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Freitag, 25. März 2016
cover 9
Greifbar Und plötzlich kam der Touchscreen: Digitales Tasten 12
Event Die Arabella 90er- Party war ein voller Erfolg 14
Moderation Andi Knoll & Katharina Straßer moderieren die Romy 11
© ORF/Thomas Ramstorfer
Dauerfernsehen Der Weltrekord wurde in Wien geknackt 11
© Kurier/Jeff Mangione
marketing & media
„Bei der On-Air-Bewerbung sind wir für 2016 ausgebucht“ Kommenden Dienstag startet auch der ORF in die Frühstücks-TV-Ära. Wir baten Vermarktungschef Oliver Böhm zum Talk. 10 Der medianet Sonderthemenplan 2016 ist hier abrufbar!
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Diskussion Privatsender wegen DAB+ mit ORF im Clinch. 14
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10 MARKETING
Freitag, 25. März 2016
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„Gewohnt hohe Qualität“ Ende März startet der ORF mit „Guten Morgen Österreich“ sein neues Früh-TV. Aus diesem Anlass baten wir den ORF-Enterprise-Chef, Oliver Böhm, zum Interview über Vermarktungsmöglichketien im neuen Format.
••• Von Dinko Fejzuli
medianet: In wenigen Tagen startet der ORF sein Frühfernseh angebot. Wann hat die Arbeit für die ORF-Enterprise zum Thema Frühfernsehen-Vermarktung in Wirklichkeit begonnen? Oliver Böhm, GF ORF-Enterprise: Die ORF-Enterprise arbeitet seit über einem halben Jahr intensiv an der Vermarktung von Guten Morgen Österreich. Und das mit großem Erfolg. Wir konnten mit Adeg, Landhof und Vamed renommierte Partner für das ORF-Frühfernsehen gewinnen. Wir sind für 2016, was die Möglichkeiten der on airBewerbung betrifft, ausverkauft. Im Bereich Lizenzen gibt es noch Möglichkeiten; wie beispielsweise ein ‚Guten Morgen Österreich Weckerl‘, ein ‚Guten Morgen Österreich Buch‘ und vieles mehr.
Probelauf Noch werden „Piloten“ gedreht. Hier mit Moderatorin Eva Pölzl in Baden bei Wien.
Die Kosten Aktuell geht man von 12.000 € Produktionskosten pro Sendestunde aus, auf das ganze Jahr umgerechnet, ergibt das 600 Stunden Früh-Programm, also Kosten von gut 7,2 Mio. €.
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Mio.
medianet: Dem ORF ist Unterbrecherwerbung gesetzlich verboten Welche Werbeformen wird es da geben? Böhm: Die ORF-Enterprise bietet aufmerksamkeitsstarke und attraktive Special Advertising-Tools an. Adeg baut auch hier auf seine regionalen Stärken und präsentiert als Hauptsponsor die Sendung zu jeder vollen Stunde. Landhof bewirbt als Sponsor der Sendung ‚Bewegt in den Tag‘ seine breite Produktpalette im perfekten Umfeld. Die Vamed zeigt die Vielfalt ihrer Themenangebote in Österreich.
© ORF
Hauptsponsor Adeg Und genau so, wie die Redaktion arbeitet auch die Vermarktungsmannschaft rund um ORF-Enterprise Chef Oliver Böhm bereits seit Monaten daran, auch Werbekunden und Partnern die morgendliche Sendeleiste schmackhaft zu machen. Bei Guten Morgen ÖsterreichHauptsponsor Adeg freut man sich jetzt schon auf die Zusammenarbeit und streut dem neuen Format Rosen. Adeg-Vorstand Alexandra Draxler-Zima gegenüber medianet: „Das neue ORF-Frühfernsehen ist innovativ, nah am Publikum und stark in der Region verankert. Damit trifft es genau die Werte, für die wir als Adeg mit unseren Kaufleuten und ihren rund 430 Standorten stehen.“ medianet bat ORF-EnterpriseGeschäftsführer Oliver Böhm zum Interview.
© ORF/Thomas Ramstorfer
WIEN. Am 29. März geht es los – denn in Obertauern in Salzburg startet der ORF am Dienstag sein Frühstücksfernsehen „Guten Morgen Österreich“ (GMÖ). Dann hat Österreich neben Cafe Puls auf Puls 4, dem Pionier am heimischen Frühstücksfernsehmarkt, der heuer sogar sein Zehnjähriges feiert, und Servus am Morgen von Servus TV nun eine dritte Möglichkeit, mit österreichischem TV-Programm den Tag zu beginnen. Doch anders als bei der Privaten Konkurrenz wird nicht aus einem stationären, sondern aus einem mobilen Studio, jeden Tag aus einem anderen Ort Österreichs, Programm gemacht.
bieten allen Unternehmen einen gelungenen Werbeauftritt. Besonders prädestiniert sind natürlich Kunden mit Österreich-Bezug, bei denen die Regionalität im Vordergrund steht.
medianet: Für welche Kunden und Kooperationspartner wäre denn die Präsenz im ORF-Frühfernsehen besonders interessant? Böhm: Guten Morgen Österreich bietet eine vollkommen neues Sendungskonzept. Mit dem mobilen Sendestudio wird jeden Tag aus einer anderen Gemeinde gesendet. Diese Alleinstellung und die gewohnt hohe Qualität des ORF
medianet: Aktuell geht man von 12.000 Euro Produktionskosten pro Sendestunde aus, auf das ganze Jahr umgerechnet, ergibt das 600 Stunden Früh-Programm, also Kosten von gut 7,2 Mio. Euro. Wie viel davon wird man durch Kooperationen und die Vermarktung einspielen können? Böhm: So eine Rechnung geht sich nicht aus – dazu ist die Herstellung von Programm zu kostenintensiv; aber darum geht es auch nicht. Mit Guten Morgen Österreich schließen wir die letzte offene Programm lücke und wollen unseren Zuseherinnen und Zusehern einen maximalen Service bieten.
© Martin Lifka
Wir sind für 2016, was die Möglichkeiten der On-Air-Bewerbung, betrifft, ausverkauft.
medianet: Eine Einnahmequelle, die sogenannten Ortsportraits, sorgte bereits vor dem Start des Frühfernsehens für Kritik, da es hieß, man könne sich hier beim ORF Imagefilme bestellen. Wie sieht es denn hier nun wirklich aus und
Die Partner Die Rewe-Tochter Adeg ist von Anfang an mit an Bord bei „Guten Morgen Österreich“, baut auch hier auf ihre regionalen Stärken und präsentiert als Hauptsponsor die Sendung zu jeder vollen Stunde.
wie schätzen Sie hier das Potenzial in der post-Verwertung der Imagefilme ein? Böhm: Die Ortsportraits werden nach ausschließlich redaktionellen Gesichtspunkten gestaltet und können selbstverständlich nicht bestellt werden. Die Kosten für Produktion und Ausstrahlung des Beitrags liegen beim ORF, ebenso die Rechte. Über die ORFEnterprise erhalten interessierte Gemeinden die Möglichkeit, nach Ausstrahlung die Rechte an der weiteren kommerziellen Nutzung des Beitrags zu erwerben. medianet: ORF-GD Alexander Wrabetz hat angekündigt, er möchte in der nun neu eröffneten MorgenSchiene Marktführer werden. Wie viele Zuseher haben Sie derzeit auf diesem Sendeplatz? Was ist das Ziel mit dem neuen Frühfernsehen bzw. was bedeutet das, in Zuseherzahlen und Marktanteilen ausgedrückt? Böhm: Der ORF will in diesem Zeit segment die Marktführerschaft erringen. Wie viele Zuseher das sein werden oder wie sich das Nutzer verhalten in Zukunft entwickelt, werden wir uns in Ruhe ansehen.
Das Programm Ein bunter Mix Das Programmschema der News-Sendung in „Guten Morgen Österreich“: ab 06:00 Uhr stehen zur vollen Stunde fünfminütige und zur halben Stunde dreiminütige Frühausgaben der „ZiB“ (samt „ZiB“-Wetter) auf dem Programm – sechs
zusätzliche „ZiB“-Sendungen sind damit (werk-)täglich garantiert. Das sind 120 min. mehr Nachrichteninformation pro Woche. Moderatorinnen dieser Früh-„ZiBs“ sind alternierend Rosa Lyon und Gaby Konrad. Die redaktionelle Leitung liegt bei Barbara Seebauer-Broukal.
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Freitag, 25. März 2016
medien 11
Romy: Theater trifft auf Show ••• Von René Ach WIEN. Die Hofburg wird am Samstag, den 16. April 2016, erneut zum Hotspot für Film- und Fernsehstars, wenn zum 27. Mal die Kurier Romy verliehen wird. Nachdem Barbara Schöneberger, die die letzten drei Jahre durch die Verleihung führte, heuer selbst nominiert ist, brauchte man für dieses Jahr neue Moderatoren; das Duo wurde am vergangenen Montag im Rahmen einer Pressekonferenz im Theater in der Josefstadt präsentiert. Ö3-Moderator Andi Knoll und Schauspielerin Katharina Straßer werden die Gäste und Zuseher in diesem Jahr willkommen heißen. „Ich freue mich, die ,Romy-Gala‘ heuer moderieren zu können, weil so habe ich endlich auch mal die Gelegenheit, eine Romy in der Hand zu halten. Ich freue mich wahnsinnig und bin mir sicher, es wird ein sehr schöner Abend“, erklärte Straßer mit einem leichten Augenzwinkern. Auch Knoll freute sich über die neue Aufgabe. Neben den beiden Moderatoren waren ebenfalls die ORFSendungsverantwortliche Andrea Heinrich, der Romy-Erfinder und Juryvorsitzende Rudolf John und die Marketingleiterin des Kurier, Michaela Heumann, anwesend. Gewinner der Platin-Romy 2016 Die Verantwortlichen nutzen zugleich die Chance, den Gewinner der heurigen Platin-Romy bekannt zu geben: Die Trophäe geht 2016 an den Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendanten Otto Schenk; damit reiht er sich in die Liste prominenter Kollegen, wie Peter Alexander, Christiane Hörbiger oder Udo Jürgens ein.
Für das TV-Publikum setzt auch heuer wieder Regisseurin Heidelinde Haschek die Preisverleihung in Szene. Einige Änderungen soll es in diesem Jahr geben, genaue Details wollte sie jedoch nicht preisgeben. Bekannt wurde lediglich, dass zu Beginn ein spezieller „Opening-
film“ gezeigt und einige Kategorien „anders“ präsentiert werden sollen. Insgesamt neun Kameras, darunter ein Kamerakran und eine Steadicam, sind dafür im Einsatz. Die Kurier Romy 2016 wird am 16. April live in ORF 2 und erstmals auch in 3sat übertragen.
© Kurier/Jeff Mangione
Die Publikumswahl zur Romy 2016 ist abgeschlossen. Nun werden die Stimmen ausgezählt und die Gewinner ermittelt. Diese Woche wurden die Moderatoren bekannt gegeben.
Das Romy-Moderations-Duo 2016: Andi Knoll und Katharina Straßer.
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Dauerfernsehen
Weltrekord in Wien geknackt
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WIEN. Der am 15. März in Wien gestartete Weltrekordversuch im Dauerfernsehen war erfolgreich: Fünf Kandidaten haben mit 92 Stunden Sky fernsehen auf einem OLED TV den von LG Electronics veranstalteten Rekordversuch nach Wien geholt; damit sicherten sich die fünf einen offiziellen Titel von Guinness World Records. Die Rekordrichter Lena Kuhlmann bestätigte am 19. März um 14 Uhr den neuen Rekord und überreichte den Gewinnern ihre Urkunden. Neben dem Guinness World Records-Titel erhalten sie ein Jahres-Abo von Sky. Unter den Weltrekordlern wurde zudem ein neuer LG OLED TV verlost. „Es war ein aufregendes Projekt, das sehr viel Vorbereitung und Einsatz aller Beteiligten erfordert hat“, so Markus Werner, Marketingleiter bei LG Electronics Austria.
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Freitag, 25. März 2016
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Homo hapticus: Tasten wird digital Das Greifbare galt lange als das Bollwerk des Analogen. Doch dann, 2007, kam der Touchscreen …
© Panthermedia.net/Otnaydur
••• Von Ekaterina Petrova
feature 13
Freitag, 25. März 2016
Unterdrückter Tastsinn Denn in weiten Phasen der Moderne wurde Haptik geradezu diskriminiert. Der Tastsinn als Überrest unserer tierischen Herkunft, unseres Kleinkindverhaltens und als Ausdruck unserer sexuellen Triebe. Liebe und Zuneigung sind für uns über die Haptik codiert: Was wir lieben, wollen wir anfassen. Sex kann man im Dunkeln haben, auch lautlos – aber ohne Berührung geht gar nichts. Kein Wunder, dass Lippen, Zunge und Fingerspitzen zu den am dichtesten mit Tastsinneszellen bestückten Hautpartien gehören. Die vorherrschende Meinung, dass wir 80 Prozent der Reize visuell wahrnehmen, könnte durchaus mit dem religiösen Hintergrund zu tun haben, wonach Berührung oftmals Sexualität und Sünde bedeutete. Entsprechend führte der Fortschrittspfad während mehrerer Jahrhunderte vom Haptischen weg. Durch den Buchdruck konnten Gedanken übertragen werden, ohne den Denkenden in Greifweite zu haben. Die Dampfmaschine und die folgende industrielle Revolution machten aus Handarbeit Maschinenwerk, die Elektrizität machte die Nacht zum Tag und damit sichtbar, Radio und Fernsehen fokussierten auf Hör- und Sehsinn, fürs Haptische blieb nur der Knopf auf der Fernbedienung. Der Kopf steht auf dem Körper Das hat der Menschheit nicht unbedingt gutgetan. Viele Studien belegen, dass der Tastsinn in einer sehr engen Verbindung zum Lernen und Entwickeln steht. „Der Mensch ist insgesamt ein Lernorgan, das sich nicht auf einzelne Sinne reduzieren lässt“, sagt Martin Grunwald, Leiter des Haptik- und EEG-Forschungslabors der Universität Leipzig. „Wir sind haptische Wesen, die ein Bedürfnis nach Interaktion mit der Umwelt haben.“ Für Gesten-Forscherin Susan GoldinMeadow von der Universität Chicago sind sogar „häufig die Hände schon einen Schritt voraus und offenbaren ein Wissen, das dem Bewusstsein noch nicht zugänglich ist“. Mangelnde Stimulierung des Tastsinns könne eventuell sogar Gehirnaktivitäten verändern und diese negativ beeinflussen, sagt Haptik-Forscher Grunwald. Er hat mit seinem Team am Beispiel einer Testperson herausgefunden, dass zu wenig Körperkontakt im kindlichen Alter die eigene Körper-
wahrnehmung nachhaltig verändert, was sich nur mit großem Aufwand teilweise wiederherstellen lässt. „EEGs bei Anorexia- Patientinnen haben gezeigt, dass die Aktivität im rechten Parietallappen deutlich reduziert ist. Dieser Bereich des Gehirns ist für die Integration körperlicher Reize zuständig und spielt wohl eine zentrale Rolle bei Körperschema-Störungen. Ich vermute, dass man nur dann ein richtiges Körperschema entwickeln kann, wenn man als Kind auch viel Körperkontakt hatte. In unserer Gesellschaft aber gibt es heutzutage sehr viel körperliche Distanz.“ „Durch Berührungen entwickeln Menschen eine ‚haptische‘ Denkweise“, sagt Joshua Ackerman von der Sloan School of Management des MIT. Eine „gewichtige Meinung“, ein „harter Verhandlungspartner“, eine „glatt gelaufene Angelegenheit“ – in solchen Redewendungen kommt zum Ausdruck, was die Wissenschaft immer deutlicher erkennt: Tastempfindungen und kognitive Leistungen sind aufs Engste miteinander verbunden. Deswegen gibt es für Kleinkinder Bücher mit rauen, flauschigen, glänzenden Oberflächen. Und deshalb lässt Apple uns seine Geräte streicheln: Den Durchbruch des mobilen Internets, den Sieg der digitalen Revolution verdanken wir einer Renaissance der Haptik. Tastsinn digital Wie jede erfolgreiche Idee zieht auch diese immer weitere Kreise. Eine „Rückkehr der Knöpfchen“, konstatierte etwa die Neue Zürcher Zeitung, weil haptisches Feedback den Bedienkomfort vergrößere. Der TactusTouchscreen etwa ist so flach wie jeder andere Bildschirm, kann jedoch dank einer speziellen taktilen Schicht Tastaturknöpfe wie eine Wölbung erscheinen lassen. Ein anderer Ansatz, unser haptisches Vorgehen zu digitalisieren, sind Datenhandschuhe. Ein an der Universität Bielefeld entwickelter Prototyp stimuliert mittels elektrischer Impulse und Vibrationen die Nervenenden der Finger. Daraus kann ein Hilfsmittel für online durchgeführte Operationen werden, ein Steuerungsinstrument für Roboter im Weltall oder ein verbessertes Online-Shopping-Erlebnis, weil man das Gefühl hat, die virtuellen Waren real in der Hand zu halten. Wichtiger als das Shopping ist für die technische Weiterentwicklung des Erlebens digitaler Welten mit allen analogen Sinnen jedoch das Gaming. Erste Gehversuche gab es mit Videogame-Controllern für Xbox oder Playstation, die dank der Vibration beispielsweise das Gefühl einer holprigen Straße wiedergeben. Die nächste Erlebnisstufe wird der Virtualizer bieten. Diese Entwicklung des österreichischen Teams Cyberith erinnert im Design ein wenig an den Hochsitz eines Jägers. Sie simuliert Sprünge, Gehen, Laufen, Hocken und Sitzen und erzeugt in den dafür geeigneten Videospielen einen hohen Grad an Virtual Reality. Bei der Kickstarter-Kampagne, die der Produktionsphase vorausging, verkaufte Cyberith im Sommer 2014 bereits 393 Exemplare und nahm insgesamt mehr als 360 000 Dollar ein – ein Anfang. Und die Werbebranche forscht bereits daran, dem Konsumenten das Gefühl eines sich annähernden Autos oder eines pulsierenden Herzens zu vermitteln. Die wachsende Bedeutung des Haptischen in der digitalen Welt trägt vermutlich dazu bei, die Technologie und die von ihr geprägte Umwelt wieder menschenfreundlicher, ja menschlicher zu machen. Mehr Sinne gleich mehr Wirklichkeit, meint Haptik-Werber Hartmann. „Der Mensch ist ein multisensorisches Wesen. Das Sehen ist wichtig. Das Hören auch. Aber die Welt scheint erst zu uns zu kommen, wenn wir sie berühren – dann ist sie plötzlich wahr!“ Wie sehr uns das Multisensorische guttut, zeigt eine der ältesten und weitverbreitets-
ten Aktivitäten dieser Art: das Tanzen. Es erfordert eine Koordination von Bewegung mit Gehörtem, in ständiger Berührung mit dem Tanzpartner, und dabei ebenso ständig die Umgebung im Auge behaltend, um nicht anderen Tanzenden auf die Füße zu treten. Wissenschaftler am Neural Plasticity Lab der Ruhr-Universität Bochum konnten durchs Tanzen eine Steigerung der kognitiven und taktilen Fähigkeiten um bis zu 25 Prozent feststellen – bei Personen zwischen 60 und 94 Jahren. Unter anderem wurden dabei Aspekte der Feinmotorik, der Haptik und der mentalen Rotation gemessen. Nach einer Studie der Universität Stanford ist Tanzen sogar diejenige körperliche Aktivität, die das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, am stärksten reduziert – nämlich um 76 Prozent. Ob etwas Ähnliches auch für multisensorische Digitalitäten gilt, wissen wir noch nicht – allein schon deshalb, weil es sie noch gar nicht gibt.
Apple hat uns gelehrt, seine Geräte zu streicheln. Der motorische Code des Streichelns aktiviert Liebe, Zuneigung, Aktivität.
Österreichische Innovation Der Virtualizer (Hersteller Cyberith) ist eine sogenannte omnidirektionale Treadmill, quasi ein Laufband, das einem ermöglicht, in alle beliebigen Richtungen zu laufen.
Aus heutiger Sicht bergen gerade ausgeklügelte, alle Sinne ansprechende Technologien das Risiko, dass wir vereinsamen und in unserem Menschsein verkümmern. Digitale Geräte und Technologien sind unheimlich schnell und effizient im Verbinden, jedoch geben sie uns Menschen oftmals nur den Anschein der Verbundenheit. Aber schon der nächste technische Entwicklungsschub könnte Menschen auch tatsächlich wieder zueinander bringen. Anders als bisher vielleicht, aber deswegen nicht unbedingt schlechter. Bei der verbalen Kommunikation haben wir bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt. Wir wissen relativ gut, wann eine digitale Unterhaltung ein analoges persönliches Zusammentreffen zweier Menschen ersetzen kann, wann es sie bereichert, wann sich beide gegenseitig befruchten und wann durch das Digitale der Einzelne verarmt. Die meisten von uns dürften es wohl geschafft haben, beide kommunikativen Welten in ihren Alltag zu integrieren. Der „Smombie“, der mit der Welt nur noch über den Bildschirm seines Smartphones kommuniziert, ist eher Karikatur als Realität. Bezüglich der Folgen, die eine Digitalisierung der Haptik für uns hat, stehen wir noch ganz am Anfang. Gerade weil der Tastsinn mit viel älteren Hirnregionen verbunden ist als das Sprachzentrum, gerade weil es sich um viel tiefer gehende Empfindungen handelt als bei kommunikativer Informationsverarbeitung, können sich völlig andere Wirkungen oder Nebenwirkungen ergeben, wenn aus der physischen Verbundenheit eine digital-haptische Verbundenheit wird.
„GDI Impuls 1.2016“ Vertiefenden Lesestoff zum Thema und die ungekürzte Version die ses Texts finden Sie in GDI Impuls 1.2016 „Die Zukunft wird flauschig – mehr Bitgefühl: Ein erster Blick ins post digitale Zeitalter“. Erscheinungsdatum: 17. März 2016 Einzelnummer: 31 €; Bezug: www.gdi.ch/de/ gdi-impuls
© GDI Impuls
M
an kann nicht nicht kommunizieren“, heißt Paul Watzlawicks berühmtes erstes Axiom der menschlichen Kommunikation. Sobald ein Mensch in Beziehung mit anderen Menschen steht, ist dieser Satz tatsächlich so selbstverständlich, dass er keines Beweises bedarf. Bei Menschen ohne Kontakt zu anderen sieht das anders aus. „Man kann nicht nicht spüren“, ist hingegen unabhängig von der sozialen Umgebung. Denn der Tastsinn ist jederzeit präsent. Sogar wenn wir bewegungslos liegen, spüren wir unsere Umgebung: Wir können die Wahrnehmung über die Haut nicht unterdrücken. Es sind keine Fälle bekannt, in denen einem Kind bei der Geburt der Tastsinn fehlte. Man kann geboren werden ohne Hör-, Seh-, Geruchs- oder Geschmackssinn – aber der Tastsinn ist immer da. Statt Homo erectus, Homo sapiens oder Homo oeconomicus könnte man uns also auch Homo hapticus nennen, so unverzichtbar ist die Haptik (so viel wie berühren, kontaktieren) für unser Leben. „Man kann sich verhören, man kann sich versehen, aber man kann sich nicht vertasten oder verfühlen“, sagt Olaf Hartmann, Inhaber der Agentur Touchmore für haptische Markenkommunikation. „Apple hat uns gelehrt, seine Geräte zu streicheln. Der motorische Code des Streichelns aktiviert Liebe, Zuneigung, Aktivität.“ Das wiederum war lange Zeit ein echtes Problem.
© Cyberith
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14 medien
Freitag, 25. März 2016
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Hickhack zum digitalen Radio
© medianet/Katharina Schiffl
Der ORF hat wenig Interesse an DAB+, wenn er nicht zusätzliche Programme anbieten darf. Der VÖP sieht diesen Wunsch aus Wettbewerbsgründen als unerfüllbar an.
VÖP-Vorstandsvorsitzender Klaus Schweighofer will keine neuen ORF-Programme.
WIEN. Die Gegner und Befürworter des digitalen Hörfunks (DAB+) in Österreich haben sich erneut einen Schlagabtausch geliefert. Grund dafür ist das geringe Interesse des ORF an einem Ausbau des Systems. Die Medienbehörde KommAus tria erhebt derzeit die Nachfrage
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für Digitalradio in Österreich. Der ORF teilte der Behörde mit, dass er kein Interesse an der Verbreitung von digitalen Hörfunk im DAB+Standard habe. ORF-General direktor Alexander Wrabetz erklärte letzte Woche die Absage gegenüber der APA: „Wenn wir nicht
mehr Programm machen dürfen, macht das für uns keinen Sinn.“ Kritik für diese Einstellung kommt vom Verband Österreichischer Privatsender (VÖP). „Dass sich der ORF dem Thema DAB+ so eindeutig verweigert, ist aus meiner Sicht höchst problematisch“, meinte VÖP-Vorstandsvorsitzender Klaus Schweighofer, der im Vorstand der Styria Media Group sitzt. Außerdem sei es Teil des öffentlichen Auftrags des ORF, für die Weiterentwicklung von Technologien und Infrastrukturen zu sorgen, so Schweighofer in einer Aussendung. ORF möchte weiter Programme Ganz ausschließen möchte Wrabetz eine Teilnahme zwar nicht, jedoch nur unter gewissen Forderungen: „Ein Umstieg auf DAB+ kommt für den ORF nur dann infrage, wenn alle Fragen der Finanzierung inklusive Tunnelversorgung geklärt sind, und der Gesetzgeber dem ORF auch tatsächlich neue – auch publikumsattraktive – Programmformate ermöglicht.“ Insgesamt fünf neue nationale Programme strebe der ORF bei einer Teilnahme an, außerdem müssten alle neun Regionalsender des ORF bundesweit verbreitet werden können. Für den VÖP sind dies Forderungen nicht umsetzbar. „Eine Erweiterung des bestehenden Radioprogramm-Angebots des ORF ist aus Wettbewerbsgesichtspunkten ausgeschlossen“, stellte der Verband klar. Die KommAustria ermittelt derzeit auf Basis ihres Digitalisierungskonzepts 2015 das Interesse an Digitalradio; seit Mai des Vorjahres läuft in Wien ein Digital radio-Testbetrieb mit rund 15 Radio-Programmen. (rach)
Event
Erfolg für Arabellas 90er-Party WIEN. Am Freitag, den 18. März, ließ Radio Arabella im Palais Eschenbach die 90er-Jahre wieder auferstehen. Hunderte Gäste und der ehemalige Viva-Moderator Mola Adebisi waren bei der „It’s my life – 90’s the Party“ mit dabei. Für die richtige Stimmung der Gäste sorgte der Radio ArabellaDJ Manuel Winkler und DJ Manfred Riha. Über den Erfolg des Events freut sich auch der Veranstalter: „Im Namen des gesamten Radio Arabella-Teams, aller Partner und Sponsoren möchte ich mich bei allen bedanken, die ‚It’s my life‘ so grandios gemacht haben. Es war ein perfekter Abend mit super Stimmung und der besten Partycommunity unserer Stadt“, erklärte Radio Arabella-Eventmanagerin Birgit Mahr. Ein Revival soll am 22. April stattfinden. (rach)
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Der KURIER ist die Nr. 1 in der Zielgruppe der Entscheidungsträger in Wien, Niederösterreich und Burgenland (Region Ost). Mit dem KURIER haben Sie Ihr Business fest im Griff! Quelle: LAE 3.0 / 2015, Basis: Region Ost (W/N/B), CMR1 = Cross Media Reach, Print/digital gestern, CMR2 = Woche, CMR3 = Monat, Schwankungsbreiten von 0,8 % +/- bis max. 2,4 %, KURIER +Top 5 Mitbewerber
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16 kommentare
Freitag, 25. März 2016
Wenn ein Staat sich selbst privatisiert
Zitat des Tages Alexandra Draxler-Zima, Adeg-Vorstand
Das neue ORFFrühfernsehen ist innovativ, nah am Publikum und stark in der Region verankert.
Der Staat schiebt die Erledigung seiner Kernaufgaben in puncto Flüchtlinge auf die Zivilgesellschaft ab und will daran indirekt auch noch verdienen.
Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
Damit bestraft der Staat indirekt die zahl losen karitativen Organisationen, hinter denen eine noch größere Zahl an ehrenamtlich tätigen Menschen steht, die unbezahlt in der Flüchtlingsbetreuung Aufgaben übernehmen, die eigentlich zu den Kernaufgaben eines Staats zählen würden. Und jetzt soll es ihnen auch noch finanziell auf den Kopf fallen. Wir erinnern uns alle noch lebhaft an die unzähligen Flüchtenden, die vor wenigen Monaten vor allem über die ungarische Grenze zu uns gekommen waren und in dieser Situation vor allem von freiwilligen Helfern versorgt wurden. Der Staat war in dieser Situation völlig überfordert und bat deshalb sogar Organisationen wie die Caritas, einzuspringen, um die Flüchtenden menschenwürdig versorgen zu können.
DREIST. Man stelle sich folgende Situation vor: Die heimischen Medien müssen ab sofort die Höhe sämtlicher Anzeigeneinnahmen, die sie erwirtschaften, dem Staat melden, und um genau diese Summe wird den betreffenden Verlegern die ohnedies mickrige Presseförderung gekürzt. Genau dies passiert im übertragenen Sinne gerade in Österreich, denn das Innen- bzw. das Finanzministerium hat vor, Organisationen, die Flüchtenden helfen, staatliche Förderungen um genau jenen Teil zu kürzen, den diese selbst bisher über Spenden lukrieren konnten.
Warum dann noch spenden? Die helfenden Einrichtungen haben dafür auch finanzielle Unterstützung von der Republik für ihre Tätigkeit erhalten. No na, würde ich an dieser Stelle sagen, denn sie sind für einen ausgefallenen Staat eingesprungen, und es wäre geradezu absurd, wenn sie dann auch noch die Kosten dafür tragen sollten. Um so dreister ist nun der Versuch der Politik, genau diesen Organisationen in die Tasche zu greifen und die Förderungen, die sie den karitativen Organisationen für deren Arbeit gewähren,
mit Spenden, die diese Organisationen „auf dem freien Markt“ sammeln, gegenzurechnen. Damit würde auch die bisher unzählige Male erwiesene Großzügigkeit der österreichischen Bevölkerung, anderen in der Not zu helfen und Geld zu spenden, ad absurdum geführt. Denn warum sollte jemand künftig noch spenden, wenn er dem Staat (der ja u.a. auch dafür Steuern einhebt, um Menschen in Not zu unterstützten), damit hilft, Geld zu sparen. Frühinformation im Frühfernsehen Themenwechsel, wenn auch nur halb. Kommende Woche startet der ORF sein Frühfernsehen, und das ist gut so. Denn bisher gab es mit Cafe Puls und Servus TV nur zwei österreichische Sender, die diese, wenn auch bisher von den Zusehern noch nicht wie in anderen TV-Märkten frequentierte, Zeitleiste mit Programm befüllen und die Menschen morgens mit Live-Informationen versorgen. Wie wichtig das sein kann, zeigte sich anlässlich der Terroranschläge von Brüssel: Auf Puls 4 reagierte man sofort und brachte ab dem morgendlichen Cafe Puls für mehrere Stunden eine Sondersendung zu den Anschlägen. Künftig wird hier auch der ORF in dieser Zeitzone Präsenz zeigen, oder wie Generaldirektor Wrabetz meinte, die programmliche Lücke schließen.
Die Trump-Lektion des Brandings
Bitte tragt das nicht. Bitte. Gianna Schöneich
Probiers doch mal mit Korruption AUFSCHLUSSREICH. Mit Korruption zum Erfolg – für viele ein Weg, der ihnen als falsch und illegal vorkommt. Dieses Buch verrät Geheimnisse von Persönlichkeiten, die es an die Sonnenplätze der Gesellschaft geschafft haben. Es erklärt anhand der aktuellen Best-Practice-Modelle, wie Korruption funktioniert. Es hilft, Fehler zu vermeiden und mit Knowhow und Umsicht konsequent vorzugehen. Die Anleitung zu einem Businessplan und Tipps zum Krisenmanagement, falls negative Presse, Untersuchungsausschüsse oder eine Anzeige zu überstehen sind, runden dieses praktische Kompendium ab. Riemann Verlag, 320 Seiten; ISBN: 9783 570501740
Gastkommentar ••• Von Michael Brandner DURCHMARSCH.Der Siegeszug von Donald Trump bei den republikanischen Vorwahlen ist, wie es aussieht, nicht mehr zu stoppen. Dabei hatte er keine einfache Ausgangs situation. Denn während bei den Demokraten sehr schnell das Duell Hillary Clinton versus Bernie Sanders feststand, war die Ausgangssituation bei den Republikanern eine gänzliche andere. So waren es zu Beginn 17 Kandidaten, von denen mit Donald Trump, Ted Cruz und John Kasich aktuell noch drei im Rennen sind. Selbst die einst als Mitfavoriten gehandelten Marco Rubio und Jeb Bush gaben dieses Jahres bereits auf. Die mentale Auswahl reduzieren Genau in diesem Umfeld schaffte es Trump frühzeitig, ein Duell zwischen ihm und dem Rest des Feldes zu inszenieren, also zwischen dem exzentrischen Multimilliardär und dem republikanischen Parteiestablishment. Damit entstand in der Wahrnehmung für viele der Eindruck, dass man nicht zwischen vielen verschiedenen Kandidaten auswählen muss, sondern, ob man für oder gegen das traditionelle Parteiestablishment ist. Dadurch hatte Trump von Anfang an eine Sonderposition in der Wahrnehmung; dies wird sich erst ändern, wenn sich das Parteiestablishment der Republikaner auf einen einzigen Kandidaten gegen Trump einigt, falls es dafür nicht schon zu spät ist. Dieses Strategiemuster könnte auch beim österreichischen Präsidentschaftswahlkampf zum Tragen kommen. Aktuell gibt es in den Medien fünf ernstzunehmende Kandidaten,
© Brandtner
© Riemann Verlag
Was man von Donald Trump zum Thema Branding lernen kann.
buch der Woche
Learnings Michael Brandt ner ist Spezialist für strategische Marken- und Unternehmens positionierung und Associate von Ries & Ries. Sein Blog: www.brandtneronbranding.com
medianet.at
nämlich Rudolf Hundstorfer, Andreas Khol, Norbert Hofer, Alexander Van der Bellen, und Irmgard Griss. So gesehen haben die Wähler die Qual der Wahl. Diese könnte ein Kandidat oder eine Kandidatin vereinfachen, indem er oder sie die österreichische Wahlwelt à la Donald Trump teilt. Am ehesten für diese Strategie käme aktuell Irmgard Griss infrage, denn sie ist parteilos, politisch so gut wie unverbraucht und eine Frau. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
Die Modeblogger dieser Welt schlagen Alarm: Die Bauch tasche ist zurück und soll 2016 Straßen und Menschen hüb scher machen. Schon in den 80er- und 90er-Jahren waren sie zum Schreien schick. Lässig um den Bauch oder die Hüfte gehängt, oder ganz mutig, schräg über die Schulter und am Rücken getragen. Sie kommen langsam, aber sicher. Wobei man wohl auf eine sehr langsa me Wiederkehr hoffen sollte. Wer schon einmal in der Hafenstadt Hamburg war, wird eine ganz andere, weitaus interessantere Assoziation mit diesen Beuteln haben. Und die hat so gar nichts mit Trend zu tun: Wer in Hamburg eine Bauchtasche trägt, verkauft seinen Körper für Geld. Ich persönlich sehe da Verwir rungen auf uns zukommen und eine Erklärung, weshalb man weder Modeblog noch neuen Trend ernst nehmen sollte. Ganz abgesehen von dieser Gefahr, sehen diese Wiedergeburten al les andere als schick aus, selbst wenn Prada und Co die Teile, die eigentlich keinen Cent wert sind, für mehrere Tausend Euro über den Ladentisch wandern lassen. Da hilft auch der neue, weitaus hippere Name „Hip Bag“ rein gar nichts. Liebe Blogger, viele Menschen eifern euch nach. Also bitte tragt das nicht! Bitte.
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Freitag, 25. März 2016
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marketing & media Verein Die IAA Young Professionals starten offensiv in 2016 19
Fernsehen Alfons Haider moderiert „Österreich Blick“ nach Eva Pölzl 23
Diskussion Was sind die Themen erfolgreicher Blogger? 24
Erfolgreich Milestones feiert medianet Xpert. award 2016 24
Interview Raiffeisen feiert und kooperiert mit Marcel Hirscher 22
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Judith enkmayr D
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Vice CEE Die bisherige Digital-AffairsGründerin und -Geschäftsführererin Judith Denkmayr wird künftig die Corporate Development- und Corporate Communications-Agenden der Vice CEE Holding übernehmen. Digital Affairs wird in die Vice Austria GmbH eingebracht.„Vice ist der derzeit spannendste Medienund Agenturbrand der Welt; es ist absolut großartig, für dieses Haus arbeiten zu dürfen und dabei zu tun, was ich am besten kann: Kommunikations- und Business-Strategien entwickeln und umzusetzen“, so Denkmayr.
Caroline Wirth
© Elisabeth Kessler
wikopreventk PR-Profi Caroline Wirth unterstützt seit kurzem das Beratungsunternehmen wikopreventk in den Bereichen Unternehmens- und Projektkommunikation sowie Corporate Publishing. Wirth war bereits u.a. für die APA, standard.at, die ORF-Pressestelle, diverse PR-Agenturen und medianet tätig.Die 29-Jährige studierte an der Universität Wien Publizistik und Kommunikationswissenschaften und an der „The Hague University“ in Den Haag.
All about Transformation: Emakina Gerhard Handler, GF Emakina CEE, über die Übernahme der diamond:dogs durch die Emakina und digitale Transformation. 18
18 Marketing
Freitag, 25. März 2016
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They called them diamond dogs … würde David Bowie heute singen. Die Agenturgruppe diamond:dogs|group wurde im September 2015 zu Emakina CEE. Geschäftsführer Handler sprach mit medianet über neue Aufgaben und Herausforderungen.
••• Von Gianna Schöneich
Stetiges Wachstum 1999 rief Gerhard Handler die diamond:dogs ins Leben. Schon zu Beginn setzte man auf ganzheit liche Lösungen und verstand sich als Dienstleister. „Vor rund zehn Jahren konnten wir erstmals sagen, wir haben das Spektrum, das ein Kunde digital benötigt, erreicht. Seither wachsen diese Anforderungen in einem starken Tempo. Jedes Jahr kommen zwei, drei neue Technologien auf den Markt, auf die wir nicht verzichten können. Um diese Ganzheitlichkeit zu gewährleisten, müssen wir jährlich um circa zehn Mitarbeiter wachsen.“
© Emakina
WIEN. In den Büroräumen der Emakina in Wien hängen an den weißen Wänden Bilder von David Bowie. Und diese sind auch das einzige, was noch an die Zeit der Agenturgruppe diamond:dogs erinnert. Diamond Dogs, Titel des achten Studioalbums des Sängers David Bowie, veröffentlicht 1974. D e n n : Wi e i m S e p t e m b e r 2015 b ekannt wurde, übernimmt die Agenturgruppe Emakina zu 100 Prozent die Wiener diamond:dogs|group.
Der größte Fehler den man machen kann, ist zu glauben, dass es bei digitaler Transformation um Digitalisierung geht. Das tut es nicht.
Wachstum ist das, was die diamond:dogs auszeichnete. Nach der Gründung 1999 wurden zwischen den Jahren 2001 und 2004 die Webagenturen E-Facts, Doppelschicht, Diller & Partner und Ideal Communications akquiriert. 2007 folgte der Onlinevermarkter Netlounge, was zu einer Erweiterung des Dienstleistungsportfolios um die Bereiche Digital Marketing und Brokerage führte. Digitaler Transformationspartner Mit der Gründung von diamond: dogs|switzerland 2008 kam der Bereich Channel Marketing hinzu. Das digitale Serviceportfolio baute man zwischen 2009 und 2013 kontinuierlich aus. 2014 wird der Onlinevermarkter Onlinezone in Salzburg akquiriert. Die Bereiche Digital Commerce und Performance Marketing gehören nun zum Dienstleistungsportfolio. Die diamond:dogs|group wird für ihre Kunden Digital Transformation Partner. Und man ist weiter gewachsen.
Mitarbeiter Die Emakina Group ist mit 700 Mitarbeitern eine der drei größten unabhängigen digitalen KommunikationsagenturNetzwerke in Europa.
700
Seit September 2015 nennt sich die Wiener diamond:dogs|group nun Emakina CEE; sie ist damit Teil der Emakina Group und für diese für den zentral- und osteuropäischen Markt zuständig. Die Emakina Group ist mit über 700 Mitarbeitern eines der drei größten unabhängigen digitalen Kommunikationsagentur-Netzwerke Europas. Emakina CEE versteht sich als Full Service Digital Transformation Partner. In vier Kerngeschäftsbereichen – Digital Marketing & Communication, Digital Development (Web Building), Application Development (Anwendungsentwicklung) und Digital – werden nationalen und internationalen Kunden Lösungen geboten. „Der größte Fehler, den man machen kann, ist zu glauben, dass es bei digitaler Transformation um Digitalisierung geht. Das tut es nicht. Eine digitale Transformation meint die Wechselbeziehung zwischen den Dingen der realen Welt, die oft so bleiben, wie sie sind, mit den Dingen, die plötzlich digitalisiert sind und ganz andere Rückkoppelungen und Veränderungen in Unternehmensprozessen und Strukturen nach sich ziehen. Digitale Transformation ist in aller Munde, aber keiner weiß so genau, wie sie funktioniert.“ Digitale Transformationen Bei Aktivitäten für die Rewe Group konnten Handler und sein Team beweisen, dass sie wissen, wie digitale Transformation funktioniert: „Wir haben im letzten Jahr die Billa eCommerce-Offensive, unter anderem mit dem Relaunch Onlineshop, betreut und realisiert. Es gab hier keine Lösungen von der Stange, weswegen wir selbst Software geschrieben haben.“ Im Zuge einer umfassenden Omnichannel-Strategie wurden elf Billa-Filialen mit iBeacons bestückt;
damit können in den Filialen relevante Nachrichten direkt auf die Smartphones der Kunden gesendet werden, deren Geräte mit BillaApp und Bluetooth ausgestattet sind. „Bei all diesen digitalen Transformationsprozessen verstehen wir uns eher als Partner für unsere Kunden – nicht nur im technologischen Bereich, auch logistisch, strukturell und personell. Das alles ergibt eine Dimension, die viel vielseitiger, spannender und komplexer ist, als das, was man sich unter einer herkömmlichen Agentur vorstellt.“ Dabei habe sich auch die Philosophie der Arbeit geändert: „Wir müssen als Dienstleister unser Know-how mit den Kunden austauschen und letztlich weitergeben. Das ist grundsätzlich eine Idee, die dem Selbstverständnis einer Agentur völlig fremd ist. Eigentlich schützt man sein Wissen. Dieser Zugang wird noch vielen Agenturen das Leben schwer machen. Eine eindimensionale Dienstleistungserbringung wird heute nicht mehr funktionieren. Digitale Projekte funktionieren nur dann, wenn beide Seiten in einer Pendelbewegung ihren Teil einbringen.“ Marken und Experience Bei all den digitalen Transformationsprozessen dürfe man die Marke nicht vernachlässigen: „Marken hängen, gerade in einem digitalen Umfeld, sehr stark mit Erlebnissen, mit Experience zusammen. Nicht die Technologien dürfen die Marke treiben, die Marke muss mit den richtigen Geschichten und Prozessen ihre Rolle behalten.“ Als Emakina CEE eröffnete man bereits die kroatische Dependance (Emakina.HR) in Zagreb und besteht mittlerweile aus 110 Mitarbeitern. Büros gibt es bereits in Wien, Salzburg und Zürich. „Wir kümmern uns momentan um eine geografische Konsolidie-
CEO Gerhard Handler rief 1999 die diamond:dogs ins Leben. Im September 2015 wurde bekannt: Die Agenturgruppe ist nun Teil der Emakina Group.
rung. Weitere Standorte sind in Deutschland und Osteuropa geplant. Wir werden uns auch intensiver mit Lösungen für Businessprozesse im Digitalbereich beschäftigen. Damit geht einher, dass wir die ein oder andere Technologie im zentraleuropäischen Raum aufbauen werden und diese Kompetenzen mit anderen Standorten kombinieren. Unser kurzfristiges Ziel ist es, in Zentraleuropa ein ganzheitliches Betreuungsangebot zur Verfügung stellen zu können.“ Permanenter Austausch Die Gewährleistung von Ganzheitlichkeit war schon der diamond:dogs|group ein großes Anliegen, durch den Beitritt zur Emakina Group könne man nun noch mehr das Leistungsspektrum erweitern, erklärt Handler: „Man holt sich aus der Gruppe Kompetenzen und Technologien und gibt eigene weiter. Das war eines der wesentlichen Motive, warum die Emakina Group für uns spannend war – es gibt einen permanenten Austausch.“ Als Emakina CEE werden Handler und sein Team dem Charakterzug Wachstum wohl weiter treu bleiben. In den Büroräumen ist der schwarz-weiße Namenszug Emakina zu lesen, die Visitenkarten sind frisch gedruckt. David Bowie blickt Besuchern von der einen oder anderen Wand entgegen und erinnert so an vergangene Zeiten; Handler blickt in die Zukunft: „Im digitalen Bereich werden wir uns auch in den nächsten 50 Jahren sicher nicht langweilen. Im Gegenteil: Wir werden weiterhin mit einer Entwicklung zu tun haben, die ein rapides Tempo hat. Man muss die eigenen Kompetenzen beweglich halten – was heute ein technologischer Schwerpunkt ist, kann im nächsten Jahr schon unbrauchbar sein.“
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Freitag, 25. März 2016
Marketing 19
Die junge IAA zeigt sich offensiv ••• Von Gianna Schöneich WIEN. „Wie können wir, die eh schon offensiv sind, noch einen drauflegen?“ fragte Benedikt Schmidinger, Präsident des Vereins IAA Young Professionals, zu Beginn eines Hintergrundgesprächs. Die Antwort gab er vergangenen Donnerstag dann auch gleich selbst. Das Programm für 2016, des Nachwuchsvereins der International Advertising Association (IAA), wurde jedenfalls offensiv vorgestellt und lässt auch einiges erwarten. Begleitet wird das Jahr von vier Themenkampagnen. Unter dem Motto „Frauen ohne Power?“ wurde bereits vergangene Woche unter anderem mit Familienministerin Sophie Karmasin und Lisa Totzauer, Infochefin des ORF, diskutiert.
Agenturpartnern, angeboten. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die jungen Kommunikatoren Österreichs zu vernetzen. Dabei wird nicht nur der Austausch untereinander geboten, sondern auch jener mit Entscheidungsträgern aus der werbetrei-
benden Wirtschaft, Kreativ- und Werbeagenturen. Schmidinger stellte im Rahmen der Veranstaltung auch seinen neuen Vizepräsidenten Lukas Unger, ORF, vor. Alle Termine und Informationen zum Verein: www.iaa-yp.at
© Albert Waaijenberg
Die IAA Young Professionals stellten im Rahmen eines Hintergrundgesprächs ihr Programm für 2016 vor. Neben Vorträgen und Workshops geht es auch hinter die Kulissen.
Lukas Unger und Benedikt Schmidinger, Vorstände der IAA Young Professionals.
Workshops und Besuche Anlässlich der Fußball-EM will sich der Verein näher mit dem Thema „Sport-Marketing: Mensch oder Marke?“ auseinandersetzen. „Wir schauen nicht weg, sondern legen auch den Finger auf die Wunde“, erklärt Schmidinger und spricht damit auch die Themenkampagne „Burnout in Echtzeit“ an, „ein Thema, das sich in der Branche keiner anzusprechen traut.“ Das Jahr geht unter dem Thema „David vs. Goliath“ zu Ende; hierbei sollen Start-ups und große Unternehmen beleuchtet werden. Unter dem Titel „Werbereien“ geht der Verein mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedern hinter die Kulissen von Unternehmen, wie heuer unter anderem in den APA Newsroom. Neben Vorträgen und Diskussionen werden auch Workshops, in Kooperation mit Medien- und
Kommunikationstag
Kongress für strategische PR WIEN. Am 28. April findet der vierte österreichische Kommunikationstag statt. Diskutiert werden auch heuer wieder die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen für die PR. Das Thema „Krisen- und Change Kommunikation“ wird heuer den Kongress bestimmen. Der Tag startet mit einer Keynote von David Tomchak, Head of Digital Communication der britischen Regierung, der aufzeigt, wie man dem digitalen Wandel begegnet. Bernhard Kerres, CEO von Hello Stage, wird im Anschluss erläutern, warum Krisen der beste Grund für einen Wandel sind. (red) Informationen zum Kongress sowie allen weiteren Speakern und dem Programm: www. kommunikationstag-austria.at
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22 Kampagnen & Etats der Woche
Freitag, 25. März 2016
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„Kurier“ erweitert
Neues Magazin für Gesundheit
Alle unsere Testungen sagen, dass es eine hervorragende Partnerschaft ist. © GEPA pictures/Mario Kneisl
WIEN. Seit Mittwoch ist das neue Gesundheitsmagazin von Kurier im Handel erhältlich. Nach dem Magazin Diabetes kommt nun das Magazin Krebs. In dem 128 Seiten Kurier-Magazin informieren internationale und heimische Krebsspezialisten, unter anderem Österreichs bekanntester Krebs-Spezialist – Prof. Christoph Zielinski, über neue Therapiemethoden. Das Magazin soll den Betroffenen umfassende Informationen über die neuesten Möglichkeiten bieten. Neben den Experten kommen auch Betroffene zu Wort. Das Magazin umfasst 128 Seiten und ist ab sofort im Handel erhältlich.
Pressegespräch mit Marcel Hirscher, Leodegar Pruschak (GF Zentrale Raiffeisenwerbung) und Hermann Maier.
Bodenständig cool © Kurier
Marcel Hirscher und Raiffeisen haben im Herbst ihre Partner schaft auf drei Jahre verlängert. Positiver Nebeneffekt für den Konzern ist Hirschers fünfter Gesamtweltcup-Sieg. Neuer vorstand
vetropack
Rekordumsätze vergangenes Jahr PÖCHLARN. Vetropack Austria, ein Unternehmen der Vetropack-Gruppe und Österreichs führender Verpackungsglashersteller, konnte im Geschäftsjahr 2015 Nettoerlöse von 181,0 Mio. € erwirtschaften. Damit konnten die bereits auf sehr hohem Niveau liegenden Ergebnisse des Vorjahres um weitere 4,4% übertroffen werden. Besonders hervorzuheben sind die Zuwächse im Biersegment Sowie auch schon im vergangenen Jahr möchte Vetropack auch heuer wieder in seine Werke investieren.
WIEN. Die Zentrale Raiffeisenwerbung lud vergangenen Dienstag anlässlich dessen historischen fünften Gesamtweltcup-Siegs in Folge zu einem Pressegespräch mit Marcel Hirscher in die Hofburg in Wien ein. Neben einem Rückblick über die sportlichen Erfolge wurde auch über die Kooperation zwischen Raiffeisen und Marcel Hirscher gesprochen, die im Herbst vorzeitig auf drei weitere Jahre verlängert wurde. Überraschungsgast war Hermann Maier, Raiffeisen-Partner seit 1998. Im Anschluss bat medianet Leodegar Pruschak, Geschäftsführer der Zentralen Raiffeisenwerbung, zum Interview.
medianet: Sind auch in Zukunft gemeinsame Werbespots der beiden geplant?
Pruschak: Ja, wir sind gerade in der Konzeptionsphase dafür. Spätestens im Sommer wird es wieder einen Spot geben, in dem beide gemeinsam zu sehen sind. medianet: Was bedeutet diese Kooperation mit Marcel Hirscher für Raiffeisen? Pruschak: Marcel ist von allen Einzelsportlern in Österreich der mit Abstand werbewirksamste – allein von der medialen Präsenz her, wie Sponsor-Focus-Zahlen zeigen. Darin ist aber die Verbindung zum Sponsor noch nicht gemessen. Das Wissen um unsere Partnerschaft ist groß. Die Zuordnung von Hirscher zu Raiffeisen liegt zwischen 75 und 80 Prozent. Da-
medianet: Gibt es hierfür konkrete Zahlen? Pruschak: Er hat jedes Jahr den Werbewert gesteigert, auch wenn die Messung schwierig ist. Rein die Präsenz hat sieben bis acht Millionen Euro gebracht. Davon fällt sehr viel auf Raiffeisen, weil wir Kopfsponsor und einer der Haupt partner sind. Vieles davon fällt auf den Ausstatter Atomic, danach kommen wir. Das ist jedes Jahr gestiegen, und da hat er mit Abstand den besten Wert in Österreich. medianet: Mit seinem Erfolg steigt auch der Preis für Sie? Pruschak: Deshalb muss man immer rechtzeitig besprechen, was man gemeinsam machen will und zu welchen Preisen. Das haben wir letztes Jahr gemacht. In dem Fall haben wir den Vertrag vorzeitig verlängert, was klug war. Denn sonst wäre der Vertrag ausgelaufen, und mit der fünften Kugel wäre es möglicherweise nicht mehr zu bezahlen. Aber da spielen auch Komponenten mit wie fühlt man sich wohl bei dem Partner, hilft man sich auch abseits des Rennens mit, und da punkten wir glaub ich sehr gut.
Multimediale Inszenierung
hornbach
Mit Handwerken glücklich werden
Wr. Städtische setzt auf neue Dimensionen im Unimarketing. Media in Progress setzt multimediale Branding-Inszenierung am WU-Campus um.
WIEN. Die mulitmediale BrandingInszenierung auf dem Campus der Wirtschaftsuniversität Wien ist kaum zu übersehen. Die Versicherungsanstalt Wiener Städtische setzt auf eine neue Dimension im Bereich Unimarketing. Insgesamt 60 m² Brandingfläche zieren die Mensa der WU. Dazu signalrot gebrandete Säulen, zehn digitale Universitäts-Screens und ein Promotionstand sowie Hinguckersujets sollen die Vorteile der Studentenversicherung verdeutlichen. Doch die Kampagne wurde nicht nur auf der Wirtschaftsuniversität inszeniert. Plakate in allen Universitätsstädten, ein Spot auf 80 UniScreens, Tablettaufleger in allen Universitäts-Mensen, Freecards sowie Online-Werbung im Studenten-
© Hornbach
WIEN. Das Wissenszentrum und die Interessenvertretung der österreichischen Design sze, designaustria, stellte das neue fünfköpfige Vorstands team vor. Die Designer Monika Fauler, Benno Flotzinger, Martin Fößleitner, Anna Maislinger und Jürgen Schremser werden dieses Amt in der Periode von 2016 bis 2018 durchführen. Designaustria bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt diese auf nationaler, europäischer und weltweiter Ebene. Der neue Vorstand will unter anderem den Wirtschaftsstandort stärken und den Wissenstransfer ankurbeln.
medianet: Wie froh sind Sie, Marcel Hirscher länger bei sich mit an Bord zu haben? Leodegar Pruschak: Eine mittelbis langfristige Kooperation war von Anfang an unser Ziel. Hermann Maier war das Vorbild. Und auch Marcel hatte die Absicht, einen Partner zu haben, der ihn auch in schwierigen Zeiten begleitet. Daher sind wir sehr froh, dass wir nach der Karriere von Hermann Maier fast nahtlos anknüpfen konnten und eine Fortsetzung mit Marcel Hirscher gefunden haben.
••• Von René Ach
© Wiener Städtische
Designaustria neu aufgestellt
durch steigt der Imagetransfer seiner Werte. Er ist bodenständig, cool, vor allem ein Vorbild für die Jugend. Das ist für uns sehr wertvoll. Daher sagen alle unsere Testungen, dass es eine hervorragende Partnerschaft ist und auch das Preis-Leistungsverhältnis extrem gut für uns ist.
Die 60 m² große Brandingfläche in der Mensa der Wirtschaftsuniversität Wien.
Netzwerk sollen alle Studenten auf die Wiener Städtische aufmerksam machen. Für die Konzeption und Umsetzung ist das Medienhaus
Media in Progress verantwortlich. Die grafische Gestaltung übernahm die Agentur Demner, Merlicek und Bergmann. (red)
WIENER NEUDORF. In der neuen, europaweiten Kampagne von Hornbach steht die sensorische Erfahrung ganz im Vordergrund. Unter dem Motto: Du lebst. Erinnerst du dich?, erfährt der Protagonist am eigenen Leib, wie stimulierend heimwerkerisches Schaffen ist. Handwerken wird hier als einzigartiges Glücksgefühl, verbunden mit Wohlgefallen und Schmerz, dargestellt. Der Spot soll das Gegenprogramm zum Alltag aufzeigen. (red)
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Freitag, 25. März 2016
medien 23
„Die Zukunft von R9 ist …“ ••• Von Gianna Schöneich WIEN. „Wir haben keine Angst vor Amazon und Netflix, denn das, was vor der Haustür der Zuschauer passiert, wird immer relevant sein. Jetzt ist die Zukunft Haider“, erklärte Marcin Kotlowski, Geschäftsführer R9, vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz des Senderverbundes. Ab dem 8. April wird Alfons Haider jeden Freitag um 20 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils um 10 Uhr als neuer Anchorman das Regionalmagazin „ÖsterreichBlick“ auf R9 moderieren. Damit folgt er Moderatorin Eva Pölzl nach, die für „Guten Morgen Österreich“, dem Frühfernsehen des ORF, ab dem 29. März vor der Kamera steht. „Ich gehe nicht fremd und gehe nicht weg“, erklärt Haider, der auch weiterhin den Opernball und die Starnächte für den ORF moderieren wird. „Corporation und Competition sind zeitgleich möglich. Man kann auf dem Fernsehmarkt nebeneinander existieren“, so Kotlowski über die Beziehung zum ORF.
Stärke mit R9 nun auch anbieten“, so Walter Zinggl, Geschäftsführer der IP Österreich, über die Zusammenarbeit. Wenn die Verhandlungen für 2017 beginnen, im Oktober und November in diesem Jahr, wolle man der werbetreibenden Wirtschaft at-
traktive Angebote machen können: „Uns wurde oft vorgeworfen, wir würden lediglich deutsche Sender vermarkten. Jetzt bieten wir gleich neun österreichische Sender an.“ Informationen zu R9 und den einzelnen Sendern finden sich unter: www.r-9.at
© leisure.at/Christian Jobst
… Alfons Haider, regional und digital. Im Rahmen einer P ressekonferenz wurde unter anderem der neue Anchorman von „ÖsterreichBlick“ vorgestellt.
Marcin Kotlowski, GF R9, Moderator Alfons Haider und Walter Zinggl, GF IP Österreich.
04./05. April 2016 // Wien
Mit freundlicher Unterstützung
SPORT & MARKE
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Die Zukunft ist digital R9 verstehe sich nicht als TV- Unternehmen, sondern als ContentAnbieter auf allen digitalen Kanälen, so der R9-Geschäftsführer: „Die Zukunft ist digital, weswegen auch die Sendung ‚SeitenBlicke‘ für die Multiscreen-Nutzung optimiert ist.“ Die Zukunft des Sendeverbunds wird vor allem aber auch durch die Werbezeiten-Vermarktung von IP Österreich vorangetrieben: „Unsere Kunden wollen die Konsumenten nicht nur in den nationalen Medien abholen. Wir können die regionale
SPORTCONTENT.RECHTE EURO.EUPHORIE TOURISMUS
Facts Alfons Haider Der österr. Schauspieler, Sänger, Kabarettist und Fernsehmoderator Alfons Haider führte die Zuschauer unter anderem durch ORF-Formate wie „Dancing Stars“ oder die „Starnächte“. Mit „ÖsterreichBlick“ steht Haider nun für R9 vor der Kamera, wobei er dem ORF treu bleiben wird. Für R9 wird der Anchorman jeden Freitag um 20 Uhr sowie samstags und sonntags um 10 Uhr vor der Kamera zu sehen sein. Das Magazin fasst die Höhepunkte der BundesländerMagazine zusammen.
R9 Seit März 2014 wird R9 als Sendeverbund vom österreichischen Teletest erfasst und ausgewiesen. Dabei umfasst der Verbund die Lokalsender W24, Schau TV, LT1, N1, KT1, Tirol TV, Ländle TV, Kanal 3 und RTS. In der Werbezeitenvermarktung arbeitet das österreichische TV-Netzwerk R9 seit 10. März mit IP Österreich zusammen. Mit R9 Österreich gibt es den ersten österreichischen Satellitenkanal auf Astra HD.
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Freitag, 25. März 2016
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© wallnerfotografie.at
Karriere
Peter Weiss 1
WienTourismus Peter Weiss leitet ab sofort die Abteilung Gästeservice, Personal und Finanzen. In dieser Funktion ist er für die beiden TouristInfos am Albertinaplatz und am Hauptbahnhof verantwortlich und zudem für Finanzen und Controlling, Personal agenden und EDV.
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© wallnerfotografie.at
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WienTourismus Andrea Zefferer verstärkt ab sofort das Team der Unternehmens-PublicRelations. Zuvor war sie unter anderem als Pressesprecherin für die Hilfsorganisation Licht für die Welt tätig. Sie studierte Journalismus und Unternehmenskommunikation an der FH Joanneum in Graz.
Blogger-event
Diskutiert, gesponnen und gefeiert CONVENTION. Beim ersten Bloggerevent von P8 Marketing „Friends&Benefits“ in Wien haben sich die Keynote-Speaker Jürgen Rous und Michael Schwarz, Gründer der SEO-Agentur Improove, sowie Markus Lust, Chefredakteur von Vice Alps, mit den Themen auseinandergesetzt, die einen erfolgreichen Blogger beschäftigen: Wie funktioniert Google, wie schreibe ich den Artikel, der das Internet kollektiv durchdrehen lässt, und was hat das alles mit SEO zu tun? Aktuelle Fallbeispiele und kompakte Impulsvorträge Gemeinsam mit über 35 Bloggern aus ganz Österreich wurde anschaulich und anhand von aktuellen Fallbeispielen und kompakten Impulsvorträgen im Festsaal des Palais Liechtenstein in Wien diskutiert, Netzwerke gesponnen und gefeiert. Markus Bischof, Geschäftsführer P8 Marketing, der auch durch den Abend führte, und Wolfgang Chmelir, P8 Marketing Standortleiter in Wien und Linz, informierten über die richtige Vorgehensweise bei redaktionellem Content Seeding. (red)
1. Keynote-Speaker Michael Schwarz, Mit-Gründer der Agentur Improove; 2. Markus Bischof, Geschäftsführer P8 Marketing beim Blogger Event.
BUCHTIPPs
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Erfolg bei den xpert.awards 2016
Einzug in die Top Ten FEIER. Milestones in Communication lud vergangene Woche zum Agenturfest. Gefeiert wurde die Auszeichnung mit dem xpert.award 2016 des neuen B2B-Branchenportal „xpert.network“: „Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte den Sprung unter die Top-Ten-Agenturen der PR-Branche geschafft. Das wäre ohne die gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern nicht möglich gewesen und war ein perfekter Anlass, um gemeinsam auf das Erreichte und eine erfolgreiche Zukunft anzustoßen“, so die Geschäftsführer Werner Beninger und Hans-Georg Mayer. Die Feier fand in den Agenturräumen von Milestones statt. (red)
1. RechtsanwaltskammerPräsident Michael Enzinger, Milestones-GF Werner Beninger; 2. VÖZ-GF Gerald Grünberger; 3. Ärztekammer Wien-Präsident Thomas Szekeres; 4. CEO SpinaCare Christian Stradal, Milestones-GF Hans-Georg Mayer, Chefredakteur Report, Martin Szelgrad; 5. Künstlerin Caro Strasnik, ORF-Moderator Reinhard Jesionek.
Gala
Ein Stück Paris in Wien
Einen Scheiß Der muss ich ambulante Schlachthof FRECH. Mangelnde
EXPLOSIV. Seit seiner anklagenden Weihnachtsansprache 2014 schlägt Papst Franziskus innerhalb des Vatikans eine Welle der Ablehnung entgegen. Wer dahinter steckt, erklärt Vatikanexperte Andreas English in seinem Buch. C. Bertelsmann, 383 S; ISBN: 9783 570102794
EHRLICH. Der Stand der Journalisten ist geschwächt: Redaktionen werden verkleinert, Zeitungstitel zusammengelegt, Auflagen sinken. Aber tragen nicht die Journalisten Mitschuld am Niedergang? Westend, 192 Seiten; ISBN: 9783 864891243
© Westend
© Fischer
Faulheit kann zu Burnout führen; dennoch leiden immer mehr Menschen unter maßlosem Müssen. Aber müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen und uns ökologisch korrekt verhalten? „Nein! einen Scheiß müssen wir! Fischer, 319 Seiten; ISBN: 9783 596032273
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SOMMERTRENDS. Am 16. März fand die Sport magazin-Bikini-Gala statt. Mehr als 600 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Medienwelt und Gesellschaft feierten in den Sofiensälen. Gemeinsam mit Eventpartner bet-at-home.com wurden diese zur „Stadt der Liebe“ und Paris so zum Greifen nahe. Für die Fotostrecke der aktuellen Ausgabe des Sportmagazins und seinen limitierten BikiniKalender wurde die Metropole Frankreich als Shooting-Location gewählt; Model Larissa Marolt posierte für Fotograf Helge Kirchberger vor dem Eiffelturm, an der Seine oder vor Notre-Dame. Prominente Gäste im virtuellen Paris In den Sofiensälen ließ Eventmanager Alamande Belfor prominente Gäste wie die Ö3-Moderatoren Elke Lichtenegger und Sylvia Graf oder FußballLegenden wie Mario Haas, Manuel Ortlechner und Toni Polster durchs virtuelle Paris bummeln. Ein weiteres Highlight der von Volker Piesczek moderierten Gala: die Bikini-Show mit den Bademoden-Trends für den kommenden Sommer. (red)
© Sportmagazin/Bildagentur Zolles (2)
Der Kämpfer im Vatikan
© Bertelsmann
© Milestone (5)
© P8 (2)
Andrea Zefferer
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1. Fußballtrainer Toni Polster, Alfred Brunner, GF Sportmagazin, Model Larissa Marolt, Fotograf Helge Kirchberger, Fritz Hutter, Chefredakteur Sportmagazin; 2. Moderator Volker Piesczek, umgeben von den Bademode-Trends 2016