Liebe Fußballfreund*innen, der Frühling in Schleswig-Holstein ist eingekehrt. Traditionell ist das die Zeit, in der wir beim SHFV diejenigen Persönlichkeiten ehren, die im Vorjahr besonders auf sich aufmerksam gemacht haben. So auch in diesem Jahr. Mit Alexander Bernhardsson konnte sich erneut ein Spieler von Holstein Kiel den Titel „Fußballer des Jahres“ sichern. Mit Kira Hasse stellt die KSV erstmals seit 2015 auch wieder die Fußballerin des Jahres. Der Trainer des Jahres kommt vom 1. FC Phönix Lübeck: Christiano Adigo. In der Titelstory lesen Sie alles rund um die Ehrungsveranstazltung, darunter auch die emotionale Geschichte von Jannik Schneider, der zum Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde.
Alle Preisträger*innen sind echte Vorbilder für den Fußball in Schleswig-Holstein. Doch es gibt noch so viele mehr! Ein Beispiel ist die 16 Jahre junge Solea Rohloff aus Husum. Sie ist nicht nur aktive Spielerin. Sie ist bereits als Schiedsrichterin im Einsatz und engagiert sich darüber hinaus in hohem Maße im Verein – u.a. als Schiedsrichterobfrau. Im Interview des Monats auf Seite 16 spricht Solea Rohloff über ihre Motivation und ihre Erfahrungen rund um die Schiedsrichterei.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser KICK MOL!-Ausgabe.
IMPRESSUM
Herausgeber und Verleger: Schleswig-Holsteinischer Fußballverband e.V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-156, Fax: 0431 6486-193, www.shfv-kiel.de
Redaktion: Sophia Blum, E-Mail: s.blum@shfv-kiel.de Philipp Paarmann, E-Mail: p.paarmann@shfv-kiel.de Ida Sievers, E-Mail: i.sievers@shfv-kiel.de Telefon Redaktion: 0431 6486-213
Fotos: Agentur 54 Grad, SHFV, Getty Images, Imago, Privat
Editorial — Inhalt — Impressum
Bild des Monats
Titelstory Der SHFV zeichnet die Gewinner*innen der SHFV-Wahlen aus
Bilder einer bewegenden Karriere In Gedanken bei Anouschka Bernhard
Sepp-Herberger-Awards Der SV Eichede wird ausgezeichnet
Interview des Monats Solea Rohloff spielt, pfeift und organisiert mit 16 Jahren
Company-Cup Vonovia-Kapitän Oliver Spies über Fairplay und den Reiz des Company-Cup
Vereinsportrait Der SC Norddörfer ist der nördlichste Fußballklub Deutschlands
Walking Football Ralf Fölster: „Die Gruppe wird immer größer!“
Was eine Serie! Die „Dritte“ des VfR Horst verliert erstmals nach 48 Spielen
Fußball spielen – gemeinsam! Ein Erfahrungsbericht der SG Nordau
Druck: MHD Druck und Service GmbH, Harmsstraße 6, 29320 Hermannsburg, www.mhd-druck.de
Layout und Gestaltung: Wolf + Brands, Feldstr. 96, 24105 Kiel, wolf-brands.de
So kann ein Fußballjahr starten: Mit großer Spannung wurde das Top-Spiel in der Flens-Oberliga zwischen dem SV Todesfelde und Holstein Kiel II erwartet. Erster gegen Zweiter, das Duell zweier Teams, die im Vorjahr noch Regionalligisten waren und nun die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse SchleswigHolsteins anvisieren. Für Spannung war also im Joda-Sportpark gesorgt. Die rund 700 Zuschauer*innen sahen eine enge, umkämpfte Partie mit vielen packenden Zweikämpfen – wie hier zwischen Tim Ottlinger (unten) und Noah Awuku. Tore fielen jedoch nicht. Das 0:0 half dem SV Todesfelde, um die Tabellenführung zu behaupten. Eines scheint sicher: Es dürfte auch in den kommenden Wochen spannend zugehen ...
(Foto: 54 Grad)
AUSGEZEICHNET Sieger*innen der SHFV-Wahlen stehen fest
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat am 9. März die besten Akteur*innen des Fußballjahres 2025 gemeinsam mit seinem Premiumpartner LOTTO Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Im Druckzentrum des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags in Büdelsdorf wurden 15 herausragende Persönlichkeit in fünf Kategorien geehrt.
Eine Besonderheit: Die Laudator*innen in diesem Jahr wurden selbst bereits mit der jeweils individuellen Auszeichnung bedacht. So gratulierten vor Ort neben der Innenministerin Magdalena Finke, der SHFV-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch und der Geschäftsführerin von LOTTO Schleswig-Holstein, Jessica Witthaus, auch Fin Bartels (Fußballer des Jahres 2020 und 2021), Marie Becker (Fußballerin des Jahres 2012-2014), Daniel Jurgeleit (Trainer des Jahres 2013-2015 und 2018) sowie Fynn Kohn (Schiedsrichter des Jahres 2021).
Bernhardsson ist Fußballer des Jahres
Zum Fußballer des Jahres 2025 wurde Alexander Bernhardsson gewählt. Der Offensivspieler von Holstein Kiel erhielt die meisten Stimmen, die sich aus dem Voting einer Jury, der Trainer*innen der am höchsten spielenden Teams des Landes sowie eines öffentlichen Votings zusammensetzen.
Bernhardsson setzte sich im Ranking gegen seinen Teamkollegen Steven Skrzybski durch, der Platz zwei be -
legte. Auf Rang drei landete mit Kjell Knaak erstmals seit 2016 wieder ein Fußballer aus der Flens-Oberliga. Knaak lief im Vorjahr für den MTSV Hohenwestedt auf und wechselte im Januar zur U23 von Holstein Kiel.
Kira Hasse schnürt den KSV-Doppelpack
Die KSV stellt ebenfalls die Fußballerin des Jahres. Kira Hasse ist derzeit nicht nur Top-Torjägerin der Regionalliga Nord, die 20-Jährige sicherte sich auch Platz eins bei den SHFV-Wahlen. Rang zwei belegte Indra Hahn vom Regionalligisten SV Henstedt-Ulzburg. Laura Bahr vom VR-Banken Oberligisten SG NieBar komplettierte die diesjährige Top-3.
Die Auszeichnung zum Trainer des Jahres ging nach Lübeck: Christiano Adigo vom 1. FC Phönix Lübeck sicherte sich den Titel. Der 53-Jährige war mit seinem Team auch 2025 wieder unter den Top-Teams der Regionalliga Nord vertreten. Platz zwei und drei belegten Marcel Rapp (Holstein Kiel) und Björn Sörensen (SV Todesfelde).
Alexander Bernhardsson ist Fußballer des Jahres.
Eröffneten die Ehrungsveranstaltung: (v.l.) Jessica Witthaus, Magdalena Finke und Sabine Mammitzsch.
Schiedsrichter*innen in zwei Kategorien geehrt
Als Schiedsrichter des Jahres wurde Jannik Schneider (VfR Laboe) geehrt, dem als Schiedsrichterassistent 2025 der Aufstieg in die 3. Liga gelang. Auf Platz zwei und drei folgten Jasmin Matysiak und Alexander Roppelt (beide VfL Bad Schwartau).
Zudem wurden in Kooperation mit heise regionconcept drei weitere Unparteiische geehrt, die sich in Schleswig-Holstein nicht nur als Schiedsrichter*in auf dem Platz, sondern auch ehrenamtlich neben dem Feld in hohem Maße engagieren. Landessieger*in der DFB-Aktion „Danke Schiri.“ sind Gerhard Sendel (Ü50), Phillip-Christopher Otte (U50) und Gitta Grunau (Schiedsrichterin).
Stimmen zur Ehrungsveranstaltung
Sabine Mammitzsch, SHFV-Vizepräsidentin für Diversität und Gleichstellung: „Die ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger haben 2025 den Fußball in Schleswig-Holstein maßgeblich geprägt. Sie
stehen stellvertretend für die vielen Menschen, die den Fußball bei uns im Land Tag für Tag mit Leben füllen, Verantwortung übernehmen und den Sport mit großer Leidenschaft voranbringen. Dazu gratuliere ich ihnen sehr herzlich.“
Magdalena Finke, Innenministerin Schleswig-Holstein: „Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich. Sie stehen für das, was unseren Fußball in Schleswig-Holstein ausmacht: Leidenschaft, Teamgeist und Fairness. Mein Dank gilt allen, die sich Woche für Woche engagieren. Sei es auf dem Platz oder an der Seitenlinie. Sie sorgen dafür, dass Fairness gelebt wird. Schleswig-Holstein ist Sportland, und mit unserer Qualifizierungsoffensive unterstützen wir genau diesen Einsatz. Fußball ist eben mehr als ein Spiel – er ist gelebtes Miteinander.“
Jessica Witthaus, Geschäftsführerin LOTTO Schleswig-Holstein: „Der Fußball in Schleswig-Holstein ist eine starke Mischung aus schleswig-holsteinischer Bodenständigkeit, Leidenschaft und Gemeinschaft. Die Vereine schaffen es, Generationen zu verbinden und Menschen zusammenzubringen. Diese Werte verbinden LOTTO Schleswig-Holstein und den Fußball im Land seit vielen Jahren.“
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Heiko Zander, Chief Sales Officer Local Search bei heise regioconcept: „Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter übernehmen Verantwortung – oft im Hintergrund, aber immer mit großer Wirkung. Sie stehen für Verlässlichkeit, Objektivität und Teamgeist und sorgen Woche für Woche dafür, dass Fairness und Respekt auf dem Spielfeld gelebt werden. Diese Werte verbinden uns bei heise regioconcept in besonderer Weise mit Ihnen. Ihr ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Beitrag für den gesamten Sport. Sie investieren Zeit, Kompetenz und Leidenschaft für die Gemeinschaft.“ ■
Christiano Adigo wurde zum Trainer des Jahres gewählt.
Die Top-3 der Fußballerinnen des Jahres: (v.l.) Laura Bahr (3.v.l.), Kira Hasse und Indra Hahn.
Wurde zum Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet: Jannik Schneider.
Fußballer des Jahres 2025:
Alexander Bernhardsson
Im Januar 2024 wechselte Alexander Bernhardsson zu Holstein Kiel. Schnell wurde klar: Der schwedische Nationalspieler ist eine echte Bereicherung im Offensivspiel der KSV. Der heute 27-Jährige war nicht zuletzt das Zünglein an der Waage für den historischen Bundesliga-Aufstieg. Zudem gelang ihm mit dem ersten Bundesliga-Treffer für Holstein Kiel ein Stück Fußballhistorie.
Dass Bernhardsson für seine Leistungen 2025 zum Fußballer des Jahres ausgezeichnet wurde, scheint wie die logische Konsequenz. Er war der torgefährlichste Spieler im Bundesliga-Kader der Kieler: Trotz seines Verletzungspechs gelangen Bernhardsson sechs Tore und drei Vorlagen im Oberhaus. Im Sommer stieg der 27-Jährige in der Team-Hierarchie auf, wurde Vizekapitän. Auf seine Ballsicherheit, Dribblings und Spielintelligenz, die der Schwede als Schienen- oder offensiver Mittelfeldspieler einbringt, kann sich die KSV verlassen.
2025 war DAS Jahr für Kira Hasse. 13 Tore in zwölf Spielen lautet die eindrucksvolle Bilanz in der laufenden Saison bis zum Winter, was die Kielerin nicht nur zur Top-Torschützin von Holstein Kiel, sondern der gesamten Regionalliga Nord macht. Auch 2026 machte die 20-Jährige direkt dort weiter, wo sie im Vorjahr aufgehört hatte. Sie steuerte beim 6:0-Sieg im Halbfinale des SHFV-LOTTO-Pokals zwei Treffer bei und erzielte ebenso den ersten Regionalliga-Treffer des Jahres für die Holstein Women.
Alexander Bernhardsson jubelt über ein Tor in der 1. Bundesliga.
„Ohne mein Team wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen. Dieser Preis ist nicht nur für mich, sondern auch für die gesamte Mannschaft, die mich enorm unterstützt“, so Bernhardsson nach der Auszeichnung. Besonders gern dachte der Linksfuß an den 4:2-Sieg gegen Borussia Dortmund („ein großer Moment für den Verein und die Stadt“) und die WM-Quali mit der schwedischen Nationalmannschaft zurück. 2025 – ein ganz besonderes Jahr für Alexander Bernhardsson.
Fußballerin des Jahres 2025: Kira Hasse
Besonders wertvoll für ihr Team: Die variabel einsetzbare Offensivspielerin trifft nicht nur selbst, sondern arbeitet enorm viel für ihre Mitspielerinnen und steckt mit ihrem Siegeswillen die Mannschaft an. Die aus dem Kreis Plön stammende Angreiferin scheint nach Stationen beim SV Henstedt-Ulzburg und Rot-Schwarz Kiel nun bei der KSV voll angekommen zu sein.
„Schnelligkeit, Ehrgeiz und Kampfgeist zeichnet mein Spiel aus. Dass wir die Hinrunde auf dem ersten Platz abschließen konnten, war 2025 ein Meilenstein“, sagte Kira Hasse, die auch in der Rückrunde den Platz an der Sonne in der Regionalliga Nord nicht hergeben wollen dürfte. „Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für die geleistete Arbeit. Diese Anerkennung motiviert mich für die weiteren Aufgaben.“
(Foto: Getty Images / Marcel Engelbrecht)
Kira Hasse ist derzeit Top-Torschützin in der Regionalliga Nord. (Foto: Holstein Kiel)
Trainer des Jahres 2025:
Christiano Adigo
Christiano Adigo ist seit 2023 Trainer des 1. FC Phönix Lübeck. Nach einem 2. Platz (2023) und einem 3. Platz (2024) bei der SHFV-Wahl zum Trainer des Jahres sicherte sich der 53-Jährige nun den Titel. Für Adigo ist dies ein weiterer Meilenstein seiner erfolgreichen Arbeit bei den Lübeckern. Erst im Dezember verlängerte er seinen Vertrag bei den Lübeckern bis 2028.
Seitdem Adigo da ist, hält sich Phönix regelmäßig in der Spitzengruppe der Regionalliga Nord auf. Derzeit stellen die Lübecker die beste Defensive der Regionalliga Nord. Im Mai steigt das Finale im SHFVLOTTO-Pokal erneut mit Phönix-Beteiligung. Zudem tut sich einiges hinsichtlich der Infrastruktur. Es wird spannend zu beobachten sein, wohin die Reise in den kommenden Jahren geht.
„Ich bin sehr dankbar für diese Auszeichnung“, zeigte sich Adigo sichtlich zufrieden. „Unsere Stärke sind die Gemeinschaft und der Respekt untereinander. Wir haben einen kollektiven Geist bei Phönix geschaffen. Es geht um Begeisterung und den Spaß am Fußball. Wir versuchen, die Dinge einfach zu halten und leben dies vor.“
Wie schnell mit Disziplin und harter Arbeit auf ein sportliches Tief wieder ein Hoch folgen kann? Jannik Schneider hat es 2025 vorgemacht! Der Schiedsrichter vom VfR Laboe erlitt bei der alles entscheidenden Prüfung zur Lizenzierung für die 3. Liga im Sommer 2025 eine Achillessehnenverletzung. Dank professioneller Behandlung und Training gelang es ihm nur acht Wochen später, die Nachholprüfung zu bestehen – womöglich die letzte Gelegenheit, um sich auf ProfiEbene durchzusetzen.
Schiedsrichter des Jahres 2025: Jannik Schneider
So ist Schneider seit der laufenden Saison als Schiedsrichterassistent bundesweit im Einsatz. Neun Einsätze hatte der 29-Jährige bis zur Ehrungsveranstaltung vorzuweisen, die für Schneider durchaus einen emotionalen Verlauf nahm. Sein Drittliga-Debüt feierte er am 16. September 2025 bei der Partie zwischen dem SC Verl und Alemannia Aachen. Schneider kam außerdem 2025 beim LOTTO MASTERS zum Einsatz und engagiert sich ehrenamtlich als Schiedsrichterlehrwart des KFV Kiel.
„Ich war sehr emotional berührt“, gab Schneider nach der Ehrungsveranstaltung zu. „Mir sind viele Dinge durch den Kopf gegangen. Natürlich musste ich aufgrund meiner Verletzung durch ein Tal gehen. Ich freue mich aber sehr, dass ich so zurückkommen konnte. Der Titel ‚Schiedsrichter des Jahres‘ ist für mich eine tolle Auszeichnung und eine starke Wertschätzung der Leistungen im letzten Jahr.“
Christiano Adigo hat kürzlich seinen Vertrag beim 1. FC Phönix Lübeck verlängert.
Jannik Schneider ist 2025 in die 3. Liga aufgestiegen.
sich die Auszeichnung
Landessieger*in „Danke Schiri.“
Gitta Grunau, Gerhard Sendel und Phillip-Christopher Otte
Gerhard Sendel ist Landessieger in der Kategorie „Ü50“.
Der 67-Jährige aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde leitet als Schiedsrichter rund 100 Spiele pro Saison und ist damit nicht nur einer der Spitzenreiter im Kreis, sondern auch ein echtes Vorbild für seine Mitstreiter. Hauptsächlich ist Sendel in der Kreisliga unterwegs. Auch ist Sendel eine große Unterstützung für junge Schiedsrichterkollegen und gibt seine langjährige Erfahrung im Rahmen von Patenbegleitungen gerne weiter.
Seit mehr als 20 Jahren ist Phillip-Christopher Otte Schiedsrichter aus Leidenschaft. Nun wurde er in der Kategorie „U50“ ausgezeichnet. Der 28-Jährige aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hat selbst weit mehr als 500 Spiele geleitet. Zudem ist er als Beobachter in
den Verbandsspielklassen unterwegs und war bis zum Vorjahr als Kreisschiedsrichterobmann im Einsatz. Ein zentrales Anliegen ist für Otte die Nachwuchsförderung.
Landessiegerin ist Gitta Grunau. Auch sie engagiert sich in hohem Maße für die Unparteiischen im Land. Die 59-Jährige ist seit 2009 selbst Schiedsrichterin und fungiert als Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Stormarn. Sie ist Schiedsrichterobfrau im Verein und darüber hinaus Mitglied im Ausschuss im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball. Gitta Grunau unterstützt, wo Hilfe gebraucht wird. Sie begleitet junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter als Patin, macht Werbung für die Schiedsrichterei und hilft bei den vielen Lehrgängen und Lehrabenden. ■
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„Danke Schiri.“: Gitta Grunau, Gerhard Sendel und Phillip-Christopher Otte.
Mehr Zeit für den {Sport
Am 21. März gedachte der SHFV im Uwe Seeler Fußball Park in Malente gemeinsam mit Anouschkas Familie, DFB-Vertreter*innen und ehemaligen Weggefährt*innen einer Ausnahmesportlerin und einem liebenswerten Menschen, der den Sport in unserem Landesverband nachhaltig gestaltet und besser gemacht hat.
Wir blicken auf Bilder einer bewegten Karriere – von Erfolgen als Bundesliga- und Nationalspielerin, als DFBNachwuchstrainerin und Jugendkoordinatorin, bis hin zur Europameisterin 1995 und dem Vize-Weltmeistertitel im selben Jahr.
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SEPP-HERBERGER-AWARDS 2026
SV Eichede für Engagement im Bereich Handicap-Fußball ausgezeichnet
Mehr als 50 Aktive im Alter von zehn bis 60 Jahren, sieben ehrenamtliche Trainer, 21 gespielte Turniere – der Handicap-Fußball des SV Eichede war im Jahr 2025 auf einem bisherigen Höchststand. Am Montag, den 16. März, ist der Verein aus dem Kreis Stormarn für sein Engagement im Bereich Behindertensport von der DFB-Stiftung Sepp-Herberger ausgezeichnet worden. In der Kategorie Handicap-Fußball belegte der SV Eichede den mit 8.000 Euro dotierten zweiten Platz.
„Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel. Vor allem ist sie eine Anerkennung für unsere Spielerinnen und Spieler und ein Anreiz für andere Vereine, ebenfalls eine HandicapMannschaft zu gründen“, sagt Lars Konietzko, Trainer der Handicap-Mannschaft des SV Eichede, der gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Olaf Gehrken an der Preisverleihung in der Autostadt in Wolfsburg teilnahm.
Insgesamt wurden in fünf Kategorien elf Preisträger ausgezeichnet, die Geldpreise in Gesamthöhe von 100.000 Euro erhielten. Moderiert wurde die Gala von Amelie Stiefvatter und Sebastian Hellmann. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hob in seiner Rede die Bedeutung von Inklusion und Resozialisierung „von der Basis bis zur Spitze“ hervor. „Die Preisträger sind leuchtende Beispiele dafür. Sie bestätigen, dass Fußball eben tatsächlich mehr ist als ein 1:0“, sagte Neuendorf.
Prominente Gäste der Veranstaltung waren unter anderem die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Trainerlegende Otto Rehhagel, Nationalspielerin Janina Minge, TV-Moderatorin Monica Lierhaus und Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm, der für seine Stiftungsarbeit ausgezeichnet wurde.
Die Handicap-Mannschaft des SV Eichede wurde im Jahr 2008 in Kooperation mit der Lebenshilfe Stormarn gegründet. Seitdem hat das Team mehr als 100 Aktive beheimatet und an rund 180 Turnieren in ganz Norddeutschland teilgenommen. Im Jahr 2025 hat das Team sechs Turniere aus-
DFB-Vize-Präsident Ralph-Uwe Schaffert (v.l.) überreichte die SeppHerberger-Urkunde 2026 an Olaf Gehrken und Lars Konietzko. (Foto: Carsten Kobow / DFB-Stiftung Sepp Herberger)
gerichtet und an 15 weiteren Turnieren und Freundschaftsspielen teilgenommen. Zudem wurde der SV Eichede Meister der SHFV-Inklusionsliga und nahm erstmals an der Bunten Liga in Bremen teil.
Fünf Betreuer der Lebenshilfe fahren die Spieler aus dem gesamten Kreis Stormarn zum Training und wieder zurück. Rund 25.000 Kilometer legten sie und die Trainer im Jahr 2025 zusammen zurück. Abseits des Platzes unterstützt ein Orga-Team aus 15 Personen bei zahlreichen Tätigkeiten. Gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Feldes sind unter anderem das traditionelle Oster-Hot-Dog-Essen, das große Sommerfest, Stadionbesuche beim HSV oder beim VfB Lübeck und die Teilnahme am vereinseigenen Kegelturnier.
„Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die uns rund ums Handicap-Team jedes Jahr unterstützen. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sehen sie als zusätzlichen Antrieb, unser Engagement mit genauso viel Leidenschaft fortzusetzen“, sagt Lars Konietzko.
„Der Sepp-Herberger-Award für unsere Handicap-Mannschaft ist die größte Auszeichnung, die der SV Eichede in seiner bisherigen Vereinshistorie erhalten hat. Die Arbeit von Lars Konietzko und allen Verantwortlichen ist nicht hoch genug einzuordnen“, sagt Olaf Gehrken. „Dieser Preis unterstreicht, wonach wir gemäß unserem Vereinsleitbild streben: vielen unterschiedlichen Menschen eine sportliche Heimat zu bieten, in der sie sich wohlfühlen und in der sie Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Selbstbewusstsein, Teamorientierung, Verantwortung und Freiheit vorfinden.“ ■
"EINFACH BOCK, ENTSCHEIDUNGEN SELBST ZU TREFFEN"
Mit einem Jahr Erfahrung als Schiedsrichterin übernimmt Solea Rohloff beim TSV Hattstedt bereits die Aufgabe als Schiedsrichterobfrau. Dabei ist ihr Einstieg in die Schiedsrichterei noch gar nicht lange her. Erst vor rund anderthalb Jahren entschied sie sich, selbst zur Pfeife zu greifen – inspiriert auch von ihrem Bruder. Im Oktober 2024 absolvierte sie den Kompaktlehrgang im Uwe Seeler Fußball Park in Malente und legte damit den Grundstein für ihre Laufbahn auf dem Platz.
Doch Solea Rohloff ist nicht nur Schiedsrichterin. Fußball begleitet sie schon ihr ganzes Leben. Zehn Jahre spielte sie beim SV Rödemis, bevor sie zum TSV Hattstedt wechselte. Dort fand sie schnell ein Umfeld, in dem Engagement gefragt und möglich ist: „Hier machen alle alles“, beschreibt sie die Vereinsstruktur. Für Solea bedeutete das auch die Chance, sich direkt stärker einzubringen – und Verantwortung zu übernehmen.
Neben ihrer Funktion als Schiedsrichterobfrau steht sie weiterhin selbst auf dem Platz. Als Spielerin der A-Junioren des TSV Hattstedt spielt sie bei den Jungs mit und kann dort als weiblicher 2009er-Jahrgang noch mehrere Jahre aktiv bleiben. Fußball aus zwei Perspektiven zu erleben – als Spielerin und als Schiedsrichterin – prägt ihre
Sicht auf das Spiel und zeigt, wie vielseitig Engagement im Amateurfußball sein kann.
KICK MOL!: Moin Solea, warum brennst du so für die Schiedsrichterei?
Solea Rohloff: Ich wurde von meinem Bruder darauf aufmerksam gemacht. Er hat schon lange gepfiffen und ebenfalls früh, mit 14 Jahren, angefangen. Ich habe gemerkt, ich habe einfach Bock auf dem Platz die Entscheidungen mal selbst zu treffen. Mich hat es manchmal geärgert, wie Schiedsrichter die Entscheidungen getroffen haben und ich wollte es einfach ausprobieren. Im Endeffekt macht es mir sehr viel Spaß. Das ist eine Gemeinschaft, die hast du nirgendwo anders. Deshalb kann ich davon nur schwärmen.
Als Spielerin ist Solea Rohloff selbst in der A-Jugend des TSV Hattstedt aktiv.
KICK MOL!: Erinnerst du dich noch an dein erstes Spiel? Wie hat dein Weg als Schiedsrichterin angefangen?
Solea Rohloff: Ich habe den Kompaktlehrgang in Malente im Uwe Seeler Fußball Park gemacht. Danach wurde ich nicht direkt eingesetzt, sondern musste erst Lehrabende absolvieren. Mein erstes Spiel war in der C-Jugend, eines der beiden Teams war meine alte Mannschaft. Es war das Derby Rödemis, inzwischen als SG Rot-Blau Lagedeich, gegen die SG Mitte NF. Das war ein bisschen komisch, aber es ist cool Leute zu pfeifen, die man kennt. Da hat man eine bessere Kommunikation –gerade als Frau.
KICK MOL!: Merkst du, das macht einen Unterschied?
Solea Rohloff: Als Frau wird einem erstmal Skepsis entgegengebracht. Bisher musste ich keine blöden Sprüche hören. Es hat eher eine beruhigende Wirkung, wenn ich mit auf dem Platz bin. Als Frau hat man eine andere Ausstrahlung.
KICK MOL!: Gab es einen Moment oder ein Spiel für dich, bei dem du gemerkt hast, das macht sehr viel Spaß und ist genau richtig, dass ich das jetzt mache?
Solea Rohloff: Das Derby zwischen Husum und Lagedeich. Da habe ich gemerkt, das macht richtig Spaß. An der Linie hat alles gepasst und die Spielleitung lief gut.
KICK MOL!: Was sind deine Aufgaben als Schiedsrichterin beim TSV Hattstedt?
Solea Roloff: Hier im Verein bin ich Schiedsrichterobfrau. Ich betreue die Schiedsrichter und bin dafür da, dass wir auch neue Unparteiische hier im Verein bekommen, gerade in der Jugend.
KICK MOL!: Wo soll es als Schiedsrichterin hingehen?
Solea Rohloff: Natürlich wäre es cool, höher zu pfeifen. Gegebenenfalls schaffe ich im Sommer den Aufstieg in die Herren-Verbandsliga, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diesen Schritt direkt gehen möchte. Ich möchte erstmal Erfahrungen in der Kreisliga sammeln.
Seit dem Kompaktlehrgang im Oktober 2024 macht die 16-Jährige kontinuierlich den nächsten Schritt.
Im Mai darf ich beim DFB-Pokalfinale in Köln pfeifen. Rund um das Spiel der Profis (VfL Wolfsburg gegen FC Bayern München, d. Red.) gibt es ein großes Fanfest mit Mädchenfußballturnieren. Dort darf ich als eine schleswig-holsteinische Vertreterin mit hin.
KICK MOL!: Wie ist es dazu gekommen?
Solea Rohloff: Ich kam mit Mirka Derlin bei einem Frauenlehrabend in Kiel ins Gespräch. Kurz danach hatte ich dann meine erste „Beo“, also Beobachtung, die sehr positiv war und wurde dafür gefragt. Ich freu mich sehr darauf!
KICK MOL!: Was möchtest du anderen Personen bezogen auf die Schiedsrichterei mitgeben?
Solea Rohloff: Ich würde anderen gerne die Angst vor dem Job als Schiedsrichter nehmen. Ich möchte denen die schönen Vorteile von der Schiedsrichterei mitgeben und dass sie auch so ein Engagement wie ich für Schiedsrichter finden.
KICK MOL!: Was macht dir mehr Spaß: selbst spielen oder Schiedsrichterin sein?
Solea Rohloff: Das ist eine gute Frage. [zögert] Ich glaube tatsächlich, im Moment spiele ich lieber selbst noch, als Schiedsrichterin zu sein. Das liegt einfach daran, dass ich seitdem ich vier Jahre alt bin, Fußball spiele. Das ist so ein Teil von meinem Herzen, den kann ich noch nicht loslassen. Aber: Mir macht beides viel Spaß! ■
Trotz ihres jungen Alters übernimmt Solea Roloff beim TSV Hattstedt bereits Verantwortung – als Schiedsrichterin auf dem Platz und als Schiedsrichterobfrau im Verein.
COMPANY-CUP 2026
Vonovia-Kapitän Oliver Spies über Fairplay, Teamgeist und den Traum vom Titel
KICK MOL!: Moin Oliver! Ihr habt im vergangenen Jahr den Fairplay-Preis beim Company-Cup gewonnen. Was bedeutet diese Auszeichnung für das Team und warum lohnt sich die Teilnahme?
Oliver Spies: Wir haben einfach Freude daran, beim Company-Cup teilzunehmen. Es ist uns sehr wichtig, dass es fair zugeht, und deshalb ist es ein gutes Gefühl, wenn das nach außen auch so wahrgenommen wird. Das zeigt, dass wir nicht nur ehrgeizig sind, sondern uns trotzdem fair verhalten. Und genau diese Mischung aus Ehrgeiz und Fairness macht den Tag für alle Teams attraktiv.
KICK MOL!: Also geht ihr dieses Jahr wieder auf Titeljagd?
Oliver Spies: Auf jeden Fall. Wir nehmen uns jedes Jahr vor, Erster zu werden, sonst brauchen wir nicht teilnehmen. Und an Ehrgeiz mangelt es uns da nicht: Wir wollen den Pott holen. Natürlich wollen wir aber auch unseren Fairplay-Titel verteidigen – am liebsten dann beide Titel zusammen. Für so ein Turnier bereitest du dich vor, freust dich auf die Atmosphäre und die anderen Firmen, das ist schon toll.
KICK MOL!: Wo fängt die Fairness an?
Oliver Spies: Schon bei der internen Kommunikation! Es ist ein Zeichen nach außen, wenn andere sehen, wie wir miteinander umgehen, da haben wir auch eine Vorbildfunktion. So legt man dann den Grundbaustein. Wenn man untereinander fair ist, überträgt sich das auch auf den Umgang mit den Gegnern und den Schiedsrichtern.
Der Company-Cup ist für viele Firmen längst ein Pflichttermin im Kalender.
Vonovia-Kapitän Oliver Spies berichtet, warum sich seine Kollegen den Tag nicht entgehen lassen und wieso Fairplay dabei genauso wichtig ist wie der Titel. Ab sofort können sich die Teams zum Company-Cup am 06. Juni 2026 in Gettorf anmelden.
KICK MOL!: Worauf freut ihr euch dieses Jahr am meisten?
Oliver Spies: Am meisten reizt uns natürlich jetzt der große Titel. Mit unserem Ehrgeiz wollen wir weit kommen und nicht an den knappen Spielen in der Vorrunde scheitern. Wir wollen die Spiele durchziehen und mindestens einen Pokal holen. Es ist auch einfach ein super Ausgleich zum Arbeitsalltag: Man lernt neue Leute kennen und wächst als Team zusammen. ■
Die Sieger des Fairplay-Preises planen die Titelverteidigung.
Herzlich willkommen beim Company-Cup: das Vonovia-Team.
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„WO
WIR SIND, IST OBEN“
Der SC Norddörfer ist der nördlichste Fußballklub Deutschlands
Nördlicher geht es in Deutschland nicht. Wo andere Urlaub machen, werden hier, in Wenningstedt-Braderup auf der Nordsee-Insel Sylt, Höhen und Tiefen durchschritten, um als Verein nicht nur zu überleben, sondern gemeinsam zu wachsen. Auch der Kreisliga-Aufstieg bringt neuen Schwung.
Ein strammer Westwind zieht von der Nordseeküste über die Insel Sylt. Unweit des Flugplatzes, im Schatten des „Langen Christians“ – wie der schwarz-weiß gestreifte Leuchtturm zwischen Wenningstedt und Kampen heißt – erhellt das Flutlicht den Sportplatz am Norderweg. Der Winter war lang. Sehr lang sogar. Aber nun ist Anfang März. Und ein Ende in Sicht.
Es ist Freitagabend. Der SC Norddörfer bittet die „Zweite“ des SV Dörpum zum Tanz. Der Tabellen-13. empfängt das Schlusslicht. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga Nordwest. Während der Blick auf dem Tableau nach unten gerichtet ist, geht er geografisch gen Norden. Denn: Nördlicher als der SC Norddörfer spielt in Deutschland niemand. „Wo wir sind, ist oben“, sagt Tom Langmaack und lacht.
Schon Tage zuvor wächst bei ihm die Vorfreude. Endlich wieder Fußball! Der 31-Jährige leitet nicht nur als Vorsitzender des SC Norddörfer die Geschicke des Vereins. Er ackert auch noch selbst auf dem Platz und schnürt die Schuhe für die Herrenmannschaft. Diese hat es im vergangenen
Sommer zurück in die Kreisliga geschafft – ein Aufstieg, den Langmaack als „einen Riesenerfolg“ bezeichnet.
Ein Riesenerfolg, der in all seinen Facetten erst greifbar wird, wenn man ein paar Jahre in den Rückspiegel schaut. Früher, da gab es den FC Sylt, da wurden Gelder gezahlt, höhere Ligen angepeilt, große Visionen entwickelt. Doch das Experiment scheiterte. Im September 2012 wurde der FC Sylt aus der Oberliga abgemeldet. Damit endeten nicht nur Ambitionen. Damit endete beinahe auch das Leben eines Vereins. Beinahe.
Als Langmaack 2012 die Insel verließ, sagte Jugendtrainer und Vereinsikone Wolfgang, genannt „Sam“, Beese zu ihm: „Wenn du wiederkommst, gründen wir eine Herrenmannschaft.“ Gesagt, getan. Langmaack kehrte 2015 von seiner Lehre aus Kiel zurück – und mit ihm der Herrenfußball.
„Das wird doch sowieso nichts!“ und „Wir wollen unbedingt das erste Spiel gegen euch bestreiten.“ waren nur einige Aussagen, mit denen man sich beim SC Norddörfer konfrontiert sah. Man wurde belächelt. Zehn Jahre später und drei Ligen höher sieht das anders aus.
Im Sommer 2025 feierte der SC Norddörfer den Aufstieg in die Kreisliga.
Und doch zählt neben dem sportlichen Erfolg besonders auch das Engagement, das im Verein geleistet wird. „Da sind wir aus der Vergangenheit noch ein bisschen gebeutelt“, gibt Langmaack zu. Die Last verteilt sich auf wenige Schultern. Die Suche nach Menschen, die sich vor Ort engagieren, läuft weiter. Menschen, die dafür sorgen, dass sich der Verein immer wieder neu erfindet. Langmaack: „Uns gibt es seit 60 Jahren, aber irgendwie sind wir neu entstanden.“
Dass wieder Leben im Verein ist, belegt die Zahl 460. So viele Mitglieder zählt der Verein insgesamt. Doppelt so viele, wie noch vor Corona. Beim SC Norddörfer werden neue Wege eingeschlagen. Vor zwei Jahren wurde ein Frauenteam gegründet. Zudem entstehen neue Sparten. Herausforderungen werden hier – wie es auf einer Insel nun mal üblich ist – umschifft. Langmaack: „Irgendeinen Weg gibt es immer.“
Eine dieser Herausforderungen sind die Auswärtsspiele.
Jede zweite Woche geht es gen Festland auf Reisen. Unter sieben Stunden dauert keine. „Jedes Auswärtsspiel ist etwas Besonderes – wie eine Mannschaftsfahrt“, so Langmaack über die 15 Reisen pro Saison, die mit dem Autozug starten und schon mal den einen oder anderen Urlaubstag in Anspruch nehmen. Rechnet man den finanziellen Aufwand aller Teams pro Saison zusammen, ergibt sich eine fünfstellige Summe, die über Spenden und Verkäufe erwirtschaftet wird. Irgendeinen Weg gibt es halt immer.
Die Gemeinschaft wird beim SC Norddörfer großgeschrieben.
NAME: SC NORDDÖRFER
KREIS: KFV NORDFRIESLAND
GRÜNDUNGSJAHR: 1963
MITGLIEDER: 200 (Fußball)
MANNSCHAFTEN: Herren, Frauen, F- bis C-Junioren
„Einen eingeschworenen Haufen“ habe Herren-Trainer Nick Schmidt zusammen, den es gilt, bei Laune zu halten. Auf den festen Stamm an Spielern ist man angewiesen. Dass man Neuzugänge aus der eigenen Jugend begrüßen konnte, sei drei Jahre her. Danach wurde die A-Jugend mangels Spieler abgemeldet. Dass erst kürzlich drei externe Neuzugänge auf einen Schlag vorgestellt werden konnten, sei Rarität. Zwei Referendare hat es berufsbedingt auf die Nordsee-Insel gezogen, ein weiterer folgte der Liebe. Langmaack: „Für uns ist das ein Glücksgriff.“
Zurück am Nordweg, wo der stramme Westwind weht, das Flutlicht strahlt – und der Ball nun rollt. Ein Freitagabend, wie er für Fußballromantiker erfunden wurde. Arne Spiegel, mit sechs Treffern Top-Torjäger des SC, bringt seine Farben in Front. Bendix Bussius erhöht. Zwar gelingt Dörpum in der Nachspielzeit noch der Anschluss, danach ist aber Schluss. Die Mission „Klassenerhalt“, sie lebt. Nächste Woche geht es auf Mannschaftsfahrt Nummer zwölf, nach Löwenstedt. Irgendeinen Weg gibt es immer. ■
Von der F- bis zur C-Jugend: Auch Juniorenfußball wird beim SC Norddörfer angeboten.
Tom Langmaack ist Vorsitzender beim SC Norddörfer. (Foto: Nicole Mai für "Zuhause am Meer")
Seit zwei Jahren gibt es beim SC Norddörfer ein Frauenteam.
„DIE GRUPPE WIRD IMMER GRÖSSER“
Ralf Fölster über den Reiz des Walking Footballs
Im SHFV-Ausschuss für Freizeit- und Breitenfußball engagiert sich Ralf Fölster. Sein Kernthema: die Weiterentwicklung des Walking Footballs. Nicht nur die steigenden Teilnehmerzahlen wie z.B. beim Walking Football Indoor-Cup in Eckernförde zeigen, dass Walking Football voll einschlägt. Fölster spricht mit der KICK MOL!-Redaktion über die Fußballvariante, in der Gemeinschaft und Tore gleichermaßen zählen.
KICK MOL!: Moin Ralf! Du setzt dich für den Walking Football beim SHFV ein. Was macht für dich den Reiz dieser Fußballvariante aus?
Ralf Fölster: Durch Walking Football ist es möglich, die Zugehörigkeit im Verein und im Mannschaftssport bis ins hohe Alter zu verlängern. Natürlich wird auch das Verletzungsrisiko minimiert. Zudem ist die Hemmschwelle niedrig. Walking Football können auch Menschen spielen, die noch nie Fußball gespielt haben. Und wenn man erst einmal reinkommt, lernt man auch den technischen Anspruch lieben.
KICK MOL!: Wie bist du zum Walking Football gekommen?
Ralf Fölster: Ich hatte vor etwas mehr als zehn Jahren einen schweren Skiunfall, hatte eine Massenfraktur im Sprunggelenk. Deshalb kann ich nicht mehr richtig rennen. Ich habe früher Handball und auch Fußball gespielt. Nach meiner Verletzung hat mir der Mannschaftssport gefehlt. Dann hat mich meine Frau auf Walking Football aufmerksam gemacht. Ich hatte einige Klischees im Kopf, bin aber einfach mal hingegangen. Nun spiele ich im siebten Jahr beim TSV Flintbek. Die Gruppe wird immer größer.
KICK MOL!: Du hast die klassischen Klischees angesprochen. Was entgegnest du Menschen mit Vorurteilen?
Ralf Fölster: Walking Football ist ein Sport für jede und jeden. Er verbindet Generationen, indem Männer und Frauen gleichzeitig auf dem Platz stehen können. Es ist also möglich, auf Augenhöhe gemeinschaftlich Fußball zu spielen. Das ist doch der ursprüngliche Gedanke des Vereinssports. Und auch wenn der olympische Grundgedanke – dabei sein ist
alles – zählt: Der Leistungsgedanke geht auch beim Walking Football nicht verloren!
KICK MOL!: Beim Walking Football Indoor-Cup haben wir erneut mehr Anmeldungen registriert. Wie erklärst du dir diesen Anstieg?
Ralf Fölster: Mein Eindruck ist, dass wir in SchleswigHolstein sehr proaktiv sind und dass wir gemeinsam beim SHFV das Thema Walking Football sehr ernst nehmen. Ich durfte damals bei Fabian Thiesen meinen ersten Lehrgang absolvieren und fand das Vorgehen direkt sehr professionell. Dass nun Trainerinnen und Trainer mit dem Walking Football Zertifikat ausgebildet werden können, unterstreicht den Wert nochmal.
KICK MOL!: Der DOSB hat Walking Football als Gesundheitssport eingestuft ...
Ralf Fölster: Richtig! Man bleibt bis ins hohe Alter in Bewegung. Walking Football ist anstrengender, als man denkt. Du musst ständig in Bewegung sein, kannst nicht einfach so an deinem Gegner vorbeirennen, sondern musst dich stets anbieten. Und durch die langfristige Integration im Verein pro fitiert auch die mentale Gesundheit.
Ralf Fölster setzt sich für die Weiterentwicklung des Walking Footballs ein.
KICK MOL!: Was wünschst du dir für die Zukunft des Walking Footballs?
Ralf Fölster: Dass noch mehr Vereine Walking Football anbieten! Selbst viele Profivereine machen es vor. Bayer Leverkusen war etwa einer der Pioniere. Dass die Resonanz immer größer wird, zeigt, dass sich Vereine mit diesem Angebot auseinandersetzen sollten. ■
Du interessierst dich für Walking Football? Dein Verein könnte ein Schnuppertraining gut gebrauchen? Unsere Referenten kommen gerne zu Euch, um die ersten Grundlagen zu vermitteln. Das Angebot ist selbstverständlich kostenlos.
Hier geht’s zur Anmeldung:
1. FC LoLa gewinnt den Walking Football Indoor-Cup 2026
20 Mannschaften – und damit so viele wie noch nie – trafen beim Walking Football Indoor-Cup 2026 in Eckernförde aufeinander. Sieger des Turniertages am 15. Februar war der 1. FC LoLa, der nicht nur als Gruppensieger aus der Vorrunde hervorging, sondern auch die Finalrunde erfolgreich bestreiten konnte.
182 Tore fielen während fünf ereignisreicher Stunden Walking Football im Schulzentrum Süd. Dabei wurden die drei Vorrundengruppen parallel in drei Hallen gespielt. Aus diesen gingen der SV Kirchbarkau, die SG Elfi und der 1. FC LoLa als Sieger hervor und trafen sich anschließend im Modus Jedergegen-jeden in der Finalrunde.
Dort blieb der 1. FC LoLa ungeschlagen. Zunächst trennte man sich gegen den SV Kirchbarkau 0:0, siegte dann mit 3:1 gegen die späteren Zweitplatzierten der SG Elfi und krönte sich zum Sieger des Walking Football Indoor-Cup 2026. Herzlichen Glückwunsch! ■
Immer mehr Teams strömen zum Walking Football Indoor-Cup.
Duell um den Ball: Walking Football ist ein Sport für jede*n.
Der 1. FC LoLa siegte in Eckernförde.
AUSSERGEWÖHNLICHE SERIE
Nach 48 Spielen (!) ohne Niederlage verliert die 3. Herrenmannschaft des VfR Horst erstmals seit der Saison 2023/24 und blickt dennoch mit Selbstbewusstsein und Stolz nach vorn.
VfR-Euphorie: 48 Spiele ungeschlagen.
Über eineinhalb Spielzeiten blieb die 3. Herrenmannschaft des VfR Horst ungeschlagen. „Wir haben versucht, vergleichbare Serien zu finden, aber so eine Bilanz sieht man höchstens im Profifußball“, sagt Marcel Mundt, Trainer des VfR-Teams. Nach 48 Partien musste das Team des VfR nun im Auswärtsspiel beim Diekhusen-Fahrstedter FC (3:4) erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Trotz des Endes der Serie überwiegt bei den Schwarz-Weißen der Stolz auf das Erreichte: „Wir sind unheimlich stolz darauf, auch wenn es dafür keinen Titel gibt. Es ist einfach eine richtig coole Geschichte“, so Mundt.
Die beeindruckende Serie umfasst 40 Siege und acht Unentschieden seit der letzten Niederlage im April 2024. Erst nach rund 30 Spielen sei intern überhaupt bewusst geworden, welch auffällige Konstanz das Team an den Tag legt. Unabhängig vom Ausgang einzelner Partien zeichnete den VfR Horst dabei vor allem eine stabile Teamleistung aus.
Feiern mit der Meisterschale: Die „Dritte“ macht den Aufstieg klar.
Die 2. Herren befindet sich aktuell in der nächsthöheren Liga, der Kreisliga, und verhindert somit den Aufstieg der Vereinskollegen.
Auch wenn die Serie nun gerissen ist, bleibt die sportliche Ausgangslage vielversprechend. Mit zwei Spielen mehr in der Tasche, stehen die Horster aktuell auf dem ersten Platz in der Kreisklasse A. Das Rennen um die Tabellenspitze steigt mit dem SV Blau-Weiß 86 Averlak. „Ganz klares Ziel: Wir wollen trotzdem Meister werden, auch wenn die Niederlage weh tat und wir drei Punkte liegengelassen haben“, betont Mundt.
Meisterjubel unterm Feuerwerk!
Besagte Teamleistung mündete in der Saison 2022/23 im Aufstieg in die Kreisklasse A. Seit der Neugründung der 3. Herrenmannschaft in 2015/16 kämpfte man sich stets in die nächsthöhere Liga und beanspruchte in der gesamten Zeit immer mindestens den fünften Tabellenplatz. Zum Ende der laufenden Saison bleibt der Aufstieg den Horstern jedoch verwehrt.
„Graue Maus in irgendeiner Liga: Das sind wir nicht und das wollen wir auch gar nicht sein“.
Damit endet zwar eine bemerkenswerte Phase der Unbesiegbarkeit, doch die Motivation ist ungebrochen. Wer 686 Tage, 98 Wochen oder auch knapp zwei Jahre ohne Niederlage geblieben ist, hat bewiesen, dass nachhaltiger Erfolg auf harter Arbeit, Teamgeist und Konstanz basiert. Für die 3. Herrenmannschaft des VfR Horst ist das Ende der Serie daher kein Einschnitt, sondern vielmehr der Beginn eines neuen Kapitels. Denn was klar ist: Das Double-T-Shirt soll es nach dem Sieg des Pokals für untere Mannschaften auf jeden Fall geben! ■
Fotos: Johannes Speckner
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FUSSBALL SPIELEN – GEMEINSAM!
Ein Erfahrungsbericht der SG Nordau
„Am 23. Januar bekamen wir in Schafflund Besuch vom SHFV. Und dieser kam nicht mit leeren Händen. Zehn nagelneue neonfarbene Bälle für Training und Spiel und ein neues Ballnetz wurde an die C2 der SG Nordau übergeben. Hintergrund dieser ganzen Geschichte ist, dass in der C2 ein Junge Fußball spielt, der nur noch etwa 10 Prozent Sehkraft besitzt und ein eingeschränktes Sichtfeld hat. Er kann nur prägnante Farben sehen und muss dauerhaft eine spezielle Brille tragen.
Das wurde dem Trainer- und Betreuerteam, das die Mannschaft im Sommer übernahm, direkt zu Anfang von der Mutter des Spielers mitgeteilt (‚Fußball ist sein Leben und er soll, solange es geht, in dieser Mannschaft spielen‘).
Schon im ersten Punktspiel fiel der Betreuerin der Mannschaft auf, dass der Spieler Probleme hatte, den Ball zu sehen. Daraufhin wurden über den Vorstand der SG Nordau fünf neongelbe Bälle bestellt, die seitdem in jedem Spiel eingesetzt werden. Parallel wurden Kontakt zum SHFV, zur Sehschule Schleswig und zur Sepp-Herberger-Stiftung des DFB aufgenommen und viele Telefonate geführt und Unterlagen verschickt.
Am 23. Januar war es dann so weit: Der SHFV brachte im Auftrag der DFB-Stiftung ‚Sepp Herberger‘ zum Training der C2 in Schafflund zehn weitere neue neonfarbene Bälle vorbei. Im Anschluss setzten sich Vertreter vom Vorstand der SG Nordau, dem Trainerteam, den Eltern des betroffenen Spielers, der Spieler selbst und der Vertreter des SHFV zu einer Vereinsberatung zusammen und besprachen weitere Förderungsmöglichkeiten.
SHFV-Clubberater Fyn Rohde war im Januar zu Gast bei der SG Nordau. In seinem Gepäck: zehn neonfarbene Bälle. Diese sollen einem 14 Jahre jungen Kicker dabei helfen, weiterhin seinem geliebten Hobby Fußball nachzugehen. Was es damit auf sich hat, lesen Sie im Erfahrungsbericht der SG Nordau.
Unter anderem wird das Trainerteam versuchen, bei der Blindenfußball-Mannschaft des FC St. Pauli zu hospitieren und Tipps und Tricks für das Training zu bekommen. Ebenso soll ein neuer Trikotsatz angeschafft werden, der ebenfalls in einer prägnanten Neonfarbe sein soll, um dem Spieler das Auseinanderhalten von Mit- und Gegenspielern zu erleichtern. Es werden aber noch weitere Materialien benötigt, um den Spieler und der Mannschaft zu unterstützen und zu helfen, dafür werden noch Sponsoren gesucht.
Wenn Sie ein Unternehmen haben und gerne unterstützen möchten, dass der Spieler noch lange weiter mit seinen Freunden in seiner Mannschaft seine Leidenschaft, das Fußballspielen, ausüben kann, melden Sie sich gerne beim Trainer Malte Peter oder beim Vorstand der SG Nordau (www.sg-nordau.de). Auch Privatpersonen können die Mannschaft und den Spieler unterstützen. Bei jedem Heimspiel steht ein Spendenglas zugunsten der Mannschaft bereit.
Das Trainer- und Betreuerteam der SG Nordau C2 bedankt sich beim Vorstand der SG Nordau, beim SHFV, bei der Sepp-Herberger-Stiftung, Spedition Matthias Schwarzer und allen anderen Beteiligten für die Hilfe. Ohne diese Unterstützung könnte ein 14-jähriger Spieler vermutlich nicht mehr seiner Leidenschaft nachgehen.“ ■
Bilden eine starke Einheit: die Spieler und Trainer der C2 der SG Nordau. Fyn Rohde (vorne, 2.v.r.) besuchte das Team in Schafflund.
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KURZMELDUNGEN
rund um den Ball
SHFV-Talent Lio Rothenhagen ausgezeichnet
Bei der Sportlerehrung des Landessportverbandes und der Landesregierung wurde Lio Rothenhagen als einer von 117 Top-Sportlerinnen und -Sportlern aus Schleswig-Holstein für besondere Leistungen ausgezeichnet. Rothenhagen wurde im Vorjahr für die deutsche U20-Nationalmannschaft berufen. Der 19-Jährige absolvierte am 9. September 2025 sein Debüt beim 4:0-Sieg gegen Italien.
Frauenfußball-Campus: Jetzt für Workshop in Malente anmelden
Am 25. April 2026 lädt der Frauenfußball-Campus Schleswig-Holstein zum nächsten Workshop in den Uwe Seeler Fußball Park nach Malente ein. Unter dem Titel „Digital sichtbar: Erfolgreiche Online-Präsenz im Verein und Kreisfußballverband“ dreht sich alles um die Frage, wie Vereine und Kreise ihre Website und Social-Media-Kanäle strategisch, sicher und wirkungsvoll einsetzen können. Der Workshop richtet sich an alle, die die Online-Kommunikation ihres Vereins oder Kreisfußballverbandes voranbringen möchten – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Zur Anmeldung:
Sparda-Bank Integrations-Cup 2026: Die Finalteilnehmer stehen fest
Spannung bis zum letzten Spiel: Die Qualifikations-Turniere des Sparda-Bank Integrations-Cup in Schönberg hatten einiges zu bieten. Insgesamt 57 Tore fielen über den gesamten Turniertag in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule Probstei. Die Siegerehrung übernahmen Christine Nebendahl (Bürgervorsteherin Schönberg) und Harald Berndt (Vorsitzender SHFV-Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung). Folgende Teams haben sich für das Finalturnier in Malente qualifiziert: TSV 05 Neumünster, FSC Kaltenkirchen, TuS Gaarden, FC Kurd Heide, Rendsburger TSV und TSV Seedorf-Sterley. Das Finale findet am 21. Juni im Uwe Seeler Fußball Park statt.
Foto: Diogo Cardoso/Getty Images for DFB
Kieler MTV ist Meister der Futsal Regionalliga Nord
Großer Erfolg für den Kieler MTV: Das Team um Spielertrainer Paul Musiol hat den Meister-Titel in der Futsal Regionalliga Nord errungen. Der KMTV gewann das entscheidende Duell am letzten Spieltag bei Hannover 96 mit 9:2 (2:1). Für das Kieler Futsal-Team, das seit dieser Saison für den Kieler MTV startet, war es die erste Regionalliga-Meisterschaft der Geschichte. Als Torschütze über die gesamte Saison ragte Paul Battermann heraus, der mit 22 Treffern zum Top-Torjäger der Regionalliga-Saison avancierte. Der KMTV war am letzten Spieltag zum Siegen verdammt, weil der spätere Zweitplatzierte vom FC St. Pauli sein Spiel ebenfalls siegreich gestaltete. Anschließend kannte der Jubel keine Grenzen.
Zur Abschlusstabelle:
Im Februar 2026 verstarb unser allseits geschätzter Sportfreund
Hans-Heinrich Meins
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde, in tiefer Trauer geben wir bekannt, dass am 24.02.2026 Hans-Heinrich Meins vollkommen unerwartet verstorben ist. Hans-Heinrich hat insgesamt 55 Jahre ehrenamtlich im Kinder- und Jugendfußball gewirkt. Bereits im Jahr 1971 wurde er zum Jugendwart beim TuS Hoisdorf gewählt und führte dieses Amt insgesamt sechs Jahre aus. Nach weiteren ehrenamtlichen Stationen beim Leezener SC und TSV Nahe wurde Hans-Heinrich im Jahr 2003 in das Amt des Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses im KFV Segeberg gewählt, welches er insgesamt 13 Jahre ausfüllte. Zusätzlich gehörte Hans-Heinrich von 2016 bis 2020 dem Kreisjugendausschuss als Staffelleiter der A- bis C-Junioren an.
Vor 10 Jahren hat Hans-Heinrich unter schwierigen Umständen das Amt des Vorsitzenden für Finanzen beim SV Eintracht Segeberg angetreten –das Wachstum und die heutige Stabilität des Vereins ist nicht zuletzt zu großen Teilen ihm zu verdanken. Bis zum letzten Tag hat Hans-Heinrich sich für den Kinder- und Jugendfußball passioniert eingesetzt: noch am Vorabend seines unerwarteten Tods hat er sich erneut als Vorstandsmitglied wiederwählen lassen. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Hans-Heinrich mit der bronzenen, silbernen und goldenen Jugendbetreuer-Nadel sowie der silbernen Ehrennadel des SHFV ausgezeichnet.
Die Fußballwelt im Kreis Segeberg verliert einen streitbaren Menschen, der sich über ein halbes Jahrhundert für die sportlichen Interessen der Kinder und Jugendlichen einsetzte. Wir werden Hans-Heinrich ein ehrendes Andenken bewahren.
Mit stillem Gruß
Torben Dwinger
1. Vorsitzender KFV Segeberg
Adrian Böttcher
2. Vorsitzender KFV Segeberg | KJO
Frank Fischer Beauftragter Finanzen
lotto-sh.de
Spielteilnahme ab 18. Glücksspiel kann süchtig machen. Infos unter www.check-dein-spiel.de
LOTTO Schleswig-Holstein ist gelistet in der von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verö entlichten Liste (Whitelist) der zugelassenen Glücksspielanbieter.