Die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg
81. Jahrgang • 13. März 2026 • Nr. 5
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Zukunft braucht Ausbildung
Großauflage an Vorarlberger Haushalte
FOTO: GETTYIMAGES
Schwerpunkt Lehre
Wissen entscheidet. Wie gut ist deines organisiert? Bei Renovierung, Bau, Sanierung oder Kauf.
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NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 2
ÖKOPROFIT
Ökoprofit neu: gestrafft, günstiger und mit VSME-Standard Das Umwelt-Programm Ökoprofit startet im Herbst mit einem neuen, überarbeiteten Programm: die Workshopreihe für Einsteiger soll durch mehr digitale Elemente verkürzt und um 30 Prozent günstiger werden.
Ressourcen zu optimieren, dabei Kosten zu sparen und die Umweltperformance der Betriebe zu verbessern, ist die Kernbotschaft des in Vorarlberg sehr erfolgreichen Programms mit einem großen Netzwerk engagierter Unternehmen.
Ökoprofit Zertifikate für über 200 Betriebe.
Bürokratie-Abbau undTransparenz durch Digitalisierung Unterstützt wird das Ganze durch ein modernes Ökoprofit -Webtool, das den Betrieben nun bereits das zweite Jahr zur Verfügung steht, den bürokratischen Aufwand deutlich reduziert und gleichzeitig Transparenz über die Ressourceneffizienz sowie die Umweltund Klimaperformance der Betriebe schafft.
Praxisnahe Zertifizierung Betriebe werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses von Experten dabei unterstützt, ihren Betrieb zu einem modernen, effizienten und umweltfreundlichen Betrieb zu transformieren. Sie erhalten regelmäßig praxisnahen Input – sowohl direkt vor Ort im Betrieb als auch bei Veranstaltungen.
30-jährige Erfahrung Das Ökoprofit-Programm feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen und zählt aktuell über 200 zertifizierte Vorarlberger Betriebe unterschiedlichster Größen und Branchen.
Vielfach können Ökoprofit -Betriebe mit ihrem Zertifikat zudem bei Ausschreibungen sowie bei Kunden im In- und Ausland punkten, ohne gleich eine ISO- oder EMAS-Zertifizierung absolvieren zu müssen.
FOTO: BERND HOFMEISTER
Neuer Berichts-Standard VSME In der Folge soll für teilnehmende Betriebe auch die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nach dem freiwilligen europäischen Standard VSME für Klein- und Mittelbetriebe möglich sein. Mittelfristig soll der VSMEStandard jene Fragebögen ersetzen, die Lieferanten derzeit für ihre Kunden zur Darstellung ihrer Nachhaltigkeitsperformance ausfüllen müssen.
KONTAKT vorarlberg.at/oekoprofit
Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
PEOPLE’S
Wien in 60 Minuten Die Fluglinie People’s verbindet Altenrhein mit Wien in rund einer Stunde.
FOTO: PEOPLE’S
60 Minuten, die den Unterschied machen People’s bringt seine Passagiere zeitsparend bis zu zweimal täglich vom Bodensee nach Wien. Dank perfekt abgestimmter Flugzeiten lassen sich Geschäfts- und Privattermine flexibel planen. An den Flughäfen St.Gallen-Altenrhein und Wien profitieren Reisende von kurzen Wegen, schnellen Abläufen und minimalen Wartezeiten. Der Flughafen St.Gallen-Altenrhein – ein Geheimtipp für Reisende Der Regionalflugplatz überzeugt mit Effizienz und Komfort. Überschaubar und bestens organisiert, bietet er direkt amTerminal gelegene Parkplätze und ein entspanntes Reiseerlebnis ohne lange Wartezeiten. Seine Lage in der Schweiz am Bodensee, unweit der Grenzen zu Österreich und Liechtenstein, ermöglicht eine schnelle Weiterreise.
INFO UNTER www.peoples.ch
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3 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
INHALT
FOTOS: WKÖ NADINE STUDENY, GETTYIMAGES_FOKUSIERT, CHRISTIAN O. BRUCH/LAIF
Schwerpunkte dieser Ausgabe:
12
6
In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns umfassend mit dem Thema Lehre.
„2026 wird ein Jahr der kleinen Schritte“ - Im Interview erklärt WKÖ-Chefökonomin Claudia Huber, was der Wirtschaftsstandort Österreich jetzt braucht.
54
„An den Grenzen des Sagbaren angelangt“ - für Richard David Precht ein Alarmsignal für die liberale Demokratie. 10
Nacht-60er. Ein Relikt aus der Vergangenheit.
12
„Wir nennen sie manchmal U-Boote“. Im Gespräch mit "die wirtschaft" berichtet die Direktorin des Poly Bludenz, Bettina Prax, ausführlich über die Lücken des Systems.
20
Ganztagsschule. Die Wirtschaftskammer setzt sich seit vielen Jahren für den Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterreicht ein.
26
Betriebliche Nachhilfe gewinnt an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass Lehrlinge nach der Pflichtschule mit Lücken in Basiskompetenzen in die Ausbildung starten.
29
EXTRA. In dieser Ausgabe finden Sie folgende Extras: - Aus- und Weiterbildung - Automarkt & Mobilitätslösungen - Finanzlösungen - Nachhaltiges Bauen
EDITORIAL
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 4
EDITORIAL
Die Lehre braucht starke Grundlagen
FOTO: MAREK KNOPP
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
KommR Karlheinz Kopf WKV-Präsident
„Die duale Ausbildung ist und bleibt eine zentrale Säule unseres Bildungssystems.“
Die jüngsten Ergebnisse der bundesweiten Kompetenzmessung sind ein Weckruf: Vorarlbergs Volksschulkinder liegen beim Lesen und Rechnen nur auf dem vorletzten Platz. Wenn grundlegende Fähigkeiten schwächer werden, hat das Auswirkungen auf den gesamten weiteren Bildungsweg und letztlich auch auf die Fachkräfte von morgen. Viele Unternehmen spüren das bereits heute. Lehrlinge starten immer öfter mit Lücken in Deutsch oder Mathematik in ihre Ausbildung, sodass Betriebe zusätzliche Lernunterstützung leisten müssen. Gleichzeitig sehen sich Ausbilderinnen und Ausbilder mit steigenden Anforderungen konfrontiert, sowohl fachlich als auch in der Begleitung junger Menschen. Gerade deshalb ist es wichtig, früh anzusetzen. Der Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht kann ein wichtiger Teil der Lösung sein. Wenn sich Unterricht, Übungsphasen und Freizeit über den Tag hinweg sinnvoll abwechseln, bleibt mehr Zeit zum Lernen, Vertiefen und Entwickeln sozialer Kompetenzen. Denn eines ist klar: Die duale Ausbildung ist und bleibt eine zentrale Säule unseres Bildungssystems. Die Lehre verbindet Praxis und Theorie, ermöglicht jungen Menschen einen direkten Einstieg ins Berufsleben und bietet hervorragende Karriereperspektiven. Gleichzeitig ist sie für unsere Betriebe der wichtigste Weg, qualifizierte Fachkräfte auszubilden. Trotzdem beobachten wir seit einiger Zeit eine Entwicklung, die uns Sorgen machen muss. Der Wettbewerb mit weiterführenden Schulen hat sich deutlich verschärft, und im Denken vieler Eltern gilt die Matura nach wie vor als der vermeintlich bessere Weg. Gleichzeitig führen wirtschaftliche Unsicherheiten dazu, dass manche Betriebe weniger Lehrlinge aufnehmen können. Dabei ist die Lehre nicht nur ein Erfolgsmodell für Jugendliche und Unternehmen, sie ist auch volkswirtschaftlich sinnvoll. Die betriebliche Ausbildung verursacht für die öffentliche Hand deutlich geringere Kosten als viele schulische Ausbildungswege und bringt bereits während der Lehrzeit Einnahmen durch Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen für die Lehre weiter zu stärken. Dazu gehört eine solide schulische Basis ebenso wie eine klare gesellschaftliche Wertschätzung für diesen Bildungsweg. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Wer heute in die Lehre investiert, investiert in die Fachkräfte von morgen und damit in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts. Mit herzlichen Grüßen Karlheinz Kopf Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg
WELTFRAUENTAG
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ZAHLENSPIEL
Starke Frauen in der Wirtschaft 2025
15.102 TOP 5 LEHRBERUFE VON MÄDCHEN IN VORARLBERG
16,1% Einzelhandelskauffrau 7,8% Bürokauffrau 5,7% Metalltechnikerin 4,9% Friseurin (Stylistin) 4,1% Restaurantfachfrau
AUFSICHTSRÄTINNEN Vorarlberg belegt im Ranking der Aufsichtsrätinnen mit 24 Prozent Platz drei. ÖsterreichSchnitt: 24,1 Prozent.
FRAUEN haben im Jahr 2025 in Österreich ein Unternehmen gegründet. Das sind 45,7 PROZENT.
24%
Frauen bei UNTERNEHMENSGRÜNDUNGEN auf Rekordkurs 2010
2023
2025
PROZENT
PROZENT
PROZENT
39,5 44,5 48,6 ILLUSTRATION: GETTY IMAGES; QUELLE: FRAU IN DER WIRTSCHAFT (ALLE ZAHLEN OHNE PERSONENBETREUERINNEN)
… der Neugründungen in Vorarlberg sind weiblich.
IN VORARLBERG:
KAMMERMITGLIEDSCHAFT Halbe-Halbe: Im Bezirk Bludenz beträgt die Aufteilung bereits 50 Prozent.
83,4%
Frauen in Sparten am häufigsten: 56,1% Gewerbe und Handwerk; am wenigsten: 8,1% Industrie
FACHGRUPPEN MIT DEM HÖCHSTEM FRAUENANTEIL
Fußpflegerin, Kosmetikerin und Masseurin
82,6% Direktvertrieblerin
78,7%
Mode- und Bekleidungstechnikerin
FRAUEN-ERWERBSQUOTE Durchschnittsalter: 48,5 Jahre
TOP 3 GRÜNDUNGSMOTIVE
Flexible Zeit- und Lebensgestaltung - 74,2% Chefin in eigener Sache - 66,1% Einkommenssteigerung - 62,3%
MAGAZIN
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 6
INTERVIEW CLAUDIA HUBER
„Zähe Erholung: Was jetzt für den Standort zählt“ 2026 wird ein Jahr der kleinen Schritte: Die österreichische Wirtschaft wächst laut Prognosen nur rund ein Prozent. Gleichzeitig setzen US-Zölle, Protektionismus und starke Konkurrenz – etwa aus China – einzelne Branchen unter Druck. Im Interview erklärt WKÖ-Chefökonomin Claudia Huber, was der Wirtschaftsstandort Österreich jetzt braucht.
Konkurrenz aus China, die technologisch in den vergangenen Jahren stark aufgerüstet hat, setzt einige Branchen stark unter Druck. Am Beispiel der heimischen Industrie sehen wir, dass die letzten drei Jahre die Wertschöpfung um fast neun Prozent zurückging, während sich die Industrie im EU27-Durchschnitt relativ stabil entwickelte.
FOTO: WKÖ/NADINE STUDENY
Welche Maßnahmen braucht es zur finanziellen Entlastung der heimischen Unternehmen? Um zu entlasten, braucht es aus Sicht der Wirtschaft eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten. Diese wichtige WKÖ-Forderung ist im Regierungsprogramm verankert und – unter Budgetvorbehalt – für 2027 geplant. Auch bei der Bürokratie setzen wir uns für Entlastungen für unsere Betriebe ein. Hier hat die Bundesregierung ja bereits ein erstes Paket auf den Weg gebracht, das jetzt möglichst zügig umgesetzt werden muss. Insbesondere die Buchführungspflichten sind hier ein wichtiger Entlastungsschritt. Aber auch weitere Punkte, wie das Ermöglichen einer digitalen Gründung, sind uns ein wichtiges Anliegen.
Zur Person Claudia Huber studierte Volkswirtschaft und Internationale Wirtschaftswissenschaften. Sie leitet seit April 2022 die Abteilung Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich.
Frau Huber, die WKÖ hat unlängst ihre Interessenpolitischen Schwerpunkte 2026+ präsentiert. Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen? Claudia Huber: Die zweijährige Rezessionsphase ist zwar überwunden, doch für 2026 wird nur einWachstum von rund ein Prozent prognostiziert. Neben den konjunkturellen stehen Österreichs Betriebe vor allem vor strukturellen Herausforderungen. Dazu zählen etwa der verstärkte Protektionismus, der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit und ein generell sichverschärfender internationalerWettbewerb. Insbesondere die starke
Als kleine, offene Volkswirtschaft ist Österreich auf die Einbindung in europäische und internationale Wertschöpfungsketten und einen funktionierenden Außenhandel angewiesen. Hier kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Herausforderungen und Problemen. Wie soll Österreich auf diese reagieren? Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der europäischen Dimension. Die beste Strategie ist eine breite Diversifizierung über neue Handelsabkommen. Gerade kleine, offene Volkswirtschaften wie Österreich profitieren besonders stark von stabilen Handelsabkommen. Neben dem zügigen Inkrafttreten des EU–Mercosur-Abkommens sollten daher auch weitere Partnerschaften zeitnah ratifiziert werden. Durch den Abschluss neuer Handelsabkommen – zum Beispiel mit den sieben wichtigsten Handelspartnern der EU (Mercosur-Staaten - Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay -, Indien, Malaysia, Indonesien, Thailand, Australien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, Anm.) – könnte man
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MAGAZIN
WIRTSCHAFTSKAMMER VORARLBERG die negativen Folgen der US-Zollpolitik nicht nur neutralisieren, sondern sogar überkompensieren.Außerdem gilt es, die Potenziale des Binnenmarktes optimal auszuschöpfen, insbesondere im Dienstleistungsbereich. Rund 70 Prozentder Exporte Österreichs gehen in den Binnenmarkt. Hier liegtviel Potenzial und gerade in dem aktuellen geopolitischen Umfeld ist dies ein wesentlicher Puffer und Hebel. Es gibt auch Hebel, die wir auf nationaler Ebene in Gang setzen können, also die Stärkung und Unterstützung unserer Exportbetriebe, zum Beispiel durch die Verlängerung der Internationalisierungsoffensive go-international". " Ein wichtiger Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen ist auch das Thema Investitionen. Investitionsentscheidungen sind allerdings besonders von der hohen Unsicherheit beeinflusst. Was braucht es hier aus Ihrer Sicht? Investitionen entscheiden langfristig über die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und des Standortes. In Summe investieren die heimischen Betriebe preisbereinigt viel weniger als etwa 2019. Die Rückmeldungen der Betriebe zeigen, dass der Schwerpunkt auf Ersatzinvestitionen liegt. Daher setzt sich die WKÖ für gezielte Investitionsanreize ein, wie beispielsweise in erster Linie für eine dauerhafte Ausweitung des Investitionsfreibetrages. Außerdem soll der derzeit bestehende Deckel von einer Millionen Euro aufgehoben werden. Ein weiterer wirkungsvoller Hebel für Investitionen liegt bei erleichterten Möglichkeiten der Abschreibungen. Deswegen fordern wir die Einführung einer Superabschreibung als steuerliche Maßnahme, die es Unternehmen erlaubt, mehr als die tatsächlichen Kosten eines Wirtschaftsguts abzuschreiben. Wir haben jetzt lange über Probleme und Herausforderungen für die heimischen Unternehmen gesprochen. Zum Abschluss: Wo sehen Sie die größten Chancen für den Wirtschaftsstandort? Wir befinden uns in Zeiten des Wandels. Die Twin Transition ist herausfordernd, aber gleichzeitig auch chancenreich für unsere Betriebe. Wir als Interessenvertretung sehen unsere Aufgabe darin, uns für die bestmöglichen Rahmenbedingungen für sie einzusetzen. Und dadurch den Unternehmen die Wege zu diesen Chancen zu ebnen, beispielsweise bei der Digitalisierung durch gezielte Unterstützung wie das erfolgreich neu aufgelegte Programm KMU.Digital. Auch der FTIPakt 2027–2029 ist ein wichtiger Schritt, um Planungssicherheit für den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich zu schaffen. Trotz aller Herausforderungen dürfen wir nicht vergessen: Österreich ist ein Top-Standort mit vielen Stärken – Offenheit gegenüber Exportpartnern in aller Welt, Innovation und qualifizierte Arbeitskräfte. Auf diese Stärken gilt es aufzubauen. Herzlichen Dank für das Gespräch! Interview: Peter Draxler/MARI€
Lob für das Infrastrukturpaket Mobilität. WKV-Präsident Karlheinz Kopf: „Leistungsfähige Infrastruktur ist Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit unserer exportorientierten Wirtschaft, aber auch der staugeplagten lokalen Betriebe.“
D
ie angekündigten Investitionen von Bund, ÖBB und ASFINAG in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro bis 2031 sind aus Sicht derVorarlbergerWirtschaft einwichtigesundpositivesSignalfürden Standort. WKV-Präsident Karlheinz Kopf begrüßt insbesondere den umfassenden Ansatz,dersowohldenAusbauderSchieneninfrastrukturalsauchVerbesserungen imStraßennetzundinderVerkehrssteuerung umfasst. „Eine leistungsfähige, moderne und verlässlicheInfrastrukturisteinezentrale VoraussetzungfürdieWettbewerbsfähigkeitunseresWirtschaftsstandorts.Gerade fürVorarlberg als stark exportorientiertes Bundesland sind funktionierende Verkehrs- und Logistikverbindungen im internationalen Umfeld unverzichtbar“, betont Kopf. GüterterminalWolfurt als Schlüssel für Exportwirtschaft Besonders wichtig ist aus Sicht der Wirtschaft der geplante Ausbau des Containerterminals inWolfurt. Der Container Cargo Terminal Wolfurt ist die zentrale Logistikdrehscheibe für die exportorientierten Betriebe des Landes. „Der Güterbahnhof inWolfurt ist fürvieleUnternehmen das logistische Herzstück ihres internationalen Geschäfts. Dass hier die Kapazitäten deutlich erweitert werden sollen, ist eine sehr wichtige und richtige Entscheidung. Der Terminal ist bereits heute stark ausgelastet und stößt zunehmendanseineGrenzen“,erklärtder WKVPräsident. Klarheit bei S18 und Fortschritte beim VollanschlussWolfurt Positiv bewertet die Wirtschaftskammer auch die klare politische Haltung zur S18 Bodensee Schnellstraße. „Es istwichtig,dasshierPlanungssicherheitbesteht.
DieS18isteinzentralerBaustein,umdie Verkehrsbelastung im unteren Rheintal zu reduzieren und gleichzeitig eine leistungsfähige Verbindung im internationalenWirtschaftsraumsicherzustellen“, betont Karlheinz Kopf. Der WKV-Präsident bedankt sich ausdrücklich bei Verkehrsminister Peter Hanke für dessen klare Haltung zur Umsetzung des Projekts. Auch bei dem seit Jahren diskutiertenVollausbau derAnschlussstelleWolfurtandieA14siehtPräsidentKopfpositiveSignale:„DasshierwiederBewegung in die Planungen kommt, ist ein wichtiges Zeichen“. Der WKV-Präsident würdigt in diesem Zusammenhang das gemeinsame Engagement von Verkehrsminister Hanke und Landeshauptmann MarkusWallner, die bei der ASFINAG offensichtlich ein Umdenken in dieser Frage erreicht hätten. Infrastruktur als Standortfaktor VorarlbergliegeimZentrumeinesder dynamischstenWirtschaftsräumeEuropas und sei eng mit den Märkten in Deutschland, der Schweiz und darüber hinaus verbunden. „Gerade in einer exportorientierten Wirtschaftsstruktur entscheidet eine funktionierende Infrastruktur wesentlich über Wettbewerbsfähigkeit,InvestitionenundArbeitsplätze“, sagt Kopf. Neben dem Ausbau der Bahn seien daher auch Investitionen in das Straßennetz und intelligente Verkehrssteuerung wichtige Schritte, um den Wirtschaftsverkehr zuverlässig abzuwickeln und gleichzeitig die Bevölkerung zu entlasten. Rasche Umsetzung entscheidend Entscheidend sei nun, dass die angekündigten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.
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NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 8
ORF VORARLBERG
ORF Vorarlberg bei Groß-Events live mit dabei
FOTO: MAURICE SHOUROT
Wenn im Land Großes passiert, ist der ORF Vorarlberg vor Ort. Mit gläsernem Studio und multimedialer Berichterstattung bringt er Information, Sport, Kultur und Unterhaltung direkt zu den Menschen im Land.
O
b sportliche Höchstleistungen, musikalische Highlights oder kulturelle Glanzpunkte: Der ORF Vorarlberg begleitet zahlreiche Groß-Events im Land. Und das nicht nur als Berichterstatter, sondern als aktiver Teil – mit dem gläsernen Studio von ORF Radio Vorarlberg, mit engagierten Reporterinnen und Reportern und einer starken Community auf allen Kanälen. We are Song Contest! Das größte TV-Unterhaltungsevent der Welt geht in Wien über die Bühne – und Vorarlberg feiert mit! Gemeinsam mit dem Stadtmarketing Dornbirn präsentiert der ORF Vorarlberg im Messequartier Dornbirn das größte Public Viewing außerhalb von Wien. Bereits in den Stunden vor der Live-Übertragung am Abend des 16. Mai sorgt ein abwechslungsreiches Vorprogramm mit Showacts, ESC-Hits und Überraschungsgästen für beste Stimmung.
Snowboard Cross-Weltcup im Montafon Der FIS Snowboard Cross-Weltcup im Montafon bringt internationale Spitzenathletinnen und -athleten ins Skigebiet Silvretta Montafon. Am 14. und 15. März ist der ORF Vorarlberg mit dem gläsernen Studio vor Ort, informiert multimedial über das Geschehen und bringt die einzigartige Stimmung zu den Sportfans. Nach der Siegerehrung wird direkt beim gläsernen Studio des ORF Vorarlberg die Weltcup-Nacht mit DJ-Sound gefeiert.
KONTAKT
FOTO: ROMAN ZACH-KIESLING
ORF Vorarlberg Rundfunkplatz 1 6850 Dornbirn T 05572 301 vorarlberg.ORF.at ORF Vorarlberg orfvorarlberg orfvorarlberg
Ein Muss für Fans des Song Contests: Das größte Public Viewing Vorarlbergs presented by ORF Vorarlberg und Stadtmarketing Dornbirn am 16. Mai im Messequartier Dornbirn.
Mehrkampf-Meeting von Weltrang in Götzis Beim Hypomeeting Götzis 2026 ist auch der ORF Vorarlberg wieder ganz groß mit dabei.Aus dem gläsernen Studio direkt im Mösle-Stadion berichtet der ORF Vorarlberg am 30. und 31. Mai live und multimedial. Das Team verfolgt die Wettkämpfe und liefert Backstage-Stories sowie Interviews für Radio, TV und Web, zudem sind alle Bewerbe via Livestream auf ORF ON zu sehen. WM-Feeling beim „Fußballfrühstück“ Fußballfans dürfen sich auf ein ganz besonderesWM-Special freuen, denn der ORF Vorarlberg lädt zum „Fußball-Frühstück“ am 17. Juni, wenn Österreich im kalifornischen Santa Clara auf Jordanien trifft. Die Live-Übertragung um 6.00 Uhr morgens mitteleuropäischer Zeit verwandelt das Publikumsstudio im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn bereits in den frühen Morgenstunden in eine ausgelassene Fan-Zone.
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„Sound@V“ feiert Vorarlbergs Musikszene
Ob spontane „Flachwitz-Challenge“, „Limbo-Wettkampf“ oder „Erkenne den Song in der allerersten Sekunde“ – beim Szene Openair gibt‘s jede Menge Spaß und Action mit dem ORF Vorarlberg.
Media-Team sammelt Eindrücke direkt vor der Bühne, kommt mit den Festivalbesucherinnen und -besuchern ins Gespräch und ist für jeden spontanen Spaß zu haben. 3 Länder – 1 Sender Wenn Anfang Oktober der Sparkasse 3-Länder-Marathon Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt in Bewegung versetzt, steht das gläserne Studio von ORF Radio Vorarlberg direkt im Zielgelände im Bodenseestadion in Bregenz. Von hier aus gibt’s Live-Atmosphäre, spannende Interviews und emotionale Eindrücke vom größten Laufsport-Event des Landes mit einer Strecke durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Der „Sound@V“-Musikpreis des ORF Vorarlberg gipfelt in einer großen Open-Air-Award-Show am 10. Juli.
80 Jahre Bregenzer Festspiele Zum 80. Jubiläum der Bregenzer Festspiele ist auch der ORF Vorarlberg mit all seinen Medien dabei. Das „Werkstattgespräch“ bietet Einblicke in die Hausoper, beim „Festspielfrühstück“ sprechen Festspiel-Künstlerinnen und -Künstler über sich und ihre Arbeit. Die große Eröffnung ist live in ORF 2 und 3sat zu sehen.WeitereTV-Highlights sind u.a. das „Bregenzer Festspielmagazin“ und die neue TV-Dokumentation „La Traviata am See – Verdi zum 80. Geburtstag der Bregenzer Festspiele“.
FOTO: MAURICE SHOUROT
FOTO: MAURICE SHOUROT
FOTO: MAURICE SHOUROT
Der „Sound@V“-Musikpreis des ORF Vorarlberg rückt die heimische Musikszene ins Scheinwerferlicht! Bei der großen Open-Air-Award-Show am 10. Juli im Rahmen des Poolbar Festivals in Feldkirch wird bei bester Stimmung gefeiert, getanzt und gejubelt, wenn die kreativsten Talente Vorarlbergs für ihre herausragenden musikalischen Leistungen geehrt werden. Noch bis 3. Mai können sich Vorarlberger Bands und Soloacts unter vorarlberg.ORF.at bewerben – es winken insgesamt 25.000 Euro Preisgeld.
„Der ORF Vorarlberg ist für alle da – und überall dort, wo im Land etwas los ist. Wir wollen Menschen verbinden, Emotionen transportieren und besondere Momente dorthin bringen, wo sie hingehören: zu unserem Publikum.“
Mit gläsernem Studio, vollem journalistischen Einsatz und einem Lächeln beim Sparkasse 3-Länder-Marathon.
Der ORF Vorarlberg begleitet die Eröffnung der Bregenzer Festspiele live direkt aus Bregenz.
Szene Openair in Lustenau Hochsommer, Festivalmusik und Topstimmung am Alten Rhein: Das Szene Openair in Lustenau steht für jugendliche Energie und internationale Acts. Der ORF Vorarlberg ist mit eigenem Stand präsent und wartet mit witzigen Challenges und viel guter Laune auf. Das Social
Sendung aus 1.440 Meter Seehöhe Beim legendären Skirennen „Der Weiße Ring“ im Jänner in Lech-Zürs am Arlberg ist auch der ORF Vorarlberg mit seinem gläsernen Studio live mit dabei und macht von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends Programm direkt vom Arlberg. Während rund 1.000 Wintersportlerinnen und Wintersportler aus dem In- und Ausland 5.500 Höhenmeter auf einer 22 Kilometer langen Strecke bewältigen, begrüßen die Moderatorinnen und Moderatoren des ORF Vorarlberg Sportlerinnen und Sportler, Promis und Mitwirkende.
FOTO: DARKO TODOROVIC
FOTO: MAURICE SHOUROT
FOTO: MAURICE SHOUROT
Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg
„In Vorarlberg ist so unglaublich viel los und bei uns versäumen Sie kein Groß-Event – von der Ankündigung bis zum Nachbericht.“ Angelika SimmaWallinger, Chefredakteurin ORF Vorarlberg
KLAR UND DEUTLICH
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 10
VERKEHR
„Nacht-60er“: Ein Relikt aus der Vergangenheit
FOTO: GETTY IMAGES
Transport. Der sogenannte „Nacht60er“ für Lkw über 7,5 Tonnen stammt aus einer Zeit, in der Verkehr, Fahrzeuge und Lärmschutz noch ganz anders aussahen. Heute ist diese Regelung nicht mehr zeitgemäß – und sie schadet mehr, als sie nützt.
Z
wischen 22.00 und 5.00 Uhr dürfen schwere Lkw maximal 60 km/h fahren. Was ursprünglich dem Lärmschutz dienen sollte, erzeugt inzwischen neue Probleme: Lange Fahrten mit niedriger Geschwindigkeit sind monoton und ermüdend. Gleichzeitig entstehen massive Geschwindigkeitsunterschiede zu nachfolgenden Fahrzeugen von bis zu 70 km/h – ein unnötiges Sicherheitsrisiko. Moderne Nutzfahrzeuge sind längst als lärmarme Fahrzeuge klassifiziert. Dazu kommt, dass rund 80 Prozent der von derASFINAG geplanten Lärmschutzmaßnahmen bereits umgesetzt sind. Die ursprüngliche Schutzfunktion des „Nacht-60ers“ greift daher kaum noch. Die Regelung bleibt – ihre Begründung nicht. Auch aus Sicht der Verkehrssicherheit spricht nichts gegen eineAnpassung. Ein
Der „Nacht-60er“ ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das rasch beseitigt werden sollte. So wäre eine Lkw-Fahrt in der Nacht, mit Tempo 80, zwischen Bregenz und dem Arlberg anstelle von 1,5 Stunden in einer Stunde zu bewältigen, zwischen Bregenz und Wien wären es sogar über zwei Stunden weniger Fahrzeit!
Gutachten der Kuratorium für Verkehrssicherheit Service GmbH bestätigt klar: Eine Anhebung der nächtlichen Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h hat keine negativen Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Im Gegenteil – homogenereGeschwindigkeiten reduzierenÜberholmanöver und erleichtern das Einschätzen von Abständen. Das erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ebenso eindeutig. Eine Anhebung auf 80 km/h verkürzt die Fahrzeit auf längeren nächtlichenAutobahnstrecken um bis zu ein Drittel. Auf 300 Kilometern bedeutet das eine Zeitersparnis von einer Stunde und 15 Minuten. Hochgerechnet auf zahlreiche tägliche Fahrten verbessert das Planbarkeit, Pünktlichkeit und den effizienten Einsatz von Personal und Fahrzeugen spürbar. Die Transport- und Logistikwirtschaft ist das Rückgrat der heimischen Versorgung. Wer sie ausbremst, bremst den Standort. Der Nacht-60er ist kein Sicherheitsinstrument mehr, sondern ein Relikt. Was es jetzt braucht, ist eine sachliche, faktenbasierte Entscheidung: Die Anhebung der nächtlichen Höchstgeschwindigkeit für Lkw über 7,5 Tonnen auf 80 km/h. Klar und deutlich: Zeit für eine Anpassung.
11 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
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THURNHER DRUCKEREI
Kalenderkompetenz aus Vorarlberg – alles aus einer Hand alender sind weit mehr als reine Terminhelfer. Sie begleiten Menschen durch das ganze Jahr, strukturieren den Alltag und sind zugleich ein wirkungsvolles Kommunikationsmittel für Unternehmen. Genau hier setzt die Thurnher Druckerei GmbH ihren Schwerpunkt: auf hochwertige 4-Monatskalender, Schreibtischunterlagen, Pultkalender und Wandkalender – produziert zu 100 Prozent im eigenen Haus in Vorarlberg.
Vom ersten Entwurf über den Druck bis hin zur Weiterverarbeitung erfolgt jeder Arbeitsschritt intern. Diese vollständige Inhouse-Produktion garantiert gleichbleibend hohe Qualität, kurze Wege und maximale Flexibilität. Neben individuell gestalteten Kalendern stehen auch Kalendervordrucke zur Verfügung, die mit einem Firmeneindruck ergänzt werden können – ideal für eine schnelle und wirtschaftliche Umsetzung. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist die automatisierte Wire-O-Bindestation. Als einzige Druckerei in Vorarlberg verfügt die Thurnher Druckerei über diese Technologie. Sie ermöglicht eine präzise, saubere und effiziente Drahtkammbindung und sorgt auch bei größeren Auflagen für gleichbleibende Qualität.
Pultkalender sind in verschiedenen Standardgrößen erhältlich, Sonderformate werden individuell nach Kundenwunsch realisiert. Dank moderner Digital- und Offsetdrucktechnik können auch Kleinauflagen wirtschaftlich produziert werden – flexibel, schnell und hochwertig. Schreibtischunterlagen bietet die Thurnher Druckerei sowohl in der bewährten Standardausführung mit individueller Lasche als auch vollständig nach dem Corporate Design des Kunden an. So entstehen funktionale Werbemittel, die täglich im Einsatz sind und nachhaltig Eindruck hinterlassen. Mit technischer Kompetenz, langjähriger Erfahrung und regionaler Produktion positioniert sich die Thurnher Druckerei GmbH als führender Kalenderspezialist in Vorarlberg – zuverlässig, innovativ und nah am Kunden. FOTO: THURNHER DRUCKEREI
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dt Thurnher Druckerei GmbH · Grundweg 4 · 6830 Rankweil T 05522 44288 · office@dth.at · dth.at
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SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 12
Schwerpunkt Lehre Zuku unft brau ucht Aussbild dung
Sie ist Karrierechance, Facchkräfte-Motor und Errfolgsmodell zugleich: Die Lehre. Doch während Betriebe dringen nd Nachwuchs suchen, entscheiden sich immer weniger Jugendliche fü ür diesen Weg. Warum die duale Ausbildung ge erade jetzt besondere e Aufmerksamkeit verdient – und wer sich in Vorarlberg mit großem m Engagement für ihre Zukunft einsetzt.
ie Lehre ist weit mehr als ein n Ausbildungsweg – sie ist ein Erfolgsmod dell. Für junge Menschen eröffnet sie Chancen,T Talente zu entdecken und früh Verantwortung zu übernehmen. Für Unternehmen ist sie derr Schlüssel, um Fachkräfte von morgen auszubiilden und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristiig zu sichern. Und für Vorarlberg ist sie ein wessentlicher Baustein einer starken, innovativen Wirtschaft. Gleichzeitig steht kaum ein Thema derzeit stärker im Fokus. Während Betrriebe dringend Fachkräfte brauchen, entscheideen sich immer weniger Jugendliche für eine Leehrausbildung. Allein im Herbst 2025 wurden acht Prozent weniger neue Lehrverträge abgesch hlossen als im Jahr davor – ein deutliches Sign nal dafür, dass die duale Ausbildung vor neuen n Herausforderungen steht. Umso wichtiger ist das Engag gement der vielen Menschen und Institutionen n, die sich tagtäglich für eine starke Lehrlingsausbildung einsetzen. Die Lehrlingsstelle deer Wirtschaftskammer Vorarlberg begleitet Beetriebe und Jugendliche entlang des gesamten n Ausbildungswegs: 2.947 Lehrverträge wurden n im vergangenen Jahr abgewickelt, 13.827 Förd deranträge mit einem Volumen von 16,4 Million nen Euro bearbeitet. 109 Betriebe wurden als au usgezeichnete
Lehrbetriebe zertifiziert, und 51 Ausbildungsbotschaafter:innen informierten mehr als 2.100 Schüler::innen in Schulklassen über die Chancen eineer Lehre. Doch h hinter all diesen Zahlen stehen vor allem Men nschen, Erfahrungen und Ideen. In diesem Sch hwerpunkt werfen wir einen Blick auf die vielen Facetten der Lehre: Wir sprechen mit Poly-Dirrektorin Bettina Prax über Berufsorientierung,, lassen Ausbilder:innen aus Vorarlberger Betrrieben zu Wort kommen und hören von Lehrling gen selbst, warum sie sich für diesen Weg enttschieden haben. Darüb ber hinaus stellen wir Initiativen und Partnervvor, die die Lehre im Land stärken –vom BIFO üb ber denVerein Lehre inVorarlberg bis zur Dualen Akademie. Und wir beleuchten bildungspo olitische Themen wie die Forderungen der Wirttschaftskammer Vorarlberg zur Ganztagsschu ule, die ebenfalls Einfluss auf die Zukunft deer Ausbildung haben. Die Herausforderungen sind klar. Doch ebenso groß ist das Engagement, die Lehre weiterzuenttwickeln und jungen Menschen attraktive Perrspektiven zu bieten. Dieser Schwerpunkt zeigt, warum es sich lohnt, genauer Eva a Nie ederma air hinzuschauen.
FOTO: M. CURIN LIV
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SCHWERPUNKT LEHRE
13 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
LEHRE
Lehrlingsausbildung: Eine Annäherung in Zahlen D
ie betriebliche Lehre ist die zentrale Säule der Fachkräftesicherung und damit ein essenzieller Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. „Die Lehre ist ein Erfolgsmodell für die Jugendlichen, für die Betriebe und für den Wirtschaftsstandort. Nicht ohne Grund werden wir um die duale Ausbildung international beneidet“, erklärt WKV-Präsident Karlheinz Kopf. Drohende Kürzungen der betrieblichen Lehrstellenförderung sorgen jedoch für Verunsicherung bei den heimischen Ausbildungsbetrieben. Eine Umfrage des ibw aus dem Frühjahr 2025 zeigt: Ohne Förderung würde mehr als jeder zweite Betrieb die Lehrlingsausbildung einstellen oder reduzieren müssen; bei Kleinbetrieben bis neun Beschäftigte sind die Werte noch höher. Kostengünstigste Variante im Bildungssystem Nicht nur qualitativ ist die duale Ausbildung ein Erfolgsmodell, sie ist auch für die öffentliche Hand rentabler als die Alternativen: ist sie doch die kostengünstigste Variante im Bildungssystem. Die betriebliche Lehre kostet - wie in der Grafik unten ersichtlich - den Staat mit rund 7.700 Euro pro Jahr weit weniger als andere Ausbildungsformen. Berücksichtigt man die Rückflüsse aus Sozialversicherungs-Beiträgen und Lohnsteuer, sinken die Nettokosten pro Lehrling sogar auf rund 3.600 Euro. Die Ausbildung im Betrieb führt zu direkten Einnahmen des Bundes schon wäh-
INFOS IM DETAIL
Jeweils 18 Monate nach Abschluss der Ausbildung. Quellen: ibw, Statistik Austria, BiBer
rend der Ausbildung, diese - überwiegend Sozialversicherungsbeiträge - haben im Jahr 2023 rund 400 Millionen Euro betragen. Ein Schulplatz in der BMS oder BHS ist mit deutlich höheren Kosten - knapp 12.000 Euro - pro Jahr verbunden. Herausforderungen und Nutzen der Lehre Die zahlreichen Ausbildungsbetriebe schätzen die Lehre zur Fachkräftesicherung, und stehen gleichzeitig vor der Herausforderung , immer öfter schulische Defizite ihrer Lehrlinge kompensieren zu müssen. „Über den Herausforderungen steht aber ganz klar der Nutzen der Lehrlingsausbildung, sei es bei Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen oder Führungspositionen“, betont Gudrun Petz-Bechter, Dir-Stv. der WKV und führt aus: „78 Prozent der Absolvent:innen einer Lehre sind nach 18 Monaten bereits in Erwerbstätigkeit, der Anteil andererAusbildungen (BHS 48 Prozent, BMS 45 Prozent, AHS 10 Prozent) ist deutlich niedriger.“ Bereits eineinhalb Jahre nach Abschluss verdienen Lehrabsolvent:innen im Schnitt besser als nach Schulabschlüssen - siehe Grafik unten. Und als dritten großen Vorteil nennt PetzBechter die Lehre als „wesentlichen Qualifizierungspool für Führungskräfte, Selbstständigkeit und Unternehmensnachfolge. Denn 30 Prozent aller Selbstständigen und ein Fünftel der Führungskräfte in Österreich haben eine Lehre als höchsten formalen Bildungsabschluss.“
FOTO: MATTHIAS RHOMBERG
Fachkräftesicherung. Eines der ganz großen Themen für unseren Wirtschaftsstandort sind die Fachkräfte und deren Ausbildung. Dabei ist die duale Ausbildung nicht nur qualitativ ein Erfolgsmodell – sie ist auch für die öffentliche Hand rentabler als die Alternativen.
„Wer heute bei der Lehre spart, verliert die Fachkräfte von morgen und bezahlt doppelt und dreifach.“ Karlheinz Kopf WKV-Präsident
SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 14
IM GESPRÄCH MIT BETTINA PRAX
„Wir nennen sie manchmal U-Boote“
FOTOS: BEIGESTELLT/DIREKTION PTS BLUDENZ
Bettina Prax lächelt kurz, doch das Thema ist ernst. Gemeint sind Jugendliche, die nach der Pflichtschule plötzlich verschwinden – ohne Lehrstelle, ohne Schule, ohne Ausbildung. „Sie tauchen einfach ab“, sagt die Direktorin der Polytechnischen Schule Bludenz.
Zur Person Bettina Prax (45), ist seit 2019 Direktorin der Polytechnischen Schule Bludenz. Schon seit 2005 arbeitet sie an der Schule und begleitet Jugendliche beim Übergang von der Pflichtschule in die Lehre oder in einen weiterführenden Bildungsweg. In ihrer Arbeit setzt sie sich besonders für die Förderung von Basiskompetenzen und neuen Bildungsprojekten ein – etwa Programme zur Stärkung der Lesekompetenz oder zur besseren Vernetzung von Schule und Wirtschaft.
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abei gilt in Österreich eigentlich die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre. Doch die Realität sieht anders aus. Immer mehr Jugendliche verlieren den Anschluss an das Bildungssystem – manche sogar schon lange bevor sie überhaupt eine Lehrstelle suchen. An der Polytechnischen Schule in Bludenz zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich. „Wir haben Schüler, die mit 15 zu uns kommen, aber erst auf dem Niveau der fünften oder sechsten Schulstufe sind“, sagt Prax. Viele hätten grundlegende Schwierigkeiten beim Lesen oder Rechnen. Diese Lücken wirken sich nicht nur im Unterricht aus, sondern spiegeln sich auch in der Dropout-Quote der Lehre wider: Wer ohne Basiskompetenzen in die Berufsschule startet, hat deutlich höhere Chancen, die Ausbildung nicht zu bestehen. „Wenn jemand nicht versteht, was er liest, hat er kaum eine Chance, eine Berufsschule zu bestehen oder eine Arbeitsanleitung im Betrieb zu verstehen“, betont die Direktorin. Die Polytechnische Schule versucht deshalb, dort anzusetzen, wo das Problem beginnt: bei den Basiskompetenzen. Eine neue Gruppe von Jugendlichen
Die Schulleiterin beobachtet seit Jahren eine Entwicklung, die ihr Sorgen bereitet. Die Gruppe jener Jugendlichen, die keinen stabilen Bildungsweg finden, wächst. „Wenn ein Jugendlicher keineAnbindung an Schule oder Ausbildung hat, verliert er irgendwann seine Schüleroder Lehrlingsidentität“, sagt Prax. Oft gehe damit auch die Tagesstruktur verloren - mit Folgen für Motivation, Selbstvertrauen und Zukunftsperspektiven. Manche dieser Jugendlichen tauchen im System zunächst gar nicht auf. Nach der Pflichtschule verschwinden sie aus dem Blickfeld von Schule und Ausbildung. Erst nach einiger Zeit melden sich Institutionen wie die Koordinierungsstelle für Ausbildungspflicht bei ihnen, um den Kontakt wiederherzustellen. Doch nicht alle lassen sich zurückholen. „Diese Gruppe wächst“, betont Bettina Prax. „Und wir müssen uns fragen, welche Angebote wir ihnen machen.“ Im Schulalltag zeigt sich das Problem oft ganz konkret. Manche Jugendliche erscheinen nur unregelmäßig zum Unterricht, andere verweigern die Schule komplett. Die Pädagogin blickt zurück: „Früher hatten wir vielleicht einmal in ein paar Jahren einen Schulverweigerer.“ Heute seien es deutlich mehr. Zwar könne die Schule Meldungen machen und es gebe auch Sanktionen, doch letztlich stoße das System schnell an Grenzen. „Wenn jemand nicht kommen will, können wir ihn oder sie nicht zwingen“, erklärt sie. Selbst wenn Jugendliche von Behörden oder der Polizei zurück in die Schule gebracht werden, verschwinden manche kurz darauf wieder. Für die Direktorin ist das ein Zeichen dafür, dass hinter vielen Bildungsbiografien komplexe soziale Probleme stehen – familiäre Krisen, gesundheitliche Schicksale oder fehlende Perspektiven. Die Pädagogin hält fest: „Das sind keine einfachen Geschichten“, und führt weiter aus: „Und genau deshalb brauchen diese jungen Menschen besonders viel Unterstützung.“ Wenn Schuljahre fehlen Ein Problem beginnt oft lange vor der Polytechnischen Schule. Österreich kennt neun Jahre Schulpflicht - entscheidend ist dabei nicht die erreichte Schulstufe, sondern die Dauer des Schulbesuchs. Das führt dazu, dass manche Jugendliche ihre Pflichtschule erfüllen, ohne jemals die vorgesehenen Kompetenzen erreicht zu haben. In Bludenz betrifft das derzeit mehrere Dutzend Schülerinnen und Schüler. „Wir haben Jugendliche, die gleich
SCHWERPUNKT LEHRE
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ROLAND PATERNO
„Wenn wir wollen, dass Lesen gezielt trainiert wird, müssen wir auch den Lehrpersonen das notwenige Werkzeug geben.“
Die Lehre neu entdecken
Bettina Prax Dirketorin der PTS-Bludenz
alt sind wie ihre Mitschüler:innen, aber in der Schule jahrelang zurückgefallen sind“, erklärt Prax. Manche hätten dieVolksschuleverlängert, andere Klassen wiederholt. Am Ende stehen acht Jahre Schulzeit - und das Recht auf ein Poly-Jahr. Doch der Rückstand bleibt! „Diese Schülerinnen und Schüler haben oft grundlegende Dinge nie gelernt - etwa die Kombination von Grundrechenarten oder das Lesen längererTexte.“ Die Polytechnische Schule versucht deshalb, diese Jugendlichen gezielt zu fördern.Am Standort Bludenz werden sie in speziellen Gruppen unterrichtet, um dort anzusetzen, wo ihre größten Lernlücken liegen. „Wenn ich von ihnen verlange, den Stoff der neunten Schulstufe mitzumachen, sind sie chancenlos“, betont die Schulleiterin. Die stille Krise beim Lesen Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf beim Lesen. Zum ersten Mal hat die Schule ein eigenes Lese-Screening durchgeführt. Das Ergebnis hat auch die Direktorin überrascht. Ein Drittel der Jugendlichen liest auf einem neuen Niveau, das als ungenügend eingestuft wird. Das bedeutet: Die Schülerinnen und Schüler können Texte zwar teilweise laut vorlesen, verstehen aber den Inhalt nicht. „Wenn jemand nicht sinnerfassend lesen kann, sind sehr viele Türen verschlossen“, ist die Pädagogin sicher. „Fast jedesUnterrichtsfach baut darauf auf.“Auch im Berufslebenwird Lesen zur Schlüsselkompetenz - etwa bei Arbeitsanwendungen, Sicherheitsvorschriften oder Fachtexten. Für Bettina Prax steht deshalb fest: Hier muss gezielt angesetzt werden. Ein Projekt für mehr Lesekompetenz Aus dieser Situation heraus entstand das Train-the-Trainer-Programm, das Bettina Prax gemeinsam mit dem Leiter der Lehrlingsstelle der WKV, Roland Paterno, entwickelt hat. Die Idee: Lehrpersonen sollen gezielt darin geschultwerden, Lesekompetenz systematisch zu fördern. „Ein Polylehrer, eine Polylehrerin hat das in derAusbildung nicht unbedingt gelernt“, erklärt die Schulleiterin und führt weiter aus:
„Wenn wir wollen, dass Lesen gezielt trainiert wird, müssen wir auch den Lehrpersonen das notwendige Werkzeug geben.“ Unterstützung kam von der Wirtschaftskammer Vorarlberg, die das Projekt mitgetragen und denWeg für dieUmsetzung frei gemacht hat. Für die Initiator:innen ein wichtiges Signal. „DieWirtschaft hat verstanden, dass Basiskompetenzen eine entscheidende Rolle spielen.“Am Standort Bludenz bedeutet das konkret: Eine regelmäßige Lesestunde wird künftig gezielt genutzt, um unterschiedliche Teilbereiche des Lesens zu trainieren - von Leseflüssigkeit bis zumTextverständnis. Durch regelmäßige Screenings soll außerdem geprüft werden, ob sich die Lesekompetenz tatsächlich verbessert. Mehr als nur ein Schuljahr Oft werde die Polytechnische Schule unterschätzt, sagt die Direktorin. Dabei gehe es nicht nur um Berufsorientierung, sondern auch um Persönlichkeitsentwicklung. Die Schule arbeite bewusst mit Elementen der positiven Psychologie, fördere Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und soziale Kompetenzen. „Ein junger Mensch braucht drei Dinge, um seinen Weg zu finden“, erzählt Prax: „Autonomie, Kompetenzen und Beziehungen.“ Wer das Gefühl habe, etwas zu können, selbst Entscheidungen treffen zu dürfen und Teil einer Gemeinschaft zu sein, habe deutlich bessere Chancen, seinen Weg zu gehen. Und viele schaffen das auch. Jedes Jahr schließen hunderte Lehrlinge in Vorarlberg erfolgreich ihre Ausbildung ab. „Es gibt so viele junge Leute, die unglaublich motiviert sind und ihre Ziele verfolgen“, betont die Direktorin. Die Herausforderung bestehe darin, auch jene mitzunehmen, die sonst auf der Strecke bleiben würden. Denn wenn Jugendliche untertauchen - wie die „U-Boote“, von denen Bettina Prax zu Beginn spricht - verliert nicht nur das Bildungssystem den Kontakt. Es verliert auch eine Generation an Möglichkeiten. Eva Niedermair
FOTO: WKV/BEIGESTELLT
Warum die duale Ausbildung mehr Durchlässigkeit, ein neues Image und flexible Wege braucht.
Roland Paterno ist der Leiter der Lehrlingsstelle der WKV.
In Vorarlberg entscheiden sich weniger als 40 Prozent der Pflichtschulabgänger:innen für eine Lehre. In Deutschland sind es rund 50 Prozent, in der Schweiz und in Liechtenstein sogar etwa 70 Prozent. Wenn wir über die Zukunft der dualen Ausbildung sprechen, müssen wir diese Zahlen ernst nehmen – und jetzt handeln. Die Lehre braucht ein neues Image: nicht als „Plan B“, sondern als gleichwertiger, praxisnaher Karriereweg mit echten Aufstiegschancen. Dafür müssen wir die Berufsausbildung neu denken – modular, flexibel und durchlässig. Eine Lehre darf keine Endstation sein, sondern eine Station in einer Bildungs- und Entwicklungskarriere. Klare und strukturierte Wege zur Berufsmatura und weiter bis hin zum Studium müssen selbstverständlich werden. Junge Menschen brauchen Perspektiven, keine Sackgassen. Durchlässigkeit darf jedoch nicht nur nach oben gelten. Auch leistungsschwächere Jugendliche brauchen passende Angebote. Junge Menschen, die mit 15 Jahren aufgrund fehlender Basiskompetenzen, sozialer oder mentaler Herausforderungen – oder weil sie schlicht noch nicht so weit sind – von einer klassischen Lehrausbildung überfordert wären, dürfen nicht verloren gehen. Eine modulare Ausbildung mit begleitender Unterstützung eröffnet Einstiegsmöglichkeiten und echte Entwicklungschancen. In Zeiten des Fachkräftemangels profitieren auch Unternehmen von einer modernen Lehre. Wer Talente früh gewinnt und gezielt weiterentwickelt, schafft Fachspezialist:innen sowie Führungskräfte aus den eigenen Reihen. Die Lehrlingsausbildung von morgen gelingt im Zusammenspiel von Schule, Wirtschaft und Familie – und wird so zur echten Karrierechance für junge Menschen und Unternehmen gleichermaßen.
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 16
magazin SAVE THE DATE
COM:BAU
MINI-GASTGEBER:INNEN
Lange Nacht der Forschung
Entwicklungen im Bau- und Sanierungsmarkt
Ein Erlebnis für alle!
Ein Abend zum Staunen, Mitmachen, Forschung erleben, Technik begreifen und Wissenschaft hautnah entdecken findet am Freitag, 24. April 2026 von 17 bis 23 Uhr statt. Voraussichtlich wird die Veranstaltung an neun Standorten in Dornbirn und Lustenau durchgeführt. Die Besucher:innen können sich auf ein vielfältiges Programm an unterschiedlichen Forschungsstationen freuen. Das Themenspektrum reicht von Technik, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz über Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit bis hin zu Gesundheit und Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Alle Infos sind ab April unter www.langenachtderforschung.at/ vorarlberg oder über Social Media abrufbar.
Rund 9.000 BesucherInnen nutzten die Messe, um sich fundiert zu informieren und geplante Bau- oder Sanierungsvorhaben weiterzuentwickeln. 180 AusstellerInnen präsentierten aktuelle Lösungen für Neubau, Gebäudebestand, Energieund Haustechnik sowie Immobilien und Finanzierung. Zahlreiche Beratungsangebote direkt an den Ständen halfen vielen BesucherInnen sich besser zu orientieren und unterstützten sie dabei, konkrete nächste Schritte für ihre Projekte zu definieren.
Mit viel Begeisterung und Neugier konnten die Gewinnerklassen der Aktion „Mini-Köch:innen - Mini-Gastgeber:innen“ ihre Preise im Februar einlösen: Ein gemeinsames Kocherlebnis mit Profis – vom Zubereiten über das Servieren bis hin zum gemeinsamen Essen. Zu den letzten ausführenden Klassen zählten die 3. Klasse der VS Vandans, die im Tourismuscampus Bludenz kochte, die 2.–4. Klassen der VS Alberschwende Dreßlen, die gemeinsam mit der GASCHT den Kochlöffel schwang, sowie die 4. Klasse der VS Hittisau, die in der BWS Bezau ihre Gerichte zubereitete. Mit viel Kreativität und Teamarbeit wurden die 49 Kinder selbst zu kleinen Profiköchen.
„Wer die richtigen Schlüsse zieht, kann aus Niederlagen mindestens so viel lernen wie aus Höhepunkten.“ Simon Nußbaumer Mentalcoach im Olympiazentrum Vorarlberg
FOTO: BEIGESTELLT, OLYMPIAZENTRUM VORARLBERG/ANTJE PEUCKERT, WKV
Jawohl! Nein danke! Starkes Signal für den Standort Vorarlberg Mit dem Mobilitätspaket von Bund, ÖBB und ASFINAG setzt die Politik ein wichtiges Zeichen für Vorarlberg. Mehr als eine Milliarde Euro fließen in den kommenden Jahren in Bahn, Straße und intelligente Verkehrssteuerung. Davon profitieren nicht nur Pendlerinnen und Pendler, sondern vor allem auch die exportorientierte Wirtschaft. Gerade Projekte wie der Ausbau des Container Cargo Terminal Wolfurt stärken die logistische Drehscheibe des Landes. Dass wieder Bewegung in den Vollausbau der Anschlussstelle Wolfurt an die A14 kommt, ist ein weiteres positives Signal. Leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für Wachstum, Arbeitsplätze und Lebensqualität – und daher eine Investition in die Zukunft des Standorts Vorarlberg. (moh)
Finanzielle Nöte und ein Tabuthema Vorarlbergs Gemeinden sind in finanziellen Nöten, die Budgets sind knapp, die Ausgaben steigen. Interessant war da ein Bericht des ORF, demzufolge in der Schweiz bereits zahlreiche Gemeinden fusioniert wurden: „In den vergangenen rund 30 Jahren sank die Zahl der Gemeinden in der Schweiz von über 3.000 auf rund 2.100.“ Brigitte Eggler-Bargehr, die Direktorin des Landesrechnungshofs, brachte ebendiese Fusionen jüngst als mögliche Reformoption ins Spiel. Angesichts der angespannten Finanzlage vieler Kommunen müsse man dieses Thema ernsthaft angehen, viele Gemeinden stünden finanziell mit dem Rücken zur Wand, sagte sie. Doch kann an finanzieller Misere sein, was will: In Vorarlberg werden nicht nur Fusionen, sondern selbst die Diskussionen darüber ein Tabuthema bleiben. (ad)
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SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 18
INTERVIEW JULIA PLONER
„Geht selbstbewusst euren eigenen Weg“ Ausbildungsweg. Die Duale Akademie bietet den direkten Weg zu hochqualifizierten Nachwuchskräften. Maturant:innen absolvieren eine verkürzte, praxisnahe Berufsausbildung mit exzellenten Karriereperspektiven. So gewinnen Unternehmen frühzeitig engagierte, bestens ausgebildete Talente. Das Gehalt des Trainee wird durch die Aktion 18+ vom AMS gefördert. Julia Ploner, die ihren Abschluss im November 2025 machte, stand „der wirtschaft“ für ein Interview zur Verfügung. als auch persönlich weiterhelfen. Sie hat mir mehr Selbstvertrauen gegeben und meine Perspektiven erweitert. Beruflich eröffnen sich mir dadurch neue Chancen und Wege für die weitere Entwicklung.
Julia Ploner schloss im November 2025 die Duale Akademie erfolgreich ab.
Zur Person Julia Ploner begann ihre Karriere bei der Zumtobel Group und konnte vergangenen November als erste weibliche Fachkraft das Zertifikat der Dualen Akademie entgegen nehmen.
Wie bist du auf die Idee gekommen, dich über die Duale Akademie weiterzubilden? Durch Bekannte bin ich auf die Duale Akademie aufmerksam geworden. Nach der Matura wollte ich einen technischen Beruf praxisnah erlernen und nicht nur theoretisch. Gleichzeitig war mir meine persönlicheWeiterentwicklung sehr wichtig. Die Duale Akademie bot für mich eine ideale Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden. Wie zeitaufwändig war die Ausbildung zusätzlich zu deinem beruflichen Alltag? Was sind deine Erfahrungen? Meine Erfahrung mit der Ausbildung in der Dualen Akademie war sehr positiv. Der Großteil der Kurse und auch das Auslandspraktikum finden während dem beruflichen Arbeitsalltag statt, sodass die Ausbildung nicht allzu zeitaufwändig ist. Auch das Schreiben der Projektarbeit fällt einem leicht und macht Spaß, wenn man Freude an seinem Beruf hat. Was nimmst du durch die Ausbildung mit in die Zukunft? Durch die Ausbildung habe ich viel Fachwissen und neue Kompetenzen erworben, die mir sowohl beruflich
FOTOS: ZUMTOBEL GROUP
Was würdest du Mädchen raten? Geht selbstbewusst euren eigenen Weg, auch wenn ihr Spaß an einem Job habt, in dem noch nicht so viele Frauenvertreten sind. Nutzt jede Möglichkeit zurWeiterbildung und vertraut auf eure Stärken.Wenn etwas Spaß macht und man sich anstrengt, kann man auch erfolgreich sein. Vielen Dank für das Gespräch! Daniela Vonbun-Häusle
Informationen zur Dualen Akademie Die Duale Akademie ist ein von der Wirtschaftskammer initiierter, innovativer Ausbildungsweg für Maturant:innen, die nicht sofort studieren wollen. Aber auch für Studierende ohne Studienabschluss oder Berufsumsteiger:innen bietet sie neue Wege in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Die Teilnehmer:innen durchlaufen in zwei bis max. drei Jahren maßgeschneiderte Ausbildungen, die sie dazu qualifizieren, im Anschluss Karriere als wichtige Fachkräfte zu machen und Schlüsselfunktionen in zukunftsorientierten Berufen zu übernehmen. Weitere Informationen für Betriebe als auch Interessierte sind auf www.dualeakademie.at verfügbar.
Julia Ploner spricht Mädchen Mut zu, sich Jobs anzuschauen, in denen nicht so viele Frauen vertreten sind.
19 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
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VORARLBERGER SPARKASSEN
#glaubandich #
Live dabei beim größten Startup-Wettbewerb
C CHALLENGE 2 2026
Die #glaubandich-Challenge 2026 geht in die entscheidende Phase. Am 23. März treten in den Muut Offices innovative Startups aus ganz Österreich zum City-Pitch Götzis an. Sichern Sie jetzt Ihren Zuschauerplatz!
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FOTO: UDO MITTELBERGER
rste Bank und Sparkasse suchen gemeinsam mit Trending Topics und dem Gründerservice der Wirtschaftskammern auch heuer wieder die besten Startups Österreichs – in insgesamt zehn Kategorien. Die Gewinner:innen des City-Pitches erhalten 1.000 Euro Preisgeld sowie ein Ticket für das große Finale Ende April in Wien. Dort warten auf die Finalsieger:innen zusätzlich 10.000 Euro Preisgeld und ein umfangreiches PR-Paket im selbenWert. „Die Sparkassen stärken mit der #glaubandichChallenge die heimische Gründerszene. Wer erleben möchte, was eine starke Geschäftsidee ausmacht, sollte sich den Pitch nicht entgehen lassen“, betont Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.
KONTAKT Vorarlberger Sparkassen sparkasse.at/vorarlberg
Top-Event in den Muut Offices Götzis Am 23. März präsentieren die Startups der Kategorie „Industry & Green Mobility“ ihre Business-Modelle.
Industry & Green Mobility
Die Jury ist hochkarätig besetzt: Udo Filzmaier (CEO FT AG), René Krall (Startup-Experte Sparkasse) und Snezana Arsic (Gründungsberaterin WKV). Gemeinsam bewerten die Expert:innen die Ideen hinsichtlich Machbarkeit, Potenzial und Innovationskraft – und entscheiden, wer ins große Finale einzieht. Das LiveEvent bietet spannende Einblicke in die Welt junger Unternehmen und eine ideale Plattform für Austausch und Networking. Raum für smarte Business-Ideen Die Muut Offices in Götzis verbinden pulsierenden Co-Working-Space mit Style, neuester Technik und einer ordentlichen Portion Caféhauskultur. Gründer:innen in der frühen Projektphase finden hier kostenfreie Arbeitsplätze für maximal sechs Monate. Die Plätze im „Startup Office powered bei Sparkasse“ sind exklusiv für Sparkassen-Kund:innen reserviert. Mehr Infos dazu gibt es ebenfalls bei der #glaubandich Challenge. Der City-Pitch startet um 18:00 Uhr. Noch sind Zuschauerplätze frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
City-Pitch
23. März, 18 Uhr | Muut Offices, Am Garnmarkt, Hauptstraße 31a, 6840 Götzis
Die besten Startups der #glaubandich CHALLENGE 2026 live! Erste Bank und Sparkassen suchen gemeinsam mit Trending Topics und dem Gründerservice der Wirtschaftskammern Österreichs Startup des Jahres. Bei City-Pitches in allen 9 Bundesländern werden die 10 Finalist:innen für das große Finale der #glaubandich CHALLENGE 2026 in Wien ermittelt. Melde dich jetzt an und erlebe live den spannenden Wettkampf um die begehrten Finaltickets. Jetzt anmelden!
#glaubandich
SCHWERPUNKT BILDUNG
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 20
BILDUNG
Wirtschaftskammer: Für den Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht
FOTO: MAREK KNOPP
WKV fordert: Rascher Ausbau des Angebots an „echten“ Ganztagsschulen, also mit verschränkten Einheiten von Unterricht, Lern- und Freizeitstunden für Volks-, Mittel-, Sonder- und Polytechnischen Schulen bzw. AHS-Unterstufe.
„Es geht darum, Kinder bestmöglich zu fördern und gleichzeitig Eltern zu entlasten.“
FOTO: MATTHIAS RHOMBERG
Karlheinz Kopf WKV-Präsident
„Der Ausbau dieser Schulform ist eine Investition in Bildung, Chancengleichheit und die Zukunft des Standorts.“ Gudrun Petz-Bechter WKV-Direktor-Stv.in
A
ufgrund geänderter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sind die Herausforderungen an den Schulen in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. „Neben dem herkömmlichen Unterricht haben andereAspektewie soziales und emotionales Lernen, individuelle Lernunterstützung und ein sinnvolles Freizeitangebot maßgeblich an Bedeutung gewonnen. In einer zunehmend heterogenen Gesellschaft und in Zeiten, in denen oftmals beide Elternteile einen Beruf ausüben, braucht es daher eine neue Herangehensweise“, plädiert WKV-Präsident Karlheinz Kopf für einen raschen Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht. Unterrichts-, Lern-, Ruhe- und Freizeitphase Bei verschränkten Ganztagsschulen wechseln sich Unterrichts-, Lern-, Ruhe- und Freizeitphasen über den gesamten Schultag hinweg ab. Statt eines klassischen Vormittagsunterrichts mit anschließender Nachmittagsbetreuung wird der Tag pädagogisch durchgehend gestaltet – in der Regel zwischen 8 und 16 Uhr. Unterrichtseinheiten, Übungsphasen, Bewegung, kreative Angebote und Erholung werden dabei sinnvoll miteinander kombiniert. Nach Ansicht der Wirtschaftskammer entspricht dieses Modell dem Biorhythmus der Kinder deutlich besser. Längere Lernblöcke ermöglichen moderne Unterrichtsformen wie Projektunterricht, Stationenbetrieb oder schülerzentriertes Lernen. Gleichzeitig können Hausübungen und die Vorbereitung auf Schularbeiten direkt in der Schule unter pädagogischer Aufsicht erledigt werden. Lernstoff wird dadurch gefestigt, Lernschwierigkei-
FOTO: GETTYIMAGES
Diese Schulform gilt aus Sicht der Wirtschaft als besonders geeignet, um Kinder bestmöglich zu fördern und gleichzeitig Familien zu entlasten.
ten werden früher erkannt und Leistungen langfristig verbessert. „Auch für die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder bietet die verschränkte Ganztagsschule Vorteile“, erklärt Gudrun Petz-Bechter, stellvertretende Direktorin derWKV. Durch den gemeinsamenTagesablauf mit Lern-, Spiel-, Sport- und Kreativphasen verbringen Kinder mehr Zeit miteinander und mit ihren Lehrpersonen. Das stärkt soziale Kompetenzen, Empathie und Konfliktfähigkeit und verbessert das Klassenklima. Zudem profitieren Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache davon, mehr Zeit in einem deutschsprachigen Umfeld zu verbringen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entlastung der Familien. In einer verschränkten Ganztagsschule sind Kinder bis etwa 16 Uhr verlässlich betreut und haben ihre Hausaufgaben bereits erledigt. Das verbessert dieVereinbarkeit von Beruf und Familie erheblich. Besonders für Alleinerziehende oder Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, stellt diese Schulform einewichtige Unterstützung dar. Konflikte rund um Hausaufgaben fallen zu Hause weitgehend weg, wodurch mehr gemeinsame Familienzeit bleibt. Beitrag zur Chancengerechtigkeit DieWirtschaftskammer sieht darin auch einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit. In einer Ganztagsschule erhalten alle Kinder, unabhängig vom Elternhaus, Zugang zu Lernunterstützung, Förderung sowie zu Sport, Musik, kreativen Aktivitäten und gesunder Ernährung. Angesichts steigenderAnforderungen an Schulen – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Fremdsprachen, politische Bildung oder Berufsorientierung – sei lautWKV mehr Zeit für Lernen und Entwicklung notwendig. „Ganztagsschulen mitverschränktemUnterricht könnten diese Zeit bieten und gleichzeitig dazu beitragen, die Bildungsergebnisse langfristig zu verbessern“, sagt Petz-Bechter. Für die Wirtschaftskammer ist daher klar: Der Ausbau dieser Schulform ist eine Investition in Bildung,Chancengleichheit und die Zukunft des Standorts.
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WERBUNG
RONDO GANAHL
Firstfeier bei Rondo in Frastanz Ein Meilenstein ist erreicht: die Rondo Ganahl AG feiert die Fertigstellung des Rohbaus zur Erweiterung des Faserguss-Werkes.
FOTO: RONDO GANAHL
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Sencer Kurtulus, Leiter des Geschäftsbereichs Faserguss bei Rondo in Frastanz, freut sich über die erfolgreiche Fertigstellung des Rohbaus.
INFOS rondo-ganahl.com
m der steigenden Nachfrage an nachhaltigen Verpackungen weiterhin bestmöglich entsprechen zu können, erweitert die Rondo Ganahl AG die Produktions- und Lagerkapazitäten des Faserguss-Werkes am Stammsitz in Frastanz. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Halle auf dem bestehenden Firmengelände starteten Ende August 2025, Ende Jänner 2026 wurde der Rohbau erfolgreich fertiggestellt.
Die Hallenerweiterung wurde direkt anschließend an den derzeitigen Produktionsbereich für Faserguss errichtet und fügt sich in Höhe und Gestalt stimmig in den bestehenden Werksbestand ein. Auf der Grundfläche von ca. 1.200 m² bietet die Gebäudeerweiterung
Platz für die geplante Kapazitätssteigerung des jüngsten Geschäftsbereiches von Rondo. Nach der erfolgreichen Fertigstellung des Rohbaus können nun der Innenausbau, die Installation der Photovoltaikanlagen sowie die Aufstellung der neuen Fasergussmaschine planmäßig fortgesetzt werden. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für August 2026 vorgesehen. Sencer Kurtulus, Leiter des Geschäftsbereichs Faserguss bei Rondo, betont die strategische Bedeutung dieser Erweiterung: „Unser Unternehmen investiert in die Zukunft und in die Region Vorarlberg. Der Hallenzubau und damit verbunden die Kapazitätserweiterung schaffen neue Arbeitsplätze und unterstützen so die lokale Wirtschaft.“ Mit dem Gebäude werden die idealen Voraussetzungen geschaffen, um den Geschäftsbereich Faserguss bei Rondo weiter zu stärken. So wird gewährleistet, dass das Unternehmen seinen Kunden auch zukünftig maßgeschneiderte Konzepte für Innen- und Außenverpackungen bieten kann, die zu 100 Prozent recycelbar sind.
Nachhaltig verpacken. Wir haben den Dreh raus! Altpapier – Aus Alt mach Neu. Unsere Nachhaltigkeits-Reise beginnt mit Altpapier. Wir sammeln und sortieren diesen wertvollen Rohstoff, der die Basis für unser Wellpappe-Rohpapier ist.
Wellpappe-Verpackungen und Faserguss-Formteile.
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Jährlich verarbeiten wir mehr als 135.000
und Innenverpackung: 100 % recyclingfähig,
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optimalem Produktschutz.
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www.rondo-ganahl.com
SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 22
MANUEL STRASSER
BIFO
Karriere mit Lehre
Steht die Lehre vor einer Renaissance?
Manuel Strasser ist Ausbildungsleiter bei Doppelmayr Seilbahnen GmbH.
Viele unserer heutigen Führungskräfte haben genau dort angefangen: Mit einer Lehre, viel Motivation und der Chance, Schritt für Schritt Verantwortung zu übernehmen. Das zeigt, wie stark dieser Weg sein kann. Eine Lehre ist kein „Plan B“, sondern ein super Startpunkt für eine Karriere, die man sich selbst aufbauen kann. Vor allem steckt so viel in einer Lehre: Echte Praxis, ein Team von super Ausbilder:innen das einen unterstützt, und die Möglichkeit, schon früh etwas zu bewegen. Genau das macht die Lehre wertvoll – für die Jugendlichen, aber auch für Unternehmen, die gute Fachkräfte brauchen. Wir wünschen uns, dass die Lehre wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt und moderner wahrgenommen wird. Mit zeitgemäßen Ausbildungsmodellen, hochmodernen Maschinen und klaren Entwicklungschancen kann sie wieder richtig spannend werden. Und wir als Doppelmayr wollen zeigen, dass Lehrlinge bei uns nicht nur „mitlaufen“, sondern von Anfang an wichtig sind und Perspektiven haben. Deshalb arbeiten sie an unseren aktuellen Seilbahnprojekten mit. Am Ende geht’s darum, jungen Menschen zu zeigen: Eine Lehre öffnet Türen – und manchmal führt sie sogar bis ganz nach oben.
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ieberuflicheAusbildunghatbesteChancenauch künftig die erste Wahl vieler junger Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zu bleiben. Zahlreiche Entwicklungen sprechen dafür, dass Expertinnen und Experten,wie etwa Mario Derntl (Talents &Company) auf Servus TV, richtig liegen, wenn sie der Lehre eine Renaissance vorhersagen:
Alle Angebote verzeichnen jährlich steigendes Interesse sowohl von Jugendlichen als auch von Unternehmen. Gemeinsam mit der WKV gestalten wir zudem Projekte wie Ausbildungsbotschafter, Skills Week und zweijährig die Ausbildungsmesse „i“, die Berufe inVorarlberg erlebbar machen: interaktiv und Interesse weckend.
• Fachkräftemangel: Unternehmen geben in diversen Studien und Befragungen übereinstimmend an, dass ihnen speziell gut qualifizierte Fachkräfte mit facheinschlägiger Lehrausbildung fehlen. • Demografischer Wandel: Pensionierungen verschärfen die Lage. In nahezu jedem Unternehmen wird mir bestätigt, dass engagierte Lehrlinge heute hervorragende Karrierechancen bis hin zu Führungspositionen haben. • TechnologischerWandel: Nicht mehr die reine Automatisierung steht imVordergrund. Durch KI können komplexe wissensbasierte Prozesse präzise digital abgewickelt werden – oft ohne „human in the loop“. Dadurch entstehen neue Rollen, die fundiertes Praxiswissen verlangen. • Mismatch am Arbeitsmarkt: Zwischen der Zahl der ausgebildeten Fachkräfte und dem tatsächlichen Bedarf klafftweiterhin eine deutliche Lücke.
Beratung als Schlüssel zur Lehre Gerade bei derAbwägung für eine berufspraktische Ausbildung sind Beratung, Information und persönliche Orientierung oftmals entscheidend und nicht zufällig bilden diese drei Begriffe die Basis des BIFO. Erst durch individuelle Gesprächewerden Lehrberufe für viele Jugendliche und Familien greifbar. Tage der offenen Tür, Betriebsführungen oder Schnuppertermine werden dadurch zu realistischen nächsten Schritten. Wir setzen bereits im Rahmen des Talente-Checks zu Beginn der Berufsorientierung an und motivieren Familien dazu, sich aktiv mit dem Angebot an Lehrberufen im Land auseinanderzusetzen.
Diese Entwicklungen werden sich in den kommenden Jahren weiter verstärken, um das festzustellen braucht es keine Kristallkugel. Wer heute auf eine berufsbezogene Ausbildung setzt, macht nichts falsch.
Zusammenarbeit mit Unternehmen UnsereAngebote leben von der engen Kooperation mit den Unternehmen. Wir schaffen den Rahmen – die Betriebe füllen ihn mit authentischen Einblicken und wertvollen Praxiserfahrungen. Das direkte Feedback aus der Wirtschaft ist für uns zentral. Und: Je mehr Unternehmen die kostenlosen Angebote nutzen, desto spürbarer und messbarer wird die Lehre gestärkt. Weitere Informationen zu allen Angeboten des BIFO unter: www.bifo.at
Wie das BIFO die Lehre stärkt Als gemeinsames Institut der Wirtschaftskammer Vorarlberg und des Landes Vorarlberg ist es uns im BIFO ein wichtiges Anliegen, Berufe und Ausbildungen realistisch, ungeschönt und praxisnah zu vermitteln. Besonders am Übergang Schule–Beruf bieten wir vielfältige interaktive Formate: • Chancentage: Eine Woche lang erhalten Schüler:innen im November direkte Einblicke in Unternehmen und derenAusbildungswege. • Zukunftstag „Ich geh mit“: Im Juni begleiten 10- bis 14-Jährige ihre Eltern zur Arbeit und sammeln erste Praxiserfahrungen. • Girls’ Day: Unternehmen öffnen ihreTüren für Mädchen und präsentieren Berufe mit einem Frauenanteil unter 40 Prozent, um Horizonte zu erweitern.
Berufsorientierung wirkt dann am besten, wenn " Menschen echte Einblicke bekommen und Unternehmen authentisch zeigen, was sie ausmacht. Unsere Realbegegnungsangebote schaffen genau diese Verbindung - zum Nutzen beider Seiten", Andreas Pichler, Geschäftsführer BIFO.
FOTO: ANGELA LAMPRECHT
FOTO: DOPPELMAYR
Die Lehre hat bei uns im Unternehmen einen richtig hohen Stellenwert – und das aus gutem Grund.
Wie Berufsorientierung die Lehre stärkt – und junge Menschen fit für die Zukunft macht.
23 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
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SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 24
SUSANNE FRIOLI
LEHRE
Chancen und Herausforderungen
MyLehre - die Plattform zur Lehrstellensuche
Ausbildende und Führungskräfte müssen verstehen, dass junge Menschen heute andere Bedürfnisse haben als früher.
Ausbildung. Wer auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, bekommt unter www.mylehre.at eine Übersicht über zahlreiche freie Lehrstellen in Vorarlberg.
Die Lehrausbildung eröffnet viele Chancen, allerdings bringt die aktuelle Situation auch komplexe Herausforderungen mit sich. Diese gilt es aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Meines Erachtens ist es notwendig, dass Ausbildende und Führungskräfte verstehen, dass junge Menschen heute andere Bedürfnisse haben und andere Ansprüche an ihren Ausbildungsplatz stellen, als wir es vielleicht kennen. Wir müssen bereit sein, attraktive Lehrplätze zu gestalten, in denen junge Menschen inspiriert werden, wachsen können und auch dürfen. Allerdings haben wir in unserer Branche zunehmend kleinere Salons, in denen es schwieriger wird, im Alltag eine komplexe und fundierte Ausbildung zu gewährleisten. Als Ausbildnerin und Trainerin für Schwarzkopf Professional sehe ich, dass viele junge Menschen begeistert in Seminare kommen, wirklich interessiert und motiviert sind, viel zu lernen und zu investieren, weil da ein Raum ist, in dem sie „sicher“ und ohne Druck lernen, wachsen und sich ausprobieren können. Ausbildung hat schon immer etwas gekostet. Sei es tatsächlich Geld, welches investiert werden muss in gute Weiterbildung, Material und Zeit im Salon oder seien es Nerven auf beiden Seiten. Wenn es uns aber gelingt, dieses Investment zu gewährleisten und Räume zu schaffen, in denen wir Teams bilden in denen wir junge Talente gesund fördern und groß werden lassen können, gewinnen das Handwerk und die Lehre an neuer Attraktivität.
FOTOS: BEIGESTELLT
Susanne Frioli, Innungsmeister-Stv. der Friseure
A
ufwww.mylehre.atfindenjungeMenschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, Inserate von KMU (klein- und mittelständischen Unternehmen) sowie Großunternehmen. Wer das Passende gefunden hat, kann sich direkt über die Plattform für dieTraumlehrstelle bewerben. Einfach einenAccount anlegen, Lebenslauf, Zeugnisse etc. hochladen und in die Zukunft starten.Wer sich noch nicht ganz sicher ist, welcher Beruf der richtige ist, kann mittels Schnuppern den Berufsalltag kennenlernen. AuchhierfüristmyLehredieersteWahl:EinGroßteil der heimischen Unternehmen stellt möglicheSchnuppertageaufdiePlattform,Interessierte können sich direkt dafür anmelden. Überblick bewahren - Zugriffvon überall Nach erfolgreicher Aktivierung des Accounts haben Nutzer:innen sofort Zugriff auf myPortal. Dieses bietet eine strukturierte Übersicht über die getätigten Bewerbungen und deren Status. ZudemnutzenvieleUnternehmendiePlattform auch für eine Rückmeldung. Somit haben junge Menschen alle wichtigen Informationen zur LehrstellensucheaufeinenBlick. MitdermyLehre-App können sich Interessierte jederzeit und vonüberallaufneueLehrstellenangebotebewerben oder auf Rückmeldungen der Firmen reagieren.DesWeiterenfindensichimNewsbereichder Plattform Informationen zu anstehenden Lehrlingsmessen sowie Veranstaltungstipps. Lehre inVorarlberg kooperiert mit myLehre SeitSeptember2024werdendieoffenenLehrstellen mit dem Serviceportal von myLehre ver-
linkt. Die Folge daraus: DieWebsite von Lehre in Vorarlberg gehört zu den reichweitenstärksten Portalen Österreichs. In Zahlen bedeutet das, dass im Zeitraum 1. September 2024 bis 31. August 2025 knapp 30.000 Personen myLehre besucht haben. Rund 29.000 davon waren neue User:innen, wobei über 17.000 von Lehre in Vorarlberg zu myLehre weitergeleitet wurden. Die Plattform wurde von über 2.400 jungen Menschen genutzt, um Bewerbungen für Lehrstellen zuverschickenbzw.Schnupperterminezuvereinbaren. Eine Plattform für alles DieVorteile von myLehre gegenüber anderen Anbietern sind vielfältig: Es können sowohl Schnupper- als auch Lehrstellen auf unkomplizierte Weise von den Unternehmen erstellt und organisiert werden. Zudem verwenden zahlreiche Fachgruppen/Sparten bereits ausnahmslos diesePlattformfürihreSchnupper-undLehrstellenbewerbungen. Außerdem nutzen alle PolytechnischenSchulendesLandesdasToolsowohl fürdieVereinbarungvonSchnupperterminen,als auch für den Bewerbungsprozess für die Lehre. WKV unterstütztAusbildungsbetriebe Aufgrund der Investition, die dieWirtschaftskammer 2024 getätigt hat, haben nun Vorarlberger Ausbildungsbetriebe die Möglichkeit, die Basisversion der Plattform my Lehre kostenfrei zu verwenden. 60 der 300 heimischen Unternehmen, die auf myLehrevertreten sind, nutzen dieseVersion.
25 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
SCHWERPUNKT LEHRE
MARTIN SCHMIDLE
DANIELA KNÜNZ
MICHAEL GAGER
Zahlreiche Möglichkeiten mit der Lehre
Aller Anfang ist schwer? Das muss nicht sein!
Warum Vorarlberg auf Praxis und Persönlichkeit baut
Lehre ist der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft.
Warum die Lehre der ideale Start ins Berufsleben ist.
Karriereweg mit Substanz – für junge Menschen und für die Wirtschaft.
Martin Schmidle ist als Lehrlingsausbilder für b2 electronics tätig.
FOTOS: B2 ELECTRONICS, CHRIS GAETHKE, RAIFFEISENBANK BLUDENZ-MONTAFON
b2 electronics bildet seit 2012 erfolgreich Lehrlinge aus und investiert mit einem Lehrlingsanteil von rund zehn Prozent stark in die eigene Zukunft. Wir sind uns sehr bewusst, worauf das rapide Wachstum, das unser Unternehmen in den vergangenen Jahren erfahren durfte, basiert – nämlich auf qualifizierten, spezialisierten und vor allem motivierten Mitarbeitenden. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt für unseren Erfolg. Die Lehrausbildung ist ein nachhaltiger und erfolgreicher Weg, um Menschen langfristig für ein Unternehmen zu gewinnen. Die Lehre zeichnet sich für uns durch die Balance zwischen theoretischem Lernen und aktiver Umsetzung in vielen Bereichen innerhalb unseres Unternehmens aus. In ausgewählten Bereichen erfolgt die Ausbildung zudem in enger Zusammenarbeit mit OMICRON electronics, wodurch zusätzliche Impulse und Perspektiven entstehen. Wir schaffen ein Umfeld, in dem Lehrlinge ihre Stärken nicht nur entdecken, sondern auch entfalten können. Viele Ausbildungsbetriebe haben den hohen Stellenwert von Fachkräften erkannt, die im eigenen Unternehmen ausgebildet wurden. Entsprechend groß ist die Bereitschaft, gezielt Ressourcen in die Lehrlingsausbildung zu investieren. Die Zeiten, in denen Lehrlinge als günstige Arbeitskräfte betrachtet wurden, sind längstvorbei. Der Bildungsweg Lehre eröffnet heute zahlreiche Möglichkeiten, sich individuell weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und eine Karriere zu gestalten, der mit Leidenschaft nachgegangen werden kann. Im Austausch mit anderen Ausbilder:innen wird mir diese positive Entwicklung immer wieder bestätigt.
Daniela Knünz ist für das Lehrlingswesen bei Gebrüder Weiss zuständig.
Für viele Jugendliche ist die Berufswahl eine Herausforderung. Die Welt steht ihnen offen, die Möglichkeiten scheinen grenzenlos – und genau das macht die Orientierung oft schwer. Aus meiner Sicht gehört die Lehre zu den besten Entscheidungen, die junge Menschen in Vorarlberg treffen können: Sie verbindet praxisnahes Arbeiten mit schulischem Lernen und führt Schritt für Schritt in ein selbstständiges Berufsleben. Genau das ist uns auch bei Gebrüder Weiss wichtig: die Lehrlinge an die Hand zu nehmen und ihnen gezielte Impulse für ihre weitere berufliche Zukunft zu geben. Natürlich ist uns die Vermittlung von fundiertem Fachwissen wichtig, denn wir brauchen gut ausgebildeten Logistiknachwuchs – gleichzeitig legen wir aber großen Wert darauf, junge Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten, versteckte Potenziale zu entdecken und zu fördern. Wer bei uns eine Lehre macht, wird intensiv betreut, von Anfang an in Arbeitsprozesse eingebunden und profitiert vom Wissen erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Unser Slogan „GW moves your future“ kommt nicht von ungefähr – bei uns ist vieles möglich. Viele unserer Führungskräfte haben ihre Karriere als Lehrlinge begonnen. Und nicht zu vergessen: Vorarlberg ist ein starker Wirtschaftsstandort, mit global erfolgreichen Unternehmen und einem hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Eine Lehre ist eine gute Investition in eine starke berufliche Zukunft – davon bin ich überzeugt.
Michael Gager ist Personalmanager der Raiffeisenbank Bludenz-Montafon.
Warum hat die Lehre in Vorarlberg Zukunft? Weil sie kein Plan B ist, sondern ein eigenständiger, starker Karriereweg. Ich habe selbst erlebt, wie sehr praxisnahes Lernen motiviert. In der Schule fehlte mir oft der Bezug zur Realität. In der Lehre konnte ich Wissen sofort anwenden – und plötzlich machte Lernen Sinn und Freude. Gerade in den Raiffeisenbanken zeigt sich die Stärke dieses Systems: Lehrlinge durchlaufen alle Abteilungen, verstehen Zusammenhänge und entwickeln ein vernetztes Denken. Sie kennen Prozesse aus unterschiedlichen Perspektiven – ein klarer Vorteil gegenüber rein schulischen Ausbildungen. Viele ehemalige Lehrlinge sind heute tragende Säulen der Betriebe. Das schafft Loyalität, Stabilität und nachhaltige Personalentwicklung. Für mich persönlich war die Lehre ein Wendepunkt. Ich habe die Freude am Lernen wiederentdeckt – eine Neugier, die mich bis heute begleitet. Entwicklung verläuft nicht linear. Ich habe erst später studiert und gemerkt: Was zählt, ist nicht der schnellste Weg, sondern der passende. Eltern möchte ich Mut machen: Nicht jedes Kind muss die Matura machen. Meine eigenen Söhne zeigen, wie unterschiedlich Wege verlaufen können – und wie wichtig es ist, junge Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu unterstützen. Erfolg entsteht dort, wo Interesse, Praxis und Persönlichkeit zusammenfinden. Die Lehre in Vorarlberg verbindet genau das – und hat deshalb Zukunft.
SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 26
LEHRE
PERRINE GETZNER
Betriebliche Nachhilfe gewinnt an Bedeutung
Der beste Start ins Berufsleben Die Lehre war für mich nie eine zweite Option, sondern eine bewusste Entscheidung. Sie ermöglicht jungen Menschen einen frühen Einstieg ins Berufsleben und schafft ein starkes Fundament für die Zukunft.
Perrine Getzner, Leitung Personalentwicklung & Lehrlingsausbildung, Getzner Textil AG
Für mich war immer klar, dass ich eine Lehre machen möchte. Ich wollte früh ins Berufsleben einsteigen, praktisch arbeiten und Verantwortung übernehmen. Die bereichsübergreifende Arbeit hat meinen Blick früh geweitet und hilft mir bis heute Zusammenhänge schneller zu verstehen und ganzheitlich zu denken. Jedes Jahr starten bei Getzner Textil Lehrlinge, in denen ich diesen Tatendrang wiedererkenne. Sie lernen nicht nur einen Beruf, sondern entwickeln ein tiefes Verständnis für hochwertige Textilien, komplexe Produktionsprozesse und nachhaltiges Wirtschaften. Sie arbeiten früh mit modernen Technologien, übernehmen Verantwortung und erleben, wie ihr Beitrag zur Qualität und zum internationalen Erfolg unserer Produkte beiträgt. Eine Lehre ist mehr als nur eine Ausbildung. Sie legt den Grundstein für eine berufliche Laufbahn und eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zu Führungspositionen. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, die Lehre attraktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln: durch neue Berufsbilder, zusätzliche Bildungswege sowie die gezielte Stärkung persönlicher und digitaler Kompetenzen. Getzner Textil investiert deshalb bewusst in eine ganzheitliche Lehrlingsausbildung, die Fachkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und Perspektiven verbindet. Genau darin liegt die Zukunft der Lehre in Vorarlberg: Sie ist kein Ausbildungsweg von gestern, sondern ein starkes Fundament für die Arbeitswelt von morgen.
U
m diesen Defiziten zu begegnen, setzen zahlreiche Betriebe in Vorarlberg verstärkt auf betrieblicheNachhilfeundzusätzlicheLernangebote. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die jungen Menschen während ihrer Lehrzeit gezielt zu unterstützen und ihnen den erfolgreichen Abschluss der Berufsschule sowie der Lehre zu ermöglichen. Dabei setzenvieleUnternehmen auf flexible Modelle. „Unser Ansatz ist es, Nachhilfe individuell und bedarfsgerechtanzubieten–malalsEinzelunterricht, mal als Gruppeneinheiten“, berichtet Gerald Spieler, Ausbildungsleiter bei Alpla aus der betrieblichen Praxis. Neben der Vermittlung fachlicher Inhalte geht es dabei auch um die persönliche Entwicklung: „Besonders wichtig ist uns, dass die Nachhilfe nicht nur das fachliche Know-how fördert, sondern auch das Selbstvertrauen und die am Anfang der Lehre auch einen kleinen Test, der Motivation der Lehrlinge stärkt.“ das oft bestätigt.“ Ziel sei es, die Lehrlinge gezielt Oft wird die Unterstützung direkt im Unterneh- zuunterstützenundvorhandeneLückenmöglichst men organisiert. „Wir früh zu schliebauen auf interne Unßen. Gleichzeitig terstützung durch unwäre eine solide„Unser Ansatz ist es, sere engagierten Ausre Basis aus der Nachhilfe individuell bilder:innen und Schulzeit hilfKolleg:innen“, sagt reich: „Wir versuund bedarfsgerecht Spieler. Die zusätzlichen natürlich, anzubieten.“ chen Lernangebote dasBeste herausGerald Spieler werden dabei bewusst zuholen. Aber Ausbildungsleiter Alpla als langfristige Investivieles würde sich tion gesehen: „Insgevereinfachen, samt sehen wir das Thema als eine Investition in wenn das eine oder andere aus dem Effeff bedie Zukunft unserer Lehrlinge. Es ist uns wichtig, herrscht würde.“ jedem Lehrling die bestmöglicheGrundlage zu bieten, um erfolgreich ins Berufsleben zu starten.“ Ähnliche Signale aus den Berufsschulen Auch aus der Berufsschule kommen ähnliche Fixer Bestandteil derAusbildung Rückmeldungen. „Die Rückmeldungen der BerufsDassderBedarfvorhandenist,bestätigtauchdie schullehrer bestätigen, dass oft sehr viel BasiswisErfahrung aus der Industrie. Manuel Strasser, Aus- senfehlt“,sagtStrasser.Umsowichtigerseies,dass bildungsleiter beim Seilbahnhersteller Doppel- Betriebe ergänzende Lernangebote schaffen und mayr, erklärt, dass Nachhilfe bereits ein fixer ein junge Menschenwährend ihrerAusbildung begleiBestandteil der Lehrlingsausbildung ist. „Ja, wir ten. Betriebliche Nachhilfe entwickelt sich damit bieten Nachhilfe an.Wir haben dafür eine Lehrper- zunehmend zu einem wichtigen Baustein moderson in Teilzeit angestellt – etwa einen halben Tag ner Lehrlingsausbildung. Sie hilft nicht nur, schupro Woche“, erklärt Strasser. Der Bedarf zeigt sich lische Defizite auszugleichen, sondern stärkt auch lautStrasserbereitszuBeginnderAusbildung.„Wir Motivation,SelbstvertrauenundZukunftschancen haben das Gefühl, dass viele die Grundkenntnisse der Lehrlinge – und sichert damit langfristig qualinicht ganz verstanden haben. Deshalb machen wir fizierte Fachkräfte für die Unternehmen.
FOTO: GETTYIMAGES
FOTO: NINA BRÖLL
Nachhilfe. Immer mehr Unternehmen sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass Lehrlinge nach der Pflichtschule mit Lücken in grundlegenden Fächern wie Deutsch oder Mathematik in die Ausbildung starten.
27 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
SCHWERPUNKT LEHRE
INTERVIEW BRAUTECHNIKER SIMON MAIER
Fasziniert von Tradition und Hightech Vom Bier-Fan zum Brauer: Simon Maier hat im vergangenen Jahr seine Lehre zum Brau- und Getränketechniker bei der Mohrenbrauerei abgeschlossen.
FOTO: M.CURIN
Wie bist du zu deinem Lehrberuf gekommen? Nach der Mittelschule Hittisau habe ich zuerst als Biathlet das Ski-Gymnasium in Stams besucht. Nach drei Jahren habe ich abgebrochen und danach die Bezauer Wirtschaftsschule abgeschlossen. Anschließend habe ich meinen Zivildienst bei der Rettung in Was Simon am besten gefällt, ist die Kombination aus traditionellem Egg absolviert und hatte Handwerk und modernster Technik. danach absolut keine Ahnung, was ich machen sollte. Über ein Inserat im Gemeineindeblatt habe ich dann gesehen, dass die Mohrenbrauerei Brau- und Getränketechniker sucht. Das habe ich mir dann angeschaut, obwohl ich gar nicht wusste, was für ein Beruf das sein soll. Ich habe mich zum Schnuppern gemeldet und es hat wie die Faust aufs Auge gepasst!
Zur Person Simon Maier (23), hat 2025 seine Lehre als Brau- und Getränketechniker bei der Mohrenbrauerei in Dornbirn erfolgreich abgeschlossen. Viele Infos zu diesem und weiteren spannenden Lehrberufen finden Sie unter: www.lehre-vorarlberg.at
Was hat dich so begeistert? Die Kombination aus traditionellem, eigentlich altmodischem Handwerk mit modernsterTechnik war und ist absolut faszinierend für mich. Es ist einfach sensationell, was da alles passiert! Zudem habe ich mich schon immer für Bier interessiert und Mohrenbräu ist eine bekannte Marke. Überrascht und begeistert hat mich aber auch das junge Team, was in der Brauereiszene nicht üblich ist. Welche Aufgaben hat ein Brau- und Getränketechniker? Um es kurz zu sagen: Wir brauen Bier. Wir begleiten die Grundzutaten Hopfen, Malz, Wasser und Hefe von ihrem Rohzustand bis zum Abfüllen in die Flaschen. Ob zum Start im Sudhaus mit der Produktion der Maische, bei der Temperaturkontrolle im Gärkeller, beim Ernten der Hefe, Umfüllen und Reinigen der Tanks. Die Überwachung der Schaltzentrale, die Bedienung dervollautomatisierten Prozesse sowie das Proben entnehmen und Messungen vornehmen gehört zu unseren Arbeitsaufgaben. Es ist ein an sich simpler, aber insgesamt doch komplexer Prozess. Und genau das fasziniert mich so am Beruf. Ich vergleiche das auch gerne mit einem ana-
log geführten Computerspiel: Wo muss wann welches Ventil geöffnet und geschlossen werden? Was davon gefällt dir am besten? Der Gärkeller ist meine Lieblingsabteilung, hier habe ich während meiner Lehrzeit die meiste Zeit verbracht, hier arbeite ich auch am besten. Der chemische Part der Gärung, wenn aus dem Zucker der Würze Alkohol und Kohlensäure entstehen, begeistert mich immer wieder aufs Neue. Aber die Arbeit macht mir generell viel Spaß. Ich wollte während der Lehre jeden Tag mehr darüber erfahren und wenn man sich für etwas interessiert, passierte auch das Lernen nebenbei, weil es sich nicht nach Lernen anfühlt. Du hast die Lehre bereits abgeschlossen, aber was war das Highlight deiner Ausbildung? Es wird zwar zur Routine, aber das erste selbst produzierte, abgefüllte und dann ins Glas gegossene Bier vergisst man nicht! Aber auch die Schulzeit und das Lob von Vorgesetzten waren schöne Momente. Wie sieht es mit dem Thema Weiterbildung aus? Den Biersommelier machen bei uns alle Lehrlinge im dritten Lehrjahr – da kenne ich auch keine andere Brauerei, die das macht. Diese Sensorik- bzw. GeschmacksKenntnisse brauche ich auch für meine Arbeit. Welche Eigenschaften sollten Brau- und Getränketechniker haben? Die Arbeitsmoral ist sehr wichtig – die Bierherstellung ist ein Handwerk. Bier sollte man auf jeden Fall mögen, ansonsten müsste man den Beruf bei einem Fruchtsafthersteller ausüben. Man muss genau arbeiten und gerade im Sommer kann es auch körperlich sehr anstrengend sein. Dein Tipp für alle Lehrstellensuchenden derzeit? Schaut euch nicht nur Lehrstellenportale online an, sondern blättert auch Zeitungen durch. Seid offen für alles und lasst euch auch auf Berufe ein, die ihr zwar nicht kennt, die aber interessant klingen. Danke für das Gespräch! Markus Curin
SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 28
SAMUEL FEUERSTEIN
LEHRLINGSSTELLE DER WKV
Karriere, die bei der Lehre beginnt
Lehre: Frauen in Führung bringen
Geschäftsführer Samuel Feuerstein erzählt davon, wie die Lehre beim Dorfinstallateur Perspektive schafft.
In einer Zeit, in der viele junge Menschen unsicher auf ihre berufliche Zukunft blicken, braucht es Unternehmen, die klare Perspektiven schaffen. Für uns ist die Lehre deshalb weit mehr als ein Ausbildungsweg – sie ist der Beginn einer echten Entwicklungsmöglichkeit. Ein zentraler Bestandteil dabei ist unser „Dorf-Modell“. Dabei arbeiten selbstständig organisierte Profiteams, die von einem Teamleiter:innen geführt werden und eigene Mitarbeitende, Kunden sowie Ergebnisverantwortung tragen. Diese Struktur schafft Nähe, Verantwortung und unternehmerisches Denken, schon früh in der beruflichen Laufbahn. Besonders wichtig: Viele unserer heutigen Teamleiter:innen haben ihre Karriere als Lehrlinge bei uns begonnen. Das zeigt jungen Menschen ganz konkret, dass Engagement und Entwicklung tatsächlich zu neuen Chancen führen können. Aktuell bilden wir beim Dorfinstallateur 44 Lehrlinge aus. In diesem Jahr werden wir bewusst weniger Lehrlinge aufnehmen als im vergangenen. Unser Ziel ist es, die hohe Qualität der Ausbildung sicherzustellen. Denn eine gute Lehre braucht Zeit, Aufmerksamkeit und engagierte Ausbilder:innen. Wenn Ausbildung ernst genommen wird, entsteht mehr als Fachwissen – es entsteht Perspektive. Und genau diese Perspektive möchten wir jedem Lehrling in unserem Unternehmen bieten.
FOTO: WEISSENGRUBER & PARTNER FOTOGRAFIE
Samuel Feuerstein ist Geschäftsführer beim Dorfinstallateur.
Kick-off. Erfolgreicher Workshop der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg: Weil Fachkräftesicherung weibliche Führungskräfte braucht.
I
m Rahmen eines neuen Projekts der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), initiiert im Auftrag von Gudrun Petz-Bechter (Direktor Stellvertreterin in der WKV) und Roland Paterno (Leiter der Lehrlingsstelle der WKV), wurde ein zentrales Zukunftsthema aufgegriffen: Wie können junge Frauen in unterschiedlichen Lehrberufen frühzeitigVerantwortung übernehmen und gezielt in Richtung Führung entwickelt werden? Potenziale gezielt fördern Gemeinsam mit Vertreterinnen aus verschiedenen Sparten der Wirtschaftskammer wurden die aktuellen Rahmenbedingungen analysiert, denen junge Frauen in der
Lehr(lings)ausbildung begegnen. Die Teilnehmerinnen waren sich einig: Motivation und Talent sind vorhanden. Nun gilt es, geeignete Rahmenbedingungen zu gestalten und wirksame Formate zu entwickeln, die diese Potenziale gezielt fördern. Mehr weibliche Sichtbarkeit Im Zentrum steht ein strukturierter Innovationsprozess nach dem Design-Thinking-Ansatz, moderiert und begleitet von Janine Nagel-Fischer und Sandra Finkstein. Ziel ist es, konkrete und umsetzbare Lösungen für mehr weibliche Sichtbarkeit und Verantwortung zu erarbeiten. Damit sollen praxisnahe Maßnahmen entwickelt und die Rahmenbedingungen für weibliche Führungskräfte nachhaltig verbessert werden.
SCHNUPPERLEHRE
Mit der Schnupperlehre die Arbeitswelt entdecken Die Frage „Wo genau soll es für mich beruflich hingehen?“ ist bei dem großen Angebot an Berufen und Branchen nicht leicht zu beantworten. Eine Schnupperlehre kann helfen.
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azu kommt der Druck, die „richtige“ Entscheidung für die Zukunft zu treffen. Die Schnupperlehre bietet in dieser Phase der Berufsorientierung Gelegenheit für einen ersten Einblick in die Arbeitswelt: Im Rahmen einer Schnupperlehre haben Jugendliche die Möglichkeit, Lehrberufe direkt in einem Unternehmen kennenzulernen und ihre persönlichen Berufsvorstellungen mit der beruflichen Realität vor Ort abzugleichen. Die Schnupperlehre bietet verschiedene Möglichkeiten an: Individuelle Berufsorientierung während der Schulzeit: • für alle Schüler:innen der 8. Schulstufe allgemeinbildender sowie berufsbildender mittlerer und höherer Schulen • individuell für einzelne Schüler:innen möglich • bis zu fünf Tage unterrichtsfrei • der Klassenvorstand erteilt die Erlaubnis dazu • die Initiative geht von den Eltern aus
Individuelle Berufsorientierung außerhalb der Schulzeit • für alle Schüler:innen ab der 8. Schulstufe • an bis zu 15 Tagen in den Ferien möglich • Schüler:innen sind über die Schule unfallversichert • die Eltern müssen zustimmen • im Betrieb muss es eine geeignete Aufsichtsperson geben Schulveranstaltung bzw. schulbezogene Veranstaltung • für Schüler:innen im 8., 9., 10. Schuljahr • alle Schüler:innen einer Klasse dürfen gleichzeitig schnuppern • die Schüler:innen sollen die Betriebe, die sie kennenlernen möchten, selbst finden • Ansprechpartner:innen sind die Lehrpersonen
Hier finden Sie Videos von Jugendlichen zum Thema Schnuppern.
WIFI
vorarlberg
Die Zeitung der Wirtschaftskammer Vorarlberg
81. Jahrgang • 13. März 2026 • Nr. 5
AUS- UND WEITERBILDUNG
Weiterbildung als Erfolgsfaktor Der Fachkräftemangel bleibt das größte Risiko für den Mittelstand. Gezielte Weiterbildung wird zur entscheidenden Zukunftsstrategie für Unternehmen. Das aktuelle EY Mittelstandsbarometer zeigt ein klares Bild: Der Fachkräftemangel bleibt das größte Risiko für Österreichs Mittelstand. 32 Prozent der Unternehmen sehen darin eine sehr große Gefahr für ihre Entwicklung. 71 Prozent berichten von Schwierigkeiten, ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, mehr als jedes zweite Unternehmen hat offene Stellen. Gleichzeitig steigen die Rekrutierungskosten, während Umsatzpotenziale ungenutzt bleiben.
Urheber: stock.adobe.com, studio22.com
Externe Rekrutierung allein reicht nicht mehr aus Die Zahlen machen deutlich, dass es sich nicht um ein vorübergehendes Phänomen handelt, sondern um ein strukturelles Problem. 84 Prozent der Betriebe rechnen in den kommenden Jahren mit einer weiteren Verschärfung der Situation. Externe Rekrutierung allein reicht daher nicht mehr aus, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Das Thema Weiterbildung rückt damit ins Zentrum strategischer Unternehmensentscheidungen. 97 Prozent der befragten Betriebe setzen bereits Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, allen voran die Intensivierung der Aus- und Weiterbildung des bestehenden Personals.
Die gezielte Qualifizierung eröffnet die Möglichkeit, interne Potenziale zu nutzen, Mitarbeitende auf neue Aufgaben vorzubereiten und Produktivität trotz Personallücken zu sichern. Kompetenzen gezielt ausbauen, Wettbewerbsfähigkeit sichern Gerade in Bereichen wie Produktion, IT, Projektmanagement oder Vertrieb, in denen besonders viele Vakanzen bestehen, schafft systematische Weiterbildung konkrete Lösungen. Sie stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern erhöht auch die Attraktivität als Arbeitgeber und unterstützt die langfristige Mitarbeiter:innenbindung. WIFI Vorarlberg: starker Partner der Wirtschaft Als etablierter Weiterbildungspartner bietet das WIFI Vorarlberg ein breites Spektrum praxisnaher Qualifizierungen, von Fachkursen bis zu Führungskräfteprogrammen. In einem Umfeld, in dem offene Stellen zunehmend zum Wachstumshemmnis werden, wird Weiterbildung zu einer der entscheidenden Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
WIFI
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 30
INTERVIEW
Wir möchten das WIFI zu einem Lern-Ökosystem weiterentwickeln Im Interview spricht Christoph Jenny - seit 1. Jänner 2026 neuer Institutsleiter des WIFI Vorarlberg - über lebenslanges Lernen, Fachkräftemangel, neue Bildungsnetzwerke und auch darüber, warum Weiterbildung ein entscheidender Standortfaktor ist und wie das WIFI Menschen und Unternehmen in Sachen Aus- und Weiterbildung unterstützt. wecken und Perspektiven öffnen.Vorarlberg ist ein starker Standort mit engagierten Unternehmen, innovativen Köpfen und hoher Lebensqualität. Damit das so bleibt, brauchenwir Menschen, die sich einbringen, neugierig bleiben und Veränderungen mutig angehen. Das WIFI soll sie auf diesem Weg mit Angeboten, die auf die aktuellen Herausforderungen der Unternehmen und der Gesellschaft eingehen, begleiten.
FOTO: WEINWURM FOTOGRAFIE
Sie sagen, Bildung endet nicht mit einem Abschluss. Warum ist lebenslanges Lernen heute eine zentrale Voraussetzung, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern? Abschlüsse sind wichtig, aber sie reichen heute allein nicht mehr aus. Technologien, Arbeitsprozesse und Märkte verändern sich in hoher Geschwindigkeit. Wer hier Schritt halten will, muss sich immer wieder neues Wissen aneignen. Gerade für einen exportorientierten, technologieaffinen Standort wie Vorarlberg ist das entscheidend. Innovation entsteht dort, wo neues Wissen aus Bildung und Forschung in die Praxis kommt.
Christoph Jenny ist seit 1. Jänner 2026 neuer Institutsleiter des WIFI Vorarlberg.
Herr Jenny, Sie haben zu Jahresbeginn die Leitung des WIFI Vorarlberg übernommen. Mit welchem Anspruch treten Sie an, wenn es um die Zukunft des Wirtschafts- und Bildungsstandorts Vorarlberg geht? Wir möchten das WIFI Vorarlberg weiterentwickeln von einer klassischen Bildungseinrichtung hin zu einem „Lern-Ökosystem Wirtschaft und Zukunft“. Dabei geht es vor allem auch darum, neue Netzwerke mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder anderen Bildungseinrichtungen in der Region und darüber hinaus zu entwickeln. Wir wollen Menschen und Unternehmen dabei unterstützen, neugierig zu bleiben, Neues auszuprobieren und Zukunftsthemen aktiv mitzugestalten. Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern Begeisterung
Das EY Mittelstandsbarometer zeigt: Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen das größte Risiko, klassische Rekrutierung stößt zunehmend an ihre Grenzen. Warum wird Weiterbildung zum entscheidenden Hebel gegen diese Entwicklung? Der Fachkräftemangel ist nicht nur eine Zahl in einer Studie, er ist täglich spürbar. Ein großer Teil der heimischen Unternehmen hat Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden und leidet unter Ausfällen, höheren Rekrutierungskosten und produktiven Verlusten.Wenn die passenden Fachkräfte am Markt fehlen, muss die Antwort lauten:Wir entwickeln mehr eigene Fachkräfte. Genau hier kommt die Weiterbildung ins Spiel. Sie ermöglicht es Unternehmen, das Potenzial ihrer Mitarbeitenden zu heben und gezielt neue Kompetenzen aufzubauen: von der Grundqualifizierung bis zu hochspezialisierten Fähigkeiten, etwa in Automatisierungstechnik oder digitaler Produktion. Das reduziert Abhängigkeitvon einem engenArbeitsmarkt, erhöht die Bindung der Mitarbeitenden und stärkt die Innovationskraft.Wer heute klug in Qualifizierung investiert, sichert sich langfristig Wettbewerbsvorteile und macht sich als Arbeitgeber attraktiv. Sie verstehen das WIFI nicht nur als Bildungsanbieter, sondern als Zukunftsgestalter. Was bedeutet dieser Anspruch?
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WIFI
KI KURSPROGRAMM
Die KI-Akademie macht Unternehmen fit für den digitalen Wandel
Modular aufgebaute Weiterbildungen vermitteln Wissen, Orientierung und Sicherheit für den professionellen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Zukunft kann man nicht genau planen, aber man kann sich mit neuen Ideen, mutigen Projekten und mit starken Partnern gut darauf vorbereiten. Wir möchten Impulse setzen und Räume schaffen, in denen Zukunft entsteht. Dazu gehört, aktuelle Themen wie etwa etwa Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder neue Arbeitsformen frühzeitig aufzugreifen und daraus passende Lernangebote zu entwickeln. Das WIFI soll ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der Zusammenarbeit werden. Viele Unternehmen verlieren durch unbesetzte Stellen Umsatz und Innovationskraft. Wie kann das WIFI Vorarlberg Betriebe dabei unterstützen, Weiterbildung strategisch und nachhaltig einzusetzen? Weiterbildung darf keine Nebensache sein, die man „auch noch“ macht, wenn Zeit übrig bleibt. Sie mussTeil der Unternehmensstrategie werden.Von derAnalyse der vorhandenen Kompetenzen über die Planung bis zur Umsetzung maßgeschneiderter Entwicklungsprogramme begleitet das WIFI Betriebe auf diesem Weg. Dabei geht es nicht nur um einzelne Schulungen, sondern um eine langfristige Lernkultur. Wir helfen Unternehmen, Weiterbildung als Investition in die Zukunft zu verstehen. So kannWissen wachsen, innovative Ideen können entstehen und Betriebe bleiben auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig. Abschließend: Wo soll das WIFI Vorarlberg in fünf Jahren stehen? In fünf Jahren möchte ich, dass das WIFI Vorarlberg als starkes, offenes Netzwerk wahrgenommen wird. Als Ort, an dem Lernen, Wirtschaft und Zukunftsdenken ineinandergreifen. Wir wollen ein verlässlicher Partner sein, wenn es um dieWeiterentwicklung von Menschen, Unternehmen und der gesamten Region geht. Mein Wunsch ist, dass die Menschen sagen: „Beim WIFI passiert Zukunft.“ Dass dort neue Ideen entstehen, Kooperationen wachsen und Bildung Spaß macht. Wenn uns das gelingt, haben wir nicht nur gelernt, wir haben gemeinsam etwas bewegt. Vielen Dank für das Gespräch! Julia Schmid
Die KI Akademie bietet Kurse für den professionellen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
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nternehmen, die das Potenzial von KI gezielt nutzen, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile, vorausgesetzt technologische, rechtliche und ethischeAspekte werden gleichermaßen berücksichtigt. Mit einem praxisnahen und modular aufgebauten Ausbildungsprogramm vermittelt die KI-Akademie fundiertes Wissen und konkrete Handlungskompetenzen für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden lernen, KI-Technologien strategisch zu nutzen, Chancen und Risiken realistisch einzuschätzen sowie Datenschutz- und Ethikfragen sicher zu berücksichtigen. KI Programm WIFI Vorarlberg Der Einstieg erfolgt über den KI-Führerschein. In der Online-Lernstrecke KI-Basis werden grundlegende Kenntnisse zu KI, ihren Anwendungsfeldern sowie rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen vermittelt. Im anschließenden Präsenz-Intensivkurs „KI in der Wirtschaft“ erwerben die Teilnehmenden praxisorientiertes Know-how für den effizienten KI-Einsatz im Unternehmensalltag. Ergänzt wird das Programm durch frei wählbare KI-Praxiskurse, die individuelle Schwerpunkte ermöglichen. Für alle, die noch tiefer einsteigen möchten, bietet die KI-Akademie dieWeiterbildung zum bzw. zur zertifizierten KI-Beauftragten. In einer umfassendenAusbildungwerden Fach- und Umsetzungskompetenzen vermittelt, um KI-Projekte im Unternehmen professionell zu begleiten und zu steuern. Mit der KIAkademie erhalten Unternehmen und Fachkräfte das Rüstzeug, um die digitale Transformation verantwortungsvoll, rechtssicher und zukunftsorientiert zu gestalten.Weitere Informationen finden Sie über den QR-Code.
WIFI
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 32
INDUSTRIAL ENGINEERING
Unilehrgang für Techniker:innen Ein Info-Abend am 19. Juni 2026 im WIFI Campus Dornbirn informiert über Inhalte und Perspektiven des berufsbegleitenden Universitätslehrgangs „Industrial Engineering“.
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lobalisierung, Digitalisierung und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen verändern die Rahmenbedingungen für Industrie- und Produktionsbetriebe grundlegend. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen gezielt einzusetzen und gleichzeitig höchste Qualitätsstandards zu sichern. Industrial Engineering gewinnt in diesem Umfeld zunehmend an Bedeutung, da es technisches Know-how mit betriebswirtschaftlichem Denken verbindet.
Fundierte Ausbildung in vier Semestern Der viersemestrige Universitätslehrgang „Industrial Engineering“ amWIFIVorarlberg ist klar strukturiert und verbindet technische Grundlagen mit betriebswirtschaftlicher Vertiefung. Zu Beginn stehen konstruktive, fertigungstechnische und informationstechnologische Inhalte im Fokus, ergänzt durch Kommunikations- und Präsentationskompetenzen. Darauf aufbauend werden wirtschaftliche Steuerungsinstrumentewie Kostenrechnung, Controlling und Investitionsrechnung sowie Methoden des Projekt- und Qualitätsmanagements vermittelt. Im weiteren Verlauf rücken Produktions- und Montagetechnik, Prozessanalyse im Kontext von Industrie 4.0 sowie Themen wie Produktionslogistik, Simula-
Industrial Engineering verbindet technisches Know-how mit digitaler Prozessoptimierung und wirtschaftlichem Denken.
tion und Instandhaltung in den Mittelpunkt. Ergänzt wird dasCurriculum durch Management- und Führungsthemen. Das berufsbegleitende Konzept ermöglicht eine fundierte akademischeWeiterbildung parallel zur beruflichen Tätigkeit. Info-Abend im Juni Der Unilehrgang „Industrial Engineering“ am WIFI Vorarlberg wird in Kooperation mit derTUWien angeboten und startet im November 2026. Ein Info-Abend findet am 19. Juni 2026 um 17.30 Uhr imWIFIVorarlberg in Dornbirn statt.
INFO-ABEND Termin: 19.6.2026, 17.30 Uhr Ort: WIFI Vorarlberg, Dornbirn Anmeldung: Renate Lippitsch 05572/3894-453 lippitsch.renate@vlbg. wifi.at
SOMMELIÈR:E ÖSTERREICH
Die Faszination Wein mit allen Sinnen erleben Die Ausbildung „Sommelièr:e Österreich“ verbindet fundiertes Wissen mit gelebter Weinkultur. Der nächste Lehrgang startet am 20. April.
D „Obwohl ich beruflich nicht im Gastgewerbe tätig bin, war für mich klar: Ich möchte mein Wissen vertiefen und Wein auf fundierte, professionelle Weise besser verstehen.“ Annette Rigo
ie Ausbildung „Sommelière und Sommelier Österreich“ im WIFI Vorarlberg steht für fundiertes Fachwissen, sensorische Kompetenz und gelebteWeinkultur. Der Lehrgang vermittelt praxisnah umfassende Kenntnisse zu Rebsorten, Herkunft, Vinifikation und Speisenbegleitung. Dass die Ausbildung weit über die Gastronomie hinaus begeistert, zeigt das Beispiel von Absolventin Annette Rigo. Obwohl sie nicht im Gastgewerbe tätig ist, entschied sie sich aus persönlicher Leidenschaft für Wein für den Lehrgang. Wein sei für sie „weit mehr als nur ein Getränk, er ist ein Kulturgut voller Tiefe und Bedeutung“. Besonders beeindruckt habe sie die intensive Arbeit mit der Sensorik: „Je tiefer man eintaucht, desto mehr erkennt man, wie viel es noch zu entdecken gibt“.
Ausbildung für alle Weinliebhaber:innen DieAusbildung schärftWahrnehmung und Fachkompetenz gleichermaßen. Sie richtet sich an ambitionierte Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber ebenso wie an Fachkräfte, die ihre Beratungskompetenz auf ein neues Niveau heben möchten. INFOS Start: 20.4.2026, Beitrag: € 2.180 Trainingseinheiten: 140 Anmeldung: Susanne Koller 05572/3894-689 koller.susanne@vlbg. wifi.at
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WIFI
INTERVIEW
UNIVERSITÄTSLEHRGANG
Vom Praxisprofi zur strategischen Gestalterin
MBA: Karriere strategisch weiterdenken
Karin Peer, Absolventin des Unilehrgangs Business Manager:in.
FOTO: BEREITGESTELLT
Berufliche Entwicklung ist oft geprägt von mutigen Entscheidungen. Im Interview erzählt Karin Peer, wann der richtige Zeitpunkt war, einen Master zu machen und warum Frauen solche anspruchvolle Ausbildungen besonders sorgfältig abwägen.
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arin Peer blickt auf einen vielseitigen beruflichen Werdegang zurück, der von früher Führungsverantwortung, unternehmerischer Selbstständigkeit und bewussten Neuausrichtungen geprägt ist. Nach Stationen in unterschiedlichen Branchen führte sie ihr Weg vom Eventmanagement zur eigenen Agentur und schließlich an die Universität St. Gallen in den Bereich der Career & Corporate Services mit klarem Fokus auf Rekrutierungsevents an der Schnittstelle zwischen Studierenden und Arbeitgeber:innen. Frau Peer, gab es einen Moment in Ihrer beruflichen Laufbahn, an dem Ihnen klar wurde: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den nächsten Entwicklungsschritt in Form des MBA? Ja, diesen Moment gab es sehr klar. Nach vielen Jahren unternehmerischer Praxis, Führungsverantwortung und operativer Umsetzung kam mit der Schließung meinerAgentur eine Phase des Innehaltens. Mir wurde deutlich, dass ich mein stark praxisgeprägtes Profil um eine fundierte, strategische und betriebswirtschaftliche Perspektive erweitern möchte. Der Master war für mich kein Neustart, sondern ein bewusster Entwicklungsschritt. Was hat den Ausschlag gegeben, den MBA am WIFI Vorarlberg zu absolvieren?
Für mich waren mehrere Faktoren ausschlaggebend. Der Master musste berufsbegleitend absolvierbar sein und sich gut mit meiner beruflichen und privaten Realität vereinbaren lassen. Ich habe im Laufe meiner Karriere bereits mehrere Aus- und Weiterbildungen am WIFI absolviert und es dabei stets als sehr verlässlichen Partner erlebt. Diese durchgehend positiven Erfahrungen haben mein Vertrauen in das Programm zusätzlich gestärkt. Ein weiterer wichtiger Punkt war, dass ich keine Matura habe und das Studium ohne Universitätsreife möglich ist. Warum wägen gerade Frauen eine anspruchsvolle Weiterbildung besonders sorgfältig ab? Viele Frauen wägen Weiterbildungsentscheidungen besonders sorgfältig ab, da sie Zeit, Kosten, Auswirkungen auf ihr Umfeld und den eigenen Anspruch intensiv reflektieren. Dahinter steht weniger mangelnder Ehrgeiz als vielmehr ein hohes Verantwortungsbewusstsein und ein starkes Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit. Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen und auch mit den Erkenntnissen aus meiner Masterarbeit, in der ich mich mit strukturellen und individuellen Hürden von Frauen beschäftigt habe. Mir persönlich hat geholfen, meine Entscheidung nicht nur rational, sondern auch strategisch zu betrachten: als Investition in meineWirksamkeit und berufliche Entwicklung. Für wen ist der MBA Business Management aus Ihrer Sicht besonders geeignet? Weiterbildung ist für mich immer eine Investition in sich selbst, in die eigene Entwicklung und Zukunftsfähigkeit. Der MBA Business Management eignet sich besonders für Menschen, die bereits Verantwortung tragen oder sich bewusst darauf vorbereiten möchten. Jene, die ihre berufliche Erfahrung durch eine fundierte, solide betriebswirtschaftliche Ausbildung ergänzen wollen. Der Info-Abend ist eine gute Möglichkeit, ein Gefühl für die Inhalte zu bekommen. Man merkt dabei schnell, ob das Programm zur eigenen Lebensrealität passt.
Der MBA Business Manager:in richtet sich an Menschen, die Verantwortung übernehmen, Führung neu denken und ihre Karriere strategisch weiterentwickeln wollen.
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ieleerfahreneFach-undFührungskräfte kennen diese Phase: Jahre exzellenter Leistung im Job und dennoch die Frage, wie es weitergeht.Wie übernehme ich mehrVerantwortung? Wie treibe ich meine Karriere strategisch voran? Und wie kann ich meine Führungskompetenz wissenschaftlich fundiertuntermauern?GenauhiersetztderUniversitätslehrgangMBABusinessManager:in am WIFI Vorarlberg mit einem praxisorientierten, akademisch fundierten Programm an,dasambitionierteBerufstätigegezieltauf die Management-Ebene vorbereitet und das in drei wählbaren Spezialisierungen: BusinessManagement,HR-Management,People & Culture sowie IT-Management. Info-Abend: Der erste Schritt zur Entscheidung WersichfürdenMBABusinessManager:in interessiert, sollte den Info-Abend am 6. Mai nutzen. In dieser kompakten Online-Veranstaltung erfahren Interessierte Details zum Lehrgangsaufbau,zuInhalten,VoraussetzungenunddemberufsbegleitendenAblauf.Der Info-Abend bietet eine ideale Gelegenheit, denLehrgangimpersönlichenAustauschmit der Lehrgangsleitung und Absolvent:innen kennenzulernen.
ONLINE INFO-ABEND Termin: 6.5.2026, 17.30 - 19.30 Uhr Anmeldung: Marzellina Feurstein 05572/3894-459 feurstein.marzellina@ vlbg.wifi.at
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WIFI FRÜHJAHRSPROGRAMM
Kurse, die im Frühjahr starten Lust auf Weiterbildung? Das WIFI hat auch im Frühling zahlreiche Ausbildungen aus den Wissensgebieten Management, Persönlichkeit, Sprachen, Betriebswirtschaft, Informatik, Technik und auch Gesundheit im Programm.
Ausbildung zum/zur Energieeffizienzbeauftragten Der Lehrgang vermittelt praxisnahes Know-how zu Energieeffizienz, Energiemanagement und rechtlichen Grundlagen. Er qualifiziert Fachkräfte dazu, Unternehmen in den Bereichen Energieoptimierung und Energiedatenerfassung sowie bei den gesetzlichen Anforderungen nachhaltig zu unterstützen. Start: 29.4.2026 Ort: WIFI Vorarlberg, Dornbirn Trainingseinheiten: 40 Beitrag: € 1.210 Beratung: 05572/3894-469 kathan.tanja@vlbg.wifi.at
Coaching-Skills für Führungskräfte
Quereinsteiger:in im Reisebüro
Dieser Kurs vermittelt praxisbewährte Coaching-Methoden für Führungskräfte, stärkt Sozial- und Interventionskompetenzen und befähigt dazu, Team-Dynamiken zu steuern, Konflikte wirkungsvoll zu lösen und so die eigene Führung nachhaltig zu stärken. Start: 7.5.2026 Ort: Viktorsberg Trainingseinheiten: 36 Beitrag: € 1.250 Beratung: 05572/3894-459 feurstein.marzellina@vlbg.wifi.at
Der Lehrgang bietet fundiertes Basiswissen zu Tourismus sowie Destinationsmanagement und bereitet gezielt auf Tätigkeiten als Reisebüroassistent:in oder bei Veranstaltern vor. Ideal für Personen, die die Branche wechseln wollen oder tourismusinteressierte Berufseinsteiger:innen. Start: 28.4.2026 Trainingseinheiten: 88 Beitrag: € 1.965 Beratung: 05572/3894-536 kilic.gamze@vlbg.wifi.at
WIFI WERKMEISTERSCHULE
WIFI-Werkmeisterschule: Der erste Schritt zum Erfolg Im April starten im WIFI Vorarlberg in Dornbirn die Vorkurse für die Werkmeisterschule in den Fachbereichen Kunststofftechnik sowie Bio- und Lebensmitteltechnologie.
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Absolvent:innen der Werkmeisterschule sind in der Wirtschaft sehr gefragt.
erufliche Weiterbildung wird gerade in Zeiten von Digitalisierung und Automatisierung immer wichtiger. Die WIFI-Werkmeisterschule bietet Fachkräften die perfekte Basis, um den beruflichen Aufstieg in die Führungsebene zu schaffen. Für einen erfolgreichen Einstieg in dieAusbildung hat das WIFI Vorarlberg im April und Mai zwei spezielle Vorkurse im Angebot: „Kunststofftechnik“ und „Biound Lebensmitteltechnologie“. Diese Kurse schaffen eine solide Grundlage für den Besuch der jeweiligen Werkmeisterschule und ebnen den Weg für eine erfolgreiche Karriere.
Vorbereitung auf die Werkmeisterschule DieVorkurse richten sich an Fachkräfte, die sich auf die anspruchsvolle Werkmeisterausbildung optimal vorbereiten möchten. Sie vermitteln grundlegende mathematisches Kenntnissewie Bruch- und Prozentrechnen, Rechnen mit Variablen, einfache Gleichungen sowie Pythagoras und Arithmetik. Ein positiver Abschluss des Vorkurses ist verpflichtend für die Zulassung zur eigentlichen Werkmeisterausbildung. Die Inhalte der Vorkurse sind praxisorientiert und gezielt auf die Anforderungen der Werkmeisterschule abgestimmt. Die Teilnehmer:innen profitieren von ei-
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Professionelles Office Management Dieser Kurs zeigt praxisnahe Lösungen für strukturiertes Arbeiten, Selbst- und Büroorganisation, effizientes Dokumentenmanagement und reibungslose Informationsweitergabe im modernen Büroalltag. Start: 23.4.2026 Trainingseinheiten: 48 Beitrag: € 1.495 Beratung: 05572/3894-475 amann.margreth@vlbg.wifi.at
WIFI
Japanisch für die Reise
WIFI Netzwerkadministrator:in
Souverän mit Beschwerden umgehen
Der Kurs „Japanisch für die Reise“ vermittelt spielerisch alltagsnahen Wortschatz und sprachliche Strukturen, nimmt typische Reisesituationen von Flughafen bis Restaurant in den Fokus und ermöglicht ohne Vorkenntnisse einen ersten Einstieg in die Sprache. Start: 18.5.2026 Trainingseinheiten: 24 Beitrag: € 333 Beratung: 05572/3894-472 holzer.carmen@vlbg.wifi.at
Der Lehrgang WIFI-Netzwerkadministrator:in ist eine praxisnahe Ausbildung in Netzwerkgrundlagen, Betriebssystemen und Internetanbindung, er stärkt IT-Kompetenzen und qualifiziert für verantwortungsvolle Aufgaben. Termin: 22.5.2026 Trainingseinheiten: 104 Beitrag: € 3.050 Beratung: 05572/3894-463 braendle.rosi@vlbg.wifi.at
Dieser praxisnahe Kurs vermittelt Methoden für deeskalierende Kommunikation, professionelles Beschwerdemanagement und den Umgang mit Kritik. Die Sicherheit in herausfordernden Gesprächssituationen wird gesteigert, was sich positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkt. Start: 16.4.2026 Trainingseinheiten: 8 Beitrag: € 330 Beratung: 05572/3894-475 amann.margreth@vlbg.wifi.at
TERMINE
Vorkurse für WIFI Werkmeisterschulen
nem umfassenden Einblick in relevanteThemenbereicheunderlangendasnotwendigeWissen,umanschließend erfolgreich ins erste Semester zu starten. Vorteile für die berufliche Karriere Absolvent:innen der Werkmeisterschule sind in der Wirtschaft höchst gefragt. Sie sind nicht nur Fachleute in ihrem Bereich, sondern auch in der Mitarbeiter- und Lehrlingsführung geschult. Mit der Werkmeisterausbildung stehen vielfältige Karrieremöglichkeiten offen: vom Aufstieg ins mittlere Management bis hin zu anspruchsvollen Aufgaben in
der Arbeitsvorbereitung oder Prozesstechnik. Die Vorkurse legen den Grundstein für diese Perspektiven und helfen den Teilnehmenden, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Jetzt informieren und durchstarten Um sich berufsbegleitend auf die Anforderungen der Werkmeisterschule vorzubereiten sind die Vorbereitungskurse ideal. Weitere Informationen sind auf www.vlbg.wifi.at zu finden.
Vorkurs WMS für Bio- und Lebensmitteltechnologie: Start: 20.4.2026, WIFI Vorarlberg, Dornbirn Anmeldung: Tanja Kathan 05572/3894-469 kathan.tanja@vlbg.wifi.at Vorkurs WMS Kunststofftechnik: Start: 11.5.2026, WIFI Vorarlberg, Dornbirn Anmeldung: Renate Lippitsch 05572/3894-453 lippitsch.renate@vlbg.wifi.at
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DIPLOMLEHRGANG
DAF/DAZ LEHRGANG
Einkaufsmanagement als Erfolgsfaktor
Diplomlehrgang für Sprachtrainer:innen
Neu. Der Diplomlehrgang Einkaufsmanagement am WIFI Vorarlberg qualifiziert Teilnehmende ab 7. April 2026 für strategische Schlüsselrollen im Einkauf.
Ein kostenloser Info-Abend am 19. Mai 2026 informiert über den praxisnahen Diplomlehrgang Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache.
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ie Nachfrage nach qualifizierten Lehrkräften für Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache wächst stetig. Um InteressiertendenEinstiegindiesesspannendeBerufsfeldzuerleichtern,bietetdasWIFIVorarlberg einen umfassenden Diplomlehrgang zur Ausbildung als DaF/DaZ-Trainer:in an.
Strategisches Einkaufsmanagement ist die Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
D
er Einkauf hat sich vom operativen Bestellwesen zum strategischen Schlüsselfaktor entwickelt. Globale Lieferketten, volatile Märkte und steigender Kostendruck verlangen nach professionellem Einkaufsmanagement mit Weitblick. Unternehmen, die ihren Einkauf strategisch ausrichten, sichern Wettbewerbsvorteile, reduzieren Risiken und steigern nachhaltig ihre Ertragskraft. Mit dem neuen Diplomlehrgang Einkaufsmanagement erweitert das WIFI Vorarlberg seinAngebot gezielt um eine praxisorientierte Qualifizierung für diese verantwortungsvolle Schlüsselposition. Strategisches Know-how für Führungsaufgaben Der Diplomlehrgang richtet sich an Absolvent:innen des Lehrgangs Einkauf sowie an erfahrene Fach- und Führungskräfte aus Einkauf, Logistik und Supply Management. Vermittelt werden unter anderem Kompetenzen in strategischer Einkaufsorganisation, Supply Chain Management, Einkaufscontrolling, Risikomanagement, Global Sourcing sowie Führungs- und Verhandlungskompetenz. Projektarbeiten und praxisnahe Fallbeispiele ermöglichen den unmittelbaren Trans-
fer in den Berufsalltag. Der Lehrgang startet am 7. April 2026 in Dornbirn und schließt mit dem WIFI-Diplom ab. Durchgängiger Bildungsweg im Einkauf Der Diplomlehrgang ist Teil eines umfassenden WIFI-Angebots im Bereich Einkauf und Einkaufsmanagement. Dieser reicht vom Lehrgang Einkauf über kompakte Praxiskurse wie Strategischer Einkauf, Lieferantenmanagement, Global Sourcing oder Preispolitik im Einkauf bis hin zu spezialisierten Angeboten wie Verhandlungstraining oder Recht für den Einkauf. Damit bietet das WIFI Vorarlberg vom Einstieg bis zur strategischen Führungsebene durchgängige Ausbildungswege.
INFOS Start: 17.4.2026, Ort: WIFI Dornbirn Trainingseinheiten: 142 Beitrag: € 4.090 Anmeldung: Carmen Loacker 05572/3894-465 loacker.carmen@vlbg. wifi.at
Inhalte, die direkt aus der Praxis kommen Im Zentrum des Diplomlehrgangs steht der didaktisch fundierte Erwerb von Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Unterrichtstätigkeit erforderlich sind. Die Teilnehmenden lernen, wie sie Sprachunterricht abwechslungsreich, zielgruppenorientiert und effizient gestalten.Themenwie Spracherwerbstheorien, Methodik,Grammatikvermittlung und interkulturelle Aspekte werden praxisnah vermittelt. Kostenloser Info-Abend am 19. Mai Der Diplomlehrgang richtet sich an Personen mit Freude an Sprache, Pädagogik und kultureller Vielfalt. Er bietet nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch eine solideBasisfüreineTätigkeitinBildungseinrichtungen, Integrationsprojekten oder der Erwachsenenbildung. Beim kostenlosen Info-Abend am 19. Mai 2026 um 18.30 Uhr im WIFI Dornbirn erhalten Interessierte einen Einblick in den Lehrgang, lernen die Trainer:innen kennen und können individuelle Fragen stellen. Eine Anmeldung zum InfoAbendisterforderlich. Alle Informationen und Anmeldung sind über den QR-Code möglich.
SCHWERPUNKT LEHRE
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LEHRE IN VORARLBERG
Der Lehre ein Gesicht geben
Mit hunderten Lehrlingsinterviews und zahlreichen Projekten setzt sich der Verein „Lehre in Vorarlberg“ für das Image der Lehrausbildung ein.
Gesichter der Lehre Ein Kernelement der Kommunikation desVereins sind auch die wöchentlich veröffentlichten Lehrlings-Interviews. Seite 2023werden im Rahmen einer redaktionellen Kampagne in den Vorarlberger Nachrichten Lehrlinge, Berufe undAusbildungsbetriebevorgestellt. „Wer soll bei über 200 Lehrberufen schon den Überblick behalten? Wir möchten jedem Beruf und der Lehre selbst ein VorarlbergerGesicht geben und dieGeschichte erzählen, die hinter der Ausbildung steckt. Denn so können wir nicht nur die enorme Lehrberufs-Vielfalt aufzeigen, sondern auch die Möglichkeiten, die eine Lehrausbildung bieten kann“, sagt Markus Curin, Geschäftsfürher des Vereins Lehre in Vorarlberg. Denn jeder Weg zur Lehre sieht mittlerweile anders aus: Direkter Einstieg nach Polytechnischer Schule oder Mittelschule, Lehrstart nach Schul-Abbruch, Lehre nach der Matura, Lehre mit Matura, Lehre nach abgeschlossenem
Sude ist begeistert von der Kreativität im Glasbau.
Studium oder Ausbildung als erwachsene:r Quereinsteiger:in. Jeder Haushalt, jede Familie soll sich bei einer der Geschichten wiederfinden und Inspiration für neue Karrieremöglichkeiten bekommen. Zeitversetzt werden alle Interviews auf der Plattform des Vereins und auf Social Media-Kanälen veröffentlicht. Zentrale Anlaufstelle zumThema Lehre Stichwort Plattform: Mit bis zu 1.500 Besucher:innen pro Woche gehört die Website www.lehre-vorarlberg.at seit dem Launch 2019 zu den erfolgreichsten LehrstellenPortalen.Gerade die redaktionellen Inhalte, Infos zu über 200 Lehrberufen sowie eine Lehrstellen-Plattform in Kooperation mit myLehre machen dieWebsite zur zentralen Anlaufstation zum Thema Lehre.
FOTO: M. GMEINER
ie Herausforderungen im „Lehrlings-Land“ Vorarlberg waren in den vergangenen Jahren enorm: sinkende Lehrlingszahlen, weniger Ausbildungsbetriebe, steigender Informationsbedarf bei Eltern.Gerade deshalb sind die Aktivitäten des Vereins „Lehre in Vorarlberg“ wichtigerdennje.DennnebenInformations-Kampagnen, Lehrlings-Projekten und einer zentralen Plattform für Lehrstellensuchende möchten die Träger des Vereins vor allem eines vermitteln: die Lehre als bester Weg für eine praktische Ausbildung junger Menschen. 2019 von Land,Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer Vorarlberg gegründet, war das primäre Ziel des Vereins das Image der Lehre samt Karrierechancen aufzuzeigen und eine digitaleAnlaufstelle für Lehrstellensuchende zu betreiben. Der Wandel der Zeit samt dazugehöriger Notwendigkeiten haben dazu geführt, dass dieAufgabenvon Jahr zu Jahr mehr wurden. Mit Eltern, Berufsorientierungslehrer:innen und den Lehrlingen selbst müssen neue, wichtige Zielgruppen erreicht werden. Gerade Letztere sind nach einer erfolgreichen Ausbildung die perfekten Botschafter:innen, um zukünftigeGenerationenvom Ausbildungsmodell der Lehre zu überzeugen.Aus diesem Grund initiiert der Verein regelmäßig neue Projekte: Seit 2022 wird jährlich eine „Lehrlings-Starter-Box“ an allen Berufsschulenverteilt, um neueAuszubildendewillkommen zu heißen. Seit zwei Jahrenwird der Lehrlings-Report umgesetzt, eine Umfrage unter tausenden Lehrlingen, um mehr über die persönlichen Beweggründe, Situationen und Herausforderungen zu erfahren. Und mit den „Virtuellen Betriebsbesichtigungen“ wurden erstmal in Österreich 360° - 3D Videos von Lehrlingen an ihrem Arbeitsplatz erstellt, um über VR-Brillen und online einen hautnahen Einblick in ihre Ausbildung zu ermöglichen.
FOTOS: M. CURIN LIV
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„Wir möchten jedem Beruf und der Lehre selbst ein Vorarlberger Gesicht geben und die Geschichte erzählen, die hinter der Ausbildung steckt.“
Darüber hinausvereint die Plattform zahlreiche Infos und Services: Lehre mit Matura in Vorarlberg, regionale Lehrlings-Initiativen, Lehrlings-Messen, Ausbildungsbotschafter:innen, Duale Akademie, Eltern-Guide, Ausbilder:innen-Events, Veranstaltungskalender oder Schnuppern sind ebenfallswichtige Elemente des Portals.
Markus Curin Geschäftsführer Verein Lehre in Vorarlberg
Katada macht eine Ausbildung als Elektrotechnik-, Anlagen- und Betriebstechniker.
Köchin Maria hat viel Freude an ihrem Beruf.
SCHWERPUNKT LEHRE
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 38
LUKAS FÜRST
JANINE STROPPA
MICHAEL FISCHER
JULIA LAMPERT
Lehre mit Zukunft,weil Praxis begeistert
Fachkräfte von morgen: Die Pflegelehre als Chancengeber
Lehre mit Perspektive
Lehre im Handwerk: Der unterschätzte Karriereweg
Warum die duale Ausbildung jungen Menschen echte Chancen eröffnet.
Ein Meilenstein für den Ausbildungsstandort Vorarlberg.
Ich bin überzeugt, dass die Lehre in Vorarlberg eine starke Zukunft hat. Sie bietet jungen Menschen eine Ausbildung, die Theorie und Praxis auf einzigartige Weise verbindet – und genau darin liegt ihre große Stärke. Wer eine Lehre beginnt, übernimmt früh Verantwortung, sammelt echte Erfahrungen im Arbeitsalltag und entwickelt Fähigkeiten, die weit über das Fachliche hinausgehen: Teamarbeit, Verlässlichkeit, Eigeninitiative und der Umgang mit Menschen. Diese Kompetenzen sind heute wichtiger denn je. Als Ausbilder erlebe ich immer wieder, wie schnell sich junge Menschen entwickeln können, wenn man ihnen Vertrauen schenkt und sie ernst nimmt. Viele starten mit Neugier und vielleicht auch etwas Unsicherheit – und wachsen innerhalb weniger Jahre zu selbstständigen Fachkräften heran. Natürlich bedeutet Ausbildung auch Verantwortung für die Betriebe. Es braucht Zeit, Engagement und eine Kultur, in der Lernen möglich ist. Gleichzeitig ist es eine der sinnvollsten Investitionen in die Zukunft – für Unternehmen, für unsere Region und vor allem für die jungen Menschen selbst. Die Lehre ist deshalb kein „zweiter Bildungsweg“, sondern ein eigenständiger Weg mit großartigen Chancen.
Weniger Lehrlinge – mehr Hochschulabschlüsse. Die Lehre verliert immer mehr an Ansehen, dabei bietet sie ein zuverlässiges Fundament für eine erfolgreiche Karriere.
Michael Fischer ist einer der Geschäftsführer von INTERSPORT Fischer. Janine Stroppa betreut das Pflegeausbildungsmanagement und -entwicklung in der Senioren-Betreuung Feldkirch.
Warum die Pflegelehre in Vorarlberg Zukunft hat? Weil sie eine Lücke schließt, für die Jugendlichen und für unser Gesundheitssystem. Seit 2023 können junge Menschen bereits mit 15 Jahren in den Pflegeberuf einsteigen. Das ist ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um die besten Köpfe. Die Differenzierung in die dreijährige Pflegeassistenz (PA) und die vierjährige Pflegefachassistenz (PFA) macht die Ausbildung flexibel und attraktiv. Jugendliche lernen den Berufsalltag von der Pike auf kennen. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist das Herzstück der dualen Ausbildung in Vorarlberg. Die Lehrlinge entwickeln neben fachlichem Know-how auch wertvolle Soft Skills wie: Empathie, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Herausforderung liegt darin, das Image der Pflege weiter zu modernisieren. Die Pflegelehre leistet hier Pionierarbeit: Sie zeigt, dass Pflege ein hochprofessionelles, technisches und zugleich zutiefst menschliches Berufsfeld ist. Wer sich heute für diesen Weg entscheidet, wählt einen krisensicheren Arbeitsplatz mit vielfältigen Aufstiegschancen – vom Spezialisten für Kinderpflege bis hin zur psychiatrischen Betreuung. Für Vorarlberg ist die Pflegelehre ein Gewinn: Sie sichert die Versorgungsqualität und bietet der jungen Generation eine Perspektive mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Das ist gelebte Standortsicherung.
Die Lehre hat in Vorarlberg Zukunft, weil sie jungen Menschen eine Ausbildung bietet, die Theorie und Praxis ideal verbindet. Gerade im Sporthandel zeigt sich, wie wertvoll dieser Weg ist: Lehrlinge lernen nicht nur Produkte und Verkaufstechniken kennen, sondern auch den direkten Umgang mit Menschen, Beratungskompetenz und Verantwortung im täglichen Geschäft. Bei INTERSPORT Fischer erleben wir immer wieder, wie sich junge Menschen während ihrer Lehrzeit persönlich und fachlich stark entwickeln. Wer Freude an Sport, Bewegung und Teamarbeit hat, findet hier ein Umfeld, in dem Lernen praxisnah und abwechslungsreich ist. Gleichzeitig bietet die Lehre viele Entwicklungsmöglichkeiten – vom/von der Fachberater:in bis hin zu Führungspositionen. Für uns als Betrieb ist die Lehrlingsausbildung eine Investition in die Zukunft. Sie sichert Fachkräfte, stärkt unser Team und gibt motivierten Jugendlichen die Chance, ihre Stärken zu entdecken. Genau deshalb bleibt die Lehre auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Wirtschaft und für viele junge Menschen in Vorarlberg.
Julia Lampert ist Steinmetzmeisterin und verfolgt ihren Karriereweg bei Stein Lampert in Göfis.
Gerade das Handwerk zeigt deutlich, dass ein Lehrberuf in Zeiten des Fachkräftemangels eine Investition in eine sichere Zukunft ist. Laut einer Umfrage des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) stufen über 60 Prozent der Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe den Fachkräftemangel als stark oder eher stark ein. Qualifizierte Fachkräfte sind gefragter denn je. Gleichzeitig bietet eine handwerkliche Ausbildung sowohl in kleinen als auch in größeren Betrieben zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Neben der Lehre mit Matura oder der Ausbildung zum Meister, können innerbetriebliche Spezialisierungen oder externe Weiterbildungen den Weg in Führungspositionen oder die Selbstständigkeit ebnen. Die Zahlen zeigen deutlich: Die Lehre hat in den letzten Jahren an Ansehen verloren. Dabei spricht vieles für eine Ausbildung im Handwerk. Sie legt den Grundstein für berufliche Entwicklung, unternehmerisches Denken und langfristige Sicherheit ist. Karriere beginnt nicht nur im Hörsaal – oft beginnt sie auch in der Werkstatt.
FOTOS: BÜRO LUDWINA, STADT FELDKIRCH, UDO MITTELBERGER, LAMPERT
Lukas Fürst unterliegt die Leitung F&B im Hotel Fernblick Montafon.
Warum die Ausbildung im Sporthandel jungen Menschen echte Chancen bietet.
39 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
SCHWERPUNKT LEHRE
INDUSTRIE
DANIEL BITSCHNAU
Lehrstellenzusagetermin: Starkes Zeichen für Ausbildung in Vorarlberg
Kombi aus Schule und Ausbildung Vorarlberg verfügt über ein starkes Netzwerk an innovativen Betrieben mit hoher Ausbildungsqualität, das bietet Lehrlingen gute Chancen.
FOTO: GETTYIMAGES
FOTO: HILTI AG
Am 28. März 2026 findet wieder der gemeinsame Lehrstellenzusagetermin der Vorarlberger Industrie statt, ein bedeutender Meilenstein für zahlreiche Jugendliche und Ausbildungsbetriebe im Land. ccum atis et.
Ü
ber 300 angehende Lehrlinge erhalten an diesem Tag die Nachricht, dass sie einen Ausbildungsplatz bei einem der teilnehmenden Industrieunternehmen bekommen. „Es ist jedes Jahr erneut ein ganz besonderer Moment so vielen engagierten Jugendlichen eine persönliche Zusage überbringen zu dürfen und ihnen damit eine Perspektive zu bieten“, berichtet Robert Kaufmann, Ausbildungsleiter bei Blum und Lehrlingssprecher der Vorarlberger Industrie und sagt: „Die zahlreichen Zusagen zeigen einmal mehr, wie wichtig und wertvoll eine fundierte Ausbildung in einem technischen Beruf ist, einerseits für die Jugendlichen und künftigen Fachkräfte und andererseits für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“ Bewusst entscheiden Jugendliche, die mehrere Zusagen bekommen, können diese - und sich selbst - erst einmal sammeln und sich dann bewusst entscheiden. Zudem macht der einheitlicheTermin dasWarten leichter: Statt täglich in ständiger Erwartung zu sein, wis-
sen Bewerber:innen genau, wann sie mit einer Zusage rechnen können. Der koordinierte Lehrstellenzusagetermin ist jährlich ein starkes Commitment der Industrie für eine faire Ausbildung von Anbeginn. Er sorgt für Klarheit, Transparenz und vor allem für Chancengleichheit. Der Zusagetag ist Teil einer abgestimmten Initiative der Industrie imTechnikland Vorarlberg. Er bietet sowohl Bewerber:innen als auch Unternehmen Planungssicherheit und hebt den Zusammenschluss hinsichtlich einer starken, gemeinsamen dualen Ausbildung in der Region hervor.
Lehrstellenzusage - nächster Termin Abweichend am 28.03.2026, ab 8.00 Uhr. Da der erste Samstag im April auf das Osterwochenende fällt, wurde der Zusagetag um eine Woche vorverlegt. Die Bewerber:innen wird‘s freuen: Sie erhalten eine Woche früher „im besten Fall“ eine Zusage.
Daniel Bitschnau ist Ausbildungsleiter bei Hilti im Werk Thüringen.
Die Lehre hat in Vorarlberg eine sehr gute Zukunft, weil sie jungen Menschen einen praxisnahen und fundierten Einstieg ins Berufsleben bietet. Die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule hat sich seit Jahren bewährt. Jugendliche können ihr Wissen direkt anwenden, Verantwortung übernehmen und sich Schritt für Schritt zu qualifizierten Fachkräften entwickeln.Vorarlberg verfügt über ein starkes Netzwerk innovativer Betriebe mit hoher Ausbildungsqualität. Lehrlinge haben dadurch sehr gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, oft direkt im Anschluss an die Ausbildung. Gleichzeitig entwickeln sie Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen und erleben früh, dass ihre Arbeit gebraucht wird. Die Lehre eröffnet zudem viele Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung – etwa durch Meisterprüfung, Berufsreifeprüfung oder weiterführende Ausbildungen. Gerade handwerkliche und technische Berufe gewinnen im Zuge der Digitalisierung weiter an Bedeutung. Viele digitale Prozesse lassen sich automatisieren, praktisches Können, Erfahrung und Problemlösung vor Ort bleiben jedoch unersetzlich. Qualifizierte Fachkräfte im Handwerk und in der Technik werden daher auch in Zukunft stark gefragt sein.
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ALPLA
Duale Ausbildung als Erfolgsmodell in Mexiko
Seit mehr als zehn Jahren gestaltet Jörg Östreich als Ausbildungsleiter die duale Ausbildung von ALPLA in Mexiko. Mit großem Engagement, Offenheit und Leidenschaft begleitet er junge Talente auf ihrem Weg in eine technische Laufbahn.
„Durch Transparenz verstehen unsere Lehrlinge, wohin die Reise geht und lernen früh, Verantwortung für ihre eigene Zukunft zu übernehmen.“ Jörg Östreich Lehrlingsausbildung
KONTAKT ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG Allmendstraße 81 6971 Hard www.alpla.com
Fundament für die Zukunft Wenn Jörg Östreich einem Kind seinen Beruf erklären müsste, würde er sagen: Er hilft jungen Menschen dabei, alles zu lernen, was sie für ihre berufliche Zukunft benötigen. Seit zwölf Jahren trägt er bei ALPLA die Verantwortung für die duale Ausbildung in Mexiko, eine Aufgabe, die neben fachlicher Kompetenz auch Geduld und interkulturelles Verständnis erfordert. Bereits im ersten Lehrjahr zeigt sich die zentrale Herausforderung. Das mexikanische Schulsystem vermittelt nicht alle Grundlagen, die für eine technische Ausbildung erforderlich sind. Deshalb investieren Östreich und sein Ausbilderteam viel Zeit in den Aufbau von Basiswissen. Gerade in dieser frühen Phase werden entscheidende Grundlagen gelegt, sowohl fachlich als auch in der persönlichen Entwicklung. Neue Standorte entwickeln Sein beruflicher Weg nach Mexiko begann schon vor seiner Zeit bei ALPLA. Mehrere Jahre war er dort bereits in leitender Position in der Produktion tätig, bevor er 2014 zum Unternehmen wechselte. Das Ausbildungszentrum Future Corner Mexico in Toluca wurde zwar 2012 gegründet, doch Östreich prägte dessen Weiterentwicklung maßgeblich und setzte wichtige Impulse. 2022 folgte ein zweiter Standort in San José Iturbide bei Querétaro. Derzeit absolvieren 96 Jugendliche ihre Ausbildung bei ALPLA in Mexiko. Der Erfolg ist deutlich sichtbar: Jährlich bestehen nahezu alle Auszubildenden die offiziellen deutschen Abschlussprüfungen. Viele ehemalige Lehrlinge sind heute als Produktmanager, CAD/CAM-Programmierer,
Jörg Östreich ist seit zwölf Jahren für die Lehrlingsausbildung in Mexiko verantwortlich.
Prozesstechniker, Mechatroniker oder Teamleiter tätig und übernehmen Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen der Werke. Transparenz fördert Eigenverantwortung Unternehmerisches Denken stärkt Östreich vor allem durch Offenheit. Strategische Vorgaben der Unternehmensleitung kommuniziert er transparent, Herausforderungen werden im Team besprochen. Auch die Lehrlinge selbst werden regelmäßig in Gespräche über ihre beruflichen Perspektiven einbezogen. Ehemalige Absolventen berichten von ihren Erfahrungen und zeigen mögliche Karrierewege auf. So entsteht ein Umfeld, das Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein fördert. Zwischen zwei Welten Auch privat fühlt sich der gebürtige Deutsche in Mexiko sehr wohl. Besonders schätzt er die Herzlichkeit und Lebensfreude des Landes. Die entspannte Mentalität erinnert ihn an seine rheinische Heimat nahe Köln. Neben der Zeit mit seiner Familie begeistern ihn Kurzreisen zu historischen Orten, Motorradfahren und Höhlentauchen. Was junge Menschen für eine Karriere bei ALPLA mitbringen sollten? „Willenskraft, Disziplin und die Bereitschaft, kontinuierlich an sich zu arbeiten“, betont Östreich. Für ihn ist klar: Ausbildung bedeutet weit mehr als reine Wissensvermittlung, sie ist aktive Gestaltung der Zukunft.
FOTOS: ALPLA
Die Lehrlinge lernen alle wichtigen Inhalte ihres Lehrberufs kennen.
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CONNEXIA
Gesundheits- und Sozialberufe als neue Chance
FOTO: CONNEXIA LUKAS BREUER
Im Welcome Center Care der connexia informieren wir über Berufe und Ausbildungen im Gesundheitsund Sozialbereich. Wer gerne in Beziehung mit Menschen tritt, wer einen Beruf sucht, der vielseitig und zukunftssicher ist, wird hier fündig.
KONTAKT connexia Welcome Center Care T 05574 48787-23 welcome@connexia.at welcome-center.care
Welcome Center Care Egal, ob es um Berufsbilder, Ausbildungswege oder Zugangsvoraussetzungen geht, Informationen finden Sie auf der Website www.welcome-center.care. In der wöchentlichen Online-Information (montags um 16 Uhr) erhalten Sie einen ersten Überblick und im persönlichen Beratungsgespräch gehen wir auf Ihre individuelle Situation ein.
Berufsorientierung Für Personen, die bereits beim Arbeitsmarktservice gemeldet sind, gibt es die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Nichts kann die Frage, ob Sie für diesen Bereich geeignet sind oder für welche der Ausbildungen Sie sich entscheiden, schneller beantworten, als ein Praktikum in einer Gesundheits- und Sozialeinrichtung. Alle Informationen zur Berufsorientierung bekommen Sie im Welcome Center Care. Finanzielle Förderungen Eine Ausbildung muss natürlich leistbar sein. Deshalb sprechen wir auch über finanzielle Fördermöglichkeiten. Das Arbeitsmarktservice ist hier seit Jahren ein verlässlicher Partner, der für eine existenzielle Absicherung während der Zeit der Ausbildung sorgt. Wir informieren Sie über die Rahmenbedingungen und die Höhe der Förderungen. Menschen, die wir im Rahmen der connexia Implacementstiftung fördern, begleiten und unterstützen wir vom Ausbildungsbeginn bis zum Übertritt in eine Anstellung. Wir verbinden Auszubildende mit den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.
Die connexia bietet im Welcome Center Care Beratung über Ausbildungsund Berufsmöglichkeiten sowie über finanzielle Förderungen an. Gestalte mit. www.welcome-center.care
connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege gem. GmbH 6900 Bregenz, 05574 48787-23, welcome@connexia.at
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SCHLOSS HOFEN
Leadership-Programme in Schloss Hofen: Praxisnah – Wertebasiert – Zukunftsorientiert
Führungskräfte stehen heute vor großen Herausforderungen: Wandel, Komplexität und der Anspruch an nachhaltige Werteorientierung prägen den Berufsalltag. Das Bodensee Weiterbildungszentrum SCHLOSS HOFEN bietet innovative Weiterbildungsprogramme, die gezielt auf diese Anforderungen eingehen. Ob identitätsorientiertes, existenzielles oder wirksames Leadership – die Angebote verbinden wissenschaftliche Fundierung mit praxisnaher Persönlichkeitsentwicklung. So stärken Führungskräfte ihre Kompetenzen für die Zukunft. Das Zertifikatsprogramm „Führen in Zeiten des Wandels“ unterscheidet sich durch seinen Fokus auf wertorientiertes, nachhaltiges und identitätsstiftendes Leadership. Im Vergleich zu vielen anderen Führungsprogrammen legt es besonderen Wert auf Resilienz, Selbstreflexion und das Begleiten von Teams durch komplexe Wandlungsprozesse. Zielgruppe sind Führungskräfte und Berater:innen, die ihren Führungsstil weiterentwickeln wollen. Nach Abschluss erhalten Teilnehmer:innen das Certificate of Advanced Studies der Ostschweizer Fachhochschule OST. Das praxisorientierte Micro-Credential „Existenzielles Leadership“ richtet sich an Personen in Führungsfunktionen und Berater:innen, die ihre berufliche Kompetenz und Persönlichkeitsbildung erweitern möchten. Basierend auf der existenzanalytischen Psychotherapie nach Alfried Längle vermittelt das 10-tägige Programm ein vertieftesVerständnis des Mensch-Seins und dessen Anwendung im Beruf. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein Zertifikat der Vorarlberg University of Applied Sciences – FHV sowie der Universität St. Gallen. Der neue Hochschullehrgang „Wirksam führen – Zukunft gestalten“ von Schloss Hofen und der FHV richtet sich an Führungskräfte und Interessierte aus Profit-, Public- und Non-Profit-Organisationen, die ihr Führungsverhalten weiterentwickeln möchten. Das Programm bietet fundierte Theorien, praxisnahe Inhalte und vielfältige Erfahrungsräume zur Entwicklung eines individuellen Führungsstils und zur Entfaltung persönlicher Potenziale.
FOTO: SCHLOSS HOFEN
Gemeinsam mit der Ostschweizer Fachhochschule OST wird ein Masterprogramm „Sinn- und Wertorientiertes Führen“ angeboten werden. Mit der Absolvierung von drei Führungs-Lehrgängen kann ein Abschluss als Master of Advanced Studies (MAS) über die FH OST erfolgen.
Schloss Hofen bietet außergewöhnliche Seminar- und Veranstaltungsräume für Personen, Firmen und Organisationen. Anfragen & Buchung unter: hotelschlosshofen.at
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er Zertifikatskurs „Identitätsorientiertes Führen“ basiert auf dem humanistischen Ansatz der Existenzanalyse nach Viktor Frankl und vermittelt Kompetenzen in werteorientierter Führung, Change Management und Konfliktlösung. Nach Abschluss erhalten Teilnehmer:innen das Certificate of Advanced Studies der Ostschweizer Fachhochschule OST. Angesprochen sind Leitungspersonen und HR-Verantwortliche, die ihren Führungsstil stärken wollen.
Alle Details zu den Lehrgängen sind auf unserer Website erhältlich.
KONTAKT & INFORMATION Bodensee Weiterbildungszentrum SCHLOSS HOFEN Hofer Straße 26 6911 Lochau info@schlosshofen.at schlosshofen.at
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FHV – VORARLBERG UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES
Robuste Entscheidungen in unsicheren Zeiten Wie das Josef Ressel Zentrum für Robuste Entscheidungen an der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences die Wirtschaft stärkt.
FOTO: FHV
Michael Hellwig lädt alle Interessierten am 24. März zum Industry Day an der FHV.
U KONTAKT FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences Michael Hellwig Leitung des JR-Zentrum für Robuste Entscheidungen Robust Decision Making Centre (RODEC) Forschungszentrum Business Informatics an der FHV michael.hellwig@fhv.at T 05572 792 7112 fhv.at
Jetzt zum Industry Day anmelden!
nternehmen stehen heute unter hohem Druck: Lieferketten schwanken, Märkte verändern sich rasant, neue regulatorische Anforderungen entstehen in immer kürzeren Abständen. „Knappere Ressourcen verlangen zunehmend nach einer Einbeziehung von Risiken und Unsicherheiten in wirtschaftliche Entscheidungen“, erläutert Michael Hellwig, Leiter des Josef Ressel Zentrums (JRZ) am Forschungszentrum Business Informatics der FHV. Sein Team entwickelt Methoden, die Unternehmen befähigen, auch in volatilen Situationen verlässlich und datenbasiert zu entscheiden. Forschung für die Praxis Im Mittelpunkt der Forschung am JRZ stehen moderne KI und Optimierungsverfahren, die auf konkrete industrielle Fragestellungen zugeschnitten werden – von Produktionsplanung über Qualitätsprognosen bis hin zu ESG Analysen und Stresstests im Finanzsektor. Gemeinsam mit Partnern wie Hirschmann Automotive, Hypo Vorarlberg, valantic BTT und myPEX entstehen praxisrelevante Lösungen. Der konsequente Fokus auf reale Unternehmensherausforderungen zeichnet das Zentrum aus. „Forschung entfaltet ihren Wert erst dann vollständig, wenn sie in der Praxis belastbare Entscheidungen ermöglicht“, betont Günter Unterleitner, Geschäftsführer von myPEX. Die Ergebnisse des JRZ reichen von Prototypen über Entscheidungsmodelle bis hin zu Algorithmen, die Produktionsprozesse robuster oder strategische Risiken quantifizierbar machen. Internationale Sichtbarkeit Neben der angewandten Forschung leistet das JRZ auch wichtige Beiträge zur internationalen Wissenschaft. Im Bereich der evolutionären Optimierung setzt das
JR-Zentrum neue Standards, etwa durch das Design von Testumgebungen zur Algorithmen Entwicklung unter Unsicherheitseinflüssen. Mit Publikationen, Universitätskooperationen sowie Beiträgen bei führenden Konferenzen erzielt das JR-Zentrum internationale Sichtbarkeit. Industry Day am 24. März Ein Höhepunkt in diesem Jahr ist der Industry Day am 24. März 2026. Die Veranstaltung richtet sich an Führungskräfte, Data Science Teams sowie Prozess und Innovationsverantwortliche regionaler Unternehmen. Präsentiert werden Best Practice Beispiele, neue Forschungsergebnisse und konkrete Use Cases, die zeigen, wie sich Unsicherheiten systematisch beherrschen lassen. Der Industry Day bietet damit eine ideale Plattform für Austausch, Vernetzung und potenzielle F&E Partnerschaften. Die Anmeldung ist noch bis zum 17. März geöffnet. Forschung, die wirkt Das Josef Ressel Zentrum für Robuste Entscheidungen zeigt eindrucksvoll, was angewandte Forschung in Vorarlberg leisten kann: wissenschaftlich exzellente Arbeit, die gleichzeitig messbaren Nutzen für Unternehmen schafft. Mit seinem Fokus auf datengetriebene Entscheidungsunterstützung stärkt es die regionale Wirtschaft und setzt Impulse, die weit über die Region hinaus Beachtung finden.
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Ausbildung mit Zukunft! Durchstarten bei den Stadtwerken Feldkirch
Eine Ausbildung mit Perspektive, ein starkes Team und die Chance, aktiv zur nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen – das bieten die Stadtwerke Feldkirch. Als innovativer und vielseitiger Dienstleister sorgen sie für eine sichere Energie- und Wasserversorgung und setzen auf moderne Technologien. Wer eine praxisnahe Ausbildung mit Zukunft sucht, ist hier genau richtig.
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Individuelle Betreuung und ein starkes Team Bei den Stadtwerken Feldkirch steht niemand allein da: Erfahrene Ausbilder begleiten die Lehrlinge auf ihrem Weg und unterstützen sie dabei, ihr volles Potenzial zu entfalten. Die Ausbildung erfolgt in einem kollegialen Umfeld, das von Teamgeist, Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist.
Der erste Schritt in eine sichere Zukunft beginnt hier – bei den Stadtwerken Feldkirch! Die Stadtwerke Feldkirch bieten nicht nur eine spannende Ausbildung, sondern auch die Möglichkeit, aktiv zur Energiewende und zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt beizutragen. Eine Lehre bei den Stadtwerken Feldkirch eröffnet eine vielversprechende Zukunft in einem innovativen und zukunftsorientierten Unternehmen.
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Attraktive Perspektiven für die Zukunft Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung bieten die Stadtwerke Feldkirch exzellente Karriereperspektiven. Die hohe Übernahmequote zeigt, dass sich Engagement lohnt – viele ehemalige Lehrlinge setzen ihre Karriere innerhalb des Unternehmens fort.
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Vielfältige und praxisnahe Ausbildung in einem innovativen Umfeld Die Stadtwerke Feldkirch bieten eine fundierte Ausbildung in verschiedenen Berufsfeldern, die den Lehrlingen eine solide Grundlage für ihre berufliche Zukunft verschafft. Besonderer Wert wird daraufgelegt, nicht nur fachliches Wissen zu vermitteln, sondern auch die persönliche und berufliche Weiterentwicklung der Auszubildenden zu fördern. Schon früh übernehmen die Lehrlinge Verantwortung und werden aktiv in spannende Projekte eingebunden, bei denen sie ihr Wissen direkt in der Praxis anwenden können.
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Wissen sichern. Besser entscheiden. Wissen entscheidet nur dann, wenn es klar organisiert und verfügbar ist. Fehlt diese Struktur, werden Antworten immer wieder neu erarbeitet. Fachkräfte suchen, erklären und korrigieren – statt Wertschöpfung zu leisten.
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it zunehmender Informationsmenge und dem Einsatz von KI wird eine gut organisierte Wissensbasis entscheidend. Auch KI kann nur mit den Informationen arbeiten, die im Unternehmen strukturiert vorliegen. Fehlen verlässliche und zugängliche Inhalte, bleiben Ergebnisse ungenau – und wertvolle Zeit geht im Arbeitsalltag verloren.
Wissen zu strukturieren und dauerhaft verfügbar zu machen bedeutet: • Eine Frage wird einmal fundiert beantwortet – und steht anschließend allen zur Verfügung. • Neue Mitarbeitende werden schneller produktiv. • Erfahrene Mitarbeitende werden spürbar entlastet. • Verlässt eine Person das Unternehmen, bleibt ihr Wissen erhalten. Wie sich diese Anforderungen strukturiert und praxisnah umsetzen lassen, zeigt der 7. Treffpunkt WISSEN.
Am 23. April 2026 stehen in Hohenems konkrete Lösungen im Fokus, wie Führungskräfte, Inhaber:innen und Geschäftsführer:innen ihre Unternehmen nachhaltig voranbringen, indem sie Wissen sichern, organisieren und dauerhaft verfügbar machen. Das erwartet Sie: • Ein Impulsvortrag zu moderner Wissensarbeit im Kontext von Digitalisierung und KI • Die Praxisperspektive von Elsässer Filtertechnik zur Einführung des Wissensmanagement-Tools WIVIO • Ein erster Live-Einblick in das neue KI-gestützte Autorentool • Interaktive Workshops zu aktuellen Fragestellungen • Austausch und Networking mit Anwendern, Partnern und Interessenten Der Treffpunkt WISSEN verbindet strategische Fragestellungen mit konkreten Praxiserfahrungen – und bietet Raum für fachlichen Austausch auf Entscheiderebene. Für Unternehmen, die Wissen nicht nur dokumentieren, sondern wirksam einsetzen wollen.
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CEC
CEC verwandelt sich in INKTREKS WRITING STUDIO „Where Stories Come to Grow!“
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FOTO: CEC
hrystyna Lucyk-Berger, Gründerin und Leiterin von CEC (Communication. English. Coaching.), zählt seit über 20 Jahren zu den führenden Trainerinnen für Corporate Communications und Business English im DACHFL-Raum. Sie hat mit zahlreichen namhaften Unternehmen gearbeitet und dabei ihre Expertise und Leidenschaft für Sprache und wirkungsvolle Kommunikation weitergegeben.
Seit 2020 schlägt Lucyk-Berger ein weiteres erfolgreiches Kapitel auf: Als preisgekrönte Autorin veröffentlicht sie Romane für Erwachsene über Widerstand und Spionage im Zweiten Weltkrieg sowie Bücher für Middle-Grade-Leser:innen, die während des aktuellen Krieges in der Ukraine spielen. Sprache, Storytelling und Sinnstiftung verbinden beide beruflichen Welten.
Mit Inktreks Studio gründet sie nun ein neues Unternehmen, in dem sich ihre Erfahrungen aus Business und Literatur vereinen. “Where stories come to grow” ist das Motto. Angeboten werden Creative-WritingKurse in der Stadtbibliothek Dornbirn sowie Schreibprogramme für Schulen in Kooperation mit dem Literaturhaus Hohenems – ebenso wie maßgeschneiderte Trainings für Unternehmen. „Ich möchte mein Wissen über Storytelling im Business mit kreativem Schreiben verbinden und meinen Kund:innen eine neue Dimension von Kommunikationskompetenz eröffnen“, sagt Lucyk-Berger. So hat sie u. a. mit Unternehmen wie CREE an TED-ähnlichen Präsentationen gearbeitet und Schreibprozesse in Trainings integriert, etwa bei Teams der FHV. Ihr Ansatz bleibt dabei konsequent: ein 2-für-1-Effekt – Weiterbildung und persönliche Weiterentwicklung zugleich. Denn individuelle Entwicklung stärkt jedes Team nachhaltig.
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BUCH- & MEDIENWIRTSCHAFT
Lesen öffnet Welten und Türen zur Zukunft Lesen ist weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung – es ist eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft. Vorarlbergs Buchhändler:innen sind überzeugt: Wer früh die Freude am Lesen entdeckt, entwickelt nicht nur Fantasie und Sprachgefühl, sondern auch wichtige Fähigkeiten fürs Leben. Deshalb präsentieren wir eine Auswahl an besonderen Kinderund Jugendbüchern, die inspirieren, begeistern und zum Weiterlesen animieren. Denn gute Geschichten begleiten ein Leben lang.
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Du bist gut genau so, wie du bist und wirst genau deshalb geliebt! Wie ein liebevolles Band zieht sich diese Botschaft durch das Buch. Positive Affirmationen bestärken und das Kind versteht, dass es bedingungslos geliebt wird, weil es genauso ist, wie es ist. Botschaft: Jeder ist schon deshalb ein Geschenk für die Welt, weil es ihn gibt. Ein Mitsprechbuch zum Bestärken des Kindes in seinem Sein und Tun. So lernt das Kind: Ich bin schlau! Ich bin mutig! Ich bin schön! Ich bin rundum richtig! Ich bin wichtig! Ich bin stark! Ich bin nie allein! Ich bin gut, genauso wie ich bin! Und meine Eltern haben mich lieb, genauso wie ich bin!
Ein Bilderbuch über Träume, Mut und das Finden der eigenen Bestimmung. Jacques, die kleine Schildkröte, fühlt sich anders als die anderen Schildkröten. Er ist ungeschickt, tapsig und ein wenig langsamer. Und das will für eine Schildkröte nun wirklich etwas heißen. Eines Tages, als er die Möwen beobachtet, wie sie frei und sorglos am Himmel fliegen, fasst Jacques einen Entschluss: Er möchte fliegen! Doch dieser Traum erfüllt sich für ihn auf andere Art und Weise als gedacht: Denn als sein Flugversuch scheitert, entdeckt er mit Hilfe seiner Freunde etwas Wundervolles: Schwimmen und Tauchen! Im Wasser gleitet Jacques plötzlich schwerelos und schwebt hinweg über eine faszinierende Unterwasserwelt. Das fühlt sich wie fliegen an …
AHREN AB 5 J
Verlag: Penguin junior ISBN: 978-3-3283-0434-0 Seitenanzahl: 48 Seiten
Emmas Welt ist laut und hektisch. Sie träumt von einem stillen Ort ganz für sich allein. Als sie von einem Blauwal liest, dessen Herz so groß ist, dass ihr Papa darin stehen könnte, hat sie eine Idee: Sie baut ein Boot und sticht von ihrem Schlafzimmer aus in See. Im Inneren des Wals findet Emma Ruhe. Doch plötzlich taucht ein Eindringling auf. Der Junge möchte mit Emma Zeit verbringen und Abenteuer erleben. Schafft Emma es, ihre Gefühle in Worte zu fassen? Und finden die beiden einen Weg, aufeinander zuzugehen?
Herr Hütchen ist wieder unterwegs: Mit seinem Wagen voller Leuchtpilze Verlag: Baumhaus zieht der freundliche Nachtwächter durch den Wald und bringt die Tiere ins Bett. Dazu ISBN: 978-3-8339-1120-0 gehören nun auch der Hamster, der erst vor Seitenanzahl: 128 Seiten Kurzem hierhergezogen ist und so gerne in die Sterne schaut, und der Wolf, der heute schlecht geträumt hat. Herr Hütchen weiß Rat, wenn die Tiere nicht zur Ruhe finden, und hat eine Menge neuer Ideen: Achtsamkeitsübungen, eine Einschlaf-Checkliste, eine Zuruf-Gutenachtgeschichte und mehr. Natürlich weiß er auch, wie der Biber und seine Freunde sich beim Zähneputzen garantiert nicht mehr langweilen. Und auf Übernachtungspartys ist das Eichelmännchen Ehrengast!
FOTOS: GETTY IMAGES, BEIGESTELLT,
AB 4 JAH REN
51 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
MAGAZIN
Gewinnspiel!
Die Vorarlberger Buch- und Medienwirtschaft verlost, mit freundlicher Unterstützung der Sparte Industrie, 25 Buchgutscheine á 20 Euro für Kinder und Jugendliche. Die Gutscheine können in den Vorarlberger Buchhandlungen eingelöst werden. Teilnahme am Gewinnspiel unter www.wkv.at/event/5611 oder per QR-Code. Teilnahmeschluss ist der 25. März 2026.
AB 6 JAHREN Tina und Theo Theufel sind geschlagen mit Eltern, die keinen Hund haben, aber ständig Rote Beete essen wollen. Außerdem wissen sie immer alles besser. Also die Eltern. Die Kinder auch. Der Apfel fällt schließlich nicht weit vom Stamm. Aber Theo und Tina geben wenigstens zu, dass sie Klugscheißer sind. Mama und Papa streiten es ab. Das ist natürlich absolut lächerlich. Vor Kurzem sind die Theufels umgezogen in ein altes Haus mit einem Dachboden voller Verlag: Carlsen Abenteuer. Obwohl Spielen auf dem Dachbo- ISBN: 978-3-551-52282-5 den nicht gerne gesehen ist, machen Tina und Seitenanzahl: 72 Seiten Theo nichts lieber als das. Und außerdem machen die Kinder auf dem Dachboden eine seltsame Entdeckung: In einer Bücherkiste haust ein kleines Männchen mit großer Klappe. Ein waschechtes Klugscheißerchen, das behauptet, nur für seinesgleichen sichtbar zu sein!
HREN AB 10 JA Für die junge Gestaltwandlerin Sierra gibt es keine bessere Schule als die Redcliff High in Kalifornien. Auf ihre Freunde, den Waschbärjungen Alex und die Tiger-Wandlerin Summer, kann Sierra immer zählen – ganz besonders, seit sie neben ihrer Wolfsgestalt auch noch ihre dritte Gestalt, einen Blauhäher, entdeckt hat. Am liebsten würde Sierra den Bussardjungen Ricardo, der ihr beim Fliegen lernen geholfen hat, überreden, ebenfalls auf die Redcliff High zu gehen. Doch ihm ist seine Freiheit in der Natur wichtiger.
AB 12 JAHREN
AB 11 JAHREN
Verlag: Oetinger ISBN: 978-3-7512-0566-5 Seitenanzahl: 240 Seiten
Verlag: Arena ISBN: 978-3-401-60796-2 Seitenanzahl: 336 Seiten
Ein mysteriöses Familiengeheimnis In Heidis Haus in dem kleinen Ort am Meer geschehen seltsame Dinge. Unter dem Fußboden findet die Familie einen alten Kinderschuh. Nacht für Nacht wütet ein schlimmer Sturm, und Heidi hört jemanden neben ihrem Bett umherschleichen. Das einzig richtig Gute in diesem Sommer ist das Riesenrad, das in den Ort gekommen ist. Bill, der freundliche Besitzer, zieht bei Heidis Familie ins Gästezimmer ein. Aber Heidi wird immer klarer, dass etwas nicht stimmt. Ihre schwangere Stiefmama wird immer müder. Und ihre Oma scheint riesige Angst vor etwas zu haben. Zusammen mit ihren beiden Freunden Alva und Harry findet Heidi heraus, dass in ihrem Haus vor langer Zeit etwas Schreckliches passiert ist. Etwas, das sich bald wiederholen könnte...
AB 14 JAHREN Sie datet keine Sportler - doch er will sie für sich gewinnen. Als die 17-jährige Violet vom Kapitän des Eishockey-Teams betrogen wird, schwört sie sich, nie wieder einen Sportler zu daten. Um zu beweisen, dass sie über ihn hinweg ist, muss sie sich etwas Drastisches einfallen lassen. Durch Zufall lernt sie den berüchtigten Kapitän der Ransom Devils und gleichzeitig größten Rivalen ihres Ex-Freunds kennen, und fragt ihn, ob er ihren Fake-Freund spielt. Über Reed Darling - einschüchternd, geheimnisvoll und verdammt gutaussehend - kursieren wilde Gerüchte. Doch können die wirklich wahr sein? Schnell bemerkt Violet, dass Reed ganz anders ist. Während sie versucht, die strikten Regeln ihrer Fake-Beziehung einzuhalten, hat Reed offenbar andere Pläne ...
Verlag: ONE ISBN: 978-3-8466-0297-3 Seitenanzahl: 448 Seiten
Deine Zukunft beginnt hier. Oder Verlag: Fischer Sauerländer endet sie? ISBN: 978-3-7373-7547-4 Asher, 13, hat das große Los Seitenanzahl: 352 Seiten gezogen: Er nimmt mit anderen Jugendlichen für ein Jahr an einem Experiment in der geheimnisvollen „Factory“ teil. Angeblich eine Forschungseinrichtung für saubere Energie, die gute Bildung und großzügige Bezahlung verspricht – ein wahrer Luxus in der vom Klimawandel geschädigten Welt. Doch stattdessen findet Asher in der futuristischen Anlage Stacheldraht, schwer bewaffnete Wachen und totale Kontrolle vor. Die Experimente in der Factory sind nicht nur lebensgefährlich, sondern dienen auch ganz anderen Zwecken. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden Vi, Faith und Troy versucht Asher, die schockierenden Machenschaften aufzudecken: Was genau geschieht mit den Jugendlichen in den Extraktions-Containern? Und welche Rolle spielt Ashers eigener Vater in diesem perfiden Plan?
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NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 52
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Zukunftsfähiges Wohnen braucht eine starke Finanzierung
FOTO: GETTYIMAGES
Das Wohnbaucenter der Volksbank Vorarlberg positioniert sich als verlässlicher Partner bei Neubau und Immobilienkauf, Renovierung und Sanierung. Dabei bleibt die Genossenschaftsbank der Region treu – rund 95 Prozent der Volksbank-Finanzierungen im Volksbanken-Verbund bleiben im Land und entfalten dort ihre Wirkung*.
it dem Wohnbaucenter erhalten sowohl Privat- als auch Firmenkund:innen eine qualifizierte und verlässliche Anlaufstelle in ihren Wohnbauanliegen. Das speziell zugeschnittene Angebot für Wohnbaufälle erlaubt es der Volksbank Vorarlberg, Kund:innen mit maßgeschneiderten Lösungen für ihre Wohn- und Bauprojekte zu servicieren.
KONTAKT VOLKSBANK VORARLBERG e. Gen. Wohnbaucenter Ringstraße 27 6830 Rankweil T +43 50 882-8000 wohnbaucenter@vvb.at vvb.at
Aktuelle Bau- und Modernisierungsprojekte sind, gerade im Kontext der Klimaschutzziele des European Green Deal, geprägt von Ressourcenschonung, CO₂Reduktion, geringerem Flächenverbrauch und dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Für nachhaltiges Wohnen sind zudem Sanierungsmaßnahmen oft die attraktive Alternative zum Neubau – die zunehmende Knappheit an Baugrund verstärkt diesen Trend. Oft lassen auch regulatorische Begebenheiten keine Wahl – so zum Beispiel die im Mai 2025 in Kraft getretene EU-Gebäuderichtlinie (EPBD), die auf die vollständige Dekarbonisierung des Gebäudesektors bis 2050 abzielt. Sie sieht unter anderem die schrittweise Abkehr von fossilen Heizsystemen sowie umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen vor.
*Volksbanken-Verbund, Geschäftsbericht 2024, Stand 31.12.2024
Das kompetente Team des Wohnbaucenters rund um Wolfgang Schneider verfügt über ein starkes Netzwerk, das sich mit den aktuellen Anforderungen ans Wohnen und Finanzieren bestens auskennt und kurze Wege zu Förderungen, Versicherungen und Leasing bietet.
„Mit unserem Leistungsspektrum sind wir sehr breit aufgestellt – das ist vermutlich auch das, was unsere Kund:innen am meisten an uns schätzen. Wir unterstützen sowohl bei der Suche nach einem Traumobjekt als auch bei der Haushaltsbudget-Planung und bieten Fördermöglichkeiten, flexible Wohnkredite mit maßgeschneiderten Finanzierungen sowie passende Versicherungslösungen für Bauphase, Immobilie und Familie.“ Mit langjähriger Erfahrung und fachlicher Expertise begleitet das Wohnbaucenter ihre Kund:innen durch alle Phasen des Bau- oder Wohnvorhabens. Eine fundierte Beratung bildet dabei den entscheidenden ersten Schritt. Die Volksbank Vorarlberg unterstützt mit attraktiven Konditionen, kompetenter Begleitung und einem starken Netzwerk – und schafft so verlässliche Perspektiven für zukunftsfähiges Wohnen.
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53 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
EXTRA MAGAZIN/WERBUNG
BANK UND VERSICHERUNG
FiRi: Erfolgsmodell der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft Der Ausbildungsschwerpunkt FiRi (Finanz- und Risikomanagement) ist ein einzigartiges Bildungsangebot mit bank- und versicherungsspezifischen Inhalten. as Konzept wurde von der Wirtschaftskammer Vorarlberg gemeinsam mit den Vorarlberger Banken und Versicherungen sowie den heimischen Handelsakademien entwickelt. Seither gilt FiRi als Musterbeispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Seit dem Jahr 2005 wird FiRi an den fünf Vorarlberger Handelsakademien unterrichtet. Im Jahr 2025 konnte das Programm somit sein 20-jähriges Jubiläum feiern. In dieser Zeit hat sich der Ausbildungsschwerpunkt zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt – nicht nur im Ländle, sondern österreichweit. Das ursprünglich in Vorarlberg entwickelte Konzept wurde mittlerweile von sechs weiteren Bundesländern übernommen. Die Zahlen sprechen für sich: „In Vorarlberg wurden bereits mehr als 815 FiRi-Zertifikate verliehen, österreichweit sind es über 4.200. Insgesamt haben sich knapp 10.000 Schüler:innen für diesen Ausbildungsschwerpunkt angemeldet und sich damit einen wertvollen Wissensvorsprung im Bereich Finanz- und Risikomanagement erarbeitet“, betont Spartenobmann Michel Haller. FiRi vermittelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern unterstreicht auch die Wichtigkeit des Faktors „Mensch“ in der Finanzdienstleistung. Ein wichtiger Bestandteil des Programms sindVeranstaltungen wie die FiRi-Talks, bei denenVertreter:innen
FOTO: UDO MITTELBERGER
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Übergabe der FiRi-Zertifikate durch Spartenobmann Michel Haller.
aus Banken und Versicherungen mit Schüler:innen in direkten Austausch treten. Solche Formate stärken die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft und geben Einblicke in die Praxis der Branche. Für Banken und Versicherungen hat FiRi eine doppelte Bedeutung: Einerseits lernen sie engagierteAbsolvent:innen als potenzielle zukünftige Mitarbeiter:innen kennen, andererseits leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Finanzbildung junger Menschen und damit zu fundierten, aufgeklärten Finanzentscheidungen. Dass das Konzept funktioniert, zeigt auch eine Befragung ehemaliger Schüler:innen: Über 90 Prozent gaben an, durch ihre FiRi-Ausbildung einen hohen oder sehr hohen persönlichen Nutzen zu haben.
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Unser Geld in unserer Welt Investieren mit Geist und Haltung bedeutet: Ressourcen schonen, sozial handeln und faire Geschäfte tätigen. Das wirkt und bewirkt!
MAGAZIN
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 54
INTERVIEW RICHARD DAVID PRECHT
„An den Grenzen des Sagbaren angelangt“ Meinungsfreiheit. Studien zufolge haben nur noch 40 Prozent der deutschen Bevölkerung die Ansicht, ihre Meinung frei äußern zu können. Für Philosoph und Autor Richard David Precht ein Alarmsignal für die liberale Demokratie. Eine Liedzeile der Band STS aus 1985 lautet „Z’erst überleg’n, a Meinung hob’n, dahinter steh’n, niemols Gewolt, olles bered’n, ober a ka Ongst vor irgendwem“. Geht es nicht genau darum in Ihrem Buch „Angststillstand“? DasistimGrundedieQuintessenzdes Buches. Wir brauchen wieder eine angstfreie Gesprächskultur, dievielfältige Meinungen zulässt.
Der Meinungskorridor wird also enger. Bleibt dann noch Raum für öffentliche Meinungsbildung? Solange die öffentliche Meinung breit ist und unterschiedliche Positionenabgebildetwerden, istjedeMeinung gut. Natürlich sprechen wir hier nicht von Beleidigungen oder strafrechtlich relevanten Inhalten. Aber es muss über alles diskutiert werden können, sei es Corona, der Ukraine-Krieg oder der Konflikt zwischen Israel und Gaza.
FOTO: CHRISTIAN BRUCH/LAIF
Warum ist die Meinungsfreiheit aktuell bedroht? Was hat sich veränAus der Sicht der Unternehmen: Wie dert? soll in einer Atmosphäre der Angst Die Verzahnung zwischen GesellInnovation entstehen? schaft und Medien ist eine andere. Wir Meiner persönlichen Erfahrung nach haben heute die sozialen Medien, die ist der österreichische Mittelstand muaufgeregte Debatten zusätzlich befeutig und selbstbewusst. Vor allem Famiern, Shitstorms ermöglichen und Leitlienbetriebe haben hierVorteile. Sie kenmedien, die genüsslich daraus zitieren, nen ihre Werte und können diese auch Richard David Precht: Kürzlich erschien sein weil sie von der Erregungswelle profitieoffen kommunizieren. Bei Konzernenneuestes Buch „Angststillstand“ – Warum die Meinungsfreiheit schwindet“. ren möchten. Das gab es vor vierzig Jahwird das schwieriger, sie müssen sich ren so nicht. Jugendliche tanzen heute dem Mainstream anpassen – eine falnicht mehr in Clubs, weil sie gefilmt werden könnten und ihnen das sche Aussage des CEO kann fatale Folgen für das Unternehmen haben. später auf der Karriereleiter um die Ohren fliegen könnte. Genau das ist der Angststillstand – bevor ich etwas tue oder sage, das mir schaden Was bedeutet das für Unternehmen und ihre Kommunikation nach könnte, mache ich lieber gar nichts. außen? Die Unternehmerlandschaft wird zunehmend gesichtsloser. Keiner Welche Rolle spielt die Gesellschaft in dieser Entwicklung? möchte das Image des Betriebes mehr an einer Person festmachen. Es Wir leben in einerGesellschaft, die nicht erwachsenwerden und keine fehlen echte Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, ebenso wie in PoliVerantwortung übernehmen will. In Anlehnung an den mexikanischen tik oder Kultur. LurchAxolotl, der sein Leben lang im Larvenstadium verharrt, nenne ich sie auch „axolotlisierte Gesellschaft“. Diese Unreife, gepaart mit der zu- Ihre Antwort auf den Angststillstand ist Resilienz. Warum? nehmenden Individualisierung, führt zu einer gesinnungsethischen Ich bin überzeugt davon, dass wir uns darin üben müssen, WiderÜberanstrengung. Wenn sich jeder gleich persönlich angegriffen fühlt, spruch zu ertragen. Vor allem diejenigen in einer Gesellschaft, die Verbeleidigt und eingeschnappt ist, ohne im Kontext zu denken, dann spre- antwortung tragen, müssen resilienter werden und dürfen nicht sofort chen wir doch von Kindern. Hier müssen wir lernen auch mal Fünfe ge- beim ersten Gegenwind die Segel einholen. Je mehr Freiheit wir einforrade sein zu lassen. dern, desto dicker muss auch unser Fell sein. Waren die Menschen früher mutiger? Die Konsequenzen waren andere. Egal, wer etwas sagte, ob von links oder rechts, es gab entweder Beifall oder Kritik – das war auszuhalten. Wenn du heute eine abweichende Meinung vertrittst, steht niemand hinter dir. Denn niemand möchte sich mit Missklängen schmücken. Streitbar war eine Charaktereigenschaft, davon sind wir weit entfernt. Die Menschen sind viel vorsichtiger.
Wo fängt Resilienz an? Am besten schon bei den „Rasenmäher-Eltern“, die in guter Absicht permanent den Weg ihrer Kinder ebnen. Dadurch nehmen sie den Kindern aber die so wichtige Erfahrung, den Umgang mit negativen Erlebnissen zu lernen.
Interview: Claudia Blasi
Vielen Dank für das Gespräch.
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MAGAZIN
INTERVIEW ANDRÉ KRANZ
„Der Export ist die Lebensader unserer regionalen Wirtschaft“
Warum ist der Export so wichtig? Man muss es ganz deutlich sagen: Der Export ist nicht nur ein Thema für die Industrie, er ist das Fundament, auf dem unser gesamter Lebensstandard in Vorarlberg steht. Wenn wir uns die Zahlen anschauen,wird die Dimension erst richtig greifbar: In Vorarlberg wird jeder zweite Euro (56 Prozent) im Exportverdient. Mit einem Exportwert von 32.000 Euro pro Kopf hängen wir selbst das Exportland Deutschland (42 Prozent) locker ab. Dahinter steckt eine enorme unternehmerische Leistung, die von der breiten Masse getragen wird. Wir sprechen hier nicht von einer Handvoll Großbetrieben, sondern von gut 4.200 Exporteuren im Land. Das reicht vom hochspezialisierten Familienbetrieb bis hin zum innovativen Mittelständler. Der internationale Handel ist die Lebensader unserer regionalen Wirtschaft. Allerdings muss auch vieles importiert werden. Wie ist hier das Verhältnis? Natürlich sind wir keine Insel.Wir importieren auchWaren und Rohstoffe, diewir für unser Leben und unsere Produktion brauchen. Aber das Entscheidende ist die Bilanz. Unter dem Strich bleibt jedem Vorarlberger und jeder Vorarlbergerin pro Kopf ein Plus von 9.460 Euro im Vergleich zum Import übrig. Das ist echtesGeld, das in unsere Region fließt, hier investiert wird und unseren Wohlstand stärkt. Die Weltsituation ist derzeit sehr volatil. Was bedeutet das für exportierende Betriebe?
FOTO: WKV/MAUCHE
Vorarlbergs Wirtschaft ist stark vom Export geprägt. Welche Bedeutung dieser für die heimischen Betriebe und die Bevölkerung hat, erläutert André Kranz, Leiter der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Interview und informiert über den bevorstehenden 11. Exporttag.
André Kranz, Leiter der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Export bedeutet heute wieder Kampf gegen Mauern. Zölle machen unsere Produkte imAusland künstlich teuer und bremsen unsereWirtschaft massiv aus. Besonders schmerzhaft ist die Entwicklung in den USA.Wenn dort protektionistische Maßnahmen zunehmen, trifft das Vorarlberg direkt ins Mark, da die USA einer unsererwichtigsten Handelspartner außerhalb der EU sind. Um diesen Druck auszugleichen, sind Freihandelsabkommen wie mit den Mercosur-Staaten (Südamerika) oder Indien für unserenWohlstand überauswichtig. Fällt diese Barriere durch Freihandelsabkommen weg, zündet ein doppelter Turbo für unseren Wohlstand. Unsere Qualitätsprodukte werden auf den Weltmärkten wettbewerbsfähiger, was hierzulande Arbeitsplätze sichert.
Stichwort Indien. Auf Indien und dem Nahen Osten liegt der Fokus des kommenden Exporttages. Weshalb braucht es Formate wie diese? Der Exporttag schlägt die Brücke zwischen dem Ländle und der Welt. Wir holen die Expertise nach Feldkirch. Ein unschätzbarer Vorteil für unsere heimischeWirtschaft sind die österreichischen Wirtschaftsdelegierten. Das sind Experten, die nicht nur Theorie aus der Ferne betreiben, sondern direkt in den Zielmärkten leben. Siewohnen dort, kennen die kulturellen Feinheiten sowie die bürokratischen Hürden in- und auswendig und arbeitenTag fürTag als verlängerter Arm für unsere Unternehmen in Österreich. Genau diese Insider kommen jetzt nach Hause. Sie stehen für persönliche Gespräche am Exporttag zurVerfügung, um ihrWissen direkt an unsere Vorarlberger Betriebe weiterzugeben und gemeinsam neue Marktchancen zu erschließen. Es geht aber auch um die Netzwerke untereinander.Wenn ein erfahrenerVorarlberger Exporteur einem NeueinsteigerTipps gibt, wie man den Markteintritt in Frankreich meistert, dann stärkt das den gesamten Standort. Wir als Wirtschaftskammer sehen uns da als Ermöglicher. Unser Ziel ist es, die Barrieren im Kopf und auf dem Papier abzubauen. Denn jeder Euro, den einVorarlberger Betrieb imAuslandverdient, sichert hierzulandeArbeitsplätze und finanziert unseren Lebensstandard. Danke für das Gespräch. Interview: Nora Ionian-Weiß
Weitere Informationen und Anmeldung Der 11. Vorarlberger Exporttag findet am 8. Juni 2026 im Montforthaus in Feldkirch statt. Von 9.00 bis 16.00 Uhr bietet sich die Möglichkeit zu Beratungsgesprächen mit den Wirtschaftsdelegierten. Zudem gibt es Info-Sessions und Workshops mit Länderfokus. Die Anmeldung ist ab sofort unter www.wkv.at/exporttag oder per QR-Code möglich.
MAGAZIN
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 56
HANDELSKONJUNKTUR
TOURISMUS
FOTO: A. SERRA
Erste Erholungstendenzen im Vorarlberger Handel Differenziertes Bild: Nach einem Rückgang im Jahr 2024 verzeichnet der Vorarlberger Handel 2025 nominell wieder ein leichtes Wachstum, real bleibt die Situation jedoch angespannt.
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er Gesamtumsatz im Vorarlberger Handel ist 2025 nominell um 1,2 Prozent bzw. rund 130 Millionen Euro auf 16,5 Milliarden Euro (netto) gestiegen. Preisbereinigt ergibt sich jedoch ein leichtes Minus von 0,3 Prozent, was die weiterhin verhaltene Kaufkraft widerspiegelt. Laut Carina Pollhammer, Obfrau der Sparte Handel in derWirtschaftskammer Vorarlberg, steht der Handel damit weiterhin unter Druck. 2026 könne zwar ein Jahr der Stabilisierung werden, ein echter Aufschwung sei aber noch nicht erkennbar. Entscheidend sei, das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten zu stärken und die Rahmenbedingungen für Handelsbetriebe zu verbessern. Zwischen den einzelnen Sektoren zeigen sich deutliche Unterschiede. Der Einzelhandel wächst nominell um 1,9 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro, stagniert real jedoch. Der Großhandel verzeichnet ein nominelles Minus von 0,3 Prozent. Deutlich positiver entwickelt sich die Kfz-Wirtschaft mit einem Umsatzplus von 5,8 Prozent. Innerhalb des Einzelhandels legen vor allem Bekleidung und Schuhe (+7,7 Prozent), Elektro-, Möbel- und Heimwerkerbedarf (+6,7 Prozent) sowie Uhren und Schmuck (+6,2 Prozent) zu, während der umsatzstärkste Bereich – der Lebensmitteleinzelhandel – deutlich rückläufig ist.
EU-Vorstoß zu Einheimischentarifen Die jüngste Entscheidung auf EU-Ebene zur Consumer Agenda 2030 wird auch in Vorarlberg positiv aufgenommen.
Die SparteTourismus und Freizeitwirtschaft derWirtschaftskammer Vorarlberg begrüßt einen neuen Vorstoß auf EU-Ebene zu möglichen Einheimischentarifen. Hintergrund ist ein einstimmiger Beschluss des EU-Rates für Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der Consumer Agenda 2030. Darin wird die Europäische Kommission aufgefordert, bei der geplanten Novelle der Geoblocking-Verordnung eine unionsrechtskonforme Lösung zu prüfen, die vergünstigte Tarife für die einheimische Bevölkerung ermöglicht. Damit entsteht erstmals politischer Spielraum auf europäischer Ebene, um rechtssichere Modelle für solche Angebote zu entwickeln. Aus Sicht der Wirtschaftskammer ist dies ein wichtiges Signal für Tourismusregionen. Die derzeitige Geoblocking-Verordnung verbietet Preisunterschiede nach Wohnsitz, was in stark frequentiertenTourismusgebieten zunehmend als problematisch empfunden wird. Spartenobmann Markus Kegele verweist darauf, dass das Thema bereits im vergangenen Herbst gemeinsam mit Tiroler Vertretern und EU-TourismuskommissarApostolosTzitzikosRechtssichere Einheimischentarife könnten die tas diskutiert wurde. Umso erfreulicher sei es, Wertschätzung gegendass der Vorstoß nun auf europäischer Ebene über der lokalen aufgegriffen wird. Bevölkerung stärken. FOTO: MATTHIAS RHOMBERG
PARAGASTRONOMIE
JUNGE WIRTSCHAFT VORARLBERG FOTO: NINA BRÖLL
Fachgruppe Gastronomie informierte Vereine Im Rahmen der Informationsinitiative „Fairplay Gastronomie“ informierte die Fachgruppe Gastronomie gezielt Vereine zu gastronomischen Tätigkeiten.
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Das Vorstandsteam der Jungen Wirtschaft Vorarlberg.
JWV startet ambitioniert ins Jahr 2026 Neue Geschäftsführung, neue Impulse und der Vorstand wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung bestätigt.
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nfang März 2026, lud die JungeWirtschaftVorarlberg (JWV) ihre Mitglieder sowie Sponsor:innen zur Jahreshauptversammlung ins Casino Bregenz ein. Dabei wurde das bestehende Vorstandsteam rund um Vorsitzenden Alexander Deuring erneut bestätigt. Neben einem Rückblick auf zentrale Projekte – wie das neu initiierte Mentoring-Programm – stellte die JWV mit Marie-Christine Häfele auch ihre neue Geschäftsführerin vor. Zudem gab die Organisation einen Ausblick auf 2026: Mit dem JWV Hub entsteht in Dornbirn ein eigener Raum für Austausch, Innovation und Vernetzung. „Mit dem JWV Hub schaffen wir einen Ort für Austausch, Ideen und konkrete Umsetzung. Damit können wir noch gezielter auf die Interessen unserer Mitglieder eingehen und neue Formate entwickeln, dieUnternehmertum inVorarlberg nachhaltig stärken“, gab Fabio Buzzi, Vorstand, einen Ausblick auf die kommenden Monate.
iele Vereine erfüllen die gesetzlichen Vorgaben bereits sehr sorgfältig und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem fairen und qualitativ hochwertigenAngebot. Gleichzeitig sind die rechtlichen Bestimmungen zuAusschank,Veranstaltungen undVereinslokalen mit gewissen Anforderungen verbunden, die im laufenden Vereinsbetrieb mitunter zu Unklarheiten führen können. Ziel der Initiative ist es, frühzeitig Klarheit zu schaffen und Vereine dabei zu unterstützen, ihre Aktivitäten rechtssicher und mit einem guten Gefühl umzusetzen. Der Folder dient dabei als praktische Orientierungshilfe und soll mögliche Unsicherheiten von vornherein ausräumen. Die Informationen des Webinars „Vereine – gastronomische Tätigkeiten“ können über einen Link der Fachgruppen-Homepage abgeerufen werden. Dort sind das Webinar sowie die dazugehörige Präsentation nochmals einsehbar. Webinar #2 - Vereine und gastronomische Tätigkeiten: www.starteam.at/webinare
Über den QR-Code findet ist der Foliensatz zum Webinar abrufbar.
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extra
NACHHALTIG BAUEN Unter anderem ist eines der Vorzeigebeispiele in Vorarlberg das erst kürzlich eröffnete Rathaus der Stadt Hohenems.
Pionierleistungen im Vorarlberger Bauwesen FOTO: STADT HOHENEMS
Vorarlberg gilt seit Jahren als einer der Vorreiter für nachhaltiges Bauen im Alpenraum. Holz und Lehm als regionale Baustoffe, energieeffiziente Gebäudekonzepte, begrünte Fassaden und Dächer sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Architektur, Handwerk und Planung prägen die Baukultur unseres Landes. Zahlreiche Projekte zeigen, dass ökologische Verantwortung, hohe architektonische Qualität und wirtschaftliche Umsetzbarkeit kein Widerspruch sind.
Vorarlberg ist eine der führenden Regionen Österreichs – ja, sogar Europas – im nachhaltigen Bauen, besonders im Holzbau und bei energieeffizienten Gebäudekonzepten.
Intelligentes Bauen Ein zentraler Faktor ist die konsequente Nutzung heimischer Ressourcen. Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern reduziert Transportwege und bindet langfristig CO2. Gleichzeitig wird bei vielen Gebäuden auf energieeffiziente Bauweisen wie Passivhaus- oder Niedrigenergie-Standards gesetzt. Moderne Dämmstoffe, intelligente Gebäudetechnik und erneuerbare Energiequellen tragen dazu bei, den Energieverbrauch deutlich zu senken. Darüber hinaus spielt die Langlebigkeit von Gebäuden eine wichtige Rolle. Flexible Grundrisse, hochwertige Materialien und eine durchdachte Planung sorgen dafür, dass Bauwerke über Jahrzehnte hinweg nutzbar bleiben. So wird nicht nur der Ressourcenverbrauch reduziert, sondern auch ein langfristiger Mehrwert für Gemeinden und Bewohner:innen geschaffen. Nachhaltiges Bauen in Vorarlberg ist damit weit mehr als ein Trend – es ist Teil einer gelebten Baukultur, die ökologische Verantwortung mit regionaler Identität und innovativer Architektur verbindet.
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 58
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as Besondere: Die Photovoltaikanlage integriert in der Fassade und am Dach erzeugt mehr Energie, als das Gebäude verbraucht. Kombiniert mit Erdwärmepumpe und zentraler Lüftung entsteht ein autarkes System, das Betriebskosten senkt. Von der Bürofläche über Praxisräume bis zum Showroom – die Raumstruktur passt sich Ärzten, Kanzleien und Dienstleistern flexibel an. Smart-Office-Lösungen, Doppelboden und moderne Klimatechnik garantieren höchsten Komfort. Atrium, Grünzonen und Außenterrassen schaffen Wohlfühlatmosphäre.Tiefgarage, Fahrradstellplätze und optimaleAnbindung an Bus, Bahn und Autobahn komplettieren das Angebot. Der +tower – realisiert von der WWB - Winsauer Wohnbau ist mehr als ein Gebäude für Büro- und Praxisflächen: ein Investment in die Zukunft und Standortqualität. WWB GmbH | Bernhard König, MSc · T 05572 24402 office@winsauerwohnbau.at · winsauerwohnbau.at
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Das Unternehmen verfügt über ein vielseitiges Tätigkeitsfeld im gesamten Baubereich. Dazu zählen professionelle Abdichtungsarbeiten an Balkonen, Terrassen, Kellerwänden, Fundamentanschlüssen, Wasser- und Lichtschächten, Tiefgaragen sowie Trinkwasser-/ Brauchwasserbehältern. Ebenso umfasst das Leistungsspektrum fugenlose Beschichtungen in Schwimmbädern, Sanitär- und Wohnräumen, Produktionshallen und Werkstätten. Darüber hinaus werden Verfugungsarbeiten (Fensterfugen, Sanitärfugen, Bautrennfugen), Injektionstechniken gegen drückendes Wasser, Brandschutzlösungen (z.B. bei Weichschott, Kabeltrassen und Leitungsdurchführungen, Brandschutzfugen) inklusive digitaler Brandschutzdokumentation sowie umfassende Betonsanierungen durchgeführt. Auch für komplexe und technisch anspruchsvolle Herausforderungen werden durch die über 45-jährige Erfahrung, Flexibilität und Innovationskraft maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, die nachhaltig wirken und langfristig Sicherheit gewährleisten. Ein wesentlicher Beitrag liegt in der Werterhaltung bestehender Bauwerke. Durch fachgerechte Sanierungen wird die Substanz langfristig geschützt und zukünftigen Schäden effektiv vorgebeugt. Ziel ist es, Gebäude nicht nur instand zu setzen, sondern ihre Lebensdauer deutlich zu verlängern und ihren wirtschaftlichen Wert dauerhaft zu sichern. Persönliche Beratung direkt vor Ort bildet dabei die Grundlage für maßgeschneiderte, langfristige und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen.
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MIETPLUS
Ein gutes Gefühl beim Vermieten von Eigentum mietplus ist DER professionelle Mieter in Vorarlberg
FOTO: WOLFGANG FIEL
Wolfgang Fiel bietet mit mietplus ein einzigartiges Vermietungsmodell für Immobilienbesitzer.
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KONTAKT Wolfgang Fiel Gründer und Inhaber von mietplus T 0660 6065250 office@mietplus.at www.mietplus.at
er eine leerstehende Wohnung oder ein Haus besitzt, jedoch den Aufwand und das Risiko der Vermietung vermeiden möchte, findet in Vorarlberg eine ganz besondere Lösung: mietplus. Das Unternehmen von Wolfgang Fiel hat sich innerhalb der vergangenen drei Jahre als professioneller Mieter etabliert und bietet Immobilieneigentümern eine stressfreie Alternative zur herkömmlichen Vermietung. Mit garantierten Mieteinnahmen, zuverlässiger Verwaltung und einem sorglosen Rundum-Service setzt mietplus neue Maßstäbe am Wohnungsmarkt. Sowohl Erstvermieter, die kein Risiko eingehen möchten, als auch erfahreneVermieter schätzen das sorgenfreie Vermieterdasein und sind von diesem innovativen Servicemodell überzeugt. Die Vorteile liegen auf der Hand: mietplus mietet Immobilien als Hauptmieter und kümmert sich anschließend um dieWeitervermietung an sorgfältig ausgewählte Untermieter. Dadurch entfallen Unsicherheiten wie Zahlungsausfälle, Leerstände oder aufwendige Mieterwechsel. Und selbst bei Schäden oder unerwarteten Zwischenfällen werden alle Kosten und Aufwände übernommen. Das mietplus-Modell ist inVorarlberg einzigartig und bietet Eigentümern vor allem eines: ein gutes Gefühl beim Vermieten. Auch auf der Seite der Wohnungssuchenden erfährt mietplus durch faire Mietangebote eine hohe
Bestätigung und wird vielfach als höchst kompetenter und seriöser Vermieter weiterempfohlen. Dies führt zu einer starken Zunahme an Vormerkkunden und sichert eine hohe Qualität in der Weitervermietung. Das Portfolio von mietplus reicht von exklusiven Penthouse-Wohnungen, über Mehrparteien- und Einfamilienhäuser, bis zu kleinen 1-Zimmer-Appartments. Das Einzugsgebiet erstreckt sich dabei vom Bodensee bis ins Montafon.
Wohnungssuchende können sich gratis registrieren: Mit dem Serviceangebot „mietdirekt“ wird der Zugang zur Wunschimmobilie deutlich vereinfacht: Registrierte User erhalten Immobilienangebote, bevor sie auf gängigen Plattformen veröffentlicht werden und einen garantierten Besichtigungstermin. 100 Prozent kostenlos!
NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT | 60
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RHOMBERG BAU
Ein Projekt mit Vorbildwirkung
An der Hochschule Biberach im deutschen Baden-Württemberg entsteht ein Projekt mit Vorbildcharakter auch für Vorarlberger Unternehmer:innen: Für die PBW Parkraumgesellschaft errichten Rhomberg Bau und Sohm Holzbau von Mai bis Juli 2026 einen Photovoltaik-Carport mit 14 Stellplätzen – erstmals als Holz-PV-Carport im System der Rhomberg Bau Gruppe. direkt vor Ort erzeugt, der Eigenverbrauch steigt und Energiekosten lassen sich langfristig senken. Elektromobilität kann integriert und flexibel erweitert werden.
FOTO: RHOMBERG BAU
Gut bedacht: So wird der neuartige HolzhybridPhotovoltaik-Carport im deutschen Biberach aussehen.
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ie Lösung verbindet erneuerbare Energieerzeugung mit moderner Holzbauweise und einem ganzheitlichen Ansatz. Für Eigentümer:innen ergeben sich klare Vorteile: Parkflächen werden doppelt genutzt, Strom
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Auch architektonisch überzeugt das System. Die Holzhybridbauweise sorgt für ein hochwertiges Erscheinungsbild, dank modularem Aufbau eignet sich die Lösung für Neubau und Bestand. „Von der Bestandsaufnahme über die umfassende Planung und Umsetzung bis hin zum Sicherstellen des reibungslosen Betriebs haben wir hier das Gesamtpaket unserer zukuntsfähigen Energielösung verwirklicht“, freut sich Nadine Mayer, Produktverantwortliche bei Rhomberg Bau. „Das Projekt zeigt exemplarisch, warum integrierte Holz-PV-Systeme für Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Gerade für Betriebe mit Parkplatzflächen eröffnen sich neue Perspektiven.“
INFOS UNTER rhomberg.com
EXTRA
61 | NR. 5 • MÄRZ 2026 • DIE WIRTSCHAFT
MAGAZIN/WERBUNG
TECTUM
Ausbildung als Fundament für nachhaltigen Unternehmenserfolg Wer an die Zukunft unserer Wirtschaft denkt, denkt oft an Digitalisierung und Technologie. Doch ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt im Handwerk. Gerade im Bauwesen zeigt sich: Ohne bestens ausgebildete Fachkräfte bleibt selbst die innovativste Planung Theorie.
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Als TECTUM GmbH in Hohenems erleben wir täglich, wie wichtig gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Präzision, Materialkenntnis und handwerkliches Können entscheiden über Qualität und Langlebigkeit eines Bauwerks. Gleichzeitig eröffnet der Beruf jungen Menschen attraktive Perspektiven: sichere Arbeitsplätze, Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance, sichtbar bleibende Werte zu schaffen. Die Fachkräfte von morgen entstehen nicht von selbst. Sie werden ausgebildet, gefördert und begleitet – im Betrieb, in der Schule und durch kontinuierliche Weiterbildung. Nur so sichern wir langfristig den Unternehmenserfolg und stärken den Wirtschaftsstandort Vorarlberg.
FOTO: TECTUM
er Spenglerberuf verbindet Tradition mit modernster Technik. Heute arbeiten wir mit hochentwickelten Materialien, energieeffizienten Gebäudehüllen und komplexen Dach- und Fassadensystemen. Baustile verändern sich, Anforderungen an Nachhaltigkeit und Klimaschutz steigen. Das verlangt laufende Aus- und Weiterbildung – fachlich wie technisch.
KONTAKT: TECTUM GmbH Schwefelbadstraße 6 6845 Hohenems info@tectum.cc T 05576 42710 tectum.cc
Handwerkliche Kompetenz ist kein Auslaufmodell, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für kommende Generationen und sichert nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens.
LEHRLINGSWETTBEWERB
Handwerk erleben – LLWB auf der com:bau Die com:bau – führende Fachmesse für Bau, Bauhandwerk, Ausbau und Energie in der Region – bot von 5. bis 7. März erneut den Rahmen für die Landeslehrlingswettbewerbe der Hochbauer und der Installateure.
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Motivierte Lehrlinge zeigten bei den Landeslehrlingswettbewerben auf der com:bau ihr handwerkliches Können.
FOTOS: WKV
n zwei Messetagen stellten die teilnehmenden Lehrlinge ihr handwerkliches Können unter Beweis. Sie meisterten anspruchsvolle Aufgaben wie komplexe Sichtmauerwerke sowie fachgerechte Installationenvon Sanitär- und Heizsystemen. Zahlreiche Messebesucherinnen und -besucher nutzten die Gelegenheit, den Nachwuchsfachkräften bei der Arbeit zuzusehen. „Die Wettbewerbe sind eine wichtige Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfungen und machen die hoheAusbildungsqualittät der Betriebe sichtbar“, betonen die beiden Innungsmeister Johannes Wilhelm und Karlheinz Strele. Die Sieger:innen sind: Hochbau: 1. Platz: Angelina Schadler (Tomaselli Gabriel Bau, Nüziders) 2. Platz: Jodok Fink (Gmeiner Bau, Alberschwende) 3. Platz: Manuel Wittwer (Gaba Bau, St. Anton i. M.) Installationstechnik: 1. Platz: Julian Walter Hammer (Wagner GmbH) 2. Platz: Andreas Alge (Berchtold Installationen GmbH) 3. Platz: Jan Erik Lang (Intemann GmbH)
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Kurz notiert Schulskitage in Vorarlberg
Check Check Lehre ist das Informationsmagazin, herausgegeben von der Wirtschaftskammer Vorarlberg, für die Zukunft der Lehrlinge in Vorarlberg. Es richtet sich im Frühling an Eltern und im Herbst an Jugendliche, um über die duale Ausbildung und die über 200 Lehrberufe der Region zu informieren. Die Jugendausgabe behandelt Fragen zur Berufsorientierung, etwa ob eine schulische Laufbahn oder eine Lehre der richtige Weg ist. Für Eltern erscheint im März eine spezielle Ausgabe, die sie bei der Berufswahl ihrer Kinder unterstützt. Sie erklärt die duale Ausbildung, informiert über Lehrberufe und gibt Einblicke in relevante Institutionen. Zudem werden Themen wie das erste Einkommen, das soziale Umfeld und die Berufsschule behandelt. Beide Ausgaben helfen, die vielfältigen Möglichkeiten der Lehrausbildung in Vorarlberg aufzuzeigen.
FOTOS: BEIGESTELLT, DIETMAR MATHIS
Check Check Lehre - Elternmagazin
Die Vorarlberger Schulskiaktion #schifahra erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und ermöglicht es dank einer gemeinsamen Initiative der Wirtschaftskammer Vorarlberg, der Fachgruppe Gastronomie, der Fachgruppe Bus, Luft, Schiff, der Sparte Transport und Verkehr sowie der Bildungsdirektion Vorarlberg und dem Vorarlberger Skiverband immer mehr Kindern das Skifahren als Wintersport kennenzulernen. Erstmals engagiert sich in dieser Saison auch die V.E.M. – Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie – als Sponsor der Initiative. In der Wintersaison 2025/26 nahmen bislang 193 Schulklassen mit 4.404 Schülerinnen und Schülern an der Aktion teil. Ein wichtiger Grund für diese positive Entwicklung ist die deutlich ausgeweitete Busförderung, die Schulklassen bei der Anreise in die Skigebiete unterstützt. Während im Winter 2024/25 rund 9.676 Euro zur Verfügung standen, wurden diesen Winter bereits 47.100 Euro bereitgestellt. Die Vorarlberger Schulskitage schaffen prägende Erlebnisse außerhalb des Klassenzimmers, die den jungen Menschen lange in Erinnerung bleiben. Darüber hinaus haben die Schulskitage auch eine große Bedeutung für die regionale Wirtschaft, denn viele Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt am Tourismus. Detailinformationen für Schulen und Lehrer:innen finden Sie auf https://schifahra.at.
Die aktuelle Ausgabe von Check Check ist über die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg erhältlich oder kann online angeschaut werden: www.wko.at/vlbg/news/check-check-lehre.
LEHRE
Freifahrt für Berufsschulpendler! Die Landes-Berufsausbildungsbeiräte von Tirol, Salzburg und Vorarlberg fordern Fahrtkostenersatz für hunderte Lehrlinge
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A Für Lehrlinge die in andere Bundesländer pendeln müssen, wird eine einheitliche und kostengüstige Lösung gefordert.
llein aus denwestlichen Bundesländern müssen 1.500 Lehrlinge jedes Jahr für die Dauervon zehnWochen in eine Berufsschule im Osten Österreichs pendeln, weil eine Schule für ihren Lehrberuf im eigenen Bundesland nicht existiert. „Die Fahrtkosten für die wöchentliche An- und Heimreise müssen sie selbst berappen.Während es auf der Ebene der jeweiligen Verkehrsverbünde attraktive Ticketlösungen gibt, fehlen diese beim Pendeln in andere Bundesländer. Das führt zu einer eklatanten UngleichbehandlungderLehrlinge“,erklärtGeraldSpieler,Vorsitzenderdes Vorarlberger Landes-Berufsausbildungsbeirats. Die Forderung nach einer einheitlichen und kostengünstigen Lösung für die betroffenen Lehrlinge – etwa in Form eines
befristeten Klimatickets – fand nach jahrelangen Vorstößen der Sozialpartner Eingang in das Arbeitsübereinkommen der Bundesregierung. Umgesetzt ist sie allerdings noch nicht. Die Landes-Berufsausbildungsbeiräte sind auf Basis des Berufsausbildungsgesetzes von den Landeshauptleuten bestellte Experten der Sozialpartner. Sie begleiten durch Stellungnahmen, Gutachten und Initiativen die Lehrlingsausbildung im Bundesland. Die Beiräte von Vorarlberg, Salzburg und Tirol fordern in einer gemeinsamen Resolution an die zuständigen Ministerien die rasche Realisierung des Regierungsvorhabens. „Den so dringend benötigten zukünftigen Fachkräften dürfen nicht zusätzliche Hürden in den Weg gelegt werden“, sagt Spieler.
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Egal ob Dorfrad, Mountainbike, E-Bike, Rennrad oder Gravelbike - Sicherheit ist oberstes Gebot, wenn bei den frühlingshaften Temerpaturen die Räder aus dem Winterschlaf erwachen. Die Vorarlberger Fahrradfachhändler:innen sind bereits mitten in der Revision der Fahrräder.
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Wenn über die Zukunft der Lehre gesprochen wird, richten sich alle Blicke auf Betriebe, Ausbildungsmodelle und Fachkräftesicherung. Doch das entscheidende Fundament liegt früher – in der Pflichtschule. Viele Schulabgängerinnen und -abgänger bringen nach wie vor nicht die notwendigen Basiskompetenzen in Mathematik, Deutsch und Englisch mit. Dies wird im Rahmen der aktuellen iKM Plus Testungen ganz deutlich belegt. Hinzu kommen Defizite im sozialen Verhalten, die Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein behindern – Fähigkeiten, die für Ausbildung und Beruf unverzichtbar sind. Deshalb muss die Bildungspolitik den Blick auf das Wesentliche richten: Kinder sollten die Schule erst verlassen, wenn diese Grundlagen wirklich sitzen. Bereits in der Volksschule/SEK 1 braucht es klare Vorgaben, ausreichend Zeit und konsequentes Festigen der Basiskompetenzen. Die Schule hat einen klaren Leistungsauftrag – und die Erfüllung dessen darf sich die Wirtschaft zurecht erwarten. Ein Ansatz, der vermutlich rasch Wirkung zeigen würde, ist die verschränkte Ganztagsschule. Unterricht, Übungsphasen und Freizeit wechseln sinnvoll über den Tag hinweg. So lernen Kinder nicht nur besser, sondern entwickeln auch soziale Fähigkeiten, die in Ausbildung und Beruf entscheidend sind. Gleichzeitig sind Hausaufgaben und Lernzeiten bereits integriert, sodass die Kinder gestärkt und vorbereitet nach Hause kommen. Eine starke schulische Basis ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Lehre. Wer heute in die Grundlagen investiert, sichert morgen kompetente Fachkräfte – zum Vorteil der Jugendlichen, der Betriebe und der gesamten Gesellschaft. Jetzt ist die Zeit, diesen Hebel konsequent zu nutzen. Gudrun PetzBechter, WKV-DirektorStellvertreterin
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