungsgespräche direkt an der WU

Visitenkarte „Recruiting ist ein erfolgskritischer Faktor“

Wien. Das WU ZBP Career Center bietet mit dem jährlichen Recruitingevent „Meet your Job“ einen idealen Rahmen für die Suche nach der vielversprechenden Einstiegsposition. Sieben Unternehmen vergeben zwölf Jobs für junge Wirtschaftsakademiker an nur einem Tag – und kommen dafür am 24. April direkt an die WU. Bewerber können an diesem Tag also gleich mehrere Gespräche führen und so ihre Chance auf eine erfolgreiche Jobzusage erhöhen.

Wien. Im Rahmen der Best-Recruiters-Studie von Career wurden insgesamt 520 Unternehmen und öffentliche Institutionen in 26 Branchen überprüft und ihre Recruiting-Performance beurteilt. In der Branchen-Kategorie „Großhandel/Vertrieb“ siegte die Robert Bosch AG, die 2013 besonderes Augenmerk auf die Recruiting-Prozesse und den Ablauf der Bewerbungsgespräche gelegt hatte. „Das Recruiting ist die Visitenkarte des Unternehmens nach außen und nach innen“, kommentiert Personalleiterin Johanna Hummelbrunner. „In den meisten Fällen besteht dadurch der erste direkte Kontakt mit Interessenten und potenziellen zukünftigen Mitarbeitern. Um die richtigen Personen für das Unternehmen zu gewinnen, ist das Recruiting ein erfolgskritischer Faktor.“ Weiters wurde die Online-Stellenbörse auf der Homepage überarbeitet und die darin enthaltenen Inserate im Hinblick auf gendergerechte Sprache angepasst. „Die Auszeichnung bedeutet für uns, dass wir uns mit unseren Methoden und der Art des Recruitings

Alle Stellenangebote der Veranstaltung sind auf der Website des WU ZBP Career Center zu finden – bis 3.4. können sich junge Absolventen, die den Berufsein- oder -umstieg innerhalb der nächsten Monate planen, auf die einzelnen ausgeschriebenen Positionen bewerben. Passen sie auf ein oder mehrere Stellenangebote, werden sie zum Interviewtag am 24. April an die WU geladen. (pj) www.zbp.at

© WU

Die Firmen und der Ablauf

Meet Your Job: 24.4., 9 bis 18 Uhr, WU, D3, 1020 Wien, Welthandelsplatz 2.

Wien. Das Netzwerk der FHWien der WKW, Alumni&Co, vergibt ein Stipendium über 13.000 € für das MBA-Programm der FHWien der WKW. Interessenten senden ihre Bewerbungsunterlagen für das Stipendium (CV und Motivationsschreiben) via Mail (Betreff „MBA-Stipendium“) bis spätestens 31. März an alumni@fh-wien.ac.at

Lehrberuf.info mit neuen Funktionen

Bosch unter den „Best Recruiters“ am richtigen Weg befinden“, hofft Hummelbrunner. AMS-Vorstand Johannes Kopf verlieh die Siegerpreise: „Die Recruiting-Landschaft ist facettenreicher denn je. Jobsuchende werden immer anspruchsvoller, vor allem qualifizierte Arbeitskräfte und High Potentials; hier sind auch die österreichischen Arbeitgeber herausgefordert, die für sie passenden Bewerber zu suchen und zu finden.“ (pj) www.bosch.at

© GPK/APA-Fotoservice/Kowatsch

ZBP Career Center: Meet your job

Stipendium für MBAProgramm der FHWien

Tanja Binder und Dennis Löffler, Human Resources, Bosch Wien.

© lehrberuf.info

Räder ausfällt. Außerdem ist das Fahrzeug bewusst klobig angelegt, damit ein Astronaut mit dicken Raumhandschuhen eine Chance hat, es notfalls zu reparieren. Für die Steuerung bauten die Schüler einen Raspberry Pi ein, einen MiniPC in der Größe einer Kreditkarte. Nun geht es vor allem um die Programmierung der Software, mit der der Bordcomputer den richtigen Weg findet und die Räder lenkt. „Für die Schüler ist das Projekt eine Gelegenheit, in die Weltraumtechnik hineinzuschnuppern“, erklärt Frischauf. „Wir freuen uns, wenn wir junge Talente für die

Mars-taugliche Bauweise

Pharmaindustrie, Consulting und Einzelhandel – die bei „Meet your Job“ teilnehmenden Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen. Accenture, Hofer, KPMG, Novartis, The Advisory House, TPA Horwath sowie zeb/rolfes.schierenbeck. associates suchen nach aufstrebenden Wirtschaftsakademikern, die den ersten Karriereschritt setzen möchten. Es spielt keine Rolle, ob Bachelor- oder Masterstudienabschluss: Ausgeschriebene Positionen gibt es für beide Titel.

Wien. Die 23-jährige Absolventin der Modul University Vienna, Carolin Brewi, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) für ihre Bachelorarbeit ausgezeichnet, in der sie sich mit der Implementierung von Corporate Social Responsibility-Richtlinien in der Wiener Stadthotellerie befasst hat. Brewi hat im Sommer 2013 das Bachelorstudium Tourism & Hospitality Management an der Modul University abgeschlossen. „Dass von zahlreichen eingereichten Arbeiten nur sechs ausgezeichnet wurden, und dass bei Frau Brewis Arbeit die hohe Qualität des Forschungsdesigns und des eingesetzten Methodenmixes hervorgehoben wurde, unterstreicht das herausragende wirtschaftswissenschaftliche Niveau unserer Studiengänge“, freut sich Rektor Karl Wöber. www.modul.ac.at

© Michael Hetzmannseder

Wien. Wenn Menschen auf dem Mars landen, werden sie einen kleinen Begleitwagen brauchen, der Steine oder Sauerstoff für sie tragen kann. Das Fahrzeug sollte einem Astronauten automatisch folgen – wie ein Hund dem Herrchen – und schnell genug sein, um mit ihm Schritt zu halten. Jener Mars-Rover, der derzeit den roten Planeten erkundet, könnte das noch nicht: „Curiosity“ bewegt sich sehr langsam und schafft höchstens zweieinhalb Meter pro Minute. Deshalb forscht das Österreichische Weltraumforum (ÖWF) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA an der Technologie für einen flotteren Rover. Das Modell soll drei bis fünf Stundenkilometer erreichen und über einen Bordcomputer mit automatischer Navigation verfügen. Norbert Frischauf, einer der Wissenschaftler im ÖWF-Vorstand, nutzte seine Kontakte zum TGM, der größten HTL Wiens, und vergab die Aufgabe als Diplomprojekt für Schüler. „Wir haben das TGM eingeladen, weil es dort große Kompetenz sowohl in der Elektronik als auch in der Mechanik gibt“, meint Frischauf. „Ich weiß, dass die Schüler das können – ich bin selbst ein TGM-Absolvent.“

Großer Erfolg für die Modul University

© Modul University Vienna

TGM-Schüler arbeiten am nächsten Mars-Rover mit

short

Seit zwei Jahrzehnten vertrauen Führungskräfte dem WU-Programm.

Schwarzach/Wien. Das 2006 gegründete Vermittlungs-Portal für Lehrstellen unterzieht sich einem umfassenden Relaunch, bei dem vor allem die Darstellung auf mobilen Endgeräten im Vordergrund steht. Damit erreicht Lehrberuf.info die Jugendlichen direkt in ihrer Lebenswelt, die zunehmend digital wird. Aktuell bietet Lehrberuf. info über 15.000 Lehrstellen in 2.500 Lehrbetrieben an. Sowohl klassische KMU als auch renommierte Konzerne wie Porsche, BMW, dm, C&A, kika, Leiner, Sport Eybl, Reiter Betten & Vorhänge oder Spar machen vom digitalen Angebot Gebrauch, um qualifizierte zukünftige Mitarbeiter zu rekrutieren. www.lehrberuf.info


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Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

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