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Wirkungsbericht 2008-2025 - Wilderness International

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UNSER IMPACT

2008-2025 1


In der Wildnis liegt der Erhalt unserer Welt 2


Der Schutz unserer letzten Wildnisgebiete ist essentiell für unser Überleben. Wilde ­Natur ist nicht nur faszinierend, ihre ­einzigartigen Ökosysteme spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Klimas, der Reinigung der Luft und der E ­ rhaltung der

­ iologische V b ­ ielfalt. Sie ist Lebensraum für unzählige Arten und damit unerlässlich für das ökologische ­Gleichgewicht. Wenn ­wir Wildnis bewahren, schützen wir nicht nur N ­ atur, sondern vor allem unsere eigene Lebensgrundlage und die ­zukünftiger Generationen.

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Zeit, 100 % zu geben.

28 NOCH SIND

PROZENT Landoberfläche der Erde intakt.1

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Wenn über den tropischen ­Wäldern entlang des Tambopata die Sonne aufgeht, beginnt der Wald zu atmen.


Inhalt Vorwort S. 8

Warum wir Urwälder schützen müssen S. 16

6

Natur schützen, aber wirksam. Mission.Vision.Action! Warum eine Stiftung? S. 38

Dürfen wir vorstellen? S. 68


In diesen Gebieten setzen wir uns ein. Peru — tropischer Regenwald Kanada — temperierter Regenwald S. 86

Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann S. 152

Herzensprojekte

Quellenangaben

S. 110

S. 180

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British Columbia, Westkanada, ist die Heimat der letzten, großen zusammenhängenden ­Fläche temperierten Regenwalds.


VORWORT


Unser gemeinsamer Weg zur Rettung der Welt Wenn ich auf 18 Jahre Stiftungsarbeit zurückblicke und sehe, was wir als Team und mit so vielen Menschen bis heute schon bewegen konnten, spüre ich es wieder: dieses tiefe Gefühl, das uns von Tag eins an antreibt. Manchmal wirken die Aufgaben vor uns so gigantisch, dass der Mut zu sinken droht. Doch echter Wandel beginnt immer im Kleinen. Quadratmeter für Quadratmeter. Gemeinsam gehen wir diesen Weg. Genau diese Wahrheit transportiert die Essenz einer alten indigenen Sage, die ich immer wieder gerne erzähle. Sie geht so: Hier, an der Westküste Kanadas, wo die riesigen Regenwälder wachsen, stürmt es immer wieder mächtig. Eines Tages gab es bei einem Sturm derart riesige Wellen, dass die ganze Küste bedeckt war mit bunten, fünfarmigen Kreaturen: Seesterne so weit das Auge reichte. Ein junger Krieger war unterwegs auf Jagdzug, als er am Strand – inmitten der großen bunten Berge von Seesternen – einen alten Fischer sitzen sah. Der alte Mann nahm einen Seestern nach dem anderen in die Hand und warf diesen dann ins Meer zurück. Der junge Krieger wollte seinen Augen kaum trauen, und so ging er zum Fischer hinüber und

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fragte ihn: „Alter Mann, glaubst du, dass das, was du hier tust, irgendeinen Unterschied macht? Hier sterben gerade Millionen von Seesternen am Strand – verschwendest du nicht deine Zeit?“ Der alte Fischer blickte nicht auf. Er nahm den nächsten Seestern, einen kerngesunden Erdbeer-Seestern, betrachtete diesen liebevoll und setzte ihn vorsichtig ins Wasser zurück. Dann blickte er dem jungen Krieger in die Augen und sagte mit ruhiger Stimme: „Für den hier macht’s nen Unterschied.“


Einige der Urwaldriesen an der Westküste Kanadas können bis zu 100 m hoch werden.

Jeder Seestern ein Leben. Jeder Quadratmeter mehr Leben als wir gemeinsam zählen können. Jeder Euro Spende, ein Quadratmeter. Unser gemeinsamer Weg zur Rettung der Welt. Danke und bis bald auf unserer gemeinsamen Reise! Kai Andersch Vorstandsvorsitzender Wilderness International

OBEN: Seesterne in den verschiedensten Farben findet man in den Gezeitenbecken an den Stränden British Columbias.

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Geprüft & ­empfohlen! Im September 2023 haben wir das Phineo Wirkt!-Siegel erhalten. Es bestätigt, dass unsere Arbeit einen nachvollziehbaren Effekt hat, und dass wir eine leistungsstarke und transparente Organisation sind. Um das Siegel zu erhalten, wurden wir über sechs M ­ onate hinweg in einem vierstufigen Verfahren von unabhängigen Expert:innen analysiert. Spender:innen oder Partner können so sicher sein, dass euer Beitrag bei uns effektiv eingesetzt wird.

Die gemeinnützige AG Phineo bietet eine unabhängige und verlässliche Über­ prüfung der Wirksamkeit von gesellschaftlichem Engagement. Für eine erneute, tiefgreifende Wirksamkeitsprüfung haben wir Im Frühjahr 2025 ein umfassendes Prozessgutachten beim Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (BAUM e.V.) in Auftrag gegeben. Die Begutachtung wurde von Dipl.-Forstwirt Rainer Kant, Senior-Referent für Biodiversität und Ökosysteme bei BAUM e.V., durchgeführt.

“

Die Stiftung Wilderness International schafft es, mit dem Projekt „Den Klimawandel wandeln – quadratmetergenauer Schutz von Urwald als Klimaretter“ durch den Kauf von bedrohten Waldflächen in Kanada und Peru einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Hervor­ zuheben sind auf Projektebene die systematische und reflektierte Auseinandersetzung mit Problem und Lösung, eine quantifizierte Ziel­setzung mit wissenschaftlicher Grundlage und die Einbindung ­relevanter Akteure (...). Auszug aus der Phineo-Einschätzung

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OBEN: Das WI-Team bei der ­Verleihung des PHINEO „Wirkt!“Siegels im September 2023. LINKS: Auf unserer Peru-­ Expedition 2026 hat Rainer Kant von BAUM e.V. unsere Projekte eingehend geprüft.

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Das Ergebnis: Wilderness I­nternational arbeitet nachweislich wirksam, ­transparent und dauerhaft schützend. Unsere Stiftungsarbeit wird als ­Best-Practice-­Beispiel für integrierten, wissenschaftlich fundierten Waldschutz bewertet. Gutachter Rainer Kant hebt unsere Organisation als „integriertes, systemisches Modell für modernen Waldschutz“ hervor:

­ Mehr Informationen über den Prozess und die Inhalte der Begutachtung findest du auf unserer Website. Mehr Informationen hier

“

Wilderness International verfolgt einen umfassenden ­Ansatz zum Schutz von Primärregenwäldern, der sich durch Integrativität, System­ denken, Multidimensionalität, ­Interdisziplinarität und Ganzheitlichkeit auszeichnet. Die Organisation verbindet unterschiedliche Perspek­ tiven, ­Methoden und Akteure miteinander, um ihre Ziele wirkungs­voll und nachhaltig zu erreichen. Dieser methodisch vielschichtige und moderne Naturschutzansatz stellt ein zukunftsweisendes Modell für den Schutz von Wildnisgebieten dar oberste Priorität, wenn wir das Klima retten wollen. Rainer Kant Senior-Referent für Biodiversität und Ökosysteme bei BAUM e.V.

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„Quadratmetergenauer Schutz von Urwald als Klimaretter“ Mehr Informationen zum Phineo Wirkt!-Siegel

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Blick auf den tropischen Primärregenwald mit seinen unzähligen Grüntönen.


WARUM WIR URWÄLDER SCHÜTZEN MÜSSEN


Weil Ur die Allroun für die Umwe unserer Z


rwälder nd-Lösung eltprobleme Zeit sind.


Was ist Wildnis? Wildnis wird oft als Naturgebiet ohne jeglichen menschlichen Einfluss verstanden. In einer Welt, die seit Jahrtausenden vom menschlichen Leben geprägt ist, gibt es kaum noch wirklich „unberührte“ Landschaften. Natur ohne menschlichen Fußabdruck befindet sich nur noch in den entlegensten Regionen der Erde, wie bspw. in der Antarktis.2 Es gibt jedoch noch einige Gebiete mit intakten Ökosystemen, die über Jahrtausende hinweg durch natürliche Prozesse entstanden sind. Und das oft sogar in Harmonie mit ihren mensch­lichen Bewohner:innen – s ­ eien es ­Urwälder, Moore oder Grasländer.3 Diese Landschaften, die sich in Einklang von Mensch als Teil der Natur über lange Zeiträume entwickeln konnten, sind von unschätzbarem Wert. Sie sind nicht nur wertvolle Lebensräume für zahlreiche Arten, sondern auch wichtige Kohlenstoffspeicher und Klimaregulatoren. Genau deshalb schließen wir sie in ­unsere Definition von Wildnis ein und verstehen Wildnisgebiete in einem breiteren Sinne: Als Räume, in denen ­Naturprozesse seit langer Zeit weit­ gehend ungestört ablaufen.4

Auch Urwälder sind keine „unberührten Wälder“, in die noch kein Mensch je einen Fuß gesetzt hat, sondern alte natürliche Ökosysteme, aus standortheimischen Arten in denen natürliche Prozesse im Einklang mit dem Menschen ungestört ablaufen können.5

Arktische Tundra

Borealer Wald

Temperierte Regenwälder Westkanada Rocky Mountains Nordamerikanische Wüsten

PAZIFISCHER OZEAN

Cha Grobüberblick der Wildnisgebiete nach Mittermaier et al (2003)7, differenziert in Wald-­Ökosysteme (grün) und WüstenÖkosysteme (gelb).

20

Magellan Regenwäld


Warum wir Urwälder schützen müssen

Nur noch 20 % der weltweiten Baumbedeckung sind ­Urwälder (2020) - das entspricht nur 9 % der eisfreien Landfläche der Erde. Allein fünf Länder beherbergen heute 3/4 der verbleibenden intakten Wälder (Kanada, Russland, Brasilien, Peru und die D ­ emokratische Republik Kongo).6 Verlieren wir in der gegenwärtigen ­Degradationsrate weitere intakte Waldlebensräume, wird dies unweigerlich zu einem Artensterben in beispiellosem Ausmaß führen.

Arktische Tundra

Borealer Wald

ATLANTISCHER OZEAN

Sahara Amazonien Kongo Regenwald

aco

nder

Kalahari

Patagonische Wüste

Wüsten Zentralasiens

Arabische Wüste MiomboMopane-Wälder

Neuguinea

INDISCHER OZEAN

Australische Savanne

Australische Wüste

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Weil Wälder uns mehr schenken, als wir denken. 1 — Stabiler Regen Die Pflanzen des Amazonasbeckens geben täglich 20 Milliarden Tonnen Wasser an die Atmosphäre ab. Das entspricht der zwanzigfachen Menge Wasser, die über dem Meer verdunstet!8 So ­kreieren sie den größten Fluss von Süßwasser auf der Erde. Durch die ständige Verdunstung und das Ausatmen von Wasser­dampf sorgt der Wald selbst für den Regen, den er braucht und der ihn zum Regenwald macht.

2 — Wasserspeicher Der Rest des Regenwassers versickert im Waldboden. ­ Ohne den Wald würde das Regenwasser direkt in die Flüsse abfließen, was zur Folge hätte, dass Trinkwasser und Regen in der Region fehlten. Dadurch würde es wesentlich heißer und trockener werden.

3 — Wasserreinigung In unseren Schutzgebieten befinden sich außerdem Flüsse und Feuchtgebiete wie bspw. Waldmoore. Wälder reinigen das Wasser in Bächen und Flüssen. Indem wir sie schützen, tragen wir zur E ­ rreichung des Nachhaltigkeitsziels SDG 6 bei.

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Warum wir Urwälder schützen müssen

Die Küstengewässer und Flüsse British Columbias sind voller Leben.

SDG 6 — Sauberes Wasser Bereits bis 2020 sollten wasserverbundene Öko­systeme geschützt und wiederhergestellt werden. Die auf d ­ ieser Doppel­seite vorgestellten Funktionen des Waldes tragen alle zur Erreichung dieses SDGs (= Sustainable ­Development Goals) bei.

4 — Wälder und Meere Wenn Wälder abgeholzt werden, werden ihre nährstoffreichen Mutterböden vom Regen weggeschwemmt. Die Erde wird in die Flüsse gespült, die dadurch eutrophieren und zu viele ­Nährstoffe ins Meer bringen. Indem wir Wälder und ihre Flüsse schützen, verhindern wir also auch die Meeresverschmutzung und helfen so bei der Erreichung von SDG 14. SDG 14 — Leben unter Wasser SDG 14 fordert, dass bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung, insbesondere durch vom Lande aus­gehende Tätigkeiten, verhütet und erheblich ­verringert werden. 23


5 — Der Wald als Sonnenschirm Das dichte Blattwerk der Wälder sichert ein feuchtes und kühles Mikroklima. Man kennt es selbst, wenn man sich an einem heißen Sommertag in den Schatten eines Baumes flüchtet – d ­ ie Baumvegetation kühlt die direkte Umgebung.

6 — Nährstoff-Tresor Mit ihren Wurzeln verhindern Wälder die Abtragung von ­nährstoffreichen Böden. Verschwindet der Wald, werden die n ­ ährstoffreichen Mutterböden durch den Regen ausgewaschen oder abgeschwemmt.

Vereinzelte Sonnenstrahlen ­fallen durch das dichte Blätterdach des Amazonasregenwaldes.

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Warum wir Urwälder schützen müssen

7 — Grüne Lunge Weltweit betrachtet haben Bäume über Jahrtausende den Großteil des für uns Menschen lebens­wichtigen Sauerstoffs produziert. Sie sichern also unsere Lebens­grundlage. Vor allem filtern Wälder Feinstaub aus der Atmosphäre, wie z.B. Schwermetalle, Stickoxide und Rußpartikel, die durch Industrie- und Autoabgase entstehen. Sie sind also tatsächlich die „Grüne Lunge“ unserer Erde.

8 — Domino-Effekt Durch Abholzung von Regenwäldern entsteht nicht nur ein direkter Schaden. Auch indirekt wirkt sie sich negativ auf noch bestehende Wälder in der Umgebung aus: Es wird trockener und heißer, sodass der Wald weniger widerstandsfähig ist. Nährstoffreiche Böden werden abgeschwemmt und fehlen dem Wald. Artenvielfalt wird unwiederbringlich verdrängt.

9 — Unwiederbringlich Selbst eine Aufforstung kann nie wieder die ursprünglichen Zustände eines Regenwalds herstellen. Deshalb hat der Schutz bestehender Wälder oberste Priorität und ist sogar noch wichtiger als das Pflanzen neuer Bäume.9

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10 — Refugium der Artenvielfalt Wildnisgebiete sind die einzigen Orte, an denen un­ zählige Arten einen passenden Lebensraum finden. Je älter W ­ älder werden, desto größer wird ihre genetische Vielfalt.10 Daher garantieren Urwälder das langfristige Überleben zahlreicher Arten. ­Mit dem Aussterben einer einzigen Pflanzenart ist oftmals das A ­ ussterben von 10 bis 30 Tier- und Pflanzenarten verbunden, da die ­meisten Organismen im Regenwald voneinander abhängig sind.11

11 — Die Natur heilt sich selbst, wenn man sie nur lässt Durch den Schutz intakter Regenwälder tragen wir zur Erreichung von SDG 15 bei. Die Entwaldung und die daraus resultierende Bodendegradation und Wüstenbildung werden beendet. Gleichzeitig ermöglichen wir ­Renaturierung. Denn nur wenn bestehende Natur er­halten bleibt, kann sich die Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Das ist eine essentielle Voraus­ setzung für die Wiederherstellung und Sanierung von gesch­ädigten Wäldern, Flächen und Böden – vor allem für jene, die von W ­ üstenbildung, Dürre und Überschwemmungen b ­ etroffen sind.

12 — Abenteuer & Erholung Nicht zuletzt sind Wälder Orte der Ruhe und Erholung. Ihre fantastischen Landschaften bieten Platz für Abenteuer, Herausforderung und die Besinnung auf unsere Wurzeln. „Waldbaden“ hat sogar medizinisch nach­ gewiesene, positive Auswirkungen auf die menschliche Psyche und Physis.12 Es verbessert bspw. Atmung, Puls, Blutdruck und Immunsystem.

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Warum wir Urwälder schützen müssen

Die Regenwälder in der Madre de Dios Region gelten als der artenreichste Ort der Welt.

SDG 15 — Leben an Land Das SDG 15 fordert für 2030 den Schutz und die Wiederherstellung von Landökosystemen, insbesondere der Wälder.

Aus all diesen Gründen sind Wälder – vor allem alte ­Urwälder – unser wichtigster Puffer gegen den menschen­verursachten Klimawandel und den damit verbundenen Verlust von Lebensraum und Artensterben. Viele Wissenschaftler:innen halten es deshalb für effektiver, existierende Wälder zu schützen, statt neue Bäume zu pflanzen.

Deshalb verstehen wir den Schutz noch intakter Urwälder als derzeit wichtigste Naturschutzmaßnahme. 27


Lebendiger Baum. Lebendiger Raum. Paranussbaum

Jeder Euro rettet einen Quadratmeter Lebensraum. Klingt gut. Ist aber noch viel besser. Beispiel: Mit einer Spende in Höhe von 64 € an Wilderness International schützt ihr ein Waldstück, das 64 m2 groß ist. Das entspricht einem 3200 m2 großen Lebensraum mit unzähligen Nischen­ habitaten für eine riesige Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die in Symbiosen miteinander interagieren. Unsere Grafik zeigt euch, wie viel Leben in einem ­Paranussbaum im Amazonas­ regenwald, von der Wurzel bis zur Baumkrone, beheimatet ist. Im temperierten Regenwald an der Westküste Kanadas sieht es ganz ähnlich aus. Dort bieten gigantische Riesenlebens­ bäume zahlreichen Tier- und Pflanzen­ arten einen sicheren Lebensraum.

(ca. 500 Jahre alt)

HarpyenNest

f

Orchideen

schreiender Piha + 30-40 weitere Vogelarten

Baumsteiger

Fischschwanzpalme

Ameisen

Tausendfüssler Farn Ameisenbär

(F

Käfer

Laub

Larven

ca. 64 m² Fläche 3.200 m2 Lebensraum

28

Br


Warum wir Urwälder schützen müssen

Riesenlebensbaum (bis zu 2000' Jahre alt)

Adlerhorst

Nördliches Gleithörnchen

Aras + Nest + Junge in Asthöhle fressen junge Paranüsse

r

Ringelspinner Spechthöhle

Viginia-Uhu

Blattflechten

Zwergameisenbär

Lianen umranken den ganzen Baum

Puma

ca. 50 m Höhe

ca. 100 m Höhe Bartflechten

Huckleberry

Zimthimbeere Aguti

Monstera Fensterblatt)

Lakritzfarn Blaubeere

Nordpazifischer Baumfrosch

3-6 Froscharten (Stamm & Boden)

Paranuss rutplatz für Moskitolarven, Würmer & Kaulquappen

Streifenhörnchen Moosmatten

ca. 64 m² Fläche 6.400 m2 Lebensraum

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Weil wir anfangen müssen, aufzuhören. Die Wälder der Erde binden genauso viel CO2, wie in der gesamten Atmosphäre vorhanden ist. Wenn solche kohlenstoffreichen Ökosysteme zerstört werden, ­setzen sie mehr CO2 frei, als in einer für Menschen relevanten Zeitspanne je wieder zu binden möglich wäre.13 10–15 % aller jährlichen Emissionen werden durch Waldzerstörung und die Trockenlegung von Wald­ mooren verursacht.14

Die globale Waldzerstörung setzt jährlich so viel CO2 frei, wie 2 Milliarden Menschen auf einem Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York ausstoßen würden. Und das Schlimmste daran: Für jeden Baum, den wir fällen, stoßen wir nicht nur mehr CO2 in die Atmosphäre aus, sondern vernichten unseren größten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel.

“

Urwälder sind weltweit betrachtet unser wichtigster Puffer gegen den menschenverursachten Klimawandel. Sie zu schützen hat oberste Priorität, wenn wir das Klima retten wollen. Kai Andersch Forstwissenschaftler & Vorstandsvorsitzender

30


Warum wir Urwälder schützen müssen

Auf einer Fläche von nur 1 m2 in unseren Schutz­gebieten sind durchschnittlich 60 kg CO2 dauerhaft gebunden.

SDG 13 — Maßnahmen zum Klimaschutz Der globale Temperaturanstieg soll bis 2030 auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden. Durch den Schutz bestehender, hochkohlenstoffhaltiger Wälder tragen wir und unsere Partner zur Erreichung des SDG 13 bei.

Waldverlust Jährlich werden über 14 Millionen ­Hektar Tropenwald abgeholzt. Weitere 16 ­Millionen Hektar boreale, subtropische und temperierte Wälder kommen Jahr für Jahr dazu. Das sind knapp 3 ­ 0 Millionen Hektar zerstörter Wald jährlich15 – eine Fläche, die der Größe Italiens entspricht.16

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Bäume schützen vs. Bäume pflanzen? Gefühlt kann man heutzutage mit jedem Einkauf das Klima retten, indem man einen neuen Baum pflanzt. Das klingt hervorragend. Doch wie effektiv ist die Methode im Vergleich zum Schutz bestehender Urwälder?

Artenvielfalt und Biomasse 17 ANTEIL AN MAXIMALER ARTENVIELFALT IN %

100 %

URWALD

50 %

BAUMPLANTAGE

0

5

10

15

20

25

JAHRE

Fazit Baumplantagen und angepflanzte Wälder erreichen selbst nach 25 Jahren Wuchsdauer nur einen Bruchteil der Artenvielfalt und der Biomasse verglichen mit Urwäldern. Eine Metaanalyse zeigte, dass natürliche ­Rege­neration in über 90 % der untersuchten Fälle zu besseren Ergebnissen in Bezug auf Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung führt als aktive Pflanzprojekte.18

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Kosten-/Nutzenfaktor Der Klimawandel ist ein drängendes Problem. Schnelle und effiziente Maßnahmen sind notwendig, um ihn aufzuhalten. Wenn man nur ein begrenztes Budget zur Ver­ fügung hätte, welche Option wäre dann die Beste, um mit Bäumen ein gesundes Klima zu sichern?

Anforderungen ·

100.000 m² Fläche

·

Erfüllung aller Ökosystemdienstleistungen (Luftfilterung und -kühlung, Sauerstoffproduktion, Wasserspeicherung und -filterung, Bodenbildung und Erosionsschutz, Hochwasser- und Lawinenschutz, Erholung und Tourismus, Nahrungslieferant, Forschungsobjekt, Vorbildfunktion (Bionik), umweltpsychologische Wirkung, genetische Ressource)

Option A Urwald schützen • •

100.000 € Spende an Wilderness International (WI) damit werden 100.000 m² Urwald ohne Ablaufdatum und Zusatz­ kosten geschützt

100 % Ergebnis sofort

Option B Bäume pflanzen • •

mind. 200.000 € investieren damit werden 100.000 m² Land gekauft und mit standortgerechten und biodiversen Baum- und Straucharten aufgeforstet

50 %* Ergebnis in 25 Jahren *maximal

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CO2-Bindung 700

TONNEN CO2 / HEKTAR

600

URWALD

5

10

15

20 25 JAHRE

-100 -200

BAUMPLANTAGE

Baumplantagen benötigen etwa 25 Jahre, um „klima­ positiv“ zu werden. In den ersten Jahren nach ihrer ­Bepflanzung tragen sie einen schweren „CO2-Rucksack“ mit sich rum. Dieser ist gefüllt mit den in der Baumschule und durch die Pflanzung verursachten Treibhausgasen. Zudem emittiert der Boden die ersten Jahre nach der Pflanzung zusätzlich CO2.19 Fazit Nicht falsch verstehen: Es ist wichtig und gut, heute Bäume zu pflanzen! Es hilft dem Klima nach 25 Jahren als CO2-Staubsauger und macht überall dort Sinn, wo von Natur aus Wald hingehört und der Wald nicht von ­alleine nachwachsen würde. Wie komplex die r­ ichtige Auswahl der richtigen Standorte ist und wo Neu­ pflanzungen Sinn machen, kannst du in der Studie von ­Fesenmyer et al. (2025) einsehen.20

Die wichtigste und dringendste ­Maßnahme zur ­Klimarettung ist und bleibt der Schutz von ­bestehenden Wäldern. 34


Manche Urwaldriesen im ­tropischen Regenwald werden über 70 Meter hoch.

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OBEN: Ein Totenkopfaffe beäugt ­neugierig unser Expeditionsteam. RECHTS: Grizzlies in West­kanada halten 4 bis 6 Monate Winterruhe.

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Warum wir Urwälder schützen müssen

Liebe NATUR, DANKE für alles! Ohne den Wald wäre unsere Luft zu verschmutzt zum Atmen. Es gäbe nicht genügend verlässlichen Regen. Unsere Wasserquellen würden versiegen, Trockenheit und Hitze uns belasten. Unsere Böden wären ausgewaschen und nährstoffarm. Statt Vogelzwitschern und Bienensummen wäre es still.

Deshalb finden wir: Es ist Zeit, der Natur Danke zu sagen. Für all die kostenlosen Leistungen, mit denen sie uns täglich so selbstverständlich beschenkt und ohne die unser Leben unmöglich wäre. Gemeinsam geben wir der Natur etwas zurück, indem wir die letzten intakten, hochkohlenstoffhaltigen und biodiversen Ökosysteme bewahren und schützen.

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Bislang wurden im Secret Forest 162 ­Amphibienarten entdeckt – darunter dieser Baumsteigerfrosch.


NATUR SCHÜTZEN. ABER WIRKSAM.


Mission.Vision. ACTION! Mission

Wildnisgebiete vor dem endgültigen Verschwinden schützen und für nachfolgen­ de Generationen erhalten. Das Team von Wilderness International widmet seine tägliche Arbeit dem rechtssicheren Kauf von ökologisch wertvollen und akut bedrohten Wildnisgebieten auf der ganzen Welt, um diese für alle Zukunft zu schützen.

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Vision

Bis 2050 die letzten 2,8 % noch intakter Lebensräume unserer Erde durch rechtssicheren Kauf schützen. Noch haben wir die Möglichkeit, die letzten Wildnis­gebiete der Erde zu retten. Dieses Wissen und die Begeisterung für fantastische Natur treiben uns an, unser Vorhaben Stück für Stück in die ­Realität umzusetzen.

Viele Arten, wie dieser Riesenotter, sind auf ganz spezielle Lebensräume angewiesen.

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Was bewirkt unsere Arbeit? Um diese Frage zu beantworten, orientieren wir uns an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Die 17 Ziele sind ein international anerkannter Rahmen, der beschreibt, wie eine gerechte, lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle Menschen und den Planeten aussehen kann. Sie verbinden öko­ logische, soziale und wirtschaftliche Aspekte und machen sichtbar, dass Naturschutz immer Teil eines großen Ganzen ist.

Für Wilderness International sind die SDGs ein Kompass: Sie helfen uns, den Einfluss unserer Arbeit messbar zu machen und sicherzustellen, dass unsere Projekte nicht nur Wälder schützen, sondern auch Bildung fördern, Ungleichheiten abbauen und Klimaresilienz stärken. Indem wir ­unsere Wirkung an den SDGs ausrichten, zeigen wir, wie unsere lokalen Maßnahmen im globalen Kontext wirken – und tragen dazu bei, dass wir ­ emeinsam die Ziele einer nachhaltigen Entwickg lung erreichen. Hier mehr erfahren

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Natur schützen. Aber wirksam.

Direkt 4 6 13 14 15 17

Hochwertige Bildung für alle Sauberes Wasser Maßnahmen zum Klimaschutz Leben unter Wasser Leben an Land Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Indirekt 10 Weniger Ungleichheiten 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden 12 Verantwortungsvolle Konsumund Produktionsmuster

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Wer gemeinsam schützt, schützt ­langfristig. Wirklich dauerhafter Schutz geht nur, wenn er in den Herzen und S ­ trukturen der Menschen verwurzelt ist, die mit dem Wald leben. So wie ein Baum nur gedeiht, wenn der Boden nährstoffreich ist, braucht auch unser ­Naturschutz soziale Wurzeln, um Generationen zu über­dauern. Und d ­ iese brauchen genauso wie die ökologischen: Geduld, Pflege und gemein­ same Verantwortung.

SDG 4 — Hochwertige Bildung für alle Langfristiger Naturschutz beginnt mit Wissen, Teilhabe und der Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Deshalb arbeiten wir in Kanada, Peru und Deutschland in der Umweltbildung. In Peru führen Waldhüter:innen lokale Umweltbildungsprojekte in den Gemeinden rund um unsere Schutzgebiete durch. In Kanada bringen wir gemeinsam mit unserem Partner „Eagle Wing Tours“ Schulklassen in die Fjorde der temperierten Regen­ wälder, um ihnen die Bedeutung von Öko­systemen direkt vor Ort zu vermitteln. Und in Deutschland motivieren wir mit dem Wildnislauf jährlich tausende Schüler:innen, Verantwortung für Natur zu übernehmen und sich als Teil einer globalen Lösung zu verstehen.

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Natur schützen. Aber wirksam.

SDG 10 – Weniger Ungleichheiten Wir arbeiten in Regionen mit strukturellem Macht­gefälle – zwischen Nord und Süd, Stadt und Land, Reich und Arm. Dieses Ungleichgewicht benennen wir bewusst und möchten durch langfristige Partner­schaften, faire Gehälter, Stipendien und Kapazitätsaufbau dazu b ­ eitragen, es abzubauen. Wir v­ erstehen uns nicht als „westliche Lösung“, sondern sind drei lokale Organisationen, geführt von Menschen der Region, immer im Austausch und in Partnerschaft mit den l­okalen und indigenen Communities. Dazu gehört auch, unsere eigene R ­ olle kritisch zu reflektieren und Verantwortung für ­strukturelle Gerechtigkeit mitzudenken.

SDG 11 — Nachhaltige Städte und Gemeinden Auch auf kommunaler Ebene ermöglichen wir Wandel. In unserem Agroforstprojekt verbinden wir seit 2023 nachhaltige Produktion, lokale Selbstversorgung und ­ökologischen Wiederaufbau – für widerstandsfähige ­Gemeinden, die aktiv zur Klimaanpassung beitragen. In Dresden haben wir in der Vergangenheit mit dem Projekt „Mein Baum – Mein Dresden“ Baum-Patenschaften geschaffen, die nicht nur das Stadtklima verbessern, sondern auch Bewusstsein für globale Zusammenhänge stärken.

Agroforstwirtschaft ist eine jahrtausendealte, nachhaltige Landnutzungspraxis, die auf einem ö ­ kologisch ausgewogenen System aufbaut.

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Wie wir Wildnis schütze Unsere Anleitung zum W 1

2

Landstück finden

auf Vorkasse kaufen

In sog. Rapid Assessments bestimmen wir gemeinsam mit Forscher:innen die Schutzwürdigkeit eines Waldgebiets. Entscheidend ist, ob das Gebiet eine hohe Artenvielfalt und CO2-Speicherkapazität hat, ob es bedroht ist und ob es an einem strategisch wichtigen Ort gelegen ist.

Der Kauf des Landstücks wird mit ­Darlehen finanziert. Wir sammeln keine Spenden für ein Landstück, das wir noch nicht besitzen.

5

6

durch Spenden refinanzieren

durch Urkunde mit Geokoor­ dinaten belegen

Jede:r kann für ein ganz konkretes Stück dieses Wildnisgebiets spenden. Durch die Spende wird der Kauf refinanziert sowie der langfristige Schutz gesichert. Jeder Quadratmeter wird nur einmal vergeben.

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Spender:innen erhalten eine personalisierte Urkunde mit den exakten Geokoordinaten des Waldstücks, das sie geholfen haben zu schützen. So ist der Schutz konkret und direkt nachvollziehbar.


Natur schützen. Aber wirksam.

en. Welt retten 3

4

Grundbucheintrag erhalten

georeferenzierte Luftbilder erstellen

Wir arbeiten nur in Ländern mit hoher Rechtssicherheit und kaufen ausschließlich Land mit Grundbucheintrag. Alle zwei bzw. drei Stiftungen werden ins Grundbuch eingetragen.

Mit Hilfe von Drohnen erstellen wir hochqualitative Luftbildpanoramen unserer Landstücke. Diese werden auf unsere Website hochgeladen. Jeder Quadratmeter wird mit konkreten Geokoordinaten versehen.

7

8

forschen, dokumentieren, kommunizieren

langfristigen Schutz sicherstellen

Umweltbotschafter:innen und ­Forscher:innen besuchen die Gebiete, ­forschen gemeinsam und erleben den Wald, den sie schützen. Die Forschungserkenntnisse, Fotos und Videos nutzen sie dann für die Umweltbildung an Schulen und um M ­ enschen für Wildnis zu begeistern.

regelmäßige Besuche, lokale Partnerschaften, Waldhüter:innen, Grundsteuern sowie das Stiftungskonzept sichern den langfristigen Schutz und die ökologische Integrität der Gebiete. Mehr dazu auf S. 50 (Warum eine Stiftung).

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Ein Baum hat viel zu erzählen Die Baumriesen in unseren Schutzgebieten sind teilweise bereits 1.000 ­Jahre alt. Sie können noch weitere 1.000 Jahre alt werden. Doch wie ­garantieren wir, dass sie nicht vorher zerstört werden?

Höchstlebensalter* 1203 Geburtstag Baum

10000

1492 Entdeckung Amerikas

1867 Gründung Kanada 1872 Gründung des ersten Nationalparks 2015 Pariser Klima-Übereinkommen

5000

JAHRE

1865 erste industrielle Nutzung von Erdöl

0

Mensch 122 Jahre 21

Baum 9550 Jahre 22

*jeweils der älteste Bekannte

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Alt wie ein Baum möchte ich werden. Warum eigentlich eine Stiftung? Während unseres flüchtigen Menschenlebens können wir einen Baum nur kurzfristig schützen. Daher wollen wir Strukturen schaffen, die den Schutz dieser uralten Lebewesen auch über die nächsten Generationen hinweg noch garantieren – unabhängig von politischen Veränderungen.

Eine Stiftung ist das langfristigste Organisations­ konstrukt, das derzeit bekannt ist. Nicht einmal Staaten, Unternehmen oder Nationalparks sind so langfristig konzipiert. Damit ist die Stiftung als einzige am Lebensalter der Ökosysteme orientiert, die wir schützen. * Unsere Stiftungszwecke sind: 1. Umweltschutz, Naturschutz, Tierschutz 2. Die damit verbundene Bildung, Wissenschaft und Forschung 3. Völkerverständigung, Entwicklungshilfe, Kunst und Kultur zur Umsetzung, Unterstützung und Kommunikation von Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutzprojekten Zu unserer Satzung

50

• Eine Stiftung operiert unabhängig von politischen Konstrukten und teils auch Staaten. • Für den Stiftungszweck* bekommt sie das Stiftungsvermögen, das immer erhalten bleibt. • Sie ist unabhängig von einzelnen Personen und kann nicht vererbt werden, denn sie gehört ­niemandem allein. Eine Stiftung gehört immer der Gemeinschaft von Menschen, die sich zum Zeitpunkt für ihren Zweck engagieren.


Natur schützen. Aber wirksam.

„Die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts ist auf ­immerwährende Dauer angelegt. [...] Zahlreiche ­Stiftungen sind sehr alt. Teilweise über tausend Jahre. [...]

“

• seit 1161 Johannishofstiftung Hildesheim • seit 1177 St. Johannis-Jungfrauenkloster Lübeck23

Die Rechtsform der Stiftung erlaubt es wie keine andere, einen (gemeinnützigen) Zweck dauerhaft und unabhängig von fremden Interessen zu verwirklichen und so langfristig die gewünschten Wirkungen zu erzielen.24

Einige der Baumriesen an der Westküste Kanadas sind über 1000 Jahre alt.

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V

1€

*

SPENDE?

Das machen wir draus. * die Zahlen beruhen auf den realen Ausgaben der letzten 17 Jahre.

5 Cent

Verwaltungskosten Sachspenden ermöglichen es uns, Kosten für Arbeitsmittel, Ausrüstung, Expeditionen und Events gering zu halten. Dieser Teil der Spende fließt in Gehälter, Büromieten und weitere administrative Kosten wie Lizenzen für Arbeitsprogramme und Dienstleister.

20 Cent

Umweltbildung und Kommunikation Dieser Teil fließt direkt in unsere Projekte wie z.B. Wildnisläufe und Umweltbildungsprojekte mit ­Schulen, Workshops und in unsere Webplattform.

52


1 € schützt 1 m2 Wald!

initiale Kosten langfristige Kosten

38 Cent

Landkauf und Kaufprozess Neben den Kosten für den Landkauf fließen hier ­Kosten für bspw. den Notar und den Grundbuch­ eintrag sowie die Grundsteuern mit ein.

19 Cent Vorbereitung Landkauf: relevante Naturschutzgebiete finden, erforschen und dokumentieren In Rapid Assessments bestimmen wir gemeinsam mit Forscher:innen die Artenvielfalt und die CO2-­Speicherkapazität des Gebiets. Luftbilder von ­Drohnen helfen uns, die Gebiete zu dokumentieren.

18 Cent

Langfristiger Schutz und Forschung Durch regelmäßige Besuche, lokale Partnerschaften sowie Waldhüter:innen wird die ökologische Integrität der Gebiete kontrolliert und sichergestellt. Umwelt­ botschafter:innen und Wissenschaftler:innen besuchen die Gebiete, forschen gemeinsam und erleben den Wald, den sie schützen.

53


N50° 30' 53,872" W128° 12' 10,5" geschützt von Anna Meier und Max Müller für 100 € habt ihr 100 m² Urwald in Peru geschützt

Luftaufnahme des Secret Forest in Madre de Dios, Peru.

54


Wir zeigen dir, wo deine ­Spende ankommt. Quadratmetergenau.

55


Für eure Spenden gehen wir in die Luft. Wir schützen Wälder – 100 % transparent. Auf den Quadratmeter genau zeigen wir, wo eure Spende eingesetzt wurde. Dafür erstellen wir hochaufgelöste Luftbilder unserer Schutzgebiete und legen ein Netz der exakten Geokoordinaten darüber. Die Arbeit mit High-Tech-Drohnen, die uns für diese ­Zwecke zur Verfügung gestellt werden, unterstützt uns dabei. So können wir in kürzester Zeit beispiellos hochaufgelöste Luftaufnahmen von riesigen Waldflächen erstellen. Zudem führen wir Flüge mit LIDAR- und Multispektralkameras durch. Diese erlauben es uns, 3D-Bilder vom Wald zu erstellen und Informationen über Baumhöhen, CO2-Speicherung und Biodiversität in den Wald­ gebieten zu ermitteln. High Tech. Low Budget. Das spart uns nicht nur große Mengen Zeit und ­Spendengelder, die wir sonst für aufwendige und teils gefährliche Begehungen verwenden müssten. Aktuelle und zukünftige Schutzgebiete können wir so erforschen, ohne sie zu betreten und durch das Anlegen von Wegen zu stören. Mit Hilfe von neuster Software und aktuellen Computern können wir aus diesen Tausenden Einzel­luftaufnahmen in wenigen Stunden ein großes Luftbild zusammensetzen Video ansehen

56


Natur schützen. Aber wirksam.

OBEN: Tom Andersch testet gemeinsam mit Brock Ryder von Drones for Earth die neue Trinity Pro Drohne unseres Partners Quantum Systems. UNTEN: Eine LIDAR-Aufnahme von den Schutzgebieten entlang des Tambopata Flusses.

Während unserer Peru-Expedition im März 2024 haben wir ganze 299 km2 an vier Standorten beflogen und dabei 56.939 Bilder gemacht! Zusätzlich wurde mit einer LIDAR-Kamera noch 93 km2 beflogen – insgesamt eine Fläche etwa 18-mal so groß wie der Frankfurter Flughafen!

57


Mit

1

1.000 € könntest du...

1 iPhone 17 (256 GB)

0,1

1 58

Karat Diamant

Bitcoins

1

0,15 m² Sternemenü für 2 P ­ ersonen mit Weinbegleitung

Lego Star Wars™ Todesstern

einer Eigentumswohnung in Berlin-Mitte

... kaufen


ODER

1.000 m² Wildnis

für immer schützen

Luftaufnahme unseres Schutz­ gebietes im kanadischen Tobatal.

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Lianen wachsen extrem schnell, verbinden Baumkronen mit­ einander und schaffen Wege für viele Regenwaldbewohner.


Der Hoatzin wird auch „Stinkvogel“ genannt, weil er Blätter im Magen fermentiert.


Die temperierten Regenwälder Bristish Columbias gelten als das artenreichste Ökosystem der Nordhalbkugel.


Amerikanische Nerze jagen im Meer und verspeisen ihre Beute oft im Schutz des Waldes.


Tiger-Makifrösche sind ein ­Indikator für einen intakten Wald, weil sie auf ungestörte Regenwälder angewiesen sind.


DÜRFEN WIR VORSTELLEN?


Drei Schwestern. Eine Mission. Lokale Organisationen gemeinsam für den internationalen Wildnisschutz. Wilderness International besteht aus drei Schwesterstiftungen in Peru, Kanada und Deutschland. Jede wurde von Menschen vor Ort mitgegründet und in jeder engagieren sich Locals. Es gibt immer lokale Projekte wie bspw. das Agroforstprojekt oder unser Stipendiat:innen-Programm in Peru. Aber vor allem arbeiten die drei Organisationen auf internationaler Ebene zusammen für Wildnisschutz und Umweltbildung. Dazu gehören Austauschprojekte mit First Nations wie den Gwich’in und den Cowichan für den Schutz ihrer Heimatregion. Außerdem werden immer alle drei Stiftungen ins Grundbuch eingetragen, um die Sicherheit des Schutzes zu verstärken.

Die drei Schwestern: Peru, Kanada & Deutschland

70


Ein gemeinsames Ziel verbindet unsere Teams über Ozeane und Kontinente hinweg.

71


Mit wachsenden Schutz­gebieten und Projekten wächst auch unser Team.

Wir sind ein wilder Mix. Genau wie die Natur. Alles begann mit der Begeisterung für Wälder mit riesigen Bäumen. 26 Menschen aus sechs Ländern, 24 verschiedenen Berufsfeldern und im Alter von 18 bis 69 Jahren vereinte damals die Liebe zu beein­druckender, wilder Natur und der Wunsch, sie für kommende Generationen zu bewahren. So wurde W ­ ilderness ­International 2008 in Deutschland und K ­ anada ­gegründet, 2019 kam dann noch die peruanische Organisation dazu. Seitdem hat sich dank der Unterstützung vieler Ehrenamtlicher und einem fokussierten hauptamtlichen Team vieles getan!

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Dürfen wir vorstellen?

Stiftungsteam

OBEN LINKS: ­Gemeinsam auf Expedition im Amazonas­ regenwald. OBEN RECHTS: Kai feiert das Phineo-Siegel mitten im Regenwald. RECHTS: Unser Team bei der Verleihung des Phineo-Siegels. UNTEN: Momente, in denen ­wir in großer Runde zusammen kommen, sind etwas ganz besonderes.

Lerne uns näher kennen

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“

Naturschutz entsteht nicht allein durch Gesetze oder gute Absichten, sondern vor allem durch ­engagierte Akteur:innen, die handeln und Brücken bauen – ­zwischen Wissen und Praxis, zwischen Organisationen und I­ ndividuen, zwischen der Begeisterung für Natur und ihrem dauer­ haften Schutz. Wenn engagierte Menschen in Unternehmen und starke Botschafter:innen gemeinsam mit ihren Communities Verantwortung für Wildnis tragen, entsteht echter Schutz für die letzten ­intakten Lebens­räume unserer Erde – und eine mess­bare Wirkung, die bleibt. Chris Hoffmann Head of Cooperations, Ambassadors & Special Projects

“

Der Naturschutz ist eine mühsame und ­komplexe ­ ufgabe, und Umweltbildung sowie der ­ständige A ­Austausch mit den Menschen ist eines der ­mächtigsten Werkzeuge zum Erfolg. Ana-Paula Bezzolo Koordination Umweltbildungsprojekt WIPerú Educa

“

Als ich über WI gestolpert bin war mir eigentlich gleich klar, dass ich Teil dieser Arbeit sein möchte. Das Prinzip ist simpel und hochgradig effektiv. Wir schützen uralte, intakte Lebensräume mit einer Fülle an Arten und gleichzeitig verhindern wir den Ausstoß von zusätzlichen Treibhausgasen. Kein Schnickschnack sondern ganz gezielter und transparenter Wildnisschutz, was will man mehr? Fabian Mühlberger Biologe und National Geographic Naturfotograf

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Dürfen wir vorstellen?

“

Intakte Ökosysteme geben uns jeden Tag so viel. Deshalb möchte ich tun, was ich kann, um ihnen etwas zurück­zugeben und zu ihrem Schutz beizutragen. Auf diese Weise kann ich dafür sorgen, dass meine Kinder in der Wildnis leben und spielen können, und dass die Natur sie lehrt, wer sie sind und was sie sein können, auch für künftige Generationen. Tyler Bruce Executive Board WI Kanada

“

Niemand kann einen so sehr für den Umweltschutz überzeugen wie die wilde Natur selbst. Unter einem gigantischen Baum zu stehen und sein Alter zu ­spüren, Wale zu sehen und Wölfe heulen zu ­hören — eine Welt ohne das kann und will ich mir nicht vorstellen. Henriette Wessel Kommunikation & Vorstand WI Peru

“

Wildnis ist für mich ein Zustand, in dem die Regie des Menschen ab­ wesend und die Anwesenheit des Menschen ein respektvoller Gastauf­ enthalt sind. Im Laufe meines Lebens durfte ich als Wissenschaftler Natur auf verschiedenen Kontinenten erleben und erforschen. Dabei fand ich oft nur noch Reste ursprünglicher Natur oder vom Menschen stark beein­ trächtigte Natur vor, während auch zu Hause in Deutschland Arten ver­ schwanden. WI ist stets auf der Suche nach den letzten Wildniswäldern, sucht sie durch Kauf zu erwerben, um so deren Abholzung zu verhindern. Dieses Naturschutzkonzept finde ich so überzeugend, dass ich mich sehr darüber freue, Teil von WI sein zu dürfen und mich so für den Erhalt der letzten Wildnisgebiete unserer Erde einsetzen kann. Matthias Nuss Stiftungsrat

75


76


77


Naturschutz für morgen statt von gestern. Damit unsere Stiftung auch langfristig bestehen und bestmöglich funktionieren kann, muss sie immer wieder von unten her wachsen — wie Gras. Unsere partizipative Struktur und flachen Hierarchien ermöglichen es, sich generationsübergreifend auszutauschen und mit immer wieder neuen Ideen zu wachsen. Wir arbeiten heute also schon für die Generation von morgen. Tobias Hürten vor 2012

Wildnisläufer

2014

Umweltbotschafter

2015–2017

Freiwilligendienst

2019

Mitgründer WI Peru Vorstand WI Peru

2017–2023

hauptamtlich im Team dabei und verantwortlich für Partnerschaften, Vorstand WI Canada

seit 2023

ehrenamtlich dabei und Vorstand WI Canada

Henriette Wessel

78

vor 2012

Wildnisläuferin

2014

Umweltbotschafterin

2015–2017

Freiwilligendienst

seit 2017

hauptamtlich im Team dabei und verantwortlich für Kommunikation, Vorstand WI Peru


Dürfen wir vorstellen?

Anton Kamolz vor 2013

Wildnisläufer

2013

Umweltbotschafter

2014

Freiwilliges Ökologisches Jahr

seit 2018

Stiftungsrat

Charlotte Voigt vor 2012

Gründung einer Umweltgruppe an der Frankfurt International School

2013, 2014, 2018

wissenschaftliche Betreuerin Expeditionen

seit 2018

Stiftungsrätin

Carina Büder 2017

Freiwilliges Ökologisches Jahr

seit 2021

Stiftungsrätin

Xiomara Banegas 2024

Empfängerin unseres Forschungs­ stipendiums für Peruaner:innen

seit 2024

Waldhüterin im Secret Forest, Peru

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GENUG KO JETZT WIRD‘


ONZEPT — ‘S KONKRET!


Der Blick von oben über unsere Schutzgebiete zeigt uns, was wir bereits alles erreicht haben. Und wir wollen noch höher hinaus!

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Dürfen wir vorstellen?

Was wir bisher erreicht haben.*

20.985.151

m² Wald gekauft, davon ...

19.008.476 378.603

Einzelspenden.

1.334.412 101.804 127 48 68

m² bereits langfristig geschützt durch ...

Tonnen gebundenes CO2

Bäume gepflanzt im Projekt „Mein Baum – Mein Dresden“

Schulumweltprojekte Weitere Informationen hier

wissenschaftliche Projekte & Veröffentlichungen Weitere Informationen hier

Nachwuchsstipendien (Umweltbotschafter und Forschungsstipendium)

65

Wildnisläufe

26

Waldhüter:innen

Weitere Informationen hier

Weitere Informationen hier

>300

Partner und Supporter

Weitere Informationen hier

Weitere Informationen hier

25

Wildnisbotschafter:innen

* Stand 01.01.2026

Weitere Informationen hier

83


Die Natur stimmt uns zu: Kaufen macht glücklich. Im Jahr 2021 konnten wir zum ersten Mal genauso viel Land kaufen, wie in den 13 Jahren zuvor – Tendenz steigend. Das ist eine echte Erfolgs­ geschichte! In 2024 haben wir den jährlichen Zukauf im Vergleich zum ersten Jahr verfünffacht.

450 400 350 300 250 200

FLÄCHE IN HA

150 100 50

2009

84

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

202


20

Dürfen wir vorstellen?

600 550 500 450 400 350

Olé, Olé! Insgesamt haben wir bis zum 31.12.2025 Ländereien mit einer Gesamt­fläche von 20.985.151 m2 erworben. Das entspricht 6-fachem der Fläche des Central Parks in New York.

300 250 200 150 100 50

2021

2022

2023

2024

2025

Legende Kanada Peru

JAHR

85


Unsere Waldhüter:innen in Peru sind auch regelmäßig auf dem Tambopata im Einsatz.


IN DIESEN GEBIETEN SETZEN WIR UNS EIN


Übersicht unserer Schutzgebiete Legende Dauerhaft gekaufte Landstücke Concessions – von Wilderness International verwaltete Landstücke Nationalparks/Conservancies

Grizzyl Forest, Kanada 2.913.008 m2 Urwald

Little Toba River

500 m

88

*

Stand 01.01.2026

Mehr Informationen


Misty Forest, Kanada* 6.929.207 m2 Urwald Mehr Informationen

Porcher Island

Pazifischer Ozean

Gitxaala Nii Luutiksm/ Kitkatla Conservancy 2 km

Secret Forest, Peru

Mehr Informationen

10.357.896 m Urwald 2

Rio Tambopata

El Gato Concession Malinowski Concession

Tambopata National Reserve

1 km

89


PERU TROPISCHER REGENWALD

Ein seltener Blick auf die Baumkronen der tropischen Urwaldriesen.

90

PAZ


In diesen Gebieten setzen wir uns ein

Der artenreichste Ort der Welt Streifiges Sonnenlicht durchdringt das dichte Blätterdach der gewaltigen Urwaldriesen, die auf meterhohen Brettwurzeln stehen und über und über mit Lianen behängt sind. Hoch oben in den Wipfeln regt sich mit langsamen Bewegungen ein Faultier aus dem Schlaf. Gemächlich streckt es sich nach einem Ast und beginnt, die schmackhaften grünen Blätter abzuzupfen. Am Nachmittag beginnen die Zikaden zu zirpen. Mit ihrem ohrenbetäubenden Lärm überschallen sie alle anderen Tiere. Erst ein kräftiger Gewitterregen lässt sie verstummen. Die Regenwälder des Amazonas

KOLUMBIEN

sind weltweit für ihre Artenvielfalt

ECUADOR

ZIFISCHER OZEAN

berühmt. Sie erstrecken sich von der Atlantikküste Brasiliens bis an die Anden im Westen des Kontinents. Amazonas

Damit handelt es sich um den größten zusammenhängenden Regenwald auf der Erde. BRASILIEN

Arten sind jedoch auch hier nicht gleichmäßig verteilt und so finden sich selbst in diesem Quell des

Anden

Lebens regelrechte Hotspots der Artenvielfalt und der Biodiversität. Die

Lima

Madre De Dios Unser Schutzgebiet Machu Picchu

Madre-de-Dios-Region gilt als der artenreichste Ort der Welt.

BOLIVIEN Titicaca-see

CHILE

91


Warum Peru? Es sind noch Urwälder vorhanden. Mehr als die Hälfte der Fläche Perus ist von Wäldern bedeckt. Damit hat das Land den weltweit viertgrößten Bestand an tropischem Regenwald. Davon sind noch 87 % ­Urwald (2020)25.

Die vorhandenen Lebensräume sind wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Die Regenwälder der Madre de Dios Region gelten als der artenreichste Ort der Welt. Wegen der günstigen klimatischen Bedingungen und erdgeschichtlichen Entwick­lungen gibt es hier 10-mal mehr Reptilien und Amphibien als in Deutschland, ca.10 % aller Vogel­arten der Welt lassen sich hier beobachten und auf einem Hektar Wald kann man ca. 400 Baumarten finden, mehr als in ganz Europa nördlich der Alpen.

Das Ökosystem ist relevant für ein gesundes Klima. Die Wälder des Amazonasbeckens sind die größten zusammenhängenden Regenwälder der Erde. Sie machen sogar ihr eigenes Wetter: einen einmaligen Wasserkreislauf, der den Regen vom Atlantik bis zu 5.000 km in den Westen des Kontinents bringt. Was ­diesen Wasserkreislauf aufrechterhält: das gewaltige Ausmaß der zusammen­ hängenden Regenwälder.

Eigentumsrecht: Wir können rechtssicher Land kaufen und langfristig schützen. Das Landrecht in Peru funktioniert zuverlässig. Es gibt Land mit Grundbucheintrag (dieses kaufen wir für den langfristigen Naturschutz), Constancias, welche in Land mit Grundbucheintrag umgewandelt werden können und Pacht-Konzessionen für die Forstwirtschaft und den Bergbau, aber auch den Naturschutz.

Die Waldgebiete sind bedroht. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gingen zwischen 2015 und 2020 jährlich etwa 10 Millionen Hektar an tropischem ­Regenwald verloren, wobei das Amazonas-Gebiet jährlich am meisten geschädigt wurde.26 Eine Abnahme dieses Trends ist nicht abzusehen, denn auch 2024 lag die Zerstörung von Primärwäldern noch weit über den politisch gesetzten Zielen.27 Allein 2024 verschwand in Lateinamerika eine Fläche an Primärwald größer als ganz Belgien.28 Peru hält dabei einen traurigen Rekord auf dem dritten Platz.29 Hauptursachen sind Forstwirtschaft und Bergbau. 92


Auch die kleinsten Lebewesen – wie diese B ­ lattschneideameise – tragen einen wichtigen Teil zur Gesundheit des Ökosystems bei.

93


94


95


Durch den Regen kommen die vielzähligen Grüntöne des Waldes zur Geltung.

96


In diesen Gebieten setzen wir uns ein

Wissenswertes über Peru

76.035.841 66.262.036 Hektar Wald30

Hektar Urwald 31

im Süden Anteil an der

zweittrockensten Wüste der Welt 32

48

im Regenwald ein Jahresniederschlag von bis zu 33

3.800mm

in Peru werden mehr als

indigene Sprachen

gesprochen 34

97


Unsere Schutzgebiete in Peru sind nur mit dem Boot zu erDurch den Regen kommen die vielzähligen reichen. Blick auf den tropischen Primärregenwald Grüntöne des Waldes zur Geltung. entlang des Tambopata Flusses


KANADA TEMPERIERTER REGENWALD

U

PAZIFISCHER OZEAN

Umgefallene Bäume, dicke Moosschichten und Farne machen das Unterholz eines Urwaldes aus.

100


In diesen Gebieten setzen wir uns ein

Ein ganz natürliches Wunder Wenn sich der Nebel über den sattgrünen Regenwäldern der Westküste lüftet, enthüllt er 800 Jahre alte Riesenlebensbäume, bis in ihre luftigsten Höhen bedeckt mit Flechten und dicken Decken aus Moos. Am Ufer haben Hirsche und Luchse ihre Spuren im Sand hinterlassen. Das Ehrfurcht einflößende ­Geheul eines Wolfsrudels klingt durch das Tal. Willkommen in der Wildnis.

ARKTISCHER OZEAN

Der temperierte Regenwald Westkanadas ist ein Wunder der Natur. Seine Urwälder beherbergen wilde Küstenwölfe, lachsfischende Weißkopfseeadler, seltenen fleisch­

USA

fressenden Sonnentau und gigantische Urwaldriesen wie Ahornbäume, Alaska-Zedern, Douglasien und Riesen­lebensbäume, bis zu 2.000 Jahre alt und 100 m hoch.

ATLANTISCHER OZEAN

Unsere Schutzgebiete

Vancouver Ottawa USA

Toronto

Hier erfahrt ihr noch mehr über dieses einzigartige Ökosystem: Mehr Informationen online

101


Warum Kanada? Es sind noch Urwälder vorhanden. 70 % Kanadas machen große Naturgebiete aus. 34 % des Landes sind mit Wald bedeckt, 59 % davon sind Urwald (2010, 2020).35 Insgesamt beheimatet Kanada 20 % der ver­ bleibenden Wildnisgebiete (2018, 2024).36

Die vorhandenen Lebensräume sind wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Der temperierte Regenwald ist ein einzigartiges Ökosystem. Seine Urwälder ­beher­bergen eine einzigartige Artenvielfalt und jahrtausendealte Baumriesen. Seltene ­Geisterblumen sind hier zu Hause, außerdem Bären, Wölfe und Adler.

Das Ökosystem ist relevant für ein gesundes Klima. Die Wälder in unseren Schutzgebieten sind absolute Meister der CO2-Speicherung und eine der wichtigsten „Senken“ im Kohlenstoffkreislauf der Erde. Außerdem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Kühlung und Reinigung der Luft und zur Wasserspeicherung.

Eigentumsrecht: Wir können rechtssicher Land kaufen und langfristig schützen. Kanada ist ein Rechtsstaat mit strengen Regelungen zu Eigentumsverhältnissen. Das macht eine willkürliche Enteignung unmöglich. Eine Beschädigung zieht umfassende Sanktionen nach sich. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt.37

Die Waldgebiete sind bedroht. Jeder weiß um den Wert und die Bedrohung der Amazonaswälder. Doch kaum jemand spricht vom vergessenen Ökosystem British Columbias: Dort befindet sich die letzte große zusammenhängende Fläche temperierten Regenwaldes der Welt.38 Und doch ist ausgerechnet British Columbia einer der letzten Rechtsräume auf der Welt, der weiterhin die großflächige Abholzung von 600 bis 1.800 Jahre alten Urwaldriesen erlaubt .39 Hauptursachen sind Holzwirtschaft, Landwirtschaft und der Bau von Infrastruktur.40

102


Majestätische Weißkopfseeadler beherrschen im Misty Forest die Lüfte.

103


104


In diesen Gebieten setzen wir uns ein

105


Im Urwald wird ein umgefallener Stamm zur Kinderstube neuer Sprösslinge.

106


In diesen Gebieten setzen wir uns ein

Wissenswertes über Kanada

347.000.000 Hektar Wald in Kanada 41

11.100.000 Hektar Urwald in British Columbia 42

zweitgrößter Flächenstaat der Erde

aber nur

39.300.000 Einwohner

zum Vergleich

Deutschland ist 26-mal kleiner

hat aber mehr als

doppelt so viele Einwohner

vielfältige, uralte

First-Nation-Kultur 107


Die Hochmoore an der kanadischen Küste sind ein enormer CO2-­Speicher.


Zwei Scharlacharas über den ­Kronen des tropischen Regenwaldes.


HERZENSPROJEKTE


Unser Waldschutz geht weit über den reinen Flächenschutz hinaus.

112


Herzensprojekte

Unser Kern: Urwaldschutz durch Patenschaften Waldhüter:innenprogramm Forschungsprojekte und -expeditionen Wildnisbotschafter:innen Stipendien zur Förderung der nächsten Generation von Umweltschützer:innen Zusammenarbeit mit First Nations / lokaler Bevölkerung Agroforstprojekt CO2-Rechner und CO2-Kompensation Umweltbildung Schutz der Peel River Watershed mit den Gwich’in Mein Baum – Mein Dresden

113


Übersicht unsere Projekte Zu unsereren lokalen Projekten

2008 bis heute Forschungsprojekte und -expeditionen Zusammenarbeit mit First ­Nations / lokaler ­Bevölkerung Aktuell pausiert

Umweltbotschafter:innen

2019 bis 2023 Mein Baum – Mein Dresden

2023 bis heute Agroforstprojekt

114


Herzensprojekte

2007 bis 2017 Schutz der Peel River ­Watershed mit den Gwich’in

2009 bis heute Wildnislauf & Umweltbildung

2013 bis heute CO2-Rechner und CO2-­Kompensation

2020 bis heute Waldhüter:innenprogramm

2024 bis heute Wildnisbotschafter:innen Stipendiat:innen­programm in Peru

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Unser Kern: Urwaldschutz durch Patenschaften Jeder Euro Spende garantiert den dauerhaften Schutz von 1 m2 ­Primärregenwald an der kanadischen Westküste oder im Amazonasregenwald Perus. Wer so eine „Wildnispatenschaft“ übernimmt, erhält eine personalisierte Urkunde mit den exakten Geokoordinaten und dem Luftbild des geschützten Waldstückes. 20.985.151 m²

Wald gekauft durch Wilderness ­International

19.008.476 m²

durch Patenschaften dauerhaft ­geschützt

378.603

Einzelspenden von Privatpersonen, Schulen und Firmen von Anfang 2008 bis Ende 2025

Es gibt viele Arten, durch Spenden zum Naturschutz beizutragen. Doch leider zeigen nur wenige auch messbare, nachvollziehbare Erfolge. Was unterscheidet die Arbeit von Wilderness International? Wir wollen etwas ganz Konkretes, Hochwirksames und direkt Nachvollziehbares tun und allen die Möglichkeit geben, mitzumachen: ein ganz konkretes Stück wertvolle Natur für alle Zeiten schützen.

116

Dabei ist uns wichtig, dass der Schutz absolut sicher und langfristig ist. Daher kaufen wir ökologisch wertvolle und akut bedrohte Wildnisgebiete, derzeit im temperierten Regenwald Kanadas und im tropischen Regenwald Perus. Wir werden im Grundbuch eingetragen, sodass die Käufe langfristig rechtssicher sind. Das System der Wildnispatenschaft ermöglicht Transparenz und Konkretheit. ­


Herzensprojekte

Jedes potentielle Schutzgebiet wird vor dem Kauf von uns ­untersucht.

Denn jeder Euro Spende garantiert hier direkt den dauerhaften Schutz von 1 m² Urwald mit jahrtausendealten Bäumen und einzigartigen Tieren an der kanadischen Westküste oder im Amazonasregenwald Perus. Die Spende refinanziert den Kauf und ermöglicht uns gleichzeitig den langfristigen Schutz des Gebietes ­sowie Umweltbildung und Forschung. Alle Wildnispat:innen erhalten eine personalisierte Urkunde mit den exakten Geokoordinaten und einem hochqualitativen Luftbild ihres geschützten Waldstückes. So können sie auf den Quadratmeter

genau n ­ achverfolgen, wofür ihre Spende verwendet wurde und welches Stück einmaliger Wildnis sie damit für immer bewahrt haben. Wir kennen die Gebiete, die wir schützen sehr gut, weil wir sie regelmäßig auf ­Expeditionen besuchen. Wir nehmen Schüler:innen, Botschafter:innen und Partner als Multiplikatoren mit auf Expedition, damit sie sich die von ihnen geschützten Gebiete anschauen und danach anderen davon berichten können.

117


Hüter:innen des Waldes In Peru müssen wir in unseren Waldgebieten Präsenz zeigen und mit der ­lokalen Bevölkerung in Kontakt stehen, um den Schutz der Landstücke ­sicherzustellen. Diese Aufgabe übernehmen lokale Waldhüter:innen.

4

Waldhüter:innenstationen

26

Waldhüter:innen von Anfang 2020 bis Ende 2025

Locals, die viel Erfahrung und ein großes Wissen über den Wald haben, sichern als Waldhüter:innen den Schutz unserer Landstücke. Dafür sind sie regelmäßig persönlich und mit Drohnen in unseren Schutzgebieten unterwegs, stellen Schilder auf, bleiben mit den Menschen in der Region zu unseren Projekten in Kontakt und melden ggf. illegale Aktivitäten. Sie leiten und unterstützen außerdem als Guides unsere internationalen Expeditions­teams dabei, den Schutz der Gebiete zu überprüfen, zu dokumentieren oder Forschungsprojekte durchzuführen. Dabei erstellen wir auch Bildungs­ materialien gemeinsam, in denen sie etwas von ihrem Wissen über den Wald Mehr Informationen online

118

in kurzen V ­ ideos teilen. Der Job als Wald­hüter:in ­bietet einen nachhaltigen Lebensunterhalt, der eine Alternative zum Bäumefällen, Jagen oder Goldschürfen darstellt. Eine weitere wichtige Aufgabe, welche die Waldhüter:innen übernehmen, ist das Training neuer Teammitglieder. So geben sie ihr Wissen und ihre Erfahrung innerhalb der lokalen Gemeinschaft weiter. Die Waldhüter:innen selbst können auch regelmäßig an Weiterbildungen t­ eilnehmen, bspw. zur Nutzung neuester Technologien wie Drohnen und GPS-Geräten zur Dokumentation des Zustands unserer Schutzgebiete und ihrer Laufrouten sowie zu Markierungen von wichtigen Punkten im Wald.


Herzensprojekte

Niemand kennt unsere Schutzgebiete besser als unsere Waldhüter:innen.

“

Die Arbeit als Waldhüter hat mein Leben auf eine Weise geprägt, die ich mir nie hätte vorstellen können. Früher habe ich nicht verstanden, wie fragil dieser Ort ist, aber jetzt schätze ich ihn als etwas Heiliges. Ich habe gelernt, geduldiger und verantwortungsbewusster zu sein und mir ist bewusst geworden, dass jede kleine Geste dieses Zuhause, das wir mit so vielen Lebewesen teilen, schützen oder schädigen kann. Heute bin ich stolz, aber ich fühle auch eine tiefe Verpflichtung: diesen Wald zu schützen, der mir so viel beigebracht hat und der ein Teil von mir geworden ist. Branco Francisco Montalvan Curinuqui Waldhüter

“

Ich bin stolz darauf, Teil des Wandels zu sein und Arten zu schützen, die stark bedroht sind. Früher habe ich nur in den Nachrichten vom Tod vieler Tiere durch illegalen Handel gehört, aber jetzt, wo ich die Schön­ heit der Tierwelt sehe und einer der Menschen bin, die ihren Beitrag zum Schutz dieser Tiere leisten, ist das etwas Wunderbares, das mich mit Stolz und großer Zufriedenheit erfüllt. Lenin Sangama Panduro Waldhüter

119


Man kann aus Naturschutz eine Wissenschaft machen. Wir nutzen sie.

120


Chris Ketola, Head Field Research Coordinator, untersucht die Tiere mit äußerster Vorsicht.

121


Die Erforschung der Vogelpopulation erfolgt am frühen Morgen.

Forschung für den Naturschutz Um die letzten Wildnisgebiete unserer Erde effektiv zu schützen, müssen wir sie verstehen, ihre Biodiversität dokumentieren und über sie b ­ erichten. ­Darum besuchen wir unsere Schutzgebiete vor und nach dem Kauf zur ­wissenschaftlichen Erforschung und Dokumentation.

39 Forschungs- und Umweltbotschafter:innenexpeditionen 48 wissenschaftliche Projekte & Veröffentlichungen* 1

Forschungsstationen in Peru

> 5 Forscher:innen ganzjährig im Schutzgebiet *bspw. zum Thema kanadische Schafgarbe in der Krebstherapie von Anfang 2008 bis Ende 2025

122


Herzensprojekte

LINKS: Forschende des Greifswald Moor Centrum haben die Moore in unseren kanadischen Schutzgebieten untersucht. RECHTS: In über 4 Metern Torfschicht wurde über tausende Jahre hinweg enorm viel CO2 gespeichert.

Neben dem Wildnisschutz haben wir uns in unserer Satzung auch der Förder­ ung von Bildung, Wissenschaft und Forschung zum Thema Naturschutz verschrieben. Dazu arbeiten wir partnerschaftlich mit Universitäten und anderen NGOs und führen selbst Forschungsprojekte und -expeditionen durch. Dabei untersuchen wir, welche Arten genau in unseren Wäldern leben, wie sich die Biodiversität in den von euch geschützten Waldflächen entwickelt, und wie viel CO2 dort gebunden wird. Auf Basis wissenschaftlicher Daten können wir fundierte, wirksame und nachhaltige Lösungen für den schnelleren und besseren Naturschutz finden.

Mehr Informationen zur Moorforschung

Herzstück dieser Arbeit ist unser Biodiversitätsmonitoring, eine standardisierte, systematische und wiederholte Erfassung der Artenvielfalt in unseren Gebieten. Daran arbeiten wir seit 2019 in Peru, unter anderem gemeinsam mit der NGO Fauna Forever direkt vor Ort. In Kanada kommen die Teams aller drei Stiftungen regelmäßig für Forschungs­expeditionen zusammen. Bis heute konnten bereits mehr als 1.500 F ­ rei­willige, Praktikant:innen und ­S tudierende zu unserer Forschung beitragen und eigene Projekte realisieren. Updates zu unserer Forschung für den Naturschutz findest du hier: Mehr Informationen

123


Realer Impact durch wissenschaftliche Datenerhebung Unsere Forschungsstrategie folgt einem modularen System, das vom ersten Besuch bis zur Langzeitbeobachtung reicht. Bei der Kontrolle der Wildtierkameras arbeiten ­Forscher:innen und Waldhüter:innen eng zusammen.

124

1

Rapid Assessment Die schnelle, fokussierte Daten­ erhebung hilft uns, besonders wertvolle und schutzbedürftige Gebiete zu identifizieren.

2

Erstellen eines Basisinventars Das Basisinventar ist eine um­ fassende Erstaufnahme der Artenvielfalt als Ausgangspunkt für die weitere Beobachtung.

3

Langzeit-Monitoring Darauf aufbauend etablieren wir Langzeit-Monitoringflächen, auf denen wir über Jahre hinweg Entwicklungen dokumentieren.

4

Spezielle Forschungsprojekte Aus den Erkenntnissen der vorherigen Schritte entstehen gezielte Spezialforschungsprojekte, etwa zum Kohlenstoffgehalt der Moore unserer Schutzgebiete oder zur ­Bewegung einzelner Tierarten.


Herzensprojekte

Unsere Monitoringmethoden umfassen: Säugetiere Transekte und Kamerafallen dokumentieren vor allem die Großsäuger: Jaguare, Tapire, Pumas & Co.

Vögel Punktzählungen und Beringungen geben Einblick in Veränderungen von Arten­ vielfalt und Populationsgrößen.

Fledermäuse Akustische Sensoren erfassen schwer nachweisbare Arten in der Nacht.

Kaimane Das Verhalten und die Bestandsdynamik der Kaimane geben Hinweise auf die Auswirkungen von Umweltbelastungen wie Quecksilberverschmutzung durch illegalen Goldabbau.

Botanik Auf Dauerversuchsflächen messen wir Höhe und Durchmesser von Bäumen, berechnen ihre Biomasse und verfolgen ihr Wachstum – wichtige Grundlagen zur Bewertung der CO2-Speicherung.

Amphibien & Reptilien Beobachtungen entlang festgelegter Routen werden erfasst und die Tiere vermessen.

Wildtierkameras, wie sie Mammal Research ­Coordinator Nadine ­Holmes hier anbringt, sind eines unserer wichtigsten Werkzeuge für die Biodiversitäts­forschung.

125


Biodiversität ­in ­unseren Schutz­ gebieten In unseren peruanischen Schutzgebieten leben mindestens 731 ­wissenschaftlich nachgewiesene Wirbeltierarten:

477 162

Vogelarten

Arten der Herpetofauna (Amphibien und Reptilien)

44 48

Zum Vergleich In Deutschland leben nur 21 Amphibien-, 15 Reptilienund 25 Fledermausarten. Das hat verschiedene Gründe, von anderen klimatischen und erdgeschichtlichen Be­ dingungen bis hin zu menschlichem Einfluss.

126

Fledermausarten

große Säugetierarten


Herzensprojekte

In unseren Schutzgebieten in Kanada haben wir bisher 214 Arten ­dokumentiert.

96 22 19

Vogelarten­

Insektenarten (mit eDNA)

2

Arten der Herpetofauna ­(Amphibien und Reptilien)

75

Wirbellose Meerestiere (mit eDNA)

Säugetierarten

davon 6 Fledermausarten Biodiversität bedeutet auch ­Ökosystemvielfalt. Neben der Vielzahl an Tier- und Pflanzen­arten beheimaten unsere Schutzgebiete auch eine außergewöhnliche Vielfalt an Ökosystemen, die über Jahrtausende gewachsen sind. Alte Wälder bilden mit Flussauen, Moore und Sümpfe ein komplexes Mosaik aus Lebensräumen mit hoher Strukturvielfalt und unzähligen ökologischen Nischen.

Indem wir diese über Jahrtausende entstandenen Ökosysteme schützen, bewahren wir nicht nur Lebensräume, sondern auch natürliche Klimaregulatoren und evolutionäre Archive. Die oft karg wirkenden Moore gelten als unter­ schätzte Juwelen des Klimaschutzes. Hier kannst du mehr zum Wert der kanadischen Küstenmoore erfahren: Weitere Informationen

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Starke Stimmen für den Urwaldschutz – Unsere Bot­ schafter:innen Ob Umweltexpert:in, Musiker:in, Bildungsbeauftragte oder Content Creator – unsere Wildnisbotschafter:innen geben dem Wildnisschutz ihre Stimme. Mit ihrer Bekanntheit generieren sie wichtige Aufmerksamkeit für den Urwald.

25

Wildnisbotschafter:innen

4.431.741 m2

gemeinsam geschützt von Anfang 2024 bis Ende 2025

Auf Events, in YouTube-Dokus oder auf Social Media sprechen sie über die Bedeutung von Regenwäldern als essentielle Lebensgrundlage. So schaffen sie bei ihren Communities ein Bewusstsein dafür, dass der Erhalt dieser Ökosysteme mit all ihrer Biodiversität der größte Hebel ist, wenn es um den Wettlauf gegen die Zeit geht, das Weltklima und die Artenvielfalt für zukünftige Generationen zu erhalten. Dank des engagierten Einsatzes u ­ nserer Botschafter:innen können wir weit mehr Menschen erreichen, ihnen unsere Arbeit

128

in Naturschutz, Umweltbildung und ­Forschung nahebringen und weiteren Wald unter Schutz stellen.


Herzensprojekte

Bisherige Highlights YouTube-Dokus mit Robert Marc Lehmann und Mission Erde Durch Mission Peru (2022), Mission Kanada (2023/24) und den großartigen Einsatz der Mission Erde Community konnten schon mehr als 2 Mio. Quadratmeter Regenwald in Peru und Kanada dauerhaft geschützt werden. Mission Kanada wurde im Frühjahr 2024 sogar auf Pro7 ausgestrahlt und hat somit noch mehr Menschen erreicht! YouTopia 2024 Die vier Content Creator Tomatolix (aka. Felix Michels), Breaking Lab (aka. Jacob Beautemps), Theresa Kirchner und Rick Azas haben uns 2024 auf unserer Kanada-­Expedition begleitet. Daraus ­ent­standen nicht nur tolle Videos – ­

im November 2024 waren wir Spenden­ empfänger des Charity-Events YouTopia. Im Rahmen des 6-stündigen Livestreams konnten mehr als 100.000 m2 Regenwald in Kanada dauerhaft geschützt werden. MA-Forest Die Content Creators und TierschutzAktivisten Malte Zierden und Broder Böll haben im Oktober 2025 Wilderness-­ Geschichte geschrieben: Sie haben ihre Erlebnisse auf Expedition auf Social Media mit ihren Communities geteilt und in nur 5 Tagen unglaubliche 1.000.000 m2 Regenwald in ihrem MA-Forest für immer geschützt! Mehr Informationen online

In Peru haben die Tierschützer Malte Zierden und Broder Böll gemeinsam den MA-Forest ­gegründet.

129


Stipendien zur ­Förderung der nächsten Generation von Umweltschützer:innen Mit unserem Stipendiat:innenprogramm wollen wir jungen Menschen über Ländergrenzen hinweg unabhängig von ihrer finanziellen Situation die ­Möglichkeit geben, Naturschutz nicht nur direkt zu erleben, sondern lang­ fristig zu lokalen Stimmen des Naturschutzes zu werden.

56 Umweltbotschafter:innen wurde durch ein Stipendium die Reise in die Wildnis ermöglicht 13 davon

haben sich für einen Freiwilligen­ dienst ­entschieden

3 davon

sind langjährige feste ­Mitarbeiter:innen ­geworden

12 Forschungsstipendien

wurden seit 2024 an Peruaner:innen vergeben von Anfang 2008 bis Ende 2025

Gestartet mit dem Umweltbotschafter:innen-Programm „Wisdom Seekers – Knowledge Keepers“, fördern wir aktuell junge Wissenschaftler:innen in Peru.

130

Seit Stiftungsbeginn erlebten junge Umweltbotschafter:innen im Programm „Wisdom Seekers – Knowledge K ­ eepers“ auf Expeditionsreisen die Wildnis hautnah.


Herzensprojekte

LINKS: Die Teilnehmer:innen der Kanada-Expedition 2014 – einige sind bis heute Teil unseres Teams. RECHTS: Die Expeditionen waren für die ­Schüler:innen ihr bis dato größtes Abenteuer.

“

Zwei Robben spielen im Wasser. Als ich ihnen zusehe, ­spüre ich mit einem Mal eine unglaubliche Dankbarkeit. Nicht nur, dass ich es auf mich genommen habe, um drei Uhr morgens aufzustehen, um mit Kopf­ lampe in die Dunkelheit zu paddeln. Sondern vor allem dafür, dass es solche versteckten, friedlichen Plätze noch gibt auf unserer Erde und ich hier sein darf. Henriette Wessel Umweltbotschafterin (2014)

131


Schüler:innen, die bereits am Wildnislauf teilgenommen hatten und uns in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren überzeugten, konnten sich für das Stipendium qualifizieren. Begeistert durch die Naturerfahrungen inspirierten sie als passionierte Botschafter:innen viele tausende Mitmenschen für den Wildnisschutz und brachten sich in vielfältiger Weise auch in die Stiftungsarbeit ein. Aktuell pausiert unser Umweltbotschafter:innen-­ Programm. Weitere Informationen hier

Seit 2024 vergeben wir jährlich Stipendien an Peruaner:innen, damit sie im R ­ ahmen eines vierwöchigen Aufenthalts bei Fauna Forever und Wilderness International Peru Forschende im ­Regenwald begleiten können.

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Voraussetzungen zur Bewerbung sind eine intrinsische Leidenschaft für Naturschutz und Forschung sowie eine geeignete Studienrichtung. So unterstützen wir auch in Zukunft Locals dabei, die Flora und Fauna ihrer Heimat zu erforschen, Wissen weiterzugeben und langfristig zum Naturschutz beizutragen. Die Erfahrungen des Forschungs­ stipendiums haben auf die studierte Umwelttechnik-Ingenieurin Xiomara Banegas so einen tiefen Eindruck hinterlassen, dass sie nach dem Stipendium unserem Waldhüter:innen-Team beigetreten ist. Zu den Erfahrungsberichten

Diese Erfahrung hat mich zutiefst motiviert, meine ­Karriere in der For­ schung und im Naturschutz fortzusetzen, was in einem megadiversen Land wie Peru, wo wissen­schaftliche Forschung noch immer nur be­ grenzt unterstützt wird, ­besonders wichtig ist. Alanis Flavia Cruz Flores Stipendiatin im November 2025 Zum Erfahrungsbericht

132


Herzensprojekte

“

Während meines Aufenthalts im Regenwald ging mir ein Satz von Lavoisier nicht aus dem Kopf: „In der Natur geht nichts verloren, nichts entsteht, alles wird umgewandelt“. Ich erkannte, dass sich dieser Wandel nicht nur auf die ­Ökosysteme bezog, die wir untersuchten, sondern auch auf uns selbst als Forschende und Naturschützer:innen in ­Ausbildung. Xiomara Banegas Stipendiatin im April 2024

Xiomara und Alanis während ihres Forschungs­stipendiums mitten im Amazonas.

133


Zusammenarbeit mit First Nations/lokaler Bevölkerung Nicht nur der ökologische – auch der kulturhistorische Wert unserer Schutzgebiete liegt uns als Stiftung am Herzen: Wir erkennen an, dass ins­besondere die kanadischen Schutzflächen traditionelle Territorien zahlreicher First Nations umfassen. Wir verstehen es als unsere unbedingte Verantwortung, unser Verständnis für dieses Land und seine Geschichte kontinuierlich zu vertiefen. In diesem Zusammenhang stehen wir im ständigen, notwendigen Austausch mit indigenen Völkern und lokalen Communities: Sie besitzen großes Wissen über die intakten, „wilden“ Naturräume, die wir gemeinschaftlich schützen wollen. Sie haben seit Jahrtausenden auf nachhaltige Weise mit der Natur gelebt – und die rechtmäßigen Bewahrer:innen der Wildnisgebiete seit Anbeginn ihrer Zeit. Bisher hatten wir das Glück, mit der Gwich’in First Nation der kanadischen Westarktis und den Cowichan von Vancouver Island zusammenarbeiten zu können. Mit Jugendlichen und Ältesten der Gwich’in haben wir 2008 und 2017 zwei Expeditionen zum Schutz der Peel River Watershed durchgeführt. Außerdem

134

haben uns die Gwich’in in Deutschland besucht. Auch die Cowichan haben unsere Vorträge und Wildnisläufe in Deutschland begleitet und tausende Schüler:innen für den Schutz der kanadischen Wildnis begeistert. 2010, 2011 und 2012 haben sie uns auf Expeditionen in den Wäldern der Westküste einen Einblick in ihre traditionelle Lebensweise gegeben und uns herzlich in kulturelle Veranstaltungen eingebunden. Vom Potlatch mit Ältesten, Speerfischen, Trommelbau, traditioneller Bretternte und Hutflechten bis hin zu Heilpflanzenkunde wurden wir reich beschenkt und konnten bei einem gemeinsamen Wildnislauf im Cowichan Valley auch etwas zurückgeben.


Herzensprojekte

Austausch mit dem Cowichan Hwiem'tum auf der ExpedItion 2011.

2013 fand zudem in der Stadt Köln ein besonders bedeutungsvolles Event statt: Schnitzmeister Harold Joe aus Duncan ließ zusammen mit seinem Helfer George Rice aus einem gewöhnlichen Lebensbaum einen einzigartigen Totempfahl entstehen.

UNTEN: Ein Ältester der ­ owichan weiht uns in die uralte C Schnitzkunst ein (2012).

Mehr erfahren

135


Unser ­Agroforstprojekt In unserem 2023 gestarteten Agroforstprojekt geht es darum, gemeinsam mit lokalen Partnern Landwirt:innen zu nachhaltigen Anbaupraktiken weiterzubilden. So wollen wir Ursachen für Entwaldung minimieren, mit den Menschen der Region nachhaltige Einkommensquellen erschließen und damit langfristig Urwälder bewahren.

8,5 ha

Brachland zu Agroforstfläche umge­ wandelt

3000

Setzlinge gepflanzt

15

heimische Arten pro Fläche von Anfang 2024 bis Ende 2025

Das bedeutet beispielsweise, dass sie den Wald nicht abholzen, sondern ihre Pflanzen im Schatten großer Bäume anpflanzen, wo beide Organismen voneinander profitieren. Sollte die Fläche bereits abgeholzt worden sein, werden neben landwirtschaftlichen Nutzpflanzen auch schattenspendende Bäume neu gepflanzt. Landwirt:innen, die an unserem Programm teilnehmen, bauen keine Monokulturen an und nutzen keine Pestizide.

136

Stattdessen pflanzen sie eine große Vielfalt lokaler Nutzpflanzen an und verbessern den Boden, indem beim Einpflanzen beispielsweise Pflanzenkohle zugeführt wird. So wird verhindert, dass Pflanzen von Krankheiten befallen werden und ­Pestizide notwendig sind. Außerdem bleibt es in diesen Gebieten kühler und feuchter, der Boden laugt nicht aus. Das ist auch wichtig für die Gesundheit angrenzender Urwaldgebiete, die ansonsten durch die Trockenheit der angrenzenden Fläche negativ beeinflusst werden.


Herzensprojekte

So kann die Fläche nachhaltig und langfristig für Landwirtschaft genutzt werden. In den letzten Monaten haben wir bereits ein erfolgreiches Pilotprojekt mit 15 ­Familien in Monte Grande durchgeführt und Kontroll- und Versuchsflächen eingerichtet, die mit unseren Partnern dauerhaft wissenschaftlich überwacht werden.

Dort untersuchen wir derzeit auch das Verhalten und das Produktionspotenzial von Honigbienen und Wildbienen, um die Familien vor Ort zukünftig mit Bienen­ kolonien auszustatten. Weitere Informationen hier

OBEN LINKS: Agroforst-­ Koordinator Alejandro bereitet die Beete im Gewächshaus für die Anzucht neuer Setzlinge vor. OBEN RECHTS: Der Wachstumsfortschritt der Pflanzen wird regelmäßig geprüft und dokumentiert. RECHTS: Im Rahmen einer großen Pflanzaktion haben sich auch lokale Jugend­gruppen engagiert.

137


CO2-Rechner und CO2-Kompensation Egal ob Unternehmen, Privatperson, Haushalt, Reise oder Veranstaltung — wir haben spezialisierte CO2-Rechner entwickelt, mit denen du kostenlos den CO2-Fußabdruck vieler Bereiche berechnen, analysieren und reduzieren kannst. Dazu bieten wir ein freiwilliges Kompensationsprojekt, mit dem du den artenreichsten Wald der Erde schützen und so Klima und Artenvielfalt retten kannst.

4610

Abschlüsse

> 315.455 m²

Urwald geschützt

18.927 t CO2

kompensiert

Weitere Informationen hier

138

von Anfang 2013 bis Ende 2025


Herzensprojekte

Die Vorteile unseres Rechners Transparenz & Nachvollziehbarkeit Wir nutzen für die Berechnung ausschließlich öffentlich zugängliche Daten und legen unsere Berechnungsgrundlage offen dar.

Ganzheitlichkeit Soweit es die Datenlage erlaubt, fließt der gesamte Lebenszyklus eines ­Produkts bzw. einer Aktivität in die CO2-­Berechnung ein. Außerdem rechnen wir mit CO2-­ Äquivalenten, das heißt auch andere Treibhausgase wie bspw. Methan werden in die Berechnung mit einbezogen.

“

Gründlichkeit Die Auswahl der Faktoren erfolgte anhand zahlreicher Qualitätskriterien aus r­ elevanten wissenschaftlichen ­Quellen. Die Faktoren werden regelmäßig ­aktualisiert, optimiert und erweitert.

Berechnung und Kompensation in einem Im Anschluss an die Berechnung kann man direkt durch handfesten Schutz von Primärregenwald seinen CO2 Fußabdruck kompensieren. bspw. nicht nur Benzinverbrennung des Autos, sondern auch Emissionen der ­Rohstoffgewinnung, Herstellung und ­Entsorgung des Fahrzeuges, etc.

Klimaschutz ist kein Luxus, sondern eine Pflicht gegenüber ­unseren Kindern. Wir werden es aber nicht schaffen, die 1,5° Grenze zu halten, wenn wir nicht auf die Tube drücken. Deshalb ist die CO2-­ Kompensations-Aktion der Stiftung eine super Sache. Sie verbindet Klimaschutz mit der Rettung wahnsinnig schöner Urwälder. Prof. Dr. Bernd Klauer Professor für Nachhaltigkeit & Wasserressourcenmanagement

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Kompensation richtig verstehen Beim Wort „Kompensation“ denkt man zuerst meist, dass ausgestoßenes CO2 irgendwo anders wieder aufgenommen wird. Das ist bei manchen Projekten der Fall. Tatsächlich beruhen aber auch viele Kompensationsansätze darauf, weiteren CO2-Ausstoß nachvollziehbar zu vermeiden. Wir sehen es als dringender und effektiver an, intakte Naturräume zu bewahren, bevor es zu spät ist. Denn in diesen Gebieten sind große Mengen CO2 in lebender Biomasse gebunden. Und sie haben viele weitere wichtige Funktionen für ein gesundes Klima. Die Wälder und Moore der Erde binden genauso viel CO2, wie in der gesamten ­Atmosphäre vorhanden ist. Werden ­solche kohlenstoffreichen Ökosysteme zerstört, setzen sie mehr CO2 frei, als in einer für Menschen relevanten Zeit­spanne je wieder zu binden möglich wäre.

“

Im Durchschnitt speichert ein Quadratmeter geschützter Wald 60 kg CO2 in der oberirdischen Biomasse. Wie genau sich dieser Wert zusammensetzt, erfährst du hier: Weitere Informationen

Auch unterirdisch speichern unsere Schutzgebiete enorme Mengen Kohlen­ stoff. Vor allem die kanadischen Waldmoore speichern nachweislich sogar bis zu fünfmal so viel CO2 wie die k ­ anadischen Küstenregenwälder ­(Martens und Kreyling, 2026)43. Wie ihr euch im Dschungel der ­Begrifflichkeiten rund um verschie­ dene Kompen­sationsprojekte, CO2Zertifikate und Emissions­handel orientiert, erfahrt ihr hier: Weitere Informationen

Das Ziel einer Kompensation sollte nicht nur der Ausgleich des unvermeidbaren CO2-Ausstoßes sein. Vielmehr sollte sie zum Ziel haben, das Leben auf der Erde an sich zu bewahren. Kai Andersch Forstwissenschaftler & Vorstandsvorsitzender WI

140


Herzensprojekte

Wir sehen die Berechnung des CO2Fußabdrucks als ein nützliches Instrument, um individuelle Verantwortung messbar zu machen. Sie hilft dabei, Emissionen zu vermeiden, zu reduzieren und nur in l­etzter Konsequenz zu kompensieren. Wenn das notwendig ist, sollten Emissionen durch wirkungsvolle Projekte k ­ ompensiert werden - etwa durch den Schutz intakter Waldöko­systeme und -moore, wie wir ihn leisten.

OBEN: Die Wälder und Moore in unseren Schutzgebieten ­speichern enorm viel CO2. UNTEN: Erste Forschungsdaten werden direkt vor Ort aus­gewertet.

Folgende Qualitätskriterien für Kompensation über Waldschutz­ projekte wurden extern geprüft und validiert Kohlenstoffgehalt in der Biomasse CO₂-Speicherleistung und der jährliche Zuwachs sind wissenschaftlich plausibel. Zielerreichung und Dauerhaftigkeit Die von der Stiftung gesetzten Satzungsziele werden vollumfänglich erfüllt.

Additionalität Der Schutz wäre ohne unser Schutz­ projekt nicht erfolgt. Permanenz Es gibt eine langfristige Sicherung durch Eigentumstitel. Leckagefreiheit Durch den ganzheitlichen Ansatz gibt es keine Verschiebung der Abholzung in Nachbargebiete. Weitere Informationen

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Unser ­eigener Fuß­abdruck: ­Verantwortung be­ ginnt bei uns selbst. Als Organisation, die sich dem Schutz von Klima und Biodiversität ver­ schrieben hat, ist es für uns selbstverständlich, auch den eigenen ökologischen Fußabdruck genau unter die Lupe zu nehmen. Denn wer glaubwürdig über Klimaschutz spricht, muss auch ehrlich über den eigenen Impact ­sprechen. Deshalb erfassen wir seit 2021 unsere Emissionen systematisch – von Stromverbrauch und Büroinfrastruktur über Dienstreisen bis hin zu Expeditionen in unsere Schutzgebiete. In den letzten Jahren lagen die Pro-KopfEmissionen durch den Geschäftsbetrieb der Stiftung pro Mitarbeiter:in durchschnittlich bei ungefähr 8 t CO₂ pro Person und Jahr, was sich im oberen Bereich nachhaltiger Non-Profit-Organisationen, aber unterhalb vieler kommerzieller Dienstleistungsunternehmen einordnet. Mit dem Stiftungswachstum nahmen in den letzten Jahren leider auch die Emissionen zu. Wir steuern durch verschiedene Maßnahmen aktiv dagegen und vermeiden und reduzieren Emissionen, wo es möglich ist. Somit nehmen die Pro-Kopf-Emissionen seit einigen Jahren stetig ab. Dennoch ist und bleibt unser größter Emissionsfaktor das Reisen. Unsere Arbeit beginnt 142

in unseren Schutzgebieten: beim Rapid Assessment, rechtsgültigen Landkauf, bei Forschungsexpeditionen, beim Aufbau lokaler Strukturen. Als internationale Naturschutzorganisation sind wir auf Reisen angewiesen, sei es für den gelegentlichen persönlichen Austausch im Team oder um unsere Schutzgebiete zu besuchen. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Wir vermeiden Kurzstreckenflüge, nutzen Bahn und digitale Tools, bündeln Termine und beauftragen lokale Partner, wo immer möglich, um Reisen zu verringern. Jeder Flug wird hinterfragt: Ist er wirklich notwendig? Kann den Job jemand vor Ort übernehmen? Den verbleibenden Fußabdruck gleichen wir durch gezielten Schutz von Primärwald


Herzensprojekte

Unsere Maßnahmen sind: Sofortmaßnahmen: Fokus auf digitale Meetings & Kommunikation, BahnCard-Nutzung & öffentliche Verkehrsmittel als Standard, vegetarische/vegane Verpflegung Langfristig: Ausbau lokaler Kapazitäten, um Reisetätigkeiten zu verringern Bewusstsein schaffen: Auch Partner:innen und Creator, die uns auf Expeditionen begleiten, werden für ihren Fußabdruck sensibilisiert

“

Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur, Wälder zu schützen, sondern auch unsere eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen. Denn echter Wandel ­beginnt bei uns selbst. Marie Schreiber Co-Head of Science, Wilderness International

aus, gemäß unserem eigenen Standard von 60 kg CO₂ pro geschütztem Quadrat­meter. 2024 haben wir 2.159 m² Regenwald unter dauerhaften Schutz gestellt. Uns war es wichtig, diesen Ausgleich nicht über reguläre Spendeneinnahmen zu finanzieren. Dieser wurde durch das p ­ ersönliche

­ ngagement und die kreative Initiative E jedes einzelnen Teammitglieds ermöglicht, sei es durch private Beiträge, Fundraisingaktionen oder projektbezogene Partnerschaften. So tragen wir als Organisation nicht nur im Kerngeschäft Verantwortung, sondern auch im eigenen Handeln.

Flüge Übernachtungen Elektrizität Grundbestand Verpflegung

Allgemein (Bürofläche) Wärme Arbeitsweg IT/Kommunikation Dienstreisen

143


Umweltbildung Umweltbildung ist ein zentraler Bestandteil unserer Mission. Sei es durch den Wildnislauf, Schulprojekte in Peru oder digitale Formate – unser Ziel ist es, Wissen und Begeisterung zu vermitteln, damit Menschen die N ­ atur und ihre Bedeutung verstehen. Denn so können wir sie langfristig und ­nachhaltig schützen.

65 Wildnisläufe

zwischen 2012-2025 an 68 Schulen in ganz Deutschland

> 43.000 Schüler:innen

haben an unseren Vorträgen und den Läufen teilgenommen

> 19.000 davon

haben selbst aktiv Wildnis geschützt von Anfang 2009 bis Ende 2025

Wildnislauf Seit 2009 schützen Schüler:innen mit dem Wildnislauf selbst Wildnis, indem sie sich Sponsor:innen suchen und sportlich aktiv werden. Vor dem Wildnis­lauf arbeiten wir eng mit den Schulen zusammen, um die Schüler:innen über das Öko­ system Regenwald, seine Besonder­heiten und die Bedrohung der letzten Wildnisgebiete zu informieren. Wir ermutigen die Kinder, Fragen zu stellen, bereits vorhandenes Wissen zu aktivieren und zu aktualisieren. Wichtig ist uns dabei vor allem, Lösungen aufzuzeigen. Mit dem Wildnislauf haben die Schüler:innen eine konkrete Möglichkeit, freiwillig für den

144

Naturschutz aktiv zu werden. Mit einer gemeinsamen Auswertung machen wir sichtbar, was Einzelne und Gemeinschaften durch Engagement bewirken können. Die Kinder lernen dabei nicht nur über Regenwaldschutz, durch ihre Wirkung als Multiplikator:innen erfahren sie echte Selbstwirksamkeit. Diese Umweltbildungsarbeit ist ein ­elementarer Bestandteil des Wildnis­ laufes. Damit tragen wir zum Erreichen von SDG 4 bei. Mehr erfahren


Herzensprojekte

Hochmotivierte Grund­ schüler:innen beim Wildnislauf in Dresden 2021

SDG 4 — Hochwertige Bildung Dieses SDG will sicherstellen, „dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen“.

Umweltbildungsprojekte in Deutschland 15 % der beim Wildnislauf gesammelten Spenden können für grüne Projekte an der eigenen Schule abgerufen werden.

116 Projekte 22x

finanziert und durchgeführt

Biotop-Anlegung von Teichen, Streuobstwiesen und Trockenbiotopen

2x

Entsiegelung und Baumpflanzung

13x

Grünes Klassenzimmer

7x

Innenraumbegrünung

18x

Schulgarten: naturnahe Umgestaltung, Hochbeete

So sind bereits Teiche, Gärten und Insekten­hotels auf Schulhöfen entstanden oder Bäume gepflanzt worden.

5x

Insektenhotels, Imkerei, Nistkästen

27x

Schulhof-/Hausbegrünung: Hecken, Baumpflanzungen, Fassaden- und Dachbegrünung

22x

Umweltbildung: Tagfaltermonitoring, Exkursionen, Umweltbibliothek, Ausrüstung (z.B. Ferngläser), Fledermausprojekte, Workshops

145


Umweltbildungsprojekte in Peru Unser Umweltbildungsprogramm wird koordiniert von Ana-Paula. Die Region Madre de Dios ist wirtschaftlich stark geprägt von Goldgräberei und Landwirtschaft, womit ein Großteil der Menschen ihren Lebensunterhalt verdient. Dieses Projekt soll mehr Wissen über und Begeisterung für den Regenwald und ­seine Bewohner vermitteln und Argumente an

die Hand g ­ eben, warum es wichtig ist, dieses empfindliche Ökosystem aktiv zu schützen. Dazu gehören Themenevents in den Städten und Communities, verschiedene Projekte an Schulen sowie ­Besuche von Schüler:innen direkt in ­unserer Forschungs­station im Secret Forest. Weitere Informationen

613 Menschen

direkt im Programm erreicht

7 Bildungsveranstaltungen

in lokalen Communities

7 Schulbesuche

im Secret Forest von August 2024 bis Ende 2025

“

Ich habe gemeinsam mit Wilderness International Peru den ersten „Sembratón Amazónica“ als kollektive Bildungsaktion für Jugendliche in der Region geplant und durchgeführt. Bei der Pflanzaktion haben wir bewusst Bildungelemente mit direkter Handlung verbunden. Das hat bei den Jugend­lichen von Madre de Dios die Bewusstsein­änderung ­geschaffen, dass durch Engagement und kollektives ­Handeln, unser Gebiet geschützt werden und wir auf eine gesunde und ­gewaltfreie Zukunft setzen können. Christy Koordinatorin der peruanischen Partnerorganisation ECIJ und Teilnehmerin an Bildungs- und Pflanzprojekt Sebratón Amazónica

146


Herzensprojekte

Beim „Sembratón Amazónica“ haben mehr als 70 Schüler:innen, Waldhüter:innen und weitere ­Mitglieder unseres Teams Hand angelegt.

Das Team von WI Peru gibt Schüler:innen die Möglichkeit, den Regenwald hautnah zu erleben

Auch die Kleinsten weiß ­Ana-Paula zu begeistern.

Den Menschen der Region soll der Wald vor ihrer Haustür näher gebracht werden.

Spielerisch und anschaulich teilt das Team sein Wissen.

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Schutz der Peel River Watershed mit den Gwich’in Gemeinsam mit Angehörigen der Gwich’in First Nation haben wir uns von 2007-2018 für den Schutz der Peel River Watershed eingesetzt – und ­gewonnen! Sie ist ein einzigartiges, unberührtes Bergwildnisgebiet von der Größe Österreichs im hohen Norden Westkanadas. Die Peel River Watershed ist Heimat für die größte Landsäugetierherde der Welt, die Karibus. Außerdem finden seltene Barren Ground Grizzlybären und Wölfe ein Zuhause. Drei Flüsse geben ihr den Namen, die alle den Peel River speisen, die Lebensader des Nordens. Die Region ist Grundlage für Nahrung, Geschichte und Kultur der Gwich’in First Nation – ­­ sie ist ihre Identität. Und dennoch schreckte die Regierung des Yukon-Territoriums nicht davor zurück, 71 % dieser wundervollen Bergwildnis für Bergbaukonzerne zu öffnen.44 Angeführt von zwei kanadischen NGOs und drei First Nations begann daraufhin ein beispielloser Fall im Naturschutz, der als erster bis vor den Obersten Gerichtshof Kanadas zog.

In Zusammenarbeit mit den Gwich’in organisierten wir zwei gemeinsame Expeditionen, bei denen Jugendliche gemeinsam mit Ältesten ihr traditionelles Stammesland besuchten. Außerdem reisten die Gwich’in nach Deutschland, wo sie in Vorträgen ihre Kultur und Lebensweise näher brachten und ihre Stimme für den Schutz ihrer Heimat erhoben. In Kombination mit den zahlreichen Medienveröffentlichungen wie Zeitungsartikeln und einem Fernsehfilm konnten wir so international Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. 2017 kam dann die großartige Entscheidung: 80 % des Gebietes konnten dauerhaft unter Schutz gestellt werden!45 Das sind 55.858 km² wert­volle Berg­wildnis – eine Fläche so groß wie Kroatien –, die unberührt bleiben. Mehr erfahren

148


Herzensprojekte

OBEN: Während einer abenteuerlichen Naturschutzexpedition mit den Gwich'in in Rafts auf dem Snake River, 2008. RECHTS: Luftaufnahme Peel River.

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Mein Baum - Mein Dresden (MBMD) MBMD startete 2019 in Dresden als Blueprint für unabhängige Baumpflanz­ initiativen. Unpolitisch und gemeinschaftlich vergrünerten Bürger:innen ihre Stadt und verbessern so Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität.

101.804

Gehölze gepflanzt

220.000 € gespendet* 3

weitere Städte haben das Projekt übernommen *in Partnerschaft mit Startnext über Crowdfunding Anfang 2019 bis Ende 2023

Im Rahmen des Projekts wurden standortheimische Gehölze gepflanzt und somit die Biodiversität der Region verbessert sowie neue Lebensräume geschaffen. Für Schmetterlinge, wilde Bienen und singende Vögel. Für saubere Luft und ein gesundes Miteinander. Für ein grüneres, lebenswerteres und gesünderes Dresden. Und als Vorbild für weitere Aktionen dieser Art. Geldspenden ermöglichten den Kauf der Pflanzen und die Organisation. Die bepflanzten Flächen wurden von der Stadt Dresden bereitgestellt. Und das gemeinsame Anpacken bei den Pflanzaktionen hat den Zusammenhalt von Nachbarschaften, Belegschaften und Freundeskreisen gefördert. So haben wir nachhaltig Raum für ein positives Lebensgefühl geschaffen!

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Herzensprojekte

SDG 11 — Nachhaltige Städte und Gemeinden Mit diesem Projekt tragen wir zur Erreichung von SDG 11 bei. Dieses will die Luftqualität verbessern, den Zugang zu sicheren und inklusiven Grünflächen gewährleisten und die Zahl der Städte und Siedlungen erhöhen, die ­Projekte zur Abschwächung des Klimawandels, zur Klima­anpassung und zur Förderung der Widerstands­ fähigkeit gegenüber Katastrophen umsetzen.

OBEN: Freiwillige Natalie bei der ersten Pflanzaktion in Dresden.

Schweren Herzens haben wir uns im Jahr 2023 dazu entschieden, dieses große, tolle, aber auch sehr ­ressourcenintensive Projekt abzuschließen und uns auf den Schutz bereits bestehender Wildnisgebiete zu konzentrieren. Alle Erfolge, Erkenntnisse und Informationen ­haben wir auf der Website gesammelt. Dort ­stehen sie jedem zur Verfügung, der ein ­ähnliches Projekt starten möchte. Weitere Informationen

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Taubenteisten suchen sich meist einen Partner fürs Leben.


DIE BESTEN PARTNER, DIE SICH DIE NATUR WÜNSCHEN KANN


Gemeinsam schützt man weniger allein. Unsere Partnerschaften in Zahlen 11

wissenschaftliche Partner

>75

Naturschutzpartner

>400

Naturschutz-Supporte

Brücken bauen Ohne unsere ­Unternehmenspartner ­könnten wir nicht so viel Urwald ­schützen, wie bisher möglich. Sie übernehmen

Verantwortung und gehen mit ihrem Naturschutzengagement teils sogar als Pionier:innen in ihrer Branche voran.

SDG 17 — Partnerschaften zur Erreichung der Ziele Im Sinne von SDG 17 bilden wir wirksame zivilgesellschaftliche Partnerschaften zur Förderung von Nachhaltigkeit vor allem im privatwirtschaftlichen Sektor.

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Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

Gemeinsam mehr erreichen Partnerunternehmen schützen mit jedem Produkt oder Service ein Stück Urwald. Oder sie berechnen und reduzieren ihren CO2-Fußabdruck und gleichen den verbliebenen CO2-Ausstoß durch Urwaldschutz aus. Dabei involvieren sie meist

ihre Kund:innen, die eine eigene U ­ rkunde mit Geokoordinaten erhalten und den Unter­nehmenswald durch weitere ­Spenden selber wachsen lassen können. So tragen wir unseren Teil zu SDG 12 bei.

SDG 12 – Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster Dieses Nachhaltigkeitsziel fordert Initiativen, die Unternehmen dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen.

Durch gute Zusammenarbeit kann Großes entstehen.

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Forschungs- und Projektpartner unterstützen unsere wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsprojekte.

Dies ist nur eine Auswahl unserer P ­ artner — alle wissenschaftlichen Partner findet ihr hier: Weitere Informationen online

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Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

• peruanische Forschungs-& Naturschutzorganisation • umfassende Unterstützung lokaler Aufgaben für unsere Naturschutzprojekte in Peru, u.a. durch Forschungsdaten zu Biodiversität und Biomasse­ speicherung unserer Schutzgebiete, lokale Umweltbildungsprojekte • Partner seit 2020

• Das Environmental Robotics Lab der ETH Zürich erforscht und entwickelt innovative Robotiklösungen zur Bewältigung von Umweltproblemen • Wissenschaftliche Kooperation bei Biodiversitäts-­ Pilotprojekt zur Umwelt-DNA-Entnahme mit Drohnen • Partner seit 2024

• „Zero Emission University“ mit Möglichkeiten ­inter­disziplinärer Studiengänge • WI ermöglicht praxisnahe Ausbildung im ­ Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitsschutz • Seit 2023 Unterstützung bei Forschungsvorhaben durch Fachexpertise der Universität

• Forschung zu Vereinbarkeit von gesunder Umwelt und gesellschaftlicher Entwicklung • wissenschaftlicher Partner bei der Erforschung der CO2-Speicherkapazitäten unserer Schutzgebiete • Betreuung gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeiten

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• Forschung zur Ethnobotanik gemeinsam mit der Gwich’in First Nation in der Westarktis und zur Pflanzen­welt der temperierten Regenwälder ­Westkanadas • Prof. Dr. Thomas Efferth, Leiter des Instituts für Pharma­zeutische und Biomedizinische Wissenschaften, koordiniert mit uns wissenschaftliche Studien

• breite internationale naturwissenschaftliche Forschung und Umweltbildung (Naturschutzmuseen) • wissenschaftlicher Partner bei der Biodiversitäts­ forschung unserer Schutzgebiete, z.B. gemeinsam mit Dr. Matthias Nuss zur Insektenvielfalt etc.

• eine der größten Technischen Universitäten in Deutschland und eine der elf deutschen Exzellenz-Unis • Wissenschaftlicher Partner bei der Erforschung von Umweltmanagementsystemen und Nachhaltigkeitsstrategien im Universitäts- & Hochschulbetrieb • WI ist Praxispartnerorganisation und erhebt Biomasse-­Daten im Rahmen eines gemeinsamen mehrjährigen Forschungsprojektes

• International anerkanntes Kompetenzzentrum für Moorforschung, Moorschutz und Wiedervernässung mit Fokus auf Klima-, Biodiversitäts- und Naturschutz • Gemeinsames Moorforschungsprojekt zur Unter­ suchung der ökologischen Funktionen und Klima­ wirkung von Moorökosystemen in Schutzgebieten

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Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

• Praxisorientierte Hochschule für angewandte Wissenschaften • Gemeinsames Gewässerforschungsprojekt in Peru in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft

• International anerkanntes Forschungs- und Bildungszentrum für Meeres-, Küsten- und Süßwasserökologie an der Pazifikküste Kanadas mit starkem Fokus auf interdisziplinäre Umweltforschung. • Bildungs- und Forschungspartnerschaft mit Schwerpunkt auf der Verzahnung von küsten- und gewässerbezogener Forschung mit landbasiertem Wald- und Biodiversitätsmonitorin

• Technologieunternehmen mit Fokus auf satelliten gestützte Erdbeobachtung und datenbasierte ­Umweltanalysen • Bereitstellung, Analyse und Auswertung von Remote-­ Sensing-Daten für das Monitoring von Schutz­ gebieten, Rapid Assessments sowie für die wissenschaftliche Auswertung und externe Kommunikation der Naturschutzwirkung

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Warum Unternehmen mit uns ­zusammenarbeiten Echter Impact für Biodiversität und Klimastabilität! Mit innovativen und transparenten Lösungen, um bedrohte Lebensräume und Arten für alle ­Zeiten zu schützen. Zeit & Effektivität: Waldschutz als größter globaler Hebel Da Klimakrise und Artensterben untrennbar verbunden sind, ist der Schutz intakter Primärwälder – wie der tropische Regenwald im peruanischen Amazonas oder der temperierte Regenwald in Kanada – der effektivste Hebel für Klimastabilisierung im Hinblick auf die Faktoren Zeit und Effektivität. Diese Ökosysteme speichern enorme Mengen CO₂, die bei ihrer Zerstörung freigesetzt und die Klimakrise massiv verschärfen ­würden. Gleichzeitig regulieren sie als intakte Systeme weltweite Wetterzyklen – eine Leistung, die neu gepflanzte Wälder erst über viele Jahrzehnte ansatzweise erreichen könnten. 1

Waldschutz als Fundament für Lebensgrundlagen und ökonomische Stabilität In der Wildnis liegt der Erhalt der Welt – und damit unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Für Unternehmen bedeutet der Schutz intakter Ökosysteme die Sicherung unverzichtbarer Systemleistungen, die grundlegend für globale Lieferketten, wirtschaftliche Stabilität und langfristige Wertschöpfung sind. Direkter Waldschutz ist dabei in seiner Wirksamkeit unerreicht, da er gleichzeitig massive CO₂-Speicher bewahrt und das Aussterben von Arten verhindert – jene Biodiversität, die die Resilienz unseres Planeten und unserer Wirtschafts­ systeme garantiert. 2

Vielfalt des Engagements = Vielfalt der Themen In Zusammenarbeit mit Wilderness International decken Unternehmen gleich vier 3

160


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

essenzielle Nachhaltigkeitsthemen ab: Der Schutz global relevanter CO₂-Speicher, der Erhalt der Biodiversität an weltweiten Hotspots, die Förderung lokaler Bildungsprojekte sowie die Unterstützung innovativer Forschungs- und Pionierprojekte. Es ist somit eine Vielfalt an Themen, die durch das Engagement „abgedeckt“ und kommuniziert werden können. Nachgewiesene Wirksamkeit, ­Zusätzlichkeit, Permanenz und Ganzheitlichkeit Unternehmen, die mit der gemeinnützigen Stiftung Wilderness International zusammenarbeiten, können sich darauf verlassen, dass ihr Engagement nachweislich Wirkung entfaltet und höchsten Transparenzstandards entspricht. Das bestätigen uns u.a. das PHINEO „Wirkt!“-Siegel und das Gutachten von BAUM e.V.. Beide bescheinigen die klare Ziel­erreichung, die hohe CO₂Speicherleistung der Schutzgebiete von Wilderness International, die Zusätzlichkeit und Permanenz der Projekte sowie den ganzheitlichen Ansatz. 4

fristigen Fortbestand der Gebiete über Generationen hinweg sicher. Folglich ist unsere Arbeit auch für unsere Partner fortlaufend und skalierbar: Es gibt kein festgelegtes „Ende“ des Projekts; der Kauf und der Schutz der Flächen sind dauerhaft und wir erweitern kontinuierlich unsere Schutzgebiete. Transparenz und Teilhabe Das Kernkonzept von Wilderness International ist der Schutz von intakten Wäldern, transparent und konkret auf den Quadratmeter genau. Jedes finanzielle Engagement – egal welcher Höhe – ist direkt und unmittelbar nachvollziehbar (anhand von Geokoordinaten und per Luftbild). Unternehmen haben über vielfältige technische und kommunikative Lösungen die Möglichkeit, ihre eigenen Kund:innen und Communities genauso unmittelbar am Engagement teilhaben zu lassen wie ihre Mitarbeitenden. 6

Sicherheit, Kontinuität und Skalierbarkeit des Engagements Die Organisation besteht aus drei Stiftungen (in Deutschland, Peru und Kanada), die alle als Eigentümer aller Schutzgebiete im Grundbuch eingetragen sind. Dadurch wird verhindert, dass die Eigentumsrechte bei einer einzigen „Person“ liegen, und stellt den lang5

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Naturschutz-­ Partner Gemeinsame Partnerschaften mit einem Wildnisschutz ab 10.000 m2

Naturschutz-Partner ­schließen sich langfristig und k ­ ontinuierlich über verschiedenste Kooperations­ lösungen unserer Mission für den Wildnisschutz an: Sie gründen zum Beispiel eigene Unternehmens­wälder, ­aktivieren ihre Spendenkampagnen mit ihren M ­ itarbeiter:innen und/oder ­Communities, oder g ­ leichen ihre Emissionen aus. Weitere Informationen online

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Individuelle Gestaltung der Partnerschaft Firmenwald gründen & eigene Spendenkampagne CO2-Kompensation möglich Spendenurkunde mit FirmenLogo Umweltbildungspaket (Text-, Bild- und Videomaterial)


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

Wir sagen Danke – an über 75 ­Naturschutz-Partner! U.a. haben sich nachfolgende Unternehmen engagiert und eingebracht: Adventure Menu s.r.o. AMPri Handelsgesellschaft mbH Anton Gerl GmbH Atolls GmbH Audi Stiftung für Umwelt Bertelsmann SE & Co. KGaA Betterplace.org gGmbH Bühnenkunst Ulhaas & Co. GmbH Campbell River Whale Watching Carstensen Import Export Handelsgesellschaft mbH CAUDALIE CLAC Craghoppers CSMM GmbH DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Eagle Wing Tours Fenten GmbH Fjordkind-Reisen GmbH Games Forest Club gGmbH Gesunde Erde – Gesunde Menschen HAIRLIKE Distribution Service GmbH Heimplanet Entwicklungs GmbH HEROLÉ Reisen GmbH J. G. Mayer OHG JMTRONIC Karawane GmbH & Co. KG Katadyn Deutschland GmbH Körber AG KUGLER REISEN GMBH & CO. KG Lederhosen Aigner Less Waste GmbH Mercedes-Benz Mobility AG Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG

Muggelig Records GmbH MyMerch GbR Nø Cosmetics Nordisk Freizeit GmbH Nullzehn99 GmbH ORTLIEB Sportartikel GmbH Otinga GmbH Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH Peras GmbH POLYGON Deutschland GmbH Postcode Lotterie DT gemeinnützige GmbH Revor Group NV Rhowerk GmbH Robert Marc Lehmann (Mission Erde e.V.) Schultz GmbH & Co. KG SK Touristik GmbH space artist management SumUp Services GmbH Telekom Deutschland GmbH Terranova Zimmermann Touristik KG The UK Online Giving Foundation - Benevity Träume Leben GmbH - Canada Dream Tours Umfulana GmbH US Supermarket GmbH VARTAN.GROUP GmbH WOA Festival GmbH WSR Cintinus Steuerberatungsgesellschaft mbH Zapf Immobilien GmbH Weitere Details über die ­Zusammenarbeit mit unseren ­Naturschutz-Partnern unter: Weitere Informationen

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Naturschutz mit System Kooperationslösungen für ­Unternehmen im Überblick 1 % für den Waldschutz

Erschafft euer eigenes Naturschutzgebiet mit der Gründung ­eures eigenen Firmenwaldes – mit 1 % von eurem Umsatz. Sichert L ­ ebensraum und Artenschutz für immer und gebt der Natur ­etwas zurück! So schützt ihr aktiv unsere Zukunft und zeigt eurer ­Community echte Verantwortung. Beispiel: Wacken

1 m2 Regenwald je Produkt

Schützt die artenreichsten Wälder der Welt: 1 m² pro verkauftem Produkt. Pro Bestellung oder ab einem bestimmten Preis bleibt ein Quadratmeter Wildnis erhalten. Wenn ihr möchtet, können eure Kund:innen von euch einen Code zu ihrer eigenen Urkunde mit den genauen Geokoordinaten zur Einlösung erhalten. Beispiel: Ortlieb

CO2-­ Kompensation

Gleicht euren verbleibenden CO2-Fußabdruck mit dem Schutz b ­ edrohter Wälder aus – transparent und wirksam. 1 m² Schutzfläche bindet 60 kg CO2. Für 16,70 € sichert ihr Wald, der 1 ­Tonne CO2 speichert – und schützt darüber hinaus die l­etzten intakten Lebensräume für unzählige Tier- und P ­ flanzenarten. V ­ iele ­Unternehmen teilen sich den CO2-Ausgleich sogar mit ihren ­Kund:innen. Beispiel: Diamir

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Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

Wald-­ Geschenk

Verschenkt etwas Sinnvolles, was für immer bleibt! Ein Geschenk mit echtem Impact! Nutzt Anlässe wie den Tag der Artenvielfalt, Weihnachten oder Geburtstage und schützt die letzten intakten Lebensräume für Mitarbeit­ ende, Partner und/oder Kund:innen. Ihr bekommt personalisierte Urkunden mit den exakten Geokoordinaten des geschützten Waldstückes – ein nachhaltiges Geschenk, das euch bzw. dem Beschenkten und nachfolgenden Generationen für immer bleibt! Wald verschenken

CommunityWald

Macht eure Community zu einem stolzen Teil eurer Mission! Begeistert eure Community und bindet sie aktiv und persönlich ein! Mit unserer innovativen Möglich­ keit, Codes zu verschenken, schützt ihr gemeinsam 1 m² Wildnis. Diese könnt ihr Bestellungen beilegen, in Newslettern versenden oder für Gewinnspiele und Treueaktionen nutzen. Kund:innen lösen ihren Code ein, erhalten exakte Geokoordinaten und Luftbilder und k­önnen ihren Schutz sogar zusätzlich aufstocken. Einfach, persönlich, wirkungsvoll! Beispiel: Ortlieb

Spenden-­ Verdopplung

Gemeinsam mehr bewirken – verdoppelt Spenden & damit den I­mpact! Legt eine Maxi­malsumme fest und verdoppelt die Spenden eurer Community inkl. der ­Wilderness International-Community – aus 5 m² werden 10 m², aus 10 m² ganze 20 m²! Steigert die Sichtbarkeit eures Engagements und macht sie perfekt für Anlässe wie den Tag des R ­ egenwaldes, Weihnachten, Ostern oder Muttertag. Mehr Wirkung, mehr Reichweite – ­doppelt gut! Beispiel: PUR Hair Weitere Informationen

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Was U ­ nternehmen über unsere ­Partnerschaft sagen (Auszug aus weit über 400 Unternehmenspartnerschaften)

“

Seit 2012 sind wir davon überzeugt, dass wir die natürlichen Ressour­ cen, die wir für unsere Produkte verwenden, schützen müssen. Deshalb sind wir dem Kollektiv „1 % for the Planet“ beigetreten und spenden 1 % unseres Jahresumsatzes für den Schutz und die Wiederherstellung der Umwelt. Im Jahr 2024 haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit Wilderness International entschieden, einer Organisation, die Land kauft, um Kohlenstoffsenken-Ökosysteme dauerhaft zu schützen. Wir sind uns bewusst, dass der Kampf gegen den Klimawandel sich nicht allein auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen beschränken darf. Es ist auch unerlässlich, natürliche Kohlenstoffsenken, die CO2 absorbieren, zu erhalten und wiederherzustellen, wie es Wilderness International tut. Unsere Partnerschaft mit Wilderness International ist ein konkretes Beispiel für unser langfristiges Engagement für den Umweltschutz. Angélique Vacher Managerin für nachhaltige Entwicklung, Caudalie

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Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

“

Wir bei HomeToGo sind uns bewusst, dass die Ermöglichung globa­ ler Reisen mit einer grundlegenden Verantwortung einhergeht, die wertvollen Reiseziele, die Menschen lieben, zu schützen. Unser Home­­ ToGrow­-Wald ist ein direkter Weg, um Maßnahmen zu ergreifen, basie­ rend auf der einfachen Wahrheit, dass jeder geschützte Lebensraum ein Zuhause in der Natur ist. Diese Partnerschaft vereint unser gesamtes Team hinter einer wichtigen Mission, macht unser Engagement für Nachhaltigkeit greifbar und stellt sicher, dass wir auch künftigen wGenerationen unvergessliche Reiseerlebnisse bieten können. Dr. Patrick Andrae Mitbegründer und CEO von HomeToGo

“

Wir sind stolzes Mitglied von 1 % for the Planet, einem globalen Netzwerk von Einzelpersonen und Unternehmen, die sich weltweit für wichti­ ge Umweltbelange einsetzen. Wir verpflichten uns, 1 % der mit Solo-Kartenlesegeräten erzielten ­Einnahmen an Initiativen zu spenden, die Gemein­ den stärken und unseren Planeten schützen und so positive Veränder­ungen für eine nachhaltige Zukunft vorantreiben.

­ Marc-Alexander Christ Mitbegründer von SumUp

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Naturschutz-­ Supporter Spenden bis 10.000 m2 pro Jahr

Naturschutz-Supporter spenden als Unternehmen unkompliziert selbst über das Spendenformular. Auch hier können Unternehmen unterschiedliche Spenden­lösungen selbst wählen und erhalten die Spendenurkunde direkt zum ­Download, inklusive Supporter-­ Logo und Bildmaterial für die ­Kommunikation. Weitere Informationen online

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Eigenständige Spende über das Spendenformular Unterschiedliche Spenden­ lösungen CO2-Kompensation möglich Spendenurkunde direkt zum Download Supporter-Logo & Umweltbildungsmaterial


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

Wir sagen Danke – an über 400 Naturschutz-­Supporter, die sich über die letzten Jahre bei uns engagiert haben. U.a. haben sich nachfolgende Unternehmen als Supporter engagiert und eingebracht: 28minds Grzebka & Schwanitz GmbH 5:AM Clothing e.U. A.ONE STUDIO GmbH ABOUT YOU SE & Co. KG Above Clouds GmbH & Co. KG advntre.de AER Kooperation AG Allianz Technology SE Alohema alva naturkosmetik GmbH & Co. KG AM Project! Accounting GmbH Amazing Tools GmbH America Unlimited ANGEHEUERT GmbH Arztpraxis Dr. med. Britta Amthor Assel GbR Atelier Kleiner Prinz AUIN AG Aurora Borealis Entertainment Noah-Elia Will & Joshua Sellheim GbR Avar Spirit GmbH Averdung Ingenieure & Berater GmbH bcause GmbH (Bcause Treuhand GmbH) Bengs Modelbau Bergzeit GmbH Bernhard Nocht Institut für Tropen­ medizin Bestparkett M&M, s.r.o. BG Immovation GmbH

Bildungskreis Handwerk e.V. Bisch-Chandaroff Werkstätten GmbH Bitter GmbH Blue Mountain Consulting GmbH BON PASTAIO GmbH Boutique Hotel am Schillerplatz Bow by Astl BridgingIT GmbH Brightpoint Group bsp Media GmbH Bundesstelle der Katholischen Jungen Gemeinde e.V. Büro Stelzig C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH Campervan Store CEEZER Software GmbH Chello Cobra Agency GmbH Components at Service GmbH Constantin ENTERTAINMENT GmbH Cr3diff GmbH - Schnapskrake Crowd Nature UG Cubicus SRL Da-ko-ma dacuro GmbH damnit e.V. Daniel Fast Einzelunternehmer DDV Sachsen GmbH//Panometer Dennis Missfeldt Finanzberater Dentaltechnik Riedl DENTCYC GmbH der-Webdesigner GmbH

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Deutsch-Kanadische Gesellschaft e.V. Deutsche Industrie Video System GmbH DIA Digital Consulting GmbH Die Apokalyptischen Reiter GbR Die Baurechtlerin dieUmweltDruckerei GmbH DIMAN Warenhandel GmbH DJI GmbH DMG GmbH Dominik Späte UG E-Commerce36 von Arx e.K. EANRW GmbH echteBerater G&W GmbH Edealisten UG effeqt GmbH EIS-Zauberei Wolfgang Brasch e.K. Ekologa GmbH Elektronik Weberbauer GmbH endless local OHG ERC Ingolstadt Eishockeyclub GmbH erlebe-fernreisen GmbH Evangelischer Kirchenkreis Paderborn Exploria GmbH Fabian Rudack Web, Media & Marketing Fair parken GmbH Felidae Europe GmbH Filmnächte Chemnitz FISCHER druck&medien OHG Florafilt Luftreiniger GmbH For Family Reisen formfoundation GmbH Fresh M Trading GmbH Frimonda GmbH Fritz Werner Schüt-Stiftung FRÖBEL eingetragener Verein (e.V.) Gearbear EU Gemeinnütziger Verein Müllenbach e.V. Gemeinsam für Gouveskatzen e.V.

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GICON®-Großmann Ingenieur Consult GmbH GlobalEarthBound GmbH GLS Gemeinschaftsbank Goethe-Universität Frankfurt Gollwitzer Meier Klinik Good-Natured GbR Gothaer Versicherungsbank VVaG GOTTESWINTER UND FIBO DRUCK- UND VERLAGS GMBH GQmed mbH Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Medizin Gravning GreenTec Dialysis GmbH Hampel Software Engineering GmbH Hansa Industrie-Mixer GmbH & Co. KG HANV UG Haus des Stiftens fuer Unternehmen Haus und Garten Gestaltung HBC Service GmbH Heinze-Wohndesign HENNEN Elektronik HomeToGo Group house-worker Bau- und Handels- GmbH Hulah Hürten Baukoordination ieQ-systems mgk GmbH Igel Technology GmbH Impact Hub Leipzig Impact Hub Stuttgart Ing. Punzenberger COPA-DATA GmbH COPA-DATA Deutschland - Ottobrunn Ingenieurbetrieb Dr. Pütz GmbH & Co. KG Ingenieurbüro UTEK GmbH iNTABA Reisen Interspot Film-Gesellschaft m.b.H. Isarland Biohandel GmbH Janufaktur


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

JBT Alco-food-machines GmbH JKM consult GmbH Joris Machholz GmbH Josef Wund Stiftung JWS Jost Kobusch Jupitermond Verlag Schneck/Götz GbR KATJA FLEMMING Rechtsanwältin KEEP PUSHING & SMILE GmbH Killinger Thomas Lipp Nina GbR Kirchgemeinde Messen Kiwigrid GmbH Klinik am Rosengarten Knoll Artenschutz Stiftung Kontaktlinsen-Institut - Dr. Rybiczka Optik GmbH Koyan KLG KüchenForum Stutzinger Vertriebs GmbH Kucklick Dresdner Fachanwälte Kupfer Parkett&Holzstudio Landesbank Baden-Württemberg Leandro Rohner Wildlife

Lemu Lewa spirits GmbH / Iwry GmbH Li-iL GmbH Arzneimittel Arzneibäder Limelight Veranstaltungstechnik GmbH Linda Schaeffler Welcome Home Studio LIONS Club LIWEST Kabelmedien GmbH LOWA Sport­schuhe GmbH Löwenanteil GmbH Lukard Kamerazubehör Luonnontaika MaibornWolff GmbH MAKA AGENCY ZWENG & KAYIS GBR Marienfelder Bekleidung, Bruno Kleine, Herstellung und Handel GmbH MBC Mobile Business Center e.K. mbi GmbH Mein Gutscheinheld Menke Training GmbH & Co.KG Mercedes Benz Interessen-­ gemeinschaft e.V.

Sonnenauf- und Sonnenuntergang sind auch im Regenwald magische Momente.

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MFM Productions MINDCORE PRODUCTION Steffen Boseckert Mobiler Reifenservice Klassen MOINsure GmbH MOURI Umweltmanufaktur GbR MSP Campisi Münchner Verlagsgruppe GmbH Näpy Natur- und Wildlifefotografie Korbinian Ring Natürlich Reisen Tourdesign GmbH & Co. KG Neişolsayaparızabi srl Neumann Büroservice Niccos Media GmbH Nikolaus & Gereke GbR - Haus & Garten Gestaltung Nikolaus Stapels Consulting & Training Norddeutsche Landesbank NordVPN S.A. Off The Path GmbH On-Ergy GmbH Optalio GmbH Orchester im Wandel Oru Kayak (Solo Brands Europe B.V. ) Oschatz Management GmbH Ostsee Abbruch GmbH Out of Bounds Oberstdorf Paddeys Follys Irish Pub Palabra Praxisgruppe GmbH PCH-Familie e.V. Perfect Page Marketing GmbH Pflegeservice Knoblauch GmbH Physiotherapie & Personaltraining Jakob Janle PlanA.Earth GmbH Planic GmbH

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plant values GbR Pole Flow Berlin GmbH PolyureaTec GmbH Porta Vitalis – Fitness & Physio Postereck Powerplay Events Praxis am Simarplatz Praxis Dr. Lipécz - Dr. Fenzel Praxis Gyse - Kieferorthopädie Product Emotion GmbH Profectus eG PROLIANCE GmbH Prude Clothing Prüterplan gmbh Psychotherapeutische Praxis Cosanne QrMe GmbH Quantum-Systems GmbH Quentic GmbH QUIBIQ Hamburg GmbH R&D Gastro OG (Das Liebig) Radhaus Kriegelstein GmbH ramp 106 GmbH Raven Media - Filmproduktion und Videomarketing Reinhard Mink Photography & Multimedia Reiseblog BACKPACKZEIT RENTIMO Immobilien GmbH Rubeo Clothing Jonas Fenderl runamics GmbH Said Rubaii Hairstyling ScaleCommerce GmbH Seidich Schäfte - Handmade Shoe Uppers Siemens AG SIGNAL IDUNA Skalatar Media SKS Sonnenkraftspeicher GmbH Skydive Colibri GmbH & Co. KG Smith & Nephew GmbH


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

snapADDY GmbH SNYDERSJAN custom world Social Landscaping Somengo GmbH Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Spreadly GmbH Staffbase GmbH STARLITE & WILD GmbH Steiner Sarnen Schweiz AG Stesad GmbH Stilbruch Media Storchenwiege® GmbH & Co. KG Stradevia 907 Streamerando UG Stroetmann Tiernahrung GmbH & Co. KG strooom energietechnik GmbH Sven Müller OnlineSaat Swisscom AG team.spiration Tehrotech GmbH Timo Paugels Fotografie TIS Technische Informationssysteme GmbH TobyHorn Fotografie Trainermacher GbR Trendmarke Werbeagentur GmbH Trusted Shops SE Varelmann Beratungsgesellschaft mbH VAST FORWARD VenTrade GmbH Verius Capital AG Vertriebssoftware24 GmbH Viator Group GmbH Villiger Arnosti Gartenbau AG Vincentz Network GmbH & Co. KG Waterkotte GmbH weknow Consulting Group GmbH

Wema-solution Whale Wildlife Tours Eagle Wing Tours Wiese GmbH & Co. KG Fahrzeugbau u. Nutzfahrzeuge wildwuchs Brauwerk Hamburg KG Wirtschaftsmagnet GmbH Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG Wonach wir suchen GbR Yaldigames Yarn Studios GmbH Yasin Kirsch Fotografie YOURNUTS GmbH Zahnärzte am Stromberg Zmartband

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VIELEN DANK den besten Partnern und


Die besten Partner, die sich die Natur wünschen kann

der besten ­Community der Welt!


Unsere Stiftung in Zahlen 31

Gründer:innen

8

Zustifter:innen

6

Länder

28

verschiedenen Berufsfeldern

25-69

Jahre Altersspanne

Gründer:innen Agnes S. Weiland, Ellen Weiland, Dr. med. Georg H. Merker, Dr. med. Gert Andersch, Dr. agr. Guido ­Richter †, Hans Dierstein, Henner Kollenberg, Johanna Diehl, Kai Andersch (WI Deutschland, Peru und Canada), Kathrine Kollenberg, Marit Richter, ­Matthias Burchert, Matthias Kappelhoff, Nelli Theyel, Niels Hahmann, Jürgen Thiele, Sandra Zügge, Sebastian Reuter, Sissel Hammerstrøm, ­Dr. med. Steffen Kolschmann, Stephan Hürten, Tom Andersch, Dr. med. ­Ulrich ­Zügge, Vera Phillipps, Yvonne Sirtl, David MacDonald (WI Canada und Peru), Maria Laura Tolmos Coquelet (WI Peru), Fabian Mühlberger (WI Peru), Tobias Hürten (WI Peru), Henriette Wessel (WI Peru), Chris Kirkby (WI Peru)

Zustifter:innen Petra England, Prof. Dr. Bernd Klauer, Thomas Kimmel, Henrik Voigt, Anton Kamolz, Charlotte Voigt, Thomas Mach, Carina Büder

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Unsere Stiftung in Zahlen

Wissenschaftliche Unterstützung Dr. Friedrich Ditsch, Prof. Thomas Efferth, Hannes Holtermann, Prof. Dr. Andreas Huth, Chris Ketola, Chris Kirkby, Prof. Dr. Bernd Klauer, Dr. Richard Mally, Fabian Mühlberger, Dr. Matthias Nuss, Gudrun Pflüger, Prof. Dr. David Turpin, Prof. Dr. Sean Rogers, Gary Sutton, Geoff Carss, Prof. Dr. Dominik Seidel, Dr. Steffen Kirchgeorg, Dr. Christian Geckeler, Prof. Dr. Matthias Forkel, Michael Kögel, Sebastian Dürr

Unser Stiftungsrat mit den ­Speaker:innen unseres Panometer-­Events im November 2025.

179


Bildverzeichnis Wir sind stolz darauf, dass alle in diesem Wirkungsbericht gezeigten Fotografien während unserer Expeditionen und anderen Unternehmungen entstanden sind und ausschließlich von unserem Team erstellt wurden.

Vielen Dank an alle Fotograf:innen!

180

Titel

Mattis Weber, 2025

S. 51

Robert Marc Lehmann, 2023

S. 2/3

Lukas Dürnegger, 2023

S. 54

Mattis Weber, 2024

S. 5

Dennis Schmelz, 2025

S. 57

Lukas Dürnegger, 2023

S. 8/9

Lukas Dürnegger, 2023

S. 59

Tobias Hürten, 2016

S. 11 o.

Lukas Dürnegger, 2023

S. 60/61

Mattis Weber, 2025

S. 11 u.

Lukas Dürnegger, 2022

S. 62/63

Mattis Weber, 2025

S. 13 o.

Henriette Wessel, 2023

S. 64/65

Lukas Dürnegger, 2023

S. 13 u.

Sebastian Unger, 2025

S. 66/67

Mattis Weber, 2024

S. 15

Fabian Mühlberger, 2019

S. 68/69

Fabian Mühlberger, 2019

S. 16/17

Lukas Dürnegger, 2023

S. 71

Lukas Dürnegger, 2022

S. 23

Nicolai Deutsch, 2023

S. 72

Mattis Weber, 2025

S. 24

Mattis Weber, 2025

S. 73 o. l.

Lukas Dürnegger, 2022

S. 27

Mattis Weber, 2025

S. 73 o. r.

Mattis Weber, 2024

S. 31

Mattis Weber, 2025

S. 73 r.

Henriette Wessel, 2023

S. 35

Dennis Schmelz, 2025

S. 73 l.

Mattis Weber, 2024

S. 36 o.

Mattis Weber, 2025

S. 82

Mattis Weber, 2025

S. 36 u.

Lukas Dürnegger, 2023

S. 86/87

Mattis Weber, 2025

S. 38/39

Lukas Dürnegger, 2022

S. 90

Fabian Mühlberger, 2018

S. 41

Fabian Mühlberger, 2018

S. 93

Mattis Weber, 2025

S. 45

Mattis Weber, 2024

S. 96

Mattis Weber, 2025


Bildverzeichnis

S. 98/99

Mattis Weber, 2025

S. 135 o.

Robert Pohle, 2011

S. 100

Marco Lou, 2025

S. 135 u.

Sami Fayed, 2012

S. 103

Dennis Schmelz, 2024

S. 137 o. l., u.

Ariana Rodriguez, 2025

S. 106

Mattis Weber, 2024

S. 137 o. r.

Mattis Weber, 2024

S. 108/109

Sebastian Unger, 2025

S. 138

Fabian Mühlberger, 2019

S. 110/111

Mattis Weber, 2024

S. 141 o.

Tom Andersch, 2025

S. 112

Lukas Dürnegger, 2023

S. 141 u.

Chris Hoffmann, 2025

S. 117

Mattis Weber, 2024

S. 145

Ronny Scholz, 2021

S. 119

Mattis Weber, 2025

S. 147

Ariana Rodriguez, 2025

S. 121

Mattis Weber, 2025

S. 149

Johanna Diehl, 2008

S. 122

Mattis Weber, 2025

S. 151

Tobias Ritz, 2019

S. 123

Chris Hoffmann, 2025

S. 152/153

Mattis Weber, 2024

S. 124

Mattis Weber, 2025

S. 155

Mattis Weber, 2024

S. 125

Mattis Weber, 2025

S. 171

Fabian Mühlberger, 2018

S. 129

Dennis Schmelz, 2025

S. 174/175

Mattis Weber, 2025

S. 131

Sami Fayed, 2014

S. 179

Sebastian Unger, 2025

S. 133 o. l.

Xiomara Banegas, 2024

S. 181

Henriette Wessel, 2025

S. 133 o. r., u.

Alanis Flavia Cruz Flores, 2025

S. 187

Henriette Wessel, 2025

Vielen Dank unserem großartigen Media-Team!

181


Quellenangaben 1

Die 2,8 % intakte Landfläche basieren auf einer Studie von Plumptre et al. (2021), die Gebiete mit minimaler menschlicher Einwirkung und vollständig intakter Fauna ausweist. Durch den globalen Ansatz schließt sie Gebiete mit einer Fläche unter einer Größe von 10.000 km2 aus. Unsere Schutzgebiete fallen somit nicht unter die Definitionen. Dennoch verwenden wir die Zahl, weil sie eine klare und einprägsame Botschaft für die Dringlichkeit des Naturschutzes vermittelt. Es ist jedoch zu beachten, dass wir nicht anstreben, die 2,8 % Wildnis eben dieser Studie zu erhalten, sondern Wildnisgebiete im weiteren Sinne. Wie genau wir Wildnis definieren, siehst du auf Seite 20. Aktuell arbeiten wir noch an einer Übersicht, welche Gebiete unter diese Wildniskriterien fallen. Bis dahin nutzen wir die besten verfügbaren Daten und bleiben transparent, was unsere Naturschutzstrategie betrifft.

2

Plumptre, A. J., Baisero, D., Belote, R. T., Vázquez-Domínguez, E., Faurby, S., Jȩdrzejewski, W., Kiara, H., Kühl, H., Benítez-López, A., Luna-Aranguré, C., Voigt, M., Wich, S., Wint, W., Gallego-Zamorano, J., & Boyd, C. (2021). Where might we find ecologically intact communities? Frontiers in Forests and Global Change, 4. https://doi.org/10.3389/ ffgc.2021.626635 Watson, J. E. M., Venter, O., Lee, J., Jones, K. R., Robinson, J. G., Possingham, H. P., & Allan, J. R. (2018, November 1). Protect the last of the wild. Nature, 563(7729), 27-30. https://doi.org/10.1038/d41586-018-07183-6

3

Plumptre, A. J., Baisero, D., Belote, R. T., Vázquez-Domínguez, E., Faurby, S., Jȩdrzejewski, W., Kiara, H., Kühl, H., Benítez-López, A., Luna-Aranguré, C., Voigt, M., Wich, S., Wint, W., Gallego-Zamorano, J., & Boyd, C. (2021). Where might we find ecologically intact communities? Frontiers in Forests and Global Change, 4. https://doi.org/10.3389/ ffgc.2021.626635 Casson, S. A., Martin, V. G., Watson, A., Stringer, A., Kormos, C. F., IUCN WCPA Wilderness Specialist Group & IUCN. (o. D.). Management guidelines for IUCN Category 1b protected areas. In Iucn Wcpa’s Best Practice Protected Area Guidelines Series (Bd. 25). https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/PAG-025.pdf

182

4

Mittermeier, R. A., Mittermeier, C. G., Brooks, T. M., Pilgrim, J. D., Konstant, W. R., Da Fonseca, G. A. B. & Kormos, C. (2003). Wilderness and biodiversity conservation. Proceedings Of The National Academy Of Sciences, 100(18), 10309–10313. https://doi.org/10.1073/ pnas.1732458100

5

FAO. (2018). Global Forest Resources Assessment 2020: Terms and Definitions. Abgerufen am 27. März 2025, von https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/531a9e1b-596d-4b07-b9fd-3103fb4d0e72/content

6

IFL Mapping Team. (2021). World’s Intact Forest Landscapes, 2000–2020. Intact Forest Landscapes. Abgerufen am 27. März 2025, von https://intactforests.org/world.map.html .


Quellenangaben

7

orientiert an Mittermeier, R. A., Mittermeier, C. G., Brooks, T. M., Pilgrim, J. D., Konstant, W. R., Da Fonseca, G. A. B. & Kormos, C. (2003). Wilderness and biodiversity conservation. Proceedings Of The National Academy Of Sciences, 100(18), 10309–10313. https://doi. org/10.1073/pnas.1732458100

8

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Der Blick über das Meer aus Baumkronen lässt uns jedes Mal das Herz aufgehen.

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Das Phineo-Siegel bestätigt, dass unsere Arbeit mit quadratmetergenauem Schutz von Urwald als Klimaretter einen nachvollzieh­ baren Effekt hat und wir eine leistungsstarke und transparente Organisation sind. Mehr Informationen unter: https://wilderness-international.org/news/phineo-wirkt-siegel-verleihung und direkt bei Phineo unter: www.spenden-mit-impact.de/projekt/denklimawandel-wandeln/ Unsere Stiftung hat sich dazu verpflichtet, im Rahmen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft alle Zahlen und Informationen transparent aufzuführen. Mehr Informationen unter: www.wilderness-international.org/transparenz

Darüber hinaus sind wir stolze Mitglieder in diesen Netzwerken:

3. Auflage, Stand 01.01.2026

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Quellenangaben

Impressum

Herausgeber Wilderness International Grundstr.1 01326 Dresden — wilderness-international.org Erschienen am 01.07.2026 Layout, Design, konzeptionelle Beratung Studio GOOD, Berlin Inhalte Ulrike Pröschild, Marie Schreiber

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