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medianet marketing & media

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medianet

inside your business. today.

freitag, 15. juni 2012 – 7

marketing & media © ÖBB

ÖBB Rail Ad prämiert zum zweiten Mal kreativste Werbung in sechs Kategorien Seite 9

© BuzzValue

Award

Web 2.0

„Night in White“

Einfluss von Dialog und Empfehlungen auf Absatz und Unternehmensimage Seite 7

Woman-Sommerfest im Palais Auersperg Seite 14 © Verlagsgruppe News/R. Ferrigato/R. Zach-Kiesling/R. Froese

„Als Netzwerkagentur haben wir klare Vorteile“

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Ihren Geschäftsbericht

„agensketterl“ Druckerei GmbH

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short

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© APA/Herbert Neubauer

Michael Graf, Geschäftsführer RMS Austria, spricht über die Bedeutung der Beteiligung von sieben Sendern als Gesellschafter. In puncto Vermarktung sieht er ein Jahr des vorsichtigen Agierens; die Marktverschiebung zwischen Privaten und Öffentlich-rechtlichen werde sich am Werbemarkt noch stärker abbilden. Seite 10

Alexander Wrabetz jubelt über den Entscheid des Verwaltungsgerichtshofs, welcher das Verbot für Social MediaAktivitäten des ORF zumindest aufschob, und spricht von „wichtigem Etappenerfolg“. Auch Thomas Prantner, zuständig für Online und neue Medien beim ORF, spricht von einem „Sieg der Vernunft“.

Fortschrittlich Der Franzose Christophe Cauvy (li.) ist neuer „European Head of Digital and Innovation“ bei JWT. Gemeinsam mit Jörg Spreitzer, Österreich-Chef der Netzwerkagentur, sprach er über Branchentrends und Kreativität. Seite 8

medianet tv heute

Personalie Peter Schiefer übernimmt mit 1. August

© Draftfcb

Telekom: Kommunikationschef

© Markus Prantl

Draftfcb mit Sommerticket-Viralspot für die ÖBB. click+>www.medianet.at

Peter Schiefer freut sich auf seine Tätigkeit in einem „spannenden Umfeld“.

Wien. Der 34-jährige Peter Schiefer übernimmt ab diesem August die Leitung der Kommunikation von Telekom Austria Group und A1. Schiefer wird für die konzernweite externe und interne Kommunikation des Unternehmens national wie international verantwortlich sein; der interimistisch agierende Alexander Kleedorfer bleibt dem Unternehmen erhalten. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Gemeinsam mit meinem neuen Team werde ich die kommunikative Zukunft dieses Leitbetriebs mitgestalten“, so Schiefer, der derzeit noch Pressesprecher der Industriellenvereinigung ist.

Das Ad-in-Motion Digital-Signage Netzwerk jetzt österreichweit vertreten. Kooperation mit dem Branchenpartner Digital Display Media Group (ddmg) Wien. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Branchenkollegen Digital Display Media Group (ddmg) wurde eine zukunftsweisende Kooperation fixiert. Gemeinsam werden 2 österreichweite digital signage Produkte angeboten. Zum einen ein Mobilitätsnetz, das über 386 Bildschirme an 295 Standorten rund 790.000 Kontakten pro Tag an Bahnhöfen, Bussen sowie Tankstellen erreicht. Zum anderen ein Netz direkt am Point of Sale angeboten, das über digitale Werbeflächen an 225 Standorten rund 89.000 Kontakten pro Tag an Kassen in Tankstellen und im Elektrofachhandel, sowie in Einkaufszentren und Auslagen erreicht. Den Kunden stehen somit 2 sehr kontaktspezifische und einfach zu buchende Kombinationsprodukte zur Verfügung. “Durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Branchenkollegen, ist es gelungen österreichweit Werbenetzwerke auf zu bauen.” (Philip Walther, Geschäftsführer AiM)


c ov e r

8 – medianet

Freitag, 15. Juni 2012

Werbebranche Der „European Head of Digital and Innovation“ bei JWT besuchte im Juni den Österreich-Chef der Netzwerkagentur

Kreativität schafft Innovation

Christophe Cauvy und Jörg Spreitzer über die JWT als Beratungsunternehmen und welche Vorteile Full-Service-Agenturen haben. verstanden, die einen fixen Prozentsatz des Werbebudgets bekommen, egal wie viel Arbeit dahintersteckt. Bei Projektarbeiten wird hingegen stundenmäßig verrechnet und diese Verrechnungsart schwappt jetzt auch auf die klassische Agenturarbeit über. Das macht die Sache am Ende für den Kunden transparenter und zwingt die Agenturen, ihre Kampagnen detaillierter zu planen. Wenn es allerdings in Richtung Consulting und Markenführung geht, dann ist sicher eine Provisionsverrechnung effektiver.

Fabian greiler

Wien. Im April wechselte Christophe Cauvy von der McCann Worldgroup zum Agenturnetzwerk JWT. Dort bekleidet er als „European Head of Digital and Innovation“ eine völlig neue Position. Vom 12. bis 13. Juni war der Franzose in Wien, wo er geschäftlich Jörg Spreitzer, CEO JWT Österreich, besuchte. Im medianet-Interview sprechen die beiden über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Marketingbranche.

© Verlag Anton Pustet

Salzburg – Stadt zwischen Tradition und Moderne Kurt W. Leiningers ungewohnter Blick auf Salzburg ist kritisch und liebevoll zugleich. Im Bild-Textband „Salzburg – Stadt zwischen Tradition und Moderne/City between Tradition and Progress“ stellt er die historische Stadt Salzburg im Zusammenspiel mit moderner Architektur und den Errungenschaften der Gegenwart vor. Dabei bedient sich Leininger einer Bildsprache, die nichts beschönigt, aber der Stadt den Glanz bewahrt, für den sie weltberühmt ist. Das zweisprachige Buch ist für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Verlag Anton Pustet, 176 Seiten, 25 € ISBN: 978-3-7025-0642-1

medianet: In der Branche wird immer mehr von ‚360° Kommunikation‘ gesprochen. Können wirklich nur mehr Full-Service-Agenturen überleben, oder werden wir in Zukunft vermehrt spezialisierte Agenturen sehen? Cauvy: Es wird immer beides geben. Für Kunden ist es natürlich ideal, nur einen Ansprechpartner

in der Agentur zu haben, der dann die Aufgaben intern an die entsprechenden Experten weiterleitet. Spezialisierte Agenturen haben wiederum den Vorteil, dass sie schnell auf eine Lücke am Markt reagieren und diese besetzen können. Spreitzer: Wenn ich die Medien verfolge, wird immer zwischen den klassischen und den digitalen oder New Media-Agenturen unterschieden. Wenn man sich aber die Zahlen und das Verhalten der erfolgreichen ‚digitalen Agenturen‘ anschaut, dann zeigt sich, dass die oft schon 20 bis 25% ihrer Arbeit im offline-Bereich machen. Es hat da einfach eine Verschiebung gegeben: Klassische Agenturen übernehmen digitale Agenden und New Media-Agenturen machen klassische Werbung. Wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss beide Seiten bedienen können, wobei es für diejenigen leichter ist, die Erfahrung im Umgang mit Marken haben.

medianet: Würden Sie jemanden aufnehmen, der nur die offlineoder nur die online-Seite des Marketings kennt – oder müssen neue Mitarbeiter auf alle Falle beide Welten kennen? Cauvy: Ich würde definitiv niemanden einstellen, der nur Erfahrung im traditionellen Marketing hat und nicht willens ist, auch das digitale Werkzeug zu lernen. Rein digital ist dagegen kein Problem, wenn es sich um wirkliche Spezialisten etwa in der Datenanalyse handelt. Grundsätzlich sollten unsere Mitarbeiter aber Erfahrungen in beiden Welten haben.

Umgesetzt Heimwerker

Messe Werbeartikel

Award 59. Cannes Lions International Festival of Creativity

Wien. Obi bietet seit Kurzem allen Heimwerkern mit der neuentwickelten App „Obi Mobile“ ein noch umfassenderes Serviceprogramm für unterwegs. Realisiert wurde die Obi-App von straberger conversations. Peter Rauch, GF straberger conversations, dazu: „Wir konnten im vergangenen Jahr mit dem sehr erfolgreichen mobilen System unsere Kompetenz beweisen. Dass wir uns im Pitch um die App gemeinsam mit Lucy Marx gegen vier Mitbewerber durchsetzen konnten, freut uns sehr und beweist, der eingeschlagene Weg ist der richtige!“

Wien. Erstmalig macht die Werbeartikel-Roadshow „Newsweek“ heuer auch in Wien Halt. Zu sehen sind: Produkte, Trends und Innovationen 2012 in der Werbemittelbranche. Etwa 100 namhafte Werbeartikellieferanten aus Österreich und Deutschland präsentieren die neuesten Produkte und werbewirksamsten Konzepte. Als einzige Veranstaltung der Branche, die in dieser Form stattfindet, führt die „Newsweek“ alle Marktteilnehmer – Lieferanten, Werbemittelberater und Endkunden – zusammen. Die Messe bietet einen umfassenden Einblick in das breite Spektrum der dreidimensionalen Werbung sowie in aktuelle Trends und Innovationen im Bereich der Werbeartikelbranche. Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Konrad Godec, Präsident des VÖW, Ralf Hinterleitner, Fritz Bauer (Vorstandsmitglieder des VÖW). www.werbemittelhaendler.at

führte Agenturen machen sicher gute Arbeit, aber als Netzwerkagentur haben wir klare Vorteile. Gerade im digitalen Bereich gibt es sehr kreative Produkte und Innovationen, die in anderen Ländern entwickelt werden. Durch unsere neue Struktur innerhalb der JWT und durch Positionen wie sie Christophe Cauvy hat, wird diese Stärke in der Realität zum Vorteil für unsere Kunden. Wir sind da am Anfang einer modernen Entwicklung, die ausschließlich Netzwerkagenturen erfüllen können.

Eine App für Obi „Go for Gold“

Die Obi-App ist verfügbar: für iOS & Android im jeweiligen Store oder online: www. obi.at/app

messe-facts „Go for Gold“ Di. 19. Juni, 10 Uhr; Congress Center Wien, Messeplatz 1, 1021 Wien

medianet: Wie fördern Sie Kreativität innerhalb der JWT? Cauvy: Kreativität heißt ja nicht nur, Ideen für Kampagnen zu haben. Darum möchte ich noch vor Ende des Jahres europaweit einen Ideenwettbewerb bei JWT starten. Es geht dabei auch darum, als Agentur eine Botschaft zu vermitteln: ‚Erzählt uns von euren Ideen, wir hören zu‘.

medianet: Herr Spreitzer, Sie haben bereits erwähnt, dass Agenturen immer mehr projektbezogen arbeiten und bezahlt werden. Warum gibt es diesen Trend, was sind da die Vorteile? Spreitzer: Ich habe nie das System bei klassischen Agenturen

medianet berichtet live aus Cannes

© Mindshare; Cannes Lions

tipp des tages

Als JWT-Europachef für Digitales und Innovation besuchte Christophe Cauvy (re.) am 12. und 13. Juni Österreich-Chef Jörg Spreitzer.

© straberger conversations/Obi

medianet: Der Konkurrenzkampf um Kunden und Werbeetats wird immer härter. Wie sehr war JWT davon in Österreich betroffen? Jörg Spreitzer: JWT ist schon seit vielen Jahren am österreichischen Markt etabliert. Wir haben sehr wenig Fluktuation und sind wirtschaftlich stabil. In Österreich ist mit Demner, Merlicek & Bergmann seit Ewigkeiten eine eigentümergeführte Agentur die Nummer eins. Diese und andere eigentümerge-

medianet: ‚Consulting‘ ist ein gutes Stichwort. Sie wollen ja mit der JWT stärker das Beraterfeld beackern. Wie soll das genau aussehen und konkurriert man dann mit McKinsey, Roland Berger & Co.? Cauvy: Die Managementberater sind unschlagbar, was den Umgang mit großen Datenmengen betrifft und sie können sicher kompetent ihren Kunden Empfehlungen für einen Strukturwandel oder eine neue Unternehmensstrategie geben. Sie können aber ihren Kunden keine neuen Ideen bieten, denn da fehlt ihnen die Kreativität. Das wiederum ist unsere Stärke, denn in keiner anderen Branche werden so viele Leute eben für das Ideenentwickeln bezahlt. Innovation entsteht durch Kreativität, und bei der Beratung geht es wirklich nicht mehr nur um Werbung, sondern um das Entwickeln neuer Ansätze, mit denen die Firmen Geld verdienen können.

© medianet/Szene1/Christian Mikes

medianet: Herr Cauvy, Sie sind seit rund zweieinhalb Monaten neu bei JWT. Welche Aufgaben übernehmen Sie konkret? Christophe Cauvy: Grundsätzlich habe ich drei Verantwortungsbereiche. Erstens kümmere ich mich um eine bessere Struktur innerhalb der Agentur; dazu zählt die Förderung der Zusammenarbeit und der Kommunikation zwischen den einzelnen Agenturen. Zweitens halte ich Kontakt mit unseren Kunden, treibe die Geschäftsentwicklung voran und bin auch Ansprechpartner für die Presse oder referiere auf den diversen Konferenzen. Bei meinem dritten Aufgabenbereich geht es um das Vorantreiben von Innovationen, wie etwa die Entwicklung von Marketingplattformen, Video Games oder Software und Mobile Applications. Außerdem verantworte ich die Mergers & Acquisitions bei JWT.

Leo Grübl, Mindshare, berichtet für medianet live von den Werbefestspielen.

Cannes. Vom 17. bis 23. Juni versammelt sich zum bereits 59. Mal die internationale Crème de la Crème der Werbebranche beim Werbefestival in Cannes/Frankreich. medianet wird von den Oscars der Werbetreibenden sowohl in den Printausgaben als auch mit Updates und Eindrücken von vor Ort online unter „www.medianet. at“ und via Twitter berichten. Leo Grübl, Young Lions Media-Gewinner für Österreich und Mindshare

Digital Marketing, legt täglich seine etwas andere Sichtweise von den und rund um die Werbefestpiele Cannes dar. Erstmals werden heuer auch „Löwen“ für die Kategorien „Mobile“ und „Branded Entertainment“ vergeben. Insgesamt gab es mit 34.301 Einreichungen aus 87 Ländern in 15 Kategorien einen neuen Rekord. www.medianet.at www.twitter.com/medianet_at www.mindshare.at


Freitag, 15. Juni 2012

fac t s & bac k gr o u n d s

medianet – 9

Award Die Gewinner werden am 27. September in einer Gala im ÖBB-Werk in Wien-Simmering vor der nationalen Werbebranche prämiert

Einreichen zum ÖBB Rail Ad

Heuer suchen die ÖBB wieder die kreativste Werbung des Landes für Zug, Bus und Bahn – Einreichfrist läuft bis zum 9. Juli. Wien. Nach dem großen Erfolg der Premiere im letzten Jahr laden die ÖBB als größte österreichische Mobilitätsmarke die Werbewirtschaft wieder zum kreativen Markentransfer ein. Noch kann bis zum 9. Juli für den „ÖBB Rail Ad 2012“, der von den Firmen 3M und XL-Design unterstützt wird, eingereicht werden. Die Gewinner werden am 27. September in einem Gala-Abend im ÖBB-Werk in Wien-Simmering vor der nationalen Werbebranche prämiert. Ihnen winkt, neben den ÖBB Rail Ad-Trophäen, kostenlose Werbezeit auf Flächen der ÖBB im Wert von jeweils 10.000 €.

www.oebb-railad.at eingereicht werden. Eine Expertenjury unter Leitung von Univ.Prof. Dieter Scharitzer, Department Marketing-Management der WU und Academic Director des Universitätslehrgangs für Werbung und Verkauf, bewertet die Einsendungen und kürt in Kombination mit einem Publikumsvoting die Sieger. „Der Erfolg des ersten Jahres gibt uns Recht, die führenden Kreativen des Landes wieder aufzufordern, ihre besten Ideen, aber auch die bereits realisierten Kampagnen im Bereich der Außenwerbung mit der ÖBB für diesen Wettbewerb zu

nominieren. Wie wir bei den bisherigen Einreichungen gesehen haben, nützt gute Werbung auch die Möglichkeiten des Werbemittels maximal aus, um den Fahrgast in den Erlebniswelten rund um die ÖBB zu erreichen und schafft dadurch noch mehr Aufmerksamkeit beim Betrachter“, so Scharitzer. „Mit den ÖBB-Werbeflächen ist alles möglich. Mit dem ‚ÖBB Rail AD‘ wollen wir auch dieses Jahr die Vielfalt der Werbeformen entlang Österreichs größtem Mobilitätsnetz sichtbar machen“, so Hanusch-Linser abschließend. Mehr Infos unter: www.oebb-werbecenter.at

Der ÖBB Rail Ad 2012 presented by 3M und XLDesign wird in sechs Haupt­ kategorien vergeben.

facts

© ÖBB

Dinko FEjzuli

Der „ÖBB Rail Ad 2012“ wird in sechs Hauptkategorien vergeben. Bei den Hauptkategorien Zug, Bus und Bahnhof wird zwischen „Real“ und „Vision“ unterschieden. Einreichungen für die Kategorie „Real“ müssen bereits erfolgte Werbeauftritte auf ÖBB-Flächen sein. Einreichungen für die Kategorie „Vision“ sind konzipierte Kampagnen, welche jedoch noch nicht realisiert wurden. Bei den Hauptkategorien Dialog, Mediamix und Innovation können nur Projekte unter der Kategorie „Vision“ eingereicht werden. Bis zum 9.7. einreichen können alle werbetreibenden Unternehmen, Werbeagenturen und Mediaagenturen mit Sitz in Österreich.

Impactstarke Werbung „Werbung im öffentlichen Raum ist impactstark, unterhaltsam und schafft neue Überraschungsreize: Wer seine Botschaften inszenieren will, kommt an einer Beimischung der ÖBB-Werbeflächen in seinem Mediaplan nicht vorbei“, so Kristin Hanusch-Linser, Leiterin ÖBB-Konzernkommunikation, zum Rail Ad Award. „Wir hoffen wieder auf großes Interesse an unserem Wettbewerb und freuen uns über kreative und innovative Ideen“, ergänzt Manfred Oschounig, Geschäftsführer ÖBB CI&M Werbeagentur. Vergeben wird der ÖBB Rail Ad 2012 in den Kategorien „Bahnhof“, „Zug“, „Bus“, „Dialog“, „Mediamix“ und „Innovation“. Bei den Hauptkategorien wird zwischen „Real“ und „Vision“ unterschieden. Die Kategorie „Real“ sind bereits erfolgte Werbeauftritte auf ÖBB-Flächen. In der Kategorie „Vision“ werden konzipierte Kampagnen eingereicht, welche jedoch noch nicht realisiert wurden.

THAT’s

Experten und Publikum

© Sabine Hauswirth/ÖBB

Die Einreichfrist läuft noch: Bis zum 9. Juli können realisierte Umsetzung und Werbekonzepte auf Flächen der ÖBB auf der Website

Kristin Hanusch-Linser, Leiterin ÖBB-Konzernkommunikation.

ÖBB Die ÖBB-Werbung GmbH (vormals ÖBBWerbecenter) bietet alle Facetten moderner Außenwerbung – die Vermietung von Werbeträgern, die Durchführung von Produktion, Montage und Demontage sowie die Erarbeitung von individuellen Lösungen in der Außen- und Verkehrsmittelwerbung. Als werblicher Vermarkter sämtlicher Flächen der ÖBB bietet die ÖBB-Werbung eine breite Palette von Werbemöglichkeiten entlang der gesamten Mobilitätskette – von Bahnhof- über Verkehrsmittel- bis hin zur Onlinewerbung. Die ÖBB-Werbung vermarktet österreichweit rund 18.000 Werbeflächen und zählt als exklusiver Vertrieb der Werbeflächen der ÖBB zu den größten heimischen Full-Service-Anbietern in der Out-of-home-Werbung.

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Medien

10 – medianet

Freitag, 15. Juni 2012

Vermarktung RMS-GF Graf pocht auf das duale Rundfunksystem; Reichweitenverschiebungen wßrden sich noch stärker am Werbemarkt abbilden

„Es ist wie die Heirat nach einer langjährigen Partnerschaft“

Man wachse aus eigener Kraft – die kßrzlich erfolgte Beteiligung von sieben Privatsendern an der RMS sei ein weiteres Zeichen dafßr.

Wien. Ende Mai stiegen sieben Sender mit jeweils drei Prozent als Gesellschafter im Vermarktungsverbund RMS Austria ein. medianet hat den RMS-GeschäftsfĂźhrer Michael Graf Ăźber HintergrĂźnde der Beteiligung und kommende Herausforderungen in der Radiovermarktung interviewt. medianet: Seit wann gab es die Ăœberlegungen, die Sender als Gesellschafter ins Boot zu holen? Michael Graf: Die Idee dazu gab es schon im Jahr 1998 bei der GrĂźndung der RMS Austria und dem Start der Privatradios. Damals wurde das insbesondere unter dem Zeitdruck hinten angestellt, zwischenzeitlich immer wieder angedacht und vor einem Jahr ist es eben konkret geworden. Die Idee war, die reichweitenstärksten Sender als Gesellschafter einzubinden und damit die gemeinsame Basis zu stärken und langfristige Perspektiven fĂźr die Vermarktungsgemeinschaft zu haben. medianet: Welchen Vorteil bringt dieser Schritt fĂźr die RMS bzw. fĂźr die Sender? Graf: Das ist nicht nur auf sachlicher Ebene zu beantworten. Es ist wie wenn man nach langjähriger Partnerschaft heiratet: Es ändert sich nicht viel, aber es ist ein Bekenntnis zur Partnerschaft und zu deren Langfristigkeit. medianet: Gibt es kĂźnftig Bestrebungen, diese Beteiligungen weiter auszubauen? Graf: Nein, das ist nicht angedacht. Es ist aber eine Art Vorkaufsrecht geregelt, sollte der Hauptgesellschafter verkaufen wollen – was jedoch Ăźberhaupt nicht im Raum steht.

medianet: Wird aus diesen Beteiligungen eine neue Interessensgemeinschaft entstehen, quasi ein ‚Radio-VĂ–P‘ innerhalb des VĂ–P? Graf: Nein, es ist nicht unsere Aufgabe, die Agenden des VĂ–P wahrzunehmen. Der VĂ–P erfĂźllt diese Aufgaben hervorragend, da braucht die RMS nicht mitzuwirken. An unserer Grundaufgabe wird sich durch die Beteiligungen nichts ­ändern.

Graf: Wir wĂźrden auch digitale terrestrische Angebote vermarkten kĂśnnen. Die Entscheidung, ob das auf den Markt kommt oder nicht, kommt aber nicht vom Vermarkter, sondern von den Sendern selbst. medianet: Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich als Radiovermarkter kĂźnftig konfrontiert? Graf: Zu verkaufen! Das ist kein unwesentliches Thema fĂźr einen Vermarkter (lacht). Allgemein glaube ich, dass wir heuer ein sehr unterschiedliches Bild am Medienmarkt haben. Es wird ein Jahr des vorsichtigen Agierens. Die Vorbuchungssituation ist deutlich schlechter als gewohnt, aber die Buchungen generell sehr gut. Die Marktverschiebung, die zwischen Privaten und Ă–ffentlich-rechtlichen am HĂśrermarkt stattfindet, wird sich auch am Werbemarkt abbilden.

„Wenn man heute sagt, man mĂśchte morgen werben, hat man Ăźbermorgen die Wirkung. Kurzfristigkeit ist eine Chance fĂźr das Radio.“

medianet: Da gibt es ja bisher noch eine Diskrepanz ... Graf: Ja, und das ist unsere Aufgabe, das am Werbemarkt zu kapitalisieren, was am HĂśrermarkt stattfindet.

Michael graf

medianet: Es gab in der Vergangenheit gewisse Meinungsverschiedenheiten bzgl. anteiliger ErlÜsausschßttung mit dem jetzigen Gesellschafter KroneHit. Sind diese aus der Welt geschafft? Graf: Erstens war und ist KroneHit unser Partner und zweitens stand genau diese Partnerschaft immer im Vordergrund. Ich denke, dass alle Beteiligten einen guten Modus gefunden haben, mit der am Markt vorherrschenden Konkurrenzsituation umzugehen, ohne dass die Partnerschaft darunter leidet. medianet: Apropos Konkurrenz: Seitens des ORF gibt es immer wieder Bestrebungen, Lockerungen im ORF-Gesetz zu erreichen. Die Privaten wollen fßr sie potenzielle Zukunftsmärkte wie etwa

Š RMS Austria

Dinko Fejzuli JĂźrgen Hofer

Michael Graf blickt in puncto Vermarktung der Privatradios positiv in die Zukunft.

die Vermarktung von TV-Theken nicht durch den ORF belegt haben; der ORF meint, durch ihn werden diese Ăźberhaupt erst entwickelt. Wie steht die RMS dazu? Graf: Wir brauchen den ORF nicht, um neue Märkte zu entwickeln. AuĂ&#x;erdem wäre es im Sinne eines dualen Systems sehr kontraproduktiv, dem ORF zusätzliche Geschäftsfelder zu Ăźberlassen. Der VĂ–P bezieht eine klare Position, was Sache der Privaten und was Sache des ORF ist – und da werden wir zu 100 Prozent dahinterstehen. medianet: Und dem Marktpotenzial neuer Geschäftsfelder

stehen Sie generell wie gegenĂźber? Graf: Das, was fĂźr uns unter ‚Zukunftspotenzial‘ fällt, ist das Webradio: im Bereich des Streamings, Webangebote bestehender Radiomarken, die diverse Formate nur online betreiben, und eben Webradios, die nicht aus einer UKW-Marke entstanden sind. Das sind noch keine GrĂśĂ&#x;enordnungen, die jetzt schon relevant sind – aber in einigen Jahren wird das immer wichtiger werden. medianet: Thema digitales Radio: Ist es tot oder kurz vor dem groĂ&#x;en Durchbruch?

medianet: Sehen auch Sie sich mit dem Faktor Kurzfristigkeit bei Buchungen konfrontiert? Graf: Das meinte ich mit der angesprochenen Vorbuchungssituation: Es ist einen Quantensprung kurzfristiger geworden. Ich denke, dass Radio damit ganz gut umgehen kann, weil wir ein Medium sind, das sehr schnell funktioniert: sowohl von der Werbewirkung als auch von der Administration der Buchung. Wenn man heute sagt, man mÜchte morgen werben, hat man ßbermorgen die Wirkung. Es wäre dumm, sich ßber die Kurzfristigkeit zu beklagen: Genau das ist eine Chance fßr Radio, seine Stärken auszuspielen. Langfassung: www.medianet.at

44* $/(6'8/437 '60+8'-+38 .'8 3*+ /2 9,86'- :43 +*/'3+8 '3.'3* :43 4,,+3+3 93* -+7).1477+3+3 6'-+3 *'7 2'-+ *+6 ?78+66+/)./7).+3 %+6(+'-+3896+3 /3 *+6 &/+1-6955+ *+6 "45 387).+/*+6 /2 '60+8/3-(+6+/). +62/88+18 '7 6-+(3/7 /78 ,@6 */+ !+/).1 93* '683+6 42293/)'8/437 6495 2+.6 '17 +6,6+91/). /+ -+3896-6955+ -+3/+A8 (+/ *+3 9,86'--+(+63 /3 '11+3 '8+-46/+3 +/3 +67801'77/-+7 2'-+ " #3* '9). '11+ '3*+6+3 #3/87 *+6 !+/).1 93* '683+6 42293/)'8/437 6495 ;96*+3 /3 /.6+6 '8+-46/+ 938+6 */+ "45 -+3896+3 *+7 '3*+7 -+6+/.8 %/6 7/3* +(+3 +/3+ +).8+ 918/ "'1+38 -+3)=


Marketing & Agenturen

Freitag, 15. Juni 2012

medianet – 11

Dialogmarketing Weg vom adressgetriebenen Dialog hin zu auf die Zielgruppe zugeschnittener LĂśsung

Spot Viralkampagne

Dialog so „direkt und spitz wie nie zuvor mĂśglich“

Draftfcb fĂźr Ă–BB-Sommer

Schober Information Group-GF Vetrovsky-Brychta ßber Flexibilität, Kurzfristigkeit und Trends. Jßrgen Hofer

Š Draftfcb

Wien. „Dialogmarketing ist wichtig wie nie zuvor und weit entfernt von ‚tot gesagt‘“, zeigt sich Alexandra Vetrovsky-Brychta von der Bedeutung ihrer Branche Ăźberzeugt. Als GeschäftsfĂźhrerin Ă–sterreich der Schober Information Group, einem der grĂśĂ&#x;ten Anbieter von Adressmanagement im deutschsprachigen Raum, beliefert sie zahlreiche Kunden sowohl mit Know-how als auch mit umfas-

Mit pointierten Spots wollen die Ă–BB und Draftfcb bei Kunden punkten.

„Die einzelnen Disziplinen werden sich kßnftig untereinander mehr helfen, als dass A. Vetrovsky-Brychta

Š medianet

sie sich weh tun.“ Alexandra Vetrovsky-Brychta, GF Ă–sterreich Schober Information Group, will die vom Markt geforderte Flexibilität gewährleisten.

senden Kundenprofilen und weiĂ&#x; Ăźber aktuelle Trends Bescheid. „Wir bewegen uns weg vom adressgetriebenen Dialogmarketing hin zu intelligenten, allumfassenden LĂśsungen in allen Disziplinen“, so Vetrovsky-Brychta weiter. Neben der vom Markt geforderten Flexibilität sei vor allem die Kurzfristigkeit sprunghaft angestiegen: „Aktionen im Dialogmarketing werden zwar immer noch langfristig geplant, das finale Buchen passiert aber immer kurzfristiger.“ Das mache die Betreuung ihrer Kunden noch intensiver: „Wir sind von der Konzeption bis hin zur Nachaufbereitung der Daten begleitend bei unseren Kunden.“ Dabei gehe es vorrangig immer stärker darum, den Endkonsumenten dort abzuholen und aktiv

anzusprechen, wo er die Information auch wirklich erhalten mĂśchte. „Wie komme ich mit einer relevanten Message an die passende Zielgruppe? Das ist die zentrale Frage“, so die klare Botschaft von Vetrovsky-Brychta. Unternehmen mĂźssten sich dabei Ăźberlegen: „Was wollen sie an wen zu welchem Zeitpunkt kommunizieren und wie sehen diese Menschen Ăźberhaupt aus? Alle weiteren MaĂ&#x;nahmen ergeben sich aus dieser grundsätzlich strategischen Entscheidung von ganz allein.“ Enorm wichtig sei dabei, dass sich Kunden, die ihre Daten bereitwillig zur VerfĂźgung stellen, auch Ansprache erwarten wĂźrden. Gleichzeitig mĂźsse man laut Vetrovsky-Brychta der Gefahr der Ăœbersättigung stets aus dem Weg gehen.

Die Schober Information Group steht dabei nicht nur konzeptionell und in puncto Datenbereitstellung zur Seite, sondern bietet auch intelligente LĂśsungen an, mithilfe derer sich Informationen direkt in die CRM-Systeme der jeweiligen Unternehmen einspeisen lassen. „Wir helfen unseren Kunden, die gewĂźnschten Informationen auch transparent zu machen und damit ein sinnvolles Agieren mit diesen Daten zu ermĂśglichen.“

Macht des Konsumenten Ein weiteres Faktum laut Vetrovsky-Brychta im Dialogmarketing: „Der Konsument bekommt immer mehr Macht und Mitbestimmungsrecht, wie er mit Unternehmen kommunizieren mÜchte. Das

kann man positiv fĂźr sich nutzen: Dialog mit Zielgruppen ist heutzutage so direkt und spitz wie nie zuvor mĂśglich.“ Aktuellster Trend im Dialogmarketing sei wie auch in anderen Branchen Social Media. Dabei mĂźssen sich Unternehmen aber einer Sache bewusst sein: „WofĂźr nutze ich den Kanal und wie binde ich ihn in die restliche Kommunikation ein? Ich muss aber auch wissen, wie die Kunden das Medium nutzen“, verdeutlicht Vetrovsky-Brychta die notwendigen Ăœberlegungen. Trotz der unterschiedlichen Gewichtungen einzelner Kanäle sieht sie keinen Konkurrenzkampf: „Disziplinen werden sich untereinander mehr helfen, als dass sie sich weh tun.“

Wien. Auch heuer bieten die Ă–BB ihren Kunden das Sommerticket an; beworben wird das Angebot mit Kurzspots in den Social Media-Kanälen sowie im Onlineund Mobilebereich. Unter dem Motto „Spar dir deinen Sommerjob“ startet die Viralkampagne am 16. Juni. „Die Sprache der Bilder ist auch bei den schrägsten Sommerjobs stärker als tausend Worte. Die Kampagne bricht ganz bewusst mit unserer klassischen Werbelinie: Kurze bilderstarke Stummfilme machen die Pointe zur Produktbotschaft“, so Kristin Hanusch-Linser, Leiterin Ă–BB-Konzernkommunikation. „Die Sommerferien sind fĂźr SchĂźler das absolute Highlight. Es geht darum, SpaĂ&#x; zu haben – wäre da nicht der lästige Sommerjob. Mit diesem Insight war uns klar, dass wir eine Kampagne brauchen, die genau das auf den Punkt bringt. Und es ist uns gelungen!“, so Draftfcb Managing Director Florian Zelmanovics-Perl. Credits: Agentur Draftfcb Partners ECD Patrik Partl CD Nicolas Frey Text Lena Sallmayer, Armin Winkler Grafik Simon Hagleitner, Doris Lehmann Beratung Claudia Schwab, Johanna Cigler Online Beratung Andrea Steidl Online Grafik Christoph Schlossnikel Filmproduktion Close Up Regie Nikolaus Sauer Tonstudio Steinhof

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Social Media

12 – medianet

Freitag, 15. Juni 2012

Kommentar Von Landluft, Legosteinen und anderen Sozialen Netzwerken …

Frischer Wind im Mitmach-Web … und warum Facebook immer noch der Vorreiter am Social Media-Markt ist.

Wien. Das Jahr 2012 verlief für Facebook – das größte Soziale Netzwerk weltweit – bisher nicht gerade prickelnd: Der verpatzte Börsengang am 18. Mai und das Abstimmungsdebakel rund um die Einführung neuer Datenverwendungsrichtlinien vor wenigen Tagen kratzten gewaltig am Image des Zuckerberg-Imperiums. Der US-Finanzexperte Erick Jackson sieht allerdings, vor allem aufgrund der fehlenden Strategie für den mobilen Markt, schwarz für den derzeitigen Social NetworksMarktführer und glaubt, dass Facebook in spätestens zehn Jahren von der Bildfläche verschwunden und bedeutungslos sein wird.

Fans: der Facebook-Faktor Obwohl Facebook von den Usern immer wieder heftige Kritik erntet, ist eine Massenflucht der fast

© panthermedia.net/Werner Heiber

Nina Bazza

Facebook konkurrieren, denn man kann sich bei So.cl sogar mit seinem Facebook-Account einloggen. Nach einer monatelangen Pause plant das dezentral organisierte Soziale Netzwerk „Diaspora“ noch in diesem Sommer einen Neustart und will mit Unabhängigkeit und Anti-Kommerz bei den Usern punkten. Ob ein Social Network mit diesem Grundgedanken überleben kann, wird sich zeigen. Frischen Wind in die Social Media-Welt bringen definitiv die Special Interest Social Networks.

Alternativen in Nischenform

Facebook bleibt Platzhirsch. Networks wie „Wir Bauern online“ haben lokale Chance.

­e ine Milliarde zählenden Mitglieder momentan schier undenkbar. Schließlich wurde bis dato noch kein neues Soziales Netzwerk gelauncht, welches tatsächlich eine vergleichbare Alternative zu ­ Facebook darstellt. Darüber hinaus empfinden die meisten User das Betreuen ihres Profils auf zwei ähnlichen Online-Plattformen als mühsam und sinnlos. Google versuchte mit seinem Social Network Google+, Facebook die Stirn zu bieten – allerdings vergebens. Trotz der Implementierung interessanter Features, wie den Circles

oder Hangouts, und einer Vielzahl von Mitgliedern wächst die Zahl der aktiven Google+ User nur sehr schleppend. Aus der MicrosoftSchmiede stammt die neue OnlinePlattform „So.cl“, die vor Kurzem an den Start ging. Das Layout von So.cl erinnert zwar stark an Google+, das Microsoft-Netzwerk versucht sich jedoch als eine Art Lernplattform für Studierende zu etablieren, die vor allem den multimedialen Informationsaustausch erleichtern soll. Die integrierte Suchmaschine „Bing“ bildet den Kern des Social Networks. Microsoft will mit seiner neuen Plattform nicht mit dem Partner

Anstatt die Massen ansprechen zu wollen, konzentrieren sich diese Online-Plattformen auf bestimmte Communitys. Bei „ReBrick“ beispielsweise haben alle Fans der bunten Lego-Steine die Möglichkeit, sich auszutauschen, Freundschaften zu schließen oder ihre Lego-Kunstwerke zu präsentieren. Das brandneue österreichische Online-Netzwerk „Wir Bauern online“ hat sich wiederum zum Ziel gesetzt, Landwirte untereinander besser zu vernetzen und seinen Mitgliedern einen Raum für fachlichen Austausch zu bieten. Eine weitere Austro-Plattform nennt sich „Sankt Onlein“. Dieses regionale Netzwerk will sich mit einer Kombination von drei verschiedenen Angeboten hervorheben; die „Buam“ und „Madln“ können die Plattform zur Pflege von

Freundschaften nutzen und nebenbei die digitale Zeitung „Onleiner“ nicht nur lesen, sondern auch mitgestalten. Für Unternehmen, Vereine oder Fanclubs ist vor allem der regionale Markplatz von Sankt Onlein interessant. Bis Ende des Jahres will Sankt Onlein mit seinem innovativen Konzept mindestens 100.000 Internetnutzer ködern.

Ein Gigant, viele Zwerge Wie man sieht, gibt es neben dem übermächtigen Platzhirsch Facebook noch genug virtuellen Raum für individuelle Interessensgruppen und weitere Social Networks. Bevorzugt hält man sich im World Wide Web aber meist dort auf, wo die eigenen Freunde sind, und derzeit sind Menschen aus aller Welt in allen Altersgruppen auf Facebook zu finden: Vom Onkel, der in New Orleans lebt, bis zur besten Freundin aus der Schulzeit. Dies wird voraussichtlich auch in Zukunft so bleiben. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die große Reichweite, die Facebook sowohl internationalen als auch regionalen Unternehmen bietet – und zwar weltweit. Und genau diese unglaublich enorme Reichweite lässt letztlich vor allem Unternehmerherzen höher schlagen. Nina Bazza ist Social-Media­Managerin bei Modern Mind Marketing. http://www.mhoch3.at

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medi e n

Freitag, 15. Juni 2012

medianet – 13

Ob groß oder klein Die Größe des Unternehmens spiele bei den Social Media- und Web 2.0-Aktivitäten keine Rolle

Die Macht des 2.0-Gesprächs Wien. Dass Social Media und das Web 2.0 für Unternehmen immer relevanter werden, ist ein offenes Geheimnis, auch wenn sie oft noch immer nicht für wichtig genug erachtet werden und zahlreiche Fehler gemacht werden. „Viele Unternehmen haben leider noch nicht erkannt, wie viel Potenzial, aber auch Gefahr in Social Media Kanälen steckt“, so Markus Zimmer, Inhaber und GF des Marktforschungsunternehmens BuzzValue.

„Viele Unternehmen haben leider noch

sert werden. Positiv wird dabei vor allem die Möglichkeit, mit bestehenden wie auch potenziellen Kunden unmittelbar in Kontakt zu treten, bewertet. Wichtigste Quelle für Kundenkommunikation und -interaktion sei Facebook, so Zimmer. Dennoch spiele vor allem in Österreich der Meinungsaustausch in Foren eine bedeutende Rolle; eine umfassende Umfeldanalyse ist dabei besonders wichtig. „Oft sind Foren relevant, die nicht zwangsläufig mit dem Thema per se zu tun haben“, so Zimmer; „für ein Versicherungsunternehmen können zum Beispiel auch Foren über Pferde interessant

sein, da hier oft Themen über Versicherungen diskutiert werden.“ Empfehlungen, die hier von Usern ausgesprochen werden, hätten einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidungen. Die Größe des Unternehmens spiele bei den Social Media- und Web 2.0-Aktivitäten keine Rolle. Selbst bei kleinen Unternehmen sollen klar definierte Kommunikationsziele zu einem guten Erfolg führen können. Essenziell für den Erfolg ist Zimmer zufolge allerdings eine gute Situationsanalyse. Neben der Analyse der aktuellen Online-Kommunikation über das Unternehmen oder dessen Produkte

steht auch der direkte Vergleich des Kommunikationsumfangs der Mitbewerber im Vordergrund. „Wir schauen uns auch ganz genau an, welche Themen diskutiert werden: Wird hauptsächlich über bestimmte Produkte, über Preise, den Service oder das Unternehmen im Allgemeinen geschrieben? Wer sind die Meinungsführer?“, sagt der Geschäftsführer. Dabei sollen sich aktuelle Stimmungs- und Meinungsbilder im Social Web ablesen lassen. Erst nach dieser qualitativen Analyse sei eine angemessene Kommunikation im Web 2.0 sinnvoll, so Zimmer. (cw) www.buzzvalue.at

nicht erkannt, wie viel Potenzial, aber auch Gefahr in Social Media Kanälen steckt.“ Markus Zimmer, gf buzzvalue

Denn: „Der Austausch von Meinungen, Kritik und Empfehlungen im Web 2.0 kann jedoch den Absatz, die Kundenmeinung und das Image eines Unternehmens deutlich beeinflussen.“ Zimmer, der sich mit seinem Unternehmen auf Research und Beratung im Bereich Social Web und Web 2.0 spezialisiert hat, zählt unter anderem Größen wie Ikea, Martini, Verbund, Uniqua, ÖBB und die Kronen Zeitung zu seinen Kunden. „Wir sind keine Social Media Agentur, sondern Marktforscher“, betont Zimmer. Von der immer größer werdenden Relevanz der „richtigen“ Online-Kommunikation zeigt er sich überzeugt. Mit einem gelungenen Auftritt könne ein besseres Verständnis für firmeneigene Anliegen, mehr Vertrauen geschaffen und das eigene Image verbes-

Etat communication matters

Für WGKK

© communications matters

Wien. Die PR-Agentur communication matters ist seit diesem April für das Projekt „Richtig Essen von Anfang an! – Wien“ im Einsatz. Unter der Federführung der Teamleiterin Dagmar Hemmer und gemeinsam mit der Ernährungswissenschafterin und Genussexpertin Hanni Rützler gewann die Agentur eine Ausschreibung der Wiener Gebietskrankenkasse. Ziel des Projekts ist es, Schwangere sowie Familien mit Babys mit dem Thema ausgewogenes Essen und Trinken vertraut zu machen. (red)

ÖBB RAIL AD 2012 Der Kreativ-Werbepreis der ÖBB In den Kategorien Bahnhof, Zug, Bus, Dialog, Mediamix und Innovation wird das beste Projekt in Real und Vision gekürt. Gewinnen Sie Out-of-Home Werbezeit im Gesamtwert von € 100.000,-. Eine Expertenjury und ein Online-Voting ermitteln die Sieger. Alle Informationen auf oebb-railad.at

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Unter der Federführung der Teamleiterin Dagmar Hemmer WGKK-Etat geholt.

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© BuzzValue

Austausch von Meinungen, Kritik & Empfehlungen im Web 2.0 beeinflussen Absatz, Kundenmeinung & Unternehmensimage.

BuzzValue-GF M. Zimmer: „Sind Marktforscher, keine Social Media Agentur“.


B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Freitag, 15. Juni 2012

Auszeichnung Glamour & Party

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Berichterstattung über Menschen mit Behinderung

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Zeitschrift feierte und präsentierte neues Magazin

Women Night

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ÖZIV Medienpreis Ausgezeichnet Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde am 31. Mai der ÖZIV Medienpreis 2011 für herausragende Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben bzw.in der Wirtschaft verliehen. Preisträger ist Michael Gams für seinen Radio FRO-Beitrag „Die Freiheit zu lernen“. Darin zeichnet der Journalist ein einfühlsames Portrait über das Institut „Integriert Studieren“ an der Johannes Kepler Universität Linz. Anlass dafür lieferte das 20-jährige Bestehen des Instituts, das aus der Fragestellung, wie man behinderten Studierenden den Zugang zu Lehrmaterialien, Prüfungen und dem universitären Leben insgesamt leichter gestalten könnte, gegründet wurde. Eine ehrende Anerkennung ging an Christoph Dirnbacher und Sandra Knapp für den Beitrag „Kündigungsschutz neu“, der im ORF in der Ö1-Sendung „Journal Panorama“ gesendet wurde. „Beide Beiträge zeichnen sich durch ihren hohen Rechercheaufwand und die punktgenaue Darstellung der Situation von Menschen mit Behinderungen aus“, würdigt Fred Turnheim, Präsident des ÖJC und Juryvorsitzender, die beiden Reportagen. In der Kategorie „Print“ erachtete die Jury keinen Beitrag als auszeichnungswürdig. Im Oktober startet der neue „Gerade in dem Jahr, in dem es „Health Communication“-Lehrmassive Änderung beim Küngang der Uni Wien. Ein Infodigungsschutz von Menschen abend dazu findet am 25. Juni, mit Behinderungen gegeben 18 Uhr, im Postgraduate Center, hat, ist das verwunderlich“, so Campus Lounge, statt. ÖZIV-Präsident Klaus Voget. (fg)

Gefeiert wurde ganz in Weiß. Gabriele Kindl und Gabor Rose, GF Jones.

Frauenpower Am 6. Juni feierte das österreichische Frauenmagazin Woman seine glamouröse „Night in White“ im Wiener Palais Auersperg. Chefredakteurin Euke Frank und Geschäftsbereichsleiterin Gabriele Kindl luden Prominente und Freunde der Verlagsgruppe News zum traditionellen Sommerfest des Magazins. Präsentiert wurde dabei auch eine Neuheit: Ab 5. Oktober erscheint mit Woman Wedding das erste heimische Hochglanz-Hochzeitsmagazin. Die deutsche Sängerin Kim Sanders und der Soul-Sänger Mic Donet beeindruckten mit ihrer Bühnenpräsenz. Unter den Gästen: Grünen-Chefin Eva Glawischnig, Heute-Herausgeberin Eva Dichand, „Möwe“-Initiatorin Martina Fasslabend, Designer Thomas Kirchgrabner, ORF-Lady Sissy Mayerhoffer, Designerin Anelia Peschev, ORF-Moderatorin Hannelore Veit, Schauspielerin Claudia Kottal, die Dancing Stars Vadim Garbuzov und Kathrin Menzinger, die Ex-Missen Christine Reiler und Tanja Duhovich, Schwimmerin Fabienne Nadarajah und die Direktorin des Jüdischen Museums, Danielle Spera. (fg) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden

anno dazumal

Heute ist morgen … ... und gestern ist einfach nur gestern Eine Global Conference von Mindshare nach San Francisco in das „neue“ Silicon Valley bestätigt wieder einmal den dänischen Philosophen Soren Kierkegaard: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Die Technologie-Unternehmen, die unsere virtuellen Sozialkontakte übernommen haben und unser soziales Leben steuern und unterstützen, werden nun als Marketing-Unternehmen präsentiert. Ursprünglich jedoch sind die heute so hochgelobten Ideen aus dem Kontaktwunsch von Studenten oder aus dem Bedürfnis nach sofortiger Beantwortung von Suchanfragen entstanden. Daraus wurde nun ein Geschäftsmodell – mit Werbung, mit ZielgruppenErreichung, mit Reichweiten und mit Kundenbindung. In der Finanzwirtschaft versuchte man mit dem Börsegang von Facebook soeben Geld zu drucken und die Idee zu valorisieren. In der Realwirtschaft sind die modernen Technologieunternehmen unter den zehn profitabelsten Unternehmen der Welt. Was macht der moderne Mediastratege daraus? Der denkt bereits an morgen. Es geht um die Reichweitenforschung. Dass es geht, haben die USA bewiesen in Zusammenarbeit mit der dortigen TV-Reichweiten-Erhebung Nielsen. Österreich ist im Bezug auf Online-Reichweiten bereits sehr weit. Ob wir in Zeiten von Smart-TV – Fernsehen, Online, Print und Hörfunk wachsen zusammen – auch bald mit integrierten Reichweiten rechnen dürfen? Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

präsentiert von

Martina Kuso Wiener Stadthalle

© adsandbrands

Friederike ­MüllerWern­hart, Geschäfts­ führerin MindShare

Karriere

Garantol Wer Eier konservieren und frisch halten wollte, war bei Garantol immer schon gut aufgehoben. Anzeigentext: „Garantol – Eier-Konservierungs-Mittel Garantol · erhält die Eier ein Jahr und länger frisch, wie von der Henne. Garantol-Eier werden anders konservierten Eiern vorgezogen und sind für alle Zwecke zu verwenden. Verfahren sauber und zuverlässig.“ Anzeige vom: 14.4.1912.

Verstärkung Martina Kuso wird ab Anfang Juni die Geschäftsführung unterstützen und das Marketingteam der Wiener Stadthalle verstärken. Davor war die 41-Jährige im Wien Museum als Marketingleiterin tätig. © Wiener Stadthalle/ Bildagentur Zolles

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1. Ekkehard Veser (CFO/COO Verlagsgruppe News), Euke Frank (Chefredakteurin Woman), Axel Bogocz (Herausgeber, CEO Verlagsgruppe News); 2. Gabriele Kindl (Geschäftsbereichsleitung Woman) und Brunhild Gabriel (Communication & Brand Management, PayLife), flankiert von PayLife-Models; 3. Danielle Spera (Direktorin des Jüdischen Museums) und Hannelore Veit (ORF); 4. Moderator Volker Piesczek mit Sängerin Kim Sanders.

© Christoph H. Breneis

1. Vorne: ÖZIV-Vizepräsident Georg Leitinger, ÖZIV-Präsident Klaus Voget, Manfred Fischer, Christoph Dirnbacher; Hinten: Mario Franzin, ÖZIV-Geschäftsführerin Hedi Schnitzer, Fred Turnheim, Sandra Knopp, Michael Gams, Edith Meinhart, Beate Firlinger; 2. Preisträger Michael Gams (li.) mit Christoph Dirnbacher und Sandra Knopp, die eine ehrende Anerkennung erhielten.

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© ÖZIV/Riegler

© Verlagsgruppe News/Roland Ferrigato/Roman Zach-Kiesling/Rudi Froese

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